• 114. Berlin, Mittwoch, den 29. September 1869. Fünfter Jahrgang l.sr »alt < zur Z« .'3P' jj. Solang erscheint drei Mal wöchentlich Pieper> Ztst-S-Z % Aif< Allg. im* indsch!' '!»«: Dienstag«, Donnerstag« und Sonnabend» Abend». Organ der social-demkratischen Pattei. Ridaction und Expeditione Verlin, Sitschinerpraße 17. »rtttA« Prei» für Berlin incl. vringcrlohn:»ierteljiihrlich Ist Sgr., nionat- 7? ü Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.: bei den Postämtern in Preußen Ist Sgr., .0 ben außerpreußischen Postämtern m Deutschland 12�/, Sgr.,(44 Kreuzer w- Währ.) Vekellungen werben auswärt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegen genommen. Inserate(in der Erpedition aufzugeben)«erden pro dreigespaltene Petit-Zeile bei Arbeiter- Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Eolonirn, Amerika, China und Japan Mr. A. Duansmg 8 Liule-Nswport-ätreet, Leiceeter-Square. TV. C. London. tNd bcr, I. Oktober wird ein neues Vierteljahrs- iusr-- H.'�knt auf den„Social-Demokrat" beginnen. rg- g-ijk.ttsuchen diejenigen, welche abonuiren wollen, � lofort zu thun. Die heutige Nummer ist it ei-»»!?� laufenden Quartals. den den Ätl« a» Politischer Theil. Lercil thin Berlin, 28. Sept. ein Gedenktag für Arbeiter"— liffer Aufschrift bringen die Berliner„Volks- 9" und der„Gewetkverein", diese beiden Or- FortscbrittlerthuniS, am 26. September nach- i Ansprache: eradeu! Heul am 2G. September ist e» gerade ein , �Gß unsere Gewei kvercinsbewcgung in da» Leben ge- Zercills, bürde. kss beim Kongreß in Bauxhall der brutale Machtspruch u. Schweitzer ertönte: die Minorität der Majorität durchaus nicht ».s leu kann, so fordere ich meine Parteigenossen auf, jene 1"" gewaltsam aus diesem Saal- zu entfernen", �„ ,,»rre Würfel gefallen, da wurde un» klar, daß, sollte "1 i L. f''1 ba» Wohl der Arbeiter geschehen, e« uim> . 2 F"! solchem Wege gedeihen könnte. Ihr Alle seid mit n nur I- Tewlß der Ueberzeugnng, daß wir den richtigen Moment !rsamm>- halten, um zu beweisen, daß auch die Minorität einer .chtnngri dimlung mit gesunden Ideen eine Macht bilden kann, au» ss alle Machinationen der Majorität zu Schanden wer- M�t. ilirer-� � e Tbatsachen zu beweisen, wird mir wohl erlassen sein, 3 Euch aus da« kräftige Emporwachsen und täglich �»tsteheu unserer Orts- und Gewerkvereine in allen .. Deutschlands venveise. uns daher mit Freude diese« Tages gedenken, und Wichen wir denselben dadurch, daß wir unsere Käme- �nmer mehr und mehr zu überzeugen suchen, daß mit Maßregeln nie das Wohl der Arbeiter befördert kann, daß nicht durch hochtrabende Illusionen, wie !gen das Kapital, Normalarbeitstage, StaatShülfe:c., nur durch die Selbsthilfe die Hebung der materiellen «i befördert wird, daß wir nicht durch willkürlich- lellofe Arbeitseinstellungen, welche stets verwerflich nie zum gewünschten Ziele führen werden, sondern dur durch die Bildung eine« festen Bandes auf födc> her Grundlage, begründet durch die Errichtung von »>»)!> lIewerkvereinen aller Gcwerke über ganz Deutsch- r mit» r tillc moralische Macht erreichen werde», der kein Ar- m seine Zustimmung versagen kann, indem wir uns merer-r r Besch igst Ä artme? nokrat' dten ivkr» , n i r e-nc ,rri Let tn"a$ Vodcn des Rechts und des Gesetzes bewegen. r?il fte bringe ich allen unseren bereits bestehenden Orts- C.w» �werkvereinen zum heutigen Tage ein dreifaches„Hoch!" icr»- I« Seiffert, Gen.-Konlr. der G.-B. der deutschen ' ,„i""«nffou- und Metall-Arbeiter, Mtgld. des Zenttalraths «Ü Züschen Gewerk-Bereine. beabsichtigen durchaus nicht, die stille Freude „Social wsren, mit welcher diese Herren am 26. Sept. igen« hte Bauxhall-Affaire festlich zurückdenken. Wir �gar nichts dagegen einzuwenden, daß sie„gleich- �.�'e Muhamedaner ihre Zeitrechnung mit der enthält-$1 ihres Propheten aus Mekka beginnen", so erntet?.v'Ö' von der Flucht aus der Vauxhall rechnen. loiiensit. erlauben wir uns einige bescheidene Bemer- mgs-tlsl j Zeinli �enn von einem„brutalen Machtspruch deS I>r. ,'ji L-r i°>veitzer" die Rede ist, so möge man festhalten, Dieser Machtspruch nur die Antwort auf die un- "■"Tftt.'Utige Absicht war, den Congreß zu stören oder ütiens ju verschleppen. In alle Zukunft werden ., l».Millich durchzugreifen wissen, wenn man unS liedern' sucht. Wir allein sind die Partei der In'■ i a' baS hat sich vor einem Jahr bewiesen, da« a.H.»« M in alle Zukunft beweisen; erst nachdem wir Sgr. 9. ihlich piC Gründung von Gewerkschaften be- ? halten, kam die Bourgeoisie(Fortschrittspartei . �vlkspartei) und veranstaltete noch b-sondere von Gewerkschaften, um ja keine Einigkeit Arbeitern aufkommen zu lassen. Unter den i st vielen Feindseligkeiten gegen die Arbeitersache Seitens der Bourgeoisie war die Gründung von Sonder« gewerkschaflen durch die Fortschrittspartei einerseits und durch die Volkspartei andererseits eine der stärk- sten. ES liegt hier auf flacher Hand, daß die Ar- beiterbewegung zersplittert werden soll, um ihr die nachhaltige Macht zu nebmen. Daß die Gewcrk- schasteu nur durch volle Einigkeit der Arbeiter ihren Zweck vollständig erreichen können, ist so sonnenklar, daß die Störung dieser Einigkeit durch Gründung von Sondergewerkschasteu dem Blindesten die Augen hätte öffnen sollen. Und da man bereits auf dem Eon- greß merkte, was man von jenen Herren zu halten habe, so machte man kurzen Proceß mit ihnen, um nicht den Congreß und seinen Zweck zu gefährden; ebenso wie man jüngst in Eiscnach mit den Andern kurzen Proceß machte. So viel über den„brutalen Machtspruck» des vo. v. Schweitzer." Er wird vcrmuthlich zu ähnlichen „Machtsprüchen" noch manchmal Gelegenheit finden, so lange er dazu berufen ist, im Kampfe zwischen Capital und Arbeit mitzuwirken. Was das„kräftige Emporblühen und täglich neue Entstehen der OrtS- und Gewerkvereine in allen Gauen Deutschlands" betriff!, so erlauben wir uns einige Zweifel. Aber wenn es wahr ist, desto besser! Denn mit unabweislickcr Nothwendigkeit muß die Zeit kom- nren, wo die Mitglieder dieser Vereine einsehe», daß allerdings zwischen Capital und Arbeit Kriegszustand ist. ES ist nicht möglich, heutzutage die Arbeiter in Bereine zusammen zu bringen und ihnen dabei aus di'e Länge ihren eigenen Zustand zu verhehlen. Die Macht der Thatsachen ist größer als alles Gerede, und eS muß daher die Zeil kommen, wo die Mit glieder dieser Vereine, unbekümmert um das Entsetzen ihrer fortschrittlichen Leiter, kräftig am Krieg der Ar- beiter gegen daS Capital Theil nehmen wollen. Dann werden wir ernten, was Andere gesäet haben. Je mehr Arbeiter durch die Fortschrittspartei in die Bc- wegung hineingezogen werden, desto mehr Arbeiter werden von dort her unserer Partei zufallen. Freuen daher auch wir uns über die Ausbreitung der Orts- vereine— immer unter der Voraussetzung, daß diese Ausbreitung wirklich stattgefunden hat. Wir werden in obiger Ansprache auch belehrt, „daß nicht durch hocbtra'bende Illusionen, wie Krieg gegen daS Capital, Normalarbeitstag, Staats- hülfe u. s. w., sondern nur durch Selbsthülfe die He- bung der materiellen Interessen befördert wird." Diese Redeweise kennen wir längst. Neu ist unS darin nur, daß auch der Normalarbeitötag offen be- kämpft wird. Diesen fortschrittlicheu Vereinen ist also von ihren„gebildeten" Leitern verhehlt worden, daß die industrielle Entwickclung im vielgerühmten„freien" Mustcrland England mit innerer Nothwendigkeit den NormalarbeitStag herbeigeführt hat und daß selbst die Fabrikanten in England die Abschaffung desselben nicht mehr befürworten würden, kurz, daß dort jeder, der gegen den NormalarbeitStag aufträte, als Neak- tionär gelten würde, als einer, der in seinen Be- griffen um 30 Jahre zurück ist. Das hat man also verschwiegen? Welche Antwort hierauf, Ihr Herren? Wenn im llebrigen in der Ansprache„willkürliche und zügellose Arbeitseinstellungen" verurthcilt werden, so stimmen wir völlig bei. Nur wissen wir nicht, warum daS gegen uns gesagt wird— gegen uns, die wir vor der Fortschrittspartei zur Gründung von Gewerkschaften schrillen, um eben an die Stelle von „willkürlichen und zügellosen Arbeitseinstellungen" vernünftig überlegte und planmäßig geleitete zu setzen. Wir, geehrte Herren, haben dies zuerst gelhan und Sie haben es uns nur in schlechterer Form nach- gemacht; wir erlauben unS allo zu bitten, daß Sie vor Ihren Lehrmeistern mehr Respect zeigen. Wenn Sie schließlich ein Hoch auf alle OrtSver- eine ausbringen, so wollen wir Ihnen das Vergnü- gen machen, kräftig einzustimmen. Ihre Ortsvereine, die Pflanzschule künftiger Social- Demokraten, sollen leben!—_ Rundschau. Berlin, 28. September. In Frankreich will allem Anscheine nach die Reg-erung eine neue Niederlage ruhig hinnehmen müssen. Der Zusammentritt des gesetzgebenden Kör- perö sollte bekanntlich in gesetzwidriger Weise hinaus- geschoben werden, wahrscheinlich des schiechten Ge- sundheitSzustandeS deS Kaisers und der Verwirrung in Regierungskreisen halber; jetzt soll, wie die„Presse" erfährt, im Staatörath der Beschluß gefaßt sein: „daß«S bei der herrschenden Aufregung der öffent- lichen Meinung im Interesse deS Ministeriums selbst. l-ege, die Kammer zur Vermeidung jede« Mißver- stäudnisseS sobald alS möglich zusammentreten zu lassen." Die Regierung fühlt sick also zu schwach, wiiklicheu Widerstand zu leisten. Ein weiterer Kunst- griff wird angewendet, um auf die Liberalen einen „guten Eindruck" zu machen. Es„verlautet" aller- lei über eine Reise der Kaiserin nach dem Orient, während bekannt gemacht wiid, daß der Kaiser mit dem Prinzen Napoleon freundschaftlich verkehrt. DaS bedeutet liberale Stimmung nach dem Börsenbaro- meter; schweben nämlich �reactionäre Maßregeln in der Luft, so wird umgekehrt der Prinz auf Reisen geschickt. Bei den Social- Demokraten verfängt na- türlich solcher Schwindel nicht, sie greifen immer schonungsloser den Mann des 2. December an. Ein vernichtender Streich wird gegen ihn geführt vom „Courier de la Sarthe." Napoleons Eid auf die Verfassung nach der Präsidentenwahl ist bekannt; weniger war es die Proclamation, die der fünfmal gewählte Volksvertreter, der eben ans dem Exil von London zurückkehrte, im Jahre 1848 an allen Mauern anschlagen ließ, und die dieS Blatt in Erinnerung bringt. Diese fürchterlichste aller Selbstanklagen lau- tet also: Franzosen, meine theureu Mitbürger! Ich antworte auf die Berufung, die Ihr au meinen Patriolismus eingelegt habt. Die Mission, die Ihr mir anvertraut, ist glorreich, und ich werde sie zu erfüllen wissen. Durchdrungen von der Erkenntlichkeit für die Zuneigung, die Ihr mir beweist, bringe ich Euch mein Leben, meine ganze Seele; sie gehören Euch hinfort, wie die jenes Mau-- lies, dessen Ruhm das Erbtheil Aller, Euere Stimmen mit seinem Widerschein meine Hingebung bezeichnet hat, die man bis jetzt zur Dunkelheit verurtheilt hatte, die ich aber leuch- ten lassen werde, wenn jemals Gcjahren da» gemeinsame Vaterland bedrohen sollten. Brüder mid Bürger! Sticht einen Thronjägcr empfanget I r in Eurer Milte. Ich habe nicht vergeben« im Exil nachgedacht. Ein Thronjäger ist eine Pest. Ich werde nie die Eurige sein, ich werde nie weder undankbar noch infam sein. Als Republi- kaner, al« anfrichtigar und glühend er Demokrat stelle ich mich vor Euch hin. Ich nehme den großen Schal- ten des Mannes des Jahrhunderts zum Zeugen der Ge lübde, die ich bicr feierlich ablege: Ich werde, wie ich es stets war, da« Kind Frankreichs sein. In jedem Franzosen werde ich stets ciueli Bruder erblicken. Die Rechte eines Jeden werden meine Rechte sein. Die demokratische Republik ist der Gegenstand meines Eultn»; ich werde ihr Priester sein. Niemals werde ich versuchen, mich in den kaiserlichen Purpur zu hüllen. Das Herz möge mir in der Brust vertrocknen au dem Tage, wo ich vergesse, was ich Euch Allen, was ich Frankreich schuldig bin. Mein Mund schließe sich für immer, spräche ich jemals ein Wort, eine Lästerung gegen die republikanische Souveräuetät des französischen Volke? au«. Ich sei verflucht au dem Tage, wo ich au« Schwäche gestattete, daß man unter d-m Schutze meines Namens Lehren verbreitete, die dem demokratischem Princip entgegen wären, welches die Regierung der Republik leiten soll. Ich sei zum Hochgerichte verdammt an dem Tage,>va ich als Schuldiger und Verräther versuchte, die schändende Hand an die Rechte des Volke» zu legen, entweder um es mit seiner Zustimmung zu betrügen, oder gegen seinen Willen mit Macht nnd Gewalt! Und jetzt glaubet an mich, wie ich an Euch glaube, und möge der- selbe Rus aus unserer aller Herzen ertönen, wie ein Gebet, an den Himmel gerichtet:„Es lebe für immer die Republik!" Louis Bvnaparte." So lautet jene Proclamation. Hat sich je ein Mann furchtbarer selbst sein Urthcil gesprochen. In Spanien mehren sich die republikanischen Ausstände. Auch die größte Fabrikstadt, Barcelona, hat einen Barrikadenkamps gehabt. Dajmehrere Com- Mandanten der Freiwilligen von Barcelona gegen die Entwaffnung der Freiwilligen von Tarragona prote- stirt hatten, sa hatte die Regierung Befehl gegeben, die Bataillone derselben ebenfalls zu entwaffnen. Die- selben widersetzten sich jedoch und nahmen eine feste Position ein, indem sie Barrikaden erbauten und Gebäude befestigten. Man richtete am 2. Sept. um 10 Uhr Abends den Angriff gegen die Insurgenten, die gegen 2'>e Uhr Morgens nach Regierungsberichten vollständig geschlagen waren. Filr Spanien ist jetzt die Krisis eingetreten, wo es sich um Freiheit oder Reaktion handelt. Zum Aufstand in Barcelona haben anscheinend die Arbeiterverhältnisfc mitgewirkt. Der Strike der Fabrikarbeiter, welcher schon' feit fitns Wochen anhält, ist noch weit von seinem Ende. Die Arbeiter begannen von dem Capital zu leben, daS sie in Reserve hatten, aber jetzt, wo dasselbe erschöpft ist, sind sie genölhigt, zum Almosen ihre Zuflucht zu nehmen. Sie gingen von Haus zu Haus, und ver- langten Unterstützung. Wenn sie fanden, daß man ihnen genug gab, dankten sie, wenn man ihnen aber nichts oder nicht genug gab, so stießen sie Drohungen aus und notirten ganz offen den Namen der Be- treffenden. Die Stadtbehördcn hatten anderseits ge- waltfame Maßregeln gegen die Arbeiter ergriffen. Vereins-Theil. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Verein.) Zur Rundreis c des Vereinsprüsidcnten. Wenn der Vereinspräsident demnächst eine Rundreise an- tritt, so ist es nicht seine Absicht, sich dirett auf die Agit«« tion zu werfen, sondern vielmehr die Organisation der Partei endlich ins Reine zu bringen nnd dadurch dieselbe dauernd zu stärken. Man hat in letzter Zeit viel zir viel Gewicht auf vorübergehende Agitationsersolge gelegt, während die viel größere Macht, welche in der bleibenden geordneten Organisation liegt, Meisten« unterschätzt wurde. Wohl steht noch den Kämpfen dieser letzten Monate die Grundidee nn- serer Organisation fest; allein dieselbe hat noch nicht genügend Fleisch und Blut angenommen; eS mangelt an allseitiger genauer Ordnung, am sicheren Jneinandergreisen, nnd ma» vielleicht die Hauptsache ist, an durchweg gewissenhafter Ver- waltnng und Verwendung der Arbeitergelder. Um diese Mängel zu beseitigen, um überall Ordnung, strenges Recht und gewisscnhaste Finanzverwaltung zu schaffen, lvird der Vereinspräsident an den bedeutenderen Plätzen an Ort uuq Stelle die Verhältnisse prüfen und die nöthigen Auordnun- gen treffen. Es ist zwar sicherlich ganz gut, wenn durch Agitatoren in großen Massenversammlungen die Arbeiter zur Theilnahme an der Bewegung herangezogen werden, allein man muß sich auch klar machen, daß diese Erfolge gänzlich vorübergehend sind, wenn sie nicht zu dauernden, geordne- ten Einrichtungen führen. Nur dann wird die Arbeiter- Partei aus die Länge vorwärts kommen, wenn sie innerlich vollständig geordnet ist. Die äußere Ausdehnung kann uns niemals die innere Festigkeit, den unter allen Stürmen un> berührt festbleibenden Kern der Partei geben; wohl aber führt die innere Ordnung unfehlbar immer auch zur äußeren Ausdehnung. Steht insbesondere an den hauptsächlichsten Plätzen die Partei in fester Einheit da, so wird es ihr leicht werden, von diesen Stützpunkten au« weitere Fortschritte zu machen. Wir wiederholen also: weniger nm zu agitiren, als viel- mehr um zu organisiren, wird der Präsident reisen. Die Agitation kann und wird auch von Anderen besorgt werden; die Organisation hingegen kann nur durch da« persönliche Eingreisen des Präsidenten, dem alle Verhältnisse bekannt sind, und der durch das Vertrauen der Gesammhcit zum Amt berufen ist, zur vollen Wahrheit gemacht werde. Au« dem angegebenen Grunde wird der Präsident auf seiner Rundreise uur geschlossene Mi tgliederversamm- lungcn abhalten lassen. Die Miiglicder werden auf- gefordert werden, sich genau hieran zu halten und daher nirgends öffentliche Versammlungen anznbcranmen. Auch we>den in der Mitgliederversammlung, in welcher der Prä- sident anwesend sein wird, keine Einzeichnungen neuer Mit- glieder stattfinden dürfen. Der Zweck dieser geschlossenen Versammlungen ist, wie bereits"bemerkt, die innere Kräs- Ugung der Partei und zu diesem Behuf wird Folgendes stattfinden: 1) Der Präsident wird einen Vortrag über unsere Prinzipien, unsere Organisation und den dermaligeu Zustand der Partei halten. 2) Jede« Mitglied kann jegliche Anfrage oder Jnter- pellation an den Präsidenten stellen und dieser wird Ant- wort und Auskunst ertheilcn. 3) Der Präsident wird[sich über die Lage der Dinge an dem betreffenden Orte nebst Umgegend unterrichten und die für Abstellung der etwa hervortretenden Mängel nöthigen Anordnungen treffen. 4) JnSbesondereZjwird die Ernennung der Bevollmäch- tigtcn:c. stattfinden. Außer diesen geschlossenen Versammlungen werden überall Conferenzen mit den Bevollmächtigten der umliegenden Orte, die sich auf Kosten der Kasse einstellen sollen, abgehalten werden. Ebenso Conferenzen mit den Gewerkschafts- und ArbeiterschastS- Bevollmächtigten. Wenn die Gegner von den Versammlungen ansge- schloffen bleiben sollen, so liegt der Grund dieser Anordnung darin, daß durch unnöthiges Gezänke mit Mitgliedern an- derer Parteien die kurze Zeit, die der Präsident an einem Orte zubringen kann, vergeudet werden würde. Die volle Begründung und Herstellung der Ordnung überall, die Aus- einandersetznngen des Präsidenten mit den Mitgliedern er- fordern an sich selbst schon so viel Zeit, daß auch so schon au vielen Orten schwer zu Ende zu kommen sein wird. Andererseits haben wir nie die Oeffentlichkeit zu scheuen. Mögen einzelne unerqnickliche Dinge zur Sprache kommen; gerade die Offenheit und Entschiedenheit, mit der wir überall etwa bestehenden Mißständen aus den Leib rücken, um sie zu beseitigen, kann uns nur zur Ehre gereichen. Keine Aengstlichkeit der sogenannten öffentlichen Meinung gegenüber, keine Vertuschungen, sondern Strenge gegen uuS selbst! Der Präsident wird daher nichts dagegen einzuwenden haben, wenn die Mitglieder irgendwo die Presse zur Berichterstat- tung zulassen wollen. Wo die Mitglieder in ihrer Mehrheit diese Zulassung beschließen, können ausnahmsweise die Ver- lreter der Presse in der betreffenden geschlossenen Mitglieder- Versammlung Zulaß finden. Wenn wir sagten, daß nur geschlossene Mitglicderver- sammlnngen abgehalten werden dürfen, so muß eine, übri- gens nur scheinbare Ausnahme, für Barmen-Elberfeld ge> macht werden, weil Schweitzer dort in seiner Eigenschaft als Wählern, � nach engeren Part« D. Reichstagsabgeordneter allen seinen denjenigen, die vielleicht nicht der eii�t.. hören, Rechenschaft schuldig ist. In Barmen oder ß-- � l stattfinden. Diese Ausnahme ist, wie gesagt, eine srh«� denn man kann Schweitzer nicht zumuthen, nach,..�rlii großen Reise noch eine besondere Reise nach Barmen� � Mnchi feld zu machen, um dort in seiner Eigenschaft als Aw �«ereins neter zu erscheinen; jeder vernünftige Mensch wird»:•-' eine finden, daß er seine Anwesenheit dort benutzt, um"'v..{, geordneter eine Versammlung abhalten zu lassen. AW,-w,?> aber von diesem besondern Fall, soll nirgends eine c'chnnng liche Versammlung stattfinden; etwaige Wünsche i» i�egenh, Beziehung müssen unberücksichtigt bleiben; würde da ürauk ordnung an irgend einem Orte durchbrochen, so wäi- �,arm an zehn andern Orten auch durchbrochen werden. ,j."mflad zcyn auocui ajucu uuuj uiuajuiuujcu luciutii..— i*uu Ferner müssen die Mitglieder bedenken, daß der*'' sehr gn vom Mittelpunkt der Partei enionnj dent nicht allzulange—- sein, nicht allzulange unterwegs bleiben darf. SV*'t- Un genug, daß schon in Folge der Hast nicht die nöthig'*'wtniffe thätigkeit entfaltet werden konnte! Was der Präsi�'8-© Mittelpunkt der Partei für diese wirkt nnd schasse j�die H kommt Allen zu gut, und nichts ist schädlicher, ald � �ssenbi im Mittelpunkt nicht die nöthige Thätigkeit Vorhand';- sqi Daher kann der Präsident uur die hauptsächlicheres«njiadl berühren und die Mitglieder an den kleineren Orten � Medschg sicherlich einsehen, daß, was an den großen PunM s* geroiss schieht, auch ihnen zu gut kommt; gerade in dem äs genar sein, daß wir eine streng einheitliche Partei sind, mW dar gern zu Gunsten der Gesammtheit darauf verzichten.- falls mit einem Besuch bedacht zu werden. And«> 3n gjf, müßte der Präsident vier bi« fünf Monate unterwegs toder, den, was schlechterdings unzulässig ist...I. en Wenn oben gesagt wurde, daß die Reise zunaiw■ ans de Agitationsrcise sei, so muß zur Ergänzung hinzugesW Vlomm> den, daß in zweiter Linie allerdings auch die Agit�s. die, frfl, IT «ige j leic 'alten" Berücksichtigung genommen werden wird. Der P wird nemiich einzelne Agitatoren nach Borschlag d« glieder von Hauptpunkten auS in die umliegenden oder Provinzen ausschicken, damit in Anknüpfung Reise auch die Mitgliedschaften an ten kleineren O dacht werden. Selbstverständlich wird der Präsident für seine R< der Vereinskasse nur ebenso viel entnehmen, als d Agitatoren in der Regel gegeben wird: Fahrgeld Klasse und z Thaler täglich Diäten.. Aber bei f« dehnung der Reise und in Folge davon, daß die. einzelner Agitatoren sich an dieselbe anknüpfen; endlW weil es oft nöthig sein wird, daß einzelne Bei»,"'n� oder Agitatoren zeitweilig ten Präsidenien aus der Re? gleiten, um ihm einen vollständigen Einblick in»W hältnisse zu ermöglichen: aus diesen Gründen wn Ganze viel Geld kosten. Aber dieses Geld wir! wandt sein, wenn die Absicht gelingt, vollständig und innere Kraft in die Partei zu bringen, und nflVll'ue vi zahlreichen Briefen, welche die Anwesenheit deS für die verschiedenste» Orte verlangen, steht außer Jy•( daß die Mitglieder diese Ausgabe billigen. ES M solchen Umständen aber durchaus erforderlich, daß dl 11 glieder für den laufenden Monat pünktlicher und v«-präsidi diger als je ihre Beiträge an die Kasse einsenden.. fsm u iv uu«nc oi«||c ciuiiuut-u- t' In nächster Nummer veröffentlichen wir die R«'' tmt An derselben w't �:n Ein Gletscher-Abenteuer. (Schluß.) Wir standen gerade still, um nach dem Wege zu sehen; zu unserer Rechten so daß wir da« Eis derselben mit den Händen berühren konnten— erhob sich eine mächtige EiSwaud, unmittelbar zur Linken öffnete sich ein tiefer Eis- schlund; es war, als ob den Führer zuerst eine Ahnung be- fallen hätte, daß uns hier etwas begegnen könnte; er sagte mit unterdrückter Stimme:„Lassen Sic uns sehen, daß wir hier schnell uud leise durchkommen!" Ich sah die starre, blau schimmernde Eiswand zu unserer Rechten an und dachte: „Wenn sie sich bewegte!" Weiter hatte ich nicht nöthig, zu denken, denn kaum waren wir einen bis zwei Schritte vor- wärt« gegangen, als von dem obersten Theile des Gletscher- falls her ein dumpfes Dröhnen unser Ohr erreichte, bewe« gungslos, in entsetzlicher Spannung blieben wir stehen; in wenigen Sekunden war dieses Dröhnen, welche«— wir wußten dies nur zu genau— von einer oben entstandenen, auf uns herabkommenden Eislawine herstammte, mit donner- ähnlichem Gekrach nahe gekommen; es kam ein Moment, wo die Erde sich auszuthnn schien: mächtige Eisblöcke flogen zu beiden Seiten und über die Eiswand zu unserer Rechten fort, diese selbst beginnt plötzlich sich zubewegen; der Boden entzieht sich meinen Füßen fast in demselben Augenblicke, wo ich den Führer vor mir verschwinden sehe, und ohne den geringsten Widerstand leisten zu können, stürze ich in den Abgrund; ich fühlte deutlich die immer wachsende Schncl- ligkeit, mit der ich sortgerissen wurde, und war bei vollstem Bewußtsein.„Dies ist da« Letzte", war der Gedanke, den ich während des etwa fünf Minuten dauernden Sturzes mehr als einmal fassen konnte. Eine feste Unterlage unter- brach— scheinbar plötzlich— meinen hundert Fuß tiefen Fall; zur eigenen Verwunderung konnte ich auf meine Füße springen; das Erste war, nach dem Führer zu rufen; er antwortete— im ersten Moment für mich nicht sicktbar— unter mir: der Mann lag durch die mit uns gestürzten Eis- blöcke fest eingekeilt zwischen den Wänden der Eiswand, in deren Mitte wir uns etwa befanden; die Knie waren gegen die Brust gepreßt, der Kopf lag tiefer als die Füße, fein- köruiger Eisstaub bedeckte ihn nnd entzog ihn deshalb an- sänglich meinen Blicken. Als ich einen Schritt auf die Seite machte, rief er:„Nicht dort, da ist mein Kopf!" Neben mir, mit der Hand zu greifen, lagen mein Hut, meine Schneebrille und unsere beiden Gletscherbeile; diese letzteren Gegenstände waren da« Erste, wa« ich in Sicherheit brachte; unsere ganze Rettung konnte davon abhängen. Tie Uhr war durch den Sturz aus der Tasche gepflogen, aber voll- kommen unversehrt geblieben; eben so das Beckff'che Aneroid- Barometer, dessen ich mich zu annähernden Höhenbestim- muugen bediene; der einzige Gegenstand, der gelitten hatte, war die zwischen den Blättern meines Notizbuches befindliche Bleistifthülse, welche zersplittert war; da« Buch befand sich gerade an der Stelle meine« Körpers, welche den letzten Aufschlag anszuhalten hatte— in der Gegend der linken Rippen, von denen eine gebrochen war; der recht- Aermel meines sehr starken Rockes und meine« Hemde» zersetzt; ein scharfes Eisstück, welches— durch eine stichartige Wunde markirt— sich am Oberarme einsetzte, hatte einen langen, scharfen Schnitt hervorgebracht und dem Arme allen war- meuden Schutz entzogen. Neben uns ragten die blauen Wände der Eisspalte auf, dieselbe selbst mochte an der Stelle, wo wir uns befanden, vier Fuß Breite haben; zu beiden Seiten der den Führer einklemmenden Eisblöcke konnte� man hinabsehen in den noch tiefen Grund der Spalte. Die Stelle, an der ich stand, war gebildet durch einen Eisvorsprung, mit dem eine Seitenwand der Spalte fest zusammenhing; ferner durch den Körper des Führers und durch die Eis- stücke, welche ihn bewegungslos festhielten. Es kam vor Allem darauf an, den Führer au« einer fürchterlichen Lage zu befreie»; dazu war e« nöthig, eine« der festNemmenden Eisstücke fortzubewegen; aber wie leicht konnte es eintreten, daß wir in dem Moment, wo dies gelang, unserer festen Unterlage beraubt, tiefer stürzten! Ich strengte meine durch den Sturz gebrochenen Kräfte an, um die Befreiung de« Führer« zu bewirken; ich war so glücklich, die« zu Stande zu bringen,. ohne daß wir beide tiefer fielen; aber als ich geendet, fühlte ich das Herannahen einer Ohnmacht, welche mich unempfindlich machte gegen die oft wiederholten klagen- den Worte des Führers:„Du himmlischer Bater, da kom- men wir nicht wieder hinaus!" Zwei Minuten lag ich da, wie vom schönsten Traume befangen, in vollster Vergessen- heit all der Schrecknisse, in deren Mitte ich mich befand. Als ich erwachte, stand der Führer über mir gebeugt da; der Mann war ganz verändert; tiefe Sorge mehr noch als Schrecken sprach au« seinem Gesichte. Ein Versuch, aus der Spalte zu entkommen, mußte gemacht werden; selbst den entsetzlichsten Ort macht man nicht ohne Kampf zu sei- nein Grabe; e» boten sich uns zwei Möglichkeiten des Eni- kommen«: entweder über die untere große Wand der Spalte, wie sie vorläufig festgestellt ist. reu � aus sehr erheblichen Gründen irgend elwaS lfl' � werden und auch die« nur, bevor sie endgültig v«r; Denr ist. was in acht Tagen geschehen soll. Hat die en�V gtoßi Verkündigung stattgefunden, so kann eine Vträ«d«vNachH unter keiner Bedingung mehr vorgeno� Strike werden. Etwaige erhebliche Reclamalioncn müßl->r°'» Mit für u welche durch die hinabgestürzte Lawine so gebrochen� daß wir fast darüber hinwegsehen konnten, in eine von 30—40 Fuß auf die unten liegenden Eistrüm' springen, oder die nahe Eissäule, welche die beiden wände der Spalte mit einander verband, zu erklettes Letztere wurde zuerst versucht. Haus Graß klettert während ich seine Füße so lange durch meine Hä> Schultern unterstützte, als dies überhaupt möglich um im Falle des Abgleitens des Führers mögli Chancen zu haben und ihn zu halten; dieser kühne den man nur machen konnte, weil Leben und Tod ander rangen, gelang; der Führer erklomm die 30 W Eissäule, ich folgte ihm, unterstützt durch das Seck. keine neue Lawine ankam, so waren wir gerettet. ten. wa« wir konnten und so gut die'ganz zersäg jl' ct Glieder dies gestatteten hinab durch den unteren 14 1 Gletscherfalles; um'/z4 Uhr konnten wir uns als i betrachten; um'/»S Uhr Abends waren wir wieder trefina. Wir waren so nahe am Tode vorbeigegang" t 1 Str e« mir jederzeit wie ein Wunder erscheinen wird, � 011 de dennoch dem Leben verblieben; nur ein ausgesuchtes k � He mentreffen von Glücksfällen war im Stande, dies r � h,tt®u< führen; die erste Bedingung zu unserer Rettung li.,03et Sturz in die Spalte; diese allein konnte uns vor dew,.. ji 1 h sale, von den fallenden Eisblöcken zermalmt oder zefl4 M zu werden, bewahren; aber in diesem rettenden eine neue Gefahr: daß wir nicht frei fielen, sond� � Als 'am di einer Seite der Spalte zur andern geschleudert wurd«', da« letzte Aufschlagen nicht ans einem bereit � wcsh '.ch � wenden Eisblöcken Statt fand, konnte allein veW � Boden, sondern auf den mit uuS fallenden nnd sich''i daß uns nach einem 100 Fuß tiefen Sturze nicht oS'�fÜfldenl der gebrochen waren. Daß ich nicht auch, gleich dci"(t da rer, eingeklemmt wurde, daß unsere Gletscherbeile dichs t|1'c> uns lagen und daß die Gestalt der Spalte durch � ikW'0 d lawine selbst so verändert war, daß ein Erklettern dp ä'n ausführbar wurde, bietet eine Verkettung von Glücks�' h,, ifliei vor welcher das Schreckliche der durchlebten Katastro�> � f verschwindet. So schmerzhaft und mühselig auch die', stunden sein mochten, die wir nach dem Sturze noid> h,"Ut legen mußten, so war doch da« Gefühl einer der � barsten Rettungen die Empfindung, vor der SchW"!°'s Mattigkeit sich beugen mußten. Weshalb sollte ich dies Gefühl in mir verschließ x ,'Ubu möchte, daß ein Jeder ihn erführe. Möge der Les«� 13. fem Umstände die Rechtfertigung der obigen Zeile« k* � hlern,'' nach Bekanntmachung der vorläufigen Feststellung er- Parto' Der 11. October ist als Antrittstag der Reise, oder sechs Wochen ohne Unterbrechung dauern soll, in Versag genommen.— ine sch>� , nach. 27. Sept.(Versammlung.) In der zahl- »armea� �°k'uch:en Mitgliederversammlung am 25. d. M. hielt als Aiy J Bereinspriisident einen Vortrag über den Luxus, woran wird n"'" eine Diskusston knüpfte, an welcher sich die Herren um«li'lue, Lübkert, ZielowSky, Rost, Sennwitz, n. Jl®' A. Kapell und Gründors betheiligten. Nach s eine> �chnnng des Beitragsammlers und Erledigung innerer sche i» �kgenheiten erfolgte Schluß der Versammlung. üirde t>! Frankfurt a, 25. Sept.(Neue Ausbreitung so M"' Darmstadt.) Montag den 20. September wurde in en., Gstadt eine Arbcitervcrsammlung abgehalten. Dieselbe ,a§ der?* sehr gut besucht. Herr Schneider wurde zum Vorsitzen- lartei 1'fflonnt, Herr Markart an« Ofienbach zum Schrift- rs. � Unterzeichneter hielt einen Vortrag über die heutigen nöthig«' Mtnisie der Arbeilcrclasse und die deutsche Arbeilerbewe- Präsid� 5. Gegner wagten nicht zu inte? Pclliren. Es sprachen schasst" Herren Schäfer aus Mannheim und Markart »er, als'Lssenbach. Alle ernteten großen Beifall. Auch sind Vorhang' fest überzeugt, daß die neu gegründete Mitgliedschaft in chlichere» wnstadt in kurzer Zeit recht erstarken wird und schöne dschaften der Gewerkschaften entstehen werden, trotz kwissen Herrn Dornius, der uns verläumden will. X S' genannter Herr nur in den Schriften Lafialle's lesen, nd, mbüz�rd dann bald anderer Ansicht sei». Mit Gruß sichten, . I. Schneider. Andw sa Marburg sind am 17. d. M. zwanzig Vereins- nterwegi Vieder, welche in Wcber's Fabrik arbeiteten, aus der > entlassen, weil sie dem an sie gestellten Verlan- Mächb'Giis dem Allgem. deutsch. Arb.-Verein auszutreten, nicht izugeiAs Wommen sind. Die Entlassenen sind meist Familien- e Agitofl die nach einem Berichte des Bevollmächtigten für Oer Pt'Wdurg, mit ihren Angehörigen in der bittersten Roth leben. hlag d.'W-iinige Hülfe ist dringend nöthig, weshalb wir sämmt- nden KiMparieigenossen auffordern, sofort Geldsammlungen zu iipfung HWalten und die Erträge schleunigst au Herrn Vollg. reu Or>M>iider, Hirschberg 257 in Marburg einzusenden. eine Zfa als ahrgeld• : bei dt'� aß die ; endl". gkoollmäl s der M k in«lll l>cn wir'j vird gut adige£< und nf >e« Prä! außer E» daß tu und»' iden. die Ret elben w» etwas gt ältig die eil«! Verändt »rgeil» i m Rerbauds-TheU. ' den Allgemeinen deutscheu„Arbeiterschaft»- Verband". n». deutsche vereinigte Mctallarbeiterschaft. Hamburg hat die Majorität der Mitglieder Hau- gewählt, die Meisten der Minorität stimmte» für meyer. Leipzig hat die Majorität Haustein gewählt. ch Mainz hat die Mitgliedschaft den früheren Präsi- » Schulz gewählt.— Dabei ist zu bemerken, daß der tyrtc dieser Mitgliedschaft in Eisenach zu den„Ehrlichen" gebrochc» in eine gidtniM beiden erklettes klettert nne H täglich mögli> kühn- ten hat. uckau, 22. Sept.(Ein Wort an die Mit- er.) Brüder! Auch in nnserm Verein wird jetzt der chsel und die Fackel der Zwietracht hinein geworfen. Präsident Schulze tritt freiwillig zurück, angeblich es sich mit seiner Ehre und seinem Gewissen nicht ver- mit den Leitern de« Verbandes Hand in Hand zu Besser wäre cS, wenn er gesagt: ich silhle mich zn h zu der Ehrenstelle, ich bin kein Mann von That- Denn das beweist der Strike in Hamburg. Bei so großartigen Kamps gehört der Präsident an den toch Hamburg, und nicht in die Ackerstraße zu Berlin. Strike war sein Platz, um die Geschäfte zn führen, Mitgliedschaften zu correspondiren und die Bcgcifle- lur unsere Sache wach zn rufen, die Zeit richtig zu '» und den Mitgliedschaften alle» gehörig bekannt zn • So haben wir uns die Thatsachen erst au« feind- blättern zusammen suchen müssen. Den„Social- >" nennt man stolz und überhebend„Geschreibiel", llarschreiben hält man es kaum der Mühe werth, n, daß 1000 Arbeiter Lauensteins die Arbeit ein- Oskar Lchder danken wir eS, daß wir heute isscn, daß Schallmeier seit geraumer Zeit im sitzt. Ob dieses der rechte Weg und die rechte ......~ darüber nrthcile Jeder selbst. Aber, Brüder, > Tod �.'"an den Mantel nach dem Winde hängt, wie man ie 30 an der Nase herum zu führen, dazu diene folgen- s Seil...."spiel: Schulze war auf dem Staßfurter Verbrüde- ütet. � 5' f uad lüö wich durch Klee» grüßen mit dem Be- nz i'erschii er wäre vollständig einverstanden mit den„Ehr- leren Jd' es wurde nebenbei bemerkt, daß sie sich zufällig ms als i ,is"> hätten. Schulze, welcher kürzlich hier war in wieder i-' aus der Rückreise von Berlin, gestand mir, da ich .-iqeqangds Strauch schlug, daß er von dem„ehrlichen" Are- wird, e:'."oi, der Bahn abgeholt, nach einer Stunde Ausenthalt .esucht'es?. Herrn zusammen nach Staßsurt gefahren sei. Man die« hä> Geraus, daß man es verheimlichen wollte, daß man l'ettung'd.dorher mit Schulze correspondirt habe. Jetzt sendet vor dc»>'," Ausschuß ein Circnlar wegen Präsidentenwahl. Ich oder zersäi Mitglieder: Wozu ist ein Vicepräsideut gewählt? den'st Kniepert? Ist der vielleicht schon längst ausge- n soudt'' i' Als Schulze hier war, fragte ich nach Kniepert; rt wurdt'' t"am die kurze Autwort, er sei in Neustadt a. R. Ich n bereit?- weshalb wurde der Vicepräsideut übergegangen? nd sich''' h Dissens haben die VcrbandSleiter richtiger verfahren, ein verb�»"diner der Vicepräsident an die Stelle rückte, wenn nicht all' Ijchident dauernd verbinden war. Ferner muß ich noch zleich deiä,'en, wir uns nicht an die Empfindlichkeiten einiger beile dich'>, kehren können, die da gleich ihr Amt niederlegen durch it' s° bald nicht Jeder den Mund hält und mit ihren lettern dst und Beschlüssen einverstanden ist. Wir müssen r GlückM h,,'Sl'edschastSweise aussprechen, wie wir uns zu g> J Beschlüssen stellen. Jede Mitgliedschaft ist berechtigt �pflichtet, ihre Ansichten und Urtheilc über vorliegende ksut werden zu lassen, ohne daß sich dadurch irgend . techtljche Person verletzt zn fühlen braucht. Mit 'Mokratischem Gruß Katastro! luch die rze noch icr der ■x Sch'" i» Heinrich Bolle, Bevollm. d. Metallarbeiterschast. erschließ� l-�'Nbura, 15. Sept.(Resolutionen.) Am Man- der Lest',. k3. Sept. fand hier eine zahlreich besuchte Mit- Zeile--" qliederversammlung statt, in welcher die beiden folgenden Resolutionen einstimmig angenommen wurden:„1) In Erwägung, daß nach§ 28 unseres Gewerkschaftsstatuts die Metallarbeiterschaft sich den Beschlüssen des Gcwerkschafts- Verbandes unterwirft, ivelche dieser durch seine Organe in Gemäßheit seiner Statuten faßt. In Erwägung, daß nach § 30 de» Verbandsstatuts in wichtigen und dringlichen Fällen das Präsidium, wenn es die ausdrückliche Znstim- mung des Ausschusses erlangt hat, alle Anordnungen treffen kann, worüber der nächsten Generalversammlung dann die endgültige Entscheidung zusteht, erklärt die Mitgliederver sammlnng vom 13. Sept., daß die Verordnung in No. 82 und 83 des„Social-Demokrat" vollkommen zn Recht be- steht, alles Gegenarbeiten sowohl von Seiten des Präsiden- ten wie von einzelnen Mitgliedern höchst unmännlich ist und nur dazu dient, größere Uneinigkeit hervorzurufen, eine Ab- änderung dieser Verordnung oder Z 30 des Verbandsstatuts ist nur auf der nächsten Generalversammlung zu tressen. Die Beschuldigung des Präsidenten Schulze, daß einige Ge- werkschaften ihren Verpflichtungen gegen den Verband nicht nalbgetömmen, mag begründet sein, und wäre es dann Pflicht vom Präsidium und Ausschuß, unserer Gewerkschaft ans Ausschluß solcher Gewerkschaften aus dem Verbände anzu- tragen."„2) Die Mitgliederversammlung vom 13. Sept. erklärt: Daß durch die Aeußerung des Präsidenten Schulze in Berlin:„er traue Dr. v. Schweitzer nicht", derselbe das Vertrauen gegen den Verbandspräsidenten untergraben hilft, e» fordern daher die Mitglieder, daß unser Präsident Schulze öffentlich im„Social-Demokrat" erklärt, er sei vollständig mit dem Präsidenten des Verbandes einverstanden und denke somit auch nie daran, die Metallarbeiterschast vom Ver- bände zu trennen. Sollte etwa« vorliegen, was zur Be- schwerde gegen Mitglieder de» VerbandSprästdiumS Veranlassung giebt, so sind diele Angelegenheiten nur ans der Gcncralversammlnng zu untersuchen und zu schlichten." Die Erklärung hierauf muß innerhalb 8 Tagen von Herrn Schulze veröffentlicht werden. Mitglieder aller Ort», Ihr seht, daß die Hamburger Mitglieder feststehen, denn sie gehen von der Ansicht ans, daß wir nicht alle Tage zusammen- kommen können. Darum müssen wir auch als Männer an dem festhalten, was aus der vorigen Generalversammlung beschlossen ist. Ich mache Euch auch auf die Schlußrede de» Herrn Schulz aufmerksam, welche derselbe auf unserer GewerkschaftS-Generalversammlung zu Cassel gehalten hat; dieselbe steht in dem gedruckten Protocoll; vergleicht sie mit seinem jetzigen Verhalten und Ihr seht, was er für ein wankelmüthiger Mann ist. Mit Gruß T. Münch. Allg. Taback- u.(?igarrcnarbeiter-Gewcrkschaft. Altona. 25. Sept.(Zur Ausklärung.) Jene Partei, welche sich außerhalb der Beschlüsse der Berliner Generalversammlung stellt, erklärt jetzt öffentlich, daß sie alle Politik aus unserer Vereinigung beseitigen will. Bravo! Daß jene Herren sich selber den Stab brechen, wird Euch wohl klar sein. Entweder ist dies ein Köder, womit man die Gleichgültigen in unserer Corporation fangen will, und dann ist eS freilich etwas plump angelegt; denn man kann doch nicht glauben, daß ein Mann, dessen ganze« Ansehen aus seiner politischen Stellung beruht und der nur durch seine politische Stellung sich ans seinem Posten behaupten konnte, diese beiseite schieben würde. Dem ist auch nicht so. Man will deshalb den politischen Geist verbannen, damit man erst einschläsern kann, um hernach die Mitglieder bei kleinem ins Lager der Volkspartei hinüber zu führen. Celle gen! Ich traue Euch eine solche Blindheit nicht zu. Ihr werdet diese Jntrigue durchschauen. Aber daß man schon genölhigt ist, zu solchen Mitteln zu greisen, um sich Credit zn verschassen, muß Euch beweisen, daß das Ende nahe ist. Freunde, daß-es zu eiuem solchen Zwiespalt kommen mußte, wird wohl jeder bedauern müssen. Dursten wir aber schweigen, wo unser heiligstes Interesse verletzt war, wo sich unser Innerstes empören mußte? Nimmer! War es nicht unser Interesse, trcn zum Verbände zu halten, oder sollten wir, die Pioniere, die ersten Ausreißer spielen? Hat nicht die Berliner Generalversammlung nur deshalb die Steuer auf l'sz Sgr. erhöht, damit hiervon die Verbands- steuer bezahlt werden könnte.(Siehe Protokoll, Erklärung Ackermann, Reimer, Methe.) Da nun die Verbandsstener nicht bezahlt worden ist, so ist die Frage berechtigt:„wo ist das Geld geblieben?" Man wird vielleicht den Strike in Leipzig vorschützen. Aber seit Anfang Juni ist ja eine Extrasteuer von 2-/- Sgr. für diesen ausgeschrieben. Herrschte nun ein gesetzlicher Znstand im Centralverein und ginge es nicht nach Gunst, so mußte, da die Extrasteuer noch nicht ausgehoben ist, eine große Summe eingekommen sein. Doch ich will keine Berechnung anstellen, denn vor mir liegt ein amtlicher, höchsten Ort« eigenhändig geschriebener Brief. Bei Lesung desselben denke ich unwillkürlich:„Frigge, hättest Du den Brief, Du würdest Dich revangiren." Darin steht geschrieben: Jedem, der sich an den sreiwilligen Sammlun- gen betheiligt hat, ist in sein Legitimationsbuch zu schreiben: „Inhaber ist in Bezug aus die Unterstützung der Leipziger Arbeitseinstellung den vom Directorium getroffenen Anord- nungen gewissenhaft nachgekommen", und wörtlich weiter: „Wer g arnicht« gesteuert hat, dem ist allerdings eine solche Unterstützungs-Legitimation zu verweigern"—! Also Leute, welche v-.elleicht wöchentlich'/z Sgr. oder welche die ganze Zeit 2 bis 3 Sgr. gesteuert haben, die haben nach jenem Erlaß auch gewissenhaft ihre Pflicht erfüllt! Und das uennt man„gesetzlichen Znstand!" College», die Ihr Anstoß daran genommen, daß wir einen neuen Verein gc- gründet haben, bedenkt, daß dies der Formen wegen noth- wendig war, e» ist gleich, ob es Gewerkschaft heißt oder Verein. Daß wir uns dem Verbände angeschlossen, werdet Ihr un» auch wohl nicht verdenken. An den Satzungen ist nichts geändert, was nicht ein jeder unterschreiben könnte, nur haben wir den Leitern der Gewerkschaft in Bezug aus Geldverwendnug die Flügel etwas beschuitteu, da die« ein- stimmig für nothwendig befunden wurde. Will die Ge- sammtheit nach der Wiedervereinigung dies ändern, so kann e« zu jeder Zeit geschehen. Noch einmal. College», schließt Euch un« sofort an, damit nicht die Zersplitterung ver- größert wird, oder wollt Ihr noch immer warten bis zu einer Generalversammlung? Wird die in Bieleseld statt- finden? Würdet Ihr nicht alle es den Casselern verdenken, wenn diese es zugeben? Die Casseler werden sich gewiß nicht foppen lassen, und dann ist die Generalversammlung wieder in Frage gestellt. Also vorwärts, haltet sofort Ver- sammlungen ab, sendet ein Mitgliederverzeichniß her, wählt Bevollmächtigte, Ortskassirer, und vor allem sendet kein Geld n s. w. nach Berlin, damit nicht für Euer eigenes Geld gegen Euch selber agitirt wird. Georg Winter. Altona, 26. Sept.(An die Mitglieder.) Zur Nachricht, daß die Altonaer Mitglieder satzungsmäßig die Herren Ed. Kraft und Heinr. Eschcrich als Beisitzer in'« Directorium gewählt haben, ferner daß der Ausschuß in Altenbnrg sich constituirt hat und zu seinem Geschäftsführer Hcrrn�Gnstav Voigt, Nicolaikirchhof 585 ernannt hat, Das Organ der Gewerkschaft ist der„Social-Demokrat." Jeder Bevollmächtigte wird sofort auf Kosten der Hauptkasse ans ein Exemplar abonniren, wie ich es auch jedem Mit- gliede zur Pflicht mache, zur Verbreitung desselben beizu- tragen. Georg Winter. Altona, den 27. September.(Zur Beachtung.) Der ausführliche Bericht sowie sämmtliche Beschlüsse der Hamburger Gencral-Versammlung sind dem Druck übergeben. Ich ersuche daher alle College», die sich dafür interessiren, ihre Adressen einzusenden, damit der Versand unverzüglich beginnen kann. Zur Notiz für Hannover, Kassel, Hemelin- gen, Hastedt, Glllckstadt: dankend empsangen; für Düffel- tors: Dank, wird berücksichtigt werden. Georg Winter, Präsident. Adr. Einfach am Felde 22. Ottensee. Düsseldorf, 22. Sept.(Zum Strike.) Von Col- legen in Altona ist un« Unterstützung nebst folgendem herz- lichcm Schreiben zugegangen:„College» Düsseldorfs! Wir haben durch„Soc.-Dem." und„Botschafter" Euren gerechten Kampf gegen Willkür und Tyranei erfahren, und haben eS für unsere Pflicht gehalten, unter uns hier anwesenden Düsseldorfern eine Collect- zu veranstalten, deren ersten Er- trag 4 Thlr.»vir Euch hiermit zusenden. Außerdem gaben wir uns gegenseitig das Versprechen, so lange der Strike dauert Euch wöchentlich eine Unterstützung zuzusenden. College», da Euer Kamps auch der unsrige ist, so rufen wir Euch aus der Ferne zu: Seid einig, haltet fest und treu zu- sammen und der Sieg wird den Enterbten, dem vierten Stande der Menschheit werden, Eure Losung sei: Nieder mit dem Knecht der Bourgeoisie! Weg mit dem, der sein elende» Dasein fristet im Speichel unserer Gegner! Wir fordern schließlich alle sich in der Fremde befindlichen Düsseldorfer Collegen ans, ebenso wie wir an unsere Brüder in der Heimath zu denken. Mit Brudergruß und Handschlag, im Austrage der Altonaer College» Engelbert Feh res." Allgemeine deutsche Manufactur-Arbeiterschaft. Berlin, 19. Sept.(Maßregelung.) MeinenPar- tcigenossen und allen Arbeitern Berlins möge Nachstehende» zeigen, wie weit die Humanität der Meister und Doktoren in der Danuenbergschen Kattun-Fabrik geht. Dienstag den 14. September, erlaubte sich ein gebildeter Meister der ge- nannten Fabrik, mir und meinein Collegen Wiederseck, obschon wir unsre Arbeit gewissenhast verrichteten, das Sprechen zu verbieten, und zwar mit dem schönen Ausdruck: „Halten S�e die Schnauze", und dies will noch ein Mann der Bildung und des Fortschritts sein. Arbeiter, ich brauche Euch wohl nicht zu sagen, daß diese Redensart bei mir und meinem College» große Entrüstung hervorrief. Der Grund dieser BeHandlungsweise lag wohl darin, daß in genannter Fabrik nur Schulzeaucr sind und ich al» alte« Mitglied des Vereins mir die Pflicht auferlegt habe, meine College» für unfern Verein zu gewinnen, wozu ich auch schon mehrere bewogen habe, die jetzt tüchtige Lassalleaner geworden sind. Ich wurde nun zum Herrn Doktor gerufen, welcher mir sagte, ich sollte mir meinen Schein holen. Aus meine Frage, was er für Ursach zur Entlassung hätte, sagte er ganz ein- fach: er hätte nicht nöthig mir dies zu sagen. Einer meiner College» Prowaseck, früher auch ein Schiilzeancr, erklärte, er halte es unter aller Würde, noch länger in dieser Fabrik zu arbeiten, und verließ mit»ns Beiden zugleich die Fabrik. Parteigenossen, Ihr seht also auch in Berlin wird man ge« maßrcgelt, wenn man die Arbeiter ausklären will. Man wird als Aufwiegler aus der Fabrik befördert, weil die Meister und Doktoren fürchten, daß ein einfacher Arbeiter vielleicht gar aus ihrer eignen Zwingburg ihren Wortschwall widerlegt. Aber deshalb Parteigenossen werde ich meinen Muth nicht sinken lassen, obgleich ich eine Familie von fünf Kindern habe, und meiner Arbeit verlustig bin. Mit desto größerer Energie werde ich da« Prinzip, die Organisation und die Fahne Lassalle« stst halten. Parteigenossen, Euch insgesammt rufe ch zu: agitire ein Jeder so viel und so gut er es vermag, unsre Aufgabe muß sein, alle Arbeiter unter einen Hut zu bringen, damit wir den Gcldsackmännern endlich zeigen können, daß wir nicht Zeitlebens Knechte bleiben wollen._ Carl Schindler. Allgemeiner deutscher Maurer-Verein. Berlin, 26. Sept.(Zur Beachtung.) Die schöne Berliner„Volkszcitung", welche bekanntlich den Mund immer voll davon hat, was sie Alles für die Arbeiterklasse thut, und dabei unter dieser arbciterfreundlichen MaSke der aller- größte Feind der Verbesserung der Lage der Arbeiter ist, diese Zeitung, die in ihrem Titel schreibt:„Organ für Jeder- mann aus dem Volk" und thatsächlich die eifrigste Vcrthei« digerin der Geldherrschast ist, hat ein neues Gerücht erfun- den, um die Arbeiter durch Lügen von unserni Verein ab- zuhalten. Sic schreibt nämlich: „In Arbeiterkreisen erzählt man sich, der Schweitzer'sche Gcwerkvercin deutscher Maurer und Stcinhauer habe infolge der massenhaften Arbeitseinstellungen während des verflossenen Sommers in seiner Kasse eine Unterbilanz von nahezu 100 Thaler und beabsichtige sich deshalb aufzulösen." Du arme„Volkszcitung!" Es handelt sich ja grade um Deinen Gewcrkverein, von Max Hirsch und Duncker ge- gründet; er ist es, der 90 Thaler Deficit auf der General- Versammlung gehabt hat, welche» die einzelnen Orte nun decken sollen, und er fällt deshalb von selbst zusammen, er braucht sich gar nicht aufzulösen. Ihr habt keinen Strike unterstützt und Ihr habt doch Nicht«, unser Verein aber, der zum Allgem. deutsch. Arbeiterschaftsvcrbande gehört, von welchem Letztern v. Schweitzer Präsident ist, unser Ver- ein der mehrere StrikeS unterstützt und den große« Berliner Sinke durchgeführt hat, dieser Verein denkt nicht daran, sich auszulösen. Seine Kassenverhältnisic sind glänzender, denn je, was der nächste Kassenbericht aus- weisen wird. Aber Du falsche„Volkszeitung", Du willst durch solche Lügen nur bewirken, das; wir den Capitalisten verrathen, wie unsere Sache liegt. So Wiste denn, wir legen unfern Mitgliedern vierteljährlich Rechnung dar, und keinen Andern gehl das etwas an.— Arbeiter Deutschlands, wie lange wollt Ihr Euch von diesen Pfaffen des Gelosaeks etwa» vorlügen lasten? Werdet vernünftig und lasset Euch nicht mehr durch Jesuitenstreiche moderner Literaten hinter'« Licht führen. Wir erNären obiges Gerücht, das die„BolkSzeitung" verbreitet, für eine erbärmliche Lüge. Für das Präsidium Lübkert. Graendorsf. Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Elberfeld, 22.(Zur Notiz.) Dem Präsidium in Hamburg, sowie den hier durchreisenden Mitgliedern zur Kenntnisnahme, daß ich mein Amt als Bevollmächtigter mit Zustimmung der Mitglieder an Wilhelm Mahron,(bei Stuttberg Grünstraße) übertragen habe. P. Hlltteuberger. Berlin, den 23. Sept.(Allgemeiner Bericht.) Ich habe den Z�uch» in seiner Höhle ausgesucht und gesunden. Reiseuntcrstützung wurde mir verweigert. Am Dienstag legte ich in der Versammlung der Berliner Mitgliedschaft Berufung dagegen ein. Wir forderten die Ulensilien und Erklärung; beides nicht bekommen. Herr Reimann erstattete Bericht über die Mainzer 9 Mann starke General-Versamm- lung. Dieselbe habe, hieß e», allen„Absolutismus" ans den Statuten verbannt und braucht deshalb keinen Präsiden- tcu mehr. Am 1. Oktober Anschluß au die internationale Association u. s. w. Herr Zielowsky war auch anwesend, e« ging fürchterlich stürmisch zu. Reimann warf gar ge« waltig mit demokratischen Honigkuchen um sich. Die Ver- sammlung ging resultatlos auseinander. Georg Spielberger. Allgemeiner deutscher Schuhmach er-Verein. Berlin, 24. Sept.(An die Mitglieder.) Noch immer sind Ortschaften ihren Verpflichtungen der Hauplkass« gegenüber nicht nachgekommen. ES ist doch endlich an der Zeit, daß solche Bummelei ihr Ende erreicht. Thcil« liegt es an den Bevollmächtiglen, theils an sonstigen Beamten, und es ist Sache der Mitglieder, die Betreffenden für ihr Thun verantwortlich zu machen. Die Hauplkaste wird man bald genug oft in Anspruch nehmen, dalier sorge man auch dafür, daß Ordnung herrscht. Unsre Bestrebungen find ge- meinsame und Jeder ist ein Vcrrälher an der Arbeitersachc, der nicht pünktlich seine Schuldigkeit thut; besser 25 wachende Mitglieder, als Ivo schlaseude! Jeder von Euch weiß, daß seine Lage schlecht ist und es jetzt gilt, dafür mit zu sorgen, daß sie besser werde. Darum vor Allem Pünktlichkeit im Kaffenwesen, Pünktlichkeit beim Besuch der Versammlungen und Agitation mit ganzer Kraft für unsern Verein!— Da nun der Vierteljahresabschluß kommt, so bitte ich, daß die Bevollmächtigte» ihr Schuldigkeit lhun und baldigst die Abrechnungen an die Hauptkasse einsenden. Es ist eine Schande, lvenn einzelne Mitgliedschaften im Ver- einsorgan müßten bekannt gemacht werden, wenn sie nicht ihren Verpflichtunzen nachgekommen. Mit demokratischem Grnß F. Aurin, Hauptkassircr, KünigSgrabeu 15. Dresden, den 26. September.(Bertheilling von Unterstütznngsgeldcr» im Plauen'schcn Grunde.) Al» ich vom Sekretär Herrn Tölcke 349 Thaler zur dircc- ten Vertheilung an die Hinterbliebene» der im Plauen'schen Grunde verunglückten Bergleute erhielt, begab ich mich mit Herrn Joseph Rößner, hiesigem Delegirten zum Eisenacher Congreß, nach dem Plauen'schen Grund, um die bedürftig- sten Familien zu ermitteln. Dies war jedoch nicht so leicht, da sich die Hinterbliebenen in 23 verschiedenen Ortschaften befinden. Ich setzte mich daher au den Hauptorten mit den mir als gewissenhast und zuverlässig bekannten Lassalleanern in Verbindung und entwarf auf dieses hin eine Liste, nach welcher die Vertheilung der Gelder erfolgen konnte. Diese Vertheilung ist gestern von Herrn Rößner und mir erfolgt, und zwar früh T'/e Uhr in Birkigt, sllr die Hinterbliebe- nen in Birkigt, Giltersee und Neu-Coschütz; um 9 Uhr in Groß-Burgk, für Groß- und Klein-Burgk, Klein-Naum- dors, Neu-Kuuersdorf und Zschiedge; um 11 Uhr in Dan- ben, für Dauben, Nicderhäßlich, Hainsberg, Eckersdorf, Schweinsdors; Nachmittags 2 Uhr in Döhlen für Döhlen und Neu-Döhle»; um 4 Uhr in Zaukeroda, für Zaukeroda, Obecpostcrwitz, Niederhermsdorf, Weißig, Unle> weißig, KohlS- dorf, Saalhauseu, Roßthal und Gorbitz; um L Uhr in Pot- schappcl, für Potschappel und Niederposterwitz. Es haben erhalten eine Familie eines bis zum letzte» Augenblick treuen Mitgliedes des Allg. deutsch. Aeb.-Vereins, die in großer Roth ist, 7 Thlr., 3 Familien jede 4 Thlr., 47 Familien jede 3 Thlr., 74 Familien jede 2 Thlr. und eine Frau 1 Thlr.; außerdem habe ich an 4 Bergleute, welche 5 Tage vor dem großen Unglück im Augustusschacht durch böse Wetter verbrannt waren, und einem, dem die Beine zer- schlagen waren, je 5 Thlr. gegeben, dieselben haben trotz vieler Bitten vom Hülsscomit« und auch sonst keiue Unter- stlltzung erhalten; es sind aber unsere Leute und ich glaube, die Parteigenossen werden in diesem Falle nichts dagegen haben, die Roth war groß. Im Ganzen sind unterstützt worden: 135 Familien mit 465 Kindern, viele Frauen da- von befinden sich noch in gesegneten Umständen. Daß Viele- unter Thränen gedankt habe», brauche ich Euch wohl nicht erst zu schreiben; ich habe Allen gesagt: nicht bei mir sollten sie sich bedanken, ich habe es nur zu vertheilen, es haben es andere arme Arbeiter gesamnielt, um den in noch größe- res Elend gerathenen Familien ihrer todten Brüder eine Hülse zu gewähren. Herzlichen Dank an Alle ini Namen dieser Unglücklichen. Mit social-demokratischem Gruß und Handschlag Emil Försterling. —(Ein Schneider,„Bruder Miericke") hielt kürzlich in Berlin eine Reihe von Versammluuge» ab, um eine neue Religion zu grüuden. Da es natürlich etwas bunt darin zuging, so wurde ihm letzthin von der Polizei die Bescheinigung der Anmeldung einer Versammlung ver- weigert, unter dem Einwände, man halte ihn nach ärztlichem Gutachten nicht für zurechuungssähig. So wenig wir für Bruder Miericke Sympathien hegen, so muß doch gegen die« Vorgehen der Polizei protestirt tverden, so lange jener amt- lich nicht für blödsinnig erklärt ist. Einsendungen von Arbeitern. Gruß an die Arbeiter. (Aus Staßfurt.) Nehmt hin den Gruß, den Handschlag treu und bieder, O, nehmt ihn hin, denn er ist gut gemeiut, Nehmt hin die Hand und gebt mir Eure wieder, Auf daß wir fest und innig sind vereint. Denn einzeln stehend können wir nichts richten, Und machtlos nur zersplittern»vir die Kraft, Dann müssen wir auf unser Recht verzichten, Und werden obendrein erst noch verlacht. Auf Ferdinand Lassalle laßt uns bauen, Denn er nur ist es, der uns helfen kann. Kommt nur heran! Aus ihn könnt Ihr vertrauen! Und stehet fest, Ihr alle, Mann für Manu! Ja, Brüder, reichet Euch die Hand zum Bunde, Und harret noch ein kleine» Weilchen aus, Denn balde, balde schlägt die ernste Stunde, Die uns zum schweren Kampfe ruft heraus. Erdmann. Jrii Hamburg. Oeffentliche Versammlung der hiesigen Mitglieder de» Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Donnerstag, den»«. September, Abend«» Uhr, in Tütge's großem Salon, BalentinSkamp 4t. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Richter:„lieber das Programm der„Ehrlichen." Lehder. Für Derlin. Allg. deutsch. Maurer Verein. Geschlossene Mitgliederversammlung Mitttvoch, den s». Sept., Abends« Uhr. in Wolter'« Lokal, Nene« Gesellschaflshau« vor dem Cott- buser Thore. T a g e S o r d n n n g. Vortrag des Herrn Hr. v. Schweitzer:„Ueber die Geschichte de» Socialismus." Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. Auch Diejenigen, welche Mitglieder werden wollen, haben Zutritt._____ S. Srändorsf. /ür Hamburg. Geschlossene Versammlung der Mitglieder der Alig. Cigarrrn- u. Eabacksalbritcr-Gewerkschaft Freitag, de» t. Dktober, Abend«» Uhr, in Tütge's kleinem Saal, PaleutinSkamp 41. Tagesordnung. 1) Wahl eines Bevollmächtigten und Cassirer«.— Verschiedene». Die Mitgliedskarten siud vorzuzeigen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht dringend. A. St rathmann. Für Hamburg. Allg. deutsch. Maurcr-Bercin u. Allg. deutsch. Zimmerer Berei». Großes Jnstrnmelltal-Conccrt unter Mitwirkung der Liedertafeln„Freundschaft" und „Hamouia." Humoristische Vorträge und Ball Sonnabend, den S. Oktober, in Tütge's Etablissement, Valentinskamp 41. Für ein reichhaltiges Programm ist Sorge getragen. Eröffaunz de« Saales 8'- Uhr. Anfang d-S Concert« präcise 9 Uhr. Preis für einen Herrn nebst Dame 6 ll. Zutritt ist Jedem gestattet, der sich mit einem vorher gelösten Lillet legitimat. Au der Kaste werden keine BilletS verkauft. Der Reinertrag ist für die prikenden Arbeiter be- stimmt. Um recht zahlreiche Betheilignng bittet da» Fest-Eomite. BilletS sind zu haben bei den Herren Bendixen, Spitalerstr. 1. Koch, Schulzweg 26, Hammerbrock. Mahnkc, Bremerstr. 57, St.-Georg. Bernhardt, Pserdemarkt 6. Bnchholz, Kahlhesen 37. Stessen», Steinestr. 101. Müller, Stcindanim, 72 St.-Georg. Für Paris. Die hiesigen �assalleaner versammeln sich jeden Dienstag Abend: im deutschen Casino(Harmonie) 64, rue E'uubo» St. Martin. Für Dresden. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Versammlung Sonnabend, Abends Uhr. der deutschen Halle(Palmstraße). Jedermann hat Zsü? Für Altona. Allg. deutsch, verein. Metallarbeitersch" Versammlung Donnerstag, den»«. Sept., Abends S'/- lltii im Schuhmacheramthanse, Große Bergstraße. Tagesordnung: Präsidenten>vahl.— Verschiedenes._ Zu zahlreichem Erscheinen wird dringend aufgefo� Die Mitgliedstarten sind vorzuzeigen. Auch die Vorstandsmitglieder fordere ich hiermit dri»t aus, zu erscheinen. F. Schmalz. Bevollmächngs? ir. iSe «w p Für Daimru. Die Mitglieder de« Allg. deuffchen Zimmerer- Hierselbst werden zu einer Versammlung auf i Samstag, den«. Oktober, Abends 8 Uhr-! Nit bei Herrn P. Oberhäuser hicrselbst, hiermit eingel»� Tagesordnung: �i»- 1) Wahl eines neuen Bevollmächtigten. 1; trf 2) Besprechung über Verwendung der noch vorhat � s g Unterstützung»- Gelder. _ Im Auftrage: Jakob Jngold, Wtdestt Buchdrucker- u. Schriftgießer. V< Engelhardt« Lokal, Lindenstr. 44. Mittwoch, den 29. September, Abend« 8'. Uhr. eine« V-reinslokal».— Nachwahl für ein auSgeschil Vorstandsmitglied.— Vierteljährliche RechnungslegunS ______ Der V orstat An die Hamburger Parteigenossen. - ril5!e m" � mir, wenn eben eine Anzahl Photographieen der von dort enlspru» Bestie zuzusenden. Wie ich höre, soll dieselbe die G-g-1 Rheinland und Westphalen unsicher machen. Zu ihrer s fanguug sind bereit« Vorbereitungen getroffen und die Photographie bei derselben„zur Vermeidung von wechslungen" erhebliche Dienste leisten. Barmen, 25. Sept. 1869. W. Frick $ie!l ltern, 'bei eisi nßist toit Aichs 'tflofr Für Hamburg. Sämmlliche Abonnenten diese« Blattes werden ihr Abonnement auf nächste« Vierteljahr sofort zu ernej im Unterlassungsfall wird bei den«elreffenden nicht cxpedirt werden. Auch werden Restanten fernerhin schlössen. Btstellungen werden angenommen: Woltt straßc 8, Haus 5, und neuer Steinwcg, Hof 64, Ä' __ Gebrüder Teichmaiü Bitte an alle Fachgeiwsten! In Folge meines tens für die Arbeitersachc steht mir eine weitere Maßrez� bevor. Ich bitte daher all- Partei- und Fachgenoss-»' gend, welche mir und meiner Frau, welche feit Jahr:' Ferngpoliren roher Stühle gut bewandert ist, auf die � auskömmlichen Verdienst nachweisen können, mich b- brieflich davon zu benachrichtigen, damit ich als Vater' vier Kindern nicht in die Lage komme, brodlos zu>ver� Mit Gruß der Tischlermstr. G. Klahre, Bcvollll Allg. deutsch. Arb.. Vereins und de« Gewerkvercln« scher Holzarbeiter für Naumburg a /S Georgelibers Frriwillige Beiträge für die Hinterbliebenh im Plauensche» Grund bei Dresden Beriiii ten nimmt gern entgegen die Erpeditioal „Social-Demokrat,� Gitschinerstr. 17. Von den Berliner Mitglicdeiu des Allg deutsch\ Vereins. Ucberschuß von dem Concert 17 Thlr b! Vom Gewerkverein deutscher Holzarbeiter in Lübeck' 1' iktzt eingegangen und abgesandten" 455 Thlr. 21 Sgr. 11 Pf. i» Für im Salon Für ein reichhaltige« Programm ist besten« Sorge getragen, unter anderm kommt der„Schlingel" zur Auffüh��, Ansang präcise» Uhr.— Preis a Person 4 ß. Karten sind zu haben bei den Herren Ackermann, Großer Neumarkt 30. Bauer, Pferdemarkt 28. Spannt RathbauSstr. 5. Schlichting, in Flrma: I. G- C. Peper, Neust. Neuerweg 38. kamp, Platz 20, Hau« 11. Alle Parteigenossen von Hamburg, Altona und Umg'gend sind freundlichst eingeladen. Hermann Pieper,& Da« Fest Ein Theil de« Ucberschusse« ist zum Besten der Hinterbliebenen de« bei der Laueilstein fcheu Äffairt MIB unglnckten Wonsel bestimmt. Druck von R. Bergmann w Berlin.— Verantwortlicher Redakteur und Verleger: W. Grüwel in Berlin. n. 5 der( poleor loten. chteter ' trüge bvrger iatS d �bblülic Fri ■Iche au acht j ndeSg, 'Udern, tn: aus Die Mische ' ixe S fort ■t fcn en en. ein linder l�ts v Trir i>mpfe> l-r re �öolu »hrsl irung Für die Lauenstein'schen Arbeiter bürg sind ferner eingegangen: Von der Generalversammlung der Berliner aililMi"""3 17 Thlr. 13 Sgr. Von den Mitgliedern de» Allg. d« bergen Arb.-Verein« in Remscheidt 3 Thlr. Summa 20 Thlr 1� �ntr Von den Mitgliedern de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins ini''tde. 4 Thlr. 6 Sgr. 8 Pf. Summa der bis heule eitf lftl h-rv genen und abgesandten Gelder 145 Thlr. 17 Sgr. �'>lr«n« Weitere Gaben nimmt gern entgegen< Die Expedition de«„Social-Demokr« —-------'Wchntt Hamburg. Dem Arbeiterschaft der Buchbinder, Lederarbeiter, Sattler, Tapezierer, Handschuhmacher u.Steindri» Große musikalisch- deklamatorische AbendunterhaltuA und Ball � Sonnabend, den 2. Oktober 1�69, Alcazar", St. Pauli, Langereihe 46. nick den ,■ P' tlt. 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