I 107. Fünfter Jahrgang tion rn Vt-t »lottüP1: Social- iter-� licheu Zeituvg«scheint drei Mal wöchentlich Saale �'d i«»r: Dieustaz», Donuerstag» und Sauvabmd» Abend«. onskartr'' '-st Z-?.' Organ der social-demkratischen Partei. Redactiou und Expedition: Berlin, Gitschmerstraße 17. L Pret» für Berlw tncl. Brwgerlohn:»ierteljithrlich 1b Sgr., monat> .? � Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.: bei den Postämtecn in Preußen 15 Ggr., lter- Vellstdd ��"berpreußischea PostSmtttn tu Deutschlaud 12V» Sgl.,(44 Kreuz« >ersam Abenki Vestellungeu werden-ulwiirt» bei allen Postiimtem, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solide» Spediteur entgegen gensmmen. Juserate(in der Trpedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit-Zeile bei Arbeit«» Annoncen mit 1 Ggr., bei sonstigen Annouceu mit 3 Sgr. berechnet. tr. 11- hlrcich>'1 uz st-h!-.� Julius Agentur für England, die Colonieu, Amerika, Ehiua und Japan dtr. A. Daensing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. C. London. Politischer Cheil. Rundschau. Berlin, 11. Sept. r f'il'ti« der spanischen Regierung der wider- st'üen hödcrn Geistlichkeit angedrohten Maßregeln San i'n Ausführung gebracht worden. miridOl hülsten, welche gar nicht, oder nur unge- » m bekannte Circular des Justizministers, crrn'« ��wegung betreffend, geantwortet, sind Ug°«.u'-r den StaalSrath, drei vor den obersten �lchtshof gefordert worden.— Im Uebrigen geht lmn tamit um, die Regentschaft T11 Serrano zunächst auf drei Jahre fest. Illti�tzen.<�on mancher Seite wird aus die Möglich- > iinet �«"ählung des elfjährigen Sohnes des lnd:«�uerprasideule» Prim mit der sechsjährigen Toch« aloiH/��rano'S, die künftige Dynastie zu gründen, hin Giesen. deS in Rom vorbereiteten großen Con- ,.(3L>5trlautet jeyt Folgendes: -'"ä'1 4*8 beißt, da«(Soncit werd vom 8. Dezember 1869 ~- il",®'. Peter 1870 dauern, dann folge eine große Ca- ■lb'�j.Atlau, mehrere Beatificationen und da« große Jubiläum. 111' loll ein großer Theil der Bischöse eingeladen wer- >ppe". l',» 187 l zu bleiben, um den Festen beizuwohnen, .rN)e stattfinden, wenn„Pins IX. superabit annos Pctri", otterstd � b wenn der Papst länger aus dem päpstlichen Stuhl ge> nittas s als der Apostel Peiru«; Pius IX. würde der erste lerhoißt. Z fein, welcher so lange wie Petrus Bischof von Rom nach-t"Ml. r. Bc« xg beginnt also am L.'Dezember in Rom eine Reihe l_ Festlichkeiten und Feierlichkeiten aller Art, welche llarbett Jahr und Tag dauern könnte. Man sieht, wie ig der Papst an die Einverleibung des kleinen 'Abeil�es deS ehemaligen Kirchenstaates in das König- h Italien denkt. Es gehören aber auch die jäm- >. rlichen Zustände des letzteren dazu, um angesichts / Una»«I,i.ibIi�..„ i..--"•• / unausbleiblichen Katastrophe der römischen Curie sen-Mr Muth zu solchen Festen zu geben. Oder ist daS Berzweistung, die vor dem nahen Untergänge . miln-hmen will, was sich mitnehmen läßt?! aS Befinden des Kaisers Napoleon soll sich t. Ter Senat hat seine Sitzungen bereits be- Kurzem wird der ges tzgebende Körper Ü f>ps/4rf«fC----- fv*- illar �Ab-'s»........—i>"» wiiv ver ges tzgebende Körper leren ö'TGrund der beschlesienen Reformen zusammen- 5 n. Noch ist der Tag nicht bestimmt, wohl aber n. �prtet man, daß gleich in den ersten Sitzungen all« Iben eine Krisis in dem Ministerium zum AuS- )er$'■'') kommen wird. In demselben giebt eS zwei «en, von denen die eine, an deren Spitze Magne ü' rbe�Ehasseloup-Laubat stehen, dem Senatus-Confult vi Zcl'�eitesten Folgen geben will; während die zweite, cuaV de Forcade la Rcquette ist, denselben in '. engsten Schranken einschließen und keinen der ascrelN � eren Jrrthümer— vsficielle Candidaturen, Druck ,tnheite" �Seilen der Präsecten, Strenge gegen die Presie ,-'g-'"Aufgeben will. ''" i'i�"®e�£ö�c' einer Vorstadt von Paris, fand flinter»� Dienstag eine stürmische Versammlung statt. ttsht» �tsten Bourgeoisblättern wird darüber berichtet: . FkV' Tasesordnung stand:„Socialismus und Ar- &i- U' L � lm>) Wege des Socialismus." Im der©((jung verlas die Bürgerin Piro eine Rede Social.smu» mit besonderem Hinblick aus das iu, O d» we.bl.chen Bevölkerung. Ihr folgte ein Herr Thlr- welcher sp-ciell von den praktischen M tteln des So- »-rbll.-F.l* sprechen wollte und daher einen Rückblick auf die ®®01' �848 bis 1851 warf. Er beklagte nament- r-i Dekret de« Marschall Castellane vom 27. Dez. %llr 3•'Vf."s"1 v welche« nicht nur die Arbeitergenossenschaften '„' wuderu ihre Materialien auch össentlich versteigcrt diese Anführungen«theilte der anwesende r S'nt Verwarnung, und verhängte, nachdem it" mÄ."'w r-plieirt hat, die Auslösung. An diesen �«In diesmal noch eine Diskussion; Herr Ger- 11.■rtpl'j unl>«""h ihm Herr Cantagrel, der bekannte '' ar orsir.| «>'. eit«i Socialist, dringen in den Regieriingsvertretcr, die Auflösung zu widerrufen und alle Anwesenden Protestiren in geräulch- vollster Weise gegen diesen Akt. Der Lärm dauerte eine Weile fort, bis Polizeisergeanten in dem Saale erschienen und die Versammlung gewaltsam auflösten. In Oesterreich beginnen die Sessionen der Land- tage. Den Landtagen von Ober- und Niederösterreich, Mähren und Schlesien, welche den Gesetzentwurf des Uuterrichtsministers v. Hasner über die Einrichtung der Orts- und Bezirksschulräthe in anticlericaler Richtung amendirten, aber für ihre Amendements die kaiserliche Sanction nicht erhielten, wird das ministerielle Opus nochmals vorgelegt werden. Die Regierung erwartet, daß die widerstrebenden Landtage nunmehr ihre Opposition gegen die obligatorische Ausnahme der Geistlichkeit in die OrtS- und Bezirksschulräthe auf- geben. In den genannten Ländern hat die Regierung eine provisorische Verordnung über die Schulaussicht oclroyirt. Der Landtag von Tyrol, welcher daS Schul- rathsgesetz verwarf, weil eS den Einfluß des Clerus auf die Schulen doch in mancher Beziehung beschränkt, soll aufgelöst werden, wenn er in seinem Widerstande beharrt. Die Angelegenheit der in der Schweiz naturalsir- ten Frankfurter hat nun eine amtliche Gestalt an- genommen, in so fern 14 derselben die Intervention deS BundeSrathS gegen den bekannten AuSweisungS- bcfehl angerufen haben. Die Sache wurde dem poli- tischen Departement überwiesen, welches vorerst die nölhigen Erkundigungen einziehen wird. Auch die Regierung von Schasihausen wurde wegen der Ange» legenheit von drei der betroffenen Frankfurter in An- spruch genommen; sie erwiderte jedoch: da die frag- lichcn Neubürger die Entlastung aus dem preußischen StaatSverbande nur unter der Bedingung der Aus- Wanderung erhalten hätten, und dieser Bedin- gung nicht nachgekommen seien, so sehe die Schaff- hausener Regierung nicht ein, welche Verwendung sich für sie ermöglichen laste. In Preußen sind jetzt, wie alljährlich um diese Zeit, die großen Herbstmanöver an der Tagesordnung; auch Graf Bismark hat jetzt seine Einsiedelei ver- lasten, um denselben beizuwohnen. Bei der sonstigen politischen Windstille im Innern ergehen sich die Blätter in wundersamen Muthmaßungen über die Vorlagen, welche dem in Kurzem zusammentretenden Landtage gemacht werden sollen. Sogar das lang- versprochene MinisterverantwortlichkcitSgesey spielt darin eine Rolle. Wer'« nicht glaubt, der zahlt, wie bei allen Mährchen, einen Thaler! Verms-TheU. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Berein.) An die Mitglieder deS Allg. deutsch. Arb.- Vereins. Nach zweimonatlicher Gesängnißhaft bin ich heute meiner Wirksamkeit zurückgegeben worden. AlS ich die Kerkerräume betrat, sprach ich die Hoffnung auS. nach Beendigung der Haft den Allg. deutsch. Arb.-Verein, die social demokratische Partei, noch kräftiger und blühender wiederzufinden, als sie war, da ich die Hast antreten mußte. Ich konnte diese Hoffnung aussprechen, weil unsere Partei die Gewähr fortschreitender Entfaltung unverwüstdar in sich trägt. Die Wahrheit und Gerechtigkeit unserer Prinzipien, der Ernst und die Thatkrast der Arbeiter bilden diese Gewähr. Meine Hoffnung hat mich nicht getäuscht: wie auS allen früheren Krisen, so ist auch aus der die«- maligen die Partei mit erhöhter Kraft hervorge- gangen. Zahlreich und mächtig sind die Feinde unserer Sache und vor keinem Mittel scheuen sie zurück. Um jeden Preis will man die verhaßte Befreiung der Arbeit aus ihren Feffeln hindern. Die Arbeiter ha- den nur sich selbst zu Freunden, während alle andern Elemente in Staat und Gesellschaft bald offen, bald unter dem Deckmantel heuchlerisch falscher Freund- schast die Arbcitersache bekämpfen. Die ganze Ge- schichte unserer Partei ist nichts anderes als die unablässige Bekämpfung dieser offenen Feinde und falschen Freunde. Als die Bourgeoisie in Gestalt der Fortschritts- parte! versuchte, die Maffe des Volkes, die Arbeiter, die so lange blindlings den Zwecken Anderer gedient, vollständig zu ihrem Werkzeug zu machen, da erhob sich Ferdinand Laffalle und schuf die selbstständige Arbeiterpartei. Als die preußischen Feudalen und die Schlepp- träger der preußischen Regierung versuchten, bei den Arbeitern Boden zu gewinnen, da waren wir eS, die die Leerheit der Lockwort« und die Inhaltslosigkeit der Scheinconcessionea nachwiesen, da waren wir eS, die, im Geiste Laffalle'S auf den Boden des unge- schmälerten Prinzips uns stellend, die Arbeiterbewe- gung verhinderten, zu einem Werkzeug reaktionärer Zwecke herabzusinken. Die Gefängnisse in allen Staaten Deutschlands zeigen, daß wir die Selbst- ständigkeit der Partei gegen reaktionäre Gelüste zu wahren wissen. In der neuesten Zeit ist abermals ein Versuch gemacht worden, die Selbstständigkeit der Arbeiter- Partei zu untergrabeu. Diesmal war es ein Theil der sllvveutschen und kleinstaatlichen Bourgeoisie in Gestalt einer sogenannten„Voltspartei", welcher in Verbindung mit den Anhängern der entthronten Fürsten und deS österreichischen Schwindel-LiberaliSmuS ver- suchte, nachdem einzelne Agenten insgeheim in unsere Reihen sich eingeschlichen hatten, die Fackel der Zwie- tracht unter unS zu werfen. Mit tiefem Schmerz habe ich gesehen, wie eine Zeit lang wirklich Zwie- tracht unter den deutschen Arbeitern tobte, wie eS für einen Augenblick den Agenten der Bourgeoisie gelungen war, die unheilvolle Trennung zwischen Nord und Süd, die bei den Reactionären und Liberalen vorhanden ist, auch in's social-demokratische Lager zu tragen; allein mit Freude habe ich auch gesehen, wie der kräftige Geist der Arbeiter über alle Schleichcreien Herr wurde und wie die Erkenntniß durchdrang, daß die Arbeiter keine Trennung von Nord und Süd in unserm Vaterlande, ja nicht einmal nationale Schranken überhaupt kennen dürfen, sondern sich in sämmilichen Culturländern als eng verbundene Brüder fühlen müssen. Die„Ehrlichkeit", womit sich die Je- suiten der bürgerlichen Demokratie brüsteten, ist zum Gespött geworden; hinausgeworfen aus den Reihen der deutschen Social-Demokratie sind die Verräther sowie die bezahlten Agenten derer, welche die inter- nationale Idee fälschlich im Munde führten, um selbst die nationale Einigkeit der Arbeiter Deutschlands zu hintertreiben. Unter den vielen Vorzügen unserer Partei, die daraus hervorgehen, daß sie allein unter allen eine wirkliche Volkspartci ist und aus Männern au« dem Volke besteht, ist auch dieser: daß bei unS Alle« offen und frei geschehen kann, im Lichte der Sonne, fern jeder Schleicherei und Heimlichkeit. Bei uns allein ist demokratisches Wesen und bei unS allein ist ruhige und sichere Kraft. Wir fordern nickt, gleich der feigen bürgerlichen Demokratie, die zu Eisenach getagt hat, in großen Worten erst die Staatsgewalt heraus, reden nicht prahlerisch von Umsturz, um dann, wie jene zu Eisenach, aus Angst vor dem Volk gleich alten Weibern hinter Polizeisergeanten und Militär- bayonelte zu kriechen. Wir sind unS unserer Kraft bewußt, und eben darum werfen wir nicht gleich un- gezogenen Jungen mit hohlen Krastausdrllcken um uns. sondern in besonnener Arbeit schreiten wir voran und sind, als Partei der Action, zum Kampfe bis aufs A-ußerst- gerüstet. Ja, was auch kommen möge, wir und wir allein sind zum ernstlichen Kampfe sähig und bereit. Offen und frei, wie AlleS bei uns, werden auch unsere Geldangelegenheiten behandelt. Nicht ein Pfennig wird bei uns eingenommen, ohne daß auf unseren Generalversammlungen und Con�rcffen vor aller Welt nachgewiesen würde, woher dieser Pfennig gekommen ist und welcher Arbeitertasche er entstammt. Kein Pfennig wird bei uns ausgegeben, ohne daß, wiederum öffentlich, nachgewiesen würde, wie dieses Arbeitergeld zu Gunsten der Arbcitersache verwandt wurde. Wir haben nicht nölhig, als feiles Bettel- voll hinter entthronten Fürsten und liberalen Geld- sacken herzulaufen, um Congresse und politische Agita- tionen machen zu könne-. Wir wissen, daß diejeni- gen„Parteien", die nicht auf eigenen Füßen zu stehen vermögen, sondern der Besoldung von außen bedür- fen, erbärmliche Werkzeuge für die herrschsüchtigen und volksfeindlichen Zwecke Einzelner sind. Wir fühlen auch in dieser Beziehung unsern Werth und wenden unS mit Ekel ab von den verkommenen Lue- raten, die dafür bezahlt werden, die Arbeilerfache zu schädigen. Indessen, so gut auch bei unS der Kern ist, so stolz wir auch aus daS bisher Geleistete sein dürfen— wir können uns nicht verhehlen, daß im Einzelnen Vieles zu wünschen übrig bleibt, daß insbesondere nicht durchweg die erforderliche Ordnung, Pünktlich- keit und Strenge bei unS herrschen. Erst wenn durch- weg die genaueste Ordnung bei uns eingeführt ist, wird die Laffalle'sche Organisation in ihrer Vollendung dastehen und wird sich zeigen, was sie zu leisten ver- mag. Mein ganzes Bestreben in der nächsten Zeit wirb darauf gerichtet sein, die Laffalle'sche Organisation in jeder Beziehung zur Wirklichkeit zu machen. Voll- ständige Einheitlichkeit und strenge Disciplin einer- seits— demokratische Einsetzung der leiienden Be- Hörden und demokratische Ueberwachung derselben andererseits— das sind die Grundsäulen dieser Or- ganisation. Gern gestehe ich ein, zuweilen darin gefehlt zu haben, daß ich Mißbräuchen gegenüber allzu milde war und insbesondere nicht strenge genug aus die genauste Gewissenhaftigkeit in der Verwaltung der Arbeitergelber Seitens mancher Personen gehalten habe. Zwar ist die Feindschaft, die von manchen der abgefallenen Parteimitglieder gegen mich gezeigt wird, gerade daraus hervorgegangen, daß ich ihnen, wenn sie Arbeitergelder willkührlich zu eigensüchtigen Zwecken verwandten, auf die Finger klopfie. Aber bei all dem habe ich zuweilen auch Nachsicht geübt, weil ich, in allerdings falscher Rücksichtnahme, glaubte, im Interesse des Ansehens der Partei und zur Ver- meidung von Aufsehen in der Oeffcntlichkett da und dort durch die Finger sehen zu müssen. DieS war ohne Zweifel falsch und daß es falsch war, hat sich unter Anderm auch darin gezeigt, daß gerade diejenigen, gegen welche solche Nachsicht geübt wurde, die ersten waren, die zur Bourgeoisie(„Volkspartei") überliefen, sobald dort Gelder vertheilt wurden. In Zukunft aber werde ich unerbittlich sein; würde ich mir auch noch weit mehr Feinde machen, als bisher schon durch mein wenigstens theilwciseS Eingreifen gegen Kassenunregelmäßigkeiten geschehen ist, ich werde aus's Gewissenhafteste auch hierin meiner Pflicht nachkom- men. Keine Willkühr in Verwendung der Arbeitergelder, keine Schmarctzerei irgend welcher Art, wenn auch noch so unbedeutend, wird von mir geduldet werden, so lange ich durch den Willen der Partei zur Leitung berufen bin. Lieber jeden Tag öffentliches Aerger- niß, als die geringste Schonung gegen Veruntreuungen oder Willkührlichkeiten! Mögen Alle bedenken, daß gerade in einer Gemeinschaft wie die unsrige, die nicht auf Zwang beruht, sondern der ein Jeder sich durch seinen freien Willen anschließt und deren leitende Behörden als Dienerinnen der Gesammtheit aus dem Willen dieser Gesammtheit hervorgehen, strengste Ge- wiffenhaftigkeit und Disciplin durchaus nöthig sind. ES gilt dies in Bezug auf das Kassenwesen— eS gilt in jeglicher Beziehung. Wir haben keine Zwangsmittel, wir kennen nur den freien Gehorsam, den ein Jeder sich selbst auferlegt; gerade darum aber muß eS damit streng genommen werden, da sonst die Einheitlichkeit des Strebens und die innere Kraft der Partei verloren gehen. Wollen wir vorwärts kom- men, so muß ein Jeder lernen, dem selbstgeschaffenen Gesetz und der selbst erwählten Führung im Interesse der Gesammtheit, im Interesse der Arbeitersache, sich streng unterzuordnen. Wir Alle haben durch die letzten Vorgänge gelernt, wohin e« führt, wenn man gewissenlose Leute inmitten� der Partei duldet und zu Einfluß kommen läßt. Seien wir in Zukunft vor- sichtiger und halten wir auf genaueste Ordnung. Wenn ich in der allernächsten Zeit— nach nur wenigen Wochen der Erholung— eine Rundreise durch sämmtlicke Gegenden Deutschlands antrete, so geschieht die« in der Absicht, überall Ordnung und strenges Recht zu schaffen. Fürchten werden meine Gegenwart alle diejenigen, welche sich einer bösen Absicht oder einer Verletzung der Arbeitersache schul big wissen; mit Freuden begrüßen werden mich die jenigen, welche als Bevollmächtigte, Agitatoren oder in sonstiger Eigenschaft treu zur Fahne gehalten haben und fortwährend die Arbeitersache fördern; mit Freu den begrüßen wird mich, so glaube ich, überall inS- besondere die Masse der Arbeiter, denn in ihrem Namen komme ich ja, zur Durchführung der Auf- gäbe, die sie selbst mir übertragen haben: Zur inne- ren Kräftigung der Arbeiterpartei. Wenn ich die Absicht ausspreche, nach allen Sei- ten hin auf strenge Ordnung, besonders im Kassen- wesen, zu halten, so brauche ich wohl kaum hinzuzu- fügen, daß es auch mein Bestreben sein wird, im Centralsitz der Partei, bei dem Secretariat, bei den Re- dactionen der beiden Parteiorgane, für diejenige Ord- nung zu sorgen, welche die Partei mit Rech: er- warten kann, und daß vor Allem auch ich selbst be- strebt sein werde, mit gutem Beispiel voranzughen und das große Vertrauen, daß mir neuerdings be- wiesen wurde, durch aufopfernde Pflichttreue zu recht- fertigen. Ich danke auf's Herzlichste bei meinem Wieder- eintritt in die Wirksamkeil allen denen, die wäbrend meiner Hast so viele Zeichen unverbrüchlichen Ver- trauen« zu mir an den Tag gelegt haben. Angesichts der unablässigen Angriffe, welche von den Feinden der Arbeitersache im Lager der Reactio» und der Bourgeoisie gegen mich, den erwählten Führer der Arbeiterpartei, gerickret werden, da man in mir die Bestrebungen und die Macht der Arbeiter haßt und verfolgt,— Angesichts dieser zahllosen Angriffe, die meine Freute und mein Stolz sind, weil sie beweisen, daß ich E nst mache im Kampfe gegen die Feinde der Arbeitersache, � war es meinem Herzen eine Genug- lbuung der schönsten Art, ein so unerschütterliches Vertrauen bei den deutschen Arbeitern zu finden. Bedürfte es für mich noch eines Sporns— in dieser Haltung der Arbeiter wäre er mir gegeben. Und so lasset unS denn, Parteigenossen, nachdem nunmehr durch die Vereinigung der beiden früheren Bereine endlich die Einigkeit der deutschen Social- Demokratie hergestellt ist. fest und unverbrüchlich zu- sammenstehen in dem schweren, dem unablässigen Kampfe der Arbeit gegen ihre zahllosen und mäch- tigen Feinde. Blicken wir siegesgewiß in die Zukunft und schreiten wir unwiderstehlich voran mit dem Rufe: Es lebe der Allg. deutsch. Arb.-Verein! Es lebe die Laffalle'sche Organisation! Berlin, 10. Sept. Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.VercinS Schweitzer. besuchen. Wir sind zwar jetzt noch Wenige, � die bald stärker zu werden. Achmngsvoll mit social-dB' m nicht i schein Gruß Carl Droschke, proo B-r�Nn dastehe Lüneburg, 10. Sept. 3 llpr 10>1 Unserm Präsidenten, Herrn Or. v.«chwciB'�1 Liinbur Kämpfer für Wahrheit und Recht, ein herzliches daß men und ein dreifaches donnerndes Hoch! � P' den Ver Hiesige Mitgliedschaft des Allg. deutsch. Aro.-o?-n„tu, j,, Roggemanri. derbitlen Altona, 10. Sept. 2 Uhr sowie Grusi Dr. Schweitzer, dem treuen wackern C sind der Arbeiter ein Hoch! Für die Mitglieder: SBin'1' ä'nifation Achim, 10. Sept. 9 an um Herrn Dr. Schweitzer. Hoch dieser Tag, wo& Präsidenten sich die Kerkerthüreu össneu, zu kämpsen>-• Itzehoe, Proletariat! 3°�»" Ab«. Iserlohn, 10. Sept. 11 Uhr 8- Wer präj Dreifaches Hoch dem prächtigen Herrn v. SV r»weistm und herzlichen Gruß den Berliner Brüdern!, Muui, d Die Iserlohner Lassa!!«®: Iderte dam Bielefeld, 10. S-ptbr.(Zur Reichs lag»« sÄ-hre 18 Zuerst hallen wir, wie im„Soe.-Dem." berichlel>!>- iw die Bo bisch aus Hamburg als Candidalcn für den ReichS®il• Ferne. gestellt. Derselbe hat ablehnen müssen, weil er kein �. Mg. dm e»es norddeutschen Staates ist. Wir haben silst x"111 der Ai Cigarrenarbeiter Wode aus Verde» aufgestellt, un»� lebhafte „,,.K rt«.f Nnß pr ftprt» ftPlVlf ift. blt©AtI Vftrcn ?°mmlung uns bereits geschrieben, daß er gern bereit ist, die»a? �Hlrreii zunehmen. Wir werden jetzt demgemäß vorgehen, � suchen alle Parleigcnossen, uns nach Kräften bei der- '--....... tijchcm Grn«"ton Wilh. Betxhüen aglla.ion beizustehen. Mit social-demotcatijchem GrnS Demokral wlung —-.«-"sich h. Donnerau, 16. August.(Versammlung1.yodjg ou 15. d. MtS. war Versammlung im Lokale zur"Her.$ Hoffnung zu Charlotlenbrunn; dieselbe eröffnete Hs�s Jc zu bes. Droschke. Derselbe hielt einen kurzen Vortrag u. 3 beizustx Prinzipien unser« Vereins und forderte die Anwesens fest zu dalten an der Organisation von Ferdinand v �r"hkfit. und unserm jetzigen Präsidenien Dr. v. Schweif �chsl ein. lange derselbe uusre Fahne hoch hält, wie er eS 01 5j?. der ü) gethan. Dies wurde von der Versammlung mü t u�'Meich> mg ausgenommen, dann entspann sich eine w �' ttye gj. Debatte, da ein unbedeutendes Individuum sich Wfl'n 6 nommen hatte, unsern werthen Präsidenten zu vcroo'wdt,, g, und daS BereinS-Organ Lügen zu strascn. ES Herr beantragt, beim Vorstand ni.d Präsidium auf An»! � ngfn � desselben anzutragen, da aber der Beitragsammler, �' wie« Liste fand, daß jene Persönlichkeit schon drei Monal' Pflichten zur Kasse nicht nachgekommen, somit die n* � schaft nach§. 6. de« Statut« verwirkt halte, V'". einfach aus der Liste gestrichen. Und so Intriganten. Wir wollen vorwärts kommen, mit allen unsaubern Elementen. Unsre Sache An§(x "iblich [ich doch 1.hhtet,(c fc*. i°lche Weitem l * Berlin, 11. Sept.(Empfang Dr. v. Schweitzer«.) Gestern Nachmittag endete die Haft de« VereinSpräsidenten. Die berliner Mitglieder de« Allg. deutsch. Arb.-VcreinS sowie der Gewerkschaften hatten, wie bckauut, den Beschluß ge- saßt, durch eine Deputation Dr. v. Schweitzer bei seiner Entlassung in Rummelsburg zu bewillkommen. Die einige dreißig Mann zählenden Deputaten begaben sich zur festge- setzten Stunde in einigen Wagen nach RummelSburg; wo ie in einem Garten ihr Absteigequertier nahmen. Drei der Dcputirtc» wurden a» die Pforte de« Gefängnisses gesandt, um den VereinSpräsidcnlen, sobald sich dieselbe öffne, zu begrüßen. Zu ihnen gesellie» sich bald eine Anzahl socialistischer Arbeiter au» einer au da« Gefänzniß grenzenden Fabrik welch- gleich- fall« nicht versäume» wollten, der Einlassung Dr. von Schweitzer« beizuwohnen. Um fünf Uhr schlug die lang- ersehnte Stunde der Befreiung. Der VereinSpräsident, von den Anwesenden freudig begrüßt, begab sich in ihrer Be- gleitnng zu den Deputirten, welche ihn mit stürmischen Hochs empfinge». Jni Namen derselben ergriff Herr Rost (Schriftsetzer) das Wort und erklärte in einer kernigen An- prache Herrn Dr. v. Schweitzer, daß die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Verein« und der Gewerkschaften uncr- chlltterlich zu Lassallc'S Princip und Organisalion ständen, daß ie ihm, ihrem Leiter, ihr vollste« Vertrauen schenkten, und omit grade im Hinblick auf die letzten maßlosen Aiifeindu.i- gen gegen Dr. v. Schweitzer beschlossen hätlen, ihm jetzt ihre Anerkennung auszusprechen, in dem Augenblick-, wo er-u« dem Gesängnisse entlassen sei, wo er für die Sache der Arbeiter gelitten habe. Die Delegirlen stimmten in ein dreifaches kräftiges Hoch auf den Präsidenten ein. Dieser erwiderte einige Worte des Dank«, und versicherte feierlich, daß er i-t«, möge kommen, was da wolle, einstehen würde für die Sache de« Arbeiterstandes und hoch halten werde die Fahne Lassalle's. Er schloß mit einem Hoch auf Lassalle und dessen Organisation. Noch einen Augenblick verweilte man gemein- um bei dem Gesang der Marseillaise, dann ersolgte die Rück- fahrt durch die Stadt nach dem Redaktion«lokal. Die De- putirteu verweilten noch kurze Zeit im Lokal de» Herrn Jacob«, woselbst eine Dame, eifrige Socialisün, welche die Fahrt nach Rummelsburg mitgemacht, noch ewige beifällig aufgenommene Verse an Dr. v. Schweitzer richtete. Nachstehende Zuschriften und Depeschen sind bei der Haftentlassung Schweitzer'S eingetroffen: Pausa, 8. September. Gewidmet zum Tage der Hast-Entlassung de« Herrn Dr. v. Schweitzer am 10. Sept. 1369. Im Namen der hiesigen Mitgliedschaft bringen wir dem Herrn Dr. v. Schweitzer unsere Huldigung und wübschen, daß derselbe fest uns voranschreite aus der Bahn Lassalle's wie bisher. Wir werden festen Fuße« folgen und im Kamps und Sieg die Wunden zu heilen suchen, die ihm Bourgeoisie und Reaction geschlagen. Wir bitten aber Herrn Dr. v. Schweitzer dringend, sobald er seine AgitanonSreisen antritt, un» im Boigtlande zu besuchen. Mit social-demokratischem Gruß Earl Weiland. Fritz Georgs. Tönnhausen, 8. Seplbr. Geehrter Herr Präsident! Tie M.tglicder de« Allg deutsch. Arb.-Verein» zu Sophienau, 50 an der Zahl, bringen Ihnen zu Ihrer Wiederkehr au» Rummelsburq ein dreimalige« donnernde« Hoch! und wünschen, wenn Sie die Güte haben werden. Schlesien zu besuche», auch uns mit zu wieder zu wachsen; darum vorwärts, lassen w® H öä Mi*«„Mw,..,,.fW, vasialle! Hock die)Drg»wT». von 5, Nicht« abhalten. Hoch Lassallc! Hoch die Hoch Schweitzer! Frankfurt°. M.. 8. September.(Versaww Dienstag den 31. August, Abend«, wurde im Lokale von Herrn Ellner, von Seiten der Bw l Partei, eine Versammlung, angeblich zur Geda-hi von Ferdinand Lassalle, in Wahrheit, um Laffalle S 'nssalle'« 9 zu wolle olfenbi ber hicsi deutsch, t Mit fix -oamocu, um tun--"-,•• untergraben, abgehalten. Von den hiesigen Mug»: deutsch. Arb.-Verein« war keiner dort, dagege«hl z Allg. veuiim. Aro.-Bcrcw« war toiki" Wt Un�\" von Offenbach sehr viele gekommen, in der Meinung� j bst d-r d l fc würde" beider' Versammlung selbst zugegen sein,.„'"mim, Gerücht sich daselbst verbreitet hatte, sich jedoch als llenbaä erwies. Nachdem mehrere Redner gesprochen, crsch�) c'"N ist (;x, k;« ommm, eines Varteiaenosikn,..Osieubachik. I"dtg . ges Eine. sich die Stimme eine'» Partcigenoffcn:„Oficnbach-r schiren ab!" und wie durch Zauberjchlag erhob sich r. ganze Versammlung von ihren Sitzen und verM» großen Erstaunen der Bebel'schen den Saal: die wollten nämlich keine Pression aus jene Pari«.» � E« ließ sich jetzt mit Bestimmtheit erkennen, w'ttI bel'sche Partei sehr gering hier ist, indem 0°« sammlung, welche an« ca. 200 Personen besta® � nach dem Abmarsch der Offenbacher nur noch ca- � sonen übrig blieben, welche dieser Partei angehöcl«»-. wiesen die Redner der un« entgegenstehenden Parte'- Gründer unserrS Verein« Ferdinand Lassalle al» Jgß» ds. großen Mann hin, der viel gewirkt, doch die An»' a iu welche demselben gebührte, war nicht zu finden,° bestrebt waren, unter der MaSke von Laffalleaner» I J**it dem 1 Hänger zu suchen. Es ist deutlich an« Obigem 1''. �jW>ckgegeb daß die Offenbacher wie auch unsere hiesigen Mitg" /der trefsli und treu an der Organisation halten, welche � Ltibker großer Meister Ferdinand Lassalle gegeben. Nie»»'» �»Nter de» wir un» durch die glatten Reden der Bebcl'sche»>»' s/httg g lassen. Allen Parteigenossen und Freunden ruft zu: Hallet fest, treu und unerschütterlich an der sin)| so gut bewährt habenden Orgsnisation; wir ivew � Muth und Ausdauer endlich zu dem Ziele gelangen, �..... un« unser großer Meister stellte, und kein Feind L1« Uebrig besiegen können! Mit social-demokratischem Grns),. t a» Sarl Mgen. '"in unl bei; iiutrai Egeln, 2. Sept.(Neue Ausbreitung>«. egeln.) In der heutigen Versammlung sandeNv � svcial- "N. 10, anderen Arbeiter au» Westeregeln ein, welche de'' I stellten, dort eine Mitgliedschaft zu bilden. E» �-« dem Borfitzenden F. Wönig in Folge dessen der eine« Bevollmächtigten für dort in Angriff 9'< miirx# Borschlag gebracht.. h! pl,--~ et Unterzeichneter wurde demokratischem Gruß Limburg, 29. August Parteigenossen! Vorwärts ist H-inr. (Aufrus.) �" uns»' 2ofunaieS� tzu stand ist Rückgang. Eisenachz Tongreß zur Ben gegen die Feinde ist vorbei; jetzt heißt e« siegen-#�>1., cu meinen Gesinnungsgenossen die freudige Mittheilu"9�j dil �. 9. dch wieder eine Festung gewonnen ist, wo f"n bih-< üb, warmer Kampf entspinnen kann. Wir sind jtü''"ten � griff gerüstet, um unfern Feinden, diesen LileiatiN� � � �«t Ehrenstellcn lechzenden Schw ndlern eine entscheid� � �,'ft»t läge beizubringen. Ueberall, wo ehrenhafte� UCljUülllllJtM. W-WUUU, luu_.UIDI' f.rf Lage verbessern wollen, haltet fest an unserer un � ly und fester denn je werden wir bald in geschloss" �s,-- unser Prinzip zum herrschenden machen, lt«no Alle, namentlich Ihr Freunde in Frankfurt, >"«>' "Skid ung , hosstl�st, die Ihr auch Abgefallene in Eurer Mitte habt, nicht bloS, sondern kämpft auch, und bald werden sie .•ö-De-Mm dastehen! Mir fociai-demokrattschem Gruß � L. Preis. Ihr*)- 3S��Ä4fiä»ÄÄ| f den Verband von Bebel und Llibl»-chl auSg-ichlail-" Arb.'kP°° und dem Allg� D-utfch. Arb.-Berem be>g--rtt-n si V't»erbitten daher all- Schriften von 3�". S«* chr 10'on5it auch von den fogenannten rn F>ch� swd der Hetzereien müde und wünschen einer I> stSint'rWniftttton anzugehören. Wer haben e« satt, � , g au uns denll, wenn der Verbandsdcttr ll «° Kranz Schmidt. Ambrof'U» .npjen i� Ztzchoe, 31. August.(Ard-it-rn-rsamml n�) Z»»iWnn Abend hielten wir eine Versammlung- ..« b�neter nr!:r.d!... Herr Wolf au« Hamburg h'-» em-n Uhr S�-'-er präsidirte. v»r � o> s aus im v. zweistündigen Borttag über die 5' Qt �'"chnni, dem Mittelalter und m der letz'» 3• � affalleaaviderie dann die Kämpfe der Arbeiter für ih■>>. Jtag«"!,�" 1848 die Pariser Arbeiter S�lutet im K N chi-rn�tz" die Banigeoisie,°°n der sie st-t, R-ich»�!� F-rner erläuterte der Bortragende � ,0 � c kein iiv.Zllg. deutsch. Arb.-Berein», gc>be.lc un h „ jch-4 all der Arbeiter die..Jtzeho-r Nachnchien und�schlov l, uad.�t" iebhastem Beifall. Unter anderm sp ch» die»a�rHerren Bramer und DtcftNg, und! �~ in, �i'mmkng aus. d e Lassall-', ch-n Werk, w.e d.n„So �D-molral" fleißig zu lesen. g schließlich auf. sic sich nicht zum Wort. bei der h V schließlich auf, sich uns anzuschließen. Gegner Unterzeichneter fordcrle die nS anzuschließen. Gegner "v\ Iii SS j>'-i"»we auiil Ulic Versammlung schloß 11 4 nl htefifc 0"i Herrn Wolf und nnsern Präsidmle» vr. v. »ue her. Wir bitten schließlich Herrn Wolf, im« baldigst clC Ii: ijin.'a besuchen, so Wie allen Rcdiiern in der Nähe uns nag n- vciznstehen. Mit foeial-demolratifchem Gruß 'w-s-nd z I. Alb-rtS. dmand> aranksurt a. M., 4. Sept. Am 31. August fand chmeitz �chll eine Arbeiterverfammlung stall, welche von Mit- r e« v dir Melallarbeiterjchast einberufen wurde. Dieselbe g ni'l- �»Presch besucht. Unterzeichneter war ebenfalls anwe- h eine s x z»e die heuligen Verhältnisse auö.'inandcr, schilderte sich Um,'11 des Allg. deutsch Arb.-VereinS, was viele der n verd /�e» bewog, sich in die Liste» einzeichnen zu lassen. ö muev � Herr Ellner unler den Mugliedern in Höchst Bcr> Auss l"'gen gegen den„Social-Demolrat" zu verbreiten ((fc,' ich den Mitglieder nach, daß solche» mir Lügen minler Man-» ""••jtlmitp.l' Herrn Ellncr richte ich dringend die Bill-, daß l die M endlich aushören möge mit dem Vcrläumden. Er V'*'. Jülich doch selbst sagen, baß mit solchen Sachen nicht« gehe"_.- , darum c beging >vir uu' isawr H-un-u, itt Bebsi, Nedächllw alle' Z, Kitglrebe� dagegen leinungs , fei», ch als w , erschoß enbach-r )b sich ll d vcrlie? d' S art« a" wf"" efl-�zg h c«. d & : Allerg ».-b-? -nern fw, -m zu 1, MitgliL lche ull» iiemal« sen>rre n.se ich' er sich- - werde- angen, eind Nil Gruß.. g'"dt ltdell\[\A 0 :£k Freuu W eilllUlA "Ä r 0rg°� ..-,tet, sondern mir iistcntlicher Scandal erregt wird. solche Reibereien nicht, die nur Zwiespalt unter ebeitern herbeiführen. Den Parteigenossen zur Nach- 'daß Höchst ein- Mitgliedschaft deS Allg. deutsch. Arb.- von 51 Mann zählt und daß dieselben am Todes- �ssalle's gelobten, treu und fest an der Organisation z» wollen. Mit Gruß I. Schneider. olfenbüttcl, 27. August.(Zur Notiz.) Im Ans der hiesigen Mitglieder theile ich mit. daß sie den, deutsch. Arb.-Verein eme roth seidene Fahne gewidmet ' Mit jocial'dcmokraliichem Gruß Fr. Nadge. bei der am 8. d. MlS. in(?r»fcl6 stanzehabten Jluahl zum Norddeutschen RcichSlage erhielt i» der � selbst der national-liberale Eandidai Louis Seyssardt Bimmen, während ans den Social-Deinokratcn Her» Allenbach nur 183S fielen. Da« Resultat der Land- ihien ist»och nicht bekanut, doch scheint die Wahl '"LS gesichert. Nun, wir werden uns zu trösten �-us einen Hieb sällt kein Baum. Das nächste Jahr »liwahlen; wenn unsere Parteigenossen der Sache bis mn derselben rastlosen Thätigkeit dienen, die sie seht c.- dann wird auch der Venreter Ereseld» im Reich». "'r Liner der Unseren sein. 'd. lleriiMs-Theil. 'Allgemeinen deutschen„Arb eiterschast». Verband". >e zum Verband gehörigen Gewerk- und Arbeiterschaften. "iit dem heutigen Tage bin ich meiner Wirksam- ditlkgegeben. Dank der Haltung der Arbeiter lresfilchen Führung de« ersten Vicepräsidenten, �übkert, ist eS der Bourgeoisie nicht gelun- ddter dein Deckmaiitel einer falschen und reak> ''n Sccial-Demokcatie unfern grosten Verband ''»gen. Derselbe wird sich weiter kräftigen und d"li, und ich werde bestrebt fein, uieinerseils �izutragen. klebrigen verweise ich auf vorstehende An- •j. on den Allg. deutsch. Arb.-Verein. 'i svcial-demotratischem Gruße 10. Sept. 1869. Schweitzer. beutsche vereinigte Metallarbeiterschaft. Berichten au« Hamburg haben sich die Kämpfe "d'n Arbeiter der Laucnstein'schen Fabrik am ll Abend wiederholt. Die Arbeiter sind mit be- �cnsdarmerie handgemein geworden, und eS ist Isill. Auf welcher Seite der Sieg war, läßt sich �ltungsberichteu nicht ersehen. «e��'iner deutscher Zimmerer-Veretu. nA � Sept.(Zur Beachtung.) In Bezug '»ian."v 9ö vom Präsidium und Ausschuß geforderte ltn))" Uber Beibehaltung, event. Umänderung der ila deröi-, uuken-, Invaliden-, Reise- nnd Sterbetasse, '»i diel-° A'". baß von den 38 Mitglieischasten. : il'n ste? �°Fea betheiligt sind, bis heute nur 9 Mit- Vi%».� ürt haben, und zwar für die Beibehal- Ai.H'»«"�urg, Lübeck, für die Umänderung: 9 mit.•ttmen' Augsburg und Naumburg, eben- ttnem Borbehalt. Sehr zu tadeln ist hierbei die Saumseligkeit derjenigen Bevollmächtigten, welche bis jetzt noch gar nichts über diese Angelegenheit gemeldet haben, obgleich schon 14 Tage Über den seslgcsetztcn Termin vcr- ganzen sind. Diese Bevollmächtigten zeigen hierdurch, wie große» Interesse sie für den Verein haben und wie sie sehr sie den Aufforderungen de« Präsidiums nnd Ausschusses resvektircn. In ernsteren Fällen wurde diese große Sorg- losigkeil den Verein sebr schädigen, und werden cS die be treffenden Bevollmächtigten hoffentlich mir nicht übel nehiiren wenn ich sie ersuche, sich für die Zukunft bewußt zumachen, was c« eigentlich bedeutet, der Bevollmächtigte zn fein. Für dieses Mal ist die Abstimmung eine verfehlte und wir sind gciiölhigt, die alten Statuten beiznbehalten bis zur nächste» Generalversammlung, welche alsdann darüber bestimmen kann.— Ferner habe ich z» berichten, daß der Stempel machet Fr. Thiele in Leipzig durch Nichtbeantwortung mehrerer Briefe und Nichtbcsorgung mehrerer Bcstellringen (er scheint viel zu thun z» haben für die„Ehrlich-n"), sich geweigert hat, ferner unser Stempelmacher zn sein. Alle Mitgliedschaften werden daher aufgefordert, von jetzt ab bei mir die Stemvel zu bestellen, auch diejenigen, welche schon Stempel von Thiele haben, jedoch nicht gebrauchen können. Ich bestelle dieselben jetzt hier in Berlin für 12'/z Sgr. in Messing mit Hest, incl. Porto 15«gr. Mit Gruß M. v. Mitzel, Ecntral-Eassirer, Wostizstr G. Stettin, 9. Sept.(Strike.) Die strikendcn Ziminer- leitte sind im Allgemeinen fest. Die Meister suchen desbalb auswärtige Arbeitskräfte durch Agenten, welche die Umgegend durchreifen und den Leuten großen Lohn und viel Arbeit versprechen, heranzuziehen. In Folge dieser Versprechungen kommen auswärtige Zimmerleutc in einigen Truppen au, nm die Arbeit hier aufzunehmen. ES wird von unserer Seite Alle» ausgeboten, die Leute zn bewegen wieder fortzu geben, wa« uns große Kosten verursacht. Besonders deshalb fängt das Geld an zu mangeln. Somit rufeu mir alle rechtdenkenten Arbeiter nm Unterstützung an; es wird nach dem Strike unser Berein einen bedeutenden Ansschivnng nehmen. Die Anwesenheit de» Herrn Finn hat gute Früchte getragen; die Begeisterung in den Versammlungen war groß es ist jetzt den Zimmerleulcn Stettin'» klar geworden, daß durch die Vereinigung ihre Lage zn verbessern sei, sie haben sich gegenseitig die Hand gereicht, dem Verein Alle beizn treten. Mit social-demokratischem Gruß C. Kluge, Schriftführer. nufacturarbeiter tagten am 23. August im Schuhmacheo amthause. Der Bevollmächtigte Herr I. L ö fsler präsidirte, Herr Liebisch aus Hamburg hielt einen Vortrag über die materielle Lage der Arbeiter und das Princip der Arbeiter- schast. Er führte dem Arbeiter seine traurige Lage vor und zeigte sein drückendes Loos in grellen Farben. Dann wies er auf die Arbeiterschaften hin, die dem Arbeiter die Mittel zum Kampf geben. Er spricht mit solcher Begeisterung, daß jeder Zuhörer den Entschluß faßte, mit zu arbeiten an dem großen Befrciungswerke, welches enthusiastischer Beifall bekräftigte. Herr Hartmann aus Hamburg schilderte dann begeistert den grellen Contrast zwischen Arbeiter und Capitalist; er stellte das Elend des Arbeiters in seiner gan- zen Größe und den Druck de« Capitals dar. Dann wies er hin auf die Zukunft, für die der Arbeiter jetzt streben müsse, um sein Recht, für sein Wohl, für seine Besreinung zu ringen. Beide Redner wiesen hin aus das Princip Ferdinand Lassalle« und den Allg. deutsch. Arb-Verein und ermuntern alle Anwesenden zur Einigkeit und Agitation. (Lauter Beifall.) Möchte nur jeder deutsche Arbeiter so ge- finnt sein, wie die Versammlungen, bald würde der deutsche Arbeiterstand zum Bessern seiner Lage fähig sein. Noch hielt der Borsitzende, Herr Löffler, einen Vortrag übe die Strikes der Seidenweber zu Brandenburg und der Teppichweber zu Hanau. Dann wurden von der Versamm- lung folgende Resolutionen angenommen: 1) Die heulige Versammlung erklärt, daß sie gänzlich mit den Vorträgen der Herren Liebisch und Hartmann einverstanden ist, indem das Capital die Druckfcder ist, welche die Arbeiter ins Elend treibt und auszubeuten strebt. 2) Es erkennt die Versamm- lung an, daß der Strike der Seidenweber zu Brandenburg auf gerechten Forderungen beruhte und der Strike der Teppichweber zu Hanau gleichfalls billig und gerecht ist, sowie daß nur durch Einigkeit die Arbeiter zu ihrem Rechte und zum Siege im Kampfe gegen das Capital gelangen können. Somit erklärt die Versammlung, fest zu stehen zum Verbände und zum Princip, sowie zu unserm Ver- bandspräsidenten Herrn Dr. v. Schweitzer und der Fahne, die er uns voranträgt." Hochs auf die Organisation und den Verbandspräsidenten Dr. v. Schweitzer, sowie den Plä- sideuten der Manusacturarbeiterschast, Herrn Tauschcr, er- solxten zum Schluß. Zugleich fanden zahlreiche Einzeich- uungen statt. Mit social-demokratischcn Gruß Michel, Kassirer. Allg. deutscher Cigarrenarbeiter-Verein. Düsseldorf, 8. Sept.(Unser Strike und der „Botschafter.") Collegeu, in Nr. 101 des„Soc.-Dem." werdet ihr den von uns eingesandten Artikel über die hie- sige Arbeitseinstellung gelesen haben. Genannten Artikel sandte rch in erster Linie an den„Botschafter". Weil wir aber gegen die bestehende Vercinsbehörde angehen mußten, besürch- tetcn wir, derselbe würde im„Botschasler" nicht veröffent- licht werden, und, wie gedacht, so geschah es. Die Rum- mern 35 und 36 de«„Botschafters" hatten Raum für Be- schimpfungen, aber für unseren Artikel, der doch eine Arbeits- einstellung betraf, hatte er keinen Raum. Ich frage Sie nun, Herr Fritzsche,>varum findet Düsteldoef nnn schon zum zweiten Male kein Gehör? Unseren Pflichten sind wir nachgekommen und zwar aus das Pünktlichste. Aber Sie fühlen wohl, daß sich hier social-demokratische Elemente be- finden, die Sie dem Gewäsch im„Botschafter" zu entneh- men gerne über Bord werfen möchten. Aber hüten Sic sich, ich habe noch Stoffe, die ich aus Rücksicht gegen un- sere Organisation bisher noch nicht veröffentlicht habe, und zwar aus dem Grunde, weil jeder Mensch Fehler hat, die, wenn sie veröffentlicht würden, die große Masse, die noch nicht das Klassenbewußtsein erlangt hat, von ihrer guten, eigenen Sache abschrecken würdeen. Also Fritzsche, wenn es Ihnen darum zu thun ist, daß die Arbeiter für die gute Sache gewonnen werden, dann vernachläsigen Sie nicht ein Mitglied, viel weniger eine Mitgliedschaft, die so stark ist, wie die unserige. Schließlich ersuche ich Sie, unfern Bericht über die Arbeitseinstellung in nächster Nummer zu veröffent- lichcn. Die» mit aufrichtigem Gruß Eng. Brückmann, Bevollmächtigter. Halbcrstadt, 16. Sept.(Erklärung.) Den geehrten Parteigenossen zu Egeln nochmals unseren herzlichste» Dank für die Ehre und gute Ausnahme, welche uns von ihrer Seite zu Theil wurde, bei dem aui Sonntag den 5. d. M. gefeierten Stiftungsfeste. Namentlich dem dortigen Bcvoll- wächtigten Herrn Woenig nebst Familie, für die so recht zuvorkommende Gastfreundschaft nochmals insbesondere unseren herzlichsten Dank. Möchten doch erst alle deutschen Arbeiter so recht von dem echt social-demokratischen Geiste beseelt sein, wie derselbe in Egeln vorhanden ist. Mit Gruß I. A. Fr. Hurlemann. Vermischtes. —(Ueber einen schrecklichen Unfall) wird unterm 36. August aus Hattingen berichtet: Der heutige Vor mittag brachte uns leider ein herzzerreißende« Unglück. Ein junger Mensch von 16-17 Jahren wollte, seiner Jnstruc- tion gemäß, den Raum von mehreren der dort befindlichen Schicnenwalzen reinigen. Er näherte sich einer derselben, um an dem darüber sprudelnden Waffer den Besen zu nässen, als unversehends Letzterer von jener erfaßt und in rapider Schnelligkeit nicht allein der Besen, sondern auch seine beiden Arme durch die kaum zwei Zoll weite Oeffnung hindurch gezwängt wurden. Dem Unglücklichen, als er durch Still setzung der Walze aus seiner schrecklichen Lage befreit, waren die Arme wie abgeschält vom Fleische, während die Knochen formlich zersplittert schienen. Sein Tod erfolgte innerhalb einer Stunde nach Unterbringung im dortigen Kraukcnhause. *(Ueber das in letzter Nummer erwähnte Gruben- nnglück) in dem Kohlenbezirke Avondale bei Plymouth in Pennsylvanien wird weiter berichtet:„In dem Bergwerke war längere Zeil nichts geschehen, indem die Leute die Ar- beit eingestellt hatten; als sie nun am Montag wieder einfuhren, gerieth ein 366 Fuß tiefer Schacht aus dem Grunde in Brand, wie es scheint, weil das Gebälke um de» Ventilationsosen übermäßig trocken geworden war. In we nigen Minuten standen der Schacht und die Gebäude ober halb desselben in Flammen. Das Feuer wüthete mehrere Stunden, Trümmer und Asche stürzten in den Schacht hinein und füllten ihn. Drunten waren 262 Männer und Knaben; man kann nicht umhin, anzunehmen, daß sie sämmtlich um- gekommen sind. Zwei Leute, welche am Abend hinabstiegen, erstickten bei dem Versuche. Gestern wurde durch einen Dampsfächer Luft in deu Schacht hinein getrieben, und man versuchte, aus einer benachbarten Kohlengrube zu der Un- glllcksstätte vorzudringen, indein man ein Loch durch die Trennungswände bohrte. Bisher hat mau noch nichls von den Verschütteten wahrnehmen können; sie sind jedoch ohne Zweifel erstickt. Die Mündung der Grube ist von Hunderten wehklagender Angehörigen der Verunglückten umstanden." —(Ausbeulung der nach Rumänien gelockten Arbeiter de» Dr. Strausberg.) Von den Eisen bahnarbeitern, die, durch anscheinend vortheilhastc Ver sprechnngen gplockt, nach Rumänien gegangen waren, sind ca. 466 voller Enttäuschung nach Berlin zurückgekehrt. Am Montag Abend halten sich dieselben im Königsgarten in der Leipzigerstraße versammelt, um gemeinschaftlich diejenigen Schrille zu beraihen, die ihnen auf gesetzlichem Wege zu ihrem Rechte verhelfen sollen. Der Mehrzahl der Leute war, nach preußischem Gelde, ei» Wochenlohn von ca. 12 Thlru. zugesichert worden. An Stelle de« baarcn Geldes empfingen sie jedoch nur Marken, deren jede beim Einkauf ihrer Be- dllrfnisse den Werth eine« Francs repräscnliren sollte. Nichts- destoweniger wurden sie durch ein schmachvolle» Trunkshstem beispielsweise gezwungen, für ein Mittagessen, als dessen Preis ihnen beim Engagement ausdrücklich ein Franc geuanut worden war, zwei, ja sogar drei ihrer Marken zu erlegen. Aehn- lich erging es ihnen bei der Bestreitung aller übrigen Be- dürfniffe. An die gehofflen und in Aussicht gestellten Er- sparniffe, die den zurückgebliebenen Familien zu Gute kom- men sollten, war unter diesen Umständen nicht zu denken. Eine Abrechnung in baarem Gelde konnten die Arbeiter, ihrer Aussage nach, gar nicht erlangen; es kam sogar zu ernsten Tumulten, bei welchen verschiedene Personen durch die rumänischen Milizen theil« schwer verwundet, sogar, wie behauptet wurde, gctödtet worden sind. Hiernach erst wäre ihnen wenigstens ein Theil de« zuständigen Lohne« baar ge- zahlt und dadurch ihre Rückkehr in die Heimalh ermöglicht worden. Der norddeutsche Consul Blücher, dessen Vermitte- lung sie anriefen, soll, wie Alle übereinstimmend berichten, seine Hülfe versagt haben. Jeder der zurückgekehrten Arbeiter beansprucht eine rückständige Lohnforderung von ca. 86 Tha- lern. Es wurde der Beschluß gefaßt, gemeinschaftlich im Wege des Eivilprozeffe« gegen den Unternehmer Du Strous- berg, der die meisten Contracle persönlich unterschrieben haben soll, vorzugehen, und den König in einer Jmmediat-Eingabe von dem Verhalten de« norddeutschen Consuls in Keiimniß zu sitzen. —(Originelle Selbsthülse.) In der Nähe de« Odeon in Paris sammelten sich dieser Tage eine Menge Leute um ein Mädchen, welche» ein hölzernes Bein auf sei- ner Schulter trug, während au« dem Fensler der ersten Etage eines naheliegenden Hauses ein Mann schrie und gesticulirte, man möge jenes Mädchen festhalten. Dieses gab jedoch bald Ausschluß über den Zusammenhang der Dinge. Dasselbe war Wäscherin und der Herr der ersten Etage ihr Kunde. Die Wäscherin hatte ihm ihre Rechnung überreicht, und da er nicht zahlen wollte, naym die unbarmherzige Glänbigerin, um sich bezahlt zu machen, das künstl che, in einer Ecke iehende Bein, welches dessen Elgenthümer noch nicht angelegt hatte. —(Ich bin geschooten, ich bin geschooten.) Es war ans der Straße zwischen Kaarst und Ostcrrath. Em Bauer hatte sich bei dem heißen Wetter in seine Karre hin- eingeslreckt und zwar, um sein Gesicht gegen die Sonnen- strahlen zu schützen, dergestalt, daß seine Hinterfront nach oben kam. Ein Gensd'arm, mit einem Bekannten denselben Weg reitend, holte den Bauer bald ein, und gab seinem G-sährten die Absicht kund, den Schläfer wegen seines poli- zcilich verbotenen Schlafens zur Anzeige zu bringen. Der Begleiter schlug vor, ihn auf kürzerem Wege, nämlich mit einem tüchtigen Stockhiebe auf die sich so verlockend darbte- tende Hinterseite abzustrafen. Der Gensd'arm willigte ein. und zur größeren Ueberraschung des Bauern wollte er gerade zur gleichen Zeit seiue Pistole abfeuern. Gensd'arm und Begleiter reiten also, der eine recht«, der andere links, neben die Karre, und auf ein gegebenes Zeichen— paff— klatsch fielen Schuß und Schlag. Wie d:r Bauer blitzschnell auffuhr, die Beiden anstierte, den— rieb und dann, wie ich besinnend, jämmerlich ansschrie:„Ich bin geschooten, ich bin geschooten"— da« müßte man sehen, nicht beschreiben. Daß er wirklich geschossen worden und wenigsten« ein Dutzend Schrootkönier hinten sitzen habe, ließ er sich nicht auSieoen. In Osterath fuhr er zu einem Arzte, und auch, als dieser nach vorgenommener Besichtigung ihm versicherte, daß sich wohl eine deutliche Quittung in Blauschrift über eine» j tig und vollwichtig erhaltenen Stockhieb, aber nichts I Schrootkörnern finde, wollte er sich noch immer nicht H higen und wiederholte fortwährend:„Herr Doktor, geschooten, ich bin geschooten." lr. 1 Für Mülheim a. d. N. Große Volks versammluil Sonntag, den»«.September, Nachmittags in der Tonhalle beim Herrn Spittmann. Tagesordnung: Oeffentliche Angelegenheiten. KB. Neue Mitglieder werden in der Versammlung' genommen. Auswärtige Redner werden erscheinen. Um zahlreiches Erscheinen bittet der prov. BevollmÄs ich gtjtnji Für Acttin. Gewerkverein deutsch. Holzarbeite« vid twar Oeffentliche Versammlung Montag, den t«. September, Abends S'/e � lich im„Kaisergarten", Alte Jakobsstraße 126. � Tagesordnung. 1) Vortrag von Herrn Nathan Schlesinger. 2) Die strikenden Parteigenossen in Hamburg ur' dortigen letzten Eieignisse. Zutritt für Jedermann frei— Um zahlreiches Erp bittet der Bevollmächl Allgemeine deutsche Mctallarbeiterscha�' Die Mitglieder sind zu der oben anberaumten Vechk lung der Holzarbeiter eingeladen. Fr. Werthm�' Für Dcrlin. Allgem. deutsch. Zimuterer-Ver« Versammlung. Dienstag,«4 Sept., AbendS in Engelhardt'» Lokal, Lindenstr. 54. Tagesordnung: 1) Vortrag von Lübkert über den Bau eine«! hause«.— 2) Kassenbericht.— 3) Innere Vereinsangl heilen.— 4) Fragekasten. Nur Mitglieder unter Vorzeigung der Vereinskarl- Zutritt.— Um recht zahlreichen Besuch bittet Otto K-psü .�>e E Je fpr; Mter �erparl yll-pati i.?W. £> föi /ür Derlin. Allg. deutscher Schuhmacher-�� Mitglieder-Versammlung Montag, den 1Z. September, Abends s tut„Kaisergarten", Alte Jakobsstr. 126. Tagesordnung: Berichterstattung der Commission über die Kranke Gäste haben Zutritt. G. Zielvw». /ür Hambursi. Allgem. deutsch. SNaurer-Vereid und Allg. deutsch. Zimmerer-Vercin Versammlung., Dienstag, den 14. September, Abends« 11 in Tütge'S großem Salon, Äalentinskamp j Tagesordnung: Verschiedene«. Der Für Hamborg. j" die, ""n zu wir '"tttloi y he 'en, ande W' Arb �tnn» 9, M°N «rbeiter Und zu s 'meinhe Uimt de: All- rtei) en aii| JWne; �ereinze .j« Alle Vorsts i�uzelpe, ß�urge "nierorl zu Allg. deutsch, vereint Metallarbeiters-� Zusammenkunft der hiesigen Mitglieder' Montag, den i». September. im Lokale des Herrn Lüder«, im kleinen Saale unr der Diele. Tagesordnung: 1) Die Angelegenheit Schwenger«. 2) Da« Berhalten de« Gewertschaftspräsidentea L. Schulze. 3) Verschiedenes. �. Es wird dringend aufgefordert, zu erscheinen. Ttsn'„.„ Tie Mitgliedsbücher sind vorzuzeigen. T. Mift'äs Für Altona.,>>l° J Allg. deutsch. Schuhmacher-Ver�i." der � Versammlung M,? Montag, den IS. September, Abends v �' 1 im Schuhmacheramthause, Große Bergstraße. KB. Zutritt ist Jedem gestattet. i-i Für Hanno-ltr. Cigarrenarbeiter!{Cl* Versammlung. gl �lschi Sonntag, den i«. September, Vorm. 10' � CD' m Kuuzcn'S Lokal, Thorstr. 8—9.. Tagesordnung: ,tto®tl'er Besprechung über Kass-n-Angelegenhetteil. Der Vo" k(iir0tO' n Weise RH. I de«„Social-Dcmokraten" nicht mehr von dem Buch'?l>iintb,» Herrn Zoch geschieht, sondern von dem Steinsetzer'|t rich Lütjens allein..l � Bestellungen aus den„Social-Demokrat" werde»[l"jelne nommen Steinthorstr. 2, so wie in allen Vcrsamnil�i �, der Ich bitte alle Parteigenossen den„Social-D->� i' Seite rasch als möglich zu bestellen, damit keine Stocks..Endeln. chieht. H. Lütjens, Steinetzer, Steinthos�.) C'h°it Allen Lassalleanern zur Nachricht, daß die Bei? «im-, Cr"' 1 L'ch v %it et > th' / die 1 .,'chwng 'wente "lete durch die Allen Entbindungs-Ä�fteige. Social-Demokratcn zur Nachricht, daß wew ntien larlotte, geb. Heblec, heute von einem L ßeget Zrau, Charlotte, geb. Hcbler, heute von einem lt' ä'genli Demokraten entbunden ist. Ich wünsche nnd hoffe, I einen ein treuer Anhänger Lassalle'« wird nnd als aus-' F'ppelfc F. ">> Druck von R. Bergmann in Berlin.— Beramwortlicher Redakteur nnd Verleger: W. Grüwel in Berlin. Lassalleaner in die Fußtapseu seine« Vater« tritt. klf'*