•eti (iH�. >r. 129. Berlin, Mittwoch, den 3. November 1869. Fünfter Jahrgang * W zang l ter,« Zeitmig erschiist btrf M»l wöchentlich 8: i1"! Dienstag«, Donnerstag» und ?. 1 vonnabend»«beod«. Organ der social-demakatischen Partei. Uedaction und Expedition l verlin, Sitschinerstraßi 17. thw-I L- �äc. lui# » Vrtii für Berlin incL L ringerlohn:»ierteljiihrlich 1b Sgr., monet- > b Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.: bei den Postitmtern in Preußen 15 Sgr., den außcrprenßilchen P»stimtern in Deutschland 12'/, Sgr.,<44 Kreurer !udd. Wße 8'' IM 1 :6tnl u »ntze W 5t Inlli nyn ofer "t dem I. Oktober hat ein neues Vierteljahrs» lement auf den„Social-Demokrat" begonnen. ersuchen diejenigen, welche noch abonnirea dies sofort zu thun. �en neuen Abonnenten wird das Blatt für ganze Quartal, vom l. Oktober an, vollstän »achgeliefert. politischer Chcil. Rundschau. Vrrliu, 2. November. ii?" Tran treich rafft sich die Regierung beim uck dir Zerfahrenheit ihrer Gegner wieder auf. »er hatte sie thalsächlich vollkommenste Prcßfrei- bestattet und nicht gewagt, die kühnsten Angriffe »den Kaiser zu verfolgen. Jetzt nach dem 2Gsteu g»« wird wieder der Paragraph des PreßgesetzeS Erinnerung gebracht, der Angriffe auf die kaifer- stamilic mit Strafe bedroht. Selbst in Betreff Theaters weht ein reaktionäres Lüftchen. Es lt sich uni daS Stück:„Robert Linda", aus der eines jungen republikanischen Schriftstellers, * Claretie, welches eine Episode au« der Zeit trtzteu MonlagnardS(Mitglieder des B-rgeS, »rißt der äußersten Linken deS ConventS) behau Robert Lintay geHörle zu jenen Anhängern 'rtpicrre's, welche der Niederlage und Hinrichtung � Thermiror entgangen waren und die sich am » Prairial an die Spitze der Sektionen und Ja« »rr stellten, die den Eouvent zu sprengen ttach Als dieser Versuch mißlang lödteten sich sechs letzten MontagnardS.am selben Abend »eldenmüthiger Weise, indem sie sich desfel MefferS bedienten. Diese Episode hatte Herr �lte zu einem Drama benutzt.— Die ter. Censur hatte die Ausführung gestattet, �olizeipräfekt wußte aber nachträglich ein Verbot zusetzen.— Die radicale Bourgeois» und halb» l'sttschr Opposition macht, nachdem tinmal der buS der unversöhnlichen RevoluticnSmänner s.it � j j? 26 Oktober geschwunden ist, in ihrem Eifer ein Agitation« mittel zu finden, die verfehltesten m®0 schlagen z. B.„Rappel" und„Reveil" t iu den am 21. November stattfindenden Nach- c f,.,,«."in in Paris vier Candidaten aufzustellen, die a!!»»rgeschriebenen Eid auf die Verfaffung nicht leisten. fst dies offenbar ein ganz kopfloses Vorgehen. Die ,t?ii>�»iung würde einfach die Stimmen, wclche jene '«Verweigerer erhalten, für ungültig erklären, und Pser dl«»i Gegencandidaten, auch wen» er nur einige � Stimmen bekäme als gewählt proclamiren. rwi»?liiden die vier wichtigsten Wahlkreise den � liianern einfach abhanden kommen. Sinn würde «v ganzen Demonstration nur Schritt der Regierung mit liegen, wenn ein I einer Revolution ortet würde; daß die« aber die Ausreißer vom ktober nicht wagen, liegt klar auf der Hand. das einzig praktische für die Pariser, vier sestc .�sten, wie Cantagrel und BrioSne, zu wählen l° die focialistischc Agitation nachhaltig zu vcr» »' Entweder Ausnutzung deS allgemeinen Wahl» . lur Agitation oder sofortige Revolution mit den .» in der Hand, ein diittes giebt es nicht für in,'»fiter von Paris. Da wir den Socialisten ts hf�fl erwähnen, so sei bemerkt, daß der vor ,P' 1»r1 0011 uns gebrachte Bericht über feine Rede, n i,5»! einem BourgeoiSblatt entnahmen, etwas ent- ! k? lfin scheint. Es hieß dort: Cantagrel habe ktll«n siegreichen Revolution, eine Verstei- tqua'.». S der Fabriken empfohlen, deren Geschäft stocke ßj. l'var an den Meistbietenden mit Bevorzu- 'fttu Arbeiteraffociationen. Diese etwas unklare .'aung der socialen Liquidation werden wir wohl dem Gehirn deö ZeitnngScorresxondenten zuzuschreiben haben. Nach Berichten einiger andern Zeitungen, die allerdings auch lehr mangelhast sind, hatte Cantagrel« Rede folgenden Gedankengang: Wenn durch eine sieg reiche Arbeiterrevolution die Macht dem Proletariat in die Hände fällt, so wird die gesammle Produclion stillstehen, da alle Fabrikanten weder Arbeiter zum Ausbeuten, noch kaufende Capitalisteu finden werden Es ist dann nicht Sache des Staats, die nun ar- beiiSloS gewordenen Arbeiter, zum Nachtheil der Ge werbe selbst, zu beschäftigen— hier scheint Cantagrel di: berüchtigten Nationalwerkställen von 1848 im Auge zu haben— sondern der Staat hat, da alle Produktion stillliegt, Fabriken, Bergwerke, Eisenbahnen und d n gesammten Grund und Boden an Arbeiter� affociationen zur Bewirthschaftung auszugeben, welche bann, unter sich organisirt, die stillliegende Produktion wieder in'S Leben rufen.— So Cantagrel.— Es ist höchst erfreulich, daß dieser einstige Junikämpfcr, der energievollste pariser Srcialist, so entschieden die Aufhebung des Privateigenthums am Grund und Boden fordert, wogegen die französischen Halbsocia listen, die, wenn die Regierung Ernst macht, zum Rückzug blasen, ein so große« Geschrei erhoben hatten. Jene Männer, d-'e wie Cantagrel bereit sind zur That, wissen auck die Idee des SocialiSmus voll und ganz zu durchdenken. Tie sogenannte Bundeökammcr der französischen Arbeitergesellschasten, welche mehr alS hunderttausend Arbeiter zu ihren Mitgliedern zählt, kommt der Ge sellschast der HandlungscommiS, welche ihren ehemali gen Prinzipalen jetzt eine Gesammtconcurrenz machen wollen, mächtig zu Hülfe mit folgendem Aufruf, wel- chen sie soeben an ihre Mitglieder und Freunde er» lassen hat:„An die arbeitenden Klassen. Ein neuer Zusammenstoß hat zwischen der Arbeit und dem Ka pi'al staltgefunden und die industrielle Feudalherr Herrschaft zwingt die Arbeitenden, noch eiruial zu dem äußersten Hülfsmittel, der ArbeitScinstellung, ihre Zuflucht zu nehmen. Im Vertrauen auf die Gefühle der Zusammeng Hörigkeit, welche ihre Mitbürger beseelen, ersuchen die Delegirten der Arbeitergesellschaften die Bürger, ihre Anstrengungen zu vereinigen, um den ungerechten Widerstand, auf welchen die Anträge der Handlu�gS tiener stoßen, zu überwinden. Die Letzteren werden, in cocperativc Gesellschaften gruppirt, Ve>kaufSgewötb eröffnen. Wir ersuchen lebhaft alle Arbeiter, ihre Einkäufe in diesen neuen Geschäften zu besorgen Abgesehen von den materiellen Vortheilen, welche sie dort finden werden, werden sie auch dazu beitragen. die unnütz-n Vermittler, die Brodherren, abzu- 'chaffcn." Endlich kommt es in Spanien zur Königswahl. ES wird unterm 31. Oktober aus Madrid gemel» det: In der heute früh 3 Uhr geschlossenen Ver- ammlung von CorteSmitgliedern, wclche zur Wahl eines Monarchen zusammengetreten war, hat der Her« zog von Genua 128 Stimmen erhalten. 52 der An- wesenden stimmten gegen die Wahl desselben. Meh- rere Dcputirte waren abwesend. Min glaubt, daß der Herzog von Genua definitiv ungefähr 180 Stimmen erhalten wird. General Prim'S Partei hat so- mit die Oberhand, und derselbe wird, da der neue König minderjährig ist, wohl schließlich der eigentiche Herrscher Spaniens werden. Neuere Nachrichten vom Schauplatz de« Aufstau» deS in Dalmatien sind hier nicht eingetroffen, als die telegraphischen vom 29. Danach waren bei den Gefechten am 25. und 26. die Insurgenten mit Her- zegowinern und Montenegrinern über tausend Mann stark. Im Engpässe vor Dragali entspann sich ein blutiger Kampf; die Truppen hielten sich angeblich brav. Die Insurgenten waren mit Miniö- Büchsen bewaffnet. Gefallen sind 2 Offiziere und 20 Mann, verwundet 3 Osfiziere und 60 Mann Der Verlust der Insurgenten ist gleichfalls stark. Der„Corr. Slave" entnimmt die„Presse" einen Bericht au« Cattaro vom 18. d., wonach der Boechesenausstand Fortschritte macht. Hiernach befinden sich die Fort« von Dragaly, Cerkvice und Stanjevich in der Gewalt der Aufständischen. Alle größeren Gemeinden, wie Krisovice, Zuza, Unter» und Ober-Pobori, Budua und mehrere andere haben sich dem Aufstande ange- schloffen; dasselbe thaten die angränzenden Districte von Montenegro und der Herzegowina; in den Hän- den der t.nserlichen Truppen befinden sich im Mo- mente nichts als die drei LandungSpuncte Cattaro, Ri- sano und Castelnuovo. Nach der Anzahl der Ver- wuudeten zu schließen, müßten die Truppen Übel em- pfangen worden sein; die Lazarethe, die>n aller Eile aufgerichtet wurden, seien mit Kranken und Berwun- dete» so überfüllt, daß auf die Absenkung der leihter Blessirten in entferntere Stationen gedacht wird. Die Stärke der Aufständischen, die durch Zuzüge aus der Tüikei und der Herzegowina fortwährend vermehrt wird, und die mit Waffen und Munition reichlich ausge» rüstet sind, giebt der Correspondent auf 14,000, die der kaiserlichen Truppen auf 18,000 Mann an; letztere könnten berAodenconsiguration und der GebirgSverhältnisse hal- der schwer auf einen höheren Stand gebracht werden.— Die Angabe, daß die Aufständischen 14,000 Mann stark seien, ist offenbar z» hoch gegriffen, da der ganze in Empörung begriffene Bezirk nur 36,000 Seelen zählt. Di« österreichische Regierung hat dem Oberbefehlshaber der in Dalmatien befindlichen Trup- Pen eine Art von Diktatur übergeben und die Ver- saffung suspendirt. Diese Maßregel findet den Bei- fall der Liberalen in Oesterreich, wie überhaupt die deutsche liberale Presse, ja sogar ganz besonder« die der Volkspartci gegen die Aufständischen hetzt. Bei ruhiger Ueberlegung findet man, daß die Dalmatier nur rebellirt haben, weil an Stelle ihrer bisherigen Landwehr das Militärsystem deS heutigen CäsariSmu« eingeführt werden sollte, und sie sich nicht gutwillig in die österreichischen Kasernen stecken lassen wollten. Wie kommt eS nun, daß die sog. demokratische Presse, die doch sonst in erster Linie die heutigen Militär- staaten bekämpft, gegen jene Dalmatier Partei er» greift und das Gespenst de« Panslavismu« wittert? ES giebt hierauf nur eine Antwort: Die österreichische und österreichfreundliche Bourgeoisie ist wie jede Bourgeoisie reaktionär, wo es sich um ihre eigene Machtstellung handelt. Ueber die in der irischen Landfrage zu er- wartenden Gesetzesvorschläge bringt die„Time«" Ar- tikel, welche schließen lassen, daß sie nach au« dem Ministerium erhaltenen Winken abgefußt sind. Nach kurzer Einleitung, in welcher sie u. A. BrightS Sonderpolitik in dieser Frage, der durch eine Art Ablösung den Pächtern das Eigenthum ihrer Lände» reien verschaffen will, als von Preußen geborgt, mit kurzen Worten als mit dem„freien Dispositionswillen" des Eigenthümers nicht verträglich, abfertigt, giebt sie ölgende Skizze des vermutheten Regierungsplane«: Es werde sich, um der Ungewißheit der P.rchtbauer abzuhelfen, dabei zunächst darum handeln, die Vor- theilc eines längeren Pacht-Conlraktes einem großen Theil der irischen Pächter zu Gute kommen zu lassen. Die Mittel dazu würden verschiedenartige und mcistentheilS indirekt wirkende sein, aber eS dürfte nothwcndig erscheinen, eine nöthigendc Gewalt in« Auge zu fassen mit Bezug auf„schlechte LandlordS", um solche Handlungen durchzusetzen, die ein„guter Landlord" als selbstverständlich sich zur Pflicht machen würde. Mit solcher„Gewalt" würde eine Regierung?» Commission oder Diieklion, welche mit ausgedehnten diScretionärea Vollmachten zu bekleiden wäre, eingc- etzt werden müsse». Worum eS sich bei deren Einmischung zu handeln habe, dafür gebe sich ein Urtheil an die Hand, wenn man erwäge, daß der großen Mehrzahl nach da« Verhältniß zwischen Landlord uud Pächter in Irland, mit Ausnahme eines Punktes, cin zufrie« ve> stellenors(?!) genannt werden könne. Im Allgemeinen sei der Pächter gewiß, außer in Fällen hartnäckiger ZahlungSsäumniß, nicht auS seiner Pacht verlrieben zu werten, aber diese Gewißheit habe ihre Grenze, sobald ein billig denkender Landlord einen E>ben oder Nachfolger haben sollte, der sein Gegenstlick wäre, oder wenn er seine Güter an einen habsüchtigen Mann verkaufe. Diesen Eventualitäten gegenüber den Pächter zu schützen ohne den Eu.enlhUmer zu einem Hypothekengläu- biger zu reouciren, sei Zweck der Negicrungsmaßregel.— DaS Ganze, was den irischen Pächtern also geboren werten soll, um ihre unaussprechlich schlechte Lage zu bessern, sind also einige ganz unwesentliche Dinge in Bezug auf ihre Pachtcontracte. Daß durch so elwaS die Pächter nicht in eine Lage versetzt werden, wo sie nicht mehr, wie Henesiy sagt,„mitunter veranlaßt weiden, auf die Lantherren zu schießen", ist eigentlich selbstveiständlich, und es ist erstaunlich, wie behutsam daS den Grundbesitzern sonst so wenig geneigte Mj. visterium dieselben in der Eigenlhumsfrage mir Glace- Handschuhen belastet. Freilich, wenn eS sich um die Stellung zur Arbeilerklasie handelt, so sind Grund- eigenthllmer nnd Fabrikanten in der Hauptsache stelS ein Herz und eine Seele. Die Regierung Bayerns hat für die Neuwahl zur Kammer eine neue Eintheilung der Wahlkreise vorgenommen, die entschieden zn Gunsten der Liberalen gegen die Ultramontanen ausfällt. Ein Erlaß des Ministeriums des Innern an die Präsidien und Kreisregierungen, in welchem die Motive der Ab- änderuug der Mahlbezirke dargelegt, und auf die Agitationen der Ultramontauen pingewiesen wird, sagt: Die Slaalsregierung erachte es in Be- rücksichtigung des Landeswohls als ihre Schul- digkeit, solchen Extremen mit allen gesetzlichen Mitteln entgegenzutreten. Stehe sie auck nicht mit allen For- derungen der Liberalen im Einklang, werde sie iuS- besondere den Standpunkt der„Wahrung der Selbst- ständigkeit Bayerns" auch künftig einnehmen und durch- führen so müsse sie es doch als dringendste und nächstliegende Aufgabe erachten, vereint mit den libe- ralen Parteien den ultrakirchlich-demagogischen Ten- denzen und Extremen vorzubeugen. Verms-Lhcü. (Für den Allg. deuttchen Arbeirer-Lerein.) * Nach einer Mittheilung des Bereinskassirers, Herrn Hasenclever, sind ihren Verpflichtungen gegen die Bei. eins-afs- für den Monat September nachträglich nachge- kommen: Euba, Rendsburg, Marburg, Ehcmnitz, Melsungen, Lüneburg, Zittau und Rosenheim. In Beantwortung mehrfacher Anfragen Hemer- ken wir, daß, wenn in einem demokratischen Verein die Generalbersammtung in nächster Aussicht steht, all- Streitigkeiten vor diese z» bringen sind. Unserer Ge- neralversamnilung steht die Entscheidung zn— da« allein ist demokratisch. Wer Streitigkeiten in der Oefsenttichkeit breit Kitt, wird sich vor der Generalversammlung zu ver antworten haben. * Berlin, 2. Nov.(Ankunft de« Vereinspräsi- denken zu Stettin.) Wie»nS von den Verlinsgenossen zu Stettin berichtet wird, ist der Vereinspräsident am 31. Okt. dortsetbst von einer großen Arbeitermasse am Bahnhos mit stürmischer Begeisterung begrüßt worden. Wir beschrän- ken un« darauf, nachstehend die Berichte der Steltiner Z-ituugeu wiederzugeben. Die„Stettiner Zeitung" schreibt: „Herr v. Schweitzer, der gestern Nachmittag von Berlin hier eintrat, wurde aus dem Bahnhofe von einer großen Anzahl Arbeiter mit Hurrahrus empfangen, welchen Gruß derselbe mit einem Hoch aus den„Allgemeinen beut- scheu Arbeiterverein" erwiderte. Hierauf begab sich Herr v. Schweitzer zu Wagen in da« Hotel de Prusse, von einem ansehnlichen Gefolge von Arbeitern geleilet." Die„Oder-Zeitung" schreibt: „Stettin, 1. Nov. Der„Präsident" Herr Dr vou Schweitzer hat nun sein« Rundreise angetreten und ist gestern Nackmittag mit der Eisenbahn zunächst hier in Stet in ein- getroffen, empfangen von seinen Anhängern, sogar mit ihren Familien, welche auch der laugsam fahrenden Droschke da« Geleit gaben bis zum Hütel de Prusse in der Louisen- straße, wo der Herr Präsident abgestiegen ist. Die Ver- sammlungen, welche derselbe zunächst hier, dann in Breslau, Peterswaldau u. s. w. abhalten wird, sollen nicht ösicntlich sein, und überall bleibt„den Mitgliedern überlassen, ob sie die Vertreter der Presse zulaffen wollen". Hier haben die Mitglieder diese Erlaubniß erthcilt, wir aber für unser Theil danken bestens für da» gütige Anerbieten, ohne die Absicht zu haben, von demselben Gebrauch zu machen." Zur Versammlung am Montag Abend wurde cin gro- ßer Andrang erwartet. Da der Verein allein circa 600 Mitglieder zählt und die Gewerkschaftsmitglieder als Gäste zugelassen werden, so rechnet mau aus circa 1500 Personen. Berlin, 31. Okt.(Mitgliederversammlnng.) In der gestrigen Mitgliederversammlung unter Vorsitz des Bevollmächtigten Töl�ke hielt der Vereinspräsident einen Vortrag Uber Spartacns. An der Discussion be« theiligten sich die Herren Rost, Zielowskq, Guhl, Roß� und Andere. Demnächst v das Herr Tiilcke den Erlaß deS BereinSpräsidenten über die Einberufung der Generalversammlung nach Berlin. Es knüpfte sich daran eine längere Debatte, an welcher außer dem Vereins- Präsidenten die Herren Aurin, Rost, Eck», Roß, Büchner, Rudolph, Schwekendiek, Finn, Zie- lowsky und Werthmann Theil nahmen. Fast alle Redner sprachen sich für möglichst großartige Veranstaltun- gen behufs würdigen VerlausS der Generalversammlung, sowie für Vorkehrungen au«, um den voraussichtlich zahl- reich cintressenden Delegtrten den Aufenthalt in Berlin mög- lichst angenehm nnd billig zn machen. Es wurde zn diesen Zwecken allseitig die Wahl eine« Eentral- und verschiedener Spccial-Comitös sür erforderlich gehalten und beschlossen, zunächst eine Commission von sünf Mitgliedern zu beauf- tragen, in der nächsten Mitgliederversammlung in Betress der Zusammensetzung und Wirksamkeit dieser Comitös geeignete Vorschläge zu machen. In die Commission wurden gewählt die Herren Finn, Aurin, Rost, Renz und ZielowSky. Räch Erledigung de« Fragekasten» richtete der Vereinspräsident an die Mitglieder einige Abschieds- Worte, worauf demselben ein dreifache« donnerndes Artigen bracht wurde. Schluß der Versammlung um 12 Uhr f* � Muit! Berlin, 20. Okt.(Agitatiousreise nach iW' v' 5« i vurg und Umgegend) Schon mehrere Male h�ll°. im Magdeburger Parteifreunde Redner von nns verlanzl»'■,'9tci1- wir konnten keine senden. Jetzt traf aber die Nachnchl f®11' zun Ii, Buckau hier ei i, Bebel, Nater«, Polling, Muitke und auch Ei Horst wollten Magdeburg uuter allen Umständen gewi� J* Um dielen entgegen zu treten gingen Herr Zielo"'°uld Illlb iffl nul ü Xni-tMn CfftvliA««" brttlEÜ. d1!t dg' und ich auf 3 Tage dorthin. Die„Ehrlichen" hvük» Sonntag eine Versammlung nm 4 Uhr in Tottlljjr�m n und um 7 Uhr in Groß Otterslebeu anberaumt,* L' lIt, Bolle unsererseits um 5 Uhr in Klein OtterSlei' wube! Nachdem wir in letzterem Orte fertig waren, ohne|Aetrn Z zu finden, gingen mir nach Gr. Otterslebeu. Hier ücial-d zum unter den Hand- und Fabrikarbeitern von der VolkSf� Jöiirjb gewühlt worden, nnd der Bevollmächligtc derselben t?�>ag«n die Versammlung anberaumt. Ich sprach dort uM 1 ich auf Ys Stunde, dann kamen die Herren Bremer, P»?!™ Arbeit Muilke und Naters an. Bis dahin hatte ich die Abih's'wi, g-g neu nicht erwähnt, jetzt besprach ich ihre Prinzipienlos>Z' nach i Die Ucberraschung der Versammlung zeigte mir,»>«' sind die Herren„Ehrlichen" sich selbst herausgestrichen merk mußten. Hierauf sprach ZielowSky unter großem 1 ivit, 1 der Versammlung. Daraus entstanden Geschästsordrn� �dpapierf Debatten, wobei Herr Bremer den Soufleur dt» � �"en, em sitzenden machte und durch densrlben die Versammlung'»ur(o| risiren wollte. Es entstand Störung, und endlich loi- isdi? zz Beamte die Versammlung ans. Gr. Otlerslcben, vielmal« als Geldquelle von den„ehrlichen" ausgebeutet ist, wird bald ganz uns Auf ddm Heimweg nach Buckau wurde ich nebst Parteimitglied au« Buckau, der einen Busch tiitt Waizen in der Hand hatte, plötzlich hinterrücks anzegl Ganz erstaunt hierüber wenden wir den Kops zur und sehen hinter uns zwei keuchende Polizeibeamte. jcnige, welcher uns am Kragen gepackt hatte, rief grirl „Was marschiren Sie hier im Tritt, und was habnY da für eine Fahne!" Nachdem wir den Herrn iinfe�J willen über ihr Gebühren ausgedrückt und sie d e in Augenschein genommen hallen, verschwanden sie � iin Hintergrund. Manches Polizeistückchen ist mir aber Ehre dem Ehre gebührt, die Sudenburger Poliz« unerreicht da. Am Montag Abend war Versammln� Buckau. Hier ist Alle« fest und gut. Ich sprach iY weil ich noch zu den Zimmerleuten in Magdeburg traf dort aber nur wenige mehr an. Am Dienstag"ch mit i Versammlung in Magdeburg. Herr Bebel, an d-n Osburg lelegraphirt hatte, war nicht erschienen, dafür aber sechs>' i"" 6. R liehe" Redner: Bremer, NaterS, Polling, Ks' 4 Uh Muitke und Haack Herr Bolle au» Buckau croli opaatSani die Versammlung und meine Freude war groß,® weil bürg, welches die Fortschritlker wie die Volksparteil� JJUtgJan ig ?'! kurze L''ff g ni fd'utsche k'lch nil 'Schlug "beginn Wdgenan Uwbevölk i"ifi »emand wir w lS-, jus «i i>it H "»kte B '«L, ittgenübi Mit Gracchus Babeuf. (Forlsctzug.) Zunächst wurde ein sogenanntes„geheimes und bestän- diges Direktorium" eingesetzt zu dem Zweck, die Masse» zu gewinnen und zu organisireu. Die Hauptsührer waren neben Babeuf selbst: Darthö, Silvan Marschal und Buonarotti. Wir erwähnten eben Buonarotti. Es ist derjenige, dem man alle genaueren Nachrichten über die Wirksamkeit Ba- beus'S verdankt. Er schrieb nemlich mehr als 20 Jahre späler in der sogenannten Restauratiouszeit, al» die Herrscher- familie der Bourbouen nach Frankreich zurückgeführt war, ein Buch unter dem Titel:„Die Babeussschc Verschwörung zu Gunsten der Gleichheit." Als die Verbindung entdeckt und Babeuf mit seinen Anhängern vor die Assisen geführt war, halte ihm Buonarotti versprochen und gelobt, die Ge- schichte der Verbindung zu schreiben. Durch Herausgabe jeues Werkes hat er sein Gelübde gelöst. Die politischen Republikaner, die Trümmer der einstigen sogenannten Bergpartei, die früheren Stützen Robcspierre s waren noch immer mächtig. Die sociale Demokratie Ba- beuf's»rußte zu diesen Republikanern eine bestimmte Stcl- lung einnehmen. Verband man sich nicht mit ihnen, son- dein ließ man sie znr Seite stehen, so war zu besürchten, daß die Partei Babeufs für sich allein zu schwach sein würde, Etwas durchzusetze»; bekllmpste man sie offen, so war sogar zu befürchten, daß durch die gemeinsame Gewalt der Regierung und der bürgerlichen Republikaner die sociale Partei völlig unterdrückt würde. Es mußte mithin eine Vereinigung auf irgend einem Wege gesunden werden und dazu gab der Borwand der Babeus'schcn Partei, die Ver- fcffuug von 1793 wieder einführen zu wollen, eine will- kommene Vcrmittelung. Außer dem eben erwähnten Direk- torinm der Babeuf'schen Partei bestand auch eine geheime National-Versammlung, welche aus 90 Mitgliedern au« allen Abtheilungen als Vertreter der Provinzen zusammeugeietzt war. Auf gleiche Weise hatten sich die bürgerlichen Repu- blikaner constituirt. Sie hatten ein leitende» Eomitö und eine solche Jkational- Versammlung. Buonarotti in seinem Wert theilt mit, daß die leitenden Comitö'« der beiden Par- tcien sich aus's Entschiedenste seind waren; aber da dem gemein« samen übermächtigen Feind gegenüber die Umstände dräng« teil, so leitete Babeuf eine gemeinsame Besprechung ein, die zwar Anfangs zu keinem Ergebniß führte, aber endlich nach vielem Hin» und Herhandeln mit der äußerlichen Verciui- gung beider Parteieu in eine große Vereinigung endete. Die Babeus'sche Partei hatte dabei die Oberhand, indem der National-Tonvent der Republikaner aus 60 Mitgliedern bestehend, zu den 90 Vertretern der Babens'schen Partei über- trat. In den Sitzungen, welche jetzt folgten, besonders auch in ten Zusammenkünsten, welche die socialistischen Repnbli- kancr für sich hielten, nahm da« Babens'sche System sestere Gestalt an. Die eigentlichen Anhänger Babeuf'«, die reinen Socia- listen oder Communisten— gleichviel wie man sie nennen will— arbeiteten ein„ökonomisches Dekret" au«, welches sie bei geeigneter Gelegenheit, wenn nöthig mit Gewalt zu verwirkliche» gedachten. Leider ist diese« Dekret in einigen sehr wichtigen Punkten nicht vollständig ausgearbeitet wor- den; aber auch in der Gestalt, wie es uns überliefert ist, bleibt es cin sehr interessantes Aktenstück, weil daraus zu ersehen ist, wie weit dainal« die Ideen gediehen rvaren. Man ging von der Ansicht au«, daß die Gemeinschaft der Produktionsmittel nicht sofort die ganze Gesellschaft umfassen solle, sondern gewissermaßen nur als Beispiel neben dem Zustand des Privateigenthums hinzustellen sei. Beachtens- werth in dem Dekret ist, daß Babeuf bereit« erkannt halte, daß das materielle Wohl des Einzelnen nur in Gemäßheit einer planmäßigen Produktion, nicht einer planlosen, wie die jetzige ist, gesichert werden könne und daß Cenkalisatiou nothwendig sei. Hingegen richtete Babeuf seinen Blick noch nicht ans die internationale Gemeinsamkeit der Arbeiter- Interessen. Da« Dekret hat 9 Abtheilungen, nemlich: 1) Allgemeiner Theil. 2) Von dem gemeinsamen Arbeiten. 3) Von der V-rtheilung nnd dem Gebrauche der Güter in der Gütergemeinschaft. 4) Bon der Verwaltung der natio- nalen Gütergemeinschaft. 5) Vom Handel. 6) Von den Transporten. 7) Von den Steuern. 3) Von den Schulden. 9) Vom Gelde. Wir geben»achstehend das Dekret wieder: Art. I. Es wird in der Republik eine große nationale Gütergemeinschaft eingerichtet werden. Art. 2. Die nationale Gütergemeinschaft hat das Eigen- thiim an folgenden Gütern: Die früher zum Nationaleigenthum erklärten Güter, die am 9. Thermidor des Jahre« II. noch nicht verkauft waren. Die Güter der Feinde der Revolution, die durch die Dekrete vom 9. und 13. Ventose de» Jahres II. den Un- glücklichen überwiesen waren. Alle durch gerichtliche Verurtheilung der Republik bereit» zugefallenen oder künftig zufallenden Güter. Die Gebäude, welche gegenwärtig dem öffentlichen Dienst angehören, die Grundstücke, welche die Gemeinden vor dem Gesetze vom 10. Juni 1793 besaßen. Die Güter, welche den Krankenhäusern und den Unter- richtsanstalten überwiesen sind. Die Wohnungen, welche die armen Bürger inne haben, beherrschen behaupten, ward ich Borsitzender und Stellvertreter. Eine nnerqnickliche Geschäftsordnung� erfolgte, wobei wiederholt die Gegner einen Anlauf um Auflösung der Versammlung zu bewirken. kamen wir endlich zum Wort. Herr ZielowSky ich hatten als Referenten eine halbe Stunde Redezeit- sprach über unser Princip, Ziclowsky über die Arbeitcrclasse. Die große Mehrheit der Arbeiter W1, Zielten schieden aus unserer Seite, verhinderte alle Störunge� �. derineist gewährte Herrn ZielowSky, dessen Ausführungen st'Y � und sprachen, schließlich unbeschränkte Redezeit. Freilich � i,?"8 Ve, >'"lOoll fti °uf die in Bollziehung der Proklamation an die Franzosen vow- (s. unten). Die Güter Derjenigen, die dieselben der Republik' geben. Die angemaßten' Güter Derer, luelche sich in licheu Aemteru l«reichert haben. Die Güter, deren Anbau von den Eigenthllmel uachlässigt wird. Art. 3. Das Jnstetaterbrecht, so wie das tesi tische sind aufgehoben. Alle Güter, welche gegenivär Einzelnen besessen werden, verfallen bei ihrem Able nationale» Glltergemeinschast. Art. 4. Als gegcinvärtige Besitzer werden aAS die Kinder von j.tzl lebenden Vätern, die nicht vom zum Dienst in der Armee bernfen sind. a uns -r vor e Ueustcli! '»rden d 'dilti ou Art. 5. Jeder Franzose beiderlei Geschlecht«, dll seine Güter dem Vaterlande überläßt, und ihm seine 1 und die Arbeit, zu der er fähig ist, widmet, ist ein f der großen nationalen Gütergemeinschaft.'0 Art. 6. Die Greise, welche ihr sechszigste« Jahr �- Arbeiter » VT i»»»X Sti» f?.» ctz> r.UÖ'. IllMf * 1 U 7.° des M *9«tfltttt Erhalt- wie daran: W und d-n Arbe Weil ° such ii '-r scho,, hatten. eitz, 27 16 am 'venfgl« ', i-hr z -we Ve wir, " sich so haben, und die Schwachen, wen» sie arm sind, si"'.? weil —•-■ ii,,, machten mehrere Gegner Angriffe, die wir sofort erlangt,' NaterS und Polling hatten sich gar nicht Nachricht> ttt zum Wort gemeldet. Unter den Zimmerleuten le nnd f auch ein fortschrittlicher Ortsverein etwa 42 Mit in gewti iiiti td-r. - Einige haben mir gesagt sie glaubte», derselbe Zielow' t bald einschlafe». DaS maß sich zum Frühjahr zeigen, " hatietl s» uin den Schiedsgerichten kommen die Leute nicht weit. Tottlt uden mit dem Resultat kam ich mit dem Dampfroß räumt,» L-I'n Zurück. Den Buekauer Parteigenosien für die lterSl�"lttude Thätigkeit und Gastfreiheil sage ich im Namen ne O?pt� j.'.errn Ziclowskh wie auch für mich herzlichen Dank Hielt'�cial-demokratischem Gruß G. Lübkert .VolWj Würzburg, 27. Okt.(Kampf in Aschaffenburg. rselben r. tag« wählen, Verfolgung.) In Aschaffenburg '»rt unzt?, tch aus Einladung am 1l). Oktober einen Vortrag über er. � �rbejterbestrebungen; die Gegner, obwohl sie der- nc Abges�lheii, gegen uns auszutreten, waren anwesend, allein sie . r H tt 5vvOvtl UNv UU|jlUlClClI, lUULCil UUIPI ipienlM u»ach mir keine Lust zum Sprechen. Die Partei >ir, wtl�°!ün sind überzeugt von ihrer Feigheit und werden sich'S nierkem Die Parteigenossen von dort«heilten tuit, daß die Liberalen, sogenannten Fortschrittler, richen oßem � ftsordiud ir des' mlungi (ich bcn, it; eu" s nebst ch tiitj angtgj zur mite. es IM 8 �. i unser« d e„SW n sie>»' mir bl Polij-l! � immludi! prach bürg uenstag i in den: er sechd- g, au erU in parteistr und rungsjl ruf en. >wskn 1 -dez-it- ie LnS'l ter war« jrunge«, gen »ich .' I vyv.iiariiiu.il � U H| Uf i U llt l, Mpierfabrikanten) Arbeiter, wenn sie nicht bei uns "en, entlasten wolle». Alles soll ihnen gewährt wer- »Ur sollen die Leute von den Vereinen weg bleiben! 'w®a9'>aBon Zu halten, ist sehr leicht zuerkennen, , Ire 1848 hat man auch alles versprochen, weil man 'i kurze Zeil darauf hat man alles doppelt geraubt, g ng's gerade so. Deshalb, Arbeiter, steht fest, "rutschen Brüder verlassen Euch nicht als junge Garde, "ch nicht durch Jesuitentrug betrügen, Euer Losungs- stu„An ihre» Werken werdet Ihr sie erkennen!" Schluß bemeike ich noch, daß in Bayern der Wahl- ' beginnt; die Regierung hat die Wahlkreise zu Gunsten «genannten Fortschrittler" eingetheilt. was aber die rrbevölkerung thut, ist noch nicht sicher. Zum wählen "rinand Lust, denn das Vormundsystem gefällt Keinem 'wir werden dieseSmal strenge Neutralität hallen und «gr zusehen, wie sich die„Schwarzen" und„Blaß- d>e Haare ausreißen, bis wir da» allgemeine gleiche "ekle Wahlrecht haben. Die Presse hat unsere Sache 1 Kolh herabgewürdigt, hat ausgerufen, wir dienten wlliou; nun wollen wir ihnen zeigen, daß alle Parteien .Skgenüber„Reaktionäre" sind. Denn die Regierung u i"'' t'tm llroße» G-ldsack verbunden, da« sahen wir Osburg und München, und unser Parteigenosse Schenk b. November ein Nachspiel erlebt; er kommt Nach- |° 4 Uhr vor« Bezirksgericht in zweiter Instanz, weil watsanwalt unbidingt glaubt, er müsse eine Strafe weil er Kartoffelgeld für seine feiernden Brüder in lbg sammelte. Nur so zu,„Druck erzengt Gegen- Mit Gruß und Handschlag A. Wllchner, Lackirer. * uns aus Remscheid Herr Koch» mittheilt, wurde « vor einigen Wochen stattgehabten Versammlung über «uenstttn'schen Strlke gesprochen. Bei dieser Gelegen. vilrden dle den Mord des Schmiede» Wonscl betreffen- u�ülel aus dem„Social-Demokrat" verlesen. Als die wwelten den Empfang des Direktor» Kirchweger durch "irineister zu Bochum vernahmen, waren sie höchlichst und faßten einstimmig eine Resolution»ahingehend, as Verfahren des betreffenden Meisters in Bochum �"oll sei und einem ehrenhasten Arbeiter die Scham- "Uf die Stirn treten müsse, wenn er sich mit der An- . Meisters emverstanden erklären sollte, daß serner L""rettet des Direktor Kirchweger genügend au» seinem ■"erhalten den Aibcitern gegenüber erhelle, sowohl in °°er wie zuletzt in Hamburg. Herr Köchy knüpft die � daran: Warum ist der Direktor Kirchweger nach . und nicht nach Hannover gereist»nd hat sich °-N Arbeitern vorgestellt? Und die Frage wird beant- Weil die Arbeiter in Hannover ihn ausgezischt hätten, auch in Leipzig geschehen würde, kurz überall, wo die wr schon ihre Kämpfe mit dem edlen Direktor zu be- ' hallen. 27. Okt.(Neue Ausbreitung. Maßrege- Am 17. d. M. hielten ivir eine Versammlung in Zenfel« ab; es bildete sich dort eine Mitgliedschaft, '■. lehr zahlreich werden wird.— Am 18. hielten ie- Versammlung in Teuchern ab; auch hier ein M � wir, und es entstand eine Mitgliedschaft, in "e sich sofort 75 Arbeiter einzeichnen ließen. Ueber Orts, sucht uns in etwa« zu unterstlltzen, aber schnelle Hülfe thut Roth. Etwaige Unterstützungen wolle man an den Unterzeichueten, Slcphausstr. No. 2, schicken. Mit social- demokratischem Gruß Johannes Klinkhardt. Verbands-Theil. Für den Allgemeinen deutscheu„Arbeiterschaft» Verband". Die Anträge zur Berbands-Generalversammlung sollen nach Anordnung de» Präsidium« bis zum 1. December d. I. an mich eingereicht und dann durch Tircular zur Kenntniß der Mitglieder gebracht werden. Ich erbiete mich. die Anträge für die Generalversammlungen der zum V-r bände gehörigen Arbeiterschaften, Vereine u. s.>v. gleich zeitig mitdrucken zu lassen, so daß sämmtliche Anträge in einem Circulare enthalten sind, wodurch erhebliche Druck kosten erspart werden. Ich ersuche deshalb die Herren Prä sidenten, mir die bei ihnen eingehenden Anträge spätestens am 1. December einzusenden, damit Druck und Versendung rechtzeitig erfolgen können. Berlin, 1. Nov. 1869. T. W. T ölcke, Secretair. i BOW' publik' i i«1 )Um(4 l aliJ: vom 1 ts, feine chast id gieb-H?- Zahr i Arbeiter konnten sich denselben Abend nicht ein« ), sink.' w, weil sie Nachtschicht hatten, und früher die Ber- zemr"1 ja"8 verlassen mußten; jedoch werden sie sicher bei Sie Versammlung nicht zurückbleiben. Je mehr man Ulglie" �"ssalleaner hier anfeindet, desto weiter breiten wir uns . Ruf ist»nd bleibt:„Hoch die Fahne der gem«'«.�dtinokraüe."— Vorgestern schickte ein Wagenfabrikant rn bt'��gelow seine sämmtlichen Schlosser»nd Schmiede aus fort, mit hk»m«irfit f't fort, mit dem Bemerken: Er dulde nicht den Jedoch war diese« nur vor- die Sache stellte sich bald anders: Ich selbst habe t k.! gesungen werde. chvl?"!" � Zeit in der Fabrik gearbeitet, und mußte vor 6 Sp fort, weil ich die Agitation hier betrieb. � .________ Ich habe ""ch keine Arbeit wieder. Als unsere Tollegen ihre v holten, hieß es:„MnSje Klinkhardt" hat Euch ."usgewärmt. Ihr wollt lassallisch werden, da» geht öss�sisti, Welche Frechheit! Mir schon wurde bei meinem Mit/ K'"" erklärt: man wolle nur Arbeiter, die fich um keine • Wer' buchen" kümmern. Gestern hieß e«: Es sollen ischrf« i. gliche anfangen, aber sie sollen ausgesucht werden. v!» hätten sich die Herren hier auch die Tugen- :j.nr-.entfesselten Bestie" angeeignet. Da»„Etliche" an- "i z, svllen, scheint aber keinen Erfolg zu haben, denn bei b>,«itern heißt es: Alle oder Keiner, trotzdem fast j«Virathet sind. Mehrere sind Mitglieder nnd baben "-Iii"} Zur Fahne gestanden. Parteigenossen, Lassalleaner, , h»."'so ist es; nicht nur. daß wir in materieller Be- ' 8 gedrückt und geknebelt sind, man will auch den Geist ki>. � aller STftorfzt llitm förftymn molken! 2ßob(an. der i1 ■) !%cll ''in v"®" Macht zum Sclaven machen!.... «il''iskn Kamps werden wir mit aller Energie führen, Wohlan, Ihr ....._____ r,.................... nergie führen, "w Lassalleaner und Männer sind. Tollegen aller Hatitburg, 12. Okt.(Zum Strike der Lauen stein' scheu Arbeiter.) Nach nun vollendetem siegreichen Kampfe fühlt sich da« neue Tomite verpflichtet, über die vom 15. September ab eingegangenen Gelder öffentlich Abrechnung zu halten. Ueber Gelder, welche vor dem 15 September eingegangen sind, wird demnächst quitlirt wer. den. Da jedoch noch 12 Mann vom alle» Tomit« sich wegen des Sturms auf die Fabrik in Hast befinden, mehrere Andre wegen dieser Angelegenheit die Flucht ergriffen haben »nd endlich durch die Jnhaftirungen Schriftstücke in die Hände der Polizei gekommen oder sonstwie verloren gegan- gen sind, wird allerding« die Abrechnung für die Zeit vor dem 15. Sept. nur sehr gedrängt, wie cS eben das übriggebliebene Material vorschreibt, gegeben werden können. Soweit uns, dem neuen Tomitö, aus den Schriftstücken des alten Eomitä's einen Schluß zu ziehen möglich ist. bat da» alte Tomitö mit größter Gewissenhaftigkeit verfahre» und haben sogar Einzelne vom Tomitö von aller Unter- stütznng für ihre Person, obwohl sie so gut wie alle Andern berechtigt waren, Unterstützung zn beanspruchen, Abstand genommen. Außerdem ist noch zu bemerken, daß nur der Energie des alten Tomitö's es zu danken ist, daß der Strike noch ein so außerordentlich gutes Ense genommen hat.— Die Arbeiter von auswärt« können sich denken, was hat aufgewendet werden müssen, um der Tapitalistenmacht den Sieg, den sie schon sicher in Händen zu haben glaubte, wie- der zu entreißen. Es hatten nämlich am 6. Sept. bereits über 606 Arbeiter, welche vorher nicht in der Fabrik gear- beitct hatten, die Plätze der Sinkenden eingenommen. Nun heute sind diese sechshundert großentheil« wieder hinansge- schafft au» der Fabrik, die meisten sind mit Sang und Klang au die Luft geflogen, und die alten Arbeiter stehen wieder als Sieger an ihren Plätzen. Director Kirchweger versuchte noch einmal, die Fabrik zu betreten, aber er versuchte es nur, und dann verschwand er auf Niinmerwieder- sehen. Also es mar ein harter, sehr harter Kampf, nnd ivic gesagt, nnr der vortrefflichen Leitung von Seiten des alten Toniitö's und dem festen Zusammenhallen der strikenden Arbeiter sowie der Opferwilligkeit der übrigen Brüder in ganz Deutschland ist dieser glänzende Sieg zu danken. E. A. B. Richter. Nachstehend die Abrechnung über die vom 15. Septem- ber bis 9. Oktober eingegangenen Gelder: Arbeiter-Verein Liegnitz 14 Thlr. 26 Sgr. Schmiedegesellen, Breslau 12. —.—.»» den letzten Jahren sich überall vordrängten— man � nur an die Schützen, Sänger und Turner, die 2" Cappelmänner, Castelar» und die Unversöhnlichen von Heine'» Gedicht lautet: An einen politischen Dichter. Du fingst, wie einst TyrtänS") sang, Von Heldenmuth beseelet, Doch hast Dn schlecht Dein Publikum Uud Deine Zeit gcwählet. Stitnug iwar: 5 «» Beifällig horchen sie Dir zwar, Und loben, schier begeistert: Wie edel Dein Gedankenflug, Wie Du die Form bemeistert. Sie pflegen auch beim Glase Wein Ein Vivat Dir zu bringen Und manchen Schlachtgesang von Dir Lautbrüllend nachzusingen. !>»«ent h Sit s�d-n i m. m Der Knecht singt gern ein Freiheitslied De» Abend» in der Schenke: Da« fördert die Berdanungskraft Und würzet die Getränke. *) Der berühmteste allgriechische Dichter von gesäugen. Annoncen. Für Dcrlin. Commissions- Sitzung # Mittwoch, den 3. November, AbendS S im„Rittergarteu", Ritlerstr. 24., Gustav i>is> dem 1 ment ersuche l- dies "N neu Hönze£ �chgelie V Für Hamburg. Oeffentliche Gersammlung der hiesigen Mitglieder de« Dal Allgemeinen deutschen Arbeiter-Verein� lIMicher Donnerstag, den 4 November, Abend«» in Tütge'S Salon, PalentinSkamp. Tagesordnung: Vortrag und Berichterstatlring über die Agitati� von Herrn Richter. Lt Wtrium Für Lcr.in. Allg. deutsch. Maurer-Lercin. Mittwoch, den 3. November, AbendS w V iu Walter'« Lokal, Neue» GesellschaslshauS. Tagesordnung: AgitatiouSbericht__«j Um zahlreiche» Erscheinen ersucht E. Gränd� Für Hamburg. Allgem. deutsche Gewerkschaft der Scssdd Kürschner und Kappenmachcr. Officielle Mitgliederversammlil Mittwoch, den 3. November, AbendS tf' im neuen BerkehrSiokale, Ecke Spitalcrstraße und 1 markt, Kellerrastauration von Lilie. Tagesordnung: Abrechnung de« 3. Quartals der Hauptkaffe. lar des Präsidenten.— Verschiedene«. liL. Die Bücher oder Karten müssen vorgezeigt� _ F. S. Liebsq Donn Tagesordnung:.�-»ie fmiu, Protest gegen da« Betragen de« Beisitzmeister» Mchiih' f" IT'- Kassenbericht. � Balte, BevollnrächWb: �»Mpagni ."»ter Eon /"d ,'rüh V'nzelne gegen den Altgesellen Fechuer. Kassenbericht. � fih, schied ene«. Für Hamburg. Empfehlung. Den geehrten Schileidergehlltfen Hamburg», f' Deutschland«, empfehle ich mich mit dem neuen � Schn eider-Verkehr Ecke der Spitalerstraßeund des SchweincMü� �ern bi "ißl 4" Staa gleich Bäte legerisch 'b mogli �lnford ist �ü'Men, �üng h, 7'lich gl "«Uttel t .... fähis Ofen. 5 'schen � zum Sc H'nheit über hie uesten 3 . Vorrsici 't.'st j alrieg o vom! , �vgenzei den st Mt Krrliu. Versammlung der hiesigen Mitglieder de»�... �, Allgem. deutschen Bä'öker-Verci�' Gefecht: nnerstag,, den 4. November, Nachm.*• e' in Kunze'« Salon, Thorstraße 9. jW umgebe Keller-Restauration von Lilie. V°l>lefv Da die geehrte» GewerlschaslSmitglieder der S«' K A°rt, c Kürschner und Kappcnmacher die Herbeige, so wie W- ji� nn «inSlokal nebst Arbeitsnachweis- Bureau ebenfalls sich di haben, so bitte ich allcsammt, Fremde wie auch H'tW£%e Gr uannter Gewerkschaft in meinem Lokale mir ihren In],£0n Bc Besuch zu Theil werden zu lassen.,,.»Oommev Ich werde bemüht sein, in Allem den Wünschen � j(„gW 12 Beehrenden nach besten Kräften nachzulommen. ir-"iß"'et nn Speisen und Getränke ist besten« gesorgt, so wie ftv waren, tier der zureisenden Gewerkschaftsmitglieder..gi:i jt 11 m 5 Hamburg, den 29. Oktober 1869. 8..A.J-V lt8,n ten in Buchdrucker- u. Schriftgießer. birg«'�« Iäckel'S Salon, SebastianSstr. Donnerstag, 4. Nov. Abends präcise 8' s U"' Dt Brllllow: Ueber die EntWickelung Berlins stadt.— SlistungSsest: Wahl eine» Comite'S. Der Vol"!� Grüwel iu Berlin. �fchoss st sin 1 Verw ){V' 1 Offi bei?'lche ' 7(J To tn groß