-lr. f ü« je. und l'1"'' »er ttrf der vere� etanfN'/� rriat." 1 o xroß Iwotf)«1"' 12!. ©etüa, Freitag, den 15. Oktober 1869. Fünfter Iaürgliilg -HO leilmiz erschein! drei M«! wöchentlich «war: Dienstag». Donnerstag» und GonnaSend»«beud». Organ der social-demakratischen Partei. Redaction und Expedition! Berlin, Gitschinerstraße 17. »» O c 3"* entriß' lNIlkN� ""rjienti- Prci» für Berlin incl. Bringerloh»!»ierteljahrlich IS Sgr., monat- i'ch ö Sgr., einzelne Nummern I Sgr.; bei den Pvstitmtern in Preußen IS Sgr., den außerpreußischen Postämtern in Deutschland 121/, Sgr.,(44 Kreuzer '>dd Wiihr.) Bestellung»« werden auswärt» bei allen Postämlern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegen genommen. Inserate(in der Erpedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit-Zeile bei Arbeiter« Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Kolonien, Amerika, Thina und Japan dir. A. Dnaasing 8 Little-Newport-öereet, Leicestor-Square. W. G. London. lrttnS s* Ufr saliod s Bespntl scheinee-1 Sege� ersaw» nächNäJJ ein- dem I. Oktober hat ein neues Vierteljahrs. lement auf den„Tocial-Demokrat" begonnen. ersuchen diejenigen, welche noch abonniren dies sofort zu thun. Vesttssungen werden auswärts bei den Post- ''ii, in Berlin bei der Expedition Gitschinerstr. 17 allen soliden Zeilungsspediteuren gemacht. in Preußen vierteljährlich 15 Sgr., im nicht- /tischen Deutschland 12'/- Sgr.) Zugleich rich- dir an die Parteigenossen die Aufforderung, Wichst für weitere Verbreitung des„Social- 'lokrat" thätig zu sein. Ttn neuen Abonnenten wird das Blatt für ganze Lnartal, vom I. Oktober an, vollstän- nachgeliefert. jloliiischer Thcil. ä n d ö r crein d« lll er Th°r igr rein»» Billn«' »e Berlin, 14. Oktober. ,c Arbeiterbewegung in Oesterreich zeigt eme große Zerfahrenheit,»eiche eine Folge ist, taß daselbst die Arbeilerparlei von Anfang »bne einheitliche Organisation war. �ie Arbeiterbewegung in Wien begann unter dem ichtrus: Lassalle. Hätte man nickt blo» den �n, sondern zugleich den Geist deS ZZieislers ge- man hätte vor Allem daraus gesehen, eine ein- ibe, zu nachdrücklichem Austreten befähigende Or- Won zu schaffen. wohlweislich hat die liberale Bourgeoisie dies zu Wern gewußt. Man hat sich beeilt, den Wiener 'lern vorzureden, einheitliche Organisation sei .cäsaristische" Berliner Erfindung, rolle Freiheit herrscten, jeder solle machen dürfen, was ihm eine u. s. w. Die Wiener Arbeiter sind richtig Falle gegangen, und die Folgen sind a. i! Ja! Gar mancher Arbeiter, der sich ein» er habe sich vom Einfluß der liberalen Bour freigemacht, steckt noch tief darin. Die falsche heil, welche die Bourgeoisie predigt, jene Freiheit, be däravf hlnauSiäufr, keine feste und kampffähige ISorganisalion gegen Reaktion und Capiialmackt '-V�men zu lassen, diese falsche Freiheit, wo jedem ."L A bwedet wird, er solle sich ja nicht um die Andern Aitern, sondern ihun, was ihm beliebe, hat für Ohren noch immer den alten Zauberklang. ®Me traurig es in Wie» steht, zeigt das Verhalten Arbeilei Partei dem neuesten Vorgehen deS "sgei Ministeriums" gegenüber, welche« bekanntlich social- temekratischen Arbeitervereine verboten hat. w erinnert sich, mit weicher Kraft und mit wel Einmüihigkeir der Allg. deutsch. Arb.-Verein sich Preußischen Negierung entgegenstellte, als das 'ins- und Versammlungsrecht bedroht war! Frei den Wiener Arbeiteiv hat man vorgeredet, wir Reaktionäre ul d sie haben es vielfach geglaubt. Armen! Wenn sie nur den vierten Theil der .'"»g nachahmten, die wir in ähnlichem Fall der ��rung geg'-nllber gezeigt, wir wollten zufrieden ise 8V« 1 e-.<>e sogenannten Arbeiterzeitungen in Wien sind orst5> lz gewöhnliche BourgeoiSspeku- ein Bf Wr>, um Zerfahrenheit und capitalistischen Einfluß t'&ij'e Arbeiterbewegung zu bringen. Wie in Berlin �olksztg." eine eigene Rubrik„Arbeiterzeitunn", Hast �»ben auch mehrere Wiener Blätter c>ne solche i''u,19, und der ganze Unterschied ist der: daß lr. A?' Ablhe lung sür?lrbeitersachen bei den Wiener r. � k�gen äußerlich vom Hauptblatt getrennt ist) aber ' � und Redaktion sind in den Händen der Bour- entä'ä rtie, jjnn flUg Arbeitern werden, die da IN Dl'■ md b» i m e Ii- Festw- - Tr-»! glauben, solche Blätter würden ernstlich die Arbeiter- interessen vertreten? Das einzige Wiener Blatt, welches man bisher wirklich sür eine Arbeiterzeitung hallen konnte, ist die „Volksstimme, Organ der svcial-demokratischen Partei", redigirl von Hermann Härtung. Hören wir, wie dieses Blatt sich über den bekannten Erlaß des„Bürger- Ministeriums" ausspricht: In dem neuen freien Oesterreich dürfen also keine social demokratischen Arbeitervereine aus Grund des Eisenacher Programm» gebildet werden. Wir haben nock nicht» davon gehört, daß in den Staaien de» norddeutschen Bunde» die Bildung solcher Vereine verboten worden ist, und doch be- haupten die von dem Reichskanzler und Grafen Beust au» Staatsgeldern(zu denen auch wir Arbeiter beitragen müssen) besoldeten und von dem Preßminister Or. Berger instuiirten offiziösen Journalisten, daß unter der preußischen Herrschaft leine Spur von Freiheit zu finden sei, während Oesterreich sich der wirklichen und wahren Freiheit in vollem Maße er- freue. Merkwürdig: In dem„geknechteten" Preußen kann die Rede de» spanischen Volksvertreters Castelar für die Republik ungehindert verbreitet werden, während sie in dem freien Oesterreich confiscirt wird!*) Dämmert es Euch endlich! Beginnt Ihr einzu sehen, daß zwischen Oesterreich und Preußen trotz aller liberalen Schwindeleien in Wien kein wesent licher Unterschied vorhanden ist? Was Ihr schreibh ist gut, aber eS ist zahm, sehr zahm. Noch zahmer ist das Folgende: Wa» werden die schwäbischen Verehrer vr. GiSkra's zu dieser neuesten„FreiheitSthat" de» Bürgerministeriums sagen? Wir sagen gar nichts dazu, sondern bemerken nur, daß unser wackerer Freund, der Abgeordnete I)r. Roser den Minister Or. GiSkra wegen diese» Erlasse» gegen die social� demokratischen Arbeitervereine im Abgeordnetenhause inter- pelliren wird. Also das„Organ der social-demvkratischen Partei" zu Wien„sagt gar nichts dazu", wenn die Arbeiter- vereine aufgelöst werden. Hat der Redacteur deS Blattes da» im Allgem. deutsch. Arb.-Berein gelernt, dessen Mitglied er einstens war? Sagte der„Sociab Demokrat" auch nicht», als das Bereinsrccht ir Preußen bedroht war? Schwieg der Allgem. deutsch. Arb. Verein? Hoffentlich erinnert sich der Redacteur der„Volksstimme", daß damals der„Sccial-Demo- kral" in vierzehn Tagen zwölfmal confiscirt wurde. daß der Redacteur desselben(der jetzige VereinSpräsi- deni) zu anderthalb Jahr Gefängniß verurtheilt wurde, eine ganze Reihe von Arbeitern damals in die Kerker wanderte, kurz, daß die Partei mit Entschiedenheit und Kraft auf den Kampsplatz trat. Wir wissen sehr wohl, warum wir dies hervor- heben. Alle Wiener„Arbeiterblätter" sind mitver- schuldet, daß man den Wiener Arbeitern einreden konnte, der Allgem. deutsch. Arb.-Verein, die einzige ernstliche Social-Demokratie in Deutschland, sei ein „cäsaristischeS" Machwerk und der Führer dieser Partei ein verkappter Reaclionär. So sollt Ihr es denn jetzt hören, daß Ihr selbst reaktionär seid durch und rurch, weil Ihr nicht mehr Mulh zeigt, als die Bourgeoisie.„Wir sagen gar nichts"— so schreibt das Wiener„Organ der Social-Demokratie"— „wir sagen gar nichts." Gut, saget gar nichts, aber laßt Euch nicht mehr beifallen, Eurer bürgerlichen Demokratie Beifall zu klatschen, wenn sie Euch vor- lügt, der Allgem. deutsch. Arb.-Ver-in sei reactionär. Wir haben bisher über die kindliche Gläubigkeit ge- schwiegen, mit der Ihr Euch von der bürgerlichen Demokratie fehlführen ließet; aber wir haben denn *) Beiläufig gesagt: Da» Biirgerministerium verbietet bei sich zu Haus den Socialismu», aber auswärts, im übri- gen Deutschland, werden angebliche Social- Demokraten mit österreichischem Geld unterstützt, um die Arbeiterbewe- gung zu einem Werkzeug der österreichischen Politik gegen die preußische zu machen. Eine recht hübsche„liberale" Politik! Es bedarf übrigen» keiner Ausführung, daß der wahre Social-Demokrat weder österreichisch noch preußisch 'ein kann. doch das Schweigen satt diesen Wiener Parteiführern gegenüber, deren Hallung der unsrigen nicht das Waffer reicht und die dabei sich ein Geschäft daraus machen, den Allg. deutsch. Arb.-Verein, die Schöpfung Lassalle'S, zu verdächtigen. Ja, wir appelliren end- lich einmal von den Mhmn der österreichlschen Arbeiterbewegung an die österreichischen Arbeiter selbst. Glücklicherweise hat unser Blatt in Wien und andern österreichischen Städten so viele Abonnenten, daß man unsere Stimme hören wird. Die Arbeiter werden uns verstehen und sie werden uns hoffentlich in Zu- kunft gegen Lügen und Verdächtigungen in Schutz nehmen. Dieselbe Schwachmüthigkeit, welche der reactionären Staatsgewalt(dem„liberalen" BUrgerministerium) gegenüber zu Tage tritt, wird auch vor den Besitzen- den gezeigt. Denn in derselben Nummer der„Volks- stimme" lesen wir groß und auffallend gedruckt fol- gende unerhörte Sätze: Wir haben im Vorstehenden die Verhandlungen de» internationalen Arbeiter-Congresses in Basel mit größtmög- lichster Vollständigkeit wiedergegeben. Leider können wir un» nicht mit allen Beschlüssen einverstanden erklären. Auf Grund unserer Äenntniß der politischen und so- cialen Verhältniss e in Oesterreich müssen wir insbesondere bezüglich der Resolution über die Aufhebung de» Pri v ateigenthu ms an Grund und Boden dieselben Bedenken kundgeben, welche von den französischen Social-Demokraten Tollain und Langlois geäußert worden sind. Jene blos principielle Resotntion hat gar keinen praktischen Werth, aber wohl den lhatsächlichen Nachtheil, daß sie den Feinden der Social-Demokratie ein höchst willkommenes Mittel bietet, um die Masse der Land- bevölkerung gegen unsere Partei auszubringen. Im Namen derselben erklären wir hiermit, daß die Social« Demolratie in Oesterreich dergleichen einseitige Beschlüsse mißbilligt und überhaupt nicht gesonnen ist, irgend welche Beschlüsse oder Maßregel» anzuerkennen, die ohne ihre Mitwirkung und ausdrückliche Zustimmung erfol- gen. Wir bleiben auf dem focial-demokratischen Boden stehen und weise« diktatorische Machtsprüche zurück, sie mögen von Berlin oder London kommen. Ei! Ei! Ihr neumodischen Social-Demokraten, so weit schon seid Ihr unter dem Einfluß der Bour- geoisie dem Meister entfremdet worden, unter dessen 'Namen Ihr die Bewegung begannt, daß Euer Organ so etwas schreiben darf? Gehet ein wenig bei uns Reactionären in die Schule. Wir wollen Euch die Köpfe zurechtsetzen. „Jene bloß principielle Resolution hat gar keinen Werth"— so sagt Ihr. Aber Ihr irrt. Die For- derung, daß alle Productionsmittel und somit auch der Grund und Boden gemeinsam sein müssen, hat den ungeheueren Werth, oaß sie die große Masse der Armen und Enterbten darauf aufmerksam macht, wo das ganze Nebel der Ausbeulung der Arbeitskraft durch das Capital herkommt. Dieser Satz ist der wichtigste Theil der social-demokratischen Grunderkennt- »iß und nur darauf, faß das Volk endlich erkennen lernt, wie es eigentlich heutzutage in der Gesellschaft zugeht und wie eö hingegen zum Wohle Aller zugehen olltc, auf dieser Grunberkenntniß beruht oie ganze Existenz der Partei. Welche Existenz- berechtigung hat denn unsere Partei, wenn nicht diese: daß sie der Ausbeutung ein Ende machen will, und wie soll denn die Ausbeutung erden, wenn das Haupt- productionsmittel, der Grund und Boden, in der Hand einer einzelnen Klasse bleibt? Den herrschenden Scandal aufzudecken, die künftige Besserung vorzubereiten, Klar- heit in die Partei zu bringen— das ist der große, gewaltige Zweck jener Resolution, der Ihr practlsche Bedeutung absprecht und die Ihr vcrläugnet, Ihr— „Social-Demokraten". „Die Bauern könnten erschreckt werden." Die Bauern nur, Ihr neumodischen„Social-Demokraten" — warum denn nicht auch die großen Adligen und die reichen Klöster? Welche zarte Bedenken! Eure Brüder, die ländlichen Arbeiter, gebt Ihr auf, um die Grundbesitzer nicht zu erschrecken!! Wißt Ihr denn nicht, daß dies daö Reactiruärste ist, was geschehen kann? Und diese K!einbauern! Habt Ihr denn gar nicht gelesen, was Lasialle in dieser Be- Ziehung geschrieben hat? Vor Allem aber— und dies ist die Haupisache— wißt Ihr nicht, daß diejenige Partei, welche nicht den Muth ihres vollen Principe« h at, von Anfang an lodt ist. Ihr verläugnet den obersten Grundsatz des SocialismuS: daß das Monopol der Productionsmiliel aufhören muß, da i it jeder den vollen Ertrag seiner Arbeil bekommen kann und nack solcher Berlaugnung wähnet Ihr, Eure Partei könne mit ihrem elenden HalbsocialiSmus noch innere Kraft haben? Nein! Nur der klare und ganze Gedanke kann die Geister erobern, die blasse Halbheit tobtet sich selbst. Ihr wollt keine Dictatur, weder von Berlin, noch von London! Also jeder Keim einer lhalkräftigen Organisation wird von Euch verhöhnt? Wir sagen jeder Keim, weil in der Internationalen Association eigentlich erst die Keime künftiger Organisation vor- Händen sind. Aber selbst das ist Dictatur? Selbst der leichteste Versuch, eine thatkräftige, zum Kampf orzanisirte Partei zu bilden, ist Euch schon zu viel? Höret heute ein ernstes Wort von denen, die Ihr so wohlgejähig als„Eäsaristen" und„Reactionäre" verschrieen habt. Euer Grundfehler von Anfang an war, daß Ihr keine einheitliche straffe Organisation besaßet. Ihr ließet Ench einreden, daS sei undemokralisch, und die- jenigen, welche Euck dies eingeredet, haben ihren Zweck erreicht Sie haben bewirkt, daß Ihr keine Widerstandskraft gegen das Eindringen der Bourgeoiselemente entwickeln konntet, und so seid Ihr denn jetzt so zersetzt, so durchdrungen von diesen Elementen, so zerfahren, daß Ihr weder gegen den Staat, noch gegen daS Kapital ein ernstes und durchgreifendes Wort mehr sprechen könnt. Wenn Ihr Euch nicht schleunigst aufrafft, we-m es Ench nicht gelingt, wenigstens einigermaßen unsere Organisation bei Euch nachzuahmen, so werdet Ihr bald so bis zu den letzten Fetzen zerfahren sein, bald so sehr alle Grundlagen des SocialismuS verläugnet haben, daß kaum der Parteiname übrig bleiben wird. Wir aber, der Allg. deutsch. Arb.-Verein, wir dürfen uns freuen und dürfen mit Stolz daraus blicken, daß wir allein in Deutschland den Muth haben, voll und ganz das Prinzip der neuen Zeit zu verkündeu, und in thatkräfti- ger Einheit kampfbereit dastehen. DaS ist darum so, weil uns die Lassalle'sche Organisation eigenen Parteibestand und innere Kraft gegeben hat. Und daß wir das Prinzip rein und unverfälscht durch alle Stürme bewahren, dies wird auch die So- cial-Demokratie in Oesterreich ans ihrem Verfall retten. Es werden sich bort Arbeiter fin- den, die erkennen, daß eine Partei vor Allem den Math ihrer eigenen Sache haben muß und daß die Massen nur durch die zündende Gewalt der ganzen Wahrheit zu erobern sind. Hoch weht bei uns die alte, die unversehrte Fahne Lassalle'S, und jeder Sieg, den sie erficht, ist für alle erfochten. Wenn die zer- sprengten EorpS sehen, wohin sie mit ihrer falschen „Freiheit" kommen, werden sie zurückkehren zur alten Fahne. Seien wir treue Hüter derselben, denn wenn auch wir auf falsche Wege geriethen— woher sollte Rettung für die Partei kommen?— Berlin, 14. Oktober. Der Baseler Beschluß wegen des Grund- eigenthums ist bekanntlich von den Eisenachern ver- läugnet worden. Sie hatten sich, um fälschlich als Socialisten zu gelten, der Internationalen angeschlossen; aber nachdem diese durch den erwähnten Beschluß für den SocialiSmus ein offenes und unzweideutiges Zeugniß abgelegt, mußte sich die Parteileitung der Eisenacher beeilen, diesen Beschluß zu verläugnm. Wenn wir von Parteileitung reden, so meinen wir natürlich nicht die vorgeschobenen Strohpuppen in Braunschweig(den„Ausschuß"), wir meinen die wirk- lichen Leiter in Leipzig und deren Hintermänner aus der bürgerlichen Demokratie(Sonnemann, Laden- dorf u. s, w.) Diese Herren erklären jetzt neuerdings wie folgt: Wenn einzelne Parteigenossen und Vereine, oder Grnp- Pen von Parteigenossen und Vereinen an« Nlltzlichkeitsgrlln- den sich ans den Standpunkt der Französischen Eongreß- Delegirten(gegen das Gemeineigenthnm an Grund und Boden) stellen, so kann ihnen das natürlich nicht verwehrt werden. Die social-demokratische Arbeiterpartei besteht aus freien Männern, nicht ans willenlosen Werkzeugen. Nur keinen Schwindel, Ihr Herren! DaS wissen wir sehr wohl, daß man Niemand zwingen kann, den Satz, daß die Produktionsmittel im Gemeineigenthum stehen sollen, als wahr anzuerkennen; auch hat gar Niemand die Absicht, solchen Zwang auszuüben. Die Frage, um die es sich hier dreht, ist nur diese: Welche Anschauungsweise einen Menschen zu einem Social-Demokraten macht; welche Punkte für die social-demokratische Anschauung wesent- lich sind? Jede Partei hat gewisse Sätze, durch deren Auer- kennung sie eben zur besonderen Partei wird und sich von andern unterscheidet. Nehmen wir ein Beispiel! Niemand ist gezwungen, die Republik für die beste Staatsform zu halten. Aber um der republika- nischen Partei zuzugehören, muß man aller- dings von diesem Satz ausgehen; sein Inhalt ist das Wesentliche und Bestimmende für die Partei. Man kann also da nicht sagen:„Die republikanische Partei besteht aus freien Männern, nicht aus willen- losen Werkzeugen; eS kann sich also jeder zu obigem Satz stellen, wie er will." Nein! Man hat einfach zu sagen: Wer die republikanische Staatsform nicht als die beste anerkennt, hat in der republikani- sckien Partei nichts zu suchen. Nennt er sich trotzdem einen Republikaner, so ist er ein Lügner oder ein Schwachkopf. Wendcn wir dasselbe auf die social-demokratische Partei an, indem wir zunächst fragen, was ist das Bestimmende für diese? Während die bürgerliebe Demokratie Freiheit und Gleichheit in rein politischer Beziehung will, beabsich- tigt die sociale Demokratie dasselbe in politischer und socialer Beziehung. Dies aber ist nur möglich, wenn die Lohnarbeit wegfällt und fortan das Arbeitserzeuzniß sich vollständig, ohne Abzug zu Gun- sten einer einzelnen Klasse, unter die Gesammtheit der Arbeitenden vertheilt; und da die Lohn- arbeit daraus beruht, daß die ProduetionSmittel im Besitz einer einzelnen Kl ass e sind, so ist jener Gesellschaftszustanb nur möglichnachAufhebungdie- ses Monopols, durch das Gemeineigenthum nicht nur an dem Capital(ven durch frühere Arbeit geschaffenen ProduetionSmitteln), sondern auch am Grund und Boden. Kapital und Grund und Boden gehören hier durchaus zusammen und es kann schlechterdings nicht geduldet werden, daß man, der Reaction und der Feubalpartei in die Hand arbeitend, die Sache der ländlichen Arbeiter von der der städtischen trennt; ein solch' reaktionäres Ge- bahren kann überall in der Welt, nur nicht in einer social-demokratischen Partei geduldet werden. Man darf also nicht sagen:„die social-demokratische Arbeiierpartei besteht auS freien Männern, nickt aus willenlosen Werkzeugen und es kann sich daher Jeder zu dieser Frage stellen, wie er mag." NeinI Man hat zu sagen: Wer diese Grundansckauung der heutigen Verhältnisse nicht als wahr anerkennt, der ist kein So- cial-Demokrat und gehört nicht in die Partei. Wer eine Trennung zwischen der Arbeiterfrage in der Stadt und auf dem Land macht, der ist bewußt oder unbe- wüßt ein Reaclionär und gehört nicht in eine demo- kratische Partei. Mit Einem Wort: Wer die bestim- mende Grundlage deS SocialiSmus läugnet, dasjenige, wodurch einer erst wirklich in seiner Ueberzeugung zum Social-Demokraten wird, ganz so, wie derjenige, der sich Republikaner nennt und dabei noch an monar- ckischen Vorstellungen festhält, der ist entweder ein Lügner oder ein Schwachkopf. So also steht eS, Ihr Herren. Es handelt sich nicht darum,„willenlose Werkzeuge" zu machen, son- dern darum, daß einer nicht sagen darf:„Ich bin Republikaner", wenn er die Monarchie aufrecht erhalten will, und daß einer nicht sagen darf:„Ich bin Social-Demokrat", wenn er das Monopol der ProduetionSmittel ganz oder theilweise ausrecht erhal- ten will. Nur keinen Schwindel! Am wenigsten aber einen reactionären Schwindel, sonst klopfen wir Euch tüchtig aus die Finger, Ihr—„Social- Demokraten".— Rundschau. Berlin, 14. Oktober. In Frankreich wird die Stimmung deS Volks um so erregter, je mehr sich der 26. Oelober nähert. Insbesondere sind die Arbeiter erbittert durch die Ermordung ihrer Brüder in den BergwerkSdistrikten. Usber diesen Vorgang ist bis jetzt kein zuverlässiger Bericht in die Oeffentlichkeit gelangt, was nur den Verdacht bestätigt, daß jenes Gemetzel ohne Anlaß an- gestiftet wurde,—„um die EhassepotS zu probiren."— Dem„Figaro" geht darüber folgende Nachricht zu: Bis jetzt sind 16 Opfer begraben, etwa 20 im Hospi- tal; unter ihnen zählt man viele Zuschauer; zwei der betheiligten Arbeiter nur siguriren auf der Todtenliste. Die Arbeit hat noch nickt wieder begonnen.— Der „Temps" erhält einen Bericht über die Metzelei vom 8. d., wonach dieselbe unter ähnlichen Verhältnissen ausgebrochen wäre, wie vor drei Monaten diejenige von Ricamarie. ES hätten keine vorgängige Auf- forderungcn zum Auseinandergehen stattgefunden und kein Eonimando zum Feuern wäre ertheilt worden.(?) Die Soldaten selbst erbittert durch die drohende Haltung der Arbeiter, hätten ihr kaltes Blut verlo- ren und von den Waffen Gebrauch gemacht.— Das letztere ist jedenfalls eine Unwahrheit. Uebcrall, wo ein Arbeitermorden stattgefunden, waren es Ossi- ziere, welche mit Revolverschüssen die meisten Morde verübten. Auch diesmal müssen, trotz des Eommandos, die meisten Soldaten in die Luft geschossen haben, da sonst viel mehr Arbe ter getroffen wären. Das Hetzen gegen die gewöhnlichen Soldaten war von jeber> schlechten Fehler der BourgeoiS-Demokratie; man halle D 5?''' die wahren Schuldigen, an die Offiziere! t« nicht ei Paris ist eS bei Auflösung einer VersammlunZ einem ziemlich ernsten Eonflikl g lommen. l*";- L' in der Vorstadt Belleville, wo die Versammelten l � «i|tn einer ungerechtfertigten Auflösung nickt fügen woli:» und von etwa 100 Polizssten mit Säbelhieben a'»im � einandergetricben wurden. Höchst lächerlich"■ Juni de» Berichten Über diesen Borfall, daß keine Pjj bet die meisten Hiebe ausgetheilt haben will. � I(jj£am 10 demokratischen Blätter berichten, daß die Polstei' Versammellen förmlich überfallen und mit ltsuj,)',® und Todtschlägern jämmerlich zugerichtet habe, i ,;t ÄuVh RezierungSorgane wollen dagegen nur von �<4 zur A übel mitgenommenen Polizisten etwa« wissen, f � an Be behaupten, daß die Polizei unter dem � � die i „Es lebe die Republik", mit Stuhlbeinen— die 5'; jMe die cken Gladbacher Ofenpjeifen scheint man in Ijj, sperr nicht zu kennen— durchgeprügelt sei. Die Regie� BWs ist durch diesen Erawall auf's Neue erschreckt ig und hat beschlossen, die Bestimmung des Gesetzes»'> � 6. Juni 1868 in Anwendung zu bringen, nadljj tat!,n Je® dag cher es dem Polizeipräfecten zusteht, alle öffenil� Versammlungen, welche ihm die öffentliche Sieb und Ordnung zu gefährden scheinen, vorläufig zu bieten. Es wird diese Maßregel übrigens wobl ernstlich gehandhabt werden. Die Arbeiter m wenn man ihnen die Locale verschließt, in den ßen aufmarschiren. Der Aufstand in Spanien breitet sich über Eatalonien, Aragonien, Alt-Eastilien, Andab Valencia und Evruna aus, und diese ganze EO ist in Kriegszustand erklärt. Mangel an Dep' läßt darauf schließen, daß die früher gemel Siegesberickte der Regierung verfrüht waren.� einzige feststehende, Thalsache ist, daß die blckaner in der Stadt Valencia rungötruppen zum Thore hinausgejagt In Madrid ist es ruhig, doch fü-chiet die Regi jeden Augenblick einen Aufstand. In Cataloiii'»' 18 Depuiirte, unter denen Joaristi, mit eben 1° Bauden im Felde stehen, ist die Bewegung allge in Aragonien operiren die 3 Deputirten Blanc, llW und Eastajos mit Corps von Freiwilligen. Die surreclion in Saragossa, die bei Gelegenheil der wassnung der Miliz ausbrach, scheint nock� nickst wälligt, die Verbindungen zwischen dieser Stadl Madrid sind immer noch unterbrochen. In-b lusien setzen die zwei Deputirten Paul und Salvo ihre Operationen mit Erfolg fort. "tnö meh »bzaben. daß N lvemi. i dann de hier fln o n n edaktion die haben die und eö sie ickchrieb W£f H'vtler«le t,e fändet Verms-TheU. eil»' (Für den Allg. deutschen Ar b eiler-Ve re> Halberstadt den 9. Oktober.(Schamlose b schungen der„Ehrlichen".) Ich sehe mich genölhi� Abmedr folgende» bekannt zu machen. Liebknechts vom 25. September d. I. bringt einen Artikel, in st'1 eine elende Jntrigire gespielt wird, die charakteristisch stj Treiben jener Leute ist. Der Artikel lautet: den 15. September: Am Sonnabend war ich in Gt lerSleben, wo in einer Versammlung die Statuten tut nationalen Manufaktur-, Fabrik-Handarbeiter-Gewer" senschast berathen wurden. Bei dieser Gelegenheil mir ein Brief de« Bevollmächtigten Fr. Teltz vot den derselbe von einem gewissen Schulze an» Hol' erhalten hatte, und welcher die ganze nichtswürdige Weife enthüllt, wie unsere Gegner uns bekämpfen habe diesen Brief wörtlich abgeschrieben und bitte, ih «örtlich in unserem Organ zu veröffentlichen. De! lautet:„Herr Teltz! Unbekannter Weise schreibe» Sie in einer sehr wichtigen Sache. Es ist Ihnen doch auch bekannt mit der Sprengung in unserem Verein. den Ausgeschiedenen gehört auch unser früherer Bevollt tigter Naler«. Im Ansänge war sast Alle« gegen ihn, Tag für Tag giebt es welche, die zu diesem schlechten Übergehen, und Viele sagen, sie wollten jetzt erst �' sehen, wer Recht habe. Wir wollten nun vor ein' �lrckondo Tagen einen neuen Bevollmächtigten wählen, allein da? Parteig von Hunderten nur ungefähr 30 Mann da, und dave»' ist mir klärten sich bloS 16 für einen andern, die andern 14? W» Herr ten gar nicht wählen, die sagten, sie wollten erst mal."m Psenn ob NaterS wirklich Schuld habe, oder ob mit Sch� Dies nicht alles richtig sei. Dieser NaterS ist nun aber'""9, die ein zu schlechter Kerl, wir können uns nicht anders?„»st 2 Th! als wenn>vir ihm irgend Etwas in die Schuhe sä!» die Versi wenn es auch einmal nicht wahr isi— es geschieht j»'»c ihn, tu Besten des Verein« unseres Herrn vr. von Schweitzer.!»ur 1 Th wollte Sie deshalb im Namen meiner Eollegen bilte»�. er 1 Thl Sie nicht in dem„Sozial-Demokrat" von diesem schiM? verzcichr Hund NaterS etwas setzen ließen, daß er Ihnen vi� Halbers Geld abgenommen hat. DaS schadet Ihnen gar nich» 1 hat e« r kann Ihnen ja Niemand was darum thun. Schreibe«. Unklare doch, er habe ihnen für eine Versammlung 6 oder 8* 1(tl1 gegeber »Mnien. 1 noch ni darin, l lets, der von hie en«, da» ist, nn au dessel nd der T t nn« seh :'e gelchriel -ehrlichen" i» Betreff so m ö, ist: Vo treins v 3 Bortrö l!, er hat "kaffe eil »Nd ich b dirzeichnel ""Nilung, rder Hera gebraucht, sth die P waren et« abgi ts im I sten ge ich die. uf, mii gesamn Herr R aanen sck demgem einhos 16 ire ich zu fordere ich iihartikel r mder das Schulze, wir noc abgenommen, da« thnt uns viel Lortheil. Denn die glauben hier sast Alle, Nater« sei ehrlich. Wenn sie? so ha aber so etwa« lesen, das thut die Leute wieder auf �?1' dem( Seite bringen. Ich habe noch nach mehreren Orke�ststn Herr schrieben, und wenn die das auch so machen, und dann Alles im„Social-Demokrat", dann kann der Hund machen, daß er ans Halberstadt kommt, sonst s� sie den todt, denn der hat sich bestechen lassen. Also best Sie Alle« pünktlich und seien Sie versichert, daß sich H»£ von Schweitzer und Herr Klein sehr darüber freuen>v0 Ich verbleibe A. Schulze. Herr Klein hat nn« � dieser Naters habe von den großen Fabrikanten a»S Gegend 500 Thlr. gekriegt Wenn Sie etwa« Ge�. erfahren könnten, theilen Sie eS un« doch mit, daiw I fsssparniß kr wllrd ien uns wir Hab �ere« Dp| "gliedfchai '' Und wir hi «tigt, j- kiiier Dl Sache gl n jeher G schlechten Kerl üb-rsiihren können."—' Unterzeichnet ist alle sich �'�Nilet von einem Herrn Klec-Z. Nan Herr Kle eS uichl eine ganz nichtöroitrdige infame Art unP Weise mmlunz l�fec sich„ehrlich" nennenden Gegner uns bekämpfen? lZs>l ist nämlich offenbar von einem ihrer Partei 'imelien 1 i i �schrieben worden nnd mein Name ist gefälscht well!>* Arbeitern Sand in die Augen zu streuen. Seit' l�J1'. � Bevollmächtigter der Hand- und Fabrikarbeiter bin, neben � M mir lau: Journal verschickt morden unter No. 20 'iich>ll„• Juni ein Expreß-Brief an W. Warmbold ir eine Pjj betreffend die schwedischen Arbeiter, unter No will. i' cm 10. Sept. an Wönig in Egeln, eine Anfrage Polizei> Carl Klein, unter No. 37/22 am 12 Seplbr. Zz-li in Egeln Mittheilungen über Verhalten in i,.k- l>�chen, unter No. 42 22 am 5. Oktober d. I. an ""' iA/�erl in Klein-Oiterslcben von lss-n >em -oi-Ä! in f Regie! eckt ttcl esetzeS nach ösfell» Sich sig h'f wobi er trüf den über llndal lze G-l Depi gemc! Ittn.m T L [t R-g>-! ilonifi M.'"" in Klciii'Oltersleben, die Ablehnung einer Ein Agitation betreffend; weiter sind von mir keine */ an Bevollmächligle geschrieben, auch sind jämmtliche t, die ich versende, mit meinem Stempel versehen die bestimmte Neberzeugung, daß einer der„Ehr- (Herr RaterS?) den Brief geschrieben und meinen ü gefälscht hat. Was die erwähnte Bevollmächtigten �betrifft, so ist in der hierzu anberaumten Versamm- d>e Wahl gar nicht vorgenommen, sondern vertagt, den den anwesenden Mitgliedern viele ihren Verpflich ? an die Kasse nicht nachgekommen waren; es fand /dahl dagegen in der nächsten Versammlung statt, wobei lnid mehr als 16 Mann ihre Stimme durch Stimm dbgaben. Herr Klein hat hier leine Silbe davon > daß Na tcr« Gelder von Fabrikanten erhalten haben /Denn Herr Nalers selbst der Briefschreiber ist und dann kann cS freilich schon wahr sein. UebrigenS ist elende Fälschung von Briefen und Unter- hier schon mehr vorgekommen. Mit Herrn wann's Name» ist ein gesälschter Brief au ddaktion des„Soeial-Demokral" geschickt ivorden, : die grbßlen Lügen und Albernheiten enthält. 'üben diesen Bries mit verschiedenen Handschriften ver« . 1 lind es sind selbst Freunde von NaterS der Ueberzeu- l'*«6 sie mit der seinigen übereinstimmt und er den St'chneben hat. Ich ersuche somit Herr» Teltz in jt's /'Ottersleben, dafür zu sorgen, daß auch dieser Brief iü Händen kommt, wir wollen den Fälscher schon her- 'Minien. Damit ist übrigen« da« Versenden gefälschter j'»och nicht vorbei; die größte, imfamste Schurkerei J darin, daß im Namen eines hiesigen verhcirothelen den Mterz, ver das VerbrüderungSsest in Egeln mitgemacht allgtlllV' von hier ein Bries an die Adresse eines jungen c Nog�üU«, das natürlich garnicht cxistirt, nach Egeln gesandt ' Die �C!n»m als unbestellbar zurück zu kommen und der . dcffelben so in die Hände gespielt zu werden, ickil f�d der Mann zur Arbeit war. Auch diese Handschrift � uns sehr bekannt vor. Wenn noch einige solche i�tac geschrieben werden, dann werde ich für die Knochen „khrlichx,,-- Schreibers keine Pfeife Taback wetten. Da 111 Betreff des Herrn Nalers jeyt die Geduld ausge- so möge Folgende« zeigen, daß er wirklich ein„Ehr- lst: Von der hiesige» Mitgliedschaft de« AUg. deutsch. treins war Herr NaterS zur Agitation auSgefandt; l Vorträgen in den verschiedenen Ortschasten sagte l, er hätte von diesem und jenem 1 Thlr. für unsere Waffe erhalten, und al« die« hier zuletzt zur Sprache und ich bei der Bllchcrrevision die verschiedenen Thaler Uirzeichuct fand, erklärte Herr Natcr« in öffentlicher ?!nilii»g, er habe einfach dies gelogen um dadurch 'der heranzuziehen. Nun, wer Lügen für die Arbeiter- gebraucht, muß doch wirklich„ehrlich" sein. Dann Uh die Parteigenossen, die aus dem Arbeiterfest in u waren und aussagten, daß bei den Versammlungen erz abgehalten, sür denselben Geld gesammelt wurde UttS im hiesigen Localblatt immer schreibt, er habe aus vften gereist, daß sie dies veröffentlichen. Ferner ich die Herrn Pilz und Gableck in Wolmir« sluf, mir über da« für die hiesigen damals strikeudc gesammelte Geld, welches nach Aussage der genannten Herr NaterS eingesteckt, und hier nicht abgeliefert uanen schriftlichen Bericht schleunjgst zu erstatten, da demgemäß Maßregeln treffen kann. Meine Adresse -elnhof 16 in Halberstadt. Den„Ehrlichen" selbst oera»-»- �~ tnl Hs"» Natcr«; Herrn Liebknecht Sevoll>�'°uddre ich ans, diese meine Erwiderung auf seinen n ihn, k'�uunkel wörtlich abzudrucken, da er sonst als feiger terein. los- S- enöchiäj,! cchtö in u,ch Ä sich die Mandate zusammeng-schwindelt, circa 4300 Stim- men, wie er mir persönlich gesagt hat, nnd ich bin gern bereit, geuannten Herrn Rechenschaft über diesen Schwindel zu geben. Ich schließe mit der Mahnung: Parteigenossen, stehet fest zu der Fahne, die uns unser Führer Dr. von Schweitzer voranträgt, und weist alle Jntriguen vou Euch! Ruft mit mir, Hoch die Organisation Lassalle'«! Mit social- demokratischem Gruß und Handschlag H. Gcdde, Bevollmächtigter. *(Die Verachtung), mit welcher die gebildeten„Ehr- lichen'i(Literaten, Schulmeister u. s. w.) vou den„unge bildeten" Arbeitern reden, beweist wieder einmal nachstehende Auslassung de« Herrn Liebknecht. Derselbe schreibt in Ve- zug aus die sür die„Ehrlichen" mißsungene Versammlung in Lüneburg, ivie folgt: „Lüneburg. Auf den 2 d. hatten wir hier eine öffentliche Versammlung unsres social-demokratischen Arbeiter- verein« angesagt. Dieselbe konnte indeß nicht stalthaben in Folge des wohl executirteu Brüllkoncert« von etwa zwei Dutzend Geschöpfen, die der äußeren Form nach dem Genus: Kowo(Mensch) anziigehören schienen. Jedoch der Schein kann trügen. Und da kcius der be- treffenden Geschöpfe einen artikulirtcn Laut hervorbrachte, so sind wir bis zu dieser Stunde im Unklaren, ob wir e« mit katholischen Gcscllenvercinlcrn, oder Schweitzer- lingcn, oder, aus irgend einer Menagerie entlause- neu Brüllaffen zu thun hatten. Vermuthlich mit Ge- sellcnvercinlern, denn die auf der Tagesordnung stehende Besprechung der Schulfrage mußte selbstverftäudlich den Ultramontaneu ein Dorn im Auge sein." Die Arbeiter mögen sich bei den„Ehrlichen" für den Titel„Brüllaffen" bedanken. Brüllaffen! Brüll» äffen! Recht niedlich, wie diese Herren Literaten und Bourgeois von den Arbeitern reden. *(Curiosum.) Nachdem Herr Liebknecht uns bisher böswillig der Rcaction beschuldigt hat, spricht er nunmehr seine wahre Meinung au«, indem er sich in seinem Blatte über unsere„zu weit gehenden" Forderungen entsetzt. Ebenso wie die National-Liberalen erzürnt sind über die„zu weit gehenden" Forderungen der Fortschrittspartei, so die bürgerliche Demokralie über die„zu weit gehenden" Forde- rnngcn der socialen Demokratie. Thut un« leid, aber wir sind und bleiben einmal„weitgehend." *(Der vou Oesterreich bezahlte Literat) Lieb- knecht zeigt, daß er daS Geld wohl verdient. Der Umstand nemlich, daß da« liberale„Bürzcrministerium" in Oester- reich die social-demokralischen Vereine verfolgt, gicbt ihm Gelegenheit, nicht etwa gegen Oesterreich, nein, gegen Preußen zu schimpfen. Preußen, so meint er, indem es der social-dcmokratischen Bewegung freien Lauf läßt„mißbraucht" den Socialismu«. Man könnte fragen: Da den Eiscnacher Vereinen nicht mehr Schwierigkeiten gemacht werden al« dem Allg. deutsch. Arb.-Verein, so liegt also auch ein„Miß brauch" gegen die Eisenacher vor. Wie soll es nun Preußen machen? Werden die Vereine verbo'cn. so ist c« Cäsarl« inu«, werden sie erlaubt, so ist es Mißbrauch. Aber da« nur beiläufig. Welch' traurig- Menschen, diese von Oester- reich bezahlien Literaten, die unter allen Umständen gegen Preuße» schimpfen müssen, unter keinen Umständen aber c-n Wort gegen Oesterreich wagen dürsen. Oesterreich verfolgt die Arbeiterbewegung und Herr Liebknecht schimpft deshalb gegen Preußen. Kann es noch deutlicher kommen. Verbands-Cheil. Für den Allgemeinen deutschen„Arbeiterschaft»- Verband". Allgemeine Genossenschaft der Berg-, Hütten- und Salinen-Arbeiter. ding einen schönen Lohn verdient hätte, daß ihm dieser aber nicht ansbezablt worden. Hierauf ermahnte Herr Deppel die neu hinzu gekommeneu Bergleute, sich ganz ruhig und gesetzlich zu verhalten, wie e« die Bergleute vou Efchivciler bisher gerhan. Brüder, herbei aus Nah und Fern, Helft uns mit Euerem Scherslein gern. Wir, werden auch zu jeder Zeit Zur Hülfe stehen gern bereit. Es wird iviederholt vor Zuzug gewarnt. Unterstützungen werden dankbar angenommen bei Herrn Adam Schäfer, Nenstraße in Eschweilcr. Mit social-demolratischcm Gruß der Schriftführer Auton Witsch. Nachstehende Flugblätter sind vou den Strikcnden erlassen worden: 1) Ocffentliche Bekanntmachung: Nachdem die Arbeits- cinstellung aus den Zechen Louise, Kronprinz, Friedrich Wilhelm und Wilhclmine begonnen haben, sieht sich das Comit« der Bergleute veranlaßt, ein ständige« Bureau für die Dauer der Arbeitseinstellung einzurichten. Da« Bureau und der ständige Sitz des unterzeichneten Comitö's bcfindrn sich von jetzt ab b:i Herrn Adam Schäfer, Neustraße, eine Treppe hoch. Alle diejenigen Bergleute, welche Berichte zu erstatten oder Anfragen in ihren Angelegenheiten zu stellen haben, erhalten genügenden Bescheid Um Ansrechthaltung der öffentlichen Ruhe nnd Ordnung bittet das Sonnte der Bergleute genannter Gruben. 2) Aufruf: Sämmtliche Zechen(Wilhclmine, Kronprinz, Friedrich und Louise) haben am 7. Oktober ihre Arbeit ein- gestellt. Einig in der U-berzeuguug, daß da« Interesse der Arbeiter insgesamml auch da« Int reffe der großen und kleinen Geschäftsleute ist, einmüthig in dem Vorhaben, dm fortwährenden Lohnabzügen nnd der Verlängerung der Ar- beitSzeit endlich einen Damm entgegenzusetzen, geben sich sämmtliche Bergleute der Hoffnung hin, durch den thatkräf- tigen Beistand aller vernünftig denkenden Menschen, bcson- der« der geehrten Bürger von Eschweiler und Umgegend, zum Siege zu gelangen. Die Forderung, welche geiviß die Schranken der Mäßigkeit nicht übersteigt, wollen sie im In- lcresse der ganzen Bürger- und Arbeiterschaft Eschweiler» auf friedlichem und gesetzlichem Wege durchführen. Der Gesundheit der Bergleute ist c« unzweiselhast nochtheilig, so lange in der Grube zu sein, und deshalb muß pünktliche achtstündige Schicht eingeführt werden. Wir glauben, es herrscht in unserer Gegend übrr Lohiiverhälmisse und über den Preis der Lebensmittel nur eine Stimme, und die ruft: Es kann nicht länger so bleiben. Da die Miethe und Leben»- mittel, welche der Arbeiterstand zumeist gebraucht, auf dem die meisten Steuern lasten, immer mehr in die Höhe gehen, so kann nicht läiiger der Lohn in bisheriger Weife verrin- gerl iverden. Daß die Geschäfte auf den genannten Gru- ben noch gut gehen, wird dadurch bewiesen, daß man den Bergmann angetrieben hat, seinen Abzug durch„größere Anstrengung" wieder auszugleichen. Ihr Grubenbesitzer und Capitalisten, erwägt wohl die Forderungen der Arbeiter und prüft, ob sie gerecht oder ungerecht sind! Vom menschlichen Standpunkte au« wird'sie ein Jeder für gerecht hallen, darum laßt ab von„Eurer Weigerung" und gebt den vir- leu Arbeitern Gehör, die Euch das Eapital schaffen, und erefft Anordnungen, daß wir zu eincin Vergleich kommeit, der den bedrückten Bergleuten entsprechend ist. Indeß ihue ein Jeder von uns was in feinen Kräften steht. Unter» stützungen für die durch die Arbeitslosigkeit betroffenen Fa- Milien werden dankend entgegen genommen von dem Wirth Herrn Adam Schäfer in Eschweiler, woselbst sich auch da» ständige Somite der strikenden Bergleule, von Morgen» S Uhr bis Abends 6 Uhr, befindet. Eschweiler, den 7. Oktober 1369. AchluiigSvoll da« Eomitö der strikenden Bergleute: Werner I. Jansen, Vorsitzender. [jÄ j'jn fEmötr dasteht. Mit Grnß und Handschlag eist �.Schulze, Bevollm. der Hand- und Fabrikarbeiter. ir ein �(eckcndorf bei Egeln, 3. Okt.(Ein„Ehrlicher.") n da 9 Parteigenossen in Halberstadt! Aus glaubwürdiger ) davoü i>e ist mir mitgetheilt worden, daß der frühere Bevoll- :n 14?[We Herr NaterS öffentlich ausgesprochen hat, er hätte mal Z»! �eu Pfennig für sein agitiren in unserer Gez-ud be : Sch� Die« ist eine freche Lüge, denn die erste Ver her tvi"»mg, die er in Egeln abhielt, kieserte ihm einen Er» der« Ü 2 Thlr. 8 Sgr., die zweite noch niehr, nebst freier che sch"• die Versammlung, die er bei uns selbst abhielt, er- ieht j>> ihn, da die Versammlung nicht sehr stark besucht leitzer. chur 1 Thlr. 11 Sgr. nebst Zeche; in Etgerslcben bitte» er 1 Thlr- 19 Sgr. So könnte ich noch viele Ort m fäl'jlE' oerzeichnen, von wo er Geld bezogen hat. Partei in vi-�/d: r c nid)1«'' b hrtibf» >er 8 Halberstadts, dieser Mann, der sich nicht einer Lüge hat es noch weiter getrieben: er hat uns fortwäh- Unklaren erhalten, sogar Mitgliedschaften falsche gegeben, und dann nennt er sich„ehrlich!" Brüder, n die;js wir noch junge Rekruten sind unter der Fahne m sie �s, so haben wir diesen Mann bald durchschaut. Fünf ans" Ort-» id das der I-t1! dem Eongreß in Eisenach erhielt ich einen Brief jjsim Herrn NaterS, worin er mir schrieb, wegen �-Iparniß möchte ich ihm doch unser Mandat über- ver i-.' er würde unsere Sache in unserem Sinne vertreten. »st(si/ s?""» nn« aber nicht an diese„Ehrlichkeit" gekehrt, ff0 k'! u wir haben selbst einen Delegirten entsandt; e« war ich i'si' etf8 Opfer, aber wir haben e? nicht gescheut, uu- leu»' i„'Liebschaft zählte 160 Mitglieder, um ja klar zu »»s est � Und wir hatten un« nicht getäuscht. Mein Verdacht hatte 1®bS,i zj.'8'» ja sogar am zweiten Tage des Songresses ersah it �nsr Depesche an mich, daß er ein Verräther an dal» Buche geworden. Er hatte von 11 Mitgliedschaften Berlin, 14. Okt.(Aufruf.) Nach einem heute hier eingetroffenen Telegramme nimmt die Ardeitseinstellung der Bergleute in Eschweiler immer größere Ausdehnung an. Sechshundert Arbeiter, unter denen viele Familien väter, feiern. Es muß mit aller Kraft dahin gestrebt wer den, daß der Strike siegreich durchgeführt wird, weil in die sem Falle der ganze Kreis Aachen, welcher eine äußerst zahl reiche Arbeitcrbevölkeruug enthält, für uns gewonnen wird. Deshalb ist c« eine unerläßliche Pflicht aller Parteigenossen überall föfort Geldsammlungen zu veranstalten und die Er- träge schleunig an den Sasflrer deS Strike-Somitö'S, Herrn Adam Schäfer in Eschweiler, Landkreises Aachen, cinzn- senden. Nimmermehr dürsen wir zurückschrecken vor den Anforderungen, welche im harten Kampfe gegen die Kapital macht immer wieder an uns herantreten. Der Weg, auf dem wir unser Ziel erreichen werden, ist nicht mit Rosen bestreut; er sührt durch Drangsal und Roth. Vorwärts also, Freunde! Laßt auch die Eschweilcr Bergleute nicht untergehen im Kampfe der Nothwehr; helft auch ihnen, wie Ihr schon so ost bei ähnlichen Gelegenheiten Euere Opfer- Willigkeit und Bruderliebe bewiesen habt. Mit social-dcmo- ratischem„Glückaus!" S. W. Tälcke. Eschweiler, 12. Okt.(Zum Strike.) Wie be- richtet, wurde eine neue Versammlung abgehalten, die zahl- reich vou den strikenden Bergleuten besucht war. Gerhard Schmitz war Vorsitzender, Anton Witsch Schriftführer. Herr Dcppel au» Essen berichtete, daß das strikende Ar- beiterbataillon von Eschweiler durch einen neuen Strike von hundert Bergleuten der Reservegrube zu Weißweiler ver- stärkt worden sei. Henne« erklärte, daß von Seiten der Gewerkschaften die Nachricht eingegangen sei, daß sie die Arbeiter nach beendigtem Strike maßregeln wolle. Tu mm bemerkte, daß ihm ein Brief aus Westphalen zugegangen sei, in dem erklärt werde, wie beklagenswerth es sei, daß auf die Forderung, welche die Bergleute von Eschweiler gestellt haben, die Arbeitseinstellung hat stattfinden müssen. Mer- tens wie« nach, daß auf der Reservegrube zu Weißweiler dem Arbeiter, wenn er 14 Tage viel verdient habe, ihm ein geringerer Lohn ausbezahlt worden sei. Ihm selbst sei e« vorgekommen, daß er 16 Thaler verdient, aber blo» 8 Thaler ausbezahlt erhalte» habx. Dar st erklärte, laß er in einer Bremse geschleppt habe, wo ihm der Wagen zu Pfennigen angesagt worden sei, er auch auf dieses Ge- Allg. Taback- u. EigarrenarbeiteL-Gewcrkschaft. Altona, 11. Oct.(Zur Notiz.) In solgenden Orten wird in kürzester Zeit das Reisegeld ausgezahlt, mit dem Bemerken, daß daraus gehalten werden soll, daß an diesen Orten stet« Geld vorhanden, an anderen Orten aber kein Reisegeld ausgezahlt wird, al« wenn der Betreffende in Arbeit kommt. ES ist da« nothwcndig zur Reguliiung, damit der Fremde weiß, wo er unbedingt Geld bekommm kann. Doch ist die Liste noch nicht endgültig festgestellt, uud wolle mau etwaige Rathschläge und Wünsche sofort au meine Adresse gelangen lassen. Die Orte sind: ZlenS- bürg, Kiel, Glückstadt, Altona, Hamburg, Lübeck, Schwerin, Stralsund, Slcltiu, Danzig. Königsberg, Posen, Glogau, Breslau, Frankfurt a. O., Berlin, Brandenburg, Magdeburg, Braunschweig, Hannover, Bremen, Harburg, Oöna- drück. Weither, Srescld, Düsscldors, Aachen, Verden, Köln, Eoblenz, Franksurl a. M., Mamz, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Augsburg, München, Würzburg, Ansbach, Nürn- berg, Svbiirg, Erjurt, Halberstadt, Halle, Leipzig. Döbele», Dresden, Bautzen, Zittau, Altenburg, Hof, Regeusburg, Selle, Sassel, Fulda, Dessau, Vlotho, Wiltenberge. Die Adressen der Bevollmächtigten in den genannten Orlen, die das Reisegeschenk verabfolgen sollen, werden ebenfalls in nächster Zeit bekannt gegeben.— Zu Revisoren bei der Hauplkassc in Leipzig sind erwählt Herrmann Müller, Sarl Röfsig und Fritz Stein. Mit social-demokrali- chem Gruß Georg Winter, Präsident. Leipzig, 12. Okt.(Zur Beachtung.) Iii Folg« ielcr Anfragen, welche uns in jüngster Zeit von auswärt» zugingen, unsere Ansicht über Fritzschc kundzugeben, sehen ivir uns veranlaßt, nachstehendes der Oeffentlichkeit zu über- geben. Es wird uns dadurch nicht nur viel Schreiberei erspart, sondern wir vermeiden den Schein der heimlichen Verbreitung von Gehässigkeiten. In Folgendem wollen wir Euch einen klaren Bericht über die letzleil Vorkommnisse abstatten. Lassen wir zuerst Herrn Gustav Höh austreten. Derselbe war Hauptkasstrer beim hiesigen Strike. Au Geld hatte er ungesähr 8 bis 9000 Thlr. unter seineu Händen. Wie hat er dasselbe verwaltet? Die Belege jehlcn! E» sind freilich noch einige von den ersten Wochen in alten Papieren gesunden worden und von der PrllfuugS-Sommis- sion, so iveit ti möglich, revidirt worden. Es kam dabei gleich auf einer Liste ein Deficit von 27 Thalern zum Vor« chcin, trotzdem der Kassirer behauptete, daß er bis zur Zeit, wo er wieder in Arbeit kam. einen Ueberschuß von 32 Tha- lern gehabt ha.br. Herr Johanning war nach Leipzig ge- sendet luorden,, um dem Schein nach, die Sachen zu regeln. In wie weit er e» verstanden hat, solche Fetzen zu behau- deln, da» wissen wir nun, freilich zu spät. Er hat ganz einfach geschrieben:„Gesehen und filr»M befunden. Johanning." Fetzen können wir es mit Recht nenne», denn es war in der Zahlen-Rubrik ein Stück in, der Form eines halben Mondes heransgerissen. Die ganze Pertheidigung Hoh's lautet:.„Die Listen konnte ich nicht führen, weil ich zu viel mit dem Ge.lde zu lhun hatte, meine Belege sollten die Schuldscheine sein." Welche Ausreden! Es waren näm- lich eine ganze Masse Schuldscheine da, die keine Namens- Unterschrift hatten; wer garantirte uns dafür, daß dieselben richtig waren? Tie Herren Comite-Mitglieder werden sich gehütet haben, solche zu unterschreiben. Zu bemerken ist noch, das! etliche von uns unsere Schuldscheine gesordert haben, und zwar aus folgendem Grunde: Fritzschc sagte in öffentlicher Versammlung: wer treu ausharret, dem werden dieselbe» vernichtet. Ist dies nicht vielleicht geschehen, weil Fritzsche das Ungewitter heraufkommen sah, um uns nun fest an sich zu schmieden! Er wollte nämlich die Schuldscheine mit nach Berlin nehmen und dieselben erst nach Jahresfrist vernichten. Er wollte uns also zwingen, uu» fest an seine Person zu ketteu. Tie andern Hauptpersonen beim Comito waren die Herren Eduard Gabriel und Franz Baas. Ersterer ist Be- vollmiichligter und wurde von Fritzsche als GeschästSsührer bei der Strike-Fabrik eingesetzt, Letzlerer fungirte als Meister. Daß diese Beiden e« ebeufalls verstanden, zur„guten Sache" beizutragen, werden wir sehen. Ein früherer Col- lege, jetzt Kausmanu, fragte einst im Geschäft Herrn BaaS: Werdet Ihr denn auch Alles gut zu orduen verstehen? Wab dieser ironische Ausdruck bedeutet, ersieht mau vielleicht aus Folgendem: Als die PrllsnngSeommission beaustragt war, Alles zu revidiren, war Herr BaaS von Leipzig ad- gereist. Warum I'o schnell und wo waren die Belege seiner Thätigkeit? Nun, Klarheit wird schon in die Sache kam- men,»neun es auch etwas trübe in den Büchern aussieht, denn es war aber auch wirklich sehr trübe. Die Prüflings- commission konnte uns keinen anderen Bescheid geben, als: ES ist nicht möglich, hier etwas sestzustellen! Sehen wir e« uns also etwa« näher an. Der Herr Geschäftsführer scheint im Sparen etwas mehr Glück zu haben, als sein Freund, der Hanptkassirer; das Gutgemachte beträgt in runder Summe 40ft Thlc., jedoch an Eigarreu war ein Defizit da von 159Ml> Stück, so weit es sich feststellen ließ. Die Buch- sührung war ungefähr folgendermaßen: Einnahme und Aus- gab« in eine Rubrik geschrieben und dann die Summen zu- sammen addirt. Die Verlheidignng des Geschäftsführers lautete:„Daß ich nicht verstanden, wie vielleicht ein Kauf- mann mit der Feder umgeht, kommt daher, daß ich nur ein Eigarrenmacher bin."— Sind etwa diese Leute zu wenig besoldet lvorden, daß sie vielleicht darum die Ge- schäfte nicht richtig geführt haben? Keineswegs, wir halten das Vergnügen, zu erfahren, jedoch erst nach dem Strike, daß Ftitzsche von dem engeren Comito(5 Mann) jedem pro Woche 6 Thlr. zu nehmen erlaubt Halle. Auch daß die Leute die Geschäftsführung nicht besser verstanden haben, muß ich sehr bezweifeln, cS waren ja tüchtige Leute genug da, die mit Rath dem Comitu beistehen ivollten und es wurde diesen Collegca geantwortet, wenn dieselben sich einen Einblick in die Leituug erlauben wollten:„Das ist Ge- fchäftsgeheimniß." Das Leipziger Publikum umerstüßte uns in opserbringender Weise, indem es seinen Bedarf an Ei- garren unserem Geschäft entuahm. Fragen wir aber das Comito, wieviel habt Ihr eigentlich im Detail verkauft? so erhalten wir keine Antwort, und die PrüfuugS-Eommission schüttelt den Kopf. So wurde unsere Sache geleitet. Hoffentlich werden sich die Collegen bei der nächsten Gcneral-Versamm- lung schon darnach zu richten wissen. Denn daß Herr Fritzsche den Namen Arbeiterpräfideut nur der Form nach geführt habe, beweisen die letzten Vorgänge vollkommen. Daß Fritzsche noch prahlend in die Welt hinaus gesungeu: „Ich habe mich um den Leipziger Strike verdient gemacht", ist lächerlich, solche schöne Reden dienen nur als Deckmantel. Und ich muß mein Bedauern ausdrücken, daß die Prüfung«- commission noch nicht em einzige« Referat vcröfsentlichthat, um da« Lügengewebe zum Thcil wemgsten« blo« zu legen. Doch hören wir weiter: Bei Gelegenheit eines gemeinschaftlichen Spaziergang» äußerte einst Herr Fritzsche:„Na Kollegen, die Hrrren Fabrikanten müssen mich nur erst wild machen, wenn ich anfange zu reisen, da schneide ich denselben scimmtliche Commandilen ab." Daß Fritzsche's Acußerung Ruhmredigkeit war, weiß er selbst am besten, ja er gestattete sogar Unsinn z. B., daß bei B.& G. von 20 Mann Strike gemacht wurde» und 180 Mann Hausarbeiter ruhig fortar- beilen konnlen; hätte es uns da nicht 60 Thaler ersparen können? Und Herr Flitzsche, wollen Sie nn« etwa auch weiß machen, Sie verständen die Buchsllhrnng nicht? WaS war denn Ihre erste Pflicht, als der Strike feinen Anfang nahm, anders, als eine correcle Buchführuiig anlegen? Wenn man erwägt, welche Opfer gebracht worden sind, um den Strike glücklich dmchzusühren, können Sie da nach den Kollegen glaublich machen, das Comito habe nur wegen Mangel an Verständniß so gewiuhjehaftet. Wenn Sie wollten, daß das Geld gut angelegt werde, wie konnte es denn Ihnen nur pajsiren, das Alles ohne Buchsllhrnng, ohne Belege geführt wurde. Wußten Sie ferner nicht, daß Sie Ihre ganze Kraft, ja Ihre ganze Energie daran setzen mußten, um uns vor schmählichem Untergänge zu reiten? Stand dies wirk- lich licht noch damals in Ihrer Macht? Sind Sie noch ein Mann von ehrenhafter Empfindung, so legen Sie die Hand aus'« Herz, Sie werden fühlen, was wir Ihnen nicht erst zu sagen brauchen. Die Kollegen mögen wissen, daß diese« die Gründe sind, welche uns bewogen haben, uns schon vor der Generalversammlung von Herrn Fritzsche loszusagen; jedoch haben wir unS als Mitglieder bei der Allg. deutsch. Taback- und Cigarrengewerkschaft einzeichnen lassen. Mit social-demokratischem Gruß, im Austrage Gustav Koch. Gustav Lange. Leipzig, 13. Okt.(Aussorderung.) Es ist zu wiederholten Malen im„Botschafter" vom Strike-Comitö bekaunt gemacht worden, daß die Abrechnung vom Leipziger Strike der Cigarrenar bester veröffentlicht werden solle, es sind bereit« drei Wochen vergangen, seitdem die PrllfungS- commission die Rechnungen, die Ausgaben für Unterstlltzun- gen der Strikcnden, wie derjenigen, welche durch Arbeit be- schäftigt wordett sind, geprüft und revidirt hat. Bedarf es denn wirklich noch eine« Mahnruf«.! Ist e« nicht Pflicht, daß der Rrchoungsbeleg veröffentlicht wird, haben die Col- legen in ganz Deutschland nicht, die größten, Opfer gebracht, � warum nun nicht zeigen, wie diese vertheilt worden sind- __ Mehrere Cigarrenarveiter Leipzig«. Brkfkastrn. Hrn. L. in H. Die Aunonce wegen der Versammlung am 14. Oktober ist erst am 13., mithin zu spät, hier ein- gegangen. Sch. in Br. Die heutige Annonce war in ihrer ur- sprünglichen Form des Vereinsgesetzes halber nicht zulässig. Herrn C. Klein in Elberfeld ersuche ich um Statuten der Hand- und Fabrikarbeitcrschaft. Julru« Scheil, Nene Kirchstr. 4, Breslau. Für Dtrlin. Allssemtiner deutschex Arbeiter-Berein. Geschlossene Mitgliederversammlung Sonn.rbcnd, den»«.-yktobcr, AhcndS 8',- Uhr, im großen Saale des Herrn ssl. Todtenhöser, Große Friedrichsflraße 32, nahe der Besselstraße. Tagesordnung: 1) Vortrag des Vereinspräsidenlen Dr. v. Schweitzer: „Da« Privateigenthum an Grund und Boden." 2) Abrechnung für Monat September. 3) Verschiedene«. Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht C. W. Tölcke. Für 0i.öln. Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter» Vereins Sonntag, den 17. Oktober, Abends 8 Uhr, im Äkale des Herrn'Käffnen Päsfgen, Breitestraße. Tagesordnung. Kassenregelung.— Verschiedene«. Sonntag Morgen jedenfalls Volksversammlung. Nähere« besagen die Plakate. XL. Die Mitglieder werden gebeten, alle zu erscheinen. Die sehlendeu Karlen und Statuten sind in Empfang zu nehmen. F. C. Mann, Bevollm. für Cöln u. Nippes. Für Hannover Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter-Bereins Sonnabend, den I«. Oktber, AbcndS« Uhr, auf der Marieeuinsel. Ich bitte recht zahlreich zu erscheinen. X'L. Der auf den 10. Oktober festgesetzte Ball findet Umstände halber erst am 23. Oktober statt. Ich lade sämmtliche Mitglieder dazu ein. __ I. Wilhelm. Für den Dnisburger Kreis. Volksversammlungen. Berichterstattung unsere» Reichs tagSabgeordnetcu Herrn W. H asenelever. Samstag, den t« Oktober, Abends 7 Uhr, im Lokale der Schützenburg in Duisburg. Sonntag, den 17. Oktober, Vormittags Ii Uhr, in Meiderich im Lokale de« Herrn Theens. Sonntag, den 17. Oktober, Hauptberichlerstattunz in Mühllieim im Lokale de« Herrn Buchloh am Stockfisch. Zu obigen Versammlungen werden sämmtliche Wähler de« Kreise« dringend eingeladen. Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter-Bereins Freitag, den I». Oktober, Abends 7'/i Uhr, im Lokale de« Herrn August Schröder. Hierzu ladet ergebenst ein Casp. Krombach, pro». Bevollmächtigter. Für Kaimen. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mitgliederversammlung Samstag, de» l«t. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Herrn Chr. Wilhelm!, Parlamentsstraße 1. Erledigung wichtiger Vereinsangelegenheiten. Sämmtliche Mitglieder werden ersucht, am Platze zusein. Karten müssen vorgezeigt werden. Der Bevollmächtigte W. Fr ick ju». Für Krrslan. Die Mitglieder des AÜg. deutsch. Arb.-VcreinS werden aus Sonnabend, den i«. Oktober, Abends 8 Uhr, in« Trebnitzer Haus, Rilterplatz 8, eingeladen. I. A.: Julius Scheil. Für Dcrlin. Allgcm. deutsch. Maurer-Verein. Sonnabend, den S». Oktober, Abends 8 Uhr, findet in Wolter'« Lokal, vor dem Cottbuser Thor der von d:r Mitgliedschaft arrangirte Ball statt, wozu ergebenst einladet da» Comito. Entre für Herren 3 Sgr.. filr Damen 2 Sgr. XL. Billet« sind an den Vereinsabenden, so wie in den Wohnungen der Comitö-Mitglirder Schröder, Admiral- straße lO, Zillmer, Nostizstr.' 43, Göhrke, Fürstenstr. 24 und Krause, Kopnickerstr. 121» zu haben. An der Kasse findet am Abend de« Balle» kemJÖillclverkaus statt. Im Austrage de« Comito'«: Schröder. Für Iltoua. Liedertafel Victoria Concert und Ball r. Montag, den 18. Oktober, AbendS 8 Ub� in Koppelmann'« Salon. Wir laden hierzu sämmtliche Parteigenossen All«- Hamburg« und Umgegend ein Da« CowsO; 12: Für Drrlin. Alig.Cabacks- u. Cigarrriralbtiter-Glllirrtislhi Geschlossene Mitgliederversammlung Sonntag, den 17. Oktober, Vorm. i»' � W in Kunze'« Lokal, Thorstraße. Tagesordnung: Das Protokoll der Hamburger Generalversammliitz. Alle Taback- und Cigarrenarbeiler, welche Mi>i� werden wollen, werden hierzu eingeladen._ S. Müller. F. W Für Hamburg. Gewerkschaft deutscher Holzarbeib' Geschlossene Mitgliederversammlung� Sonnabend, den l«Z. Oktober, Abend»»' Tischlcr-Amtshau», Brelteslraße. Tagesordnung: 1) Abrechnung über Monat September. 2) Verschiedene«. XL. Die Mitgliedsbücher sind vorzuzeigen. 2!! Allg. der Für Hamburg. deutsche'Arbeiterschaft u. Fabrikarbeiter. Geschlossene Mitgliederversammlung Freitag, den IS. Oktober, Abends 8 j im Saale de« Zimmer-Ainlhause«, Spitalerstra Tagesordnung: 1) Wahl eine« Bevollmächtigteu.— 2) Eiupfafl' J der Karten der zuletzt eingetretenen Mitglieder. � 1 fchiedeiie?. C. A. Bahrenb�f? Hamborg Für Allg. deutsch. Maurer-Lerein- Ofsicielle Versammlung Freitag, den i». Oktober, Abends präc.8' in Tülge's kleinem Saal l. Tagesordnung: 1) Vortrag des Unterzeichneten.— 2) Abrechnuilg Allstem, deutsch. Zimmercr-Bcrei Ofsicielle Versammlung Freitag, den I» Oktober, Abends präc. 8 a in Tülge'» kleinem Saal 11. TageSordun ny; 1) Socialer Vortrag.— 2) Abrechnungen. H. Stents XL. Die Mitgliedskarlen und Kassenbücher sind bringen, indem auf strenge Coutrolle gesehen wird. Vater SlevlL Für Mberfrld. Allst, deutsche verein. Victallarbeiters� Mltglieder-Vcrsammlnng Samstag, den I«. Oktober, Abends 8 1" im Lokale des Herrn Petsch, Neustr. 16. Tagesordnung. Präsidentenwahl.— Die Kraukenkasse.— VerM Es ist Pflicht eines jeden, sich hierbei zu bethein! ___ Der Bevollmächtigte Cr Für Charlottcnburg. Sonnabend, den»«.Oktober, Ab-uds/ findet für die Mitglieder des Allg. d. Maurer- u. Zimmcrer-Ve» in Ullrich'S Lokal, Wallstr. 46 ein Geselliges Vergnügen stall, wozu wir unsere Berliner Parteigenossen srevl einladen. Mit social-demakratischeui Gruß A. Wiese, Kasstrcr, BiSmarcksttr. Für Hamburg-. Unterzeichnete« Comite spricht hiermit im Namen ünten u licher Mitglieder den beiden Liedc.taf.ln„Thalia" Rücken, e „Hammonia", so wie dem GesangSlomiker Herrn W«. Berge für ihr freundliches und vorzügliches Mitwirken an>■'"in Kamp Concert und Ball, seinen licsgesühllen Dank an«. te Nreffe DaS Fest-Comit« des Allg. deutschen Maurer- � 'Allg. deutsch. Ziii'.mcrer-Vereiu«.__ J zzjJ. Todes- Anzeige. J kto{aun, Den 4. Oktober Morgens legte unser ältestes W to., 8 hier, unser lieber alter„Valcr Dictze," für immer's � v, beit nieder. Sein letzter Wunsch ging ihm in Erst �' sein Todeskampf war kurz und leicht. Er war seit/. da dung de« Vereins Mitglied, und versäumte trotz sest' ZU maä Jahre nie eine Versammlung. In Smrm und WclstBlchen l 53 trotz der weiten Entfernung seiner Wohnung vom B�jWung vor luugslokal, war er doch stet« da, ein nachahmuiigSust' Hreiheitei Beispiel für viele, da cr wobl wußte, daß cr die ü itr � seine» Streben« selbst nie genießen konnte. t''.' Durch diesen Eifer und diese Treue hat er\\ � le .Wir « ein «nischer Ka dar dl über Bulk -m Ans flicht Ml ktober I geriet) ft gel Ithaber SBertoirn ist augi iprechen >den rea und Si «an xt wagt sö herrfi 'ijer Fei das 'bewustts 'lt. D �Senblick ■4e der Gliche( einen bober Arbei n von Tag köpf omme ähnliche �aiserthul seinen I walsam« nt, send fühl seil *oI! zu r Druck von R. Bergmann In Berlin.— Verantwortlicher Redakteur und Verleger: schönsten und uuvcrgänglichstcn Teukstein in unseren gesetzt, wir werden ihn nie vergessen! Er rube sansl!' UM eme Ich Auftrage der Leipziger Mitglieder: C. Petzsi. llttet wer Freiwillige Beiträge für Sie Hinterliliebeilkl-\e' unter im Plauenschen Gruilö bei Dresden Berullü"! ten nimmt gern entgegen Sie Erpeditioil „Social-Demokrat,� Gitschinerstr. 17. �uaen a Von den Mitgliedern de« Allg. deutsch. Arb.-Vc-'s � söri,i!iA>0 Bürgel a. M. gesammelt 28 Thlr. 17 Sgr. 1 t,] h Gu den). Von Parteigenossen in O bertshausen- i,� melt 12 Thlr. 17 Sgr.(22 Gulden). Summa' ZU 1 jetzt eingegangenen Gelder 552 Thlr. 22 Sgr. Tha W. Grüwel in Berlin.