Nr. 137. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumeranbo: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BeitungsPreisliste für 1898 unter r. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. 17 Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolone getle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts & Uhr nachmittags in der Expedition. abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr Dormittags geöffnet. Xernsprecher; But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 15. Juni 1898. Wähler Deutschlands! Du kennst Deine Feinde. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Nur noch ein Tag, und die Zeit des Erwägens ist vorüber, der Augenblick der Entcheidung ist da. Jeder von Euch befindet sich in der Lage jenes Mannes, dem eine gütige Du kennst den Junker, der Dir von jedem Bissen Brot, den Du zum Munde führst, See einen Wunsch gewährte. Aber auch nur einen Wunsch. Ist der Wunsch vernünftig, mit dem Du den Hunger der Deinen stillst, den Zehnten raubt, und Dich obendrein ty das Lebensglück und die Zukunft gesichert. Ist er unvernünftig. so ist Alles politisch entmündigen will. berfcherzt. Du kennst die Junker genossen, die sich auf Kommando des Herrn v. Miquel gesammelt haben, um Dich vollständig in ihre Gewalt zu bekommen. Biele gut, triff ins Herz, wähle sozialdemokratisch! Deutsches Volt! Am 16. Juni bist Du Herr Deines Schicksals. Du bist frei, wenn Du für Dich wählst; Du wirst gefnechtet und gerne belt werden, wenn Du Deine Der Stimmzettel vor der Wahl gleicht der Kugel im Lauf. Bielt der Schüße gut, so fibt die Kugel im Schwarzen und der Preis ist dem Schüßen gewiß. Bielt er schlecht. so geht die Kugel neben die Scheibe und verliert sich im Raum ein werthloses Stück Blei. Auf dem Wege zur Wahlurne ist das Volt seines Schicksals Schmied. So, wie die Stimmzettel fallen, so fallen die Würfel des Schicksals. Ist die Mehrzahl der Wähler so Feinde wählst! berblendet, den Stimmzettel abzugeben für Junker, Grafen, Kommerzienräthe, Landräthe und Nur verlaß Dich nicht auf die Stich wahl! Jeder muß seine Stimme ähnliche Leute, die von dem Schweiße des Volkes leben und zum Danke dafür das Volk bei der Hauptwahl abgeben, denn in der Stichwahl werden sich alle Parteien knebeln möchten- ist die Mehrzahl der Wähler so verblendet, den Feinden des Volkes gegen die Sozialdemokratie vereinigen. die Stimme zu geben, anstatt Männern des Volkes und Vorkämpfern der Arbeit, so ist das Volk seinen Feinden überliefert. Die Feinde sind dann Herren seines Schicksals und sie werden ihren Vortheil ausnuten, und dafür sorgen, daß das Volk nie wieder in die Page tommt, durch den Stimmzettel sein Schicksal selbst zu bestimmen. Deutsches Volt! Fasse am Wahltage den Feind scharf ins Auge, ziele gut und triff hn ins Herz, indem Du sozialdemokratisch wählst! Wähler, in Eurer Hand liegt die Zukunft Deutschlands! Bielt gut, trefft den Feind ins Herz, wählt sozialdemokratisch! Nieder mit den Junkern und Junkergenossen! Hoch die Sozialdemokratie! Hoch das freie Deutschland! Die Kandidaten unserer Partei in Berlin und den angrenzenden Wahlkreisen sind: 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis: Redakteur Hugo Poetsch in Berlin. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis: Richard Fischer in Berlin, Kreuzberg- Str. 25. bamte 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis: Rechtsanwalt Wolfgang Heine in Berlin. Am Scheidewege. Auf fünf lange Jahre wird morgen ein Reichstag gewählt. Was dieser aber gutes oder schlechtes schafft, ist nicht blos für fünf Jahre geschaffen, seine Gutthaten und seine Schandthaten bleiben bestehen und wirken nach, wenn keiner von uns mehr lebt. Es erben sich Gesetz' und Rechte Wie eine ewige Krankheit fort! 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis: Stadtverordneter Paul Singer in Berlin. 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis: Redakteur Robert Schmidt in Berlin. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis: Schriftsteller Wilhelm Liebknecht in Charlottenburg. Reichstage- Wahlkreis Niederbarnim: Stadtverorducter Arthur Stadthagen in Berlin. Reichstags- Wahlkreis Teltow Beeskow- Storkow- Charlottenburg: treteit. Gastwirth Fritz Zubeil in Berlin. Fabrikherr entscheidet, wo jede politische und gewerkschaftliche unverhüllt und energisch wie die Sozialdemokratie muß das Vereinigung der Arbeiter aufhört? Das Vorbild für diesen deutsche Volk den Volksfeinden und Volksausbeutern entgegenZukunftsstaat existirt, Herr Stumm hat ihn in seinem Königreiche geschaffen, er hat hohe und viele Bundesgenossen, die sein nationales Zukunftsideal, sein Königreich Saarabien für das ganze Deutsche Reich verwirklichen möchten. Morgen hat das deutsche Volt die Entscheidung seines Shicksals in der Hand; frei, aus eigener Ueberzeugung, nach Die Opposition der Richter und Kopsch, der Rickert und Barth, erister Prüfung soll es urtheilen über Regierung und Volts der Lieber und Spahn, der Ahlwardt und Zimmermann wird vertretung der Vergangenheit und bestimmen die Volksvon niemandem ernst genommen, gegen diese kann die Regievertretung der nächsten Legislaturperiode und durch sie auf Auch die Krautjunker haben ihren Zukunftsstaat: Absperrung rung, können die Stumm und Kanik alles durchseßen. Nicht den Gang unserer Geschicke, auf die Politik der Regierung aller Grenzen, über die billiges Korn und Fleisch hineinkommen biegen, nicht brechen soll die Regierung den Reichstag können, bestimmenden Einfluß ausüben. tönnte, hochgeschraubte Preise für alle Lebensmittel, staat deshalb muß noch mit aller Kraft, mit Ausnußung jeder Minute, Morgen ist das deutsche Volk wirklich einmal souverän, liche Garantien für den Abfaz der Produkte ihrer Güter jeder Gelegenheit für die Wahl von wahren Volksmännern, von morgen hat es sein Selbstbestimmungsrecht. Nicht nur die und unserer Arbeit, Knechtung der Arbeiter, Auf sicheren Volfsvertretern, von Sozialdemokraten gewirkt werden. einzigen fonsequenten Demokraten, die Vertreter der Sozial- hebung der Freizügigkeit, Rückkehr zur Leibeigenschaft, Gegen die Sozialdemokratie heißt in diesem Wahlkampfe demokratie, verlangen die Ausübung der Souveränität vom Niederdrückung der Lebenshaltung der ländlichen Arbeiter, für Entrechtung des Volfes, für die Aufhebung der VereinsVolfe, morgen drängt sich alles an die Wähler, was sonst freiester Wettbewerb ausländischer Arbeiter gegen unsere freiheit, für die Abschaffung des Wahlrechts, für Umsturznur Verachtung, Hohn und Ausbeutung für sie übrig hat. deutschen Volksgenossen. Hochschutzzölle für die Produkte, gefeße, für die Reaktion auf allen Gebieten eintreten. Regierung und Junkerthum, mecklenburgische Feudale und Vogelfreiheit für die wirklichen Produzenten, die Arbeiter! Und wir haben wahrlich je Und wir haben wahrlich jetzt schon Reaktion im Deutschen westfälische Schlotbarone, Minister und Bischöfe, Richter und Das sind die Zukunftsbilder, die eine ernste und nahe Reiche an allen Ecken und Enden, genug und übergenug. Pastoren, fie alle, die für das wirkliche Volt sonst kein Ohr Gefahr für das deutsche Volt, für jeden deutschen Wähler be- Wem dies gefällt, wer diese Zustände erhalten will, wer die und kein Auge haben, buhlen um die Gunst der Männer, deren deuten, soweit es nicht als Besizer von Rittergütern und Entwickelung unseres Reiches in der Richtung zu den Idealen Stimmzettel auf das Schicksal der Parteien, auf die Macht Fabriken auf die Welt gekommen ist. Das sind teine Phantasie- der Miquel, Posadowsky, Stumm, Plög, Kanik und Mirbach der Interessengruppen bestimmend einwirkt. gemälde, wie die Bilder, die unsere Gegner von den Jdealen zu fördern gesonnen ist, der stimme gegen die SozialDer Sozialdemokratie malen, das sind energisch vorbereitete demokratie. Aktionen zur Knechtung der Mehrheit unseres Volkes, die Wer aber nicht will, daß es noch viel schlechter im schon über die ersten vorbereitenden Schritte gediehen sind. Vaterlande werde, wem Freiheit kein leerer Schall, wem geHier heißt es, die Abwehr nicht verzögern, hier ist jede sunde Entwickelung kein Aergerniß, wem Eintreten für seine Versäumniß schwerster Verrath, nie mehr gut zu machende nothleidenden und unterdrückten Volksgenossen wahre nationale Unterlassung. Morgen handelt es sich nicht um eine Schlacht, Politik ist, der muß in diesem Wahlkampfe, wie er auch sonst die in späterer Zukunft zu schlagen wäre, morgen handelt es sich zur Sozialdemokratie steht, für die Kandidaten der ArbeiterSo ist es nicht die Sorge allein für die nächsten Jahre, um den Kampf, der morgen entschieden sein kann. Alles klasse eintreten. für uns, sondern für die nahe und ferne Zukunft, für Kind und dreht sich darum, wie morgen die Waffe des Stimmzettels Wir müssen am 16. Juni mit starkem Rucke nach vorRindestinder, die unsere morgige Entschließung bestimmt. Wir benutzt werden wird. Wir wissen wohl, daß es Männer wärts tommen, denn sonst hält niemand die Mächte des Rückjaben es in der Hand, unser Glück uns felbft zu der verschiedensten gegnerischen Parteien genug giebt, die schrittes von ihrem voltsfeindlichen Treiben ab. chmieden. Staatsstreiche, Brechen von Eiden, Niederwerfung des Volkes Es ist eine Entscheidungsschlacht die geschlagen wird; Aber auch Ketten will man uns schmieden, Ketten, die durch militärische Machtmittel, Aufhebung oder wenigstens mit gespanntester Aufmerksamkeit wird der Kampf um die Zuwir nicht mehr von den Gliedern bringen sollen, mit denen Verschlechterung des Reichstags- Wahlrechts zu empfehlen wagen, funft der deutschen Nation überall verfolgt, wo gesittete Menschen Kind und Kindeskind fünftig auf die Welt kommen sollen. aber desto unmöglicher ist ein Erfolg dieser verbrecherischen wohnen. Wir haben nicht blos für uns zu kämpfen: Unser ,, Weh' Dir, daß Du ein Enkel bist!" Soll man dies Pläne, je kräftiger und klarer das Volk sich für Freiheit und Sieg bedeutet Hoffnung für die ganze Kulturwelt, unsere Dioterwort unseren Nachkommen zurufen oder wollen wir sozialen Fortschritt am Wahltage erklären wird. Niederlage wird Trauer und Niedergeschlagenheit verbreiten. monen den Grund legen für eine bessere Zukunft? Weg mit der Politik der Bismard, Posadowsky, Miquel, Zeigen wir der Regierung, in der die Direktionslosigkeit Wollen wir morgen in den Reichstag eine Mehrheit Stumm, Kanig, Anbahnung volksthümlicher Regierungsformen, herrscht, in der jeder große Gedanke fehlt, daß das deutsche fender, die zu allen voltsfeindlichen Plänen Ja und Amen einer Politik für die breiten Voltsmassen, Aufhören der Volt einig, start, zielbewußt ist, daß es bereit ist, dem deutschen fagt, die billigt, was Graf Posadowsky plant, was Herr Interessenwirthschaft: das muß das Ergebniß des 16. Juni Namen zu mehr Ansehen und Achtung zu bringen, als seine Staatsmänner. v. Miquel mit den Agrariern zusammen fonspirirt, die gehor-[ 1898 sein. fam ist den Befehlen des Freiherrn v. Stumm? Der Politik der Großen, der Bereicherung der Reichen, Wolen wir Deutschland zur Kinderstube, das neue Reich der Unterdrückung und Ausbeutung der Armen, der Abenteurer zum Nafimalzuchthaus machen? politik, der Politik der Rüstungen zu Wasser und zu Lande, Wollen wir eine Mehrheit für den Stumm'schen Zukunfts- den Plänen zur Entrechtung des Volfes, zur Erdrosselung der staat schaffet, wo die Arbeiter auf das Selbstbestimmungs- ohnedies so geringen Volksfreiheiten muß mit Sturmesmacht recht zu berichten haben, wo der hochmögende Fabrikherr am Wahltage der Wille des Volfes entgegengesetzt werden. entscheidet, we heirathen darf und wie viel Kinder man be- Wir müssen zeigen, was wir können. Nicht lau und tommen soll, no über Länge der Arbeitszeit, über Höhe der verzagt, wie Freisinnige, nicht mit halben Worten, wie Löhne, über Sonntagsruhe, über die Benutzung der freien das Zentrum, nicht mit falschen Versprechungen, wie die Zeit, über Zeitungs- und andere Lektüre der hochmögende Ahlwardt, Liebermann, Zimmermann und Bachler, sondern l Beweisen wir, daß die deutsche Sozialdemokratie nach wie vor an der Spike der großen internationalen Armee marschirt, die für Befreiung aus Lohnsklaverei und Unterdrückung fämpft. Machen wir den 16. Juni zu einem Ehren- und Festtag für die ganze Welt. Und nun jedermann auf den Posten, jede Fiber in Thätigkeit! Hoch die Sozialdemokratie! Nieder mit der Reaktion! Frisch auf zum Sieg! gunt " Wahlkampf. die Den Gipfel der Gemeinheit Hindernisse in den Weg zu legen suchen, das geht aus der bilden die gegen unseren Genossen Stadthagen im Niederbarnimer folgenden Offenen Anzeige" hervor, welche der Kandidar In den Berliner Wahlkreisen Kreise von den Konservativen verbreiteten Flugblätter, die in so der Sozialdemokratie für den Wahlkreis 8a bern, Privat find dieser Tage von unseren Gegnern ebenfalls Flugblätter ver- starter Bahl hergestellt sind, daß die Post zur Bewältigung der Arbeit lehrer Cost in Hägen, in unserem reichsländischen Parteiorgan breitet worden. Im vierten Wahlkreise macht eins Propaganda fogar Hilfskräfte annehmen mußte. Wir sind durch unsere Gegner an die kaiserl. Staatsanwaltschaft, die faiserl. Kreisdirektion in Arbeiter" Brie, der von den Konservativen, gewiß nicht verwöhnt, aber was hier an Niederträchtigkeit, Bosheit Babern und die kaiserl. Gendarmeriebrigade zu Straßburg richtet: den Deutsch und Christlich- Sozialen aufgestellt ist. Aus und Gemeinheit geleistet wird, ist so start, daß selbst die Flugblätter" Der Fußgendarm Müller aus Babern hat sich erdreistet, einen dem langen Geschreibsel ist nur interessant, daß Priez der Herren Dr. Bernstein und Vorberg in Teltow Beeskow gegen Wähler zu Ottersthal, der aus eigenem Interesse an der Sache und niedrige Getreidezölle weder für den Großkaufmann, noch Bubeil reine Waisenkinder dagegen sind. Das eine Flugblatt befaßt in seinem Recht als Wähler mehrere Exemplare meines Wahlfür die arbeitende Bevölkerung in Stadt und Land" für schädlich sich fast ausschließlich mit der Person des Abg. Stadthagen, der in flugblattes an Bekannte vertheilte, anzuhalten und zu verwarnen, hält, sondern geradezu für nüglich. Noch nützlicher werden sie ihm so pöbelhafter Weise verleumdet wird, daß dem Verfasser des Flug- fowie zu fragen, ob er bezahlt fei, unter Hinweis darauf, daß dererscheinen für die Großgrundbefizer, und je höher desto nüßlicher." blattes selbst angst und bange davor wurde, und daß er es nicht selbe eine Rente beziehe. Ich bringe dies hiermit seinen vorgesetzten Bries will auch keinem Arbeiter durch Beschränkung ber Frei wagte, feinen Namen als verantwortlichen Redakteur darunter zu Behörden öffentlich zur Kenntniß, damit der Herr Gendarm sowie über zügigkeit das Recht nehmen, seinen Wohnort zu wechseln und sich fetzen. Nebenbei bekommen auch Singer und Bebel fleine Siebe über seine Amtspflichten und Befugnisse, bejjere Lebensbedingungen zu schaffen, ist jedoch gegen den heutigen, ab, und als würdiger Kronzeuge für diese Berleumdungen minß Rechte der Wähler eingehend belehrt wird. Es ist eine grobe Unoft zum Schaden der Arbeiter selbst geübten Weißbrauch der Frei- natürlich der Messerstecher und Erpresser, der berüchtigte Ehren- gehörigkeit, daß ein von dem Volle bezahlter, genährter und be zügigkeit" und insofern für eine Reform, die den betreffenden, Fischer dienen. Unter solchen Umständen können wir es verstehen, fleideter Beamter sich herausnimmt, die Wähler einzuschüchtern und Wenn er das so weiter der feinen Wohnort wechseln will, in feiner Weise schädigen soll.- wenn an manchen Orten die Flugblattvertheiler nicht selbst den Muth Dinge zu fragen, die ihn nichts angehen. Da Herr Priez niemals Gelegenheit haben wird, im Reichstage hatten, die Blätter in die Häuser zu tragen, sondern sich betreibt, so genügt seine unerlaubte Thätigkeit allein zu einem Wahlfeine tonfufen Ansichten zu vertreten, so erübrigt sich ein weiteres zu diesem Zwed Kinder von der Straße aufsuchten. Das protest; auch der Bürgermeister von Dossenheim hat einen ungesetzEingehen auf das, was er für die Arbeiter„ nützlich" hält. zweite Flugblatt ist schon etwas verständiger, es enthält nur in lichen Einschüchterungs- Versuch gegen meinen dortigen Bettelausträger Antisemitische Fafelei. auch den Nachtheil, daß es feine Originalität, sondern mit der Im fünften Berliner Wahlkreis haben die Antisemiten ein Scheere aus verschiedenen anderen Flugblättern zurechtgeschnitten ist. Landespartei im Wahlkreis Saargemünd- Forbach, Herr Pfarrer Flugblatt verbreitet, das ganz nach bekanntem Schema die mit so elenden Machwerken glauben die Anhänger des Konservativen Colbus aus Neunkirchen, zu sein, der den Kreis bisher im Reichsniedrigsten Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie enthält. Kandidaten Dr. Irmer die Arbeiter zu fangen. Hoffentlich wird tag vertreten hatte. Vor kurzem hielt er in seiner Pfarrgemeind Unsere internationale Gefinning, unsere angeblich feindliche ihnen die Arbeiterschaft des Kreises Niederbarnim am 16. Juni ihr eine öffentliche Wählerversammlung ab, in der auch der sozialistisch Stellung gegen die Religion werden von den frommen Gesinnungs- Lügenmaul auf immer verstopfen und für keinen anderen, als für Bewerber um das Wandat, Kaufmann Emmel aus Saargemüns genoffen eines skraut, Vorberg und Stöcker zum Gegen den bewährten Genossen Arthur Stadthagen ihre Stimme abgeben.- anivesend war. Als letzterer während der Rede des Herrn Pfarreis stand heftiger Angriffe gemacht. Das sind nun gerade die richtigen Stützen der Gesellschaft, die Vorlesungen über religiöse Grundsätze halten können. Das Geschimpfe über unsere internationale Gesinnung läßt uns gleichgiltig. Die alberne Rebensart, daß man nicht weiß, wo die Arbeitergroschen bleiben, hat in Berlin keine Wirkung. Auf nimand etwas. Stimmzettel siedem zweiten Wort eine bewußte unwahrheit. Dafür hat es aber verübt." auch den Nachtheil, paß es von gleichem Papier und gleicher Größe sind diesmal in vielen Kreisen von bürgerlichen Parteien mit der Sozialdemokratie vereinbart worden. Auch in Berlin ist eine solche Vereinbarung für alle Kreise getroffen worden. Tante in höchsten Aengsten. heität, forbem, mit ber Ein sonderbarer Schwärmer scheint der Kandidat der klerikalen Konservative Amtspraktiken. Der for " " equit and Von der Agitation. einige Zwischenrufe machte, erwiderte ihm Herr Colbus mit der Bemerkung: Herr Enimel, was Sie wollen, das will ich auch; Aus Neu- Ruppin wird uns geschrieben: Der fonservative lassen Sie mich nur ruhig mein Programm entwickeln, Sie werder Landtags- Abgeordnete, Amtsvorsteher, Rittmeister a. D. v. Quaft zu gewiß mit demselben vollständig einverstanden sein." Die gouverne a densleben ließ am Sonntag zwei sozialdemokratische Flug- mentale Presse vom Schlage der„ Mezzer Zeitung"," Straßburge ist ob fo etwas natürlich ganz aus den Stimmzettel abgenommen und beide, trotzdem sie sich genügend legi Säuschen. Das erstere Blatt bemerkte z. B. zu dem Auftret timiren konnten, durch einen Transporteur nach Neu- Ruppin gebracht des, wie die Str. Post" in nennt, katholischen Sozialdemokraten" und dort der Polizei übergeben. Da aber des Sonntags das Colbus: Uns, die wir schon öfters Gelegenheit hatten, aus seinen Bureau geschlossen ist, mußten die Leute dort zwei Stunden Predigten einen eifrigen Verfechter sozialdemokratischer Milichtar warten, bis ein Beamter fam, um die Persönlichkeit der beiden herauszuhören, hat er dadurch nichts Neues geboten. Aber shith lebelthäter festzustellen. So achtet ein konservativer Abgeordneter Herr Colbus als katholischer Priester in öffentlicher Bersanunling zu das Recht der Bürger. Denn nicht nur als Beamter, sondern auch einem derartigen Bekenntnisse herbeiläßt, das hätten wir bei seine: als Vertreter einer gesetzgebenden Körperschaft sollte man von ihm sonstigen Schlauheit doch nicht erwartet." Der Wahlkampf thei Die gute alte Tante Voß ist über unser im ersten Berliner erwarten, daß er sich im politischen Kampf seinen Gegnern eben gar manche recht sonderbare Blüthen. ៤០៦០១០ Wahlkreise verbreitetes Flugblatt ganz aus dem Häuschen. In dem gegenüber nicht zu einer Gesezesübertretung hinreißen Vorgefühl, daß auch dieser letzte Berliner Kreis den Freisinnigen Der Vorgang fennzeichnet wieder aufs treffendste, welche Behandlung durch uns entriffen werden könnte, stimmt sie ein langes Loblied und welche Achtung ihrer Rechte die Arbeiter von den konservativen Bahlreich zu hunderttausenden sind wieder am Sonntag vor auf die Freisinnshelden und zugleich ein klagelied gegen die bösen Parteigängern zu erwarten haben. Die Abrechnung sollt Ihr morgen weit führen, wollten wir die Orte einzeln aufzählen. Hier und la unseren Parteigenossen die Flugschriften verbreitet. Es würde zi Sozialdemokraten an, deren Bestrebungen selbst vor dem geheiligten erfahren! Namen eines Langerhans nicht halt machen. Nach ihrer Meinung Wahlbeeinfluffungen.nd stunning find wiederum einige Störungen durch die Gendarmen vorgekommer haben die Sozialdemokraten gar nicht das Recht, überall eigene Kandidaten aufzustellen, einmal weil sie dadurch, wie Eugen fagt, In Debeleben, Kreis Halberstadt, find Wahlaufrufe für und Flugblattvertheiler verhaftet; sonst wurde von der Bevölkerung der emsigen Thätigkeit der Parteifreunde kein Hinderniß entgegermur die Reaktion stärken, sodann aber, weil die Freifinnigen sich Herrn Rimpau vom Amtsdiener ausgetragen worden. Dieses Ver- gesetzt. Was für eine Summe von Arbeit wurde hier wieder ge stets als wackere Demokraten bewährt haben und überall gegen gehen läuft direkt dem Gesetz zuwider. Unser Halberstädter Parteiorgan giebt ein Rundschreiben leistet. Uitentgeltlich, ohne jede Entschädigung, oft erhielten fir wirften tausend auf dem Plane Bolfsunterdrückung auf aus Welche Partei den: erschienen sind, selbst zu der Zeit, als„ der Führer der Sozial- des Vorsitzenden des Kriegerverbandes der Grafschaft Wernigerode nicht einmal die Kosten der Reise erseßt, bekannt, in dem eifrige Bekämpfung der Sozialdemokratie auf von Arbeitern für ihre Partei. demokratie den preußischen Ministerpräsidenten durch seine Blaubereien gefordert wird.- Der§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes ist noch Bürgerthum kann eine ähnliche Begeisterung, einen gleichar unterhielt, wie ein geistreicher Gutsnachbar". Wie naiv fich doch Wie naiv sich doch Idealismus unter ihren Anhängern aufweisen? Mit Geb bie Zante in ihren alten Lagen noch ſtellt! Weiß sie wirklich nicht, nicht aufgehoben, aber trotzdem dürfen die Herren, die sich so eifrig muß bei ihnen jede Leistung aufgewogen werden, die Proletarir daß Laſſalle gerade wegen der schwächlichen Haltung der damaligen für die heutige Ordnung begeistern, dem Geſetz ein Schnippchen kämpfen für ihre Ueberzeugung, als Lohn genügt ihnen der Erfo'g Fortschrittspartei und wegen ihrer offenen Verhöhnung der Arbeiter schlagen. ihrer Arbeit, der Fortschritt des Sieges der Sozialdemokratie. Nigt diese um seine Fahne geschaart hat? Weiß sie nicht, daß die Frei- Wie der Landrath Freiherr v. Hülleffem Wahl. minder eifrig wurde für unsere Sache in Versammlungen die finnigen auch in späteren Jahren stets dieselbe Schwäche an den beeinfluffung treibt. Agitation betrieben. Kein Wahlkreis, wo nicht am Sonntag mehrere Tag gelegt haben, wenn es sich darum handelte, für wirthschaft. Bum Sonntag hatte der Herr Landrath für den Königs Versammlungen abgehalten wurden und der Same des Sozialismus liche Freiheiten einzutreten? Und wenn die Vossin sich in ihrem berger Landkreis alt sämmtliche Herren Amts-, Guts- und ausgestreut wurde. Die Ernte wird uns der 16. Juni bringen. Lobgesang sogar so weit versteigt, daß sie die freisinnige Partei Gemeindevorsteher, sowie Gendarmen und Chaussee- Aufseher des Auf dem todten Puntt foll die Sozialdemokratie ats wegen ihres fräftigen Eintretens für die„ berechtigten" Forderungen Kreises ein amtliches Schriftstück, gezeichnet Nr. 4222M., ver gelangt sein, verkündet die Magdeburgische Zeitung". Unser Partis der Arbeiter bei dem großen Bergarbeiter- Ausstand preist, so vergißt schickt, in dem mitgetheilt wird, daß Volfsausbeutung und " fie ganz, daß die„ Freifinnige Zeitung", das führende Blatt dieser bemotrain großer Zahl mit Flugblättern und Sozial organ in Magdeburg kann demgegenüber melden, daß sich am Somverfolgt, so wäre fe wohl auch zu der Einsicht ung etwas genauer daß Sie, ohne gegen die geſetzlichen Beſtimmungen zu verstehen, wenn wir auf mente eintreten. Danach scheint ja der ganze Beamtenapparat in Ostpreußen für die staatserhaltenden Parteien" mobil gemacht zu werden. Ohne Wahlbeeinflussungen geht es mum einmal in Deutschland nicht. Alenderung wird der Reichstag wieder schaffen müssen. Der Bund der Landwirthe als Förderer der Antisemiten. Eine nette Enthüllung über die Verwendung der Gelder der nothleidenden Landwirthe bringt unser Burgstädter Parteiblatt, die Voltsstimme":" Leipzig, den 20./5. 98. Luz an 9 II. ferIn Rosenthal, einem stockkonservativen Dorfe im Bahlfreise Landsberg- Soldin, hat sich ein„ schlagfertiger" Baner mt noch drei Mann ein Bravourſtückchen gegen einen unserer FlyblattVertheiler erlaubt. Der Bauer lud unsern Genossen in die Woh ming, schloß dieselbe hinter sich ab und verlangte mum zunässt die Legitimation, die er natürlich nicht erhielt dann entriß er ihm Die Flugblätter und stieß ihn unter den gemeinsten Soimpfworten hinaus. Wird das Bäuerlein aber ein Gesicht nnchen, wenn ihm die Anklage zugeht, lautend auf Freiheitsberaubung und thätliche Beleidigung! Glaubte er doch eine gute That begangen zu haben. Vielleicht holt er sich in Adamsdorf Bescheid; dort istauch einer, der es 1893 einmal gemacht, aber nie wieder! fie ganz, daß die Freifinnige Beitung", das führende Blatt dieser demokraten in großer Zahl mit Flugblättern und Stimmzetteln tag 1500 Personen, darunter 70 Radfahrer, zur Flugblattverbreitung Partei, erst vor wenigen Wochen erklärt hat, sie nehme zu aufs Land kommen werden. Jm Wortlaut heißt es dann in dem einstellten, die 60 000 Flugblätter und Stimmzettel verbreitten. schwebenden Streifs grundsätzlich keine Stellung. Hätte die gute Birkular: Indem ich Ihnen hiervon Kenntniß gebe, erwarte ich, Wenn wir auf dem todten Punkt bleiben, läßt sich die Alte nur die Rubrik" Wahlkampf" in gekommen, daß es in geeigneter Weise dagegen einzuwirken ver werden un d doch etwas gewagt ist, davon zu reden, daß die freisinnige Partei, stehen hierdurch für die nächste wo sie in den Gemeindeverwaltungen die Macht hat, überall Gin- teichstagswahl für die staatserhaltenden Ele richtungen getroffen habe, die vorzugsweise den ärmeren Klassen zu gute kommen. Warum hat sie denn in Nürnberg und Breslau, wo doch ihre Anhänger in den Gemeindeverwaltungen die Mehrheit haben, nichts gethan, um die Mahl und Schlachtsteuer aufzu heben? Oder kommt diese Steuer etwa den ärmeren Klassen zu gute? Warum hat sie 1895 im Reichstage gegen den sozialdemokratischen Antrag auf Aufhebung der Salzsteuer gestimmt? Und wenn ihr wirklich soviel daran liegt, daß die Rechte des Volkes hochgehalten werden, warum hat sie denn kein Wort der Entrüstung darüber, daß ihre Freunde in Bromberg durch ein Flugblatt auffordern, schon im ersten Wahlgange für einen Gegner des bestehenden ReichstagsWahlrechts zu stimmen, blos um dafür ein Landtagsmandat zu ergattern? Wer auf diese Weise für einige Silberlinge das Volk verIn Nordhausen sind die Genoffen außerordentlich rührt, räth, dem steht es wirklich nicht gut an, sich hinterher so aufzubläen. Besten Dank für die Sendung! Ich spreche also morgen in Der Kandidat des Kreises, Genosse Th. Glode, hat vom 4. Junt Nein, wo Birna und Sonntag in Reinhardsgrün und Kreischa. der Freisinn die Macht hat, da zeigt er sich Alles ab zehn Versammlungen im Kreise abgehalten, von denen vier in Nähere ift mit den Herren Vertrauensmännern genau so reaktionär, wie die übrigen bürgerlichen Parteien, direkt Sälen und sechs unter freiem Himmel stattfanden. Die gegnerischen und nur da, wo erledigt. Die Versammlung in Gersdorf findet Dienstag den 24. N. Barteien, besonders die Freisinnigen, geben sich die größte er nichts zu sagen hat, ist er reine Oppositionspartei. Das ist der Grund, ans dem sich immer breitere nachmittags 4 Uhr statt. Was die 500( foll zweifellos 500 Mari Mühe, ihren Besitzstand zu erhalten und scheuen dabei auch Massen von ihm abgewandt haben, das ist auch der Grund, aus heißen, D. N.) anbelangt, so wiederhole ich, daß ich bereit bin, in vor unlauteren Mitteln nicht zurück. So fuchten sie durch dem die Wähler des ersten Berliner Reichstags- Wahlkreises sich dafür Döbeln, Nossen die ganze Geschichte ausgezeichnet für Herrn N. fünf Leitartikel in ihrer Nordhäuser Freis. Zeitung" Genossen Bebel, bedanken werden, Herrn Dr. Langerhans am 16. Juni ihre Stimme( Naumann, D. N.) zu leiten und danach zu führen. Im übrigen der den Herren in einer im Anfang dieses Monats in Nordhausen erwarte ich weiter recht zahlreiche Aufträge von Ihnen. zu geben. abgehaltenen Versammlung, in der auch der Stab des Freisinns erIn Eile. Herzlich grüßend schienen war, bittere Billen zu schlucken gegeben, todtzuschlagen. Doch die Lächerlichkeit, gepaart mit Gemeinheit der Argumente, hat selbst in ihren eigenen Reihen verschnupft. Am Sonntag wurden wiederum 20 000 Flugblätter über den Kreis verbreitet. Freifinniger Banernfang. " Lieber Herr Schmidt! Ihr Adresfirt ist dieser Brief an Herrn Oswin Schmidt Direktor des Bundes der Landwirthe lo Erwin Baner. In einem in polnischer Sprache abgefaßten Flugblatt für Delizich- Bitterfeld suchen die Freisinnigen sich plötzlich als sehr fromme und religiöse Leute aufzuspielen. Es handelt sich für sie darum, die polnischen Arbeiter in ihr Nez zu locken, und deshalb preisen fie plöglich die Segmmgen der Religion und reden den Arbeitern Freiberg in Sachsen vor, daß sie als fromme Katholiken nicht für eine Partei Reitbahnstr. 1. stimmen können, die an keinen Gott glaubt. Was kann auch so ein Mensch helfen ohne Gott? Nur derjenige, der Gott ver- aus ehrlichstem Herzen über die günstigen Thomas- Phosphatmehl Die Bauer, Liebermann, Böckel und Konsorten freuen sich sicher traut, geht nicht zu grunde." In diesem falbungsvollen Tone geht Geschäfte des Plötz- Bundes. es eine zeitlang fort, es könnte fast scheinen, als ob Herr Stöcker das Flugblatt verfaßt hätte. Wirklich, es macht einen spaßhaften " Die Verrohung des jugendlichen Nachwuchses In den letzten Tagen sprach Genosse Pfannkuch in zahlreich besuchten Versammlungen in Burg, Staßfurt, Stendal, Tangerminde und Aschersleben. " Die Wahlagitation in den beiden Breslauer Stadtwahlkreisen, im Kreise Breslau- Land und ebenso im Wahlkreise Waldenburg wird aufs eifrigste betrieben. Am Sonnabend sprachen Gen. Tuyauer und Schoenlant in Breslau in start besuchter Ver burg sprachen Tuzauer und der Kandidat unserer Partei, Ger. sammlung im Tivolisaale. In Conradsthat im Wahlkreise Walden Sachße Sonntag Nachmittag in einer außerordentlich stark suchten Versammlung. Der Besuch war hier so zahlreich, da nachdem Eindruck, wenn eine Partei, die mindestens so" gottlos" ist, wie die wird in einem Flugblatt im schönen Sachsenlande der Sozialdemo= Beifall der Versammelten gesprochen, die Versammlungsbesuche beide genannten Redner unter dem lebhaftesten als wenn gewisse Damen auf ihre alten Tage zu Betschwestern schuld sein, daß in den Werkstätten und auf den Arbeitsplägen kaum aufgefordert wurden, den Saal zu verlassen, um den auf de werden. Der Unterschied ist nur der, daß diese sich vielleicht wirklich mehr die Disziplin aufrecht erhalten werden kann. Natürlich ist Straße und auf dem Hofe stehenden nach hunderten zählender für fromm halten, während die Freifinnigen wissen, daß sie heucheln. Hier unter Disziplin die widerstandslose Unterjochung unter Wählern Gelegenheit zu geben, die beiden Redner ebenfalls zi hören. Nachdem sich der Saal aufs neue bis auf den letzten Plaz die Lame und Willkür des Unternehmers Eine Fabrikwahlversammlung. zu verstehen, denn die Loderung der Disziplin durch die Fabrikanten, gefüllt hatte, sprachen die beiden Parteigenossen abermals, oftmals Aus Landsberg a. W. wird uns geschrieben: die die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung zum Nachtheil der Waldenburger wie die beiden Breslauer Stadtkreise im ersen vpn braufenden Beifallsbezeugungen unterbrochen. Jedenfalls wid Sämmtliche Arbeiter des Fabriketablissements Baucksch hierselbst ihrer Arbeiter geschickt zu umgehen verstehen, ist den Gegnern Wahlgange den Sieg der sozialdemokratischen Kandidaten herleiwurden gestern Abend zu einer Wahlversammlung zusammengetrommelt, welche im den unter dem Bureaugebäude befindlichen der Sozialdemokratie höchst gleichgiltig. Ebenso wenig werden die führen. Auch den Landkreis Breslau hoffen wir in der Stichnaht Verfertiger des Flugblattes an den durch den Duelunjug verrohten Aufenthaltsraum für die Arbeiter stattfand. Die Beamten und Ingenieure waren pflichtschuldigst natürlich auch dabei. Nachdem man ingendlichen Nachwuchs aus den„ beſſeren" Geſellſchaftskreisen oderie Düsseldorfer Genossen verbreiteten am Sonntag fich dann vergewiffert, daß fein fremdes Schäflein unter dieser Heerde an die Verrohung der Sitten gedacht haben, die denjenigen Stützen 40 000 Flugblätter nebst Stimmzetteln für Grimpe in abrefirten sich dann vergewissert, daß kein fremdes Schäflein unter dieser Heerde der Ordnungsparteien zur Last fällt, die die sozialdemokratischen und verschlossenen Kouverts in der Stadt Düsseldorf. 15 000 Flugvorhanden, nahm der Werkführer Rohrbeck die Leitung der Versammlung in die Hand. Die Fabrifdirektoren Hermann und Agitatoren mit Hunden hetzen lassen oder mit Knüppeln bearbeiten. blätter waren dieser Tage im Landkreise verbreitet worden Die sind in ihren Augen ein wohlgefälliges Wernide- Obergennin waren anwesend. Hermann Baudsch redete die das nicht genug Anerkenning finden kann. Arbeiter zunächst an und betonte die große Güte und Freundlichkeit, Sind Jusaffen der Heilanstalt wahlberechtigt. mit welcher in dem Etablissement die Arbeiter stets behandelt worden Der Landrath des Kreises Teltow hat die Beschwerde der Inwären. Nach der Wahl-( d. h. in der stillen Voraussetzung, fassen von Gütergoz, betreffend die Aufnahme in die Wählerlisten, daß die Arbeiter tonservativ wählen) würde auch abschläglich beschieden. Der Landrath geht von der Ansicht aus, daß eine Wittwenkaffe gegründet werden. Dann nahm der Kandidat die Beschwerdeführer nicht in Gütergok, fodern in Berlin ihren wirtWernicke das Wort und entwickelte sein Programm, ließ daraus das lichen Wohnsitz haben. Wir theilen diese Auffassung nicht und ist Landwirthschaftliche fort und versprach den industriellen Arbeitern nach den Entscheidungen der Wahlprüfungs- Kommission in ähnlichen den Himmel auf Erden. Schließlich wurde allen Anwesenden Fällen anzunehmen, daß sie einem Protest Folge giebt. dringend ans Herz gelegt, nur den Konservativen zu, wählen. sodicAnd Elsaft- Lothringen. Am Wahltage werden die Arbeiter, angeblich, damit nicht überflüssige Arbeitszeit verloren geht, bezirksweise nach den Wahllokalen abgesandt. Daß auch im Lande der wiedergewonnenen Brüder" die Organe der Staatsgewalt der sozialistischen Wahlagitation alle möglichen erobern. in der letzten Woche mehrere abgehalten, in welchen G.impe, Wessel und Frau 8iez- Hamburg referirten. die der Aus Oberroden in Hessen berichten bürgerliche Blitter, daß Anhänger der sozialdemokratischen Partei eine Versammlung gesprengt haben. Diese Darstellung ist vollkommen unichtig. Wie uns berichtet wird, entstand ein Tumult in der Versammlung durch einige angetrunkene Leute, standalirten, worauf Beamte Versamlung auflöfte. Die Unruhe, welche sich nach der Auflösung fortsetzte, soll durgaus nicht so erheblich gewesen sein, daß die Beamten nöthig hatten, mit der blanken Waffe einzuhauen. Ein Betrunkener ging zum Pfarrhause und standalirte dort, und kam es dabei zu unangenehmen Szenen. Unsere Parteifreunde haben sich von den Dingar ferngehalten, und mußte der Pfarrer Schäfer in einer Zentrumsversammlung zu- 1 des Garde- Pionier- Bataillons an die Militär- Telegraphenschule hingestehen, daß die Sozialdemokraten ihre Agitation ruhig betreiben. wies. Von einer Errichtung der dritten Bataillone bei den In Dresden- Altstadt fanden am Sonnabend drei gut neuen Regimentern ist einstweilen, wie sich dies ja auch aus der besuchte Versammlungen statt, in welchen Kurt Baafe, bekannten Erklärung des Kriegsministers ergiebt, noch nicht Dr. Gradnauer und Theodor Mezner sprachen. Im die Rede. 8. Die Wahl der benöthigten Beamten geschieht mittels geheimer und direkter Wahl durch die Arbeiterschaft der betreffenden Distrikte. Der Zentrumsabgeordnete Schuler hat in einem ausführlichen 78 Druckseiten langen Bericht den Standpunkt der Betitionskommission zu dem Antrag Dreesbach u. Gen. präzisirt. Die Kommission stellt Laufe der vorigen Woche referirte Genosse Singer in Hans Jede Batterie der Feldartillerie foll schon im Frieden nover, Hildesheim und Barsinghausen vor glänzend se ch 3 Geschüße und zwei Munitionswagen be- banach folgende Anträge: besuchten Versammlungen. Am Sonntag stellte sich Bebel im ersten spannen tönnen. Hamburger Wahlkreise seinen Wählern vor. Er sprach in zwei Ver" 1 Politische Uebersicht. " 1. Ueber die geforderte Ausdehnung der Fabritinspektion auf Handel und Hausindustrie nicht zu verhandeln, da für die bezügfiche Gesetzesänderung der Landtag nicht zuständig ist; 2. den Antrag der Errichtung von Ünterinspektionen für größere Industriegebiete des Landes abzulehnen; dagegen die Regierung zu ersuchen, die Frage der Dezentralisation weiter zu prüfen und dieselbe ins Werk zu setzen, sobald alle der Reichs- Gewerbe- Ordnung unterworfenen gewerblichen Anlagen auch der Gewerbeaufsicht unterstellt werden; 3. die Regierung aufzufordern, zwei zur Fabrikaufsicht geeignete weibliche Personen auszuwählen und ausbilden zu lassen und seiner Zeit als Assistentinnen der Gewerbe- Inspektion anzustellen die Mittel sind im nächsten Budget vorzusehen; 4. den Antrag auf Wahl der Aufsichtsbeamten durch die Arbeiter abzulehnen, dagegen die Regierung aufzufordern, für allgemeine Bestellung von Vertrauenspersonen als Vermittlungsorganen zwischen GewerbeInspektion und Arbeiterschaft energisch besorgt zu sein. Ministerialdirektor Dr. Dittman ist zum hessischen Justizminister ernannt worden. Aus der Art geschlagen ist Herr v. Buttkamer, der Landrath sammlungen. Die erste, die mittags 12 Uhr in den Hammonia- des Kreises Kolberg, denn er liebt man höre und staune! Bierhallen" stattfand, war von 4000 Personen, die nachmittags 3 Uhr feine Wahlbeeinflussungen. Wenigstens erklärte er in einer Verim" Englischen Tivoli" abgehaltene von 3000 Personen besucht. sammlung in Köslin, daß er selber niemals die Wähler zu bestimmen Außergewöhnliche Begeisterung herrschte in beiden Versammlungen. versucht und auch niemals geduldet habe, das ein anderer dies thue. Am Montag sprach Bebel in Harburg vor 4000 Personen. Ja, er hatte sogar nichts dagegen, daß der freisinnige Führer Viele konnten zu der Versammlung feinen Einlaß finden. Dr. Barth seine Auslassungen in folgender Form zusammenfaßte: Aus Amerika wird uns geschrieben: Wenn auch die alten Ich möchte bitten, daß die Erklärung des Landraths im Kreise deutschen Parteigenoffen in der Neuen Welt die Dollars nicht mehr die weiteste Verbreitung finden und auch den Amtsvorstehern so locker ſizen haben wie in früheren Zeiten, so werden sie doch alle mitgetheilt werden möchte, daß niemand etwas zu fürchten nach besten Kräften ihr Scherflein zu den Kosten der Reichstagswahl habe, insbesondere auch nicht die Gastwirthe, wenn sie ihrer in Deutschland beitragen. Daß sie dem Ausfall der Wahlen mit freien Ueberzeugung folgten und dies sogar von den Behörden ge= der größten Spannung entgegen sehen, kann man sich vorstellen! wünscht wird, selbst wenn sie einen Liberalen wählten." Weit lieber wäre es uns gewesen, wenn Herr v. Puttkamer die Aeußerungen zu Beginn des Wahlkampfes gethan hätte und nicht erst so furze Zeit vor der Wahl, wo seine Organe, den Traditionen in Puttkamerun Berlin, den 14. Junt. folgend, wahrscheinlich schon ihre Arbeit gethan haben. Wie wir Hundert Jahre in der Geschichte zurück ist der hören, soll übrigens gegen Herrn v. Buttkamer der Familienrath beChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Der Techniker Stöcker'sche Reichsbote". Das fromme Blatt wettert in einem rufen werden. Paul Fölschenhauer hatte sich gestern vor der Strafkammer des Leitartikel zum Regierungsjubiläum des deutschen Kaisers gegen Arbeiterversicherung. Die„ Berl. Pol. Nachr." schreiben: Es hiesigen Landgerichts I wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. die sozialdemokratische Wühlerei", die zur Folge habe, daß tann jetzt bereits als feststehend angesehen werden, daß die Revision Wie die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführte Verhandlung der mit solchen Anschauungen erfüllte Arbeiter in seiner ver- des Gesetzes über die Invaliditäts- und Altersversicherung dem ergab, war die Denunziation von dem Klempner P. Löber, blendeten Erbitterung so weit gehe, daß er die Staatsordnung fönnen." Das wird wohl mehr ein Gesetz im Interesse der oft- Dem Angeklagten, Reichstage nach seinem Zusammentritt wird vorgelegt werden der in der Hermannstraße zu Rirdorf wohnt, ausgegangen. der gemeinsam mit Löber bei dem wie die Werkstatt und die Maschine demolire, durch welche er elbischen Großgrundbesizer als eine sozialpolitische Maßregel werden. Ingenieur P. Scheidler in Beschäftigung gestanden hatte, waren versein Brot verdient. Für wie thöricht muß das Pastorenblatt die Arbeiter halten! Vor hundert Jahren schritten allerdings Reichs- Anzeiger" veröffentlicht die folgende Bekanntmachung vom dem Prinzipal zur Kenntniß brachte. Aus Rache lief Löber zur Unser Handelsvertrags. Verhältniß mit England. Der schiedene Unregelmäßigkeiten des Klempners aufgefallen, die er dann die durch die Maschinen brotlos gewordenen Arbeiter zu 11. Juni 1898: solchen Mitteľn Majestätsbeleietgungs- Denunziation einzureichen. und ließen ihre Wuth an dem unAuf grund des Gesetzes, betreffend die Handelsbeziehungen lastungszeugen, zu denen auch der Prinzipal des Angeklagten geschuldigen Werkzeug aus. Heute hat die Arbeiterschaft längst zum Britischen Reich, vom 11. Mai 1898( Reichs- Gesetzbl. S. 175) hörte, konnte dessen Schuldlosigkeit so flar festgestellt werden, daß erkannt, daß sie auf solchem Wege niemals zum Ziel Hat der Bundesrath beschlossen, daß den Angehörigen und den gelangt und selbst die rückständigsten unter ihnen würden Erzeugnissen des Vereinigten Königsreichs von Großbritannien der Staatsanwalt selber die Freisprechung beantragte, auf welche nicht mehr zu derartigen Mitteln greifen. Und daß den und Irland sowie der britischen Kolonien und auswärtigen Be- das Gericht denn auch nach kurzer Berathung erkannte. Arbeitern diese Erkenntniß aufgegangen ist, daran sind nicht fizungen mit Ausnahme von Kanada vom 31. Juli d. J. Desterreich. die Herren Kapitalisten schuld, sondern das ist lediglich ein ab bis auf weiteres diejenigen Vortheile einzuräumen sind, die Wien, 14. Juni. In Abgeordnetenkreisen verlautet, daß Grat Erfolg der durch die Sozialdemokratie herbeigeführten Volksseitens des Reichs den Angehörigen und den Erzeugnissen des Thun während des Sommers die czechischen und deutschen Vermeistbegünstigten Landes gewährt werden. aufklärung. Im Nicht phantastische Versprechungen, wie der trauensmänner zu Konferenzen nach Wien einladen werde. Reichsbote" meint, machen wir den Arbeitern, sondern wir Paftor Hülle's Geschäftsunternehmungen werden neuer- Abgeordnetenhause verhandelten heute Vormittag alle Barteiverbände beweisen ihnen durch die That, daß wir diejenigen sind, die dings amtlich empfohlen. Die Berliner Correspondenz" schreibt über die an ihre Wähler zu erlassenden Manifeste. Die christlichfoziale Bartei hat ihr Manifest bereits veröffentlicht. In demselben ihre Interessen wahrnehmen, und deshalb folgen die Arbeiter nämlich heute: unserer Fahne, unbekümmert um die Strafpredigten der Um der Schuljugend behufs Förderung patriotischer Gesinnung wird das Verhalten der Schönerianer verurtheilt, trobem aber verMucker und Stöcker. zum 10. Jahrestage der Thronbesteigung Seiner Majestät des sichert, daß die Partei entschlossen sei, an der deutschen GemeinRaisers in furzen Zügen das Bild des Herrschers vor Augen zu bürgschaft festzuhalten. stellen, erscheint die Schrift Kaiser Wilhelm II. Für Volk und Heer. Von Paul v. Schmidt, Generalmajor 3. D., Schriftenvertriebsanstalt Berlin SW., Alte Jakobstraße 129." geeignet. Der Preis eines Exemplars der Schrift beträgt.. Der Brief des Reichskanzlers an den rothen Prinzen" hat die Konservativen arg verschnupft. Die bis ins Mart tönigstreuen Herren fordern nichts mehr und nichts weniger, als daß Fürst Hohenlohe ob dieses schweren Verbrechens Knall und Fall entlassen wird. So versteigt sich die ,, Kreuz- Zeitung" zu folgender Außerung: Und wenn selbst was freilich undenkbar ist der Herr Reichstanzler erklärte, er habe nichts dagegen gehabt, daß der Brief zu gunsten eines Gegners der wirthschaftlichen Sammlungspolitik der Regierung gegen einen Freund dieser Politik ausgenutzt werde, so wäre das für uns erst recht nicht unangenehm." In die Sprache des gewöhnlichen Mannes überfekt heißt das, daß das vom Reichskanzler begangene Kapitalverbrechen den Juntern insofern angenehm ist, als es für sie einen Vorwand bildet, an stelle Hohenlohe's einen Mann nach ihrem Herzen zu bekommen. Noch deutlicher ist die Auslassung einer parlamentarischen Rorrespondenz, die da meint, der Kanzler hätte recht gethan, wenn er die ihm vor längerer Zeit von maß gebenden Staatsmännern an die Hand gegebene Gelegenheit benutzt hätte. Wie kann aber auch Fürst Hohenlohe so unvorsichtig sein, eine Meinung zu haben, die von der durch Herrn Miquel diktirten so sehr abweicht! " mittleren Staatsbeamten häufig genug. Ueber aufreibende Arbeitslast flagen die unteren und Wie steht es nun mit der Thätigkeit der höheren Beamten? Die konservativen Grenzboten" veröffentlichten seinerzeit einen Artikel, der darüber einige Aufschlüsse gab. Es hieß darin u. u.: " " nach modern- deutschem Brauch die Durch die Ents Brünn, 14. Juni. Gestern Abend kam es an mehreren Punkten der Stadt zu Reibereien zwischen deutschen und czechischen Bassanten. Die Polizei schritt wiederholt ein, zerstreute mehrfache Ansammlungen und verhaftete eine Anzahl den arbeitenden Selassen angehörigen Personen, welche alsbald wieder entlassen wurden. Vier Personen: wurden leicht verletzt. " Frankreich. Lemberg, 14. Juni. In den letzten Tagen fanden in verschiedenen Ortschaften antisemitische Ausschreitungen statt, bei welchen die jüdische Bevölkerung bedroht, Plünderungen verübt und zahlEin paar Jahre lang hatte ich Berkehr mit einigen Regierungs- reiche Fensterscheiben in von Juden bewohnten Häusern eingeschlagen räthen und erfuhr dadurch ganz genau, wie die Herren leben, wurden. In Maszkowce gerieth eine Spiritusraffinerie in Brand; Am meisten hatten die Schulräthe zu thun. Der eine die Entstehungsursache war nicht festzustellen. Die einschreitende arbeitete täglich vier Stunden, von morgens 8 bis 12. Gendarmerie wurde in einigen Orten mit Steinen beworfen; erst na chmittags, hat er mir wiederholt gesagt, muß man herbeigerufenes Militär stellte die Ordnung wieder her. Jetzt ist nicht arbeiten. Nach dem Mittagsschlafe ging er spaziren und die Gendarmerie verstärkt worden und sind weitere entsprechende machte Besuche, abends las er. Der andere, Abtheilungs- Anordnungen getroffen. Ernstere Ruhestörungen tamen bisher' birigent, bekannte offen, daß er nur eine Stunde täglich nicht vor. maß bewegte sich die Arbeitszeit der übrigen Herren. Dazu kamen arbeite(!). Zwischen jenem Höchst und diesem Mindest= dann noch wöchentlich eine Sitzung und bei den Schulräthen die Tribünen überfüllt. Alle Minister waren anwesend. Weline hielt Paris, 14. Juni. In der heutigen Kammerfizung waren die Visitationsreisen, die jedoch als angenehme Abwechselung empfunden eine lange Nede, in welcher er den Inhalt der gestrigen Rede Bourgeois wurden." Gine Zeitung schrieb hierzu:„ Es ist Thatsache, daß manche zu widerlegen suchte. Als Bourgeois den Redner unterbrach, rief ihm Meline zu: ,, Als Sie am Ruder waren, habe ich keine Regierungräthe sich nur während einer kurzen Weile auf der Regie- Obstruktion gemacht. Ich verbitte mir jede Unterbrechung." rung beschäftigen, daß mancher Assessor sogar bis zum Mittag ruht Meline dürfte voraussichtlich eine Mehrheit von 15 Stimmen eroder während der Zeit, wo andere thätig sind, halten. Der tragische Tod unserer Genoffin Eleanor Mary Jag den mitmacht und 3erstreuungen huldigt. An Aveling giebt der Pfaffenpresse noch immer Stoff zu den aben- manchen Nachmittagen kann man die Räume eines Regierungs- Die Befittheilung zwischen Frankreich und England im teuerlichsten Kombinationen. Um jeden Preis wollen sie diese gebäudes durchwandern, ohne auch nur einen einzigen der Herren Nigergebiet ist gestern in Paris im Namen der großbritannischen Tragödie für ihre Zwecke ausbeuten. So wird jezt eine Notiz, anzutreffen. Hierdurch wird es erklärlich, daß wichtige Regierung unterzeichnet worden. Diese Abmachungen find für die Franzosen äußerst günstig. deren Erfinder die„ Germania" ist, von dem Volt" weiter Kommunal-, Schul- 2c. Sachen oft Monate hindurch unbearbeitet folportirt, die angeblich die Sache in ganz neue Be- liegen bleiben. Die Arbeitslast liegt vielfach auf den Schultern der Dadurch, daß sie gegen die Aufgabe von Bussa am Niger Niffi und leuchtung" rückt. Edward Aveling, wird berichtet, sei des mittleren Beamten, die auf genaue Innehaltung der Bureaustunden damit das Sultanat Borgu behalten, sehen sie ihren dringendsten Wunsch erfüllt, die Kolonie Dahomeh an der afrikanischen Westküste Verhältnisses mit Eleanor müde geworden und habe sich Es hat nichts davon verlautet, daß inzwischen die höheren Be- mit dem Hinterlande am Niger und durch ganz Nordafrika bis nach seinem alten Familienleben, zu seiner verlassenen Frau und amten angewiesen worden wären, dieselben Dienststunden zuni Mittelmeer in unmittelbaren Zusammenhang zu bringen. seinen Kindern, zurückgesehnt". Darum habe er Eleanor den einzuhalten, die den mittleren und unteren BeBelgien. Vorschlag gemacht, mit ihm in das Haus seiner Ehefrau amten borgschrieben sind, oder daß man die Arbeits- Brüssel, 18. Juni. Der Justizminister Begerem ist nach zurückzukehren und eine Ehe zu dreien" zu führen; da zeit der lepteren verkürzt hätte. Berlin abgereift; er wird in Deutschland eine vierzehntägige Inhabe sie es denn vorgezogen in den Tod zu gehen, daß fich aber Aveling auf seine Pflicht besonnen habe, Gehaltes die kürzeste und bequemste Arbeitszeit, die stand, groben Unfug, wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe Die armen Belgier! Sollen die nun auch ambulanten Gerichts fet in den Augen der bösen Sozialdemokraten und sich denken läßt, während auf dem mittleren und unteren und andere Vorzüge unserer Justiz bescheert erhalten? des dreimal bösen Liebknecht eine schwere Schuld" ge: Beamten, der nur färglich bezahlt wird, die eigentliche wesen, woraus wieder einmal flar werde, wie unsere Partei& aft der Arbeit ruht. Gerecht tann tein Mensch einen solchen mit einer„ bankerotten Moral" behaftet sei. Die Geschichte Bustand nennen. Aber ebenso sicher ist, daß er bestehen bleiben London, 18. Juni. Oberhaus. Der Kriegsminister Lord ist ja nun sehr rührend und wird auf die frommen Leser wird, so lange die jetzige Ordnung dauert. Nur der Sozialis- Lansdown theilt mit, nach Erwägung der Umstände sei beschlossen der Germania" und des„ Volt" gewiß sehr wirken, sie mus wird Licht und Schatten gleich vertheilen. worden, die bei dem Jameson Einfall betheiligten Offiziere, die fontrollirt werden." Ordnung" ist. Der höhere Beamte hat trotz seines großen Man sieht hieran wieder, welch konfuses Ding die bestehende formationsreise machen. England. d hat aber freilich einen kleinen Fehler, der freilich bei Durch einige kleine Mittel" find soeben die nothleidenden die damals entlassen wurden, mit Ausnahme Willoughbys und Frant diefen gottesfürchtigen Leuten nicht viel ausmacht: fie Agrarier Sachsens von der sächsischen Regierung unterstügt worden. Rhodes, mit halbem Sold wieder einzustellen, weil sie Opfer der Verhältnisse waren. Willoughby aber hatte eine verantist nämlich von Anfang bis zu Ende erlogen. Sie hielten in Dresden einen Verbandstag der landwirthschaftAveling hatte mit seiner ersten Frau teine Kinder, lichen Genossenschaften ab. Der Bund umfaßt zur Zeit 97 Genossen- wortliche Stellung inne und Rhodes nahm hervorragenden Antheil sind eine Ausgeburt der Phantasie der Frommen. fchaften mit 4448 Mitgliedern. Beschlossen wurde, die Zentral- an der Johannesburger Verschwörung, daher seien bei ihnen keine Zweitens aber ist Aveling's erste Frau schon vor mehr als drei Ein- und Verkaufsgenossenschaft, welche bis jetzt als Stommiffionsgeschäft mildernden Umstände vorhanden. Türkei. Jahren gestorben, so daß von dem ganzen Schauerroman auch betrieben wurde, unter der Firma Landwirthschaftliche Zentralgenossenschaft in ein Großhandelsgeschäft umzuwandeln. nicht ein Wort übrig bleibt. Was immer das schwere Verschulden Es soll ein faufmännischer Direktor zur Leitung des Unternehmens Montenegrinern baselbst begangene Grenzverletzungen und Morde Konstantinopel, 14. Juni. Aus Berana werden neue, von den Edward Aveling's sein mag, mit dem Wiedererwachen der angestellt werden. Das foftet aber Geld, und unver- froren, wie gemeldet. Die Pforte hat bei dem montenegrinischen Gesandten Liebe zu seiner ersten Frau hängt es in feiner Weise zusammen. Die Herren sind, wenden sie sich an die Regierung. Diese hat denn Verwahrung eingelegt und dem Mutesfarif aufgetragen, strenge MaßWäre es nicht endlich Zeit, daß die Pfaffenpresse ihr leichen auch in diesem Fall sofort verständnißinnig 4500 Mart Unter- regeln anzuwenden. schänderisches Gewerbe aufgäbe? Kann sie der armen Frau stügung aus Staatsmitteln für das neue Unternehmen bewilligt, Konstantinopel, 14. Juni.( Frankf. 8tg.") Die Nachrichten nicht die Ruhe im Grabe gönnen? Oder sind die lebendigen Außerdem hat ihnen die Regierung noch weitere 5000 m. bewilligt. Sozialdemokraten wirklich so vollkommen und einwandsfrei, Sie unterſtügt damit eine Sache, welche sie den Arbeitern gegenüber aus Demen lauten bedenklich. Sowohl die obersten Behörden wie auf's schärfste bekämpft hat: nämlich das Genossenschaftswesen, resp. auch die Bevölkerung befinden sich in einem revolutionären Zustand. daß sie sich an die Todten halten muß? die Ausbreitung desselben. Die sogenannte Mittelstandspolitik hat Der Militär- Kommandant von Yemen weigert sich, den neuen Zivilgouverneur anzuerkennen. Derselbe weilt in Sanaa, wo eben auch ihre zwei Seiten. er bon zwei Bataillonen eingeschlossen ist. Der Militärgouverneur scheint die Bevölkerung, welche durch Hungersnoth und verschiedene bedauerliche Maßregeln der Pforte auf das höchste gereizt ist, in seiner Gewalt zu haben. Abdullah Pascha, der Komman sollte, verweigert die Annahme dieses Postens. Der Militärgouverneur dant des fünften Armeekorps, welcher den Militärgouverneur ablösen hat den Sultan wissen lassen, daß die Bataillone seines Korps ihm treu ergeben und kampfbereit seien. Dieser Militärgouverneur heißt Feizi Pascha. Gegen die Thomasphosphatmehl- Machinationen der Herren vom Bunde der Landwirthe soll der„ Nationalliberalen Korrespondenz" zufolge ein Einschreiten von Amts wegen an maßgebender Stelle in Erwägung gezogen werden. Wir glauben das nicht. Plötz und Genossen würde ja schön klingen, aber wenn man so viel mit Auer und Genossen zu thun hat, bleibt kaum Zeit für Plötz und Genoffen.Deutsches Reich. Auch über militärische Forderungen wird der neue Reichs tag bald zu entscheiden haben. Hierüber wird in nationalliberalen, öfters offiziös bedienten Blättern berichtet: Abgefehen von der vom Kriegsminister im Reichstag schon angekündigten Neu- Organisation der Feldartillerie fei auch die Frage der Feldhaubigen der Lösung nahe. Eine Reform der Pioniere durch Theilung in Feld- und Festungsformationen ist erwogen worden. Wahrscheinlich ist die baldige Bildung einer besonderen Telegraphentruppe, worauf ja schon die Zuweisung der fünften Kompagnie Gegen eine Verfassung hat sich der Herzog- Regent von Mecklenburg in einer Rede in Rostock ausgesprochen. Das wird niemand überraschen. Solche Dinge find in Deutschland nur durch ein energisches Verlangen des Volkes erreicht worden. Hätten wir warten wollen, bis es uns von oben bescheert würde, dann ständen wir noch heute unter der Fuchtel des absoluten Regiments. Aus Baden, 11. Juni.( Eig. Ber.) Das badische Fabrikinspektorat unter der Leitung des Ministerialraths Dr. Wörishofer hat bekanntlich einen guten Ruf; die sozialdemokratische Kammerfraktion hat es sich angelegen sein lassen, durch einen Antrag womöglich einen Ausbau des badischen Fabrikinspektorats herbeizuführen. Der Antrag lautet folgendermaßen. Partei- Nachrichten. Die Sozialdemokratie Dänemarks hält in den Tagen vom 1. In größeren industriellen Gebieten des Landes find 15. bis 17. Juli in Odense ihren achten Kongreß ab. Der Unterinspektionen zu errichten, denen auch die Ueberwachung erste Kongreß fand im Jahre 1876 statt. Innerhalb der 22 Jahre der Gewerbe- und Handelsbetriebe, der Hausindustrie u. s. w. ist die Sozialdemokratie Dänemarks zu einem einflußreichen Fattor obliegt. des politischen und wirthschaftlichen Lebens jenes Landes geworden. 2. Zum Schutze der weiblichen Arbeiterschaft werden weibliche Mögen die Arbeiten des Kongresses in Odense unserer Bruderpartei Fabrikinspektoren ernannt. reiche Früchte tragen! -AW " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Boziales. " Die Truppen bestanden aus Infanterie, Kavallerie, leichter und Groben Unfug" soll die Magdeburger, Voltsschwerer Artillerie. st imme" durch die Veröffentlichung des Gedichtes Pfingsten im Die kapitalistische Produktionsweise zeitigt in allen Berufen Aus Madrid wird gemeldet: In der Kammer theilte der Wahljahre 1898!" begangen haben. Am Montag waren wegen dieser dieselben Uebel: auf der einen Seite Anhäufung riesenhafter Reich- Minister Capedon bei der Beantwortung einer Interpellation Sache der verantwortliche Redakteur, der Verleger und auch der thümer in wenig Händen, auf der anderen Seite Vermehrung der mit, daß daß in dem letzten Kampfe bei Santiago ein Drucker der Volksstimme" vor die Polizei geladen. Existenzlosigkeit. Das zeigt sich auch auf dem Gebiete des Bank- spanisches Geschoß eine Kanone des amerikanischen Panzerschiffes Graf Limburg- Stirum hat in einer Versammlung wesens. Man nimmt gewöhnlich an, daß die Bantbeamten gegen- Massachussetts" demontirt habe, wobei die Amerikaner zahlreiche in Breslau, wo er wieder als Reichstagskandidat für den Kreis über anderen Kategorien des arbeitenden Volkes hervorragend gut Todte und Verwundete hatten und schwere Beschädigungen erlitten. Breslau- Neumarkt aufgestellt wurde, mit der ihm eigenen Nonchalance gestellt seien. Thatsächlich scheinen auch die Bankbeamten, wenigstens Drei amerikanische Schiffe seien ins Trockendock gesandt worden. gegen die Sozialdemokratie die denkbar schwersten Vorwürfe, natür- der großen Firmen, immer noch besser bezahlt zu werden, als das Eine Depesche aus Havana meldet, die Insurgenten seien in lich unbegründeterweise, erhoben und war deshalb von unserem Personal der anderen kaufmännischen Branchen. Was aber die Haupt- verschiedenen Treffen geschlagen worden und hätten etwa 20 Todte Breslauer Parteiorgan, der Volkswacht", bei der Kritik seiner sache, die Sicherheit der Eristenz, anbelangt, so sind heute die Bank verloren. Rede ebenfalls nicht mit Glacéhandschuhen angefaßt worden. Die beamten nicht günstiger gestellt, als die Arbeiter irgend eines anderen Eine spanische amtliche Depesche aus Flo- Flo von dem auf der Antwort der Arbeiterblattes wurmte aber den Herrn so, daß er gegen Berufes. Bisayes- Gruppe befehlenden General besagt, er sei ohue Nachden Redakteur Strafantrag stellte. Die„ Volkswacht" sieht dem Prozeß Vor uns liegt der letzte Jahresbericht des Vereins der richten aus Manila. Die Eingeborenen auf Mindanao hätten ruhig entgegen. Noch hat so schreibt sie auch ein Sozial- Bantbeamten in Berlin", einer Organisation, die sich mit die militärische Linie Tutusan- Dineomarahuid angegriffen; sie demokrat Anspruch auf den Schutz des§ 193, noch haben wir nicht unterstützungszwecken und Stellenbermittelung befaßt, von den Bank- seien jedoch zurückgeschlagen und hätten 36 Todte auf dem Plaze das Ausnahmegeses, wofür der Graf so warm eingetreten ist und geschäften subventionirt wird( wenn auch meist mit recht mäßigen gelassen; die Spanier hätten 7 Todte und 18 Verwundete gehabt. womit er die von ihm so gemeingefährlich hingestellten Lehren der Summen) und die im Besitz der Korporationsrechte ist. In dem Ein amerikanischer Kreuzer sei am 5. d. M. nachts, um zu Sozialdemokraten verboten haben will. Es wäre traurig, wenn die Jahresbericht dieses Vereins, den selbst der Beherrscher von Neun- beobachten, im Hafen erschienen, dann aber mit südlichem Kurs versozialdemokratische Presse nicht mehr ihrer Pflicht genügen könnte, diese firchen kaum als eine„ sozialdemokratische Hezorganisation" wird be- schwunden. Art der Bekämpfung der Sozialdemokratie als das zu bezeichnen, zeichnen wollen, heißt es u. a.: " Financial News" melden aus Manila, daß dort 3 spanische was sie in Wirklichkeit ist. Wer Augen hat zu sehen, kann sich der Einsicht nicht ver- Panzer eingetroffen seien. -Redakteur Nische von der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" schließen, daß die Stellung der Bankbeamten immer schwieriger und Aus Shanghai wird der Frantf. 8tg." gemeldet: Nachrichten wurde wegen Beleidigung eines Lehrers vom Schöffengericht in schwieriger wird. Die Zeit, wo die Angestellten unserer Branche aus Manila zufolge befinden sich die Aufständischen 2 Kilometer Dresden zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt. Begangen soll das von denjenigen der anderen beneidet wurden, ist endgiltig vorüber. unterhalb der Stadt. Manila ist vollständig eingeschlossen, und in Bergehen dadurch sein, daß dem betreffenden Lehrer in einer Notiz Nicht allein, daß es ihnen heute im Gegensatz zu anderen Branchen jeder Nacht finden Kämpfe statt. Die Aufständischen versuchten, vorgeworfen wurde, er habe die Kinder in der Schule über Vor- nahezu unmöglich ist, sich selbständig zu machen, bedroht noch eine Manila zu nehmen, um dort eine selbständische Regierung zu ergänge in einer Einwohnerversammlung in Botschappel, wo ver- andere Gefahr ihre Eristenz. Die zunehmende Neigung der Privat- richten. schiedentlich über das Verhalten des Lehrers gesprochen worden war, bankgeschäfte, sich mit den großen Instituten zu fusioniren, mag ein Wie verlautet, hat die spanische Regierung Schritte unternommen, ausgefragt und dabei gesagt: Wessen Vater mich verklatscht hat, historisch und volkswirthschaftlich nothwendiger Prozeß sein, aber für damit die nordamerikanische Regierung von den Mächten aufgefordert der trete vor." Die Notiz war im wesentlichen den Thatsachen ent- den Bankbeamten erhält sie allmälig eine verhängnißvolle Bedeutung. werde, beim eventuellen Falle Manila's die Besazung der Stadt sprechend; mur der Ausdruck verklatscht" konnte nicht bewiesen Dieser Prozeß bedeutet einmal, daß immer mehr Kräfte überflüssig durch ihre Truppen vollziehen zu lassen. Man befürchtet die Verwerden. Deshalb die Woche Gefängniß! werden, da die Arbeitstheilung in einem großen Betriebe viel inten- übung von Grausamkeiten, falls die Insurgenten die Stadt offupiren. fiver durchgeführt werden kann, als in mehreren fleineren. Außer- Der Frantf. 8tg." wird aus London gemeldet: Ein hiesiges dem: Je geringer die Zahl der Bankgeschäfte wird, unisomehr ver- Bureau berichtet aus Shanghai, es seien Anzeichen dafür vorringert sich zum Schaden der Angestellten die Konkurrenz ihrer Arbeit- handen, daß Deutschland über das Schicksal der Philippinen geber und das bedeutet für jene eine Schwierigkeit mehr, sich herauf- wacht. Der Transport des Dampfers Darmstadt", welcher " Gewerkschaftliches. Dentsches Reich. " • " Lohnbewegungen der Bauarbeiter. In Wriezen ist der zuarbeiten, ganz abgesehen davon, daß die Freiheit ihrer Bewegung seinerzeit mit deutschen Truppen für Kiautschou abging, tam in immer mehr gehemmt sein muß. Der Verein der Bankbeamten hat Shanghai direkt von Manila an, wohin er sich auf telegraphische Maurerstreit nach 11 tägiger Dauer fiegreich beendet. Durchgesetzt es stets für seine Aufgabe gehalten, ein gutes Verhältniß mit den Ordre, welche er in Singapore erwartet hatte, begab. Die Kriegswurde eine Lohnerhöhung von 2½ Pf. pro Stunde. Pinselgeld pro Chefs zu pflegen. Und die Gesinnung, die zu unserem Glück unter schiffe aifer" und„ Kaiserin Augusta", welche gestern von Nagafati Tag 20 Pf. und Anerkennung der Organisation. Im ganzen ist der Mehrzahl derselben herrscht, hat uns die Aufgabe leicht gemacht. nach Manila abfuhren, sollen sensationelle Befehle haben für den hier in diesem Jahre errungen die Verkürzung der Arbeitszeit von Wie aber alles heute zu starken Vereinigungen zur Vertretung seiner Fall, daß die Amerikaner Manila bombardiren. 11 auf 10 Stunden und eine Lohnaufbesserung von 5 Pf. pro berechtigten Interessen drängt, so können auch wir uns nicht der Die Königin- Regentin hat bereits ein Defret unterzeichnet, das Stunde. Da die Verbands- Filiale erst wenige Monate hier besteht Bflicht entzichen, die unserige so stark zu machen, daß sie unsere die Suspendirung der Tagung der Kortes anordnet. Sobald das und die Kollegen fast durchschnittlich ganz alte Maurer sind, Interessen auch kraftvoll vertreten kann." Budget angenommen ist, wird Sagasta von diesem Dekret Gebrauch so ist der Erfolg um so höher anzuschlagen. In Neumünster Beim Punkt Abtheilung für Stellenbermitte- machen und die Demission des Kabinets einreichen. Dem neuen find nur noch 10 Maurer und 45 Bauarbeiter am Ort. Im Tung" wird gesagt: Kabinet soll die Hauptaufgabe zufallen, den Frieden mit Amerika Laufe der Woche werden noch mehr abreisen. Die Fabrikanten sollen„ Die Nachfrage nach Personal im verflossenen Jahre ist zu unserem herzustellen und für Ordnung im Innern des Landes zu sorgen. den Meistern 2000 M. zur Verfügung gestellt haben, um den Ar- Bedauern eine regere als in dem vorhergehenden Geschäftsjahre nicht Die Mitglieder des neuen Kabinets werden aus allen Parteien entbeitern zu zeigen, daß die Kapitalmacht hinter den Meistern steht. zu nennen. Es waren 130 Vakanzen angemeldet, denen 236 ein- nommen werden. Dieser Tage wurde ein streikender Maurer, der am Bahnhof sich geschriebene Bewerber gegenüberstanden, von welchen wir 46 placiren aufhielt, sistirt und ihm bedeutet, daß er im Wiederfonnten. Der Umstand, daß es nicht möglich war, mehr der uns anEingelaufene Druckschriften. holungsfalle mit Haft bestraft werden würde. Die gemeldeten Stellen zu besetzen, ist dadurch zu erklären, daß einer- 38. Heft des 16. Jahrganges erschienen. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Verlag) ist soeben das Hallenser Maurer haben die Provokation der Meister, feits viele Vakanzen mit geringem Einkommen vorlagen, die zu vor: Die Wahlen und das Wahlrecht. Aus dem Inhalt heben wir herdie, wie mitgetheilt, den Beschluß gefaßt hatten, alle Bauten zu einem Stellenwechsel keinen Anreiz boten, andererseits die Prinzipale Arbeitslosen Unterstützung. Von Konrad Hänisch. Bur Frage der gewerkschaftlichen Das österreichische sperren, damit beantwortet, daß sie beschlossen, sofort die Arbeit bei mittleren Gehaltsbezügen Anforderungen an die Qualität der Be- Staats: Eisenbahnwesen. Von L. J. D.( Krakau). Saloniti und die ruhen zu lassen. In Cannstadt ist der allgemeine werber die infolge der mäßigen Besoldung naturgemäß nur maledonische Frage. Von 3. Balugdgitsch. Der Normal- Arbeitstag und Zimmerer Aus st and perfekt geworden. Die Meister haben jüngere Leute sein fönnen stellten, welche nicht erfüllt werden die experimentelle Psychologie. Vom oberschlesischen Privatbergrégal. Ein die Arbeiter sämmtlich ausgesperrt. Im Ausstandé befinden konnten. Junge Kräfte mit 1200-1500 M. Gehalt find leichter zu furzes Kapitel aus der Geschichte der wohlerworbenen Rechte". Bon fich 90 Mann; 30 davon sind bereits abgereist. placiren; für erfahrene Beamte in mittleren Jahren, die Beweise Handelsflotte. Notizen: Holländische Kriminalstatistik. Ueber die japanische Feuilleton: Giacomo Leopardi. Zu seinem hundertihrer Tüchtigkeit aus früheren Stellungen erbringen konnten, war fährigen Geburtstag( 29. Juni 1898). Bon Dr. M. Freudenberger( Nürnberg). infolge ihrer höheren, durchaus angemessenen Gehaltsansprüche, geringe Nachfrage. Es mag dies die Kollegen, die sich in vorgeschrittenen Lehte Nachrichten und Depeschen. Jahren befinden, zum Nachdenken anregen." A. Winter. Der Streik auf der Miechowitzer Eisenerz- Förderung, bei welchem 225 Mann betheiligt waren, ist zu ungunsten der Arbeiter beendet. Das giebt der„ Kattowizer Zeitung" den gewünschten Anlaß, gegen die Arbeiterbewegung zu heben, indem sie schreibt:" Der Betrieb der Förderung ruht, der Streit ist beendet und den Schaden Der genannte Verein ist, wie schon angedeutet wurde, alles Polizeilich aufgelöst wurde gestern eine 23 a hlversammhaben die Arbeiter bezw. ihre bedauernswerthen Familien zu tragen. andere eher denn eine Vereinigung von Sozialdemokraten. Die Iung der Handlungsgehilfen, die die im Louisen Die hinter den Koulissen arbeitenden Hezer werden aber 225 Stimmen Logik der Thatsachen zwingt ihn aber auf denselben Weg, den die städtischen Konzerthause" tagte und außerordentlich stark besucht mehr für ihren Kandidaten bei der Reichstagswahl zu verzeichnen sozialdemokratischen Arbeiter längst beschritten haben. Eine starke war. Eine fleine Anzahl antisemitischer Handlungsgehilfen haben." Die Breslauer Volkswacht" weist demgegenüber darauf Organisation, die die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber dem verursachte schon bei der Bureauwahl und später während des hin, daß in dem oberschlesischen Grubengebiete fortgesetzt Streits Rapital kraftvoll vertritt, diese sei nöthig. Eine recht vernünftige Referates des Genossen Maaß derartigen Lärm, daß der überganz spontan entstehen, weil dort eben die Knechtung der Arbeiter Meinung, aber noch nicht ausreichend. Mit der Zeit werden die wachende Lieutenant nach dem ersten Diskussionsredner die Ver= unerträglich ist. Bankbeamten auch noch zu der Erkenntniß kommen, daß sie in sammlung auflöste, trotzdem gerade zu dieser Zeit Ruhe politischer Beziehung ebenfalls selbständig werden herrschte. müssen, wenn sie ihr Interesse als Arbeiter erfolgreich wahrnehmen " In Weißenfels ist in der Schuhfabrit von Blasig sämmtlichen Zwickern gefündigt worden, weil sie sich Lohnreduktionen nicht gefallen lassen wollten. " wollen. Bisher hat die Mehrzahl von ihnen bei den Wahlen wahr- Berlin, 14. Juni.( W. T. B.) Laut telegraphischer Meldung scheinlich für die bürgerlichen Parteien gestimmt. Das politische an das Ober- Kommando der Marine ist der Dampfer Darmstadt" Wie die ,, sozialdemokratischen Streifheher" in Wirklich Recheneɣempel der Liberalen, Konservativen und der anderen bürger- des Norddeutschen Lloyd mit dem Ablösungstransport für Ostasien, keit aussehen. Bei der Firma Ziegler u. Richter in Wallwiglichen Parteien stimmt aber nie, sobald es sich um die Transportführer Korvetteutapitän Reinde, am 13. Juni in Shanghai hafen( Anhalt) legten am legten Sonnabend über 100 afen Jntereffen des arbeitenden Volkes handelt. Wenn die Bankbeamten angekommen und beabsichtigt am 14. Juni nach Kiautschou in See arbeiter die Arbeit nieder, weil ihrem Verlangen, bei ihrer bei der Wahrnehmung ihres eigenes Juteresses ebenso richtig zu gehen. schweren Arbeit pro Stunde 30 Pf. Lohn verdienen zu wollen, rechnen wollen, wie sie das bei der Berufsarbeit zu gunsten ihrer feine Folge gegeben wurde. Der sozialdemokratische Prinzipale und deren Kundschaft thun müssen, so können sie bei der Kandidat des Kreises, Genosse Käppler, griff Seichstagswahl am 16. Juni nur für die Kandidaten der Sozialsofort vermittelnd ein und erreichten die Streikenden von der demokratie stimmen. Firma vorläufig die Zusage, daß die Lohnverhältnisse mit einer Kommission von 4 Arbeitern einer wohlwollenden Prüfung unterzogen werden sollen. Die nächsten Tage werden also erst ergeben, inwieweit die Forderungen der Arbeiter in Erfüllung gehen werden. Zu bedauern ist es, daß die Arbeiter in die Lohnbewegung eintraten, bevor sie überhaupt organisirt waren. Erfreuerlicherweise folgten die Leute den Ermahnungen Käppler's, indem sie geschlossen zur Organisation sich anmeldeten. Ju Kaffel find die Dachdecker in einen Streit eingetreten. Sie verlangen einen Lohnaufschlag von 5 Pf. pro Stunde, einen Mindestlohn von 2,50 M. für Junggesellen. Der Tagelohnt betrug bisher im Durchschnitt 2,80 m. Für Thurmarbeit fordern sie Lohnzuschlag von 20 pct. Der Lohnkampf bei der Firma Weber und Giese in Hohenlimburg ist beendet. Die Firma erkannte sämmtliche Forderungen der Arbeiter an. Arbeiter- Risiko. In der Dyck' schen Dampf- Schneidemühle in Bromberg wurde ein Arbeiter von einem rollenden Baumstamm erdrückt. In der Eber hardt'schen Maschinenfabrik ebendaselbst erlitten drei Arbeiter lebensgefährliche Verlegungen dadurch, daß ihnen In der Schleiferei des füffiges Eisen auf die Beine floß. Eisenhüttenwertes Marienhütte in kozenau in Den etwa 35 Jahre alten Schleifer Speck derart, daß der eine Arm Schlesien zersprang ein neu aufgestellter Schleifstein und verletzte vollständig zersplitterte. der Kopf aber eine faustgroße, tiefe Wunde zeigte. Der Arbeiter verstarb nach etwa zwei Stunden. Er hinter läßt eine zahlreiche Familie. Der Krieg. Die Ablösung der Besatzungen S. M. Kreuzer Jrene" und " Cormoran" hat am 9. Juni in Manila stattgefunden. Wien, 14. Juni.( B. H.) Die Tramway Bediensteten beschlossen, in den Generalstreit einzutreten, falls die von der Direktion wegen einer nichtigen Ursache erfolgte Entlassung des Kondukteurs Hirschegger, des Vorsitzenden des Vereins der Tramway- Bediensteten, nicht bis morgen rückgängig gemacht wird. Budapest, 14. Juni.( B. H.) Der Hilfskorrektor Mader der fönigl. Staatsdruckerei beabsichtigte, den Polizeikommissar Szeahely wegen einer ihm zudiftirten kleinen Strafe zu erschießen, traf aber den Polizeikommissar Bote und verwundete denselben tödtlich. Der Attentäter wurde verhaftet. Trient, 14. Juni.( W. T. B.) Heute haben sämmtliche hiesige Maurerarbeiter die Arbeit eingestellt, da die Meister die Forderungent der Arbeiter auf Herabsetzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne nicht angenommen haben. Die Ruhe ist bisher nicht gestört worden. Paris, 14, Juni.( W. T. B.) Infolge einer Preßfehde fand heute Vormittag zwischen dem Deputirten Grafen Castellane und dem Redakteur der Petite République", Turot, ein Degenduell statt, bei welchem Turot am rechten Arm erheblich verwundet wurde. Die meisten Nachrichten handeln vom Schicksale der fleinen auf Kuba gelandeten amerikanischen Truppe. Ein Telegramm von dem Zum Streit der Zwickauer Förderleute wird uns von dort Depeschenboot der„ Associated Preß"" Dauntleß" auf der Höhe von geschrieben: Die Direktion hat die Streifenden mit ihren Forde Guantanamo meldet: Die amerikanischen Truppen haben Paris, 14. Juni.( W. T. B.) Zwischen dem Deputirten für rungen abgewiesen; sie sollen erst die Arbeit wieder aufnehmen, ehe von Sonnabend Nachmittag bis Sonntag Abend eine Reihe von Bordeaux Charles Bernard und Gérault Richard fand heute ein fie mit ihnen unterhandeln will. Die sich einzeln zur Arbeit scharfen Angriffen der Spanier bestanden. Die amerikanischen Degenduell statt wegen eines in der" Petite république" vers Meldenden sollen eventuell angenommen werden. Darauf beschlossen Marinesoldaten machten nach drei Seiten Front und umschlossen öffentlichten Artikels. Gérault Richard wurde leicht an der Stirn die Streifenden, sofort das Bergamt um Vermittlung anzugehen. ihr Lager. Die Spanier nahmen für einige Zeit Deckung im verwundet. Die Häuer und Lehrhäuer erklärten sich solidarisch mit den Walde, von wo aus sie die Amerikaner beschossen. Ein armirtes Paris, 14. Juni.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Die Radis Streifenden und stellen ebenfalls dieselben Forderungen, aber für Boot von der Marblehead" mit einem Geschüß am Vordertheil be- falen verlangen eine Theilung der Tagesordnung Ribot's. Der erste alle Gruben- und Tagarbeiter; wenigstens sollen letztere auch die strich mit seinem Feuer die Position der Spanier. Ein sehr starker Theil derselben, welcher die Erklärungen der Regierung billigt, wird 10prozentige Lohnerhöhung mit erhalten. Das Werk beschäftigt Angriff der Spanier erfolgte furz nach Mitternacht auf den Süd- mit 295 gegen 272 angenommen. Der zweite Theil, welcher begegen 1700 Mann. west- Abhang, jedoch wurden die Spanier durch Gewehrsalven sagt, daß die Kammer entschlossen ist, die Politik demokratischer Nes Der Drechslerausstand in München ist zu gunsten der zurückgeworfen. Die Spanier erneuerten die Angriffe noch mehrere formen, die gegründet ist auf der Vereinigung der Republikaner, Arbeiter beendet; die Arbeit ist wieder aufgenommen. Male während der Nacht, jedoch ohne Erfolg. Die Amerikaner durchzuführen, wird mit 527 gegen 5 Stimmen angenommen. rühmen die von den Spaniern bewiesene Tapferkeit. Von der Krakau, 14. Juni.( B. H.) In der letzten Nacht versuchte eine Marblehead" wurden Verstärkungen gelandet. Anzahl Sträflinge, darunter ein zum Tode verurtheilter Mörder, aus Die Lieutenants Neville und Shaw, welche die vorgeschobenen dem hiesigen Landgericht zu entweichen. Der Wache gelang es jedoch, amerikanischen Feldwachen kommandirt haben, sind sehr erschöpft ins dies zu vereiteln. Lager zurückgekehrt. Der Verlust derselben betrug einen Mann. Die Kiew, 14. Juni.( W. T. B.) Auf der Südwest- Eisenbahn ents Feldwachen wurden zwar umfaßt von übermächtigen Streitkräften, gleiste in der Nacht auf Montag, sieben Werst von Kiew, ein Ein neuer Angriff gegen die Fachorganisationen in behaupteten aber ihre Stellung und unterhielten ein fast ununter- Personenzug auf hohem Bahndamme. Die Lokomotive, der Tender brochenes Feuer. Man glaubt sie haben dem Gegner schweren Ver- und die zwei ersten Personenwagen stürzten in einen Sumpf Schweden. Es vergeht jest fast keine Woche, in welcher nicht irgend lust beigebracht. Fünf Gefallene beim Feinde sind bekannt. Das hinab, die übrigen Wagen blieben auf dem Damm. Fünfzehn ein großer Unternehmer den Versuch macht, seine Arbeiter burch ein großer Unternehmer den Versuch macht, seine Arbeiter durch Kriegsschiff„ Teras" hat weitere Verstärkungen und zwei Kanonen Passagiere und zwei Bahnbedienstete erlitten zum theil schwere VerDrohungen aus den Gewerkschafts- Verbänden herauszutreiben. Das große" Expreßbureau" in Stockholm hat nun wieder dieses An- an Land gefeßt. Eine Depesche aus Caimanera meldet, Oberst Huntington habe Belgrad, 14. Juni.( B. H.) Ueber die Ortschaften Krupce, finnen an seine Arbeiter gestellt und ihnen eine Erhöhung des Monatslohnes um 10 Kr. angeboten, wenn der Wunsch erfüllt würde. jetzt beschlossen, die Stellung, welche die Amerikaner zuerst bejezt Gradiszate und Delze ging ein furchtbarer Wolkenbruch nieder. hatten, 11m dort ein Lager zu errichten, wieder aufzugeben, Fünf Frauen und vier Kinder sind in den Fluthen umgefonimen. Außerdem will die Direktion 500 Str. für eine zu begründende weil Verstärkungen nicht eingetroffen seien und es bekannt Viel Bich ist ertrunken und zahlreiche Häuser wurden zerstört. Die Krankenkasse geben. Wenn sie dagegen beharren, sollen sie entlassen sei, daß größere spanische Truppenmassen in der Nähe seien. Das Ernte ist vernichtet. Die streikenden Tischler in Hof, welche mit den Meistern in Unterhandlung getreten waren, haben diese wieder abgebrochen, da die Meister an der Arbeitswoche von 61 Stunden festhalten und eine Mittagspause von 11/2 Stunden nicht bewilligen wollen. werden. Ausland. Der große Streit der Kohlenarbeiter in Gefle( Schweden) ist mit ehrenvollem Schluß für die Arbeiter beendigt. Die Arbeit geber haben das Vereinigungsrecht der Arbeiter anerkannt und auch den Vorsitzenden des Fachvereins wieder in Arbeit genommen. Feldlager sei daher an den Abhang des Hügels in die Nähe des Hafens verlegt worden, den die Kriegsschiffe schizen, während unterdessen die amerikanischen Marinesoldaten noch die Schützengräben und Batterien auf der Höhe selbst besetzt halten. legungen, Konstantinopel, 14. Juni.( W. T. B.) Ein in das Lazareth von Clazomene entsandter Bakteriologe hat festgestellt, daß der dort vors gekommene verdächtige Krankheitsfall nicht Best ist. Caracas, 13. Juni.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) Der Revolutionär Hernandes ist gefangen genommen worden. Die Revolution ist somit beendigt. Das amerikanische Kriegsdepartement meldet, daß die amerifanischen Truppen von Key West nach Santiago abgefahren sind. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 137. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. daise God an An die sozialdemokratischen Wahlkomitees. Um eine möglichst rasche und genaue Feststellung des Wahlresultats für das ganze Reich zu erzielen, bitten wir die Wahlkomitees bezw. die Vertrauenspersonen und die Redaktionen der Parteiblätter, Vorkehrungen zu treffen, damit wir am Abend des Wahltages alle für ihre Bezirke vorliegenden Wahlresultate telegraphisch übermittelt erhalten. V gegangen: Mittwoch, 15. Juni 1898. vorhanden ist. Eine durchaus ungesetzliche Verfügung ist zum ist von der Eisenbahndirettion folgende wichtige Antwort einBeispiel die, daß nur Wahlberechtigte oder nur Ortsangehörige im Lotal fich aufhalten dürfen. So ist vom Reichstage und vom Kammergericht bei Gelegenheit früherer Reichstagswahlen entschieden. Wahlvorstände, welche irgendwie ungefeßlich vorgehen, können unter Umständen mit sehr langen Freiheitsstrafen belegt werden. 200 Auf das an den Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtete Gesuch vom 4. d. M., welches uns zur Erledigung überwiesen worden ist, erwidern wir ergebenst, daß wir die Ausgabe besonderer Arbeiter Rückfahrtkarten für Die Zeit vom 15.- 17. d. M. genehmigt habent. Eine gleiche Gegnern! 109 des Strafgesetzbuchs lautet: 2er in einer de ndieser vorausgehenden und nachfolgenden Tag treffen. Zur gefälligen Beachtung für gewisse Lente unter unseren Anordnung werden wir für den Tag einer etwaigen Stich wahl, öffentlichen Angelegenheit eine Wahlstimme Parteigenoffen! Tausende wahlberechtigte Arbeiter aus der Damit unsere Leser auch über die Ergebnisse der Wahl, soweit auft, wird mit Gefängniß von einem Monat Provinz Brandenburg find in Berlin beschäftigt. Ermahnt diese sie am Wahltage selbst uns nicht übermittelt werden konnten, möglichst bis zu zwei Jahren bestraft; auch tann auf Wähler, daß sie am Donnerstag in ihre Heimath gehen und von ihrem rasch informirt werden, geben wir nachmittags 4 Uhr des der Wahl Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte ertannt wichtigsten staatsbürgerlichen Rechte durch Abgabe sozialdemokratischer folgenden Tages eine Extra Ausgabe heraus. Wir bitten deshalb, werden." Band Stimmizettel gehörigen Gebrauch machen. uns auch am Morgen des 17. die bis dahin bekannt gewordenen Die Listen zur Gewerbegerichtswahl liegen bekanntlich vom Resultate zu übermitteln. Dieselben müssen bis spätestens 121/2 Uhr Kommunales. m 17. bis 30. b. M. aus. Genau für dieselbe Zeit, so schreibt man bormittags in unseren Händen sein. uns aus dem Kreise unserer Leser, sind nun aber eine ganze Anzahl Die Subkommission der Gewerbe Deputation zur Vor- Wehrpflichtiger zu militärischen lebungen einberufen. Giebt es, garantiren, am Wahltage von it be is faberathung die Die Telegramme bitten wir, um rechtzeitiges Eintreffen zu berathung der Frage wegen Ausdehnung der Krankenversiche fragt der Schreiber, für diese gar keine Möglichkeit, sich in die garantiren, am Wahltage von 11 Uhr abends bis 1 Uhr nach rung auf die ausindustrie hat gestern unter Vorsiz des Wählerlisten eintragen zu laffen?" Darauf haben wir zu antMitternacht und am Tage nach der Wahl von 1/210 Uhr vormittags Stadtraths Dr. Weigert beschlossen, der Gewerbe- Deputation vor- worten, daß dagegen leider nichts zu machen ist. Es ist das einer bis 12 Uhr mittags als dringende, die bevorzugt befördert werden zuschlagen, in dem zu erlassenden Ortsstatut über die Kranken- von den vielen Fällen, in denen der Militarismus ohne Rücksicht und deshalb die dreifache Tare kosten, zu expediren. Dagegen bitten versicherung der Hausindustriellen die Beitragspflicht auf die bürgerlichen Pflichten und Rechte der Staatsbürger einzig wir unbedingt telephonische Meldungen zu unterlassen; wir werden in allen Fällen dem unmittelbaren Arbeit seine Interessen vorangehen läßt! als das Telephon am Abend des Wahltages überhaupt nicht benutzen geber zu übertragen. Durch diesen Beschluß wird Der Verein Mädchenhort" hatte am 1. Januar 1897 in und deshalb auch durch dasselbe keine Auskunft ertheileu tönnen. die Bestimmung des früheren Entwurfes des betreffenden feinen 10 Horten 609 Mädchen. Im Laufe des Jahres 1897 wurden Die Telegramme find Ortsstatuts, die Beitragspflicht, sofern der unmittelbare Arbeitgeber selbst krantenversicherungspflichtig ist, dem Unternehmer zu übertragen, abgeändert und die ganze Vorlage zu einem echt freifinnigen Stüd Sozialreform verpfuscht. Es ist doch schon an sich i widerfinnig und dem Geist des Gefeßes widerstrebend, daß ein Arbeiter, denn etwas anderes ist der Hausindustrielle" doch nicht, für den anderen die Lasten tragen soll, die dem klaren Wortlaut des Gesetzes nach dem Unternehmer obliegen. Werden sich da die Großkonfektionäre ins Fäustchen lachen und den gefunden, großkapitalistischen Sinn der Subkommission preisen! al und die dringenden zu adressiren Sozialdemokrat Berlin Dringend Sozialdemokrat Berlin Diese Adresse genügt vollständig. Andere Depeschen, so an das Parteibureau oder an einzelne Vorstandsmitglieder, erübrigen sich durch die telegraphische Meldung der Wahlresultate an das Zentralorgan der Partei. Wir sind gerne bereit, die Auslagen zu ersetzen beziehentlich im Austausche die Berliner Resultate telegraphisch an die uns angegebenen Telegramm- Adressen am Wahltage zu senden. Soweit von Parteiblättern Wünsche dieser Art schon an uns gerichtet wurden, werden wir ohne besondere Antwort ihr Anerbieten dankend annehmen und die Berliner Resultate telegraphisch übermitteln. Berlin, den 8. Juni. Mit sozialdemokratischen Grüßen Die Redaktion des Vorwärts". Arbeiter, Handwerker, Wähler! Heute, am Vorabend der Reichstagswahl werden dreizehn Boltsversammlungen in folgenden Lokalen abgehalten: 1. Wahlkreis: Feenpalast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ece. 2. Wahlkreis: Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantenftr. 20, Ressource, Kommandantenstr. 57. Brochnow, Sebastianstr. 39. Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. 4. Wahlkreis: Graumann, Naunynstr. 27, Urania, Wrangelstr. 11/12, Keller's Festsäle, Koppenstr. 29. 5. Wahlkreis: Saal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15, 6. Wahlkreis: Hensel, Invalidenstr. 1 a, Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42, Ahrens' Brauerei, Thurmstr. 26/27. Die Tagesordnung sämmtlicher Versammlungen lautet: Welche Pflichten hat das arbeitende Volk morgen zu erfüllen? Barteigenossen, agitirt überall für zahlreichen Besuch dieser Verfammlungen! jus mapplestriona Die Einberufer. Was hat sich der Wähler für die Wahl am 16. Juni zu merken? lokal kommen. wild m indoTokales.@ of Morgen, Donnerstag, als am Tage der Neichstagswahlen, kann die juristische Sprechstunde nicht abgehalten werden. 1 fich 612 Mädchen in der Pflege des Vereins befanden. Der Verein 191 neu aufgenommen und 188 entlassen, so daß am 1. Januar 1898 will den noch schulpflichtigen, aber aufsichtslosen Mädchen, namentlich denjenigen, deren Mütter außerhalb des Hauses ihrem Erwerbe nachgehen, in der schulfreien Zeit Unterfinuft, Beföstigung und Beaufsichtigung gewähren. Von den Mädchen waren 40 pCt. Töchter von Wittwen und über 11 pCt. Töchter von Wittwern, von eheverlassenen Frauen, von unehelichen Müttern oder ganz Verwaiste. Die übrigen, etwa 49 pct., hatten noch beide Eltern und zwar war der Vater bei etwa 19 pet. Handwerker, bei 30 pet. Arbeiter. Die Mädchen standen im Alter von 6-15 Jahren, doch waren die Jahresklassen v von 8 bis 11 Jahren am zahlreichsten vertreten. Die Gründe des Austrittes aus den Horten wegen unregelmäßigen Besuches, Ünpünktlichkeit, Unsauberkeit, Unwaren verschiedener Art. In einigen Fällen erfolgte Entlassung gehorsam oder sonst schlechten Betragens. Bei einer größeren Anzahl werden Verzug in eine andere Stadtgegend( vereinzelt auch Ueberweisung an ein Waisenhaus) oder Konfirmation und Annahme einer Stellung als Grund des Ausscheidens angegeben. Häufig An die Parteigenossen Berlins! Die Reichstagswahl findet sich der Vermert: wurden in der Häuslichteit gebraucht", stellt hohe Ansprüche an die Parteigenoffen. Alle Kräfte mußten zu Hause helfen", sollen mitverdienen" u. f. w. Auch müssen in den Dienst der Partei treten, soll der Erfolg für uns hinter den harmloser flingenden Ausdrücken zu Hause helfen" sein und der 16. Juni ein Siegestag der Sozialdemokratie oder in der Häuslichkeit gebraucht" verbirgt sich oft nichts werden. Wir erwarten von den Genossen, daß sie sich am anderes als ein regelmäßiges Mitverdienen, eine Erwerbs= Tage der Wahl uns recht zahlreich zur Verfügung stellen. es den Eltern, insbesondere den Wittwen, arbeit in noch schulpflichtigem Alter. Man kann die durch die Der Wahltag fordert vor allem Kräfte, die für den ganzen Noth gezwungen find, ihre Kinder aus dem Hort herausTag die Besorgung der Wahlarbeit übernehmen können. zunehmen und als Laufmädchen, Aufwärterinnen, Kindermädchen u. s. w. Niemand darf fehlen, der es möglich machen kann, sich an fürs Brot arbeiten zu lassen, wirklich nicht verdenken, wenn sie das diesem Tag von Berufsarbeit frei zu machen. Die Genossen nicht immer offen zugeben wollen. Da ihnen der Mädchenhort ja mögen fich am doch nichts geben kann, um die Kinder vor dem traurigen Loos so Donnerstag, den 16. Jnut, früh 8 1hr, d früher Erwerbsthätigkeit zu bewahren, so verlangt es sie auch nicht in folgenden Lokalen uns zur Verfügung stellen: nach etwaigen guten Lehren über Elternpflichten u. f. w., mit denen Erster Wahlkreis: Bentral- Wahlbureau Mörschel, Jüden- bürgerliche Wohlthäter" in solchen Fällen bekanntlich rasch bei der Hand sind." Auffällig ist übrigens, daß viele Mädchen sogar ohne Straße 35, Telephonamt V Nr. 3386. jede Angabe eines Grundes einfach aus den Horten fortblieben. Es Zweiter Wahlkreis: Bentral Wahlbureau Bockbrauerei, dürften auch unter diesen gar manche gewesen sein, die- obTempelhofer Berg, Telephonamt VI Nr. 4851. Weitere Wahl- wohl fie noch nicht 14 Jahre alt, also noch schulpflichtig bureaus befinden sich für den zweiten Kreis noch bei Baumann, waren zu Hause halfen", d. h. mitverdienen mußten. Blücherstr. 42, Restaurant, Telephonamt IV Nr. 3436. Rizing, Man sieht an diesen in den Mädchenhorten gemachten ErBellealliancestr. 74, Telephonamt VI Nr. 1043. 8ubeil, Linden- fahrungen, daß vielfach gerade die ärmsten Familien ftraße 106, Telephonamt IV Rr. 1399. Werner, Bülowstr. 59, Tele- icht einmal in der Lage sind, von solchen Ge= speziell für sie bestimmten Einrichtungen phonamt VI Nr. 1408. sondern auch noch für manche andere wohlthätige" und gemeinbrauch zu machen. Und das gilt nicht blos für die Horte, nügige" Einrichtung; wir erinnern hier nur an die Ferienkolonien. Selbst um die fleinen Hilfen genießen zu können, die die bürgerliche Silaffe in Form von„ Wohlthaten" dem Proletariat bietet, muß der Arme oft noch einen gewissen Grad von wenn man so fagen darf Wohlhabenheit befizen. Die ganze freiwillige Liebesthätigkeit" der Vereine bedeutet überdie Abficht, die weiter gehenden Forderungen der Sozialdemo e 3 Broletariats. Bielfach verbirgt sich hinter ihr auch mur haupt herzlich wenig für die Besserung der Lage tratie als unberechtigt erscheinen zu lassen. = Dritter Wahlkreis: Zentral Wahlbureau Frid, Restaurant, Dresdnerstr. 105. Vierter Wahlkreis: Südost: 8entral- Wahlbureau Streit, Naunynstr. 86, Telephonamt IV Nr. 9425. 2. Erbe, Cuvryftr. 25; und Golz, Grünauerstr. 3. Osten: Wille, Restaurant, Andreasstr. 26, Telephonamt VII Nr. 3459. aad ni dir Rosenthalerstr. 57. Btweiter Eingang Gormannstr. 28. TelephonFünfter Wahlkreis. Zentral- Wahlbureau Schiller, Restaurant, amt III Nr. 1296. Sechster Wahlkreis. Zentral- Wahlbureau Dieke, Ackerstr. 123. " Einladungen zur Wahl werden nicht versandt. Jeder über Durch den Entschluß des Polizeipräsidinms, bis vorläufig 25 Jahre alte muß uneingeladen am 16. Juni nach seinem Wahl- Telephonamt III Nr. 1590. Außerdem noch folgende Lokale: 1. Oftober 1899 feine neuen Droschkentonzessionen zu ertheilen, ist 25 Jahre alte muß uneingeladen am 16. Juni nach seinem Wahl- Moabit: Pfarr, Buttligstraße 10, Telephonamt II Nr. 2614. den Droschfenfuhrherren ein lange gehegter Herzenswunsch erfüllt Jeder muß in dem Wahllotal wählen, welches Wedding: Fr. Gleinert, Müllerstr. 7a. Oranienburger worden. So vortheilhaft dieser Beschluß auch für sie ist, da er für den Bezirk bestimmt ist, in dem seine Wohnung Vorstadt: Schulz, Schwarzkopffstr. 11. Gesundbrunnen: ihnen die leidige Konkurrenz im eigenen Gewerbe vom Halfe hält, bei Aufstellung der Wählerlisten lag. W. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Rosenthaler Vorstadt: so bedenklich ist es doch für die Kutscher. 3war erwächst auch ihnen Bevor der Wähler das Wahllokal betritt, versteht er sich mit einent Stimmzettel. Die Stimmzettel sind außerhalb des Wahllokals mit dem Namen des Kandidaten, welchem der Wähler seine Stimme geben will, geschrieben oder gedruckt zu versehen. In Berlin werden den Wählern genügend gedruckte Stimm zettel zur Verfügung stehen und ist vom Wahltisch eine Kontrolle, für welche Partei der Wähler stimmt, ausgeschlossen, da sich sämmt liche Parteien geeinigt haben, Stimmzettel von gleichem Papier und gleicher Größe auszugeben. Wird dem Wähler etwa von einem Borgesetzten oder sonstwie ein Stimmzettel aufgenöthigt, so kann er sich dadurch helfen, daß er den darauf gedruckten Namen durchstreicht und einen anderen, also den von ihm gewünschten Namen darauf schreibt. Solche Zettel haben volle Giltigkeit. Der Stimmzettel muß von weißem Papier sein und darf nur den Namen eines Kandidaten enthalten. Bachgänger, Swinemünderstr. 96, Telephonamt III Nr. 2941. Telephonamt II Nr. 5294. Dengler, Fehrbellinerstr. 81, TelephonSchönhauser Vorstadt: Namlow, Schönhauser- Allee 25, amit III Nr. 8609. Die Vertrauenspersonen. Parteigenossen, welche nicht wahlberechtigt sind und sich am Donnerstag für die Agitation im Wahlkreise Ober- Barnim zur Verfügung stellen wollen, werden ersucht, sich heute Abend bei Erbe, Cuvryftr. 25, zu melden. durch eine Nichtvermehrung der Droschten die Aussicht auf eine Vernach dem Beschlusse des Polizeipräsidiums soll zwar eine Bermch mehrung der Einnahmen und damit auf eine Erhöhung des eigenen Verdienstes, jedoch ist dieser Vortheil nur ein scheinbarer. Denn rung der Droschkenkonzessionen nicht stattfinden, daß aber auch eine Ergänzung zum Wahltableau. Das Wahllokal für den Vermehrung der Droschkenkutscher nicht stattfinden soll, davon ist 543. Wahlbezirk befindet sich Borsigstraße 31b bei Bressel, feine Rede. Die sogenannte Rutscherfabrif" wird also nicht, wie es im amtlichen Tableau heißt, Nr. 41 b. Das amtliche nach wie vor in Thätigkeit bleiben und ein Kutscherpersonal Wahltableau enthält mannigfache Fehler ähnlicher Art, und es wird schaffen, für welches es naturgemäß mit der Zeit an ausAufgabe der Genossen sein, am Tage der Wahl nach dieser Richtung reichender Arbeitsgelegenheit mangeln muß. Infolge dessen hin aufklärend zu wirken. werden durch das Neberangebot von Arbeitskräften die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden. Die Fuhrherren werden natürlich im eigenen Interesse die also geschaffene Situation auszunüßen wissen. Insbesondere werden die Tarameter- Fuhrherren die den Kutschern nach harten Kämpfen gewährten winzigen Vortheile wieder entreißen und einen zweiten Herzenswunsch sich selber erfüllen, der darin besteht, den Kutschern nur Prozente von der Tageseinnahme zu gewähren, den festen Tagelohn aber, so minimal derselbe jetzt auch bemeffen ist, wieder in Wegfall bringen. Die Kutscher haben demnach alle Ursache, dem obengedachten Beschluſſe des Polizeimehr denn je ihrer Organisationspflicht zur Wahrung der gemeinpräsidiums sehr steptisch gegenüber zu stehen und angesichts dessen famen Intereffen zu genügen, um so mehr, als ja nunmehr auch einzelnen, durch besondere Glücksumstände begünstigten Kutschern die Gelegenheit genommen ist, sich fernerhin ſelbſtändig zu machen und sutſcherstand mit dem des„ Einspänners" zu vertauſchen. Eltern sind folgende von der hiesigen städtischen Schuldeputation vor kreises ist Rosenthalerstr. 57 und nicht Nr. 37. Das Zentral- Wahlbureau des fünften Reichstags- WahlUngiltig sind Stimmzettel, die I. nicht von weißem Papier oder mit einem äußeren Kennzeichen versehen; II. feinen oder keinen lesbaren Namen enthalten; III. aus welchem die Person des Ge- Fünfter Wahlkreis. Heute Mittwoch Abend von 5-7/ 2 Uhr wählten nicht unzweifelhaft zu ertemmen ist; IV. auf welchem mehr findet eine& lugblatt- Berbreitung von folgenden Lokalen als ein Name oder der Name einer nicht wählbaren Person ver- bei Suh now. Hirtenstr. 10 bei Snösch. Kl. Hamburgerstr. 27 aus statt: Greifswalderstr. 3 bei Eichhorn. Mendelssohnstr. 16 zeichnet ist; V. Stimmzettel, die einen Protest oder Vorbehalt ent bei Witt chow. Louisenstr. 5 bei Schmidt. Parteigenossen, erhalten. Hat der Wähler den Stimmzettel, den er abgeben will, in der scheint alle vollzählig, wie am Sonntag, damit die Arbeit schnell er Tasche, so mag er ruhig die von gegnerischer Seite angebotenen ledigt werde.- Nach der Flugblatt- Verbreitung findet eine Veriammlung im Saale des Flugblatt- Berbreiterfervereins in Bettel nehmen und diese dann mit dem ihm passenden vertauschen. Der Sophienstraße 15 statt. Agitire ein jeder, damit die Es ist gut, eine Legitimation( Miethskontrakt. Heirathsurkunde, Steuerquittung u. s. w.) mit in das Total zu Versammlung zahlreich besucht wird. Das Wahlkomitee. bringen. Unterricht für geistig zurückgebliebene Kinder. Wichtig für furzem erlassene Bestimmungen, die bezwecken, Schulkinder, die inDer Wähler muß sich möglichst zeitig am 16. Juni in das Die Arbeiter: Wochenkarten gelten am Tage der Reichstags: folge geistiger oder förperlicher Hemmnisse an dem lehrplanmäßigen Wahllokal begeben. Denn die Wahlhandlung beginnt am 16. Juni wahl im gesammten Stadt- und Ringbahnverkehr ausnahms: Unterricht nicht mit Erfolg theilnehmen, einem Unterricht in Nebenum 10 Uhr vormittags und wird bereits um 6 Uhr nachweise ohne Zeitbeschränkungen. Wir wiederholen diese bereits lassen zu überweisen. Zur Auswahl gelangen bildungsfähige, aber mittags geschlossen. von uns mitgetheilte Anordnung der Eisenbahndirektion, damit mög- zeitweise oder dauernd für den regelmäßigen Schulunterricht uns Der Wähler, welcher seine Stimme abgeben will, tritt an den lichst viele auf dem Lande und in den Vororten von ihr Gebrauch geeignete Kinder, die den Schulinspektor zu melden sind, der über Tisch, an dem der Wahlvorstand sizt, nennt seinen Namen und giebt machen und bereits vormittags oder während der Mittagszeit ihr die Nothwendigkeit der Aufnahme unter Zuziehung des Rektors, feine Wohnung, Straße und Hausnummer an. Der Wähler über- Wahlrecht ausüben. Da nach dem Gesetz nach 6 Uhr abends kein Lehrers und eines der vom Magistrat bestimmten Aerzte entscheidet. giebt, sobald der Protokollführer seinen Namen in der Wählerliste Stimmzettel mehr angenommen wird auch nicht von solchen, die In einer solchen Klasse sollen höchstens zwölf Kinder sein, die von aufgefunden hat, seinen Stimmzettel dem Wahlvorsteher oder dessen schon seit 5 Uhr im Wahllokal warten so ist die Parole noth- einem Lehrer unterrichtet werden. Der Unterricht findet in einem Vertreter, der den Bettel un eröffnet in das auf dem Tische wendig: frühzeitig, möglichst schon des Vormittags oder Mittags Gemeinde- Schulzimmer statt, dessen Lage von der Schuldeputation stehende Gefäß zu legen hat. wählen. bestimmt wird. Die Klasse steht unter der Aufsicht des betreffenden Der Stimmizettel muß derart zusammengefaltet Ferner fommt folgendes in betracht. Auf ein an den Minister Rettors, und die Kinder werden als Gemeindeschüler geführt; es fein, daß der auf ihm derzeichnete Name verdeckt ist. der öffentlichen Arbeiten gerichtetes Gesuch, auch den in Berlin be- werden also von den Eltern dieser Kinder keine besonderen Opfer Das Sitzen im Wahllokal und das Notiren der Abstimmenden schäftigten, jedoch in der Provinz ansässigen und wahlberechtigten gefordert werden. Der Unterricht in diesen Klassen umfaßt in der duf niemandem untersagt werden, soweit Play im Lokal Arbeitern die Ausübung des Wahlrechts entsprechend zu erleichtern, Regel wöchentlich 12, also durchschnittlich täglich 2 Stunden, und erstreckt sich auf Religion, Deutsch, Schreiben und Rechnen, in vom Ufer zum Kenterit. Von den Insoffen retteten sich nur| Wahltage abends findet in demselben Lokale die Verkündung des geeigneten Fällen auch auf Handfertigkeit, insbesondere Handarbeiten acht, die übrigen ertranfen. Bald nach dem Unglück wurden vier Wahlresultates statt. Das Wahlfomitee. für Mädchen, wobei in allen Fällen der Anschauungsunterricht ganz Leichen gefunden, nämlich der Arbeiter Heinrich Arnold, Berlin, besonders zu betonen ist. Auf Vorschlag des betreffenden Lehrers Eisenbahnstraße 18, Arbeiter Friedrich Fehlauer, Echöneberg, Sedan freises. 1. Das Zentral- Wahlfomitee des Kreises befindet sich am Zur Beachtung der Genossen des Niederbarnimer Wahlund nach Zustimmung des Schulinspettors nehmen die Kinder an straße 35, Arbeiter Karl Kaufmann, Charlottenburg, Sophie Tage der Wahl von 8 Uhr morgens Friedrichsberg, Frankeinzelnen Stunden der Gemeindeschule theil, wie z. B. am Zeichnen, Charlottenstraße 86 und die Leiche eines vierten Arbeiters, deffent furter- Chaussee 120( Schwarzer Adler), und sind sämmtliche AnTurnen und Singen. Am Schlusse jedes Halbjahres wird über die Personalien trop der umfassendsten Nachforschungen bisher nicht fragen und Beschwerden dorthin zu richten; 2. wir ersuchen die GeKinder ein Bericht des Lehrers an den Schulinspektor erstattet mit festgestellt sind. Es ist nicht ausgeschlossen, daß noch ein oder zwei nossen, die Telegramme mit dem Wahlresultat an den Post- oder der Aeußerung darüber, ob die Kinder dem Unterricht in der Ge- Mann ertrunken sind, die Zeugen können die Anzahl der Boots- Bahnstationen so einzurichten, daß alle Orte, welche dieser Station meindeschule zugeführt werden können. Der Schulinspektor, der die insassen nicht genau angeben. Die Leichen befinden sich im Schau- zunächst liegen, zusammen aufgegeben werden und zwar in folgender Kinder nöthigenfalls selbst beobachtet, entscheidet über diese Frage. Hause. sing Der Lehrer einer solchen Klasse wird aus den endgiltig angestellten Form: Sozialdemokratie Friedrichsberg. Stadthagen... Stimmen, Gemeindelehrern nach dem Vorschlage des Schulinspektors von der fälschlich des Mordes an der Louise Günther und einem achtjährigen Dr. Stephan... Stimmen, Beutler... Stimmen. Von dem Dienstfuecht Hermann Vater, der sich zu Hameln rmer. Stimmen, Plonz... Stimmen, Werner.. Stimmen, Es muß un Schuldeputation auf Zeit angenommen. Dienſteinkommen als städtischer Lehrer und ist verpflichtet, neben den schaft zu Neu- Ruppin als möglich an, daß er sich unter andern als Wahlresultat zusammengesezt ist. Die Telegramme werden auf allen Er erhält das gefeßliche Mädchen Bertha Grosse beschuldigt hat, nimmt die Staatsanwalt- bedingt angegeben werden, aus wieviel und welchen Orten das Stunden in seiner Sonderklasse noch Stunden in anderen Klassen den von ihm zunächst angebenen und dann zurückgenommenen Um Stationen bis 10 Uhr abends angenommen. Das Zentral- Wahlkomitee. der Gemeindeschule bis zu 24 Stunden im ganzen zu ertheilen. Es ständen eines Verbrechens gegen das Leben oder die Sittlichkeit J. A.: Anton Kopp. wird ihm eine nicht pensionsfähige Funktionszulage von 300 m. jähr schuldig gemacht habe. Sie ersucht deshalb Zeugen, die etwas über lich bewilligt. Rigdorf. Die Parteigenossen, welche sich zum 16. Juni für das Verschwinden eines Mädchens wissen, das dem Vater zum Opfer den ganzen resp. halben Tag zur Hilfeleistung bei der Wahl geDie Anstellung von Schulärzten, die sich bekanntlich in gefallen sein könnte, um ihre Mittheilungen. Zunächst kommt als meldet haben, sowie diejenigen, welche sich noch daran betheiligen anderen Städten( z. B. Wiesbaden) gut Sewährt hat, wird von Beuge ein Knecht August Schröder aus Wien in betracht, der im wollen, ingleichen die Beisiger unsererseits, werden ersucht, beden Aerzten seit geraumer Zeit gefordert. In ihrer letzten Sizung Frühjahr d. J. auf dem Gute Waterloo im Kreise Westpriegnig geit im mt am Mittwoch, abends 82 11hr, bei klein, hat die Hygienekommission des Geschäftsausschusses der Berliner dient und sich dann kurze Zeit zu Berlin, Langestraße 67, bei Restaurant, Kaiser Friedrichstr. 236, zu erscheinen. Es handelt sich ärztlichen Standesvereine sich wieder einmal mit dieser wichtigen Kupfer aufgehalten hat. Frage beschäftigt. Nach einer lebhaften Diskussion wurde die Abunt llebernahnie des Materials. Zugleich weisen wir darauf hin, fassung einer Denkschrift an die städtische Schulverwaltung beschlossen; Nehe, der Bankstr. 45c bei dem Vater W. Neye wohnte. Verschwunden ist seit dem 11. d. M. der 15jährige Albert daß am Donnerstag, abends 8 hr, zwei Versammlungen zur man wird in dem Schriftstück die Ueberbürdungsfrage, über welche schwundene ist am 10. Juli 1883 geboren, 1,52 Meter groß und hat Welt, bal champêtre, Hafenhaide 108/114, und für Rirdorf und Der Ver- Verfündung des Wahlresultates stattfinden und zwar in der Neuen die Meinungen noch getheilt sind, und die Frage der Schulbauten dunkles Haar. Bekleidet war er mit dunklem Jadetanzug, brauner, Brig in Peter's Salon, Knesebecstr. 113( siehe Annonce). Außerdem möglichst aus dem Spiel lassen, weil die Berliner Architekten nach geflicter Hose, rothgestreiftem Barchendhemd und Zugstiefeln. Wer machen wir die Wähler nochmals darauf aufmerksam, daß die kleinen Ansicht des Referenten hygienisch so vorzüglich geschult sind, daß etwas über den Verbleib mittheilen kann, wird gebeten, dem Vater weißen Bettel, welche fie bei der Einsicht in sie die Forderungen der Hygiene bei den Schulbanten hinreichend oder das nächste Polizeirevier zu benachrichtigen. berücksichtigen werden. Im Verlauf der Debatte wurde u. a. be= die Wählerliste erhalten haben, zur Erleichterung antragt, die Anstellung von Schulärzten nicht nur für die Gemeindefordern. " " Rudersport. Bom Ruderverein„ Vorwärts" wird uns berichtet, und schnelleren Abfertigung am Wahltage dienen. daß der Preis der sechs Vereine, welche vorgestern Regatta abhielten, Die Wähler brauchen nur die auf dem Zettel befindliche Nummer von schulen, sondern auch für die höheren Lehranstalten Berlins in Gestalt eines großen silbernen Bechers, dem Ruderverein Vor- bei Abgabe des Stimunzettels am Wahltische zu nennen, da sie unter Auch gegen die Musikkapellen der Jugendwehr wird jetzt in wärts" im Sechser Rudern zugefallen ist. Die Mannschaft des dieser Nummer in die Wählerliste eingetragen find. Ganz besonders Bootes war gebildet aus gleicher Weise, wie seinerzeit gegen die Konkurrenz der Militärkapellen, Sen Mitgliedern Hecht, Guter werden die Wähler darauf aufmerksam gemacht, daß sie, wenn irgend von Zivilmusikern energisch Front gemacht. mann, Kreisel, Scharfenberg, Böttger und Schaub. As möglich, schon vormittags ihre Stimme abgeben Die zweiter lief Hellas II und als drifter„ Welle" durchs Ziel. sollten, spätestens aber in der Zeit von 12 bis 4 Uhr. Kapellen der Jugendwehr führen bekanntlich in größeren Etabliſſements m zweiten Rennen( Vierer) schlug Hellas um zwei Bootslängen In einzelnen der 18 Bezirke find über 1100 Wähler ein. ebenso wie die Militär- und Zivil- Musikkapellen des öfteren Konzerte die Kieler„ Werra", welche, als zweite durchs Ziel ging; dritter getragen, im 8. Bezirk fogar über 1300. Auch können aus hierüber wird nun in den Vereinen der Musiker lebhaft Sieger war der Frankfurter R. C. Im Drei- Rennen( Doppel- bei dieser Wahl nicht wie bei der Gemeindevertreter- Wahl diejenigen, geklagt, namentlich aber darüber, daß die Jugendwehr fich gegen fuller) siegte mit vielen Längen der Hamburger Elbeklub, dann kam welche bis 6 Uhr im Lokale erscheinen, ihre Stimme noch abgeben; ein fehr geringes Entgelt anbietet, hierdurch den Zivil- Welle" und als Dritter„ gellas II," Besonders interessant war bei der Reichstagswahl muß vielmehr um 6 1hr der Wahlakt musiterstand erheblich schädigt und ihn gemeinsam mit den Militär- bas legte Rennen, ein Einzelfahren. Es fuhren sechs Boote, die geschlossen werden. Mache daher ein Jeoer kapellen mehr und mehr verdrängt. Es haben deshalb mehrere Kieler„ Werra", der Frankfurter N. C., der Hamburger„ Elbeklub", dem heiligsten Recht, das ihm zusteht, den ausgiebigsten Gebrauch, Vereine beschlossen, bei den Behörden dahin vorstellig zu werden, der„ Vorwärts"," Hellas II" und" Welle". daß es dem Verein Jugendwehr verboten werde, öffentliche Vorwärts" 51, Gef. besser als der berühmte Einerfahrer, der Sieger aus der ürne hervorgehe! Alls Sieger lief der damit unser Kandidat gleich beim ersten Wahlgang als Das WahlKonzerte zu veranstalten. Auch der Verband der deutschen Musiker" wird sich in nächster Zeit mit der An- Gutermann. Zweiter war„ Werra"( Dr. Stregel), britter„ Elbeklub auptsiz bei Klein, Restaurant, Kaiser Friedricha Kieler Werra", durchs Ziel. Als Vertreter des„ Vorwärts" fuhr fomitee für Rigdorf hat am Tage der Wahl seinen gelegenheit befaffen und gegen die Jugendwehrkapellen Schritte thun. Hamburg( Stolle). straße 236. Telephonamt Rirdorf, 145. Alles, was die Wahl Das Polizeipräfidium theilt mit: Einem Schlächtergesellen H. ist betrifft, wolle man dort erfragen und auch dorthin berichten. Auch ang 18. 5. M. ein goldenes Kettenarmband mit dem Goldstempel werden die Bestimmungen nur dort ausgegeben. 585 in dem Augenblid abgenommen, als er dasselbe veräußern wollte. Das Wahlkomitee. Da der betreffende unglaubwürdige Angaben über den Erwerb des Achtung! Aeltere, bewährte Parteigenossen des vierten und Armbandes machte, so besteht der Verdacht, daß dasselbe gestohlen ist und wollen sich event. Rekognoszenten in den Vormittagsstunden im Bolizeipräsidium Zimmer 324 2 Tr. melden. Ausgewiesen. Der aus Prag gebürtige, 19 Jahre alte, seit 5 Wochen in Berlin in einem Adressen- Bureau beschäftigte Kaufmann preußische Staatsgebiet binnen 3 Tagen zu verlassen. K. hat sich Siegfried Kierschner erhielt am Sonnabend die Weisung, das um Rückgängigmachung der Verfügung an das Auswärtige Amt gewendet. Bei dem hiesigen österreichischen Hilfsverein, an welchen fich der Landsmann wendete, wurde ihm die wenig tröstliche Mittheilung, daß er noch mehrere Leidensgefährten habe, die von dem gleichen Schicksal betroffen seien. Der Stelle. Unter dem Titel: Kießling's Neue Karte von 900 Quadratmeilen um Berlin 1: 300 000 in 4 Theilen: NW., NO., SW, ( jeder Theil mit einem über 5000 Namen umfassenden Ortsverzeichniß) veröffentlicht der Verlag von Alerius Kießling in Berlin SW., Klein beerenstraße 26, der seit Jahrzehnten die Darstellung der Heimath sechsten Wahlkreises, womöglich solche, welche durch besondere Umals Spezialität pflegt, ein gediegenes fartographisches Hilfsmittel, stände ihr Wahlrecht nicht ausüben können und gewillt find, entweder das allen Wanderfreunden, Radfahrern und Geschäftsreisenden will- am heutigen Mittwoch, den 15. Juni, nachmittags, oder am Donnerskommen sein wird. Die Eintheilung der Karte ist derartig getroffen, tag, den 16. Juni, morgens im Wahlkreise Teltowo- Beeskow daß Berlin den Ausgangspunkt jedes Theiles bildet, so daß dem Storkow- Charlottenburg zu helfen und die weitesten reichen: Nordwesten im Norden bis Parchim und Blankensee in Lindenstraße 106. Zubeil. Ausflügler die Mitnahme unnüßen Ballastes erspart bleibt. Gs Touren übernehmen wollen, mögen sich melden im Zentralbureau, Medlenburg, im Westen bis Lanz bei Lenzen; Nordosten im Norden Pankow- Niederschönhausen. Den Genossen zur Nachricht, bis Stettin, im Osten bis Landsberg a. W.; Südwesten im Süden daß das Wahlbureau am Wahliage für beide Ortschaften bek bis Bitterfeld und Faltenberg i. S., im Westen bis Magdeburg; Devantier, Florastr. 35, Ecke Mühlenstraße, seinen Siz hat. Südosten im Süden bis Dobrilugt und Spremberg, im Osten bis Ebendaselbst wird auch am Abend das Wahlresultat bekannt gegeben. über Krossen hinaus. Der Preis jeder Karte beträgt eine Mart. Genossen, welche gewillt sind, am Tage der Wahl auf dem Lande Der schwedische Studentenchor ,, Orphei Dränger au agitiren und Stimmzettel zu verbreiten, wollen am Donnerstag, ( Orpheus Jünger), der am 18. im Opernhause und am 19. bei Kroll morgens 6 Uhr antreten, damit sie bei Beginn des Wahlaktes auch Treffpunkt eben Konzertiren wird, hat sich nach einem Gedicht des bekannten schwedi- in den abgelegensten Orten zugegen sein können. schen Volkssängers Karl Michael Bellman benannt, dessen Lieder in falls in dem hier genannten Lokal. Die Parteigenossen von Niederjüngster Zeit durch Sven Scholander auch bei uns wieder populär Schönhausen wollen sich am Wahltage früh 8 Uhr bei Settekorn, geworden sind. Der Studentenchor besteht seit dem Jahre 1858. Waldschlößchen, einfinden. Alle Genossen, welche sich zur freiwilligen var Eggert Hedenblad, der heute den Verein leitet, hat die„ Orphei Hilfe gemeldet haben, sind zu Mittwoch, abends 8½ Uhr, bei Dränger zunt Glitekorps der schwedischen Gesangvereine ausgebildet. Devantier, Bankow, Floraftr. 35, behufs Rücksprache eingeladen. Zn diesem Studentenchor gehören außer Studenten auch inaktive Das Wahlfomitee. Mitglieder und zwar sowohl Sünger, die Farbröder"( alte Herren) Weißensee. Wir ersuchen alle, welche bisher noch keine briefheißen, wie Nichtsänger, die von den Пpsalaer Studenten Noten- liche Wahlaufforderung erhalten haben, sich dieselbe bei Pfeifenvender" genannt werden. müller, Rönig- Chaussee 38, abzuholen. Gleichzeitig machen wir Theater. Im Schiller Theater ist heute die erste Auf- auf die am Mittwoch( bei Sterneder) und am Donnerstag( bet führung der Bauernkomödies Jungferngift" von Anzengruber. In De wein) stattfindenden Versammlungen aufmerksam. Das foz. der Billetabtheilung des Schiller- Theaters und in der Trautwein'schen Wahlkomitee. " Staatserhaltendes. Eine Revolverschießerei wird aus der Linienstraße gemeldet. Dort hat in dem Hause Nr. 159 im ersten Stock beim Gastwirth Binneck die Burschenschaft Hevellia ihre Kneipe. Bum gestrigen Kneipabend waren mehrere„ alte Herren" erschienen. Giner von diesen, ein interimistischer Polizeilieutenant, soll mit einem Aktiven in Streit gerathen sein und ihn angeschossen haben. That sache ist, daß aus einem Revolver, den er in der Hand hatte, ein Schuß losging und sein Gegenüber am Kopfe so schwer verlegte, daß man den Verwundeten in die königliche Klinik bringen mußte. Ueber mehrere Liebestragödien wird berichtet: Der 27 Jahre alte Bäckergefelle May Meßner arbeitete vor 7 Jahren bei einem Meister in der Holzmarktstr. 62 und lernte hier die Tochter Emma des Gerbers Pilgermann kennen. Aus der Bekanntschaft entwickelte sich ein Liebesverhältniß. Der ehelichen Verbindung widersetzten sich die Eltern des jungen Mannes, die für diesen in der Heimath eine andere zur Frau bestimmt hatten. Meßner wollte aber von der Pilgermann Buchhandlung( Leipzigerstraße) werden bis Ende dieses Monats neue Rummelsburg. Achtung, Parteigenossen! Donners. nicht lassen. Sehr eifersüchtig, machte er ihr oft Szenen. Am letzten Abonnements für das am 1. September beginnende 1. Quartal der tag, den 16. Juni, abends 8 1hr, findet eine Versammlung bei Sonntag unternahm er mit seiner Braut und deren Schwester einen nenen Spielzeit ausgegeben. Für dieses 1. Quartal, das fünf Vor- Piattowsky, Hauptstr. 83, statt, in welcher die Bekanntgabe des Ausflug. Auch hierbei kam es wieder zu Mißhelligkeiten. Montag stellungen umfaßt, sind folgende Stücke in Aussicht genommen: Wahlresultats erfolgt. Das Wahlkomitee. Abend war Meßner, der seit einiger Zeit ohne Stellung ist, bis um" Hamlet"," Die Braut von Messina"," Die Haubenlerche" von Köpenick. Das Wahlbureau befindet sich Schönerlinderstr. 5 bet 10 Uhr in der Pilgermann'schen Wohnung. Er war sehr verstimmt, Wildenbruch, Manerblümchen" von Blumenthal,„ Der politische A. Schulz. Das Wahllomitee ist von früh 8 bis abends 10 Uhr in weil er glaubte, daß seine Braut ihn nicht mehr liebe und lehnte Stannegießer" von Holberg. Thätigkeit. Parteigenossen, welche zur Hilfe bereit sind, mögen sich die Begleitung der Mutter bis zur Hausthür ab. Auf der Treppe An die Arbeiter- Radfahrer ergeht hiermit das Ersuchen, sich pünktlich einfinden. Abends 9 Uhr erfolgt im Lokale des Herri jagte er sich dann zwei Revolverfugeln in die Brust und starb auf am Donnerstag Abend der Partei zur Verfügung zu stellen. Die Scheer Verkündigung des Wahlresultats. J. A.: Das Wahlkomitee. Mit dem Leben kam der 21 Jahre alte Kaufmann Aufgabe der Radfahrer soll sein das Einsammeln der Wahlresultate Für Ober- und Nieder Schöneweide findet heute Abend Otto Kiel aus der Kolbergerstr. 15 davon, der aus Liebesgram ins und der Depeschendienst zwischen den verschiedenen Wahlbureaus 7 Uhr bei Haferland eine Wahlversammlung statt. Auf der Wasser ging. Der junge Mann, der in einem Waarenhaus an der und den Versammlungslokalen zu vermitteln. Meldungen werden Tagesordnung steht: Die Reichstagswahlen. Diskussion. Die Ge Ecke der Grenz- und Gerichtstraße beschäftigt war seit heute Abend von 9/2 Uhr ab bei Wilke, Andreasstr. 26, entgegen meindevertreterwahlen. J. A.: Der Vertrauensmann. einem Jahre in ein junges Mädchen aus der Stralauer genommen. Aus Südende wird uns berichtet: Deutschthum und vaters straße verliebt und ebenfalls sehr eifersüchtig. Montag Abend um Die Vertrauensleute der Partei, welche noch Radfahrer zur fändische Größe, die z. B. dem ausländischen Schwein gegenüber mit 10 1hr verließ er das Mädchen mit den Worten:" Du willst ja Verfügung gestellt haben wollen, werden ersucht, dem Unterzeichneten doch nichts mehr von mir wissen!" ohne Gruß. Auf der Waisen- umgehend über die gewünschte Zahl sowie über den Treffpunkt die echt borussischer Verve ins Feld geführt werden, lösen sich bekanntlich brücke zog Kiel plötzlich seine Papiere und sein Portemonnaie her- nöthige schriftliche Wittheilung zugehen zu lassen. War Kern, bei unserer nationalen Regierung in Schall und Rauch auf, sobald der ausländische Arbeiter oder vielmehr das Interesse des vor, steckte sie einem Freund in die Tasche und sprang mit einem Charlottenburg, Gardes du Corpsſtr. 3 v. deutschen Arbeiters gegenüber dem Ausländer in betracht kommt. mächtigen Sage über das Geländer hinweg in die Spree. Mit Feuerbericht. Montag Abend 81/2 Uhr wurde die Wehr nach Gemäß dem bekannten Erlaß des Eisenbahnministers werden bei dem einem Rettungsfahn wurde der Lebensmüde wieder ans Land und der Landsberger Allee gerufen, wo auf dem neuen Viehhofe Bahnbau der Anhalter Strecke deutsche Arbeiter, die ihre dann von einem Schußmann in ein Krankenhaus gebracht. Die Dachpappe in Brand gerathen war, der auch die Dachkonstruktion Familie vor dem Verhungern schützen möchten und daher um Arbeit 19 jährige Arbeiterin Klara Renz war bei ihrer Großmutter in Jüterbog ergriff, aber noch abgelöscht werden konnte, bevor er größere Aus- nachfragen, abgewiesen, wogegen man polnische Arbeiter, die in erzogen worden und blieb bei ihr bis zum vergangenen Jahre. Sie dehnung erlangte. Dienstag früh 7 Uhr stand Friedrichsfelder diesem Falle eigens aus der Gegend von Warschau hergeholt sind, lernte dort einen Soldaten vom 1. Garde- Feldartillerie- Regiment it r a ße 17 der Inhalt einer Badestube in Flammen, die im Zeichen des Deutschthums emsig beschäftigt. Es geht ein bischen tennen, der zum Schießplage kommandirt war, und feyte das Liebes- mittels einer Schlauchleitung beseitigt wurden. Eine Stunde primitiv bei den ausländischen Arbeitern zu. Sie sind auf freiem verhältniß fort, nachdem sie vor Jahresfrist nach Rigdorf zu dem später erfolgte Schützenstr. 29 ein Zimmerbrand, bei dem Möbel Felde in Baracken untergebracht worden. Von Fenstern ist nur bei Stiefvater gekommen war und in einer Buzfederfabrik Arbeit ge- und Kleidungsstücke eingeäschert wurden. Mittags 111/2 Uhr brannte einigen dieser Paläste die Rede; Betten giebt es in ihnen funden hatte. Gestern Abend kam sie nicht in die elterliche Wohnung Linienstr. 144 in einem Lagerraum ein Posten Verpackungs- ebenfalls nicht; die Armen kampiren auf Stroh. Auch wird zurück. Statt ihrer aber kam gestern Morgen der Garde- Artillerist material. Nachmittags 5 Uhr ivar Schönhauser Allee 63 uns berichtet, daß diese Arbeiter, trotzdem sie schon 14 Tage mit der Meldung, daß seine Braut aus Liebeskummer Gift genommen ein Schadenfeuer abzulöschen, das beim Kochen von Lackfarbe ent- in Beschäftigung stehen, noch keine Altersversicherungs- Karten er habe. Obwohl der Geliebte ihr die Flasche entriß, so hatte sie doch standen war, ohne jedoch erheblichen Schaden anzurichten. halten haben sollen, desgleichen weiß man hier noch nichts darüber, ob schon so viel genommen, daß sie in bedenklichem Zustande einem die Leute gegen Krankheit versichert sind. Was mag der zuständige Krankenhause zugeführt werden mußte. Amtsvorsteher, der sonst mit lobenswerthem Eifer auf die Be folgung der Gesetze achtet, hierzu sagen? Bemerkt sei noch, Aus den Nachbarorten. Von einem schweren Unglück ist die Familie des Arbeiters Behrens, der Thurmstr. 62 wohnt, betroffen worden. Der sieben- Den Vorsitzenden der Wahlkomitees resp. den Vertrauens: daß die russischen Staatsangehörigen, die man hier beim jährige Sohn des Arbeiters spielte gestern Nachmittag gegen 5 Uhr männern des Wahlkreises Teltow- Beeskow- Storkow- Char- Bahnbau beschäftigt, einen Lohn erhalten, für den auch mit Gefährten auf dem Boden des Hauses und lehnte sich aus dem lottenburg zur Nachricht, daß die Stimmzettel Lindenstraße 106 Arbeiter aus der ländlichen Umgegend zu haben wä.et; geöffneten Fenster hinaus, um weitere Gespielen herbeizurufen. abzuheben sind. Ferner forge jeder Vorsitzende resp. Vertrauens- es werden 27 Pf. für die Stunde gezahlt. Die eingesessenen ArHierbei verlor der Knabe das Gteichgewicht und stürzte topfüber auf mann dafür, daß die Resultate der einzelnen Orte seines Bezirks beiter müssen jedoch froh sein, wenn sie anderswo, in Berlin, Schönes den Hof hinab. In schwer verletztem Zustande wurde das Kind in am Wahltage auf dem schnellsten Wege zu Händen des Zentral- berg, Grunewald oder Weißensee Beschäftigung finden; melden sie das Moabiter Krankenhaus gebracht. Durch das Unglück werden die Wahlkomitees Lindenstraße 106 behuss Feststellung des Resultats sich zum Bahnbau, so erhalten sie wie gesagt, stets und ständig die Eltern um so schwerer getroffen, als der Vater erst gestern Morgen gelangen. Zu empfehlen Radfahrer oder Depesche. Depeschen Antwort, daß alles besezt und für sie teine Arbeit vorhanden sei. ein vor drei Wochen geborenes Kind nach der Leichenhalle ge- Adresse: Zubeil, Berlin, Lindenstraße 106. bracht hat und die Mutter von der Entbindung her trant Achtung! Genossen von Groß- Lichterfelde. Der Tag der Abrechnung mit den Boltsfeinden naht. Am 16. Juni wird die WahlZu dem Unglück am Spandauer Schifffahrtskanal meldet schlacht geschlagen. Es gilt, alle Kräfte einzusetzen, den endgiltigen der Polizeibericht: Eine vermuthlich mit zehn Arbeitern besetzte Zille Sieg des sozialistischen Kandidaten Zubeil über alle unsere Gegner war ungefähr um 53/4 Uhr früh im Begriff, vom linken( Charlotten- schon beim ersten Wahlgang herbeizuführen und deren Niederlage zu burger) Ufer abzustoßen, als im letzten Augenblick trotz des Verbots einer möglichst vollständigen zu machen. Dazu ist aber eine gute Witterung augenblicklich sehr üppig stehende Gras von dem Exerzierdes Steuermanns noch zwei oder Arbeiter gleichzeitig Organisation am Wahltage unerläßlich. Wir fordern jene Genoijen, plat abzumähen. Bisher hatte ein Tempelhofer Bauerngutsbefizer in das Boot sprangen. Das Fahrzeug gerieth start ins die an diesem Tage sich dem Wahlkomitee zur Verfügung stellen die Grasnuzung des Tempelhofer Feldes gepachtet und im Sommer Schwanken, die bei dem starken Winde hochgehenden Wellen können, auf, sich heute, den 15. Juni, abends 8 Uhr, bort täglich nachmittags seine Schafe weiden lassen. Zu Ende des schlugen in das Boot und brachten ungefähr 4 Meter im Restaurant Pagel, Chauffe est r. 104, einzufinden. Am vorigen Jahres aber hat der Besizer die Schafe sämmtlich verkauft daniederliegt. Grasmähende Soldaten kann man jetzt auf dem Tempelhofer Felde sehen, das sonst von den Söhnen des Mars stets nur zur Ausführung friegerischer Uebungen benutzt wird. In der Nähe des Ringbahndanes zwischen Rigdorf und Tempelhof sind nämlich Mannschaften des in letzterem Vorort garnisonirenden Garde- Trainbataillons damit beschäftigt, das infolge der diesjährigen günstigen Der Umbau der ,, Potsdamer Provinzialchauffee" zwischen Schöneberg und Steglitz ist jetzt auf der ganzen langen Strecke in allen drei Gemeinden im Gange und wird mit Eifer betrieben, da bis zum Herbste die beiden erhöhten Perrons mit der darauf entlangführenden elektrischen Bahn vollendet werden müssen. und auch die Pacht nicht erneuert, so daß der Fiskus jetzt über das liegt somit schon batut vor, wenn der Lehrer diesen schädigenden erschienen war und von der Versammlung lebhaft begrüßt wurde, auf dem Felde wachsende Gras frei verfügen kannt und es durch Erfolg seiner Handlungsweise als einen möglichen erkennen fonte nahm noch das Wort zu einer kurzen, auregenden Ansprache, worauf Soldaten abmähen läßt. und mußte. Ein Schlag ins Gesicht und besonders ein harter Schlag einstimmig eine Resolution zur Annahme gelangte, in der Die Leichen des Liebespaares, das sich am vorigen Dienstag schließt stets die Möglichkeit eines die Gesundheit eines Kindes die Versammelten sich mit den Ausführungen des Referenten im Gatower See bei Schildhorn ertränkt hat, sind am Sonntag geschädigenden Erfolges, sei es durch Verlegung des Ohrs, sei es einverstanden erklären und versprechen, mit aller Kraft landet und auf dem Selbstmörder- Friedhof im Grunewald beerdigt anderer der feineren und besonders empfindlichen Organe des Gefichts für die Wahl des fozialdemokratischen Kandidaten einworden. Die Lebensmüden hatten sich mit einem Strid aneinander in sich, und einem erfahrenen Lehrer muß diese Thatsache be- zutreten, sowie in jeder Weise für die Grundsätze der Partei zu gebunden. Der junge Mann, 19 Jahre alt, ist ein Kellner aus tamit sein. wirken. Nachdem der Vorsitzende Genosse Sassenbach noch zum Spandau, seine Gefährtin eine" Chansonette". Die Eltern des Wegen Gewerbevergehens war der Droguist Stöpel be- Anschluß an den Wahlverein aufgefordert hatte, wurde die Berersteren wollten das Verhältniß der beiden nicht dulden, und daher straft worden. Er hatte in seinem Laden Medikamente gehalten, die fammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie ist das Paar in den Tod gegangen. dem Verkehr in Droguenhandlungen entzogen sind; auch hatten sich geschlossen. bei einer Revision des Geschäftslokals zwei Flaschen einer Höllen- Die Versammlung bei Diesner in der Landsbergerstraße steinlösung vorgefunden. St. Tegte Berufung ein und bestritt, daß war gleichfalls sehr stark besucht. Hier hatte der Genosse Wels eine Höllensteinlösung Gift sci und daß er zu ihrem Verkaufe einer das Referat übernommen, der in seinen Ausführungen auf die volks-. besonderen Erlaubniß bedurft hätte. Das Landgericht wies seine feindlichen Bestrebungen der Reaktion himvies und die Bedeutung Berufung ab, das Kammergericht hob jedoch auf die der bevorstehenden Reichstagswahlen erörterte. Durch lauten Beifal Revision des Angeklagten die Vorentscheidung auf und verwies erklärte die Versammlung ihr Einverständniß mit dem Vortrage. die Angelegenheit nochmals an das Landgericht. Der Straffenat In der Diskussion empfahl ein Herr Rudnicke den Kandidaten führte aus, der Begriff Gift sei hier nicht im Sinne des Strafgesetz- der deutschen Volkspartei, dem die Genossen Kotte, Rosenthal buchs zu nehmen. Aus§ 34 Nr. 3 der Gewerbe- Ordnung gehe und der Referent entgegentraten und unter lebhafter Zustimmung hervor, daß die näheren Bestimmungen über den Gifthandel der der Versammelten für die Wahl des Genossen Schmidt plädirten, Landes- Gesetzgebung überlassen seien. In Preußen hätten nun die sowie zum Beitritt in den sozialdemokratischen Wahlverein aufMinister am 24. August 1895 eine hierauf bezügliche Verordnung forderten. erlassen, und diese sei maßgebend. Der Vorderrichter müsse darum Der Saal von Lüdtke in der Linienstraße war überfüllt. Dem erst nachprüfen, ob Höllensteinlösung zu den Zubereitungen gehöre, eingehenden Referat des Genossen 3ize wit folgte eine furze die nach dieser Verordnung als Gift im Sinne des§ 34 der Ge- Diskussion, in welcher Herr Lewin für die Kandidatur der deutschen werbe- Ordnung anzusehen seien. Volkspartei eintrat. Die treffenden Ausführungen unserer Genossen Babiel und Kiesling, sowie die Entgegnung des Referenten Lorbeeren für die deutsche Volkspartei zu holen sind und auch Bigewig in seinem Schlußworte dürften jedoch auch diesen Herrn Savon überzeugt haben, daß auch im 5. Berliner Wahlkreis teine dieser Kreis für die wahre Demokratie der wirklichen Vertreterin der Volksrechte, der sozialdemokratischen Partei, worden war, die sich für die Wahl des Genossen R. Schmidt ausdauernd gewonnen ist. Nachdem eine Resolution angenommen spricht, wurde die Versammlung geschlossen. Zur Vorsicht beim Gebrauch von Brennfpiritus mahnt ein Brandunglück, welches der jungen Frau des an der König- Chaussee zu Weißenfee wohnhaften Buchhalters Scheffler zugestoßen ist. Beim Eingießen von Brennmaterial in den Spirituskocher kam die Flasche der Flamme zu nahe. Die Frau brannte bald lichterloh und lief in entseglicher Angst die Treppen hinunter, wo sie ohnmächtig zufammenbrach. Die Unglückliche hat an den Händen und Füßen, sowie am Leibe entsegliche Brandwunden erlitten und liegt hoffnungslos danieder. breitet. Gerichts- Beifung. und Das Vereinsgefek gegen Wallfahrer. Fromme Seelen aus Die schon wiederholt erwähnte Auflage gegen den Direktor eine Wallfahrt nach dem Annaberg, um von dort über Beuthen nach Ober- Lawiecnik in Schlesien unternahmen im Herbst vorigen Jahres und eine Anzahl Angestellter der verflossenen Berliner Privat dem Heimathsort zurückzukehren. Der Rückmarsch von Beuthen er post" A.-G." wegen Vergehens gegen das Lotteriegesez gelangte folgte in der Nacht vom 15. zum 16. September unter Gesangsgestern vor der 11. Straffammer des Landgerichts I zur Verhand- und Musikbegleitung. Um den Weg zu beleuchten, führte man Inng. Angeklagt waren 48 Personen, der frühere Direktor der Lampions mit sich. Als Leiter, Musikdirigent und Vorsänger fungirte Privatpost", Brasch, der Inspektor, die Vorsteher der einzelnen ein gewisser Dziallach. Er erhielt wegen Vergehens gegen die§§ 9, Filialen und eine Anzahl Schaffner und Sortirer. Von einem ge- 10 und 17 des Vereinsgefezes ein Strafmandat, und zwar warf man ihn wissen Höbel in Braunschweig waren nach vorheriger schriftlicher vor, einen nicht genehmigten öffentlichen Aufzug veranstaltet und Bei Buske, Grenadierstraße, war der Saal bis auf den letzten Vereinbarung über den Preis zweimal je 2000 Stud Briefe, geleitet zu haben. Der Betroffene beantragte richterliche Entscheidung wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Da sich Gegner troz Plazz besetzt. Das vorzügliche Referat des Genossen Drescher die eine Aufforderung zum Spielen in der in Preußen verbotenen und machte geltend, es habe sich um eine althergebrachte Prozession wiederholter Anfforderung nicht zum Worte meldeten, wurde von mecklenburgischen Lotterie an die Privatpost geschickt worden und gehandelt, zu der es gemäß§ 10 des Vereinsgefeges feiner polizei einer Disfuffion Abstand genommen und es gelangte eine Resolution Yegtere hatte die nicht verschlossenen Briefe innerhalb Berlins ver- lichen Genehmigung bedurft hätte. Schöffengericht und Landgericht 300 000 Stück verschlossene Briefe mit Aufforderung zum Spielen in der gestellt hatten, daß die Prozession früher mittags und nicht dem Tage der Entscheidung, ihre ganze Kraft einzusetzen, um den Ebenso waren von der Firma Schmidt in Neustrelit verurtheilten ihn aber zu einer Geldstrafe, nachden sie fest zur Annahme, in der sich die Versammelten mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärten und verpflichteten, am 16. Juni, Dieser Umstand, so nahm die Beſtellung der Briefe ausgeführt, nachdem Beamte der Privatpoſt die das Landgericht an, lasse die Prozession von vorigen Jahre Vertreter der Sozialdemokratie, Robert Schmidt, zum Siege ſtunden mit Adreſſen beschrieben hatten. Daraus erhob die Anklage- Art stattgefunden habe. Für diese spätere Rüdtehr hätte 3 regen Bethätigung an den Wahlarbeiten aufgefordert hatte, ereine solche erscheinen, die in althergebrachter zu verhelfen. behörde gegen die Angeklagten den Borwurf, daß sie das Spielen deshalb die Genehmigung nach gesucht werden müssen. Der reichte die Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf den Reichsin verbotenen Lotterien als Mittelspersonen befördert haben. Die Straffenat des Kammergerichts war derselben Meinung und tags- Abgeordneten Robert Schmidt ihr Ende. Anklagebehörde ging dabei von der Ansicht aus, daß die An- wies die Revision des Angeklagten zurück. Gerade die Abweichung Die Versammlung bei Müller, Johannisstraße, hatte sich geklagten von dem Inhalte der von ihnen beförderten Briefe wohl von der früher üblichen Zeit der Rückkehr sei von Bedeutung, denn gleichfalls eines guten Befuches zu erfreuen. Außer dem Referenten Kenntniß gehabt hätten, da die Privatpost sich in der Zeitung das Gesetz mache mit Prozessionen, Bittgängen, Wallfahrten, die in Genossen Günther, der ausführlich die politischen und wirth" Lotteriepoſt" zur Besorgung von Massenaufträgen angekündigt habe, der hergebrachten Art stattfänden, nur deshalb eine Ausnahme, schaftlichen Zustände erläuterte, hielt der Kandidat des Kreiſes Rob. vor der llebernahme des Auftrages Verhandlungen mit den be- weil die Polizei wisse, wann die Prozession komme, und weil sie so- Schmidt eine längere Ansprache, in welcher er das Verhalten treffenden Auftraggebern angeknüpft worden seien und angeblich die mit rechtzeitig ihre Vorkehrungen treffen könne. unserer Gegner im Wahlkampfe gebührend kennzeichnete. Gegner Ordre bestanden habe, derartige Briefe, die in der geschäftlichen meldeten sich nicht zum Wort und so wurde die Versammlung, die Behandlung als„ Klamotten" oder als„ Meyer- Briefe" bezeichnet gestern angefeßte Publikation der Entscheidung des sechsten Zivil- Diskussion geschlossen. Die Prozesse gegen die Garantiefondszeichner. Die auf ebenfalls vom besten Geiste für unsere Sache beseelt war, ohne worden seien, niemals an Polizei oder derartige Beamte zu be- fenats des Kammergerichts in der am 7. d. m. verhandelten ersten Sämmtliche Angeklagte bestritten ihre Schuld Serie des vom Arbeitsausschuß der Gewerbe- Ausstellung 1896 gegen Briefumschläge an der Hand des Adreßkalenders in ihren Muße nicht fördern. aus als Wahlverlammlungen. Im dritten Wahlkreise hielten unsere Genossen gestern zwei Wählerversammlungen ab. Nachdem der Vorsitzende, Genosse Roth, = Die National Sozialen waren am Montag in den„ Sprees hallen" versammelt. Die Hälfte der etwa 100 Mann ſtarken Berſammlung mochten Sozialdemokraten sein. Herr Tischendörfer dem übereinstimmend geltend gemachten Gesichtspunkte, die Garantiefond zeichner wegen Zahlung von 50 pCt. der gezeichneten daß bei der großen Zahl solcher Massenaufträge, die der Privat- Beträge angeſtrengten Prozesse ist noch nicht erfolgt, sondern viel pojt von allen möglichen Lotterie- Unternehmungen zugingen, es un machte der Sozialdemokratie den Vorwurf, daß sie zu viel fordert möglich gewesen sei, dem Gedanken nachzugehen, ob darunter fich mehr auf den 20. d. M., mittags 12 Uhr, verschoben worden. und zu wenig unterhandelt. Selbstverständlich trat er auch wieder vielleicht verbotene Lotterien befänden. Der Angeklagte Brasch für ein großes Heer und dito Flotte ein. Genosse Worick e tennzeichnete. machte insbesondere für sich geltend, daß er als Direktor lediglich die heutige Kolonialpolitik. den Abschluß eines derartigen Massenauftrages, die Normirung des Daß das soziale" Empfinden der National- Sozialen nicht allzu weit reicht, möge aus folgendem VorPreises, den zu gewährenden Rabatt u. s. w. zu bestimmen gange in der Versammlung ersehen werden: Woricke hatte erwähnt, hatte, die Ausführung selbst aber Sache des technischen Berdaß viele Wahlberechtigte nicht in die Wählerlisten eingetragen seien, fonals gewesen sei. Er habe einfach Aufträge zur Brief- Die Versammlung in Feuerstein's großem Saal war über- weil sie die Krankenhauskosten noch nicht ganz abgezahlt hätten und bestellung angenommen und sich gar nicht darum gekümmert, ob füllt. In kurzen und treffenden Worten gab der Redner Genosse ähnliches mehr. Da erscholl von der national- sozialen Ede her der die Briefe etwa Anpreisungen verbotener Lotterien enthalten könnten. 2. eine einen Ueberblick über die gesammte politische Lage, um Buruf: Wer nicht zahlt, soll auch nicht wählen!" In scharfer Rechtsanwalt Dr. Danielewicz überreichte einen ganz gleich zu dem Schlusse zu kommen, daß bei den geplanten Angriffen auf Weise widerlegt unser Genosse alle Behauptungen und Zwischenrufe artigen unverschlossenen Brief, den die deutsche Reichs post die Volksrechte es sich im Grunde weniger um die kommende derart, daß Herrn Tischendörfer, trotzdem sich vorher andere zum befördert habe, und verwies auf die gerichtsbekannte Thatsache, daß Legislaturperiode, als um die Zukunft des deutschen Voltes handele. Wort gemeldet hatten, vom Vorsitzenden das Wort ertheilt wurde, zahllosen Personen durch die deutsche Reichspost derartige Einladungen Als wahre Schüßerin und Vertreterin der Volksrechte sei einzig und damit er versuche, den Eindruck der Worte unsres Genossen abzum Spielen in verbotenen Lotterien überbracht werden. Der Staats- allein die Sozialdemokratie zu betrachten, für deren Sieg am Wahl zuschwächen. Dem Verlangen Woricke's, ihm nochmals das Wort anwalt war der Ansicht, daß die leitenden Personen ganz genau tage jeder ernst und ehrlich denkende Mensch eintreten müsse. Nach zu ertheilen und einem weiteren Verlangen, die eingegangene gewußt haben, warum es sich handelt, zumal nach der Bekundung brausendem Beifall trat man hierauf in die Diskussion ein, in der Resolution zu verlesen, wurde nicht stattgegeben, sondern der Vordes gerichtlichen Bücherrevisors Rewter in den meisten Fällen den Herr Warburg die üblichen Redensarten der freisinnigen Bolts- sigende schloß kurzer Hand die Versammlung. Auftraggebern der Kaufpreis kreditirt worden sei. Der Staats- partei zum besten gab, die ihm jedoch im Schlußivort des RefeDie Freifinnigen im ersten Wahlkreise wollten am Montag anwalt beantragte gegen den Angeklagten Brasch 800 M., gegen renten eine gründlich widerlegt wurden. Mit einem dreifachen noch einmal Heerschau halten, sie nahmen deshalb den Riesensaal den Inspektor 100 m., gegen 7 Vorsteher je 30 m., gegen einen Hoch auf den Sieg der Sozialdemokratie schloß darauf die außer der Tonhalle zu einer Wählerversammlung, aber kaum 200 Mann Sortirer 10 M., gegen alle übrigen Angeklagten Freisprechung. Rechts- ordentlich gut besuchte Versammlung. folgten dem Rufe. Er zieht nicht mehr, der Ruf zum Kampfe nach anwalt Dr. Danielewicz beantragte aus rechtlichen und thatsächlichen Die Versammlung bei Möhring, Admiral- regte unb fints. Rechtsanwalt pugo Sachs betonte im erſten Gründen die Freisprechung des Angeklagten Brasch. Der Gerichts- straße, erfreute sich eines außerordentlich guten Besuches. Genosse Theil seiner Rede, daß man sich durch Pojadowsky's Wahlruf die hof hielt zu gunsten der Angeklagten nur eine fortlaufende Handlung Wagner, der hier referirte und in vortrefflicher Weise das Ver- Parole: Gegen Junker und Agrarier! nicht verrücken lassen dürfe, für vorliegend und war der Meinung, daß nur die leitenden Berhalten der Vertreter des Bürgerthums einer vernichtenden Kritit sondern die Sozialdemokratie als willkommene Bundesgenossin fonen, nicht aber die Schaffner Kenntniß von dem Inhalt der Briefe unterzog, erntete stürmischen Beifall. Der Referent erwartet, daß in diesem Kampfe ansehen müsse. Dann aber, nachdem gehabt haben. Denngemäß wurden der Angeklagte Brasch zu alle Arbeiter und Handwerker des 3. Kreiſes am 16. Juni dem er die anderen Gegner feiner allgemeinen Wohlfahrtspartei" ab= 200 M., der Juspelt or zu 50 M., vier Vorsteher zu je 10 M. Geld- rechten Mann, Genossen Heine, ihre Stimme geben werden, fällig behandelt hatte, vernichtete" er die Sozialdemokratie. Nach ihm strafe verurtheilt und alle übrigen Angeklagten freigesprochen. um so den Mischmaschpolitikern die gebührende Antwort zu geben. sprach der Kandidat Dr. Langerhans. Er gab zu, daß sich die Als Heilmagnetiseur hatte sich in langen Reklamen ein Herr Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Der Kandidat Heine, der freisinnige Partei bei ihren Stellungnahmen in gesetzgebenden Schröder in Magdeburg angepriesen. Nach seinen Anregungen heilt in später Stunde aus einer anderen Versammlung anlangte, verivies Körpern und in der Kommune mal getäuscht haben könne. Es er„ mit bestem Erfolge" alle nur denkbaren Leiden, auch die rein die Versammelten in begeisteruder Rede auf die Gefahren, die des nahm dann Herr Wilhelmi das Wort, ein alter Achtundvierziger, organischen, also solche, wo organische Veränderungen erfolgen. arbeitenden Volkes harren, gelingt es der Reaktion, einen Reichstag der diesen Wahlkampf gern mit einer Huldigung der Freiheitsbewegung Das Magdeburger Polizeipräsidium erließ im April vorigen Jahres nach ihrem und der Regierung Wunsche zu erlangen; auch er und des Jahres 1848 verbunden gesehen hätte. Er übte scharfe Stritit an an Schröder eine Verfügung, worin ihm untersagt wurde, noch der Vorfiyende och forderten auf, die noch kurze Spanne bis zur den jezigen Verfassungsverhältnissen, die durchaus nicht den ferner den thierischen Magnetismus als Heilmittel für organische Wahl zu raftloser Agitation für die Kandidaturen der Sozialdemo- dealen von 1848 entsprächen. Das im Gegensatz zu dem lärmenKrankheiten anzupreisen und sich zu ihrer Behandlung öffent- fratie zu benutzen. den Beifall, den die ersten Redner erzielten, höchst reser lich anzukündigen. Die Behörde berief sich darauf, daß das Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften virte Verhalten der Versammlung gegenüber Publikum vor einer werthlosen Behandlung bewahrt werden und Berliner Reichstags- Wahlkreis hatte zum Montag fünf Wähler- Wilhelmi's war äußerst charakteristisch für den politischen Tiefstand geschützt worden müsse gegen die Gefahren, die seiner Gesundheit versammlungen einberufen, die ausnahmslos sehr gut besucht waren. der Nachkömmlinge der Freiheitskämpfer. In der weiteren Dedrohen. Als solche Gefahren seien auch marktschreierische Ankündigungen Im Grand Hotel Alexanderplatz referirte vor über batte die Freisinnigen waren augenscheinlich unter sich unwirksamer Heilmethoden anzusehen, denn sie könnten Kranke be- 500 Personen Genosse Liepmann, der in treffender Weise, oft- auch Rechtsanwalt Landau das Wort. Dem guten Manne hatte stimmen, i hre ordnungsmäßige Behandlung zu verzögern und dadurch mals durch lebhafte Beifallskundgebungen unterbrochen, das Ver- man den Bären aufgebunden, die Sozialdemokratie habe in die ihr Wohlbefinden noch mehr zu gefährden. Schädigend wirkten auch die halten der gegnerischen Parteien charatterifirte. An der Hierauf Wählerlisten für den ersten Wahlkreis hunderte von Lenten einumausbleichlichen Enttäuschungen. Der thierische Magnetismus übe auf folgenden Diskussion betheiligte sich auch der durch sein provoka- geschmuggelt, die gar nicht im Kreise wohnten. Diese Geschichte gab organische Leiden überhaupt keine Heilwirkung aus. Die hiergegen torisches Auftreten und seine gehässige Polemik in mehreren Ver- er min der Versammlung zum besten, die aber den Ult ebenfalls erhobene Klage des Herrn Schröder wurde vom Bezirksausschuß sammlungen in letzter Zeit bekannt gewordene Herr Le o Lewi. für baare Münze zu nehmen schien. abgewies en. Das Gericht verwies auf ein Gutachten des Medizinal- Dieser Herr, der sich zur freijinnigen Boltspartei zählt, Die Freifinnigen hielten am Montag eine Wählerversammlung follegiums für die Provinz Sachsen; danach ist eine Heilfraft des in der That aber die Anschauungen eines fanatisirten für den dritten Wahlkreis ab. Es waren gegen 300 Theilthierijojen Magnetismusses auf organische Krankheiten nicht festgestellt. Konservativen vertritt, förderte so viel blühenden Unsinn nehmter, darunter viele Sozialdemokraten, erschienen. Der Referent, Für den Kläger legte dann Justizrath Dr. v. Gordon Berufung ein, die zu Tage, wie man es in so furzer Zeit faum für möglich halten Abg. Fisch bed, wandte sich zunächst gegen die rechtsstehenden er in, sehr interessanten und eingehenden Ausführungen begründete. Vor follte. Eugen Richter's Irrlehren" sammt der Freisinnigen 8tg." Barteien und feyte dann mit einer zwar sehr anfechtbaren, aber allem betonte er, daß es sich nicht mit der gesetzlichen Freiheit zur Aus- find matte Limonade gegenüber denjenigen Mäßchen, die dieser Herr immerhin sachlichen Kritik der parlamentarischen Thätigkeit der tung der Heilkunde vertrage, wenn bestimmten Personen untersagt über die Sozialdemokratie sich leistete. Abgesehen davon, daß er Sozialdemokratie ein. Endlich einmal ein freisimmiger Redner nerde, gewisse Heilmethoden anzuwenden. Das Ober die Versammelten vor dem sozialdemokratischen Zukunftsstaat, in so dachten wir der sich von seinen Parteigenoffen, deren Berwaltungsgericht gab feinem Antrage statt und hob die welchem die Kinder den Eltern entrissen und in eine Zwangs- alberne Zukunftstiraden wir in den letzten Wochen der Verfügung des Polizeipräsidiums mit der Begründung auf, fie Erziehungs- Anstalt gesteckt" werden, graulich zu machen versuchte, Pflicht gehorchend, nicht dem eigenen Tricbe jei schon deshalb unzulässig, weil die Heilkunde glaubte er einen besonderen Trumpf damit gegen uns auszuspielen, anhören mußten, rühmlich auszeichnet. Aber man soll den Tag nicht geseglich freigegeben sei. daß er mit Emphase betonte, er und seine Partei stehen auf vor dem Abend und einen freisinnigen Redner nicht vor dem Schluß Zur Warnung für Prügelpädagogen kann folgender Fall monarchischem Boden, während die Sozialdemokratie schrecklich- feines. Vortrages loben. Bald ging auch Herr Fischbeck dazu über, dienen, der fürzlich das Reichsgericht beschäftigt hat: Ein Lehrer eine republikanische Partei sei und eine Republit anstrebe. Den größten den sozialdemokratischen Zutunssstaat nach dem Muster Eugen hatte bei Ausübung der Lehrthätigkeit einem 18 Jahre alten Schul- Vorwurf machte er der Sozialdemokratie aber darüber, daß sie das Richter's als ein lächerliches Phantasiegebilde hinzustellen. Troßmädchen einen harten Schlag auf die rechte Gesichtshälfte versett, Militär abschaffen wolle und für das Milizsystem eintrete und in geradezu dem doch Herrn Fischbeck die Thatsache nicht unbekannt sein tamt, welcher eine Berreißung des Trommelfells des rechten Ohres des schaurigen Farben malte er die Zustände in dem Staat, wo wir kein stehen- daß alle Vortheile, welche unsere Sozialgesetzgebung den ArKindes zur Folge gehabt hat. Das Landgericht hatte diese Handlungs- des Militär mehr hätten. Mittlerweile war die Unruhe so groß geworden beitern gebracht hat, einzig und allein auf das Wirken der Sozials weise des Lehrers für eine rechtswidrige erachtet und ihn zum Schadens- und der Unwille der Versammlung, die zum großen Theil von An- demokratie zurückzuführen sind, hatte er doch die Stirn, zu. erjaz verurtheilt. Auf die hiergegen eingelegte Revision hat sich das gehörigen aus bürgerlichen Kreisen besucht war, so start zum Aus- behaupten, den Sozialdemokraten sei es nicht zu thun um eine Ver Reichsgericht dem Vorderrichter durchaus angeschlossen und folgendes aus- bruck gekommen, daß dieser Freisinnsmann, der in so erfolgreicher besserung der Lage der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Agitation geführt: Es kann dahin gestellt bleiben, ob das Züchtigungsrecht des Weise für die Sozialdemokratie Propaganda gemacht hat, wie es der Sozialdemokratie sei eine verlogene, sie lebe von der VerLehrers an einer öffentlichen Schule ein dem Lehrer kraft seines unsere Genossen kaum besser thun tönnen, abtreten und seine weiteren leumidung und Unzufriedenheit der Massen, den freien GegenwartsAmtes zustehendes oder nur ein von den Eltern auf ihn über- Kenntnisse für sich behalten mußte. Der Handlungsgehilfe A. Kohn staat wolle sie vernichten und einen Sklaven- und Zuchthausstaat tragenes Recht ist, keinenfalls darf dasselbe die Grenzen einer mäßigen und ein anderer Genosse, sowie der Referent in seinem Schlußwort heraufbeschwören 2c. 2c. Der erste Diskussionsredner, Prediger führte elterlichen Zucht überschreiten und dürfen daher die vom Lehrer an- unternahmen es, dem Herrn Lewi eine Abfuhr zu theil werden zu Schulze der Volksmund nennt ihn Thränen- Schulze zuwendenden Zuchtmittel nicht in sich die Möglichkeit tragen, die laffen, die den lebhaftesten Beifall der Versammlung fand. Der sich damit ein, daß er unsere Parteigenossen, die sich durch als gemacht hatten, Gesundheit des Kindes zu beeinträchtigen. Eine Fahrlässigkeit Kandidat des Kreises, Robert Schmidt, der inzwischen! Zwischenrufe Gassenbuben bemerkbar der Rede nahin leider Bezeichnete, benen er das Maul stopfen wolle. Diese| tonte, baß nur ein Sozialdemokrat die Interessen der Arbeiter im weist der Vorsitzende noch darauf hin, daß am Donnerstag, dem Tege Rohheiten wurden natürlich von den Freisinnsmannen mit frenetischem Parlament vertreten taun. Nachdem der Vorsitzende noch auf der Wahl, das Bureau geschlossen bleibt. Jubel aufgenommen. Als der Redner die Freisinnigen ab: gefordert hatte, daß alle, die sich am Wahltage zur Verfügung stellen Eine stark besuchte Versammlung der Zimmerer, zentraler tanzelte und ihnen vorhielt, daß sie in ihren Flugblättern Lügen fönnen, fich beim Wahlkomitee rechtzeitig melden, wurde die Richtung, tagte am Sonntag in den Arminhallen. Nachdem Stegr verbreiten, verhielten sich die Herren mäuschenstill, wie Schulfnaben, Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. und Weiß Bericht über die Thätigkeit des Gewerbegerichts erstattet die der Lehrer herunterhunzt, dann aber brachen sie wieder in Schmargendorf. Am vergangenen Freitag fand hier eine gut- und aufgefordert hatten, für die Eintragung in die Wählerlisten tosenden Beifall aus, als Schulze, nachdem er gegen die Sozial- besuchte Wählerversammlung statt. Genosse Faber Köpenid sprach Sorge zu tragen, wurden die Zimmerer Wellfom, Hedert Demokratie gewettert hatte, für die Wahl des Dr. Langerhans eintrat. über die Reichstagswahl und beleuchtete die schofle Wahlagitation, und Promeite als Kandidaten für Gewerbegerichts- Beisitzer Die weitere Debatte war sehr ausgedehnt und lebhaft. Außer einem Anti- welche die Konservativen in unserem Wahlkreise treiben. Speziell nominirt. Nach einer längeren Diskussion, in der Myler( lokal) femiten sprachen zwei Sozialdemokraten und verschiedene Freisinnige. das legte Flugblatt des Superintendeuten May Borberg prüfte er gegen und knüpfer, Ridert, weiß, Reuter und Stehr In richtiger Erkenntniß des Umstandes, daß sich die freifinnigen auf seinen Inhalt. Der Redner forderte die Anwesenden auf, träftig für die Wahl eines Vertrauensmannes, der die öffentlichen Angelegen= Versammlungen in dieser Wahlbewegung schon oft durch Beschränkung für die Kandidatur Zubeil's zu wirken. Nachdem sich trotz wieder- heiten für die zentrale Richtung zu regeln hat, sprachen, würde der Redefreiheit, sowie durch unqualifizirbare Beschimpfung der Holter Aufforderung feine Gegner zur Diskussion meldeten, wurde 23ebers als solcher gegen eine Stimme gewählt. Unter„ Berals unter wwere Sozialdemokratie in ein schlechtes Licht gesezt haben, ließ der Vor- die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschiedenem" verwies nupfer auf die Bedeutung der bevorstehenden figende, Stadtverordneter Rosenow, volle Redefreiheit, jedoch nur schloffen. für Wähler des dritten Kreises, walten und bemühte sich auch, Verunglimpfungen sozialdemokratischer Führer, zu denen freisinnige Partei abzulenken. Reichstagswahlen und richtete einen warmen Appell an die Versammelten, in jeder Weise und mit aller Kraft dafür einzutreten, daß die sozialdemokratischen Kandidaten als Sieger hervorgehen. Redner mehrfach einen Anlauf nahmen, zu verhindern. Die Zukunfts- ohiding Versammlungen. Denjenigen Zimmerern, welche es möglich machen können, wurde bilder waren auch in dieser Versammlung wieder das Hauptthema Die öffentliche Tapezirer- Versammlung vom 7. Juni stellte anheim gestellt, am Tage der Wahl die Arbeit ruhen zu lassen, um der Freifinnigen. Das ist ja auch das beste Mittel, um die Auf- den bisherigen Wertreter im Gewerbegericht Friedmeher, nach sich an den Wahlarbeiten zu bethätigen. Das Bureau der Organimerksamkeit der Wähler von den Gegenwartsfinden der freisinnigen dem derselbe seinen Bericht gegeben, wieder auf. Sodann machte fation soll an diesem Tage geſchloſſen bleiben. Dem VertrauensFranke namens der Agitationskommission darauf aufmerksam, mann Webers wurden auf Beschluß 200 M. zur beliebigen VerIn Weißenfee fand am Sonnabend, den 11. ds. Mts., im baß dieselbe in Zukunft eine schärfere Kontrolle über die Betheiligung wendung aus den örtlichen Fonds zur Verfügung gestellt. Die Albrechtshof eine von 800 Personen besuchte Wählerversamm der Sammlung zum Streitfonds ausüben werde. Zum Schluß wurde Bezirksführer wurden beauftragt, die Sammelfarten einzuziehen und Lung statt, in welcher Herr Dr. Friedeberg über die Reichstags- gegen wenige Stimmen ein von Gauger gestellter Antrag lan- bie Entwerthung der Marken bis zur 25. Woche durch Abstempelung wahlen referirte. Der Vortrag fand stürmischen Beifall. In der genommen, in welchem die hiesige Taziererinnung aufgefordert wird, vorzunehmen. Distuffion bezeichnete Genosse a row das, was von den Zentrums- nach beschlossener Einführung der Zwangsinnung drei Gehilfen- In einer Versammlung der Steinarbeiter, die am Sonntag leuten über die Sprengung der letzten Versammlung berichtet wurde, vertreter zur Statutenberathung heranzuziehen; zu event. Vertretern im Englischen Garten" tagte, berichtete che el und Hirtmann als falsch. wurden Leo Schmidt, önice und Franke bestimmt. über den in Würzburg stattgefundenen Steinarbeiter- Kongreß. Der Im Wahlkreis Teltow- Beeskow veranstalteten die Schöne Borher hatte Herr Dr. Borchardt einen beifällig aufgenommenen Berichterstattung schloß sich eine längere Diskussion an, an der sich berger Genossen am letzten Sonntag drei Versammlungen mit der Vortrag gehalten. Mischke, Thomas und Vorkauf betheiligten. Von einer Tagesordnung:„ Die bevorstehenden Reichstagswahlen." In ClausDie Bauarbeiter und Berufsgenossen hielten am Sonntag im Beschlußfaffung wurde Abstand genommen, und nachdem ein Unterdorf hatten sich, da uns ein Lokal nicht zur Verfügung stand, in geenpalast eine öffentliche Versammlung ab, in welcher ſtigungsgesuch bewilligt worden war, die Versammlung, in welcher einer Brivatwohnung etwa 200 Personen eingefunden, während Krüger den Kommissionsbericht über die in der letzten öffentlichen die Diskussion über den Kongreß fortgesetzt werden soll, vertagt. etwa 50 Personen den Hof beseßten, um den Ausführungen Versammlung vom 4. Mai gefaßten Beschlüsse bezüglich der Beiträge Die Graveure und Ziseleure hatten am Dienstag, den 7. d. M., des Genossen H. Schubert aus Schöneberg zu folgen, ber zum allgemeinen Unterstützungsfonds erstattete. Leider ergab sich ihre Filialversammlung. Zunächst giebt der Vorsitzende bekannt, daß in 11/ 2stündiger Rede die Arbeiterfreundlichkeit der Regierung ins bisher nur eine sehr flaue Betheiligung, da von den etwa 3000 die Sitzungen des Vorstandes und der Vertrauensmänner im nenen rechte Licht stellte; er kritisirte dann die Stellung der Parteien zu organisirten Kollegen Berlins und Umgegend sich nur etwa 1000 mit Berkehrslokal, Dresdenerstr. 45, stattfinden. Sodann wurde der diesen Fragen und kam zu dem Schluß, daß nur die Sozial- Beiträgen betheiligt hätten. Man solle doch vor allen Dingen in Vorstand beauftragt, in den verschiedenen Stadttheilen Unterkassirer demokratie die einzige Förderin der Arbeiterinteressen sein kann. jeder Beziehung die Einigkeit wahren, um nicht dem ständig zu ernennen, um es den Mitgliedern zu ermöglichen, ihre Beiträge Reicher Beifall lohnte den Redner für seinen Vortrag. Trotzdem der auf der Lauer befindlichen Unternehmerthum Chancen zu Lohn pünktlich zu bezahlen. Ein Antrag, die Bücher und Schriften der Amtsvorsteher und mehrere Lehrer anwesend, meldete sich zur Dis- Herabfetzungen zu geben. Bwed der heutigen Versammlung aber sei früheren Freien Vereinigung der Graveure und Biseleure Berlins", kussion niemand zum Wort. Zu gleicher Zeit referirte Genosse es vor allen Dingen, fich darüber klar zu werden, ob man für die soweit dieselben keinen historischen Werth haben, zu vernichten, wird Behrend aus Berlin in Kummersdorf; auch er entledigte Bukunft gewillt sei, an den Beschlüssen vom 4. resp. 22. Mai fest- barauf angenommen. Zum Schluß geht vom Kollegen B. die Ansich seiner Aufgabe in 5 stündiger Rede glänzend. Die dritte zuhalten und die Beiträge in der Höhe von 1 M. für Affordarbeiter regung aus, eine Fachausstellung für Graveure und Ziseleure hier Versammlung in Sputendorf, in welcher Genosse Köster und 50 Pf. für Lohnarbeiter weiter zu zahlen. An der hierauf zu veranstalten. Schöneberg sprechen sollte, konnte leider nicht abgehalten werden, da folgenden, sehr lebhaften Diskussion betheiligten sich Lange, der Wirth, unter dem Druck der behördlichen Organe, sein Lokal Rennthaler, Hartstock, Rabe, Beier, Jutsch und Die Bauanschläger beschlossen in ihrer Versammlung vom verweigerte, trotz polizeilicher Anmelde- Bescheinigung und vorheriger eidemann. Im allgemeinen schlagen sämmtliche Redner eine 5. d. M. den bisherigen Lohntarif aufrecht zu erhalten. Ueber die Miethung des Lokals. In Neubrück hatten die Rigdorfer Serabjegung des Beitrages in der Höhe von 50 Pf. für den Atford- Arbeitslosen- Unterstützung soll deninächst verhandelt werden. Genossen eine Versammlung einberufen, die von etwa 100 Personen arbeiter und 25 Pf. für den Lohnarbeiter vor. Schließlich gelangt Holzarbeiter- Bersammlung. Berichtigung. In unserem besucht war. Die Gegner hatten die Uebermacht. Um die Verein Antrag Putsch zur Annahme, wonach für die ver- Bericht über die lezte Holzarbeiter Versammlung muß es anstatt fammlung nicht scheitern zu lassen, mußte den Gegnern das gangenen Wochen vom 4. Mai bis zum 12. Juni der in Lohbach heißen: 20wack wurde als Kandidat zum Gewerbegericht Bureau überlassen werden. Der Amtsvorsteher waltete ben letzten Versammlungen festgesetzte Beitrag nachzuzahlen vorgeschlagen.spuidna seines Amtes als Vorsitzender mit großer Schmeidigkeit. Statt ist, während mit dem Beginn der laufenden Woche Theater und Vergnügungsverein„ Helgoland". Sigung heute unferem Referenten gab er einem Herrn Waldmann das Wort. ein herabgesetzter Beitrag in Höhe von 50 resp. 25 Pf. in kraft Abend 9 Uhr Ackerstraße 144. Nach diesem aber kam Genosse Hoppe zum Wort. Die anwesenden treten soll; eine eventuelle Erhöhung dieser Beitragsraten anläßlich Kleinbauern und Arbeiter wagten zwar nicht, den Ausführungen von Ausständen soll der Kommission überlassen werden. Was das Hoppe's offen Beifall zu zollen, man merkte ihnen aber ihr Ein- Verhalten der Bauarbeiter bei Aussperrungen oder Lohnausständen verständniß damit an. Hoppe sprach den Herren anscheinend zu lange anbetrifft, so will Noad die Solidarität zwischen allen Bauarbeitern, und so ließ der Amtsvorsteher die Versammlung durch den anwesen- Maurer und Zimmerer mit einbegriffen, ausgedehnt wissen. Jutsch Stationen den Gendarm einfach auflösen. fordert zum energischen Ausbau und zur traftvollen Weiter entwickelung der Organisation auf, um dadurch endlich einmal den verwandten Berufsgenossen gegenüber in eine unab hängige Lage zu kommen. Krüger weist besonders auf den Swinemde. 764 N fachlichen Unterschied zwischen Aussperrung, Maßregelung und Aus- Hainburg stand hin und erhebt den Antrag, bei allen Streitfragen vorher erst wiesbaden 765 NO die Kommission zu befragen, welcher auch zur Annahme gelangt.- München Im Verschiedenen ersucht der Vorsigende, doch gegen die Kommissions- Wien mitglieder nicht etwa Lügen in die Welt zu sehen, wie dies in letter Beit allzuhäufig vorgekommen ist. Dann schreitet man zur Ersatz- Theils heiter, theils wolkig mit etwas Regen und mäßigen nördlichen wahl, welche in der Kommission vorgenommen werden muß; für Winden; Temperatur wenig verändert. Rönner wird Selitow und ferner Behrend gewählt. Zum Schluß 1 Köpenick. Am Freitag, den 10. Junt, fand in Scheer's Lokal eine von 700 Personen besuchte Volksversammlung statt, in welcher der Kandidat des Kreises, Genosse zu beil, unter lebhaftem Beifall über die bevorstehenden Reichstagswahlen referirte. Redner zerpflückte Punkt für Punkt die von den Freisinnigen und den Konservativen zur Verbreitung gegebenen Flugblätter, in welchen die auf gemeinsten Angriffe unsere Partei, sowie auf unseren Kandidaten enthalten sind; im weiteren betonte Redner, daß jeder am 16. Juni zur Wahlurne gehen muß, um sein einziges politisches Recht gegen die Reaktion auszuüben. An der Diskussion betheiligte sich ein Anarchist im Sinne des Referenten, indem er beWähler! Heute, am Vorabend der Reichstags- Wahl, der Reichstags- Wahl, den 15. Juni, abends 8 Uhr: 18 Volks- Versammlungen. 1. Wahlkreis: Feenpalast, Burg- u. Wolfgangstr.- Ecke. 2. Wahlkreis: Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. Ressource, Kommandantenstr. 57. Brochnow, Sebastianstr. 39. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. 4. Wahlkreis: Graumann, Naunynftr. 27. Urania, Wrangelstr. 11/12. Keller, Koppenstr. 29. Witterungsübersicht vom 14. Juni 1898, morgens 8 Uhr. Berlin Barometer stand mm richtung WindWindstärke 766 NA 765 23 Wetter Temp. n. T. Stationen stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. o Dog 35lb. bed. 16 Haparanda 765 N 4616. bed. 12 Petersburg 2wolfent 14 Cort 764 NO 763 2 heiter 12 772 ONO 2hlb. bed. 3 wolfent 14 Aberdeen 772 2voltig 2 heiter 17 Paris 764 MO 3516. bed. 2 heiter 15 Wetter- Prognose für Mittwoch, 15. Juni 1898. 14 9 12 Berliner Wetterbureau. Reichstagswahlkreis Niederbarnim. Todes- Anzeige. Donnerstag, den 16. Jnni, abends 72 Uhr, im Lokale des Herrn Höflich( Schwarzer Adler), Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 120: Volks Volks- Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Verkündigung des einlaufenden Wahl Resultats. 2. Diskussion. 224/2 Das Zentral- Wahlkomitee. Rixdorf! Allen Bekannten, Genossen it. Ge nossinnen die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau [ 39676 Jda Mücke geb. Kandicki, am 12. d. M., vormitt. 11 Uhr, nach 12wöchentlichem Strantenlages im Krankenhaus Biegelstraße gestorben ist und findet die Beerdigung am 15. 6. M., nachm. 6 Uhr von der Salle des St. Bonifacius- Friedhofes in Marienhöhe aus, statt. Der tieftrauernde Gatte J. Mücke u. Find, Mittenwalderstr. 14. Achtung! Achtung! Holzarbeiter. Donnerstag, 16. Inni, abends 8 Uhr: n ber öbelfaðrit von Rück2 Wähler- Bersammlungen 204/17 in der Neuen Welt( Bal champêtre), Hafenhaide 108-114, für Nixdorf u. Brik in Peters Salon, Rnesebeckstr. 113. Tages Ordnung: Bekanntmachung der Wahlresultate. Diejenigen Parteigenossen, welche sich zur Wahl für den ganzen resp. halben Tag zur Hilfeleistung gemeldet haben sowie diejenigen, welche sich noch betheiligen wollen, sowie die Beisiger unsererseits, werden ersucht, be stimmt am Mittwoch, abends 812 Uhr, bei Restaurateur Klein, Kaiser Friedrichstraße 236, zur Empfnahme des Materials zu erscheinen. Das Wahlkomitee hat am Wahltage feinen Hauptsitz beim Restaurateur Klein, Kaiser Friedrichstraße 236, Telephon- Amt Rirdorf 145. Alles, was die Wahl betrifft, wolle man dort erfragen und auch dorthin berichten. Das Wahlkomitee. 5. Wahlkreis: Saal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15. Achtung! Reinickendorf. Achtung! 6. Wahlkreis: Hensel, Invalidenstr. 1a. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Ahrens' Brauerei, Thurmstr. 26/27. Tages- Ordnung: warth& Riegel, Wienerftr. 50, haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist feruzuhalten. Achtung, Parkettbodenleger. Die Kollegen der Firma von Kuhnert u. Kühne, Marti nikenfelde, haben die Arbeit nieder: 181/11 gelegt. Zuzug fernhalten! Goldleisten- Grandirer verl. Carl Hielscher, Elischbethstr. 24. Plätterinnen für Steh- und Umlegekragt., Mansch., Serviteurs stellt ein Felix Karpe, 39216* Grüner Weg 119, 3 Tr. 10 bis 15 tüchtige Schlosser ( auf Chubbfchlösser) verlangt Panzer, Aftiengeselschaft, Verein der graphischen Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutscht. Badir. 59. ( Zahlstelle Reinickendorf.) Sonntag, den 19. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn auf grüne Arbeit verlangt Kanzi Böttcher, Markstraße 1-2: Ein Korbmacher[ 3.2726 Nieder- Schönhausen, Buchholzerstraße. Gaze- Borden- Näherinnen verlangt. General- Derlammlung. Mirdorf, Sobrechtfir. 75, 1 Tr. lints. Tages Ordnung: Junge Leute, welche gewillt find, 1. Bericht des Delegirten von der Frankfurter General- Versammlung. die Glasschleiferei zu erlernen, 39636 215/16 Referent: Kollege Bernhardt aus Rirdorf. 2. Diskussion. 3. Wer ist wollen sich melden bei Schuld an den in Berlin verloren gegangenen Streits? Referent: Kollege Otto Mathes, Zeidler. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Kommandantenir. 16. Die Ortsverwaltung. Einen tüchtigen Grundiver ver: langt Goldleistenfabrik Alegan3962b drinenstr. 25. 39706 Welche Pflichten hat das arbeitende Volt morgen zu 96/18 erfüllen? Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Für 36 Mark fertige feine Anzüge nach Maaß, für Die Einberufer. Hausdiener, Packer, Kutscher! 30 M. ff. Sommerpaletots nach Maaß, Wegen der Reichstagswahl bleibt das Bureau des Verbandes aller für 8-12 M. feine Hosen nach Maaß. im Handels: und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend, Kommandantenstraße 25 I, am 16. Juni gefchloffen. Pflicht der Riesenstoff lager* Kollegen ist es, bei der Wahl thätig zu sein. Krausenstr. 14, 1, kein Laden. 67/4 Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Intereffen. Schriftmaler der Gast- und Schantwirthet, verlangt( ofort, Stofificate 3. Berlins und Umgegend. Freitag, den 17. Juni, nachmittags 5 hr, im Lokale des Kollegen schneiderei unentgeltlich erlernen. Dieke, Arferstraße 123: Derlammlung. Junge Mädchen können DamenFran Timmermann, Kanilerstr. 34 IV. Anleger, Anlegerinnen, Bogens fänger, Bogenfängerinnen für d. Stein bruck- Schnellpresse finden lohnende Beschäftigung bei 39756 Wilhelm Böhme, Reichenbergerstr. 158. Tagesordnung: 1. Was intereffirt in der Gegenwart das Gastwirths gewerbe. Referent: Stollege Grauer. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 69/18 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenthell verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. r. 137. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 15. Juni 1898. Aus England. " ( darunter auch die Firma Ermen u. Roby, früher Ermen u. Engels). Flächen in Brand gesetzt werden können, entbehrt bezw. ersetzt werden Schließlich mußte Herrn Hooleh auch der Rüstungsrummel herhalten, fann, und sei jedenfalls dabei, strengere Vorschriften über die Art London, den 9. Juni. Patronen- und Gewehrfabriken wurden zu neuen Aktiengesellschaften der Verwendung des Phospors und die ärztliche Beaufsichtigung der Ein verkrachter Gründer und seine Manöver( der Hooley- Krach). Die tombinirt und versprachen glänzende Geivinne. Indeß war inzwischen Zündholzfabriken auszuarbeiten. Auf die von den Arbeiter- Abgeord Bohnungsfrage im Parlament. Minister White Ridley und die Phosphor- auf den Fahrradattien- Taumel ein Fahrradattien- Katzenjammer ge- neten Burns und Steadmann gestellten Fragen hinsichtlich der strafbergiftungen. Neue Schutzvorschriften gegen Bleivergiftung. folgt, die Dunlops klappten zusammen wie ihre Reifen, wenn ihnen rechtlichen Verfolgung der Firma Bryant u. May und ihres Fabriksarztes Wieder einmal hat einer der mit Millionen spielenden Glücks- die Luft ausgeht, und das Publikum wurde topfschen. Das weitere erklärte der Minister, zur Beit" keine Antwort geben zu können, worauf ritter der Finanz seine Zahlungen einstellen müssen. Mr. Ernest fann man sich denken. In solcher Situation werden, um den Kredit die Genannten erklärten, ihre Frage demnächst wiederholen zu wollen. Terah Hooley, der es in furzer Zeit vom Kleinen Makler in der zu retten, so lange die eigenen Attien aufgekauft, bis der Karren festsitzt. Der Staatssekretär des Innern hat soeben eine Reihe neuer Provinz zum mehrfachen Pfundmillionär gebracht hatte, hat gestern Daß Herr Hooley von den leicht erworbenen Millionen mit Vorschriften über die Schuhmaßreln bei der Verwendung Konkurs angemeldet. Es wird von seinen Anwälten behauptet, daß vollen Händen für alle möglichen Wohlthätigkeitszwede gab und von Blei in der Töpferei Industrie erlassen, die, soweit feine Bestände seine Verpflichtungen an Werth weit überstiegen, und überhaupt den großen Voltsmann spielte, theilt er mit vielen sie gehen, unzweifelhaft eine Verbesserung gegen die jetzigen Zudaß Hooley mur deshalb in Konkurs gehe, weil er plötzlich von Finanzmännern seines Schlages. Seine Methoden waren in dieser stände in der Industrie darstellen, aber doch nicht ausreichend erallen Seiten mit Forderungen bedrängt werde, die er Hinsicht nichts weniger als originell oder wählerisch. Er taufte scheinen, den Bleivergiftungen ein Ende zu machen. Die wichtigsten normalerweise nicht habe boraussehen fönnen. Er fei das von dem irischen Homeruler J. P. O'Connor gegründete der neuen Bestimmungen sind: Verbot der Arbeit bon das Opfer von Erpressern und hinterlistigen Gegnern, aber radikale Londoner Abendblatt Sun" an und machte es zu einem Kindern unter fünfzehn Jahren in allen Räumen die Untersuchung werde ihn glänzend rechtfertigen und konservativ- unionistischen Blatt, und er ging systematisch daran, einen und bei allen Prozessen, wo Blei oder Bleiverbindungen zeigen, welch' fchändlichen Manövern er zeitweilig erlegen sei. jetzt von einem radikalen Arzt vertretenen Wahlkreis in Derbyshire zur Berwendung kommen; Verpflichtung der Fabrikanten, fort Indeß ist das kein neues Lied. Alle durch Gründungen groß ge- zu füttern", um seinen mit einem weniger langen Geldbeutel ver- bauernd Listen zu führen über alle Personen, die bei wordenen und hinterher bankrott gegangenen Spekulanten haben es fehenen Rivalen bei der nächsten Wahl rein durch die Macht des den betreffenden Arbeiten verwendet werden. Alle jugendlichen schon vordem gesungen. Auch innerhalb gewisser Grenzen mit Recht Geldes auszustechen. Das Füttern( ,, nursing") von Wahlkreisen be- und weiblichen Arbeiterinnen dieser Kategorie müssen mindegesungen. Wer ein wenig hinter die Koulissen des Börsentreibens steht darin, daß man sich in alle möglichen Sports, Geselligkeits-, stens einmal monatlich vom Bezirksarzt untergeschaut hat, der weiß auch, welche Sorte von Haifischen den aben- Bildungs-, Gemeinnüßigkeits- und Erbauungsvereine als Ehrenmitglied fucht werden, der das Recht hat, Aussehung ihrer Beteuernden Spekulanten umlagern und ihm das Leben sauer machen. aufnehmen läßt und ihnen als solches bei jeder passenden Gelegen- schäftigung in den betreffenden Betriebsabtheilungen anzuordnen und Je zweifelhafter seine eigenen Geschäfte, um so zweifelhafter die heit Geschenke spendet, bei den von ihnen veranstalteten Samm- ohne dessen schriftlich ausgestellte Erlaubniß sie die Arbeit nicht Gesellschaft, die sich hinterher meldet, um mit ihm zu" theilen" und lungen hohe Beiträge zeichnet und dergleichen. Dieser Un- wieder aufnehmen dürfen; Vorsorge für reichliche Ventilation ihn so ihrerseits wieder zu immer zweifelhafteren Geschäften treibt. fug ist ungemein verbreitet und wiegt in seinen Wirkungen und Reinigung der Arbeitsräume, für gesonderte SpeiseEs tennzeichnet den Umfang, den der Geldmarkt erlangt hat, alle ehedem üblichen und jetzt gesetzlich verbotenen forrupten räume für die Arbeiter, für ausreichende Wasch= daß die Nachricht vom Krach des Herrn Hooley keinen ersichtlichen Wahlpraktiken auf. Durch ihn wollte Herr Hooley als gelegenheit( mindestens ein mit beständiger Wasserzuführung Eindruck auf die Börse gemacht hat. Und doch ist es keine gar so der Mann, der alles tauft",( wie einst die Berliner und Abzugsrohr versehenes Waschbecken für jede fünf Personen, dazu Kleine Affäre. Die Aktiengesellschaften, die Herr Hooley ins Leben Staatsbürger- Beitung" den Dr. Strousberg titulirte), sich einen bis- genügend Seife, Nagelbürsten und Handtücher); Versorgung der gerufen hat, repräsentiren zusammen ein Kapital von über her radikalen Wahlkreis„ kaufen". Er ließ u. a. einen Plan" weiblichen und jugendlichen Arbeiter mit mindestens einmal 20 Millionen Pfund Sterling oder 400 Millionen Mark. Einst zirkuliren, nach dem durch eine von ihm zu gründende Stiftung allen wöchentlich zu waschenden Arbeits- leberkleidern würde die Insolvenz des Finanzmannes, der hinter einer solchen Arbeitern in Derbyshire eine Alterspension gesichert werden sollte. und Kopfbedeckungen und Einrichtung entsprechender Ankleidezimuner. Summe angelegten Kapitals stand, die ganze Börse in Unbehagen Mit diesem Vergnügen dürfte es mun für die nächsten Jahre aus sein. Warum diese sanitären Vorschriften nicht auch sämmtlich auf die versezt haben. Jetzt ist's ein Zwischenfall, der nur die unmittelbar Gestern ward im Parlament mit großer Mehrheit die zweite erwachsenen Männer ausgedehnt wurden, ist wirklich nicht abzusehen. Betheiligten trifft und die Kurse der anderen Papiere ganz umberührt Lesung eines Gefeßentwurfs genehmigt, nach welchem die Ge- Ferner wird mit recht gerügt, daß der Minister sich nicht entschließen läßt. Zudem wußten die Sachkundigen der Börse längst, wie es meinden berechtigt werden sollen, Arbeitern, die sich ein konnte, die Fälle der Vergiftung durch Bleistoff als unter das Unfallmit Hooley stand. Auch sonst soll London sehr viel weniger eigenes Haus zu taufen wünschen und ein Viertel des Entschädigungsgesetz fallend zu bezeichnen. Dies wäre jedenfalls betroffen sein als die Provinz. In den Mittel- Grafschaften, woher Kaufpreises selbst zu übernehmen bereit sind, die fehlenden drei der wirksamste Antrieb zu unablässigen Versuchen gewesen, die Verer stammt, sigen auch die Hauptgläubiger des festgefahrenen Gründers. Viertel zu niedrigem 8insfuß mit günstigem Amorti- wendung von Blei ganz entbehrlich zu machen, wenn der Minister Die ersten großen Gewinne brachten Herrn Hooley ſationssatz vorzuschießen. Die ganze liberale Opposition- und das ein direktes Verbot nicht aussprechen mochte.Gründungen auf dem Gebiete der Fahrrad- Industrie. Er erwarb für ist das bemerkenswerthe bei der Sache stimmte gegen den Ent3 Millionen Pfund die Patente der pneumatischen Dunlop- Reifen wurf, weil er fein wirkliches Bedürfniß der Arbeiter treffe. und die zu ihrer Ausbeute errichteten Geschäfte und kombinirte sie zu Für die Arbeiter, die der Hilfe bedürfen, sei der Besitz eines einer großen Gesellschaft, deren Stamm- und Prioritätenkapital einen eigenen Hauses eine Laft und nicht eine Lösung. In anderen Fällen Nominalwerth von 5 Millionen Pfund Sterling darstellt. Schon da- würde das Gesetz der Bauspekulation Vorschub leisten. Der Liberale mals erhoben sich Stimmen der Stritit, die von Ueberfinanzirung Mac Kenna stellte den Zusatzantrag, daß jedes Gesetz, welches die sprachen, aber es war die Epoche des Fahrrad- Taumels,( Boom" Verwendung öffentlicher Gelder für die Erleichterung des Ankaufs nennen es die Engländer), die Dunlop- Attien wurden vom Publikum von Wohnhäusern seitens der Arbeiter genehmigt, zugleich vorzum doppelten und dreifachen ihres Nominalwerths gekauft. Hooley schreiben soll, daß das Eigenthumsrecht auf den Grund und Boden war der Mann des Tages, eine stets bereite Reklame- Presse ins dazu in öffentlichen Befiz übergehen soll und nicht in den von besondere die billige Slatschpresse- trug seinen Ruhm bis in die Einzelpersonen". Für diesen Antrag stimmten mit wenigen Ausentferntesten Distritte, und selbst in Arbeiterblätter verirrten sich nahmen alle Liberalen. Gegen den Originalantrag, den der SchutzReklame- Artikel. So ging das Gründen lustig weiter. Eine Fahrrad- zöllner Howard Vincent eingebracht hatte, sprachen u. a. auch die Kompagnie nach der anderen ward ins Leben gesetzt, neben Dunlop Arbeiter- Abgeordneten Burns, Broadhurst und Fenwick. insgesammt noch einmal 5 Millionen Pfund Aktienkapital Außer Die Phosphorvergiftungen bei Bryant und May dem mit 22 Millionen Pfund eine Gesellschaft für die Fabrikation von famen am Mittwoch im Parlament zur Sprache. Der Staatssekretär noch die Kapitalsanlage 3000 m. beträgt: ja. 2, Nein, man kann nur die Fletſchextratt(„ Bovril"), mit 14 Millionen Pfund eine Geſellſchaft des Innern erklärte, er habe von neuem Berichte aus den verdig erläut there. Bis zum vollenbeten 24. Lebensjahue, für die Fabrikation und den Vertrieb von Mineralwassern, und mit schiedenen Ländern eingefordert, in wie weit der gelbe Phosphor bei A. 2. 100. Er kann Ansprüche erheben, nur darf die Summe der nahezu 3 Millionen Pfund ein Syndikat englischer Nähgarnfabriken der Fabrikation von Zündhölzern, die nicht blos auf präparirten beiben Renten 415 m. jährlich nicht übersteigen. W. Sch. 109. Ncin. • " Briefkasten der Redaktion. Morgen, Donnerstag, als am Tage der Reichstagswahlen, kann die juristische Sprechstunde nicht abgehalten werden. E. B. 100. Aderstr. 14/15 gehört zum 6. Wahlfreis. Haben Sie zur Beit der Aufstellung der Wählerlisten einen anderen Wohnort gehabt, so wählen Sie dort. Charlottenburg. Wiederholen Sie eventuell die uns unbekannte Anfrage O. F. 16. Ohne genauere Angaben nicht zu beantworten. P. 33. Sie find im Unrecht. Abonnent P. Nein. K. M. 1. Wenn weder der Reinertrag 1500 Fischer. 1. Nein. 2. Die beim Einwerden. Mittwoch, Donnerstag, Freitag Satztöpfe, bemalt, 3 Stück 40 Pf. Eierbecher, weiss 2 Pf. Nadelschalen, bemalt 5 Pf. Eisschalen, weiss 8 Pf. Dessertteller, bemalt 9 Pf. Tafelservices Semalt, 40 Teile für 6 Personen 25 und 34 Mk. für 12 Personen 52, französische Fabrikat 68 Mk. 78 Glas Porzellan Neu! Küchengarnitur, blau Marmor, Vorratstonnen 75 Pf. Flaschen für Essig u. Oel 75 Pf. Mesten für Salz u. Mehl 1.80 Mk. Butterdosen 38 Pf. Brotplatten 65 Pf. Leuchter 30 Pf. Schaumlöffel 30 Pf. Vorlegelöffel 30 Pf. Fischheber 32 Pf. Fleischklopfer 40 Pf. Durchschläge 80 Pf. Trichter 40 Pf. Für Gastwirte: Kaffeetassen, gerade Form 15, 18, 20 Birnen- Form 15 Pf. Kaffeekannen, Bunzlauer Form38,50,60,75,90 Pf.1,1.201.45 Mk. Seidel- Untersätze Dtz. 1 Mk. Butterdosen 17 u. 25 Pf. Seltergläser 5 Pf. Sturzkaraffen, mit Glas, geschliffen 42 Pf. Sturzkaraffen, farbig, fein gemustert 38, 60, 65 Pf. Wasserflaschen, verschied. Formen, 24, 30, 38 Pf. Kompottschalen 14 u. 25 Pf., eckige Form 24 Pf. Fruchtschalen, geschliffen 1.35 Mk. Emaille 83 cm Durchm. ca. 81 40 45 Pf. 50 55 60 cm Kehrschaufeln 28 Pf., Reibeisen 35 Pf. Waschschüsseln, Wannen, oval, Schüsseln, weiss, Schmortöpfe ohne Ring, Durchm. ca. 40 45 1.15 1.45 1.70 2.10 2.55 Mk. 84 cm Durchm, ca. 82 42 48 Pf. Durchm. ca. 20 Kasserollen mit Ring, Durchm. ca. 16 50 22 cm 75 Pf. 18 20 22 cm 45 50 65 75 Pf. *** Seifenhalter mit 16 Pf., mit Rückwand 25 Pf. Haken und Sieb Steingut farbig, mit Untersatz Blumentöpfe, funga 40 Pf., Majolika 38 Pf. Tassen, rosa 10 Pf., bemalt 12 Pf. Teller, dunkelblau mit Gold 40 Pf. Kaffeeservices, englisches Amorettenmuster, 3 Mk. Bierkrüge, bemalt, mit Deckel, ca. 1/2 Liter Inhalt, 80 Pf. Platte Kaffeetassen mit Goldband 12 Pf. Kaffeetassen, weiss 14 und 18 Pf. Kaffeebecher, bemalt 8 Pf. Tassen, fein bemalt 20, 30, 35, 45 Pf. Kaffeekannen, weiss 20, 35, 65, 80 Ft. Milchtöpfe, weiss 13, 17, 20, 25, 30, 38 PE Zuckerdosen, weiss 18 Pf. Kaffeeservices, bemalt Tele 1.50 Teile 2.30 Mk. Glas Einmache- Gläser mit Patentverschl. 38 u. 45 Pf. Goldfisch- Gläser 22 Pf. Zuckerschalen 14 und 26 Pf. Krüge, Eisglas, farbig 35, 45, 70, 80 Pf. Salzgefässe 3 Pf., Likörschalen geschl. 12 Pf. Bierbecher mit Goldrand, 3 Stück 20 Pf. Wirtschafts- Artikel Gazeglocken, Gen 22, 28, 35, 40, 48, 50 Pf. Wäscheleinen ca. 80 oval 55, 65, 85 Pf. 99 rund, Gazedeckel mit Messing. Knopf, 8 GE: 12,15,18,20,22,25,28,30 Pf. Giesskannen grün lackiert, 28, 38, 48, 60, 75 Pf. Waschbürsten 13 Pf. Vernick. Tablettes 45, 70, 90 Pt. Kirsch Entkerner 13 und 20 Pf. Abstäuber 35 Pf. 5 45 1.25 1.95 Hanfleinen ca. 50 Mtr. 4.25 Mk. Walzenlänge ca. 86 60 Mtr. 2.60 Mk. 89 42 cm Wringmaschinen 10.50 11.50 12.25 Mk. Eisschränke 21.75, 28, 34.75, 42.75, zweithürig 79.50, mit Butterkasten 35.25, 41 Mk. Sportwagen mit besonderen Schleifrildern Mk. für Kinder, Radhöhe ca. 60 cm, 7 Warenhaus A.Wertheim Für den Inhalt der Inserate übernimmt die diedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Mittwoch, den 15. Junt. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Leijing. Int weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Momentaufnahmen. Anfang 8 11hr. Neues. Villa Gabrièle. 71 11hr. Anfang Westen. Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 72 Uhr. Schiller. 8' Jungferngift. Anfang 8 Uhr. Bentral. Das Signal. Heinrich Heine. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 11hr. Oftend. Auf Sumatra, oder: Die Holländer in Atschin. Anfang 8 lthr. Belle Alliance. Kaiser Rothbart. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Kinder des Kapitän Grant. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. TägItch geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Stern warte, Operntelephon. Passage Panoptikum. Theater Variété. Alpenglühen. Apollo. Spezialitäten. Auf. 8 1hr. Deichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch: Zum ersten Male: s'Jungferngift. Donnerstag: s'Jungferngift. Ostend Garl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterftr. 132. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Parquet 1 Mark. Auf Sumatra Urania cu reie Bolksbühne Wadeville- Theater Taubenstr. 48/40. e Naturkundliche Ausstellung. Sonntag, den 19. Juni, abends 8 1hr, im Schiller- Theater: Täglich geöffnet von 10 Vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Vom Matter. horn zur Jungfrau. Brand. Dramatisches Gedicht in 5 Atten von H. Ibsen. 3 75 in Invalidenstrasse 57-62. folgenben Bablftellen zu haben: H. Bobslen, Sominanbantenſtr. 62. H. LandSchönh. Allee 148, Staftan.- Allee 97/99. Täglich: Konzert, Theater Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: u. Spezialitäten- Vorstellung Hoffmann's Quartett mit stets neuem Programm. und Humoristen. Zähne v. 2 Mark event. Theil. Eine Marinevorlage. zahlung.* Täglich: Sternwarte, Opern- Telephon. graf, Neuenburgerstr. 15; C. Werling, Boffenerstr. 32; Th. Stampehl, Mariannen: Olga Jacobson, Jnvalidenst. 145. Eintritt 20 Pf.( Gutsch. ungiltig.) ftraße 26; Arbeiter- Konsum- Genossenschaft ,, Befreiung", Rottbuserstraße 11; H. Kröhn, Naunynstr. 83; W. Kaufhold, Melchiorstr. 3, 1 Tr.; W. Schrolle, Passage- Panopticum. Heute 25 Pfg. Entrée. Geöffnet von 9 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Salambo die schöne Schlangenbändigerin. ActienBrauerei Friedrichshain früher Lips. Am Königsthor. SFI DEGRAU Heute, sowie jed.Mittwoch: JänischKonzert Kapelle des Kaiser Alexander Garde- GrenadierRegiments No. 1 ( in Uniform) Anfang 7 Uhr. Entree 10 Pf. Jeden Mittwoch: Spargel- Effen. Morgen Donnerstag: Gr. Ausstattungsstück mit Gesang und Garde- SchühenBallets in 12 Bildern v. Ch. Caßmann. Musik von F. Krause. Anf. 8 Uhr. Im Oftend- Theater- Konzert- Garten: Gr.Spezialitäten- Vorstellung, Theater, Konzert. Mr. Isano mit seinen elektrisch. Automaten. Anf. 51/2 Uhr. Täglich: The Garreton, Gymn nastiker( 6 Pers.): Die verunglückte Droschtenfahrt. Gr. Pantomime. Garten Passe- partouts haben Giltigkeit. Sonnabend: II. Gr. Sommernachtsfest. Apollo- Theater. Täglich um 9 Chr: Don Juan in der Hölle. Phantastische Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. Tanz in zwei Bildern von Benno Jacobson, Musik von Wilh. Rosenzweig, in Szene gesetzt v. Direktor Glück. Ferner: 12 hervorrag. Spezialitäten. Vor der Vorstellung: Grosses Garten- Konzert. Kasseneröffnung 6%, Uhr, Konzert 7 Uhr, Anf. der Vorst. 8 Uhr. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plazz). Garten resp. Saal. Hente sowie täglich: Stettiner Sänger ( Mehsel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pfennig. Billets à 40 Pf., Familienbillets ( für 3 Personen giltig) à 1 Mart im Vorverkauf. Stets wechselndes Programm! Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Friede auf Erden". Rebensbild mit Ges. u. Tanz in drei Abth. von Hugo Schulz. Musik v. 2. Kersten. Eugenie Formes, Kostüm soubrette. Gebr. 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