Nr. 744. C23.&/SS£l Berlin, Donnerstag den 92. März 1866. Zweiter Jahrgang. -Dtmolnat. Dicse Zeilung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. Organ der social-demokratislhen Partei. Redigirt von Z. V. v. Hofstetten und Z. B. v. Schweitzer. Redaclion und Expedition: Lerli il. Dresdnerstraße Nr. 85. Abonnement?- Preis sltr Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 18 Sgr., m°- natlich 6«gr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den jeiinigl. preußischen Post- ämtern'22'/� Sgr.. bei den preußischen Postämtern im nichtpreußischen Deutsch- lanb 18�/4 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.(st. 1. 45. südd., st. l. 50. österr. Wädr.) pro Quartal. Bestellungen werden auswärts auf allen Postämtern, in Berlin auf der Expedition. von jedem soliden Spediteur, von der Expreß-Compagnie, Zimmerstraße 48», sowie auch unentgeltlich von jedem„rolhen Dienstmann" entgegen genommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werben pro dreigespaltene Petit-Zeile de: Ärbeiter-Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen nut 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Eolonieen und die überseeischen Länder: tlr. Looäor, 8. Lättl« Xew-Port-Street, Leicester-Square W. C. London. Agentur für Frankreich:(3. A. Alexandre, Strassbonrg, 5. Rae Brulee; Paris, 2. Cour du Commerce Saint-Andr4-des-Arts. Besttlliinqen für das zweite Quartal 18liti auf den vom l. April an wöchentlich dreimal erschei- neilden„Social-Dcmokrat" bitten wir außerhalb bei den Postämtern, in Berlin bei den bekannten Zeitungsspeditcurcn bei Zeiten zu machen Ter Abonncments-Prcis ist vom 1. April an für Berlin incl-Bringerlohn: vierteljährlich l5 Sgr., monat- lich 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Postämtern Ii* Sgr.; bei den preußische» Postämtern im nichtpreußischcn Deutschland 12'/- Sgr., im übrigen Deutschland 20 Sgr. ist. 1. 10. südd., fl. I. österr. Währ.) Politischer Theil. Deutschland. * Berlin, 28. Marz. sHadsburg-Hohen- zollern'sche ZNensur-Stellung.j Die beiden Kabinelte stehen sich noch immer in mehr oder min- der theatralischer Fechter-Slellung gegenüber. Das Blatt des preußischen Ministeriums, die„Nordd. Allg. Ztg.", fährt fort, die österreichischen Truppen- bewegungen in Böhmen aus's Genaueste zu regi- striren, während die letzte„Prov.- Corresp." be- kanntlich Bündnisic mit dem Ausland als zu er- wartend bezeichnet hat, was der Telegraph zu ver- schweigen, merkwürdiger Weise, so patriotisch war oder was bei einer nochmaligen Revision der„Prov.- Corrcsp." zu unterdrücken für gut befunden wurde. Wie es mit den angeblichen österreichischen Kriegsrüstungen in Wirklichkeit steht, sagen die „Baukztg.", und die„Schles. Ztg." Erstere schreibt: Auch hier in Berlin wisien die glaubwürdigsten Nach- richten au« Schlesien nicht« von den aus Breslau ge- meldeten Truppenbewegungen. tSeschästSleute, die aus Oberschlesien kommen, Haren nirgend« eine spur von militärischen Maßregeln wahrgenommen, weder jenseits noch diesseits, auch GeschästSbriefe aus Oberschlesien und Galizien wissen von Kriegs- Borbereitungen nicht da« Mindeste zu berichten. Die„Kreuzztg.", welche das Geständniß ablegt, daß diesmal die„Nordd. Allg. Ztg."„in Hof- fachen besser unterrichtet" war, als sie, ergiebt sich mit Resignation in das Schicksal, welches den Kaiser von Oesterreich keinen„eigenhändigen" Brief an den König von Preußen schreiben ließ, will aber die Hoffnung nicht aufgeben, daß sich die Großmächte noch„in Ehren verständigen" werden. Wer hofft nicht? Wir alle hoffen, nur über das Was herrscht freilich einige Verschiedenheit. —[Die C o n f e r e» z über die Donau- sürstenthümer) hat sich bis jetzt darauf be> schränkt, zu erklären, daß der oberlehnsherrliche Verband zwischen der Pforte und den Herzogthll- mern aufrecht erhalten bleiben müsse. Hieraus hat der Repräsentant der Pforte die Ansichten derselben über die Reorganisation des Gouvernements der Fürstcnthllmer vorgetragen. Hierüber haben die anderen Mitglieder an ihre Höse berichtet, deren Antwort abgewartet wird. —[Zur mythenhaften Bundesreforms will die„AugSb. Allg. Ztg." von einem eigen- händigen Schreiben wissen, welches der König von Preußen an den jungen König von Bayern ge> richtet habe, um denselben für eine solche„Reform" zu gewinnen. —[Der National- Verein und der Sechs unddreißiger-Ausschußs sind auch der Meinung, daß sie,„um einem schreienden Bedürf- niß abzuhelfen," in so ernster Zeit ihre in Ver- gessenheit gerathene Existenz der Welt in Erinne- rung bringen müssen. Selbstverständlich thun sie dies, so gut sie können. Man höre, wie. Der Geschäftsführer des National Vereins hat, nach der„Voss. Ztg.," an die Agenten des Vereins ein Rundschreiben gerichtet, in welchem er auf eine täglich zu erwartende nicht bloS Preußi- scke, sondern Deutsche Krisis hinweist und der Meinung ist:„alsdann komme Alles darauf an, daß für die unerläßliche Einheit des Wollens»nd Handelns ein fester Kern»nd Mittelpunkt nicht erst anfznsucheu, sondern bereits vorhanden sei, und diese» Kern werde nur der Nationalverein abgeben können." Wenn Alles, was ist, vernünftig ist, so ist es auch der Nationalverein. Minder kühn unv selbstbewußt äußert sich der Ausschuß des deutschen Abgeordnetentages. Die geschäftsleitende Commission desselben hat nun, schon im Februar, ein Circular an die deut- schen Kammermitglieder gerichtet, welche den Ver- sammlungcn ani 21. December 1863 oder 1. Oc- tober 1864 angehört, oder die bekannte„Rechts- �Verwahrung"(an Herrn v. Beust nach London, April 1864) unterzeichnet haben(es sollen 1388 Mann sein). In diesem Circular werden dieselben aufgefordert, in den zur Zeit versammelten oder nächstens sich versammelnden deutschen Kanimern auf unverzügliche Einberufung der Stände von Schleswig-Holstein„nach Kräften" hinzuwirken. Rechtsgutachten, Rechtsverwahrung, Protest, Adresse, Petition, Re— s— olution,, friedliche De- monstration u. s. w., u. s. w. S. darüber:„En- cyclopädisches Wörterbuch der deutschen Fortschritts- Wissenschaft. Neueste Auflage. Gotha 1866. —(Ein neuer Bundesconflict) wegen Erbansprüchen auf Hessen-Homburg wird hoffent- lich gefahrlos vorübergehen. Dem Vernehmen nach werden uänilich Anhalt, Mecklenburg �und Reuß- Greiz gegen die Personalunion des Fllrstenthumö Hessen-Homburg mit dem Großherzogthum Hessen Protest beim Bundestage einlegen. Den Fürsten- Häusern dieser drei Länder stehen eventuelle Erb« anspräche zu, deren Sicherstellung jetzt von ihnen gefordert werden soll. [Gegen die Kriegslust(?) der Kg- binette) werden im Rheinlande Bürger-Versamm- lungen von Wahlmännern veranstaltet. In So' llingen fand bereits eine solche statt. Dieselbe erklärte, nach einem mit stürmischem Beifall aufge« \ ncmtnencn Vortrag des Abg. Jung, ein Krieg zwffche» Preußen und Oesterreich unter den ge- 'genwärtigen Umstände»(!) gereiche Preußen . und dem gesammten deutschen Vaterlande zuni Un- heil. Unter welchen Umständen denn nicht? Darüber läßt die Resolution im Unklaren. —[Die„Bolkszeituug") deklamirt in zwei Leitartikel» gegen die bürgerliche Demokratie und gegen die Social-Demokratie, weil die„Kreuz-Ztg." es liebt, den Fortschrittlern mit ihren„Hintcrmän- nern", wie sie die Demokraten nennt, Furcht ein- zujagen. Doch sind jene VolkSzeitungs-Artikel in gewisser Hinsicht nicht ohne Interesse, und liin der Wichtigkeit des Gegenstandes willen komnien wir darauf zurück. Wien.[Finanzielles. Pferdcankauf.) Der Finanzminister, Graf Larisch, hat den Fi- nanzbericht bis zum März vollendet und wurde derselbe bereits dem Kaiser unterbreitet. Er dürfte binnen wenigen Tagen durch die„Wiener Ztg." veröffentlicht werden. Wie man vernimmt, geht daraus hervor, daß nach Abwickelung der letzten Anleihe ca. 20 Millionen in den Kassen bleiben. Die direkten Stkuern geben in Ungar» nur theil« weise ei» lind erleiden daher einen bedeutenden Ausfall. Auch die Zucker- und Branntweinsteuer ergiebt i» Böhmen, Mähren, Schlesien und Gali- zien einen Aussall von IVz Millionen. Aus welche Weise die Regierung, wenn eö zum Kriege konimt, Geld schaffen will, ist ein Räthsel, zumal wenn man die Emittirung von Staatspapiergeld vermei- den will. Wahrscheinlich wird man zuletzt doch zu ! diesem allerdings verzweifelten Mittel greisen.— Aus Böhmen wird gemeldet, daß bei dem in Chrudim stattgefundenen Pferdemarkte sämmtliche brauchbare Pferde durch österreichische Ofsiciere aufgekauft worden sind. �Dresden, 26. März.[Große Arbeiter- Versammlungen. Einigung der verschie- denen Arbeiter-Vereine zu gemeinsamer Agitation.) Am 24. und 25. d. M. fanden hier große Arbeiterversanimlungen statt, zu dem Zwecke, in gewissen Punkten eine Einigung der verschiedenen Arbeitervereine zu gemeinsamer Agitation zu er- zielen. Es wurden sechs Punkte aufgestellt, über welche man sich zu dem oben ausgesprochenen Zwecke vereinigte. Diese 6 Punkte betreffen 1) das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht; 2) das Vereins- und Versammlungsrecht; 3) Freiheit der Arbeit und Freizügigkeit; 4) Aufhebung der Paß- beschränkungen; 5) Einführling einer Schulreform auf Grund der Staatsintervention; 6) Regelung der Lohnsrage und des Kranken- und Untersllltzungs- Kassenwesens und die Associationsfrage. Ferner wurde ein Agitations-Comit« für Sachsen einge- setzt, dessen Ergänzung durch Cooptation vorbe- hallen bleibt. Der dem Allgemeinen deutschen Ar- beitttverein angehörende Kupferschmiedemeister Herr Försterling wurde mit Stimmenmehrheit zum Borsitzenden gewählt Einem ausführlichen Origi- nalberickt hierüber sehen wir noch entgegen und kommen jedenfalls auf die wichtige Angelegenheit zurück. * Kurhessen. jKurhessischeS.j Aus Fulda vom 23. März wird der„Neuen Frankfurter Zei- tung" geschrieben:„Wie man im Publikum hört, soll siel' schon wieder ein Offizier des hier garni- sonirenden 3. Regiments(Lieutenant L.) in Unter- suchungShaft auf hiesiger Schlofihauptwache befin- den, weil er in einer wissenschaftlichen Ausarbeitung nicht einer Ansicht mit seinem BataillonScvmman- deur(Major v. B.) sein konnte und sich entschieden weigerte, seine Ansicht aus Befehl zu ändern. Un- glaublich, aber wahr." In Kurhesscn ist also die Wissenschaft zoll-, aber nicht straffrei. *.Hessen-Darmstadt, s S i st i r u n g des Spieles.� Laut Bekanntmachung der KurhauS- Arministralion in Homburg bleiben„wegen ein- getretener Landestrauer" die Spielsäle vor- läusig geschlossen; ebenso das Theater. Was werden da die schönen Olga's ansangen? Uebrigens dürfen sie vorläufig hoffen, noch 25 Jahre die Saison genießen zu können, da der Spielcontract noch so lange in Kraft ist, wenn bis dahin in Deutschland noch Alles beim Alten bleibt. *?kassau. fBerantwortlichkeit der Kam- mermitglieder.j Die neue G esch äfts ord n» n g, welche der Kammer von der Staatsregierung vor- gelegt ist, enthält unter Anderem folgende Bestim- mung:§.55. Wer in der Versammlung eine Be- schulvigüng pflichtwidriger oder solcher Handlungen, 'welcbe geeignet sind, in der öffentlichen Meinung herabzuieyen, gegen öffentliche Beamte ausspricht, ist verpflichtet, auf Verlangen der Regierung ihr letztere namhaft zu machen und für die Wahrheit seiner Angabe verantwortlich. vereins-Thcil. karest sich nach Brüssel begeben haben, uni den truppen nach Buffalo gesendet worden, um eine König der Belgrer um eine officielle Antwort auf fe nische Invasion von diesem Punkte zu ver- die Proclamation deS Grafen von Flandern zum hindern.— Es wird behauptet, der englische Ge- Fürsten von Rumänien zu ersuchen. Der Kaiser sandte hitbe daS westindische Geschwader nach Ha- hat geltern in besonderer Audienz den neuen Agcn- lifax beordert.— AuS Vera-Cruz vom 3. d. M. ten der vereinigten Fürstenthümer empfangen."— wird geiiielde». daß Slaalsrath Langlais(be- Der Kaiser hat ferner heute den Cabinelschef des kauntlich der finanzielle Nothhelfer, welchen Napo- Kaisers Maximilian, Herrn Eloin. empfangen, wel- leon dem Kaiser Max zur Seite gestellt hatte) cher init einer vertraulichen Mission seines Herr- plötzlich gestorben ist. schers nach Paris und Wien gesandt ist.____ * Lvndon, 25. März.(Die Rcformbill.) Der erste Act des neuen Reformspieles ist vorüber, und man kann darauf rechnen, daß i» dieser Session die Reform-Acte, wie sie das Ministerium in Angriff genommen hat, nicht zu Stande kommen werde. Man bestreitet die hie und da auftauchende Notiz, daß in der liberalen Partei eine Spaltung einge- treten sei und sich von der liberalen, im Gegensatze zur radicalcn Hälfte des Ministeriellen unter Lowe w,■ ax< r< i /-?>.- MV Utv i/cc""H* mu.» und Horsmann. eine Gruppe abgestoßen habe. Dap B�reins g-riri. W.r sind zu sehr Optimist, um„Ab- namentlich der Erstere die stille Ueberzeugung einer sjchtlichschlimmcS" dchmter zu suchen. Wir wollen Mehrheit der Liberalen ausgesprochen hat, und der sogar annehmen, die Absicht sei eine gutgemeinte. entschlossene Widerstand, welchen die Conscrvativen Dennoch wollen wir nicht unterlassen, namentlich auf der Reformbill bereiten, nicht eine compacte Be- das Unüberlegte und Gesährliche des Schlußsatzes ans. kämpfung nach der Seite rechts vom Sprecher finden merlsam z» machen..� Er lautet: Hamburg, 23. März.(Allg. deutsch. Arb.» Verein. Eine Warnung) ist wahrscheinlich über- flliisig und doch wollen wir nicht unterlassen, dieselbe an uiisre VereinSmitglieder, namentlich die jüngst ernannten Bevollmächligicn zu richten. Die Meisten der Letzteren werden sich gegenwärtig wohl im Besitz eines au» Solingen kommende» EirkularS besinden, in welchem sich E. Wilms als Sekretär des AUg. deutsch. Arb.- „Vorstehendem Proteste und Antrage schließt sich durch Unterschrist ihre« Bevollmächtigten an Die Gemeinde des Allg. deutsch. Arb.-Verein« zu... In deren Auftrage„der Bevollmächtigte." Ohne auf die unklare Form des Ganzen näher ein- Politische Aufregung. Die zugehen, wollen wir nur Folgende« bemerken. Anstatt Der„Osld. Post" schreibt man' durch diese« Vorgehen, den in obigem Proteste Eingang» /v/-.."w* ii—» rw—- � rt rJr � n ii SW j» i i v rfif Ii n iia ii dl 1 kl-1 iv ah vi*it*-Vs.* wird, erzählen sich jetzt fast schon die Steine auf den Straßen. Die Bill wird die zweite Lesung nickt erleben und eine Umgestaltung des Ministeriums die Folge sein. Italien. R ü st n n g e n. Ausland. * Paris, 2 l. März. fTagesbericht: Ru- mänische Conferenz. Landwirthschaftliche Untersuchungen. Prinz Napoleon. La- boulage. Dementi. Gcsandtschast aus Bukarest. Eloin.j ES hat noch keine zweite Sitzung der rumänischen Conferenz stattgefunden. Die Ansichten der Mächte scheinen stark auseinan- der zu gehen, wenn auck allein Anscheine nach das Gerücht ungenau ist, nach welchem Preußen, Rnß- land und Italien sich von den übrigen Mächten zur Verfolgung eines spcciellen Programms getrennt hätten.— Die landwirtbschaftltche Untersuchung wird nächstens beginnen, stiichl nur die höheren Beamten, auch Friedensrichter, Pfarrer, Lehrer und bewährte Praktiker werden zur Beaulwortung einer Methodischen Frageliste aufgefordert werden, wäh- rend die Präfeklcu zugleich persönlich zur Ein- Ziehung directer Erkundigungen ihre Departements bereisen sollen. Was mau von der Untersuchung am ehesten als Resultat erwarten darf, smv gewisse Ver- besserungen in der Gesetzgebung und in den Credit- Verhältnissen.— Die Versöhnung zwischen dein Kaiser und seinem Vetter, dem Prinzen Napoleon, soll voll- ständig sein; die Freunde des Prinzen sprechen von einem Fürstenhut, die Aufgeregteren von einer Königs- kröne; sie lächeln verschämt, wenn man von stleapel spricht, aber sie legen den Finger auf den Mund, b- h. sie wissen nichts. Allerdings aber reden selbst unterricktetere Leute von einer Mission, welche dein Prinzen anvertraut sein soll. Vielleicht aber bedürfte der Kaiser einer Mission für de» Prinzen Und nickt des Prinzen zu einer Mission.— Die Abendblätter melden, daß der Schriftsteller Eduard b'aboulage im BaS- Rhin- Departement als Can- bidat für den gesetzgebenden Körper auftritt.— Die„Pattie" demenlirt die von mehreren Blät- kern gegebene Nachricht, daß der Kaiser an den �taatsniinister ein Schreiben gesandt haben soll,. Welche eine Art Regierungsprogramm wäre> Und die Bestimmung hätte, nächstens im„Mo- Uiteur" zur Oefsentlichkeit gebracht zu werden.' ■7- Man liest in der„ Paine:"„ Es wird versiert, daß zwei der nach Paris gesandten außeror- � tutlichen Gesandten der Statthalterschaft von Bu-, aus Mailand vom 20. März:„Die Aufregung i„' besprochenen Besürchiungen die Spitze abziibrechen wurde iN.n»niiiit�.-» s.-ir.ii in r.t,, gerade durch die Bezeichnung:„Gemeinde" im Schluß. allen politischen Kreisen ist sehr groß. D.e B.l- � unser Verein nicht gennger Gefahr ansgesetzt, falls dung einer mobilen Natlonalgarde soll in ein lehr! Bezeichnung von competeuter Seite käme, oder ver- gunstiges Stadium getreten sein, und alles beutet! s�j,hxue Bevollmächtigte rhöricht genug wären von die- darauf hin, daß man angstlich auf eine Gelegenheit sein Eirkular llberh-»pt weiter Notiz zu nehmen.„Ge- wartet, um eine Diversion gegen daS Venetianisckc meinde" oder„s p e c i e l l e r Berein" ist wohl zieinlich zu unternehmen."— Die von mehren deutschen dasselbe. Da« Wort„Gemeinde" ist überhaupt ein Journale» gebrachte Nachricht über einen hier ab- Ausdruck, der durch die Kürze der Bezeichnung mund- gehaltenen Rath von Generalen und militärische»"e� geworden ist und sich solchergestalt nnrechtmä • S'-'i--- m.»!.> SÄST osticioien Kreisen versichert wird, ganzlich unbe- standen, sondern wir sind alle, an welchem Orte wir gründet., i immer weilen,»nmittelbar Mitglieder desselben. De«- Dänemark, fAngebltchc französische halb setzte Lassalle bei Gründung des Bereins selber ein Sympathiee». Orla Lehmann.) Mehre dä- Formular jür die Bevollmächligit» auf, durch welche» nische Blälter berichten übereinstimmend, daß in an de» verschiedenen Orten immer nur Versammlungen Hoskreisen aus Paris sehr befriedigende Berichte„für die hiesigen Mitglieder de« Allg. deutsch. Arb.- eintrafen. Auch der Kronprinz Friedrich soll V-r-'ns" a.,.,°.,r,r, werde,, sollie,,. Ans eben dem ein die besondere Theilnahme des KaiserpaareS und ,e h®' W»1""Kr gegenwärtige Präsi- Ii. I-r Dä.»'.., blwch. � teudes umfangreiches schreiben elligesaiitl Halen,„ntcr ihrer Leitung stehenten VereinSmitglieder zu enl- was daraus in der letzte» Siaatsrathssiyung vom balwn baden. Für die Mehrzahl der Vereinsniiiglieder König den Ministcrn niilgeiheilt wurde.— Der ist diese AiiSeiiiandeisetzuiig wie oben gesagt überflüssig. durch die seinerzeit im Reichsrath empfohlene Lehre, nach welcher den Schleswigern ihre dänische Her- kunft mit blutigen Striemen auf den Rücken ge- schrieben werden müsse, sattsam bekannte ehemalige Märzminisler Orla Lehmann, wird augenblick- lick häufiger am Hofe gesehen, was beachlet zu werden verdient.— Donnufürstenthümcr. sEin Rechen Es bleibt uns nur übrig, zu erklären, daß wir als Ver- ein mit dein, von einige» außerhalb»nsers Vereins stehenden Lenle» in Solingen, als fälschlicher Weise von einer Gemeinde de« Allg. deutsch. Arb.-Verein» bei der Leipziger Polizeibebördc eingereichte» S.chrisl stücke durchaus nicht« zu schaffen haben. I. Andorf zun., Vorstandsmitglied des Allg. beulsch. Arb.-Verein«. sEin Rechen- f. Hamburg, 23. März.(Allg. deutsch. Arb.» exempel. Lieb recht.) Der Tribut, de» die Berein.) Nachdem die Pinneberger sich»nserm Verein Dvnaufürstcnthümer alliährlich an die Pforte zu angeschlossen, werden die übrigen Anhänger unserer zahle» haben, beträgt 400,000 Thaler, nämlich die!'» Holstein bald nachfolgen. Der Hamburger Walachei 5000, die Moldau 3000 Beutel ü 500 Bcv°llmachi.gl- Perl war letzten Sonntag in Elms- Vianer Diese Summe eiviiiliüri mebt 10 bis 1'<>rn"nb st'elt vor einer sehr besuchlen Ver ammlung � von meist de. bisherigen«ruhn�schen Opposiiion An- 1i>.Rilllonen Thaler oder 100 bis l./l) Millionen gehörende», einen längeren tresslichen Vortrag über die Piaster, und in der Thal sangt man in Paris be- Gniftehiing iind Enlwickeliing de« Allg. deiits». Arb- rei!s an, slck mit diesem Rechenexenipel zu beschäf- Vereins. In Folge dessen erklärten die Jtzehöer ein- tigen. Soll, meint man, die rumänische Union i stimmig sich�dem Vereine anschließeii und mit dem bestehen bleiben und irgend ein Mitglied einer � Präsidenten Tölle in lliilerhandlnng treten zu wollen. europäischen Regentenfamilie den rumänischen Thron anwesende Barmstedter Bevollmächtigte wurde besteigen, so wird die Souveränetät der Pforte.»l-ichs«ll« dem Vereine gewonnen. Der projeclirte abgelo, t werden müssen. Und da meint ma» gezogen, trotzdem ibnen von Seiten der Lassalleaner weiter, die türkische Regierung Geld brauchen kann, b-deuiende Eoncessiouen gemacht worden sind. Nach- so durste sich auf den Pariser Corferenzen wenig- sten« darüber aussührlicher. stens darüber reden lassen.— Der ehemalige Post »nd Telegraphen-Direclor Lieb recht ist in der Sitzung des Gefchworenen-Gerichts zu Bucharest vom 27. d. M zu zehnjährigem Kerker und einem Schadenersatz von l, 568, 000 Piaster verurtheilt worden. Amerika. sFenische Invasion. Flotten- bewegung. Langlais.)„Reuter's Office" meldet: New-Nork, 17. März. Es sind Bundes- m. Hamburg, 26. März.(Allg. deutsch. Arb.- Verein. Tod Heinr. Audors'S.) Leider haben wir unseren Freunden miizutheilen, daß unser wackerer Partei- genösse, Heinrich Andori, im Alter von 33 Jahren am Sonnabend, den 24. März, gestorben ist. Schon seit anverthalb Jahren litt er an eiiiem Brnstllbel und hielt diese« ihn fern, so energisch sich unserer Sache an- zunehmen, wie er e« Anfang« im hiesigen Bildung,. verein sowohl, wie auch verschiedene Male der lügnerischen Presse gegenüber gelhan. Er war Lehrer, namenilich der