Laffalle wesen Nr. 162. Berlin, Freitag den 19. October 1866. Bweiter Jahrgang. Social- Demokrat. Diese Zeitung erscheint drei Mal wöchentlich und zwar: Dienstags, Donnerstags und Sonnabends Abends. M Organ der social- demokratischen Partei. Redigirt von J. B. v. Hofstetten und J. B. v. Schweizer. Abonnements Preis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 15 Sgr., monatlich 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Postämtern 15 gr., bei den preußischen Bostämtern im nichtpreußischen Deutschland 1212 Sgr., im übrigen Deutschland 20 Sgr.( fl. 1. 10. fübd., fl. 1. österr. Währ.) pro Quartal. Redaction und Expedition: Berlin, Alte Jakobstraße Nr. 67. Bestellungen werden auswärts auf allen Bostämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Zimmerstraße 48a, sowie auch unentgeltlich von jedem rothen Dienstmann" entgegen genommen. Inserate( in der Expedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit- Zeile bei Arbeiter- Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Colonieen und die überseeischen Länder: Mr. Bender, 8. Little New- Port- Street, Leicester- Square W. C. London. Agentur für Franfreich: G. A. Alexandre, Strassbourg, 5. Rue Brulée; Paris, 2. Cour du Commerce Saint- André- des- Arts. Politischer Theil. " Rundschau. Berlin, 18. October. bings jene J wendun was a von L Stimm der vo Aus dem Orient liegen keine neuen Meldungen vor; nur bestätigt sich die Anerkennung des Fürsten Karl von Rumänien, sowie die Beilegung der Streitigkeiten mit Montenegro, so daß die Pforte von dieser Seite teine Schwierigkeiten zu befürchten hat. Doch wird versichert, daß Fürst Gortichakoff aus Anlaß des tandiotischen Aufstandes eine Circularnote an die Westmächte gerichtet babe, um dieselben, als Mitschußmächte Griechenlands, einzuladen, sich mit Rußland über eine ge meinsame Einflußnahme auf die griechische Regierung zu einigen, um dieselbe zu veranlassen, in Betreff des kandiotischen Aufstandes und falls die Bewe gung fich auch über andere türkische Provinzen ausbreiten sollte, aus den Grenzen der strengsten Neutralität nicht hervorzutreten. Bortra einen aus an werden Hie 4 wa wie m Mensch abspieg heim n fecb8, beitern geistige De mindef 18 ja o wie m Fabrik fich fd Arbeits Mittag den ü trachter dieses arbeite 6 bis theilt die S gens daß di beitsze eine St Arbeite inne g Da bören. dem f geit fe Arbeits durch er dan größer Mau um zu men. ander oder S fahren, tagen, bat, ei einen Einstimmig wurde das neuerdings von anderer In Florenz hat der Senat die Mittheilung Seite ausgegebene Losungswort des unthätigen der föniglichen Verfügung entgegengenommen, die Abwartens" als eine bloße Maske für feindselige den Admiral Persano in Anklagezustand versetzt. Antipathien verworfen und vielmehr die Aufgabe Es wird eine Commission ernannt werden, die von der deutschgesinnten Parteien darein gesetzt, in der allen Prozeßaften Kenntniß nimmt und Vollmacht Kammer und im Volke alle Bestrebungen und Schritte hat, den Admiral, der gegenwärtig noch in Turin Die Prov. Corr." bestätigt für den vollendeten zu unterstüßen, welche geeignet sind, den Anschluß weilt, in Haft zu nehmen. Aufsehen hat die Friedensstand Deutschlands die Nachricht, daß der süddeutschen Staaten an den norddeutschen Bund Entdeckung eines heimlichen Werbebüreaus, daß die Friedensverhandlungen zwischen Preußen und und das Anrecht der Nation auf Ein ganz Deutsch sich Comité für Griechenland" nannte, gemacht. Sachsen soweit gediehen sind, daß ein Abschluß land umfassendes Parlament zu verwirklichen oder Die gegenwärtig in Miramare versammelten Derselben unverweilt erwartet werden kann. Fol- zu befördern. Namentlich war man darin einig, Aerzte haben eine Berathung über den Zustand der gende Städte sind als bleibende preußische Garni- daß als Ersatz und als Vorbereitung für die volle Kaiserin Charlotte abgehalten und sich dahin ausfonsorte in Aussicht genommen: Dresden, Leipzig, Berwirklichung dieser Idee, Reorganisation des gesprochen, daß für ihre Wiederherstellung wenig Chemnitz, Glauchau, 3widau, Blauen, Freiberg, Heerwesens, militärische und diplomatische Allianz Wahrscheinlichfeit sei. Annaberg, Meißen, Marienberg. Ein Correspon mit dem norddeutschen Bunde, Neugestaltung des dent der Wiener Presse" kann aus bester Quelle" Zollvereins und Ausbildung einer gemeinsamen Geversichern, daß die Verlegung des provisorischen setzgebung nach Kräften zu befürworten und in die Aufenthalts des Königs Johann nach Karlsbad, sem Sinne der drehenden Isolirung der unter sich anstatt nach dem von ihm in Aussicht genommenen selbst nicht einigen süddeutschen Staaten entgegen Teplitz, aus feinem andern Grunde erfolgte, als zu arbeiten sei. Troß aller Gegenversicherungen erweil die preußische Regierung es so gewollt hat. halten sich die Gerüchte einer Ersetzung des Grafen Dies sei natürlich nicht direct, sondern durch Ein- Mensdorff durch Herrn v. Beust. Das öster wirkung auf die Umgebung des Königs geschehen. reichische Reichsgefezzblatt veröffentlicht ferner nach In der Umgebung des Königs trage man sich mit und nach die Durchführungs- Vorschriften der Fider Hoffnung, daß bis zum 18. d. M. der Friede nanzgesetze, welche in dem Momente der höchsten abgeschlossen sein werde, was so ziemlich mit der Gefahr erlassen wurden, so daß es scheint, als ob Nachricht der ,, Prov.- Corr." übereinstimmt. Wie in der Benutzung der finanziellen Hilfsmittel des es heißt, soll mit der Anwendung der allgemeinen österreichischen Kaiserstaates bis zur äußersten, durch Wehrpflicht in den von Preußen einverleibten Län- jene Gesetze gezogene Grenze vorgegangen werden dern mit möglichster Schonung ihrer alten Rechte soll. Eine allgemeine Muthlosigkeit hat sich in vorgegangen werden, doch läßt sich erwarten, daß Folge dessen der Gemüther in Desterreich bemäch- Die Lage des Präsidenten der Bereinigten Staaten diese Schonung im Interesse der Gleichheit aller tigt und die Aussicht auf eine bessere Zukunft rückt Amerika's wird immer schwieriger. Die günstigen danke, preußischen Staatsbürger nur ein vorübergehender in dem Maße in die Ferne, als die rettende That Aussichten der Radicalen auf einen Sieg für die Zustand zur leichteren Eingewöhnung in die neuen dringlicher wird. Congreßwahlen hat ihn offenbar stußig gemacht. Verhältnisse sein wird. Der Landtag von Mei- In Dänemark ist die am 12. Oct. im gan- Besonders die conservativen Republikaner dringen ningen bat einstimmig den Anschluß des Herzog zen Königreich vollzogene Wahl zum Volksthing beftig in ihn, sich zu einer Abänderung seiner Rethums an den Nerddeutschen Bund genehmigt und im Ganzen für die Partei der demokratischen constructionspolitik zu bequemen. Der Präsident Der Präsident dabei den Wunsch ausgesprochen, daß den Süd- Bauernfreunde" gegen die sogenannte nationale hört solche Vorstellungen ruhig an, hat aber bis deutschen Staaten der Beitritt zu einem Deutschen Partei ausgefallen. Der wiedergewählte ehemalige jetzt einen Entschluß noch nicht gefaßt. Möglich, Gesammtbunde ermöglicht werden möge. Der Land- Ministerpräsident Hall äußerte bei dieser Gelegen- daß die Dinge und seine verzweifelten Aussichten tag hat außerdem die Regierung aufgefordert, die beit, daß die Rückerlangung Schleswigs für Däne- ihn zur Annahme des Verfassungsamendements des Vorkehrungen zu den Parlamentswahlen auf Grund mark, weil in dem Brager Frieden von Seiten Congresses vermögen, unmöglich aber ist es bei des Reichswahlgefeßes zu beschleunigen. Eine Preußens gegenüber Frankreich garantirt, feinem feiner befannten Hartnädigkeit auch nicht, daß er Anzahl Vertrauensmänner aus Hadersleben, Apen- 3weifel unterworfen sein könne, menn nur die ein- die Niederlage dem Aufgeben seiner Politik vorrade, Alfen, Tondern, Hoyen, Christiansfeld und geleitete Agitation auf zweckentsprechende Weise fort ziehen wird. Die Radicalen sind, im Falle sie bei Flensburg sind in Rothenfrug in Nordschles- geführt würde. den Herbstwahlen mit den legtjährigen Majoritäten wig zusammengekommen und haben sich über die Der Gesundheitszustand des Kaisers von Frank- fiegen, entschlossen, den Präsidenten in Anklagestand Gründung eines Vereins gegen die Theilung Schles- reich wird jezt angelegentlich als zu feinen Be- zu verseßen und zwar so bald als möglich nach dem wigs" geeinigt, deffen Vorstand seinen Siz in Ha- sorgnissen Anlaß gebend, dargestellt. So versichert Zusammentritt des Kongresses im Dezember. Ihrer. Dersleben haben wird. In Stuttgart hat eine auch die offiziöse preußische Prov.- Corresp.", doch Interpretation der Verfassung gemäß würde bei der Zusammenfunft von Abgeordneten Baierns, Badens glauben wir nicht, daß auf diese Versicherungen Anklage bis zu ihrer Entscheidung der Präsident und Würtembergs stattgefunden; darunter Völf, all zu viel zu geben sein wird. In Lyon er durch den Senat zu suspendiren fein. In einem Brater, Barth, Eckard aus Baden, Metz, Hölder, wartet man eine Arbeiter- Kundgebung der Spinner, solchen Falle wird der Senatspräsident, gegenwär Römer, Wächter u. A. Man sprach sich allgemein welche durch eine lang andauernde Arbeitsnieder- tig ein eifriger Radicaler, Lafayette S. Foster aus dafür aus, daß es für Breußen nur eine Frage der legung in große Noth gerathen find, die zum Winter Connecticut, Präsident der Vereinigten Staaten. Opportunität sei, den norddeutschen Bund auch für noch zunehmen muß. Die Arbeitssteckung in Hon, Falls Präsident Johnson seine Autorität zu behaup die füddeutschen Staaten zu öffnen, daß aber vor welche schon 5-6 Jahre andauert, hat ihren Grund ten verslicht und Armee und Flotte für sich gewin Allem eine entgegenkommende Stimmung des Sü in der Umgestaltung der Hener Fabrikation, und nen fann, würde es schließllich darauf ankommen, dens erforderlich sei, um die Erreichung dieses na man fürchtet, daß ihr schwer abzuhelfen sein wird. für welche Seite General Grant sich enscheidet. tienalen Zieles zu erleichtern und zu beschleunigen. Für jetzt ist die Demonstration noch unterblieben.( General Grant hält sich als vorsichtiger Mann, " " beiten geradez Hö Schöne beiter aber find a wenig brifant auf de Süden Tagen bollen Flur fangene mit Fr schöner Freude Muller Innigt Sonnta bem be nen Na beiten Bolksfe Unt Seiftige und eine rgens bem echazwei лефа gegen ß die lifirt In hörer itlich Berer , als ingen diges t ervon anch viel 8 ist haben verEr mens Indes pran Glanz unter innen noch hoben Die en fie r die alten Land 8 ein jens ferer licher örfer, einem n ein tann. alten Schil illing Le ge Wenn Weg = Fa wen afteselfen. fich Rechte erklä agen, en der auf fann nicht erden baue der aufEr Rann bin ichen uffe, daß fich ge = die ische tür aben anne lisch daß ches wird, zines nten chen war. chen 8 fo It c Tene Die neueste, Depesche lautet: Wien, 18. Oct., Morgens. Die beutige Wiener Zeitung" publizirt in ihrem amtlichen Tbeile ein kaiserliches Restript vom 14. d. M., wodurch sämmtliche Landtage, mit Ausnahme des ungarischen, auf den 19. November einberufen werden. Ein ferneres taiserliches Schreiben vom 17. d. M. an den ungarischen Hofkanzler Majlath motivirt die vorläufige Nicht- Ein berufung des ungarischen Landtages durch den Umfang ber bebauerlichen Epidemie(?) in Ungarn; der Hoffanzler wird jedoch beauftragt, ungesäumt Vorkehrungen zu treffen, damit bei Eintritt eines günstigeren Gesundheitszustandes der Landtag seine Wirksamkeit sofort beginnen fönne. Der Hofkanzler wird ferner beauftragt, den unga rischen Freiwilligen den kaiserlichen Dank auszusprechen und dem Lande die kaiserliche Anerkennung für die zahlreichen Beweise der Theilnahme für die Verwundeten der österreichischen und der Armee der Bundesgenoffen kundzugeben. Deutschland. um nach allen Seiten möglich zu sein, sehr reservirt.) gegen, Abessinien hin bauen wolle, auf welcher er treue und opferbereite Anhänger hat, und wo sie Ein erneuter Bürgerkrieg in Amerika gehört gar nicht Soldaten gegen den König abjenden werde, welcher bloße Wort- und Rede- Anhänger zählt. Es ist zu den Unwahrscheinlichkeiten und allenthalben bil- fofort gegen die Engländer in Wuth gerieth, weil nicht möglich, daß man ein ächter Jünger des dahinbet eine solche Stalamität Gegenstand des Gesprächs. er sie für die Urheber des Eisenbahnbaues hielt. gegangenen Meisters sei, wenn man nicht seine - Unterdessen bietet der Präsident alles auf, um Die englische Regierung ist nun in großer Ver- Bflicht zur Unterhaltung der von ihm begründeten die Wahlen zu seinen Gunsten zu gestalten. legenheit. Ihre Ehre, ihr Einfluß und ihre Inter- Organisation erfüllt. Diese Organisation aber fann effen im rothen Meer gestatten ihr nicht, das ge- nicht fortbestehen ohne streng geordnetes Finanzwaltthätige Verfahren des Königs ungestraft zu wesen, d. b. nicht ohne regelmäßiges Zahlen der lassen, urd will sie den Krieg beschließen, so ist die Beiträge auf der einen Seite, nicht ohne gewissenErmordung aller Europäer, auch derer, welche noch hafte Verwaltung und Verwendung der Gelder auf nicht gefangen sind, zu befürchten. Uebrigens ist der anderen Seite. die Repressalie an Abessinien nicht blos Sache Nicht nur indessen in den Kassenverhältnissen Englands, sondern auch Deutschlands, namentlich zeigt es sich, daß der Allg. deutsch. Arb.- Verein, Preußens, denn unter den Gefangenen sind mehrere der durch die bekannten Wirren so sehr darniederpreußische Unterthanen, welche einem Fürsten preis- gelegen, sich in seinem Innern wieder gefräftigt gegeben sind, der im Anfang seiner Regierung zu bat und wieder in früherer Weise vorwärts strebt. den schönsten Hoffnungen berechtigte, der aber aus Die Ordnung in demselben ist zwar seit lange schon Mangel an tüchtigen Rathgebern und durch seine überall wieder hergestellt, aber neuestens hat auch beständigen Kriegszüge in ein Ungeheuer ausgeartet das Vertrauen auf die Leitung immer zugenommen, ist, das bisher von den Abessiniern in Tiegra, in und auch dies ist wichtig. Möge der Verein seinem Gedicham und in anderen rebellischen Provinzen Präsidenten, der fürwahr ein dornenvolles Amt vergebens bekämpft worden ist und daher, wie es bekleidet, jederzeit mit demjenigen Vertrauen entscheint, nur von Europäern erlegt werden fann und gegenkommen, welches der mit so großer Mehrheit muß. Was Aegypten betrifft, so sieht es dort auch Gewählte beanspruchen darf möge andererseits traurig genug aus. Ein Bericht aus Mittelägypten der Präsident des Vereins, der so vieles zum vom vorigen Monat sagt: Menschlich gedacht, so Guten und so Bieles zum Schlimmen lenken kann, müssen in Aegypten bald Veränderungen kommen. fich jederzeit seiner großen Verantwortlichkeit Der Vicefönig treibt sein Wesen fort bis zum seiner Berantwortlichkeit auch in Kassensachen Rain des Landes. Während Said Pafcha nach bewußt bleiben. Wenn dieser Geist der Pflichter8 Jahren 12 Millonen Pfund Sterling Schulden füllung und eines nicht blinden, aber vernünftigen gemacht, die Ismael Bascha überfam, hat der letz Vertrauens im Schooße des Allg. deutsch. Arb.tere in 3 Jahren 28 Millionen dazu gemacht, Vereins wirksam sind, so wird es ihm sicherlich geAegypten hat also eine Staatsschuld von 40 Millingen, auf der Bahn, die der dahingegangene lionen, die zu groß für dieses Land ist. Nachdem Meister ihm vorgezeichnet, sicher und rustig voranIsmael Pafcha viele Millionen nach Constantinopel zuschreiten. fortgeschleppt, um die Erbfolge in seiner Familie zu erhalten, fann er seine Beamten und die sehr bedeutenden Forderungen der europäischen Kauf- Aber möge ein Jeder immer und unter allen leute nicht bezahlen, und nimmt jeßt zu übermäßigen Verhältnissen vor Augen behalten, daß er als Afrika.[ Aus Abessinien und Aegyp- sizer zum Banferott treibt, d. b. fie nöthigt, ihre Steuern seine Zuflucht, wodurch er die Grundbe Kämpfer einer großen und heiligen Sache daftebt ten] schreibt man dem„ Schwäb. Merk.": Nach Güter um den billigsten Preis an ihn zu über- fich erfüllen lassen und er wird sicher in seinem möge ein Jeder das Herz von diesem Gefühle dem vor wenigen Monaten die erfreuliche Kunde nach Europa gelangt war, daß durch die Bemühun meln, um sich die Königswürde in Stambul zu er- feiten, alle Opfer, welche jene Sache von ihm lassen, wodurch er hofft, weitere Millionen zu fam- Innern die Kraft finden, die ihn alle Widerwärtiggen des englischen Gesandten Raffam die Europäer gen des englischen Gesandten Rassam die Europäer kaufen. Darin hat ihn aber vorläufig der franzö- fordern könnte, willig übernehmen lassen. ans ihrer fast breijährigen qualvollen Gefangen- fische Generalconjul gehindert, welder gänzliche Eine große Sache darf große Opfer fordern schaft auf der Festung Magdala im südwestlichen Berichtigung der Forderungen französischer Kauf- um wie viel mehr müssen fleine Opfer ihr freudig Abessinien befreit, und daß sie im Begriff seien, leute verlangte, ebe er nach Stambul dürfe. Um gebracht werden! das durch Revolutioneu, Krankheiten und Theuerung ben Generalconsulen in Saire zu entgehen, wohnt verheerte Land zu verlassen, so kommt die vom Berlin, 18. October.[ Conservative Thä tigkeit.] Die conservativen Vereine glauben, daß ihre Zeit jetzt gekommen sei. Diese patriotischen Vereine" bezwecken, in den neuen Provinzen des preußischen Staates conservative Haupt- und Zweig Vereine zu Nutz und Frommen guter preußischer Gesinnung zu organisiren. Gleichzeitig ist auch in conservativen Kreisen die Herausgabe einer billigen, wie es scheint besonders auf die Berliner Arbeiter berechneten, Volkszeitung" unter dem Titel:" Die deutsche Reichsfahne" in Anregung gefommen. Ausland. Wir wissen es ja wohl, der Schwierigkeiten sind so viele! Bis jetzt aber, vereinzelte Ausnahmen abge7. Juli datirte, zuverlässige Nachricht, daß der rück- er in Oberägypten und in Kairo. Die reichsten rechnet, ist an die deutschen Arbeiter nur die sichtslose König Theodor nicht nur die früheren Ge- ihre Schulden nicht bezahlen, und so ist durch ganz für ihre eigene Sache zu bringen. Die Arbeiter Bascha's schränken sich ein, die Beamten fönnen Forderung berangetreten, fleine, nicht große Opfer, fangenen, die Herren Stern, Rosenthal, den eng gypten eine Aermlichkeit der Berhältnisse einge Frankreichs freilich haben in der Leidensgeschichte lischen Consul Cameron und einige andere Europäer nach Magdala in den Sterker zurückgeschickt, treten, die ohne den gänzlichen Ruin vieler euro- des dortigen Socialismus das Beispiel des Opfer= sondern auch den englischen Gesandten selbst gefan päijden Staufleute und jämmtlicher arabischer Fellabs muths auch im Großen gegeben. u. j. w. nicht fortbestehen kann. Mit Ausnahme Wir wollen nicht zweifeln, daß unter ähnlichen gen gelegt habe, um wie es scheint, die Engländer per wenigen levantinischen Günſtlinge sind Bascha's, Berbältnissen und wenn die Anforderung an die aufs Tiefste zu demüthigen und ihre Königin zu Beamte, Europäer und Eingevorne gegen Jomael deutichen Arbeiter beranträte, sie nicht zurückständen zwingen, dem lüsternen Afrikaner eine fönigliche Bascha erbittert, und mit Freuden werden von hinter ihren franzöfifchen Brüdern aber so lange Brinzessin zu übersenden, wenn sie ihre Unterthanen Brinzessin zu übersenden, wenn sie ihre Unterthanen Allen die Nachrichten ter Revolution in Candia hierzu feine Beranlassung vorliegt, mögen fie zurückerhalten will. Die befreiten Europäer hatten fich bereits angeschickt, das Land ihrer langen und und Griechenland aufgenommen, weil die Heffnung wenigstens im Kleinen ihre Thatkraft zeigen. auf gänzliche Zerstörung der türkischen und ägypschweren Gefangenschaft zu verlassen, als der lau- tischen Wirthschaft genährt wird. Ich glaube, daß Vereins, die 3hr der Sache der Zukunft dienen Ueberall, Mitglieder des Aug. deutsch. Arb.nische König sie durch seine Soldaten unterwegs fein Europäer mehr hier ist, der von seiner Vor- wellt, zeiget, daß es Euch nachhaltig ernſt iſt mit einholen und ihnen bedeuten ließ, daß sie mit dem liebe für den Orient nicht gründlich geheilt wäre. Gesandten in Korota warten müßten, bis eine AntEuern Bestrebungen; zeigt es in aller und jeder Bewort von der Königin Victoria, an welche er einen ziehung; denn dann nur fann die begonnene ArbeiterGesandten absenden wolle, zurückgekommen sei mit bewegung ihren gedeiblichen Fortgang haben. der geschriebenen Erklärung, daß die Engländer wegen der Gefangenhaltung ihrer Landsleute keine * Berlin, 17 Oct.( Dritter Vortrag in ArRache nehmen, und daß die Königin ihm vier ge- In Betreff der Kassenverhältnisse des nim's Hotel.) Der Saal ist diesmal noch gefüllter schickte Arbeiter gleichsam als Bürgschaft( Geißeln) Allg. deutsch. Arb.- Vereins freut es uns, mit- als die beiden ersten Male. Redner beginnt mit einer der zwischen Abessinien und England bestehenden theilen zu können, daß die Energie, mit welcher Vorbemerkung: Einige seiner Zuhörer, so sei ihm erzählt Freundschaft senden wolle. Der Gesandte kam im der dermalige Präsident das Finanzwesen des Ver- worden, feien am Schluß des vorigen Vortrags der Anvergangenen August glücklich nach London und er- eins neu zu beleben und zu ordnen bestrebt war, nicht zur Sache selbst. Hierin liege ein bedenklides, ficht gewesen, Redner fomme vor lauter Einleitungen hielt von der Königin Victoria und von Lord wirksamen Erfolg hatte. Wie wir aus einem aber vielleicht mehrfach vorhandenes Mißverständniß. Stanley den Bescheid, daß England feine Ausgabe Schreiben des Vereinskasfierers, Hrn. Hirsch in Diese Vorträge seien so streng wissenschaftlich wie nur scheuen werde, welche zur Beförderung eines freund Erfurt, ersehen, ist in Gemäßheit der ergangenen irgend ein Vortrag an der Königlichen Universität. lichen Verhältnisses zwischen beiden Ländern dienen Verfügung die Abrechnung der einzelnen Orte im Redner wolle seinen Zubörern die wissenschaftliche könnte. Ehe aber der Gesandte die Rückreise nach besten Gange und haben also die Gelder wieder Ueberzeugung beibringen, daß der Socialismus gegen die Abessinien antrat, fommt die Nachricht, daß der regelmäßig einzulaufen begonnen. Um so Bourgeoisökonomie im Rechte sei und zu diesem Zwecke König seinen früheren rachsüchtigen Gefühlen Raum mehr muß darauf gehalten werden, daß diejenigen gegeben und die Europäer abermals eingeferfert Orte, welche ihrer Verpflichtung gegen die Vereinshabe. Die nächste Veranlassung soll die von Mönchen( die aus Jerusalem tamen) überbrachte Nach richt gewesen sein, daß der Pascha von Aegypten eine Eisenbahn von Suatin( am rothen Meer) aus Vereins- Theil. Berlin, 18. October. fasse nicht nachkommen, in Gemäßheit der vom Vereinspräsidium erlassenen Anordnung von Zeit zu Zeit im Vereinsorgan veröffentlicht werden, damit Jedermann im Verein wisse, wo die Sache Lassalle's müsse er vor Allem das Bestehende wissenschaftlich darstellen. Dies sei die Grundlage für die späteren Streitfragen; allein dieie Grundlage gehöre zur Sache selbst, wie das Fundament eines Hauses zum Hause, die Wurzel eines Baumes zum Baume. Nur aus dieser Grundlage könne sich eine flare Einsicht( im Gegensatz einer dunklen, auf aufgeschnappten Stichworten beruhenden " Meinung) entwickeln und Alles in diesem Gegenstande unbrauchbar zurückgewiesen worden sind, hernach von fieldo angekommen, und ein so zahlreich besuchtes und hän e innig zusammen; man stehe daher durchaus nicht dem Vorstande der Schuhmacher- Innung der Regierung schönes Feft zu feiern im Stande ist. Es folgte eine mehr in der Einleitung", sondern bei der Sache selbst. wieder als brauchbare hingeliefert wurden, so daß in echt deutsche, gemüthliche Unterhaltung bis Morgens Redner recapitulirt hierauf das im letzten Vortrag diesem Falle nichts weniger als ein offener Betrug aus- 2 Uhr. Entwickelte und zeigte alsdann, worin die Theilung geführt worden sei. Auch sei es zum Schaden der Meister Herr Professor Fawcett hielt folgende Rede bei dem der Arbeit bestehe, wies nach, wie auch diese an das wie der Regierung gewesen, daß die Stiefel nicht direkt jährlichen Meeting der Lancashire und Cheshire MechaVorhandensein von Kapital gebunden sei, und folgerte bier- dem Vorstande der Schuhmacher- Innung in Submission nies Institutes:„ Im ganzen Lande herrscht inzwei aus, daß die durch Theilung der Arbeit möglichen Vor- gegeben worden, sondern einen jüdischen Speculanten, felbast der Glaube, daß zu einem gewissen Grade mecha theile bei einer Trennung der Arbeit und des Kapitals der hernach in Straußberg und anderen Orten dieselben nische Institute ihren Zweck verfehlt haben. Ich dagegen auf die Seite des letzteren treten. habe anfertigen lassen. glaube, daß sie nicht fallirt haben, sondern daß die Nachdem mun Redner mit der Behandlung des Kapitals zu Ende war, erörterte er die Frage, wie sich das Geld zum Kapital verhalte, wobei er nachwies, daß dieses, da es jegliches Kapital vertrete und jegliches Ka pital sofort beschaffen könne, als das hauptsächlichste Kapital, als Kapital in reinster potentieller Erscheinung, betrachtet werden müsse. Hiernach zum dritten Factor der Production, dem Grund und Boden übergehend, zeigte Redner, wie derselbe als Arbeitsinstrument erscheine. Ausdrücklich bes tämpfte Redner die falsche Ansicht, als ob die Naturkräfte bei der Bodenproduction mehr mitwirften, als in der in dustriellen Production. Diese falsche Ansicht sei um so verderblicher als sie vielfach benutzt worden sei, um die Existenz der Bodenrente zu erklären, oder in der wohl. meinenden Absicht, das Grundeigenthum als ein Monopol erscheinen zu laffen. Die Bodenrente bestehe, und allerdings sei das Grundeigenthum ein Monopol; aber nicht darum, weil die Naturkräfte hier mehr mitwirkten, als in der industriellen Production, sondern darum, weil man das Arbeitsinstrument Grund und Boden nicht beliebig vermehren könne. Obige falsche Beweisführung sei darum bedenklich, weil häufig diejenigen, welche sie als falsch nachgewiesen, auch die Sache selbst widerlegt zu haben glaubten, während sie doch nur eine falsche Begründung derselben widerlegt hätten. Hiernach übergebend zur Frage: Wie das Producirte sich in der Gesellschaft vortheile?" entwickelte Redner zunächst kurz und ausführlichere Darstellung sich vorbehaltend das bekannte„ eherne Gesetz" des Arbeits Tobnes; hiernach den Kapitalzins, und den Unternebmergewinn(..geistigen Arbeitslobn" und Risicoprämie); hiernach die Bodenrente, wobei zugleich barauf aufmerksam gemacht wurde, daß diese lettere zwar von den Bächtern gezahlt, aber in den Lebensmitteln von diesen auf die ganze Gesellschaft vertheilt würden, so daß sie überall wieder zum Vorschein komme. Als Schlußergebniß wurde festgestellt, daß von den Erzeng nissen der fortwährenden Productionsbewegung auf die Arbeiterclasse nur das zum Fortbestehen derselben gerade Nothwendige entfalle, während alles Weitere, der ganze hiernach verbleibende Ueberschuß( ,, Nationalreichthum") den Klassen der Grundbesitzer und Kapitalisten zufalle, jenen in Gestalt der Bodenrente, diesen in Gestalt des Zinses und des Kapitalgewinnes. Hiernach schloß Redner seinen Vortrag mit dem Bemerken, daß er nun im nächsten Vortrage an die eigentlichen Streitfragen herantreten werde. Herr Angerstein: Hätten bei der Stiefellieferung enthusiastischen Hoffnungen der Grinder nicht realisirt die Schuhmacher in Straußberg 2c. gesagt: Fabrikant, worden sind. Vor dreißig Jahren, als man diese Inwas willst Du? Dir machen wir keine Stiefel! und stitute zuerst gründete, glaubte man, daß die Zuhörer hätten sie die Arbeit nur direct genommen, so hätten sie durch wissenschaftliche Vorlesungen selbst wissenschaftlich mehr verdient, und der Staat wäre billiger dazu gekom- gebildet werden könnten. Aber nie wurde ein größerer meu. Es ist dies zwar schwer, aber immerhin möglich Irrthum begangen. Eine Wissenschaft so wenig, als und man mußte dergleichen wenigstens anregen und ver- eine Sprache kann durch das Hören von Vorlesungen suchen; der Corpsgeist muß unter den Arbeitern gepflegt erlernt werden. Es wird ein fleißiges, vollständiges werden! Studium mit geeignetem elementarischem Unterricht er beischt. Ist dieser erreicht, dann bildet eine Reihe von Vorlesungen eine reiche Hülfsquelle. Es wurde manch mal angenommen, daß mechanische Institute sehr viel zur Erziehung des Landes beitragen würden. Dies ist ein Irrthum, welchen man beständig vor Augen haben sollte. Wenn der Elementar Unterricht des Volkes ver In dem Bericht der Volks- 3tg." über den ersten nachlässigt ist, werden mechanische Institute als ErVortrag im Hotel Arnim heißt es: Die Social- Deziehungsanstalten unfruchtbar. Sobald ein guter Elemenmotraten sind vielfach als Reactionäre verschrieen. Und tar- Unterricht des Volkes gesichert, find mechanische Innicht mit Unrecht." Wie steht es mit dieser Aeußerung stitute ein werthvolles Mittel zur Heranbildung des der ,, Volks- 3tg."? Von anderer Sette wird in Ergänzung hierzu darauf hingewiesen, daß nachdrückliche Arbeitseinstellnngen im wichtigen Augenblick voraussetzen, daß die Arbeiter sich schon vorher organisirt haben. Es gelte also, die Aufbebuag der Coalitionsverbote zu erwirken. Eine andere Frage lautete: " Herr v. Schweizer bemerkt in Beantwortung diefer Frage: Herr Schilling verlieft noch aus einem ihm aus Mecklenburg zugegangenen Blatte( der Parchimer Zei tung") einen Artikel, der die Vorträge des Herrn von Schweißer in Arnim's Hotel zum Gegenstande bat, und sich in belobender Weise hierüber ausspricht. Als beson ders merkwürdig bezeichnet der Redner, daß man sich jetzt auch in Mecklenburg mit derlei Dingen befasse. Die Berathung über die Frage, ob der Verein alle oder alle 14 Tage versammeln solle, wird nebst der Beschlußfaffung hierüber vertagt. Hiernach wird die Situng um 12 Uhr geschloffen. 8 Vermischtes. um na Ein er zu den det ein Un die W Di W Zeitun liches Landta 19. N liches Hoffan berufu Jünglings zum Manne. Haben wir auch viele pran gende Erziehungsanstalten, welche einen falschen Glanz auf die bedauernswertbe Unwissenheit werfen, die unter Er spreche im Augenblick nicht gern gegen die Volks einer großen Menge der Bevölkerung existirt, so können 3eitung, denn dieses Blatt habe sich in der letzten Zeit wir versichert sein, daß sie weder durch Gaben, noch von allen Fortschrittsblättern als das einzig consequente durch den Eifer der mittleren und oberen Klasse gehoben erwiesen und solches müsse man immer, auch am Geg wird. Die Wurzel des Uebels liegt viel tiefer. Die Hierauf besprach Redner die Unterscheidung von 1) ner, ehren. Ein Gegner bleibe indeffen für uns die Unwissenheit einer Klasse oder eines Bezirks können sie Boden- und Urproduction, 2) Industrie, 3) Handel, und Volks- Zeitung immer, da sie ja nicht den socialistischen sich durch den einfachen Schluß, daß die Kinder die wiederholte schließlich in kurzen Säßen das über die Standpunkt theile, nicht die Arbeiterintereffen zur Grund- Schule zu früh verlassen und zur Arbeit angehalten Production Gesagte. lage habe. Wir wüßten ja, daß wir nicht Reactionäre, werden, erklären. Als ein Beispiel kann ich die Landsondern Demokraten seien, und dies unser Bewußtsein distrikte, welche ich genau kenne, anführen, und als ein müsse uns genügen; wir dürften uns nicht wundern, Engländer sage ich es mit einem Gefühl von Gewissenswenn gegnerische Blätter uns als Reactionäre ver- druck und Schande, daß die große Majorität unserer dächtigten. Ackerbaubevölkerung in einem Zustand von gänzlicher und tiefster Unwiffenheit aufwächst. Ich kenne Dörfer, in welchen gute Schulen um vieles Geld, nebst einem großen Eifer der höheren Klassen, und doch ist kaum ein Jüngling zu finden, welcher die Zeitung lejen fann. Was ist aber die Ursache davon? Die Eltern erhalten ihr elendes Dasein durch einen Lohn von 10-11 Schilling per Woche, und sobald ein Kind einen Schilling wöchentlich verdienen kann, wird es aus der Schule gegenommen, und das Erlernte ist bald vergessen. Wenn sie dieses verhüten wollen, so steht ihnen nur ein Weg dazu offen, ste müssen das Erziehungsgesetz für die Fabrikdistrikte auf jeden andern Industriezweig in Anwendung bringen. Vor zwanzig Jahren hat Lord Shaftes bury dieses Gesetz den Fabrikdistrikten aufzwingen helfen. zch. London, 15. Oct.( Stiftungsfest. Pro- Ich stanne nicht darüber, daß die Fabrikanten sich feffor Fawcett.) Nachstehend gebe ich Ihnen kurzen dagegen gewehrt haben, weil sie in ihrem Rechte Bericht über unser Stiftungsfest im Verein deutscher waren, ein Ausnahmegesetz als ungerecht zu erklä Arbeiter: Bürger- Präsident Klinker sen. bieß die Gäste ren. Heute aber will ich zu Lord Shaftesbury sagen, -- Berlin, 18. Oct.( Social- demokratischer willkommen und eröffnete das Fest mit einer Schilderung und ich wünschte er wäre bier um es selbst zu hören Arbeiter Verein. Oeffentliche Versammlung. über den Hergang unseres Vereins seit seiner Gründung; dehnen sie den Eifer, welchen sie zur Verbesserung der Schluß des Berichts aus voriger Nummer.) wie die„ Teutonia" als politischer Verein mit dem Motto Erziehung in Lancashire an den Tag gelegt haben, auf Herr Dr. Stolp hält die Idee des Vortragen-„ durch Bildung zur Freiheit" zur Zeit, wo die politi ibre Grafschaft, ja sogar auf ihre Güter aus. Ich kann den nicht für ausführbar; die Feststellung der Gesetze seben Wogen in Deutschland wegen Schleswig- Holstein ihm erzählen, daß die Unwissenheit in Lancashire nicht müßte immer nur einer Minderheit übertragen werden, sehr hoch standen, gegründet wurde; Redner wies ferner mit der Unwissenheit in Dorsetshire verglichen werden aber es würde sich vielleicht empfehlen, die von den Re- nach, wie schon mancher Versuch gemacht worden, von kann. Möge er ein ähnliches Gesetz für die Landbaupräsentanten gefaßten Beschlüsse bernach noch einmal der Seiten der Jesuiten den Verein zu stürzen; besondere distrikte in Vorschlag bringen, mache er die Probe der Gesammtheit zur Genehmigung vorzulegen. Auszeichnung verdienten die Sänger, die durch den ge- Aufrichtigkeit bei den Landbesitzern, in wiefern sie aufmeinen Raub unserer Gesangbücher und Kaffe geglaubt richtig gewünscht haben durch das Fabrikgesetz die Erhaben, den Berein zu zerstören, wie aber ohngeachtet ziehung ihrer armen Landsleute zu befördern. Ein Mann dieser Ereignisse der Verein durch Muth und Ausdauer mag jedes materielle Vergnügen genießen ich bin mehrerer Mitglieder dennoch existirt und fortarbeitet; fein Strifer; er mag Theil nehmen an jedem männlichen er sprach ferner sein Bedaueru darüber aus, daß Bürger Spiele, sei es im Walde, im Felde oder auf dem Fluffe, J. V. Weber durch Krankheit verhindert sei, anwesend und ich kann ihn aus eigener Erfahrung versichern, daß zu sein. Brg. Miller ergriff zunächst das Wort und er die größte und edelste Freude nicht kennt wenn er sich sprach über die Gründung und das Bestehen des Ver- nicht mit den Ideen unserer größten Denker vertraut geeins, lobte besonders die Mitglieder, die durch ihre Aus- macht und den wunderbaren Mechanismus, welcher die dauer den Verein von allem Schmutze gereinigt haben, Natur regiert, verstehen gelernt hat. Eine melancholische ermahnte die Arbeiter zur Vereinigung, denn nur durch Reflexion überschattet unsern Geist, wenn wir die natürVereinigung und gegenseitige Aufklärung und Bildung lichen Hülfsquellen vergendet fehen; wenn wir die Gaben werde es den Arbeitern ermöglicht, ihre wahren Menschen der Natur unbenüßt und ihre Schönheiten bei dem Manne rechte zu erlangen, und hauptsächlich sollten die deutschen unbeachtet finden; aber um wie viel mehr melancholisch Arbeiter in London tüchtigen Gebrauch von dem Vereins. müssen unsere Betrachtungen sein, wenn wir wissen, daß recht und der Redefreiheit machen. Redner beleuchtete jedes Jahrhundert tausende in diesem Lande, welches ferner die politische und sociale Stellung der Arbeiter prablerisch an die Spitze der Civilisation gestellt wird, gegenüber der Bourgoisie und Aristokratie und den elen zu Grabe getragen werden, welche weder die Werke eines den Zustand der Arbeiter, die alles produciren und dar Milton noch eines Shakespeare gelesen noch die Gedanken ben müssen. Brg. Papke sprach ebenfalls über die der Lehrer der Menschheit gekannt haben, und welchen Trennung der Sänger vom Verein, und bedauerte, daß der wunderbare Triumph der Wissenschaft fremd war. von so vielen kleinlicher Egoismus über das allgemeine Ich hoffe, daß ich keine zu düstere Ansicht ausgesprochen Interesse gestellt werde. 2. Weber freute sich, daß der babe, aber wenn ich an die Erziehungsnoth eines fo Berein durch die Stürme und Wogen, von dem Präfi- großen Theiles unserer Bevölkerung denke, so erfüllt es denten mit sicherer Hand gesteuert, jetzt in dem schönen mich mit Sorge, daß so Viele sich mit uns des Wissens Hafen ,, White Swan" 36 Great Alie street, Goodman nicht erfreuen tönnen. Herr Lindenberg findet, daß die Theorie des Herrn Angerstein derjenigen Art von Stimmabgabe analog ist, wie sie gegenwärtig in der Schweiz existirt. Der Stadtverordnete Streckfuß habe bereits früher bei den Stadtverordnetenwahlen bezweckt, das Angerstein'sche Prinzip dabei durchzuführen, doch sei sein desfallsiger Antrag zur Zeit mit vierzehn Stimmen gefallen. Nachdem die Discussion sich noch eine Zeit lang um diese Dinge dreht, wird bemerkt, daß der so intereffante Vortrag nicht für die Zuhörer allein gehalten sei, sondern durch den„ Social Demokrat" auch in das weitere Bubli fum bringen werde. Bei der nun folgenden Erledigung des Fragetastens entspinnt sich eine Debatte über die Frage: Was macht der Arbeiter, wenn er für Arbeiterinteressen eintritt und gemaßregelt und außer Chicanen auch noch entlassen, und mit Frau und Kindern brodlos wird? An dieser Tebatte betheiligen sich die Herren Preuße, Schilling, Schumann, Berend und Angerstein. Herr Schumann bringt dabei zur Sprache, daß er bei den verschiedensten fortschrittlichen wie reactionären Zeitungen einen Artikel zur Aufnahme eingesendet habe, ber aber nur vom„ Social Demokrat" wirklich veröffent licht worden sei. Der Aufsatz behandelte eine Stiefellieferung während der letzten Kriegszeit, in welcher eine große Anzahl Stiefel, bie vom dritten Armeekorps als der be ler wi treffen, zuftant tönne. rischen und de reichen der öf fundzu tigte ihre Berei preuß Verei Gefin confer mie es bered beutic 2 ten] dem nach gent aus schaft Abess das d verhe 7. Ju fichte fange lijche päer Sonde gen aufs zwing Brin zurüc fich t ichwe nische einhe Geja wort Gefa der wege Rach schick der Freu verg bielt Sta Scheu liche fönn Abef Köni gege habe chen richt eine J. It, ie þei hit nt, 8= on ich d [ n= fin 13 11= en n. aß en ert er= en g; Men 38. 08. nd nb en Der ID= rtIts rs ne ar en ers uf n. 0= ent aß n, T= b. er 117 itACEAEE ie er -e.. m Erinnern wir uns, daß der große Reichthum in der Hand| bige Frau möge nur nachsehen, ob die Briefe den PostWeniger einer Nation teine Auszeichnung und kein Glück stempel des Fegefeuers oder des Paradieses hätten, damit verschafft, und daß das Vermehren des Reichthums früher sie erkenne, daß er die Wahrheit gesprochen habe. Na orer später statt zum Wohle zum Fluche gereicht, wenn türlich wurde das Hauspersonal im Dienst behalten und die Armutb nicht vermindert und die geistige Bildung die Heirath fand statt. gekündigte Sonnenfinsterniß beobachten wollten. Der Himmel war wolfenrein. Um 4 Uhr 45 Minuten kündigte sich die Erscheinung durch das allmählige Verschwinden der Sonnenstrahlen an; um 5 Uhr 16 Minuten war ein Drittheil der Sonnenscheibe bedeckt, unmittelbar da der Nation nicht vermehrt wird. In unserem Lande( Für Eisenbahnunfälle) wird in den Zei- rauf verdunkelte sich der Horizont und ein blänlicher haben wir alles in Extremen. Wir haben grenzenlosen tungen bald eine stehende Rubrik eingeführt werden Nebel lagerte sich über Paris, indeß die Verdunkelung Reichthum und grenzenlose Armuth; wir haben eine un- müssen. Auf der Odessa- Baltaer Eisenbahn hat sich am des Sonnenballs immer zunahm und dieser zuletzt noch übertroffene Literatur vielleicht in keinem Lande ist Morgen des 21. September ein großes Unglück ereignet. einen kleinen Lichtpunkt wahrnehmen ließ. Um 5 Uhr die wissenschaftliche Thätigkeit unter den gebildeten Klassen Bei einer Zwischenstation, etwa 9 Meilen von Obeffa, 23 Min. war die Erscheinung vorüber. Auf dem Pont größer und vielleicht in keinem Staate ist die Univiffen- stießen ein Güter- und ein Personenzug auf einander, des Arts war die offizielle Wissenschaft stationirt, die beit eines großes Theiles der Bevölkerung vollständiger. wobei, soweit bis jetzt ermittelt, 54 Personen verwundet, Mitglieder der Académie des Sciences, welche eben eine Das Erkennen dieser Extreme sollte uns zu erneueter und 14 getödtet worden sind. Sigung gehalten hatten; die gelehrten Herren waren Thätigkeit antreiben und diejenigen, welche an dem guten nicht, wie andere Menschenfinder, mit geschwärzten Werke der Erziehung arbeiten, muß der Gedanke anfeuern, wie unendlich glücklicher und ebler das Leben unsers Gläsern bewaffnet, sondern stellten ihre Beobachtungen mittelst durchlöcherten Kartenpapiers an. Volkes fein müßte, wenn ein Jeder durch die Gedanken und Werke der Gerechten und Guten inspirirt wäre." * ( ,, Der deutsche Staatsbürger"), ein zu Augsburg neu erscheinendes Blatt, bringt in feiner zweiten Probenummer einen längeren, gut geschriebenen Aufsatz über die Ansichten Lassalle's. In den einleitenden Worten sagt der Artikel sehr mit Recht, daß in der Arbeiterfrage die meisten Leute für und gegen Lassalle sprächen, ohne daß sie wirklich die Grund anschauung deffelben kennten. In dem Artikel wird nun, dem„ Arbeiter Programm" folgend, diese Anschauung auseinandergesetzt. Solche Artikel, welche wirklich das Publikum über wesentliche Dinge belehren können, sind sicherlich eine gute Empfehlung in einem Brobeblatt. Zugleich er sehen wir aus dem Artikel, daß die Petitionen mehrerer bayrischer Arbeitervereine um gefeßliche Einführung des allgemeinen Stimmrechts für die Wahlen zur dortigen Kammer vom Abg. Dr. N. Barth aufgenommen sind, um sie in der Kammer zu vertreten. Zur endgültigen Beschlußfaffung in dieser Sache würden 2/3 Stimmen in der Kammer erforderlich sein. ( Der trockene Herbst) erregt unter den Landwirthen ernsthafte Besorgniß. Die jungen Wurzeln der Getreidekörner werden von dem Wind, der über die Felder streicht, bloß gelegt, so daß das spätere Wachsthum des Getreides dadurch gestört wird. Eine schlechte Ernte im nächsten Jahre könnte neben den Uebeln einer Then rung leicht auch eine nicht zu unterschäßende politische Bedeutung erhalten. ( Eine Explosion.) Der Hauptstadt Hayti's, Porte au- Prince, ist ein schlimmes Unglück zugestoßen. Am Morgen des 12. September schreckten zwei furchtbare Detonationen die Einwohner aus ihren Betten; so gewaltig war die Erschütterung, daß fast kein Haus unbeschädigt blieb. Anfangs glaubte Jeder an ein Erdbeben und Alles lief auf die Straße, der größeren Sicherheit halber; bald aber stellte sich beraus, daß in dem Arsenal eine Explosion Statt gefunden hatte. Das ganze Gebäude stand in Flammen und drohte, die benachbarten Wohnungen mit in's Verderben zu ziehen. Das Militär war jedoch schnell zur Stelle und bewältigte den Brand. Das Arsenal mit 1500 Faß Pulver ist gänzlich zerstört; elf Menschenleben sollen zu beklagen sein, was aber andererseits in Abrede gestellt war. Ein Blitzstrahl soll die Explosion berbeigeführt haben. -( Ein uraltes Hausmittel gegen Verbren nungen), das jedoch sehr wenig in Gebrauch, ist die mit die betreffenden Hauttheile, läßt trocknen und wird gewöhnliche schwarze Schreibdinte. Man bestreiche da 1.( Eine Paralelle zur Prinzessinnensteuer.) dann finden, daß nicht nur der Schmerz bald nachläßt, Der Sohn des Commerzienrathes Hartmann in Chemsondern daß auch nicht einmal eine Blase entsteht. Bei nitz hat bei seiner jüngst vollzogenen Vermählung ein heftigen Verbrennungen wiederholt man das Bestreichen werthvolles Hochzeitsgeschenk von den Arbeitern seines mit Dinte, nachdem der erste Ueberzug getrocknet ist, noch Baters erhalten. Von dem Comptoirpersonal war zu ein paar Mal. diesem Zwecke eine Sammlung unter den Arbeitern der ( Reelles Heirath sgesuch). Die No. 232 der. Fabrik veranstaltet worden, welche über 200 Thaler Bromberger 3tg." brachte in ihrem Inseratentheile ergeben hatte, wofür die Veranstalter ihre Einkäufe unter Anderm ein von Berlin eingesandtes Reelles( Kunstsachen: Ritter Georg, den Lindwurm tödtend und Heirathsgesuch." In einer fröhlichen Gesellschaft wurde Aehnliches) in Berlin besorgt haben. Daß die ReiseTages darauf beschlossen, da es sich um eine Wette fosten von dem gesammelten Gelde bestritten wurden, handelte, ob dergleichen Annoncen Schwindeleien von versteht sich wohl von selbst, nur daß die Einkäufer sich Geldspeculanten oder wirklich„ reelle" Absichten vorliegen, gerade zur Zeit der Einzugsfeierlichkeiten in Berlin benach Berlin zu schreiben und eine Anmeldung zu machen. funden haben, hatten sie doch wohl nur einem günstigen Der Brief trug die Chiffre:„,. F. I. post rest." und Zufall zu verdanken. Ob wohl Herr H. sich seinen kam an seine richtige Adresse, denn nach ein paar Tagen Arbeitern gegenüber durch Lohnerhöhungen revanchiren war die Antwort hier. Der Brief war mit 15 Sgr. wird, oder ob nicht vielmehr dieses Geschenk dazu beiPostvorschuß belastet und auf der Rückseite bemerkt: tragen muß, in ihm die Ueberzeugung zu befestigen, daß Antwort" auf obige Chiffre. Der Inhalt des Briefes es mit jenen noch gar nicht so schlecht stehen kann, wenn lautete:" Der Unterzeichnete erbietet sich, unter strengster sie noch solche Ausgaben zu bestreiten im Stande find, Discretion näheren Aufschluß zu geben, wenn er um nachdem die Meisten von ihnen den ganzen Sommer gehend 5 Thaler erhält.( gez.) 2. Körner, Markgrafen. hindurch nur halb haben arbeiten fönnen? Einsender Straße 102. erinnerte sich bei dieser Gelegenheit unwillkürlich der Reuß- Greizer Prinzessinnensteuergeschichte. ( Die Hungersnoth in Indien) greift immer weiter um sich. Ein indisches Journal, der„ Hurkaru",( Communale Pfandscheinabpfändungen.) berichtet darüber Folgendes:„ Wir bedauern es sagen zu Die Volks- 3tg. schreibt unter Berlin: Die Presse hat müssen, daß die Hungersnoth in schreckenerregender Weise mehrfach auf die Härten und Mißbräuche hingewiesen, auf unserem Lande laftet. 3war bat Kalfutta viel ge- welche für die armen Leute in dem Geschäfte des Pfandthan und that noch viel, um die Fluth des Elends und scheinversages liegen. Das Einschreiten der Staatsanwaltder Noth, welche sich schon bis in den Bereich der Stadt ausdehnt, abzuhalten; doch baben wir nur allzusehr Grund zu glauben, daß das Uebel erst im Entstehen ist und die größten Jammerscenen uns noch bevorstehen. Die Provinz Kuttack ist am meisten von der Geißel beim gesucht. Die armen Einwohner derselben sterben in so großer Zahl dahin, daß die Leichenwagen nicht alle Todten befördern können. Die Sümpfe und Gräben sind mit Leichen angefüllt. Die Geier und Schakals sättigen sich von diesen und die Stadt Balasore ist nur noch ein verpesteter Schlachthof. Es ist unvermeidlich, daß dieser Zustand eine neue Best herbeiführt. schaft gegen die Inhaber derartiger Versatzgeschäfte hat das Uebel nur verschlimmert. Seitdem wurden zur Umgehung der Wuchergesetze aus den Versatzgeschäften ( Scheine) Kaufgeschäfte gemacht, und während die armen Leute früber nur foloffale Zinsen( 200 pCt.) bezahlen mußten, verlieren sie jetzt bei nicht rechtzeitig erfolgten Rücklauf zugleich mit den Pfandscheinen ibre sauer erworbene Habe. Doch neben den Scheinkäufen haben die Pfandscheine der armen Leute noch eine andere Fährlichfeit zu bestehen, und zwar seitens der Kommune. Es ist eine Thatsache, daß während des letzten Sommers armen Leuten, die nichts mehr zu eigen hatten als Pfandscheine, diese wegen 6-15 Sgr. nicht bezahlter Wiethssteuer abgepfändet sind. Wir meinen, es wäre Sache der betreffenden Servis- Deputirten, denen derartige Fälle zur Begutachtung zugewiefen werden, solchen Härten der Kommunalverwaltung Abhilfe zu schaffen. ( Eine gefährliche Wilde.) Französische Blätter erzählen folgende Anekdote:„ Die berühmte Dar ftellerin der Selica in Paris, Dlle. Saß, lebt auf ihrem Landsize in Enghien, von wo sie nur, so oft es nöthig ( Eifersucht über das Grab binaus.) Ein ift, nach Paris kommt. Vorigen Sonntag wurde die reicher junger französischer Cavallerieoffizier verlobte sich Afrikanerin zum letzten Male mit Herrn Naudin ge-( Es bleibt in der Familie.) Eine unerwartete mit einer jungen Wittwe, deren erster Mann geizig wie geben; das Haus war ausverkauft, die Vorstellung vor Begegnung hat neulich Abends im Canal, in der Nähe Sarpagon und eifersüchtig wie Othello gewesen war. trefflich, Vieles wurde da capo verlangt so wurde des Humboldthafens, zu Berlin stattgefunden. Ein Das erste kirchliche Aufgebot der Verlobten hatte schon es über 12 Uhr, ehe die Aufführung beendet war. Hätte Schiff mit Kaufmannsgittern beladen, wollte sich an stattgefunden, als plötzlich ein franfirter und von der Düle. Saß erst ihr Afrikanisches Königs Costüm mit dem einem anderen, welches dort vor Anker lag, vorbeizwängen, Hand des verstorbenen Gemahls geschriebener Brief an modernen vertauscht, so hätte sie den Zug versäumt; sie wobei etwas hart die Seitenwand der Cajüte des anderen fam, welcher die grimmigsten Drobungen enthielt und warf also nur einen Mantel um, einen Schleier über, Kahns gestreift wurde. Der Steuermann des liegenden versicherte, der Schreiber werde erscheinen und die jungen stieg in den Wagen, ließ den Kutscher im gestreckten Schiffes, welcher gemüthlich seine Pfeife rauchte, hatte Leute erwürgen, falls die Heirath wirklich stattfinden Galopp fahren und kam glücklich noch einen Augenblick faum das Scharren des fremden Schiffes an seinem sollte. Der Offizier hatte mehrere Feldzüge mitgemacht vor Abgang des Zuges an; die Thür eines Waggons Eigenthum wahrgenommen, als er wie ein Kampfhahn und daher keine Furcht vor Geistern und Gespenstern. war offen, sie springt binein, fort geht's. Natürlich auf das fremde Schiff sprang und auf deffen SteuerEr ließ also das Aufgebot rubig am nächsten Sonntag schlief Dlle. Saß sehr bald und wachte auch nicht eber mann loszuschlagen begann. Der Andere war auch nicht zum zweiten Mal verlesen. Wiederum fommt ein Droh auf, als in St. Denys ein Passagier hinzu kam. An müßig: nachdem sie sich gegenseitig gehörig durchgeprügelt brief aus der Unterwelt in noch beftigeren Ausdrückenmuthig bingegoffen in ihrem Sessel im Coupé hatte sie hatten, erkannten sich beide als Brüder.„ Aber August!" wie der vorige. Noch ein dritter, vierter Brief, einer Schleier und Wantel abgestreift und erschien nun ihrem fagte der Eine ,,, hätte ich das gewußt. ,, Laß immer noch wütbender als der andere wird abgegeben. erstaunten Gefährten, wie sie sich auf der Bühne unter nur gut sein," sagte der Andere ,,, wer kann sich gleich Endlich versammelt die junge erschrockene Wittwe ihr dem Manzanillenbaum präsentirt. Eine Wilde! ich bin erkennen; bilf mir erst meinen Kahn durch und dann ganzes Haus und sagt zu ihren Domestiken: Ihr seid mit einer wilden Frau eingeschlossen!" schrie der Reisende wollen wir eins trinken." Beide Brüder fuhren für ein alte und treue Diener und ich würde Euch behalten und gab entsetzt das Allarmzeichen. Der Zug bielt, die und denselben Magdeburger Kaufmann und hatten sich baben, wenn ich mich wieder verheirathet hätte; aber da Schaffner eilten berbei, 100 erschreckte und neugierige in der Dunkelheit nicht erkannt. die Drohungen meines verstorbenen Mannes mich nöthi- Köpfe zeigten sich an den Fenstern. Natürlich klärte sich gen, Wittwe zu bleiben, so will ich mich in die Einsam- die Sache bald auf, Dlle. Saß lachte aus vollem Herzen, teit zurückziehen und entlasse Euch daher Eures Dienstes." nur unser Reisender wollte seinen Irrthum nicht ein medizinische Presse stellt, nach authentischen Berichten, Die Diener hörten diefe Worte, welche der Offizier der feben und bestand darauf, in ein anderes Coupé gebracht zusammen, daß vom Anfang Juli bis Mitte September jungen Wittwe in den Mund gelegt hatte, mit Schrecken. zu werden. Gottlob," sagte er, indem er athemlos auf in der österreichischen Monarchie mehr als 70,000 Tags darauf kommt der Kammerdiener und gesteht mit die Bank viel ,,, hier giebt es doch wenigstens feine wil. Personen an der Cholera erkrankt und davon etwas bebender Stimme, daß der verstorbene Herr ihm vor den Frauen." Seien Sie ohne Furcht, mein Herr," über 50,000 gestorben sind. " " feinem Tode ein ganzes Packet Briefe übergeben habe, antwortete eine sanfte Stimme, ich gehöre dem Balais mit dem bestimmten Befehl, dieselben nach einander auf Royal an und meine Freundin gehört zu den Variétés." ID so ab on die Post zu geben, sobald die gnädige Frau die ersten 11-> ( Sonnenfinsterniß in Paris.) Am 8. d. ( Cholera in Desterreich.) Die Wiener Briefkasten. Schritte zu einer neuen Heirath tbue. Um feine Aus- Nachmittags waren alle öffentlichen Plätze in Paris von T. in J. Wenn das Bekannte nicht sogleich eingeschickt fage zu bekräftigen, erwähnte der Diener noch, die gnä- Neugierigen bedeckt, welche die von den Astronomen an wird, so verzichten wir darauf. Verantwortlicher Redacteur und Verleger: J. B. v. Hofstetten in Berlin. Druck von F. Hoffschläger in Berlin.