Hr. 153. btn, Bf : Ander« flantcfle« inifdjcn". als BS» i Jahre«' icn da;u> itnge« 1» >lleli d eurer Zeit- e, welch« rbeit mil >d Groß- Bortheil- 'eiter da« lssen und. �. v■ • Jiuliiiii®1«'' Zntuug erscheint drei >n dieseniMal wöchentlich, und zwar: hr weiiiz®'�st°gs, Donnerstag« und Sonnabends Abends. as Eigen-. Berlin, Freitag, den 31. Decemver 1869. Fünfter Jahrgang Demokrat. örgan der sorial-demokralischm Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. � �'Abonnements-Preis fllr Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne rHa tder Unregelmäßigkeit in der Zustellung des Mattes eintritt. » � Die Bestellungen werden auswärts bei den --ll Iv�oitämtern, in Berlin bei der Expedition, Git- chinerstr. 17, und bei allen soliden Zeitungs- pediteuren gemacht.(Preis vierteljährlich .6 Sgr.) �tllir Diejenigen, welche im kommenden Quartal 'iaS Blatt per Kreuzband(Preis im nicht- sterreichischen Deutschland I Thlr., im österr Deutschland 2 Guldrn) beziehen wollen, haben en Betrag unbedingt vor dem 1. Januar inzusenden. Die bewährte Thalkraft unserer Partei »uß sich auch darin zeigen, daß die allge- »eine Verbreitung des Parteiorgans durch lle Gaue Deutschlands durchgeseßt wird. to weit deutsche Zunge klingt, muß der -Soeial-Demokrat" in allen Arbeiterhänden ein. Wir glauben von den Parteigenossen rwarten zu dürfen, daß sie mit äußerster shatkraft für die Verbreitung des Blattes lirken werden. lli» vcrei Politischer CheU. Berlin, 30. Deccmber. H. Die Verwirrung in den Reihen der lourgeoisie wird mit jecem Tage größer. Bei em ersten Mal, wo der Klasienkampf des lroletariat« die Reihen jener Arbeilcr ergreif« elche bislang noch im Schlepplau der liberal.-n lourgeoisie waren und von„Versöhnung" der apilalisten- und Arbeiterklusie träumlen, brich« rs ganz� künstliche Gebäude des Vourgeoisliberalis- ns zusammen. Em Theil der liberalen Bcur- wiSparlei und zwar derjenige, welcher den ge- ... ichligsten Theil derselben bilM, welcher die Pariei Einfluß stütz« und sie anderseilS in j Eonderinleresie gebrauch«, mit einem Wo t, c Großfabrikanlen, nehmen in ingrimmiger Weise jott gegen sine Arbeiier, welche sich gegen die .apiialmach« auflehnen, Partei. Der a. vre Theil �er Bourgeoisparlei, die Lueralen, Abgeordneirn, � ir �",�°üll>cker, welche bicher ihre Sullung und ��urch sicherien, baß sie die Ar- u?» Ur f. politischen Stimmvieh der G'oßcapi- 'r. Eug.�l.sten m-chten verlier« beim V-ginn de« Klaffen- stand, der wahren proletarischen ewegung den Kvpsi verläugne« seine biöher rtreteuen Ansichten vollständig, um nur den, wie ein Luhrst-'tz aus heiterem H.mm.l in ras Stillleben hinein- >�l?renen JUfljiCufrnNPf, toictet auö der 3Bclt iu «affkn. Selbstverständlich ist ,i„ fclc.e8 Best«- abulant. n efcenj0 vergeblich, als wollte man die Welt- lchichte rückgängig machen. In einer srlche» „Socia�zweiselten z'age befinden sich gegenwärtig die in. Hiiiührer der fonschrillltchen und rabitalen Bour- »talt jepdisie. Der Slrike der Walcenburger Bergleul. M 14 l»)(olge der maßlosen Bedrückungen der Gruben- tT0�t b,n uichlsocialtstischen Arbeitern die ,ann° l>N« � auszureißen über den Widerstretl der in ton Bourgeoisie und Proletariat. .mmpink l«uer Arbeiter mit der sie bisher leit- -> tcnt".��i'�nden Klaffe scheint unvermeib- r�Ar e8' was zu retten ist. njch ut«Ob nanze sorit��"/�����' fctnen � i'0' bst Johann JÄh�'.�S'ordnetenschwarm. >cnosset'-l ck um keinen m uu>chl>eßt, sie wollen na- dringen�� kommen«. l-ne Arbeiter fahren Ch-mit-«»' ti j? � Mi« ihrer eigenen Theo- , i« m Widerspruch. S'e.s und ständig ist von st-h°n� liberalen BourgeotSökonomen gepredigt wor- :«e obiges. daß Angebot und Rachfraae bei Et-e! � selben schasse, daß Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan dir. A. diese freie Konkurrenz alle Zwistigkeiten zwischen Capital und Arbeit aus naturgemäßem Wege regele und daß so die schönste Harmonie zwischen Capital und Arbeit hervorgerusm werde. Was es mit dieser Harmonie auf sich hat, daS hat staffalle, das haben wir staffalleaner oft genug jenen Herren vorgehalten; jetzt wird eS ihnen in Waldenburg fühlbar gemacht. Schulze-Deliysch glaubte gewiß eine unendliche Weisheit zu verkün- den, als er im preußischen Abgeordnetenhause am 11. Febr. 1865 bei Besprechung des KoalitionS- rechts erklärte: Ob und i nter welchen Bedingungen und bei wem Jemand in Arbeit treten will, ob und wann ein solches Berhättniß wider gelöst werden soll, darüber bestimmen einzig die Betheiligten, Arbeitgeber und Arbeiter, in freiem Vertrag nach ihrem Ermessen, es ist ein Recht der natürlichen Freiheit. Jetzt bethätigen dieS„freie Ermessen" auf ein- mal die Waldenburger Arbeitgeber in der Weife, daß sie ihre„natürliche Freiheit" dahin geltend machen wollen, daß sie keinen Arbeiter in Arbeit nehmen, der einem Gewerkvereine ange- hört. DaS ist natürlich unsere Privatsache, unser Recht, wie eS Herr Schulze bislang stets rerthei- vigt hat, meinen jene Grubenbesitzer und mit ihnen stimmt das ganze deutsche Fabrikantenheer über- ein. Und Herr Schulze? Ja der ist in böser Klemme! Die Arbeiter, ja„seine Arbeiter" sind der ganz entgegengesetzten Ansicht: daß die Waldenburger Arbeiter in unerhörter Weise be- drückt werden, und nun muß Schulze, will er jene Ar eiter nicht verlieren und zur Ueberzeugung kommen lassen, daß ein gewaltiger Klaffcnkamps zwischen Arbeit und Capital existirt und daß die angeblich naturgemäße heutige Productionsw.ise die Ausbeutung der großen Masse deS Volks ist, nun muß Schulze einen VeriweiflungScoup wachen. Er erklärt, daß hier ein ganz besot derer Fall vor- liege und ruft die Bourgeoisie zum Kampfe gegen die Bourgeoisie auf. Ja, nicht n tr er, sondern auch die übrigen Führer der fortschrittlichen Bour- geoisie schli ßen sich ihm azt. So wird jetzt wie- der folgender Aufruf in die Welt geschickt: Die Unterzeichneten fühlen sich veipstichtet, hierdurch ihre Mitbürger zu reichlichen Beisteuern für die feiernden waldenburger Bergarbeiter anszufordern. Bekannt ist die Thatsache, daß dort seit dem 1. Dcc. d. I. an 7000 Bergleute die Arbeit niedergelegt haben. E« kann nicht unsere Aufgabe sein, hier die Ursachen der Arbeitseinstellung, der größten, die wohl bisher auf deutschem Boden vorgekommen, zu erörtern und damit gewissermajje!'. unaufgefordert einen Schiedsspruch über die streitigen Fragen de« Lohnes, der Arbeitszeit und der Behandlung der Arbeiter zu fällen. Nur das dür. fen wir als notorisch hinstellen, daß zuerst von Seiten der Grubenbesitzer mit Maßregelungen gegen die Arbeiter vorgegangen ist, nur aus dem Grunde, weil dieselben einen Gewerkverein gebildet, und daß selbst, nachdem die Bergleute einige ihnen als anstößig bezeichnete Paragra phen des Statutes des Gewerkvereins in entgegenkommendster Weise verändert, weder die Maßregelungen rückgängig gemacht, noch die anderen Beschwerdcpnnkte der Arbeiter abgestellt wurden. Der Grund, au« welchem wir un» verpflichtet süh- len, selbst für die Waldenburger einzutreten und dte Th.itnahme aller wahrhaft liberalen Männer für diesrl- ben in Anspruch zu nehmen, ist vielmehr lediglich der: daß nunmehr von Seiten der Grubenbesitzer ganz all- gemein ein Ansinnen an die Arbeiter gestellt wird, wel- che« die durch die Verfassung gewährleistete Vereinssrei- heit und das durch die Gewerbeordnung de« norddeutschen Bundes errungene Koalitionsrecht für die watdenburger Bergleute wohl auf ein Menschenalter hinaus vernichten würde. Ehe die Grubenbesitzer nämlich auf eine Erörterung der Beschwerden der Arbeiter eingehen, ja selbst ehe sie den einzelnen feiernden Mann wieder zur Arbeit zulassen wollen, fordern sie die Unterzeichnung des folgenden Reverses von ihm: „Durch meines Namens Unterschrift verpflichte ich mrch, sofort au« dem Gewerkverein der deutschen Berg- Arberter auszuscheiden, anch keinem Verein, welcher obige Ziele verfolgt, wie das nämliche Statut des Äe- Werlvereins kennzeichnet für die Folge beizutreten oder Beiträge zu obiger Vereinskasse zu entrichten; ich nn- terwerfe mich, wenn ich dieses Versprechen nicht halten sollte, der Strafe sosortiger Entlassung aus der Werk- arbeit." Ein Ansinnen, welche« die nach Waldenburg entsen- deten Ministerialräthe bekanntlich ausdrücklich in ihrer Bekanntmachung vom 12. Dezember al« ein„völlig ge- rechtfertigte»" hrngestellt haben. Wir meinen nun, daß e« wahrlich nicht wohlgethan, Oneoing 8 Uittlo-Hovport-Ltreot, l-eieostor-Zguare. W. C. London. ■«»-•-wai-asTi derartige Verheißungen, wie die Koalitionsfreiheit der Arbeiter in die Gesetze zu schreiben, sie hinterher aber durch die Maßnahmen der Behörden und die Wucht der thalsächlichen Verhältnisse zu todten Buchstaben zu machen Das hieße eine sociale Heuchelei etabliren, die schlimmer und ausreizender wäre, als die Fortdauer des alten, unverhüllterr polizeilichen Absolutismus. Und doch müßte die« die Folge sein, wenn die Bergleute jetzt solche Reverse unterschreiben würden. Vereinsfreiheit und Koa litionsrecht wären damit für den waldenburger Bezirk ausgehoben und eine Art faktischer Belagerungszustand für eine Reihe von Jahren dort proklamirt. Indem daher die Waldenburger Bergleute durch das Verweigern ihrer Unterschrift jetzt thatsächlich für Rechte und Freiheiten eintreten, welche die liberalen Parteien stets als nothwendige und Helllame gefordert habe», indem sie sich weder durch Einschüchterungen, noch durch Entbehrungen bestimmen laffrn, ihre politische Freiheit vreiSzugeben, erweisen sie sich al« Männer, welche der Unterstützung der große» liberalen Partei nicht entbehren dürfen. Für uns Alle aber gilt es hier zu zeigen, daß aus dem deutschen Boden kein Raum für einen Klas senkampf, daß vielmehr der Arbeiter auch des Schutzes und der Theilnahme Aller gewärtig fein kann, sobald c« sich, wie hier nicht mehr um einen Streit um Arbeitsbedin gungcn im einzelnen Falle handelt, sondern seine poli- titche und sociale Gleichberechtigung angetastet wird. Wir bitten deshalb um rasche und reichliche Gaben, welche wir in Gemeinschaft mit dem Centralrath der deutschen Gewerkvereine verwenden werden. Jeder Thaler, der un« zufließt, wird nicht nur Roth und Drangsal lindern, sondern anch eine wirksame Waffe sein, ben Srnn de« TheileS der dortigen Bevölkerung umzustimmen, welcher jene ungerechte Forderung gegen die Arbeiter erHobe» hat. Beeilen wir uns, jenem Be zirke den socialen Frieden wiederzugeben und da mit denselben dauernd für unser ganzes Vaterland zu verbürgen, al» die sicherste Grundlage seiner fteiheitticheu, seiner nationalen Entwickelung!— Jeder der Unterzeichneten, sowie die Redaktion der Volks-Zeitung ist zur Annahme von Beiträgen gern bereit. Berlin, 23. Decbr. 1869. I>r. Bicker-Dortmund. Stadtverordneter Berlin. Stadt- verordneter S. Bernhardt. Stadtverordneter Buwelle. Ed. Dobert, Gutsbesitzer. Franz Duncker. Dr. Ebeity. Dr. Max Hirsch. Stadtverordneter Dr. Göschen. Stadt- verordneter Grunzte. Dr. Hoppe. Stadtverordneter Hllbuer. Dr. Johann Jacoby. G. Kerst, Geh. Ober-Re- gierungsrath a. D. Dr. Langerhans. v. d. Le.den, Haupt- mann a. D. Stadtverordneter W. Leddrhn. Loebe- Catbe. Stadtverordneter Ludwig Loewe. Stadtverord> neter Mattern. Stadtverordneter L. May. Stadtver- ordneter Obst. Ludolf Parifins- Gardelegen. Stadt». Romstädt. Stadtverordneter Rüthnick. Stadtralh H. Runge. Schulze-Delitzsch. Redakteur H. Steinitz Stadt- verordneter Dr. Stört. Fabrikant A. G. Willmann«. P.ofcssor. Dr. Virchow. So der Aufruf ver Koryphäen der Bourgeois Parteien. Metten die Herren wirklich nicht, daß sie sich selbst ihr Unheil sprechen?„Sociale Heuchelei", nennen sie es, wenn Arbeitgeber die „Freiheit der Entschließung" dahin vetsteben, daß sie sich entschließen, nur Arbeiter anzunehmen, die keinem Verein angehören; aber ist das nicht ganz dasselbe, als wenn Fabrikanten nur Arbeiter an- nehmen, die sich einer schmachvollen Fabrikordnung unterwerfen, die sich für einen Hungerlohn abschin- den, während den größten Theil des ArbeitSer- trags der Fabrikant selbst einsäckelt. Ist tas die r-chlige Freiheit, oder ist das. ist die ganze Bour- geoisökonomie auch eine„sociale Heuchelei". Wir vaben daS letzteie schon lange verkündet! Gesteht Ihr es jetzt auch ein Ihr Fortschrittsmänner? Oder wollt Ihr nur die Arbeiter verwirren und durch neue Trugschlüsse dieS wegleugnen?— Es scheint fast so, denn wieder beißt eS:„Es ist auf deutschem Boden kein Klassenkampf", obgleich eS bernach wieder he ßt, daß dem Waldenburger Bezirk fem socialer Frieden wiedergegeben werden soll. Jetzt also ist socialer Krieg dort, daS gesteht ibr ein! Nun wenn socialer Krieg, wenn der Klassenkampf da ist, wenn er ber.chtigt ist, sobald die Fabitk nten die Arbeiter zu eine»! Verzicht auf ein politisches Recht bewegen wollen, dann ist er. auch berechtigt, wenn die Ehie und der Arbeitsertrag der Arbeiter angegriffen werden. Dann ist der Klassenkampf überhaupt sortdauernd da und berecht gt. Da« ist eine so einfache Schluß- solgerung aus der obigen Erklärung der Fortschritts- männer, daß sie sich von nun an bei jedem An- anff auf dte Soctal-Demokraten, die den gerechten Klassenkampf der Arbeiter führen, zu Lügnern machen werden. Wir haben bereits erwähnt, daß das Vor- gehen der Herren Schulze und Genossen, welches wir im Vorstehenden gekennzeichnet haben, ihr eigenes Prinzip der Bourgeoisökonomie Lügen st aft und daß die eigentliche Capitalistenklasse nichts davon wissen will. Zu ihrem Organ giebt sich die„Nalionalztg." her. Sie schreibt gegen Schulze: Uebcr die Sachlage hat Herr Schulze-Delitzsch, von dem votkswirthschastlichen Verein zu Nürnberg befragt, seine Ansichten ausgesprochen in einem Briefe, tvelche» wir gestern vollständig wiedergegeben haben. Die Meinung des hochverdienten Mannes in einer Angelegenheit, welche den großartigen Bestrebungen sei« nes Lebens so nahe verwandt ist, verdient unzweiselhast volle Ausmerksamkeit. Wie nicht anders zu erwarten, bestrebt sich der Brief in gehaltvoller Weise die gesammte Lage zu umfassen und der würdige Ton entspricht dem Ernst des Gegenstandes. Wir sind gewohnt, in unsern Grnndanschauungen über die Arbeitersrage mit Herrn Schulze-Delitzsch Ubereinzustimmen, und haben gleich ihm für da» volle Koalitionsrecht gekämpft, bis es durch die gemeinsamen Bemühungen erreicht worden ist. Auch sind wir entschloffen, jetzt und in Zukunft fllr die nn- beeinträchtigte Geltung de« erworbenen Rechtes mit gleichem Eiser einzustehen. Um so mehr bedauern wir, daß wir in einigen wesentlichen Punkten von dem In- halt de« Briefes abweichen müssen, aber die Wichtigkeit der Sache zwingt un«, Widerspruch zu erheben gegen Ansichten, welche von der geraden Linie des gleichen Rechtes sich zu entsernen scheinen und gefährliche Eon- sequenzen befürchten lassen. Herr Schulze erblickt in der Bedingung der Arbeit- geber, daß die Arbeiter aus den Gewertver einen treten, eine Beeinträchtigung der vollen Koalitionssreiheil. Wir finden diesen Ausspruch durch Nicht« begründet. Arbeit- geber wie Arbeiter sind berechtigt, mit allen gesetzlichen Mitteln für dasjenige einzutreten, was sie für ihr bestes Interesse halten. Eme völlig andere Frage ist es, ob die Fordeiung an sich eine gerechte bder nützliche, ob dieselbe nicht vielmehr willkürlich und unzweckmäßig sei; die Koalitionssreiheit giebt aber die Beurtheilung dieser Frage der Einsicht der Betheiligten anhetm. Bei einer audern Gelegenheit haben die Arbeiter versucht, die Ar- beitgeber zu einer förmlichen Uuterwcrsung durch Unterschrift zu zwingen; dieser Versuch war gewiß nicht min- der willkürlich und unzweckmäßig, dennoch haben wir in ihm keine Beeinträchtigung der Koalitionsfreiheit zu erblicken vermocht und Herr Schulze hat den Versuch nicht mißbilligt. Darin gerade besteht das Wesen der Freiheit, daß das letzte Urtheil über ihre zweckmäßige oder zweckwidrige Anwendung lediglich in da» Ermesse» der Beiheiligtcn gestellt wirv. Weshalb sollte ein ein- zelner Geschäftsmann nicht zum Grundsatz sich machen dürfen, daß er kein Mitglied eine« Ge.ve.koereiues in sein Geschäft nehmen wolle? Er wird vielleicht sehr thöricht handeln, aber er verletzt keines Menschen Rechte, weder die geschriebenen noch die moralischen. Wa« der Einzelne, das darf auch ein Berein von Geschäftsniän- ncrn thun; da» ist der Sin» der Koalitionssreiheit, welche wir den Arbeitgebern in gleichem Umfange wie den Arbeitnehmern emgetäiimt haben. Bis jetzt ist noch nicht hinlänglich aufgeklärt, ob die Gewerkvereiue in Waldenburg schädlich oder nützlich gewirkt haben, oder ob sie wirkungslos gewesen find Die Arbeitgeber in Waldenburg scheinen zu glauben, daß die Gewetkoereine ihnen schaden, und deshalb wollen sie diesilben au«- schließen. Sic mögen im Jrrthum befangen sein, aber da« vermeintliche Mittel der Abhülfe steht iynen frei. Der Brief de« Herrn Schulze schließt-mit einem sörm- lichen Appell an die„Beihülsc der übrigeu Gesellschasts- klassen" für die Arbeiter. Wir halten es in keiner Weise gerechtfertigt, daß die gesammte Gesellschaft angerufen wird, mit ihren unüberwindlichen Mitteln einzutreten in einen Streit, welcher zwischen zwei Interessengruppen in geschäftlicher Angelegenheit geführt wird. Wa« ander« wäre die Verbindnug der„übrigen Gesellschaftsklassen", als der organisirte Krieg Aller gegen die Grubenbesitzer in Waldenburg? Die schädlichen Folge» würden weit über den einzelnen Fall hinausgehen, sie würden die na- türliche Entwickelung bediohen, welche Herr Schulze in dem ihm eigenthümlichen Bernsszweige mit so hoher Einsicht befördert. Die Gemeinsamkeit der Interessen regt alle Arbeiter an, für da« Gelingen der Strikes sich zn interessireu; sie leisten Hülfe, erwarten Gcgenhülfe, ziehen Nutzen vom Gelingen und das Mißlingen jedes einzelnen Falles bringt ihnen Nachtheil. Aber welches Recht haben die „übrigen Gesellschaftsklassen" sich einzumtschen? Welchen Nutzen hat die große Entwickelung der socialen Ausgaden, wenn Unbetheiligte in diese in einzelnen Falle das natürliche Verhiiltuiß der Kiäfte verrücken? Wir sprechen nicht von den persönlichen Gefühlen der Theilnahme, weiche sich immer dabin neigen wird, wo die'Roth den Lebensunterhalt bedroht. Denn wären die Arbeiter noch so sehr im Unrecht, die Roth, welche die Arbeitseinstel- lnng im Gesolßc hat, muß gemi dert werden. Jeder Nothstand verpflichtet die ganze Gesellschaft, gleichviel in B>�'! welche Ursache ihn erzeugt hat. Aber gänzlich verschie den hiervon ist die Ausrüstung der Arbeiter zur Fort setzung de« Widerstandes. Wenn ein Strike in solcher Weise gcnähtt wird, dann ist unendliche Verwirrung die unvermeidliche Folge. Alle Strikes sind beklagenswerth. In England hat man an den häufigen Beispielen den Unsegen bereits erkannt unn man schätzt die Strikes nur noch als die Experimente, welche das richtige Gewicht der Kräfte ermitteln. Mischen sich die„übrigen Gesell' schaftsklassen" ein, so werden die natürlichen Verhältnisse verdunkelt, und die unglücklichsten Versuche werden form herausgefordert. Gewiß würde Herr Schulze nicht zum Anrufen der übrigen Gesellschaftsklassen sich entschlossen haben, wenn er nicht auf der Voraussetzung fortgebaut hätte, daß die Arbeitgeber in Waldenburg die Arbeiter in ihrer vollen Koalitionsfreiheit beschränken. Der Schutz der Freiheit und des Rechts ist der ganzen Gesellschaft gemeinsam anvertraut, alle Klassen sind betheiligt, daß keine in ihrem Recht oder iu ihrer Freiheit beeinträchtigt werde. Aber diese Voraussetzung ist nicht vorhanden. Was man auch denken mag über die Rathsamkeil der Bedingung, welche die Arbeitgeber jetzt den Arbeitern stellen, sie überschreitet nicht die Grenzen de« gesetzlichen Rechte« und der Koalitionsfreiheit. Im Verlaufe eines langen und wichtigen SlreiteS wechselt häufig die Fehlerhaftig- keit der Schritte auf der einen und auf der anderen Seite. So lange kein Gesetz verletzt, die Freiheit des Handeln« nicht beeinträchtigt wird, rechtfertigt ein ein- zelner Fehlgriff in den Mitteln nicht das Streben, den Beistand aller übrigen Gesellschaftsklassen gegen die eine der beiden kämpfenden Parteien auzurufen. So die„National-Ztg.". Sie vertritt, das muß man zugeben, voll und ganz die liberale Bourgeoisokonomie, wonach man Alle« und Jedes ruhig dem Gesetz des Angebots und der Nach- frage üherlaffen muß. Herr Schulze hat sich dem Blatt zufolge von der Linie des geraden Rechts entfernt und die Bourgeoisökonomie im Stich ge- lassen. Der unglückliche König im socialen Reich hat sich somck sammt den übrigen Arbeiterbeglückern der Bourgeoisie wie den Arbeitern gegenüber in Widersprüchen gefangen und thatsächlich zwischen zwei Stühle gesetzt. Mit ihrem Reich war es gar bald zu Ende! Berkin, 30. December. II. Die Organisation der Capitalisten- k lasse zum Klassenkampf wird immer auf's neue angeregt. Zwar heißt es jedesmal, es geschehe dies für das Wohl der Arbeiter. Aber allnach- gerade wird dieses HumanitätSmäntelchen immer fadenscheiniger, und durch manches Loch erblickt man den wahren Bourgeois. Die„Elbcrfelder Zeitung" bringt folgenden bezeichnenden Aufruf: Mahnung an die deutschen Arbeitgeber. Köln, 25. Dec. Der gesetzlich berechtigte Zusam- menschluß denffcher Arbeiter in Gewerkvereinen, Gewert- schaffen und sonstigen Verbindungen wird mit jedem Tage mehr Thatsache, da die organisirten Arbeitervereine be- reits mehrere hunderttausend Mitglieder in Deuffchland zählen und Krystallisalionspunkte bilden, an welche sich jeder Zeit größere Massen mit Leichtigkeit anschließen können. Die durch diese Organisation unterstützten und durch die Führer der Vereine geleiteten ArbeitSeinstellun- gen, mögen sie berechtigt sein oder nicht, entziehen der Bolkswirthschaft oft für längere Zeit die Arbeit vieler tausend Menschen und den Arbeitern den entsprechenden Verdienst. Die Arbeitseinstellungen, Strike», schädigen aber auch den Wohlstand des Arbeitgebers und der Na- tioil auf da« höchste, ohne daß dadurch ein für den Ar- beitcr ersprießliche« Resultat erzielt wird, da» nicht auch auf dem friedlichen Wege der Uebereinkunft mit mehr Aussicht auf Bestand und ohne so große allseilige Nach- theile herbeigeführt werden könnte. Der durch die Ar- beitseii.stellungen von den Arbeitern etiva erzwungene Vortheil hat in vielen Fällen nur so lange Bestand, als der Druck der Umstände auf dem Arbeitgeber lastet, und wird bei der durch Gewaltakte herbeigesührteu Verbitte- rnng mit dem Aufhören dieses Drucke« wieder in Frage gestellt sein, wo hingegen die Erfüllung der in vielen Fällen berechtigten, auf Verbesserung der Lage de» Ar- beiter» gerichteten Forderungen, auf dem Sitte, Religion und Tultur weit mehr entsprechenden Wege der Verein- barnng oder der freien schiedsrichterlichen Entscheidung mit größerer Aussicht auf Dauer bewirkt werden kann. „Jede Arbeitseinstellung ist demnach ein sociale« Uebel," welches, da es gesetzlich dem obrigkeitlichen und dem rich- terlichen Urtheile entzogen ist, nur auf dem Wege de» Compromisse» verhindert werden kann. Es erscheint da- her geboten, daß neben der im fortschreitenden Werke begriffenen Organisation der Arbeiter Deutschlands auch eine organisirtc Vereinigung deutscher Arbeit- geber behufs Erhaltung de« Gleichgewichtes der gesellschaftlichen Interessen herbeigeführt werde.— Aufgabe dieser Toalition deutscher Arbeitgeber würde e» aber sein, durch eine gemeinschaftliche, dem Rechte und der Billigkeil entsprechende Regelung der brennen- den Fragen über den Arbeitslohn, die Arbeitszeit, die Sonntagsarbeit zc. den berechtigten Ansprüchen der Ar- beiter gerecht zu werden, beziehungsweise darüber aus dem schiedsrichterlichen Wege Entscheidung herbeizuführen, dahingegen aber auch die Bolkswirthschaft und die Ar- beitgeber gegen unbcrecht'gte Forderungen, Uebergriffe und Vergewaltigungen mit gesammter Kraft energisch zu schützen, ferner aber auch Einrichtungen mit anbahnen zu Helsen, welche geeignet sind, gesunde volkswirthschaftliche Lehren zu verbreiten und Borurtheile zu beseitigen. Die Möglichkeit der Exekutive eines so herbeigeführten schied«- richterlichen Spruche« liegt in dem aufzustellenden Grund- gesetze, daß Arbeiter, die sich dem Spruche nicht fügen, von jeder deutschen Arbeit auszuschlie« ßcn sind und bei renitenten Arbeitgebern die Arbeit»- einstellung al» Zwangsmittel zu dekreliren und zugleich für anderweitige Beschäftigung bezw. Schadloshalmng der dadurch verdienstlo» werdenden Arbeiter zu sorgen ist.— Die Organisation eines solchen Verein» deutscher Arbeitgeber würde in einer Centralstelle und in nach verwandten Geschäftszweigen zu bildenden Fachvereinen, deren Unterabtheiluugen die nach der Oertlichkeit zn errichtenden Bczirksvereine bezw. Ottsvereine sein müssen, bestehen. Eine solche Vereinigung würde wesentlich dazu bei- tragen, die durch das Gesetz sanktionirte Koalition der Arbeiter vor Ausschreitungen mud Mißbräuchen zu be- wahren, weil die vereinigten Arbeiter dann einen guten Ort finden würden, wo sie ihr gute« Wort anbringen könnten, bevor sie zur Passiven Gewalt(?) schreiten, die so leicht bei der durch Strike« erregten Stimmung zur aktiven Gewalt Veranlassung giebt und so Ursachen erzeugt, die event. die Staatsgewalt bewegen kann— im Interesse des öffentlichen Wohles— Gewalt mit Gewalt zu vertreiben, woraus aber die unheilvollsten Folgen für Arbeiter und Arbeitgeber erwachsen könnten; es würde deshalb der angedeutete Zusammenschluß eine für beide Theile gleich segensreiche Jnst-tution mit dem Resultat der freien, ungehemmten Arbeit sein. Es bedarf keiner Erwähnung, daß in der vorgeschlagenen Vereini- gung der deutschen Arbeitgeber auch eine vorzügliche Or- ganisalion zur praktischen Lösung und Verbesserung mau- che» socialen Uebelstandes, wie auch zur Beförderung gemeinschaftlicher Interessen der miteinder in Verband stehenden Vereinigung verwandter Gewerbe und Geschäfts- zweige gefunden werden kann. Wir haben durch Gegenwärtige» zu einer gewiß von Vielen für Arbeiter wie für Arbeilgeber als nützlich und nothwendig anerkannten Vereinigung Anregung geben wollen. Möge die Wichtigkeit und die Tragweite de» vorgeschlagenen Zusamm-nschluff-s von Männern gewür- digt werden, die vermöge ihres Einflüsse« die Ausführung sichern können. Earl Mol ff, Ingenieur. Wir sepen, der edle Wolff hat sehr arbeiter- freundliche Absichten. Obschon der ganze Aufruf von frommen Wünschen für das Wohl der Ar- beiter überfließt,-rgiebt sich doch auS demselben, daß man zum Wohl der Arbeiterklasse jeden Ar- beiter, der sich nicht der Willkür eineS Fabrikan ten fügen will, von aller Arbeit ausschließen, ihn also zum Hungertode verdammen will. Wahr lich, eine schöne Art der Bersöhnung zwischen Ca pital und Arbeit. Die ganzen lächerlichen Phra- sen vertuschen nicht, daß der Fabrikantenvcrein unversöhnlichsten Klassenkampf hervorrufen muß. Rundschau. Berlin, 30. December. Die Roth der besitzlosen Klasse Englands hat in den letzten Jahren in ungeheurem Maße zugenommen. Die Zahl der durch GeschäftSkriscn arbeitslosen und doch arbeitsfähigen Leute äst eine ganz enorme, obschon sie die Zahl der Arbeits- unfähigen weit übertrifft, deren LooS ein noch weit traurigeres ist. Ueber die erste Klasse der Roth- leidendenden fehlen leider umfassende zuverlässige statistische Berichte, die sicher die heutige Produk- lionsweise in ihrcrganzen H hlheit zeigen würden. Was die arbeitsunfähigen Armen betrifft, so ist letzlhin wieder einige Aufklärung erfolgt, durch die daS LooS de: von der heutigen Produktionsweise bereits zu Grunde gerichteten Menschenmasse dar- gelegt wird. Bor einigen Tagen setzte zu London der Präsident deS Armenamtes, der Vorsteher Göschen, einer ans Geistlichen und den Vorstän- den verschiedener philanthropischer Gesellschaften bestehenden Versammlung seinen Plan auseinan- der, wie mittelst Zusammenwirkens der öffentlichen Armenpflege mit den Bestrebungen der Privat- wohlthätigleit der PauperiSmuS in der Hauptstact bekämpft werden sollte. Die von Herrn Göschen beigebrachten Ziffern sprechen gar eindringlich. Seinen Angaben zufolge beträgt die Zahl der Armen, welchen regelmäßige öffentliche Unterstützung zu Theil wird, ungefähr 150,000, welche Zahl mit jedem Winter um 20,000— 40,000 steigt. Diese Zahlen erscheinen noch bedeutungsvoller, wenn man bedenkt, daß die öffentliche Unterstützung sich prinzipiell auf das Allerunentbehrlichste be- schränkt und ebenso eine Berücksichtigung etwaiger Geneigtheit der Armen, durch eigene Arbeit sich UnterhaltSmittel zu erwerben grnndsätzlich ausschließt. DaS Reglement für Unterstützung von HauSarmen verbietet der öffentlichen Wohlthätigkeit, sich mit Leuten zu befassen, die mit ihrer Arbeit irgendwelchen Lohn verdienen, oder mit solchen, die kein gesetzliches Domicil haben. Die 150,(XX biS 180,000 Armen des Herrn Göschen stellen also nur daS Elend einer verhältnißmäßig kleinen Zahl der Nothleidenden dar. Der Präsident des ArmenamteS selbst bemerkt, daß diese Zahl höch- stens 3000 arbeitstangliche Männer in sich begreift; die übrigen Alle sind Weiber, Kinder, Greise und Gebrechliche. Diese Unglücklichen er- halten so elende Unterstützung, daß sie thatsächlich langsam verhungern. Die englischen Arbeiter haben bekanntlich sich stetS mit größter Energie gesträubt, in die Arbeitshäuser(rvorickemses) zu gehen, die schlimmer, wie Gefängnisse sind. Selbst unter den schwierigsten Umständen, während der letzten Bauwwollenkrisis und bei den SlrikeS haben die englischen Arbeiter, so lange eS irgend anging, versucht, durch eigene Anstrengung sich zu erhalten, und nur in der äußersten Roth zur öffentlichen Unterstützung oder zur Mildthätig- keit ihrer Mitbürger ihre Zuflucht genommen. Jetzt behauptet Herr Göschen, daß diese Eigen- schast sich mehr und mehr bei der Arbeiterklasse verliere. Er führt zum Beleg den iu einem Mudiel Ueb distrikt von den Bergleuten gefaßten Beschluß Spiele z pitii'trr iftprottr*it Alf« 11*.+* i rr\' ir Eine politische Hinrichtung in Spanien. Französische Blätter berichten, wie folgt, über die Vorgänge bei den Hinrichtungen gefangener Republikaner in Barcelona: Wie ein ungeheurer Feuerball steigt die Sonne au» den blauen Wassern des mittelländischen Meere» empor Iii dieser Morgenstunde bietet die reizende andalusische Stadt ein Schauspiel, so recht gemacht, einen Künstler zn berauschen. Im Osten schimmert und funkelt Alle», im Westen ist es dem Tage noch nicht vollends gelun- gen, die Dünste der Nacht zu verjagen; die Schatten kämpfen noch mit dem hereinbrechenden Lichte. Die Ebene und der Fuß der Berge sind in violette, unbe- stimmbar milde Farbentöne getaucht, während die schneeigen Spitzen der Alpujarra« die ersten Sonnenseuer zurück- strahlen und in Gletscher, wie geschmolzenes Metall, sich entzünden und flammen, als wollttn sie gleichsam der schlummernden Stadt eine im weißglühenden Gold und Silber glänzende Krone aus das Haupt setzen. Die Stadt erwacht! Die Glocken schwingen sich und wecken das schlafende Echo de» Gebirge». Und doch jit- tett in dem Glockenklangc etwa», das daS Herz zusammenschnürt. Das Er;, langsam und in regelmäßigen Pausen geschlagen, wicdnhallt auf eine klägliche Weise; die Klangwellcn dehnen sich und werden weit hinaus wie ein langgezogenes Wimmern gettagen. Und den- noch kommt Jeder diesem Auftufe nach, Alle verlassen ihre Wohnung, aber nicht zum Hause Gottes lenken sie die Schritte. In der Straße ist eine große Menge versammelt; sie ist aber düster und schweigsam. Ab und zu weicht sie ehrerbietig in Reihen zurück, um den schwarzen Phan- tomen Platz zu machen, deren Leib in eine wallende Kutte gehüllt und deren Kopf mit einer nkedergeschlage- neu Kapuze bedeckt ist, in der zwei Löcher statt der Augen- klaffen. Diese Büßer tragen ein mit Trauer-Attributen geschmückte» Banner, aus dem die Worte:?as y cari- dad(Frieden und christliches Mitleid) gestickt sind. Auf ihrem Wege verneigt sich Alles, und der Aermste Holl einen Obolus hervor, um ihn in ihre Hände gleiten zu lassen. Die Almosensammlwig ist vorüber, die Büßer ent- fernen sich. Einer von ihnen läßt al» einzigen Dank die schauerlichen Worte fallen:„Frieden und christlich« Liebe, Brüder! Betet für die ewige Ruhe desjenigen, der sterben wird." Sterben! Wer aber kann an den Tod glauben, so lange der Himmel blau, die Sonne so glänzend, die Lust so süß ist! Sterben! wenn hier da» Leben so üppig ist, wenn Alles sich in Strahlen badet bis zum Staubkorne hinab, das im hellen Lichte wie Goldflitter glitzert, wenn Alles bi» zum Grashalme hinab da« Jubellied des Lebens, der Grazie und Schönheit singt! Sterben! wenn hier da» Geschöpf da» Leben mit allen Sinnen, durch alle Poren einschlürft; und dennoch vernimmt man au« der Ferne den Ruf der Büßer, die wiederholen:„Frieden und christliche Milde, Brüder! Betet für die Seele desjenigen, der sterben wird!" Vorwärt»! Folgen wir der Menge und lassen wir uns von dem M-nschenstrome tragen, der unablässig wächst, der seine ruhelosen Wogen gegen da» Ende der Stadt wälzt und dort sich an einer Truppen-Abtheilung bricht, die einen plumpen«an um- steht, in dessen Milte sich eiu Psahl eigeuthümlichen und finstercu Ansehen» erhebt. Dieser Bau ist das Schaffst,' dieser Pfahl ist der gemeine Würgstock oder Galgen. Frieden und christliches Mitleid, Brüder! Beten wir! Der sterben wird, ist jung und lebensvoll, und in wem- gen Augenblicken soll er durch die schimpfliche Haud de» Henker» seine Seele Gott zurückgebeu. Beten wir! Der sterben wird, ist eines der zahlreichen Opfer, die von Spanien für da« Ungeheuer der Bürgerkriege hingeschlach- let werden. Beten wir! Der sterben wird, hat sich einer Sache hingegeben und geweiht, die er für gerecht hielt, und bald vielleicht wird ihm der Zufall der Rcvolutioncn Recht geben, vielleicht bald wird man seinen Tod össent- lich beweinen, und der Ehrlose von heute wird wahr- schcinlich der Märtyrer von morgen sein. Beten wir! Denn der sterben wird, hat eine Mutter, eine Frau und Kinder... und das Glockengelänte wird immer stär- kcr und da» düstere Summen der Glocken verbreitet sich allüberall, wie da« herzzerreißende Schluchzen, das die Mutter, die Wittwe und die Waisen diese» Lebendig- todlen ausstoßen. Frieden und christliche Milde, Brüder! betet für die ewige Ruhe desjenigen, der sterben wird. Hört ihr! Das Geräusch der Glocken verdoppelt sich. Der Veruriheilte ist seit dreißig Stunden in der Kapelle, und seit dreißig Stunden weiß er, daß jede Hoffnung für ihn verloren; seit dreißig Stunden macht er seinen Todeskampf durch, da der Gedanke nicht von ihm läßt, daß ihn jede verstreichende Minute dem Mattersteige der Angst und Bedräugniß, über den er hinweg muß, näher bringt. Hört ihr! lauscht auf! Die Glocken heben das Tod- teugeläute an. Sie verkünden, daß der Perunheilte seine letzte Messe hört, und daß man über ihn, den Jugend- kräftigen, den Lebensvollen, die Sterbegebete spricht. Die Gesängnißthür öffnet sich, da« Trauergefolge tritt her- aus und lenkt die Schritte gegen den Hinrichtungsplatz. In einem Piguet von Wachen erscheint ein Esel, auf den ein Mann, da» Gesicht gegen die Croupe de« Thiere» gewendet, gesetzt ist. Dieser Mann, dessen Glie- der sorgfältig gefesselt, ist in ein lange» Hemd von schwar- zer Wolle gehüllt, da» noch mehr die Blässe seine» Am- litze» hervorhebt. Dieser Mann ist der Verurtheilte. An beiden Seiten schreiten ein Priester und mehrere Büßer von„Vnz y caridad" einher, die von dem Geiste de« Unglücklichen die Drangsale seine« SchmcrzenSganges abzuwenden suchen. Hinter ihm kommt ein Mann, der sein weite« Ge- wand, sein andalusischer Hut, sein farbige» Beinkleid al» gewöhnlichen Neugierigen kennzeichnen würden, miede nicht alle Welt seine Berührung, und trüge er uicht um seine Hand eine gewisse Anzahl äußerst starker Schlingen g-.schnütt, deren Enden in einen Holzstist von besonderer Form verlaufen; ans der Tasche dieses Manne» hängt zur Hälfte ein weiße» Sacktuch, dessen Zipfel aus eine seltsame Weise geknüpft sind. Dieser Mann ist der Hen- ker; mit dieser Schlinge und mit diesem Sackluche wird er seine» nnheimlichen Amte» walten. Frieden und christliche Liebe, Brüder! Betet für das ewige Heil desjenigen, der sterben wird, denn der Tod ist da, und dennoch strahlt die Soune in all ihrem Glanz-, die Luft ist mild und balsamisch, und Alles unter dem schönen Himmel singt die Lobspalmen de» Lebens l Der Zug schwankt weiter, er durchbricht die dichten Wogen der Menge und dringt in den Raum vor, den die im Gevierte gereihten Truppen um den finstern Bau freihalten. Priester und Büßer psalmodiren die Tode»- gebete, die Umstehenden entbloßen das Haupt; dumpfe Drohungen mischen sich in da» Schluchzen, der Verur- theilte ist am Fuße de» Schaffots. Er ist muthig und ruhig, aber sein Antlitz ist von einer fahlen Bläffe, er sucht die Frostschauer seines Leibe» zu beherrschen, doch seine Jugend wehrt sich angstvoll gegen da» hcrran- nahende Nicht«; seine bläulichen Lippen sind halb offen, um den Zuttitt der Luft für seine gepreßten Lnngen zu erleichtern; seine, mit einem breiten schwarzen Ringe umkreisten Augen liegen hohl, sie schweifen unsicheren Blicke» über die Menge, um gleichsam eine Rettung zu erflehen, welche die Vernunft Lügen straft. Nichts, nichts hat auf ihren ängstlichen Angstrus Antwort gegeben, sie schließen sich halb und senken sich zur Erde. Der Verurtheilte wird von seinem Reitthicre gehobeu; ein GerichtSschrciber nähert sich und liest ihm da» Ur- theil vor, da« über ihn den Tod verhängt. Der Un< glückliche lauscht und scheint wie durch einen Traum diese grausame Stimme zu vernehmen, die ihm nur wieder sagt, daß Alle» au« und vorüber, und daß für ihn keine Hoffnung mebr hienieden ist. Er Hütt, und es sinkt sein Haupt allmählig aus seine Brust. Nachdem da» Urtheil gelesen, sucht sich der Verurtheilte mit aller Ansttcngung aufzuraffen; er richtet stolz sein Haupt empor, aber sein einem Verein zu gegenseitiger Unterstützung-„Die Ur unter der Bedingung beizutreten, daß derselbe»rlS ein! Veranlassung gebe zu einer Herabsetzung der Sumsind die welche ihnen durch die öffentliche Wohllhätigkchannuna Pflege gewährt werden dürfte. Daß der Gr�lge de dieser Erscheinung darin zu suchen ist, daß es hersitäter Arbeitern gegenwärtig unmöglich geworden ist, iijne gros Arbeitslosen selbst durchzuschleppen, daß somit söelche di jetzigen Gesellschastsverhältnisse vollkommen unhlsat, die bar sind, liegt auf der Hand. Gleichwohl sch»evollltioi Herr Göschen keine Ahnung von dergleichen inzuschlie haben, denn er schlägt das schwächlichste Pallial»andvolk mittel vor, gegen den Nothstand. Er empfie�en. S nichts weiter als ein„engeres Zusammengeheftation e zwischen der öffentlichen Armenpflege und»lnd von Privatwohlthätigkeit. DieS soll bisher zu Wilkau als regelmäßig und folgerichtig gewesen schände gl E» wird somit jetzt Folgendes vorgefchlagtog. Eon Die Armenpfleger(�uunliallZ) jedes Districherdienen müßten sich mit den Vorständen der verschieveitcvolutioi Wohlthätigkeitsvereine ins Vernehmen setzen;»äre, di müßte eine Liste der von der einen oder andrangen is Seite unterstützten Personen geführt und davuhesondere verhindert werben, daß einem und demselben gläubigen nien gleichzeitig auf dem einen und dem andwelche ai Wege Unterstützungen zufließen. Also daS gak'ollen zu Manöver läuft darauf hinaus, einige professionjiehen, v Bettler unschädlich zu machen, und mit der so Polizei iv wonnenen elenden Summe will man dem,>st im G oben gezeigt, so ungeheuren Elend steuern. L»cn; inde dons Bevölkerung hat seil zehn Jahren um»rwähnen, SeckStel, die Zahl der unterstützten Armen Utende V die Hälfte zugenommen. Und in noch größelten svstei Maße wird demnächst die Armulh steigen. Es lohen Gr der Vorschlag Göschen'S somit ein richtige? Exstnmer m riment der BourgcoiShumanitäl und wird seiuSes-llsch-s Zweck ebensowenig erreichen, wie die ösientlit-volutioi Armenpflege es gegenwärtig thut. Neuere Vcheine." fälle und die dadurch veranlaßtcn Untersuchungtakunin'S haben wieder Unglaubliches anS Licht gefördeltzür uns man möchte fast sagen, die Armenpfleger dieslatrioten, Anstalten haben ihre eigcnthümliche Methode, der die ru PauperiSmuS zu bekämpfen, indem sie dafür srtif unsere gen, daß Niemand, der ihnen unter die Hävleinsames geräth, wieder lebendig davon kommt. Es wurllleS ver constatirt, daß in einem vorlchouse, dem zu PMe Entsö dington, die mit der Abwartung betrauten WeiblertrUmun die Kranken Tage lang ohne Wäsche und Bekltunkte tr« dung ließen und die männlichen Wärter meistettd ein ti betrunken waren. In einem anderen KranktLir erstre Hause wurden die Unglücklichen, die dort verpfltlbinS in- werden sollten, beständig von den Ratten gepla�ie Polen so daß daS Spital allgemein unter dem NawktaateS I „Rattennest" bekannt war. Auf eine Klage dötaatSmäi Aerztc wegen mangelhafter Ventilation gab diesen, ur Bicepräsident deS ArmcnpflegerinstitutS zur Anberal, las wort, die Lüftung wäre ausgezeichnet, denn iben. Di selbst habe von mehreren Kranken gehört, daß flsh verwir vom Zug geschwollene Backen bekommen hätte» e Staate Da ist eS natürlich kein Wunder, wenn die kWe polni men das n-ortckouse so lange als möglich meinn Volte den; im Gefängniß würden sie eS ja unendliäuem Vei viel besser haben. ülfe z. Z In Rußland, welches Land gegenwärtig dein Grunl Uebergang von der Feudal- p: BourgeoiSproduttrfönlic tionSweisc vollzieht, hat sich in den letzten Jahrein m S w viel socialistischer Zündstoff gesammelt. Gegewsere Fer wärtig melden di» Zeitungen die Entdeckung eineßenen Vi socialistischen Verschwörung; doch scheint ziemlst werden ■-? allgem enoiivcnes Auge, in dem sich da» Weiße erweitert hi»tsaltuna wie sein kurze» und zischende« Athemholen vcrrathen di,d@ebn, innere Angst, gegen die er vergeblich ankämpft. Ausdruck dieses jugendlichen Antlitzes, auf dem sich Leb«,'. und Tod eine erbitterte Schlacht liefern, ist so tief, schütternd, daß Seufzer von allen Seiten in der Meuz�ulung losbrechen. Aus der einen Seite durch einen Priesters, als u auf der andern durch einen Büßer gestützt, schreitet döShalb h Verurtheilte die Stufen de» Schaffots hinan und lMre wüns sich auf den verhängnißvollen Armensünderschemmel, dc� p-x, Rücken gegen den Pfahl gelehnt, nieder. Nun näh' sich der Henker, und wie eine ungeheure Spinne u ihren verderblichen Fäden da« in ihr Netz gefallene u> glückliche Insekt umschnürend, nimmt er seine Schlich und wirft sie hastig um die Beine und um den L de» Veruttheilten; er zieht und schnürt so lange, slawisch ndeln mderuiß auSeir chluhakt r" alle Glieder seines Opfer» fest an den Psahl gcfcss»»n'lt wir sind und bis keine Bewegung mehr für diesen MenscheShen, die klumpen möglich ist. jung in Der PrieNer spricht und weist den, der die Erde»er'r; jw. lassen muß, auf den Himmel hin. Der Henker nimmd�" �. da« an den vier Zipfeln geknüpfte Sackluch au» des"',. Tasche, bedeckt damit das Gesicht de» Veruttheilten, le«. f?, ihm um den Hals den schrecklichen Eiscnnng und flamMjlaKin wert ihn fest; der Priester sprcht noch immer; die ver' dem Munde getreten ist; nimmt das Tuch weg und ent',�..- hüllt ein blutunterlaufene», schwarzes, entstelltes, gräß',,' liches Gesicht statt de» Antlitze», da» noch vor wenigen Minuten jung und schön war. I"1'hn Frieden und christliche Barmherzigkeit, Brüder! BeteMkchcn für die ewige Ruhe desjenizeu, der gestorben ist. Den»? bi«? der Tod hat gesiegt, und dennoch strahlt die Sonne i»t> � Und vollem Glänze, die Luft ist rein und balsamisch, undpaßes h- Alle» unter dem schönen Himmel von Andalusien singffjchtet: da« hohe Lied de» Leben«. cllamak Da» verfluchte Werk ist vollzogen; der Henker ver- läßt das Schaffst, die Truppen rücken ab, und dws'" Leichnam de« unglücklichen Gerichteten bleibt für die>>»Nven öffentliche Neugier ausgestellt, bis die von dem Urtheil>,wal festgesetzte Frist verstrichen ist. Tann läßt die Behörde ionaler die Leiche von dem entehrenden Pfahl losbinden un» m u S liefert sie den Büßern von Uar y caridad aus, die f'pe[({, feine christliche Beerdigung die Almosen verwenden, die, sie von dem öffentlichen Mitleid erhalten haben., Die Gerechtigkeit der Menschen ist befriedigt; no«. bleibt aber mit der göttlichen zu rechten, welche vielleichl «ine» Tages Abrechnung mit denen halten wird, die us über da» Leben von ihresgleichen verfügen. n Mildiel Uebertreibung dir russischen Polizei dabei im chlußSpiele zu sein. Es beuchtet die„Mg. Ztg.": zung i�Die Urheber dieser Conspiration, welche richtiger selbe q»lS ein Versuch zur Ausreizung zu bezeichnen ist, : Sumsind die in der Schweiz in selbstgewählter Ver« jätigkezannung lebenden russischen Socialisten. In w Gri�olge des neuen DisciplinargesetzeS siir die Uni- rß es �ersitäten in Rußland soll unter den Studirenden n ist, iijne große Mißstimmung und Ausregung herrschen, somit deiche den Schweizern eine Veranlasiung.zegeben n unhizat, die akademische Jugend aufzusordcrn, sich den chl schycvolutionären Bestrebungen der Socialisten-Partei eichen mzuschließen, uud in Folge desien unter dem Palliat»andvolk Propaganda für die Empörung zu ma- empfichen. Sie haben zu diesem Zweck eine Procla» lengehetzwtion erlasien, die von Bakunin unterzeichnet ist, und>tnd von der mehrere Exemplare sowohl in Mos- zu wekau als in Kiew und Charkow der Polizei in die !u sehände gefallen sind. Die Regierung legt auf diese eschlagiog. Conspiration ein größeres Gewicht als sie Districherdienen würde, wenn man nicht gleichzeitig einer schiedesrevolutionären Agitation auf die Spur gekommen etzen; väre, die ebenfalls von den Socialisten ausge- : anbelangen ist, und den Zweck hat, das Landvolk, inS- 5 davubesondere die sogenannten Starowierzen(die Alt- -Iben gläubigen), zu einer Masienerhebung aufzuwiegeln, n andwelche am 17. Februar k. I. erfolgen soll. Es >aS gaiollcn zu diesem Ende Emissäre im Lande umher- ssessioichiehen, von denen angeblich schon mehrere der >cr so Polizei in die Hände gefallen sind. Der Bericht dem,>st im Ganzen noch ziemlich unklar und verwor- cn. Lsen; indessen wollen wir doch des Schlusses noch l um trwähnen, welcher dahin lautet: daß die zuneh- rmen säende Verarmung der Landbevölkerung dieselbe größeren systematisch betriebenen Aufwiegelungen im n. Es sehen Grade zugänglich mache, und baß die sich zes Expnmer mehr regende Befürchtung, die russische ird seiiHescllschast könne leicht rie Beute einer socialen öffentlitcvolution werden, nicht unbegründet er lere Vcheine." Andern Nachrichten zufolge, soll suchungiakunin'S Proclamation, wie folgt, lauten gefördctFür uns Russen und die Mehrzahl der polnischen ger dieskrtriotcn, namentlich die katholische AdelSpartei, Hobe, dir die russische TageSpresse den größten Einfluß :asür seüf unsere Jugend zuschreibt, gicbt eS nur ein ge- >ie HaifteinsameS Gefühl und Ziel: der Haß gegen den Es wurllleS verschlingenden Russischen Staat und der i zu Patste Entschluß mit allen Mitteln die schleunigste en Weibtertrümnierung desselben herbeizuführen. In diesem rd Betltunkte treffen wir zusammen: einen Schritt weiter meistevd ein tiefer Abgrund thut sich zwischen uns auf KrankeLir erstreben die gänzliche Aushebung alles Staat«- ' verpflsbenS in- und außerhalb Rußlands, während sie u gepla�ie Polen) von dem Wiederaufbau des polnischen n Nam�taateS träumen. Die Träume der polnischen Klage dttaatsmänner sind schädlich, denn jedes Staats- gab tiefen, und wäre es noch so demokratisch und zur Aiiiberai, lastet mit Centnerschwere auf dem Volks- denn tbcn. Diese Träume lassen sich aber aucki unmög» , daß itsb verwirklichen, da es Ausgabe der Zukunft ist, i hätte» e Staaten zu zertrümmern, nicht aufzubauen. r die A�ie polnischen Politiker verurtheilen durch ihre glich mei'm Volke verhaßten Träume ihr Vaterland zu unendliäuem Verderben, und sollte eS ihnen mit fremder ülfe z. B. gelingen, den polnischen Staat aus ärtig deln Grundlagen der Adelsprivilegien und des iSproduKrsonlichen und erblichen Grundeigen- n Jahreiu m s wieder aufzubauen, so würden sie insofern Gegewsere Feinde werden, al« sie die Unterdrücker deS ung einHknen Volkes wären. Wird dies der Fall fein, t ziemlst werden wir ihnen den Krieg erklären im Namen - 1 allgemeinen national-n Freiheil und LcbenS» .eitert h�tfaltung. Bis dahin sind wir echte Freunde «k btnn'hre Sache, den Sturz des "sich Leber CzarenlhumS, ist vor Allem auch die o tief s�rige. Leiber fassen die polnischen Patrioten die er Mengsbeutung der russischen Bewegung nicht besser Priesters, als unsere knechtisch gesinnte Journalistik, und , reitet d«halb haben sie kein Vertrauen zu ihr. ES und länre wünschenswerth, wenn wir uns wenigstens ""''xfc'Z die Dauer deS ersten Aktes der bevorstehenden ai'iine«n�ischen Tragödie zu einem gemeinschaftlichen illene„«'?n6dn. d?igen könnten. Es würde die« kein ©chlintd"*5""'� s"n, während der drei weiteren Akte feind- den gK auseinander zu gehen, um uns endlich beim mge, als Brüder wieder zusammen zu finden." r zcfri�� ww von einigen verwirrten Ausdrücken ab- N-njcheifyen, d>e offenbar durch Fehler bei der Ueber- (5 v f, �«utsche entstanden sind, wie z. B. nimv«»." � Staaten" gefordert wird, aus dc�h"�.* offenbar nur„Vernichtung lten, Uif. rtt?.ID.nit v fi m n" weint, so ist es sehr ud klamahrscheinlich, daß Baknnin der Urheber dieser die ver�oklamation ist. Ihr Zweck ist eine Warnung Hals d-sr den Bestrebungen der polnischen Adelspartei 1 LebenS'd Aufforderung der freisinnigen Russen und «ne gemeinsame social-demokratische Partei bilden. Bakunin widerlegt durch di-7 entschie und endk! Ergehen gegen die russische Reaklion schla- s. aräü'.."'""de Verdächtigung, welche die deutsche weuigev i. B. die Berliner„Zukunft" u. s. w.. 'h" geschleudert haben, nämlich, daß er dem rl Betc�'chen Czarenthum diene. Das gleiche beweist t. Denis�" VerschwörungSriecherei der russischen Po- ',�»n?aite?K».�" dieser ergebenen Presse DeS i-n singl-jchtet: baLb�»Kreuz, tg." nKimatinn""" don der Polizei saisirten ausali�h�" b" zahlreichen relegirten r"d m ä ubVblrt' l'ch den in den Wäldern sür°i-'s'"d-n Rauberbanden anzuschließen, welch- Urth-...wahren Repräsentanten des'russt sch Behörde ionalen LebenS und des rnitik�..» Das Concil zu Rom wird allem Anschein nach zu einer so schroffen Stellung des katholischen Clerus führen, wie sie kaum je im Mittelalter dagewesen ist. Eine Bulle des Papstes, welche jetzt zu Rom veröffentlicht ist, excommunicirt förm- lich alle Well. Der erste Theil derselben belegt nämlich mit dem Bannfluche: 1) Dir Apostaten und Ketzer, einerlei, welche sie sind, d. h. die Milliarde Menschen, die aus Erden exi> stiren, die ISO Millionen Katholiken ausgenommen(die Ketzer kommen nach der Anschauung der katholischen Kirche so ivie so in die Hölle, wahrscheinlich wird dieser Bannflncb eine BersS ärsung der Höllenqualen zur Folge haben); 2) diejenigen, welche Bücher von Apostaten, Ketzern und irgend einem Autor lesen, die von dem In- dex verboten sind, diejenigen, welche sie aufbewahren, drucken oder vertheidigeu; 3) die Schismatiker uud alle diejenigen, welche sich dem Gehorsam des heiligen Vaters entziehen; 4) diejenigen, welche gegen den Papst an ein zukünftiges Eoncil Berusung einlegen, deren Rath- gebet und Helfershelscr; 5) diejenigen, welche die Mit- glieder der katholischen Hierarchie, die Legaten des heili- gen Stuhles, die Nuncien verfolgen und sie aus ihren Territorien, Domänen zc. ausstoßen; 6) diejenigen, welche direct oder indirect die Ausübung der geistlichen Ge- richtsbarkeit verhindern und ihre Beamten unter die weltliche Gewalt stellen; 7) diejenigen, welche die welt- lichen Richter direct oder indirect zwingen, geistliche Personen vor ihre Gerichte zu berufen; 8) die- jenigen, welche ihre Zuflucht zur weltlichen Macht neh- men, um die Briefe oder andere Documente zu entkräs- ten, welche von dem heiligen Stuhle, feinen Legaten oder Delegaten ausgehen, diejenigen, welche direct oder indirect deren Veröffentlichung und Ausführung verhin- dern, und die, welche bei Gelegenheit dieser Briefe und Documente den heiligen Stuhl, seine Legaten oder De- legalen verfolgen oder bedrohen; 9) alle Fälscher der apostolischen Briefe oder von der Eurie ausgehenden BreveS; 10) diejenigen, welche dem Mitschuldigen an schamloser Sünde, selbst bei herannahendem Tode, die Absolution ertheilen, ohne daß ein anderer Priester die Eonftssion des Sterbenden mitanhören kann; 11) die« jenigen, welche die Gerichtsbarkeit, die GUür, die Renten, welche geistlichen Personen angehören, usurpiren oder sequestriren; 12) diejenigen, welche für sich oder andere die Städte, die Länder, die Orte oder die Rechte, wdlche der römischen Kirche angehören, überfallen, vernichten oder aneignen, oder die, welche sich die höchste Gerichtsbarkeit usurpiren, ver- wirren oder zurückhalten. Nach diesen Verfügungen befinden sich unter dem Bannfluche nicht allein Italien, Frankreich, Oesterreich und Deutschland, sondern vier Fünftel der Katholiken, denn eS giebt keinen Staat, wo nicht die eine oder andere Vorschrift verletzt wäre. Der zweite Theil der Konstitution erneuert alle Exkommuni- kationen, welche das Concil von Trient ausgesprochen hat, und stellt 33 neue Fälle auf, bei welchen dieselbe ausgesprochen werden muß. Den letzteren zufolge trifft der Bannfluch alle die, welche die vom heiligen Stuhle verdammten Antrüge vertheidigen; die, welche Hand an die Geistlichen legen; die, welche sich duelliren, sowie ihre Sekundanten und Mitschuldigen; die, welche den Sekten angehören, die im Geheimen gegen den heiligen Stuhl konspiriren, namentlich die Freimaurer und Car- bonariS; die, welche die Heiligkeit eine« geistlichen Asyls verletzen; die, welche in ein Nonnenkloster eindringen; die Nonnen, welche sich in ein Männerkloster begeben; die, welche mit den Personen verkehren, welche nament- lich vom Papste mit dem Bannfluche belegt worden sind; die, welche besehlen, daß man das kirchliche Leichen- begängniß Ketzern oder mit dem Bannsluche belegten Personen zukommen läßt; diejenigen, welche die Inquisitoren, die Angeber, die Zeugen, die Spione und andere Agenten der heiligen Inquisition beleidigen; die, welche geistliche Güter ankaufen w. Die Schroffheit dieser Bulle ist wirklich un glaublich. Es sind nicht bloS die Beleidiger der Spione der Inquisition u. s. w. vom Bannfluch betroffen, sondern auch jene, welche die geistliche Gerichtsbarkeit abschaffen, also auch die jetzige Regierung Oesterreichs sammt dem bekanntlich strengkatholischen Kaiser. Ueber die so geschickt bewerkstelligte Flucht deS Herrn Härtung berieten die Wiener Blätter jetzt Näheres: Am 22. December früh halb 5 Uhr erschien in der Wohnung der Herren Härtung und Oberwinder eine polizeiliche Commission, welche einen HauSsuchungsbesehl und zugleich einen Ver- haflSbesehl gegen Härtung, den Redacteur der „Volksstimme", als muthmaßlichen Urheber der bekannten Volksansammlung, hatte. Die Commis- sion durchsuchte alle Papiere und forschte nament- lich nach Briefen, durch welche die ganze Organi- sirung dieser Demonstration erwiesen werden sollte; doch ihre Bemühungen waren vergeblich, eS wur- den nur einige unbedeutende Schriftstücke ausge- sunden. Nachdem die Untersuchung etwa eine halbe Stunde gewährt hatte, zeigte Härtung, welcher sich inzwischen angekleidet halle, auf eine zweite im Zimmer befindliche und auf die Hintertreppe des Hauses führende Thür, vor welcher ein Schreib- tisch stand.„Hinter dieser Thür sind auch noch Schriften!" Mit diesen Worten schob er den Tisch bei Seite, öffnete die Thür und— trat hinaus, die Thür hinter sich fest zuschlagend.'Die Polizei-Beamten wollten nacheilen, stürzten aber dabei den Tisch mit der auf demselben stehenden Lampe um und tappten jetzt rathloS im Finstern hin und her. ES entstand nun ein Durcheinander- schreien und Lärmen, daß die übrigen HanS- bewohner entsetzt zusammenliefen. Doch ehe Licht gemacht wurde, war Härtung längst auS dem Hause entwichen. Um 9 Uhr Vormittags wurde vie Haussuchung in der Wohnung Harlungs von Neuem ausgenommen. Dieselbe währte bis 1 Uhr Mittags und blieb abermals erfolglos. Von mehreren socialistischen Arbeitern WienS ist ein Aufruf erlassen worden, der, wie folgt, beginnt: „An die Arbeiter WienS! Brüder! Eure Kund- gebung vom 13. d. hat die Regierungsgewalt ver- anlaßt, eine Untersuchung gegen diesenigen Eurer 1 Vertrauensmänner einleiten zu lassen, welche als Deputation dem Minister- Präsidenten Grafen Taaffe Eure Wünsche und Forderungen vorlegten. In Folge dessen ist ein Verhaftsbefehl gegen die Betreffenden erlassen, und derselbe auch in der Nacht vom 21. auf den 22. d. ausgeführt wor- den. Wir wundern unS durchaus nicht darüber, daß in Folge dieser Maßnahme eine gewaltige Auflegung sich Eurer bemächtigt hat. Laßt Euch aber darum nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen. Gebt gewissen Parteien nicht Anlaß, im Kampfe gegen Euch das zu erreichen, was sie im Kampfe gegen die äußeren Feinde bis jetzt niemals erreichen konnten. Die Gefühle, welche Euere Herzen pochen machen, dürfen Euch jetzt nur dazu antreiben, fester und inniger zusammen- zustehen, um die Principien der Partei, welcher Ihr angehört, in immer weitere Kreise zu tragen. Verharret daher ruhig wie bisher auf dem Boden des Gesetzes, die Zeit wird kommen, wo die Ideen, deren Vorkämpfer Ihr seid, zum Siege gelangen müssen." Im weiteren Verlauf deS Ausrufs wird mitgetheilt, daß Maßregeln getroffen seien, um das durch den Haftbefehl gegen Härtung resp. seine Flucht erfolgte Eingehen der von ihm bislang herausgegebenen Zeitung zu verhindern. vereills-CheU. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Verein.) * Nach einer Mittheilung des VereinSkassirers, Herr« W. Hase nele ver, sind ihren Verpflichtungen gegen die VereinSkasse für den Monat November nachträglich nachgekommen: Osterode, Burgstädt, Mülheim a. M., Görlitz, Limburg a. d. Lahn, Auerbach, Heusenstamm, Hückeswagen, Meerane, Solingen, Pinneberg, Freiburg, Peine, Mühltroff, Wald und Meißen. Eine Abrechnung hat eingesandt: Schloß-Chemnitz. Würzburg, 22. December.(Maßregelung.) Das Capital sucht uns aller Ort» so viel wie möglich niederzuhalten. Ein Exempel ist wieder an unserm Freund Schenk staluftt worden; demselben wurde am Samstag 1 Fl. vom Lohn abgezogen; er blieb trotzdem um der Partei noch länger hier nützlich sein zu können. Man hatte geglaubt wegen diesen Abzugs würde er von selbst gehen; als daher Schenk am Montag wieder znr Arbeit kam, erklärte ihm sein Principal:„Ich kann Sie nicht mehr gebrauchen; wenn Sie bei mir bleiben wollen, so erklären Sie Ihren Austritt aus dem Allg. deutsch. Arb.-Verein öffentlich in den Blättern. Hierzu haben Sie eine Stunde Bedenkzeit." Schenk antwortete: „Bedenkzeit ist unnütz; so etwas werde ich niemals thun. Nachdem ihm noch mancherlei Vorstellungen gemacht waren und alles nicht» half, wurde Schenk nach vier- jähriger Ausbeutung als„AufHetzer" entlassen. Ich ging selbst hin und sprach mit dem humanen Herrn, auch mir ivnrde dieselbe Auskunft zu Theil. Arbeiter seht, über- all ist dasselbe Loos, die gleiche Verfolgung, dasselbe Elend Euer; tretet deshalb zusammen und rnst mit uns Nicht zählen wir den Feind, Nicht die'Gefahren all; Der kühnen Bahn nur solzen wir, Die uns geführt Lasalle!' Ich ersuche noch alle Bevollmächtigten, unsern Freund Schenk, der keine Arbeit hier erhält und auf die Reise muß, ordentlich bei der Agitation zu unterstützen. Er ist ein treuer Kämpfer. Da derselbe Lakirer ist, bitte ich schließlich alle Collcgen, wenn ihm bis Neujahr irgend wo Arbeit nachgewiesen werden kann, dies bei inir sofort anzumelden. Mit Geuß und Handschlag A. Wüchner, Produktenladen, Augustinergaffe. Grcfcld, 24. Dec.(Fest.) Den 19. Dec. feierten die hiesigen Mitglieder ihr erstes Arbeitecsest. Dasselbe verlies in schönster Weise, so daß alle Welt erklärte: Ein solches Fest sei seit Jahrzehnten nicht gefeiert wor den. Unsere Mitglieder hatten Alle» aufgeboten, um den Theilnehmenden einen genußreichen Abend zu bereiten. Al« Gäste waren erschienen Herr Fr ick au» Barmen und seine Schwester; serner eine große Anzahl von Par teigcnoffcn aus Uerdingen und St. Tönis, sowie das Mitglied Bock aus München-Gladbach. Im Verlauf des Festes wechselten Conzert und Theateraufsührnngen ab, unter anderm rief„Ein Schlingel" und„Die Blnt- räche" den größten Enthusiasmus hervor. Die Festreden wurden von Frick aus Barmen und Unterzeichnetem gehalten. Lebende Bilder wurden gleichfalls vorgeführt. Zum Schluß ertönte die Marseillaise. Der Ball wurde natürlich von der social-demokratischen Damenwelt freu diz begrüßt. Der ungetrübte Verlans des Festes hat dazu beigerragen, daS Band der Brüderlichkeit fester und inniger um die hiesige Arbeiterbevölkerung zu schlingen, überall wird der Wunsch nach Erneuerung desselben. Die Crefeldcr stehen fest und werden die Einigkeit nie untergraben lassen. Die Arbeiter haben erkannt nnd werden immer noch mehr erkennen, daß festes Zusammen halten, einmllthiges Vorgehen, die Grundpfeiler aller Be freiungsbestrebnngeu sind. Im Austrage der hiesigen Mitglieder W. Wolfs. Lorenzhausen, 20. Dec.(Allgemeiner Be richt.) Herr Kühl ans Langerseld hatte eine kleine Agitationsreise nach hier und Kammcrsorsterhöh ge macht. Wir holten ihn Sonnabend den 18. d. vom Bahnhos in Lennep ab. Unter strömendem Regen kamen wir nach Lorcnzhausen, wo sich trotz de« Regen« viele Parteigenossen eingefunden hatten. Die Tagesordnung betraf den Allg. deutsch. Arb.-Verein und die Gewerk schaffen. Unterzeichneter wurde Vorsitzender, Herr Marr, Bevollmächtigter zu Spiechern, Stellvertreter, und Herr Stahlschmidt Schristsührer. Herr Kühl rcserirte nun über den Allg. deutsch. Arb.-Verein, wies»ach, daß das Proletariat nur allein in ihm und durch die Organisation Lassalle's zu der Macht gelangen könne, die ausreiche, die Capitalmacht zu brechen, sowie daß bis zu dieser Entscheidung die Gewerkschaften nnsre Bedrückung in etwa« mildem müßten. Redner besprach dann die Wichtigkeit, die vielleicht die Generalversammlung für Verein und Gewerkschaften hätte. Sodann sprach Herr Marr über die Nolhwendigkeit einer Agitation in hie siger Gegend, sowie Sendung eine» Delcgirten. Unter zeichneter wie« darauf hin, daß man sich der Zuverlässig keit de« Delegirten versichern müsse, forderte die Mit glieder somit ans, ähnlich wie mehrere Orte beim Eise nacher Congreß zu verfahren, und legte Herrn Carl Julius Kühl, zu dem wir übrigen» volles Vertraue hatten, folgende Punkte vor: 1) Unbedingte» Festhalten au Lassalle's Organisation und Statut. 2) Unbedingte Anerkennung der tufflichen Leitung unseres Präsidenten und Parteiführer. 3) Auffordernng de« Präsidenten, fest die Zügel im Verein wie auch in den Gewerkschaften zu führen. Sodann sprach Unterzeichneter die Hoffnung aus, die Denkschrift von Tölcke werde es möglich machen, zu bringen. Herr Kühl verpflichtete sich nun auf die drei Punkte, die von ihm selbst schon aufgestellt waren; 'chließlich brachte er ein dreimaliges Hoch ans den Allg. deutsch. Arb.-Verein aus. Sonntag den 19. ging es in anhaltendem Regen nach Kammersorsterhöh; hier war der Saal gut besetzt, obschon die junge Mitgliedschaft nach allen Seiten die crasseste Verläumdung auszustehen hatte. Herr Melbeck wurde erster, Breitenbach zweiler Vorsitzender, Herr Kemper Schriftführer. Herr Kühl widerlegte nun alle verbreiteten Verläumdnngen und er- läuterte unser Vereiusstatut in so faßlicher Weise, daß die Begeisterung sür unsere Sache hier tiefe Wurzeln schlugen. Unterzeichneter machte auf die Wahl eine? Delegirten aufmerksam, und sofort erklärten sich die Leute bereit, trotz ihrer schlechten Lage mitzuwirken, um nusern Kühl als Delegirten zu senden. Heu Kühl gab zum Abschied noch die tief in die Herzen dringende Mahnung, daß der Bruder beim Bruder, der Arbeiter beim Mitarbeiter zum Agitator werden müsse. Mit kräftigem Händedruck verabschiedeten wir un» von unserm Kühl am Bahnhof. Hoch die Organisation, hoch Las- alle, hoch Schweitzer! Mit social-demokratischem Gruß Julius Felix. Eschweiler, 28. Dec.(Agitationsbericht.) Die Bewegung in Eschweiler, Düren und Umgegend wird immer großartiger. In verschiedenen Arbeiter- Versammlungen, welche in Eschweiler, Düren, Birkens- darf, D irrwiß, Hasterath u. s. w. stattfanden, woselbst kölsch, Mann und Unterzeichneter sprachen, sind 600 bis 900 neue Mitglieder gewonnen. Die beiden Kreise Eschweiler und Dllren zählen bereit» beinahe 2000 Mit- glieder, und eS steht außer allem Zweifel fest, daß ihre Zahl in kurzer Zeit sich verdoppelt. Ueberall verlangt man von uns, daß wir Versammlungen abhalten; e» herrscht eine Begeisterung, wie inan sie selten antrifft. An Verläumdnngen durch die Zeitungen fehlt e» natür- lich nicht. Man nennt unS z. B. vagabondirende, ar- beitsschene Maulhelden u. f. w. Em Lohnschreiber chreibt z. B.:„Auch ein Rechnenexempel l Wenn sämmt- liche Arbeiter des Kreises so dumm wären, sich wöchent- lich 6 Pf. abtreiben zu lassen, wie viele arbeitsscheue, vagabondirende, maulsechtende Knierieme, Pserdeschneider, Tisserands und sonstige Freibeuter könnten sich davon ein angenehmes Dasein verschaffen?„„Aus anderer Haut ist gut Riemen schneiden!""„„Muhle send zehn Stllhvere!"" Kr. Kadet."— Auch die Polizei beweist uns ihre Freundschaft. Heu Mann stand heute vor dem Polizeigcricht, angeklagt, eine Versammlung uuan« gemeldet abgehalten zu haben; er wurde aber fteigespro- che», da er durch Zeugen da« Gegentheil der Beschuldi- guug bewies. Mit social-demokratischem Gruß F. Obermann, p. Ad. Adam Schäfer, Eschweiler, Landkreis Aachen. Verbands-Thcil. Für den Allgemeinen deutsch. Arbeiterschaft»- Verband. Allgem. deutsche Manufactur- Arbeiterschaft. Berlin, 28. Dec.(Strike.) In duKaunavaS- abrik von Lütke, Oranienstraße 65, ist ein Strike ausgebrochen. Der humane Fabrikant glaubte, die Arbeiter durch Lohnabzug zwingen zn können, im Wintu noch billiger zu arbeiten als bisher. Parteigenossen, wir wenden un« an Euch, um die Strikenden zu unterstützen, da dieselben noch nicht dreizehn Wochen Mitglieder der Gewerkschaft sind; haltet den Zuzug nach dieser Fabrik vor allen Dingen ab. Unsere Parteigenosse» in Schlesien möchte ich bitten, die Fabrikarbeiter des Heun Lllbke in Langenbielau, woselbst die zweite Fabrik de» erwähnten Fabrikanten ist, davon zu benachrichtigen, daß ihre Ber- liner Brüder zum Strike gezwungen sind,«eil ihnen vom Lohn Abzüge gemacht werden sollten, obschon sie schon jetzt kaum existiren konnten. Mögen die Langen- bielauer Maßregeln treffen, um mit ihren Brüdern zu- sammenzugehen, dann kann der Sieg nicht zweifelhast sein. Zuzug nach dieser Fabrik ist in Berlin nicht zn erwarten, weil der Fabrikant die niedrigsten Löhne in der Stadt zahlt. Kameraden, helft diesen Strikenden zum Siege; die Leute sind fest und werden Euch Hülfe wieder zu vergelten wissen. Freiwillige Gaben sind zu senden an Fr. Kronast, Bukowerstr. 4, Hos links eine Treppe. Im Namen der Swike-Kommission mit brü- derlichem Gruß_ Heinrich Renz. Allgem. deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Hamburg, 28. Decbr.(An die Mitglieder.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Delegirte bis jetzt gewählt sind in den Wahlkreisen: 1) Ch. Thei», Hauplkassier, und Bräuer; serner wird auch Hr. Schr ö- der aus Kiel als Delegirter kommen von drei Mitglied- schasten anderer Gewerkschaften mit gewählt. 2) Noch nicht entschieden. 3) Jang(Leipzig). 4) Fengler (Halle). 5) View eg(Bautzen). 6) Noch unentschieden. 7) Bruchmann(Mannheim). 8) Jos. Schneider (Frankfurt a. M.). 9) Grüneberg(München). 10) Unentschieden. Außerdem wird anwesend sein Carl Ranz als Geschäflssührer de« Ausschusses. Die Herren Delegirten werden ersucht, ihre Mitgliedsbücher mitzu- bringen, damit sie sich al» Delegirte legitimiren können, worauf sie dann da» Mandat in Berlin von mir zuge- stellt erhalten. Ferner haben sie sich mit den gedruckten Anträgen der Gewerkschaften zu versehe», da ich keine mehr besitze. Am Werk der Zukunft laßt uns Arbeiter fest und treu bauen. Auf freudiges Wiedersehen in Berlin! F. S. Liebisch. NB. Die eingelaufenen Gelder sür die Gemaßregel- ten werden in nächster Zeit quittirt. Buhle in Cassel auch!_ Allgemeiner deutscher Zimmerer-Verein. Berlin, 20. Dec.(Delegirtenwahl.) In der heutigen geschlossenen Mitgliederversammlung wurden Otto Kapell, August Kapell, Fiu» und Unter« zeichneter zu Deleginen sür die Generalversammlung de» Allg. deutsch. ArbeiterschastSverbandcs und des Allg. deutsch. Zimmererverein» gewählt. Auch wurde eine neue Vorlage zum Statut der Kranken-, Invaliden«, Reise- und Sterbe-Kasse berathen, und wurden die De- legirten beaufttagt, der Generalversammlung die Vorlage zur Annahme zu empfehlen, da wir durch dieselbe eine bedeutende Verbesserung unserer Kranken- sc. Kassen zu erlangen hoffen. Hauptsächlich ist hierin sowohl die Existenz der Kassen, al« auch jeder Ottschast ihren Ber- hällnissen angemessen Rechnung getragen; indem die Beiträge und Unterstützungen progressiv sein sollen. Kameraden allerorts, indem ich Euch diese» zur Kennt- uiß bringe, rufe ich Euch zu: thut, wa» in Euren Kräften steht, und sendet Eure Vertreter zahlreich zur Kraft den Bau, dessen Fundament bereits gelegt ist, weiter aufbauen, nm möglichst bald zum Richtfest zu kommen. Nur durch Einigkeit können wir zu diesem Ziele gelangen. Mit social-demokratischem Gruß G. MertinS, Schriftführer, Egeln, 19. Decbr.(Beitritt.) In der am 12. Dec. stattgefundenen Volksversammlung, sprach der hier anwesende Zimmergesell Lampe aus Halberstadt über die Principien des Allgem deutsch. Arb.'Vereins und über die Wirksamkeit des Allg. deutsch. Zimmerer Vereins. Der Beifall war allseitig. Es folgten noch mehrere Versammlungen und es wurde eine Mitglied- schast de« Allgem. deutsch. Zimmerer-Vcrein» begründet. ES wurden zum Bevollmächtigten Wilhelm Meise, zum Kassirer Wilhelm Leckert, zu Revisoren Friedrich Har dcgen, Gustav Westphal und Andreas Römmert ein stimmig gewählt. Die Bethciligung ist erfreulich und es ist die Zahl der Mitglieder in der kurzen Zeit schon auf 35 gestiegen. Meise. Allgemeiner deutscher Maurer- V-rein. Egeln, 20. Der.!(Beitritt.) In der hier am 18. d. M. stattgefundenen Versammlung der Bauhand- werker, zu welcher Herr Hurlemann aus Halberstadt er- schienen, war Herr W ön ig Vorsitzender, Herr Krämer Stellvertreter und Herr Günther Schriftführer. Herr Hurlemann besprach sodann die Arbeiterbewegung und die Principien des Allgem. deutsch. Arb.-Vereins, sowie die Bestrebungen de« Allgem. deutsch. Maurer-VereinS. Dann forderte derselbe auf, den Vereinen beizutreten. ES traten denn auch sofort 65 Mitglieder bei, und es werden hoffentlich in kurzer Zeit sämmtliche Bauhand- werker von Egeln und Umgegend sich daran betheiligen. Mit Gruß W. Goße. Allg. deutsche vereinigte Metallarbeiterschaft Gütterlitz, 23. Dec.(Zur Beachtung.) Ich warne hiermit sämmtliche Maschinenbauer und Mechani- ker, bei Herrn Louis Bechstein in Gütterlitz bei Auma in Thüringen Engagement zu nehmen, ohne vor- her die Statuten geprüft zu haben. Dieselben sind der- art, daß, als sie unS heute auf gesetzwidrige Art oc- trohrt werden sollten, ich mich genöthigt sah, die Werk- stätte zu verlassen, obschon ich sie selbst eingerichtet habe. Mit Brudergruß und Handschlag H. Waeger au« Nürnberg, Münzgasse 1453. Allgemeiner deutscher Schuhmacher- Verein. Berlin, 22. Dec. 1869.(Zur Beachtung.) Kollegen, da demnächst unsere Generalversammlung in Berlin stattfindet, so ersuche ich Euch, doch dafür zu sorgen, daß die Gelder riebst Abrechnungen bis dahin pünktlich cingesandr werden. Auch die Mitgliedschaften, welche noch im Rückstände sind, haben darauf zu achten, daß sie ihren Verpflichtungen gegen die Hauptkasse sofort nachkommen. Seid alle rege und geht lhat- kräftig in der Bewegung voran. D>e Bevollmächtiglen müssen dafür sorgen, daß der„Social- Demokrat" noch mehr gelesen wird. I- zwei bis drei Mann müssen mindestens das Blatt halten; auch die Schriften Lassalles müßten gelesen werden. Fleißig müßt Ihr nach den Versammlungen gehen, um über Eure Lage klar zu werden. Vereint wollen wir eine Macht bilde»; es gilt unsere elende Lage zu bessern, keiner darf fehlen. Alle müßt Ihr begeistert für unsere heilige Sache ein treten. Mit demokratischem Gruß F. Aurin, Hauptkassirer, Königsgraben 15. Vermlichles. *(Zum Waldenburger Strike.) Wie wir kurz vor Schluß der Redactton hören, hat die Preußische Polizei die von den Slrckenden ausgegebenen Schuld- scheine confiscirt und dieserhalb ein Slrafverfahren eingeleitet. Wieder recht bezeichnend für unsere Zustände! *(Einige St cckbriese.) Das Kaiserlich König- liche Landesgericht zu Wien erläßt folgenden Steckbrief: „Härtung, Hermann, in Äroß-Hehlen in Hannooer im Jahre 1842 geboren, Tischler und Redakteur de« Partciblaite«„Volksstimme", hat sich seiner von dem K. K. Wiener Landesgcncht in Strafsachen, wegen Ver brechens nach s 76 Sl.-G. beschlossenen Berhaslung durch die Flucht entzogen. Derselbe ist mittelgroßer, kräftiger Statur, hat dunkle, große, fast hervortreienbe Augen, braune gewellte Haare, derlei Schnurr- und Knebelbart, und spricht langsam in Norddeutschem Dialekt, sentt gern den Kops nach rückwäns,»m den Kopf ooch zu tragen, hat raschen Gang und trägt in seinem Aus treten ungemein viel Selbstbewußtsen zur Schau. Bei seiner Entweichung war er bekleidet mit semmclfarbigem Ueberzieher und schwarzem öeinkleide. Ist anzuhalten und dem K. K. Landesgerichte in Strafsachen einzu. liefern." Wir unsererseits schlagen dem Gericht nachstehenden Steckbrief vor: „Härtung, Hermann»c., war so gcscheidt, sich seiner von dem K. K. Wiener LandcSgericht in Sirassachen beschlossenen Verhaftung zu entziehen. Derselbe ist mittel- großer, kräftiger Statur, was auf beabsichtigte Gewalt- thältgkeileo hindeutet— dunkle, große, fast hervortre- tende Augen, die ihm über den Zustand de« österreichischen Ministeriums und das K. K. Landesgericht zu Wien übergehen— braune, gewellte Haare, die er fortwährend unwillig schüttelt— derlei Schnurr- und Knebelbart, was auf vollständige Verwilderung deutet— spricht lang- sam in Norddeutschem Dialekt, was ihn als Biomark'- schen Agenten kennzeichnet— senkt gern den Kops nach rückwärts, um den Kops hoch zu tragen, was beweist, daß er zu Allem sähig ist, indem es wenig Menschen gibt, die den Kops zugleich senken und hoch tragen können — hat raschen Gang, was beweist, daß er schnell zum Ziel kommen will— und trägt in seinem Auftreten un- gemein viel Selbstbewußtsein zur Schau, während er doch in Demuth sich vor uns niederwerfen sollte. Bei feiner Entweichung war er bekleidet mit semmelfarbigem Ueberzieher und schwarzem Beinkleide; wir fürchten jedoch, daß er so ge'cheidt war, unterwegs andere Kleider anzu- ziehen. Ist anzuhalten und an die nächsten Social- Demokraten einzuliefern, die ihn mit Jubel empfangen und besten« verpflegen sollen." *(Euriosum.) Der Aerger der Bourgeoisie, ins- besondere der Fortschritts- und Volkspartei, über die Macht und noch mehr über die gefürchlete Disciplin unserer Partei macht sich zuweilen in komischen Wuth- ausbrüchen Lust: So läuft z. B. im Augevblick durch die Bourgeoiszeitungeu folgende Erklärung(zuerst er- schienen im Frankfurter Organ der Börsenjuden, der Sonnemann'schen„Frankfurter Zeitung.") Der von der bürgerlichen Demokratie geleitete aftersocialistische Frank- furter Volkspartei-Verein, der sich, um die Arbeiter irre zu jüyren, den Namen„Social- demokratischer Arbeiter- Verein" beilegt, läßt sich wie folgt vernehmen: Erklärung. „Der social-demokrattsche Arbeiter-Verein zu Frank surt a. M. ersucht alle rechtlich denkenden Zeitungsre daktionen, bei Korrespondenzen, in denen man Skandal scenen in Versammlungen als Gefährdung des Verfamm lungsrechts charakterisirl, ihre betreffenden Korrespondenten zu beaustragen, deu Namen„Lassalleaner", sowie „Lasiallcanische Partei" zu vermeiden, indem diese Scenen von Leuten unter dem Namen Lassalleaner provozirt wer den, welche dabei im Widerspruch mit der Idee und den Prinzipien Lassalle's handeln und daher nicht Anhänger Lassalle's, fondern Schweitzer's sind. Ueberhaupt ist diese« wüste Treiben ohne Beispiel und sehr verwers lich, und steht mit dem hohen sittlichen Ernst, welchen Lassalle als Grundlage der Arbeiterbewegung hinstellt, im grellsten Widerspruch. Die gesammte Presse wird daher ersucht, den Namen Lassalle's nicht mehr mit den Skan- dalfcenen der Schmeitzerianer in Verbindung zu brin gen. Alle rechtlich denkenden Zezjungsn werden um Verbreitung des Obigen ersucht. Der Vorstand des social-demokratischen Arbeiter-BereinS.' Warum nur„wüstes Treiben" und„Skandalsceneu?" Warum werden die Arbeiter nicht gleich wieder„wilde Thiere",„Brüllaffeu",„besoffene Pöbelrotten" u. f. w genannt. Je stärker das Schimpfen der Bourgeoisie ge> gen die Arbeiterpartei, desto erfreulicher für diese. Alle„rechtlich denkenden Zeitungsredaktionen" sird aufgefordert worden, obige Erklärung abzudrucken. Ob schon wir bekanntlich durchaus nicht zu den„rechtlich denkenden" gerechnet werden, sondern als durch und durck „nnrechtlich" gelten, wollen wir uns doch beeilen, auch unsererseits zur Verbreitung dieser vernichtenden Er- kiärung beizutragen. *(Hietzinger Gelder.) Wir bringen in Er> mnerung, daß der Bankier Fränkel die Herren Liebknecht und Bebel dadurch unterstützt, daß er 609 Exemplare ihres Blattes bezieht. Die Thatsache ist unbestritten und unbestreitbar. Wir schimpfen nicht, wir toben nicht— wir stellen sachlich und ruhig eine bezeichnende Thatsache, die keiner Erläuterung bedarf, wiederholt fest. —(Explosion.) In der sürstlich Schwarzenberg'- schen Spir>tus-Brennerei Rabin explodirte, wie Prager Blätter berichte», ein Dampfkessel. Zwanzig Arbeiter wurden verbrüht, von denen acht bereits gestorben sind. Die nächste Nummer unseres Blattes wird deS Neujahrsfestes wegen statt Sonn- abend Abend morgen, Freitag Abend, ausgegebeu. Annoncen. Für Dcrliu. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Berein. Geschlossene Mitgliedcrversaunnlunß Sonntag, den S. Januar, Nachm. 5 Uhr, in Wolter's Lokal, Neues GesellschaslShaus. Tagesordnung: Innere Vereinsangelegenheiten.— Verschiedenes. Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. NB. Die Mitglieder des Allg deutsch. Arbeiterschaft«- Verbandes haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht S. W. Tölcke. Für Därmen. Oeffentliche Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allstrmeilil'n deutschen Arbeirer-Vereins am ersten Neujahrstage, Abends 7 Uhr, ' bei Herrn«ihr. Wilhelmi, PariamentSstroße. Die Besitzer von Listen zum Sammeln für bie De- legirte» werden ersucht, diefelben uiibedingt mitzubringen. Der Bevollmächtigte. Für Hannover. Die Mitgliederversammlung des Allg. deutsch. Arb.- Vereins fällt Sonnabend, den 1. Januar aus. Ich bitte aber Dienstag, den ck. Januar recht zahlreich zu erscheinen. Auch wird gebeten, die Tannenbaumgewinne bis zum 15. Januar abzuholen in den Miigliererversamm- lungeu am Dienstag und Sonnabend auf der Marien- infel. G. Wilhelm. Für Hamburg. Außerordentliche Mitglied er Versammlung Montag, den». Januar, Abends» Uhr, in Tütge's Salon, Valentiuskamp 41. TageSo rdnu ng: Berathung fämmllicher Anträge zur Generalverfamm- lung. NB. Die Eontroleure werden hiermit augewiesen, nur diejenigen einzulassen, welche richtig prolongirte Kar- ten vorzeigen lönnen.______ Lehd er. Für Elbersetd. Sylvester-Feier der hiesigen Mitglieder der Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins »nd der Gewerkschasten. Freitag, den»«. Decembcr, AbendS Uhr, un Lokale des Herrn A. Hunfcheidt, Friedrichsstraße. Gklang und muslkalische Vorträge. Die Mitglieder genannter Vereine und ihre Damen werden hierzu freundlichst eingeladen. Nichlmitglieder können durch ein Mitglied eingeführt werden. Entrö a Person 21- Sgr. Karten sind zu haben bei A. Hunfcheidt, H. Scharpenack uud E. Klein, Schwanenstr. 59. Da« Fest-Tomite. Für Worms a. Nh. Arbeiterverbrüdcrungs- Fest Sonntag, den«. Januar 18?«, bei Herrn Paul Kerber,„zum schwarzen Adler", Concore und Ball. Ansang 4 Uhr Nachmittags. Alle Parteifreunde sind höflichst hierzu eingeladen. Die Fremden werden an den Bahnhöfen cmpsangen. Die Empsänger tragen rothe Schleijchen im Knopfloch. Es ladet höflichst ein I. A. de« Fest-Comite's: Jean Riehl. Allgemeiner deutscher Arbeiter-BereiAr. Generalversammlung zu Berlin im großen Saale des„Gesellschastshauses" am Cottbuser Thc Mittwoch, den S. Januar 1870, Abends 8 Uhu, Vorfeier. Ansprachen der Delegirten. Conccrt. Donnerstag, den«. Januar, von Vormittags I« Uhr ab: "Geschlossene Sitzung. Freitag, den 7. Januar, von Vormittags�»» Uhr ab: Geschlossene Sitzung. (Wenn nöthig:) Sonnabend, den 8. Januar, von Vormittags»« Uhr ab: Geschlossene Sitzung. Sonnabend, den 8. Januar, Abends 7 Uhr: Große Festlichkeit mit ooltständiger Concert-Mustk. Sonntag, den». Januar, Vormittags»« Uhr: Oeffentliche Sitzung. Tagesordnung: 1) Der Militarismus. 2) Die Gewerbeordnung de« Norddeutschen Bundes. 3) Das Grundeigenlbum. 4) Die Selbstständigkeit der Arbeiterpartei. 5) Die Arbeilseinstellungen. (Wenn nöthig:) Montag, den»«. Januar, Abends 8 Uhr: Oeffentliche Sitzung. (Beendigung der obigen Tagesordnung.) Berlin, den 26. December 1869. Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.-Vereins: Schweitzer. iese Zei !al wöä 'ienstags, Sonn ibonner Numi Deuts Allgkmcitltr dtttlschtr ArbkMchastsvtrbliiid im großen Saale des„Gesellschastshauses", am Cottlmser Thor. Die Generalversammlung beginnt wahrscheinlich Sonnabend, den 8. Januar. Vormi- »» Uhr; unter Umständeu jedoch erst Montag, den»«. Januar, Vormittags I» Uhr. Berlin, den 26. December 1869. Für das Berbandspräsidium: Der Verbandspräsident Schweitzer. Für Derliu. Allg. deutsche ver. Metallarbriterschast. Mitglied erversam mlung Montag, den S. Januar, Abends S'/s Uhr, im Kaisergarien, Alte JakobSstr. 129. Tagesordnung: Besprechung über die gestellten Anträge zur General- Versammlung.— Monatliche Abrechnung. NL. Die Mitglieder werden ersucht, ihr Buch mitzubringen und in Ordnung bringen za lassen, wcpn nicht 4 in Anwendung kommen soll. F. Werthmann, Bevollmächtigter. Versammln«g. Gigarrrnarlieitkr, Sortircr u. Tabalkslpinner, welche zur Allg. Kianken- u. Sterbekasse ihren Beitritt erklärt haben, werden ersucht in Beese'S Lokal, Linien- straßc 44, Sonntag, den S. Januar, Morgen« »O Uhr, zu erscheinen. Tagesordu.: Gründung der Kasse.— Krankenkassen- angelegenbeit. I. A.: Aug. Korn. NB. Ausnahme findet auch in der Ver'ammliing statt Füi Homborg. JUg.Tabak'll.Clgarrenalbtitrr-Wewerkschafl Geschlossene Mitglied er ver sam in lung Sonnabend, den». Jan., Morgens»»' v Uhr, in Tlltge'S kleinem Salon, Valentiuskamp 41. Tagesordnung: 1) Trennung der 1867 gegrllndelen Krankenkasse von der Gewerkschaft, durch den Beschluß der Commission.— 2) Berichterstattung über die weiter vorgenommenen Schritte in dieser Angelegenheit. Wegen der wichtigen Angelegenheiten ist das Erschei- neu sämmtlicher Mitglieder dringend geboten. NL. Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen bei genauer Eontrolle. A. Strathmann. Für Hamburg. Oeffeiltl. Schneiderversammlung, wo.» alle Gewcrksschaftsmitglieder eingeladen find, Sonntag, den». Jan., Morgens präc.»»Uhr. Tagesordnung: 1) Discussion über Verbands- und GewerkschastS- antrage.— 2) Der neue EentralisaiionS-Entwurf aus dem„Soc.-Dem."— 3) Abrechnung des Eomite's für da? Gast- und Krankenhaus. I. A.: F. S. Liebisch." NL. Redner werden ersucht, zu erscheinen!____ Für Darmru. Mitgliederversammlung Allg. deutsch. Manufaktururbeiterfchnst Sonntag, den 9. Januar, Nachm.•* Uhr, beim Wirch Herrn Vieh bahn, Werlherhosstraße. Tagesordnung: 1) Kassen-Abrechnung für das vierte Quartal.— 2) Besprechung über dringende Gegenstände.— 3) Wer Listen im Besitz hat, muß sie abgeben. Es wird gebeten, daß die Mitglieder zeitig erscheinen. Angust HusselS. Allg. Für Altona. deutsch. Schuhmacher-Verein. Versammlung Montag, den». Januar, Abends» Uhr, im Schnhmacher-Amlhause. NB. Ich bitte die Mitglieder, zahlreich zu erscheinen. Alle Briefe und Sendungen an mich sind zu senden Große Schmiedestiaße 26. W. Lilienthal. Für Paris. Die hieslgcii Lajsalleaiier versammeln sich jeden Dienstag Abend: im deutschen Casino(Harmonie) 64, rao dourg Lt. �-lartin. k'au- Mit d hrsadoi gönnen. >ch aboi Die B »stämte, .inerstr. tditeurl Sgr.) ) Unter chischen n Den ie bi ist sich ine Vi ____________ e Gau Die Delegirten[ �"t zu den Generalversammlungen tOtial-: wollen sich bei ihrer Ankunft in Bertin sofort nach dN. W> Neuen vor dem Mittwoch, dem 5. Januar, Vormittags 19 Uhr, ab>u während der Dauer der Generalversammlungen st � während Commissionsmitglieder, erkennbar au rotf� »esellschastSbause" des Herrn Wolhartt» Eottbuser Thore begeben, woselbst Wkrflft Schleifen, anwesend sind, um Auskunft zu geben, so« Quartier- und Legilimations-Billets auSzutheilen. Berlin, 39. December 1369 � Der Vorsitzende der Commission: plZ in C. W. Tölcke e» —-—_ �_ L Jtren Bi Morgen erscheint im Selbstverläge dcS Uii'erzeichnet«��� Der Arbeiterkalende�z des„Social-Demokrat/'»w», Preis 5 Sgr., Dutzend 1 Thlr. 15 Sgr.' m Derselbe enthält außer einem ausführlich.!! Call ,a darium interessanten Lesestoff, unter Anderem mehrt ü ael längere Aufsätze über social-politische Gegeastä de: 1 iu ur 1)„Die Arbeitervehme zu Glasgow", eine auf � 3U M Geriättsakteii begründete Darstellung des SmkeS Partei der Gewalttharen der Glasgower Spinner. sner wm 2)„Lou>s Napoleon in Boulogne", Schilderung gestoßen Boulognrr bonopartistischen Ausstaildesversuchs. stärker 3)„Die Queida-Somnuimiken", eine SchilderiäJa un| der Verhältnisse di-ser in den Vereinigten Staaten exik'« 1 rendeu communistischen Association. er>• 4)„Plärie-Justiz", ein Bild ans dem Treiben lle Ansiedler in den Prärien Nordamerikas. ,u® gew 5„Nach Sibirien verbannt." eine Darstellung»vorange Sch cksa.es der nach Sibirien verbannten politischen Ösi ist iw fangenen.(ht und Ferner enthält der Kalender da« vreußische Vcrei�ene Ii gesetz. da» Bundesgesetz wegen Beschlagnahme de»$ pag n beitslohn« und die sür die Arbeiterklasse wichtigsten<�,1,-.. sttmmnngen der Gewerbeordnung sür den Norddkuts»c>„_,/ Bund. Innere Wie empfehlen den Parteigenossen den erwähl/.".™" Kalender dringend zur Anschassung. da derselbe bei 1�)'e,n- geringen Presse und dem rer'chhallige», echt soei»>istit�°a) w, Inhalt verdient, von jedem Lassalleaner angeschafstf�p�lei werden. srnster, I Berlin, den 80. December 1369. wer Für die Redaktion de»„Soc.-Dem."«tal __________ W. Grüwel, Gitschinerstr. l7Ufn � Für Dcrlin. vir Hab Allg. deutsch. Schuhmacher-Bcreiit'Utit der Oeffentliche Versammlung � Vi Montag, den».Januar, Abend« 8'/-, Ahr" Mittelsir. 57(zur gnten Quelle), im Saale 2Tr. hol Tagesordnung: Vortrag des Unterzeichneten Uber Meister- und& fetten.— Geueralversammlung. Um zahlreiche« Ericheinen bittet Zielowskp.x Für Hamburg.'» der! Dem geehrten Publikum Hamburg« die ergebeij) wert Anzeige, daß ich eine Wirthschaft, Kleines Fleet'�aldeut erössnet habe. Ergebenft Niede, _ I. H. 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