tibfn O» öl gegen"L* 's Stadls pse und>>i !te und hr Verslhs t g-wkhN/ �t. 3« v Unbtinflp" 1 aujsilhrt� st der&- den rett-� c drei Berlin, Freitag, den 18/ Februar 1870. Sechster Jahrgang strenz« Demokrat. llnjcm der sorias-demokralischen Partei. Ran spritz n��Folz-iAntung erscheint drei >eil eriveW��ntlich, und zwar: besten?�S«. Donnerstag» und butch t::«anabend««beub». mstern WS.- djn in" >en Tage —.»mw..vw»* w�v., un ucn yuiiuimcm iu �icuncu 10 �unj�utfchlanb gleichsall, 16 Sgr.,(56 Kreuzer slldb. Währung.) . Da» WL nn gwÄ_— Agentur für England, die Kolonien, Amerika, China und Japan dlr. A Rorgen Sie ni. Politischer Theil. n creignä-- > ein W» merke inf Redaktion und Expedition: »erlin, Gitschinerstr. 17. nementS- Preis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., eluzelne ■(.»/ummern 1 Sgr.; bei den Postämtern iu Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußlschen Postämtern in Mou--- Bestellungen werden auswärt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespalteve Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter- Annoncen die Zeile nur 1«gr. vue-ine 8 I.UÜo-k�PO'-t-S.reet. Leiccster-Sqnai Q. W. C. London. Berlin, 17. Februar. num 4' DerDeSpotiSmuS der Capitalwacht niil d->»'stch in um so schärferem Lichte, je weite' uf. und utige PreductionSweise sich entwickelt und je er SchuV. der Klasientamps zwischen Bourgeoisie und lücktiche �priat hervortritt. Wenn die Arbeiter mit lus- und er Schul«„ci arrauenlam� lückuche hervortritt. Wenn die Arbeiter»n '°° d>stnn ihr Elend erlragen, wenn sie, ohn � b utJ'flanC Ju le'ften' langsam verhungern, so ' i> � stch der furchtbare Druck, den die Capital- £.an pnhusübt, nur in der Nothlage und im srühzeiii- rdamerik« �.rben der Arbeiter, aber wenn die Arbeilerklasie Lckanul�ganisirt, wenn sie gesetzlich oder ungesetzlich Dollar»- tano leistet, dann tritt plötzlich der Despo- grben o, der Capitalwacht offen hervor, dann zeigt .ace LooNl. unwiderleglich, daß die Arbeiter ohne Scheu >t einem � Weise behandelt werden, die offene Verspot- Ül:_______ Rechts, aller Gesetze ist. Das Musterlaud !n..Tyrannei der Capitalmacht ist das indu- >« auf vm weitesten entwickelte Land des europäi- 'che ��iestlande«, das„liberale" B.lgien. Dort wer- 'gr. Arbeiter, wenn sie sich gegen unerhörten auflehnen, regelmäßig mit„blauen Bohnen" »' werden sie förmlich als außerhalb Js-tzeS stehend behandelt. Es ist unfern irvers» hetannt, Seraing in Belgien die "� r ,.!�r der Cockerill'schen Fabrik, als sie vor � na-'"f**n sriebltcher Weise die Arbeit einstell- _. 21 f schmählichster Weife von Militär und Gen- Ii 3) K ie niedergemetzelt wurden. Die C rpita'.macht . 4) grtl'irch diese Slaatshülse ihre„weißen Skia- ucht- t Botmäßigkeit; auch jetzt pocht dre Capital- rni Metzelei, und es hat, um den Ar- Udie letzten rebellischen Gedanken auSzutrei- r ml?«" Sadoine, der Generaldirektor der ar"Abt�'l�in Fabrik, die Pistole auf die Brust ge- Valinli»� folgenden despotischen Erlaß veikündet: 6. Januar l. I. ab und bis aus weite en iterstützungen, welche Fabrikation«- Eomo ing . V,. r. all und v>S aus weite, eir orrberr alle Perionen und U»terstütz»ngen, welche - llschast brsheran au? bim Fabrikation»- Eomo bet UnterstütznugSkaste bezehlt hat, abg schafft. ? n. i«erden wieder bewilligt, wenn der Geist ber .. h.x 1e Masse beruhigt sein wird, wen:: d e Arbeiter aMtabt.sirment», welche mehr al» fünssig Jahre . eriol"? gu'en Aus in gan, Europr zu erhatten gr «KenVsMU, gegen bin verüblen Frevel einiger sremben . zrotestirt haben werden. Bi« aus weiteren Be e�itiicktt ou» demselben Srnnde haben sich die Herren »«rra�I» oller Vorschläge zu Loh ierhohungeu zu ent- -> äuichi»� 2� werbe dieselben nicht annehmen. Sie t ,rMiiBmnal� diejenigen Arbeiter, welche eine Lohn- 2t a 1 2 i verbleuen, bavo.r in Keunturß s tzen. Dieselben ichtjs�. tjhatttn, sodelb ber morat.sche Zustand gg.»er sich geändert Kaden wirb. tlarl'� Direktor, Sadoine. ammliistver, wie hier in der Cockerill'schen Fa- ar, Adc� wohl noch nie die Rechtlosigkeit der Ar- Große Vchroklamirt worden. Die von den Arbeitern u n g: Tparpsennige begründete Unterstützungs- - 2) Lo�lird ohne weiteres c o n f» S c i r t; nur n�BevoH fo n,fxd prcklamirt— die sich auf tUl. Ungnade der Capitalmacht unterwer- eurarbi' Brüdern zu Verräthern werden n a/ �8� fchonrederifch:„die ihren moralischen r Äbc"'l bessern"— sollen noch Unterstützung em- e'idt, si�oder erhöhte Löhne. Daß diese humane mg: Gerung der Moral" bei einem etwaigen Wider- D«»»drjoti Seiten der Arbeiter«..♦—| viele Mitglieder deS Reichstags, die der Diäten» Verweigerung wegen gezwungen werden, ihre An- wesenheil soviel als möglich zu kürzen.— Wie verlautet, soll schon in allernächster Zeit in Hin- blick auf die dauernde Beschlußunsähigkeit ein An- trag auf Reisekosten- und Diätenzahlung einge- bracht werden. Sollte dieser Antrag vom Reichs- tage selbst angenommen werden, so würde dieser B.schluß, wenngleich die Regierung demselben auf keinen Fall beistimmen würde, dennoch großen Ein- fluß auf die nächsten Wahlen haben. In der Koalitionsdebaite im österreichischen Abgeordnetenhaus c wurde feltstverständlich vie Arbeiterbewegung verdächtigt. Der„Volks- wille", das Organ der demokratischen Arbeiter- vereine Oesterreichs, weist besonders die absurden Behauptungen des BaronS Kllbeck und deS Fabrikbesitzers Mayer zurück, welche die Arbeiterbewe- gung in Oesterreich alS das Produkt ausländischer Faktoren darstellten. Beide gaben sogar zu ver- stehen, daß die geheimen FonvS des Grasen Bis- marck dabei mitgewirkt hätten. Der„VolkSwille" weist diesen Verdächtigungen gegenüber aus die Thatsache hin, daß die Arbeiterbewegung in Oester- reich von Anfang an sich entschieden gegen das jetzige Preußen gerichtet habe. Dieselbe hätte von allen unterstützt werden sollen, die die freiheitliche Wiedergeburt Deutschlands wollen Statt dcffen habe aber leider auch ein Theil der demokratischen Preffe Deuischlai.ds, anstatt die Polizeiwirthschaft deS Ministeriums Gitkra gegen die Arbeitervereine und Arbeiterversammlungen entschieden zu verurtheilen, dieselbe entschuldigt ober wenigstens dazu geschwiegen. Der Mmisterialraih Klun, welcher als Bei ickiler stalter bei der Debatte über daS KoalitionSgesitz fungirte, hatte das Un- geschick, am Schlusie derselben den Atbeiiern die Lehre zu geben, daß man nur durch Fleiß und Sparsamkeit„reich" werben könne, und die mini- sterielle Phalanx rief dazu:„Bravo! Sehr gm!" Die Wiener Arbeiter wiffcn aber recht gut, auf welche Weise gewiffe„Volksvertreter" reich geworden sind Die von dem Abgeordnetcnhause bewilligten Con cessionen und Subventionen für Eisenbahnen und -~™ Cll- Massenverbaftungen ein Ende erreicht haben. Die gegenwärtig herrschende Stimmung unter den Soldaten der pariser Garnison ist eine dem Kailer- reiche durchaus ungünstige und eS bestätigt sich. daß die Soldaten der Kaserne des Prinzen Eugen am vorigen Dinstag die Marseillaise anstimmten, während die Ojficiere vor den Thoren standen und dem Treiben der Menge zusahen. Ungefähr 40 Personen, Kaufleute, Studenten, Advokaten, Hauseigenthümer haben folgende Avreffe an Emile Olllvicr gerichtet: An Se. Exc. den Herrn Groß-Siegelbewahrer, Justiz- unb KuttuS-Minister. Die Unterzeichneten wün- schen zu sehen, baß die liberalen Jbeen, welche ba» Ministerinm in sein Programm eingrchncben hat, ohue Wirren unb ohne llnorbuungen verwirklicht werben. Sie brücken den Ministcrn ba« ganze Vertrauen aus, welche« jedem guten Bürger ihre ehrliche und feste Haltung unb die energischen Maßregeln einflößt, bie sie den schulb- vollen Eewaltthätigkciten, welche bie Ruhe de« Laube» bebrnhen, entgegenstellen. Die Sympathie unb bie mo- Vtreins-Cheil. (Für den Allg. bentschen Arbeiter-Lereiu.) An bie Mitglieder de» Allgem. deutschen Arb.-Verein». Nachttäglich sind noch einige Abstimmungen in Be- trefl der Präsidentenwahl eingegangen. E» stimmten in Warm» 30 unb in Hastenrath 60 Mitglieoer sllr Herrn von Schweitzer. In W erthcr wu-be derselbe einstimmig gewählt. Die Slimmenzahl ist nicht ange- geben. Aus die Reklamation des Bevollmächtigten sür Bieber, Herrn Eichenauer, bemerke ich, daß die am 30. Januar in Offenbach zur Post gegebene Abstim- miingsanzeige hier nicht eingegangen ist. Auch au« dem Schreiben vom 14. dss. ist da« Resultat nicht ersichtlich. Berlin, 17. Februar 1370. E. W. Tölcke, Verein Ssekretär. An die Mitglieder de« Allg. deutsch. Arbeiter- bedrohen, entgegenstellen. Die iSympaigir u..u Verein».. ralisch Unterstützung werden sich in eine materielle Bei- Verpflichtungen gegen hie VereiuSkasse für t. ic....«„..ft/.rfjtt utrr hie öffentliche Orbiuing unb 0id)cr* 1 2ftonat Januar b. I. finb bie Mitglieber an fol i nofftnefornme'' � raUjcy unlerilu�utt»....... WWW» Hi lfe umgestalten, um die öffentliche Ordnung und Sicher- oen illivu,»...._ heit aufrecht zu erhalten'») S°"ben Orten nachgekommen: Wermelskirchen, Biel.felb, Also 40 Personen drücken dem Herrn Minister �Un. Großen-Aspe. Dietesheim. Düren. LSmmerspiel. ch.- l°- ,.l...-..»ilch-. zur Aufrcchlerhallung der Ordnung aus. Welche Achj,� H.mburg, Freiburg i. Br., Naumburg, Egeln, Ehre ganze 40 Personen. Essen, Merzenich, Hanau, Worms, Zittau, Pinneberg, Man hat bei Arthur Arnould von der Mar- Altona. Frankfurt a. M., Crefelb, Ernsdorf, Winter- seillaise einen Brief Rochesort'S gefunden, den thnr, Iserlohn, Pausa, DrcSbe», Kohlenbolf. Bocken- dcffen Maitreffe mit auS St. Pelagie hinausge- heim, Neu-Isenburg, WüstegierSborf, Mannheim, Carls- schmuggelt, nachdem sie ihn im Gefängniß besucht, ruhe, Pieschen, Elberfelb. Hahneuklee, Remscheid, Leut- Der Brief ist vom 22. Tage deS AufrndrS datirt Aevige«, Harbmg�, Btib nfleih, Bremen, rj'n«rrrtf rs-r «4'.,«rtr« um jal«, bi. Sih.»u,i»,rh»«-u SbM.®u-.u, Bnullurl• O., W.b,«, SK»' ... rhi.ren. 1Ilh Sost.iihkim, Lübeck, Rendsburg, Kiel, Duisburg, vou,,-"v o—a..... u Mitglieder bei der Vertheilung von VerwaltungS " tt»..'.....---- 1..» t. I i" Aa(\li«(t9rt finh Wir bemerken hierzu da« gerave w.r o.r � jn � Angeleg-uye...gu...............,. lizeiwttlhschast GlSkra S, so wie überhaupt jede � g)jaftenar(tiuttz das Maffenelend sind die Fol- weil der Poststempel auf letztere Orte lautete und die Polizeiwillkühr fortwährend auf das Heftigste be- � t(ammlen gesellschaftlichen Zustände und Abrechnungen nicht rechtzeitig bei mw eingetroffen stnb 'itz hierzu kennen mir � j umzuändern, dazu wird keine der Bielefeld ist seine Berpflichumgen für December rech� ikitig, sür November hingegen noch nicht nachgekommen. �. cw. j...: j. i v„ C. a*«#it1 M oon iserlen der Arbeiter mrt Pulver und iis-lzogen werden soll, wer kafln daran zmei-- 111 jI« ist der nackteste Despotismus, den dcial-Df� Gewalt unterstützen soll! l püntt zx�ff�ukamps i fl-t U»4 W _______ p f V JA» t pünt" Kkcrffenkamzs bringt so die Bourgeoisie stall» ua�.��n Belgien aus» Aeuherste; ihm solgen vre "'ir i'' eisten Gräuellhaten gegen die Arbeiter! 6 sich wunoern, wenn diese einmal Glei- Sttaßt»' Gleichem vergelten werden? Rundschau. Koni ■„«tau meine "vi-uelj�Der Februar , ovev'.-'{jfe 1 vrerchStag des Norddeutschen n in ist nun schon dreimal beschlußunsähig n de" �da nicht die ersvrderlichen 149 Mitglieder _® jijfi waren. Zunächst rotten manche Reichs- beste? A>! Ebnete, die zugleich auch dem vreußrschen n, v°v i» angehören, durch diese« ewiae Parlament- r H. i-'■ v.--«."gr�vten, vurcy dieses ewige Parlament � fmüdet sein und keine sondert che Lust ver- langweiligen AnsanzSsitzungen de« beizuwohnen. Sodann aber giebt es gi«' —-.7 � ►----, und die Jnsurreclion zu schüren! Jn einer der letzten Satzungen des gesehgeben den Körpers brachte der Abgeordnete Delmas eine Jnleipellaiion in Bezug aus die ungeheure Sterb- lichkeit der Kinder in einzelnen Departements ein Im Allgemeinen stirbt in Frankreich die Hälfle der Kinder im ersten Lebensjahre, in gewiffen De- partemenlS aber achtzig, ja neunzig von hundert Kindern. Die Armuih in jenen Provinzen ist auf das Höchste gestiegen und nur durch die Ar MUlh R----- W— unter den kl'-...,.———,---- Nitz, Soß.nheim, Lübeck, RendSblir», Kiel, Duisburg, Stelliii, Walb, PeterSwalbau unb Hetzberg am Harz. Für Dezember sind nachltäglch nachgetommeu: WermelSlirchen, Mühlttoff, Hastebl, Dietzenbach, Frei- burg i. Br, Rothenbümolb, Minben. Diejenigen, we'che ihrer Verpflichtimg nicht»achge- kommen sinb, werben in ber nächsten Nummer be» „Soc. Dem." von mir veröffentlicht werben. Einzelne Berichtiaungen habe ich noch hinzuzufüge». Herr Heußner in Rothenbitmolb befinbet sich im Jrrthum, wenn er glaubt bie v rs.:nbte Abrechnung be- - oa.:»..e„. ru-.mh im babe -O"..... ÜIC«l» �JUUJUUI� V».... W a----- enisteht die außerordentliche Sterblickkeil zöge sich auf die Beiträge sür December, mib ich habe Kindern. Die Interpellation wurde Rothenbitmolb irrlhümlich angesllyrt; bie Abrechnung .- schließt mit ben Beiträgen sllr Äciiengesellschaften aller Art sind für manche'-r._„.„ •w.w«ww» rn f""s iüÄ« uz sarri»3B MM.:, u.i °b«, ,» g.uM M.-b.bu.,.mm- nu. W WZ--»>!»»*»-« U»>'°..-- .....---— Kfe �JkÄLri.«iL.;Ä..S ch, daß im ganzen Abgeordneienyau,e nur kitalieder bei der Vertbeiluna von Veiwalninn«- Regierung alle Mühe geben werve, o>e,c, «IUI,-»..uuwd-Mj,- Mi,b-n Su'bl k-�ii'-t.-»»° i°-i-l-i-«!-ii» iir bemerken hierzu, daß gerade wir die Po- �"ljuheben. � Die nkegierung aber wird wohl g,sgn,m-u; in ber Veröffentlichung befinden sich easllr -!-.!-.l.cu..k» sn überbauvt jede Angelegenheit thun können Reichenbach unb Dresden; ber Jrrthum ist entstauben, ...«.er-------- hna ait�ssonelend find die Fol- weil ber Poststempel ans letztere Ort- lautete unb bie ''--------- n..K kämpft haben. Im Gegensatz hierzu aber demokratische Blätter, die aus gewiffen greifbaren Gründen fortwährend mit dem„Bürger- Ministerium" geliebäugelt haben. Aber eS richtet sich nicht allein die österreichische Arbeiterbewegung gegen den preußischen Junker- und Mililärstaat, oem sie ja durchaus nicht sehr gefährlich sein kann — nein, die deutsche Arbeiterbewegung ichtet sich gegen den preußischen Junker- und Mi- litäistaat, aber auch gegen den österreichischen Bourgeoisstaat. Merkwürdig ist, daß der „Volksw.lle" so begeistert von Deutschlands freiheitlicher Entwicklung schreibt und doch eine deutsche Arbeiterbewegung nicht zu kennen scheint Die.. BiSmär ckerei" übrigens, die man zu diese wirklich umzuändern, dazu wird keine der j tzigen Regierung n die Hand dielen. Die Sitzung des Konzils in Rom am 8. d. M. war wiederum äußerst stllra>i,ch, und ist wenig Aussicht vorhanden, daß der Papst mit sein, n Plänen durchdringt. Der Plan einer Vertagung des Konzils tritt daher immer mehr in den Vor- dergrund, und es scheint an seiner Verwirklichung nicht mehr zu zweifeln zu sein. Die ernsthafien Debaten werden übrigens auch in dieser heiligen < f-t-— Herrn C. P. in Wald zur Nachricht, baß es immer ein Hauptaugenmerk be» Beilragsammler« fein muß, baß sämm liiche Miiglieber srllbzeüig genug Zahlung lei- sten; im Uebrigen ist bie Abrechaung richtig. Da von Cöln noch keine Abrechnung sür Januar emgesaiibt ist, aber, wie ich Herrn Lichter» mitgclheitt, noch cin'ge» Gelb von Cöl» bei mir unoerrechnet liegt, so bitte ich Herrn Lichter« um baibige Antwort.— Ueberhaupl bin ich gern bereit aus alle Ansragen in Kassenangelegen- heite» Ausklärung zu erlheileu.— Im Ganzen genom- —.... einaeiablt Debaten werden übrigens aua»'n Helten Au, klarung zu tnycu�.-«• Versammlung zuweilen durch cherzhafte Zwischen- men sind b.e Beitrage sllr Januar pünk Mec emgezayit oaiuuiui. g_______ m-rt.-.nttl,,naen.....„(s fitr Decemdcr. Möge c« al>o voran gehen. fälle unterbrochen. Namentlich die Verhandlungen über das äußere Verhalten der Kler. er geben da zu Anlaß. Ein peruanischer Bischof Z. B. ver worben, als fllr December. Möge es also voran gehe». Berlin, den 16. Februar 1370. Wilh. Haseuclever, VereinSkassirer. \"a, c■. �' öie man zu t"«urug.«... oen � �>n Oesterreich gerade langte alles Ernste«, daß die Bischöfe w Znkunk, o» Socialisten von allen Seilen an öffentlich nur in einem langen Talare cinbe-aeb/n denKr-p, warf, � wird jetzt der ganzen öster- l°U-en. � iL" Btschof Martin von Paderborn machte den jedenfalls prokitschen Vorschlag, den Geist. lichen daS Tragen der Barte zu gestalten. Es ist in der That nicht abzusehen, weshalb die Kleriker gezwungen werden sollen, sich zu rastren, zumal da die Tradition der Kirche den Aposteln und An bie Mitglieber be« Allg. beutsch. Arbeiter- Vereru». .. ganzen � reichischen Arbeiterbewegung vorgehalten.— Ganz natürlich! Die Verdächtigung, der Reaction zu dienen, wird immer von der Bour- geeiste gegen diejenigen gerichtet werden, die ernst- Haft die Arbeiiersache vertreten. Die österreichi- f"»--- m.. schen Socialisten blieben nur so lang- von diesem ChrchuS selbst e.nen kräftigen Vollbart zuschreibt. Vorwurf verschont, als sie nicht E.nst machten.„ D.e auch von uns gebrachte Nachricht der Wir. die wir von vo n herein Ernst machten. Ausweisung deS Korrespondenten der„A. Allg. Ztg. hatten von jeher jenen Vorwurf zu ertragen, se lbst � Jiom ist dah n zu berichtigen, daß es den......— österreickiscken 5IrSeitcrieitiinacn Bemühungen dcS Norddeutschen Ge andien gelun- genen zu ernenneu., � � � � o, t-rre. ch. schen Arbe.terze.lnngen. � AusweisunaSbefehl rückgängig zu Wo ein Vorschlog noch Nicht st-ttgesnnden oder der novo. prtläll bat, daß er»lchl annehmen könne, Die in nachstehender Tabelle verzeichneten Mitglieber ernenne ich hierdurch aus Vorlage be« SekretariaiS in Gemäßheit b«§§ 1 unb 4 des G.schästS-RegleiiieniS zu Bevollmächligicn, beziehungsweise zu Beitra sammlcrn s und Revisoren sllr die iu der Tabelle bezeichneten Orte. Sollten in der Tabelle andere al» die mir vorgeschla- genen Personen aus esllhrt sei», dann liegt ein Versehen , de« Sekretairs vor imb ist sofort a» mich zu rekiamiren, I denn e« war meine Absicht, überall die mir Vorgeschla- W.«-»" Die Bemühungen der französischen Re gierung, den jüngsten Aufruhr mit einem Com rt-LÄ" oL"') Sollte sich die„materielle Beihü.se" auf die in 0 gen daS leben deS Kaisers in Verbindung zu unserer heutigen Nummer unter Vermischtes befindliche bringen, werben nicht belohnt, da die Polizei sich Notiz:„Knüppelgesellschast" beziehen. nur.hat täuschen lasten, und so werden wohl die 23. Mt». an Ort. Dietesheim. Ernsdorf. Frankfurt a. O. Dreißighuben. Leutmanusdorf. Meißen. Altona. Wernsdorf. Uerdingen. Clausthal. Beeck. Beidenfleth. Lauterbcrg. Piefchen. Heddernheim. Bürgel. Hastenrath. Görlitz. Stettin. Leipzig. Winterlhur. Bayenthal. Cölu. Bremen. Kohlendorf. Pinneberg. Pausa. Glauchau. Meerane. Elberfeld. Hamburg. Hanau. Buckau. Okerode. Bielefeld. Zittau. Chemnitz. Dresden. Cassel. Ttiihltroff. Neu-Isenburg Trcnen. Rothenditmold. K.el. Seehausen Naumburg a. S. Hastett. Lübeck. Lüneburg. Duisburg. Freidurg i. Br. Wermelskirchen. Oldesloe. Brandenburg a. H. Olsenburg. Iserlohn. Essen. Hagen. Auerbach. Nieder-Peilau-Schlössel. Peine. Harburg. Kammerforsterhöh. Rendsburg. Ceüc. Gluckstadt. Ottensen. Habendorf. LorenzhauS. Varel. Grund. Mannheim. Groß-ASpe. Hansen. Lämmerspiel. Obertshausen. WllstegierSdorf. Itzehoe Hannooer. Neviges. Münoen. Halderftadt. Limbach. Düren. Neumünster. Obcr-Roden. Solingen. Wald. Wllhlheim a. M. Stuttgart. Lengenfeld. HildeSheiM. Bautzen. Dietzenbach. Reinfcheldt. Barmen. Offenbach. Daffeldorf. Frankfurt a. M. Merzenich. Limburg(Lahn.) Birlessorf, Worin». Neheim. Nippe». Crefeld. Egeln. Bochum. Lübau. Werlher. Peterswaldau. Berlin. Fischeln. Bevollmächtigter. A. Hoffmann. C. Stöber. H. Hellmigk. G. Sirowadki. C. Porrmann. T. Thieme. G. Winter. C- E. Dietrich. C. Bärwolf. E. Sebäfer. I. I. Bohr. M. Sachau. A. Apel. M. Riemer. A. Sperling. L. Kopp. Arn. Giewer. H. Keller. O. Armborst. T. Petzold. G. Kießling. I. Stockhausen. H. Lichters. E. Heyder. F. Sitlka. G. Schubert. E. Weiland. R. Fischer. M. Tanbert. F. Wolf. «. Hörig. M. Daßbach. H. Bolle. W. Bierhance. I. Zwiener. G. Wenzel. L. Stiegter. I. Rößner. W. Pfannkuch. F. W. Tegenkolb. Jean Voll«. G. Stöckcl. H. Heußuer. H. Harde». C. Schlaukau. G. Älahre. Eh. Eck». P. Nieter. C. Strüh. Steins. M. Braun. A. Wnppermaun. C. Gehrken. W. Knölluer. G. Nader. E. Malter. I W. Lenz. A. Weber. G. Petzold. W. Herl». C. Finke. L. Saulhoff. F. Fetlbeck. Boß. F. Freiboth. H. Schröder. F. Heerhold. E. Hosfmeister. G. Lippert. D. Brunken. E. Halbroth. L. Schäfer. A. Hansen. A. Sattler. Nie. Lötz. I. Danz. E. Siebenhaar. I. Albert». Meyer. O. Köttgen. L. Domeier. F. Hurlemann. M. Vogel. G. Ermes. H. D. Ptambeck. G. Mackert. C. Hallcr. F. W. Markloff. C. Ehmann. H. Leickhardt. C. Schmidt. C. Paich. G. Stirius. N. Werwatz. 'R. Schneider. W. Frick. I. Stürz. W. Real. P. Schneider. P. I. Ätießen. C. Seel. I. Wittgen. Jean Riehl. Th. Lackmann. (£. Sorge. P. Stock». H. Wönig. I. Röder. C. F. Engel er. H. Adler. I. Adler. C. W. Tölcke. I. Bauer. Beltragsammler. B. Hoffmann. A. Stöber. C. Schulz. H. FluSke. W. Volkmann. Münnich. Christen. T. Wappler. L. Schwigelfohn. H. Burghardt. E. Corne. Ch. Ludwig. C. Flor. F. Hochmann. I. Frei. A. Seelmann. G. Nicolaus. I. Köckeritz. B. D-thleß. M. Richter. W. Schlürfcheidt. I. Wagner. Schöchli. F. Luscher. P. Hein». F. Georgi. C. Lange. F. Lüdicke. W. Wüsten. Wobbcn. Ph. Junker. Hoffmanu. W. Wange. Kreuzoger. Siegmund. Reiuhold. F. Schooßmaun. A. Fuhrmann. A. Hosmann. W. Gerhardt. F. Mathes. H. Färber. Blidoug. Herzig. G. Äricke. C. Rüther. E. Weber. L. Lützen. Sitte. A. Tritzschler. G. Schmitz. Vollmann. H. Noll. Th. Busch. E, Geck. Lindemann. H. Schröder. G. Schott. E. Folgner. C. LÜdccke. H Androw. F. Kemper. Eimert. ®. Peiyner. M. Klüver. F. Kühl. E. Schubert. K. Lipperl. F. Körber. A. Pförtner. Rockeuselder. H. H. Lahrs. I. Döberl. G. Roth. M. Äreher. F. Bogt. C. EverS. Hornhardt. W. Schöpp. H. Scheel. T. Horn. S. Willm». I. Schrod. G. A. Nippe». C. Paul». P. Schmitt. F. Maier. F. E. Siuiou. H. Mühte. B. Viehwcg. D. Weilmünster. G. Marqnart. Ch. Wilhetmi. Mackert. F. Kümpel. L. Dreher. P. I. Böhr. F. Schmidt. H. Giefecke. H. Hapenpoth. C. Brühl.. C. Mangeu. I. Günther. A. Bühren. Daub. F. Draufchke. H. Renz. Etrum». Revisoren. C. Pforr, B. Hainz. A. Rücker. A. Baudt, G. Schöbet, E. Kliugberg. W. Neumann, C. Kunoni, F. Liuk. C. Achzehn, H. Amsel, C. Scholz. E. Noivag, C. Koch, E. Jung Buuzel, Langgemach, Haase. Haß, Brand, Völtcher. Sprößig, Weber, Äöhring. P. Golbers, H. Becker», H. Keller. T. Müller, O. Brnn», G. Frick. I. Hofsmeister, Rosenbaum,— F. Abel, C, Lulhin, A. Holzapfel. F. Erler,—— W. Daun, G Milcke,— M. Stein, I. Schmidt, G. Bnde». W. Hänsch, T. Knobloch, I. Rafchke. Dunst, Schwartz, Klich. Schmidt, Löbstedt, Stuhr. F. Girr, I. Lindhorst, W. Becker. M. Lautenbach. P. Pöller, M. Henselcr. I. Hesch, B. Decker, F. Gensike. Meyer, Haupt, Lange. A. Reichel. F. Till, C. Bo.zt. Tahl, A. Schubert, I. Aßmus. C. Hosmauu, H. Pührer, L. Schneider. F. Drechsler, H. Löbel, H. Petzold. M. Sachse, C. Weber, A. Bachman». G. Vogelsaug, A. Langenkcmper, F. Date. Orth, Lüßmann, Heinze. I. Friedrich, I. Kämpfer, I. Reul. Selber, Schletle, Seyfeit. C. v. d. Horst, Th. Schnade, F. Später. Querl, Meier, Wahl. Schwertner, Auerbach, Ludwig. C. Stöhr, A. Püschmann, I. Lampe. R. Freckmann, H. Friedrichs, Knoopwost. C. Weber, Dechert, Osenbrügge. F. Fischer, C. Müller, W. Krauß. P. Eberhardt, H. Schäfer. T. Gerisch, A. Pomper, C. Mai. A. Heß, C. Klapp, C. Kersting. A. Schultz, Mallhäy, ThorSmarck. E. Müller, H. Teichmann, M. Hattwig. V. WinzcnS, D. Stalte, H. Sogemaun. A. Heise, Heuer, Peter». Lohrs, Müller, Redecker. Heuer, Stöckcr, Decker. A. Bechtold, C. Sorg, G. Ehret. I. Klaas, F. Bcrghaus, I. Schaub.. Piaak, Nagti all, Krause. A. Geßlcr, H. Meier, Gerike. Schüler, Bornholdt, Rosenboom. H. Winner, G. Jericho, I. Wicseuhöfer. Bürgers, Hersig, Begemann. R. Ritter, W. Deitcihoff, F. Hart'io. E. Neubert, E. Leipcrt, I. Schulze. A. Tenzler, C. Kasper, E. OchSmanu. C. Schräder, F. Befecke, H. Kohly. Ohfc, Hofimeift r, Krüger. C. Haas«, E. Burghofs, F. Pnrder. stteumüller, F. Boqens, Dierking. Rauscaloih, F. Hauck, W. Neumaun, E. Schumacher, Spangenberg, Knickrehm. Nowag l., A. Rosenberger, Ziomag II. A. Felix, L. Fischer, W. Stahlschmidt. F. Pähl, G. Bischof.— Slöckler, Frohnert, Ehrenhardt. I. Lohse, F. Langmak, C. Grieb. M. Ott, F. I.«01110, G. Seid. C. Kinkel, B. Lötz, I. Roth. I. Döbert, M. Picroth, H. Winter. W. Walter, W. Junge, W. Korn. F. Brammer, Kahl, Depp'. Busse, Unglaub, Fuhimann. W. Fraucnhof, I. Brllckmann, Schmitz. Günpeü, Kannegießer, Nawerati. Liebau. Horn, Drambe. O. Bachmann, A. Zlllgner, C. Thiele. F. Hitzel, B. Graf. I. Hitzel IX. A. Schmidt, G. Luchtenberg, G. Nippes. R. Röllgen, G. Peter», F. Wilhelms. V. Kaifec, A. Blümel, G. A. Schmitt. Ch. Bergmann, G. Stockcmer, G. Weiler. I. A. Lenk, F. E. Seiferth, F. Hairer. H. Weihkopf, I. Delucorte, Paropkymitz. I. Hentschel, R. Bartsch, F. Grübner. H. Ruhl, C. Srälh.- Aich. Schneider, A. Schmitz, R. Jacobs. Krapp, Zons, Wolfertz. Bauer, Lißberger, Renner. A. Dresbach, A. Hannel, W. Schröder. Traunitz, Riehl, I. Schmidt. I. Rövenig, I. Rießen, F. Herzwurm. L. Kurz, F. Kirchhofs, A. Keller. A. Euler, A. Gresser, H. Schwindt. Hüllenkrämer, M. Kippelmann, I. codi. L. Müller, R. Otto, C. Schuf l». H. Wagener, C. Wettin, A. KlnSmannu W. Schumacher, G. Kraft, E. Schwarz. * Ein Brief an» Amerika von uuserm dahin ausgewanderten Parleigeuvfsrn F. Puck wird uns von Herrn H. D. Plambcck in Neumünster zur Veröffent- lichung zugestellt. Wir geben denselben fciuem ganzen Inhalt»ach wie folgt wieder: „Lieber Freund! Es ist eine alte Geschichte, daß die Katze das Mausen nicht läßt, und �ben so wenig kann ich es unterlassen, mich um den Stand der Social- Dcmokralie im Allgemeinen sowohl, wie speciell um den Stand der Dinge in Neumünster zu bekümmern. Zu- vörderst freut es mich, daß mau überall nicht müßig ist, in Berlin, Dresden und Leipzig habt Ihr Euch(die Lasfallcaner) w.cdcr einmal recht„unanständig" betragen. Ja da» Blatt, worin ich diese» las, klagte sogar, daß, wenn dem nicht gesteuert würde, mau 1870 noch die Schmach erleben würde, daß Meuschen wie Tölcke und Lnbkcrl mit den Königlichen Prinzen als Abgeordnete sich die Hände schüttelt! würden. Ist da» nicht zum Kcant- F. Röggc, H. Gehring, H. Harrig. A. Spielmann, W. Göhlmann, A. Fincke. F. Wcrthmann, W. Grüwel, Gierte. Klu Hausen, Speck, Busclclt. lachen? Bor lauter Angst verrälh der Liberali mu« dit innige Freundschaft mit der Reaclion. Ferner fient es mich, daß Ihr in Neumünster Euch rührt, und mit sidelcr Stimme habe ich gerufen:„Herr Wirth, noch eine Flasche gnten Kalisorn er," und habe sie auf Euer Wohl hier an der Brandnng de» stillen Occans, doch in Gedanken bei Euch, geleert——— als ich nämlich Folgendes laS:„Neumünster(Holstein). Bon alle» kirchlichen Gemeinde- Vertretungen, oie in jüngster Zeit in den Hcrzogthümeru gewählt worden, dürste wohl die hiesige die für so che Kürperschastcu befremdlichste Phy- siognomie haben. Daselbst sind nämlich bei der am 31. October abgehaltenen Wahl die von dem Lassalleani- scheu Arbeilerverein ausgestellten K ndidatcn in so großer Anzahl durchgegangen, daß sie entschieden die Majorität in der Gemeinde-Vertretung haben, mithin auch Kirchen- ältesten ihrer Richtung wählen werden." Wenn also die» keine gedruckte Lügen find, so habe ich alle Aussicht, noch viele Freude an meinen wohlerzogenen Kindern zu erleben. Doch da» ist nur etwa« Lokale»; Ihr müßt aber in Zukunft auch auf weiterem Gebiet siegen lernen getreu meiner scherzhaften Einleitung:„die Katze läßt das Mausen nicht". Ihr spürt wohl schon wo ich hin ziele, nämlich ans die ReichStagSwahl 1870. Fürs erste müßt Ihr Ench rechtzeitig in Eurem Wahlkreise über einen Kandidaten einigen, je eher je lieber, natürlich mit Röcksicht ans da» Wahlgesetz, zweitens wenn Ihr ihn ge funden habt, gleich anfangen für ihn zn azitiren, damit der Name populär wird, denn Ihr müßt früh ausstehen; Ihr müßt durch die Länge der Zeit wirt-n, weil Ihr nicht die Mittel Eurer Gegner besitzt, um in einer kurzen Zeit oder mit einem Male Eure Kandidaten in die O.ffentlichkeit zu bringen. Trotz alledem werde! Ihr doch einen harten Kampf haben. Du wird Euch die Boulgcoiste den Staat so schön einrichten wollen, daß Ihr'« gar nicht besser wünschen könnt. Für» erste wird natürlich er Militärdrnck abgeschafft, da» Beamlen wesen abgeschafft, eine fre e Presse angcschaffi, eine Selbst Verwaltung angeschafft, vielleicht auch die indirecten Steuenl abgesch fft u. s. w. u. s. w. angeschafft und abgeschafft, was Ihr versteht und nicht versteht nnd die» alle« w-rden sie in k insilichen und stundenlangen Reden bei Euch anzubringen suchen. Und wenn Ihr denn ruhig zugehört babt, so werden sie doch E>ch auch an hören müssen, und nnn will ich Ench mit meinen Tatzen die Zanberformel hinkritzeln, die Ihr nur zn sagen h bt, wenn Ench Mammons Irrlichter in den Snmpf locken wollen. ES spreche dann Einer für Alle: Jedem da» Seine: Wir aber, hier und überall und immer, uuo unser Kandidat in der Gefetzgebniig, wir sorderu unr da» Eme— nämlich——— Brod—— Und renn sie dann nicht augenblicklich einpacken, dann rückt ihnen ans den Leib und verlegt den Krieg ans da» Gebiet Eurer Gegner. Gut, sagt dann, ihr wollt die Militär last abschrffe-i, ihr wollt uns davon erläsen, daß wir nicht 3 J lhre blos für Kost und Kleidung und z oder 2 Groschen täglich Blut unlr Leben sür Rezierung». Interessen z» opfern brauchen; aber zum Teuftl, was ist da für ein Unlerslllcd, ob ich von vorn oder von hinten gefaßt werde. Wenn morgen 300,000 Soldaten cnt- lassen werden, so sin' c» übermorgen 300.000 Arbeiter, die, wenn hente der DnrchschniltSlohu außer Kost und Kleidung auf 3 Groschen steht, ihn den nächsten Tag ans Soldaten'ohn herabdrücken werden, nnd ob im wilden Schlachtgetümmel mich die Kugel von vorne trifft oder ob ich in Werkstätten, Fabriken oder Gruben vergiftet. gerädert oder verschüttet werde, ist doch ganz egal, es handelt sich nicht mehr darum, welchen von beiden, son- dern keinem von di.sen beiden Götzen wollen wir inehr opfer«. Nun Beamtenwcsen; merkwürdig, der Baum ist euch recht, aber die Wurzeln verdrießen ench, übrigens verlaßt euch hierin nur auf uns: dat Stubbenroden kennt wi. Nun wäre noch die erste Vorkämpftrin für Recht und Wahrheit, die„freie Presse" herzustellen; da antworten wir euch denn ganz gilussen: ob diese feile Metze, die sich dem ersten besten Meistbicteiiden über- läßt, noch mehr Gelegenheit haben soll, den geslmden Sinn des Volke» zn verderben, ist uns gleichgültig. Wir kämpfen ja auch sür Jedermanns Freiheit, aber wenn diese moderne» Weinfabrikanten Giftmischer werden, müssen wir uns doch vor diesen Leuten etwa? sichern. Und in welchen Händen ist denn diese» tausendzungige, tansendarmige geistige Arbeitsinstrnment, doch überwic- gend in den Händen der Bourgeoisie, und sie gebraucht jetzt schon diese Waffe, u". in unser» Reihen zn wllthen, wie viel mehr, wenn>vir ihr die Ket e ablösen Helsen. die die Presse noch an da« Fundament aller Eivilisatio», aller Freiheit au den— Staat— kettet. Doch es sei — in dieser Hinsicht wird die erbärmliche Presse doch nichls ansncht!» können. Alle großen Männer, alle gro en Ideen, nlle Religionen nnd alle» Recht haben seit jeher nur diesen einen Zweck gehabt, den Staat(das verbundene Dasein Aller) zn besesligen, zu regetti, zu veredeln. Alle NiedeUrSchligkeil, aller Egoismus und alle Dummheit haben da« Band wieder zu zerreißen qcsnchl. Betrachtet daher die Sache so, als wenn es jetzt gälte, ein für allemal der Schlange den Kops zu zeitrelin Ein Staat(von der Königsanc bis zur Aoria), Eine Religion(die Wohlfahrt Aller) nnd Ein Recht«der Arbeil den Eiteag) da» sei die Losung der jetzigen deut- scheu Albeite.bewegnng, da» sei euer Banner, da» sei eure Ehre.— Jetzt etwas Uber Se.bstvcrwaltung: Amerika ist doch gewiß ein Staat mit ausgeprägter Selbstverwaltung, und doch ist anstatt, daß nun nach Rechnung der Decentralisten die Verwaltung des Staats richtiger und billiger besorgt würde, g.ade da« Gegen- theil der Fall. Das Recht ist vom Dollar oder Rcvol- ver abhängig, die Post ist schlecht, ans Eisenbahnen und Dampsschissen ist man seines Lebens nicht sicher. Unglück passirl zwar überall, aber hier bauen die Gesellschaften mit einer solchen Gewissenlosigkeit daraus hl», da» täg- lich die Zeilnngcn neue Unglücksfälle zn berichten haben. Und nun erst die Verwaltung der öff.ntlichcn Aemter; wer da nicht während der Amtsdauer so viel stiehlt, daß er genug hat, wird gradczu sür einen Dummkopf erklärt, denn eine einheitli.e mächti.e Slaatsgeivall cxiflirt nicht, die er zu fürchten braucht oder die ihn zwingen könnte, das GcsUhlene wieder herauszugeben. Bliebe noch mit den Gegnern über besser' Schulen zn reden:-Zunächst sagt einmal, welche Schulen ihr meint, die höhereu, d. b. die Universttäten und Gymnasien, oder die gewöhnlichen Volksschulen, natü lich könnt ihr uns gegenüber nur die letzteren meinen, nun wie wollt ihr sie verbessern? Rechnet ihr es uns vielleicht vor, daß es Unrecht sei,> eun der Slaat zur Zeit einen Kieler Stn- deuten mit 500 Thlr. jährlich nntei stützt und wollt alle« oder einen Haupttheil der Volksschule zuwende»? Nnn dafür unfern zwicsachen Dank; gleichwohl haben wir soviel Achtung vor der Wissenschaft, da« wir der- silbtli diesen Schimpf nicht anthun, und zweiten« würde da« Geld grade reichen, daß die Kinder der Volksschule eine neue Fiedel bekommen? Dazu gehören Millionen, und wenn auch alles dies« besorgt wäre, wa» sangt ihr dann mit der großen Anzahl Kinder an, deren Eltern nicht genug Brod verd.ene» können, um sie satt zu machen, die das Quantum, was am Sattwerde» fehlt, während der Schulzeit verdien. n inüssen? Die Eltern »merslützen? Das erfordert wieder große Suniineu Doch wozu dieser unnutze Streit. Das merkt euch ein sür allemal: wir bitten nicht um eure Gnade, nein, wir fordern unser Recht.— Zum Schlüsse kommt nun die Abschaffung der indirekten Steuern. Da« kann denn doch nur euer Spaß sein; denn erstens haben bis jctzi alle modernen Slaaten das Gcgentheil gethau, und zweitens, wolltet ihr es wirtlich ansangen, so würden sich eure, die direkte» Steuern, verdrelfachen, als» diesen Witz könnt ihr sparen. Zu dem würde diese Errungen- sipast für uns ein Besitz im Mond sein, denn in Folge de» ehernen LohugcsetzcS würde eine billigere Lebensweise auch einen kleineren Lohn crzcngm. Also nichts bleibt uns übrig, al« ins Gebiet de« social ,a£r' Staate, zu wandern. Streben wir mit e-' Ausdauer zum großen Ziele! Mit Gruß kbccrc, 1� Stettin, 14. Febr.(Bersammlun?'-'l-brik flossenen Sonnabend fand auf dem Bomben wir größten Locale Stettins, unter dem Porftf ö>S ans z Armborst eine Volksversammlung stall,;l-®tai Personen besucht war. Zunächst hielt �"an. B clever au« Berlin einen Vo traz über weil er sei, bewegunz. Darauf besprach Herr Armtnwe und A Stettin augenblicklich herrschend« große N4 ftü)« Arb constaiirte, daß die Bourgeoisie hierüber ibtttt sich nat äußert und zur Linbernug derselben iiilVwlftben. welle, da die Noch ja größtencheils ihN'Ü� Gegner, die Lassallcaner treffe. Dann bxrM davon bl die gegen ihn von der Bourgeoisie gericlit-�°dcr der Bon den anwesenden Gegnern meldete sich"'s" hch» Holter Auffordernng Niemand zum Wort. Acrchwo Oldesloe, 14. Febr.(Volksve.r Bei der am Sonntage den 6. Februar~■ des Herrn Vollmann abgehaltenen'.. zeigte sich am hiesigen Orte eine rege wurde von Herrn Harlmann aus Hanl®; J cZ'?,lQ beiterbewegung in einer kräftigen Rede btiT v.11, die Versammlung folgte ihm mit Span«' sfl' gf.?' spruch wurde nicht erhoben, und es fandeah. gen in die Listen des Vrre nS statt. Jin A (Volksverj-�? j c Pj, a gen in die List kratischem Gruß Hamburg, 4. Febr.(Berfa tag den 31. Januar hrellen wir hier eck-- Versaminlung ab, in der Herr Schneidei��.,-�, � surt a. M. einen iutcressauten Vort ag hia vorzüglich unser Verhältniß der Forlschratli Partei gegenüber ausführte. Er hob besick„ daß die Fortschrittspartei in erster Linie bestehe, nnd daß auch die VolkSpartci»»>, ucjiajc, uuo üU|j uuaj ir.c �>.... regiert werde, wie z. B. der Herr Sonnencky ch drei firrf n W h,»r dWrtrtmMor itnS ilptÄ furt a. M., der Vaaqnier und Besitzer dtt'. � � Zadeuz-itung, einer sei; ein solcher Maick? � echter Äoci l-Demokrat sein. Die wenige»�' ,ut im Schlepptau der VoliSp rrtei sich b-sände». � s.' falls keine echten Social- Demokrat n, azu,�,,.' Prioalzwecke nnd suchten die ArbeiterpacK. gröbsten Vcrläumdnnzen zu schäoigen. Bücher, 'eu uichj die Verdächtiguazm gegen den Peäsidentell,'" »rr Reaction, schon durch seine Gesängnißh�.�, Mit dem Wunsche, da» uns Alle nur das' j iit Capitalmacht jit stärzen. vereinig n die Redner seinen mft großem Beisall anfgeNsH° trag. ES sprachen hieraus noch meh ere � dem Vortrage, dann wurde auf BorschlV''" zeichnelen, eine Sammlnnz sür den utsche v! der in Berlin schwer ertrankt war, beschnl� r'i'bisch bat, den vierten Theil der �jaiN1";''!• T-uff-l, welcher gleichfalls in großer Roch 1?'J lassen, welch.« angenommen warde; dan» � inehrcren geschäftlichen Miltheilnngen sammlnng. Mit social-demokcatischem Glv?-rr., w'«. Paulis'". ' da« Fl VerbliNds-Theit. (Für den Allgemeinen deutsch. Arbt�' r Verband.) J0tlle" Deutsche« Maler-, Lackirer- und � Gewerk. Was» Hamburg, 11. Febr.(An die Md-m mit, Ich gebe nachstehend die genauen Adrelft-�ber, wei! Beoollinächtigten unserer Arbeiteischaft,'ckftlch. Er e Mitgliedschasien neuerdings vorgeschlagen V* W aus Z sidium bestätigt worden sind. Möchten doch jüngeren Mitgliedern mit Rath und That tn Weg| Seite stehen, um durch gegenseitigen GeblW�üien." die Klarheit der Erkenntniß nnsereS Strerrf Ihr sch, dern. Wir müssen durch Besestigung der Pl'ber wem nnS allmälig zur Selbstregierling sähig ck�kiit rede! unerläßlichen Attribut eine« souveränen 2�, unserer mit hellem'Auge alle Dinge, damit Ihr>»(seppe hee Stürme ivißt, wo Ihr zu stehen habt, und'iwerdet s einander in Correspondenz, damit der Gcii>4i. mrugehörigkeit geweckt werde, im herzinnißlW°leldt Die Bevollmächtigten sind: sür Augsburü�'' Jl0rl Raimund, Manerberg C. 119, 2,• Herr Mathias G ördes in Keßenich i ser e Adresse: Herr Wilh. Brandner, Buttecwel!�' in Bonn; Brandenburg a. d. H. Herr F1.,*''7 ö ler, Themnitzstraße Nr. 7; Braunschweig.7'� "osenkranz, Nördliche Wilhelmstraßc � lau Herr Oscar Behuneck,©«ImtiiltjfT: Cass-l H-rr Georg Kölschtzky, Bahnhof!� J" IM Celle Herr Eduard Oriwohl, Blmm� stehen ur Cöln Herr Joseph Carmau», Beucsisst-.--,- Clberseld Herr I. Longjal oux, Osterbauch ��Y rarocrni» Pirr rvngtlliuut, �l'rrrluu-., bürg Herr Amandus Bröcker, StciuM 100 zwischen Nr. 12 u. 13. 3 Treppen; � Wilh. Knall mann, Ballhosstraße Nr. J[nb h im Herr H. Weylops, Wollenweberstro� Lchwerin(in Mecklenburg) Herr Hei uro.. pr. Adresse: Herr Rcstaurateur Wolfenbüttel Herr C. Stege hos; Wllrzburg Herr F ») H-rr H-inr.�. �£ urateur Papke.»b trat f ttgemanti, Gr-», ni( iuebt. Dorsch,� � milj A. Wüchner, Produktenhandlung, AugitstittM,„jl,- —----- B• A baue I. Ambrosius, Alte Gröniagerstr. Sj« che« Herr Franz Bergcr, Scnneselocrsi', �„ 4. Stock. Mit social-demokratffchem Gruß u>� bauern" dm Hamburg, 14. Februar. iArbeit--. in Braunschweig.) In der Eisendod?� von F. Deickc in Braunschweig sind jel)«»„ un an der Zahl, darunter 5 vcrheirathele'�.hn zu fv rathete Mitglieder unserer Gewerkschaft, �'ä-Sir wi Heraddrückung der Arbeitslöhne bei eine« td lärglichen Berdiei st zur ArbeitSeinstelluNli.�,' worden. Nach einem ausführlichen fe»' 4�•' dortigen Freunde ist die Heraddrückung del; so daß der Lohn noch nicht 20 Groschen)> ÄVl. �, macht, den Jntriguen zweier Mitarbeiter oel und Heinrich» zuzuschreiben. D» �e die A vorigen Sommer in der Lauenstei»sch>'U � v« � hieselbst gearbeitet, sind im Herbst in g��s. iölt, wg, Hand in Hand mit den Fabrikanten geganS'� hre Arbeitskraft für einen Bettelpfennig dieses inrn sich diese Beiden merken.— Jeder �Ageschiclt. güilichcn Vergleichs schriterle an der mir Fabrikanten. Unsere College» haben M«»cht, jp( mnthig aufgenommen. Wir bilten unsere �rrufllch den vielfachen Anforderungen an die Kasft solche 1 Lage unserer feiernden Freunde bei dicicr lerszeil so viel wie möglich zu erftichftnj �«ke. vil freiwillige Gaben au Herrn Theod. R»!� jchlasen. liche Wilhclmstraße 30 in Brauuschwr'si;!r Todl Ebenso ersuchen wir alle Parteigenossen, I Fachgenossen nach besten Kräften von bor si Mit Gruß und Handschlag I. Al» tvisstS EnIsiegelunflS-Cabinet unterdrilckte, daß vor dem Aebruar biSwnlen selbst die diplomalischen Depeschen zu pasfiren hatten. Ist e» nicht eigenthümlich! Ein Repu blikaner mußle da« von den Königen gegen die Könige vrganisirte SpiouirungSsystem unterdrücken. (Schluß folgt.) —(Frau Rosalie Lassalle) die Mutter Ferdinand Lafsalle's ist am 14. d. M. im 74. Le- benöjahre zu Breslau gestorben. *(„Ein Miihrchentraum") Unter diesem Titel hat unser bewährte« Parteimitglied Lie bisch in Hom bürg eine Dichtung erscheinen lassen, welche den alten Satz bewährt, daß die Poesie in allen Klassen der Ge- sellschaft ihre Blllthen treiben kann. Der Arbeiter, der sich beständig mit der ganzen Prosa de« Lebens herum- schlagen muß, zeigt in dieser Dicht Mg, daß er sich die Kraft und die Reinheit eines poetischen Gemllthes in in uerster Brust gewahrt hat. Insbesondere zeigt das Ge dicht viel Phantasie. Der Ertrag der kleinen Brochllre ist sllr die Familie Mormarn bestimmt, deren Haupt in Folge der Lauenstein'scheu Angelegenheit noch im Kerker schmachtet und vielleicht so schnell noch nicht aus dem� selben erlöst wird, während die Frau, kaum auS dem Spital entlasten, jetzt voll Sorgen und Kummer zu den drei Kindern zurückgekehrt ist. Die Brvchüre kostet pro Exemplar 9 Pf.(vermulhlich durch Herrn Liebisch direct zu beziehen?) und wird hoffentlich einen guten Absatz finden. *(Knüppelgesellschast.) Der„Figaro", ein in Paris erscheinendes, dem Kaiserthum blind ergebenes Blatt macht, ernstlich den Borschlag, eine Gesell- schaft in Paris zu gründen, in welcher jede« Milglied eine» guten„Knüppel" erhalten soll, um mit demselben bei Ruhestörungen auf die Meuterer loszuschlagen. Als Mitglieder können nur„gute Bürger" aufgenommen werden. Wie verlautet, haben sich auch schon mehrere hundert Personen der Bourgeoisie angehörig zusammen» gefunden und eine solche„Knüppelgesellschast" gegründet. Uns hat man immer„Knllppelwirthschast" und ähnliche Schmeicheleien von Seiten der Bourgeoisie an den Kops geworfen und zwar ungerechtfertigter Weise; mögen sich die Bourgeois jetzt an der eigenen Nase soffen. —(Ueber die nach Ungarn verlockten Ar- beiter), die als Opfer der Ausbeutung in große« Elend gerathen sind, schreibt der Norddeulschc Konsul in Pest, Herr von Wäcker-Golter, der„Schlesischen Zeitung" und V arnt, daß Niemand in Ungarn Arbeit annehmen möge, ohne sich über die Berhältuiffe der betreffenden Gegend genau unterrichtet zu haben. Vor Allem rälh er, ein Engagement in keinem Falle ander«, als unter Abfassung eine« schriftlichen Vertrage« einzugehen, in welchem unzweideutig festgesetzt sei, wie Arbeilszeit und Lohn be echi.et, in welcher Weise und in welcher Münze der letztere ausbezahlt werden solle; namentlich aber möge kein Arbeiter die Reise nach Ungarn antreten, ohne sich die kosteusreie Rückbeförderung für alle Fälle gesichert zu haben. Bekanntlich hat z t Anfang vorigen Jahres eine parke Einwanderung deutscher Ar eiter, namentlich au« den pieußffchen Provinzen Schlesien, Posen und i randen- burg, nach Ungarn stattgefunden, die theils sür die dor- tigcn Eisenbahnbauten, theil« für Arbeiten in Bergwer- ken, Hütten und Waldschlägen angeworben waren. Uu- bekannt mit den Verhältnissen des Landes, sind diese Leute meistens in ihren Erwartungen gründlich getäuscht worden. Der hohe Arbeitslohn, welcher sie angelockt hatte, wurde in der Regel durch die Kosten de« Leben«- unterhalt« mehr als ausgewogen; derselbe ist in Ungarn außerordentlich kostspielig, er soll beispielsweise in Pest sür eine Hantwerkerfamilie durchschnittlich da« Doppelte der Summe erfordern, die in den norddeuts l.en Staaten daillr aufzuwenden ist. Ganz schlimm sah e« an man- che» entlegenen Arbeitsstellen in Wäldern und Gebirgen au«, wo Lebensmittel in größerer Menge gar nicht zu haben und die Arbeiter daher jeder Forderung der Lie- seranten preisgegeben waren. Diese Lage der Arbeiter, die im fremden Laude, hunderte von Meilen von der Heimath und weite Strecken selbst von der allernächsten Eisenbahnstation eutfernt, doppelt hilflos waren, ist mehr- fach von den Arbeitgebern ausgebeutet worden, indem dieselben die verabredeten Bedingungen der A beit und Löhnung nach ihrem Belieben änderten, oder auch die- jeuigeu, welche sich nicht fügen wollten, einfach entließen, sobald sie billigere Arbeiter fanden. Allerdings war in der Regel freie Heimsendung ausbedungen, aber ge- wöhulich nur nach Ablauf einer gewissen Arbeitszeit, und da die Leute diese nicht hatten auSdauern können, waren sie bei eintretender Entlastung lediglich auf sich selbst angewiesen. Schaaren solcher Arbeiter sind in letz'.er Zeit aus verschiedenen Gegenden oft nach Fuß- Märschen von bv bis 69 Meilen aller Mittel baar und im kläglichsten Zustande in Pest angelaugt und haben dort die Hülfe des Norddeutschen Konsuls angerufen, der bei den beschränkttn dasür zur Verfügung stehenden Mttteln die nothwendige Unterstützung nur dadurch hat gewähren können, daß er in bedeutendem Maße aus feiner eignen Tasche diese He mbesörderungskoslen te- stritten hat. —(Ueber einen köstlichen Schwindel) schreibt die„StaalSb. Ztg.": Der Drechslergeselle Ludwig Al- sred Schildt, au« Rawicz gebürtig, stand seit October v. I. in Arbeit bei dem Drechslermeister Drrssel zu Köpe- nick. Eine» Tages machte er seinem Meister die ver- tranliche Miitheitung, daß er kein so einlacher Mensch sei, als eS den Amchein habe; mit einem Wort, er sei der Baron Victor v. Stabeletzki, der Sohn eines be- güterlen Edelmannes au« der Gegend bei Rawicz, der bei seinem Vater in Ungnade gefallen sei, weil er in einer Nacht 15,999 Thlr. am Spie.lisch verloren habe. Die Drechslrrkunst habe er au» Vergnügen erlernt,»nd wende sie heute nur an, um während der kurz n Zeit, in weicher der Zorn seine« Vaters noch auf ihm lasten würde, demselben den Beweis zu liesern, daß er im Stande sei, sich selber zu ernähren. Meister Dressel schüttelte ungläubig den Kopf, und wollte auch dann noch uicht au die„Baronie" glauben, al« er im Köp- nicker Wochenblatt die angeblich von dem Grasen Dohna aus Wilhelmshoff unterzeichnete Mittheilung las:„D>r Stellvertreter Pclen«, Baron v. Stabeletzki und Ge- mahlin sind nebst Dieiierschaft hier augekommen, er- kündigten sich nach ihrem leichtsinnigen Sohn und setzten darauf ihre Reise nach Rom sort", und später:„Baron Victor v. Stabeletzki möge seinen jetzigen Anfeut- hattsort angeben."— Meister Dressel war der Mei- nung, daß jemand der den in Köpuick arbeitenden Ba- ron im Köpnicker Wochenblatt suche, auch nolhwenoig wissen müsse, daß Seiner Gnaden in Köpnick seien, nur konnte er sich nicht enrrSthseln, wozu da« ganze Manöver dienen sollte. Schließlich wurde ihm aber auch das klar, als er nämlich per Post einen mit Frau Baronin v. Stabeletzki— daß es Stabeletzka heißen mußte, wußte die Unterzeichnende wahrscheinlich nicht— unterzeichneten Brief erhielt, worin ihn diese eisnchte, ihren Sohn fleißig arbeiten zu lassen, und ihm höchstens einen Kredit von 39 Thlr. zu gewähren, da sie sür eine höhere Summe nicht auskommen werde.„Fauler Zauber!" sagte Meister Dressel, als er den Brief in Gegenwart de«„Herrn Baron" las,„den haben Sie selbst geschrie- beul"—„Ah bah", erwiderte der Geselle,„den hat meine Mutter geschrieben; ich weiß nur nicht, wer sich iu meine Angelegenheiten zu mischen hat." Mit diesen Wort-.n nahm er dem Meister den Brief sort und steckte ihn zu sich. Einige Tage später bat der„Herr Baron" seinen Meister um ein Darlehn von 19 bis 12 Thlr., das dieser, sarkastisch lachend, abschlug. Der„Herr Barou war ob eines solchen Benehmens des Meister Dressel sehr erzürnt und verließ dessen Hau« unter Znrücklassung eines Zettels, worauf geschrieben stand: Im Juni kehre ich zurück, um mit dem Degen in der Faust blutige Rache zu nehmen/ —„Sollte der Schwindler auch meine Rechnungen ein- tdsstren?" fragte sich Dressel, und schickte seine Mutter nach Berlin, um seine Kunden vor einer etwaigen Zah lung zu warnen. Er hatte sich nicht geirrt, denn bei einem derselben war bereits ein Dienstmanu gewesen, der eine quittirte Rechnung Meister Dressel'« über 4 Thlr. 6 Pf. präsentirt, aber kein Geld erhalten hatte, weil der Kunde zufällig etwas an der Rechnung auszu setzen halte. Dressel wußte genau, daß nur sein Geselle von einer solchen Rechnung gewußt haben könne, und machte von der Sache Anzeige bei der Polizeibehörde, der es sehr bald gelang, den Schwindler zu ermitteln und ihn der Staatsanwaltschaft zur Dtsposition zu stellen. Vor dem UnteisuchungSrichter schwand der Baron vollständig, und nichts blieb, als der einmal wegen ein fachen Diebstahls bestraste Drechslergeselle mit dem bürgerlichen Namen Schildt. Wegen Urkundenfälschung unter Anklage gestellt, benimm» sich der Pseudo-Baron im Audienztermin mehr wie ein Narr, als ein Betrü ger, und dies eiwägend, bewilligen ihm die Geschworenen, die ihn des wissentlichen Gebrauch« einer falschen Urkunde in einem Falle für schuldig erklären, mildernde Umstände, worauf der Gerichtshof auf das Straf- Minimum, 3 Monate Gefängniß und 5 Thlr. Geldbuße, erkennt. *(Fünf Arbeiter verunglückt.) Aus dem Gute Ollek bei Thorn sprang am 7. dss. Abends der Kessel in der Brennerei, wobei 5 Arbeiter durch da« siedende Wasser so erheblich verletzt wurden, daß 3 von ihnen bereits verstorben sind und 2 sich in sehr bedenk- lichem Zustande im städtischen Krankenhause befinden. Ob durch eigene« Verschulden oder durch die Hab sucht des Besitzers diese« gräßliche Unglück angerichtet, ist nicht in den Zeitungen angegeben. Wenn die Ver unglllcktcn selbst nur irgend eine kleine Schuld trügen, so würden die Bourgeoisorgane dies sofort betonen und so mag wohl die Brennereioerwallung durch ihre Spar samkert die Schuld an dem Ereigniß tragen.— Aus alle Fälle aber sind die Arbeiter verunglückt bei Aus- Übung ihrer Arbeit und sind so als Opfer der gegen- wältigen Produktionsweise und der gesell- schastlichen Verhältnisse überhaupt zu. betrachten. —(Erfroren.) Anfangs voriger Woche erfroren unweit Pr. Friedland 2 Handwcrksburschen und bei Jastrow 5 Schulkinder. Letztere gehörten 2 Besitzern au« Tiefenort an, welche Ortschaft in der eine starke Liertelmeile entfenit liegenden Stadt Jastrow eingeschult ist. Die sllns Opfer halten sich auf dem Rückwege vor Kälte und Ermattung auf ein Häufchen zusammenge- kauert und sind eine« gemeinschaftlichen Todeö gestorben. In dieser Stellung wurden sie von dem vorbeifahrenden Postillon bemerkt, welcher sie mit in die Stadt nahm wo jedoch alle Wiederbelebungsversuche scheiterten. —(Erfroren.) In Berlin ist in der Nacht vom 13. zum 14. d. M. in der Müllerstraße ein junger Mann von 18 Jahren ersroren. —(Duell.) Am Montag fand zwischen dem Lie tenant H. und dem Reserendar B. in der Jungseru- Haide ein Prstolenduell stall, bei welchem, wie die Post mittheilt, der Letztere todt am Platze bl eb. —(Zur Bochumer Militärgeschichte) wird noch mitgelheilt, daß vor einigen Tagen ein reicher, erst seit Kurzem velheiratheter Oekonom au« hiesiger G gend verhaftet wurde. Derselbe soll es sich 2999 Thlr. heben koste» lassen, um durch Vermittelung der Brüder Dieck- hoff zu Bochum vom Militärdienste befreit zu werden. —(Von Wölsen zerrissen.) Zu den größten Plagen des diesjährigen überaus kalten Winter« gehören in Polen die Wölfe, die in ungewöhnlicher Zahl die Gegend durchziehen und Schaden anrichten. So haben in der Nähe von Ezarnewie»(Schwarzdors) die Bestien in der Nacht vom 26. und 27. Januar zwei Kinder, ein Mädchen von 12 und einen Knaben von 19 Jahren, zeriissen. Die Kinder waren aus dem Heimwege be- griffen, hatten sich bei starkem Schneegestöber verirrt und waren so eine Beute der hungeigen Thiere gewor- den. Neben den zum Theil zermalmten Knochen fand man nur noch Kleiderfetzen,— welche die etwa 1999 Schritte von der Stelle entfenit wohnende Mutter, als sie die ausgebliebenen Kinder suchte, zueist entdeckte und als die Kleider ihrer Kinder erkannte. Ein leinenes Säckchen mit einigen Stücken Schwarzbrod, welche die Kinder hier wahrscheinlich erbettelt hatten und ihren hungernden Geschwistern heimbringen wollten, hatten die Bestien unberührt gelassen. —(Verbrechen eines Geistlichen.) Leonhard Müller, vormaliger Localcaplan in Bodenkirchen in Baiern, wurde wegen Verbrechen? des Mißbrauchs zu widernatürlichen Wollust und wegen fortgesetzten Ver- gehens gegen die Sittlichkeit zu 6jähriger, auf einer Festung zu erstehender Zuchthausstrafe verurtheilt. Der Angeklagte hatte in der Schule zu Bodenkirchen den ReligiouSunteiricht zu erthcilen, bei welcher Gelegenheil er in den Jahre» 1365 und 1866 sich wiederholt den Schulmädchen in einem Zustand präsenlirte, daß ihr natürlicher Schamgefühl sie zwang, sich mit den Büchern das Gesicht zu verhüllen. Als sein Treiben ruchbar wurde, trug er den Kindern im Beichtstuhl auf, Nicht« zu sagen: denn auch die Apostel und Heiligen hätten gesündigt. Noch ärger trieb es dieser Diener Gottes und Lehrer der Jugend mit den Mädchen, die er in seine Privatwohnung zu locken wußte, bis endlich die durch die Vorgesetzten verfügte Versetzung unb schließlich die gegen ihn eingeleitete Untersuchung seinen schamlosen Treiben ein Ziel setzte. Welch vergiftenden Einfluß seine Unsittlichkciten aus die Jugend übte, beweist die «eußerung eines„seilten bestialischen Gelüsten" zum Opfer gcsallenen Mädchens, e« habe ihr jedesmal gegraul, wenn ihr dieser Mann die hl. Hostie gereicht habe. —(Zuwachs.) Am 11. ds«. besuchte zu Wien die Frau de« Droschkenkutschers Putz ihren Mann auf seinem Standplatze gegenüber dem Cafe Gabesan auf der Mariahilfer Hauptstraße. Ein leichtes Unwohlsein veranlaßte sie, sich in den Wagen zu setzen, wo sie in kurzer Zeit drei gesunden Knaben das Leben schenkte. Fiaker Putz meinte zuletzt:„Na, jetzt sein Passagier ge uug, jetzt fahr mer", setzte sich auf den Bock und brachte die ganze Familie nach Hause. —(Elericale Erziehungsmethode.) Aus Linz wird geschrieben: Der Sradtschullehrer P. in E. habe den Kindern auf der Landkaite erklärt, was ein Meerbusen sei, und dann die Frage gestellt, ob e» noch an derc Busen gebe. Als die Kinder keine Antwort dar auf fanden und die Frage verneinten, setzte ihnen der Herr Oberlehrer auseinander, daß Mädchen, sobald sie größer werden, aus der Brust zwei halbkugelförmige Erhöhungen bekommen, die bei dem männlichen Ge schlechte nicht zu finden sind, und daß diese Erhöhungen auch„Busen" heißen. Da seit dieser clericalen Unter- richtSmanier die Mädchen von den Knaben stets geneckt werden, daß sie noch keine Busen haben, hatten sich sämmtliche Mädchen bei ihren Eltern beschwert, infolge- dessen ein Familienvater, der mit einer derartigen ultra- montanen Erziehungsmethode nicht einverstanden ist, um süc die Zukunft ähnlichen Explikationen von Seiten des frommen Schulpaschas vorzubeugen, sich veranlaßt sah, die Sache der Oeffenllichkeit zu übergeben. —(Svitzbubenhumor.) Bor Kurzem, erzählt die„New-Aorker St.-Ztg.", waren die Diebe in das Bureau des Bundes-Steuer-Collectors in Hunter's Point eingebrochen, fanden aber nichts zum Mitnehmen vor Von dort aus gingen sie zu einem anderen Eollecutr, waren dort aber ebenso erfolglos, da der eiserne Geld- schrank all' ihrer Anstrengung und ihrer Instrumente lpoltete. Sie mußten daher uuverrichter Sache abstehen, ließen aber ein Billet folgenden Inhalts zurück: Herr Steuer! Danken Sie es Ihrem Glücks! ern, daß unsere Werkzeuge erfolglos waren, sonst würden Sie sich heute Morgen nicht so wohl befinden. Wir hoffm,'mal wie- der bei Ihnen vorzusprechen. Hockachlungsvollst die Ihrigen Horace Gleeley.„Tribüne" Office, k'. 8. Sa« gen Sie gefälligst dem Fabrikanten dieses Geldschrankes, er solle sich um die Medaille für diebssichere Schränke bewerben rc. Horace Greeleq. Reddy the Blacksmith. — l Klöster.) Ein Verzeichnis) der Klöster un� klösterlichen Genossenschaften nebst Filialien in der erz- bischöflichen Provinz Köln weist die stattliche Zahl von 29 Mönchsklöstern mit 329 Insassen und nicht weniger als 151 weibliche Austatten mit 1976 Mitgliedern nach. Davon kommen aus Aachen allein 9 Mäniierklöster mit 193 Mönchen und 12 Nonnenklöster mit 491 Bewoh- nerinnen. —(Eine Anekdote über Alexander Hertzen.) Die„France" erzählt folgende hübsche Anekdote von dem russischen Flüchtling Alexander Hertzen, den kürzlich in Pari« der T>d ereilte. Bei seinem Aufenihalt in Gens erhielt er den Besuch eines Herrn, der sich als großen Bewunderer de« Flüchtlings ankündigte. Nach einer ziemlich langen Unterredung, welche sich natürlich aus Hertzen'« Werke bezog, und worin der Besucher sich in tief empfundener Uebereinstimmung mit dem be llhmten Schriftsteller zeigte, sprach mau von den Verfolgungen der russischen Regierung und der kleinlichen Ucberwachung. mit wclchrr sie Hertzen umgebe.„Sie müssen beständig den Aufmerksamkeiten der geheimen Agenten ausgesetzt sein",— bemerkte der Fremde.„Empfangen Sie nicht mitunter die Besuche von Polizeibeamten?'„Ja", er widerte Hertzen,„und so sehr, daß ich letzthin von Pe lerSbnrg die Nachricht erhalten habe, es werde einer die- ser Herren i» Gens eiutressen. Man hat mir sogar seine Photographie geschickt. Sehen Sie nur!" Und zu glei cher Zeit zog er aus seinem Portefeuille eine Photo graphie, welche er dem Besucher hinreichte. Dieser erbleichte: es war die seinige! —(Russische Polizeiwillkür). Wie rücksicht« los die russische Polizei in Polen verfährt, wag man daraus abnetmen, daß in der Stadt Radom vor Kur rem an einem katholischen Feiertage die sämmtliche» Damen, die in der Kirche während des Gebets für die kaiserliche Familie sich nicht von ihren Sitzen eihoben hoben hatten, in eine Strafe von je 25 Rubel gcnom wen wurden, die unerbittlich eingezogen wird, wenn auch die Betroffenen erklärt haben, daß lhnen keine Verfügung bekannt sei, die sie zum Ausstehen während des bezeich neten Gebet« zwinge. —(Pikantes Zeugniß) Wir theilen nach stehend ein Zeugniß mit, wie e« in Mainz einem Dienst Mädchen gegeben wurde. Dasselbe lautet:„Inhaberin hat 1 Jahr— weniger 11 Monate bei mir gedient und sich in dieser Zeit fleißig— an der HauSihllre, genüg (um— in der Arbeit, sorgsam— sür sich selbst, ge schwind— im Ausreden, freundlich— gegen Manns Personen, treu— ihren Liebhabern und ehrlich— wenn Alles verschlossen war, gezeigt." Und doch könnte der Witzbold, ohne e» zu wollen, großen Schaden dem Mäd- chen durch dies Zeugniß zugefügt haben, da es dämliche Arbeitgeber giebl, die jene schlechten Witze für Wahr- heit nehmen. —(Ein reicher Kindersegen.) Einem Pro- vinzialblatte zufolge wohnt in Blyth, einer Slidt der Grasschaft Nordhumberland, ein Mann, welcher das Vergnügen hat, Vater von nicht weniger als acht und dreißig Kmdern zu kein. Er verheirathete sich dreimal, seine erste Frau schenkte ihm 13 und die zweite 19 Kin der. Am vergangenen Montag machte seine dritte Frau ihrerseits gleichfalls die Zahl zehn voll. Der Vater dieser großen Familie ist lustig und munter und macht sich Tag sür Tag mit seinem kleinen Hausirkram aus den Weg. —(Gutes Einvernehmen.) Niemals war der Briefwechsel zwischen Paris und Rom so leb- dafl wie gerade jetzt; die Kaiserin schrieb dem Papst einen eigenhändigen Brief, wie man vernimmt wegen Stiftung einer Ewigen Lampe, welche Eugeuie in der französischen Nationalkirche des heiligen Ludivig in Rom zu stiften gedenkt; die Lampe selbst, die in Paris ge- fertigt ist, zeigt in purem Golde die reinste Kunst und ist mit Edelst-iuen geschmackvoll ausgeziert. Auch der Kronprinz hat den Papst, der bekanntlich sein Tauf- pathe ist, jüngst geschrieben. Msgr. Dupont des Loge« brachte dem Papst jüngst eine schöne goldene Feder, um die Akten des EoncilS zu schreiben; al« er die Feder probute, öffnete sich ein Kläppchcn und ein 1999 Fr«.- Billet fiel derau«:„Ah, das ist zu Papier und Tinte, ich verstehe!" rief Pius IX lächelnd. —(Dreifacher Mord.) Vcr Kurzem wurde die Leiche eines iu Nova in Böhmen wohnhast gewesenen Israeliten vor dem Hause desselben gesiinden. In Folge dessen begaben sich sofort zwei Personen iu d e JPodiiung de« Ermordeten, um der Gattin desselben Nachiichr zu geben und von ihr Erkundigungen einzuholen, die viel- leicht aus die Spur des Mörders führen könnten. Doch zu ihrem größten Entsetzen sanden die Betreffenden auch die Fran und deren einjährige? Kind w"» Mörder wurde bald ermittelt. Es ist ein i I in 9'-— 22. Gulyas, der eingestand, daß er dem Eiw� 2 fl. schuldig war; wegen dieser Forderunz- ihnen zu einem Streit gekommen, in deitö Klein tödtete; dann aber habe er auch die>- gebracht.— Der Mörder ist ein I8jährig!l Brteskaste«. �. Redaktion de«„Eorrespondent." Briefe erfolglos geblieben sind, ersuchen<■ Redaktion auf diesem Weg, uns jede Blattes per Kreuzband eben so regelmäß>Z wie wir ihr das nnsrige zustellen. Bisher zwei Nummern zusammen hier angekomnl!«- I. H. W. iu Hamburg ndu P. A. T-; Privat-Annoncen können nur gegen Einsts trage« aufgenommen werden., Zeitung �wöchentlich. ( Für Acrlin. Allgemeiner deutscher Arbeittr'tonuabend» Geschlossene Mitgliederverst� -°Zs, Don er'W Sonnabcnd, I». Februar., im„Prinzengarten" des Hrn. B a um b ach-. Tagesordnung: /'Utschl°nd 1) Vortrag des Herrn Hasenclever:! strebungen und die Organisation kratischen Arbeiterpartei. 2) Die Agitation in Berlin. 3) Fragekasten und VelschiedencS. Die Mitgliedskarten sind vor»? v.jj.. Um zahlreiches Erscheinen ersucht � -für Hamburg,»en.« Gewerkvcrein d. utfcl,- HvMonniren Oesseutliche M i t g l i e d er sa». Sonnabend, den Ii» Febr., Aberf!', im Tijchlcr-Amtshaus, BreiteslrBs"rn, lll Tagesordnung:'str. 17,; Bortrag des Herrn Hartmann.{ji Für Hannovrr. Jr') Geschlossene Versammlung der hiesigeu UtUtN AUgemeinrn deutschen Arbeiters ganze Sonnabend, den Ii». Februar, Abtlstl&ifl noif auf der Marieeniniel. NN. Die Mitgliedskarten sind 0� Um recht zahlreiches Erscheiuen wegen i"1' ersucht. 3 p Für Altona. 93< Vorläufige Anzeige. Dag P< Montag den»«. Fcbru�lischen Un findet ein che Nothst Allgemeines Arbeiter�m-hr d« verbunden mit'i® Unter Concert nnd'chiall ,. tse Ei im Salon des Herrn Wittmack, gl-"��loa statt, bei welcher Gelegenheit las aUgel'�n lassen Stück:„Ein Schlingel" zur Aufführung t tfabrikges, Um recht rege Tyeilnahme bittet'kvolkeruw _ Das Festsir einem ichenden 1 Für Altona. O e f s e ii t i i ch e Verla m � und Allg. deutsch. Manufakturarb � Sonnabend den Ii». Febr-Z iu Heiusohn» Salon, Gohler� Tagesordnung: 1) Die Arbeiterklasse und ihre Bestrebn�iistländS 2) Die Ehre und die materiellen ö�weise au GcwerkschaftSgenossen. ,'nwärtigen Um zahlreichen Besuch bittet hutz der Fr niasjen ab Für Därmen.. Allgemeiner deutscher Arbeitet" Oeffentliche Versamllll:leid-t vi- Tonntag, den«I». Februar, Adent�zip da« im Lokale des Herrn Chr. Wilhil'-te Nieder Tagesordnung: � ist nichts Vortrag des Bevollmächtigten sür Bartsch wird t Für Darmrn.-'"'ster B, Allg. deutsche Ärbeiterschast Hirnen V u. Fabrikarbeiter. f"1'.1 Oeffentliche Versaml�cht"»,», Montag, den Sl Febr., AbendS aß eS nn im Lokale des Herrn Fellcr, HeckiiijjW'Nung bet Vortrag des Bevollmächtigten.« i3milu,e Für Elberfeld.'tiat wirv Oeffentliche Vers-mmluk der der hiesigen Mitglieder des r�öen stege Allgemeinen deutschen Arbeiter�'" Ackerb» Sonntag, den S«. Februar, AbeaKLucheriS z im Lokale des Herrn A. Huns cheidt, FMi dieses l NB. Die Beilragsammler iverd-n �Schulden Wahlfonds gebeten, um 6 llhr daselbst ihs� beliebig< Abrechnung an die Tommisstou zu überge&s"� gBesse ----- M Kleinpr Für Elderftld. die ge Allg. deutsch, ver. MetaUarbt�uin entx Versammlung io schle, Samstag, den 1». Februar, AbcN�rbau, mi bei Herrn Pelich, Neuftr. � if, w., n, Es wird gebeten, zahlreich zu erscheinet s � ______.-Fisie V Der Arbeiterka»�»»»� des„Social-Demokr�b-r � ist in zweiter Auflage erschienen und yv-bet o oung von 1 Thlr. 15 Sar. für das � Igh«-. � ziehe«. Da die Auflage eine gering-. BcsteUu wen fofort aemawt UI,!> der» ,Ji �achtl Bestell» igen sofort gemacht»nd der fügt, für die bereits bestellteu Exetflky� toandelt eingesandt werden. Die Bers.ndnust und dle v Montag den 2l. Februar. irrließen, Berlin, 17. Februar 1879. �et Für die Redattion des„Soc.'� Jhe Zusta _ W. Grüwcl, Gje�t)&' Berichtigung,.�-tlligen, k Tie Versammlung w Bremen",.z.reiselbait abend den 19 Februar, nicht am 1 Verantwortl. Druck von R. Bergmann»i( ortl. Redakteur u. Verleger W. G t n S'