Mr. 234. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs: Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern Sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 7. Oktober 1891. Expedition: Benth- Straße 3. Bur Geschichte des Tozialen Königthums. Anton,„ scheinen die Kinder ſelbſt oder ihre Eltern befragt der über die in den dortigen Tuchmanufakturen angewendeten II. frystallisirtem Kinderblut- wurden befragt, ferner Schul- lage in den preußischen Industriegegenden überhaupt. vorsteher, Ortsgeistliche und Kreisärzte.„ Nirgends aber", sagt Interessant ist das Urtheil des Luckenwalder Magistrats, worden zu sein, welche Vermuthung ich besonders aus Kinder schreibt: einer Stelle des Düsseldorfer Berichts schöpfe, in der die " 1 Die Kinder wachsen auf in sittlichem Verderben. War der Unterrichtsminister auch bereit, einen gesetz- Regierung selbst befundet, daß die Kinder wohl zu kurz So wird der Staat und seine Mitglieder solcher Bürger geberischen Eingriff zu Gunsten der Fabrikkinder zu gekommen seien, da die Bürgermeister in mehreren Punkten und Bürgerinnen, deren Geist in der Kindheit schon erempfehlen ein bezeichnender Umstand, auf welchen auch sich auf die Angaben der Fabrikanten hätten verlassen drückt, deren besserer Sinn schon erstickt, deren sittliches A. Braun in seinen Arbeiterschuß- Gesetzen" aufmerksam müssen." und religiöses Gefühl schon im Keime vergiftet ward, macht, so mußte er doch mit dem Handelsminister sich Trotz der verpfuschten Erhebungsweise kamen die be- sich schwerlich zu erfreuen haben. Der gute Wille ins Einvernehmen setzen. Und dieser war durchaus nicht trübendsten Thatsachen ans Tageslicht. So wurden z. B. und die Kraft eines eines einzelnen Staates werden sogleich auf Altenstein's Seite. Ihm kam es vor Allem im Düsseldorfer Bezirke 3300 Kinder, lediglich in Fabriken freilich zur Abhilfe nicht ausreichen, aber die Nachwelt darauf an, daß die nationale Industrie keinen Schaden der Textilgewerbe, vorzugsweise in Baumwollspinnereien, wird seufzen über eine Generation, die den Grund zu ihrem leide", die nationale Industrie", jene bekannte Koulisse, beschäftigt. Die Arbeitszeit schwankte zwischen zehn und Verderben legte, und die Reichthümer der Fabrikanten werden hinter welcher die schnöde Profitgier der Unternehmer- se chszehn Stunden, das Alter zwischen 6 und 18 Jahren. am Ende zur Unterhaltung der erforderlichen Zuchthäuser, schaft ihr Unwesen treibt. Erst nachdem er sich überzeugt Im Kreise Geldern wurden nachweislich Kinder sogar Galgen und Räder kaum zureichen." Diese Auffassung, kleinhatte, durch einen Blick auf die englische Gesetzgebung, schon vom vierten Jahre an zum Baumwolle- und Wolle- bürgerlich- rückläufig wie sie ist, charakterisirt trotzdem gut daß es in Preußen der Nachtarbeit der Kinder nicht be- spinnen verwendet. Die Elemente, mitleidiger als die die durch das zügellose Ausbeutungssystem herbeigeführte durfte, um mit der englischen Spinnerei zu konkurriren, Menschen, hatten die Ziffer der kindlichen Nachtarbeiter Entartung der Arbeiter: sie übersieht nur und mußte trat er der Ansicht des Unterrichtsministers bei. In herabgesetzt: die Spinnereien des vom Könige belobten damals übersehen, daß das moderne Proletariat sich allEngland war bekanntlich durch die Akte 66 Georg III. 59 Schul- Fabrikanten waren niedergebrannt, und so gab es mälig als Klasse zum Klassenbewußtsein durchringen und ( vom Jahre 1819) die Beschäftigung von Kindern in nur noch 125 Kinder, welche Nachts sich plackten. Die einen politisch- sozialen Kampf zu seiner Befreiung führen Baumwoll- Spinnereien vor erreichtem neunten Lebensjahre Fabrikfinder wurden wie folgt geschildert: Diese unglück- werde. überhaupt, sowie jede zwischen 9 Uhr Abends und 5 Uhr lichen Geschöpfe entbehrten des Genusses der freien Luft, Herr Günther Kurt Anton müßte kein Schmollerianer Morgens erfolgende Beschäftigung der unter 16 hre waren schlecht gekleidet und schlecht genährt und verbrachten sein, sich nichtach, wie vergeblich! alten Personen verboten und für Letztere eine Maximal- ihre Jugend in Kummer und Elend. Bleiche Gesichter, matte mühte, die Spitzen, welche er selber geschliffen, wieder Arbeitszeit von 12 Stunden festgesetzt worden. Freilich und entzündete Augen, geschwollene Leiber, aufgedunsene abzustumpfen. Er biegt sie indeß nur um, und die Widerdieses Gesetz blieb, wie verschiedene andere, bis zu dem 1833 er Backen, aufgeschwollene Lippen und Nasenflügel, Drüsen- haken haften um so fester in der zarten Epidermis der Gesetze ein todter Buchstabe". anschwellungen am Halse, böse Hautausschläge und Sozialreform von Oben". Weil nur wenige Regierungen " be Die Minister bemühten sich zunächst, sich geeignetes asthmatische Zufälle unterschieden sie in gesundheitlicher die Zahl der Fabrikfinder mitgetheilt haben- was Anton Material für den Erlaß geseglicher Vorschriften zu Beziehung von anderen Kindern derselben Volksklasse, selbst, was vor ihm Beckedorf u. A. ermittelt haben, ist verschaffen und sich über die Zustände in den welche nicht in Fabriken arbeiteten. Nicht weniger ver- doch in der That beträchtlich genug, deshalb dürfe preußischen Industriebezirken überhaupt zu unterrichten. wahrlost war ihre geistige und sittliche Bildung." Man man die Gesammtzahl nicht überschätzen". 3300 Kinder Durch ein am 26. Juni 1824 erlassenes Zirkularresfript vergleiche damit die packende Schilderung, welche Engels im Düsseldorfer Bezirk, im Regierungsbezirk Frankfurt a. D. an die Regierungen zu Aachen, Trier, Köln, Koblenz, in seiner prächtigen Streitschrift:" Preußischer Schnaps 720, in der Stadt Köln 700 u. s. w., genügt dies nicht Düsseldorf, Arnsberg, Münster, Minden, Breslau und im deutschen Reichstage" von den Arbeiterverhältnissen zu einem Eingriff der Gesetzgebung? In dem Preußen Liegnitz wurde eine Reihe Fragen zur Beantwortung ge- im niederrheinisch- märkischen Industriebezirk entwirft, von des Jahres 1890 waren nach den jüngsten Fabrikstellt, die sich auf Alter, Gesundheit, Sittlichkeit und Schul-„ dem damaligen Bildungszustande der Arbeiter, der voll- inspektoren- Berichten 6663 Kinder von 12 bis 14 Jahren unterricht der Fabrikkinder, auf Art und Dauer ihrer ständigen Aussichtslosigkeit ihrer Lage". Wozu, wie bei thätig; und die Gesetzgebung rückte durch die GewerbeArbeit bezogen. Auch wurden Vorschläge für ein Gesetz, Engels nachzulesen, die von den ostelbischen Krautjunkern novelle die Altersgrenze von 12 auf 13 Jahre hinauf. das die Fabrikarbeit der Kinder regeln sollte, eingefordert. herbeigeführte Verfuselung der Massen durch den volks- Es versteht sich ferner am Rande, daß es gewiß(!) Schon damals trat sinnenfällig zu Tage, daß die verwüstenden Kartoffelschnaps als neues Moment kam. schon damals edle Fabrikherren gab, die für das Wohl preußische Bureaukratie sozialstatistische Erhebungen nicht Daß nicht blos in Geldern, sondern in den meisten ihrer Arbeiter Sorge trugen, und daß die Lage manches zu veranstalten verstand, daß sie unfähig war, das was Fabriken des Bezirks Kinder unter 6 Jahren aufgenommen Fabrikfindes gewiß(!) eine bessere war, als die mancher ist" zu erforschen. Die Regierungen beauftragten die Land- wurden, daß thatsächlich die Arbeitszeit eine längere als anderen, welche, anstatt in hohen und luftigen(!) räthe und die Kommunalbehörden, diese wandten sich amtlich ermittelt wurde, daß die sittlichen und physischen Fabrikräumen eine mäßige, ihren Kräften entwieder an die gewiß unparteiischsten und unverfänglichsten Zustände noch weit schlechter als angegeben waren, das sprechende(!) Thätigkeit auszuüben, in den elenden Gewährsmänner, an die Fabrikanten! Auch Angehörige wird als wohlbegründete Vermuthung von der Düsseldorfer und ungesunden Räumen ihrer Eltern ein fümmerdes Handelsstandes der süße Handel" beruht zum Regierung schlankweg ausgesprochen. liches Dasein fristeten". Gewiß ist es ein starkes großen Theil auf dem Verschleiß von zu Mehrwerth Der Düsseldorfer Bericht ist typisch für die Sach- Stück, nachdem man, wie Herr Anton soeben die Feuilleton. Nachdruck verboten.] Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. 35 Er klopfte ganz leise an die Zimmerthüre Deshommes, aus Furcht, Michel, der in diesem Augenblicke schlafen fonnte, aufzuwecken. Frau Ferrand selbst öffnete ihm. Michel schlief wirt lich und sie selbst hatte eben nach der Straße Sainte- Placide gehen wollen, um den Laden ihres Sohnes zu öffnen und den Kunden mitzutheilen, daß er krank sei, und um ein wenig Ordnung in sein Zimmer zu bringen. Charlotte ihrerseits, erschöpft durch die Unruhe und ufregung der letzten beiden Tage, hatte sich auf ihr Bett geworfen, um einige Augenblicke Ruhe zu genießen, die sie sich redlich verdient hatte. Sie hörte indeffen das Desfnen der Thüre und erwachte, trotzdem sich Mijoulet die größte Mühe gegeben hatte, Störung zu vermeiden. Sie tam in das Zimmer, in dem Michel schlief in dem selben Momente, wo der Lehrling mit Frau Ferrand sprach und ihr die Vorgänge in der Deputirtenkammer erzählte. Sie flüsterte ihm freundlich Willkommen zu und zeigte dabei auf den schlummernden Verwundeten, und dann forschte sie nach ihrem Vater, denn sie schwebte in großer Angst wegen seines Fortbleibens. Ihre Miene heiterte sich aber auf, als sie hörte, der Straßenkampf sei beendet, Marche- Seul sei mit heiler Haut und der Name des Generals, dessen Adjutant er war, beim davongekommen und werde in Kurzem heimkehren. Michels Mutter aber, welche nun erfahren, was sie wünschte und ihren Sohn außer Gefahr sah, entfernte sich mit dem Versprechen wiederzukommen, sobald sie könne, spätestens Abends, um die Nacht über am Bette ihres theuren Kranken zu wachen. So blieben nun Mijoulet und Charlotte allein im Zimmer. Sie unterhielten sich leise von Larirette, die gewiß glücklich sein werde, wenn sie ihren Freund wiederfähe. Volke beliebt. was Es war sehr wahrscheinlich, daß man den General so schnell als möglich zurückberufen und ihm ein wichtiges Kommando übertragen werde, vielleicht gar das Ministerium des Krieges. Aber wenn sie dann an den heftigen Auftritt mit Marche- Seul dachte, als dieser die kleine, zerdrückte Rose erblickt und das muthige Geständniß ihrer Liebe zu dem Offizier vernommen hatte, erfaßte ihr Gemüth Trauer. Sie betete ja ihren Bater an, aber sie vermochte nicht die Ursache zu ergründen, welche Während sie so plauderten und Mijoulet ihr seine zu sein Herz mit heftigem, grausamem Haß gegen alles, funftspläne mittheilte und zu ihr ohne alte Befangenheit, Uniform trug, erfüllt hatte, und dann kannte sie jene Eiferdie er auf dem Schlachtfelde gelassen, von seiner Liebe zu fucht nicht, mit der sich Marche- Seul bei dem Gedanken dem Blumenmädchen erzählte, schwebte Charlotte wie im quälte, daß Charlotte einen Mann liebgewinnen, ihn Sie hatte faft die ganze heirathen und ihn selbst dann allein lassen könne in dieser Traume, Robert Guidal vor. vorige Nacht von ihm geträumt, sie hatte ihn in seiner kleinen Wohnung, wo er schon so manche bittere Stunde schönen Uniform gesehen mit seinem männlich schönen, erlebt hatte. Indeß ihre Liebe gewann bald wieder die freundlichen Antlitz, dessen Farbe Afrikas Sonne gebräunt Oberhand und flößte ihr neue Hoffnung ein. Ihr Vater, hat. Er brachte ihr ein großes Bouquet mit duftenden dachte sie, werde bald seine Vorurtheile vergessen, zumal Rosen, ähnlich den, welche er ihr am Tage seiner Abreise jetzt, wo die Republik, von der er beständig sprach und für so seine Freiheit und sein Leben eingesetzt geschenkt und die sie wie ein Kleinod auf ihrem Herzen bewahrte. Die er proklamirt war, da Robert die rechte In dem Augenblicke jedoch, als er sie in seine Arme nehmen und hatte, einen Ruß auf ihre Lippen drücken wollte, war sie erwacht. Hand des Generals sein werde, der jene gegen Doch Das Herz wurde ihr weit und sie seufzte traurig, daß der ihre zahlreichen Feinde schützen würde. schöne Traum gestört worden war. Ihre Ahnung, daß er eben war Michel erwacht, er wandte, nicht ohne Anstrengung, bald zurückkehren werde, verstärkte ihre Liebe zu ihm, sie Mijoulet sein Gesicht zu und begrüßte ihn mit trübem brannte vor Neugier, wann das geschehen werde und hätte Lächeln auf den blassen Lippen. Dieser trat näher und gar zu gerne Mijoulet darüber befragt, aber sie wagte es nicht, zumal dieser sicher nichts davon wußte. Im Grunde war sie fest davon überzeugt, daß er bald in Paris sein werde, denn die Republik war ja proklamirt machte ihn in kurzen Worten mit den Ereignissen bekannt, die im Eifer des Kampfes mit Blitzesschnelle einander gefolgt waren. Bei der Kunde, daß die Republik proklamirt, die königliche Familie flüchtig sei und alle Versuche, den schmähliche Situation der Fabrikfinder quellenmäßig geschildert hat, plötzlich ein rosenfarbiges Bildchen auf die Leinwand zu zaubern, auf welchem der patriarchalische Fabrikherr( die Norm der königlich belobte Scholarch?) die rothbackigen Kinder unter Lachen und Scherzen Baum wolle zerschlagen, Fäden anknüpfen, Garn haspeln läßt. So ein 10 bis 16 Stunden, Tags und Nachts, Kinder. von 4, von 6 Jahren.....! Die Kinder, die, statt in der Fabrik zu schaffen, auf der Gasse oder im Walde sich herumjagen, sind beklagenswerth, immer nach Herrn Anton. Solche Nackenstöße giebt der Kathedersozialismus seine Jüngern. " 1 Doch giebt Herr Anton dann selber zu, daß, die Ministerialakten sagen, der Eigennutz der Fabrikanten fich grober Attentate auf das Menschenglück schuldig machte, indem er die zarte Jugend zu anstrengenden Arbeiten mißbrauchte, bei welchen die Gesundheit derselben ebenso untergraben, als ihre sittliche und geistige Ausbildung unverantwortlich vernachlässigt wurde". Dies das Endergebniß der Enquête. V Der Unterrichtsminister von Altenstein drängte den Handelsminister zum thatkräftigeren Vorgehen. Das Handelsministerium war damals eine Abtheilung des Ministeriums des Innern geworden; ihr Vorstand war von Schuckmann. Dieser, Bourgeois durch und durch, gab Altenstein zu bedenken, daß der industrielle„ Aufschwung" Preußens ein glänzender sei, daß es in einem Jahre seine Rohstoff- Einfuhr um 3 Millionen Thaler vermehrt, seine Fabrikaten Einfuhr um 32 Millionen Thaler vermindert habe, während die Ausfuhr von Rohstoffen um über 3 Millionen, die an Fabrikaten um 7 Millionen Thaler gestiegen sei. Man dürfe also nicht auf die zarte Pflanze der Kinderarbeit rühren, mindestens müsse er, wie Schuckmann am 24. November 1825 schrieb, noch mehr Berichte einsehen. Dann hieß es, man müsse die neue englische Gesetzgebung abwarten, mit deren Studium ein Geheimer Ober- Finanzrath betraut sei, kurz, es wurde vertröstet, verschoben, verzögert. So verging dank dieser dilatorischen Politik auch das Jahr 1826, ohne daß ein Schritt vorwärts gethan worden war. Politische Uebersicht. Berlin, den 6. Oktober. Staat Provinzen: Ostpreußen Westpreußen Brandenburg. Pommern Posen Schlesien im Oftober 1890 171 195 709 Mitte September 1891 188 302 612 18 469 279 12 166 016 21 834 29 772 814 16 626 588 22 598 229 30 059 811 19 545 084 2003 695 12 006 775 . • · 11 203 041 12.609 705 Stadtkreis Berlin 19 000 • . • 25 628 194 13 553 782 • · • 20 935 620 28 844 907 • • 18 770 577 1970 678 9 826 565 • • • 5 631 882 6 743 519 • . 7 563 085 7 354 462 . 14 335 627 303 946 15 720 650 213 856 Echleswig- Holstein. Sachsen Hannover. Westfalen Hessen- Nassau Rheinland. Hohenzollern. Ende Oktober soll eine neue Schägung der Kartoffelernte vorgenommen werden. Die amtliche Korrespondenz fügt der obigen Tabelle folgende Betrachtungen hinzu:" Die für das laufende Jahr auf 188302 000 Doppelzentner geschäßte Kartoffelernte Preußens würde hiernach gegen 1890 für den Staat zwar einen Mehrertrag von über 17 100 000 Doppelzentnern oder von 10 pCt. erwarten lassen; es darf hierbei jedoch nicht außer Acht gelassen werden, daß die zur Vergleichung gestellte Ernte des Vorfahres von 171 195 000 Doppelzenter54849 000 und 1888 obgleich höher als 1882 mit einer solchen von rund mit einer nach den Oktober Ermittelungen auf 168 900 000 Doppelzentner geschätzten eine nur geringe war, da ja 1889 der Gesammtertrag auf 231 339 000 und auch 1885 bis einfchließlich 1887 auf 234 876 000 beziehungsweise 217 376 000 und 205 024 000 Doppelzentner angenommen wurde, die zehnjährige Durchschnittsernte 1881-90 nach den Oktober- Ermittelungen sich aber auf 201 754 000 Doppelzentner berechnet. Ein starker Ausfall gegenüber dem Vorjahre, und zwar von 29 pCt., wird für Hohenzollern, ein solcher von 4 bezw. 3 vet. für Westpreußen und Hessen- Nassau erwartet; dagegen zeigen sich Mehrerträge von 23 und 22 pet. für Pommern und Hannover, von je 20 pet. für Westfalen und Ostpreußen, von 16 und 15 pCt. für Brandenburg und den Stadtkreis Berlin, von 10 und 8 pet. für Rheinland und Posen, von je 4 pet. für Schlesien und Sachsen und von 2 pet. für SchleswigHolstein." rung dem englischen Weck nicht die ganze Lieferung über gab, wird mit der Rücksicht auf die heimische Industrie" erklärt, welche Rücksicht allerdings nicht schwerer wiegen sollte, als die Rücksicht auf das öffentliche Interesse und die heimischen" Steuerzahler. Die deutschen Schienenwerke betrachten den Staat einfach als Melkkuh. Hat doch seiner Zeit Herr Krupp dieselbe Sorte Schienen, die er der preußischen Eisenbahnverwaltung frei Bochum mit 145 M. die Tonne anrechnete, nach Rumänien zoll und frachtfrei Galatz für 111 M. geliefert. Da er auch hierbei seinen Profit hatte, so wurde der preußische Staat um mindestens 35 M. pro Tonne überfordert und gerupft. Und das war die Regel. Ein köstliches Geständniß finden wir in der ultramontanen Kölnischen Volkszeitung". Sie schreibt in einer ihrer legten Nummern: " die " Der pommersche Pastor Quistorp hat vor einiger Zeit in den„ Evangelisch- sozialen Zeitfragen" einen Auffah über„ die soziale Noth der ländlichen Arbeiter und ihre Abhilfe" veröffentlicht, in welchem er die trübe Lage der ländlichen Tagelöhner und Knechte im preußischen Nordosten, besonders in Pommern darlegte und unter Berufung auf die Bibel diese Verhältnisse gewissermaßen als unchristlich hinstellte. Der Aufsatz würde vielleicht wenig beachtet worden sein, wenn nicht die Sozialdemokraten sich der Sache bemächtigt hätten. Nachdem zuerst in fleinern protestantisch- konservativen Blättern das Befremden über die sozial- politische Arbeit des Pastors zum Ausbruck gekommen war, stellte schließlich die Kreuz- Zeitung" ihn als einen Gewährsmann und Eideshelfer" der Sozialdemokratie hin. Zwar habe er in Vielem unstreitig Recht", aber die unbesonnene Veröffentlichung von Erfahrungen aus begrenzten Kreisen" sei entschieden zu tabeln. In einer„ Entgegnung", welche die Kreuz- Zeitung" abdruckt, sucht sich nun Er habe die Benutzung Herr Quistorp zu rechtfertigen. fetnes Auffages durch durchSozialdemokraten aus erwartet, sei aber keinen Augenblick im Zweifel gewesen, daß die Veröffentlichung recht und gut sei, im Interesse der Wahrheit, der Gutsbesizer und ihrer Arbeiter. Daß er übrigens nichts veröffentlicht habe, was nicht genau mit dem Durchschnitt der Verhältnisse in Deutschland übereinstimme, hätten ihm zuschriften aus fast allen Provinzen bewiesen. Die Kreuz- Zeitung" ihrerseits begreift nicht, wie Herr Quistorp für seine thatsächlichen Angaben die Autorität der h. Schrist in Anspruch nehmen könne, da er dieselben doch nur aus seiner und anderer Leute Erfahrung geschöpft haben könne. Christenpflicht sei es neben der Schattenseite auch die Lichtseite zur Geltung fommen zu lassen. In ihrer Verallgemeinerung entsprächen seine Angaben der Wahrheit nicht. Er habe nur den Feinden der Kirche ein Gaudium bereitet und Waffen in die Hände geliefert". Wahrscheinlich wird die Sozialdemokratie aus dieser Erörterung ebenfalls Rapital zu schlagen suchen. Protestantische Theologen, die sich auf sozialpolitisches Gebiet begeben, tommen leicht in Gefahr, zu viel mit der Bibel zu operiren. Hat doch der verstorbene Pfarrer Todt, ein Kampfgenosse Stöcker's, Ende der siebenziger Jahre in seinem Buche über den Sozialismus die Lehren desselben als„ e va nj gelische Wahrheiten" dargelegt!" " Das Ernteerträgniß ist also nach der vorliegenden Schätzung durchaus kein günstiges, und es gestaltet sich noch viel ungünstiger durch die Kartoffelkrankheit, deren Vorhandensein in 194 von den 196 Kreisen, aus welchen überhaupt Berichte einliefen, festgestellt worden ist. In 16 Kreisen wird die Zahl der erkrankten Kartoffeln auf 20,5 bis 35 Prozent, und für alle 196 Kreise zusammen im Durchschnitt auf mehr als 9( 9,2) Brozent geschätzt. Zwar hofft man", daß das gute Wetter der Krankheit einigermaßen Einhalt thun werde, allein trotzdem wird zugegeben, daß der endgiltige Prozentsatz für den Gesammtstaat voraus sichtlich dem seit 1878 ermittelten höchsten Prozent Wieder ein Attentat! Das letzte bestand aus einer fa tz des Vorjahres von 7,4 sehr nahe kommen, wo nicht Nun nicht blos den protestantischen, auch den Blechbüchse mit Pulver gefüllt, die im bischöflichen Palast denselben noch überschreiten wird". zu Triest gefunden ward. Die Zahl der Bomben, Pe- Und bei diesem Stand der Kartoffelernte die Theuerungs- katholischen Theologen ist die Bibel gefährlich tarden, Blechbüchsen 2c., mit denen das Publikum alarmirt preise des Getreides! An der gestrigen Kornbörse galt allerdings nur solchen, denen es mit der Bibelgund dem wird, vermehrt sich in neuester Zeit auffällig. Es scheint die Tonne Weizen 218-235, die Tonne Roggen 212 bis Christenthum und der Wahrheit ernst ist. Die andern tommen in feine Verlegenheit. dies mit der Thatsache, daß die Kriegs besorgnisse 242 Mark. momentan eingeschläfert sind, im Zusammenhang zu stehen. Im Militäretat- Entwurf für 1891/92 war der Weizen Die Geige unserer chauvinistischen Reaktionspresse bat nur auf 191,80 und der Roggen auf 164,60 Mark in Ansah zwei Saiten auf der einen wird die Note des see g 3- gebracht eine Preisdifferenz, die natürlich von den Steuerschreckens, auf der anderen die des rothen zahlern gedeckt werden muß. Schredens gespielt. Und ist die eine Saite einmal momentan beschädigt oder gelockert, so muß auf der anderen Wie unverschämt Seitens der Großdafür doppelt gespielt werden. Anfangs des nächsten industrie Staat und Gesellschaft, deren HauptMonats, wenn der Heichstag zusammenzutreten hat, wird stütze sie sein will, ausgebeutet werden, das zeigt wieder recht die Kriegsfaite sicher wieder in bestem Zustande sein. deutlich folgendes Vorkommniß: Die sächsische StaatseisenbahnMehrforderungen für Militär und friedliche Lage- das Verwaltung schrieb vor Kurzem 6500 Tonnen Stahlschienen verträgt sich nicht mit einander. Also wird der politische aus, lieferbar 1892 und 1893. Das englische Werk Bocklow, Horizont sich spätestens nach Ablauf eines Monats ent- Vaughan u. Ko. bot die Tonne zu 124,60 M. frei Dresden sprechend verfinstern müssen. Entsprechend das heißt im an, das sächsische Eisenwerk Marienhütte zu 131,80 m. Das sächsische Werk ging, als es frei Zwickau. Verhältniß zu der Höhe der Summen, die von uns gedem von englischen Angebot erfuhr, auf dasselbe fordert werden. herunter und Die Lieferung wurde hierauf zur Nach einer vorläufigen Schätzung, die von größeren Hälfte an das sächsische, zur kleineren an das der amtlichen Statistischen Korrespondenz" veröffentlicht englische Werk vergeben. Unter dem Bismarck'schen Regiwird, ist das Ergebniß der heurigen Kartoffelernte, ver- ment war die auswärtige Konkurrenz ganz ausgeschlossen glichen mit dem der vorjährigen, in Doppelzentnern aus- worden, so daß die deutschen Großindustriellen ein that gedrückt: sächliches Monopol hatten. Daß die sächsische RegieEine ergögliche Selbstperfifflage übt der jetzige Chefredakteur der Hamburger Nachrichten". Er schreibt redaktionell: " Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß unser Verhältniß zu Rußland wesentlich von der Beihilfe beeinflußt wird, welche die deutsche Politik der englischen gegen Rußland leistet oder zu leisten scheint. Die Mahnungen, die wir im Zusammenhang damit ausgesprochen haben, sind von der chauvinistischen deutschen Presse als„ Wettfriechen vor Nußland" bezeichnet worden. Nicht das weitvorausblickende Rechnen mit vorhandenen Faktoren der europäischen Politik soll die deutsche Staatskunst charakterisiren, ihr Bemühen soll nicht darauf gerichtet sein, Kriege, deren Ende nicht abzusehen wäre, nach Kräften vermeiden zu helfen, sondern Deutschland soll in Europa herausfordernd auftreten, die Rolle des Mannes spielen, der plötzlich zu Gelde gekommen ist und nun, auf die Thaler in seiner Tasche pochend, Jedermann anrempelt. Die Gefahr, daß solche Auffassungen in Deutschland um sich greifen, liegt vor und verstärkt naturgemäß die Besorgniß, daß troß des besten Willens eine Fahrt auf falschem Geleise erfolgen fönnte, auf dem es keine Umkehr vor der Katastrophe mehr geben würde." Grafen von Paris mit der Herzogin von Orleans zum Re- ich werde also hineinkommen, verlassen Sie sich darauf! geschwärzte Flinte am Schulterriemen, das ganze Kostüm genten zu erheben, gescheitert seien, verklärte sich sein Antlig Das möchte ich einmal sehen. des Lehrlings waren wohl geeignet, diese Wirkung zu vor inniger Freude. Er vergaß für den Augenblick sein herz- Da Michel durch eine Bewegung der Hand feinen erzielen. Mehrere Personen, Beamte, Saaldienerinnen und zwei zerreißendes Leid, das er empfunden, als ihm Deshommes' Zweifel ausdrückte und Charlotte ihn hierin bestärkte, machte Tochter ihre Liebe zu Robert Guidal verrathen hatte. Aber er eine komische, drohende Geberde und sagte: Wir bis drei barmherzige Schwestern, waren herzugekommen und er verfiel bald wieder in dumpfe Trauer, als ihm der Lehr- werden ja sehen! und eilte hinaus. Er nahm seinen Weg betrachteten dieses laußergewöhnliche Schauspiel, das sie beling die Worte Marche- Seul's wiederholte; und mit schwacher, gerade auf die Pitié zu, wobei er die kürzeste Strecke einschlug. luftigte und sie zum Lachen reizte. Aber Mijoulet gewann bald seine Kaltblütigkeit fast keuchender Stimme, die seine gewaltige Erregung und Als er vor der großen Pforte des alten Hospitals mit den feine tiefe Verzweiflung bekundete, sagte er: Ja! Er hat finsteren, schmutzigen Mauern stand, überkam ihn Unruhe. Ertrat wieder, und während er zuvor gänzlich niedergeschlagen war, Recht. Man muß von Neuem beginnen, man hat uns zum unter das Thorgewölbe und wollte eben die erste Thüre der erfaßte ihn plötzlich eine gewaltige Erbitterung. Man Narren gehabt. Die Macht wird in die Hände räntefüch Maueröffnung aufstoßen, als ein Wärter hervorkam, und wollte ihn nicht eintreten lassen, man wollte ihn geringtiger oder unfähiger Kreaturen fallen, man wird eine starte seinen friegerischen Aufzug bemerkend, ihn aufchrie:" Hier schäßig behandeln! Gut! man sollte ihn kennen lernen. Regierung einsetzen, die sich stützt auf eine träftige, sichere darf man nicht hinein." Er hatte den Kopf zurückgeworfen und maß mit starren Armee, an deren Spize ein energischer, volksbeliebter Mijoulet blieb bestürzt stehen. Da er sehr außer Athem Blicken den Pförtner, welcher niederer Gesinnung zu sein General stehen wird. Man wird Man wird dem Volke alles gelaufen war, so hatte er nicht die Kraft, ein Wort hervor schien, wie so viele Unterbeamte, die sich nur um ihre Inverweigern, was es fordert, und wenn struktion kümmern, welche sie schützt, und die Behörde, es sich, zubringen oder nachzudenken. müde, in arbeitsvollem Leben sein Elend weiter Er kannte nicht die oft so thöri chten Hausordnungen die sie unterstützt in ihren Handlungen, und sogar dann um zuschleppen und sich ferner betrügen zu lassen, abermals er der Hospitäler, die sich nicht um die Bedürfusse des mensch so nachdrücklicher, wenn sie im Unrecht sind, zumal sie wohl heben wird, dann wird man sie niederschießen als auflichen Herzens fümmern, und hatte außerdem noch nie die weiß, daß sie nur ein Wort zu sagen braucht, um ohne ständische Republikaner, im Namen der Republik, die zu Schwelle eines Krankenhauses überschritten, da er niemals Weiteres die Polizei zu ihrer Verfügung zu haben. schädigen und zu verrathen man sie beschuldigen wird. Ursache gehabt hatte, Jemand dort zu besuchen. Er dachte nur- Ich will hinein, ich will Larirette besuchen! Und ich erkläre Ihnen, daß Sie nicht hinein dürfen. Mit diesen Worten wandte er sich der Wand zu, um an Larirette, die ihn schon seit langer Zeit erwarten und zwei große Thränen zu verbergen, die auf seine fieberglühen- fich darüber wundern mußte, daß er sie nicht be Man besucht die Kranten nur Donnerstags und Sonntags Den Wangen herabliefen, während seine Hände sich ballten suche, vielleicht sogar glauben mochte, er kümmere sich nicht in den Nachmittagsstunden. Sie müssen eine besondere und seine Brust unter schweren Seufzern sich hob. mehr um sie. Dieser letzte Gedanke besonders brachte ihn Erlaubniß dazu haben.... Haben Sie dieselbe? Nein, ich habe keine; und es ist nicht Donnerstag Charlotte und Mijoulet blieben angesichts dieses großen ganz von Sinnen und benahm ihm die ruhige UeberSchmerzes stumm, sie wagten sich nicht zu rühren. legung. Vor ihm stand der Pförtner, ein Beamter des heute, auch nicht Sonntag, aber dennoch will ich hinein, um Aber Mijoulet hatte nunmehr seinen Auftrag ausgeführt öffentlichen Unterstützungswesens in Uniform und Dienst- Larirette zu sehen! Alles umiüz! und suchte eiligst fortzukommen, um Larirette aufzusuchen. End- müte. Wer zum Teufel kennt denn Ihre Es war dies ein alter Soldat mit brummiger Larirette? Ist das Ihre Schwester?... Und dann, troß lich entschloß er sich zu reden: Entschuldigen Sie gütigst, Bürger Michel und Fräulein Charlotte, aber ich muß Sie und bärbeißiger Miene, der nur seinen Dienstbefehl kannte dessen erkläre ich Ihnen, daß Sie nicht eintreten können, nunmehr um die Erlaubniß bitten, fortgehen zu können. und gleichgiltig geworden war gegen das Elend, das täglich Sie können nur machen, daß Sie fortkommen. Vor Allem, Ich muß nach der Pitié, um nach Larirette zu sehen. Ich unter dem großen, dunklen Gewölbe an ihm in den trau was soll denn das heißen, sich so in Waffen präsentiren, in möchte gern wissen, was sie macht. rigen Höfen vorüberzog, und gleichgiltig gegen die packenden meinem Hospital, Sie, Jusurgent Sie! Dieser unbeugsame Pförtner, Royalist auf Befehl, Geh' immer hin, Mijoulet, aber ich fürchte, daß sie Dramen, die sich in den großen Sälen abspielten, um leider Dich nicht einlassen werden, Du weißt, die Besuchszeit im nur zu oft auf den eiskalten Fliesen des anatomischen kannte noch nicht die Ereignisse, die sich zugetragen hatten. Krankenhause ist nur Donnerstags und Sonntags... Hörsaales ihren Abschluß zu finden. Er schien außerdem Das Schießen hatte Abends vorher in diesem Stadttheile -Das ist ja wahr, Bürger Michel, aber ich werde ganz ziemlich verdußt, da der Aufzug Mijoulets in der aufgehört; die Barrikaden waren verlassen und so glaubte gut hineinkommen, ich verspreche es Ihnen. Denn erstens hat That seltsam genug war für Jemanden, der eine Kranke er, der Aufstand sei überwältigt und der Sieg der Regierung gesichert. mir der Arzt die Versicherung gegeben, daß ich sie besuchen besuchen will. könne, wann ich wolle, und dann habe ich eine gute Idee, Dieser bloße Degen in der Hand, diese schwere pulver( Fortsetzung folgt.) " gegenüber den unlauteren Berliner Elementen denn ehrliche kommen." * Wohlangenau das was hier vom Chefredakteur] Die Fränkische Tagespost" schreibt: Sn zahlreichen I daß mehr Versammlungen auf den Ortschaften anberaumit würden, verurtheilt wird, hat der verflossene Reichskanzler gethan. Versammlungen in ganz Deutschland proteſtirten die Partei- welche die wirthschaftliche Lage des Bauern und Handwerker Herausfordernd", anrempeln" ftimmt auf's Haar. genossen gegen den von der Berliner sogenannten„ Oppofition" standes behandeln follen. Freilich vor Rußland immer Wettfriechen". Wäre gegen die Partei fortgefekt verübten groben Unfug. Fast in jeder dies aber vor zwei Jahren geschrieben worden, als öffentlicht. Ueberall wird verlangt, daß der Parteitag dem die Volts- Zeitung", sozialdemokratisches Organ für jenen Nummer des Vorwärts" sind diesbezügliche Resolutionen ver- In Augsburg erscheint seit dem 1. Ottooer net die der Hausmeier noch nicht vor die Thüre gesetzt war, so partei schädigenden Treiben jener Handvoll Berliner Stänker Bezirk. hätte der Reichskanzler Bismarck unfehlbar gegen den endlich ein Ende mache; von verschiedenen Orten wird direkt der Chefredakteur der„ Hamburger Nachrichten" ein Anklage- Ausschluß jener Elemente aus der Partei gefordert, da sonst nicht Das Naumburger Landgericht sprach den Parteigenossen formular geschleudert. an ruhige Weiterentwickelung zu denken sei. Nach den von uns Berg in Zeit von der Anklage frei, den Wahlkommissar Auch sonst scheint der Aufenthalt in Friedrichsruh die selbst gemachten Erfahrungen hatten dieses Radikal Landrath Winkler sowie desjen Beisitzer durch die in öffentlicher Selbsterkenntniß des Erkanzlers gefördert zu haben. Mannte mittel auch für das einzig richtige und es wird die Volksversammlung gesprochenen Worte beleidigt zu haben: der Chefredakteur der„ Hamburger Nachrichten" doch dieser den Berliner Parteileitern und speziell auch dem Parteivorstand wie" bei der letzten Wahl um das Mandat betrogen werden, Aufgabe der Provinz Telegirten auf dem Parteitag sein, Wir müssen fest zusammenhalten, damit wir nicht wieder Tage die durch Reden seines Nachfolgers geweckte Be- u Gemüthe zu führen, daß die Rücksichtsmeierei, die man seither denn dann können derartige Betrügereien nicht wieder vorgeisterung„ Papier und Druckerschwärze". Sehr wahr. Sechzehn Glas mit viel Kognal und wenig Wasser Parteigenoffen führen sich nicht so auf wie die- Berliner: Biester Der Angeklagte hatte seiner Aussage nach damit nicht die wird Caprivi bei seiner rhetorischen Leistung in Osnabrück und Konforten walten ließ, hauptsächlich dazu beigetragen vorerwähnten Personen, sondern alle diejenigen gemeint, welche allerdings nicht vertilgt haben, wie sein trinkbarer Vor- hat, das skandalöse Treiben großzuziehen." bei der letzten Wahl thatsächlich Betrügereien und Fälschung des gänger während der patriotischen Schnapsrede, welche den Wir wollen uns mit dem Gesammtinhalt dieser Notiz nicht Wahlergebnisses vorgenommen haben, so z. B. den Wahlvorsteher 1887er Fastnachtswahl- Rummel einleitete. beschäftigen und der Fränkischen Tagespost" nur bemerken, daß Leisling in Wälih, welcher dieserhalb auch zu 8 Tagen Gefängniß Schade nur, daß der Chefredakteur der„ Hamburger der Parteivorstand gar nicht in der Lage ist,„ Gleinente" verurtheilt worden ist. Nachrichten", als er noch nicht Chefredakteur war, es sich irgend welcher Art aus der Partei auszuschließen. Rechtsanwalt Freudenthal- Berlin, welcher die Vertheidigung alljährlich Millionen kosten ließ Im Uebrigen haben der Vorstand als Ganzes sowohl wie führte, fragte den einen Belastungszeugen, Polizeifommiffar oder richtiger dem deffen einzelne Mitglieder die erforderliche, unzweideutige Stellung Jakob, warum er denn annehme, daß gerade der Wahlvorsteher deutschen Volt fosten ließ- um recht viel Papier gegenüber der Opposition rechtzeitig und durchaus im Sinne der mit jenen Worten gemeint gewesen sei, worauf der Zeuge erund Druckerschwärze" zu bekommen, und das deutsche Volk Traditionen unserer Partei genommen. widerte: Weil im Wahlprotest, welcher von dem Angeklagten zu überzeugen, daß es für ihn begeistert sei. mitunterzeichnet an den Reichstag abgegangen ist, auch die WahlAugsburg. Eine zahlreich besuchte Parteivers a mm- tommission erwähnt sei und auch am Tage der amtlichen VerIung nahm am 4. Oktober den Jahresbericht des Vertrauens- tindigung des Wahlresultats der Angeklagte darüber seine Vermannes Schäfer entgegen, ertheilte demselben Decharge und wunderung ausgesprochen habe, daß der Landrath nur aus bestimmte dann für dieses Amt den Genossen Breder. Nach einigen Orten das Resultat festgestellt refp. öffentlich verlesen einem Referat desselben über den Programm- Entwurf der Partei- habe, aber aus der übergroßen Zahl der Ortschaften nicht. leitung wurde Genosse Renner als Delegirter für den Erfurter Angeklagter Berg fonstatirte hierauf, daß der Polizeifomniffar Parteitag gewählt. Die Versammlung nahm am Schluß folgende ihm bei Verkündung des Wahlresultats selbst sein Erstaunen mit Resolution gegen eine Stimme an: den Worten ausgedrückt habe:„ Ist die Geschichte schon zu Ende? Ich habe gedacht, es werden alle Orte verlesen." Der Wahlkommissar Landrath Winkler erwiderte hierzu, er habe es nicht nöthig gehabt, alle Wahllokale einzeln vorzulesen. Die Zuſammenzählung hätten vorher seine Leute in seinem Büreau besorgt. Diese seien zuverlässig und ständen unter seiner Aufsicht. Der Lärm wegen des römischen Pilgerskandals ist noch nicht ganz verhallt. Eine gute Wirkung hat die Sache jedenfalls gehabt: das republikanische Frankreich hat die Gelegenheit benutzt, um mit dem Crispi'schen Lügen märchen, die Franzosen wollten die weltliche Macht des Papstes wieder herstellen, gründlich aufzuräumen. Die Pfaffenpresse ausgenommen, hat die gesammte französische Presse auf's energischste gegen diese ebenso boshafte als alberne Unterstellung protestirt, und so wird denn dieser Vorgang, -weit entfernt, die Beziehungen zwischen beiden Nationen zu trüben, das Verhältniß nur noch inniger gestalten. Die hente tagende Parteiversammlung erklärt sich im All gemeinen mit dem Programm- Entwurf der Parteileitung einverstanden, und ſeht in den Erfurter Parteitag das Vertrauen, daß derselbe die richtige Fassung treffen wird. Ferner spricht die Versammlung der Parteileitung ihr vollstes Vertrauen aus und protestirt ganz entschieden gegen eine Opposition, wie sie in Berlin in jüngster Zeit in Szene gesetzt wurde, denn eine solche ist nur dazu zu angethan, die Ehre der Partei zu schädigen." * Unserer Ansicht nach ist diese Methode, das Resultat einer Wahl zu ermitteln, nicht die richtige. " Nur am Grabe Die liberalen Vereine Englands haben in Newcastle ihren Jahreskongres abgehalten und über Kassel. Zu einer großartigen Demonstration ges die nächste Wahlkampagne die spätestens in Jahresfrist Eine Parteiversammlung in Arustadt, welche am staltete sich die Beerdigung des Schreiners Emil Grimm sein wird Berathungen gepflogen. 3. Oktober im Kronprinzen" abgehalten wurde, sprach nach einem aus Berlin, welcher am ersten Jahrestag bes Ablaufs des SozialistenBei dieser Gelegenheit trat der ganze Jammer des Referat Bod's aus Gotha über den Programm- Entwurf dem gesetzes, welchem der Genosse als Ausgewiesener aus Berlin zum Liberalismus, der eben überall bankerott ist, in wahrhaft Barteivorstand und der Reichstags- Fraktion für deren bisheriges Opfer gefallen, verstorben war. Wir wollen von vornherein bes mitleiderregender Weise zu Tage. Zwei Fragen beherrschten Wirken im Dienste des Proletariats ihre aufrichtige Anerkennung merken, daß die Polizei nicht die geringsten Einschränkungen des die Debatten: die irische Frage und der Acht aus, bedauerte, daß die sogenannte Berliner Opposition das Leichenbegängnisses verlangte, sondern die Anordnungen der Recht der Kritik so mißbrauche, und verurtheilte die Rücksichts- Parteileitung hier vollständig ausführen ließ. stunden tag. Und in beiden konnte man nicht über losigkeit derfelben gegen das gemeinsame Interesse der Partei. hatte sich ein Kommissar mit einem Schutzmann eingefunden. allgemeine Phrasen hinauskommen. Die irische Frage ist Das Beispiel, welches dieselbe seither gegeben, könne auf die uns Ganz anders dagegen haben sich die Kirchlichen Behörden, welche den Liberalen thatsächlich durch die Konservativen aus den noch fern Stehenden nur abschreckend wirken. Der Delegirte für die Christenliebe predigen, verhalten, indem sie u. A. ein Gesuch Händen gewunden die Liberalen haben den Irländern so Schwarzburg- Sondershausen wurde deshalb beauftragt, auf dem des Genossen Pfannkuch, am Grabe reden zu dürfen, nicht ge= wenig geboten, daß sie durch die Tories leicht überboten Erfurter Parteitag gegen die Berliner Opposition entschiedene nehmigten, ebenso auch nicht zugaben, daß der Gesangverein werden konnten und was den Liberalen noch an Einfluß Stellung zu nehmen. Vorwärts" am Grabe singen durfte. Der Leichenzug wurde von und Aussichten übrig geblieben war, ist ihnen durch Parnell den Genossen Pfannkuch, Huhn und Klein eröffnet, welchen entrissen worden, der, an seiner eigenen Zukunft verzweifelnd, schweig und den angrenzenden Harz, welcher am Sonntag rothen Schleifen und Der Landesparteitag für das Herzogthum Braun- sich sechsunddreißig Träger von Kränzen, von Kränzen, sämmtlich mit entsprechenden Inschriften versehen, nur noch einen Gedanken hat: die englischen Liberalen auf der Gulenburg bei Seesen stattfand, war von 46 Delegirten, anfchloffen, theils vor, fowie zu beiden Seiten des Leichenim Allgemeinen und den verhaßten Gladstone im Besonderen welche 27 Orte vertraten, besucht. Der gute Besuch und der leb: wagens gehend. Dazwischen befanden sich vier Mitglieder politisch zu Grunde zu richten. hafte Geist, welcher den Parteitag beherrschte, zeugten von dem des Tischlerverbandes mit Trauerstäben. Den Sarge, welcher Waren die Liberalen außer Stande, sich in der irischen Fortschritt der sozialdemokratischen Bewegung. Bei der Berathung des mit der rothen Parteifahne, die schon auf dem Haller Kongreß Frage zu einer Position emporzuschwingen, von der aus Programm- Entwurfs sprach der Parteitag seine entschiedene dem Genossen Baumgarten als Leichentuch gedient hatte, bedeckt sie ihre alte Macht zurückerobern könnten, so waren sie an- Mißbilligung über das Vorgehen der Berliner Opposition aus. war, folgten die Anverwandten, die Mitglieder des sozialdemo gesichts der Achtstundenfrage vollends rathlos. Schwankend Bum Delegirten für den Parteitag wurde Genosse Rieke als fratischen Wahlvereins, sowie sämmtliche Gewerkschaften und zwischen ihrem Bourgeoishaß gegen die Klassenbestrebungen Vertreter des 3. braunschweigischen Wahlkreises gewählt. Genossen aus den umliegenden Ortschaften, im Ganzen zirka der Arbeiter und ihrem demagogischen Wunsch, die Arbeiter 3000 Personen. Den Schluß des Konduttes bildete eine Reihe Pritwalk. Am 27. September referirte hier Fr. Berndt auf der Reise befindlicher Genossen. In sämmtlichen Straßen, für sich zu gewinnen, auf deren Unterstützung sie angewiesen aus Berlin( Palissadenstraße) in einer Volksversammlung über welche der Zug paffiren mußte, sowie auf dem Friedhof ſtanden find konnten die Herren Liberalen zu keinem Entschlusse das Thema: Was will die Sozialdemokratie?" Der Vortrag dicht gedrängte Massen, überall die größte Ruhe und Ordnung gelangen, sie führten einen Eiertanz von Wenn und Aber fand großen Beifall. Leider war die Versammlung infolge der bewahrend. Nach Einsenkung des Todten zogen sämmtliche Theilaus, waren theoretisch für den Achtstundentag, fanden ihn am gleichen Tage stattgehabten Feste des Gesangvereins Gin- nehmer lautlos am Grabe vorüber, Erde und die im Knopfloch aber praktisch schwer durchführbar und ertheilten schließlich tracht" und der hiesigen Turnerschaft nicht so gut befucht, wie getragenen rothen Blumen dem todten Genossen nachsendend, um den Arbeitern den schlauen Nath, recht viele Arbeiter- Kan- es im Interesse der Sache zu wünschen gewesen wäre. Die sodann nach Hause zurück zu kehren. Der Name Emil Grimm didaten zu wählen. Natürlich Arbeiter- Kandidaten, die, hiesigen Arbeiter sind zwar auch lebhaft von unseren Ideen wird den Kasseler Genossen unvergeßlich sein. durchdrungen, sie legen aber immer noch auf solche Vergnügungen " gleich den Burt's und Konsorten, den Liberalen Heeres- mehr Werth, als es sich mit den Pflichten verträgt, welche sie in In Wien plant eine Reihe von Parteigenossinnen die folge leisten. Gingen die englischen Arbeiter auf den Leim, Bezug auf ihr wirthschaftliches und politisches Wohlergehen zu Herausgabe einer Arbeiterinnen Beitung". Dieselbe so würden sie bei den nächsten Wahlen, in der Erwartung, erfüllen haben. Die Versammlung wählte zum Delegirten für soll zunächst zweimal monatlich als Beilage zur Arbeitereinige Arbeiter Kandidaten nach dem Herzen Gladstone's den Parteitag den Referenten F. Berndt. Er versprach, über Beitung" erscheinen, indessen auch separat bezogen werden können. durchzubringen, der liberalen Partei als Stimmvieh dienen den Verlauf des Parteitags uns Bericht zu erstatten und wird Gin Aufruf in legterem Blatte fordert zur Subskription und zur - was den englischen Arbeitern natürlich nicht einfällt. in Bezug auf die Versammlung, in welcher der Bericht gegeben Beschaffung eines Garantiefonds auf. Die Administration der Genug der englische Liberalismus ist so tief ge- werden soll, schon jetzt jeder hiesige Parteigenosse gebeten, für Arbeiter Zeitung", Wien VI, Gumpendorferstr. 60, nimmt Albonnements und Gelder entgegen. sunken, daß er ohne die Frländer und ohne die Arbeiter deren guten Besuch thatfräftigst zu agitiren. nicht bestehen kant- und weder auf die Irländer noch auf die Arbeiter hat er künftighin zu zählen. " * * In Katscher( Oberschlesien) haben die Ultramontanen eine sozialdemokratische Versammlung gesprengt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Kunert aus Breslau über das Auf zwei großen Werften in Ost london haben die Thema referirte: Was will die Sozialdemokratie? Die Ultraorganisirten Dockarbeiter die Arbeit niedergelegt. Der montanen- der katholische Gesellenverein, der Kriegerverein, Ausstand ist gegen die fortgesetzte Beschäftigung von Nicht- die Feuerwehr und der Turnvereinbildeten zwar die Minder unionisten gerichtet. heit der Versammlung, sie verübten aber solchen Skandal, daß Die Blätter sprechen von„ ernsten Reibungen" und die Versammlung deshalb geschlossen werden mußte. Das läßt Blutvergießen" indeß an derartige Sensations- fich wenigstens aus dem Bericht der„ Volkswacht" schließen. Das wortete auch gar nicht auf die Buschrift. nachrichten find wir gewöhnt. Im Augenblick, wo wir dies Bentrum scheint in Bezug auf die zweifelhafte Güte der geijtigen das jedenfalls auch bleiben lassen, denn die Immunität eines schreiben, sind wir noch nicht in der Lage, zu beurtheilen, wollen oder zu ob wir es mit einem planmäßigen Vorgehen der Ge fammtorganisation oder bloß mit einem Lokalen Ausbruch zu thun haben. müssen. * T " Fritz Kunert in Breslau ist trotz seiner Immunität als Reichstags- Abgeordneter auf den 19. August als Beschuldigter wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz vor Gericht geladen gewesen, und es hieß wie üblich in dem betreffenden Schriftstück, im Falle seines Außenbleibens werde seine Vorführung erfolgen. Früher hatte der genannte Parteigenosse gegen solche rechtswidrige Atte Protest auf Protest erhoben, diesmal unterließ er das und ging einfach nicht zum Termin, antMan hat ihn bis heute noch nicht vorgeführt" und wird Reichstags- Abgeordneten ist immerhin fein- leerer Wahn. Soziale Lebersicht. Delegietenwahlen zum Parteitag. Reichstags- Wahlkreis Mainz Oppenheim Franz Jöst und Karl Konrad. Fürstenthum Schwarzburg Winter Frankenhausen und 2. Bähring- Rudolstadt. Reichstags- Wahlkreis MarburgEinen Wuthausbruch" nennt es Herr Eugen Kirchhain- Frankenberg- Wöhl V. H. Schneider. Richter, daß wir uns über seine feuilletonistischen Leistungen Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch Iuftig gemacht haben. Er meint, sie lägen uns noch schwerer lands veröffentlicht folgenden Situationsbericht: Am Sächsische Landtagswahl Idylle. Der Dresdner 23. September stellten in Oranienburg 25 Weißgerber die Arbeit im Magen als seine vorjährigen Irrlehren. Nun, die Anzeiger"( Amtsblatt) enthält folgende unschuldige ein, weil ihnen ein Lohnabzug von 18 pet. gemacht werden sollte. Richter'schen Frrlehren haben uns vortreffliche Dienste ge Notiz: 2aubegast. Der von der konservativen Partei gerade das Unternehmerthum bei den Weißgerbern die ungünstige Von den Ausstehenden sind 15 verheirathet. Anscheinend sucht than, indem sie verschiedene Wortführer des Manchesterthums von dessen Unsinnigkeit und Gemeinschädlichkeit über- für den 24.( ländlichen) Wahlkreis aufgestellte Landtagskandidat, Geschäftszeit zu benutzen und die Lebenshaltung der Arbeiter zu Herr Seidel jun.- Laubegast- Striesen, wird nächsten Mittwoch, verschlechtern, sowie den Widerstand der Organisation zu brechen. zeugten; und von den Richter'schen Feuilletonsprüngen ver- den 7. Oftober er., Abends 8 Uhr, im Gasthause zur Stadt Es wird dringend geboten sein, daß die anderen Gewerkschaftssprechen wir uns noch bessere Erfolge ganz abgesehen Amsterdam" in Laubegajt sich seinen Wählern vorstellen und Organisationen dem Weißgerber- Verband, der im letzten Jahre von dem ästhetischen Genuß. seine Wahlrede halten. Der Zutritt ist nur gegen Karten ununterbrochen größere Kämpfe zur Abwehr von Lohnreduktionen gestattet, die in den zuständigen Gemeindeämtern zu entnehmen sind."— m Korrespondenzen und Parteinachrichten. = " Zuständigen Gemeindeämtern" ist gut! Eine Konferenz der Parteigenossen des 12. badischen Wahlkreises, welche am 27. September in Heidelberg ftattfand, faßte nach einem Referat des Genossen Deuble aus Obrigheim eine Resolution, in welcher sie sich mit dem Programm Entwurf einverstanden erklärt, es jedoch dem Delegirten überläßt, nach seinem Ermessen zu stimmen. zu führen hatte, zu Hilfe kommen. Ferner hat sich die Zahl der in Berlin aussiehenden Weißgerber wiederum vermehrt. In den Ausständen der Schuhmacher in Barmstedt und der ist eine Alenderung in der letzten Woche nicht eingetreten. Handschuhmacher in Burg, Friedrichshagen, Liegnitz und Osterwieck Die Generalkommission. Quittung über bei der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 24. bis 30. Sept. Die Rädelsführer in dem Eislebener Landfriedens eingegangene Gelder: bench, die christlich patriotischen" Bergleute Liebau und Auch erklärte sich die Konferenz mit dem Verhalten der Bom Vogelschießen einiger Fachvereins- Mitglieder, Dresden Wunderlich, sollen wegen jenes Verbrechens nun doch noch Reichstagsfraktion einverstanden und erwartete vom Parteivor- 7 m. H. St., Ueberschuß dreier Referate in Osterwieck, unter Anklage gestellt und verhaftet worden sein. Die Gönner stande eine energische Stellung gegen das schändliche Treiben Halberstadt und Braunschweig 9,-. Aus Wolfenbüttel 30,-. diefer beiden Helden haben, wie berichtet wird, 5000 M. Kaution der Berliner Opposition". Betreffs der Delegirtenwahl wurde Bom Bau, Alte Gröningerstraße, durch H. Wienke 5,75. Vom angeboten, damit die Verhafteten auf freien Fuß gesetzt werden. beschlossen, feinen eigenen Delegirten zu senden, sondern sich an Sommervergnügen der Schuhmacher Wandsbects 20,-. DeffentDa seiner Zeit ein Rautionsanerbieten unseres Parteigenossen Mannheim anzuschließen und dem Reichstags- Kandidaten Genossen liche Lederarbeiter- Versammlung, Wandsbeck 1,50. Frante, welcher bei dem Ueberfall sein Leben nur mittelst des Hänsler das Mandat zu übertragen. Unter" Verschiedenem" Für den Maifonds sind noch folgende Beträge ein. Revolvers hatte sichern können, abgelehnt worden war, so steht wurde der Antrag angenommen, daß die gelesenen Arbeiter- gegangen: es für uns natürlich außer Zweifel, daß man auch dem Kautions- zeitungen zu sammeln und an den Vertrauensmann, Genossen Frankfurt a. M. 187,50 M. Wilhelmsburg 36,45. angebot betreffs der beiden christlich patriotischen" Bergleute Rnüpfe, abzuliejern sind, welcher sie an die Vertrauensleute der A. Dammann, Kassirer, nicht willfahren fann. einzelnen Orte abwechslungsweise verschicken soll. Nach den Be- Hamburg, 3ollvereins Niederlage, richten der Vertrauensleute wurde allgemein der Wunsch laut. Wilhelmstr. 13, 1. Gt. # = Theater. Mittwoch, den 7. Oktober. Opernhaus. Tristan und Isolde. 93 Circus Renz. Karlstraße. Mittwoch, den 7. Oktober, Abends Als Vermählte empfehlen sich: Hermann Adam Anna Adam geb. Ruz. 1359L Schauspielhans. Der Glücksstifter. 7/4 Uhr: ,, Auf Helgoland", oder: Leffing- Theater. Sodoms Ende. Ebbe und Fluth", gr. hydrologische Unserem Freunde und Kollegen Berliner Theater. Der Garnison- Ausstattungs- Pantomime in 2 Abtheil., Emil Dunst zu seinem heutigen teufel. Sabbath des Herzens. mit National- Tänzen( 60 Damen), Auf- Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Deutsches Thenier. Faust. zügen 2c., Dampfschiff- und Boot- Hoch! daß die ganze Berghaus'sche Residenz- Theater. Von Dreien der fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Bude wackelt. Glücklichste. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. 1942b mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt Einige Kollegen aus der Werkstatt. 1. inscenirt vom Dir. E. Renz. KunstAchtung! Kommunalwähler Berlins! Am Donnerstag, den 8. Oktober, Abends 8 Uhr, finden 8 groje öffentliche Kommunalwähler- Bersammlungen Wallner- Theater. Der Mann mit schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Verein der Parquetbodenleger Für den 3. Streis: In Drichel's Salon, Sebaſtianſtr. 39, Referent Vogtherr. hundert Köpfen. Musikalisch Schluß- Tableau: Grande Fontaine luDeklamatorische Abendunterhaltung. mineuse, in einer Höhe von mehr Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. denn 30 Fuss ausstrahlend. Außerdem: Der arme Jonathan. Thomas- Theater. Mädchenschule. Ostend- Theater. Vom Stamm der Asra. Bellealliance- Thenter. Brüder. Jung Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Der große Prophet. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Konkordia- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. SpeSpeBerlins. Den Mitgliedern hiermit zur Nach6 Trakehner Rapphengste, zusammen richt, daß am Montag, den 5. Oftbr., dress. u. vorgef. v. Herrn Franz Renz. unser langjähriges Mitglied 4 hohe Schulen, ger. v. d. Damen Frls. Clotilde Hager, Oceana Renz, Vial u. Ernst Lehmann Der Vorstand. in den 6 Berliner Reichstags- Wahlkreisen statt und zwar: Für den 1. Kreis: Jm Restaur. Ritter, Mauerstr. 86, Refer. Täterow. 2. Kreis: Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5/7, Referent Apelt. Für den 4. Kreis: Im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13, Referent Stadthagen. Für den 4. Kreis: Im Vereinshaus Süd- Ost, Waldemarstraße 75, Referent Paul Singer. Für den 5. Kreis: Bei Seefeldt, Grenadierstr. 33, Referent Dr. Lütgenau. Für den 6. Kreis: Bei Hensel, Brunnenstr. 129, Referent Tuyauer. Für den 6. Kreis: In der Volts- Brauerei, Alt- Moabit, Referent Megner. Tages Ordnung: Buchdrucker Berlins! der jungen Helga Hager. Mile. There- gestorben ist. Die Beerdigung findet sina in ihren fenfationellen Leistungen Donnerstag, den 8. Oftbr., Nachmittags 1. Vortrag über:" Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen". auf d. 20 Fuss hoh. Drahtseil. 3 Ath- 4 Uhr, vom Trauerhause, Charitee- 2. Diskussion. 3. Wahl von Bezirks- Komitee. leten z. Pferde v. d. Gebr. Briatore. straße 2, aus nach dem Philipp- ApostelDas Zentral- Wahlkomitee. J. A.: Otto Klein. Die großartigen Tremplinsprünge über Kirchhof, Müllerstraße, statt. Um zahl2, 4, 6, 8 u. 10 Pferde mit Doppel- Kirchhof, reiche Betheiligung ersucht faltomortales v. d. besten Springern. 250/19 Auftreten der Reitkünstlerin Mlle. Marie Chiarini, sowie des Parforcereiters Mr. Pierre, des Saltcmortalesreiters Mr. Adolf Delbosg 2c. Komische Inters mezzoß von sämmtl. Clowns. Täglich: Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. Fachv. der Tischler. Morgen, Donnerstag, den 8. Oktober, Abends 81/2 Uhr, in Gratweils Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79 323b Kaufmann's Variété. Spezialitäten Circus G. Schumann.): Giskeller. Theater und Spezialitäten- Friedrich- Karl- Ufer, Edhe Karlstr. Vorstellung. Vorstellung. 71/2 Uhr Auf. Heute Abend 71/2 Uhr: Gr. VorBellung. Besonders hervorzuheben: heater d. Reichshallen Konkurrenz zwischen den 3 engl. Vollblut- Pferden Taglioni, Rigelbosch und Maria la Bonita The 6 Sunbeames. miß Grumpton, ger. v. d. Hri. Gebr. Vorstandssihung. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Maler. Filiale Berlin 0. II. Hesse u. Bayer. Voltige à la Richard vom kleinen Willy. Original- SchlangenMitglieder- Versammlung Chari Haydn's mensch Herr Hjalmar v. Bergh. Pot- Donnerstag, den 8. Oftbr., Ab. 8 Uhr, Theater. pourri mit 6 Vollblut- Pferden, Original- bei J. Hente, Blumenstr. 38. TagesDie Riesin. dressur des Herrn Ernst Schumann. ordnung: Kassenbericht, Wahl von Hunde- Orchester. Mr. Arsène Loyal als Jodeyreiter. Krankenbesuchern, Verschiedenes. Bar fix, vorzügl. Leist. am dreifachen 1928b Die Ortsverwaltung. u. s. w. u. f. w. Reck v. Gebr. Stelling. Auftreten d. Mitglieder- Versammlung der Gratweil'sche. Barforcereiterin Miss Editt Adams. Bentral- Kranken- u. Sterbekale Tandem, ger. m. 4 Schulpferden von Bierhallen. Herrn E. Schumann. Komische Entrees der Maler( E. H.), Filiale Süd, am Mittwoch, den 7. Oktober, Abends Kommandantenstr. 77-79. Der beliebten Klowns Tanti it. Little 8 Uhr, im Restaurant Wienecke ( früher Reyer), Alte Jakobstraße 1933b Heute fowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert und Roupletsänger. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntage 25 Pf. Empfehle meinen berühmten MittagsPred. Zum 5. Male: Circus unter und ober Wasser. OriginalWaffer- Pantomime. Eine Nacht in Venedig. Neueste höchst komische hydrologische Pantomime in 2 Abth., Nr. 83. Der Bevollmächtigte. mit grossartigen Wasser- und Licht Orts- Krankenkasse der Gürtler. effekten. 4 Wassernymphen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Eine Nacht in Venedig. ereinszimmer mit Piano sofort Sonntag, den 11. Oftober 1891, Vorm. 10% Uhr: Allgem. Buchdruckerim Versammlung großen Saale der Bock- Brauerei" ( Tempelhofer Berg). Tages- Ordnung: Ver Nat Wal Schu Ber fam Höh 394/1 Abt der um weit lage Wil sam Erg städ selbi Bea Sta Des bei der Uut Des Dem betr Beri Vor die Step fond einer sowi der Geli Voll Etai eine Gru Ma BE eine Dal sta Ban tes Erri Koh Beri höhi Ben Vor des beat felbe der mitc Unt betr. 1. Berichterstattung über die Verhandlungen der Tarifkommission in Leipzig. 2. Verschiedenes. Recht zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Arbeiter- Sängerbund Sonnabend, den 10. Oktober, Abends 8 Uhr: Berlins und Umgegend. 1. Stiftungsfest in folgenden Lokalen: 1. Feenpalat, Burg u. Wolfgang- 14. Elysium, Landsberger Allee. straßen- Ecke. 5. Neue Welt, Hafenhaide. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 6. Eiskeller, Chausseestraße. 2. tisch à la Duval. 3 Regelbahnen zu vergeben N., Puttbuserstr. 35. genannten Kasse zahlen, werden ersucht, 3. Tivoli, Tempelhofer Berg. Billards, 2 Säle. 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Die Herren Knippel, Kupsch und Schüttke vom Vergnügungskomitee der Galvaniseure u. s. w. werden hierdurch aufgefordert, am Donnerstag, den 15. Oftober, Abends 81/2 Uhr, bei Fleischmann, Dresdenerstr. 80, die Abrechnung vom 1. Stiftungsfest vom 1931b Der Vorstand. Bauline, H. Czerwonka, H. Czerwonka, Friedenstraße 18. April 1891 zu geben. die lebende Puppe in Castan's Panopticum 16 ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. PassagePanopticum. Das neue Theater Variété ift eröffnet ohne Extra- Entree. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 344M Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Spezialität.- Theater I. Ranges. Anf.: Wochentags 72 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntags 61/2 75 Nebelin's Restaurant 108 Langestraße 108, empfiehlt sich zur geneigten Beachtung. Ein kleiner Saal steht Sonnabends Vereinen 2c. zur Verfügung. 1327L Kräftiger Mittagstisch. 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Lentemann, Swinemünderstraße 120/121. 1941b Ausverkauf Bettfedern ganz neuer Passementerien zu abnorm billigen Preisen. Katz Gebrüder Jerufalemerstraße 18. neue, gut gereinigte, von 60 Pf. besteh. Das Programm besteht in Massengesang, Festrede, Deklamation, lebende Bilder. Billets find zu haben für Feen- Palast bei Wernan, Rosenstraße 30 und Scheithauer, Rosenthalerstraße 63-64; für Bodt- Brauerei bei ilfajke, Raßbachstraße 1; für Tivoli bei Schweiher, City- Passage; für 105/20 Mene Welt bei G. Schulz, Rottbuser Thor; für Elysium und Eiskeller sind die Billets vergriffen. NB. Die Delegirten der Vereine werden ersucht, wenn irgend möglich, schon am Sonnabend mit den betreffenden Obmännern abzurechnen. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. VI. Stiftungs- Feff am Sonnabend, den 10. Oktober, im Lokale des Herrn Joel, Andreasstraße Nr. 21. Unter Mitwirkung des Humoristen Otto Aronett, sowie der außerordentlichen Original- Duettisten Gebr. D. Osta und anderer namhaften Spezialitäten. Festrede, gesprochen vom Kollegen Karl Kurth. Billets à 30 Pf. find in allen Zahlstellen zu haben: im Osten bei Herrn Hencke, Blumenftr. 38; im Norden Ecke Zehdenickerstr. 2; im Südosten Oranienstr. 197 b. Mohn, sowie bei allen bekannten Kollegen. 1826b] Das Comité. Oeffentliche Versammlung der Maurer, Zimmerer, Töpfer, Steinmetzen, Stuckateure u. Banarbeiter am Donnerstag, den 8. Oktbr., Abds. 8 Uhr, in ,, Feuerstein's Salon", Alte Jakob- Strasse Nr. 75. Tages Ordnung: M 1. Rechenschaftsbericht über die fünfjährige Berwaltung unserer Fach organe( Baugewerkschafter"," Vereinsblatt" und Bauhandwerker"). 2. Dis fussion. 3. Vortrag des Herrn Regierungs- Baumeister G. Kehler über: 1915 b Der Werth der Fachpresse". 33 Alle Abonnenten und Interessenten des Bauhandwerker" werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. SäulenAnschlag findet nicht statt. Die Presskommission des ,, Bauhandwerker". 150 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Verfamm lungen; auch sind noch einige Sonnabende u. Sonntage frei. Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Saal, Allen Freunden und Rind- u. Schweine- Schlächterei. Bekannten empfehle meine Eisenbahn- und Bückerstraße, Deckbett, Unterbett, 2 Kopſtiſſen Markthalle IX, Stand Nr. 75. neue gute Federfüllung von 12 M. an. Vollständiges reines Daunenbett nur 27 M. Fertige Inletts und Bezüge zu Fabritpreisen. Matratzen Seegrasfüllung, nur 3,75, Indiafaser- und Roßhaarfüllung, spottbillig. Feldbetten 9 M. Große Auswahl von Bettstellen, Kinderbettstellen, Steppdecken von 2,75 an. Mein langjähriges Renommee bürgt für strengste Reellität. D. Feibel, Berlin, Chauffee- Straße 111. Telephon- Amt III. 948. Knochenfleisch, 5 Pfund 1 Mark, jeden Mittwoch und Donnerstag Mittag empfiehlt 1826L] F. Nietsch, Schlächtermeister, Friedrichstrasse 245. Möbelspeicher Oranienburgerstr. 88, Sof geradezu dicht beim Haack'schen Markt sind: Kleiderspinden, Wäschespinden, Bettstellen, Sophas, Spiegel, Tische, Stühle, Kücheneinrichtungen etc. stets vorräthig. Kein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tischlerei u. Tapezirer- Werkstatt, daher billigste Einkaufsquelle.[ 1033L Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Badius in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. hief in Ver Des Her Allg stell Die wür die daß irge fürz wor daß Leit I o 600 Ver sche so Sch finr erst zit Sch Vc fom All dief daff das Kar Her bent fagt Par wac Ric daz Ber Zei best Ko Tr füg die zu: seh ben dru be 1. ! 3, ant er mt, 30 bei ür er 20 h, en Sei en he 3: Er: 5b eit en n it zu : Je, ift. BL Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Voltsblatt. Ur. 234. = Kommunales. VorMittwoch, den 7. Oktober 1891. nehmen; 8. Jahrg. ( Setzer und Maschinenmeister), also in Summa.. M., in Worten Auflage zu eröffnen. Es wurde schon seit Monaten davon ge Mart, welchen Betrag ich gleichzeitig in einem Sola- munkelt, ein billiges Organ für den besagten Streis mit sozialistentödterischer Tendenz zu schaffen. Daraus scheint nichts zu werden, Tagesordnung für die Sihung der Stadtverordneten- Wechsel, zahlbar bei Sicht, resp. in Werthpapieren beifüge! a) Mit meinen Arbeitern keinerlei Abkommen zu treffen, aber an dessen Stelle erscheint seit dem 1. Oftober eine„ sozialVersammlung am Donnerstag, den 8. Oktober d. I., welche ein Abweichen von dem vom Bunde anerkannten Zarif politische Beilage" zum ſtrengkonservativen„ Teltower Kreisblatt", Nachmittags 5 Uhr. Vorschläge des Ausschusses für die in sich schließen( als solcher gilt bis auf Weiteres in Bezug auf um der Sozialdemokratie im Kreise den Boden abzugraben. Der Wahlen von unbejoldeten Gemeindebeamten, sowie des Aus- die Entlohnung als maßgebend der jetzt giltige allgenieine deutsche„ bewährte" Schriftsteller, welcher von den Einleitern dieses Buchdrucker- Tarif vom 1. Januar 1890), und meinen Arbeitern Kampfes mit der Herstellung dieser Beilage betraut wurde, läßt fammlung, sowie über die Vorlage des Magistrats, betr. die nicht genehmigte Zulage zu gewähren; Berichterstattung über den Antrag von Mitgliedern der Ver- von jezt ab bis zur Beendigung des Streits feine vom Bunde sich in dem ersten Artikel der am 1. Oktober ins Leben Getretenen Höherlegung der Brücken über die Schleusen am Mühlendamm. in allerlei dummen Aeußerungen über die Differenzen zwischen b) während des Ausstandes, dessen Anfang und Ende für Jungen“ und„ Alten" in der sozialdemokratischen Partei aus, von Desgl. über die Vorlage, betr. Die Regulirung der Straße 32a, mich verbindlich seitens des Lokalausschusses bekannt gemacht benen man, auch wenn man dieses Produkt eines erleuchteten Abtheilung VII, und die Herstellung einer über die Spree nach wird, mich jeder geschäftlichen Agitation zu enthalten, sowie Ur- Geistes zweimal durchgeht, nicht weiß, was eigentlich mit ihnen der Altonaerstraße führenden Brücke. Desgl. über eine Petition beiter für neue Kunden nicht anzunehmen und in einer anderen gegen den Sozialismus bewiesen sein soll. Nicht besser ist der um Grfaß eines durch Tumultuanten verursachten Schadens zum Bunde gehörigen Druckerei bereits angefangene oder sich zweite, aus derselben Feder geflossene Artikel ,, welcher versucht, Desgleichen über die Vorlage, betreffend den Er weiterungsbau des Hauses Poststraße Nr. 16. wiederholende Arbeiten weder weiter zu führen noch zu beenden, die Unsinnigkeit der sozialistischen Doktrin wissenschaftlich" mit endlich auch nach Beendigung des Ausstandes anderen Bundes- dem Hinweis darauf hinzuweisen, daß Diejenigen, welche die Inge betreffend die Verwendung der Erträge der Friedrich druckereien infolge desselben entgangene Arbeiten nicht zu über- Vorbereitungen zum Kongreß übertragen bekommen hatten, den Wilhelm Stiftung. Antrag von Mitgliedern der Verfammlung, betreffend die bevorstehenden Stadtverordnetens Delegirten aller Länder anzeigten, zu welchen Bedingungen sie in Ergänzungswahlen. c) von dem Eintreten einer Arbeitseinstellung in meiner verschiedenen genannten Gasthöfen und Hotels logiren könnten, Vorlage, betr. den Jahresabschluß der Druckerei, sowie von dem Umfang derselben, namentlich inwieweit worunter auch solche gewesen seien, in welchen Miethe, Frühstück ſtädtischen Gasanstalten pro 1. April 1890/91 und die bei den Arbeitskräfte stehen geblieben sind, sofort, d. h. mittelst Nohrpost und Mittagessen täglich 8 und 9 Franks fofte. Weiter wird auf felben vorgekommenen Etatsüberschreitungen.- Desgl., betr. die Beantwortung einer bei Prüfung des Jahresabschlusses der oder Botens dem Lokalausschuß schriftlich Mittheilung zu die verschiedenen Festlichkeiten hingewiesen und damit so kleinStadt- Hauptkaffe pro 1. April 1889/90 gestellten Anfrage. machen; lich will der Verfasser nicht sein, den Delegirten ihr„ Bergnügen" Desgl., betr. die Benennung der städtischen Anstalt für Epileptische Scheines auf Verlangen Auskunft über die von mir herzustellenden heutige Gesellschaft nicht der Verdammung werth sei. Nur d) dem Lokalausschuß sogleich nach Unterzeichnung dieses zu mißgönnen der Nachweis zu liefern gesucht, daß die bei Biesdorf. Desgl., betr. den Ankauf eines Grundstückes in periodischen Druckarbeiten zu geben; ein Tölpel geht auf diesen Leim! Und auch ein solcher bleibt der Grünauerstraße zur Errichtung eines Schuppens behuss Unterbringung von Transportwagen der Desinfektionsanstalt. e) etwa vom Lokalausschusse mir übertragene Arbeiten zu nicht drauf sizzen; die wirklichen Zustände, die Vernunft der Desgl. betr. die Bewilligung der Kosten für den Betrieb der indem event. von diesem zu bestimmenden Durchschnittspreise zu Thatsachen" paufen auch ihm Vernunft ein, d. h. führen ihn der dem städtischen Obdach errichteten Krankenstation. übernehmen; Sozialdemokratie zu. Außer den genannten Artikeln bringt jene weniger mit der Sozialdemokratie im Zusammenhang stehende Sozialpolitische Beilage" des Kreisblattes noch einige mehr oder Notizen aus anderen Blättern und einige von„ großem Scharf= sinn" zeugende Auslassungen über in sozialdemokratischen Versammlungen gepflogene Worte und dort angenommene Resolutionen, welche uns die Gewähr geben, daß sich die konservativen Herren in diesem geistigen Kampfe, den unsere Genossen im ,, Volksblatt für Teltow- Beeskow, Nieder- und Oberbarnim" schon aufgenommen haben, wie bis dato durch viel Wollen und wenig Können auszeichnen werden. Vororten in die Stadtgemeinde Berlin. Desgl., g) die vom Bundesvorstand auf Grund des Bundesstatuts ausgeschriebenen Beiträge zu zahlen; h) mich allen auf den Ausstand bezüglichen Anordnungen des Lokalausschusses zu unterwerfen. Berlin, den... Oktober 1891. Name: Firma:. betreffend die Einsetzung einer gemischten Deputation zur thatkräftig zu unterstützen und dieselben dem Lokalausschluß zur f) die Heranziehung von Arbeitskräften nach Möglichkeit Berathung und event. Verhandlung über die Einverleibung von Verfügung zu stellen, ferner leistungsfähige Lehrlinge bis zum Desgl., betreffend Drittel meines Gesammtbestandes dem Lokalausschuß auf Verdie erfolgte Bau- Abnahme der 5. höheren Bürgerschule in der langen zur Verfügung zu stellen, für eine Entschädigung von Stephanstr. 2.- Desgl., betr. die Vereinigung des Erneuerungs- 20 Pf. pro Stunde; fonds und des Reservefonds der Markthallen- Verwaltung zu einem Erneuerungs- und Ergänzungsfonds dieser Verwaltung, sowie die Ueberweisung etwaiger Ueberschüsse aus dem Betriebe der Markthallen an letzteren Fonds und die Bewilligung von Geldmitteln aus demselben. Desgl., betr. die Fortsetzung der Volkszählungs Arbeiten, ungeachtet der dadurch entstehenden Etatsüberschreitung. Desgl., betr. die Projekte zum Neubau eines Utensilienschuppens auf dem städtischen KrankenhausGrundstücke in Moabit und der 7. höheren Bürgerschule in der Jeder Leser wird hieraus ersehen, daß hier seitens der Mariannenstr. 47. Desgl., betr. Die Entwürfe zum Neubau Brinzipalität mit Mitteln gekämpft wird, welche dem Prinzip der eines Hühnerstalles auf dem Grundstücke der Frrenanstalt in Tarifgemeinſchaft anfs ſchärffte zuwiderlaufen, wozu noch kommt, Dalldorf, sowie je einer Gemeinde- Doppelschule in der Danziger- daß auf Grund eines Garantieſcheins von den Gehilfen die Er straße und in der Wrangelstr. 133. Desgl., betr. die erfolgte flärung beansprucht wird, daß sie bei einem eventuellen Streit Ban- Abnahme des neuen Kohlenschuppens auf dem Grundstücke ſtehen bleiben, also von den Gehilfen etwas verlangt wird, was tes Krankenhauses am Urban. Desgl., betr. den Entwurf zur dem§ 152 der Gewerbe Ordnung zuwider ist. Mag aber Errichtung eines Braunkohlenschuppens auf dem städtischen kommen, was da wolle, die Berliner Gehilfenschaft wird den Kohlenplage vor dem Stralauer Thor. Acht Rechnungen. gesetzlichen Boden nicht verlassen, sondern bis zum letzten Augen Berichterstattung über die Vorlage, betr. die nachträgliche Er- blick ihre Ruhe bewahren. höhung einer Pension. Desgl. über eine Petition, betr. die Unterstützungsfachen. Vier Vorlagen, betr. den Ablauf der Wahlzeit zweier Raths- Maurermeister. Tokales. " Der Oktober- Umzug hat zahlreichen Arbeitern, die auf eine Erwerbsgelegenheit hierbei warteten, den ersehnten Verdienst nicht gebracht. Es zeigte sich nämlich bei diesem Umzuge in noch größerem Maße wie bei früheren, daß der Wohnungswechsel bereits lange vor dem eigentlichen Umzugstage begonnen hatte. Bahlreiche Neubauten wurden bezogen und auch in die Vororte ging der Zug der Wohnungsmiether, wo die leeren Wohnungen schon seit Wochen bereit standen. So kam es, daß man bereits feit Mitte September die Möbelwagen in den Straßen umherfahren sah und an den eigentlichen Umzugstagen ein starker Verfehr der Möbelführen, in ähnlicher Weise wie in früheren Jahren nicht zu bemerken war. Jeder, der es irgend kann, richtete sich so ein, daß er nur nicht am Ersten zu ziehen braucht. Aus diesem Grunde war Möbelfuhrwerk jeder Art am 1. Oktober Der neue Lehrplan der Arbeiter- Bildungsschule ist reichlich vorhanden und Arbeiter wurden nur wenig gebraucht. Bewilligung einer Unterstügung. Desgl. des Ausschusses zur noch vielsachen Mißverständnissen ausgesetzt. Was besonders die Die größeren Möbelfuhr- Unternehmer haben eine bestimmte AnVorbereitung der Wahl des zweiten Bürgermeisters. Desgl. des Ausschusses für die Wahlen von unbesoldeten Gemeinde- Abstufung des Unterrichts im Deutschen anbetrifft, so scheuen zahl Arbeiter, die bei ihnen in festem Lohne stehen und mit beamten, betr. die Wahl der Mitglieder und Stellvertreter der gegnerische Blätter, wie das am Sonntag angeführte Beispiel diesen find sie wohl beim gegenwärtigen Umzuge vollständig ausselben für die Veranlagungs- Kommission, eines Bürgerdeputirten beweist, nicht vor einer geslissentlichen und ungeheuerlichen Ent- gekommen; nur vereinzelt wurden von diesen Unternehmern hier der Friedrich Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame und der Zivil- stellung zurück, um geeigneten Orts Stimmung gegen dieses Volks- und da aushilfsweise und vorübergehend einzelne Arbeiter be mitglieder der Ersatz- Kommissionen 1, 2, 4 und 5. bildungsmittel zu machen. Es erscheint daher angezeigt, an dieser schäftigt. Auf dem Oranienplay hatte sich während der Tage Stelle nochmals eine kurze Aufklärung zu ertheilen. Durch den am ersten und zweiten Oktober ein ganzer Wagenpark kleiner Eine Pensionirungssache. Unterricht im Deutschen sollen die Schüler zu einem Möbelfuhrwerke mit den erforderlichen Arbeitskräften angesammelt. sinngemäßen schriftlichen und mündlichen Ausdruck ihrer Ge- Am dritten Oktober waren diese Fuhrwerke verschwunden, weil danken in der Muttersprache herangebildet und ihnen gleichzeitig es keine Umzüge, feine Beschäftigung für sie gab und die Leute möglichst viele Bildungselemente erschlossen werden. Da nun anderweitig Erwerb suchen mußten. Das Schlimmste aber bei die Vorkenntnisse der Schüler ganz verschieden sind, hat sich diesem nicht sehr arbeitsreichen Umzuge war wieder der Umstand, durch die bisherige Erfahrung die Nothwendigkeit herausgestellt, daß Soldaten und Feuerwehrleute den Arbeitern eine erdrückende den deutschen Unterricht in drei Abtheilungen abzustufen. In Konkurrenz machten. Es besteht leider bei Vielen unserer BesitzenBur Lohnbewegung der Buchdrucker wird uns aus der Unterstufe ist es hauptsächlich auf die Rechtschreibung den die Neigung, solche Leute, deren Lebensstellung eine gesicherte hiesigen Buchdruckerkreisen geschrieben:„ Am gestrigen Tage trat und gleichzeitige Verständlich machung der einfachsten grammati- ist, bei besonderen Gelegenheiten zu beschäftigen. Dann wird wo in Leipzig die Deutsche Tariskommission," bestehend aus je zwölf falischen Begriffe und Regeln abgesehen. In der Mittel- möglich, wenn die Tagelöhner bei solchen außergewöhnlichen GelegenVertretern der Gehilfen und der Prinzipale, unter Hinzuziehung it ufe knüpft der Unterricht an eine leichtere Profalektüre an. heiten einmal etwas in die Höhe gehen, über die unverschämten des Vorsitzenden des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker, Die Schüler werden zur Anfertigung fürzerer Auffäge, vorwiegend Forderungen der Arbeiter geklagt, während man den braven Herrn Döblin, in Leipzig zusammen, um den jetzt bestehenden beschreibenden oder erzählenden Jubalts und zu mündlichen Dar- Soldaten und den noch braveren Feuerwehrmännern gern mehr Allgemeinen deutschen Buchdruckertarif nach den beiderseitig ge- ftellungen angehalten. Auffah wie Lektüre geben au grammati- giebt, als sie verlangen und ihnen sonst auch jede Aufmerksamkeit stellten Abänderungsanträgen einer Revision zu unterziehen. falischen Grörterungen Anlaß. Der Aufbau des Unterrichts in erweist. Hat der Soldat ein zerrissenes Kleidungsstück an, so Die gestellten Anträge der Gehilfenschaft sind bekannt und der Oberstufe ist wesentlich der nämliche wie in der Mittel- wird er bedauert, daß er im Dienste des Vaterlandes so schäbig würde es sich hier nur darum handeln, festzustellen, ob stufe, nur daß die Lektüre aus dem gesammten Gebiete unserer gehen muß; er ist doch sonst ein ganz netter und tüchtiger die Behauptungen der verschiedenen Berliner Zeitungen, laffischen Literatur, die Dichtungen einbegriffen, auszuwählen ist Mensch. Berplatzt der Arbeiter bei der schweren Arbeit seinen daß die Gehilfenschaft ungerechte Forderungen aufgestellt hätte, und daß die Auffagthemata Fragen allgemeinen Interesses berührend, Rock, so ist er ein nachlässiger Mensch, dessen Frau zu Hause irgend welche Berechtigung haben. Was die Forderung der Ver- den Schülern Anlaß zur selbständigen Gedankenentwickelung geben wahrscheinlich zu bequem ist, die Sachen ihres Mannes in fürzung der Arbeitszeit anbelangt, so nennt man das eine Idee", sollen. Den Schülern ist zu rathen, sich je nach dem ordentlichen Zustande zu halten. Das Wohlwollen und die womöglich sogar eine verrückte, und berücksichtigt dabei gar nicht, Stande ihrer Vorbildung entiveder gleichzeitig zur Unterstufe Heuchelei der Wohlhabenden, die diese einzelnen Klassen entdaß diese Forderung seitens der Gehilfenschaft in einer am eigenen und Mittelstufe, oder gleichzeitig zur Oberstufe und Mittelstufe, gegenbringen, ist dem Arbeiter nicht zu Theil geworden; er kann Leibe gemachten Erfahrung, in monatelanger Arbeits- oder auch nur zu einer der drei Stufen ausschließlich zu melden. auch ohne diese Dinge fertig werden und verlangt nur sein Recht. losigkeit ihren Ursprung hat. Wenn in Berlin allein Schüler, die jetzt noch nicht zur Oberstufe reif sind, werden dann Wenn aber die Wohlhabenden stets über Neid und Mißgunst der 600 Arbeitslose vorhanden sind, so ist das ein Heer, welches die in einem der kommenden Halbjahre in diese Stufe eintreten Nichtbesitzenden klagen, so mögen sie doch einmal nachdenken, Verkürzung der Arbeitszeit als gebieterische Nothwendigkeit er tönnen. Der Unterricht in der Nationalötonomie und wer diese Dinge in der herzlosesten Weise provozirt. scheinen läßt: aber nicht allein in Berlin ist diese Arbeitslosigkeit in der Geschichte bleibt wesentlich der nämliche; nur ist der so groß, sondern in ganz Deutschland, Desterreich und der Geschichtsunterricht auf eine Stunde wöchentlich beschränkt, um Der erste Strafantrag des neuen Reichskanzlers wegen Schweiz. Natürlicher Weise haben sich die Gelehrten der Frei- mehr Schülern die Theilnahme zu ermöglichen, und gleichzeitig Beleidigung liegt vor. Dieser Antrag richtet sich gegen den Arfinnigen Zeitung" nie darum gekümmert und kümmern sich jetzt derart gegliedert worden, daß in je zwei Schulen ältere, mittlere beiter Paul Neumann, welcher in einer anläßlich der Kornzollerst darum, um einen Theil der Berliner Buchdruckerprinzipale oder neuere Geschichte vorgetragen wird. Eine ähnliche Gliederung Debatten abgehaltenen sozialdemokratischen Versammlung in der zu Hilfe zu kommen, d. h. fie aufzuheben. Wir sehen diesem hat der naturwissenschaftliche Unterricht erfahren, Diskussion eine Aeußerung gethan hat, durch die sich General Schauspiele ruhig zu, betrachten Herrn Eugen Richter als indem in je drei Schulen Physik oder Chemie, in einer außerdem von Caprivi beleidigt fühlte. Eine eigenthümliche Frage ist " Boltsmann", wie er ist, und warten die Dinge ab, wie sie Physiologie( Lehre vom Bau und Leben des menschlichen Körpers) übrigens an den Arbeiter Paul Neumann bei seiner ersten Verkommen. Selbstverständlich halten wir uns an unser Gesetz, den vorgetragen wird. Der Rechnenunterricht ist gleichfalls nehmung gestellt worden. An der hohen, über den Stettiner Ulgemeinen deutschen Buchdruckertarif, und sollten die Prinzipale abgestuft worden, und zwar in zwei Abtheilungen. Die untere Bahnkörper hinwegführenden Riesenbrücke in der Gartenstraße, dieses Gesetz verlegen, so werden wir als Wächter einmüthig für wird sich mit dem gewöhnlichen Zahlenrechnen befassen; die obere, welche der Berliner Volksmund„ Schwindsuchtsbrücke" getauft hat, dasselbe eintreten und hoffen dadurch die Arbeiterschaft und auch welche hauptsächlich die schwierigen, im geschäftlichen Leben vor prangte in der Zeit der Kornzoll- Debatten eines Morgens die bas Publikum auf unserer Seite zu haben. Drängt man uns den kommenden Berechnungen in Betracht ziehen wird, ist organisch Inschrift:„ Caprivi ist ein"( hier folgt ein grobes Schmähwort). Kampf auf, so wird man uns zur Stelle finden. Wenn aber mit dem Unterricht in der Buchführung verbunden worden. An Man hat nun den Arbeiter, gegen welchen der Reichskanzler Herr Richter in seinem gestrigen Leitartikel über die Lohn- den Rechnenunterricht wird sich vorläufig in zwei Schulen der Strafantrag gestellt hat, gefragt, ob er auch der Verfasser dieses bewegung der Buchdrucker sich am Schlusse so ausdrückt, daß er Unterricht in der Mathematik anschließen. Der Zeichnenunterricht epigrammatischen Brückenpamphlets sei. fagt, jest wäre die passende Zeit zum Streiten, da kein fällt fort, da ein den besonderen Berufsinteressen förderliches Parlament u. f. w. wäre, so ist es wirklich etwas naiv, er- Zeichnen doch nicht in einer auf Schüler aller Fächer angewiesenen Warnung. Von Zeit zu Zeit tritt an uns die wenig anwachsenen Männern eine solche Zumuthung zu stellen. Herrn Schule ertheilt werden kann. Die Stenographie ist aus dem genehme Aufgabe heran, vor Leuten zu warnen, die unter der Richter zu Liebe die Arbeit einzustellen, so, wie es ihm paßt, Unterrichtsplan beseitigt worden, weil nur ein sehr geringer Theil falschen Vorspiegelung, Genossen oder auch nur Arbeiter zu sein Dazu gehört Richter'sche Weisheit. Die 5000 Buchdruckerei- Arbeiter der Schüler einen Nutzen daraus hätte ziehen können, während und in dieser Eigenschaft mit der Partei oder der Redaktion Berlins sind doch keine Reichstags- Abgeordneten, die sich seiner für die Mehrzahl die stenographische, auf phonetischen Prinzipien des Vorwärts" in Verbindung zu stehen, die Parteigenossen zu Zeit abkommandiren ließen, damit das Sozialistengesetz weiter aufgebaute Schreibweise geradezu verwirrend auf die brandschaken suchen. So wird uns mitgetheilt, daß vor kurzer bestand. Nein, Herr Richter, wir haben unser eigenes Rechtschreibung einwirkt. Da die Minderzahl, denen Zeit von einem in der Mitte der Zwanziger stehenden, dunkel Kommando mit über 300 Hauptleuten( Vertrauensmännern), deren die Stenographie wirklichen Nutzen einträgt, sich außerdem gekleideten Menschen mit röthlichem Schnurrbärtchen der zum Truppen an Disziplin gewöhnt sind und dem sich jeder Einzelne diese Handfertigkeit in anderen Kursen für ein sehr geringes Glück vergebliche Versuch gemacht worden, von der Gattin eines fügt. Damit sind wir fertig mit Herrn Richter und rufen ihm Entgelt oder gar unentgeltlich erwerben können, hat dieser Unter- Genossen in des Leyteren Abwesenheit 4 M. 25 Pf. für angeblich die Worte eines seiner Gesinnungsgenossen aus Charlottenburg richt bem dringlicheren und allgemein nothwendigen Unterricht vom„ Vorwärts" entnommene Bücher zu erschwindeln. Cin zu:" Bleiben Sie doch bei der Wahrheit, Herr Richter!" Wie im Deutschen weichen müssen. Den Schülern mag an dieser ganz gefährlicher Schlafbursche auf diesem Gebiete sehr man gegen die ruhig abwartende Gehilfenschaft vorgeht, Stelle nochmals der Rath ertheilt werden, nicht mehr als diesen Ausdruck nicht allzu wörtlich zu beweist folgendes charakteristische Schriftstück der Berliner Buch- höchstens zwei Fächer gleichzeitig zu belegen, damit sie Zeit und nehmen, denn benannter hat eine reguläre Schlafstelle drucker- Prinzipale: Lust behalten für die zur gründlichen Ausbildung unumgänglichen Sternenmantel des Himmels zur Decke ist der Journalist und nicht, pennt" vielmehr bei Allmutter Grün, den Bund der Berliner Buchdruckerei Besitzer. häuslichen Arbeiten. angebliche Mitarbeiter unseres Blattes, Leo Boas. Mit einer Verpflichtungs- Schein. Bum ,, Kampf mit geistigen Waffen" haben wir mitzu- bewundernswerthen Verve und einer Ausdauer, die einer besseren Ich verpflichte mich, bei Zahlung einer Konven- theilen, daß die Konservativen des Teltower Kreises daran sind, Sache würdig, lumpt und pumpt dieser mäßige Elegant in bentional- Strafe von 50 Mart für jeden am diesen nunmehr auch ihrerseits gegen die Umsturzbestrebungen des Kollegen und Genossenkreisen umher, sodaß eine ganze Reihe 1. Oktober 5. 3. von mir beschäftigten Gehilfen vaterlandslosen Gesindels, der Sozialdemokratie, in verstärkter sowohl von vertrauenden Gastwirthen als Kollegen und Genossen wvir bitten 11 " " " Das Arrangement des Festes liegt einzig und all'ein dem gewählten Komitee ob. Dasselbe wird sich bemühen, das Fest zu einem noch nie dagewefenen zu geftalten." Echt deutschfreisinnig, d. h. echt reaktionär! Zum ersten ist es überhaupt nicht gestattet, eine selbständige Meinung zu haben, und zum zweiten Sozialdemokraten am allerwenigften. Das ist das demokratische Prinzip, das dem„ Deutschfreisinn" inne wohnt, im Großen wie im Kleinen! So sind die Herren die Sozialdemokraten auf eine gute Manier los geworden, sind wieder ganz unter sich", der Vergnügungs- Ausschuß wird das Fest schon zu einem, noch nie dagewesenen" gestalten und die deutschfreisinnigen Herren werden uni sono mit überschnappender Stimme deutsch, frei und sinnig fingen: Na, so woll'n wir einmal, woll'n wir einmal, heirassasa, lustig sein, fröhlich sein, hopsassasa!" zwar Zeit der einen Fensterflügel tragende Glasergeselle Zahn über einen Obstrest aus und fiel zu Boden. Sierbei zerbrachen die Fensterscheiben und erlitt Zahn durch die Scherben so bedeutende Verlegungen am Handgelenk, daß er nach Anlegung eines Verbandes im Krankenhause am Friedrichshain Aufnahme fuchen mußte. Im Thiergarten, nahe der Rousseau- Insel, wurde Vormittags ein Tischler mit einer Schußwunde in den Schläfen aufgefunden und noch lebend nach der Charitee ge bracht. Im Laufe des Tages und in der darauffolgenden Nacht fanden vier kleinere Brände statt. Gerichts- Beitung. von ihm schon mit mehr oder minder beträchtlichen Summen einigen Tagen, daß der dortige Schlächtermeister Braus zwei um 4 Uhr Nachmittags mit der Machus ein Tanz hineingelegt" worden sind. Dabei bringt Boas die romantischsten frepirte Schweine geschlachtet habe. Das eine der Thiere sollte lokal in der Dennewißstraße aufgesucht und dieses erst Erzählungen aufs Tapet. Bald winken Geldsendungen aus vor dem Schlachten bereits ganz kalt gewesen sein, das andere um 11/2 Uhr wieder verlassen hätten. Von hier aus begab sich Amerika, bald hat er" polizeiliche Vernehmungen" u. f. w. Er nur noch trampfhaft gezuckt haben. Der Beamte begab fich fo- die Machus zu ihrer Schwester, der bereits genannten Frau borgt um Thaler und inszenirt Pumpe, die ihm nur einen Nickel fort an Ort und Stelle, er fand beide Schweine bereits im Laden Bierbach. Um das junge und unerfahrene" Mädchen nicht bringen. Vewundernswerth ist dabei sein Geschick, Bekanntschaften hängen. Er beschlagnahmte das Fleisch und holte darauf einen allein nach Hause gehen zu lassen, erbot sich der Schwager, der zu schließen. Darum Vorsicht! Thierarzt heran, der eine Untersuchung vornehmen sollte. Als er Kutscher Bierbach, zur Begleitung. Obgleich die Machus geäußert mit diesem ankam, war das Fleisch verschwunden und so der hatte, sie habe Angst vor dem Nachhausegehen, so folgte Unterwegs aber, und zwar wie Echt bentsch freifinnig". Na, so wollen wir einmal Untersuchungsbehörde entzogen. In demselben Orte wurden bei fie doch ihrem Schwager. wollen wir einmal, heirassasa, lustig sein, fröhlich sein, hopsassasa, dem Schlächtermeister Werdermann durch einen Gendarm 10 Rinder jetzt feststeht, um nicht den Anblick der blutigen Leiche zu haben, Also dachte das gutfreisinnige" Personal der als„ gutfreifinnig" beschlagnahmt, d. h. es wurde angeordnet, daß vor dem Grscheinen erklärte sie plöhlich:„ ach, ich fann ja nicht in die Wohbekannten Isaac'schen Buchdruckerei und Verlag der deutsch- des Polizei- Thierarztes weder Vieh noch Fleisch fortgebracht werden nung, ich habe ja nicht die richtigen Schlüssel" und ver= freisinnigen" Zeitung Neue Zeit" in Charlottenburg, und so dürfe. Zwei von den zehn Rindern waren bereits geschlachtet anlaßte hierdurch ihren Begleiter zu der Aeußerung:„ Na, dann Sichtlich erfreut tehrte sie um und wurde beschlossen, am 7. November cr. ein Vergnügen zu ver- und diese waren mit zahlreichen Tuberkeln behaftet. Die noch tomm' und schlafe bei uns." anstalten und wurde hierzu ein Vergnügungsausschuß gewählt. lebenden acht Stück hatten sämmtlich ein frantbastes Aussehen schlief die Nacht völlig ruhig. Diese Aeußerung von der„ Angst" Man hoffte, so ganz unter sich sein zu können. Ein schöner Ge- und schienen der Tuberkulose dringend verdächtig. Als am ist es gewesen, welche den Verdacht der Thäterschaft zuerst auf die danke, doch es kam anders! Infolge Vergrößerung des Geschäfts nächsten Tage der Thierarzt erschien, war eine der geschlachteten Machus lentte. Dies in Verbindung mit der Thatsache, daß die wurde nämlich unlängst eine Anzahl Schriftseger neu eingestellt, Stühe beseitigt, von den lebenden waren sieben ausgewechselt, d. h. Mörderin schon einmal gestohlene 300 m. bei einer Schwester unterzum größten Theile Sozialdemokraten. Man denke! Wohl die verdächtigen waren fortgeschafft und dafür waren gesunde an gebracht hatte, hat der Kriminalpolizei Veranlassung gegeben, oder übel mußten diese nun für das Vergnügen ebenfalls inter- deren Stelle gestellt! Nur eine von den lebenden war da noch gestern( Dienstag) Abend um 8 Ühr eine Durchsuchung der Hierbei ist durchaus essirt werden. Diese hatten indessen einige Wünsche, von deren geblieben, diese erwies sich als hochgradig tuberkulos, sie wurde Bierbach'schen Wohnung vorzunehmen. Bei den vielen VerErfüllung sie ihre Theilnahme an dem Vergnügen abhängig konfiszirt und der Abdeckerei überwiesen. In beiden Fällen nichts Verdächtiges gefunden worden. machten und die sie, von allen unterzeichnet, dem hochwohllöblichen ist natürlich die Untersuchung eingeleitet worden. Die Behörden hören, welche die Machus schon zu bestehen hatte, ist ein klares Bergnügungsausschusse geziemender Weise achtungsvoll zc. fchrift hegen den Verdacht, daß Berlin von Friedrichsberg aus mit Bild über den Vorgang von ihr nicht zu erreichen geweſen: lich einreichten, um bei den„ deutsch freisinnigen Herren Kollegen" Fleisch versehen wird, welches die Untersuchung zu scheuen sie widerspricht sich bei jeder neuen Vernehmung. Bon psycholo feinerlei Anstoß zu erregen und den Wadenstrümpflern im hat und Deshalb der Untersuchung entzogen wird. gischem Interesse ist es, daß die Machus nach Aussage der Kleinen ihren despotischen Machttigel nicht zu verletzen. Diese Diefer Verdacht stützt sich auf folgende Thatsachen: Friedrichshäusler und Waldt eine ungewöhnliche Ausgelassenheit auf dem Wünsche sprachen für sich und bestanden darin, daß in Rücksicht berg hat indessen 50 bis 60 Schlächter, teinen Tanzboden zur Schau getragen hat. auf die in Berlin wohnenden Kollegen an dem betreffenden Polizei- Thierarzt. Nur Fleischbeschauer befinden sich am Orte; Polizeibericht. Am 5. d. Mts. Morgens wurde die Sonnabende, an welchem das Vergnügen vor sich gehen soll, die die obligatorische Fleischschau erstreckt sich jedoch nur auf Schweine Wird ein 66 Jahre alte Rentnerin Adler in dem Hinterzimmer ihrer WohGeschäftszeit eine oder, wenn möglich, zwei Stunden früher und läßt sämmtliches andere Schlachtvieh unberührt. beendigt werden möge, welche Zeit event. durch Kürzung der Thierarzt gebraucht, so muß ein solcher erst vom Berliner nung, Lüßowstr. 58, in einer Blutlache auf dem Fußboden Mittagspause oder durch Ueberstunden wieder eingebracht werden Polizeipräsidium requirirt werden und trifft dann vielleicht erst liegend, todt aufgefunden. An dem Kopfe der Verstorbenen könne, und daß der Vergnügungsausschuß dieserhalb mit dem in 24 Stunden ein, so daß genügend Zeit bleibt, verdächtiges fanden sich mehrere Wunden, welche anscheinend von Stichen mit Prinzipale Rüdsprache nehmen möge. Zum Zweiten wurde ge- Fleisch bei Seite zu schaffen. Damit soll keineswegs gesagt sein, einem neben der Leiche liegenden blutigen Küchenmesser herwünscht, daß die Musik zu dem Feste nicht von den beiden Char- daß sich die Friedrichsberger Schlächter mit solchen verdächtigen rühren. Ob ein Verbrechen oder Selbstmord vorliegt, konnte bislottenburger Musikdirektoren" gestellt werden möge, wie es, wie Manipulationen befassen. Im Gegentheil ist bekannt, daß die her nicht festgestellt werden. Im Landwehrkanal, zwischen der verlautete, beschlossen worden sei im Schoße des hochgebietenden Hintermänner hauptsächlich in Berlin sitzen. Das frankhafte Rottbuser und Admiralbrücke, wurde Vormittags die bereits Bergnügungsausschusses, da beide in bekannter Manier arbeiten", Rindvieh wird sämmtlich über den Lehrter Bahnhof in Berlin start verweste Leiche einer unbekannten Frauensperson an der eine mit 30, der andere mit 50 Lehrlingen, und ein solches eingeführt. Auf diesem Bahnhofe besteht keine ständige thierärzt- geschwemmt.- Vor dem Hause Langestr. 77 glitt zu derselben System Sozialdemokraten nicht unterstützen können. Die Antwort liche Kontrolle für das lebende Vich. Von hier aus wird das des Vergnügungsausschusses lautete: verdächtige Vieh per Wagen nach denjenigen Schlachtstätten gebracht, welche dafür etablirt worden sind. In Friedrichsberg befindet sich nun u. U. ein Schlächter, der alle Wochen etwa 30 sehr zweifelhafte Rinder schlachter; die Thiere werden aber nur in seinem Schlachthause und auf seinen Namen geschlachtet. Der gesetzlichen Vorschrift, daß alles in Berlin von außerhalb eingeführte( nicht auf dem hiesigen Viehhof geschlachtete) Fleisch von einem Attest begleitet sein muß, daß das Thier vor dem Schlachten gesund gewesen ist, wird dadurch genügt, daß ein Fleisch beschauer für Schwarzvieh herangezogen wird, der in oft mangelnder Sachfenntniß das Attest giebt. Soweit Hoffnung vorhanden ist, daß das Fleisch die„ Station" zur Noth passiren kann, wird dasselbe über das Untersuchungsamt in Berlin eingeführt, das Attest nennt dann den vorgeschobenen Schlächtermeister in Friedrichsberg als Besizer; denn Berliner Schlächter dürfen bekanntlich kein Fleisch einführen, welches nicht auf dem Viehhofe geschlachtet ist. Vor dem Schöffengericht in Rigdorf hatte sich am Freitag, Was aber von dem so geschlachteten Fleische die Deffentlichkeit den 2. Oktober, der Redakteur des Vereinsanzeigers", Genosse Die Bewohner der an der Ostbahn belegenen Vororte führen schon lange darüber lebhafte Klage, daß die Ostbahn, im scheuen hat, das erblickt dieselbe auch nie. Es wandert von Josef Hohlwegler, wegen öffentlicher Beleidigung des Malers dem Schlachthause direkt in den Keller, wohin fein Gendarm Johannsmeyer zu verantworten. Die Vorgeschichte dieses ProBesonderen der Vorortverkehr derselben, als ein Stiefkind der und kein Thierarzt dringt und wo es sofort zu Wurst verarbeitet zesses geht bis in das vorige Jahr zurück. In dieser Zeit war Eisenbahnbehörde behandelt wird und bei jeder Gelegenheit gegen wird, um in dieser unverdächtigen Gestalt in den Handel zu der Maler Johannsmeyer Kassirer des zu Wernigerode bestehenden die Nachbarbahnen zurücktreten muß. Wie berechtigt dieser kommen. Gegen all diese Uebelstände kann eine radikale Abhilfe Malervereins". Der letztere beschloß nun im verflossenen Jahre, Schmerzensruf ist, erhellt zur Evidenz jetzt wieder einmal aus dem am 1. Oktober in Kraft getretenen Winterfahrplan. Be- nur dann geschaffen werden, wenn endlich die obligatorische Unter dem Zentralverband deutscher Maler" beizutreten resp. sich in suchung auf alles Fleisch ohne Ausnahme ausgedehnt wird, eine Filiale desselben zu verwandeln. Durch diesen Beschluß ging kanntlich sind Tausende von Familienvätern infolge der in welches nach Berlin kommt, ohne den Markt zu berühren. So das gesammte Vereinsvermögen in den Besitz der neuen Filiale der Stadt von Jahr zu Jahr rapide gestiegenen Miethspreise ge- lange dies nicht geschieht, muß dafür Sorge getragen werden, über. Der Kassirer Johannsmeyer indessen mochte sich, wahrs zwungen, in denjenigen Vororten ihr Heim aufzuschlagen, wo daß auch auf dem Lehrter Bahnhofe eine ständige thierärztliche scheinlich von den Meistern Wernigerodes beeinflußt, in die die Miethspreise noch mäßige sind, was in erster Linie in den Kontrolle eingeführt wird und daß das Polizeipräsidium, soweit Sache nicht fügen. Ihm war der Centralverband, wie er angab, obenerwähnten Vororten zutrifft. Man sollte nun meinen, daß seine Kompetenz in den Vororten reicht, ausreichende Kräfte für wegen der sozialdemokratischen Streitgeschichten" verhaßt, ja er dieser Umstand der Eisenbahnbehörde nicht unbekannt geblieben die Kontrolle anstellt. erhob heimlich sogar von 4 Mitgliedern Beiträge für den ehemaligen sein sollte und daß auch diese ihr Mögliches thun würde, um Malerverein" weiter und lieferte auch einen Beitrag von 25,15 M. ihrerseits den gedachten Personen das Wohnen in den Vororten Im Restaurant Zu den drei Raben" erschoß sich am nicht an die neue Filiale ab. Das Bestehen dieser Letzteren nun dadurch einträglich zu machen, daß sie mit der Stadt eine Ver- Sonntag Abend mittelst Revolvers ein unbekannter Herr. Der war, zum Theil infolge der Machinationen und Intriguen des bindung herstellt, welche den Bedürfnissen einigermaßen Rechnung selbe hatte neben dem Orchester mit einer Dame an einem kleinen Johannemeyer, nicht von langer Dauer. Dies veranlaßte nun trägt. Weit gefehlt. Wir wollen heute nur einen wunden Punkt Tische Platz genommen. Den Abend über wurde zwischen beiden den Genossen Hohlwegler, einem Berichte im Vereinsanzeiger" herausgreifen, welcher die Interessenten auf das Peinlichste be- Personen ein lebhaftes Gespräch geführt, als der Herr plöglich Raum zu geben, durch welchen der Maler Johannsmeyer des rührt: Beginn und Schluß der Geschäfts, Arbeits- und Schul- zum Revolver griff und sich in die rechte Schläfe schoß. Es Verrathes an der gemeinsamen Sache und der Unterschlagung zeit fallen immer mit der vollen Stunde zusammen und waren gleich Aerzte anwesend, um Wiederbelebungs- Versuche au- beschuldigt wurde. Auf Antrag des J. leitete das Amtsgericht man tönnte wohl annehmen, daß dieser Umstand bei zustellen, aber vergebens, der Tod war in wenigen Minuten ein- Nixdorf gegen Hohlwegler als verantwortlichen Redakteur des der Aufstellung des Fahrplans bezüglich des Vorortverkehrs in getreten. Der Vorfall hatte eine riesige Aufregung verursacht in Berlin- Riydorf erscheinenden Vereinsanzeigers" das StrafZwei Mal schon Betracht gezogen sein würde. Dies ist jedoch, soweit es die Ost- und mehrere Damen wurden ohnmächtig. Das Lokal war bis verfahren wegen öffentlicher Beleidigung ein. bahn angeht, nicht der Fall, denn fämmtliche Züge des Vorort- auf den letzten Platz gefüllt, als sich der Vorfall ereignete. mußte die Verhandlung vertagt werden. Das zweite Mal, weil verkehrs derselben gehen fortan vom Schlesischen Bahnhof, der der als Zeuge geladene Vorsitzende des Zentralverbandes deutscher Er wurde mit Bezug Maler", Wilhelm Schweizer, nicht erschienen war. hier allein in Frage kommt, mit der vollen Stunde ab und Zur Stellung der Vertheidiger schreibt der parlamentarische treffen ebenso mit der vollen Stunde ein, so daß alle diejenigen nahme auf den Braun'schen Mordprozeß dafür in eine Geldstrafe von 50 M. genommen, auch wurden ihm zur die Terminkosten Last gelegt. Zu der Sigung Paffagiere, die in Berlin beschäftigt sind, einschließlich der Schul- Mitarbeiter der„ Bresl. 3tg.": als Zeugen geladen: finder, bei Ankunft und Abfahrt jedesmal über eine halbe Stunde Schlechterdings gar kein Vorwurf darf den Bertheidigern am Freitag waren nuzlos mit Warten vergenden müssen, dies giebt bei täglich daraus gemacht werden, daß sie den Angeklagten den Rath Fölsch aus Lübeck, früher Vorsitzender des Malervereins" 4 maliger Fahrt mindestens 2 Stunden des Tages und im Jahr gegeben, die Antwort zu verweigern. In England läßt sich kein und der Filiale des Malerverbandes in Wenigerode, der Genosse 720 Stunden! Sehr schwer wird dieser Uebelstand in den Angeklagter über die ihm gemachten Vorwürfe aus. Es steht ihm Schweitzer und der Maler Johannsmeyer, zur Zeit in Berlin. Morgen- und Abendstunden empfunden. Daß hier wieder ein frei, sich schuldig zu bekennen; thut er das nicht, so spricht er Bei seiner Vernehmung machte der Letztere derartig konfuſe Ausmal das Wort„ Zeit ist Geld" recht zur Geltung fommt, versteht kein Wort weiter. Man hält es dort geradezu für unrecht, von sagen, daß der Amtsrichter selbst bedauerte, mit solchen Lumpereien sich von selbst. Unseres Erachtens tönnte dem gerügten Mißstand dem Angeklagten zu verlangen, daß er selbst das Material zu sich herumschlagen zu müssen. Unter anderem bestritt Johanns mit Leichtigkeit dadurch abgeholfen werden, daß der Fahrplan so seiner Ueberführung biete. Man hält es für unangemessen, daß meyer, daß der„ Malerverein" in Wenigerode dem Zentraleingerichtet wird, daß die Züge etwa gegen halb der Stunde den der nicht geständige Angeklagte durch den Richter veranlaßt verbande beigetreten sei, während der Genosse Fölsch den erSchlesischen Bahnhof verlassen und gleichermaßen eintreffen. wird, ein Lügengewebe auszuspinnen, um mit demselben die ihn folgten Beitritt mit aller Bestimmtheit bekundete. Wenn die Eisenbahnbehörde die obengedachte Anregung auf verdächtigenden Thatsachen zu verdecken. Es hat viele deutsche Auf Schweizer's Zeugniß wurde seitens des Gerichshofes Aenderung des Fahrplanes berücksichtigen würde, so könnte sie Rechtslehrer gegeben, welche dieses englische System dem deutschen und der Vertheidigung, welche in den bewährten Händen des sicher sein, schreibt man der„ Berl. Pr.", hierdurch den größten vorziehen; andere sehen in diesem Schweigen des Angeklagten Rechtsanwalts Heine lag, verzichtet. Uns will das von Seiten Dank der Bewohner der in Mitleidenschaft gezogenen Vororte zu einen Mangel des englischen Systems. Ich glaube nicht, daß die des Gerichtshofes etwas feltsam bedünken, da doch Schweitzer deutschen Juristen sich darüber einigen werden. Jedenfalls hat strafe verurtheilt worden. Was man für die bedauernswerthe That eines über auch in Deutschland der Angeklagte das Recht, zu schweigen. egen feines Ausbleibens im 2. Termine zu der erwähnten GeldWas man für die bedauernswerthe That eines über Nach längerer, lebhafter Erörterung, in welcher auch Spannten Jungen hielt, stellt sich jetzt als eine blöde komödie Allerdings pflegt der Vorsitzende den Angeklagten wohlwollend Maler" als sozialdemo amt- 3 ermahnen, die volle Wahrheit zu sagen; vorgeschrieben ist ihm heraus, die ein dummer Junge aufgeführt hat. Nach dem amt eine solche Mahnung nicht. Und der eigentliche Sinn derselben der Zentralverband deutscher vermochte das Gericht von lichen Polizeibericht hatten wir gemeldet, daß ein Gymnasiast geht wohl nur dahin, daß der Angeklagte sich aller Lügen und tratisch hingestellt wurde, Alfred Sch. sich, weil er nicht versetzt worden, im Thiergarten zu Erfindungen enthalten soll. Die ausdrückliche Erklärung des dem Johannsmeyer nicht die Ueberzeugung zu gewinnen, daß er erschießen versuchte und wenn auch nicht gefährlich verletzt Angeklagten, daß er die Antwort im Allgemeinen oder auf eine sich der Strafbarkeit seiner als Unterschlagung gekennzeichneten Handlungsweise bewußt gewesen. Es mußte infolge dessen die - nach der Charitee gebracht wurde. Der hier Genannte bestimmte Frage verweigere, wird immer respektivt. Berurtheilung Hohlwegler's, der selbst lebhaft für seine Freigehörte troß seiner 16 Jahre der Untertertia eines Gymnasiums im Südwesten an. Der Streich, den er vollführte, ist nach Zum Braun'schen Mordprozeß wird noch mitgetheilt, sprechung eintrat, erfolgen, doch wurde angesichts der nicht be genauer Feststellung wie folgt verübt worden. Am Sonnabend daß der Landgerichts Direktor Niedt mit der thatsächlich ein- fonders noblen Handlungsweise des Jobannsmeyer die Strafe hat er nach der Zensur, statt nach Hause zu gehen, sich nach gereichten Beschwerde der Geschworenen über das Verfahren der auf nur 3 M. event. 1 Tag Haft festgesetzt, dem Beleidigten aber Charlottenburg begeben, wo sein Bruder wohnt, und hat sich Bertheidiger nichts zu thun hat. Am letzten Tage der Verhand- die Publikationsbefugniß des Erkenntnisses im„ Vereinsanzeiger" sodann im Thiergarten umbergetrieben. Am späten Abend lungen hatte übrigens Frau Heinze einen Brief aus Chicago von zugesprochen. Der Staatsanwalt hatte 50 M. beantragt. hat ihn daselbst ein Wächter, aus einer kleinen dem Just erhalten, auf dessen Vernehmung beide Angeklagte wollen noch hervorheben, daß der Angeklagte den Zentralverband deutscher Maler entschieden gegen den Vorwurf sozialdemokratischer Wunde blutend, ächzend und. stöhnend aufgefunden, dann so großen Werth legten. Tendenzen und des Politittreibens verwahrte. Der gauze Prozeß Derselbe hat dann von der Polizeiwache aus seine Beförderung dürfte für alle gewerkschaftlichen Korporationen eine Mahnung fein, bei der Wahl der Vorstandsmitglieder die größte Vorsicht obwalten zu lassen, damit Elemente, wie der Maler Johannsmeyer, aus ihrer Mitte fern gehalten werden. erwerben. " 1 " Der Maler Wir Eine Folge des Prozesses Heinze wird, wie man der zur Charitee bewirkt. Auf der Polizei hat der A. Sch. ausgefagt, er habe sich erschießen wollen vermittelst eines Revolvers, Saale- Zeitung" schreibt, eine Reorganisation und wesentliche der ihm nach dem Schusse aus der Hand gefallen und dann von Verstärkung der Sittenpolizei sein. Polizei ist eben das AuheilVorübergehenden mitgenommen sei. Die Untersuchung feiner mittel unserer herrschenden Stlassen. Kleider und seines Körpers hat aber ergeben, daß die Außenseite Zum Falle Adler. Das Dienstmädchen Auguste Machus Ein großer Prozek wegen Vetrngs, Urkundenseiner Weste an der Stelle der Verwundung eine kleine, anscheinend vom Verbrennen herrührende Beschädigung aufweist, hat der Kriminalpolizei ein theilweises Geständniß abgelegt, daß fälschung und Beihilfe dazu wurde gestern vor der vierten Zu später Stunde geht Straffaminer des Landgerichts I unter dem Vorsitze des Landdie Innenseite aber ebendaselbst ganz unbeschädigt ist. Die Unter: es das Fräulein Adler ermordet habe. Salomon fleider zeigen an der Stelle der Verwundung eine geschnittene uns noch eine Nachricht zu, welche, falls sie weitere Bestätigung gerichtsdirektors Martius verhandelt. Die Anklage richtet sich Deffnung, die Wunde selbst hat keine Spur eines Schusses gezeigt; findet, der Untersuchung gegen die unverehelichte Auguste Machus gegen die Kauflente Hermann Löwenthal, Bei der Schreyer. Hugo Rosenthal, Alexander Borchardt auch ist feine Kugel an dem Verlegten gefunden, auch feine eine ganz andere Wendung zu geben geeignet ist. Deffnung der Kleidung, durch die sie sich einen Ausweg ge- Kriminalpolizei hat sich nämlich eine Beugin gemeldet mit und Louis Oß, ein sechster Angeklagter, der Kaufmann Louis Anzeige, daß in der Adler'schen Wohnung am Löwenthal, Bruder des Erstgenannten, ist flüchtig geworden. bahnt hätte. Der Patient ist bereits am Sonntag aus der der Sonntag Abend um 81/2 Uhr Licht von ihr gefehen als Zeugen sind über 50 Schneidermeister aus kleinen Städten Charitee abgeholt worden und befindet sich wohl und munter. worden sei. Diese Erklärung hält die durchaus glaubwürdige der verschiedensten deutschen Provinzen erschienen. Sie sollen alle In wie raffinirter, systematischer Weise die Bejtim Beugin mit großer Bestimmtheit aufrecht. Daß sich die Mörderin durch die Angeklagten geschädigt sein. Bei dem großen Umfang mungen über die Fleischuntersuchung umgangen werden und um diese Zeit in der Wohnung aufgehalten habe, ist völlig aus der Verhandlung findet dieselbe im kleinen Schwurgerichts- Saale ununtersuchtes Fleisch in den Handel gebracht wird, dafür liegen geschlossen, denn die unverehelichte Bertha Häusler, Magdeburger- statt. Die Auklagebehörde wird durch Assessor Jürgens vertreten, uns einige Meldungen vor, die von abfolut zuverlässiger Seite jiraße 36, wie auch die unverehelichte Minna Waldt, Blumes- den Angeklagten stehen die Rechtsanwälte Dr. Friedmann, Sello, hof 2 wohnhaft, bekunden übereinstimmend, daß sie bereits Meschelsohn, Drucker und Reichardt aus Naumburg a. S. alé bestätigt werden. Ein Gendarm in Friedrichsberg erfuhr vor Vertheidiger Rechtsanwalt Sachs macht darauf aufmerksam, daß wenn der Wächter Wittau seine Aufgabe im Sinne des Herrn Lieutenant ein wenig humaner aufgefaßt hätte, das Ganze gar nicht habe vorkommen können. Er plädirt warm für Annahme mildernder Umstände bei Lindenberg und für Freisprechung des Gericke. Das Gericht entschied in diesem Sinne. Gericke ward freigesprochen und Lindenberg kommt mit ins gesammt 53 M. Geldstrafe davon. Soziale Uebersicht. ernennen. 11 Be in den politischen Die Buchdruckerei- Juhaber Niederösterreichs haben der Gehilfenschaft den mit Ende 1891 ablaufenden BuchdruckerLohntarif und jenen der Schriftgießer gekündigt. Der bezügliche Antrag geht von den größeren Druckerei- und Schriftgießereivesizern Wiens aus und lautet:„ Der Gremialvorstand wird beauftragt, die Kündigung vorzunehmen sowie die Abänderung der derzeit bestehenden Tarife unter Zugrundelegung derselben und unter Beibehaltung der bisherigen Arbeits- und Löhnungsprinzipien gemeinschaftlich mit dem Gehilfenausschusse zu berathen und einem für beide Theile gleich gedeihlichen Abschlusse zuzuführen." Bertheidiger zur Seite. Der Anklage liegt in Kürze folgender I anderer Meinung. Er schloß wieder auf und sagte, der Klopfende Mainz, 4. Oftober. Bei der Wahl eines internatio Thatbestand zu Grunde: Im Anfang des Jahres 1890 sollen solle sich ruhig verhalten. Dies geschah nicht und nunmehr fiftirte nalen Vertrauensmannes der Metallarbeiter sich die fünf Angeklagten nebst dem flüchtigen Löwenthal ver- der Wächter den unruhigen Geist zur Polizeiwache. Hierbei nun für Deutschland wurden in einer hiesigen öffentlichen bunden haben, um Trikotwaayen, hauptsächlich baumwollene gehen wiederum die Ansichten der Zeugen auseinander. Gericke Metallarbeiter- Versammlung sämmtliche Stimmen für Martin Unterhosen und Hemden, in großem Maßstabe zu vertreiben. Sie hat geäußert, L. solle sich das nicht gefallen lassen. Nun wurde Segit in Fürth abgegeben. bezeichneten die von ihnen angepriesenen Waaren als besonders auch er zum Mitkommen eingeladen, dankte indessen dafür mit gesundheitsdienlich und nach dem System des Dr. Lamann an den zwar klassischen, doch doch noch Die Lehrerschaft Schleswig- Holsteins erörtert in Vers immer wenig salongefertigt. Es wurden fleine Städte besucht und in diesen nur fähigen Worten des seligen Gößz. sammlungen lebhaft die vom Kultusminister in sichere Aussicht Es fam zu einer Die Schneidermeister. Alle Ueberredungstünste wurden an- Art Balgerei zwischen Wittau und Lindenberg, und gestellte Erhöhung der durchweg unzulänglichen Gehälter. gewendet, um einen solchen harmlosen und geschäftsungewandten Beide, Lindenberg und Gericke, wurden endlich mit Hilfe fremden erregt deshalb die offizielle Mittheilung des Vorstandes Handwerker zur Abnahme eines Postens Waare zu bestimmen herbeigeholter weiterer Sicherheitsbeamten nach der am Görliger des allgemeinen schleswig- Holsteinischen Lehrervereins an die und wenn alle Bemühungen an der Vorsicht des zu Bearbeiten Bahnhof befindlichen Polizeiwache gebracht. Hier nun schildert Einzelvereine, daß es durchaus zu empfehlen sei, die Sache der den scheiterten, wurde zu anderen Mitteln gegriffen. Dem Gericke ein böses Erlebniß, welches wir aber lieber verschweigen Neuregelung unserer Gehaltsverhältnisse Schneidermeister wurde die Waare in Kommission angeboten und wollen. Um i Uhr Nachts tam auch der Eingangs erwähnte Beitungen nicht zu erörtern, da dies von wesentlichem Einfluß ihm versichert, daß er feinen Pfennig zu bezahlen oder für Un- Polizeilieutenant wieder auf die Wache. Ihm habe man diese auf die Entwickelung der Angelegenheit sei." fosten zu verauslagen habe. Angst vor oben- dein Name ist: Deutscher Lehrer! Er solle der einzige Verkäufer des Szene geschildert und eine Antwort darauf erhalten, deren Sinn Artikels in seinem Städtchen und der Umgegend sein und durch darauf hinausgelaufen, daß dergleichen auf seinem Revier nicht Eine Konferenz der Metallarbeiter von Baden, Elsaß geeignete Annongen in dem Lokalblatte solle der Abfah erleichtert vorkommen dürfe und streng von ihm untersucht werden solle. Lothringen und der Pfalz findet am 8. November in Offenwerden. Die Abrechnung solle vierteljährlich erfolgen in der Unter seinem Eid versichert indeffen der Lieutenant, davon nichts burg statt. Aufgabe der Konferenz ist, in jenen Landestheilen Weise, daß der Depoſitär einfach den Erlös für die verkaufte mehr zu wissen, obgleich er es nicht bestimmt verneinen könne. Die Errichtung von Vereinen der Metallarbeiter durch gemeinWaare nach Abzug eines entsprechenden Gewinnantheils ab- Dies der Vorgang der Sache. lieferte. fames Vorgehen zu fördern, und hierfür ein Agitationskomitee zu Alle unverkauften Stücke würden jederzeit und noch nach Jahresfrist wieder zurückgenommen, sodaß der Depoſitär durchaus keine Gefahr laufe. Diesen Vorschlägen lichen die Schneidermeister bereitwilliges Ohr und in den meisten Fällen strichen sie vor der Beredsamkeit der Angeklagten die Segel. Wenn das Geschäft so weit gediehen war, so hatte der Verkäufer auch sofort die Waare bei der Hand, da er stets einen großen Posten mit auf Reisen nahm. Bevor derselbe sich aber von dem neu gewonnenen Kunden verabschiedete, war noch ein kleines Geschäft zu erledigen, das von dem Angeklagten in der Regel als eine leere Formalität" bezeichnet wurde und mehr zur Sicherheit des Kunden Kunden als des Verkäufers diene. Dem Schneidermeister wurde nämlich ein Wechsel oorgelegt mit dem Ersuchen, seinen Namen an der Stelle des Annahmevermerts quer zu schreiben. Bisweilen war der Wechsel Leipzig, 6. Oftbr. Die Berathungen der deutschen schon vollständig ausgefüllt, in anderen Fällen trug das Papier Buchdrucker- Tarifkommission( Gehilfen und Prinnur in Buchstaben die Summe, zu welcher die in Kommission zipale) nahmen heute ihren Anfang. Die Verhandlungen werden gegebene Waare berechnet war. Natürlich wurden die Hand- geheim geführt. Ohne denselben vorgreifen zu wollen, muß fonwerfer stutzig und erwiderten, daß sie sich auf Wechsel nicht ein- statirt werden, daß die Leipziger Prinzipale alles auflaffen könnten, die Angeklagten verstanden es aber, ihre Bedenken bieten, um ein Zusammengehen mit den Gehilfen unmöglich zu zu besiegen. Sie versicherten hoch und theuer, daß der Wechsel machen. Wie ich höre, sind die Setzer, Drucker und Arbeiterinnen 28. September eine außerordentliche Versammlung ab, in welcher nur eine Anerkennung sei, daß sie die Waare erhalten hätten einer Druckerei heute früh schon nicht mehr zur Arbeit zugelassen Genosse Metzner über das Thema sprach: Haben wir gleiches und daß das Papier auf keinen Fall weiter begeben werden worden, weil sie sich weigerten, gestern Abend Ueberstunden zu Recht? Er erntete für seinen 1/4 stündigen Vortrag lebhaften würde. Die Angeklagten Louis Löwenthal Löwenthal und DB machen.( Gestern Abend fand zur Ehrung der Tarifkommission Beifall. Auf die Diskussion wurde verzichtet und dann folgende sollen sogar noch weiter gegangen fein. Sie schrieben eine Vorversammlung nebst Kommers im„ Café Battenberg" statt.) Resolution einstimmig angenommen:" Die heute am 28. Septbr. in Gegenwart der Kunden dicht am unteren Rand auf der Hier sei gleich eines Vorkommnisses Erwähnung gethan, das sich tagende Versammlung des Verbandes der Möbelpolirer erklärt Vorderseite des Wechsels den Vermerk:„ Dieser Wechsel darf nicht beim Kommers ereignete bezw. deffen Schluß herbeigeführt hat. sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Sie weiter begeben werden" und machten dadurch den Kunden sicher. Die Versammelten saßen in animirtester Stimmung beisammen, erkennt an, daß in dem heutigen Klassenstaat tein gleiches Recht Nach einigen Monaten wurde den Letzteren zu ihrer Ueber- als in der 12. Stunde der Besitzer des„ Café Battenberg" dem Vor- für Alle bestehen kann, sondern nur in einer sozialdemokratischen raschung ein vollständig ausgefüllter Wechsel präsentirt. Bei fizzenden der örtlichen Gehilfen- Tariffommission erklärte, daß er Gesellschaftsordnung es möglich ist, gleiches Recht für Alle zu denjenigen Wechseln, welche am unteren Rande den erwähnten feinen Saal zu der für nächsten Donnerstag angesetzten allgemeinen schaffen. Sie verpflichtet sich mit allen Kräften dahin zu wirken, Bermerk getragen hatten, war derselbe einfach abgeschnitten, Buchdruckerversammlung verweigere. Infolgedessen wurde der daß bei den Wahlen nur sozialdemokratischen Kandidaten die wohl oder übel mußten die Wechsel bezahlt werden und in vielen Rommers sofort aufgehoben, da die Versammelten einem Wirthe, Stimmen gegeben werden, da einzig und allein diese Kandidaten Im weiteren wurden noch Fällen kamen die durch List zur Unterschrift bewogenen Hand- welcher von den Prinzipalen beeinflußt erscheit, feinen Pfennig gleiches Recht für Alle erstreben. werker in arge Verlegenheit. Sie wandten sich an mehr zukommen lassen wollten. Man glaubt jedenfalls die Be- einige Werkstattangelegenheiten erörtert und dieselben theils der ihre Berliner Lieferanten mit der Anfrage, was es wegung einzudämmen, wenn die Arbeiter des Leipziger Buch- Fachkommission zur Regelung überwiesen. Zum Schluß machte mit dem Wechsel für eine Bedeutung habe und gewerbes feinen großen Saal zur Verfügung haben, bedenkt aber der Vorsitzende auf das am 10. Ottober bei Joel, Andreasstr. 21, es wurde ihnen die kurze und bündige Antwort, daß sie fest ge- nicht, daß die dadurch hervorgerufene Grbitterung die Arbeiter stattfindende Stiftungsfest aufmerksam und lud die Kollegen zu kauft hätten und den Wechsel einlösen müßten. Dazu kam noch, in ihren Entschlüssen nur befestigen kann. recht zahlreichem Besuche desselben ein. daß die Waare nicht absehbar war. Auf einer großen Anzahl Die Vorversammlungnahm nach einem furz gefaßten Situationsdieser Kundenwechsel standen die Namen der Angeklagten Her- berichte und einer Ansprache des Gehilfenvertreters Riedel mann Löwenthal, Rosenthal und Borchardt als erste Abnehmer. folgende Resolution einstimmig an: Die Auflage nimmt an, daß diefelben recht wohl wußten, wie die Wechsel entstanden sind, die sie rücksichtslos gegen den Afzeptanten eintlagten. Von den Angeschuldigten erscheinen Löwenthal und Schreyer am schwersten belastet. Alle Angeklagten bestritten ihre Schuld und sollen durch die umfangreiche Beweisaufnahme überführt werden. Die Verhandlung wird zwei Tage in Anspruch nehmen. Ein unverbefferlicher Schwindler wurde gestern der II. Straffammer des Landgerichts I in der Person des Handlungsgehilfen Eugen Gläser vorgeführt. Nach vielfachen Vorstrafen hatte derselbe sich jetzt eine große Anzahl von Urkundenfälschungen und Betrügereien zu Schulden kommen lassen. Er ist früher in einem hiesigen größeren Geschäft angestellt gewesen, wo er sich heimlich nach dem Firmenstempel einen zweiten an= fertigen ließ, um später mit Hilfe desselben Betrügereien zu begehen. Diesen Zeitpunkt hielt Gläser für gekommen, als er eine längere Freiheitsstrafe in Blößensee verbüßt hatte. Hauptsächlich hatte er es auf Juweliere abgesehen. Er schrieb einen Bestellzettel auf den Namen seines früheren Prinzipals, wonach dieser sich von einer bekannten Firma verschiedene Silberwaaren, wie Eplöffel 2c. erbat. Als der Betrug glückte, setzte der Angeklagte den Schwindel fort. Er verschaffte sich eine Menge Werthgegenstände, die er sofort versetzte, Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu vier Jahren Buchthaus und den üblichen Nebenstrafen. Versammlungen. Der Verband der Möbelpolirer in Süd- Osten hielt am Mit dem 1. Oktober entstand in Norbert's Festfälen durch Ginberufung und Referat vom Kollegen Morbach ein Verein der in Buchbindereien und verwandten Bes " Die am Vorabende der Tarifverhandlungen im„ Café trieben beschäftigten Arbeiterinnen. Derselbe Battenberg" tagende, von mehr denn 2000 Leipziger Buch- erklärte seinen sofortigen Beitritt zum Zentralverband der Buchdruckern besuchte Allgemeine Versammlung erwartet von binder Deutschlands und wählte folgende Damen in den Vor den Gehilfenvertretern die nachdrücklichste Verfechtung der stand: 1. Vorsitzende Frau Busse, Kassirerin Emma Stock, gehilfenseitig gestellten Anträge. In Erwägung des Schriftführerin Frl. Schulz, Beisitzerinnen Frieda Oldag und ohnehin für die Gehilfenschaft sehr problematischen Werthes Margarethe Kettenbach. Als männlicher Beirath wurden die der Tarifgemeinschaft wird die Fordauer derselben ab- Kollegen Morbach, Haß und Krank gewählt. Die nächste hängig gemacht von der Bewilligung der minimalen Ver- Vereinsversammlung findet Donnerstag, den 15. Oktober, mit fürzung der Arbeitszeit um eine Stunde bei ent- einem Vortrag des Herrn Türk über Frauenbefreiung statt. sprechender Erhöhung der Grundpositionen und der Lokal- Näheres wird im„ Vorwärts" noch bekannt gegeben. Es werden zuschläge sowie der Annahme von Druckbestimmungen. Die hierdurch alle Kolleginnen ersucht, in dieser Versammlung zu er Versammlung erblickt weiter in den vom Deutschen Buch scheinen, um der Unternehmerklasse zu zeigen, druckerverein systematisch ins Werk gesetzten, gehilfenfeind- Arbeiterinnen erkannt haben, daß sie nur durch eine starke lichen Unternehmungen und namentlich in der planmäßigen Organisation sich der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft durch ges Entlassung der Mitglieder des Unterstützungsvereins und wissenlose Unternehmer erwehren und bessere, geordnete wirthderen Ersatz durch Nichtmitglieder einen völligen Bruch schaftliche Verhältnisse schaffen können. des bisher bestandenen Vertragsverhältnisses, aus welcher V H daß die Thatsache sich die absolute Freiheit des Handelns für die In einer öffentlichen Versammlung der in der Gehilfenschaft von selbst ergiebt. Für den Fall der Ab- Gold- und Silberwaaren Branche beschäf lehnung der Gehilfenanträge fordern daher die Leipziger tigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am Buchdrucker die Leitung der organisirten Gehilfenschaft 5. Oktober Genosse H. Peus einen Vortrag über Frauenarbeit, auf, unverzüglich alle zur Verwirklichung der Gehilfen in welchem er darlegte, wie sich auf Grund natürlicher Verans forderungen nothwendigen Maßnahmen zu treffen." lagung des Weibes und auf Grund wirthschaftlicher Einflüsse die Während des Kommerses wurden Ansprachen gehalten von Arbeit der Frau im Laufe der Jahrtausende gestaltet hat und Niedel. Leipzig, Döblin Berlin, Schröder Köln, Re- sich voraussichtlich in Zukunft gestalten wird. Erst in der dakteur Wittich- Leipzig( als Vertreter der Arbeiterpresse), sozialistischen Gesellschaft werde das Weib den an dasselbe als Beste ct- Berlin 2c. Einige Redner wollten noch das Wort er- Mutter und Erzieherin der Kinder gestellten Anforderungen vollgreifen, u. a. der Vertreter des hiesigen Gewerkschaftsfartells; fommen gerecht werden können, und erst dann das weibliche Ge dieselben wurden aber durch den vorzeitigen Schluß daran ge- schlecht frei und unabhängig dem Manne gegenüberstehen, hindert. wenn die wirthschaftlichen Schranken, welche das Weib bisher in eine mehr oder minder große KnechtschaftsVor Zuzug der Schuhmacher nach Barmstedt, Groitzsch, stellung bannen, gefallen sein werden. Dem mit lebhaftem BeiWeißenfels, Spandau, Grabow i. M., Jastrow i. W. warnt das fall aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze Diskussion, nach Schuhmacher- Fachblatt"; vor Zuzug der Töpfer nach Dos, deren Beendigung eine Resolution einstimmig gefaßt wurde, in Baden- Baden, den Ofenfabriken von Chr. Seidel u. Sohn in welcher sich die Anwesenden mit den Ausführungen des ReDresden und Karl Böhme in Halle a. S. Der Generalausschuß ferenten einverstanden erklären und sich zum Anschluß an eine der Töpfer Deutschlands. Organisation verpflichten. Nachdem Herr Faber dann den Bericht über die bisherige Thätigkeit der Berliner Streit- Kontrollfommission erstattet hatte, stimmte die Versammlung dem bisherigen Vorgehen der Kommission zu, ebenso dein Vorschlage, daß auch ferner ein Kollege in die Kommission delegirt werde. Gewählt wurde dazu Herr Faber. Ferner wurde eine Kommission zur Agitation für die Versammlungen niedergesetzt und in diefelbe die Herren Freimuth, Ulrich, Ludwig, Konrad und Rottenau gewählt. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. In der Berufungsfache Lindenberg und Genossen wurde am Dienstag Mittag vom Landgericht I. verhandelt und hat die anfcheinend geringfügige Angelegenheit um deswillen einiges Interesse auch für weitere Bevölkerungstreise, weil in dieser Hauptverhandlung das Verhältniß der Exekutiv- und Sicherheitsbeamten Berlins zum Publikum scharfe und eingehende Beleuchtung erfuhr. Angeklagter Lindenberg wurde f. 3. vom Schöffengericht wegen öffentlicher Beamtenbeleidigung, Wider stands gegen die Staatsgewalt, in diesem Fall repräsentirt durch den Nachtwächter Wittau, und ruheſtörenden Lärms zu ins gesammt 3 Wochen Gefängniß und 8 Tagen Haft, fein Genosse Gericke wegen Anstistung zum Widerstand zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Beide legten durch ihren Wertheidiger, Nechte des Bahnhofs in Beckum beschäftigt waren, haben wegen Lohn anwalt Sachs, Berufung ein und unter Ausbietung eines nicht unerheblichen Zeugenapparates gelangte die Angelegenheit zur Verhandlung vor das Landgericht. Eine größere Anzahl Erdarbeiter, welche beim Bau streitigkeiten die Arbeit niedergelegt. Nach der„ Reinisch- Westf. Beitung" beträgt die Zahl der Streifenden 40. " leber Lohnreduktionen, welche die Magdeburger OberIn der Nacht zum 13. April d. J., so erzählt der erste Zeuge, Postdirektion den ihr unterstellten Telegraphen- Arbeitern Polizeilieutenant von Karnack, vernahm derselbe, von einer Revision zu Theil werden ließ, berichtet die dortige Boltsstimme": der Hasenhaide zurückkommend, ein lautes, seiner Meinung nach Die Vorarbeiter in diesem lebensgefährlichen Berufe erhielten die nächtliche Ruhe beeinträchtigendes Gespräch, das von dem bisher pro Woche 25 M., während der Lohn der Arbeiter zwischen In Stralan tagte am 27. September eine Bersammlung geständigermaßen ziemlich stark angetrunkenen Angeklagten Linden- 18-19,50 m. schwankte. War diese Entlohnung nun schon an der Sozialdemokratie des Niederbarnimer Kreises, in welcher berg herrührte, der von zwei Freunden rechts und links unterstützt, sich eine verhältnißmäßig niedrige, so wurde dieselbe doch einiger Arthur Stadthagen unter reichem Beifalle über den die Wienerstraße entlang wanderte und das Bedürfniß verspürte, maßen durch die Thatsache ausgeglichen, daß die Arbeiter während Brüsseler Kongreß und den Programm- Entwurf Bericht erstattete. den Begleitern einen ebenso lauten als allem Vermuthen nach der Wintermonate, die eine volle Ausnutzung der Arbeitszeit nicht In der Diskussion kritisirte Genosse Grünberg die Ausweisung instruktiven Vortrag zu halten. Der Polizeibeamte gebot Silentium, zulassen, dennoch ihre volle Löhnung bekamen, wobei allerdings der Anarchisten vom Kongreß. Er war ferner der Meinung, der in der Mitte der Freunde Wandelnde glaubte in diesem zu berücksichtigen ist, daß die Arbeiter in dieser Zeit nicht etwa daß, wenn Stadthagen nicht für die Entfernung des Berichts Gebot einen Versuch der Beeinträchtigung seiner staatsbürger- mehr freie Beit haben, sondern zu anderen als ihren eigentlichen erstatters, welcher lügenhafte Berichte in die„ Köln. 3tg." lanzirte, lichen Rechte auf freie Meinungsäußerung zu erkennen und betonte, Berufsarbeiten herangezogen werden. eingetreten war, er auch unbedingt gegen die Ausweisung des daß ihm auch ein Polizeilieutenant das Sprechen nicht verbieten Heuer ist das anders geworden. Den Arbeitern, die bisher Anarchisten Ramos hätte stimmen müssen( für dessen Ausschluß dürfe. Die sich inzwischen bedenklich zuspißende Meinungs- Ver- einen Wochenlohn von 19,50 M. davontrugen, ist eröffnet worden, Stadthagen gestimmt hat). Die Versammlung erklärte sich hierauf schiedenheit zwischen Staatsbürger und Staatsbeamten ward von daß vom 1. Oktober d. J. ab nur noch 2,75 m., also pro Tag in zwei Resolutionen mit den Ausführungen des Referenten einden vernünftigen Begleitern des Angefäuselten beigelegt und 50 Pf. weniger, gezahlt werden, und daß der solchergestalt be- verstanden. G3 kamen dann die vom Genossen Stadthagen zur die Drei wandelten weiter. 2. fand indessen nicht so bald den schnittene Verdienst am 1. November um weitere 25 Pf. pro Tag Abänderung des Programm Entwurfs gestellten Anträge zur Schluß seiner Extemporation, als ihm der vom Lieutenant auf gekürzt werden soll. Verhandlung, welche in der ersten Beilage der gestrigen Nummer des Vorwärts" schon mit abgedruckt sind. die laute Gruppe aufmerksam gemachte Wächter Wittau nach- Den Vorarbeitern ergeht es nicht besser. Ihr Tagelohn ist geeilt kam und nun seinerseits Ruhe forderte. Man ging zur pro Tag von über 4 M. auf 3.50 M., 3 M. und 2,75 M., je Obolus des Hauses Thür zu öffnen, on Lindenberg schwer Diese Abzüge erscheinen um so sonderbarer, als diese Neuerung fiel, das Schlüsselloch zu finden. Wittau schloß auf, Lindenberg mit dem neuen Ober- Postdirektor gleichzeitig ihren Einzug in verschwand im Flur und Jeder glaubte damit die fleine Episode Magdeburg gehalten hat." beendet. Indessen: Dieses war der erste Streich, doch der andere Staatsbetriebe find unzweifelhaft in jedem Falle in der Lage, folgt sogleich. Lindenberg mochte sich im Dunkel des Flurs den Lohn nicht fürzen zu müssen. wenig behaglich finden. Es verlangte ihn nach dem trauten Licht Daß sie in einer Zeit allgemeiner Theuerung wie der jetzigen einer gemüthlichen Kneipe, und er gab diesem blitzschnell in um so peinlicher diesen Grundsay befolgen sollten, als sie den seinem umdüsterten Herzen laut werdenden neuen Bedürfniß fest angestellten Beamten ja auch das Gehalt nicht türzen, durch Klopfen an die Hausthür deutlichen Ausdruck. Während sondern ihnen zum Theil Theuerungszulagen gewähren, ist eine nun die Entlastungszeugen in diesem Klopfen absolut nichts die Forderung, die nach unserer Ansicht ausnahmslos Jedermann nächtliche Ruhe Störendes zu finden vermochten, war der Wächter unterschreiben müßte. Hierzu sprachen die Gen. Duchateau, Grünberg, Thal, Leid und Knauf. Es wurden dann Schöder- Bernau, Knauf- Reinickendorf, Leid- Friedrichshagen zu Delegirten für den Parteitag gewählt. Im„ Verschiedenen" ernannte man eine sechsgliederige Kommission, welche für die Aufbringung der durch die Delegation entstehenden Kosten Sorge zu tragen hat. Dieselbe besteht aus den Genossen Forgbert- Rummelsburg, Duchateau- Reinickendorf, Hasobsti- Weißensee, Deutschmann- Pankow, Bernißti- Friedrichshagen. Betreffs Bernau wurde Gen. Schöder beauftragt, für diese Sache einen Genossen zu bestimmen. Nachdem der Vorftzende zu fejtem Zusammenhalten ermahnt hatte, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die international- revolutionäre Sosial Demokratie. Brunnenstr. 38. den 8. Oftober, Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer. 16. d. M. verschweigt die Motive, welche mich leiteten, wenn| Haidarpascha- Jsmidt zwischen Erenkoei und Fenerbagdsche die Bersammlung am Donnerstag, den 8. d. M., Abends 8% Uhr, bet Gnadt, ich den Ueberschuß aus Sammlungen der qu. Agitationskommission Schienen aus, um den erwarteten Personenzug zum EntVersammlung der Barbier- und Friseurgehilfen am Donnerstag, nicht der Freien Vereinigung der Kaufleute, sondern der Partei- gleifen zu bringen. Der Zug ist jedoch rechtzeitig angehalten tasse zur Verfügung stellte. Ich verzichte heute darauf, dies an worden, die Räuber sind geflohen. Theaterverein Leffing. Mittwoch, 9 Uhr, Sigung. Nachdem Fidelitas bei Kapriolatis, Gr. Frankfurterstr. 18. Sonntag, den 11. Oftober, Borstellung dieser Stelle zu thun, weil ich der Ansicht bin, daß in unserer Paris, 2. Oktober. In Bessèges herrscht große Er. Die Stiefmutter", Thalia, Lichtenbergerstr. 16. Partei öffentlich schon genug schmutzige Wäsche gewaschen wird regung unter den Arbeitern wegen der Langsamkeit der Verein für Feuerbestattung Berlin. Versammlung des Vorstandes und das wäre der Fall, wollte ich das Vorgehen schildern, welches Untersuchung über die bei der dortigen Noth stands. am Mittwoch, den 7. Oktober, Abends 8 Uhr, im Restaurant Stechen, Behren sich der Vorstand der Freien Bereinigung der Kaufleute gegen lotterie stattgehabten Unterschleife. Friedrichsfelde. Der Arbeiter- Bildungsverein hält Donnerstag, den 8. d. M. seine Versammlung im Lokale des Herrn Moneber, Wilhelmstr. 10 ab. Vortrag des Herrn Henning über den heiligen Rock zu Trier. Gäste sind willkommen. straße 24. Bülowstraße 59 20, bet Müller. Neue Friedrichstraße 44, bei Nöllig. Cuvrystraße 16, bei Ziemer. London, 5. Oftober. Gestern Abend brach in Tooley Street eine Feuersbrunst aus, welche inmitten der dort befindlichen Lager von Kolonialwaaren schnell um sich griff und bis zum heutigen Vormittag fast die gesammte städtische Feuerwehrbrigade beschäftigte. Browns Werfte mit einem fünfstöckigen Speicher sind vollständig zerstört. den Theil der Kommission gestattete, der nicht aus Furcht und Wieder Einer! Ein gewisser Goualt, Juhaber einer WechselAngstmeierei gleich in sein Horn bläst. Wie ich aus Unterredungen mit verschiedenen Parteigenossen stube in der Rue Royale in Paris, hat mit Zurücklassung eines de Abends auger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs- entnehmen mußte, ist es mindestens zweifelhaft, ob der Fehlbetrags von 300 000 Frts., meist aus ihm anvertrauten Erfret abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein„ iedes Ueberschuß dem Verein zukommt oder nicht und ich meine, daß in sparnissen von Dienstboten und Ladenbefizern des Madeleineviertels bestehend, das Weite gesucht. So wird heute„ gefreiheit", Blumenstraße 38, bei Hente. Gefangverein" Freya", folchen Fällen es richtig ist, eine streitige Summe der Partei( Gem. Chor), Alte Schönhauserstraße, Böyow's Brauerei. Gefangverein theilt". Silaritas", Hochstraße 32 a, bei Wilte. Gefangverein Deutsche tasse zu überweisen. In jedem Falle aber bezeichne ich es Eich e", Blumenstraße 46, bei Went." Vorwärts" 2, Schönhauser als eine mit einem parlamentarischen Ausdruck nicht zu be= Allee 28, bei Kuhlmey. Gesangverein„ ch o" 1, Pankow, Schulzeftr. 28. Gefangverein" Lerche", Pappel- Allee Mr. 3 und 4, bei Struje. zeichnende Handlungsweise, einen Parteigenossen geradezu in Verjeden Mittwoch 9 Uhr. Gefangverein der Steinmeßen"; ruf zu erklären und zwar von Leuten, die in dieser Johannisstraße Gefangverein" Freiheit", Sache nicht vorurtheilslose Richter, sondern bei Hämmerle. Gesangverein der Kürschner, selbst Partei- sind. Gesangverein Südost" 2, Gesangverein Alpenrose( Gem, Ich habe der Parteitasse überwiesen als Ueberschuß der Chor), Jüdenstr. 55, bei Trischmann. Gesangverein Crescendo" Agitationskommission 26,45 M., aus eigenen Mitteln 16,95 M., Wraugelstraße 141 bei Schmidt. ,, Offenbacher Sängertrans die meine Angreifer für die Freie Vereinigung der Kaufleute Oranienstr. 153, bei Göße. Gesangverein Freies Lied" 1, Frankfurterstr. 81, bei Weis. Gefangverein Gleichheit", Bernauer- reklamiren. straße 72, bei Casper.- Gesangverein ,, Sangeslust", Bülowstr. 69, bei Adolf Lesser, Lothringerstr. 8. Gründer. Brandenburger Männergefangverein", Brandenburg a. H., bei Mengert. Gefangverein" 3ufriedenheit", Noftizstr 29= bei Hahn. Gesangverein Morgenroth" 3, Neichenbergerstr. 16, bei, Pätzold. Gesangverein„ Steinnelte", Gerichtstr. 10, im Restaurant. Steinfeger Sängerchor", Schwedterstr. 17, bei Wolter. Gesang verein, yra" 1, Raupachstr. 6, im Restaurant. Verein ,, Euphonia' Abends 9-11 Uhr, Seßner, Annenstraße Nr. 16. ,, Hand in Hand 1 ,,, Mariannenstr. 31 und 32, Industriehaus. verein, Schneeglöck chen 1," Stottbufer Damm 40 bei Jacob. Gefang bet Glafer. ,, Morgenroth 4," Köpenick, " " Arbeiter Gesangverein verdroffen", Fenustr. 5, bei Krüger. bei Lerche. 1 Gesangverein Gesang Flöter'scher Gesangverein. " Vermischtes. Loudon, 6. Oktober.( Boff. Zeitung"). Der" Standard" erhält aus Odessa die Nachricht, daß in der Umgebung von Baku( Rußland) Tausende von Bauern Hungers sterben. Aehnliche Berichte liegen aus anderen Distrikten vor. Die Fenersbrunst in Halifag, welche in der Nacht zum 2. Oftober wüthete, hat 10 Anlegepläge und 35 Speicher und Waarenlager in der oberen Waterstraße eingeäschert. 1500 Fäffer Petroleum und eine ungeheure Menge Fische, Zucker, Syrup, Thran, Mehl und Holz sind vernichtet. Der Verlust wird auf 1 000 000 Pfd. Sterl. geschätzt; er ist nur zur Hälfte durch Versicherung gedeckt. Depeschheit. ( Depeschen des Bureau Herold.) Rom, 6. Oktober. Die seit vier Tagen ausständigen Ledergerber in Genua beschlossen heute, das von den Fabrikherren gestellte Ultimatum zu verwerfen und den Ausstand fortzusehen. Acht Arbeiter, welche die Eingänge zu den Fabriken verlegen wollten, wurden verhaftet. Die Besizer wollen die Fabriken morgen gänzlich schließen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) König Karl von Württemberg ist, 68 Jahre alt, am verein Schneeglöckchen 2," Potsdam, Brandenburger Kommuntation 16 6. Oftober gestorben. Sein Nachfolger ist der bisherige Prinz lebung in Adlerhof bei Wiedemann u. Manowski. Gefangverein Wilhelm von Württemberg, geboren 1848, Neffe des Verstorbenen. Der Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Jemd. Gesangverein ,, n= Ein allgemeiner deutscher Gastwirthe- Kongreß, welcher Landsbergerstr. 31, bet Musehold. Gesangverein Blüthe", Friedenau gegen den sogenannten„ Trunksuchtsgesetz Entwurf" Stellung im Kurhaus. Gefangverein ,, Borwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, nehmen soll, sindet am 7. Oftober in Stuttgart statt. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: In Mittelwalde, Kreis Habelschwerdt, ist bei einem Brande, Mittwoch: Bergnügungsverein" Proletariat", bei Stehmann, Melchior welcher acht Scheuern, eine Anzahl Jahrmarktsbuden und einen traße 15. Verein Fridolin", 9% Uhr, bet Wolff, Brunnenfir. 35a. Fleischereischuppen verzehrte, eine Frau in den Flammen Theaterverein, Blumenlese", bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60. Theater und Vergnügungsverein, Bultania", 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstr. 162. gekommen. Damen und Herren als Gäste willfoninien. Geselliger Vergnügungsverein Frankfurt a. M., 5. Oftober. Gestern Abend ereignete sich „ Nord“. straßen- Ecke. Abends 9 Uhr Sihung bei Schipke, Echul- und Reinickendorfer auf dem hiesigen Ostbahnhofe ein gräßlicher Unglücksfall. Der Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Bause: Bahnwärter Grimm von der Hess. Ludwigsbahn wurde beutel", Abends 9 Uhr bet Poppe, Lindenstraße 106.- Gefangverein auf dem Verbindungsgeleise Höchst- Fahrthor- Ostbahnhof, wo Soffnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Jlges, Wilsnackerstr. 63. L Wännergesangverein Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, eine Weiche zu bedienen hatte, von einem von Höchst kommenden London, 6. Oktober. Die auf den Quais von Wapping Brüderstr. 26. Gesangverein Alpenrose",( Gem. Shor) 8-10 Uhr, 3uge erfaßt und niedergerissen. Dem Unglücklichen zerschnitten Aleranderstr. 37, Ece Raiserstr., 1 Tr. Gesangverein Alpenglühen", die Näder den Kopf. 8% Uhr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäſte, durch Mitglieder eingeführtwillkommen. Zitherklub Alpenveil chen", Abends 8½ Uhr, Staiser ftraße 25b, Ecke Alexanderstraße. Gäste willkommen. Tambourverein Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9. Tambourverein, orwärts", Uebungsstunde 9 Uhr Langestr. 65. Gäste willkommen. Tambourverein, Einigkeit", Ritterstr. 21. bet Juhdisch, Mitwoch und Sonnabend, Abends 8% Uhr, uebungsstunde. Männergesang verurtheilt. verein, Edelweiß", Abends sy ihr, bei Schneider, Belforterstr. 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. bed' fcher Turnverein: 1. Lehrlingsabteilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 57-58. Berliner Turngenoffenfchaft. 5. Männerabth. Abds. von 8-10 ühr: Zurnlokal Mariannen- Ufer 1a. 3. Männer- Abth. Abends von 19 bis 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50.- Turnverein ,, Osten", MännerAbtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Kraft- Turn- Verein Berolina" Mittwoch Abends 8 Uhr Reichenbergerstr. 73a bei Faustmann, Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. bei G. Kien. Gäste willkommen. fommen. " er Der vormalige Kur Frankfurt a. M., 5. Oftober. direktor von Homburg, Schulz- Leitershofen wurde heute wegen Unterschlagung von 10 000 Mart aus den Einnahmen des Lawn- Tennies- Plages zu neun Monaten Gefängniß Streifenden verhindern jede Arbeit, gleichwohl erklären die Arbeitgeber, daß sie nicht nachgeben werden. Als Grund der zwischen den jetzt Streifenden und den Arbeitgebern bestehenden Differenz wird angegeben, daß die Arbeitgeber ein perinanentes Arbeiterpersonal für einen Lohn von 30 Shilling per Woche und pro Mann haben wollen, anstatt eines tageweise engagirten Personals, dessen Wochenlohn 311/2 Shilling betragen würde. Paris, 6. Oktober. Das Syndikat der französischen GlasMünster. Der Sträfling, der das Attentat an dem Direttor Strosser verübte, hat sich in der Strafzelle, in Arbeiter hatte den Arbeitgebern eine Frist bis zum 6. Oktober welcher er sich bereits zum zweiten Male befand, erhängt, gewährt, innerhalb deren den Forderungen der Arbeiter entwohl aus Furcht vor Strafe- er hatte nämlich wie die sprochen werden sollte. Da die Arbeitgeber sich nach wie vor Zeitungen behaupten 30 Stodhiebe für seine That erweigern, diese Forderungen zu erfüllen, haben die Glasarbeiter halten, welche jetzt wiederholt werden sollten. Der Direktor be- in den Glashütten von Montluçon heute die Arbeit eingestellt. findet sich übrigens außer Lebensgefahr. Antwort wird nicht ertheilt, Mainz, 4. Oktober. Der Schuhmacher Gottlieb Lüft, das zweite Opfer der Blutthat, welche in Zahlbach am 19. Juli verübt wurde, ist gestern im hiesigen Hospital seinen Leiden er= Briefkasten der Redaktion. legen. Schon seit mehreren Wochen waren die unteren Ex- Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich tremitäten abgestorben und die Leiden des Unglücklichen um so furchtbarer, als er stets bei vollem Bewußtsein war. Zweimal war die Wirbelsäule mit dem Dolche durchstochen worden. Der Sezirung der Leiche, welche in Gegenwart des Gerichts durch die Kreismedizinalbehörde stattfindet, muß der des Todtschlags an geklagte Schanzarbeiter Förster beinwohnen. Er sowohl wie sein Mitschuldiger Wiegard werden vor das nächste Schwurgericht gestellt. Theaterverein Blumenlese" Єigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stallschreiberfir. 60.- Theater u. Vergnügungsverein Vultania" Abends 9 Uhr, in Meißners Restaurant, Gartenstroße 162. Damen und Herren, welche geneigt sind, dem Verein beizutreten, fönnen fich dafelbft melden oder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 18, Hof 1 Treppe. Pollac- klub u stige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant Liewald, Dresdenerstr. 38.- Verein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 Vergnügungs- Verein Proletariat", Sizung Abends 9 Uhr, bet Eteemann, Melchiorstr. 15, Hof part. Gäste will Gefelliger Klub Proletariat" bet Lorentz, Stoppenstr. 40 e. Bergnügungsverein Bonum", Abends 8 Uhr bei Schröder, Stegliger ftraße 18. Gäste, durch Witglieder eingeführt, willkommen. Berein der Soldin er", Abends 8 Uhr bei Wutke, Friedrichsbergerstr. 24. Berein treuzfibel", Sigung mit Damen bei Doberstein, Mariannen straße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchklub Nord ftern" in Friedrichsberg..- Rauchtlub Bultan", Abends 9 Uhr bei Ahmer, Gräfeftr. 82.- Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Hart Chemnitz. Der Raub mörder Ludwig, welcher einen mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Rauchklub, Frisch gewagt". Wandergenossen im Walde erschlug, ist durch Fallschwert hier im Abends von 9-11 Uhr, Bosenerstr. 5 bei Nockendorf. Rauchklub Dhn e 8wang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinstr. 28.- Rauchklub, Grüne Gefängnißhof hingerichtet worden. Quaste", Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstraße 10. Gäste will: Rauchflub Bruderbund". Vorsitzender: H. Pfuhl. Sigung Gent, 5. Oktober. tommen. Der Bürgermeister des Ortes Godjeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Köpnickerstr. 127a bei Küster. Gäste willkommen, verdeghen requirirte Abends Gendarmerie, um etliche 20 beAufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub Sumatra", Südoit, Reichen waffnete Wildschützen von einem Angriff auf sein Haus bergerstr. 83, Restaurant Trucks. Jeden Mittwoch Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rauchklub Betoria," abzuhalten. Während er bei Tische saß, eröffneten die letzteren jeden Mittwoch, Abends Uhr, Schüßenstraße 40-41, bei Stallbaum( Stestaur.) durch die Fenster ein Gewehrfeuer, wobei drei Gendarmen tödtgäste willtominen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub ,, Gutge finnte Freunde." Jeden Mittwoch höchstestraße 28 bet Neumann. Gäste ich verwundet wurden. Man befürchtet energischen Widerstand willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Sumoristischer der Wildschüßen und weiteres Blutvergießen. Mauchtlub. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sigung bei Niemann, Gör Stattlub, Treff", ligerstr. 42. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. Bern, 6. Oftober. Auf das Gesuch der Regierung des Abends 8% Uhr, Frankfurter Allee Nr. 90 bei Otto Babel. Gäste wiltommen. Kantons Tessin hat der Bundesrath bei der Bundes VerPfeifentlub, a ſta nia". Tagt jetzt jeden Mittwoch von 9 Uhr ab Briger sammlung beantragt, den in der nächsten Zeit vor den Bundesstraße 22. Gäste willkommen. Regelflub Vorwärts". Jeden Mittwoch Beughofstraße 8, Restaurant Biefter. Stattlub, Revolution". Jeden Assisen in Luzern zur Berhandlung kommenden Prozeß wegen Mittwoch und Sonnabend bei Jufinger, Srautstr. 48. Schüßengesellschaft Wahlvergehen bei den tesstnischen Großrathswahlen im Feinkorn". Jeden Donnerstag Schießabend 8 Uhr bei G. Klatt, Boech Jahre 1889 durch eine Amnestie zu erledigen. ftraße 51. Sprechsaal. 8% Uhr ab Schwabe, Strausberg. Die Adresse des Vorsitzenden des Berliner Arbeiter- Sängerbundes ist A. Neumann, Berlin N., Brunnenstr. 101, II. $. Lutz, Priswalk. Aufnahme Ihres persönlichen Er lebnisses nicht thunlich, weil kein Beweis vorliegt. Nr. 63. Kein Gläubiger ist verpflichtet, seinem Schuldner Ratenzahlungen zu gestatten, wenn dies nicht vorher zwischen ihnen ausgemacht ist. N. N. Die Bewilligung des Armenrechtes für einen Prozeß hat den Verlust der öffentlichen Rechte niemals zur Folge. Das bei Gericht einzureichende Armuthsattest muß man sich von der Gemeindebehörde des jeweiligen Aufenthalts, in Berlin von dem betr. Bezirksvorsteher beschaffen. W. 7. Rigdorf. Wenden Sie sich an den hiesigen Gesinde Belohnungsfonds. 1000. Die wahrscheinlich auch in Ihrem Möbel- Seihvertrag enthaltene Bestimmung, daß der Möbelhändler im Falle nicht pünktlicher Zahlung einer Rate die Leihmöbel ohne Entschädigung zurückverlangen kann, ist giltig. Wenn der Vermiether von diesem Rechte Gebrauch macht, so muß der Miether zur Herausgabe der Sachen verurtheilt werden. B. F., Stettinerstraße. Den Lehrerinnen und Rektoren einer Gemeindeschule steht gegen die Schülerinnen ein Züchtigungs recht zu. Wegen einer Ohrfeige fann feinesfalls eine gerichtliche Bestrafung erfolgen. Wenn Sie Grund zur Beschwerde zu haben glauben, so reichen sie solche bei der Schuldeputation ein. F. M., Barnimstraße. Verlangen Sie vom Wirthe Re paratur der Ihre Wohnung gefährdenden Regengoffe. Nimmt der Wirth die Reparatur nicht alsbald vor, so haftet er für jeden Ihnen entstehenden Schaden. Presburg. Der 83 jährige Graf Esterhazy ist wahr scheinlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Er führte stets bedeutende Geldbeträge bei sich. Man hat nun seine Reisetasche, welche im Wagen angeschnallt war, am Ufer wiedergefunden, wohin sie nicht hätte gerathen können, wenn dem ganzen Vorfall ein zufälliges Unglück zu Grunde läge. Der Kutscher wurde W. H. 4. Die Polizei ist zwar verpflichtet, beschlagnahmte deshalb verhaftet. Gegenstände dem Eigenthümer nach dessen rechtskräftiger FreiDer gegen den Unterzeichneten gerichtete, von Herrn Laasch Wien, 6. Oktober. Die„ Neue Freie Presse" meldet aus sprechung herauszugeben; sie braucht ihm dieselben aber nicht zu unterschriebene Artikel im„ Sprechfaal" des„ Vorwärts" vom Ronstantinopel: Eine Räuberbande hob auf der Bahnlinie zusenden, sondern fann verlangen, daß er sie abholt. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Naum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem deffleben Inhalt identifizirt zu werden. Möbel- Magazin Otto& Slotawa. G. 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