er FaubofS 134. Berlin, Sonntag, den 14 November 1869. Muster Iahrgans. 87z iw raße- Seitr»St> H» orsta� »nd ocim- okrat. Zeitung erscheint drei Mal wijchcntlich ted>war: Dienstag«, Donnerstag» und Sonnabend»»beud». Organ der soml-demokatischen Pattci. «edactio» und Expedition« verlin, Gitschluerstraße 17. i 8 iW' rstraß� müchtift. fitr Berlin incl. vringerloh»>»ierteljShrlich 1b Sgr., monat- iich S Sgr., einzewe Nummer» 1 Sgr.« bei de» Postitmteru in Preußen 15 Sgr., iti den außerprenßischeu Pistämtern in Deutschland 12V» Sgr.»(44 Kreuzer Vdd. Wiihr.) B«tärllu»g«v werden auswärt» bei allen Postämter», w verlin In der Expedition, sowie bei jedem solide» Speditmr entgegen genommen. Inserate(in der Erpeditiou aufzugeben) werden pro dreigespalteue Petit-Zeile bei Arbeiter» Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen«nnoucen mit» Sgr. berechnet. Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan ttr. A. Dneneing 8 Littla-Nawport-Sereat, Leicester-Squwe. W. C. London. er schffl Höcht1 ä' AbonnementSbestellungen auf den„Social "iskrat" für das laufende Quartal werden vahrend, auswärts bei den Postämtern, ent» lengenommen. �Den neuen Abonnenten wird das Blatt für ganze Quaxtal, vom l. Oktober an, vollstäw nachgeliefert. erl N. Tonll � Polilischcr Thcil. Berlin, 13. November. Ii- Der Klassenkampf ist proclamirt! Die jt Bourgeoisie, reaciionäre, liberale und radicalp ' dem Proletariat den Krieg erklärt. Der Sieg Social- Demokraten in Berlin hat die oppositio- t Bourgeoisie in solchen Schrecken gesetzt, daß sie Md alles Prunken mit HalbsocialiSmuS und alle inseitige Feindschaft vergessen hat. Die reac> äre Bourgeoisie aber läßt daS rothe Ge erscheine» und ruft ihren liberalen Klassen- tn zu, sich mit ihr zu vereinen.— Wahrlich . Augenblick ist da, wo djx Klassen sich lben, wo daS socialistische Prolet-rrmt den Kamp alle bevorrechteten Elemente beginnt. So schreibt einerseits die„Kreuzztg.":„Im Uebrigen thäten � 7 ravicalen und FortschrillS-Hcrren der„Entwaff .häm ��Versammlung" besser, sie schlügen im Geschichte Zgr, j � deS von ihnen gesegneten Jahre» 1848 jenes Sgr., �iblatt auf, welches mit blutigen Lettern beschreibt, �" bei der Pariser Straßenschlacht, welche Cavaignac üen, �» Kämpfern für„la rspublique d6mocratique et >uek-�'«ftle"(die social-temokratische Republil) lieferte, die c'(, fi �trzeugung sogar in der dortigen National-Bersamm- �Klaß: daS stehende Heer sei die letzte Säule der Gesell umrf'i �t'" andererseits läßt die„Zukunft" die in ihrem tt(jr �lepptau befindlichen Eifenacher Mohren marfchiren � lhut der Internationalen Arbeiterassociation so den l.�hn an, daß ihre angeblichen Anhänger, allerdings " �nptsächlich jüdische Literaten und Comptoiristen, im assenkampf sich auf die Seite der Bourgeoisie stellen. . ur zus E» ist gut, daß sich die Spreu vom Wei- Ändert. Ihr wollt den EntscheidungSkampf, Ihr nt ihn haben! sstroS' � ler... rkoh!" iu«. J Siiflll Auch Rundschau. Borlitt, 13. November. heule müsse» wir uns bei Betrachtung der ij»ischen Ereignisse der letzten Tage sehr kurz fassen Verhandlungen im preußischen Abgeordnet �»hause, dieser aus dem Dreiklassenwahlsystem Vorgegangen Bcsitzvertretung. gehen ihren schleppen- Gang. Die Fortschrittspartei hat den Zauber, den r Opposition bisher noch hatte, gänzlich eingebüßt, seit » eS klar ist, daß da» Volk von Berlin, ihren, len Stützpunkt, taub gegen ihr Haranguiren Es ist leicht möglich, daß sie sich jetzt ganz die Arme der Nationalliberalcn wirft. Aigens ist das Benehmen der zwei Volksparteilcr Abgeordnetenhauses noch trauriger. Bei der Handlung des allgemeinen Wahlrechts und der . Üsordnung fehlten die Herren Johann Jacoby , f* Guido Weiß absichtlich— nette Volksvertreter! gesot''<> schupp die Opposition auch ist, so hat doch die eu».. rgirste Reaktion auch keine Aussicht auf größere 7�'� �ge. Das neue UnterrihtSgesetz wird aller Wahr- i'tbs;"'alichlfit nach fallen, und dieS ist allerdings absv- '»othwendig, wenn nicht ein ungeheurer Rückschritt � steten soll. Nicht nur ist in dem UnterrichtSgesetz» Ost* utf die Schule der Geistlichkeit völlig unter- � nfen, sondern eS ist auch die Kinderarbeit in den �iken in gefährlichster Weise begünstigt, ja am �üß heißt eS gar: Die Bestimmung deS Artikels �er VersassungSurkande vom 31. Januar 1850 also lautend: In der öffentlichen Volksschule wird der Unterricht unentgeltlich erlheilt, wird ausge hoben.— Wahrlich, dieS Unterrichtsgesetz wäre ein absonderlicher„Fortschritt" in der Cultur!— Uebri gens trägt auch Oesterreich in der bekannten ab sonderlichen Weise die Cultur nach Osten. Gegen die dalmatischen Aufständischen beginnt ein planmäßiges Morden. Die Standgerichte arbeiten wieder. Selbst alte Militärs sind voll Entrüstung darüber. In der „Gr. TgSp." ruft ein k. k. Offizier, der Dalmatien und dessen Bevölkerung genau kennt, den Macht habcrn ein energisches und aufrichtig gemeintes„Ein halten mit dem Morten!" zu. Ueber Jovanovic sagt er: „Johann Jovanovic, Serdar und Bürgermeister von Risano, eine dein Verfasser dieser Zeilen wohlbekannte, im- posant schöne herkulische Mannecgeslalt, stand noch nie mit Behörden in Konstikt organlsirte 1859 und 18K6 die Miliz von Risano und war als deren Serdar bei jeder Veran- lassung, sowohl gegen Montenegro als gegen überseeische Feinde ein begeisterter Krimpe für Oesterreich und seinen Kaiser. Seinem Beispiele folgte willig und mit fabelhafter Ausdauer die ganze wehrfähige Bocca. Jovanovic, das Bild der Tapferkeit und eine« selbstbewußten ManneSstolze»� konnte unmöglich gegen die Jahrhunderte alte Sitte de« freien Wafscngebranche«— dem' Zeichen und Symbol echter und wahrer Männlichkeit im südlichen Slavcnthum und auch dem schönsten Eiblheil seiner Familie— feinen kostbaren Waffen plötzlich entsagen, und nun toll er dafür dem Galgen verfallen? Da« Erschießen zählt in dem Bocche wenigstens nicht zu einer schimpflichen TodeSart; der Tod durch den Galgen hingegen gilt a!» ein ewiger unversöhn- licher und unnuSlösch. icher Schimpf der um so intensiver nachwirlt, al« sich das Volk urkrästig und tapfer weiß!" Der„Triester Zeitung" wird aus Cattaro, 6., geschrieben:„Gestern wurden in Caitaro drei Land lcute gehängt, welche ergriffen worden, als sie Steine auf die Soldaten herabrollten DaS Standgericht wird sich, wie es scheint, nach Bugua begeb-n, und dort seine Thäiigkeit fortsetze". Wenn auch nicht mit dem Stricke, so geht doch die österreichische Regierung mit Gefängniß gegen die Arbeiter vor. In Trieft brach ein Strike auS und zahlreiche Arbeiter wurden verhaftet. In Graz wurde eine Versammlung ver- boten, weil sie über iliormalarbeitStag und Frauenarbeit, d. h. angeblich socialistische Gegenstände verhandeln sollte.— In Frankreich nehmen die Nachwahlen von Paris alle Aufmerksamkeit in Anspruch- sind wirklich vier Candidaten aufgestellt, die den Eid verweigern wollen, Rochefort, Ledru Rellin, BarbsS und Felix Pyat. Od diese Demonstration»ack dem verunglückten 26. Oktober von irgend welchem Nach druck sein wird, steht sehr zu bezweifeln.— In England ist der Besuch der Königin in der City von London, ohne jede Demonstration von Seiten der Fenier oder der Arbeitslosen vor sich gegangen. � Pari«, 7. Nov.(F. Cantagrel.) sSchluß.j Nachträglich spricht sich in der heutigen„Reform" Eantagrel auch deutlicher über seine Ereditoperation aus. Er sagt nämlich: „Um die von der Maßregel verursachten Ausgaben zu bestreiten, wird der Bestellungen machende Canton, wel- cher sich mit der departementalen Commission zu verständi- gen hat, Geld brauchen. Ich behaupte und bleibe dabei, daß man sich zn diesem speciellen nnd vorübergehenden Be- Hufe an k.inc Volks- oder andere Bank zu wenden braucht. Der Staat wird Credit-Scheine(lettraa do credit) anfertigen, und da selbige in der That durch die Producte, sowie durch die expropriirten Geschäfte und Wirthschasten gedeckt ind und auf der doppelten Garantie des sie prägenden Staats nnd der sie anwendenden Eantone beruhen, so haben ie am Platze ZwangS-Eour« und ihnen kann ein Zins zu- erthcilt werden, der ihren Vorzeigern vermittelst des Staate« auf Kosten der Eantone und der Departements ausgezahlt wird. Wie man aus dem Allen ersieht, ist der Staat auf die Rolle des Dieners und Bürgen beschränk». Es sind die durch die Revolution selbstständig gemachten Eantone, Kreise und Depanements, welche sich der Majorität bedienen, um die Fortdauer der Arbeit überall, wo sie etwa bedroht ist, scher zu stellen. Wenn dann die Operation beendigt, das m Zutrauen wieder herg-stellt ist, und wenn die normalen Be- stellungen wieder erschienen sind, so wird au« der Eirculatiou alles Papiergeld zurückgezogen, welches ihnen l'den Cantoven «c.) auf ihr Gesuch, da« immer von den die Beschäftigung überwachenden ArbeitS-Eommissären gegengezeichnet sein mnß, anvertraut haben wird." Die schließlicht RechnungS-Bereinigung und Ausgleichung besorgt entweder die Nationalversammlung oder— wenn da» Volk die Macht nicht auS den Händen geben will— da« Volk selber. Cantagrel fügt hinzu: „Hierbei könnte ich die Sache aus sich beruhen lassen. Denn wenn die Krisi« beschworen ist und da» Land nur noch die Schulden der schlechten Tage zu regeln hat, so brauche ich gerade nicht anseinanderzujctzen, wie ich die Sal» dirnng derselben verstehe; aber es ist nun einmal meine Art, daß ich weder die mir gemachten Einwürfe zu ver- berge», noch die Darlegung meiner Ansichten zu umgehen weiß. Langlois hatte zu dem nämlichen Zweck eine fpe- ciellc Steuer vorgeschlagen. Auch ich will eine specicllc Steuer. Langloi« hatte an«ine progressive incornc-tay(Einkommensteuer) gedacht. In Folge de« Zuredens der Opinion nationale hat jedoch Langloi« aus seinen Gedanken verzichtet. Ich greife diesen Gedanken wieder auf; er ist mein eigener. ... Da die Bolksmassen kein Ausnahm«-Budget haben, so möchte ich da« Geld von Denjenigen fordern, welche daran Borralh haben. Wa« ich unter Progressiv- Steuer verstehe, brauche ich hier nicht z» sagen Denn da« ist eine Frage für sich. Hent zu Tage scher neu die Steuern bloß pro- portionirt zu sein. In Wahrheit sind sie jetzt umgekehrt progressiv. Wenn nun jemals das Prinzip der direkten progressiven Steuer angewandt werden kaun nnd muß, so ist e« sicherlich im vorliegenden Falle gut angebracht." Eantagrel sucht für die Zeit der Krisis die Producticn zu erzwingen, indem er die Fabrikanten und sonstigen Ar- beitgeber zum Erzeugungskosten- Preise(ä pris de revient) ihre Geschäfte fortsetzen und die Cantone Bestellungen machen läßt. Seine cantonalen und departementalen Ausschüsse be- flehen aus Arbeitgebern, nicht aber an« Arbeitnehmern. Anstatt die Krisis beschleunigen und sie Im Interesse de» Socialismu« gründlich machen zn wollen, sucht er sie im Gegentheil zu bckleistcnr und mischädlich zu machen. An seinem Plane ist also auszusetzen, daß er den socialen An«- bruch zurückdrängen will. Eantagrel thut wenigsten», als ob er seine Vorschläge im Interesse der Be« sitzenden machte. Er ist sich der anscheinenden reactionären Tendenz seine« Plane« so deutlich bewußt, daß er sagt: „Ich erwarte vielmehr die Vorwürfe der Arbeiter, so- wohl derjenigen, welche als Lohnarbeiter des Herrn oder des Cantons zu arbeiten sortsahrcu würden, wie auch derjenigen, welchen behufs der genossenschaftlichen Ausbeutung unter der Ueberwachung der cantonalen Ausschüsse die expropriirten Etablissement« und Werkzeuge übergeben würden. Sie än- dern unser Loos nicht— werden mir die Einen sagen. Die Andern aber werden einwenden: Indem Sie bei nn» Be- stellungen zum Erzeugnngskostenpreise machen lassen, machen Sei un« den Ansang schwer. Hierauf erwidere ich: Man darf von einer Gesellschaft nur verlangen,«a« sie leisten kann. Und jeder Tag muß für da« Seine sorgen. Wir sind weit davon entfernt, unser» Plan sür ein sociales Ideal auszugeben. Es ist ein AuSkunstSmittel. welches seinen Zweck erieicht, weun c« uns die nöthige Muße und Freiheit ver- schassl, um der Arbeit ihre normalen Bedingungen zu be- reiten und bis zum Tag- zu gelangen, wo nicht durch ein Zauberstückchen, sondern durch die Initiative der besten citoxeno und durch die freie(?) B-ihiilsc(?) Aller(?) die nciien ökonomischen und socialen Beziehungen organisirt werden, ans denen später(?) die praktische Freiheit, die thatsächliche Gleichheit»nd Brüderschaft beruhen wird. Weiter dort liegt der Gewinn der Zukunft, weiter dort da« Werk von über- morgen. Stellen wir zurrst da« tägliche Brot für heute und die Gewißheit für morgen sicher. Und deshalb sah- ren wir fort, uns der gegenwärtigen Arbeitsinstrnmeiile, der gegenwärtigen Produktionsorgane zu bedienen." Der Plan Cantagrel'S setzt nicht voran«, daß die Revo« lution mit Nothwendigkcit aus der socialen Entwickelung hervorgegangen»nd nur um der Dnrchsührung des Socialis- mus willen vorhanden ist, sondern ihm ist die Republik, die politische Formkrisi« die Hauptsache, der Socialismu« die Nebenjache. Geht die Republik wieder verloren, scheint ihm Alles verloren. Die Revolution schdvt ihm entweder Up, dieser Republik willen oder nur um der Revolution halber— um sich selber halber— vorhanden zu sein. Ferner predigt Cantagrel den Föderalismus, freilich den srauzösischen, der unfern reaktionär particularistischen VolkSvcreinlern immer noch, weil Frankreich uns weit voran« ist, wie die ärgste Ecntralisation vorkommen wird. Daß der Föderalismu uicht genügt, fühlt Santagrel selber; denn behufs der Aufsuchung neuer Märkte, auf die er vorzüglich die sogenannten „Pariser Artikel" schaffen will, will er energisch den Staat einschreiten lassen, indem er bemerkt, daß erst der Staat Einheit und Kraft in das Ganze bringen kann(Jüai-- l'ex- portation veut une action concertce et d'ensemble.) Was nun Tantagrel's Föderalismus anbelangt, so kann man ihm entgegenhalten, daß der Staat eben so gut um der Einheit willen bei der Erzeugung der Waaren nöthig ist, wie beim Absatz derselben. Anßerdcm muffte der Wider- stand, welchen die Reaktionäre in den stockigen Provinzen den Anordnungen der staatlichen Arbeitskomm>ffäre entgegen- setzen würden, bald dem Staate eine ganz andere Rolle zu- weisen, als die des bloffeu administrativen Antreibers, wie ja auch erst durch den Staat Harmonie in da« Antreiben käme. Jndeff würde die Jnswerksetznng dieses Planes, der für die äußersten Fälle die Vermögens-Confiscation besür- wartet, nicht nnr gewissermaßen die Einleitung oder Hinein- steurung in den EommunismuS sein, sondern auch durch die Appellation an die Bevölkerung der Cantone unter föde- raler Hülle den heftigsten socialen Krieg anregen und orga- nistren, und somit da« gerade Gegentheil von dem, was er leisten soll, thatsächlich und unabsichtlich bewirken. Gerade au« diesem Grunde ist mir Eantagrel's Plan lieb. Aber auch deshalb— und nur deshalb— wird er von der bür- gerlichen Demokratie, die instinktiv seine Gefährlichkeit her- ausfühlt, bekämpft»nd verlästert. Die bürgerliche Demo- kratie mißtraut den beruhigenden Zusicherungen Eantagrel's; denn sie befürchtet, daß er sie nur in eine Falle locken, im Grunde jedoch Diktator von Frankreich werden will. Jndeß meint e« Eantagrel mit seinem Plane aufrichtig. Er gehört zu den sanften Socialisten. Nach ihm werden ganz andere Männer, ganz andere Pläne und ganz andere Dinge kam- men! Louis Bonaparte lebt nur noch von des Socialismu« Gnaden! II. Ueber die Volksversammlungvom letzten Sonntag bringt, anscheinend auS der Feder eines Abgeordneten, die„Elberfelder Ztg." folgende höchst beachlenswerthe Notiz: In Bezug aus die BolkSversammlung am Sonntag ist noch mitzutheileu, daß der Minister des Innern am Sonnabend im Abgeordnetenhause dem Abgeordeten Duncker mitgetheilt hat, daß von anderer Seite noch eine Versammlung in demselben Locale angemeldet sei. WaS ist das? Wir interpelliren Herrn Duncker, ob ihm eine derartige„Staalshülfe" gegen die Social- demokraten zu Theil geworden ist.— Heraus mit der Sprache! Berlin, 12. November. Der Lärm, den die Presse Uber die Volksversammlung schlägt, ist gränzenlos. Wir geben daher zur Charakteristik der Bourgeoispresse noch einige« wieder: Al« ärgste« Schünpsblatt zeichnet sich da» volkspartciliche „Franksurter Journal" aus. Wir entnehmen demselben zur Erheiterung unserer Leser folgende Kraftstellen: „Eine ähnliche Volksversammlung wie die heutige im Concerthause, welche die Führer der Fortschrittspartei bezüg- lich de« Virchow'schen Abrüstungsantrages berufen, hat Ber- lin selbst in stürmischsten Tagen des Jahre« 1813 nicht er- lebt. Freilich hatten die Herren Löwe, Duncker u. s. w. sich mit dem diplomatischen Wege, durch welchen sie die En.waffnnngssrage gelöst wissen wollten, ein trauriges Testimonium(Zeugniß) ausgestellt. Eine Partei, welche eine solche Frage auf diplomatischem Wege zu lösen gedenkt, giebt damit kund, daß sie die Beziehung und da« Vertrauen zur Volkskrast verloren hat. Immerhin aber liegt dem Antrage ein Gedanke zu Grunde, dessen sich in moderirter Form alle Tulturvölker bemächtigen müssen, um ans eigener Kraft und Initiative durch die Macht der Ueberzeugung eine solche Pression auf die Regierungen zu üben, daß sie allmälig un- widerstehlich wird, und insofern hat mau eS hier nicht mit einer Parteiftage zu thun, sondern mit einer Frage, die alle freiheitlichen Elemente des Volkes ohne Unterschied im in- »ersten Lebensnerv berührt. Was aber geschah? Die Schweitzerianer hatten in demselben Lokal um 12 Uhr— die von Hrn. Löwe, Duncker jc. ausgeschriebene Versammlung war um 11 Uhr angekündigt— eine social-demokra- tische Parteiversammlung berufen." „Parteiversammlung!" Welche Verdrehung! „Schon vor 10 Uhr strömten die Schweitzerianer in hellen Hansen in die Coucerthalle und- nahmen die Haupt- Plätze des Saale« ein, so daß die später Kommenden, welche dem Rufe der Herren Löwe k. gefolgt waren, sich aus die Gallerien begeben mußten. Um 11 Uhr eröffnete Löwe Salbe) die erste Versammlung mit einer kurzen Ansprache und es sollte dann das Bikreau gewählt werden. Damit lösten sich aber alle Bande der Versammlung.„Löwe!",„Duncker!", „Tölcke!"(Seeretär de» Hrn. v. Schweitzer) wurde wild durcheinander geschrieen und jede Möglichkeit, das Bürean zu Stande zu dringen, hörte auf, bis Löwe(Ealbe), als Berufer der Versammlung und Miether des Lokal«, sich aenöthigt sah, die Versammlung zu schließen." Die Versammlung wurde nicht geschlossen, sondern Tölcke zum Präsidenten gewählt, welcher dann keine neue, sondern dieselbe Versammlung abhielt. Das hindert da« Organ der Volkspartei aber nicht, wie folgt, zu lügen: „Die Schweitzerianer und ein großer Theil der sonstige» Versammelten harrte indeß au« bis zur Eröffnung der neuen social-demokratischen Versammlung. Al» dann etwa gegen 12 Uhr Herr Tölcke sein Werk beginnen wollte, da sollte Gleiches mit Gleichem vergolten werden. Wieder heilloser Skandal. Jetzt aber glaubten die Herren Schweitzerianer in ihrem Rechte und Herren de« Lokale» zu sein. Mit wilden, sanatischen Geberden erhoben sich Fäuste, Stöcke, Schirm- und endlich kam c« zu einer allgemeinen Prügelei und Hinausschmeißerei. ES war, al« wenn aus den ver- worfcnsten Höhlen Berlin« der Abschaum loSge- lassen, als wenn die Berliner Prostitution, die für die social-demokratischen Theorie» de« Herrn Schweitzer kein geringe» Eontingent liefert, ihren ganzen männlich-n Schutz, da» Louis thum, entfesselt hätte, um in der Concerthallc ihre Orgie» zu sc lern. Ein wahrer Schnapsfanatismn« bemächtigte sich der Schweitzer'- scheu Social-Demokratie und behauptete, nachdem des Hinauswerfen« und wllthiger Prügeleien ein Ende war, da« Feld." „Wie unterdeß die Herren Schweitzerianer im Saale ihr Tagewerk vollendet, habe ich nicht abgewartet. So w. und endete die heutige von den Herren Löwe, Dosd*»Mich; Virchow u. j. w. berufene Volksversammlung."—"' V „Das colossale Fiasco, welches, wie bereits»«taM det, die Führer der Berliner Fortschrittspartei mit der& �'-»orlli Sonntage anberaumten B olksversammlung gttN»� tlei; läßt haben, bildet das Thema, welche« heute in den BerbWj lchteu i Blättern aller Farben, zum Theil in humoristischer 8°� Jbgegebi und Seiten« der Gegner, selbstverständlich nicht ohne Sch�' AUiisttcd; freude, besprochen wird. Das oberofficiöse Organ'%llan Allg. Ztg.") bringt in seiner Siegesfreudc einen loitj" �da es de Leitartikel über die« Bolksnrthetl, welches den Führern l°«' stehen bisher in der Hauptstadt Preußen« als die herrschende 1»"kädtrsai gerirenden Partei statt des erwarteten Bertraueusootnnl Jm, To „ein gepfefferte« Mißtrauensvotum" eingetragen hat, wen U macht das officiöse Blatt„nichts mehr und nichts weniger" hsi der Wi als die Erfüllung der in hobmuthlger Selbstgefälligkeit �panei, verspotteten Hinweisung aus die„Hintermänner" der„8'*»ou tu schriitspartei". Ohne Zweifel, diese„Hineermännt' Vgerirt- sind da,»nd die einst in der„Stadt der Intelligenz"�-aum Sl mächtige Partei hat die bittere Erfahrung machen niüil» Pflegen, daß„der Rcspect ist weg, die Sch-n". Die„N. A. V hat, er hat auch nicht Unrecht, wenn sie den„Verworseneu sv»sls ein Volkes", wie sie die Fortschrittspartei mit Rücksicht«i'f J1'"'■»§ ei Vorgänge höhnisch bezeichnet, zuruft:„verns lave/."olfspai George DnniJin"1(Du hast es so gewollt, George Dolldi Die Möglichkeit eines solchen Mißersolges hat gezeigt welchem Maße sich die Führer der Partei Über die öf liche Stimmung getäuscht haben, wenn sie glaubten, Masse stehe hinter ihnen. Das osficiöse Blatt hat nicht Unrecht, wenn es behauptet, daß die Herren, � statt der Einberufung einer Parteiversammlung das W einer Volksversammlung riskirten, indem sie gleichsam Appellation von dem Verbiet de« Abgeordnetenhauses a« höhere Instanz de» Volles einlegen wollten, den Spru" letzteren anerkennen müssen, da man den Richter, Entscheidung man selbst angerusen, doch nicht uachtu perhorresciren dürfe, wenn der Uitheilsspruch ungünstig fällt. Daß die„R. A. Z." aus diesen Argumente» Sinne ihrer Partei da« nöthige Capital schlägt, kann überraschen. Sic soll sich aber nicht einsallen lassen, einreden zu wollen, daß dies wüste Geschrei jener org»� sirtcn Pöbelrotte die vox popnli lRolkSstimme) gu großen Bevölkerung ist. Sind doch die geheimen Abs>� bhosüge l und Beziehungen, welche die Führer dieser Schweitzcrg»�!j p denen die große Menge ihrer Anhänger in blindem E»"n nicht sam folgt, längst ein öffentliche» Geheimniß." J Klippel Pfui über die Berläumder! �.. eri „Nicht dieses Hänfiein von Gläubigen des S®)#'®)'e®tabt die gewohnheitsmäßig jede ihnen mißliebige Ein durch Tumult und Stockprügel unterdrücken, d>" als die Repräsentanten der öffentlichen Meinung SjJ E» ist dies der nämliche„süße Pöbel" der Haupü der vor zehn Jahren die volksthümlichc Schillcrfeier� seinen Excessen befleckte, der die Leiche Humboldl den Straßen seiner Baterstadt beschimpfte und noch wenigen kvtonalen die z» seinen Ehren arrangirte> mische Feier zu stören suchte." Die Schamlosigkeit de«„Fr. Journ." ist grenzt Betrunkene Stndeuten, also angehende Bourgeois � "t dem V crki Ptung nicntul 1 kenn «oltspai Udo!< -eben de »übertr „Gewer zum daß mluug als d. »« nie kann, des j -.Wir ha Wsamn lpedt er -Zukunft " s"N s vourgeo Schii .der eit begt Volk» Die Gracchus Babeuf. (Schluß.) Von den Transporten. Art. 1. In jeder Commune sind Obrigkeiten, die damit beaustragt sind, den Transport der gemeinschaftlichen Güter von einer Commune nach der andern zn besorgen. Art. 2. Jede Commun ist mit den hinreichenden Trans- portmitteln, sowohl zu Lande als zu Wasser, versehen. Art. 3. Die Mitglieder der nationalen Gütergemein- schaff werden der Reihe nach aufgerufen, um die von einer Commune in die andere zu transportirenden Gegenstände zu bewachen und zu leiten. Art. 4. Alle Jahre beauftragen die Zwischenverwaltun- gen eine gewisse Anzahl von jungen Leuten, die au« allen Departements genommen werden, mit den entferntesten Transporten. Art. 5. Die Bürger, die mit irgend einem Transport beauftragt sind, werden in der Commune unterhalten, wo sie sich befinden. Art. 6. Die höchste Verwaltung läßt von Commune zu Commune auf dem kürzesten Wege unter der Aufsicht der unteren Verwaltungen diejenigen Gegenstände transportiren, durch welche sie den Ausfall der Regionen decken will, welche Bedürfnisse empfinden. Von den Steuern. Art. 1. Die Individuen, welche der nationalen Güter- gemeinschast angehöre», sind die allein steuerpflichtigen. Art. 2. Sie sind zu den früher errichteten Steuern verpflichtet. Art. 3. Diese Steuern werden in naiur» erhoben und in die Magazine der nationalen Gütergemeinschaft abgeliefert. Art. 4. Die ganze Summe der Beträge der Steuer- Pflichtigen für da« laufende Jahr ist doppelt so groß wie die des vorigen Jahre». Art. 5. Diese Summe wird nach den Departement« in progressivem Maaßstabe über alle Steuerpflichtigen verthcilt. Art. 6. Die Nichttheilnehmer können im Falle der Roth angehalten werden, in die Magazine der nationalen Gütergemeinschaft, und unter Abrechnung auf künstige Eon- tributionen, ihren Ueberfluß an Produkten und Manufaktur« crzeugnissen abzuliefern. Bon den Schulden. Art. 1. Die Nationalschuld ist für alle Franzosen er- loschen. Art. 2. Die Republik wird den Fremden das Capital der dauernden Zinsen wieder erstatten, die sie ihnen schul- big ist. Bis dahin bezahlt sie diese Zinsen sowohl wie die lebenslänglichen Renten, die für Fremde errichtet sind. Art. 3. Alle Schulden eine« jeden Franzosen an einen anderen Franzosen sind erloschen, wenn jener Mitglied der nationalen Gütcrgemeinschast wird. Art. 4. Die Republik übernimmt die Schulden der Mitglieder der Gemeinschast an die Fremden. Art. 5. Jeder Betrug in dieser Beziehung wird mit Sclavcrei bestraft. !om Gelde. Art. 1. Die Republik schlägt keine Münzen mehr. Art. 2. Die gemünzten Stoffe die der nationalen Ge- meinsthast zufallen, werden verwandt, um von sremden Völ- kern die Gegenstände zu kaufen, die sie nöthig hat. Art. 3. Ire« Individuum da« an der Gemeinschaft keinen Antheil hat und überführt wird, einem Mitgliede der letzteren gemünzte Stoffe angeboten zu haben, wird streng bestraft. Art. 4. Es wird in die Republik künftig weder Gold noch Silber eingeführt. Man sieht, daß in diesem Entwürfe die großen Ideen de« modernen SocialiSmuS bereits enthalten sind; freilich sp'.ingt hervor, daß die Industrie in dem Entwurf zu Gunsten der Landwirthschaft vernachlässig ist. Es erklärt sich dies aus den Verhältnissen, da damals die Industrie noch wenig entwickelt war. Als da« Tomite der neuen Revolution glaubte, feine Grundsätze hinlänglich auSgebildst zu haben und als die Bereinigung mit dem Comite der politischen Demokraten (Bergpartei) genügend befestigt schien, richtete man sein Augenmerk und Streben daraus, die Masse de« Volks für die Erhebung zu gewinnen. Man mußte zunächst mit den Grundsätzen der neuen Richtung öffentlich austreten. Silva» Marechal, das oben bereits erwähnte Mitglied der socialen Demokratie, arbeitete ein Manifest aus, worin diese Grund- sätze ausgesprochen waren. Als dasselbe zur Berathung kam, zeigte sich jedoch sofort die tiefe Kluft zwischen der bürgerlichen und und socialen Demokratie. Die bürgerlichen Demokraten nahmen das Manifest nicht an und Babeuf, der die Verbindung mit der bürgerlichen Demokratie vorerst noch auffecht zu' erhalten wünschte, weil ihm seine eigene Partei noch nicht zahlreich und mächtig genug schien, war genöthigt, ein anderes Manifest auszuarbeiten, welches bei- den Richtungen Rechnung trug. Da es indeß von großem Interesse ist, zu sehen, in welcher Weise die eigentlichen So- cial-Dcmokraten sich an da» Volk wenden wollten, so thei- len wir nachstehende» aus dem ursprünglichen(nicht ange- nommenen) Manifest eine Stelle mit. Es heißt da unter Anderm: „Gleichheit, erster Wunsch der Natur, erstes Bedürfuiß des Menschen, erste Grundlage aller gesetzlichen Gesellschas- tnng!— Immer und allenthalben hat man die Menschen eingewiegt in schönen Redensarten— seit undenklicher Zeit wiederholt man un» heuchlerisch: die Menschen sind gleich! % durch «tu 3. .'J1- i» arl |'gehen t l'tt. 4 P sein. l�tt. 5. Arbeit -- Nun wohl, wir wollen künftig leben und sterb!»� Gleiche, wie wir geboren sind;— wir wollen die wiw Gleichheit oder den Tod; da« ist c«, dessen wir bedürft»! Und wir werden sie haben, die wirkliche Gieiff-7 gleichviel um welchen Preis. Wehe denen, die wir zw� ihr und un« finden! Wehe denen, die einem so ausg� chenen Gelübde sich widersetzen! Die französische Revolutiou ist nur die Vorlänfcrin 1 viel größere», viel ernsteren Revolution, die die letzü i wird.— Wir wollen nicht allein die Gleichheit, die i»� „Erklärung der Menschenrechte" niedergeschrieben ist!. wollen sie in unserer Mitte, unter dem Dache uuseresl ses. Wir geben uns ihr ganz hin; wir wollen allck gebene vernichten und verneinen(faire table rase), ift ganz an sie zn halten. d« �edü Kein individuelles Eigcnthnm des Boden? mehr!. Art. g 1 Boden gehört Niemandem. Wir fordern, wir wolle»> Ander«, gemeinsamen Genuß der Früchte der Erde; die Frücht»üben- de, hören Allen., Art. Kj Lange genug, zu lange eignete sich eine Million 3� zu v viduen dasjenige an, was mehr als zwanzig Millionen Art. n. Mitmenschen, ihre» Gleichen gehört.— Verschwindet, he» alle< empörenden Unterschiede von Reichen und Armen, von?, lrenv die> scher» und Beherrschten. Der Augenblick ist gekommen,'°>»chlen, ui Republik der Gleichen zu gründen, diese« große g»!� Art. 12. Hau«(bospice), das Allen geöffnet ist Kommt herber, iitz der Fr leidenden Familien, und setzt Euch an den Tisch, de»» hat; mei Natur allen ihren Kindern gedeckt hat! Volk Frankr» tttn; weil öffne die Augen der Fülle deine» Glückes, erkenne und w Thießen las künde mit un« die Republik der Gleichen." �»tirten, l Diese« Manifest wurde, wie bereit« bemerkt, nicht»L � und ermi gegeben, da die bürgerlichen Demokraten an demselben[I'.°tr Einflr licher Weise Anstoß nahmen. Wir geben nun riachstsG Absas dasjenige Manifest wieder, welches wirklich zur Ber»» j. 0U von lichung kam, da die Zustimmung der bürgerlichen DJ'?»>«» für traten zu demselben durch Babeuf herbeigeführt>»j**»nstitutu Dasselbe ist in so fern von Interesse, als man daran» grhc daß die bürgerliche Demokratie bis zu einem gewissen allerding« der socialen nachgegeben hat; aber ander' erhellt au» der Verwerfung des ursprünglichen Man unzweifelhaft, daß die bürgerliche Demokratie zwar meinen Redensarten zustimmen konnte, wie sie sich in dei»� ten(jetzt folgenden) Manifeste finden, nicht aber g«»i, stimmten und unzweideutigen Forderungen wie z. � Abschaffung des GrundiigentHumS, wie da» erste sie ausgestellt hatte. Klarlegung der Lehre Babeuf'». IM. 1. Die Natur hat jedem Menschen ein Recht ans den Genuß aller Güter gegeben. Art. 2. Der Zweck der Gesellschaft ist, diese im zustande so off durch die Starken und die Schlechten � griffene Gleichheit zu vertheidigen, und alle gemeinsch»!' N°n von 'ütionär. den, flac was er s »nd nicht «ttionäre dollständi *rt. 13.; 1793 den Zellen ut > 14. ,'ui J«Ii 15. H,.»'legt "Maiestät *) Die au So ort" FW jenen Scanbat begangen! Da« folgende Gewinset 2)anBf" Wich- —" j" von Berlin, d. h. die öffentliche Meinung -eitS•«tobt, trifft der schwere Borwurf, daß es sich in un> nit der �»orllicher Lethargie die Dictatur dieser Rotte g gewlw'Jeii läßt. Die Volksstimme von Berlin hat allerdings eu Berlir� i letzten Sonntage ihr Verbiet gegen die Fortfchrittspar- ifchet So:*I''gegeben, aber nicht durch diese brutale Anwendung ie Schad�rdwstrecht», sondern dadurch, daß der Kern der Bürgerfchast n(„Ror»f%ll an sein Verbiet durch sein Nichterscheinen beautrvor- ten laoä1''o es den Namen Derer, die an der Spitze der Fortschritts siihrern'''j stehen, an der alten Zugkraft gebricht. So wurde die ffcheitde ß»'«Versammlung" zu einer schwachen Parteiversammluug, eusootoi« den, Toben der Leidenschaft jener wüsten Pöbel- hat, w«0 le machtlos preisgegeben war. So konnte es geschehen, iger" stsi'tr Wahlspruch über die politische Haltung der Fort- lligkeit tof"'Partei, welchen abzugeben der VoikSflimme gebührte, der„S" dou dem Lasseallanismus dictirt ward, der sich al« mäunl' gertrte." igkUZ"� Z'M Schluß protestirt das„Fr. Journ." hoch und bei> >eu miill� �gegeu, daß man die Eisenacher Volkspartei im Ber- N. A. S-«l hat, ernsthaft Front gegen die Bourgeoisie zu machen: lI,�" tiiiw umiuyit uuv yiitsw/uity ui.4. jc-i�uisuujtu cht aus' Muß es bezeichnet werden, wenn das officiöse Organ ter. v0'«ollspartei mit diesen„ Hintermännern' identificireu e Dan®1'''>>> dem Siege der Lafsalleaner einen Sieg der„Partei gezeigt�>bh" erkenuen will, indem sie zum Beweise dieser dreisten dtung sich ans die in Brannschweig„freudig begrüßte »lenmiikung mit der Arbettspartei" beruft. Die„N. kennt recht wohl die Stellung de« LassalleanismnS �«lkspartei." üavo! Einverstanden. oben dem volksparteilichen„Franks. Jour." steht ualür vnbertroffen im Schimpfen der Musterknabe da, in sei „Gewerlverein" ergeht er sich in so wilden Sprüngen, " zum Ergötzen ist. Die„Volksztg." selbst hat einge daß die Lafsalleaner die Majorität in der Volks mlung besaßen, unser Max ist aber im Lügen noch als das Organ des edlen Dttncker. Da wir nun u« nicht ängstlich sind, daß unser Sieg todtgelogen kann, so geben wtr im Nachstehenden das Mnster- -jj''"des jungen strebsamen Musterknaben. Max schreibt: ime) � haben unseren Lesern die ebenso interessante als t AbßV saftige Anzeige zu machen, daß seit Sonntag den 7. eitzergosv'Utber Punkt 11'/a Uhr Vormittags die große Stadt an nicht mehr dem König von Preußen, sondern dem ] �uijppel-Diktator, Herrn Tölcke und Genossen gehört." �ann ergeht sich Max in dem schlauen Gedanken, daß, anstrt� ,1£ Stadt Berlin, das Kind in der Wiege mitgerechuet, DisruslU 0.0 Einwohner zähle, diese nicht sümmtlich in jener n, bWjre>,ttjammIung hätten vertreten sein können. Und ettd> ,g gel�I(siebt er den auch von uns gebrachten Schmähartikel ianPlßÄs-Znkunst", die angeblich der Fortschrittspartei feindlich cseierfff»! sein soll, während e« doch augenscheinlich ist, daß daldt'fl Rourgeoisparteien der Arbeiterclasse gegenüber einig noch�M�t Schimpfen und Lügen. Nachdem Max Hirsch den rte MMu" der„Zukunft" gebracht hat, will er uns mit seiner MPstn beglütken und giebt ein Recept, wie die Lassalleaner lienjefl|l!t Volksversammlung die Oberhand gewonnen haben >is h«�� Die komische Wuth folgender Zeilen ist allerliebst: »Äs eine bewußte und perfide Fälschung der Thalsachen „Zu Nutzen und Frommen de« ganzen Vaterlandes wol- len wir auch das Dr. von Schweitzer'sche Rccept zum Ein- nehmen und Verdauen großer Städte, da« sich in Berlin noch besser als das Hoff'sche Malzextract und der Daubitz- sche Kräuterbitter bewährt hat, unseren Lesern nicht vorent- halten. In einer großen Stadt nehme man ein paar Ge- werke, die mit Hülfe der Hirsch.Duncker'schen OrtSver eine und der liberalen Presse Welche unverschämte Lüge.'j eine Arbeitseinstellung glücklich durchgeführt haben, sanatisire die- selben durch lügenkundige, gut besoldete Agitatoren, und exercire sie einige Monate, bis sie auf Kommando perfekt brüllen, klatschen, Marseillaise singen, Stöcke schwingen und Andersdenkende hinauswerfen können. Dreijährige Dienst- zeit ist ist hierzu durchaus nicht erforderlich; bei geeigneten Elementen genügen im Nothsall schon einige Wochen. Diese Hanplsubstanz vermische man mit einer gehörigen Portion ähnlich geschulter klerikaler Kräfte, die sich wo möglich bei Kloflerversammlungeu tc. schon er- probt haben, sNeue Läge] und rede denselben ein, es handle sich um die Interessen der Kirche. Als Anführer dieser HlllsStrnppen ist ein Mann mit weißen Haaren sehr empfeh- lenswerih. Nun warte man ab, bis eine entschieden liberale Partei(bei Leibe nicht eine reaktionäre, dies ist durch gehei- men Pakt verboten!)[Et, ei, woher die Kenntniß vom ge- Heimen Pakt, Herr Schwiiidel-Max?j eine Bolksversamm- luug zu einer wahrhaft humanen, alle Völker unb insbesondere den Arbeiterfland interessireuden Agitation zusammen- beruft, zahlreiche Annoncen bezahlt und ein großartige« Lokal gemiethet hat. Ist die« geschehen, so melde man bei der Polizei in demselben Lokal für eine Stunde später eine neue Versammlung(natürlich ohne Vorwissen des Eigen- ihümer«) an, und versammle seine Truppen etwa zwei Stunden vorher in einem oder mehreren anderen Lokalen. Hier wird die Ordre de batuille auSgelheilt und dann sofort in geschlossener Kolonne abmarschirt. 5— 600 Mau»,(!) richtig verlheilt, beherrschen einen Saal, der 2000 saßt; wie in der Schlacht, kommt es auch hier nicht aus die Zahl, sondern aus die Taktik und Bra- vour au. Gleit, bei der Wahl de« Vorsitzenden wird ein furchtbarer Lärm verübt, bei der Aftimmuug stets beide Hände erhoben, der Schweitzer'sche Kandidat hat immer die Majorität! Durch den rohen Tumult hat man sich bald der anständigen Gegner, deren Gründe und Rednergabe man fürchtete, entledigt; mau widerlegt und beschimpft die Ab- wesenden meisterhaft, ihre zurückgebliebenen Anhänger werden so viel als möglich hinausgeworfen, und o Wunder! da« Rezept hat gewirkt, die Schweitzer'sche Resolution wird fast einstimmig angenommen, alle Blätter der Reaktion jubeln, nnd zwei Tage daraus verkündet der Sozial Demokrat: „Die Hauptstadt gehört uns!" Doch die Sache hat auch ihre sehr ernste Seite, insbesondere für unsere Gewerk- vereius-Orgauisation. Die Schweitzerianer werden überall mit ihrem sog. Siege and, sociale« Kapital zu schlagen suchen, und die« ist hauptsächlich der Grund, weshalb wir näher auf die Borgänge im Concerlhais einzugehen für nö- thig hielten. So mögen unsere auswärtig»» Leser denn wissen, daß dieser angebliche Sieg der Lassalleaner eine vollstän- dige Niederlage dieser brutalen Sekte in der ge- sammten öffentlichen Meinung unserer Stadt, selbst bis in die socialistischen Kreise zu bedeuten hat.[Ha, ha, ha! die Tranben sind sauer.) Unter vielen Beweisen erwähnen wir eine Resolution de« hiesigen„Demokratischen Arbeitervereins" (entschieden socialistisch!)[Nette Socialisten, die jüdischen Literaten des Demokratischen Vereins!), welche das Verhol- ten der Lassalleaner am 7. dss. in den stärksten Ausdrücken verdammt, und alle anständigen Vereine Berlins auffordert, durch gemeinschaftliche Maßnahmen eine Wiederkehr solcher, die Ehre dieser Stadt schändenden, und jede freie Bewegung tödtenden Vorgänge zu verhüten.— Der- selbe Knüppel, der vor einem Jahre in„Banxhall" den Ar- beiter-Longreß terrorisirte, ist vor wenigen Tagen in der Volksversammlung wieder zum Vorschein gekommen.[O Grausen.) Die Berliner Arbeiter können aber, Gott sei Dank, in ihrer nngeheuren Mehrzahl die Knüppel-Diktatur nicht vertragen. Sie haben es damals bewiesen durch die Glllndung der bentfchen Gewerkvereiue, und sie werden es diesmal erhärten durch eine große Liga(Bund) zur euer- gischen Niederwerfung jener seilen Subjekte und ihrer ver« blendeten, beklagenSwerthen Anhänger.[Kommt nur heran, wenn ihr Courage habt!) Die Arbeiter in ganz Deutsch- land aber sind von gleichem Stoffe, wie die Berliner. Sie werden mit uns einsehen, daß man bisher viel zu ruhig und glimpflich mit den Lassalleanern umgegangen ist, was nur die Frechheit derselben verstärkte."— Es erfolgt jetzt ein von Verläumdungen strotzenden Anfall auf die Führer der Lassalleaner, dann schließt Max mit folgendem krampfhaften Aufschrei! „Also Krieg, thatkräfliger, unerbittlicher Krieg gegen diese Vergister des Edelsten, was unser Zeitalter besitzt, der humanen Arbeiterbestrebnngen! Beseelt nur der rechte Geist unsere Anhänger in allen Städten und Städtchen de» Bater« laude«, der Feuereifer für Wahrheit und Freiheit, der bis- her leider so vielfach zu vermissen war(I)— so können wir das freche Lügenwort der Gegner:„Berlin gehört uns" bald mit dem wahren SiegeSrnf beantworten: Deutschland ist unser!" Halt lieber Max! So schnell geht es nicht, dem, die Ar- beiter Deutschland» erwachen ans ihrem Schlaf. Drum nur hübsch still geschwiegen, denn gar bald wird in den Reihen der Lassalleaner der Ruf erschallen: Deutschland ge- hört un»! Verrns-Then. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Verein.) T. Berlin, 11. Nov.(Unsere Taktik) in Betreff der Volksversammlung im Concerthause verursacht unfern Gegnern noch fortwährend große« Kopfzerbrechen. Trotzdem, daß noch der„Elberfelder Zeitung" der Minister de« Innern am Sonntag im Abgeordnetenhanse dem Abgeordneten Dunker milgetheilt hatte, daß von anderer Seite noch eine Versamm- lung in demselben Lokal angemeldet sei,— trotzdem, daß also die Fortschrittler schon am Sonnab-nd wußten, daß wir erscheinen würden, kam ihnen ihre gründliche Niederlage, wie ein Blitz ans heiterem Himmel,— um so mehr, als wir bei unserer Organisation e« nicht nöchig hatten, im„Social- Demolrat" vorh>r die große Trommel zu rühren. Nun muß unsere„Taktik" dran; mit wahrem Heißhunger ver- speisen die Bonrgeois-Zeitungen jede« Stückchen, welches ihre Reporter von dieser Taktik irgendwo ausgeschnappt haben. erin letzte »ie i« ist! e«i Olli lehr) »olle« rüchte on neu durch die gemeinsame Arbeit(Ie conoour») zu ver- :tn. . 3. Die Natur hat Jedem die Verpflichtung auf- .i1' zu arbeiten; Niemand kann sich, ohne ein Verbrechen sisthen, der Arbeit entziehen. V'. 4. Die Arbeiten und die Genüsse müssen gemein- lein. Ät. 5. Die Unterdrückung ist da, wo der Eine sich " Arbeit erschöpft, und Alle« entbehren muß, während �"dere im Ueberflusse Ichwimmt, ohne etwa« zu thun. Äl. 6. Niemand hat ohne Verbrechen sich ausschließ- Ä Güter de« Boden» oder der Industrie aneignen können. 7. In einer wahren Gesellschaft darf es weder le noch Arme geben. ■rt. 8. Die R-ichen, die dem Ueberfluß nicht zu Gun- der Bedürftigeu entsagen wolle», sind Feinde de« Volkes. Art. g Niemand kann durch Anhäufung aller Mittel änderen de« für fem Glück nothwendigen Unterrichts te»ben; der Unterricht muß gemeinsam sein. 10. Der Zweck der Revolution ist der, die Un- heil zu vernichten und das gemeinsame Glück herzustellen. Bt�' ss�oolution ist nicht geendet, weil die ndet, che» alle Güter verschlingen und ausschließlich herrschen, von V? ftenb die Armen wie wahren Sclaven arbeiten, im Elende men,""'achten, und im Staate nicht« bedeuten. ! gast" Arr. 12� Die Constitution von 1793 ist das wahre erdei, letz der Franzosen, weil da» Volk sie feierlich angenom- ,»e« b hat; weil die Convention nicht da« Recht hatte, sie zn »ankrt'. Rfti; weil sie, um dazu zu gelangen, das Volk hat nie- und �'hießen lassen, das ihre Ausübung forderte; weil sie die Wirten, die sie ihrer Pflicht gemäß vertheidigten, ver- :it 1 und ermordet hat; weil der Schrecken vor dem Volke eftM"er Einfluß der Emigrirten*) den L orsitz gehabt haben •et Abfassung und der vorgeblichen Annahme �er Con- 'ait von 1795, die nicht einmal den vierten Theil der 'wen für sich hatte, welche die von 1793 erhielt; weil Konstitution von 1793 die unveräußerlichen Rechte de» lers geheiligt hatte, zu dem Gesetze seine Zustimmung l'ben, staatliche Rechte auszuüben, sich zu versammeln, was er für nützlich hält, zu fordern, sich zu unterich- "'id nicht Hunger» zu sterben; Rechte, welche der con« 'ittionäre Akt de« Gouvernement» von 1795 öffentlich "ollständig verletzt hat. 'lt. 13. Jeder Bürger ist gehalten, in der Constitution - �93 den Willen und das Glück de« BolkeS wieder ifir'"betten und zu vertheidige». pU. 14. Alle Gewalten, die von der vorgeblichen Ton von 1795 ausgehen, sind ungesetzlich und contre m"'"'ionät. ' Jwrt. 15. Diejenigen, die an die Constitution von 1793 ii." belegt hoben, sind de» Verbrechen« der beieidigteu n �"Majestät schuldig. ,0(1»" *) Die ausgewanderten Reaktionäre. Dieses Manifest, in der Mitte des April 1796 verbreitet, an die Mauer» geschlagen und unter dem Volke vertheilt, wurde überall mit großer Aufregung gelesen und machte viel Aus- sehen. Man begann einen VolkSaufstand zu fürchten und alle Besorgnisse aus der einen, alle Hoffnungen auf der anderen Seite wurden plötzlich aus'« Neue geweckt. Bald folgten weitere öffentliche Anschläge und Aufforderungen, auch Aufrufe an das Militär, um die Soldaten zum Uebergehen in das Lager der Revolution vorzubereiten- Die StaatSreglernng (das„Staatsdirektorinm") wurde aufmerksam und setzte seine Kräfte in Bewegung. Allein es war der Verbindung schwer beizukommeu: dieselbe arbeitete im Geheimen fort und Ba- beuf war an einem sichern Ort gegen alle Nachforschungen geschützt. In engen, dunklen Straßen der pariser Vorstädte wurden geheime Versammlungen gehalten, die unentdeekt blieben. Weiter und weiter im Volke brütete sich die neue Verbindung aus und schon zählte nach Buonarotti's Angabe dieselbe 1600 Mitglieder; auch ein Theil des Militär« war bereits in die Verschwörung hineingezogen, die Artillerie des Forts von Bincenne«, die Invaliden, das Sicherheit«» corp», die Grenadiere de« gesetzgebenden Körper« waren gewonnen. Dabei konnte man ans die Masse der pariser Arbeiter zählen. Schon traten unter den Truppen zahl- reiche Anzeichen hervor, welche die Stimmung de« Militär« verriethen. Schon war der ganze Ausstandspla» seilen« der socialen Partei genau festg»stellt und so sehr war die Versdiwörung in alle Kreise verzweigt, daß einige gewonnene Polizeiofficianten gelobten, die sämmtlichen Mitglieder»er Staatsregierung beim ersten Ausbruch der Revolution zu erdolchen. Da, als man den Sieg schon gesichert glaubte, traf die Verschwörung da» Sibicksal, durch welches schon so viele Verschwörungen gescheitert sind: sie wurde verrathen. Schon am 4. Mai hatte ein gewisser Griscl das Geheimniß an die Staatiregierung verkauft. Die StaatSregierung ließ diese Gelegenheit, ihre Macht zn befestigen, nicht vorüber- gehen. Am 8. Mai in einer Versammlung der Babeuf'schen Partei versuchte die Polizei die sämmtlichen Führer durch Ueberrumpelung gefangen zu nehmen; dieselben entkamen jedoch in Folge eines Mißverständnisse«. Allein einige Tage später gelang der Berrath. Am 10. Mai Morgen« versammelten sich die bedeutendsten Parteimitglieder, um den Tag de« Ausbruch» der Revolution zu bestimmen. Babeuf und Buonarotti waren noch in ihrem Hause, um die letzten Manifeste zu vollenden. Da erschien auf Grund der An- gaben der Verräther die Polizei und es gelang ihr, 65 Partei- Mitglieder sestzunehmen, sowie auch, sich der wichtigsten Pa- piere zu bemächtigen. Al« man in Pari« von diesen Vorgängen Kenntniß de- kam, zeigte es sich, daß die neue Richtung in der Masse de« Volk« noch wenig Boden gefunden hatte, wa» sich aus der Unentwickeltheit der damaligen ökonomischen Verhältnisse er- klären würde, oder daß man wenigstens den Muth verloren hatte. GS zeigte sich keine Bewegung. Die Staatsregie- rung aber ging mit Entschiedenheit und Vorsidst vorwärt». Zunächst handel'e es sich darum, die Verschworenen vor da» Gericht zu stellen. Drouei, ein Haupisührer der Babeuf'schen Partei, derselbe, der einst den flüchtigen König LouiS XVI. in Varenne« angehalten hatte, war Abgeordneter. Er konnte nach der Staatsversassung nur von einem durch die Wahl- Versammlungen der Departement»(Staatsbezirke) gewählten Geschworenengerichte verurtheilt werden. Man versammelte dasselbe rasch und stellte, ohne aus die Einreden der Ge- sangenen zu achten, alle Betheiligten vor diesen außerordent- liehen Gerichtshof. Da aber die StaatSregierung Pari« und die noch gährende Masse fürchtete, so verlegte sie den Gerichtshof nach Vendome, das stark mit Truppen besetzt wurde; aus 10 Meilen in der Runde durste Niemand frei der Stadt sich nahen— so groß war der Schrecken. Zu Ansang de« Processe« wollten die Verschworenen Alle« ge« stehen und sich dann auf ihr gute« Recht berufen. Später suchten sie jedoch die ganze Verschwörung als einen bloßen Versuch darzustellen. E» war umsonst: sie hatten die Mei- uung der Richter entschieden gegen sich. Von 65 Angeklag- tep wurden Babeuf und Darthö zum Tode, 7 andere, worunter Buonarotti, zur Deportation(gewaltsame Verbrin- gung in fremde Länder) verurtheilt, der Rest entlassen. Al» da« Urtheil gesprochen war, erfolgte vor den Schranken de« Gericht« ein Schauspiel heldenmüthiger und großartiger Todesverachtung. Babeuf und Darthe, wie e» scheint, einer vorangegangenen Verabredung gemäß, zogen ihre Dolche und durchbohrten sich gegenseitig mit wieder- holten Stößen. Die Gerichtsdiener und andere Personen sprangen sofort hinzu, wodurch die beiden verhindert wurde», sich wirNich zu tödten. Die Wunden, die sie sich bereit» beigebracht hatten, waren, obwohl bedeutend, doch nicht so- fort tödtlich. Am folgenden Morgen kühlte man beide auf da« Schaffot— blutend und im Todeskampfe. Ihr Muth war nicht erschüttert, ihre Ueberzeugung keine Sekunde lang ivankend geworden. Darthe hatte während des ganzen Processe» das Gericht keiner Vertheidigung gewürdigt, Ba« beus konnte nur mit der größten Mühe zurückgehalten wer- den, den Richtern mit vollem Bewußtsein zuzurufen, daß die Regierung eine Thrannin sei und daß er me aushören werde, mit aller Macht an ihrem Untergänge zu arbeiten. So schleppte man sie zur Guillotine, der bekannten Maschine, durch welche die Enthauptung vorgenommen wurde, am 26. Mai 1796 und ein neuer Akt in dem Trauerspiel der Revolution war vollendet. Babeuf und seine Freunde, die ersten Vertreter de» modernen Socialismu«, fielen. Allein die Ideen, die von ihnen vertreten wurden, starben nicht mit ihnen, sondern er- blühten zu immer mächtigerem Leben. Bald, so denken wir. werden die Zeiten kommen, wo der große Gedanke der socialen Freiheit zum Durchbruch gelangt ist»ud dann wird mau auch da« Andenken jener Männer, die zuerst für den neuen Gedanken heldenmüthig kämpften und starben, in. dankbarer Erinnerung ehren.— Dazu gehört unsere Anmeldung verschiedener Versammlungen im Soncerthause, sowie eive'Porversammlung im Engelhard- schen Lokal in der Lir.denstraße. Ueber den Zweck der elfteren haben wir und bereits in voriger Nummer ausgesprochen. Die Versammlung bei Engelhardt wurde um 9'/- Uhr durch Tölcke eröfsnct, der dann nach Uebertragung des Vorsitzes aus Herrn Renz mit den Anwesenden sich zum Eoncerthause begab. Die Versammlung mußte formell durch Vertagung von Stunde zu Stunde fortgesetzt werden, um für den Fall, daß die Fortschrittler die von ihnen berufene Voltsversamm- lunz gar nicht erössnete», und— wie zu erwarten war— der Wirlh im EoncerlhauS un« dieses zu dem von un« angemeldeten Versammlungen nicht bewilligen würde— die Frage, um die«» sich handelte, im Engelhardt'schen Lokale zum AuSttag bringen zu können. Der Hauptgrund- satz unserer„Taktik" ist eben der: stetSAlle« ganz und niemals Etwas halb zu thun.— Ueber diese merk- würdige, den Gegnern durchweg neue Art von„Versamm- lung" enthalten die Zeitungen nachstehenden Bericht: ,,Al« der Abg. Schulze(Delitzsch) die nicht« weniger al« seiner, der Fortschrittspartei, zugeneigte bedeutende Anzahl von Socialdemokratcu und deren Freunde bei seinem Eintritt in den Saal bemerkte, äußerte er sich unwillig gegen mehre Mitglieder de« Tomit«„es sei unverantwortlich, daß man so wenig sür die Organisation der Versammlung vor- gearbeitet habe. Wozu haben wir denn die großen vrgani- sirten Vereine, wenn wir sie nicht in unsere Versammlun- gen schicken wolle»? Man hätte die Maschinenbauer und ähnliche großen Vereine hierher dirigiren müssen!!,»c."— Der Abg. Runge gab ihm vollständig Recht und auch Andere pflichteten ihm bei, allein e« war für diesmal zu spät, denn augenscheinlich hatte die Führerschaft der Social- demokraten früher und rechtzeitig die Zweckmäßigkeit der- artiger Verivendung ihrer Vereintkräsle erkannt und die Mit- glieder de«„Allgcm. deutsch. Brb.-VereinS" und ähnlicher Verbindungen mit sester Parole in da« Treffen geschickt." Jawohl,„die Maschinenbauer und ähnliche große(?) Ver- eine hierher dirigiren!" Da« ist leicht gesogt. Die politi« schen Seiltänzenie» der ForlschrittSmänncr ziehen nicht mehr bei den Arbeitern Berlin», bei denen auch, wie überall bei den Arbeiten: Dentschland», die„Magenfrege" in den Bor- dergrund getreten ist. Wie könnte e« auch ander« sein? Halte doch der Minister de« Innern die Gefälligkeit gehabt, Herrn Duncker davon rechtzeitig zu benachrichtigen, daß auch noch andere Leute erscheinen würden.— Minister»nd Dun- ckcr!— Der Bericht fährt fort: „Zu diesem Zwecke hatten dieselben auf 9 Uhr Vormittag« eine Versammlung in Engelhardt'« Local in der Lindenstraße berufen, von wo aus nach Festsetzung der zu beobachtenden Taktik mit Ausnahme einer Person, de» Vorsitzenden Rem pel*), sich sämmtliche Anwesenden, unter denen sich auch viele der an» den Antiklosterversammlungen her bekannten Ange- hörigen katholischer Vereine besunden haben sollen*»), nachdem Concerthause begaben; hier wurde dann bekanntlich der ver- abredete Schlachtplan mit glücklichem Erfolge zur A»»sUh. rung gebracht. Aber auch gegen einen etwaigen Mißerfolg. für einen möglicherweise nöthig«erdenden Rückzug waren von dieser wohlgeschulten Partei die nöthigcn Vorkehrungen getroffen,»nd hierzu war der Vorsitzende Rempcl im Saale bei Engelhardt zurückgeblieben, nachdem er um 10 Uhr die Versammlung auf eine Stunde— die höchste gesetzlich zu- lässige Dauer— vertagt hatte. Daß während dieser Stunde außer Hrn. Rempel und dem überwachenden Polizeibcamten sich Niemand im Saale zeigt«, ist sehr erklärlich; aber mindesten« komisch, ja fast possenhaft erschien e«, al» um kl Uhr, zu welcher Zeit die„Versammlung" noch genau die- selben zwei Mitglieder zählte, sich Hr. Rempel erhob und sprach:„Meine Herren, die Versammlung ist wieder eröfs nct" und unmittelbar darauf:„Meine Herren, ich vertage die Versammlung auf eine weitere Stunde." Jedenfalls war Herr Rempel noch ohne Nachricht über die Aussichten des zur selben Zeit im Eoncerthanse sich entspinnende» Kampfe» und wollte aus diese Weise für die dort etwa nicht zur Welt gekommenen socialdemokratischen Resolutionen hier die Stätte warm halten. Der überwachende Polizeibeamte glaubte jedoch diese« Eröffnen und Bertagen einer nicht vor- handenen Versammlung nicht obne Widerspruch lassen zu dürfen, er versuchte daher, Hrn. Rempel zu überzeugen, daß zu einer Versammlung jedenfalls mehr al« der Borsitzende nothwendig sei. Ob nun diese Erklärung de« Begriffe«: Versammlung, oder die Erwägung, daß der Zeit nach der OperationSplan im Eoncerthanse wohl schon gelungen sein möge, für Hrn. Rempel maßgebend war— letztere» ist wahrscheinlicher— bleibe dahingestellt; er erhob sich jedoch nochmal» und sprach in den leeren Raum hinein:„Meine Herren, die Versammlung ist geschlossen", worauf sich der Saal von den jlvci Personen leerte." So weit der Bericht. Unsere Taktik und stramme ParteidiSciplin hat die Geg ner vollständig zur Verznxislung gebracht. Die Fortschritt» Partei läßt ihre magere Anhängerzohl au« der fetten Bour geoisie hinter Thor und Riegel sich„versammeln", um kin dische Proteste und ohnmächtige« Geschimpfe gegen un« los- zulassen. Die Reaktion verursacht dem Geldprotzenthnm eine Gänsehaut mit dem«leinkindergeschrei vom„rothen Gespenst" — und die winzige Bourgeoisclique von der„Volkspartei" schlägt in ihrer polisischen Raserei förmliche Pnrzelbäume, »m unter„allen Parteien" B»nde«ge»ossen zu finden gegen die sürchterlichen Social-Demokraten. Der hiesige„demo- kratische Arbeiterverein", bestehend au« einem Dutzend über- spannter Schreihälse, welche zum Tbeil der«llg. deutsche Arb.-Verein von sich abgestoßen hat, von diesem„Verein", welcher in dem Liebknccht'schen Blatt seine totale Ohnmacht in einem wahren Jammerartikel„ohne Vertuschen und ohne Verschweigen des wahren ThatbestandeS" echt„demokratisch" beweint, von diesem„Verein" veröffentlichen die Zeitungen einen JSugsKuf, wie folgt: „Der aus dem social-demokratishen Prinzip der inter- nationalen Arbeiterassocition stehende dimokratische Arbeiter- verein giebt in Bezugnahme ans die Volksversammlungen der letzten Wochen und besonder» aus die von Sonntag, den 7. November, solgeude ErNärung ab: So erwünscht *) Soll heißen: Renz. **) Vollständig unwahr. uns jede Gelegenheit ist, welche unsere social-politischen Geg- ner un« bieten, um sie in öffentlicher Debatte zu bekämpsen, so weisen wir doch mit Entrüstung eine Kampfweise zurück, welche, auf die Leidenschaften der Masse» berechnet, sich sol- cher Waffen bedient, die ein anständiger Mensch nicht zu gebrauchen veimag, eine Kampsweisc, die nur dazu beitragen dürfte, diejenigen Wege zu ebnen, welche die Feinde der Freiheit zur Erreichung ihrer sreiheitawidrigen Zwecke ein- zuschlagen bereit sind. Wir sind der Ueberzeugung, daß solche Excesse nur durch eine Einigung sämmtlichcr Parteien über Modalitäten znr Aufrechtet Haltung der Ordnung in öffentlichen Versammlungen unmöglich gemacht werden kön- neu, beantragen daher, eine Versammlung von j- zwei De- legirten aller von demselben Streben beseelten Vereine Ber- lin» zur Lösung dieser Aufgabe zu veranstalte», und schlagen zur Entgegennahme der Adresse der Delegirten und zur Ein- berufnng jener Versammlung Herrn Louis May, Linicnstr. 233, vor.(Die weitere Durchsührung obigen Vorschlage» wiid in der Weise gedacht,, daß die von den Delegirten vorbereitete» Anordnungen durch dieselben ihren resp. Vereinen vorzulegen feien, die dann über Annahme oder Ablehnung derselben sich schlüssig zu machen hätten. In einer zweiten Delegirten-Bersammlung ist das Ergebniß der Abstimmun- gen sestzuflellen.'und nun in allen Zeitungen da« Verzeich- niß der Vereine zu veröffentlichen, die sich so diesem selbst- gegebenen Gesetze untenvorfen haben.) Die interessirenden Zeitungen werden ersucht, die vorstehenden Zeilen abzudrucken." E« ist zum Todtlache»! Diese Jndenjüngelchen, welche wir am Sonntag in einer Anwandlung von„demokratischer" Barmherzigkeit ruhig ihre abgeschmackte Resolution voibrin- geu ließen, diese Leutchen, welche in Eisenach vor 119 Ar- beiter-Delcgirten sich im„Mohren" verschanzten und den Schutz der gesammten Pol zei- und Militairmacht Eiscuach« ausiicsen,— diese Leutchen wollen sich jetzt mit Delegirten der Vereine aller Parteien, also von der„Volkspartei" bi« zu den Fortschrittlern, Nationalliberalen und Eonser« vativcn hinab, in Verbindung setzen, um Modalitäten au» findig zu machen, durch welche die Social-Demokraten nieder- gehalten werden können. Wa« mag der Generalrath der Internationalen Arbeiter- Association in London zu solchen kindischen Streichen der Leute sogen, um deren Gebahren— wie wir schon einmal bemerkt haben— kein Gensdarm einen Stiesel anzieht? Wir meinen, daß es die höchste Zeit sei, daß die Association sich von Elementen befreit, welche die Arbeiterbewegung nur lächerlich machen. Abgesehen von der totalen Verrücktheit des Vorschlages an sich, würde seine Ausführung sofort die Auflösung der betreffenden Vereine zur Folge habe», wie wir e» der„VolkSpartei" mit ihren Vereinen vorausgesagt haben, und wie es inOesterreich unter dem vvuLiebknecht gelob- hudelten„Bürgenninisterium" bereits eingetreten ist. Doch da« kümmert un« nicht. Wir beschäfligen un« hier nur deshalb mit dem Vorschlage, nm darzuthun, in welchem hohen Grade unser einmüthige« Zusammenwirken in straffer Organlfation und DiScipliu alle Gegner zum Zittern bringt. Jndeß ist der Borschlag so kölnisch, daß mir uns nicht cur- halten können, den ,, Delegirten der Vereine sämmtlichcr Parteien" den nachstehenden Statuten-Entwurf für ihre Berathung zu empfehlen: §. 1. Sämmtliche Parteien, mit Ausschluß der Social Demokraten, verbinden sich zu einem„Internationalen Ver eine zur Pflege der Verwundeten in öffentlichen Versamm lungen." §. 2. Zur Verhütung von Excessen verpflichten sich die Mitglieder de« Verein«, weder selbst öffentliche Bersa-nm- lungen anznberaumen, noch die von den Social-Demokraten veranstalteten zu besuchen. §. 3. Zur Abhaltung der geschlossenen Mitgliederver- sammlungin erbaut der Verein ein unterirdisches bomben- feste« Gewölbe; die Mitglieder sitzen zum Schutze ihrer Leiber während der Verhandlungen in numerirten seuerfesten Geldschränken. §. 4. Während der Versammlungen wird die ge- sammle Polizei- und Militairmacht Berlin», die noch um 25,999 Mann ncbst 3 Regimentern Zuaven zu ver- stärken ist, mobil gemacht. Die Zuaven besetzen den Hell- weg, jetzt Gitschiuerstraße, vor deren Nr. 17 die große Krupp'sche Kanone von der Pariser Industrie Ausstellung scharf geladen und mit der nörhigen Bedienungsmannschaft ausgepflanzt wird. s 5. Das Versammlungslokal de« Verein«, die Woh- nung de« Vorsitzenden und die Redaction der„Zukunft" weiden durch eine unterirdische Telegraphenleituug mit dem Palai« des Kriegsminister» Roon und mit dem Polizeiprä- sidium in Verbindung gebracht. § G. Um den Gesahren eine« etwa dernoch möglichen Uebersalle« vorzubeugen, und da die Social-Demokraten voraussichtlich in ihren öffentlichen Versammlungiu in Er- Mangel von Gegnern au» angeborener Prügeleisucht sich gegenseitig verhauen werden, so gründet der Verein eine Krankenträger-Eompagnie»nd verschreibt 599 barmherzige Schwestern zur Pflege der Verwundeten. Sämmtliche alte und junge Weiber de« Verein» zupfen während der Verein«- Versammlungen Charpie und sorgen für die nölhigen Ver- bandsstiickc. Die Pflaster schmiert der„social-demokratische" Apolhekergehlllfe Heinrich Vogel. 1'. Berlin, 12. Nov.(Der panische Schreck), welchen der Verlauf der Volksversammlung im Concerthause allen Gegnern der Social-Demokratie in die Glieder gejagt hat, treibt dieselben zn den tollsten Streichen. Für uns sind diese eben so ergötzlich, wie lehrreich. Schon in der Volksversammlung selbst, wie auch bei früheren Gelegen- heilen, konnten wir wahrnehmen, welchen Grad von„Bil- dung" sich die Anhänger der Fortschrittspartei in ihren Bildung»- und sonstigen Vereinen angeeignet haben; man darf sich indeß nicht daiüber verwunnderu, wenn man einmal Gelegenheit gehabt hat, zu beobachten,>vie e« in den Zusammenkünften der edlen Bourgeois hergeht. Ein merk- wü.dige» Beispiel davon gab gestern Abend eine Versamm- hing des 31. Stadt-(Dönhofsplatz.) Bezirk« Verein« im Engelhardtlchen Lokale in der Lindenllraße. Es waren 99 wohlgenährte Vollblut-Spießbllrger und rvthnasige Weiß» bier- Philister unter dem Vorsitz des sehr ehrenwerthen Bäcker- meister« und Bezirks Vorstehers Herrn Krebs„versammelt", um den im Eoncerthanse vor dem Volks-Unuallen durchge- n brannten Hohenpriestern des goldenen Kalbes ihr zu bezeigen und die eigene Herzensangst zu befchwich»!� durch— Schimpfen, Schimpfen und Schimpfen. „Bäckermeester" thaten es darin die unvermeidlich anweil� sei» müssenden„Bild»ngs"-Doctoren zuvor. H"* � Horn behauptete: überzeugt zu sein, daß„dieses lZl' sindel, diese Pöbelrotte"(die Social-Demokrüi»' von der Wilhelmsstraße au»(Staatsministerium) werde, und Herr Dr. Parow behauptete: überzeugt sein, daß der Staatsanwalt gegen da«„elende Geft* I?! Vkostl dcl" einschreiten müsse.— In ähnlichen AuSbril�/jL vi übermäßiger„Bildung" erging sich auch der Herr �L."Wjn Schwarz.— Herr Literat Glasbrenner beautrof�«n- die Trennung de» zu behandelnden Gegenstandes in l�i vii Theile: den„Virchow'schen Abrüstung«- Antrag""u.s i,~n' „Excesse im Eoncerthanse".— Al» man ihn daraus �r En Hullern hrod wü lvelche) .— Aiv niaii xq« oaiuui ob er denn das„Lumpengesindel� mit Glaceeh� �und Lc schuhen anfassen wolle, rcmonstrirte dagegen der„gebiüx�"n begel Redacteur der„Monlags-Zeitung" mit dem tapfer» GeÄ� � ganz „Nein, nein! Ich möchte nicht blo« dieser pod�'ttreteu. „■Kein, uTTu i-CJO} ni ü aj i c uiuji uiuo uic(ci> y''— haften Rotte, sondern auch noch anderen Leutil- i erhob die ich hier nicht nennen will(wie muthig. tapfjj Mitglieder oe»„-oaiuia acvcim-ociw■ 19. d. M. bei ihrer Schiller- und Robert Blum 8«�- welcher auf die„Rohheit jener verführten Mal! ebenfalls weidlich geschimpft wurde, obschon diese„ de> Vorsitzenden de« Vereins, Herrn Krebs, in der Versammlung seine Resolution mit der musterhafteste« begründen ließ.— Jetzt freilich wird diese wissen, wie sie künstig mit den Burschen zu verfahre� die ihr— Ohrfeigen anzubieten wagen.— Ä» die große Majoeität der Volksversammlung im Eoncerl nicht umsonst beschimpft. Verlaßt Euch darauf, Maulhelden hinter verschlossenen Thllren!— Berlin, 8. Nov.(Mitgliedcr-Vcrsanruilu� In der vorgestern abgehaltenen Mitgliederversammlung" �t Entse »Ugischl "■t wir und zu useu Gesichter Stöße ehre: ren hi koch b, Vorsitz de« Bevollmächtigten Tölcke wurde zunächsi kisbur -tags« d. M ,,iv sehen '» Meid. die Vorbereitungen zur Generalversamnilung dcbatnrl beschlossen, eine au« 15 Mitglieder» bestehende Eonin» mit allen nöthigen Einleitungen zu beauftragen, wl Commisstoii wurden gewählt die Herren Tölcke, � A. Kapell, Renz, Anrin, Finn, Gracnd°rl'�"'amml Werthmann, ZielowSky, Schneider, Grau I., O. Kapell, Schwekendiek»nd Seb«� Müller. Es wurde auf den Antrag de«' R oft serner beschlossen, daß am Abend de« 3- uuar eine Borseier in„Bauxhall" dnrch�TlN Vorträge und Declamationen, am letzten Tage Gcnrralversammlug de« Verein« ein gcineial licheS Miitagessen, und am l>tzten Tage der ralversammlnug de« Verbandes abermals ein Eonceck Tag« daraus die Besichtigung der Hau-.'isehensn-iir!' BcUin« statlsinden soll. Mit enthusiastischem Jubel die Mittheilungen de« Bevollmächtigten in Beiß Betheilignug der Parteigenossen an der VolkSverfo»" im Eoncerthause aufgenommen. An der Debatte � bctheiligten sich die Herren ZielowSky, A. Werthmann, Gracndors, Hassel mann, Sch�' dieck, Rost, Finn, Renz, Blank und Anrin. Vertagung der übrigen Tagesordnung wurde die Lckfti lung gegen 12 Uhr geschlossen. Hamburg, 11. Novbr.(Verhandlung Üb� Niederlage der Fortschrittler in Berlin.) heutigen Abend hielten wir hier eine zahlreich besucht gliederversammlung ab, worin der nicht hoch genug'? schlagende Sieg unserer Partei über die Fortschritt«?"!'-- Berlin bekannt gemacht und besprochen wurde, i' verlas der Bevollmächtigte Herr Oscar Lehder artikel eine« hiesigen Blatte», de«„Freischütz", wo'" die Arbeiterpartei, Pöbel, im Dienste Bismarck« stei als Anhänger der ultramontanen Partei hingestellt' diesem netten Anfang solgte ein endlose« Geheul u'1 winsel de«„Freischütz" über die grenzenlose Schmach,.' die fortschrittliche, die liberale»nd alle andern Partus litten hätten, und endlich wundert er sich, wie in „intelligenten" Stadt wie Berlin, solche Vorfälle 5 gen Wenigen ausgeführt feien, welche freilich gut'!MI"m'a nisirt und in Masse in der betreffenden Versam"!� öar und •"fangen q erschienen seien.— Man kann sich denke», wie beiul lesen dieses Lamento« die Anwesenden sich™ wurdi der Saal von Lachen widerhallte, denn wir sind oer«aal von raiyen wroeryaurc, venu V'Gil,,, � hinweg, un««ber solch- Wuthausbrüche der �'��noch�c nur irgend z» bekümmern. Gs stellten da»»�« Herrn Richter. Wolf»nd Liebrsch den ue zu schreiber in da» rechte Licht Wir kennen diese von Menschen ja schon von Lassalle'S Zeil her, n>tM''Jri,toä««6ga un« sehr richsig als eine Bande unwissender und ged"�' sür ftme: MjW'' M'"■' �"llsth i;\~.l un« sehr richtig als eine«anoc unwiizenoer unv nmu los» Buben schilderte, zu jeder bürgerlichen Handtieruwrhn ,h llhlecht, zum Elementarschullehrer. zu unfähig, zum �»us stxj.p deshalb sich berufen Gruß n„,n se-A-ieurrni "da alte, Dacht b nicht Himw 'NS Mae! feil Ei„ "g zu � Hofen N. A. Leitung" dazu an für gut Milien Z «rn So .''ich ei' * Lokal. chfin h chig zun 5"c» Vv! erhielt dann *er8iflt "itciit ii 'krlung Aigen i .fc'iitm i !'«'chlech �dombc J, Unle. A«-rick ci b«i fe dhck wurd' die Mülhel secretir zu arbeitsscheu und eben ben, Literatur und Volksbildung zu treiben. Zum wurde folgende Resolution de« Herrn Liebisch untck haftem Bravo begrüßt und angenommen:„Die d öffentliche Versammlung der Hamburger Mitglieder de» deutsch. Arb.-Verein« spricht ihren Parteigenossen in � für ihren Sieg ihre volle Anerkennung au». Ni-d� der Fortschrittspartei!" Vor und nach der BcrsaM fanden zahlreiche Einzeichnungen in die Listen de» statt. Mit social-demokratischcm Gruß �'uzzi E PaulSsen, SchrlftM'.�»hleu so Stettin, 7. Nov.(Niederlage der Bo urge'a», gewählt i» naSlfifi» SaÄ rfl.'*'-.„A. fiHll Die gestrige Versammlung des Allg. deutsch. käme wurde nack der ErLssnuna sofort aescklofsen. weil im � � HL �t der 2 lev. nen B eingeladen,"obgleich Sie da« größte Interesse� darai>�'M�"» Angel wurde nach der Eröffnung sofort geschlossen, weil im be: Hause eine große BÜrgerversammlung tagte, welche sM?en. Festnngsftage abnrlheileu wollte. Die Arbeiter«inen B nn B..u" �----„„— Denn würde die Summe von 7,999,999 Thlrn. jn ,4"ags ci„e Fiscn« für die W.-rke bezahlt, so würde man ei»' K�ÜIb,«,(, drückende Steuerlast in den nächsten 19 bi» 15 Jal� i(Fortsetzung folgt in der Hierzu eine Beil-�' r1' eumiins �wunalir 7"ht hier der G einer V ran beth eine'1 Mn aus, An lass. ,.'ften seh, Alling 'ffthtt at zn ha 134. Dt ftB. ch an» Hin iefe«®t' itmoftato) m) Keilage zum„Social-Demoärat."»«». u.« 1, Hullern dcs Arbeiterstandes legen; Miethen. Fleisch Orod würden noch Ihenrer werden, nur die Speculan- erzeug.'U"-ch- Besitzungen in den Festuugsparzellen haben, )e G's�'," haben; sie drängen daher darauf, das Geld Aiiibriä�:„'n- In jener Versammlung wollte nun eine Hand Herr �''»scheu über das Wohl und Wehe einer Bevölkerung beantrag: Ji!tt 76,000 Köpfen beschließen; eS galt also dabei zu e« ini'fi, rllcklcn vor uud fanden das Lokal vollgpfropsl " und d»drillien, dickleibigen Bourgeois, auf der Tribüne die raus srt� � � Stadt». f. w. Alle Ein- und Ausgänge, sowie Slac-ieha»»»»ud Logen besetzen, war das Werk eines Augenblicks, „gebild'� begehrte ich das Wort, ein«, zwei-, und zum drit- ' ganz öbn' betreten. m S'1'1 ganz entschieden. Dann erst durfte ich die Tri- scr?7K--««in. Furchtbarer Tumult und wahres Wuth u geilt'*»hob sich, als man meiner ansichtig wurde. Hinaus pseiii MI jhnl brüllten mehrere hundert hochgebildete Oonnerftv Ich ruft: Sorgen Sie nur dafür, daß Sic nicht >lll.)"li'gen! Das machte sie stutzig. Durch Abstimmung, »n» folgt, wird m.r da« Wort verweigert; jetzt sängt allen Ecken, Thüren und Fenstern sich zu regen an. ebeiter verlangen, daß mir das Wort gestattet werde, " Entsetzen sehen die Brillcnheldcn, daß sie von einer ''»geschlossen sind. Ich gab dann die Erklärung ab, v wir Arbeiter die Festnngsfrage in die Hand neh- »»d zu diesem Behuse eine große Volksversammlung '»sei, würden. Staune» und Entsetzen malte sich aus Gesichtern, und die, welche mir, als ich die Tribüne Stöße und Püffe ertheillen, machten niir beim Zu- ehrerbietigst Platz. Eine solche Erfahrung haben ken hier bis heute noch nicht gemacht, aber eS «nch bester. Mit focial-demokralischem Gruß O. Armborst. Ulsburg, 17. Okt.(Berichterstattung de« ilunllt'�l�iagSabge ordneten Hasen clever.) Samstag M. hatten wir Duisburger die Freude, unfern i'�logsabgeordnelen Herrn Hasenclever in unserer Wir hatten Versammlungen anberaumt iatvllj xawM ,iu sehen................................. n. J», 1" Meiderich und in Mülheim a. d. Ruhr. An letzte- Je,#'[ �tt{ sollte die hauptsächliche Berichterstattung ersolgen. ldors 1 �'rsammluug hier war mittelmäßig besucht, doch war M»*!.»»1 ein schöner. Mittelmäßig war sie in Folge »oi, alten Kriegern gefeierten Festes zum Audenke» an Schlacht bei Leipzig, bei dem unsere lieben Duisburger (»ch nicht fehlen wollten, wie denn überhaupt ihnen � Himmel voll Geigen hängt und Fest auf Fest folgt. l'ns machten die in der Bersammlung gehaltenen Rc- ■fm Eindruck aus die Zuhörer. Es kam von Herzen »g zu Herzen. Außer dem Udiegencn Vortrage des Hasenclever, welcher nngetheilter Beifall erhielt, ii. A. noch Herr Real. Die hiesige„Rhein- rrud Leitung", welche die ganze Zeit Artikel gebracht hat, dazu angethau waren, unsere Sache zu verunglimpfen, für gut gefunden, über diese Versammlung zu schwci Einen Tag ist sie conservativ, einen Tag fortschr>ti> ßtn Sonntag Morgen hatten die Parteigenossen in �'rich eine Vollsversan mlung. Wir fanden ein dicht 'd Lokal. Herr Hascnclever wurde mit dreimaligem, chcin Hoch empfangen. Unser Erombach wurde »tig zum Borsitzenden gewählt. Herr Hasen clever '"teil Vortrag, welcher wie in Duisburg ungetheilteu � trhiell und tiefen, hostentlich bleibenden Eindruck ?! dann sprachen verschiedene Redner, u. A. Real ??.'rgrath über unsere Organisation und ermahnten ''"»ritt in den Allg. deutsch. Arb.- Verein. Nach der »•»Illing versprachen uns die Meidericher, das Gehörte '»zigen und fest zusammen zu stehen. Von hier ging Sturm und Regen nach Mülheim. Auch hier war schlechten Wetter« eine stark besuchte Versammlung. Erombach wurde Vorsitzender, Herr G är tue r Stell- Unterzeichneter Schriftführer. Herr Hascnclever Bericht über seine Thätigkcit im Reichstage. Die m eil Stbalji, »es e» 3. i 5m Tag' meins der „icerl >ürb'r 3«! Be» r( ach-. � -artt'"»hn, circa 5/e Stunde in Anspruch. Besonder« er- n-i»'! b« Erwähnung der Erringung der Eoalitionssrei- van"'»»»ften Beifall. Am Schlüsse seiner Rede wurde ihm ;ut»!, e-imalige« Hoch gebracht. Auch Gegner waren da, fa"1 j,.»0t und während der Versammlung sich gegen unsere beiio''»ungen aussprachen; als aber zur Interpellation auf- itzte»! e»t wurde, da sagten diese Herren:„Was Herr Hasen- d- � I llesagt hat, daran ist nicht zu rütteln." Schließlich : Noch einige Redner von unserer Seite. Die Ver« danii."lang nahm den schönsten Verlauf und es versprachen Leitosi die Mülheim er, sich fest zusamnien zu schaaren uud treu est®.»»h»e zu halten. Wir unsererseits sagen nnserm wtWj �tozsabgeordneten Herrn Hasenclever den herzlichsten , i �r seinen Besuch, sowie auch den auswärtige» Partei- ticrvoi'-» für ihre Wilwirkzing. Hofseutlich sind ihre Worte uw?»us steinigen Boden gefall:». Mit social-demokrati- fen t, VVruß B. Fitte. m �|,'•oumunster, 9. Nov.(Großer Sieg bei den .»•unalwahlen.) Da da« allgemeine, gleiche und direkte '-cht hier dahin ausgedehnt ist, können wir an den »» der Gemeindevertreter theilnehmen. Es wurde da- «iner Versammlung in Anregung gebracht, ob wir 'ran betheiligen wollten oder nicht. Es entspann sich ■r eine kleine Debatte, doch alle Betheiligten sprachen hin aus, daß man diese Wahlen nicht unbenutzt vor- °A'» lasten dürfe und Eandidalen anfzustellen seien. .�ahle,, sollten am 31. v. M stattfinde» und 9 Ver- b-wählt werden. Durch Zufall verschiedentlich daran »t, kamen»vir erst am 30. Okt. dazu, eine Versamni- •»» der Tagesordnung: Die Eommunal-Wahlen, au- j K»»Men. Vor ungefähr einem Jahre hatte die Bour- � einen Bttrgerverein constituiren wollen, um die com- »n'> k'» Angelegenheiten zu beherrschen. Dazu wurde eine« * p?'»98 eine Volksversammlung einberufe«, in der wir i �"sten sehr gut vertreten ivami. Der Einberufet dieser """(.."»»ilung glaubte, durch Abhaltung einer kleinen acht i< iriiher abgehaltenen Versammlung für sich den Vorsitz IW' � zu haben, doch davon wollten wir nicht« wiffen. Unser früherer B.vallmächtigter F. Puck erklärte, daß die Gründung eine« solchen Verein« nur den Zweck haben könne, ZirspUr- terung in den Reihen der Arbeiter hervorzurufen. Wer eine radikale Heilung der kranken Gesellschaft herbeiführen und eine gesunde Gesellschaft schaffen wolle, möge sich dem Allg. deutsch. Arb.-Verein anschließen, nur durch diesen wäre eine gründliche Heilrng zu erringen. Der Mann, der sich den Vorsitz erworben zu haben glaubte, erklärte, wenn einer Demokrat wäre so wäre er es, auf dem von F. Lassalle vorgezeichneten Wege eine Umwälzung der verdorbene» Ge- sellschaft zu erlangen, wäre jedoch ganz unmöglich, auch muffe man da zuvor bis ans Knie im Blut waten u. s. w Da wir aber von unserer Forderung, ein Bureau zu wäh len, nicht abließen, aber kein Gehör fanden, stimmten wi die Marseillaise an und vereitelten aus diese Weise den ge- faßten Plan. Man hätte uns gern hinauSgeworsen, eS fehlte nur an Kraft, nicht am guten Willen. Acht Tage später wurden„auserlesene Bürger" eingeladen und die Gründung deS Vereins ging hinter Schloß und Riegel vor sich. Bis zum Oktober d. I. ging dies alles ungestört seinen Gang, doch als die Gcmeindewahlen immer näher rückten, vereinigte sich dieser Bürger-Verein mit den couservativen Herren uu- sereS Ortes»in den verhaßten Laffalleanern eine» Hanptschlag beizubringen In der Versammlung am 30. Oktober wurde dieses kurz erwähnt und mnthig stellten wir dann den Verbündeten 9 Arbeitercandidateu entgegen ES war Rcveille geschlagen und alles lebendig. Am Abend des 31. Oktbr. wurde in allen Wahllokalen das Resultat verlesen, von uns verzeichnet und zusammengestellt, da ergab sich, daß trotz der Verbindung unserer Feinde und des an uns wissentlich verübten Betrugs 8 Social-Demokrateu durchgebracht waren. Unser» Gegnern erregt dies Resultat die Galle, sie rufen, es sei betrübend und ähnliches in ganz Deutschland noch nicht vorgekommen. Für uns aber ist es ein erfreuliches Zeichen der festen Orgauisttion und nichts hat un« mehr Spaß ge macht, als die traurigen Gesickster, wie mau oft zu sagen pflegt, der schwarzen Gensdarmcu. Wir rufen jetzt allen schüchternen LeidenSgenossm, bei uu« wie in allen deulschei Gauen, zu, eS ist ohne blutige Stiefel möglich, eine radikal Umwälzung der faulen Gesellschaft herbeizuführen. Nur Mnth gefaßt und eingetreten in die Reihen der Kämpfer, der Sieg wird desto größer. H. D. Plambeck. Höchst a/M-, 8. Nov.(3Jeue Ausbreitung.) Am 7. November hielten die Paitcigenvffen von Frankfurt, Höchst und Bockenheim eine Arbeiterversammluiig in Griesheim a. M. ab, die von sehr günstigem Erfolg war, indem sich eine Mitgliedschaft dcö Allg. deutsch. Arb.-Vereins bildete und sofort ungefähr 60 Arbeiter beitraten Da Griesheim eine große chemische Fabrik besitzt, in der noch viele Miß stände herrschen, welche gehörig in» Li�>. gesetzt wurden, so kamen die meisten Arbeiter derselben durch unsere Vorträge in'S Klare über ihre Claffenlage, und obgleich viel Widerstand von Seiten der Orlvpolizei geleistet wurde, bis wir zu einer Verfaminlung gelangten, so ist doch jetzt schon alle« so durchdrungen von der Gerechtigkeit unserer Sache, daß wir Aehnliche« nicht mehr zu befürchten habe». Immer tapfer vorwärts, bis wir zum Siege gelangt sind. Mit focial-demo- kratifchem Gruße C. SteiniuS, Schriftf. der Versammlung. Dresden, den 10. Nov.(Quittung) Von Offen bach sind mir durch Herrn Makert nachträglich noch 8 Gulden 15 Kreuzer oder 4 thlr. 21 sgr. 4 pf. für die Hiuterbliebeuen der im Plauenschen Grunde verunglückten Bergleute über sandt worden, welche später noch zur Bertheiluuz kommen werden. Mit social-dcmokratischcm Gruß Emil Försterling. * Zur Reise de» Präsidenten sei weiter bemerkt, daß auch die Versammlung in Ttastfurt am 10 dss. Abends auf's B.ste verlief. Am 11. dss. Vormittags sollte aber mal« Versammlung in Staßsurt sein, auf Wunsch derjeni gen. die Nachtarbeit gehabt hatten. Die Versammlung mußte jedoch ausfallen, weil au« Egeln die Nachricht ein lies, daß an diesem Vormittag die Bevollmächtigten für Egeln und die umliegenden Orte in Vereinssachen Ge-- richtStermin hatten. Dir VereinSpräsident eilte also in der Frühe per Extrawagen nach Egeln und trat in der öffentlichen Gerichtssitzung als Vcrtheidiger auf. Die Ver theidigung hatte jedoch nur deu Eisolg, daß da« kleiustr Strafmaß(5 Thlr.) eintrat, während die Verurtheilung selbst nicht abgewandt werden konnte. Abends Versamni lung in Egeln, sehr zahlreich und aus der ganzen Um gegend stark besucht; selbst an« Halberstadt waren etwa sechs Vereinsmitglieder erschienen. Wiederum schönster Verlaus der Versammlung und gehobenste Stimmung. Auch in Buckau(Magebnrg), woselbst am 12. Versammlung war, verlies Alle« in würdigster und erhebendster Weise. Fast alle anwesenden Gewerkschaftsmitglieder ließen sich in die VereiuSliste einzeichnen. Den Arbeitern zu Egeln sage ich für das schöne musikalische Frühstäudchen am Heuligen Tag meinen innigste» Dank. Da ich keine Gelegenheit mehr hatte, diesen Dank persönlich zu sagen, spreche ich ihn auf diesem Wege ans und rufe den Freunden zu Egeln noch einmal ein h.-rzlicheS Lebewohl zu. Magdeburg, 12. Nov. 1869. Schweitzer. * Nach einer Mittheilung des Verereinskassirer«, Herr» Hasenclever, sind ihren Verpflichtungen gegen die Ver- einskasse lür den Monat Sept em b er ferner nachgekommen: Wehlheide», Ansbach, Uerdingen, Solingen, Geestendorf, Burkhardsdorf, Neu-Isenburg und Bapcnthal. VerbtlM-Cheil. Für den Allgemeinen deutschen„Arbeiterschaft«- Verband". Allg. deutsch. Maurer-Verein u. Allg. deutsch. Zimmerer Berein. Berlin, 9. Nov.(Ein sog. Eongreß. Agita- tionSreise.) Von den„Ehrlichen" sind, um uns mög« ligst zu stören, auch Gewerkschaften begründet worden oder sollen vielmehr erst errichtet werden, denn ihre Mitglieder stehen bloS auf dem Papier. Zu diesem Zweck hatten sie eine kleine Anzahl Zimmerer und Maurer zu Dresden ge- sammelt, welcher Ort früher trotz mehrjacher Aufforderung unsererseits, unsere G-neralversammluiig zu besuckzen, sich in Folge von Jutriguen uns fernhielt, uud Eirculare au alle Zimmerer und Maurer Deutschlands gerichtet, sowie auch in Liebknechts Blatt die Aufforderung ergchen ließen, die am 3l. Oktober bis 2. November zu Dresden tagende General- Versammlung zu beschicken. Merkwürdiger Weise war nie- mal« das Lokal angegeben, selbst in den Dresdener Zeilun- gen nicht. Unser Präsidium und Ausschuß beschlossen, daß ich dieser sogcnannteu Generalversammlung beiwohnen sollte, um zu erfahren, was dort zur Zersplitteiung der Arbeiter ausgebrütet würde. Weil ich zugleich in Veceiiisangelegen- heiten nach Leipzig und Breslau mußte, paßte es ganz gut. Am Sonnabend Dkachniittag kam ich in Dresden an, konnte aber nicht ausfindig mache», wo die Generalversammlung stattfand. Ich ging in die Versammlung der Dresdener Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-VereinS und hört-, daß in demselbe» Lokal auch die Generalversammlung tagen sollte. ES war eine gesellige Vorfeier an dem Abend, an welcher ich mich übrigens nicht betheiligte. Ich blieb daher in der Versammlung der Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.- Vereins und fand dort einen so ausgezeichneten Geist, wie ich ihn kaum erwartet hatte. Am Sonntag stellte ich mich pünktlich zur angegebenen Eröffuungszeit ein und gab an ein paar Mann, welche schrieben, mein Mandat ab. Endlich war die Ricsenarbeit der Prüfung zu Ende, und der Berichterstatter brachte folgendes ungeheure Resultat zum Vorschein. Es waren erschienen außer wenigen Dresdenern ein Delegirter der Zimmerer und Maurer an« Ersuit mit angeblich 30 Stimmen, und ein Delcgirter, Unterzeichneter ans Berlin mit 1900 Stimmen. Dann waren uoch eine Vollmacht aus Gera ohne Angabe der Stimmen und eine selche aus Glauchau mit angeblich 54 Stimmen geschickt. Jetzt begann die Eomödie, die Eommission beantragte die Gültigkeitserklärung aller Delcgirte- Vollmachten, mit Ausnahme der des Unterzeichneten. Ich bat mit ernster Miene um'« Wort und ging die hohe Versammlung darum an, mein Mandat anzunehmen, innerlich wollte ich vor Lachen platzen. Es half nichts, mein Mandat wurde cassirt. Die Dele- girtenlchaar bestand aus einem Mann, den DreSdenerZuschauern, ans 30 Köpfen, und von diesen, ob dieselben Stimmrecht hatten oder nicht, daraus kommt es großen Geistern nicht au, nahmen sich 21 heraus, ei» von 1900 Arbeiteru ausge- stellte« Mandat zu verwerfen. Hierauf erklärte ich diesen Künstler», daß ich sie nicht für competent halte, die DreS- dener Zimmerer und Maurer zu rehrcheiikircn, soudern mich direkt an dieselben wenden werde, und verließ den Saal. Die Vorkehrungeu zn einer öffentlich?» Versammlung aller Zimmerer und Maurer Dresdens waren bald getroffen; dann fuhr ich die Nacht durch nach Breslau. Dort sprach ich am Montag i» der Versammlung der Schneider, am Dienstag in einer geschlossenen Mitgliederversammlung der Zimmerer und Maurer. Ich saud alles in Ordnung. Eirca 200 Mitglieder waren trotz abscheulichen Wetter« erschienen; auch wird jetzt die Kraukenkasse dort lebhaft betrieben. Am Mittwoch wohnte ich der Versammlung bei, welche der Vereins- und Verbandspräsident Dr. v. Schweitzer bei Gelegenheit seiner Rundreise ab- hielt. Am Douuerstag war ich in Peterswaldau. Einen ergreisenden Eindruck machte es dort auf uns, wie die oft gebllckien und elend aiiSsehenden Arbeiter mit Stöcken und Laternen versehen, vom Rege» triefend, von allen Seiten oft aus großer Entfernung kommend, im Bec- sammlungslokal eintrafen. Festere Mitglieder kann es uir- gends geben. Am Freitag Abend fand die angesetzte Ver« sammlnng in Dresden statt. Es hatten die„Ehrlichen" einige Tische im Eentnim eingenommen und alles ausge- stachelt gegen mich. Weil die große Waffe der Maurer und Zimmerer noch nie in einer Versammlung gewesen war, that sie Alle«, Inas die Garde an deu zwei Tischen com- mandirte. Ich eröffnete die Versammlung, worauf drei „Ehrliche" in das Büreau gewählt wurden. Jetzt wollten die Heiren mir blos eine halbe Stunde Redezeil gewähren. Ich erkläite, wenn ich nicht wenigstens eine Stunde Rede- zeit bekomme, gar nicht sprechen zu wollen. Da« half, die Unparteii- scheu setzten es durch, daß meine Forderung bewilligt wurde. Ich erläuterte mit Beispielen Prinzip und Organisation. Der mich oft stürmisch unterbrechende Beifall überzeugte mich, daß ich den Nagel- auf den Kopf getroffen. Die „Ehrlichen" sahen sich einander ganz verdutzt an, da« ruhige Sitzen fiel denselben sehr schwer, aber ruhig hörte mich die Masse der Versammlung au. Nachdem ich geendet, gab es eine zweistündige Schinähdebatte, worin sich namentlich ein Doktor Walster hervorthat. Der Vorsitzende handelte völlig parteiisch. Keinem der anwesenden Parteifreunde gab er da« Wort, nur den Schimpfern. Gegen meinen Vortrag über Prinzip und Organisation wurde kein Wort gesagt, höchsten« die Phrase, daß Geld und Sitz des Vereins in Dresden sein müsse. Daß unser Verein in ganz Deutschland besteht, können oder wollen sie nicht begreifen. Da der Vorsitzende allzu willkürlich verfuhr, entfernte ich mich mit einigen Ab- 'chiedSwvrten von der Bühne. Nun ging das Tosen an den erwähnten beiden Tischen los; Alle« schrie durch einander. Ich ging ruhig nach der Schenke zu, um mir ein Glas Bier zu kaufen und über»/< Theil der Versammlung folgte mir dorthin. Viele Kameraden luden mich ein, bald wieder zn kommen; denn Vertrauen Härten sie schon nie zu den Herren Müller ic. gehabt. Ich traf dann die nöthigen Vorkehrun- gen, daß unsere Sache auch in Dresden vorwärt» geht. Die Eomödie, unter dem Deckmantel des internationalen Namens durch ThealercvupS die Arbeiter zu zersplittern zu suchen, um sie in'S Schlepptau der Bourgeoisie zu bringen und eitlen Gecken ihre Launen zn befriedigen, muß aushören. Wir wußten allerding« vorher, daß diese Vereine nur dem Namen nach existiren, ober jetzt ist doch der Schwindel or dentlich auszedeckt.— Am Sonnabend Abend hielt ich Por trag in der Versammlung der dresdener Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-VereinS. Sonntag um 5 Uhr langte ich wir der in Berlin au, wo mir viele Parteigenossen den wicht! gen Sieg im Eoncerthause verkündeten. Seid überall so thattriistig und sest, wie die Berliner Vereinsmitglieder, dann wird bald der Tag der Besreiung der Arbeit kommen! Mit social-dcmokratischem Gruste der Präsident G. Lübkert. Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Hamburg, K). Nov.(An die Bevollmächtigten). Ich mache darauf ansmerksam, daß von der Verösieiitlichnng dieses an, die im Eircular angezeigte Ejrtrasteuer, pro Mit glied 1 Sgr. zu erheben ist. Der Silbergroschen pro Mann soll dazu dienen, uns im Kasseiiwese» zu kräftigen; inSbe sondere um dem Verbände i» dem Äass�nwesen gerecht wer den z» können. Da wir vom 1. Oktober an al« Gewerk- schast in den Verband eingetreten sind, s» muß am Onar- talsschluß alle« in Ordnung kommen. Diese Steuer muß bis zum 15. December ein jeder Bevollmächtigter durch den Ortskassirer in Kaste haben um es zur Quartalsabrechnung mit dem Gelde einsenden zu können. Um Porto zu sparen. soll die Extrastener erst mit der OualtalSabrechnung eingesendet werden. Mögen alle Mitglieder dieses kleine Opfer bringen, um uns zu kräftigen und zwar recht schnell. Den Durchreisenden ist der 1 Szr. von dem Unlerstützungsgelde abzuziehen, und dem Mitgliede im Mitgliedsbuch zu quiltiren, auch ordnungS' mäßig im Ortskastenbuch zu notiren! Innerhalb 10 Tagen wird ein Sircular an alle Bevollmächtigten ergehen, wegen unserer G.'weikschafts» Generalversammlung und der des Verbandes, bezüglich der Anträge zu beiden Verlammluugen in Berlin. Ich mache darauf aufmerksam, daß man sich vorbereiten muß, um Anträge zur Diskussion zu stellen und daß zwei getrennte Versammlungen stattfinden müssen, wo man nicht in einer fertig wird. Aach wird im Tirknlar die KreiScintheilung angezeigt und wird in einer Bersamm- lung der Mitglieder auch die KreiSdelegirtenwahl vorznneh- men sein. Also aufpasten. Ich fordere Essen, Bonn und Elberfeld aus, sich zu me'den, sonst sind diese Orte nicht mehr als zu uns gehörig zu betrachten und können nicht aus unserer Generalversammlung sich vertreten lasten. ?. S. Liebisch. (Ueber die Fortschrittspartei und ihrer Press e Stelluug zur Arbeiterbewegung.) (Aus Berlin.) Wir hätten wohl nicht viel über die heutige Presse zu sagen, denn unser Meister Ferdinand Lastalle hat in der Broschüre:„Die Feste, die Presse und der Frankfurter Ab- geordnetentag" hinreichend nachgewiesen, was die heutige Presse ist; jedoch möge» die Parteigenossen auch mir ein Paar Worte in Betreff dieses Prostitutionsinstituts erlauben. Hauptsächlich leisten die Lllgenblätter jetzt außerordentliche« in Sachen der letzten Volksversammlung i» Berlin. Stellen wir den Sachverhalt erst fest. Eine Volksversammlung wurde berufen; wer kann es den Social-Demokcaten ver> denken, daß sie erschienen, wer will e« ihnen verargen, wenn sie au« ihrer Mitte einen Vorsitzenden vorschlugen, und da sie bei der Abstimmung sahen, daß der von ihnen vorge schlagene Candidat die Mehrzahl der Stimmen ans sich ver einigt, verlangen, derselbe solle den Vorsitz einnehmen? Ja, den Herrn Fortschrittlern wollte es nicht behagen, unter dem Vorsitze von Arbeiter» zu tage». Die Herren wollten nicht Arbeiter al« ebenbürtig anerkennen. Und von ihnen sollen wir Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit erwarten? Ei, wer daran noch glauben könnle! Also die Herren verlassei, die Versammlung und ihr« Handlanger, die Herren Reporter ihrer Gedankenfabriken, müssen, im Bewußtsein de» Spruche«:„Des Brvd ich esse, de» Lied ich singe", über die Arbeiterpartei alle nur erdenklichen Lü gen bringen, und darin sucht von sämmtlichen Berliner Zeitungen eine die andere an Gemeinheit zu übertreffeu und die außerhalb Berlin« erscheinenden bleiben auch nicht zurück. Gleichwohl müssen dieselben Zeitungen trotz ihrer Verdächtigung der Lassalleaner zugestehen, daß, als die Ruhestörer entfernt waren, die Versammlung musterhaft verlies. Nun, da muß jedem denkenden Menschen doch klar werden, wer die Ruhestörer wäre», nämlich nur der Troß des Fortschritt- lerthums. Wenn es auch die LandSkuechte der Bourgeoisie nicht schreiben, die Arbeiter sind klug genug, es heraus zu finden, darum genirt uns jenes Geschrei nicht. Alle Ehre aber den Herrn„BildungSvereinlern". Wenn ein Weib seinen Körper preisgiebt, so nennt man sie eine Gefallene und es sucht jeder rechtschastene Mensch sie aus den Psad der Tugcud zurückzubringen; wie verhält ein solches Weib sich aber zu einem Manne, einem Arbeiter, der seinen Geist preis giebt den Phrasen der Bourgeoisie, für diese gegen seine Brüser sca»dalirt und sich noch den Anstrich der Bil- dnng geben will. Wahrlich Arbeiter, e« ist Zeit, daß Ihr Euch au« den Schlingen der da« Volk betrügenden Bourgeoisie hinan« macht, damit Euer Giest nicht vergistet werde. Selbst der I>. Gerlach, der nicht zur Partei der Lastaleaner gehört, sprach sich rühmend über den ruhigen Gang der Versammlung aus. Die Zeitungsschreiber aber schimpfen auf die Arbeiter- Partei. Bei Lassalles erstem Auftreten waren es diese Leute mit ihren Anhängern, die, obgleich Lastalle da» Lokal ge- miethet und nur gegen Karten den Zutritt gestattet hatte, in dasselbe eindrangen, die Fenster zertrümmerten und so die Bersammlnngcn unmöglich machten, nachdem sie durch einige Seidel Bier den Fanatismus ihrer Troßbuben erkauft hatten. Jetzt nach 5 Jahren, wo die Arbeiter Berlins in ihrer Mehrzahl nicht mehr gegen ihr eigenes Interesse zu Hetzen sind, wo bald auch der Zeitpunkt gekommen fein wird, daß die Herren Boltsoersührer ohne Anhang sein werden, da müssen aber jetzt die letzten Hebel in Be- wegnng gesetzt werden, und Lüg- auf Lüge hänft sich. Arbeiter rafft Euch auf, lernt Euch selbst Eure Gedanken bilden, denket selbst nach und merkt Euch hauptsächlich, daß wenn die Art Leute, welche sich einbilden die Elite der Heuligen Gesellschaft z i sein, im Stande wären, unsere Sache al« eine verkehrte nachzuweisen, sie dasselbe doch am besten durch wissenschaftliche Artikel oder in den Volksversamm- lungcn beweisen sollten, aber anstatt dessen, reißen sie au« und verbreiten die unglaublichsten Lügen, und leider giebt es noch Gläubige genug..Aber an»ns ist es, dies« geistig prostitnirten Lohnschreiber Herausznsordern und ihnen zu be weisen, daß sie, wie Lassalle im Ansang seines Bastiat Schnlze sagt: für nicht« besser als todte Hunde gehalten werde». Und nun nach einige Worte an unser« Freund Bitsse l(Hirsch) der da meint, man wird auch in Znknnst zu unteascheiden haben, zwischen„Volksversammlungen" und„Pöbelversammlungen". Herr Büffel wollen Sie Sich gefälligst die Einleitung im Bastiat genau durchlesen, dann werde ich der Nothwendigkeit überhoben sein Ihnen zu sagen, wer der„Pöbel" ist. Herr» Fr. D uncker möchte ich an sein menschenfreundliche« Herz auch etwas er. inncrn, nämlich an einen armen Krüppel, der seinen Kö.per mittelst zweier Krücken auf den Straßen herum schleppt und der das Mitleid aller Menschen erwecken muß, um sich so vor dem Hungertode zn retten. Dieser Mensch kain als blühender junger Mann in die Buchdruckerei Poisdamer straße 2V, in Ihre Buchdruckerei, Herr Duncker, und ist durch ein Unglück dort zum Krüppel geworden. Das Per sonal der Druckerei hat ihm zweimal eine kleine Unterstützung zukommen lassen, aber der Ausbeuter, der Herr Principal wollte ich sagen, der seine Kräfte im Dienste der Menfchbcit »Snilich der Leser de« Organs für Jedermann, oder rvohl besser gesagt, im Dienste seine» Geldsacks, ausgenutzt hat, hat sich seit der Zeit, daß der junge Mann arbeitSunsähig rvnrde, nicht um ihn gekümmert. Sollte» vielleicht diese Zeilen dazu beitragen, für de» armen Menschen ein mensch liche« Rüdren in der Brust de« Herr» Duncker zu er- wecken, so soll es mir ein« Herzensfreude sein. Der junge Mon» wohnt Berlin, Brandenburgstraße 74, Hof 1 Tr.ppe, bei Frau Walegura. H Renz. Briefkasten. E. C. in Lübeck. Annonce pro Monat 1 Thlr. H. S. Hannover: Ja! kostet 15 Sgr. Für Hamburg. Geschlossene Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Montag, den IS. November, AbendS» Uhr, in Tlltge's Salon, Valentinskamp 41. Tagesordnung: Vortrag des Veremspräfisenten I>r. v. Schweitzer. Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. KL. Gewerkschaftsmitgliedern ist der Eintritt gegen Vor zeigung ihre« Quittung«buch:S bewilligt worden. Lehder. Für Altona. Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allssrmeinen deutschen Ardeirer- Vereins Mittwoch, den 17. November, Abends S'/a Uhr, in Wittmar« Salon, Große Bergstraße bei Anwesenheit des Prästdenten. Die Mitglieder der Gewerkschaften, welche zum Verbände gehören, haben gegen Vorzeigung ihrer Legitimation Zutritt. Georg Winter, Bevollmächtigter. KL. Die DieustagSversammlung findet diese Woche nicht statt._ D. O. /iir Elbttfcld. Geschlossene Versammlung der hiesigen Mitglieder de« AUssemeintn deutschrn Arbeitkr- Vereins Sonntag, den II. November, Abends w Ilhr, im Lokale des Herrn A. Hunschcidt, Friedrichsstraße. Heute Morgen l l Uhr Versammlung des Fahnen- Tomi- tö's ebendaselbst. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Beiträge pünktlich zu bezahlen._ Earl Klein. «Für Duisburg. Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonntag, den II. November, Abends 7 Uhr, im Lokale des Herrn«. Schröder, zur„Stadt Bremen." Tagesordnung: Wichtige Angelegenheiten. Zu dieser Versammlung lgdet dringend ein ____ Easp. Krombach, Bevollmächtigter. Für Daijeutha!. Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Bereins Dienstag, den I«. November, AbendS» Uhr, im Saale des Herrn J ac. Kauertz. Tagesordnung: Abrechnung für die Monate September und Oktober. KL. Die sehlcnden Karten können in Empfang geuom- men werden, auch können neue Mitglieder beitreten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Joh. Stockhausen. Für Uca-Isenburg bei Frankfurt a. M. Sonntag, de»«1. November I8«i» findet in Neu-Isenburg ein V c r b r ü d e r u ti g s f e st der Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins statt,>vozn all« Parteigenossen von Nah und Fern auf da« freundlichste eingeladen werden. KL. Alle Bevollmächtigte in der Nähe werden ersucht, den Ritgliederu an« Herz zu legen, daß das Fest verHerr- licht werde. Jean Vallö, Bevollmächtigter. Für Dcrlin. Altgem. deutsch. Zimmerer-Verein. Versammlung Montag, den Itb. Nov., Abends m Uhr, in Baabe'» Lokal, Große Franksurterstr. 87. Tagesordnung: 1) Vortrag de« Herrn Lübkert über die Grundzüge von Hochbauten.— 2) Verschiedene».— 3) Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen ersuch! Otto Kapell. Für Hanau. Große allg. Arbeiterversammlung Sonntag, den«I. November, Nachm.» in der Leutralhalle. Die sociale Frage.-»-«> Es sind alle Parteigenossen hierzu freundlichst eingeladen- M. Daßbach- Für Hanau. Arbeiter- Verbrüderungs- Fest Sonntag, den?I. November, AbendS 7 Uhr» im Saale der Eentralhalle. C o n c e r t u ud Ball wozu>vir alle Parteigenossen hier und in der UmgeZ�l freundlichst einladen., _ Im Austrage de« Eomite's: Fritz Kle�, c: . Sein •» I». Für Stiftungsfest der Mitglieder de« Allg. deutsch. Schuhmacher-Vereins» verbunden mit C o n c e r t und Ball. Sonntag, den«I. November, Abends d. Uhr, im ehemaligen Schneider-Amlhanse, am Pserdemarkt. Unter gefälliger Mitwirkung zweier Liedertafeln. Alle Parteigenossen werden freundlichst gebeten, da Fest an einem Sonntag staltfindet, sich recht zahlreich detheiligen. Karte 6 ll. Damen in Begleitung von Herren frei. � Karten sind zn haben bei dem Eomitv und den HerNk Ackermann, Groß-Neumarkt, Lildcrs, Ecke der Wcpstr* ßen-Passage und dem alten Steinweg und bei Te ichma»>- D a« Eomit«-. Für Drrlin. Allg. deutsch, verein, fvtctallarbeiterschask' Mitgliederversammlung Montag, den I». November, AbendS«>/- Ahr, bei Herrn Jakob«, Sitschinerstr. 17. Tagesordnung: 1) Die bevorstehende Generalvermmmlung.— 2) T4* bevorstehende Stiftungsfest.— 3) Statntenberathnng J«" Krankenkasse.— 4) Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ______ F. Werthmann, Bevollmächtigter� Für Hanno skr. Allg. deutsch.-Schutimacher-Berein. Mitglieder-Versammlnng Montag, den»». November,'Abends S Uhl, bei Herr» Kellermann, Kreuzstr. 10. � Tagesordnung: Die Generalversammlung.— Die Auwesenheit des Ler' bandS-Piäsidenten und sonstige Angelegenheiten. kl. T ühnen B 'S-, sich ziehen t ''Urin d, stubt, dl JTitt« ki g'rbt allen fehlen Mittlern le« Hat Wir h< � Famil! Ich bitte dringend, pünktlich zu erscheinen. KU. Die QuittuugSbücher sind vorzuzeigen.-wichtj Nene Mitglieder werden ausgenommen., große Von 7-8 Uhr findet Aufnahm, neuer Mitglieder i« �'in Kin die Krankenkasse statt. F. Un glaub, Bevollm.>-»ird --- i--�'itt wird Für Hamborg. Allg. deutsch. Maurer-Verein. Osficielle Versammlung Dienstag, den I«. November, Abend» s Uhih in Tlltge's kleinem Saal. TageSordn ung: Anträge zur Generalversammlung. Alle Mitglieder werden ausgefordert, zu erscheinen. 2� Karten und Bücher sind jedensaU« mitzubringen, da streng Ir1' 'trole ist. Batet.. Allen Mitgliedern, welche ab- oder znreisea zur Nai' tc richt, daß meine Adresse Knrzestraße 30 ist, auch haben s� ins■ � die Mitglieder der Krankenkasse be! eintretenden Kranke»' sällen bei mir zu melden. d. O. Jftnbet ha �»cheu hi «tf)0 ?deren S Wtt Stai JJl'If bclr, <*,«öchi " edle« i «nie zu, Uü' Für Altona. Gewerkschaft der Schneider, Kürschner Kappe»macher. Geschlossene Mitgliederversammlung........ Sonntag, den II. November, Abend«« Uhr, llbmg vc im Schueider-Amtshause. J>u dieses 5 s° h° 'labchen< '% zu ei« Jäb-chen« "'um, m nein St 'ren du: Tagesordnung: 1) MonatSabrechnnng!— 2)«drechnung der Hauptkasp' �hülermii liebst Sircular.— 3) Verschiedene». I. H. M. Meyer. �Ichlicßli Empfehlung. Schneider-Verkehr Ecke der Spitalrrstraßeund de» Schwetnemarktesi Keller-Restauration von Lille. Da die geehrten Gewerlschastsmitglieder der Schneid�, Kürschner und Kappenmacher die Herberge, so wie ihr Be'' einslolal nebst Ardeitsnachweis-Bureau ebensall» bei nib haben, so bitte ich allesammt, Fremde wie auch Hiesige gf nannier Gewerkschift in meinem Lokale mir ihren gütige" Besuch zu Theil werden zu lassen. Ich werde bemüht se o, in Allem den Wünschen der wilt -artig s Den geehrten Schneiderzehüiscn Hamburg», so w-1 feiitlt>>, Deutschlands, empfehle ich mich mit dem neuen rUivickelu £«rnt ge Beehrenden nach besten Kräften nachzukommen. Für g»-" ftVifw'n Speisen und Getränke ist besten« gesorgt, so wie für Qual' Vj" lier der zureisenden Gewerkschaftsmitglieder. Hamburg, den 2ö. Oktober l8ll». F. a. Lilie. Drnck»in N. Bergmann In Berlin.— Beraiitwartliider Redakteur und Verleger: Ist. GrUwel w Berlin. Für Dübelk. Unterzeichaeter empfiehlt sich seine» Parteigenossen ä"r Anfertigung aller in seinem Fache vorkommenden Arbeite"' reelle und billige Bedienung versprechend. E. Eur«, Schneider, Lichte-Dwaststr. Nr. 683. denjen verdi i. l>v de, W»»erb hj � psci C. 0c O»tmsse i dadvrc