Berlin, Sonntag, den 30. Januar 1870. er!olll»i Zechster Jahrgang rt d-« sie er»! ener A> lbt W- }erei«; ■itragf� cn iu i i >den ä"' iiltig a' n- ulN imm« ieremD Demokrat nd nändalßi Zeitung erscheint drei 'en a?5I wöchentlich, und zwar: assciM�nstag,� Donnerstags nnd r ans l» Sonnabend«»beud». nten PereT" Urgan der soriaf-demokralischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. ®{t"n j?ct-«ringerlohn: vierteljiihrstch 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., eluzelne « Bostämtern m Preußen 16 Sgr., bei den-ub-rprn.ßischen Postämtern in Deutschland gleichfall, 16 Sgr.,(66 Kreuzer slldd. Withruag.) � Bestellungen werden auswilrt» bei allen Postiimtern, iu Berlin iu der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter- Annoncen die Zelle nur 1 Sgr. Agentor sstr England, die Evlonien, Amerika, China und Japau dir " ujagmiw Dueeing 8 Little-Newport-Ströet, Leicester-Squaio. W. London. t dem I. Januar hat ein neue« Viertel- sabonuement auf deu„Social-Demokrat" nnen. Wir ersuchen diejenigen, welche abonniren wollen, dies sofort zu thu«. ie Bestellungen werden auswärts bei den ämtern, iu Berlin bei der Expedition, Git- nerstr. 17, und bei allen soliden ZeitnugS- diteuren gemacht.(Preis vierteljährlich Sgr.) wird das Blatt l. Januar an, rnrnttf® des »iter-�Den neuen Abonnenten � ilbcnds das ganze Quartal, vom WUhe�stäudig nachgeliefert. ltll 1 II m l n� Der Hunger gesiegt— der Hunger hat die Bergleute von! Vortrefflich, Ihr Herren, vortrefflich! Ihr ge briter�ldenbura, hat Tausende unglücklicher Lohnar- hgrt zu un«— Ihr seid Communisten aewordei ?lkcnk�?...-- Our.. �. in man ihnen auferlegt. Was man sociale Frage nennt, ist ihr nur ein Wettkamps, wer e« länger aus- hält. Der Versuch einer moralischen und materiellen Unterstiitznng der Arme» durch Wort und That, damit ste mindestens eine weniger schimpfliche Ausgleichung her- beisllhren können und damit nicht ein bitterer Stachel zurückbleibe, au« dem in späterer Zeit ein ganz andere» Gift aufsprießen kann, dieser Versuch ist ihr ein Gräuel. Sie verhöhnt Schulze'» Auftreten für die Armen,»m sie— nachdem die ArdeitSeinstellnng einmal geschehen— nicht ganz hilflos in der Hand der Arbeitgeber zu lasse», als einen ohnmächtigen Eingriff iu da« vortreffliche Hunger-Regiment. Es lacht au, ihr die ganze Wollust, die nicht blo« die eigene Tasche zuknöpft und ausrust: was geht mich der Hungernde an! sondern auch die erhabene Frivolität der sogenannten„freien Wirthschaft", welche diese schöne Lehre als Grundsatz für alle Welt predigt. zu den Füßen der Kapitalisten ge Abenkizr erneut i'< I1- ten. ;'„Die Arbe.rv.rnflellungen in Waldenburg haben ihr �BevMH erreicht. Nicht die Verständigung, nicht die Ver- elung, nicht die Ueberzeugung, nicht die Versöhnung, .er» der Hunger hat den Sieg davon getragen. Wir aft b0«tiren die Thatsache, daß, wie verschieden auch die I,.,'. chten Uder die dnrei-i.n at-v-n—.-'— ki- 11 ter. chten über die dortigen Vorgänge lauten, doch bei ,,, mlvh die einstimmige Ueberzeugung feststeht, daß der I'lkcndtlger und uur derHunger derSieger geblte- �HeÄMLrc schreibt-Sab? Wer ruft dies« mhalt/ch«- �, diese verhängnißvollen Worte in die weite j lt Hinang? Wer ist es, der so offen den armen 'xeitel'�narbeitern die große Wahrheit verkündet, daß .»-xsgft der Hunger e« ist, durch den die kleine .xofle der Besitzenden die ungeheure Mafle der roder, vioftn im allen Joche erhält? j. Ist es ein Blatt des„socialen Umsturzes?" lorschill�e« ein„elender Arbeiterverführer" ist eS ein der»�mlofer Demagoge", ein„wahnwitziger Com- riagenbAst", schonen Bezeichnungen alle mmb-re denen man unS beehrt? B«o°M>.in'. Jene Worte sind mit denen n! Jene Worte sind zu lesen— schwarz weiß, ganz so, wie sie oben wiedergegeben sind— sihaupiorgan der Fortschrittspartei, in der B er- r„VolkSzeitung." �kacb�Groß ist die Macht der Wahrheit, und sie $4 siegen"— so verkündet ein urolt.? roße 'S- ten und - 3) U � mn J UNO IC M hi. verkündet ein uralter Spruch, �Jahrtausende gegangen ist. Ja, '»i XT*»» ä.uS -rsucht, M»»" rS un8"neu Augenblick r welche» unS ,m von dem ...______.., umwt» uns im ersten IJPi�&lMid unwiderstehlich ergreifen mußte, al« wir g..Verkündung von der Macht und der Bedeu- HvlZÜs de» Hungers in der heutigen Gesellschaft in Blatte lasen, welche« seit Jahrcn an ttrpr w:-«—' -vi«'« easen, welche« seit Jahren an , Abc»Kpitze derer kämpft, die den furchtbaren Klas- lreitesilWigcusatz in ter beutio.n'KM g: chied« kemkM und die den Millionen den -sM'lgensatz in der heutigen Gesellschaft mit nerischen Phrasen von der Harmonie der In- chi-d'«. jen zwischen„Kapital und Arbeit" übertünchen und die r.n ltilglied ...„en dvciuivnen armer Menschen, castloS für Andere arbeilen müsien, einzureden v, ihr freier Wille trcibe ste zu solchem �venthum. .-»lje-'.D-r Hunger hat gesiegt in Walden- ! z"— so tont eS aus den Reihen der Fort- lbenV! ,tspart«i— und„Ja. Ihr habt Recht, der , gt, ger hat gesiegt in Waldenburg", braust ,»'llend wider auS den Reihen der hohnlachen- �7ose bel�)\t„Bolkszeitung" wüthet gegen ein anderes eudeu- �«gevisieorgan, da« Hauptblatt der„Rational»! cobUJZftn*, die s»™. ___ vet„yvuiiO die„Nalionalzeitung", wie solgl: o Partum, zzeUmig" und„Norddeutsche Allgemeine de- ..„Mn doch-..... i»" M.......... augeraeine vi "l"! noch so weit den Austand, die Hunger- „' ist M nicht so ganz ans den Thron zu heben. Die « Rolle dieser schönen Theorie die Fahne vorzu- n-r"v verbleibt der würdigen„National-Zenung". dem "-zchl-'giN"inen Organ der B""''" 'uiüflsi' der Prämien. Anleihen, die ihr Herz (.nsiell\ ihrem gestrigen Leitartikel feiert sie diesen Triumph �«ngerS mit innigem Wohlbehagen. � der allernatvrlichste Ausgang, ■--- �.�r d enreich euArbeitgeder n n m v..viel wie die Bedingunoe ... ES erscheint daß arme Ar- ""chsebenmllssen, flungtn lauten, welche Ihr seid Communisten geworden mit Haut und Haaren. Kommt Ihr nach diesem Zugeständniß nicht zu uns, so könnt oder wollt Ihr die Folgerung Eures eigenen SatzeS nicht ziehen. Wenn Ihr denken könnt und dabei ver- kündet, daß nur der Hunger, d. h. der eiserne Zwang, nicht der freie Wille, die Millionen Arbeiter unter das Joch des Capital« beugt, dann müßt Ihr auch, in nothwendiger Folgerung, zuge» den, daß diese Millionen Arbeiter, wenn die Host. nung friedlicher Verwirklichung ihres Rechtes und ihrer Freiheit ihnen genommen werden sollte, be- rechtigt sind, gegen den Zwang deS Hungers den Zwang anderer Art zu setzen, gegen den Zwang zur Gewalt zu greisen. Aber freilich, freilich, es war nur ein unbe- «achter Augenblick, in welchem grimmige Wulh Euch jenes Geständniß entlocktes Nichts ärgert ja mehr, als wenn vom Freunde selbst, auf den man gezählt, ein wohlangelegter Plan zu nichle wird! Und Euer Plan war ja so gut! Wie dumm, wie polizeiwidrig gimpelhast mußten Eure guten Freunde auS der Bourgeoisie sein, Euch nicht zu verstehen! Die Waldenburger Angelegenheit sollte die Macht der Fortschrittspartei in Arbeiterangelegen- Heiken zeigen. Dadurch sollten die Arbeiter aller- wärt« Vertrauen auf die Partei bekommen, uns so durfte man dann hoffen, in Zukunft die Arbeiter unvermerkt im Interesse der Besitzenden gängeln und zügeln, hinhalten und betrügen zu können, damit nicht, wie so schön gesagt wird, ein ganz anderes Gift— unser Gift nämlich—„aussprieße." Und Eure nationalliberalen Freunde, diese Schafslöpfe haben die« nicht begrissen! Statt Euch zu helfen, haben sie Euch schlecht gemacht, haben Euch selbst für elende Arbeiterverführer, für schäm- lose Communisten ausgeschricen. Welche Nilpferde! Soll man sich da noch wundern, daß Ihr in blinde Wulh gerathen seid und in dieser blinden Wuth die verhängnißvollsten Geheimnisse ausplaudert! Das große Hauptgeheimniß nämlich: daß Ihr selbst recht gut wißt, auf welchem Zwang die heutige Gesellschaft beruht— auf dem brutalen Zwang deS Hungers!— und daß Ihr also wider besseres Wissen und Gewissen diese heutige Ausbeutergesellschaft, oder, um Eure eigenen Worte zu gebrauchen, diese„Banditen"-Wirth- schaft gegen unS in Schutz nehmt. Und wie hättet Ihr es auch nicht wissen sollen! Hat doch der große Meister Eurer Bourgeois- Oekonomie, hat doch Adam Smith schon vor Menschenaltern in seinem Hauptwerke(Kp. 8) ge- lehrt wie folgt: Die gewöhnliche Höhe der Löhne wird scstgesetzt durch die Verträge, welche gemeiniglich zwischen den beiden Parieien, deren Interesse keineswegs ein und h' si' abgeschlossen werden. Die Arbeiter wollen mogtichst viel verdienen, die Unternehmer möglichst wenig geben. Die ersteren sind geneigt, sich zu verbinden z» dem Zwecke, die Löhne steigen zu machen, die zweiten zu dem Zwecke, sie herabzudrucken.-- In allen die- sen tiämpsen sind die Unternehmer in der Lage, eS länget auSzn halte». Ein Grundeigenthümer, ein Pächter, ein Fabrikunternehmer, ein Kausmann können im Allgemeinen, ohne einen einzigen Arbeiter zu beschäs- Ngeu, ein oder zwei Jahre au« den Mittel», welche sie schon zurückgelegt haben, leben. Viele Arbeiter würden ohne Arbeit nicht eineWoche existiren können, sehr wenige einen Monat, und kaum irgend einer ein ganzes Jahr. Habt Ihr eS verstanden? Schon Adam Smith meint, daß der Aibeiter schließlich dem Capitalisten nachgeben muß, weil dieser aus den Mitteln, die er zurückgelegt hat, leben kann, während jener, der Arbeiter, nicht eine Woche existiren kann, d. h. hungern muß. Ja, ja, Ihr habt eS verstanden, habt es nur allzugut verstanden und wißt es jeden Tag vor- trefflich anzuwenden. Aber gut ist eS inzwischen, daß Eure Zeitungen in Zehnlausenden von Exemplaren auf einmal die große Wahrheit ganz offen hinaustragen ins weite Land, auf daß das Volk seine Lag- erkenne, und daS Joch zu brechen, sich entschließe! Der Hunger hat gesiegt zu Walden- bürg! Ja. der Hunger ist-S, der die Millionen besitzloser Arbeiter treibt, Jahr aus, Jahr ein in rastloser Mühe, mit Sorge und Elend die Reich» thümer für die wenigen Bevorzugten zu schaffen. Der Hunger ist es, der die Armen zu Paaren treibt, wenn ste sich erheben gegen die Willkühr ihrer Herren und dann zurückkehren müssen zum alten, tausendmal verfluchten Joch. Der Hunger ist es, der jene Armen im Bergwerk zu Lugau in den gewissen Tod trieb. Nicht nur zu Lugaul Der zusammenbrechende Schacht ist allerortö eine regelmäßige Einrichtung derjenigen ProdutiionSweife, welche jede Ausgabe, daS Leben des Arbeiters zu schützen, als unnöthige Berschw-ndung betrachtet. Prasselnd stürzt der Schacht zusammen— hunderte von Leichen liegen zerschmettert und ver- stllmmelt im Schutte— Mütter, Frauen, Kinder ringen die Hände Uber dem großen Grabe. Triumph! Triumph! DaS Regiment deS Hun- gerS hat einen neuen Sieg erfochten! Laßt e« widertönen in tausend Stimmen, durch alle Länder, überall, wo eS arme Lohnarbeiter und wilde Capitalistenwirthschaft giebt; ruft es hinaus in die weite, elendvollc Welt: „Der Hunger hat gesiegt zu Walden- bürg." Aber Logik wollen wir! Denken sollt Ihr! Die Folgerungen Eurer eigenen Verkündigung sollt Ihr ziehen! „Der Hunger hat gesiegt"— so ruft Ihr selbst. Schweigt, elende Heuchler, oder heraus mit der rothen Fahne! Ein Drittes giebt eS nicht!— Politischer Cheil. Berlin, 29. Januar. H. Die katholisch-clericale Partei, iiSbesondere die Geistlichkeit zeigt immer deut- licher daS Bestreben, in die Arbcilerbeweguug ein- zugreifen. Diese Arbeiterbewegung ist nämlich in Deulsäi- land, wie in der ganzen Culturwelt, in so krästi- gem Wachsen begrissen, daß sämmiliche Parteien den Boden unter ihren Füßen schwai ken sützlen, und um sick wieder zu stärken, versuchen sie diese gewaltige Bewegung sich dienstbar zu machen. Selbstverständlich werden die Versuche scheitern, auS dem einsachen Gruner, weil ein Gegensatz des Interesses existirl zwischen der Arbeiterklasse einer- seitS, die den vollen Ertrag ihrer Arbeit aus Grund deS NaturreeblS fordert, und der besitzenden Klasse, die einen Theil des Arbeitsertrages jener als Bodenrente und Kapitalgewinn an sich reißt, und diesen Vorthcil niemals freiwillig aufgeben wird. Alle Parteien, welche auf Ver- mishung und Versöhnung beider Klassen begründet werden sollen, müssen somit beim fortwährenden Wachsen der Kluft zwischen dem Proletariat und den Besitzenden zu Grunde gehen, denn eS ist der historischen Entwickelung der Gesellschaft und deS Klassenkampfes gegenüber eben ein Unding, zu verlangen, daß die Arbeiterklasse diesen Kamps aufgeben solle, bevor sie ihr Ziel erreicht hat: daß der Arbeitsertrag den Arbeitenden selbst zufällt und so das Verschwinden aller Klassenprivilegien und daS Aushören der Klassen selbst Thatsache wird. Die Arbeiterbewegung wird also alle alten Parteien sprengen und schließlich zur Bildung zweier neuen führen: der Partei deS Proletariats, welche die Aushebung der Klassenprivilcgien an- strebt und welche sich direkt durch den Kampf gegen die Bevorrechteten organisirt, und einer reaktionä- ren Bourgeoispartei, die ihre Privilegien der Ar- beiterklasse gegenüber vertheidigt, und in der sich AlleS sammelt, waS von der Arbeit Anderer lebt. Diese geschichtlich noihwendige Thatsache vollzieht sich bereits in diesem Augenblick auch in Deutsch» land, da« beweist das kräftige Wachse« unsrer von Lassalle begründeten Arbeiterpartei, welche die Ab» schaffung aller Klassenvoirechte erstreb.', und die dieS nicht blos als frommen Wunsch ausspricht, son- dern auch dafür kämpft und ferner kämpfen wird; das beweist die Angst der übrigen Parteien, die jetzt durch Liebäugeln mit den Arbeitern diese so lange wie möglich noch im Schlepptau zu erhallen bestrebt sind. Vom blauen Halbsocialisten bis zum Krautjunker und Pfaffen, alles predigt Versöhnung zwischen Capitalisten» und Arbeiterklasse; bald wird die Humanität der ersteren angerufen; bald wird die Letztere zu frommem Dulden aufgefordert, und auf Vergeltung nach dem Tode vertröstet— Die clericale Partei hat sich, wie die übrigen, in letzter Zeit viel mit der Arbeiterbewegung beschäftigt. Wie wir seiner Zeit berichteten, hat eine im Sep- tember 1869 zu Fulda abgehaltene Couferenz deutscher Bischöfe ausdrücklich beschlossen, daß der CleruS sich mit der socialen Frage zu beschäftigen habe, und ein eigenS zur Besprechung der socialen Frage bestimmies Organ der klerikalen Partei, die zu Aachen erscheinenden „Christlich-socialen Blätter", hat sich, wie die Re- vakiion bemerkt,„unter de« besonderen Schutz des heiligen Joseph" gestellt, um die Arbeiterbewegung jener Partei dienstbar zu machen. Als Probe, wie jene Partei die Versöhnung zwischen Kapital und Arbeit predigt, das heißt, die Arbeiter zum Aufgeben ihre« guten Rechls auf Erkämpsung des GesammtertrageS ihrer Arbeit zu bestimmen sucht, geben wir einen in jenem Blatte veröffentlichten christlichen Arbeiterkatechismus wieder. Die zahl» reichen Bibelverse, die als Belege der einzelnen Punkte dienen sollen, und mit denen der KatcchiS» muS förmlich gespickt ist, lassen wir fort. Der Katechismus lautet somit: I. Von den irdischen Gütern. 1) Wodurch ist das verschiedene Besitzthum der Menschen entstanden? Durch den Sünden fall; vor ihm waren die Güter der Erde zur gemein» schaftlichen Benutzung aller Mischen bestimmt; nach ihm muß sich jeder durch seine Arbeil die nothwendigen Güter erwerben. 2) Weshalb darf man nicht gewaltsam den Unter- schied des BesitzthumS aufheben? n) Weil das siebente Gebot sagt: ,.Du sollst nicht stehlen." b) Weil c« bei der Selbstsucht der Menschen ganz unmöglich ist, ein gleichmäßige« Besitzthum einzuführen und z» erhalten. 3) WaS lehrt das Chnstenlhum vom irdischen Be sitze? Es lehrt, daß sowohl großer Reichthnm, als große Armuih dem Seelenheile schädlich seien, dagegen der Mittelstand der beste sei, weil er die Uebnng der Tu- gend erleichtert. 4) Wa« lehrt da« Christen thum von de» irdischen Gütern? a) Es achtet dieselben al« ErhaltungSmiriel des Lebens, b) Sie sind aus gewissenhaste und ehrliche Art zu erwerben c) Man soll da» Erworbene nicht durch Leichtsinn, Fahrlässigkcir, Unverstand oder schlechte Wirthschaft zu Grunde gehen lassen, d) Man darf die irdischen Güter nicht llberschätzen, nicht maßlos nach irdischem B-sitze streben, sondern muß Genügsamkeit nnd Mäßig, ing beobachten, e) Man darf beim Streben nach irdischen Gütern den Hauptzweck des Leben«, d. h. da« Seelenheil, nicht an« dem Auge verlieren, k) Man muß über die Verwendung der irdischen Güter dereinst vor Gott Rechenschaft ablegen. 5) Wodurch sucht da« Christenthum den Unterschied zwischen Arm und Reich möglichst auszugleichen? Da- durch, daß e« de» Reichen Wohllhäligkeit nnd den Armen Zufriedenheit zur Pflicht macht und alle auf da« kom- inende Gericht und die bevorstehende Vergeltung in der Ewigkeit hinweist. 6) Wie hat sich demnach ein christlicher Reicher zu betragen? Er muß nach seinem Vermögen die verschie- denen Werke der Barmherzigkeit üben. 7) Wie hat sich der christliche Arme zu betragen? Er muß die ihm auserlegten Entbehrungen geduldig»nd mit Ergebung in Gotte« Willen ertragen, ohne deshalb die geeigneten zeitlichen Mittel zu vernachlässige», welche seine Lage verbessern röiiiien. g) Welche Hauptlugend müssen demnach Reiche und Arme gemeinschaftlich üben? Die Entsagung oder Selbstverlengnung. II. Bon den Ursachen des Elendes. g) Au« welchen Ursachen entspringt da« Elend des Arbeilerstande«? a. Aus den allgemeinen Zuständen der menschlichen Gesellschaft.>>. Au« den allgemeinen Zuständen des gegenwärtigen ArbeitsbetriebeS. c. AuS den allgemeine» Unglücksfällen deS menschlichen Leben?. d. Aus der persönlichen Beschaffenheit der Arbeiter. 10) Welche» sind die allgemeinen Zustände der Ge« sellschaft, welche Elend erzeugen? »> Die allgemeine Verweichlichung, Arbeitsscheu und Triigbeit. b) Die Verletzung der von Gott gewollten gesellschaftlichen Ordnung, d. h. die theiluahmlose Treu- nung von Arbeitgebern und Arbeitern, e) Die falsche (A. Smith'sche) Lehre von der Arbeit, welche sagt: „Menschliche Arbertskrafl ist Waare" und auf diese Weise die TagelohneSarbeit rechtlos macht und behandelt, d) Die herrschende Gottlosigkeit und der Mangel christlicher Ge- sinnung. II) Welcher Art ist der heutige Arbeitsbetrieb in Fabrikwerkstätten? a) Der Fabrikarbeiter ist gewöhnlich nur noch zu einer einzigen Verrichtung tauglich, die seine Verstände«- und Willenskläste allstumpft und ihn zu einem Neben- erwerbe unfähig macht, b) Die Arbeiterfamilie bringt den ganzen Tag in oft gesundheitS- und sittengefährlichen Werlstlltttn zu.«-) Durch die Fabrikarbeit wird die Zahl der selbstständigen Arbeiter vermindert und die Masse der Tagelöhuer vermehrt, d) Die Zeit der Ar« beitSdauer ist oft übermäßig laug, e) Die Arbeiter, von der Fabrik abhängig, sammeln sich in übergroßer Menge in den Fabrikstäoten. f) Der Arbeiter, den Schwan- kungea der Industrie unterworfen, wandert iu die Fremde uud wird so der Heimalh, dem häuslichen und kirchlichen Einflüsse entzogen und kommt zu einem wilden Lebeus- Wandel. l2) Welche Nachlheile hat die Arbeit weiblicher Per« sonen auf Fabriken? a) Sie steht im Gegensatze zu dem natürlichen Bc- rufe des Weibe« zur Häuslichkeit und Eingezogenheit. b) Sie ist der Sittlichkeit im höchsten Grade ge« fährlich, o) Sie entfremdet das Weib dem Manne. d. Sie verhindert die Kindererziehung. e. Sie verhindert ein geordnete» Hauswesen, k. Sie verleidet dem Manne das Hau« und treibt ihn iu's Wirthshaus. 13) Welche Nachlheile hat die Arbeit der Kinder aus Fabriken? a. Sie untergräbt die Gesundheit derselben. dz Sie bringt das Kind schon frühe in böle Gssellschaft. o. Sie entzieht dasselbe der nothwendigen Erziehung und Unterrichtung. 14) Welche Nachtheile hat die übermäßige Arbeits« dauer? a. Sie schädigt die Gesundheit, b. Sie zerstört da« Bewußtsein der menschlichen Würde und die sittliche Kraft.-. Sie zerrüttet da« Familienleben, d. Sie verleitet den Arbeiter, sich in der kurzen Erholungszeit übermäßigen Genüsse» hinzugeben. 15) Was versteht man unter den allgemeinen Un« glllckssällen de» menschlichen Lebens? a. Unglücksfälle, welche die ganze Gesellschaft treffen, z. B. Krieg, Seu« chen, Ueberschwemmung, Mißwachs, Theurung, indu- strielle Krisen, b. Solche, welche den Einzelnen tresseu, z. B. Krankheit, Todesfälle ic. 16) Welche persönlichen Eigenschaften des Arbeiters erzeugen Elend? a) Trägheit, b) Unwissenheit, c) Sorglosigkeit. d) Verschwendung(WirthshauSbesuch— Putzsucht). e) Frühes und leichtsinniges Heirathen. f) Ullsittlichkeit, besonders Völlerei und Unzucht. III. Von der Heilung des Elendes. 17) Welche Heilmittel bietet da» Christenthum gegen daS Elend de« Arbeiterstandes? a) Seine heilsamen Gebote, b) Seine heilsamen Lehren, o) Da« christliche Vereinswesen. 18) Welche heilsamen Gebote de« Ehristenlhum« suchen das Elend zu lindern? a) Da« Gebot der Entsagung und Selbstverleugnung. (Frage 8.) b) Das Gebot der Arbeit. lFrage 20 und 21.) o) Da« Gebot der Genügsamkeit.(Frage 4.) d) DaS Gebot der Sparsamkeit.(Frage 4.) e) Das Gebot reiflicher Prüfung vor Eingehung de« Ehestande». f) Das Gebot der Sonutagsfeier gl Seine Gebote überhaupt, deren Befolgung dem Menschen das wahre Glück gibt. 19) Welches sind die heilsamen Lehren de« Christen- thums? a) Seine Lehre überhaupt, welche dem Mcn- scheu die wahre Bildung gibt, b) Seine Lehre vom menschlichen Leiden als einer allgemeinen Folge der Erb- sllnde. c) Seine Lehre von der Vergänglichkeit alle« Irdischen, d) Seine Lehre von der einstigen Vergeltung. 20) Weshalb müssen wir arbeiten? a) Weil die« nothwendig ist zu unserm Lebensunterhalte, b) Weil es eine Pflicht der Gerechligkeil gegen unsere Mitmenschen ist. c) Weil Gott uns die Arbeit zur Pflicht gemacht und als Buße auferlegt hat. d) Weil Christus selbst in der Hütte zu Nazareth uns ein Beispiel der Arbeit samkeit gegeben hat. e) Weil die Arbeit ein Mittel ist zur Erlangung des ewigen Lohnes, k) Weil die Arbeit ein Bewahrungsmittel vor Ausschweifungen ist. 21) Wie müssen wir arbeiten? a) Ohne Beeinträchtigung der Zeit, die wir dem Dienste Gottes widmen müsse», b) Emsig, geduldig und in der Absicht, Gott zu gefallen. 22) Welche Eigenschaften muß ein christlicher Ar- beiterverein haben? a) Er muß ein wahrhast religiöser Verein sein, mit Ausschluß aller selbstsüchtigen Zwecke. b) Seine Mitglieder muffen„Ehrfurcht vor dem Vor- stände desselben"(!) haben, c) Die Arbeitgeber müssen ein christliche» Patrouat über denselben ausüben. 23) Wozu soll die« Patronat dienen? a) Die Fabrikherrn und Arbeiter wieder in christliche Lebens- gemeinschaft zu setzen, b) Damit die Fabrikherrn den Arbeitern Anleitung und Rath geben uud durch Ueber- zeugung dieselben leiten. 24) Wie muß da« Patronat beschaffen sein? a) Es muß bei jedem örtlichen Vereine ein selbstständiges sein. b) Es muß in einem persönlichen, wohlwollenden Em« wirken der Patrone auf die Vcreiusmitgliedcr bestehen. c) Es muß, um nachhaltige Wirkungen zn erzielen, ein sortdauerndes sein. 25) Welche» allgemeinen Nutzen haben die Arbeiter- vereine? a) Es findet darin eine gegenseitige Ueber- wachung statt, b) Der Berein fördert den Wetteifer im Guten, c) Da« Bewußtsein gegenseitiger Vcrantwort- lichkeit schärst das Gewissen, d) Das gemeinsame Bestreben stärkt da« Bewußtsein der Menscheuwllrde. e) Durch gegenseitigen Zuspruch und gutes Beispiel wird die sittliche Kraft gehoben, k) Arbeitsamkeit, Mäßigkeit, Ordnung, Sparsamkeit, wie überhaupt eine wahrhaft christliche Gesinnung werden am besten in der Gemein- schaft entwickelt, befestigt, belebt und erhalten. 26) Welchen besonderen Stutzen hat der Arbeiter- verein? Er kann wirksame Zwecke verfolgen uud er- reichen, die der Kraft des Eiuzelneu unerreichbar wären. 27) Welche» sind diese Zwecke? a) Sittliche, b) Materielle. 28) Welches sind die sittlichen Zwecke? a) Strenge Haltuug der Sonntagsfeier. b) Ausrottung de« Mon- tagsschwärmen«. c) Beschränkung des Wirlhshansbe« suchcS und der Vergnügungssucht, d) Schutzmittel gegen die leichtsinnige Vergeudung des Wochenlohne?. e) Beseitigung der frühen Bekanntschasten und Heira- then. f) Beförderung de« Fleißes durch Prämien, g) Gewissenhafte Benutzung der freien Zeit für das eigene und Familienwohl, b) Aufhebung der Kinderarbeit oder weninstens Errichtung von Fabrik- und Sonntagsschulen. i) Beseitigung der weiblichen Arbeiter von den Fabriken oder wenigsten«: 1) Beseitigung sittenloser Werksührer. 2) Abgesonderte Arbcitslokale für die verschiedenen Ge« schlechter. 3) Trennung derselben beim Verlassen der Fabrik. 4) Strenge Ucberwachung der weiblichen Ar- beiter durch eine gesetzte weibliche Person oder Orden«- ftauen.h!) 5) Anstalten für Mädchen ohne Familie. 29) Welches sind die materiellen Zwecke? a) Erzielung eine« Lohnes, der nicht blas die alleruothwendig- sten Lebensbedürfnisse befriedigt.*) b) Hinreichende tägliche Ruhezeit, e) E bauuuq guter und wolseiler Arbeiter- Wohnungen, d) Einrichtung gesunder Werkstätten, e) *) Ein national-ökonomischer Unsinn. Die Red. des„Soc-Dem." Errichtung von Sparkassen, k) Errichtung von Vor- schußkassen oder Kreditvcrcincn. g) Errichtung von An- stalten für Arbeitsunsä! i-e oder Pensiouskassen. b) Errichtung von Konsumvereinen, i) Errichtung von Pro- duktivassociationen.**) So der ArbeiterkatechiSmuS der klerikalen Partei, der gewissermaßen ein Parteiprogramm vertritt. Der Arbeiterklasse werden allerlei Zugeständnisse gemacht, einzelne Schäden der heutigen Produklions- weise werden hervorgehoben und ihre Beseitigung ge ordert; gleich daneben aber wird in heilloser Confusion der heutige Klassenunterschied als„g'ölt- liche Einrichtung" hingestellt und dem armen auS- gebeuleten Arbeiter„geduldiges Ertragen von Ent- b-hrungen" und Einschränkung seiner Bedürfnisse empfohlen. Wir brauchen auf die zahllosen Wider« sprüche nicht hinzuweisen, sie ergeben sich beim Lesen von selbst. Wenn eS z. B. heißt, daß daS verschiedene Besitzthum der Menschen dadurch entstanden sei, daß„seil dem Sündensall" ein Jeder durch seine Arbeit sich seine Güter verschaffen müsse, so ist das im Hinblick auf die heutige Produktionsweise, wo die, welche arbeiten, arm bleiben, die welche nicht arbeiten, immer reicher werden, so lächerlich, daß wir nicht weiter darauf einzugehen brauchen. Im Uebrigen ergiebt eS sich klar, daß, so arbeiterfreundlich die Herren Cleritalen auch scheinen möchten, sie ihren Ber- söhnungSschwindel nur im Interesse der Capital- macht in Scene setzen; denn, daß Arbeitervereine deren„Patronat" die Fabrikanten übernehmen sollen, nichts als ein Mittel der Unterdrückung oder Belhörung der Arbeiter sein können, beweist zweifellos die Wirksamkeit Hunderter derartiger Vereine; ob der„heilige Joseph" zum Schutzherrn gemacht wird oder nicht, ist dabei ganz gleichgültig. Als Gegenstück zur Haltung der katholischen Cl'rikalen zur socialen Frage und ihr Streben, den socialen Klassenunterschied als göttliche Ord> nung hinzustellen, können wir noch anführen, daß auch das protestantische Muckerlhum in der„Kreuz- zeitung" ganz in ähnlicher Weise, ja noch offener die Arbeiterbewegung einzudämmen und den Klassen- kämpf zu vertuschen sucht. Nachstehend geben wir ein n Leitartikel dieses Blattes, in dem die liberale Bourgeoisie grimmig beschuldigt wird, durch die „wirthschastliche Freiheit" der Gesellschaft die So- cialisten und den Klassenkampf auf den Hals ge- schafft zu haben. Der Artikel lautet: Der Klassenkamps das ist die Zukunft, der uns eben- so der SocialismuS wie die„wirthschastliche Freiheit" entgegenfahrt, obwohl jener von dem Princip der So- lidarität ausgeht, diese sich au« der Behauplnug recht- fertigt, daß die Concurren; der Jndividual- Interessen, d. h. der Krieg Aller gegen Alle zur witthschastlichen Harmonie führe. Wie könnte es auch anders kommen, da diese witthschastlichen Theorieen sich mit politischen begegnen, welche im Namen der Freiheil und Gleichheit zur Vereinzelung und Hlllslosigkcit sichren,— während der unserer Zeit und unserem Geschlecht mehr und mehr eingeimpfte Trieb nach Genuß die Nichlbesriedigung des- selben als ein dem Individuum zugefügte« Unrecht er- kennt. Die moderne Staat»- Entwickelung hat die Or- ganisationeu und mit ihnen zugleich da« sittliche Band zerstört, welches die BerusSgenoffen in Ehren uud Treue verband; der Kamps dauert noch fort gegen die Religion, welche dem Leben seinen tieferen Inhalt und eine von dem materiellen Genuß absehende Befriedigung giebt; der lebendige Gott, der ein Herr ist über Reiche, wie über Arme, wird verachtet,— wie kann man sich da **) Echt Schulzeanisch. Die Red. d.„Soc.-Dem." wundern, daß die Freiheit von den Jndididv.'i� �lil i Sinne der wechselseitigen Ausbeulung verstarl�stttrunj Der Beruf verbindet nicht mehr; der KawpsScenen Besitz, welcher die Mittel zum Genuß gewähr, fühlen\ Alle,— so hat die Demagogie leichtes Spendier, � Massen, wenn sie ihnen Aussicht aus die Mach!» un) bcutung giebt. Intelligenz!— so nennt sie.'./jhxji h die Besitzlosen, von dem Durst nach Genuß s'' � ihr eigenes Interesse in einseitigster VerfolgU»!�' untergraben. Und der arme Mann, welche«'™ l0U1 heil verkümmette, weil sie ihn vereinzelte, wir»™» ur Demagogie erst recht zum armen Mann geacegcln t! sie ihn gottlo« macht und zum bloßen WerkM die 5 der Interessen erniedrigt.„Das ist der Mißt ausweis Freiheit— sagt der Liberalismus, um sich z«! zurückb man muß sich mit ihm abfinden." Dieser�» innert an da« berühmt gewordene Wort eintk�xjx n( scheu Heeres-Jntendanleu, als die Geplilnderi«��.. Beschwerden vortrugen. C'cst la guerre it.« Krieg)— sagte er achselzuckend, und in der! den wir aus Krisen, wie der Waldeuburger��skk alt strikc sie heraufbeschworen, nicht mehr her« baß mn Denn der gegenwärtige Gesellschasisn Arbei ist ein Kriegszustand und die Demagikiellt habl immer in ihrer Hand haben, den Krieg ... welche wenn auch die Heldeu der„wirthschaftlichen Aefängniß sichern, daß diese Organisation gegen die Borarigj-xu,,»(, stoße. Wir fragen nicht, wer in diesem Kampfe S jn werde; aber uns scheint, daß, wenn irgeuk». man auf einem Vulkan stehe. AberR/., J man doch nicht!— versichert der Liberalisin� stivraw litische, wie der wirthschastliche; unv er fre� kinen 3 kleinen Huldigung, welche seinen Prinziphdaß jedi wird, während die Dämonen grinsend sich«Irl statif, sen heften uud sich sagen:„Unser ist di-ul und t Vielleicht!— wenn es eben kein hö�och immc gäbe, als die sogenannte„Intelligenz", mil� Nrbeit Demagogen den Massen schmeicheln, um si� bar zu machen. Dem lebendigen Gott diene«,"..? ist wahr« Freiheit— und solcher Dienst|IC"i1 uns bewahren tot der Herrschaft des gottes�O"™>n SocialismuS._® tie M Man fleht" 9"« So die„Kreuzzeitung". protestantischen Orthodoxen sind der socialen Bewegung gegenüber rathloS. t gesteigert Staaten E !die Verl Artigen E n. >er Verb; ire und � Rundschau. Berlin, 29. Januar. Nach verschiedenen Mittoeilungen ist� per ver reich wirklich die Ergebenheit der Softshx� � Kaiserliche Dynastie sihr in der Abnahwsi � Man spricht sogar von Verbindungen, pril ab m r erschiedenen Regimentern bestehen und ls werden. die Förderung des republikanischen G�ese Aende Armee ist. Thatsache aber ist eS, Wfc, und es französischen Soldateska im V-rhälmiß kAblauf ein andern Großmächte viel mehr politislds sdie Arbe ausreizende Zeitungen und Schriften get'ri Bergleut Im Kriegsministerium beschäftigt breiteten S einem Plane zur schleunigen Mobilisirv'üs es«u mee auf-in g-g-d-»«« Zeichen in seiner berli der Monarchie. Dieser Plan soll g�. hätte lei Wiederholung aller der Dispositionen Idenburg„i ten Maßstäbe sein, die mit Bezug hst'�e. Der Geldteufkl. Novelle von Hendrik Conscience. (Fortsetzung.) Monck hatte sich genähett und unterbrach ihre Klage, und indem er sie bei der Schulter faßte, zwang er sie, vom Boden auszustehen und sprach, während er sie sanft nach der Thüre stieß: „Stellt Eure Bitten ein, sie sind nutzlos. Mein Herr ist kränklich, er kann dieses Jammern nicht ertta- gen. Ihr müßt weggehen ohne Verzug." Noch einmal wendete sich die Frau um und sagte flehend zu Robyn: „O Herr, können Sie mir nicht Helsen, so vergeben Sie einer unglücklichen Mutter ihre Kühnheit, und be- wahren Sie da« Geheimniß, daß ich Ihnen anvertraut habe." „Nun, nun," muttte Monck,„keine überflüssigen Worte!" Er begleitete sie bi» in den Gang, legte die Hand an da» Thor, um es zu össneu, und sagte noch mit eistal- ter Gleichgültigkeit: „Ihr weint? Thränen sind aus der Straße für Euch gefährlich. Sie geben den Vorübergehende» Anlaß, nach dem Geheimniß Eurer Verzweiflung zu forschen." „Dank. Dank sür den Rath," seufzte die Frau, da sie mit ivankenden Tritten zur Thür hinausging. Jn da» Bureau zurückkehrend, stellte sich Monck vor seinen Herrn. „Aber Heir, wa« glaubten Sie zu thun?" fragte er. „Ich weiß es nicht," antwortete Robyn.„Die Augen dieser Frau hatten mich gerührt. Vielleicht hätten wir doch die Summe allmählich wieder zurückerhalten." „Wie können Sie so denken!" lachte der Schreiber. „Es ist kein Pjand. Wahrscheinlich waren tausend Francs iu» Wasser geworsen. Tausend Francs! Das ist ein Schatz! Und wenn Sie Allen, die in der Stadt Unglück- lich sind, helfen wollten, Sie müßten, noch ehe drei Monate vorüber sind, sich auf Stroh betten." „In der That! Aber, wa» wollt Ihr, lieber Monck. Ich bin alt und schwach. Das Herz gewinnt die Ober- haud; und Ihr wißt es wohl, da» Herz ist ein schlich- ter Geldversorger. Wenn ich Euch nicht hätte, und Ihr nicht sür mich dächtet, ich würde am Ende meiner Tage noch klägliche Thorhetten begeben. Kommt her, daß ich Euch die Hand drücke, guter Freund. Es sind tausend Franc«, die Ihr mir gespatt habt. Ich werde an Euch denken; ich werde an Euch denken, wenn ich mein Testa- ment mache. Noch einige Tage, wenn e« nicht besser mir weiner Brust gehen will. Schließt nun die Kasse." Während der Schreiber den Beseht ausfühtte, fragte Robyn: ,'Monck, ist schon Nachricht von dem Fabrikanten von Brüssel gekommen?" „Ja." „Kcmenaer hat ohne Zweifel sein schöne« Geld an dem Geschäfte verloren. Ich habe es ihm wohl gesagt. Ihr thatet Unrecht, Monck, ihm solch gefährliches Spiel anznrathen." „Nehmen Sie es mir nicht übel, Herr," antwottete Monck,„aber Sie irren sich ganz und gar. Ich bin diesen Morgen sehr früh zu Herrn Kemenaer gegangen, um ihui mitzutheilen, daß er an dem Geschäfte zehn- tausend Francs gewonnen hat." „Ein Zittern schien Robyn zu erfassen, und ein Pein- liche» Husten überfiel ihn. „Wie? Wa» sagt Ihr?" seufzte er endlich.„Es sind zehntausend Franc« an der Sache gewonnen? Und ich habe mich geweigert, daran Theil zn nehmen? Un- glücklicher, der ich bin!" „Sie wollten meinem Rache nicht Gehör geben," sagte Monck.„Hätten Sie da« Geschäft mit Herrn Kemenaer gemeinschastlich ünteruommen, so wie er e» Jhnnl vorstellte, dann würden in diese Kasse fünftausend Franc« geflossen sein, die nun irgendwo ander» ihren Aufenthalt finden." „Wehe! mein Verstand wird schwach," klagte Robyn; „fünftausend Fraucs verloren! Ach, Freund! Da« ist e«, was mein Herz so schmerzlich berührt.... holt mir ein Glas Wasser." „Der Schreiber warf, indem er fortging, einen seit samen Blick ans seinen Herrn. Er rieb sich die Hände vor innerlicher Freude, während er vor der Thüre in sich murmelte: „So ist es gut. Er wird nun nicht viel Lust haben, Verse zu hören, Betthold wird den Verlust der sünf- tausend Franc» cheucr bezahlen." Nachdem Monck Robyn da» Glas Wasser gebracht hatte, blieb dieser einige Augenblicke in traurige» Still- schweigen versunken. Er erhob jedoch bald wieder den Kopf und sagte: „Mein Verdruß wird die Aussicht ans i en Gewinn, welcher mir entgangen ist, nicht zurückbringen. Unglück ist da« Laos der alten Leute.... Monck, sind Briese angekommen?" „Nein, heute noch keine." „So ist denn Alle« abgethan?" „DaS heißt, e» ist wohl noch Etwas, aber ich bitte Sie" erlauben Sie mir, nicht davon zu sprechen." „Wozu diese« geheimnißvolle, bettübte Gesicht? Ein er Unalücksfall?" neuer Unglücksfall „Ein Unglücksfall ist e« nicht, aber e« wird Sie zu sehr' ausregen. Ihre Entrüstung könnte Ihnen eine Krankheit zuziehen, die ihrem Leben nachtheilig sein dürste. Aus Besorgniß für Ihre theure Gesundheil lassen Sie mich schweigen...." „Nun, nun, Monck, ärgert mich nicht," rief der Greis ungeduldig,„Ihr sollt es mir sagen, ich befehle e« Euch." „Ach, Herr Robyn." „Ich will es wissen ohne Verzug." „Nun, ich muß Ihrem Befehle nachgeben. Mäßigen Sie jedoch Ihre Anftegung und zeigen Sie sich nach- giebig gegen einen verirrten Jüngling." „Redet weiter." Monck nahm ein Buch aus dem Pult hervor, that, al« wenn er vor Angst zitterte und ging so ttäge und langsam zu seinem Herrn, daß dieser seine Kräfte über- mäßig anstrengte, um sich in dem Lehnstuhl halb aus- zurichten und nach dem Gegenstande zu greisen, der ihm Ausklärung über die geheimnißvollen Worte des Schrei- bers geben sollte. Dieser blieb aber ein paar Schritte vor ihm stehen und sagte: „Da» hat ein alter Herr, den ich nicht kenne, diesen Morgen an der Thür sür Sie abgegeben. Zufällig öffnete ich selbst da« Thor; der Herr sagte zu mir mit einem Lächeln, das mehr einem Spotte glich:„Hiervon weiß Herr Robyn gewiß Nichts. Man wird nicht wenig auf seine Kosten plaudern und über ihn lachen." „Wa«, wa«! Wer wird über mich lachen? Ueber wen wird man plaudern?" fragte Robyn ängstlich. „Ein wenig Geduld, lassen Sie mich weiter reden, ich bitte Sie. Nun, nun, setzte der fremde Hen hinzu — er sagte, daß er ein Bekannter von Ihnen sei— was wird man in der Stadt mit Befremden aufsehen! Ter kranke Greis Robyn, der in seinen alten Tagen Verse macht, der verliebt wird in den Mond und in die Ziachtigall." „Aber um Gottes willen, was sagt Ihr da Alles, Monck; werdet Ihr wahnsinnig?" schrie der Greis, vor Ungeduld sast von seinem Lehnüuhl springend. „Nein, ich werde Ihnen selbst die Sache allmählich beibringen, um Ihr zattsllhlende« Herz so viel als mög- lich zu schonen." „Was habt Ihr denn so Schreckliche« in der Hand? Gebt her, gebt her." „Es ist ein Buch mit allerlei Gedichten. Auf der ersten Seite steht mit großen Buchstaben gedttlckl: Früh. lingsscuszer von Berthold Robyn.... und da diese« Ihr Name ist... Er reichte den Band Hern Robyn dar, welüee schweigend und vor Acrger bebend, sein Brillengehäuse au« der Rocktasche zog, um sich mit«ige- nen Augen zu überzeugen, daß man ihn nicht betrüge Monck hatte sich neben den Lehnstuhl gestellt, mitlei- dig den Arm auf die Schulter seines Hern, gel-gt, wäh- rend er mit halber Stimme sagte: „Armer Herr Robyn! Mäßigen Sie Ihre Betrüb- niß. Bedenken Sic, daß Berlhold e« nicht absichtlich gethan. Es ist wahr, man wird Ihrer vielleicht spotten, aber Berthold tonnte es nicht voraussehen. Es ist ja nur ein Zufall, daß Sie sein Palhe sind und er den- selben Bornamen hat wie Sie daß er undankbar ist, dürfen Sie nicht voraussetzen; dasür haben Sie ihm zu viel Gute« erwiesen..." „O der Unverschämte! Er hat mein Verbot in de» speciell sür die Armee von Paris„Köni, versteht sich von selbst, daß alle diese Ä«J immer ai lediglich vom Gesichtspunkte der cveiüöttNtelnen P» drllckung oder Vorbeugung innerer Ver? Prjm j, vorbereitet werden. wandert, i Jn der Sitzung des gesetzgebei�r" Warw perS interpellirle der Abg. ESquiroisen Aeuße Senvung von Truppen nach Creuz� ein Du(' 7—----- 3*1« schütte I Wind geschlagen, seine Gedichte ohne mem-«,a» bei' lassen, und mich in Jedermann« Auge» provisorisch tvrtc» an macht. E» wird ihm theuer zu stehen er? ist er zu Hause? „Nein, Sic begreifen wohl, daß ein mr keine Zeit zu verlieren hat, wenn er den V00' ersten Werks seinen Freunden bringt." I IPaker „Ich werde ihn lebren, den Undankbarckgefallen. nur! Es ist unbegreiflich! Er muß vo»-end sür Geist besessen sein." tat, der j Indem er dieses sagte, durchblätterte««'g iigend mit so leidenschaftlicher Hast da« Buch, dfli � � möglich gewesen wäre, eine einzige Uebe�i-n•„ dichte zu leien.,"®lltl „Nun," rief er au»,„was enthält daß steht auf diesen schamlosen Blättcru? Sinn „Ich weiß e« nicht," antwortete Mo«� �mselben desbeinen an habe ich einen unbesiegba�"ur, we- Verse empsnnden, und ich habe das Buk V" kann,> -ber nach den Worten de« alten Hett« /en will. Liebchen auf den Mond, aus die Sofl�W Nachttgall." Bayc Solche Albernheiten unterzeichnet nu- w' men?" seufzte Robyn. t ,a' „Ja, aber nach der Aussage des alt'« Jnl'Ut" 8f ncich ein schöne« Gedicht darin stehe»,»«'fnelenkamr sucht hat, Ihnen vorzulesen. Warten S�ssse an der Seite beginnt es wieder. Er sagte es s Mtßtrav es vergessen; nein doch, ich erinnere m�'ssum Höh der fünfzigsten Seite.".# in der K Herr Robyn öffnete von Neuem das � erhaltet nach der bezeichneten Seite. Es währt« an-- II" gefunden hatte..... da st" ufigen A da« Wort Wucherer in die Angei.. volle Ab Mit einem lauten Schrei de?. Zorns wa-ss er da« Buch sa gewaltig r�en abge geöffnet unter das Pult flog. � H „Was ist e«. was Sie so entsetzt?""ten au ber wie verwundert.„War da» bezeich"»innere(g schön?" t„.ralen ifau „Schrecklicher Spott," polterte Robb"- dl ich st« guter Freund, ich fühle mich nicht ferner no kocht mir vor Zorn, und da« Herz � Hst Persiä Ht«l£.Vicetön ..Spott, gewiß nicht gegen Sie. �veraanaew „Nehmt da» Buch, les't das Wort, �"gange» dieser Seite steht, und seht, ob sich besonders Enttllstung sträubt." jisstl.* Der Schreiber nahm da» Buch Mein anm Öffnete es auf der fünfzigsten Seite. �inng.» bei al» erfülle ihn da» Wort mit Entseyss" zslder Ober! sichtlich, indem er da» Haupt schfl"''' Nrwährent seinen Augen nicht glauben, � vertieft, las er mit unterdrückter � genug, um von selnem-'"-"ft-ten werden. rSnrH-hltua(0 iidididi!--'� mit großer Energie eine solche Einmischung verstilli�gltrung, welche die Erneuerung der bluti- c SawiGcenen von Ricamaric und Anbin hätte g-wiihrwuhlen können. Der Minister des Innern. tr �be 3000 Mann dahin ■m-Mit''t"m b'���ung, da>? Eigenthum und ! Ge�sß ber Arbeit zu vertheidigen, die bedroht eriolzunj"' jedesmal, wenn sich derlei Zwischenfälle welch!« sollten, sei er geneigt, so zu handeln. -lte, tmrt�Na untersillyt EsquiroS und bekämpft die inn geocegeln ter Negierung. Ob der Minister des i W-rh«n die Wahrheit gesagt hat, wird sich da- '"�ausweisen, ob die Regierung dem bald nach � Zurückkehrenden Kammerpräsidenten Schnei- Wunsch erfüllt, dauern!)-in Balaillon '.UnM"'- Cr-uz°. zu verlegen. Hebe, die uerre Lage in Creuzot sagen die offiziösen >" d-ri'mmer d.e glaubwürdigsten) Berichte, daß burgerSp�ckk als vollständig beendet zu betrachten ist ■hr HM-daß mit Ausnahme der Rädelsführer alle llfchafrn Arbeiter sich in den Werkstätten wieder iZemagvcllt haben. Die drei Arbeiter und der Lan- nez zu» welche verhaftet worden sind, befinden sich fcS* T'! f00" a[atun- Di- Soloaten, welche � IsKn""""■»->>- irgtif f!n»•. letzten Tagen eingetreten ist. Ab°r:,r"", /rank geworden und mußten nach dem >-rali«n� gebracht werden. Herr Schneider machte !>"["Vi"'" �""bganz durch den ganzen Creuzot. hrmz'pl daß ledoch eine Demonstration irgend well ) sich|rl st-t-fand. Er war vom Präfec.en. dem n BiriCl" ben übrigen Behörden begleitet, die " b"''°ch«mmer im C-euzot befinden. um si-"° �b-'terunruhen in Sheffield sind noch � di.ne��ämpft; d>- F-indsch-fr zwischen den G-. Dienst �oinlern und den Arbeitern, welche an Stelle fl° n die" Mack. de« �ud. und benutzt n die Macht des BerciuS-u brechen, dauern � �este?-ttt ttr"steren wird immer . b" �5" txh auch hier wie in allen iibri- hlos.''aalen Europas nimmt die Regierung Partei £ L« rc'ILl8?3en.- SechSzehn Mitglieder ftig« G-werkvcreins sind plötzlich verhaftet rar. d ��ba"d der Bergleute von Lancashire, ..» istir. � Nord-WaleS hat an die Bergwerks- � Knlcei,. � verschiedenen Bezirke ein Rundschreiben >i>r,->Kid•®�chem diesen die Mitlheilung ge» .„aen**7 5. ta� bie �"gleute vom ersten Montag i nnd't. � � uur noch acht Stunden per Tag ar. . m«? r �b die Grubenbesitzer sich willig :n 6 ese Aenderung fügen werden, ist noch abzu- 'iü r �fU"b®äre sonach nicht unmöglich, daß lll'MVblauf eines Vierteljahres gegen 40,00� Berg V einstellen. Man sieht, die engl :n gtl�. Bergleute, die im Frühjahr einen sorgsam !Xf"etfn Ulrike beginnen wollen, wissen bester, b, listet es aukommr, als ß,-. Max Hirsch, der aü M'TL �"Ll'sch-n Reise wenigstens '.S', hatte lernen sollen, daß er den Strike zu I ki-i«! 8 Anfang des Winters veran ag v' �e «/in."�vnigSmacherei" in Spanien scheitert heftigen Widerstand-, den '."tt» Prim �"leien gegen einander leisten. Don tot, i,!. äe� lich doch in dieser Kunst nicht a.be-ö" Warw?� �glische-.Königs .8 vriU � �'°bgleich man aus seinen prah tqu.ro-s-n Aeußerungcn schließen mußte, er könne �Du�ud Könige für Spanien aus den —-�eln schütteln. Der Herzog von Montru-nN-v . den � wohl geneigt sei, ihn als -isfn"Äumhmen, ist überall glänzend ß voli'end für d? A�"�8°" l'nd sehr b-l dat v»!.!. Aussichten, die dieser Thr-Nl terte ttlg j' b Regierung in Erman- uch, d e.nes«nd-r-n dim«olr- empfohlen U'b�ien tr«" ttürbc-- Sollte t"publ'kanifchc Regierungö- !ilt j!„' f° liegt es nicht an dem republi- ? chcn Sinne des BolkeS und der Männer d e ÄÄ» iich»ich,«b-r dl, P„,»„ Herl» �len will" deren Herrschaft man sich be- So»«' en.' tv'vd eine nette Republik et""'�'ir?chcn"de'.nett,i b'� �tramontane Partei, �mlmen aesicat s?'»' h'" letzten Wahlen r/SsSÄ der Ab. ten sibste an den König entschi-i,,. unahme einer e«inii.!i Mißtrauensvotum gegen das n t''" :re m>cin annahm. Bekam, iiüs/"..-!"?'"Lf m3" letzten Jahre einen besonderen Höhepunkt erreicht hatten. Nach den Nachrichten der„N. fr. Pr." oll der Bicekönig eine große Anzahl von Geweh- rcn, die er über die vereinbarte Zahl hinaus an» geschafft, dem Sultan wohl käuflich überlasten wollen, aber nur um für das Geld bcstere Waffen anzuschaffen. Auch soll der Bicekönig mit den Häuptern dir canbiotischen Jnsurrection in immer- währender enger Verbindung stehen. Der Plan 'oll in einem allgemeinen Ausstande für die Unab- hängigkeit nicht allein Egyptens, sondern auch Kretas und der griechischen Provinzen der Türkei bestehen. Wenngleich diese Angaben vielfach auf Ukiwahrscheinlichkeit beruhen, so verdienen sie doch genannt zu werden, um die immerwährenden Gäh- rungen im Orient zu bezeichnen, die eine gewal- tige Umwälzung, sei eS bald oder in etwas fer- nere Zeit, sicher anzeigen. Vtrelus-Chtll. (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Bereiu.) * Jrrihümlicher Weise ist Hahnenklee nicht unter den Orten aufgeführt warben, die ihren Verpflichtungen für December nachgekommen sind. Der Jrrthnm ist entstanden, weil der Beitragsammler für Clausthal den Beitrag für Hahnenklec mit eingesandt hatte. Dies zur Berichtigung._ * In den Berichten über die Vorschläge zu Be- vollmächtigten, Beitragsammlern und Revisoren (Prästdial-Erlaß in Nr. 8 des„Soc.-Dem.") ist die genaue Adresse der zu Bevollmächtigten Norgeschla- genen anzugeben._ Rendsburg, 11. Jan.(Volksversammlung und Sieg.) Bis jetzt waren wir hier vou der Eise- uacher Mohrenpartei noch nicht heimgesucht worden, aber während die meisten Agitatoren unsere« Vereins in Berlin auf der Generalversammlung tagten, hielt sie die Zeit für günstig und versuchte, auch in unserm Kreise Zwietracht unter die Arbeiter auszustreuen. Es erschien nämlich ein Herr Schmitz, seiner Angabe nach Mit- sied eine» socwl. demokratischen Verein« in Altona, und erief auf gestern Abend durch den Ansruser eine Volks- veisammluug. Nach Eröffnung der Versammlung wurde der Unterzeichnete zum Vorsitzenden und Herr Rogge zum Stellvertreter gewählt. Dann erhielt nach Fest- stellung der Tages- und Geschästorduung zuerst Herr Schmitz da« Wort, sprach zunächst etwas Unbedeuten- des über die Principien der Arbeiterbewegung und ging dann auf die Organisation der Liebknecht- Bebel'schen Vereine über, er gerieth hierbei aber so aus Abwege, ich ihu mehrmals zur Sache rufen mußte, über- Haupt verlor er sich schließlich ganz in den gewöhnlichen Angriffen und Beschuldigungen der jetzigen Vereinslei« hing.— Nach Beendigung eine« sogenannten Vortrage« übernahm Herr Rogge de» Vorsitz, während ich Or- ganisatiou und Programm der sich social-demokratisch nennenden Liebknechl'schen Partei erörterte. Nachdem ich zuerst da» Entstehen der Eisenacher Partei, ihre Wühle- reien und den famosen Eisenacher Congreß geschildert hatte, ging ich dir hauptsächlichsten Punkte ihres Orga nisationS-Programm« durch und zeigte, daß sie in den wichtigsten Principiensragen durchaus unklare Forderungen �gestellt hätten— beispielsweise, daß ans ihrem Pro gramm nicht hervorgehe, ob sie den Einheitsstaat oder den Föderativstaat wollten, sowie, daß sie mit ihrer Forderung der„freien" Produklivgenoffenschaften, statt etwa« bessere« als die Lassalleaner, nur eine unklare Phrase gemacht hätten. Ich bewies serner, daß diese PaNei durch die Art und Weise ihrer doppelt indirekten Wahlen gradezu den demokratischen Principien iRs Ge ficht schlage. Dem gegenüber erklärte ich, wie durch die Organisation, welche Ferdinand Laffalle den deutschen Arbeitern gegeben, allein der Arbeiterstand zum Siege gelangen könne, und wie die Bourgeoisie, weil sie diese« wüßte, sich den Laffalleanern entgegenstemme, ihre Or- ganisatiou zu stören und ihre Partei zu vernichten trachte. Wenn die« für die Bourgeoisie auch die richtige Taktik ei, da durch die Verwirklichung unserer Principien, die ansbeutende Macht derselben gebrochen werde, so sei es anderseits eine Schmach für einen Arbeiter, wenn er, wo die Lassalle'schen Principien verbreitet würden, die Fackel der Zwietracht in die Herzen der Arbeiter werfe und ihre Köpfe zu verwirren suche. Der wiederholte laute Beifall, welcher mir wurde, zeigte, daß ich aus dem Herzen der Arbeiter gesprochen. Nachdem hieraus noch die Herren Rogge und Moltenhauer für unseru Verein ausgetteten waren, ergriff Schumacher das Wort, und suchte durch Verdächtigungen gegen den Prä fidenten, zu welchem ihm die Schmähschriften angeb sicher Parteigenoffen ein erwünschtes Material boten, die Arbeiter in ihrer Ueberzeugung wankend zu machen. In meiner Erwiderung führte ich aus, daß der Vereins- Präsident lediglich der Partei verantwortlich sei und gerade jetzt der Generalversammlung in Berlin Rechen- schaff ablege, wie die Beschuldigungen gegen Herrn Dr. v. Schweitzer nicht darauf ausgingen, die Arbeiter aus- zulläreu, sondern nur Scandal bezweckten, und wie diejenigen, welche sich von dem Verein trennten, einen Verrath am Prinzip begingen, denn das Prinzip erheische eine einheitliche Arbeiterpartei; auch sei es Grundsatz der Demokrasie, daß sich die Minorität der Majorität fügen müsse. Inzwischen wurde folgende Resolution euige bracht:„Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem von Ferd. Laffalle gegründeten Allg. deutsch. Arb.-Verein und seinen Prinzipien einverstanden und spricht Jedem, der e« wagt, den Verein anzugreifen, ihre Verachtung aus." Diese Resolution wurde mit großer Majorität angenommen. Nachdem Schluß der Debatte angeuom men war, sprach ich nochmals au», daß es die Pflicht de« deutschen Arbeiterstandes sei, an dem Allg. deutsch Arb.-Verein festzuhalten. Laffalle, einer der edelsten und größten Geister unseres Jahrhunderts, habe wohl gewußt, was dem deuffchen Arbeiter zum Wohl gereiche, somit müßten wir da« Gebäude, zn welchem er den Grund gelegt, weiter bauen und zur Vollendung brin- gen. Ich schloß mit einem Hoch auf den Allg. deutsch Arb.- Verein, in welche« die Versammlung mit Begeiste ruug tinstlmmte. Nach dem Schluß fanden Einzeich nungen in unsere Mitgliederlisten statt. Die Zusammen� gehörigkeit der Anhänger der Volkspartei und der Eisenacher Mohrenpartei zeigte sich recht komisch auch wäh rend des gestrigen Abends, indem ein Mitglied der sogenannten Volkspartei, ein erbitterter Feind der Lassalleaner, unter der Heiterkeit der Versammlung mehrere Male mit ganz ernsthafter Miene den Worten des„Ehrlichenein krästige«„einstimmige«" Bravo widmete, und sich. wie mir gesagt wurde, demselben auch angeschloffen hat. Mit social-demokratischem Gruß H. Oldenburg. Au« Frankfurt a. M. berichtet Herr I. Riehl über eine am l7. Januar stattgefundene sehr stark be- Uchte Mitglieder-Bersammlnng. Es wurde ein Schreiben aus München verlesen, worin die hiesigen Mitglieder zum Abfall vom Allg. deutsch. Arb.-Verein aufgefordert wurden. Es sprachen die Herren Schmidt, P. Schnei- er, A. Schneider, Fröder und I. Riehl energisch ihre Entrüsturg über diese Jntriguen aus und es wurde fol- gende von Herrn I. Schmiot eingebrachte Resolution einstimmig angenommen:„Die Mitglieder des Allg deutsch. Arb.- Vereins zu Frankfurt a. M. erklären auf die Aufforderung, den Bayerischen Kongreß zu beschicken, daß sie entschieden gegen da» egoistische Vorgehen der Herren Nesf und Eonsorten Protestiren, und rufen den Brüdern in Bayern zu: Haltet fest an der Schöpfung Lassalle'«, an dem Allg. deutsch. Arb.-Verein." Ferner wurde das Resultat einer Versammlung des landwirth- schaftlichen Vereins verlesen. Dort war beschlossen wor- den, schwedische Arbeiter kommen zn lassen, und es hatten sich dazu sofort ISOekonomen verpflichtet. Diese Schwe- den sollten in der Frankfutter Gegend nämlich die Löhne herabdrücken. Sämmtliche Redner in der Mitglieder- Versammlung sprachen sich entschieden gegen dieses Ver- fahren aus. Am Schluß fanden viele Einzeichnungen statt Herr Riehl bemerkt zum Schluß:„Wir hoffen, daß unsere Brüder in ganz Deutschland festhalten an der Fahne, die Ferdinand Lassalle entfaltet hat. Mägen auch Stürme an uns herankommen, wir werden keinen Schiffbruch leiden. Ganz besonders rufen wir unsern Brüdern in Bayern zu: Tretet allen Jntriguanten mit Energie entgegen, da sie euch nur als Memmen für ihr egoistische« Treiben gebrauchen und die Arbeiterpartei welche keine staatlichen Grenzen kennt, um persönlich Nutzen zu zieheu, zersplittern wollen." Ueber eine neue Ausbreitung in Stockum im Kreise Duisburg berichtet Herr I. I. Bohr: In einer Volk«- Versammlung war Herr Sauerborn aus Essen erschienen und hielt Vortrag über die Prinzipien und die Organi- sation de» Allgem. deutsch. Arb.-Verein«, sowie über die Thätigkeit unserer Abgeordneten während der letzten Reichstagssession. Es fanden als dann zahlreiche Ein- Zeichnungen statt. Der Einsender schließt mit den Wor- ten:„Die Mitgliedschaft ist begründet. Herrn Sauer dorn unsern Dank. Nun Brüder vorwärts zum Kamps für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit! Tretet ein in den großen Bruderbund de» Allqem. deuffchen Arb.-Vereins." Herr Sauerborn au« Essen berichtet un« über eine Versammlung, die am 2(1 December v. I. durch die„Ehrlichen" einberufen war. um den Waldenburacr Strikt zu besprechen. Herr Sauerborn erhielt den Borsitz und es wurde»ach längerer Debatte eine Resolution daß sich die Versammlung mit den Bestrebungen de« Allgem. deutsch. Arb.«Vereins vollständig einverstanden erkläre, einstimmig angenommen. Für dieselbe stimmten «lbst die„Ehrlichen" mit ihrem Führer Herrn K ö I s ch c»- dach. Eine Sammlung für die Waldenburger Berg- leute ergab 7 Thlr. 15 Sgr. Au demselben Tage fand noch eine Versammlung in Bank(Kreis Duisburg) statt woselbst Herr Sauerborn und Herr Lubberich aus M-iderich über den Allgem. deutsch. Arb.-Verein und die nachsien RclchStagöwahleu sprachen. E« ließen sich da- elbst 40 Arbeiter ,n die Listen des Allgem. deutschen Arb.-Vereins eliizelchnen. Von Herrn Georg Fr ick au» Clausth'al geht uns em Bericht über neue Ausbreitungen des Allg. deutsch. Arb.-Verein» in der Umgegend von Clausthal tu. Am 9. Januar fand-zu Wildemann eine Ver- aminlung statt, die von dem Herrn Bürgermeister mit Hinweis auf ein dicke« Gesetzbuch in eigener Person überwacht wurde. Nachdem die Herren B Lttgcr und Schäfer über die Schulze'schen Heilmittel, dann über da« allgemeine, gleich- und direkte Wahlrecht und Pro- dukti v gen ossens ch a fteu gesprochen, suchte Herr Kaufmann Dedenborn den Rednem zu entgegnen. Solches ge- chah aber in so unverständiger und unverständlicher Weise, daß, als die Versammlung durch einzelne Rufe ihn belehrte, daß er keinen Boden habe, er in sichtliche Verwirrung gerieth. Leicht wurde es den Uusngen einen olchcn Gegner zu widerlegen. Bei Schluß der Ver- ammlung zeichneten sich circa 70 Arbeiter in die Listen des Vereins ein. Am selbigen Tage fand unter dem Vorst-, des Herrn Pförtner in Grundorf eine Per- ammlung statt. Nach den Reden der Herren Carl Müller und Burghardt traten circa 50 Mann dem Allg. deutsch. Arb.-Verein bei. Am 16. Januar wurde eine Versammlung in Lauterthal abgehalten, deren Resultat die Einzeichnung von 85 Mann war. Am AJ. Januar marschirten die Clausthaler Mitglieder nach Altenau, wo wiederum nach einer glänzenden Ver- ammlung 53 Mann dem Allgem. deutsch. Arb-Verein als Mitglieder beitraten. Wir müssen gestehen, daß die Clausthaler sich äußerst brav benommen haben und d-n'°lb-N' d°ß ihre ferneren Agitationen von gleichem Ersolge begleitet werden. *7 Hanau berichtet Herr Daßbach folgendes: Äi Bourgeoisie und die Zeitungsschreiber Mkwl- schastlich zede freie Meinung des Arbeiters zu unter- drücken suchen, zeigt folgende«: Ein Aufruf zur Unter- stlltzung der strikendeii Waldenburger ging sonderbarer- weise von einigen Herren aus, die in jeder Beziehuna den Arbeiter auf's Aeußerste auszubeuten suchen, dies veranlaßt« mich, eine Erklärung dem Tageblatte einzu- zendin, dieselbe wurde aber mit dein Bemerken zurückae- wiesen, daß sie anstandswidrig sei. Diese„anstandswidria-" Erklarnng lautete:„In Folge des Aufrufs in der.Ha nmier Zeitung" vom 8. Jan. sinden mehrere Arbeiter die au« vollem Herzen den Sieg der Waldenburaer herbeiwünschen, Veranlassung, zu erklären, daß die Ha- uauer Arbeiter nicht so sinnlos sind, zu glauben daß es den Herren dieses Aufrufs wirklich«m die g kränkten Rechte der Waldenburger Arbeittr oder de/ Arbe ttr llberhanpt zu thun ist, wie sie e« vorgeben, sondern daß sie nur deshalb in die Waldenburger Strikefraae en.gre.fen um zu zeigen, welche Bedeutung die Fort schrittspattei, der sie angehören, andern Parteien gegen über hat. Mithin dient der Arbeiter und dessen anaeb lich gekränktes Recht nur al« Aushängeschild. Wollte man dem Rechte der Arbeiter Rechnung tragen, so bliebe m Hanau noch manche« zu thun übrig. Es wäre daher zu wlln,ch-n, daß da» angeblich so rege Interesse, die Rechte der Arbeiter, ivelche« in dem Aufruf zur Schau getragen wird, zur Wahrheit werde. Bis jetzt hat sich der Arbeiter im großen Ganzen dieser Gunst noch nicht zu erfreuen gehabt, er muß sich noch immer dem Druck und der rohen Behandlung insbesondere der Geschäfts- sührer in den Fabriken s igen, ohne von den Arbeitgebern geschützt zu sein. Ein großer Theil Arbeiter muß noch immer mit seiner Familie 14 bi« 16 Stunden pr. Tag arbeiten, um da« Leben frlfien zu können. Da ist auch ein gekränktes Recht vorhanden, wa« wir mehreren dieser Herren, die den Aufruf für den Waldenburger Strike unterzeichnet haben, zu bedenken geben. Sand in die Augen streuen ist vorbei." Eine solche Mahnung au die„humanen" Capitalisten nennt man also unan- ständig! Noch eins sei bemerkt. Dem sür die Jnter- essen der Bourgeoisie agitirenden Herrn Wittum aus Pforzheim ist es vor einiger Zeit gelungen, hier eine fortschrittliche Gewerkschaft der Goldarbeiter zu gründen. Da die hiesigen Goldarbeiter auf das phrasenreiche Wort- gekliugel mit hundertfälffgen Widersprüchen nicht recht anbeißen wollten, fand sich derselbe am 9. Januar ver- anlaßt, zum ziveiten Mal hier eine Versammlung abzu- halten. Es fehlte diesem Herrn nun nicht an Schmeichel- reden gegen die Hanauer Goldarbeiter; er bezeichnete dieselben als„die Spitzen der Arbeiterklasse", als„die geistig Gebildetsten der Arbeiter", sagte ihnen:„sie zähl- ten nicht zur Pöbclrotte" und desgleichen Klatsches mehr. Möchte doch Herr Wittum einmal in einer öffentlichen Arbeiterversammlung erscheinen. Berläumdungen hinter verschlossenen Thüren aussprechen, z. B. daß er nicht wie die früheren Agitatoren Geld sammeln ließe, um e« in die Tasche zu stecken, u. s. w., ist ein Buben- streich. Es ist wohl möglich, daß Herr Wittum für seine AgitationSreise keine Unterstlltzun; aus Arbeitergeldern erhält, da er ja die Interessen der Capitalisten vertritt, die gewiß hinter ihm stehen. Trotz der größten Be- mühungen de« Herrn Wittum, die hiesigen Goldarbeiter in den Netzen der Fortschrittspartei zu verstricken, wie e« in Pforzheim der Fall ist, wird es ihm niemals ge- lingen, denn in Hanau ist der Geist der Arbeiter durch die Eimvirkung der Principälc und Kabiuetmeister nicht derart geknebelt wie in Pforzheim. Auch dort, hoffen wir, wird den Arbeitern bald die trügerische Binde durch die Arbeiterbewegung von den Augen genommen werden; auch dort werden sie finde», daß sie die Natter an ihrem Busen genähtt haben." Ueber die am 10. d. M. in Elberfeld stattgehabte Versammlung haben wir schon da« Wesentlichste in Nr. 7 des Blatte« gebracht. Herr Mar o hn sendet unS noch einen Bericht, aus dem wir entnehmen, daß Herr Real aus Düsseldorf zum ersten Vorsitzenden und Herr Mllhlhausen zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurden. Da die Versammlung von der Volkspartei einberufen war, so versuchte auch Herr Hillmann zu sprechen, doch wurde derselbe, weil gegen diesen Renegaten!der größte Haß unter den Arbeitern herrscht, aus dem Saale mit großer Geschwindigkeit aus keine allzusanste Weise ent« fernt. Die von uns dem Inhalte nach gebrachte Reso« lution wurde mit allen gegen 8 Sffmmen angenommen. * Wir werden um Veröffentlichung nachstehender Erklärung aus Altona, 26. d. M., ersucht: „Da sich verschiedene Mitglieder in Zweifel befinden und sogar da« Gerücht ausgesprengt haben, daß ich zu andern Parteien übertreten werde, so muß ich hiermit konstaliren, daß mich allerdings ein gewaltsames Miß- trauen umschlungen halte, indem seit langer Zeit nn« Mitgliedern keine genügende Ausklärung betreffs der inne- ren Vereius-Angelegenheit durch Protokolle u. s. w. zu Theil wurde. Durch das jetzt in Händen habende Pro- lokoll der Berliner Generalversammlung bin ich in der Lage, zu erklären, daß ich jetzt von dem Mißtrauen be- freit bin und erwarte, daß da« Protokoll bei Manchen, welche sich in derselben Lage befunden hatten, seine Wir- knng nicht verfehlen ivird. Die Zukunft wird Zeuge sein, daß ich stet« feststehen werde unter dem Banner Lassalle's. Mit social- demokratischem Gruß Leinhos." Verbands-Thcil. (F ür de»Allgemeinen deutsch. Arbeiterschafts- Verband.) Aus Düsseldorf wird berichtet:„Am 22. Januar fand eine zahlreich von Mitgliedern besuchte Versamm- lung statt, in welcher der Delegirte DreeSbach über die Generalversammlungen Bericht erstattete. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Berichte wurde hauptsäch- lich über die Vereinigung der Gewerkschaften debattirt und zuletzt einstimmig der Beschluß gefaßt: Vou jetzt ab die Versammlungen derselben gemeinschaftlich zu gleicher Zeit in einem Lokale abzuhalten, damit der Geist der Zusammengehörigkeit sich kräftig entwickle, und die Mit- glicder am 1. Juli vollständig gerüstet dastehen. Der Versuch einer Zersplitterung der hiesigen social-demo- kratischen Elemente, der sich überhaupt nur auf einige neu an« der Fortschrittspartei übergetretene Holzarbeiter stützte, ist nun endgültig gescheitert.— Unsere Agitation wird nun wieder in ganz ruhigem Fahrwasser vor sich gehen,— und wir denken in diesem Jahre eine an- sehnliche Zahl von neuen Parteigenossen gewinnen zu können."_ Allgem. deutsche Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Hamburg, 28. Jan.(A n d i e M i t g l i e d e r.) Da die Abrechnungen nebst den Geldern noch von vielen Orten fehlen, so werden diese Orte nicht mit auf der Abrech- ming aufgesllßpt werden. Unsere Generalversammlung hat beschlossen, daß diejenigen Mitgliedschaften, welche bi» zum 1. Februar 1870 keine Gelder für da« vierte Quar- tal 1870 au die Hauptkasse gesendet haben, ausgeschlosse» werden. Mögen die Mitglieder derjenigen Orte also daraus sehen, daß sie nicht geschädigt werden, durch Un- Wohlsein unseres Schriftführer« des Herrn Vieweg, ver- zögerte sich das Erscheinen de» Protokolls und der Ab- rechnung; es wird Dienflag versendet. Die Zwickauer Mitglieder machen mich darauf aufmerksam, den Namen des früheren Kassirers daselbst, H. Kräselt, zu veröffcnt- lichen, damit man sich ein wenig vor ihm in Acht nehme. Die Gründe werden dem Ausschuß mitgetheilt iverdcn. Noch theile ich mit, daß die Verschmelzung gut wirkt. Schon meldeten sich au« Friedeberg in der Neumark zum Beitritt in unsere Gewerkschaft: Schlosser, Schuh- macher u. s. w. Möge uns das große Werk der Cen- tralisation gelingen, dann wollen wir nur den einen Hammer schwingen!— F. S. Li e bisch. Allg. deutsche vereinigte Metallarbeiterschaft. Hamburg, 25. Jan.(Stiftungsfest.) Am 15. dss. seierten die hiesigen Mitglieder ihr Stistungs- fest, verbunden mit Concert und Ball. Dasselbe>var trotz des schlechten Wetters gut besucht. Kein Mißton störte die Feier und blieben die Mitglieder in der schön- sten Harmonie und Brüderlichkeit beisammen. Dieselben sagen Herrn Müller in Lüneburg hiermit für die Mit- Wirkung am Concert ihren herzlichsten Dank. Mit social- demokratischem Gruß I. A.: L. Müncker. Allg. Taback- und Cigarrenarbeiter-Gewerk- schaft. Ottensen, 26. Jan.(An die Mitglieder.) Von nachfolgenden Orten fehlen die Abrechnungen, welche nicht allein au die Hauptkasse, sondern auch ans Präsidium gesendet werden müssen: Carlshafen, Friedland, Freden, Hanau, Halberstadt, Hannover, Pr. Oldendorf, Werther� Wenn auch von einzelnen Orten kein: Gelder'dingeschickt werden können, weil die Hauplkafse selber Geld hinschicken mußte, um die Schulden des früheren Vereins zu bo zahlen, so muß doch die Abrechnung eingesandt werden, damit wir der Verbandskasse gegenüber unsere Verpflich tungen regeln können, da diese nach den eingegangenen Abrechnungen zu berechnen sind. Georg Winter. Allgcm. deutsch. Maurer- u. Allg. deutsch. Zimmerer Verein. Berlin, 27. Jan. Bis zum Montag sind unsere Protokolle von der letzten Generalversammlung fertig. Als Anhang befindet sich darin ein genauer Bericht über die Thäligkeit und Erfolge beider Bereine. Es wäre gut, wenn jedes Mitglied ein Protokoll sich aneignete. Dasselbe kostet pro Stück 6 Ps. Ich fordere nun sämmt liche Bevollmächtigte auf, mich zu benachrichtigen, wie viel Exemplare dieselben wünschen. Wenn es irgend möglich ist, muß das Geld gleich mit eingeschickt werden, damit es un« nicht so geht, wie im vorigen Jahre. Dann können wir Protokolle und Kassenbericht mit einem mal versenden; wir ersparen dadurch Porto und Arbeii. Wer Protokolle vom Allg. deutsch. Arb.-Verein(Preis 2' z Sgr.) und vom Verbände(2 Sgr.) haben will, muß unter allen Umständen das Geld gleich mitschicken. MU social-dcmokratischem Gruß G. Lübkert. Allgemeiner deutscher Maurer- V-rein. In Bezug auf den Strike der Manrer zu Hau nover, der im vorigen Sommer stattfand, haben wir folgende Zuschrift erhalten: „Wir richten die Anfrage an die Betreffenden, wcs halb, da die Mitgliedschaft in Hannover die Strikeabrech nung bekannt gemacht hat, wir in Lüneburg nicht mit erwähnt sind, da wir doch auch 6' z Thlr. geschickt haben.— Für die Mitglieder in Lüneburg: H. Lobe nstc in, Bevollmächtigter." Ferner theilt das Sttikecomite in Hannover mit: „Der Betrag 4 Thlr. 27'/- Sgr. der Maler aus Hannover ist auf einen andern Posten berechnet worden, eben so die Summe von 8 Thlr. von der Strausbergs scheu Fabrik zu Hannover. Die Richtigkeit dieses be- glaubigen DaS Strikecomit« und der Bevollmächtigte." Berlin, 28. Jan.(Versammlung.) In unserer zahlreich besuchten Mitgliederversammlung am 26. d. M. legte zunächst der Ortskassirer für den verflösse� neu Monat Bericht ab; daraus gab er eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Die Kassenverhältnisse wurden für vollständig richtig befunden und keinerlei Einwand gemacht. Darauf hielt Herr Hasenclever einen längeren Vortrag, an welchen sich verschiedene Fragen knüpften. Nach Beantwortung derselben ging man zum letzten Gcgew stände der Tagesordnung über. Die Wahl der Ausschuß Mitglieder selbst wurde nicht vorgenommen, hingegen Vorschläge gemacht und beschloffen, über die Borge schlagencn in der nächsten Versammlung durch Stimm zettel abzustimmen. G Gocke, prov. Schriftführer. Allgemeiner deutscher Schuhmacher- Verein. Berlin, 28. Januar.(Zur Beachtung.) Die Bevollmächtigten de« Allg. deutsch. Schuhmacher-Vereins fordere ich auf, ihre Adressen mir schleunigst mitzutheilen, und zugleich die Mitgliederzahl an ihrem Orte anzugeben. Mit social-demokratischem Gruße G. Zielowskh, Ritterstraßc No. 35., Hof 3 Tr rität in einer Volksversammlung terrorisiren will? Ließe sich die Majorität, und diese bildeten die social' demo kratischen Wähler des Bezirks, aber solches gefallen, so wä ren dieselben auch nicht« weiter Werth, nls fernerhin von fortschrittlichen Phrasenhelden am Gängelbande ge leitet zu werden. *(Offenheit.) Ucber die Bestimmung der stehen den Heere hat sich mit dankeuswerther Offenheit in der sächsischen Kammer der Kriezsministcr Fabricc ge- äußert. Als der schließlich mit 24 gegen 21 Stimmen angenommene Abrüstungsautrag verhandelt wurde, meinte derselbe:„Die Sächsische Armee sei keineswegs„unpro- dukiio," denn 1) verdanke Sachsen der Armee seine Stellung im Norddeutschen Bunde, 2) schütze die Armee die produktive Arbeit, indem sie den Kampf gegen die revolutiouärcn Elemente, gegen die Revolution und gegen die Ausschreitungen des SocialiSmus aufzunehmen habe. *(F. W. Schlöffet), im Jahre 1843 Mitglied der äußersten Linken im Parlamente ist am 23. d. M. zu Goldberg in Schlesien gestorben. Der Sohn des Verstorbenen war jener bekannte 2l)jährigc Held, der als Kommandeur eines Freischaare»- Bataillons im Jahre 1849 in Baden bei Waghcusel rm Gefecht gefallen. Das Jahr zuvor war derselbe als Student einer der Führer der social ist i scheu Arbeiter Berlins. In einer Versammlung daselbst nanute er in seinem socia listischen Eifer seinen so entschieden„demokratischen" Bater einen„Reaktionär vom reinsten Wasser", weil dieser nicht den socialistischen Ansichten huldigte. Dem Verstorbenen(dem Vater Schlöffel) widmet die„Bresl. Ztg." folgenden Artikel: Wieder ist Einer von denen heimgegangen, die für die politische Freiheit des Volkes wacker gekämpft und schwere Opfer gebracht haben. Lange vor dem Bewe gungsjahr 1848 nahm Friedrich Wckh. Schlöffel, Fabrik bcsitzer in Eichbcrg bei Hirjchberg, später Ritterguts bcsitzer in Oberschlesieu eine ehrenvolle Stelle in den Reihen derjenigen Männer in Schlesien ein, die eine freie Verfassung für ihr Baterland als die Grundlage eines regeren politischen Lebens und bürgerlicher Freiheit erstrebten. Im Jahre 1847 wurde er als angebliches Haupt einer kommunistischen Verschwörung, die im Hirschberger Thale sich gebildet haben sollte, in Breslau, wo er sich gerade aufhielt, verhaftet und teoydcm die stödtijchen Behörden Breslau'», welche mit der ganzen Bevölkerung von seiner Unschuld überzeugt waren, für ihn eintraten, nach Berlin gebracht, wo er mehrere Monate in Hast blieb. Der später sehr bekannt gewordene Stiebcr wollte die Verschwörung entdeckt haben; sie stellte sich bald als Fabel heraus; Schlöffel wurde nach der glänzenden Vertheidigung des Justizralh Gräss vollständig freigesprochen und in die hei- mathliche Provinz zurückgekehrt, mit vielen Ehrcubezeu> gungen empfangen. Im Jahre 1848 wurde er zum Mitgliede des Frankfurter Parlament» gewählt und nahm dort aus der äußersten Linken Platz. Mit den Resten de« Parlaments begab er sich 1849»ach Stuttgart und nahm nach der hier erfolgten Auflösung an den Kämpft» für die ReichSverfaffung in Süddeuischlaud thStigen und lebhaften Antheil. Nach dem Ende des unglücklichen Kampfes wanderte er nach Nordamerika au« und sie delte sich in der Nähe von Philadelphia an, wo er glück lich im Kreise seiner Familie lebte. Vor wenigen Jahren kehrte er nach Schlesien zurück, wo er Heilung von schmerzlicher Krankheit in Warmbrunn suchte. Er blieb jetzt in Schlesien und ließ sich in. Goldberg nicd r, um seiner ältesten dort verheiratheten Tochter nahe zu sein. Hier starb er am 23. d. in dem 70. Lebensjahre. Nebengebäudes niederzulegen. Diese traurige Arbeit, an welcher sich auch Angehörige der unglücklichen Opser be theiligten, wurde den ganzen Tag Uber sortgesetzt, deuu bis zu den späteren Nachmittagsstuuden fanden stch noch kleine Thcile der zerstörten Körper. Acht� der Umgekommenen waren vcrheirarhet und fünf derselben hinterließen nnvrrsorgte Kinder in der Gesammtzahl von 29, dar unter 10 Geschwister, die ihre Mutter schon früher ver loren hallen und durch die Katastrophe nun auch des Vaters beraubt waren. Daß es unter diesen limständen nicht an tiefgreifenden Scenen fehlte, bedarf keiner Er wähnung. Außer den 15 umgekommenen Arbeitern wurden»och drei andere, die sich im verhängnißvollen Augenblicke außerhalb der Fabrik befanden, durch die mit größter Vehemenz umhergeschleuderten Steine und Balken verwundet, einer von ihnen so schwer, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird.— Von bemerkens werthen Einzelheiten ist noch anzuführen, daß, wie man uns in.ltheille, der Rumpf eines der Verunglückten eine gute Viertelstunde von dem Ort der Kalastropfe entfernt im Felde liegend uno in eliva gleicher Entsernung ein abgerissenes Bein in den Aestcn einer Tanne hängend aufgesundelr wurde. Bei der unbeschreiblichen Gewalt der Explosion, die Meilen weit im Umkreise die Häuser erbeben machte, erscheint es fast wunderbar, daß das so nahe liegende Dünnwald keinerlei bemerkenswerthcn -schade» gelitten hat. Doch war auch hier die Wirkung heftig genug, so daß im betreffenden Moment, unter gleichzeitiger Wahrnehmung eine« plötzlichen Hillen Licht- scheineS, Thllren und Fenster aufflogen. Die explodirte Masse Dynamit betrug etwa zwei Centner, gerade dasjenige Quantum, welches eben in der Fabrikation be- griffen>oar. Bemerkeuswerth ist, daß eine größere fer« tig gestellte Quantität, die ziemlich nahe in einem Neben- gebände tag, ganz unversehrt gebliebe» ist.— WaS die Ursache der Explosion anbelangt, so ist sie vollstäudig unbekannt." —(Explosion.) In der Franzensveste bei Wien explodirte am 12. djs. eine Rakete, wodurch 3 Kanouierc gctödtet und 4 schwer verwundet wurden. �(Arbeiter-Unruhen in Nachod.) Am 18. und 19. d. M. wiederholten sich in Nachod drohende Zusammenrottungen solcher Arbeiter, denen der Htägige Arbeitslohn nach der Flucht des dortigen Fabrikbesitzers I. D. Pick zurückgehalten wurde. Die Arbeiter forder- tcn nicht nur ihren rückständigen Lohn, sondern auch die Herausgabe der wechselseitigen Uuterstützungskaffe, welche au« regelmäßigen Wochenlohn- Abzügen bisher gebildet wurde. Da der Fabrikbetrieb bald sortgesetzt ivcrdcn dürfte und überdies verläßliche Anhaltspunkte für den Vcrtheilungs-Modus de« Unlerstützungs-Kasiensonds mangelten, so wurde auf diese Forderung nicht eingegangen. Die Stimmung der— meist aus entlegeneren Ortschaft tcn herbeigeströmten— Arbeiter gewann eine geradezu drohende Richtung, so daß der eben in Rachod weilende Bezirk«- Kommissär Herr v. Maiersbach nach Josesstadt „Ich kenne Sie nicht," sagte der D kenne Sic," erwiderte der Fremde, Jahren im hiesigen Gefängniß gepredigt. damals bekehrt und bin jetzt selbst Predize i—(Eine unangenehme Begegnl die Flucht Härtung'» theilt die„Wiener> folgende interessante Episod.- mit. Der flüt snhrer reiste bekanntermaßen aus dem t Sachsen nach der Schweiz. Zufällig lres mit demselben Zuge, den Härtung von ß -'»14. nutzte, auch Minister Dr. Giskra nach Brill der Station Lindenburg verließ Härtung' kurzen Aufenthalts den Waggon und vnll dem Wartesaale. Wer aber malt seine lk als er sich in demselben plötzlich Dr. Gii»* sah. Die Augen der Beiden begegneten ff � ment, dann ab�r suchte sich Härtung mit' lauten Wendung aus der in diesem Falles kommenen Nähe Sr. Excellenz zu bringeii-�. �, Giskra ihn erkannt hatte oder nicht, lind �.'' steren Falle die sogleiche Verfolgung cliv� Anwandlung„menschlichen Fühleus" unt-i>' � b, darum nicht veranstaltete, iveil er nicht>: seines Herrn Collegeu, des Polizeiminister» i-- pfuschen wollte; diese Fragen waren e» ftments-st Herrn Härtung bis zur österreichischen Glhimern 1 der Stadt und hetzten Windhunde auf dal Sintemalen aber die Windhunde— nobl sich einer solchen Art von Jagd schämt dt« I.[ ordentlich zupacklen, wurde der arme Gipflnnpmi'nl lich von Fleischerhiinden— zu Tode gebiss�„ oj- d-t die„N. Stell. Ztg." au,«elgard, Stadt, und Du, guter Leser, verwechsle DUMrtN Anfluge von noblen Zweifeln nicht etwasBestelluN dem Reste rohen Janitschaaiengesindels. ßenl, tu! lern, in 7r. 17,, Der Arbeiterkaben des„Social-Demokr� ul gel neuen ist m seiner ersten Auflage vergriffen, h, Bestellungen augenblicklich nicht ausgesühit..� � neu. Ulli ermessen zu können, ob eine ff" veranstaltet werde» kann, werden alle welche den Kalender nach beziehen wollen, i unter Angabe der gewünschten Anzahl ff r»?»»!) 3B6eI ur —(Zur Explosion-in Dünnwald), von wel- �, J cher irrthumlich berichtet wurde, daß dieselbe durch Spreng- pulver entstanden, liegt ein näherer Bericht der„Köln. (In Augsburg) hat man nicht nur-inen Präsi- B'S-"»°m 27. ds». vor, den wir hier folgen lassen:» deuten gewählt, man hat natürlich auch beschlossen, ihm �„vorgestern Aoend, QiCich nach 11 Uhr, vernahm in Gehalt zu geben. Das ist des Pudels Kern. Die Köln und, wie sich demnächst ergab, auch zu Deutz, Hanptmacher des Congresses müssen Aemter und Besol- Mülheim und anderen Orten der tlmgegend bis nach düngen bekommen. Bon welcher Eitelkeit dies- Leute dem Vorgebirge hm einen dumpf dröhnenden Schlag, befallen sind, mag das Curiosum zeigen, daß der neue degleitet von einem so starken Erbeben der Häuser, daß, Präsident die Besllrchtiiug aussprach, die Gegner würden h™. namentlich h.er in Köln geschah Bilder von de» die neue Partei nach seinem Namen benennen. Unnö- �n und«tuckarbeiten von den Decken der Zimmer thige B-fürchtung! Es wird den Gegnern nicht>m h«abfielen. Vielfach wurde geglaubt/ daß irgend-.n Traum einfallen, den Namen unbedeutender Personen benachbartes Gebäude eiiigeliürzt sei. Gestern srüh ver zur Parteibezeichuung zumachen; dazu gehört doch, daß!'ünthete man hier nnd da eine heftige Dampskeisel-Ex- jemand wenigstens einige Bedeutung habe. Ein anderer pissi»"»dir das Ausfliegen einer Pulvermuhle. Bald Einberufer des„Congresses" vergleicht sich mit Roche-"«chh« wurde 4l? wirkliche Ursache der wahrgenommc fort. Es ist widerlich. UebrigenS behauptet Herr Bebel, nen Erscheinung bekannt: die surchtbare Explosion einer auf dem Congreß sei kein Delegirter erschienen außer Quantität Dynamit in einer etwa zwei Stunden von den Einberusern und ihm(Bebel) und so wird es wohl I bei Dünnwald(K.cis Mülheim) belegenen Dyna auch sein. Iluverhllllter ist in der Arbeiterbewegung die mit-Fabrik eines hiesigen Industriellen. Fabrik war Selbstsucht nie zu Tage getreten. Man will eine bay- unlängst begründet, in ihren Eliinchlungen vollen rische Social-Demokratie mit eigenem Preßorgan und bei und virsuchswelse in Betrieb gesetzt worden. Dyna- so und so viel besoldeten Stellen; die Einberufer des bekanntlich ein ans Nitroglycerin und Kieselerde „Congresses" sollen als Redactcnre, Setzer. Erpedienten hergestellte« Sprengmaterial, deffen Explostonsverinögen, der Zeitung, als Präsideuten u. s. w. ihren Lebens- 1 von unbeschreiblicher, fast. wunderbarer Gewalt, oftmals unterhalt finden und die bayrischen Arbeiter sollen dafür erprobt wurde,-ohne daß man bis jetzt-liien Maßstab zahlen. Diese Leute müssen daher auch suchen, sich nach dasür Hölle seststellen können. Dem crstercn Bestand allen Seiten abzuschließen, weshalb auch Herr Bebel nichts lh-'le, Nitroglycerin, ivird durch Beimischung von Kiesel- für die„Volkspartei" dort ausrichten konnte. Die Augs- erd- ft»>e hohe Gejährlichkcit dergestalt beiiomincn, daß burger Comödie wnd schnell zu Ende sein; denn so plump, Dynamit nach allen bisherigen Ersadruiigcn und vielen so für Jeden zu Tag liegend ist der Versuch, zu selbst, dieserhalb augestellten Versuchen niemals sllr sich allein, süchtigen Zwecken die Arbeiter einer einzelnen Gegend von sonder» nur dann explodirt, wenn es mit öchießpulver ihren Brüdern im übrigen Deutschland zu tre.iiien, oder Zündhütchen in Verbindung gebracht wird. Eine noch nie gemacht worden. Ja, Gewinnsucht und solche Verbiiiduug wird deshalb stet« auch nur in dem Eitelkeit sind die schlimmsten Feinde der einheil- Augenblicke bewirkt, wo von der ungeheuren Explosion« licheu Arbeiter- Bewegung; an den Vorgängen zu kraft zu bergbaulichen oder anderc» Spreiigzwcckeu GeAugsburg haben die Arbeiter ein warnendes Beispiel: brauch gemacht werden soll. Gestern Nachmittag au mögen sie nächstens vorsichtig sein, immer aus die An- Qrt und Stelle ang-konimen, gewannen wir zunächst sänge solcher Bestrebungen achte» nnd den gewiffenlos-ii"ne Anschauung von der Oertlichkeit. Die zerstörte Fabrik Burschen, die die Bewegung zu Sonderzwecken ausbeute» lag etwa zehn Minuten von dem Psarrdoife Dünnwald wollen, rechtzeitig aus die Finger klopft». Uebrigen« aus dem Terrain der dort entstandenen Ansiedlung„Kunst- wird dafür gesorgt Wersen, daß demnächst der Allg-m.'ld", deren Gebänlichkeitcn ans einigen Wohnhäusern deutsch. Arb.-Verein sich in Bayern neu befestige.»"d mehreren Lokalitäten eingegangener chemischer Fa- (Die blasse Angst) der Fortschritllcr zeigt sich briken bestehen. Aus einer Bodenflächc von»ngesähr nach den letzten Borgäligen in Berlin auf die aller- drei bis vier Morgen, aus welcher die Dynamit-Fabrik offenste Weise. Im Bezirksverein Moritzplatz ries die M ziemlich tu der Mitte gestanden haben mag, janden Besprechung der„neuen Schweitzer'schen Gewalt-'""- die den bezeichneten Raum einschließenden Gebäude sam leiten"— so nennen es verschiedene Berliner Blätter su einem Zustande der größten Zerstörung. Die Um- — macherlei Vorschläge hervor, wie Einlaß gegen Kar- sassungswändc derselben standen zwar noch, aber die ten Eiusetzung von Ordnungswächtern, vor Allem aber, Dacher wann gSuziich zerstört, die Fenster vernichtet. sich' nur noch auf Parleiversammlungen zu beschränken, I Da« eigcutlichc Dynamil-Fabrillokal war bis auf spär da allgemeine öffentliche Versammlungen doch nur K° lnhe Reste wie von der Erde veischwunden, der ganze mödie seien, andererseits aber Herr Schweitzer erklärt! Mdum»mher weithin init Trümmein und zersplittertem habe, sich nur in allgemeine Volksversammlungen ein- s Balkeniverk�wie übersäet, leider nicht mit diesen aU>in, »m 50 Mann Militärbesatzuug zu telcgraphiren sich au schickte und nur auf eindringliche Vorstellungen des Bür- gcrmeisters, dessen Vorkehrungen die Leute zur Ruhe brachten, davon abgehalten wurde. Un? kommen die Forderungen der Arbeiter ungemein natürlich vor und wundern wir uns nur, daß man denselben nicht sofort entsprochen hat, da die Nichterfüllung derselben sicherlich zu erneuten und gerechtfertigten Unruhen sührcn muß.— —(A rbeiterelcnd.) Am 25. d. M. wurde einem Neubau in Hageublech bei Solingen ei» etwa 24jähliges Mädchen>n einem Zustande so völliger Sr starrung vorgesunden, daß vom hinzugerufenen Arzte Wiederbelebungs-Versuche als gänzlich fruchtlos befunden wurden. Die Unglückliche ist aus Remscheid, ohne Zweifel hatte sie am Abend vorher in dem noch unbewohnten Gebäude Nachtquartier nehmen wollen und ist bei dürs- tiger Bekleiduiig und maugelhastcr Ernährung der Kälte zum Opfer gesallen. —(Ein Arbeiter getödtet.) Am 24. d. M ivollte der in der Wagenjabrik von Dick und Kirschlen zu Offcnbach beschäftigte Federuschleiser Erb einen neuen Sch.elsstem vou 90 Centner Gewicht und 15 Fuß Durch messcr Prüfen, der am vergangenen Tage eingelassen und zum erstenmal durch die Dampfmaschine in Bewegung gesetzt wurde. Plötzlich flog der Stein in zwei Thcile, wovon der eine Erb crsaßle, demselben Schenkel, Brust und Hirnschale zerschmetterte und mit ihin durch das mit Eisenstäben vergitterte Fenster zwanzig Fuß weit in den Hofraum der Fabrik hinausfuhr. Erb war nach wenigen röchelnden Athemzügen eine Leiche. —(Eine Lebeusretterin.) Eine muthige That hat am 10. Januar eine junge Schauspielerin de» Theaters in Greeuwich, Fräulein Hvivard imtMamen, vollbracht. Als sie am Abend des genannten' Tage« nach beendigter Vorstellung sich nach ihrer«ehaujung begab, sah sie im Flusse Ravensbourne zwei Kinder in Levensgefahr. Unverzüglich sp>aiig sie in» Wasser, er- griff die mü dem Tooc ringenden kleinen Wesen und brachte sie in die Nähe des Ufers, wo r« ihr um Hülse eines vorbcipajsireiidcil Polizeibeamten gelang, sich und die Kleinen in völlige Sicherheit zü bringen. —(Eingesperrt.) In dem nah- gelegenen Dorfe Dolberg verjchivand vor einiger Zeck in Folge zerrütte- ter Vermögensverhällnisse der Küster Heger. Bald»ach ftiner Eulweichung entoeckte man in einem kleinem Ge- mache j-lne« Hauses seine wahnsinnige Schwester, die, von aller Welt vergessen, hier seil einer Reihe von Iah reu ein trauriges Dasei» gefristet halte. Der Anblick der Unglückliche» soll ein eillsetzlicher gewesen sein, da der Körper derselben in Folge der langen Hast völlig gekrümmt und zu einer Mißgestalt ziisammengewachsen ist. —(London.) Diese Riesenstadt zählt nach den neuesten amtlichen statistischen Ecmiltrlungen in runder Summ- 3,215,000 Kopse, also ungefähr viemial so viel als die preußische Hauptstadt uno ciu halvmal mehr wie z. B. das ganze Königreich Sachsen. —(Die Volkszählung ni Wien) hat in der Hofburg(Kaiserlicher Pallaft) das Voihaudeusriil einer Bevölkerung— mit Einschluß der Mitglieder der Kaiser- liche» Familie- von 2536 Köpfe» constatirl. Eine förmliche kleine Stadt. (Eljen T ölcke.) Zu dem in Berlin befindlichen, aus Stubeulen und Arbeitern bestehendem ungarischen Ver- ein, der nebenbei socialiftische Tendenzen verfolgt, ge hören auch eimge Mitglieder des Allg. deutsch. Arb. mischen zu wollen Wir bemerken hierzu, daß für jeden sondern auch noch mit Ueberbleibseln von 15 Arbeitern' Breill», die früher lauge in Ungarn gearbeckrt habe» " 4'~....,; j,, i,, ,, Mp im Climen blirf der förtolnfinn m Kov einer her l. hteii Slknvae» he« iitinnri(eh#n SRereitii Unbesangenen und für Jeden, der nicht absichtlich lügen will, von Gewaltsamkeiten Schweitzer'« oder sein-r Anhänger in der letzten Volksversammlung im neuen Gesellschaf.shause durchaus nicht die Rede sein kan»; daß vielmehr Schweitzer nur das einfache dcmokra- tische Recht verlangte»nd daß dieses Recht auch von der social-dcmokratischeu Partei in jeuer Bersammlung auftecht erhalten wurde. Oder ist es vielleicht demo kratisch, wenn eine winzige Minderheit die große Majo- die im Augenblick der Explosion in der Fabrik beschäft »igt gewesen waren. Die Körper derselben waren auf! da« entsetzlichste verstümmelt, oder vielmehr auscinavder gerissen. Man fand außer den der Köpft, Arme und Beine milsanimt den Kleidungsstücken beraubten Rümpfen, nur einzelne Gliedmaße» und kleine Fleijchlheile, d:r zwischen Fetzen von Kleidungsstücken umherlagen. Es war die erste Sorge, alle Ucberreste der Verunglückten zu sammeln und in der Küche eine« stehen gebliebenen! In einer der letzieu Sitzungen des ungarischen Verein« zeigt einer der Letzteren dem Vorsitzenden eine Mitglied«. karte des Allg. deutsch. Arb.-Verein», unter welcher Tölcke's Unterschrift al« Bevollmächtigter für«erlm sich desiudet. Sofort-bricht.der Vorsitzende in den Ras: Eljen Tölcke! au«, in welchen die Versammlung stür- misch riust-mmt. —(Wie man in Americkä- Prediger wird.) Dr. Leroy von Williamsburg bei Newyork wurde neulich von einem ältlichen Herrn auf der Straße angesprochen. anzuzeigen. Berlin, 29. Januar 1870. l.s cr Für die Redaktion de«„Soc.-Tß�TP W. Gruwcl,(Siti#ie'For Allg. i:nr Derlin..VT''' -...usdrücke deuthch. Schuhma bc«,, besoffene Versammlung. I wir unl Montng, den»«. Januar, Abenssfönnen de Miltelstr. 5?(zur gnleu Quelle), im Saff, T-gesordunag: id)er Cie( Vortrag des Herrn Hasenclevcr.-I»?-.. Gäste haben Zutritt.■f" �"nI: -—- n- eDgem. deu �or Aertm. oider Tyr« Mitgklcbcrvcrsammlnnz ,cn zu ri Allg. deutsch, ver. xvtetallarbk� und des � Erkenn, r Gewcrkvcreins d utsch. HolfLrtci ve> Montag, den»I. Jan., Abend« salion' ei im Kaisergarlen, Alte Jakobsstr."hnmacht d Tagesordnung: � Bcrichterfiatiung der Mitglieder beider� b>D. Die Mitglieder beider GcwerkslWff ÜIÜN ersucht, ihren Verpflichtungen nachzukomM�Z- da Mitglieder aller Gewcrkjchafte» werden �dungSvere _ F. Werthmann. W. Schill Demoki Iber fogem „£" M".. 3atobi)'j Allgem. deutsch.&imnict;c»!,to0rl,en" Officielle Versamml«'.„ �ie'fl Montag, den 3«. Januar, Ade»�- � � in Baabe'« Lokal, Große Frankst Tagesordnung 1) Vortrag des Berlagsbuchhändler« — 2) Bericht der Sommifstou über Association.— 3) Discussloa über Acco- 4) Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht gediegenen och so be können, itzer das dem da, hafte U in Berl! Für Hamburg.-„pbbe Allg. deutsche ver. iVietallarbchiSgesetzt Officielle MitglieherversaCf''"' 1 feigen: Mittwoch, den«. Februar, Abetz�Mir» sehr i»» JQ*...____ tonn, w in Stadt Bremen. Tagesordnung: 1) Bericht de« Herrn Schallmeyek- de« Ausschusses. Die Mitglieder werden erscheinen. MB. Die Mitgliedsbücher sind»> __ I. R°! ersucht, von den Ar rnßvoll wr rannen. Arbeiter — en ui fem Tyrai ortrefslici egner j rauf los die Orgo /tr zjambarg.( L>l sse n t l ich e V e r s a m m> der hiesigen Mitglieder de».ortschritlsf Aligemeiarn deutschen Arveilet'Zlied zwisp Montag, den»I. Jan., Abend» ein gar >a Tütge's großem Salon, Valculiü'Uftxn sie i: Tagesordnung: �chdem wl B Bortrag.— Besprechung socialer Fr-lD� Berlin- chledene«.«.Hörig, � � zu W Dornbusch unter /ür Altona. Geschlossene Versammlung der hiesige» lilUgemeiuek deutschen Ardeiter'' Dienstag, den I. Februar, Ab«* >u Wiltmaack'S Salon, Große Tagesordnung! Wahl des Prästdeuten n. f. w. 1 E« ist Pflicht jede« Mitglied«« zu«iff Vttoji | Der Familie Klau« in Berliu, Sl» donnernde« sociat-demokralische« Hoch- ihre freundliche Bewirthuug! in Di Utk von R. Bergmann BerantworU. Redakteur».Verleger LB.® Gesellst n wie fv !« zum übe, aiigehörent Eröffnung -r demselbe m Einlrit em sich nnmen nu Nachdem rließen die heil der a o daß sich all der Ai