Social- Demokrat. 2000.08 9 Nr. 23. Berlin, Sonntag den 28. Januar 1866. Mind Bweiter 3 Bweiter Jahrgang. we for weit sam weis die und als jung For auch fom find unse mög Mit 1) Diese Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. Organ der social- demokratischen Partei. Rebigirt von J. B. v. Hofstetten und J. B. v. Schweißer. Abonnements Preis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich, 18 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Postämtern 221/2 Sgr., bei den preußischen Bostämtern im nichtpreußischen Deutschland 183/4 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.( fl. 1. 45. südd., fl. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Redaction und Expedition: Berlin, Dresdnerstraße Nr. 85. Bestellungen werden auswärts auf allen Bostämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Spandauerbrücke 3, sowie auch unentgeltlich von jedem„ rothen Dienstmann" entgegen genommen. 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Der sociale Staat, wie ihn L. Blanc fich denkt, noch Zeit. In der That Sie sind der Mann der ist nicht ganz, was wir wollen indessen, so Sie haben sich gebessert, Herr Schulze; das be- Ueberraschungen. Sie überraschen Ihren Leser genau soll es uns für jetzt nicht darauf ankommen. weisen unzweideutig Ihre Bemerkungen über nicht nur dadurch, daß Sie die Koryphäen Ihrer Aber wissen Sie denn nicht, Herr Schulze, daß L. Blanc. Man hat Sie wir bekennen es mit Wissenschaft herunterreißen Freuden schwer verläumbet, als man behauptete, fell, als eine Bezeichnung der Mittel und Wege, der ganze Vorschlag Lassalle's nichts weiter sein Sie seien der Besserung nicht zugänglic). wie man die Verwirklichung des socialen Staates anbahnen fönne. Wissen Sie nicht, daß, was affalle zunächst vorschlug, nicht das Ziel, sondern ein Mittel ist. Wenn Sie es nicht wußten, Herr Schulze, so hätten Sie es hundertnal in diesem Blatte lesen, hätten Sie es noch jüngst in der Alhambra eingehend ausgeführt hören fönnen Bastiat Schulze" selbst. ja es steht, in den ausdrücklichsten Worten, im Aber freilich, Ihre Besserung ist noch nicht nach haltig, Sie haben Rückfälle. Was sagen Sie denn z. B. da in der Anmerkung? Wenn ich im Arbeiterkatechismus Seite 82 als Ver suche einer Staatsindustrie anführte: die Vorschläge Sie überraschen ihn weiter in noch ungleich höherem Maße burch eine Lobbymne auf den socialen Staat L. Blanc's? Ja, jagen Sie nur, bester Herr Schulze, warum wir uns eigentlich noch in den Haaren liegen? Nachdem Sie, Anstands halber denn Sie sind tief erfüllt von der Klugheitsregel, daß der vorsichtige Mann sich immer ein Hinterthürchen offen lassen soll " 1 Welche Bedeutung schreibt Lassalle seinem Vorſchlage zu? Er sagt, derselbe enthalte in seinen unscheinbaren Anfängen den ganzen Keim des Zukünftigen. Also verstehen Sie wohl: was Lasfalle vorschlug, war nur der Anfang, nicht das um obiges Bild weiterzuführen nicht der Baum Ende, die Einleitung, nicht der Text- es wai, mit den gereiften Früchten, es war nur das Samenkorn, das in die Erde fällt. von L. Blanc und die Nationalwerkstätten von 48 in Frankreich", so ist das vollkommen so gemeint, wie es Ihren Lesern versichert haben, basteht, d. b. beide Dinge find als zwei Beispiele neben die Theorie L. Blanc's sei eigentlich ein Hirngeeinander gestellt und von Herrn Blanc eben nur Vorschläge, welche nie realisirt wurden( in der Commission spinnst", fahren Sie begeistert fort, wie folgt: des Luxembourg) behauptet, keineswegs die wirklich ere- Wenn der Staat es wirklich ermöglichte, die ganze cutirten Nationalwerkstätten auf seine Rechnung ge- Privatinduſtrie zu expropriren und ihre Etablissements setzt, da er nur als Mitglied der provisorischen Regierung seinen Arbeiterassociationen zu übergeben, so möchte fügfür die letzteren eine allgemeine Mitverantwortlichkeit hat. lich von den weiteren Einrichtungen die Rede sein, welche Nein, Herr Schulze, so steht die Sache nicht. 2. Blanc daran knüpft. Denn da der Staat selbst Herr Ihre früheren Worte:„ bie Vorschläge von 2. Blanc leitet, da fich demnach die sämmtlichen Industrie- Etablisse Ihre früheren Worte:„ die Vorschläge von L. Blanc der Etablissements wird, die Associationen gründet und und die Nationalwerkstätten von 48 in Frankreich" ments in seinen Händen zu einer einheitlichen Staatshaben den unläugbaren Sinn, daß Sie Beides, industrie concentriren, so wird im Staatsgebiete we die Nationalwerkstätten sowohl wie die nigstens die Concurrenz unterbrückt, und gegen das AusVorschläge L. Blanc's als von den Socialisten land kann durch Schutz- oder Prohibitiv- Zölle das GeeigUnd sehen Sie, Herr Schulze, es ist eine mert ausgebend hinstellen wollten. Nachdem man Ihnen nete festgestellt werden.(!!!) Selbst das Risico fällt, würdige Sache mit unserer Gegnerschaft: nun unwiderleglich nachgewiesen, daß die National- allerdings nicht an sich, wohl aber für die Einzelnen Wir waren bescheiden, wir verlangten nur einen werkstätten, von denen Sie, den Versicherungen insofern fort, als diefelben gar nicht als Unternehmer kleinen Anfang; wir wußten zwar, daß das Ueberauftreten, als man die davon betroffenen Etablissements unwissender oder wissentlich lügender Zeitungs- und die darin beschäftigten Arbeiter gegen die Folgen gangsstadium, gleich jedem Uebergangsschreiber glaubend, annahmen, sie seien ein Erperi- schlechter Geschäfte durch Uebertragung der Ausfälle auf ſtadium, seine Unzuträglichkeiten haben würde ment der Socialisten gewesen, von den Gegnern sämmtliche industrielle Etablissements aller Gattungen( in wie weit gerade die, welche Sie behaupten, der Socialisten, als Wittel gegen den Socialis im ganzen Lande schützt, den Verlust unter sämmtliche wird sich später zeigen); aber wir dachten, es sei mus begründet wurden, so daß also auch, Sie Staatsangehörige vertheilt, das Risico mit einem Worte der Probe werth und werde, ob auch unter manstark Rückfälliger, L. Blanc durchaus nicht eine von den Schultern der Einzelnen auf die der Gesammt cherlei Schwierigkeit, vorwärts und endlich zum allgemeine Weitverantwortlichkeit" hat nachdem beit wälzt. Und das mit Fug und Recht, weil diese Ziele führen. man Ihnen dies unwiderleglich nachgewiesen, ver- Gesammtheit, der sociale Staat, eben die Rolle des fuchen Sie es sich herauszu doch still, allgemeinen Unternehmers übernommen, die ganze Inwir haben ja verabredet, heute gemüthlich zu sein, Gewinn im allgemeinen Intereffe verfügt.(!!) duſtrie zu seiner Domaine gemacht hat, und über den und diese Geschichte ist äußerst ungemütlich. Sie meinen weiter( pag. 38), 2. Blanc habe Wie? Das Alles sieht wirklich in Ihrer Schrift, die Macht gehabt, über die Staatsmittel zu diesen Herr Schulze? Wenn das mit Ihnen so fortgeht, ( den" socialistischen) Zwecken zu verfügen." Das so erleben wir es ja, daß Ihr Freund Reichenheim, wenn er den Kindern„ den" oder„ seinen" ist historisch unwahr, Herr Schulze; in jedem Kindern( je nachdem)- Angst machen will, ihnen Geschichtscompendium, welches bis auf jene Zeit geht, tönnen Sie finden, daß L. Blanc in der zuruft: ,, der Communist Schulze kommt." Provisorischen Regierung in der Minderheit war, demnach jene Macht nicht hatte. Aber frei lich, Herr Schulze, darin haben Sie Recht und wir sind die Ersten, die Ihnen hierin bei= Sie erklären also, der Vorschlag 2. Blanc's stimmen: daß L. Blanc nicht diejenige practische lasse sich hören der sociale Staat, wie dieser Thaifraft und Besonnenheit gezeigt hat, welche der ihn im Auge hat, der fönne vernünftiger Weise socialistischen Sache in Frankreich hätte zum Siege das Risico von den Schultern der Einzelnen auf verhelfen können. Aber Sie sehen ein, daß dies die der Gesammtheit wälzen" und dies ,, mit ein Vorwurf gegen die practische Befähigung Fug und Recht" und über die Ergebnisse der Es muß doch ein gefährlicher Mann sein, dieser Lassalle, daß Sie, um ihn zu verkleinern, selbst L. Blanc erheben. Und da kommen Sie jezt, Sie Wohlwollender, und setzen uns auseinander: 3hr lieben Leute! Was wollt Ihr Euch mit diesem Uebergangsstadium aufhalten? Seht Ihr denn nicht, daß dieses Uebergangsstadium mit manchen unzuträglichkeiten verknüpft wäre, die weg fielen, wenn Ihr Euch das Uebergangs stadium, diesen Kampf des Neuen mit dem Alten, sparen und den Staat, wie Ihr ihn wollt, gleich voll und glatt hinstellen könntet. Glaubt mir, die Sache selbst ist ganz gut und vernünftig, aber warum wollt Ihr Euch lange unterwegs aufhalten, frisch weg an's 3iel!" Und das fagen Sie uns, die man uns als Gegner verschrieen hat das, Herr Schulze, predigen Sie den deutschen Arbeitern? In unsere Arme, Bruderherz! 2 weld Tung dars den teru weif A feine soll, eine Vo fond Sch Du Sd Ja, ឌុ ច ma jede ich fra Del füh vor ୧୫ Be im Ge dar Be all M M W Ve der Der G bel ca ba ni 101 an im 1111 im 可 证 论 谁 iſt t Politischer Theil. Berlin, 27. Januar. Es ist daher möglich, daß der Liberalismus in nicht zu langer Frist Erfolg bat, in so weit es sich um Auflösung der alten Verhältnisse zu handeln hat; aber wird der Staat( der preußische ist natürlich gemeint) die nöthige Umbildung ertragen können, und nicht vielmehr in diesem Prozeß selbst zusammenbrechen? Das conftitutionelle System hätte dann eine große Wirkung gehabt; aber das Resultat wäre kein constitutionelles Preußen, sondern ein Trüm merbaufe als constitutionelles Material für eine neue Staatenbildung. Größe verbürgen fönnen. Der Ausspruch Friedrich Wil- habe. Zweck der Stiftung, deren Kapital 30,000 helms IV.: Breußen soll in Deutschland aufgeben." Thaler beträgt, soll sein: Besoldung von Männern, teber zu Ghren tommen, wenn man sich flaver welche sich hervorragende Berdienſte um„ das Gedarüber geworden ist, daß Deutschland nicht in Breußen nossenschaftswesen"( nach dem sogen. Schulze'schen aufgehen wird. Friedrich Wilhelm IV. war kein Staats" Hie Welf, hie Waiblingen!" 12 Deutschland. " " wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit verhandelt. Dem Bernehmen nach beantragte der Staatsanwalt in diesem Falle 21/2 Monate Gefängnißstrafe( und Entziehung und Ehrenrechte?), der Gerichtshof sprach jedoch den Angeklagten frei. In Bielefeld ist die neueste Nummer des„ Daheim" wegen eines Artikels Vorabend des Staatsstreiches" vom Verfasser des" Wie man kaiserliche Manuscripte druckt" mit Beschlag belegt worden. " Am * Wien, 23. Jan.[ Eindruck der franEine Börsennachösischen Thronrede. richt in Betreff derselben.] Alle Blätter beſtätigen, daß die Thronrede Napoleons hier einen ungünstigen Eindruck gemacht habe. Der M. 3." schreibt man von hier: Ueber den preußischen Verfassungs- mann, am wenigsten ein Preußischer Staatsmann. Das Princip) erworben haben. Zum Syndicus der eigentliche Preußenthum war ihm fremd. Umſomehr Stiftung ist der Advocat Henneberg in Gotha erConflict und die deutsche Frage spricht sich war er geneigt, den Blick in die Weite zu richten, und nannt. Mitglieder des Stiftungsrathes sind: der von uns gestern erwähnte Aufsatz im neuesten in erregter Stimmung that er jenen inhaltschweren Bennigsen( Hannover), Fr. Duncker( Berlin), ReiHeft der Cotta'schen deutschen Vierteljahrsschrift Ausspruch, den er selbst nicht näher zu fassen, noch chenheim( Berlin), Schenk( Wiesbaden). weiter wie folgt aus: weniger auszuführen vermochte. Die Verhältnisse waren [ Preußische Breß- Schicksale.] Gestern verauch noch nicht reif. Aber sie reifen heran, und wie handelte die fiebente Deputation gegen den Redakteur der Europa, so wird auch Deutschland seine Ver- Volksztg.", Hrn. Holdheim, den bekannten Prozeß wegen änderungen erfahren, sobald statt der blos Beleidigung des Nassauischen Hauptmanns Vogler. conservirenden, statt der blos kritisirenden, Der Angeklagte und dessen Vertheidiger, Rechtsanwalt endlich die den Drang der Nation verstehen- Lewald, traten einen ausgedehnten Beweis der Wahrden schöpferischen Volksvertreter und Staats- heit darüber an, daß Vogler wirklich excentrisch und männer fommen werden. eraltirt sei, und das er seinen Namen unter vielen Glücklicher Weise giebt es in Deutschland doch Schriftstücken ,, v. Ogler" unterzeichnet habe. Der Genoch Männer, welche sich nicht scheuen, aus ge- richtshof lehnte diesen Beweis als unerheblich ab und wissen, einmal als Wahrheit erkannten Voraus- verurtheilte den Angeklagten wegen einfacher Beleidigung setzungen auch die logisch sich ergebenden Schluß zu 20 Thlr. Geldbuße, indem er nur die Behaup Sieht man ab von den theokratisch- romantischen Zierrathen und den eigennützigen Tendenzen der Conserva- folgerungen zu ziehen. Ja, glücklicher Weise stellt tung in Betreff der Namensunterschrift als beleidigend erachtete. Hierauf wurden mehrere Prozesse gegen die tiven, so liegt der Nerv ihrer Bestrebungen darin, das es sich immer deutlicher heraus, daß der Tage des Staatsbürger- Zeitung" verhandelt. Im ersten Falle alte Preußenthum gegen den Andrang zu vertheidigen. Fortschrittler- und Gothaerthums nur nocy wenige war der Literat krämer als Verfasser und der RedakEs fehlt den Konservativen, nach Errichtung der Ber- sein werden und es nun endlich einmal heißen teur Richter aus§. 37 des Preßgefeßes wegen eines faffung, am Rechtsboden. Aber sie halten sich an die wird: mehrere Polizeibeamten verleumdenden Artikels angeklagt. bestehenden Zustände der Preußischen Monarchie. Man Der von Krämer angetretene Beweis der Wahrheit mißruft das Nothrecht an: die Lebensbedingungen des alten lang und der Gerichtshof verurtheilte Krämer zu Preußenthums gelten mehr, als geschriebene Gesetze. Die 4 Wochen Gefängniß und Richter zu 20 Thlr. Geldconftitutionelle Theorie hat diesen Punkt meist zu leicht buße. Zwei andere Anklagen waren gegen Richter allein genommen. Die Verfassung weiß nichts von einem ober-* Berlin, 27. Jan.[ Vom Landtag.] Die gerichtet. Die eine lautete auf Beleidigung des Bürgerften Kriegsherrn; aber die Conservativen stellen ihn aus Commission für den Virchow'schen Antrag meisters Lange in Bernau und wurde der Angeklagte dem Altpreußischen Thatbestand dem erst im Werden bewegen Lauenburgs hielt gestern eine Sizung, in diesem Falle zu 15 Thlr. Geldbuße verurtheilt; griffenen constitutionellen König entgegen; wie im Mi- in welcher alle Mitglieder vollzählig versammelt die andere Anklage lautete auf Majestätsbeleidigung und litärwesen, soll der König in der Verwaltung, in den Finanzen, wohl gar in der Juſtiz, persönlich entscheiden, waren, jedoch kein Vertreter der Regierung zugegen wie Friedrich der Große gethan hat, dessen Minister nur war. Ueber die Sizung wird berichtet: expebirende Secretäre waren. Doch bringen die Konser- Der Referent Twesten empfiehlt den Inhalt des vativen auch wieder zu wenig in Anschlag, daß die Birchow'schen Antrages. Die Rechtsfrage sei durch den Grundlagen dieses Aufbaues sich seit 1806 nach und Verfassungsartikel 55 unzweifelhaft dahin zu beantworten, nach und immer mächtiger geändert haben. Man sieht daß auch eine Personal- Union Lauenburgs die Zustim nicht, daß das persönliche Regiment nur in die Zeit mung des Landtages erfordere. Unter dem Verfassungs paßt, wo der Absolutismus unbedingt und der Krückstock Ausdrucke ,, fremd" sei offenbar außer preußisch", und die letzte Instanz war. unter ,, Reich" Staat zu verstehen, gleichviel, ob von Das Problem, welches der Lösung harrt, erhält größerem oder geringerem Umfange. Auch der Artikel 48 endlich Verbindungen, von denen schwer zu sagen ist, ob unterſtüße den Antraz. Neben dem Rechtspunkte betonte fie die Aufgabe der zur Mitwirkung Berufenen erschweren Referent den politischen Standpunkt. Die Vortheile des oder elleichtern. Die Preußische Verfassungsfrage steht Krieges dürften dem Lande nicht entzogen werden; das widerspreche Preußens Traditionen. Ferner verheiße die in Verbindung mit der Deutschen VerfassungsFrage. Graf Bismarck sucht hier die Altpreußische Eröffnungsrede dem Herzogthume aus seiner Verbindung Methode beizubehalten, welche vor der Hand die be- mit Preußen Schutz und Vortheile, die nur aus Landesquemste zu sein scheint, indem er dem Deutschen Bund mitteln gewährbar seien. Uebrigens erkläre Referent gegenüber Großmachtspolitik anzuwenden sucht. Graf materiell sich bereit, für Lauenburgs Vereinigung mit Bismarck will keine Bundespolitik, wie sie die Gothai- Preußen zu stimmen, da fremde Erbansprüche nicht besche Majorität des Abgeordnetenhauses auch nicht will; ständen. Er empfehle folgende Fassung: Die Bereinigung aber das Mittelding von Deutscher und Preußischer Lauenburgs mit der Krone Preußens ist rechtsungültig, Bolitik, wie es die Gothaer wünschen, indem sich Preußen so lange nicht die verfassungsmäßige Zustimmung beider aus Deutschem Beruf an die Spitze von Deutschland Häuser des Landtages erfolgt." Der Abg. Dr. Virchow stellen soll, ohne daß sie sagen, wie das möglich gemacht stimmt dem Referenten bei, wünscht jedoch die volle Beibehalwerden kann, will er auch nicht: und da bleibt ihm kaum tung seines Antrages. Der Vors. Gneist erklärt sich in etwas anderes übrig, als der schon bezeichnete, ganz und einem längeren Vortrage für Twesten. Auch ohne Argar schwarz- weiße Standpunkt.-tikel 55 folge aus dem Begriffe des Constitutionalismus einem gewiffen Grade wird es gelingen, den Preußischen die Nothwendigkeit der Zustimmung des Landtages zur Staat ganz unabhängig von Deutschland zu behandeln und realen Personal- Union. Die Regierung habe dies alle Combinationen auf die isolirten Machtverhältnisse zu bei bem Anfalle der Hohenzollern'schen kande anerkannt. stützen. Der Preußische Staatsmann kann dabei von Die Debatten wurden geschlossen, doch eine Abstimmung ben Deutschen Fragen ganz absehen, oder sie ganz als noch nicht vorgenommen, da die Regierung noch einmal auswärtige Angelegenheiten behandeln. Nur ist die zur Theilnahme aufgefordert werden solle. Auf Antrag Thatsache nicht mehr fortzuschaffen, daß die Deutsche Schulze's wurde beschlossen, die Regierung um AusFrage bereits in den Preußischen Staatsförper einge funft zu ersuchen, woher die Mittel zur österreichischen P. Leipzig, 24. Jan.[ Große Volksverdrungen ist, und mehr zur inneren Frage wird. Außer- Abfindung gefloßen. Die nächste Sißung wird Anfang sammlung durch den Allgemeinen deutschen dem duldet Preußens geographische Zerriffenheit keine nächster Woche stattfinden. Arbeiter Verein.] Die gestern Abend abgehalSonderstellung mehr. Die Zeit ist vorüber, in Die Handels Commission des Abgeordne Deutschland erobernd aufzutreten. Das Preußi- tenhauses beantragte für eine Baßreform- Petition Ueber- tene, von den hiesigen Mitgliedern des Allgemeinen che Volk wird sich nicht mehr für Eroberung weisung an die Regierung. Der Regierungs- Com- deutschen Arbeiter Vereins einberufene Volksverin Deutschland begeistern. Noch giebt es Reste muthlich noch in der gegenwärtigen Session ein Baßgesetz über 3000 Personen) besucht. Der Einladung zumissar Beugel erklärte, die Regierung werde ver- sammlung im Odeon war sehr zahlreich( von bon Altpreußischem Particularpatriotismus, aber es sind Reste. Sie sind im Abnehmen, sie haben vorlegen. Eine Postreform- Petition soll ebenfalls der folge hatten sich auch viele Frauen eingefunden, leine 3utunft mehr. Alles ist aufgeboten, durch Regierung zur Berücksichtigung Behufs Herbeiführung für welche auf einer Seite der obern Galerie Plätze die Erfolge in Schleswig- Holstein Altpreußische Stim- eines einstufigen Portosatzes überreicht werden. Der reservirt waren. Die Versammlung wurde um mung herbeizuführen: es ist nicht gelungen. Die General Post- Director v. Philippsborn war in der 8 Uhr durch den Bevollmächtigten der hiesigen Verfriedliche Eroberung" batte schon größeren Eindruck Commission gegenwärtig. einsgemeinde, Herrn Steinert, eröffnet, welcher macht, aber da sie auf Kosten des Alterthums ging, so einleitend bemerkte, daß die politischen und socialen ift man davon abgestanden. Bewegungen der letzten Jahre Parteiungen hervorgerufen haben, denen gegenüber die heutige Ver fammlung zur Aufklärung dienen solle. Bei der hierauf folgenden Wahl eines Vorsitzenden wurde mit größter Mojorität Herr Steinert gewählt, worauf Hr. Richter aus Dresden, mit allgemeinem Applaus empfangen, die Tribüne betrat, um einen Vortrag Bis zu ge Der Verfasser ist, rücksichtlich der Frage, was daraus werden soll, der Ansicht, daß durch bloße Verfassungsänderungen nicht zu helfen sei, was sehr erfreulich ist, und fährt fort: [ Den Redakteur May betreffend,] wird aus den Elbherzogthümern, aus Altona, telegraphirt, daß, nach der Lübecker Eisenbahn Zei tung", die Altonaer Militärbehörde dem Redakteur May den erbetenen Schutz mit dem Bedeuten zu gesichert habe, der Kaiser entferne seine Truppen zum Schuße holsteinischer Bürger, nicht aber zu widerrechtlichem Polizeidienste. " Daß Louis Napoleon seiner angeblich so herzlichen Beziehungen zu Desterreich auch nicht mit einer Sylbe gedenkt, berührt hier um so empfindlicher, je genauer man bereits den Baffus fennen wollte, womit die Thronrede die vermeintliche Schwenkung unserer Politik begrüßen würde. Statt dessen eisiges Stillschweigen bezüglich Desterreichs und in Betreff der schleswig- bolsteinischen Frage eine knappe, vieldeutige Phrase. Die Börse will zwar wissen, die Thronrede habe ursprünglich eine wohlwollende Aeußerung für Desterreich enthalten, die auch dem Fürsten Metternich in Paris zur Begutachtung vorgelegt worden sei. Da der Satz aber an die Verhandlungen wegen des Handelsvertrages angeknüpft habe, so sei unser Gesandter der Ansicht gewesen, daß er besser ganz sortbliebe, weil seine Fassung gewissermaßen die Beziehungen Frankreichs zu Preußen, das ja seinen Handelsvertrag fix und fertig babe, in noch rosigerem Lichte als jene zu Desterreich hätte erscheinen lassen. " Es treten Forderungen auf, welche nur durch die Deutsche Nationalentwidelung werden befriedigt werden. Die kleineren Deutschen Staaten erkennen an, daß Preußen größer ist als sie, aber nicht groß genug,-[ Ueber die 30,000 Thaler- Schenkung über unsere Zukunft" zu halten. Redner bemerkte um sie zu annectiren. In Preußen selbst fühlt man eine an Schulze Delitsch] berichtet die Weserztg.", zunächst, wie der Umstand, daß ihm in der vor gewisse Größe, aber im Ganzen bleibt sie ungenügend. daß in diesen Tagen die Bildung des Stiftungs- vierzehn Tagen in denselben Räumen abgehaltenen Nur Deutschland wird die innere Ruhe und die äußere rathes der Schulze- Delißsch- Stiftung stattgefunden Volksversammlung( worüber wir seinerzeit berich= "