Nr. 82. Berlin, Freitag, den 16. Juli 1869. FfinsUr Zahrgang S« Social-Aemokrat. ffiiej« Zeitung«Icheiut drei Mal wiicheullich uod't«»r: Dienstag», Donnerstag» und Bounabeud» Abend». Organ der social-demokratischen Partei. Redaction und Expedition» «erlin, Gitschinerstraße 17. «»nuement». Preis sitr«erlw incl. Bringerlohn: � � lich b Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr. j b« den Postiimtem in P tz Areuzer bei den außerpreußilchen Postimteru m Deutschland 12» i-i südd. Währ.) Bestellungen werden au»«irts bei alle» Postämter», in Berlin in der Sxpediti,». sowie bei jedem solide» Gpediteiir entgegen genommen. Inserate(in der Erpedition aufzugeben) werde» pro dreigespaltene Petit-Zelle bei Arbeiter» Annoncin m;t 1 Sgr., bei sonstigen Auuonceu mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Eolouieu, Amerika, Chma und Japan Mi-. A. Daensing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Sqnare. W. C. London, Mit dem I. Juli hat ein neues Vierteljahrs- hü, abonnement auf den„Social-Demokrat" begonnen. igst Wir ersuchen diejenigen, welche noch abonniren cb-" wollen, dies sofort zu thun. xtn Die Bestellungen werden auswärts bei den Post- ämtern, iu Berlin bei der Expedition Gitschinerstr. 17 und bei allen soliden Zeitungsspediteurea gemacht �(Preis in Preußen vierteljährlich 15 Sgr., im nicht preußischen Deutschland 12v- Sgr.) Zugleich rich- jr�ten wir an die Parteigenossen die Aufforderung, möglichst für weitere Verbreitung des Partei organs thätig zu sein. „ Die bisher erschienenen Nummern werden ��nachgeliefert. lieh» lnM Politischer Thnl. Berlin, 15. Juli. c-nch internationale Zusammengehörigkeil ,, der Arbeiter ist so selbstverständlich, daß man nicht � Mölhig haben sollte, dieselbe noch besonders zu ver- sichern und zu betonen. Ueberall in der Culturwelt, o.n«teichviel welche StaalSsorm bestehe, ob absolute Mo- narchie, constitutionelle Monarchie oder Republik, ist die Ausbeutung der Arbeitskraft durch das Capi- är stal vorhanden; und ebenso sind sämmrliche bestehende MtaatSsormen nur Einrichtungen, um unter dieser 'c,u|bK jener Verkleidung die Interessen der Besitzenden ..Hu wahren. Die constitutionelle StaalSsorm ist für 3)1» IL t.- �' ......... VWII|IUUU'-IICUC V�lUUlülULUl Ijl jUl, Distue Arbeiterbewegung ohne Zweifel günstiger als der «ihAosolutismus und die Republik günstiger alS der ConstitutionalismuS; aber zunächst nur aus politischen ndlDründen; weil nämlich, je mehr politische Freiheit besteht, desto mehr jegliäie öffentliche Bestrebung und �„(somit auch die Arbeiterbewegung vorwärts kommen kann. Allein der sociale Mißstand selbst, um den eS sich in der Arbeiterbewegung handelt, die Ausbeutung �fer Arbeitskraft durck das(5am,ol mnriMt ii»f.r»,a ........» panverr, vre Ausdeutung �'.�er Arbeitskraft durch das Capital, wurzelt tieser als ")�'per Unterschied der einzelnen StaatSsoimen; diese � Kusbeutuna v--"' uvi ciujunen«iaai»ioimen; oieze Ausbeulung wurzelt in den Grundlager. der heutigen �.Produktionsweise und ist darum überall vorhanden „alleberall olin �- -----------«ml und i,i darum überall vorhanden. i niaVeberall also auch haben dem wesentlichen Kerne nach �pie Arbeiter gleiche« Interesse und damit ist zugleich zesagt. daß. wenn idr&***(--' BB M v......c||c und oaniil i,i zugleich »sagt, daß, wenn ihr Kamps ein erfolgreicher sein . jcll, er in möglichst internationalem, d. h. die Schran- .en der einzelnen Staaten überschreitendem Zusam- � Nenhang stattfinden muß. l}'«Ii.;- �' Allein damit dieser internationale Zusammenhang mcht blvs aus dem Papier stehe, nicht blos ein Trug- Zcbilve sei, ist vor Allem nöthig, daß die Arbeiterpartei i» den einzelnen Ländern in fester und starker reich Organisation dastehe. Nur wenn die Glieder stark i oa�ind, kann das Ganze stark fein. Daß in den ein Sw''telnen Ländern eine solche Organisation möglich ist ■�legt darin. daK t-;->■—" ,.> MW.... ,oiuie Organisation möglich ist ".Ü�iegt darin, daß in jedem bestimmten Lande gleich ntige Einrichtungen und V.rhältniffe vorhanden sind |E>arum kann auch bn«-----'— f"'' -.....>-e>»"gen und V.rhältniffe vorhanden sind. chasTarum kann auch das Programm der Arbeiterpartei n einem einzelnen Lande ein eingehende«, feste«, be» llhr.iimmtes sein. Hingegen bestehen, obwohl die Grund- agen der Gesellschaft in den einzelnen Ländern überall äeselben sind, doch verschiedene Einzelzustände in die- liem oder jenem Lande— schon darum, weil daS eine -and in seiner Gesammtheit industriell entwickelter st als daS andere, das eine Land politisch freier als ' a,ö« andere u- s. w.— lauter Punkte, die in Be "dir�acht kommen, feierau« fnin» bnfi � lia �......». j.».— tuurer Punkte, die i.. ""�acht kommen. Hieraus folgt, daß eine Jnternatio- �„gaie Association nur föderativ stattfinden kann, i„n.jcht stren.i u..-*~iivwu.iwn nur föderativ stattfinden kann, �inicht streng centralistisch, wie dieS denn auch in der der Fall ist. Niemand macht daraus der In- ----*—— ji- �•____ c«.-—— A an» wwtmuuu macpr varaus der In 'nationalen Association einen Vorwurf; im Gegen- seil der Verband kann nur ein lockerer sein, weil eS �ii der Veifchiedenheit der Zustände in England, �rankreich, Belgien, der Schweiz, Deutschland u.s.w. schlechterdings unmöglich ist, die verschiedenartigsten Elemente der Arbeiterbewegung in straffer Cemrali- sation zusammenzufassen. Ebenso ist aus diesem Grunde das Programm der Association ein ganz allgemeines, welches voraussetzt, daß in jedem einzelnen Lande ein bestimmtes Programm vorhanden sei. So richtig dies nun auch Alles ist, so unrichtig ist es wenn einige Leute diesen Sachverhalt dahin miß brauchen wollen, nunmehr auch in den einzelnen Län dern der Arbeiterpartei einen blos lockeren föderativen Verband statt einer lebenskräftigen Centralisation ein allgemeines, für ein bestimmtes Land nichtSsagcn des Programm stattt eineS bestimmten und ausge bildeten Programmes ausdrängen zu wollen. Daß im internationalen Zusammenhang nur ein allgemei nes Programm und ein leckerer Verband möglich sind, das ist nicht etwa ein Vortheil, senden» ein Mißstand— aber ein Mißstand, der durch die Ver scbiedenheit der Sprache, des Culturzustandes, der Einrichtungen u. s. w nothwendig geboten ist. Aber wo diese Nolhwendigkeit nicht vorliegt, wo man sich stark und lebenskräftig, mit klar und bestimmt ausge sprochenen Zielen, centralisiren kann, also in der Ar beiterpartei jedeö einzelnen Landes, da muß dieS auch geschehen. Kurz gesagt: der Gedanke, daß die Ar- beiter überall in internationalem Zusammenhang ge- meinsam vorgehen müssen, ist ein richtiger; aber ein Mißbrauch dieses richtigen Gedankens ist es, die feste Organisation der Arbeiterpartei in einem einzel- nen Lande zu Gunsten jenes internationalen, einst- weilen nothwendig noch lockeren Zusammenhanges mit seinem nur ganz allgemeinen Programm zerrütten und zerstückeln zu wollen. Der föderative internatio- nale Verband hat vielmehr nur dann Sinn und Ver stand, wenn er aus lebenskräftigen einzelnen Gliedern besteht. Deswegen hat auch wohlweislich die Jnter nationale Association in ihren Statuten die Bestim mung aufgenommen, daß die Arbeiterpartei eines Landes mit ihrer gesammten Organisation, ohne Schädigung derselben, gewissermaßen mit Haut und Haaren eintreten kann— welchen Eintritt freilich in Deutschland die bestehenden Staats ge setze nicht zulassen. Aber die Hauptsache bleibt immer, daß in den einzelnen Staaten, gegen welche zunächst der Kampf geführt werden muß, die Arbeiter Partei gut organisirt sei. So wichtig der internatio- nale Zusammenhang auch ist— unendlich wichtiger noch für das praktische Vorwärtskommen der Arbeiter ist es, daß in den einzelnen'Ländern die Partei in sestgeschlossener unverbrüchlicher Einheit und dadurch in gewaltiger Leistungsfähigkeit dastehe. Die internationale Idee und die von Ferdinand Lassalle der deutschen Arbeiterpartei gegebene einheit liche Organisation stehen also durchaus nicht mit ein- ander in Widerspruch. In Widerspruch aber freilich mit dieser einheitlichen Organisation steht der in Deutschland und nur in Deutschland von der bürger lichen Demokratie mit der iniernationalen Idee ge- triebene Mißbrauch. Wir werden niemals unsere auf rasches und entschiedenes Wirken angelegte lebenS- kräftige und einheitliche Organisation, wir werden niemals unser feste«, ausgebildetes Prinzip aufgeben zu Gunsten eineS losen Föderativverbandes von „Gruppen" und zu Gunsten eines ganz allgemeinen Programmes, welches ganz gut ist neben einem aus- gebilveien Programm, ohne ein solches aber lediglich zu Verschwommenheit, Unklarheit und schwankendem Wesen führt. Wir werden festhalten un dem hoch- sten Kleinod, daS Lassalle uns hinterlassen hat, an ver Einheit und Macht der Partei. Unberufenen Leuten aber, die uns von der Internationalen Asso- ciation reden, um uns zu berücken, werden wir ein- ach antworten wie folgt: Euch ist es nicht darum zu thun, die internatio- nale Arbeiterbewegung zu stärken, sondern vielmehr darum, die deutsche Arbeiterbewegung zu schwächen. Wir sind als Socialisten Vertreter der internationalen Idee, aber gerade als ächte Socialisten treten wir Euerm mit dieser Idee getriebenen Mißbrauch ent- gegen. Mir unsererseits wollen eine Grundlage der internationalen Arbeiterbewegung, die Arbeiterpartei in Deutschland, stark und mächtig machen, während Ihr sie zersplittern und zer'.eißen wollt. Euer Aus« Hängeschild macht uns nicht irre; es soll Euch nicht gelingen, die feste große Arbeiterpartei Deutschlands in Gruppen aufzulösen. Mit Einem Worte: Wir sind es, vie den ernstlichen SocialismuS und dadurch auch die internatio- nale Idee vertreten; Ihr aber greift eine Grundlage der internationalen Arbeiterbewegung, nemlich die Lebensfähigkeit der Arbeiterpartei in einem einzelnen großen Culturlande(Deutschland) an, und darum seid Ihr entweder Leute, die von practischen Dingen nicht« verstehen, oder, wie wir aus Eurem Zusam- menhang mit der Bourgeoisie vermulhen— böswillige Heuchler.— H. DieradikaleBourgeoisicverfuchtebekanntlichi vor zwei Jahren sich eine internationale Organisation zu geben, und zu diesem Behuf wurde der Friedens- congreß zu Genf einberufen. Auf demselben trat die Bourgeoisie in feindlichster Weise gegen die Arbeiter auf; eine Gesandtschaft der internationalen Arbeiter- association wurde z. B. vollständig niedergeschrieen. Gegenwärtig hat die bei jener Gelegenheit begründete FriedenSliga schmählich Banquerot gemacht. Und waS lhuen jetzt jene deutschen und schweizer radicalen Bourgeois von der Friedensliga— wie Armand Goeg, die Redakteure der Berliner„Zukunft" u. f. w.?— sie schließen sich heuchlerisch der internationalen Arbeiterassoziation an und wollen eine deutsche Section derselben begründen, natürlich nur zu dem Zweck, den Allg. deutsch. Arb.-Verein zu zerstören und so die sclbstständige deutsche Arbeiterpartei zu vernichten. Die deutschen Arbeiter haben jenen Bourgeoisschwindel durchschaut, das beweist ihr jetzi- ges Verhalten, und mit Freude können wir consta- tiren: auch die Arbeiter der internationalen Association erklären jenen Bourgeois den Krieg. Die Kern- pu' tle jener Association sind Belgien und die fran- zösische Schweiz, wo wirkliche Arbeiter sie leiten; in Belgien erscheint als ihr Organ der„L'Jnter- national", in Genf die„Egalitö". Beide Zeitungen versechten rücksichtslos die Arbeiterinteressen gegen die Jntriguen der radikalen Bourgeoisie. Zum Beweis dafür geben wir nachstehend einen Artikel der„Ega- litö" wieder, in welchem die radikalen Bourgeois (dieselben, welche jetzt den Allg. deutsch. Arb.-Verein untergraben wollen) kräftig gegeißelt werden. Die „Egalitö" schreibt über dieselben, welche sie treffend „Einschläferer" nennt, wie folgt: Ein Umstand, der die Frcundi der Frieden»- und Frei- heitSliga nachdenklich werden lassen muß, ist die traurige Finanzlage, in welcher sich die Liga nach ungefähr zwei- jährigem Bestehen heut befindet. Daß eine Vereinigung der radikalsten Bourgeois- Demokraten von Europa weder eine wirkliche Organisation zu schassen noch einen einzigeii neuen und fruchtbaren Gedanken hervorzubringen vermochte, das ist eine Thatsache, unzweifelhaft sehr betrübend für die be« theiligte Bourgeoisie. Wie aber kommt es, daß diese ganz- lich dem Bourgeoisthum angehörige Liga, die doch Haupt- sächlich aus Mitgliedern besteht, unvergleichlich reicher und freier in ihren Entschließungen und Handlungen, als die Mitglieder der internationalen Arbeiter-Association— wie kommt es, daß diese Liga heut aus Mangel an Mitteln sich auszulösen droht, während die Arbeiter der Internationalen, arm, behindert durch eine Unmasse lästiger und gehässiger Gesetze, ohne Unterricht, ohne freie Zeit, erdrückt fast von der Last aufreibendster Arbeit, in kurzer Zeit eine gewaltige internationale Organisalion zu schassen wußten und eine Menge Blätter ins Leben zu rufen, die ihren Willen, ihre Forderungen kundlhun?! Alle, oder doch wenigstens fast alle die Radikalen der Schweiz halten sich mit der Volks- Partei in Deutschland, mit den Garibaldinern in Italien, mit der radikalen Demokiatie in Frankeich verbunden; auch Spanien und Schweden fehlten nicht, ersteres vertreten durch Emilio Castellar in höchsteigner Person, da« andere durch jenen famosen Oberst, welcher auf dem letzten Berner Eon- greß die Geister entwaffnete und die Herzen besiegte. Alte Praktiker und politische Macher, wie Herr Hauemann und sämmtlichc Redakleure der Berliner„Zukunft'', so wie Le- monnier, Gustav Vogt, Barni, Armand Goeg, Tbauday, hat- ten sich die Hand geboten zur Schöpfung der Friedens- und Freiheitsliga; Garibaldi, Quinet und Jacoby aus Königs- berg segneten sie von fern: und diese Liga muß heut stcr- ben, sterben, nachdem sie durch zwei Jahre ein trauriges Dasein geführt, sterben, weil ihr einige Millionen Francs fehlen. Selbst die feierliche Umarmung der Herren Armand Goeg und Eyauday, der eine Vertreter des großen dculschen Vaterlandes, der andere der großen Nation, welche vor dem gesammtiii Congreß sich einander in die Arme warfen und „Frieden, Frieden, Frieden!" schrien, daß der kleine Theodor Beck au» Bern zu Thrünen gerührt war: selbst all dies vermochte nicht die vertrockneten Herzen der Bourgeois von Europa zn rühren und zu erweichen, noch ihre Börse» zu öffnen— all dies brachte nicht einen Pfennig ein. Hat denn die Bourgeoisie schon banqucrot gemacht? Noch nicht. Oder hat sie an Freiheit und Frieden Geschmack verloren? Nichts von dem. Sie fährt vielmehr fort die Freiheit zu lieben, wohlverstanden unter der einen Bedingung, daß diese Freiheit nur für sie vorhanden, d. h. unter der Bedingung, daß ihr immer die Freiheit bewahrt werde, die thatsächlrche Sklaverei der Volksmassen auszubeuten. Und was den Frieden betrifft, so hat die Bourgeoisie nie seine Notwendig- keit so lebhaft empfunden, als gerade heut, den b-w assneten Frieden nämlich, der die europäische Welt in diesem Augen- blick bedrückt, beunruhigt und aufreibt. Wie kommt es nur, daß diese Bourgeoisie, die aus der einen Seite noch nicht banquerot gemacht hat, die auf der andern Frieden und Freiheit liebt, doch nicht einen Pfennig opfern will für das Bestehen der Friedens- und Freiheitöliga? Da« kommt, iveil sie keinen Glauben hat an diese Liga. Und warum hat sie keinen Glauben? Weil sie keinen Glauben mehr an sich selbst hat. Glauben ist so viel, als etwas mit Eifer wollen, und sie hat unwiderruflich die Kraft zu wollen verloren. In der That, was kann sie heut noch ErwähnenSwertheS als besondere Klasse wollen? Hat sie nicht schon Alle«: Reichthum, Wissen und ausschließliche Herrschast? Aller- diug« liebt sie gerade nicht allzusehr die militärische Dictatur, welche sie ein wenig zu gewaltthätig beschützt, aber sie sieht vollkommen ihre Nothwendigkeit ein und steckt weise ein Loch zurück, indem sie sehr gut weiß, daß in dem Augenblicke, wo diese Dictatur gebrochen, sie selbst Alles verlieren und aushören würde zu bestehen. Und Ihr, Freunde der Liga, verlangt von der Bourgeoisie, daß sie Euch ihr Geld gebe, daß sie sich init Euch verbinde, um diese heilsame Dictatur zu brechen?!— Welcher Unverstand! Oh, die Bourgeoisie fühlt instinktmäßig heraus, wo e» sich um ihre Interessen handelt. Ihr strengt Euch an sie zn gewinnen, indem Ihr ihr den Abgrund zeigt, dem sie unumstößlich zuschreitet, so lauge sie sich auf solch egoistische und gewaltthätige Weise zu erhalten sucht. Aber glaubt Ihr denn, gute Leute, daß sie nicht selber diesen Abgrund sieht? Sie fühlt so gut wie Jeder- mann das Nahen der Katastrophe, welche sie über den Haufen Wersen muß; aber sie berechnet sich die Sache so: „Wenn wir erhalten, was besteht," sagt sich die conserva- tive Bourg-aisie,„können wir hoffen unsere gegenwä.tige Herrschast noch Jahre lang zu genießen, zu sterbeu vielleicht noch vor Eintritt der Katastrophe— und sind wir erst todt, dann mag immerhin die Sündfluth kommen! Wenn wir un« aber von dem Radikalismus fortreißen lassen, und die gegenwärtig bestehenden Gewalten umsormen, so ist morgen unser Todestag. Besser also, wir suchen das Be- stehende zu erhalten." Die conservativen Bourgeois vcr- stehen ihre jetzige Lage besser, als die radikalen Bourgeois. Sie machen sich keine Illusionen, sie sehen ein, daß es zwischen dem herrschenden Bourgeois. System und dem Socia- lismus, der seinen Platz einnehmen muß, keinen Mittelweg giebt. Da« ist der Grund, weshalb alle wirklich thätigen Bourgeoisseelen und ihre vollen Börsen sich auf die Seite der Rcakiion schlagen und der Frciheits- und Friedensliga die weniger mächtigen Häupter, die leeren Börsen überlassen, Folge dessen denn diese tugendreiche, aber glücksarme Liga heut doppelten Banqucrot macht. Wenn irgend etwas den geistigen, moralischen und politischen Tod des Bourgeois. radikalismus kennzeichnet, so ist es diese seine wahrhafte Un. sähizkeit, auch nur da» geringste Ding von Bestand zu schaffen, eine Unfähigkeit, die in Frankreich, in Deuffchland, in Jta- lim vollständig erkannt worden, die auffälliger denn je jetzt in Spanien au den Tag tritt. Es sind ungefähr neun Monate, seit in Spanien die Revolution triumphirt hat. Die Bourgeoisie hatte, wenn nicht die Macht, so doch die Mittel in Händen, sich diese Macht zu verschaffen. Und was ist da« Ergebniß ihrer Thätigkeit? Das Königthum und die Regentschaft eine» Serrano. Soweit die„Egalit6". Wir können ihren Ausfüh» rungen vollständig beipflichten. Nichts ist lächerlicher und verderbltcher als daS angeblich zu Gunsten der Demokratie erfolgende Streben der radicalenBourgeoisie, die einheitlich gegen Reaction und Capital- macht kämpfende Arbeiterclasie in ihr Schlepptau zu nehmen. Jene Arbeiter der französischen Schweiz, de- ren Organ die„Egalits" ist, gehen mit uns denselben Weg, und wir werden den internationalen Zusammen- hang mit ihnen, den wahren Vertretern der intcr- nationalen Asiociation, nur kräftigen, wenn wir den jetzt in Deutschland auftauchenden internationalen Schwindel der einstigen FriedenSligisten entlarven und vernichten._ Wegen de« übergroßen Stoff« in eiligen Parteiangelegen- heiten muß für heute die„Rundschau" ausfallen. Vereivs-Theil. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Berein.) *(Zur Aufklärung.) ES cursirt eine Erklärung aus Hannover gegen den Allgem. deutsch. Arb.-Lerein, worunter sich Namen bekannter dottiger Mitglieder befinden. Wir machen daraus aufmerksam, daß diese Erklärung zurückge- zogen ist, indem die betreffenden Mitglieder nach einiger Uebcrlegung dem Allgem. deutsch. Arbeirer-Berein treu ge- blieben sind. * Die ursprünglicheThatkraft der Arbeit er, die an manchen Orten bisher durch den verwässernden und ab- Ichwächenden Einfluß von Literaten und Schulmeistern zu- rückgetreten war, macht sich jetzt wieder in ihrer natürlichen Weise geltend. Wir sehen die« daran, daß in einer Reihe von Orten ohne Auffordernng von außen her, ohne Verabredung, ganz von selbst(an den verschiedensten Plätzen gleich- zeitig) die Arbeiter beschlossen haben, den Unfug, den die bürgerliche Demokratie zur Vernneinigung der Arbeiter an- gezettelt bat und weiter treibt, einfach nicht mehr zu dulden. Die Arbeiter fühlen überall vermöge ihres richtigen Klassen- gciste«, daß es ihnen nicht zustepl, halbe und zahme Maß- regelu zu tressen, sondern daß sie rücksichtslos durchgreifen müssen. Diejenigen Leute, die sich einbilden, sie dürften ganz ungestraft durch ihre Angriffe a»f die Arbeiterpartei und deren erwählten Führer die Brandfackel der Zwiekacht in die Reihen der deutschen Arbeiter schleudern, müssen nach- drücklich eines Besseren belehrt werden. Wir theilen im heutigen und nächsten Blatt Berichte mit, aus denen hervorgeht, daß die Arbeiter mit der vollen Thatkraft, die ihnen geziemt, sich aufgerafft haben. *(Curiosnm.) Unsere Leser erinnern sich, daß wir in voriger Nummer den Versuch machten, zu allgemeinem Er- göyen einige Proben der Berichte zu geben, die jedenfalls Seitens der BonrgeoiSpressc über de", sogenannten social- demokratischen Congreß zu Eisenach erscheinen würden, wenn wir denselben ruhig gewähren ließen. Beide Berichte schloffen wir Namens der Gegner mit den Worten:„ES lebe die ehrliche Social-Demok.atic. ES lebe die Internationale Arbeiter- Association." Am selbe» Abend, wo unser Blatt mit diesen Probeberichten ersch eu, brachte das Berliner Organ der bürgerlichen Demokratie, die„Zukunft", ein ellenlange« Manifest gegen den Allg. deutsch. Arb.-Berein, welches, wie wir wiederum zu allgemeinsm Ergötzen mit- theilen müssen, wirklich wie folgt schließt: „Nieder mit dem imperial socialistischcn Demagogenthum! Nieder mit den bewußten oder unbewußten Wertzeugen des Cäsarismus! Nieder mit jeder persönlicher Führerschaft! Nieder mit Herrn von Schweitzer! Hoch die ehrliche Socialdemokralic! Hoch die internationale Arbeiter Association!" So der Schluß des Aufruf«. Man sieht, daß wir den Styl unserer Gegner einigermaßen kennen. Berlin, 14. Juli.(Zur Aufklärung.) Von vielen Mitgliedern bin ich aufgefordert worden, meine Ansicht über die jüngsten Vorgänge im Allgem. deutsch. Arb.-Vcreiu au»- zusprechen. Da die Sachlage einfach und klar ist, so habe ich darüber nur wenig zu sagen. Die Wiedervereinigung der g'sammten Lassalle'schcn Partei mußte von allen Partei- genossen al« ein srcudige« Ereigniß begrüßt werden, be- sonders von denen, welche gleich mir seit'Eintritt der Spal- tung im December l8V4(Dttsseldorser Generalversamm- lung) aus eigener Erfahrung sich überzeugt hatten, daß die Spaltung die Entwickelung der Arbeiterbewegung in Deutsch- land in bellagenswerther Weise hemmte. Ueber die auf die Wiedervereinigung bezüglichen Unterhandlungen zwischen den Herren v. Schweitzer und Utende bin ich von elfterem stets unterrichtet morden und ich habe da« Vorgehen de« Herrn v. Schweitzer vollständig gebilligt. Wie wenig die Sache heimlich betrieben ist, geht daraus hervor, daß ich während der Unterhandlung an Herrn Bracke schrieb, daß ich ihm bald über wichtige Partciangelegenheiten schreiben würde. So lange die Unterhandlung noch im Gange war, konnte natürlich eine wesentliche Mittheilung darüber nicht gemacht werden. Die Gründe, aus welchen die Abstimmung über die Vorschläge der beiden Präsidenten in der bestimmten kurzen Frist erfolgen mußte, wenn die Einigung überhaupt zu Stande kommen und die Ex stenz der beiden Vereine nicht bedroht wcrd:n sollte, habe ich dem Vorstand in Ham- bürg, sowie den Mitgliedern in Cassel, Frankfurt a. M., Offenbach und Mainz ausführlich auseinandergesetzt, und es siud dieselben allseitig ebenso als genügend anerkannt worden, wie von den Mitgliedern in Berlin. Es waren das die Gründe, von welchen es in der Proclamation der beiden Präsidenten hieß, daß sie sich der Oeffentlichkeit eutzögen. Diese Bemerkung schien völlig genügend, um die Mitglieder zum Nachdenken darüber zu bestimmen, welcher Art jene Gründe waren; sie lagen sä nahe, daß man darüber er- staunen müßte, wenn besonders die intelligenten Mit- glieder sie nicht sofort herausgefunden hätten.— Wa« da« Zurückgehen aus das alte Lassalle schc Statut betrifft, so ist vor Allem zu bedenken, daß bei einem Vergleich zwischen zwei Parteien, die sich auf's Heftigste bekämpft hatten, von beiden Seiten nachgegeben, auf beiden Seiten Eoncessionen gemacht werden mußten, weil sonst von einem Vergleich keine Red« sein konnte. Bei der Abstimmung stellte sich heraus, daß die gestellte Frist keineswegs zu kurz war, weil fast alle Mitgliedschaften abgestimmt und sich mit sehr großer Majorität für die Vereinigung ausgesprochen haben. Abgesehen davon, daß sich dadurch die Schlagsertigkeit der Partei abermals glänzend bewährte, ist es doch einer der Hauptgrundsätze der Demokratie, daß die Minorität sich dem Beschlüsse der Majorität zu fügen hat. Daß von Einzelnen der Majoritätsbeschluß nicht respectirt ist, dieselben sich vielmehr bewogen gesehen hab:n, aus dem Verein aus rein nebensächlichen formellen Gründen, die mit dem Princip nichts zu schaffen haben, auszuscheiden, da« ist im höchsten Grade verwerflich und kennzeichnet die AuSgeschie- denen keineswegs als echte„ehrliche" Social-Demokraten. Wenn ich jedesmal aus dem Vereine hätte austreten wollen, wenn ich seinetwegen Widerwärtigkeit:» aller Art zn ertra- gen hatte, oder wenn nicht Alles nach meinen persönlichen Wünschen ging, dann wäre ich längst nicht mehr Mitglied de« Vereins gewesen. Wa« die Ausgeschiedenen zur Recht- fertigung ihres unüberlegten Schritte» vorbringen, ist durch- weg hinsällig.— Zunächst kann ich nicht begreifen, wie man dazu kommt, das" Statut, wie es auf der Banncw Elber- felder Generalversammlung hergestellt ist, al«„demokra- tischer" zu bezeichnen, al» da» alte Statut. Wenn die Be- i_ schränkuug des Borstandes von 25 Mitgliedern auf 15 ci,, „demokratisch" ist, dann müßte folgerichtig seine Vermindi- derung auf etwa 10, 5, 3 oder gar noch weniger Mitglie-„ der noch mehr„demokratisch" sein. Auch da« ist nichülL; J „demokratisch", wenn man den Vorstand von und au« de» Rrnn Mitgliedern eine» Orte« wählen läßt. In Barmen schlug Herr r, Zorck au? den Hamburger Mitgliedern die Vorstandsmit- glieder vor und die Majorität der Dclegirten, welcher— die, Vorgeschlagenen kaum dem Namen nach bekannt waren, v,-, wählten die Vorgeschlagenen. War da« auch„demokratisch"?, — Den Delegirten sind die tüchtigsten und bewährteste» st)* Mitglieder im Verein bekannt. Wenn aus diesem die Vor-; standsmitglieder, wie da« alte Statut es vorschreibt, ans deli�* Generalversammlung gewählt werden, und wenn ferner die Vorstandsmitglieder in allen Theilen Deuffchland« w«linem,rtm so daß bei den Berathungen und Beschlüssen des Volstandct�jjalic die verschiedenen Verhältnisse und Bedürfnisse, Wünsche und flQm|al Anschauungen in den einzelnen LandeStheilen berücksichtigt p�d T werden können, dann ist das eine Einrichtung, die mehrte � „demokratischen" Sinn und Verstand hat, wie ein vermin-�kiärt derter Vorstand, der von den Mitgliedern eines Ortes gt-joUc I wählt wird und sich den localen Anschauungen und dellfti- uii Einflüssen einzelner„Intelligenzen" unterwirft. Wa« vollVcre.n der größeren LebenSsähigk-it d.s Vorstandes gefaselt wird neue£ kann dagegen nicht im mindestens in Betracht kommen. D-r„Ec-tarübe> rungenschast" der Verminderung des Vorstande» auf lbBondo Mitglieder und seine Concentrirung auf einen Ort 5at%|iami in Verbindung mit der Bestimmung, daß der VorstaiidjfliK u den Präsidenten vom Amte suSpendiren könne, keinen aiider»aelc«r Zweck, als den Präsidenten v. Schweitzer g-legentlich zUku Et beseitigen. Das Protokollbuch der Hamburger'Milgiiedelj,h:,uu giebt darüber sehr interessante Aufschlüsse, namentlich Übersoll! E die auf den Sturz Schweitz-rS abzielenden Bestrebungen deSflaubei Herrn Iorck. Am Tage nach der Kasseler VirbandS-Gen--»urdeu raloerfammlung trafen die Herren v. Schweitzer und Iorckiichl t in meinem Quartier zusammen Ju einer längeren Uuter-hommc rcdung erklärte Herr v. Schweitzer, daß die Partei bereitsWeise o erstarkt sei. daß er nach Jahresfrist vom Präsidium werdGen.- zurücktreten können ohne die Partei zu schädigen. Htrtjot. 5 Iorck erwiderte daraus, daß er die« nicht glaube, daß Herlnente v. Schweitzer vielmehr noch während der nächsten Legisla-zx»,■ lnrperiode des Reichstag«, also noch drei bis vier Jahre„m,, d Präsident bleiben müsse.— Und heute?— Immer osjeSchcil' v Visir, meine ich, geziemt„Demokraten", nicht aber Heu'kinig chelei und heimtückische Schlelchcre>.— Am wenigsten kan»Fcakilo ich Herrn Fritzsche begreisen. Ec führt als einen H au pl-!änip,ei grund seines Vorgehens die Wiederherstellung eines Para'herun graphen de« Statuts an, der zur Auflösung de» frlldereljplzicll Vereins geführt habe, und der in der That in dem Summderbl gar nicht enthalten ist.— Da» ist denn doch elwakZPenn lark und mindestens— leichtsinnig. Was Herr Friyschtvären, nach eingelaufenen Berichten in einer Cigarren- Arbeiter- ,ossx„ Versammlung in Hamburg zur Rechtfertigung seines Schrittel�ociatd angeführt hat, ist ebenfalls nicht stichhaltig. Die meisten Punt« er Sa> waren bereits zwischen Fritzsche und Schweitzer und auch intlirbeiiei VerbandS-Ausschuß zur Sprache und Erledigung gekominell.,lr's a! Der Vorwurf, daß Herr v. Schrvritzer in feiner«Sigenschif, al»,mokr-i Verbands-Präsident nichts für die strikeuden Cigarrenarberltt sftx in Leipzig gethan habe, ist völlig unbegründet. Herr-ritzi, Fritzsche hat sich wochenlang in Leipzig aufgehalten. Er sclbslg.-cl tn ist Pccepräsideut des Verbandes und Präsident des Cigarrea'nch u und Tabackarbeiter-Vereins. Er hat über den Slrike in CeifiUg. i zig kciue Silbe hierher gerichtet, weder an den Verband»Vmi» Präsidenten, noch an die Rcdaction de«„Social-Demokral/agxx h, wie auch überhaupt keine Anträge zur Unterstützung der Slli-> ru kenden von Berbandswegen eingegangen siud. Und mi'oit am will Herr Fritzsche hieran» einen Vorwurf gegen Herrn»ijsber Schweitzer herleiten? Das ist wahrstch nicht„demokratisch„m A gehandelt.— H-rr v. Bouhorst hat die Kühnheit, in tillel«r wo Flugblatte das Resultat des Mainzer Arbeitertages zu sädZerlreli jchen. Ich hätte das nimmermehr von ihm erwartet, fficrttoße S über den Arbeitertag kein näherer Bericht erschienen ist, daist,, duräi lollte Herr v. Boich orst sich eher dafür bedanken, als höhnisch»,�' Bemerkungen darüber machen. Seine und feiner Freuudft,g� Niederlage war eine so totale, daß die anwesende Ehesra»:,, u's, de« Herrn I. M. Hirsch in bittere Thränen ausbrach. �,eit Wenn Herr v. Bonhorst ein„ehrlicher" Social- Demokr-l,(Jj,, sein will, warum verschweigt er es, daß der Unwille dst,��, Versammlung sich m-hrsach gegen ihn und Herrn Hirsch b�st�ve von ihnen vorgebrachten Gemeinheiten in einer Weise richtet�, welche fast handgreiflich bewies, daß für die Sorte„ehr'och tj licher" Social-Demokraten kein Boden vorhanden war; wariistznick! verschweigt er, daß sein Freund Leyendecker gezwnngeu roadj die den Vorsitz niederzulegen;— warum veröffentlicht er nilhlng»al den an deu Arbeitertag gerichteten Brief de« Herrn Rlldtiijnt,, Heidelberg, der da« Vorgehen der Herren v. Bonhoist mchelleick Genossen in durchaii» ruhiger und sachlicher Weise, jedoch M*älhcr Enlschiedenheitund Schärfe verurtheilt?— Die von Hrn. v. BoUkucr Horst eingebrachte, von dem Arbeitertag fast cinstimni�wietr zurückgewiesene Resolution beweist ferner, daß es den AuS'n brin geschiedenen nur um den Sturz Schweitzers zu thun ist.--chii au Es ist kläglich, daß die Herren Nicht den Much haben, offchhr B mit der Wahrheit hervorzutreten und offen Farbe zu be�chwu kennen, statt ihr Vorgehen Mit nichtssagenden Redensarten! und unerwiesenen Verdächtigungen zu bemänteln.— Jlife er will an ihrer Stelle deu Schleier lüften.— Unter den Aui'Halte geschiedenen befinden sich einige jugendliche Heißsporne, wcber nc chen die stetige Agitation im Allg deutsch. Arb.-Verein Arbeite politischer Beziehung zu langsam wirkt. Zu diesen Heishn.{ spornen gehört Herr Bracke. Ec war einer der Erste«»!, serr welche in der bekannten Weise vorgingen. Allmählcklb Zl schlössen sich ihm die Andern an. Ich halte mich überzeu�iiege. daß die Herren ihren Schritt jetzt nicht mehr thun würde» j; Sie haben in der Uebereilung gehandelt, wahrscheinlich>%»( der Voraussetzung, daß ihnen ein großer Theil der M�lück glieder folgen werde. Darin haben sie sich geirrt.— Döeu de vorgeschlagene Congreß würde ohne Dazwischentreten d�nz d Allg. deutsch. Arb.-Vereins wahrscheinlich ein ähnlichstunine Schauspiel bieten, wi: der Genfer Congreß der Fricdeistlmtm nnd FreiheitS-Liga. auf dem die Vertreter der bUigerlichstlnsich Demokratie aus allen Theilen der Erde sich gegenseitig uWupte halsten und in polnischem Freiheitsdusel vor Rührung v-'stn g< gingen, indeß eine Adresse de» zu gleicher Zeit in Lausai�on d tagenden Arbeiter-Songresse« schnöde zurückgewieseu u3' ie Be iij 15 uinbt' förmlich fjroteflittett. die„ehrlichen" Sosich nennen, auf dem �um Protokoll gegen die Adresie Wir wollen fch n, ob und rial-Temolrate», wie die Leute........., Liseuacher Eongresi auch so bchandeln werden. Ohne uns werden die Herren, wie in Genf, in politischer mchl tzrcihellosennmentatnät zerfließen und ich sehe im tAeiste lS den�chgx, jugendlichen Bracke am Halse des alten Jacoby g Herr szreudenlhiänen weinen. Manches politische«rillantscuer dSmit- wird dorr abgebrannt werden; es sind Strohfeuer, die mit d" btm Rauche spurlos verschwinden.— Eine Einigung roarcrtyi� S�nlf�hnrt?! tft für uns unmöglich, , l l L u y lohne«, jordern. In sormeller Beziehung ist eine Einigung nicht stanoc»»uöglich, weit wir davon überzeugt sind, daß unsere r�r- he und gauisaliou die beste ist, die sich in allen Stürmen, Wirren lsichtigthud Drangsalen der Partei bewährt hat.— H«* t mehr hat bei meiner Anwesenheit in Frauksurt a. M. dssenilich >ermia« erklärt, daß der Eongreß erst eine Form ausfindig machen tes ge- solle, unter welcher die Lerclnigung aller Aibeiter möglich id de» sei; man werde von beiden Seiten(Allg. deulsch. Avbeittt- nottStprun Iiitil«nikavarent da« Beste wävlen und daraus die NIN- erklärt, daß der Eongreß erst eine Form ausfindig machen tes ge« solle, unter welcher die Vereinigung aller Arbeiter möglich rd de» sei; man werde von beide» Seiten(Allg. deutsch. Arbeiter- as vo»BereiN und Volkspanei) das Beste wählen und daraus die wird neue Organisation bilden. Wie diese beschafien sein soll, er„Er- darüber konnlen weder Herr Ellner, noch die Herren von lus lbBonhvrsl und Hirsch in Mainz Ausschluß geben.— Es ist ct hatckerstaunlich! Man kehrt einer Organisation, die man selbsi .orstaiidstcis und bis in die neueste Zeil hinein als eine auSgezeich- anderbuete angepriesen hat, den Rücken, um sich einem�unbefiimm- WA\ ffitniiiü ZN»NNlONdpN ttlWt h�rn ander»Nete angepriesen hat, den Rücken, um sich einem unoesiimai- lich isien Etwas zuzuwenden, von dem die Herren selbst noch keine igliedelAhnuilg haben und das erst der„Cougrcß" ausfindig machen >> irhrttnit i is« ist in h»r»«>>»«rftgnniiA nur die Herren haben liglleoc-eiljuung gaoeu Uno oas er,! oer„raor h Übersoll! Es ist in der That erstaunlich,......... gen detziauben können, daß die Arbeiter hinter ihnen drein lausen i-Gene'vurden, um in« ihnen Phantomen nachzujagen, die noch d rssoraziche einmal in ihrem eigenen Gehirn eine Gestalt ange- Unter«, ommen haben. So dumm sind die Arbeiter glücklicher bereilsiLeise doch nicht, was die Herren selbst hät-cn wissen lon- , werdGea.— Der Allg. deulsch. Arb.« Verein besteht nach wie Herlzor. Treten die übrigen aus dem Eongreß vertretenen Ele- rß Hertiientc nicht>n ihn ein, wird vielmehr für dieselben ein an- Legisla-zere» Programm, eine andere Organisation gcschafien,— JahrGun, dann erreichen die Projektenmacher das gerade Gegen- ossebchell von dem, was sie zu erstrebe» vorgeben: statt einer er Hell«! rniguug aller Arbeiter eine neue Spaltung in zwei en kan»Flakiionen, die sich gegenseitig aus Tod und t!eben bc- paupt'himpsen werden, wie nie zwei zuvor. Auch das mußten die S Para'hcrr.n wissen und von einem Unternehmen abstehen, was srilherchp-ziell in Bctrrsj der Wahlen im nächsten Jahre nur von Statlßlliderbl>che>i Folgen für die Arbeilerwelt sein kann.— ) elwakWenn sie„ehrliche" und verstiiudigc Soc>aldcmoliaten Fciyschr. Rcincke, jetzt geht eS mit Fritzsche ebenso. Wenn »ir auch mit dem Herrn Fritzsche als unsern Verlreter narbciltl Neviges, 12. Juli. t. H-lj'' Er selb ugarrei t in Lei erdand mokral/ der Slr lind« .nd nu'oir auch mit dem Herrn Fritzsche als unsern �rircici )errn bstsher zusrieden waren, so sind ivrr jetzt mit seiner Stellung kratisch um Allg. deutsch. Arb.-Berein keineswegs zusrieden, denn m ei>ie0>„r wollen keine halbe, sondern ganze Männer als unsere i zu sälJerweler haben. Es herrscht hier unter den Arbeitern eine t. Wentrvße Wuth über den Streich des Herrn Fritzsche. was ist, da»»adurch bewiesen wird, daß die gestern zu Velbert stattge- höhnisitfludene Versammlung erklärte:„Fritzsche Fvcund'ithec, er möge sein Mandat niederlegen." Vielleicht glaubte EhesiaTri tzsche, seine Wähler würden mit ihm überlansen, aber brach. �>eit gefehlt; wir wollen mit jenen säubern Herren uichls -"— Mögen jene Leute nur zu Bebel und Lied- .. u.cr. pe nur anstatt eines Ar- ,...................—.......... Präsidentenvercin gründen, richtettitzmi, hoch alle einen Titel bekommen, um den e« ihnen „ehl'och eigen!' warn�iück dazu. n wats die llliiß er niiVä>gejähr v Rüdt Milien Brii ist il»>i-lleicht h, och w�ther zu � � v.Bo»Hucr Plan nicht gelingen, obgleich.»».»""*•->-> .istimnnlswietracht unter die Wähler des Kreises Lennep-Riettmann ien Anni bringen, denn»MM-----"-..... xu,.ui. luuucn um jenen säubern Herren nichts Temokrol, haben. Mögen jene Leute nur zu Bebel und Lieb wille brecht halten, oder besser mögen sie nur anstatt eines Ar pirsch b�eilervereins einen allgemeinen Prästdentenverein gründen e richteN�mit doch alle einen Titel bekommen, um den cS ihnen >rti„ehr'och eigentlich nur zu thun ist; wir wünschen ihnen viel r; waruStmck dazu. Was jene Herren noch besonders kennzeichnet, igen wotj hie Mißachtung, mit welcher sie die Arbeiter betrachten. i er ui4(i,3qdhr vor einem Vierteljahr schri.b ich au Herrn Fritzsche » Rlldl chueu Bries, aber bis jetzt habe ich noch keine Antwort, ihoist iinfielleicht hatte derselbe leine Zeit zu antworten; aber Ver- -doch M'Lther zu spielen, dazu hat...... 0'l,'f •11(1 Bos iuer hlinn nirf,.... T och es wird Euch e« Euch geglückt ist, ' ü ,i£ hr'lT'''''«"-ll>)irr uco............ itn AiW DTOg« wie damals bei vr. Reincke'S Abfall, so wer- hl nfiefch«I i h■l>ie ��beiter sich wieder einigen. Euch aber, .'.. M � 11«onsdors. ruscn wir zu? Denk, an den zu Schwur, den wir, a(ä Lassalle in Ronsdorf war, geschwo- -i. eiilt an dw Worte unseres unsterblichen Meisters, Eurer Mine von der Tribüne herunter rief: wir zu: Denkt an den --.wur, oen wir, al« Lasialle in Ror densarwUu! Denkt an die Worte unsere« u......... Ine er in Eurer Mitte von der Tribüne herunter rief: den Au�Haltet fest an der Organisation!" Oder sollen wir bei »rne, w<% nächsten Wahl anstatt zu siegen unterliegen? Nein, Verein Arbeiter RonSdorsS, das IBnnt und werdet Ihr nicht wol-> sen He>»l. Schon hat die hiesige Fortschrittspartei wie auch die w er ErsiAMservative ihre Freude daran, daß wir uns entzweit. Des- öf AllmählMlb Muth und Kraft, denn nur Einigkeit führt un« zum' Ä überzeugviege. Mit Gruß �■~'t------- ----- v'----- J—""I"f-w.iujjavu|**•)• fc 0---- iberzeugsiege. Mit Gruß F. Obermann jr. würde» Düsseldorf, 14. Juli.(Rcichstagswahk.) Nach- «Mich �em bereit« seit dem Jahre 1364 mit mehr oder minder der M�lück der Versuch gemacht worden ist, in Ercseld, wie in ----- D'tli bedeutendstcu Fabrik- und Industriestädte der Rheinpro- reten die social-demokratische Fabne aufzupflanzen, glaube ich ähnlich-mumehr, ndchdem ich in den letzten Wochen mehreren Ver- Friedeil-munlungen daselbst beigewohnt habe, trotz der gcgentheiligen Nr gerlich�u ficht der Ereselder, Düsseldorfer und Cölner Zeiiung be- ijeilig iil»d>iptrn zu können, daß unsere Prinzipien daselbst sesten Bo- jrung»!«« gewonnen haben, und daß bei einer nachHalligen Agita- r Laujall�-on daselbst sür unsern Verein eine neue Festung geschafieu iesen � werden kann.— Augenblicklich bietet sich nun eine doppelt günstige Gelegenheit dar, iudem am 25. August daselbst die Nachwahl zum norddeutschen Reichstag stattfinden wird. In der letzten Versammlung ist bereits aus meinen Antrag der einstimmige Beschluß gefaßt worden, einen einen eigenen Arbeitercandidateu aufzustellen; auch hat sich ein Arbeiter- Wahlcomitee gebildet.— Wünschenswerth wäre es aber, wenn die dortigen Parteigenossen nicht allein durch Redner, sondern auch durch Geldbeiträge unterstützt würden. Etwaige GeldunterMtzungen wolle man direct an W. Grub er, Dreikönigenstraße 59, sonstige Briefe an A. Friedrich, Antonsstiaßc 25a in Erefeld zu richten. W. Real. Düsseldorf, 13. Juli.(Enthüllung.) In Verfolg meiner Erklärung in Nr. 80 d. Bl. freut es mich, mitthei- len zu können, daß meine damalige Unterstellung richtig war, indem inzwischen mir von Solingen und Haan Beweise da- sür eingesandt worden sind, daß da« fragliche Eircular von keinem der hiesigen Parteigenossen ausgegangen ist, sondern von dem Herrn W. Schloemer hier, auch unter dem Namen Remölsch bekannt, einem Menschen, der nie- mal« zu unserer Partei gehört hat und sich nur zeitweilig sür einen Social-Demokrat ausgegeben hat, um so Gelegen- heit zu finden, seinen persönlichen Haß gegen einzelne hiesige Führer der Fortschrittspartei auslassen zu können, mit denen er bis dahin Hand in Hand gegangen, sich aber überwarfen hatte, wie die« hierorts allgemein bekannt ist.— Unsere Parteigenossen werden es daher nur naturgemäß finden, wenn ein solcher Mensch sich dahin wendet, wo auch seinen politischen und socialen Anschauungen Raum gewährt wird; zu dem Conglomerat der verschiedensten Parteiansichten. W. Real. Breslau, 11. Juli.(Die Verdächtigungen Be b els.) Parteigenossen, unter allen den vielen bis jetzt aber unbewiesenen Anschuldigungen gegen den Präsidenten Dr. v. Schweitzer hat gewiß der„ossene Bries an denselben," ver- össentlicht im Blatt der Herren Liebknecht und Bebel da« Möglichste geleistet. In diesem Briefe brachte Bebel außer den schon so osi gehörten Ehrentiteln, welche dem Präsiden- ten doch wohl bi« jetzt unverdientermaßen angehängt w�den, auch vor, daß derselbe einem einflußreichen Parteimitgliede unsere» Verein« 1800 Thlr. geboten hätte, wenn derselbe nicht zur Opposition übergehen wolle. In Folge dessen und weil ich, wie wohl jedes Mitglied unsere« Vereins, nicht ein solcher bin, welcher, wenn solche Machinationen dem Präsi- deuten bewiesen werden können, demselben blindlings folgen würde, schrieb ich an Bebel in Gemeinschaft der beiden hie- sigcn Mitgl cder Friedländcr»nd Färber, er möge die Güte haben und uns diese«„einflußreiche" Mitglied nennen, um Beweise gegen den Präsidenten zu bekommen. Wie diese Herren die Beweise zu liefern im Stande sind, mag allen Parteigenossen die Antwort de« Herrn Bebel an uns zeigen, dieselbe übergebe ich hiermit der Oeffentlichkeit; sie lautet buchstäblich, wie folgt: „Leipzig, den 7. Juli 1869. Geehrte Herren! Ihre wcrthe Anfrage in Ihrem werthen Schreiben vom 5. d. M. darf ich leider-nicht beantwoNen, da die betreffende Person mich gestern dringend ersuchte, vor. läufig den Namen zu verschweigen. Ich kann Ihnen nur wiederholt versichern, daß die Thatsachc richtig ist, daß der Betreffende ein viel genannte«, erst in letzter Zeit zur Oppo- siition übergegangenes Mitglied de« früheren Allg. denisch. Arb.- Vereins ist. Mehr zu sagen verbietet mir die DIS- cretion gegen den Betreffenden, dem gegenüber ich nicht wart- brüchig werden kann und darf und mag. Ich hoffe, daß diese Sie vielleicht nicht befriedigende Antwort Sie nicht ab halten wird, Ihrer bessern Ueberzeugung zu folgen und sich oon einer Person loszusagen, die nach meiner festen Ueber- zeugung mit der Arbeiterbewegung schmählichen Berrath treibt. Sollten Sie sich jetzt noch nicht entschließen können, der Op- Position anzugehören, so glaube ich dennoch, daß die Zeit nicht seru ist, wo Sie wie alle ehrlichen Arbeiter und Social- Demokraten mit nn« die richtige Stellung auf dem äußersten linken Flügel der Demokratie einnehmen werden. Wenn Sie mit Herrn Scheil zusammentreffen, bitte ich, ihn von mir zu grüßen und ihm zu sagen, daß mir seine jetzige Stellung un- begreiflich sei. Wie er, ein Mann, der unserm Verhalten in der Militärfrage*) vollständig zustimmte, sich von einem Schweitzer bestricken läßt, der in denselben Tagen damals sich auf das entschiedenste gegen uns erklärte, ist mir ein Räthsel. Mit social-demokratischen Gruß Bebel." Soweit Herr Bebel. Er kann unsere Anfiage also nicht beantworten, weil die betreffende Person ihn ersuchte, den Namen vorläufig zu verschweigen. Welcher ist anzuklagen, Derjenige, welcher verläumdet ivird, oder Derjenige, welcher sich geberdet, als sei er der Ehrliche, und doch die angeblichen Beweise verheimlicht? Heran« mit der Sprache nebst Bewei- sen, oder die dem Präsidenten angehängten Beschimpsniigeu fallen auf Euch zurück. Diese Herren sind es der A beiter- fache schuldig, offen zu sein. Daß die Thatsache richtig ist, daß der Betreffende ein viel genannte« Mitglied de« früheren Allg. deutsch. Arb.-Vereins ist, daß er erst in der letzten Zeit zur Opposition übergegangen ist, bedurfte keiner wiederholten Versilhernng, oder glaub: Herr Bebel, wir schlafen? Die« ist auch keine Antwort auf unsre Frage. Wir fragen nach dem Namen, nach dem Beweis; Herr Bebel sagt, c« ist ein viel- genannter. Sehr logisch. Warum den Namen vorläufig verschweigen? Wissen Sie nicht, daß schnelle» und kräftiges Handeln der Vorzug unserer Partei ist? Die Discretion gegen eine Person zwingt Sie zu schweigen, Sie wollen nicht wortbrüchig werden. Oder hat die Person wohl gar die Un- w a h r h e i t gesagt, so daß dieselbe fürchten muß, die Behauptung öffentlich beweisen zu wollen?**) Können und dürfen Sie darum nicht offen sein? Doch halt; Sie mögen auch nicht! Gut! Sie hoffen endlich, diese Ihre un« nicht be- sriedigende Antwort würde uns nicht abhalten, daß wir unserer bessern Ueberzeugung folgen, und un« von einer Person lossagen, die nach Ihrer festen Ueberzeugung mit der Arbeiterbewegung schmählichen Verrath treibt. Ich sür meine Person folge jetzt meiner bessern Ueberzeugung und *) Wieder wird also die alte Berläumdung, daß Schweitzer sür da« heutige Militairwesen gewirkt habe, hervorgesucht. an:..« fj* hi-ien anaebiichen Bestechung«»? das heutige Militalrwewn gcium.„-----„, W **) Wie es sich mit diesen angeblichen Bestechungsver such verhält, möge man in Nr. 73 des„Social-Demokrateu' nachlesen. sage mich von einer Person lo«, die solchen Verrath treibt, die Person aber Herr Bebel, ich kann nicht ander« al« offen sein, sind Sie; ich war zwar niemals Ihr Nachbeter oder Anhänger, sehe mich aber veranlaßt dies jetzt öffentlich zu konstatiren.— Ich kann mich auch durchaus noch nicht ent« schließen der Opposition anzugehören. Ich bin auch über- zeugt, daß ich jetzt schon als ehrlicher Arbeiter und Social- Demokrat und zwar ohne Sie die richtige Stellung auf dem äußersten linken Flügel der Demokratie einge- nommen habe. Ich möchte Sie, Herr Bebel, nur noch ersuchen, wenn Sie je wieder Gelegenheit hätten, mir aus eine Frage zu antworten, sich etwa« logischer und kor- rektcr auf dem geistigen Gebiete zu zeigen. Herrn Scheil habe ich den Auftrag von Ihnen ausgerichtet, ich hatte aber alle Eile nöthig, ihn aus ernstere Sachen aufmerksam zu machen, weil ich während der Mittheilung befürchten mußte, derselbe könnte über Ihre Drolligkeit den Lachkcampf bekom- men. Juliu« Kräcker. München, 12.Juli.(Resolution.) In einer von ca. 459 Mitgliedern de« Allg. deutsch. Arb.-Berein« besuchten Versammlung wurde mit allen gegen drei Stimmen sol- gende Resolution beschlossen:„Die Bersammlung der Mün- chener Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Verein erklärt, gegenüber den verschiedenen Flugblättern: 1) Daß sie alle in diesen Flugblättern angegebenen Erklärungen nicht sür so wichtig hält, daß sie nicht durch die nächste Generalvcrsamm- lung erledigt werden könnten; 2) daß c« vielmehr s eint, als wenn die Verfasser jener Flugblätter egoistische Zwecke verfolgten; 3) daß sie daher diese« Treiben, welches bei der jetzigen Sachlage nur eine Parteizersplitterung hervorbringen kann, entschieden verdammt." Mit social- demokralischem Gruß Nesf. Lüncburg, 19. Juli.(Resolution.) Da mehrere hiesige Mitglieder Packctc Brackcscher Flugblätter zum Zweck der Verbreitung ungefordert zugeschickt erhalten halten, stand dieser Gegenstand aus der heutigen Tagesordnung, und es wurde folgende, von Herrn Schormann gestellte Resolution gesaßt.„Jedes Mitglied, welches die Flugblätter der Herren Bracke, Geib und Genossen in oder außerhalb de« Verein« verbreitet, wird von der Versammlung für einen Feind de« Lassallcschcn Prinzip« erklärt, und soll dasselbe aus social- demokratische Weise behandelt, d. h. hinausgeworfen werden." Es muß hiernach den Absendern der Flugblätter überlassen bleiben, ob sie uns auch noch serner...ir Frühstllcksmalulatur versorgen wollen. Mit brüderlichen Gruß Karl Kühn. Heddernheim, 5. Juli.(Erklärung.) Da die Jntrignen der Herren Geib und Genossen, die durch Einsen« dung von Flugschriften, Kongreßeiuladungen u. s. w. auch unsre Reihen zu durchbrechen suchen, erkannt sind, diene den Unterzeichnern dieser Flugblätter Folgende« zur Beachtung: „1) ES ist nicht meine Aufgabe, die Stellung de» Verein- Organ« durch Ausbreitung von Schmähschriften zu hinter- treiben; 2) ich halte al« Social-Demokrat es unter meiner Würde, solchen Phrasen, die nur die Untergrabung de« bi« jetzt Errungenen zur Folge haben können, Gehör zu schenken; 3) ich habe nicht die geringste Lust, mich mit oben genannten Herrn aus diesem Felde in einen Briefwechsel einzulasseu." Adolph Sperling. g. Cassel, 11. Juli.(Niederlage der Abtrün- nigen.) Gestern Abend hatten wir eine Versammlung in Raabc's Local, wo auch Herr v. Bonhorst anwesend war und eine solche N edcrlagc erlitten hat, daß cS diesem Herrn wohl für immer benommen sein wird, un« eine« Andern zu belehren.— Der Gang der Versammlung und die Ueber- zenguugS-Nede des Herrn v. Bonhorst nächstens. Vor- läufig zur Nachricht, daß wir treu und fest zur jetzigen Or- ! gauisatton stehen. Berlin, 14. Juli.(Schluß des Bericht« über meine Reise nach Süddeutschland.) Donnerstag Abends 8 Uhr kam ich in Nürnberg an. E« war von M. Peter, Bevollmächtigten de« Allg. deutsch. Zimmerer-Bereins, eine öffentliche Mitgliederversammlung ausgeschrieben worden. Alle Bauhandwerker hatten Zutritt. Hier hatten wir aber die Rechnung ohne den Geheimen RegierungSrath Schrot gemacht. Die Nürnberger Polizei hatte da« Anschlagen der Plakate in die Länge gezogen, so daß dasselbe erst Mor- gens 11 Uhr erfolgte. Hinterdrein wurde aber gleich ein Kleisterer geschickt, welcher sofort mit gelbem Papier meinen Namen verkleistern mußte. Die Versammlung war von 399— 499 Personen besucht. Nachdem unser Bevollmächtig- ter den Zweck der Versammlung auseinandergesetzt, nahm ich da« Wort. Aber, o weh! der in Eivil die Versamm- lung überwachende Polizeibeamte forderte den Vorsitzenden aus, mir da« Wort zu entziehen, sonst müßte er sofort aus hohen Befehl die Versammlung auslösen, er erklärte der H 1 de« bayrischen Vereinsgesetzes lautete: Alle Staatsange- hörigen haben da« Recht sich friedlich, ohne Waffen, in ge- schlossenen Räumen zu versammeln. Ich sei kein Bayer, folglich kein Staatsangehöriger zc. Ich erklärte, daß man mir in München und Augsburg, welche doch auch zu Bayern gehören, Nichts in den Weg gelegt habe; der Vorsitzende pro- testirte. Die Versammlung verlangte stürmisch: Sprechen lassen-c., half alle« Nicht». Es ward mir ein Hoch aus- gebracht, daß die Fenster klirrten, dann sprach die Versamm- lung ihren Zorn Uber diese Handhabung und Auslegung des Vereinsgesetzes au« und beschloß Beschwerde zu führen, worauf der Vorsitzende die Versammlung schloß. Wir Ar« beiter blieben bis spät in die Nacht hinein beisammen und viele Arbeiter machte ihrem Herzen Luft. Die Zimmerlente sind bei uns und die Maurer, Steinhauer k. wollen sich un« anschließen, ebenfall« andere Profesfloiiistcn. Ich beab- sichtigte eine zweite allgemeine Arbeiterversammlung abzu- halten, welches den erwähnten Borgängen nach, aber un- möglich war. 1862 am I. Nürnberger Arbeitertag war mein Schul-, Lehr- und Reisekamerad Earl Rethwisch, Zimmerergeselle au« Ahrensboeck in Holstein als Vertreter des centralisirten Arbeiter.-Bildungsvereins in der Schweiz erschien. Er durfte aus dem Arbeitertag in Nürnberg nicht sprechen. Viele Feste, viele«rbeitertage sind derzeit in Nürnberg gehalten. Uhlich� Liebknecht»nd Bebel UNd'— der Wege, in Folge oe»«j« sie dürfen in Nürnberg sprechen. Das steht de« bayerischen Vereinsgesetze«. Bayer».— Auf meiner Rückreife nach Berlin habe ich noch Adressen au« Bamberg und Hof gehabt. Hier befindet fich da» Proletariat aus einer der niedrigsten Stufen, namentlich in Bamberg. Einen wahren Bcttellohn erhalten daselbst die Arbeiter. Einige erzählten mir, sie hätten schon langt zusammen steuern wollen, um sich einer nach dem andern nach Amerika hinüber zu schaffen. Aber, aber woher da» Geld nehmen? In Lumpen gehüllt traf ich die Leute auf den Bauten, aus den Plätzen und Abend» in den Schänken. Nicht» von geistigem Leben war zu finden; hoffnungslos, abgestumpft für alle geistige Freude, schleicht bei ihnen maschinenmäßig da» Leben dahin.— Zum Schluß spreche ich hiermit allen Arbeitern meinen herzlichsten Danl au» für den mir überall gewordenen sreundlichen Empfang und die Bcwirthung, woran ich noch die Bitte knüpfe, fest und unerschütterlich fortzuschreiten auf der betretenen Bahn. Bus» Neue bin ich durch alle Flugblätter und alle Zeitungen in meiner Ansicht bestärkt worden, daß der Opposition in un- serer Partei nichts Andere» bleibt, als zur BulkSpartei über« zugehen und diese bekämpft Lassalle; hat man nur erst die Organisation gelockert, dann kann man auch allmählich die Größe Lassalle'» zurückdrängen. Die eigeuen Personen gel- ten solchen Leuten so viel, daß»vir, wenn sie ihr Ziel, die Auflösung de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins erreichten, bald so viele Arbeiterpancien und Parteichen haben würden, als Arbeiter da sind. Bleibe man darum bei der Sache und lasse da» Mäkeln. Mit social-demokratischem Gruß G. Lübkert. Die Mitgliederlisten müssen nunmehr, so weit e» noch nicht geschehen ist, unverzüglich an den Vereinslckretär ein- gesandt werden. Bei den Vorschlägen der Bevollmächtigte,!, der Beittagsammler und Revisoren ist die genaue Adresse der Bevollmächtigten anzugeben. Verbands-Thnl. Für den Allgemeinen deutschen„Arbeiterschaft»- Verband". Berlin, 15. Juli. Eine Sitzung des Verbandspräsidiums und sodann des VerbandSausschusses fand gestern, Mittwoch den 14. dss., statt. In der Sitzung pcs Präsidiums, welches bekanntlich mit 2 Stimmen beschlußfähig ist, waren Schweitzer und Lübkert erschienen.(Fritzsche wuroe durch einen Brief seines Sohnes als abwesend entschuldigt.) In der Ausschuß- sttzung waren sämmtliche Mitglieder, mit Aus- nähme der Herren Ellingcr und Grändorf II., anwesend. Der Ausschuß besteht dermalen aus folgenden Personen: 1) A. Capell,(Zimmerer-Verein), 2) Grändorf II.(Maurer-Verein), 3) Zielowsky(Schuhmacher-Verein), 4) H. Renz(Holzarbciterschaft), 5) Knoche lHand- und Fabrikarbeiterschaft), 6) Bruno Scholz(Manufacturarbeiterschaft), 7) C. W. Tolcke(Berg- und Hüttenarbeiter- Genossenschaft), 8) Leib(Buchbinderarbeiterschaft), S) Ellinger(Metallarbeite, schasl). (Der Cigarrenarbeiter- Verein ist im Ausschuß noch nicht vertreten, weil der Präsident dieses Vereins es bis jetzt verabsäumt hat, einen Vertreter für den Ausschuß zu ernennen. Dasselbe ist der Fall mit dem Schneider-Verein und mit dem Maler- zc. Gewerk.) Wir berichten über die Ergebnisse der stattgehabten AuSschußsitzung: Antrag des Präsitiums an den Ausschuß: Aus Grund de» s 26 des Verbandsstatuts, welcher sagt: „Mit einer Mehrheit von zwei Drittheilen kann der Aus- schuß jede» Mitglied des Präsidium» wegen erheblicher Ungehörigkeit im Kassenwesen vom Amte suspendi- ren. Dem Präsidium steht e», wenn die» geschehen ist, zu, entweder einen der Ersatzmänner einzuberufen, oder zur Er- ledigung der Sache eine außerordentliche Generalversamm- lung einzuberufen; in Erwägung: daß Herr F. W. Fritzsche, Mitglied de« Berbandspräsi- dium», in einem von ihm unterschriebenen Circular den zum Verband gehörigen Allgemeinen deutschen Eigarren- arbeiter-Berein aufgefordert hat, kein Geld an die Verbands- lasse zu zahlen; in Erwägung, daß dieser Schritt, besonders Seiten» eine» Mitgliedes des Präsidium», als eine der erheblichsten Unge« Hörigkeiten betrach:et werden muß, die im Kassenwesen vor- kommen können, indem die Thäligkeit des Verbände» zum Wohle der Arbeiter großentheils davon abhängt, daß in der Tasse sich genügend Gelder ansammeln; aus diesen Gründen supendirt hiermit der Aus« schuß das Mitglied des Präsidiums Fritzsche in aller Form vom Amte. Diesen Antrag nahm der Ausschuß einstimmig an. Namens des Präsidium S theilte hierauf Schweitzer mit, daß cas Präsivium beschlossen habe, von den zwei Wegen, die ihn, in diesem Falle nach dem Statut zu Gebote ständen, Einberufung eines Ersatzmannes oder außerordentliche Generalversammlung— den ersteren zu wählen; daß somit H-.rr Karl Klein in Elberfeld in die Stelle eines activen Mitgliedes deS Präsidiums einrücke. AuS der Diskussion, welcher der einstimmigen An- nähme obigen Antrags voranging, heben wir hervor, daß vcrs biebene Redner darauf hinwiesen, das Fritzsche seinen Verpflichtungen als Mitglied deS Verbands Präsidiums nicht genügend nachgekommen sei, waS von keiner Seite in Abrede gestellt wurde. Hierauf wurde vom Präsidium folgender Antrag eingebracht. Auf Grund des§ 30 des Statuts, welcher lautet: „In wichtigen und dringlichen Fällen kann das Präsi- dium, wenn es die ausdrückliche Zustimmung des Ausschusses erlangt, vorübergehend unter Außerkraft. setzung von Beschlüssen früherer Generalversammlungen alle Anordnungen treffen. Der nächsten Generalver- sammlung steht die endgültige Entscheidung zu." beantragt das Verbandspräsidium beim Ausschuß, derselbe möge die statutenmäßige Zustimmung nach§ 30 zu nachfolgender Anordnung geben: 1) Diejenigen, welche vom Allg. deutsch. Arb.- Verein abgefallen sind und gegen denselben agitiren, erweisen sich al» Störer der Einigkeit der Arbeiter. Sie könnnen daher nicht länger Mitglieder der zum Verband gehörigen Gewerk- und Arbeiterschaften sein, da der Verband auf die Einigkeit der Arbeiter hinwirken muß; 2) Die Präsidenten und Bevollmächtigten aller zum Ver« band gehörigen Gewerk- und Arbeiterschaften werden hiermit angewiesen, vorläufig und bis zur Entscheidung der nächsten Generalversammlung die betreffenden Personen au« den Mit- gliederlisten zu streichen und in den Mitgliederversammlungen nicht zuzulassen. Dieser Anordnung crtheilte der Ausschuß einstim- mig seine Zustimmung, so daß dieselbe Gesetzeskraft für den ganzen Verband erhalten hat, wonach alle Präsidenten und Bevollmächtigten derjenigen Gewerk- und Arbeiterschaften, die dem Verband zugehören und weiter zugehören wollen, sich richten mögen. Aus der DiScussion heben wir hervor, daß der VerbandSpräsidenl folgende Erklärung gab: Nicht diejenigen Mitglieder seien alle auSzuschlie- ßcn, welche vom Allgem. deutsch. Arb.-Verein abge- fallen seien. Bekanntlich seien Viele Mitglieder der Gewerkschaften ohne Mitglieder deS Allgem. deutsch. Arb.-Verein zu sein. Man könne daher auch Die- jenigen, welche einfach vom Allgem. deutsch. Arb- Verein abfielen, nicht aus den Gewerkschaften aus- schließen, so sehr man auch einen solchen Abfall be- daure oder verdächtig finden möge. Zum Ausschluß sei vielmehr nöthig, daß einer gegen den Allgem. deutsch. Arb.Vcrein agitirend auftrete, wie dies z. B. die Herren v. Bonhorst, Schumann, Ehlers und Andere thäten. Diesen Herren könne, nachdem sie aus dem Allgem. deutsch. Arb.-Verein ausgeschieden, unmöglich der Verband als Tummelplatz für ihr Zwictrachtsäen eingeräumt werden. Mlt diesen AuS- jührungen war man allgemein einverstanden. Hierauf kam eine Strike- Angelegenheit vor. Herr Knöllner, aus Brandenburg a. d. H., Bevollmächtigter der Manufactur-Arbeiterschaft, war anwesend und theilte ausführlich die Gründe mit, aus welchen in einer Brandenburger Fabrik 108 Ar- beiter und Arbeiterinnen die Arbeil einstellen mußten. Nach längerer Bcralhung wurde beschlossen, daß im Verbandsorgan alle Parteigenossen aufgefordert werden sollen, die Strikenden durch Geldsendungen schleunig und nachhaltig zu unterstützen. Zu diesem Zweck soll auch in Berlin in geeigneter Weise agitirt werden. Hierauf stellte Herr Leib folgenden Antrag: In Leipzig ist bekanntlich Sttike der Cigarreiiarbeiter. Ein solcher Strike könne in der Regel nur dann zur Ver- bandssache erklärt werden, wenn nach§ 9 1. a. de« Statut» der Vertreter der betreffenden Arbeiterschaft den Antrag stelle. Allein Herr Fritzsche habe verabsäumt, einen Ver- trcter der Cigarrenarbeiter in dem Ausschuß zu ernennen, habe auch selbst keinerlei Antrag gestellt. Unter solchen Um- ständen beantrage er, Leib, den Strike in Leipzig für Ver- bandssache zu erNären aus Grund der Ausnahmebestimmung in s 9 I.K., welche lautet: „Der Ausschuß kann in einzelnen Fällen von allen vor- stehenden Bestimmungen abgehen, wenn ein dessallsiger Antrag von mindesten» fünf Ausschußmitgliedern eine Mehrheit von zwei Drittheilen der Summen im Aus- schuß auf sich vereinigt." Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß man zwar mit dem Inhalt deS Antrags einverstanden sei, daß jedoch Fritzsche als Präsident der Cigarrenarbeiter angeordnet habe, daß die Cigarrenarbeiter kein Geld mehr an die Verbandskasse zahlen sollten. Wenn die Cigarrenarbeiter nicht zum Verband gehören wollten, müsse man von denselben voraussetzen, daß sie auch keine Hülfe vom Verband erwarteten. Es sei also abzuwarten, ob der Ausschuß deS Cigarrenarbeiter- VereinS sich Herrn Fritzsche anschließen oder aber im Gegensatz zu demselben am Verbände festhalten werde, wie zu hoffen sei. Der Antrag wurde daher als verfrüht zurückgestellt, wobei allgemein die Hoffnung ausgesprochen wurde, daß die Cigarrenarbeiter sich nicht von den andern Arbeitern absondern, vielmehr dem Verband treu bleiben würden. Der Verb anbsauSschuß hat einstimmig beschlossen, die Arbeiter nachdrücklich zur Unterstützung des Strike« in Brandenburg aufzusordern. Der Ausschuß würde die« nicht beschlossen haben, wenn er sich nicht überzeugt hätte, daß die dortigen Arbeiter nothgedrungen gehandelt haben, daß sie e» sich und allen Arbeitern schuldig waren, zum Äußersten zu greisen. Unter solchen Umständen glauben wir, werden die Arbeiter überall da« Ihrige thun. Wir richten hiermit an Alle da» Ersuchen um rasche und kräftige Beisteuer. München, 10. Juli.(Erklärung.) Die unter- zeichneten Gewerkschaftsbevollmächten schließen sich der Er klärung der Bevollmächtigten Hamburgs an, mit dem Be merken, daß solche Mitglieder, welche Wünsche und Beschlvr den haben, es in einer Generalversammlung vorzubrii# haben, daß aber Mitgliedern, die ihre persönl chen Einst. geltend machen wollen, um Verträge, die sie noch vor fit Wochen in einer Generalversammlung befürwortet habe zu brechen und die Mi glieder nach irgend einer ande» Richtung, die sie früher bekämpft haben, gewisse, maßen � verschachern, jeder aufrichtig denkende Arbeiter den Rück kehren muß, seien es auch Präsidenten oder sonstige W« führer. Unterzeichnete erklären sich deshalb mit dem Schr- de» Ausschusse« der Holzarbeiter»nd Schnhmachc, ganze. verstanden und wünschen nur, daß die Eigarrenarbetter deiselben Richtung vorgehen. Wir ersuchen alle Bev� mächtigten, die e« ehrlich mit der Sache meinen, gans' Kürze sich unserer Kundgebung anzuschließen, damit Abtrö uige un« nicht länger mit ihren faulen Flugschriften» lästigen. I. Hilpett, Bcvollm. der Schneider. Oskar Bammann,$ vollm. der Mctallarbeiterschaft. Georg Drexler, Luckick gewerkjchaft. Heidt, Holzarbeitcrschast. Simon Engelbeö Bevollmächtigter der Schuhmachen. Allg. deutscher Gigarrenarbeiter-Verein. Hamburg, 13. Juli.(Suspendirung Fritzsche'l Zu unserm größten Bedauern tritt durch F. W Fritzsch Verhalte» schon eine Beschdnng der Verwaltung» M>lglie, ans Tageslicht. In No 28 unser» Organs erllärt H Großkops iHauptkassirer und Revisor), daß Herr LS dem Verein schon seit Jahresfrist die Summe von zwaih Thalern schulde, auch lägen Anklagen gegen denselben m die dem Ausschuß überwiesen werden sollen. Wir stel die Frage, ob nicht diese Anklagen schon längst den Ä gliedern hätten vorgelegt werden müssen? Wozu haben«| denn den Z 7? Aber nein, nur bei solchen Ängelegenhcckl wie die jetzt, decken sich die Fehler und Mißgriffe der» schicdenen VerwaltungS-Persönlichkeiten aus: der Eine thck aus Bosheit,»im dem einmal Mißgreifeuden den letzt Gnadenstoß zu geben, der Andere aus Persönlichkeit, a durch er un« nur beweißt, daß er vielleicht nicht viel bes ist! Die» also sind die Persönlichkeiten, aus welche H Fritzsche im Jahre 1868 uns aufmerksam machte, al»» die Forderung stellten, daß es die erste Pflicht eines PrI deuten sein müßte, sich das Vertrauen der Milglieder i erwerben, durch die pünktlich detaillirte Abrechnung(s« No. 52 unsere» Organ« 1868,! Man hat schorr s dreiviertel Jahr gegen§ 5 der Geschäft«. Ordnung geharrd� Und nach allen diesen Fehlern und Mißgriffen wagt mall noch, eine Person zu vertheidigen, welche unsern Verein I die scheußlichste Weise vernachlässigt und die ganze Korp» ratio» durch ihr Vorgehen enlehn hat? Die Entehrung li in der Namensunterschrift auf einem gewissen Fluzblalt, f che» schon längst von de» Arbeitern Deulschlands vernils worden. Und trotzdem versucht e» Herr Fritzsche mit eu>t eben so unvorsichtigen al» unklugen Verlangeu an uuS he» zu treten?! Er stellt damit die VercinSinttglieder a!» � nicht denkende und fühlende Masse hin. Aber wir Mitgliä hierorts nennen solche VorkSvertreler— wahre Voiksv-ö lher! Und trotzdem wagte es noch ein solcher Herr Fritz!« sich rcchisertigen ,u wollen bei einer Mitgliedschaft, die ,mck bewies, welchen Principi-n sie huldigt! Er wäre auch dingt der Justiz de» souveränen Volles verfallen, wenn« nicht unsere Ueberlegung geschützt hätte, die Ueberlegmig, b ihn das Unheil der öffentlichen Meinung schon zu sehr! brandmarkt habe und brandmarken wird, al» daß die schmiß Faust eines wahren deutschen Arbeiter» sich noch an dies! Menschen vergreifen dürfte. Wir Eigarrrnarbeitcr Hanrblll fordern sänrmrliche VcreiuSmitglieder auf, ebenso zu Hanls wie die Mitglieder hwrort». In der Versammlung vor» d. wurde die Suspendirung Fritzsche« beim Ausschuß dä tragt. Seine EnlschuldigungSgrüude sind nicht gerechtfer« billigen sein Verfahren nicht. Zugleich fordern wir säntf licht Eollegen in Deutschland auf, ihren Pflichten jetzt k recht nachriikoinmen in Betreff de« Leipziger Strike»* erklären jeden für einen Ehrlosen, welcher sein Scherflein beiträgt. Im Auftrage der Eigarren- Arbeiter. R. Maaßeck In einer Versammlung von Eigarrenarbcitcr» inAlt0> war Herr Fritzsche anwesend. Die Versammlung beschl' zwei Resolutionen, die erste dahin lautend, daß sie fest Verbände halte; die zweite, daß sie mit Fritzsche ein standen sei. Bei der Abstimmung herrschte große Verl rung, c« mußte mehrfach abgestimmt werden. Uebrigen» scheint e» in Altona sehr stürmisch Herges gen zu sei». Wenigsten» läßt sich die„Zukunft" wie schreiben: „Die im Saale und aus der Straße in großen Ma versammelten Lassalleaner nahmen eine so drohende H.rltiü an, daß es erforderlich war, Herrn Fritzsche durch 200 j beiter nach seiner Wohiiung zu geleiten. Im Versank lungslokale mußten die thätlichen Angriffe der Lassallc� mehrmals mit Gewalt niedergehallen werden. Dem Lo« Z inhaber wurden die Fenster eingeworfen". Ciga Wir wissen nicht, in wie weit die» wahr ist. Doch! der l selbst aus dem Bericht dieses Blatte«, welches bekannt schuß unsere Gegner vertritt, hervor, wie auch in Altona 1 keine Stimmung gegen die Berräther und Zwietrachtsäer ist.. hat, Wcrther, 13. Juli.(Resolution.) Ich fühlte i# glied, veranlaßt, eine Exiraversammlung aus gestern anzuberaunk seine, zur Besprechung der Stellung unseres BereinSpräsidel/ mögl Fritzsche. In derselben wurde nach längerer Debatte( haup! gende Resolution gegen eine Stimme angenommen: Mach Erwägung, daß unser Vereinspräsident Herr Fritzsche> Gene gegen unsere Satzungen vergangen hat und dieselben ge»* Mitgi bjcancht, ja mit Füßen getreten, tragen sämmtliche Mit?(j der darauf an, daß selbiger, al« nicht mehr würdig) Allg Platz des Präsidenten einzunehmen, von seinem Amte!' legen pendirt wird." Wiewohl e» für uns ein bitterer Sch� nicht ist, solch ein Schreiben veröffentllchen zu müssen, so dürfen/ nicht doch keinen Mann länger al« Präsident dulden, der un!� welch Verein ruinirt. Ein gleiche» Schreiben ist nach Bs»? gega» schweig gesch'ckt worden. Im Namen sämmtlicher Mit? Weise der de« hiesigen Allg. deutsch. Cigarrenarbeiter- Verein»� Vicep Sand wehr, Bevollmächtigt (Fortsetzung folgt in der Beilage.) Hierzu eine Beilagt- gung, sich b schenk -schi-k ibrinj; Ä Nr. 82. hat- Aeitage zum„Sociat-Demokrat.".« Im« Jm Werth er, 12. Juli.(Zur Kennzeichnung Fritz s che'«.) Soeben erhalten wir von den Herrn E. D. Schlegel aus Melle, Bevollmächtigter de» Allgem. Cigarren« und Tabackarbeiter- Verein» eine Menge Flug- blätter von Bracke, Geib, Fritzsche und Genossen nebst ein- liegender Schmähschrift. Wir hätten c» nicht der Mühe werth gehalten, fie und die Flugschristen irgend einer Ant- wort zu würdigen, da ur» dieselben aber von solch einem JnMviduim zugesandt werden, wollen wir sie etwa» näher betrachten, und hauptsächlich zur Charakteristik de« Herrn Schlegel Einige» bemerken, nm zu zeigen, welche Helfer» Helfer die oben angesührten Herren haben. Herr Schlegel war im vergangenen Jahre hiesiger Kassirer de» Allgem. deutsch. Cigarrenarb.-Vercin»; bei seiner Abreise am 1. Juli V. I., wurden demselben von Herrn Fritzsche drei Thlr. ArbeitSlosigkeitSgelder und drei Thlr. Vorschuß au» der Kasse bewilligt, in Summa 6 Thlr., die so ohne Genehmigung de» Ausschüsse» und der hiesigen Mitgliedschaft verausgabt worden sind. Ja, e» lag gar kein Grund vor, Schlegel ArbeitSlosigkeitSgelder zu bewilligen, da derselbe keine Minute arbeitslos gewesen, sondern sich sofort nach Melle begab, wo er heute noch ist. Doch halt, da» Beste kommt noch! Bei der Kassenrevision stellte sich ein Manko von S'/z Thlr. her- aus, Schlegel befragt, wo er das Geld gelassen habe, gab an, Schulden damit bezahlt zu haben. Nun wurde ihm er« widert, daß er da» Geld schaffen müsse; da er so schon V Thlr. von Fritzsche erhalten habe, so sei es nicht mehr als Pflicht, da» Geld zu besorgen, e« müsse am Orte fein, es guige nicht an, 141- Thlr. ans diese Weise um die Ecke zu bringen. Schlegel wußte durch Bitten und Flehe» da« Herz eines hiesigen Mitgliedes zu rühren, deshalb leistete er Bürgschaft. Von Zeit zu Zeit wurde Schlegel an seine Pflicht erinnert, wenigstens da» Geld, wofür gebürgt worden, zurück zu zahlen. Bergebens! Bi» zum heutigen Tage sind 2 Thlr. 15 Sgr. eingelaufen, und die auch wohl nur, da er bange ward, die Sache würde endlich von den Mitgliedern, da Fritzsche keine Veröffentlichung im„Botschafter" aufnahm, durch andre Zeitungen veröffentlicht werden. Wenigsten« zehn derartige Aufforderungen an Schlegel ließ Fritzsche im- beachtet, die beiden sauberen Herren, Schlegel und Fritzsche werden wohl beide eine Rolle spielen. Solch ein Jndividium ist jener Herr Schlegel; und er wagt e», un» in seiner Schmähschrift auszusordern, Geld zur Unterstützung der neu- grbackenen Socialdemokratie z» sammeln, um eine Flugschrift auf die der Bautzcner College« zu erlassen u. s. w. Wir Mit- glieder fordern vielmehr jetzt Schlegel öffentlich auf, wenn er Geld für Flugschriften übrig hat, erst seinen Verbind- lichkeiteu an die Centralkasse nachzukommen, damit wir die geflikten Hosen, Hemden und dergl., die un» als Bürgschaft dienen sollen, lo» werden; alsdann haben wir nicht» dagegen, wenn er sich a la Fritzsche dem Herrn Bracke in die Arme wirst. Nun noch Einige« über die AmtSsührung de» Herrn Fritzsche; auch wir beantragen seine SnSpendirung. Wir haben schon vor längerer Zeit uns Über die schlechte Amt»- sllhrung de» Herr» Fritzsche zu beklage» gehabt: nicht allein, daß wir aus vier Briese, telegraphlsche Depeschen u. f. w. keine Antwort erhielten, c» hat derselbe auch noch da» oben angeführte Judividiuin ol» Bevollmächtigten bestätigt, trotz- dem e« in Z 8 unserer Satzungen ausdrücklich heißt:„Wer sich in irgend einer Wesse als Beamter der Kasse etwa» zu Schulden kommen läßt, kann nie wieder ein Amt be- kleiden u. f. w." und trotz alledem bestätigt Herr Fritzsche diesen Menschen zum Bevollmächtigten. Ist da» nicht genug zur Kennzeichnung de« Herrn Fritzsche? Und jetzt will un« dieser Mann noch in zwei Parteien spalten, will das mühselige Werk durch seinen persönlichen Ehrgeiz vernichten, will un« in die Arme jener Handvoll Ueberläuser führen, die blo« den reinen Egoismus treiben, um sich wie frühtr be- merkbar zu machen! diese Leute kämpfen nicht fiir die Sache, fondern nur für ihre Person; solche Personen brauchen wir '"cht! � Wir wollen einig sein und treu zur Fahne halten! Herr Fritzsche scheert un» nicht» mehr, er hat ausgepilgert, er kann gehen, wir wollen einen Andern wählen; schämen sollte er sich, denn er hat sich durch unsere Pfennige so weit emporgeschwungen: Psui l Er ist ein Unwürdiger, ein durch- au» Unwürdiger! Schließlich sei noch bemerkt, daß, wenn wir noch uicht zum Allgem. deutsch. Arb.-Verein gehören, »vir doch nicht minder für Verbreitung der soAalistischen ch thätig gewesen; nächsten« werden wir wohl etiva« Er- pliliches berichten können. Also Collegen, aufgepaßt! Nur ' HWn« lustig vorwärts, hinweg mit allen Verräthern: sie l),»äugen nichts, fort mit Ihnen, sie haben nn» lange genug o«« j Ü-Ichadet! Im Auftrage mit social- demvkratischen Gruß: tT Ont... Fritz Hosch, Clgarrenarbeiter. � 3uli. Die Mitglieder de« Allgem. deutsch. und Tabackarbeiter• Verein» zu Achim stellen in ti r �a,n Mitgliederversammlung den Antrag an den Au«- be an« chuß. Da unser Präsident F. W. Fritzsche bis jetzt noch Altona' keme genügend- Auskunft über seine Handlungsweise erth.itt '(aLJ' rf nri.'w>,«"chts-rtigt, so fordern die hiesigen Mit- «..Z»Ueder den Ausschuß auf, den Präsidenten vorläufig von seÄ!""* J?..�p'ndiren. derselbe hat sich sobald wie Äf» W«§ 20 d-r Satzungen. Ueber- n, mllt I n U �ussabe de« Ausschusses, mit aller Äj �"«alv-rs-mmlung a"nb-ra»n� wüd.� Im Austtage'dn «hfCFr � ..9 i« �lgem. deutsch. Cigarrenarbeit-r. Verein«.) Col- '.Ww gehen von der Ueberzengung au«, daß e» wohl « wi�'n a! M"®1"6 m der ganzen Corporation giebt, welche» w nirtLl 9 6i.e Noth'rendigkeit hält, daß der Mann, 1«■ j* a.n?« dem VerKauen der ganzen Corporation hervor- Mit«W.?59> ll-Ich-nkten Vertrauen sich in jeder «.»to»' Bicfhr nx.9 jfl9tn ln"6- Wenn nun die un« von unserm xAtfaM oun«« H«rn Franz Leib gemachte» Anschnldi- nächng«!«ung-n gegen unsern P.äsid-nten Herrn F. W. Fritzsche schenktet f0 �"t derselbe sich de» ihm von nns ge- »«ilagt«' Vertrauens durchaus unwürdig gezeigt und ist er dem zu Folge nicht mehr»vürdig, die Stellung als Präsi- dent einzunehmen. Wir beantragen aus diesem Grunde beim Ausschuß de« Allgem. deutsch. Cigarrenarbeiter-Vereins zu Braunschweig: Herrn Fritsche von seinem Amte zu suspendiren fordern aber zu gleicher Zeit den Ausschuß auf, so rasch wie möglich Anordnungen z» treffen, wodurch es Herrn Fritzsche, wenn derselbe nicht durch schweigen sich selbst für schuldig erklärt, möglich ist, sich vcrtheidigen zu können. Dieses Recht muß ihn jedenfalls gestattet»verde«, denn man darf Niemanden ans eine bloße Anklage verur- urtheilen. Gerechtigkeit muß die größte Zierde eines demokratischen Staat« sein. Im AusKage der Versamm- lung: Conrad Wode, Augnst Böhme, Adolf Mentzel. Die Mitglieder aller Orten, welche unsere An- ficht theilen, ersuchen wir ihre Erklärung im„Social-De- mokrat" oder den„Botschafter" öffentlich abzugeben. Coblenz, 13. Juli.(Strike.) Wieder sind wir gezwun- gen worden, die Arbeit niederzulegeu, und zwar ain 11. d. M. in 3 Fabriken: Kreier, de Lorenzi, Peters u. Spieß. Heute legten auch noch die Landner'schen Arbeiter sämmtlich die Arbeit nieder, Alles in Folge ungerechter und wieder« Holter Lohnabzüge. Die Fabrikanten haben sich geeinigt, sagen e« sogar öffentlich, daß wir durch den Leipziger Strike nicht durchkämen; sie versuchten auch Zwietracht unter uns zn säen, e» ist ihnen eber nicht gelungen. Alle standen wie ein Mann auf, und nachdem>vir versucht hatten, aus güt- lichem Wege di« Sache zu schlichten, aber sogar bei Herrn Kreier gar nicht vorgelassen wurden, da erst»vurde den Herren erklärt, daß wir bei dem wiederholten Abzug nicht mehr arbeiteten, dieser Abzug beträgt 10, 12'/z und 15 Sgr. per Mille. Die Polizei macht uns unerhörte Schwierigkeiten, Niemand ist so muthig, Plakate zu drucken, und es stand doch nur darauf:„Volksversammlung. Ar- bcitseinstellung der Coblenzer Cigarrenarbeiter in drei Fa- briken, in Folge ungerechter, wiederholter Lohnabzüge. Ar- beiter, helft un» siegen gegen die Willkür des Capitals, kommt Alle, hört und staunt. Jeden Mittag ist Sitzung des Strike-Comitö«. A. Ellner." Ich soll bestrast wer- den.(Schreckschuß.) E« wurde gedroht, mit Bajonnetten die Versammlung auseinander zu treiben, da« Gesetz wurde mir vorgelesen; überhaupt haben wir wieder deutlich gesehen, daß Reaction und Capital Hand in Hand gehen. Ich sagte den Polizeibeamten: sie sollten uns in dem ungleichen Kampfe fteies Spiel lassen, wir würden nicht« Ungesetzliche« treiben, und auf der anderen Seite würden die Fabrikanten sagen, e« gehe die Polizei diese Lohnfrage nicht« an. Collegen, Arbeiter, nur die Verzweiflung trieb un« dazu. So lange die Arbeitseinstellungen in Masse austreten, war die Be« Handlung eine niederträchtige, aber, trotz de« gegebenen Ehrenwortes, nie mehr etwas abzuziehen, hat man einen so bedeutenden Abzug vorgenommen. Parteigenossen, das konn- ten und dnrsten wir un» nicht gefallen lassen, und»venn »vir verhungern sollten. Helft uns also; wenn wir durch sind, geben»vir gern da» Doppelte zurück. Unter de» 125 Skikende» sind 70— 80 Mann verheirathet und bedürfen der Unterstützung. Unterstützungen wolle man gefälligst an mich richten. Mit social-deniokratischem Gr»ß, im Auftrage des Strike-Comite» Anton Ellner, Bevollm. d. Allg. deutsch. Arb.« u. Cigarrenarb.-Vereins. Hastedt, 20. Juni.(Arbeitseinstellung.) Am 13. ds». fand im Saal de» Herrn W. Willing eine Ver- sammlung statt, in welcher d-r Strike der Hemelinger Ci- garrenarbeiter zur Sprache kam. W. Fortmann, Bevoll. mächtigter in Horstedt, eröffnete die Versammlung, welche von mehr al» 400 Collegeii besucht war, mit einer kurzen Ansprache. Auch au» Stettin war eine Anzahl Collegen, darunter Herr Brandt, der Bevollmächtigte, erschienen. Herr Brandt erläuterte in schwungvoller Rede die Obliegen- heiten des Verein»; besprach die Zuchthau»-, Frauen- und Kinderarbeit und schilderte den Strike der Leipziger und der Hemelinger Collegen. Einige herzliche Worte über das Verhalten der Bremer, Hcmelinger und Hastedter Collegen »vährend de» Strike« in Stettin fanden gute Aufnahme. Herr Wode au« Verden schilderte die Lage de» Arbeiters früher und jetzt. Seine Rede über da« Verhälwiß de« Arbeiters zum Arbeitgeber war so ergreifend, daß wir die Versicherung aussprechen können, sie hat Aller Herzen ge- »vonnen. Die Herren Fortmann und Eildcrmann besprachen die während der Arbeitseinstellung nöthige Unter» flützung durch Extra- und frenvillige Steuer; der letztere außerdem ganz speciell die Arbeitseinstellung in den Fabriken, Koop, Härtel, Lürßen, Henoch, Neuwirth und Allehold. An- dere Redner unterstützten ihn, worauf Herr Brandt ein Hoch auf die Einigkeit der ganzen Corporation ausbrachte, Herr Eildermann auf den Allg. deussch. Arb.-Verein. Herr Wode dankte im Namen der Verdeuer Collegen für die freundliche Einladung»nd Aufnahme. Herr Brandt ge- denkt noch der Hastedter und Hemelinger Collegen, dann wird die Versammlung, die un« unvergeßlich, nach Absingen de« Liedes:„Brüder, reicht die Hand zum Bunde" geschlossen. „Brüder, reicht die Hand zum Bunde!" Möge die» Wort in Erfüllung gehen und endlich cinmal dem deutschen Michel die Schlafmütze vom Kopfe heruntergezogen werden. Einigen müsse»»vir nn» und die Hand im Bruderbünde aneinanderschlüße», dann»vird der Sieg nn» ganz gewiß sein; ohne Einigkeit aber, ohne Opfer und Ausdauer kann kein Sieg errungen werden! Eme zweite Versammlung der hiesigen, soivie der Heme- linger und Bremer Cigarrenarbeiter fand am Nachmittag de« 20. Juni statt. Herr Lötz, Bevollmächtigter, präsidirte, an 450 Arbeiter waren zugegen, aus Verden die Herren Wode und Böhme. Hauptgegcnstand der Debatte war der Hemclinger Strike, namentlich bei Herrn Koop. Dieser hatte schon vorigen Winter seinen Arbeitern im kurzen Zeit- räum mehrfach Abzüge gemacht; er ließ e« nicht mit 12 Grote bewenden, sondern stieg sogar aus 54, ja bei einigen Sorten bi» auf 06 Grote. Vor 3 Wochen stellten die Ar- beiter Herrn Koop die Sache vor. Eine Vermitteluug kam zu Stande, die Arbeit wurde wieder aufgenoinmen. Allein Herr Koop ließ nur seinen feuchten Tabak aufarbeiten und entließ dann den nächsten Sonnabend 12 Arbeiter mit dem Vorgeben, er wollte die eine Sorte, für die zu hoher Ar- beitslohn verlangt»vürde, eingehen lassen. Das sagte er; aber die Arbeiter, welche entlassen wurden, gehörten gar nicht zu der betreffenden Sorte, sondern waren diejenigen, welche für die gerechte Sache in die Schranken getreten. Die» falsch� Spiel leuchtete den Arbeitern sofort ein, sie beschlossen insgesammt, de» ganzen Preis und die Beide- Haltung jener 12 Mann zu fordern. Herr Koop ließ sich auf nichts ein, und die Arbeit wurde eingestellt. Nachdem mehrere Redner diesen Sachverhalt bestätigt, nahm die Ver- sammlung einstimmig den Antrag des Herrn Junge an, bei der gerechten Forderung zu beharren. Dabei überraschte uns eine Siegesnachricht, nämlich die, daß den Arbeitern der Lllrßen'schen Fabrik, welche 14 Tage gefeiert, ihre Forde- rungen bewilligt worden. Da» Gleiche gilt von der Kipp und Ahldefeld'schcn Fabrik. Schließlich trug Herr Mohr- hoff einige sinnreiche Gedichte vor, worauf folgende Reso- lution einstimmig angenommen:„Da» Präsidium de« Allg. deutsch. Arb.-Vereins und die Redaktion de«„Soc.-Dem." möge den egoistischen Bestrebungen einzelner abgefallener Führer gegenüber mit aller Kraft jeder Zersplitterung der Arbeiterklasse entgegentreten." Mit social- demokratischem Gruß W. Fortmann. Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappcnmacher. Frankfurt a. M., 8. Juli.(Zur Beachtung.) Am Dienstag hielt Herr Schob bei uns in Frankfurt einen Vortrag, wobei er nnter Anderm verlauten ließ, daß er sich an den Ausschuß gewendet habe, damit dieser die Gelder nicht an den Verband verabfolgen lasse. Demzufolge richte ich an den Ausschuß die Bitte, rechtzeitig die Gelder, welche der Verbandskasse zukommen, einzusenden und sich in keiner Beziehung von irgend welcher Person beeinflussen zu lassen, sondern seine Pflicht, wie es bi» dato immer geschehen ist, auch»veiter zu vollziehen. Der ganze Verein hat sich für Anschluß an den Verband ausgesprochen, Niemand darf dem jetzt Hindernisse bereiten. Vereint sind wir jetzt stark, ver- einzelt aber ohnmächtig. Im Auftrage vieler Mitglieder der Bevollmächtigte für Frankfurt a. M. Schneider. Allgemeiner deutscher Schuhmacher-Aerein. Frankfurt a. M., 12. Juli.(Zur Beachtung.) Da» Direktorium des Allg. deutsch. Schuhmacher-Vereins ersucht alle Bevollmächtigten ihre Zuschriften in Vereins- angelegenheiten so wie um Vereinsutensilien an Unterzeich- neten zn richten. Wir rufen allen Mitgliedern zu, haltet fest am Allg. deutsch. Schuhmacher-Berein und stellt die Personen nicht über die Sache. Wir rufen allen Schuh- machern Deutschlands zu, schließt Euch dem Allg. deutschen Schuhmacher-Verein an, helfet kämpfen für Eure heiligen Menschenrechte»nd reicht un» brüderlich die Hände in ganz Deutschland. Nicht länger soll da» alte Sprichivort gelten: Schuster, bleib bei Deinem Leisten; nein! Schuster, zeig auch Deinen Geist! Auf zum Kampf, zum Sieg! Ergreist das Schivert des Geistes und schwingt e» stolz an jedem Ort! Jntrigue»nd Heuchelei muß immer unterliegen, Recht und Wahrheit endlich siegen, wenn„Einig, einig, einig!" nur unser Losungswort ist. Hoch die Social-Demokratie! Hoch der Allg. deutsch. Schuhmacher-Verein! Hoch da« ge- sammte Proletariat! Im Auftrag de» Direktorium» A. Mehl, Meisegasse 12. Allgemeine deutsche Manufakturarbeiterschaft. Brandenburg a. H., 9. Juli.(Arbeitsein. stillnng.) Am 9. d. Mt«. sahen sich die Seidenweber der Seidenwaarenfabrik der Herren Kelm und List ge- nöthigt, die Arbeit niederzulegen, und zwar au» folgenden tristtgen Gründen: Die Arbeiter sind seit langer Zeit im Lohnverhältniß dermaßen gedrückt, daß der größte Theil nicht im Stande ist, wöchentlich mehr als 2 Thlr. zu ver- dienen, nur wenige erreichen durch Gewandtheit und Anstreu« gung nahe an 3 Thlr. Eine Commission wurde gewählt, welche behuf« Vereinbarung folgende AnKäze stellte. 1) Bewilligung der Erhöbung des Arbeitslohnes um 25 Prozent pro Elle. 2) Die Lohnauszahlung in der Weise wieder ein- zuführen,»vie sie vor dem Jahre 1866 stattfand, und zwar des Sonnabends von spätesten« 6 Uhr Abends ab. 3) Für jede Vorrichtung am Webstuhl,»velche durch den betreffen- den Arbeiter geschieht, pro Tag mit 15 Sgr. zu entschädi- gen, eben so jede Feiernng die länger al» einen Tag pro Kette dauert. 4) Daß beim Abmessen jede« Stückes der betreffende Arbeiter zugegen ist, dasselbe nach Berliner Elle zu berechnen und jede» Mehrmaaß bis zur Elle auszuzahlen. 5) Bei Ueberreichung der Kette den darauf festgestellten Lohn- satz im Abrechnlingsbuch einzutragen. 6) Die Arbeitszeit im Sommer bis 7 Uhr Abends, im Winter bis 8 Uhr festzustellen; dagegen Sonntagsarbkit zu beseitigen. 7) Zur Lichtarbeit das benöthigte LeuchtungSmaterial zn liesern, Zugleich ward den Herren K. u. L. 4 Tage Bedenkzeit ge- lassen. Die Eingabe geschah am 5. d. M., am 8. ds«. erhielt die Commission folgenden Bescheid:„Die Herren K. und L. erklärten, daß sie in keinen der angeführten Punkte eingehen könnten, denn jede« Wort enthalte eine Beleidigung. Sie seien nicht Willen», sich von den Arbeitern Vorschriften machen zu lassen; auch die Familie der Arbeiter kümmere sie nicht», sie hätten e» nur mit der einzelnen Person zu thun.(Der vollständige Frauen und Kinderarbeismarkt!) Nunmehr legten die 110 Arbeiter, darunter 16 Weiber. Freitag, den 9. M., die Arbeit nieder. Unter solche» lim- ständen richten»vir denn die dringende Bitte an alle Ma- nufakturarbeiter»nd Arbeiterinnen, so wie an alle Arbeiter Deutschland», un« mit Beiträgen so schnill wie möglich zu unterstützen, da die Zahl der Strikenden eine bedeutende ist, sast lauter Familienväter, da zudem ein hartnäckiger Widerstand zu mvarteu. Vor Zuzug haben»vir wohl nicht nothig zu warnen, da sicher kein Arbeiter im Stande ist, bei solchem Verdienst sich zu ernähren. Mit social-demokra- tischem Gruß Wilh. Äniillner, Bevollm. In Hanau haben sämmtliche Teppichweber die Ar- beit eingestellt. Hülfe thut Roth. Der Bevollmächtigte ist August Menyl. Adr.: Enge Gasse Nr. 3 in der Altstadt Hauau._ Allgemeiner deutscher Zimmerer-Derein. In Posen ist ein Sttike der Zimmerleute ausgebrochen. Vor Zuzug wird gewarnt. Die Reiseunterstützungen werden in Itzehoe vom 1. Juli ab ausgezahlt bei dem Bevollmächtigten Herrn H. Neben- dahl, wohnhaft in der Sandkuhle, von Mittags 12 bis 1 Uhr und Abends nach 7 Uhr. Deutsches Maler, Lackirer- u.Vergolder-Gewerf. Brandenburg a. H., 4. Juli.(Zur Notiz.) Reise- nnterstütznngen werden täglich von 12—1 Uhr und Abends von 7—8 Uhr ausgezahlt, Semnitzstraße 7. Fr. Müller, Bevollm. Gewerkverein deutscher Holzarbeiter» Gera, 8. Juli.(Zur Notiz.) Ich mache hiermit be- kannt, daß sich unser Vcreinslokal sammt Tischlerherberge von jetzt ab in der Kaths-Garküche, Böttchergasse, befindet, und empfehle dasselbe allen Collegeu; auch ist daselbst meine Adresse zu erfahren. Mit Gruß. G. Hanffenmeyer, Bevollmächtigter. * Herr Fritzsche setzt gegen den Vereinspräsidenten eine Reihe von Unwahrheiten und Verdrehungen in Umlauf. Eine Widerlegung ist kaum nöthig. Die ganzen Anschuldi- gungen, die Herr Fritzsche in Hamburg vorbrachte, lassen sich in die wenigen Worte sasscu:„Schweitzer hat mir nicht genug Geld gegeben." Darüber ist nichts weiter zu reden. Eine böswillige Entstellung, die mit unterläuft, bedarf jedoch um der Berliner Cigarrenarbeiter willen, einer Eni- gegnung. Herr Fritzsche behauptet, Schweitzer setze die Eigarrenarbester gegen andere Gewerkschaften zurück, wie z. B. daraus hervorgehe, daß er bei den Zimmerern, Mau- reru, Buchdruckern Vorträge gehalten habe, bei den Cigar- renarbeitern nicht. Die Sache ist sehr einfach. Schweitzer ist gern bereit, Vorträge zu halten, wenn er dazu ansgefor« dert wird. Seitens der Cigarrenarbeiter ist er bis jetzt nicht dazu aufgefordert worden. Es ist also sehr erklärlich, daß er noch keinen Vortrag dort gehalten hat. Da« Gerede, das Fritzsche im„Social-Demokrat" todtgeschwiegen worden seil, ist so traurig, daß man nicht gern ein Wort darüber verlieren möchte. Ein Blick in die Spalten des Blatte« in den vergangenen Quartalen genügt zur Widerlegung. Im Gegeutheil, da man die Eitelkeit des Herrn Fritzsche geuugsam kennt und da derselbe jedesmal wüthend aus die Redaction kam, wenn man einmal zufällig vergessen hatte, irgend etwas zu bringen, was Herr Fritzsche in diesem oder jenem Winkel Deutschlands gesprochen oder vorgenonimeu hatte, so hatte die Redaction Auftrag, die Wirksamkeit de« Herrn Fritzsche immer ganz besonders zu berücksichtigen. Was thut man nicht Alles um des lieben Friedens und der Ruhe willen. Vermischtes. *(Erwiderung.) In voriger Nummer hatten wir bekanntlich mitgetheilt, daß wir an verschiedene Zeitungen, z. B. die„Nordd. Allg. Ztg.", brieflich das Ersuchen ge- richtet, nachdem sie von einem Mitßtrauensvotum gegen Schweitzer und Wende Notiz genommen, auch die zahlreich ergangenen Vertrauensvota zu erwähnen; und daß, als dies nicht geschehen, einer unserer Redacteure persönlich bei den betr. Redactionen gewesen sei, um die Erwähnung zu er- wirken, jedoch erfolglos. Aus diese unsere Mittheilungen schreibt nun die„Nordd. Allg. Ztg." wie folgt: „Diese Bemerkung muß, soweit sie uns bettifft, noth- wendigerweise auf einem Jrrthum beruhe»; wir haben weder den daselbst erwähnten Brief, noch den Besuch eines der Herren Redacteure empfangen." Unter diesen Umständen glauben wir von der Redaction des„Soc.-Dem." erwarten zu dürfen, daß sie die Behauptungen de« oben mitgetheilten Artikels, soweit sie uns betreffen, zurücknehme." Demgegenüber müssen wir ausrecht erhalten, daß der betreffende Brief am 3. dss. zur Post gegeben ivurde und daß unser Redactionsmitglied Ernst Hirsch am 5. dss. per- fönlich ans der Redaction der„Nordd. Allg. Ztg." war und daselbst mit Herrn Mathias Rücksprache genommen hat. Wir bitten die Redaction der„Nordd. Allg. Ztg." nach geschehener Ermittelung zu constatiren, daß dies" richtig ist. *(Eines Arbeiters Widerlegung der national- ökonomischen Lehren von John Stuart Mill), von I. H. Eccariu« ist der Titel einer Brochürc von etwa HO Seiten, die soeben im Verlag von Albert Eichhofs iu Berlin erschienen ist. Wir haben diese Brochüre, die uns in diesen Tagen zugegangen ist, mit hoher Bewunderung gelesen. ES ist erstaunlich, mit welcher Sicherheit und Ge- dankentiefe ein Arbeiter(Herr EccariuS ist Schneider und schneidert auch wirklich) so schwierige Fragen behandelt; er zeigt sich als Schüler von Carl Marx und erweist sich des Meisters würdig. Wir beabsichtigen, auf die Brochüre, die wir allen Parteigenossen aus« wärmste empfehlcu, zurückzu- kommen. *(Eigenthümliche Auffassung der Freizügig- keit.) Schon seit Wochen wird der Cigarrenarbeiter C. Grund, Krautsstr. 35a wohnhaft von der bezüglichen Rcvierpolizei mit dem Verlangen belästigt, einen Erlaubniß- schein seines Vaters dafür beizubringen daß er in Berlin arbeiten dürfe. Dem unbescholtenen jungen Manne, dessen Papiere in bester Ordnung, der aus Grund derselben in ganz Deutschland und im Auslände unbehelligt sich Arbeits- halber ausgehalten hat, ist sogar im Weigerungssalle mit Ausweisung gedroht worden. Da« beste aber bleibt, daß Herr Grund au» Frankfurt a. d. O. gebürtig ist und daß die dortige Polizei e» seinen Vater geradezu abgeschlagen eine derartigen Erlaubnißschein zu[beglaubigen, weil sie vernünftigerweise der. Ansicht, daß seine solche nicht nöthig ist."'' —(Ein�.gebsildeter Berliner Hauswirth") kün- digte seinem Miether die Wohnung mit folgendem Briefe: „Mus Ihnen zu wissen dun das ich Sie Ihr Luschi auf Kindigen muß und von heite an kostet das Luschi 120 Thlr. Er suche Sie daher baldichst oter bis SpetestcnS den 1 Ok- tober zu Reimen." Brieflasten. Den Mitgliedern zu Dresden die Aufklärung, daß die betreffende Anordnung Mende's nur den Sinn hatte, daß die Mitglieder berechtigt sind, die Karten u. s. w. mit der Aufschrift„Lassalle'scher Allg. deussch. Arb.-Verein" in Gebrauch zu behalten. Wenn in einem Ort besondere Gründe vorliegen, diese Karten nicht in Gebrauch zu behalten, so brauchen sich die Mitglieder nur von den neuen Karten zu bestellen, ans denen bloß steht: Allg. deutsch. Arb.-Verein. An die OffenbacherMitglieder de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins. Die mir bxieslich mitgetheilte Behauptung de« Herrn Roth ist von Ansang bis zu Ende erlogeu. Welche elende und plumpe Mittel, uns hinter einander zu Hetzen! Näheres brieflich! Tölcke. I. W. Stollberger, Offenbach. Abgesandt. Wilh. Beck, Bochum. Da Briefe und Zeitungen, die wir an Sie abgesandt, regelmäßig als unbestellbar zu- rückkommen, bitten wir um genaue Angabe der Adresse. Herr A. Günther, bei Joseph Sommer, Bischoffgartcn- gasse No. 38, wird um die schlcnde Ortsangabe gebeten. M. Beck in Paris, Rue Charron, Nr. 12, Hotel Biber. Von unserer Seite rechtzeitig besorgt worden. Herrn Breuer Breslau. Antwort schon unter Adresse des Herrn Scheil abgesandt, da uns die Ihrige abhanden gekommen. Nach Schluß der Redaction geht uns folgendes Tele- gramm zu: Franzensbad, 15. Juli, 10 Uhr 10 Min. Mende gestern Bormittags heftigen Schlaganfall gehabt. Aerzte erklären Reise zum Sonnabend nach Düsseldorf behufs Verthcidigung im Gladbacher Pro- zeß für unbedingt lebensgefährlich. Annoncen. Für Hamborg. Geschlossene Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins Sonnabend, den»7. Juli, Abends» Uhr, in Tütge's großem Saal, ValentiuSkamp 41, Tagesordnung. 1) Wahl des Vorstandes.— 2) Verschiedenes. _ Oskar L eh der. Für" Dietesheim. Freie Arbeiterversammlung Sonntag, den 18. Juli, im Gasthaus„Zum grünen Baum." Anfang Nachmittags 3 Uhr. Tagesordnung: 1) Die Lage des Arbeiterstande». 2) Die Staatshülfe. 3) Da« allgemeine und direkte Wahlrecht. Alle Einwohner vou Dietesheim und Umgegend sint zahlreichem Besuche eingeladen. Der Bevollmächtigte I. A. Lötz Für Hamburg. Große Arbeitcrversammlung � f Sonnabend, den 17. Juli, Abends» Uhr, bei Herrn Barenberg ans dem Marienhof, hinterm grb: Teich. Um zahlreiches Erscheinen bittet C. Köchp lud Paris. Die hiesigen Lassalleaner versammeln sich jeden Montag Abend: Cufs Charles. Rue de Yalois Nr. 40. Für London. Deutscher Arbeiterbildungs-Verein. Charles Hotel 71, Vean-Ztreet Loko-8guare VV. A Für Derlin. abonr Allg. deutscher Schuhmacher-VereilWir Geschlossene Mitgliederversammlung tvollel Donnerstag, den l». Inli, Abends» Uhr, im„Kaisergarten", Alte Jakobsstraße 120.. Tagesordnung: ÜMter Wahl eines Präsidenten.— Wahl der Revisoren zu htNd b Haupikasse. � j(®mi Die Mitglieder werden dringend gebeten, zu dieser sammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen, da ich' Versammlung präcise S Uhr eröffnen werde.— Herr TölldN ü wird anwesend sein.__ G. ZielowSkyMögli Für Dtriin. �gau Allg. deutsche Atanufakturarbeiterschast D Mitgliederversammlung Nüchg, jeden Dienstag, Abends 8'Ie Uhr, Straußbergerstr. 33--- Jamers. Nß. Neue Mitglieder werden stets ausgenommen. Bruno Scholz Für Altona. Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonnabend, den 17. Juli, Abends» Uhr, im Schuhmacheramthause, Große Bergstraße. Tagesordnung. Vorttag von Herrn G. Putlich: Die geschichtliche End Wickelung der socialen Frage. Die Gewerkschaften werden dazu eingeladen. bkß. Zutritt Jedermann frei. H. Weichert, prov. Bevollm. Für Irrslaa. Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonnabend, den 17. Juli, Abends 8Vo Uhr, bei Kahle, Große Scheitnigerstr. 7. __ Julius Scheil. Für Hannoorr. Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Dienstag, Abends 8 Uha im Ballhofsaale, Sonnabend auf Marieeninsel. I. Wilhelm, Bevollmächtigter. Für Elberfttd. Geschlossene Mitgliederversammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonntag, den 18. Juli, Morgens 11 Uhr, im Lokale des Herrn A. Hunscheidt, Fricdrichsstraße. Tagesordnung. 1) Vorstandswahl.— 2) Vorschlag eines Bevollmächtigten.— 3) Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. C. Klein. Für Ottensen. Versammlung der hiesigen Mitglieder de» Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonnabend, den 17. Inli, Abends» Uhr, beim Gastwirth Herrn Brcckwoldt, Bahrenfelderflr. 53. Tagesordnung: Vortrag de« Herrn Bräuer au» Hamburg. Um zahlreiches Erscheinen bittet_ F. Heerhold. Für Doisbnrg. Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arb.-Bereins Sonntag, den 18. Juli, Abends? Uhr, im Lokale de« Herrn W. Bresser, Bleekplatz. Tagesordnung. Vorstandswahl. Um zahlreiches Erscheinen bittet der prov. Bevollm. E. Krombch. Für Hamburg. Allg. deutsche Arbeiterschuft der Haw H, u. Fabrikurbeiter. sich je Geschlossene Mitgliederversammlung.»fleat. Montag, den 1». Juli, Abends» Uhr, ju,, bei Herrn Grell, Rebsoldstr. 51.' Es werden alle Mitglieder gebeten, recht zahlreich L ,.' 1 erscheinen, damit da» Mitgliederverzeichniß an unseren P1' f sidenten geschickt werden kann. � biß. Neue Mitglieder werden aufgenommen. l C. Köchy, prov. Bevollm.paupt chen Für Elberfrld. Dätt. Allg. deutsch, verein. Metullarbeiterfchara,en Mitglieder-Bersammlung< Sonntag, den 18. Juli, Vormittags 11 t', bei Herrn Petsch, Neustr. 16. Tagesordnung: Gesammt-Abrechuung der Hauptkasse. et-Ci Es bittet um rege Betheiligung teßlick der Bevollmächtigte Orbe. on ih Nß. Die Protokolle vou der Generalversammlung si�upp angekommen._ Angele Je Für Elberfrld.?curä Allg. deutsche Manufakturarbeiterschust�� Versammlung Sonntag, den 18. Juli, Abends» Uhr,.�weif im Lokale des Wirths AugustHundscheid, Friedrichsstral Ai Es bittet nm recht rege Betheiliguug sche in der Bevollmächtigte.� ein öffnet Für Essen a. d. N. Allg. deutsch, verein. Metallarbeiterfcha�d da« Versammlung der Mitglieder und solcher, die e« werden wollssialt Sonntag, den 18. Juli, Abends 7 Uhr,'Gch" bei I. Rüdorf. Neuwahl eines Bevollmächtigten, weil Uuterzeichne�eits zurücktritt. Die Angelegenheiten des Herrn Matthe« wstä�ich den zur Sprache gebracht.«kehr Das Erscheinen Aller ist durchaus nöthig.?her Der Bcv ollmächtigt�siehe Für Daisdorg. S Allg. deutsche verein. Metallarbeiterschastg an Geschlossene Mitgliederversammlung s Köp Sonntag, den 18. sJuli, Vormittags 11 Uh» C°n im Bresser' scheu Lokale, Bleekplatz. Woss Bcvollmächtigtenwahl. t nvä Diejenigen, welche nicht selbst erscheinen können, wcrdchaltei gebeten, ihre Bollmacht einem andern Mitgliede milzugebwte w ___ Mehrere Mitglieder�', un ebür 6 Schneidergehlllfcn,. 6 Schuhmachcrgchlllfen, 6 Zimmergesellcn, j;1 Ein Wagen- und Hufschmied. i werden gesucht. Nähere Auskunst bei M. Becker in SKJlt � den bei Iserlohn. dere Druck von R. Bergmann in Berlin.— BerautworLicher Redakteur uud Verleger: W. Grüwel m Balm. H. O. Wien fordere ich ans seine Schuld bei vl g ZU tilgen. Kllc Frankfurt a. M.__ Louis Decher- jen,, t bei