ttr. ao. Berlin, Sonntag, den 1l. Juli 1869. Fünfter Jahrgang ileiben, Ii, im orgens ng-.■ r. lebe. mokrat. Dleik Bettung etfitemt drei Mal wöchentlich :rts.' nud zwar: Dienstag«, Donnerstag» und -Sonnabend» ildenb». Orgün dcr social-demokratischen Partei. Redaction und Expedition i Vertin� Gitschinerstraße 17. Fest »l. h präc, -Mustk». ngcgei'd en noch ztnosi» stobtau, Nd»tmemetit«. Prei4 für ¥e-tln inel. Bringerlobn: viertelMrlich\b Sgr, monatlich 5 Sgr., einzelne Nummern l Sgr.; bei den Postämtern iu�Pieußen 15 Tgr., Bei den anßerprenßifchen Postämtern m Deutschiand 12�/» Sgr.,(44 Kreuzet südd. W-ihr.) Bestellungen«erden aoswirt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegen zenemmen. Inserate(in der Erpeditivn auszugeben) werden pro dreigesx altem Petit-Zeile bei Arbeiter- Annoncen mit I Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Kolonien, Amecita, Epina und Japan Mi. A. Uueasinu 8 L.iHie-Aewport-Street, Leicetter-S.uare. W. U. London. as Mit- ;e Bcistc IcnnbaU cuder. Mit dem I. Juli hat ein neues Vierteljahrs- abonnement auf den„Social-Demokrat" begonnen. Wir ersuchen diejenigen, welche noch abonniren wollen, dies sofort zu thun. Die Bestellungen werden auswärts bei den Post- Lmtern.in Berlin bei der Expedition Gitschinerstr. 17 und bei allen soliden Zeitungsspediteuren gemacht. (Preis in Preußen vierteljährlich 15 Sgr., im nicht preußischen Deutschland 12'-- Sgr.) Zugleich rich ten wir an die Parteigenossen die Aufforderung, möglichst für weitere Verbreitung des Partei if'L«: orflon(5 thatig zu sein. Die bisher erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Politischr? TheU. immer Berg. ihn er. erden>! tiagei ctn. Berlin, 11. Juli Bezeichnend silr den preußischen Staat - ist eine Nachricht, die durch alle Blatt r läust und die ursptstngiich der„Creselber Zeitung" eulftamu». eitcr. Wir geben sie zunächst lvörttich wtever: llungi Gladbach, 7. Juli.(Ehrenbezeugungen und Übe,«nertennun gen.) Anschließend an eine Correspondenz in tv.! der, Elbeif. Zta.". den Polizeitommissar Bornhetm bettestent . kann ich he. tc serner berichten, daß der demselben verMh-ne liche Ä>„thj. abler-Drben IV. Klasse, sowie die andern Ehrer.bezen- gnngen k. heute durch den ReglerungSt» äsit enten Hetru v. Kiihtwet'er den B.tr.ffenben persönlich Ube.reicht wurden. Es geschah die» im hiesigen Stadtrathssaale, vor versammeltem Stadtralhe und vielen Bürgern der Stadt. Herr v. Kühlwetter bob in einer Ansprache au die zu Dekorirenden besonders hervor, daß diese Ehre' bezeugungen ihnen zn Theil würden wegen ihres ... muthvollen, pslichttrenen Benehmens am Ml» UM Abende der durch Mcnde herv o rgeru fenen amp» Arbeiterexcesse, daß sie zwar nur ihre Schuldigkeit geihan, . daß jedoch, so gut wie der tapsere Soldat vor dem Feinde, swecl j0»er Polizeibeamte, der c« nicht sch ue, dem heim ��lcheu Feinde, der sich im Dunkel» mit Steinen und a idei en und 3 Gcgeusiänden bewasiuet, nuiUvoll entgegenzuteeten, höhere» l Ort« stets Anerkennung finde; er hisse zwar, daß in dem �. sonst als so mnsterhast ruhig bekanuteu Gladbach solche Ans- it Aeitr i)0lt0n,nitn mütfccn, da ja auch dieser ein- stichtmiz jt|ne galj nur durch Fremde hervorgerusen worden sei, imR» zweifle aber nicht, daß im WiederholungSsa'.le mit halten u demselben Mnthe und derselbe» Ruhe(??) von PattLkhen betressenden P olizeiosstcianten vorgegangen würde. srein. Also wegen ihres„muthvollen, pflichtgetreuen Be- nehmenS am Abende der durch ststende(Hört! Hört!) llhr,- �'�°iS'rujenen Atbeitertxcesse" werden die Polt- zisten mit Ehrenzeichen buomt! Und die ganze so- sienannte„Uberale" und bürgerlich„demokratische" iluSschu» Presse druckt dtes Alles ab ohne ein Wort der B-- metkung. Das sind die s Jonen Liberalen und Te- .. wokraien, die uns der Reaclton verdächtigen— uns, Ausnah' pw wir uuansg.s.tzl veu der Polizei und von den itnattn-j 6 timinaljjeiidsien vet folgt werden! -vtec» Bergegenwäitigen wir INS die Thatfachen, wie sie im Norddeutschen Reichstag festgestellt wutd.n: 1) ES fand zu Giarbach eine Versammlung statt, welche ohne etn>N der im Vereinsgesetz vorgesehenen „�sidö�'llude, als rechtswidrig von der Polizei aujge öst gebene l�urde. tug Uhr, 1. a, aus "zu deck. 2) In Folge diese« Vorgehen« der Polizei entstand eingcladtein Tumult, obgleich Niende aus» Entschiedenste sür Austechthaliung der Ruhe und der Ordnung gesprochen und gewirkt hatte. 3) Das Volk behauptet— und wir unsererseits ächtiatet-b�uben es— daß der Tumult durch das schroffe ''iBorgehen der PoUz i größere Verhältnisse annahm. Und damit Niemand im Zweifel sein könne, w>e > iu BtPie preußische Regierung sich zu dieser Sache stellt, iaiVust �0a't'ut Aasmunlerung aller Polizisten in ähnlichen ofie«. I«ItlU Fällen, werden jetzt lobende Reden gehalten an die jenigen Pclizisten, weiche recht wacker die Ar bener---- Doch die preußischen Preßverhältnisse machen es unS unmöglich, deutlicher zu sagen, wa« wir empfin reu. llliögeu die Arbeiter selbst überall sich über legen, was in jener Thatjache der OrdenSvet leihung nach der Rede de« Regierungspräsidenten v. Kühl' welter liegt und eS wird ihnen klar werden, wie die preußische Regierung ihnen gegenübersteht. Im Ucbrigeu— da der Norddeutsche Reichstag dcr Ansicht war, daß nicht der Abgeordnete Mende, sondern die Polizei die erste Veranlassung d.s Tu multeS war— liegt in jener Otdensvetleihung in Verbindung mit der Rede de« RegierungSpräsidenlen zugleich eine r.cht hübsche Höflichkeit sür den Nord b ulichen Reichstag. Darob sreiiich grämen wir uns nicht. Im Gegen iheil, wir wünschte» dieser Iammervcrsammiung weit mehr! Sie hat es um Deutschland verdient! Rundschau. Berlin, 10. Juli. x AuS allen Wahlbezirken kommen fortwährend Wähler nach Paris um in den Bureaux über die großen Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen Zeugniß abzugeben. Jnzwiichcn sind doch schon über 180 für gültig erklärt worden, so daß der gesetzgebende Kör per in Kurzem constiluirl sein wird. Dann erwartet "an die Einbringung folgender Adresse der Mittel parle!: „Wir v.'rlangkit, die Regierung über die Notwendigkeit zu inierpelliren, der Gesinnung de« Landes Gtnngthmtng zu gewähren, indem sie dasselbe in ausreichender Weise an der Leilnng feimr Geschäfte betheiligt. Die Eonstitnirnng eine« ucromwoitlichen Ministeriums, das Recht für den gesetz gebenden Körper, die organischen Bedingungen, seine Ar' beiten und Mitthcilungen mit der Regierung selbst zu regeln, wäre in unseren Angen die wesentliche Bedingung, um diesen Zweck zu erreichen". So. den läuft das Telegramm ein, daß der Kai ser das in der Interpellation ausgestellte Programm mit Ausnahme der Minister-Veranlwortlichkeit ange r.omuien haben. Die Minister sollen in Folge dessen ihre Portefeuilles niedergelegt haben. Man sieht in den nächsten Tagen dcr Unterzeich nung eines neuen Ausliefe: ungS-Vertrages zwischen Frankreich und der Schweiz entgegen. Dtefran zösi'chen Unterhändler verlangten, daß die Schweiz die Fassung des belgischen AuslteferungSvertrageS avop tire, welcher festsetzt, daß Attentate gegen den Eon verain oder die Kaiserliche Familie als gemeine und nicht als politische Verbrechen behandelt und solcher Verbrechen Angeklagte milhin ausgeliefert werden soll ten. Die Eldgenossenschaft bestand jedoch darauf, wie in den AuSlieserungsverträgen mit allen andern Län- cern, auch hier die politischen Verbrecher aller Ait ausdrücklich auszunehmen, indem sie et klärte, es dem jedesmaligen Ermessen der schweizerischen Behörden anheimgeben zu wollen, ob in Fällen deS ComplolteS gegen das Leben des Kaisers oder seiner Familie ein politisches ober gemeines Verbrechen vorliege. Die französische Regierung hat denn auch schließlich diesen Standpunki aneikannl, der in dem neuen Vertrage seinen Ausdruck finden wird. In Brüssel ist am 6. Juli die diesjährige Ses- Ion der Belgischen Provinzialräthe eröffnet worden. Das„Franks. Journ." berichtet hierüber: Herr Dubais Thor», der Gouverneur von Brabant hat diese» Jahr die sociale Frage zum Gegenstand der Eröss- uungsreoe gewählt und fühlte in ttesslicher Weise ans, wie die Lage des Ardeiters in den letzten zwanzig Jahren sich in jeder Weise gehoben und die Regierung durch die großen Summen, welche sie dem össentlicheu Uincrricht widme, ihm die Mittel und Wege geg b-u, sie noch weit mehr zu ver- bessern. Wenn auch der Goiiverneur von Brabant nicht so weit geht, zn behaupten, daß Alle» zum Besten und die Beziehungen zwischen Capital und Arbeit allseitig befriedi- gend seien, so verwnst er doch da« Prinziv einer staatlichen "der gesetzlichen Intervention zwischen den Arbeitern und den Arbeitgebern. Seiner Ansicht nach ist dies ansschließ- lich eine Privat- oder vielmehr eine Handelssrage, deren Auslragnng von den Zeiten abhängt, d. h. ob Ueberflnß an Arbeitsträsten ist oder nicht. Allerdings sind dies eben nur Gemeinplätze, aber die Art und Weise, wie Herr Du- bois-Thorn sie entwickelte, und z. B. aussnhrte, daß der Ausdruck„arbeitende Klasse" ein veralteter sei, da es in Belgien keine Klassen mehr gäbe und jeder Bürger in seinem Wirkungskreise ein Arbeiter sei, saud allgemeinen Anklang und nngelheilten Beisall. Ob diejenigen Arbeiter, welche der Eensn« von der Thcilnahme an der Wahl der Pevvinzialräthe ausschließt, mit Herrn Dubois-Tborn'» Rede ebenso einverstanden sein werden, ist eine andere Frage. Wenn selbst einem Bourgeois-Blatt, wie dem „Frankfurter Journal", die liefe BourgeoiSweisheit des Herrn Gouverneur aus Gemeinplätzen zu bestehen scheint, wenn selbst ein solches Blatt seine bescheidenen Zweifel hat, ob auch die Arbeiter mit dem Herrn Provinzialraih einverstanden s in werden: was sollen wir noch ein Wort über den blühenden Unsinn des Herrn DuboiS-Thorn verlieren?!— Wtr wollen bloS zur Charakterisirung der allseitig befriedigen» den Beziehungen zwischen Capital und Arbeit an die Metzeleien von Serainz erinnern. Der Herr Gou- verneur spricht sich zwar nicht darüber ans, wir glauben aber nicht, daß er jene militärische Jnter- venlion zwischen Arbeitern und Aibeitgebern ver- vammt. Sie ist ja nicht gesetzlich und nur eine solche sagt ihm nicht zu. Wie ein amerikanijcheS Blatt schreibt, haben die Ansständischen in Euba Dahrlchnsscheine in den Vereinigten Staaten anfertigen lassen. Diese Scheine sind m t dem Wappen der Republ'k Euba versehen, tragen link« ihre Nummer und rechts folgende Auf- schnsl: „Die Republik Euba zahlt an den Inhaber einen Paß. Dieser Schein wird zu gelegener Zeit von der Republik Euba eingelöst werden, und wird bei der Entrichtung von Steuern, Zöllen und jeglicher Art von Zahlungsverbindlich- leiten angenommen. 1863." In Spanien geht es dtübcr und drunter. Immer häufiger verweigern Bürgermeister und Freiwilligen- Balatllone den Eid auf die Verfassung.— Neuerdings haben die Kutscher der öffentlichen Fuhrwerke von Madriv die Atbeit eingestellt, weil die städtischen Behörden sie nölhigen wollten, eine gemeinsame Tracht anzunehmen. Das englische Oberhaus hat den Antrag RussellS auf Einführung lebenslänglicher PeerSwürden abge- lehnt. Die dritte Lesung der irischen Kirchenbill wird in Kurzem vor sich gehen. Augenblicklich regen sich wieder die Fenier. AuS Rom wird geschrieben, daß das päpstliche Generalvikariat kürzlich eine Frau bei Nacht verhaf- len und in daS Gefängniß der Inquisition führen ließ, weil sie der Hexerei beschuldigt war. Recht niedlich! vielleicht will man dem bevorstehenren Eon- c l das seltene Sckauspiel bieten, einen Menschen auf dem Scheiterhaufen veibrennen zu sehen. Vereing-Theil. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Verein.) An die Mitglieder de« Allg. deutsch. Arbeiter» Verein». Nach s 4 des Statuts werden die Vorstandsmitglieder durch die Generalversammlung gewählt. Da jedoch mit der etidgülligen Otdnung im Verein nicht gewartet werden kann, bis die Generalveriammliiiig zusammentritt, so soll einstweilen für die Zeit bis zur Generalversammlung der Vorstand bekanntlich durch das allgemeine Stimmrecht einge« cht werden. Es ist dies der erste Schritt, den der wiedervereinigl« Verein gemeinsam vornimmt. Wie ich bereits in meimr Ansprache bei Antritt des Amtes erklärt Hab.-, kommt i» jetzt vorzugsweise daraus au, bic Bereinigung innerlich zu wir 6« Frstsrtznng unfcrrr grschästlichcn Einrichtungen zu berücksickti�cn bnbcn. N�ch Erwägung aller' in Netracht kommenden Umstünde fcabr ich nachstehendes den bestehenden Gesetzen und ihre, Auffisiung durch die Gerichte enlipeechel de G.schäftsrcg'cmeni eulworfen und veitiindc dasselbe hictinU dein Berein als bis auf Weiteres maßgebend. Berlin, 10. Juli>869. Schweitzer. GeschSftS-Reglement. Z. 1. Da der Präsident nicht an allen Orten persönlich anwesend sein kann, ernennt er siir alle Orte, wo der Verein Mitglieder hat. oder wo demselben Mitglieder beitreten wollen, einen Bevollmächtigten. Derselbe hat den Aiiftrag vom Prä- sioenten, in dessen 9t o inen Einze-chuiingeü in die Vcreinslisten vorzunehmen. Der Präsident ernennt seine Bevollmächtigten immer nur sür die Dauer bis zur nächst. n ordentlichen Gene- ralvtisammlung bis Vereins. Jedrch setzt jeder Bevollmäch- ligte biS zur Ernennung eines neuen Bevollmächtigten scinc �unciion fort. §. 2 Da der Verein seinen Sitz in Berlin hat. so wird vom Präsidenten in Gemäßhrit des preußischen Vereinsgc- letzeSd�r Berliner Polizei da« Verzeichnijj der Mitglieder an allen Orten eingereicht. Der P äsioent wird seine Bevoll- mächtigien anmeiseu, die Verzeichnisse derart an ihn einzus.n den, d>,ß er der Berliner Pol zcibchö.de die vom Gesetz vorgeschriebenen Eiureichungen fortlaniend macheu kann. Eine Vernachläisigung der Pflicht, die V.rzeichnisic an den Piäsi deuten in Gemäßheit der ven ihm erlhei.ten W isuvgcn ein- zusenden, zieht soforlige Absetzung des Bevollmächtigten nach sich. Den localen Po'izeibehörden haben die Bevollmächtigten da« Mitgliedeiverz ichiiiß nicht cinznreichcn. da an den ein- zelnen Orten k ine Zmeigv. reine best.hen, vielmehr alle Mit- gli.der unmittelbar dem zn Beiln seinen Sitz habende» Verein angehören. Verlangen die localen Pollzeibehöiden onrchans die Einreichnng, so kann dieselbe geschehen, jedoch nur unter auSdillrilicher Re chtSv eriv ahrnng. Der Bevollmächtigte hat aiich in dem Falle, Ivo er notbgedruugen das Mitgliiderverzeichniß der localen Behöidc eingereicht hat, ein Verreichniß an den Piäsidenten zn sende», damit dieser die gesetzliche Einrcichiing in Berlin vornehmen kann. tz. 3. Wenn die Verciusmitglieder sich an irgend einem Orte außer Berlin versammeln wollen, so sollen sie dies, da sie keinen Zweigvereiu bilden, nicht aus Giund dcs Ver- eiuSrechtcS, sondern nur aus Grund des Vcrsamm- lnngSrechtcS thnn. Irgend ein Mitglied beruft zum ersten Male die VereinSmitglieder zu einer Versammlung ein. Die Versammlung wählt wie jede Veisammlung einen Vorsitzen- deu und einen Schrif'sllhrer und beanslragt, wie dies bei Veisaminlnngen häufig voi kommt, irgend einen Anwesenden mit der AnSichreibnng der nächsten Versammlung. In jeder Versainnilniig werden— lediglich sür diese Versammlung — ein Vorsitzender(beziehungsweise ein Vorsitzender und Stellvertrelei) und ein Srtirifisührer, in der R.gcl durch Acclamation, gewählt und erhält Jemand den Aujlrag, die nächste Versamtnlnng zu bernfen. Jede Versammlung,— sei es nun, daß zu einer solchen vom Veranslaller derselben nur VereinSmitglieder eingeladen sind, sei cS, daß dieselbe öffentlich mit ZuiriN sür Jeder- mann stattfindet— jede Versammlung ist besonder« der Polizei vorschriftsmäßig iu Gemäßheit de» VersaunnlungS- rechtes auziimetde». tz. 4. Um den Mitgliedern die Unbequemlichkeit zu er- sparen, ihre Beiträge selbst an den VeremScassirer absenden z» mttffen, soivie zum Zwecke der B.rmiiiderling der Porto- losten vezeichnel der P. äsioent an de» verschiedene» Orten ein Mitgli d, welches die Einlrittsgelder und Beiträge einzn- fanniia* hat. D�r B.itragsammler hat, wo unter 29 Mit- gliedcr sind, vierteljährl-ch,(spätestens am 1ö. de« ersten Monats in einem Vierteljahr stlr das vorangegangene Viertel- jähr), Ivo miiideftrns 29 Mitglieder sind, allmonatlich, tspätestens am IS. de« Monats für den vorangegangenen Monat) d�e Beiträge nebst Abrrchir rüg an den Veieinscassirer zu schicken. Die Säumige» werden veröffentlicht. Zur Contrvlle, sowie zur Unterstützung de« Beitrag- sammler«, ernennt der P. äsioent drei Revisoren, welche ihm über jede Ungehörig? nt, die der Beitragsammler sich in Sicheil*L0n; f der Vereinsgeloer zu schulden komme» läßt, sofort Bericht zu erstatten haben. Der Präsioeut verfügt atSdann dai f"4' Weitere. Beschwerden über diese Bei sügungen gehen an de« jN E Vorstand und die Generalveisammlnng. Echwe §. 5. Da die Mitglieder an den einzelnen Orten keine s'ch ie Z ocigvereine bilden, so haben sie sich auch aller Maßaahnieil gffproi und Einrichtungen zu enthalten, wiche den Schein erregen starren könnten, a s ob ein Ziveigverein vorliege. Sie haben als» brannt insbesondere keine localen Vorstände oder Beamte irgend welq T�tzs ch r Art einzusetzen und keine locale Kaffellverwa.lung ciu-i sollte zurichten. �en! K. ü. Der P äsidmt ist befugt, Ausgaben zu verfügen, Ti welche der Eissi er ans seine Anweisung zu leisten hat. Da-e> gegen ist der Präsident von jeder Mitivi.knng am Finanz-! ot i ch t� ivejen ausg schloffen. Die regelmäßige Controlle des Rech-i P'"!'' nungsweseiis besorgt der Vorstand, in letzter Instanz die™ � Generalversammlung. Letztere ertheilt auch die Entlaft i»g. Alle-öfMo" drei Monate hat der Caffirer beim Vorsland eine snniinarische 11"t' Aufstellung der Einnah neu und Ausgaben einzureichen. Del IJ 0te Präsident rechnet der Generalverjamnilung ab. � s. 7 Beschwerden gegen den Präsidenten und die low•j-nfer? stigen Vcreinsbcaintcn könn-n beim Vorstand eingereicht werde«, � Es werden einzelne Vorflandsmilgiieder bezeichnet, welche dil � betreffe»den Befchwerd schriften, Bew.iSslücke u. s. w. ent� x gegenzunehinen und dafür zu so'gen haben, daß der General Versammlung richtig Bericht erstattet werde, damit auf diese We se jede« Mitglied die Geivißh.il hat, mit seinen et.vaigcil)0 Beschwerden bei der Geueralversanimlung zur Geltung zil � t r,»rr«r, � �' vUivN * Der Sieg des Ailg. deutsch. Arb.-Ver« wesend. eins ist entschieden. Die Verschwörung der bstr« Lehdei gerlichen Demotraile gegen die sociale ist miß unge«, stls cie Jntriguen haben sich als erfolglos gezeigt. Wil werden zwar noch 8 ober 14 Tage lang einige Wir» Si'örnn ren hab'.n, man wird noch einige Zeit lang unerquich Miigi,. liche Dinge lesen müsien, aber das ist ohne Beden» heir'ch� lung— die Hauptsache ist entschieden. Wiederni»„Ich n �al sich drr AUg. deuisch. Aib.-Vrrein bewährt uni st"i", mit nunmehr vereinler Macht, unier kräftiger Leiinngi'�m> mir gewiffenhafrer Ordnung und demokratischer Co»' � uollt werben wir Großes erreichen, werv n wir vo<." Erfolg zu Erfolg schreiten. Glückauf zum erneule« spazbnc Kamp e mit vereinlen Kräften wider alle Gegner dei«ndiich Arbeitersache!_____ hier, das Hamburg, 9. Jnli.(Eine denkwürdige Mit»�,�" gliederversammlung.) Gestern, Donnerstag, fand ein» ordnen! Versammlung in Tüiqe'S großem Salon statt, welch- tros verschmo eines Hamburger Volkssestts, das„Waisengrün" genannt cw wo ade» Hinläuft, überfüllt besucht war. Zugleich sanl oben im kleinen Salon deffelden Lokale» eilte Eigarre» Unt) arbeiterversammlung statt, in welcher der Eigarrenarb.-Präi hnveud i Fritzsche seine Geißel gegen Dr. Schweitzer schwang. 31 Versa, n, nnserer Bcrsammiuug Ivar Alles daraus gcipannt, was Abend bringen würde. E ne Berichterstatlung des Mitgsitj,! Al,g� des Wols cisolgte, we cher die Mälheilung machte, d-Isoll, so � Pinneberg ebciisalls u iser sei und am Verein festhal«�' wir Bräuer hielt einen Vortrag; dann sprach l,ImerzeichneK>B,reinia bitter, inz groß. Fritzsche nahm sofort den Vorsitz ein, dtAwecke\ mit kein Unberufener tage, obschou er selbst angeklagt""'Cieiniiifi Richter aus Wandsbeck und überhaupt, wer nur Plspix sand, befand sich im Salon. Fritzsche zog nun los»egtSchweilz Schweitzer: Schweitzer habe ihm 299 Thlr. für£%„ j,;,? Eingehen d.s„Botschaflers" geben wollen(ei, sehr gut!»,. Zdm Schweitzer habe ihm kein Geid geliehen sür die u» ff-"•>«- vollenden. Wir müssen Alle» thnn, was das Gefühl heivorrnst oder e-sta ken läßt, daß wir nicht nur äußerlich, soiidein auch innerlich>» Wirklickket nud Wahrheit ei» ein ziqer Ver in sind. Wir müssen zugleich Alles unter äffen, was»n Eniferntest Ii die Eisirsiichtelei der beiden bisher ge- trennte» Elemente wach usen könnie. So nur ivi.d sich im Laufe der Zeit— Hofsertuch bäd!— die Verschmelznug der lang getrennten Elemente vollenden. Aus diesen Griindeii nud weil ich der Ansicht bin, daß schon bei dieiem ersten gemeinsaimn Sch'itt, bei Wahl de« Vo.stui.d.s, in solchem Geiste vorgegangell werden muß, erlaute ich mir nachstehend de» Mitgliete n eie.c Vorschlaft«- liste vorzulegen. Ich bin nämlich von dem Gesichispuntie ausgegangen, daß, nachdem die Veieinsieilui g. die Präsidentur, einem Mitgli de de« bisherigen z» Berlin dcmic liri gewesenen Vereine«, nämlich mir. zugesallen-st, es der Bill gkeit ent- spricht, wenn im Voistand die Mehrheit an« Mitg icdern des zu Dresden domicuirt gewese, e» Vereins besteht. Ich richte daber gerade an diejenigen»rn, er Vereinserenoffcn, mit denen ich schon bisher zuiammeng hört habe, die Bitte, durch eine Wahl iu der bezeichneleir Richtung zur Verschmelzung der Elemente beilragen zu wollen. Ich schlage alio zu Mitgl-edern de« Vorstande« bis zur nächste» Generalversammlung folgende Personen vor: l) C W. Tölcke ai« Sekreliir, 2) W. Hasenclever als Kassirer, 3) Fritz Wende, 4) Karl Klein iu Elbeifeld, bi W. Frick in Baun n, 6) OSkar Lehder in Hamburg, 7> Leonhard Tanscher in Augsburg, 8) Wilhelm Pfawnknch i» Eaffel, 9) Juli nS Scheil in BieSlau, 19) W. Kölsch in Mainz, II) Hermann Haustein in Offenbach, 12) Emil Förste, liiig in Dresden, 13) Aug» st Kühn in Biernen, 14) I.«..ckS in M.-Gladbach, IS) Dietr. Popp iu Eimstorn, 16) Ottomar Schnaufer in Halle a. d. S., 17) Ernst Gotting in Aachen, 18) Hettsleisch in Fieiburg, 19) Anton Dohr in Süchicln, 29) Ernst Schiotler in Tahlheim, 21) Traugotl Reichel in Biand, 22) Friedrich Singer in Einsiedel, 23) Oldenburg in ReiedSburg, 24) H. Schröder in Br.men. Ich überlaste de» Mitgliedern, in welcher Form sie die Wahlen vornehmen wollen. Aber ich bitte- noch einmal, bei den Wahlen scsihalt n zu wollen, daß c« vor«U-m gilt, die innere Emtiacht in unseren erst seit so kurzer Zeit wieder vereinigten Reihen du. ch Umsicht, Rücksichtnahme und wichseffcit gis Eiilgegenkommen, durch brüderlichen Geist zu befestigen. Die Wahlen müssen bi« zum 25. dss incl. beendet sein. Da« Ergebniß ist genau an den prov sor>schen Vereins- secretär E. W. Tölcke, Berlin, Gilichiueistraße 17, zu de richten. Briese, die nach dem 23. dss. tinlausen, können nicht berücksichtigt werden. Berlin, 19. Juli 1869. Schweitzer. An die Mitglieder des All g. deutsch. Ar b.-Vereins Wenn wir einerseits an der Loffalle'schen Organrsctivn. festballeir wolle», so ist doch andms.us»öthig, daß wir in Betreff unserer geschäillichen Anordnungen den Anforderungen nachlommen, welche ins durch die bestehenden Gesetze aus». legt werden— Anfoiderungeu, welchen nachgekvmnieu werden kann, ohne daß d.r Geist und K-rn unserer Or> ganisation dadurch beiührt würbe. Wenn wir, wie e« unsere Absicht ist, auf gesetzlichem Boden agitiien wollen, müssen wir unsere xeschäsil che» Anvrdniingen so treff.n, daß der Verein gesetzeich bestehen k->mi, Iva« Lassalle seilst wiederholt anerkannt hat, und was auch selbst ocrsiäiidlich ist. Im Lans der Jahre hat sich«ine Summe von gericht- lichcn und Polizei! chcn Enlscheiduiigeu angesammelt, welche Der Bundschuh von Lehen.. Historische Erzählung von Wilhelm Grothe. Biertes Capitcl. In der Kirche und im Hause de« Agitators. In der Kirche zu Leben arbeitete der tüchtige Maler Tb odosius an der Aiisschmllckiivg de« GatieshauseS. Er hatte soeben die Gestalt des Täufer» entwürfen., wie er in Felle gekleidet dem Volke predigie, und schäme sich sein Werk m t dem Behagen an. welche« den Künstler ergreift, wenn «r sich sagt: Dir ist diese Ardeil gelungen. Ein wonnige« Lächeln überflog sein Gesicht, und gern hätte er die Mensch- heil vor sein Bild führen mögen; ober selbst seinen Farben- reib» und Geh Ifen mußte er missen; er Halle ihn mit einem Austrage nach Freiburg gesandt. Da öffnete sich die Kiichthür, und he, ein teaten Äugusliii Enderlin, der Allvogt, und der Bäcker Hieronymus, der in der Mühle zn Lehen im Dienste stand und von dem man sagte, er werde die verwittirete Besitzerin, der Mühle heirathen. Theodosius ging ihnen seenndl'ch entgegen, hieß sie willkommen und führte sie vor seinen Eutwurf, sie um ihre Meinung z» fragen. Da rief Hieronymus au«:,.Meister. das habt Ihr geirossen. Ja, das ist der Proph« der Armen." , Auch Augustin Enderlin stimmie bei und ertiäite, so habe er sich den Täufer gedacht, der einem Herodc« ein Dorn gewesen. „So etwas mußtet Ihr ans Seide malen," meinte Hie- ronymus, ,,»»d nicht aus die kalie Wand." Th.odosinS bemerkte, daß er dazu keine Austtäge erhielte; er habe kein Glück. Würden die Leute Zutrauen haben, dann wollte er zeigen, was er könne. Der Altvogt und der Bäcker warfen sich einen bedeuten- den Blick zu, dann sagte der Letztere, sie wollen mache», daß das Zulraucn erwache. „Wir wollen Euch Seide liefern und darauf malt Ihr uns solch cinen heiligen Johannes, wie er dem Hcrodes gegenüber muß gestanden haben," sagte der Bäcker. „Recht so." fiel der Altvogt ihm in die Rede,„und wir werden Eure Mühe besser bezahlen, als der Kirchen- vorstand." TheodcstiiS lächelte und fragte, ob sie nicht ihren Scherz mit ihm trieben. „Nein," rief Hieronymus,„wir wollen den Proiger der Armen und Hungernden gemalt haben, dem Tausende und Tansende zuliefen. Wahrlich, solch ein Prediger ihnt uns noth. Daß ab» Jeder auf den ersten Blick weiß, was mit dem Bilde gesagt sein soll, da müßt Ihr deutlich das Zeichen des Elend« darunter setzen. Nicht. Bruder Allvogt?" „Gewiß, gewiß," stimmte dieser bei:„Das ist die Hauplsache." „Was versteht Ihr aber, wertbe Fr:unde, unter dem Zeichen des Elends?" fragte TheodosinS. „Den Bundschuh," tönte es ans der Beiden Mund-. Ais richietc sich vor ihm eine giftige Schlange in die Höhe, tiat der Maler entsetzt zurück. Jahre waren ver- flössen, lange Jahre; aber der Bundschuh, obgleich im Keime erstickt, stand noch als schreckliche» Gespenst im Audenleu der Menschen. „Daß Gott und seine Heiligen mich davor bewahren I" rief Theodosius ans:„Den Bundschuh! w.ßt Ihr denn nicht, ivas der Bundschuh ist?" In d.esi-m Aug ndlick trat Joß Fritz in d'e Kirche und schloß die Thür hinter sich. Er hatte draußen gelauscht und und eilte jetzt die Freunde aus Verlegenheit und Gefahr zu ziehen. „Wer spricht hier von Bundschuh?" fragte er mit schar- sei Summe. „Sicher Niemand im bösen Sinne," meinte der gut- miithige Maler und erzählte, welch einen Auftrag man ihm gestellt habe. Die finstere Miene de« Bannwart« schien sich zu erhellen. „Nichts weiter!" versetzte er:„Glaubte ich doch ichou von einem neuen Weltenbrande zu hören. Ja, ja, e«@rc nicht gut vom Bnnd-chuh zu sprechen, und daß da« V« jemals daran gedacht hat, sich gegen die Herren aufzuleh-.ch�� J; Ihr Beide braucht Euch nicht zu entschuldigen, ich lettty,,,,,. Euch ja al« sriedfertige Männer und werde auch Eure««„„t g., bedachte Aeußernng verschweigen." gefallen) „Thut da«, Herr Bannwart; ich will es beschwör»„Hg, daß die Leute keine schlimme Absicht gehabt!" bemerkte MHUr und der Maler. � i„Wi „Besser al« jeder Schwur ist Schweigen," entgcgn«„Es Joß:„das rathe ich Euch schon Euretwegen. Jrruiiginnd könnten in der Gemeinde entstehen, und-- Ihr e'Heiliguii steht mich schon--" und sei» Theodosiu« betbcuerte, daß er schweigen werde; die gai>„W, Aug legenheit verdune gar nicht, daß man darüber»„Das» Wort verliere.„De „Da« meine ich auch," meinte Joß Fritz und Verl»„Kir mit den beiden Landleuteu die Kirche. Jemand, Als sie aus der Dorsgasse sich befanden, sagte er: die ich Euch nicht sogleich gesagt. Es ist zu viel Gefahr, wl��r il wir die Fahne hier in der Nähe bestellen und malen lasf��bki Ich muß noch heute Nacht nach Heilbronu aufbrechen,».*Inf zum letzten Male Alle« mit den Elsassern zu besprecht dem da will ich die Fahne herstellen lassen. Sorgt dafür, ö„Si die«rüder sich heute Abend auf der Hartmalte einsindD'us, bi B.s dahin Galt befohlen!" D Sie trennten sich, Joß schlug den Weg nach seil" � Hause ein. Kerew Dasselbe lag abseits vom Dorf. Es war kein Praw 11 bau; aber gegen die Wobnungen der Landleute war es f räumig und schön. Der Este Balzac von Blumeneck Ie es, seine Beamten auszuzeichnen, daß sie schon dadurch 6'«!." fliiß ans die Anderen ausübten. Tos Joß trat hinein in das Wohnzimmer, wo sein Wel�vserde i Mine der Kinder sich befind. Der Bannwart besaß d»-ihr mit zwei, einen Knaben von drei Jahren und ein Mädchen- 5iä|fit ti»u, ferner sei er wegen Geldbedarf« von Schweitzer an Lericht ��ilwel gewiesen, welcher ihm ebenhlls iiicht« gegeben, i vai ki« der Buchdrnlkercibehtzer Bergmann für 8 P ozem jn de«''''rn Geld geliehen habe. Dicsc« sollte die'Anklage gegen Schweitzer se>ll!'Alles wiedeiz.�g den, was Feitzsche gegen i keine � fi dst und sein Verhalten, sowie gegen Sch»>eitzer soll .ihmen Sesprochen haben, ist bei der erbitterten Slimmung der Ci- ittegf std�renarbeiter nicht nochig.'Allgemeine Enirii'tnng cnl- m also brannte gegen Fritzsche und erreichte den Hiidepunlt, alo id Ivel«! Fritzsche(ein„Demokrat"?) Nichter aus Wanesbeek nicht ig ein- wollte sprechen lassen, und Richter hatte von Fritzsche einen Brief, worin er ibm anzeigte: daß er wieder Mitglied rfilqen, bc« Cigar>e»arteil r-Vereins sei, daß er nach bilden reisen Da- sitr die Sache u. s. w. Allein für Fritzsche war iinan;> Richter zu gesadrlich, er durste nicht sprechen. Einige de > Rech« Aufpasser machten Skandal ans einen Wink, und dann »! die kikimte Fritzsche: Wenn nicht Ruhe wird, schließe ich die g'Alle Versammlung. Da nun durch solche Feigheit, gepaatt , arische solcher rohen Gewalt, Fritzsche alle Achtung I Del bcrlor, so wurde die Auslegung derart, daß man den Herrn„Eigarrenaibeiter" Fritzsche, wie er in >ie son> V'ner Flugblattsprache sich nennt— fast au« d�m Salon roetdcni i?®' Seine Helsers heiser oder einige Unausgeklätte hielten lche dit dagegen am Rott, was bewirkte, daß derselbe zerriß a ent« tief:„?n die Mitgliederversammlung hinuuter! tort ieneral« Schiveitzcr sprechen!" Die eine Paitei wollte ni d est �''Vlch- hinaus, die andere in den Saal hin. in haben, - uaigcil'0'08 wan so lange an ihn herum, bi» ei» handfester u»a lil �tbeiter zug.iff und ihn mit Blitzesschnelligkeit in den großen 0' Salon hinein besörderte. Die Gall.rie»nd alle Plätze füllten sich sofort und es waren circa 2000 Menschen an- -Ver' wesend. Man dirigirte Fritzsche auf die Rednertribüne. r bü�Lkhder, der Vorsitzende, schafsie Rnbe. Nun sollte Fritzsche ungen, büd gegen Dr. v. Schweitzer oben Vorgebt achle wieder- Wik Jj0!'"' um in ruhiger Debatte die Sache zum Austrag zu e Witt Vorsitzende versichtrte Fritzsche, daß er ohne ■ j. Slörnug jetzt reden könne, da er wovl w-sie, daß unter de» .« Rriiglredern de« Alig. deutsch. Arb-Berein« Disoplm oedcu1 b�chf. Allein die Feigheit war größer a's der Grimm. ederui»„Ich werde nicht mcbr sprechen; ich laste mich nicht zwin- jrt un* fl*11"» sprach Fritzsche. Allgemeines Murren et folgte. ?eiIUNH �uuu redeten Hörig, Richter und noch viele Andere; r Col� die bereits angesllhrten Tbaliachen aus der Eigarreuarbeiter« zir voll""sammlung wurden enli üllt und e? wurde schwer, die Rnbe rn/tre« �ballen, trotzdem die Tribüne geräumt wurde; Fritzsche wt �'rt" bort auf und ab, gcstikulirte und redete mit sich selbst; ner res endlich wagte er zu äußern:„Di- sind'« garntcht iverlh ! hier, daß man zu ihnen spricht." Diese« machte heißes Blut, switi■ btlc �Oisitzend» Leh der bat die Versammlung, sie möge -i« � Arbeiter ihren Zorn Nlzsrer Sache unlerzu- .a e il 0 Infn verständen; dann fuhr er fort: Da Fritzsche-S ich- tt, verschmähe in dieser Versammlung zu sprechen, so solle man .•9r?,n �"l6 n,a�tn unb it)n s>i»0"s gehn lasten, damit dte tr ��he aushöre. Die Versammlung stimmte dem stürmisch 'h bet bedauernswerlhe Mann ging durch die Spalier �»�b«vd:n Arbeiter hindurch, verschmäht uud verlassen. Die Z-oersammlung dauerte noch bis Nacht« 1», Uhr u d es �n>.�!!»!brachen zahlt eiche Redner. Da in den kommenden Togen ., uli„ rtoua derselbe Streich von Fritzich« ausgeführt wetden • ex,(«« �vollen alle Eigarrenarbe tcr dort am Platz sein!— •!1«l/r9""lt emf denktvürdige Mitgliedetversammluttg. Das zeichnet- qitch���vlssen geführt; aber Wehe, dreimal Wehe über die, so !.«,"agen. Unser geehrter Präsiden,. Herr I)r. v - tilr?! �'v«ttzer, hat gewiß das allergrößte Opfer bringen müssen -b! long ersehnte Vereinigung zu bewerkstelligen. 11r, tsttueitzer war ja dz« Opser der Jntrigue schon seit Jahren, in ihni bat man den festen nnetschütterl-chen Social- oemokraten erkannt, weshalb mo» auch olle n»r erdenkiich n Verlenmoung n schon seit Jahre» ersann, um ihn zu ver- dackti ien. Ein kleine«, eitles, mtt persönlichem Egrg.iz be� gable« Hältst in wollte gern da« Scepler führen; ich a's tster Bevollinächtigter sllr Cassel habe den Beweis für das Obeirgefagte in Händen. Eine wahre U Kersch ventmutig von verlct.indetstchen, henchleti'ch erdachten Phras. nicht isien tvurde »n« gleich bei der ersten Kiindgeuritg dts Bekennlnistes zur tzassalle'schcn Fahne gegen He rn Dr. v. Schweitzer z» Theil; abir da« war e« gerade, was. die Aufmerksamkeit ans d efe» verpönten Manu in uns erweckte, nnd so hat es sich den» auch erwiesen, daß Dr. v, Schtv.'itzer viel zu erhaben viel zu groü gegen solch- persönliche G hästiake>tea dag standen hat. Gerade diejenigen, ich sage es off n, tullche ihm am wehesten gelhan haben, hat er bei der ersten ihm da bieten- de» Gelegendeit der großen Sache wegen brü e lich in seine Arme geschlossen. Alles lag Vinter ibm, der große Gedanke, de Vereinigung mit unfern g'eichgesinntcn Brüdern ließ Alle» vergessen. Ich will zugeben, daß die Form, in wet- ch r die Vereinigung den Mtlgliedein unlerbreiiet wurde, anfänglich stutzig mach'» konnte, die B'wetie nnd GrUade, daß c« nicht anders möglich war, müßten doch endlich jedem unbefangenen prinzivienirenen Mitglieoe einleuchten. Aber lcr der kamen wieder Verräiher und Intrignauteu au» ihreti Schlupftuinkel» hervor; Ver' älher, die man leider bi« jetzt als die Tüchtigsten und Jntellig-niesten unserer V reinianttg hielt, treten nicht allein die von Fetd, Lassalle geschaff ne O-ganisatiou mtt Füßen, sondern glauben sogar in ihrem Eigendünkel die Arbeiter betvöten zu können, als hmdelten sie gertcht. Aber nem, Ihr Pharisäer, da hibt..hr Euch veriechnet, die Vereins-Organisation und Disziplin ist uns heiliger, als Ihr abtrünnigen Wetterfahnen ineut, w lltet Ihr Männer von Festigkeit sein, so maßtet Ihr aus dem Felde der Ehre ausharren bis zum letzten Mann, Ader so seid Ihr ehrlose Wichte, von Elte keil, periöntichem Eh geiz und Egoismus befalleite Memmen, Beda t.r Eure Sude jchrift.n in Zttkunft sür Euch, ich verach'e Sie iammt Euch. Lage» gerechte Klagen gegen das Präsidium vor, so mußten die großen Geister, ein Geib, Bracke, Dork» s. w., irst recht in dem Verein bleiben, und auf der b.vo stehenden Gcncral-V-rsammlung die Sache zum Anstrag und zur Klä rnng bringen; aber Eure � chwachkopfigkeit verstand nur, ans dem Wege der Gehässigkeit der ganzen Welt zum Ge- spotte zu dienen. Pfui, und aber Pfui! Parteigeuoffcn in Rah' nnd Fern, wtr weiden Alle an dem Allg. deutsch. Arb.- Verein festhalten, trotzdem diese sogen, indlligeitteii Schlauköpfe, oder vielmehr Dummköpfe, unsee Fahne v rlaffen; imimr eng r und s ster wollen wir znsammeiisttheii, und lein Haar breit von unserer Vereins-Disciplin abweich», jedes Zer- wlirsniß, welch« obwaltet, wollen wir gesetzmäßig aus unsei er Gcneral-Versammlung schlichten, sie ist die höchste Behörde für uns. Uud Ihr, meine werthen Geschäfisgenoffen, Ihr deutschen Cigarrenarbeiier, stellt Euch auf die Wacht, der Schritt unser« P äsidenten Fritzsche giebt uns biiircichendcn Stoff dazu, vorlänsig sei es gesagt, daß er du ch seinen An' schluß an da« verdächtige Complott das Vertrauen seiner Mitglieder tief erschüitert hat: also wachet! wacher! Prüfet behauet aber das Beste. Ich werde später auf da« Ge- bahre» Fritzsche'« nochmals zurückkommen. Mit social-demo- kratiich IN Gtuß G. H F> i g g c, Eigarretiatbeiter. Bautzen, 8. Jnli.< Erklärung.) Herrn Bracke »nd Genossen die Antwort, daß sie uns fernerhin nicht mehr mit ihren lügenhaften Flugblättern belästigen mög n. Wir haben mit der vollsten Ucbcrz ngnug der B retnigiing zng-- stimmt uud einstimmig Herrn Dr. v. Schweitzer zttm Präsidenten gewählt, nicht der Peison halber, sondern seiner vie- len Verdienste halber. Wir hätten auch einer Ver-inigimg mit der sächsischen Volke Partei zugestimmt, wenn sie a>> anderem Wege angestrebt worden wäre, und dieselbe nicht daraus ausginge uuserc Organisation, die wir z» allen Zet- ten hochhallen werden, zu gesähiden. Sie sehen, Herr Bracke, au« dies»Zeilen, daß wir un« nicht von gewissen- losen Mensche» Hetzen laffen. Und wer besude t mehr den Namen Lassalle'« als gerade Ihre Flugich ifl? Sie spre ch n von Tadsünde, aber wer begebt dieselbe? Sie einzig und Ihre Genossen, die sie Zwietracht zwischen un« säen wallt?». E» ist Ihnen nicht geltinze»; die Arbeiter haben s lbst Vernunft genug und wissen zu wessen Fahne sie sich halten müssen. Ihnen soll Einignug am Herzen liegen? aber Jbr Fln zblalt enthält ja nicht« als Schimpsreden über unse e Organi ation, über nnsern Präsidenten! Für die Z karft verweisen Sie uns mit einer Phraic ans den Con- gr.ß, der wird da« Kraut fett mache». Am wärmsten kön- neu Sie noch den'Arbeitern da» Geloeinsammeln an'« Herz lege», aber wir sind nicht so dumm.— Nun einige Be- merkungcn über Herrn Fritzsche, d n Verräther an unsere Sache. Das Ttrciilar. da» er erlassen, wird, das bin ich gewiß, überall abprallen, denn er Hand lt gegen den Be- schluß der Gencralversammliing und somit gegen das Sta- tut. Wir habe» den Anschluß an den Gewerkichaflsverband beschloss n. Fiitziche's Handlungsweise hat noch nie unserm Verein zm» Wohle gereicht, durch seine N tchlässigkeit ihm nur zu oft geschadet Deshalb, Ctgarrenarbeiter, College», r chie ich an Ench die dringende Bilte, rufet eine General- versammlnitg ein. so rasch wie möglich setzet inzwischen ein prov s irisches Präsidium rn, sonst ist unser ganzer Verein geiäh.det. Denn Fritzsche ist ke n Mann; wo er das meiste Geld bekommt, geht er hin, n»d solche Leute können wir nicht btauchen. Die hiesigen C garrenarbetter werden schon die»öihigen Schritte dazu thun. Und nun noch einmal, deutsche Atbeiter, halt.t fest an der Fahne der Socialdemo- kralie»nd an dem GkwertschastSveiband. Im An, trage der hi sig n Ctgarrenarbeiter und der husigen Lassalleaner mit social-demokratischem Gruß Otto Schreckenbach, Bevollmächtigter. Pausa, 8, Znli.(Zur Kennzeichnung,! Iu der zweiten Hamburger Flugschrift erhebt auch Herr Fritzsche sei» Meduscnhanpt. E» i,t das derselbe Herr der 1804 zu Düsseldvif den Ant ag, die Verbindung de» Präsidiums und Secrrlariats einbrachte, der so zttm großem Thetl die bisherige Spaltung v.'rschnldele. Ja, dieser Herr scheute sich nicht, sich aus jener Gen-ralversammlnitg auch als Vertreter von Pausa auszugeben, während die do r gen Mitgliedir auch nicht ein Wort davon tvußten; ist da» auch temokrat>sch? Parteige- nossrn, hallet fest zusammri bis zur nächsten Gcneralver- sammiung. macht die Ansichten der Hamburger Mitglieder in N. 75 zu den Eaern uud wir werden über alle Jiilrtguen siegen. F. Rudolph. Braunschweig, 8. Juli.(Anfrus.) Parteigenossen, es wird hier in Braunschweig tüchtig daraus lo«getvühlt, un« alle loszureißen vom Allg. deutsch. Arb.-Vetetn, doch umsouft. Haben sich auch leider manche verblüffen lassen, die g oße Masse fleht noch fest und wird»netschlltterlich feststehen. Kameraden, wer die Principien Lassalle'« verach- tet und nicht die Einigung durch den so kräftig organisirt.n Allg. deutsch. Arb.-Vereul herbeiführen will, ist ein Ver- rätber der großen Arbeiterbewegung. Darum Ihr Brüder in Peine und Gisho n, d e Ihr erst seit kurzer Zeit einge- treten seid, sollte Euch der Teufel auch in Versuchung führen wollen, weist ihn mit Dannerworten zurück und haltet fest an dem Allg. deutsch. Arb.-Verein, denn der Sieg ist sicher unier. Uulcrzeichnetc werden in nächster Zeit nach Gifhorn kommen uud Euch nähere Aufkrärnng geben. Ihr Brüder au« Harburg, wir denken, Ihr werdet auch Much genug haben, die bösen Geister auszutreiben; nur fest darauf lo«, „csäubert werden muß einmal die Saat von dem Unkraut. Parte genosseu hier in Braunschweig, rührt Ench! Alle her- bei, die Ihr es ehrlich meint, damit wir diesem schnöden Treiben bier ein Ende machen. Die Mitgl'eder de» Allg. deutsch. Arb.-Veteins versammeln sich jeden Montag Abend im Oaeon, klciner Saal unten. Die Herren Bracke und Ehl-t« ersuchen wir, uns mit ihren phrasenhasten Flugb.ät» lern nicht fern r zu belästigen. Noch ein«! Die Nachläufer von Bracke geniren sich nicht, ihr ichändliches Spick auch in den Geweilfchasten zu treiben. Sie suchen die Mitglieder zu bewegen auszulreten; denn ihre Groschen würden Schweitzer geschickt, der dafür Champagner trinke. Schäneliches Lügen- gewebe. Kameraden, ivelcher Fraktion Ihr auch angehört, laßt Euch t icht bethöreu; stehet fest»nd wanket nicht. I. A: F. Kirchner. L. Bertram. Düsseldorff, 9. Jnli.(Zur Abwehr.) In Folge '""■'.zweien. Der Bube lief ihm entgegen und lies:„Vater, IVft'«" Grobvater haben sie todtgeschlagen!" -,(Tl J°b nahm den Knaben aus den Arm, nickte lächelnd *.feiner Frau zu und entgegnete;„Da« hab.n sie freilich ge- lch\?hon; aber wir wollen es quitt machen." Dann trat er Eure»-„us Else zn:„Gtüß Dich Gott, lieb Weib: Was ist vor gesallen?" Kschwörü„Hans Hummel, der Schneider, war mit einem Fremden merkte MHUr und w.llie Dich sprechen." „Wie sah der F-emde ans?" intgegn«„Es war eiu st irkknochiger Mann mit grauem Haupt JcruuWttd einer mächtigen Adlernase. An seinem Hute ivaren - Ihr otPeiligenbilder von Bloch. Seine Kleidung war zerlumpt Stimme weich, als rief er das Mitleid an." ; die ga«„Welch scharfen Blick Du besitzest, Else," lachte Fritz: arüber �.Das war Block." „Der Bettlertönig—?" und verl>„Kinder, geht hinaus und spielt vor der Thür. Wenn Jemand�kvmmt, s» sagt Ihr es un« an," bemerkte Fritz, er:..H«J".°i« Kmder sprangen zur Thür hinaus. At« diese sich tsahr, w-A", tbnen geschlossen holte, anttvortete er:„Ja, Else, der lalen lass�Ul-r Snigl" rechen,>>, �us ihr Antlitz lagerte sich Bksorgtheit:„Und Du wachst bcsprech�'l denen gemeinsame Sache, Joßv mit Leuten, die--" dafür, 5"Sie dienen mir zu Werkzeugeu." warf er ein:„Uebri- :e tinsindl"18- bitte ich, spüre meinen Wegen, meinem Thun und raffen nicht nach. Bald werde ich Dir Alle» entdecken, und nach sei»' ciDirb, mich in die Arme schließen und--" . vn diesem Augenblicke traten die Kinder schon wieder lerem uud eizähltea, daß da» Fiäuleiu von Bmmeneck heran- lenitm komme. Tie beiden Gatten sahen sich verwundert au, dann sagte i!>r entgegengehen. er vor die Hausthllr trat, sprengte Eva v. Llumeneck. . aa.lv>!? Balzar's, hcian und hielt vor ihm mit dem hx-fi 6!:ihlCr■.®llt l-ichlem Schritt trat er heran und hielt ''dch n f 01 Änbaud die Hand hm zum Absteigen. So klein kein Pr war es neneck(is tadurch und dick das Fiäulein war, im Augenblick war sie vom Roß gesprungen und trat in Joß Wohnung, diesem ihr Thier zur Besorgung llbeilasiend. An der Thür des Wohnzimmers wnrde sie von Elisabeth, Fritz' Haussrau, empfongcn.„Ihr erzeigt unserem Hause eine große Ehre," sagte sie. „Eva nickte ihr freundlich zu nnd erwiderte:„Ich habe mit dem Bannwart zu reden. Wollt Ihr mir iuz>vl>chen einen Trunk Milch geben?" „Gern, gnädiges Fräulein." Frau Else eilte mit den Kindern hinaus, um da« Verlangte hrrbeiziihoicn. „Da« sieht hier hübsch und reinlich a' s," meinte Eva im Selbstgespräch:„uud wie nett d e Frau ist— man könnte fast sagen, wenn sie ihre bäurische Tracht n'cht a»i dem Leibe hätte, sie könne sich neben uns seh n lassen. Ich werde sie al« Zaje zu mir nehmen. Dach das geht nicht; sie hat Kinder. Weshalb i» aller Welt solche Le.itc Kinder haben?!— Freilich, sonst würden wir keine Uuterlhauen be- sitzen.— Ah, da seid Ihr, Bannwart." „Zu Euren Diensten, Fräulein." „Das freut mich," entgegnete Eva:„Geht doch bei Gelegenheit zu der Wittme B.ückner»nd zählt der Tochter ein halbes Dutzend Ptügcl aus. Das Mädel hat mir mit seiner Wäsche mein Pferd scheu gemacht, daß ich fast gestürzt wäre. Weshalb ich aber eigentlich zu Euch gekommen bin: Ihr seid ein vielfach bekannter Mann, der auch die Leute von Fern und Nah kennt— m Freiburg, in Lehen, in der ganzen Welt. Könnt Ihr mir n cht den Mann— es muß ein Jimter gewesen sein— nennen, dem ich heut früh in der Nähe von Fretbnrg begegnete?" „Wie sah der Mann aus?" fragte Joß, während s.ine Frau mit der Milch hereintrat. „Er war ein schöner Mann und ritt ein-n Shcknmel," erividerte Eva, die Mtlch trinkend:„Um seine Schulter flat- terle ein weißer Mantel mit sch varzea Verzierungen.'' „Das wird Einer von den Macianeru aus Merg-ntheiin sein." i „Ich sagte Ench aber, er sei ein schöner Mann gewesen." „Ea gtebt auch mit r den Marianeru schöne Ritter." „Er schien hier sehr bekannt zu sein, alle Bauern zogm vor ihm die Mütze." D>e Marianer dürfen ja wohl nicht Heirathen?" „So ist es, gnädiges Fräulein." „Wie langweilig doch diese Marianer sind," äußerte Eva im Unmnlh.„Ü brigens war er ein schöner Maun. Dummes Zeug, daß er nicht heirathen darsl" Sie ging aus die Thür zu, nickte dann zurück:„Lebt wohl, Bann» wart! auch Ihr blltsche Frau." Joß Fr tz beglätete bis bis zu ihrem Pferde und hielt ihr den Stckgbllgel. Jetzt soß sie oben.„Vcrgeßt mir die Marie Brückner nicht! rief sie ihm zu und sprengte fort. „Nein, ich werde es nicht vergessen— mein Gedächtaiß ist gut." Als er sich umwandte, stand Else hinter ihm:„Das war kein Ritter au» Mergenih.im, das war Sloffel Velt in. Er ist wieder hier. Du warst zur Nacht mit ihm zusammen. Mnß ich auf Alle« gesaßt sein?" „Ich verreise heut Abend auf einige Tage. So Gott will, sehen wir uns sroh und munter wieder. Dann sonst Du Alle« erfahren, meine Else." „Soll ich die Kinder nicht nach Stockach zu meiner Mutter senden? Es bietet sich gerade Gelegenheit und die alte Frau möchte ihre Enkel k nnen lernen." „Willst Du nicht selbst»ach Stockach?" Da schlug sie die Arme um senen Hol«:„Mein Platz ist au Deiner Seite, in Noch und GejahernI" rief sie lei» denjchastlich. Ee erhob seiu Ang l; im H mmel, dann küßte er sie auf die Siirn: „Thu wie Du willst» m:in tapj.r-s, mein heldenmüchige» Weib!"(Forljctzu.ig folgt.) >er in voriger Nr. d. Bl. enthaltenen Erklärung meiner Freunde und Parteizenossen, G. Lüchteubcrg, Blaß und Hallcr in Solingen, finde ich, um jedes Mchoaslüildmß ju vermeiden, mich zu der Erklärung veranlaßt, daß ein derartige» Eu'cular lveder von mir, noch, so viel mir be- kannt, von einem der hiesige» Mitglieder des Vereins ausgegangen ist, die in ihrer großen Majorität f. st zu den Prm zipien und der Organisation Ferdinand Lass�lle's stehen und unter denen hoffentlich kein Verräther und Jntriguant sich befindet. Um indeß womöglich hierüber mir Gewißheit ver- schaffen zu können, bitte ich obengedachte Freunde, mir doch «ineö jener Eircnlarc zusenden zu wollen. W. Real. Elmshorn, 4. Juli.(Ein Brndergruß.) Brüder! LaffaUcaner! Traurige Tage, traurige Jahre liegen hurier uns, Jahre des bitteren Haffes,»er unseligsten Zwietracht. sie find jetzt dahin, und wie man beim Erwachen froh rst, von einem bösen Traum erlöst zu sein, so lasset uns jetzt auch alle froh sein, daß diese traurigen Zeilen ihr Ende er- reicht haben, lasset uns alle aber auch sorgen und wachen, ja eisersülbtig wachen, daß uuS nichts mehr trennen möge. Nur die Einigkeit ist es, die uns staik, uns mächtig macht, das keuniii wir ja schon aus eigener Erfahrung und können eS lernen»nd lesen aus jedem Blatt der Gcschichle. Dcch wie es hier keine Rose ohne Dornen gicbl, so m scht sich auch in unsere Freude, in unseren Jubel, ein bitterer Wer- mutbstropsen. Ich weise eben hin aus die Wrrälhcr, welche ba» schöne Wert der Einigung gerne wieder zerstören möch- ten, nlld uns mit einem Freundschuh oder Iorck als Präsident beglücken wollen. Doch Ihr Brüder, Lassalleamr, Ihr Alle habt, eS hat m ch herzlich gefrent, Euch»ichl be- tbörcn lassen, sondern habt auf b idcn Se l.n treu z» Euren Führern gestanden. Laßt sie lausen die engherzigen, die egoistischen, die sanlen Judasscelcn. Wären diese Wölfe in Schaafskleidern noch länger unter uns geblieben, vielleechl hätten sie ein andermal mehr Unheil anrichten können, als «s ihnen für diesmal gelungen ist zu schaffen. Und nun, Ihr Brüder Alle, die Ihr bis jetzt aus der cineu Seile Schweitzer aus der andern Seile Mende als Euren Führer, al« Euren Präsidenten onerkannl habt, aus der einen Seite den„Social-Demokrat", auf der anderen die ,, Freie Ztg." geles.n habt, spreche fortan Niemand mehr: Schweitzer ist mein Mann, oder Mende ist mein Mann, spreche fortan Niemand mehr: der„Soc.-Dem." ist mein Organ oder die„Freie Ztg." ist mein O.gan, denn dieses wäre ein' M, so klein, so unbedeutend er auch scheinen mach, d-: leicht emporwiichern möchte zu Zwiespalt, zu geg...,....gem inneren Groll. Würfelt, schüttelt alle« bunt durcheinander, denn wir haben leider zu unserem eigenen Ung llck lang genug die traurigen Personensrage gehabt, laßt uns jrtzt zu unserem Glück einheitlich in geschlossenen Reiben die Sache im Auge behalten. Und Euch, Ihr allen Kämpfer, mit denen ich einst zusammen kämpfte für unsere gemeinsame Sache und die ich persönlich oder dem Namen nach kenne, und von denen, wie ich sehe, noch viele aus dem alten Platze sich brfinden, Euch vorerst einen herzlichen Brudergruß, einen herzlichen geistigen Händedruck. Und Euch Ihr jungen Kämpfer, d:e ich nach nicht kenne, die Ihr virlleicht erst kürzere Zeit kämpset, auch Euch meinen herzlichen Brudergruß mit dem Zuruf: kämpfet alle wacker, aber ermüdet nicht, und lasset Euch nicht abtrünnig machen in dem großen Kampf für unsere gerechte, unsere heilige Sache, für unsere g.meinsam n Menschenrechte, fleher fest zur Fahne Laffalle's, wie zur Organisation. Nrcder mit den Verräthern, sei unser aller gemeinsamer Ruf, nieder mit dem, welcher es wagt, diese Fahne zu besudeln, sei er, wer er sei, Präsident oder das geringste Mitglied, die Organi- sation zu unterwühlen. Hoch Laffalle! Hoch sein, hoch uus'er Banner. Mit herzlichem Brndergruß an alle treuen Brüder. D. Popp. Frankfurt a. M., 3. Juli.(Versammlung.) Gestern Abend war in Heymann's Saal eine Versammlung der hiesigen Mitglieder anberaumt worden zum Zweck einer Besprechung mit den Herren Tölcke aus Berlin und Klein aus Elberfeld über die scheinbar so sehr ungünstige Stim- mnng der Frankfurter Mitglieder in Betreff der Vereini- gni gesrage, Präsidentenwahl n. s. w. Peter Schneider, durch Acclamativn zum Vorsitzenden ernannt, machte die Versammlung aus den ersten Zweck der Anwesenheit der Herren Tölcke und Klein ausmerksam»nd reserirte zu- nächst über die Stellung der Frankfurter Mitglieder zu den neuesten Vorgängen im Allg. deutsch. Arb.-Veiein. Er führte an«, daß besonders in der so raschen Enschluß sor- dernden Vereinigungsfrage die Mitglieder sich in ihrem Ur- theil wesentlich an die hiesigen Führer und Leiter der Agi- tution anlehnen mußten, umsomehr, als dieselben das Beste des Gesammtwesen» gefördert, mit Treue, Einsicht und Eni- schlvffenheit gehandelt. Wenn nun auch hierdurch eine größere Anzahl der Mitglieder sich veranlaßt gesunden, das „Ja" nur mit Vorbehalt auszusprechen oder auch mit„Nein" zu stimmen, so stehe die Mitgliedschast dennoch fest auf dem Boden des neuen Vereins. Weiter constatirtc der Vorsitzende, daß die Mitglieder nicht Feinde Schweitzer'« seien, sondern nur Härten an den Tag legen wollm, daß um der Sache willen alle persönlichen Rücksichten fallen müßten, und deswegen wurde um der nothwendigen loka- len Einheit willen bei der Präsidentenwahl die Aufmerk- samkeit aus eine, wie e» den Anschein hatte, ganz neutrale Person, Herrn Gcib, gerichtet. Allerdings trete sitzt eine große Verantwortlichkeit an die Frankfurter Mitglieder heran. ind.m da» Augenmerk aller Le er de«„Soc.-Dem." aus hier gerichtet sei und mit allem Ernst Mißverständnisse ab- gewendet werden müßten. Hierauf wurde von Herrn Kretzschmar bemerkt, daß Heer Gcib in Vorschlag ge- bracht worden sei, weil mau dazumal noch nicht wußte, daß er ausgetreten sei. Redner beantragt- sllr den heutigen Abend eine bestimmte Redezeit, was jedoch abgelehnt wurde, Indem die Versammlung lediglich anberaumt sei, die Erllä- rungcn der Heiren Tölcke und Klein zu vernehmen. Herr Tölcke ergr.ff hierauf da« Wort und behandelte au« der Geschichte des Allg. deutsch. Arb.-Vcreins alle Punkte, welche mit den neuesten Vorgängen im innigen Zusammenhang stehen. Er wie» die ungeheuren Schäden der seitherige» Zersplitterung nach, welche sich wcs.nllich auch im Reiäs tage fühlbar gemacht. Die Forderung des so raschen Eni jchluffe« zur Wledervereinigung begründete er aus juristischen und nahe liegenden persönlichen Ursachen. Die formelle Um.ehung des Vorstandes erkläre sich ebenfalls aus siillsti- schen Gcüuden, w lche sich damals der O ffentllchkett enl ziehen mußten, hauptsächlich leite sich die« aber daraus her d. ß sich die FUbrer in dieser dochwichligen Sache an lue allerhöchste Behörde in beide» Vereinen, an das Volk selbst, zu wenden verpflichtet sü lten. Was die Rückkehr a»l da« alte Laffalle'sche Statut betrifft, so zog Redner ein Paralelle zwisch n diesim und demjenigen der Grneralver iammlnng zu Barmen-Elberseld; bei richtiger B.-Haudlruur sei das erste Statut deniokrasrscher und praktischer als das letzte und die Präsidentenwahl sei desweaen außer bei d.r Wahl Laffalle's stets durch das allgemeine, gleiche direkte Wahlrecht mit absoluter Majorität erfolgt. Im Uebrigeu sei ja die Gencralversaminlung ermächtigt, alle sv.mell.u Punkte klar- und endgültig festzustellen. Mit Kraft ur.d Wärme rvendete sich jetzt der Redner an die B rsammelten, und forderte sie auf, sestzustebe> in dem Sturme, f stzustehe» in dem Kamps gegen den gemeins men Feind, das Eap.tal, Niemand möge sich neuen Zersplitterungen und Fraktionen hingeben, die nur Ohnmacht und Kampiesunsäligteit mir sich führten!— Die Berrammlung zollte dem Redner gerechte» Beifall woraus Herr Klein aus Elberfeld da« Wort ergriff und wenn auch durch s.inen Vorredner das Feld der Erllä rungen in allen Theilen berührt worden, so gelang es ihm dennoch aus noch weitere Punkte die Versan mlung aufmerk sam zu machen. Haiip sächlich berllbne er die Generalver- sammlung in Barmen-Erberseld. Di'selbe habe ihre Vor- und Nachspiele gehabt, es seien Eoolilionen zu Ungunsten der Präsioeutenschost Schweitzer'« entstanden, und die Anwesen heil Bebels und Liebknechts sei g flissentlich zur Sleigerrrng de« Mißtrauen« gegen Schweitzer herbeigeführt worden. Obwohl hierauf die Herren Ellncr und Zollinger die Wahrheit dieser Aussagen in Abrede stellten, beharrte Redner hierbei und begründete seine Ausführungen in dem plötzlich hervorgetretenen Haß damaliger Deleginen, welche er auch namhaft mach e. Herr Klein wurde mehrmals durch„Schluß- rufe" aber auch durch Berfallsbezeugungeu unterbrochen. führte jedoch seine E klärring br« zu Ende, welche er damit schloß, daß er aufforderte: Niemand möge au» dem Allg deutsch. Arb.» Verein treten, Jeder müssesrsthalten an der Sache und die nächste Generalversammlung als den ehrlichsten Kampfplatz für die Jnleressen der Arbeiterlache beirochlen. Hirrauf entspann sich eine lebhaste Debatte, an welcher sich die Herren »rclschmer, Ellner, Welker, Jos. Schneider, Ro h. Helbig, Kitz, Stollbcrger. Merten«, Groß und die genannten Gäste betheiligtcn. Wenn e« nun auch einerse t« zu biklagen ist, daß eine erhebliche Meimingsverschiedenheii unter den Rednern henschlc, so leuchtet andrerseits hervor, daß man es hier in allen Dingen ernst nimmt und trotz aller Vorkommnisse sämmtliche Mitglieder vom besten Geist sllr die Sache durchdrungen sind. ES sind 5 Hauptpunkte. weliere die Proteste anführen: 1) Da« srüherc, öftere, schnöde Zurückweisen der Vereinigung(Seilen« de» andern Veieins.) 2) Die Forderung einer so raschen Entschließung. 3) Die Umgebung des Vorstaride«. 4) Die abermalige Intervention der Grafin. 5) Die Rückkehr aus Laffalle« Statut, als Veranlassung früherer Streitigkeiten. In Betreff des Präsidenten Dr. v. Schweitzers wnrde von inebreren Seiten geltend ge- macht, daß er in Betreff der Agitation und der Wahl der Agitaloun willkürlich handle*), daß er dem Anscheine nach die Redaction de» Social-Demokrat beeinflusse;**) das Auffallrndfte sei die so schn-lle Versöhnung mit seinen Erzfeinden. Nach Schluß der Diskus o» richreten d e Herren T ölcke und Klein noch zum Abschied die ernste Mahnung an die Ver- sammlung, den Wahllomps für 1870 zu bedenken; zwei Wahlkreise seien durch die Vereinigung gewonnen und nur durch Bereinigung seirn weittre Siege möglich, worauf die Versammlung ungeiheiltcn Beijall den Agitatoren zollte. Mit social-demokralischem Gruß Peter Schneider. Augsburg, I. Juli.(Versammlung.) Im Ans- trag erstatte ich nachstehenden Bericht über die am 30. Juni dahier stattgehabte V.rsammlung, in welcher Herr Lllbkert au« Berlin»» Auftrag des Präsidenten zugegen war, um die vorgekommenen Vcrcinszwistigkeiten zu erklären. Den Vorsitz suhrle Herr Stollberg, Unterzeichneter fungirle al« Schrislsührer. Herr Lübkert schilderte de gegen Dr. Schweitzer entstandene Opposition, sowie den Charakter ein- zelner Opponenten, stellte die rasche, als Uebcrrnmpelung dargestellte Handlungsweise des Pläsidenten Angesichts der Verhältnisse(in naher Aue ficht stehende Haft Mende's und Schweitzer«) al« nothwendig dar und ersuchte die hiesigen Mitglieder, noch heute zur Präsidentenwahl zu schreiten. Tauscher unterstützte diesen Antrag lebbast. Er habe zu Anfang der Versammlung noch nicht gewußt, wofür er sich entschließen sollte, in Anbetracht obiger Verhältnisse aber sei er für Lübkert's Forderung. Zugleich verdammte er die VollSpartei, welche er hauptsächlich in Nü-nberg kennen ge- lernt als„verkappt- Forffchritispaltei" nud sprach sein Er staunen a»S, daß mehrere Opponenten, insbesondere von Bonholst, übergelaufen seien. In ähnlichem Sinne spracheu auch die Herren Wllchuer und Wahl. HerrNcss meinte, man solle nicht zu s hr eilen. Herr Jelle erklärte, diese eigenmächtige Handlung des Präsidenten sei schon ein Prä- ccdenzsall und stelle noch mchreees in Aussicht, wenn nicht streng ausgetreten und da« demokratische Princip-f) gewahrt werde. H.rc Stollberg führt unter B.isall ans, der *) Es ist nach unserer Organ'sation ganz zweifellos lediglich Sache des Präsidenten, die Agilalioi zu leiten und da- her auch die Agitatoren zu ern neu. Auch in Zukunft wird so vki sahrcn werden.(D. Red.) **) Der Piäsident ertheilt der Redaction Justructionen im Allgemeinen, wie sie zu verfahren hat. Da« Blatt ist ein Agilationsmittel»nd muß ebenso w e andere Agitation«- littet unter d.n, Präsid-i.tc» stehen. In da« Einzelne der Redaction findet übrigen« nicmJ» E.nmischung statt. (D. Red.) -f) D. h. das demokratische Princip, wie es die Bourgeoisie versttht, wo jeder etiva« geit.n und eine Rolle spielen will. Hat mau deun gar kernen Begriff davon, daß diese Art der Organisation sür die Arbeiterklasse, die nur durch ihre Masse wirken kann, nichts taugt? Ist es denn nicht demokratisch, wen» dit gewählten Führer da« Volk selbst zur Abstluimuug aujruseir?(D. Red.) Vorstend habe gerade so gut gefehlt, wie der Präfixe! denn de.sclbe s.i als d e oberste Be örde») de« Vcrers i -nächtigt, das Präsidium zu cont ollireu und in ganz t sonderen Fällen abzusetzen. Da« Austreten d.ff Iben a» aezuqe Unfähigkeit und e« ersch ine somit, daß sich k meisten Glieder d sselben von ei» paar helvoriageud n hält beeii fluss n lassen. Es gehe hi.ra-i» hervor, wie schon Jö sagte, wie Uiip.aktisch es sei, den Vorstand an einen Ort! -erlegen. Nachdem Lübkert, Tauscher, Jelle in Nesf noch e nigemale gesprochen, wurde auf Anw T au ich er' s zur Präsidentei-wahl geschritten mit d- Wunsche der Berufung baldiger G-iteralversoiiiinlung. D Wahlergebniß war: Schweitzer 121, Frigschc 2, Taulcher Perl 1. unaültig 1 Stimme. Bei der Abstimmung l> man sich nicht durch perjönl che Rücksichten teil n, soude iinich den Wunsch, den Gegnein kelnen«u enb ick c: Bi s ge offen zu lassen.— V.r„ailgciieii Sonnlag war I gier ein Arbeiter V.rbrllde-nngsfest. 534 Gäste kamen a München per Extrazug. Jinposarrler Zug durch die Eft mt rothen Fahnen und Musik. Schöne« Wetter, al schlechtes Bier, daher theilw ise Verstimmung. Vormiti« Ve- sammlung. Stistsgart.nsaal ausgezeichnet. Alle« ichönfter O'dniing abgelousen. Schon Morgens die Haus wache verstäi kt. Ab»ds die ganze Garnison in Bereich (zur allgemeinen Heitel keu! Immer laugsam voran, imii langsam voran k.) Zum Schluß Ball. M t Gruß . Ed. Niedermayr. Der energ scheu Thäligkeit de« Herrn Lübker, o Berlin ist es gelungen, ans seiner Tut chi eise in Still gart der Arbeite Partei Boden zu ver schaffen. 3,, ,, großen Bersommtungen besiegte er sowohl die Voikopoi ivie auch die Nationalen und beg istertc die stuttg�,� ttt stehen die B Opfer opferr Fritz die H bieten, Cigar Aussö Bereii Herrn den i( Fritzs beiter Fritz eigeml lichem wegen glaubt sitzen, Sturz Fr'tzs seien, Einheil wie aua) oie zualwntuen uiw oeg nierrc Die jtuUgarter i veiter für unser Prncip, so daß zum Allg. deulirf, Ad xcrr a!>... rtv...............'.(»nri, Verein sowie erfolgte. zu d.n Gcwertjchafteu zahlreicher Bciv Verbands-Chett. Für den Allgemeinen deutschen„Arbeiterfchafl Verband". Social mag m reu Ss die Arl Bestreb dem er PN,» geordne be», zu Allg. deutschcr Sigarrcnarbei'ter-Berei«. Bautzen, 7. Juii.(Erkläniug.) Wie u»ve> hofft« der Ailikel Fritzsche'S in. Brackr'scheii Flugblatt war, tön« mokrotz sich alle deiiken, weiche da« Gebabren Fritz, che'« gegen! 0. Schweitzer einigermaßen k.nnen. Herr Friysche h» beim Ai-suis an d e deutschen Ciga.reiiaibeilcr betreffs> Arbeiter. Eoiigreffes nicht» dagegen, dicht neben Henn v> Schweitz-r zu stehen, ebeu>o ha»de te er m.t ihm- Vereins R ichsiag des Noiddeutschen Bund.-« zusammen, wo n» p,,« V° 0. Schweitzer noch ein tüchlig.rer Käiiipser wie jener w s�che di auch ans der EasscUr Verband» Geneialversamniluiig ftö{ fein Mißion tie beideiseiiigen guten Beziehuiigen. J'bel ans einmal, geehrter Fritzsche, hältst Du e« unter Deö, Würbe, einein Bunde anzug höien, welchem Dr v. S ch weiss- als Piäsid.nt vo, steht. Gründe gicbst Du gar nicht> werben soudcrii Du handeist>>1 dieser Beziehung ganz Dei»c» i" ncn bildern gemäß und verdächl gst ohne G.ünZe. Wir cilläk„. öffentlich, daß wir uns diese Willkür dni chau« mcht grj� Vereins lafftii können und dürsen, dieses ist niil der Ehie eine»< �„ beiiers n cht vereinbarlich, wir können»nd dürfen nicht«' ij,, den, daß unser Statut, weiches wir durch uusere Detegiö"ete � selbst geschaffen haben, gebidchcu weide, Nian hö,« und ftltf gebrochen durch den Präsidenten de» Cigaireuarbeilelvcreil J Nun, geehrter Fritzsche, sahst Du nicht mit deinesgle ls wir- er» Slatutenbruch al» ein G.lp.nft beim Allg. deutsch. Verein, ivar die« nicht g>ade der Hauptgrund, warum Dich entschlössest, den von Dir angedl-ch so herzlich de»l. erttn Schritt zu Ihm,? Glaubst Du wirlllch, daß die' garlenaibeiter Deutschlands, welche Du vielenials die.-�Meiste lämpfer der socialen Freiheit" nanntest", Deine?iilhani>lfi.� J, sind? Oder b st Du Dir vielleicht teiner Schli.d bewulb- Willst Du viclle.chl Wideispruch eihibm, so frage B-uöD-mokr Dresden und Meißen, die icerd.n im Staude sein, Du. beweisen, daß Tu uns schon früher al« Spietball ehrgeizigen Launen gcb>aucht hast. Wir glauben die" respondeiiz mit Bracke und G.nossen ging schneller al» Bricfschi e bell an»n« betreff» der Ar beitseinsteliu� Die« sche nt un« auch sehr erktäilich, da Jene vlelleichl goldne Hand hatte», wählend wir blos unser giue» verlanzteii. Und wenn>vir nun in gleichen Dingen iiiisern College» in 1 enlichlaud ansiagen, so werden noch sehr viel Beschwerden eiulanf.n uud sicheilich nicht Grund. Wir erk.älen hie>durch öffentlich, vaß wir e« u unserer Würde hailen, einen Mann an unserer Spitze haben, welcher nicht im Stande ist, unser Statut und u Oigaiiisat.on zu respeki rcn uiid hochzuhalten, sander» sach, weil er vielleicht bei der Wied.rvereinigung der Loss scheu Partei durch andere überlrvffen z» werde» glaubt, 0- vo-hcrige geschäftliche Rücksprache mit dem Ausschuß gepl gen zu Häven, sür den Verein den Ausirilt au» dem bände erklärt und au« dem Ahg. deutsch. A.b.. Verein tritt, nachdem er sich durch diesell zum Reich tags Äbgei netcn hat machen laffen. Collegen, ist da» ein Prasid wie wir ihn brauchen? Nein, er hat sich gewiß du W achlung jämmtiicher BerusSgenoffen zugezogen. Wir fo.dä deshalb alle Collegen in Deutschland aus, sosvlt Beschivel beim Ausschuß zu sühien uud die Suspcncilung Fritzsch- �öl zu vertangeu, und wir erivarten, daß dieser unsre ge.-�°"> a. Forderung zu unsern Gunste» aussühren wird.**) Colleg-�>e Ein wie ojt rics uns unser Präsident zu:„Einigk il macht stalkuug gut jetzt wollen wir zeige», daß wir den Stau jener Worte»4>cht ehe: (Fortsetzung folgt in der Beilage.) lorderur .... crließer rre�mi ie weil. »lionen �inzuberi "erhanb Eine der ein rbeiterv uu die l >» muß alten. Ammer« n, uns -a«, wai *) Seit wann ist denn der Volfiand, der nicht au«' I0. allgemeinen Stimmrecht hervorgeht, die oberste Ve-ci».� Hörde? Der au« dem allg.meuien Siimmrecht hervorgehe''' P.äsident iit d.e oberste Behörde. Man vergesse doch«'f ganz die Laff'lle'sche Organisation I(D. Rrd.) **) Selbst wenn der in Braunschweig befindliche Ap Ma schuß c« nicht thöle, würde doch Herr Kritzsch.-, de. so jsttns g�j den Demokrale» spielen möchte, sa.wer ich wa�eu können, �ge eir Die Amt zu bleib n, wenii die Mehrzahl de. Mitgli.dicho d« Cigarreuaibellerverclu« ihm ansdrück.ich ihr M.ßtra vatilt. Röstern ift1« >» t n; � a a» ich> häa >n OUI le f Anw it V . D 'chct "g>' fOllM ti ei uat• im ff c Sie r. ot etnitil III ei ■ Ha»! r-lt ch . im» Nr.«o.'Aeildge zum„Sociat-Dsmokrat."-r z«» M» stehen und als einheitliches Ganze dastehen, wenn e« gilt, die Venäther, welche unsere mllhsame und mit schweren Opfern erkaufte Einheit auf dem Altar ehrgeiziger Launen opfern wollen, unschädlich zu machen. Die Tigarrenarbeiter Bautzen». I. A.: Aug. Zwiebler. Hanau, den 7. Juli.(Zur Beachtung.) Da Herr Fritzfch e in einem Flugblatt offen erklärt, als Parteigänger die Hand zum Umsturz der Einheit der Arbeiterpartei zu bieten, beschloffen die hiesigen Mitglieder des Allg. deutsch Eigarren- und Tabakarbeiter- Vereins den Antrag an den Aueschuß zu richten: Herrn Fritzsche, den Präsidenteudes Vereins, seines Amtes zu entsetzen. In dem Circular des Herrn Fritzsche, das an alle Berollmächtigte versandt wor- den ist, ist der Sturz de» Präsidenten v. Schweitzer durch Fritzsche vermeintlich sicher gestellt und dazu sollen die Ar- beiter willenlos und stillschweigend zustimmen. Die von Fritzsche angegebenen Gründe sind aber Phrasen, denn deu eigentlichen Grund glauben wir eher in Fritzsche'» persön- lichem Ehrgeiz zu sinden. Da der Prsident, v. Schweitzer, wegen seiner entschiedenen Haltung vielsach angefeindet ist, glaubt der berechnende Geist Fritzsche'« die Macht zu be- sitzen, demselben durch den Dolchstoß der Verläumdung den Sturz zu bereiten. Es ist aber eine grobe Täuschung von Fritzsche, wenn er annimmt, daß die Arbeiter so geistlos seien, daß sie sich aus die Seite eines AbtrUnnigen, der die Einheitsbestrebungen verrathen hat, stellen werde». Mag Herr Fritzsche immerhin, sich der neugebackenen sogen. Social- Demokratie anschließen, da« heißt, der Volkspartei, mag man die Zuziehung der Arbeiterbildmigsvereine, an deren Spitze meist Fabrikanten oder Literaten stehen, beschließen, die Arbeiter, welche den hohen Geist der wahrhast socialen Bestrebungen erkannt haben, werden, ohne sanatisirt zn sein, dem erwählten Parteiführer folgen und an seiner Seite kam- pfen, wenn er mit Entschiedenheit alle Uebergriffe jener unter- geordneten Führer, die sich in dem Verein aufgeworfen ha- u» i Zurückzuweisen versteht. Und dieser Parteiführer ist der »hofft» Präsident v. Schweitzer, nur mit ihm wird die social-de- ar, tdu» molratische Partei stark gemig sei», deu Feind, in welcher gegen Gestalt er sich auch zeigen tvird, zurückzuweisen. I. A. M. Daßbach. Hannover, 9. Juli.(Erklärung.) Es ist mir --; von mehreren Mitgliedern des Allg. deutsch. Eigarrenarbeiter- "Li®trema ber Auftrag geworden, kund zu thun, daß sie über das Vorgehen de» Herrn F. W. Fritzsche in der Verbands uayr. rr- Stw J» z' atkspal rrter i ch. Ar Beischal' er«. ry e h» rreffs i >er>N t1 l»hl. jener w sache die tiefste Entrüstung empfinden und nie und nimmer inng sti damit einverstanden sein werden. Glaubt Herr Fritzsche zen. 3! bei dem Anschluß an Bracke und Sonsorten ein gutes rer TcU Geschäft zu machen, so mag e» die« sür seine Person wohl chwei? ftjn, wir aber werden keine Accepte sür ihn decken, auch u>ch>' werden wir ihm nicht solgen, denn solch' einen Herrn kön leine»* neu wir entbehren. Die Sache mit Leib giebt uns die � rr»� Ueberzeugmrg, daß Herr Fritzsche bei der Leitung de« rcht g'i'1' Verein« nur sein persönliche» Juteresse im Auge hatte und ! eine»» sg ihm nie um die Sache zu thuu war. Kommt nun aber sucht gar hinzu, daß ein Mann, wie der Herr Reichstagsabgeord nete, wenn er wegen feine» Inkonsequenten Verhaltens zur Rede gestellt wird, zu rohen pöbelhaften Gewaltmitteln greift, um jeden Widerspruch niederzuschlagen, so müssen wir erklären, daß solch' ein Mann nicht würdig ist, unserer Corporation anzugehören. Somit erwarten wir, daß der Ausschuß ihn schleunigst juSpendiren wird. Mit social ----r demokratischem Gruß Albert Winter. rst Berlin, 10. Juli.(Versammlung.) Gestern fand in > die.-At Mx j st ug Salon eine zahlreich besuchte Versammlungstatt. 5t- Leilhain st� G�ystand der TageS-Ordnung war die Besprechung über w bemui� D01l g x xib(Vicepräsidenl) in Nr. 73 des„Social- ze Demolrar" abgcgcb ne Erklärung und da» Verhalten der -�".Mitglieder zu derselben. Die eine der eingebrachten Reso- . Li?ut>ouen zog auch die bekannte ErktärungFritzsche'« mitten " 1>lt. �"alhung. Die Verhandlungen nahmen leider a'8 durch die Schuld einiger Personen bald einen so widerwärtig ".� persönlichen Charakter an, daß viele Mitglieder da» Lokal �'.�Lcpcrließen. Der Zurllckgebtubenen bemächtigte sich eine solche griic»-"�rie�ung, daß eine einsichtige Majorität noch Mitternacht ® 9tlVzie weitere Debatte, sowie die Abstimmung über die R sy' :t 1'�Jutiouen bis auf die nächste Versammlung, die nächstens " pu'zuberusen, vertagte. Wir enthalten un« deshalb, aus die >r e« �»erhandtungen näher einzugehen. und bitten alle Arbeiter und Kameraden in Deutschland, hier- von Notiz zu nehmen. Besonders warnen wir dringend vor Zuzug. Etwaige Unteistütziing bitten wir an den Unterzeichneten zu senden. Mit social-demokratischem Gruß Georg MathcS, Bevollmächtigter, Jgnatzgäschen No. S. Neu. * In Mainz strikeu bekanntlich die Zimmergesellen. Wie die„Zukunft" schreibt, ist in Folge dessen jeder unbe- schäftigte Arbeiter von der Polizeibehörde angewiesen worden, binnen 24 Stunden die Stadt zu verlassen. Wir bitten unsere Parteigenossen dringend um Aufklärung hierüber. Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Hamburg, 8. Juli.(Zur Beachtung.) Nach- stehender Brief, der mir aus Frantsurt a. M. zugegangen ist, offenbart deutlich, was wir hier längst geahnt. Wir haben deswegen bereit» Briefe an Schob und an Dllch- ting in Cöln gesandt, um wegen de» VerhalteuS von Schob bei der jetzigen Sachlage Maßregeln treffen zu kön- neu. Brüder, CoUegen, laßt Euch bei solcher Verrätherei von Präsidenten nicht beugen, soudem steht fest. Wir sind keine dumme Jungen, die heute Ja und morgen Nein sagen. Verräth uns der Präsident, so wird sofort ein Anderer gc- wählt, wer nicht mit uns ist, ist gegen un». F. S. Liebisch, Bevollmächtigter. Nachstehend der Frankfurter Brief: Freund Liebisch! Ich Halle es für meine Pflicht, Dich Folgende« wissen zu lassen. Sonntag den 4. Juli war in Mainz ein Rhei- nischer Arbeitertag, auf welchem ich auch anwesend war und die bereit» schon im„Social-Demokrat" veröffentlichte Resolution mit großer Majoriiät durchbrachte, v. B anhörst>var natürlich erbost, tröstete sich aber mit deu Wor- ten, daß er dennoch nicht ruhen würde und die« nur für eine kleine Niederlage ansehe. Jetzt ausgepaßt! Abends um 7 Uhr kam unser GewerkschastSpräsident Herr Schob aus Cöln au, wurde von Bonhorst aus da» Aatzenfreund- lichste empfangen und mit nach Wiesbaden zu einem Ar- beiterseste genommen. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm, wie mir scheint, gehörig der Kops verdreht. Ich lud ihn bei seiner Ankunft in Main; ein, daß er bei uns iu Frankfiirt einen Vortrag halten solle, welchem er auch nachkam! unter auderm zeigte er nun Farbe und zog ganz gewaltig über den VerbandSpräsidenten her; wcßbalb ich ihm die Frage stellte: Wenn der Präsident sich in Ver- bandsangelegenheiteu etwas zu Schulden hätte kommlii lassen, so möge er Grüde augebeu; dieselben sehlteu aber. Schob wußte sich dann, obwohl etwas verdutzt, aus dieser Affaire wieder herau» zu winden. Unläugbar ist doch, daß er deu Ausschuß dahin zu beeinflußen gewußt hat, die Gelder nicht an den Verband zu schicken. Buch bemerkte er weiter, daß, wenn die„Führer" abfielen, die Mitglieder n.-r eine Null seien, und daß es nicht mehr lange dauern würde, so wärest auch Du auf der„andren Seite". Nun wohlan Freund und Kämpfer, ich fordre Dich aus mit mir Hand in Hand zu gehen; wir wollen vor das souveräne Volk vor unsre Genossen und Mitglieder treten; w r wollen sie fragen, ob sie wirtlich ohne einige Führer eine Null seien, ich glaube e» nicht— denke vielmehr, ist's der eine nicht, so finden wir einen andren, der den Gesammtivillen auszuführen im Stande ist. Ferner bemerke ich dies von uiisereiil Präsideuten, daß er die ganzen Flugschriften der Opposition und die Bebel Liebknechtsche Schwindeldemokcatischen Winkel- blätter bei sich führt, also muß man schon ein schärfere» Auge auf den Präsidenten haben. Damit, daß er eine Pression aus unsere Mitglieder gegen Schweitzer ausüben wollte, ist er gescheitert, wir stehen hier fest zur Fahne. Auch bc- merke ich noch, daß ich von vielen Mitglieder ausgefordert bin, Schritte gegen den Verrath zu thun. Mit socwl-demo kratiichen Gruß Joseph Schneider, Klostergasse Nr. 57 Frankfurt a. M._ und ri'ii W Einem längere» Beucht au« Achim vom S. d. M. 'über eiue am 29. Inn. m Bremen abgehalteiif Ciga reu andern■ -un die Abtrünnigkeit unsere« Pläfidente» Fritz' eh e. u. so muß ich bemerken, daß ww Alle ftst;°r halten, und un«».cht»m erncn abt.ünnrgen �■ ünrmern. Wir werden bald zur Wahl eine« neu'' sen, uns Fritziche mag sich dan» Z-'it'ufftN zur da«, wa« er gethan. L- Brandt, ' Bevollm. de, Allg. derrtich. Cigarren-Arb.-VererliS. p>.r f«nÄ tBn'amm'un9 entnehmen wir Nächst, heude«:„Was Der rull,,inuil die ai.�k.»....... � i. i,...«, laubt, huß gepl ! dem bereln ,« Abge Prafrl iß die A_ Beichwck Allgemeiner deutscher Zimmcrer-Bcrei«. �ntzich'.®öln, 8. Juli.(Strike.) Die Arbeitseinstellung in Ire ge-i*i°� R. dauert fort, die Meister zeigen sich Hartnäckig. ) Culleg®1' Einigkeit unter den Gesellen ist aber über alle Erwar- >acht ftaikung gut; wir stehen so fest wie die Mauern und nehmen Worte-�äfi eher die Arbeit wieder aus, bi» auch die kleinste unserer Forderungen un« bewilligt ivorden ist, und sicher iverden eilaae- e'r �en®'e9 erringen durch unser festes Zusammenhalten. theute Kameraden, da die meisten unter uns Familienväter ck au» dl�'.1° richte ich an alle Parteigenossen die Bitte, un« mit ' ßc liiifI':cimiU?3tn Beiträgen etwas behülflich zu sein; selbige können rvoiaeht»?'"eine Adresse abgesendet werden. Mit social-demokrati . doch»Ttm®ru6 J»h. Jostmann, i gj�.) j Weierstraße Nr. 88 in Cöln a. R. diiche Mainz, 9. Juli.(Strike.) Wir Zimmerleute haben de. so gsnöthjgt gesehen, da alle unsere Versuche, auf gütlichem tömien,®t9£'ine Erhöhung unser« sehr geringen Lohne» von unfern gli.d,chaff»elstern zu erlangen, gescheitert sind, die Arbeit einzustellen, Mißtet Allgemeiner deutscher Schuhmacher-Vereln. Hamburg, 5. Juli.(Wahl eine» neuen Bevoll- mächtig ten.) In der am Freitag abgehaltenen Mitglieder- veisammluiig, wurden unserem Bevollmächtigten Herrn Praast, von verschiedenen Mitgliedern Fragen»> lerbreitet, in Betreff seine« letzten Vorgehen« in der Ardeitersache. Der ie.be verweigerte entsauir im J.itcresse der Sache eiueni Parteimitgliede schuld g sind, gefallen, und ich richte deshalb ein ernste« Wort au die Beieinsmitglieder. Herr Schumann hat sich ueucrdiugS denjenigen»nzufrie- denen Parteimitgliedern augcschlossen, welche gern persönlich große Rollen spielen wolle», und schreit Uber Dictalur, ohne daß er weiß, was eigentlich Dictaiur heißt; denn Schumann selbst hat bis zur Getieralversammliiug in der Ler- waltnng unsere» Verein« die eigenmächtigste Despotie au»' geübt, die sich»ur denken läßt. Nur meinem und de» Hauptkassirer» Aurin stetem Entgegentr.ten haben e» die Mitglieder zu verdanken, daß Schumann nicht die ganze Kasse verreist hat. ES wurden seineiseil» die gewaltigsten Jutriguen angestiftet, um»n« von der Generalversammlung fern zu halteus'-damit seine Schande nicht aufgedeckt würde. Die Motive nichfie« AiiStritl» au« dem Schuhmacherverein sind lediglich die, daß die Generalversammlung, nachdem sie von der sehr schlechten GeschäftSleilung nicht nur durch uns unterrichtet war, sondern auch die VerbandSpräfidenten, welche genaue Kenntniß»»serer Lage hatten, erklärt halten: daß die GeschäftSleilung Schumann» nicht unreine dic- tatorische,*) sondern eine despotische gewesen sei, dennoch wieder Leute an die Spitze des Berein» stellten, welche auf die Auklagebauk gehören. Darum Collegen, die Augen aus- gemacht! Laßt Euch in Zukunft nicht von ehrgeizigen De- magogen an der Nase herumführen. Ucberhaupt hat Schumann meines Wissen« sehr ivenig für den Allg. deutsch. Arb.-Verein gctha»; er wirkte nur engherzig für seinen Verein, oder vielmehr für sich; er bestllimte die Verein«- lrilnng mit Anträgen, daß er auf AgitationSreisen gehen wolle, denn Reise» sei seine Lust; und ihm hierin ein Damm gesetzt ist, geht er au« Rache zur Opposition über. Wir können nur froh sein, daß sich die Verräther u»d De- magozeu entpuppen, und wir sie lo» werden. Viele Leute vergessen nur zu sehr unsere heutige Stellung in der Ge- ellschaft, welche»er Allem einen anhalieuden Kampf voraussetzt. Mit social-demokratischem Gruß O. Arm borst Berlin, 9. Juli.(Erklärung.) Kaum ist der Allg. deutsche ArbeiterschaslS-Verband geschaffen, ein Werk, wodurch wir vereinigt der Capitalmacht entgegentreten könne», so sucht man auch schon wieder diesen von der Bourgeoisie s» gefllrchteten Bund der Arbeiter zu zerstören. Darum richte ich an Euch die Bitte, hier in Berlin, wie auswärt», haltet fest an dem von un» geschaffenen Verband, denn jede Zer- splitterung bringt un» zurück; nur durch Muth und Au»- dauer können wir zu unserem Ziele gelangen. Mit social- demokratischem Gruß G. ZielowSky. Allg. deutsche vereinigte Metall- Arbeiterschaft. Trotzdem die Bevollmächtigten schon einmal in Rr. 74 de«„Social-Demokrat" ersucht worden, Bestellungen aus das Protokoll der Generalversammlniig bei Herrn C. Schall- meyer in Hamburg, Niedernstraße 74, zu machen, bekomme ich noch fortwährend Auflagen nach denselben. Ich möchte aber die Herren Bevollmächtigten, da sie den„Social-De- mokrat" ja bekoimne», trsuchen, die Gewerkschaft«»»- tizen zu berücksichtigen. Im Uebrigen aber sür einen Massenumsatz de» Protokoll» z» sorgen und damit sich die Kosten decken, schnell Bestellungen bei Herr» Schallmeyer zu machen. L. Schulze. Hannover, 9. Juli 1869. Elberfeld, 29. Jnni.(Fabrikauten-WillkUr) Auch hier im Wupperthale scheint c«, al« ob die Sitte, die Arbeiter mit Ohrseigen zn traktire», bei de» Fabrikanten recht beliebt zu werden anfinge. Doch ist Einer dieser Her- ren dabei aus einigen Widerstand gestoßen, und wird hoffent- lich für später unterlassen, die Arbeiter durch diese« elende Mittel zur alleräußersten Kraftaiistreiignng und zum unbe- dingten kriechenden Gehorsam zu zwiugeu. Es ist die» der Mitinhaber der früher Gotlschalk'schen Maschineufabrik in Unter-Varinen, Herr Hilgers, welcher am 24. d. Mt». eine» Schloffer, der schon längere Zeit In derselben Fabrik und stet» zur Zufriedenheit gearbeitet hat e, mit Schimpf- reden und zuletzt mit Ohrseige» zu übermäßiger Arbeil an- treiben wollte. Der Mann sollte de» Fabrikanten Meinung »ach an jenem Tage nicht guiug gearbeitet haben, während dessen Mitarbeiter doch beweisen können, daß er vollständig seiner Pflicht nachgekoininen ist, und nur Unkenntniß, die Arbeit richtig zu benrtheiten, den Fabrikanten dazu veran- laßt hatte. Der Arbeiter wollte dieser Handlungsweise gegenüber sich rechtfertigen, wa» ihm aber nicht» hals, und dann, bi« zum Aeuß.rsten gereizt, setzte er sich gegen die rohen Angriffe zur Wehr. Die» gelchah ohne jegliche Waffe, wogegen der Prinzipal ein Instrument, w e vermuthet wird ivar e» ein Bopcrriug, an seine Hand befestigt hatte, und hiermit dem Arbeiter mehrfache Wunden am Kopfe bei- brachte. Dann sollte die sofortige Entlassung de» verwun- deten Arbeiter» erfolgen. Der betreffende Schloffer aber »ahm die Entlassung ohne 14tägiger Kündigung nicht an, sondern wird sich au die Gerichte ivenden, zumal derselbe direkt ärztlicher Hülfe bedurfte. Von dem oben angegebenen Instrument sollen mehrere in der Fabrik versettigt seien. Möchte dieser Borsall doch den Arbeitern wiederum deutlich beweisen, wa« es mit dem schönen harmonischen Frieden»- zustand in der so sehr geprieseneu Ehe von Capital und Ar« beil ans sich hat. Arbeiter aller Länder, öffnet di« Augen, l.elet miithvoll aus! Doch kai», dies nur geschehen, wenn nicht Einzelne, sondern eine couipakle Masse de« arbeitende» Volke« sich zu gemeinsamem Handeln vereinvart. Lassalle hat un« den Weg geze gt, er hat uns sein Bermächtniß hinterlassen; folgen wir ihm iiud wir werden zum Ziele gelangen. Möchte ei» Jever sciue Pflicht erfüllen, nicht nur den Capitalisten die Säckel stopfen, s.iideru auch au seinen Mitmenschen die NZchsteilli.be übe» iind dies- besteht darin, darauf hinzu« wirken, daß der Arbeit ihr volle« Recht werde. Möge sich ei» Jeder klar«erden, daß nicht veleiuzelt, sondern nur durch centralisirte Vereinigung etwa« Nachhallige« zu er« reiche» ist. Carl Orb e. Gewerkvcrein deutscher Holzardeiter. Die Relseunterstützuug wird in Frankfurt a. M. von jetzt an bei Herrn I. Schmidt, Kleine Fischzasse 5 1. Etage, von 1-2 bi, 1 U,r Mittag« und 7 bi, 8 Uhr Abends ausbezahlt. eine Dictatur, die sich *) Es gibt zweierlei Dictatur: streng au da« bestehende Gesetz(Slati») hält und nur in Gemäßheit des Princip» verfährt, nur zur Durch« sllhning de« Princip« Thatkrast an den Tag legt; eine solche Dictatur ist gerechtfertigt und ist, so. lange mir im Stampf gegen zahllos- Feinde stehen, nvthweiidig. S« gibt aber auch eine falsche Dictatur, eine Willkürherr- Ichast, wo Einer seineu eigenen pers öulichen Willen stall de? Princip« durchsetze» will. Sine solche falsche und »ndemokratische Dictalur. die man richtiger De»p«tie nennen sollte, ist auf's«eußerste zu bekämpfen.(D. Red.) Allgemeiner deutscher BSSer-Berein. Wiesbaden, 21. Jum.(Zur Lohnfrage.) Weun iu einem«Seschüsl, so gilt in dem unseren der Erfahrung«. sah,„daß der Arbeiter nie mehr verdient, als er eben zur Friflung des Lebens(ohne die„Blauen Montage" der „Mittelrh. Zeitung") unbedingt, gewohnheitsmiißig nöthig hat." Wir sahen uns deshalb genöthigt, am 12. Mai an unsere Meisier folgende Forderungen zu stellen, welche Nie- maud als überspannt finden wird.„1) Wir haben hier 3 Klassen von Bäckergesellen. In der ersten ist der Lohn 3 Fl. 30 Kr. bis 4 Fl. 30 Kr. per Woche, in der zweiten 2 Fl. 30 Kr. bis 3 Fl.»nd in der dritten 1 Fl. 30 Kr. bis 2 Fl. Da es nun nicht möglich ist, bei einem solchen Lohne exi stiren zu können, wenn man ein ehrlicher Mann bleiben will, richten wir an Sie die Bitte, den Lohn der ersten und zweiten Klafie um 30 Kr. und den dritten um 48 Kr. pr. Mann und Woche zu erhöhen. 2) Noch im Jahre 1862 wnrde das s. g. Mehlgcld an nn« ansgezahlr. Dosselbe ist seitdem in Wegsall gekommen. Da es abei doch den Mllllern in Abzug gebracht wird, da« Anslc>ren und besonders dos AuSstäuben der Säcke aber eine hoch ungesunde und widerwärtige Arbeit ist, glauben wir mir Recht aus den allen Satz von 2 Kr. pr. Sack Auspruel erheben zu müssen. 3) Jedermann weiß, wie ungesund der Ausnilhalt in den 24-30° warmen, mit Mehlslaub und Kohlensäure geschwängerten Backiäumen ist; wie es also,— abgesehen von der Unappetittlichkeit, anf einer Backmulde zu schlafen,— dem Körper de« Arbeiters zusetzen muß, wenn er auf solche Weise seine paar Stunden Ruhe genießen soll. Deshalb ersuchen wir die Meister, welche uus noch diese Zumuthnng stellen, uns eigene, gesunde und luf- tige Schlasräume a nweisen zu wollen. 4) Endlich ist es sehr klar, daß ein, der regelmäßigen Nachtsrnhe beraubter, 16—18 Stunden per Tag in Thätigkeit stehender Körper, einer sehr kräftigen Nahrung bedarf, wenn er nicht vor der Zeit versallen soll. Deshalb ersuchen wir alle Meister, welche dies nicht thun, uns für die Zukunft eine den Körper stärkende und nährende entsprechende Kost zu verabreichen." Aus diese Forderungen gingen von den 30 hiesigen Bäcker- meistern 3 ganz oder doch zum größten Theile ein. Weitere 4 gaben eine entschieden verneinende Antwort. Die übrigen würdigten uns gar keiner Antwort, oder bemerkten, wer von ihren Leuten sich an unseren Bcrathungen(zur Verbesserung nnserer gedrückten Lage) betheilige, der werde augenblicklich sremd gegeben. Letzteres ist denn auch geschehen, nnd es wurde dadurch besonders unser College Kayser, welcher bei I. B. Wagemann in Arbeit stand, sehr hart betraf fen. So wollte man durch Gewalt uns verhindern, eine Besserung unserer wahrhaft verzweifelten Lage anzubahnen Wir können doch wahrlich Nichts dafür, daß wir als besitz- lose Arbeiter und nicht als Söhne von Capitalbesitzern zur Welt kamen! Warum sollen ivir nicht durch Vereinigung unserer Kräfte eine, die ganze heutige„Gesellschaft schän dende und entehrende Form der Arbeit" auf friedlichem Wege umzugestalten suchen? Also vorwärts Camcraden Keine Maßregelung mehr gefürchtet. Da» deutsche Volk so oft voran, muß auch hier seinen Berus erfüllen, und wir die Arbeiter sind da« Volk.„Arbeiter, einigt Euch zur Löning der höchsten Aufgabt, welche sich die Menschheit ge stellt hat." Für die hiesige Mitgliedschaft der Bevollmächtigte. vermischtes. — Da« jetzt verössentlichte Bundesgesetz vom 21. Juni d. betreffend die Beschlagnahme des Arbeits und Dienstlohnes, lautet:§ 1. Die Vergütung(Lohn, GeHall, Honorar u. s. w) für Arbeiten oder Dienste, welche aus Grund eint» Arbeits- oder Dienstverhältnisse« geleistet werden, darf, sofeni dieses Bcrhältniß die Erwerbsthäsigkeit de« Verglltungsberechtigtcn vollständig oder hauptsächlich in Anspruch nimmt, zum Zwecke der Sicherstellung oder Be sricdigung eine« Gläubiger« erst dann mit Beschlag belegt werden, nachdem die Leistung der Arbeiten oder Dienste erfolgt und nachdem der Tag, an welchem die Vergütung gesetzlich, Vertrags- oder gewohnheitsmäßig zu entrichten war, abgelaufen ist, ohne daß der Berglllungsberechtigte dieselbe eingefordert hat. 8 2. Die Bestimmungeu de«§ 1 können nicht mit rechtlicher Wirkung durch Vertrag ausgeschlossen oder beschränkt werden. Soweit nach diesen Bestimmungen die Beschlagnahme unzulässig ist, ist auch jede Verfügung durch Cession, Auweisung, Verpfändung oder durch ein anderes Rechtsgeschäft ohne rechtliche Wirkung. Z 3. AI« Vergütung ist jeder dem Berechtigten gebührende Vermögen»- vortheil anzusehen. Auch macht es keinen Unterschied, ob dieselbe nach Zeit oder Stück berechnet»vird. Ist die Ver- gütung mit dem Preise oder Werth für Material oder mit dem Ersatz anderer Auslagen in ungetrenntcr Summe bc düngen, so gilt als Vergütung im Sinne dieses Gesetze» der Betrag, welcher nach Abzug de» Preise« oder de« WeUhc« der Materialien und nach Abzug der Auslagen übrig bleibt. 8 4. Da« gegenwärtige Gesetz findet keine Anwendung: 1) auf den Gehalt und die Dienstbezllge der öffentlichen Be- «unten; 2) auf die Beitreibung der direkten persönlichen Staatssteuern und Kommunalabgaben(die derartigen Ab- gaben an KreiS-, Kirchen-, Schul- und sonstige Kommunal- verbände mit eingeschlossen), sofeni diese Steuern und Ab- gaben nicht seit länger als drei Monaten fällig geworden sind; 3) auf die Beitreibung der auf gesetzlicher Vorschrift beruhende» Alimentationsansprüche der Familienglieder; 4) aus den Gehalt und die Dienstbezllge der im Privatdienstc dauernd angestellten Personen, soweit der Gesammtbetrag die Summe von vierhuudert Thalern jährlich übersteigt." Als dauernd in diesem Sinne gilt da« Dienstvcrhältuiß, wenn dasselbe gesetzlich, Vertrags- oder gewohnheitsmäßig mindesten« aus Ein Jahr bestimmt, oder bei unbestimmter Dauer für die Auflösung eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten einzuhalten ist. 8 ü. Diese« Gesetz tritt am 1, August 1863 in Kraft. Die bis dahin verfügten und mit den Vorschriften dieses Gesetze« nicht vereinbarten Be- schlaguahmen sind auf Antrag de« Schuldner« aufzuheben oder einzuschränken. Dagegen finden die Bestimmungen de« zweiten Absätze« de« 8 2 aus frühere Fälle keine An- Wendung. *(Durch verschtedeil'e Blätter) läuft die Notiz Die letzte Session de» Reichstages hatte 56 Plenarsitzungen. In diesen 56 Sitzungen wurde von 180 Rednern 2436 Mal da« Wort genommen, und zwar vom BundeStisch an« von 27 Rednern zusammen 383 Mal, von 153 Abgeordneten de« Reichstages zusammen 2117 Mal. Am häufigsten und zwar 143 Mal sprach der Abg. Lasker; ihm folgt v. Hen- nig mit 117, v. Luck mit 71, Frhr. v. Haverbeck mit 63, Miguel mit 58, vr. Bähr. Gruinbrecht und Graf Schiverin je 55 Mal, Dr. Friedenthal 48 Mal, Frhr. z. Rabenau 46 Mal, Dr. Becker(Dortmund) und Wagener(Ncustettin) je 43 Mal, FrieS 38 Mal. v. Bernuth,»r. Schweitzer und Dr. Waldeck je 37 Mal, v. Blanckenburg 35 Mal, Dr. Harnior, Schulze-Delitzich nnd Twesten je 33 Mal, Lesse 32 Mal, Graf von Kleist 23, Graf von Sckinlenburz- Bergendorf und Dr. Stephani 28, Dn Braun(Wiesbaden) 27, v. Uiinch(Magdebuig) 26, Dr. W.-igel 25, Dr. Meyer (Tborn) nnd Wiggers(B-rlin) je 24, Dn Piosch Slnnim »nd v. W dcmeyer je 22. Frbr. v. Paiow 21. Dr. H»ich 20, Gras v. Baffrwip Dn Loewc-Ca be und M her Bre men) je 13, G af v. Belt»sy-Huc. F Hr. v. Tö.nb.rg ird Dr. Schwarze je 17, Dn Winsl oist 16, Himicks n 15 8ebel. v. B.nda, Günihcr(Sachs.»), vaikori, Run.,. v S yd.witz(B tteifelo) und Craf zu So ms-Laudach> 14, Fihr. v Hagke 13, AckciMoun, Dinck.e, v. Saeugei und Dr. Wizard j 12mai.— Vom B»ii»k«rach habe» g-- srrochen: De,b.ück 138nial, Dr. M chac s 58, Sch.ele 31, Gras v. Bismarck 27, v Pnikamer 26, Dr. Pape 25, v. Philippsborn 21, Burgharl 16, v. Roon 4mal n. f. w. —(Zur Statistik der Psorzheimer Gold- waaren-Jndustrie) macht Herr Wittum in dem zn Pforzheim erscheinenden„Genossenschafter" nachstehende inlcr essante Angaben: Nach den von nn« gemachten Erhebnn gen, verniittelst der an sämmtlichc Unterkassirer geschickten Fragebogen, die beinahe ohne Ausnahme mit der größten Pünktlichkeit beantwortct wurden, sind in den hiesigen Bi jouteriefabriken 5143 Personen beschäftigt. Hierin find nicht inbegriffen: Guillocheur«, die Emailleur«, die Keltenmacher- lehrmädchen. Rechnet man nun für Letztere, sowie für die Glas- und Steinschleifer 200 an, so bcläust sich die Ge sammtzahl der in der hiesigen Bijouteriefabrikalion beschäf tigten Personen auf 5343, mit den Fabrikanten, Buchhaltern, Comptoirlehrlingen und sonstigen für die Fabriken zu Hause beschäftigten Personen wohl gegen 6000. Davon sind Allgem. deutsch. Zimmerer-Vcrein. org Versammlung. Dienstag,»» Juli, Abends»'/-Uhr, in Engelhardt'» Lokal, Lindenstr. 54. Tagesordnung: 1) Bericht über die Agitation von Lübkert.— Juned— Vereinsaiigekegeliheiteli. Um zahlreiche« Erscheinen ersucht. Otto Kapell. Für Derlin. Allg. deutscher Schuhmacher-Verein. i Geschlossene Mitgliederversammlung Dienstag, den»». Juli, Abends 9 Uhr,| im„Kaiscrgarten", Alte Jakobsstraßc 120. i»% Tagesordnung:" Beschluß des Ausschusses vom 3. Juli d. I.: PräsidO« teuwahl. 1 Die Die Milgliedsbücher sind unbedingt vorzuzeigen. Zu dieser Versammlung habe» nur akliveMilgliederZutrill Ich ersuche all- Mitglieder dringend, zu erscheinen uvl>vart jeden auf die Wichtigkeit der Versammlung aufmerksam I> seine wachen._-..™ ____ O- Zielow«k,.a cessic /nr Hamburg. lid'e Gewerkschaft deutscher Holzarbeit« iÄ Geschlossene Mitglieber-Versammliing 1 Montag, d«n»«. Juli, Abends» Uhr, nierd, im Saale de« Tischlcr-AmtShau«, Breilcstraße.> stand Tagesordnung. gnug Verlesung der Anklage so wie der Bettheidigung d« den; Präsidenten Th. Jorck und Beschlußsassuug darllber. Oiftt ■ Die Mitgliedsbücher sind vorzuzeigen.%» _ Lehder."ach /nr Hamburg. Allgem. deutscher Schneider-Vereia. Smiei Osficielle Mitglieder-Bersammlung'.-hur Mittwoch, den t4. Juli, Abends» Uhr, 5 im Saale de« Schneider-Amthause». wird Tagesordnung: wun 1) Abrechnungen.— 2) Ein Schreiben betreff» balu, Präsidenten.— 3) Verschiedene«. NB. Di« Karte der Krankenkasse oder das Mitglied«b4. muß vorgezeigt werden. Möge» einmal alle Milgli-s£ erscheinen, es ist nothweudig.? J F. S. Liebisch, Bevollmächtigter.. Paris. loft sp'UI alieii der l tvon Die hiesigen Lassalleaner versammeln sich jeden Montag Abend: CasS Charles. Rue de Valois Nr, 40. -Mr London. Deutscher Arbeiterbildungs-Berein. B«. Charles Holel 71, Dean-Street Soho-Square W. de» Für Hambarg. 1»"" Bestellungen auf den„Social-Demokrat" nehme ich sk,"> immer sür da« laufende Vietteljahr entgegen, sowohl Bersammliingen als auch in meiner Wohnung, GrtW�s N-umarkt 30. F. Ackermanb-Habe Die Mitglieder des Fest-Eomitö'S ersuche i�bu ,..h Tonntag, den»I. Juli, Vormittags>«» 1t bei Hrn. Jacobs, Gitschinerstr. I?, einjufind Druck von R. Bergmann In Berlin.— Veraimvortticher Redakteur und Verleger: W. Grümel in Berlin. In der Annonce de« Cigarren-..... eins in der letzten Nummer sind die Worte:„aus Öerif gcu des bisherigen Slellvettreter«" nicht von dem B«� inächtigten Herrn Brandt beigesetzt, sondern durch ein � (Heu hineingekommen. ng« ■_____ st K. Nost« und Taback«-Arb.'*£.�. "iß lulftf