Nr. 77. Berlin, Sonntag, den 4. Juli 1869. Fünfter Jahrgang fore bch. C, verbe zeige er. Des Chr, eil. 3. hr, 41 -p Social- Demokrat. Diese Zeitung erscheint drei Mal wöchentlich and war: Fienfacs. Donnerstags und Sonnabends Abends. Organ der social- demokratischen Partei. bonnements. Preis für Fertin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 15 Sgr., monat lich 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Bostämtern in Preußen 15 gr., bei den außerpreußischen Pestämtera in Deutschland 12/2 Sgr.,( 44 Kreuzer südd. Währ.) Redaction und Expedition: Berlin, Gitschinerstraße 17. Bestellungen werden auswärts bei allen Bostämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem foliden Spediteur entgegen genemmen. Inserate( in der Expedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit- Belle bel ArbeiterAnnoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan Mr. A. Duensing 8 Little- Newport- Street, Leicester- Square. W. C. London. Mit dem 1. Juli hat ein neues Vierteljahrs- daß ich mich nur wundere, sie nicht auf alle Abgeordnete 713,040 Thlr., 1868 dagegen 1,028,411 Thlr. oder abonnement auf den ,, Social- Demokrat" begonnen. Der Oppofition angewendet zu sehen. Die Polizeiagenten nach Abzua der eigenen Einnahmen der ArmenverWir ersuchen diejenigen, welche noch abonniren find es gleichwohl nicht, an denen es mangelt. Genehmigen waltung 1865 nur 519,309 Thaler, 1868 aber Sie 2c. wollen, dies sofort zu thun. 715,592 Thlr., bez im ersteren Jahre 25,3 Sgr., Wenn die Regierung zu solchen Mitteln greift, im letzteren 31,7 Sgr. für den Kopf der Bevölke Die Bestellungen werden auswärts bei den Post-| was Wunder, wenn dann auch die Gesellschaft das chnu ämtern, in Berlin bei der Expedition Gitschinerfstr. 17 Rechtsgefühl verloren geht! Der in leyter Nummer von Handel und Industrie unter der Herrschaft der rung. Das sind die Eegnungen des Aufschwunges und bei allen soliden Zeitungsspediteuren gemacht. furz erwähnte Preßproceß ist ein schlagendes Beispiel Bourgeoiswirthschaft. ( Preis in Preußen vierteljährlich 15 Sgr., im nicht- bierfür. preußischen Deutschland 12% Egr.) Zugleich richten wir an die Parteigenossen die Aufforderung, rein möglichst für weitere Verbreitung des Parteiorgans thätig zu sein. der. F, fnahm a a ft. Politischer Theil. Rundschau. Berlin, 3. Juli. Man würde aber irren, wenn man meinen wollte, Ein Herr Auzière war bei dem Pariser Handelsgericht Tirages financiers", auf Bahlung einer Commission von nehme. In dem zu Pelplin erscheinenden polnischgegen Herrn Paradis, den Direktor tes Moniteur des daß die Armuth auf dem Lande nicht ebenfalls zu209,325 Fres. flagbar geworden. Er behauptete nämlich, tirchlichen Wochenblatte„ Pielgrzym" schildert ein in Herrn Paradis Seitens der Aktiengesellschaft für Militär- der Nähe der neuen Bahnlinie Tborn- Inste burg wohbetten den Auftrag vermittelt zu haben, die Aktien und nender Geistlicher das trübe Nothstandsbild einer Obligationen dieser Gesellschaft mit Hülfe des unter seiner Eisenbahn- Arbeiterfamilie; ein Bild, wie es Leitung stehenden Breßorgans unterzubringen; daß Paradis Ostpreußen im sogenannten Nothjahre wohl schlimmer ihm, dem Kläger, hierfür eine Commission von 10 pet. taum aufzuweisen vermocht hat. Der Seelsorger versprochen, daß Paradis die Aftien zum Preise von 800 schreibt: Frcs. übernommen und zum Preise von 1050 Fres. unterBehufs des letzten Trostes gerufen, trete ich in eine der gebracht, mithin einen Gewinn von 2,476,557 Frcs. erzielt hätte, wovon demnach 247,655 Fres. auf den Kläger ent- zahlreichen Erdhöhlen und finde dort mit dem Tode ringend baft o, welch ein schauerlicher Anblick! auf einem Lager + Ueber die Stärke der Parteien in Frankreiche fielen, da er nur 38,330 Fcs. erhalten habe, so flagte er aus wenig mo: schem Stroh, ein Weib; neben ihr, auf dem 1869 gefeßgebendem Körper kann man annähernd einen demnach den Reft mit 209,325 rcs. ein. Herr Paradis e 23. Schluß ziehen aus den Wahlen der Präsidenten in wendete ein, daß sein Versprechen sich lediglich auf die selben Lager, zwei völlig nackte Kinder, ein Stückchen trockene tigte. den neuen Büreaux. Die gewählten Mitglieder der Unterbringung der Obligationen, nicht aber auch auf die der Brodfrufte nagend; am Rauchfange ebenfalls zwei Kinder, Das Handelsgericht wies, ohne in nur mit zerlumpten Hemden bedeckt, sich an Kohlen wärmend. Majorität haben 167 Stimmen, die Candidaten der eine Prüfung dieses Einwands einzugehen, den Kläger mit um die heil. Wegzehrung einstweilen hinzulegen, fand ich chaft Opposition 101 für sich gehabt. Die Wortführer der seiner Kelage ab, weil, wie es in den Erwägungsgründen in der ganzen Lokalität nur einen mit einem Brettchen verIchteren, namentlich die Herren Thiers und Favre, des Erkenntnisses heißt ,,, anerkannt werden muß, daß die sehenen in die Erde geschlagenen Pfahl, welcher als Tisch sind unablässig bemüht, eine einheitliche Organisation von Paradis angewendeten Mittel, um die Unterbringung Wem sollte das Herz nicht bluten beim Anblick so vieler diente. Der Vater war schon eine Woche früher gestorben. 16. aller Fractionen derselben herbeizuführen, und es hat der in Nede stehenden Papiere zu erzielen, darin bestanden, Noth; es waren dort überhaupt sechs Verwaisete. zu diesem Zwecke gestern eine Versammlung aller daß er in seinem Blatte Reclamen veröffentlichte, welche der jährlic müffe But 8. Aftien bezogen haben. die Vereins- Theil. Witglieder der Linken stattgefunden, um sich über eine die alle zu locken, und weil ein solches Verfahren nicht entnehmen, kann sich solche eine Erscheinung mit der Der, Graudenzer Gesellige", dem wir diese Notiz gemeinsame Haltung betreffs der Wahlbeeinflussung rbe. zu ve ständigen. Man kam vor der Hand überein, einen im Handel erlaubten und anständigen Kunstgriff, son- Civilisation" nicht zusammenreimen.- Bismard dern einen skandalösen Mißtrauch der Presse darstellt." hat auf sein Gesuch eine mehrmonatliche Dispensation daß nicht nur die Stellung als kaiserlicher Kammerherr für unvereinbar mit einem Mandat in den ge von Kielce noch nicht deportirt worden ist. Bereits ten. Aus Warschau verlautet, daß Bischof Mejerczak von seinen Geschäften als preußischer Minister erhalBereiteten. Die ant 1. Juli ausgegebene Nummer des ins feggebenden Körper erklärt werden selle, sondern daß war eine hohe Militärperson zur Ausführung nach Bundesgefeßblattes veröffentlicht die unter dem 2. Juni auch dem Director des Münzwesens und dem Sub- Kielce beordert, als plötzlich der Befehl zurüdgenom- bestätigte Gewerbeordnung. Nach dem Schlußparain de director des Credit Foncier ihrer amtlichen Stellung men und die Deportation in Polizei- Arrest umgewan- graphen tritt diefelbe mit Ausnahme der Bestimmun wegen der Eintritt in tie Kammer verwehrt werden belt wurde. Diese Umwandlung soll durch die Nach gen über das Hausirgewerbe, welche erst am 1. Ja zahlrei felle. Uebrigens wird es nicht gelegentlich der Wahl- richt vom Tode des Bischofs Lubiensti veranlaßt wor- auar 1870 gelten follen, vom 1. Oktober 1869 ab ige fprüfungen zu der großen Debatte tommen, welche das cen sein, indem man die Mißstimmung, die dieser im Ganzen Gebiete des norddeutschen Bundes in ife u persönliche Regiment in all seinen Schattenseiten kenn- der Regierung sehr ungelegene Fall erregte, nicht durch Kraft. Wir kommen darauf zurüd. zeichnen soll. Vielmehr wird wahrscheinlich eine heut eine neue Gewaltthat in derselben Richtung verschärzu feis von Olivier, Segris, Buffet und anderen, der Mittelfen wollte. partei angehörigen Deputirten eingebrachte Interpella- Das Attentat auf Pobbia und der Zusammenhang mde. tion dazu führen, welche die Regierung auf die Noth desselben mit seinen Aufklärungen über die Bestechung ( Für den Allg. deutschen Arbeiter Verein.) wendigkeit hinweist, den Gefühlen des Landes Genug von Abgeordneten gelegentlich der Berathung des die thuung zu geben, dadurch, daß sie dem gefeßgebenden Tabadsregie betreffenden Gefeßes nimmt immer gebnisses der Präsidentenwahl und die Pokla Die officielle Bekanntmachung des Erin. Körper mehr Einfluß auf die Leitung der Angelegen noch die Hauptaufmerksamkeit Italiens in Anspruch mirung des neuen Präsidenten, die heute erfolgen sollnania heiten des Landes einräumt.- Endlich ist es dem Die parlamentarische Untersuchungs- Commission hat ten, können in Folge der Abwesenheit des Vereinshr, ppel" gelungen, wieder zu erscheinen; die Num bis jetzt kein Ergebnis erzielt, toch wird sie fortan in Secretairs erst in nächster Nummer stattfinden, mer wurde in 85,000 Exemp aren verkauft. Roche öffentlichen Sizungen die Sache weiter verfolgen. gvereinfort hat übrigens noch vor seiner von uns mitgetheilDoch fönnen wir einstweilen mit heilen, daß Grotten Verurtheilung eine Buschrift an die Reforme" In Graz und Linz haben sich zabreich besuchte, Schweizer mit ungeheurer Majorität zum PrästBerein enthält: Berichtet, welche das ihm dabei gespielte" Bubenstück von Soci l- Demokraten veranstaltete Bolksverfamm- benten gewählt ist; eine erhebliche Minorität hat ihre lungen entschieden gegen das Auftreten des Bischofs Stimmen für Herrn Mende gegeben; auf andere 3d erfahre, daß ich wegen Mitschuld an der Einbringung von Linz, wie überhaupt gegen jene firchliche Richtung Personen( mit Ausnahme von 103 Stimmen in Frankdon Exemplaren der ,, Laterne" in Frankreich vor das Zucht ausgesprochen, welche das Corcordat mit Rom erhal furt a. M. für Herrn Geib) sind nur ganz vereinpolizeigericht geladen werden soll. Ein Agent schrieb gegen ten will. selte Stimmen gefallen. mich am Vorabend der Wahl eine Reihe schimpflicher Ver Die immer schärfere Scheidung von Arm und umdungen, welche die, Patrie" zu veröffentlichen sich beeilte. Reich, den wachsenden Pauperismus, welche ErscheiDerfelbe Agent behauptet heute von mir angestellt gewesen nung in England in so erschreckender Weise als AnVollständig enthüllt Uhr, sein, und in meinem Namen gehandelt zu haben. Die tläger der heutigen Productionsweise hervorbricht, st jetzt das jesuitisch- feige Treiben der Gegner der hore. Wahrheit ist, daß dieser Elende bei meinem Verleger Erem fönnen wir auch bereits b.i uns mit unerbittlichen Arbeiterface. Wir veröffentlichen nad stehend einen are der ,, Laterne" im Werthe von ungefähr 2500 Francs, rechie er, woh verstanden, gezahlt hat, auf Stredit nahm, und Zahlen nachweisen: Obwohl die Civilbevölkerung Brief aus Magdeburg, aus welchem hervorgeht, daß stand. tach Paris ging, um sie zu verkaufen. Es ist wohl flar, Berlins während der Jahre 1865-68 raidh an- im Verein eine Verschwörung gegen die Organisation aß es sich nur darum handelt, mich zum Gefängniß wuchs( sie betrug Anfangs 1865 609,243, Anfangs im Gange war und daß diese Verschwörung während jud zum Verlust meines activen und paffiven Wahl- 1868 arer schon 678,003 Seelen) wurde sie doch der voraussichtlichen G. fängnißhaft Schweizers zum zu verurtheilen, und mir so die Pfo ten des ge- durch die Verm hrung der von der Commune zu un- Ausbruche kommen sollte. Durch die Wiedervereinijebenden Körpers zu verschließen es ist dies, terhaltenden Armen, Kranken, Waisen 2c verhältniß- gung waren die Verschwörer genöthigt, sofort loszudeuts gelade nité. " Frau Jechts ftigen inn. ch, ein fo offenbares Mannöver, daß ich nur mit dem mäßig weit überholt, denn im Jahre 1865 mußten brechen und hatten dabei die Frechheit, während sie iderer wigen der Berachtung darauf antworten kann. Unge: 55,322, 1868 dagegen 76,642 deilei Personen unter- selbst mit den Feinden des Vereins zur Unterwühlung hict war es nur, gerade den nämlichen Agenten gewählt haben, daß er mich erst verleumde, und sich dann als stüßt werden, so daß etwa 34 Biccent der Vermeh desselben verschworen waren, gegen Schweizer, den einen Bevollmächtigten denuacire. Auf alle Fälle ist diese rung der Bevölkerung auf das Armenbudget famen. Wahrer und Hüter der Erganisation und Macht des rt, sich eines Kandidaten zu entledigen, vor welchem man Die Kosten für das Armenwesen schwollen natürlich Vereine, Berwürfe zu richten. Nichstehend der Brief urcht hat, so chienwerth, so muthig und so zarifühlend, in gleichem Maße an; 1865 mußten gezahlt werden aus Magdeburg, ter ein helles Licht auf das jefriniche Treiben diefer feigen Schleicher wirft, die nicht den Muth hatten, effen gegen die Organisation anzukämpfen, weil sie wohl wußten, daß die Arbeiter vermöge ihres richtigen Klaffengeistes diese Organi sation zu schäßen wissen, und die eben darum mit elender Hinterlift, nit Verrath und Intriguen zu ihren ehrg izigen und verweifliden Zielen zu kommen fuchten. Magdeburg, 1. Juli. alle Augenblicke zu gewinnen. Mehrere Briefe von Herrn Brade geschickt habe und dieser dann nach seinem Geschmack| Feind wenden, welcher nicht eber nachfäßt, di: 3wietrachts daran umgeändert habe, ferner, daß Letzterer auch an Herrn fackel zwischen uns zu schleudern, bis wir ihn gänzlich entMit social demokratischem Gruß remer geschrieben, er hoffe auch, Heirn von Bonhorst larvt haben. Kirchner und anderen Herren lagen vor, was mir um so Badersen. Soweit der Brief! Mögen daraus die deutschen mehr den Beweis gab, daß auch die Volkspartei diesen Sachen Arbeiter ersehen, wie sie beständig von Intriguen umnicht fremd sei. Alle diese heimtückischen Beweisstücke sponnen sind, wie man um jeden Preis ihre Einigk it vermochten nicht meine Ueberzeugung ins Schwanken zu und feste Organisation zerstören will und wie in ihrer bringen. Eine Versammlung hatte 9 Tage vorher in Folge eigenen Mitte Eargeiz, Eitelkeit und Habfucht VerZusammenberufung des Herrn Bremer in Magdeburg Parteigen offen! Da die Meisten von Euch noch nicht wissen, stattgefunden, und zu derselben waren die Herren Bebel rächer und Verschwörer hervorrufen. Diese Enthül- sie stad doppelt lehrreich, in wessen Auftrage und in wissen Jnteresse die phrasen- und Liebknecht eingeladen worden, es war aber nur Herr lungen sind lehrreich haften Flugschriften, welche minoestens ein Mal jede Woche Bebel gekommen. Als Herr Bebel um 4 Uhr von Leipzig wenn man bedenkt, daß alle diese Intriguen gefponEuer noch nicht an so che Stürme gewöhntes Gemüth be- ankam, hatten die Herren Bremer, Klees und Probst nen wurden zu einer Zeit, wo die Herren Liebknecht unruhigen sollen, um Euch eirer Partei in die Hände zu den ganzen Nachmittag zusammen promenirt und berathschlagt. und Bebel dem Vereinspräsidenten Schweizer hoch führen, deren schönste Waff n nur Schimpfworte sind, er- In der Bersammlung erhielt Herr Bebel zuerst das Wort und heilig versicherter, sie wollten sich jedes Eingriffs laube ich mir Euch etwas von der hier in Magdeburg ihren und beschimpfte die Person und die Thaten des Dr. Schwetzer in unsere Organisation enthalten, fie erkennten dieselbe Hauptsitz habenden Verschwörung mitzutheilen, denn hier ist mit heftigen Worten. Er verdammte die Dictatur und doch der Hauptpunkt des veriätherischen Briefwechsels. Als die fagte er selbst, daß er nicht einer Dictatur abgeneigt sei, vollständig an und wollten sich in allen politischen Er Angelegenheiten an das gewählte Präsidium wenden. Herren Bebel und Liebknecht in Barmen Euren Dele- wenn die Wahl einen ,, ehrlichen Dictator" treffe. girten ein Mißtrauen gegen die Perfon des Dr. Schweitzer schmähte unsere Organisation und pries uns eine an, welche Diese Versicherungen und dabei diese jefuitischen beizubringen suchten, da mußten diese Herren racheschnaubend einen sehr abenteuerlichen Charakter an sich hatte. Er er- Schleichereien und Wühlereien- man bemesse darwieder nach Leipzig zurückkehren. Nun wollten sie auf eine klärte, daß es für uns ein großes Wagestück sei, zu seiner nach jene Leute! andere List sinnen, um einen Keil zwischen unsere Reihen zu Bartei hinüber zu treten, wenn wir den Bannfluch unseres Kommen wir auf die Hauptsache, den wichtigsten treiben. Um den Plan auszuführen, sollten so viel wie Dictators fürchteten. Herr Bremer sagte uns denn, Bankt bei dieser ganzen Angelegenheit! möglich alle Bevollmächtigten gewonnen werden. Damit daß er schon vier Wochen lang mit den Herren Bebel Was fürchten und hassen unsere Gegner am meidie Herren Bebel und Liebknecht dies nicht läugnen und Liebknecht correspondire und daß es sein fester Wille können, fordere ich den Herrn Franz Schmalz, B.voll- sei, die Arbeiter von dem Drucke des fürchterlichen sten? Unsere Principien? Nein! So sehr sie dieselben mächtigten der Metallarbeiter in Altona, auf, im Intereffe Dictators zu erlösen. Das Merkwürdigste von Allem hassen, man wird immer beobachten können, daß ihnen unserer Sache rücksichtslos die Briefe zu veröffent ichen, bleibt, daß Herr Bremer erst gar nichts von Bebet ein Andres noch verhaßter ist als unsere Principien. welche er von den Heren Bebel und Liebknecht erhalten und Liebknecht wissen wollte, und dabei kommen Das Hauptteben, das Hauptverdächtigen richtet sich hat, damit so die deutsa en Arbeiter einmal Kenntniß von ganze Haufen des Blattes, wovon Herr Liebknecht Redak- weit weniger gegen unsere Lehre, als vielmehr gegen dem Schurkenspiel erhalten. Herr v. Daate, Bevollmächteur ist, nach dem Hause des Herrn Bremer, welcher die unsern festen Zusammenhalt. Und dies ist sehr nas tigter des Allg. deutsch. Arb.- Verein., wird auch wohl solche selben auch haufenweise unentgeltlich unter die Arbeiter ver- türlich! Die Lehre an sich kann nie gefährlich werden, Briefe erhalten haben, weshalb er auch wohl sein Mißtrauens theilt. Diese Thatsachen müssen einem jeden unbefangenen B Ich votum in Barmen abgegeben und das zweite Flugblatt Arbeiter die Gewißheit beibringen, daß diese Umtriebe einen wenn nicht auf Grund dieser Lehre eine festgeschles unterschrieben hat. Um diesem Schurkenspiel aber ein ehr- Staatsstreich bewirken sollten, einen Staatsstreich, welcher sene Partei mit Massen- Betheiligung im Volke liches Asehen zu geben, mußte vor allen Dingen ein Mann dem des 2. Dezembers auch in der Weise gleicht, daß auch dasteht. Dieser feste Zusammenhang, di ses einfurz, die Organisation, das gewonnen werden, welcher als Bebel'scher Agent die Ver- hier die wirklichen Urheber, in deren Interesse es geschiet, beitliche Wesen, schwörung auf eigene Fauft auftiften und der dazu den Anruhig in Leipzig sitzen, während ihre Agenten mit Bollmachten giebt unserer Lehre practische Bedeutung und schluß an den internationalen Arbeiterbund benutzen mußte. versehen sich auf Tod und Leben schlagen müssen. Schade darum möchte man vor Allem unseren festen, einheitPersönlich konnten die Herren Bebel und Liebknecht teine nur für jene saubren Herrn, daß er niat so siegreich geendet lichen Zusammenhalt 3rstören, wohl wissend, daß wirksame Angriffe mehr machen, denn das hatten die Herren hat, wie der des 2. Dezember. Parteigenossen, nun seht Ihr, cann gar bald die Arbeiterbewegung in so und so sich schon in Baimen verdorben. Als solches Werkzeug nun wie man es mit Euch treiben will, weshalb man eine Ver- vi le einzelne locale Bestrebungen sich auflösen und war der Herr Bremer aus Magdeburg am Besten zu ge- einigung zweier Parteien einen Staatsstreich nennt. brauchen. Am 30. Juni hatte ich die Ehre, bei dem Herrn fordere nun alle diejenigen Bevollmächtigten und Mitglieder Dadurch gänzlich ungefährlich werden würde. Was Agenten eine Audienz zu erhalten Ich erklärte Herrn auf, welche der Sache tren geblieben sind und welche Briefe ist ein Arbeiterveren in Magdeburg, Gotha oder Bremer gleich, daß er als Werkzeug der genannten Herren von den Herren Bebel und Liebknecht erhalten haben, Braunschweig? Nichts, gar nichts, mag man auch benutzt werde, daß ich dem Anschluß an den internationalen daß sie dieselben veröffentlichen. Es lasse sich ja Reiner noch so viele schöne Recen da halten und noch so Arbeiterbund nicht abgeneigt sei, denn alle Arbeiter müßten durch eine falsche Scheu zurückhalten, als müßten solche wichtig thun! Von Bedeutung kann nur eine über fich vereinigen, daß wir Mitglieder des Allg. deutsch. Aib. Briefe als Privatsache geheim gehalten werden. Nin offen ganz Deutschland fest geschlossene einheitliche Partei Vereins aber nicht einem Schunkenspiel zum Opfer fallen im Licht der Sonne müssen wir Soaial Demokraten alles sein, und daß wir dies sind das eben ärgert wollten und daß ich daher mit aller mir zu Gebote stehenden auskämpfen. Ehrlichen Männern wollte man den Boden Daher suchen sie die Macht diesen Streich bekampfen würde. Um seine Anklage unter den Füßen durch jene geheime Correspondenz unterwühlen, unsere Gegner so namenlos. zu rechtfertigen, holte er einen Haufen Briefe her, worin ich darum auf, Ihr ehrlichen Sccial- Demokraten, gebt nun jenen Arbeiter aufzuheben, indem sie ihnen zurufen:„ Laßt denn auch bald fand, daß Herr Bremer der Verfasser der Männern Gelegenheit, sich der heimlichen Jutriguen erwehren Euch diese Dictatur nicht gefallen", darum die beersten Flugschrift sei, daß er das Manuscript zu Herrn zu können! Wir müssen uns gemeinschaftlich gegen den ständigen Verdächtigungen und Beschimpfungen gegen Armen und Elenden war gefunden, war in aller Herzen, um dasselbe schaarten sich die Unterdrückten, die Hungernden. Jenseits des Rheines, im deutschen Elsaß, tauchte es im folgenden Jahre( 1493) wieder an das Licht. Die Erndten waren schlecht gerathen und die Zehnten fraßen den Rest auf, so daß eine allgemeine Theuerung stattfand. In den Stadtgemeinden ward sie freilich nicht in dem hohen Grade empfunden wie auf dem Lande, wo schon in guten Zeiten die Frohnden und Lasten das Mark der Bauern aufzehrten. Während Adel und Priesterschaft schwelgten, hungerte das Landvolk und warf verlangende Blicke nach Rettung. Wo sollte diese dem Rechtlosen, dem Leibeignen, dem überbür deten, getretenen Landvolk werden. Der Kaiser war kein Staatsmaun, und ein Herz für die Armen und Elenden besaß er ebenfalls nicht. Die Geistlichkeit und der Adel aber praßten und preßten ja gerade das Volk um die Wette. Da töute es in den Herzen: ,, wir müssen uns selbst helfen." Der Bundschuh von Lehen. Historische Erzählung von Wilhelm Grothe. Zweites Capitel. Der Bundschuh. Nicht überall hatten Adel und Geistlichkeit das urgermanische Baudenthum, den freien Vauernfiand, vernichten können, trotzdem das Mittelalter schon zu Grabe ging, indem fich Ritter und Pfaffen so emsig und mächtig gerührt hatten; aber nur kleine Reste des früheren souveränen Volkes bestanden, und diese schwer bedrückt und beengt, in den schönen Gauen des deutschen Reiches. Die Schweizer hatten es freilich gezeigt, wie man das Joch zertrümmerte, welches das Herrenthum dem freien Nacken aufzwingen wollte, welches die ungerechtigkeit und der Despotismus zu bauen gedacht hatten. Auf die Habsburgische Losung: ,, Leibeigene sollt Ihr sein", waren die Morgensterne bei Moorgaten und Sempach wacker geschwungen, daß Ritter und Söldling im eigenen Blute das Lüstchen kühlten, die letzte Burg des freien Volkes brechen zu wollen. Eine Verbrüderung entstand; Bauern und Handwerker, selbst Männer, die Würden und Rang bekleideten, von der entsetzlichen Noth aber gerührt wurden und das Unrecht einsahen, das dem Volke angethan wurde, reichten sich die vände und schwuren sich Treue. Da sollten das Umgeld, Rebellen hießen die Schweizer, weil sie ihr gutes Recht die Zölle, die taften und der herzlose Wucher abgeschafft wahrten, weil sie nicht Sclaven sein wollten und für die werden; da sollte kein Pfaff mehr als eine Pfründe beNichtsthuer arbeiten, um selbst zu hungern; aber die Rebel- sitzen; da sollte die Ohrenbeichte fallen. Das Banner aber len hatten Muskeln und Sehnen, welche dem Feudalwesen sollte der Bundschuh sein, das Zeichen der Unterdrückten. die Spitze abbrechen und der Freiheit eine Gasse bahnten. streckte; denn bald waren es achttausend Männer, die dem Bunde angehörten. Im Jahre 1503 sollte es losbrechen und wie ein schän mender Gießbach sich über die Machthaber stürzen und sie fortschwemmen, daß nichts übrig bliebe als Kaiser und Papst und Volk. den biej auf als erre fich Die beit fein wel hin an An rale pere grin Lefe Ver um berb libe der gen an und aud eiler laff stan Arb hat und Jun steht Schlo ta. Che 12 find und We Der gani ab, nur schri mac Wie die fam Ver mut das das fich blief Mit Recht hatte der Bundschuh von Schlettstadt die Wie Ohrenbeichte als die größte Gefahr verworfen; der Bund- deur Schuh von Bruchsal sollte daran zu Grunde gehen, foute rein daran zu Grunde gehen, sollte also verrathen werden. Die Fürsten waren gewarnt, sie und die Aristokratie und die Pfaffheit schaarten sich zusammen. Kaiser Max aber, der nichts als ein leidenschaftlicher Jäger war und fein Herz liege für das Volk besaß, gab der Meute seinen Segen zur Men- des für schenjagd. Tha Da wurde wieder gehangen, geföpft, geviertheilt. Den- tunf noch war die Zahl der Hingerichteten verhältnißmäßig klein; wie die Jagd hatte unregelmäßig begonnen, Vielen wurde so ber zur Flucht Gelegenheit, selbst der Häupter des Bundes wurde man nicht Herr. Reg Schü bem fchei ,, Wir dürfen uns nicht opfern," rief Joß Fritz ben Freunden zu:„ Wir müssen uns für unsere gute Sache lich, retten. Unser Tod bringt ihr keinen Vortheil. Hier, im sie Angesicht Gottes, schwöre ich dem Bundschuh treu zu blei rath ben, für ihn zu wirken, für ihn zu streben, und ihn auf schui recht zu erhalten, so lange ein Funke Leben in mir ist. so Nicht nur im Buchrain keimt die Saat der Freiheit." Ehe aber das Banner cntrollt wurde, ehe es in den Man kannte den damals dreißigjährigen Joseph Fritz, wäh Auch im Norden hatte das Bauernthum sich nicht seine Lüften flatterte, war die Verschwörung verrathen. Da sahen man wußte, daß er kein Feigling war. Diejenigen, welche Rechte ungestraft nehmen lassen. Erst nach blutigen Kampfen die Machthaber den Abgrund, der vor ihnen gähnte und sie zum Widerstande ermahnt hatten, schwiegen. Man drückte sien Verbrechers bedurft, ehe die Kehdingeimarsch sich dem rafften ihre Macht zusammen und fielen in die Dörfer und sich die Hände und schied von einander. Bremer Krummftabe gebeugt. Ja, die Ditmarsen waren Städte ein, wo die Verschworenen hausten. Da sank das Sieger geblieben, als man ihnen das Joch und das Elend Banner des Bundschuhes von Schlettstadt, noch ehe es auf und ein schreckliches Gericht hielten die gesteckt war des Feudalwesens aufdringen wollte, Sieger trotz der schwarSieger. zen Garde des Dänenkönigs, trotz dem Prahlen der HolDoch nicht sämmtliche Bundschuher waren in die Hände steinischen Junterſchaft. der Verfolger gefallen, Manchem war die Flucht gelungen. Ueber Viele hatte die Schweiz ihre rettende Hand gebreitet und schützte sie vor dem Viertheilen, dem Köpfen, dem Verstümmeln an den Gliedmaßen." waren die Stendiger unterlegen, und es hatte des gemeinIm übrigen Deutschland dagegen war es mit dem freien Bauernstande dahin, Lüge und Gewalt hatten Sclaven und Elende gemacht, und selbst die kleinen Reste der freien sollten dahin sinken. So hatte der Fürst Abt von Kempten Johannes II. nach faischen Schwüren und mit Hülfe des Die Regierungen wollten schrecken, wollten das Volk auf schwäbischen Bundes in seinem Sprengel die zu Sclaven ewig davon abhalten, den Bundschuh wieder aufzustecken. gemacht, welche das niemals gewesen. Vergebens waren Bergebens! ihre Freiheitsbriefe ihr Gesandter an den Kaiser, Heinz 3 Speyer saß 1502 auf dem Bischofsfiße Ludwig von Schmid, ward auf dem Wege meuchlings erschlagen ver- Helmstädt, ein Prätat, der sich das Leben der Apostel nicht gebens griffen sie zu den Waffen, der Bund und die Sold- zum Muster genommen hatte und in Lust und Freuden knechte des Abtes schlugen die Empörung(?) zu Boden, lebte, so daß das Volk mit Recht daran Anstoß nahm. Keine schufen ,, Ehrbarkeit und Obrigkeit" ihr Recht, wie sie sag- Sitte achtete er, kein Herkommen; nur sein Wille war ihm ten. Als aber so in Wirklichkeit das Recht in Kempten geGesetz. beugt wurde( 1492), als die Gewalt, die Lüge und Hinter- Gar bald hörte man am Hofe, daß es im Volke gähre, lift den Sieg davon getragen und die Kraft der Bauern und der Bischof trug den Behörden Wachsamkeit auf, daß gebrochen, da hatten diese noch schließlich protestirt, indem teine Meuterei den Frieden störe, in dem er das Volk aus sie einen Bundschuh*) in der Stadt Kempten aufpflanzten; beutete, kein Aufstand des gemeinen Mannes den herrschenwar doch dem unfreien Bauer der gebundene Schuh eigen den Klaffen gefährlich werde. thümlich, trug doch den Stiefel seiten ein Andrer, als der Um so vorsichtiger wurden aber die, welche der Priester Ritter, eder der sich dem Ritter gleich achtente freie Evele. und Adelsgewalt im Bisthume Speyer und trüber hinaus, Ter Bundschuh war aufgerichtet, der Protest g gen die so weit es Unterdrückte und Hungernde gab, ein Ende machen Unger.chtigkeit, gegen die Sclaverei. Vergebens riß ihn der wollten. Untergrambach bei Bruchsal war gewissermaßen Stadtammann herab; das Banner der Unterdrückten, der der Mittelpunkt des neuen Bundschuhs, der sich weithin er Hans Enderlin war damals auch mit seinem Weibe und zu seiner siebenjährigen Tochter aus der Heimath gepflohen, vor Mit Noth und Ent-, V hatte sich in den Odenwald gerettet. behrungen kämpfend, waren er und die Seinen den Anstren- mo gungen fast erlegen, ehe er den Breisgau erreichte, wo seine Art Verwandten wohnten, die schon früher seinem Bruder Aufnahme gewährt hatten, als dieser aus dem Speyerschen Bisthume eines Jagdfrevels wegen fliehen mußte. nat Unt Arb Mit Herzlichkeit empfingen die armen Leute den einst des wohlhabenden Bundschuher und gewährten ihm, so weit fie fold es fonnten, Sicherheit. Zehn Jahre waren seitdem vergangen, zehn Jahre unermüdlicher Arbeit, regen Fleißes. In ihnen hatte sich sein Sto Loos besser gestellt, aber sie fühlten nicht sein Herz für die Sache, der er cinst angehangen hatte. gege Par und Der Bundschuh schien auf immer vernichtet zu sein, wenigstens denen, welche er bedroht hatte. Der Vulkan ner rauchte nicht, seine Gluth drang aber weiter und weiter; gliet aus den Flüchtigen waren unermüdliche Agitatoren geworden, über und überall fanden sie offene Ohren für ihre Worte, offene leger ( Forts. folgt.) Herzen für ihre Lehre. fchle *) Der Bundschuh, ein Schuh, der mit Riemen an den Fuß gebunden wurde, galt, da er fast nur von Hörigen daß und Leibeigenen getragen wurde, als Verbindungszeichen uns derselben. Wurde er auf eine Stange gesteckt und so auf gut, offenem Markte aufgepflanzt, so war dies für die Hörigen das Signal zur Erhebung gegen ihre Herren.( D. Res.) achts ent 11. chen umgf it brer ponnecht hoch riffs felbe chen den. chen dar= gften meis elben M den Präsidenten, darum der freudige Beifall für alle zeitig zu entlarven. Wir haben die altbewährte Or- stehen kann! Falten wir deshalb fest an diefer Loosung, diejenigen, die den Zusammenhalt unserer Partei ganisation gerettet, wir haben die lange vernißte Ein- überwinden wir alle Kleinlichkeiten und halten wir nur fest auflösen wollen. heit erreicht was wollen wir noch mehr? Wenn an dem einen großen 3ee der Einigkeit. Freunde, wer Unter selchen Umständen war nichts natürlicher, iegt die Partei nicht feststebt in allen zukünftigen ist es jetzt, der Uneinigkeit unter uns zu st ften sucht? Solche, als daß die Wuth der Geaner den höchsten Grad Stürmen, so ist Hopfen und Malz verloren. Aber terfahnen, ja noch schlechter als solche, wenn sie Enigkeit die von den Pfennigen der Arbeiter gezehrt haben, sind Weterreichen mußte, sobald die bisherigen beiden Vereine sie wird feststehen, unerbittlich wird sie die Verräther, predigten und i tzt Uneinigkeit stiften wollen. Aber der eiserne sich zu einem einzigen vereinigten und dadurch erst Jesuiten und Intriguanten überall niederschlagen, mit Wille des echten Lassalleaner wird Alles von sich stoßen, die Lassalle'sche Organisation zu einer vollen Wahr- er verdoppelten Kraft wird sie den Kampf gegen Re- das nicht für unser großes Ziel der Emigkeit ist. Haben Vers heit machten. Ebenso mußte dies ein Donnerschlag action und Geldmacht führen, turz, immer gewaltiger wir nicht schon Alle Resolutionen gefaßt und angenommen, hülfein für die Berräther in unserer eigenen Witte, wird sie sich entfalten. Hier ist das Banner Laf worin wir feierlid, st erklärten, den von Lassalle vorgeschrieeih, welche die Sache des Vereins, dem sie öffentlich an falle's- wer uns zum Siege folgen will, der benen Weg zu betreten und nie zu verlassen. Wollen wir hingen, heimlich an die die„ Volkspartei", d. h. fomme! uns heute, wo uns ein großer Schritt zur Einigkeit geboten an die bürgerliche Demokratie, verrathen hatten. ist, als Kinder zeigen, und die Zersplitterung, welche die WeAnfangs beobachtete die reactionäre und libe-* Noch immer eilt die gesammte reaktionäre und nigen bewerkstelligen wollen, unterstützen? Wir glauben, es rale Presse tiefes Schweigen über die Wieder- fortschrittliche, ganz besonders aber die national liberale wird dies feiner thun. Besonders gebrandmarkt zu werden verdient Hr. L. v. Bonhorst. Er, welcher die ganze Zeit vereinigung; das Ereigniß erregte zu sehr ihren In- Bresse denen zu Hülfe, welche die Einheit der deutschen auf Kosten des Vereins Lusfalles Lehre predigte, ist es, welArbeiterpartei brechen wollen. Ecflärungen, Briefe, Notizen grimm, war ihnen zu schädlich, als daß sie es ihren in Hülle und Fülle gegen Schweißer und Mende werden cher dieſen Zwiespalt unterstützt. Er ist es, welcher sich geLesern hätten mittheilen mögen. Sobald aber die losgelassen, Liebknecht und Bebel werden als Befreier geschlimmer fein als eine Wetterfahne. Am 12. März d. J., dreht hat, ohne daß ein Wind ging, mithin muß er noch Verräther in unserer eigenen Mitte losgeplagt waren, priesen. Man sieht aus dem Lärm zugleich, welche Wichtig als er auf seiner süddeutschen Agitationsreise hier in unserer um die Einigkeit der Arbeiter um jeden Preis zu feit man der Angelegenheit zuschreibt. Aber was hilfts verhindern, da begann die gesammte reactionäre und trotz allen Schreiens und Tobens, trotz aller Berdächtigung wie es denn mit Dr. v. Schweitzer, gegen den so viele Stadt auftrat, waren es Unterzeichnete, welche ihn fragten, liberale Bresse, da begannen die vereinigten Gegner hat die Einheit der deutschen Arbeiterpartei sich vollzogen Schmähschriften gefchickt worden, eigentlich stehe? Die Antder Arbeitersache mit den Verräthern gemeinsam ge- und wir werden sie festzuhalten wiffen. gen die vielgehaßte Organisation anzuftürmen. Aber Komisch ist bei all dem, daß auch das verbrauchte Mähr- wort jenes gru. v. Bornhorst war: Lassalle war ein Mann, an den Granitwällen von Hamburg, dem Rheinland chen, Lassalle sei ein Reaktionär gewesen und wir se en ansg rüftet mit den größten Kenntnissen der Wissenschaft und und Berlin brach sich der wüste Sturm, so daß schon gar zu oft da! Warum steht denn die ganze Preffe, Schweitzer. Und was unterfängt sich dieſer Hr. v. Bonhorst auch diejenigen Zeit fanden, wieder zur Fahne zu die reaktionäre wie die liberale, auf Seiten der Zwietracht gegen unsern Bäsidenten heut zu sagen?! Barteigenossen, eilen, die sich im ersten Augenblicke hatten zersprengen stifter? Weil alle Parteien ohne Ausnahme die Einheit Ihr werdet finden, daß das Wort Wetterfahne noch zu gut vergleicht diese Worte mit seinen jezigen Schmähungen und lassen. Wie aber, wenn die alte Garde nicht fest- der Arbeiterpartei um jeden Preis verhindern möchten. stand? Dann hätten wir heute keinen Allg. deutsch. für ihn ist. Steht überall so fest, mie wir hier, und es wird keine Lücke in unsern Reihen entstehen. Arb.- Verein mehr. Aber die Garde hat festgestanden, Schreiben wir auch nicht immer Artikel zum Organ, so seid hat dadurch das Gestick der ganzen Partei entschieden dennoch überzeugt, daß ein schönes Bataillon Laffalleaner und trotz allen Geschreis der Presse, zum Aerger aller hier wohl ausgerüstet steht, gesonnen, die Schlacht aufzuJunker und Gelosäde, zur Beschämung der Berräther steht heute der Allgem. deutsch. Arb.- Verein in festge-* Eine Fluth von frechen Lügen und Verleumdunschlossenen Reihen größer und mächtiger als jemals gen und Berdrehungen wird in den Zeitungen der ta. Nur ein Theil der Arbeiter in Frankfurt a. M., Bourgeois- Demokratie, besonders in dem Blatt der Herren Arbeitern die Augen auf und um so reichhaltiger zeigen unChemnitz, Braunschweig und Wolfenbüttel und etwa fiebknecht und Bebel, gegen Schweitzer, in welchem mansere Listen die Namen der Mitglieder. Lassalleaner, über12 Leute, die sich einbilden,„ Führer" sein zu müssen, immer die Macht der festgeschlossenen Arbeiterpartei bekämpit, winden wir alle Kleinlichkeiten und fragen wir nicht nach find abgefallen. Die große Masse in allen Städten losgelassen. Wir erklären einmal für allemal, das und Dörfern, im Nord wie im Süd, im Ost wie im wir es für unter unserer Würde hatten, hier Basonen, sondern verfolgen wir nur das große Ziel, die West, überall, überall bleibt sie zusammengeschaart unter auf irgend wie zu antworten. Die Arbeiter teunen Einigkeit. Dr. v. Schweitzer hat uns bis jetzt durch uns damit lassen wir uns genügen. der alten Fahne. Einen neuen Sieg hat die Dr-* Ein Zeicher, wie wenig die Stürme der letzten ganisation Ferdinand Lassalles erstritten und von jest Wochen der festen Ordnung der Partei geschadet haben, liegt ab, wo wir nicht mehr zwei Vereine sind, sondern nicht nur im Ergebniß der Präsidentenwahl, sondern auch nur Einer von jetzt ab werden wir mit Riesen- im Abonnement auf den„ Soc.- Dem." Das Abonnement schritten vorwärts eilen. hat genau in demselben Maße zugenommen, wie in den vergangenen 3 Quartalen. nen pien. sich egen narden, bles Bolte eindas und heitdaß fo und Was oder auch 6 fo über artei rgert e die Laßt be= gegen e dem Die nd die - ben es also auch, wieder hervorgesucht wird. Das war doch * Der sogenannte ,, social demokratische Congreß" scheint nicht, wie beabsichtigt war, nach Cassel zu fominen. Man fürchtet, die dortigen Arbeiter würden die Komödie bloslegen. Man will, wie es scheint, einen stillen, fleinen Ort aussuchen, wo man sich ungestört von Arbeitern wichtig machen fann. auch Herr Richter aus Wandsbeck nach Hannover, Celle 2c. Als Agitator ist außer den in Nr. 75 Genannten gegangen. Auch in Schleswig- Holstein hat sich Herr Nichter um das Vereinigungswerk veroient gemacht. Nachstehende Telegramme sind eingelaufen: Aus Offenbach: " Tölde. dem edelsten Charakter, und dasselbe gilt von rrn Dr. v. nehmen, wo und wie sie uns geboten wird. Harte Kämpfe hatten auch wir hier, mit Regierung, Bourgeoisie und Pfaf= fen zu beſtehen, aber aus allen gingen wir siegreich hervor, und je mehr wir verfolgt werden, desto mehr gehen den alle Kämpfe und Mühen hindurch geführt, lange Monate noch Mißtrauen gegen ihn hegen? Parteigenossen, schenkt im Gefängnisse für unsere Sache gesessen, und wir sollen ihm Euer Vertrauen im vollen Maße und wir werden uns nicht betrogen sehen. Er war es, welcher der erste war, welcher den Socialismus im Reichstage verfürdete. Die Unterzeichneten rufen Euch im Namen sämmtlicher Mitglieder hiesiger Stadt zu: Haltet fest an der Organisation Lassalle's, denn sie führt uns zum Siege. Mit social- demokratischem Gruß und Handschlag, Würzburger Mitglieder. Carl Schent, Bevollm. Moritz Fleischmann. Hamburg, 1. Juli.( Bersammlung.) Die erste Mitgliederversammlung unter der neuen oder vielmehr der stets alten Ordnung des Allg. deutsch. Arb.- Vereins ist hier ausgezeichnet gut gewefen. Der Saal war noch voller als sonst in den Versammlungen; und kein Mißton störte die Debatten. Unsere Abtrünnigen haben gehofft, daß alles ihnen nachlaufen werde aber das war ein eitel, eitel -Eine traurige Erfahrung haben wir allerdings gemacht. macht. Der Vorschlag der Herren Schweißer und Wiende war handgreiflich gut und richtig; er beseitigte die Spaltung, indem er beide Vereine auf den gemeinsamen Boden zurüdführte. Der zu Berlin domicilirte Verein konnte dem andern Verein nemlich nit zu chau- muthen, überzutreten zu seinem Statut, bei dessen nd sie daffung er nicht mitgewirkt; es blieb nur übrig, auf Off nbacher 150 Mitglieder einstimmig Schweitzer VerPapst das alte Lassalle'sche Statut zurückzugehen, von dem trauensvotum. Aus Augsburg: fich fest vorausseßen ließ, daß alle Lassalleaner es ohne t die Wiederrede anerkennen würden. Lübkert. 120 Stimmen Schweizer, 4 Fritsche. Und dies hat sich foute enn auch bewährt; überall, wo die Arbeiter ihrem dortigen Mitgliederßerm Dr. von Schweißer einstimden Abend trotz alles Flugblattgeschreis viele neue Mitglieder Aus Harburg geht uns die Nachricht zu, daß die Ding! Es fehlen jetzt Karten hier, denn es ließen sich reinen, unverfälschten Classenbewußtsein überlassen mig zum Präsidenten gewählt haben; das Wahlresultat einzeichnen. Der Vorsitzende O. Lehder eröffnete die Verblieben, fühlten sie heraus, welche greße, gewaltige wurde unter dreimaligem Hoch auf unsre Organisation ver- fammlung. Derselbe sprach über seine Reise nach Hannover , der That zum Heil der Arbeitersache in der Wiedervereinigung fündet. Herr York hat dort allen Boden verloren. und theilte mit, wie er den Sieg über Praast errungen Herz liege und auch diejenigen, welche eine Fortentwidelung Walkenried, den 27. Juni.( Präsidentenwahl.) verhindern. Lehder ließ Jedem ohne Leidenschaft Gerechtig habe, welcher dorthin gereist war, die Präsidentenwahl zu Men des Statuts wünschen, sahen um der Einheit willen, Es hatte der Bevollmächtigte August Degenhardt auf heute feit wide fahren in seiner Berichterstattung. Der Sieg im für den Augenblick gern hierüber hinweg, indem sie Abend 8 Uhr die hiesigen Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.- treuen Hannover rief volle Begeisterung hervor. Nu las Den fünftigen Generalversammlungen, auf denen nicht Vereins zu einer Versammlung bestellen lassen und waren Liebisch das Flugblatt von Geib und Genossen vor, flein; wie bisher nur ein Theil, sondern die Gesammtheit, in Folge dessen 34 Mitglieder erschienen. Das Wahl- Re- worunter folgende Namen stehen: Geib, Ockelmann, undes glement wurde verlesen, sowie ein uns von Herrn Brade de oder vereinigte Gesammtverein vertreten fein wird, jebe aus Braunschweig zugesandter Aufruf in Betreff Einberufung godemeier, Schuly, Brei, Engel, Wobben. Letzterer, v. Daacke( als Vorstandsmitglieder), Praast, Lewin, Regelung in diesem Betreff getrost überließen. So weit war Alles gut. Aber wie ist es mög- Munde erſcholl es nun:„ Wir wollen Einigkelt und teine unſer tüchtiger Beitragsammler, hatte schon vor der Bers Sache ich, daß einige Leute, von denen jetzt feststeht, daß Bersplitterung! Ehre sei unserm werthen Bräsidenten Herrn ſammlung nachfolgende Erklärung abgegeben, die er öffent, im fie unsere Parteisache an eine andere Partei ver- Dr. v. Schweizer. Nie wird sich v. Schweitzer zu einem lich ebenfalls abgab: bleirathen hatten, durch einige Brand- und Schmäh- Görgen herabwürdigen, zu einem Verräther an der Arbeiter- ,, Hierdurch erkläre ich, daß ich allerdings einen Theil der ir ist. isten den gesunden Sinn der Arbeiter verwirren, ſache werden. Hierauf wurde mit allen gegen eine Stimme Schuld trage, daß mein Name mit unter dem Flugblatte ir ist. so schnell das Vertrauen auf einen Präsidenten er: Dr. v. Schweißer gewählt. Mit social- demokratischem Gruß abend den 26. Juni nach stattgehabter Versammlung gegen schüttern konnten, der sich seit Jahren bewährt hat, Die Wahlfommiſſion: Theodor Krentzberg. R. Schmied. die Unterzeichner des Aufrufs erklärte, auch ich würde aus Frit, während jene Schreier theilweise erst seit Monaten G. Degenhardt. dem Verein scheiden. Später aber bin ich durch Besprechen Der Bevollmächtigte: August Degenhardt. drückte dem Verein angehörten? Woher diese traurige Er mit vielen Mitgliedern dahin bestimmt worden, unter allen scheinung? Wir finden die Erklärung darin, daß der ben an alle kassalleaner.) Freunde und Partei- Ge- auch erklärt und bitte hierdurch meinen Namen als nicht Wür, burg, 30. Juni.( Ein Ruf aus dem Sü- Umständen im Bereine zu verbleiben. Dieses habe ich denn e und zu Berlin domicilirt gewesene Verein schon lange noffen! Zum ersten Male werdet Ihr einen Ruf von uns auf dem Flugblatt stehend zu betrachten. flohen, von Berräthern in Verbindung mit der hören und wir glauben, daß er nicht fruchtlos zu Euch drinEnt- Boltspartet", b. h. ber bürgerlichen De- gen wird. Mächtig und durchgreifend ist unsere Arbeiter- Hierauf wurde darüber verhandelt, ob es nöthig sei, ften motratie, der die Socialdemokratie, die bewegung in Deutschland. Manche große hindernisse und noch über derartige Flugblätter zu sprechen und wurde folArbeiterpartei, ein Dorn im Auge ist, unter- manchen Stein, der uns im Wege stand, haben wir durch gende Resolution eingebracht und angenommen: wühlt war. Möge man daraus die Gefahr solcher unfre Einigkeit beseitigt. Angst und Schrecken jagte unfre ,, Die heutige Versaminlung der Hamburger Mitglieder Unterwühlung erkennen. Wir hoffen, die Mitglieder Bewegung in die Reihen der Bourgeoisie, als unſer unver- des" Allg. deutsch. Arb.- Vereins erklärt, gegenüber dem Flugn einst des Allg. deutsch. Arb.- Vereins werden in Zukunft der social- polit schen Freiheit entrollte und sich Tausende von Daß sie alle in dem Flugblatte angegebenen Beschuldigun geßlicher Meister und Lehrer Ferdinand Lassalle das Banner blatte der Herrn Geib, Okelmann und Genossen: 1) weit sie solchen Leuten klar machen, daß, wenn sie für die Arbeitern um dasselbe s baarten. Collen wir Euch erst noch gen nicht für so wichtig hält, daß sie nicht durch die Arbeiter etwas leisten wollen, sie ihre Thätigkeit fagen, welche schweren Kämpfe und Anfeindungen er von nächste Generalversammlung erledigt werden, und daher gegen die Feinte der Arbeiter, nicht aber auf den Gegnern im Interesse unserer Sache zu leiden hatte, das Treiben jener Herren rechtfertigen könnten, 2) daß es für die Störung der Dronung in der ſocial- demokratischen bis eine mörderische Kugel ihn uns entriß? Sind wir nicht vielmehr scheint, als wenn jene Herren egoistische Zwecke Partei zu richten haben. Weil die Herren Li bknecht ſtart geworden unter seiner Leitung? Haben wir nicht verfolgten, 3) daß sie daher das Treiben jener Herren, so und Bebel nicht fähig sind, aus den Reihen der Geg- selbst die Worte aus dem Munde unserer Gegner hören müssen: wie der Herren Bremer, Bracke 2c., welches bei der jetzi ner sich eine Partei zu werben, wollen sie unsere Mit- waren es nicht seine Statuten, welche uns geeinigt haben? kann, entschieden verdammt! De Versammlung fordert ferWenn Lassalle todt ist, wird auch sein Werk vernichtet sein! gen Sachlage nur eine Parteizersplitterung hervorbrii gen weiter; glieder zu sich hinüberlecken. Diesem Treiben muß Darum Lassalleaner in allen Gauen Deutschland's, begrüßt ner jeden ehrlichen Socialdemokraten auf, jene Herren zu vorden, liberall ernstlich ein Ende gemacht werden; hoffentlich den Augenblick mit Freude, welcher die Enigung der beiden beobachten, sich jedoch von ihnen fern zu halten." offene legen die Parteigenossen allerwärts die nöthige Ent- Bereine und die alten Lassalle'schrn Statuten uns wiederschlossenheit an den Tag. welche erschen re un u sein, Bulkan lgt.) der Herren Geib und G.nossen steht, da ich am SonnW. Wobben, Beitragsammler." Nun wurde über die sociale Frage debattirt, und es giebt. Was war es, das uns zeifleischte? Die Uneinigkeit, wurde die Schutze- Del tsch'sche Phrase ,, das Capital soll Wunden durch Uneinigkeit schlugen, feierten unsere Gegner für's Wahlrecht und Lassalle's Organisation: Müller, die der Geldsack unter uns streute. Während wir uns selbst ist demokratifirt werden" gut beleuchtet. Es sprachen dann Trumph bei Austern und Champagner. Nief unser unsterb. Butlip, Liebisch, Beck und Audorf sen. Bed er - es war licher Lassalle nicht die Worte uns zu: Arbeiter, organisict flärte, daß er leider nicht habe bei der Abstimmung über Euch, ale dann seit Ihr eine Macht, welcher Niemand wieder die Präsidentenwahl zugegen sein können, somit gebe on den Sehen wir getrost in die Zukunft! Es war gut, Sörigen daß die Frage der Organisation einmal gründlich bei zeichen uns discutirt und durchgefämpft wurde so auf gut, daß die Verräther gezwungen wurden, sich frühSörigen Nes.) er nachträglich hier öffentlich noch seine Stimme für Dr. beim Militär beweist, gar föstlich zu der Versicherung paßt,[ in Berlin schriftlich seinen Austritt aus dem Allg. deutsch. Schmeißzer ab. Dies wurde mit Beifall aufgenommen. dreijährige Dienstzeit sei durchaus nöthig. Wir theilen nach Arb- Verein beim Secretariat angezeigt hat. Die Versammlung wurde unter Absingen der Marseillaise stehend die Adresse mit, welche von den Leipziger Zimmerum 12 Uhr geschlossen. Alle waren frohen Muth 8. Die gesellen in solcher Angelegenheit an das sächsische Kriegsmieinfachen Arbeiter können sich sehr gut leiten und aufffären, nifterium gerichtet wurde. auch ohne Literaten und Doctoren, und trotz des Flugblattes, welches annoncirt: ,, daß bald ein neues Blättlein uns geboren soll werden", ist das Abonnement auf den ,, Soc. Dem." bedeuten gewachsen. Vorwärts, die feste Einheit hoch! F. S Liebisch. Remscheid, 28. Juni.( Präsidentenwahl. Polizeischwierigkeiten.) Nach eingehender Discussion über alle Flugblätter zur Präsidentenwahl, erhielt Herr Dr. von Schweitzer alle abgegebenen Stimmen. Der zweite Punft der Tagesordnung betraf unser Versammlungslokal, hierüber übernahm Herr Leyer, unser Wirth, das Wort, und constatite, daß, als er sein Lokal verkauft und der neue Befitzer die Concession nachgesucht habe, der Herr Bürgermeister Hoffmeister( früher Fortschrittsmann, jetzt Conservativer) ihm erklärt habe, es stände dem nichts entgegen, aber er dünfte die Laffalleaner nicht dulden, darauf habe der neue Besitzer gesagt: die Lassalleaner könnten sich ein anderes Lokal suchen, worauf dann der Bürgermeister erklärte, unter diesem Vorbehalt erhalte er die Concession, falls er aber nicht Wort halte, werde ihm die Concession gleich entzogen werden. Als die Herren Leyer und Fuhrmann diese Vorgänge tesprochen, wurde die Versammlung vom anwesenden Polizeibeamten für geschlossen erklärt. Herr Leyer sagte zu ihm, er habe nicht das Recht, eine Versammlung zu schließen, er könnte nur auflösen, wenn ungesetzliche Anträge vorhandelt würden. Hierauf entschuldigte sich der Polizei beamte und löste dann die Versammlung ohne Grund auf. Mit social demokratischem Gruß Rich. Schneider. Reinh. Schneider. C. Leyer. Bleckendorf b. Egeln, den 28. Juni.( Neue Aus breitung.) Sonnabend den 26. Juni fand hieselbst eine Arbeiterversammlung statt. Dem Verein traten bis jetzt 100 Mitglieder bei, ihre Zahl ist aber noch immer in starkem Wachsen begriffen und wird wenigstens auf 200 steigen. Mit Gruß H. Gedde, Bev. Essen, 1. Juli,( Neue Ausbreitung.) Herr Deppel und ich waren in Eschweiler und haben dort gute Erfolge erzielt. Dem Allgem. deutsch. Arb. Verein sind dort circa 150 Mitglieder, der Bergarbeitergenossenschaft citca 110 Mann beigetreten. Wir haben bei unsrer Agitation Opposition. gehabt, denn Alles war Schulzisch gesinnt, doch in Zeit von einer Biertelstunde war aller Wiederspruch beseitigt. Zur größten Befriedigung der Umgegend find unsere Versammlungen ausgefallen. Mit social- demokratischem Gruß Hohem fönigl. sächsischen Kriegsministerium wird nicht unbekannt geblieben sein, daß die hiesigen Zimmergesellen durch ihre traurige Lage genöthigt waren, die Arbeit einzustellen, um bessere Löhne, zu erzwingen. Wir thaten dies einmüthig, über 1000 Mann. Wir thaten dies nicht, ohne zuvor wiederholt den gütlichen Weg zu betreten, es war aber vergeblich. Unter uns Zimmerleuten befinden sich sehr viele mit Ehren verabschiedete Soldaten, sowie Reservisten und Beurlaubte. Das militärische Interesse erfordert, daß diese im bürgerlichen Leben eine auskömmliche Existenz haben, um, wenn sie einberufen werden, körperlich und geistig tüchtig zu sein. Wir durften also wohl denken, daß von militärischer Seite unser Begehren nach auskömmlicheren Löhnen nur mit wohlwollenden Augen angesehen würde; zumal da wir, wie hohes tönigl. Kriegsministerium aus der beiliegenden Ansprache ersieht, nur das Alle: nothdürftigste forderten. Wir bitten demnach hohes fönigl. Kriegsministerium die Einmischung des Militärs in unfern Lohnkampf zu untersagen. Leipzig, 3. Juni 1869. Gehorsamst im Namen und Auftrag von 1100 3immergesellen. Das Comité.( Unterschrift.) Berlin, 25. Juni.( 3ur Ergänzung) der in Nr. 73 gebrachten Mittheilung geht uns Folgendes zu: ,, In der Versammlung vom 7. Juni wurde zunächst Bericht erstattet über den Verlauf der Generalversammlung in Cassel und hierauf folgende Resolution mit allen gegen 1 Stimme an genommen: Die Berliner Mitgliedschaft erklärt, daß der Bevollmächtigte Zielowsky, so lange derselbe im Amte, in allen Stücken seine Schu digkeit gethan, um den Verein zu fördern; ebenso sind die Mitglieder der festen Ueberzeugung, daß Zielowsky stets offen und ehrlich an dem Verein gehan delt, und daß er den Verein in keiner Weise hat schädigen wollen. Bei den stattgehabten Wahlen wurde der Unterzeichnete wieder zum Bevollmächtigten gewählt, als Cafficer Geisler, als Reviso.en Engler, Seidel und Cendrowsky. G. Zielowsky." Aber Allgemeiner deutscher Zimmerer- Verein. Berlin, 2. Juli.( 3um Strike). Indem wir unter Einnahmen und Ausgaben, welche während des Berliner Zimmerst.ife's stattgefunden haben veröffentlichen, sprechen Um so mehr mußte es uns mit Staunen erfüllen, als wir zugleich im Namen aller unserer Kameraden, allen wir wahrnahmen, daß die Drohung der Herren Meister, sie freundlichen Gebern und Geberinnen unsern tiefgefühlten würden die von uns geräumten Arbeitsstellen durch Solda Dank aus. Wir waren es uns bewußt zu Anfang des ten wieder besetzen, keine leere Drohung gewesen war. Sol- Strikes, daß wir denselben ohne die Beihülfe sämmtlicher daten im Drillzeug machen uns, unter denen viele ältere Arbeiter nicht siegreich würden durchführen können. Kriegskameraden sind, feindliche Konkurrenz und geben so wir vertrauten fest darauf, Arbeiter Berlin's und ganz den Meistern die Möglichkeit uns nieder zudrücken. Wir geben Deutschlands, sämmtliche vorwärts strebenden Arbeiter würden der Hoffnung Raum, daß diese Thatsache sich ohne Kennt uns zur Seite stehen, sie würden wissen, daß unsere Interessen niß und wider den Willen der hohen Herren Chefs vollzo- solidarisch sind, daß, wenn wir siegreich durchkommen, es gen hat. Gewiß ist ein hohes fönigl. Kriegsministerium mit fruchtbringend auf die gesammte Arbeiterklasse wirken würde. us der Meinung, daß das Heer die Waffenschule des Vol. Wir hatten uns nicht getäuscht, beides ist eingetroffen. Greise, kes und nicht ein vom Staat eingerichtetes Reservoir von Kinder, Frauen und Mädchen haben uns Gaben dargebracht. Arbeitern zum beliebigen Gebrauche von Unte nehmern ist. Wir unserer Seits haben uns befleißigt, mit gewissenhaften daß ferner ein solches Dienst und Aushifsverhältniß der Erwägungen Alles so zu vertheilen, wie es den Umständen Ehre des Soldatenstandes nicht entspricht und daß endlich nach nothwendig wor, und freudig können wir mit allen die Liebe des arbeitenden Volkes zum Soldatenstande durch unseren Gebern ausrufen: ,, Es war nicht vergebens!" An ein solches Verhältniß nicht gefördert würde. Konkurrenten Unterstützungen für die strikenden Zimmerleute in Berlin, liebt man nie, man haßt sie. sowie an Porto, Verwaltungs- und Druckkosten 2c. find ausgezahlt worden in Summa 4624 Thlr. Sgr. 9 Pf. Als Unterstützungen für Strikende außerhalb haben erhalten: Cochstedt, Berg- und Hüttenarbeiter 40 Thir. Frankfurt 1. D., Bimmerer 50 Thlr. Freiburg im B., Zimmerer 50 Thlr. Leipzig, Zimmerer 300 Thlr. Cöslin, Zimmerer 50 Thlr. Summa 490 Thlr. Die Gesamnit Summe der Ausgaben Allgem. deutscher Cigarrenarbeiter Verein. beträgt 5114 Thir. Sgr. 9 Pf. Die Mehrausgabe ist Leipzig, 2. Juli.( Strike der Cigarrenarbei- aus der Local- Rasse der Berliner Mitgliedschaft des Allgem. ter.) Unser Strike dauert fort, und er wird von beiden deutsch. Zimmerer Vereins bestritten Seiten mit einer Hartnäckigkeit, welche ihres Gleichen sucht, durchgeführt. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod. Wir werden feststehen, wir werden siegen, oder, ehrenvoll fallen. Arbeiter Deutschlands, wo bleibt Ihr? wo bleibt Eure Sympathie für die gute Sache? Sind wir von Euch vergessen? fragt Euch aufs Gewissen, ob auch wir Leipziger Cigarrenmacher Euch, Ihr Brüder, jemals vergaßen, wo es qalt einzutreten für Eure gerechte Sache. Unsere Sache ist die Eurige, Eure Sache die unsrige. Ladet nicht den Fluch auf Euch, die gerechte Sache Eurer Brüder durch Eure Schlaffheit zum Falle zu bringen. Wir kämpfen nicht um Sonderinteressen, nein, wir fämpfen auch für Eure Nechte. Wir kämpfen für die Rechte Aller, welche leiden und dulden Von den Zimmerlenten von außerhalb: 1097. 9. 9. unter dem Drucke des Capitals. Zwar sind die Fabri- Ferner von den Maschinisten des Berl Opern- und Schaukanten wankend geworden. Dieselben haben uns sogar das ipielhauses 18. 10, einer 3immerpolier Versammlung Zimme er Anerbieten gemacht, für den alten Lohusatz acht Tage zu 14. 26. 6., Brettschneidergehülfen 16. arbeiten, um uns dann nach ihrem Gutdünten Preise zu Berlins, welche während des Strikes gearbeitet haben, octroiren. Was würdet Ihr, Leidensbrüder sagen, wenn wir 1662. 25. 9., Gesammtsumma 4961. 5. ,, Unsere Notiz in Nr. 74 dieses Blattes, soweit sie Hrn. dieses entehrende Anerbieten angenommen hätten. Gewiß Die Richtigkeit der Ablieferung der einzelnen Poften ist v. Bornhorst betrifft, müssen wir dahin berichtigen, daß be- witrdet Ihr uns unster Ehre verlustig erklären, und mit aus den bei Herrn Lübkert, Verlängerte Prinzenstr. 1, aus sagter Herr, nach Einsendung seiner Abrechnung für den Mo- wohlverdienter Verachtung auf uns schauen. Also Beüder, liegenden Liften zu ersehen. Ferner werden speziellere Be nat Juni, durch jene Notiz als in seiner Ehre angegriffen wir werden ausharren, so lange unsre Kräfte es gestatten. richte in gedruckten Formularen den geehrten Gebern und erscheint. Aber an Euch ergeht die Mahnung uns nicht zu verlassen. Geberinnen übes ndet, und sind bei Herrn Lübkert zu haben. unsre Ehre ist Eure Ehre. Darum müßt Ihr, alles G. Lübkert. M. v. Migel. Damreau. Behrend. was Arbeiter heißt, uns unterstützen. Jedes Scherflein, sei Genzzel. Alberth. Grau I. Engelte. D. Kapell. es auch noch so klein, hilft zum Siege. F. L. Banderas. Allgem. deutsche Genossenschaft der Hand- und Fabrik- Arbeiter. R. Sauerborn. ( Berichtigung.) In der Einsendung des Herrn Lie bisch aus Hamburg, welche Nr. 75 d. Bl. brachte, ist zu berichtigen, daß in der Stelle: Aus Harburg waren Briefe • von Herrn York an Herrn Lehder geschickt worden", der Name York in Folge eines Irrthums gesetzt worden ist. Die Stelle ist wie folgt zu ergänzen: Aus Harburg war ein Brief von Herrn Lehmann an Herrn Lehder geschickt worden, wodurch Schweitzers Wahl hintertrieben werden sollte" 2c. * Herr v. Bonhorst schickt uns Folgendes ein: ( Erklärung.) Ju Nr. 74 des ,, Soc. Demokrat" heißt es, ich hätte dem Allg. deutsch. Arb.- Verein das meiste Geld getoftet, ich hätte in letzterer Zeit davon gelebt 2c. 2c Dies ist ein bedeutender Irrthum und ich ersuche die Redaction, denselben in folgender Weise zu verbessern. Von dem Ehrgefühl und der Wahrheitsliebe derselben erwarte ich mit Zuversicht die Aufnahme. Nicht hat er von dem Verein gelebt, sondern umgekehrt hat er der Agitationskaffe noch 24 Sgr. 8 Pfg. zugelegt. Die von Kölsch, Haustein und Bonhorst nach dem Süden ausgedehnte Agitation war so billig( pr. Mann und Tag 12 Thlr.), daß wir durch diese gar nicht zu obigen Aussprüchen veranlaßt waren. Wir denken hiermit besagten Herrn gewünschte Satisfaction gegeben zu haben." Bonhorst. Wiesbaden, den 30. Juni 1869. Wir bemerken dazu, daß wir lediglich, wie folgt, geschrieben hatten: Hamburg, 30. Juni.( 3ur Beachtung.) Montag, den 28. dss. hielten wir eine Mitgliederversammlung ab, in der der Bevollmächtigte E. Hockemeyer erklärte, daß er mit Herrn Geib und Genossen aus dem Allg. deutschen Arb.- Verein ausgetreten set. Er brachte dann dermaßen " Zu allem Ueberfluß werden( in dem bekannten Circu- grobe Lügen gegen Dr. Schweitzer vor, daß wir uns verlar) zugleich die besoldeten Agitatoren als elende beanlaßt sahen, nachdem die Herren Köchy, Witthuhn und stochene Lumpen" bezeichnet. Sehr schmeichelhaft! Die Unterzeichneter ihn genügend widerlegt hatten, den Herrn Agitatoren mögen sich bedanken. Komisch ist nur, daß auch Hockemeyer sofort des Bevollmächtigten- Postens zu entheben, Herr v. Bonhorst dies erklärt, der dem Verein verhältniß- denn wir können keine Jesuiten an unserer Spitze dulden. mäßig mehr gekostet hat, als irgend ein Anderer. Der Ver- Herr Köchy wurde dann einstimmig zum Bevollmächtigten ein wird bedeutend mehr Geldmittel haben, wenn er nicht gewählt. Wir mahnen mithin jeden, der mit Herrn Hockemehr, bald in dieser, bald in jener Form, für den Unterhalt meyer in Berührung gestanden hat, sich ganz entschieden des Herrn v. Bonhorst zu sorgen hat. Gerade Herr v. Bon von ihm abzuwenden. Wir rufen Euch Brüdern in allen horst hat seit geraumer Zeit faft lediglich vom Verein gelebt." Gauen Deutschlands zu: Haltet fest wie die Hamburger, So hatten wir geschrieben und dies halten wir aufrecht. dann werden die Philister bald den Muth verlierer! Mit Herr v. Bonhorst und Herr 2. Schumann( Berlin)( beide social- demokratischem Gruß Stübe, Schriftführer. jetzt abgefallen) haben am meisten Geld bezogen. Wir hatten durchaus nicht gesagt, daß Herr v. Bonhorst für das Geld nichts geleistet habe; er hat dafür allerdings etwas geleistet, sonst hätte ja der P äsident nicht verantworten kön nen, ihm überhaupt Gelder zur Agitation zu ver abfolgen; wir hatten nur gesagt, daß ihm unter dieser Form der Verein eine Existenz geschaffen habe. Und dabei bleibt es! Herr v. Bonhorst war fast beständig auf Vereinskosten unterwegs, hat also großentheils vom Verein gelebt. Verbands- Theil. Für den Allgemeinen deutschen ,, ArbeiterschaftsVerband". *( Der reactionäre Staat) zeigt sich bekanntlich unter Anderm auch darin, daß, häufig bei Strifes von Seiten der Militärbehörden für die Capitalisten gegen die Arbe terPartei ergriffen wird, indem eine Anzahl Soldaten zur Arbeit entlassen, d. h. commandirt werden, eine Thatsache, welche, da sie die Eutbch.lichkeit der betreffenden Soldaten G. Mertins, Schriftführer und Kassenverwalter. Die eingegangenen Unterstützungsgelder für die strifenden Zimmerleute Berlins find folgende. Aus Berlin: Von Maschinenbau- Anstalten 469 Thlr. 16 Sgr. 6 Pfg., Schlosserwerkstätten 6. 9. Fabriken, Anstalten 2c. ver schiedener Branchen 288. 8. 7., Tischler-, Drechsler, Bildhauer- Werkstätten 2c. 90. 7.., Buchdrucker und Schriftgießer 133. 13. 6., Cigarrenfabriken 45. 25. 9., Schneiderwerkstätten 38. 13. Maurer, Putzer, Steinträger 2c. 152. 6. 9., Gewerkschaften, Vereine und Versammlungen 871. 28. 11., Unte stützungen von einzelnen Personen 94. 20. 6., Summa 2200. 29. 6. A. Kapell. A. Weiß. Rudolph. Berlin, 2. Juli.( Zur Beachtung.) Bei der am Dienstag, den 29. Juni stattgefundenen Neuwahl des Vorstandes der Berliner Mitgliedschaft,( laut unseres Statuts wird der Vorstand alle Jahr zweimal neu gewäblt) wurde der alte Borstand, trotzdem derselbe sich von dem Amte entbunden und andere Mitglieder hierzu berufen wünschte, mit Ausnahme von zwei Kassenbeisitzern, die durch andere Posten im Verein schon vollständig in Anspruch genommen sind, einstimmig wieder gewählt. Zur Anerkennung der aus dauernden Thätigkeit des Vorstandes, insbesondere während des Strikes, und zum Beweise des Vertrauens, welches derselbe genießt, beauftragte die Berliner Mitgliedschaft den Unterzeichneten, dieses zur Kenntniß der Vereinsgenossen zu G. Mertins. bringen. Leipzig, 30. Juni.( 3um beendigten Strife.) Haben wir auch unUnsere Arbeitseinstellung ist beendet. sere Forderungen nicht vollständig erreicht, so erhalten wir doch jetzt pro Tag 4 Ngr. mehr. Früher war der Minimaljat 20, itt ist er 24 Nyr. 2 Pfg. pro Tag. Verschiedene Umstände, die Hartnäckigkeit unserer Meister, der beschränkte Verstand vieler Platzpoliere, welche nicht mit uns, Allgemeiner deutscher Schuhmacher- Verein. sondern mit den Meistern Hand in Hand gingen, sowie das Aus Hamburg geht uns nachstehende Anfrage zu: Uebelhandnehmen des Zuzugs der Gesellen, welche die ArIst der Päsident des Allg. deutsch. Schuhmacher- beit aufnahmen, schwächte unsere Reihen, so daß wir uns Vereins Ueberläufer, oder hält er fest zur Fahne? Baldige gezwungen sahen, die Arbeitseinstellung sobald wie möglich Nachricht. Wir unterzeichneten erklären hiermit, daß wir zu beenden. 150-200 Unve heirathete sind abgereist. Da mit vollem Bewußtsein dem neuen Verein beigetreten sind, aus aber bis jetzt noch 50-60 Familienväter feiern und untervoller Ueberzeugung Herrn Dr. von Schweizer unsere stützt sein wollen, so ist anzunehmen, daß die Zahl der AbStimmen gegeben haben. Um so mehr aber wundert es gereisten durch Zugereifte erf tzt worden ist, wir müssen dauns, daß man Seitens einzelner Mitglieder privatio gehässig her immer noch dringend vor Zuzug wainen. Die Comitégegen uns aufgetreten ist, ja man geht noch weiter, man mitglieder wollten keine Meister wieder in Arbeit nehmen, gebraucht Ausdrücke, die nur eines Yord und Consorten trotzdem find sie aber bis heute alle theils bei Meistern, würdig sind. Was ferner die freundschaftlichen Beziehungen theils bei Privaten untergebracht. Blos meine Wenigkeit zwischen Herrn Praast und uns anbetrifft, so können und ist übrig geblieben. Mein früherer Meister weigerte sich, werden uns diefelben niemals davon abhalten, entschieden mir wieder Arbeit zu geben, versicherte mir auch mit Begegen ihn aufzutreten, wenn wir einsehen, daß er in irgend stimmtheit, daß mir niemals wieder die Ehre" zu Theil werden soll, bei einem Meister Arbeit zu erhalten. einer Weise unserer Sache zu schaden sucht. Schöne Rache! Mit social- demokratischem Gruß und HandA. Georg. ( Fortsetzung folgt in der Beilage.) Hierzu eine Beilage. With. Wolf, Schuhmacher. Köhler, Schuhmacher." In Bezug auf obige Ausiage der Hamburger Partei schlag genossen können wir mittheilen, daß Herr Louis Schumann " 1 Nr. 77. Beilage zum„ Social- Demokrat." Bremen, 27. Juni.( Generalversammlung.)| Fall sein sollte, wolle man sofort solche abfordern. Die Obschon die Versammlung nicht sehr zahlreich besucht war, Mitgliedschaften in Heidelberg und Bielefeld ersuche ich um bemühten sich doch die Herrn Heyder und Pabst, die mit vielen Angabe einer Adresse, da Brieffendungen von dort als unihren Vereinsgenossen erschienen waren, uns in gediegenen bestellbar zurückgekommen. Zwei abhanden gekommene Mit Vorträgen über die jetzige Arbeiterbewegung aufzuklären, fie gliederbücher, von Andreas Schubert vom 1. Januar und deuteten auch an, was für ein großer Schritt zur Einigkeit Georg Schmidt vom 20. Februar datirt, ausgefertigt in unter den deutschen Arbeitern gethan worden, durch die Wie- Würzburg, find hierdurch für ungültig erklärt. Die bis jetzt dervereinigung des Allg. deutsch. Arb. Verein mit dem Las- gewählten Bevollmächtigten sind hierdurch bestätigt. Von falleschen. Zuletzt legten sie uns noch dringend an's Herz, Orten, von wo feine Anmeldung geschehen ist, wird ange uns immer mehr dem Allg. deutsch. Arb.- Verein anzuschlie- nommen, daß die bisherigen Bevollmächtigten und Kassirer ßen, damit wir im Momente der Wahlen bereit dastehen am Orte bleiben. können unsere Macht durch Thaten zu beweisen. Mit Gruß und Handschlag Joh. Schöchli. Stargardt i. P., 30. Juni.( 3ur Notiz.) Herrn Finn aus Berlin unsern besten Dank für die Aufklärung. welcher uns auf seiner Durchreise von Cöslin hat zu Theil werden lassen. Im Namen der Mitglieder Wernice, Bevollmächtigter. Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schneider, An folgenden Orten bestehen Mitgliedschaften: Altona. Augsburg. Altenburg. Braunschweig. Berlin. Buckau, Bran denburg. Bielefeld. Barmen. Bockenheim. Caffel. Cöln. Celle. Coblenz. Carlsruhe. Dortmund. Düsseldorf. Erfurt. Frankfurt a. M. Frankfurt a. d. O. Frankenhausen. Gera. Gotha. Hamburg. Harburg. Hannover. Heidelberg. Hildes heim. Höhr b. Coblenz Hanau. Kiel. Lüneburg. Lübeck. Mainz. Mannheim. München. Minden. Münden. Magde burg- Neustadt. Offenbach. Osnabrück. Pinneberg. Würzburg. Wiesbaden. Wolfenbüttel. Th. Yord. H. Bammann, Ortskaffirer. Berlin, 4. Juli 1869 ein Schulzeaner, einen Antrag durch, dahin gehend, daß in ächster Versammlung wieder Herr Scheil und ein fremder Redner der Fortschrittspartei sprechen sollten. Somit ist in die von Arbeitern so zahlreich bewohnte Stadt Waldenburg die erste Bresche geschossen. Von dort ging es nach dem Badeorte Charlottenbrunn, wo von uns angeregt eine Volksversammlung stattfand. Hier sprach Herr Scheil über die gesellschaftliche Emwicklung. Als er einen Vergleich zog zwischen der Lohnarbeit von heute und der Sclaverei des Alterthums, unterbrach ihn plötzlich der anwesende Polizeibeamte mit dem Ausruf: ,, Redner hat die heutige Lohnars beit mit der Sclaverei verglichen." Ja," antwortete Herr Scheil, doch bin ich die Ausführungen schuldig geblieben." Der Polizeibeamte erklärte alsbald, ec erblicke hierin eine Aufreizung," die Versammlung sei aufgelöst. Herr Scheit wird gegen diese Auflösung Beschwerde führen. " Bochum, 24. Junt.( Maßregelung.) Schon seit einiger Zeit hatte sich hier eine Mitgliedschaft der Genossenschaft Allg deutsch. Berg, Hütten- und Salinenarbeiter ge= bildet und mich zum Bevollmächtigten gewählt. Jedoch war Kürschner und Kappenmacher. es uns ebz aller Bemühungen bis jetzt unmöglich, ein LoCöln, 26. Juni.( 3ur Beachtung.) Die Herren und Barteigenossen! Die Gneralversammlung hat Ham iogar schriftliche Contracte rückgängig zu machen, wir beHamburg, 30. Juni.( Zur Beachtung.) Freunde fal ausfindig zu machen. Behörde und Bourgeoisie wußten Bevollmächtigten werden dringend ersucht, die Abrechnung burg wieder zum Vorort unserer Gewerkschaft ernannt, und nutzen daher jetzt ein Privatlokal. Raum hatte man überdes zweiten Quartals, sowie die Liste sämmtlicher aktiven die hiesigen Mitglieder sind bemüht, sich dieser Ehre würdig haupt hier in Bochum gehört, daß eine Mitgliedschaft sich Mitglieder dem Direktorium zukommen zu lassen, indem unbedingt am 15. Juli die Veröffentlichung der Abrechnung zu zeigen; durch eifrige Agitation kommen in jeder Ver- gebildet, als auch die hiesige Gußitahlfabrik sofort zu erfahstattfinden wird und das Direktorium bei Proklamation der fammlung neue Mitglieder hinzu. Die Generalversammlung ren suchte, wer dazu gehöre. Richtig entdeckte man 3 Uebelneuen Statuten die Liste sämmtlicher aktiver Mitglieder ein- bat auch Herrn Th. Yord aus Harbung wieder zum Biä thäter, mich mit noch zwei Andern. Sofort wurde uns zureichen hat. Die Namen der Mitglieder bitte ich nicht wie fidenten ernannt. Inwiefern derselbe seinen Pflichten nach auch gekündigt mit folgenden famosen Kündigungszetteln: bisher in Briefen zu notiren, sondern eine aparte Liste der- gekommen ist, mögen die Mitglieder erwägen. In der Roeder( Dieher) wegen Veränderung der Arbeitskräfte; Klug selben beizufügen, es wird dadurch dem Direktorium die Hamburger Mitg'i de versammlung wurde schon vor der( Hobler) wegen Veränderung der Arbeitskräfte; S.yboth Mühe und Arbeit eines nothwendigen Abschreibens der Namen Generalversammlung von Herrn Oppermann der Antrag( Schloffer) gefällt nicht mehr. Nachdem wir uns hierauf erspait. In Betreff der Annahme der neuen Statuten ha- gestellt, Herrn ord nicht wieder zu wählen, weil derseibe erkundigt, was dies zu bedeuten hätte, da sagte man uns, ben sich bisher außer Coburg und Berlin alle bis heute sich wenig oder gar nicht um die Gewerkschaft bekümmere. es geschehe wegen des Arbeitervereins. Man hat sogar sich eingegangenen für die Annahme erklärt, und werden die wurde derselbe jedoch in Schutz genommen, weil er fül nicht gescheut, um Andre zu schrecken, offen zu verbreiten: eine Familie zu sorgen habe, wozu sein Gehalt nicht aus Wir kiegten eine Abkehr, worauf wir gewiß keine Arbeit noch nicht eingegangenen laut Proklamation als ebenfalls reiche. Jetzt ist demselben von der Generalversammlung ein mehr finden würden; und leider ist diese Verschwörung der für die Annahme gestimmt habend betrachtet. In Folge dessen sind die neuen Statuten vom Präsidium für gültig Reifen, um Uneinigkeit unter den Arbeitern zu stiften, ob a ständiger Gehalt ausgesetzt, und jest macht Herr Yord Capitalisten nur zu wahr. Traurige Zustände das im 19. Jahrhundert! Wann kommt endlich der Tag, wo man dem erklärt worden. Da die neuen Statuten also mit den Isten schon doch so Vieles zu thun ist in unserer Gewerk Arbeiter Gerechtigkeit widerfahren lassen wird?!... 3Juli d. I. in Kraft getreten sind, werden von hente ab pro ichaft. Da sind nämlich Vorlagen zu Meile nur 112 Sgr. vergütet. Von einigen Orten sind zwar einer Kranken- rücktreten werden wir unter feiner Bedingung, indem davon Beschwerden über diese Herabsetzung eingegangen, ohne daß Raffe, auf die wir so lange vergebens warten, und dann augenblicklich das Leben, wenigstens der hiesigen Arbeiterein neues Kaffen- Reglement, respective Schema, sowie eine fchaft, abbängt und gerade Bochum ein Ort ist, wo wir die Beschwerdeführer bedachten, daß die Reiseunterstützung Anweisung für sämmtliche Kaffenbeamten zu entwerfen. Wie thatkräftigem Vorgehen in kurzer Zeit nicht 100, sondein bis jetzt unsere Kasse am meisten in Anspruch genommen eben durch den Mangel daran unsere Gewerkschaft zu leiden 2-3000 Mitglieder zählen können und müssen. Freilich hat, wodurch andre Zwecke und besonders der Hauptzweck, hat, davon weiß unser Hauptkassirer, Herr Somau, em bekämpft man uns auch hier so fräftig, wie kaum wo anhöhere Arbeitslöhne zu erzielen, in den Hintergrund gedrängt Lied zu singen. I zt ist das Quartal zu Ende nnd noch oers, man will uns im Reime erdiücken. Und was für worden sind. Unsern mit materiellen Mitteln versehenen nichts von alledem besorgt. Alsdann schickt Herr Yord jammervolle Mittel wählt man: Den Wirthen verspricht Gegnern können wir unmöglich mittellos entgegen treten, uns Statuten und läßt das Verbandsstatut einfach davon man so viel Erlaubniß zu Bällen und Concerten, wie sie und wird unsere Kaffe auf mancherlei Art in Anspruch ge weg. Ob Herr York uns in seinem Sinne auch schon von irgend verlangen, wenn sie nur die vergaßten Lassalleaner nommen, die den auch in unsie Sache nur wenig Einge dem Verband losgelöst hat, werden wir später sehen. Mit nicht aufnehmen. Wird dennoch eine Versammlung ermög weihten wohl bekannt sein werden. Ist nun unsere Kasse licht, so rückt die ganze Polizei, 4 Mann hoch, zu peinlichauf Ersparung und Einschränkungen in Bezug auf unser social- demokratischem Gruß Hauptziel angewiesen, so werden die reisenden Mitglieder ster U.berwachung ins Lofal; ji nach Schluß folgt sie den Heimkehrenden auf Schritt und Tritt, als wären sie die gesich ebenso den kleinern Abzug als Opfer zur Erreichung Arbeiterschaft der Buchbinder, Lederarbeiter, fährlichsten Verbrecher. Aber„ Bange machen gilt nicht!" unferes Hauptzieles bei reiflichem Ueberlegen gern gefallen laffen. In Betreff des festgestellten Satzes: an Verheirathete Sattler, Riemer, Handschuhmacher 2c. Mit herzlichstem Gruß im Auftrage der Bochumer Social 15 und an nicht Verheirathete 10 Sgr. bei einer Arbeits- Barmen, 27. Juni.( 3ur Beachtung.) Herrn Demokraten J. Röder. Bochum, 1. Juli.( Neue Ausbreitung) Nach einstellung zu vergüten, bemerke ich nur, daß dieser Satz W. Taute in Leipzig: Ihre Zuschrift vom 20. d. Mrs. aus dem Grunde recht und billig ist, daß eine einzelne Per- fann mich nicht vollständig darüber aufklären, warum tas vielen Anstrengungen haben wir unsern Einzug in Bochum son weit cher mit 10 als ein Familienvater mit 15 Sgr. von Augsburg erhaltene Einschreibegeld nicht aufgeführt ist. gehalten. Alle öffentlichen Locale waren uns abgeich agen austommen kann und im entgegengesetzten Falle der Verder lezte Posten Ihrer Abrechnung ist eine Geld in Folge von Einschüchterung, nnn haben die Whitglieder heirathete zum Durchbringen seiner Familie zuerst genöthigt sendung von Bonn unterm 12. Mai, am 3. Mai der Berg, Hütten und Salmen- Arbeiter- Genossenschaft sich sein würde, während des Strikes wieder zur Arbeit zurückzu- wurde indeß die Mitgliedschaft zu Augsburg gegründet ein Privatlocal gemiet het. Am 29. hielten wir die erste kehren und von unserer allgemeinen Sache abtrünnig zu und die Einschreibegelder sofort Innen übersandt; mithin Bersammlung ab die ganze G.n8darmerie und viele Poliwerden. Mehrmals find Klagen vorgekommen, daß Mit- war es Ihnen möglich, diesen Posten noch in der Abrechnung zeidiener waren um das Local postirt, 24 Mann hoch. Die glieder von einem Dite abgereift sind, trotzdem noch Arbeit aufzuführen. Und gar Ihre famose Schlußbemerkung: Das Versammlung verlief ruhig; ieden Abend in dieser Woche vorhanden war. Ich weise hiermit die Herren Bevoll: näch. Geld von Augsburg ist während meiner Abwesenheit ange- ist jetzt Versammlung. Seit Montag bin ich hier anive tigten an, an solche Mitglieder, welche noch irgend annehm- tommen, die Abrechnung war bereits abgesandt!" 3ugegeben, fend, die Stimmung der Arbeiter ist gut, sobald wir ein bare Arbeit verschmähen, keine Reiseunterstützung mehr zu daß das Geld während Ihrer Abwesenheit angekommen, so großes Local bekommen, können wir eine Bolleve sammlung waren Sie doch jedenfalls am 12. Mai wieder anwesend, abhalten Liberale, Bourgeois wie Reactionäre sind einig verabfolgen oder verabfolgen zu laffen. hatten vorher die Abrechnung unmöglich abgeschickt. Oder gegen uns, aber sie wagen doch nicht öffentlich gegen uns Hamburg, 2. Juli.( Ein Wort zur Beherzigung.) wußten Sie im Voraus, daß am 12. Mai besagte Geld- aufzutreten, obschon wir sie dazu aufgefordert haben. MaßCollegen aller Orts! trachtet danach, daß wir vorwärts foni- sendung von Bonn eingehen werde? Daß Sie zur General regelung und Verleumdung, das sind Li.blingswaffen, die men, daß unser Verein täglich wachsen möge, und die versammlung in Cassel an Herrn Beter 8 Thlr. 10 Sgr. geschickt, sie aber bald werden strecken müssen. Jeden Tag finden Peter Rex. Ordnung streng walte, damit wir nicht die Letzten sind bei ist in dessen Abrechnung aufgeführt, liefert mir aber feinen iegt neue Einzeichnungen statt. der Kasse und in der Reihe der Kämpfer fürs Recht nicht Nachweis, w. her dieses Geld ist, ob aus Augsburg oder Allgemeine deutsche Manufakturarbeiterschaft. Wir Alle müssen den einen Willen anders woher, bitte deshalb trotz Ihrer Erklärung" nicht Zeit, 28. Juni.( Beitritt.) Gestern wurde eine haben die Sache der Arbeit- unsre eigne Sache zu fördern mehr zu antworten, um einige Aufklärung. Ferner ersuche In Hamburg, wo es so schwer war den Schneiderverein ins Sie nochmals, mir die Quittungen von F. Thiele über allgemeine Arbeiterversammlung abgehalten, der als Referent Wir freuen uns, daß Leben zu rufen, kann ich getrost sagen: jetzt wird die Sache 15 Thlr. vom 27. Januar 1869 und 5 Thlr. 15 Sgr. vom Herr Zilindhardt zugegen war. groß, es ist durchdrungen das Prinzip der Einheit. 500 Mit 21. April einzusenden, da ich auf der General Versamm- abermals ein Schritt weiter gefchehen ist, indem eine Mitglieder zählen wir hier, das spricht für die Einheit, und die lung in Cassel besagten Besten nur mit dem Vor- gliedschaft der Wianufacturarbeiterschaft gegründet wurde. nächste Abrechnung wird durch die Beitragssumme das deut behalt übernommen, daß sie berichtigt seien. Erhalte ich be- Unterzeichneter ist zum Bevollmächtigten vorgeschlagen. Mit lich darthun. Schneider aufgewacht, steht auf, wo Ihr noch sagte Quittung nicht, so erkläre ich, in feiner Weise für jene socialem Gruß Carl Sandvos, St. Michaelistirchhof 13. schlaft auf den ,, Kragenklößern", tretet ein in die Bewe- Forderungen verantwortlich zu sein. Daß übrigens dieses gung! 1870 brauchen die Arbeiter die luftigen und stolzen Verlangen von Ihnen, Herr Taute, Gcobbeit genannt wird, Schneider bei der Wahl. Die Schneider müssen Alles zu- mag in Ihrer großen Bildung begründet sein. sammenflicken zur Wahl, damit kein Stück der Wahlstimmen in den Wind geht. Nochmals aufgewacht, Collegen! die Schneider sind da! F. S. Liebisch. Die Parteigenossen Breslau's ersuchen Herrn Scheb in Cöln auf das Dringenfte zum nächsten Dienstag Weitmar, 28. Juni.( Bericht.) In der VerStatuten an die Addreſſe des Herrn J. Scheil, Neue Kirch- sammlung der Allg. Genossenschaft der verg, Hütten- und Straße 4 zu senden. Geschieht dies nicht, so steht viel auf Satinenarbeiter, wurden folgende Wahlen getroffen. Heinr. dem Spiele. wanten noch zagen. Heinr. Schob, Präsident. Gewerkverein deutscher Holzarbeiter. Harburg, 30. Juni.( Zur Beachtung.) Nachdem der Ausschuß unserer Gewerkschaft sich konstituirt, theile ich hierdurch mit, daß als Geschäftsführer desselben Herr Gustav Sörich, Kannegießerort No. 18, gewählt ist. Ale an den Ausschuß zu richtenden Zuschriften find also unter dieser Adresse abzusenden. Außerdem hierdurch zur gefälligen Notiznahme, daß die Statuten und Quittungsbücher nun mehr fertig sind und auf Wunsch überfandt werden können. Die alten Abrechnungsformulare wolle man nicht ferner benutzen, sondern sich der neuen bedienen, die heut jedem Bevollmächtigten zu Händen sein müssen. Wo das nicht der " Carl Gerwe, Hauptkassirer. Allgemeine Genossenschaft der Berg, Hütten und Salinen: Arbeiter. Mooshage wurde zum Bevollmächtigten, Dier. Porte mann zum Schriftführer, Wilh. Portmann zum Caffirer und Georg Winken, so wie Wilhelm Reinken zum Revisor gewählt. Heiur. Mooshage. Wüstegiersdorf, 28. Juni.( Agitation in Wal denburg und Charlottenbrunn.) Gestern fand in der nahegelegenen Stadt Waldenburg eine von drei bis viertau send Bergleuten besuchte Versammlung statt, und zwar zum Zweck, einen Ortsverein nach den fortschrittlichen Musterstatut zu gründen. Auf unsere Veranlassung war Herr Scheil aus Breslau erschienen, welcher in längerer von rauschenden Bravos begleiteter Rede das Werk des Musterknaben beleuchtete, während die Redner der Fortschrittspartei eindruckslos blieben. Nur mit Mühe setzte der Vorsitzende, Alla. deutsche vereinigte Metall- Arbeiterschaft. Elberfeld, 30. 3uni.( 3ur Notiz.) Den hiesigen Mitgliedern der Allgem. deutsch. vereinigten Metallarbeiterschaft zur Nachricht, daß die Versammlungen all: 14 Tage regelmäßig bei Herrn Betsch Neustraße 16 abgehalten werden. Das Nähere in Betreff des Lokals in der Versammlung. Reiseunterstützung wird vom Unterzeichneten Mittags von 12 bis 1, Abends von 7 bis 9 Uhr ausgezahlt. Carl Orbe. * Seitens der Internationalen Association geht uns nachsehender Brief zu, den wir mit Freuden veröffent lichen. Wir erklären bei dieser Gelegenheit, daß wie nach wie vor mit der Internationalen Association auf gutem Fuße zu bleiben wünschen. Nar gegen diejenigen, welche in Deutschland die internationale Idee z ir Locke ung und Berwirrung unserer Organisation, die zunächst eine nationale sein muß, mißbrauchen wollen, nur gegen diese Leute, die sogenannte„ Volkspartei", richtet sich unser Kampf. An die Redaktion des Social Demokrat. Geehrtester Herr Redakteur! Im Auftrage des Generalraths der Internationalen Arbeiter- Association ersuche ich Sie, nachstehendes P.ogramm gefälligst in den Spalten Ihrer Zeitung veröffentlichen zu wollen. In the bonds of labour's brotherhood*) Ihr J. George Eccarius, General- Secretär. Bierter Jahreskongreß der Internationalen ArbeiterAffociation. Der vierte Jahreskongreß der Internationalen Arbeiter Association versammelt sich Montag den 6. September 1869 zu Basel in der Schweiz. Die Fragen, welche dem Kongreß zur Berathung vorgelegt werden sollen, sind folgende: 1) Die Frage des Grundeigenthums. 2) Das Recht auf Erbschaft. Graz, 29. Juni.( Volksversammlung.) Am 21. Juni war die zahlreichste Volksversammlung, die je in Graz getagt hat. Sie war von der social- demokratischen Partei einberufen und von über 2000 Mann besucht. Der größte Saal der Stadt, die Bundigammer Bierhalle, war dicht gefüllt. Hunderte mußten wieder fortgehen, da kein Platz mehr zum stehen war. Die Tagesordnung betraf: 1) Die Arbeiten in den Strashäusern, welche einem Consortium von Großindustriellen zur Ausnutzung übergeben werden sollen; 2) gänzliche Aufhebung des Concordats; 3) freies Vereins- und Versammlungsrecht; 4) allgemeine Kranken3) In wie weit kann die Arbeiterklasse den Kredit un- und Invalidenkasse; 5) Allgemeines. Alle Resolutionen, mittelbar zu eigenen Zwecken nutzbar machen? 4) Die Frage der allgemeinen Volksbildang. 5) Der Einfluß der Gewerbegenossenschaften auf die Emancipation der Arbeiterklasse. Tagesordnung: 1) Bestätigung der Mandate; 2) Wahl der Kongreßbeamten; 3) Bericht des Generalraths und Berichte der Sectionen; 4) Discussion der Fragen des Programms; 5) Bestimmung des Sitzes des Generalraths für das folgende Jahr; 6) Wahl der Mitglieder des Generalraths; 7) Bestimmung der Zeit und des Orts der Versammlung des folgenden Kongresses. NB. Da die statistische Untersuchung der Zustände der Arbeitenden Klasse noch nicht beendigt ist, so werden Alle die im Stande sind hülfreiche Hand zu leisten hierdurch ersucht etwaige Beiträge gefälligst an den Generalrath schicken zu wollen. Im Auftrag des Generalraths: Eugen Dupont, Vorsitzender; Cowall Stepney, Kassirer; 3. Georg Eccarius, General- Sefetär. Offin 256 Higli Hollborn W. C. London Juni 22. 1869. *) Vereinigt im Bruderbund der Arbeit. Nachträgliches aus dem Norddeutschen Reichstag.*) Gegen die reaktionäre Partei und ihren Versuch, die indirekten Steuern zu begünstigen, wandte sich in der letzten Reichstagsfitzung nach dem amtlichen stenographischen Bericht Schweitzer wie folgt: Abgeordneter Dr. Schweißzer: Meine Herren! Der Abgeordnete v. Blandenburg hat hier den Satz proklamirt, daß alle direkten Steuern abgeschafft werden sollen. ( Wiederholter Ruf rechts: Nein, nein!) Ich glaube dies doch deutlich gehört zu haben ( Erneuter Widerspruch rechts.) des Staatsetats bilden sollten Dann hat Herr v. Blandenburg wenigstens die Ansicht ausgesprochen, daß die indirekten Steuern den Haupttheil Ich hielt dies für den Sinn seiner Aeußerung; wenn ich darin irre, dann freilich habe ich nichts zu bemerken; ich glaube aber deutlich so verstanden zu haben, und halte meine Behauptung aufrecht. ( Widerspruch und Heiterfeit rechts.) Wenn ein Irrthum vorliegt, dann habe ich nichts zu bemerken. Präsident: Der Abgeordnete Wagener( Neuſtettin) hat dis Wort. ( Nachdem der Abg. Wagener gesprochen:) Präsident: Der Abgeordnete Dr. Schweizer hat das Wort. welche gestellt waren, wurden einstimmig angenommen. Be merkenswerth ist, daß in dieser Versammlung nur Arbeiter sprachen. Einige anwesende Männer der Wissenschaft zollten ihnen Beifall. Mit social- demokratischem Gruß A. Stinies. Vermischtes. *( Herr Dr. Max sirsch) ist seinen Meistern Bastiat und Schulze abtrünnig geworden. Er schreibt in dem Organ seiner Gewerkvereine: ,, Es ist ein Satz der allgemein anerkannten Wissenschaft: die Höhe des Arbeitslohnes wird bedingt durch die gewohnheitsmäßigen Bedürf nisse, durch die Lebenshaltung der Arbeiter" Dr. Max Hirsch erkennt also vollständig das eherne Lohngesets an! Ob Schulze- Delitzsch jetzt denselben Bannfluch gegen seinen jungen ftrebsamen Freund schleudern wird wie gegen Lassalle? * im Für Berlin. Allgemeiner deutscher Arbeiter- Verein. Geschlossene Mitgliederversammlung Montag, den 5. Juli, Abende 82 Uhr, großen Saale des Herrn Schmiedel, Dresde nerftr. 55 mi Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn W. Grothe: Die Hussitenfriege. 2) Junere Vereinsangelegenheiten. Nur Mitglieder und solche, die es werden wollen, haben Zutritt. Für Altona. Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Bereins Dienstag, den 6. Juli, Abends 9 Uhr, im Schuhmacher Amthause, Ecke der Großen Berg- und Bürgerstraße. Der sehr wichtigen Angelegenheiten wegen wird um zahlreiches Eischeinen gebeten. H. Weichert, prov. Bevollm. Für Darmen. Oeffentliche Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins Sonntag, den 4. Juli, Vormittags 14 Uhr, im Lotale des Herrn Chr. Wilhelmi. Tagesordnung. Vortrag des Bevollmächtigten über die französische ReW. Frid. volution. Paris. Die hiesigen Lassalleaner versammeln sich jeden Montag Abend: Café Charles. Rue de Valois Nr. 40. Für London. Deutscher Arbeiterbildungs- Verein. Charles Hotel 71, Dean- Street Soho- Square W. Für Berlin. ( Ueber den in Stralsund mit 1000 Thlr. durchgebrannten Caffirer) des dortigen auf Schulze'schen Pricipien stehenden Creditvereins, Molchin, wird weiter geschrieben: Molchin hatte, um nicht mit den Einzahlern der von ihm unterschlagenen Beträge in Verlegenheit zu kommen, diese Beträge auf die betreffenden Couten gesetzt und nur nicht im Kaffenbuche vereinnahmt. Er fing mit diesem Manöver gleich) in den ersten Tagen des Jannar an, und hatte den größten Theil der 10,000 Thlr. schon hinter sich, als im März cr. der Creditverein sich unter das Genossenschaftsgesetz stellte und in's Handelsregister eintragen ließ, bei welcher Gelegen heit Molchin auf dringende Empfehlung des bisherigen Bor standes mit ungeheurer Majorität auf's neue zum Kafffrer gewählt wurde. Besonders feck war es, daß Molchin grade auch eine von dem Direktor des Vereins eingezahlte Summe von 2000 Thirn. verschwinden ließ, da doch der Director jeden Augenblick das Kassenbuch einsehen und die 2000 Thlr. vermissen konnte. Der Controleur ist sofort vom Amte suspendirt worden. Da durch diese Unterschlagung etwa der 1) Vortrag. 2) Besprechung über die am Sonntag, britte Theil der eingezahlten Stammantheile der Vereins- den 11. Juli, im Schweizergarten stattfindende Generalmitglieder verloren geht, ist der Andrang der Geldholenden versammlung. 3) Junere Vereine angelegenheiten. in den letzten Tagen begreiflicherweise sehr stark gewesen. ( Aus Nimes) meldet ein Telegramm, daß durch eine Explosion in den Gruben von Bessèges 8 Arbeiter verschüttet und 13 berletzt worden find. *( Laß Dich nicht verblüffen.) Kostet wie viel? fragte ein Herr beim Aussteigen aus einer Droschke und griff in das Portemonnaie, um den Kutscher zu bezahlen Einen Thaler, mein Herr, antwortete dieser und rückte am Hute. Ja, das Pferd erwiderte ihm der witzige Fahrgast, aber ich meine die Fuhre. Briefkasten. Für Annoncen( Monat Juni) zu entrichten, in Sil Abgeordneter Dr. Schweizer: Ich war gern bereit bergrofchen berechnet: mich zu beruhigen, so lange ich glaube, es läge ein Irrthum Altona: Allg. deutsch. Arb.-V.( 27). Metallarbeiter( 12.) von meiner Seite über die Aeußerung des Herrn Abgeord- Schneider( 14.) Holzarbeiter( 12.) Schuhmacher( 11.) Mauneten von Blanckenburg vor. Nachdem ich aber mit mehrer u. Zimmerer( 12.)- Augsburg: Allg. deutsch. Arb.reren Abgeordneten Rücksprache genommen, sehe ich, daß ich( 18.) Berlin: Allg deutsch. Arb.-V.( 76.) 3immerer( 70.) mich durchaus nicht geirrt habe. Der Herr Abgeordnete von Maurer( 42.) Schuhmacher( 26.) Metallarbeiter( 15) HolzBlandenburg hat allerdings behauptet, der Staatshaushalts- arbeiter( 10). Braunschweig: Allg. deutsch. Arb. Verein Barmen: Allg. Etat sollte hauptsächlich durch Consumtionssteuern getragen( 20.) Hand 1. Fabrikarbeiter( 15.) werden, also durch indirekte Steuern, nnd dieser Grundsatz deutsch. Arb.-V.( 29.) Manufakturarbeiter( 32.) Metallarb.( 22.) Arb-Verein( 40). Metallarbeiter( 9.) Zimmerer( 9.) Cöln: Allg. deutsch. Arb.- Verein( 19.) Metallarbeiter( 9.) Cassel: Allg. deutsch. Arb.- Verein( 10.) Metallarbeiter( 10.) Holzarbeiter( 10.) Duisburg: Allg. deutsch. Arb.-V.( 21.) Allgem. deutsch. Zimmerer- Verein. Versammlung. Dienstag, 6. Juli, Abends S/ 2 Uhr, in Engelhardt's Lokal, Lindenstr. 54. Tagesordnung: Um zahlreiches Erscheinen ersucht. Otto Kapell. Für Berlin. Allg. deutsch. Schuhmacher: Berein. Sämmtliche Schuhmacher Berlins sind zu der am Montag, den 5. Juli, im ,, Kaisergarten", Alte Jakobsstraße 120. stattfindenden Versammlung hiermit eingeladen. Tagesordnung: 1) Die Groß- Produktion und die Maschinen. Referent: Herr L. Schumann. 2) Tie Lohnfrage: Referent: Herr C. Malewsky. Um zahlreiches Erscheinen bittet G. Zielowsky. Für Ber.in. Allg. deutsche verein. Metallarbeiterschaft. Bersammlung. Montag, den 5. Juli, Abends 8 Uhr, im ,, Kaisergarten", Alte Jakobsstr. 120. Unbedingtes Erscheinen ist nothwendig Kärger. Für Hamburg. ist von solcher Wichtigkeit, daß ich ihn nicht möchte ohne Hand- u. Fabritarbeiter( 7.) Breslau: Allg. deutsch. Gewerkschaft deutscher Holzarbeiter. Widerspruch vorübergehen lassen. Es ist von der Wissen schaft eine längst ausgemachte Sache, daß es nur eine gerechte Steuer giebt und das ist die Einkommensteuer, sei es nun die einfache oder die progressive, und zwar ist dies seit 50 Jahren ausgemacht. ( Widerspruch und Heiterkeit.) Ja, meine Herren, es ist eine ausgemachte Sache. Wenn man sagt, es hat seine Schwierigkeiten, aus einem praktischen Staaten esen heraus dieses einzuführen, so mag dieses richtig sein. Aber, das Brinzip muß wenigstens anerkannt werden, weil es den Weg anzeigt, auf dem gegangen werden muß; es kann nicht zugegeben werden, daß man die Ergebnisse der Wissenschaft geradezu auf den Kopf stellt und proklamirt, daß die indirekten Steuern bestehen müssen und die direkten Steuern aufgehoben werden sollen. Der Grund, warum man die indirekten Steuern von manchen Seiten wünscht, leuchtet mir wohl ein; das Einzige, was man da für geltend machen kaun, ist, daß das Volk bei den indirekten Steuern zahlt, ohne daß es recht weiß, wie viel es eigentlich zahlt, es wird den Leuten das Geld aus der Tasche geluchst, ohne daß sie es merken. Für eine gewisse Staatsfunft ist es freilich sehr angenehm, ( citerkeit rechts), und wer diese Staatskunst liebt, der wird sehr dafür Neigung befizen, indirekte Steuern zu haben. Es ist das aber eine Speculation auf die Dummheit des Volkes und je mehr das Volk aufgeklärt wird, um so mehr wird es mer fen, wie das Geld auf dem Wege der indirekten Steueru aus dem Beutel herauskommt. Es ist aber unter allen Umständen vorzuziehen, daß die Steuer ganz direkt erhoben wird, weil alsdann gewiß ein Jeder es spürt und meift, wie viel Geld er zu zahlen hat, und wenn die Leute sich einmal darüber klar geworden sind, wie viel sie zu zahlen haben und wie viel der i tige Staatsaufwand loftet, dann, meine Herren, wird auch die Zeit kommen, wo man es fatt hat, für so viel unnöthige Dinge so viel Geld zu zahlen. Ich wollte die Aeußerungen des Herrn Abgeordneten von Blanckenburg nicht hingehen lassen, ohne dagegen protestirt zu haben, besonders im Namen derjenigen, die ich zu vertreten habe. Geschlossene Mitgliederversammlung Montag, den 5. Juli, Abends 9 Uhr, im Saale des Tischler- Amtshaus, Breitestraße. Tagesordnung. 1) Abrechnung über Monat Juni. 2) Verschiedenes. Quittungsbücher sind vorzuzeigen. Dstar Lehder. Für Hamburg. Allgem. deutscher Schneider: Verein. Mitglieder Versammlung Mittwoch, den 7. Juli, Abends 9 Uhr, im Saale des Schneider- Amthauses. Tagesordnung:, 9 Elberfeld: Allg. deutsch. Arb.- Verein( 143). Metall Essen: Allg. arbeiter( 24.) Manufakturarbeiter( 19.) deutsch. Arb. V.( 14.) Metallarbeiter( 15.) Berg- u. Hüttenu. Salinenarbeiter( 15.)- Frankfurta. M.: Allg. deutsch. Arb.-V.( 22.). Gelsenkirchen: Allg. deutsch. Arb.-V. ( 17.) Groß- Denckte: Allg. deutsch. Arb.-V.( 13.) Hahnerberg: silden: Allg. deutsch. Arb.-B.( 12.) Hamburg: Allg. deutsch. Allg. deutsch. Arb.- Verein( 53.) Arb.-B.( 110.) Schneider( 54.) Maurer u. Zimmerer( 85.) Cigarrenarbeiter( 56.) Schuhmacher( 38.) Holzarbeiter( 32.) Wietallarbeiter( 8.) Maler, Verg. u. Laciver( 11.) BuchHannobinder, Lederarbeiter, Sattler, Riemer( 12.) ver: Allg. deutsch. Arb.-V.( 19.) Maler, Lackirer, Ver golder( 11.) Metallarbeiter( 10.)- Schneider( 8.)- Harburg: Allg. deutsch. Arb.-V.( 25.)- Lüneburg: Allg. London: Deutsch. Arb.B.deutsch. Arb. Verein( 34). V.( 20). Lorenzhausen: Hand- n. Fabrikarb.( 11.) Limbach: Allg. deutsch. Arb. Verein( 13.) Leipzig: diene zur N chricht, daß etwaige freiwillige Beiträge für die Schneiter( 20.) Magdeburg: Metallarbeiter( 9) Mainz: Schneider( 12.)- Für die Pfalz: Allg. deutsch. Leipziger strikenden Cigarrenarbeiter jeden Sonnabend von Arb.-V.( 9.) Paris: Lassalleaner( 30.)- Pinneberg: 8-10 Uhr Abends und Sonntag, Vormittags von 10-1 Allg. deutsch. A.-V.( 13.)- Ronsdorf: Allg. deutsch. Acb.- Uhr, von dem damit beauftragten Arbeiter- Comité entgegen V.( 14.) Sandershausen: Allg. deutsch. Arb.-B.( 10.) genommen werden. Hochachtungsvoll. Im Auftrage des Comité's: Wolf, Schuhmacher. Stettin: Allg. deutsch. Arb.-V.( 10.) Dank! Wandsbeck: Allg. deu sch. Aib. V.( 112.)- Wolfenbüttel: Allgem. deutsch Arb. B.( 14). Die Gebühren bitten wir bis spätestens 10. Juni pünktlich einzusenden. J. Th. Meißen. Bitten um die bewußte Schrift. Für Berlin. Sämmtliche Parteifreunde, insbesondere die Zimmerleute, Maurer, Cigarrenarbeiter, 2c. werden ersucht, zu freundschaftlicher Zusammenkunft Sonntag, den 4. Juli, Morgens Punkt s Uhr, in Engelhardts Local, Lindenstraße 54, zu erscheinen. Es han *) Wegen Mangels an Naum bis heute zurückgestellt. delt sich um sehr wichtige Angelegenheiten. Drud ven R. Bergmann in Berlin. Berantwortlicher Redakteur und Berleger: Vortrag: Die Steuern und das Staats Budget von F. S. Liebisch. Jedermann hat Zutritt. Neue Mitglieder werden im Verein, so wie in der Krankenkasse aufgenommen. F. S. Liebisch, Bevollmächtigter. Den Hamburger Arbeitern Allen Brüdern für die liebevolle Ueberraschung an meinem Geburtstage seitens meiner Collegen im Verein durch Unterstützung, sowie der Liedertafel Egalité" für das Ständchen. Ich werde mich stets daran erinnern, da es Las erste Geburtsfest meines Lebens war, dessen Feier mir durch solche Freundschaftsbezeigungen erhöht wurde. Noch mals Dank; ich halte zu Euch, wir Ihr zu mir. Hamburg, 29. Juni 1869. T. S. Liebisch. Danksagung. der a 25 to # CASE61 bi te m 01 ar S in Եր 19 ba jet ni ist R V fct la ar fa ri m ge fol bri Vt D for ge ge fie Lo A1 wi fd bi ur ta bi N ge Für die freundschaftliche Aufnahme und Gastfreundschaft Limbacher Parteigenossen sagen wir unsern innigsten Dank. Glauchau, den 1. Juli 1869. ein ge sto Im Auftrage der Parteigenossen: Robert Fischer. W. Grüwel in Berlin. be