Nr. ICO. Berlin, Sonntag den 14. Oktober 1866. Zweiter Iahrgaog. ZocialGemoKrat. £:cf« Aeikung erfcteint drei Mal wöcherulich vnd zwar: Dienstag«, Donnerstag« und Sonnabend« Abends. i7rgan der social- demokratischen Partei. Redigirt von I. B. v. Hosstettcn und I. B. v. Schweitzer. Redaction und Expedition: Berlin, Alte Jakobstraste Nr. 67. Nboonement«-Preis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 15 Sgr., mo- na, Iii 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Post- -mtern 15 Sgr., bei den preußischen Postämtern im nichtpreußischen Deutsch- land 12'/- Sgr., im ilbrigen Deutschland 20 Sgr.(fl. 1. 10. sitdd., fl. 1.»sterr. Wäbr.) pro Quartal.» Bestelluagru werden auswärt« auf allen Postämtern, in Berlin auf der Expedition. von jedem soliden Spediteur, von derExpreß-Tompagnie, Zimmerstraße 48», sowie auch unentgeltlich von jedem„rothen Dienstmann" entgegen genommen. Jnserutt(in der Expedition auszugeben) werden pro dreigespaltene Petit-Zeile bei Arbeiter-Annonoen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet.. Agentur für England, die Toloniecn und die überseeischen Länder: Ar. Beucher, 8. l-ittle Nerr-Bort- Agentur für Frankreich: G. A. Alexandre, Strasabourp, 5. Kue Bnilee; Paris, 2. Conr Street, Leicester- Square W. C. London. dn Commerce Saint-Andre-des-Arts. politischer Ttieit. Berlin, 13. Oclober. Die P r o d u c l i v« Associationen werden zwar auch von den Anhängern Schulze'« als etwas ErstrebenswcrtheS hingestellt; freilich nicht in dem Sinne, wie dies auf unserer Seite geschieht, sondern mit Bezug auf„Ersparnisse". Man scheint indessen auf jener Seite selbst diese Art von Produc'.iv-Associationen in Wahrheit nicht mit sehr günstigen Augen anzusehen. Wenigstens kann es ni ä't wohl anders erklärt werden, als ans solcher geheimer Mißgunst, wenn man in der„Elberf. Zig." in einem Bericht über de»„Achten allgemeinen BcreinStag der auf Selbsthlllfe gegründeten deutschen Erwerbs- und Wirthschafls-Genossenschaflen"(dritte Sitzung) wie folgt liest: E« kann immer nur von Neuem gerathen werden, nickt uuverniillelt sogleich mit der Produclivgenostew sckasl anzufaiigen, sondern zunächst eine Rohstoffgenossen- sckait oder eine» Konsumverein, oder wo beides nicht wohl thunlich ist, wenigsten« einen Sparvercin zu grün den. In einem solckem Sparverein wird nicht nur das slle die Privatgenostensckasl nöthige Kapital angesammelt, sondern auck durch die Versammlungen der Mitglieder der genossenschaftliche Geist unter ihnen entwickelt, ihre GeschäflSkenntniß gesteigert, Kenntnisse in der Buch- und Kassensllhrung erworben u. s. w.— alles Dinge, welche für das Gedeihen einer Produclivgenossenschafl nnent- behrlich sind. Auch dürfen die Unteruehmer aus dieser Vorstufe nicht zu kurze Zeit stehen bleiben, denn je län ger sie sich in de» leichteren Geschäslen de« Sparvereins oder einer Rvhstoffgenosselischast einarbeiten, um so besser vorbereitet werde» sie die gemeinsame Produktion begin neu, um so besser werden sie auch die für die Leitung des Produtlivgeschä'ts geeigneten Personen unter sich kennen lernen, und uni so weniger werden sie in dieser Beziehung der Gejahr von Täuschungen ausgesetzt sein, von Tättschungen, die ihnen sehr lheuer können zu stehen kommen. Sehr lehrreich, wenn auck eben so bedauerlich, ist in dieser Hinsicht da« Schicksal der Association der Berliner ChaleSweber(Firma G. Pelri), deren damals reckt erfrenliche Resultate im Jahresbericht für 1864 S. 58, 59 mitgetheilt sind. Der Untergang dieser Gsnossenschast ist eine schlagende Widerlegung aller Der- jenigen, die da uieinen, daß e« den Arbeitern nur an Kapital fehle, um Fabrikanten z» werden, und daß alles Uebrige, insbesondere Geschällskennlniß und kansniän- niscke Bildung, mit dem Kapital sich gleichsam von selbst -insände. Die Association der Berliner Ebalesweber ist nicht etwa in Folge de« Mangel« an Kapital oder Kredit. sondern im Gegentheil vielmehr in Folge de« Ucberflussc« an Kredit zu Grunde gegangen, welcher zusammentraf mit der Unerjahreubeit in der Geschäslsstlhrnng. ES drängte sich dem Geschäft, weil e« als da« einer Association bekannt war, der Kredit förmlich auf. es wurden ihin von vielen Seilen Garne osserirt i»d der Vorsteher war gegenüber solchen Osserlen nickt standhaft genug, sondern lauste große Vorräthe, ohne dafür Verwendung zu haben Hierzu kam, daß er sich den Kosteuprci» der prodncirle» üLaaren nickt genau berechnete, sondern sich damit begnügte, fort und fort Waaren prodnciren zu lassen und durch einen Reisenden nach außerhalb möglichst vortbeil- hast zu verkaufen. Lb die Koste» de« Reisenden zu dem- Betrage der von ihm verkauften Waaren im rechten Ver- baliniß standen, sowie, ob die Kosten der Rohstoffe und die sonstigen VerwallungSlosten durch den Prei« der Waaren gedeckt würden, blieb überall nnuntersucht. Es wurde flott verkauft und das Geschäft schien im besten Gange zu sein, bis die wieterbollen Kapilalsvermitie- lungSgesuche eine Prüfung der Buchführung und de« Geschäslsstaudc« von sachverständiger Seile herbeiillhrten, welche die vorhandene» Mängel aufdeckte. Da« Andrin- gen der Gläubiger führte demnächst die Liquidation de« Geschäfts herbei, mit Verlusten, deren Grund und Summe noch bis jetzt nicht ausgeklärt ist. Wie? Aus den Gründe», welckie oben an- gegeben ssnd, soll folgen, daß Producliv-Associa- lioucn bei den Arbeitern nicht gul lhun könnten? Bcrgegcnwärtigeu wir uns den Sachvcrhall! Man stell! einen Mann an die Spitze, der so schwach ssl, Waaren zu laufen, welche die Assccia- lio» nicht brauchen kann, da« heißt mit anderen Worten: man stellt einen Unfähigen an die Spitze. (Ob fick dies in Wahrheit so verhalten, können wir natürlich nicht wissen; aber nach den Berfiche- rungen obigen Berichte« ist c« so und hieran haben wir nn« bis auf Weiteres zu halten) Jene Association mußte also zu Grunde gehen? Sicherlich! Wenn man einen Unfähigen, einen Man», der selche Schwäche» Hätz, an die Spitze stellt, kann eine Association freilich nicht gedeihen. � Aber e« kann dann keine Unternehmung, kein' Geschäft gedeihen. Waö man aus obigem Sachverhalt zu folgern häüe, wäre also nur, daß der bloße Besitz von Kapital nicht für eine geschäftliche Unternehmung hinreicht, sondern daß auch eine ver- nünftigc Leitung vorhanden sein muß. Daß eine Arbciler-Associaticn eine solche vernünftige Leitung erlangen kann, wenn cS ihr Ernst damit ist und sie eine gehörige Ueberwachung aueübt, dürfte nickt bezweifelt werden können. Obiger Borfall beweist als» nur gegen sck leckt geleitete Productiv-Asso- ciationen, nickt aber gegen Produclip-Associatlonen überhaupt. Aber freilich! Es heißt ja auch in obigem Be- rickl:„Der Untergang dieser Genossenschaft ist eine schlagende Widerlegung aller Derjenigen, die da meinen, daß es den Arbeitern nur an Kapital fehle, um Fabrikanten zu werten, und daß alle« Uebrige, insbesondere GeschäflSkenntniß und kaufmännische Bildung, mit dem Kapital sich gleichsam von selbst einfände." Darin liegt eben die Persidie, daß man so thut, als habe überhaupt irgend jemand derlei bebaup- ict. Niemand Hai noch gesagt, daß eine Associa- tion gedeihen müßte bloß darum, weil Capital vor- Hanren sei; eine gute Leitung der Association ist immer vorausgesetzt worden. Wir können mir wiedahelen, daß eS unS vor- kommen will, als spräche eine Art geheimer Miß- gunst auS obigem Bericht. ES scheint eben Leute zu geben, denen auch die Bestrebungen nach Pro- ductivassrciationcn aus diesem Wege unangenehm- sind, weil sie, der Lohn-Sklaverei gegenüber, doch � immer geeignet sind, den SelbststäntigkeiiSsinn der Arbeiter zu nähren.— Berlin, 13. Octobcr. P Die R e f o r m d e m o n st r a t i o n e n in Eng' land, einen so großartigen Charakter sie auch habe» mögen, ermangel» dock derjenigen Klarheit und Sicher- heit der Endziele, welche die Bürgen der erstrebten Erfolge sind. E« treten in ihnen sehr duitlich zwei Richtungen hervor. Die eine ist vertrete« durch die Arbeiterpartei, weiche gleiche« Snnim' recht für alle volljährigen Männer verlangt: die andere durch die liberale Bourgeoisie, verej, Bor- kämpfer Förster, Bright u. A. sind, welche das all- gemeine Stimmrecht an den Hausbesttz knüpft. Die englische Bourgeoisie geht hierbei sehr praktisch zu Werke. Sie sucht stets Fühlung mit der Ar- beiterklaffe zu dehallen und der Bewegungen i» ihr Meister zu bleiben, indem sie so weit»achgiebt, als durchaus nölhig ist, dabei aber zugleich ihre Macht und ihren Einfluß wie mit eisernen Zähnen fest- zuhalten bemüht ist. Der eingegangene Eomproimß beider kann nur zu zwei Resultaten führen: enl- weder erhebt sich die Arbeiterklasse zu einer gc- schlossenen Partei, die dadurch, daß sie fest bei ihrein Ziele beharrt, früher oder später die ihr widerstrebenden Elemente abstößt, oder aber sie schließt mit der Bourgeoisie eine Vereinbarung und gicbt sich zufrieden mit dem, was die Bourgeoisic ihr zugesteht, und daS ist uns bei den in Redt stehenden englischen Reform-Demonstrationen das Wahrscheinlichere. DaS vertrauensvolle Zusammen- gehen beider Richtungen ist uni so auffälliger, als beide unverholen gewöhnlich nebeneinander ihre Ziele an den Tag legen: die Arbeiter ili den Massen- Meetings unter freiem Himmel, in welchen sie die weit überwiegende Majorität bilden, und die Bourgeoisie in den mehr ausgesuchten Kreisen, die sich, anschließend an ne Massen- Meerings, Abends i» geschlossenen Räumen versammeln. So auch bei der letztlich erwähnten Reform- Demonstration i>' LeedS. Die Zahlangaben über die Bersammeltcn gehen wie gewöhnlich sehr weit auseinander— sie schwanken diesmal zwischen 80,000 und 200,000. Die Versaniiiilnng bestand fast ausschließlich aus Arbeitern, Mitgliedern der verschiedenen lokalen Reform- Genossenschaften, welche zum Theil, da die Eisenbahn-Berwaltungen Exlrazüge»lit ermäßigten Fahrpreisen verweigert hauen, stundenweit zu Fuße herbeiwanderten. Wie die Versammlung mit jenen von Manchester und Birmingham denselben Zwelt verfolgte, so kommen auch ihre Verhandlungen mit den dortigen so ziemlich übcrein. Dieselben Rcso- lutionen wurden gleichzeitig von fünf Tribüne» beantragt und durch Akklamation gleichzeitig von der ganzen Versammlung angcnommc». Tie Re- solunouen lauteten: I) Die Versammlung erbebt seierlichen Protest geg<« die Beschuldigungen der Käuflichkeit, Unwissenheit, Trunk- sucht und Gleichgültigkeit sür Resormen, welche in der Aa 'ffcten Parlamentssession gegen die arbeitenden Klassen dargebracht worden sind, und sie verpflichtet sich sllr all- (Siineines Stimmrecht aller angesessenen Männer und ge- beim? Abstimmung als die einzige gerechte Grundlage der Bolksveriretung einzustehen. 2) Ein DanleSvotum fiir Gladstone, Brighl und Will wil einem besonderen Vertrauensvotum'für Bright als "n Anwalt der Volkssache im Hause der Gemeinen. 3) Die Versammlung drückt ihre Entrüstung aus über da« Verhalte» jener Parlaments-Mitglieder, welche die arbeitenden Klassen in ihren Bestrebungen, einen bil- Ngen Antheil an der Wahl der Volksvertreter zu erlan- ben, zu unterstützen verweigerten; sie verpflichtet sich hierdurch mit den Männern von p'ondon, Birmingham, Manchester... sich zu vereinigen in dem Entschlüsse, die Reformfrage zur baldigen Lösung zu bringen, Ruhe und Ordnung aufrecht z» erhalten und dauernde Be< sriedigung des Volkes zu erwirken. An den Reden betheiligten sich außer den Füh- rern der Reformliga mehrere Vertreter des Bezirks im Untcrhause— die meisten indessen hatten die Einladung zu dem Meeting abgelehnt— sowie mehrere Stadträlhe von Leevs. In der Versamm- lung selbst, wie während des Zuges nach und von dem Versammlungsplatze herrschte die größte Ord- nung. In dem dann am Abend folgenden Mee- ting dagegen in dem Stadthause betheiligte sich neben vielen hervorragenden Liberalen der Stadt und des West- Riding auch Bright. Hier wurde zwar auch eine mit der ersten Resolution des Ar- beitermeetings wörtlich übereinstimmende angenom- Men, also sich für allgemeines Stimmrecht entschie- den, allein in einer später gehaltenen Rede erklärte sich der Vertreter für Bradford Mr. Forster gegen dasselbe für das Hausbesitzer-Wahlrecht; eine An- sicht, die, wie wir schon mehrfach erwähnt, auch von Brighl, dem Hauptredner des Abends, getheilt wird. Auf die ihm votirte Dank- und Vertrauens- Adresse erwiderte Bright auch diesmal mit einer langen— aber gemäßigter als die frühern gehalte- nen— Rede, die jedoch des Neuen niche viel ent- hält. Der Gegenstand, sagte er, worum es sich handelt, ist einfach der: England besitzt seit Jahr- Hunderten repräsentative Einrichtungen. Die ein- zige reale Gewähr der nationalen Freiheit bildet das Haus der Gemeinen. Die Krone kann in ihrer gegenwärtigen Stellung dem Volke nicht die Frei- heit geben, das Haus der Lords schon nach seiner Zusammensetzung das Volk unmöglich vertreten; bleibt also, wenn England wirklich, wie es sich dessen rühmt, ein freies Land sein soll, allein das HauS der Gemeinen übrig, das überhaupt gar keine Existenzberechtigung hat außer als Vertretung der Nation. Wie es aber mit dieser Vertretung der Nation aussieht, ist— mit einem Hinblick auf die Enthüllungen von Totnes, Reigate zc. und die letzte Ergänzungswahl ini Flecken Brecon, wo die ganze Wählerschaft alles in Allem aus 230 Köpfen de- stand— männiglich bekannt. Daß das Haus der � Gemeinen sich nimmer aus eigenem Antriebe refor- wiren werde, auch daran kann»ach den Erfahrungen der letzten Session, nach den, Widerstande, den die sehr mäßige Reformbill Gladstones gefunden, keinem ein Zweifel bestehen. Die Möglichkeit, die- sen Widerstand zu brechen, liege einzig in der Ver- einigung der arbeitenden Klassen mit einem großen Theile des Mittelstandes zu gemeinschaftlicher Agi- tation. Einer solchen machtvollen Vereinigung werde es gelingen, die Parlamenlsreform ohne Störung des Friedens herbeizuführen und eine wahre Volks- Vertretung auf breiler und gerechter Grundlage zu begründen. Bright schloß seine von häufigem Bei- falle unterbrochene Rede mit einem Hinweise auf die allgemeine, der Freiheit der Völker so günstige Zeitströmung und insbesondere auf Anrerika, wo- selbst eben in diesem Momente Millionen an die Wahlurne träten zur Entscheidung der großen Frage, vb den befreiten Afrikanern ihr Recht werden solle. In der gemeinsamen Vergangenheit der beide», jetzt durch den atlantischen Telegraphen einander so viel näher gebrachten Brudervölker liege die Gewähr, daß sie auch in der Zukunft von dem gleichen Geiste der Freiheit beseelt, zusammen weiterschreiten werden. Diese Ausführungen sind darum von In- teresse, weil davon ersichtlich wird, wie beide Rick- tungen, so wesentlich ihre Endziele auch von ein- ander abreichen, doch mit genau denselben Waffen und Schlagwörtern kämpfen, wodurch das Zusam- vrengehen beider erklärlich wird.— Rundschau. Berlin, 13. Octolier. Norddeutschlaud anzubahnen und, so weit möglich, zu ersetzen. Zu dieser nationalen Verbindung, deren Pflege im gemeinsamen Interesse beider Theile liegt, gehört „Was wird aus Sachsen werden?" So lautet auch die Sorge für Erhaltung de« Zollverein« und für die täglich sich wiederholende Frage sowohl der sei-"-------..... nen Welt in den Cafe'S Unter den Linden, als res Wcißbierphilisters in ben dumpfen Weißbier loealen. Dock alle thuu diese Frage nur mit ver die Entwicklung seiner Berfassung. Welche« aber auch der Erfolg dieser Bestrebungen sein mag, Eines steht in unserer Ueberzeugnng fest: die Verpflichtung aller beut- sche» Staaten, gegen eine» Angriff aus deutsche« Gebiet zu einmülhiger Abwehr zusammenzustehen. Gegen die stöhlen klugem Aug-uzw.nk-ru,...welchem sich die'Gründung"eine« Bunde« � unzwttfelhafte Meinung ausdruckt, daß die �er- müssen wir uns in gleicher Weise wie so viele Stimmen Handlung zwischen Preußen und Sachsen schließ- in de» Nachbarstaaten entschieden aussprechen. Er lich doch nur mit völliger Annexion ende» könne, könnte, wenn er überhaupt ausführbar wäre, leicht zu Und diese Vermuthung scheint allen um so sicherer, einer bleibenden Scheidewand gegen de» deutschen Nor- als seit der Schlacht bei Köniaaräy jeder Preuße den und ,» einem Stützpunkte für das Ausland werden. ein vollendeter Staatsmann geworden ist, da zwi- Was endlich..„s-r V-rbäl.niß zu Oesterreich betriff, so m,*.,**,„ WcSii.-,vrf**»• erachten wir dle Pflege enger, internationaler Beziehun- W» 4%� i*;k'• v � i flei1 t)e,n Äaiscrsiaate, mit welchem wir durch so ger Staatsmann, und.hm n. den politischen Be- Bande verknüpft sind, sür dringend geboten. Sollte strebungen und Zielen kein Unterschied».ehr vor- Händen ist. Nur die Zeitungen können über die Zukunft Sachsens nickt in's Klare komn.cn. Tag- lich treten neue Aufstellungen auf, um nächsten TagcS widerrnfen zu werden, und neuerdings bringt die„Zeidl. Korr." eine Nachricht, die den. Bunde der nördlichen Staaten Deutschlands eine be- � denkliche Aussicht stellen würde. Nach ihr würde Sachse» volle Selbstständigkeit in der inneren Ge- setzgebung angeboten sein, wenn es dagegen die ge- forderten militärischen Zugeständnisse an Preußen ! mache. Dadurch würde das norddeutsche Parla- ment von vornherein seine Bedeutung verliere»; denn ebenso wenig würden dann die anderen zum norddeutschen Bunde gehörigen Staaten, wie z. B. Mecklenburg, das noch dazu der Bundesgenosse Preußens in dem letzten Kriege war, ihre innere - Selbstständigkeit aufgebe» wollen. Die preußische Regierung aber würde sich dadurch in den Verdacht setzen, nicht ohne Absicht ei» Verhältniß zu Sachsen eingegangen zn sein, das ihn. vertragsmäßig für die Befugnisse des norddeutschen Parlaments oie Hände bindet.— lieber den Umschwung in der fort- schrittlichen Presse in Preußen wird der„Rh. Ztg." aus Berlin geschrieben: Die Offiziösen haben Austrag erhalte», sich der Po- lemik mit den liberalen Blättern so viel als tbnnlich z» eilthalten. Es wird geltend gemacht, daß in alle» Fragen der ättsieren Politik, namei.llich in den deutschen Auge- legenheiten, die ehemalige preußische Oppositionspresse Arm in Arm mit der. Regierung gehe. Einer der be- kannten Commis des Preßbüreau« machte in dieser Be- ziehung die treffende Bemerkung, daß die meiste» Seit- artikel und Eorrespondenzen der exforlschritllichei. Presse in den Regierungszeitungen verwendet werden könnte». ES sei dies um so erfreulicher, als ein guter Theil der talentvollen Mitarbeiter des Preßblireans für die Jonr- nale der einverletbten Provinzen verwendet werde» müßte. Dadurch sei allerdings ei» gewisser Maiigel an pnbli- im Lause der Zeit in Folge weiterer politischer Ereig- nisse der Eintritt von Deutsch- Oesterreich in den dem- scheu Bundesstaat möglich werden, so wäre dies nur als ein Gewinn sür die Nation anzusehen. Am l0ten wjzrdc die Adreßdebatlc in der zwei- len würteiiibergilchen Kaninier begonnen. Der Mi- »istcr v. Barnbüler erklärte, daß er sich über das, was jetzt in der deutschen Politik zu thuu sei, nicht mit Sicherheit aussprechen könne, sofern es noch an Anhaltepunkten sür die zu ergreifenden Schritte fehle, und in der Sitzung am folgenden Tage hat er es demgemäß abgelehnt, ans eine Interpellation Hölder's über den Abschluß eines Bündnisses mit Preuße» zu antworten.— Die kaiserliche Bestäti- gung des Friedensabschlusies mit Italien ist jetzt in Wien erfolgt. Daß preußischerseits über die Veröffentlichung des Protestes des ehemaligen Kö« nigs von Hannover Beschwerde erhoben sei, wird von den preußischen wie österreichischen officiösen Zeitungen widerrufen.— Wie nach der Schlacht bei Solferino, so wird auch heut in Oesterreich viel von innere» Reformen gesprochen. Eingeleitet wer- den diese Resorn.en dadurch, daß gerade diejenigen Generäle, welche sich in. letzten Kriege am tüchtig- sten gezeigt haben, Hr. v. Gablenz und Tegetthof, der Sieger von Lissa, die kaiserliche Ungnade zu erfahren haben. Letzterer, weil er sich nicht streng an das ihm vorgeschriebene Reglement gehalten habe.'Natürlich, ruft die„A. Z." aus, wie hätte er sonst die Seeschlacht von Lissa gewinnen können! Aus Italien wird die vollständige Räumung von Mantua und Pcschiera von den Oesterreichern gemeldet.— Zwischen der Kaiserin Charlotte und dem Pabst soll es zu einer heftigen Scene gekom- nie., sein, in Folge davon bei der tiefen Erschüt- terung des Nervensystems der mexikanischen Kaiserin B ihr Gehirnleiden denn zum Ausbruch kam. Die �avurcy K. auero.ngs ei» gewiger u-cange. an pi.v.i-. w.j.u cistischen Krästen in der Hauptstadt eingetreten; aber der- i Idsrnbt darüber. selbe mache sich gegenwärtig noch nicht fühlbar, weil die I» der langen Audienz, welche der heilige Bater am DiScussion über die inneren LandeSangelegenheiteii glück-! 27. September der Kaiserin von Mexiko gab, ging diese licherweise zum Schweigen gebracht sei. Wo sich der- mit großer Entschiedenheit aus die äußerst schwierigen gleichen in mißliebiger Weise geltend zu mache., suche,' Streitpunkte ein, die zu der Spannung zwischen dem da reichen die UeberwachungSbehörde» aus, um den Un- beitige» Stuhle und der Regierung de« Kaisers Maximilian fug zu unterdrücken. Das aufregungsmüde Publikum. Anlaß gegeben hatten. Di- mit ungewöhnlicher Einsicht gebe sich damit zufrieden. Man gehe jetzt überhaupt von!»nd Gelehrsamkeit, sowie mit höchst energischem Character der Ansicht aus, eine längere Pause in der äußeren, wie begabte junge Herrscherin hatte während eine« ganzen i..__;_______. i...,......<. rr____** 1* v r» /i.-»ff* a«»» d> A.K bJ iam�avSa« uuK Kt*>«», A in der inneren Politik eintrete» zu lasse». Die Zeit»,, gen würden deshalb ohne Nachrichten, selbst ohne De menlis gelassen, dan.il so wenig al« möglich erhitzender Jahres alle auf das Konkordat und die Stellung Mexiko'» z» Rom bezügliche» Fragen zu». Gegenstand ihrer unab- lässigen Studien gemacht. Sie versuchte auf Grund- Stoff vorhanden sei. Theilweise werde die« durch die lagen zu unterhandeln, welche der heilige Baier schon Abwesenheit der Minister und ihrer Vertrauten geboten, seil langer Zeit zurückgewiesen hatte, und bemühte sich, größtentheil« liege e« jedoch i» dem Umstände, da« Herr' ihm eine Zustimmung zu entreißen, die er nicht geben v. Bismarck seine Zusriedenheit mit der Haltung der konnte. Der Papst soll sein Befremden über diese« un- liberale» Blätter in der deutschen Frage z» erkennen ge- g-wohute Auftreten angedeutet haben. Allein die Kaiserin gebe» hatte.! wollte nicht auf die Gründe hören, welche der heilige Zu dem...ilgetheilten Adreßenlwurs der wllr- � Vater ihr entgegenst-llte. Sie bestand mit unbegreiflicher ten.dergische» Fünfzehner- Eommissio» haben die> Hartnäckigkeit ans die Fortsetzung der DiscuSsion mit »r■ää«?-?"s rfr s-sws«äs. xjsvsss frannUcuMidi" d-m«r| ,,„,5, j, Folgendes entnehmen: �. n--. Die preußische Regierung hat de» Eintritt südden.-®.e P�.t.k des Kaisers der Franzose., ist der scher Staate» i» den norddeutsche.. Bund zur Zeit ab- Erfolge zu bedürftig, als daß die französischen Jour- gelehnt. Auch ist der norddeutsche Bund erst in seiner � nale seiner Politik nicht die Beilegung der Unruhen Entwicklung begriffe» und läßt bei seinen unfertigen im Orient zuschreiben sollte». Nach Depeschen Verhältnissen noch nicht erkennen, ob die unveränderte Uebertragung seiner Verfassung auf den deutschen Bun- desstaal die erjorderlichen Garantien für die Freiheit«- rechte des Volkes bieten würde. Wenn aber auch die:.,..©ivitt; sinnft-.nKVa ...... aus Constantinopel waren die Insurgenten in Cand.a ins Gebirge gedrängt und von der Land- und See- seile theilweise eingeschlossen. Aus Athen wird so- Deutichland« erst in späterer, hoffentlich nicht serner Zeil zu erreichen ist, so steht doch nichts im Wege, dieselbe sofort durch die in de» Friedensverträgen gewähr chung der Schwierigkeiten für nahe bevorstehend erachtet wird. Aber trotz dieser übereinstimmenden leistete nationale Verbindung de« deutschen Süden« mit i Nachrichten könnte sich die Selbstbefriedigung der französiscken Blätter über die kaiserlichen Erfolge als verfrüht erweisen, denn die türkische Regierung hat Candia in Blokadezustand erklärt und läßt, wie sie der griechischen Regierung angezeigt hat, keine griechischen Telegramme über Candia mehr passiren und gestaltet auch keine Chisfre-Depeschen von Pri- vaten nach Griechenland. Die meisten Nachrichten also, selbst die aus Athen koinmenden, sind tllrki- scheu und deshalb höchst zweifelhaften Ursprungs. Wäre der Aufstand auf Candia aber auch unter- drückt oder beigelegt, so laute» die Nachrichten von anderen Punkten der Türkei beunruhigend genug. Die in EpiruS und Thessalien garnisonirenden 30,000 Mann �inienlruppen sind durch weitere Truppenzusendungen verstärkt worden, ein Beweis, daß die türkische Regierung selbst die Lage dort für gefahrdrohend erachtet. Die bei Abschluß der Redaction eingetroffenen Depeschen bestätigen das oben von uns Gesagte. Die- selben lauten � Trieft, 12. Oclober. Direcle Berichte au« Kandia, die bis zum 8. d. reichen, melden, daß die Insurgenten zur hartnäckigen Fortsetzung des Kampfe« entschlossen find.— Au« Konstantinopel reichen die Nachrichten bis zum 5. d. Alle auswärtigen Zeitungen in griechischer Sprache waren daselbst verboten.— Au« Athen wird unterm 5. d. gemeldet, daß der Kommandeur der Ratio- nalgarde, Oberst Coroneo«, sich heimlich nach Kandia be- geben hat. Die Zeitungen veröstentlichen einen Briefwechsel der Kontenser Nationalversammlung mit General Kalergi«, au« welchem hervorgeht, daß letzterer wieder- holt den Rath ertheilt hat, die Grenzen des friedlichen Proteste« nicht zn überschreiten. In Athen ist man der Ansicht, daß die Insurgenten sich noch seck« Monate werden halte» können. Wien, 12. Oclober. Einer Mittheilung der heutigen „Neuen freien Presse" zufolge, würde General Menabrea, der heute zur kaiserlichen Tafel geladen ist und demnächst Wien verläßt, als Gesandter Italien» nach Wien zurück- kehren.— Nach demselben Blatte werden die Einberu- fungSpatente für de» Landtag am 24. d. publizirt und der ungarische Landtag am 15. November eröffnet werden.— Die Nachrichten aus Miramare über da« Befin- den der Kaiserin von Mexiko lauten ungünstig. Vereins-Lheil. * Berlin, 13. Oct.(Zweiter Vortrag in Ar- nim'8 Hotel.) Redner wies zunächst daraus hin, daß sein heutiger Vortrag in zwei große Abschnitte zu zer- fallen habe, indem darzustellen ser 1) Wie die Pro- duclion in der bürgerlichen Gesellschaft sich vollziehe, 2) wie das Producirte sich unter die Mitglieder der Gesellschaft verlheile. Es sei jedoch leicht möglich, daß es ihm nicht gelinge, diesen gesammten Stoff heute zu erledigen. Da er die Vorträge vorher nur in ihrem hauptsächlichen Gedankengang, nicht in ihren Einzelnheiten ausarbeite, so lasse sich deren Dauer nicht genau bemessen; j er bitte also im Voraus um Entschuldigung, wenn er schließlich einen Theil des programmmäßig heute abzu- � handelnde» Stoffe« aus das nächste Mal zu verschieben genöthigt sein sollte. Redner beginnt damit, einige Grundbegriffe der poli- tischen Oekonomie festzustellen. Er entwickelt den Begriff des Gebrauchswerthes, dann des T au schwer thes, dann daS Verhäliniß beider zu einander, endlich den Begriff des Preise«. Hierauf wurde im Allgemeinen erklärt, was man unter Produ et ion, sodann, was man unter Consumtion zu verstehen habe und schließ- lich das Wesen der productiven Consumtion be- leuchtet. Hieraus zur Darstellung der Production in der bürgerlichen Gesellschaft übergehend, begann Redner mit Hervorhebung de« Unterschiedes zwischen der in früheren Stadien hervortretenden, aus dem Gebrauchs- Werth beruhenden Naturalwirthschaft und der henti- � gen, auf den Tauschwerth begründeten Geldwirth- s ch a s t. Diese Frage gab bekanntlich L a s s a l l e Gelegenheit zu einer glänzenden Widerlegung Schnlze's, der hier- über in seinem„Arbeiterkalechismus" wesentliche Irr- thümer vorgebracht hatte. Redner nahm hiervon Ver> aulassung, einige Worte über Herrn Schulze zu sprechen, insbesondere zu erklären, daß man die Verdienste de«- selben, welche auf dem practischen Gebiete lägen, gern anerkenne, wie die« ja auch Lasialle gethan; daß aber Herr Schulze unmöglich als wissenschaftlicher Vertreter der politischen Oekonomie betrachtet werden könne. Es würde schlimm um diese Wissenschast der liberalen Bour-! geosie stehen, wenn dieselbe keine anderen Vertreter als Herrn Schulze-Delitzsch hätte. Hiernach zerlegte Redner die productionelle Bewegung in ihre drei Factorent Arbeit, Capital, Grund und Boden und begann eine Darstellung de« ersten Elemen- tes, der Arbeit. Nachdem der wissenschaftliche Begriffs von Arbeit erörtet war, wurde zum Begriff des Capitals übergegangen. Redner entwickelte hieraus mit Ausführlichkeit den Capitalbegriff an einer hauptsächlichen Klasse deS Capi- talSi den Werkzeuge» und Maschinen. Er fügte dann die übrigen Klaffen des Capitals hinzu und zeigte, wie überall dasselbe seiner natürlichen Bestimmung gemäß als Grundlage und Hülssmittel der Arbeit sich darstelle. Einer besonderen Erörterung wurde eine einzelne Klasse des Capitals unterworfen: Die Lebensmittel und Lebensbedürfnisse für die Producirenden. Redner weist hierin(theilweise durch Citate) nach, wie sehr die Bourgeoisie- Oekonomie den Menschen in der Oekonomie vergesse; er zeigt serner, daß zwar die Auf- sassung der für die heutigen Lohnarbeiter bestimmten Lebensmittel w.(des Lohnes) als Capital in den Heu- tigen sehlerhasten Verhältnissen allerdings begründet sei, daß aber die Lebensmittel für die Producirenden unter Voraussetzung der natürlichen Stellung und Be deutung des Capitals als Capital nicht aufgefaßt werden könnten. Hiernach geht Redner über zu der wichtigen Frage nach der Mitwirkung der Naturkräste bei der Production. Er zeigt, wie in der Production aus Schritt und Tritt von der einfachsten Arbeit an bis zur zusammengesetztesten die Naturkräste eine beständige, immer bereit- und höchst wichtige Mitwirkung leisten. Er zeigte insbesondere, wie im Verlause der Entwickelung die Naturkräste dem Willen der Menschen immer mehr dienstbar gemacht. zur Arbeit herangezogen würden. Dies wird an mehreren Beispielen, z. B. an der Ent- Wickelung des Getieidemahlens, erläutert. Also fährt Redner fort, müsse man auf den ersten Blick glau- ben, hierin liege ein unschätzbarer Segen für das Men- schengeschlecht begründet; denn je mehr die Natur für den Menschen arbeite, desto weniger brauche ja dieser sich anzustrengen. Allein dem sei nicht so— in Folge der von Grund aus fehlerhasten Einrichtung der heuti- gen Production ginge jener Segen verloren, ja ver- wandle sich großentheils in Fluch. Daß und warum dies so sei, werde später nachgewiesen werden; aber die erste Grundlage zu jenem Nachweis könne gleich jetzt gelegt werden. Redner weist nemlich nach, wie durchweg die Be- nuhung und Dienstbarmachung der Naturkräfte an das Vorhandensein von Kapital gebunden sei. Dies sei gleich- gültig, so lange Arbeit und Kapital in Einer Hand ver- einigt seien. Allein es ergebe sich hieraus die wichtige Folgerung, daß wo Arbeit und Kapital getrennt seien, die unsichtbare, ewig bereite Macht der Naturkräste nicht auf die Seite der Arbeit, sondern aus die Seile des Kapitals träte. Hier brach Redner ab, mit der Erklärung, daß die Zeit zu weit vorschritten sei, uni auch nur da« Kapital zu Ende zn behandeln. Er müsse also die weitere Be- Handlung desselben, sowie die Besprechung de» dritten ProductionsfactorS(Grund und Boden) auf's nächste Mal verschieben; ebenso den gesammten Abschnitt über die Bertheilung de« Producirten. r. Leipzig, 10. October.(Allg. deutsch. Arb.- Verein. Mitglieder-Versammlnng.) Heule hielten die hiesigen Mitglieder eine Versammlung im Colossenm ab, wo nur Mitglieder Zutritt hatten, die ihre Karte als Legitimation vorzeigten, um selbige zu controliren und zum Zahlen anzuyalten. Die Versammlung wurde vom hiesigen Bevollmächtigten, Hrn. Rölhing, gegen 9 Uhr eröffnet, und als Einleitung der Artikel aus dem„Soc.- Dem." Nr. 152 über die Kassen-Angelegenheiten ver- lesen. Alsdann wurde zur Revision der Kasse geschritten, und diese richtig befunden; auch wnrdevon Seilen des Eon- troleurs und des Vicekassirers Bericht abgestattet, welcher ganz erfreuliche Resultate enthielt, so daß alle Hoffnung vorbanden ist, daß, wenn alle Mitglieder an ihren be« treffenden Orten ihre Schuldigkeit lhun, die Centralkasse in geregelte Ordnung gebracht werden kann. Alsdann wurde bestimmt, für die nächste Versammlung, am Dienstag, den 15. d. M., die Wahlangelegenheir zur Sprache zu bringen, als deren Grundlage der Artikel de«„Social-Demokrat":„Sollen wir wählen oder nicht?" unterbreitet wird und zur Discussion kommen soll, wo- rüber ich Ihnen Bericht erstatten werde. Alsdann will ich noch bemerken, daß der erste Dienstag jeden Monat« hier in Leipzig dazu bestimmt ist, die Abrechnung zu vollziehen, damit dq� Geld an die Hauptkaffe geschickt werden kann; die nächstfolgenden Dienstage eine« jeden Monats sind zur Erörterung von Prinzipien-Fragen be- stimmt. Die Versammlung wurde kurz nach 10 Uhr vom Bevollmächtigten geschlossen.*) *) Wir freuen uns sehr, daß Leipzig, der Sitz de« Verein«, mit einem so guten Beispiele stricter Ordnung dem Gesammtverein vorangeht. Dem Bevollmächtigten insbesondere gebührt dafür sicherlich volle Anerkennung. (Anw. d. Red.) Vermischtes. —(Ueber die Schlackt bei Königgrätz) bri»� die„Post" eine Notiz, die erklärt, welche Umstand wenige Stunden vor dem Krachen de« ersten Preußisch� Kanonenschusses bewirkt haben, daß der König von Preuße» den Entschluß saßle, bei Königgrätz sofort zum Angriffe zu schreiten. Der preußische Hauptmann, jetzige im Generalstabe, v. Unger, der ob dieses Rittes auch Ritter„ponr le rnörite" ernannt worden, unternahm 2. Juli Abends, auf eigene Hand hin und allein, eine» Recognoscirungs-Ritt vom Hauptquartier nach be» Oesterreichischen Vedetten hin. Es gelang ihm, gedem durck Schluchten und Gehölz, unbemerkt so nahe heran zukommen, daß es ihm möglich wurde, das Treiben bss Oesterreichischen Sappeure so speziell zu beobachten, daß er fünf Brücken zählen konnte, die man eben zu schlage» im Begriff war. Es lag auf der Hand, daß dies;» keinem anderen Zwecke geschah, als eine» Haupttheil der Oesterreichischen Nordarmee rück- und dann nordwärts gegen Jvsesstadt zn dirigiren, nm sich zwischen die erste und zweite Preußische Armee zn schieben und so deren Vereinigung zu verhindern. Während dieser Wahr- nehmungen und Erwägungen hatten Oesterreichüthd Ulanen den feindlichen Offizier bemerkt und verfolgte» den davon Jagenden in schärfster Pace. Der unver- gleichlichen Schnellfllßigkeit seines Vollblutrenner« ver- dankte der Hauptmann seine Rettung, der Art, daß er mit einen« nicht schweren Lanzenstich davon kam. Ans die sofortige Rapportirung der ohen geschilderten feind- lichen Operationen entschloß der König sich zu sofortige!» Angriff Benedeck'S.mit dem frühesten Morgen und ent- sendete die bekannten Ordonnanzen an die Schlesischr Armee, die denn auch den Kronprinzen zu rechter Zeil bei Sadowa ankommen ließen, nm den rechten Flügel der Oesterreicher ans ihr Centrum z» werfen, und für den glänzenden Sieg des 3. Juli, der die Oesterreichischl Macht brach, den Ausschlag zu geben. —( Eines der colossalsten Betrugssysteme)- deren Opfer die amerikanische Regierung geworden ist, und welche« so eben in Brookbyn an den Tag gekomme» ist, theilt die„Evening Post" mit. Eine angesehene New-Iorker Firma ist darin verwickelt. Die Sache ist jetzt in den Händen des Bundesanwalts Tilliman, und aus den Aussagen eines Betheiligteu, welcher siä> zum StaatSzeugen hergab, geht Folgendes hervor: Bald nach dem Ausbruche des Krieges eröffneten zwei unier- nehmende und ehrgeizige junge Leute ein CommissionS- geschäst in New-Dork und wurden bald daraus hervor- ragende Bewerber um Regierungs-Contracte. Es gelang ihnen schließlich, eine bedeuteude Lieferung zu erhallen, wobei sie alle Concurrenlen durch eine so niedrige Forde- rung au« dem Felde schlugen, daß diese sich nicht er- klären konnten, wie jene zu einer solchen Lieferung weit unter dem Marklwerth im Stande seien. Es stellt sich nun heraus, daß sie zuvor ein Arrangement mit drei Regierungsbeamten in der Navy Aard getroffen hatten, wonach sie Quittungen für das Dreifache oder Viersache der wirklichen Lieferungen erhalten sollte», Demgemäß zogen sie seither Zahlung, und die Regierung soll dabei um mehr als eine Million betröge» worden sein. Der Denunciant, welcher bei dem Schwindel betheiligt war, wurde von den Schwindlern wieder be- trogen und dadurch bestimmt, gegen sie aufzutreten. Be' einer ähnlichen Veranlassung hat sich denn auch heraus- gestellt, wie in unserm humanen Freistaate die Gleichbeil vor dem Gesetze gehandhabt wird. —(Nene Eisenbahn-Unfälle.) Abermal» sind zu den kürzlich gemeldeten Eisenbahn- Unfällen mehrere neue hinzugetreten- So fuhren bei Kirchen zwei Güter- züge unter Zertrümmerung von etwa dreißig Waggon« aufeinander, und bei Hamm entgleiste in Folge eine« Achsenbruches ein Zug.— Ferner platzte bei Vienenbnrg der Kessel der Masckine„Magdeburg"(die allerding« seit 23 Jahren im Dienste stand) und eS wurde dadurch ein Zugführer schwer verletzt, während Maschinist und Heizer unversehrt blieben.— lieber einen aus der Leipzig- Dresdener Bahn vorgekommenen Unfall berichtet da« „Dr. I.": Am Sonntag früh zwischen 7 und 8 Üb» stieß bei starkem Nebel ein von zwei Locomotiven ge- zogener Güterzug, welcher von Dresden kam, im Bahn' hose zu KoSwig auf einen daselbst stehenden Güterzug, Durch die Vorsichtigkeit der Führer und möglichst starke« Bremsen gelang es, den Anprall zu mindern, so daß nur einige Kohlenwagen(4—5) au« dem Geleise g»' worfen und mehr oder' weniger beschädigt worden sind. Auch die beiden Locomotiven haben Beschädigungen er- litten. Personen sind nicht verletzt worden.(Der größte Theil der Eisenbahnunsälle hat offenbar seine Ursache i» der Nachlässigkeit oder Unachtsamkeit von Eisenbah»' beamten. Es ist deshalb schon vielfach die Forverung er' hoben worden, daß die Eisenbahn-Gesellschasten für alle materielle Nachtheile, die dem Einzelnen oder deren An- gehörigen durch Eisenbahnunfälle erwachsen, verantwort' lich gemacht werden. Nur so stehe zu erwarten, daß die Gesellschaften, durch Schaden gewitzigt, diejenigen Bo»' an ' un v» �chtimaßregeln treffen, welche die Unfälle, die sich jetzt 'c auffüllend häufen, auf ein möglickist geringes Maß �rabsetzen. Jetzt haben allein die Paffagiere für die �vorsamkeit und hohen Dividenden der Eisenbahngesell- gasten zu büßen. Oder soll vielleicht den Instituten ür Versicherung von Eisenbahmtnfällen auf die Beine Adolfen werden?) —(Ueber den Namen von Stüniggrätz) finden "ir in mehreren Zeitungen folgende Notiz: Das slawische Non Hradee, was die Deutschen in Gratz verwandelt daben, bedeutet so viel wie„Stadt" und kommt deßhalb den Namen vieler slawischen Städte vor.'Im nord- äsilichen Böhmen liegen sieben Städte, deren Einkunste nach älteren, erst von Joseph II. aiisgehobenen Ber> iasiung des Königreichs Böhmen zur Dotation einer detirittweten Königin, wenn es eine solche gab, bestimmt waren, und welche in einem solchen Falle eine unter btr Regierung der Königtu.Wittwe stehende Standes- Herrschaft bildeten. Die Hauptstadt dieser Standesherr- fchait hieß:„Stadt der Königin", Kralvwv Hradec, Königin. Gratz, und dieß letztere ist der osficielle deutsche Name der Stadt.„Königgrätz" ist eine abgekürzte Form, die dann sprachrichtiger in Königsgrätz gewandelt wird. Zn diesen Leibgedingftädten gehört anch das ebenfalls in den Kriegsberichten öfters genannte Königinhof, Kralowe Twnr, welches auch stets so benannt wird. —(Das Krnpp'sche Gußstahlwerk) in Essen enthält einen Flächenrattm von eirea 475 Morgen und hat Schienenwege in der Gesammtlänge von ca. 23/4 Meilen, auf welchen 4 Locomotiven und 150 Wagen in beständiger Thätigkeit sind. Die Gebäude bedecken einen Flächenraum von ea. 73 Morgen, Im Jahre 1864 waren in den Stahlwerken, ungeachtet der Kohlenberg- werke und der im Nassanischett gelegenen Hochofen, ungefähr 6600 Arbeiter beschäftigt. Es waren 350 Schmelz-, Schweiß- und Puddlingsösen thätig, 136 Dampfmaschinen von 4 bis 1000 Pferdeträften, 34 verschiedene Dampfhänt mer von 20 bis 3000 Eentner Gewicht, 110 Schrniedewerkstätte» und 508 Drehbänke und andere Werkzeugmaschinen. Die Produetion von 1864 erreichte die colossale Höhe von über 54 Millionen Pfund Guß- stahl in Form von Kationen, Achsen, Wellen. Schienen, Kesielplaiten it. dgl. Im Mai 1865 zählte das Werk schon 8000 thätige Arbeiter und dürste dessen Produelion sich diese« Jahr auf 100 Millionen Pfund steigern, was wohl von keinem ähnlichen Etablissement der Welt ge- leistet wird. —(Crinolinen-Statistik.) Eine sächsische Erino. litten-Fabrik hat innerhalb der letzen zwölf Jahre 9,597,600 Stück Crinolienett fabrieirt und in den Handel gebracht. Da zu einer solchen durchschnittlich 30 Ellen Reisen erforderlich waren, so sind zur Fabrikation der nahmhafl gemachte!! Anzahl 863,784.000 Ellen Reisen verbraucht worden; ein Quantum, mit welchem der Erd- ball, dessen llnisang 7l,982 geographische'Meilen beträgt, I3t/z mal umspannt werden kann. Den Reingewinn an einer Erinvline nur zn 2>/z Sgr. gerechnet, so hat der Fabrikant während dieser zwölfjährigen Thätigkeit das anständige Vermögen von 779,800 Thlrn. erworben. —(Zur Statistik der Eisenbahn nnsälle.) Am Sonnabend Abend gegen 8 Uhr stießen bei Kaiser«- laulern zwei Kohlenzüge zusammen, wobei mehrere Wagen und eine Lccotnotive total zertrümmert wurden. Mensehen kamen diesmal nicht zu Schaden. —(Vom atlantischen Kabel) Die Erfahrungen an dem transatlantischen Kabel haben in Bezug aus Elcktriciiät zu inleressanten Beobachtungen geführt. Man glaubte früher, daß die Länge des Kabels und der Erd- ntagnetisutns es nothwendig machen würden Batterien von tngehettrer Stärke anzuwenden. Indessen hat man sich voiit Gezentheil ilberzeitt, die Batterien von 500 Elementer sind verworfen und dafür arbeiten jetzt solche von 20 Elementen. Man beabsichtigt nun, nachdem das zweite Kabel glücklich in Amerika gelandet, den Tarif für die transatlantischeii Depeschen aus die Hälfte berobznsetzeu. Vom 28 Jnli bis 31. September haben die Einnahmen 48,048 Pfund Sterling, also täglich durchschnittlich 837 Pfund Sterling betragen. —(Böhmische Bettler.) In Schlesien sind in letzter Zeit bittere Klagen über die förmliche Ueberschwem- niiing"der Grenze mit buhmischen Bettlern laut geworden. Jetzt ist, wie ein hiesiger Korrespondent der„K. Z." schreibt, die Anordnung getroffen, daß die am meisten belheiligten Gtenzorte Militär(einige Kompagnten Jäger) erhalten haben, welche gegen' die überhand nehinende Unsicherheit Personen und Eigemhnm der diesseitigen StaalS-Angehörigen schützen sollen. —(Einen Zug ächt mütterlicher Treue) er- zählt das berliner ,.Fr. Bl.": Vor der Langenbeck'scheii Klinik in der Ziegelstraßc erregte am Montag Nachmittag ern kleiner fremdartiger Planwagen, mit einem Hunde bespannt und zwei Frauen als Führerinnen bedeutende« Äufsehen. Die Frauen erkundigten sich bei dem Portier des Haufe«, ob sie sich vor der berühmten Berliner Verantwortlicher Redartenr and Augen-Klinik befänden? Als sie nach der v. Gräfe'schen Klinik in der Karlsstraße gewiesen wurden, gaben beide Frauen aus näheres Befragen über den Zweck ihrer Reise Folgende« an. Beide seien Schwestern und in einem Dorfe bei Danzig ortsangehörig; vor drei Monaten hätten sie ihre Heitnath verlassen und wären, da sie blutarm und die älteste Schwester einen kranken Mann zu Hanse habe, nach furchtbaren Anstrengungen, immer z» Fuß gewandert, bis sie endlich hier angekommen seien. In dem Wagen, welchen sie von Danzig hergezogen, befand sich ein 5 Jahr alte«, total blindes Kind. Die Frauen hätten in ihrer Heimath von dem großen Augen- arzt Gräfe gehört und wollten denselben bitten, das Kind in Behandlung zn nehmen. Die jüngste der Frauen führte noch ein wenig Wochen altes Kind mit sich, welches sie in einem Dorfe nnterwege« geboren hatte. Die Leute, so wie der Hund waren ganz ausgehungert und hatten sich von den Umstehenden der regsten Theilnahe zu er- freuen. —(Ein lustiges Rößleitt.) Dem„Cobl. Tageblatt" entnehmen wir folgendes Geschichtchen aus Münster: Ein vermuthlich scheu gewordene« Pferd erlaubte sich hier am 24. v. M. die absonderlichsten Excesse. Schau- platz derselben war die Fraiienstraße. Aus einer Ab- theiluug Pserbe, die je zwei von einem Ksirasstir geführt wurden, entriß sich eine« derselben seinem Führer und sprengte davon. Zunächst stellte es sich, mit einem mächtigen Satze über die Gosse springend, an da« ziemlich hoch gelegene Comptoirfenster des Kanfmanns Weglau und legte die Vorderssiße auf das Gesimse, dann schwenkte es plötzlich nach links und galoppirte in das gegenüberliegende HanS des Lithographen Schürmann, ivo es— über spielende Kinder hinwegfpringend— bis zum ersten Stock die Treppe hinauf rannte. Dort machte es kehrt, und nun gings zurück, die Treppe hin- unter nach der Küche, in welcher das Thier die Koch- Maschine und den eben fertig gestellten, dustenden Kaffee mit Service umwarf und dann über einen kleinen Kna- ben hinweg nach dem Hofraum sprengte, wo endlich seinem zwecklosen Treiben ein Ziel gesetzt wurde. Außer einigen Zertrümmerungen an der Treppe tc. hat der Uebermuth nichts geschadet. —(Ein moderner S a n s c u l o 1 1 e.) Ein eigen- thümlicher spaßhafter Vorfall ereignete sich neulich aus der Lyoner Eifenbahu. Ein Buchändler befand sich in einem von Landbewohnern überiilllteu Eonps. Bald nachdem er eingestiegen, fühlt er hie und da an seinen Unter- Extremitäten die Stiche jenes Thierchens, welches Goetbe durch den Mund Mephisto'« in der Scene in Auerbach's Keller besingt. Gegen einen solchen Springer Hilst kein Jucken, hilft kein Schlagen. Bald stach e« hier, bald dort, dann da— da— da— da. Es mußte sicher ein ganzes Bataillon fein, welches feine Ganniett an dem literarischen Blute des Buchhändlers ergötzte. Dieser war der Verzweiflung nahe; was sollte er in dem mit Menschen gesüllteit Coupv zur Belämpsiing des Feindes linternehmen. Endlich hielt der Zug ans der nächsten Station. Wie ein Wetter springt unser Buchhändler au« dem verwünschten Coupv und— o glücklicher Zu- fall!— er findet eines, in welchem noch Niemand Platz genommen hat. Hier steigt er ein und der Zug setzt sich wieder in Bewegung. Alsbald beginnt er gegen den Feind den Vernichtungskrieg. Er überzeugt sich jedoch. daß er,»m die Reise mit Ruhe fortsetzen zu können, eine gründliche Remedur vornehmen muß. Im nn war das ront Feinde vkkupirte KleiditngSstück herunter, unt außerhalb de» Fenster« ansgefchüttelt zu werden. Doch unser Buchhändler war zu grimmig nnd schüttelte so wüthend drauf loS, daß das in Rede stehende Kleidungsstück seinen Händen entfnh!. Der Zug brauste weiter, unbekümmert nm den vor Schreck erstarrte» Sansculotten. Auf den nächsten Stationen wttrdc indeffe» die Verlegenheit erst groß. Nene Fahrgäste wollten einsteigen, wurden jedoch durch den Buchhändler daran verhindert, welcher durch da« Fenster der Portiere mit den Armen wüthend unt sich schlug. Das Bahnperfonal glaubt überzengl zu sein, daß man es hier �mit einem Verrückte» zu thini habe, da sich dieselbe Scene ans jeder Station wiederholt. Man bestellt daher yer Telegraph auf der nächsten Haupl- staliott einige Genödarmen, welche sich de? augeblich Verrückten bemächtigen sollen. Erst diesen gelingt es, den wahren Sachverhalt festzustellen, nnd alsbald war der unglückliche Bnchbändler durch ein Paar vom Jnipektor geliehene Beinkleider ans seiner Roth befreit. ____ A u u o u c c ii. Sehr wichtig für Hruchleidrnde! Wer die bewährte Heilmethode de« berühmten schweizerischen Bruch- Arzle« Krüfi< Altherr in Gais, Kt. Appenzell kennen lernen will, kann bei der Expe- dftion dieses Blattes ein Schristcken mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. Verleger: I. B. v. Hofstetten in Be-.lin.— Druck 200,000 Golden baares Silbergeld kann Jedermann gewinnen, der sich bei der großenFrankfurterGeldverloosoug betbeiligt, sowie weitere Haupttreffer von Gulden>00,000. 40.000, 23.000. 20 000, 15 000, >2,000, 10,000, 0,000, 5.000-c. Diese oon der hohen hiesigen Regierung genehmigte und der Stadt garanlirte Neueste proste Priimien-Verloosung bietet den Theilnehmertt in jeder Beziehung die größten Vortheile. Alle Nummern ohne Ausnahme werden gezogen. Das ganze Einlagekapital wird binnen 5 Monate mittelst Gewitinziebtingen zurückbezablt und müssen planmäßig bis dahin sämmtliche 12,500 Gewinne, II Prämien und 18,400 Freiloose von den Interessenten erlangt werden. Ganze Lriginalloosc losten fl. 6.— oder Rkhlr. 3- 13. Halbe--- 3.—-- 1. 22. Viertel--- IVa.--— 26. (Diese Ortginalloose sind mit dem Sladisiegel versehen.) Schon am 12.„iiv IS. kommeiivcn Mon.iteS begitttien die Ziehnngen. Bestellungen unter Beifügung des Betrage« oder gegen Postnachnahme werden sofort pünktlichst ausgeführt und die erforderlichen Pläne gralis beigefügt. Nach stattgehabter Ziehung erhält jeder Theil- nehmer die amlliche Liste und Gewinne baar überschickt. Jegliche Aitsknnst in Betreff dieser großen und inle- reffanten Berloosungen wird gerne erlheil! und eine stel» reelle gute Bedienung zugesichert. Man beliebe sich daher vertrauensvoll baldigst direcl zu wenden an V. Mteinderker-HFlilexinger. Dank- und Wechsel-Gefchäsl in Frankfurt am Main. Meine Wohnung befindet sich jetzt Kupferhammer- mühlc 2147, und bitte ich die Bevollniächtigteu de« Allg. deutsch. Arb.-Bereitts, Notiz davon zu ttehnte». Erfurt, 10. October 1866. I M. Hirsch. Marie! Warum bist Du nicht gekommen? Dein Karl. Berlin- Hamburger Eisenbahn. - Am Tonntag Extrazug nach Spandau und zurück zu ermäßigten Fahrpreisen. Abfahrt von Berlin 2 Uhr Nachmittag«. Rückfahrt von Spandau Sl/\ Ul>r Abends. Die Dtrcclfoii. Paris. Die hiesigen Lassollcaner versammeln sich jeden Dienstag Abend im Lake Buck, 19, nie tle In Verrerie. Der Webergesellenschast zur Nachricht. Sonnabend, den 20.- d. M., findet das Quartal in Schnltz'S Salon, Gr. Frankfurlerstr. 23, stall; nach Beendigung desselben ist Tanz-Musik. Nur den Kassen-Mitgliedern ist der Einlrilt gestattet. Per Vorstand. Kapital und Arbeit. Dritter Vortrag in Arn im's Hotel, Unter den Linden 44, Dienstag, den 16. Oclcber, Abends 8 Uhr.________ Social-demokratischer Arbeiter-Verein. Oessentlichi Versammlung Montag, den 15. October, Abend« 8>/2 Uhr, im Vercinslokal,„Kaifergarten", alte Jakobstraße 120. Tagesordnung! Vortrag des Herrn Dr. W. Sag et stein, Der Zuttitt steht Jedermann frei. Per Vorsitzende. Buchdrucker-Gehülscn-Verein. Lokal: Alerandrinen-Straste 36. Dienstag, den 16. October. Vortrag vom Herin Dr. Scheye:„lieber den Typhi!«."(Fortfetzuiig und- Schluß.) Per vorstanö. F. H of ff ch läger in Berlin.