Kind Ii ist cinl iem E�w»' Jorteronfl t, in dM auch dil � 18 jährig ent." W ersuche»' jede R-- egelwa�i l. ngilommt» P.«�S' >tn Einsts SS. Berlin, Sonntag, den 20. Februar 1870. Sechster Jahrgang Demokrat Zeitung „ erscheint drei töchentlich, und zwar: IN. ugs, Donnerstag« und Arbeittl'dvnuabend» Abeuds. 0rgan der soriat-demokralischm Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. >croei1>-----:--- ?>Ihf ntf ,ncment4' für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 10 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne 1 �X'» � beu Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämtern m u» g: s�l�and gleichfalls 16 Sgr.,(56 Kreuzer slldd. Währung.) am 1 clever� usation 1!: Bestellungen werden an«wärt« bei allen Postämtern, in Berlin In der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter« Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Eolonien, Amerika, China und Japan dir. A. Dueiing 8 Little-Newport-Streot, Leioester-Squaie. W. C. London. ----------—-----'■■" ......_■"T- 1 nd vor� j,em, Januar hat ein neues viertel« i�-�-Ilbonnement auf den„Social-Demokrat" arg. neu. Wir ersuchen diefenigen, welche l. Hollabonniren wollen, dies sofort zu thun. cderi�. BkMunqen werden auswärts beiden „Ljvtern, jn Berlin bei der Expedition, Kit« „ rjit. 17, und bei allen soliden Zeitunsts- '' �.euren gemacht.(Preis vierteljährlich ilier»r.) dikstaea wP neutn Abonnenten wird das Blatt Arbeiter� ganze Quartal, vom 1. rar, Äd-'hlüig nachgeliefert. uinxl. u. ind«') seinen bisherigen Eigenthllmern zu belassen, son« dern ihn zum Saatseigenthum zu machen, um ihn dann von den Ackerdauern in gcnosienschasllicher Großproduktion bewirthschasten zu lasien. Da« dieses das einzige wiiksame Mutel zur Abhülfe der in Irland herrschenden Ausbeutung sein würde, wird durch die Thatsache bestätigt, daß auch der euglische Nationalökonom John Stuart Mill in der vorletzten Parlamentssitzung erklärt hat, daß alle« Grunbeigcnthum vom Staat expropriirt und den �.»...Ackerbauern selbst überwiesen weiden müsse; Januar au, I da Mill kein Socialist ist, so bleibt er sreilich auf ' halbem Wege stehen und verlangt Kleinproduktion .*.-- du,ch einzelne Ackerbauer, statt der socialistischen iThfll Großproduktion. Gleichwohl hat Mill seinen Bor- L � � V» y l 1 1. schlag ehrlich gemeint, waS man von den jetzigen " Bestrebungen des englischen Ministers Bright nicht llll. m n' Februar. sagen kann.— Die Gesetzesvorlage Brights, des nzeige. Pacht gefttz für---............---- s wegen""" 31 _____ sagen kann.— vytitiftBUOiiugc origviv, ot» DU. P ,ut Irland ist jetzt großen Teppichsabrikanlen, läuft nämlich auf Fol« FebrnS�lischen Ilnterhause eingebracht worden. Der gendeS hinaus: Die Besugniß der beschränkten unieryau�e emgedraÄt worden. Der gendeS hinaus: Die Best che Nothstand der irischen Landbevölkerung Eigenthümer in Bezug aus f,rtjf�*mehr die Gewaltthaten, mit denen sie sich tung ihrer Grundstücke wi hre Unterdrücker vertdeiviate. baben die be- leiden 0»S dee �»notSkokle Verkauf und Verpach- wird erweitert durch An nit ) m wie sich ein offenbares Unrecht zu Schulden kom- men läßt, so hat der Gutsherr einen Schaden« ersatz zu leisten, welcher bei einem Pachiwerthe von weniger als 10 L. auf den siebenfachen Be> trag desielben anzusetzen ist, mit steigendem Pacht- wertbe aber abnimmt, bis er bei 100 L. nur mehr daS Doppelte beträgt. Dazu kann der Pächter die Entschädigung für Anlagen und Verbesierungen beanspruchen Bei Pachtungen über b( L. jähr- lich kann sich der GulSherr jedoch wiederum durch Verträge auf 31 Jahre der ersteren Verpflichtung entladen- Die vierte Klasie begreift die Pachtverhältnisse, welche auf Verträgen be- ruhen und daher nur in so weit zur Rede kommen, als es gestattet wird, an die Stelle derselben 21 jährige Pachtfristen unter gerichtlich gebilligten Beringungen zu seyen. Um die Kündigungen, durch deren häufige An- drohung und Wiederholung die Verhältnisse zwischen Gutsherrn und Pächtern so sehr verbittert worden sind, zu vermindern, soll die Frist eines Jahres für dieselben festgesetzt und ein Stempel von 2'/- von denselben erhoben werden. Bei ... Ulli vcnen zre ,10. v-,. m"-tiiNiiiaen von l....,........-—.„, • hre Unterdrücker vertheibigte, haben die be- leihen aus der Staatskasse, welche die niswe- neuen Pacht über 4 L. jährlich sollen serner �'Klasse Englands endlich so weit gebracht, Hörde sür öffentliche Anlagen vermittelt; eS wir i zwischen beiden Parteien , x�ben Siaat zum Schutz der irischen Pächter den Pächtern ermöglicht, die von ihnen nur.-e- werden während sie bei Pachten unter �«en lassen will. Es wird ossen, wie einst wirthsckasteten Ländereien— mit der Einwilligung M/sbesitzer allein zur Last f°Ven." 1«�..»° M-brikg-fetzgebung ane.,� ihrer Gutsherren- anzukaufen, entweder durch 4 1. dem �u-o Iii..„x ilUOlUll» 4...'Alt..----- rn-.~- na. A'nhldV'� rn**« tilllWlUCllCU �UlllkC»- ÜCIIII III. UUV VCVUUIV, v-- r.,---- DQK IIUI vv»-------- Besitzenden sind>m Parlament und Mini- dar nur auS verschwi»dcnd kleinen Summe« tz� � das' Sätzchen eingeschmuggelt hat:„Wenn c Bestret'�"�«»» vertreten— der heutigen Pro- stehen wird, für dir sociale Frage ganz w rkung«.. �a« ganze Schutz- :eriellc.. ö-'we.s- ausstellt, ist um so wichtiger, als loö sein wird. Auch scheint eS Nicht unmöglick. daß die Pawl r g� � � � � )nwa>tlgen englischen Fabritzesetze direkt nur vie Grundbesitzer sich selb st dltse Staatsh t z ,An„en also unser endgültiges Urlheil über diesen I hutz der Frauen und K.nber gegeben sind, die wenden können. Gleickwohl ist die the�etiiche An � �glischen Parlaments dahin ab- maßen als unselbstständig betiachtet werden, erkennung deS Prinzips direkter! bfn. daß die herrschende und besitzende Klasse �taat zu Gunsten volljähriger sür die Arbeiterklasse von großer W'' � g" ba b rl(b purch die drohende Haltung deS soll. In dem irischen Lanv- besonders da England den Ansang dam, � iiischen Proletariats genölhigt gesehen hat, in der mtige Bouraeoisökonnm!» und Außerdem bezieht sich der Gesetzentwurf aus dl � kinen Schritt weiter zu thun, im 9 itn. ifi der„Allg. Ztg." zufolge durch römisches An« Kbreiden des Herrn Bischofs Dr. Krementz bei •strafe der Excommunication verboten worden, fernerhin in Sacken des Concils das mindeste zu schreiben. Dr. MicheliS hat verschiedene Broschü- ren gegen die„Unfehlbarkeit" deS Papstes ge« schrieben. Die ultramontane Partei hat in Bayern einen neuen Sieg erfochten. Der nationale Mi« nisterpräsibent Hohenlohe hat seine Entlassung er» beten und erhalten. Ueber seinen Nachfolger ver« lautet noch nicht« Näheres. Die Nolh der arbeitenden Klassen in Eng« and ist gegenwärtig auf einen solchen Höhe- Punkt gestiegen, daß von den besitzenden Klassen allerlei Experimente gemacht werden, um die Nolh, ohne daß es ihnen besondere Opfer kosten soll, zu heben. Ein Hauptexperiment ist nun die Grün« bung einer„Gesellschaft zur Auswanderung", zur Auswanderung der Arbeiter selbstvei ständlich, wenn- gleich man den Zusatz„der Arbeiter" nicht mit auf das Aushängeschild geschrieben hat.— Wie wir nun aber von den großen Bourgeoisökonomen und ihren Nachbetern, Braun, Michaelis und Genossen immerfort gehört haben, verbessert die Steigerung de« Nalionalreichthums auch die Lage der Arbeiterklasse— in England großer" Noch' und sehen die Experimente der Bourgeoisie, die Roth der Arbeiter in elwaS we- nigstenS zu verringern. Wie stimmt daS zusam- men mit den reichstäglichen Behauptungen deS Herrn Braun? Aber wenn es wahr wäre, daß durch Sieigerung des NativaalreichthumS die Lage ver Arbeiterklasse gebessert würde, so wäre diese „arbeitersreundliche" Auswanverungs- Ges-llsckaft ja eine„arbeiterfeindliche", welcke die im Nalio« nalreichthum schwelgenden englischen Arbeiter in eine schlechtere Gegend befördern wollen, wo es noch wenig oder gar keinen Nationalr.ickchum giet-t, z. B. an den Fuß de« Hiuialayagebirges in Ostindien. Damit käme aber, nebenbei gesagt, diese AuSwanderungSgesellschaft„unserm Braun" in die Ouere, der bekanntlich bei dem ausgebro« chenen Kampf der Arbeit gegen daS Capital letzte- reS zur Auswanderung gerade an i.en Fuß deS Himalaya verleiten wollte; die dorthin vorher aus« •'«niond-rten Arbeiter würden nun die Gegend Doch Scherz b.i _>..k fci* ITHCDCn 0.. yeuiige Bourgeoisökonomie und Außerdem vezieyl''"l---- Iccialen Gesetzgebung einen Schritt weiter zu thun, �be,Ä Wirt r Laire l°aS Gehenlassen) Regelung der PachlverhSlin.sse. Wenn e.n St. eil, � � StaatShülfe ent« >r. WilYi» Niederlage. sich«hebt zwischen GulSherrn und Pachter, und IM� anei|ennt wie je. aber dennoch mchtsick ist nichts weiter als eine theoretische. Nur beide einigen sich über einen°?iurusenden s- � t[n Bitl(amea Gesetz zum Schutz.........- '(? cn1"18 der Staatkhülse von Schiedsrichter, so wird in Se uno �» v.oo banden ist in England, also daß das«telgen ve» Na.ionalreichthumS im Gegenthe.l d.e Rlassenlage der Arbeiter verschlechtert. Die Wahl in dem Londoner Stadtviertel Soulhwark. welche die öss-nllich- Auimiikiamt-i .... on.ie. i,.!�.)ti»>-ii».st jetzl enilck>e» n.cht.m Mindesten die scheußliche bei den vierteljährlichen Ger.ckissitzung n � Bourgeoisie gesügiger Pediiigdstung der Nischen Landarbeiter heben oder welchen Berufung an d.e R.ch.er d�r v°chst-n"ar e_ �Mr verringern wird.- Das irische Ackerbau- SchwurgerichlSsitzung gestattet.st. D.e Pächter �..x... feld.'t'at wird bekanntlich in der Weise ausge- sollen nun, so schlägt das Gesetz vor, nach ihr s.mmlnl � der Großgrundbesitzer seinen Grund besonderen Verhältnissen in vier Klassen gethe� de,r°d°n gegen einen unerschwinglichen Pacht- werben. An erster Stelle stcht� der Pächter IN .der de« tmcn unerschwinglichen Pacht- werben. An erster Stelle steyr ver irbeiter�"' Ackerbauer verpachtet. Der Pächter, der Ulster; der Gebrauch, welcher stch w d'eser n � Abcn>fg'ck,e:-SLeben führt, als daS V. h. komml lichsten und blühendsten P�vlnz Irland« fM idt, �dieses enorme» Pachtzinses niemal» au« GewohnheilSrechte ausgebildet hat. soll »den-.Schulden heran«, so �ß'jhn der Grund- anerkannt werden, so daß»«.»bz«W« lverd l" I lytl OlCIWSluy»»» Bundes war endlich in seiner 4. Sitzung beschluß fähig. Die Präsidentenwahl wurde in der 6. Sitzung am 18. d. M. vorgenommen Rundschau. Berlin, 19. Februar. Der Reichstag deS Norddeutschen weroen•' qcrau«, fo daß ihn der Grund-! ■rnieldst ihckMeliebig aus der Pacht treiben kann. Da U überge�ise Weise der Ackert,-».—'UjA---'* � C ur i;.x. v».-____ JgM in so lebhafter Weise beschäftigte,..... I k*"' ��klter- Kandidat Ovger ist seinem Eiewahli f l�egner unterlegen, es fehlten ihm allerdings nur 336 Siimmen. Die„Köln. Ztg." schreibt über i'-v'g au» ver Puch,. kannt werden, so daß der abziehende Paazirr«lyuun»»._____...0 sfe Weise der Ackerbau kann. Da oon dem Gutsherrn oder von seinem eigenen Nach- wurden die Abgeordneten Dr. Simson, Herzog v. 386 Siimmen. Jtne„ui»»... Kleinproduktion betri �atürlich nur mit» folger die nach Uisterbrauch ihm zustehende Ent- Ujest und v. Bennigsen. Aei der Wahl des Dr. die dortige Wahlbewegung:„Selten i>t ein Wahl« e en tnerh,n»„„„ fAÄniflnnn beanspruchen darf, also Vergütung Simson wurden 155 Stimmzettel abgegeben. Dem- bezirk so lange Zeit hindurch der Schauplatz UN- -—.-x--------- uv.„r Reickluß. ablässiger Kämpfe und Wühlereien gewesen, wie Endlich der cJci emoklü'ckb-r .."ckb-r jeden'Äüaenbl!�'�". Pacht d 9'!!v"'n Die üblen>n,au8|3el5iefcen wer- haben, wenn ver.„„W... Landwirtbickok»;ötn hleses Rück selbst nickt mit dem Pachtzins im Rückstände ge- zählung gestellt wuror. unu?' a- m dadurch m», r-x? Grundbe- blieben ist oder ohne deS Herrn Einwilligung sein wenn der Antrag bei jeder passenden Gelegenheit verspricht der eigenilicke Waytiau.�.. .o on WT1' Pachter fortiam.» � �gewälzt, daß sie Pachtgut unterverpachtet hat. Der GutSherr kann gestellt würde, um die Diätenfrage auf die tref- tiger zu werden, denn w.ewchl d.e Hanaeschau «n Ex'v'k �crwandelten, da« �"'i." � in Vieh- die Entschädigung auf Ersatz für dauernde Anla- sendste Art und Weise anzuregen, und den Reichs- heute für den Arbeiler-Kandivalen � czer auSsiel ers.'iidunS und die vertrieb,«.� �"üland ver« gen und Urbarmachung beschränken, wenn er mit tag selbst sowohl, als die Regierung in die Lage und die beiden anderen Kant tlaten nebst ihren «erließen, d. h. x'�erbauet der Selbst- dem Pächter einen aus 31 oder mehr Jahre lau- zu bringen, Diätenzahlung für die Mitglieder des Anhängern sich kaum Gehör zu verschaffen wugten TfV1" Zu verhun,-� Gutdünken aus- lenden Vertrag abschließt. Die dritte Klasse be- Reichstage« eintreten zu lassen.— so schrecklich war der lärm und da« Z'iwen 'i?»!iiai� Zustand ha» j-u. c"," k-n. Dieser stebt aus der großen Anzahl von Pächtern, deren Der Abgeordnete Graf zu Münster beabsich« so kann man hieraus doch noch nicht au; a'* ' � nd schreit nach Adki,-" Höhepunkt er- Frist von Jahr zu Jahr eri euert wird. Kündigt tigt den Antrag einzubringen, eine Adresse aus gebniß der auf morgen angesetzten"«men " fl' fiii«l clligcn, kann natüriiri~ Jl b.'f� Ju»»r GutSherr einem solchen Pächter, ohne vor dem die Thronrede zu erlassen. Sein Vorhaben findet Abstimmung rechnen. Es mochlen wo), �°n..-ff>"f.lhast sein; derteti Socialisten Richter nachweisen zu können, daß der Pachtzins bis jetzt auch bei den ihm befreundeten Fraktionen Menschen auf dem ssiatze sein, un®., ��dahin gehend be„£®°tjd)lääe im Rückstände geblieben, da« Gut unterverpachte- nur mäßigen Beifall. m f Mehrzahl of�nbar der f' �Derjt' > i«*3 Grundbesitz nicht mehr oder zerstückelt worden ist oder der Pächter anders- Dem Professor Dr. MicheliS zu BrauSberg so ist das Ergebniß der Handeschau kun-öwegS zu verwundern." Wenngleich nun auch der Ar- beiteikandidat unterlegen ist, so zeigt doch rie ge- ringe Majorität deS Gegner», daß die englischen Arbeiier sich sehr gut gehalten, und unterliegt cS keinem Zweifel, daß bei den nächsten allgemeinen Wahlen mehrere Arbeiter als Parlamentsmilglie- der gewählt werden. Stach siebentägiger Dauer sind die Lorunter- suchungen gegen die 24„Ruhestörer" in Thornclifse bei Sheffielo zum Abschlusie gediehen. Sie haben damit geendigt, daß einer der Angeklagten, gegen den keine genügenden Zeugenbewdse vorlagen, freigesprochen, die übrigen dagegen dem Schwur- gerichte zugewiesen wurden. Man wird sich er- innern, daß eS sich um einen Angriff handelt, den die GewerkvereinS-Mitglicder gegen die Woh- nungen freier Kohlengruben-Arbeiter ausführten, welche zu den von ihnen verschmähten Lohnsätzen an ihre Stelle getreten waren. Der Friedens- richter hob hervor, daß dieser Angriff nach einem vorher entworfenen Plane und mit militärischer Genauigkeit ausgeführt worden sei, und daß man es bl°S de- Entschiedenheit der Polizei und der Truppen zu danken habe, daß die„Ruhestörer" nicht auch die Maschinen zerstörten. Gegen Roch-fort sind jetzt strengere Maß- regeln ergriffen worden. Nachdem er bisher schon nicht mit seinen Freunden außerhalb conseriren durste, hat man ihm auch jetzt jeden Verkehr m�t seinen Mitgefangenen, darunter Liffagaray, unter- sagt. E» scheint, daß er ebenfalls in daß„Komplott" verwickelt ist, welches die Polizei entdeckt haben will, und daß deshalb die geheime Hast verfügt wurde. In der„Marseillaise" hat Roche- fort folgenden, wohl durch einen Vertrauten be- förderten Brief an den Präfecten Pictri ver- öffentlicht: „Herr Präfekt! Obgleich das Gretz den Beamten bei Androhung verschiedener«trafen untersagt, Brief: zu öffnen, welche an dritte Personen gerichtet sind,«osern nicht gegen diese eine gerichtliche Untersuchung im Zuge ist, verordnen ihre Gcsängiiifj-R-glemeutS, daß lein von einem oder an einen Gefangen n geschriebener Brief an seine Bestimmung gelangen darf, ohne zuvor die Jnspec- tion pa'sirt und, nachdem er durchgelesen worden, das Bisa de« Direktors der Anstalt erhalle» zu haben. Me>ne ganz besoudere Stellung als Abgeordneter und Lhefre- dacteur eines politischen Blatte« zwingt mich. Sie, Herr Präsekt, zu fragen, ob diese ganz willkürlichen Best.m- münzen nicht in meinem Falle eine wahrhaste Verletznng des französischen Gesetzes darstellen. Denn, wenn ich dem Blatt einen Artikel schicke, welcher den Ihrigen ent gegengesetzte Meinungen vertritt, so werden Sie sich offenbar da« Recht beimessen, ihn zu confiseiren. Da nun aber die präveiitivc Leilsur in Preßsachen abgeschafft ist, so werden Sie sich damit sicherlich das Bergehen de« Mißt rauch? der Amtsgewalt zu Schulden kommen lasseu, da ich m-iner bürgerlichen Rechte nicht beraubt bin und da« Recht behalten habe, in die Zeitungen zu schreiben. Sie �nt> �atjo schlechterdings nicht berufen, da« Maß von würdigen und wenn Sie es thöten, würden"'®!'« sich au Stelle des Staatsanwalt« fetzen. Wenn e« mir andrrcrseil« als Vertreter de« ersten Bezirks beliebt, in der Kammer, welcher ich formell noch angehöre, da da« „Journal osficiel" mich täglich unter Jenen ausführt, „welche an der Abstimmung nicht Theil genommen ha> den," wenn es mir beliebt, sage ich, einen Antrag z. B in Bezug auf da» Budget der Polizei-Präfccwr elnzn- bringen, so ist es unzulässig, daß Sie es auf sich neh- men könnten, mir Ihr Visa zu gcbeu oder zu verwei- gern, da» heißt, daß Sie da« Recht hätten, meine Schriften und Handlungen zu controllireu, während im Gegentheil da« allgemeine Stimmrecht mich gerade zu dem BeHufe erwählt hat, die Ihrigen zu controlliren. Unter diesen Umständen scheint es mir, Herr Präfect, recht und gesetzlich, daß meine Mittheilungen an die Kammer und meine für mein Blatt bestimmten Artikel von dem Bisa des Herrn Direktor« von Pelagie befreit werden oder doch wenigsten» Niemand sich da» Recht anmaße, meine Gesetzentwürfe oder Artikel, welche ich unter der Verantwortlichkeit vor den bestehenden Gesetzen schreibe und deren Wirkungen Ihr Visa selbst in dem Falle nicht abschwächen würde, daß sie von dem Gericht ver- folgt würden, zu unterdrückeu oder zu modifiziren. Wenn Sie die ganz launenhafte Reglementirung der Gesäng- msse hinsichtlich der an» denselben erlasseuen Briese gegen mich anstecht erhalten zu sollen glaubten, so würde ich mich. Herr Präfekt, gezwungen sehen, mich fortan der Erfüllung meiner Pflichten als Bbgcordueter und der M tarbeiterschaft in meinem Blatte zu enthalten. Und so würden Sie aus Ihrer eigene» Machtvollkommenheit den Richtern, welche mich vwurtheilt haben,-in- sonder bare Lehre geben, indem Sie zu ihrem Erkenntnisse noch eine Strafe hinzufügten, welche sie nicht gegen mich ner- hängen zu sollen geglaubt babcn. Genehmigen Sic, HerrPräfekt, m.ine Emvsehlnn en. Pelagie, 13. Fe- bruar. Henri Rochefort, Abgeordneter de» ersten Bezirk«." In Madrid sind seit ver September- Revo- lutiou mehr als 4 00 Werkstellen, Fabriken und Geschäfte geschloffen worden. Es herrscht in Folge veffen ein ungeheurer Nothstand in der spanischen Hauptstadt. VettittfH hkj (Für den Allg. deutichc.r ArbeUer-Sereiu.) An die Mitglieder de» Allg. deutsch. Arbeiter- Vereins. Nachttäglich sind ihren Verpflichtungen gegen die Vereinskasse für Monat Januar noch iiachzekonmicn: Barmen, Cöln. Heddernheim, Hastenrath, Obertshanseu, Ober-Roden, W.rlher, Gießen nud Zittau. Abrechnungen ohne Geld habe» kinzcsaadt: Bochum, Clausthal, Lüneburg, Lengcnstld, Meißen, Pcilau, Treuen, und Münden. Weirnglerch in der Einsendung solcher Abrechnungen eine Pflichterfüllung gegen die Bereinskassc nicht l-egt, so ist es immerhin weurzst u» ein Zeichen daß man sich seiner Pflicht erinnert. Ihren Verpflichtungen sind nicht»angekommen: Auerbach, Beek, Bürgel, Bayenthal, Brandenburg. Bautzen, Celle, Dceißighuben, Görlitz, Glauchan, Glückstadt, Hagen, Habendors, Hil deSheim, Kammerforsterhöh. Leipzig, Mccrane, Mühltroff, Neumünster, Nehei", Rstipe», Osterode, Oldesloe, U.r diugen, Varel und Werensdorf. Eine so geringe Anzahl von säumigen Orten ist selten noch verzeichnet worden. Ich spreche meine innigste Freude über dieses Re sultat aus und es wird— davon bin ich überzeugt— unserer gemeinsamen Thätigkeit gelingen, die langer sehnte Oidnung im Kassenwesen vollständig herzustellen. Meinen besten Gruß! Berlin, den 19. Februar 1870. Der Vereinscasfirer W. Hasenclever. Winterthur, 15. Febr.(Das Schicksal des Normalarbeit�tages.) Parteigenossen, ich kann Euch ein schöne» Bild vo» Menschenliebe entrollen, ein schönes Bild der Cap talisteichumanität, ich kann einen neuen Beweis dafür anführen, daß die Bourgeoisie die Arbeiter in ihrem Joch zu erhalten sucht. Euch wird erinaerlich sein, daß die Arbeiter des Cantons Zürich, eiu Arbeiterschntzgesetz entwarfen, und dem Canlonsralh zur Genehmigung vorlegten. Der Hauptpunkt war, die grofei.� Znteressam tallsten deswegen führten, indcni sie, Iheils„arbeiter feiudlich", theils„arbeiterfreundlich" die Vorlage be kämpften. Da mir wegen Mangel» an Raum ein ausführlicher Bericht nicht möglich ist, beschränke ich mich auf da« Resultat de» Zehnstlindengesetzes; es wird Euch Parteigenossen zeigen, wie man auch die anderen Para- grapheu behandelt hat, welch? theil« verworfen theils so umgeändert wurdeu, daß sie wirkungslos geworden Und; es wird Euch zeige», wie es überhaupt mit der Humanität der Savitalmacht in der freien Schweiz steht. Bon den anwesenden 133 Abgeordneleu stimmten: 145 für 12, 37 für 11 und nur 1 für 10 Stunden Ar- beitszeit. Verwundert werdet Ihr fragen, wer war dieser Eine? Wer war e», welcher sich nicht beirren ließ und fest stand? Wer war es, der sich nm der Ar- bcitersache willen, dem Gelächter und dem Hohn seiner Kollegen preis gab? Es war kein„human-r" Capiialist, sondern der arme Schneider Kre bser au« dem Turber tdal, ein Mann au« dem Volke, der in Roth und Ent kchrung groß geworben ist, der reichlich von dein Sch ck« sal der Armnth betroffen ist nnd der seine Huilgerexist nz oftmals schwer fühlen mußte. Als unser Krebser seinerzeit von seinen Mitbürgern zum Cantonsralh er- nannt wurde, erging eS ihm wie nnserm ersten Reichs- tagsabgcordneten Schweitzer, man veispotlete und ver- läumdcte ihn. Die Worte Krebser'« sind auch jetzt in den Sitzungen zurückgeprallt an den harten Herzen der Bourgeoisie, die Roth und Elend nicht kennt, die keine Erfahrungen in Entb-hrung und Hunger gemacht hat. Arbeiterorüder erwägt ernst diesen Borgang -nn die Wahlen an Euch hcrantteten. Gebt Eure Stimme nnr dem, welcher mit Math und Energie für die heiligen Rechte der Enterbten, eintritt', nnr so wird es uns gelingen, uusre Feinde zu bcsi-gen, nur so>v rd es uns gelingen, unser Joch lei rer zu machm. Mit social- dem o'ratischem Gruß Gustav Kießling. Crefetd, 16. Febr.(Neue Ausbreitung io Flf ch eln. Volksversammlung.) Sonnlag der 13. ds». marschirten wir 30 Mann der hiesigen Mitglied- schast, Herrn I. Schneider aus Frankfurt a. M. an der Spitze,»ach ssischein, um daselbst eine Volksversammlung abzuhalten. Unterzeichneter wurde erster, Herr Ott zweiter Vorsitzender und Herr Magna Schriftführer. Herr J. Schnei der hielt einen gediegenen Vortrag über die Principie« de« Allg. deutsch. Arb.-B-reins. Nach mehr- maliger, aber vergeblicher Aufforderung zur Jnterpella- tion forderte Herr St rums au» Fischeln mit kurzen, kräftigen Worten zum Beitritt und unbedingten Fest halten am Allg. deutsch. Arb.-V.rein auf. Hierauf traten aw Arbeiter dem Allg. deutsch Arb.-Verein bei.— Am 14. Februar hielten wir zu Crese.d iu der Backhalle eine von circa 1000 Mann besuchte Volksversammlung ab. Herr W. Wölfs sprach über die Stellung der verschic- scncu gegnerischen Paitcien zu der unser» in llarcr verständlicher Weise. Großer Beifall begleitete den Vor- trag. Nachdem mehrere Redner sich in demselben Sinne anSge'prochm, forderte Unterzeichneter zur Juterpellatio Der Geldteafel. Novelle von Hendrik Conscieuce. (Fortfetzuug.) Berthold richtete sich auf, ergriff den Gewaltthäter bei der Brust und warf ihn mit einem einzigen Stoße gegen das Pult. Der Schreiber heulte vor Aerger und Wuth; er war bleich und seine Wangen bebten; in seinen Auge» leuchtete ein maites Feuer, nnd dennoch zeugte der ganze Ausdruck feineS Gesichts von roher Freude. „Sie werden mir dies bezahlen, ja bezahlen, hundert fach bezahle»!" brüllte er, indem er sein Pult öffnete und Etwa« zu suchen schien. Benhold hatte dir Arme über die Binst gelegt und sich mit dem Rücken gegen di? Kasse gestellt. In dieser Haltung beobachttte er den Schreiber. Ein Ausdruck der Verachtung und de« Stolzes lag aus seiuem Gesichte. „Ha! ha!" rief der Schreiber mit einem Papier dem Jüngling nahe ttetend.„Ich wollte alles Aufsehen ver- meiden, so lange die Leiche noch im Hause bleiben würde; aber Sie zwingen mich zur Rache. Ich will Sie vor Aeiger und V rzroeiflung vergehen sehen. Da lesen Sie, da« ist die buchstäbliche Abschrist de» Testament«, wel- ches Herr Rvdyn in meiner Gegenwart mit eigener Hand geschrieben hat." Berthold nahm das Papier und fing an zu lesen. Unterdessen hielt Monck mit triumphiremdem Blicke das Auge auf ihn gerichtet, und je mehr er den Jüngling erbleichen und erzittern sah, wuchs der Ausdruck der ausgelassensten Freude�und de« unsäglichsten Genusses auf feinem Gesichte. Sein Feind war überwundeu und er tonnte ihm nun d.eist und ohne Furcht den Fuß auf die Brust setzen. Berthold ließ da» Papier an» der Hand fallen und sah den Schreiber mit ungläubigem Erstaunen an. „Ja, ja, mein lieber Herr, e» Ist so und nicht au- ders, scherzte Monck.„Alles, Alles für mich, Nichts für Sie. Da» kommt davon, wenn man den Nasewei- sen spielt und Verse aus den sogenannten„Wucher" macht. ES ist theuer bezahlt. Aber was wollen Sie machen? Der Krug ist gebrochen." Berthold ließ sich, seiner Aufregung und dem bösen Spotte Monck« erliegend, sprachlos auf einen Stuhl fallen und sah mit tief empfundener Demüthlguna ,u Boden. „Und wenn ich, ich, der verachtete Schreiber, Sie zur Thür hinausweisen wollte, würden Sie meinem Befehle wohl zu widerstehen wagen?" fuhr Monck fort. „Aber ich bin vorsichtig; ich mähe nicht gern Aufsehen und überdies wird das Testament erst morgen gelesen werden." Gleich al« wenn der Jüngling plötz'ich seiner Auf- regung Herr g-worden wäre, erhob er sich und sagt- mit Festigkeit: „Es ist unmöglich! Sie betrügen mich. Ein solches Testament kalin nicht vorhanden sein." „Sie halten mich für kindisch gniug, um so wie Sie zu handeln?" lacht- Monck.„Bin ich nicht zu alt und zu klug, um die Haut des Bären zu verkanfen, bevor er gefangen ist? Wozu würde mir's helfen, wenn ich nnr einen Tag triumphirte? Würde ich morgen nicht beschämt und gcdemlllhigt werden, wie Sie es jetzt sind?" „ES ist abscheulich!" rief Bcr-Holo.„Sic haben mich verratheil, meinen Oheim auf einen Irrweg ge- sithrl, mich bestohlen! Ich werde mein Recht fordern, Sie anklagen und da« Schrislslück umstoßen, welches Sie einem tranken Greise mit schmutzigen Ränken abge- nöthigt haben." »Ihr Recht fordern? Da« Schriftstück umstoßen lassen?" erwiderte Monck mit felis mein Mitleid in der Stimme.„Glauben Sic denn, daß Monck nicht weiß, wie ein Testament gemacht werden muß, um ge etzmäßig und uuaiitastbor zu sein? Ihr Oheim hat es an« eigenem Antiiebe geschrieveii. Schmeicheln Sie sich selbst nicht mit einer lächerlichen Hoffnung." In Berthold» Busen gewann die Ueberzeiigung Raum, daß er wirklich aller Hoffnung auf Erbschaft be'- raudt sei. In der Thai, Monck war zu arglistig, nicht alle Vorsorge geerosscn zu haben, die ihm den ganzen Besitz der ihm zuerkannren Nachlassenjchast sichern konnte. „Wohlan",' sprach plötzlich elitschlossen der Jllugliiig „es fei deun so, ich gehe. Mir ist, als warn ich t)irr mit der Lust nicht« Anderes eiuathmete, als Bcirua Bosheit und Schandlhat. Vielleicht hat da« Geschick mich vor Befleckung bewahren wollen. Meine Seele wird sich zum wenigsten durch da« unehrliche Geld nicht beschmutze»; lebe» Sie wohl. Ich kann mich an Ihnen aus. D« meldete sich ein zu einer uns feindlich gc- stanten Clique gehörender Mensch zum Wort und bracht- etwa folgendes vor:„Der Köirz von Preußen ist unser Landeovater und wir sind seine S-uder. Lassen wir drum unsern Vat.-r nur für un« sorgen, so wird'S bald besser werden. Er führt uns vorwärts auf dem Schlachifelde und wild un« auch vorwärts sllhrcu, ivenu wir in Noth siild. Aus ihn nur allein luttsse» wir Bcrlrauen setzen. dann werden wir bald ein freies Volk seio." Diese Worle waren selbstverständlich Wasser aus die Mühle unseres Freundes Wolfs, welcher unter stürmischci» Beifall tcr Versammlung dem Vorredner den Kopf zu recht setzte. Eiuzeichnuugen in die Listen des Allg. deutsch. Arb. Vereins faiiden nun statt. Diese Versammlung ist wiederum eiu Beweis dafür, daß hier auf dem linken Rheinland der Geist Lassalle's immer mehr in die Massen dringt. Die nächste Rcichslagsivahl soll beweisen, daß wir in Crefeld einen social-demokratischen Grsetzmocher in den gesetzgebenden Körper hineinzubriu- gen verstehen. Mit social- demokratischem Gruß Pcler Stoks Carlsruhe, 16. Febr.(Arbeiterfest.) Sonn- tag den 13. d. M. vecaiistalteleil wi: Mitglieder de« ÄUg. deutsch. Arb.-VereiuS ein Fest mit Ball, da« in schönster Eintracht verlief. Das Fest war besucht von allen. Mitgliedern, soi ie von vielen Nichlmiigliederit. Eiuen Prolog sp ach Herr Stettcr. Die Festrede hielt Unterzeiebneler, indem er die Bestrebungen des Allg "-—»—"-- irr—- t-sitn-rte unfc hervorhob, daß die Partei hier trotz aller Kämpfe und «ufeiuduugen fest stehe und sich jetzt erst recht Boden v-lfchaffe. Viele Ii:ßcii sich in unsere Rechen ausnehmen. Auch ein: amveseud- Frau nahm das Wort ui.d forderte all: Arbeiter aus, dem Vereine beizutreten. Brüder ur Deuischlaud, nnr wack.r gekämpft! Vorwärts ist unser Ziel! Wir haben uns hier kräftig gesainm-lt und bleiben nicht zurück. F-Uhe t für den Mann der Arbeit! F eiheil sür'S Proletariat! Hoch der Allg. deutsch. Arb.- Verein! Mit social deniokralischcm Gruß F.W.Jäger. Ueber eine Volksversammluiig in Bernburg berichten di- Herrn Hühnerbein aus Bcrnburg und Lampe aus Halbcrstadt. In der betteffcudeu Versamm- liing, die am 12. Februar in der Ccutcalhalle abgehal- ten wurde, waren circa 300 Perioncn anivescnd. Als Redner traten uuler großem Beifall die Herren Aug. Kapell aus Berlin iiud Gustav Lampe auf. Daun wurde folgende R solittion einstimmig angenommen! „Die Versammlung eiklärt, daß die Orgautsalion deS Allg. deutsch. Arb. Vereins und Icr der Leitung de« Herrn Präsidenlei' vor allen änv'crn der Vorzug gebührt, 3' derselben auschliebeii will." Hieraus».,, Mitglieder in die Listen ein. Herr P«' im Namen der Beinburger MitgliT beiden Rednern seinen Dank aus. n da ein egelu? in, die i chtet miö yltd.-nds-Ti)«� (Für den Allgemeinen deutsch.»,,"-i™' Verband.) M' Itllg. Taback- und Ciaarrcuar-u,, oer zo sefcaft. A-Dictatoi Ottensen, 15. F br.(An zHmciergci Von verschiedenen Bevollmächtigten d�timme, d zlieder der Gewerkschoft eine von AMoyal wir Petition in Betreff der Fabrikation-'aJ'® Zuchlhälisern|U unte zeichnen garrenarbcitervtttin mit unserer Geio-�sUet», n Sachen Hand in Hand gehen könne. mir wort: Bei Augelegenheiteil von die«"! den Dingen sollte mau billigerweise � Menschen kollegialische» Handeln rr»«ö aber, ob die erwähnte Petition an'-4' L' pseblen sei, ist etwas andres, y von bitten, wo man zu fordeis». zweiten» weiß ich, wie viel Arbeit«»�.'' s Reichstage ihren Sitz haben, s» daß k' kalin, wie viele in dieser Sache für v.' würden. Man möge auch bedeuten- 1 9- C-garreu, sondern hauptsächlich M»'''-. Zuchthäusern sabricirt werden. OK» die B-rhäitmffe iu Sachsen kennen? V.. liegende eine einseitige Pelitwn der air'!■ nicht nothwendig. Welchen geheimen r i'_ dtt Petition? ES ist-°in Wahlw�Mn Br dazn hat und nicht ai-ders kann, �.�leutellskt _«er bricfl Ullgcmciner deutscher Schubs didmig? Berlin, 13. Febr.(Zur �p.inmiss ml,,,*>nLi Bevollmächtigten werden hierimt'ssiAieiues Bei teste»« bis zum l März genaue iu I seudcn. Die Ottschaslen, die s-lchtt als auSq-schiedcu velössentlicht daw-- Vn �as Ei solchen Orten keine RciseuitterstiltzuNil i anzezeticll Betreffenden haben sich selbst die-�»jeiugeu e Stettin fordere ich auf mir die inllssc»', vollmächligten zu schreiben, da"jkn, die 0 auf meinen Brief vom 16. vor. geschriebene erhalten habe; auch bitte ich d" cjch surt 0. M., mir das Bcrlaugte eiliF",h sagen richem meinen Dank für ihr stfl�tide« nach fahrt so fort, vernichtet alle Berra-I,,,; beson mächtigte in Kassel möge die Milgl-' crczte. U unseres Statuts ausmeiksam mache«-» ganz wif der Bevollmächtigten erfulgt uach �»Herrn Li jociak-demokratischem Gruß und H �.chefort zu- G. Zielowsky, Präsident d- �-wir uns, Die Reiseunterstützung für Ä»r',i«ii, es an blt beim Schubmackermftr. Ant-'irter sein Jhit zu we ikaiier, bei gezahlt beim Schubmachermstr. Langestr. 128, im Hinterhanse. Adflemeiuer deutscher Zich�ime verdä Berlin, 17. Febr. zB-schl/4 gestellt. ver 10«r ist, gl daselbst wegen Zuwiderhandeln« 8� gissen, ww vom Ausschuß und Präsidium fen. Alle ausgeschlossen worden.. jjiir g Für Präsidium und AusjH�-ändeln un lg?» Corri -- rf'B1" �aorri Allg. deutsche vereiliigte Metä'l nehmen In Frankfurt a. O- wird süi �gleit�gegei schafl die Rciieiiiittrstützung van 12'Pen Staats und 6 bis 8 Uhr Abends bei HfcVdii Miß ans ezahlt. Adr. Richtstraße 80 eil» IKaiser« 1 ________—-Tbni allgen Das schwarze 6al�'°us den (Schluß.) ch ganz ci( ..Nach dem Staatsstreiche", --laugte mau zur napoleonischen galt die Verletzung des«ci-sgehelii'tf' zierung, die so Viele» verletzt hatte! �' uichr rächen, es ist wahr— aber Sie verachten, veiab- scheuen wie ein Ungeheucr, da« Sie sind; das zum wenigsten können Sie mir nicht nehmen." Er wendete sich der Thür zu und wollte die Schreibstube verlassen; aber Monck stellle sich vor ihn und sprach mit ruhigem Tone: „Ich vergaß, Ihnen Etwas zu sagen." „Nein,»ein, ich will Nicht? mehr wissen, antwortete Berthoid. „Es ist ein Auftrag, den Ihr Oheim mir gab, nachdem da« Testament schon geschlossen war. Sie werden doch seine lctzlcn Worte hören wollen." „Wohlan denn! Rasch! es treibt mich, von hier weg zukommen."-7. v» „Bleiben Sic nicht in der Thür stehen; tteten Sic wieder ans einen Augenblick in die Kammer eln." Bertsold trat einige Schrille in die Schreibstube zurück.' war schon geschlossen", sagte Monck. „als ich Jh-.em z�heim sagte, daß Sie arm seien und vielleicht Punger leiden würden. Ich wollte ihn veron- lasseu, J-nes Namen« in dem Testante Erwähnung zu thnn. Li- verwc-gerte es, und mein Ersuchen schien ihn zu peinigen. Mit all meinen Bitten habe ich so viel bei ihm ausgerichtet, daß er mich beauftragt— oder vielmehr ersucht hat, den» es war nicht mehr sei» Eigen- ÜT>, w fiat' fofl* Ihnen fünf- tausend Fronce in Gold auszuzahlen, damit Sic Zeit ve�scha'sf ii" lr�ndwo eine Stelle als Bürcouschreibrr zu „Liigner!" rief Bcrthold.„W-lchen neuen Bettua haben«sie eben ivicder ersolinen:" „09 ist. wie ich Ihnen sage. Unterzeichnen Sie mir Mn!ÄnT?K"'ch'"erde Jhneu die Summe augen- abeinach!.""' � ba"n unter»n« „Ich will Ihr schmutziges Geld nicht!" rief der Jfliiglnig entrüstet. �„Ein Almosen empf»igen au» H�shsn� Ich w rde mich selbst verachten— aber wahrlich, Sie sind von Sinnen." »'�kuhold, lassen Sie mir es; es ist schon gut. Aber bedenken Sie wohl, was Sie Ihun, vielle'.chl werden L>ie mehr al« einmal darnach schmachten. Ich will gegen Sie gut sein und da« Geld unter der -vcdinguiig zu Ihrer Verfügung bereit hallen, daß Sie brach mehr oder weniger, wa« liegt �id)CL- -Tri eben!" selbst kommen, imch darum zu bitte». t kommen, zweifeln Sic nicht daran" 4t � „Ich werde kommen?" rief er: „Ha! Ich verachte das Geld und jenigen, die um Gottes willen ihre �jch.rzich c iliid ihre menschliche Würde ve, kaufen- � und strecke ich jemals die Hand uJlh' verabscheuen auch Sie mich; denn iia geincä wenn Margret ein nnvorsichtige« W°�t>» den fallen ließe— Welch ein glückliche- �?<■ eingegeben, al« ich sie glauben ma®** menl inaiigelhaft sei und uingestd'-'Z.i- weil da» Datum daraus fehle; sie lws' J?. ,, Zu besitzen, mich nöihigenfall« zu i'"' �»n till(ai merksamkelt ist ganz auf diese>?,-,-iAiwauz>g- oiejeu vermeintlichen Fehler des ��kovedo m sie denlt an nichts Andere» mehr. Jfccinc to0l| Nicht« wüßte..... Aber wen» � ju zu«wo lich die Gesetzmäßigkeit des TestaiU� ze.-t M � lichtShosc strcuig machte, vielleicht s, maii uach andern Gillnde» suchte- gj stolz und schehen ist..... Doch nur ruhig eine solche Klage durchzusllhreu-., Kemcnaer ihm behlllflich sein sollte- l lobt....." Gr rieb sich die danken zu weifen— plötzlich- ntsahl geschrei und die Aufregung ergriff'' duuipser Stimme ausries: n in de! rinneru» ein? und bct< ___ von zerrissen, die THIlren einer National- «"«JaflLnicii! erbrochen, bei Nacht die Volksvertreter aus Nor-na.icbiihrt MSzehob-u, mit Kanonenschüssen die Häuser in" hieran! �ennd und Boden geschossen, -,-slllt besudelt, die Provinzen ausgeplündert I LlN. T_v.-_«*-1*-—-- iurger Mitglie Dank aus. Rd: ;n da ein Bedenken haben,'inen Briejnm siegeln? Soll man sürchten, gegen Leute lein, die man mit Kartätschen niedergemetzelt » i-lichtet mich zu Grunde, deportirt mich, treibt 'jH Anit mir mein Dach, meine Familie, meine ir'" Vermögen, mein Glück, und ihr solltet neu beut i ch. n haben, meine Korrespondenz zu unter- Verband.)\ i©ijirtrvenstW der zahlreichen Besuche, welche ein Vetter scrsast. r-Dictator« im Jahre 1852 einigen Gefan- hchc(An dilionciergerie machte, erinnere ich mich ganz ollmächtiqten dStimme, die heut- kaiserlich, in den Salons "�oyal wiederholt in dem empörten Schrei das schwarze Cabinet wiederhergestellt!" »izn haben. � i esc Wieder Herstellung dee nnets, welche die künftige Hoheit in Wuth >ien mir, dem kiinstigen Verbannten ganz t eine von Fabrikation zeichnen hätt l unserer Gei gehen könne, iten von die K billigerweisc> Handeln e nnate später, nachdem ich Frankreich ver- .> Stand gesetzt, die dem Kaiser- Titian an r�ikses Cabinet geleisteten Dienste würdigen rf'tZrsteast�lle Briefe. die an die Proscribirtcn gell ioroer:� die deutlichen Spuren der Neugier der viel Arbeiiervälr�ü'ining, Der eine, mit twa« Gummi baben so daß schleelt nnd recht von vollkommen rein i«Sacke iiir fr �den wieder zusammengeleimt. Ein an- anck bedeakenH'" grostes Siegel geschützt, war seitwärts 'lliiäckl.ch R«!' dritter, primitiv mit Wachs gesic- Berde l e-znt«ner Oblate zngellcbt. Ich sehe noch einen ds„, kennen?»ut folgender Benicrknng in englischer . � � iL, brocheu im kmiural l'asl Okiin«", durck teÄleu zusammengehalten, nn.f,i,,tjlp'ch'n Briefträger jenseits des Aanales wa- . �rch ein solches Borgehen der kaiser- " gAeutrllstet; nachgerade gewöhnten sie sich tser briefliche Berkehr hat allerdings auch Z—j,".Ji.jiuert- Und Jahre lang hat die bonaparti- W diejenigen, die sie verbannt hatte, in den r' � Geheimnisse ihres P' ivatlcbeus ansspiouirt. n hlermü a k' Beschlusses des CassationShofes vom -i!,rnatUfüflen," hat die banapartistisch: Polizei den, da ich°?ln. die an die Verbannten adressirten und 16. vor.-'d lseichriebine» Briese einer geheimen Auslese ilte ich den würde mich nicht verwundern, erlangte eichMi sagen würde, daß im letzten Jahre der für ihr feß.Ides nach Belgien geflüchteten Versasser« der t alle V-nHanz besonders die Neugier der sranzösischen ge die Milgu�hcrigte. Und der künslige Seine-Deputute iksam machen i ��nz witzig, daß da» sicherste Mittel, eine rslllgt nach-'t Herrn Vandal gelangen zu lassen, wäre, ruß und H n�hesort zu adressiren. Präsident*>. u* mir uns, um vollkommen bei der Wahr- mg für fit»1 ,>£", es auszm'prechen, daß man eben nicht »ermstr. A»� irter sein müste, um durch osfizielle Jndis- erHanse.-hu zu werden. Wer nur immer, Royalist __ iikaner, der Feindseligkeit gegen das Herr- »scher Zilll�iine verdächtig, ist unter die Aussicht der (Beschs,/' gestellt. Diese vormundschastliche Gewalt, '.gr.»»a-?»er ist, glaubt ein Recht zu haben, Alle« handeln» g� süssen, wa? sich ihre Gegner gegenseitig zn eäsidium»cn. Alle Präfeeten de» Reiches können sich, , für gut befinden, in Diener der Gerichts- i und Ausi�andeln und mit einer rohen Aussorderung -------- jjigen Correspvndenzen in allen PostbureauS u igte nehmen lasse». E» ist richtig, ihr könnt, C. wird sü»' gleit gegen solche Willkürmaßregeln zu ver- mg van Iii ö'den Staatsrath recurriren: beklagt euch aber lds bei HccH die Mißbräuche im Kaiserreiche bei den iraße 8«)-nK�aisersI __— 4»n allgemein bekannten Mitteln hat dre Re- Rfli'1"1 au' den Grund unserer Geheimnisse zu .r! /... ch ganz eigene Geheimmittel. Wollt ihr ein ,«sw r v) Datums von diesem eigenthümlichen n I' t ml i�ksichte" der kaiseilichen Macht? Am Nach- °«�ka,bti'n4k�' an jen-.m traurigen, verhäng- letzt hall' alle Truppen consignirt waren, übergab ein junger Unteroffizier eines zu Paris kafer- mrten Regimentes einem Kominisfioaär ein an zwei de- mokratische Journale adressirtc« Schreiben. In diesem Schreiben wurde dem Bedauern von hnndertachtzehn Soldaten, nicht dem Leichenbegängnisse des von einem kaiserlichen Prinzen ermordeten Journalisten beiwohnen Zu können, Ausdruck gegeben. Drei Stunden, nachdem dieses Schreiben an feine Adresse abgegeben, und vier- nndzwanzig Stunden, bevor es veröffentlicht war, wurde der Unteroffizier verhaftet nnd in einen unterirdischen Kerker der Kaserne eingesperrt. „Was war in dem Zeitraum dieser drei Stunden vorgegangen? Geheimniß! Gewiß ist, daß irgend ein Agent der Behörde die für die demokratische Presse be- st.mmte hochherzige Sendung erbrochen und deren Ur- Heber denuncirt hat. Der von seinen Kameraden ver ehrte Unteroffizier wurde am nächsten Morgen freigc� lassen. Man fing ihn in dem Momente wieder ab, als er sich in Civilkleidecn, die ihm ein Freund geliehen hatte, aus einer südlichen Eisenbahnlinie ans Paris ent- fernen wollte. Aufs neue eingekerkert, gelang ihm, stets durch die Unterstützung heldcnmttthiger Theilnehmer, wie der die Flucht.«Schließlich entkam er nach Belgien. In Brüssel pochte er nach mehreren angstvollen Tagen in Folge einer Eingebung, für die ich ihm dankbar bin, an meine Thür. Es war am Freitag, 21. Januar. Es war, um Steine zu erweichen. Der unglückliche junge Mann starb fast vor Hunger und Kälte.» Man kann sich vorstellen, wie er aufgenommen wurde. Heute hat er, Dank der thätigeu Vermittlung Boichot's, eine Be- schäftigmig gefunden, die es ihm möglich machen wird, geschützt gegen das Elend und gegen die bonaparlistische Polizei zn leben. „Wer wagt es nach einem solchen Beispiele jüngsten Datums, zu behaupten, daß das Briesgeh-'mniß durch die kaiserliche Macht geachtet werde? Herr Ollivier, Sie werden mit aller Anstrengung es nicht durchsetzen, das herrschende Regime in eine parlamentarische Regierung umzuwandeln. Was Sie immeihin sagen mögen, der December-Dictator wird sich stet» die oberste Leitung der Armee und Polizei vorbehalten. Sie haben von ihm die Entfernung der Herren Rauher und Hanßmann er- wirken können. Sie werden ihm aber nicht die Ent- setzung Canrobert's und auch nicht die der Herren Pie- tri nnd Vandal entreißen. Diese Herren sind die Ver- trauten der Napoleonischen Monarchie „Einige Journale haben erst jüngst die Unterdrückung de« schwarzen Cabinet» gemeldet. Welche Naivelät! Von allen Cabincten, das Ihrige, Herr Ollivier, mit inbe- griffen, ist das schwarze Cabinet das einzig dauerhafte. Da« schwarze Cabinet ist ein geheimnißvollc« und ural- tas Laboratorium, dessen Schlüssel, ein Vermächtniß Lud- wig's XIV. an Napoleon, unter dem Kopfkissen von San.'t Helena wieder aufgefunden wurde. Es ist ein tiefes, dumpfe« Gruftgewölbe, unter dem einzig und allein die Eingeweihten an namenlosen Werken des Des- potismns arbeiten. Es ist da« unheilvolle Sanctuarinm, wo ieit 18 Jahren Nacht nnd Grauen des 2. Dcccmber herrschen. Man wird nur dann das schwarze Cabinet zerstören können, wenn überhaupt da« kaiserliche Gebäude in Trümmer fällt. Bis dahin Geduld!' Der(Sommimistenalifstand von 1839. Di- letzten Unruhen in Pari« haben vielfach zu eine i Vergleich d eses Ausstandes mit der kommunistischen Er- Hebung vom Jahre 1839 geführt. Es ist hervorgehoben worden, daß der Letztere, obgleich mit ganz»«zureichen- den Ärästen unternommen, bitterer Ernst gewesen sei, wäh' reud die neuesten Vorgänge, denen der sociale Hintergrund fehlt, lächerlich seien. Drs ist in der That der Fall, und'wir ge.eu daher zum Vergleich mit de» jetzigen Ereignissen eineil kurzen Ueberblick des Aufstände« von 1839, welcher noch dadurch interessant ist, daß die Ar- beiter von der politischen Demokratie verralhen wurden. Der Professor«Stein schreibt darüber Folgendes: „Das revolutionäre Comit« der Babouviiien*) arbeitete seit 1838 thälig daran, einen Ausstand möglich zu machen. Es war gesähtlich, Pulver und Gewehre öffentlich zu kaufen; man suchte daher einen Schlupfwinkel, in dem man mit großem Eifer die Verfertigung aller Art von Munition betrieb. So geheim die« auch geschah, so tonnte es dennoch nicht ganz' verborgen bleiben. Die *) Die Anhänger der commnnistischen Lehre Ba- beouss. l Polizei kam dem Getriebe mehrmals au; die Spur ! Flinten, Bomben, Sübel, und neben ihnen wichtige Al , teustückc über das Dasein einer Verbindung, wurden � mehrmals weggenommen; dennoch gelang e« nicht, zum Kerne derselben zu gelangen. Indessen war sie schon bedeutend compromillirt und durfte nicht zu lange zau dern, wen» sie nicht Ihre Existenz selber aufs Spiel setze: wollte. Im Beginne des Jahres 1839 beschlossen die Führer deshalb, den entscheidenden Schlag auszuführen Der Plan de« Angriffs ward gelegt, die Glieder der Ver. bindung vorbereitet, das Volk gereizt und die Procla mationcn abgefaßt. Seit Anfang deS Maimonats ver breitete sich das Gerücht in den Faubourgs, daß man an einen neuen Aufruhr deute. An der Porte St. Denis nnd der Porte St. Martin fanden Zusammenläufc statt, die von den Emissären der Babouvisten veranlaßt wnr den, um die ganze noch uneing weihte Masse zn electri siren; und am 12. Mai ersch euen plötzlich die Empörer mit der Proclamirung der Republik, gerüstet nnd ent schlössen, Leben und Gut an den Sieg ihrer Partei zu letzen. Das Gouvernement wußte im Allgemeinen wohl, daß sich eine Bewegung vorbereite, allein so nahe hatte man sie doch nicht geglaubt. Es gelang den Revolw lionären daher, im ersten Anlaufe eine Reihe von Po silionen zu gewinnen, und selbst den Hauptpunkt, da? Hotel de Ville, wo sich nur 8 Mann Wache befcnden, zu nehmen. Die Posten wurden ohne Weiteres nieder geschossen, Barrikaden aus allen Punkten errichtet, Pro. clamatlonen erlassen, und schon dachte man daran, ans die Tuilerien selbst zu marschiren. Ganz Paris war in Allarm, die Nationalgarde im ersten Augenblick zerstreut, und fast schien das Schicksal der Empörung zu ihren Gunsten emschiedeu. Da rückten die gewählten Tnippei der Municipalgarde an und eröffneten einen regelmäßigen Kamps mit den Äufrührern; bald wurden sie trotz eine« heldenmüthigen Wide« stände» allenthalben zurückgedrängt, und in ivenig Stunden war die Empörung vollständig unterdrückt. Was nicht gesallen war, floh; die Anführer entkamen, wurden aber bald nachher ergriffen und vor Gericht gestellt; die ganze Verbindung mar vernichtet, ihre Organisation, ihre Pläne und ihr Umfang bekannt, und der BabouvismuS hatte sein Ende erreicht. „Und jetzt erst zeigte si p, rvas man bis dahin nicht hatte glauben wollen. Die ganze Zahl Derer, die gegen die bestehende Ordnung, gegen die vierzigtausend Manu, die iu Pari« garnisoniren, gegen die Nationalgarde, ja gegen die öffentliche Meinung die Waffen ergriffen hatten, bestand au» nicht mehr als etwa drei- bi« vierhundert sanatischen Empö crn. Wie war es möglich, daß dieser kleine Hause auch nur die entferuteste Hoffnung haben lonnte, den ganzen Staat umzustürzen? ,,ES ist durchaus kein Grund da, anzunehmen, daß die Babouvisten mit den Republikanern in wirklicher Verbiuduug gestanden haben. Aber eben so entschieden ist es, daß die Erstcren aus de» bestimmten Beitritt der Letzteren hofften. Der republikanische Moniteur erwiderte in sejuer achten Nummer aus einen Angriff de« republi- kauischen Journals„Le Pcnple", da« ihm seinen blu- tigen Chnismus vorwarf:„Was wollt ihr mit euren Borivürfeu? Meint ihr denn, wir wissen ui t, da« ihr Beifall klatsche» werdet, wenn es uns gelingt, Das aus- zuführen, was ihr selber hofft?" Und in diesen wenigen Wotten liegt da« wahre Berhältniß jener beiden oppo- sitionellen Elemente, wie es auch die Stellung des da- maligen Jonrnalismu« andentet. Es war allerdings die Aufgabe der Babouvisten, eine Republik zu gründen, nnd entschieden die Hoffnung der Republikaner, in dieser ans die gcgiuwärtigen Grundlagen der Gesellschaft erbauten Staatsform ihre Ideen verwirklicht zu sehen, und da» bewirkte, daß sie sich gegenseitig über ihre wahre Stil- lung täuschten. Aber der Pnnkt der eigentlicheu Tren- nung beider Parteien war dennoch schon da, und machte eine innige Bereinigung unmöglich; nur war er noch nicht ausgesprochen. Es bedurfte einer eclatanten That- fache, um Beiden zum Bewußtsein zu bringen, daß der Repnblikanismus die Republik ols letzten Selbstzweck, der C lumuniSmn« dagegen sie nur al« Mittel für seine Gleich- heitS« Ideen wolle. Diese Thatsache ward durch den Auf- stand vom 12. Mai gegeben, und hier ist die eigentliche Bedeutung dieser rasch unterdrückten Empörung. Die Untersuchung des Complott« ergab, daß d sselbc„eine sociale und radicale Revolution sorder:, und daß das Volk, die nützlichen A beiter, die Alles hervorbringen, auch ein Recht auf Alle« haben solle"(dloir univ., Rapport Merilhou'S, 3. Altcnstilck, Proclamat. des re»l. Comile'S). Das stimmte nun wenig selbst mit dem radicalsten Grundsatz: der oppositionellen Bourgeoisie, die auf keine Weise gesonnen war, ihr Eigenthnm aufzugeben. Von jenem Augenblick an trat daher die Letztcrc dem Proletariat geradezu gegenüber, und die Trsnunng beider Theile war für immer entschieden." An die Parteigenossen in Berlin. In Folge der Volksversammlung im Concert- Hause Hierselbst hat der Polizeirichter gegen mich eine Strasverfügung wegen Hausrechtsverletzung erlassen, ge- gen welche ich Einspruch erhoben habe. Zur Verband- lung der Sache ist am 8. März Termin anberaumt. Zur Entkrästung der Anklage gehört der Beweis n einer- seit«, daß ich von der großen Majorität der Bersamm- lung zu ihrem Vorsitzenden gewählt wurde und deshalb allerdings„befugt" war, während der Dauer de. Ver- sammlung im Concerthaufc zu verweilen. Ich ersuche nun die sämmtlicheu 2- vis 3060 Parteigenossen, welche für wich gestimmt haben, mir schleunigst ihre Namen nnd Wohnungen mitzutheilen, damit ich sie als Ent- last.ngszeugen zu dem anberaumten Termine verlesen lassen kann. Die Vorsitzenden aller in den nächsten Tagen in Berlin statisiudenden Parteivcrfammlungen ersuche ich, Anmeldungen entgegen zu nehmen und die genauen Bei« zeichnisse bis zum 27. d. M. an mich einzusenden. Berlin, 19. Februar 1870. C. W. Tölcke. Vermilchtts. r. Berlin, 19. Febr.(Beschlüsse des Buchdrucker- und Schriftgießergehülfen-BereinS.) In der Versammlung am 17. dss. kam der bevorstehende Sinke der Wiener Buchdrucker zur Verhandlung. Die Debatte hicrüder war äußerst lebhaft, denn von allen Seiten erkannte man die Forderungen der Wiener Collegen al» billig und gerecht an und sprachen sich die sämmtlicheu Redner für die thatkrästigste Unterstützung derselben au». Es wurde in Folge dessen von mehreren Mitgliedem fol- gcnder dringlicher Antrag gestellt: „Die Versammlung beauftragt den Vorstand: bei dem Präsidium de« Verbandes(refp. der ständigen Com- milsto») folgenden Antrag zu stellen: „1) Das Präsidium des Deutschen Buchdrucker- Verbandes sendet an die strikenden Collegen Wien« vor- läufig die Summe von Rihlr. 3000 zum Zwecke der Unterstützung; 2) Zur Ausführung diese« Scheitle» und zur thunlichst schleunigen Beschaffung dieser Summe fordert da» Präsidium die größeren Städte de» Ver- bände«(Berlin, Cölu, Leipzig, Hamburg, Frankfurt a. M. ic.) auf, ihr irgendwie disponible« VereinSver- möge» der VerbandS-Kassc als Borschuß zur Verfügung zn stellen; 3) Da« Prästoinm schreibt zur Deckung dieser Summe eine Extrasteuer aus, in der Höhe, daß innerhalb vier Wochen die Suinme ausgebracht ist, um 4) nach Ablauf dieser Frist dasselbe Versahren in den- elben Zwischenräumen und so ost zu wiederholen, bi« die Forderungen der Wiener College» Seitens ihrer Principale anerkannt sind, und 6) hat das Präsidium alle Mittel nnd Wege zu ergreifen, um die schleunigste Durchführung dieses Antrage« zu bewerkstelligen; 6) Dem Präsidium steht zur ersten vorläufigen Au«- uhrnng diesis Schritte« der Kassenbestaud de» Verein« der Berliner B.chdrucker und Schriftgießer sofort zur Disposition." Dieser Antrag wurde mit großer Majorität ange- »ommen und wäre zu wünschen, daß alle Mitglieder de« Verbandes diesem Beispiele von großer Opjerivilligkeit folgen würden.— Man sieht hieran«, daß auch bei den Buchdruckern das Prinzip der Gegenseitigkeit und Brü- dcrlichkeit immer mehr Boden gewinnt. Den Wiener Collegen rufen wir zn: Stehet fest zusammen im schwe- ren Kampfe, dann wird der Sieg nicht ausbleiben. —(Zur Arbeitseinstellung der Wiener Buchdrucker). In Folge de» drohenden Strike« haben die Buchdruckereibisttzer ebenfalls eine Koalition geschlof- ca und folgende Kundgebung veröffentlicht:„Das un- terzeichuete Comit« fühlt sich zur Aiittheilung an da» Publikum verpflichtet, daß die möglicherweise bevor- stehende Massenarbeitseinstrllung der Buchdrucker- und Schristgießergchütfen eine starte Rcdncirung in der Au»- ührung der bezüglichen Arbeiten bewirken könnte. Die am 10. Februar d. I. abgehaltene Buchdruckerei-, Schrift- gießerei- und Journal-Eigenehümer hat demznsolge, um die nothwendigsten Arbeiten nicht ganz sistlren zu müssen, Laura könnte meine wa« liegt Dicker Gedanke! -"'"'Jcien!" um zn bitte(nj0 �sch wurde sein Gesicht wieder finster, icht daran � j9 gp pje Muthlosigkeit in sein Herz einge- ?" rief BeeC„szt- er: Geld und unmöglich! Meine Anfrage würde ivilleu ihre jch.rlich e scheinen, er würde Spott mit rde veikauie�'.nuithe tniben, wie mit einem unerhörten ie Hand»»«'?.... ich; denn>»> b,jch ist meine Furcht!" sagte er aber nach .Micke.„Durch diese erstaunliche Dreistigkeit I nach der-leu Zweifel hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit noch unter'» vcruichien; cd wird ein überzeugender Be- .rtranciis aus die Unumstößlichkeit dcs Testa- Jeld? Wie« Ja ja, sei nur dreist, unverschämt und un- hie verabsche�Dcincm Hochmuth;»ur so verblendet und zu früh bü'V die Menschen, raura meine Frau! Ein eine Weile«'erinalhund-rtiausend Franc«! Gewiß, gewiß! ireude aus �.S, das dem Glänze von einer Mil« ohem Gesült/ar stehen könnt,! Und besitz- ich nicht, sich- aliniltnist, um Kemeuaer wie einen Sklaven zu werden; st�'n kriechen zu lassen? Gm, gut, so werde -ndem er Wem Feinde Alle« rauben, seine Stelle ein- �aus seine Liebe, ihn vor machtloser Raserei nmustoßuu 3« h°tle diese Eingebung ihn vor Gliicki-lig- v-rmn-h--> gemacht, ließ er sich m.t ernem amschat. licktiae« i in den Sessel salle», den Brrlhold so eben Vucher�°-(Fortsetzung folgt.) ilibkN inattt) „Esel."») er uwg�S« i AjRoocdo m die i ömische Campagna hinunter. all«»u SM»» einem Frühlingstage des J°h"s�1ö62; diese i* zwanzig ld.a»i> meiner Freltruppe au» dem .-j® on«»-• rex— Zwanzig Mann Wvcdo in i, l eine von Rom il suchte, nur ruhig asllhre»•., •in sollte! � ich die rstü... 'ch■""Ä. I ergriff � .......uMuiwt viunipagiia yiuumer- t» mehr. � eine von Rom angesagte Zufuhr an Waffen ier wen» j\u zu erwarten. Wir lagen in einem Oliven- .. a-.i,«!»- � au dem Wege nach Bico, von wo unser mimen sollte. Hinler uns erhob sich aus stolz und Prächtig da» reiche Cisterzienser- den iu der Grazer Zeitschrist„Freiheit" er- »rinneruugen eines ehemaligen Briganten- tloster Trisiilti, dem fast alle Wälder, Felder und Bignen der weiten Gegend gehören. Ein Bäuerlcin kam lustig singend au« dem nahen Walde und trieb vor sich her einen hochbeladenen Esel. Dem schien nicht gar lustig zu Muthe zu sei»; er schritt mühselig einher, blieb jeden Augenblick stehen und senkte den dicken Kopf schier bis zur Erde. Dann trieb ihn der Bauer mit Bitten und Versprechungen, Drohnngeu und Schlägen wieder an, bis endlich nicht weit von un- serem Verstecke der Esel zusammenbrach und liegen blieb. Uno wieder begann das Bänericin:„Aber Freund, süße«, schönes Eselchen, steh doch ans!.... Du sollst Zuckerbrod und Mandeln haben, wenn wir zu Hanse find.... hörst Du?.... Du hö:st nicht? Bist Du nicht die Blume aller Esel der Campagna? waren Dein Vater und Deine Mutter nicht der Stolz aller Esel auf der Welt?.... und Du willst im Schmutz liegen, wie ein Schwein?.... Schäm' Dich und geh weiter! .... Wie? Du schämst Dlch nicht? Du willst ein sauler, schlechter Hund sein.... Weißt Du, daß ich Dich todlschiageu werde, ivenn wir nach Hause kommen? .... Weißt Du, daß Du der elendeste, dümmste Esel der ganzen Campagna bist?.... Weißt Du vielleicht nicht, daß Deine Eitern Schweine waren— wirkliche, garstige Schweine?" Und heftig piügelnd suhr da» Bäuerlein fort:„Hier wirst Du erschlagen, Du Sohn de» Teufel» und einer Hündin.... Hier sollst Du zermalmt werden, Du Bestie ohne Glauben, Du gottlose, heidnische, türkische, Protestanniche, hebräische Seele eines Wurmes!" Aber der Esel blieb liegen. Da ließ mit einem Male der Bauer den Stock sal« len, griff an seine Brust, zog ein kleines, blauseidenes Säckchen hervor, küßte es und blickte mit heiligem Bocks- gesichie gen Himmel. Dann wandte er stch murmelnd wieder zu dem noch immer sansl ruhenden Esel, legte ihm das blaue Säckchen ans den Kops und blickte er- wartungsvoll zum Himmel. Am Himmel aber blieb AllrS still nnd blau. Das Bäuerlein murmelte heftiger, schlug einige Kreuze hintereinander und legte das blaue Säckchen ans den Hils des Esel«. Da glaubte ich zu bemerken wie das graue Thier einen Seitenblick ans seinen frommen Herrn warf, einen Blick so voll stillen Hohne» und hellen Unglauben», daß ich mich sragen mußte:„Sollte denn ein vernachlässigter römischer Esel wirklich vernünftiger sein können, al« ein sorgsam kate- chisirter römischer Mensch?" Und wieder blickte der Bauer erwartungsvoll, aber schon etwas ungeduldig gen Himmel, nnd wieder fiel von dort nichts herunter, was einen Esel laufen machen konnte. Da schlug das Bäuerlein ein paar ganz besonder« große Kreuze und rief:„Uackonnu santisswa, willst Du mir Helsen?.... 8uu ümaopps, möchtest Du diesen faulen, grauen Hund nicht in einen fleißigen Esel ver- wandeln f.... San Antonio, hilfst Du mir auch nicht?.... San Lior-zio, hau' ein mit Deinem Flam- mcnschwerte auf diesen Ketzer!.... Alle Heiligen helft.... ich laß' mich nicht soppen!" Und wie„zum letzten Versuche in Glitt" legte der gute Christ lein blaues Säckchen auf den Schivanz de« Esels und. blickte zum Himmel auf, als wollte er sagen: „Mehr kann ich im Christenthum nicht leisten;...." Da wird inir's zn viel; ich trat auf den Weg hin- aus und sragte„Mein Freund, was treibst Du da sllr Dummheiten?" Wllthend wandte stch das Männlein um; aber der Anblick der Waffen stimmte es weich, und weinerlich sagte es:„Ach Herr, ich bin von Gott und der Welt verlassen!" „Was soll den» dieser blaue Narrenbeutel?" sragte ich u-eiter. Entsetzt wich das Bäuerlein vor mir zurück, drückte das blaue Säckchcu au seine Brust und rief:„O Herr, das ist ein kostbare» Wundermittel gegen alle« Gethierl" „Was enthält es denn?" „Haar- von dem Esel, aus dem der Herr in Jeru- salem eingezogen," sagte der Dummkopf mit frommster Miene;„ich Hab'« selbst gekaust vom Pater Amadeo in Pico, der ein wahrer Heiliger ist; und weil ich arm bin, hat er mir'« gnädigst um drei Scudi(Thaler) ge- laffen." „Du bist ein Esel, ein ärgerer Esel, als der hier zu Deinen Füßen, und Dein Patre Amadeo ist ein Spitzbube, der Dir Haare von seinem eigenen Kopse verkauft hat, die niemals Wunder thun..... Augenblicklich steckst Du den blauen Lügeabcutel ein, nimmst Deinem Esel einen Theil der Ladung weg und packst ihn Dir selbst aufl" Sprachlos vor Entsetzen folgte der arme Tenscl blind- lings meinem Befehle, und siehe I der also erleichterte Esel erhob sich freiwillig. „So", sagle ich zu dem zerknirschten Bauer,„ein andermal überlade und schinde Dein Thier nicht, und Du wirst Deinen albernen Wunderbeutel nicht mehr brauchen. Jetzt geh' mit dem Himmel;— er erleuchte Dein Gehirn." Esel und Römer hatten stch getrollt; ich lag wieder unter den Olivenbämnen und blickte durch da« grangrllne Laubwerk hinaus zum Himmel. Eine dunkle Wolke zog vor der Sonne hin, und mir war, als nehme sie all- mählich die Gestalt eines Riesen-Esel» an nnd als fiele ihr Schatten nach jener Gegend, wa auf sieben Hügeln sich erhebet— Roma, die„heilige Stadt". Uno aar- über schlief ich ein und träumte von einem heiligen Universal- Esel, der seine Schnauze im stillen Occan kühlet, während er mit dem Schlvanzc im schwarzen Meer plätschert. An diesen Universal-Esel habe ich noch ost gedacht, und al« ich später nach Ron, zurückgekehrt war, fragte ich einmal einen dicken Franciskaner, der in der Locanda neben mir kneipte:„Ehrwürdigster, könnten Sie mir nicht« Nähere« über einen Universal-Esel verrathen;— ich habe einmal van einem solchen Wesen gehört." Da>varf mir der fromme Mensch fast die Foglictla an den Kopf und schrie:„Da« ist eine Frechheil!.... Ich lasse Sie arretiren.... Sie, unheilige« Läster- manl!" Und da gerade ein Gensdarm zugegen war— wa» in der„heiligen Stadt" überall der Fall ist— so trat der herzu und fragte mich:„Wie können Sie diesen heiligen Mann beleidigen?" „Aber ich sragte ja nur nach einer Art allgemeinem Welt-Esel," entgegnete ich bescheiden. „Ah bah! das kennen wir schon," versicherte die weltlich, päpstliche Gerechtigkeit;„nehmen Sie Sich ein andermal in Acht, sonst— müssen Sie mit." Seitdem glaube ich immer, der Franciskaner und der Gcnsdarm mußten von dem Universal-Esel etwa« Nähere« gewußt haben. sich über folgende Punkte einstimmig gee' Verfammlnng beschließt gegenseitige und soüUtqtye Aus bülfe und Unterstützung, soweit die vorhandenen Arbeits- kräfte reichen, in erster Linie für die täglich erscheinenden Zeitungen, in zweiter Linie für die Wochenschriften und in dritter Linie für jene Bnchdruckerei- Etablissements welche zu koutraktlichen Lieferungen verpflichtet sind Im Sinne dieses Beschlusies uerden daher die verfüg baren Arbeitskräfte vor Allem den Tagesblättern gewid met sein, nach diesen den Wochenblättern und schließlich so weit nämlich die Kräfte ausreichen, den koutraktlichen Lieferungsverpflichtungcn. Das Comit« der Buchdruckerei und Schriftgießereiprinzipale." —(Ein eigenthümlicher Strike.) Die Poli zeidiener und Stadtsergeanten der französischen Stadt Rheims weigern sich ferner Dienst zu thun, wenn die Stadtverwaltung ihnen nicht täglich 15 Centime« Zulage gewährt. —(Strikt.) In den dem Herzog von Bridge water in England gehörenden K hlenbergwerkeu zu Worsley und Farnworth bei Bolton haben 755 Berg- leute wegen nicht zugestandener Lohnerhöhung einen Strike gemacht. — lVermächtniß derMutterLassal les.) Die Mutter Lassalle'« hat der Stadt Breslau 15,555 Thlr. zur Gründung eines Arbeiter- Asyl« vermacht. Ferdinand Lassalle selbst würde jedenfalls lieber gesehen haben, wenn seine Mutter eine erhebliche Summe ausgesetzt hätte zur Verbreitung der Ideen ihres großen Sohnes. —(Selbstmord eines alten Revolutionärs. Am 22. Januar, Morgens 8 Uhr, wurden in Newyork die Bewohner deS KosthauseS des Herrn Meitz, Nr. 14 William Street, durch einen Knall erschreckt, der aus dem Zimmer eines alten Mannes, Namen« Joseph Hauer, welcher seit 17 Jahren daselbst wohnte, zu kommen schien. Herr Meitz rief sogleich die Polizei herbei, welche da« Schloß erbrach. Der Anbblick, der sich den Ein- tretenden bot, war entsetzlich. Hauer saß aufrecht in einem Sessel. Der ganze Kopf war zerschmettert und Stücke von Fleisch und Knochensplitter waren rund um ihn herum an den Wänden und ans dem Fußboden zer- streut. Ein Blutstrom floß aus seinem Nacken und endete in einer großen Lache am Boden. Die Hand hielt krampfhaft das abgeschossene Pistol. Dood, der herbeigerufene Arzt, stellte sogleich, da offenbar ein Selbst mord vorlag, da» Beerdigungscertifikat aus. Hauer war im Jahre 1815 in Mannheim geboren, studirte in Freidnrg katholische Theologie, nahm 1335 an der französischen Revolution Thcil, studirte später Mathematik und.wurde Gymnasiallehrer der Mathematik ir Mannheim. Da seine freisinnigen Ideen Mißfallen erregten, wurde er als Professor n ch Schopfheim versetzt 1849 nahm er an der badischen Revolution Theil, wo- bei das Vermögen, welches er besaß, größtenlheils ver- loren ging. Er mußte sich, wie viele Andere, nach der Schweiz flüchten, wo er eine Stelle als Hanslehrer in einer englischen Familie annahm. 1851 kam er von England nach den Vereinigten Staaten, hielt sich einige Zeit in Hoboken aus und siedelte 1853 nach Newyork über, wo er die erste deutsch-englischc Schule gründete. Als sich der Newyorker Schulverein bild tc, brachte er üb r 45 Schüler und ein vollständiges Schul-Mobliar in die neu gegründete Greenstr.-Schnle. Im letzten Frühjahre wurde er in der Greenstr.-Schule von dem neu erwählten Schulvorstande als Lehrer entlassen, weil er, wie man vorgab, zu alt sei, und weil, wie ihm ein Mitglied des Schulvorstandes gesagt haben soll, er eine Generation verdorben habe und keine zweite zu verderben brauche." Der Verstorbene fühlte sich dnrch diese Ent- lrflung tief gekränkt; oft aber bemerkte er seinen Bekannten gegenüber, er würde sich nicht so viel daraus mache», wenn man ihm nur nicht gesagt hätte, er habe eine Generation verdorben. Nach Huer Entlassung vereinigten sich eine Anzahl Bekannter und verpfliä teten sich zur Zahlung von monatlichen Beiträgen, auch seine Schulkinder steuerten Geld zusammen, worauf er in d r Courtstr. eine Schule b.ganu, die bis zu 55 Kinder zählte. Später hörten aber die Beiträge ans.— Die Roth also hat diesen fleißigen nnd tüchtigen Lehrer in einem freien Staate, in einer von den bürgerlichen De mokraten so ersehnten BourgeoiSrepnblik zum S lbst Mörder gemacht. Und die Roth ist entstanden, weil seine Ansichten nicht mit denen des Schulvorstandes überein stimmten I *(Hoher Lohn.) Die letzte Nummer des Amts- blatte« der Königl. Regierung zu Potsdam enthält folgende Anzeige: Offene Aktenttägerstelle. „Bei dem unterzeichneten Königl. Kreisgerichte ist die Stelle eine« Aktenträgers zu besetzen. Die Reinu- neration d.sselbeu beträgt monatlich 15 Thlr. Bewerber um diese Stelle haben sich unter Vorlegung ihrer Zeug- nisse in unserem Generalien- Büreau bei dem Herrn Kanzlei-Rath Becker zu melden. Versorgungsberechtigten Militär- Personen ist der Vorzug vor anderen Bewerbern vorbehalten. Potsdam, 3. Februar 1875. Kö nigliche« Kreisgericht." „Also zehn Silbcrgroschen täglich für einen Arbeiter am Königl. Kreisgericht zu Potsdam. Die Ver- waltnngen geben der Bourgeoisie nicht» nach bei Löhnung ihrer Arbeiter. Oder ist ein solcher Unterbcamte etwa« ander« als.in Lohnarbeiter. Man sieht, wie recht wir haben, wenn wir den Lohn der Unterbeamten als von dem v ahne de» eigentlichen Lohn-Arbeiterstande« abhängig hin füllen und daß nur mit der Besserung der Klaffen- läge der Arbeiter auch eine Gehaltserhöhung der niederen Beamten erfolgt. Anstatt also gegen un«, wie so oft geschieht, zu kämpfen, sollten die Unterbeamten— GenSdarmen, Polizeidieuer, Schutzleute, Essenbahnschaff- ner, Kondukteure, Schullehrer, Briefträger rc.-c.— mit uns nach demselben Ziele streben. —(Nochmals Trip). Auch wir hatten eine Notiz gebracht, in welcher gesagt war, daß der frühere Bür- germeister Trip seine„kolossale Schlauheit" aus den Rücken seine« Schreibers wälze und sich ans diese Weise entschuldigen wolle. Die ganze Angelegenheit scheint noch nicht aufgeklärt zu sein. Der„Kceuzeitung" wird au« Solingen darüber geschrieben:„Die auch in Ihrer Zeitung mitgelheilte reizende Geschichte von Herrn Tripp und der Postanweisung hat in der„Köln. Ztg." nnd anderen Blättern eine Berichtigung gesunden, welche mehr von Freundschaft für den Herrn Bürgermeister, als von Wahrheitsliebe zeugt. Zwar hat man nicht den Muth gehabt, die mitgetheilte Thatsache selbst in Abrede zu stellen, vielmehr nur den Versuch gemacht, die Schuld einem„schlauen" Sekretär zuzuschieben,— wobei sich zunächst die Frage aufdrängt, wie ein so„tüchtiger" Bür« germeister, wie Herr Trip es sein soll, einen Auftrag in solcher Sache einem so„schlauen" Subaltern beamten crtheilen konnte. Aber in Wirklichkeit steht die Sache gar nicht so; die ganze Entlastung des Herr» Trip erweist sich als dienstwillige Erfindung. Bon vollständig glaubwürdiger Seite wird un« über Verfahren de« Herrn Tri? In jener Sache Fügendes mitgetheilt: Derselbe sandte die Verhandlung'n wegen der Anschuldigung auf Verbreitung falschen Geldes mit einem Berichte an den Ober-Procu rator, in welchem bemerkt war, daß das in Beschlag genommene Geld beigefügt sei. Dasselbe lag jeooch nicht bei, sondern statt der mit Besch'ag belegten Stücke eine Postanweisung über einige Thaler. Seitens des Ober-- Procuratocs wurde selbe unter Hinweis auf das unbegreifliche Verfahren und mit dem Auftrage zurückgesandt, unverzüglich den Versuch zu machen, wieder in Besitz des saisirten Geldes zu gelangen. Herr Tripp suchte sich nunmehr gegen den ihm gemachten Vorwurf in noch unbegreiflicherer Weise zu verlheidigen, indem er sagte: er wisse falsches Geld von ächtem zu unterscheiden, er habe das Stück für ächt erkannt und die Postanweisung nur eingesandt, damit da« Geld dem Besitzer vom Ober- Procurator erstattet werde. Diese an und für sich sinnlose Ans- rede stand mit dem früheren Berichte im offenen Wi- derspruche, da mit demselben angeblich d i« mit Beschlag belegte Geld eingeschickt werden sollte' Erst in Folge weiterer Anweisung gelang es, wenigstens ein Stück des vermeintlich falschen Geldes, einen Zehn- thalerschein, wieder zu erlangen. Derselbe war aller- diugS eicht' Durch das Verfahren des Herrn Trip war jedenfalls alles weitere Vorgehen abgeschnitten. Wir überlassen dem Leser die Beurtheilung der Sache, so wie der im Interesse des Herrn Trip versuchten Be- richtiguugen". —(Großes Kohlengrnben-Unglück.) In der Kohlenzeche Morpha bei Neath im Süden von Wales, sind durch eine Explosion dreizehn Personen getödtet und zwanzig erheblich verwundet worden. Dazu kommt, daß das Bergwerk im Feuer steht und man eine zweite Explosion besorgt. Die Leichen der Verunglückten sind noch nicht alle zu Tage geschafft. —(Zwei Arbeiter verschüttet.) Ein höchst beklagenswerther Unglücksfall, dem leider zwei Menschen« leben zum Opfer fielen, ereignete sich Dienstag Nach- mittag bei Nußdorf in Böhmen. Die beiden Tagelöh- ner Mathias Misera und Johanu Urban, welche bei den Erdabgrabuugen beim Baue der Franz-Josephsbahn be- schäjtigt waren, wurden durch eine Plötzlich Herabstür- zende schwere Erdmasse verschüttet. Als es den an- deren herbeigeeilten Arbeitern gelang, die beiden Veinu- glückten nach kurzer Zeit aus dem Schutte hervorzuziehen, waren dieselben bereits todt. —(Arbeiter verunglückt.) In der Grube „Güte des Herrn" bei Lautenthal brach vorige Woche ein im Triebschachte angebrachtes Ge üste, aus welchem zwei Bergleute beschäftigt waren. Der Eiue derselben, dessen Vater vor etwa zwei Jahren auch in dem Schacht zu Tode gekommen, wurde durch den Sturz in eine Tiefe von etwa 455 Fuß zerschmettert; der Andere' hatte sich an einem Balken geklammert und wurde ge rettet. —(Ein Eisenbahnunglück,) welches sich am vorigen Sonnabend in Schottland unweit in Glasgow ereignete, und zwar durch da» Anlausen des van London kommenden Personenzuges gegen eine Locomotwe, war von fürchterlichen Resultaten begleitet. Die beiden Locomotiven und die drei vorderen Passagier-Waggons n urden vollständig zerschmettert. Den Heizer, der von der Maschine fiel, fand man als gräßlich verstümmelte Leiche vor; ein Passagier wurde getödtet, und mehrere andere trugen erheblichere oder leichtere Verletzungen da von. Daß nicht noch mehr Menschenleben zu beklagen lud, ist wohl nur dem Umstände zuzuschreiben, daß der ganze Zug glücklicherweise nur 12 Passagiere enthielt. —(Erfroren.) Am 8. d. M. siud wiederum in der Nähe von Wien eiue Milchfrau und eine Arbeiterin —(Gewittersturm.) Die Nordamerikanischen Zeitungen enthalten lange Beschreibungen über den Schaden, den dort der Gewittersturm am 19. Januar angerichtet hat. In einigen Gegenden Kentuckys brachte er Ueberschwemmungen hervor, welche einen groben Theil von Louisville unter Wasser setzten. Zwischen Glasgow Jnnction und Cave City— einer Strecke von cchs engl. Meilen— wurden die Häuser umgeworfen und 25 Menschen kamen um. Auch in Albany stifteten die Fluthen viel Unheil. —(Unglaubliche Roheit.) Vor einigen Tagen begab sich hier in Berlin da« fast Unglaubliche, daß der Wirch des Hauses Teltowerstraße 7e einer Wittwe, deren Tochter und Schwester, um ihnen das Wohnen in seinem Hause zu verleiden, da er eine Exmissionsklage nicht an bringen konnte, die Fenster und Thüren gewaltsam au» nehmen ließ, so daß die schwerkranke Mietherin, verw. Ober-Stener-Kontroleur de Clerc, zwei Tage lang der Kälte und dem Zuge ausgesetzt war. Die Polizei konnte nicht helfen, und die Bewohner gaben deshalb alle ihre Decken und Teppiche zum Bedecken der Fenster- und Thüreuöffnungen her. (Eine gräuliche That) wurde in der Bala ton-Fö-Narjar in Siebenbürgeu verübt. Zu dem dor- tigen israelischen Schankwirth kam ein Verwandter de» elben, ein Schneidermeister, eiu bekanntes bösen Subjekt. Der Schankwirth war nicht daheim, sondern nur eine Frau mit ein-.m kleinen Kinde und der Sie gab, nichts Böse» ahnend, dem Verwandten ihres Mannes ein Nachtquartier, bald jedoch überfiel-r, mit einem Messer in der Hand, die Frau und verlangte Geld von ihr. Sie übergab ihm die Schlüssel, der Schurke aber, befürchtend sie könnte ihn verrathen, stürzte über sie her, und versetzte ihr rasch hintereinander 26 Messerstiche. Die Magd woatc sich durch das Fenster lüchten, da warf sich der Räuber auf sie, nnd brachte ihr gleichfalls sechs Stiche bei, von denen jedoch glück- licherweise keiner tödtlich war, und während der Räuber nun auch über das Kiud herfiel, dem er zwei Stiche versetzte, entsprang sie und schrie Feuer. Aus da« hin ergriff der Schneider die Flucht, ohne das man ihn aushalten konnte. In Lepcseny klopfte er bei Verwandten an und erzählte ihnen, daß er von Räubern überfallen worden sei. Sie gaben ihm Kleider und Geld, und er uhr mit der Eisenbahn nach Stuhlweißenburg. Am d. Mts, übernachtete er bei seiner Frau in Palota, und wurde dann wieder flüchtig, bis er endlich in Ta- polsa«wischt und festgeuommcn wurde. —(Der Brautkranz.) Die„Börs.-Ztg." schreibt: Der Brautkranz kommt in Berlin nicht wieder zur Ruhe, und es scheint, daß das Schicksal dieses lieblichen Schmucke« in heiliger Stunde einen mächtigen Faktor zur Förderung von Konkubinaten nnd Disstdenlen-Ehen abgeben wird. Am letzten Sonntag war die Dreisaitig- keitekirche der Schauplatz eines neuen Konfliktes, welcher einen so scharfen Eharakier angenommen hat, daß es einen Augenblick den Anschein hatte, als sollte um den Kranz gekämpft werden, wie e» dcreiust geschehen um die Leiche de« Patroklos. Zur Trauung war ein Mäd- chen erschieuen, welches bereits ein Töchterchen besitzt,! und der bekannte Superintendent a. D. Kober, Pastor an der genannten Kirche, sollte den Tranäkt vollziehen. Die Braut trug keinen eigentlichen Kranz, sondern hatte| sich, durch die Affaire Fournier gewarnt, mit einer Gar- nirung auf> eiden Seiten des Kopfe», hinten offen, be- gnügt, in welcher aber das wachsame Auge des Küsters I ein paar Myrthenzweige entdeckte. Derselbe flüsterte dem Pastor einige Worte insOhr, und sofort wandte sich dieser mit den strengen Worten an da« Mädchen:„Sünderin, fort| mit dem Kranze!' ßr Derlin. Versammlung � 20» der- Allg. deutsche ver. Metalla« und des Gewerkvereins deutsch. Montag, den«i. Febr., Aben»| bei Herrn Schulz, NeandelsN- � Tagesordnung! Wahl des Berbandspräsidenten. >iB. Die Mitglieder beider Gcrorf'9 Die Erschrockene entgegnete, daß sie ja keinen Kranz trage, aber der Manu sprach:„Garnirung oder Kranz, ich sehe Blumen und Myrthenzweige, und I»sucht, recht zahlreich zu erscheinen. diese darf keine Sünderin tragen." Die Braut rufi Arbeiter jeder Art werden als MitD unter Thränest(wörtlich):„Aber Gott verzeiht ja, kann genommen, sei es Schneider oder Wollt»'' denn die Kirche nicht verzeihen?" Der Geistliche blieb s F- Werthmann. W. SV unerbittlich. Run nahm sich eine Frau der Braut an, wurde zwar von Herrn Kober bedeutet, daß sie eben- ............. � � Für Acrlin. fall«"ein7�SändeAn""s-i"'(d'i- JMervenientin soll"von I Allg. deutsch. SchuhmctclFk ihrem Manne geschieden sein), wie» aber diesen Vorwurf Mitgliedervcrsammln»! Zeitung ei mit wahrhaft Berlinischer Bercdtsamkeit zurück und wurde Montag, den Tl. Februar, Abend wöchentlich, so heftig, daß der Pastor in die höchste Verlegenheit ge- Mittelstr. 57(zur guten Quelle), im ÄMgs, Donr rieth. Diese Szene aber war erst das Vorspiel zu einer � Tagesordnung: vonnabend» weit drastischeren, denn plötzlich rückte in die Sakristei, I) Innere Vereinsangelegenheiten. in welcher das bisher Berichtete sich zugettagen, eine V»bandspräsidiums.— 3) Vortrag. große Schaar Freunde de« Bräutigams aus der Kirche Quillungsbücher siud vorzuzeigen. unter drohenden Ausrufungen und zornigen Protesten Die Versammlung wird pünktl« gegen einen„neuen Fall Fournier" ein. Nicht Tölcke's| wöge sich daran gewöhuen, Pünktlich zu wilde Legion war es, welche das Blut des Herrn Kober erstarren machte, nicht de» geistlichen Raths Müller Zuaven liefen Sturm gegen den Priester einer ketzeri- ichen Kirche, nein, es waren Leute von friedlichem Gewerbe und gewöhnlich sanfter Sinnesart— es wa« ren Köche, die ihrem Kollegen, dem Bräutigam, zur Seite standen. Mit einem gereizten Koche ist nicht zu spaßen, denn die beständige Hitze, welcher sein Kopf an«- gesetzt ist, eignet ihn zu Kongestionen und znm plötzlichen Ausbrausen nements- Ummern 1 eutschland x Für Derlin Allg. deutsch. Zimmere Versammlung Montag, den«I. Febr., Abc«' in Baade's Lokal, Große Frankfilf Tagesordnung: B« 1) Diecusston über Accordpreise. � „Wehe,' wenn er losgelassen!"— Pastor l»nd Berathung der neuen Statuten dcr� Kober ließ es nicht zum Aenßerstcn kommen, sondern«uildcn- und Sterbekasse de« Allg. der- �>e hak erklärte sich nunmehr bereit, die Trauung„mit Gar-««d Maurer-Verein«.— 3) Vorlesung!s!al- conse nitur" zu vollziehen, und sprach sogar der Braut, welche»«s- Statuten.— 4) Verschiedenes nnd ch das Licht währe-id des letzten Austrittes ohnmächtig geworden war, Nm zahlreichen Besuch bittet r machen il eine Art Entschuldigung ans. Daraus wurde das Paar_._ Gran�l�B�sameS pol aerbnnden, und die braven Köche schluckten alsbald ihren f z. � j. zj � � 1) 0 Tfl ttr" �'e tlr Kniiiuti) mit anderen Vesser verdaulichen Sachen he unter.— f 7 n iebt die I Mit Zittern bedenken wir, wi- viel schlimmer sich die G k ll t V t l L ll t k! ll � ,en" Press, Sache acstellt baben würde, wenn mit den männlieln-n I finbtt statt am j djj 0t Wächter» des Heerdes auch deren weibliche Tra'-anten zugegen gewesen wären. Die Köche haben sich beruhigen lassen— die Küchendragoner würden zur sürchterlichen Katastrophe geschr.tteu sein." Man sieht, daß mazz. uns bei jeder Gelegenheit er wähnt. Die„wilde Legion Äölckes" macht den Bour geois r.cht viel Kopfschmerzen. �(Ein Denkmal für Bismarck.) Es gehl durch die Zeitungen das Gerücht, daß ein Reichstags- abgeordneter mit dem Plaue umgehe, Herrn v. Bismarck schon bei Lebzeiten ein Monument setzen z» lassen. Die Sammlungen sollen schon in nächster Zeit veranstaltet werd n und ist kaum zu zweifeln, daß es jetzt noch gelingen wird, die erforderlichen Summen in ganz kurzer Zeit zusammen zu bringen. Nach den An- deutuugcn, welche die Blätter über die Person des Herrn Reichstagsabgeordncten bringen, ist es kein Anderer als der frühere Demokrat, der jetzige„national-liberal couservative" Herr Dr. Braun, Wiesbaden, auch„Unser- braun" genannt. —(Oesterreichischer Liberalismus.) In Graz wurden drei Arbeiter, die sich an dem dortigen Schneiderstrikc bctheiligt hatten und als„Aufwiegler' zu 14 Tagen Arrest verurtheilt worden waren, ausgewie scn, trotzdem sie Oesterreicher sind. Also auch trotz der Annahme des Koalitionsgesetzes! Seit einiger Zeit ist der„liberale" Herr Giskra auch Polizeiminister. Montag, den«i. Februar, Abe»�'« die RlJ in Tülge's Elabl.ssement, Valentw»» Tagesordnung:... J'.;1, MiethezahlungS- und Wohnungs-' Hamburg.— Abrechnung über die gefa'.�- ble«: der am 14. dss. abgehaltenen BollSveMch„für dies Verschiedene andere wichtige MittheiUr.K,'« der Thal f Um noch bedenlend größere B-lhci>ig>N Arbeiter -'- lese Blätter im Jiir Hamborg. � alle d Allg. deutsch. Schuhmacht�nd�ini'a� Geschlossene Versaminlä�r jemals Montag, den Febr., Abend« ■ Lokale des Herrn Lüde-4�� fihig gegrür (che reaktionä Für Hamborg, unwide'rl. Allg. deutsch. Maurer-Verein n.� grenzen lesenden Tagesordn ung: Abrechnung.— Verschiedlnes. Zimmerer-Verein. Dienstag „.v. 1.1., tesenden eschlossene Mitgliederversa�i istag, den SS. Februar, Abtaten der r im Tischler-Amishaus, Breuesl"�.. 1 ft'finpänrftttunn*'* Tagesordnung: 1) Vorlage des von der Eommission � An -(„Ruhe im Gerichtssaale",) donnerte| hi.s,a,n K kM. irischer Polzeirichier der geränschoolleu«Usia t»1 ZuhiK.rscha.t z«.„das Gericht hat bereits vier Ge- 1 � n durchznA lung zu derselben.— 3) Fragekasten.„ Es werden sämmtliche Muglieder ist?, geben, Hab scheinen.".-�»leitet. A —— �--�«Handlung j For Altona. l»u leiten u Geschlossene Versammlung der hiesigen �''sichern, habe Allgemeinen deutschen Ardeiter'?'"«bir diese: Dienstag, den SS. Februar, Abe«'(».-3"w vVll&7G* ACUlilllV«, Jl Vf\aClU tu Wntmaack'« Salon, Große Tageso rdnung: 1« d Abrechnung.— Verschiedenes.— Fltz..�Mage, NB. Neue Mitglieder können beitreiei»" lichen" Um zahlreiches und pünktliches Eisch�.9ct. 1° 0tr tu gemeinsa Herausgebe, der„Neuen l f x._ 1 faugene veru,:he.lt, ohne ein Wort der Zeugen ver- standen zu haben." —(Eine köstliche Verwechslung.) Man hat sich gefragt, warum gerade die beiden Abgeordneten iür Mareille die Herren Gambetta und ESquiro«, da« Mi- nisterium über den Strike in Creuzot interpellirten. Es wird da« so erklärt, daß diese beiden das Zwangs Mandat angenommen hätten. Sic erhielten nun dieser Tage von einer Versammlung ihrer Wähler folgende Zwangsdepesche: Barler, gravo est le mnment!(Redet, es ist eine gewichtige Zeit). Aber der Telegraph ver« wandelte diese Worte in Parier greve c'est le rnornent (Redet über den Strike, es ist der passende Augenblick) Die beiden bezogen da» natürlich ans den Strike in Creuzot, und so hat sich Herr Schneider an den Tele- zraphen zu halten, wenn man ihm in der Kammer un« angenehme Dinge gesagt hat. Wir waren auch vcrwun« dert, daß die beiden Bourgeois-Abgeordneten mit solcher Hitze in» Gefecht zogen— sollte diese Verwechslung aus Wahrheit beruhen, ist sie sicherlich sehr bezeichnend, sollte ein Jrrthum vo> liegen— so ist der Witz wenigsten« gut erfunden. ielweiberei). In Salt lake City in Nord- amerika hat eine Damen-Massenversammlung gegen die Eingr:ffe der Bundesregierung in das Recht der Viel- weiberei stattgesunden. Wa» gehen unsere Verhältnisse den Cougreß an, sagte die Vorsitzende Mrs. Sara Kim- ball. Wir Frauen sind damit zufrieden und haben das Recht, unsere Gatten zu wählen; dem ganzen Treiben. liegt eine Landspekulation de« Vicepräsideuteu Colsax zu sömmtillsier Maurer linb ZimmerW�wI U"6*8 Grande, schließlich wurden Resolutionen gegen pix dem 1-"--�UiUIKr w>r ihnen Congreß vorliegende Mormonenbill gefaßt und die Fraueu lltah's znm desperatesten Widerstande aufefordert. —(Russische Mädchenwcrber) sollen wieder in Berlin ihr Wesen treiben»nd sich in Familien ein Für Altona.--.......... Allg. deutsch. Gewerkschaft der 5'»Tag Kürschner und Kappeum»�"'"*1", der Oeffentliche Versa med, �"0�. � V„ V"aye, Montag, den«I. Februar, Abcitheii"" im Schneidcr-Amtshaus, Kleine Witte an«- Tagesordnung:-richtssan,,« Vortrag des Herrn Brä'ner über leinschastlich� Um zahlreiches Erscheinen wird gcbcle»«nzahl " der Strike I. H- Für Dremcn. I � Genera lversam ml»«° und der Uilisikgend ,>f«legen. Mittwoch, den S». Febr., Abem 19. Febri in der Tonhalle. möglick Tagesordnung:; � solche»\ n«eriin iyr-evezen rreioen nno zily in Familien ein- 1 q.agesor°niing::" wichen' ilhren, um junge hübsch- Mädchen und Frauen zu: Vortrag des Vereinspräsidenten H-«" Kölker map Reise nach Rußland zu verführen, wo ihrer eine schänd- ans Berlin über den Allg. deutsch. M»«' aller Part« licht Verwendung harrt. Allg. deutsch. Zimmer-Verein. j.. liberalen' —(Die Bevölkern ng der Erde.) Das„Athe- Die Bevollmächtigten des Maurer- u.Aj! e ihr a m" sagt, die Bevölkerung der Erde betrage cmev(S|f unlängst angestellten Schätzung zufolge 1,228,555,555-»»oX t, ba& 2 Seeleu.wovo.i 552.555.555 der mongolischen, 365,655.555<(TN.... nsfil'ne Lli-J' der caucasischen, 195,555.555 der äthiopischen, 176,555.555 Ut-i?. enim®,tn der malayischeu und 1,550,555 der mdo-amerckanischen I ist«» zweiter Auflage erschienen»nd» Race angehören. Die jährliche Sterblichkeit übersteigt � oung von 1 Thlr.!5 Sgr. jür das � �fcen 2' Im» tolC 33,000,000. ziehen. Da die Auflage eine geringe N->e Briefkasten. I Vestelln, igen sofort gemacht und der- auer Es sind schon mehrere Briese denReichstagSabgeord- sngk, für die bereit« bestellten El*' f neten Schweitzer und Hasenclever unsrankiri"�gesandt werden. Die Versendn vaileipollti! in der irrigen Meinung zugesandt, daß die Porto- Montag den 21. Februar. N, gemein reiheit für die Mitglieder de« Reichstag? noch be- Berlin, 17. Februar 1875. �, zu perb« tehe. Diese ist aber in der vorigen Session ausgeho- Für die Redaktion des ,.So?'/*jAatcn fl(nu ben; und es kostet jeder unfraakirtc Brief bekanntlich_ W. Grüwcl, 2 Sgr E« wird deshalb gebeten alle Briefe zu fran- Druck von R. Bergmann W.�-»virtwird .reu, da dieselben andernfalls nicht angenommen werden zz-ranttvortl. Redakteur u. Verleger W.G� 1 können. 1 0