irtrf s«�- iret. Bi' chre, rortK rtfliifcn i"1'' l» re Sljo'11- affm" n bring-". n», in w-lli? itKn-�-,. Muude M 1848 - man , die El«! >en van P«" 130. \ Berlik, Freitag, den 5. November 1869. Muster Jahrgang r. ng, kum Leitung erscheint drei Mal«dchentlich ' iWar: Dienstag», Donnerstag» und Sonnabend» Abend». Organ der social-demokratischcn Partei. Kiedaction und Expedition! Berlin, Gitschinerstraße 17. ?>rel* für Berlin incl. Bringerlohn! vierteljährlich 1b Sgr., monat- p! 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.: bei den Postiimteru in Preußen IS Sgr., .n den außerpreußischeu Postämtern in Deutschland 12V» Sgr.,(44 Kreuzer >°dd. Wahr.) vir »lied von l«» B BeKellangev werden au»wärt» bei alleu Postiimteru, in Berlin in der Expedition sowie bei jedem soliden Spediteur eutgegeu genemmeu. Inserate(in der Erpedition auszugeben) werden pro dreigespaltene Petit-Zelle bei Arbeiter- Amtoucen mit 1 Sgr., bei sonstigen Auuouceu mit 3 Sgr. berechnet. Agentur für Euglaud, die Eolouieu, Amerika, China und Japau dir. Ä. Duonsing 8 Little-Newport-Straat, Leicester-Square. W. C. London. iiiim»iiii»i i_i, i iiwB iiiiii innwiMniwwiTiiTnrTiwirririwftrTr™*™™*.......■i,a»n— ung iftn I. Oktober hat ein neues Vierteljahrs ment auf den„Social-Demokrat" begonnen ersuchen diejenigen, welche noch abonniren dies sofort zu thun. �en neuen Abonnenten wird das Blatt für �nze Quartal, vom I. Oktober an, vollstän "chgeliefert. politischer Thcil. Rundschau. . Berlin, 4. November. 'f Regierung Oesterreichs hat durch die Vor- -ju Dalmatien eine empfindliche Niederlage in ch-nllichen Meinung erlitten. DaS gegenwärtige .ptium hatte nicht wenig mit den Reformen ge- -'welche das Militär nicht nur billiger, sondern , Ästiger machen sollten. Ein wahrhaft frei- •aat allgemeine Wehrhastigkeit dcS ' gleich geschickt zur Verlheidigung der Freiheit k» Vaterlandes, zu seiner Grundlage haben, ereilt- N wgerische Ausbildung des Volkes von Jugend dS S möglichste Beschränkung der stehenden Armee. whaus- � Anforderungen, welche Freiheit und Frieden ist freilich von keinem einzigen Groststaate .d ,°wmen, uud es hat sich auch Oesterreich bei /�ung per allgemeinen Wehrpfl'cht ihnen nur "ll'ch genähert. Ja es war allgemeines Agi- ol« Ministeriellen, die reorganisirte Ar- sähig zu einem Rachekrieg gegen Preußen s'sen. Dies Triumphgeschrei ist nun durch die nchen Hirten und Bauern auf sehr fühlbare - suui Schweigen gebracht und eS hat sich die �'nheit einer für ihre Freiheit fechtenden Volks- �uber die gedrillte Armee schlagend erwiesen. besten Depeschen melden zwar von einem er- vorrücken der verstärkten Truppen. Diese t'�4.>st jedoch nicht wesentlich, da bei einem »krieg$cr. und Rückmarsch rasch folgen. Aus .° vom 24 Oktober erhält die„Presse" von sj.ivgenzeugen folgenden Bericht über das am tx ,l-> den Forts Trinita und Gorasda statt ae- r-� Gefecht- '' li', liegen auf den Höhen, welche Caltaro un- . umgeben, sie sind von einander 1500 Schritt und a,r»s� f,ue �lbc Meile'von Cattaro entfernt. Beide sind riibt. �!.>4l>ycn ycrschiedeiien Kaliber» ausgerüstet. Trinita llnMlißj!!, Straße, die von Cattaro gegen Süden nach riibt. �■tn verschiedenen Kalibers ausgerüstet. Trinita ij. �i- Straße, die von Cattaro gegen Süden nach �lührt. Die Besatzungen, bestehend aus je einer � �wpagnie Mmpffcn-Jnfanterie und einigen Artille- , �utcr Commando je eines Offiziers, bemerkten schon ras l' früh verdächtige Annäherungen von Jusugciiten, neuen �uzelne Schwärme, welche sich aber bald zurück- > x iu'lst» 1 Uhr kamen plötzlich größere Abtheilungen, - I'« V' ��gllnstigt durch das sehr coupirte, mit großen neals� I.wern bedeckte und rissige Terrain, angeschlichen < v sogleich da« Feuer eröffneten. Die Besatzungen der iSisort, circa 50 bis 60 Mann, erwiderten e» auf wie ji?lwstc und brachten ihnen viele Verluste bei. Trotz- falls sich die beiden Forts(wovon Trinita mehr block- ch Hie»? h!'°hne Graben gebaut ist) kaum gehalten, wenn nicht ihren»Ms, � tin Bataillon Franz. Carl-Jnfanterie aus Cattaro !( Wommen wäre Selbst dann noch setzten die Jnsur- scheu d, s.??e 12 bis 1500 Mann stark sein mochten, dabei n. F"' Ii«,'wt und geführt und durch das Terrain äußerst >ie für � waren, ihren Widerstand auf das hartnäckigste fort, -lö ik 44444 Uhr ein Bataillon Ernst Infanterie aus SLjiy in die Flanke kam und zehn bis zwölf auf das ergriffen sie die Flucht, von den 'Sf*1 �jjj'tgsbatttrien und den zwei Fort» auf das nach- .»K' l' � lieschosien. Um 6 Uhr fiel der letzte Schuß. > j, Uhr»i, mstc sind: von Wimpffeii-Jufanterie in Gorasda ns zur 4 Verwundeter; von Karl-Franz-Jnfanterie zwei f\ in' l Offizier und 6 Mann verwundet.(?)Die In- Porlv' i welche besonders beim Rückzüge viel gelitten, — ll. Todte und 100 Verwundete haben, wovon 44 größten Thcil nach Montenegro schleppten. h Unsere geringen Verluste erklären sich nur dadurch, daß die Leute bis au den Kopf gedeckt standen. Der Kampf war so heftig, daß der Feind bis an die Mauern des Forts kam und bei den Schießscharten hineinschoß(!) Noch muß bemerkt werden, daß von den beiden zu Hülse geeilten Bataillonen jedis nur 300 Mann zählte. Bis heute Mittag waren die ganzen streitbaren Kräfte in der Bvccha sammt allen Forlsbesatzungen 3400 Manu mit Kranken tc. Heule Mittag kam das Regiment Maroicic mit 1500 Manu an. Am 21. d., Abends, überfielen die Insurgenten das Blockhans Slagniewicz bei Budna, indem sie den Moment, wo der Commandant, Lieutenant Karl Weiß vom 27. Jäger-Balaillon, einem Weibe mit Leben» Mitteln da« Thor selbst öffnete(Abends 7 Uhr), benutzten den Lieutenant durch einen Schuß und 14 Handscharstiche ermordeten, dann sofort eindrangen, noch einige Soldaten erschlugen, worauf sich die Besatzung, bestehend ans 22 Jä- gern und 7 Artilleristen, ergab uud gefangen fortgeführt wurde. Ein Jäger, welcher sich ranzionirte, brachte den Bericht nach Cattaro. Im Gefechte bei Trinila waren sämmtliche österreichische Truppen mit Hinterladegcwehren (Wänzel) ausgerüstet, welche sich ausgezeichnet bewährten(!) Die Fortsbcsatzungen hatten sich ganz verschossen, jeder Mann hatte 60 bis 80 Schüsse gemacht. Soweit die„Presse" über den Charakter deS KanipfeS in Dalmatieu. ES ist dabei nock, hinzu zufvgen, daß die erwälfnlen Gefechte schließlich mit einein vollständigen Rückzug der Truppen geendet haben, trotzdem die Wänzel- Gewehre„Wunder ge lhan" haben sollen.— DaS österreichische Burgerministerium hat sich erneut gegen die Arbeiter gewendet und ihnen das ver- assungsmäsiig zustehende Versammlungsrecht genom men. Nicht nur, daß alle socialdemokratischcn Ver eine verboten sind, jetzt folgt auck das Verbot einer ür Wien einberufenen Volksversammlung, in wel- cher diese Verletzung besprochen werden sollte. Es hat dies die größte Aufregung unter den Arbeitern hervorgerufen, ob aber energisch gegen daS Ministe dum Front gemacht werden wird, steht sehr zu be zweifeln. Die sog. Arbeiterblätter, z. B. die„Vor iadtztg." empfinden nichts alS ein„lebhaftes Bc dauern." Im preußischen Abgeordnctenhause wurde am 3. Nov., bei Gelegenheit einer Petition der Im manuel- Synode zu Liegnitz um Abhülfe der Beschwer den der altlutherischen Dissidenten, eine Resolution angenommen, in der Einführung der obligatorischen Eivilehe empfohlen wird. Der Widerstand der ortho dcxen Protestanten und der katholischen Clerikalen war vergeblich. Der anwesende CultuSminister v. Mühler schwieg mit bewunderungswürdiger Hart- näckigkeit. Dies Schweigen ist verständlich genug. Ein CultuSminister v. Mühler und die Civilehe, die schließen einander auS.— In derselben Sitzung kam ine Petition zur Verhandlung:„Das Haus wolle die (initiative ergreifen und noch in dieser Session einen Ge- etzenlwurf beschließen, wonach zu allen politischen und kommunalen Wahlen im ganzen preußischen Staate an Stelle des DreiklassenwahlsystemS das allgemeine und gleiche Wahlrecht mit geheimer Abstimmung eingeführt werde." Die Kommission empfiehlt den Ueberganz .zur Tagesordnung; dagegen beantragt Abg. Or. Becker �Dortmund) mit der Fortschrittspartei'. Das HauS wolle erklären:„1) Die Beibehaltung des Dreiclassen- Wahlsystems für die Wahlen dcS preußischen Land- tages ist seit der Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes für den Reichstag des norddeutschen Bundes(und der offiziellen Verurtheilung des Drei- classen-Wahlsystems durch den Ministerpräsidenten Grafen Bismarck) nicht länger zu rechtfertigen, daS Haus der Abgeordneten fordert daher die Regierung auf, demselben noch in dieser Session einen Gesetz- entwurf vorzulegen, welcher die für die Reichstags- Wahlen geltenden Normen auch für die Wahlen zum Abgeordnetenhause einführt. 2) Es wird die Auf- gäbe des HauscS fein, diesem Prinzipe auch für die kommunalen Wahlen bei Berathunz der bereits vorliegenden Kreisordnung und der für die nächste Zeit zugesagten Gemeindeord» nung die gebührende Geltung zu verschaffen." Es ist sehr beachtenswerth, daß die Fortschrittspartei in ihren Antrag kein Wort vom direkten Wahl- recht aufgenommen hat, obschon die indirekte Wahl durchaus undemokratisch ist. Vielleicht stehen die Herren jetzt noch auf demselben Standpunkt, den Schulze-Delitzsch beim eisten Auftreten LassalleS ein- nahm, wo er das direkte Wahlrecht bekämpfte. Uebri- gens zeigte sich in der Debatte, daß die Forlschritts- Partei, welche allein für diesen Antrag stimmte, der sc mit siel, durchaus nicht in der Praxis das Princip des allgemeinen, gleichen Wahlrecht« vertritt. Der nationalliberale Abg. Laster erklärte sich gegen den zweiten Theil des Becker'schen Antrages, weil die Frage, ob auch zu Kommunalvertretungen daS allge- nieine Wahlrecht eingeführt werden solle, noch nicht reif zur Beurtheilung sei und auch nicht gelegentlich abgehandelt werden dürfe; auch st-he die Fortschritts- Partei dabei mit sich selber im Widerspruch, da ihr zur Kreisordnung eingebrachter Antrag das Wahlrecht zu Kommunalvertretungen an einen Steuerbetrag, also an einen Census geknüpft wissen wolle.— Somit ist es sehr wahrscheinlich, daß die Fortschrittler den gegenwärtigen Antrag nur dcS- halb gestellt haben, weil sie vorher wußten, daß er nicht angenommen würde, also um dem Volk Sand in die Augen zu streuen.— In Spanien wird der Streit um die Krone immer lebhafter. Der Marineminister Topete gab dreimal seine Entlassung. Der Regent verweigerte sie jedoch. Prior ei klärt, das Motiv der Krisi» fei die Candidaturfrage. Alle Anstrengungen, die Sache zu regeln, seien ohne Eifolg gewesen. Die Fort- setzung der Sitzungen sei vertagt.- Die„Epoca" ver- sichert, daß Topete auf seiner Entlassung beharre und die Candidatcnfrage der Grund hierzu sei. Prim erkläre, daß er ebenfalls aus dem Cabinet scheiden werde, wenn Topete auf seiner Entlassung besteht. Die Einigkeit der drei Parteien sei, in Anbetracht d-r Schwierigkeit der zu lösenden Probleme, unerläß- lich.— Der Belagerungszustand wird wahrscheinlich Noch vor der Wahl eines Königs aufgehoben werden. Die Candidatur des Herzogs von Genua hat weitere 4 Stimmen gewonnen, im Ganzen sind jetzt 132 Stimmen gesichert. Vereins-Cheit. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Berein.) (Zur Nachricht.) Früher sind aus verschiedenen Ursachen Briefe unwesentlichen Inhalts entweder gar nicht, oder nicht sofort beantwortet worden, worüber ich der Ge- neralversammlung Rede und Antwort stehen werde. Von jetzt ab werde ich, der Anordnung de« Präsidenten gemäß, jeden Brief, der mehr als eine Antwort auf Briefe von mir, oder mehr als einfache Anzeigen enthält, innerhalb 24 Stunden beantworten; ich möchte indeß darum ersuchen, mir nicht unnöthige Schreibereien zu verursachen. Mit social-demokratischem Gruße C. W. Tölcke, Sekretär. Berlin, den 4. November 1869. * Berlin, 2. Nov.(Aus Stettin) erfahren wir, daß die Versammlung unter ungeheurem Andrang aus» Beste und Würdigste verlausen ist. Der Vereinspräsident eröffnete die Versammlung um 8 Uhr und übergab dann den Vorsitz an den Bevollmächtigte», Herrn Armborst, mit dem Bemerken, daß nach der bestehenden Ordnung im Verein zwar zunächst er selbst(der BereinSpräsident) in den Mitgliederversammlungen den Vorsitz zu führen habe, daß er aber aus Zweckmäßigkeitsgrllnden vorziehe, denselben dem Bevollmächtigten zu übergeben. Hieraus Vortrag über Prin- zip und Organisation. Daun Ansragc'n und Interpellationen in diesem Betreff. Hierauf forderte der Bcrcinspräsident auf, in Betreff seiner Amtsführung oder überhaupt innerer Angelegenheiten Anfragen und Interpellationen an ihn zu richten. Nachdem dies mehrfach geschehen und Auskunft tttheilt nar, gab die Versammlung schließlich ein einstim- migcs VertraucnSvvlum ab. Nachdem nach einige Fragen von allgemeinem Juieusse besprochen waren, wurde um 12 Uhr unter stürmischen Hochrusen die Versammlung ge- schlaffen. Wie ärgerlich die gegnerische Preffe über den Empfang ist, der dem Vereinspräsidenlen zu Thcil geworden, zeigt ein Erguß im Slettiner„Publicist" unter der Aufschrift: „Wahrheitsgetreuer s?) Bericht über die gestern erfolgte Ankunst de« hochgebietenden Präsidenten des Allg. deutsch. Arb.-Vereius Dr. o. Schweitzer in Stettin." In diesem Bericht wird natürlich eine gehörige Portion Galle ausgeworfen, bis dann sogar ein Spottgedicht kommt, das wir zum Ergötzen unserer Leser nebst den Schlußwor- ten des Berichte« wiedergeben: „Armbors! winkt mit dem Finger, Auf thut sich der Kehlen-Zwinger Und dreijach mit mächtigem Klang Ein Hurrah aus allen Kehlen drang! Da sieht sich stumm Ringsum Schweitzer mit Gähnen Und schüttelt die Mähnen Schreit: Hurrah! wieder Und läßt in der Droschke behaglich sich nieder! Und zur Stadt mit getretenem Tritt Gehen die Droschkenpferde im Schritt, Wie ein Leichencoudutt, Wenn's um Mitternacht grausig spukt! Und der Freunde Schweis Schlägt'ncn furchtbaren Reif Um die Droschke die Kreuz und die Quer Und läuft hinterher! Bald im Schritt bald im Trab, Bis der Präsident ruft am Hotel de Pruffe: Getreue habt Dank! Adjüs! AdjllS! Und während draußen die Menge jubelnd tost Er im Stillen mit einem Beefsteak kost, Er bespühlt es init Rothspohn hin und wieder Legt dann sich auf seinen Lorbeer» nieder I So lueit der Empfang! Was die gnädigst crtheilte Er- laubuiß anbetrifft, die Versammlung besuchen zu dürscn, so haben wir nicht Lust, wie schon ost, Insulten einzustecken und bekehren zu seilien Prinzipien wird uns Herr Dr. von Schweitzer so wenig, wie seine Epigonen! Eben so wenig »vollen ivir aber auch an den Stufen bauen helfeu, auf denen Herr v. Schweitzer zum Throne der Unsterblichkeit hinaufzusteigen gedenkt. Also Sand darüber!" So der Slettiner„Publicist." In Betreff der Vertreter der„Preffe" tobt auch die „Slettiner Zeitung." Sie schreibt: „In wie weit die sonst fast bei jeder Gelegenheit wegen ihres den social�dcmokratljchen Bestrebungen gegenüber ein. genommenen Standpunktes in ganz ungeschliffener und ge- meiner Weise augegrisfenen Vertreter der hiesigen Preffe von dem ihnen gütigst eingeräumten Rechte des„freien Zutritts" Gebrauch machen iverden, wissen wir alleidingS nicht. Ehren wir unsererseits auch jede gegnerische Ansicht, wenn sie aus vernnustgeinäßer Ueberzenguug kommt, so können wir uns mit den Theorien, welche in dem Arbeitervereine verfochten werden, doch niemals einverstanden erklären und wir wür- den iu dieser Hinsicht auch selbst durch den Besuch einer Versammlung, in»velcher ein Präsident Schweitzer redend austritt, nicht iu der Weise gebessert werden, wie es die Herren Social- Demokraten wüusche». Uu« gegenüber ist also der Zweck, welchen der Bevollmächtigte Armborst bei Gewährung de« Rechte«„zum freien Eintritt in die heutige Versammlung" im Auge gehabt hat, total verfehlt." So die„Slettiner Zeitung." Auch ist kein Vertveter der Presse in der Versammlung erschienen, was aber die Slettiner Mitglieder durchaus incht zu ärgern schien. Man muß sich über das sonderbare Gebahreu der Presse wirklich wundern. Was ivollen denn die Herren eigentlich. Unser Verein hält zur Erledigung seiner inneren Angelegenheiten geschlossene Versammlungen, zu denen NichtMitglieder keinen Zutritt haben. Trotzdem gestatteten die Stcttiner den Berlreter» der Presse den Zutritt. Statt dies als eine Bevorzugung der Presse zu betrachte», gebärden sie sich, als habe man die Presse beleidigt. Es ist wahrhaftig stark. Im llebrigeu wird man aus der Haltung der verschie- denen Zeilulige» in Stettin ersehen, wie gut es dort mit unserer Sache steht. Dieser Haß und Acrger ist von unseren Erfolgen unzertrennlich. Und in Wirklichkeit: Stettin gehört zu unseren besten Plätzen. Die dortigen Mitglieder und insbesondere Herr Armborst, haben in diesen letzten Monaten Alles geleistet, was mögliä) war. BeiveiS: die Ausdehnung und die Macht unserer Partei am dortigen Platz, der Ingrimm und der Aerger der Gegner. In Betreff der Reise des Vereinspräsidenten, erhalten wir aus Breslau nachstehendes Telegramm: Breslau, 4. Nov. 9 Uhr 34 M. Gestrige Versammlung zahlreich besucht und aus« schönste verlaufen. Heute Besuch des Grabes Laffalle'S. Scheil. Röhe bei Eschweiler, 31. Okt.(NeueAu sbr eitung.) Heutc fand hier unter dem Vorsitz des Herrn A. Deppcl aus Essen eine große Arbeiterversammlung statt, in Folge welcher sich zahlreiche Mitglieder iu die Listen des Allgem. deutsch. Arb.-Vereins nnd der Genosseiischaft der Berg-, Hütten- und Salinenarbeiter einzeichneten. Mit social-de- mokcatischem Gruße Carl Kluge, Schriftsührer. Hamburg, 31. Okt.(Polizeiwirthscha st in Hol- sie in.) Am 9. dss. Abends st'/a Uhr wurde von unseren Parteigenossen in Neumünster eine Volksversammlung an- beraumt, mit der Tagesordnung:„Der Arbeiterstand, seine Bedeutung und seine Aufgabe." Referent war Unterzeich- netcr. Vau einer Anzahl unserer Mitglieder am Bahnhof in Empfang genommen, erfuhr ich, daß da« Militär iu der Kaserne consignirt und die Wache doppelt besetzt sei. Im BersammluilgSlokal angekomnien, welches von 3—900 Per- sonen besucht war, bemerkte ich auch schon den Polizeimei- per, nebst zwei Subaltern-Beamleu. Herr Plambcck er- öffnete die Versammlung und ertheilte niir da« Wort. Ich verbreitete mich zunächst über die historische Entwickelung de« Arbciterstandes bis auf die Gegenwart und schilderte die modernen Volkskrankheiten. So lange ich die Pest der BourgeoiöproduktionSweise und ihre verderbliche Wirkung bloslegte, begnügte sich der Polizeimeister damit, einige Notizen zu machen. Kaum aber hatte ich dieses Gebiet vcr- lassen, nm auch die reaktionären Krebsschäden- einer gehör!- gen Kritik zu unterziehen, wo dann die Worte, stehend- Heere, Bayvnette, Kanonen, constitutionell u. s. w. zum Vorschein kamen, da wurde eS dem guten Mann doch zu schwül; er sprang aus und erklärte die Verrsammlung für ausgelöst. Protestiren bals nicht«. Der Machtspruch war geschehen und nur mit Mühe gelang e«, die erbitterten Ar- beiter zu entsernen. Nachdem der Saal geräumt war, führte mich der GenSd'arm au» Angst vor dem Volke aus einem Seitenpfade nach dem Gcfängniß. Hier erwartete mich eine steiuharte Matratze, welch- ich die erste Nacht wenig benutzte. Sonntag den 10. bemerkte ich, daß regelmäßig eine Pa- trouille an meiner neuen StaatSwohnung vorüberzog und, wie ich später erfuhr, sollte dieselbe für meine Sicherheit Sorge tragen. Wie besorgt! Den 14. wurde mir ein Ver- haflSbesehl zugestellt, welcher besagt, daß ich gesündigt hätte gegen die§§ 100— 101 des St. G.-B.— die bekannten Haß- nnd Verachtiiugsparographen.— Nnn wurde ich in ein andere« und zwar festeres G-sängniß abgeführt. Am 15. hatte ich ein Verhör in Nenmünster auf dem Aints- geeicht. Den 21. ging« per Transpott nach Kiel, wo ich Tags daraus abermals ein Verhör hatte. Nach Verlesung der Anklage, welche aus 7 Punkten bestand, bezeichnete ich al« Entlastungszeugen die Herren Camm und Plambeck aus Neumünstw. Auf einen Rechtsanwalt verzichtete ich und zwar deshalb, weil von 100 Rechtsanwälte» in der heu- tigcn Gesellschaft kaum einer im Stande ist, die social- politische Lehre Laffalle'S vertheidigen zu können. Dienstag den 26. um 12 Uhr begann die öffentliche Verhandlung. Verschiedene Zuhörer, darunter mehrere Parteigenossen, die Herren Mathaey und Beckmann an« Kiel und Gastwirth Lütge au« Nenmünster waren zugegen Nachdem der Staatsanwalt die Anklage verlesen hatte, ergriff ich daS Wort, nnd nach I' stün igcr mit wenig Unterbrechungen gehaltener Vertheidignng gelang e« mir, meine Freiheit wie- der zu erwirken. Zufällig hatten unsere Kieler Freunde am 27. eine Versammlung, Ivo ich sofort wieder Gelegenheit hatte, die Lehre unseres großeu Tobten zu verbreiten. Den 28. mußte ich wieder nach Neumnnster, wo unsece Garde, an ihrer Spitze die Herren Plambeck und Camm, abermals eine Versammlung berufen hatte, welche die erste weit übertraf. Schon eine halbe Stunde vor Eröffnung derselben waren Saal und Gallerie besetzt. Camm eiöff- nete sie und machte bekannt, daß die Gallerie geräumt wer- den müßte, ans schriftlichen Befehl des bekannte» Polizei- Meisters. Nachdem das dadurch entstandene Gedränge unter den circa 1200 Anwesenden beseitigt war, erhielt Ich das Wort und verkündigte, trotz der 4 Polizisten, welche anwc- send waren, trotz der wiederum doppelt besetzten Wachen die Lehre Laffalle'S in 2stündigem Vottrag, an den sich noch eine kurze Debatte knüpfte, an welcher sich die Herren Plambeck, Camm und Andere belheiligten. Herr Camm forderte schließlich noch auf, daß Jeder möglichst ruhig zu Hause gehe» möge, damit inan uns nicht verdächtige; vor Kurzem sei es aber vorgekommen, daß gewisse Antilassalleancr in der Gosse gelegen, während bei unseren Leuten solche Fälle noch nicht vorgekommen sind. Nachdem noch einige Angelegenheiten geordnet waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung.— Soweit der Sachverhalt meiner Verhas- tung und Thätigkeit. Wir haben jetzt wieder ein Zeugniß mehr dafür, wie wir„der Reaktion dienen." Freilich wird es in den Kreisen der Ballard- Social- Demokraten keinen guten Eindruck machen. Uns aber, die wir dem Banner Lassalle'S ewige Treue geschworen haben, werden solche Vor- gänge nicht erschüttern. Ganz im Gegenthcil sind derartige Hindernisse bloS ei« neuer Sporn zu größerer Thätigkeit, uns wie sollte es auch nicht sein! Möchten alle Arbeiter, wo sie auch weilen, dieses beherzigen, möchten sie alle uu- erschrocken für unser Princip eintreten. Hinweg mit den Schlingpflanzen des Kapitals, welche die Arbeitsbäume über- wuchern, hinweg mit den tausendjährigen Klagen des Elends und der Verzweiflung. Hinweg mit den hohläugige» Ge- spenstcrn der armen Wittwen und halbverhungerten Kinder, da« muß unser Feldschrei sein, den wir ausstoßen müssen von Tag zu Tag; das muß der Gedanke sein, welcher uns auffordert, einzutreten in die Reihen der Arbeiterarmce,' weicher un« auffordert, die Idee Lassalle's mit Donnerworten zu verkünden iu Volksversammlungen, wie in Ge- richtssäälen, auf den Bauplätzen, iu Werkstellen, wie von den Bühnen des Parlaments. Da« ist unsere Ausgabe und keine andere! Mit social-demokratischem Gruß Wölfs. Clausthal, 26. Oktbr.(Versammlung. Fest.) Sonnabend den 23. und Sonntag den 24. Okt. fanden eine große Volksversammlung und ein Arbeiter-VerbrüderungS- fest statt. Endlich ist es uns nach manchem schweren Kamps gelungen, die öffentliche Ucberzeiigung unter den hirsigen Ar- bciteru für un« zu gewinnen. Herr Richter au« Wand«- beck hat viel dazu gewirkt. In der Versammlung bekämpfte er mit schlagenden Gründen nnd Beispielen die heutige Pro- dullionsweise und erweckte das Klassenbewußtsein unter den Arbeitern hiesiger Stadt. Herr Richter sprach über die HungcrSnolh in Ostpreußen und wies nach, wie diese Roth mit dem Fortschreiten der he rtigen Produktionsweise nur zu bald der ganzen Nation gemeinsam sein würde. Der Redner führte al« Beispiel Vorkommnisse in England an, wo die Bourgeois Produktionsweise schon eine höhere Stufe erreicht hat, als bei� uns in Deutschland. Auch geißelte Herr Richter nach Gebühr die Kinderarbeit, welche leider auch der Harz nicht entbehrt: Redner wie» vollständig die schädlichen Folgen derselben nach, begleitet von dem kräftigsten Bravo der Ver- sammlung. Auch wurden die Herren vou den BildnngS- vereinen nicht vergessen; ihre Spar-, Rohstoff- und Cvnsnm- vereine wurden in ihrer nackten Wirklichkeit dargestellt als Palliativmittel. Nachdem Redner nachgewiesen, wie das auch hier üblich gewordene System der Tantiemen mir eine Ausbeutung bewirke, ganz gleich, ob man bei dem Unter- nehmer Hans oder Kunz arbeite, stellte er zum Schluß als Heilmittel aller dieser GesellschaftSschäden die durch daS allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht zu erringende Pro- ductivassociation hin. Trotzdem der Saal zum Erk� ich Hh�nb voll war und auch die Nebenzimmer noch gefülli! Mvöhnt war nicht die geringste Unordnung zu beklagccu£■.•■ ilien ans mancher der hochweisen Herren anwesend waren, 1 ttkr, den n zu verschiedenen Malen die Gegner zum widttü! sie, � aufgefordert wurden, hatte Niemand da« Her; iizg� b lieber 100 neue Einzeichnungen fanden statt, welche? i!'!«iäit mag, daß unser Prinzip im Harz wohl Boden findet. i> bekam i eine viel größere Zahl steht in Auesicht, darum bil>� llti einen alle hier iu der Nähe befindlichen Agitatoren de« Harz-S zu gedenken. Auch sprecheich hiermit Herrn Rilts» �ir »icht mc —-« gut wer sammlungen. Herr Richter hielt die Festrede, deren gü htonlnng gener Inhalt größten TheilS den Frauen gewidmet war,> Nkokal nii in welcher er in kurzen Worten die Arbeiterbewegung p i« mußte. bette, und die Fraiien ermahnte, mit iu die Reihe� Segnet, Kämpfenden zu treten und ihre Männer thatkräftig a®'z v.rfetzei treiben, was ihre Pflicht als Frau und Mutter sei. j kämpfen, 'den Al Redner gab ihnen den alten Wahlspruch der spartani�... Mutter für ihren in den Kampf ziehenden Sohn: ü, was zurück mit dem Schilde oder auf dem Schilde"' Vüzffj.„ Sieger oder Gefallner. Mit social-demokratischem Glü� a> Fr. Böttcher, Schristführ�----—_ Llsterode, 25. Okt lBersammlung.) Hentc � eine große Versammlung statt. Trotzdem e« un« Kürze der Zeit nicht möglich gewesen war, die Versamis gehörig bekannt zu machen, war doch der Saal bis auf d letzten Platz gefübt. Unterzeichneter eröffnete die B-ri� lung, dann erhielt Herr Richter au« Wandsbcck da«!"' Derselbe schilderte den Zustand der Arbeiter unter jetzigen Verhältnisse», wies dirauf hin, wie der Ardf durch Wucher und Großprodnction immer tiefer herabg-d� werde und wie ihre Kapitalien sich in den Händen Classe immer mehr anhäuften. Redner wies auf Ostprell hin, wo der Nothstand nicht allein durch Mißwachs, far'3 auch durch wucherisches Treiben entstanden sei. sprach ferner jeineu Unwillen aus über den hiesigen dann abi ■ drutsci «Hin, |ii Prov �itfchai ' Zimm ch au äherbergi «ätti Slä kanten Richter, welcher wegen einer geringen und gecr� Forderung der Arbeiter, nämlich eine Stunde fk��?RErlüchr" H der Mittags und Feierabend nm 7 Uhr Abends, seine �( entlassen habe, wodurch noch heute viele Familienväter tl� � lo« sind. Daran anknüpfend besprach der Redner d>e � wcrksch asten und forderte die Arbeiter auf, sich dem Illlir jtöjete H, deutsch. Arb.-Berein wie den Gewerkschastcu anzuschl� it() weltht da insbesondere die Letzteren gegen solche Maßregel'� Sttsammtii schützten. Nur durch Vereinigung könne die Lage der*'fzirach-nc beiter verbessert werden. Hierauf traten viele neue �f bitVe glieder den Gewerkschaften wie dem Allgein. deutsch, ält � � � Verein bei; avch fand der Redner allgemeinen Beifall. hicsige frühere Schulze-Delitz'sch: Arbeiterverein hat lnn Parteigenosseu seine Fahne geschenkt; sie ist roll; und" und trägt auf der einen Seite die Inschrift:.,Berbrüd> aller Dentsche» Arbeiter", aus der andern Seite:„Vi Kraft stet« Große« schafft." W. Bierhance, Bevollmächtig' Au« Marburg erhalten wir nachstehende Abrech über die zur Unterstützung der gemaßregelteu VereinSl glieder eingegangenen Gelder: Folgende Beiträge haben für die Gemaßregelteu cul sandt: Der Verbandsausschnß in Berlin 25 Thlr., eis. Gräfin v. Hatzfeld 15 Thlr., Herr Fritz Mende 5 Herr Röthing an« Leipzig 1 Thlr., Mitglieder iu 1 Thlr. 21 Sgr. 4 Pf., Dreher au« Frankfurt a. M- Harburg 8 Thlr., Schneider au» Bremen 5 Thlr., Röihing(Sendling) 25 Thlr., durch Buhle, Cassel 5 TV durch Tappe«, Bockenheim 4 Thlr, durch Röthing(Se»d>>i 10 Thlr., durch JaschinSky, Stettin 5 Thlr. SuiüV 109 Thlr. 21 Sgr. 4 Pf. Ich sage im Namen der regelten Allen, die un« mit Beiträgen unterstützt haben, � herzlichsten Dank. Elnstiveilen ist keine Unterstützung> nöhtig, da die Sache so ziemlich beigelegt ist. Mit demokratischem Gruß Der Bevollmächtigte: Hans Wosui Im Anschluß an obige Abrechnung geht NNS ein Iii» Bericht über die Vorgänge in Marburg zu, dem wir nu! beschränkte» Raum« halber, nur die wesentlichsten P entnehmen:„Die gesammte Bonrgeoisic hatte Partei � unsere Vereinsniitglieder ergriffe» und überhäufte sie den ärgsten Schmähungen, ja sie drohte sogar m t Ankla Der Fabrikant Weber erließ ein ingrimmiges FlngVs! iu dem er theil» schimpfte, theils sich zu rechlsertigen su®' Er schreibt z. B. im§ 4 seiner Vcctheidigung,„er die Mitglieder nur au» seiner Fabrik entlassen, ihnen zu Hause Beschäfttgung geben"; die« ist aber uuc„ Borwand gewesen, nm den Mohren ineiß waschen z»' j Zünstler neu, denn einer der Gemaßregclten, ein Schuhmacher, v.<». g[c, suchte es und a.beitetc 8 Tage für den Herrn Fabrila>'-'teiu, �on zu Hause. Al« er nach 8 Tagen wieder kam, um sich �solkcriu Arbeit zu holen, bekam er die Antwort,„daß man die-. joing war beit iu der Fabrik verfertigen könne und keine mehr.? möglich Hause mitgebe." Auch lobt der Herr Fabrikant sich � Leute all »id spra wiche Sta bisherige .ri-feii- klar o O'"- In da d-- Rec Freiheit Arbeite amen.' I und der Wehung Ahlten Je 'senden£ » besprc ben Une beschickt „'killet Zii 7 Mitalii >r. w sbvrsendcn wssen, d sichert hä .lgten slll. sanansö indem tten Lüge � Thlr. 'Ven em •hrtn Ae> (ten Mal lvurden. . lang sta .achdenken mabe vert .�lUelzeu. IUUI VV». tiiiv fi"-; 1., �Ciue Qu indem er sagt, daß er seinen Arbeitern im Krankheittia �Aaurer- ärztlich- Behandlnug nnd Medizin nnentgeltlich habe zu!0', .-V�ften da inen lassen. Ja wohl, Herr Fabrikant, unter zehn hatte vielleicht einmal Einer das Glück, daß ihm im Kra'' heiisfalle etwa» zu Thcil wurde. Aber man hat Bew�S daß die besten Arbeiter in der Fabrik im KrankheilSia� keinen Heller noch sonst etwa« bekamen und ihnen der scheid tttheilt wurde, daß in der Fabrik keine Krankeil� sei.'Der Fabrikant will wisse», daß die meisten der l maßregelten bald Arbeit hatten, und die Unterstütz»»! dazu verwandt wurdeu, daß die Gemaßregelten maskirt> aus Eseln reitend durch die Stadt zogen,—„jene h»"�« den Familienväter Arm in Arm". Da« ist die sre� Lüge! Kein einziger der Gemaßregelten war dabei, son�„ eS waren Schreiner ans zwei hiesigen Werkstätten, WPj, ihren Lichtabend feierten und sich diesen Jux machten. dem muß bemerkt werden, daß, als dieses vorkam,". kein Heller llnterstütznug hier eingetroffen war, und die, maßregelteu kein Brod für ihre Familicu, viel lveniger�> zu solchen Zwecken übrig hatten. UebrigenS hat siw.x Fabrikant persönlich gar nicht von der Thatsächliä;keil I® � schris fc-i-et hli-ßen? 1■ wo w •ab~ 9 9 ein ge ,,"°ch in ,'Medies p»,"nsere Z i?-'- bei die so Kn,> r weitttn zuerst .-c tätioxu Auschuldegungcn überzeugt, da er selbst gesteht, währe»� betreffenden Zeit nicht hier gewesen zu sein, und sich Itou'eu 1» �W'-b-n. O°tise l°i>t. und und �"ublaserei belügen ließ; denn sonst müßte er doch \ ' ttlu®tjnt haben, daß an dem Nachmittage, als die Gemäß J« an« der Fabrik entlassen wurde», der Fabrikordnung "''"vrld �.den ganzen Nachmittag die Schnapsflasche in der Fabrik . w und die Leute dadurch ausgeregt, die gemaßregelten „j.?�der beini Nachhausegehen insultirten.— Doch das - Ti'Ä» Kurz nach Ausgabe de» betreffenden Circn« " lisei? ich von dein Inhaber unsercS Bersammmlungs- l�a i't! e'ne" Brief, worin er mir andeutete, fernerhin sein rfztW in me�r 5U- un'trer Verfügung stellen zu können, cha''' j«' Sut weiß, wir nicht anfzubringen im Sande sind.— s! n;"' r nicht vorbereitet, mußten wir sllr die nächste deren 3'?«wmlnng aus seine Bedingungen eingehen, da ein an- 'etn"1'iil? ial uidjt vorhanden war und die- Versammlung statt- �vng>«Mußte. Wir haben jetzt ein anderes Lokal, und un die mit diesem Manöver uns ästig einen Haupt .'D»»>rsetzen ivollteu, haben dao Nachsehe».£o müssen •„J�chpfen, und wir werden feststehen, so lange unser Purtai��Mna Denn wir wissen ja, daß wir nicht allein ".!" T*', wat e" T-J�aiiifl abgeschlagen, die meisten der Gemaßregklten n G>ua«-vn Arbeit" nftfllhr»� Heute I? uns iisantiiil?! Allgemeinen deutschen„Arbeiters chasts- in« anl� "2 VerdMs-CheU. Vits« das unter >er Arl nabgei inden Ostprci hs, so«! Verbau d deutsch. Maurer-Verein und Allg. deutsch. Zimmerer Verein. 'tlin, 4. Nov.(Schluß der Agitationsreise �' Provinzen Preußen, Posen und Schlesien.) irschan reisten wir am 2». Oktober nach Danzig Zimmcrherberge stiegen wir ab, und erfuhren dort, . ch au demselben Abend eine Versammlung aus der �Herberge stattfinde. Wir hatten zwar nach dort, wie '> Fttl Städten geschrieben; Die verschiedenen Altgesellen �aerW hauptsächlich alle Maurer und Zimmerleute versam- 5i sdanu aber alle Arbeiter dazu einladen, hier war nn- Arl�.-�vcheu jedoch nicht Folge geleistet;. Mos die budeu :t Jr fc' Gewerbe waren zusammen gekommen, denen Da die � �tete �chulze'sche OrtSvcrcinler angeschlossen hatten. AllS�? sich nämlich in Danzig die Gewerke gespalten, in usäilü� Hälfte, welche der Zunft angehört und in eine I'' chelche den Schulze'scheu Ortsvereinen beigetreten ist. du � Sammlung hatte die Stärke von llX) Mann. GrSn- �• ie l*1•a* 5l,etP äber die Entstehung der Arbeiterbewegung, Uli Alst die verschiedenen Reaktions- und Bourgeoisparteien i iall � alle nur ihre Sonderinteresscn zu wahren ver- i''.jjffl-Und sprach weiter über die indirekten Steuern, die und W, 74)? Swatshülfe und da« allgemeine Wahlrecht. Die -lbrllders°'.dherigcn Gegner unserer Sache, welche anwesend - zz-rti> //ikl-tt— begeistert Bravo.— Kapell setzte sodann '",/ l!ar auseinander, woher es komm«, daß Lassalle � Anhänger so verfolgt und beschimpft würden, be- die Neaktion und die FortschrittSpartel, und zeigte, Freiheiten, welche seit 20 Jahren geschaffen wurden, st Arbeitern erkämpft seien und nur dem Geldiael zu '»mm. Sodauu setzte er den Nutzen der Gewerk- und deren Organisation auseinander und schilderte slehung der Orlövereine, de» Schwindel, welcher von chlte» Juden-Doktoren zu Berlin gemacht sei, was «enden Ortsvereinsmitglicder zum Nachdenken brachte. »> besprach er den Berliner Zimmer- Strikt, insbe- den Umstand, daß die Danziger 100 Thlr. nach Selchickt hätten, welche der Schulzc'sche Ortsverciu lstiner Zimmerleute allein für sich behalten hat, wäh- 'e Mitglieder des Oitsverein« von un« ebensm und .stier, wie wir unterstützt wurden; diese« versetzte .Menden in gerechte Entrüstung; sie konnten vstsen, daß sichZeine Hand voll Zimmerlmle durch schert hätten, was für Tausende gegeben ist. Der söstn stürmische Bravorufe. Wir wurden hierauf iauatlsche» Borsitzcndru der OrtSveine fllnfinal in- indem sie die belanntcn, von dem Musterknaben tte» Lügen wiederkäuten, wonach d-r Berbandspräsi- � Thlr. Besoldung erhalte u. s. w. Wir schlugen Worte» und zwar so gründlich, daß. chrei, Aer�er dennoch nicht bemeistern konnten, und Isten SJiaic loslegten, sie von ihren Eameradcn unter- »>vurden. So haben wir, wenn auch keine große '"iillk stattfand, in Danzig die Ortsvercinsmitglieder «« z.e l..?�denken gebracht und den blaue» Dunst, den der neu.. h'«abe verbreitet, zerstreut. Bald wird die Schneedecke lsJ'MU',CU,"vd ein: kräftige Arbeiterbewegung entstehen, -rünftler sich mit uns vollkommen einverstanden rcher,«".rli. z.,..... v,,B n. v._.■ v'., v.. lächtig! Abrechl Vereins lten eis «hlr., K> de 5 V in Gr -. M- rhlr.,& cl 5 (Send!« ®ii im' er Ge haben, tzung Mit s aSili in läil vir u en Pl artci itc sie i«nklal Flug»« g-n j» „er i hnen nur Sie sagten uns, daß sie den Schwindel der »gc dur von der . waren wir am 22. Oktober. Auch hier war N s,lM, Pölich, eine Versammlung zusammen zu bringen, � w t« väc aus dem Lande arbeiteten. Wir sprachen iuLRU."utet" und Zimmeraltgesellen, gaben ihm sämmt .1........ r v«\ r____ J____ V.C r. sagten uns, Daß|ic den Schwindel der «tl» schon lauge durchschallt hätten. Danzig hat eine ■ V ii.«älkerung, von der das Beste zu erwarten ist.— " � d>ng waren' unö erhielten das Persprechen, daß sie Sraili'Wrt]? dahin wirken wollten, daß die Arbeiter sich " Am 23. Okt. kamen wir in Königs- wo wir auf der Zimmerherberge— es war » gleich ins Geschäft sprangen. ES ist in 8 ein guter Boden für uns, nur stecken die Zun- »och in den Klanen ihrer besoldeten Altgesellen, "»edies noch vermögende Leute sind, und als» ab- »»scre Sache vernachlässigten. Jedoch sind viele bei unscrm Verein. So wirkten wir nun bis .v""**.? I| i ttht, so viel wir konnten. Am Sonntag Nach. 1( iid�rW''11 d'' Maurer eine öffentliche Versammlung zu- ' iiil vtt'ftn, welche sehr zahlreich besucht war, auch von C.,»» anderer Gewerbe. In derselben sprach f �i-�rst über die Lage der Arbeiterklasse und da« v» �"«d?'»»!«. Unter Beifall bekämpfte er das Ver- aer � �'Uas r Tendenzen der verschiedenen arbeiterfeindlichen Vich �»rlei Orderte die Anwesenden auf, sich aus den Klanen eil st'i;it''«fdir'c re'6tn"»d als eigene Arbeiterpartei sich ,reud Si|t®tn- Kapell sprach über die heutige Pro- sich als' und die Maschinen, bekämpfte Frauen- und I' uich behandelte die Gesetze zum Schutz der Arbeit gegen das Capital, als da sind, Abschaffung der Frauen- und Kinderarbeit in den Fabriken, sowie der Sonn tagSarbcit, und Einführung eines Normalarbeitstages, der vorerst aus 10 Stunden zu. normiren. Darauf inlerpellirte ein Schulzeaner, welcher sein Musterstatut anpriest und sagte, er freue sich, wenn sein Brodherr sich immermehr Maschinen anschaffe, weil dadurch die Arbeit erleichtert würde. Als ihm dieser Jrrthum sachlich von Kapell widerlegt wurde, der zeigte, daß bei Einsührunz von Maschinen nicht die Ar beitszeit verkürzt, sondern Arbeiter brodlvs entlassen würde», gab er sich noch nicht zufrieden und meinte, man müsse c« nicht so machen, wie die Schweitzerianer in der Laucnstein scheu Fabrik zu Hamburg, sondern vielmehr müsse die Hauptaufgabe eine gute Krankenkasse und Sterbekasse lein. Wunderbar, wohin doch die Schulzeaner mit ihrer Weis heit kommen. Allerdings ist eine Kranken- und Sterbccassc für sie am Platze, wenn sie gehorsam aufhören, Speck an dem Brod zu essen, wie es der Direktor Kirchweger ver- langte. Kapell antwortete ihm energisch wegen der Frech- heit, mit welcher er über die Lauenstein'schen Arbeiter her- gefallen war, worauf die Versammlung eine drohende Haltung gegen jenen Schulzeaner annahm. Stürmische Zustimmung fand Grändorsfs Frage in Betreff der Kranken- und Stcrbccassen, ob man erst sllr die Todten und dann für die Lebenden sorgen solle. Nachdem Grändorff die Organisation de».Verbände« auseinandergesetzt hatte, wurden wir von einem andern Schulzeaner als bezahlte Agitatoren geschmäht, Kapell erklärte: Bezahlt sind wir, aber nicht von Capitalisten, sonder» von Arbeitern, um ihr« Brüder aufzu klären. Donnernde Bravos folgten, dann trat Schluß ein. Am andern Morgen kam der Altgeselle der Schiffszimmer leute zu un», um über unsere Prilizipie» Aufschluß zu er- halten, denn diese waren bisher beim Ortsverein. Ich fand in demselben einen vortrefflichen Mann, der unbewußt unser Parteigenosse war, und sprach mit ihm eine Stunde lang über unsere Bestrebungen. Dann drückte er un« die Haud und versprach, den OrtSverein in eine unserer Mit- gliedschasten umzuwandeln. Mit herzlichem Gruß an alle Freunde und Parteigenossen trennten wir un« von den Königsbergern. Am 27. kamen wir in Marienburg an. Am Abend hatten wir auf der Zimmcrerherberge eine öffent liche Versammlung, auch waren die Mitglieder des OrlS Vereins der Maurer anwesend. Nachdem wir jeder eine Stunde gesprochen und All.« klar gelegt, schloffen auch sie sich an. Die Maurer lösten den Orts- verein auf und traten uns bei, ebenso die Zimmerer.— In Dirschau waren wir auf's Neue am 23. Oktober. Wie wir in mehreren Zeitungen die schreiendste» Lügen- berichte über unsere Agitatiou gefunden, fanden wir auch in der„Danziger Zeitung" Dinge, über die wir nicht ohne Weiteres hinweg gehen konnten. E« hatten nämlich die dortigen OrtSvercine beschlossen, da sie gehört, daß wir überall Erfolg gehabt, den Schlosser Treichel und den Maurer B enkmann nach Dirschau zu schicken, um, wie sie pomphaft schrieben, den„schwindelhasten LaffalleanlsmuS" aufzuheben und den Schwcitzer'schcn Agitatoren„die Spitze abzubrechen." Wir beraumten also dort wieder»ine Ver- samniluug an, um den weisen Herreu Gelegenheit zu geben, im« die„Spitze abzubrechen." Der Saal war wieder mit 1000 Menschen gefüllt, welche Alle aufmerksam zuhörte». Kapell nahm den Vorsitz ein und erläuterte kurz den Zweck unseres Hiersein«. Grändorff besprach in längerer Rede die Wirksamkeit des ehernen Lohngesetzes und de« all gemeinen Wahlrechts, entwickelte unser politisches Programm und sorderte aus, sich am Allg. deutsch. Arb.-Verein zu be theiligen. Rauschender Beisall der Versammlnng folgte dieser Rede. Kapell setzte da« Wesen der heutigen Prcffe auseinander, indem er schlagend nachwies, daß die Acituugeu Im Dienst- de« Kapitals stehen, und nur eitle Geldspckula- tionen sind, w iche„den Teufel darnach fragen", ob sie den Verstand de» Menschen mit ihrer Lüge verdrehen und alle GeisteSquellen vergiften; die Hauplsache wäre bei Allen, Geld verdienen. Redner forderte zum Beitritt zum Allgem. deutsch. Arb.-Verein aus, worauf sich eine Mitgliedschaft bildete und zahlreiche Einzeichuungeu stattfauden. Die sich Einzeichnen- den waren meistens Polen. In Posen konnten wir keine Versammlung znsanimcn bekommen, weil alle Banhand- werker auf dem Lande arbeiteten. Am 31. kamen wir nach Glogau in Schlesien. Die Vorstände des Maurer- und Zimmergcwerks erwarteten un» schon aus dem Bahnhof. Am Nachmittag halten wir eine Versammlung, in der wir unsere Prinzipien darlegten. Sellen haben wir einen so intelligenten Altgesellen und Vorstand gefunden, wie hier; es war eine wahre Freude für uns, mit ihnen über einige ferner liegende Ideen zu sprechen. Als wir unsere Prinzipien entwickelt hatten, traten beide Gewerke sofort bei. Sodann blieben wir noch zusammen in trauter Untcrhaltniig, bi» das eiserne Roß uns wieder in die Heimath führte. Ihr guten Schlcsicr, uuscre Erwartungen sind übertroffen; wir hätten nicht geglaubt, in der letzten Stadt unserer AgitationSreisc noch so viele warme Herzen für die Sache der Arbeiterklasse zu finden. Gebt Euren Laudsleuten, unfern Brüdern, ein gute» Bei- spiel, damit auch sie in unscrn großen Bruderbund mit ein- treten zur Befreiung der Arbeiter vom Druck der Egpital- macht. Euch allen Kameraden und Parlcigcnoffen rufen wir zu: Laßt nicht da« jetzt Erreichte zu Grunde gehen; haltet überall Eure Verpflichtungen getreu; verbannt alle neben- sächlichen kleinen Zänkereien aus Eurer Mitte; seht nicht nach rechts noch links, sondern habt nur immer das große Ziel im Auge, zu dem wir kommen wollen! Erduldet ruhig Sorge und Noth, kümmert Euch nicht nm Beschimpfungen, wenn e« unsere Sache gilt; wir hungern und darben, um unser Ziel zu erreichen mid verachten mit Stolz solche Klein- müthige, welche beim ersten Kampf zurückbcben. Darum schreiten wir auch immer weiter mit dem Ruf: Hoch die Befreiung der Arbeit für die ganze Well! August Kapell. Elias Grändorff. schuft unserer Arbeiterschaft bestehe. Ich ordne deshalb an: Von heute bis auf Weiteres sind den Reifenden, welche sich als Mainzer Mitglieder legitimiren und nach dem 1. Nov. d. I. abgereist sind, keine Rciseunterstlltzungen auszubezahlen. Mainzer Mitglieder, welche vor dem 1. Nov. abgereist sind, haben Anspruch auf das statutengemäße Reisegeld. Mögen die Mainzer Mitglieder jetzt das Weitere veranlassen, wenn sie mit der Erklärung ihres seitherigen Bevollmächtigten nicht einverstanden stnd. Meine Anordnung in No. 128, betreffend die Einberufung einer Mitgliederversammlung, bleibt in allen ihre» Theilen aufrecht erhalten, da Herr Schulze in seinem Brief nicht da» Geringste gegen die von Herrn Kölsch gegen ihn ausgesprochene Beschuldigung, 30 st. aus d-r Kasse zu Privatzweckcn entnommen zu haben, vorbringt. Ich ersuche zur Durchführung der betreffenden Anordnung Herrn Kölsch, dem Herrn Groß persönliche Mittheilung davon zu machen. Ich erinnere zum Schluß die Mitglieder daran, daß bei dem ersten Wahlgang zur Präsidentenwahl 180 Stimmen für Mainz angegeben wur» den; welche„Ehrlichkeit"! Ich weise ferner die Bevoll- mächtigten an, alle im„Soc.-Dem." erscheinende Anord- nungen, Artikel und Mittheilnngen über unsere Arbeckerschaft den Mitgliedern vorzulesen. In der gestrigen Mitglieder- Versammlung wurden die Herren Stürtz, Vetter und Mainfarth zu Revisoren der Hauplkasse gewählt. Zum Vorort wurde von den Offeubacher Mitgliedern Cassel mit 34 Stimmen gewählt.— Da jedenfalls in verschiedenen Ortschaften noch alte Statuten und Karten, sowie alte Reise- bücher vorhanden sind, fordere ich die Bevollmächtigten auf, dieselben unverzüglich an mich einzuschicken, da dieselben sehr gut verwendet werden können, um neue Mitgliedschaften zu gründen. Ein Stückchen„Ehrlichkeit" wird mir von Bres- lau berichtet. Der dortige Ortskassirer Herr Zapke wurde durch einstimmigen Beschluß der dortigen Mitglieder seine« Amlcs enthoben; er erkennt jedoch diesen Beschluß nicht an und gicbt da« Inventar nicht ab. Hoffentlich wird die Ge- neralversammlung Mittel finden, um solchem Treiben ein Ende zu machen, wiewohl es schwierig ist, mit Leuten fertig zu werden, denen kein Statut mehr heilig ist, keine Abstim- mung etwas gilt; immerhin bleiben für den äußersten Fall die Strafgerichte gegenüber derartigen Eingriffen in da» Eigenthumsrecht der Mitglieder. Uebrigen« brauchen die Mitglieder nicht ängstlich zu sein, daß unsere Gewerkschaft durch die„Ehrlichkeit" länger geschwächt werde; die Ab- rcchnungssormulare sind im Druck begriffen, Stempel und Slempelkasten, Cassa-Conto ,c. sind bestellt. Stur immer richtig auf dem Posten, dann wird die Krisis bald spurlos vorüber sein Hauptsächlich ist-» nothwendig, daß die Mit- glieder den Beamten aus die Finger sehen und ettvaige Un- geHörigkeiten mir sofort anzeigen. Ich werde zu diesem Zweck auch in nächster Zeit Anordnungen treffen, damit die Bevollmächtigten vom Präsidium bei Auszahlung der Reise- Unterstützungen coutrollttt werden können, indem ich durch verschiedene Erfahrungen in dieser Sache mißtrauisch ge- worden bin. ES ist z. B. durchaus nicht gestattet, daß der Ortsstempel vom Bcvollmächligten aus der Hand gegeben wird._ H. Haustein. sthßssi'm. deutsche vereinigte Metallarbeitcrschaft. lÖffeiibach, 2. November.(Zur Beachtung.) So- eben erhalle ich von Herrn Schulze in Mainz einen Brief, in welchem er mir, nachdem er seinem Zweifel an der Gc- sundheit meines Gehirns in ziemlich drastischer Weise Ans- druck gegeben hat, mitthcilt, daß in Mainz keine Mitglied- Allg. Taback- u.(?ig.rrrenarbriter°Gewerkschaft. Leipzig, 23. Lktbr.(Bericht der Prüfung»« ommission für den Leipziger Strike.) Auf mehr- seitige Veranlassung sehen wir un« genölhigt, obgleich mit Schaudern, einen Bericht über die Leitung des Leipziger StrikeS zu veröffentlichen. ES ist schon theilweise im„So- ciat-Demvkrat" von den Herren Lange und Koch de« Herrn Hoy, Strike-Kassirer, Erwähnung gethan. Die Bücher desselben zu revidiren, war ein schwierige« Stück Arbeit, obgleich Dieselben noch da« Muster waren. ES ergab sich nach Revidiruug unbegreiflicher Weise ein Ueberschuß von 32 Thlr., woher dies kam, wird sich zeigen. Wir verlangten nämlich von Herrn Hoy Belege seiuer Ausgaben, was doch jedenfalls die AuSzahlnngSliste» lein mußten. Dieselben waren aber nur für zwei Wochen vorhanden, und e« stellte sich nach Durchsehung einer Wochenliste ein Deficit von 22 Thlr. heran«; die andern Liste» waren verschwunden, ob absichtlich zerstört oder zufällig, können wir nicht sagen. Herr Hoy beruft sich nun daraus, daß die Schuldscheine Belege seien. lieber diese Belege Folgende«: Die Schuldscheine, die al« Belag dienen sollten, waren theils zurückgegeben, theil« gar nicht mit Namen unterzeichnet, ja manche Unterstütz'e halten wieder für erhaltene Unterstützung gar keine Scheine zu unterschreiben brauchen! Bei solcher Wirthschast ziehe nun jeder selbst den Schluß, woher der Ueberschuß kam. Wa« Herrn Gabriel betrifft, so haben die Herren Koch und Lange recht, wenn sie sagten, er habe mehr Glück im Gut- machen gehabt. Nach Durchsehnng seiner Bücher fiel un» gleich beim ersten Blick so zu sagen die Butter vom Brote, denn hier waren gleich von vornherein die Einnahmen unter die Ausgaben gesetzt, znsammenaddirt und in der Ge- sammtsumme berechnet. Ob dic» muthwillig oder au» Un- keuntniß geschah, mag sich ein Jeder selbst entscheiden. Es entschuldigt sich Herr Gabriel damit, daß er nicht Kaufmann und nur Cigarrenmacher sei, obgleich er die Herren Hans und Sasscmcr, beide fähig, wenn sie sonst wollten, die Sache richtig zu führen, zur Seite hatte. E« hatte Herr Gabriel angeblich circa 450 Thlr. gutgemacht. Da wir aus den Büchern nicht klar wurden, so forderten wir Herrn Gabriel ans, un« au« seinen eigenen Büchern, nach seiner Ueberzeu« gung, sämmtliche Posten von gefertigten Cigarren anzugeben. Da sand sich denn zu aller Erstaunen, daß 150050 Stück Cigarren mehr im Detail verkauft, als in der Casse berechnet waren; wir schätzen ihren Werth auf 1500 Thlr., die also in der Einnahm- fehlen. Somit wurden uns auch hier die Augen darüber geöffnet, Ivo der Ueberschuß von 450 Thlr herkam. Nößig. Stein. Hempel. Knacksuß. Leipzig, 28. Okt.(Erklärung.) Unterzeichnete er- klären hiermit �isscutlich dic Leitung de« Leipziger Stricke« für unreell; ob dies mit Wisse» der Leiter oder nicht ge- fchehen, wollen wir nicht behaupten, es möge aber Folgende« noch dazu dienen, die Reellilät Herrn Fritzschc'S zu kennzeichnen: Anstatt daß Herr Fritzschc, d-r„Ehrliche", seiner Pflicht nachkam, und zur richtigen Führung des Slrik« Bücher anlegte, vergcud.te derselbe das Blutgeld der Arbeiter mir gewissen gerade nicht anständigen Frauen- zimmern, ging z. B. in« SchützenhanS, speiste die Damen, trank Wein, logirte im Hotel zur Stadt Gotha als Reichstagsabgrordneter und Kaufmann nebst Gemahliu, obgleich feine wirkliche Gattin gewiß nicht daran dachte oder vielleicht gar nicht denken konnte, mit nach Leipzig zu reisen. Hierzu entnahm er laut„Botschafter" von Höh 9 Thlr., Gabriel 11 Thlr. und Ackermann 55 Thlr. Urtheile man nach der Aussage von Hoy, daß er z. B. seitdem Herr Fritzsche sich jn's Auszahlen gemischt habe, nicht im Stande gewesen, eine genaue Abrechnung zu liefern. Ferner wurde für den Strike Geld nöthig; Herr Fritzsche ging deshalb zu Ackermann, dem friihercu Cassirer, und bat denselben, zwei Wechsel im Betrage von S60 Thlr. zu acceptiren, es sei ja nur Gesiilligkeitsacccpt und er solle nur unterschreiben. Dieser willigte ein, jetzt, da die Wechsel fällig, wollte Herr Fritzsche Ackermann dafür verantwortlich machen, entweder um ihn an sich zu sesielu oder ihu dadurch zu stürzen; ersteres gelang nicht, da sollte das andere ausgeführt werden, was jedoch nicht glückte. Auf dieselbe Art wurden Herrn Fritzsche von Ackermann, Hoy und Stein 12l>l Thlr. acceptirt, jedoch kamen nur 735 Thlr. nach Leipzig, wo das übrige geblieben, können wir auch nicht sagen; Herr Fritzsche sagt natürlich, daß er das übrige in Berlin verwendet habe. Außerdem wurden auch von Herrn Gabriel einige Wechsel, den Be- trag kennen wir nicht, acceptirt. Diese Wechsel wurden theils von Herrn Bracke, theils vou Bebel gedeckt; nette Freundschaft! Dem Verdienste seine Krone. Auch Herren Wirth, Johanning und Kersten ihr Lohn! Herr Wirth wurde hierher berufen, um die Leitung des Strike« zu revi- diren, und erhielt dafür 10 Thlr. Entschädigung, und er bummelte mit seinem Freunde, dem„ehrlichen" Fritzsche. Die Herren Gabriel und Hoy sagten uns sogar, daß Herr Wirth nicht einmal für nöthig gehalten hätte, in die Bücher zu sehen. Die Herren Johanning und Kersten wurden eben- falls hierher beordert, um eine genaue Inventur aufzu- nehmen, aber es geschah dies ebenfalls nur oberflächlich. Alles sind„ehrliche" Handlungeu der sogenannten„Ehr- lichcn" und der Spitzen des Allg. deutsch. Eigarreuarbeiter- Verein«. Unseren auswärtigen Eollcgen möge noch bemerkt sein, daß wir das Protocvll, worin der Bericht der Prüfung«- commifsion enthalte», in die Hände der Herren Gabriel und Dannert gelegt haben, um e« im„Botschafter" zu veröfsent- licheu, was jedoch bis jetzt todtgeschwiegen wurde. Von Herru Daunerl vielleicht, weil derselbe jetzt als KreiScassirer und Geschästssührer angestellt worden ist. Wir ersuchen unsere auswärtigen Eollcgen die« Alles genan zu erwägen, und zu besprechen, damit in kürzester Zeck die Einigkeit in unserem Verein wieder hergestellt werde und zeichnen mit social-demokratischem Gruß Th. Hempel. F. Stein. K. Knackfuß. Gewerkverein deutscher Holzarbeiter. Hamburg, 4. Novbr.(An die Mitglieder.) Da unsere Generalversammlung sich statutengemäß der Verbands- generalversammlung anzuschließen hat, welche auf den 6. Ja- uuar 1870 einberusen ist, da ferner vom Sekretariat des' Verbandes angezeigt worden, daß die Anträge, betreffend die einzelne Grwerkschaft selbst, mit in dem Circular ausgenom- meu werden können, in welchem die Anträge, den Verband betreffend, bekannt gemacht werden, so ersuche ich hiermit die Mitglieder, etwaige Anträge, unsere Gewerkschast be- treffend, spätestens bis zum 25. d. Mts. an mich einsenden zu wollen, da ich dieselben bis zum 1. Dezember dem Ver- bandS-Sekretariat zugestellt haben muß. Was nun die Beschickung der Generalversammlung anbetrifft, so bin ich deswegen mit dem Ausschuß in Berathung getreten, und wir sind zu dem Beschluß gekommen, keine Extrasteuer dazu aus- zuschreiben, wie dies bei der vorigen Generalversammlung geschehen ist, sondern es den einzelnen Mitgliedschaften zu überlasten, ob sie selbst einen Delegirten schicken oder Je- man dem da« Mandat übertragen wollen. Da es jedoch sehr wünschenswerth ist, daß soviel wie nur irgend möglich Ver- treler erscheinen, machen wir den Mitgliedern folgenden Vor- schlag: ES würde möglich sein, daß die größeren Mitglied- schaffen doch alle einen Delegirten schicken, wenn die kleine- ren, welche in ter Nähe der größeren liegen, sich von diesen mitvertreten ließen und durch freiwillige Sammlungen gleichfalls zu den Kosten ihr Möglichstes mit beitrügen, z. B würde 1) München einen Vertreter senden können, wozu Augöburg mitsteucrn würde, 2) Wurzburg, wozu Carlsruhe, 3) Frankfurt a. /M., wozu Bockenheim, Lffeubach und Hanau, 4) Dllffeldors, wozu Bonn, 5) Cassel, wozu Hildesheim, Marburg, Minden und Mlln- den. 6) Hamburg. 7) Kiel, wozu Lübeck, Pinneberg und Harburg 8) Schwerin. 9) Naumburg. 10) Berlin. Es ist dies allerdings nur ein Vorschlag, jedoch glaube ich, daß die kleineren Mitgliedschaften im Gefühl der Zusammcnge- Hörigkeit gewiß gern ihr Möglichstes zur Unterstützung für die größeren Mitgliedschaften mit beitragen würden; auch wixd vielleicht Mancher, der als Delegirter zur General- Versammlung des Allg. deutsch. Arb.-Vcrcin« nach Berlin gereist ist, hernach auf der Verbaudsgeneralversammlung die Vertretung von Mitgliedschaften übernehmen. Die Namen der gewählten Delegirten müssen spätestens bis zum 13. December in meinen Händen sein, damit ich dieselben sofort veröffentlichen kann, so daß diejenigen Mitgliedschaften, welche keinen eigenen Vertreter gesandt haben, das Mandat einem der gewählten Delegirten übertragen und auch ihr Möglich- stes zur Bestreitung der Kosten der gewählten Vertreter mit beitragen können. Zum Schluß mache ich nochmals auf pünktliche Jnnehaltung der angegebenen Frist aufmerksam. Oscar Lehder. Asch in Böhmen, 24. Okt.(Allgemeiner Bericht.) Brüder und Parteigenossen! Vor Allem und zuerst unsern herzlichen Gruß an Euch, Ihr„unehrlichen" und doch so standhaften, unerschütterlichen Gesiunungsgenoffen� auch an Euch alle Ihr enterbten Brüder und Leidensgcnossen, wo Ihr auch immer weilt, die Ihr in den Zwingburgen unseres Jahrhunderts, in die eiserneu Banden der heutigen Gesell- schastsverhältnisse gefesselt seid und wie wir fest und unver- zagt aus dem uns streng vorgezeichueten Weg fortschreitet, um für unser aller Recht zu streiten. Wir habe» lange nichts von uns hören laffen, und Ihr könntet vielleicht den- ken, der Strom der Zeit hätte uns mit sortgespüll; doch dem ist nicht so, der Sturm der„Ehrlichen", welcher Euch zersplittern sollte, ist still au uns vorüber gegangen, hat nichts hinterlassen, als wie eine Hand voll Asche von einer Unzahl ungelesener Flugblätter. Wir haben keine Gemein- schaff und wollen auch keine haben mit jenen Zwitterge- schöpfen. Doch zu was viel Worte, Brüder, Ihr werdet uns verstehn; wir leben noch immer fort, wir sühren noch immer den stolzen Namen„Laffalleaner" und so viel wir auch gedrückt sind durch die Capitalmacht, so viel wir auch leiden und entbehren müssen, so Vielsache Hinderniffe uns auch in Betreff unserer Vercinsangelcgenheiten in den Weg gestellt wurden, so bitter wir auch getäuscht wurden selbst von derjenigen Seite, aus die wir unsere letzte Hoffnung gesetzt, so war doch alles vergeben«, denn der Geist der Wahrheit, dem wir huldigen, siegt zu jeder Zeit. Jetzt end- lich ist bei uns der langjährige Bann gelöst, der so schwer auf uns lastete, hoch und hehr weht jetzt bei uns die Fahne des Denkers und Streiters: Ferdinand Lassalle. Wie e« Euch bekannt sein wird, Ihr Freunde, wurde unsere Mit- gliedschast im Jahre 1866 von der Statthalterschaft zu Prag ausgelöst und alle Versuche, diese« Verbot rückgängig zu machen, blieben erfolglos. Eine neue Freude belebte uns, als die Arbecker von Wien sich für die Prinzipien des Den- kers und Streiters, Ferd. Lassalle, entschieden und den Quack- salbereieu Schulze- Delitzsch'« den Rücken kehrten. Wir setzten uns sogleich mit ihnen in Verbindung und verlang- ten vor Allem Organisation der Partei; allein die dortigen Führer verschmähten es, der Partei jenen festen Halt zu geben, welcher Euch immer so schlagfertig gemacht, und au welchem alle Versuche, Euch zu zersplittern, gescheitert sind. Unsere Briese in Betreff dieser Punkte blieben unbeantwor- tet, man konnte ja so leichter in das Fahrwasser der Volks- Partei einlenken; wir wußten gleich, worum es sich handelte, und so haben wir uns jetzt selbst organisirt. Brüder, wir haben für unser Ascher Gebiet uns auch so eine„Knüppel- Diktatur"— wie unsere Gegner sagen— geschaffen, die der Eurigen aufs Haar gleicht und welche jetzt gesetzliche Sanction erhalten hat. Obwohl wir, ganz allein stehend, einen schweren Kamps zu kämpfen haben, so gewinnt unsere Partei tagtäglich mehr an Boden. Der Todestag Ferd. Laffalle's, welcher hier zum ersten Mal öffentlich gefeiert wurde, war ein wahrer Glanzpunkt in unserem Vereinsleben. Die öffemliche Stimmung der Arbeiter ist für uns; mehrere Mitgliedschaften wurden schon gebildet und heiteren Blicks, getrosten Muthes sehen wir der Zeit entgegen, wo auch die letzten gesetzlichen Schranken, welche uns bi» jetzt kennen, fallen werden, wo wir dann abermals wieder ver- eint unter einer Fahne mit Euch den Kampf sür Recht und Freiheit, für die Befreiung des Arbciterstande« von den er- drückenden Fesseln der Capitalmacht fortsetzen können. Trennt im« auch noch so mancher feudaler Grenzstein, unser geistiger Zusammenhang, die große Idee des Weltarbeiterstande«, schließt un» zusammen. Wie oft dachte ich nicht mit Weh- muth daran, wie wir, wenn auch nicht in geistiger, so doch iu geographischer Hinsicht so ganz isolirt dastehn; wie oft wurmte c» mich schon, wenn ich sah, wie die Schwarz- künstler der liberalen Partei, die Advokaten, ihre Sprünge machten und sich als die Führer des Volkes geberdelen. Nun sie sollen sich wundern, wir werden noch einmal in einer Stärke dastehn, daß ihnen angst und bange werden soll, unsere Losung ist die Befreiung des Arbeiterstandes. Die sogenannte Volksbegliickerin, die Bourgeoisie, soll noch mit Entsetzen inne werden, daß wir mit derstlben Geduld, mit welcher wir ihre Geldkistcn füllen, auch an dem Werke unserer Befreiung arbeiten werden, und nicht eher ruhen und rasten werden, bis wir unser Ziel erreicht haben. Ja nach diesem Ziele zu streben ist die Pflicht eine« jeden recht denkenden Mannes. Möchten doch alle Arbeiter so recht, recht erfüllt sein von der Nothwendigkeit unseres gemein- samen Bestrebens, möchten doch die Arbeiter niemals in unserer Sache ihr Heil von Regierungen und ihrem An hange, sowie von den nummerirten Fraktionen der Bour- geoisie erwarten, sondern fest ans dem vorgezeichueten Wege fortschreiten. Wehe dem österreichischen Arbciterstande, wenn er der triigerischen Hoffnung folgend, sich auf die sogenannte Volkspartci stützen wollte! Niemals kann die Volkspartei eine aufrichtige Hülfe für das Proletariat wollen, niemals sie-leisten. Nur dem einen, freien, social-demokratischcn Volksstaatc bleibt es vorbehalten. Dieser duldet aber weder Autorität de« Geldsacks noch der Stände, weder Herren noch Knechte. Dieser Volksstaat, er mag den Schacher- und den Krämerseelen nnaussührbar erscheinen, aber die Idee der Arbeiterklasse bricht sich gleichwohl immer mehr Bahn. Dieser Volksstaat, zu dessen Gestaltung wir unsere Kräfte, unsere Energie einsetzen, er darf nicht Hülle, sondern er muß der Körper deS Volkes selbst sein, er muß da« wahre Rechte, das au« der Volksmajorität, au« dem Willen des gesammten Volke? hervorgeht, verwirklichen und in Frei- heit und Gleichheit fortdauern. Darum, Brüder, hoch die Fahne de« Proletariats, daS allgemeine Erlösungs- und VerbrlldernngSzeichen; Muth und Ausdauer und Kampf unerbitterli'ch bis der Sieg errungen ist. Mit social-demo- kratischem Gruß und Handschlag Vogt. � Zeitimg 6 Iwar: ihren Meistern weder gute noch schlechte Kost, weder S« noch schlechte Betten, denn sie wohnen sämmtlich außer°o> Hause und verköstigen sich nach ihrem Belieben, gleich � andern Arbeitern. Der hiesige Bäckergehlllfe(NachlaibeU� geht Abends in die Bäckerei und in der Früh wieder nw Hause, der Tagarbeiter geht in der Früh in die BäaN° und in deu Nachmittagsstunden nach Hause. Die-d»! der Arbeitszeit ist nicht überall gleich, jedoch im Durchfflp kann man neun Stunden de« Tages veranschlag Dadurch ist jeder Hader und Streit um Polster, Deäck- Mittags- und Nachtmahl beseitigt; der Gchülfe hat sg nichts zu thun, als seine Arbeit zu verrichten und am E»« jeder Woche seinen Lohn im Laden zu verlangen. Und gegeben, Ihr erzielt wirklich eine Besserung der Kost Wohnung, wer bürgt dasür, daß diese Verbesserung von ger Dauer sei? Werden nicht Gewinnsucht und Ueberschäh»»! bald wieder die allen Zustände hcrausbeschwören?" M. Für Dcrlin.&***'' 3 Allgemeiner deutscher Arbeiter-Berein. Geschlossene Mitgliederversammlung Sonnabend, den«. November, Abends S'/a JJJS im großen Saale des Herrn I. Todtenhöfer, Friedrichssiraße 32, nahe der Bcsselstraßc. Tagesordnung: � 1) Die bevorstehende Generalversammlung. VorschlV. der Commifsion. Wahl der Comits's. 2) Wichtige BerejuSaugclegenheiten. 3) Fragekasten und Verschiedenes. 13 [ich 5 E •u deu Kdd. 281 Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. M "~■■""8. Tör Sämmtliche Mitglieder müssen erscheinen. C. W. lit dem fleinent ersuch die en ne ganze 1 "fochgeli Für Hannovrr. Geschlossene Versammlung der hiesigen Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- BereinS Sonnabend, de»«. November, Abends 8 W" aus der Marieeuinsel. Tagesordnung: � 1) Monatsabrechnung.— 2) Festabrcchnung.— 2)® sprechung über die geschlossene Mitgliederversammlung� � 21. November, bei Anwesenheit des Präsidenten.— 4) d". schiedenes.>- Ich bitte, gegen Vorzeigung der Karten recht zahü zu erscheineu._ II Da Für Midcrich. Oeffentliche Versammlung der hiesige» Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonntag, den?. November, Nachmittags S tu im Lokale des Herrn I. Thecn». _ Schö nebord —(Die pariser Bäckergesellen) haben bei Ge- legeuhcit des Sttikc« der Wiener an diese eine Zuschrift gesandt, in welcher die Forderungen der Letzteren als zu ge- ring erwiesen werden. Wir geben nachstehende Stelle aus der Zuschrift, woraus ersichtlich ist, daß die Lebensweise der pariser Bäcker, obschon die Nachtarbeit dort noch besteht, gleichwohl geregelter und daher günstiger ist, als die der deutschen. Die erwähnte Stelle lautet: „So viel wir aus den Wiener Blättern entnommen haben, waren es besonders zwei der von Euch gestellten Bedingungen, welche unsere Aufmerksamkeit erregten, und welche wir im Vergleiche zu den Pariser Verhältnissen nicht billigen können; obwohl sie allerdings wenigstens für diesen Augenblick ein Schritt nach Vorwärts zu nennen sind, und zwar die Bedingungen: Verbesserung der Kost und Woh nung. Collegen! Warum denn auf halbem Wege stehen bleiben und nicht gleich radikal vorgehen? Ist doch das Stillstehen auf halbem Wege von jeher Reaktion gewesen; wollt Ihr diese bittere Wahrheit an Euch noch einmal er proben lassen? In Paris erhallen die Bäckergehülfen von Für Dülmen. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mitgliederversammlung Samstag, de»«. November, Abends 8 tthk' im Lokale des Herrn Chr. Wilhelmi. ls Todcsfcicr W. F r i tf i"t Ferd den tüb .klaffe Arbeiter 'Mein junger �llsweisi '.aus Gr � volle 8 sein u jeden zu der �ien Bo ? gebäht "»inen, p -------- v---" äj�u' ß�iehk Wahl einer Commissiou zur Vorbereitung von Lflsp" Heu. Qjg s°genanv den W Für Hamburg. �—- Gewerkschaft deutscher HolzarbeM Geschlossene Mitgliederversammlung Sonnabend, den o. November, Abend»:» ll Tischler-AmtShau«, Breitestraße. Tagesordnuug: Abrechnung, so wie Besprechung über etwaige Ai zur Generalversammlung. NB. Die Quittungsbücher find vorznzeiges- Lehdeh, 'Allg. deutsche verein. Llltetallarbeiterscha� Mgabe Versammlung jeden Montag, Abends 8 Uhr, im Lokale de« Colosset"1 Für Mberfrld. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Fahnenweih e, Sonntag, den?. November»*«», im Lokale des Henn Keuter aus der Kluse, verbunden mit C o n c c r t und Ball. Alle auswärtigen Parteigenossen und Freunde sind h>s freundlichst eingeladen. Das Fest-Comit», Erhaltet vvrljchri Unumw kN und chloffen ' die H> de» ■tSucht j �orbttani beantr Für(Ottensen. Große öffentliche Arbciterversammlll Sonnabend, den«. November, Abends» 1lh�!(tlaue$ in Schadendors's Salon, am Felde. I, allgeme Tagesordnung: Vortrag de« Herrn Wolf au« Hamburg: Der Arbew' Rchrittleri stand, feine Bedeutung und seine Ausgabe.>d{jnni c. Um zahlreiches Erscheinen bittet_ F. Heerhold>- 1 � Für Kiel. an; tbasj tie it* Utnb 9 ™ für jMchri Achauen »bschas U'jeitung Mvablen i i.Dahlen rsüderum »ruck vou R. Bergmann K Berlin.— Verantwortlicher Redakteur und Verlegcr: W. GrUwel»n Ber'in. Für Hannover. Allen Schuhmachergesellen so wie Gerbern und Lei schneidern die Anzeige, daß sich unser Vereinslokal sv der neu gegründete Allg. deutsche Schuhmacher-Verkehr der Kreutzftraße 10 bei Herrn Kellcrmann befindet. unsere zureisenden Collegen ist sür gutes Nachtquarlik sten« gesorgt. Dieses mögen all- Collegen in Deutschs und die Reisenden die nach Hannover kommen, beachte.� Mitgliederversammlungen finden den ersten und drillen$L tag in jedem Monat statt., Die Adresse des Bevollmächtigten ist F. Ungkä beim Schuhmachcrmeister Schwartz, Große Wallst.- I. A.: C. Anders, Schristfüh�! ■J»«« !« ta'8 anges » wohl P Stlr 'Vnmerk ''ättid De » ttn ga> ®tni wolle ganz ui .'ü dem SW fegüill re werde.