D' � ffu ileaen. (9. B Berlin, Freitag, Ven 28. Januar 1870. Zechster Jahrgang 1 ch >aben,> rotokoÜ! lersa»' ; fmiil» de«'& eltgivta- 04 lOttfMj nähern! jene Z- Demokral. Wen i»1 2,tf Rettung erscheint dret z wöchentlich, und zwar: 'stagS, Donnerstags und Sonnabend» Abends. flrgau der soriat-demokraiischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. N. »nnementS- Preis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1«gr.; bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerprenßischen Postämtern in liter-i�'utschland gleichfalls 16 Sgr.,(56 Kreuzer flldd. Währung.) zersaj- Bestellungen werden auswärt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegenommen. Inserate(in der Expedition auszugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter- Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. aenVSj. resden Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan Mr. A. Duesing 8 Little-Newport-Street, Leicestor-Squai c. W. C. London, 53W n!n,,«fet dem I. Januar hat ein neue? Viertel» rSibounement auf den„Social-Demokrat' orzupnnen. Wir ersuchen diejenigen, welche isuchtl abonniren wollen, dies sofort zu thun. �Mie Bestellungen werden auswärts bei den tämtern, in Berlin bei der Expedition, Git- rer-Äerstr. I?, und bei allen soliden Zeitungs- rsaut>biteuren gemacht.(Preis vierteljährlich ?b«Ggr.) sellschaß !ver des 'Den neuen Abonnenten wird das Blatt -das ganze Quartal, vom l. Januar an, «Händig nachgeliefert. 'Ii PoUttschtr Theil. nnnAf Berlin, 27. Januar. Wer den Schaden hat, braucht für Itiu Spott ni' t;n sorgen, lautet ein gute» "U,„J Sprüchwort, das sich vie Fortschrittler jetzt Ohr schreiben mögen, nachdem ihre Füh- den Waldenburger Strike so gründlich ver- taitunt�� haben. Komisch wäre die Situation im IscMfti sten Grade, wenn nicht die Roth der betröge« Waldenburger Arbeiter, deren Strike die un- „b o«'igen Maßnahm-n des Dr. Max Hirsch zum beachttf-ettern gebracht haben, bitterer Ernst wäre. ilmnv J sehen die Führer der Fortschrittspartei auch Äutrul j und während zu Ende des vorigen keiner derselben etwas dagegen »wenden hatte, daß in pomphasten Aus- nrbc� die Sache der Waldenburger Arbeiter zur i„„g kteisache gemacht wurde, erheben sich jetzt be»dS lS Proteste gegen die„schlechten Rezepte , socialen Quacksalbers", wie der unglück- R�sts! Musterknabe Max recht sreundschasilich seinen Parteigenossen genannt wird. Wie ' irt.dSchnlknabe, der bei einem losen Streich er- H"*".1 ist, jammert jetzt der alte Harkort:„Ich eria�.ces nicht gewesen, der Max ist eS gewesen!" lbene jer altt Fortschrittsmaun hat in der„Hagener . ung" eine Erklärung veröfsentlicht, in der er lv-rl'��� derbsten Worten die strikemachenden Führer nhi.i Fortschrittspartei verdammt, und die Berliner •des, z« lkszeitung" wagt sich nicht anders dagegen zu G. ö'�eidigen, als dadurch, daßsie zur WafsedeS Todl- eigenS greift— recht bezeichnend: Hirsch und vw*---— fr»®4?er tta8enc 8at nicht einmal,"sich den�Capi'. ltften gegenüber zu verlheidigen. wenn man sie » Ir ht. ai.C..' et: „---- f---- o—i->••••——•>" sür die Arbeite, klasie, wenn auch nur egen die Besitzenden Partei ergrissen Die interessante Anklageschrift Harkorts die englischen Gcwerkvereine haben manches Schlimme jj�istct, namentlich durch Forderung gleicher Löhne für 11-----------' �'" lojjjtct, »...-* v---——'u �vuiiw iu» •late und Ungeschickte, durch Beschränkung der Zahl IcDVltnA*____-..'%J- J Cvi��UlllUUÖ uct ieprlinge, durch Bedrohung der Arbeiter, die nichr wottten, die sich bis zum Mord, auf Kommando Ts» �Vorstandes, in Sheffield verstieg. Andererseits er Zanniensie auf dem gesetzlichen Wege, durch Pe- en. onen an da« Parlament: Schutz der Kru- Jin den Fabriken, sowie der Frauenarbeit. H. tut jung der Arbeitszeit u. s. w. Dieiem piele hätten die Waldenburger folgen sollen. Der ..uidenburger Kuappschastsverbaud bot den passenden l»rb» tzlußpunkt für Anträge auf Verbesserungen und Cr- g...druiig. Anstatt dessen hotte mau sich Statuten ans lben"si,, deren Kern die Anerkennung eines fremden >er � tm i»>!.• Itn ist! Die Plötzliche Niederlegung vir Arbeit �"�«�"'�".rner Doktors ,,~-j r----»»»n jistonote: 'j 6000 Arbeitern räth. zu seiern, der muß sür jede» i und 12000 Thaler in Kasse haben, um«rod siir sie ' schafien, die strömen nicht a»S Beiträgen de» Pubti- siir Monate zusammen. DaS Ende vom Siede ea daß das Glück vieler Familien gestört ist, Einige � t" Anderten uud die Mehrzahl die Arbeit wieder auf. Jn muß und der Doktor mit stiller Trommel und die Schuld trägt! Die Lehre ist . Vorgänge zu ziehen, daß der Arbeiter, der zum .7*c Leworden wird,„mit Frau und Kindern berathe tt. tx den---- cSi-lr er den« Frau und Kindern berathe, � sttion habe schließt." Für das Recht der �.»oiqrant lchlretzt." Für da» Recht der slition habe ich seiner Zeit gestimmt, allein auch aul iKesahren ausmerksam emacht bei unüberlegter An r»,«»jung, denn es ist zweischneidig. Solche Demonstra 's— Mn in Masse entfremden die Besitzenden selbst es»,> guten Sache. Tie verschiedenen Vereine von c»� �Uze-Delitzsch sind edlere Früchte de« Fortschrittes ti'bie Gewerkvereine. Unter den socialen Doktoren t1''(jp: e» viele Quacksalber! Trau, schau, wem? rchk So Harkort, die große Forlschrrlssonne! Es „asttTeiler, wie er in Hahnenbüchner Weise seinen KlÜ� Nebensonnen den„Quacksalber",„Berliner und socialen Doktor", der„schlechte Receple" ertheilt, eine„stillt Trommel" und sonstige schöne Dinge mitsammt den berühmten„Musterstatuten" an den Kopf wirft, weil sie sich vermessen haben, den Social-Demokraten in's Handwerk zu pfuschen und auch einmal Strike zu machen. Dem armen Max wird gar bös der Kopf zurecht gesetzt und die knorrigen Schimpfworte werden sein Herz um so tiefer verwunden, als sicherlich der ganze fortschritt- liche Fabrikantentroß, die Stütze der Fortschritts- Partei, sie unterschreiben wird. Aber die liebenS- würdige Weise, in der sich die Größen der Fort- schrittSpartei gegenseitig Grobheiten an den Kops werfen, ist nicht das Wichtigste an jenem Schrei- den HarkortS. Viel bezeichnender ist es sür die Consusion in den Reihen der Fortschritts- Partei, daß in demselben Augenblick, wo Har- kort dem Musterknaben den Vorwurf macht, den Boden der Bourgeoisökonomie verlassen und StrikeS, d. h. den Klassenkampf, erregt zu haben, er selbst erklärt, daß die Waldenburger ans dem Wege der Gesetzgebung die Ein- ührung eines Normalarbeitstages hätten erstreben sollen! Ja, wenn daS Gesetz gebietet, daß die Arbeiter täglich nur eine bestimmte An- zahl Stunden arbeiten sollen, dann brauchen sie nicht durch StrikeS, die oft mißglücken können, dies zu erkämpfen,— freilich, die StrikeS und der Klassenkampf werden durch einen Normal- arbeitstag nicht aus der Welt geschafft. Aber wie steht eS denn nun um die Bourgeoisökono- mie, für die Herr Harkort vie Lanze gegen den Musterknaben gebrochen hat, wie steht eS um die wirlhschasiliche Freiheit, wenn Herr Harkort gesetz- liche Einsühruug eineS NormalarbeitStagS verlangt? Ja, diese sind abgethan! Beide Frak- tionen der Fortschrittsparlei sind auS der Rolle gefallen! Max Hirsch, Duncker, Schulze u. s. w. rühren die Trommel zum Klassenkampf, die dabei allerdings ein Loch bekommt! Harkort, ihr Geg- ner, gerälh aber, vielleicht gegen seinen Willen, unter die Socialisten und eifert für gesetzliche Be- chränkung der Arbeilszeü! Sobald es ernst wird mit dem socialen Kampf, macht die Fortschritts- parte! mit ihren Phrasen Banquerot, daS erg ebi sich auS diesen Thalsachen zweifellos.— Die Nationalliberalen haben sich bei Gelegenheit des Waldenburger StrikeS streng auf dem Standpunki der Bourgeoiaökovomie gehalten und eine Unier- stützung der Arbeiter zurückgewiesen. Sie lrium- phiren deswegen nicht wenig über den gegenwär- tigen Wirrwarr innerhalb der Fortschrittspartei, so bringt z. B. die„National-Zeitung" folgenden triumphirenden Leitartikel: Der Ausgang in Waldenburg. Die Arbritseinstellung in Waldenburg ist jetzt nach einer Dauer von sieben Wochen zu Ende. Der ange- stiftete Schaden ist nicht gering und beläuft sich auf Hunderttaufende von Thalern. Die Arbeiter haben un- terdeffen ihren Lohn eingebüßt, ihre Eifparnisse aufge- zehrt und Schulden gemacht; die Grubenbesitzer haben eine Unterbrechung ihres Betriebes erlitten; den Elsen- bahnen sind Kohtensrachten entgang n, die Kohlen zu gewerblichen und sonstigem Verbrauch sind theurer ge- lvvrden; in den Nachbargegeudeu sind Handel und Ver kehr insgemein beeinträaligt worden. Dabei haben die Feiernden gar nichts in Betr.ss ihrer Arbeitsverhältnisse erreicht, fondern stehen den Besitzern eben so wie vor- her, oder nach ihrem Gefühl wohl noch schlechter als vorher, gegenüber. Schon oft haben ArbeitSeinstellnn. geu in eben dieier kläglichen Weise geendet, die eilige treteneu Nachtheile sind nicht Überrafchend. Was aber die Walsenburger Vorgänge auszeichnet, das ist der eigen thllmliche politische Zusammenhang, in welchem sie er. ichienen. Es ist so gut wie allgemein anerkannt, daß «s sich dabei im Wesentlichen um etwas anderes hau bette, a>» um Streitigkeiten über den Lohn oder dergl. Es ist die« aiiertannt worden sowohl allerseits im Ad geordueteuhanse, wie auch in der Presse; ja sogar in dem Potsdamer Erlaß von Schulze-Delitzsch vom Asten Decem ber war es am gesprochen. ES hieß dort gleich im Eingang: die Bedeutung und der Gegenstand der Arbeitseinstellung liege gegenwärtig nicht in der Forde- rung höheren Lohne» bei ermäßigter Schichtzeit; in die ser Beziehung werde den Ansprüchen der Arbeiter wenig oder nicht« von den Arbeitgebern entgegengesetzt, und man würde sich einigen, sobald die Arbeiter der mibe- dingten Forderung der Letzteren nachgäbeu, zunächst vor allen Dingen an» dem Gewerkverein auszutreten. Mit diesen Worten wurde auch von Seiten der Fortschritts- parte! die Anssassnng aller übrigen Parteien bestätigt, daß e» nicht Lohnstreitigkeiten waren, welche in Waiden- bürg bi« zur Arbeitseiustellnng geführt hatten. Es hau- delte sich vielmehr um die Stellung der Arbeiter in dem neu gestifteten Hirsch-Dnucker'schen Gewerkoercin und es handelte sich darum, ob die Berliner Leiter dieses Ge- Werkvereins da« Recht und die Macht besäßen oder nicht besähen, sich an die Spitze der Arbeiter zu stellen, mit den Bergwerksbesitzern zn unterhandeln und Forderun- gen an sie zu richten. In jenem Aufruf zu Geldsamm- lnngen machten sodann die Leiter der Fortschrittspartei in Berlin die Sache der Hirsch-Dnncker'schen G-werk- vereine zu der ihrigen, und damit thaten diese Herren einen verwegenen Schritt. Sie haben kein Glück dabei gehabt und sie haben rechts und links keinen Beifall geerntet. Die auf ihren Ruf eingehenden Geldgeschenke blieben verhältnißmäßig geringfügig, so daß sie den feiern- den Arbeitern keinen Beistand zu bringen vermochten. Wahrscheinlich um den Arbeitern diese Ohnmacht anzu- zeigen, veranstalteten sie schließlich noch im Abgeordneten- Hause eine Verhandlung, obgleich sich voraussehen ließ, daß dabei die ForlscheitlSpartei sammt Gewerkverein von allen Seilen ernstlich getadelt werden iollrde, wie es denn auch geschah. Und auch innerhalb der Fortschrittspartei selbst war das Vertrauen zu der unteruonimeiien Sache schwach, die Stimmung zaghaft. Die„Bossische Ztg." wagte weder den Ausruf zu unterschreiben noch sich sonst gegen die Arbeitgeber gehen zu lassen; kaum daß sie der Duucker'scheu„Votkszeitnng" die« und jene« entlehnte. Es war ja auch unleugbar und leicht genug wahr- zunehmen, daß die Fortschrittspartei von ihren Führern auf's Glatteis gelockt worden war. Es wurde ihr zugemnihet,„grundsätzlich" die Watdeu- burger Arbeitgeber zu bekämpfen, und zwar nicht blo« mit Grundsätzen, sondern auch mit Geld, viel Geld; und doch zählt die Fortschrittspartei selber gar manchen Ar- beitgeber In ihrer Mitte und möchte ihn nicht gern verlieren, nicht ausstoßen. Da» ist eben ihre Eigen- thümlichkeit, daß sie so viel wie möglich den besitzenbm, gewerbtreibendeii Bürger stand und zugleich auch die Ar- beiter unter ihrem Banner vereinigen möchte, womit sie ach allerdings eine nicht leichte, wenn auch keine uncr- füllbare Ausgabe setzt. Zu dem Endzweck hat sie ihre Gewerkvereine gestiftet: sollen die Arbeiter damit, na- mentlich sür die Kamm erWahlen, gewonnen werden und zugleich die Arbeitgeber sollten diele Ver- eine nicht als Feindseligkeit gegen sich ansehen; aber siehe da! nichts destoweniger wirb eine« Tage« der Gewerkoerein der Bergarbeiter zur Anwendung gebracht in einer den Waldenburger Bergwerksbesitzern niche an- genehmen Richtung Es war ein seltsame» Schauspiel! eö schien eine ungewöhnliche Selbstgefälligkeit und Heber- schätznug der eigenen Kräfte zn fein. Wenn man zu lesen bekam, wie Herr Max Hirsch, ein schlichter Privat- mann in Berlin, anscheinend ganz ernsthast Reden führte, wie die:„ich bin bereit, den Waldenburger Gnidenbe- sitzen» eine goldene Brücke zu bauen"— so faßte man sich unwillkürlich an den Kops und fragte sich: wird hier noch deutsch gesprochen oder ist hier babylonischer Thurm- bau? WaS kann wunderlicher sein, a>» daß Jemand in Berlin nur einen Berein glaubt stiften tu dürsen, und sofort werden ihm nach seiner Meinung seine Mitbürger in den Provinze» nnterthan! Und was da» Drolligste dabei ist, der Hirsch< Dnncker'sche Gewerkverein glaubt diese Macht in seine Hand nehmen, glaubt diese« Schwert schwingen zu können, ohne daß die davon Betroff nen eine Miene verziehen werden. Der desagte Gewerlverein erwartet, von den Arbeitgebern gemüthlich, harmlos aus- gesa.t z» werden; sie sollen ihm glauben, daß er er schienen sei,»mKapital und Arbeil mit einander zu versöhnen; hiergegen bemeikt doch aber die hiesige .Zukunft" vollkonimen richtig, daß die« eine Verdunke lung der thatfüchtichen Verhältnisse und eine Ungereimt. heit sei. Ein Genie, kverein, führt sie aus, ist keine harmlose Friedensgesellschaft, sondern ist eine Waffe zum Kämpf, und die Waldenburger Besitzer hälten die Sache als das aufgefaßt, was sie ist, als einen Kiassenkamps. Und demgemäß hätten sie sich zur Wehre gefetzt und in dem sie von ihren Arbeitern den Austritt au« dem Ge- werkverein forderten, um der Ansrechthattung ihrer ..Herrschaft" willen von dem KoalitionSrecht Gebrauch gemacht; aber keineswegs hätten sie diese« Recht verletzt, wie Schnlze-Delitzsch und die übrigen Führer der Fort- schrittSpartei ihnen vorwarfen. ES handle sich hier ganz offenbar um einen Kampf zwischen den Aldeitnehmern und Arbeitgebern; also könne die Fortschrittspartei, in Betracht der Elemente, aus denen sie selbst besteht, die Sache der schlesijchen Ardeiter wohl schwerlich zu der ihrigen machen. In dem allen hat die„Zukunft" unbestreitbar Recht, und auch i» anderen Lagern ist dasselbe gesagt worden. Man hat den Leichtsinn gerügt, mit dem die Fortschritts- parte! ungerüstet, kampsunsähig uud mit vermessenen Ansprüchen in den Kampf zog. als hätte sie sich den österreichischen Leichtsinn zum Muster genommen, der bei Svlserino und bei Königgrätz zu Falle kam. Aber nicht blo« zn rügen war da», sondern auch zn bedauern. Nachdem die Partei sich ihre Niederlage so mntha-illig zugezogen, fragt e» sich, ob nunmehr inErsllllun gehen wird, wa« Schulze In seinem Potsdamer Erla vorauszusehen glaubte: daß eS nämlich„nur zn einer Stärkung der nngesnndenBewegung im socialistischen Lager beitragen würde",>oenn die Waldenburger Arbeiter den Kürzeren zögen? Zum Siege konnte die Fortschrittspartei diesen Arbeitern doch nicht Helsen, da« war von Hause au« klar, oder leicht zu durchschauen; warum hat sie gleichwohl dieselben in den Kampf getrieben? War e« nicht abermals wie bei dem sogenannten AbrüstnngSantrage, der auch gestellt wurde, obgleich die Urheber seine Verwerfung im Abge- ordnetenhanse ganz bestimmt vorher wußten, und obgleich sie der Meinung waren, die Verwerfung werde in Frank- reich und sonst im Auslände den Kriegsparteien oder Militärsreunden Vorschub leisten? Eben so sind hier die Waldenburgec Arbeiter von der Fortschrittspartei vor- wärt» getrieben und angefeuert worden, obgleich von Ansang an die Meinung dahin ging, die Arbeiter wUr- 6cii doch nicht siegen und die Socialisten würden den Vortheil davon ernte». Ob Letzteres nnn wirklich ge- schehen wird, da» ist in's Ange zu sassen. Es ist wahr, die Fortschrittspartei scheint immer mehr in» Hinter- treffen zn gerathen. Neulich versuchte sie sogar in dem zweiten hiesigen Wahlbezirk den zahlreich anwesenden Schlveitzer'schen Anhängern nicht Stand zn halten und räumte sogleich da« Feld; Herr Johann Jacoby hielt einen Vortrag, mit dem er die zurückgebliebenen Zuhö- rer zu befriedigen hoffte, erhielt aber nur da» Zeugniß, daß er zwar einige socialistische Wahrheiten in sich aus- genommen habe, leider jedoch aus halbem Wege stecken geblieben sei! Die Partei, die er vertritt, die„Volkspar« tei", ist, wie ihre eigene Zeitung sagt, jnng und schwach. Ihre Programme sind weniger durchsichtig, weniger ans etwa» Handgreifliches gerichtet, als die socialistischen, welche lebhafter einleuchten und mehr Anhänger anziehen. Es wird nun nöthig sein, daß die Fortschrittspartei ihre Stellung und ihre übel de« rathenen Gewerkvereine einer ernsthaften Prüfung unterziehe. So die„Nationalzeitung". Wir brauchen wohl kaum daraus aufmerksam zu machen, wie dieser ganz im Sinne der Bourgeoisie gehaltene Artikel, so zu sagen, in jeder Zeile den täglich wachsenden Klassenunterschied zwischen Bourgeotste und Proletariat constalirt. Mit dürren Worten wird ausgesprochen, daß eS durch die bisherigen Mittelchen der Arbeiterbeglückung nicht m-hr mög- lich ist, die Arbeilerklasie länger im Schlepptau zu behalten, daß die ForlschritlSparlei von ihren Führern bei diesen Versuchen aus'S Glatteis ge« lockt ist, und daß troy aller sogenannten Versöh» nungSversnche der Kampf zwischen Bonrgeoiste und Proletariat doch losbrechen und da« Letztere in'S socialisttsche Lager führen wird. Der ForschrittS- parte! und ebenso der Volkspartei wird grimmig der Vorwurf gemacht: in politischer Beziehung entschieden handeln und sich auf die demokratischen Arbeitermassen stützen zu wollen, während in so- cialer Beziehung der Klassenkampf doch nicht zu vertuschen sei. Die Nationalliberalen erstreben somit mit anerkennenSwerther Ofsenheit die Partei« Verhältnisse, welche die Zukunft bringen wi>d; sie fordern zur Bildung der in politischer und socialer Beziehung reaktionären Bourgeoismasse auf, der im Klassenkampf dereinst daS social-demokratische Proletariat gegenüberstehen wird. DaS ist wenig- stenS offen gehandelt, beffer als daS Vertuschen beS Kampfes, welches bisher gang und gebe war. Mögen die Besitzenden sich organisiren, die Eni- e-bten organisiren sich auch! Mögen die Besitzen- den sich zum Kampf rüsten, auch die Enterbten verstehen zn kämpfen! Rundschau. Berlin, 27. Januar. j�j In der gestrigen Sitzung des preußi- schen Abgeordnetenhauses wurde ein Gesetzentwurf angenommen, der den EigenthnmSerwerb unv die Belastung der Grundstücke und Bergwerke in den Gegenden, wo dieselben durch daS alte Landrecht und die Hypothekenordnung vom 20. December 1783 noch bestimmt sind, sehr erleichtert. Viele konservative Abgeordneten und besonders die der Provinz Westfalen sträubten sich sehr gegen die Annahme desselben, weil dadurch daS Capi- tat immer mehr mobilisirt werde. Sämmt- lichen Lanvwirihen wird durch das Gesetz, welche? am 1. Januar 1871 in Kraft treten soll, eine wesentliche vorläufige Erleichterung geschaffen; doch ist diese« nicht der Grund, weshalb wir un« über die Annahme des Entwurfs freuen. Je mehr daS Capital mobil gemacht wird, desto leistungs- fähiger ist daffelbe, und je leistungsfähiger eS wird, desto mächtiger und gewaltiger ist eS. Die Folge der immer gieren Macht aber ist die Concen- tration des Capitals, die Aufhäufung deffelben an immer wenigeren Steilem Die Kluft zwischen Capital und Arbeit ist noch mehr oder weniger ausgefällt durch den kleinen Bärger- und Bauern- stand, der durch die größere Leistungsfähigkeit, durch die größere Macht des CapitalS immer schneller verschwindet; sodann wird die Kluft in ihrer ganzen Tiefe der Menschheit entge�enstarren. Und dann— nun, auf die eine oder die andere Weise wird die Kluft dann vollständig zum Wohle der gesammten Menschheit gefällt werden mästen. Wie wir schon vor Kurzem andeuteten, steht der Schluß des preußischen Landtages in der Mitte des Monats Februar bevor. Der Reichstag des Norddeutschen Bundes wird am 25. Februar feine Sitzungen eröffnen und steht es auch jetzt schon fest, daß das Zollparlamen nach Schluß des Reichstags, wenn auch nur au kurze Zeit, zusammentritt. Der Bundesrath ist am beuligen Tage zusammengetreten zur schleunigen Äerathung der Vorlagen für den Reichstag. Aus Oldenburg wird berichtet, daß die Kautionen, welche von den Verlegern politischer Zeitschriften gestellt worden, auf Anordnung der Regierung zurückgezahlt wurden. Diese hält da- fär, daß die Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes die Beschränkung, welche mit Bestellung von Kautionen dem Preßgewerbe gesetzt worden, aufgehoben habe. Daß in Frankreich die Armee nicht so kaiserlich gesinnt ist, wie man gern glauben machen möchte, dafür zeugt, daß die zur Bewachung der Strikenden nach Creuzot gesandten Truppen mit den Arbeitern vielfach fraternisirten. Man hat 4 Soldaten und drei Arbeiter in Folge dessen verhaftet und wird dieselben wegen Verschwörung vor Gericht stellen. Auch circulirt ein Brief eines „höheren Offiziers", der sich in den schärfsten Ausdrücken gegen den Kommandanten von Paris, Marschall Canrobert, ergeht, weil derselbe vor d?m Begrabnißtage Noirs sich geäußert habe, er würde den Aufruhr durch Niedermetzeln von 40,000 Menschen sehr schnell gedämpft haben. Das sind die wirklichen Vorzeichen einer Umwälzung in Frankreich; wenn das Militär nur zum Theil un- zufrieden mit dem jeweiligen Regime wurde, dann schlug auch die letzte Stunde schon sehr bald. Wichtiger als alle Rochefon'schen Revolutionsartikel ist die einfache Thatsache, daß Soldaten, mit den Arbeitern gemeinsame Sache gemacht. In Belgien beschäftigt gegenwärtig die Wahl- reform alle Vereine und Verbindungen, die mehr oder minder das allgemeine gleich- Wahlrecht an- streben. Die Entschiedensten wollen dastelbe ge- rade zunächst für die Gcmeindewahlen fordern. Man hofft auch, daß die Regierung dem Drucke nicht widerstehen werde und wenigstens ein modi- ficirtes allgemeines gleiches Wahlrecht einführe. Ueber das in Rom tagende Concil der hohen katholischen Geistlichkeit ließ sich bis jetzt wenig berichten. Gleich zu Anfang ist schon unter den Kirchenhäuptern eine bedenkliche Spaltung einge- treten, da die Meinungen über die Unfehlbarkeit des Papstes getheilt waren. Jetzt hat die Spal- tung schon eine festere Gestalt angenommen. Zu- nächst haben 25 deutsche und österreichische Bischöfe einen Protest gegen die Geschäftsordnung deS Con- cils veröstenlUcht. Der Name deS Kardinal Schwarzenberg steht an der Spitze der Unter- schristen. Das vom 2. Januar d. I. datirte Aktenstück stammt aus der Feder der Bischöfe Haynald, Ketteler und Strvßmayer, und wurde, wie man sagt, fünfzehnmal vorgelesen und be- sprochen, bis es völlig befriedigte. Die Bischöfe berufen sich darin auf ihr gutes, nicht von päpst- sicher Gnade abhängiges, sondern durch göttliche Institutionen ihnen gebührendes Recht; bereit, wie sie � seien, die Rechte des Hauptes zu wahren, müßten sie auch Bewahrung und Achtung fär die Rechte der Glieder fordern; eS möge daher von den Formen und Traditionen der früheren Concile nicht abgegangen werden.— Ferner wird ein Schriftstück mitgetheilt, welches der Cardinal Rauscher verfaßt hat und welches gegen die Adresse für das Unfehlbarkeitsdogma gerichtet ist Schlüsse heißt es in demselben: Unzweifelhaft ist es, daß alle Christgläubigen den Dekreten des apostolischen Stuhls wahrhaften Gehör- fam schulden; dazu lehren unterrichtete und fromme Männer: was der Papst über Glauben und Sitten redend feststelle, das sei auch ohne die Zustimmung der Kirchen unumstößlich, auf was immer für Weise es kund gethan sei. Dennoch darf man nicht stillschweigend dar über hinweggehen, daß nichts desto weniger noch gewich tige aus den Schriften und Handlungen der Väter der Kirche, aus echten geschichtlichen Urkunden und der katho- lifchen Lehre selbst hervorgegangene Schwierigkeiten übrig bleiben, vor deren vollständiger Lösung es ein vergeb» liches Unternehmen bleiben könnte, wenn man die im obgenannten Schreiben empfohlene Lehre dem christlichen Volke als eine von Gott geoffenbarte vorlegen würde. Aber vor einer Discussion dieser Dinge sträubt sich das Herz, und wir ersuchen, auf Dein Wohlwollen vertrauend, daß uns eine Nothwendigkeit über solche Dinge zu berathen, nicht möge auferlegt werden. Ueberdieß, da wir unter den bedeutenderen katholischen Nationen des bifchöstichen Amtes pflegen, so kennen wir den Stand der Dinge bei denselben au? täglicher Erfahrung; uns aber ist bekannt, daß die verlangte Definition den Feinden der Religion neue Waffen liefern würde, um auch bei den bessern Männer» Feindschaft gegen die katholische Sache zu erregen, und wir sind gewiß, daß dieselbe in Europa, wenigstens den Regierungen unserer Bezirke, Anlaß oder Vorwand bieten würde, die noch bestehenden Rechte der Kirche anzugreifen. Die bedeutendsten Kirchensärsten aus Deutsch land und Oesterreich-Ungarn haben dieses Akten stück unterzeichnet. Diese Kundgebungen beweisen, daß die Opposition auf dem Conzil sich nicht so leicht zum Schweigen bringen läßt, als die Herren Jesuiten gemeint haben. Machen die deulschen und österreichischen Prälaten auch nur Opporluni- tätSgründe gegen das Dogma von der Unfehlbar keit geltend, so ist ihr Widerstand deshalb doch nicht weniger nachdrücklich; sie erkennen ganz rich tig, daß ein solcher Glaubenssatz in unserer Zeit Ar die Kirche die schlimmsten Folgen haben würde. In Mexiko ist nach öfteren kleineren Auf- ständen wieder einmal eine größere Revolution ausgebrochen, und zwar ini Staate San Luis Po- tost, wo die Empörer den Gouverneur und die Mehrzahl derGesetzgeber gefangen genommen haben. Der Präsident Juarez hat gegen sie einen Theil der Nationalzarde zu den Waffen gerufen. Vemus-CheU. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Berein.) An die Mitglieder des Allg. deutsch. Arbeiter- Verein». Den Verpflichtungen gegen die V-rciuSkasse für Monat December sind fernerhin nachgekommen: Wald bei So- lingen, Mannheim, Kohlendorf, Buckau, Glückstadt, Vil- bei, Ober-Roden, Altona, Carlsnihe, Berlin, Limburg d. Lahn und Limbach. Theilweise ist Stettin nach- gekommen; für November noch Bremen. Berlin, den 27. Januar 1870. W. Hasenclever, Vereinskassirer. Berlin, 23. Januar.(Mitgliederversamm- ung.) In der gestrigen Mitgliederversammlung er- latteten die Delegirten Tölcke und Lübkert aussühr- lichen Bericht über die Generalversammlung. Eine Dis- cussion knüpfte sich an den Bericht nicht, weil fast sämmtliche Mitglieder den Verlauf der Generalversamm- lung auS eigener Wahrnehmung kannten. Nach erfolgter Abrechnung des Beitragsammlers für den Monat De- cember fand eine Besprechung der Wählerversammlung am 19. Januar im„Neuen Gesellschastshause" statt. An der Discussion betheiliglen sich die Herren Joseph Schneider ans Frankfurt a. M., Hafenclever, ZielowSky und Möller.— Auf Antrag des Herrn Lübkert wurde daraus die Frage erörtert: Ob die social-demokratische Partei genügenden Grund habe, Gesetze zu unterstützen, welche ein- theil« weise Beseitigung der indirekten Steuern, z. B. d:r Schlacht- und Mahlsteuer, bezwecken? Die Herren Lübkert, Hasenclever, Arndt, Möller und der Vereinspräsident betheiligeu sich an der Debatte, deren Ergebniß war, daß die Partei im Großen und Ganzen alle Vorgänge auf wirthschaftlichem Gebiete zu unterstützen habe, welche die Kluft zwischen Capital und Arbeit immer mehr erweitern und somit dazu beitragen, die Fortenlwickelung der gesellschaftlichen Zustände und deren endlichen Zusammenbruch zu beschleunig«»; das! aber stets daraus Bedacht zu nehmen sei, die Arbeitir klaffe kampffähig zu erhalten. Dazu diene auch die theilweise Beseitigung der indirekten Steuern, welche bekauntlich hauptsächlich auf den Schultern des arbeitenden Volkes lasten.— Der Vereinspräsideut, Herr Dr. von Schweitzer, hob besonders den Unterschied hervor, welcher bestehe unter den Kämpfen des Groß- und Klein Capitals und denen der gesammten Kapitalisten- und der Arbeiterklasse.— Nach Erörterung der von Herrn Kabel augeregten Frage, ob die Partei sich an allen öffentlichen Versammlungen zu betheiligen habe(es sprw chen darüber die Herreu Tölcke, Hasenclever, Usch- mann, Lübkert, Zielowsky und Möller) und nach einigen geschäftlichen Mittheilungen wurde die Versammlung um 11V* Uhr geschlossen. Wie uns Herr Mertens aus-Offenbach berichtet, fand am l3. d. M. eine zahlreich besuchte Volksversamm lung unter dem Vorsitze des Herrn Stürtz statt. Aus die Tagesordnung waren gesetzt: Das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht und die Coalitionsfreiheit. E» sprachen die Herren Häußer, Stallberger, Stürtz, Preis, Haustein und Mertens und Herr Zollin- ger(ehrlich), der merkwürdiger Weise durch eine Jnter- pellation dahin gedrängt, die Versammlung aufforderte, in den Allg. deutsch. Arb.-Verein einzutreten. Eine eingebrachte Resolution, in welcher das allgemeine, gleiche und direkte Mahlrecht mit Diätenzahlung und volle CoolitionSfreiheit gefordert, wurde angenommen und eine Commifsion erwählt, welch- dieselbe der großherzogl. hessischen 2. Kammer vorlegen soll. -Von Herrn Weber gelt uns ein Bericht zu über eine Volksoersammlnng, die am 2. d. M. in Schlebusch, Kreis Solingen, stattgefunden hat. Herr W. eiler aus Schlebusch führte den Vorsitz. Aus der Tagesordnung stand: 1) die Lohnfrage und ihre Lösung, die Versammlung schloß mit einem dreimal' H°ch auf den Allg. deutsch. Arb.-Vereim' � zahlreich- Einzeichuungen in die Listen te«"„L ,f„ Arb.-VereinS und der Gewerkschaften stall.' Imtz»ngSsu Von Herrn Heinrich Stürz geht nni! f t 2) Besprechung einer Petition an die Kaufleute von Mülheim, Elberfeld und Laugenberg. Als Hauptredner traten die Herren Bilstein aus Mülheim und Röttgen au« Ohligs auf, welch letzterer noch betonte, daß der Kreis Solingen bei den nächsten ReichssagSwahlen einen Arbeiter durchbringen müsse. Die Gmbenarbeiter von Bergisch-Gladbach und BenSberg werden von Herrn Weber noch ersucht, eine bestimmte Adresse an Herrn Andrea« Röser in Schlebusch zu senden, damit die chlebuscher Arbeiter sich mit ihnen in Verbindung etzen können. Aus Halbcrstadt geht uns von Herrn Hurle mann ein Bericht zu, aus welchem man ersieht, daß die Unsrigen dort in fortwährenden Kämpfen mit den ..Ehrlichen" liegen; doch ist der Kampf immer zu Gnu- sten der Unsrigen ausgefallen, so daß es jetzt ziemlich ich-r ist, daß die„Ehrlichen" keiuen weiteren mehr an- nehmen, da auch die letzte von Herrn Vater am 8. d. Ml», einberufene von der ganzen„ehrlichen Partei", 5 Mann stark, besuchte Versammlung gänzlich zu ihren Ungunsten ausfiel. Herr Ehmann erstattet uns Bericht aus Mühl- heim a. M., wo am 9. d. M. eine Volksversamm- lung stattfand, welch- sich mit dem allgemeinen gleichen und direkten Wahlrecht und der Koalitionsfreiheit be- fchäftigte. Der Bevollmächtigte Peter AmeiS wurde Vorsitzender. Es sprachen vorzugsweise die Herren Schulze und Stollberger aus Offenbach. Eine Resolution, die der hessischen Staatsregierung zugesandt wird und welche das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht fordert, wurde fast einstimmig angenommen. Die Herren Pasch und Wiegleb berichten aus Hildesheim über eine Volksversammlng am 16. Ja- die sehr stark besucht war. Den Vorsitz führte Herr Pasch. Die Herren Wolf au« Hamburg uud Knollmann ans Hannover sprachen über die Arbeiter- bewcgung und bekämpften unter großem Beifall die au- wesenden Volksparteiler, die Herrn Reichelt aus Hau- uover requirirt hatten. Herr Knollmann widerlegte alles, was jener vorbrachte und legte dar, wie die sog. Ehrlichen nur daranf hinarbeiteten, die Arbeiter zu zer- plittern, um sie in« Schlepptau der Volkspartei zu brin- gen. Herr Reichelt fand so wenig Boden, daß sich chließlich gegen ihn ein Sturm in der Versammlung erhob, der nicht zu beschwichtigen war. Die Herren Knoll- mann und Wolf aber ernteten stürmischen Beifall und 8. dss. abgehaltene Versammlung zu Lbl Frankfurt a. M. die Nachricht zu, daß der 40 Personen in den Allg. deutsch. Arb.-Ler den All ten sind. Es sprachen die Herren Stllri Kappes, Demmler und Otto; zu Boch den erwählt die Herren Aun und Riehl,- des a an der Debatte betheiligten. Nur ein G-hem einen getreten, der aber durch sein unverstäudiz! einen schlechten Eindruck machte. Die UnsÄchloffen aus äußerst klar und überzeugend. Au« Herford berichtet Herr Winktl-Zweck de eine Volksversammlung am 9. Januar, wtt 1. Der Vi 400 Personen besucht war. Ans der Äscher Ar stand: die heutige Arbeiterbewegung, das l hat seinen gesetz und die nächste ReichStagSwahl. � 2. Zweck war Vorsitzender. Die Herren E. Winkiiinsbesondei Harm sprachen, wobei ersterer besouderftllungen, di Presse geißelte, letzterer aus die nächste Miligten zu hinwies und dem Allg. deutsch. Arb.-Ve«r§ 3. Mitg ersuchte. Schließlich fandcu viele Einzeichne Kleinmeifi Aus Beidenfleht wird uns durch Heelden sich mitgetheilt, daß in einer zahlreich besuchl�� mit Ge Versammlung der Mitglieder des Allg. isiändigeuVi Vereins Herr Brammer aus Itzehoe ciif" Zweifel i Vortrag über die historische Entwickelung l�Pftaer zu schen Ideen gehalten habe. Herr Albert �"sidlum forderte zum Anschluß an den Allg. deutsch®°lche ss auf. Herr Sachau sagt Namens per, wei Mitglieder den Jtzehoern für ihre kräftige daß sie s den besten Dank.> untadelha Wie uns Herr Kopp mittheilt, f-iert-r1; Aufnahme die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Berei>��fuahme gel ein Arbeiterfest. Herr Menze aMrage ob ei hielt die Festrede, den Borsitz führte Herr Ausscheiden l au« Offenbach, der auch den Prolog sprach�.' Veim mann erheiterte die Gesellschaft durch hmli' träge und die Gesangvereine„Germania" a-- auiahrlich verschönten durch ihre Gesänge das Fest. � Herr Stiegler aus Chemnitz schreibt' r10£•' Versammlung, die von ihm und Herrn Hi.ft, Reichciibrand am 22. d. M. abgehalle».' Hauptgegeustand, der in der Vcrsanmilung K Lniuer Z war die verflossene General- Versammtw»— deutsch. Arb.-Vereins in Berlin. Nach de». in.........-i»*-•<■- �.oenfn 9ihi ndscommi Herren Stiegler und Reinhold vo» SjjP�en Jkst 5. Der« und einiger Interpellationen der Gegner, genannten Herren zur Zufriedenheit beantir-,.. erklärte sich die Versammlung mit der LeittV., 1 deutsch. Arb.-Vereins zufrieden und wurde �? f., den nächsten Tagen dem Allg. deutsch. Acb-',.'tz' � tue teil. spitcii Herr Georg Frick schreibt uns auS� Verbandt daß am 26. December v. I. eine Volks�' Ute unter dem Vorsitz- der Herren Schäfer stattgefunden.- Stach einer mit großem B-ifl' Rede des Herrn Hartmann au« Hamb«;' lei Widerspruch fand, zeichneten sich Viele fyj deS Allg. deutsch. Arb.-Vereins ein. gft �er getr * Einige vom Verein abgefallene Mitgli-�� hatten bekanntlich einen Congreß nach ACWtvr«,», Ta rufen. Diese Spielerei ist jetzt an der der sich wichtig machen will, beruft einf'i n � Die Spielerei hat stattgefunden; sieben Orb treten und 2— 300 Anasbnraer Arbeit-! a.-'.ss'" 300 AugSburger Arbeit-'h Natürlich hat man einen Präsidenten gewS zu w echten loudern Verein gemacht, kurz Alle« g-l�zeiaeii. Mi Eitelkeit und localen Geltungssucht eini er �betreffenden Burschen, die überdies durch die Arbeitcrb-�ble,,„j,,,. gewinnen wollen, dienen kann. Die K�Mahl bebar mit der maiiche Personen um ihrer©""Tb« nächste winusucht halber die Arbeiterbcivezung"Tsprästdium tern, ist traurig; aber gefährlich sind solch-', vorzuleaen da nach einiger Zeit solche Leute erkannt»»'Wird die Be von den Arbeitern mit Schimpf und Sch-� so gilt dies werden. Der«, idiums die Die in diesem Augenblick auf der R-� Drtc. Er Agitatoren werden um Berichterstattung Ost den Vor ihrer Adressen ersucht. rers, Sc Zu sorgen. Wir ersuchen die Parteigenossen noch P dringend, fanden in Berlin während d-r�r-ss der Z sammluug erkrankten I. Schneider schl-N"� die nötb an die Expedition des Social- Demokrat vorznschwg Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Conscience. (Fortsetzung.) Plötzlich stand der Unternehmer auf und sagte mit einer krampshasten Bewegung der Fäuste: „Es fei denn so, wenn es denn kein anderes Mittel mehr giebt, mich zu retten. Ich bin bereit, Ihr Aner bieten anzunehmen." In einem Augenblick lagen vier Wechsel da; der Un- ternehmer zeichnete sie, ohne weiter eine Bemerkung zu machen, und er nahm mit einer uugeheuchelten Uuzufrie denheit aus dem Gesichte, die Bankuoten an, welche ihm Wouck einbäudigte. Ohne Gruß und murrend verließ er da« Bureau uud öffnete selbst die Thür an der Straße. Der alte Robyn rieb sich die Hände vor Freude. Monck schien vor Wonne zu vergehen und rief: „Haha! Herr, das ist ein vortheilhaftes Geschäft. Der Vogel hat noch einige gute Federn, der wird wie- derkommen." „Ja, ja, mein braver Monck," erwiderte Robyn, „Ihr verdientet reich zu sein, denn Ihr wißt, wa» Geld ist, uud wie man es auf ein- ehrliche Weise vermehren kann.... Sind noch Geschäfte abzufertigen?" „Noch die Frau, welcher ich gestern sagte, daß Sie nicht zu Hause seien. Die Mitiheilungen waren ihr recht genehm. Es ist ein mageres Stückchen Vieh. Mehr als vierhundert Francs wiegt sie uicht." „Laßt mich etwas zu Alhem kommen, etwa« ruhen," sagte Robyn.„Wir werden sogleich hären, ob nicht vielleicht ein Stüber au ihr zu verdienen ist." Wieder herrschte eine lange Zeit in dem Bureau die tiefste Stille, die nur zuweilen unterbrochen wurde von deni Husten Robyns. Auf ein Zeichen seines Meisters ging Monck, die angemeldete Frau holen, und brachte sie in das Bureau, wo er ihr denselben Stuhl anwies, auf welchem der Unternehmer gesessen hatte— und dann seine vorige Stelle vor dem Pulte einnahm. Die Frau that sich sichtbar Gewalt an, um nicht beim Aussprechen ihres Grußes in Thränen auszubrechen. „Was ist Euer Verlangen?" fragte Robyn. „Ach Herr," klagte sie,„ich bin so unglücklich und hlllflos, daß ich nicht weiß, wie ich meinen Schmerz ausdrücken soll. Ihre Barmherzigkeit ist meine letzte Zuflucht, haben Sie doch Mitleid mit mir." „Zur Sache, zur Sache," murmelte der Alte mit unbewegtem Ton;„sprecht deutlich, warum seid Ihr hierher gekommen?" „Vergebt mir, Herr," seufzte die Frau in Verzweis- lung die Hände ringend.„Ich komme zu Ihnen um Hülfe— und o Himmel! ich wage Ihnen nicht zu er- zählen, welch schreckliches Loos mich betroffen hat.... ich darf es vielleicht nicht thun. Aber Sie sind edel- müthig; da» Geheimniß, da« ich Ihnen anvertrauen muß, ist mir theurer, ols da« Leben." „Zur Sache, zur Sache," wiederholte Robyn mit derselbe Kälte. „Gott, welche« Bckenntniß für eine Mutter?'� schrie die betrübte Frau.„Herr, ich bin Wittwe mit fünf Kindern. Ich habe mir viele Opfer ausrnegt, um mei meim ältesten Kinde, da« ein Sohn ist, eine gute Er- zichuug zu geben. Er ist nun mehr als zwanzig Jahre alt und hatte eine gute Stelle als Reisender in einem Handelshause. Mein armer Sohn war fleißig nu- tugend- hast; seine Dankbarkeit und Liebe zu mir machten mich glücklich; aber wie e« geschah, weiß ich nicht; seit einigeu Monaten ist er in Brüssel in schlechte Gesellschaft ge- ratheu und h t dort insgeheim viel Geld verschwendet. Man hat plötzlich entdeckt, daß er Zahlungen unter- schlagen hat, welche er bei den Kunden seines Herr» empfangen halte. Mau wollte sich an den Staatspro- curator wenden uud meinen Sohn als Dieb ergreifen lassen; aber ich bin zu seinem Herrn geeilt, habe aus den Knieen seinen Zoni abgefleht und von ihm eine Frist von drei Tagen bekommen, das entfrcmd te Geld zurückzugeben. Unter dieser Bedingung wird der Kauf- mann das schreckliche Geheimniß verborgen halten. Zwei Tage sind bereits verflossen. Ich habe überall— bei den Gliedern meiner Familie, bei allen meinen Bekann- ten— um die uöthige Summe gebeten, den Flur von die zehn Häusern mit meinen Thränen benetzt, ohne Ursache meiner Verzweiflung entdecken zu dürfen.. und Nichts, Nichts. Sie allein, Herr, können mich retten. Dieseu Abend läuft die Zeit, die mir gegönnt ist, zu Ende. Wenn ich vor Sonnenuntergang da« Geld nicht zurückgebe, wird mein Sohn unter meinen Augen von Gensdarmen weggeführt „Euer Sohn ist also ein Dieb i" sagte Robyn. Diese Worte trafen die Wittwe mit Schrecken und preßten die Thränen aus ihren Augen. „Nein, Herr!" rief sie;„der arme Junge ist ver- führt worden. Er liegt zu Bette und ist mehr todt als lebendig. Er hat die Fieberglut im Kopse; er ruft zu Gott mit erhobenen Armen um Verzeihung; er will sterben, sagt er, um für seine Verirrung zu büßen." „Aber Frau, wozu denn alle diese Klagen? Sagt mir, wie viel Geld Ihr nöthig habt," murrte Robyy mit ärgerlicher Ungeduld. „Tausend Francs, Herr," antwortete die Wittwe, ihre Thränen von Neuem zurückhaltend. „Tausend Francs?— Welche« Geschäft betreibt Ihr?" „Ich bin Putzmacherin, Herr. Meine Töchter helfen mir. Der Ruf meines Hause« ist gut. Wir haben viele Kunden und kommen wohl noch gut durch die Welt." „Besitzt Ihr einige Immobilien?" „Nein." „Und wie würdet Ihr mir dann die tausend Francs zurückgeben, wenn ich sie Euch au« Mitleid leihen sollte? „Ach, so wie Sie es in Ihrer Güte bestir. men woll- ten; wir würden monctlich oder alle drei Monate einen Theil abbezahlen und gewiß in einem Jahre oder viel- leicht anderthalb würden wir wohl so viel durch unsere Arbeit ersparen können; und wenn dann auch unsere Schuld gegen Sie abgetragen ist, so würden wir doch niemals die unschätzbare Woblthat vergessen." Herr Rrbyn schien sich eine Weile zu bedenken---- Monck, der Schreiber stand, die Arinc über der Brust gekreuzt Hinte- der Frau uud hielt halb lächelnd de» Blick auf sie gerichtet. Nach einer Weile murmelte Robyn hörbar in sich selbst: Es ist immer Zeil f � «zu leisten. „Schlechte Sache! Geld wegzugeben."- Die Frau entdeckte die Weigerung in•, m sie faltete die Hände zusammen und sagte.- � Ii Jflm' ITm fflntt#« initl.-n! otiter. ed«-lmN0>ia>r.'" ver A „Um Gottes willen! guter, edelmüthig--,,.' r®"" sen Sie mich nicht ab, e« wäre ein£ofce{�(LmeIL„ nt( „ES thut mir leid, Mutter," antwor»l' mehr Gefühl,„wahrlich, eS thut mir leid, 1 j. 9 nicht helfen kann."" ..Si- können mir nicht helfen?" wehklagM��vgnv indem sie sich vor Robyn auf die Knie* mit erhobenen Armen flehte: Immlungen „O, wollen Sie doch barmherzig fein glücklichen Mutter! Retten Sie ihre K-»�?' f--® Schande! Wir werden Ihne» danken, bis auf unser Todtenbett für Ihre Seligk->l mittel denken Sie, daß es einen Gott giebt, der«j�iien Ort Herzigkeit belohnt; Herr, Herr, o verweis, J" Die Ab( mir nicht!".■ Der alte Robyn schien in der That � an. gerührt zu sein, und hätte bald der Bitte 9' 1 nachgegeben. Sie bemerkte e« und starrte Hoffnung in seine Augen die Aufmerksamkeit seines Herrn Auf sich P'J&tü als dieser ihn ansah, schüttelte der Schreibe� 9' e den Kopf hinter dem Rücken der knieenden o Ix. � Robyn zuckte langsam die Achseln, als Niniluuo sagen; ach Gott, die Unglückliche! aber 12. � heftig seinen Körper zu einer mißbilligendes Verbands. z-biel-rischen Geberde— der Greis schie» M Abänd«, seines Schreibers nicht widerstehen zu könn-�xü � »Nun Frau, Ihr mußt gehen. Was 3*w ctforbet Jedej mi kann nicht geschehen." MWWWWIW. i* J Die Amt« „Ach Gott! Gott! giebt e« denn k«pAg� Beamt *-* 0''.- r mehr für mich?" schrie die zerschmetterte 2!„btamten, z sind reich, Herr. Mit einem Bischen's-' �»„g trefj mir leihen, können Sie sechs Menschen vor � Den Gehe retten, meinen Sohn vom G-säuguiß,»Vpl bestimme Tode besreieu."> Den See, „Jt dir Summe, blt die Krankheit und der verlängerte " pnthalt in Berlin Herrn Schneider gekostet, beläust hUms 3» Thlr. und bi» jetzt ist nur eine ganz germge 7 �trstütziingssumme eingelaufen. zu"Ä Verbands-Thcil. »A.«erden Allgemeinen deutsch. Arbeiterschaft«. 'Ztür! Verband.) in Joch Statut iiehl,' de« am 1. Juli ins Leben tretenden ein S-tzemei nendeutschen Arbeiter. Unterstlltzungs. .rstiiudtz Verbände» lie Unsachlossen aus der Verbands-Generalversammlung zu Berlin. Winkel Zweck des BerbaudeS und Mitgliedschaft. lodpL Der Verband führt den Namen„Allgemeiner der lisch er Arbeiter- Unterstützung»-Verband" i das• Hut seinen Sitz in Berlin. ibl 2. Zweck desselben ist: durch festes Zusammenhal- Wink* insbesondere, wenn nölhig, durch organisirte Arbeits- >esondel«»llungen, die Ehre und die materiellen Interessen der ickille APiligie» zu wahren und zu sörderu. ».Ber-� d- Mitglied kann jederArbeiter, jede Arbeiteria, in-eichak Kleinmeister, jede Kleinmeisterin sein. irch hAielden sich andere Personen zum Eintritt, so sind besuchl»uur mit Genehmigung des Präsidium« und der nitch- »ständigen Berbandscommission(o) aufnahm«fähig. Eni- ioe ditn 3TO«s't darüber, ob Jemand als Ardeiter oder elunr fumeister zu betrachten ist, so entscheiden gleichfalls Ubers �sidium und gedachte Commissiou. deutsch, �ulche Personen, welche eines entehrenden ,'"jj�Buchens wegen bestraft worden sind, haben nachzn- eäitiae sie sich nach verbüßter Strafe ein halbe» Jahr \ nntadelhast verhalten haben. ES ist semer zu leiertet Ausnahme nöthig, daß sich die Mehrheit am Orte i Rer«is?lusi>ahme mit dieser einverstanden erklärt. Ueber ' e ob ein Verbrechen als entehrend zu betrachten «ntscheiden Präsidium und Sommission. w ch I 4. Beim Eintritt in de» Verband sind 3 Sgr. JVjZJ EinstandSgeld zu zahlen. Der lausende Beitrag ,,< alljährlich du>ch die ordentliche Generalversamm- "l0n bestimmt. Für das nächste Jahr ist derselbe aus ht nl01' festgesetzt Machen vermehrte Aus- '. f!#1 eine Erhöhung der von der Generalversamm- "wni festgesetzten Beiträge erforderlich, so kann da» Prä- i n bp"1 nntct Zustimmung der Mehrzahl der ständigen "sl�andScommissioneu einen höheren Beitrag ansetzen. 'rfT d-a diejenigen Sommissionrn, die sich bei der auSge- Arenen Abstimmung betheiligen, werden gezählt. )on r.u� � DcrMitgliedschast verlustig wird: a. von selbst: a ieeWft mehr als sechs Beittägcn im Rückstände ist. er �'"ZPährend der Krankheit ist da« Mitglied von Zahlung wurd Seitiäge ��„irt. ■H- Ä jeber Streitigkeiten in diesen Fällen entscheidet die �te Verbands-Eommission. S mttä d. durch ausdrückliche Erklärung Vo..Piüstdiums und de? Ausschusies wird der Mitglied- i f � l verlustiz, wer die Kasse i» betrügerischer Weise be- U wissentlich gegen den Zweck de« Verbände« hon- ambuw �ir überhaupt sich als Feind der Arbeitersache Viele'zg« Bei der getroffenen Entscheidung behält es bi» zur , Jim Generalversammlung sein Bewenden. iitglu� g Mitglieder, die zum Militär eingezogen werden, ch Ar�wiihi�d ihrer aktiven Dienstzeit von ihren Pflichten i der von ihren Rechten suspendirt. 1'• Aeberall da, wo sich mindesten« 10 Mitglieder rtt Puchen, ist von denselben au» ihrer Mitte ein B ev oll- Arbewch Ugter, vermittelst de« allgemeine» direkten Stimm- ® jUT äu �dhleu, und dem Präfidium zur Bestätigung s glt? aelgen. Wird die Bestätigung abgelehnt, so haben "i �'stressenden Wähler eutwcder ein andere» Mitglied uterd' Wählen„der sich zu zu erklärea, daß sie bei der frühe- ie®�5khl beharrm. Im letzteren Falle ist die Entschei- r Elt%äer nächsten ständigen Verbandskommission, welcher mg �Präsidium dann auch die Gründe der Nichtbestäti- s vorzulegen hat, anheimgegeben. »nt lwMird die Bestätigung innerhalb acht Tagen nicht ver- Schd�so gilt dieselbe sitr ertheilt. l S. Der Bevollmächtigte besorgt nach Anleitung de» .idium» die Angelegenheiten de« Verbände« an sei- r zlei�dte. Er führt in den Mitgliederversammlungen ittung �si den Vorsitz. Er hat für die Wahl eine» Ort«- rer», Schriftführer« und dreier Reviso- zu sorgen. x i 9- 3" großen Städten ist e» dem Bevollmächtig- s"hrt K4"**'''' Mitglieder in Bezirke einzutheilen und *'aftress der Verwaltung unter Zustimmung der Mit- ..>>l� nöthigen Anorduuugen zu treffen. Die von 'rot vorzuschlagenden und von den Mitgliedern zu er- - Neil fnben Bezirksbeamten haben seinen Anordnungen t-o» zu leisten. in s�" Bevollmächtigte in ejuer solchen Stadt ist, wenn laate t!' 0°ttt"vsame Bersammlung aller Mitglieder unmög- tikin't.' 111 bet Art zu wählen, daß die Abstimmung zwar V Bezirksversammlungen stattfindet, die «ngegebenen Stimmen aber einheitlich zu- »Mengerechnet werden. ««d denjenigen Arbeitern, welche durch Pesch ästignug verhinven sind, Abend» au den Ver- tlungen Therl zu nehmen, ist e» gestattet, be andere unmlungen abzuhalten. � b' �'""."lversammlung. Die Generalversammlung besteht au» den , Ki,? h'-rzu gewählten Vertretern. Die Wahl dieser Vertreter iliatef f, unmittelbar durch d.e Mitglieder, welche an den ser«�ebenen Orten zum Zweck der Wahl in einer genü- Jat;�betam,t machenden Versannulung zusammen- ">. Die Abgeordneten haben so viele Stimmen, al« r,. verband an den von ihnen vertretenen Orlen Mit- �,te dl>� iählt. Ueber die Wahlhandlnng ist ein genaue« i rte auszunehmen und von dem Bevollmächtigten m.ncl�ristsührer zu unterzeichnen. Diese« Protokoll rl ui f?'8 Bollmacht dienen. E« muß angegeben sein, ireibek Mitglieder der Verband am betressenden Orte -hilag« nie so0 treibet- n d«« P Jedes Mitglied hat da» Recht, der General. beratheuder Stimme beizuwohnen. s,ü..,7.. oche der Generalversammlung ist es: ichie«|üt Abänderua�u beschließen. (önntf. heit von zwei t[ Was"beii erforderlich. �£'e11 der Stimmen der A «ine An- ) Die Amtsführung de» Präsidiums, de» Ausschusse» n l�raaller Beamten, insbesondere de» Kassirer«»nd der -rie abeamten, zu prüfen und je uach Ergebniß Ent- ®�l»ng zu tressea. I vor'lz Den Gehalt derjenigen Beamten, die besoldet ß, v' �ii bestimmen. (Fo> Den Secretair und Kassirer zu wählen. wer- ß 13. Da« Präsidium hat die ordentliche General- Versammlung immer innerhalb de« ersten Kalenderjahre» seit dem letzten Zusammentritt derselben zu berufen. Eine außerordentliche Generalversammlung kann vom Präsidium, wenn die drei activen Mitglieder desselben einstimmig sind, jederzeit berufen werden und muß von demselben berufen werden, wenn zwei Drittheile der ständigen BerbandS-Eommissiouen oder ein Sechstel der Mitglieder es verlangen. Die Berufung hat in der Art zu erfolgen, daß spätesten» drei Monate nach er- folgtem Verlangen die Generalversammlung stattfindet. Jede ordentliche Generalversammlung ist mindestens sechs Wochen, jede außerdentliche wenigsten« drei Wochen vor ihrem Zusammentritt zu berufen. c. Präsideut und Präsidium. § 14. An der Spitze des Verbände« steht das Präsidium, welches aus dem Präsidenten, einem ersten und zweiten Viccpräsidcnten besteht. Außerdem sind ein erster und zweiter Ersatzmann zu bestimmen, welche erforderlichen Falls der Reihe nach in die erledigten Stellen einzurücken haben, auch im Falle vorübergehender Verhinderung von Mitglie- dern de« Präsidiums zur Kompletirung der Dreizahl zuzuziehen sind. Dieselben haben da» Recht, den Sitzungen de» Prä- sidiums mit beratheuder Stimme beizuwohnen. s 15. Sache des Präsidium» ist es: a) Die Verwaltung und den Geschäftsgang im Verband zu bestimmen und zu leiten, auch die Beamten, außer dem Secretair, dem Kassirer und den Kaffen-Revisoren, anzustellen. b) Die Sitzungen de« Ausschusses anzuberaumen, die Generalversammlung einzuberufen und in den Sitzungen beider den Vorsitz zu führen. Hingegen steht den Mitgliedern de» Präsidium» in den Sitzungen der Generalversammlung und de« Au»- schusse« zwar berathcnde, nicht aber beschlicßendeStimme zu. c) Die Beschlüsse de» EentralauSschusse«, die dieser in Gemäßheit seiner satzungsmäßigen Wirksamkeit gesaßt hat, zur Ausführung zu bringen. ä) Die Agitation für die Berbandsinteressen zu bestimmen, und zu leiten; insbesondere bei den Arbeitseinstellungen, welche nach Beschluß des Ausschüsse« Verbandssache sind, die erforderlichen unterstützenden Maßnahmen zu trefscn. Da? Präsidium ist berechtigt, zur Durchführung der mit den Arbeitseinstellungen und der Thätigkeit de« Verbandes überhaupt zusammenhängenden Agitation, wie folgt über Gelder ans der Kasse zu verfügen: So lange die vierteljährlichen Einnahmen de» Ver- bände» unter IlXsi) Thlru. betrage», über vierteljährlich 250 Thlr. Wenn die vierteljährlichen Einnahmen zwischen 1000 und 2000 Thalern betragen, über vierteljährlich 350 Thaler. Wenn die vierteljährlichen Einnahmen zwischen 2000 und 5000 Thlrn.betiazen über vierteljährlich 600 Thaler. Wenn die vierteljährlichen Einnahmen zwischen 5000 nud 25,000 Thlrn. betragen, über vierteljährlich 1000 Thalcr.* � Wenn die vierteljährlichen Einnahmen über 25,000 Thaler betragen, über vierteljährlich 5000 Thaler. e) Dem Präsidium stehen außerdem die in den§Z. 21 und 23 g. bestimmten Rechte zu. tz 13. Der Verband». Sekretär ist lediglich Ver- ivaltungsbeamter und hat in Gemäßheit der Anordnun- gen des Präsidiums zu verfahren, außer soweit ihm in s 1!) bestimmte Pflichten vorgeschrieben sind. Die etwa erfoiderlichen Bice-Sekreiäre werden je nach Ermessen de» Präsidium« dem B-rbandS-Sckretär unterstellt oder erhalten einen abgetrennten Wirkung»- krei». Im ersten Falle haben sie nach den Weisungen de« Sekretärs, im zweiten nach denen des Präsidium» zu verfahren. § 17. Da« Präsidium ist beschlußfähig, wenn in einer ordnungsmäßig angesetzten Sitzung zwei active Mitglieder erschienen sind. Durch Uebereinstimmung der Anwesenden wird in diesem Falle ein gültiger Beschluß gefaßt. § 18. Sache de« Präsidenten ist es: Den Ver- ein nach außen zu vertreten, wobei in Gemäßheit der Beschlüsse der zuständigen Vereinsbehörden zu verfahren ist. In Verhinderungsfällen tritt der erste Vice-Präsident ein, und sofort. Außerdem hat der Präsident die ihm in den ZZ. 29 und 30 zugesprochenen Kasscurevisions-Recht. § 19. Die Wahl der Mitglieder des Präsidium» erfolgt in nachstehender Weise. An allen einzelnen Orten treten die Mitglieder in eigen» zu diesem Zweck anberaumten Ortsversammlungen zusammen, und wah- len in fünf von einander gesonderten, einzelnen Wahl- gängen vermittelst Stimmzetteln in geheimer Wahl erst den Präsidenten, dann den ersten Vicepräsidcnten, dann den zweiten Bicepräsidenten, hieraus den ersten und endlich den zweiten Ersatzmann. Derjenige, der in einem der fünf Wahlgänge die meisten Stimmen für sich hat, wenn da« Ergebniß sämmtlicher Versammlungen in ganz Deutschland zusammengerechnet wird, ist für die betreffende Stelle gewählt. Ueber die Wahlverhand- lnng und deren Ergebniß in den einzelnen Versammlun- gen ist ein genaue« Protokoll aufzunehmen, welche» insbesondere die Stimmenzahl anzieht, welche in den einzelnen Mahlgängen aus die verschiedenen Personen gefallen ist. Sämmtliche Protokolle werden binnen einer bestimmten Frist an de» Verbandssekretär eingesandt, welcher in einer eigen» hierzu anzuberaumenden Sitzung de» Ausschusses, die gleichfalls innerhalb bestimmter Frist stattzufinden hat, dieselben vorlegt. Der Ausschuß er- mittclt da» Ergebniß und proklamirt da» neue Präsidium. Die Wahlen haben immer binnen acht Wochen nach der Generalversammlung stattzufinden' Die erforderliche Anberaumung der Wahl nebst Ausetznug der Fristen er- folgt durch das bestehende Präsidium. Hat eine Wahl keine absolut« Mehrheit ergeben, so kann da» Präsidium unter Zustimmung de» Ausschusses eine engere Wahl zwischen den beiden Meistbestimmten für den betreffenden Posten binnen acht Tagen beschlie- Ben. Diese engere Wahl hat dann binnen vier Wochen siebtem Beschluß zu erfolgen. Ist eine engere ?l.'"cht binnen acht Tagen beschlossen worden, so Stimmenzahl hatt�� � � « oft � T-ntralausschuß. 12 8 Ausschuß de» Verbandes be- steht au« 12 Mitgliedern, welche von jeder ordentlichen Generalversammlung erwählt werden und bis zur nach- gewählt rteibai. Zugleich werden 6 Ersatzmänner § 21. Der Busschuß ist beschlußfähig, wenn in rtuer ordnnngSmäßig angesetzten Sitzung zwei Drittel der. Mitglieder anwesend sind. Es genügt zur ordnungs- mauigen Einberufung, wenn die Einladungen zur Sitzung -4 ivtundeu vor Beginn derselben zur Post gegeben sind Es ist dem Ausschuß gestattet, zu einzelueu Sitzungen BeitrauenSmänner mit berothevder Stimme zuzuziehen. Wenn ein Ausschußmitglied ohne triftige Entschuldigung drei Mal in den Ausschußsitzungen fehlt, dann soll dasselbe als au» dem Ausschuß ausgeschieden betrachtet wer- den. Da« Verbandspräsidium kann auf Antrag des Ausschusses für einzelne Sitzungen den Ausschnßmitglic- der» eine angemessene Entschädigung bewilligen. s 22. Die Rechte des Ausschusses sind folgende: a) Derselbe beschließt bei Arbeitseinstellungen nud Ausschlüssen nach Maßgabe der§§ 23 bis 25. b) Dentzrtben geht die oberste Ueberwachnng de« Kassenwesen» m Gen-aßhen der Paragraphen 29 u. 31, so wie die Ernennung und Absetzung der Revisoren, zu. c) Derselbe übt dre im s 19 bestimmten Rechte bei der Wahl des Präsidiums aus. 4) Eben so das im§ 5 bestimmte Recht bei Au»- stoßungen von Mitgliedern. e) Derselbe beschließt, wie oft im Monat, wann und wo seine ordentlichen Sitzungen stattfinden sollen und kann außerordentliche Sitzungen beantragen. Aus schriftlichen Antrag von vier Ausschußmitgliedern muß eine solche binnen drei Togen berufen werden. Arbeitseinstellungen und Arbeitsansschlüsse. s 23. In Betreff derjenigen Arbeitseinstellungen, die erst beabsichtigt werden, aber noch nicht im Gange sind, gilt folgendes Versahren: a) Wenn irgendwo Arbeiter eine Einstellung beab- sichtigen, die sie für Verbandssache erklärt zu sehen wün- scheu, so haben sie eine Strike-Eommission zu ernennen, deren Vorsitzender auf Grund einer eingehenden und ge- nauen Berichterstatlung dem Präsidium den Antrag ein- schickt:„Der Ausschuß möge die beabsichtigte Einstellung genehmigen und für Verbandssache erklären." Das Prä- sidium kann binnen 43 Stunden einen oder mehre Eommiffäre zur Untersuchung der Sache an Ort und Stelle entsenden, um von diesen binnen weiteren 43 Stunden schriftlichen oder mündlichen Bericht zu er- langen. In dem Falle, daß Commissäre nicht entsandt werden, hat das Präsidium binnen 5 Tagen nach Ein- laufen des Antrags eine Ausschußsitzung zu veranstalten; in dem Falle, daß Commissäre abgesandt wurden, hat die AnSschußsitzung binnen 3 Tagen nach Einlaufen des Berichte» der Commissäre stattzufinden. Ist der Aus- schuß der Ansicht, daß der Sachverhalt nicht hinlänglich aufgeklärt ist, so kann er mit Zweidrittel-Mehrheit der Anwesenden«eitere Untersuchung beschließen. b) Sobald der Ausschuß über eine Einstellung hin- länglich unterrichtet ist, was immer angenommen wird, wenn nicht zwei Drittheil der Anwesenden weitere Unter- suchung beschließen, hat derselbe sofort in der lausenden Sitzung Beschluß zu fasse». o) Wird die Einstellung für Verbandssache erklärt, so hat der Ausschuß zugleich zu bestimme», ob der Verband in unbegränzter Weise, und soweit seine Kräfte überhaupt reichen, die Einstellung unterstützt, oder ob nur eine ge- wisse Sumine und welche zur Verfügung gestellt wird. 4) Ist die Genehmigung der Einstellung versagt worden, so hat da« Präsidium die Betreffenden binnen 24 Stunden hiervon zu benachrichtigen. Ist hingegen die Einstellung für Verbandssache erklärt werden, so hat da« Präsidium binnen 24 Stunden den Betreffenden den näheren Inhalt des Beschlusses mitzutheilen und binnen 3 Tagen diejenigen Anordnungen zu treffen, welche zur Förderung der Sache zweckmäßig erscheinen. o) Nur solche Arbeiter, welche Mitglieder de« Verbandes sind, erhalten bei Einstellungen Geld ans der Verband»- kasse. Der Ausschuß kann mit Zweidrittel-Mehrheit der Anwesenden eine Ausnahme hiervon beschließen. f) Der Ausschuß soll, wenn er eine Einstellung für Verbandssache erklärt, zugleich die Forderungen der Ar- bester nur insoweit genehmigen, al« sie den Verhältnissen entsprechen und vernünftig begründet sind. Die Feiern- den haben sich de» Aussprüchen des Ausschusses und den hierauf begründeten Anordnungen de« Präsidiums, ebenso den von letzterem in Betriff der Einstellung überhaupt getroffenen Anordnungen unbedingt zn fügen. Geschieht die» von Seiten der Feiernden nicht, so erklärt der Ausschuß auf Antrag de» Präsidiums, daß die Ein- stellung aufhört, Verbandssache zu sein. > g) Hat da« Präsidium in einer Striteangelegenheit zweimal vergeblich den Versuch gemacht, den Ausschuß beschlußfähig zusammenzubringen, so kann da« Präsidium au Stelle de« Ausschusses Beschluß fassen. s 24. Einstellungen, welche bereits im Gange sind, ohne daß da» im§ 23 vorgeschriebene Verfahren, insbesondere der vor Beginn der Einstellung einzureichende Antrag stattgefunden hat, können nur aiisnahnis.veise für Verbandssache erklärt werden. Zweidrittel-Mehrheit der in der AuSschußsitzung Anwesenden ist erforderlich. Der Wunsch, eine bereits im Gange befindliche Ein- stellung für Verbandssache zu erklären, ist an da« Präsi- dium zu richten. Dasselbe hat in Gemäßheit des Z 23 vorzugehen, doch sind alle daselbst bestimmten Fristen bei solchen nachträglichrn Gesuchen doppelt so lang. Wo dort 24 Stunden bestimmt sind, gelten hier 43 Stunden »nd so fort. s 25. Bei Ausschlüssen(Aussetzung der Arbeit seitens der Lohnherrn) in Folge des Austreten» der Ar- beiter für die Arbeitersache gelten mit selbstverständlichen Aenderungen dieselben Bestimmungen wie bei Einstel- lungen. ES wird, wenn der Antrag unmittelbar nach Ausbruch der Ausschließung von den Betreffenden ge- stellt wird, in Gemäßheit de«§ 23 verfahren. «. Ständige Verbandscommisfionen. Z 26. Die Generalversammlung bezeichnet zwölf wichtige Städte in den verschiedenen Theilen Deutschland«, in denen binnen vier Wochen nach Schluß der Generalversammlung von den Mitgliedern in direkter und geheimer Wahl ständige Verbandscommissioneu, au« je 7 Mitgliedern bestehend, gewählt werden. Diese Commissioneu bleiben im Amte, bis die nächste General- Versammlung wieder 12 Städte bezeichnet und in diesen Neuwahl stattgesunden hat. Die Commissioneu sind be- schlußsählg, wenn 5 Mitglieder anwesend sind. z2?. Die ständigen CommissioncnhabensolgendeAusgabe: a) Dieselben haben in den ersten 14 Tagen jede» Monat» an da« Präsidium einen Bericht einzuschicken, welcher einen Ueberblick über die Arbeiterverhältnisse ihre« Kreise» im vorangegangenen Monat giebt. Das Resul- tat ist von Zeit zu Zeit im Verbandsorgan zu veröffent- lichen. b) Bei größeren Arbeitseinstellungen können dieselben zu Rath gezogen werde». Sie haben in diesem Falle auf Anordnung de» Präsidiums sich sofort zu versam- mein und über da« Ergebniß ihrer Berathnng sofort Bericht zu erstatte». In elligen Fällen ist die Atilwir lnng der Commissionen nicht erforderlich. o) Die Commissionen werden voni Präsidium über- Haupt als ausführende Unterbehörden verwandt. 4) Dieselben können nach s 4 in Vereinigung mit dem Präsidium eine vorübergehende Erhöhung de» Ver- bandsbeitrag» beschließen. Z'�en haben nach§ 13 da, Recht, eine außer- n zu beantragen." s 7 flh« v 7- y° Tommission Hat da« Recht, nach s 7 über d.e Seitens des Präsidium»-rfolaeud7 Bean- Itandung erwählter Bevollmächtigten zn entscheiden. L w w � Immission entscheidet nach s 3 in Verbindung mit dem Präsidium ihlr Haft« Fälle bei Ausnahme neuer Miwlied«' •, Die Commissioneu haben da« Recht' über Sttei- t-gketten in Fallen de« 8 5 zu entscheiden {- C-sse. (f,il DieKasse de« Verbandes wird von einem All- m oerwaltet und von drei Revisoren coutrolirt. F£ Artige und überhaupt alle Zahlungen für den van Ü-»*°'x ben �isirer zu entrichten. Dieser hat von den eingehenden Geldern sicher- Werthpapiere e ihm vom Präsidium bezeichnet werden, anzukaufen uud b« einem sicher» Bankgeschäft, da« ihm vom ""rd. i» deponire» oder,„ach Ermessen de» Präsidiums, die baaren Gelder selbst bei 600 Tbtr- � niederzulegen. Sobald die Tageskasse � i.mu6 sofort soviel, daß 500 Thaler in Caffe bleiben bei der Bank des Verbandes depouirt T�g-n gestattet! � ei,,e �st von drei Der Kassirer hat eine Caution von 250 Thlrn. baar zu, hinterlegen oder sichere Bürgen für diesen Betrag zustellen . ß 29. Die drei Revisoren haben das Recht, jeder- Z-'t zu untirsuchen, ob der Kassirer seinen Verpflichtnn- g-n nachkommt. Jedoch müssen zn diesem Zweck min- vestens zwei von ihnen zusammentreten. Sie sind ver« bunden, miiidestenS einmal in jedem Kalendermonat un- vcrmuthet eine Untersuchnng vorzunehmen. Da» Recht der Untersuchung steht ferner dem Ver- bandspräsid-nten. sowie den Ausschußmilgliedern zu. Je- doch ist der Kassirer letzteren gegenüber nur dann zu Äusknnft und Nachweis verbunden, wenn drei Mit- glieder de« Ausschusses gleichzeitig persönlich erschciiieu. fr � �"t'rt'uchung von feiten de« Präsidenten und der Ausschußmitglieder braucht sich der Kassirer in jedem «calendermouat nur emmal zn Unterwersen. § 30. Der Präsident ist berechtigt, außer den Au- welsungen aus Grund ausdrücklicher Beschlüsse der Gr- neralversammlung oder de» Ausschusses, wöchentlich bis zum Betrage von zehn Thalcrn Anweisungen aus die Kasse zu geben. Höhere Beträge dürfen nur auf Anweisungen verabfolgt werden, die von mindestens zwei Mitglie- dern de« Präsidium« unterzeichnet sind. Die bei der Bank niedergelegten Papiere und Gelder können nur von dem Präsidenten, beziehungsweise dem ihn zeitweilig ver« tretenden Vicepräsidcnten, in Begleitung eines Revisor» zurückgezogen werden. Der Präsident hat binnen drei Tagen den Revisoren auf Verlangen den Beweis zu liefern, daß das Geld seiner Bestimmung gemäß ver- ivandt wurde. l.3!',. Dss Revisoren sind verpflichtet, über jede tingehorigkcit, die sie im Kassenwesen wahrnehmen, sofort an den Ausschuß zu berichten. Dieselbe Verpflichtung liegt im gleichen Falle dem Präsidenten ob, wenn er eine Revision vorgenommen hat, und den Ausschußmilgliedern, welch- die« gethau haben. Dem Ausschuß steht das Recht zu, da» Erforderliche zu verfügen. Mit-insacher Mehrheit kann der Au«- fchuß den Kassirer vom Amte suspendiren, worauf das Präsidium provisorisch einen Kassirer ernennt; mit einer Mehrheit von zwei Drittheilen kann der Ausschuß auch rtf"8, Mitglied de« Präsidium» wegen erheblicher llnge- Ji,"n �vssenwesen vom Amte suspendiren. Dem Präsidium steht e», wenn die« geschehen ist. zu. entweder einen der Ersatzmänner einzuberufen, oder zur Erledigung der Sache etile außerordentliche Generalver- Ist mehr als ein Mitglied de« Präsidiums suspendirt, so tritt an Stelle de» Präsidium« rtn binnen drei Tagen vom Ausschuß zu wählende« r x ,nul1J 1,011 r" P�Nin, welche» vorüber- geh-nd' als außerordentliche Behörde, an die Stell- de» Präsidium» tritt, während seiner Amtsdaner alle Rechte desselben ausübt und verpflichtet ist,-in- außerordeutlilli- Generalversammlung der Art einzuberufen, daß die- !!.£.«nn.tn, �0d)e"""ch Einsetzmig de« Directorium« zusammentrtteu kailn. Dieser Generalversammlung liegt es stelle// reö C)rbnu"ß im Verband wieder herzu- 8 32. Der Kassirer, der Präsident und da» Prä- sidium legen vierteljährlich dem Ausschuß Rechnung ab. g. Verbandsorgan. § 33. Der Verband hat in der Presse ein osfscielle« Organ. Die Redaktion desselben hat in allen V-ibandS- angelegen Helten nach den Weisungen de« Präsidium» zu verfahren. >>. Allgemeine Bestimmung. w m Px- 3n h"�tl0trt"nd dringlichen Fällen kann s!"""" e8 ble ausdrückliche Zustimmung des Ausschufft« erlaugt, vorübergehend unter Außer- rastsetzung von Beschlüsse» früherer Generalversamm- lungen alle Anordiinnge» treffen. Der nächsten General- Versammlung steht die endgültige Eutfch-iduiig zu. U ebergangsbestim mutigen. Die Kassenbestände der bisherigen Eiuzelgewerk- schasten werden bis spätestens zum 15. Juli dieses Iah- res in dt« Verbandskasse abgeführt. Der Verband ilberiiinimt die Schulden der einzelnen Gewerkschaften, welche Schulden dem Präsidium de» neuen Verbände« genau anzugeben sind. 2) Das nach der gegenwärtigen Generalversammlung zu wählende Präsidium des gegenwärtigen Verbandes hat die Leitung de« neuen Verbandes bis zur nächsten (ersten) Generalversammlung desselben zu führen. 3) Der Central-AuSschuß de« alten Verbandes soll gleichfalls, sobald der neue Verband in« Leben tritt, al« BerbandsauSschuß für den neuen Verband bis zur nächsten(ersten) Generalversammlung desselben in Funktion bleiben und durch Wahl der Berliuer VerbaudSinilglie- der bis auf die Höhe der festgesetzten Zahl verstärkt werden. 4) Die VerbandS-Commissionen(§. 26.) sollen in nachbenannten Städten gewählt werden: 1) Breslau, 2) Hamburg. 3) Barmen und Elberfeld, 4) Haunover, 5) Cassel, 6) Cöln, 7) Frankfurt a. M. und Offeubach, 8) München und Augsburg, 9) Leipzig, 10) Slcitm, 11) Königsberg i. Pr. und 12) Stuttgart. S) Die nächste(erste) Generalversammlung de« neuen BerbaudeS soll spätesten« am 1. März 1371 stattfinden. Neheim a. d. Ruhr, 11. Jan.(Zur Frage der Krankenkassen.) Da es als nothwendig aner- könnt wird, daß eine centralisirte Kranken-Unl-istützuiig«. Kasse da« materielle Wohl der Arbeiter befördern, die drückende Lage der Ausgebeuteten erträglicher machen und zur Bereinigung sämmtlicher Proletarier Deutsch- londs viel beittagen wird, haben wir in einer am Man- tag Abend hier abgehaltenen Bersammlung die aus der BerbandS-Geueralversammlung vorgelegten Stowten der Allg. deutsch. Kranken«, Reise-, Invaliden« uno Sterbr lasse der allgemeinen Erörterung unterzogen und nach einiger Debatte solgende Aenderungen und Zusätze, als den hiesigen Verhältnissen und Erfahrungen entsprechend. beschlossen:„Die Reiseunterstlltznng soll Sache der Ar beiterschaften sein, also Handell es sich nur um eine Kranken-, Invaliden- und Stcrbekasse. Zu Z 1 schlagen wir vor zu bestimmen, daß das Einschreibegeld, wosiir zugleich Buch und Statut eingehändigt werden muß, in III. Klasse 10 Sgr., II. Klaffe 20 Szr., I Klasse 30 Sgr. betragen, jedoch in dreunouatlichen Raten gezahlt werden kann. Beitretende im Alter über SO Jahre haben mindestens das Doppelte Einschrcibegeld zu zahlen Zu§ 11 schlagen wir vor, daß der Mitgliedschaft vcr- lustig werde, wer mit mehr als für zwei Monate Beitrag rückständig ist, daß sich ein solcher jedoch jederzeit wie der einkaufen könne, s 11 wünschen wir dahin geän� dert, daß Ansprüche auf Unterstützung jeglicher Art nur nach ununterbrochener dreimonatlicher Beisteuer gemacht werden können. Zu§ 12 schlagen wir vor, daß die Unterstützung an Kranke bei der III. Klasse täglich 8 Sgr., bei der N. Klasse täglich 12 Sgr. und bei der I. Klasse täglich 16 Sgr. betrage, und ferner freie ärzt liche Behandlung»nd Medicamente gewährt werden. Der Arzt muß von der betreffenden Mitgliedschaft durch Stimmenmehrheit gewählt und zu vorher vereinbartem Preise engagirt werden, überhaupt muß eS den Mitglied' fchaften überlassen bleiben, Vereinbarungen mit Arzt Apotheker und anderen Leuten zum Vortheil der Kasse den ortsüblichen Verhältnissen gemäß zu ordnen. Die Dauer der Unterstützung ist auf 1 Jahr festzusetzen, ist alsdann der Kranke nicht genesen, so wird er als In- valide betrachtet und erhält nur Jnvalidenunterstlltzung. Auch hat der Kranke erst dann auf Unterstützung An spruch zu machen, nachdem er sechs hintereinander sol gende Tage krank gewesen ist; er kann jedoch dann die Unterstützung vom ersten Tage an verlangen. 8 15 muß Sache der Gewerkschaft werden. 8 16 hat zu lauten:„Stirbt ein Mitglied, so erhalten dessen Hinter� bliebenen ausgezahlt: HL. Kl. 12 Thlr., II. Kl. 18 Thlr., I. Kl. 24 Thlr. Stirbt ein Mitglied ohne nähere Fa milienmitglieder oder in einem Krankenhanse, so wird es vom Verein au« beerdigt und verbleibt dann der Ueberschuß der Kasse. 8 5 ist hinzuzusügen:„Frei von Beiträgen sind: 1) Kranke Mitglieder u. s. w."— Ich glaube, diese Abänderungen sind im Interesse de« Gan zen. Möchten serner alle Arbeiter die Verschmelzung der verschiedenen Gewerkschaften zu einem einzigen großen Verbände so mit Freuden begrüßen, wie e« hier geschehen ist. Durch die Vereinigung werden der Errichtung von Mitgliedschdsten viel weniger Schwierigkeit im Wege stehen, als bei einzelnen Gewerksmitgliedschaften, beson- der« in kleineren Provinzialstädten. Einigkeit macht stark; durch Einigkeit zum Siege! Mir social-demo kratischem Gruß W. Kißmer. Allg. Taback- und Cigarrenarbeiter-Gewerk« schaft. Pr. Oldendorf, 16. Jan.(Beitritt.) Allen Collegen zur Nachricht, daß am hiesigen Orte eine Mit gliedschaft der Geweilschast gegründet ist; es wurden H. Helms zum Bevollmächtigten und W. Westerkamp zum Tassirer gewählt.— Da« Meilengcld ist in meiner Wohuung de« Mittag« von 12 bis 1 Uhr und Abend« von 8 bis 9 Uhr zu erheben. H. Helm«, Bevollmächtigter. Allgem. deutsche Genossenschaft der Hand und Fadrik-Arbeiter. Barmen, 24. Jan.(Zur Beachtung.) Ich er« suche die Bevollmächtigten und Cassirer, mir doch schleu- »igst die Abrechnungen für da« letzte Quartal so wie die sür die Hauptkasse fälligen Beiträge einzusenden, sonst wird es nicht meine Schuld sein, wenn dem Verbände gegenüber anstatt Ordnung, Unordnung herrscht. Mit social-demotratischem Gruß W. Frick juo., Central-Eassirer, Alleestr 172. Allg. deutsche vereinigte Metallardeiterschast Hamburg, 26. Januar.(Zur Notiz.) Durch Herrn L. Weimann aus Berlin 18 Thlr. empfangen zu haben bescheinigt dankend Das Hlllfs-Eomitä der Lauensteinsschen Arbeiter. Die Macht des Geldes. In dem MilitärstaatePreußen solljeder gesunde Staats bürger gesetzlich zur Militärpflicht herangezogen werden. Das Gesetz wird aber, wie der nachfolgende iutereffante Fall zeigt, vielfach durch die Geldmacht auf die eklatanteste Weise mißachtet. Au« Bochum wird nämlich geschrieben: „Das Vergehen— die ungesetzliche Befreiung vom Militärdienste— war schon längere Zeit Gegenstand der geheimen Nachsorschung de» hiestgen Bczirtskommando'S. Bei Gelegenheit einer Hautsuchung in Wechselaugelegeu- heiten erst gelang es, Listen und Auszeichnungen in die Hond zu bekommen, welche so gravirend waren, daß die Juhaftirung der Gebrüder D. erfolgen konnte. Auch die Verhaftung eine» Sergeanten aus dem hiesigen Land- wehr-Büreau erfolgte auf Grund einer bei ihm gesun- denen Liste der in diesem Jahre Eintretenden, aus welcher die Vermögenden roth angestrichen sein sollen. Die zahlreichen Verhöre der vom Militärdienste Befreileu nahmen bisher die Thätigkeil der gebildeten, au« Militär und Eivil gemischten Kommission fast ausschlleßlich in Anspruch. Diese besteht au« dem Untersiichungsilchter Berkenkamp, Staatsanwall Wulff, Oberstlicutenanl und Bezirks-Kommandeur Schippe, dem Mujor de» nieder- rheinischen Füsilier-Regiments v. Wangenheim, dem Oderstavsarzt Kratz au« Münster, dem Korvsaudileur Justizrath Bachosen von Echt au» Münster. Die mci- sten Jnkulpaten haben gestanden, theilweise aus Angab, n hin, welche der Schreiber der D.(Hüls) gemacht hat. E« sind dabei viele Kunststücke, die auf Täuschung der Au«- hebung»-Eommisston abzielten, zu Tage gekommen, wie die Eingabe von Ochsenblut und Brechmitteln für einen zu erzielenden Blutsturz, Einträufeln von Limburger Käse in'» Ohr, künstliche Erzeugung von Krampfader», Herzklopfen zc. Dieser Kronzeuge ist auch mit dem Staat»anwalt«gehUlfen Wulff aus Entdeckungsreisen ge« Wesen und soll sich durch ein gute» Gedächtniß auszcich- neu, auch Notizen gemacht haben. Bisher hat sich die Untersuchung nur über die Kreise Essen und Bochum erstrecken tönneu. Eine weitere Ausdehnung wird sie noch durch Vornahme �anderer Kreise erhalten. Theil- weise soll auch der Jndicienbewei» eine Rolle spielen, da e« im höchsten Grade auffallend ist, daß nach g«. wissen, intlegeuen Orte zu bestimmten Aerzten sich die von D. iuspirirten Rekruten drängten. Es sollen selbst «»«Wanderungen auf Wochen, z.«. nach Celle, statt- gefnudeu haben. Ueberhaupt sollen die Bauern der Provinz Hannover den D.'S durch ihre Furcht vor dem preußischen Dienste und ihr Vermögen die reichste Ausbeute geboten haben und ihre Hauptorte G tingen und Celle gewesen sein. Der Preis wird zu SOO Thalern angegeben. Die bis jetzt Gra virtesten der drei inhastirten D.'s scheinen die in unserer Stadt domicilirten zu sein, da Köln, der Wohnsitz de» letzteren, noch nicht in den Bereich der Untersuchung getreten ist. In«in neue« Stadium ist diese Angelegenheit getreten durch da» Verhör zweier inhafl tirter Aerzte, des Oberstabsarztes Dr. Wasch und des Stabs- und Assistenzarztes Dr. Schulz vom Feld-Artil lerie-Regiment Nr. 8, beide au» Köln. Eisterer, schon vor einiger Zeit durch den Hauptmann v. Natzmer vom 16. Jnfanterie-Regiment hierher geführt, soll Alles be streiten, letzterer hat am 20. c. gestanden und zwar, wie man sagt, unumwunden. Auch soll er neue College» (z. B. den Dr. Fromme vom 39. Regiment und den Sekretärstellc beim General-Arzt vertretenden Assistenz. Arzt) denuncirt haben. Es war nämlich bekannt, daß den D.'s die Termine und die Aerzte sür dieselben ftllher bekannt waren, als den betreffenden Behörden selbst. Die» scheint auf Nachrichten aus den Bllreau's der leitenden Personen zu deuten. Im Uebrigen scheiut das Treiben der D.'S schon lange vor sich gegangen und zuletzt mit anerkennenswerther Offenheit betrieben wor den zu sein. Die Anerbietungen der Befreiung sollen schließlich ganz offen geschehen sein.— Die Untersuchung der Angelegenheit soll übrigen» noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Man nimmt an, daß sie etwa bi« März 1870 dauern wird. *(Hietzinger Hofsocialismu».) Wir bringen in Erinnerung, daß wir wiederholt in aller Ruhe die bestimmteste Mittheilung gebracht haben, daß der Bau- quier Fränkel 600 Exemplare de» Liebknecht'schen Blattes abonnirt. Wir setzen heute hinzu: daß diese unsere be- stimmte Mittheilung ohne allen Widerspruch geblieben ist. —(Die hessische Regierung) wird durch ihren Preußenhaß zu allerlei Curiositäten getrieben, die wir Spaße« halber hier mittheilen wollen. Vor einiger Zeit wurde einem Theaterdirector in Darmstadt sehr übel genommen, daß er eine Oper aufführen wollte, in wel- cher der Tod Theoder Körners verherrlicht wurde. Der französche Gesandte hätte darin vielleicht eine Beleidi- guug erblicken können.— Kürzlich nun schoß eine An- zahl patriotisch gesinnter Männer eine Summe Geldes zusammen, um eine Sammlung nationaler Gedichte drucken und in den Schulen vertheileu zu lassen: es waren namentlich Gedichte von Arndt, Schenkendors, Theodor Körner, welche darin figurirten. Das hessiiche Ministerium versagte dieser 3ertheilu»g seine Äenehmi- gnng, da sie„ungeeignet" sei. Das der Eingabe bei- gefügte Exemplar wurde, wahrscheinlich aus Versehen, zurückgegeben; in demselben waren alle Stellen, in welchen das Wort„Freiheit" vorkam, und ähnliche Worte mit dicken rothen Strichen angezeichnet. Besondere Skrupel scheint aber dem hessischen Ministerialzensor der Lieder au« dem Befreiungskriege das Arndt'sche Lied: „Was blasen die Trompeten, Husaren heraus" gemacht zu haben. Dasselbe wor mit rotheu Strichen wie besät und an Stellen wie z. B. an der Katzbach mit doppelten Ausrusungszcichen am Rande versehen. —(Dissidenten.) Der Landtag hatte 1867 die Regierung ersucht, eine gesetzliche Regelung der Stellung der Dissidenten in Erwägung zu ziehen. Die Regierung hat jetzt geantwortet, daß eine gesetzliche Regelung zur Zeit sich nicht empfehle, danelen. aber in Aussicht ge- stellt, daß die Dissidenten nicht mehr gezwungen werden ollten, ihre Kinder in der Landeskirche taufen zu lassen. *(CineArbeiterversammlung), die am 17. Jan. in Graz tagte, hat die österreichische Regierungsvorlage über da« Eoalitionsrecht, welche dasselbe nur theilweise den Arbeitern ertheilen möchte, verworfen und forderte unbeschränkies Coalitionsrecht und freie» Vereinsrecht Schließlich wurde für die Familien der inhaflirtcn Wie ner Arbeiter gesammelt. —(Hecker.) Au» einem neueren Briefe de« alten Zreischllrler« geht hervor, daß die Nachricht, als wolle er feine Farm in Amerika verkaufen und wieder nach Europa überesideln, unrichtig ist. Wir theilen hier eine interessante Stelle au« dem belressenden Briefe mit:„Es ist reine Phantasie, daß ich nach Deutschland zu reisen voihabe; gar dort zubleiben, fällt mir im Traume nicht ein. Ich bin sür eine philisterhafte Bummelexistenz nicht geschaffen und mein ganze« westamerikanisches Wesen laugt von Haut und Haar nicht in die höfliche conven tivnelle Kleinigkeit und Altväterischkeit von draußen. Das weiß ich w-h', daß ich nur noch wie eine Art „Sage" im Volke umgehe; es leben ja von den alten Collegen und Kämpfern nur noch wenige und der jün- geren Generation bin ich fremd." —(Alexander Herzen,) der russische Demokrat, 21. d. M. in Pari» gestorben. Derselbe war ist am einer der hervorragendsten russischen Freiheitskämpfer, der lange Zeil in der Verbannung lebte uno mit Maz- zini, Ledru-Rollin und Louis Vlanc befreundet war. —(Wandlung.) Es sind jetzt gerade 20 Jahre, daß der gemaßregelre Reserendar Löher zum Bürger- Meister der Stadt Paderborn erwählt, aber nicht bestätigt wurde. Jetzt liest man im„St.-A.", daß der„Reich«- Archivar-Vorstand," Professor Dr. v. Löher zu München, den Königl. Kroncnorbe» 2. Kl. erhalten habe." —(Com muniSmuS.) Bei Marengo im Staate Jcwa in Nordamerika befindet sich eine deutsche Com- munisten-Colonie, die bereit» 1400 Mitglieder zählt und 20,000 Acker Land besitzt. Diese Leute betreiben Alle« gemeinsam und nur die Gesammlheit hat über den Besitz zu verfügen; sie solle» sich übrigens recht wohl dabei fühlen. —(Die Benutzung der Schulen) zu Vereins- zwecken greift in Berlin schnell um sich. Nachdem dem Berliner Aiblilerinneu-Berein ein Schulzimmer zur Benutzung durch den Magistrat üderlassen, hat der Verband der Berliner Ort»v?rcine und der Humboldoerein eben- alls beim Magistrat um Ueberlassnng von Schulzim- mein petitionirt. —(Strikt.) In Bologna hat ein Strikt der in der dortigen Tabacksfabrik beschäftigten Cigarrenarbei terinnen Aufsehe» erregt Die Vecwaliung hatte nämlich gesundeii, daß der Bedarf an Cigarren sür 1870 um 70,000 Kilogramm geringer fem würde, als lin vorigen Jahre, und deshalb eine Vermindernng der täg- lichen Arbeit der in der Fabrik«eschäfliglen und e-ne Herabsetzung des Lohnes von einem Lire auf 30 Ceate- stml verfügt Die Arbelterrinneli stellten sofort ihre Thäligkeil ein und schickten eine Deputation zum Prä- eklen, auf dessen Verwendung hin die Verwaltung flch entschloß, den Aibeiterinnen ihren früheren Lohn zu zah- len, uno d,e Reduktion der Fabrikation auf eine Weise zu versuchen, welche da« Interesse der armen Arbeiterin- neu weniger schädige. —(Strike.) Ja Lemberg, der Hauptstadt Galt ziens, haben die Buchdrucker die Arbeit eingestellt. Am 24. Januar erschien dort keine Zeitung. —(Revolt-.) Im Bagno von Toulvn bat eine Revolte unter den Galeerensträsliugen stattgesunden Dieselben rotteten sich zusammen, insultirten die Wächter und zertrümmerten alle», was ihnen vorkam. Zugleich sangen sie die Marseillaise und riefen:„Es lebe die Freiheit!" Die ganze Garnison des Bagno trat sofort unter die Waffen. Am nächsten Morgen ivar man Herr der Revolte geworden, und die Urheber deiselben erhielten im Beisein aller übrigen die Bastonnade, was be kanntlich eine surchlbare Strafe ist. Der größte Theil der Galeerensträflinge, welche sich beiheiligten, nämlich 200 Männer und 6 Frauen, ist sür Cayenne bestimmt bestimmt und soll ans der Fregatte„La Sybille" eingeschifft werden. —(Das Leben der Arbeiter) ist bei der gegenwärtigen Produktionsweise in fortwährender G Die Unglücksfälle häufen sich mehr und mehr. Wir haben schon wieder ein solche» zu verzeichnen. Am 17 d. M. esplodirte auf der Fürstlich Hohenlohe'schen Karo linen-Erube bei Kattowiy ein Kessel, wodurch 13 Mcn scheu verunglückten; 3 waren sofort todt und 4 sind in zwischen an den erhaltenen Verletzungen gestorben, wäh read für die übrigen ebenfalls lvenig Aussicht au Rettung vorhanden ist. Da« Maschinenhaus wurde theilweise zerstört und die daneben vorübersührende Bahn durch die Trümmer auf einige Zeit unfahrbar gemacht —(Arbeiter verunglückt.) In der Nacht vom 25. auf den 26. d. Mt«. wurde die in der Nähe der hiesigen Stadt, in dem Dorfe Dllnwald belegene Sprengpulverfabrik durch eine Explosion zerstört, wobei 15 Personen ihren Tod fanden und 3 verwundet wurden Die Erschütterung wurde mehrere Meilen im Umkreise verspürt. —(Arbeitereleud.) Am 21. dss. wurde Elberfeld die Leiche eines Arbeiters gefliuden, der seinen Tod durch Erfrieren erlitten hat. —(Todtgedrückt.) In der katholischen Kirche zu Liverpool entstand am 23. d. MtS. durch Feuerlärm ein Gedränge, wobei 15 Menschen todtgedrückt wurden. —(Explosion.) Am 16. explodirte aus einem griechischen Dampsschisse in der Nähe von Galatz der Kessel, ivodurch 7 Personen getöt-tet und zwei schwer ver wundet wurden. Das Schiss versank in wenigen Minuten —(Erschossen) wurden in vergangener Woche in der Nähe von Memel ein russischer Offizier und ein Husar von preußischen Schmugglern. —(Raubmord in Ungarn.) Die Carriolpost von Ofen nach Börösvar wurde am 20. d. M. bei All ofen ausgeraubt. Der Postillon wurde mit dnrchschnit tener Kehle mld gespaltenem Kopfe im Graben aufgefunden. —(Ein großes Unglück) passivst am 8. Jan. Abend» auf der Weser in der Nähe von Vegesack Mehre Personen wollten mit dem Fährschiff nach der oldenburger Seite hinüber. Da« Schiff war jedoch schon übersüllt, so daß Einige wieder aussteigen mußten. Um nicht in Vegesack zu übernachten, wandten sich die Leute der zweiten Fähre bei Ulrichs Werft zu. Mit dem Fährinaiin und einem jungm angehenden Steuermann, welcher sich dem Fährmann zu Hülfe anbot, bestiegen noch 4 Rlann an» Bardenfleth da« Schiss. Es wehte ein ziemlich starker Wind. Nach wenigen Minu tcn glaubten am Lande zurückgebliebene Leute Hlllserufc vom Wasser her zu vernehmen, doch war e» ihnen nicht möglich, sofort zu Hülfe zu eilen. Ais man schließlich an Ort und Stelle kam, fand man da« Fährschiff mit Sand und Wasser gefüllt vor Anker liegen, die vorherigen Insassen jedoch sämmtlich ertrunken. Vier der Ertrunkenen sind Familienväter. —(Ein jugendlicher Verbrecher.) Da« Strafgericht zu Brüssel verhandelte vor Kurzem über einen neunjährigen Knaben, der beschuldigt war, seiner Mutter nach dem Leben getrachtet zu haben. Der jugend liche Verbrecher heißt Scikeyn, und ist der Sohn ter Bäckerin Serkeyn. Die Einzelnheiten de» Thatbestandes eröffnen eine t! aurige Ansicht über da» Wesen dieses Knaben, und was seine Mutter über ihn aussagt, ist nur geeignet, das Gemälde noch zn verdüstern Am 14. December v. Z. begab sich die Frau Serkeyn in den Keller, um Bier zu holen. Als sie wieder im Zimmer war, goß sie sich ein Glas voll, hatte aber kaum ihre Lippen daran gebracht, als sie bemerkte, daß das Bier sehr nach Phosphor schmecke. Sie nahm sogleich an ihrem Sohne eine Untersuchung vor und fand in einer seiner Taschen etwa 40 Zündhölzchen, von welchen meist die Köpfchen abgeschabt waren. Die Bermulhung lag daher nahe, daß das Kind während ihrer Abwesenheit die Köpschen in da« Glas geworfen habe, au» dem feine Mutter zu trinken Pflegte, und in das sie dann ihr Bier goß. Einige Tage vorher hatte derselbe liebe Junge da« Wohn zimmer der Familie in Brand stecken wollen, war aber von seiner Schwester verhindert worden. Außerdem gab die Muller zu Protokoll, daß ihr Sohn ihr oft Geld stehle, lügnerisch uud grausam sei. Bw zu seinem sieben- ten Lebensjahre war er zu Ternath(bei Brüssel) zur Erziehung, der Bürgermeister de» Ortes aber sendete ihn zurück, indem er erklärte, er komme mit dem Jungen nicht aus. Dieser vcrtheidigte sich vor Gericht mit vieler Gewandtheit; er leugn.lc das ihm zur Last gelegte Ver brechen und gab vor, die Zündhölzchen, welche seine Muiter bei ihm gefunden habe, seien zur Entzündimg von Cigarren bestimmt gewesen, die er mit einem Spiel kameraden nach Tisch habe rauchen wollen, uns der Phosphorgcruch, der seiner Mutter am Bierglase ausge fallen sei, rühre daher, daß er vorher in seinen Händen Zündhölzchen gehalten und dann, ohne sich die Hände zu waschen, die Jrmkgläser„gereinigt" habe. Während der Unlersuchuiigshast wollte er, wie es scheint, Hand an sich legen. Der Gerichtshof veruriheilte den Angeklagten in Auditracht seiner gioßen Jugend zur Einschließung in eine Correcliousanstalt bi» zu seinem vollendeten acht- zehnten Lebensjahre. —(FeüerSbrünste.) Während des verflossenen Jahres brächen in London nicht weniger al« 1572 Feuer»- brünste aus. —(Zur Kennzeichnung der Concurrenz.) Zwei neveneinander wohnende Schlächter in Pari« be- glücke» sich gegenseitig mit den deutlichsten Beweisen bei- derseitigen Brooneide». Kürzlich schrieb der Eine über seiiie Würste im Schaufenster:„Das Pfund lO Cenii- inee! Wer mehr bezahlt nimmt, ist ein Spitzbube!" Sofoit erschienen im andereil Schaufenster die geflügel- len Warte:„Das Pfund 12' Centime«! Wer billiger kauft, srißt Gisl!" Briefkasten. R. in L. Ein Mißbrauch und eine heit ist e», wenn zuweilen einzelne Perloinii- dere Agitatoren, au irgend einem Ort sammler erklären, der Präsident habe sie enri so und so viel Geld zu dieser oder jener Ä? absolgcu zu lassen. Der Präsident gibt vW liche Auweisungen auf den Vereiiü (Hasenclever); allerdings kann ein Beitrags«! z. B. eine Anweisung von 10 Thalern in stall erst 10 Thlr. an Hasenclever zu schatol von ihm dann ebenso v-.el zurücksenden zu Anweisung selbst als für 10 Tbaler gültig«' einskassirer schicken, wodurch das Hin- ui» der 10 Thlr. unnothig wird. Aber immv Sache so gebucht werden, daß der Verein»!» Beitragsammler 10 Tblr. bekommen und dies» zurückgegeben hat. Unter allen Umilände» g, schriftliche Anweisung des Präsidenten a» kg vorliegen; mündliche Aufträge in Kassensail�,stgg,' der Präsident niemals und wer daher auf tt Souuabc licheu mündlichen Auftrag des Präsidenten hi* schriftliche Anweisung zu bekommen, Verr.� irgend jemand auszahlt, begehl eine R-Äonnemei und hat sür die Gelder aufzukommen, f Nummer Warnung. Deutscht E« sind von der Expedition de«„Soc.s gesandt: an Herrn Dr. Max Hirsch für/ bnrger: von Parteigenossen in Bremen Hemelingen 4 Thlr. und 5 Thlr. 9 Sgr.J thal 2 Thlr. 25 Sgr. 3 Pf., in Heppens 2- 6 Pf.— An Herrn C. Lücken in LlineL, Lüneburger: von den Cigarrenarbeitern biWtlt Zeitm wöcheni von den Cigarrenarbeitern fWtf dkf» und Sohn in Berlin 4 Thlr. 25 Sgr. 6 ikSabotlne lich 2 Sgr. Porto für jede Sendung. Annonce Für Därmen. öt ff entlicht Berfa w. der hiesigen Mitglieder de« f®8*v Allgemeinen deutschen Arbeiter-? Den«ei Tonntag, tcn Z«. Januar, Abcnt» daö gar im Lokale des Herrn Chr. Wilheleft�ngt. Der Bev»» H 1 Für Ilnter-Daimru. Oeffentliche Versa mmlu« der hiesigen Mitglieder �e» gesiegt— ' deutschen ArbeiterDenbmp, Allgemeinen Tamstag, den 99. Januar, Stbcntyt erneut im Lokale des Herrn Sassen.(tn Tagesordnung:�.K>ie Arbe. Berichterstattung. Der Bevo erreicht. Für Barmen.!!?"?' Allg. deutsche Arbeiterschaft Stiren' bit' u. Fabrikarbeiter, chten über Oeffentliche Versammlvft die einsti Ältontag, den»1. Januar, Abcntk>ger und � im Lokale de» Herrn Fell er, HeckingdsGist." ,okfW>cv schxx diese ve Der Berf jt hinaus? kHna Für Duisdurg Allgemeiner deutscher Arbeitcr'-inarbiitern Geschlossene MitgliederverWi Hu Tonntag, den»«. Jan., Abentö Ist der B im Lokale de« Herrn Au au st Schröder,'Miosen>>-- de« Herrn August Schräder, �}w;en im Tagesordnung: Hit es ei) Neuwahl des Prästde iten, und Vorschl«!) es ein mächligten, des Beitragsammlers und der- iniloser D Zu dieser Versammlung wird dringen» � miKvwr Nur zahlende Mitglieder sind stimmberwl'. ___«M;«?' s. Für Mn. 5-'b, ganz Allg. deutsch, ver. Metallarbel'�uplvrgai Versammlung Sonntag, den 30. Januar, Nacb�'wroß.st im Lokale de« Herrn Schorn, Große siegen"- Tagesordnung:.durch djx 1) Neuwahl des Beaollmächtigten und' ja �„ Kassenbeamten.— 2) Kassenbericht.— 3) W tung des Delegicten.?rhm i Sämmtliche Mitglieder werden ersucht Uk* en» Der Bevo�"."" E nblick unv jS3eilünbu) Für Hamburg. Gewcrkverein deutsch. de» Hun Geschlossene MitglieverversaN'�enigrn Bi Tonnabend, den»». Januar, Abel'Bpj� ttr im Tischler-Aimspaus, Breitesll«��-�. Tagesordnung:«trisch.»- Wahl de« Ausschusses.- Verschied./. l2 f. MB. Die Coinroleure werden angewi�- laß nur gegen Vorzeigung der Milglic�-,, F' währen.-aslloS für ~r.— iS— I- n, ihr f Für Paris. �nlhum. Die hieflgeu LassalleRver Hu versammeln sich)"— so jeden Dienstag Abend: ,tSpanei im deutschen Casino(Harmonie) 64, ger hat donrgi Öt. Martin.__ �,'llend wir Für Nta-Fsenbllrg bei Franks�' Iber Hörer hörigen Antheil zu nehmen. E» handelt Verloosnug von Geräthschasten, auE sich sißt ämmtlichen Mitgliedern; wir buten alle*V.btn die' 1 1| hmen. Es handelt galten, itationszweNe zu bei" noch keine Loose bek»� m � mögen sich gefl. an das Comitö wenden. T, Das Comite: Johann Jacobi,�"� e n ,,® � lich um Geld für AgitationszweNe zu' Bevollmächtigten, die noch keine Loose bek»� Aufforderung an sämmtliche Par�r«,..'��� N ,4, u:. ff. or> hnr», � den C. Unterzeichneter biitet alle ParteifrcU», su doch„ Aufenthalt und die genaue Adresse! nicht f0 A. Schröder, welcher oftmals Gasige Rolle, t der verbleibt ■•"«N rei Jchl'ge lifli»"« i Vorlesungen über Astronomie, unter Adresse hierher gelangen zu lassen. möglichst nachzukommen und schleunigst � c der P stauen an die Adresse: M. W. tZuick, Neue Springeltwffri! ihrem gest in Hamburg.»nger» mi der allen -«V�nreie Druck von stf. Bergmann M. �viel wie Berantwortl. Redakteur».Verleger W-Gr»] Gr»"'