Berlin, Mittwoch, den 13. Oktober 1369. Fünfter Jahrgang B-i< rundlich (I-EobJ nuten f -Vc s 8 ttfdj« lieto« Social� Zeitung«scheint drei Mal wöchentlich itoat: Dienstag», Donnerstag« und Sonnabend«»bend». Organ dcr social-dewokratischen Pattci. Redaction und Expedition I Berlin, Gitschinerstraße 17. **1 fPrri* für B«lin incl, Bringerlohn:»ierteljiHrlich 15 Sgr., monat- '«ch 5 Sgr., einzelne Siummern 1 Sgr.; bei den Pofiitmtcrn in Preußen 15 Sgr., " den außerprenßischen Postämtern m Deutschland 12'/» Sgr.,(44 Kreuzer » S'.is 17. mdig. crth« nnw 'Ad. Withr.) Btfiellnngtv werden auswärt« bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegen genemmeu. Inserate(in der Erpedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit-Zelle bei Arbeit«- Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für Englaad, die Eolonien, Amerika, China und Japan �lr, A. Daeosiug 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. C. London, m it drm 1. Oktobc hat ein neues Vierteljahrs- ement auf den„�-ocial-Demokrat" begonnen. ersuchen diejenigen, welche noch abonniren dies sofort zu thun. Vestellnngen werden auswärts bei den Post- scr|i, in Berlin bei der Expedition Gitschinerstr.>7 �ej allen soliden Aeitungsspediteuren gemacht. "s in Preußen vierteljährlich 15 Sgr., im nicht- Mchrn Teutschland ILv? Sgr.) Zugleich rich- teir an die Parteigenossen die Aufforderung, .« wichst für weitere Verbreitung des„Social- °'ttrat" thätig zu sein. Ten neuen Abonnenten wird da? Blatt für ganze Quartal, vom I. Qktober an, vollstän rsch«-""ch-�liefert. Zerel S 8' Slams Fesl im(: l. pkiima ftsmitf hte dc S. i Politischer Thcil. tunD --N schaft >llm� nei tgegl Berlin, 12. Oktober. J-cr Zustand des französischen Kaiser- lenkt mehr und mehr die Blicke auf sich. 2k. Oklober wird ein verhängnißvoller Tag über streich hereinbrechen. bekanntlich beharptet die Opposition, daß dcr er pjx Perfasiung gebrochen habe. In derselben * t'X e8' daß immer spätestens nach sechs Monalen gifttzgebrnde Kölper wieder einberufen werten Tie Opposition behauptet, daß diese Frist am Oktober um sei, wogegen die Regierung geltend daß der gesetzgebende Körper vor noch nicht Monaten zu einer außerordentlichen Session zu '«ngeireten sei. Diese Session will die Opposi aber nickt gellen lassen, da die Kammer nickt er Constilu-rung(ihrer oldnung�mäßigen Ein g) gekommen war. Die Opposition beharrl adei, daß ein Verfassungsbruch vorliege. erariigc Streiligkcilen, so lange sie lheoretisch n und nicht in daö Gebiet der Praxis über- i sind, wie u ter andern der allscheinend so e preußische Bersassungsconflict gezeigt hat, sehr jährlicher Natur. Gefährlich wird die Behaup- des Verfassungsbruches eist dann, wenn eine "'lvssene Opposition Miene macht, ihrer Behaup- 3 durch die Tha t Nackdruck zu geben. t, dall�in Mitglied der Opposition in Frankreich hatte blirt � �wirklich das Signal gegeben; andere hatten sich i sehr schlössen und dadurch ist die ganze Frage erst '0ltrfii lte!)ant geworden. Diese Herren hatten erklärt, f. Würden am 26. Oktober, gleichviel ob die Ein- ! 9 ber Kammern stallgesunden oder nicht, am l.' �"K�gebäude ericheinen, um ihrer Pflicht und ihrem )t. nachzukommen. Das war Auflehnung gegen � Legierung, war die Ankündigung einer Thal. Aber es ist ein großer Schrill vom Ankündigen '"an? l�That bis zur That selbst. bekanntlich hat auch die bürgerliche Opposition .— � �eußen während des VerfasiungSoonfliktes einmal in i1'dhal angekündigt, was insofern merkwürdig war, v>an sich sonst nicht einmal zu solcher Ankllndi- n ei1' � zu.erheben wagte. Als daÄ Eölner Abgeord- btct»�'"lest von der Regierung verboten wurde, kündigte ■) L1°n, daß man sich diesem Verbot nicht fü- � werde. Wie diese That verlief, ist noch in � Andenken: der große Bürger Clässen-Kappelmann >ns Ausland aus. Unsere Partei, die sccial- fer".�Wischen Arbeiter, waren es, die in den ent- h inten Togen ernstlich sllr daS bedrohte Vereins- ..�erfammlungSrecht eintraten, während die Bour- � feige RcißauS nahm. Daher eS denn bei uns �gungen und Verurtheilungen regnete, sowohl in der Führer als einzelner Parteimitglieder an °erschiedensten Orten. Aber natürlich! Diese �en, so lange eS nur auf gleichgllltigeö Gc schrcibscl ankommt, denunciren uns als Reaktionäre, wogegen doch jereSmal, wo eS aufs Handeln an- kommt, wir in Schlachilinie stehen werden, während jene das Hasenpanier ergre.sen. Es ist in Frankreich wie in Deutschland gegangen Die Ankündiger der That, an der Spitze derselben der erste Veranstalter, haben sich bereits zurückgezo gen, haben erkläit, daß sie nicht ungehorsam sein wellen. Nur einige wenige Abgeordnete beharren in diesem Augenblick auf dem Entschluß, am 26. Oklober im SitzungSgebäude zu erscheinen. Der Grund diese« Zurückzichens ist einfach: Im ersten Rausch halte man die That verkündet; bei ruhiger Ueberlegung besann man sich, daß ein solcher Vorgang zu einem Aufstand in den Straßen von Paris, zu einer Revolution, führen könne. Man erinnerte sich, daß eine Revolution diesmal sehr bald einen entschieden socialen Charakter annehmen würde, und in Folge dessen wurde man zahm. Denn so sehr gewisse Leute eine despotische Regierung, die sie nicht unbedingt gewähren läßt, hassen— die Rechte des Volkes hassen sie noch weit mehr. Der Uebel größtes ist ihnen der SvcialiLmus; ihn fürchten sie am meiste». Allein die Aufmerkfainkeit ist einmal auf den 26. Oktober gelenkt. Es ist wahrscheinlich, daß es an diesem Tage Ausläufe in Paris geben wird, und wenn auch nur Ein Abgecrdneter sesthält, so kann es leicht sein, daß er von Hunderttausenden im Triumph- zug durch die Straßen von Paris nach dem Sitzungs- geeälide geleitet wird. Wenn aber einmal in einer großen Stadt die Bevölkerung in Bewegung ist, wenn alle Straßen dickt gedrängt voll Menschen stehen, sind sogenannte„Mißverständnisse" nnvemeid. (ich und innerlich nothwendig. Irgend wo gehl ei» Gewehr los, die Gemüther erhitzen sich, der Ruf der Rache ertönt, der Tanz geht los. In Wirklichkeit, das ist es, waS man in Paris fürchtet: Die Arbeiterklasse lönnte am 26. Oklober zur That schreiten. Aehnlich ist im Jahre 1843 die Februarrevolution ausgebrochen. Ein Aufzug durch die Stadt war angekündigt. Zwar fand er nicht statt. Allein das Bock sammelte sich nichtsdestoweniger um den Platz an, wo das„Reformbankelt" stattfinden sollte, Paris war in Bewegung. Einige Schüsse— allgemeine Bewegung— Barritaden— Revolution! Ob eS diesmal ähnlich kommen wird, wir wissen es nicht. Sowohl im Juli 1830 wie im Februar 1848 war der Verlauf dieser: Die rpposisionellc Bourgeoisie wollte eine große Demonstration veranstalten, ohne entfernt eine R�vo- lution zu beabsichtigen. Das von der Bourgeoisie gerufene Volk trat auf den Schauplatz und, nachdem eS einmal zu handeln begonnen, schritt eS, unbeküm- mert um das Gejammer der Bourgeoisie, bis zur Revolution vor. Allein nachdem diese vollendet war, erholte sich die Bourgeo sie von ihrem Schrecken, kam zur Besinnung und beeilte sich, die Staatsgewalt Namens deS Volkes in die Hand zu nehmen und so demselben die Flüchte seines blutigen Sieges zu ent- reißen. Nachdem die« zweimal so schön gegangen, würde wohl die Bourgeoisie sich diesmal nicht sonderlich vor der Revolution euisetzen, wenn ihr nicht eine ge- Heime Ahnung sagte, daß das Schlußbild diesmal anders ausfallen könne; es schwant diesen Leuten, daß die rothe Fahne, die man im Jahre 1843 noch listig zu verdrängen wußte, diesmal doch vielleicht sehr bald von den Zinnen der Hauptstadt wehen könnte. Es bleibt also nur die Frage: ob die Masse des Volks, die Arbeiterklasse inzwischen so weit in Erkennt- nssj und Festigkeit des Willens vorgeschritten ist, daß sie auch ohne von der Bourgeoisie gerufen zu sein, ja gegen deren ausdrückliche» Willen, am 26. Oklober auf dem Kamvfvlab erscheinen könnte Wir vermulhen nein, weil die Arbeiterklasse bei dem bisherigen Mangel an Preßfreiheil, Vereins- und Versammlungsrecht noch nicht genugsam Gelegen- heit gehabt hat, sich selbstständiz in ihrem Klassenbi- wußtsein auszubilden. Jedoch bleibt es abzuwarten. Es ist ungewiß und Niemand vermag vorauszu- sagen, ob es am 26. Oktober in Paris zu entschei- denden Ereignissen kommen wird. Aber inmitten dieser Ungewißheit läßt sich so viel als gewiß be- zeichnen: Daß, wenn an diesem Tage oder auch später ein- mal das Volk zur That schreitet, die liberale und demokratische Bourgeoisie nach jetziger Lage der Dinge ebenso gegen dasselbe Front machen wird, wie im Juni 1848; sowie daß, angenommen das Volk habe den Siez errungen, ganz gewiß vermöge der inneren Macht der sortgeschrittenen Verhältnisse die Bewegung sehr schnell einen entschieden socialen Charakter annehmen würde. Alle Trikoloren, alle dreifarbigen nationalen Fahnen und dergleichen als RevolutionS zeichen sind jetzt dummes Zeug; es gibt in Europa nur noch Ein revolutionäres Zeichen: die rothe Fahne.— Rundschau. Berlin, 12. Oktober. Die Arbeiterbewegung hat in den Ber- einigten Staaten von Nordamerika seit dem Ende des großen Bürgerkrieges einen so raschen und nach- haltigen Ausschwung genomnien, baß sie in manchen Beziehungen die Bewegung in Europa hinter sich zu- rückläßt. Die amerikanischen Gewerkvereine sind sehr gut organisirt und stehen den englischen ebenbürtig zur Seite. Der von ihnen mittelst Strikes gegen da« Capital geführte Kampf ist ein sehr nachhaltiger, gleichwohl ist er nicht die einzige Aeußerung des tor- tigen Klassenkampfes. In den Vereinigten Staaten, dem wahren Vatcrlande des allgemeinen Wahlrechts, beginnen die Arbeiter nachdrücklich sich zu organisiren, um durch die Wahlen die Gesetzgebung in die Hand zu bekommen und eine echte proletarische Partei zu begründen. Dieses ihr Bestreben zielt nicht nur auf die noch in der Ferne liegende Wahl der gcsetzgeben« den Körperschaften und des Präsidenten hin, sondern le gehen zum Theil bereits jetzt an's Werk, den Mist ber Bourgeoisiewirihschast auS manchen Countys(Unter- abtheilungen der Einzelstaaten), welche wohl oft genug dem Stall des Königs AugiaS aufS Haar gleichen mögen, auszukehren. In Chicago, also gerade dort, wo das deutsche Element hauptsächlich niächtig ist, machen die Arbeiter, wie wir zu unserer Freude auS dem„Deutschen Arbeiter", dem Organ der dortigen Socialisten, ersehen, eine» energischen Bersuch in dieser Beziehung.— Sie fasse» dabei die dortige Bourgeoiswirlhschaft geschickt bei ihrer schwächsten Seite, der Aemterjägerei und Bestechlichkeit. Der „Deutsche Arbeiter" erläßt demgemäß folgenden Auf- ruf an die Arbeiter, um jene Bourgeoisclique zu stürzen, welche die Aemter als Monopol für sich in Beschlag nimmt: Um diesem Uebel zu st«u«n bedarf es vor allen Dingen, daß da« Boll die Primiirwahlen gänzlich bei Seite liegen läßt und durch die direkte Wahl der Kandidaten beweist, daß c« dcr Aufzabc gewachsen, den„Ring" von der Wurzel an auszurotten. Das von der Arbeiter- Partei aufgestellte Programm geht auch in diesem Fall der Sache richtig aus den Leib und möge das Volk solche» als Bann« hoch halten, um bessere Zustände zu erzeugen. Welcher ehrliche Mann kann sich zu einer solchen poli- tischen Somödie noch hergeben, welche bloS dem Bolle blauen Dunst vormacht, da die Amter doch schon von den Ring- Männern im Voraus an die Meistbietenden verschachert sind. Möge da« Volk sich seiner Busgabe bewußt und durch sein Nichtbetheiligen an der Primärwahl beweisen, daß e« da» corrupte Treiben dieser„Herren vom Ring" satt ist,. sich durch keine Versprechungen täuschen läßt, sondern durch Mnsuhrung von direkten Wahlen seine Sache selbst be- treiben will. Die Primärwahlen sind voll der vielen corrupten Aus- gcburten, welche mit ostencn Thilren und Fenstern zur Be> stechung einladen. Ee nützt nichts, daß man über Corruption in der Verwaltung jammert, so lange die Ursache», wodurch diese entstanden ist,» cht aufgehoben werden. Es handelt sich bei der jetzige» Wahl nicht allein darum, daß die jetzige organisirle Conrthaus Clique vom Ruder entfernt und gesttirzt imrd, sondern cS ist die Hauptausgabe: daß durch Einrichtung und Verwaltung de« Gemeinwesens, solche Acnderungeu vorgenommen werden, daß wir so bald nicht wieder eine zweite Austage dieses Rings erreben werden. Die jetzige, da« ganze Volk ausplündernde Beamten- wirthschast, ist der verkörperte Ausdruck der Geldaristokratie. Und diese Klasse bat cS durch die in ihrem Jntercfle ge- schafsenen Einrichtungen dahin gebracht, daß jetzt ein voll- ständige» AcmterverschachcrungS-System eingesllhrt ist. Die erste Grundlage zu dieser Mißverwaltung wurde durch die Einsührnng der Primärwahlen gelegt, indem es dadurch dem Reichen ein leichtes wurde, sich einzelner Dcle- galen, die ihm etwa fehlten, theils durch Geld theilS durch Versprechungen, glatte Worte, oder auch Drohungen zu ver- sichern.» An obigen Aufruf kustpst sich das Programm der Arbeiterpartei für die Countywahl; es lautet: In Erwögung, daß die Konslituiion diese» Lande« jedem Bürger da» Recht auf Freiheit und Wohlfahrt sichert, unsere jetzigen politischen und gesellschaftlichen Zustände mit dem Wesen derselben aber in scharfem Gegensatz und Widerspruch stehen, indem unsere Gesetzgebung corrupt ist und von dem Marke de« Volk,« zehrt; Da ferner die große Mass« de« Volkes von einem Win- zig kleinen Theil desselben in solcher Weise ausgebeutet und unterdrückt wird, daß e« die höchste Zeit ist, dem selbstsllch- tigen Treiben de« letztern ein Ziel zu setzen; Da ferner die Caprtalisten der seilen Presse und der Gesetzgebung sich versichert haben und die Gesetze in ihrem Interesse versaßt werden, so daß e« ihnen möglich wurde, da« Nationalvermögen und den Nationalkredit zu ihrem Nutzen zu verwenden und die Einkünfte de« Landes zu ver- schlingen; Da serner cS ihnen, die sie im fast ansschließlichen Be« sitz der BildungSmittel sind, durch Beherrschung der Presse und politische Machinationen gelungen ist, den arbeitenden Theil der Bevölkerung von seinem wirtlichen Interesse abzu- lenken und irre zu führe»; Und da weder die demokratische, noch die republikanische Partei den billigen Forderungen der Arbeiter gerecht ge- worden sind, so sei beschlossen, den Candidaten nur unsere Slimme zu geben, die sich auf folgendes Programm ver- pflichten: 1) Aufhebung des Contractsystem». Alle öffentlichen Arbeiten sind von den Gememden oder dem Staate— unter Aussicht von sachkundigen Männern— direkt selbst auszusühren. 2) ES dürfen keine Unterstützungen, weder von seitens der Gemeinde oder de» Staates, weder in Geld, noch in Zins- garantie, noch in Verschenkung von Gemeinde- oder Staats- ländcreien zu Gunsten einer Person oder Gesellschaft geschehen; noch darf irgend ein Monopol an eine Person oder Gesell- schast ertheilt«erden, sondern alle Unternehmungen, welche da» allgemeine Wohl ersordert, sind von den Gemeinden oder dem Staate selbst auszusühren. Die Ertheilnng von Special- Freibricsen an Privat Corporationen durch die Staatslegislatur sollte anshören und alle solche Freibriefe sollten in Zukunft unter den allgemei nen EorporationSgeketzen des Staates ertheilt werden. 3) Bei allen öffentlichen Arbeiten ist die gesetzliche Acht fiunden-ArbcitSzeit als Tagewerk einzuführen. 4) Alle Beamten sollen direkt besoldet werden, und alle Ncben-Einnahmcn der Acmter-Juhaber in die Gemeinde oder Staatskassen fließen. 5) Alle Aemter sind nach Maßgabe ihrer Wichtigkeit und Mühwaltuug zu bezahlen. 6) Aushebung der Arbeit der Gefangenen auf Rechnung von Privatgesellschaften oder Personen. 7» Errichtung von hinreichenden Schulgebäuden, damit alle schulpflichtigen Kinder genügenden Raum haben. 8) Errichtung freier Gewerbeschulen von Seiten der Gemeinden. 9) Aufhebung aller Gesetze, welche die persönliche Frei heit beeinträchtigen. 10) Aushebung der drückenden Lizen» für Gewerbetrei bende und Geschäftsleute, und Einführung einer progressiven Einkommen«, so wie Vermögenssteuer. 11) Einsllhruug von direkter Abstimmung bei Nomi Nationen. 12) Offenhalten der Stimmkästen von Morgen« 6— 8 Uhr Abend». 13) Erlaß eine« Gesetze», wodurch ein Beamter oder Abgeordneter— welcher nicht im Sinne seiner Wähler hau- delt, durch absolute Stimmenmehrheit seiner Wähler, von seinem Posten znrkckberusen werden kann.— In diesem Falle muß sogleich eine Neuiqahl vorgenommen werden. 14) Bei Anstellung von Beamten soll den Veteranen, ohne Unterschied ans früheren Rang der Vorzug gegeben werden. Soweit da« Programm. Dasielbe huldigt äugen- fchtinlick in erster Linie dem Grundsatz, die durch Hinfe d. h. durch Mißbrauch� der Gesetzgebung der Capitalistenklajje zufließende Staatshstlfe— Sub- ventionirung von Acticngesellschaflcn, Ueberlassuizg des Grundbesitzes u. f. w.— aus der Welt zu schassen, ist dieS geschehen, so ist es der nächste Schritt weiter, in socialistischer Weise jene Quellen siir daS arbeitende Volk fliesten zu machen. Diese Agitationen der Arbeiter Chicagos haben bereits außerordtntliche Er- folge gehabt. Z« der„Ealedonia Hall", wurde am 9. September, von d»m Reform-Elub d«S Arbeiter- Programm einstdmmig angenommen.— Welche» um so wichtiger»st, weil in di»se» Versammlung alle Be- rufsklasseu veNreten waren. Am Freilgg den 10. d. M, wurde die vom„Ring" an Canalport Avenue ver- anstallete Versammlung, gänzlich von den Bürgern der 7. Warb in Beschlag geno nmen. Die im VorauS von der El que schon nominirten Beamten wurden niedergestimmt und die bezahlten Trostbuben konnten mit Sflimpf und Schande abziehen. Nicht besser er- ging es diesen Leuten in der, von dem„Chicago Ar- beiier-Verein" einberufene» Massen-Versnmmlung, am Samstag den II. Sept., in der Halle des genannte» Vereins. Trotzdem dast hier Herr Salomen und der Nedacleur der„Staatszeitung", die Führer der Bour« geoisclique, selbst inS Feld rückten, erlitten sie eine entschiedene Niederlage. Ja! obgleich diesen alten Politikern nur Arbeiter als Sprecher gegenüber stan- den: so trug der gesunde Sinn der Anwesenden einen glänzenden Sieg davon, indem das Programm der Arbeiterpartei mit alle» gegen eine Stimme ange- nommcn wurde. Gleich glänzend war der Erfolg auf der Nordseite, wo am selb gen Abend das Programm, in der Versammlung der„siebenzehnten" Ward, angenommen wurde. Das Resultat jener Bewegung ist uns noch nicht bekannt. Auf jeden Fall wird aber dieser Kampf die Arbeiter anderer Städte gleichfalls aufrütteln und so den Anstost zu einem nachvalligen Benutzen des allgemeinen Wahlrechts geben. In Frankreich zeigt sich höchst auffallender Weise die Schwäche der Regierung gleichwie die Muth- losigkeit der oppositionellen Bourgeoisie. Die Ab- geordneten, welche der Letzteren angehören, ergreisen sammt und sonders das Hasenpanier und ziehen sich von der Demonstration am 26. Oktober zurück. Die Regierung andererseits hat heillose Angst davor, die Volksmaffen, wenigstens in der Zeit bis zum 26. Ok- tober durch irgend welche Maßregeln noch mehr auf- zuregen. So herrsch', z. B. thatsächlich volle Preß- f eiheit. Die„Reform" macht. eine unerhört kühne Kundgebnng. Sie druckt die Resolution deS französischen Senates vom 2. April l814 ab, durch welche Napoleon I. und seine Erben für deS Thrones verlustig erklärt wurden, und beantragt für den 26. Ok- tober eine ähnliche, in welcher Napoleon lll. ange- klagt wird, und welche mit den Worten schließt:„In Erwägung, daß Napoleon III. seine eigene Verfassung verletzt hat, sind Diejenigen, welche.ihm den Eid z leistet haben, ihrer Treue entbunden, und wer- den die verantwortlichen Minister Naroleon's III., w-lche stets den Willen Napoleon's III. thaten und thun durften, welche vor Napoleon III. allein verantwortlich und vor sechs Monaten von Napoleon lll. ernannt worden waren, feit 18 Jahren regiert, haben für alle von Napoleon III. begangenen Acte in Anklagezustanb versitzt." Dem energischen Angriff, der in dieser Anklage liegt, wird leider durch einen Umstand die Spitze abgebrochen. Napoleon wird u. A. beschuldig«:„Er hat das flache Land ent vvikert, indem er die Arbeiter durch eine künstliche Erhöhung der Löhne nach den Städten lockte." Dieser Bourgeoisunsinn macht die A: klage zur Phrase aber bezeichnend ist es doch für die Schwäche der Regierung, daß ein Blatt in dieser Weise, ohne ver folgt zu werden, vorgehen kann.— Der von uns in voriger Nummer erwähnte Aufstand der ausgebeutete» Bergleute wird von den Regierungsorganen sofort benutzt, um die Bourgeoisie im Namen der Ordnung in der gegenwärtigen kritischen Zeit fester an die Ge walthaber zu ketten. Man liest im nichtamtlichen Theile deS„Ossiciellen Journals": Seit einigen Tagen halten Grubenarbeiter die Arbeit eingestellt, allein eine Verständigung war zwischen ihnen und der Compagnie vou Rlve de Gier erfolgt, welche letztere in eine Lohnerhöhung von täglich 25 Cents, und in eine Herab sctznng der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden eingr willigt hatte. Dieser Strike konnte in Folge desien als be endigt angesehen werden. Unglücklicherweise haben sich an anderen Orten, nämlich im Departement des Vveyron, ernste und schmerzliche Ereignisie zugetragen. Arbeiter von den Gruben der Orleans-Eompagnie haben dort die Arbeiten eingestellt und ihre Kameraden gewaltsam am Fortarbeiten gehindert. Gestern stürmten sie in Masse nach dem Bureau der Direktion in Anbin, bemächtigten sich des Ches-Jn« genienr« und schleppten ihn trotz der Anstrengungen der GenS'darmerie mit sich fort, um ihn in den Gruben zu er- tränken. Schon war der SouS-Präscct am Beine verletzt und der Substitut des Staats-Prokurators stark contusionirt, als der Präsect mit einer Truppen-Abtheilnug die Meuterer erreichte, deren Zahl tausend überstieg. Er ließ vor ihren Augen die Gewehr« laden, und eS gelang ihm so, sich den Jngeaneur ausliefern zu lasten, der gröbliche Mißhandlungen erlitten hatte und dessen Kleider in Fetzen zerristen waren. In der Nacht vernichtete eine Feuersbrunst, die der Böswilligkeit zugeschrieben wird, da« General-Magazin mit allen Waaren, die es enthielt. Heute Morgen artete der Strike in förmlichen Ausstand aus. Soldaten mußten nach den Hammerwerken geschickt werden, um deren Arbeiter zu schützen. Von dem Widerstande gereizt, drohten die Mcnte- rcr de» Soldaten, sie zu entwastnen, wenn sie die Bahon- nette nicht von ihren Gewehren nähmen. Der commandi- rende Offizier ließ aus diese Drohung die Druppen das Ge« wehr fällen; die Grubenarbeiter bewaffneten sich hieraus mit Eisenstangcn und bewarfen die Truppen mit Steinen, welche den Offizier und mehrere Soldaten contusionirten. Bei dieser CcSision wußte» letztere von ihren Waffen Gebrauch machen, zehn Arbeiter sollen getödut>md mehrere verwundet worden sein. E» sind Maßregeln getroffen, um die Fort- 'etzuna dieser Unordnungen zu verhindern. Spätere Nachrichten aus Anbin melden, daß in dem bekannten Conflicte zwischen den Truppen Vere den Arbeitern 14 Personen geiöblel und 22 viral ih Vereir bcl worden sind. Unter den Opfern sind 3 Peril»' dl rie an den Ruhestörungen keinen Aniheil geiio«� j™"8 hallen; keine neue Ruhestörungen gemeldet, doch lt[ Vv die Arbeitseinstellung fort Zur„Ueberwachunz" �'0 feiernden Arbeiter, deren Anzahl auf 2000 angeg�\ � � wird, sind durch Truppenreqnisilionen die umfaß!» st-n Maßregeln getroffen, welche jede weitere R» si-r, g störnng verhindern dürften. Unterm 11. Oft''!%«». meldet das„Journal officiel":„Die Arbeiter jl:l und gestern an den Hochöfen die Arbeil wieder aufgen�, �gen men; sobald hinreichende Kohlenvorräthe vorhaa" 21 sind, wird auch bei den Eisenhämmern die Art Clne wieder beginnen. In dem benachbarten Decaztti � wch« war die Arbeit nicht unierbio hen worden und die Arbeiter eine durchaus„verständige" Haltung. Also die Arbeiter sind mit Pulver und Blei„rt> Arbeite, ständig" gemacht— sonst macht man sie„satt" Emmern. mit!— Daß die obigen Berichte zum Nachtheil � �nkeit t Arbeiter gefälscht sind, muß übrigens Jedem Lestie" sein, der einigermaßen sich die Vorgänge vergeh udm H wärtigt. Welche„B.stie" muß nicht jener Jngeiw � gewesen sein, daß er den Grimm der Arbeiter so> regte, daß sie ihn ersäufen wollten; w-c müssen' iip. Sorge icvjic, vwy|it iiju ci|au|cu wcuicu, rc e munc» V-Lli Arbeiter nicht ausgesogen sein, daß sie zuletzt in �»Leiter Verzweiflung unbewaffnet mit der bewafftüMcken den Macht in Kampf gerieihen! Aber darüber sch natürlich die heulige Presse, mag sie nun reacüo oder ravical sein. Die Lkachrichten über den Ausstand in Spani| lassen trotz alles Sicgesgeschiei's der Regi-rungSoff" nicht erkennen, welcher Seite der Sieg werden Das Neueste ist: 1800(?) Aufständische haben sich dem General duck ergeben. Bei der Stadt Balle haben die ständischen den von Andalusien herkommenden bahnzug, welcher Militär beförderte, aus dem gebracht; ein Hauptmann und 3 Soldaten wurreo lödtet, eine große Anzahl verwundet. Die Freii«> gen der Freiheit haben in Vallarolid und Gravi ih er Entwaffnung Widerstand entgegengesetzt und den Waffen in der Hänb daS freie Feld gewovi In Saragossa eröffnelen in dem Augenblicke, als � Anzahl gefangener Freiwilliger eingebracht wurde, Republikaner das Feuer auf die Truppen,»nv Kampf wurde bald in den Straßen allgemein, m besonders die Artillerie große Verwüstungen anrichl Die Berge in der Näöe von Ronda(einer Stadi Andalusien) sind voll Ansständischer.— In Vale> hatte die republikanische Partei am Freitag MorHh-n in g den Kampf begonnen. Der Erfolg ist noch unbeka» dfltenden da die telegraphische Verbindung unterbrochen 1! Ba Am 9. Oktober erlitt eine Bande Ansständischer an t � des catalonischen Grenze eine Riederlage; diejenigen, w'1' �'l sich auf französischen Boden flüchteten, wurden 11 W,1!!! Meid; entwaffnet.__ � fcmm no Verems-Lhttt. iT Weizen ni be bckei !u wol offen ir la to'iithem 'tz. 27 Volks Fort ~u auch ig. die tt'tänschl hiir an dm Lew !itt der "«nev H> Wir: sogar. inachte tmmung ausgeso verloren »use gen � Klinkt» chtn Pa Die wen„ t t (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Verei«.' An die Bevollmächtigten und Beitragsamint! de« Allg. deutsch. Arb.-Vereins. ES ist unerläßlich nolhwendig, daß zugleich mit j eingezahlten Gelde die Abrechnung eingesandt wird, soi es mir unmöglich, eine geordnete Ztlsanim-iist-ll»» Kasscnverhältniffe zu machen. Für die Monate Imi Juli habe ich häufiger Zusendungen von Geld erhalten Abrechnung als mit derselben. Dieser Uebelstand h.fl! nun wohl in etwas gehoben, doch kommen»och mc&s Fälle vor, wo nur der Nawe des Absender« aus der karte zu lesen und nicht einmal bemerkt ist, für wK" Ort und für welchen Monat die Sendung gilt. So ert i>,� ich am 5. Oktober eine Reclamalion au» Habendorf,' dieser Ort irrthümlich nicht ausgeführt sei unter denjemZ � welche ihren Verpflichtungen für August nachgekoMv°' Bei näherer Untersuchung ergab sich, daß Habendors•»>-- der Poststation Langenbielan eingezah.l und keine Abr nung beigefügt hatte, und so steht Langenbielan und Ö* tj' Langenbielan vermerkt; ein Name gilt nunmehr für Ha°j ktitCn' dors. Zittau hat unterm 6. Oktober gleichfalls eine J � sendnng ohne Abrechnung und auch ohne jede Bemeris eiw�.t gemacht; da nun Zittau für August die Beiträge noch entrichtet hat, so habe ich die mir zugesandte Summe»'> al, bg 1 Thtr. 17 Sgr. 6 Pj. al» Beitrag für August nov �» 1. Mau sieht hieraus, daß allzuleicht Verwechslungen vorkow-s z.» können, wenn nicht die Abrechnungen oder wenigstens � ff» nWI1 dige Angaben mit dem Beitrage an mich abgesandt wer»«, �. ich bitte also in dieser Hinsicht ebcnsallS um Pünktlichkeit. �«v Auch gelangen mehrfach Briefe an mich, in welchen ich � jesloAm Unterstützung oder um die Vermittelung hierzu angega»� gxre( werde. Unterstützung einzelner Personen, die sich verdw um den Verein gemacht und ihrer agitatorischen Thättg' r. wegen in ihren Verhältniffen zurückgekommen sind, kann v I a(mnmj der Präsident bewilligen, dem ja überhaupt die Versügv' llbtr die Vereinskasse zusteht. E« ist also viel einfacher, we> ty��un man sich direct an den Präsidenten wendet, da ich doch we> � nicht« tbun kann, als die mir»naesandten Briese zur Ke»�'[ nißnahme an denselben zu schicken; dadurch entsteht Zeit- und Portoverlust!— Ihren Verpflichtungen sür Monat August sind nachträglich noch nachgekommen! H»vi München, Zittau, Leipzig, Hilden, Remscheid!, Delmenhoi Halver' in Westphaten, den 8. October 1869. Der Vereinskaisirer Wilh. Hasencleve» fynk zu. Stamm ann be n ha .u Redac «ett bra Berlin, 10. Okt.(Mitglieder-Bersammlnnk Obschon gestern die hiesigen Mitglieder de» Allgemein deutschen Zimmerer-VereinS ein Fest feierte» und äußert sgen ll gräßlich l-ln zu r °gen(dl etl« fct,r»�5'n8tn'�"ei)tr kinir Versammlung des Rechts- oiw�S-Pcreins beiwohnten, war die gestrige geschlossene Ver> , � an?"">» vriwognrrn, war oic geirrigc gr>lglogenc ver» er!»»« ling der Mitglieder des Allgemeinen deutsch. Arbei- noai®1'�iins doch zahlreich besucht, wie denn auch über- da«« � dir Verein in Berlin immer mehr Boden ge< ig":jj'tl Mitglieder', ahl gegenwärtig ca. 500 Der Vereinspräsident dielt einen Vor- lastSl das Geld, woran sich eine Diskussion knüpfte, Rat i fch unter Andern die Herren Runter, ZilowSky, Jy! J11« Göhring, Blonk, Schneider und Renz ad li Nachdem noch über die weitere Agit..tion in r' Und Umgegend längere Zeit debatlirt worden, er- ds«. .........._..n........... P.... immer cazrti: fcWt besucht war. I. Älinkhardl sprach über: "'iiJ � m!d Arbeit. Etliche Fabrikanten waren zugegen. i» K d'" gierig, in welcher Art und Weise der„Gcmasi- " vp dorgehcn würde, gegen die noblen Herren, welche nur ;l.Arbeiter beschäftigen wollen, welche sich nm keine Po Ol"' diinmtttt. Klar und in kräftigen Zügen wurde nun die heil'?d»>keit der Kapitalherrschast geschildert, auch die„ent- !M V? �i'stie" wurde vorgelesen, zum großen Verdruß jener crgt� �den Herren. Zur Interpellation wurde wiederholt igeaitl Widert, doch Niemand meldete sich. Die Stimmung ti. J«tbtitn; war zwar erbittert über die Ungerechtigkeiten der r s- sien l in .nfs> sä" acnol bjten, jedoch freudig in der Ueberzeugung, daß wir l>ll ausharren. Zahlreiche Einzcichnung n fanden statt. weiter gelobten sich aus'« Neue, verbrüdert und nn- den gewaltigen Kampf trotz aller Hindernistc durch- l wollen, für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. offen allervrt«, steht zu uns, der Sieg soll unser rr lassen uns durch nicht beirrren. Mit social- iliichem Gruß C. Drahotta. ih, 27. Sept.(Neue An« breilung.) Gestern Volksversammlung in Kayna bei Zeitz. Da« Haupt- Fortschritller befindet sich hier. Diese Herren fehl- » auch nicht in der Versammlung. Sie waren der die Lassallcancr sollten keinen Mann gewinnen. flanscht habt Ihr Euch, Ihr Herren. Herr Bebel hier auch nicht ganz unbekannt zu sein; wir wün- de» Leuten Glück zu der schönen Gesellschaft. Zum Wen der Fortschrittler zeigte sich nun, daß ein Dutzend ''«ner Hunderte dieser Helden aus dem Felde schlagen Wir Zeitzer wurden eingeladen und bekamen den sogar. Unser Klinkhardt rescrirte über die sociale machte die bestehenden sociale» Zustände klar, und Kimmung war sofort für uns. Die Fortschrittler wur- audgesordert, auch zu sprechen, aber sie hatten den verloren. Nach fast 1'/ stündigcm Vortrage wurde °»se gemacht. Dann wurde die Versammlung fort- Klinkhardt schilderte die Prinzipien der verschiedenen fyn Vujttitn und entlarvte die Lerräther am Die Fortschrittspartei wurde namentlich vor- und ihnen ihre naineulose Schwäche r den Regiernngen und ihr cleudeS II iu gefetzgebeiidcn Körpern, wo sich« um die Rechte deitenden Voltes handelt, gezeigt. Dem gegenüber das Banner der Social-Demokratie entfaltet und die >>tn des Allg. deutsch. Arb.- Vereins klargelegt Ein von srendigem Applaus brach in der Versammlung d eine vollständige Niederlage war den Herren bereitet. Furcht und Schrecken rissen viele au«. Endlich wagte Mm noch ein Zimmermeister einige Worte zu spre- s'd meinte, er sei nicht recht klar in der Sache. Es ihm nun gründlich klar gemacht, daß wir in Vcr- '»gen nicht Verstecken spielen, sondern offen und ehr- be bekennen und er wurde gehörig abgefertigt. Das der Versammlung war, daß wir hier eine neue aft gründeten, welcher sich zahlreiche Arbeiter an- Dies eine kleine Rache Ihr Herren Fabrikanten Ihr unsereu Agitatoren keine Arbeit geben wollt. ch enie» echten Social-Demvkraten ist nicht glicch ; aber au« Eurer gemächlichen Ruhe sollt ihr ans- werden, dafür we.den wir alle einstehen. Der bgeoidnete für den Reichstag wird kein Fortschritt- der» ein Social-Demokrat sein. Die Capitalmacht sie muß unterliegen, Wir Arbeiter wanken und weichen nicht! o Oh tnß C. Drahotta. Zeulenroda, 10. Sept.(Versammlung. Ge- Mnud'» der Presse.) Am 3. Sept. hatten wir Ver- i i""S- Herr Zimmerm ann au« Leipzig schilderte ,°1' ,) �»wältige Produktionsweise und entwickelte die Prin- ot�)°ü°ll-'s. Es waren gegen 300 Arbeiter, darunter Sadi Pausaer Parteigenossen, anwesend, sowie auch einige y»tca, welche wahrscheinlich die Neugierde hingesllhrt pai> zsotj' nW »e i rre» irci� Jraiii und won� alS" irfc«, und , � nriä'll St ad Vale! Moril rbeka hen ir an n, den eein- lNNl> irr w'li° rl� i'rner einige Kleinbürger, welche sich mit der fixen "„ü'rumschleppen, große Bourgeois zu sein oder z» wer- rnt r''1Ult»w" kleine Lokalblatt-Redocteure, welche sich ge- '„oill, � gehörten sie der großen Preffe an. Zinimer- nn»''brach ziemlich l'/a Stunde und fiel gleich zu Ansang a Pill"iftfn Hieben über die Fabrikanten her; er zeigte ihr rdO' '.Mrstochm von ihren Sitzen anssuhren und sich theil- '8:3(1 0r Schreck an die Thürpfosten lehnten, thcils dem "■«last ltm"1 ium Schutz sich anempfahlen. Während de» ,11«, Vortrag» entstand noch ein hitziger Streit gegen Masb. Gimmel mann, der allerdings nur im Nebenzimmer w-s � b»>rde, aber nicht bi« zu den Arbeitern gelangte. ''"iK'!>Mmlung verlies recht gut, und wir saßen im Verein o,nil''Pa»sann bi, gegen 12 Uhr zusamwcu, wo sich die- ht Veimwcg begaben. Wir rufen ihnen noch �»�onk zu...... �„ak Zimmermann eine Tour nach Pausa,-e-u v>e>»>o � vlann bei seinem Vortrag auch die Preffe gehörig >iKii hatte, so ist da, Ende vom Liede, daß wir 1?"• Rcdacteurche» aus dezn Halse haben. Doch wa» Älelt brauchen ivir nn« daraus zu machen aus dein >.Vogen Wtakulawrl Man kann blos nicht umhin, J L»räßlich-n Blödsinn solcher«lättchen den Mund wel�Weln zu verziehn. Eins dieser BläNchcn von einem (dag andere Blättchen ist zu klein, um es zu Am andern Morgen machten wir mit Da Freund beachten, es gleicht einem Silbcrsechser, man verliert es durch die Finger) schreibt unterm 6. Sept. aus Leipzig, in der Restauration zur goldenen Säge hätten die..Schwutzerianer", deren Führer ein gewisser Herlcr aus Leipzig sei, eine Ataque ans die Maurer gemacbt und sich>vie in Gohlis„sehr ausgezeichnet". Es handelte sich hier wohl»m die Hirsch- Duncker'schen Ortsvereinler. Da» schöne Blättchen bemeikt am Schluß seines Artikelchens:„Gegen solche„Ungezogen- heilen" müßte die Preffe austreten, nm nicht selbst in diese Kategorie eingereiht zu werden." Ei, welch' ein Uebermutb! Mögen diese Herrchen denn doch erst Mal zeig»», daß sie mit ihrer geistigen Bildung den gewöhnlichen Arbeiter über- rage», bis jetzt haben wir noch nichts davon gemerkt; selbst die Lügen sind ein Abklatsch aus a»de>n Lllgcnblätlern. Wollen sie sich in die sociale Frage mischen, so zeigt cS sich, daß sie auch nicht das Geringste davon verstehen; alle» kommt heraus, al« wenn alte Jungfern eine Abhandlung über Strüinpfestricken führen wollten. Sophienau, 20. Sept.(Versammlung.) Heute hielten wir eine Arbeiterversammlung ab, zu der ivir Herrn I. Scheil aus Breslau eingeladen hatten. Da er vcr- hindert war, kam sein Freund Rudolf Schumacher. Herr Karl Droschke war Präsident, Herr Karl Hoff- '»ann Stellvertreter und Unterzeichneter Schriftführer. Herr Schumacher besprach die Aibeitcrbewegung, verurtbeilte die Frauen- und Kinderarbe't in Fabriken und schilderte der Arbeiter trauriges LooS so ergreifend, daß in vielen Auge» der Arbeiter Thränen stand n. Herr Schnabel aus Wüste Woltersdorf sprach dann über die Lehre Lassallc's. Beide Redner wurden vielfach durch stüimische Bravo, unterbrochen. Zum Schluß wurde ein gemeinschaftlicher Spazier- gang festgestellt, um»»S mit der Mitgliedschaft in Wüste GierSdors zn verbinden. Dort in frohem Beisammensein, bei einem Gla» Bier, wollte uns ein Wächter des Gesetzes stören, weil ivir einen Saal eingenommen hatten, indem er behauptete, dies sei ein Veisammlungslokal und nicht ein Gast- oder Schanklokal, eine Versammlung a er fei nicht gestattet. Wir verließen ruhig den Saal und begaben uns nun in da, Schanklokal, wo wir freilich zusammengedrängt waren, wie Häringe in der Tonne. Hier setzte Herr Schn- macher seine E zählung, nicht Vortrag, da keine angeineldetc Veisammlunz war, fort. Die Begeisterung war groß. Ueberhanpt ist der Boden hier sehr gut. Durch die Herren Scheil und Schumacher ist in Wüste-GierSdorf wieder ncne« Leben hervorgerufen. Die Eischlaffung, die sich der hiesigen A beilcr bemächtigt hatte in Folge von Ueberlanfen und Intriguen, weicht anS den G.mülhern. Mit social- demokratischem Gruß August Weiß. * I» Kassensachen bringen wir in Erinnerung, daß der VereinSkassirer unmitte bar nach dem 15. dsS. die Be- kanntmachnng über die eingegangenen und nicht eingegan- geneu Beiträge für Monat September erlaffeu>vird. * Wenn ein Ehrlicher wieder unehrlich werden will, kann er als Mitglied ausgenommen werden? Diele Frage ist mehrfach angeregt worden. Sic beantivortet sich durch sich selbst. Wenn ein Unehrlicher ehrlich wird, so sind nur zwei Fälle möglich: entweder er verräth die Aibcitersaa>e, sei e« bczahltermaßen, sei es, nm eine Rolle zn spielen— oder aber er ist so einfältig, daß er sich allen Ernstes ein- bildet, die bürgerliche Demokratie sei die sociale. In beiden Fällen ist solch ein Ehrlicher unbrauchbar; Schlechtigkeit und Dummheit sind in der Politik fast gleich große Sünden. Ehrliche dürsen also unter die Unehrlichen nicht wieder auf- genommen werden; sie müssen ehrlich bleiben und können nicht Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-VercinS werden. Etwas Anderes ist e« mit solchen, die noch nie der Social-Demokratie angehört haben; ebensogut, als ein Fortschrittler, kann auch ein Volkspartcilec Social-Demokrat werden; seine Erkcnnlniß kann sich verbessett haben und er ist dann willkommen. M t Leuten aber, welche(wie die Ehrlichen, die von der Partei abgefalleu sind) gewerbmäßig Ueberläuferei treiben, da sie erst bei BourgeoiSparteien, dann bei der Social-Demokratie waren und jetzt wieder bei einer Bourgcoispartci sind, nunmehr abermals zur Social-Demo- kcotic kommen wollen, um dann morgen vielleicht wieder zur Bourgeoisie überzulaufen, solche Leute sind schlechter- ding» unbrauchbar und können nur Schaden stiften. Wir bitten also, streng darauf zu achten, daß kein Ehrlicher>vie> der unehrlich werde. tedands-CheU. Für den Allgemeinen deutschen„Arbeiters chastS- Berband". Die Vervollständigung des SiegS der Lauenstein'- schen Arbeiter in Hamburg durch die Entlassung des Direktors Kirchweger wird uns durch folgendes Telegramm gemeldet: „Nachdem der VcrwaltuiigSrath der Lauen stein'schen Fa< brik über des Direktor Kirchwegers Verbleiben acht Tage vergeben« mit den Arbeitern unterhandelt, ist Kirchweger den Forderungen der Arbeiter gemäß entlassen worden. Weiterer Berich! folgt. Richter." (Welche Angst) vor dem zum Klassenkampf entflamm- ten Proletariat die Bourgeoisie erfüllt, zeigt eine durch alle Zeitungen lausende Notiz, über den vor dem Haß dsr Ar- beiler flüchtenden Direktor Kirchweger. Sie lautet: „Hannover, 9. Okt. Herr Direktor Kirä weger ist heute hier mit seiner Familie durchgereist, nm sich i» Cassel nie- derzulaffen, da die Bedrohnnge» der Person und de« Eigen- thums desselben mit den Agitationen wegen der Lauensteia- scheu Wagcnsabrik noch immer andauern, wiewohl die Ver- sainmluiigen zum Zwecke derselben au» Hamburg aus preußische« Gebiet verlegt worden. Eine Generalversammlung der Aktionäre, welche in Aussicht steht, dürfte da« Entgehen der Fabrik beschließen." Allgemrine Gonossrnsckaft der Berg-, Hütten- und Satinen-Arbeiter. Sschtveilcr, 7. Okt.(Strike.) Der Herr Berg- Meister ließ am 28. September aus sämmtlicheu Belegschaslen de« Eschweiler Bergwerksvereins den Fahrstcigcrn anbefehlen, Bergleute au» ihrer Mitte zu Abgeordneten zu wählen, um mit ihnen über die Forderungen, die gestellt waren, zu ver- handeln. ES wurden von der Kronprinz-Zeche Hubert Schweinßberg und Eichelmann, von der Friedrich- Wilhelm-Fechc Johann Kreuser, von der Wilhrlmine- Zeche Nicolaus HenneS und von der Louise-Zeche Ger« hart Schmitz, Wilhelm Grosch und Loren; Vonkan gewählt. Wir gingen n»n mit den betreffenden Fabrsteigern gegen 9 Uhr zum Bergmeister Bauer, dort fanden wir auch den Obersteiger, sowie einen der Aclionäre. Der Berg- meister hielt dann eine Rede zum Erstanncii über den Allg. deutsch. Arb.-Verein, von dem eine Mitgliedschaft hier ge- gründet ist. Er zeigte dabei, daß er die Parteiverhällnisse gar nicht kannte, sondern nur etwa das, was die Zeitungen über uns sch'.eibeu. Natürlich suchte er uns zn bereden, vom Allg. deutsch. Arb.-Verein abzulassen. Auch sprach er viel von Woblthalen, die er in den 20 Johren, seit er hier ist, uns erzeigt habe, zum Beispiel habe er für billige« Brod und unentgeldlichen Unterricht gesorgt, der Bergmann habe durch andre Einrichtnngc» keine Unkosten beim Steucrzahlen, t Thalcr Prämie lasse man dem Arbeiter zukommen, wenn sie das Geld,>vas sie vom Lohn übrig hätten, in die Spar- lasse einlegten, die alten Bergleute würden bevorzugt, indem man ihnen eine» Lohn von 16 Sgr. zukvinmen ließe für ihre Arbeit u. s. w. Er behauptete serner, daß der Lohn seit 1850 gestiegen wäre, und schloß mit den Worten: „Jetzt könnt ihr geben, es ist keine Unterredung, sondern eine Belehrung. Einigt Euch in der Sache, dann könnt Ihr mich jeder Zeit sprechen, aber bearbeitet die Sache nicht durch fremde Leute, wenn ich da« erfahre, so thue ich nicht«." Somit hieß er nn« gehen, ohne daß wir zum Wort kamen. Ich beraumte dann eine Versammlung für die Berg- leute des Efchweiler Eenirums an»nd schrieb Herrn De vpel an« Essen. ES fand dann auch am 26. Sept. die Ver- lammlung statt»nd Herr Deppel dielt einen Vortrag über die heutigni Gesellschastszustände, über da« Bergunglllck im Vlauen'schcn Grunde und Über die Social- Demokratie. Auch h ellen wir am 27. Scptbr. eine Versammlung ab, worin Herr Deppcl wieder sprach, und zwar über die europälsche Arbeiterbewegung»nd den Slrike in Hamburg. An beiden Verhandlungen betheiligten sich die Herren G raa j, Schmitz und Kirchmann und e« erfolgten viele Einzeich- nungen. Wir hielten dann am 3. Oktober eine Versamm- lung ab, in der wir die unfern 7 Abgeordneten gegebene Antivort de« Herrn Bcrgmcister Bauer, wir sollten die Forderungen neu bearbeiten, besprachen. Da aber riefen die Bergleute einSgcsammt: Die Forderungen bleiben, ivir wollen unfcr Recht und gehen keinen Schritt davon ab! ES wur- den dann die Folterungen von ne icin ausgeschrieben und durch ein Eomitö am 6. Oktober Morgen« überreicht. Der Bergmeister ließ nur Schmitz vor zu einer geheimen Unterredung. Wir hielten Abend« eine neue Bcrsrmmlung ab, und dort trug nun Schmitz vor, was er mit dem Herrn Bergmeister verhandelt habe Letzterer hatte erklärt: es müsse unbedingt die Mitgliedschaft stürzen, dann wolle er auch nachgebe»! Als die Bergleute aber da, hörten, da riefen sie alle mit lauter Stimme: Das thun wir nie, wir wollen gerate die Mitgliedschaft stet« hochhalten, »nd»u» stellten am 7. Okwber circa 500 Bergleute die Arbeit ein. Die Forderungen, die wir gestellt haben, sind gerecht, daß bezeugt jeder, der die hiesigen Verhältnisse kennt. Ihr deutschen Brüder, die Ihr mit nn« unter dem Druck des Großkapitals schmachtet, kommt uns zn Hülfe»nd tragt ein Scherflein zu diesem Kamps mit bei, wir werden es Euch später Dank wissen. Wen» dieser schwere Kamps vorüber ist, werden auch wir in allen Fällen Euch beistehen. Seht»ilr, wie e« nm die vielen Wohlthaten steht, die Herr Bergmcister Bauer geschaffen haben will. Kaum ist die Ar- beil eingestellt, so wird da» Brodmagaziu geschlossen und e« soll jetzt unbedingt keiner mehr Brod haben, auch giebt man de» Arbeitern in der belrefsendcu Speiseanstalt lein Essen mehr. So will man uns Arbeiter förmlich aushungern. Ii man will sogar die Arbeiter, die in den der Herrschaft gehörigen Wohnungen wohnen, hinansmaßregeln. Doch trotz alldem werden wir fest zusainmcnhalteii, bis ivir unser Ziel errungen haben. Vor Zuzug wird gewarnt. Unterstützungm sind zu senden an Herrn Adam Schäjcr in Eschweiler, Landkreis Aachen. Mit social-demokraiischcm Gruß und Handschlag Hubert Schweinßberg au« Bergrath. Eschweiler, 8. Okt.(Zum Strike.) Heute hielten wir eine Versammlung, die sehr von den strikendcn Berg- leuteii besucht war. Der Bergmann Gerhard Schmitz erhielt den Vorsitz, Unterzeichneter wurde Schristsührer, Herr Deppel au« Essen lobte, daß unser Arbeilerbatallion s» ruhig durch die Stadt marschirt sei, und bcmeikle, daß tste Bürger von Eschweiler die Gerechtigkeit der HandlnngSwel>e anerkennen müssen. Nikolaus Henne« knüpfte hieran einige Bemerkungen, welche durch ein Mißverstäniß beinah die Auslösung der V:rsai»ml»ng zur Folge gehabt hätten, doch konnte die Vcrfammlun sortlagen. Es wurden auch viele Einzeichnungcn in die Liste» dcS Allg. deutsch. Arb.» Vei cins und noch einige in die der Genossenschaft der Berg leute vorgenommen. AaS auch kommen möge, wir werden« standhaft bleibe» und nicht von»nferen Forderungen ab- gehen. Mit social-demokralischim Gruß und Hand chlag Aiiton Witsch. Am 11. Oktober ist au« Eschwciler folgendts den Strike betreffende Telegramm eingelaufen: „Gestern zwei große Volksveisammlnngen. Die Forde- rung der Bergleute einstimmig von den Bürgern Efchweiler« anerkannt. Einigkeit und Ruhe musterhaft. Schnelle Hülfe thut Roch."__, Deppel. Allstem, deutsche vereinigte Metallarbeitcrschaft. Lüneburg, 8. Okt.(Strike.) Bei uns ist ein Strike der.Metallarbeiter erfolgt. ES sin? nämlich von unseren Formern 88 Mann außer Arbeit gekommen, von denen 60 Familienväter sind. Die Ursache des Sinke« ist folgende: Der Former Kniepert sollte um unserer guten Sache ivillcn entlassen werden, da er nicht g wolle, daß Schullinder in der Werkstatt arbeite» sollten. Es wurde daher in der letzten Versammlung eine Znschrist an die Direktion aufgesctzt, welche 72 Former unterzeichnetiil mit dem Bemerken, daß wenn Kniepert nicht bleibe, sie alle die Arbeit niederlegen würden. Die Arbeiter wurde» bis Montag vertröstet, dann ließ man ein Plakat anschlagen, wonach in Betriff Knie perl die Maßregelung ausrecht er- halten bleibe, wer damit nicht zufrieden sei, könne gehen. So wie die« Plakat angeschlagen war gingen 12 Mann, die jüngsten zum Direktor und forderten ihre Entlassung. Mittags die Uebrigeu. So ist denn der Kampf hier cnt- brannt. Kameraden steht uns bei, laßt uns nicht fallen; die Luneburgcr Mitglieder stehen immerdar fest zur Fahne! Mit Gruß und Handschlag F- Brandes, Bevollm. Lüneburg, 8. Okt.(Strike.) Ta wir die Maß. rcgelung des Collegen Kniepert nicht dulden wollten, so ist es zu einem Strike gekommen. Collegen in allen Gauen Deutschland«, Ihr seht, daß durch Willkür eines Meister« viele Ärbcilcr brodlos auf's Straßenpflaster geworfen sind. Die Arbeiter hatten ihr Recht verthcidigt, dennoch brauchte man rürksichtSlos Gewalt gegen sie. Eollegen, da ein Strikt somit begonnen hat, so war es auch an der Zeit, die sehr dringliche Lohnfrage zum Gegenstand unsere« Handelns zu machen. Unsere Forderungen gehen jetzt dahin, den Lohn um circa 20 Prozent zu erhöhen, es war dies schon lange dringendes Bedürfniß. Eollegen, helft uns jetzt im Kampf gegen den liberalen Geldsack; die Lünebnrger waren immer auf der Wacht, wenn ein Nothruf zu ihnen drang, darum unterstützt auch uns. Die Zahl der Skikenden beträgt jetzt 38, wovon 60 Familienväter sind. College», wir stehen felsenfest. Wir bitten Euch dringend, den Zuzug nach Lüne- bürg abzuhalten; etwaige Geldsendungen wolle man senden an ccn Cassirer Carl Lücken, Kolimansstr. 2, Lüneburg. Die Slrike Commission: C. Lücken. W. Hein e. I. Kriel. Ch. Bähr. G. Wegener. W. Martens. Berlin, II. Okt.(Präsidentenwahl.) Jn derhenti- gen Versammlung der hiesigen Mitgliedschaft wurde von den an- wescnden Mitgliedern einstimmig HerrHaustein in Off-nbach als Präsident gewählt, nachdem zuvor Herr Werthmann, unter Berufung auf fünf Zeugen, mitgetheilt hatte, daß der frü here Präsident, Herr Schulze, bei seinem Aufenthalte in Berlin erklärt habt, daß er(Schulze) der ärgste Feind des Herrn Dr. v. Schweitzer und der Organisation sei und daß Herr Schallmeycr ganz mit ihm einverstanden sei »nd mit ihm denselben Standpunkt dem Herrn Dr. v. Schweitzer und dem Verbände gegenüber einnehme. Tarauf tvnrde ein Antrag des Unterzeichneten, dem Herrn Ellin- ger in Betreff der von ihm geführten Ortskasse ein Miß- trauensvotum zu crtheileu, weil er bereits am 31. August seinen Posten als Ortskassirer niedergelegt, bis jetzt aber weder Rechnung gelegt, noch die Bücher abgegeben hat, auch nicht abgeben will, und weil er zu den„Ehrlichen" llberge- lausen ist,— einstimmig angenommen. E. Weiner, Schriftführer. Barmen, 10. Llt.(Präsidentenwahl.) In Folge der Anordnung des Vcrbands-Präsidinms ivurde heute die engere Wahl vorgenommen und einstimmig Herr Haustein in Offeubach gewählt. Fried r. Böse, Bevollmächtigter. Hamburg, 3. Okt.(Danksagung.) Für die mir von den Arbeitern der Baumwollenspinnerei und Weberei durch Herrn Oppen zugesandten 12 Thlr., sage ich im Namen der damit Unterstützten meinen herzlichsten Dank. _ T. Münch. Allg. Taback- u. Cigarrcnarbeiter-Eewerkschaft. Altona, 11. Oct.(Zur Beachtnnng.) Auf die verschiedenen Anfragen, wie c« mit den Schuldscheinen stände, und ob die Hamburger General-Versammlung nicht dahin gewirkt habe, daß dieselben ordnungsmäßig ansgeloost wllr de», thcile ich folgendes mit. Es wird wohl jedem begreis lich sein, daß die Kompagnie am 1. April so stand, daß sie nicht im Stande war, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und wenn ich bis zur Stunde noch noch nicht die mir bereu« übersandten Actien benutzt habe, um die AuSloosung zu vcr laugen, so geschah dies hauptsächlich auS Rücksicht auf die Berliner Kollegen und andererseits, ich gestehe es frei, ans dem Grunde, daß ich nicht gewissen Leuten eine Waffe in die Hand geben wollte. Ich kenne die sauberen Herren; sie wür den unbedingt gesagt haben, wir hätten den Kredit der Kom pagnie untergraben, und will ich auch heute nicht die winzige Zahl der Arbeiter angeben, trotzdem ich lange den Waaren stand der Fabrik kenne. Was mich heute veranlaßt Uber die selbe zu schreiben, ist durch den Casseler Antrag im„Bot fchastcr", aus Hebung der Vereinsfabrik und Regulirung der Schuldscheine veranlaßt. Und noch cinS; Herr Ackermanu unser Hauplkassirer, berichtet etwa Folgendes:„Ein Stück „Ehrlichkeit" und Menschlichkeit von Fritzsche muß ich Euch mittheilen. Du weißt, daß ich die Ortskasse nebst Kreiskassc gehabt. Wegen de« Strike« konnte ich an Johanning keine Rechnung oblegen, auch ist hier durchschnittlich wenig gesteuert. Da ich nun das Geld, da« ich überhaupt in Kasse hatte, nicht herausgeben konnte, schreibt C. R., ich wäre au«- geschloffen, weil ich keine Rechnung ablegen wolle. Um nun da« Geld zu erwischen und mich mürbe zu machen, gc- braucht er folgende» Mittel. Vergangenen Montag war der erste Wechsel fällig, den ich für die Kompagnie an? Ge- fälligkeit acceptirt hatte; da wurde mir der Wechsel Prä- senlirt. Ich erkläre, ich habe kein Geld, den müsse die Kompagnie einlösen, dieselbe habe das Geld erhalten, nicht ich. Mir wurde der Bescheid, das Gericht würde entscheiden. Eine halbe Stunde später erhielt ich ein Telegramm von Bracke(Braunschweig), welcher fragte, wie viel Geld ich zur Deckung hätte; ich ging mit diesem Telegramm zum Banquier und der Wechsel wurde zurück- geschickt, welches ich Bracke sofort zurllcktelegraphirte, mit dem Bemerken, ich habe kein Geld. Unterdessen halte sich Fritzsche in meine Wohnung begeben; meine Frau stellte ihn zur Rede, wie er von mir das Geld verlangen könnte, da er es doch erhalten und ich ihm blo« eine Gefällig- kcit erwiesen habe. Darauf sagt Fritzsche, er käme und wollte c« ausgleichen— nämlich er wollte von mir da« Geld, das ich noch in Händen habe, das jedoch die Kalle- gen von nrs zurückhallen wollen. Am Dienstag Nach- mittag 4>/i Uhr erhielt ich einen Brief von Bracke nehst einem Schreiben au deu Banquier. Der Brief— an mich— lautet wörtlich:„Nach Ankunft ihrer Depesche hat mein Bater 310 Thlr. für deu fälligen Wechsel an Herrn A. Be- bel, Peterstraße 18 gesandt, welcher den Betrag nach statt- gehabtem Protest aufnahm(— da Sie selbst nicht bezahlen können—!) an den Banquier, welcher den Wechsel in Händen hat, auszahlen wird." Nun sind Bebel und Fritzsche beim Advokaten gewesen und wollen mich verklagen, damit ich viel Geldkostcn bekommen soll, nach Fritzschc'S Aeußerung bei Stein will er mir die Haushaltung anhän- gen(verauktioniren) lasten, aber e« wird nicht so geschwind gehen. Fritzsche bat zu Stein gesagt, die Compagnie könnte die Wechsel nicht bezahlen; auch haben sich Fritzsche und Ge- nosten einen Käufer für das hiesige Geschäft gesucht, um die Wechsel(ob meinen?) decken zu können; die Compagnie muß schlecht stehen.— Ihr seht, welch' teuflischen Charakter Fritzsche hat, mich will er ruiniren, an mir will er sich rächen. Nun hier in Leipzig hoffen wir, daß Fritzsche bald beseitigt wird—»venu von hier an« die Strikeabrechnnng bekannt wird, werden Manchem die Augen aufgehen, wird dieselbe vertuscht, so kommt es nächste Woche im„Social- Demokrat" von den Revisoren." Soweit Ackermann.— Hierzu brauche ich wohl nicht« beizufügen, Jeder wird sich da« Urtheil selber fällen können. Jetzt ist e« aber auch Aller Pflicht entschieden vorzugehen. Oder wollt Ihr noch die Fabrik hoch halten, die ganz gegen unser Prinzip die Haus- indnstrie befördert und mit arbeiterscindlichcn Elementen, Bebel, Bracke u. s. w. in so enger Verbindung steht, daß man vielleicht auf einen Zuschuß au« dem„Revolmionsfond" wartet? Niemal» könnt Ihr das wollen, oder Sonder-Jntcrcsse muß Euch über das Prinzip gehen. Beide» glaube ich nicht, und werde deshalb in nächster Nummer da« Nöthigc veran- lassen. Georg Winter, Adr: am Felde 22 Ottensen. Allgemeine deutsche Manufactur-Arbeiterschaft. Augsburg, 10. Okt.( A n d i e B e v o l l m ä ch t i g t e n.) Sämmtliche Bevollmächtigte ersuche ich, in Mitgliederversammlungen für unseren Bevollmächtigten, Herrn Robert Pichel in Hilden, der wegen seines Wirkens für die Ar- beitersache gemaßregelt wurde und nun schon seit 5 Wochen brodlo« ist, srnwillige Beiträge zu sammeln. Dieselben möge man dann sogleich an ihn unter der Adresse, Schwa- nenstraße 033 absenden. Zugleich mache ich bekannt, daß die Krankenkassenstatutcn in einigen Wochen fertig werden. Noch muß ich alle Mitglieder bitten, ja darauf zu dringen, daß die Abrechnungen bis längstens 20. dss. an den Haupt- kassirer eingesendet werden, damit dieser den Beitrag an die Verbandskasse rechtzeilig abliefern kann. Da cS schon mehrmals vorgekommen ist, daß in Folge mangelhafter Adressen Unregelmäßigkeiten verursacht wurden, so ersuche ich sämmt- lichc Bevollmächtigte in den kleineren Orten und namentlich in den neugewonnenen, mir ihre uud des Ortskassirers genaue Adresse baldigst mitzntheilen. L. Tanschcr. Allgemeiner deutscher Schuhmachcr-Vercin. Mainz, 8. Olt.(Zur Beachtung.) Ich fordere hiernrit deu Bevollmächtigten von Karlsruhe auf, mir seine gcuaue Adresse einzuschicken. Es wird mir nämlich in der Abrechnung bemerkt, daß der OrtSstempel nicht angekommen sei. Ich habe denselben den 2. Oktober an Herrn Neiding, Rnpaucr- Chaussee 8, abgeschickt, weil der Bevollmächtigte ausgewandert ist und ich von dem jetzigen Bevollniächtigten keine Adresse habe. Sollte der Stempel nicht angekommen sein, so bitte ich mir es zu berichten, damit man auf der Post reklanriren kann. Ich habe am 30. Sept. Statuten nach Schwerin geschickt. Da es zwei Schwerin giebt, so bitte ich die dortigen Parteigenossen, mir zu schreiben, ob sie dieselben empfangen haben. Ich möchte alle Bevollmäch- ligte de« Allg. deutsch. Arb.- Vereins dringend bitten, dort, wo unsere Gewerkschaft noch nicht besteht, dasür zu sorgen, daß unsere Gewerksgenosscn dann un« beitreten, denn wir müsseu darnach streben, daß wir alle Arbeiter in den Ver- band bringen. Die« ist vor Allem nöthig, um so die Par- teigeuossen, auch wenn sie dem Allg. deutsch. Arb.-Verein schon angehören, vor Maßregelung durch den ersten besten Capitalisten zu schützen. Und was nützen un« alle Lffent« lichen Arbciterversammlungen, wenn wir nicht darauf sehen, daß wir die Arbeiter in eine feste Organisation bringen, wie sie der Allg. deutsch. Arb.-Verein und der B-rband hat; jede Zersplitterung und sog. Decentralisation liefert uns der Reaktion und Capitalmacht in die Hand, uud giebt einzelnen Persönlichkeiten Gelegenheit, die Arbeiter nach Herzenslust auszubeuten. Habt darum ein wachsames Auge auf diejenigen Herren, welche die Decentralisation des Arbei- terstaude« predigen. Meine Adresse ist von jetzt ab: Mom- bacherstraßc 23 in Mainz. In der Hoffnung, daß sich noch viele neue Mitgliedschaften melden, verblerbe ich der„unhehr- liche" Präsident_ Wilh. Kölsch. Allgemeiner deutscher Zimmcrer-Vereiu. Barmen, 3. Oct.(Zum Strike.) Während un- sere« letzten Strike« erhielten wir an Unterstützungsgeldern: auS der Versammlung der Hand- und Fabrikarbeiter beim Gastwirth Völler 2 Thlr. 4 Sgr. ö Pf., aus der Maurer- Versammlung bei Dittmann 10 Thlr. 10 Sgr. 8 Pf., 1 Thlr. von Wilhelm Geldsetzer, aus der Gasfabrik 3 Thlr. 10 Sgr., vou Wüster« Färberei 21 Sgr. 5 Pf., von Wolfs Färberei 1 Thlr. 1 Sgr., von Stock 3 Thlr. 13 Sgr., Kell» 2 Thlr. 13 Sgr., Schlachter 4 Tblr. 20 Sgr. 6 Pf., Haustelz 12 Sgr. 6 Pf., Benfnüer 3 Thlr., Kroll 1 Thlr. 5 Sgr., Kropp 1 Thlr. 5 Sgr., Fischer 2 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf., Hillmann 15 Sgr., Blume 2 Thlr. 24 Sgr., Müller 2 Thlr. SL Sgr. 6 Pf., H-rrbcck 17 Sgr. 6 Pf., Herbeck 1 Thlr. 6 Pf.. Deckmann 1 Thlr. 7 Sgr., Wüster 1 Thlr. 26 Sgr. 6 Pf., AdolfteS 1 Thlr. 5 Sgr., au« Berlin 25 Thlr., au» Cöln 10 Thlr.— Wir sprechen den Partei- genossen, welche uns unterstützt haben, unfern herzlichsten Dank aus. Mit focial-demokratischem Gruß Jakob Jngold, Zimmerer, Bevollmächtigter. Vermischtes. *(Der„Deutsche Arbeiter"), ersch, inend zu Chicaga in Amerika, bringt den Schweitzer'fchen yioman„Lu- ein de oder Capital und Arbeit". Der Abdruck ist beLeitS bis in den zweiten Band hinein vorgeschritten. Der volle Titel de» Blatte« lautet:„Der deutsche Arbeiter. Or- gan zur Förderung eines Verständnisses in Betreff der mehr in den Vordergrund tretenden socialen Frage.. gegeben vom deutschen Arbeiter Central- Schutz- und lWJ stützungsverein, bestehend aus Repräsentanten der ki»™ Bäcker-, Bauschreiner-, Brückleger-, Maurer-, der vere» teil Schm ede, de» Schuhmacher-, des Union-Beterantir, vereinigten Schreiner und des Wagcnmacher- Vereins."/ Forinar des Blattes ist nngef-ihr noch einmal so groiij! da« des unsrigen; jedoch erscheint es nur einmal wöch� W 12 Briefkaste». B. in Paris. Kommt in nächster Nummer. De»� Zusendungen sind sehr erwünscht, doch bitten wir Kreuzb) scndungen zu frantircn, da die heutige uns 15 Sgr. gekostet hat."I Nachstehendes Teiegramul ist unö aus Üä! zugegangen: Cassel. I«. Okt. 8 Uhr»» Cassel ist unsicher. Gntspruiigcrie„Bssisj hier. Barmen sendet schleunigst Eure 2� hcitsinstrumente. Einsangana wird gem>ld� VfannkuK. Annoncen. Für Lüneburg. Geschlossene Versammlung der hirsigen Mitglieder de» Allgemeinen deutschen Arbeiter-VereinS Sonnabend, den I«. Ottober, Abends w lll im Salon des Herr» G. Meier vor der«aliitf- Tagesordnung. 1) Vorschlag eine» Bevollmächtigten.— 2) Bespv über den Strilc der hiesigen Former. E« ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheint«- J. G. Weg" deituug 'war: «i ""»etjien "ch 5@i deu' chdd W M m- Für Vrrlin. Allg. Taback u. Cigarrcnarbeiterv« Geschlossene Mitgliederversammlung� Donnerstag, den i-t. Oktober, Abend« 8 in M eister's Cassehaus, Landwehrstr. 1l. Tagesordnung: 1) Ausstellung von Candidoten zur HauptversalN« 2) Antläge zur Hauptversammlung Fr. Brandt, Bevollmächtig!! Für Kerlin. Allg. deutsch. Maurer-Vcrein- Versammlung Mittwoch, den IZ. Oktober, Abends bt 1»! in Wolter'« Lokal, Reue» Gesetlschaftshau» vor dem buscr Thore. BcreinSangelcgenheit.'». E. Gränd, dem »ement Ersuch N, die ."k Beste ?ttn,inZ! ,,/ri alle •«MnPr [Richen: toir an �'chft fii Miofrat" .$rn nr ganze S nachgeli -Für Kerlin. Allgem. deutsch. Maurer-Verein Sonnabend, den S». Oktober, Abends 8 findet in Wolter'« Lokal, vor dem Eottbuser Th� von der Mitgliedschast a'.raiigirtc Ball Die Ar r eine ist, da °hne eil Die Arbe �achtrus: !">en, sont statt, wozu crgebenst einladet das Eomite. Entrö für Herren 3 Sgr., für Damen 2 Sgr.. NB. BillelS sind vorher an den beiden Verein««« zu haben. An der Kasse findet am Abend des Balles ein Bille� nicht statt. Man h. l�e, zu t "Won zu 'Udcrn gi Kern vi cäsarist herrsck eine u. t Fall' a. a! Ja t. er hal iie feiger iheil, wel< e daraus K'orgariisc Für Dcriin. Allg. deutsch. Schuhmacher-Ve Stiftungsfest. Den Vereinsiiiitgliedern zur Nachricht, daß wst Stiftungsfest w der Friedrichsstädtischen K Krausenstr. SO, am Sonnabend, den-». Okb" Abends 8 Nhr mit Abenduuterhalluug und Tanz werden. Entrs für Hezren 5 Sgr., Damen l'/» Sgr. hierzu sind zu haben: Wassergasse 11 3 Treppen bei R' nommen ZI Schissbauerdamm 18a 4 Treppt» bei Geisler. V Zerepxl wn nerstr. 31 3 Treppen rech:» bei Schneider und bl>- Unterzeichneten.»4. /J, Auswärtige Mitglieder sind willtomme». Um recht rege Betheilignng ersucht für das Fest-�'