Nr. 105, Berlin, Sonntag den lO. Juni 1866. Zweiter Iahrgaag. Social-Demokriit. Dies« Zeitung ersldeint drei Mal wöchentlich und zwar: Dienstags, Donnerstag« und Sonnabends Abends. Organ der social-dcmokratischcn Partei. Redigirt von Z. 8. v. Hofstetten und I. 8. d. Schweitzer. Redaction und Expedition- Berlin, Alte Jalobstrage Nr. 67. Abonnements� Pms für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 15 Sgr.. mo- Bestellungen werden auswärts auf allen Postämtern, in Berlin auf der Ervediiion natlich d Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; be, den«önigl. preußischen Post. von jebem foliden Spediteur, von der Expreß-Eompagnie �imnierstrakc 48» sowie amtern 15 Sgr.. bei den preußischen Postämtern im nicktpreußifchen Deutsch- auv unentzelllich von jedem„rolhen DieiiNmann"-nraeae» aeuommen land 12-/2 Sgr.. im übrigen Deutschland 20 Sgr.(st. 1. 10. südd., st. I.»sterr. Inserater..-�ine al« fragen: Gehört die Arbeizkzsr�- v,« Urwählerversamm- ferner: Ist es in diesem oder jenem Wahl- bezirk zweckmäßig, sie anzuregen»nd den Eandidalen vor- zuhalten ober nicht? Man bat sich bisweilen dagegen erklärt, weil unser Bersassungsconflikl erst gelöst sein müsse; aber da« ist, mit Perlaub zu sagen U nsin n, selbst wenn wir nicht die liebliche Aussicht vor un« hätten, daß die- ser Eonslikt gar nicht gelöst, sondern aus die eine oder andere Art niit dem Schwerte wird zerhauen werden. Auch bei nn« handelt e« sich sür die BerfassungSpartei, welcher die Rücksicht auf den Eon- flikt obenansteht, um die Berechnung, ob sie mehr Stim- men gewinnt, beziehungsweise verliert, wenn sie von zwei gleich entschiedenen Eandidalen einen Ardeitersreund wählt, oder einen Gegner der socialen Reform. Und diese Be« rechnung wird auch bereit«, wenn auch in unvollkommner Weise bei uns überall angestellt. Die sociale Fragt ist thatsächlich bereits eine Wahlsrage, nur haben die leitenden-Eomi tee'« meist nicht gern, wenn sie in großen Persammlungen erörtert wird! � Au« guten Gründen! Unser Wahlgesetz giebt den na« türlichen Gegnern der socialen Reform, denen, welchen die gegenwärtigen socialen Perhältnisse sehr gut gefallen, ein Drittel sämmtlicher Stimmen, und zwar dasjenige Drittel, welche» stet« am leichtesten zusammenzubringen ist, welches am festesten zusammenhält, am wenigsten Perhinderungen erfährt, am mobilsten zur Stelle ist und bei allen Versammlungen, namentlich Wahlkreis-Ver« sammlunge», die Reisegeld tosten, immer voran ist. Die Arbeiter können höchsten« auch ein Drittel ausbringen, und ihr Drittel ist beim Wahltisch, wie bei den Wahl- männer-Versammliingen entschieden schwächer als da« an- dere. In den Urwähler-Versammlungen dagegen könne» sie, wenn sie wollen, ihr moralisches Gewicht in entschei- dender Weise in die Wagschale werfen, weil sie die große Masse bilden. Da man nun, um die erste Wählerklasse bei guter Laune zu erhalten, bi« jetzt sorgfältig vermei« det, einen Eandidalen auszustellen, der sür die sociale Re- form ist, so muß man eben so sorgfältig zu vermeiden suchen, die« den Arbeitern zum Bewußtsein zu dringen. Man will also die Erörterung der socialen Frage in Urw ä hlerv ersa mm l u»ge n nicht de«- halb vermeiden, weil sie mit der Wahl nichts zu schassen hat, sonder» genau au« dem umge« kehrten Grunde. Aus Paris wurde gemeldet, daß der Minister Drouyn de Lbuys an die sämmtlichtn bei den deutschen Höfen beglaubigten französischen Gesandten ein Rundschreiben erlassen hat, worin er. zunächst der durch Oesterreichs Erklärung mißglückten Eon- ferenz gedenkt und dann die Gesandten anweist, ih« Bemühungen dahin zu richten, daß die deutschen Staaten in dem Kampfe zwischen Preußen und Oesterreich Neutralität beobachten, damit der Krieg auf die äußerste» engsten Grenzen beschränkt werde- Der französiscke Kaiser will also das System des soaenanniea..lokalisirlen Krieges" angewendet wrs- sei, ei» System, das bei den Charakler des frag- licken Krieaes schwerlich in Anwendung zu bnngen fein wird.- Die„France" schreibt: Der». Grammont hat in Wien den letzten «ersuch«ema-dt. eine V-rsödnung berdcimfuhren. Der Gras Mnsd-rg hat aber die in der Antwort aus den Conserentoorschlaz ausgesprochenen Eellarungen einfach ausr cht erhalten. Di- Depeschen dea H-�ds-«- Aram. z mont die Uder die Resnllale seiner Bemühungen Bericht erstatten sollen, werden-norgen erwartet. Der aeslriqe„Constituiionnel" ,agt: Die Beniühungen sür de» Arieden sind gescheitert. aleichwehl hat der Krieg noch nicht begonnen. Frank- ?eich wird sich ansierbalb deS Kampfes halten, wie vor- ber- Krankreich, das leine Verpflichtungen eingegangen. wird jede Freiheit der Actio» bewahren.»löge der Krieg ausbrechen oder nicht. Frankreich wird nur an den Er- eignissen ac.ive., Tbeil nehmen, wenn geb.eUnf� Um« Nsnde.hm die» zur Beriheidigung semer Ehre oder der nationalen Interessen zur Pflicht machen. Der Pnnz Napoleon hat eine längere Unter- reduna u.it dem Kaiser gehabt.- Am 9. Inn. wird eine Ministerrath und eine Gcbeimralhstlyung ltatt- «n�n.— Nach Pariser Gerüchten, die auf der -Bürse verbreitet waren, wird Frankreich ein Ob, er- valions- Corps unmittelbar an der italienischen Grenze aufstellen, das sobald alS erforderlich, in ein HUssccrps für Italien verwandelt werden kann. In der Donansiirstenthiimer- Angelegen- beit wird aus Bucharest, 7. Juni, telegraphirti ...-Die türkische Armee soll heute die Donau überlchrliten, niswe Tri'vpe.i'lst.ch'reitS staltgesunden haben. Ruma beschick. Prinz Hohenzollern' üM. i�.siTU. km rn. gegen V I �»»»»- t"• 1 tt■ j- mando über die Truppen und geh» morgen zur Arme« ab. Die Regierung verlangt von der Kammer eine An- leibe von 36 Millionen Piaster mit Zwang«-CourS für die Bedüisniste der Armee. Die Details, welche diese Depesche angiebt, lasten vermuthen, daß die Nachricht von dem Vorgehen der Türken sich diesmal bestätigt, und eS bedarf wrhl keiner längeren Auseinandersetzung, daß dies Ereigiiiß von nicht minderer, vielleicht noch von größerer Tragweile für die europäischen Verhält- niste ist, als die Vorfälle an der Elbmündung.— Ferner wird aus Bucharest telegraphisch gemeldet, daß die russische Regierung die Moldau- mala- i chlsche Deputation in wohlwollender Weise aufge- l nommen hat.— Wiener Blättern telegraphirt man � � aus Berlin vom 5. Juni:„Die gestrige Donau- ! fürstenlhümer-Conferenz wird als die letzte äuge- sehen, da eine Verständigung nicht erzielt zu wer- ven scheint. Rußland erklärte in derselben, die Prutharmee habe die Mission, den Hohenzollern zu unterstützen."— Aus Constantinopel. 2. Juni, bringt die Levmtepost folgende Nachrichten:„Der Ueberbringer.eines Briefes des Prinzen von Hohen z oller» wurde Aali Pascha vorgestellt, das Schreiben desselben jedoch nicht angenommen. Omer Pascha ist in besonderer Mission nach Riistschuck geschickt worden; nach Schumla sind Ver- stärkungen abgegangen; daS für de» Archipel be- stimmte Geschwader bleibt vorläufig in Smyrna stationirt. In heutiger Sitzung des cnFliscPen U n ter- haui'eS erwiderte Layard auf die Interpellation Grisfi'HS, daß die Regierung bisher keine Nachricht vom Ueberschreiten der Donau durch türkische Trup- pen erhalten habe. Sämmtliche TractatSmächte hatten ihre Vertreter instrulrt, nichts zu thun, was die respectiven Regierungen zur Anerkennung des . sremdeu Prinzen verpflichten könne. Walsh sprach -die Hoffnung a»S, daß England jede active Ein- Mischung vermeiden werde.— Im Parlament dauert die Discussion überdie Reform-Bill noch fort, abertrotz rieser unausgesetzten Debatten, oder vielmehr eben deswegen, wird in ministeriellen Kreisen die Ueber- zeugung ausgesprochen, daß man im Laufe dieser Session bis zu der Veröffentlichung eines Gesetzes über Erweiterung des Wahlrechts nicht gelangen Aus Italien wird gemeldet, daß Garibaldi Caprera noch nicht verlasten, vielmehr dort noch verbleiben will, bis der König ihn rufen werde.— In Venedig herrscht die größte Aufregung wegen oer ZwangSan>?,.h�»ny her ausi-rn�v-ntii-K-n Ans- . Hebung uud die Äi-gicrung traf Maßregeln, den � Schatz der Basilica des heiligen Marcus fortzu- 1 schaffen, wie man bereits im Jahre 1ö59 die eiserne Krone fortführte, die i» Monza bei Mailand auf- 'bewahrt worden war.— Nach Briefen aus Rom hat der Cardinal Antonelli bei dem Falistemeut eines Banquiers die Suinine von 1,2(X),0(X) römischen Thalern verloren.— In Neapel glaubt man, daß der Exkönig Franz einen Einfall unter der Leitung des Generals Bosco beab- sichtige, sobald der erste Kanonenschuß ertönt. Man sorgt indessen dafür, daß 25.000 Mann geübter Truppen, vereint mit 20,000 kriegsfertiger Ratio- nalgarde der Schlange der Reaction überall, wo sie sich zeigt, daS Haupt zertrete».— Nach dem „Diritto" wird Italien den Preußen feindlichen �ollvereinsstaalen den Handelsvertrag kündigen.— �n der Depntirtenkammer sind die Finanzmaßregeln mit 145 gkgen 40 Stimmen angenommen worden. — Der„Diritto" veröffentlicht einen Brief des General Türr an den Depulirien Macchi über die Absichten der italienischen Patrioten bezüglich DalmatienS, und die Antwort M ac ch i' s. In der letzteren heißt eS: Die Italiener wünschen den Krieg, ausschließlich um die italienischen Provinzen zu befreien: sie werden die Rechte auberer Völker achten. In Griechenland ist Antoniades, Präfect . von Corfu, behufs Uebernahme des Ministeriums ! deS Innern nach Athen berufen worden. In Athen i herrscht große Geldnoth und allgemeine Handels- ! stockuiig. Nachrichten aus Mexiko besagen, daß eS mit dem Kaiserthum immer schlechter steht. Die Loose des Lotterie- Anlehens werden nicht ausbezahlt. Frankreich zieht immer mehr seine Hand von sei- nem Schützlinge weg, und es heißt sogar, es be- i stehe eine Verabredung zwischen Paris und Washing- > ton, nach welcher nach dem Sturze Maximilian's beide Regierungen ihren Eiufluß vereinigen wür- den, um Santa Anna an's Ruder zu bringen. Vereinö-Lheil. * Aus Leipzig geht uns in Betreff unseres Blattes eine Mittheilung zu, welche mit den Zer- würfniste» im Allg. deutsch. Arb.-Verein zusammen» hängt und uns zu einigen Bemerkungen veranlaßt. In Leipzig, woselbst die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Vereins unser Blatt in Packeten beziehen, ha- ben etwa 20 Mann, etwa ein Drittel der dortigen Abonnenten, das Abonnement für den Monat Juli abbestellt, und zwar unier Anderm auch darum, Feuilleton. Lilder aus dem Ärliciterleben. Von Hugao K. IV. Eisenbahnarbciter (Forlsetzung.) Wir dankten dem wohlwollenden Manne recht herz- lich für seineil guten Rath und begaben uns mit feiner Einpsehliing und der Adresse jenes Biichbändler« ver- sehen, zu diesem. Derselbe gab mir denn auch eine ganze Menge Arbeit und schon»ach einigen Monaten halte ich gegen 25 Thlr. verdient. Unterdeß aber kam der Vater wieder zurück. Er hatte sich viel in der Welt umhergetrieben, seinen Lohn bis aus den letzten Pfennig verpraßt und suchte nun, sich wieder bei uns einzuschmeicheln. Es gelang ihm.— Die Mutter erzählte ihm von meiner jetzige» Beschäftigung und meiner Ersparniß. Und er schien wirklich allen Groll vergessen zu haben, lobt« meine Geschicklichkeit und wun- derte sich über meine Sparsamkeit. Aber das war Heuchelei, wie wir un« zu unserem Schrecken bald überzeugten. Eine« Tages war nämlich da» von mir so sauer verdiente Geld ans dem Koffer, in dem wir es verborgen hielten, verschwunden Wir suchten in jedem Winkel und kehrten da« Unterste zu vberst. Einer warf dem Äiidern vor, daß er sich einen dummen Spaß mache» wolle, bis wir un« schweißtrie- send von dem vergeblichen Suchen und der ausgestande-! nen Angst eingestehen mußten: Da« Geld ist weg— ge- stöhlen. Wie war da« möglich? wer war der Dieb? Ein Fremder schwerlich, denn das Geld wurde lies unren in einem Verschlage des Koffer« verwahrt und es! gehiirtc ein sehr scharfer Blick und sehr lange« Suchen dazu, um es dort zu finden. Die Mutter, meine Geschwister und ich klagten und � weinten— nur der Vater schwieg. Und wenn wir im emsigsten Suchen begriffen waren, glaubte ich in seinen. Zügen ein hämische« Lächeln zu entdecken. Jndeß warfen wir Anfangs keinen bestimmten Ber- dacht auf ihn, Keinem wollte e« in den Kopf, daß er so: grenzenlos schlecht und eine» so gemeinen Diebstahl« sähig sei. Bald aber stellte sich seine Schuld klar herau«. Er kam, obgleich er— wir wußten es genan— weder Geld, noch im Dorfe oder in der Umgegend Kre> dit hatte, täglich betrunken nach Hause, überall, wohin wir börlen, sprach man von seiner Verschwendung und der Krugwirth erzählte uns, daß er allein in seinem Wirlhshau« mehr als 15 Thlr. ausgegeben habe. Er zeigte mir auf meine dringende Bitte das Geld — ja, da lagen sie, die lieben Thaler, die ich mit so großer Anstrengung verdient, die den Grund zu meinem Fortkommen legen sollten. Ich hatte sie inir wohl ge- merkt, sei es an den Jahleszahjen, sei eS an den besonderen Abzeichen. Stundenlang konnte ich mit ihnen spielen und wenn mir die Augen schwer und naß wur- den von der vielen Arbeil und all den Sorgen, die ich erlitt, bei dem Anblick meines Verdienstes vergaß ich Alle» uud kehrte neu gestärkt zur Arbeit zurück. Ich erzählte der Mutter von der Schlechtigkeit meine» Vaters und auch sie theilte meine Ertrüstuiig. An demselben Abend stellte ihn die Mutter zur Rede. Ein Wort gab da« andere und diesmal griffen sie nicht bloß nach Flasche und Besen, sonder» hieben mir Stücken Holz auf einander so los, daß i* das Blut über ihre Gesichter- und Hände rinnen sah, daß die Fenster klirrten und zerbrachen, die Kinder laut schrieen und die Leute sich aus der Straße sammelten und unser Haus füllten. So groß war ihre Erbitterung, daß es erst mehreren starken Menschen gelang, sie auseinander zu bringen. Der Mutter war bei diesem Streite ein Finger zer- brachen und ein Auge ausgeschlagen, dem Vater eine ge- fährliche Kopfwunde und nnzähjige Kratzwunden beigebracht worden. Der Schmerz machte' Leide halb wahnsinnig und hätte man sie nicht gehindert�-ich glaube, eins hätte das andere todt geschlagen. Wochen dauerte es, ehe sie wieder gesund wurden nnd unser Elend war indeß auf's Höchste gestiegen. Dazu wurden wir Überall als zänkische, rohe Leute ver- achtet, selbst wir Kinder, die wir doch ganz unschuldig waren. Die Nachricht von jener blutigen Schlägerei hatte lich bald verbreitet uud selbst in den Zeitungen la« man davon, und um nieine Verzweiflung auf den Gipselpunkt zu treiben, kll: digte jener Buchhändler mir die Arbeit unter dem Vorgeben, daß er mit Leuten, von deren Roh- heit selbst in den Zeitungen stände und mit ihren Ange- hörigen nicht» zu thun haben wolle. Da war's freilich mit der Malerei auf einmal vor- bei, denn wer hätte mich, dessen Familie in so schlechtem Rufe stand, wer hätte mich ohne Lehrgeld, ja selbst ohne ordentliche Kleidung angenommen? Es blieb, es blieb nun einmal nicht« übrig, als meinen Vater zur Arbeit zu begleiten, so wenig mir'» gefiel,— ihm aber habe ich dabei zu vergelten gesucht, was Schlechtes er an mir gethan. Ich glaube, diese Aussicht allein hat mich vermocht, mit ihm wieder in Gemeinschaft zu treten. Ich habe ihm das Geld, das er verdiente, heimlich während seines Schlafes und seiner Trunkenheit entwen- der und e» der Mutter geschickt— ich gestand's ihm lachend und wenn er mich schlagen wollte, entlief ich ihm -— um im nächsten Augenblicke mich wie eine Klette an ihn zu hängen und ihn durch allerlei Quälereien, die ich nur ersinnen konnte, zu plagen.— Es entstand zuletzt ein Haß zwischen uns, al» wären wir nie Vater und Sohn gewesen.——— Und eines Tages gerielh ich doch zwischen seine I Hänhe uud ich glaube, er hatte den redlichen Willen damals, mich abzuthu», hätte ihn nicht mein Messer, das ich immer bei mir trug, daran gehindert. Aber ge- mißhandelt hat er mich so, daß ich während 4 Wochen das Krankenlager hütete. Das war die Zeit, in der Du mich verpflegtest. Das hatte denn endlich in mir einen Plan zur Reife gebracht, der mir schon längst vorgeschwebt und zu dessen Ansssthrung ich nur den rechten Zeitpunkt brauchte. Und der war jetzt gekommen. In jenen 4 Wochen hatte die Erinnerung an Alles, was ich von meinem Vater erduldet, eine Erbitterung und eine Begierde nach Vergeltung hervorgerufen, die ich unter allen Umständen befriedigen mußte: die Rache war für meinen Znstand so nöthig geworden, wie fllr den Hungrigen da« Essen. Ohne eine destimmte Absicht begab ich mich in einer