Lackir-c BersamM' et«, 20» ss-g°- itodtt mlUNA irstützmiZi' Hr. 132. Berlia, Mittwoch, den 10. November 1869. Fünfter Jahrgang Zeituug erschemt drei Mal wöchnttltch »»b swar: DieustagS, Donnerstag» und Sonnabend»»bend». Organ der social-demakratlscheu Pattei. Redactwu und Sxptditioni u Berlin, Eitschinerstraße 17. samm» isbcri� Vatii� ein. c.«> l samml»� nsbcricht- Ebel er, Z«" lögen iH £>. ffijii er schaff » Uhk- ss-gen-ff �fchast- s A llb'' liraße. . Abonnementsbestellungen auf den„Social- wtnofrat" für das laufende Quartal werden I drtwährend, auswärts bei den Postämtern, ent- ( ltgengenommen. , Den neuen Abonnenten wird das Blatt für ganze Quartal, vom I. Oktober an, vollstän- "fl nachgeliefert. Politischer Cheil. Berlin, 9. November. tt. DieGötzen fallen, und die Götzenpriester greifen die Flucht. Zaggernat ist der scheußlichste .Otze Indien». Alljährlich halten seine Piiester mit "oi einen Umzug; da» riesige Götzenbild steht au� 'neni Wagen, den viele Tausende de» betrogenen Heltes im Schweiß ihre» Angesichts ziehen. Fana- >che Schwärmer lassen sich von den Rädern des j®ogens zermalmen, in dem Glauben, so das ver- Mißlichste Werk zu verrichten, und die betrügerische /Minschaft lächelt Uber die Dummheit des betröge� z Belkes. Aber die Götzen fallen. Al« vor wenrgm' Mo- Wen, so berichten englische Zeitungen, wiederum der o»izug stattfand, da blieb der Götzenwagen— im Sumpfe stecken. Die Priester beteten, sie läuteten p Glocken, sie brüllten dem Volk zu: Zieht unS �raus. Aber das Volk begann urplötzlich zu lachen zu höhnen. Vergebens sprangen die Trabanten 'o Priester hinzu und hieben mit dem BambuS (U n. �ß den Wagen stecken und setzte ! 0s zur Wehr, und gar bald mußte die Priesterschaft 'ilunter vom Postament und unter Hobn und Spott lobte sie davon; das Götzenbild des Zaggernat aber Wt im Sumpf als Fraß der Würmer. Es ist vorbei mit den indischen Götzenpriestern, ,! e8'ß auch vorbei mit den Priestern de» golde- eW I Kalbes in Berlin. Am vergangenen Sonntag Mußten sie voll Gritnm und Wulh abziehen. Wohl ., üand.n sie auf hohem Postament, wohl läuteten sie Zerei� 5lt Glocke, wohl beschworen sie das versammelte olk, den Karren des ForischrittSgötzen herauszuziehen 37.,°us dem Kolh, doch vergebens! Mit Donnerhall ,cr Sl» fönte der Ruf der Taufende ihnen entgegen: Das >gr. j bleich EuieS Götzen ist zu Ende. Die Oberpriester, >gr., S- der j»dwe. der Schulze, der Virchow, der Dunker, Haverbeck, der Becker, der Runge, der junge ae'r,$«�bsame Max, sie alle rannten davon durch eine Mobl� �mterthür, und als ihre Trabanten an den Bam- 'ise, tt» M appelliren wollten, da waren auch sie bald zur eusch��uh« gebracht. nerstr..' Zu Ende ist eS■ mit dem großmächtigen Fort- :. 69 llhrhtggiz�n in Berlin! Schon lange hatten die Fortschrittler im Stillen der wachsenden Arbeiterbewegung gebebt. End- faßten sie Mulh. Und um ihr verlorenes Terrain 'iderzugewinnen, beriefen sie zum Sonntag in die alligen Räume des ConcerthauseS in Berlin eine Olksversammlung, um angeblich eine„Agitation für V s« !N mar l»; Phrase wieder zur Herrschaft in Berlin "»gen. - ihr.� s t"? Sä 'lweisc Abrüstung der stehenden Heere" und zwar l dem Wege„diplomatischer Verhandlungen" zu be- ?onen, in Wahrheit jedoch, um die junge Arbeiter- �teijzur Seite zu schieben und die fast- und kraft' zu � Das war zu arg! Auf dem reaktionären Weg Somatischer Verhandlungen, den einst der alte Scher so derb alS Federfuchserei gekennzeichnet hat, r S nur theilweise Abrüstung zu verlangen und nun aiit it bem®olt Zuzumuthen, sich daran zu betheiligen, -r* n/ S eine gar zu unerhörte Zumulhung. Eine freie °lkswehr an Stelle der stehenden Heere ist ja all- Seine Forderung aller freiheitsliebenden Männer nropa's. Somit setzten sich denn die sccialdemokratischen Arbciterbataillone viele tause-d Mann stark in Be- wcgung. In und außer dem Lokal bildeten die Lassalleaner:Vi der Anwesenden, uad sie erhoben die berechtigte Forderung, nun auch ihre Ansicht zur Gel- tung zu bringen. Das war zu viel für die Götzenpriester. Als alle Versuche, durch Winkelzüge die Volksversammlung in ihre Gewalt zu bekommen, an der festen Haltung der Arbeiterpartei gescheitert waren, liefen sie davon und räumten dieser das Feld. Sie haben ihr Urtheil damit gesprochen. Nachträglich werden sie allerdings noch zu intri- guiren suche», aber der entscheidende Sieg derLassal le'schen Arbeiterpartei läßt sich nicht weglügen! Mögen sie tausendmal über„Vernichtung der Ver sammlungsfreiheit" schreien, sobald ihnen das Hand werk gelegt ist, nach Belieben die Versanimlungen zu terrorisiren! Mögen sie tausendmal über„Pöbel" schreieen, sie, die einst Lassalle aufs pöbelhafteste nieder- schrien! Das ficht uns nicht an. Der Fortschritts- götze steckt im Koih; da fressen ihn die Würmer. Wir aber, die von Ferdinand Lassalle begiündete social-demokratische Arbeiterpartei, wir haben gesiegt� und'wir werden ferner siegen! Wegen Mangel an Raum muß die politische Rundschau sllr heute zurückbleiben. Derms-ThtH. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Verein.) Berlin, 8. Nov.(Großer Sieg Uber die Fortschrittspartei.) In der vergangenen Woche stand in allen Berliner Zeitungen nachstehende Annonce: „Volksversammlung Sonntag den 7. Nov. 1869, Bor- mittag« II Uhr, im Saale de» Toncerthause», Leipziger- straße 48. Tagesordnung: Die von der Fortschrittspartei im Abgcordnetenhanse au die Regierung gerichtete Aufforde- rnng aus Ermäßigung unserer Militärlast durch Herab- setzung des Bundesarmeestande« und auf Anknüpfung diplo- malischer Verhandlung, welche eine allgemeine Abrüstung in den europäischen Grnßstaaten zum Zweck haben. Berlin, den 4. Nov. 1869. Löwe-Ealbe. Franz Duncker. H. Runge. Dn. Virchow. Hagen. Ludolf Parifiu». Dr. Eberty. Schulze- Delitzsch. Dr. Becker(Dortmund). Frhr. v. Haverbeck. Berlin. Bouwellc. Dobert. Stadtoerordn. Friedländer. Dr. Goeschen. Dr. Hefster. Dr. Hermes. I. Hehl»cn. Dr. Max Hirsch. Hoddick. Dr. Holthoff Justinius. Ehef-Redaclcur Dr. Kleltcke. Bez.- Vorst. Krebs. Robert Krebs. Sladlrath Kunze. Land- gras. Dr. Langerhan«. Ludw. Loewe. Dr. Rud. Loewenstein. Dr. Ad. Loewenstein. L. Maq. Mier. Math. Moses. Papier. Peters»en. Raa;. Rüthnick. R. Schultze. Dr. Seemann. Dr. Semler. H. Steinitz, Redacteur. Dr. Stört. Streckfuß. Dr. Stryck. Dr. Tappert. A. G. Willmanns. R. Wittcke. A. Wolter. Zelle. A. H. Zimmermann." Die„Vokszeitung"" brachte in ihrer gestrigen Nummer in Betreff der Versammlung Folgende«: „In der am Sömitag 11 Uhr im Eonccrthanse statt- indendcn Volksversammlung zur Besprechung des Virchow'- scheu Abrüstnngsantrages wird das Einladungscomits fol- gendc Resolution beantragen:„Der Wohlstand des Volkes leidet unter dem System dcS bewaffneten Friedens, welche» gegenwärtig in fast allen europäischen Staaten Platz ge- griffen. Die dadurch erzeugte Besorgniß vor einem Kriege bedingt häufige Slörunzeu der Arbeit in allen Zweigen der Industrie. Durch die seine besten Kräfte verzehrende Krieg«- bereitschast wird das Volk in so hohem Maße belastet, daß die gerechtesten Forderungen auf Verbesserungen von Staat»- einrichtungen zu produktiven Zwecken, insbesondere die auf : Hebung des Unterrichts gerichteten Forderungen nicht be- riedigt werden können. Alle Völker bedürfen de« Friedens und alle Völker fordern ihn. An unserer Volksvertretung ist es, mit der Forderung aus Abrüstung voranzugehen und den Parlamenten anderer Völker zuzurufen: Wir wollen den Frieden, lasset uns gemeiusam wirken für den Frieden!" Mehrsach theilte man uns mit. daß von Seiten der Lassal- lcaner eine Störung dieser Volksversammlung bcabstchligt wird. Indem wir darauf aufmerksam machen und zu zeili- g-m Erscheinen einladen, bemerken wir noch, daß von Sei- ten des einladenden Comitö» Maßregeln ergriffen sind, um die Ordnung ausrecht zu erhalten. Wir hegen daher die Zuversicht, daß jedes Beginnen, diese großartige Demon- stration,— welche durch das jähe Abschneiden der Debatte im Abgeordnetenhause um so nothwendiger geworden, ym Angesichts Europa» die Friedensliebe de« preußischen Volke» zu bekunden— von vornherein als nutzlos unterlassen wer« den wird." Von Seiten der Fortschrittspartei waren außerdem alle Hebel in Bewegung gefätzt,' um ihre Anhänger zum zahl- reichen Erscheinen zu veranlassen. Die Vorstände der Max Hirsch'schen Ortsvereine Und der Bezirksvereine hielten zu demselben Zweck Versammlungen ab und auch im Berliner Handwerkervereine wurde am Sonnabend zu allseitigem Be- such der Versammlung durch Herrn Duncker aufgefordert, mit dem Bemerken, daß die Social-Demokrateu dieselbe stören wollten. Die„Volkszeitung" hatte bei einer srühern Gelegenheit bemerkt: daß es an der Zeit sei, dem Gebahren der Social- Demokraten in öffentlichen Versammlungen ein Ende zu machen. Die gestrige Versammlung sollte ohne Zweifel Ge- legcnheit dazu bieten und es verstand sich von selbst, daß wir am Platze sein mußten, um un« mit den Fortschrittlern zu messen und zu beweisen, daß wir Recht hatten, als wir nach der großen Versammlung im„Alcazar" ausriefen:„Berlin gehört un«."— Um die Zimmerer von der Versamm- lung fern zu halten, war, wie früher bei einem ähnlichen Falle, von dem fortschrittliche» Vorstande des Zimmerer- gewerks die Wahl eines Allgesellen in einem andern fast ->nc Stunde von dem„Concerthause" entfernten Lorale an- geordnet. Doch machte e« uns unsere Organisation und Parteidisciplin möglich, in zwei Tagen(Freitag und Sonn- abend) die ganze social-demokratische Armee von Berlin mo- bil zu machen. Sowohl in der Zimmerer-Versammlung, wie auch in der' Volksversammlung im Concerthause hatten wir eine überwiegende Majorität. Ssimmlliche Haupthähne der Fortschrittspartei, einschließlich der Abgeordneten, wie sie unter der Einladung genannt sind, waren anwesend und nahmen ohne Weiteres Platz aus der Estrade des großen ConcertsaaleS, als weun es selbstverständlich sei, daß sie zu Leitern der Versammlung berufen würden. Der Abgeord« uete Hr. Dr. Lömc-Lalbe eröffnete um 11 Uhr die Ver- sammlung mit einer Ansprache, in welcher er auseinander- setzte, daß die Bernfer der Versammlung bei der Bedeutung der Frage, um die es sich handle, nicht eine Parteiversamm- lung, sondern eine Volksversammlung berufen hätten, ob- schon in den letzten Monaten öffentliche Versammlungen mehrfach gestört worden seien. Herr Dr. Löwe forderte dann zur Constituirung des Bureaus, zunächst zur Wahl eines Vorsitzenden, aus. Es wurden die Namen Tölcke, Duncker und Löwe gerufen. Herr Löwe ließ zunächst über Herrn Duncker abstimmen. Obschon offenbar nur die Minorität für Herrn Duncker gestin. mt hatte, bemerkte Herr Löwe, daß sich die Majorität für Herrn Duncker erklärt habe. Dagegen protestirten die Social« Demo« kraten energisch, indem sie die Gegenprobe verlangten. Bei dieser erhob augenscheinlich die Majorität die Hände, worauf Herr Löwe über Herrn Tölcke abstimmen ließ, der dann mit großer, durchaus unzweisclhafler Majorität zum Vorsitzenden gewählt wurde. Herr Löwe erklärte die Wahl für ungültig, weil ein Anwesender, auf den er mit dem Finger zeigte, beide Hände emporgehoben habe. Herr Löwe wollte dann über seine Person abstimmen lassen, wogegen die Majorität einmülhig protestirten, woraus Herr Löwe die Versammlung sllr geschlossen erklärte, mit seinen College» und dem souschrittlichcn Gefolge die Estrade verließ und durch den Tunnel entichlüpste. Herr Tölcke übernahm nun den � Vorsitz. Die anwesenden Fortschritller machten indeß einen solchen Heiden-Scandal, daß Herr Tölcke anfangs nicht zum Wort kommen konnte. Jetzt wurden die Hanptschreier au» dem Saale entfernt, was selbstredend nicht mit Glacee- Handschuhen geschah. Herr Tölcke bemerkte sodann, daß er von der großen Majorität der Versammlung zum Vorsitzenden ernannt worden, daß demnächst Herr Dr. Löwe nicht mehr berechtigt gewesen sei, die Versammlung ohne deren Genehmigung zu schließen; es werde vielmehr die Fortsetzung der Versamm- lung erfolgen. Herr Tölcke protestirte gegen die Vcrdächti- gung, daß seine Parteigenossen erschienen seien, um die Ver- sammlung zn stören; sie seien vielmehr gekommen, um in geordneter Weise die Frage, um die es sich handele, mit der Fortschrittspartei zu discutiren. Darauf wurden die Herren *) Diese Behauptung ist einfach lächerlich, da der Be- treffende erwiesenermaßen nur Beifall geklatscht hat, und zwar erst nach der Abstimmung, als schon viele Hände sich wieder senkten. Graendorf als Stellvertreter des Vorsitzenden, Hassel- mann als Schriftführer, Otto Kapell und Finn als Beisitzer gewählt. Herr August Kapell schlug der Versammlung fol- gende Resolution zur Annahme vor: „Die heutige Volksversammlung erklärt: Das heutige Militärsystem der europäischen Großmächte bewirkt, daß die Völker unter einer erdrückenden Steuerlast seufzen, eine künstliche Trennung zwischen dem arbeitenden Volke und dem Volke unter Waffen hervorgerufen wird und eine stete Kriegsdrohung der Staaten gegen einander statt hat.— In Folge dessen ist Abschaffung der stehenden Heere in ganz Europa und Ersetzung derselbe» durch eine Volkswehr, welche sich auf eine kriegerische Jugenderziehung gründet, eine noth- wendige Forderung der Völker. Die Versammlung erklärt ferner: Die Abgeordneten der Fortschrittspartei haben durch Agitation für eine theilweise Abrüstung, und zwar auf dem Wege diplomatischer Ber- Handlung der Regierungen, eine unverzeihliche Halbheit be- gangen, da diese Agitation für ein halbes Recht das ar< beitende Volk über die von ihm mit Recht zu stellende For- derung eines ganzen Rechtes täuscht. Das erwähnte Vorgehen der fortschrittlichen Abgeordneten beweist, daß sie unfähig sind zu energischem Handeln. Und desgleichen liefert die Thatsache, daß sie bei Gelegenheit der Berathung der Kreisordnung eine CenfuSwahl vorgeschlagen, auch das direkte Wahlrecht bekämpfen und im Reichstage sowohl gegen die Abschaffung der Sonntagsarbeit wie auch gegen Einsührung eines Normalarbcitstage» aufgetreten sind, den Beweis, daß sie Vertreter der Bourgeoisie sind und die Arbeiterklaffe durch Bekämpfung de« allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts und sonstiger Gesetze zu Gunsten der Arbeiter zu schädigen suchen. In Erwägung aller dieser Thatsachen erklärt die Ver- sammlung, daß die fortschrittlichen Abgeordneten da» Ver- trauen der Arbeiter nicht verdienen, vielmehr sammt der ihnen anhängenden Bourgeoispartei auss Entschiedenste zu bekämpfen sind, und daß die Arbeiterklasse an Stelle dersel- bcn auf Grund des allgemeinen gleichen und direkten Wahl- rechts Abgeordnete zn wählen hat, welche der von Ferdi- nand Lassalle begründeten social-dcmokratischen Arbeiterpartei angehören und die Jntcreffcn des Volks voll und ganz ver- treten." Herr A. Kapell begründete die Resolution, wobei er nachwies, daß die Fortschrittspartei nie etwas für die Ar- bester gelhan habe und daß die Arbeiter zu ihren Vcrlre- tern keine Doctoren und Professoren nöthig Hütten, ihre Interessen vielmehr durch Abgeordnete aus ihrer Mitte am besten vertreten würden. Er empfiehlt die Annahme der Resolution. In gleichem Sinne spricht sich Herr Finn aus und bc- merkt, daß die Fortschrittspartei, als sie die Majorität im Abgeordnetenhanse halte, nur kleine Stückchen von Freiheit geschaffen, an die Arbeiter aber niemals gedacht habe. Auch er empfiehlt die Annahme der Kapellfichen Resolution. Herr Zielowsky tadelt gleichfalls das Verhalten der liberalen Partei in den letzten zwanzig Jahren, insbesondere, daß sie den Arbeitern das geheime, gleiche und directe Wahl- recht vorenthalten habe und noch vorenthalten wolle, wie sich bei Berathung der Kreisordnung gezeigt habe, bei welcher die Fortschritts-Abgeordnelen eine Eensnswahl vorgeschlagen hätten. Man habe immer gesagt, das Volk sei noch nicht reif. Man habe das Volk immer in de? Dummheit erhal- ten und von der Theilnahme am östentlichen Leben aus- geschlossen; die Folge davon sei es eben, daß in diesem Saale Arbeiter sich gegenseitig zerfleischten. Redner bespricht die Lohnfrage und fordert die Arbeiter auf, eigene Abgeord- nete zn wählen und heute die Kapellffche Resolution anzu- nehmen. Inzwischen waren noch weitere Anträge und Resolistio- uen eingegangen, und zwar von Herrn Dr. E. I. Gerlach folgender Antrag: „In Erwägung, daß die Idee, nachhaltig wirkende Mittel aufzufinden, um Kriege immer mehr zn verhindern, oder doch immer weniger verheerend zu machen, als die unbe- dingt höchste und zuerst zn lösende Aufgabe unserer der Ver- wirklichnng wahrer Humanität mächtig zudrängenden Zeit- richtung dasteht; in fernerer Erwägung, daß— trijgM nicht alle Zeichen der Zeit— der Augenblick gekommen scheint, wo alle Ziativnen unseres Erdballs der gespanntesten Erwartung sind, ob nicht Eine der Großmächte, in richtiger Würdi- gung der wahren Quelle aller jetzigen Zeitnöthe sich berufen fühlen sollte, in dieser Beziehung die hcißerschntc Initiative zn ergreifen; in Erwägung endlich, daß die Ergreifung die- ser Initiative ohne allen Zweifel gleichbedeutend ist mit der Begründung einer neuen über alle Vorstellung gesegneten Zeit, bffchlicßt gegenwärtige Volksversammlung, es als eine begründete Erwartung auszusprechen: Es werde Sr. Majestät nnserm ruhmgekrönten Kriegsherrn belieben: die thunlichste Aussühning dieses, wenngleich gewagten, doch für unser Vaterland keineswegs gesährlichen SckritteS zum Heile aller Völker der Erde in Allerhöchste Erwägung zn ziehen." Die Herren Tesch, Kämmerer und Szymanowsky („Volkspartei") hatten nachstehenden„Antrag" eingebrächt: „In Erwägung, daß die Belastung des preußischen Volkes durch Steuern, die besonders die arbeitenden Klaffen") drücken, von Jahr zu Jahr größer wird, in Erwägung, daß nur eine allgemeine gleiche Volkswehr nach dem Muster des Schweizer Milizsystems eine sichere Garantie für Friede und Freiheit gewährt, erklärt die Versammlung, daß die bishe- rigcn Majoritäten der verschiedenen Wahlkörpcr ihre Schul- digkeit nicht gethan haben, und daß die Anwesenden künftig für Abgeordnetenhaus und Reichstag nur solchen Vertretern ihre Stimme geben werden, welche dem herrschenden System gegenüber von ihrem verfassungsmäßigen Rechte der Budget- ablehnung Gebrauch zu machen sich verpflichten." Herr Krebs(fortschrittlicher Borsitzender des„Berliner Arbeitervereins") beantragte Nachstehendes: „Die Versammlung erklärt:. Die siebenden Heere sind ein Ruin des Volkswohlstandes iu geistiger und niaterieller Be- ziehung; es ist Sache des Volkes, überall dahin zu wirken, daß die stehenden Heere beseitigt nnd Volkswehren im Sinne Steins und Hardenbergs geschaffen werden." *) Es gicbt nur eine Arbeiterklasse. Nach Verlesung dieser Anträge erhält da» Wort Herr Aurin. Derselbe ersucht die Versammlung, auch ferner die jetzige Ruhe obwalten zu lassen, damit nicht die Presse, na- mentlich die„Volkszeiwng", aus einem winzigen Thierchen einen Elephanten machen könne. Die Herren von der Fort- schrittspartei hätten keine Volksversammlung gewollt, sondern nur eine Versammlung der herrschenden Klassen, und als sie gesehen, daß sie nicht durchkommen könnten, da hätten sie feige das„Fortschritts".Panier ergriffen. Die Fortschritts- männer hätten diese Versammlung nur deshalb anberaumt, um sich den Boden für die Wahlen im nächsten Jahre zu sichern. Sie hätten das Vertrauen des Volkes verscherzt und er hoffe, daß die Zeit nicht mehr fern sei, wo die Fortschritlspartei aus dem Sat.el gehoben werde. Nur uuser großer Meister Lassalle habe die wahren Interessen des Volkes erkannt und das allgemeine Wahlrecht auf die Fahne der Arbeiter geschrieben. Redner tadelt darauf die Presse, namentlich die„Volkszeitung", welche nicht eine Zeitung sür das„Volk", sondern für die Bourgeoisie sei. Er em- pfiehlt die einstimmige Annahme der Resolution de» Herrn Kapell.' Ucber einen Antrag ans Schluß der Debatte sprechen die Herreu Aron und Dr. Gerlach, und zwar gegen den Schluß, da wenigstens die verschiedenen Antragsteller noch zum Wort komnien müßten. Der Vorsitzende bemerkt, daß Antragstellern auf Verlangen auch nach Schluß der De- batte das Wort noch gestattet werden würde. Die Ver- sammlung lehnt den Schlußantrag ab. Herr Dr. Gerlach spricht seine Freude darüber aus, daß die Versammlung so energisch und consequent vorgegangen sei und ihre Jatelli- gen; bewiesen habe; er glaubt, daß der König getrost zur Entwaffnung schreiten könne, wofür demselben da» Vaterland dankbar sein werde. Er ersucht um Annahme seine» Antrage«. Herr Graendorf bittet um einstimmige Annahme der Kapell'schen Resolution, durch welch- die Abschaffung der stehenden Heere und Einsührung einer allgemeinen Volks- wehr gefordert werde. Die sogenannte Fortschrittspartei habe nie etwas sür die Arbeiter gethan; wenn sie dies ge- wollt habe, dann hätte sie beim Unterrichtsgesetz mindestens d e Streichung des Paragraphen fordern müssen, der die Bcschäflignng der Kinder von 12 Jahren in den Fabriken gestatte. Redner empfiehlt auch die Annahme der Resolution Kapell'». Herr Schwekendiek spricht in gleichem Sinne. Herr Szymanowsky empfiehlt die Annahme der von ihm und seinen Freunden vorgeschlagenen Resolution. Ebenso die Herren Metzner und Aron. Letzterer bemerkt, daß die Fortschrittspartei die Pflicht habe, das Budget abzu- lehnen. Diese Forderung stelle er eventuell als Amende- meut zu der Kapell'schen Resolution. Nachdem ein wiederholter Schlußantrag abgelehnt, da- gegen Schluß der Rednerliste angenommen und die Redezeit für die noch eingeschriebenen Redner auf fünf Minuten be- schränkt worden war. erhielt Herr Krebs das Wort zur Begründung seiner Resolution. Derselbe bemerkte, daß eine kurz gefaßte Resolution am besten sei; die Fragen, welche die Kapell'sche Resolution weiter enthalte, würden besser in einer zweiten Volksversammlung erörtert. Herr Rost spricht zn Gunsten der Resolution Kapell'«. Die Mitglieder der Fortschrittspartei, welche die Versamm- lung einberufen haben, hätten geglaubt, daß das Volk hinter ihnen stehe; heute sei denselben gründlich bewiesen, daß dies nicht der Fall, daß vielmehr da« Volk mündig und reis sei, selbst über seine Interessen zu discutiren. Es sei den Ar- bcitcrn noch zu gut im Gedächwiß, wie sich die liberale Partei im Abgeordnetenhanse zu der Bewilligung der Coali- tionsfrciheit nnd im Reichstag zu der Frage der Sonntags- arbeit gefiellt haben, also sei auch von der Fortschrittspartei für die arbeitende Bevölkerung nichts zu erwarten. Herr Finn führt zu Gunsten der Kapell'schen Resolution noch aus, daß durch dieselbe die lächerliche Verdächtigung ein- sür allemal beseitigt werde, daß wir der Reaction dienten. Herr Zielowsky empfiehlt abermals die Resolution Kapell'«. Herr Tölcke überträgt den Vorsitz auf Herrn Grän- dors und vergleicht die verschiedenen Rejolntionen. Die Fortschrittspartei habe auch in dieser Frage bewiesen, daß sie die Interessen des Volkes nur halb vertrete. Es müsse ein entschiedene« Mißtrauensvotum gegen dieselbe ausge- sprachen werden, wie es die Kapell'sche Resolution thue. Um dieses Mißtrauensvotum zu beseitigen, habe Herr Krebs seine Resolution eingebracht.— Auch die Resolution der Herren Tesch und Genossen sei unannehmbar, weil sie an das aus dem Dreiklassenwahlsystcm hervorgegangene prcu- ßische Abgeordnetenhaus, welches die Social-Demokraten nicht als eine wahre Volksvertretung anerkennen, Forderungen stelle. Ebenso sei auch der Antrag des Herrn Dr. Gerlach zu verwerfen, weil er die Abrüstung lediglich in das Er- messen de« Königs von Preußen stelle und ebenfalls nur Halbe« verlange. Redner empfiehlt die Annahme der Ka pell'schen Resolution und die Verwerfung der zu derselben gestellten Amendements und der übrigen Resolutionen und Anträge. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen und that- sächlicher Berichtigungen seitens der Herren Schwekendiek, Aron, Szymanowsky, Dr. Gerlach, Hasselmann, Metzner und Tölcke wird die von Herrn A. Kapell vor- geschlagene Resolution mit allen gegen 6 Stimmen ange- uommen, worauf Herr Tölcke, nachdem er der Versamm- lung für ihre zuletzt bewiesene Ruhe und musterhafte Ord- uung gedankt und bemerkt hatte, daß die Anwesenden mit dem frohen Bewußtsein von bannen gehen könnten, heute eine große politische That vollbracht zu haben,— nach 2 Uhr die Versammlung schloß. Jetzt brach der enthusiastische Jnbel der Versammelten, immer noch weit über 200(1 an der Zahl, los.(Beim Beginn hatten über 3000 Anwesende den Saal bis anf den letzten Platz gc- füllt.) Donnernde Hochs auf L a s s a ll e, Dr. v. S ch w e i tz e r und Tölcke, so wie aufdieSocial-Demokratie durchdröhnten die Räum- des Concertsaale«, den die Berliner Arbciterba- taillone nach Absingung unserer Marseillaise in der größten Ordnung verließen. Es ist selbstverständlich, daß die gesammte Presse der reactionären Junker- und Bourgeoisparteien mit„fanatisch!!»" k Wuthgeheul über die Social- Demokraten hersall-n wer«»- x»»gen lieber das Jammergeschrei der zu Bode» geschwelt«!!» Fortschrittspartei, voran das edle„Blatt für Jedermann»»' dem Volke", werden wir uns in nächster Nuinmer an!' sprechen und— lustig machen. Berlin gehört uns! Berlin, 9. No»- D. Berlin gehört uns! Als wir dies Wort bei de® gzwaltigen Ausschwung der Arbeiterbewegung in Berlin'' letzten Sommer ausriefen, da war die Bourgeoisclit»! Berlin« erfüllt von Grimm nnd Neid, und die von ihr»»' hängige Presse versuchte nach Kräften die Macht, welche W|jtn A Lassalle'sche Arbeiterpartei erlangt hatte, hinwezzuläuzn!»- !!» wer Sthötl Zeile E "Utions � Man >, de «itn„j »'schau 'Öethai «ich — Berlin gehört uns! Dies rufen wir heute zum zwedgPfal." —, D»«e di die .lhlich �kennba diesem< dü ihre« _ Macht i mit Allen, die so„gegen den Geist der ZUgellosigkcit zutreten wagen würden."— Kurz, es schallt ein � gelchrei auS den Reihen der privilcgirten Elassen, deutlich genug an Heine's „Gesährdet ist das Palladium Des sittlichen Staates, das Eigentbum," erinnert.— Es ist höchst komisch, zu sehen, in w Widersprüche sich die feindliche Presse unserm Siege gll über verwickelt. In demselben Augenblick, wo die ihrer alten Verdrehungssucht huldigend, unser niassenh! Auftreten zu bekritteln und die Zahl der in der Volks» sammlung erschienenen Lassalleaner herabznsttzen suchen, klären sie selbst, daß es künftig für unsere Gegner»n»" lich sein würde, Volksversammlungen zu beherrschen, l» wir ernstlich vorzugehen gedächten.— Daß die GewinM der gesammte» Arbeiter Berlins für di: social-demokraui' Grundsätze unaufhaltsam vor sich geht, das ist es. was Bourgeois mit so großem Schrecken erfüllt, was sie i»� verwirrter Taktik bewegt und schließlich sie instinctmäß" einem Aneinaiiderschließen treibt. Letzteres ist unverke» denn die„Zukunft" und die Natioual-Ztg." nehmen einiger boshafter Bemerkungen die Partei der Fortschl' in Schutz und geben deutlich zn verstehen, daß ein gcn> sames Handeln gegen die Arbeiterclasse ihnen Allen ge? ist.— Im Folgenden werden wir von dem charakterisn» Geschreibsel der Presse über die Volksversammlung E'»' mittheilen.— Vorerst sei bemerkt, daß, wie zu er)»»' stand, allgemein der Bericht über die Versammlung Weise entstellt ist, daß es scheint, als habe Mord und T' schlag stattgesunden. Die Lassalleaner sollen ja nun als„rohe Horde" dargestellt werden, und so ist de»» Entfernung einer Anzahl die Ruhe durch wüthendeS G« störenden Fortschrittler, bei der eS allerdings einige setzte, zu einem furchtbaren Handgemenge hinaufgesch' worden. Unter den Berliner Blättern giebt der Ä „StaatSbürger.Ztg." zu, daß bei der AbfliN» über den Präsidenten„eine äußerst imposante f von Händen sich zu Gunsten Tölcke'« erhöbe» habe" daß, nachdem die lange gestörte Ruhe wieder hergepe»''� circa 3it der zn Anfang anwesenden Arbeiter no», Platze waren; diese gehörten, wie die Abstimmung ü Resolution zeigt, fast alle zur social-demokratischen 1 Somit wird von dieser Zeitung wenigstens unsere legenheit anerkannt. Ebenso berichtet die„Staatsbü' Ztg." wahrheitsgemäß, daß die Debatten„in vo>' Ruhe" verliefen.— Auch die„Zukunft" muß mit Jn�'Hh der'Vfc ■'' 1««''"*2 unsere Ueberlegenheit zugeben. Sie bringt aber c,»-- inegel und tigen Leitartikel, dem wir folgende Ergüsse entnehmen: „Das„Volk" von Berlin hat gestern dem Abg � iffr jX',- glänzend Recht gegeben, wenn er meinte, die Abrüstn"» Illke von jetzt noch nicht an der Zeit. In reisigen wohlgeoydi, � Schaaren zogen die Getreuen des Herrn v. Schweitzer, � i entrollte geheimen, nicht einmal im„Soc.-Dem." publizirten-.... gehorchend, rechtzeitig in die Hallen des Eoncerthaus'/] deren inneren Raum sie in so guter Vertheilung beMJ i. daß das gemllthlich nachbummelnde Corp« de« FortM w, fl-*, i>a»« Otki�vnvrt /litf � I.. sich von seinen Führern auf der Estrade vollständig schnitten fand. Was dann geschah, entsprach auf« best' � wiederholt schon für solche Fälle erprobten Organisa'' d, �' ---„Nachdem sie, w:e die Kinder, schreiend, �Püe, eldet i U Uhr '"i The ! Fori, röter ko «alleriei um 11 Ausamni Aurech.t angeh ge alle 'er dur »ü6tt „."'»lotiti '"logisch « Her kam Süethcr »'cht die lleu wii e statt. "e Reser «n.$ wachte eaushcb der '%l jp, ■ durch Schluß " verlil lung d Ichwcitzi Thei der zi hr vers von de .elten m Worte? dener z ötion n ... strampelnd ihren Willen erreicht, haben sie eine Res�� ÄKsse ch diskutirt und angenommen, die sie jedenfalls mit bü Eindrucke in der ersten Versammlung selbst zur®! gestellt hätten. Durch die Form, iu welcher man zur Geltung brachte, ist eine unbefangene Erwägung Inhaltes erschwert worden, und das ist wahrscheinli Herrn Urhebern ziemlich gleichgültig. Die Bedeutung Vorganges ist nicht zu unterschätzen. Es sind die A», neten Berlins, nicht nur die aus der Dreiklasscnwahl t»' �al gegangenen, sondern auch die Erkornen jenes allg»� steten>s Wahlrechts, als dessen privilegirte Inhaber nnd BeF? W' Verfasser der Tölcke'schen Resolution un die Verfasser der Tölcke'schen Resolution austreten, j"" man in rohcster Weise die Thür gewiesen bat un»,- d'v der nach dieser Kraftprobe mit einiger Sicherheit dar»'.„Puft", rechnen, daß nach den Wahlen des nächsten Herbst� sich di Herren v. Schweitzer, Tölcke, Lübkert u. s. w. die. ,9 ist, das haben werden, die Haupt-. und Residenzstadt im R«®� j('"'cht e des norddeutschen Bundes zu vertreten"-----'r,®'»8 weilen ist das Versammlungsrecht in Berlin suspend«'"�ic„S Mir nac 'ße wied �ules vi .'"selben " noch >hr Gla ren. llnatisch«»'«um noch viel größere Säle zu solchen gymnastischen -n wer»iU«»gen finden werden und noch weniger gutmüthige ichmettn®%oiä, welche die Saalmiethe, Anzeigekosten u. s. w. -rmann««' werden, um dann jene Herren unier dem Schutze nmer f1'"chörde„ihr Bier austrinken' zu sehn und das zer> tae Glas zu bezahlen. Dieser Erfolg freilich ist der .»>» am wenigsten bedauerte, das lottrige Treiben des Mionswesens hat damit eine heilsame Abkühlung ersah- 9. Na».' �an bilde das Vereinswesen zu bestimmten praktischen rt bei['«u, das Liguenthum, ans, man verlange von den Thcil- Berlin®"n nicht nur hohle Händeschau, die der Uebermuth zur rgeoisclwi� Achau entwickelt, sondern lege eine Steuer auf die poli- ou ihr««' t«ethätigung, man spiele nicht länger mit dem Begriffe welch« � dm Aufgaben der Partei gleich den Bierfidlern, die luiläugue«•Sich mit dem Sammelteller die Gnade ihre« Publikums um Zwei«' eigen.*'! � die„Zukunft".— Trotz einigen Hohnreden aus die i ein, d«l Mjlich bummelnden Forttschrittler und ihre Führer, ist zßer SS«"5' �«unbar' der Grimm über unsern Sieg. Und ganz acht had� �esein Gefühl des Leitartikelschreibers stimmt der Jammer er Partes* das angeblich suSpendirte Versammlungsrecht. Die zur w>>a' �Bourgeoisseele der �Zukunft" blickt hier durch die die uatN»' ihres demokratischen Kleides, und um consequent zu öfsentli�'Wacht sie deu echt bourgeoismäßigen Borschlag: an rolhe � /' der von der Arbeiterklasse beherrschten Versammlungen ' jamwtf' v Couventicclchen abzuhalten, in die nur gegen Entree u susp«� Zutritt gestattet ist. O edles demokratisches Blatt, wo- •."steigst Du Dich! Das Versammlungsrecht also soll "h besteuert werden!— Es ist die« eine Annäherung Fortfchrittlcr, deren Coryphäen jetzt in Folg: der «rsammlnng eine Agitation in geschlossenen Vereinen wstll. Wie sich erwarten läßt, schildert die„Zukunft", chrem Vorschlag gemäß, die Volksversammlungen in Miß- !u bringen, die Vorgänge in der haarsträubendsten mit tiW Äahle»' ke. küd'l 5 Rest vertrete« stchtS di Ordv iurzen chen>»! isigkeit in Zeftt ine Volksversammlung wie die gestrige, die von den Lowe(Ealbe), Duncker, Parisiu«, Schulze-Delitzsch »��euosscn in da« Eoncerthaus berufen war, hat Berlin wi>�, Ichwerlich selbst in deu stürmischsten Tagen des Jahre? J«riebt. Um II Uhr sollte die Versammlung beginne». n vorher aber verlautete, daß die„Schweitzerianer" " J L'1 und 12 Uhr in demselben Lokale Versammlungen ' in, dct und in der That hatten dieselben sich schon lange >ieae g«� i, in hellen Haufen eingefunden und den vorderen L sjjia!»1;' Theil des Saales in guter taktischer Ordnung und lassevh»� Formen eines verschanzten Lagers occupirt, so daß Völlig Ki kommenden Nicht-Schweitzerianer sich zumeist auf «allerien begeben mußten. Herr Awe(Talbe) eröss- w» II Uhr mit einer kurzen Ansprache über den Zweck Zvsammenkunst, und es sollte dann au die Toustituirung �ureälis gehen. In tvahrhaft idealer Ruhe war er bis " angehört worden, nun aber lösten sich mit einem st« alle Bande Wild tönten die Rufe: Löwe, Tölckc, �r durcheinander und als dann bei der ersten Abstim- �ilber Herrn Duncker Herr Löwe die Stimmenden für i°I°rität erklärte, da erhob sich von den Gegnern ein logisch bewundernswerihes Gebrüll. Noch einmal ge- � Herrn Löwe insoweit zu Worte zu kommen, daß er w> konnte, er würde als Veranstalter der Versammlung Liether des Lokal» die Versammlung schließen, wenn Scht die Ruhe, wie sie die Verhandlungen erforderten, 5' 11 würde. Die nächste Abstimmung fand über Herrn "ü � � statt. Ob dieselbe Majorität cder Minorität ergab, i» i*1 e Referent von dem hinteren Theile der Gallcrie incht "und i"■'&evr Löwe erklärte es aber für die Minorität nun ii«� bemerklich, daß Fälschungen durch doppeltes st de»«?!"'hoben versucht seien, wobei er mit dem Finger aus '.„.sikäs' bpv WllrtlpfprtSl»« Tdov fuchevi :« llNst1 chen,!' Gewiavl nokraü i, was S sie clmäßij verkeN! ehmeu witsch in gel leu g«� würd�. s»' cn««' des Ö«! afst-IÄ der lbstü iteW habe'l gesteh : uofl r ng ÜW ch«n. isere � aatsbü� i voll it Just ein«» irten der Anwesenden hinwies. Der jetzt folgende inia« l spottet jeder Beschreibung. Herr Löwe erklärte, OlLburch Zeichen als durch den Laut vernehmlich, Schluß dee Versammlung, und unter ohrbetäubendem l verließrn die Abgeordneten und Bernser der V:r- luiig die Tribüne, so>vir auch ein großer Theil der 'chwcitzcrianer sich aus dem Saale entfernte. Ein r Theil der Nichtschweitzcrianer harrte aber der Dinge, der zweiten Versammlung kommen sollten. Gegen hr versuchte Herr Tölcke diese zu eröffnen. Jetzt wurde von den Nichtschweitzerianern Gleiches mit Gleichem zu okUn gesucht. Vergebens suchte wiederholt Herr Tölcke ZU kommen. Die Schweitzcrianer, jetzt in ent- dener Majorität, fühlten sich aber al« Herren der vlion und de« Saale«: Die„Rückwärtskonzentrationen" der Thür zu wurden bald hier bald da bemerklich, dmen' E!35' u«d Wandleuchter waren dabei leicht überwundenen »ba �..Luisse- Die Bassermann'sche Gestalt tauchte auf und irüünoi da'�bhlich mit: olympisch schmauchend schaute Imperator loeordlk von oben aus das Getümmel. Die Freunde schwan- !eit;cr'' t 11118 oäthselhaft von der Seite, auch von den Gallerten „'c<. outrollte mit Donncrgepolter der tückische Fortschritt. dvl schließt der Bericht des Augenzeugen dem s der Polizei, deren Führer die Neu- ur nan ignng cheinli tbaiis-i � t r imtl-ßl der Bericht oes Augenzeugen...... gssehl"tieti aber auf dem Hofe angelangt, empfing uns Z..schl>>. vaterliche Hand der Polizei, deren Führer die Neu- ändia �>"vvmeuden mit Worten des Friedens abmahnte.„Gehen is beß' l"'cht erst hinein, Sie können da doch nur Prügel be- 1 iidiif Jven!" so lautete des weisen Hauptmanns Lehre. Vor ireiend', Lause, auf der Straße, sammelten sich schwarze Schaaren ' sReio"> küirleu und hier entsaltete die Behörde iu herzstärken- uit b-l? ihre bekannte Energie im„Nicht stehenbleiben!" Aik ÄNr nach einer halben Stunde etwa durch die Leipziger- jji?ße wieder zurückkehrten, waren die Eingänge des Kon- "rnses von Polizeimannschaften besetzt. Auf unsere Frage •«nselben Polizeihauptmann, ob die Versammlung im ilung�Rt i"vch forttage, erwiderte er leutselig, daß die Herren ie s-Lv �kv» Bier im Saale austränken. Wie wir indessen bl hilf(L'n, hat nach beendigter Prügelei und Hinauswerferei, allacsl uachdem die Schweitzerianer unbcstrilten da« Feld be- t bie Versammlung derselben in aller Ruhe statt- « 3rn und bis nach 2 Uhr gewährt." peu tiirt 3 eten, darovl vilunst"� deren Zweck, durch Schimpsen aus die Arbeiter jjerbli| sich die Gunst der Bourgeoisie zu erwerben, so auf i. di- ist, daß wir kein Wort mehr hinzuzufügen brauchten, Rei�" I nach 2 Uhr gewährt.' '!. So Schlachtbericht' des ausgerissuen Reporters der .'tinst", deren Zweck, durch Sckimvsen aus die Arbeiter- 'l ito'' 1 r 1»ICIJ«. ifinaujiiiuytu �1 jJ" nicht ein andrer gar zu deutlicher� Beweis dafür vor- Dies edle Organ der VolkSpartci schreibt: "Die„Staatsbgrztg." spricht von einer Resolution, welche von Anhängern Jacoby's gestellt aber nicht angenom- men worden sei, wir wissen nichts Näheres davon zu be- richten." Wunderbar! Die„Zukunft" will Nichts davon wissen, daß drei der bekanntesten Volksparteiler, darunter gar einer ihrer Mitarbeiter eine Resolution gestellt haben(stehe den Be- richt über die Volksversammlung.)! Welcher Grund mag da vorliegen, daß die Zukunft ihre eigenen Leute so gründlich verleugnet? Es ist folgender: Diese drei Volksparteiler dachten nicht in dem Augenblick daran, daß Herr Liebknecht in Wien die Parole ausgegeben habe: die Lassalleaner, nicht die Schulzcancr, müßten in erster Linie angegriffen werden, sie dachten nicht daran, daß die Volkspartei, trotz alle« so- cialdemokratischcn Prahlens, nur ein Anhängsel der Burgco sie ist und somit bei allen ernsten Kämpfen sofort gegen die Arbeiterclasse Front zu machen hat; sie suchten daher wie gewöhnlich, sich bemerkbar zu machen, und brachten eine wie- wohl ziemlich zahme Resolution ein, die ihrer Zahmheit halber eben Durchfall erlitt. Aber selbst der Versuch, die Fortschrittspartei auch nur mit Glaceehandschuhen zu berllh- ren, ist bei so kritischer Lage unverzeihlich, daher steckt die Straußin„Zukunft" ihren Kopf in den Sand— die Fortschrittler werden es ihr Dank wissen.— Wenn die bitterböse„Zukunft" den Forsschrittlern so herzlich entgegen- kommt, dann ist es nicht mehr als selbstverständlich, daß Tante„Nationalztg." den Haß, den sie gegen Mutter „Volksztg." hegt, schwinden läßt und gegen die Socialdemo- traten aufmarschirt. Wird man erwarten kann, ist es irgend eine grundlose Verdächtigung, die als Hauptwaffe dienen muß. Man staune. Die Lassalleaner sollen mit den Eatholiken, we'che die neulichen Elosterversammlungen sprengten, ein ge- Heime« Bllndniß eingegangen sein. Alle Ehre dem Spür- sinn unsirer Nationalen! Sie schreibt: „Schon um 12 Uhr war das Parterre des Saales vollstäudig gefüllt von— Lassalleauern und Anhängern je- ner Partei, die die letzten Volksversammlungen in Sachen der Klostersragc sprengte und wie uns von einem derselben mitgctheill wurde, heute nur erschienen war, in der Befürch- tung, die Versammlung möchte gleichzeisig auch zur Vera- lhnng der Klosterfrage benutzt werden." Auch über die Art und Weise, wie die Lassalleaner beim Davonrenncn der fortschrittlichen Abgeordneten, sich des Bor- sitzes bemächtigten, hat die„Nationalztg." eine Erzählung, die gewiß jeden echten Bourgeois gruseln machen muß: „Während das Einladungscomits Aie Tribüne verläßt, klettern über die Brüstung derselben von allen Seiten die Führer der Lassalleaner, Katholiken sc. Tölke und Hassel- manu(beide Sozialdemokraten) treten hinter den Präsi- dententisch und während jener den aus dem vorjährigen Schweitzerschen Arbeiter- Kongreß her bekannt gewordenen Stock über den Tisch legt, um der forttobcnden Menge zu imponiren, versucht dieser durch krampfhasles Klingeln mit der Glocke der Ausregung Herr zu werden. Vergebens. Das Bravorufen der Sieger, das Pfeifen der Besiegten ver- stammt erst, als die Parteien in der Nähe des Ausgangs die Krast ihrer Fäuste zu messen beginnen und dorthin sich Aller Aufmerksamkeit lenkt. Tölke, die Gunst des Augen- blicks benutzend, dankt der Majorität für die Wahl zum Vorsitzenden. Das Bureau wird eiligst durch die Herren Graendorf, Hasselmaun und Andere verstärkt und dann trotz des von Neuem ausbrechenden Tumults die Re- solution der sozialdemokratischen Partei verlesen." So sucht auch die„Nationalzeitung" der geschlagenen Fortschrittspartei Balsam auf die Wunde zu legen. Daß Alliance gegen die Arbeiter jetzt ziemlich unverhohlen das Programm der drei liberalen Bourgeoispar- teien ist, der Bilks-, Fortschritts- und nationalliberalen Partei, ist au« ihren Artikeln leicht ersichtlich.— Die conservative Presse predigt natürlich nicht Mitleid mit dem Fortschrittlerthum; sie begnügt sich vielmehr damit, in ihren Versammlungsberichteu die tumultarischen Scenen möglichst schauerlich auszumalen.— Die„Nordd. Allg. Zig." widmet sogar einen Leitartikel dem Vorgange und erhebt im Namen der Ordnung einen Wcheruf. Dabei passirt es ihr, daß sie höchst charakteristisch die Thatsache, daß die von Lassalle begründete Arbeiterpartei die Ueber- macht in Berlin hat, einfach ignorirt und statt dessen die Unwahrheit aussprengt, die Jacoby-Liebknecht'sche Partei habe in jener Volksversammlung gesiegt. Die„Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Was in jener Volksversammlung den Sieg davon getragen hat, da« ist die höhere Potenz der Fortschritts- Partei, das ist die Partei, die über den Fortschritt bereit« fortgeschritten ist, die Partei Jacoby und die von den Delegirten der Volkspartei zu Brannschweig freudig be- grüßte Zusammenwirkung mit der Arbeiterpartei." Ei, ei, die Arbeiterpartei Deutschlands soll ein Zusammengehen wit der Jacobyschen Partei freudig be- grüßt haben! Kostbar! Herr Liebknecht mit seinem Generalstab von Schulmeistern und Literaten, dessen Im- potenz sich zu Eisenach klar herausgestellt hat, wird zur deutschen Arbeiterpartei hinanfgeschroben. Und diese Volks- parteiler sollen in der Volksversammlung die Majorität gehabt haben? Kostbar! Der Redakteur der„Nordd. Allg. Ztg." war selbst in der Versammlung anwesend; er erklärte persönlich, daß die Majorität der Lassalleschen Ar- bciterpartei angehöre, er sah mit eigenen Augen, daß die anwesenden Jacobyner, welche gegen die zum Schluß an- genommene Resolution stimmten, nur sechs Mann zähl- ten. Und doch diese unwahre Angabe! Was mag da zu Grunde liegen?— Wir wollen es aussprechen: Wenn das energische Vorgehen der Arbeiter als Schreckge- spenst ausgebeutet werden soll, wenn eine Partei durch da«„rothe Gespenst" gesprengt werden soll, dann müssen Bourgeois drinn sein. Die„Nordd. Allg. Ztg." rührt nämlich die große Trommel der Ordnung: „Es erndtet ein Jeder, was er gesäet hat. Diese Er- wählten des Volkes, die sich jetzt die Verworfenen de« Vol« kes nennen könnten, wie oft haben sie die Massen gegen die bestehende Ordnung des Staates zu reizen gesucht, wie oft haben sie von der blindlings folgenden Menge für sich Vertrauen, Mißtrauen gegen die Regierung Votiren lassen! Aber ihre Zeit scheint gewesen; die extremen Forderungen, mit denen sie dem Volke schmeichelten, sind durch extremere verdrängt; sie, die Heißsporne im Kampfe gegen die sogenannt-„Reaction", werden vom Volke jetzt selbst zu den„Reactionären" geworfen und die Zügel der Führung entfallen ihren Händen, wenn sie sich nicht entschließen, schleunigst in jene äußersten Bahnen ein,»- lenken, welche die Hintei männer gegenwärtig mit Beifall beschreiten. Angesichts dieses Verhaltens des Volks ver- schwindet jede Gewähr der Ordnung, die man bisher bei dem Sweben der Fortschrittspartei vielleicht noch in der Persönlichkeit ihrer Führer hätte finden mögen. Denn diese Masse, die den bisherigen Führern schon dann ein Miß- trauevsvotnm ertheilt, wenn sie mit einem Antrage auf- treten, der von vornherein auf die Billigung der Menge be« rechnet war,— welch kürzesten Prozeß würde diese Masse, zur Macht gelangt, mit jenen Männern machen, dafern sie sich beikommen ließen, in einer bewegten Zeit gewisse Grundsätze der Ordnung gegen den Geist der Zügel- losigkeit zu vertreten? Wir malen dieses Bild nicht weiter aus; nur soviel steht fest, daß die Schranke, vor welcher die Führer der Fortschrittspartei allenfalls würden Halt machen wollen, von der Masse gewiß nicht respectirt würde; gar bald würde das freie Walten des souveränen Volks die Wahrheit de« berühmten Satzes illnstrireu, daß„Anarchie die beste Regierungsform" sei." So schreibt das offiziöse Organ der preußischen Regierung. Klar ist es nun, daß wenn das Blatt diesen Schmerzeus. schrei an die Lassalleaner, die echt proletarisch-, Partei, richten würde, nichts als ein ungeheures Hohngelächter die Aiyt« wort sein würde. Die Arbeiterpartei weiß genau, was ste will; sie läßt sich durch Phrasen von gefährdeter Ordnung und„Anarchie ist die beste Regierungssorm" nicht verblüffen, sie weiß sehr wohl, daß sie die wahre Ordnung, die Orga- nisalion der Arbeit, erstrebt.— Da es bei uns also:„Bauge machen, gilt nicht", heißt, so sucht die„Nordd. Allg. Ztg." wenigstens die Bourgeoisie der Volkspartei bange zu machen, und schiebt dieser durch eine sehr plumpe Verdrehung die energische Haltung der Volksversammlung zu.— Daß dies Baugemachen der wahre Grund der Taktik des reactionäreu Blattes ist, wird durch die oben erwähnte Haltung der„Zu- kunft" bestätigt, welche bekanntlich jede Theilhaberschast an dem Verlaus der Versammlung lamentirend ableugnet.— Noch nie hat sich Lassallc's Wort:„Uns gegenüber bilde» alle Parteien eine einzige große reaktionäre Masse", so be- stätigt wie heute.— Hat der Sieg, den wir Lassalleaner in- direkt über die nicht direkt belheiligtcn Parteien davontrugen, diese schon zu Grimm und Wuth entflammt, so ist die Fort- schrittspartei in gelinde Raserei gerathen. Der erste Erguß dieser Partei erschien in der„Montagsztg", in der Einer der durchgebrannten Einberuser der Versammlung, Literat Glas- brenner, wie folgt, sich seines Gifts entleerte: „Leider nahm diese Volksversammlung ein schmachvolles Ende, wie wir solches schon bei den Versammlungen über die Klosterfrage kennen gelernt haben. Dr. Löwe sprach einleitende, kräftige Worte; machte darauf aufmerksam, daß in der Militairsrage diese Versammlung das Fundament zu künstigen, hoffentlich wirkungsvollen Beschlüssen legen würde, und wollte schließlich znr Wahl des Vorsitzenden schreiten. Bis dahin hatte sich die Versammlung ruhig verhalten, jetzt aber bxach der Sturm los; die Lassalleaner, tvelche bereits seih 9 Uhr die meisten Plätze besetzt hielten, wollten weder Duncker noch Löwe zum Präsidenten, sondern Tölcke, wie wir hören, einen Lassalleaner„weiblicher Linie"(!!!). Als das Lär- men und Toben sich nicht legte, schloß Dr. Löwe die Ver- sammlimg; das hielt aber Herrn Tölcke nicht ab, sich von der Tribüne herab für gewählt zu erklären und seinen mäch- tigen dicken Stock(mit welcher parlamentarischen Waffe fast alle seine Anhänger versehen waren) in Ermangelung der fortgenommenen Klingel aus den Präsidententisch zu legen. Die Unruhe blieb im Wachsen; Physiognomien, die uns aus den Versammlungen über die Ksostcrfrage gründlich bekannt, zeigten sich und ließen, ihre Schreiorgane tüchtig walten. Herr Tölcke sprach die gewichtigen Worte:„Meine Herren!" konnte aber wegen des Pseisens und Lärmcns der Versamm- lung nicht weiter reden; Stöcke wurden geschwungen, und Referent hatte das Glück, mit heiler Haut beim Klirren der ersten Scheiben um 12 Uhr die dichtgedrängte Versammlung verlassen zu können. Ueber den weiteren Verlaus erfahren wir, daß, nachdem das Lokal mit den genannten parlamen- tarischen Waffen von deu Fortschrittsmännern„gesäubert" war, die capitale Capital-seindliche Versammlung sich wirk- lich constituirte und Herrn Tölcke zum Vorsitzenden wählte. E« wurde der Antrag gestellt, zu erklären, daß die Fort- schrittspartei wegen ihrer Lauheit und Flauheit jetzt al« eine reactionäre zu betrachten sei; daß deren Vertreter jedes Ver- trauen verscherzt hätten, und daß nicht Verminderung des Heeres, sondern gänzliche Abschaffung desselben durchgesetzt und eine allgemeine Volksbewaffnung eingerichtet werde» müsse. Die Debatte war nicht lebhast, denn alle Anwesen« den waren einig, frenten sich, wenn das begeisternd- Schlag« wort: Fluch dem Capital! vom Redner eingeflochten oder wenn von nöthigem höheren Lohne gesprochen wurde und haben sicherlich zum Schluß den oben erwähnten Antrag einstimmig angenommen. Einem Herrn wurde von der, nur vor der Thür stationirten Polizei der Eintritt mit den Worten gestattet: Lassen Sie den Herrn hinein; derselbe wünscht noch etwas Prügel." Diesen Schmähartikel der„Montagsztg." muß die edle „Volksztg." natürlich noch überbieten. Sie beginnt wie ei» Fischwcib zu schimpsen. Am Sonntag Morgen halte sie die Volksversammlung noch als„großartige Demonstration" ausgeschrieen, jetzt ist sie auf einmal zur Ansicht bekehrt, daß freie Volksversammlungen nicht mehr zulässig sind, daß ma» nur gegen Eintrittskarten Zutritt zu Versammlungen ver- statten dürfe! Ei, ei, Herr Duncker! Gehört Berlin jetzt wirklich den Lassalleauern! Wir geben nachstehend zur Er« heiterung den Anfang des Schimpfartikels der„Volksztg." „Die Befürchtung, welcher wir in unserem Artikel über die Freiheit der Volksversammlungen(Nr. 241 der V.-Z. vom 15. Oktober d. I.) Ausdruck gaben, daß die von der hiesigen ultramontancn Partei bei Gelegenheit der Kloster- Versammlungen in Scenc gesetzten Excesse, die lediglich daraus berechnet waren, eine Kundgebung der Volksmeinung zu verhindern, auf die sogenannte socialistische Partei, welche sllr derartige Pöbeleien bekanntlich eine virtuose Schu- lung besitzt, ansteckend wirken würde, ist früher, als wir erwartet, eingetroffen." lr. 1 Hier vergißt die„Volksztg.", daß ihre Partei, die Fort« schrittspartei e» gerade war, welche Lassalle einst in schmäh« lichster Weise niederbrüllte, ja selbst von Lassalle einberusene geschlossene Mitgliederversammlungen in rohester Weise stürmte. Aber das war ja gebildet und berechtigt. Rur das ist eine„Pöbelei", daß jetzt die Laffalleaner die Ma- jorität in Volksversammlungen haben und ruhig verlangen, daß der durch Mehrheit gewählte Präsident den Borsitz auch wirklich erhalle. O edle„Volksztg." Doch hören wir weiter, wie perfid dies Blatt schimpft: „Die Anhänger de« Herrn von Schweitzer haben eine mit obligaten Schmähungen und groben Verleumdungen gegen die Fortschrittspartei gewürzte Resolution für die Ab- schaffung der stehenden Heere in gauz Europa(warum nicht auch in den übrigen Welttheilen!) angenommen. Man nahm bei dieser Gelegenheit den Mund recht voll, um einmal dra- stisch den Vorwurf abzuschütteln, daß die Laffalleaner im Solde der Reaktion ständen.— In den Augen Aller, welche wissen, daß uuter Umständen selbst von der Polizei sörm- lich gedungene Agenten(in Frankreich nennt man dieses Gesindel, welche« die Anfgabe hat, andere Leute zu un- vorsichtigen Acußerungen herauszufordern»Aents provocateur») die extravaganteste Sprache zu führen pflegen, wird durch die rohe, verächtliche und ehrlose Hand« lungsweise, durch welche jene Rotten die VolkSver- sammlnng im Konzerthause sprengten und einen großen Thcil der Staatsbürger an der Ausübung des ihnen verfassungsmäßig verbrieften BersammlnugSrecht« gewaltsam hinderten, dieser Vorwurf nicht entkräftet, sondern vielmehr bestätigt. Wenn e« diesen fanatisirten Hausen gelingen sollte, auch fernerhin Volksversaminlungcn und damit die freie Mti- nnngsäußerung der Staatsbürger durch derartige Rohheiten zu vernichten, so würde sich Berlin, die Hauptstadt der In- telligenz, vor ganz Deutschland ein trauriges Armuthszeug- niß ausstellen, das zu verhindern die anständigen und ehren- haften Mitglieder aller Parteien verpflichtet sind. Zunächst wird e« darauf ankommen, die eigentlichen Unruhestifter, den Pöbel, von den Volksversammlungen auszuschließen und schlagen wir zu diesem Zweck vorläufig folgendes Mittel vor: Der Zutritt zu einer Volksversammlung werde nur gegen Vorzeigung einer Legitimationskarte gestattet. Als solche gelten die Mitgliederkarten der Bezirks-, Handwerker-, Arbeiter-, Orts' und and anderer Vereine und die von dem Einladungscomito speziell ausgegebenen Karten. Eine solche Einrichtung würde gleichzeitig eine Kontrole möglich machen und zu vorbeugenden Schritten Veranlassung geben. Die Möglichkeit allgemeiner Theilnahme, welche wesentlich zum Begriff einer Volksversammlung gehört, würde dadurch aber in keiner Weise in Frage gestellt werden,(!?) da einem jeden anständigen und ehrliebenden Bürger der Zutritt offen stände. Dem EinladungScomite aber würde e» speziell vorbehalten bleiben, Vorkehrungen gegen ein möglicherweise gewaltsames Eindringen in das Versammlungslokal zu treffen. Man wird eben in Zukunft auch in Berlin zwischen Volt«- und Pöbel-Versammlungen sorgsam unterscheiden müssen." Es ist, um vor Lachen zu bersteu, was die Fortschrittler hier unter tollem Geschimpf für Pläne schmieden. Da» Ver- sammlnngsrecht ist in Gefahr, brüllen sie, wenn sie in der Minorität sind, und die Versammlung von dem Verfassung«- mäßig verbrieften Recht Gebrauch machen will, sich den Präsideuten zu wählen, und die Leithammel der Fort- schrittSpartei durchfallen. Sicher setzt diese Ueberhebnng der geschlagenen Bourgeois unserm Siege die Krone auf. Wir können auf all dieses Toben übrigen« mit ruhigem Lächeln antworten: Je mehr Ihr brüllt, Ihr Pöbel mit Glacee- Handschuh, je deutlicher gesteht Ihr, daß wir die herrschende Partei sind. Berlin gehört uns! stimmige Annahme obiger Resolution und zum Schluß Hochrufen. Nachmittags und Abends große Versammlung in Limbach. Ungeheurer Andrang der Limbachcr. Im Lauf der Versammlungen viele Interpellationen von Mit- gliedern verschiedener Orte; lebhafte Debatten. Wiederum Mitglieder aus der ganzen Umgegend anwesend. Große Begeisteruug und schönster Verlaus der Versammlung. Auch dort Annahme der erwähnten Resolution. Zum Schluß wiederholte stürmische Zurufe. Es hat sich durch die Größe und die Haltung der Versammlungen gezeigt, daß die alt- bewährten Limbachcr Mitglieder fortwährend zu den festesten Stützen des Vereins gehören. Auch fanden über 1(><) neue Einzeichnungen statt. Abends ging es nach Hohenstein wei- ter, um dort bei der Eisenbahn zu sein. Am andern Mar- gen 6 Uhr Abfahrt nach Leipzig. Die Agitation ist von Dresden, Chemnitz und Limbach aus angeordnet. Auch von Leipzig au« wird dies geschehen. Die Herren RöSner au« Dresden, Sti- rius aus Bautzen, Stiegler an« Chemnitz, Richter au« Glauchau haben den Präsidenten begleitet*). Die sächsischen Mitglieder an allen Hauptorteu stehen fest zum Verein und seiner Organisation. Das einmüthigc Vertrauen, welches sie dem Präsidenten gezeigt haben, kam ihm theilweife uner- wartet und er wird sicher bestrebt fein, sich desselben immer würdig zu zeigen. Aus Leipzig geht uns folgendes Telegramm zu: Leipzig, 9. Nov. 9 U. 5 M. Totale Niederlage der Volkspartei. Dieselbe hatte auf gestern Abend große Volksversammlung anberaumt, um den Präsidenten zur Verantwortung zu ziehen und Resolutton gegen denselben zu fassen. Die Unseren hatten ungeheure Majorität und ich bekam den Vorsitz. Nachdem ich erklärt, daß der Präsident nur der Arbeiterpartei, nicht der Volks- Partei, der Bourgeoisie, Rechenschaft schuldig ist, wurde die Versammlung geschloffen. Die Mitgliederversammlung, aus gestern anberaumt, findet heute statt. Petzoldt. *) Herr Försterling ist leider durch einen Trauersall in Anspruch genommen._ Verbands-Cheil. Für den Allgemeinen deutschen„Arbeiterschaft«. Verband". * Ueber die Reise des Präsidenten theilen wir weiter mit, daß die Versammlung in Deuben(Plaucn'scher Grund) am 5. dfs. auf's schönste und würdigste verlief. Borher wurden 122 Thaler an die Hinterbliebenen der Ver- unglückten verlheilt. Mehr konnte nicht verlheilt werden, weil nur bis zum Betrag von 122 Thlr. Vorschläge au« den verschiedenen Dörfern vorlagen; wegen des Ueberreste« sowie dessen, was etwa uoch weiter eingeht, wird eine neue Vertheilung anberaumt werden; wiederum auf Vorschläge der ältesten und bekanntesten Bergleute an den verschiedenen Orten.— Die Versammlung in Dresden am 6. dfs. war sehr zahlreich besucht; auch aus der ganzen Umgegend. Die Mitglieder sprachen sich gegen die Seitens einer bekannten Dame neueidings hervortretenden Versuche, den Verein zu spalten, auf's Entschiedenste au«. Besonderen Beifall fand die Erklärung de« Präsidenten, daß er der Redaction des „Soc.-Dcm." die strengste Weisung«rtheilt habe, in keiner Weise auf öffentliche Streitigkeiten über innere VereinSan- gelegenheitcn, die nach unserer Organisation vor den Vor- stand und die Generalversammlung gehören, einzugehen. Die Mitglieder führten eine äußerst kräftige Sprache gegen die betreffende Persönlichkeit. Nach Beantwortniig aller Jnler- pellettvnen wurde von Herrn StiriuS aus Bautzen mich- folgende Resolution beantragt: „Die heute versammelten Mitglieder de« Allgem. dcntsch. Arb.-Vereins geben folgende Erklärung ab: Nachdem der Vereinspräsident, Herr». v. Schweitzer, uns auf alle unsere Interpellationen befriedigende Auskunft erlheilt hat, erklären wir, daß derselbe unser volles Ver- trauen besitzt und fordern denselben auf, jeden unberech- tigten Beeinflussungsversuch auf die BereinSleitung energisch zurückzuweisen." Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. Ein besonderes Vertrauensvotum für den Präsidenten dürfte allerdings an den meisten Orten überflüssig sein; in Sachsen aber hat es insofern Bedeutung, als geflissentlich die lim Wahrheit verbreitet wird, die Mitglieder seien daselbst mit dem Präsidenten unzufrieden. Ja, dieser hatte es selbst ge- glaubt. Der Auscuthalt in Dresden und andern sächsischen Orten war überhaupt sehr lehrreich; es sind merkwürdige Dinge zu Tage getreten, die jedenfalls auch auf der Gene- ralversammlnng mitgetheilt werden. Ain Schluß der Ver- sammlnng Hochrufen auf Lassalle, den Verein und den jetzi- gen Präsidenten. Am 7. dss., Vormittags, Versammlung in Chemnitz. Die ganze Umgegend war zahlreich vertreten, eine Reihe von Vorstandsmitgliedern und Bevollmächtigten anwesend. Ein- Druck von R. Bcrgma Aßgrm. deutsche vereinigte Metallarbeiterschaft. Lüneburg, 6. Nov.(Zum Strikt.) Parteigenossen! Unser Strike dauert noch immer fort, obgleich wir uns alle Mühe geben, Verhandlungen mit der Direction anzuknüpfen. Es fand die Generalversammlung der Actionaire am 3li. v. Mts. statt, weswegen wir ein Schreiben dorthin sandten mit dem Wunsche, unsere Commission vorzulassen; wir be- kamen aber keine Antwort. Dagegen wurde in dem„Lllnebg. Anzeiger" mit großen Lettern annoncirt, daß ein Schreiben von uns eingegangen sei. Auf die Frage des Borsitzende», ob die Herren davon Kenntniß nehmen wollten, wurde es einstimmig verneint. Also man schlägt unsre kleinen For- derungen ab, trotzdem daß ein Reingewinn von 15,225 Thlr. in einem Jahre sich ergab. Wir werden nicht verzagen, son- dem mit felsenfestem Muthe kämpfen, bis die gerechte Sache durchdringt. Unterstützung wolle mausenden anC. Lüken, Kolltmannsstraße Rr. 2. Mit social-demokratischem Gruß Die Strike-Commission. Allgemeiner deutscher Zimmerer-Bereiu. Braunschweig, 30. Oktbr.(Maßregelungen.) Auch in unserem Städtchen beginnen die Meister sich zu re- gen. Sie sind gewillt, ähnlich wie in den Fabriken, uns neue Gesetze zu geben. Die Herren Schacht und Meyer haben damit begonnen, uns Conttakte zur Unterschrist vor- zulegen, wodurch wir uns verpflichten sollen, 8 Tage vorher zu kündigen, während es den Meistern frei steht, un« zu jeder Stunde, wie's ihuen beliebt, zu entlassen. Wir haben deshalb folgende Resolution gefaßt: Die Mitglieder des Allg. deutsch. Zimmemverems erklären hierdurch den Mei- stern, daß sie nicht gewillt sind, nach dem Pfeifen der Mei- fier zu tanzm, sondern mit allen Mitteln jede derartigen Versuche bekämpfen werden, und sollte es durch Arbeitsein- stellung fein. Da wir noch nicht wissen können, ob wir zu der Arbeitseinstellung getrieben werden, so ersuchen wir die Bevollmächtigten unserer Gewerkschaft, jeden Zuzug von uns fern zu halten, damit wir gesichert sind. Wie die Ge- sellen bei Meister Schacht nicht pariren wollten, sonden aufgehört haben, drohte er, sie todtzuschießen. Ein Mitglied hat derselbe mit dem Gewehr geschlagen, welches jetzt den braven Herrn verklagt hat. Das ist die Bildung de« geld- süchtigen Bourgeois. Mit social demokratischem Gruß und Handschlag Die Braunschweiger Zimmerleute. /ür Hamburg. Oeffeniliche Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allstemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Donnerstag, den II. Jftuvcmbrr, Abends» Uhr, in Tütge's Salon, Valentinskamp. Tagesordnung: Besprechung socialer Fragen. L e h d e r. Für Lübeck. Allg. deutsch. Zimmerer-Verein. Versammlung Donnerstag, den Ii. November, Abends 7 Uhr, bei Heirn Pähls im Füushausen. Sämmtliche hier in Lübeck anwesende Hans- und Schiff«- zimmerlcnte, die nicht Mitglieder sind, werden zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. H. Spethmann. Buchdrucker- u. Schriftgicßer- Verein. Iäckel's Talon, TebastianSstr.»». Donnerstag, 11. Nov. Abends präcise 8>- Uhr. Herr College F. Hube: Schaltenbilder aus der Gegenwart(Fort- setzung des Vortrages„Sonst und Jetzt").— Vorwahl sür den Vorsitzenden der Kranken- ic. Kasse. Der Vorstand. nu iu Berliu.— Bcranttvortlicher Redakteur und Verleger: Für Paris. Die hiesigen Lassalleaner versammeln sich jeden Dienstag Abend: im deutschen Casino(Harmonie) 64, rue kuvW St. Martin. c Für Berlin. Allg. deutsch. Maurer-Verein Versammlung � Mittwoch, den»I» November, AbeudS S in Wolter'» Lokal, Neues GesellschaslshauS. fissx Tagesordnung:*»(> jwg AgitatiouSbericht de» Herrn Lübkert.— KusP* der Senlralkaffe. Um zahlreiches Erscheinen ersucht E. Gräu�! lich 5 Für Altona. Oeffeniliche Arbeiterversamml� .Tonnabend, den IS. November, Abends S-l iu Hein söhn« Salon, am Gellerts-Platz Tagesordnung: Die Gewerkschaften, ihr Nutzen und ihr Besto ferent Herr Wolf aus Hamburg. Sämmtliche Maurer und Zimmerer, so wie Man Cigarrcn- und Metallarbeiter, auch Schuhmacher und der, werden um recht zahlreichen Besuch gebeten. D as Co� Aljg Jut Hamburg. Officielle Versammlung der hiesigen Mitglieder der Tabacks-u. Eigarrtnalbtiler-Genitl! Mittwoch, den I«. November, AbendS � am Pferdemarkt 43, im ehemaligen Schneider-AN»" Tagesordnung: j 1) Berichterstattung über die Bielefelder Generalversan� von Herrn Georg Winter.— 2) Vorschläge i% men in unserer Gewerkschaft und im Arbeiterschaften� Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. J"»r bjc sj NB. Der wichtigen Angelegenheit halber ist rd � bithlerjsch eine» jeden Mitgliedes, zu erscheinen. A. StratjJ>(|e II. 2 Eon Für Hamburg. cert und Ball der hiesigen Mitglieder des J Allgemeinen deutschen Arbeiter-Bereis» Tounabend, den is. November I-«*, in Tütge's Etabisscmeut, Valentinskamp � Saalöffnung 8 Uhr. Anfang 9 Uhr. NB. E« wird in beiden Sälen getanzt. Unter Anderen kommt zur Ausführung:„Ein und„Eine Gans." Preis a Person 4 ß. Da« Karten sind zu haben bei den Herren Bauer,' markt 81. Spannagel, Rathhausstr. 3. LüdB i. der Steinwegs- und der Wexpassen-Paffage. AcB�p.fis Kar Groß-Neumarkt 30. Pcper, Neuslädlcr NenerwÄ.s � sfiage m _____ F. Ackern� �U'iugsge fit fnlia.' 0 »�rgeoiss >b und wahre Me ihn > t der l�te selbs chnttl eil der zu täv iltsparl Kams 'tittspart Allgem. deutsch. Zimmerer-Ve Erinnerungsfeiet der Stiftung des Berliner Zimmerer-M Tonnabend, den i». November, in Baabe'« Lokal, Frankfurterstraße 8t Anfang des Concert« Abends 8 Uhr. Nachh� Billets sür Herren 3 Sgr., für Damen 1 Sisi- An der Abendkafle jedoch 4 Sgr., resp. 1 Slfi' Vorzeigung der Mitgliedskarte. Billeis sind zu haben an den Vereinsabendev/ bei den Mitgliedern de« Fest-Comits's: Neubau«� Friedrlchsstr. 9. Riedel, Heidestr. 52. Bautze,- straße 44. Kühl mann, Etisabethufcr 29. Weiss' 'lfoieu dci stichzustell Jfite, na IfiMtenc b noch 'Üsjer d« chutzmän iitzr.- 'Ute aufzi >en der Z kgangen I "erklaffe gründete Für Derlin. Große Friedrichsstraße i». � Die Restauration Rappo-Theater, Friedrich sstw lil and straße 44. Kuhlmann, Eüfabcthuscr 29. Wett"Kü"�gegei nickerstr. 127. Wochatz. Stallschrciberstr. 23». L-»!f'" Gelege Brandenburgstr. 70, Hof 2 Tr. Weiß, Slntlaine1'* I)lltn viel Kapell, Pionierstr. 12». Herzog, Naunynstr. �>he» Bewl bei dem Unterzeichnete». Dat Auswärtige Vercinsmitglieder werden fteundM. geladen. Würtemberg� Tempelhofer Ustlj � J)ag "wentirt jMtes Si« e-Zul eitu blasen empfiehlt vorzügliches Schnltheis'schcs Lageibier.„!tlh,g,f Ys Jeden Donnerstag Eisbein mit TatierkS'c paai Auch liegt daselbst der„Social-Demokrat" au�Fw-c- Mit social-demokratischem Gruß_____ G. löctlin »ei von' jedem J« fristet, ' Gefahr.' :t Volksr« J" oder Pvbelrotte � Zahl d Von heute an sind Briefe und Bestellungen Julius Teichmaun, Alter Steinweg unter 29, n,~, n m fi i, r n X. angle hundei Für Hamburg. Hierdurch bringe ich meinen Parteigenossen}f richt, daß ich unter heutigem Datum eine Gasttvirthschaft eröffnet habe. 12. Kojen 12. I. C. für Zu vermietheu ein möblirtcs Zimmer Matthiasstr. 2. 2. Etage bei Kruse. Wexstraßenpassage in Hamburg.«h." Und Oskar Teichmann, jetzt Neuer Sleinweg,. I, � NB. Alle Lassalle'schen Broschüren sind immer Zagenden W. Erüwel tu Berlin.