lt. 148. ; seinem t unter» , dessen d is- c Mild» !, damit en kann. ' Kreis- uliefcrn. n und . Krahn. >r, Herr or und 1 veran- asrus zu nt„zum lend für > erblin- Nutzung s° sithrt Thaler et hätte, Jclteln iem Un- nanilätt' die PN» sein, die ir nichts ze Nonz llatt des enlrüäet rcn�hat' I H- Die fortschrittliche Bourgeoisie gicbt s'.tnter-' � jammervollster Weise ein Volksrccht nach dem an- ttn preis. Die„Wäckter der Verfassung", wie sich z..Ztg" Abgeordneten jener Partei hochtrabend zu nennen rg. wie legen, als sie einst mit dem Feldgeschrei:„Diesem osse Ar- iinisterium keinen Groschen", und noch vor zwei werwal- mit dem Ruf:„Keine neue Steuern", auf den «tbn" Kampsplay zogen, als sie für alle freiheil Da die Rechte zu kämpfen versprachen, da ahnte man .aiaer"�l nicht, daß alles dies leerer Schall sei. Es war .nd eine*ch glaublich, daß jene Fortjchrittsmänner, wenn auch nfanterie?ar jeder Manneskraft, wenn auch gänzlich unfähig twaiger"> kühner Thal, doch wenigstens stet« den Recklsstand nock im jinil wahren würden, worauf sie sich stets so viel zu Milit-iri>me gelhan. ___ Weit gefehlt! Gleichwie die vorgeblich socialistischc ''olkspartei sich gegenwärtig in die Arme der ldltschrittler werfen möchte und mit ihr gemeinsam as die von Ferdinand Lassalle begründete Arbeiter- Mei schimpft, um sich so die Bourgeoisie und deren 'elder zu erhalten, welche bei dem jetzt immer 'tchtigrr werfenden Klassenkampf? auf der Flu-»i ach rechts ist, ebenso retirirt die fortschrittliche Bourgeoisie jetzt auf die Nationalliberalen loS. » Die gefammien liberalen und reactionären Bour- «ois— und Bourgeois sind jetzt auch die Großgrund- rfc"—„concemrircn sich rückwärts" vor den an- 'suche ich �nden Arbeiterbataillonen! ch zu er- 1 Die Rechtsschwenkung der Fortschrittspartei muß >orss. �ürlich vorbereitet werden. So ohne weiteres kön- b> pie„Männer von Stahl mit dem eisernen Coa- itler," die„Verfassungsnachtwächler", sich nicht in ßschast. tS nationalliberale Lager schleichen.— Und was sür orbereitungen treffen nun die Fortschriitler? Sehr s Uhr,»fach: Sie geben die BolkSrechte preis! >4. ieselben Volksrcchte, die sie einst mit so großen orten zu wahren versprachen, sie werden mit Füßen irtenwahl � "spreche.®'r �a�en cor kurzem dargelegt, wie die fort- ittlichen Abgeordneten durch Vorschlag eines Cen- —■' Wahlrechts für die Communalwahlen einen Verrath Volk begangen haben. Wir haben zugleich dar- Kurscy- � wie die Berliner„Volkszeitung", das sogenannte >latt für Jedermann auS dem Volke", dieser Moni- >r der Fortschrittler, das direkte Wahlrecht bekämpft V Ithr," und die indirekte Wahl, welche die Arbeiterclasse bi schamlosesten Piaßregelungen und Bedrückungen ttSgiebt, auf ihre Fahne geschrieben hat. Jetzt haben r abermals den klaren Beweis dafür, daß die Fort- mittler, um der Bourgeoisie zu Liebe dienen, gcsvn- � find, den RechlSstaucpunkt fahren zu lassen. Es betrifft diese neue Verhöhnung der Demokratie s Steuerbewilligungsrecht. Das Recht der Volks- ttretung: die Steuern der executiven Regierung zu lvilligen oder zu verweigern, ist selbstverständlich ein lllSrecht, welches in einem Staat, der nicht ein ab- hiter ist, nicht fehlen darf. Auch in Preußen besteht solches Recht, wiewobl es nur Stückwerk ist. In dußen ist nämlich ersten? daS Abgeordnetenhaus iüe demokratische V rtrelung des Volks, sondern in llge deS Dreiklassenwahlsystems eine Vertretung deS ,j*'tsitzes; ferner ist diesem Abgeordnetenhause daS Recht, 8' Uhr. te'tÄ bestehende Steuern zu verweigern, genommen, riftgießer- baß nur bei Einführung neuer Steuern dieselben Berlin, Freitag, den 17. December 1869. Fünfter Jahrgang Socml-Demickrat. ltse Zeitung erscheint drei Mal wöchentlich rmd zwar: Di-nstagS, Donnerstag» und iSannablnd? AbnrdS. Orgau der soml-demitkratisÄes Partei. Redaction und Expedition l Berlin, Gitschinerstraße 17. fiir Berlin Kol. Bringerlohn: vierteljährlich IS Sgr., monat- (ich 5 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.: bei den PciiRmtcrn in Preußen 1b Sgr., bei den-nßerprmßischen Pastämlern K»mischlattd ILH', Sgr.,(44 Kreuze: sübd. Währ.) BeGellavg«!» werden aniwärt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegen genvmmeu. Inserate(m der Erpedition aufzugeben)«erden pro dreigespalteue Petit-Zeile bei Arbeiter- Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit ä Sgr. berechnet. Agentur für England, die Colouim, Amerika, China und Japan dir.&. Daanniug 8 Littla-Nawport- Streut, Leiceater-Square. W, C. London, Politischer Cheil. Berlin, 16. December. Uhr, ilung rlt. igeladen. bisch-, :schast. » Uhr, eecin. st a n d. mchcr . Gaffel der bru- zcn, ans bciter- tvorsen werden können. Obschon somit die prew che Verfassung durchaus keine demokratische ist, so nicht abzustreiten, daß das Recht: neue Steuern Regierung zu verweigern, unter allen Umständen " den Männern der Opposition gehandhabt wer- ' muß. Bislang war diese Steuerverweizerung, dieses �bgeschrei:„Keine neuen Steuern," das stehende Prinzip der Fortschrittspartei. Es war das einzige, wodurch sich die Fortschrittler von den National liberalen unterschieden, das einzige, wodurch sie die Sympathie eines Tbeils der Arbeiterklasse gewannen. Jetzt, nachdem alle BolkSrechte nacheinander, auch das Wahlrecht, von der Fortschrittspartei mit Füßen ge treten sind, kommt die Steuerverweigerung auch an die Reihe. Wir finden in der„Volkszeitung" an der Spitze des Blattes eine Anzahl von Leitartikeln, zu denen die Redaktion die Note macht:„Von einem Mitgliede des Abgeordnetenhauses." In diesen Artikeln wird der Plan des neuen Finanzministers, das Deficit zu beseitigen, bekämpft. Dieser Plan geht dahin, durch Einstellung der gesetzmäßigen jährlichen Abzahlung der Staatsschulden das Defictt zu beseitigen. Ein Ein stellen der gesetzlich geforderten Abtragung der SlaarS schulden ist natürlich nichts weiter, alS eine V-rmeh rung der Schulden, also eine Belastung des Volks, und da das Bestehen des heutigen Mililärsystems gerade der Grund einer solchen Vermehrung der Volkslasten ist, so ist es selbstverständlich, daß jeder Demokrat und Liberale diesen Plan bekämpfen muh Dies lhut auch der fortschrittliche Abgeordnete in jo nen Artikeln der„VelkSzeiiung"; aber er geht nicht von dem Standpunkt des wahrhaft demokiatifchen Volksvertreters auS, der sich dahin zufamme fassen läßt: So lange eine Regierung zu reactionären Zwecken, insbesondere für stehende Heere, die Staats einnahmen verwendet, dürfen ihr unter keinen Um ständen Steuern bewilligt werden! Jener Abgeord nete schreibt über den Plan,'die gesetzliche Schulden lilgung einzustellen: Müßte nicht vielmehr, bevor die Schuldentilgung sür die Dauer eingestellt wird, der Versuch gemacht werden, die Ausaaben, welche nicht als nothwendig anzusehen sind, an- gemessen zu vermindern, um die Einnahmequellen zu ver- mehren? Von zwei Dingen eins. Entweder ist das Tc fizil ein vorübergehendes, das nur noch 1870 und vielleicht 1871 fortdauern wird. In diesem �all muß man daran denken, den Ausfall dieser beiden Jahre durch Ver- wendung vorhandener Bestände, Verminderung einzelner Ausgabepostcn, durch Steuerzuschlag und se bst wenn eS nicht anders sein kann, durch eine kleine Anleihe, vermittelst Ausgabe von Schatzs-tzeiiien zu decken, kann aber niemals auf Grund dieses Defizits eine Maßregel ergreifen, welche sür 17 wichtige und große Anleihen die Tilgung thatsächlich sür immer abschafft. Oder das Defizit ist ein dauerndes und wird, wenn nicht auf die Dauer die Aus- gaben erheblich gesteigert werden, für die nächsten zehn, zwanzig Jahre nicht verschwinden. In diesem Falle bleibt — wir sprechen das ohne Bedenken aus— nichts übrig, als eine dauernde Steuererhöhung. Unserer Meinung zu Folge, und diese Meinung scheint auch die Mehrheit des Abgeordnetenhauses und selbst der Finanzminister zu theilen, ist aber das Defizit kein da-- erndeS, eS wird bei geordneter Finanzverwaltung 1871 nur noch zu einem kleinen Thcile, 187Ü gar nicht mehr existiren. In obigem zerreißt der edle FortschrittSheld ohne weiteres daS bisherige Programm seiner Partei: Keine neuen Steuern". Nicht nur sür den Fall, daß das Deficit, welches die gewaltigen Ausgaben für das stehende Heer hervorgerufen haben, ein vor- übergehendes ist, selbst wenn eS ein dauerndes st, will jener edle„Nachiwächlcr der Volksrechte" das Volk noch mehr mit Steuern belasten! DaS ist selbst der„Volksz itung" zu viel. Sie fürchtet offenbar den Abfall der letzten Ari eiler von dem Fortschrlttlerlhum. Deshalb fügt su bei der Forderung einer danern- den Steuererhöhn ng bei andauerndem Defizit die Note hinzu: Wenn nicht die Ursache des Defizit«, der hohe Militär- elay vermindert wird. Diese Alternative würden wir natür- lich vorziehen. Köstlich! Die„Volkszeilung" meint, sie würde es „vorziehen", wenn der Militäretat verringert werde! Also so vertritt man Voiksforderungen! UebrigenS ist dies- Note dcr„Volksztg." wie wir oben bemerkt haben, nur eine Finte. Es soll aus- sehen als stehe das edle Blatt für Jedermann auS dem Volk � noch auf dem Standpunkt der Steuer- Verweigerung. Aber das ist keineswegs der Fall! Wohlweislich steht die Note nur dort, wo es sich um dauernde Steuerhöhung handelt. Bei dem Vorschlag, ein vorübergehendes Deficit durch Steuer- Zuschlag zu heben, steht keine Bemerkung! DaS Resultat ist: Die„Volkszeilung" nebst dem Abgeordneten, der diese Artikel geschrieben hat, ja nebst den gesammtcn fortschrittlichen Abgeordneten, weiche durch ihr Stillschweigen diesem Bruch des de- mokratischen Princips zugestimmt haben, sie alle sind bereit, dem j tzigen reactionären Ministerium unter Umständen Steuern zu bewilligen, sie habendem demokratischen Standpunkt den Rücken gekehrt, sie sind nationallieberale Compromißmacher geworden. PaS letzte Mecht des VolkS, die Steucrverweige- rung, auch das wird von der fortschrittlichen Bour- geeiste zur Seile geworfen, und zwar mit voller Ueber- legnng! Als wir den erwähnten Artikel der„Volkszeitung" zu Gesicht bekamen, trauten wir unfern Augen kaum. Und obschon wir uns sofort daran machten, ihn zu besprechen, schien cö uns, offen gesagt, unmöglich, daß die Fortschrittler in ihrer Erbärmlichkeit so weit gehen würden,'ven Grundsatz der nnbenngien, piincipiellen. Sleuerverweigerung zu verlassen. Glücklicherweise sind wir jetzt aller Zweifel cnt- hoben. Das Organ des preußischen Ministeriums, die „Nordd. Allg. Ztg." begrüßte gleich in ihrer näch- sten Nummer jenen Entschluß der Fortschrittler mit unverholenem Jubel. Jetzt war es an den Abgeordneten der Fort- schrillspartei, durch einen sofortigen energischen Pro- lest das Vorgehen ihres Moniteurs und EineS auS ihren Reihen zurückzuweisen. Offen mußten sie sich von der Principienverletzunz lossagen, wenn sie noch einen Funken Ehre im Leibe halten. Wir warteten damit, unser Unheil über die ge- sammten sortschriltlichen Abgeordneten auszusprechen, denn wir erwarteten einen geharnischten Protest. Doch nichts desgleichen ist geschehen. Die ganze saubere Gesellschaft läßt ihr Programm:„Keine neuen Steuern," fahren, die ganze saubere Gesellschaft macht sich zu Mitschuldigen an jenem Bruch des demo- kratischen Prinzips. Wir haben wahrhaftig keine gute Meinung von den Fortschrittlcrn gehabt, aber für solche Wetter- sahnen haben wir sie doch nicht gehalten. Das Programm, auf daS hin die Fortschrittler gewählt sind, sie ha en es einfach verleugnet! Das mögen sich besonders die Arbeiter merken, die bei den letzten Wahlen noch fortschrittlich stimmten! > Das mögen sie sich merken! Dann werden sie im nächsten Sommer den Fortschrittsgötzen im Sumpf stecken lassen, wohin er von Rechts wegen gehört! Berlin, 16. December. ET. Die Reaktionäre sehen sich, wohl nicht zu ihrem Vergnügen, jetzt auch genöihigt, sich einiger« maßen um die sociale Frage zu bekümmern, und so kommt es denn, baß selbst rie Gelehrten der„Kreuz- zeitung" sich gemüssigt finden, sich ein wenig in Na- tionalökonomic und Socialpoiiiit zu ergehen. Bislang pstegten die Vorkämpfer des Feudalismus ein Thema bis zum U-berdruß breit zu treten:„Die Gefährdung von Thron und Ailar durch die Demokratie." Jetzt steigt auf einmal im Hintergrunde die Social-Demo- kraiie orer, wie die„Kreuzzeilung" sich kräftiger aus- zudrücken weiß, der Communismus als drohendes Gespenst empor und noch zum Uebeifluß dem heiligen Eigen- lhum zu Leibe geht.— Das darf nicht geduldet werben; also kühn legt der Kreuzritter vie Feder als Lanze ein undgallopirt auf die„Communistenrotte" los.— Das Wehegeul, welches die Kreuzzeitung jetzt in ihren Leitartikeln ausstößt über den bösen LiberaliS- muS, der das Aufrauchen des Comurunismus ver- schuldet haben soll, und über den noch böseren Com- munismus selbst ist höchst ergötzlich. Noch ergötzlicher ist die Unirisienheit des feudalen Zeitungsschreibers in Betreff der Forderungen der Arbeiterclaffe. Wir wollen daher im Folgenden den Schmerzen der „Kreuzzeitung'� zum Ergötzen unserer Leser die Spal ten öffnen. Abgesehen von einigen Bemerkungen, brauchen wir das Geschreibsel keiner Widerlegung zu würdigen. Das feudale Blatt beginnt: Tie Arbeiterfrage, die jetzt fast überall so viel bewegt wird, ist nicht die sociale Frage, sondern nur ein Theil der- selben. Aber weil die socialrstische, wie die politische Agi- tation, vorzugsweise an sie anknüpft und mit ihr experimen- tirt, und weil an ihr allerdings das Hauvtmomcnt der socialen Frage zu Tage tritt, liegt es sehr nahe, den Theil für das Ganze zu setzen.„Die Grundrichtung, welche der ganzen Bewegung im Arbeilcrstande ihre Bedeutung giebt und ihr eigentliches Wesen ausmacht, ist auf Verbindung. aus Vereinigung der Arbeiter gerichtet, um so mit vereinter Kraft die Jmercssen der Arbeiter geltend zu machen." So sagte Brjchos Kellcler auf der Llebfrauenhaider Ver- sammlung. Diese Erklärung ist nicht nur richtig, sie gilt auch für die socialiftische Bewegung überhaupt. Das Grnndübel, an welchem unsere Zeit krankt, welches sie dem Liberalismus verdankt und an dessen weiterer Ausbildung die Staatsgewalten fort und fort arbeiten, ist die gesellschaftliche Desorganisation. Man hat so lange„befreit" und„befreit", bis zu Gunsten eines abstracten StaaiSbür- gcrthumö, oder gar des fteieu Menschenthums, alle naiür- Irche Gliederung verschwunden und die absolute Vereinzelung übrig blieb. Daß die Auflösung der alten Ordnungen den Arbeiter am härtesten treffen mußte, weil sie ihn zwar s ehr frei, aber völlig Hülflos machte,— das lag fpeciell in der Entwickelung unserer wirthschaftlichen Verhöltniffe. „Durch Auflösung aller alten Verbindungen— sagt Bischos Kettcler— wurden die Arbeiter gänzlich isolirt und lediglich auf sich angewiesen. Jeder Arbener stand mit seiner Arbeitskrast, die sein ganze» Vermögen ausmacht, allein da. Ihm gegenüber aber stand die Geldmacht, welche in tcuisel- ben Maße dem Arbeiter gefährlich wird, als der Inhaber ohne Gewissen, ohne Religion ist, und sie daher nur zur Beftiedigung seine« Egoismus benutzt. Tie Grundsätze der modernen Vclkswirthschaft hatten die entgegengesetzte Wirkung: die Menscheukrast in dem Arbeiter und die Geld- macht in der Hand de« Capitalisten., Der Arbeiter mit seiner Kraft wurde isolirt; die Geldmacht dagegen wurde centralisirt." In dieser Lage wurden die Arbeiter, welche ihre allmä- lige Älomisirung als eine fortschreitende FreiheitSentwickc. lung bejubelt hatten, von der politischen, wie von der socio listischcn Agitation ersaßt. Jene, welche den Arbeiter auch zum politischen Werkzeug der Geldmacht gebrauchen wollte, delehrte ihn, daß er, als freier Mann,„sich selber Helsen" müsse; dies«, welche ihn zum Umsturz der staatlichen Ord- nung mißbrauchen wollte, proclamirte, daß der Staat für ihn sorgen müsse. Wir haben nichts gegen da« Prinzip der„Selbsthülfe", wenn man es nur nicht— ganz abgesehen von politischen Hintcrgcdanlcn— als ein Universaln.ittel gepriesen hätte, während sein praktischer Nutzen nur einzelnen Arbcitergrnp- Pen zu Gute kommen konnte. E« hat wohl Gute« gcstis- tet: die auf Grund desselben gestifteten Vereine haben lokal die Lage des Arbeiters erleichtert; man wird auch in Zukunft davon nicht absehen können. Aber eine Lösung ist darin nicht zu suchen, da es in dem Vcrhältuiß de« Arbeiters zur Geldmacht, wie es Bischof Kettcler richtig schildert, im Gro- ßen und Ganzen doch nicht« ändert. Wohl aber hat die politische Agitation, welche, nm dem Arbeiter die Feindschaft gegen die Geldmacht abzuschmeicheln, sein Selbstgefühl bis zur Selbstüberhebung steigerte und seiner„JnleUigcn;" alle Fragen von höchster Bedeutung anvertraute,— die« hat der socialistischen Agitation die Wege bereitet, als diese, besonders durch den so begabten Lassalle dem Arbeiter statt der Selbsthülse, deren unzulängliche Wir« kung derselbe praktisch kennen gelernt hatte, die Losung gab: StaatShülfe!—. So die„Krcuzztg."! Das. was im obigen richtig ist, ist die A- erkenunng de« Claffenunterschi des. Un- wahr ist die Behauptung, daß die Socialisten ver- langten, daß der Staat für sie sorgen müsse; sie wollen nur, daß die jetzige Ausbeutung aufhöre! Höchst lächerlich ist schließlich das Geschrei von der„Selbstüberhebung der ArdÄter." Weiter schreibt die Kreuz- Zeitung: Slaatshülse!— da« ist der Köder, welchen die Socia« liste» auswerfen, um die Arbeiter an ihre Leine zu be- koinmen. Und warum nicht StaatShülfe?— Berschmähl etwa die Geldmacht solch- Hülfe? Freilich, wenn man ihre Agenten hört, welche den Arbeiter auf die Sctbsthlllf- verweisen, sollte man meinen, der Verkehr, die Groß-Jndustrie, die Actionäre der grvßeu Speculation n. s. w. beanspruchten gar nichts vom Staate, weil sie eS manchmal Vortheilhast finden, das llmissez faire— laissez aller zu Predigen. Warum soll der Arbeiter nicht auch Hülse vom Staate verlangen, so weit d cser in der Lage ist, solche gewähren zu können, durch eine Gesetzgebung, welche den Arbeiter gegen Ausbeutung schützt, gegen die er lediglich auf Grund der Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage keinen Schutz sindet? Die Fälle, in welchen ihm der Staat Hülfe brin- gen kann, sind zahlreich genug; die Gesetzgebung hat sie auch in letzter Zeil vielfach ins Auge gesaßt, und die schreck- licheu Uugtülksfälle, von denen unlängst große industrielle Etablissements heimgesucht worden sind, müssen Regierungen und Kammern auffordern, für Leben und Gesundheit de« Arbeiter« eine Versicherung zu finden, welche manche indu- strielle Etablissements sich bisher nur für die leblosen In- strumenle der Arbeit zu schaffen wissen. Nur die kahle Abstracttou der liberalen Doctrin, welche in dem Staat lediglich da« Product des individuellen Be- triebcs erblickt, kann iyn von der Pflicht entbinden, schützend und helfend für diejenigen Klassen einzutreten, die sich einer den eigenen Kräften unüberwindlichen Concurrrn; gegenüber befinden. Aber— es ist eine bewußte Heuchelei der De- magogie, welche dem Arbeiter vorspiegelt, daß der Staat im Stande sei, etwa durch Gewährung des„Rechts ans Arbeit" dem Arbeiter die Mittel der Existenz zu geben. Um dem Arbeiter diese Möglichkeit plausibel zu machen, flößt man ihm ein„übermäßiges Selbstvertrauen" ein und gleicher Weise einen„»nvernüiifligcn Haß". Da« erstere soll ihm die Aspiration geben, sich der Herrschaft über den Staat zu bemächtigen; der andere soll da sin führen— da» Capital aus der Welt zu schaffen! Der Socialismus, welcher sich mit der Demokratie ver- bindet, proclamirt im vermeintlichen Interesse der Gleich- heit, d. b. des gleichen Elends, die ausgesprochene Klassen- Herrschaft; und die Demagogie, welche unter dem Namen der FriedcnS-Liguc, alle revolutionären Tendenzen concen- trirt, predigt im Namen der Freiheil eine Föderation von freien Staaten, die nur herzustellen wäre durch eine Gewaltsamkeit ohne Gleich:», weil sie sich zugleich richten Müßte gegen die Natur, wie gegen die Geschichte. Auf dem socialen Gebiete die Vernichtung der individuellen Freiheit durch Ver- nichtung des individuellen Eigenlhums, so wie dnrch Zerstö- rung des Familienlebens; aus dem politischen die Vernich- tung der an die Slaatenbildung geknüpften individuellen Tullur-Aufgaben— da« ist das lockende Ziel, welche« die- sen Sommer in Eisenach, in Basel, in Lausann- ausgestellt wurde, zu deffeu Erreichung die Albeitermassen organisirt werden. Ader der Wahnwitz, welcher jetzt erschreckt, ist doch nichts als die reise Fiucht der„liberalen Ideen", die den Staat ebenso von seinen historischen Grundlagen ablösen, wie sie das organische Leben auf den geistlosen Mechanismus der bloßen Zahlabstimmuug zurückführen wollen. Und wenn die Social- Dcniokraten jetzt drüber her sind, den Staat und die Gesellschaft auf den Kopf zu stellen: was hat denn der Liberalismus anderes gethan oder doch gewollt? Wiederum gar lächerliche Ausführungen. Also daS log.„Recht auf Arbeit" soll auch jetzt noch, wie ver zwanzig Jahren, das Schlagwort der Socialisten sein! Ei, ei! Jetzt fordert doch jeder: Abschaffung der Lohnarbeit und Einführung der Productivassocia- tion. Auch wollen die Socialisten nicht daS„Eapiial aus der Welt schaffen, sondern die„Capitalistenkiasse" nicht die".Renschen„gleich im Elend" machen, sondern „gleich in der Arbeit". Eisenach, Basel, Lausanne u. s. w. scheint die„Kreuzztg" endlich nur vom Hörensagen zu kennen. Das erhellt auch aus Folgendem: Es ist die Barbarei, in welche die Welt gestürzt werden soll mit Hülfe der Arbciter-Agitation, deren Leiden- schasten man mit dem Gifte de« Communis mnS tränkt. ES ist die Barbarei, welche der Baseler Arbeiter-Congr-ß der Welt ankündigte, indem er das individuelle Eigcnlhum an Grund und Bodeu für unberechtigt erklärte, sich seine Entscheidung über da« individuelle Eigenlhum an beweglichen Gütern noch vorbehaltend. ES ist die Barbarei, welche der Friedcns-Congreß zu Lausanne proclamirt, indem er den Krieg der Heere abge- schafft wissen wollte,(!) damit der Krieg Aller gegen Alle— die Revolution— ihren Anfang nähme. Da« ist Wahnsinn— sagt man. Aber leider schöpft der Wahnsinn, der in diesen Moni- sestationen glüht, seine Nahrung aus Ideen, die aller Welt geläufig sind,— ans Ideen, welche der Liberalismus großgezogen hat, und denen er noch immer seine Existenz anvertraut. Durch die mechanische Ausfassung des Staatswesens, welche« er eben so sehr seine» providemiellen Charakter« entkleidet hat, wie er der Religion ihre göttliche Natur bestrei- tet, hat er den Uebermuth des Individuums groß gezogen und durch die Prakticirung einer abstrakten GleichheitStbeorie die Zahl zum Ordner aller Dinge gemacht,— so daß den Massen, wenn sie erst zum Bewußtsein ihrer numerischen Ueberlegenheit gekommen sind, nicht» näher liegt, als der Gedanke: die politische Gleichheit zu einer Gleichheit der matcricllen Lebenslage umzuschaffcn. Dazu die Gcldwirthschast unserer Zeit, welche viel;n grauenhafte Contrafie schafit, als daß dem einmal geweckten Gleichheits-Bewnßtsein der giftige Stachel fehlen könnte. Das Gesetz der Autorität ist zum Spott geworden. Im Staate und in der Küche wie in der Gesellschaft,— die Majoulcil ist Henisen, über alle Fragen der Weisheit wie de« Gewissens zu entscheiden. Und man sollte sich darüber wundern, wenn die Majorität mehr und mehr Denjenigen zufällt, welche auf den Unverstand speculiren, indem sie die Leidenschaften anzuregen verstehen?— Und läßt mau sich durch die sichtlich drohende Gefahr etwa warnen? Ruht die liberale Agitation anck nur einen Augenblick in der Auswiihlung der Massen? oder thut sie etwa«, um die Zahlenverhältnissc durch Organisation zu be- richtigen?— Was aber ist zu thun?— Alte Bildungen lassen sich nicht wieder herstellen, wenn sie einmal zerstört sind; und— um ein Nächstliegendes zu erwähnen— ein wahrhaft freier, in seiner Existenzsähigkeit gesichelter, dnrch SlandeSehre sittlich gehobener Handwerker- stand läßt sich nicht wieder herstellen, ebenso wenig als neue Bildungen sich künstlich schaffen lassen. Aber wo noch seste Organisationen vorhanden sind, sollte man sich hüten, sie im Namen der Eincrleiheit zu zerstören; wo die Roth erfinderisch macht, sollte man nur organische Bildungen— worunter wir natürlich nicht die ans einzelne Zwecke gerichteten Genossenschaften vcistch-ii— pflegen. Vor allen Dingen aber möge sich cer Liberalismus hüten, den einzigen Schutz, welcher der bedrohten Gesellschaft geblie- ben ist— das Königlhum in seinen Fundamenten auzu- greifen. Der Mahllnif war zu keiner Zeit so berechtigt, wie in der gegcuwältigen. Und wir wollen hoffen, daß die Parteien, welche sich um parlamentarische Herrschaft streiten, au« dem Verhandlungen so vieler Arbeiter-Congr-sse mins-stenS da» Eine gelernt haben: daß agch die parlamentarische Anrori»- xaa.:.____ c............. nnr».:___!»?» c. c.__ S/»%«(lyUt tät, wie jede andere, vor dem MajorilätSbewußtsein deck Massen m den Staub gcsallen ist.' Ja„Gift des Com muniSmus", die„commu nistische Revolution", daS ist ein scköneS Schlag- wort. Und um die„Kreuzztg" zu erfreuen, wollen�: wir ihr nun bemerken: daß wir sogar die Friedens- conzreßler, vor denen ihr grault, nur für halbe Socia- listen halten; daß wir schon lange foroern: daß nicht nur Grund und Boden, sondern auch daS übrige zur n die Zurüc isalion die P Diese ch davc Inde im Production gehörige Eigenlhum, Fabriken u. f.®»6annt H aufhöre Privateigenihum zu sein und Gemeingut der Productivassociaticnen werden. Ei, wir sind gar gräuliche„Eommunisten" liebe Kceuzzeitnng! Wir sind echte„Barbaren"! snden e> Ich g innere dieser t'Nächst en. Die i leise gew Rundschau. Berlin, IL. December Die Ministerkrisis in Oesterreich ist der wich-�'s" � tigste Gegenstand der Tagesgeschichte. Der Minister'" � GiSkra wird, wenn nicht aller Anschein trügt, mit rcn eigentlichen BonrgeoiSministern abtreten"müssen.._, Die unglückliche Bekämpfung des AufstandeS in Dal-f" � tegesetzte Irgerlich: �kapplen ühen i malien ist der Hauptgrund dieser KristS.— Für die Arbeiterbewegung stellt sich diese Angelegenheit sehr günstig, denn gerade die jetzt d-m Sturz nahen Mi- Ulster haben dieselbe in letzter Zeit niedergedrückt. Eine gewaltige Arbeite.temonstration am 13. Decem- ber zur Geltendmachung der Forderungen der Arbei-vM�r. terpartei war somit tr.ssiich am Platze: Die Wiener Blätter berichten über die vorerwähnte Ar- beiter-Dcmonstration Nächst heiides: Schon»m 8 Uhr Morgens zeigten sich auf dem Platze vor dem Schotlentbor ein- zelne Gruppen von Arbeitern. Gegen 9 Uhr zog Colonne w»------, J------- e,.■ ans Colonne von allen Seiten herbei, tie Arbener der Bab-ftr m,ch utl| vxu.utkill. VVU'•-----------, neu mit ihren blauen Kappen sind in großer Zahl dabn vertreten und nahmen in der Währingerstraße vis-h-vis dem cher v Beraei Kein fiten De mit fe fitokratisl «rail d Mtniß u sderbrüch Abgeordnet rnhause Aufstellung. Auch hatten fast sämmtliche�""�""' Arbeiter der umliegenden Bauten die Arbeit eingestellt»nd>fahrh stch angeschlossen. Nachdem sich die bei dem Abgeordneten« st bem b ------ 9l„a i, im) iuiyc|Ujiu((Cii. yv«u;utiu � vv»-------- Hanse postirte Menge, 15,0 an der Zahl, so auSgebreilctl AuS ti hatten, daß sie die ganze Fahrstraße versperrte, zog sie.f-h e.nma dem Ansuchen der Civllwachmaniischaft folgend, ans den h f0 C;e Paradcplctz, und bildeten daselbst ein, fast den ganzen nnge- Heuren Raum bedeckende» Quarre.— Ungefähr um 11 Uhr erschien eine Deputation, mit Herrn Ha tung an der Spitze, aus dem Platze und es wurde eine Petition entworfen, in der die Erwartung ausgesprochen ist, daß das Ministerium noch in dieser Session dem Reichsrathe Vorlage» über das allgemeine directe Wahlrecht machen, und daß letzlerer die bereit« auf der Tagesordnung stehenden For- beruuzen der Arbeitcr, als Gewä hrung des CoalitionS- recht« und Aufhebung der Zwangsgenossen- schasten sofort am Beginne der Session zu Gunsten des Volke» erledigen werde. Die Petition schließt folgender« maßen:„Wir untcrlassm h erbei nicht das Ministerium daran zu erinnern, daß daö Voik Bürgschaften verlangt für den Frieden und die Freiheit, n»d zwar die Beseitigung der stchenden Heere durch Einsührung der allgemeinen BollSbe- waffnung.— Sollten die eiwätznten Forderungen in dieser Session nicht berücksichtigt werden, so dürste es möglich sein, daß das Volk wiederholt in großen Massen erscheint, um seinen Willen kiindzugebtn. Eine Depmation begab sich bieranf in das Palais de» Minister Taaffe, welcher Ire ider Delegirten emsfing; derselbe ist der Gegner G'SkraS. Sic trugen die Wünsche der Arbeiter vor, und übergaben dem Ministerpräsidenten die mitgebrachte Petition. Graf Taaffe las dieselbe durch und erwiderte, er könne sich aus die Einzelheiten des Schriftstücke« nicht ciulasseu. nmsomchr, als er nicht die Regierung selbst, sondern iiur Mitglied der« selben sei; über einzelne Forderungen der Arbeiter sei int Ministerrathe bereits öfter gesprochen worden. Im übrigen, bemerkte der Minister wiederholt, daß er das demonstrative ßtnjtton P"l für fämmtl ' schwer 'ien un ' Bertri Die za «n. die verschj Bclksr I des 'f Män, Belkes ««geige Ich ha Hungen � über tote we, Fn mich »bigen' toen zu ich sei tie u: � ich w Ich ke beiier n Vorgehen der Arbeiter a!« ein Heraustreten au» dem««i-« sie fei setzt entschieden mißbilligen müsse,_ obwohl rfUbllff�i!!' fch die Arbeiter vollkommen ruhig verhielte». Gleichwohl fnL«t ÄrooIt«-- Di- Depmation begab sich '»nt™, ,:0ch>mmer harrenden Menge, um ihr die . r,,0* überbringen. Die Versammümg zog sodann in "-u.-iiulle wo eii-e Volk«- geschlossener Reihe»ach Zobel» der De Versammlung ihre Zustimmung zu putation aussprach. non ausipracv... Die Bourgeoisie schreit�nawrlich �gewalttg über. ."7" O""!''---- caö so energische und ersolgreicke Lorgehen Arbeiter. Co laoientirt z. B. die forlschrilliiche Ber- l'»".Boss. Z'g."- War gestern die Thronrede vom Publikum noch niaitl in entsprechender Weise gewürdigt worden, so trug der„Ar- beitertumult", der gestern in Srene gesetzt worden ist und ucucuuuuui, ö'1...........",.... t,-:'thtc der die Aufmerksamkeit aus sich 5°g. D'f(. �. „Verhetzung unserer Arbeiter" durch angebl.ch l�l-demokr� Beiehr groß gemäö big und ssäischte lhren- M»— Kei sittliche gäNisät liegt �ern Fi demol icher A an> ne wi „Verhetzung uniccc» Ainrur..----, tische Phrasen, eine Bcrhrtznng, an welcher sich neiicstenst die feudalen und clerikalea Blätter, natürlich mit dem Himers gedankt», die Früchte für ihre Zwecke auszubeuten, bet?eil>g'?>»Mte, --. w r-fi-mifnertt m Tage zn�ct at u l len. beginnt sehr unangenehme E.sch�"Ngen ZU fördern. Wir möcht« gerade.m Interesse un..«.� b J licheu Institutionen nur wünscheu� d-ch unsere� � zur Besinnulig kommen mögen. Ten»ca q,»---.....-- rismus zu drohen, wie sie:S gestern gethan, können ihmn»�' ihre und der freiheit.ichen Eulwickekung schlimmsten�� nur Feinde gegeben haben. . 0.0 e'net � vielen Angstschreie der Bourgeoisie/, �ine -der je toller diese sich gebahrt, je herzlicher werdenr�mmit «nz,,,,» Brüi r je touer oieie zico»> die social-demokralischen Arbeiter ihren Wiener Brü dern ein:„Glück auf!" zurufen. allen strenge len. l 3 tten, n Der$ b- Leist, fllti, ir .welche '«(l, ei ins den ens das Äuiori ein dei >mmw Schiaß iedens- Sccia» ß nicht s. w, zut der >d gar Wir Verkks-Thn!. (Für den Allg. deutscheu Arbeiter- Berein.) > die Mitglieder des Allgem. deutschen Arb.-Vereins. Zurückgekehrt von meiner siebenw'öchentlichen Oc lvisalionSreise fühle ich mich gedrungen, einige Worte die Partergenossen zu richten. Diese Reise war sür mich lehrreich. Ich habe ich davon überzeugt, daß manche g�schafiliche Miß '9'■"tänCc im Verein bestehen, die mir nicht hinlänglich kannt waren. Ich werde bestrebt sein, diesen Miß- mden ein Ende zu machen. Ich glaube, daß diese Reise dazu beigetragen hat, t innere Ordnung der P.irici zu fördern; was etwa dieser Beziehung noch zu thun bleibt, wird die uinächst zusammentretende Generalversammlung voll- den. Die H-upterkenntniß aber, die ich auf meiner eise gewonnen habe, ist diese: daß im Großen und inzen und Alles in Allem genommen, die Partei »i�'semals stärker, niemals einiger und zahl- icher war als in diesem Augenblick. Vergebens waren alle Versuche der Reaction mit ten Polizeischwierigkeiteu und Verfolgungen, verge- US das Toben der Fortschrittspartei mit ihrer un- Schliche der lkinister t, mit müsien n Dal> �iir die Mit!®ße'e&ten Bekämpfung, vergebens die n Mi- tgerlichen Demokratie(„Bolkspartei") mit ihren «drückt Kappten Untcrwuhlunzsve> suchen, vergebens alle v-cem« und alles Sturmlaufcn der vielnamigen zj��j'tgner: stärker und gewaltiger als je steht die Partei Kein erhebenderes Gefühl war möglich, als im iten Deutschland zn sehen, wie die Arbeiter über- mit fester Einheit und kühnem Muth unserer großen tickralischen Bereinigung anhängen. Wohl habe ich krall d sielbe Arbeiterelend vorgefunden— überall «r auch jene unbeugsanien Männer von Heller Er- lntniß und festem Willen, die da gesonnen sind, in lderbrüchlicher Einheit die Lösung der großen Frage elll und � Jahrhunderts herbeizuführen. Schreiten wir voran rdnettn-n dem betretenen Weg und der Sieg ist unser. gebreitet l Aus tiefstem, inner.em Herzen danke ich nunmehr zog sie.kh e.nmal denjenigen, die mir in diesen weiten Gauen ans den jt so vielen Z.iwen unerschütterten V rtrauens ent- enackommen sind. Ich spreche insbesondere meinen Mk sür das Veltrauensvotum aus, welches mir an sämmtlichen Orlen einstimmig dargebracht wurde. l schweren und unablässigen Kampfe gegen die zahl- chen und mächtig n Gegner der Arbeitcrsache ist t Vertrauen der Arbeiter meine beste Kraft. Die zahlreichen Empfangs- und AbswiedSfcierlich- tn, die Ständchen und sonstigen Festlichkeiten an 1 I verschieden en Orten habe ich entgegengenommen, Bolksdemonstrationen für die große Sache, die ich i ft peS Willens der Arbeiter zu vertreten habe. e Männer aus dem Volk wollten den Gegnern Volkes die Verbreitung der social- demokratischen lie zeigen und dies ist ihnen gelungen. > Och habe erkannt, daß trotz der unablässigen An- «düngen der Gegner, trotz der Schmäbschriflen, die ch überall hin begleitelen. ja theilweise vielleicht nie Ar- hr Mor- bor ein« Colonne et Bah- il dabei vis dem nmtliche m uuge 11 Uhr Spitze, csen, in listerium :« über rnd daß en For- itionS- raffen- isten des ügender« nr daran für den zung der Volksbein dieser stich fein. e-nt. um MM M...........,------...... ade wegen dieser Wuthausbrüche, die nur scheinbar .s�Sic kn mich, in Wirklichkeit gegen die Macht der selbst- bergaben»digen Arbeiterpartei gerichtet' waren, jenes Ver- »en zu mir in noch höherem Maße vorhanden ist, ich sechst eS wußte. Tief in meine Seele haben die unvergeßlichen Eindrücke dieser Reise gesenkt ich werde m.ine Schuldigkeit zu thun wisien. Ich kenne meine Pflicht gegen die Arbeiter. Die ieiter werden ihre Pflicht gegen denjenigen kennen, sie selbst berufen haben. Ich zähle auf Euch t ich ihnen zu— zählet auch Ihr auf mich. leichroohli Beehrt durch traurige Erfahrung über die Folgen gab sich hu großer Milde, habe ich es mir zum festen Vor- ihr diel �macht, sortan mit rücksichtsloser Strenge Ord- »g und Disciplin aufrecht zu erhalten. Das un« sälschte Princip, die unversehrte Organisation zu hren— in fester Hand die alte Fahne voranzu- igen— daS wird mein unerschütterliches Bestreben Keine Nachsicht, keine Concessionen mehr! Un- ittliche Strenge auf Grund des Princip« und der rganisation!— daS wird mein Wahlspruch sein. liegt alljährlich in der Hand der Partei, einen iern Führer zu bestimmen, uns ich sage derselben demokratischer Offenheit und Entschiedenheit, ,in chcr Meise ich vorzugehen gedenke, so lange man Graf h auf die nsomchr, lied derlei im übrigen, mstrative >cm Ge- tat, daß unS. Jeder, der mit mir überall an Ort und Stelle die Zustände kennen gelernt hätte, würde dieselbe Ueberzeugung gewonnen haben. Wir tragen in uns das Bewußtsein, daß wir die Sache der Wahrheit uüd der Gerechtigkeit vertreten Wir sind als praciische Männer uns auch bewußl daß in dieser Welt das Recht nur zum Siege gelangt wenn die Macht hinter ihm steht. Wir wissen daher� was wjr z i thun haben. Eine aufgeklärte, einige Partei fester und entsckie- dener Männer— das sind wir, das wollen wir bleiben und so werden wir zum Ziele gelangen. Mit scc'al-demckr.itischem Gruße: Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.-Vereins: Schweitzer. Berlin, 15. December 1869. An die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Vereins. Es ist unbedingt nötbig, daß die Beikagsammler in diesem Monate die allerhöchste Pünktlichkeit der Vereinskasse gegenüber innehalten, da ich den Rechnungsabschluß vor der Generalversammlung anfertigen muß. Auch wird strenge darauf gehalten, daß nur zahlende Mitglieder auf der Generalversammlung stimmberechtigt sind. Deshalb bitte ich um schleunige und statutengemäße Einsendung der Mitgliederbeiträge. Hasenclever. An die Mitglieder. Die Versendung der Anträge zur Generalver sammlung kann erst am 19. dss. erfolgen. Die Bevofr mächtigten, welche bis zum 22. nicht im Besitze derselben sind, wollen sich beim Sccretariat melden. Berlin, 16. December 1869. E. W. Tölcke, Sekretär. zdann in � Volks der De- ig Uber >en der' che Beo roch nicht der„Ar- , ist und >ei. Die demokra- � an � �pitz« stellt. Dictatur— ja! Aber neuestens n Hiuler- betaeiliZ Tag- zn ■ frech eil fiter bald in Teno jtraimsten argeoisie.,. : werden�' itr Brii tre willkührliche Dictatur, sondern die innerlich fest immte, jede persönliche Willkühr ausschließende clatur des Princips. Diejenigen, welche diese allen Gegnern gefürchtcte Dictatur des Princips, strenge, machibringendc DiscipUn der Partei nicht ien. d lrfcn mir in Zukunft ihre Stimme nicht tn-' Diejenigen, die eine solche Dictatur nicht iien, mögen einen andern Führer wählen. Jeder ' seine volle Freiheit— die freie Entschließung der ammlheit entscheidet. Der Allg. deutsch. Arb.-Verein darf stolz sein auf 'e Leistungen. Auf dem weiten Erdenrund ist keine �tei, insbesondere keine iocial-demokratische Partei, welcher eine solche Klarheit über die Ziele und 'Uel, ein so sester Zusammenhang herrscht, wie bei Zur Reise des Präsidenten sei schließlich bemerkt, daß auch in München die sehr zahlreiche Versommlung in schönster Eintracht verlief; einige obwaltende Meinung« verschiedenkeiten wurden auf ruhigste und würdigste Weise besprochen. In München sowohl wie in Augsburg wurde dem Präsidenten wie fast an sämmtlichen Orten, die er be> reiste, nach Beantwortung der Interpellationen ein cinstim- miges Vertrauensvotum ertheilt. In Würzburg, dem letzten Platz der Reise, am Sonntag Mittag zahlreiche Ver- ammlung mit gleichem Verlauf und Abends Concert mit geluuqener Aufführung de«„Schlingels". Dienstag Mitlag 12 Uhr traf der Verc.iispräsident tvieder in Berlin ein und die nächsten Sonnabend in Berlin zusammentretende Ver- sammlung wird gewissermaßen den Abschluß dieser sieben- wöchentlichen Organisationsreise bilden. Noch sei bemerkt, daß in der Versammlung zu Karls- ruhe nachstehende Telegramme aus Mannheim und Frei bürg einliefen: Hoch die Versammlung! Hoch die Organisation! Die Mannheimer Mitglieder. Karl Kauz. Hoch die Lastalle'sche Orgoniiotivii! Hoch l)r. v. Schweitzer! Karlsruher Parteigenossen, stehet fest wie die Berliner. Sämmtliche Parteigenossen in Freiburg. Außerdem war von Frciburg ein schriftliches Vertrauens- Votum eingelaufen. StciiiscifcrSdorf in Sckil., 13. Dec. lBersamm- lung.) Obgleich wir seit längerer Zeit nichts haben von uns hören lassen, so muß doch zur Beruhigung unserer Par- leigeuvssen constatirt werden, daß auch hier ein fester Kern von Lassalleanern besteht. Wir hatten am 12. dss. eine Ärbeiterversammlung. Aug. Spiel manu aus Peters- Waldau wurde Vorsitzender. Unterzeichneter Schriftsührcr. Der erste Punkt der Tagesordnung betras die ArbcitSein- flellnng der Bergleute im Waldenburger Kreise. Es wurde betreffs derselben folgende Resolution eingebracht und ein- stimmig angenommen:„Die heutige Ärbeiterversammlung erkennt die Arbeitseinstellung der Waldenburger Bergleute als gerecht an, und beschließt, den Zuzug nach dort mit aller Krast abzuhalten" Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf die Berliner ConcerthauSversammluug. Herr Blaser an« Peterswaldau schilderte das feige und ehrlose Betragen der fortschrittlichen Volkssührer und schlägt folg-nde Resolution vor, welche gleichfalls einstimmig angenommen wurde:„Die heutige Versamnilung spricht den Berliner Lassalleanern für ihre Bravonr in den Bersammlnugen im EoncerthanS und Universum ihren herzlichsten Dank aus, und erkennt Diejenigen— gleichviel, ob Arbeiter oder Män- ner der Wissenschaft— nicht als Demokraten au, welch« sich in den Versammlungen der Majorität nicht sügeu."— Mit social demokratischem Gruß und einem„Hoch" sür die tapferen Berliner Ed. Vogel. Dresherrschcidt, 11. Dec.(Maßregelung.) Am 9. dsS. hatte der unterzeichnete Bergmann aus der Grube Berzeliu» Beiträge gesammelt zu einer Versammlung dcr Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Vereins. Dieses kam den Beamten zu Ohren, worauf der Herr Direktor Bot« sich veranlaßt silhlle, bei an- und abfahrender Schicht jedesmal eine Rede zu halten des Inhalt«: daß sich keiner unterstehen sollte, Aufwiegeleien Gehör zu geben. Ferner bin ich ohne Kündigung aus der Arbeit entlassen worden, mit dem V e- merken, daß ein jeder, der mir einen Beitrag für de» Allg. deutsch. Arb.-Verein gezahlt hätte, sofort au« der Arbeit ent- lassen werden sollte, und daß man dafür sorgen werde, daß, wenn sie aus einer andern Grube angelegt würd-n, man schriftlich oder mündlich bewirken wolle, daß sie sofort wieder abgelegt würden. Mit social-demokratischem Gruß Gustav Simmerkuß. Hamburg, 20. Nov.(Versammlung.) Montag den 15. d. hielten wir hier eine Miiglicderversammluu bei Anwesenheit des Präsidenten Dr. v. Schweitzer ab. Der große Saal de? Herrn Tütge war in allen seinen Räumen gedrängt voll, so daß im vollen Sinne des Wortes kein Apsel zur Erde fallen konnte. Trotzdem herrschte die größte Ordnung und Ruhe. Nachdem die Versammlung eröff-et und der Präsident mit dreimaligem donnerndem Hoch bewill- kommaet war, hielt derselbe eine kurze Aniprache, worin er vorzüglich die letzten Ereignisse in der Partei vorführte. Dann wurde zu Interpellalionen und Fragen aufgefordert und es meldeten sich eine ganze Reihe von Fragestellern, welebe alle befriedigenden Aufschluß erhielten. Die ver- schiedenen Fragen und Antworten hier alle wiederzugeben, würde zu weil führen, nur so viel sei gesagt, daß der Prä- sident durch seine hiesige Anwesenheit das Vertrauen der Mitglieder auf's Neue dauernd befestigt bat uvd daß cr in allen Stürmen, die da kommen mögen, felsenfest aus uns bauen kann, so lange cr selbst auf dem Boden des Prinzips bleibt. Wir haben geprüft, fast an'S Peinliche geprüft, denn die letzten Ereignisse, vorzüglich hier in Haniburg, hatten nus mißtrauisch gemacht, aber wir sind dadurch zur social-politischen Reife gelangt. Mögen jetzt die Gegner von allen Seiten mit ihren Verleumdungen und Verdächligungen gegen unser» Präsidenten kommen, wir werden sie gebüh- rend zurückweisen. Als sich in der Versammlung Niemand mehr zum Wort meldete, hielt der Präsident noch eine herz- lichc Abschiedsrcde und brachte ein dreimaliges Hoch auf den Allg. deutsch. Arb.-Verein aus. Es wurden noch die Vereins- und GewerkschaftS-Beamten zu einer am andern Tage stattfindenden Tonserenz eingeladen, worauf die Ver- sammlung geschlossen wurde. Es ließen sich an diesem Abend allein 140 neue Mitglieder ausnehmen. Mit social- demokratischem Gruß E. Paulscn, Schriflsührer. Kiel, 22. Dec.(Arbeiterversammlnngen.) Der am 18. �d. M. erfolgte Besuch nnsers Vereinspräsidente» Dr. v. Schweitzer hat hier einen nachhaltig günstigen Ein- druck hinterlassen. Es machten die Mitglieder einen ziem- liehen Gebrauch von dem Recht der Interpellation. Die Diskussion drehte sich hauptsächlich um die Stellung der Gewerkschaften zum Allg. deutsch. Arb.-Verein und die Gegensätze zwischen Communismns und TocialiSmu«. Die Aufklärungen, die der Präsident crtheilte, befriedigten all- ieitig. Die sehr zahlreich besuchte Versammlung sprach zum Schluß Herrn v. Schweitzer ihren Dank für die bisherige Thötigteit und ihr volle« Vertrauen für die Zukunft in einer Resolution aus.— Sonnabend den 20. d. M. hielten wir eine öffentliche Volksverfammlungab mitderTagesord« Illing:„Die Niederlage der Fortschrittspartei im Saale de« ConcerthauscS zu Berlin". Herr Winter aus Altona war anwesend und berichtete Über diesen Gegenstand. Herr Mal- thäi geißelte mit kräftigen Worten die feige Fortschritts- Partei. Allgemeiner Beifall erfolgte. Gegner waren an- wesend, wagten aber nicht aufzutreten. Die Versammlung nahm danach einstimmig folgende Resolution an:„Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem Vorgehen der Berliner Social. Demokraten gegenüber der Fortschrittspartei völlig einverstanden und erklärt serncr die Fortschrittspartei für gänzlich unfähig, die Interessen de« Volks zu vertreten." Die auswärtigen Mitglieder sehen, daß wir Kieler unsere Schuldigkeit thun. Allen deutschen Arbeitern und besonders ineinen Landsleuten in Celle rufe ich zu:„Tretet mnthig ein für'« Recht, denn die Furcht kennt nur der Knecht." H. Beckmann. Stastfurt, 11. Nov.(Versammlung.) Gestern hatten wir das Vergnügen, unfern BereinSpräsidenten Dr. v. Schweitzer i» unsrer Mitte zu sehen. Die B'rsammluna war sehr zahlreich besucht. Präcise 7 Uhr wurde sie durch mich eröffnet. Es wurde durch Acclamation ein Bureau constituirt und Herr Bormann zum Vorsitzenden gewählt, zum Stellvertreter Herr Rasrb, zum Schriftführer meine Person. Unter enthusiastischen Hurrarufen wurde gegen halb 8 Uhr der Präsident empfangen. Seit lange waren die Versammlungen nicht so stark besucht gewesen, als wo es galt, den Präsidenten zu hören. Derselbe hielt eine kurze An- sprach: au die Versammlung, beleuchtete die Production»- weise der heutigen Gesellschaft, die verschiedenen Klassen und Parteien sowie unsre Organisation. Der Präsident beantwortete ferner alle an ihn gestellten Interpellationen und mahnte zum Schluß zur Einigkeit und zum Festhalten an unscrm Princip und unsrer Organisation. Dann endete die Versammlung mit donnernden Hochs auf Ferdinand Lassallc, auf Herrn Dr. v. Schweitzer und auf die Organi- sation der Partei. Schluß der Versammlung fand gegen 10 Uhr statt. Mehrcrc Deputirte der Parteigenossen in der Aachbarschaft waren anwesend. Mit social-demokratischem Gruß G. Hecker. Eschweiler, 13. Dec.(Allgemeiner Bericht.) Nachdem mir am Freitag einen Sieg errungen, ohne Gegner, hatten wir gestern in Eilen darf, nahe vor den Thoren Aachens, einen Kamps zu bestehen, wie ich ihn meinerseits mit Gegnern noch nicht erlebt habe. Die Bourgeoisie hatte den ganzen Aachener FortschrittStroß dorthin dirigirt, be- stehend au« dem unser» Rheinländern bekannten Dr. Au, dem Direktor Philipps von der„rolhen Erde", einem bedeutenden Etablissement zwischen Eilendorf und Aachen, dem Redakteur der„Aachener Zeitung", Schneider, dem Vorstand de« FortbildnngSvereius und noch einigen ähnlichen Helden. Der Vorsitz fiel einstimmig wie in Düren so auch dier in meine Hände. Nachdem Herr Obermann au» Neviges über die Lage der Arbeiter gesprochen und die heu- tige Produktionsweise auf das klarste geschildert und ver- dämmt hatte, forderte er die Arbeiter ans. dem Allg. deutsch. Arb.-Verein beizutreten. Nun erhielt der Lncrat Schneider da« Wort, erging sich etwas über die Selbsihülfe und nach- dem er in der bekannten Weise, wie es allcnvärls durch Wort und Presse geschieht, Herrn Dr. v. Schweitzer beschimpft hatte, weshalb ich chn zrir Ordnung rief, forderte er nach einem, einssündigen Qnatsch die Arbeiter auf, sich den fort- schrittlichen Gewerk- und Bildungsvereinen anzuschließen. Herr Obermann widerlegte ihn nun gründlich. Hierauf erhielt der Direktor von der„rolhen Erde" das Wort. Er stellte cr» sich selbst al» Arbeiter hin, lobte dann den guten Verdienst seiner Arbeiter, und floß schließlich von lauter Bildung über. Hierauf antwortete ein Bergmann Schmitz von hier in den Arbeitern verständlicher Weise jenem Herrn. Nnn kam der Du Au, der wandernde Apostel an die Reihe. Auch er wußte wie die Vorigen nicht«, al« aus Dr. v. Schweitzer zn schimpfen; auch dem Dr. Au mußte ich seine UniversitätSbildnng ins Gedächtniß zurückrufen.'Run- mehr suchten jene Herren durch GeschäftsordnungSdebatteii die Versammlung zu stören. Nachdem dies mißglückt war, erläuterte ich nun kurz die Organisation unserer Gewerk- schaften und de« Allg. deutsch. Arb.-Vereins, und enheilte dein Wanderpeediger einige derbe Seitenhiebe. Herr Ober- mann brachte eine Resolution ein, gegen die man sich Sei- tenS der fortschrittlichen Herren sehr sträubte. Sie fingen wieder an zu schimpfen. Endlich kam, nachdem ich noch über die bekannten 45, ovo Thlr. Schulze-Dclitzsch's gespro- che», die Nesolution zur Abstimmung und wurde ein stimmig von Seiten der Arbeiter, natürlich abgesehen von jenen Herren, angenommen. Eine zweite Resolution, welche den Dr. Au wegen seiner Beschimpfung de« Vcreinspräsi- denten der öfieutlichen Verachtung preisgeben sollte, eben- falls von Obermann, wurde nicht zur Abstimmung gebracht, da der Bürgermeister auf Z 5 des Vereins- und Versamm- lungegesetzes, und 101 und 102 res Strafgesetzbuchs hin- wies und mit Auslosung drohte. Ich erklärte mich mit dem Bürgermeister einverstanden, fragt aber zugleich, warum er bei der Beschimpfung des Dr. v. Schweitzer nicht gleich- falls protestirt habe. Alsbald enthob der Bürgermeister mich der Mühe, die Versammlung zu schließen, pnd löste fie auf. Die angenommene Resolution lautet:„In Er wägung, daß von beiden Seiten den Richtungen der Schul zeauer und Lassalleaner gemäß die Arbeiterfrage genügend erörtert worden ist, erklärt die Versammlung, daß die Lage der Arbeiter dauernd nur verbesiert werden kann, durch die Bestrebungen des Allg. deutsch. Arb.-VereinS aus Grund seiner Prinzipien." Ein Sieg ist abermals für die Partei, trotz aller Anstrengung der Gegner errungen; bald werden wir in die Thore Aachens einmarschiren. Mit social-demo- kratischcm Gruß und Handschlag F. E. Mann. Mdimss-Cheu. Für den Allgemeinen deutschen„ArbeiterfchaftS- Verband". Allg. Taback- u. Cigarrenarbeiter-Gewerikschaft- Lübbecke, 13. Decbr.(Strike.) Am 8 d. M. ist auf der Fabrik des Herrn Blase Hierselbst die Arbeit einge stellt worden; 36 meistens verhcirathete Cigarrcnmacher sind brodlos. Unsre Bitte um 5 Sgr. kohnerhöhung wurde höhnisch zurückgewiesen, ja der Prinzipal erlaubte sich sogar zu bemerken: er wolle uns ausbeuten bis auf's Blut; das Blut, das an der Arbeit klebe, wolle er gerne abwischen. Unter solchen Umständen können wir leider die Arbeit nicht wieder ausnehmen. Collegen, wir hoffen, daß Ihr unfern Schritt gut heißen und uns nach Kräften unterstützen wer- det, denn die Roth ist groß. Reisende Eollcgen werden ersucht bis aus Weiteres diese Stadt zu meiden. Unterstützungs- gelber sende man an Louis Schmidt, Niedernlhorstraßc 81 in Lübbecke pr. Westphalen. Das Comite. Allgemeiner deutscher Maurer-Verein. Berlin, 16. Dec.(Versammlung.) Gestern war eine geschlossene Mitgliederversammlung, worin Herr Grän- dorff sein Amt als Bevollmächtigter niederlegte. Es wurde Herr Burms gewählt, der nach unserem WahlmodnS durch die nächste Versammlung noch bestäligl. werden muß. Darauf kam der Präsident unseres Berein« Herr Lübkert, und übernahm den Vorsitz. Es wurde dann unser Slatut be- rathen und dann der Fragekasten erledigt. Ferner 100 Thlr. für die strikcnden Bergleute in Waldenburg aus unserer Strikckasse, so wie 25 Thlr. zur Unterstützung der Lünebur-, ger und 15 Thlr. zur Parteifahnc ans der Lokallasse be- 1 willigt. Kameraden, steht überall fest, wenn auch unser' Geschäft im Winter eiusricrt, unser Geist aber und unser Herz, mit welchen wir für die Menschenrechte kämpfen, soll nicht einfrieren. Wir freuen uns zur Generalversammlung, wo wir alle Eameraeen hier begrüßen können. Mit social demokratischem Gruß Mehrere Mitglieder. er an der Lassalle'schen Organisation festhält und dadurch jeden Fortschritt unmöglich macht.(Berliner Blätter.) 16) Er geht darauf aus, die Lassalle'sche Organisation zu untergraben.(Sächsische Blätter) 17) Er hetzt brndermörderisch die deutschen Arbeiter hiu- tereinander und sucht die Arbeiterbewegung ohnmächtig zu machen.(Sächsische Blätter.) 18) Er sucht die Arbeiterbewegung bis zu jener unnatür- lichen Höhe zu steigern, die nur mit einem revolutionären Klasienkampf enden kann.(Ostpreußische Blätter.) 19) Er hat den Allg. deutsch. Arb.-Verein um 1000 Thlr. und dann noch um 230 Thlr. beschwindelt und geprellt. (Sächsische Blätter.) 20) Er schickt die angeblichen Agitatoren des Allg. deutsch. Arb.-VereinS von Bismarck'schem Gelde aus.(Süddeutsche Blätter.) 2l) Er hat ein Mitglied der Volkspartei zu Magdeburg ins Gesängniß gebracht.neu Verlust. Stets war er, als einer der Festesten für die Idee der Einheit, und in allen �stürmen und Kämpfen an der Spitze. Ten Be« weis der Liebe, die er sich bei feinen Brüdern erworben, Uelerten unsere Mitglieder, aus deren fest geschlossener Kette heule beim Geleite zur letzten Ruh-stätte nur wenige fehlten im Zuge mit der Lassalleaner-Fahne, bckräuztcn seiu Grab, und schieden tiesbctrllvlen Herzens. Im Namen sämmtlicher Mitglieder Essen«: Der Bevollmächtigte Lenz. «Ifen, 10. December 1869. . Für Derliu. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Mitgliederversammlung Sonnabend, den 18. December, Abends 8V* Uhr, im Etablissement„Vaoxiall", Drcödenerstr. 96. und den Z?n"der Pa?� si-beuwöcheutt-che'' Orgmusalionsreise. die letzte» Part-iv-cgäuge in Berlin Discussion. Ti! Presse'hat Zutritt"' SttBanb �rigen Gewerkschaften sind eingeladen. Im Auftrage: Der Bevollmächtigte C. W. Tölcke. na in Berlm.- Verantworili»« Redak7-ur uud Verli�7�W7«Iü�l�n'B-Äw"