Rr. 185. Berlin, Tonnerstag den 16. August 1866. Extra-Nummer. =lniiolu'ttt. Diese Zeitung erseieint drei Mal wöchenllich und zwar: Dienstag», Donnerstags und Sonnabends Abends. Organ der focial-dcmokratlslhen Partei. Redigirt von Z. B. v. Hosstetten und I. ä8. v. Schweitzer. Redaction und Expedition: Berlin, Alte Jakobstraße Nr. 67. Abonnements- Preist fiir Berlin incl. Brivgerlohn: vierteljährlich lö Sgr., mo« Bestellungen werden auswärt« auf allen Postämtern, in Berli n auf der Expedition, natlich d Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Post-«on jedem soliden Spediteur, von der Expreß-Eompagnie, Zimmerstraße 48», sowie ämtern 15 Sgr., bei den preußischen Postämtern im nichtpreußischen Deutsch- auch unentgeltlich von jedem„rothen Dienstmann" entgegen genommen. land 12>/s Sgr., im übrigen Deutschland 20 Sgr.(st. 1. 10. slldd., fl. 1. Lsterr. Inserate(in der Expedition auszugebe») werden pro dreigespaltene Petit-Zeile bei Währ.) pro Quartal. Arbeiter-Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Lolouieen und die überseeischen Länder: Hr. Hcnäer, 8. Little New-Port-Street, Leicester-Square W. C. London. Agentur für Frankreich: 0. A. Alexandre, Strassbonrg, 5. Rae Brnlee; Paris, 2. Conr du Commerce Saint-Andrä-des-Arts. Berlin, 15. August. In Augsburg hat, wie bereits erwähnt, am 5. d. M. eine Arbciterversammlung stattgefunden, deren Ergebnist nicht nur für unsere Parteigenossen, sondern, Angesichts der brennenden Frage in Deutsch- land, auch für weitere Kreise von hohem Interesse sein dürfte. Einheit Deutschlands durch Preusten.nichtsüddeutsch-parlicularistische Zersplitterung!— das ist der Ruf, der aus dein fernen Süden, aus Augsburg, dem Sitze des „Bundestages", zu uns herübertönt. Nachstehender Bericht über die Versammlung, von der auch die sonstige Presse durch Abdruck der gefaßten Resolution bereits Notiz genomincu, ist uns aus Stuttgart zugegangen: K. Sonntag, den 5. d. M., fand in dem geräumigen Saale de» Gasthofes„Zu den drei Königen" in Augs- bürg eine sehr zahlreich besuchte Arbeiterversammlung statt. Dieselbe war von dem dortigen„Arbeiter-Central- Ausschuß" ausgeschrieben worden, welcher theils aus kei< nem Vereine augehörenden Arbeitern der verschiedensten Gewerbszweige und Fabriten, lheils aus Mitgliedern aller AngSbnrger Arbeitervereine(Allgemeiner deutscher Arbeiterverein, Arbeiterbildungsverein ze.) zusammengesetzt uird daher in jeder Beziehung als eine Repräsentation der gesammten lokalen Arbeiterbevölkerung anzusehen ist. Gegenstand der Verhandlung war: Besprechung über die gegenwärtige politische Lage Deutschlands, insbesondere SüddeulschlandS und über die Bedeutung de« allgcmei- neu, gleichen und dirccten WhhlrechtS für de» Arbeiterstand. Die Versammlung wurde eröffnet von dem Prä- sidenten des gegenwärtigen EentralauSschusseS, Herrn OSkar Schmiedrich, welcher in einer längeren Rede nachwies, daß e« Pflicht der Arbeiter sei, sich der poli- tischen Bewegung unserer Zeit zu bemächtigen, zunächst mit aller Kraft für da« allgemeine gleiche Wahlrecht zu agitiren, indem blo« auf diesem Wege die Lösung der socialen Frage möglich sei. Da aber der preußische Staat gegenwärtig dem Arbeiter die meisten Garantieen biete, da ferner Preußen durch den gegenwärtigen Krieg seine steberleaenheit und Bedeutung auf da« Glänzendste bewiesen und da eine Trennung Norddeutschlands von Süddentschland gleichbedeutend mit dem politischen wie ökostomifchen Ruin unseres Vaterlandes sei, so empfehle er(Redner) der Versammlung die Annahme einer ans der Berathung de«„Arbeiter. Central- Ausschusses" her-' vorgegangenen Resolution.(Die Resolution wird ver- lesen.).> Aus die Anfrage des Vorsitzenden, ob Jemand für oder gegen die Resolution da« Wort ergreiseu wolle, meldete sich und erhielt zunächst da« Wort Herr v. Hofstetten au« Berlin, derzejt in Augsburg au- wesend. Derselbe beleuchtete in ausführlicher, von häu. figem Beifall unterbrochener Rede die gegenwärtige poli- tische Sitnation als ein nothwendigeS Produkt der Zer- sahtenheit und Schwächlichkeit der Parteien, welche sich fast durchgängig an dynastische Interessen anlehnen zu müssen geglaubt und ans diese Weise ein. selbstständige« Sichaufraffen der nationalen Volkskrast, gegenüber den selbstsüchligen Zwecken der Regierungen, unmöglich gc- machi hätten. Zu den neuesten vorliegenden politischen Thatsachen übergehend, wie« er nach, daß die Befürch- tung einer dauernden Zweitheilung Deutschlands in eine selbstständige nvrd- und süddeutsche Staatsschöpfung eigentlich nicht mehr vorliege, daß es aber nicht« desto weniger die Aufgabe einer wahrhaft deutsch-nationalen Volkspartei sein müsse, durch kräftige und nachhaltige Agitationen einen Druck aus die preußische Regierung einerseits und auf die noch bestehen bleibenden Regie- rungen der seitherigen Bundesstaaten andererseits zum Zweck baldiger Verwirklichung einer bleibenden einheit- lichen Staalsschöpfiing auszuüben. Im Weiteren ver- weise ich auf das beiliegende stenographische Protokoll � der Rede. ;(Die stenographische Auszeichnung, welche dem Be- J richte beilag, lautet wie folgt:) Meine Herren! Eö ist mir vergönnt, in dieser Ihrer Versamm- lung das Wort zu ergreisen, um über die gegenwärtige politische Lage des deutschen Volkes, ins- besondere des süddeutschen, zu sprechen, und ich thue eS mit Freuden in einem Augenblicke, wo von der Haltung des Volkes in Süddeutschland noch viel abhängen kann. Ich selbst bin ein Süddeut- scher und kenne die Gefühle und die Gedanken, von welchen das Volk in Süddeutschland erfüllt ist. Es ; ist mir daher auck wohl bekannt, daß es theilweise ! und in viefacher Hinsicht über seine wahren Jnleres- sen geflissentlich im Unklaren erhalten worden ist, und ich werde später Gelegenbeit nehmen, hierauf zurückzukcmmeu. Vorerst lassen Sie uns einen Rückblick werfen auf die Ereignisse, die unmitlelbar i hinter uns liegen. , Was wir seit Jahrzehnten angestrebt haben, war die Herstellung der Einheit Deutschlands, d. h, die Zusammenfassung der vielfach zersplitterten Kräfte einer Reihe von mehr als dreißig, theils ohnmäch- tiger, theils miteinander hadernder Duodezstaaten in eine einheitlichere, mächtige StaatSschöpfung, sei eS in einen einzigen Staat, sei es in einen festen Bundesstaat mit Eentralgewalt und gemeinsamer Vertretung, in eine StaatSschöpfung also, die nicht durch ein so lockeres Band zusammengehalten würde, wie dasjenige war, welches unsere deutsche Bundes- Verfassung enthalten hat, über deren Werth keiner von uns in Zweifel sein wird. Jedermann hat sie verdammt, Jeder hat ihr das Unheil gesprochen und über sie den Stab gebrochen.; Fürsten und Volk sind darüber einig gewesen. Es ist kaum etliche Jahre her, daß selbst der Kaiser von Oester- reich erklärt bat, Deutschland könne nicht mehr län- ger unttr diesem lockeren Bunde bestehen, und daß er selbst ein Reform-Projcct in Vorschlag gebracht hat, welches freilich, wenn es zur Ausführung ge- kommen, nicht« anderes gewesen wäre, als eine Be- herrschung ganz Deutschlands durch das ultramon- tan-rcactionäre Oesterreich. Aber weder von Oester- reich noch von Preußen konnten wir mit der Ein- heit auch die Freiheit erwarten. M. H.! Die Aufgabe der Nation war es vielmehr, die deutsche Frage zur Lösung und uns mit der Einheit auch "die Freibeit zu bringen. Diese Aufgabe aber hätte meines Erachtens nur dann gelöst werden können, wenn man sich an keine der vorhandenen Regicrun- gen, an keinerlei dynastische Interessen angelehnt, sondern eine radical-nationale Partei gebildet hätte, welche im günstigen Augenblicke die Frage der Na- tion aus eigener Initiative zur Lösung hätte brin- gen können.(Bravo.) Leider ist es nicht so ge- kommen, konnte es nicht so kommen. Denn die Einen im Norden sprachen: Preuße» muß an die Spitze Deutschlands und die andern in; Süden schrieen— wohl wissend, weshalb— nach einer österreichischen Spitze, und wieder Andere meinten, es müsse eine Dreiheit, eine Trias-Gruppe, unter Bayerns Führung entstehen, damit nur ja alle Souveränetäts-Rechte der Fürsten bestehen bleiben könnten. Unter solchen Umständen, m. H., ist es sehr begreiflich, daß in der Nation kein Vertrauen in die eigene Kraft auskommen konnte und daß die Regieruugcn es wagen durften, die deutsche Frage zu ihren Zwecken auszubeuten. Weshalb aber, so muß.»tan fragen� haben selbst diejenigen Par- teien, die sich die demokratische und die liberale Partei in Deutschland nennen, es nicht zu einer radicalen Haltung bringen können? Weshalb, m. H.? Ich behaupte: weil sie eine Revolution gefürchtet haben;(Bravo) weil sie gesuhlt und gewußt haben, daß im Grunde ihre Interessen eng verknüpft sind mit den Interessen der bestehenden Gewalten. Denn, glauben Sie mir, m. H., nicht Alle, die für Frei- heit und Gleichheit sprechen, und dafür zu kämpfen vorgeben, wollen von Freiheit und Gleichheit in ihrem vollsten Umfange etwa« wissen. Nein, nach der Meinung und dem Willen jener„Freiheits- und Gleichheilskämpfer" sollen Freiheil und Gleich- heit nur für Jene sein, welche ohnehin schon durch die jetzt bestehenden Verhältnisse geschützt und be- vorrechlet sind; die Freiheit und die Gleichheit sol- len sich nur auf eine gewisse Gesellschaftsklasse er- strecken I(Bravo.) Deshalb, m. H.! haben wir die dynastische Saat, die man ausgesät hat, jetzt auskeimen und einen blutigen Bruderkrieg entstehen sehen, der sonst nicht möglich geworden wäre. Wohl wäre, bei günstiger politischer Constellation in Europa, möglich gewesen eine Revolution, also auch ein Bürgerkrieg, aber ein Krieg des Princips der Zukunst, des Freiheits- und Gleichheits- und des �Rationalitäts-Princips gegen das des Bestehenden, gegen daS Priucip der Bevorrechtung und der dy' nastischcn Gewalt, nie und nimmermehr aber der Kampf willenloser Elemente gegen andere willenlose Elemente, der Bruderkrieg, gekämpft von deutschen Heeren, gehorchend dem Winke der Machthaber, ge- kämpft von deutschen Kriegern, zum Theil unbekannt mit den Zielen und Zwecken dieses Kampfes und zum Theil darüber getäuscht!(Bravo.) Aber, m. H.! wir müssen die Thatsachen neh- men, wie sie sind. Wir haben einen Krieg hinter uns, in welchem— freuen wir uns dessen— nicht Oesterreich und die Mittelstaaten, sondern Preuße" gesiegt hat. Wir müssen also unser Bestreben>" diesem Augcnbicke darauf richten, daß wir das Um* heil, welches uns von Preußen drohen, welche» von dort kommen könnte, möglichst abzuwenden suche" und daß wir bemüht sind, das Gute herbeizuführen, ang. g. das unter solchen Umständen doch nog denkbar ist, eine Auflösung des Zollvereins tief geschädigt were die Macht und Einheit Deutſchlands gleid giftig 18 790116 e 2 daff img si@ ion, owie Bei 198 base 8 oß= ion Wie m. 5., fann dies geschehen? den. Wir müssen jetzt von den Machthabern des ansehen werden. Schon jetzt sind wie Ihnen Der Herr Vorsitzende hat Ihnen eine Resolu- Südens verlangen, daß sie, nicht beharrend auf bekannt sein wird tion zur Annahme vorgelegt, in welcher ich unter ihren partikularistischen Interessen, dazu beitragen, Frankreich laut geworden, welche eine ernstliche -gewichtige Stimmen in Underm auch den Satz gehört habe, d. 1ß eine das Verbrechen zu fühnen, welches man am deut. Einigung Deutschlands als eine Gefahr für Frank Theilung Deutschlands es ist darunter wohl schen Volke durch die Theilnahme an diesem Bru- reich hingestellt haben, und diese Stimmen werden eine solche nach der Main- Linie verstanden ein derkriege begangen hat, indem sie sich nunmehr be toir auch in Zukunft noch entschiedener hören; großes nationales und volkswirthschaftliches Un- reit zeigen, mitzuwirken am nationalen Einigungs- denn die Franzosen sind eine selbstgefällige, stolze glück wäre. Und in der That wäre es dies. Aber werke dadurch, daß auch sie endlich ein Opfer Nation, welche gewöhnt ist, die erste Rolle in zu unserer Freude haben wir bereits die Wahrnet, niederlegen auf den Altar des gemeinsamen Vater Europa zu spielen, und die es nicht gleichgiltig mit mung machen können, daß dieses Unglück nicht in landes. Dies, m. H., ist jetzt unsere Aufgabe. ansehen wird, wenn die deutsche Nation feinem vollen Umfange hereinbrechen werde. Der Ich erlaube mir daher, Ihnen ein Amendement wie wir mit berechtigtem Selbstgefühl behaupten reußische Staats- Anzeiger", das offizielle Organ vorzuschlagen, einen fleinen Zusatz zur vorgelesenen dürfen, unvermeidlich wird sein müssen- an die der preußischen Regierung, hat vor wenigen Ta- Resolution, mit der ich im Wesentlichen volkommen Stelle der französischen tritt. Die Franzosen find vor gen, unterm 1, August, die Friedens- Bräliminarien eint erstanden bin, den Zusatz nemlich, der eine in erster Linie Franzosen und dann erst Demomitgetheilt, und die Grundlagen erörtert, auf wel- solche entschiedene Mahnung an die Machthaber traten und Schwärmer für die idealen und ma chen diese Friedens- Präliminarien fußen. Der enthält und in welchem Sie aussprechen, daß es teriellen Intereffen der andern Völker. Lernen wir preußische Staats- Anzeiger" hat in dieser seiner die Pflicht der Fürsten ist, auch ihrerseits zum Zu von den Franzosen, meine Herren! Seien wir Ausführung constatirt, daß Oesterreich nicht blos standekommen des deutschen Einigungswertes bei auch in erster Linie Deutsche, und dann erst alles feine Zustimmung zur Errichtung eines norddeutzutragen. meine Herren, eines was, ) Es ist dies die Pflicht jener Uebrige.( Bravo.) De und dann erst alles schen, sondern auch zu der eines süddeutschen Bun- Machthaber um so mehr, als allerdings in diesem auch wir unser Ziel erreichen.( Bravo.) des ertheilt, und daß es sich jeder Einsprache, in Augenblicke noch Gefahren für uns vorliegen in Es bleibt mir noch übrig, meine Herren, zu irgend einer Weise mit legterem in Verbindung zu politischer wie in volkswirthschaftlicher Beziehung. sprechen über das, was wir für die nächste Zutreten, begeben hat. Der preußische Staats- An Was die ersteren betrifft, so glaube ich ganz be fanft von Preußen zu erwarten haben. Täuschen zeiger" legt ein besonderes Gewicht darauf, daß fenders auf Desterreich hinweisen zu müssen, wo wir uns darüber nicht, meine Herren, sondern Defterreich eingewilligt hat, diese Reorganisation man schon jetzt der Meinung ist, Desterreich müsse, sprechen wir ungescheut die volle Wahrheit aus: auf Deutschlands ohne seine Betheiligung geschehen zu seitdem es ausgetreten ist aus dem deutschen Ver nicht die Freiheit ist es, die uns in diesem het, laffen, daß aber der Vertretung des Süd- bande, von nun an Deutschland niederzu- Augenblicke wenigstens Preußen bringen kann. bundes vorbehalten wurde, fich mit dem halten und sich mit Frankreich zu verbin Aber das wußte man ja son jeber; darum hätte Nordbunde über sein Verhältniß zu die den suchen. Ein clericales Blatt in Desterreich man nicht so sehr auf Preußen feine einzige Hoffsem zu verständigen. Und dies, m. H., ist die ist es, welches sich der österreichische Bolksfreund" nung bauen, sondern auf sich selbst und auf die Sauptsache, dies ist das Tröstliche, daß wir sehen, nennt, und welches vor wenigen Tagen jene Aeu- Thatfraft der Nation vertranen sollen. Dann hätten, daß doch noch nicht Alles verloren ist, und daß ßerung gethan, indem es sagte: 1-19 wie schon einmal gesagt, weder Preußen noch allerdings die Stimme des Volkes in SüddeutschUnser flares Interesse ist jetzt, Deutschland nicht Desterreich es ngewagt, einen solchen Krieg zn land noch einen Einfluß üben tann und soll auf übermächtig werden zu lassen, und unfere Jategrität, die führen. Aber das ist vorüber, meine Herren, das die Haltung seiner Regierungen. Die Gefahr einer politische Machtstellung gegen dasselbe, zu behaupten. vermögen wir nicht mehr zu ändern! Wenden wir bleibenden Zweitheilung Deutschlands liegt also Daß unsere Interessen dabei mit denen Frank uns vielmehr zu den vollendeten Thatsachen, zur eigentlich nicht vor. reichs Hand in Hand laufen, liegt am Tage." Wirklichkeit. Da sehen wir in diesem Augenblicke Machen wir uns, m. H., um dies zu begrün- So meine Herren, spricht ein Blatt, welches Preußen nur noch wenige Schritte vor dem Ziele den, flar, was eine solche Zerreißung Deutschlands in deutscher Sprache und von Deutschen geschrieben der Nation der Herstellung der absoluten na durch die Main- Linie eigentlich gewesen wäre. wird. So versicht man in Deutschösterreich die tionalen Einheit plötzlich Haltomachen und so Matolche burd bit befchen nur ein Eine folche Berreißung Deutschlands durch die deutschen Interessen, so Etwas wagt man in einem gewissermaßen nur ein halbes Werk vollbringen. 10= rt Dent Bient, en. rchy en, ern ner er ert DILD on Dese om en, in fitz ded ien te ng Jea ge bea in rer ge rer ei reit en he ch e In en 8 8 Ce eft it te n er It dauernde Trennung der Nation deutschen Lande zu sagen. In einem deutschen was der Nation auf sich laden, nichts wäre, meines Erachtens, nur auf zweierlei Weise Lande! Ja, meine Herren, denn Deutschöster- Ganzes und nichts wahrhaft Großes, sondern nur möglich gewesen: entweder dadurch, daß Desterreich reich hat dadurch, daß der österreichische die eigene Erweiterung gewollt zu haben. Suchen und Preußen auf friedlichem Wege sich über eine Kaiserstaat aus dem deutschen Staatswir uns dieses räthselhafte Beginnen zu erklären. Theilung Deutschlands verständigt hätten, oder, Verbande ausgeschieden ist ausgeschieden Preußen hat dies wohl theils deßhalb gethan, weil wenn in diesem ausgebrochenen Kriege die Ent aus eigener Schuld nicht aufgehört zu es die Intervention des Auslandes ernstlich zu becheidung des Sieges zweifelhaft geworden, wenn Deutschland zu gehören, und es wird und fürchten hatte, und weil es beshalb die Interessen, bald Preußen, bald Oesterreich siegreich gewesen kann nicht aufhören, seine Wiedervereinigung mit welche durch die Verschwägerungen der auswärtigen wäre und sie sich also schließlich abermals über Deutschland anzustreben. Ja die Aufgabe des ges Dynastieen mit den verschiedenen deutschen Fürsteneine folche Theilung Deutschlands hätten einigen fammten deutschen Volkes, die Aufgabe der Deutschhäusern bedingt sind, nicht zu sehr und auf einmal lönnen, so daß, in beiden Fällen, der Schwerpunkt Desterreicher ganz besonders muß es sein, die verlegen wollte, theils aber und wohl hauptder Interessen Norddeutschlands nach Berlin, und Wiedervereinigung Deutsch- Desterreichs mit Deutsch fächlich weil es fürchtet, daß das Volk des Sü der der Interessen Süddeutschlands nach Wien geland fobald als thunlich herbeiführen zu helfen. dens, sein störrigeres, schwerer zu bewältigendes: fallen wäre, als nach zwei Centralpunkten, um( Bravo.) und man weiß das in Desterreich, Element sein könnte, als das im Norden, das, die sich zwei selbstständige große Staaten mit we- meine Herren, man täuscht sich dort darüber nicht. wenn es einmal den Kampf aufgenommen hätte, fentlich verschiedenem Individualcharacter gruppirt Schon haben es österreichische Zeitungen ausge- ihn energif ber führen möchte, als er bis jetzt im hätten. Nunmehr aber, m. H., kann ein solcher sprochen: Deutsch Desterreich werde von nun an Norden Deutschlands geführt zu werden pflegte; Dualismus unmöglich Plaz greifen. Preußen er die Lombardei und das Venetien Deutschlands endlich aber weil Preußen das, was man den langt burdy diesen Friedensschluß eine solche Ueber- werden, und der Kaiser möge sich wohl vorsehen, specifisch preußischen Staats- Geist nennen kann, legenheit, auch über den süddeutschen Bund, daß daß er nicht auch diese Provinzen verliere, wie er aufrecht erhalten, und so vermeiden will, daß dieser dieser ein selbstständiges individuelles Leben im Venetien und die Lombardei verlieren mußte. Staatsgeist Gefahr laufe, unterzugeben und sich in eigentlichen Sinne nicht wird führen können, und( Bravo.) Wenn aber schon Deutsche so sprechen, einen neuen deutsch- nationalen Staatsgeist zu ver daß auch ferner alle nationalen Bestrebungen auf wie jenes ultramontane Blatt in Desterreich es wandeln. Aus diesem Grunde wird dann auch Preußen gerichtet sein werden. Von einer eigent- gethan hat, meine Herren, wessen sollen wir uns Preußen wohl noch geraume Zeit einer solchen lichen Scheidung durch die Main- Linie kann also dann erst vom Auslande versehen?! Was wird Neugestaltung Deutschlands zu widerstehen suchen, wohl nicht mehr die Rede sein und jedenfalls wer- Rußland, was wird vor Allem Frankreich in Zu durch welche es Preußen mit Auflösung beden die nachtheiligen politischen und volkswirth funft thun? Wenn der Kaiser von Frankreich droht werden könnte, also im vollen Sinne des schaftlichen Folgen einer einstweiligen Scheidung jetzt noch zurückgehalten hat mit einer triegerischen Worts in Deutschland aufgehen müßte. Preus nicht so groß sein, als sie durch eine Theilung Intervention, so ist dies aus verschiedenen Grün- ßen muß daher unaufhörlich von der Na Deutschlands zwischen Preußen und Desterreich ge den geschehen, so, wie man annehmen darf, unter tion dazu gedrängt, dazu gezwungen wer wesen wären. Dennoch aber fann uns schweres Anderem auch deßhalb, weil er in diesem Augen den! Dies aber wird geschehen, meine Herren, Unheil treffen; so kann und schon hört man blicke nicht die materiellen Interessen Frankreichs ge- wenn überall in Deutschland und unablässig dafür davon der Zollverein, das einzige Band, wel- fährden mag. Außerdem aber suchte Napoleon eine agitirt wird. Dann kann Preußen, dann können ches bisher factisch, d. h. in Wirklichkeit, Deutsch Einmischung in den Krieg und die Herbeiführung alle Regierungen dem Verlangen des Voltes auf land zufammengehalten hat, aufgelöst, es können eines europäischen Brandes hauptsächlich wohl darum die Dauer nicht widerstehen, und das Ausland, neue Zollschranken gezogen werden, die große Nach zu vermeiden, weil er und mit Recht be meine Herren, wird sich wohl hüten, den Kampf theile für die Interessen des Handels und der In- fürchtet, durch einen Krieg eine ihm unliebsame mit dem deutschen Löwen aufzunehmen, denn die dustrie, besonders von Süddeutschland, hervorrufen Veränderung der gegenwärtigen, ihm günstigen 36 Millionen- Nation, von Einem Willen gelenkt, müßten. In einem geringeren Grade würden die Parteistellung im eigenen Lande herbeigeführt zu hat keinen Staat zu fürchten, darf es getrost mit unheilvollen Folgen allerdings auch den Norden sehen, und weil er überhaupt einen Serieg fürchtet, jeder Macht aufnehmen!( Bravo.) Aber nur treffen, aber, m. H., die Interessen des Südens der, bei ungünstiger Wendung, die Zukunft seiner dann, wenn das Ausland weiß, daß die Nation würden dadurch noch mehr verletzt. Es muß also Dynastie in Gefahr bringen könnte. Aber meine die Einheit will, wird es Achtung haben vor diesem wagen, eine einzelne unsere, des gesammten Volkes, Aufgabe in diesem Herren, glauben Sie nicht, daß die Franzosen, die Streben und wird es Bravo.) Um noch einmal Augenblick ſein, vorzüglich darauf hinzuwirken, daß freilich mit dem Freiheits- und Nationalitäts- Stre- Macht anzugreifen.( Bravo.) Um noch einmal nicht die materiellen Interessen des Südens durch ben aller Völker sympathifiren, zu allen Zeiten von der Freiheit zu sprechen, meine Herren, die