122. ill S 8 Uhr, °si«n AU-- i Comii� rmiW --lung I«. u» rsammlu� che AÜ'S� nlunz� ds»' Berlin, Senntag, den 17. Oktober 1869. Fünfter Jahrgang SodnUlciHoiti'iit. S'tomg nscheiul drei Mal wöchentlich >>>i»r: Dienstags, Donnerstags und Saun abends»beut». Organ der soeial-demolratischeu Partei. Redactiou und Expedition l verlin, Gitschinerstraße 17. �dernentH- Vrei< für Berlin iucl. Bringerlohn i»ierteljiihrlich Ist Sgr., mvnat- A 5 Sgr., einzelue Nummern 1 Sgr.; bei den Pofiiimteru iu Preußen Ist Sgr., ? den außerpreußischen Pastimteru in Deutschland 12'/, Sgr.,(44 Kreuzer Withr.) 11«� Vefielluuge» werden auSwirtS bei allen Postämtern, iu Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solide» Spediteur eutgegeu genommen. Inserate(in der Erpeditiou aufzugeben)«erdeu pro dreigespalteue Petit-Zelle bei Arbeiter» Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Tolouien, Amerika, Ehina und Japan dir. Ä. Duausing 8 Little-Newport-Streat, Loicester-Square. W. C. London, er Politischer Cheil. alung ,«' alerstra� r.~» crciit- äc.8 ei U. Berlin, 16. Oftober. ir tanzen auf einem Vulkan", war baS !°tt einer französischen Hosdame während der zynischen Restauration; dieS Wort bewährte sich; J' itfolgte der Ausbruch des Nulkan'S und die ,��e Kaste wurde hinweggefegt. Rock gewal- brenh�», � folgende Ausbruch im Jahre 1848; M Uber kurz oder lang eine so gründliche Ar» � VulkanS erfolgen wird, wie noch nie, darüber pH Anschein nach der Gewalthaber Frankreichs nicht mehr im Zweifel. Gegenwärtig ist der ktober der verhängnißvolle Tag, auf den aller gerichtet sind und desicn in'S Dunkel der . st gehüllte geschichtliche Bedeutung dem VgiMhaber an der Seine den Schlaf raubt. VcreilH,�twirrung in den Regierungskreisen Frank- ist augenscheinlich grenzenlos, alle Maßnahmen ic. sich— heute läßt man trotz aller be- "®tn reaktionären Gesetze die vollste Freiheit in ' und Schrift thatsächlich bestehen, morgen er» ,„lLmnn reaktionäre Riaßregeln dagegen und über- � Utagt man wieder nicht, diese auszuführen; � herrscht eine Kopflosigkeit, als stehe ein über- M>ger Feind vor den Thoren— und dies ist " französische Proletariat, sobald eS vom 'bewußtfein gehoben in Reih und Glied auf- 'rt. Diese Verwirrung ist demnach nicht eine �genblicklicke, sie ist vielmehr begründet in der 'che der Regierung, und somit ist es für die Gliche Entwickelung gleichgültig, ob der 26. einen Umsturz bringt oder nicht. Geht der ober ruhig vorüber, erscheinen an ihm die Arbeiter noch nicht kampsbereit in den n von Paris, so wird eS an einem an Tag geschehen, wo die Regierung nicht kopflos sein wird.— Die Wahlen ommcr» waren eS, bei denen sich zuerst die 'hnliche Feindschaft der pariser Arbeiter gegen �alserthum zeigte. Der Kaiser, der den Boden seinen Füßen schwanken fühlte, suchte, nachdem cwalsame Einschreiten der Polizei nicht einge- 'rt, sondern die Erbitterung nur vermehrt hatte, efühl seiner Schwäche durch liberale Maßregeln �olk zu versöhnen. Es erfolgte Amnestie der lamen i*'""nten und man ließ unbeschränkt alles reden Thalia'' Zucken, es mochte so revolutionär sein, wie es zerrn � Bergebens! Die Amnestirten erschienen nur, -n an in ten Kampf in Paris selbst zu führen� die revolm eirerf« 'S 8 . 16. Verjch� bclheiUS igte Dl endSi r-Vci� ein gen seu sr-u' aarckstr. >uZ. rrcr ,'t' Presse griff die Regierung ohne jegliche Rück' "n, ja die„Reform" hatte den Muth, offen die iung peS Kaisers zu fordern. So steigerte sich ,f!.rS �wegung, bis die Regierung durch den in vori- immer".Ummer erwähnten Crawall in der Vorstadt in ErsS � erschreckt von den reaktionären Bestimmun- >ar seil'?rtche das Versammlungsrecht beschränken, Ge- trotz st"*? zu machen drohte. Aber sie wagte nicht Ernst rd WclisJJchen! Die revolutionären Blätter hielten der om Pc!'»tung vor, daß es sich jetzt gezeigt habe, daß luugswi �nd Volksrechte nur auf dem er dre' ll ständen, und alsbald zog sich dieselbe � Cr fi• Die„Patrie" mußte osficiöS� erklären, mseren' sich vorerst nur um eine halbe Maßregel hau- e sanstl' Um eine„Verwarnung'�, deren Erfolg zunächst i P-tzZ �rtet werden soll.„ES ist wichtig", sagt die iiödeil� unter sichtbarer Eingebung des Ministers Norultf, uern,„die öffentliche Meinung vor einer„über- " Auslegung" zu warnen, welche man der eottlm 0jpjienen BlatteS über die öffentlichen�er- ';;|"ngen geben könnte. Wir sind im Stande, ärmlichste erklären zu können, daß die Regie- aulcll i"'nesweg daran denkt, die Ausübung des Ver- imma zu suSpendiren." So schwankt die Regie- r.°hne Thatkrast dem 26. Oktober entgcgen.— Doch nicht das Kaiserthum allein sieht eine Gefahr im Anzüge; auch die Ritter des allmächtigen GeldfackS zittern Wohl noch nie hat sich eine Revolution angekündigt vor welcher die Regierung und ihre Feinde zugleich zitterten. Heute geschieht es in Frankreich. Die bittersten Feinde deS KaiserlhumS, ausgesprochene Republikaner, Jules Favre an der Spitze, wiegeln ab, damit der 26. Oktober ja keine That bringe. Der republikanische Bourgeois JuleS Ferry, erst neulich in Paris gewählt, läuft durch die Werkstätten, um die Arbeiter anzuflehen: ja nicht am 26. Okiober auf der Straße zu erscheinen. Selbst noch auswärtsweilende Halbsocialisten, wie der berühmte Ledru Rollin und Barbös, werden von ihren Freunden bestürmt, Briefe zu senden, um zur Ruhe zu ermahnen— kurz der Wirrwarr unter den Bourgeoisrepublikanern ist heillos, und ihr Entgegenarbeiten gegen jene De' monstration der echten Social- Demokraten zeigt ihre blasse Furcht vor dem rothen Gespenst, vor der social-demokratischen Republik, welche die alleinige Folge einer siegreichen Revolution sein kann. Für die Arbeitersache ist dies von höchstem Nutzen. Wenn die falschen Arbeiterfreunde die Arbeiterbataillone schon vor der Revolution verlassen, die, wenn nickt am 26. Oktober doch sicher später erfolgen muß, so können sie die Arbeiter nach der Revolution nicht mehr ver- rathen. Und so wird die jetzige Bewegung in Frank- reich unter allen Umständen die Organisation der französischen Arbeiterklasse als eigene Partei, frei von allen Bourgeoiselementen und bereit zum ernstlichen Kampf, zur Folge haben. Die Arbeiterklasse wird auch in Frankreich gesondert von der kraftlosen Bourgeois opposition kämpfen, wie eS in Deutschland geschieht, seit Ferdinand Lassalle die Fahne deS Proletariats erhoben.—__ Berlin, 16. Oktober. Der Baseler Beschluß wegen deS Grund eigenthumS ist in Folgt seiner Wirkungen für uns von hoher Wichtigkeit geworden— wundere man sich daher nicht, wenn wir immer wieder darauf zurückkommen. Die bürgerliche Demokratie hatte, um uns in Verwirrung zu bringen und um die Arbeiter irre zu führen, sich den Namen der Sccial-Demokratie fälsch lich angemaßt.� Diesen Sachverhalt haben wir, hat die große Masse der Arbeiter im Allg. deutsch. Arb.- Verein bald erkannt, wie daraus hervorgeht, daß die Arbeiter fast sämmtlich an der alten Fahne festge- halten haben. Gleichwohl war eS für uns eine un vcrhoffte Freude, zu sehen, daß in Folge des Baseler Beschlusses die letzte Spur deS falschen Scheines so schnell verschwand. Wer heut noch nicht steht, welche Bewandtniß es mit diesen angeblicken„Social-Demo kraten" hat, der muß wahrhaftig stockblind sein. Die„Volkspartei" erklärt in der neuesten Nummer ihres Blattes diejenigen, welche dem Baseler Beschluß zustimmen, für axontZ provoesteurs, d. h. Agenten der Reaction, welche daS Volk nach falscher Richtung hin aufreizen. Stellen wir dieser Behauptung gegen- über das wissenschaftliche Sachvcrhältniß noch einmal mit aller Genauigkeit fest. Man beantworte folgende Fragen: 1) Ist eS richtig, daß sich die sociale Demokratie von der bürgerlichen dadurch unterscheidet, daß die erstere nicht nur in politischer, sondern zugleich in socialer Beziehung alle Bevorzugungen aufheben, die Gerechtigkeit, die Freiheit, die Gleichheit verwirklichen will? Wer, der sich Social-Demokrat nennt, wagt diese Frage zu verneinen? 2) Ist es richtig, daß die Ausbeutung der Ar- beitskraft des Volkes durch die Besitzenden, die Grund- besitzer und die Capitalisten, eine sociale Bevorzugung der besitzenden Klasse ist? Welcher Social-Demokrat wagt nein zu sagen? 3) Ist eS ricktig, daß diese Ausbeutung darauf beruht, daß die ProductionSmittel in der Hand einer b-sonderen Klasse sind? Und wenn dieS so ist, ist eS nchi ig, daß die Wirkung nur mit der Ursache weg- fallen kann; daß die Möglichkeit der Ausbeutung nur dann aufhören kann, wenn ihre Voraussetzung, die Beherrschung der ProductionSmittel durch die Klaffe der Besitzenden, aufhört? Ist es richtig mit Emem Wort: daß die Form der Ausbeutung, die man Lohn- arbeit nennt und die doch fortfallen soll, nur dann fortsallen kann, wenn die ProductionSmittel, also auch das HauptproductionSmittel, der Grund und Boden, im Gemeineigenthum Aller stehen? Wer sagt nein? 4) Ist eS richtig, daß auf der Grundlage der Ausbeutung die ganze Gesellschaft mit allen ihren Einrichtungen und auf dieser der ganze jetzige Staat beruht? Ist eS richtig, daß die heu- tige Gesellschaft und der heutige Staat also nur dann vollständig zum Besseren umgewandelt werden können, wenn ihre gemeinsame Grundlage geändert wird? Wir fragen abermals: Wer sagt nein? 6) Ist eS richtig, daß eine Partei niemals die- jcnigen Grundsätze orläuznen darf, ohne deren Anerkennung ihre geiammten Forderungen nicht Sinn und Verstand haben, innerlich widersinnig sind? Noch einmal: Wer sagt nein? Und wenn dieS Alles richtig ist, was soll man von denen halten, die sich Social-Dentokraten nesinen und dabei nicht den Muth haben, anzuerkennen: daß dahin gestrebt werden muß, daS Grundeigenihum eben so wie daS beweglicke Capital in das Collecliveigen- tiium(gemeinsame Eigemhum) der Gesammlheit zu bringen? Wir fragen weiter: Ist eS nicht eine unerhörte Berläugnung deS brüderlichen Geistes, der unsere Bewegung beherrschen muß, wenn man die Sache der städtischen Arbeiter von derjenigen der ländlicken ab- trennt? Wie kann man die Stirnc haben, sich Demokrat zu nennen, wenn man diese durch und durch reactionäre Trennung vornimmt? In der That, unter wirklichen Socialisten ist über alle diese Punkte kein Wort mehr zu reden: das hatte sich der Allgem. deutsch. Arb.-Verein schon vor Jahren an den Schuhsohlen abgelaufen. Es gehört die ganze Dreistigkeit der bü, gerlichen Demokratie dazu, sich socialistisch zu nennen und jene Sätze zu verläugnen. Aber wie gut ist-s, daß in Folge de« Baseler Be- schlusses die Herren so schnell und so vollstän» dig die Maske abwerfen mußten. „Zu weitgehend" sind unsere Forderungen. WaS wollt denn Ihr, bürgerlicke Demokraten, den National- Liberalen entgegnen, wenn diese Euch vorwerfen, daß Eure Forderungen zu weit gehend sind? Ihr seid ja nicht gebunden, Euch unS, der weitgehendsten Partei, anzuschließen; wir verlangen ja nur, daß Ihr Euch nicht unseren Namen anmaßt. Wir wissen zwar sehr gut, daß die Strohpuppen in Braunschweig, die man„Aussckuß" nennt, sich nicht mucksen dürfen, da ihnen sonst von den wirk- lichen Führern der Partei ihre Stellung klar gemacht würbe. Acer wir wollen wenigst.ns angeben, was sie härten thun müssen, wenn sie noch für jene focialistifchen Grundsätze eintreten könnten und wollten, die sie als„Unehrliche" Jahre lang verkündet haben. Sie hätten alsdann an die Redaciion des Organs der„Volksparlei" etwa folgende Zuschrift richten müssen: „Der Ausschuß spricht seine Verwunderung darüber auS, daß das Parteiorgan die Grundlage deS ganzen SocialismuS verläugnet. Er weist die Re- daction hiermit an. Namens der Partei rückhalt- los und vollständig den Baseler Beschluß anzuer- kennen und insbesondere klarzustellen, daß einer social-demokratischen Partei Niemand zugehören kann, der die Grnnderkenntniß der Partei, au«! oer alle ihre Forderungen fließen, verwirft." Aber da wären unsere Strohpuppen gut ange- kommen. Man hätte Ihnen erwivert: „Es steht Ihnen nicht zu, bei uns das große Wort zu fuhren. Sie sind zu uns gekommen als Ofsiciere ohne Soldaten und haben diese Ihre Stellung nicht außer Acht zu lassen. Die von Ihnen verlangte Erklärung kann nicht abgegeben werden, weil die Leiter der„Volkspartei'', die bür- gerl>chc Demokraten mit ihren Geldmitteln, uns sofort im Stiche ließe, wenn wir einen durchgreifend socialistischen Satz anerkennen wollten. Wir haben uns verpflichtet, nicht mehr SocialismuS an den Tag zu legen, als nöthig ist, um die Arbeiter mög- licherweise zu gewinnen. Und in der That sind wir mit dem Baseler Beschluß auch nicht einver- standen: denn derartige Forderungen gehen uns zu weit." Diese Correspondenz hat indessen nicht stattgefun- den und wird auch nicht stattfinden, weil die Stroh- puppen zu Braunschweig selber froh sind, daß sie mit so„weitgehenden" Forderungen nichts zu thun haben. Nun aber ermesse man die ganze Gewissenlosiz- keit und Heuchelei dieser Leute von der„Volksparlei"! Himmel und Hölle haben sie in Bewegung gesetzt, die ganze Arbeiterpattei wollten sie zertrümmern, von der ganzen Bourgeoisie haben sie Geld zusammenge- bettelt, um einen Congrcß abhalten zu können, in diesem Augenblick noch reisen ihre Agenten herum, um Zerwürfnisse unter die Arbeiter zu bringen— und dies Alles, diesen ganzen Mordspektakel im Namen der Social-Demokratie, um gleich daraus die ganze Grundlage des SocialiS- uius als„zu weitgehend" zu verleugnen. Wir fragen noch einmal: War ckne solche Ko- mödie schon jemals da?! Wir wissen wohl, daß jeder dieser Jesuiten, wenn er einzeln gefragt wird, sich beeilt zu erklären:„Ich bin mit dem Baseler Beschluß einverstanden." Aber man entgegne diesen Jesuiten:„Ihre Privatmeinung ist unS gleichgültig; auch ist Ihre Anerkennung jeden- falls nur durch die Befürchtung erpreßt, sonst von vorn herein als Heuchler abgewiesen zu«erden. Wir halten unS an Ihre Partei als solche und an daS Organ derselben zusammt dem„Ausschuß"; alle Ihre offiziellen Organe haben theils ausdrücklich, theils durch schweigende Zustimmung die Grundlage des SocialismuS verleugnet und erweisen sich als Reaktionäre, indem sie die ländlichen Arbeiter im Stich lassen." So entgegne man diesen Jesuiten, wenn sie sich winden und wenden, um ihr heuchlerisches Spiel zu verdecken. Dan» wird man sehen, daß sie anfangen, auf den Präsidenten des Allg deutsch. Arb.-VereinS zu fchimpsen, um die Aufmerksamkeit von dev Streit- frage abzulenken. Persönlichkeiten vorbringen, daS ist ihre einzige Kunst; denn würden sie sich auf Prii» zipienfragen einlassen, wie würde das Kartengebäude ihrer feigen Halbheiten zusammenbrecheitz während der steinerne Bau unserer festen und radikalen Prinzipien unerschütterlich dasteht. Noch eim»al, noch einmal: welche Gewissenlesig- keit gehöit dazu, im Namen des social-demokratisichen Prinzip« Pen erbittertsten Streit und Hader in die Arbeiterklasse zu«etfen, um nackt wenigen Wochen bei der ersten Gelegenheit dieses Prinzip selbst ganz' öffentlich zu verleugnen? Kann es noch eine höhere Stufe der„Ehrlichkeit" geben? Wir kön»eu uns mit Ekel abwende», aber wir können nicht verwundert fein. Würden wir uns darüber, daß die„Voltspartei" die Grundlage deS SocialissttuS verleugnet, noch wundsrn, fo würden wir nur zeigen, daß wir einmal dies» Leute für So- cialisten gehalten hätten. Wer so dumm war, in die Falle zu«hen, der gestatte, daß wir, nachdem jenen Herren die Waske so schnell und so vollständig abge- rissen ist, seinem Verstand sti« ctwaS unschmeichel« hastes Compliment machen. Ein so gutmüthiger Schwachkopf sei väch'ieus etwas vorsichtiger, wenn er «ine Gesellschaft vvn verkommenen Literaten, Schul- meistern, Krämern u. f. w. schreien hört: ,Wi sind die ehrliche So«al»Dem»kratie."— ir Rundschau. Berich», 16. Oktober. Die Bericht« a«S Anbin über die dortigen ttn- ruhen stellen alle fest, daß die Hauptursache derselbe» die wenige Beachtung ist, welche die Orleans-Eisen bahn-Gesellschaft, der die dortigen Gruben angehören, den Beschwerden schenkte, welche die Grubenarbeiter seit zwei Monaten an sie erließen, um die Absetzung des Ober-JngemeurS und seines Hauptbeamten zu erlangen. Es warfen die Arbeiter denselben vor, daß er sie bei der Bervchmtng d«S LvhnS betrüge,«aS allerdings nur zu glanblich ist. Die Gesellschaft, welch« mit diesen beidm Beamten natürlich sehr frieden war, gab aus die R»klamationen gar keine Antwort, da sie die Gruben, welche sie von dem „Grand Central" erstanden, an den sip her vcrstor- st, schr bene Herzog von Mvrny vorkauft, theger(mit 20 Millionen) bezahlt hatte, und ihr das„Spar- .,ste::" res jöer-Jngenieurs ganz genehm war. Die ersten Ziftamnienrottungen fanden bereits am 6. statt, ohne daß jedoch Excesse verübt wurden. Obgleich man den Arbeitern versprochen, daß eine Untersuchung angestellt werden sollte, so legte sich die Aufregung doch nicht. Die ganze Nacht über(vom 6. auf den 7.) dauerten die Zusammenrottungen fort, und am näch- sten Tage(ven 7.) fand dann der Angriff auf ven Ober-Ingenieur statt, den die Arbeiter bekanntlich in gerechiem Zorn ins Wasser werfen wollten. Sie ließen sich jedoch erbitten und schenkten ihm das Le- ben. Was das Feuer, welches in den Magazinen ausbrach, anbelangt, so scheint dies nickt angelegt, sondern zufällig ausgebrochen zu fein. Ueber die Ereignisse vom 8., d. h. den blutigen Conflikt selbst, vernimmt man Folgendes: Die Aufregung hatte an diesem Tage größere Verhältnisse angenommen. Von den 200 Mann Infanterie unv den 20 Gensdarmen, welche man bis dahin nach Anbin hatte kommen las- sen, wurden deshalb 38 Mann unter dem Oberbefehle des Lieutenants Beaublond nach den Eisenhämmern abgesandt. Ungefähr 100 Grubenarbeiter kamen um 2 Uhr Nachmittags an den Eisenhämmern an, um die dort beschäftigten Arbeiter aufzufordern, sich bei rem Strike zu beiheiligen. Dieselben gaben auch ihre Zustimmung und löschten die Feuer aus. In diesem Augenblicke kamen die Truppen an. Die Bourgeois- zeitungen berichten:„Es sckeint, daß mit Steinen nach ihnen geworfen und ein Soldat an der Wange ver- wundet wurde. Einer der Führer der Arbeiter, Na- mens Barrol, wollte auch einem der Soldaten das Gewehr entreißen." Dies ist offenbar eine Beschöni- gung der Mordthaten, was schon aus dem unbe» stimmten Ausdruck:„Es scheint," hervorleuchtet. Bei einer der Niedermetzlungen von Arbeitern in Belgien bestand der gesammte Verlust der Truppen nur ans einem angeblich durch einen Steinwurf zerbrochenen Federbusch, der das Morden rechtfertigen sollte. Aehnlich wirv die Sache hier li'gen. Es gaben die Truppen Feuer auf die ganz dicht vor ihnen stehende Menge, die theils aus Schmieden, die noch ihre Werkzeuge in der Hand hatten, theils aus Frauen und Kindern bestand, welche das Essen für ihre Angehörigen herbeigebracht hatten. In einem Nu war der Platz mit 14 Todten und 22 Verwun- Veten bedeckt. Fast alle Getöblete sind Familienväter, von denen der eine acht, der andere sechs Kinder hatte. Einige Solvaten haben nicht auf die Menge, sondern in die Luft geschossen; daher entstand wohl das Gerücht, daß zwei Salven, die eine in die Luft, die andere auf die Menge abgefeuert worden seien. Nach den offiziösen Berichten sollen die Truppen zu- erst eine Auff>»rderung an die Menge Hab«, ergehen lassen. Dieses scheint aber nicht der Fall zu sein; j»denfalls wurven nicht die drei gesetzlichen Aufforde- rungen gemacht. Unter den Todten befindet sich nur evn einziger Grubenarbeiter, aber zehn Schmiede, die sich bei de» Ereignissen gar nicht betgeiligt hatten. Schon hieraus geht deutlich hervor, daß die Arbeiter kainen Angriff gemacht haben können. Die neuesten Depeschen auS Aubsti, die bis znm 12. Oktober reichen, melden:„Die Arbeit in den Gruben sängt wieder an, eine einzige ist noch geschloffen, aber nur wegen dort vorznnehmender Arbeiten. Der General Gras v. Palikao war gestevn in Anbin, um sich die Lage der Dinge anzusehen. Die gerichtliche Unter- suchung geht rasch von Slatten, die Verhaftungen werden ohire Schwierigkeit vorgenommen."— Es ist also nicht genug, daß die Arbeiter zusammengeschossen werden; eS muß auch noch eine Anzahl in den Kerker geworfen werden, um das Morden zu rechisertigen. Vielleicht erhält auch der Lieutenant Beaublond für vaS Blutbad einen Orden, wie ihn erst kürzlich ein andsrer Offizier erhalten, der auch auf Arbeiter hatte schießen lassen. Ueber die Conflikle der Bergleute von Anbin mit dem Ingenieur erfahren wsr noch Folgendes: Die Arbeiter jencr Kohlengruben wurden nicht im Tage- loh«, sondern nach der Anzahl von Wagenladungen Kohlen, die ein jeder aus den Gruben zu Tag sör- oerte, bezahlt. NsuerdingS suchte der Ober-Jngenienr der Eisendahn-Gesellschafc von Orleans, welch» Be- seyeri» jener Gruben ist, die Anzahl der Wagen- ladungen zu beschränken, wenn er ftlnv, daß ein Ar- beiler estien hohen Gewinn erzielte, und gegen diese Verfügung erhoben die Avbelter Protest. Es ließt also genau derselbe Fall vor�wie in Eschweiler. Sie wandten sich zuerst an die Direktion der Gesellschaft mi: der Bitte um Abberufung des Ober-JogenieurS und zogen, als sie mft ihrer Forderung abge- wiesen wurden, am Nachmittag deS Donnerstag in einem Ha»s»n von mehreren tausend Ma»n bor tie Wohnung d�s Ingenieurs. Bier Gendarmen, die dort Wache hielten, verließen vvr der drohenden Hai- lung des Haufens ihren Posten, worauf derselbe in daS HauS drang, dessen inner« Ei»rickftung zertrüm merke und den geängstigten Jngmieur auS feinem Versteck in einem Wandschrank hervorzog. Die Ar beiler sprachen davon, ihn zu ertränken oder in einen Hohofm zu werfen, doch ließen sie sich erbitten, und er kam mit heiler Haut, wenn auch mit zersetzter Kleidung, davon. Auch der Unterpräselt des Arroo- r-publit '»nstan! der«uf "Mn tat» Sliili- l ien sie toben si( llmstand %>be e» 'tt an �eschasi * Präii ', inl insen nute: dnergis ienanl dissementS von Anbin und der Staatsanwalt, d nach dem Schauplay der Ruhestörungen begebt» ten, verließen denselben mit zerrissenen Kleiden» An der Spitze des spanischen Ansstanves eine Anzahl Abgeordneter, deren bekanniester der neral Pierrad ist, ein Mann, der schon zu der! denen Malen das Sckwert für die Republik zr! hat. Diese Abgeordnelen, 17 an der Zahl, Schade» unerschrocken an der Spitze ihrer Freischaaren»»�£o der Abgeordneter, Juan Pablo Soler ist bereiMreff Freiheitskampf auf den Barrikaden von SarW einjzem gefallen. Den Cortes ging am 10. Oklcber njlich unIj Aufforderung der Regierung zu, sich über d � W verrättz halten der 17 Mitglieder auszusprechen.& �en, pens dieses die Catalonier Alsing und Serraclar»' gewalti; Barcelona, Ferrer und Ramon Castejo»'biemt Lerida, Pedro Castejon, Loren; und Be»�' Wesene 8 aus Seo de Urgel, Sunyer y Capdevil» sind es Gerona, Ioarizti aus Manresa; die �denscon Blanc und Noguero aus HueSca; die A#"."Massen Paul Y Angulo aus Terez, Fantoni uui � 9m p, belle aus Moron, Pierrad aus Nouda,'ton zu b Carraseo aus Ecija»nd Acevedo aus Leo» die 5 Ausschuß, der mit der Berichterstattung üb« Vorscklag beauftragt worden, ist es noch mch'.� gen, sich zu einigen; doch wird wahrscheinlich� schluß gefaßt werden, jene Abgeordneten, st! von den Gerichtshöfen für schuldig befunden von der Volksvertretung auszustoßen. Die rungsberichte, wonach der Ausstand nur gering breitung hätte, sind ebenso unzuverläßig, als re über angebliche Gräuellh.tten der Repudlikn» bei Revolutionen in allen Ländern erHobe»! � Haupts Einem Brief aus Barcelona sind folgende injr'"Wien B Ausschlüsse entnommen, welche die Runde.Mt säm Presse machen. er> Die republikanische Insurrektion hat eine größer� tnng, als die Depeschen glauben machen wollen.'P ciösen verkünden laut, daß die Insurgenten keinen L, stab hätten, daß jede Bande ihren eigenen FeldzngSP� folge. Aber gewisse Thatsachen scheinen dem zu»» chcn. Jeder ist von der Aehnlichkeit betroffen worde»� alle die vereinzelten Aufstiinde unter einander habe» sind allenthalben am nämlichen Tage, fast zur>» Stunde ausgebrochen. Bei den ersten Nachrichten r Revolte konnte sich der General Prim denn auch»" enthalten, vor den erschreckten Eorte« auezurusen: Ausstand ist ein vorbedachter; die Insurgenten M Oberleitung und einen Feldzugsplan." Jetzt fttiinilL 6a� � Sprache der Minister und ihrer Agenten eine andere Vereins- den. Man ücllt die Sache so dar, als gingen die.. Trupps in die Irre, ohne Zweck, ohne taugliche M ge man beschuldigt dieselben ferner, sich den auSschw-iH�i Deul Excessen zu überlassen; man citirt die Zahl und die� müßti ihrer Opfer mit einem merkivürdigen Luxus an&<'■' Balls in Catalonien sollen dieselben mindestens«armer sonen gctödtet, so wie sich der tollsten PlUnderuug j»ftag, de haben. Angenommen, das wäre wahr, so bleibt( ften Mitgl erstaunlich, wie man dergleichen so schnell hat erfahr�'s aus i neu, da natorifch jede Verbindung mit jenem Distric»'»heir je., brachen ist. Einem Journal der Regierung, welbj' toommcit: jenen Uebelthalen in Balls berichtet, passirte da«--Die Mit daß au einer anderen Stelle derselben Rummer vom 8. wurde, die Besehlshaber der Republikaner hätte» zw'' sllstliren lassen, weil dieselben da« persönliche E'! nicht geschont hätten. Wie reimt sich das zusammk ist da« immer die alte turze RegierungStacrik,> Gefahr zu verhindern glaubt, indem sie dieselbe lei selbst— schreibt der Berichterstatter— habe eine! sonderen Grund, den Bersichernngeu der Regierur trauen. Letzten Sonnlag habe ich vier oder silnf in der Mitte von 200 Aufstäudtscheu zugebracht, Celoni nämlich, wo der von granlreich kommende halten mußte, weil die Schienen eutserut worde» Ich habe nicht leicht angcnehmere Leute gesehen. Sü die Reisenden aus'S Frenudlichste ans und eatschuldi' wegen der Unannehmtichkeit, die sie ihnen verursach ten. Em französischer Pfarrer, der ans de» Geda»' mehrmals zu rujen:„Es lebe die Republik!' w»- diesen bewassneten BanelU beinahe im Triumph S' Stellen Sie sich mein Erstannen vor, at» ich M meiner Ankunft in Barcelona in den Journchen i? bester n bekam, die Aufständischen hätten sich in Sa» Ee-s � Hirsch b Reisenden gegenüber zu den schlimmsten Excessen V Mage hin lassen und deren Leben bedroht u. s. w. u. s. w.'igt,»nd I von chu Banden erzählt«iro ist znm größten Theü � Lehrer" u Aber sreitich— ob die Jnsurreclion slezreich btelb'V-r x�te ni ist eine andere Frage. Ich glaube durchaus nichjkto-itgxbxr trotz der Büllelins der Jgualdad, trotz de» kühne» j es bttonr rungen der Blätter, welche vou vertteideteu Ausst» aüavendlich hier auf den Straßen vettheilr werde» versichere ich: der republikanische Ausstand wird»» der carlistische zu bewältigen sein; diese Ansicht n»1 auch selbst von mehreren cnsschieoencn Feinden i eiulgen Mitglieder» des»euen Ahuntamicnto hierset* che« der Generalcapitän cruaunt hat, aus da« volllo! getheilt... Während die Depunrle» der äußerste! sich an die Spitze der Ausstäudeschen begeben, süh � herrschen sOreuse, Eastclar, Figuera«, Garrido in dem Eori Zlricg. Sie waren dem Ausstände bei weitem liichl den„Soci wünschten vielmehr, durch friedliche Mittel zu erreit» künstlich (Für de Die R dem! lng der Nächsten ist, der Nissen 'stimmte w »' das« !> ist, UN! 'n, vor sie dal Arbeiter der A it social lecken! UN gen ->e von dl rathsaml solllen vc eiterhülf« Fonds! hieß es, - deutsch. wir zum ihre Eollegen durch Wafjeumanget erzwingen wollv Mab bafür hatten dabei nicht schwere« Spiel; die Beranr�' offenbar der Linien, da keine E»ildidatur für»eü, uiögkich erschien; Prim selbst machte Miene, stch( �'tten Bei nähern und hatte ihnen mehr al» eiumat ein u»» nayern uno tynen»zv cuimtu ciu � 4ivnient o bere Muifterporteseuille angeboten. Kurz eS sah � Schw noch au«, daß die Regeulschasl aus einem sanfte»'«zu b UNV, UM) V» i» V»4i 5U||X 0 Republik hinabgleiten«erde. Warum ciue so sch�.(''"lichten, lung compromiltiren? machte» die swtlainentatijär'di rken( «ich: Wir Seichen s in den E c Hirschbe orial-den nuueu uuoci gelungei Monarchisten«nchs»lle Tage; viele derselben nä»'"«'i an Zal "«"nent Nwalt, republikanischen Partei denkeil� Lei�"'. haben sie es begebis veistanden, ihre Ansichten der Partei selbst rtmzuthcileii Asxivern. j' Ausstand ausbrach, w Igten sie es nichl, s-asech-u isstandts m' lieft« ju tadeln— wahrscheinlich hätte ein Manifest in die' Cet � Zinne die Betdegung unterbrochen— und ebensowenig v'i! i u, flt sich an oie Spitz- ihrer Parteigenossen stellen w,WnflB«'ltn r«e einen großen Theil ihres Ansehens eingebüßt, ' t l. i HlnSanö< der andererseits auch dem Aufstande selbst Zahl» Schaden gereichen muß aaren uit: 6et Bericht aus Barcelona. WaS derselbe in ist bereit«tefs Haltung der Regierung berichtet, ließ sich ?on Sa«> einigem lliachdenken voraussehen. Aber wirklich Okicbel«zlich �nd für die Republikaner verhängn>ßvosi ist iber d-i verrälherische Benehmen von Castelar unv Gc- en.& �en, denselben Leuten, welche stets in der Kammer raclati gewalttgeS(Jeschrei erhoben— man denke nur iasteje»'die in der demokratischen BourzeviSprefse so h ch d Ben� mesene Rede Casleiars über die Republik— und pveoiU?i sind es grade diese Schwätzer, wie Castelar der die Ar-»''�inscongreßler, welche ihre Paileigenosten im sie Antti'14 lassen, sobald es Ernst geworden ist. ni uv« 3« preußischen Landtag haben Inlerpella- da, zu lebhaften Kämpfen geführt. Dieselben be- us Leon, ng übetj ch nichtz einlich> m, seti undcn Die i gtritijl als tef illblikavt' Jm die Absicht der Regierung: die Cvi cessio» zu, " abe einer Prämienanleihe von hundert Millionen "�r an vier große Privat-Etsenbahn Gesellschaften Beschaffung von Baumittelu zu erthetlen. Eine � Prämienanleihe ist nur eine Form des Lotterie- N, indem unier theilweiser Berzichlleistung aus Minsen de? geliehenen Capilals hohe Gewinne, sannte Prä- ien, an die Darleiher verlost werden. 'energische Opposition, welche{"mit tue erwähnte ,"lienanleihe gefunden, war somit durchaus geboten. erhöhe»' � Hauptsache aber ist, daß für den ganzen nord- l>>»!®nrh«vt»», �ttv i ff\ Ä trtn Äff tili tl.l Ptri ide int�J Wichen Bund in der nächsten R-tchStagssitzung ein noe t»l'll-in sämmtltcher in- und ausländischer Prämien- jli* : größer! llen. Ts'a keinen � -ldzngSr n zu ttii' iDOtbeOi! er Habel t zur w hrichlen' auch n» trusen: aten ha' st freilich it andere ;tn die ei mgliche i tusschwT und die au De' en» zw eruug üb' o bleibt »t ersahi t Districtü g, wel : das liiiner«' tten zwi ich- S'! usamini nik, r ilbe U: t eine gieru r jüns cbracht, meuoc worden en. Sü' uschuldi erursa Gcdan' ikl- ivü' umph S' s ich -e �''den erwirkt werde. Vercills-Cheil. lFür den Allg. dettschen Arbeiter-Berein.) Die Reise de« Präsidenten wird unmittelbar dem 26. Oktober beginnen u.->d d-c Beröffent- 'Ng der endgültig festgestellten Reiseroute in>iner Nächsten Nummern stattfi nden. Sollte, was mog- ist, der 26. Oclober zu entscheidenden Er» Intssen in Paris führen, so muß die Reise aus schimmle Zeit aufgeschoben werden. Denn es ist daß nach einer entscheidenden Wendung in Paris Vereinspräsivenl scharf auf dem Posten st Heu h'e gesammte Partei eine einheitliche, in i"; Deutschland bedeutungsvolle Haltung müßte. Carmen, 12. Okt.(Resolution,) In der am den 8. Okt., stattgefundenen Bersammlunz der rn Mitglieder wurde folgende Resolution, betresscud den "i au« Barmen, in Sachen der örtlichen K>ssenange< leit w., siehe„Soc.-Dem." Nr. 117, einstimmig °mmcn: »Die Mitglieder zu Barmen erklären in der Versamm- '»om 8, Oktober, daß da« Vorgehen des Präsidenten, 'e das Vorgehen der Berliner Mitglieder ganz gerecht- ' ist, und daß diejeuigcn, welche Arbeiterzelder unter- n, vor die Staatsanwaltschaft gestellt werden müssen, sie dadurch die Arbeiter von der Belheiliguug an Arbeitersammlungen abbalten und dem. Vorwärts- der Agitation hinderlich sind." it social. dcniolratiichci» Gruß an alle„Unehrlichen" I. Mllhlhauscn, Schristsllhrer. leckendors beiEgeln, 11. Okt.(Reaktionäre An- d nn gen.) Mr werden fortwährend von der Polizei, ie von den Pfaffen öffentlich angegriffen. Vom tömgl, rathsamt zu Wanzlebcn wurde uns der Antrag gemacht, sollten vom Allg, deutsch, Arb.-Vereiu abfallen und einen �etlerhülssverein" gründen, die stabrikanlen würden dazu Fonds von mindesten« 40V bis 500 Thlr, einlegen.» gieß es, würde uns eher geholfen werden wie beim . deutsch. Arb.-B-rein, auch sollten wir lieber das Geld, .'wir zum Verein steuern, in bairischem Bier vertrinken! arnaleit!"1 besser machen es die Pfaffen. Da ist unser Prediger, San EeÜ � Hirschberg, dieser gute Mann hat jetzt bereu« zwei cessen V Ablage hintereinander vom Allg. deutsch. Arb.-Verein ge- . w. AÜ'°>gl, und die Parteiführer verdächtigt Er erklärt sie für it Theil b* Hehrer" und fordert aus, das Volk sollte den Worten ch bleibt!«r£eute glauben, sondern sich vielmehr vor den au« nich'«eitgobern dem ülhi-geu und zufrieden sein mit dem, lühnett• 1 es bekomme. Ja dieser brave Mann erklärt sogar a AusstaV'tlich. Mr überschritten da« siebente Gebot, wir wollten t werdeü� Aeichen sein sa ter erworbenes Gut nehmen unv 'n den Erlrag lheilen. Da« ist doch von unserm Herrn "Hirschberg zu Bleckend orf eine recht liebevolle Predigt. »rial-demokratischem Gruß und Handschleeg H. Gedde, pro». Bevollmächtigter. wird Ni nsicht w' rüden > hters ,« vollb äußerfn en, suhl rm Eori m nicht U erreü « woll Verwirü >en näd«' ssei Zohi zu verkleinern! Wenigsten» in Betreff der- für de» ihn Mitgliedschaften, welche dem früheren zu Berlin do- !, sich''''Nen Verein angehört hatten, mußte sich die« am nu und'."dement aus den„Social-Demokrat" ermessen lassen. es|oM°tr Schwierigkeit, mit der aneikanntermaßen die Arbei- anften"iu zu bringen sind, eine Zeitung zu halten, bei der so schd'?°glichkeit, die Vecbreiwug eine« Arbeiterblatte« künstlich utarssth� wirken(vorausgesetzt, daß wirlüch Zahlung für das t>ssenh«it in jeder Beziehung soll bei uns Uuchr- � herrscheu. Deshalb nachstehende Veröffentlichung. �'ir waren sehr begierig ans da« diesmalige Abonnement i°!d„Social-Demokrat" Denn da man Abouncment» künstlich bewirken kann, so mußte dies einen sicheren «. dab dafür geben, in wieweit es der bürgeckichen Demo- gelungen war, durch den letzten Slurmlaus unsere Abonnement verlangt wird) mußte sich aus der diesmaligen Abonnementliste genau ergeben, ob und an welchen Orten uns die Gegner w rklich geschadet. Wir wiederholen: volle Offenheit muß bei un» herrschen; Ve tuschungen und dergleichen dürfen wir nicht kennen. Glücklicherweise sind indessen unsere Parteiverhältnisse von oec Art, daß wir die Oeffentlichkeit in keiner Weise zu schiuen brauchen. Unser Verein, unsere Partei bringt die Kosten ihrer Verwaltung und ihrer Agitation nachweislich selost aus; da ist Alles klar und glatt; wir brauchen nicht zu schwiitdeln und brauchen nicht betteln zu gehen. Ebenso ist es mit dem„Social-Demokrat"; seine Abonnenten tra- gen die Kosten seine« Erscheinens, Stellen wir also fest, wie e« diesmal mit der Abonne mentuste steht, Zu ächst haben wir einzugestehen, daß an einigen beben tenden Oiten eine merkbare Abnahme stattgefunden hat. fluch ist es richtig, daß es den Gegnern gelungen ist, das Wachslham unserer Partei augenblicklich auszuhalten. Denn wächettd seit etwa zwei Jahren der„Social Demokrat'' jede« Onartal so sehr zunahm. daß er in k'�jem Zeitraum von 2 Jahren von elwa 500 auf etwa 5r>>a->- Abonnenten hinausging. hat in diesem Quai tal ckeinc Zunahme stattgefunden. Das ist lehrreich für uns, indem wir daraus sehen können, wohin es mit»ns kommen würde, wenn wir uns unsere Organisation lockern ließen. Der Kamps aller Gegner rich tet sich von jeher noch mehr gegen unsere Oraanisation als gegen � unsere Pnncipien, weil sie wissen, däß Principien, wenn keine kampsbereite Macht hinter ihnen steht, ohne prac- tische Bedeutung sind, während unsere Organisation gerade unfern Peiiwipten zur Geltung verHilst. Demgemäß richtet »ich der Kamps in erster Ltnir gegen diejenige Einrichtung, m welcher sich die feste Einheit der Patztet darstellt, das Präsidium. An» diesem Grunde ist auch der„Social-De- mokrat" den Gegnern ein Dorn im Auge. Sie wissen, welche Macht die Albeiter in einem Blatt besitzen, welches in alle deutschen Gaue dringt. Zeigt nun da« Abonnement in diesem Quartal, daß die Partei m ihrer Zunahme aufgehalten wurde, so zeigt e« auf der andern Seile nicht Minder, daß es den Gegnern nicht gelungen ist, unser» Paneidestand zu vermindern. Trotz allen Geschreies, Getobes und Geschimpfes ist die Panel in unverminderter Anzahl und Ausdehnung gedliebcn. Dabei steht st« Mit gesteigerter innerer Kraft (weil gereinigt von Bourgeois. E.ementen und Verräthein) da. Wohl zeigt die Abonnementliste, daß wir an einzelnen Orten an Boden verloren baden, aber der Ausfall an die- seit Orten ist durch entsprechende Zunahme an anderen Or- ten vollstän ig gedeckt. Besonders erfreulich ist, daß die Zunahme tn Berlin sehr grog war, wie den» Uberhaupt die Bewegung hier in stetigem Steigen begriffe» ist. Am 15. Oklobpz betrug die Gesammtzahl der Abonnen- ien 4586, wahrem, sie am entsprechenden Tag de« vorigen Onartal«(15.Juli)4576 betrug. Die Gesammtzahl ist qlso im Wesentlichen gleich geMtoden, und da in der zweiten Hülste eine« ersten Qnartalsmonal» immer»och einige hundert Nachbestellungen kommen, so wird sich da« lansenbe Quartal ebculo wie das vorige auf circa 5u00 Abonnenten stellen. Wir verössemlichcn uachstehend die Abonnentenliste in einer Form, welche die genaueste Eontrolle ermöglicht. Früher haben wir bei solchen Gelegenheiten die Kreuzband- sendungen mit eingerechnet, wodurch allerdings die Conti olle an den einzelnen Orlen erschwert wurde. Diesmal ver- zeichnen wir d'e Kteuzbandsendungen extra, und es kann sich also ein Jeder an seinem Orte auf's Genauest« davon überzeugen, daß unsere Angaben ganz genau sind. Wenn z. B. im Vcrzeichmß steht: Leipzig 41 Exemplgre, so be- darf es in Leipzig nur eine« Ganges auf die Post, um fest- zustellen, oo die Angabe richttg ist.") Wir stehen dafür ein, daß keiner un« die geiingste Lnrichtigkc« wird nach- weisen können. Aber wozu das Alles? wird man srageit. Die Antwort ist sehr einsach. Wir müssen im Bewußtsein unserer Macht unsere Partciverhältnisse offen darlege», selbst wenn dadurch gelegentlich einige unangenehme Punkte zu Tag- treten sollten, wie die«>m vortiegcnden Falle z. B. darin statthat, dag, wie aus der Liste zu ersehe» ist, die Soctal- Demokratie an einigen Orten Boden verloren hat. Wir müssen durch solche offene Darlegung zeigen, daß bei un« Alles aus ssUoer lind reeller Geuiidiage beruht, nicht auf Schwindel und Bettelei. Wir verossenttichen, mit Einem Wott, diese genaue Liste, um dem Organ de« reacuonäreu Hatbsocialismus, der verkappten Eisenacher Bourgiivi» Demokratie, sagen zn können, Ahmt e« nach, v rössenttichl auch Ihr Eure Liste,- damit man«rsehen kann, wo Redlichkeil und wo Schwindel ist. Wenn Euer Btall keine 500 zahlenden Abonnenlen hat, woher dekommt Ihr das Geld zu einer Zeitung, die jährlich wenigsten» 8500 Thalcr, viellecht 4000 lostet? Kommt es von Hiegtug, kommt e« von Lob Sonitemann, Aron Ladenpors, Meher Hirsch, Bär und Eompagnte ober von wem kommt c»? Heran« mit der Sprache! Wtr Unehrlichen brauchen die. Oeffentlichkeit nicht zu scheuen; alle unsere Ftnanzangelegenhetten verhandeln wir vor aller Well aus unseru Eongressea und Generalversammlungen; anch die Verhätlntsse de«„Soc.-Dem." können wir offen darlegen. Wi» bitten»och«»mal: Ahmt es� nach— wen» Ihr könnt. Hamburg.... 12U Augsburg.... 51 Berlin.... 765 Frankfurt a. M.. 40 Barmeit-Elberfeld mit Brandenburg... 45 Rittershausen.. 176 Cassel..... 45 Hannover... 130 Leipzig..... 4l Harburg.... 73 Essen..... 38 Altona..... 71 Eöln..... 34 Breslau.... 64 Duisburg.... 33 Offeubach.... 52 Lüneburg.... 33 Reumüuster... 61 Bielefeld.... 31 ") Es wäre möglich, daß inzwischen die Anzahl durch Nachbestellungen mehr betrüge; aber sie darf nirgend» we- niger betragen, als wir angebe». Noch sei bemerkt, daß an einigen wenigen Orten, z. B. Dresden, Potsdam, von zwei PoststiKen au« expedirt wirb. München.... 31 Vohwinkel Braunschweig... 27 Chemnitz Bremen.... 25 Mein. Kiel. j..... 24 Ptnneberg, Lennep..... 23 Hemelingen V 15 14 14 14 13 Düsseldorf.... 22 Stettin..... 13 Staßsurt.... 22 Oberhausen... 12 Frankfurt a. O... 21 Stuttgart.... 12 Dresden.... 20 Remscheid.... 12 Magdeburg u. Buckau 19 Zeitz...... 12. Wald 19 Langemveddinge». 12 Lübeck..... 19 Eschweiler.... 11 Wien.....-13 Carlsruhe.... 11 Wolienbüttel... 18 Iserlohn.... 11 Itzehoe.... 17 Limbach.... 11 Ruhrort.... 17 Crefeld...... 11 Mehltheuer... 16 Mannheim..*. 11 Mllhlheim a. d. R.. 16 10 Exemplare: Bautzen. Nürnberg. Wandsbeck. Wermelskirchen. 9 Exemplare: Meiderich. Aschersleben. PeterSwalda». Solingen. Zittau. 8 Exemplare: Altenburg. Dormstadt. Celle. Erfurt. Freiburg. Minden. Potsdam' Müste-Giersdors. Wllrzburg. 7 Exemplare. Bernbnrg. Coblenz. Delmenhorst. Dessau. Hagen. Heidelberg. Mainz. Meißen. Speyer. Werden. Würzen. 6 Exemplare: Achim. Benrath. Bochum. Dortmund. Hattzugcn. Mitl- heim a. Rh. Naumburg. Reichenbach i. Schl. Schwerin. 5 Exemplare: Burgstädt. Gotha. Halberstadt. Peine.'Rostock. Uetersen. Clausthal. 4 Exemplare: BenSberg. Bonn. Cöslin. Deutz. Einbeck. Eisleben. Gera. Gcifenkirchen. Glauchau. Hanau. Homberg. Langen» bielau. Marburg. Osnabrück. Osterode. Salzbrunn. Schle«- wig. Slerkradee Tannhattsen. Uelzen. Worms. Wllste-Wal- tersdorf. 3 Exemplare: Charlottenbrnnu. Cüstrin. Dahlen. Doberan. Friede» berg. Füistenwalde. Görlitz. Herford. Hückeswagen. Lauter- berg. Langenfeld. Limburg. Meerane. Münden. Neheim. Neurode i. Schl. Oldenburg. Rendsburg. Schweidnitz. Barel. Verden. Wismar. 2 Exemplare: Aachen. Aschaffenburg. Bergisch-Gladbach. Bockenem. Coswig. Delitzsch. Eilenburg. Eisenach. Faulbtück. Flens» bürg. Freden. Fürth. Geestemünde. M.-Gladbach. Glückstadt. Goslar. Greiz. HadmerSleben. Halle a.sS. Hameln. Hildburghansen. HildcSheim. Höchst a./M. Königslutter. Leium. Linz. Lippstadt. Menden. MÜhlhausen. Münster. Ober» langenbielau. Ohligs. Oldesloe. Opladen. Penig. Pforzheim. Preetz. RonSdorf. Roßlau. Schwelm. Steele. Stollberg. Ulm. Vegesack. Waldenburg i. Schl. Weimar. Wittenberg. Zerbst. Zwicka»., 1 Exemplar: Altena. Altencnessen. Aunaderg. Anrath. Apolda. Arn- (ladt. Basel. Benshcim. Berge-Borbeck. Bcrgedors. Bernau. Biebrich. BordeSbolm. Bremerhaven. Bruchsal. Brühl. Buchen Bnrgsteinsurt Bohrau. Carlshafen. Frankenhausen. Tharlottenburg. Cleve. Crempe. Ezerwinst. Damgarten. Dannenberg. Dirschau. Döbel. Eckernsörde. Elbing. Ellerich. Elmshorn. Emmerich. Eutin. Fallenberg. Freibcrg i. S. Friedberg. Fllrstenberg. Gandersheim. Genthin. Giessen. Gn- den. Euhrau. Heiusberg-Dechen. Hamm. HetterSheim. Heidenheim. Heilbronn. Helmarshausen. Hos. JnSbruck. Kettwig. Königsberg. Köpnick. Korsör. LandSbcrg. Landshut. Langenberg. Langensalza. Lehrte. Lingen. Löbau. Löwenberg. Luckemvalde. Lübbecke. Lüttringhaufcn. Melle. Melsungen. Memel. Mitwcida. Morschen. Mügeln. Mylau. Nauen. Neu» branbenbnrg. Neurode in Holstein. Neustadt bei Magdburg. Neustadt a. d. Warthe. Neuwied. Niederlahnstein. Offenburg. Oelsnitz. Lstenbnrg. Parchim. Pest. Potschappel Quedlin» bürg. Rastede. Reinfeld. Sagau. Schlebusch. Schneid-müht. Schönebeck. Sesen. Stargard. Templin. Teplitz. Teterow. Trempen. Uslar. Viersen. Vlotho. Weißcnsels. Wesel. Wetzlar. Wiesbaden. Vicrlanden. Wilhelmshaven. Winkel. Wittterthnr. Witten. Wittmund. Neustadt in Holstein. Krenzbandsenduugen: Paris 34. Stettin 17. Wien 12. Hamburg 5. Elberfeld 5. London 5. München 5. New-Zork 2. Stuttgart 2. Aliona 2. Leipzig 2. Pest 2. Graz 1. Reutlingen 1. Umgegend von Berlin 22. Schweiz 14. Nachstehend die Orte, au denen eine erhebliche Abnahme (um mindesten« ein Zehntel) stattgefunden hat. Die Zahlen ohne Klammern sind die vom 15. Oktober, die Zahlen in Klammern die vom 15. Juli. Augsburg 51(7>). Frankfurt 49(69). Essen 33(65). Braunschweig 27(61). Staßsurt 22(32). Magdeburg- Buckau 19(31). Mllhlheim a R. 10(25), Mainz 7(22). Heidelberg 7(12). Ronsdors 2(14), Wiesbaden 1(6). Ascherslcben 9(17). Erfurt 8(15). Dessau 7(12). Halberstadt 5(9). Alteuburg 8(14). Nachstehend die Qte, an denen sich eine Zunahme(nm wenigsten» ein Zehntel) gezeigt hat. Die migeklammerten Zahlen sind die jetzigen, die geklammerten die vom 15. Juli. Hamburg 1214(1102). Harburg 73(65). Offenbach 52 (44). Bielefeld 31(21). Bremen 25(11). Kiel 24(14). Nürnberg 10(6). Bautzen 10(6). Darmstadt 8(1). Frei- bürg 3(0). Potsdam 8(1). Berlin 765(654). Endlich sei noch bemerkt, daß etwa 14 Orte mit einem Exemplar zugekommen sind, während kein Ort mit einem Exemplar verloren gegangen ist. Zunahme an Kreuzband- sendnngctu 36. imbasbs- Theil. Für den Allgemeinen deutscheu„Arbeiterschaft«- Verband". Allg. deutsch. Maum'-Verein und Allg. deutsch. Zimmrrer-Aerein. Berlin, 12. Ott.(Agitationsreise.) Die vor ewiger 3*tt angekündigte Agitation, welche wichtiger Auge» >WW>» legenhciten halber aufgeschoben war, tritt mit dem Heuligen Tage in Kraft. Fllr die ersten Tage ist Folgendes sestge- setzt: 14. Okt. Landsberg a. W. Kapell und Grändorff, 15. Okt. Friedeberg Kapell, 15. Okt. Dricsm Grändorff, 16. Okt. Woldenberg Kapell, 16. Okt. Filehne Grändorff, 17. Okt. Schneidemühl Beide, 18 Okt. Bromberg Beide, 19. Okt. Dirschau Beide. E» ist nun»othwendig, daß die Bevollmächtigten die Mitglieder auf eine außerordentliche Versammlung vorbereiten, den T.'g. an welchem die Agita- torcn eintreffen, werden dieselben brieflich bestimmen. Die Bevollmächtigten haben überall öffentliche Versammlungen anzuberaumen, wozu sämmtliche Arbeiter des Ortes einge laden werden müssen. Es ist dies um so nothwendiger, weil viele unserer Kameraden, Zimmerer wie Maurer, noch in dem Glauben sind, es sei nicht nothwendig, mit anderen Gesellen oder Arbeitern sich zu verständigen. Sorgt nur alle dafür, daß die Versammlungen gut besucht werden, da- mit Klarheit über unser Princip und unsre Organisation kommt. Den größeren Städten zur Nachricht, daß auch die nicht vergessen werden. Nun vorwärts, damit auch die Arbeiter der Provinzen Preußen und Posen in unsere Reihen treten. Mit social-demokratischem Gruß G. Lübkert. Allgem. deutsche vereinigte Metallarbriterschaft. Lüneburg, 14. Okt.(Zum Strike.) Colkbgen, wir haben hier in Lüneburg einen harten Kamps zu bestehen, trotzdem wir erst kurze Zeit die Arbeit eingestellt haben. Man versucht die Strikenden aus alle Art und Weise zu zersplittern Fremde werden aufgefischt und ihnen verspricht man 5 Thalep Lohn, aber uns will man das nicht geben. Und warum? weil wir Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.- Verein« sind; man versucht unsere Reihen zn zerbrechen, aber wir werden ausharren im Kampf für die gute Sache. Collegen aller Orts, steht un« treu zur Seite, sonst wird die Roth hier groß werden. Besonders Euch Easseler Tischlergesellen legen>vir an'« Herz, denkt zurück an Eure Lage, helft uns auch den Kampf gegen das allgewaltige Capital zu erleichtern. Am 14. erhielten wir unsere letzten paar Schillinge, worauf denn auch 18 Familienväter ihre Entlassung bekamen, welche« wir aber nicht annahmen. Mit social- demokratischem Gruß Die Strike-Commission. Berlin, 13. Okt.(Aufforderung.) Der Monteur Adolph Kuntze Hierselbst hat an die Adresse de« Herrn Hamann, resp. an den Ausschuß der Mctallarbeitcrichast in Haunover, die elende Lüge gelangen lassen, die beiden Unterzeichneten hätten als Holzarbeiter, in Verbindung mit dem Bevollmächtigten der Metallarbeiter am hiesi ien Orte Herrn Werthmaun, den Herrn H. Haustein zum Prä- sidenten gewählt. Wir fordern genannten Herrn hiermit aus: un» durch Zeugen zu beweisen, daß er die Wahrheil gesagt, oder öffentlich zn widerrufen, was er nach Hannover berichtet. Hat er die« innerhalb 3 Tagen nicht gelhan, so werden wir unsere Maßregeln darnach treffen. Büchner, Bevollm. d. Gcwerkvereins deutsch. Holzarbeiter. H. Renz, OrtSkassirer. Allgemeine deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Hamburg, 14. Okt.(Strike-Notiz.) Es ist iu Gera ein Strike ausgebrochen unter den dortigen Mitglie- dern unserer Gewerkschaft. Es waren bereits 12 Meister den Forderungen der Gehülscn nachgekommen, und man hoffte schon aus Sieg innerhalb 8 Tagen, als bei der Eon- serenz mit den Meistern auch jene Einwilligung der 12 zu- rllckgeuommen wurde. Es haben deshalb Alle die Arbeit eingestellt. Die ledigen Mitglieder re scn ab. Ich ersuche alle in der Nähe stationirten Bevollmächtigten, den Zuzug nach Gera abzuhalten. Im Anschluß hieran mache ich darauf ausmerksam, den§ 13 unserer Statuten zu prüfen, und bei eintretenden gezwungenen Strike'« sich streng danach zu richten. Ich werde keinen Strike als gültig betrachten, wenn er nicht ans statutarischem Wege organisirl und ge- prüft wird. Ordnung muß sein, sonst geht Alle« durchein- ander I Die Abrechnungen lausen nicht streng genug ein. Die zerrütteten Zustände, die durch das alte Directorium entstanden sind, haben Vieles entzweit, Iva« sonst bls jetzt hätte gute Früchte tragen müssen. Dr noch fehlenden Orte müssen sofort Abrechnung senden, sonst können wir dieselben nicht mehr berücksichtigen, und werden diese Orte auSge- schlössen. Alle Mitglieder haben sich darum zu kümmern, daß Ordnung herrsche. Dortmund möge sich melden,— sonst wird keine Unterstützung an die Mitglieder, die von dort zureisen, bezahlt. Es fehlen nock, einige Orte, von wo noch keine Mitgliederlisten eingesendet sind, nun muß es ersolgen. Das Eircular, woraus die Abrechnung verzeichnet sein wird, und sonst nöthige Anordnungen, werden baldigst ersolgen. An Leute ans den Orten, die zum Mainzer Compromiß-Schneider-Verein gehören, darf, wenn sie an unsere Orte zureisen, von jetzt ab keine Rciseunterstlltzung ausbezahlt werden, sowie auch an Leute au» solchen Orten nicht, die nicht von mir veröffentlicht sind. Die Herren Bevollmächtigten mögen sich die Orte aus dem„Soc.-Dem." zusammenstellen, damit sie informirt sind, später erfolgt ein Plakat mit Rubriken, worin alle Orte mit dem Verkehrs« lokale und den Adressen der Bevollmächtigten fortlaufend einzutragen sein werden, so daß allen Durchreisenden Gele- genheit gegeben wird, die Orte, die zum Verbände gehören, zu kennen. Es wird hoffentlich bald ganz vollständig die Ordnung wieder hergestellt sein, möge sie aber auch erhalte; werden von oben bis unten, innerlich und äußerlich. Strebt Alle danach! F. S. Liebisch. Allg. Taback- u. Mgarrenarbeiter-Gewerkschaft. Altona, 14. Okt.(Zur Beachtung.) Der Anschluß an unsere Gewerkschaft und mit derselben an den Verband, erfolgt durch einfache Beitrittserklärung der Milglicdschasten oder einzelner Mitglieder beim Präsidium, welches das Wei- tere veranlaßt. Der Versandt von Ortsstempeln, Satzungen an die bestehenden Mitgliedschaften wird von heute ab nn unterbrochen fortgesetzt. Protokolle werden, so weit der Vorrath reicht, noch ferner versandt. Georg Winter, am Felde 22 Ottensen. Gewerkverein deutscher Holzarbeiter. Reiseuutcrstützung wird in Frankfurt a. M. aus- bezahlt bei Herrn I. Schmidt, Kleine Fisch ergasse Nr. 5, Mittags 12— 1 Uhr, Abends 7—8 Uhr. In Naumburg a. S. Georgenberg 964 bei Herrn G. Klahre. (Ueber den Prozeß Mende's) schreibt die, Freie Ztg.": daß Mende eine Vorladung in zweiter Jnstan ans den 10. Oktober erhalten habe, d ß ein Erscheinen desselben jedoch einem ärztlichen Attest vom 22. September zufolge. unmöglich sei. Wie die„Zukunft" berichtet, ist der Prozeß aus den 30. Januar>870 vertagt worden. /ür Altona. Geschlossene Versammlung der hiesigen Mitglieder de« AUaemdinen dtulschrn Arbtttkr-Ültreins Dienstag, den I». Oktober, Abends» Uhr, in Wittmaack's Salon(kleiner Saal.) TageSordn ung: Vortrag.— Dlttechnung.— Mittheilungen. Ausnahme neuer Mitglieder. Georg Winter, Bevollmächtigter. Für Hamborg. Oeffentliche Versammlung der hiesigen Mitglieder de» Allqemeinkn deutschen Arbeiter-Berrins Montag, den I«. Oktober, AbrndS» Uhr, in Tütge's Salon. Valentinskamp. Vortrag von Herrn Bräu er.__ Lchder. Für Paris. Die tsieilgen L"ssalleaner versammeln sich' jeden Dienstag Abend: im deutschen Casino(Harmonie) 64, rue k'sudoorx Ll Js-rnin. Für Aemschrid. Todtcnfcicr Ferdinand Lassalle's Sonntag, den«4. Oktober, Nachm. 4 Uhr, im Saale der Geschwister K o ts i cper, vis-a-ns dem Babnhos. Die Famile Fischer nebst dem Gesangverein de« Arbei- terverein« werden der Feier beiwohnen. Entre 2'/- Sgr. Tie Einnahme ist zur Beschaffung einer Fahne bestimmt. Alle Arbeiter von Nah und Fern sind srenndlichst ein- geladen Da» Feft-Com ite. Zur Nachricht! Sonntag 10 Uhr 3« Minuten geht ein Extrazug nach Elberfeld. Für Alton«. Liedertafel Bictoria Concert und Ball Montag, den Oktober, Abends 8 Uhr, in Aoppelmann's Salon. Wir laden hierzu sämnuliche Parteigenossen Altonas, Hamburg» und Umgegend ein Das Comite. Für Hamburg. Stift ii n�öfcfi der Mitgliedschaft der Gewerkschaft der Schneider. Kürschner und Kapprnmacher. Sonnabend, den«». Oktober, Abends- Uhr. im Saale und den R iumeu des Schneider-Amthause», vei Kunden mit Concert und Boll. Die Liedertafel„Egalits" hat ihre Milwirkuneg freund- lichst zugesagt. Alle Parteigenossen von Nah und F.rn werden freund lichst dazu eingeladen. Karte ä Person 4 Schilling � Karten sind zn haben beim Comite und bei den Herren Ackermann und Teichmann, beim alten Apannagel, Rathhausstraße unter 5 und aus dem Schneider Amthanse. Das Comrte. Für Hamburg. Allg. drutschc verein islteiattirbeiterschaft. Geschlossene Versammlung Montag, den««. Oktober, Abends 8'/- Uhr, im Lüderschen Lokal. Tagesordnung: 1) Abrechnung.— 2) Präsidentenwahl.— 3) Bespre- chung über Anschaffnng einer Fahne. Nur Mitglieder, und solche die es werden wollen, sind eingeladen. �_ J. Suppe. Für Dertin. Gewerkvcrein d.utfi,. Holzarbeiter. Versammlung Montag, den 19. Oktbcr, AbcndS v Uhr, in Germann'« Lokal, Köpnickcrstr. 145. Tagesordnung: 1) Berathung der Statuten zur Arankennnterstütziings- lasse.— 2) Abrechnung für Monat September.— 3) Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. >L. Neue Mitglieder werden aufgenommen. E. Büchner, Bevollmächtigter. Für Kcrlin. Allg. Taback u Cigarrenarbcitervcrein Geschlossene Mitgliederversammlung Dienstag, den ß». Oktober, Abend» 9 Uhr, m..ieister'« Caffehans, Landwehrstr. 11. Tagesordnung: Anträge zur Hauptversammlung und sonstige auf dieselbe bezügliche Angelegenheiten. Fr. Brandt, Bevollmächtigter- Druck von R. Bergmann in Berlin.—- Verantwortlicher Redakteur uud Verleger: Für Der.in. Allgem. deutsch. Zimmerer-Vcrei Versammlung Montag, den 19. Okt., Abend» 9lli in Baabe'« Lokal, Große Frankfurterstr. 87. Tagesordnung:. 1) Vortrag des Herrn Dr. v. Schweitzer: Guhw Uriel Acosta.—2) Besprrchuug über die Z-ichen-, Mokc» Schreib- u. Rechnenschule.— 3) Innere Vereinsangelll heilen.- 4) Fragelasten. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht C. Fiss? Für Berlin. Allg. deutsch. Maurer Verein Versammlung. Mittwoch, den««. Oktober, Abend» 9tthr--sti««� 0 in Wolter'« Lokal, Neues Gesellschaslshaus. P toor- Tagesordnung: Vortrag des Heirn Dr. v. Schiveitzer: Schiller'» Helm Tell.— Fragekasten. Um zablreiö es Erscheinen ersucht rtllevients Lllpnitz III., SlelloeitreNr de« Bevollmächtig� li� z Sgr. Für Derlin. Allg. Tübacks- u. y.igarrrna! btitcr-Gewerb� Oeffentliche Nkitglirderversammlung„ Sonntag, den A?. Oktober, Norm.>4» i Ifj in Kunze'« Lokal, Thorstraße. Tagesordnung: 1) Vorlesung de« Protokolls der Hamburger Versammlung.— 2 Verschiedenes. Sämmtliche Taback- und(figarrenar! Berlins werden hierzu eingeladen. _ S. Müller. F. den ai . Währ Für V.rlin. Allg. deutsch. Schuhmacher-Vereb' Mitglieder-Versammlnng Montag, den 19. Oktober, Abend« 9 l"1* in der alten JakobSstr. 86, E ngang im Durchgang � J-stel.) Tagesordnung: Bortrag de» Herrn E. W. Töicke: Ueber die Ar! beweguiig.— Ich ersuche die Mitglieder, ja recht z» e> scheinen, denn nur duich Pünktlichkeit in allen können wir wachsen. Gehen wir vorwärt« wie bisher, und wir werden p daß wir aua, ohne die„Ehrlichen" stark werden. �, Gaste haben Zutritt. Also pünktlich. G. Zielon'h-� dem i. rnt a suchen dies Nestelfl in Bei i«llen inPrei "schen Di svir an d 'chst für trat" tl en neue anze Qi »achgcliefi Für Hamburg. llg. deutscher Schubmacher-Vereist (Z Ossicielle Versammlung ig'fj Montag, den IM. Oktober, Abend» präc. � � � lmWchneider Amthau«, Pscrdemarlt., svlltk. Tagesordnung: 1) Abrechnung für September.— 2) Verschiebenil- diu. Die Mitglieder des Unterstützuugsvereins � dringend ersucht, in dieser Versammlung ihre BeitliV Oltober zu entrichten, im Unteilassnngssalle werden sie P gemäß gcstncheii. *it. Aufnahme neuer Mitglieder findet st Wilh. Harting Für Hamburg. Allg. deutsch. Nkaurer-Berein u. Allg. dcl Zimmerer Verein. Große Versammlung Dienstag, den 1» Oktober, Abend» 9- in Tütge's großem Salon, Valentinskamp 4! Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Richter.— Fragelasten. schietenes._ Vater. W Für Derlin. Allgem. deutsch. Muurer-Verei� Sonnabend, de»»». Oktobep, Abend» 9 findet in Wolter'« Lokal, vor dem Cottbuser von der Mitgliedschaft arrangirte Ball statt, wozu ergebenst einladet da« Comite. Entre für Herren 3 Sgr., für Damen 2 Sgr. J i,' NB. Billets sind an den Vereinsabenden, so wie � V(n unb Wohnungen der Comite-Mitgluder Schröder,'ttn 26.£ straße 10, Zillmer, Nostizstc. 43, Girke, Fllrste# illiasireaeln ittiS � s» s a 1 Qt Q 5 IT flrtFln« K.' und Krause, Köpnickerstr. l2la zu haben. bia» milk' An der Kasse findet am Abend des Balles kein Billets d.. 3 Im Austrage de» Comite'«: SchrM'�bar.r statt ■Bgt cer lraßcn v "elf feit lübandes Mt hing Ptosis lie, handeln Weise i wohl in£ tzierung scheidend Und diese 8 Volk »nd auf Augenl Monstra wenn bcabssch ngskampf dies zu jetzt nnt -zogen; der Einzig deabsichiigtl ' die Linke, alle fl Für Hamburg. Hierdurch bringe ich meinen Parteigenossen meine Ituelftflruekerel zur Anfertigung aller vorkommenden Druckarbeiten i»? »erung, bitte aber die etwaigen Bestellungen rechtist1 machen zu wollen, da ich nicht mit einer Schnellpress' Dampf), sondern nur mit einer Handpresse drucken}3''.'chten Hinz W. G. Nagel, Hopfenstraßs,'' Slimmi Allen Freunden und Parteigenossen bei meiner$ �ige ist nach Stuttgart ein herzliche» Lebewohl.__ � Berlin, den 15. Okt. 1869. Friedrich Maw iftH nicht Einen Schuhmacher-Lehrling verlangt** � die Blä b-S Volke Königsgrabeu 15, Berlin. III?Üe D'fl l�laub au« 25- zn ihr % Pariff 3 Luxemb .auf acht! len die V.7e'!' 1 k'�aticn n Für die Lauenstein'schen Arbriter in Ha» find ferner eingegangen: Von den Mitgliedern des Allg. deutsch. Arb.-Vtt'! Duisburg 1 Thlr. 4 Sgr. Bon den Mitgliedern der v arbeiterschast in Duisburg 26 Sgr. Von den M'W' de» Allg. deutsch. Arb. Vereins in Düsseldorf 2 Thlr. Summa 177 Thlr. 5 Sgr. 7 Ps. Weitere Äaben� gern entgegen_ Die Expedition de«„Soc� W: Ärllwel tu Berlin. -id. J'snius d > gelast. Unruhen Fuden, w "cken sind. �aren, a "-hl zun 'dj von 4