Nr. 187. Berlin, Sonnabend den 4. November 1865. Social- Demokrat. Diese Zeitung erscheint täglich Organ des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins. mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. N Rebigirt von J. B. v. Hofstetten und J. B. v. Schweißer. Abonnements Preis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 18 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Bostämtern 221/2 gr., bei den preußischen Postämtern im nichtpreußischen Deutschland 183/4 gr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.( fl. 1. 45. südd., fl. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Redaction und Expedition: Berlin, Dresdnerstraße Nr. 85. Bestellungen werden auswärts auf allen Bostämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Scharrenstr. 1, sowie auch unentgeltlich von jedem„ rothen Dienstmann" entgegen genommen. 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Oct.: das Gleichgewicht wiederhergestellt werden, und dies auf die gegen den formellen Verstoß( weil die öfter wilrbe wahrscheinlich durch eine Anwendung der neuen reichische und die preußische Regierung vom Frank Regeln und Principien des Staatsrechts in Verbindung furter Senat über Einen Kamm geschoren worden mit der offenkundigen Tendenz der öffentlichen Meinung waren) gerichtete Borstellung Desterreichs heut ein geschehen, die durchgängig der Aufhebung kleiner Staa Neuestens schreibt man der„ Köln. Ztg." aus Paris, 1. Nov. " Regierung in einer eigenen Note ihrem Wohlgefallen Ferner ist zu bemerken, daß die mecklenburgische an den Vormächten" Ausdruck gegeben hat. -[ Aus den Herzogthümern] wird be fannt, daß Herr von Gablenz nunmehr dem Augustenburger persönlich bedeutet hat, daß man ihn vorkommenden Falls einstecken werde. -[ Die„ Rheinische 3tg."] bringt an der Spitze des Blattes Folgendes: di ០១២ ៨៩ ៨ ៥៥ ដី គី គី Æ E គ tu Da A1 bil tri M fid lar eri ten und ihrer Verschmelzung zu einer großen nationalen gegangen. Die Frankfurter Regierung entschuldigt Einheit geneigt ist. Diese Tendenz wird noch durch die fich darin wegen des Berstoßes" und führt aus, Berlegenheiten begünstigt, welche die materiellen Fort- daß, da die Frage bezüglich einer Bundesreform schritte aller Art den kleinen Staaten täglich bereiten. ſeit Jahren in Vereinen erörtert werde, auch eine Das dem gegenwärtigen Leiter der preußischen Bo- Denn nur große Staaten ziehen daraus Vortheil, da sie Verhinderung des Abgeordnetentages gesetzlich nicht litik zugeschriebene Projekt, Frankreich für die Bildung allein reich und mächtig genug sind, um sie sich anzueignen. statthaft gewesen sei. eines fompakten deutschen Großstaates durch Belgien zu Nehmen wir nun an, daß in einem solchen Augenblick entschädigen, wird Niemandem weniger überraschend ge- die Belgier, eingebent, daß sie dieselbe Sprache wie wir kommen sein, als dem König Leopold. Schon vor län reden, sich zu derselben Religion bekennen, dieselben Sit gerer Zeit, als noch der National- Verein in seiner Weise ten und Gebräuche haben, es für vortheilhafter fänden, für die deutsche Einheit Propaganda machte, und Italien sich mit Frankreich zu vereinigen und diesen Wunsch kundmit der Abtretung Savoyens und Nizzas ein so bedenk- gäben: so würde Belgien gewiß an Frankreich annectirt liches Präcedens schuf, konnte die sein junges Reich bewerben, und man darf wohl voraussetzen, daß diese sebr drohende Analogie dem Scharfblick des greifen Königs gerechte und gerechtfertigte Vereinigung keine größere der Belgier nicht entgehen, und keine anderen Motive, Opposition erregen würde als im Jahre 1860 die Anals diese, waren es, welche ihn damals der Angelegenheit nexion Savoyens und Nizza's. Allein, wie gesagt, es der Befestigung Antwerpens einen so hohen Werth bei bandelt sich von einem so fernliegenden Ereigniß, daß legen ließen. Man mußte beizeiten auf einen festen Plaß man es kaum voraussehen kann und soll, und es, wiebedacht sein, in welchem für den Nothfall der Hof, die wohl es nicht absolut unmöglich ist, doch nur als entArmee und die großen Staatskörper eine sichere Zuflucht fernt wahrscheinlich ansehen darf. Jedenfalls wäre es finden, und sich so lange behaupten könnten, bis die eng nicht flug es in dem Gange der Angelegenheiten mit in lische Flotte ihnen zu Hilfe gekommen wäre. Wem fie- Rechnung zu bringen. len aber in diesem Zusammenhange nicht die letzten Worte ein, welche nach den öffentlichen Blättern Lord Palmerſton in seinem Todeskampfe geflüstert hätte?„ Der Vertrag mit Belgien ja, left nur noch einmal die sechste Claufel!" Man glaubte, der sterbende Premier hätte sich in die Zeiten von 1831 zurückversetzt gefühlt, und an das Londoner Ultimatum vom 26. Juni b. I. gedacht; aber ist diese Auslegung auch wirklich die richtige? Wer sagt uns, ob es nicht eine Convention neueren Datums giebt, und ob der britische Staatsmann in seinen letzten Stun ben nicht derselben Projekte gedachte, welche in biefem Augenblide ganz Europa mit Mißtrauen und Besorgniß in die Zukunft blicken lassen? Und ist es nicht unter allen Umständen bemerkenswerth, daß der letzte irdische Gedanke des Mannes, dem wohl, wie Wenigen auf dieser Erde, eine politische Sehergabe innewohnte, gerade bei Belgien verweilte?" Das ,, Journal des Debats" spricht sich über eine mögliche Annexion Belgiens dahin aus, daß es versichern zu können glaube, daß in Frankreich Niemand an eine solche Einverleibung denke, allein es fügt ausdrücklich bei: für jetzt und in der gegenwärtigen Lage Europa's". Wenn aber ein all gemeiner Krieg ausbrechen sollte, könnte er wohl bedeutende Gebietsveränderungen in Europa nach fich ziehen. Das genannte Blatt schreibt: Es No ent gef das geg zu jeni tral sich einu feit tio der nich erfä die über Tod thum 4 erfeb Lan Bob ben gebt, die C festst bor Frag Frag tagen In i auc die f nen los 1 geme teldhe Beri Bublikum unter Berlin, 1. November folgende Mitthei Die„ Neue Preuß. 3tg." liefert in No. 257 ihrem lung:„ Unsere neulichen Angaben über mannichfache Ber legenbeiten der demokratischen Presse wurden damals leb haft bestritten; jetzt meldet die" Rheinische Zeitung" selbst, daß die Verleger der Berliner Reform" dieselbe nicht weiter fortführen wollen, und daß über den weiteren Ver lag noch Verhandlungen schweben. Blühend kann hier Herr v. Bismard trifft also morgen hier ein und nach das Geschäft wohl kaum sein. Auch was wir von zwar, wie sich die officiellen Stimmen vernehmen lassen, der„ Rheinischen Zeitung" und von dem Intereffe eines auf der Durchreise nach Berlin." Schon vorgestern Kölner industriellen Politikers an diesem Blatte gesagt war ich im Stande, Ihnen anzudeuten, daß sich scheine haben, wird uns in zuverlässigter Weise mit dem Hinbar in allerjüngster Zeit Manches in Bezug auf die zufügen bestätigt, daß sich der betreffende große Mann Stimmung über den preußischen Premier geändert habe. feine Popularität überhaupt ein gut Stüd Geld fosten littlerweile war es die Opinion Nationale nicht allein, laffe. Einige übelberufene demokratische Literaten mit welche einen ziemlich bemerkenswerthen Umschwung der mehr oder minder zweifelhaften Ehrenrechten sollen we preußischen Politik gegenüber an den Tag zu legen für fentlich aus der Tasche des größten Bürgers von Köln gut befunden. Auch in anderen Kreiſen flüstert man es existiren, wofür ihnen die Ehre zu Theil wird, daß sich leise in die Ohren, daß die weitgreifenden Plane ihre Gedanken und Elaborate mündlich oder schriftlich des preußischen Miniſter- Präsidenten beim Kaiser mehr unter dem Namen des berühmten Mannes in die Welt das Interesse der Curiosität, als der wirklichen Theil- gehen." nahme und lebereinstimmung zu erwecken vermocht hätWir fordern die Neue Breußische Zeitung, welche un ten." Die Reben des Generals v. Manteuffel in Haders ter der Verantwortlichkeit von F. Heinicke, Hirschelſtr. 4 leben und in der Königsau sollen das Ihrige dazu ge- Berlin erscheint, hiermit auf, sich näher zu erklären. than haben, eine gewisse Erkältung herbeizuführen, die handelt sich, wohl gemerkt, um das Verhältniß der Rhei man kaum erwartet hatte. Graf v. d. Goltz habe, sagt nischen Zeitung zu einem„ Kölner industriellen Bolitiker", man, in einer Unterredung mit Drouyn de Lhuys, ferner um„ einige übelberufene demokratische Literaten" welche dazu bestimmt gewesen sei, die Ankunft des Grafen mit mehr oder minder zweifelhaften Ehrenrechten, welche Bismard anzufündigen und eine Unterrebung des letzteren wesentlich aus der Tasche des größten Bürgers von Köln mit dem französischen Minister der auswärtigen Auge, existiren und dafür ihre Elaborate unter seinem Nament legenheiten vorzubereiten, diesen in befrembender Weise in die Welt schicken sollen. Die Neue Preußische Zeitung zugeknöpft( boutonné) gefunden; kurz, zwischen Biarritz weiß recht gut, was sie damit sagen will. Da sie in und St. Cloud sei nicht mehr Alles so, wie es vorher zuverlässigster Weise" unterrichtet ist, so wird sie ohne Darum ist der Frieden das Heil Belgiens, denn man den Anschein gehabt. Freilich, und das dürfen Sie nicht zweifel auch sagen können: 1) wer jener Kölner indu fann unmöglich annehmen, daß mitten im Frieben, ver übersehen, ist es sehr leicht möglich, daß dies Alles nur ſtrielle Bolitiker, alias größte Bürger von Köln ist, den mittelst der diplomatischen Uebereinkünfte oder des güt eine Komödie ist und man das Wort La Bruyère's sich fie im Sinne hat, 2) wen sie unter jenen Literaten ver lichen Abkommens eines europäischen Congresses, Belgien aus der Reihe der unabhängigen Staaten verschwinden zum Fingerzeig bienen läßt, nach welchem ber Kluge steht, denen sie so rühmliche Ehrentitel beilegt, und bie und in Frankreich aufgehen sollte... Allein die Zu- von seiner intimften Verbindung am allerfühlsten zu nach ihrer Angabe ein so schmähliches Handwerk treibenkunft tönnte die Lage, die von Europa sowohl als die Sie über den Wechsel der Decoration zu unterrichten, fere Aufforderung nicht antworten und nicht die Beweise sprechen pflegt. Jedenfalls wollte ich nicht versäumen, Sollte die ,, Nene Preußische Zeitung" auf diese un von Frankreich und Belgien, durchgreifend verändern. den man für gut befindet, so bemerkbar zur Schau zu für ihre verläumberischen Behauptungen öffentlich vorWenn jemals im Mittelpunkt Europa's Unigeſtaltungen eintreten die im Stande wären sein Gleichgewicht bedenklegen, so werden wir ihr, nicht vor den Gerichten, aber 2. Nov.[ Zur Drohnotengeschichte.] vor der gesammten europäischen Breffe einen Brozeß an lich zu stören, so müßte da eine gerechte Vertheilung der Kräfte und Hülfsmittel zwischen den einzelnen großen Einem der Frankfurter„ Postzeitung" zugegangenen hängen, in welchem es sich um die öffentliche Degrada milfſet Staaten immer, was man auch thun möge, eine wesent- Wiener Telegramm vom gestrigen Tage zufolge tion eines infamen Preßorgans handeln wird. liche Bedingung der Fortdauer des Friedens sein wird ist die Antwortsnote der Frankfurter Regierung Die Redaktion der Rheinischen Zeitung." tragen. " freife gewo funft bew und reich furt Spruch Deutfd bolten nicht innig Brine des St Feberi 5. ition, Towie bei et. würde inem n die würde Theil ans als affen. wäre, Fa nmen Spre ewor ye be bé die mmte ifchen nften Bro vürde neuen leber Fort 1. H., benen über, aud 3vers inung Rohne erheb e einaber ch ihr eraus it im Barten üffen. Tag Fach würde, trüge, Ebenso : alle ndern tellt. 8 er Schon Orb legen fe der fachen te alle reine emur tfein Woher die sittliche Entrüstung der Redaction Bekanntlich hat der Kaiser die Verfassung, ge- tischen Oceans, in Merito, ihren Truppen Beschäfder Rhein. 3tg."? Weiß sie nicht, daß sie das währleistet durch sein Kaiserwort"( durch die Form, tigung zu geben, um sie in Uebung ihres Handselbe, was sie jetzt der Kreuzztg." vorwirft, gegen in der es gegeben war, zugleich als Schwur zu werks zu erhalten. Die afrikanische Colonie hat die Redaction unseres Blattes felbst be betrachten), einfach aufgehoben. Nun bestand zu noch nicht aufgehört, und wird auch so bald nicht gangen hat. Hat die Redaction der ,, Rhein. 3tg." gleich eine verfassungsmäßige, von der Reichsver- aufhören, eine Kriegsschule für das französische schon vergessen, daß sie mit erbärmlicher Feigheit tretung ausgebende Central Commission über das Militair zu sein. Die Araber find mehr als je und Hinterlist eine Lüge in die Spalten ihres Blat- Finanzwesen. Die Bedeutung dieser Commission wieder im Aufstande und fügen der Colonie großen tes selbst dann noch aufnahm, als der Erfinder lag eben darin, daß sie von der Reichsvertretung Schaden zu, da sie nicht nur von Zeit zu Zeit diediefer Lüge, der Correspondent der Elberf. 3tg.",( die, wenn auch keine eigentliche Volksvertretung, so selbe massenhaft angreifen, sondern auch in der die Unwahrheit bereits eingestanden hatte? Bis doch ein Ansatz dazu war,) ausging. Nun möchte Zwischenzeit fortwährend die armen Colonisten und auf den beutigen Tag hat die Rhein. 3tg." man, nachdem Verfassung und Reichsvertretung die den Franzosen unterworfenen Stämme austeinen Widerruf ihrer Lüge gebracht wie verschwunden sind, gern den Schein wahren und plündern und morden, wo sie einzeln deren Herr kommt eine solche Redaktion zu sittlicher Ent- zu diesem Zweck ist man auf die elende Komödie werden können. Ganze Landstriche werden von aufrüstung über das, was andere Redaktionen thun? verfallen, eine Commission gleichen Namens mit ständischen Arabern blokirt. Alle zur Verfügung vorDa wir übrigens einmal bei dieser er Sache sind, neu zu beſtätigen, und daß handenen Truppen wurden nach den bedrohten so wollen wir unsern Lesern mittheilen, daß von den dieselbe nunmehr ein bloßes Werkzeug des Kaisers Bunkten geschickt und die Bürgerwehr ist unter den größeren Blättern, welche die bekannte Berläumdung geworden, foll eben dadurch verdeckt werden, daß Waffen. Zuaven werden in aller Eile ohne Gein der aufgewärmten Form mitgetheilt hatten, die dieselben Personen in der Commission find, päck auf requirirte Maulthiere zum Schuße der Köln. 3tg." und das Franks. Journ." eine be- und die Herren Bourgeois geben sich unter Bevölkerung nach verschiedenen Richtungen hin richtigende Notiz gebracht haben. In der Wiener thänigst zu der erbärmlichen Komödie her. transportirt. Ganze Armeecolonnen werden orga" Presse" haben wir eine solche nicht bemerkt. Et- Der ,, Brest. 3tg." schreibt man in diesem nisirt gegen mehrere Araberhäuptlinge, wovon einer waige Winkelblätter, die sich mit der Sache befaßt Betreff aus Wien, 31. Oct.: 16,000 Mann, Infanterie und Cavallerie, comman= hatten, fonnten wir natürlich nicht verfolgen. Die Herren von der alten Control Commission diren soll. Man glaubt, daß die Insurrektion von * Wien, 31. Oct.[ 3ur großen Staats- erhalten heute den Lohn für ihre That baar aus- Marokko unterstützt wird. Man schreibt aus Alconfusion.] Nach einem Artikel der jetzt offi- bezahlt in überschwänglichen Lobeserhebungen von gier, daß die arabische Bevölkerung niemals von ciösen Const. Desterreich. 3tg. näherte sich die Re- Seiten der gemietheten Officiösen. Hoffentlich wird es feindseligeren Gesinnungen gegen die Franzosen begierung wieder der Idee des engeren Reichsrathes sie in ihrer Freude über diese Anerkennung nicht stören, feelt gewesen sei, als beute, und es scheint, daß die daß kein einziges unabhängiges Blatt ihre Fahnenflucht ( unter dem Namen eines„ Desterreichischen Gene- vertheidigt. Diejenigen Journale, die anticentralistisch, ganze mahometanische Bevölkerung, ermuthigt durch ral- Landtages") oder, wie die Officiösen bereits aber zugleich liberal sind, beobachten ein eisiges Schwei- die unschlüssige Haltung, welche in der letzten Zeit sagen, der Idee der Februar- Verfassung," da ihr gen über dies Benehmen. Die freisinnig centralistischen den Arabern gegenüber an den Tag tritt, sich wiedas ursprüngliche Project, den einzelnen Landtagen Blätter charakterisiren dasselbe in so harten Ausdrücken, der der, freilich irrigen, Hoffnung hingiebt, die die Verfassung zur Revision vorzulegen, darum wie das Preßgesetz es nur irgend erlaubt. Natürlich Franzosen aus Algerien vertreiben zu können. Man immer bedenklicher erscheint, weil es bereits für aus- rebe ich hier nicht von den vier Herrenhausmitgliedern, erwartet daher mit großer Spannung das offizielle gemacht gilt, daß mehrere Landtage, darunter der denen Niemand zumuthen wird, daß sie für die Verfas Werk über Algerien, welches der Kaiser nach seinem von Graz, sich selbst als zu dieser Revision fung eintreten. Ich will auch nicht gerade einen allzu Besuche der Colonie entworfen hat, und das endincompetent erklären würden!! Beachtungs auf Taschet werfen, der eben Hofraths- Opposition geschweren Stein auf Winterstein, eine politische Null, oder lich mit nachträglichen Modifikationen erscheinen werth ist indeß, daß man im czechischen Lager sich trieben, solange dieselbe ganz wohlfeil war. Was aber soll. Die Zustände in Algier wären schon allein burch solche Kundgebungen und Andeutungen über unerhört, ist, daß Herbst, der eigentliche Führer hinreichend, die Bereitwilligkeit zu erklären, die man eine etwaige Gesinnungsänderung des Grafen Bel- der äußersten Linten im Abgeordnetenhause, der amerikanischen Union gegenüber gezeigt hat, credi nicht irre machen läßt und dort soeben das ganz ruhig der Regierung aus der Hand ißt, die französischen Truppen aus Merito zurück zu Programm ausgegeben hat, man dürfe den unga- welche die Reichsverfassung kaffirt hat. So ziehen. Zwar ist diese Maaßregel noch nicht rischen Forderungen nach einem verantwortlichen etwas dürfte selbst in dem, an parlamentarischen Peripe- offiziell befannt gemacht, aber feinem Zweifel ungarischen Ministerium im Sinne der 48er Ge- tionen überreichen Leben der Franzosen nicht oft und mehr unterworfen. Bei der Kammer- Eröffnung feße, also einer vollen Trennung Ungarns von der nicht so plötzlich(!!) vorkommen; dieser Mann ist ein wird der Kaiser diese Maaßregel nebst einigen Monarchie, principiell nicht entgegen sein, da auch Ja, noch mehr! er ist nicht blos ein Fahnenflüchtling, als eine Erfüllung der Versprechungen darstellen, angehender Bach nur weitaus ohne dessen Klarheit. anderen mit großem Pomp verkünden und sie bei ihrer Erfüllung immer noch die Möglichkeit sondern von ihm rührt gewissermaßen das Gesetz für die bliebe, daß auch Böhmens( ähnliche) Forderungen neue Control Commission her, welches nach einem Schrei welche im vorigen Jahre bei gleicher Veranlassung erfüllt würden. So schrieb gestern ausdrücklich ben von seiner Hand über die Bedingungen seines Ver- in der Thronrede gemacht worden seien. Keine Narodny Listy( Prag):„ Also vielleicht auch bleibens im Amte aufgesetzt ist. Er also hat recht eigent Nation versteht es besser als die französische, und ein verantwortlich böhmisches Ministe. lich den Feldzugsplan für den größten Dienst entworfen, unter allen französischen Regierungen keine wiederum rium?" Warum nicht auch ein verantwortliches welcher dem Miniſterium Eßterhazy- Majlath geleistet, für besser als die jetzige, ihre Handlungen in Scene zu Tiroler, erzherzoglich ober- und unterösterreichisches fen beigebracht werden konnte. Verfaffungen im moder ähnlicher Weise werden auch die Ersparnisse im den schwersten Schlag, welcher der verfassungstrenen Lin- setzen, aus der Noth eine Tugend zu machen. In u. f. w. verantwortliches Ministerium? Man nen Sinne des Wortes müssen sich auch auf ein erstarkfieht: es ist erfreulicher Weise gegründete Hoffnung tes Bürgerthum stützen; hier aber haben von fünf Ab- Budget angekündigt werden, wozu man endlich durch vorhanden, daß die große Staatsconfusion noch geordneten nur zwei Cavaliere, Baron Dobblhof und eine übergroße Finanznoth zu schreiten gezwungen erheblich zu nehmen werde. Baron Kinsky, politischen Muth gezeigt die drei ist. Wie man die Occupations- Armeen in Mexiko Männer des tiers état( britten Standes), der und Rom zu reduciren beginnt, ebenso wird auch höchsten Gerichtshof, haben als eine selbstver- bedeutend reducirt werden, und wie diese Agenten Professor, der Börsenrath, der Hofrath am die über 28,000 Beamten starke Armee der Zöllner ständliche Sache die Partei changirt, sobald auf der indirecten Steuern, werden auch jene der direcder anderen Seite nichts mehr zu holen war! Rein lächerlich ist es, wenn diese brei Herren zur Rechten, namentlich die Hauptsteuereinnehmer, zum Nückfertigung ihres Abfalles sich jetzt auf ihren Patriotismus zug gezwungen. Es ist eben das Charakteristische berufen! Als ob die Männer, welche zur Ausübung der heutigen kaiserlichen Politik, daß sie überall einer rein buchhalterischen Controle befähigt sind, nicht zum Rückzug bläst. Die Aufgabe der nächsten zu Tausenden zu haben sind! Das Vaterland brauchte Thronrede ist aber, diesen gezwungenen Rückbedurfte allerdings möglichst derselben Namen, um den zustellen. Das Talent der Franzosen, alles in nur die Controle an und für sich: dies Cabinet aber zug als einen freiwilligen Fortschritt darSchein eines Zusammenhanges zwischen der alten und Scene zu setzen, hat aber auch seine gute Seite; neuen Commission aufrecht zu erhalten... und diese Stütze hat denn der sehr ehrenwerthe Herr Professor Herbst nicht dem Vaterlande, sondern dem Cabinete gelieben, das sich jedenfalls dankbar erweisen wird. Gerade aus jenem Grunde ist auch der neuen Commission der früher gewählte Präsident gleich durch kaiserliche Ernen nung octroyirt, damit jede Möglichkeit fortfalle, es könne auf den neuen Stampiglien bei Unterzeichnung der Staatsschuldverschreibungen ein anderer Name als derjenige des Fürsten Colloredo erscheinen! -13ur Kennzeichnung der Bourgeoisie], dieser um materielle Vortheile zu Allem fähigen Menschenclasse, mögen zwei Thatsachen, die eine aus Preußen, die andere aus Desterreich dienen. Bekanntlich hat die General- Versammlung der Köln- Mindener Eisenbahn den von der Regierung mit der Vertretung der Bahn abgeschloffenen Vertrag einstimmig(!!) genehmigt. Der preußische Abgeordnete Dr. Löwe- Calbe hat am 26. d. dahier vor einem Bezirksverein über die politische Lage gesprochen und bei dieser Gelegenheit in der beregten Sache erklärt: Die Attien brachten in den letzten Jahren über 12 Et. Dividende; für die Aktionäre rückte also die Gefahr näher, ihre Attien zum Pari- Course dem Staat über laffen zu müssen. Die Regierung aber verkaufte dieses ihr Recht im Sommer an die Aktionäre. Das Recht der Regierung, diesen Vertrag zu schließen, muß bestrit ten werden. Meine Herren, dieses Ereigniß ist in dem seit vier Jahren andauernden Verfassungskampfe unsere größte Niederlage gewesen! Es ist wahr, man wird nur von seinen eigenen Freunden verrathen. Diese angeblich liberalen Rheinländer, die mit ihrem Li. beralismus und Constitutionalismus uns Altpreußen ge genüber prunken, sie haben der Constitution in unserer legigen Lage den härtesten Todesstoß und zwar gegen baare Bezahlung versetzt. Das Volk aber möge sich von Erscheinungen, wie Man sieht, die Bourgeoisie ist überall dieselbe. die erwähnten, mit Efel abwenden. Ausland. Sehr wahr! Vortrefflich! Aber meint man, die H. Paris, 1. November.[ Algerien. Vor Herren von der Köln- Mindener Bahn seien be- studien zur Thronrede. Weltausstellung fenders entartete Söhne der Bourgeoisie? Onein, von 1867. Großer Plan. Die Revolutio fie sind die ächten Kinder derselben. Hören wir näre in Frankfurt.] Die franzöfifche Regiezum Beweis dessen etwas aus Wien! rung hat wahrlich nicht nöthig, jenseits des atlanciese wird sich bei Gelegenheit der Weltausstellung von 1867 wieder einmal auf's Glänzendste bewäh= ren. Was man davon hört, grenzt an's Märchenhafte, wird aber, wenn keine unvorhergesehenen Ereignisse dazwischen treten, wirklich so ausgeführt werden, wie der Plan dazu entworfen ist. Das enorme Marsfeld mit seinen ebenso geräumigen Umgebungen wird Alles enthalten, was die menschliche Arbeit im weitesten Sinne des Wortes in der Welt producirt. Ich mache Sie deshalb auf einen ganzen heutigen civilifirten und nicht civilisirten Artikel der gestrigen Debats" aufmerksam. Einen wo möglich noch großartigeren Plan hat der gelehrte Silbermann vom College de France für eine zukünftige permanente Weltaussteltung entworfen. Wenn jemals dieser Plan in Ausführung gebracht wird – und was ist heute unmöglich? so würde Paris im eigentlichsten Wortfinne eine Welt im kleinen werden, und man "