Nr. 84. Berlin, Mittwoch, den 21. Juli 1869. Fünfter Jahrgang , Or, Gers. 11. 11. ten. . tt. ft. Social- Demokrat. Diese Beitung erscheint drei Mal wöchentlich und zwar: Dienstags, Donnerstags und Sonnabends Abends. Organ der social- demokratischen Partei. bonnements. Preis für Berlin incl. Bringerlohn: viertelfährlich 15 Sgr., monat. lich 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Bostämtern in Preußen 15 Sgr., bei den außerpreußischen Bestämtern in Deutschland 12% Sgr.,( 44 Kreuzer füdd. Währ.) Medaction und Expedition? Berlin, Gitschinerstraße 17. Bestellungen werden auswärts bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegen genommen. Inserate( in der Expedition aufzugeben) werden pro breigespaltene Petit- Belle bei ArbeiterAnnoncen mit 1 Sgr., bei souftigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan Mr. A. Duensing 8 Little- Newport- Street, Leicester- Square. W. C. London. Mit dem 1. Juli hat ein neues Vierteljahrsabonnement auf den ,, Social- Demokrat" begonnen. Wir ersuchen diejenigen, welche noch abonniren wollen, dies sofort zu thun. Um aber in der That der Arbeit das Kapital zu er- nach, die Arbeiterpartei sprengen zu wollen! Nun halten oder zuzuführen, darf die Einkommensteuer nicht jene Bourgeois mögen sich in Acht nehmen, von den einmal von den Kapitalien erhoben werden, welche in den Arbeitern wird ihnen ihr Standpunkt gehörig klar Produktiv- Genossenschaften verwendet werden, und wenn sie auch noch so großes Einkommen abwerfen sollten. Auf Die Bestellungen werden auswärts bei den Postämtern, in Berlin bei der Expedition Gitschinerstr. 17 und bei allen soliden Zeitungsspediteuren gemacht. ( Preis in Preußen vierteljährlich 15 Sgr., im nichtpreußischen Deutschland 12% Sgr.) Zugleich rich- jährliches reines Einkommen, d. h. nach Abzug der Geten wir an die Parteigenossen die Aufforderung, men. möglichst für weitere Verbreitung des Parteiorgans thätig zu sein. . 011. auf ten, tehr 1. eber. cial Die bisher erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Politischer Theil. worin er ausführt, was er unter Socialismus vergemacht werden. Wegen des übergroßen Stoffandranges in eiligen Parteidiese Weise werden sich eine Maffe Kapitalien, um dem wenben; Die praftige Rüfung per stage des Stapitals in angelegenheiten muß für heut die„ Rundschau" ausfallen. Steuerdruck zu entgehen, den Produktivgenoffenschaften zualso im Grunde genommen auch zugleich eine Steuerfrage. Lösung ist Auch von einzelnen Personen, welche nicht über Fr. 2500 schäfts- und Lebensunterhaltskosten, haben, darf, wie dies auch heute schon in England der Fall ist, besagte Steuer nicht erhoben werden, so daß letztere ausschließlich in progrefsiver( aufsteigender) Weise nur auf den reichen, nicht arbeitenden Rentiers ruht. Hierauf wird noch eine Erbschaftssteuer vorgeschlagen, und endlich schließt der Artikel mit folgendem Trompetenstoß: Vereins- Theil. ( Für den Allg. deutschen Arbeiter Verein.) saft angetreten. Nachstehende Proclamation ist uns von * Der Vereinspräsident hat vorigen Sonnabend seine demselben zur Veröffentlichung zugestellt worden: An die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.Vereins. Wegen der Brochüre„ Der Capitalgewinn und der Arbeitslohn", einer wissenschaftlichen Abhandlung, die ich um der Arbeitersache willen geschrieben habe, bin ich zu einer längeren Gefängnißhaft verurtheilt worden. Ich bin genöthigt, heute auf 8 Wochen die Sterferräume zu betreten. Den Gegenstand noch weiter ausführen, würde den Leser ermüden, wir gehen daher zum Schluß mit dem innigen Berlin, 20. Juli. Wunsch, es möge unsere Anschauungsweise zur Lösung der wichtigsten aller Fragen des gegenwärtigen Völkerlebens beiH. Die sogenannten„ ehrlichen" Socia tragen. Als wahre Socialisten hielten wir es für unsere listen, welche gegenwärtig gegen den Allg. deutsch). teidet, aufzubeden, au mutersuchen und für dieselben natur- trauen der Arbeiter nach dem allgemeinen StimmPflicht, die gefährlichsten Wunden, an denen die Gesellschaft Ich muß den Posten, zu dem ich durch das VerArb.- Verein in nicht sehr ehrlicher Weise intriguiren, gemäße Mittel der Heilung vorzuschlagen. zählen Leute unter sich, die auf den Namen Socialist wir natürlich nicht befriedigen. Alle fonnten recht berufen worden bin, in schwerer Zeit verlassen. genau denselben Anspruch haben, wie Herr Schulze- vielleicht beschuldigen, in dieser Frage nicht radikal genug gen. Mehr als jemals haben die Gegner der ArDie Einen werden uns Nur die eiserne Nothwendigkeit fann mich dazu zwinDelißsch, und die gleichwohl beanspruchen, eine Führer- zu ſein und ,, den eigentlichen Socialismus", welchen sie rolle bei den socialistischen Arbeitern zu spielen. selbst ausgedacht" und ausschließlich zum System erhoben beiterfache in Verbindung mit Verräthern aus unsrer Da ist z. B. Herr Amand Goegg, der Redakteur haben möchten, nicht zu verstehen. Andere dagegen, die eigenen Mitte versucht, die selbstständige Arbeiterpartei bes" Felleisens", welcher als Anführer von schweizer reinen Politiker, welche wohl die Herstellung der Republik mit ihrer straffen einheitlichen Organisation zu unterArbeitern die Einladung zum Eisenacher Congreß bung der Republik durch die ökonomische Selbstständigkeit prallt an der Klarheit und Festigkeit der Arbeiter, erstreben, nicht aber an die Garantie und weitere Ausbil- wühlen und zu zerrütten. Alle Versuche sind abgeunterzeichnet hat. Dieser Mann hat die Stirn, zu und das materielle und geistige Wohlergehen eines jeden bie in der Schule Ferdinand Lassalle's groß gegleicher Zeit mit der Einladung zu jenem angeblich Individues im Staate denken, werden sagen, wir seien zu worden sind. focialistischen Congreß eine gleichfalls von ihm unter- weit gegangen und wollen durch Gesetze, durch einen Zwang zeichnete Einladung zur Beschickung eines neuen Con- auf dem ökonomischen Gebiete die Freiheit beeinträchtigen. Doch die Versuche werden erneuert, die Umtriebe gresses der Friedensliga zu versenden, jenes Bour- Wir lassen uns von den beiderseitigen Vorwürfen nicht be- werden fortgesetzt werden. Aber es liegt in der be geoisbundes, den die französischen Mitglieder der irren. Unser Wahlspruch ist: das reine, eble Menschenthum, Natur der Sache, daß unsere Partei nur in fortinternationalen Arbeiterassociation, wie wir in der die wahre Humanität auf allen Gebieten und im Namen währendem Kampfe sich entwickeln kann. Allzusehr vorletzten Nummer zeigten, so fräftig geißeln. Aber der Freiheit keine Unfreiheit, d. h. keine Beeinträchtigung fürchten und hassen die Besitzenden und die Privile nicht genug, daß jener Herr Goegg, dessen erste und Ausbeutung des Einen durch den Andern! der individuellen Unabhängigkeit durch die Unterdrückung girten jeder Art die Fortentwickelung der selbstständisocialistische Heldenthat die Vernichtung des Allg. gen Arbeiterpartei, als daß sie nicht beständig suchen deutsch. Urb. Vereins sein soll, in jenem Bourgeois- Wahre" Socialisten nennen sich jene Leute, wie sie zu vereiteln. Aber gerade dadurch erhöhen sie unsere Lächerlich im höchsten Grade sind diese Phrasen. sollten, auf Schritt und Tritt diese Weiterentwidelung nten bunde ein Haupthahn ist, er legt in der letzten ich anderswo gern als die ehrlichen" Socialiſten innere Kraft. Nur eine Partei, bie burch die hote Ber Nummer feiner Zeitung ein Glaubensbekenntniß ab, geberden. Aber wir wollen ihnen die Wahrheit ins Schule der Widerwärtigkeiten und Verfolgungen hinsteht, und welches nichts anders als das kläglichste Gesicht sagen: Bourgeois sind es, Bourgeois vom durchgegangen ist, nur eine Partei, die in Kampf m. Selbsthülflerwesen ist. reinsten Wasser!- Jene„ reinen Politiker und Re- und Sturm groß wird eine solche Partei nur iſt Jener Artikel des Felleisen", der letzte einer thun wollen, und wel be der Mann des„ Felleisens" und Entscheidendes selbst zu vollbringen. publikaner", welche Nichts für den Arbeiterstand fähig, in großen und entscheidenden Zeiten Großes langen, langweiligen Abhandlung, beginnt mit dem so stolz über die Achsel ansieht, sie bekennen wenig Ausspruch: Mancher schwere Kampf wird vielleicht nöthig Man wolle sich mit der Frage beschäf- stens ehrlich Farbe, aber der Herr Goegg will So- sein und wie sollte ich nicht im tiefsten Herzen bee) in tigen, wie das Kapital der Arbeit dienstbar gemacht cialist scheinen, er predigt die reine Schulze sche dauern, gerade zu folcher Zeit die große Armee unnau. Mittel angegeben: Erstens solle man Lotterie und bem hungernden Arbeiter zuruft: Spare, und wenn Dazu werden alsdann folgende Selbsthülfe und will dies dadurch bemänteln, daß er ferer Arbeiterbataillone nicht selber führen zu können! Börsenschwindel abschaffen wie der Börsenschwindel, Du ein Capital zusammengespart hast, dann gründe fache Erfahrung zeigt, zu ihren Umtrieben mit beUnsere gemeinsamen Gegner wählen, wie mehrim Produktionsweise ist, abgeschafft werden soll, ohne werden, denn wir wollen hernach Dein Einkommen von Gefängnißhaft der Partei entzogen bin. Jebe der eine nothwendige Folge der heutigen, regellofen eine Produktivgenossenschaft; es muß Dir bies leicht fonderer Vorliebe diejenigen Zeiten, wo ich in Folge diese Produktionsweise abzuschaffen, sagt der Gelehrte nicht besteuern!" Wahrlich, wenn der Hinweis auf mal, wenn ich um der Arbeiterfache willen im Gedes" Felleisens" wohlweislich nicht dann sollen Selbsthülfe schon Spott ist, so ist dies schnöder Sohn, fängniß eingeschlossen bin, ergießt sich gegen mich, der freie Bolksstaat eingeführt, das Militärbudget und poppelter Hohn ist es, daß Herr Goegg dies gar da man vorzugsweise in mir die Macht der selbstdurch Einführung der Bolkswehr vermindert, die in- noch Socialismus nennt!- Es fommt aber ständigen Arbeiterpartei bekämpft, der Strom der aft. direkten Steuern abgeschafft, und die alsdann ver- noch besser. Herr Goegg will sogar, daß ein Einkom Berläumbungen, Verdrehungen und Verdächtigungen minderten Ausgaben des Staats durch eine progressive men, daß nach Abzug der Lebensunterhaltskosten noch 2500 in verdoppelter Fluth. Der alte Versuch, die Partei Ginkommensteuer aufgebracht werden. Es sind dies Francs( circa 700 Thlr.) beträgt, steuerfrei sein soll, von ihrem erwählten Führer und diesen von jener Letztere gemeinsame Forderungen der radikalen Bour- Also jeder Bourgeois, ver jährlich 700 Thlr. vom zu trennen, um dadurch beide machtlos zu machen, ffeler seoisie, wie auch der Socialdemokratie, aber durchaus Schweiß seiner Arbeiter zusammenscharrt, soll steuerfrei wird auch diesmal von feigen Schleichern erneuert nicht kann durch Erfüllung derselben die Arbeiter- sein zu Gunsten der Lösung der socialen Frage! Lächer- werden. Aber ich habe das Bertrauen zu den deutklasse von dem Druck der Capital macht befreit wer- lidhetes giebt es nicht, und das Berufen auf die eng- schen Arbeitern, daß sie nicht darum einen Präsidenbleiba bas eherne Lohngefeß nach wie vor in Kraft lischen Zustände ist durchaus nicht stichhaltig, da bort ten wählen, um denselben, nach dem Wunsche der sehr hohe Communal- und indirekte Steuern bestehen. Gegner, im Stiche zu lassen und dadurch die UnterSelbst die Gelehrten des„ Felleisens" scheinen Kurz, die ganzen Ausführungen bes„ Felleisens" find grabung der Organisation anzubahnen. Ich habe mein einzusehen, daß eine solche Auffassung reiner Bour- abgeſchmadie Bourgeoisphraſen. – Und Leute, die so ohne Widerrede von meinem Posten zurückzutreten, 1719 gevisschwindel ſein würde, auf den die Arbeiter nicht etwas in die Welt hinaussenben, wie dieser Literat wenn das allgemeine Stimmrecht einen Andern auf ſchen anbeißen würden; da fie nun absolut Socialisten sein Glas in bie Welt bie Cociale Demetra: viejen Besten beruft; so lange mich aber die Arbeiter in wollen, so verſteigen fie fich zu folgender ihren ein Gregg, fie nehmen sich heraus, bie co intrb- Werein ſelbſt durch ihre Abstimmung vahin, geſtellt haben, ft. cr. e. im omit 7, fo te. n. " werden könne." flärung: würde. A zu begeifern, fie wagen es auf dem Congreß zu Eise- muß ich erwarten dürfen, daß sie ebenso für mich chw auf W ihm eintreten, wie ich für sie, unbekümmert um die Ver- bar auf unserer Seite! Der Congreß zu Eisenach| Weist man unsere Hand schnöde zurück, gelingt ten folgungen der Geldmacht und der Staatsgewalt, ist die Wahlstatt, auf welcher die Entscheidungsschlacht Feinden die beabsichtigte Spaltung der Arbeiter gam jederzeit einzutreten gewohnt bin. In geschlossener geschlagen werden soll. Wohlan! Machen wir uns Deutschlands, nun, dann tragen wir nicht die Schuldgebe Schlachtordnung müssen wir den Feinden entgegentreten. zunächst die Streitpunkte noch einmal flar! Mag dann der Kampf weiter toben: um den endlichen D.m Wenn wir uns entzweien lassen, zeigen wir unsere Lassalle hat den Arbeitern Deutschlands den Weg Sieg sind wir nicht besorgt. tüchti Unfähigkeit zu ernstem und nachhaltigem Kampf. genau bezeichnet, auf dem allein sie aus der Wüste Von dem inhaftirten Vereinspräsidenten mit denso tit Den Hauptsturm hat der Allg. deutsch. Arb.- des socialen Elendes hinauskommen können. Er, nöthigen Einleitungen beauftragt, fordere ich allehren Verein glücklich und glorreich bestanden. Ich gebe reichbegabt mit den Schäßen alles menschlichen Wissens, Lassalleaner, besonders die Mitglieder des Allgem. ich d mich der festen Ueberzeugung hin, daß auch die nach hat der Arbeiterwelt ein umfassendes social- politisches deutsch. Arb.- Vereins dringend auf, zur Bestreitung Blätt folgenden Versuche, die Brandfackel der Zwietracht Programm gegeben, welches unübertrefflich, und in der nothwendigen Kosten sofort Geldsammlungen Baar in unsere Reihen zu werfen, rüdsichtslos niederge dem Allgem. deutsch. Arb.- Verein eine Organisation, veranstalten und die Erträge an den provisorischen F. schlagen werden. Ich bin überzeugt, daß ich an dem die zur Verwirklichung des Programms unerläßlich Vereinskassirer Herrn Wilhelm Hasenclever zu Halver Tage, wo ich die Freiheit wiedergewonnen und mit ist. Der Allgem. deutsch. Arb.- Verein ist ein Agi- in Westphalen einzusenden. Gleichzeitig ermahne ichlichun ihr die Möglichkeit, für die Arbeiterfache zu wirken, tations- Verein; seine Organisation mußte nothwendig die Mitglieder zur pünktlichen Einzahlung der Dei den Allg. deutsch. Arb.- Verein blühender wiederfinden träge und zur Absendung derselben an den Kafftret.. S werde, als ich ihn verlassen habe. Die weitere Anordnungen werden in nächste es ab Nummer des„ Social- Demokrat" erfolgen. Mög Mog fo vie Jeder seine Schuldigkeit thun! Mit social- demo nur kratischem Gruß C. W. Tölde. sie da Schrit Berlin, 19. Juli 1869. A imme und Wir werden will 23 der Organisation der Gegner entsprechen, gegen die Der Kampf zu führen ist. Betrachten wir die DrIch möchte, bevor ich scheibe, noch einmal zur ganisation der Staatsgewalt und der Geistlichkeit. Einheit auch innerhalb des Vereins mahnen. Wir Bei Beiden finden wir eine einheitliche Leitung. waren bisher in zwei Vereine getrennt und unsere Die Staatsmaschine gleicht einer Trompete. Wie Einheit ist noch jung. Möge doch Jeber, der zur der allmächtige Minister oben in das Mundstück hinMitwirkung in der Agitation berufen ist, recht lebeinbläst, so tönt es unten aus allen Löchern wieder haft festhalten, daß weder nach der einen noch nach hinaus bis herab zum Nachtwächter. Aehnlich ist die In Düsseldorf wurde am 17. Juli der gegen der noch e der andern Seite hin verstoßen werden darf. Es gilt, Geistlichkeit organisirt bei allen Confeffionen. Seit Reichstagsabgeordneten Herrn Fritz Mende und die und a die Einheit innerl.ch zu befestigen und zu kräftigen. Der französischen Revolution von 1789 strebt das die München- Gladbacher Angelegenheit verwickelten Arbeit wohl Möge darauf ein Jeder alle seine Handlungen und geldmachende und geldbesitzende Bürgerthum auch nach verhandelt. Das Urtheil lautete gegen Mende wegen Sto ſucht rung des öffentlichen Friedens u. s. w. auf ein Jahr Ge wir m Maßnahmen einrichten, wie auch ich dies thue. Der Herrschaft auf politischem Gebiete, um seine Herr- fängniß, gegen die Arbeiter Bernhard Jansen wegen Werlich zu Der§ 4 des Statuts besagt: schaft in socialer Beziehung befestigen und verewigen fens mit einem Bierglase und Widersetzlichkeit, Philip hoffen. ,, Der Präsident ist berechtigt, in Behinderungs- zu können. Es hat in dem Kampfe um die politische Baumann wegen Anleitung zum Widerstand und Arfortlär fällen seine sämmtlichen Befugnisse auf einen von ihm Herrschaft es höchstens zum modernen Parlamentareizung und Ludwig Zacharie wegen Anreizung zunen w aus den Vorstandsmitgliedern zu ernennenden Vice- rismus gebracht, und gerade Lassalle war es, der die Widerstand auf je einen Monat Gefängniß. Die übrige und w präsidenten zu übertragen." Ohnmacht der bürgerlichen Demokratie in politischen 25 Angeklagten wurden freigesprochen. Da jedoch im Augenblick der Vorstand noch nicht Dingen mit unerbittlicher Schärfe geißelte. Diese den nächsten Nummern einen ausführlichen Bericht über d# Verein gewählt ist, so werde ich erst nach stattgehabter Wahl Ohnmacht wurzelte in dem Mangel einer jeden ein- Berhandlungen liefern und bemerken für heut nur, daß denimme und Feststellung des Ergebnisses derselben, einen Bice- heitlichen Organisation zum planmäßigen Kampfe, und gegen Herrn Mende in Anwendung gebrachte§ 100 dauch d preußischen Strafgesetzbuches principaliter eine Geldbus präsidenten ernennen können. In der kurzen Zeit jener Mangel war die natürliche Folge der Grund- von 20, bis zu 200 Thalern vorschreibt, oder nach de bis dahin, wird eine eigentliche Amtshandlung Sei- lage der jeßigen föcialen Zustände, der freien Con- Wahl der Richter Gefängniß von Einem Monate bis der W tens der Vereinsleitung wohl nicht nöthig werden und currenz", bei welcher Einer dem Andern den Rang zwei Jahren. Man hat Herrn Mende, der vordem no Allg. die regelmäßige Verwaltung besorgt nach wie vor der abzulaufen sucht, Reiner einem Anderen sich unter- nie bestraft worden ist, mit einer Gefängnißstrafe vo Person Vereinssekretär. ordnen will. Daher die lodere Organisation des Einem Jahre belegt. Nun wohl! Wem diefe That Parteig Zugleich fündige ich an, daß ich unmittelbar nach National- Vereins, der Fortschritts- Partei und der fache nicht die Augen öffnet, der ist stockblind. Der Eisfind, meiner Freilaffung die Leitung des Vereins wieder zu Bolks- Partei. Es verstand sich von selbst, daß die der beiden Präsidenten, welche die Proclamation voglieter übernehmen und zugleich in einer längeren Rundreise Organisation der Arbeiter- Partei eine andere fein weilt mit zerrütteter Gesundheit augenblicklich außerhalb defekretär 16. Juni unterzeichneten, ſigt im Gefängniß; der Ande tigten, überall persönlich bei den Mitgliedern zu erscheinen mußte, wie die der ohnmächtigen bürgerlichen Demo Bereichs der richterlichen Gewalt Preußens mit der Aussic gedente. Auf diese Weise werde ich, nach demokratischer kratie. So entstand die straffe Organisation des sofort eingesteckt zu werden, sobald er einen Fuß auf pre letzten Art, es möglich machen, daß die Mitglieder, die Ge- Allgem. deutsch. Arb.- Vereins, die natürlicherweise ßischen Boden setzt. Und dennoch wagen es fleinliche Me ins Ge sammtheit des Volkes in unserem Verein, von mir bem Ehrgeiz oder dem Eigennutz Einzelner keinen schen, jene Männer, die im Dienſte der Sache des arbe mich be persönlich erfahren fann, wie ich die politischen und Spielraum bietet. Deshalb ist es begreiflich, daß tenden Volkes Gesundheit und Freiheit opferten, mit ihre glieder focialen Fragen auffasse und in welcher Art ich vor der Allgem. deutsch. Arb.- Berein immer wieder Ele- giftigen Geifer zu besudeln! Die helle Schamröthe müs abgefal zugehen gedenke. Möge man mich dann überall über mente von sich ausstieß, deren Selbsucht sie verhin solchen Thatsachen gegenüber den Burschen auf die Sti junge jegliches interpelliren. Ich werde bereit sein, Rede verte, sich dem Willen der Gesammtheit zu fügen steigen, wenn sie überhaupt noch sich schämen könnten. Elberfeld, 15. Juli.( Resolution.) In der Augent und der durch diesen geschaffenen einheitlichen Leitung gliederversammlung am 10. b. Mts. haben die hiesig wieder zu unterwerfen. Mitglieder einstimmig folgende Resolution angenommen getroffe Die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.- Vereins aus Elber dem G feld erklären: daß es erstens eines ehrlichen" Socialdem machen, fraten unwürdig ist, in so gemeiner Schimpfweise, wie die hinaus von den Herren Bracke, Fritzsche und Genossen geschieber Fal gegen den Verein und dessen rechtmäßigen Präsidenten tigen 2 eins stehende Personen kein Recht haben über Angelegenheit demokr v. Schweitzer vorzugehen, zweitens daß außerhalb des Be Meine unseres Vereins zu sprechen, drittens daß sich die hiesig Mitglieder freuen, endlich reine Bahn zu haben und Berräther los zu sein." Mögen sich andere Parteien Tereien Ausgeschiedenen und Ausgestoßenen annehmen und bis zur dessen, was in unseren Reihen nicht taugt, erfreuen. und Antwort zu stehen. So viel kann ich einstweilen schon sagen, daß ich es, nach so vielen feierlichen Versprechungen an Tau- Seht Euch die Namen an, welche unter der Einsende von Arbeitern, für meine Pflicht halte, mindestens ladung zum Congreß in Eisenach stehen: Ihr werdet so lange unbeugsam auf dem mir zuertheilten Posten manche von Denen finden, deren Drang nach grenzenauszubarren, bis die deutsche Arbeiterpartei auch die loser ,, persönlicher Freiheit" es ihnen unmöglich macht, letzten Folgen der jetzt stattgehabten Stürme in sich ihr liebes 3ch einem geordneten Ganzen unterzuord überwunden hat und, mächtiger als je, mit voller nen. Wieder werdet Ihr Namen finden, deren Träinnerer Ordnung und weiter Ausdehnung dasteht. Ich ger zu denen gehören, von welchen Lassalle vom halte es für meine Pflicht, in schwerer Zeit mit 19. Mai 1863 in Frankfurt a. M. fagte:" doppelter Kraft und Sicherheit das mir anvertraute Wer steht denn mit Energie und Aufopferung Steuerruber zu führen, und ich werde diese meine hinter der politischen Freiheit? Wer? Ich und noch Pflicht zu erfüllen wissen. etwa tausend Ideologen in Deutschland, unter welchen ich in diesem Augenblick Solche verstehe, die ihr Leb tage in Büchern gelebt haben und gewohnt sind, in Ideen und Gedanken zu existiren und Alles für sie Berlin, 17. Juli 1869. Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.- Vereins: Schweizer. $ 21 die Th Me Im Auftrage der hiesigen Mitglieder: Carl Klein. Berlin, 18. Juli.( 3ur Charakteristik der ,, e lichen" Social Demokratie.) Die Liste der ünt zeichner der Einladung zum Congreß in Eisenach liest Für d D des V D 28 Und so nun, Arbeiter, mit dem festen Bewußtsein meiner Pflicht, mit dem ernsten Willen, das hohe Vertrauen, das Ihr mir gezeigt, durch Thaten auch fürder zu verdienen, mit frohem Blick in die Zukunft aufzuopfern. Außer diesen 3dealogen vielleicht noch, Stoff zu einem wahren Sündenregister. Ich will nur ein sage ich Euch herzlich Lebewohl. wenn es hoch kommt, 10 oder 15,000 Menschen, zer- iener ,, Ehrlichen" charakterisiren. Das Blatt der ehrliche An d Behaltet mich in gutem Andenken, wie auch ich in- ftreut über ganz Deutschland, die, ohne Ideologen Social Demofraten, das Winkelblatt Liebknecht's, enth mitten meiner einsamen Kerkermauern Euer gern ge- zu sein, durch ihr Naturell mit einer so heißen Liebe n. A. auch einen Schmähartikel gegen Schweizer, uute denken werde. Ich scheide von Euch mit dem Rufe: für die Freiheit begabt sind. Was kann diese zeichnet von Nüdy in Freiburg, einem der Unterzeich anzutr Auf frohes Wiedersehen bei der alten Fahne! Es lebe handvoll Menschen? Aber welche Klasse steht iener Einladung. Herr v. Nikdy ist ein entlassener öftrei Berbir der Allgemeine deutsche Arbeiter- Verein! hinter der politischen Freiheit? Keine!" Fer- cher Militair, der unter Anderem auch mit nach Me in der österreichischen Freiwilligen Legion gezogen war, ner:„ Hinter der Reaction stehen also Klassen mit den Mexikanern ihre Freiheit zu rauben, und die Repub Vicepr der höchsten Energie, die Nägel und Zähne daran zu stürzen. Derselbe ist augenblicklich Redacteur eines ult setzen; hinter der politischen Freiheit steht keine Klasse, motanen Blattes in Baden. Er drängte sich während band: steht Niemand als eine Handvoll Ideologen Zimmerstrifes in Freiburg den Zimmerleuten auf, Leitun Die Schmähungen, Verläumbungen und und Gefühlsmenschen!" berdete sich, als wenn er sehr eifrig für die Sache wirke, socialSchimpfereien gegen Schweiger als Präsidenten Und gerade diese sind es, welche die Arbeiter von öffentlich, hinterrücks zersplitterte er die Arbeiter und des Aug. deutsch. Arb.- Vereins werden in einem ihrem ernsten Streben in social- politischer Beziehung der Entschlossenheit unserer Mitglieder Koch und Wo folchen Umfang und in solcher Massenhaftigkeit be- ablenken möchten, um sie zu Gunsten der politischen gemuth ist es gelungen, den Intriguen des Herrn Ri entgegen zu arbeiten und ein einigermaßen leidliches Rest schon trieben, daß es schlechterdings unmöglich ist, alle Freiheit nutzlos als Kanonenfutter zu opfern. Es soll herbeizuführen. In vielen Briefen haben die Arbeiter F biese Schreibereien auch nur im Entferntesten zu be- und wird ihnen nicht gelingen. burgs ihre Entrüstung über Herrn Rüby ausgefprodpitaln rüdsichtigen. Wir können übrigens getrost dieses Lassalleaner! Sechs Jahre stehen wir in hartem namentlich darüber, daß jener Herr eine bedeutende Sunwenn gehässige und unfläthige Gebahren der Gegner dem Kampfe gegen mächtige, wohlorganisirte Feinde. Große von den für den Strife gesammelten Beiträge, für ambe Urtheil der Arbeiter anheimgeben. Die Arbeiter Erfolge haben wir errungen. Hunderttausende deutscher Bemühungen, wie er fagte, für sich behalten hat. Pflicht haben glücklicherweise so viel selbstständiges Denkver- Arbeiter bekennen sich zu den Principien Lassalle's diesem Grunde beantragte ich beim Vereinspräsidenten, steuerr mögen, daß sie burch so elende Schreibereien nicht und halten unverbrüchlich fest an der von ihm ge- gen Herrn nicht als Bevollmächtigten zu bestätigen. Jan de beeinflußt werden können. schaffenen Organisation. Wie, und wir sollten uns hat er sich vollends entpuppt. Noch ein paar Dutzend soll Herrn biese Errungenschaften entreißen lassen von einer Hand- ehrlichen" Socialdemokraten und die ganze Arbeiterbeweg geftell [ G. Lübker voll unpractifcher 3deologen, von einer Handvoll ehrgeiziger Menschen, die sich weiser dünten, als der große Meister, der unsterbliche Denker und Kämpfer? Nimmermehr! An alle Lassalleaner. ruinirt. Refa D Halberstadt, 17. Juli.( Unerhörte Fälschlusse Das Feuer, welches schon so lange unter der der ehrlichen" Socialdemokraten.) Wir find herbei Asche glimmte, es schlägt nunmehr in hellen lichten reits durch Flugblätter und Zeitungen von den verſchied einzuf Flammen empor. Der Kampf zwischen uns und der Seiten, als da sind: Mar Hirsch, Dunder, Bebel, mac, el bürgerlichen Demokratie ist entbrannt; er tann und wird nur mit der totalen Niederlage des Einen der aufgenommen. Wir werden auf dem Congreß zu mehr aber durch die Einladung zum Congreß nach Eisolche Wir haben den uns hingeworfenen Fehdehandschuh knecht, Bremer, Bracke, v. Bonhorst, Fritzsche und also feir mehr als hinreichend mit Frühstückspapier versehen worden, gernde Gegner enden. Die gesammte Bourgeoisie mit ihren Eisenach erscheinen, um unser Princip und unsere durch Bremer, Yord, Bracke u. s. w. Jene Herren Euch reichen Mitteln einschließlich einer ausgedehnten Preſſe Organisation zu vertheidigen. Kein Haarbreit können scheuen sich nicht, den Namen des hiesigen Bevollmächt nimmt aus naheliegenden Gründen offen Partei für und werden wir von Beiden abweichen. Wir be- des Allg. deutsch. Arb.- Vereins, Herrn C. Naters," unsere Feinde, und die Reaction flatscht dem Verfuch schicken den Congreß, um dem Vorwurf vorzubeugen, ihre Einladung zum Congreß zu setzen, und dabei ſage einer neuen Zersplitterung der Arbeiter Beifall. Der daß wir der Vereinigung aller Arbeiter Deutschlands Herren noch, er sei am 6. d. Mts. in Braunschwei Kampf ist ein schwerer, aber es bedarf nur des Zu- absichtlich aus dem Wege gegangen seien. Aber für iner Conferenz gewesen. Herr Naters erklärte gegen fammenraffens aller Kräfte und der Sieg ist unfehl uns giebt es nur die eine kosung: Die Lassalle! heute Morgen: dies sei das stärkste an unwahrheiten, betlage träge Noth t ten Ein echter Socialdemokrat." Allg. deutscher Cigarrenarbeiter- Verein. zwang ausüben zu wollen, wäre einer politisch so reifen Die letzte Nummer des ,, Botschafters", des Organs des Corporation, wie die Cigarrenarbeiter es sind, völlig unAllg. deutsch. Cigarrenarbeiter- Vereins, enthält eine Reihe würdig!" Hierauf antwortete ich dem Ausschuß, daß erſtens Angriffe von Herrn Frißsche und Genoffen gegen die Lei Fritsche allerdings die Intereffen des Vereins beeinträchtigt tung des Allg. deutsch. Arb.- Vereins und des Verbandes und hat, indem er unsern Verein von dem Arbeiterschaftsverbande gegen die Redaktion des ,, Social- Demokrat", welche durch- losgesagt hat; daß es bei gewöhnlichen Mitgliedern auf die weg auf unwahrheit und Verdrehung von Thatsachen be- Haltung in politischer Beziehung nicht so genau ankommt, ruhen. Wir beabsichtigen nicht, uns mit jenen Herren in gebe ich ferner zu, aber wie kann man bei den Präsidenten eine Polemik einzulaffen, wir werden jedoch zur Stener der der obersten Behörde sagen: ,, Der Präsident kann sich politisch Wahrheit kurz den wirklichen Hergang schildern. Wegen halten wie er will", das ist denn doch ein Bischen start, Raummangel müssen wir dies auf die nächste Nummer ver- und doch muthet der Ausschuß einer politisch so reifen Corschieben. poration wie die unsere ist dies zu?! Bald roth, bald blau, bald schwarzweiß könnte sonach unser Präsident sein, und das sollte uns politisch reife Mitglieder gar nicht fümmern? Ich sage anders, der Präsident unseres Vereins muß der Socialdemokratie vollständig angehören, sonst können wir ihn nicht gebrauchen, was wollten wir z. B. mit einen Prästdenten machen, der liberal wäre; der würde uns bald in das Schlepptan der Bourgeoisie bringen. Ich kann kaum glauben, daß der Ausschuß so aus eigener Ueberzeugung spricht; aber Herr Bracke wohnt ja in Braunschweig und Herr Fritsche ist sein guter Freund, dieses Alles wirkt wohl start mit. un ich hoffe doch, daß der Ausschuß bald anderer Ansicht in dieser Beziehung werden wird. Gustav Dietzmann, Bevollmächtigter. Frankfurt a. d. D., 16. Juli.( Resolution.) Wegen der Haltung unseres Präsidenten Fritsche fand am 13. d. Mts. eine Mitgliederversammlung statt, in der einstimmig beschlossen wurde, die Suspendirung Fritzsche's bein Ausschuß in Braunschweig zu beantragen und zwar aus folgenden Gründen: 1) Das Betragen Fritzsche's schädigt die Gesammtinteressen unserer Arbeiterschaft und muß den unbedingten Verlust von Mitgliedern zur Folge haben; wir sind nicht gewillt wegen einer Person und deren ehrgeiziger Pläne uns als willenlose Werkzeuge gebrauchen zu lassen; daher schließen wir uns den Erklärungen der Mitglieder in Hamburg, Bautzen u. s. w. vollständig an. 2) Seit Langem find wir mit der Vereinsleitung nicht zufrieden, indem auch wir uns über mehrmalige Vernachlässigung bitter zu beklagen haben; es muß endlich einmal Ordnung werden. Diese Resolution ist zugleich mit dem Bemerken unserm Ausschuß übersandt worden, sämmtliche Mißtrauensvota im Botschafter" bekannt zu machen. Vereinegenossen von Nah und Fern, nicht die Person gilt über Alles, sondern die Sache und darum rüftig vorwärts; wir werden auch über diesen Berg hinweg kommen und unser heiliges Recht wird fiegen. Im Auftrage mit social- demokratischem Gruß Carl Pritzsche, Bevollmächtigter. H. Hellmigt. Gardin. Vertun. " 1 ihm je vorgekommen sei, er sei gar nicht in Braunschweig gewesen, noch weniger habe er seinen beiter Namen zur Unterschrift der Einladung herge. Schuld geben. Was soll man da von den ,, ehrlichen" Social lichen D.mokraten fagen! Da gegenwärtig Herr Naters ein tüchtiges Geschäft in wirklich sehr schönem Harztäse macht, it denso titten wir die geehrten Herren, doch noch recht viel von allethren Flugblättern und Zeitungen an ihn zu senden, weil Ugem sich das Papier sehr gut zur Verpackung der Käse eignet, auf Wunsch könnten dann die Herren auch Käse in ihren eignen eitung Blättern gut verpackt zugesandt erhalten, natürlich geg gen Baar und nicht für Naß. Mit social demokratischem Gruß rifchen F. W. Schulze, Bevollm der Hand. u. Fabritarbeiter. Dalver Aus Ronsdorf geht uns Nachstehendes zur Veröffent- Leipzig, 17. Juli.( Geschlossene Mitglieder ne idlichung zu: versammlung der Cigarrenarbeiter am 16. Juli.) Bei ,, Ronsdorf, 17. Juli. Wir, die Leipziger Cigarrenarbeiter, sahen uns genöthigt, afftrer Endlich geht Einem doch die Geduld aus, wenn man beziehentlich des gethanen Schrittes von Fritzsche, uns immer sieht, daß Ronsdorf so beklagenswerth sein soll. Was klar zu werden und die Meinung der Arbeiter über denselächste es aber hier mit den Ueberläufern zu bedeuten hat, ist klar; ben zu hören; wir ließen, um Fritsche gerecht zu werden, Mög so viel ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die Abmeldung in heutiger Bersammlung alle Auffäße für und gegen dendemo nur von einer Bersammlung weniger Mitglieder herrührt, selben gerichtet aus dem„ Social- Demokrat" und„ Botund diese Wenigen mögen sich besinnen, wie inconsequent schafter" verlesen, trotzdem der Botschafter übertrieben Partei Ice. sie dabei gehandelt haben. Lange nicht alle sind mit dem für den ,, unschuldigen" Herrn Präsidenten ergriffen hatte, Schritte einverstanden. Es war in der letzten Versammlung was aber die selbstdenkenden Arbeiter nicht dupiren konnte; en der noch einstimmig die Wiedervereinigung angenommen worden denn daß der Herr Präsident einen Schritt gethan hat, den die i und an solche Dinge gar nicht gedacht. Daraus kann man selbiger nicht verantworten kann den Arbeitern gegenüber, Arbeit wohl annehmen, daß die letzte Bersammlung nicht stark be- darüber ist sich ein Jeder im Klaren. Der Präsident ist Sto sucht war, weshalb sich Neviges nur beruhigen möge. Daß zu Brack: und Consorten übergegangen, das können wir hr Ge wir mit unsern Abgeordneten so im Unglück sind, ist wirk- ihm nicht verwehren, aber eine solche Dreistigkeit zu haben, u Wer lich zu bedauern; doch wollen wir für nächstens das Beste die Arbeiter zu bestimmen, keine Steuer an den Verband Philip hoffen. Aber mag geschehen was da will: wer vom Verein zu zahlen, wo er uns fast augenblicklich erst dazu aufgeforid Arfortläuft, um dazu noch dem Vereine zu schaden, den fön- dert, ist zu viel Diftatur und wird ihm dieselbe seinem gzunen wir nicht mehr gebrauchen. Fest muß Einer halten, Untergange entgegenführen. Wir hätten gewünscht, daß, da übrige und wenn der Säbel bricht; denn wer Socialdemokrat ſein Herr Fritsche eingeladen war, derselbe auch in heutiger den will und will damit die Arbeiter beglücken, daß er vom Versanimiung erschienen wäre, denn soviel Redefertigkeit be iber Vereine abtritt, der hat schiefe Ansichten, mit denen ich sitzt er doch jedenfalls, um sich zu vertheidigen; allein er daß denimmer einverstanden bin; aber alle Stürme toben aus, so erschien nicht, da gerade Anklagen genug gegen ihn vorlagen. 100 dauch dieser. Deshalb nur immer feste auf die Weste! Es wurde Fritzsche von mehreren Seiten zur Last gelegt, Seldbuß daß er durchaus nicht corporativ gehandelt, was doch seine nach de Wir bemerken dazu, daß nach anderen Mittheilungen in Pflicht als Präsident unserer Corporation war; jedoch dies bis der Versammlung, in welcher beschlossen wurde, in den zu thun, erlaubte ihm seine Eitelkeit nicht. Auch wurde der m not Allg. deutsch. Arb.- Verein nicht wieder einzutreten, nur 15 Präsident von vielen Seiten beschuldigt beziehentlich seiner afe vol Personen anwesend waren. Wir ersuchen die Nonsdorfer Nachlässigkeit in unserm Strike, was wohl mit Recht gee That Parteigenossen, welche der Fahne Lassalle's treu geblieben schah. Herr Fritzsche fümmerte sich wenig, fast gar nicht, Der Einsind, sich schleunig zu versammeln, neuerdings in die Mit- um Comitésitzungen, sondern ging seinem Schlendrian nach; on voglieterliften einzuzeichnen und Vorschläge zum Bevollmäch was fümmerte das H.rrn- Fritzsche, ob des Sonnabends Ande tigten, Beitragsammler und zu Revisoren an den Vereins- Geld zum Auszahlen da war; doch halt, er war so freundSalb d sekretär Tölcke einzusenden. lich sogar von Altona Freitags oder Sonnabends anzufraAussid Altona, 17. Juli.( Aufruf.) Thüringer! Die gen, ob Geld nöthig wäre; er wußte ja nicht, wie die uf pre letzten Vorgänge veranlassen mich, Euch ein paar Worte Geldverhältnisse hierorts standen. In Anbetracht aller he me ins Gedächtniß zu rufen. Parteigenossen, schmerzlich hat es dieser Befchuldigungen wurde von heutiger Versammlung Allgemeiner deutscher Maurer- Verein. s arb mich berührt, sehen zu müssen, daß die Thüringer Mit- folgende Resolution von Herrn Hoffmann mit dem Amen- Berlin, 19. Juli.( Aufruf.) Gestern ist einer der it ihre glieder anfänglich zum Theil durch die dortigen Anführer dement Dörfet's mit großer Majorität angenommen: In wichtigsten Schritte in Betreff unseres Vereins gethan. Die e müß abgefallen sind; aber Euch muß man verzeihen, da Ihr Anbetracht, daß unser bisheriger Präsident in heutiger Ver- hiesigen Maurer hatten Generalversammlung, in der über e Sjunge Refruten seit. Allein ich erwarte von Euch, daß Ihr, sammlung nicht erschienen, wo es galt, seine eigene Ehre 4000 Mann beisammen waren. Nachdem schon vom Frühdie Ihr es ehrlich meint mit der Arbeiterfache, jetzt keinen so wie die der ganzen Corporation zu wahren, erklärt die jahr bei den Meistern um eine Lohnerhöhung angetragen, Der Augenblick zögern werdet, Euch dem großen Bruderbande heutige Versammlung: bis zur Klärung der vorliegenden von diesen aber immer abschlägig geantwortet worden war, hiefig wieder anzuschließen. Schon wäre ich selbst bei Euch ein- Thatsachen soll Fritzsche suspendirt und( nach einem Amende- beschloß gestern die Versammlung einstimmig, die Arbeit ommen getroffen, da ich ein geborener Thüringer bin, gerade aus ment Dörfels) dem Ausschuß erklärt werden, daß eine Urabstim einzustellen. Vereinsmitglieder sind an 2700 dabei. Ich 8 Elber dem Eisenacher Kreise, um Euch den Standpunkt klar zu mung der gesammten Mitglieder des Vereins beziehentlich fordere daher alle Bevollmächtigten auf, sofort überall ialdem machen, aber ein Zwischenfall hat meine Reise noch etwas der Suspendirung Fritzsche's vorgenommen werden soll, um Maurerversammlungen abzuhalten und diese Arbeitseinstel wie di hinausgeschoben. Daher fordere ich Diejenigen auf, welche Fritsche gerecht zu werden. Im Namen der heutigen Ver- lung auf die Tagesordnung zu setzen. Dies ist in erster geschieh der Fahue tren bleiben, mir brieflich Auskunft über die dorsammlung, welche von circa 500 Mitgliedern besucht war, Linie nothwendig um Zuzug abzuhalten, und auch den nicht nten tigen Vrhältnisse zu geben. Seit 1864 bin ich Mitglied. richte ich mit Rücksicht darauf, daß der Ausschuß offenbar unserem Verein angehörigen Kameraden den Zweck unſeres des Be Meine Adresse ist: Große Bergstraße No. 101. Mit social- in unberechtigter Weise Partei für Herrn Fritsche genommen Vereins gründlich auseinander zu setzen, damit endlich eingenheit demokratischem Gruß hat, an alle Mitglieder resp. Bevollmächtigten des Cigarren- mal die Gleichgültigkeit aus unserem Verein schwinde. Etund Tabakarbeiter Vereins die Aufforderung, schleunigst waige Unterstützungen sind an H. Walter einzusenden. Mehrere Einsendungen aus Essen in Betreff der Wüh- Mitglieder- Versammlungen zu berufen und über die Frage Kameraden, die Maurer Berlins wollten durchaus keine teien lereien des Herrn Raspe, müssen wegen Raummangels abstimmen zu lassen:„ Soll der Präsident Frische Arbeitseinstellung machen, aber das Verhalten der Meister und bis zur nächsten Nummer zurücksteyen. bis zur nächsten Generalversammlung vom Amte hat sie dazu gezwungen. Zuerst erklärten die Herren: ,, Geenthoben sein?" Wo die Majorität der Mitglieder mit meinsam können wir keinen Beschluß fassen, weil die InJa stimmt, da ersuchen wir ferner sofort in derselben nung nit mehr besteht, daher kann Jeder einzeln mit sei Versammlung einen provisorischen Präsidenten, der bis nem Meister unterhandeln". Einzeln erklärten wieder diezur nächsten Generalversammlung zu fungiren hat, zu wäh ſelben Herren:„ Ich kann allein Nichts sagen und verlen. Das Resultat der Abstimmung über obige Frage und sprechen, wenn die andern Meister nicht zustimmen". Schließbeziehentlich das der Präsidentenwahl ersuchen wir unver- lich hat der Obermeister der Commission keine Rede mehr züglich und spätestens bis zum 26. Juli zur doppelten Con- gestanden, sondern war immer nicht zu Hause. Bedenkt, trole an die Redaction des Social Demokrat" in Berlin Mitglieder, hier wird es entscheiden, ob es Ernst ist oder und an den Ausschuß in Braunschweig einzusenden. Colle- Spielerei mit unserer Organisation. Es scheint mir ferner gen! Außerordentliche Zustände machen ein energisches Han- als wenn einige Bevollmächtigte den früheren Erlaß, daß einsmitglieder ist Gesetz für Alle; er steht über dem listen an unsern Hauptkassirer, Hartwig Walter, Vers deln nöthig. Der Wille der Majorität aller Ver- bis zum 15. d. Mts. alle Abrechnungen und MitgliederPräsidenten und über dem Ausschuß. Handelt rasch und längerte Prinzenstraße Nr. 1. bei Lübkert eingeſchickt werentschieden und so, wie es die heiligsten Interessen des den müssen, übersehen hätten. Ich fordere hiermit nochVereins und der Social Demokratie überhaupt erheischen! mals auf, recht schnell eine Mitgliederversammlung anzubeMit social- demokratischem Gruß raumen um das Versäumte nachzuholen. Mit social- demofratischem Gruß G. Lübkert. en. e hiesig und 1. lein. er ,, e er Unt E. Leinhos. Verbands- Cheil. ach fie Für den Allgemeinen deutschen ,, Arbeiterschafts. nur ein Verband". ehrliche An die Gewerk- und Arbeiterschaften des Verbandes. enth r, unte Me war, Da ich heute eine achtwöchentliche Gefängnißhaft terzeid anzutreten habe, so übertrage ich für die Zeit meiner we Berhinderung nach§ 14 des Statuts die Functionen des Verbandspräsidenten auf den derzeitigen ersten Repu Bicepräsidenten des Verbandes, Herrn Lübkert, bier. Die Verdienste des Herrn Lübkert um den Verihrend band und die Agitation überhaupt sind bekannt; die auf, Leitung fönnte in feinen b. sseren Händen liegen. Mit wirte, focial- demokratischem Gruß nes ult und d Wo crn Ril es Refal eiter F Berlin, 17. Juli 1869. Schweizer. " " Theodor Hempel, Schriftführer. Delmenhorst, 18. Juli.( Resolution.) In der Berlin, 19. Juli.( Strife.) In Berlin haben die Bersammlung des Allg. deutsch. Cigarrenarbeiter- Vereins Maurer die Arbeit eingestellt, vor Zuzug wird gewarnt. vom 10. d. M. wurde der Artikel des Herrn Franz Leib Kameraden und Berufsgenossen in ganz Deuschland, wenn Die Cigarrenarbeiter in Leipzig stehen viel besprochen. Es wurde dann ein Mißtrauensvotum ge- diese Arbeitseinstellung von circa 6000 Maurern siegreich schon 8 Wochen lang im schweren Kampfe gegen die Cas gen Fritsche beschlossen, sowie der Antrag auf Suspen- durchgeführt wird, so haben alle Berufsgenossen im weiten gefprod pitalmacht. Es ist zu befürchten, daß sie unterliegen, dirung desselben durch den Ausschuß. Im Auftrage sämmt- großen Vaterland einen Sieg errungen, nicht allein die in e Sunwenn nicht sofort, noch im Laufe dieser Woche, licher Mitglieder H. Ternielen, Bevollmächtigter. Berlin. In diesem gewaltigen Kampf gegen das Capital für namhafte Unterstützung eingeht. Es ist die heiligste Versammlung der hiesigen Mitgliedschaft des Allg. Cigarren- Einigkeit besitzen, welche dieselben in der Zeit der ZunftHalberstadt, 16. Juli.( Resolution.) Die heutige wird es sich zeigen, ob die Maurer Deutschlands noch die hat. Pflicht aller Parteigenossen, unverzüglich Gelder beizu- und Tabalarbeiter- Vereins beschließt folgende Resolution: periode so mächtig machte. Es sind sehr viel Familienenten, steuern und zu sammeln und die Erträge schleunigst 1) Der Präsident F. W. Fritsche ist bis zur nächsten väter unter den Arbeitslosen, aber alle waren einig, als die gen. an den Cigarrenarb. Herrn Adolf Ackermann bei Generalversammlung zu suspendiren. 2) Der Ausschuß hat Meister den abschlägigen Bescheid gegeben hatten, die Arbeit endo Serrn M. Ritter einzusenden. Es hat sich heraus- bis dahin einen Präsidenten provisoriſch einzusetzen mit dem niederzulegen. Kameraden, jetzt ist an Euch die Reihe, zu gestellt, daß Herr Fritsche den Beschluß des Aus- Vorbehalt, Herrn Franz Leib in Berlin, weil derselbe der zeigen, daß Ihr noch ein Herz für Eure leidenden Brüder Fälschlhusses des Cigarren- und Tabafarbeiter- Bereins Ankläger Frißsches ist, nicht dieses Amt zu übergeben. habt, steure jeder von Euch sein Scherflein bei und wir Sir find herbeigeführt hat, keine Gelder an die Verbandskasse einzuberufen, woselbst Fritsche zur Berantwortung gezogen Ihr überzeugt sein, auch unsere Schuldigkeit thus, 3) Innerhalb sechs Wochen ist eine Generalversammlung werden, wenn für Euch die Stunde kommt, davon dürft erschied einzufenden, um es dem Verbande unmöglich zu werden soll." Gleichzeitig richte ich an den Ausschuß sebel, mac, en, für die Strikenden einzutreten, und um sich Braunschweig in Betreff des Rundschreibens an alle Bevoll Die strifenden Maurer Berlins haben nachstehende und o feinen Einfluß auf die mit ihren Familien hun mächtigten einige Worte, und lege dies allen Vereinsgenossen Forderungen aufgestellt, wodurch ihr Lohn dem der Zimden Arbeiter zu sichern. Parteigenossen! Eine ans Herz: Der Ausschuß erklärt in Rundschreiben: ,, Man merer gleich gestellt wird: ,, 1) In der Arbeitszeit von Morgens 6 bis Abends 7 Umächt etch auf, ſammt und fonders und unbeirrt burblickliche politische Haltung als eine Beeinträchtigung der Uhr, einschließlich ½ Stunde Frühstück, 1 Stunde Mittag, beklagenswerthen 3wiftigkeiten sofort reichliche BeiInteressen der Leipziger Arbeitseinstellung und somit der 1/2 Stunde Vesper, 1 Thlr. Vereinszwecke darzustellen versucht, wir haben diese Uebererbeweg übfer in Im Auftrage: E. Grändorf. er 8, träge nach Leipzig zu senden. Wo unfere Brüder in zeugung nicht gewinnen fönnen, find vielmehr der Auficht, Uhr, einschließlich der angegebenen Frühstück, Mittag- und ei fage Enfchwei gegen heiten, oth find, da darf unsere Hülfe nicht fehlen! daß jedes Mitglied unseres Vereins nach eigener Ueberzeugung sich politisch bethätigen fann, wie es ihm beliebt. Gewissens2) In der Arbeitszeit von Morgens 6 bis Abends 6 Vesperzeit, 27½ Sgr. 3) Die Winterszeit, wo man doch meistens nur von 7 es fällt dabei die Vesper aus, jedoch bleibt die Frühstücks- ist, fortgeschickt, in einem Sommer oft 6-7 Mal; dieselben Heidelberg, 17. Juli.( 3ur Notiz.) Die Nr. und Mittagszeit bestehen. 4) Sonntagsarbeit wird incl. Frühstücks- und Mittagszeit bis 4 Uhr gerechnet und mit 1 Thlr. 72 Sgr. bezahlt. 5) Nachtarbeit, sowie Ueberstunden, werden mit 4 Sgr. pro Stunde gerechnet. Aus Uhr Morgens bis 5 Uhr Abends arbeiten fann, 25 Sgr.;| gerade die Minderbegabten, werden, sowie ein Bau fertig| Allgem. deutsche vereinigte Metallarbeitersch laufen im Sommer 6-7 Wochen in den Straßen umher unterstützung wird täglich Mittags von 12-1 Uhr nach Arbeit, im Winter sind sie wieder die erften, die Abends von 7 Uhr an ausbezahlt. Der Bevollmäch springen müssen. Die Leute verdienen durchschnittlich noch H. Hammelmann, Unterstraße 25 feine 10 Sgr. pro Tag, Herr Junghahn. Davon sollen dieselben Alles zahlen, Familie ernähren u. s. w. Briefkasten. diesem ungeheuren Mißverhältniß anderen Arbeitern gegenüber, sind die Maurer so weit zurück, Herr Jungbahn. Aber Sie finger Mann beuten diese Dorfteufel erst recht aus und nachher schicken Sie dieselben zum Teufel zurück. Ich danke Ihnen, Herr Junghahn, daß Sie so viel Scharfsinn an den Tag gelegt haben. 6) Die drei hohen Festtage, Weihnachten, Ostern und Pfingsten, ist des Sonnabends um 4 Uhr Feierabend und wird der Tag voll bezahlt; dasselbe gilt von den Quartalsmontagen zu Johannis und Michaelis, sowie auch für die Gesellen, die zur Begleitung einer Gewerksleiche gefordert werden. 7) An jedem Sonnabend ist eine Stunde früher, wie die gewöhnliche Arbeitszeit, Feierabend. Berlin, 20. Juli.( 3um Strife.) Ich bringe hiermit einen Brief des Maurermeisters Herrn Junghahn zur Kenntniß der Parteigenossen. Derselbe lautet: ,, Die mir von dem Verein der Maurergesellen zugestellte Petition wegen Lohnerhöhung 2c. stützt sich besonders dar auf, daß Gesellen anderer Gewerbe angeblich höhere Lohnsätze erhalten, als die Gesellen des Maurergewerbes. Hierauf erlaube ich mir zu erwidern, daß fast kein Gewerbe eine solche Ungleichheit sowohl in der Ausbildung als auch in der Leistungsfähigkeit der einzelnen Individuen aufzu weisen hat, als gerade das Maurergewerbe. Es ist dies wohl dadurch zu erklären, daß zur Ausführung roher wie gewöhnlicher Maurerarbeiten auch faum mehr als die rohe Kraft und Uebung eines gewöhnlichen Arbeiters erforderlich ift, während zur Ausführung wichtiger und künstlerischer Arbeiten intelligente und gewandte Gesellen, also Leute, die mit Vorliebe und Fleiß unser viel verzweigtes Handwerk gründlich erlernt und Gelegenheit gehabt haben, sich darin biele Jahre hindurch nach allen Richtungen hin mit Ernst zu üben, geradezu nothwendig find. Zur ersten Kategorie gehört aber die Mehrzahl der Gesellen, da solche fich aus rohen, wenig und einseitig geübten Kleinstädtlern, Dörflern und großstädtischen Schlendrians rekrutiren; also taum die Bezeichnung ,, Maurergeselle" verdienen. Zur zweiten Kategorie gehört aber leider die Minderzahl, wiewohl diese die eigentlichen Träger des Gewerbes und die Stützen der Arbeitgeber sind. Ergebenst G. Lübkert. Hannover, 19. Juli.( Strife.) So eben komme ich aus der Maurer- Versammlung, sie hat den Strike beschlossen, die Leute sind einig. Die Sache steht sehr gut, man versteht uns jetzt, daher heißt es kräftig eingreifen, gerade jetzt ist was zu machen, sonst nie. Ce feiern 120 Manu. Mittwoch früh 10 Uhr ist wieder Versammlung, zu ihr muß unter allen Umständen Herr Lübkert herkommen, aber unbedingt, und sollte ich das Hemd vom Leibe ziehen um die Kosten zu decken. Vor Zuzug wird gewarnt. Unterstützungen sende man an Maurer Erfurt, Schlägerstr. 9. Mit social- demokratischem Gruß Rudolph, Schillerstraße 1. " Herr Leib hat uns eine Vertheidigung gegen die ihn im Botschafter" gerichteten Angriffe zugesandt, können sie leider wegen Raummangel heute nicht mehr Abdruck bringen. In Folge einer Verspätung haben vorige Woche Annoncen aus Altona( Allg. deutsch. Arb.- Verein Schuhmacherverein) nicht rechtzeitig zum Abdruck gelat fönnen. G. Adler, Werther. Kosten 1 Thlr. Während der Haft Schweizers för Briefe an denselben nicht gerichtet werden. Für Hamburg. Oeffentliche Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins Donnerstag, den 22. Juli, Abends 9 1hr in Tütge's großem Saal, Valentinskamp Tagesordnung. Vortrag von Richter aus Wandsbeck: ,, Ueber die Oskar Lehde tatur." Diese and bem fid bei fü 20 abonn Für Berlin. Allgem. deutsch. Maurer- Verein. Wir Versammlung wollen Mittwoch, den 21. Juli, Abends 9 Uhr in Wolter's Lokal( Neues Gesellschaftshaus) vor de Cottbuser Thore. Tagesordnung: Vortrag von Herrn C. W. Tölde. Die ämter und b E. Grändorf ( Preis preußi ten w Für Hamburg. Große Versammlung Kirchen- Allee. Tagesordnung. möglic G Allgemeine deutsche Manufakturarbeiterschaft. Augsburg, 16. Juli.( Ein Wort an die Parteigenossen Deutschlands.) Wiederum trete ich mit einem Hülferufe vor Euch hin in der festen Ueberzeugung, daß er nicht ungehört verhallen wird. Diesmal find es 110 Manu fakturarbeiter, darunter 18 Arbeiterinnen, in Brandenburg a. H., welche durch ihre traurige Lage gezwungen wurden, die Arbeit einzustellen. Ihre Forderungen sind so gerechte, daß ich niemals an einen ernstlichen Widerstand von Seiten des Capitals geglaubt hätte. Allein ihr wißt, das Capital ist unerbittlich. Ihr werdet deshalb nicht zugeben, daß Eure Brüder unterliegen müssen Bedenket, daß gerade die Manufakturarbeiter die gedrücktesten sind, und daß dieser Sieg wieder neue Kämpfer in unsere Reihen führen wird. Die Arbeiter Brandenburgs haben stets zu uns gehalten, wenn Sollen nun solche ungleichen Kräfte wie bisher auch es etwas zu erringen galt, helfen auch wir ihnen, indem noch ferner in einen Topf geworfen und mit gleicher wir sie durch freiwillige Liebesgaben unterstützen. UnterMünze bezahlt werden? und ist es etwa die ernstliche Mei- stützungsgelder sind zu senden an: W. Knöllner in Brannung der Gesellschaft, daß ein frisch hineingewanderter Dorf- denburg a. H., Steinstr. 23. Sämmtliche Bevollmächtigte des Allg. deutsch. Maurer- Vereins und des organd deutsch. Zimmerer Vereins. teufel wirklich 1 Thlr. Lohn verdient? Jeder Unbefangene ersuche ich: 1) So schnell wie möglich MitgliederversammSonnabend, den 24. Juli, Abends 9 Uh nachge wird gewiß mit mir der Ansicht sein, daß dies 1) eine lungen anzuberaumen und für die strikenden Mitglieder in offenbare ungerechtigkeit gegen jeden vorgebildeten Gesellen, Brandenburg freiwillige Beiträge zu sammeln. 2) Die für in Krönke's Salon, früher englisches Tivoli, St. G 2) eine Förderung resp. Bestärkung des Schlendrians und das zweite Quartal fälligen Gelder nebst genauen statistischen 3) ein unbilliges Verlangen an das bauende Publikum wäre. Bericht unverzüglich an den Hauptkassirer Heinr. Plinke 1) Sociale Vorträge von Herrn Wolf und wahrschei Aus diesen Gründen halte ich das Prinzip der freien Ver- in Linden bei Hannover, Fortunaftr. 23 einzusenden, damit 2) Der Strife der Berliner einigung zwischen Arbeiter und Arbeitgeber als das allein die Arbeiterschaft ihren Verpflichtungen gegen die Verbands- von Herrn Richter. 3) Fragekasten. Verschiedenes. richtige; aus eigner Entschließung habe ich bereits seit tasse nachkommen kann. 3) In möglichster Bälde ein voll- rer. Alle Maurer, Steinhauer u. s. w. und Zimmerleute Ostern dieses Jahres den Anfang gemacht und für gewöhn- ftändiges Mitgliederverzeichniß, wie ich es schon verlangt lich vorgebildete Gesellen den Lohnsatz von 25 Sgr. pio babe, an mich einzuschicken, damit ich dem Berliner Polizei- Georgs, Hamburgs und Umgegend, werden freundlicht fest. Tag eingeführt, während weiter befähigte Gesellen( excl. präsidium Abschrift einsenden kann. Bis jetzt sind nur dieser Versammlung eingeladen. C. L. Vater. Heinr. Ebe den: Polirer) viel früher schon je nach Verhältniß 27 Sgr., wenige Bevollmächtigte diesem nachgekommen. Wenn durch 1) Die Mitglieder der Strike- Commission werden bisheri 1 Thlr. und 1 Thlr. 5 Sgr. pro Tag erhalten haben und diese Verzögerung der Arbeiterschaft Schwierigkeiten bereitet noch erhalten und bietet sich irgend eine Gelegenheit zur werden, so ist es nicht meine Schuld. Noch muß ich sämmt Donnerstag, den 22. Juli, Abends 9 Uhr gier; Affordarbeit( auch excl. Butzarbeit), so wird solche benutzt. liche Bevollmächtigte ersuchen, daß sie die Angelegenheiten das Wirthschaftslokal des Herrn Schulz im Dornb Fürst Bate nern i Nach dieser Auseinandersetzung glaube ich wenigstens der Arbeiterschaft an ihrem Orte gewissenhaft leiten und zur Abrechnung der Strikegelder, beschieden. 2) Sämmtliche Vorstandsmitglieder des Maurer Magn meinerseits die Behauptung zurückweisen zu können, daß die mir dadurch mein Amt erleichtern. Mögen sie bedenken, bei mir leschäftigten Manrer weniger verdienen, als die Ge- daß ich die Leitung der Arbeiterschaft unter den schwierigsten Zimmerer- Vereins werden auf Freitag, den 23. J sellen anderer Gewerbe. Verhältnissen übernommen, und daß ich vom früheren Prä- zur Vorstandssitzung im lokale des Herrn Schulz im D Berlin, 7. Juli 1869. fidium bis jetzt gar nichts als ein höchst mangelhaftes Be- busch freundlichst eingeladen, es ist nothwendig, daß Bater. Ebe Bourb vollmächtigten Verzeichniß erhalten habe. Die Arbeiter Mün anwesend ist. chens haben sich ebenfalls unserer Arbeiterschaft angeschlossen. Es geht immer vorwärts! Soeben geht mir die Nachricht zu, daß 19 Teppicharbeiter in Hanau gezwungen wur den, ebenfalls die Arbeit einzustellen. Auch hier thut Hülfe dringend Noth. Da es sämmtlich alte Mitglieder sind, empfehle ich sie um so mehr der Unterstützung aller Parteigenossen. Mit social- demokratischem Gruß Junghahn, Neuenburgerstraße 2 a." Man sieht, wie sehr der Herr für die guten Gesellen besorgt ist, aber nicht für die Kleinstädter, großstädtischen Schlendrians und Dorfteufel. Aber Herr Junghahn, wo haben Sie Ihren Kopf. Wiffen Sie denn nicht, daß die Natur alle Rohproducte und Bodenerzeugnisse für die gesammte Menschheit gegeben. Nun aber wird der Maurergeselle durch die heutige Scheinfreiheit, die freie Vereinbarung, bedeutend an seinen Ansprüchen auf die Gaben der Natur geschmälert. Die Arbeitgeber und Kapitalisten sind heute im Besitz aller irdischen Güter. Dieselben geben dem Arbeiter nicht mehr, als er sehr nothdürftig braucht zum Lebensunterhalt. Alle übrigen Wertherzengnisse durch die Arbeiterklasse stecken diese Herren in ihre Tasche. Wer hat die neuen Straßen in Berlin alle hervorgebracht? Die Arbeiter, meine Herren! Und wem gehören dieſe? Den Nichtarbeitern, Herr Jungbahn! Wenn nun die MauTauscher. + Marin Minist Hande Für Hamburg. taths Allg. deutsch. Schneider- Verein. diese S Officielle Versammlung rine Mittwoch, den 21. Juli, Abends 9 Uhr rium im Saale des Schneider- Amthauses. besond Tagesordnung: Wichtige innere Vereinsangelegenheiten und Mittheilung sucht NB. Ein jedes Mitglied wird aufgefordert zu erscheint viel ist In Abwesenheit des Bevollmächtigten Chr. Theis gierung Für Hamburg. Officielle Versammlung des Minist riftif, bem loup- L Allgemeiner deutscher Schuhmacher- Verein. Berlin, 15. Juli.( An die Mitglieder.) Da noch die meisten Mitgliedschaften mit ihren Abrechnungen im Nückstande sind, so bitte ich, daß innerhalb der nächsten Tage Alles geordnet werde und die Bevollmächtigten wie die Revisoren hauptsächlich dafür Sorge tragen, das Gelder wie Abrechnungen der Hauptkasse zugefandi werden. Die Abrechnungen der Hauptkasse werden jedem Bevollmächtigten Allgem. Cigarren- u. Tabacksarbeiter- Vere Große flüchte einzeln übersandt werden, da durch Beschluß der Verbands- Freitag, den 23. Juli, Abends 8½½ Uhr eine A Generalversammlung fünftig dieselben nicht mehr durch den im kleinen Saal des Herrn Tütge, Valenti Soc. Dem." bekannt gemacht werden. Sollten Verbandstamp 41. Tagesordnung. gelder an Schumann abgesandt worden sein, so bitte ich, dies umgehend mir zu melden; die 4 Thlr. aus Mannheim habe ich erhalten. F. Auriu, Hauptkassirer, Königsgraben 15. Allgem. deutsche Genossenschaft der Hand- und Fabrik Arbeiter. " Die ab daß de 1) Vierteljährliche Abrechnung. 2) Wahl eines entlaffe benten vollmächtigten. 3) Innere Vereinsangelegenheiten. Der Zutritt ist den hiesigen Mitgliedern nanut gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestatt forgun D. Reimer, Bevoll Kräfte Für Heidelberg. gefetsge rer mehr Lohn haben wollen, so ist das vollkommen vernünftig. Und wenn dieselben einen gleichen Minimalsatz verlangen, so ist das der Anfang einer Besserung ihrer Existenz. Sie wollen natürlich nichts davon wiffen, dann können Sie nicht so gaunern und zwacken von einem Groschen zum andern. Was geht Sie das an, wenn der minder Begabte arbeiten will. Und wer nimmt Ihnen denn die Freiheit, dem guten mehr zu zahlen, als dem anderen. Aber auch der Minderbegabte muß so viel haben, daß er seine Eristen fristen kann. Das nennen Sie, weiser Herr, Förderung des Schlendrian 2c., Si tacuisses, Elberfeld, 15. Juli.( 3ur Beachtung.) Von mehAm 25. Juli soll hierselbst ein Berbrüderungsfest letthin philosophus mansisses."( ,, Hättest Du geschwiegen, dann reren Orten ist mir die Nachricht zugegangen, daß die aus wärst Du ein Weiser geblieben.") dem Allg. deutsch. Arb.- Verein ausgeschiedenen Krakehler gehalten werden, wozu wir die Mitglieder aus Öffen rinms Ich werde es Ihnen beweisen, Herr Junghahn, wie un den Versuch machen, auch die Arbeiterschaften unterwählen. Frankfurt, Bieberich, Mainz, Worms, Mannheim, folgent Mit social- demo Mi geheuer jung Sie in diesen Sachen sind, so zu sagen noch Bezugnehmend auf meine Erklärung in Nr. 77 des ,, Soc- und Carlsruhe freundlichst einladen. nicht trocken hinter den Ohren. Dem." wiederhole ich, daß die Mitglieder entschieden solchen schem Gruß der Bevollmächtigte Aug. Ridgebende Sie schreiben: rohe Kraft 2c. ist erforderlich. Gut, Bersuchen entgegen treten und den Störenfrieden die Thüre Buchdrucker: u. Schriftgießer- Vere walt, b ich packe Sie: Besehen Sie gefälligst ein Droschkenpferd, weisen müssen. Wir sind nicht dazu da, uns von eiteľn Engelhardts Lokal, Lindenstr. 54. das wenig Futter bekommt und viel leisten oder arbeiten aufgeblasenen Pinseln hin und hertreiben z laffen, sondern Mittwoch, den 21. Juli, Abends 8 Uhr. muß, mit acht Jahren ist es mager und steif, und gar ge- wir wollen unsere gerechte Sache kräftigen, das so mühsam Heinrich Vogel: Die Entstehung neuer Ideen. waltig wird die Peitsche geschwungen, um es in Bewegung und mit so schweren Opfern der Arbeiter aufgebaute Wert zum Krankengeldzuschuß- Reglement. Der Vorstan zu setzen. Nehmen Sie aber so ein Kaleschenpferd, mein soll sofort gebaut werden, aber nicht der Tummelplatz ehrFür Leipzig. Herr Maurermeister, das sich wenig quält und viel Futter geiziger Machinationen sein. Mögen sich die Herren Krafehler bekommt( vielleicht verhältnißmäßig mehr wie die Gesellen), diese Worte merken. Die Mitglieder werden darnach zu Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schnei garanti so finden Sie, daß dieses Pfetd noch mit 20 Jahren durch- handeln wissen. Carl Klein. Kürschner und Kappenmacher. lichen geht, es ist kaum zu halten. Es hat also Kraft und Lust Münden, 12. Jnli.( 3ur Notiz.) Da der prov. Den Mitgliedern diene hiermit zur Nachricht, daß zur Arbeit. Nun verlangen Sie von den Maurergesellen, Bevollmächtigte der Hand- und Fabrikarbeiter- Genossenschaft unser Verkehr von jetzt au Brühl Nr. 3, Leinw theilt, welche für weiter nichts arbeiten, als im Winter versetzen, W. Bode von Münden nach Caffel abreift, und sein Amt halle, bei Herrn Winter befindet. Allen VereinsmiCortes im Sommer einlösen, schlechte Sachen und Wohnung, sie niederlegt, so habe ich dasselbe provisorisch übernommen. dern und überhaupt sämmtlichen Collegen empfehle ich sollen Geist und Lust haben zur Arbeit. Thor Sie, wenn Ich bitte daher Alles an mich einsenden zu wollen. Im selben hiermit bestens Wilh. Hain, Bevoll der Körper feine Kraft hat, ist auch der Geist schlaff. Und Auftrage: Leipzig, 15. Juni 1869. W. Grüwel in Berlin. Drud von R. Bergmann in Berlin. H. Bühring. Berantwortlicher Redakteur und Berleger: bie Wa Ausnah Anheit, die dauernd Durch e ansschli Au Der es folle rung d werden.