Nr. 141. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonel zeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersanimlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Merufpredjer: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Der 16. Juni war ein Ehrentag für die Partei, welcher Jahre lange Arbeit belohnte. Jezzt handelt es sich darum, soweit unsere Kandidaten in engerer Wahl stehen, alles aufzubieten, um ihnen zum Siege zu verhelfen. Insbesondere ist es Pflicht der Genoffen der jenigen Wahlkreise, für welche die Wahlthätigkeit durch den Ausgang der Wahl am 16. Juni zu Ende ist, ihre Kräfte und finanziellen Mittel den in engerer Wahl stehenden Genossen zur Verfügung zu stellen. Die wenigen Tage bis zu den Stichwahlen müssen unter Aufbietung aller Kräfte im Interesse unserer Sache ausgenutzt werden. Das Werk vom 16. Juni muß durch einen günstigen Ausfall der engeren Wahlen einen unserer Partei würdigen Abschluß finden. Die Genossen derjenigen Wahlkreise, in denen engere Wahlen zwischen den Kandidaten gegnerischer Parteien stattfindet, bei welchen wir die Entscheidung in der Hand haben, dürfen, gemäß den Beschlüssen des Hamburger Parteitages nur dann einem gegnerischen Kandidaten ihre Stimmen zuwenden, wenn derselbe sich bereit erklärt, für folgende Punkte im Reichstage einzutreten: Sonntag, den 19. Juni 1898. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. es stand hervorgerufen habe obgleich zweifellos reaktionäre heit des deutschen Bürgerthums zum mächtigsten Despoten der Hände ihn für die Reaktion zu verwerthen bemüht waren. Neuzeit gewordenen Bismarck in zwölfjährigem Ringen unter Wohl aber hatte die Junischlacht zur Wirkung, daß das namenlosen Opfern überwand und zerschmetterte" französische Bürgerthum sich der Reaktion unterfängt sich, der Sozialdemokratie vorzuwerfen, sie habe in die Arme warf und bei der Präsidentenwahl des der Bismarck'schen Reaktionswirthschaft Vorschub geleistet! 10. Dezember 1848 Louis Bonaparte, den fünftigen Wäre das Gebahren nicht gar so lächerlich, wir würden Staatsstreich und Meineid Kaiser, zum Präsidenten rufen: Pfui! der Republik wählte und Frankreich der Säbel dittatur Im Laufe dieses Wahlfeldzuges hatte ein sich Demokrat überlieferte. nennender Redakteur eines sich demokratisch nennenden Blattes: Wer waren da die Reaktionäre? Die Arbeiter, die der Frankfurter Zeitung" ein gewisser Herr Schreiberfür ihr gutes Recht kämpften und niemanden unterdrücken die Stirn, der Sozialdemokratie vorzuwerfen, sie habe die wollten? Oder die Bürger, die, weil sie den Arbeitern deutschen Arbeiter auf die falsche Bahn des Klassenkampfes das Recht verweigerten und sie als untergeordnete, zur Aus- gelockt und sie sei schuld, daß die deutschen Arbeiter nicht beutung und Knechtschaft geborene Wesen betrachteten, den das Maß politischer Freiheiten und Rechte besitzen, dessen die niedrigsten Klasseninteressen die Prinzipien der Freiheit und die nicht(?) sozialdemokratischen Arbeiter Englands sich erGrundlage der Republik opferten? Wer waren die Reaktionäre? freuten. Der ,, demokratische" Herr, dessen Unwissenheit nur erreicht Und hiermit ist die Frage auch für Deutschland be wird von seiner Impertinenz, spottet seiner selbst und weiß antwortet. nicht wie". Seiner selbst und seiner Klasse. Denn er hat verEine ähnliche Stellung wie Bonaparte( Napoleon III) in gesien- oder niemals in der Schule gelernt, daß das englische Frankreich hat Bismard in Deutschland eingenommen, nur Bürgerthum es war, das schon vor Jahrhunderten all daß Bismarck, der preußische Junker, ein viel brutalerer diese bürgerlichen Freiheiten und Rechte erkämpft hat, deren Feind des Bürgerthums und der bürgerlichen Freiheit wu, die englischen Arbeiter sich erfreuen Rechte und Freiheiten, als der in halbdemokratischen Traditionen aufgewachsene um welche wir deutsche Sozialdemokraten a) Für Aufrechterhaltung des allgemeinen, gleichen, Neffe feines Onfels. seit drei Jahrzehnten kämpfen, weil das direkten und geheimen Wahlrechts in seinem hat ihm für Deutschland die„ Diktatur des Stapitalismus" gewesen ist, sie Und wer hat vor Bismarck auf den Knien gelegen, wer deutsche Bürgerthum zu feig und zu schwa ch de m Feudalismus abjezigen Bestand, es sei denn, daß es sich um Anträge übertragen? zuringen. auf Erweiterung oder größere Sicherung desselben handelt. Doch wahrhaftig nicht die Arbeiter und Sozial- Darum haben wir deutsche Sozialdemokraten die zweib) Für Aufrechterhaltung des Budgetrechts des Reichstags. demokraten, gegen welche die Diktatur sich richtete, fa che Aufgabe: den Augiasstall des Mittelalters mit ( Stein Septennat, Quinquennat.) sondern das deutsche Bürgerthum das sogenannte sammt Junkerthum und anderem geschichtlichen Müll ausfortschrittliche" Bürgerthum mit eingeschlossen. zuräumen, und den, zwar jüngeren, aber nicht minder unrathDas Bürgerthum war in Erfüllung seiner" historischen reichen Augiasstall des modernen panamistischen Mission" gegenüber dem junkerlichen Feudalismus in allen Sapitalismus zu säubern. Also zwei Augiasställe, Ländern seiner Natur nach liberal", d. h. freiheitlich gesinnt. wohingegen die französischen, englischen und anterikanischen In Deutschland hat es jedoch leider seine historische Mission" Arbeiter blos einen zu reinigen haben. Indeß wir fühlen nicht erfüllt. Während das englische Bürgerthum schon uns auch dieser doppelten Herkulesarbeit gewachsen; ja im Mittelalter die„ bürgerliche Freiheit" begründete, und es will uns schier bedünken, daß die Verdoppelung der Aufbereits 1648,- im Jahre, wo Deutschland, nach überstandenen gabe unsere Stärke vermehrt. c) Für Sicherung des vollen Vereins-, Versammlungs- und Koalitionsrechts durch Reichsgesetz. d) Gegen die Einführung von Ausnahmegesezen irgend einer Art und gegen die Verschärfung des bestehenden Strafrechts, soweit es sich dabei um politische Vergehen und Verbrechen handelt. e) Gegen jede Verschlechterung der bestehenden Preßgesetzgebung. f) Gegen Vermehrung des stehenden Heeres oder der Marine. g) Gegen die Einführung neuer oder die Erhöhung bestehender indirekter Steuern und Zölle auf nothwendige Lebens- oder Genußmittel( Bier, Tabak 2c.). h) Gegen jede Aufhebung oder Einschränkung von Arbeiterschutzoder Arbeiterversicherungs- Gesezen oder Verordnungen, außer es handle sich um ihre Verbesserungen. Weigert sich einkandidat, diese Verpflichtungen zu übernehmen, so haben die Parteigen offen unter allen Umständen stritte Stimmenthaltung zu üben. Wir bitten die Genossen, welche auf grund des vorstehenden Barteitags- Beschlusses Abmachungen mit Gegnern für die engeren Wahlen treffen, uns davon zu unterrichten, damit die nöthige Kontrolle geübt werden kann. Parteigenossen! Noch einmal auf zum Kampf gegen die Volksfeinde, die Euch Eure Rechte nehmen wollen; gegen die Brotwucherer und Lebensmittelvertheuerer, die auf Kosten des arbeitenden Boltes ihre Taschen füllen. Nieder mit den Junkern und Junkergenossen! Nieder mit der Reaktion! Berlin, den 18. Juni 1898. Das Zentral- Wahlkomitee der sozialdemokratischen Partei. J. Auer. A. Bebel. A. Gerisch. W. Pfannkuch. Paul Singer. Die Handlanger der Reaktion. " Greueln des dreißigjährigen Krieges, politisch und wirthschaftlich Jin gegenwärtigen Wahlkampfe war die Haltung des ein Kirchhof und ein Trümmerfeld war mit dem System des liberalen Bürgerthums von vornherein durch und durch un Königs von Gottesgnaden aufräumte;-und während das fran- liberal. Anfangs verschämtes Liebängeln mit der Samuelzösische Bürgerthum in der großen Revolution reinen Tisch Reaktion bis allmälig die Scham und die Maske abgelegt machte und sich der Herrschaft bemächtigte hat das ward, und die„ demokratische"" Frankfurter Zeitung" mit deutsche Bürgerthum zu keiner Zeit die Kraft gleicher Inbrunst wie die fortschrittliche"„ Vossische Zeitung" gehabt, den Feudalismus zu beseitigen und um das goldene Kalb der Geldsacks Sammelpolitit herumtanzte. Die bürgerliche Freiheit einzuführen. Die pomadisirte Frankfurter Musterdemokratie und der Wahlergebnisse. Mit Ausnahme der Flitterwochen der März- Miquel'sche Agrar- ,, Nationalliberalismus" ein Herz, eine revolution hat das deutsche Bürgerthum niemals einen Seele und ein Kandidat! Fürwahr, die Verkommenheit des ernsthaften Anlauf zur Eroberung der politischen Macht und deutschen Bürgerthums hat sich nicht klassischer offenbaren zur Begründung der bürgerlichen Freiheit gewagt. Und faunt fönnen, als in dieser, wiederholt von uns gebrandmarkten waren 1848 die März Todten begraben, da war das deutsche Frankfurter Chamäleon Kandidatur Flinsch. Und Bürgerthum schon an der Arbeit, die Märzrevolution Tante Voß, die jetzt winselnd*) vor den ,, Kreuz- Zeitungs"-Junkern zu begraben und die bureaukratisch- junkerliche Reaktion auf den Knien rutscht und sie um Hilfe bei den Stichwahlen anbettelt! Das deutsche Bürgerthum die Kanize und Manwieder aufzurichten. Wer waren 1848 und 1849 die Todtengräber der teuffel zum Schutz der bürgerlichen Freiheit aufrufend! deutschen Freiheit? Die Arbeiter oder die Welches Schauspiel! Und das beschuldigt die SozialdemoBürger? kratie, der Reaktion Vorschub zu leisten! Und nun die Aera Bismarck! Es geht den Herren Bürgern mit dieser wie mit ihren Wie das Bürgerthum vor dem bürgerberachtenden sonstigen Anklagen gegen uns. Sie schauen in den Spiegel Junker im Staub sich gewälzt das ward bereits er- und Sichten ihre eigenen Fehler und Gebrechen uns an. wähnt. Aber da prahlen die Herren Freisinnigen mit Schaut Ihr Herren Freisinnigen nur in den Spiegel ihrer Tapferkeit in dem„ Konflikt" der 60er Jahre. Nun, sie und Ihr seht die Handlanger der Reaktion! prahlen mit ihrer eigenen Niederlage. Mit ihrer eigenen Erbärmlichkeit! Oder haben sie etwa in diesem Konflikte" gesiegt? Mit nichten; sie haben sich elend an die Wand drücken lassen, und weil ihre Angst vor den Die Gesammtzahl der im Niederbarnimer Kreis abges Arbeitern größer war als ihr Haß gegen gebenen Stimmen beträgt nach den bekannt gewordenen Mittheilungen Bismarck, sind sie vor dem Urheber der Juni- Ordonnanzen 24 709( gegen 17 044 am 15. Juni 1893), auf den Konservativen 43 654. Hiervon entfielen am 16. Juni 1898 auf Stadthagen zu Kreuze gefrochen und haben zu guterlegt, da er ihrem Jrmer 12997( 11695), auf den Freisinnigen Plonz 4639( 3726), auf den Die liberalen Parteien suchen die jammervolle Rolle, die preußisch- partikularistischen ,, Großmachtskizel" durch die Antisemiten Werner 512( 2748), auf den Ultramontanen Dr. Stephan sie bei dieser Wahl und überhaupt in ihrer ganzen politischen Annerionspolitik zu schmeicheln verstand, ihm nach dem Bruder- 421, zersplittert sind 416 Stimmen. Mithin beträgt die Mehrheit für Thätigkeit oder Unthätigkeit spielen, damit zu entschuldigen frieg von 1866 feierlich Indemnität und Absolution unseren Genoffen 5764 Stimmen. Unter diesen befinden sich gegen' oder gar zu beschönigen, daß sie sagen: die Sozial- ertheilt! 1800 Stimmen von dem Theil Berlins( Zentral- Viehhof), der früher demokratie habe die Reaktion in Deutschland Drei Jahre hat der Konflikt" gedauert feinem der nicht mit Niederbarnim wählte. Erfreulich ist insbesondere die übergroßgezogen, und jeder Sieg der Sozialdemokratie sei Herren Bürger ist ein Haar gekrümmt worden, Bismarck raschend große Bahl auf dem platten Lande. So sind z. B. in den folglich ein Gewinn für die Reaktion, ja ein Sieg hatte noch nicht fest Wurzel gefaßt, der Kronprinz und spätere erlſeegemeinden( Fangschleuse, Grünheide u. f. w.) 67 freisinnige, gegen 18 konservative und 10 freisinnige, in Neuender Reaktion. Es giebt sogar liberale Leute und wir Kaiser Friedrich war entschieden auf seiten des Bürgerthumshagen 101 jozialdemokratische gegen 86 konservative und 14 sozialnehmen hier das Wort liberal in seinem ursprünglichen Sinn, die fortschrittlichen Helden hatten den Sieg in der Hand, wenn demokratische, in Heiligensee 54 sozialdemokratische gegen 58 konserals a II e freiheitlichen Bestrebungen des Bürgerthums um sie nur den Muth hatten, zuzugreifen und sie sind vative und 16 freifinnige Stimmen abgegeben. In Ertner fassend es giebt sogar liberale Leute, die allen Ernstes mit ich machvoll erlegen. stimmten 205 sozial., 227 fons., 62 freis., in Woltersdorf 113 sozial., ihrem Propheten Eugen Richter glauben, die deutsche Sozial- Zwölf Jahre später ein anderes Bild. Bismard hatte 123 fons., 22 freis., in Klein Schönebed 91 foz., 28 fons., 7 freij., demokratie sei von Bismarc erfunden worden. Es fällt vergebens die Sozialdemokratie in seine Dienste zu ziehen in Biesdorf 97 soz., 46 tons., 45 freif., in Sachsenhausen 145 foz., 44 freis., in Friedrichsthal 59 103., 39 fon., uns nicht ein, auf derartige Kindereien des näheren gesucht. Er hat gelernt, daß die Arbeiter von festerem Stoff 6 freis., in Mühlenbeck 117 foz., 82 fons., 7 freis., einzugehen; allein einige Thatsachen seien doch vorgebracht, find als die Bürger und, im Vollbesitz diktatorischer Macht, Herzfelde 261 103, 76 tons.. 26 frei, in Hennickendorf 161 103.. die den Unsinn und die Lächerlichkeit dieser, für das stellt er durch das infame Sozialisten gesetz die Sozial- 67 fons, 9 freis, in Schönwalde 146 so3., 185 fons., 10 freis., in geistige Niveau unseres Bürgerthums bezeichnenden Anschauung demokratie außerhalb des Gesetzes, beginnt gegen sie einen Groß- Schönebeck 152 fog, 185 fonf., 50 freis., in Franz. Buchholz in hellstes Licht stellen. In Frankreich von England Vernichtungskrieg. Die Sozialdemokratie nimmt den 197 193., 153 konf., 50 freif. Der Bergamtsbezirk Rüdersdorf- Tasnicht zu reden, dessen gesunde und nie auf längere Zeit Kampf auf. Opfer ohne Zahl kostet der Kampf die dorf stimmte trotz aller Beeinflussungen seitens der Gegner prächtig. gewaltsam unterbrochene politische Entwickelung den sozia Sozialdemokratie pfeift auf das Sozialistengeset" Es wurden in Tasdorf, Rüdersdof- Dorf und Kallberge- Rüdersdorf listischen Wauwau nie aufkommen ließ hat das Bürger- und den„ eisernen Kangler". Sie tämpft. Stämpft zwölf insgesammt 847 fog., 586 fonf. und 82 freis. Stimmen abgegeben. thum, obgleich es von dem Sozialismus weit stürmischer als Jahre lang und nach Verlauf von 12 Jahren hat sie auf möge auch in anderen Kreisen die emfige Agitation wenigstens in Deutschland bedrängt ward( Junischlacht und Kommune!), nie- der ganzen Linie gesiegt: Bismard ist bankrott, liegt auf bei der Stichwahl ähnliche Resultate zeitigen. mals daran gedacht, eine so aberwißige Behauptung aufzustellen. der Strecke, ein politischer Kadaver. Und dieses freisinnige" Bürgerthum, das Nach der Junischlacht glaubte auch der hasenherzigste Angstphilister 1 = int *) Tante Voß will's heute nicht gethan haben. Aber was schrieb nach fie doch gestern- Morgenausgabe vom Freitag, 17. Juni, 1. Seite, nicht, daß der Held von Straßburg und Boulogne oder dreijährigem Froschmäuslerkrieg vor Bismard die Flagge strich, Spalte 3, im letzten Absatz des Leitartikels, betitelt:„ Die Wahlen in irgend ein anderer Feind der bürgerlichen Freiheit den Auf- unterfängt sich, der Sozialdemokratie, die diesen, durch die Feig- Berlin?" Oder hat sie im Schlaf geschrieben? Gewählt. Zentrum. Aschendorf- Meppen- Lingen: Brandenburg Rosenheim: Rauner, Aichach: Bed. Illertissen: Frhr. v. Hertling. Bamberg: Schädler. Kigingen: Baumann. Weilheim: v. Thumfeldt. Lohr: Werthmann. Traunstein: Lehemeir. Kehlheim: Aigner. Adelsheim- Tauberbischofsheim: 8ehnter Konservative. Steinau: Graf Carmer. Osterode Neidenburg: v. Weißel Schlochau- Flatow: Silgendorff. Nosenberg- Löbau: o. Bonin Neumart. Militsch- Trebnis: b. Salisch. Belgard- Dramburg: v. Biodhausen. Naugard- Regenwalde: v. De wig. Rügen- Franzburg- Stralsund: v. 2angen, Phriz- Saazig: v. Blöt. Jerichow: Graf Herbert Bismard( b. t. 8.) 10 649, fode 5755, Wöllmer Fp 4690, Graf Bismard( b. t. F.) wieder gewählt. Dinkelsbühl( Bayern): Nißler. Polen. Posen: Schrimm- Schroda: von Glembodi. Posen: Krotoschin: Dr. von Jazdzewski. erhoben haben, aber auf den größten Theil dieses Stüdes mehr als 90 Stichwahlen betheiligt. Definitiv ( es ist die neutrale Zone" nördlich von Togoland) hat Deutschland verloren haben wir für die nächste Legislaturperiode die drei noch mehr Anspruch wie Frankreich, so daß die Engländer nur das Kreise Reichenbach Neurode, Mittweida Limbach und StraßRecht erhalten, sich mit dem Deutschen Reich darüber„ auseinander: burg i. E., falls nicht infolge der Prüfung dieser Wahlen im zufezen". Kurz, in Puntto Territorialrechte sind die Franzosen die Gewinner, während der hauptsächlichste Vortheil für die Engländer Reichstage noch eine Aenderung eintritt. in dem Vertrag besteht, der ihnen in einem Theil des französischen Ferner sind definitiv gewählt 35 Konservative, Westafrika die Thür ebenso weit öffnet, wie sie jenen in allen engli- darunter Graf Kanig, Graf Stollberg, Himburg, Dertel, schen Kolonien offen steht. Der Vertrag gilt aber nur für dreißig v. Frege, Prinz Hohenlohe, Graf Herbert Bismarck; 7 MitJahre, und außerdem fann man Verträge interpretiren, mitglieder der Reichspartet, u. a. von Kardorff, formaler Gleichheit allerhand faftische Ungleichheit praktiziren. Für Dr. Arendt; 77 vom Zentrum, darunter Graf Ballestrem, sehr solide Abtretungen hat England zweifelhafte Zugeständnisse ein Betocha, Frhr. v. Heeremann, Fusangel, Stözzel. Hize, Bachem, getauscht. Kein Wunder, daß man in der Geschäftswelt den Kopf Lieber, Rintelen, Spahn; 4 Antisemiten, darunter Werner schüttelt und daß in tonservativen Streifen immer lauter die Frage und Liebermann v. Sonnenburg; 9 Nationalliberale, ertönt, wie weit Lord Salisbury seine Politik der wohlwollenden barunter Hosang, Heyl v. Herrnsheim, 2 Mitglieder der Bugeständnisse" noch treiben wird. " S Nun bringen noch, nachdem Lord Salisbury vorgestern einer reisinnigen Vereinigung, 1 Mitglied der Deputation von Handelstammer- Vorständen mit dürren Worten er reisinnigen Volkspartei, Schmidt Elberfeld; Ilärt hat, daß die englische Regierung sich hinsichtlich der Dinge in 2 bom Bunde der Landwirthe, darunter v. Plötz; China auf die Vertheidigung ihres Besitzstandes zu beschränken ge- 12 Polen, 1 Däne, 9 Fraktionslose, 1 Bauern. denkt, die Times" aus Pefing die Nachricht, daß ein belgischbündler. französisches Konsortium, hinter dem Rußland steht, die Mindestens 175 Stichwahlen haben stattzufinden, an Konzession zum Bau einer Eisenbahn von Beting nach Hantau er halten wird, daß Rußland durch das Mittel eines von der ruftich- welchen betheiligt sind außer 90 oder mehr Sozialdemokraten chinesischen Bant gewährten Darlehne sich die von Engländern 46 Konservative. 19 Reichsparteiler, 39 vom Zentrum, 7 Antigebaute und bis jetzt auch verwaltete Eisenbahn Beting ſemiten, 67 Nationalliberale, 6 Freisinnige Vereinigung, Shanhaikuan verpfänden läßt und daß ferner Rußland 87 Freisinnige Volkspartei, 9 Deutsche Volkspartei, 8 Mitsich neue Eisenbahn Konzessionen bis nach Signanfu am gelben glieder des Bundes der Landwirthe, 3 Polen, 9 Welfen, Fluß gesichert hat, nach welcher Stadt, wie früher gemeldet 9 Fraktionslose. # wurde, der Siz der chinesischen Regierung verlegt werden soll. Der Verloren haben die Konservativen die Kreise Ersteinrussische Geschäftsträger Pawlow soll dem Thungli- Yamen erklärt Molsheint, Hanau, Rostock. Schwerin- Wismar, die Reichs. Danzig: Neustadt- Carthaus: von Janta Polczynski. haben, daß das Interesse Rußlands die baldige Fertigstellung der parteiler Essen, die Freisinnigen etwa drei bis vier ihrer bisKonizz- Tuchel: v. Wolszlegier. Reichspartet. Schives: Sol- Barlin. Wartenberg- Dels: v. Sardorff. Bauerubund, Rothenburg a. Tauber: Hilpert. Pfarrkirchen: Bahmeyer. Antisemiten. Hersfeld- Rotenburg: Werner. Nationalliberale. Graudenz- Strasburg: Sieg. Tondern: Tönnies. Dillenburg- Herborn: Hofmann. Mittweida: Ihlemann. P Stichwahlen. Sozialdemokraten und Zentrum. 1. Wiesbaden. Usingen Höchst a. M. Gesammtresultat: Brühne 9806( 8070), Miller 8 6867( 5389), Westermacher N 5380( 6591), Münch FV 2526( 3418). Sozialdemokraten und Konservative. Teltow Beeskow Charlottenburg( 10. Potsdam). Zubeit 42 691( 1898: 31 424), Vorberg 28 417( 18 487), Bernstein FB 11 392( 8253), Fröhlich A 2080( 7786), v. Kehler 3 1232( 416), 3ersplittert 355( 67). Gesammtzahl der gegnerischen Stimmen 43 476, gegen Zubeil's Stimmenzahl 785 mehr. Potsdam- Osthavelland( 7. Potsdam). Schröer 11 644 ( 1893: 10 140), Bauli S. 13 379( 1898: 7659, 1249, 2969, zusammen 11 877), Mudgan FV 5102( 1898: 6826). Sozialdemokraten und Bund der Landwirthe. Northeim- Einbeck( 11. Hannover). Fischer S 4141( 8820), Harriehausen B. b. 2. 3067, Jorns 8559( 6810), v. Hafe- Ohr W 1845( 4193), Lenzmann FV 789( 729). Sozialdemokraten und Nationalliberale. Harburg- Buxtehude( 17. Hannover). Baerer S 12097( 9055), b. b. Deden 28 5188( 5381), Depten N, Kartell 10 107( 1898: 9 8176, Vg 1489, 168). Durlach Pforzheim( 9. Baden). Agster S und Frank N. Schwerin- Wismar. 2. Mecklenburg. Groth 9747( 6743), Büsing N 6888( 6071), v. Viered St 5891( 6723). Erbach- Bensheim. 6. Hessen. Nau und Haas N. Sozialdemokraten und Freifinnige Parteien. 10 887( 7804), Barth 23g 6858( 5865), Paasche se 4259( 6281), v. Derzen Rechtspartei 225( 99). Der Kreis war bisher durch den Konservativen v. Buchka vertreten. Erlangen- Fürth. 2. Mittelfranken. Segit 9154( 6983), Weiß F 4318( 6344), Bauriedel N 4125( 4281), Stourad Demokrat 1266( 2288). 80 ländliche Bezirke fehlen noch, können aber an dem Ergebniß nichts ändern. Linie Beking- Hantau erheische. Hankau liegt am Yangtse Fluß, Antwort all die aus Befügt dieser Mittheilung hinzu:„ Man wird diesem Gerücht starken 3weifel entgegensetzen müssen; andernfalls wären die Kommentare der„ N. A. 3." vollkommen unverständlich." Warium zweifelt das„ Berliner Tageblatt", wir haben zu diesem 3weifel feinen Anlaß. deffen Gebiet England wiederholt als seine besondere Interessen herigen Site. Aus 31 Kreisen liegen noch keine Resultate vor, die sphäre bezeichnet hat; wenn Rußland eine Bahn dorthin vorschiebt oder vorschieben läßt, die faktisch von russischen Beamten dirigirt| National- Sozialen scheinen ganz auszuscheiden. wird, so ist das eine Herausforderung, die England nicht unerwidert lassen darf, will es nicht jeden politischen Kredit in China einbüßen. Der Wahlbrief des Grafen Posadowsky ist, wie nach der Der„ Times"-Norrespondent in Befing ist starf zum Allarmbläser M. P. K." in politischen Kreisen erzählt wird, auf den Wunsch veranlagt, hat sich aber wiederholt sehr gut unterrichtet gezeigt und des Kaisers rs geschrieben worden und lange vorbereitet geviele Schachzüge der russischen Diplomatie in China im voraus gewesen, bevor er zur Veröffentlichung gelangte. Das„ Berl. Tagebl." tennzeichnet. Bum Ueberfluß werden seine Mittheilungen diesmal über Paris bestätigt. Sie haben hier die größte Beunruhigung hervor gerufen. Wohl sagt man sich, daß eine Eisenbahn schneller geplant als gebaut ist und daß Nußland das Geld nicht so üppig hat, um es ins Blaue hinein in China verpulvern zu können, aber selbst wenn es sich bei der Peling- Hankan- Eisenbahn nur erst um ein Bukunftsprogramm handle, so dürfte England auf keinen Fall Rug land Pflöcke auf seinem Jagdgrund abstecken lassen. Ein Theil der Ein glückliches Temperament muß Herr Miquel, konservativen Blätter fann den Uummith über die Passivität Lord der Reichssammler und Rattenfänger, haben; er läßt uns Salisbury's gar nicht mehr zurückdrängen. Der Kontrast zwischen durch seine Preßkosacken versichert, daß er mit dem Resultat Salisbury's Bord Handelskammern und Meldungen den der Wahlen sehr zufrieden" sei. Nicht blos zufrieden, Befing die müsse„ selbst fonnenen in Trauer versetzen". schreibt der konservative sondern sehr zufrieden". Battu et content- geschlagen Globe" gestern Abend. Wußte Lord Salisbury von all diesen und zufrieden, das gilt dem französischen Sprichwort als Dingen," schreibt heute die Daily Mail", als er auf das Ver- der Gipfel christlicher Demuth und Bescheidenheit. Es freut langen der englischen Handelskreise nach einer Eisenbahnkonzession uns wirklich, dem Erfommunistenbündler einmal ein Verfaltes Wasser goß?" Einige Sprecher der vorerwähnten Deputation gnügen bereitet zu haben. befürworteten nämlich eine Eisenbahn von Birma nach Hinman, welt diese oder andere Bahnen für lohnend anfähe, dann möchte sie arbeit. So erblickt die„ Kreuz- Zeitung" in dem Umstande, worauf ihnen Lord Salisbury geantwortet hatte, wenn die Geschäfts- Die Wahlentrechtler beginnen bereits ihre Maulwurfsauch das Kapital dafür aufbringen. Für die Unterſtügung der daß die Wahlbewegung und die Wahlbetheiligung diesmal Kongeffionsgesuche bei der chinesischen Regierung dürfe sie der Unter- nicht sonderlich lebhaft war, den schlagendsten Beweis dafür, stützung von seiten der Regierung sicher sein, mur daß das Parlament daß das Volk die Verlängerung der Wahlperiode von 3 auf Luft haben werde, Gelder des Staatsschazes in solchen Unter Jahre nicht als einen Eingriff in seine politischen Rechte nehmungen anzulegen, glaube er nicht. Eine Antwort, wie sie manchester licher fein liberaler Minister hätte geben tönnen, und in der That ist empfindet und daß das ganze damalige Geschrei der die Volksrechte es der Jammer der Jingoe's im Regierungslager, daß Lord Salisbury Demokraten über die Verkürzung, die feine auswärtige Politit immer stärker den Jdeen des Cobdenklubs durch jene Maßregel erfahren haben, in nichts zusammen anpaßt. Verfündigte er nicht auch, daß England gerade gemig fällt. Wenn es nach der Kreuz- Zeitung" ginge, so würde Kolonialbesitz habe, und daß, wenn andere Länder fofonifiren, dies das Volk vermuthlich auch in der völligen Beseitigung seines nicht nothwendigerweise dem englischen Handel abträglich sei? Ein Wahlrechts keinen Eingriff in seine Rechte erblicken, denn dann Gladstone hätte nicht gelassener abwinken können, und es ist eine würde ja der Wahlkampf nicht nur nicht lebhaft sein, sondern hübsche Ironie der Thatsachen, daß in derselben Nummer des„ Globe", wo dieses chauvinistische Blatt der von einigen Liberalen geplanten überhaupt ausfallen. Aber soweit sind wir glücklicherweise Gladstone- Liga höhnisch die weiße Feder" oder den„ Lauch"( Ab- noch nicht, und dafür, daß es dahin nicht kommen wird, wird zeichen der Unterwerfung) als Symbol vorschlägt, die Antwort Lord die Sozialdemokratie sorgen. " " ist nämlich Präsident der höchst tapferen Primrose- Liga. Salisbury's an die Handelskammer abgedruckt ist. Lord Salisbury Fraktionsintereffe oder Volksinteresse? Wie unbegründet Für die Liberalen sind die Schwierigkeiten und Kompromiffe der zu wiederholten Malen gegen die Sozialdemokratie erRostock. Doberan( 5. Mecklenburg Schwerin). Herzfeld der Konservativen in der auswärtigen Politit eine wonnevolle hobene Vorwurf ist, daß sie ihre eigenen Interessen denen Genugthung. Indeß geht durch ihre Reihen ein ähnlicher Niß der Gesammtheit unterzuordnen nicht fähig sei, dafür legt der wie er sich im konservativ- unionistischen Lager zeigt. Die Einen sind Aufruf unseres Parteivorstandes von neuem einen Beweis ab. im Herzen mit Lord Salisbury und seiner, nach Verständigung mit Egoistische Fraktionsinteressen sind uns fremd, wir wollen das Frankreich und Rußland gerichteten Politik durchaus einverstanden, Wohl der Allgemeinheit und darum in erster Linie eine die anderen applaudiren im Stillen Herrn Chamberlain, der dem Schwächung derjenigen, die durch den Militarismus und die Zweibund gar zu gern die Zähne weisen möchte. Wäre Deutsch Liebesgabenpolitik des Volt auspowern. Wir werden uns in land nicht die Vormacht des Militarismus in Europa, so würden sie diefer Saltung auch nicht dadurch irre machen lassen, daß etwa die auch in Chamberlain's Verlangen nach einem deutsch englischen Mittelparteien da, wo wir mit einem reaktionären Standidaten in die Bündniß einstimmen. deutschen Gesandtschaft wird wohl der Telegraph so ziemlich alle National- Zeitung" bereits von Plänen einzelner FraktionsUeber das Attentat auf den Grafen Arco- Valley von der Stichwahl kommen, für letteren stimmen. Und wenn die Einzelheiten mitgetheilt haben. Die Motive des Attentäters, der sich führer redet, die darauf hinausgehen, für die eigene Gruppe John Trodd nennt und Schuhmacher ist, sind noch unaufgeklärt. mit sozialdemokratischer Hilfe Vortheile herauszuschlagen und Der Fall fam zuerst vor dem Polizeirichter Vaughan in dafür mit Mandaten anderer liberaler Gruppen zu bezahlen, Bow Street Gerichtshof zur Verhandlung, doch wurden in derselben so können wir demgegenüber ruhigen Herzens versichern, daß nur die Einzelheiten der That ſelbſt feſtgeſtellt. Gin Brief, den der eine solche Schacherpolitik uns ferne liegt. Auch bei den FreiAttentäter an den Staatssekretär des Innern, Minister Mathew White sinnigen selbst scheint wenig Neigung vorhanden zu sein, Ridley geschrieben, ward von dem genannten Richter trop der Bitte Bürgerliche Parteien. Friedeberg Aruswalde. 1. Frankfurt. Stichwahl zwischen Ring& und Ahlwardt A. Für Millarg bis jetzt 1337( 1898: 743). Einige Orte fehlen noch. Landsberg a. W.- Soldin: Wernicke& ist nicht gewählt, sondern kommt in Stichwahl mit Schrader Vg. Ruppin- Templin: Zwischen Dietrich Ke und Gräbner Vp. Glogan. Krause se und Hoffmeister g Ohlau- Nimptsch: Zwischen Nother K und Wetekamp Bp nicht Ohlan- Nimptsch: Zwischen Rother K und Wetekamp Bp nicht mit Zentrum, wie gestern berichtet. Röslin- Kolberg: Zwischen Benoit Bg und Firzlaff Se. Stolp- Lanenburg: Zwischen Will K und Wüstenberg Vg. Danzig- Land: Zwischen Dörtsen- Wassiz& und Bialt 8. Göttingen: Dr. Esser St. und Göß v. Olenhusen W. Schweinfurt: Holzapfel 8. und Friedrich Bauernbund, Forchheim: Barbed Vp und Bayer 3., nicht, wie früher gemeldet wurde, zwischen 8. und Bauernbund. Weitere Wahlrefulfake. Siegen. Stöcker 9669, Lieber 8 2357, 5186, Schepp Fr 2170. Stöders Wahl scheint gesichert. Aus England. London, den 16. Junt. Die englisch- französischen Abmachungen in Westafrika und Rußlands Manöver in China. Gereizte Stimmung der englischen Jingpes über Lord Salisbury. Der Toryminister und seine liberale auswärtige Politi!. Das Attentat auf Graf Arco- Balley. Politische Nebersicht. " des Attentäters nicht zur Verlefung gebracht. Die Verhandlung den von der" Post" angebotenen schmählichen Kuhhandel anwird am nächsten Mittwoch fortgesetzt werden. Inzwischen haben zunehmen. Außer der" Berl. 8tg.", die dieses Auerbieten mit aber schon einige hiesige Blätter auf ihren Anschlägen den Attentäter Entrüstung zurückgewiesen hat, und der Volks- Zeitung", die zum Anarchisteu" gemacht, ohne daß für diese Bezeichnung bis jest offen gegen die Reaktion und für die Sozialdemokratie Stelder geringste Anhaltspunkt vorläge. lung nimmt, schreibt jetzt auch die Voss. Btg.": „ Wir denken von dem Liberalismus viel zu hoch, als daß wir um einiger Mandate willen auch nur um einen Schritt voit dem Boden abwichen, auf dem wir bisher gestanden haben. Ob die freisinnige Partei ein paar Mandate im neuen Reichstag meor oder weniger hat, ist für den Liberalismus und für die Partei von geringerer Bedeutung als die Wahrung ihrer Würde, die ihr ver bietet, um die Unterstügung aller reaktionären Elemente" 811 ,, winseln" oder zu betteln. Wenn und wo die Konservativen nach der nüchternsten Lehre von den zwei Uebeln für den freisinnigen Kandidaten stimmen, thun sie es nicht auf Bitten und nicht imt Interesse des Freisinns, sondern lediglich im eigenen Interesse oder im öffentlichen Interesse, um das weitere Wachsthum der Sozialdemokratie zu verhindern. Berlin, den 18. Juni. Internationale Solidarität. Die Parteivertretung der czecho- slavischen Organisation der Sozial. demokratie in Oesterreich fendet folgendes Begrüßungstelegramm: Mit dem Ausdrud unserer Bewunderung für Euren rastlosen Kampf sendet Euch herzliche Glückwünsche zu Eurem großartigen Erfolge für die czecho- slavische Partei. Krapta. Wie sie ihr Verhalten einrichten, können wir also mindestens so gelassen abwarten wie unsere Gegner. Wir wollen nicht einmal verhehlen, daß an eine allgemeine Zusage der Gegenseitigkeit um so weniger zu denken ist, als die freisinnigen Wähler in den verschiedenen Wahlkreisen sich schwerlich einer einheitlichen Parole fügen, sondern nach ihren eigenen Ansichten und nach den Verhältnissen ihres Wahltreises handeln werden." Das bisherige Ergebnis der Hauptwahlen ist Die Masse der Engländer find über den Vertrag mit Frankreich folgendes: Definitiv gewählt sind 32 Sozialdemokraten. ( Haase, betreffs der westafrikanischen Kolonien nichts weniger als entzüdt.( Ha ase, Singer, Liebknecht, Singer, Liebknecht, Stadthagen, Das allgemeine Empfinden ist, daß die Franzosen wieder einmal Sch o entant, Pfannkuch, v. Elm, Frohme, beim Theilen das Fleisch bekommen haben, während John Bull sich Meist er, Schmidt Frankfurt, Hoch, Moltenbuhr, mit den Senochen abzufinden hat. Die Ersteren gewinnen auf grund v. Bollmar, Oertel, Horn, Geyer, Schippel, der von ihm selbst früher verworfenen Theorie der wirksamen Be- Auer, Stolle, Stloß, Ulrich, Bock, Förster, fegung" ein großes Stüd vom Hinterland der Niger folonie, einschließlich Nitti und einem am westlichen Ufer des Schwars, Bebel, Dies, Megger, Bueb, ReißGanz so muthig wie die„ Volks- Zeitung" ist die„ Voss. Niger( von Flo bis Say) fich hinziehenden Gebirgsfeßen, auch haus, Wurm, Seifert, Hoffmann.) Die Genossen Zeitung" ja nicht, aber es ist immerhin schon ein erfreuliches den größten Theil vom Hinterland der Aschanti-( Gold) Stifte; dazu Hoch und der württembergische Landtags- Abgeordnete Kloß Zeichen, daß sie im Gegensatz zu den Schachereien des„ Berl. zwei Enklaven am Ufer des schiffbaren unteren Niger im Gebiet der treten zum ersten Mal in den Reichstag. Pfannkuch und Tageblatts" wenigstens nicht ihre eigene Würde opfert. Wie Nigerkolonie, die dem französischen Handelsverkehr auf dem Niger Schwarz haben zwar nicht in der letzten, aber in früheren sich die Freisinnigen in den einzelnen Wahlkreisen verhalten, vollständige Unabhängigkeit von der Verwaltung jener Kolonie ge- Sessionen im Reichstage gesessen, alle anderen gehörten dem wird abzuwarten sein. Würden sie das Interesse des großen währleisten. Die Engländer ihrerseits erhalten lediglich ein Stück letzten Reichstage an. Die früher als gewählt bezeichneten und ganzen im Auge haben, so würden sie der von der Gebiet nördlich von Sokoto und müssen sich im übrigen an einem Genossen Zubeil, Kaden, Kunert und Hofmann- Rudolstadt Bolts- Zeitung" ausgegebenen Parole folgen, doch hat es den, „ Gegenseitigkeitsvertrag" schadlos halten, durch den beide Nationen einander in dem entsprechenden westafrikanischen Küstengebiet mit ſind Stichwahl gekommen; ihnen fehlen überall Anschein, als ob sie sich bei einer Stichwahl zwischen einem an nur wenige Stimmen der absoluten seinem Hinterland Gleichberechtigung im Handelsverkehr zuMehrheit. Sozialdemokraten und einem Reaktionär vielfach der Stimme fichern. nach ganzen ist unsere Partei Allerdings überlassen ihnen die Franzosen auch ein m den enthalten werden; wenigstens lassen Aeußerungen freisinniger Stück Gebiet nördlich vom Voltafluß, auf das sie früher Anspruch bis jetzt vorliegenden Mittheilungen an Provinzblätter, daß der Wahlkampf für den Kern der frei-. in " 1 finnigen Parteien, wo sie selbst nicht in Stichwahl kommen, I aus Hoffnungslosigkeit. War doch die Anschauung weit verbreitet, Der Bundesrath hat in seiner Sigung vom 16. d. M. außer jedes Interesse verloren habe, einen solchen Schluß zu. daß ein Angriff auf den sozialdemokratischen Besiz ganz den von uns schon mitgetheilten Beschlüssen die Vorlage betreffend Undankbar soll die deutsche Arbeiterschaft im allgemeinen Sozialdemokratie schon ohne Stichwahl gesichert sei. Jezt, da vertretern eines nichtständigen Mitgliedes des Reichs- Versicherungsmüßig sei, da mindestens in fünf Wahlkreisen der Sieg der die Festsetzung des Stimmenverhältnisses bei der Nachwahl von Stellund die deutsche Sozialdemokratie im besonderen gegen den das Bürgerthum gesehen hat, wie übertrieben diese Befürchtung war, amts aus dem Stande der landwirthschaftlichen Arbeitgeber, den Staiser gewesen sein, indem sie die in den Februar- Erlassen werden sich Tausende, wenn nur die Wahlarbeit rüstig betrieben Entwurf von Bestimmungen über den Nachrichtendienst in Viehdargebotene Hand zurückgestoßen habe so faselt jetzt die wird so faselt jetzt die wird, bewegen lassen, ihr Versäumniß vom 16. Juni gut zu feuchen Angelegenheiten, sowie einen Antrag wegen Feststellung Sammel- Presse. Diese Legende ist auf demselben Miste machen, und in der Stichwahl für den freisimmigen Kandidaten zu des Ruhegehalts eines Reichsbeamten genehmigt. Der Entwurf gewachsen, wie die andere, daß die deutsche Sozialdemokratie sich stimmen." eines Gesezes für Elsaß- Lothringen über die Presse wurde in der der Reichsregierung für das herrliche Geschenk der ArbeiterNun, die Sozialdemokratie wird den Freisinnigen den Spaß Fassung der Beschlüsse des Landesausschusses angenommen. Die verderben. Entwürfe von Bestimmungen über die Beschäftigung von ArVersicherungsgeseze undankbar gezeigt habe. Was es mit dem„ herrlichen Geschenke" auf sich hat, das wissen unsere der ben dem Die schwachen Wahlerfolge der freisinnigen Wolfspartei in beiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien und über das Leser. Was aber die Februar- Erlasse betrifft, so hat kein deutscher sorgfältig genug vorbereiteten Organisation der Wahlbureaus, in der ständigen Ausschüssen überwiesen. Außerdem wurde über den dem Leser. Was aber die Februar- Erlasse betrifft, so hat kein deutscher Berlin sieht ein Mitarbeiter des" Berliner Tageblatt" in der nicht Vereinsregister und das Güterrechts- Register wurden den zu Arbeiter daran gedacht, eine„ dargebotene Hand zurückzuweisen". Lauheit der Wähler, von der selbst die Bettelvertheiler angesteckt Kaiser wegen Besetzung der Stelle eines Reichsgerichts- Raths zu Doch wo und wann wurde eine Hand dargeboten? Jeder waren, in einer mangelhaften Kontrolle der Zettelvertheiler und in unterbreitenden Vorschlag und über verschiedene Eingaben Beschluß Arbeiter wäre froh gewesen, wenn das in den Erlassen Ver- anderen äußeren Ursachen. Uus dünft, die Gründe liegen tiefer. Wenn gefaßt. sprochene sich erfüllt hätte. Allein jeder politisch gebildete der Mitarbeiter seine Parteifreunde auffordert, bei der Stichwahl Unter dem ,, russophilen W", das nach den Mittheilungen, Arbeiter wußte auch, daß sich die kapitalistische Gesellschaft sich zahlreicher den Wahlbureaus zur Verfügung zu stellen, so mag der Kölnischen Volkszeitung" von den agrarisch- reaktionären Friktionsmit aller Macht der Erfüllung widersetzen würde, und da das das ja recht gut genteint sein, aber viel helfen wird es nicht. machern als Nachfolger für den Reichskanzler Fürsten Hohenlohe in Deutsche Reich ein Klassenstaat ist, in welchem der Kapitalismus Die Kreuz- Zeitung" buhlt fortgesetzt um die Gunst der Aussicht gestellt wird, ist der„ Berl. 8tg." zufolge anscheinend General herrscht, so zweifelten die politisch gebildeten Arbeiter an Freisinnigen. Sie schreibt zwar, daß die deutsch- konservative Partei Graf Wartensleben- Karow gemeint. Derselbe ist schon mehrfach als der Erfüllung. Und wie gerechtfertigt der Zweifel war, ohne jeden Hintergedanken und lediglich im Interesse des Gemein- kommender Mann" genannt worden. das hat die Geschichte der letzten acht Jahre gelehrt. wohls schon in Dresden die Parole Gegen die Sozialdemokratie" Die bürgerliche Presse Magdeburgs hat bekanntlich in aufStatt von Undankbarkeit" der Arbeiter zu reden, sollten die ausgegeben habe, giebt sich aber der Hoffnung hin, daß die nicht fälliger Weise vermieden, sich über die behördliche Ver Statt von Undankbarkeit" der Arbeiter zu reden, sollten die unter dem Einfluß gewisser Berliner linksliberaler Blätter stehenden folgung der sozialdemokratischen Volksstimme Herren Sammel- Politiker darüber nachdenken, wer und was reisimmigen und Liberalen" zu dem gleichen Entschlusse gelangen zu äußern. Jezt hat der großartige Wahlerfolg unserer dortigen die Schuld trägt, daß die in den Februar- Er- und thatfräftig am 24. Juni in die Bekämpfung der Sozial- Barteigenossen selbst der" Wagdeburgischen Zeitung" den Lassen bekundeten Absichten vereitelt wordemokratie eintreten werden. Geschieht das nicht, so find nicht Mund geöffnet. Das Blatt schreibt: den sind. wir die Trauernden, sollten dadurch selbst einige konservative Die freisinnige Bartei, die diesmal offen mit der SozialMandate der sozialdemokratischen Partei überliefert werden. demokratie fraternisiren würde, grübe sich für alle Beiten ihr eigenes Grab und verlöre das Vertrauen der bürgerlichen Kreise vollständig und, wie wir meinen, für immer." Warum plötzlich so sentimental? Es scheint doch, als ob die Reaktion eine heidenmäßige die die Nachkommen der tapferen Ritter von ehemals plöglich vor ganz gewöhnlichen Sterblichen zu Kreuze kriechen läßt. Wir sind im Gegentheil der Ansicht, daß der Freifinn, wenn er die Parole der Daran sollten die Freisinnigen denken und sich auch nicht durch die „ Kreuz- Zeitung" befolgt, sich sein eigenes Grab graben würde. versteckte Drohung abschrecken lassen, daß die Konservativen ihnen ihre Hilfe gegen die Sozialdemokratie entziehen werden, falls sie sich nicht fügen. " Das Ministerium Rudini, dessen Ziel zu sein schien, die Werthlosigkeit der Einigung Italiens durch eine bolts ausbeuterische und brutale Unterdrückungspolik zu beweisen, ist heute gestürzt worden. Das Ministerium des Steuerdrucks, der Volksunterdrückung, des Straßenkampfes und der Kriegsgerichte hat so sein wohlverdientes Schicksal erreicht. Ein Koalitionskabinet Angst vor der Sozialdemokratie hat, und diese Furcht ist es auch, Sonnino- Giolitti- Zanardelli scheint an seine Stelle treten zu sollen. Auch dieses Kabinet bietet keine Garantie für die Reinigung des Augiasstalles der italienischen Verwaltung und Politik und keine Gewähr dafür, daß dem frechen Auftreten der Soldateska und der himmelschreienden Arbeit der Striegsgerichte Halt geboten werde. 8 Deutsches Reich. " Von einer Regierungsparole für die Stichwahlen will die „ Staatsbürger- Beitung" nichts wissen. Sie schreibt: " " Daß in den meisten großen Städten die Sozialdemokratie wieder die Oberhand bekommen werde, war mit Sicherheit vorauszusehen. Die große Schaar der Arbeiter ist noch im Banne der sozialdemo fratischen Führer, und daß dieses Verhältniß mur um so fester geworden ist, daran trägt ohne Zweifel die von sehr engen Gesichtspunkten aus geübte Behandlung dieser Partei die Hauptschuld. Kleinliche Zwangsmittel und Nadelstiche fördern nur diese Bewegung; darüber sollte eigentlich nach den langen Erfahrungen, die wir doch gesammelt haben und namentlich nach den schweren Mißerfolgen des Sozialistengeseßes unter Verständigen gar kein Zweifel mehr obwalten. Es sind sogar sehr konservativ gerichtete Beobachter, die auf die Gefährlichkeit der auf gewaltsame Niederdrückung ausgehenden Politit hingewiesen haben. Gerechtigkeit muß vor allem geübt werden. Die bürgerlichen Parteien überboten sich in der heutigen Polizeiliche Hammerschläge, die ohne zwingende Sigung der Deputirtenkammer in Begeisterung für die Schief gewickelt. Die„ Kreuz- Zeitung" meint heute, wenn es Noth und am unrechten Ort geführt werden, Armee. Das ist ein schlechtes Zeichen für die kommende Ent- der Heiligen Allianz des Geldsacks und der Junkerpeitsche gelingen schmieden nur immer fest er die Partei zusammen." wicklung. werde, der Sozialdemokratie bei den Stichwahlen alle, oder doch Die Einsicht kommt der„ Magdeburgischen Zeitung" sehr spät, sie Die letzte That des Rabinets Rudini war die Berufung recht viele Mandate abzujagen, werde das Ansehen der selbst glaubte unter dem Polizeiregiment im Trüben zu fischen des Berliner Botschafters General Banga und des Führer" bei den Genossen einen argen Stoß erleiden. und ist Mitschuldige an all den polizeilichen Verfolgungen gegen General Bava, des Schlächters von Mailand in den 28ie das weiland Hammerstein Organ sich doch sich doch täuscht! unsere Parteigenoffen. Nie hat sie ein Wort des Zadels gefunden Senat. Am einfachsten ließen sich die absolufiftichen Neigungen Daß die Allianz bei den Stichwahlen ebenso fräftige Siebe über die grobe Unfugswuth, die in Magdeburg seit Jahren graffirt. empfängt, wie bei der Hauptwahl, dafür wollen wir sorgen. Fernab stand sie von allen anständigen bürgerlichen Blättern, die parlamentarisch verhüllen durch ein Ministerium Don Feldmarschällen, einen Senat von Generälen und ein Sozialdemokratie bürgerlichen Blättern zufolge. Das ist eine nach und eines Breßorgans Stellung nahmen. Das Blatt der Zuckerprozen Auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit angekommen ist die schon im eigensten Jnteresse gegen diese Behandlung einer Partei Parlament von Stabsoffizieren. Hält der König dann jedem Wahlkampf beständig wiederkehrende Phrase, auf die einzu- und Börsenspekulanten drückte im stillen für jeden Schlag von Zeit zu Zeit Neden über die glorreiche Revolution und gehen sich nicht der Mühe lohnt. Zahlen beweisen, und die Zahlen gegen unser Parteiorgan dem Verüber dieser That dankbar die Hand fafeln die Feldmarschälle Minister hier und da von der reden eine deutlichere Sprache als bürgerliche, über ihren Nieder- und glaubte, feine Wucherfippschaft würde dabei das beste Geschäft Freiheit, die zu schützen sie berufen seien, dann mag das gang erbitterte Journalisten, die sich über das Ungemach, das sie machen, ihre dunklen Pläne am ungestörtesten verfolgen können. Nun die Enttäuschung! Der Büttel hat die Arbeiter zum Zorn gegenügen, bis die ganze Herrschaft einmal im Sumpfe der betroffen, durch Redensarten hinwegtäuschen wollen. Korruption untergeht. reizt und die Abrechnung ist am 16. Juni glänzend verlaufen. Noch. am Tage der Wahl wurde unser Magdeburger Partei- Organ, in dem eine Antwort auf Angriffe und Entstellungen der bürger" Im allgemeinen glauben wir jedoch, die Regierung thäte gut, lichen Bresse in Magdeburg enthalten war, polizeilich sich nach ihren bisherigen verunglückten Auslassungen aller beschlagnahmt und am Tage nach der Wahl erst wieder freigegeben. weiteren Kundgebungen zu enthalten. Gerade die Führerschaft Aber alles vergeblich, die Arbeiter ließen sich nicht mehr irreführen, der Regierung ist in diesem Wahlkampfe so untauglich gewesen, sie fällten ihr Urtheil über den Troß der bürgerlichen Trabanten. daß man sich für ihre weiteren Wahlwinke wohl aufs beste wir müssen gestehen: kein Wahlergebniß hat uns mit so hoher Bebedanken würde. Graf Pofadowsky sammelte für die allgemeine friedigung erfüllt, als das Magdeburger. Unseren Parteigenossen Regierungspolitik und für das Bielefelder Programm, der Reichs- gebührt die größte Anerkennung für die mannhafte Antwort, die sie kanzler ließ es widerspruchslos geschehen, daß er von den Gegnern der seltsamen Form, den„ Nechtsstaat" zu stützen, gegeben haben. der Regierungspolitik als ihr Parteigänger in Anspruch genommen wurde. Wir glauben sonach nicht, daß es den Grafen Pojadowsky Lande des Kreises Halle a. S. wurden unsere Beisitzer aus den Aus dem Saalfreise wird uns geschrieben: Auf dem platten oder eine andere auf das Bielefelder Programm verpflichtete, wahllokalen hinausgeworfen. autoritative Persönlichkeit gelüften könnte, einen zweiten Wahlbrief Druck auf die landwirthschaftlichen Arbeiter von den Großbauern und Ueberall wurde ein ungeheurer zu versenden!" Ueber die Stellung zur Stich wahr heißt es: Gutsbesitzern ausgeübt. Troßdem gab das Land 8070 Stimmen für uns „ Bei der Entscheidung über die Wahlparole kommt jedoch noch ab, 1000 ntehr als in der Ersatzwahl von 1896, eine glänzende Leistung. ein anderer Gesichtspunkt in betracht. Es fragt sich nämlich, wie Die Stadt brachte 9700 Stimmen, und damit gleichfalls ein Plus von wird der Freisinu sich denn da verhalten, wo die Parteien der 1000. 23ir erzielten in abgerundeter Summe insgesammt 17 700, also wirthschaftlichen Sammlung, Konservative und Antisemiten, mit den 2000 Stimmen mehr als in der Ersatzwahl. Mit einem nichtsSozialdemokraten oder mit dem Zentrum die Stichwahl auszufechten tage selbst, indem sie ein schandbares Pamphlet verbreitete, das die würdigen Trick versuchte es die Mischmasch- Partei noch am Wahlhaben. Erklärt er sich bedingslos zur Unterstützung der genannten persönliche Ehrenhaftigkeit unseres Kandidaten in Frage zu stellen Parteien bereit, so könnte er allerdings auf Gegenleistungen in Berlin rechnen. Man ersicht hieraus, daß die Stichwahl- fuchte. Bir parirten den Sauhich noch in letzter Minute mit einem parole für Berlin noch nicht reif ist, sie ist nicht mit Schlagworten zu lösen, sondern bedarf der sorgfältigsten Erwägung, die wir den berufenen Organen hiermit dringend ans Herz legen möchten. Es kann doch schwerlich einem deutsch- national gesinnten Wähler zugemuthet werden, die Geschäfte des jüdischen Freisinns und des Börsen- Liberalismus zu besorgen, gegen die sich ja die ganze Politik des Schutzes der nationalen Arbeit ausschließlich richtet." " V wäre. Etwa in dem UmDas nationalliberal bündlerisch- tonservative Kartell brachte es Schweres Unheil ist der Freifinnigen Vereinigung wider fahren. Einem dieser Partei angehörigen Mitgliede, dem Heraus geber des freisinnigen Schneidemühler Tageblattes", Herrn Richard Havemann, welcher dem dortigen Kriegerverein angehört, wurde von dem Vorsitzenden nahe gelegt, wegen gewisser, im„ Tageblatt" erschienener Artikel und der darin bekundeten Gesinnung aus dem Verein auszutreten. Herr Havemann gab dieser Aufforderung jedoch feine Folge und wurde deshalb durch Beschluß des Vorstandes einfach ausgeschlossen. Die Motivirung dieser vaterlandsretterischen That ist so charakteristisch, charakteristisch, daß wir sie im Wortlaut wiedergeben. Sie lautet:„ Die oben erwähnten, sowie nachher veröffentlichte Artikel Ihres Blattes, desgleichen ver schiedene in Ihrer Druckerei erschienene Wahlaufrufe bezw. Flugblätter lassen Anschauungen hervortreten, welche nicht nur auf die Mitglieder des Vereins erregend und beunruhigend zu wirken geeignet sind, sondern auch mit den Zwecken des Kriegervereins sich geradezu in Widerspruch setzen. Die Liebe und Treue zu Landesfürst und Vaterland bedingt zweifellos Achtung vor der von dem Landesfürsten eingefeßten, in gewissem Sinne ihn vertretenden, staatlichen Obrigkeit. Eine die Achtung vor den obrigkeitlichen Behörden untergrabende, geradezu aufreizend und verheßend wirkende Sprache, wie sie in Ihrem Blatte geführt wird, bewegt sich in einer Richtung, welche der Flugblatt, das auf den groben Kloß den wirksamen Keil sette. in gewaltiger Pression auf 8870 Stimmen und überflügelte damit im§ 1a der Sagungen des Kriegervereins ausgesprochenen Pflicht, Den Freifinn, welcher sich mit 8160 Stimmen zu begnügen hatte. Als die Liebe und Treue für Kaiser und Neich, Landesfürst und Waterblamirter Europäer blieb der Antisemit mit rund 800 Stimmen zurück. land zu pflegen, zu bethätigen und zu stärken, völlig zuwider läuft." Die bürgerlichen Parteien stellten also zusammen 17 830, wir 17 770 St.; Man wird es dem in seinen heiligsten Gefühlen verlegten königstrenen Herrn Havemann nicht verdenken, daß er zu dem Vorstandsalso ganze 60 Stimmen mag die Differenz, rund gerechnet, beschluß nicht schweigen, sondern veranlassen will, daß die Generalbetragen. Die Stichwahl wäre leicht genug zu vermeiden gewesen, versammlung des Kriegervereins zu dem Verhalten des Vorstandes Der Ausgang der Wahl in Schlesien. Die" Breslauer wenn Halle's Industriearbeiter besser auf dem Bosten gewesen wären. Stellung nimmt. Und er hat es verdient, daß der Vorstandsbeschluß Bollswacht" schreibt:" Der Umstand, daß Genosse Tubauer den Immerhin haben wir einen Vorsprung vor unserem Kartellgegner aufgehoben und er, falls die Statuten dies zulassen, zum Ehren- Ost- Kreis erst in der Stichwahl behaupten wird, dürfte viele von von etwa 8900 Stimmen, die er schwerlich einbringen kann. mitgliede ernannt wird, denn er weist in seiner Rechtfertigungsschrift uns überrascht haben. Die Schles. 8tg." erblickt sogar in dem Nach Einlaufen der letzten Wahlresultate aus dem Saalfreise zur Evidenz nach, daß er königstreu bis auf die Knochen ist. Er Resultat einen großen Erfolg für die staatserhaltenden Parteien. erhielten unsere bürgerlichen Gegner 17 851 und der Sozialdemokrat fei nicht etwa für einen Sozialdemokraten, sondern für den Wir wüßten nun freilich nicht, wo dieser Erfolg für den 17 831 Stimmen: Differenz danach nur 20 Stimmen. Kandidaten der freifinnigen Vereinigung eingetreten, und diese Ordnungsflingel zu erblicken Die agrarische Miswirthschaft, die bei der NationalPartei zählt zu ihren Anhängern Männer wie Nickert, Barth, Freese, stand, daß der Kandidat der Schlesischen Zeitungs"- Männer welche Se. Majestät noch vor kurzem zu Hofe geladen und durch noch 814 Stimmen weniger erhalten hat, als bei der vorigen Hypotheken- Kreditgesellschaft in Stettin geherrscht hat, wird dem Wie die Voffische Zeitung" ein längeres Gespräch ausgezeichnet" habe. Wahrhaftig, im Servi- Wahl? Daß der geringe Rückgang der sozialdemokratischen Stim nächst die Gerichte beschäftigen. erfährt, ist bei dem Landgericht in Stettin die Vorlismus giebt Herr Havemann seinem Parteipapst Ridert nichts men auf andere Ursachen zurückzuführen ist, als auf Abneigung nach. Mit der Einladung zu Hofe, die bekanntlich an alle Abgeord- gegen die Sozialdemokratie, beweist das Resultat im Westfreis. untersuchung gegen den Grafen Arnim und Genossen wegen neten ergangen ist, denen hiernach gelüftete, wird doch ein Mißbrauch Bei der erschreckenden Theilnahmslosigkeit großer Wählermassen Bergehens gegen das Genossenschaftsgesetz eröffnet worden. unter anderem handelt es sich um das Schreiben vom 28. April getrieben, der hart an groben Unfug erinnert, denn bekanntlich hat ist die Wiedrwahl des Genossen Schoenlank mit einer Majorität 1897, worin der Vorstand der Gesellschaft erklärt, daß der Kursauch Ahlwardt f. 8. eine Volksversammlung absagen lassen, weil er von fast zweitausend Stimmen ein geradezu glänzender Sieg. Ab- rückgang der Pfandbriefe der Anstalt, den er nur für vorübergehend zu Hofe befohlen sei. Man sieht nach dieser Richtung leisten die gesehen vom Zentrum, dessen Kandidat in beiden Kreisen Herren im Wetteifern großartiges. allerdings einen Zuwachs von 2844 Stimmen aufzuweisen halte, auch ihn befremde, weil thatsächlich ein Grund dazu nicht vorbestandes faselt die„ Kreuz- Zeitung". Sie giebt sich der Hoffnung zum Schuße für Handel und Gewerbe Herrn Oezipka auf seinen und somit in erster Reihe eine Beunruhigung oder gar Befürchtung " Ist doch die Bonität in keiner Weise gegen früher geschmälert Von einer Verringerung des sozialdemokratischen Mandat. hat, der aber darauf zurückzuführen ist, daß der Verein liege. Weiter hieß es in dem Schreiben: Schild erhoben hat, ist die Sozialdemokratie die einzige Partei, die hin, daß bei einem Zusammenschluß aller Parteien gegen die Sozial: eine höhere Stimmenzahl, nämlich 1122, erreicht hat, als hinsichtlich der Sicherheitsbeschaffenheit von vornherein ausgeschloſſen. demokratie immer noch verhindert werden kann, daß diese Partei bei den Wahlen im Jahre 1893, die übrigen Parteien haben Der Kurs der Pfandbriefe werde von der Börse geregelt; schon ein trotz der neuen Mandate, die sie im ersten Wahlgang gewonnen hat, alle verloren. Und zwar: Konservative 407, Freijinnige 42, Angebot von mehreren tausend Mark vermöge den Kurs zu drücken. im Reichstage in stärkerer Zahl erscheint als bisher. Wir be1828 von 2844. Große, selbst die kühnsten Andere Beweggründe vermögen wir nicht zu finden und an neiden die Redaktion des Junkerblattes 1111 thren Optimis- Antisemiten werden Hoffnungen weit übersteigende Erfolge mus. Daß ihr schöner Traum nicht in Erfüllung geht, dafür werden Broving gemelbet. Hier steht Oberschlesien obenan. In Kattowitz festgestellt worden, daß die jährlichen Binseinnahmen die Ausder zugeben." Inzwischen ist aber durch den Geschäftsbericht der Gesellschaft in erster Linie unsere Genossen selbst sorgen. Aber auch die Antisemiten scheinen wenig Neigung zu haben, die Geschäfte Babrze stieg die Zahl der Stimmen von 646 im Jahre 1893 aufgaben für die Pfandbriefzinsen schon seit Jahren nicht mehr deckten. des jüdischen Freisinns und des Börsenliberalismus" zu besorgen ca. 8000, in Beuthen- Tarnowitz von 258 auf über 5300. Tapfer gu Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen und so werden sie sich denn der Staatsb. 8tg." zufolge bei einer geschlagen hat sich auch Breslau( Land), Neumarkt, was einen ZuStichwahl zwischen Freifinn und Sozialdemokratie voraussichtlich der wachs von ca. 3000 Stimmen erhalten dürfte. Ueberraschend ist die Majestätsbeleidigung ist am 18. April vom Landgericht Abstimmung enthalten. Und daß die Freifinnigen, wenigstens Zunahme unserer Stimmen in Hirschberg. Dafelbst wurden bis jetzt alle a. 5. der Nedakteur des dortigen Volksblattes", Buch3864 Stimmen für Feldmann gezählt gegen 1871 im Jahre 1893. drucker Genosse Anton Weißmann, zu drei Monaten Gefängniß die charakterfesten unter ihnen, nicht gewillt find, die Lauban- Görlitz stieg von 7588 auf bis jetzt 11 469, Grünberg- verurtheilt worden. Er hatte Anfang Januar in seinem Konservativen gegen die Sozialdemokraten zu unterſtüßen, Freystadt von 1985 auf 3882, Lüben- Bunzlau von 2290 auf Blatte Artikel über die Centennar Medaille ver= läßt sich aus den bisherigen Breßstimmen freifinniger Blätter bereits 2843, Landeshut Jauer- Bolfenhain von 2637 auf 3437, Liegnig öffentlicht. Schließlich wurde auch die Aeußerung des Kaisers jezt mit Wahrscheinlichkeit entnehmen. In ihrem Liebeswerben um Goldberg- Haynau von 6053 auf über 7000 2c. Der Gesammtzuwachs über die„ vaterlandslosen Gesellen" herangezogen. Das Landdie Unterstützung der Freisinnigen halten konservative Blätter ihnen namentlich das liebliche Bild der Wiedereroberung der drei 1893 an Stimmen in unserer Provinz ist jedenfalls ein folossaler. Das gericht hat festgestellt, daß der Angeklagte mit dem Artikel den wiegt den Verlust von Reichenbach- Neurode, woselbst ebenfalls Kaiser, der den Orden gestiftet, verächtlich machen und in der öffentverloren gegangenen Berliner Wahlkreise vor Augen, aber selbst hier- ca. 400 Stimmen mehr abgegeben wurden, reichlich auf. Soweit lichen Achtung herabwürdigen wollte. Das Reichsgericht erkannte durch läßt sich der Freisian nicht födern. So giebt z. B. die„ Boff. sich der Ausfall der Wahlen bis jetzt überblicken läßt, fönnen wir gestern auf Verwerfung der Revision, da der strafbare ThatZeitung" der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Sozialdemokratie einzelne mit dem Resultat vollauf zufrieden sein." bestand ausreichend festgestellt sei. Berliner Mandate schon durch die rege Thätigkeit des liberalen " aus einen Bürgerthums verlieren kann. Denn während ohne Zweifel die Die Errichtung eines obersten Militärgerichtshofes, die Kiantschon war blos der Anfang, der Heißhunger nach chinesis Sozialdemokratie am ersten Wahltage alle ihre Truppen auf den nach den Münchener Neuesten Nachrichten" zwischen dem Kaiser und schem Gebiete wächst aber ununterbrochen. Dem„ Daily Chronicle" Kampfplatz geführt hat, find große Massen liberaler Wähler dem Prinz- Regenten von Bayern vereinbart sein sollte, bestätigt wird aus Futschou geschrieben, es sei eine baldige Ankündigung der Wahlurne fern geblieben, sei es aus Gleichgiltigkeit, sei es sich nicht. zu erwarten, daß Deutschland mittels Pachtung die Samsahbucht Die Samsahbucht liegt füdlich von dem Hafenplatz Funing, wo die Japaner jüngst von China ein nur für sie vorbehaltenes Gebiet verlangt haben. Die Anwohner der Bucht stehen in regem Verkehr mit der benachbarten Insel Formosa. Auch in dem nahen Futschou wollen die Japaner nach den an das Tsungliyamen gestellten Forderungen Niederlassungen begründen." Desterreich. Lemberg, 17. Juni. In Fryeztak, Jazlo und den anderen Orten herrscht Ruhe. Indessen ist die Befürchtung vor Wiederholung der Exzesse noch nicht ganz beseitigt. Beamte nehmen unter militärischer Bedeckung in den Dörfern Haussuchungen vor, um geplünderte Sachen aufzutreiben. An 190 Personen wurden verhaftet. Wie die Neue Freie Pr." meldet, sind bis jetzt 32 Kompagnien Infanterie in die westgalizischen Bezirke entsandt worden. Das Blatt kündigt die bevorstehende Verhängung von Ausnahme- Maßregeln an; wahrscheinlich wird das Standrecht proklamirt werden. fowie die Mündung des Flusses Miu, an dem der Vertragshafen| Hafenarbeiterbewegung Deutschlands wird. Der Streit im Ham- Ilezten Woche sind alle Garnisonen in den Provinzen gleichzeitig Futschou liegt, erworben habe. Zwei deutsche Kanonenboote seien burger Hafen 1896/97 hat uns deutlich gezeigt, daß es unbedingt überwältigt worden, einige ergaben sich, die Mehrzahl leistete feit geraumer Zeit mit der Vermessung der Bucht beschäftigt. nothwendig ist, daß gerade die ungelernten Arbeiter aller Orte Widerstand, alle aber wurden ermordet. Die Nord- und die Die„ Voss. 3tg." bemerkt hierzu: organisirt sein müssen, wenn wir nur im geringsten Aussicht auf einen Südabtheilung der Aufständischen haben sich in der Nähe der Ortguten Erfolg einer Lohnbewegung in größeren Orten haben wollen. schaft Pasig am Ufer des Flusses Pasig vereinigt. Die Spanier Die kurze Zeit, die uns zur Verfügung stand, ist durch die Agitation sind überall machtlos, obwohl die Soldaten sich tapfer schlagen und zur Reichstagswahl noch bedeutender beschränkt, so daß wir unser das Land noch leicht zu vertheidigen ist. Die spanischen Offiziere sind ganzes Wirken auf die lezten Wochen verlegen mußten. Wir er- gänzlich unfähig, überdem leiden die Mannschaften Hunger und sind fuchen deshalb nochmals alle in betracht kommenden Freunde der vielfach nicht ausgebildet; ganze Kompagnien hatten zwei Tage lang guten Sache, uns um so kräftiger in dieser kurzen Zeit zu unter- nichts zu essen. Gestern bemächtigten die Aufständischen sich einer Furt des stützen. Flusses Zapote, umflügelten die Spanier und nahmen einige Kanonen. Alle Zuschriften, Anfragen 2c. sind zu richten an die: Die Spanier leisteten tapferen Widerstand, bis sie Befehl erhielten, Agitations Kommission sich wegen Munitionsmangels zurückzuziehen. Heute nahmen die der Hafenarbeiter Deutschlands, Schaarthor 7, I. Aufständischen Las Pinas, Paranagua, Tunuls, Muliba und Pineda; Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. die Spanier verloren 90 Mann, 7000 zogen sich auf Manila zurück. Aus Zwickau wird uns vom 17. Juni geschrieben: Die Zahl Manila's, ungefähr anderthalb Meilen von der Zitadelle entfernt, Die Aufständischen beschießen jezt Malate, das südlichste Biertel der streikenden Bergleute auf Brüdenberg- und Erzgebirg ert beläuft sich jetzt auf zirka 1700; denn heute haben weitere wohin die Bevölkerung sich nunmehr auf den Rath des Gouverneurs 300 Mann die Arbeit eingestellt. Wer auf lekterem Werte bis geflüchtet hat. Die Aufständischen schließen jezt Manila ein und Montag nicht wieder einfährt, soll als freiwillig abgegangen be- warten bas Zeichen zum Angriff ab. Viele eingeborene Truppen Ungarn. trachtet werden, büßt also alle Ansprüche auf die Kranken- und verheimlichen nicht ihre Absicht, zu desertiren. Der Gouver neur hat einen Kriegsrath berufen und den Vorschlag Pensionskasse ein. Die Bergleute beschlossen heute in einer von Budapest, 17. Juni. In Beantwortung einer Interpellation zirka 1000 Personen besuchten Versammlung, nicht eher wieder ein- gemacht sich zu ergeben, weil fernerer Widerstand ossenbar des Abgeordneten Pfarrer Molnar wegen Angriffe eines slovakischen zufahren, bis die gestellten Forderungen in Erwägung gezogen in heftigster Weise, worauf der Gouverneur sein Amt Blattes gegen die katholische Geistlichkeit, erklärte der Justizminister, worden sind; sie wollen ohne Zugeständnisse die Arbeit nicht wieder niederlegte. Sein Nachfolger hat den Befehl zum Zurückziehen man habe gegen die betreffenden Artikel nicht wegen Aufreizung aufnehmen. gegen eine Klasse vorgehen können, weil sie nur gegen einzelne Geistder Truppen aus dem Gefechtsfelde aufgehoben. Das Feuer fiche gerichtet seien. Die Regierung ahnde übrigens gegen die eine Explosion wurden 6 Mann getödtet und viele verwundet. wurde heute fortgesetzt, es tamen einige Unfälle vor. Durch Geistlichkeit begangene strafbare Handlungen aufs strengste; Die Zitadelle ist gut verpropiantirt, aber nicht zu vertheidigen gegen wenn die Geschworenen in der jüngsten Zeit trotzdem in drei der artigen Fällen die Angeklagten freigesprochen haben, so seien hieran eine moderne Flotte. Nach den letzten Berichten aus den Pronur die Umtriebe einzelner Geistlicher Schuld, welche auf das Anvinzen hat General Pena fich mit 1000 Mann bei Santa fehen des ganzen Standes zurückwirken. Der Minister las alsdann Cruz ergeben; die Aufständischen beabsichtigen, eine Republik Stellen aus jenen Blättern vor, welche Repcsenyi zum Redakteur unter amerikanischem Schutze zu bilden. haben, um zu zeigen, in welch roher Weise in diesen Zeitungen über die Liberalen geschrieben und gegen sie gehetzt wird, und gab dem Interpellanten zu bedenken, daß die Regierung nicht im stande sei, das Ansehen der katholischen Geistlichkeit zu wahren, wenn einzelne Pfarrer ihre Soutane selbst in den Koth schleifen. Das Haus nahm die Antwort des Ministers zur Kenntniß. Budapest, 18. Juni. In einem offenen Schreiben an den Justizminister theilt das hiesige Organ der Sozialdemokraten mit, daß der eine achtmonatige Haft abbüßende, im hiesigen Gerichtsgefängniß inhaftirte Sozialist Brestl von einem Gefangenenaufseher wegen geringfügiger Ursache in Gegenwart anderer Gefangenen arg mißhandelt worden sei. Budapest, 18. Juni. Das Abgeordnetenhaus hat sich bis zum 6. September vertagt. Frankreich. Paris, 18. Juni. In parlamentarischen Kreisen ist der Glaube verbreitet, es werde Ribot wohl rasch gelingen, ein Kabinet zu bilden, doch zweifelt man an der Lebensfähigkeit eines Kabinets Ribot. Die Gemäßigten verhalten sich zurückhaltend, die Radikalen ablehnend, die Nationalisten offen feindselig. Die Radikalen wollen sofort einen Antrag auf Revision der Verfassung einbringen und hoffen dadurch das Ministerium zu stürzen. Der Nationalist Berry erklärte, er werde über die Dreyfus- Sache interpelliren und sei überzeugt, daß dadurch die Demission Ribot's herbeigeführt werden würde. Bourgeois soll es ablehnen, in Unterhandlungen mit Nibot einzutreten. = Montenegro. Die Regierung von Montenegro führte in Konstantinopel Beschwerde darüber, daß die türkischen Truppen, anstatt die Ordnung wiederherzustellen, die Albanesen unterſtügten, welche bereits die Berana- Brücke überschritten, das linke Ufer des Limflusses besetzt und das Berana- Kloſter, wohin sich die Christen geflüchtet, umzingelt hätten. Ein weiterer Beschwerdepunkt ist der, daß die Pforte auf die von der montenegrinischen Regierung gemachten Vorschläge nicht geantwortet habe und Maßregeln anordne, die an der Grenze nicht durchgeführt würden. In Konstantinopel befürchtet man einen Vorstoß von montenegrinischer Seite. Weitere Truppensendungen sind von dort nach der Grenze beschlossen worden. Zwischen dem Yildiz- Palais und dem außerordentlichen montenegrinischen Gesandten in Konstantinopel, Bakitsch, fand ein erregter Meinungsaustausch statt. Seitens der Türkei behauptet man, die Montenegriner hätten den Türken gegenüber Grausamkeiten begangen, während die Montenegriner das ableugnen und ihrerseits behaupten, die Albanesen hätten alle Dörfer im Distrikt Berana niedergebrannt. Die Bewohner derselben seien nach Montenegro geflüchtet. Türkei. werde. hundert Anlegerinnen die Arbeit eingestellt, weil ihr Tagelohn, der In Schedewik bei Zwickau haben in einer Spinnfabrik zwei jetzt 1,40 m. beträgt, noch um 10 Pf. verringert werden sollte. Ausland. unnüz fei. Im Kohlengebiet von Süd- Wales gestaltet sich, wie unser 2ondoner Korrespondent schreibt, die Sache immer ernsthafter. Die Verhandlungen zwischen den Grubenbesißern und den Arbeiter Admiral Dewey sandte dem Marinesekretär Long aus Cavite fomitees sind völlig gescheitert, die ersteren wollen sich zu absolut feiner Sonzession über eine Lohnerhöhung um 3 pet. hinaus ver- am 12. d. M. folgendes Telegramm: Die Lage hat sich seit meiner stehen und verlangen dafür Anerkennung des Prinzips des gleitenden Depesche vom 3. d. M. wenig verändert. Die Aufständischen setzen Lohntarifs auf vier Jahre. Das Komitee der ausständigen Arbeiter die Feindseligkeiten fort und haben Manila in wirkungsvoller Weise einhat sich mit den Komitees der Arbeiter der außerhalb des Unternehmer- geschlossen. Sie machten 2500 Spanier zu Gefangenen, welche sehr verbar.des stehenden Gruben in Verbindung gesezt und diese veranlaßt, human behandelt werden und haben jetzt nicht die Absicht, sich der außer der ihnen schon bewilligten Lohnerhöhung noch 10 pCt. Extra- Stadt zu bemächtigen. Zwölf Kauffahrteischiffe mit Flüchtlingen an aufschlag für die Dauer des Ausstandes zu verlangen, dessen Ertrag Bord sind in der Bucht unter dem Schutz der Kriegsschiffe der dann gänzlich den ausständigen Arbeitern zukommen soll. Die neutralen Mächte vor Anker gegangen. Der Gesundheitszustand betreffenden Grubeninhaber machen nämlich glänzende Geschäfte und meines Geschwaders ist ausgezeichnet. Der Kommandant des deutschen fönnen den Aufschlag sehr gut zahlen. Nach den zuletzt vorliegenden Geschwaders, Vize- Admiral v. Diederichs, kam heute hier an. Nachrichten scheinen sie aber dazu feine Lust zu verspüren, vielmehr Augenblicklich liegen im Hafen: Je ein französisches und japanisches haben auf einer in Swansea abgehaltenen Konferenz ein Theil von Kriegsschiff, zwei englische und drei deutsche. Ein viertes deutsches ihnen beschossen, sich behufs Widerstands gegen weitere Forderungen Schiff wird noch erwartet. der Arbeiter ebenfalls zu organisiren. In der spanischen Deputirtenkammer führte bei der Berathung über die Philippinen- Frage der Minister der Kolonien aus, als Primo de Rivera um Verstärkungen nachsuchte, sah er Schwierigkeiten mit Japan voraus, nicht mit den Vereinigten Staaten, und hebt weiter hervor, die liberale Regierung sei nicht verantwortlich für die Friedensverhandlungen mit den Aufständischen; denn die Verhandhungen hätten im Juli 1897 begonnen, wo Canovas noch am Ruder war. Der frühere Minister der Kolonien, Castellanos, legte Protest gegen diese Behauptung ein. Inzwischen ist in den Ausstandsdistrikten( Merthyr, Pontyprids 2c) die schon sehr gereizte Stimmung dadurch noch verschärft worden, daß auf Veranlassung der Grubenbesiger die Ortsbehörden Militär haben kommen lassen, um gegebenenfalls mit Waffengewalt gegen die Arbeiter einschreiten zu können. Diese Maßregel wird von den Arbeitern um so bitterer empfunden, als sie sich, einzelne wenige Personen ausgenommen, bisher jeder Ausschreitung bezw. Gewalt anwendung enthalten haben. Es wurde allerdings von einigen der Vorschlag gemacht, die Grubenmaschinisten zum Verlassen der Einer Washingtoner Depesche der„ Financ. New" zufolge wird Gruben zu bewegen, was auf Unterwassersetzung der letzteren hinaus- ein fliegendes Geschwader gebildet, um die kanarischen Inseln angelaufen wäre, indeß war dieser Vorschlag nicht durchgedrungen. zugreifen. Die Idee soll von Mac Kinley ausgegangen sein, der Vorläufig herrscht eine unheimliche Stille. Inzwischen nimmt überzeugt fei, Spanien werde nicht eher Frieden nachsuchen, als die Noth inmer größeren Umfang an. Es sind über 120 000 Mann bis feine Küste erfolgreich angegriffen worden sei. Es verlautet, das außer Arbeit und die Zahl der indirekt durch den Kampf zur Ar- Marine- Amt habe erfahren, das Ziel der Cadizer Flotte seien die beitslosigkeit verurtheilten Arbeiter berechnet sich ebenfalls nach fanarischen Inseln. Behntausenden. Noch hört man aber nichts von Schritten der Re- Der Bankrott Spaniens steht fest durch die Absicht, die gierung, ihrerseits eine Verständigung herbeizuführen. Der Sozial- Binsen für die Staatsschulden zu reduziren. In der Deputirtendemokratie fant es recht sein. Die Sozialdemokratische Föderation fammer verlas der Minister der Kolonien einen Gesezentwurf, nach und die Unabhängige Arbeiterpartei entfalten im Ausstandgebiet eine welchem die Bezahlung der Koupons der kubanischen Schuld vom cifrige und erfolgreiche Propaganda. 1. Juli ab in Pesetas erfolgen soll. Die Kammer erhob heftigen Widerspruch gegen den Gesezentwurf. Der Krieg. Eine Depesche des Marschalls Blanco vom 16. d. M. meldet, 14 feindliche Schiffe hätten die Küste und den Hafen von Santiago bombardirt. Die spanischen Batterien hatten mit großem Nachdruck Widerstand geleistet und die Feinde hätten sich nach anderthalbstündiger heftiger Kanonade zurückgezogen. Einer Depesche des New York Herald" zufolge ist das Marinedepartement besorgt, daß Havana nicht etwa von den anliegenden Inseln Zufuhr erhalte, und beabsichtigt, wirksame Maßregeln zu er greifen. um die Blockade zu verschärfen. Lehte Nachrichten und Depeschen. Wahlresultate. Wolff's Telegraphenbureau meldet: Bisher 391 Resultate bekannt: Gewählt sind 39 Konservative, 9 Reichspartei, 85 8eutrum, 4 Reformpartei, 9 Nationalliberale, 2 freijinnige Vereinigung, 1 freisinnige Volkspartei, 1 Bund der Landwirthe, 34 Sozialdemokraten, 14 Polen, 1 Däne, 9 fraktionslose, 2 Bauerus bund. 181 Stichwahlen, woran betheiligt: 48 Stonservative, 21 Reichspartei, 37 Bentrum, 6 Reformpartei, 69 Nationalliberale, 10 freifinnige Vereinigung, 38 freifimmige Volkspartei, 9 deutsche Volkspartei, 8 Bund der Landwirthe, 95 Sozialdemokraten, 3 Polen, 9 Welfen, 9 fraktionslose. VorEiner Depesche der„ World" aus Washington zufolge telegraphirte Aus der montenegrinischen Hauptstadt wird berichtet: Admiral Sampson Freitag Nacht an das Kriegsdepartement und Die neuesten Meldungen des Wojwoden Bozo Petrovic von fragte besorgt an, wann die Invasions- Armee eintreffen werde. Gr Hamburg, 18. Juni.( Privatdepesche des der Grenze lauten etwas günstiger. Gestern fand kein ernsterer Zu- schildert die Lage rings um die Stadt als kritisch, die Stadt müsse wärts"). Großes Aufsehen erregt hier die heute erfolgte Ver= sammenstoß statt. Nach Andrijevica sind Aerzte zur Pflege der Ver- sofort genommen werden. Es verlautet, daß Miles sich nicht länger haftung des Begründers und Leiters der Hamburger Jugend wundeten geschickt worden. einem sofortigen Einfall im westlichen Kuba widerseze. Nichtsdesto- wehr, Brehmer. Der Genannte, der sich als Neserveweniger herrscht die Meimung in den militärischen Kreisen vor, lieutenant ausgab, hat sich als ein gemeingefährlicher Konstantinopel, 17. Juni. Als Ursache der Vorfälle an der die Folge von Miles langer Opposition und seiner Reibungen mit Schwindler und Hochstapler entpuppt. Es ist festgestellt, daß er montenegrinischen Grenze und der daselbst erfolgten Zusammen- Alger werde Miles Absetzung oder ein nur nominelles Kommando überhaupt nur vier Wochen gedient hat, als er unbrauchbar wurde der Armee sein. und zum Landsturm fam. Nach vielerlei Fahrten gründete er hier rottung von Albanesen wird nach offiziellen türkischen Angaben ein fürzlich an einem Notabeln verübter Racheakt bezeichnet. Die„ Times" melden aus New- York, die eigentliche Invasion vor einiger Zeit die Jugendwehr, die den Zweck haben sollte, junge Wie von türkischer Seite behauptet wird, Leute auf ihre militärische Dienstzeit vorzubereiten. Dem Vater sollen auf Kuba sei endgiltig bis zum Herbst verschoben worden. It it r fünf Dörfer niedergebrannt worden ſein und nicht" Daily Chronicle" meldet aus Honglong, die Lage auf eines der Jugendwehr beigetretenen jungen Mannes, einem im soviel wie bont montenegrinischer Seite angegeben Manila werde täglich ernster. Die spanischen Positionen find Vororte Harvestehude wohnenden Kaufmann, schwindelte er vor, er Auch hätten seit dem 14. d. M. keine neuen Kämpfe mehr zum größten Theil von den Insurgenten eingenommen. Die Lebens- werde unter dem Protektorat von acht Generalen und 13 Stabsoffizieren eine militärische Wochenschrift herausgeben, zu welchem Zwecke er bereits stattgefunden. Die nach Berana entsandte Kommission wurde beauf- mittel reichen mir noch für wenige Tage aus. tragt, die geflüchteten Christen zurückzuführen, die Dörfer wieder Ein offizielles spanisches Telegramm aus Manila meldet, daß die Bibliothek eines Majors angekauft habe; er habe als militärischer aufzubauen und die Untersuchung gegen die Nädelsführer, Mörder der Generalgouverneur die schlimmen Nachrichten der letzten Tage Schriftsteller und als Leiter der Jugendwehr ein jährliches Einkommen und kompromittirten Beamten einzuleiten. bestätigt. Derselbe meldet, daß zahlreiche Freiwillige fahnenflüchtig von 7500 M. Der Kaufmann gab ihm daraufhin auf seine Bitte ein Die gewöhnliche, Garnison von zwei Bataillonen in Berana werden und zu den Insurgenten übergehen. Die Verbindung mit Darlehen von 800 M. In ähnlicher Weise beschwindelte Brehmer einen anderen Kaufmann um 400 M. und einen Restaurateur un wurde durch vier Bataillone verstärkt. Die Pforte erklärte, die der Provinz ist vollständig eingestellt. Schlägereien an der Grenze hätten aufgehört, die Albanesen zögen verschiedenheiten unter den Führern der Aufständischen an. Ein halbamtliches spanisches Blatt fündigt ernste Meinungs- 120 M., letzterer gewährte ihm außerdem noch einen Kredit von Mehrere 180 M. Bei dem Versuch, von dem erstgenannten Kaufmann weitere sich zurück. Das Gerücht, daß 20 000 Albanesen sich an der Grenze befinden, ist übertrieben. Gestern sind zwei Offiziere als von ihnen träfen Vorbereitungen gegen die Amerikaner zu kämpfen. 200 M. und von dem Bahnhofsrestaurateur in Altona 300 M. zu Delegirte des Sultans nach Berana abgegangen, um die nach Das" Diario de la marina" veröffentlicht einen Brief von Marimo erschwindeln, gelangte die Sache zur Kenntniß der Behörde, worauf Montenegro geflüchteten Christen zurückzuführen. Die Diplomatic Gomez an das kubanische Komitee in New- York, in welchem dieser die Verhaftung Brehmer's erfolgte. Wien. 17. Juni.( W. T. B.) Wie die Neue Freie Presse" erkennt die Bemühungen der Pforte zur Aufrechterhaltung der gegen das Einschreiten der Amerikaner Einspruch erhebt. Nuhe an. Die„ Times" melden aus Hongkong von gestern, die Familie aus Lemberg meldet, stieß in voriger Nacht auf der Station des Generalgouverneurs von Manila sei in die Hände der Auf- Dublany zwischen Chyrow und Sambor ein Personenzug mit einem Konstantinopel, 18. Juni. Hier von der montenegrinischen ständischen gefallen, welche jegt bereits 3000 Gefangene gemacht Laftzug zusammen. Zwölf Personen wurden verwundet. Die LokoGrenze eingelaufene Depeschen melden, daß Montenegro Vorhätten, dieselben aber gut behandelten. Nach einer nach Hongkong motive und zwei Personenwagen wurden beschädigt. bereitungen zu einem Einfall in türkisches Gebiet gelangten Meldung aus Shanghai ist dort der spanische Erzbischof treffe. Die Nachrichten von der bulgarischen Grenze von Manila angekommen. lauten ebenfalls beunruhigend. Hier herrscht die Ansicht, Das„ Renter'sche Bureau" meldet aus Manila, die Aufständischen zwischen Bulgarien und Montenegro müsse ein geheimes Ein- hätten in der Nacht zum 12. diefes Monats einen allgemeinen Anverständniß bestehen. griff auf die Stadt gemacht. Die Svamer erhielten die Nachricht, die Afien. Aufständischen hätten die Absicht, die Pulvermagazinte in den StadtAns Peking meldet das Reuter'sche Bureau", es verlaute aus theilten Malate und Santamese zu nehmen, und ihre Streitkräfte Paris, 18. Juni.( W. T. B.) Die Bemühungen Ribot's, ein bester Quelle, daß die einzige Rußland gewährte Eisenbahn- hauptsächlich dort zusammengezogen. Hierdurch sei es indessen den Kabinet zu bilden, scheiterten, weil die Radikalen sechs Portefeuilles fonzession in Schansi diejenige für die Eisenbahn Tai- Jün- fu- Aufständischen gelungen, die nördlichen Vorstädte Malabon und Caloocan beanspruchten. London, 18. Juni.( W. T. B.) Es wird offiziell mitgetheilt, daß Ching- ting- fur fei und daß Rußland weder im Süden noch im Westen zu nehmen. Nach einem Telegramme des„ Evening Journal" aus irgend eine andere Konzession gemacht sei. Hougtong von heute griffen tausend Insurgenten eine doppelt so in diesem Jahre keine Flottenmanöver stattfinden sollen. Der Grund große Anzahl Spanier an, brachten ihnen große Verluste bei und ist wahrscheinlich Mangel an Anthracitkohle infolge des Streits in erz wangen fast den Eingang nach Manila. Später gelang es Süd- Wales. den Aufständischen, die Wasserwerke welche die Stadt versorgen, zu Brüssel, 18. Juni.( W. T. B.) In der heutigen Sigung der nehmen. Zuckerkonferenz verlas der erste russische Delegirte eine Erklärung, Achtung, Lederarbeiter! Der Zuzug nach Schleswig ist Dem„ Reuter'schen Bureau" wird von seinem besonderen Bericht- welche über die Grundlagen der Zuckergesetzgebung berichtet, die in streng fernzuhalten, da in der Fabrik von Gebr. Wingren u. erstatter aus Manila unter dem 5. d. Mts. telegraphirt: Die Lage Rußland in Kraft sind und welche zum Hauptzweck haben, die Firjahn Lohndifferenzen ausgebrochen sind. Die Zahlstelle der Spanier wird immer schlimmer, es herrscht großer Mangel Stabilität des Zuckerpreises auf dem inneren Markt zu sichern. Die Schleswig. an Lebensmitteln. Die Aufständischen dringen überall vor, Konferenz tonstituirte sich hierauf als Kommission und beschäftigte Ein Kongreß der Hafenarbeiter, Binnenschiffer und Flößer ihre Geschosse erreichen jetzt Manila, Kanonenboote, welche ab- fich mit der Definition der Prämien, deren Abschaffung erreicht Deutschlands wird am 17. Juli 1898 nachmittags 3 Uhr in Ham- gefandt waren, um in den Lagunen Lebensmittel aufzutreiben, fehrten werden soll. Die nächste Plenarsizung findet sm 24. d. M. statt. Rom, 18. Juni.( W. T. B.) König Humbert besprach sich mit burg, Eschte's Gesellschaftshaus, Schauenburgerstr. 14, eröffnet mit der Meldung zurüd, daß sie ihren Auftrag nicht ausführen Spaniern werden. Alle Vertrauensleute, Vorsitzende der Kartelle 2c. ersuchen fonnten; alle Lagunenstädte seien den feindlich; dem Präsidenten der Kammer und des Senats und mit Visconti Es ist nicht Venosta über die politische Lage. Die„ Opinione" meint, die Krisis wir hiermit, uns bei der Arbeit thatfräftig zu unterstützen, damit die Garnisonen seien wahrscheinlich ermordet. der Kongreß zu einem gewichtigen Markstein in der Geschichte der mehr möglich, Manila mit Lebensmitteln zu versehen. In der werde eine sehr schwere sein. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Budapest, 18. Juni.( W. T. B.) Jm Abgeordnetenbause legte der Honvedminister die Vorlage betr. den Nachtragskredit für Kasernenbauten vor. Im Verlaufe der Sitzung nahm das Haus den Antrag des Ausschusses an, nach welchem die Immunität des AbDas Haus geordneten Lepsenyi als nicht verletzt betrachtet wird. vertagte sich bis zum 6. September. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Dr. 141. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 19. Juni 1898. was die Radfahrer zu glänzenden Mustern macht. Und solche Bei- Vering u. Wächter hat der städtischen Verkehrsdeputation den Enteiferung finden. Ihre freudige, thatkräftige Opferwilligkeit wird sich( Landsberger Thor) über Köpenick nach Friedrichshagen vorI am Tage der Stichwahl abermals bewähren, zur Beschämung der gelegt. Die Große Berliner Straßenbahn beabsichtigt, die Feinde und zu unserem Stolz! Linie Küstriner Plaz- Rathenower Straße nach dem Stephanplatz Die sozialdemokratischen Wahlkomitees aller Reichstags- spiele müssen auch den Glauben an unsere Sache stählen und Nachwurf zu einem Vertrag über eine Straßenbahn von Berlin Wahlkreise des Deutschen Reiches " Redaktion des ,, Vorwärts". An die Parteigenossen Berlins! zu hoch erachtet wird. bitten wir, uns das amtliche Ergebniß der Hauptwah! Grobe Verstöße gegen das Wahlreglement haben auch im weiterzuführen. Sie hat hierzu die grundsätzliche Genehmigung der ihres Kreises sofort durch Postkarte mitzutheilen, fünften Berliner Reichstags- Wahlkreise einige Wahlvorsteher dadurch städtischen Verkehrsdeputation nachgesucht. und sobald es im Amtsblatt veröffentlicht worden ist, uns ein begangen, daß sie den Wählern eine Legitimation abforderten. So Der Wasserfall im Victoria- Park hat am Freitag und Exemplar der betreffenden Nunamer zuzusenden. wird uns berichtet, daß der Wahlvorsteher im 400. Bezirt, Schul- gestern außer Betrieb gesezt werden müssen, da in dem MaschinenFerner bitten wir die Wahlkomitees um telegraphische Be- kommissions- Vorsteher Kallmann, im Wahllokal Münzstr. 20, und des- hause noch eine zweite Maschine zur Erzeugung der beabsichtigten nachrichtigung über den Ausfall der Stichwahlen. Schünemann, in Wahllokal Linienstr. 19 den Wählern die Aus- wird von heute ab jedenfalls wieder wie bisher in Betrieb sein. gleichen der Wahlvorsteher des 203. Bezirks, Bezirksvorsteher elektrischen Beleuchtung des Wasserfalles aufgestellt wird. Dieser Unsere Telegramm Adresse lautet: Dringend Sozialdemokrat übung des Wahlrechts unnöthigerweise erschwerte, indem sie ihnen Berlin." Die Kosten der Benachrichtigung werden auf Wunsch die unnützen Scherereien auferlegten. Die Ungehörigkeit nahm hier springende, mit einem Einfriedigungsgitter befezte Theil des GrundEnteignungsverfahren. Der in die Friedrichstraße ein zurückerstattet. insoweit einen besonders häßlichen Charakter an, als die bürgerlichen sticks Friedrichstraße 108( Savoy Hotel) soll in einer Größe von Mit parteigenössischem Gruß! Wähler vielfach von dem Wirth oder sonstwie rekognoszirt und dann 16 Metern zur Freilegung des Bürgersteiges verwendet und im Wege ohne weiteres zur Wahl zugelassen wurden, während die Arbeiter, der Enteignung erworben werden, weil die von dem Grundstückswelchen ohnedies in den meisten Fällen kaum die erforderliche freie eigenthümer für Abtretung der Fläche verlangte Entschädigung für Zeit zur Verfügung stand, unverrichteter Sache wieder nach Hause Die Proteste gegen diese von den Wahlvorstehern gehen mußten. Der Magistrat hat daher bei der Stadtbegangenen Verstöße blieben unbeachtet. Hoffentlich werden die verordneten- Bersammlung beantragt, sich mit der Einleitung des In wenigen Tagen finden die Stichwahlen statt. lichen Bestimmungen genüge zu leisten. Wahlvorsteher wenigstens zu den Stichwahlen angewiesen, den gesetz- Enteignungsverfahrens einverstanden zu erklären. Der Magistrat hat die Festsetzung von Fluchtlinien für Für Berlin kommen der erfte, zweite, dritte und fünfte Wahl- Sonderbare Schwärmer. Eine Zusammenstellung der zer- die Weiterführung der Bernauerstraße von Verg bis Gartenstraße kreis in betracht. Es gilt alle Hebel in Bewegung zu sehen, splitterten Stimmen, welche in den sechs Berliner Wahlkreisen ab- und einer Fluchtlinie für die Abstumpfung der Ecke an Garten- und um diese vier Kreise für die Sozialdemokratie zu behaupten. gegeben wurden, ist nunmehr angefertigt worden. Unter diesen be- Invalidenstraße beschlossen und wird ein entsprechendes Projekt der Die Genoffen haben daher die Pflicht, sich an allen Wahl- finden fich 4 Stimmen für Fürst Bismarck und eine Stimme für Stadtverordneten- Versanunlung zur Genehmigung unterbreiten. Graf Herbert Bismarck; auch Grof Moltke kam eine Stimme nacharbeiten, die von den zuständigen Wahlkomitees veranlaßt weisen. Für den Kaiser wurden 3 Stimmen abgegeben. Außerdem welches mit dem zwischen der Seestraße und dem Spandauer SchiffDer Bau des nenen Instituts für Jufektionskrankheiten, werden, zu betheiligen. Um die Hilfskräfte richtig zu ver: haben sich 5 Wähler für Ahlwardt interessirt, während sein Schwieger- fahrts- Kanal projektirten vierten großen städtischen Krankenhause theilen, ersuchen die Unterzeichneten folgendes zu beachten: john Bodeck nur 2 Stimmen erhielt. Einstimmig wurde Frizz Fried- verbunden sein wird, ist bereits bis zum ersten Stockwerk emporDie Genossen des IV. Kreises mögen sich den Komitees des mann z. 3. Paris gewählt. Ferner erhielten je eine Stimme Kauf- gediehen. mann Müller- Berlin, Kohlenträger Uco und Dr. Böckel. Daß ein zweiten und dritten Kreises, die des VI. Kreises den Bettel für ungiltig erklärt wurde, auf welchem die einen gewaltigen werden Ansichts- Postkarten in den Handel kommen, die auf direkten Ueber Kaiser Wilhelm II. berichtet der„ Konfeft.":" Ju kurzent Komitees im ersten und fünften Wahlkreis zur Verespekt vor seiner besseren Hälfte bezeugenden Worte standen: Wunsch unseres Kaisers hergestellt worden sind. Dieser hat eine „ Meine Frau", erscheint natürlich; warum jedoch in dritten Wahl- Reihe von sechs Aquarellbildern, die die Saalburg in ihrer zufügung stellen. Parteigenossen! Es war bisher die Stärke und freis die Wahl des Dr. Langerhans zum Oberbürgermeister nicht fünftigen Gestalt darstellen, von Prof. Emil Döpler ausführen anerkannt wurde, das dürfte dem betreffenden Wähler um so un- laffen, die ihm vor einigen Tagen überreicht wurden. Der Kaiser der Stolz unserer Partet, daß es im entscheidenden Momente erklärlicher bleiben, als er in seiner Verehrung für unseren lang hat bei dieser Gelegenheit den Wunsch ausgesprochen, daß sie in nie an der Bereitwilligkeit der Genoffen, Hilfe zu leisten, ge- jährigen Stadtverordneten- Borsteher auf dem bedruckten Wahlzette! Form von Ansichts- Postkarten dem großen Publikum zugängig gemangelt hat. Doppelte Pflicht der Genossen ist es aber, im hinzugefügt hatte: Und außerdem wähle ich Herrn Dr. Langerhans macht werden mögen, welchem Wunsche natürlich entsprochen bevorstehenden Stichwahlkampf alles in Bewegung zu setzen, vierten Wahlkreis aufgefundener Bettel: Schide mir durch lleberzum Oberbürgermeister von Berlin." Ein in einer Wahlurne im um auf die schamlofen Angriffe der Gegner die richtige bringer dieses den Hausschlüssel", dürfte jedenfalls wahrscheinlich an Antwort des Volkes zu ertheilen, um der Reaktion, die so die falsche Adresse gerathen sein. Man sah es jedoch einigen Herren frech ihr Haupt erhebt, Schach zu gebieten. Nur eine energische des Wahlkomitees an, daß sie den Mann beneideten, der in so entOpposition, nur sozialdemokratische Wahlfiege, nicht schwächschiedenem Tone eine solche Forderung stellen konnte. Auch verschiedene poetische Ergüsse fanden sich in den Wahlurnen vor. liche freifinnige Windbeutelei fordern Respekt heraus. Am Stichwahltage wollen wir endgiltig Abrechnung Ausgebeuteten am Donnerstag die Zeit zum Wählen vorzuenthalten, In einem Anfalle von Schwermuth stürzte sich Freitag Zu den Unternehmern, welche nicht davor zurückschreckten, ihren gehört auch die Allgemeine Omnibus- Gesellschaft. Es ist bekannt, daß diese Verkehrsgesellschaft ihre theilweise recht abends die 61 Jahre alte, aus Weseris gebürtige Handelsfrau hohen Dividenden wesentlich dadurch erzielt, daß sie die Angestellten Rosalie Samter geb. Braun an der Schleuseninsel in den Landwehrin einer Weise ausnitzt, die geradezu gemeingefährlich genannt taal. Die Lebensmüde, die in der Joachimsthalerstr. 41 zu Chars werden muß. Fühlten die Behörden des Staates der Sozialreform lottenburg wohnt, wurde jedoch gerettet und von einem Schutzmann weniger den Beruf in sich, Streitposten wegen groben infugs zu des 32. Reviers in ein Krankenhaus gebracht. sistiren und auf sonstige Weise den Arbeitern die Ausübung des Durch Ueberfahren wurde Freitag Abend auf dem SpittelKoalitions- und Versammlungsrechtes zu verleiden, fühlten die Be- markt der vier Jahre alte Sohn Karl des Kaufmanns Eggert aus hörden sich dafür mehr berufen, die Interessen der Gesammtheit der Dresdenerstr. 88/89 getödtet. Der Knabe gerieth beim Werlassen wahrzunehmen, so hätten sie sich schon längst Mittel verschaffen eines vom Zoologischen Garten kommenden Pferdebahnwagens an müssen, welche das Publikum davor schützen, daß durch einen bis der Haltestelle vor dem Grundstück Spittelmarkt 12 unter einen Omnibus, auf den Tod überangestrengten Omnibusfutscher das größte Unheil im der von der Beuthstraße her gefahren tam, und wurde so schwer Straßenverkehr angerichtet werde. Wie die Dinge heute liegen, fühlen verlegt, daß er auf der Unfallstation V in der Brüderstraße bald die Berkehrsdirektionen sich aber im Sattel und achten ängstlich darauf, feinen Geist aufgab. daß auch der letzte Schweißtropfen aus dem Angestellten ausgepreßt werde. Von fachkundiger Seite wird uns versichert, daß es ein leichtes gewesen wäre, durch Heranziehung zufällig freier Dienstkräfte den Schaffnern und Kutschern die Ausübung ihres Wahlrechts 34 mußten die Angestellten von früh bis spät frohnden, ohne daß ihnen ermöglichen, aber nichts von alledem geschah. Auch am 16. Juni eine Pause eingeräumt wurde. halten! Vorwärts in den Kampf! Vorwärts zum Sieg! Die Vertrauenspersonen Berlins. Genoffen, welche im britten Kreise bei der Wahlagitation mithelfen wollen, werden gebeten, fich heute, Sonntag, 19. Juni, früh 8 Uhr bei Frid, Dresdenerstr. 105, einzufinden. Das Wahlkomitee. Für den fünften Kreis findet ebenfalls heute, Sonntag, den 19. Junt, früh 7 Uhr, eine Flugblattvertheilung statt. Die Genoffen werden ersucht, fich zahlreich hieran zu be theiligen und in folgenden Lokalen rechtzeitig zu erscheinen: Eichhorn, Greifswalderstr. 3; Kuhnow, Mendelssohn straße 16; Knösch, Sirtenstr. 10; Wittchow, Kleine Hamburgerstr. 27, Ecke Elfafferstraße; Schmidt, Louisen ftrake 5. Das Wahlkomitee. berg. Lokales. Das Resultat der Berliner Reichstagswahlen wird am Montag Morgen 10 Uhr amtlich festgestellt werden. werden wird." Nener Schwindel. Ein Schwindler, der auf die sinnlichen Leidenschaften der Männerwelt spekulirt, bietet durch anonyme Briefe verbotene Bilder aus. Er will angeblich eine Probesendung von fünf Bildern in Kabinettformat gegen Einsendung von 1 m. in Briefmarken durch uneingeschriebenen Brief an die Adresse„ G. K. 936 Berlin W. Poftamt 56 Franzöfifchestr. 33c" liefern. Vermuthlich ist es nur auf die Briefmarken abgesehen. Graphologe" und Juferaten Aquisiteur Bruno Koniczny, Umfangreiche Betrügereien und Schwindeleien hat der Safenhaide 7/8, feit Dionaten verübt. Zahlreiche angesehene Berliner Firmen erhielten in letzter Zeit von dem Verlage einer Borort fie dem betreffenden Blatte einen Insertionsauftrag ertheilt hätten. zeitung Insertionsrechnungen und Belagblätter zugestellt, ohne daß Wie sich dann aus den darüber gepflogenen Verhandlungen herausstellte, hatte der Konießzuy den Verlag der betreffenden Zeitung mit gefälschten Aufträgen hineingelegt, um die Provision dafür zu ers Freifinnige Bettelbriefe sollen am 20. Juni in das ob des halten. K. hat diesen Schwindel seit Monaten in größtem MaßDritter Wahlkreis. Am Montag Abend finden zwei öffent- sozialdemokratischen Wahlerfolges noch ganz konfternirte Bürgerthum ftabe betrieben, wobei er die Inserate einfach aus anderen liche Versammlungen statt. Dieselben tagen Ressource, hineingeschleudert werden. Durch den Appell an den Geldbeutel hofft Zeitungen herausschnitt. Nebenbei hat St., auch verschiedene Kommandantenstr. 57, und Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Die Tages- man am ehesten wieder Leben in die Bude zu bringen. Natürlich Personen un erhebliche Geldbeträge geprellt. Nachdem schließ ordnung beider Versammlungen lautet:„ Die bevorstehenden Stichwahlen". Es referiren die Genossen Auer und Dr. Freuden soll diese Operation„ vertraulich" vor sich gehen. Der Wortlaut der lich seine Schwindeleien entdeckt waren, verschwand Koniezny wahlen". Es referiren die Genossen Auer und Dr. Freuden für die geistige und materielle Verfassung unserer Spießbürgerschafts- aus seiner Wohnung und zahlreiche seiner Vekannten erhielten von ihm Briefe, in welchen er anzeigte, daß er seinem Leben ein Ende Parteigenoffen, welche gewillt find, im fünften Berliner Wahl- tänpen gleich charakteristischer Armuthszeugnisse ist der folgende: Sehr geehrter Herr! Im ganzen Lande ist am gestrigen machen werde. Bald darauf wurde die Nachricht verbreitet, K. sei freis schriftliche Arbeiten unentgeltlich auszuführen, werden Wahltage ein Anwachsen der auf die sozialdemokratischen Kandidaten in Freienwalde als Leiche gefunden worden, was sich jedoch nicht gebeten, fich am Sonntag in der Zeit von 10 Uhr morgens bis gefallenen Stimmen zu tage getreten mur in einigen Berliner bewahrheitete, denn gestern soll K. in Berlin wohl und munter geI Uhr mittags im Restaurant von Drescher, Linienſtr. 218, Ecke Rücker- Streisen, zu denen auch der unsrige gehört, ist es trener, sehen worden sein. straße, zu melden. Die Genossen werden ersucht, sich recht zahlreich unabläffiger Arbeit gelungen, die Hochfluth zurückzudämmen. Die einspännigen Omnibusse der früheren Omnibusgesellschaft einzufinden. Das Wahlkomitee. Wenn auch die Sozialdemokratie sich in der Stichwahl Reform werden vorläufig nicht vermehrt werden, obgleich bereits Im fünften Wahlkreise tagt am Montag Abend eine öffent- zu einem Hauptsturm auf unseren Wahlkreis rüstet, wir sind weitere Konzessionen ertheilt sind. Die Direktion des Berliner liche Versammlung im Schüßenhause, Linienstr. 5. Re- bereit, die Gegner zu empfangen und zurückzuschlagen. Aber die Spediteurvereins Aktiengesellschaft, die den Betrieb der Omnibusfc ferent: Dr. Beutler. Am Dienstag findet gleichfalls für den Kosten des gestrigen Tages haben unsere asse feit anderthalb Monaten übernommen hat, will vielmehr erst Gr= fünften Wahlkreis eine öffentliche Versammlung im Handwerker- erschöpft. Wir bedürfen dringend neuer Geldmittel, um den fahrungen sammeln, bevor sie der Frage der Vermehrung der Linien jaal, Sophienstr. 15, statt. Referent: Rechtsanwalt Heine. Die Wahlkampf mit gleicher Energie, wie bisher, führen zu können. Des- näher tritt. Tagesordnung beider Versammlungen lautet:„ Die bevor- halb wenden wir uns an Sie mit der dringenden Bitte um eine stehenden Stichwahlen". Jeder Parteigenosse sorge dafür, Be i steuer zu den Kosten der Wahlbewegung. Bei der großen zur Brumenstraße wird behufs Umpflasterung vom 20. b. W. ab Straßensperrung. Die Anklamerstraße von der Ackerstraße bis. daß diese Versammlungen zahlreich besucht werden! Ausdehnung des Wahlkreises, bei der stets wachsenden Zahl der Wahl- bis auf weiteres für Fuhrwerke und Neiter gesperrt. Desgleichen die berechtigten steigen auch die Kosten des Wahlkampfes naturgemäß immer Solmsstraße von der Baruther- bis zur Gneisenaustraße. mehr. Wenn Sie, geehrter Herr, wie wir nicht zweifeln, mit uns darin übereinstimmen, daß der giveite Berliner Neichstags- Wahlkreis nicht Verschwunden ist seit Freitag voriger Woche der 15jährige repräsentirt sein darf durch einen Sozialdemokraten, der sich nur als Komptoirbursche Arthur Göye, der Drehsestraße 21 bei den Eltern Vertreter eines Brichtheils der Wählerschaft fühlt und auch im wohnte. Der Verschwundene ist von schlanker Natur, trägt dunkelReichstage mur beren Sonderinteressen vertreten will, so unterstützen blondes Haar und ist bekleidet mit Strohhut, schwarzem Jacket und Sie unsere Bestrebungen thätig und durch Spendung eines Weste sowie mit blaue und grangestreifter Hose. Wer etwas über recht namhaften Beitrages zum Wahlfonds. Können wir den Verschwundenen weiß, wird gebeten, den Eltern oder dem nächsten den Kampf energisch aufnehmen, so zweifeln wir nicht an dem Siege Polizeirevier Mittheilung zu machen. unserer guten Sache." V V Die Mitglieder der Wahlkomitees und die Vertrauensmänner des Wahlkreises Teltow Beeskow Charlotten burg wollen unbedingt heute( Sonntag) um 10 Uhr Lindenstraße 106 erscheinen. Die Stich wah I erfordert die strengste Pflichterfüllung! Jeder Mann an den Posten! Das Zentral- Wahlkomitee 3 = des Wahlkreises Teltow Beeskow Charlottenburg, Der sozialdemokratische Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) hält am Dienstag Abend 82 Uhr bei Brüder, Waldemarstr. 75, eine Versammlung ab. Tages ordnung: Vortrag des Genossen Kotte, Diskussion, Vereinsangelegenheiten.Großen Schaden erlitt Freitag Abend gegen 7 1hr in der Die gute Sache, deren Jämmerlichkeit durch so schlechte Bellealliancestraße eine Konfektionsfirma durch ein schen gewordenes Musikanten in die bürgerliche Welt trompetet wird, war bisher Pferd. Das Thier, der Firma Jakob Navené Söhne gehörig, war faum im stande, dem allerheiligsten Geldschrank die nöthigen Nidel vor dem Hanse Nr. 78 ausgespannt, um in die auf dem Hofe be zu entloden, und sie wird jezt, wo das Spießbürgerthum ob des findliche Stallung geleitet zu werden. Durch einen bellenden Hund neuen gewaltigen Vorschreitens der Sozialdemokratie fast zur Salz- wurde das Pferd schen, jagte auf den Bürgersteig hinauf und fibers Unsere Radfahrer haben sich am Abend nach der Wahl so fäule erstarrt ist, erst recht nicht vermögen, den Ellenbogen gelentig rannte dort eine ältere Dame, die jedoch glücklicherweise keine Ver letzungen erlitt. Dann rannte das Thier in das Schaufenster der außerordentlich tüchtig gezeigt, daß sie verdienen, den um Gelb zu machen. radelnden Wettfahrern gegenüber gestellt zu werden. Wenn es Berliner Lehrerverein und Staatsanwalt. Kürzlich erließ Firma Markus hinein, zertrümmerte die Scheiben und zerstörte einent jemals galt, Preise zu holen unsere radelnden Genoffen haben die Staatsanwaltschaft einen Steckbrief gegen einen unbekannten Theil der Auslage, bis es im Laden, aus mehreren Wunden blutend, sich den schönsten Preis errungen. Ohne sie wäre es kaum möglich Mann, der am 16. Mai cr. an dem 6jährigen Mädchen Anna Snothe zusammenbrach. gewesen, im Vorwärts" und den Versammlungen nach der auf dem Wege von Weidmannsluft nach Tegel ein Sittlichkeits- Als Leiche ist am Freitag der 19 Jahre alte Paul Orts Wahl so viele Resultate bekannt zu geben, wie that- berbrechen verübte. Der Steckbrief besagte, daß der Thäter be- mann aus der Marienstr. 17, der seit Sonntag vermißt wurde, sächlich geschehen. Schon lange vor der Zeit fanden sie schrieben werde als gut gekleideter Mann, von dem Aussehen aus dem Wasser gezogen. Der junge Mann war bei seinem Vater, sich in startem Aufgebot auf dem Hofe unserer Redaktion eines Lehrers. Diese Verquidung eines Verbrechens mit dem einem Milchhändler, als Kutscher und Austräger beschäftigt. Man ein. Und als sie ihren Auftrag endlich bekommen hatten, sausten Lehrerstande hat bei der deutschen Lehrerschaft begreifliche vermuthet, daß dem jungen Mann ein Unglück zugestoßen ist. sie so schnell, als es der gerade an dem Abend sehr starke Wagen- Entrüstung hervorgerufen. In der am Freitag in der SophienUnter den im Verliner Aquarium aus der Nordsee und den verkehr erlaubte, durch die Straßen. Sie schonten sich nicht. straße 15 tagenden Versammlung des Berliner Lehrer füdeuropäischen Meeren eingetroffenen Krebsthieren erregen nament Schweißbedeckt kamen sie von ihrem Ziel wieder zurück, um sofort vereins wurde energisch gegen die Fassung des Steckbriefes lich jente Gattungen und Ärten das Interesse aller Naturfreunde, wieder auszuschwärmen. So ging es unaufhörlich hin und her protestirt und dem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß ein jo welche bestrebt sind, Kopf und Rücken mit Blattverk, Pflanzentheilen, hoher Beamter, wie der Staatsanwalt, in nicht zu rechtfertigender Schwämmen 2c. zu bedecken und zu verhüllen, damit sie von zwischen der Redaktion, den Versammlungen und den Bureaus. Weise den Lehrerstand in den Augen der Oeffentlichkeit herabsetzt. Feinden und den ihnen zur Beute dienenden Lebewesen nicht erVerkehrsnachrichten. Die Gesellschaft für den Bau von fannt werden. Daher sehen diese sogenannten Spitzschnabel. Untergrundbahnen hat der städtischen Verkehrsdeputation den Krabben, welche jetzt durch Seltenheiten vertreten sind, immer Diese freiwillige Disziplin, diese Disziplin aus Freude an der abgeänderten Entwurf zu einem Vertrage über den Bau und Betrieb ganz anders aus, als man nach ihrer natürlichen Sache, aus Begeisterung, im Gegensatz zu der nach bürgerlichen Be- einer Straßenbahn vom Schlesischen Bahnhofe nach Treptow zur Farbe und Körperfläche vermuthet. Bei den Rückenfuß- Krabben tritt griffen üblichen Disziplin, die nur durch Zwang erpreßt wird, ist es, Genehmigung vorgelegt. Die Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft uns diese Erscheinung in einer noch anderen Form entgegen, indem Erst nach Mitternacht hatten sie ihre freiwillige Arbeit erfüllt und konnten ihrem Heim draußen an der Weichbildgrenze und in den Vororten zuradeln. war ein Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Am Montag, den 20. d. M., abends 82 Uhr, findet bei Obst, Grunewaldstraße 110, eine Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins statt, in welcher eine Aussprache der Mitglieder über die Ergebnisse der stattgefundenen Wahlen erfolgen soll. Zu dieser Versammlung find Parteigenossen als Gäste willkommen und werden neue Mitglieder aufgenommen. Die Bibliothek steht nunmehr den Mitgliedern wieder zur Verfügung und ist behufs Umtausch und Entnahme von Büchern eine halbe Stunde vor jeder Versammlung geöffnet. Pankow. Der Arbeiter- Bildungsverein hält am 21. Juni, abends 81/2 Uhr bei Störr seinen Leseabend ab. fönnen. " Gerichts- Beifung. Witterungsübersicht vom 18. Juni 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Wiesbaden Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke 4wolfig 765 SW 4wolfent 14 Petersburg 766 14 Haparanda 754 N 3wolfig 13 Cort frankheitshalber bill. Razzlerstr.1.[ 40416 Billig! Knabenanzüge! Billig O. Hoffmann, Beteranenſtr. 14. Waschanzüge, Mädchenkleider preisw. Waschfäffer 12 3int O. 2. 0,79 für Wetter 2wolfig Temp. n. T. 51 15° C.= 4° R. 11 768 SW 756 S 4Dunst 16 2wolfig 770 Still 17 wolfen! 13 Arbeitsmarkt. Kranken- Zuschußkaffe bietet Arbeitern u. Handwerkern guten stellen sind in allen Stadtgegenden und Nebenverdienst als Agenten. Bahls den Vororten zu besetzen. Gartenstr. 79. Lebensversicherung. biese merkwürdigen Krufter mit Hilfe ihrer nach oben gerichteten die in Spandau, Nauen 2c. wohnen, ihr Wahlrecht nicht ausüben. I führte aus, daß jene Polizeiverordnung soweit ungiltig sei, wie sie hintersten Brustbeine, der sogenannten Rückenfüße, rothe und gelbe Es wird uns hoffentlich gelingen, den Genossen Schröer in der Stich das Kreditiren von Branntwein über eine kurze Frist hinaus ganz Meerschwämme, Seescheiden, Seewalzen und ähnliche Thiere auf den wahl durchzubringen, aber hierzu ist es nöthig, daß ein jeder seine allgemein verbiete, ohne die Fälle auszunehmen, wo darin eine Rücken nehmen oder gleich einem Schild über den Rücken halten und dabei Kräfte anstrengt und die Aengstlichen an die Wahlurne bringt; wenn Förderung der Völlerei nicht erblickt werden könne. Der Bezirksauf ihren langen Beinen umherstelzen. Auch die Gruppe der Fische lieferte jeder Genosse auf dem Posten ist, kann uns der Sieg nicht fehlen. ausschuß müsse die einzelnen Thatsachen nachprüfen. Das Bezirksmehrere Arten, die sich durch entsprechende biologische Eigenheiten Darum auf zu neuem Kampf und Sieg! gericht erkannte dann abermals zu ungunsten des Gastwirths. Eine auszeichnen, nämlich Meergrundeln, die ein besonderes Heftorgan Wie man fich in einer Zeitungsannonce blamiren kann. Förderung der Völlerei, die zur Konzessionsentziehung berechtige, befizen, mittels dessen sie sich an Felswänden, Steinen u. a. festsaugen In einem Charlottenburger Lotalblatt finden wir nachstehende kleine sah es darin, daß J. Schnaps im Verkaufswerthe von 5 M., 8 M. können, und die sich in ihrer staunenswerthen Fähigkeit, ihre Körper- Anzeige: 20 Mart Belohnung. In der Nacht zum Donners- und 11 M. an einzelne Leute auf Kredit abgegeben und Beträge bis farben der Umgebung anzupassen, eines wirksamen Schußmittels tag haben unnüße Hände mein Haus mit dem Namen des sozia- zu dieſer Höbe gestundet hatte. Das Ober- Verwaltungsgericht wies gegen Gefahr erfreuen. listischen Kandidaten beschmiert. Obige Belohnung demjenigen, die vom Rechtsanwalt Leopold Meier eingelegte Berufung als unbeDie schwedischen Sänger. Im Saale Bechstein Im Saale Bechstein stellte der mir den Thäter nachweisen kann. Langner, Sophie- gründet zurück. sich gestern der Schwedische Studentenchor aus Upsala unter Leitung| Charlottenstraße 83." Fuhrherr Langner war konservativer Kandidat Die Garantiefondszeichner vor des Universitäts- Musikdirektors Jvar Hedenblad einem geladenen bei den letzten Charlottenburger Stadtverordnetenwahlen. dem Kammergericht. Vor dem fünften Zivilsenat des Kammergerichts waren für Publikum vor. Der Chor zählt etwa 40 Mitglieder, von Aus Rigdorf. Zu dem gemeldeten Hängegerüst- Absturz in der gestern nicht weniger als 64 Termine in Sachen der vom Senen einige, so der Opernsänger Lundqvist und ein Bassist, Prinz Handjerhstraße ist leider noch mitzutheilen, daß einer der Ver- Arbeitsausschuß der Gewerbe- Ausstellung von 1896 gegen auch Einzelgefänge vortrugen. fünstlerischer unglückten, Arbeiter Handt, feinen Verlegungen erlegen ist und folche Garantiefondszeichner, die sich der Zahlung der einGenuß hervorragender Art, den die Gäste ihren Zuhörern ver- der Zustand des zweiten Abgestürzten, Arbeiters Karl I amet, geforderten fünfzig Prozent der Zeichnung weigerten, angestrengten schafften. Mit einer Präzision, wie sie wohl selten im Chorgesang noch zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß giebt. Das Gerüst ist Prozesse angesetzt worden. Der erste Richter hatte in allen Fällen erreicht wird, wurden schwedische und auch deutsche Lieder vor- polizeilich beschlagnahmt worden, da die für dasselbe benutzten Seile gegen die Verklagten entschieden. Wie der Vorsitzende, Kammergetragen; eine unvergleichliche Harmonie belebte die Gefänge, von mürbe wie Zunder sein sollen. denen einige, so Kjerulf's Brautfahrt und das schwedische Volkslied„ Der gerichtsrath Hedemamu, erklärte, sind fünf Berufungen zurückNeck" doppelt Anklang fanden, weil sie auch den deutschen Liedertafeln genommen worden, in fünf anderen Fällen kamen abweichende Umnicht unbekannt sind. Freunde des Chorgesangs, welche erfahren stände, so namentlich auch Fragen der Passivlegitimation in betracht, worüber später befunden werden soll, so daß zur Entscheidung wollen, wie gesungen werden muß, finden heute Abend Gelegenheit, noch 54 Fälle verblieben. Zunächst wurde die Klage des Ausschusses sich die schwedischen Gäste im Kroll'schen Theater anzuhören. Wer in der Lage ist, dies Institut zu besuchen, wird auf seine Kosten Prozeß Otte und Genossen. Der Hauptbelastungszeuge ist gegen eine bestimmte Gruppe Grubert u. Gen. verhandelt. Die Vertommen. ber Uhrmacher Hugo Bernhardt, welcher seit Gründung der handlung wurde noch nicht beendigt. Feuerbericht. Freitag Abend 9 Uhr war Forster str. 3 ein Talle'schen Kochanstalt als Kocher bei derselben angestellt war. Er Aus Potsdam wird berichtet: Jm Prozeß Witte- Stöcker erfleiner Dachbrand abzulöschen. Kurz darauf explodirte Lichten wiederholt seine im früheren Termine gemachten Angaben. Etwa tannte der Gerichtshof auf Freisprechung Stöckers, da der bezügliche bergerstraße 5 eine Betroleumlampe, wobei eine Matraße und fünf bis sechs Mal will der Beuge gesehen haben, daß die An- Artikel, wenn auch objektiv beleidigend, doch in der Wahrnehmung verschiedene Möbelstücke in Flammen aufgingen. Sonnabend früh geklagten Wolter und Thiele größere Stücke rohen Fleisches von dem berechtigter Interessen geschrieben worden sei. Dem Privatkläger 6 Uhr wurde die Wehr nach dem Dresdener Außen- Berkleinerungsraum in den Verkaufsraum warfen, indem einer von Witte wurden alle Kosten, auch die der Revisionsinstanz, auferlegt. bahnhofe gerufen, wo ein Preßkohlenlager durch Selbstverwidelte sich in so viele Widersprüche, daß seine Aussage pro die Aufmerksamkeit des Schußmannes ablenten mußte. Der Zeuge entzündung in Brand gerathen war. Die Feuerwehr ließ tokollirt wurde. einen Beobachtungsposten mit zwei Schlauchleitungen an der Beuge Talte sen. hielt es kaum für möglich, daß Brandstelle zurück. Eine Stunde später brannten Müllerstr. 7b seine Angestellten die in Rede stehenden Durchstechereien begangen Hobelspäne und Hölzer. Kurz darauf erfolgte Alarm nach Stein- haben sollten, dazu sei die polizeiliche Aufsicht eine zu scharfe. Er met str. 40a, wo Balkenlage und Schaldecke Feuer gefangen hatten. präge jedem seiner Angestellten ein, daß sie sich genau nach den Das Haus wurde start beschädigt. Gegen 10 Uhr wurde Kaiser polizeilichen Vorschriften zu richten hätten, widrigenfalls sie Wilhelmst r. 18f eine Holzwand eingeäschert. sofortige Entlassung zu gewärtigen hätten. Wolter sei denn auch sofort entlassen worden, als der Fall Otte zu seiner Kenntniß gelangt sei. Es werden zehn Schuyleute vernommen, welche ab- Swinemde. 763 3 wechselnd den Aufsichtsdienst in der Talke'schen Kocherei versehen Hamburg Berlin haben. Keiner der Zeugen hat etwas von den Durchstechereien be768 NM 2 geiter 13 Aberdeen merkt und übereinstimmend vertreten sie die Ansicht, daß Durch- München 768 23 35lb. bed. 14 Paris stechereien mit rohem Fleisch kaum hätten durchgeführt werden wien 765 NW 2voltent 15 Wetter- Prognose für Sonntag, 19. Juni 1898. belastungszeugen Bernhardt nicht zu vereiden, beginnt Staats- lichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Nachdem der Gerichtshof noch beschlossen hat, den Haupt- Etwas wärmer, zeitweise heiter, vielfach wolkig bei mäßigen südwestEr hält das, Berliner Wetterbureau. anwalt Schmidt um 9/2 Uhr fein Plaidoyer. schon im Jahre 1893 aufgetauchte Gerücht, daß in der Talke'schen Kochanstalt Unregelmäßigkeiten vorkommen sollten, durch verschiedene durch die Beweisaufnahme festgestellten Thatsachen doch insoweit für beDas beste und größte Brot fräftigt, daß er mit Ausnahme des Angeklagten Krause, gegen den er Frei- ist zu haben bei Ludwig Osterhagen, 39996 sprechung beantrage, zum Antrag auf Bestrafung tomme. Er könne nicht Bäckermeister, Brizerstr. 41. Den Parieigenossen von Tempelhof und Mariendorf die annehmen, daß der Zeuge Bernhardt sich nur von seinem NacheWaschanstalt, sichere Eristenz, verk. Nachricht, daß unser Parteigenosse Hermann Wolf am 15. d. M. gefühl leiten laffe. Sei die Schuld der Angeklagten erwiesen, so 45 Jahre alt gestorben ist. In ihm verliert die Partei einen tüchtigen fönne von einer milden Strafe mit Rücksicht darauf, daß in schwerer und opferfreudigen Genossen. Unter dem Sozialistengesetz, als jede öffent- Weise gegen die Gefeße, durch welche Leben und Gesundheit des liche Organisation der Partei unterdrückt war, waltete Wolf in treuer Publikums geschützt werden sollen, vergangen sei, nicht die und umsichtiger Pflichterfüllung als Vertrauensmann seines schwierigen Rede sein. Er beantrage gegen Otte neun Monate, gegen 8 m. bei H. Blöß, Kel. Markusstr. 4a. Amtes. Bis zu seinem Tode war er Mitglied des Arbeiter- Bildungs- Wolter anderthalb, gegen Fischer ein Jahr, gegen vereins. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Nachmittag 4 Uhr, Wert und Wiesner je sechs, gegen Bothe und Döring von der Leichenhalle des Krankenhauses zu Britz aus nach dem je drei Monate und gegen Talte und Böhl je 14 Tage GeBrizer Friedhof statt. Die Parteigenossen werden um zahlreiche Be- fängniß. Gegen Otte, Wotter, Fischer, Werk und Wiesner beantrage theiligung gebeten. er außerdem entsprechenden Ehrverlust. Unsere Feinde im Wahlkreise Teltow- Beeskow. Daß auch Die Vertheidiger traten mit Entschiedenheit für die Freisprechung in der Nähe von Berlin die Bestimmungen des Wahlreglements von sämmtlicher Angeklagten ein. Die Anklage stehe und falle mit der vielen Wahlvorständen, sei es aus Unkenntniß, sei es aus reaktionärem Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkrit des Zeugen Bernhardt. Ein Eifer, zuweilen in gröblicher Weise mißachtet wurden, mußten eine unglaubwürdigerer Zeuge als dieser habe wohl felten die GerichtsAnzahl Charlottenburger Genossen erfahren, die es unternommen ſtelle betreten. Ein Beweis für die Schuld eines der Angeklagten hatten, in Wendisch- Buchholz und den umliegenden Ortschaften sei nicht erbracht, allerdings seien Ungehörigkeiten in der Talke'schen am Wahltage Stimmzettel auszutheilen und der Wahlhandlung bei- Küche vorgekommen, aber auf welche Weise Otte in den Besitz des zuwohnen. In Teurow, Münchehofe, Birkholz, Eichholz und Köthen bei ihm gefundenen Stücks frischen Fleisches gelangt sei, jei wurden die betreffenden von den Wahlvorständen, froß ihres Hin- nicht aufgeklärt. Jedenfalls sei Otte durch die Beschlagnahme des weiſes auf die Beſtimmungen des Wahlreglements, aus den Wahl- und er mifie auch bieferhalb freigesprochen werden. In betreff der lokalen verwiesen, weil sie nicht in dem betreffenden Wahlbezirk er müsse mig wahlberechtigt seien und zum theil noch nicht das fünfundzwanzigste Röhrenknochen habe die umfangreiche Bengenvernehmung nichts als Lebensjahr erreicht hatten. So wurden aus dem Wahllokal in Münche- bage Verdächtigungen und Vermuthungen ergeben, daß der Verkauf der Hofe zwei Genossen, die sich vollständig ruhig verhalten hatten, durch den ungekochten Röhrenknochen noch nach dem polizeilichen Verbot fortOberamtmann Bernau ausgewiesen und in Teurow wurde ein Genoffe, gesetzt worden sei, sei nicht erwiesen. der schon im Laufe des Nachmittags aus dem Wahllokal ausgewiesen kündete der Vorsitzende das Urtheil dahin, daß sämmtliche Anworden war, thätlich angegriffen. Als er um 6 Uhr das Wahl- geklagte freizusprechen seien, da dem Zeugen Bernhardt nur Total wieder betrat, um wenigstens der Auszählung der Stimmen in beschränkter Weise Glauben zu schenken sei und ein Beweis frörligerstr. 72, v. 3 Tr. Wilhelm. beizuwohnen, forderte der Wahlvorstand ihn abermals auf, das die Schuld der Angeklagten nicht habe erbracht werden können. Lokal wieder zu verlassen. Diese Ungesetzlichkeit wurde natürlich Auch ein Lied von der Glocke. Der Prozeß der Gesellschaft nicht beachtet. Unser Parteigenosse wurde dann von dem Besitzer Bierglocke" gegen den Restaurateur Peitert ist nunmehr in erster des Grundstückes, dem Amtsrath Thinius, dem Wahlvorsteher Habe und Instanz durch die zweite Kammer für Handelssachen beim Landdem Oberamtmann Seidel eigenhändig mit Gewalt aus dem Wahllokal gericht I entschieden worden. Die Gesellschaft Bierglocke" hatte Schlafstelle, möbl., Reichenberger: gestoßen. Die Thür wurde dann von innen verriegelt, so daß der gegen Beifert Klage erhoben, weil dieser sein Lokal in der Bergstraße 167, v. IV r., Ww. Oswald. betreffende Genosse weggehen mußte, ohne das Wahlresultat erfahren straße mit Aufschriften wie Zur Bierglocke"," Zur weißen und zu haben. In Wend. Buchholz war das konservative Wahlkomitee so bayrischen Bierglocke" versehen und auf dem Schaufenster das Bild verm. Louiſen- Uſer 53, v. 3 Tr. 2. Beffere möbl. Schlafst. an 2 H. zu unverfroren, durch den Amtsdiener Pehle konservative Stimmzettel einer Glocke angebracht hatte, und auf grund des§ 8 des nicht nur austragen, sondern solche auch vor dem Wahllokal austheilen Gesetzes Freundl. mbl. Schlafst. f. 1 H. bei über den unlauteren Wettbewerb beantragt, ihm iv. Schwabe, Kottbuserstr. 9, III v. zu lassen. Auch paßte der Amtsdiener genau auf, wer von den er- die Führung dieser dieser Aufschriften sowie des Glockenzeichens Ein mbl. Zimm., 1fenst., zu sol. Breis, meggeschäft Herrnberg, Lindenstr. 3 II. schienenen Wählern auch von dem sozialdemokratischen Stimmzettel- bei einer Geldstrafe bon 1000 Mark zu untersagen. Der Herr od. anst. Dame. Schönleinsir. 16. vertheiler Zettel nahm, ebenfalls beobachtete der Gesetzeshüter genau, Verband der Gast- und Schankwirthe von Berlin und Umgegend 4.Tr. links. Von einer Feuerversicherung wer einen solchen Zettel abgab. Auch die Bestimmung des Wahl- hatte seinem Mitgliede Peifert wegen der grundsäßlichen Wichtigkeit werden gegen Provision und Firm Frol. mbl. Schlafft. f. H., sep. Ging., tüchtige Agenten gesucht. Solche, reglements, daß der Tisch, an dem die Wahlhandlung vorgenommen des Falles für das gesammte Schankwirthgewerbe Rechtsschutz ge- 3. verm. b. Meyer, Admiralstr. 27, v. II. die bereits Erfolge aufzuweisen, wollen wird, von allen Seiten freistehen muß, war fast nirgends beachtet. währt und den Verbandssyndikus Dr. Schöps mit der Führung Schlafft. f. 1 od. 2 H. Adalbertstr. 3,| sich melden unter J. 4. an die Er Alle diese Mißachtungen gesetzlicher Bestimmungen haben, den Kon- der Sache beauftragt. Dieser führte im Termin alle die Gründe a. d. Dresdenerstraße, b. Lehmann. pedition d. 8tg. [ 40356 servativen natürlich nichts genutzt, indem Genosse Zubeil trog alle vor, die gegen die Anwendung des§ 8 des Gesetzes über den unMbl. Schlafft. f. S., sep. Eing., 7 M. dem gewählt wird. Es sollen aber durch diese Zeilen die geſetz- lauteren Wettbewerb auf den vorliegenden Fall ſprechen und hob ins- Fürstenstr. 15, Hof 3 Tr., 6. Grönte Lüchtige Mamsells verlangt widrigen Handlungen wenigstens der Oeffentlichkeit übergeben besondere hervor, daß das Glockenzeichen und die Aufschrift zur Schlafſt. 6. Meyer, Koppenſtr. 91, v. IV. auf glatte Jaquette zum Preise von Glocke" mit oder ohne Zusätze schon von jeher zur Bezeichnung von Beff. Schlafft. f. H. Franzstr. 3, 3.10, 3,20, 3,30, 3,40, 3,50, Spandau. Auch in unserem Wahlkreise wurde die Wahlschlacht Gaft- und Schankwirthschaften üblich gewesen sei und eine Art Frei- Sof 4 Tr. lints. nicht mit solcher Betheiligung geführt, wie dies zu erwarten gezeichen bilde und daß auch sonst mit Rücksicht auf die Lage und die wesen war, zum größten Theil ist dies, soweit die Arbeiter in be- Ausstattung der Lokale der Gesellschaft und desjenigen des Beklagten tracht kommen, auf die Furcht vor den mehr oder minder versteckten eine Täuschung des Publikums ausgeschlossen sei. Die Handelskammer Bosheiten der Ordnungsmannen zurückzuführen. Schon mehrere trat diesen Ausführungen insoweit bei, als es sich um die Bezeichnung Wochen vor der Wahl war hunderten Werkstättenarbeitern ihre Ar- Bur Glocke" und das Glockenzeichen handelte. Die Handelskanner nahm beit per 14. Mai gekündigt worden, der Tag des Kündigungsablaufs auch an, daß die Glocke in Wort und Bild zur Bezeichnung von tam heran bie Entlassung wurde bis 1. September ver- Schanklokalen nicht blos andertvärts, sondern auch in Berlin schoben. So befanden sich denn mehrere hundert Familien- allgemein üblich sei. Anders verhalte es sich dagegen mit der väter zwischen Hangen und Bangen in schwebender Bein und fürchtete Kombination des Wortes Bier" mit„ Glode". Hier wurde der bei der Stimmenabgabe für unseren Kandidaten durch die hinlänglich Nachweis vermißt, daß auch die Bezeichnung Zur Bier- Wasserthorstr. 66, v. 4 Tr. 40426 erfahren in seinem Fach, geübt in Entbekannten Stimmzettelmanöver der Herren Kämpfer für" Ordnung, glocke" im Schankgewerbe und speziell hier in Berlin Religion und Sitte" um so schneller ihre Arbeit los zu werden. It allgemeinen Gebrauche sei. Das Urtheil lautete demgemäß diese Furcht auch eine völlig unbegründete( denn tritt Arbeitsmangel dahin, daß die Gesellschaft Bierglode" mit ihrem Antrage in den hiesigen Werkstätten ein, so werden Entlassungen tros alledem auf Entfernung des Glockenbildes von dem Schaufenster des Bewie im Jahre 1893, aber erst nach der Wahl erfolgen), so flagten abzuweisen, der Beklagte dagegen zu verurtheilen, die Behalf doch dieses Mittelchen leider bei einem großen Theil der von zeichnung" Zur Bierglocke" zu entfernen und die Kosten jedem Theil der Kündigung betroffenen. Wie unendlich schmuzig die zur Hälfte aufzuerlegen. Gegen diefes Urtheil haben beide Theile Stampfesweise der vereinigten Konservativen, Antisemiten und National- Berufung eingelegt, so daß sich nunmehr das Kammergericht mit liberalen war, geht schon allein daraus hervor, daß diese Ordnungs- dieser Sache zu befassen haben wird. werden. " " Um 1/2 Uhr nachts verim fort oder später billig zu verkaufen. 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In Pommern wurde vor mehreren Jahren eine Regierungsdie Größe eines Oftabbriefbogens hatte; die Brüder hatten deshalb Polizeiverordnung erlassen, worin den Gastwirthen untersagt wurde, auch, da sie sich schon damals mit ihren unlauteren Absichten trugen, den Betrag für entnommenen Branntwein auf länger als acht Tage den Vorschlag des sozialdemokratischen Wahlfomitees, Stimmzettel zu stunden, widrigenfals die Verlängerung der Konzession versagt von gleichem Aussehen anzuwenden, einfach abgelehnt. Aber die werden werde. Auf grund dieser Verordnung ging die zuständige Frdl. möbl. Zimmer f. 2 S., f. Eg., Herren täuschen sich, denn nun wird auch der letzte Arbeiter Polizeibehörde gegen den Gastwirth J. im Klagewege vor, indem 10 M., Danel, Strautstr. 3 v. 3 Tr. ant Tage der Stichwahl seine Pflicht thun, und unserem Kandidaten sie die Entziehung der Schanktonzession beantragte. Der Be Schlafft. z. vermiethen Mariannen feine Stimme geben. Auch für den hiesigen Kreis war der Brand zirks- Ausschuß gab auch dem Antrage statt, das Ober- Ver- straße 53, v. IV, Senger. des Strohtahns am Wahltage von bösem Einfluß, denn drei Eisen- waltungsgericht hob aber die Entscheidung auf und wies Schlafft. mit sep. Eing. b. Bodora, bahnzüge blieben liegen und so konnten mehrere hundert Wähler, die Sache zu nochmaliger Verhandlung in die Vorinstanz zurück. Es Markgrafenstr. 9, Quergb. L. 34045* Nieder- Schönhausen, Buchholzerstraße. [ 40636 ( nur tüchtige Kraft) für Dienstag Abend gesucht. Offerten an Voigt, Gartenstraße 79. 40476 Ein Korbmacher auf grüne Arbeit verlangt Kanzog, Achtung, 1. Wahlkreis. Volks- Versammlung am Montag, den 20. Juni, abends 82 Uhr, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ede. Tagesordnung: 1. Auf zur Stichwahl. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Side). ( Südost). Dienstag, den 21. Juni, abends 8 Uhr, bei Herrn Brüder, Waldemarstr. 75: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossent Kotzke. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 242/17 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Arbeiter- Verein für Köpenick. Dienstag, den 21. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal von Ad. Schulz, Schönerlinderstr. 5. Oeffentliche Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Die Reichstagswahlen. 2. Vereinsangelegenheiten. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 7/3 e Wähler Sentral- Kranten- und Sterbedes 3. Berliner Reichstags= Wahlkreises. 2 öffentliche Versammlungen Montag, den 20. Juni, abends 8 Uhr: " ,, Berliner Resource", Kommandantenstraße 57; Sanssouci", Kottbuserstraße 4a. Tages Ordnung: Die bevorstehende Stichwahl im 3. Kreise zwischen Rechtsanwalt Wolfgang Heine und Dr. Langerhans. Referenten: Reichstags- Abgeordneter J. Auer u. Dr. Freudenberg. Diskussion. Zahlreiche Betheiligung erwünscht. 213/18 Das Wahl- Komitee. Achtung! 5. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 20. Juni, abends 8% Uhr, im Alten Schüßenhause, Linienstr. 5: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Was haben die Wähler von der freisinnigen Volkspartei zu erwarten? Referent: Dr. Beutler. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. Teltow- Beeskow- Storkow! Kaffe der Tischler. Dertliche Verwaltung Berlin B. Montag, den 20. Juni, abds. 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Festsetzung der Entschädigung an die Ortsverwaltung. verwaltung und Vertrauensärzte. 2. Neuwahl der gesammten Orts: 3. Festsegung der neuen Zahlstelle. 4. Verschiedene Kaffen Angelegen heiten. Mitgliedsbuch legitimirt! 181/9 Die Ortsverwaltung. 3entral- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler 2. Derti. Verwaltung Berlin H. Montag, den 20. Juni 1898, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görlizerstraße 58: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Festsetzung der Gehälter. 2. Neuwahl der Ortsverwaltung inkl. Beitragsammler. 3. Wahl eines Vertrauensarztes. 4. Verschiedenes. [ 184 Um zahlreiches und pünktliches Er: Die Vertrauensmänner sowie die Vorsitzenden der Mitgliedsbuc legitimirt. örtlichen Wahl- Komitees müssen heute Sonntag, vorvor- heinen erhe Die Ortsverwaltung. mittags 10 Uhr, Lindenstr. 106 erscheinen. gebietet, der Stichwahl wegen, daß ein Jeder am Deutscher Holzarbeiter- Verband. Blate ift. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 20. Juni, abends 8 1hr, Oranienstr. 51: Branchen- Versammlung der Korbmacher. Tages Ordnung: 1. Die Verhältnisse in der Grünbranche. 2. Branchenangelegerheiten. 3. Verschiedenes. 81/14 Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet zahlreichen Besuch Die Ortsverwaltung. Gauverein Berliner Bildhauer ( Verwaltungsstelle Berlin). Sonnabend, den 25. Juni, in C. Joël's Viktoriagarten, Treptow, Köpnicker Landstr. 4( an d. Verbindungsbahn): Sommer- Vergnügen. Konzert. Vorträge. Achtung! Die Pflicht Wahlstatistik J. A.: Zubeil. Maurer. Seffentliche Versammlung Achtung! der Maurer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 21. d. M., abends 8 1hr, in der ,, Tonhalle", Friedrichstr. 112. Tages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Kongreß der durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewerkschaften Deutsch: lands. 2. Diskussion. 3. Situationsbericht über unsere jezige Lohnbewegung. 4. Gewerkschaftliches. Kollegen, in der jetzt bewegten Zeit ist es erforderlich, daß alle diejenigen, welche unsere Anhänger sind oder werden wollen, pünktlich in dieser Versammlung erscheinen. Tanz. 133/4 Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. J. A. H. Metzke. Reigenfahren des Arbeiter- Radfahrer- Bereins Berlin". Kinder- Feftzug. Die Inhaber der dret originellsten Schirme erhalten Preise im Werthe bon 5, 3 und 1 m. Um 9 Uhr: I Grosse Schirmpolonaise. Achtung! Anfang 6 Uhr Achtung Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Stößer, Josephstr. 10. Pätsch, Adalbertstr. 82. Dienstag, den 21. Juni cr., abends 8½ Uhr, Bergstraße Nr. 12: Eintrittstarten à 30 Pf. intl. Tanz sind zu haben bei den Kollegen Trautvetter, Krautstr. 28. Otto Meyer, Engelufer 2b. S. Noad, Muskauerstr. 48. Kappisch, Pallisadenstr. 77. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. 20/14 Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ( Filiale II Berlin Norden.) Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: Zivil- Berufsmusiker und Bedeutung der Naturwiffenſchaften. Berlins und Umgegend. Am Dienstag, den 21. Juni, vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstraße 21: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch und Karte legitimiren. Zahlreichen Besuch erwartet 50/9 Der Vorstand. Hausdiener, Packer, Roll- u. Geschäftskutscher, Möbeltransport-, Kohlenarbeiter u. Kutscher. Sonntag, den 19. Juni, abends 6 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stichwahlen zum Reichstag. 2. Wie stellen wir uns zur Schaffung eines Widerstandsfonds? Referent: Schumann. 3. Bericht der Vertrauensleute und Neuwahl derselben. 4. Normirung eines Kandidaten zum Gewerbegericht. Wir erwarten, daß die Stollegen in dieſer wichtigen Versammlung zah reich erscheinen. Die Vertrauensleute: Robert Oertel. Paul Wolf. 75/7 Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den 20. Juni, abends 8½ thr. Zahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15. Bahistelle III bei Müller, Johannisstraße 20: Vortrag von Frl. Baader. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21: Vorstandswahl. Bahlstelle Friedrichsberg bei Waklawiak, Frankfurter Allee 150. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Bahlstelle Weissensee bei Pfeifenmüller, König Chauffee 58. Um zahlreichen Besuch bitten 170/7 Die Bevollmächtigten. Mittwoch, den 22. b. M.: Kombinirte Vorstandssitzung. Achtung, Rabitzputzer! Dienstag, 21. Juni, abends 8% Uhr, Inselstr. 10 bei Stabernack: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin III. des Zentralverbandes der deutschen Maurer. Tagesordnung: 1. Bericht über die diesjährige Lohnbewegung. 2. Dis: fussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Berschiedenes. 252/19 Die Ortsverwaltung. Die Kollegen von der Firma Knauer werden ersucht, voll zählig zu erscheinen. Verband der Graveure und Ciseleure Deutschlands( Filiale Berlin). Dienstag, den 21. Juni, abends 8% Uhr, Oranienstraße Nr. 51: Filial- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag von Dr. Warm über:„ Das Auge und feine Krankheiten, speziell in unserem Beruf." 3. Diskussion. 4. Ver schiedenes. In anbetracht des interessanten Themas vcrsäume kein Kollege, diese Versammlung zu besuchen. 74/17 Die Ortsverwaltung. 1. Vortrag des Genoffen Dr. Wollheim über die Entwickelung 2. Diskussion. 3. Gewerkschaft liches und Verschiedenes. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 83/7 Achtung! Kürschner. Adtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Montag, den 20. Juni 1898, abends 8% Uhr, in Cohn's Festsälen, Benthftr. 20/22. Tages Ordnung: 1. Welche Schritte müssen wir gegen das wiederum eingeführte Afford: system thun? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 93/12 Kollegen und Kolleginnen! Ihr alle wißt, was auf dem Spiele steht. Wir hoffen, daß Ihr alle, Mann für Mann in der Versammlung erscheint. Die Vertrauenspersonen. Pankow und Umgegend. Am Dienstag, den 21. Juni 1898, bei Devantier, Mühlenstraße, Ecke Floraftraße: Tages Ordnung: Oeffentliche Versammlung der Töpfer. Gewerfchaftliches. 3 Bad Monbijou annenbäder 1 W., 3 Heißluftbäder Gr. Hamburgerstr. 20. 1871-1897 mit Schema für jetzige Wahl 440 Seiten.[ 40216* Preis 1 M., ausserhalb 1,10. Freie Zusendung. Hugo Warschawski, Berlin C., Steinstr. 11, an der Rosenthalerstr. Gnädige Frau! Heublumen- Seife Grolich's ( Systom Kneipp). 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Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler und Verkauf( toſtenloſe Abholung). 66/7 Pianoforte- Arbeiter zu Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die am 24. März 1898 von der Generalversammlung beschlossene Statutenänderung vom Bezirksausschuß genehmigt ist und mit den 20. Juni 1898 in fraft tritt. Die Aenderung betrifft folgende Punkte: dritten Tage ab für jeden Krankheitstag die Hälfte des durchschnittlichen Tagelohnes(§ 12) als Krankengeld. unfähigkeit vont behält folgende Fassung:" Im Falle der Erwerbs= § 17 Absatz 2 find folgende Worte zu streichen:„ oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlägereien oder Raufhändeln, oder durch Trunkfälligkeit. § 55 Abfag 4 find folgende Worte hinzuzufügen:„ dieselben sind be: rechtigt, für ihre Zeitverfäumniß zu liquidiren. Haben Sie Pickel, Mittesser, Sommersprossen, Erfolg! Rum selber zu machen nehme man 1 Originalfi. Reichel's Echte Jamaica- Rum- Basis für 75 Pf., 1 Liter Weingeist ( Spiritus vini) und 1 Liter Wasser. 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Allen Kollegen und Mitgliedern des Zentralverbandes der Maurer Deutsch: lands die traurige Nachricht, daß der Kollege und Mitglied Ernst Rauch nach kurzem aber schweren Leiden ant 16. d. M. gestorben ist. Die trauernden Verwandten und Bruder Hermann Rauch. Kollege Paul Krause. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. d. M., abends 6 Uhr, vom Hedwigs- Krankenhaus aus statt. Allen Freunden und Bekannten znr Nachricht, daß meine liebe Frau Luise Kadau, geb. Erdmann, am 18. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am 21. d. M., nachmittags 5 Uhr, auf dem Neuen Thomas- Kirchhof statt. 4058b Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie auch den Herren Kollegen fage ich für die Theilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes aufrichtigen 40576 Dant. Wittwe Louise Laube, geb. Streich. Danksagung. Sage hiermit allen, die an der Be erdigung meiner Frau theilgenommen haben, fowie für die Kranzspenden, insbesondere dem Verein, Kreuzberger Harmonie", meinen Dant. J. Mücke, Mittenwalderstr. 14. Koſtent. Auskunft v. zu verkaufend. Geschäft. all. Art. Neanderstr. 16. Helm. Ein Vereinszimmer, 30 Pers., evtl. Bahlstellen, zu vergeben bei Jaenite, Schmidstr. 35, Ede Neanderstr.( 40346 Vereinszimmer zu vergeben bet zul40,80-100Pers. 44162*] Sepp Wiedemann, Friedenstr. 67. Restaurant z. verkaufen i. Friedrichsberg, Blumenthalstr. 45. Pr. 1200 m. Anktion 40446 pro Monate April und Mat 1897 am 23. Juni cr., nachm. 2 Uhr. L. Regen, Gr. Frankfurterstr. 121. Sonnabend, den 25. Juni cr., nachmittags 4-8 Uhr, Auktion belgischer u. französischer Niesens taninchen Alexanderstr. 30.[ 40596 Herren- Anzüge en Wolfe: 25, Reine Wolle: 25, 27, 28, 30 m., nach Maaß: 33, 35, 37, 39 m. Halbwolle: 18, 19, 20, 21. Eigenes Fabrikat. Bet theureren Anzügen Theilzahlung, monatt. 10 M., gestattet. 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Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Theater. Wochenspielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus. Sonntag, 19. Lohengrin". Lohengrin: Herr Ernst Kraus als Gast. Dienstag, 21.: " Die Meistersinger von Nürnberg". Walter v. Stolzing: Herr Ernst Kraus als Gast. Anfang 6½ Uhr. Freitag, 24.:„ Der Ring des Nibelungen". Erster Abend:" Das Rheingold". Anfang 72 Uhr. Sonnabend, 25.: Zweiter Abend:" Die Walküre". Anfang 6/2 thr. Montag, 27. Dritter Abend: Siegfried". Siegfried: Herr Ernst Kraus als Gast. An fang 62 Uhr. Schauspielhaus: Sonntag, 19. Juni: Flatter fucht". Militärfromm". Montag, Der Widerspenstigen Zäh mung". Dienstag, 21.: Jm Dienst". Mittwoch, 22.: Flatterfucht". Ma bame Dutitre". Donnerstag, 23.: Salali“.„ Die ftille Wache". Freitag, 24.: " 20.: " = " Sonntag, 19. Juni 1898. Nathan der Weise". Sonnabend, 25.:" Der Widerspenstigen Zähmung". Montag Emilia Galotti" mit Frau Pfund Kühnau in der Rolle der von Olden's Lustspiel Othello". Sonntag, 26.: Mutter Thiele". Montag, 27.: Im Claudia Aufführung, Wiederholungen zur Neuen töniglichen Opern Theater( Kroll): Sonntag, Thielemann's" sind für Dienstag und Donnerstag angesetzt. Mittwoch geht 3 Jungferngift" in Szene, Freitag und 19. Juni: Konzert des schwedischen Studentenchors. Madame Dutitre. Anzengruber's Bauernkomödie Montag, 20.: Die Stumme von Portici. Mittwoch, 22.: Mignon. Sonnabend„ Der Geizige". Der Wochenspielplan des Belle Alliance: ( Mignon: Frau Sigrid Arnoldson a. G.) Donnerstag, 23.: Die Stumme Theaters bringt außer der zweimaligen Wiederholung des Kaiser RothJm Lessing bart", am Sonntag u. Dienstag neu:„ Ein toller Einfall", Schwank v. Laufs, der von Portici. Sonntag, 26.: Die Stumme von Portici.. Theater wird das Lustspiel Im weißen Rößl" von Oskar Blumenthal Mittwoch erstmalig in Szene geht und für den Rest der Woche auf dem Spielplan und Gustav Kadelburg auch in der laufenden Woche zur Aufführung ge- bleibt. Wein, Wein, Gesang" wird am Montag zum 30. und letzten Mal wiederholt.-Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater langen. Morgen findet die 150. Wiederholung des lustigen Werkes statt. m Residenz Theater verabschiedet sich heute( Sontag) Lili Petri bleibt das Ausstattungsstück„ Die Kinder des Kapitän Grant" auch noch in Im Alexanderplat: Theater in Jarno's Momentaufnahmen". Vom Montag ab wird die Paula von dieser Woche auf dem Repertoire. Frl. Paula Wirth dargestellt werden. Im Thalia Theater hat findet morgen( Sonntag) eine Wiederholung des fünfattigen Sittenbildes Sanft Nisi ihr Gastspiel verlängert. Jm Schiller- Theater kommt| Die Ehebrecherin" von Charles Coßmann statt. " Specialhaus für Confection Rosenthalerstr. 53/54 Herren- Garderobe. 20 M. Buckskin- Beinkleider 6 M. 3.Ecke Gormannstr. Knaben- Garderobe. Satin- Beinkleider 18, 620, 1.10 M. Weisse Anzüge 425,4,375, 3,50; 3.25 ML 1.50, 1.40, 1.30, Jackett- Anzüge 36, 30, Sommerjoppen, grün 1.10M. Wasch- Beinkleider 2.50 1.65 M. 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Auf. 8 Uhr. Deichshallen. Spezialitäten. An fang 72 Uhr. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag, abends 8 Uhr: Brand. Montag: Emilia Galotti. Dienstag: Thielemann's. Oftend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Parquet 1 Mart. Auf Sumatra Gr. Ausstattungsstück mit Gesang und Ballets in 12 Bildern v. Ch. Caßmann. Musit von F. Krause. Auf. 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Ostend- Theater- Konzert- Garten: Gr.Spezialitäten Vorstellung, Theater, Konzert. Mr. Ifano mit seinen elektrisch. Automaten. Anf. 5/2 Uhr. Täglich: The Garreton, Gymn nastiker( 6 Pers.): Die verunglückte Droschfenfahrt. Gr. Pantomime. Gartent Passe- partouts haben Giltigkeit. Heute, zum ersten Male: Karline aus Pankowv. Poffe in einem Att. stefangseinlage:" Komm Karlineten, tomm Karlineken, wir woll'n nach Bankow geh'n." Apollo- Theater. Zum 39. Male: Don Juan in der Hölle. Phantastische Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. 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Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Morgen Montag: Anf. 8 1hr. Vorverkaufs: Billets giltig. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Dienstmädchen von heute. Anfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. Wedding- Park Müllerstrasse 178. In dem 3000 Personen fassenden Garten mit schönen Lauben Jeden Sonntag: Frei- Konzert u. Ball. Kaffeeküche täglich von 3 Uhr ab geöffnet. 7 verdeckte SommerKegelbahnen. Franz. Billard. Volksbelustigungen. Empfehle mein Vokal den ge ehrten Bereinen zu Festlichkeiten [ 5381L* Wilhelm Trapp. 2C. 2C. Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesensaale: Grosser Ball. geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll 53612* Karl Mittag, Defonom. Max Kliem's Sommer- Theater, Hasenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Ulrico's Wunder- Tauben. The Dissenato's. Charl Gnoyn, Parodist. Paul Troy, Charakterkomiter. Franziska Wünsch Soubrette. Max Kentler, Lieder: fänger, Martha Reinshagen, Chansonette. Neu! Berlin, wie's liebt und radelt. Nen! Posse mit Gefang in 2 Bildern von J. Eissner. Ehestands- Kandidaten, Lustspiel in 1 Aft von Friedrich. Vor und nach der Vorstellung: Grosses Doppel- Konzert. In den beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. Sonntags 5 Max Kliem. " " " " ,, Neue Welt", Hasenhaide 108-114. Jeden Sonntag: Grosses Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Im Bal champêtre: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Dienstags, Gr. Konzert n. Spezialitäten- Vorstellung. Gr. Kinderfest mit Gratisverloosung. 1. Jeden Mittwoch: Jeden Donnerstag: Grosses Konzert und Internationale Spezialitäten- Vorstellung nebst Gr. Feuerwerk. Kaffeeküche, Karoussels, Marionetten- Theater zc. täglich geöffnet. 53952* Alles Nähere durch die Tages- Anschläge an den Säulen. A. Fröhlich. Restaurant ,, Karlsgarten' Hasenhaide. 66 52298* Jeden Sonntag: Gr. Concert und Ball. Große Spielplätze, Bonun- u. Esel- Reiten u. Fahren, Bal champêtre, 3 neue Regelbahnen, Schaufeln, Karouffels u. sonstige Boltsbelustigungen. Raffectüche( Liter 60 Pf.) täglich geöffnet. Rudolf Seyer. Volks- Badeanstalt Rixdorf. Wellenbad. A. Stolzenburg. Canner Chaussee. 10 Min. vom Bahnhof Nixdorf, nahe der Gasanstalt. Empfehle den geehrten Bewohnern von Rirdorf und Umgegend meine bedeutend vergrößerte Badeanstalt für Herren und Damen mit Schwimmbasin. Billige Abonnements und Ausbildung für Schwimm ſchüler. Kinder zahlen Wochentags von 9-12 und 1-6 uge 5 wi. Schönster Aufenthalt im schattigen Garten. 4 gute Regelbahnen und sonstige Boltsbeluftigungen. Kaffeeküche. Jeden Sonntag: Gr. Konzert, Spezialitäten n. Theatervorstellung. Jut Saal: Gr. Ball.[ 52302* Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf Herrlicher Garten und große Säle. Mittwochs und Sonntags: Gr. Frei- Konzert. Oeconomie: Martin Berndt Vorzügliche Küche, Wurstpavillon, Schießstand, Kegelbahnen u. sonstige diverse Belustigungen. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. 49448*] Pferdebahn vom Mortyplag für 10 Pf. bis zur Brauerei. Ernst Höflich's Konzert- Garten u. Spezialitäten- Theater Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Sonntag, den 19. Juni, im herrlichen Lindenpark: Grosses Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Im Saal: Großer Sommernachts- Ball. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen v. 3 Uhr ab zur Verfügung. Entree 20 Pf. Anfang 4 Uhr. Ernst Höflich. ( Inhaber Hübner), 53322* Achtungsvoll Gesellschaftshaus einemünder- Straße 42. Täglich: Concert, Theater u. Spezialit.- Vorstell. Im Saale: Ball. Säle( 2-800 Personen faff.) zu Versammlungen u. Festlichkeiten empfohlen. Etablissement Süd- Ost, Renz' Waldemarstrasse 75. 49482* Mehrere Sonnabende und Sonntage sind noch an Vereine zu vergeben. Säle, 900 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten u. Versammlungen. Einige Sonnabende sind noch unter koulantesten Bedingungen an Vereine zu verBall- Salon geben. In den Sommermonaten steht mein Naunynstrasse 27. Lokal mit Naturgarten den Vereinen auch Sonntags G. Graumann. zu Sommernachts- Bällen zur Verfügung. Schönholz, Restaurant H. Lüneburg ( vorm. Ww. Blankenburg).[ 5535* Sonntags: Familienkränzchen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Ausspannung. Sanssouci" Schmargendorf. Großer schattiger Garten mit verdeckten Hallen und Lauben, direkt am Grunewald gelegen. Spielpläge. 2 Kegelbahnen. Billard. Kaffee: füche( Liter 70 Pf.). Gutes Bairisch, Potsdamer u. Weißbier.[ 51062* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Neu eröffnet! Neu eröffnet! Allen Freunden und Genossen hiermit zur geft. Nachricht, daß ich Langestr. 102 ein Weiß und Bairisch- Vierlofal eröffnet habe. Gleichzeitig ein Zimmer für Zahlstellen sowie fleine Vereine zu vergeben. Julius Hencke. 53962* Jägerhaus Schönhauser Allee No. 103. Neu renov. Garten( 6000 Personen fassend) mit neugebauter Bühne für Vereine. Großer Tanzfaal. 4 neu renovirte Regelbahnen. Jeden Montag: Grosses Familien- Kinderfest. Kaffeeküche v. 2 Uhr geöffnet. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Deutsches Zelt** Endstation der Pferdebahn.** Weissensee Im schönen schattigen, am See gelegenen Garten: Grokes Frei- Konzert und Frei- Tanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Lehe. Augustin's Lindenpark, Kastanien- Allee No. 11. Jeden Montag: Grosses Kinder- Freudenfest und große Präsentverloofung, verbunden mit Voltsbelustigungen aller Art. Um 6 Uhr: Kinder Ball. Um 9 Uhr: Fackelpolonaise. Entree à Person 10 Pig., wofür jedes Kind ein Loos gratis erhält. Kaffeekochen: 1 Liter 50 P., 1/2 Liter 25 Pf. Borzügliche Biere. ff. Weißbier. Restaurant Jägerhäuschen, Saatwinkel, 38865. empfiehlt alten schattigen Garten, gr. Saal mit Bühne, Kegelbahnen, Kaffeeküche zu Landpartien für Vereine u. Gesellschaften. L. Liesen. C. Backhaus' Volks- Theater Neu- Weissensee, Prenzlauer Chaussee Nr. 6/7. Heute Konzert, Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Louis Keller's Festsäle Koppenstr. 29. Heute Sonntag: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 5301L* Louis Keller. Buss' Salon Grosse Frankfurterstr. 85. Säle zu Festlichkeiten und Ver fammlungen unentgeltlich au Ver: eine zu vergeben. ( 52719* Brochnow's Fest- Säle, [ 49462*] Sebastianstr. 39. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag, Sonnabend: Volks- Ball. Einige Sonnabende sind noch fret. Johannisthal! Park- Restaurant! Jeden Sonntag: Gr. Ball unter Leitung des Tanzlehrers Herrn Richard Steffen. Abonnement für Herren 75 Bf. Damen frei. Die Kaffeeküche ist v. 2 Uhr ab geöffnet. Zwei Kegelbahnen, Vereine erhalten Extra- Preise. Fritz Rau. Elysium Jul. Wernau's Festsäle Landsberger Allee 40-41 und Garten Schwedterstr. 23/24. Bu Sommer Festlichkeiten noch mehrere Sonnabende an Bereine zu vergeben. [ 53492* Etablissement Feldschlößchen Juhaber Fritz Nagel Miller Straße Nr. 112. Im größten und schattigsten Garten des Nordens( 8000 Personen faffend): Jeden Sonntag, Montag, Mitra woch und Freitag 5101* Frei- Konzert. Anf. Sonnt. 4 Uhr, Wochent. 7 Uбr. NB. Sonnabende sind noch frei für Vereine bis 3000 Personen. Carl Eisermann. Haferland's Restaurant, Ober- Schöneweide, empfiehlt feinen Saal, Garten, Regel bahn, Kaffeeküche. Solide Preise. Täglich: Frei- Konzert. Strand- Restaurant u. Sonntags: Konzert, Theater Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saal: Ball. Achtung! 52129 Die Sonntage der Winter Saison find an Theater- Vereine zu vergeben. Fritz Nagel. Part Treptow Restaurant Wilh. Jacob. Empfehle ntein Lokal zu Sommer festen sowie Festlichkeiten jeder Art. Jeden Sonntag: Endpunkt der Müllerstraße, am ehemaligen Chauffeehaus. Frei- Konzert Robert Scheere, " Restaurant Sangerheim" 0. Blumen- Straße 38. Telephon: Amt VII Nr. 3760. Empfehle meinen großen Saal, Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer, Brauerei- Hilfsarbeiter. Vereinszimmer f. 20-80 Personen, Bahlstelle des Verbandes der Solzarbeiter, Metallarbeiter, Buchbinder, und Großer Ball. 8 Regelbahnen. Kaffeeküche. Lagerbier 0,4 Str. 15 Pf., ff. Weißbier. Jeden Donnerstag: Restauration. Mittags- u. Abendtisch. Maler, der Orts- Strankenkasse der Wiöbelpolirer, ber Zentral Krantenfassen Großes Kinderfest Tanzkränzchen. 1951 Entree 15 Pr. In den Nebensälen: am Müggelsee zwischen Müggelschloß u. Teufels fee. Wunderbar schön von der Natur begabt. Tanzsaal mit Parquer Fußboden. 2 Kegelbahnen. Gr. Halle, 3000 Personen fassend. Empf. den Vereinen, Fabriken, Gefell fchaften zum Sommerausflug. Gute Bedienung. Solide Preisc. 4956L*] A. Degebrodt, Gastwirth. Neu eröffnet! Restaurant zum Eichbusch, vorm. Schadewald, Inhaber A. Weinhold, Treptow, neue Strug fee 4. Treptow. R. Hohlwein, Kegler Schlösschen. Schöner Garten, fl. Saal f. Vercine. Weiße 20 Pf. Bairisch Bier 3/10 Liter 10 Pf., große Jeden Sonntag: Grosser Ball. der Schuhmacher, Maler, Gold- und Silberarbeiter, Buchbinder und des Carl Fischer. Wahlvereins des 4. Berliner 9leichstags- Wahlkreises( Osten).[ 5105* und Frei- Konzert." Verantwortlicher Redakteur: August Jacobcy in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 5532*