r. 23. tallart' Berlin, Mittwoch, den 23. FeVrnar 1870. Sechster Jahrgang ch. Abciiet �auderjk' N N g! len. Gcwe� en. ls Mitel' c Molk» W. Sä' lin. macbtt mmlusz Zeitung erscheint drei , Ab e»� wöchentlich, und zwar: , im S �>agS, Donnerstag« und liig: oonnabend»»beud». leiten trag. Demokrat. tlrgan der soriat-demokralischen parlei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. oncment». PreiS fiir Berlin incl. Brinaerlohu: vietteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne nii itlit Nummern 1 Sgr.; bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämtern m Wch;»-Deutschland gleichsall, 16 Sgr.,(56«reu, er""" südd. Währung.) SbSTntg"�«'n. 6ei � i° Berlin in der Expedition, sowie bei jede« ���Anno�e�di�Zeste'nur'�Sgr� �"i-rg-sp-lt-n- Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter. IN. ncrer-s Agentur für England, die Tolonien, Amerika, China und Japan d-lr. A. Dueiing 8 Little-New�port-Street, Leiccster-Squai o. W. C. London, u II g Abc«' Franks- Politischer Theil. in q: B 7 'reise � Berlin, 22. Februar. Itto U Die halbsocialistisch.bemokratisch- nleiun» �al» conservative Mißgeburt erbliat IM u«:?ch das Licht der Welt; die Wiener Zeitung«' r machen ihr Wort zur Thal und geben ein L, B-�nsameS politisches Blatt heraus, um ihren b» r(!■ ttr" Arbeitseinstellung zu verleiden. Wo . jetzt die schönen Phrasen von der„unab- t s 0";en" Presse, von der öfsentlichen Meiuung, vn t„die Stimme de« Volkes" sein soll, wo bleiben Ab«W» oo«.-.-~- ------ r.---„I-- ,j,"aew»aV die Andern silr die„Freiheit", Jen- gar Votksv->�lch„für die social-demokratische Gesellschaft"— Heilung-" t» der Thal predigen sie einen HalbsocialiSmuS, S-cheiagWt Arbeiter zu verwirren— doch einerlei, I. Ablese Blätter versechten ganz bestimmte Partei- .��picn, alle diese BlStte,-»6«"!«.-» vcr;ewien ganz bestimmte Partei- . pico, alle diese Blätter thun ihre politischen r in den Bann. Und waS geschieht jetzt? iliacv�'lnd einig gegen die Arbeiter! Wenn it»>nii»l'"Jtr semal« gezweifelt haben an der That- tbc»oo" � Parteien außer einer geschlosteuen i t!iiüi> pxmvkratischen Arbeiterpartei, wie ste Lassalle u n g:-ähig gegründet bat. der Arb,ii,««oN. .».v««av,u,ca»rveiterpartei, wie sie Lasialle ähig gegründet hat, der Arbeiterklasse als -che reaktionäre Mäste gegenübertreten, sobald rst wird, dann beweisen eS ihnen die Vorgänge n unwiderleglich. Zugleich beweisen sie aber »ie grenzenlos« Denkfaulheit de« die Zei- lesenden Publikums. Man lese nur den ~«..rx—— irren« i...___... yuuiumne. Alan lese nur den rvers''',i deS ZeitungS-CvmitS», welcher an die r, sttbk>'»ntcn der verschiedeneu politischen Zeitungen Breitet ist. Er lautet: " ilin» R An da« Publikum. 'f1' w»!' hilsigen Schristsrtzer hoben stch vereinigt, eme '„»il Umgestaltung de« bestehenden Tarise« für ihre '['0 n durchzusetzen, und um ihrer Forderung Nach- uj'..:n geben, haben ste dieselbe mit einer Mastentiln- H'6'1 begleitet. Alle bisher unternommenen Versuche, «Handlung über diese Tariftesorm in geregelte r zu leiten und daneben den Fortgang der Arbei .*-»�sichern, haben stch bisher fruchtlos erwiesen. ' ���,-genllber dieser Bedrobun»—• ________»m nvrigang der Arbeit n zMchern, haben stch bisher fruchtlos erwiese». ..Igenüber dieser Bedrohung mAßten auch die Her- rdeur � Artungen, in Uebereinstimmung zugleich '» � O 1 Besitzern anderer Druckereien in Wien, sich zu Kroße J zemeinschastlichen Abwehr verbinden. Nicht eme na: �re Geldfrage, sondern die».i»«" v'- ' t-V—' ,....Hii\a)aiuichm Abwehr verbinden.- ng'-.jre Geldfrage, sondern die Gefahr, die Herrfchaft — v' �bedenklichen" Prinzip» zu inauguriren, vereinigt« beitrclci Ausgeber politisch gefchiedener vstentlicher , Erfche'> zu gemeinsamer Haltung. & e°'>t Herausgeber de«„Fremdenblatt," der„Morgen- 1| der„Neuen Freien Preste", de»„Neue» Frem- ... t", der„Tagespreste", der„Vorstadtzeitung", de» r freund", der„Volkszeitung", de»„Wanderer'. penw', vaher, da die Setzer die Arbeit eingestellt haben, .ffliilsto der nächsten Tage ersten« im Text ihrer Blätter 1 llefchränkung eintreten und zweiten»„einen neutra- . Abc»ch«it" ihre» Inhalte»— al» da sind: Amtliche«, ine Mil«e au» dem Reichstage, dem Gemeinderathe und »g: ssrichtsfaale, CourStabelle, amtliche Telegramme-� über d-'Seinfchaftlich-m Satz herstellen lasten, fo daß eine z gebet-? tieirie Anzahl von- etzern genügen und stch mitt- J. der Strike erproben wird. j--- diele bnffene-'*— «. MM NMttl�w ___„... unu NW Ultll- ... Wime erproben wird. » diese hostentlich nur auf wenige Tage beschränkte ..» ,,N oth stände»" appelliren wir au die Nach- l'sterer Leser, denen wir kaum zu sagen brauchen, nein große» ökonomische» Interesse ist, in dessen " wir ihnen und uns diese peinliwe skVs»"»" ..-o— f.uiiuimiajes Interesse ist, in desten 'wir ihnen und un» diese peinliche Setbstbeschrän- „„NU lserlegen. 9h,1.„Ji n, 19. Februar. Da» Zeitung«. Comitd. ' e« möglich! Ist c» möglich, daß man '•. er solchen Preste die politischen Ansichten Herr» Kölker macht. ES ist nicht genug, daß die �' aller Parteien ihre Leser, die reaktionären liberalen Bourgeois, derart verdummt hat, ' ihr politisches Bekenntniß den Literaten Dechen, nein jene haben derart daS Denken ,t, daß st».« c- u. 3! ii»�, ............ ven Literater »ein jene haben derart daS Denker \\' � 18 ganz ruhig gefallen lasten, nl 0�."�aten ihnen zumuthen, daS politisch« einmai ganz aui">"»«'— „»»d-e«'■ WM-,° o-i»«»" ......»im ihnen zumuthen, daS politische 9anz auszugeben. Ja, daS a n'"?Mte geschieht, um eine Geldspekulation k"8, ist1 osten eingestehen, fordern die ring n aller Parteien ihre Parteifreunde aus, 'Zr--»'*?— nur der Abwelki»«'""' halber.— -s.ildil»g Parteipolitik zu �.�chslung halber g«meinsam zu WW lesen und daraus zr n, gemeinsam neutrale politische Nach- J zu verdauen. Und damit glauben Zoe'�Äraren genug gethan zu haben. Daß den Glli5- kat Bergognie verlas, währte über 1'/, Stunde. Nach fast zweistündiger Berathung entschied sich der Hof dahin, daß der Prinz Peter Bonaparte vor den„hohen Gerichtshof" zu stellen fei und zwar wegen der doppelten Anklage: 1) einen Todl schlag an der Person Victor Noir'S begangen zu haben unter erschwerenden Umständen, 2) einen Todtschlag versucht zu haben unter erschwerenden Umständen an Ulrich de Fonviellc. Die erschwe renden Umstände liegen in der Gleichzeitigkeit und Wechselwirkung der beiden Verbrechen. Der Prinz, welchem einer seiner Bertheidiger sogleich den Be> schluß mittheiltc/ zeigte sich sehr ruhig und äußerte sich vollkommen damit einverstanden, daß die Sache in aller Oeffentlichkeit verhandelt werde; er wünschte nur, fügte er hinzu, daß die Verhandlung recht bald stallfinde. Dieser Wunsch ist insofern in Erfüllung gegangen, als der„hohe Gerichtshof bereits für den 21. März nach TourS einberufen ist. Kürzer ließ sich die Frist nicht stellen, denn, wie wir bereits früher mittheilten, müssen die Ge- schworenen, welche bei diesem AuSnahme-Gericht fungiren, auS allen Generali äthen deS ganzen Landes auSgeloost werden, und keiner von ihnen darf Minister, StaalSrath. Senator oder Depu- lirter sein. Die Richter werden gewählt auS den Mitgliedern deS Kassation»-(höchsten Gericht»-) Hofs. Die„Marseillaise" veröffentlicht folgenden Brief Rochefort'S, der trotz der strengen Be- wachung auS dem Gefängnisse an feine Freunde gelangt ist: Pslagie, 17. Febr. 1370. Meine lieben Freunde! Wenn Ihr meinen Artikel nicht erhalten habt, so geschah di?» lediglich, weil der Herr Potizei-Präfekt allen Gesetzen zum Trotz diese« literarische Eigenthum confiScirtn zu sollen geglaubt hat. Laßt ihn doch wissen, daß ich in meiner Wohnung eine sehr schöne Stutzuhr Louis XUI. habe und kein Grund vorliegt, daß er mir nicht auch diese nehme. Bisher könnt.» die ihre Gefängnißsirase abbüßenden Journalisten ungehindert in die Blätter, denen sie angehörten, weiter schreiben. Allerdings waren sie nicht Volksvertreter. Mir, der ich ein solcher bin, schließt man nicht Nur den Mund, sondern man zerbricht mir auch die Feder in den Händen, indem man mir verbietet, an der„Marseillaise" mitzuarbeiten. Derge- stall, daß ich, wenn irgend ein Dugue de la Dindon- nerie(Anspielung auf das Mitglied der äußerste» Rechten Dugno de la Fauconnerie) sich wie neulich eine össent- liche Impertinenz gegen mich erlaubt, weder auf der Tri- büne noch in meinem Blatt da« Wort zu einer persönlichen Bemerkung verlangen kann. ES ist niät mehr genug, die Abgeordneten einzukerkern, man hungert sie noch aus. Ich weiß wirklich noch nicht wie ich mich an« dir Affaire ziehen werde, ich, der ich lediglich von meiner Arbeil lebe und dem mau gleichzeitig seine Bezüge al« Mit- glied deS Gesetzgebenden Körper« und seine HilsSqnellen al« Schriftsteller entzieht. Ich gehöre nicht, wie Fiäu- lein Hortense Schneider oder Herr Emile Ollivier, zum Hofe de» Vicekönig» von Egypten. Ein vorsichtiger Revolutionär sollte sich immer einen Türken für die Stunde der Roth in Reserve halten. Wenn ich c» wagte, würde ich den Kaiser um die besondere Gunst bitten, in den Werkstätten vou Pelagie mit den Sträflingen de» Hause» Strohschuhe ansertigen zu dürfen. Ich habe inlr sagen lassen, daß ein kräftiger Mann, wen» er gute fünf- zehn Stunden arbeitet, e» immerhin ans fünf Sou« per Tag bringen ann. Aber werde ich diese Erlaubniß er- halten? Ich habe so viel Feinde in den Tuilerien. Gleichviel, wenn der erste Bezirk sich mit der Art wie man seinen Erwähltell behandelt, nicht zufrieden zeigt, so ist er, daß muß mau gestehen, ungeheuer empfindlich. Tausend Händedrücke. Henri Rochefort, Abgeordneter von Pari«. AuS England bringen die Zeitungen über die Vorgänge bei der Wahl in Southwark manche interessanten Einzelheiten. Das Resultat war ein vollständig unerwartetes— der konservative Kandidat hat gesiegt, weil der liberale Bourgeois- kandidat, der schon frühzeitig wußte, daß er in der Minderheit bleiben würde, nicht zu Gunsten deS Arbeitcrkandidaten zurückgetreten ist. Ueberall dieselbe Erscheinung— so lange die Konservativen und Liberalen allein sich gegenüber stehen, be- kämpfen sie sich auf daS Heftigste, tritt aber eine Arbeiterpartei auf den Kampfplatz, so machen sie immer gegen dieselbe gemeinsame Sache. Die „Kölnische Ztg." bringt über die Wahlschlacht fol- gcnde Einzelheiten: Wer vor vier Wochen, oder vor vierzehn Tagen, oder noch gestern früh behauptet hätte, daß der radikale Wahlbezirk Southwark den Eonservativen al« Beute an- heimfallen werde, wäre von allen Seiten ausgelacht wor- den. Ihr Eandidat, BereSford, so wurde fortwährend versichert, hat nicht die geringsten Aussichten auf Erfolg. Wie könnte er auch, nachdem die Mehrheit der Wähler seit dreißig Jahren und darüber entschiedene Liberale scica und deren Zahl in Folge der letzten R-formbill um mindesten» 5000 vermehrt worden sei? Alle» da» ist richtig, aber trotzdem ist der conservative Eandidat gewählt und die beiden Liberale» haben da« Nachsehen. Wie ist dies zugegangen? Weil, so sagen die Torie» heute, selbst da» radikale Southwark nachgerade zu be- greisen anfängt, daß die liberale Partei mehr schwatze al» handle, daß da» Land nicht ihr, sondern den Eon- servaliven die Resormbill verdanke, daß durch die un- zeitige Sparsamkeit der Regierung viele Taufende Ar- beiter brodlos seien und daß diesen, abermals au« Knau- serei, jede Unterstützung verweigert werde. Kurz ge- sagt: e» sei eine Wandlung der Gefühle zu Gunsten der Torie« eing treten und an« dieser Wandlung erkläre sich die Abstimmung in Southwark. Dagegen schieben die Liberalen die Schuld ihrer Niederlage lediglich dem Umstände zu, daß nicht einer ihrer Tandidateu, gleich- viel ob Walerlow oder Odger, bei Zeiten zurückgeireteu sei, um einer Zersplitterung der Stimmen vorzubeugen. WaS nun die angebliche Wandlung der Landesgefühle zu Gunsten der Torie« betrifft, wäre e» baare Zeitver- schwendung, deren Nichtbestehen nachweisen zu wollen, nachdem diese« durch die letzten allgemeinen Wahlen bi« zum Ucberfluß geschehen ist. Was andererseits die Be- hauptuug der Liberalen betrifft, daß die Zersplitterung ihrer Stimmen allein dem Gegner zum Siege verholfen habe, stehen für sie die Zahlenbeweise so sest, daß ste unumstoßbar sind. Mit anderen Worten: wenn alle, die für Waterlow stimmten, für Odger gestimmt hätten, oder umgekehrt, dann wäre BereSford uin mindesten« 2000 Stimmen in der Minderheit geblieben. Da« Rechenexempel ist einfach wie 2 mal 2, und naturgerecht ist auch die hintendrein daran geknüpfte Moral, daß e» gefährlich sei, einen schwachen Gegner gering zu schätzen, und daß Einigkeit zum Siege unerläßlich sei. Damit ist aber bei Weitem niät Alle« gesagt. E« kamen bei der gestrigen Wahl noch andere Dinge zum Vorschein, die erwähnt zu werden verdienen, weil sie ei» scharfe» Licht aus die Zustände werfen. Vorerst die Er- scheinnng, daß bei Weitem nicht alle Arbeiter für ihren Standesgenossen stimmten, und nächst dieser die andere, daß ein sehr großer Theil der kleinen Meister und Laden- besitzer ihm geradezu entgegengearbeitet hatten. Letzteres erklärt sich theil« au« dem Einflüsse, den die vermögen- dere Kundschaft jederzeit aus den kleine» Gewerksmaun und Ladcnbefitzer ausübt, theil» aus deren Feindseligkeit gegen die Gewerkvereine, welche in Odger einen ihrer hervorragendsten Vertreter besitzen. Auffallender mag e« erscheinen, daß auch viele Arbeiter nicht für ihren Genossen. eine erkleckliche Zahl derselben sogar für den Kon- servativen stimmten. Doch auch hierfür fehlt e» nicht an ausreichenden Erklärungsgründen. Manchen Arbeiter mag der Neid beschlichen haben, einen Genossen steigen zu sehen, und dieser gemeine Grund mag ihn bewogen haben, ihm seine Stimme zn entziehen. Andere, die dem konservativen Bereine angehörte», stimmten uatür- lich für den Tory-Kandidaten. Wieder andere aber stimmten aus demselben Grunde, wie die kleinen Meister und Ladenbcsitzcr gegen Odger, weil sie in ihm nämlich den Kandidaten der Gewerkvereine erblickte», mit denen sie nichts gemein haben wollen. Si wahr c» demnach auch ist, daß die Konservativen nimmer hätten durchdringen können, wenn einer der beiden liber len Kandidaten bei Zeiten zurückgetreten wäre, ist es doch nicht minder wahr, daß sich in dem radikalen Southwark noch immer eine ansehnliche Menge Wähler finden läßt, die im konservativen Sinne stimmen und die Kandidatur eine» Arbeiter» nicht unterstützen wollen, daß die Feind- seligkeit gegen die Gewerkoereiue iu vielen Fällen stärker war, als die liberale Neigung, und daß es»och viele Arbeiter giebt, die ihre Interessen lieber einem„Gentie- man", al« einem der Ihrigen anvertraiien möchten. Ob Odger seine Niederlage nicht selber verschuldet Hobe, weil er sich der geheimen Abstimmung unter den libera-• len Kandidaten widersetzt hatte, und ob Walerlow nicht chon nm 12 statt erst»ach 2 Uhr hätte zurücktreten , ollen, um Herr» Odger den Sieg zu sichern, sind Fra- gen, über die Andere streiten mögen; sie sind nur für den gegebenen Fall, nicht aber für das Allgemeine von' Bedeutung Die liberale Partei hat übrigens den Ersatz, daß in dem bisher konservativ vertretenen Bridgnorth ihr Kandidat W. Foster gewählt worden ist. Zur Bervollständigung der interesianten Vor- gänge bringen wir noch einen Artikel au« der „Elb. Ztg.", der beweiset, daß die Ausregung in der arbeitenden Bevölkerung von London im Wachsen begriffen ist. Wenn die Frauen sich in solcher Weise interessiren, so ist daS ein Beweis von einer sehr günstigen Stimmung, die in Lon- don unter dem Arbeiterstande herrscht. Der Ar- tikel lautet: Die lange vorbereitete Wahlschlacht ist entschieden und Southwark, da« große Arbeiterviertel Londons, hat einen Konservativen gewählt. Fleetstreet, wo die Bnreaux der meisten Zeitungen sich befinden, bot gestern dieselbe Scene, wie am Tage des Derby-RennenS, und das will viel sagen. Alle« drangie sich, um die in rapider Folge erscheinenden Extra-Nummern zu kaufen, oder um die Wahltelegramme, welche hier und da an Schaufenstern befestigt, von Stunde zu Stunde den Stand der Voten von Southwark meldeten. Der konservative Eandicat Beresford stand den zwei liberalen Eandidaten, Sir Sydney Waterlow und dem Arbeiter Odger, seine» Zeichens ein Schuhmacher, gegenüber. Wuterlow hatte den ihm gegebenen Rath, die liberale Partei nicht zu sprengen, in den Wind geschlagen, und trat erst zurück, nachdem er über 2600 Stimmen ans seiner Seite hatte, von welchen andernfalls eine große Quote Odger zu Gute gekommen wäre. Unter den erwähnten Umständen jedoch unterlag Odger gegen Beresford mit 162 Slim« mcu. Für Odger stimmten 4S43, für Oberst Beresford b005 Wähler, um 2510 mehr, als ein früherer Eandi- bat ans den Reihen der Tories bei ähnlicher Gelegen- heit in demselben District erhalten hatte, und der „Standard" nimmt mit großem Behagen den ziemlich unerwarteten Sieg Beresford'« zn Buch. Es fehlte nicht au charakteristischen Sccnen im Gewühl der wäh- read der Wahl in aufgeregten Massen durch die Straßen drängenden Bevölkerung von Southwark. Häufig waren es Frauen, welche eine fieberhaste Erregung en den Tag legten. Eine derselben verlangte von einem Polizeikou- stabler, sofort zur Wahlstelle geführt zu werden, und brach in leidenschaftliche Thränen au», als jener sie be- lehrte, daß dort Frauen kein Recht zum Zutritt hätten. Sic verhieß Odger tausend Frauenstimmen, wenn„da» Gesetz nicht so grausam wäre." Au einer anderen Stelle haranguirte eine alte Dame, die allem Anscheine nach bessere Tage gesehen, die Menge, und ließ BereSjord leben, weil er der einzige„Gentleman" unter den Ean- didaten, und„von seiner Familie" komme. Arbeiter, die geschwärzt von der Arbeit gelausen, um die Wahl nicht zu versäumen, thaten freiwilligen Eourierdienst für „Odger" und wider„Odger", und ein Schrei der End täuschnng und Erbitterung gegen Waterlow. hallte tam sendfach, als der„Tory" um 5 Uhr gesiegt hatte. An Wettgelderli wurden, beiläufig bemerkt, Hunderttausende von Pfunden gewonnen und verloren. Wir haben schon in Nr. 20 d. Bl. bemerkt, daß in England ein Parlamentssitz ungemein theuer jür einen Candidaten wird. Nach den amtlichen Be> richten haben die letzten allgemeinen Wahlen gegen 11 Millionen Thaler den Candidaten gekostet, die sie„gesetzlicher Weise" ausgeben durften. Wie viel Geld aber noch außerdem auf Bestechungen verwandt wird, läßt sich nicht genau angeben; doch weiß man, daß einzelnen ParlamentSmitglU' dern ihr Sitz an 250,000 Thlr. gekostet hat. Man fragt sich nun doch, ob den» wirklich nur der Ehrgeiz die Triebfeder sei, daß solche Summen verschleudert werden. Und da kann man getrost die Antwort geben, daß die Spekulation bedeu- tenderen Einfluß darauf hat, als der Ehrgeiz. „Bei Gott," sagte einst ein irischer Abgeordneter, als man ihm vorwarf, er habe sein Vaterlano verrathen und verkauft—„bei Gott, ich habe mir meine Wähler gekauft, so will ich sie denn auch verkaufen!" Die Bestechung der Wähler geht natürlich Hand in Hand mit bestochener Sti mabgebung im Parlamentshause, mit Ab schlicßung von allerlei Geschäften, sei es, daß Eisen> bahn-Verwaltungen u. s. w. Jntereffe daran ha- ben, den Abgeordneten zu gewinnen, sei eS, daß eine Verwendung für die Erlangung einträglicher Regierungsstellen in Frage steht. Da macht denn der Mann nsit den 50- bis 250,000 Thalern WahlauSgaben feinen Privatschnitt. Die Sache muß sich ungeheuer rentircn; denn das Spiel sängt immer wieder von vorne an. Aus einer an das„vatikanische Konzil" gerichteten Schrift deS bekannten Vorkämpfers der streng-kirchlichen und patriotischen Partei, Dr. Sepp, theilt die„Allg. Zig." folgende Stelleu mit zur Bezeichnung der freimüthigen Sprache, mit der der Verfasser sich über die gegenwärtigen Projecte Roms vernehmen läßt: „Die höchste Kirchengewalt will kein Katholik in Frage stellen, spräche ma» doch nur von der Autorität I Aber der Name der Unfehlbarkeit ist nothwendig der Stein des Anstoßes und Aergernisse«, und wehe dein, der Aergerniß giebtl...„„Ihr werdet sein wie die Götterl"" lautet nicht eine himmlische, sondern eine dä morüsche Eingebung. Die Vergötterung der römischen Imperatoren hat nicht zum Heile der Welt noch der Kaiser geführt, und welchen Gewinn soll die Menschheit ans der neuen vieldeutigen Unfehlbarkeit ziehen? ES fällt auf, wie oft in der Geschichte kirchliche Würdenträger, namentlich unter den lateinischen Völkern, die Beförderer de« weltlichen Despotismus waren, der auch dogmatisch kategorisch austritt.. Nie und nimmer darf da» kirch- liche Oberhaupt zum Dalai Lama des Abendlandes wer- den.... Nie und nimmer werden wir einen fortgesetzten Logo«, einen Papst als Offenbarungsprincip und Kirchenorakel annehmen dürfen. Nur Ehristus, nicht sein Pon- tiscx, kann persönlich Gegenstand de« Glauben» sein.... Man greife zu den Blitzen des Vatikan diesen höchsten Ehrgeiz durchzusetzen— solche Anerkennung läßt sich nicht erzwingen. In diese« Kanouenfeuer geführt, werden auch die treucsten Anhänger Roms zum Wanken gebracht, und mit bestem Gewissen nicht weiter folgen könnm.... Ten besonnensten Katholiken bleibt eine derartige Selbst- überHebung ein Gräuel, und die Aeußerlichkeiten werden an die Avokalypsc erinnert.... Durch die faktische In- stitntion eine« ausschließlich italienischen KirchenregimeutS, durch ein untrügliches, mit einfachem Spruche dogmalisch entscheidendes Oberhaupt wiirde in der Rückwirkung, da» ist vorauszil sehen, die Ausbildung mehr in sich abge- schlossener Nationalkirchen provocirt, und neben de gal- likanischen und anglikanischen dürfte univillkürlich eine germanische sich uniren.... Nicht irren werden wir in dem Satze: daß auch die Hierarchie nicht ohne Popu- larität regieren kann.... In tausend Jahren hat man nicht so viele Dogmen statnirt als jetzt unter einem ein- zigen Pontifikate, und Niemand außer den Herren in Rom äußerte Verlangen darnach.... Di: Erklärung des neuen Dogma würde sür Freund und Feind das erste Signal zum abermaligen� Sturze de» Jesnilenordens geben!" Aus Spanien laufen Nachrichten ein, diemit Bestimmtheil eine neue Erhebung der Carlistischen Partei in Aussicht stellen. Große Summen sollen von den sranzösischen Legilimisten schon zur Ver sügung gestellt sein. In Navarra soll ein bedeu tenver Vorrath von Waffen und Munition entdeckt worden sein— jedenfalls ein sehr schlechter An fang für die Carlistische Erhebung. Der RegierungS-Anzeiger für Rußland mel det über bedeutende Unruhen in den allaischen Bergwerken. Ende September deS vorigen Jahres gelang es zwei Arbeitern, Kulakow und Charew. eine Nummer der dortigen„Gubernial-Zeitunb um den theuren Preis von 8 Rubeln zu kaufen In derselben waren die vom Kaiser sanctionirten Bestimmungen zur Verbefferuug der Lage der Ar beiter in den sibirischen Bergwerken und Metall gießereien publirirt. Die verschiedenen Erleich terungen, welche den Arbeitern durch diese Ver füzungen zugestanden wurden, deute'en die deS Lesens unkundigen Kulakow und Charew dahin, daß die Arbeiter von allen Abgaben und dem Soldaten dienste für die nächsten 3 bis 6 Jahre befreit wür- den. Unter der sibirischen Landbevölkerung, aus deren Mitte die Arbeiter für die Metallgießereien zwangsweise ausgehoben werden, fand diese Teu tung lebhafte Aufnahme, und als ihr auch ein angesehener reicher Bauer, Makarow, beitrat, so entwickelte sich bald eine lebhafte Agitation gegen die Abgabe von Steuern und Rekrutenstellung Alle GegenmaßregUu der dortigen Administration halfen nichts: es kam zu einem kleinen blutigen Zusammenstoß im Dorfe Berskol; bei dieser Ge legenheit soll kein Soldat verwundet, von den Bauern nur einer getövtet worden sein, und zwei sollen schwere Wunden davongetragen haben. Die Richtigkeit dieser officiellen Angaben unterliegt stav kem Zweifel, denn daß die Bewegung weitere Di- mensionen angenommen haben muß, beweist schon eine Verordnung des TomSkschen Gcneral-Gou verneurs. Er befahl ein.r Truppenabtheilung, alle Dörfer deS altrusstschen Bezirks zu durchstrei chen, welche in einem Flächenraum von 200 Werst in der Länge und 100 Werst in der Breite liegen, dieses Gebiet umfaßt also mehr als 400 Quadrat meilen— eine Fläche, die auch nach sibirischem Maßstabe bedeutend genannt werden kann. Vereills-Ehni. (Für den Allg. deutsche» Ärbeiler-Verein.) An die Mitglieder de» Allgem. deutschen Arb.-Berein». Ferner find ihren Vcrpfl chtungen gegen die Berem» kaffe noch nachgikommen: Brandenburg, Bremen, Vil- bel, Nippes uud Bautzen. Jrrthümlich ist Dreißighuben unter den Säumigen angeführt; die dortigen Mitglieder sind jedoch ihren Beipsiichtuugen sür Januar nachgekom men. Leider ist ein Brief au« Bieber bei Offcnbach nicht an mich gelangt, und so habe ich die ganze mir zugesandte Summe von 10 Gulden 30 Kreuzer sür Monat Deccmbec verrechnet. Nach mir jetzt zugekom- mener Mittheilnng war die Hälfte für Monat Januar bestimmt, welches au« der Postanweisung nicht zn er sehen war und somit ist Bieber rechtzeitig d.n Vcrpflich tungen für Januar nachgekommen. «erlin, den 22 Februar 1870. Der Vereiuskassirer: W. Hasenclever. Berlin, 2>. Februar.(Mitglie derversamm lung.) In der vorgestrigen Mitgliederversammlung hielt in Folge eines früheren, mit Rücksicht auf den Bei Irill vieler neuer Mitglieder gefaßten Beschlüsse«, Herr Hasenclever einen ausführlichen Vortrag über die Bestrebungen und die Organisation der Partei, woran sich eine DiScussion knüpfte, an welcher sich außer dem BereinSpräsidenteu die Herren Plenzig, Aurin, Merkel, Banthke, Rost, Tölcke und Lenz belhei- ligten. Nachdem der zweite Gegenstand der Tagesord nung— die Agitation in Berlin— bi» zur nächsten Versammlung vertagt ivorden, gelangte eine Reihe, zum Theil interessanter Fragen znr Erledigung. Ein Theil der eingegangenen Frage» mußte wegen der vorgerückten Zeit bis zur nächsten Versammlnug vertagt werden, worauf Nachts Wjt Uhr der Schluß der Versammlung erfolgte. Hamburg, 20 Febr.(Volksversammlung wegen der Verhaftung Schallmeyer's.) Am 14. d. M. wurde hier eine große Volksversammlung abge halten. Die Tagesordnung lautete:„Die Selbststäudig- keit der Hamburger Staatsbürger den deutschen Polizei gesehen gegenüber." Den Ar laß dazu hatte die bekannte in No. 19 de»„Social-Demokrat" bereit» besprochene Verhaftung de« Herrn Schallmeyer gegeben, und mehrere hiesige Bürger hatten, da nach allgemeiner Ansicht ein Uebergriff gegen da» StaatSbllrgcrrecht vorlag, Herrn Hörig damit beauftragt, diese Versammlung einzube- rufen. Dieselbe war sehr sta k besucht, von circa 5000 Personen. Bei Wahl des Bureaus wurde fast einstim- mig Herr Hörig zum ersten Vorsitzenden, Herr Lie- bisch zum zweiten uud die Herren Paulsen und eimer zu Schrislführeru erwählt. Da der vorliegende Fall, die AuSlieserung eine» hiesigen Bürgers an einen fremden Staat, gewiß da« Interesse aller Arbeiter erregt, o werden wir die Verhandlungen ihrem Hauptinhalt nach wiedergeben, ü.'achdem Hörig den Vorsitz an Liebisch übertragen, und der Letztere die Berichterstatter der Presse, die nicht zu bemerken ivaren, aufgefordert, auf der Tribüne Platz zu nehmen und keine Verdrchun- gen in die Well zu schleudern, berichtete Hörig au»- führlich, wie Schallmeyer auf der Generalve:san>mlnlig des deutsch. ArbeilerschaftS-BerbandeS in Berlin gewesen, dort in einer Versammlung gesprochen und wahrscheinlich von einem der anwesenden überwachenden Polizei- osficianten falsch verstanden worden sein. Er sei unan gesochlen zniückgekehrt und habe nach seiner Rückkehr eine 14tSgigc Haft, welche er sich in Folge seiner Thä tigkeit blim Lauenflein'fchen Strike zugezogen habe, ver- büßen müssen. Bei seiner Entlassung aus dem Gcsängniß sei ihm von dem Unt.rsuchungsrichtcr eröffnet worden� daß sür ihn ein Haftbefehl aus Berlin eingetroffen sei. Auf die Frage: weshalb dies geschehen, hake man ihm keine Antwort gegeben. Er sei hierauf sofort zum Polizeiherrn Petersen gegangen und habe diesem die Sache vorgestellt. Derselbe habe ihm erklärt, Schallmeyer möge sich nur beruhigen, dr- Sache könne nichts aus sich haben, und wenn man ihn doch verhaften wolle. so möge er nur heftig prolestiren, da der Staat Ham- bürg Niemand eines politischen Vergehen« oder Ver- brechcns wegen ausliefere. Durch diese Erklärung des ersten Polizeibeamten Hamburgs sei Schallmeyer zufrieden. gestellt worden. Einige Tage später jedoch seien 6 Uhr Morgens ihm zwei Polizisten ins Hau» gekommen, welche seine sämmtlichen Sachen durchstöbert und ihn selbst in Haft hätten nehmen wollen. Da er angenblicklich krank gewesen, sei die» nicht möglich gewesen, aber man habe zwei Polizisten, um eine etwaige Eatweichung zu ver- hindern, als Wache an sein Bett gestellt. Heute morgen habe Redner sich selbst davon überzeugt, daß der Stadt phqsikus den Krauken untersucht und seinen Transport ins G.sängniß noch nicht für rathsam gehalten habe. Schallmeyer sei gleichwohl thatsächlich Gefangener, und das so la ige, bis da« Appellationsgericht, bei welchem betreffs der Auslieferung Beschwerde erhoben sei, das Erkennlniß abgeg-ben habe. Der Angeklagte sowohl wie se n Veitheidiger bestanden darauf, den Grund, au welchen hin die Auslieferung erfolgen sollte, zu erfahren und Eiustcht von den dctreffeuden Akten zn nehmen; beide» wurde ihnen jedoch nicht gestattet. Gleich bei der Inhaftnahme gingen einige Bürger auf'» Gericht und wollten sür die Freilassung Schallmeyer's, bis der ÄuS> spruch des Obergerichts geschehen, Bürgschaft leisten, da w rde ihnen nicht weniger denn 5000 Thaler abver- laugt. Als andern Tage« dasselbe Gesuch wiederholt wurde, war man so gnädig, tausend Thaler von der Summe abzulassen. Redner fühlte schließlich au», der Schwerpunkt bei der Angelegenbeit sei, daß die Ham burger Behörde mit der Auslieferung einverstanden sep wa« man von einer Republik denken solle, wenn dieselbe einem auswärtigen Staatsauwalt gegenüber ihr Recht nicht ausrecht zu erhalten wisse, von einer Republik. welche ihren Bürgern keinen Gchutz an edeihen lasse, zu- mal wenn drr Beklagte nicht einmal wisse, was ma» ihm zur Last lege. Dem Redner wurde während und am Ende seiner Rede stürmischer Beifall zu Theil. Hierauf bestätigte Herr Lüders die vom Vorredner ge machten Angaben und führte dieselben in ihren Einzel heilen genauer vor, man habe z. B. neben der enormen EautionSjumme noch zwei sichere Bürgen haben wollen, au welche man im EutweichungSsallc sich habe halten können. Redner sprach seine Meinung dahin au», daß in Betreff Schallmeyer's, dessen Austreten beim Lauenstein' schen Strike bekannt sei, hier ein Verstoß ge gen das Hamburger Staatsgesetz wie gegen da» Nord deutsche Bundesgesetz vorliegen müsse. Das Hamburger StaatSslrasgrsetz laute:„Auswärtige Verbrechen: Art. 2. Wegen eine« auswärt« begangene i und dort nicht be- straften Verbrechen« sind Angehörige de« Hamburger Staate» hier nach hiesigem Strafgesetz zu richten. Ist jedoch nach den am Ort der That geltenden Gesetzen die That straflos, so dürfen die hiesigen Gerichte wegen derselben nur dann auf Strafe erkennen, wenn die That gegen den Hamburger Staat oder einen Angehörigen desselben gerichtet war." Da» Norddeutsche Bundesgesetz besagt:„ß 25. Bi» zum Erlaß eiues gemeinsamen Strafgesetzbuch» für den Norddeutschen Bund findet die Auslieferung auch dann nicht statt, wenn die Handlung ein politisches Verbrechen oder Ver- gehen, oder mittelst der Presse verübt worden ist."— ,,z 28. Dem Ersuchen um Auslieferung ist eine Au» sertigung des gegen den AuSzillicseruden erlassenen gerichtlichen Verhaftsbcfehl oder des gegen ihn er gangencn rechtskräftigen Strafurtheil« beizufügen. In dem VerhaftSbefchl ist die Beschuldigung und da» ans sie anzuwendende Strafgesetz genau zu bezeichneu, in»- besondere Zeit und Ort der That anzugeben."— Wenn die Hamburger also der Auslieferung Schallmeyer's entgegen wirkten, so ständen sie aus den Boden des Ge- setze«; e» sei daher Pflicht oller Anwesenden, einen hieraus bezüglichen Beschluß zu fassen, da erwiesenermaßen weder BerhastSbesehl noch Zeit uud Ort de» angeblichen Verbrechen» dem Verhafteten bekannt gemacht sei. Solche Zustände zu verhinoeru sei Pflicht, jeder müsse sich seiuer eigenen Haut wehren, denn er wisse nicht, ob morgen nicht die Reihe auch an ihn komme. Herr Liebisch wies darauf hin, daß die Hamburger durch Eintreten für ihre Gesetze es jetzt beweisen müßten, wenn überhaupt von einer Selbstständigkeit die Rede sein könne, sonst sei e» besser, dieselbe an den Na el zu hängen. ES sei interessant zu beobachten, in welches Stadium die Klein- staaterei gekommen sei. Redner bemerkte, daß da» Ver- brechen nicht gar zu groß sein werde, sonst hätte man Schallmeyer wohl an Ort und Stelle festgehalten. Pflicht der Volksvertreter Hamburgs sei es, sür einen ihrer Mitbürger, der vielleicht nur durch die irrthümliche Aus- sassung eines Beamten schwer in seinem Beruf geschädigt werde, mit. aller Kraft einzutreten. Herr Krambeer deutet aus die Schlagfertigkeit der social-demokratischen Partei hin, welche bei jeder Gelegenheit offen hervor- trete, während die bei den Reichstagswahlen schönreden- den Doktoren mit sammt der demokratischen Presse bei dieser kitzeliche» Sache durch ihre Abwesenheit glänzten. Alle Arbeiter möchten sich merken, wie diese es jetzt machten uud danach am Wahllage handeln. Bezeichnend fei es serner, mit welcher Naivität mau bei der ver« langten Eaution, wohl ohne es zu wollen, verfahren habe; sür Schallmeyer habe man 5000 Thlr. verlangt, iir einen Hamburger Kausmunn habe man jedoch jüngst nur 3200 Thlr. verlangt; ob die« vielleicht daher komme, daß man elfteren, den Arbeiter, als Erzeuger aller Werthgegenstände und letzteren nur al« Consumenten derselben betrachte, und so der Werth beider Personen estgeflellt sei? Schließlich führt Redner an, wie die Stadt Leipzig die AuSlieserung politischer Angeklagter verweigert habe. Herr Hartmann theilt mit, daß man ciue Auslieferung nach Neumllnster verlaugt habe, er sei jedoch, obschon fltichthamburger, von dem hiesigen Ge- richt wegen de« ihm zur Last gelegte» politischen Ver- gehen« freigesprochen. Der Fall Schallmeyer'« zeige, daß es an den Arbeitern sei, sich aus sich selbst zu ver- lassen und sich durch festes Zusammenhalten gegen jedeu Uebergriff zu schützen. Herr Müller, Buchdrucker, prach al« Hamburger Bürger seine Entrüstung über die augesührtcu Thalsachen an« und beantragte folgende Resolution:„Die heutige Volksversammlung beschließt: Das Eomite, welches die heutige Versammlung eiube- rusen, wird beausttagt, mit allen gesetzlichen. Mitteln da- d der Physik, '»er meint, di churger Bürg ürfe dies ui edenzfall am rt sei, und den, wie der hin zu streben, daß der Auslieferung Folge geleistet werde." E» beantragte zweite Resolution. Dieselbe lautet: Versammlung erklärt das eingeschlagene fahren gegen einen ihrer Mitbürger,* für den republikanischen Gesetzen Hawbi send und ungerechtfertigt und verlangt, gehoben und Schallmeyer sofort appcllirt daher an die Bürgerfchast Dg zur Besprei Hamburg», die Freilassung zu ew--■ Baum Schwenke empfiehlt die Anush« � solutionen, Wirken in dieser|ra�b( Pflicht jede« Hamburgers. Die G.. jedem heilig sein, jeder inöge>«z�jL 6( die Rechte eine» hiesigen Bürgers nicht M.) ben seien und nicht leichtsinnig>>ersch«i'uLaliib obne' Insbesondere müsse man bedenken, tajJiCirl feu, Bourgeoisie von dem Loueuburger Zn- 1■ verhaßt sei, sie wolle ihm gern zeige»- �darau� Bert! Hamburger Bürger bist, du bist unwa�z � 1„, 'er! H-rr Bräuer bemerkt, es h°°� Berhandlur einen Präzedenzfall, komme ein solche)na. habe er sich gleichsam da» Biirgerrtf d«?( werde dann fort und sott darnach g-�'Reich»,aa'aba werde bald diesem bald jenem an t;n'~" selbst Bürgerschaftsmitgliedern. jetzt jedoch ok schastsmitglied) erklärt, er habe es, �Urschriften.' machung gelesen, für seine heiligste--' e« sich um das Wohl eine« Arbeiters! n-j scheinen, er werde seine Kräfte ganz zur k Pls gelte jedoch leider in der Bürgerschaft str den All». er gehöre zur Linkeu. Er empfiehlt"» einer Petition, in welcher kein Druck« er wie alle, welche zur Linken gehörte l�vi. veuts mit allen Kräften bei der nächsten Sitz ui unterstützen.— Es spreche» serner noch Elberfeld, l bisch, Hörig, Schwenke, Mülle» sehr vielen Z für die Resolution Hörig'«, wobei belBützung aus d besuche die Bürgerschaft nicht zu b>tU�elberg, Bücke Bürger, welche Recht und Gesetz zu �'st jedoch nie gleichwohl sei aber wichtig zu ivissen,"'h leine Geld, sonnen seien.— Herr Skotschale» Mutendes an man müsse der Gesammtheit die heuliMdNtteugkuiäßi Augen führen, sich nicht mit Kleinigk-ili''vvd abgesühr dern da« Uebel bei der Wurzel fassen- Vw, da die! Kram beer und Vater verivicsen deu�'chtungen n daß e» sich allerdings hier um die«"'f',> svwie lassung eine» Mannes handele, der suriunferer Tasch ohne Nutzen sür die Gesammtheit, mi>d-?dcht>gten, so gerichtet werde. Vater bemerkte fckVD-�daß sie ........ lk»fl t stellenden Resolution mehr Nachdruck e« sich vielleicht empsehleu, in Masse v-U.'v Bi.rmen saale der Bürgerschaft zu erscheinen, er** gettich zu nicht auffordern, da ein solches Bw 1 setzlich ausgelegt und die H upttheilueh---' i7 iL b den würden. Lebhaste Anerkennung die!?.. � Mitgl die Vcrsainmlung erfolgte. Von wD üe zu zahlet wurde auf Grund des vorliegeuden Sri' b' wendigleit hervorgehoben, daß d r Arb�'!""i-0rdn.il Gesetzgebung selbflständig vertreten sei»?">"-1- tigsten sei diese Vertretung im Norddeo� am für die nächste Wahl muß daher alle Vi fl»"stel w werden, damit die Arbeiterklasse Hambr»?''.. bI' vertreten sei. Zum Schluß fand ein-«? M Zahl der Anwesenden statt, welche ca." via Es wurde beschlossen, der Vorsitzende l»* tion mit Angabe der Stimmzahl am„ ustlg 5 dem Vorsitzenden der Bürgerschaft. en' 0111 dieselbe in der Mitt-vochssitzung der Verhandlung komme und Antwort erths" ulonalii» � Rednern war die größte Aiifmerksamkti' Aij,. � den. Während der Versammlung•» rf'» eingereicht, wonach da» Verfahren de» Wx..> gl'cde» Marten»"einer öffentliche» Vichlnng.n„ai WpitrtfiMfmtn tntf�i'inrtpn v«prhpn fnffkp:«rlL. iL..."Wl Beurtheilung unterzogen werden sollte; entschied, daß dieser Antrag bei der iammlung auf die Tagesordnung zu Gstadt Marten«, ein reicher Holzhändler, Helk-'born s cocettirt nämlich gern mit der schwielige-� �' Unternehmer aller BilduugsvereinSgiiug'!- ngen,' K, x Besten der armen Gruiidcigeuthümec''irg, Mühlbeii schaft den Antrag gestellt: die MiethterS�burg, Bresl jährig, auf ein Vierteljahr Hera z ftlMler. Einbeck hierzu scheint einlMchteud, die Ei.zenthiwn» yaj(t) � ger Risiko und können ein Viertel Iah' icht>b„ Gelde der kleinen Handwerker und Gesiha�assir.rs wird Gegen 12 Uhr wurde die Versammluntj von Ortsäiab für die Unkosten veranstaltete TellersawXftdt worden gang ergab die Summe von 59 Mark- Meldet niordei Die eesse unserer is Am Mittwoch den 16. ds«. kam i»'pünktlich jy s Biiigerschast Hamburgs die AngellS'uicht stmu„ meyer's zur Verhandlung. Wir entOTen a(8 ail8 deu Bericht über die Debatte Hamburgi'rlei Ansprüche „Bürgerschastsmitglied Hagel intechoch au „Er wolle die Aufmerksamkeit der-'""chtiglr,, bis ____ n Gegenstand lenke»,«elcher nicht>> ibenso müssin kleisen, sondern in weitesten Kreisen Dflen in der s hervorgerufen habe. Es sei hier gesched�von welche»' siger Staatsangehöriger durch Beschluß ds. reicht ist, � gericht«, also du.ch die Richter am NiPtzju besorge». gegen alles Gesetz—— J, bald wird „Der Vorsitzende unterbricht de» y Mit social Erklärung, daß die« eine Kritik gegen* die nicht verstatlet sei, und müsse er Protokoll bei elbe daher untersagen.,'arbeiterschaft: „Hagel: Er wolle nur kurz auSfiW ie Generalvc Behauptung rechlfertigcu könne..�achmittag» „Der Vorsitzende macht den Redner'..mit einer km sam, daß heu'e Abend noch viel z« ie An»breiiun daß überhaupt keine Besprechungen von'«e waren ve einzelner Mitglieder verstattet werden-"�'Mch Sauth» nur Interpellationen an Mitglieder d� 1>d Spicker d und ftagt den Redner, wen derselbe»>'' u Hamburg p, da er ihn zu Extempore-Borträge» nial jjenmünster t statten löuue. puckau durch „Hagel: Seine Interpellation wer* zDnrnlung w, identen de« Bürger-Ausschüsse», also träge in den se-bst gerichtet sein..MiLii der „Nachdem dieser den Redner fluflst' ,, dem möglichst kurz fassen zu wollen, fährt'°LL /,'/"scha|te .Hörde ischaffung ntl „Hagel: Die Berliner rliner B.Hörde 1;1„.... -erring eine« hiesigen Staatsangehörige'', sslchaft Scha, rüattbast sei. da 1»0 verlangt, was aber unstatthaft sei, t ein politisches Vergehen handele; weg> CVifkS i 1 1 9 könne aber weder nach preußischem Anknüpfu h mburger Recht, noch nach dem Gesetz � Arbeite versammlun u lassen. uit-uyi; uuu; rruu) v�»»» � � der Rechtshülse eine AuSlieserung erfolg �Mu halten se liest mehrere GesetzcSstellen. Gegen di-yi-- wenn ein Gesetze nun habe da» Untersuchungsg' habe. Die serung decretirt; mau habe Echallme-l. �"abrechnunz wollen; da derselbe jedoch krank, sa's, (hoben; doch werde Schallmeyer bew»-?' yjb ter Physik»« es erlaube, ausgeliefert zu werden. »"nntt ubner meint, der Bürger-Ausschuß al« Vertretung der ,. Ipbiirger Bürger und der hambnrgischeu Selbststllndig- ".dürfe dieS nicht geschehen lassen, verweist aus einen , x�tedeuzsall au» Leipzig, worin die Auslieferung ver- � iibnl�rt sei, und schließt mit einer Anfrage an den Vor- wie der BürgerauSschuß sich zu der Angelegen- i stellen wolle, und ob der Vorsitzende etwa eiue Spiro« (An»(ffü Zur Besprechung dieser Angelegenheit berufen werde? i et«!,�' Baumeister: Bisher fei im Bürgeransschuß J»bwk von diesem Gegenstand die Rede gewesen, auch ' 111 W£ 6(1 Pvvsident deshalb keine Extr fitznng berufen gl, Von Hagel ist inzwischen ein AuSkunstSersuchen 1»�? ß die Assaire Schallmeyer an den Senat beantrag! _ aK-fjv.-i. t.-'- _______ wv�v4i*______ Präsident bemerkt, daß der Senat nicht in der »»T.ie sein werde, diese Auskunft zu ertheilen, da er »nschtst'.,Ngzich ohne Weitere? über jeden einzelnen RechtSsall !N, da??�>rt sein könne, und stellt sodann die Unterstützung»- !ger �"'>e, welche eine genügende Unlerstützuug ergiebt. ES zeige»- daraus Vertagung ein." t uiimi'- B» zst offenbar unnöthig, eine weitere Bemerkung zu S d»»� Perhandlung der„Viiter" der„Republik" Ham W&Ä z» macht». der Angelegenheit Schalmeyer) haben lch ged�ReichStag'abgeordneten Schweitzer und Hafencleoer an da.,ch�«ne Interpellation im Reichstag zu veranlasien, Herr? j.tzt jedoch ohne Scsolg. E» gehören dazu dreißig es, al'srschristen. gste P?--- SSf verbWds-Thcil. erfchast ür den Allgemeinen deutsch. Ar beiterschast» l-si-HU � verband.) »Isttw. deutsch» Genossenschaft der Hand nur Fabrik Arbeiter. >« no-'�lberfeld, 22. Febr.(An die Mitglieder.) q»gilc>>jkehr vielen Mitglredschasren lausen Gesuche um Un- >dei be�ützung au« der Hanptlasse bei mr ein. z. B. von m b>trlcht>b-rg. Buckau, Worms, Görlitz ,c. Die Haupt- '>u»s ist Udoch nicht im Stande, etwas zahlen zu könuen, iksen V keine Gelder in derselbe» befinden. Außerdem ist i res mutende» an Drucktosten zu zahlen. Ferner müßte e a-uriaGaMtengemähe Theil unserer Arbeiterschaft an den , r kriiM»d abgeführt werden, aber leider kann alle« nicht k-lli»- ta 1,11 Mitglieder oder Bevollmächtigten ihren ..Mlichtungen nicht nachkommen Der Kassirer Herr t,£, ,,,Hrick, sowie ich habe» der Sasse schon Vorschüsse ; unserer Tasche geleistet. Ich mache daher die Bc« .? nächtigten, sowie sämmtliche Mitglieder daraus auf- ,.oSlam, daß sie schleunigst dafür Sorge tragen müssen, ' jihit Beiträge jc.•»>--->'— Ba(l| in B> rmei h druck .,— i—»_ ,,—, Je. an den Hauptkasfirer Wilh. Frick Bi.rmen, Albertstraße 172, abgeschickt wer- ,,_J gereicht wahrlich nicht zu unserer Ehre awSl entspricht nicht unserem Prinzip, wenn wir ftlneZ!8dlh'r-....." Kasse m er .,-,*-......... wenn wir Brüder darben lassen. Die Bevollmächtigten Vid» di- Mitglieder streng dazu anzuhalten, die Ii zu zahlen und die Mitglieder haben darüber -i»"-'rchen, daß die Gelder auch abgeschickt werden; nur kann Ordnung herrschen, wenn alle Theile ihre �igtest thun. Wenn geregelte Sasseuvcrhältnisse in, kann auch allen Anforderungen der Mitglieder >e geleistet iverden. Der Präsident kann e« nicht sondern die Mitglieder müssen Helsen nnd that- zu ihm stehen. Außerdem laufen die Mitglieder ., wenn nicht schleunigst die betreffenden Gelder indt werden, ihrer Rechte an den ArbeiterschastS- td verlustig zu werden, und diese« wird hoffentlich vollen, darum kort mi, UM-»»..... Korddt w alle Hamb'! ad eine he ca. itzende _ ju ircroeu, und dieses wird hoffentlich tk>k j,a-»r wollen, darum fort mit der Saumseligkeit und > �astn wir, damit wir nicht hinler anderen Arbeiter g dt�„.vi»UrtMO.!.—»-- g �---- _r______ . der'Bi zurüästehe'n. Räch'§. 6 der GeschästSordnung >rt erth�i manaUich diejenigen Mitgliedschasteu, welche ihren rksamk'» Aichtnngen �nz, theilweise oder gar nicht nachge- ang""äfin sind, veröffentlicht werddü; Barmen und Reu- -n de«*iei sind die einzigen Mitgliedschaften, welche ihren liche»".lichrungen ganz uachgikommeii sind. Die Mitglied- soll»! fn zu München, Marburg, Frielinghausen; Buckau, i der �uurg, Heidelberg, König«»», Augsburg, Lüneburg, ng;» /Jestädt, Uuseburg, Egel», Ble.kendors, WolmirS- ler,', Herkeborn, Barnil», Staßsurth, Hannover, Offen- chmieKP�a M,,«rannschiveiz, Blückstadt, Meißen, Alten- usgönö' tzgen, Kl, Ottersleben, Brandenburg a, d, H,, hümel Arg. Mühlheim a, M,, Görlitz, Bernbnrg, Neustadt, Uietht!� eburg, Breslau, Westeregeln, Hannov, Dtllnden, a z seyrMler, Einbeck, Aschaffeuburz, Molsenbüttel, Zittau. iizenth�a« haben in den letzten Monaten theilweise oder td ZchWcht ihr« Beiträge eingezahlt, der specielle Bericht d Gesä>�asfir-,r« wird die« darthun. Nach einer ganzen mmluvt! von Ortschaften sind ans Wunsch Statuten u. s.w. -llersaNU�tdi worden, ohne daß hernach eine Mitgliedschast , Mark, reldet worden ist. Ich mache also nochmals im Die �effe unserer Sache die Mitglieder daraus ausmerk- kam i» �Pünktlich zu lein, diejenigen Mitgliedschaften, welche Angele�vicht streuge ihren Berpfiichtungcn nachkommen, ir entUt�n al« auSgeschirden betrachtet und haben sodann ambnrMei Ansprüche mehr zu erheben. Außerdem . z mtcr�vch daraus ausmerlsam, daß mi' it der �»ktchtigten bia m--*-- it der kMchk'Sten bis späleslen« zum 1. März zu nicht t* rbeuso müsse» mir bi»--------- heen �— mache Zu Be- machen Berän- n; die .. bei mir »"gegebenen Schul- Vor- mir Vorschläge zu Dm 1. März zu ms ,,........ uio zu dieser Frist die Be .......-j- ,n dn Mitgliederzahl angezeigt werden; "äcichtko» van welchen noch kein Milgliederverzeichniß bei rbluß dd/eicht ist, haben diese« auch bis zur angege'- ,m Ri�i0 besorgen. Thun wir jetzt alle unsere S J, bald wird dann Ordnung herrschen. Also B , den V Bi>t soeial-demolratisch-m Gruß, ' aeaev*. Süt bM Präsidium: Earl Stein «e er Protokoll der Generalveisammluug der Hand l �»rbeiterschast: ausi� ic Generalversammlung wurde am 14. Ja '-Nachmittag« 4' Uhr durch den Präsidenten Redner �.wit einer kurzen Ansprache Uber den Geschäsl >iei Audbreitnng der Arbeiterschaft eröffnet. -n vo» ,-rte waren vertreten: Egeln durch Wönig, tde» k° j,wich Sauthoff, Biandenbnr» d...A---- »er«>d und Januar Karl ..... Egeln durch Wönig, v l-r�mch Sauthoff. Brandenburg durch Tuchen, aer jf>d Spicker durch Frick, Hannover durch> »>< Hamburg durch Bräuer, München durch Gr ° ni� üeumünster durch Plambeck, Heidelberg, Bl- e stuckau durch den Präsidenten Klein. Die G �rd'chmmlnng ging sodann über die vorgelegten � lio b Anträge in Sachen der Arbeiterschast und nlassr in der Erwägung zur Tagesordnung „laes� i � b«n 1. Juli cr. die Verschmelzung s b. ,, ioriI�betterschasz«, � einer Einzigen stattfinden u vne b«',schaffung neuer Statuten-.....'' � ssschasl Schaden bringen wü a»'-lversammlung die bis i,w tl' toiS'VJ11 la�n- Durch Har- . Bar- Knoll- Grüne- l- cken- Gene- ge- der . über: sämmt- .------- 1 werde, wiirs1 v""vserer 6i«"i.w c' baim beschloß -n' b' gehabten Statuten ■ei :; lafffn- Die"m gehabten Sta -m �"Ank.il.psm.g an?ma'?'°"s°N'mlung leseV"'M Arbeiterschafizg°�'h°nd-n Beschluß , ersokö'�Zu halten sei. daii" �»'si'hrten Nute l-n W'jgi ungsg� „llmcy� b-wachb die in erklärte e« !>-leV" f, m. Arbeiterschafisa"'bendm Beschluß: daß ei erso g �iu halten sei, daß die M� ührten Unterflützun o äeUj.,»- wenn ein Mfiqlled ,�Ä>>ed«rechte erst dam «Qib' Di- Gen?!Z�2.°S"' jur Kaff- bei dann ,, bei- sodann weise durch, uud e» wurden beide für richtig befunden sie erklärte sich alsdann durch die Führung der Verein« beamten und die Verwaltung ganz zufriedengesiellt und es wurden das bestehende Präsidium sowie der Vorort wieder gewählt. Berlin. 14. Jan. 1370. Karl Klein. Zur Kontrolle: Rndolps Tuchen, Fr. Wölug Lud Sauthoff. Das Präsidium besteht au» dem Präsidenten Karl Klein Elberfeld, 1. Vicepräsident Her. Wassert« und 2, Vicepräsident Karl Stock Barmen. Der Vorort ist Augsburg. Kafstrer ist Wilh. Frick jua., Barmen, Alleestr. 172._ Allg. Tabaok- und Ciparrenarbeiter-Gewer? fchaft. Cassel, 17. Febr.(Ausruf.) Parteigenossen, wir können nicht umhin, mit einer Bitte vor Euch zu treten, die un» zwar schmerzlich berührt, aber zu der uns die Nothwendigkeit zwingt. Zwar gehören wir noch nicht lange wieder positiv dem Verbände an, haben aber doch, wo es galt unsre Brüder zu unterstützen, unsre Schul digkeit gethan, und werden die» auch nie versäumen. Der Stand der Sachlage, welcher un« zu dieser Bitte ver- anlaßt, ist folgender: Den 1. Januar d. I. wurde den Eigarrenarbeitern, welche sämmtlich Gewerkschaftimit gli-der sind, von ihrem Fabrikanten Hansen mitgethcilt, daß er seine Fabrik wieder von hier nach Hemelingen verlegen wollte, und sie entlassen seien. Abgesehen von Deu n, die anderwärt» in Arbeit gebracht wurden; blieben bi« heute noch fünf Familienväter arbeitslos. Da- zu kommt noch, daß unser Bevollmächtigte der Gewerk- schuft von einem andern Fabrikanten gemaßregelt und ent- lassen worden ist, er ist auch Familienvater. Am 12, Fe- brnar wurden vom Fabrikanten Breidenstein unter einem nichtssagenden Vorivand sämmtliche Eigarrenmacher ent- lasse»; die wahre Ursache ist wahrscheinlich, daß dieser Herr schon eine geraume Zeit im hiesigen Zuchthaus- Cigarren fabricireu läßt, woraus er sich wahrscheinlich in Zukunft beschränken will. ES sind in Folge dieser Verhältnisse bi« jetzt sieben Familienväter brodlos auf die Straße geworfen, und e« ist diesen nicht leicht möglich In die Fremde zu reisen, zumal außerhalb unser Geschäft auch nicht zum besten steht. Denke sich ein Jeder an deren Stelle. Wir bitten deshalb die Parteigenoffen, und wenn c« noch so wenig ist, ein Schärflein für diese Bedrängten beizusteuern. Etwaige Gaben möge„.an ge- fälligst unter der Adresse I. Herwig, untere Schäs r- gaste 30, einsenden. Mit soeial-demokratischcm Gruß Da» Somit«. Allg. deutsche vrreiiitgtc Mrtallarbriterfchaft. *■»11« Altona ist un« ein anonymer Brief zngegan- gen mit der Rittheilung, daß in der Eisengießerei de» Herrn Micha eisen die Former die Arbeit eingestellt hätten, und der Warnung vor Zuzug. Wir the>len dies mit, obschon wir sonst principiell anonyme Briese nicht berücksichtigen, und bitten um nähere Nachricht. Allgemeiner deutscher Maurer- Verein. Charlottenburg, 7. Febr.(Versammlung.) Der schnstsührer de« Allg. Deutsch, Maurerverein» in Berlin, Herr W. Walter, unterstützte uns in der Ber- sammlung am 5, d. M, Wir sagen ihm unfern her,- lichsten Dank für seine Bemühung und bitten ihn, un« fernerhin unterstützen zu wollen. Mit social-demokratischem Gruß. A. Wiese. Kassirer. Demagostknheße in Rußland. Gegenwärtig wird in Rußland in scheußlichster Weise gegen di- Mitglieder der geheimen Politischen Ge- scllschaften gewüthct, Verfolgungen der Polizei und schändlichste Spionage sind an der Tagesordnung, und die Versolgten, welche man in Rußland mit dem Namen „Nihilisten" bezeichnet, wie sie anderswo„Demagogen" geschmäht werden, haben die unsäglichsten Leiden zu erdulden. Die russischen Spione entwickeln eine rastlose Thätig- keit, um den Urhebern nnd Plänen der socialistischen Verschwörung auf die Spur zu kommen. Die Ver- hastungen haben fich nenerding« bedeutend vermehrt und sind nach Angaben russischer Blätter auf viele hunderte gestiegen. In Warschau werden viele junge Russen, die der Betheiligung an der Verschwörung verdächtig sind, unter strenger polizeilicher Aussicht gehalten. Auch wer- den die Reisenden, welche au« dem AiiSlande kommen, bei ihrem Eintritt in da» Königreich Polen einer poli- zeilichen Revision unterworfen, bei welcher vorzugsweise nach revolutionären Proklamationen und Schriften ge- sucht wird. E« sind bereit« auch mehrere Fälle vor- gekommen, daß au« dem Auslände zurückkehrende Russen, bei denen revolutionäre Schriften gefunden wurden, in Haft genommen und unter Eskorte nach Petersburg tranSportirt wurden.— Die Anhänger de« gegenwärti- gen despotischen RegierungSsystems empfinden eine un- beschrcibliche Angst vor der socialistischen Richtung, wel- cher die Verschwörer huldigen; bei dem Gedanken einer socialistischen Verschwörung graut e« selbst den gewiegtesten Polizei- Agenten. Und diese Verschwörung macht sich schon sehr bemerkbar. Aus Kiew kommt die Nach- richt, daß aus den sürstlich PoniatowSkisschen Gütern, im Kreise Kauiow, Ende vorigen Monats Bauern-Un- ruhen stattgefunden hätten. Die aufrührerischen Bauern rotteten sich zusammen, verhafteten den Vogt und den Gemeindeschreiber und verjagten den KrciSches und andere Beamten, welche die ausgeregten Gemlllher durch Zu- reden zu beruhigen suchten. Au» Kiew wurde hierauf eiligst eine Militärabtheiluug unter dem Kommando de« Oberst Gresser nach Szendorowka, dem Mittelpunkt der Unruhen, gesandt, welche den Ausstand blutig unterdrückte, Laut den bisher bekannt gewordenen Einzelheiten war der Hauptherd der Verschwörung in Petersburg und Moskau und bestand unter dem Namen„VolkSgerichl" (Narodnaja RaSprawa). Da« Abzeichen desselben ist ein Beil, welche» auch die im Namen des„Bolkgerichls" erlassenen Proklamationen kennzeichnet. Ucber 700 Per- sonen sind in diesem Prozesse angeklagt, darunter sehr viele Frauen, Senator Ezemaduro, ein großer Freund der Spionage, führt die Untersuchung. In Kurzem soll auch der Prozeß de« Studenten UpianSki beginnen, dem man den an Iwanow verübten Mord zur Last legt.— Ueber diese Vorgänge giebt ein Flugblatt de« erwähnten GeheimbundeS:„Volksgericht", nähere Auskunft; e» heißt da: „In den letzten Tagen de» Oktober l8KS gegen Abend erschien in einer Schenke im Mittelpunkte der Stadt Tambow ein Hanfe Gendarmen mit einigen Os- fizieren. E» wurde ein junger Mensch im grauen Rocke und mit zerrissener Mütze, wahrscheinlich ein Arbeiter, au« der Mitte einer groß-n Anzahl Bauer», die etwas hitzig redete», gefangen weggenommen. Am Abende, in der Kanzlei de« Gonvemenr», flüsterten die Beamten unter sich, sie gaben einander von Hand zu Hand eine Photographie und e« wurden abgerissene Worte gehört: Netchajeff"(ein Hauptführer der Socialisten, derselbe wird gleichfalls der Ermordung de, BerrStherS Iwanow beschuldigt)„umgekleidet, Agitation, Denunclation. eine geheime Gejellschast. die Bakunisten, die Revolutton, da« Jahr 1870" u. s. w,- In derselben Nacht wurden mehrere Dutzend Personen arretirt und sortgeschleppr Zehn Tage daraus, in einem Dorfe hinter Perm, auf dem Weg. nach Sibirien, kam rasch ein Wagen mit vier Passagieren zu der emzigen Herberge auf dem Wege Drei von den Passagieren waren Gendarmen, der vierte war eingewickelt und die Arme aus dem Rücken befestigt. mit verbundenem Munde und mit Riemen an den Wagen geschnürt. Da» Oberhaupt der Gendarmen forderte ein separates Zimmer und verbot dem Wirth streng, noch Jemand himinzulasseu, indem er den Wirth für den Fall de» Gehorsam» eine gute Zahlung versprach und für den Fall de» Ungehorsam« die größten Bersolgungen androhte. Die zwei anderen Gendarmen schnitten daraus mit der größten Schnelligkeit die Riemen durch, mit denen der eingewickelte Mensch an den Wagen gebunden war. und bra-bten Ihn iii'S Haus hinein. Die Thuren wurden zugeschlossen. Bald daraus hörte man im Hause einen außerordentlichen Lärm, wie von einem heftigen Ringen, dumpfe Hiebe, Stöhnen....• Nach einer -tunde kehrte derselbe Wagen mit denselben Gen- darmen nach Perm zurück, E» waren aber nur dre. Passagiere darin, nicht vier, im Wagen lag etwa« Lan- ge«, in Tuch eingewickelt und mit Stricken fest eingeschnürt, Am Morgen schickte der Gouverueur»miPer» .ach Petersburg an Jemand von den höheren Behörde» ein Telegramm, dessen Inhalt war. daß d-r pol t, ch Verbrecher, der nach NerchiuSk zur Zwangsarbelt geschickt worden, auf dem Weg« von Perm ü-st orben s-'. Aber noch vor diesem Telegramm kam e.n anderes direkt m S fiabiu-t des General« Mesentzow vom Oberst der Perm- scheu Gendormen; dies« zweite Tel.gramm war von sonder- darein Inhalt. ES wurde dann gesagt:„Der Befehl Ihrer Hoheit, Nr.,. ,, ist vollkommen erfüllt worden, wovon ich Ihnen hiermit ehrerbietig die Bestätigung zusch'cke- Al» Mesentzow dieses Telegramm bekommen hatte, svrang er vom Stuhle aus und leckte sich sreudig seine dünnen Jesuiten- Lippen, boshaft lächelnd. Unter den jungen Leuten in Petersburg und Moskau verbrett-te sich da« Gerücht, daß Netchazeff, der in Folge der De- nunciation eines PelerSburgischen Liberalen ausgesunden, von der Polizei verfolgt und ohne Gericht und Unter. suchung nach dem Besehle de« Grasen M-nsenuow er- stickt worden sei. Einige Tage daraus wurden m Peter»- bürg und in Moskau Durchsuchungen>» verschiedenen Magazinen gemacht, von denen einige sogleich geschlossen und die SommiS und die HandlungSdiener in die Festung gebracht wurden. Der Besitzer d-r bekannten Buchhand- lnna Ticherkessow,-in Friedensrichter, wurde in der Berwmmlung der Friedensrichter arretirt. Indem er aus die Kette, da» Zeichen seiner Wü'de. zeigte, bat er, daß man seinen Tisch, in dem seine Amtspapter- lagen, nicht umwühlen möge; Schuwaloff, der Polizeidirektor, gab aber Besehle, ihn durch die Polizei �'t G-walt weg- innehmen und den Tisch ,» erbrechen, wa» auch erfolgte Die Frau OuSpenSky'«, eine» d-r BuchhandlnngS-Eommi« in Moskau, erwartete ihre Niederkunft, al« der brist Woilikoff in ihr Zimmer zur Haussuchung kam, ES ward ihr verboten, von dem Sopha, woraiis man sie fand, Mi Bette herüber zu geben. Die Gendarmen umringten sie und antworteten ihr mit groben Stößen aus ihre Fragen; sie gaben ihr sogar kein Wasser zu trinken. Der Gendarmen- Offizier gab der Köchi», die den Muth hatte, z» der Leidenden auf ihren Ruf hiu zu gehen, eine Ohrfeige. Di- Hebamme au« der dritten Polizei-Abtheilung kam nur, um nachzusehen, ob die Kranke nicht einige Papiere unter ihren Unterkleidern haben könnte. Aber da indessen die Niederkunft gekom- mcn war und die arme Kranke sich nicht nur verlassen, sondern auch gefesselt fühlte, so starb si- in den größten Qualen. Zwei Schwesteru de« unglücklichen Weibe«, die seit der Studentengeschichte im Gesängnisse saßen, wurden von einem Beamten au« der 3. Sectio» geschändet, Die dritte Sektion Ist die Abtheilung für Spionage. Die Haussuchungen wurden immer häufiger und häuft- ger Die Zahl der Arretirten in den beiden Haupt- städtei. wuch« schnell(am 1. December verzeichnete man ihrer ungefähr vierhundert.) Bald waren alle Gefäng- nisse in Moskau angesüllt; die geheime Polizei miethete 'üns Häuser, um die Verhastete» unlerzubring-n. Da» alte, kraftlose, pseudog-lehrt- Gesindel—?>- Moskauer Prosessoren— halsen eifrig bei den polizeilichen Durch- suchnnaen. Der Rektor Barscheff kam. mit boshafter Freude, an der Spitz- einer Anzahl Gendarmen, die Auditorien, Laboratorien und Kliniken der Umversttat zu durchsuchen. Er half dabei energisch mit nnd war höchst unzufrieden, al« man sehr wenig gesunden hatte. Er schrieb einen geheimen unterthänigen«encht über die Studenten, Er spricht darin von seinem Scharfsinn und seiner unermüdlichen Aussicht über da» Leben der Stndenten, und daß er daher immer mit Sicherheit die Studenten angeben könne, die vom Ansang°n"> den politischen Kreisen gewesen seien. In dieser unwürdigen Denunziation schwärzte der abscheuliche GreiS mit den 'chmutzigsten Farben etiva die Hälfte der Moskauer Stu- deuten an. Die geübtesten Spione von vandn erk wun- decke» sich über die Abg-s-imiheit»nd N.-d-rttächt.gkeit de- freiwilligen Spion« Professor Barscheff. vierzig Studenten wurden wegen ihrer Weigernng. den Vortragen de« oerrückten Polunin beizuwohnen, relegirt und in emer Nacht in verschiedene entfern,- Provmz-u trans- vortirt Es gelang ihnen,-In« ziemlich beträchtliche Suminc au« Privatbeilrägen für die Fortsetzung ihrer Studien außerhalb d-r Universität zu sammeln. Diese« Kapital wurde konstSzirt und zur Belohnung d-r Be- amten der dritten Abtheilung gebraucht. Die Reisenden wundern sich in diesen Tagen, daß alle'Eisenbahnstationen der Hauptstadt von höheren und niederen GenSdarmen und Polizeibeamteu umringt sind. Man erzählt, daß außerdem in jedem Waggon siw ver- kleidete Spione befinden, und beim ersten ihnen derdäch- tig erscheinenden Worte oder Namen die Reisenden ver- hasten. In' en Händen der GenSdarmen sieht man°,l aanze Säcke Photographien, mit denen sie die Reisenden vergleichen; sie halt... dieselben ohne Umstände an und untersuchen ihre Physiognomie. D.e S-w°h"l>ch P°> zei schläft ni ck in den Nächten, sie muß ssnm-r umher uchen»nd verflucht ihren Dienst. O>- Zahl der sre, willigen Spione ist ungeheuer. Der Kaiser hat dem Ob-rspion Treposs aus seinen Antrag� Geldsumme zugesagt, daß F'N°vjb-amteu erschraken. Trevoss eutsaltel mit diesen Geldern eine wunderbare Energie. Vor Allem versammelte er die Portier« und drohle ihnen mit S.biri.u, wen» st- nicht auf l-de zchritt und Tritt der Hausbewohner aufpaßten. Die Hauswirthinnen der von Studenten bewohnten Stadt- theile schleppt man jeden Abend auf die Polizei, um sie auszufragen, was sie gesehen und gehört haben. Die Garde wird gefüttert und mit Wein gefüllt, ärger al» bei der Krönung, Noch mehr: nicht nur die Generale die Großfürsten kommen täglich in die Kasernen und zu den Uebungen; loben die Soldaten und halten schineichel- hafte Reden. Der Bruder des Kaiser« von mütterlicher Seite, Nikolaus, kommt in solchen Reden bis zum Pathos, ja bis zu Thränen! Der Sinn der Reden ist immer derselbe:„Kinder helft im Fall der Roth,— alle unsere Hoffnungen ruhen auf Euch!... Ter Kaiser selbst hat sich in ein Panzerhemd gekleidet, daß natürlich unter der Uiform versteckt ist, so daß kein Revolver mehr wirken kann— er hofft dadurch gegen die Nachfolger de« Attentäters Karokasoff sich gesichert zu haben. Drei- mal wöchentlich, Morgens früh, wird alarmirt, und alle Regimenter, d>e sich in Petersburg befinden, fliegen mit furchtbarer Geschivindigkcit zum Schloß, bloS um den Ausdruck der kaiserlichen Dankbarkeit für ihre Bereitschaft zu hören."(An der Ecke einer Straße wurde von der Kavallerie einmal eine Frau mit einem Säugling auf de» Armen eidrückt. Der Vater de« Kinde« wurde, weil er dagegen gesprochen hatte, in der Lilhauerfestung in Petersburg eingekerkert.) Ueber die in tiefe« Dunkel gehüllte Tödtung Jwa- nows berichtet da» erwähnte Flugblatt Folgende»: „In einem Teiche der PetrowSki-Ackerban-Akademie bei Moskau fand man eine Leiche mit durchschossenem Kopf. E» zeigte sich, daß es die Leiche de« Jvanoff, eine« Studenten der landwirthschastlichen Akademie, war, er drei Tage vorher nach Moskau gegangen und nicht mehr zurückgekommen war. Man wunderte sich über den Mord, der nicht in räuberischer Absicht au. geführt war, denn auf der Leiche fand fich der uuangetastete Geldbeutel und die Uhr. Nach den Aussagen der Bekannten Jvanoff's ergab e» sich, daß dieser ein geheimnißvolle» Leben geführt hatte, sehr versteckt war und zu irgend einer geheimen politischen Gesellschaft ge- hört zu haben schien,,. Einige Tage daraus wurde die Sache an» den Händen der gewöhnlichen Untersuchung»- behörde in diejenigen der 3 Abtheilung(die Abt'ieilung der Spione) gegeben. Wir wollen nicht sagen, ob sich die geheime Polizei geirrt habe, indem sie schloß, der Mord sei ein: Rache der Gesellschaft für die Verletzung einiger Pflichten gewesen. Für jeden Vernünftigen ist die Sache klar!.,. Die streuge Logik der echten Förde- rer unserer Sache darf vor keiner Handlung zurück- schrecken, welche zum gewünschten Erfolge führt,— um so weniger vor einer That, we che die Sache retten und ihre Zerstörung verhindern kann. Thatsache ist, daß in den Köpfen verschiedener Polizeigenie«, der Mesentzow, Woieikoff und Trepow sich äugen- blinlich der absurde Schluß bildete, daß da« Nest der Revolutionäre gerade in Moskau, und zwar eben in Petrowski- Rosumowski sei, in der Ackerbau- Akademie; sie dachten die Hydra am Sitz des Leben« zu treffen. In Folge solcher Schlüsse der dritten Abthei- lnng wurden alle Wege, die von dort nach Moskau süh- ren, mit Polizei besetzt und jeder Verkehr zwischen der Akademie und der Stadt unterbrochen. Nachts wurde da« Somit« benachrichtigt, daß aus Moskau ein ganzer Haufe von Spionen beiderlei Geschlecht« und von ver- kleidetcu Gendarmen nach Pettowski gesandt worden sei. Der Zweck war, durch die Spione und Spioninnen(al» „nihilistische" Damen erscheinend) die Jugend zum Schmause in verschiedene Wirthschasten zu laden, sie dort schwatzen zu machen und so die Mitglieder der Gesell- schaft herauszubringen. Da« Somit« traf die iiöthigen Maßregeln, von der Ueberzengung ausgehend, daß da« Gesindel der dritten Abtheilung, wenn es sich in der Hoffnung, die Jugend würde schwatzen, getäuscht fände, irgend einen schuftigen Streich spielen würde!— So kam e« auch,— Die Nacht Zal ein.— Spione und Spioninnen schmausten Im Wirthshauw hinter der Akademie ganz allein. Kein ehrlicher Mensch trat den Abend in'« Wirthshau«. Sogar die Kutscher, die gewöhnlich am Eingang stehen, waren nicht da. Alles war stille. Woieikoff, der Unternehmer der Spionenreise, erbost über da« Mißlinge», gab nun, nm nicht ganz mit leeren Händen zurückzugehen, einen Befehl, der alle« bisher Ge- fehene und Gehörte übertrifft, sogar Murawiew'S Helden- thaten. Um 1 Uhr nach Mitternacht ertönte ein Pfiff, aus den alle im Perk und in verschiedenen Juden- quarti-ren versteckten GenSdarmen sich ans die Straße stürzten und jeden Vorübergehenden ergriffen, ihm die Hände auf den Rücken banden, den Mund zuknebelteu und ihn der Länge nach in einen Karren warfen und mit ihm fortfuhren. Beim geringsten Widerstand oder Geschrei wurden die Unglücklichen unbarmherzig mit dem ersten besten Gegenstande geschlagen. Unterwegs nach Moskau starben mehrere derselben. Unmittelbar daraus wurde eine allgemeine Durchsuchung in allen Häusern von Petrowski-Rosumowski gemacht, und Viele wurden noch mir nichts dir nicht» verhaftet. Ein Student wurde dcßhalb arretirt, weil man ein ccnsurirte« Buch über die »rtel«(die russischen Zünfte) bei ihm fand. Ein A derer dafür, daß bei ihm eine Buchbinderpresse gesunden wurde. Der Erster« wurde befragt, ob ihm die Artels gefielen, iveun er von ihnen lese; er antwortete:„Ich bereite mich für da« Examen der in Nationalökouomie vor und die Lehre de« Ariel« steht im Programm". Der Zweite beschäs- tigte sich seit Langem mit Buchbinderei und sagte: die Presse sei für sein Handwerk unumgänglich. Diese Gründe halten aber keinen Einfluß aus die Helden der Geheim- Polizei. Alle Verhafteten sind an verschiedenen Orten eingesperrt, zusammen mit Dieben und Mördern. Ihre Lage ist, wie man sagt, gräßlich. In ganz Petrowski hat die Polizei gleichwohl nicht« gefunden." So berichtet da« Flugblatt der geheimen Gesellschaft über die neue Demagogenhetze der russischen Polizei. Wir haben keinen Grund, die Enthllllunge», die über das schandbare Tieiben der geheimen Polizei geinachl werden, zu bezweifeln, und müssen unsre vollste Anerkennung jenen Braven zollen, die trotz so scheublicher Verfolgungen fest zur Fahne de« Socialisinu« stehen. Da« sind die wahren Kämpfer der neuen Ideen, die allen Stürmen trotzen I Ihr Wirten wird nicht umsonst sein, so ver- zweiflungSvoll die Zustände ihre» Bater.andeS gegen- wärtig auch noch sind,! Die Pariser Polijei. Die Kunst, ein Volk niederzuhalten, kennt man in Pari» au» dem Grunde. Ueber da» Verfahren der dortigen„Musterpolizei" theilt der„Schiv. Merk." Fol- gendes mit: „Die Pariser Polizei ist, so viel man auch gegen sie einwenden mag, nächst der Londoner, die„beste" in der Welt. Ihre Kraft beruht, wie bei dieser, nicht sowohl auf der großen Menge von Polizisten, als vielmehr in deren„Tüchtigkeit" und trefflicher Organisation, Die Gesammtsumme der Polizisten in Pari«, der..offenen' Sergkant», wie der„geheimen" Agent», betrug vor der Erweiterung von Paris, nach dem Polizeireglement von 18S6, 3600 Manu, jetzt bei einer Bevölkerung von nahezu 2 Mill. etwa 5000 Mann(in London bei einer Bevölkerung von Über 3 Mill. nur 8000 Mann). Hierbei find natürlich diejenigen Personen nicht gerechnet, welche als außerordentliche Kundschafter zeitweise mit der Poli« zei in Verbindung stehen und derselben Notizen zu ihren Erhebungen liefern. Ferner ist nicht zu vergefseu, daß für den Fall, daß die Kräfte der Polizei zur Unter- drückung eines Ausstandes nicht hinreichen, die bewallnete Macht, zunächst die Garde de Paris, und sodann die 80,000 in Pari« und 40,000 in der Umgebung kaser nirten Truppe» rasch bereit sind. „Paris ist, seiner jetzigen Eintheilung in 20 Arrow dissements oder Mairicen entsprechend, in eben so viele Polizeisprengel getheilt. Die Bewachung eines Spren- gel« ist 3 Brigaden sergeanw de ville(Polizeisoldaten), in einer Gesammtstürke von 150— 200 Mann, unter dem Befehle eine» oküeier de paix(Polizeiamlmaun) anveitraut. Jedes Arrondissement ist wieder In 4 Ab theilungen(sectio, is) mir 4 Polizeistationen oder Wacht localen(po«tea> getheilt, von welchen au» der Dienst der eiujelnen Runden geschieht. In diesen 4 Sectionen haben je 4 Polizeicommissare ihren Sitz, welche die er« sten Boruntersuchungei. zu führen haben und den Dienst in Theatern, Bersammlungen n. s. w. versehen Der ordentliche Straßendienst geschieht von den 3 Brigaden nach der Ordnung ihrer Chifsern A, B, C so, daß im mer eine, außer der Reservemannschaft, 4 bi« 7 Stun den Dienst hat. Die ausgesandten Posten sind entweder stehende Schildwachen an Straßenknotenpunkten oder sonstigen bedeutenden Plätzen, oder wandelnde Schild- wachen mit bestimmten Stunden(ilot«). Bei Tage siud es meist nur einzelne Posten, bei Nacht und in unruhi« gen Zeiten steht man stets 2 oder mehrere zusammen- gehen. Jeden Mittag haben sich sämmtliäie officiers de paix(Polizeiamileute) aus die Polizeipräsectur, den Centraisitz der Stadtpolizei, zu begeben, um dem Ober- Lommissär(conumssaire cbef de la police municipale) Bericht zu erstatten und von ihm Weisung einzuholen. Demselben Beamten haben sie regelmäßig täglich Mor- gen» 8 Uhr und überdies, so oft ein wichtigerer Vorfall zu melden ist, schriftlichen Bericht zu erstatten. Eine telegraphische Verbindung jeder Polizeistation mit der Präsectur, wie sie in London mit großem Vortheil be- steht, ist noch nicht eingerichtet. „In der Präsektur, die sich inmitten der Stadt auf einer der Seineinseln nahe beini Justizpalast befindet, find außer den Bureau» des Präfekten und Ober-Eom- missär« die Bureau«, Dienst- und Wachtlokale sämmt« lichcr Ehes» und Mannschaften der„besonderen Polizei- dienste"(servicc« speciaux), des Kerns der Pariser Poli- zei. S» sind die« 1) die Polizisten, welche den Dienst in den kaiseisichen Schlössern, im Ministerium des In- nern, beim Gcneralstabe u. s. w versehen; 2) die Polo zistcn für Theater, Bahnhöfe, für Regulirung de« be deutenden Wagenverkehr»(serviee des voitares); 3) die Reservemänner oder Eentralbrigadcn(im VolkSmund nach ihrer Auszeichnung„vaisseaux"(Schisse s genannt) besonder» starke und tüchtige Leute, welche st«» zur Per« sllgung de» Präfekten und Ober-Eom.nissär» stehen und bei besonder.n Gelegenheiten verwendet werden; endlich 4) die Agenten der Sicherheit»-, Fremden- und Siltew Polizei, de» politischen und de« Eontroledicnste». Diese Agenten, welche den unschuldigen Namen agent« de re- cherche habt», etwa 500 der klügsten und gewandtesten Leute, bilden die„geh-ime" Polizei. Sie sind nicht wie die übrigen Polizisten uuiformirt, sondern tragen je nach dem Bedürfniß ihre» Dienste« die verschiedenste Klei dung. In Salon« erscheinen si: al» sein gekleidete Herren, in Diebslokalen und auf der Straße a!« schmutzige Blousenmänner. Der gewöhnliche Dienst dieser Agenten, die gleichfall» größere oder kleinere Bri- gaden bilden, besteht nach strenger Arbeitstheilung, der einen in Beobachtung sind Verfolgung gefährlicher In dividuen, der andere in Kontrolirung der Fremden und Nichtansässigen, in der Aussicht über die Vergnügung«. lokale und über die liederlichen Dirnen, in politischen Diensten und endlich in der Tontrole de« ganzen Poli zeidienstes. Ist nun zu Kenntniß de« Präfekten gekommen, daß in der Stadt Unruhen drohen, so werden sofort die or- deutlichen Funktionen der Agentm, außer denen des Sicherheitsdienste«, sistirt und e» werden Alle wie die Eentralbrigaden(vaisseaux) in der Präsektur versam- melt. Die oküeier, de paix haben sämmtlich auf den Bureau» ihrer Sprengel zu bleiben und ihre ganze Mannschaft dienstbereit zu halten, zunächst aber nur die stehenden und wandelnden Posten zu verstärken und über jede„Neuigkeit" sofort dem Oberkommissar Bericht zu erstatten. Meist werden au» de» ruhigeren, aristokratischen Vierteln Sergeanten in die bewegteren, vornehmlid) da« Studentenviertel, die Boulevards, die Arbeiterviertel Belleville, la Vilette und andere gezogen, um in letzteren genügende Reserve bereit zu halten. Die Hauptthäligkeit haben zunächst die Agenten zu entfalten. Ihre EHefs sind zu dem Oberkommissar beschieden und jeder erhält einen Stadttheil zur Beaussichngung und Erforschung zugewiesen. Roch wimmelt die Präsektur von Leuten de» verschiedensten Aussehens, aber bald ströme» sie nach allen Richtungen hinan« und zerstreuen sich unter der wogeuden Menge. Da steht nun z. B. ein zerlumpter Mann am Ende einer Seincbrückc; träumerisch scheint er hinabzublicken in den langsam fließenden Strom, aber heimlich sieht er sich um, und nicht« entgeht seinen Blicken. Ein Anderer sitzt auf dem Eckstein eine» Hause» und raucht gemüthlich seine Pfeife. Wer aber näher schaut, siebt, daß sich seine Augen lauernd hin und her bewegen. E« sind„stehende" Schildwachen, Agenten der geheimen Polizei. Bon Zeit zu Zeit geht Einer rasch an ihnen vorüber, ein Wink, und er weiß genug; oder es kommt ein Anderer langsam herbeigeschlendert und richtet ein paar Scherzworte an sie oder knüpft ein kurze«, scheinbar ganz gleichgültige« Gespräch mit dem Eckensteher an. Da« sind die„wandelnden" Schildwachen. Sie haben ihre Runden zu machen, um sofort wieder zu ihrem Ehef zurückzukehren, über das Gehörte oder Gesehene zu berichten und sodann von Neuem au»gesandt zu werden. „Ist eine Menge auf einer Straße oder einem Platze versammelt, so mischt sich eine Anzahl Agenten unter sie, Männer de»„Volks" wie die andern. Die sergeaces und vaisseaux halten sich fern, und die Menge glaubt unbeobachtet zu sein und freie« Spiel zu haben. Einer fängt schüchtern an: Es lebe Rochesort! oder: Hoch die Republik! Niemand stört ihn, Andere machen'« nach und der Lärm wird größer. Gassenjungen(die gamius) sangen an, Wage» und Omnibusse zu bewerfen. Das belustigt die Menge und da« Gedränge mehrt sich. Die Unruhestifter erhalten immer mehr Muth und ihr Toben wird immer lauter. Plötzlich erscheint ein Trupp von 100—200 aergents de ville oder vaiMeaux eilt im Sturmschritt auf die Menge zu und treibt die Schreien- den auseinander. Einige der Unruhestifter sehen sich plötzlich von unbekannter Hand gefaßt, sie sind verhaftet von den geheimen Agenten. Werden die Unruhen größer und die Menge läßt sich nicht zerstreuen, sondern kehlt immer wieder auf ihre Lieblingsplätze zurück, wo der bedeutende Wagenverkehr und die Masse der Wandelnden den Schreiern Schutz bietet, so sprengt wohl ein Trupp Reiter herbei und säubert die Straße. Bei steigender Auftegnng erscheint ein Polizei- Kommissar mit einem Tambour an der Spitze von Truppen, die, in der Milte Reiler, zu beiden Seiten Fußgänger, zuerst langsam her anrücken; der Kommissar verliest die Anfruhrakte, wer beim dritten Trommelwirbel des Tambours sich»ich schleunigst entfernt, ist der Gewalt der Waffen preisgegeben Ist e» etwa schon zu Barrikaden gekommen, so ist na. «Irlich energische» Eingreisen geboten. Manchmal aber sind die Truppen nicht sogleich in der Nähe, da haben denn die Polizeimänner einen harten Stand. Mit großer Lebensgesahr haben sie auf die Menge einzudringen und dem„Unfuge" zu steuern; und haben sie dann in der Hitze einen„Unschuldigen" verletzt oder verhaftet, so wird's ihnen vom Publikum zum größten Verbrechen angerech net.(!)*l Die Verhafteten werde» entweder sogleich in da» Eentralgefängniß der Präsektur gebracht oder in da» nächste Wachtlokal, deren jede« ein Gewahrsam hat, ge führt, um mit einem Zellenwagen, der täglich dreimal an den Polizeistationen vorbeifährt, dorthin abgeliefert zu werden. In der Präsektur wird ein kurze» Verhör vor genommen und dann über da» vorläufige Schicksal wei ler entschieden. Oft lassen sich die in der Menge zer. streuten Agenten mit verhaften und in dat Gejängniß abführen; bleiben da auch wohl einige Zeit; denn sie erfahren al»„Mitschuldige" gar mancherlei, wa» ihnen sonst entgangen wäre. Mannigfach werden ihnen auch die Gefangenen vorgeführt; denn sie haben Den und Jenen schon gesehen und kennen seine Vergangenheit. So lange noch irgend Jemand vorhanden ist, sind die Ehef» wie Mannschaften unermüdlich, da giebt'« keine Ruhe, keine Erholung." Vermischtes. —(Unerhörte Behandlung von Arbeitern.) Die Arbeiter, welche bei der Reinigung der Berliner Straßen beschäftigt«erden, befinden sich, wie wir bereits neulich erwähnt haben, in den kläglichsten Verhältnissen. Ihr Lohn, 15 Sgr. pro Tag, reicht bei den hohen Preisen der Lebensbedürfnisse kaum hin, sie und ihre Familie eben vor dem Verhungern zu bewahreu und die ungesunde anstrengende Arbeit der Straßenreiniger, bei der sie ganz schutzlos der schneidenden Kälte ausge setzt waren, ließ e» al» ein Wunder erscheinen, daß nicht der größte Theil von ihnen in kurzer Zeit arbeitsun. sähig wurde. Es ist nur natürlich, daß die Ausrufe an den Litfaßsäulen: es würden noch eine bedeutende An zahl Straßenr.iuigec gesucht, wählend der kältesten Tage, an denen das Thermometer unter 10 Grad sank, nicht die Wirkung hatten, daß die Tausenoe, welche jetzt in Berlin arbeitslos sind, herznströmteu. Und es ist gc- radezu lächerlich und widerlich, daß die Spießbürger aus den Bierbänkeu nicht genug auf die„faulen Arbeiter" zu schiinpsen wußten— es hätten die wohlgenährten Herren doch lieber selbst einmal probiren sollen, wie es thut, den ganzen Tag hindurch ohne genügentc Kliiduiig und mit leerem Magen der schärfsten Winte>"tllte aus« gesetzt zu sein. Ja es giebt viele Arheu s in Berlin, die gegenwärtig ihren letzten Rott haben und denen eS somit absolut unmöglich ist— blos in eiuer Unterjacke— aus der Straße zu arbeiten. Man lasse also da« Schimpfen ans die angeblich„ar- deitSschenen" Leute.— Und wie geht e« denn nun jenen Arbeitern, die, um ihre nothlcidende Familie nothdllrstig zu erhalten, wirklich zu der schweren Arbeit de« Straßen- rcinigens gegriffen haben? Sie werden mit unerhörter Rücksichtslosigkeit behandelt. Sonnabends, wenn sie ihren kargen Wochenlohn ausbezahlt erhalten, müssen sie von 5 Uhr Abend» bi« gegen 3 Uhr Nacht« unter freiem Himmel auf die Auszahlung warten. Am letzten Sonnabend hat die» unmenschliche Versahren denn auch zu traurigen Vorgängen geführt. An jenem Abend und in der Nacht zum Sonntag sah man ein wirklich empörende» Bild auf dem Amt Mllhlenhof am Molkenmarkt. Am Sonnabend um 5 Uhr war Feier abend für die StraßenreinignugSmannschasten. Die er- schöpften und dmchsrorenen Leute sammelten sich dort unter ihren Kolonnenfllhrern; die 5000 Männer, welche sich nach und nach mit der Abnahme der Kälte zu dem harten Dienste eingefunden hatten, wurden au« den ver- schiedenen Stadtvierteln, aus den entlegenstm Vorstädten zusammengetrieben auf den Hof de» Polizeipräsidiums und die angrenzenden Straßentheile, um hier erst langsam und umständlich Mann für Mann abgefertigt zu werdeu. Stunde aus Stunde harrten die Armen dort im Freien. Nur allmälig nahm die Zahl der Harrenden ab. Als die Dunkelheit längst ein- gebrochen war, harrte» noch Tausende aus die wem- gen Groschen Hungerlohn. Al» Mitternacht längst vor- über war, standen zähneklappernd, fluchend und ver- zweislungSvoll noch Hunderte der Unglücklichen da, und erst gegen drei Uhr Morgens wurden die letzten der todtmüdcu mißhandelten Ptänner abgefertigt. Ein Mit- glied des Allg. deutsch. Manrer-Bereins, welche» die gegenwärtige Arbeitslosigkeit gezwungen hat, al« Straßen- rciniger Arbeit zu nehmen, hat uns voll Entrüstung mitgetheilt, daß er selbst erst nach 1 Uhr abgelohnt wor- den sei, und daß das lange Warten um so verderblicher auf die Gesundheit der Leute wirken muß, als diese ge- zwangen sind, nach wenigen Stunden Schlaf am Sonn- tag Morgen wieder an die Arbeit zu gehen, da sie sonst entlassen werdeu. E« konnte die Abfertigung mit Leich- tigkeit binnen einer halben Stunde geschehen, wenn man den Colonnenführern die Auszahlung überttagen hätte, und binnen längstens zwei Stunde», wenn wenigstens die Abtheilungsausfehcr damit beauftragt worden wären. Leider ist e» zuletzt unter den unwillig Harrenden zu Reibereien und zum Einschreiten der Schutzmannschast mit blanker Waffe, so wie zu Verhaftungen gekommen, wa» nur zu erNärlich ist. Der Kälte halber sahen sich die Wartenden gezwungen, zu ihrer Erwärmung sich Bewe- gnng zu machcrk. Zunächst suchten die Tausende sich durch Lausen zu erwärmen, dann wurden einige an dem Platze stehende Wagen hinundhergeschoben und gleich darauf erfolgte das Einschreiten der Schutzleute— den Grund konnte unser Gewährsmann nicht genau erfahren. Es ist zweifellos, da» nur die besprochene klägliche Be- Handlungsweise der Arbeiter zu diesen Vorfällen geführt hat. Auch sonstige traurige Folgen h t jene Nacht ge- habt. Die„Staatsbrgztg." theilt mit:„Ein armer, leider schon OOjähriger ArbcitSmann, Linke, den die *) Der„Schi». Merk." ist natürlich ein Herz und ine Seele mit den pariser Spitzeln! Noth gezwungen hatte, seine schwachen Kräfte an die schwere Arbeit der Straßenreinigung zu setzen, gehörte zu den letzten der am Sonntag früh 2 Uhr abzelohnten Arbeiter. Seine durch die Arbeit und da» lange Stehen in kalter Nacht ganz erschöpften Kräste reichten kaum aus,, um ihn seine in der Wilhelmsstraße 93 im Keller belegene Wohnung erreichen zu lassen. Enb lich dort angelangt, suchte er sein Lager auf und hat es bis jetzt nicht wieder verlassen können; eine durch das lange unthätigc Harren veraulaßtc Erkältung hat der Familie den Ernährer vielleicht auf immer entzogen." Das ist also das Loos de» Arbeiters in unsrer mit ihrer Humanität prunkenden Zeit. Hier haben wir den Hand- greiflichsteu Beweis was der Arbeiter LooS ist, wenn sie sich nicht ermannen, um sür ihr Recht gemeinsam ein- zustehen. Hoffen wir darum, daß diese Vorgänge einem neuen Kreise von Berliner Arbeitern, eine Lehre gewesen sind, daß sie auch jene der Arbeiterbewegung bi»her fern- stehenden Arbeitsleule bewegen werdeu, sich zu vereinigen und etwa« zu thnn, um ihre Lage zu bessern. *(Hietzinger HofsocialismuS.) Wir bringen in Erinnerung, daß Herr Bebel eine jährliche Besoldung von 600 Thlrn. bezieht, und daß Herr Liebknecht durch 600 Abonnements aus sein Blatt unterstützt wird. Da vor Allem verhütet werden muß, daß die demokratische und sociale Arbeiterbewegung zu reaktionären Zwecken mißbraucht werde, können Thatsachcn solcher Art nicht oft genug in Erinnerung gebracht werden. (Die Ehrlichkeit der„Ehrlichen"), welche im vorigen Sommer zu Eisenach tagten, ist wahrhast bewundernSwerth. Jetzt liest man in ihren eignen Or ganen über den Literaten Mühlwasser in Brünn Folgende«: „Es hat sich„leider" herausgestellt, daß Mühl wasser Geld von den Fabrikanten genommen hat, um die Arbeiter zu bestimmen, aus die Selbsl ständigkeit der Leitung der Fabrikkrankenkassen zu ver zichten." Literat Mühlwasser ist bekanntlich der freche Bursche, der seiner Zeit in Eisenach behauptete:„Die Delegirten des Allg. deutsch. Arb.- Verein seien betrunken." Jetzt wird er von seinen eigenen Genossen al« bestechliches Subjekt hingestellt. Nette Gesellschaft, diese„Ehrlichen". Der Eine nimmt Geld von Hietzing, der Andere von Fabrikanten— Geld nehmen sie Alle! —(Zum Buchd ruckerstriki in Wien.) Wie sehr die Arbeilgeber entschlossen sind, den Kamps gegen die Gehülfen energisch aufzunehmen, zeigt uns folgende Nachricht von einer Versammlung der Wiener Buch- druckerei- und Schriftgießerei. Eigenthümer, sowie der Heiansgeber der in Wien täglich erscheinenden politischen Zeitungen, in welcher zuerst der Bericht über die Thäiig- keit de« von ihr eingesetzten Exekutiv EomileS entgegen- genommen und darauf die den Vertretern der Gehlllsen zu erlheilende Antwort beschlossen wurde. Die Bedin- gnngen der Gehülscn werden darin als„keine geeignete Grundlage" sür ein Kompromiß erklärt, da namentlich die zehnstündige Arbeitszeit nicht anerkannt war den sei; es werden den Setzern die serneren Schritte, welche sie in ihrem Interesse zu thun für er- pricßlich und noihwendig halten sollten, anheimgegeben. Durch diese Schritte werde hoffentlich die Gele, enheit und Möglichkeit zu einer Vereinbarung der sür den Au- genblick in Kollision geralhenen Anschauungen gegeben werden. Die ZeilungSoffizincn wären beispielsweise ge- neigt, wofern die neuersniidenen Nebenbestiinmungen be- scitigt werden, den ZeitungSsatztarif von 19 aus 21 Kr. zu erhöhen. Aber auch sie können nicht früher die Hand dazu bieten, diese« Zugeständniß zu verwirklichen, als bis im Allgemeinen das Lerhältniß der Arbeitgeber zu den Arbeitnehmern wieder in geregelte Bahnen geleilet sei. Die Versammlung ttas hierauf einstimmig eine Reihe bin- dender Verpflichtungen, von welchen die wichtigsten sol- gende siud: ES dürfen keine Separatunterhaudlungen der prinzipale mit den Gehilfen pattfinden; beim faktischen Einlrill der Arbeitseinstellung wird gegenseitige solida- rischc Aushülfe gewährleistet; die Gründung eine« Pen ionsfonds für Gehülscn wird in Aussicht genommen die Errichtui-g einer Schule für Setzerinnenp wird an gestrebt; ein östeneichisch-ungarischer Buchdruckerei-Prin- zipaloereiu wird konstitairt, die Revision de« jetzt gelten- den Tariscs wird einem au» sechs Mitgliedern bestehen- den Eomite, in welchem Buchdrucker, Schriftgießer und Journalherausgeber vertreten sind, zur sofortigen Bera- thuug überwiesen. Eine Konventionalstrafe von 500 Gulden für die Uebertretuug eine» jeden einzelneu Punkte» dieser Vereinbarung wird festgesetzt und schließlich ein Exekutiv- Eomite mit der Durchführung dieser Bestim mung bettaut. *(Die liberale österreichische Regierung), das Ideal der Norddeutschen Fortschrittler, hat trotz de« vor Kur.cm angenommenen Koalit.vnSgesetzeS sechs Schriftgießergehülsen verhaften lassen, weil die- selben angeblich ihre Eollegen durch Drohung habe zwingen wollen, sich dem Strike anzusch ießen. Also sechs Personen haben auf mehrere hundert drohend einwirken wollen. Der„liberale" Bürgermi nister Giskra ist Ehef der Polizei. lEine treffliche Antwort.) Wir haben in straße in Berlin find am 20. d. M. � � werker durch Kohlengas erstickt im 31*" worden. Zwei waren todt, die andld Leben und wurden zur Eharite besördn- ihre Genesung wenig Hoffnung. Di« 3 Kohlengas Eetödteten ist übrigens i»',5 groß gewesen wie in diesem. —(Verbrannt.) Am 4. d'S.» Hermannstadt ein entsetzlicher Uusall-- Oekouomieverwaltcr Heiser verbrannt!" derart, daß nur mehr ein nnsörmli� gefunden wurde. So weit es sich bi»si0 dürste Herr Heiser Abends auf seinem J Pfeife angezündet haben und hieraus«l- Wahrscheinlich entzündete glühende Aslhi' die Aleider; neben der Leiche fand mm>' gene Bücher, in denen der Bcrnugliiliu haben mochte.»tung ersche —(Gestorben.) Der preußischl�"!�- unl fauterie und KriegSmiuister im Jahre � onnersic ist am 16. dss. in Berlin gestorben, habend» Abei ereilte der Tod den früheren Advokat!' ner in Leipzig. Derselbe war bekannt Mitglied der Dresdener p'rovisorischeu- u —(Ein Soldat erfroren.) WC ents-Pr in«« 1 Sa — zsin«oioai er,rorell.)-'vtschlanv aleiö in Goslar ein Soldat auf Wachtposten' � ersroren. —(Kassen-Desicit.) Es hat s dorf der Rendant der städtischen Spm' ganz gemüthlich aus der Stadt entfei bereits am Vormittage des vorhergehe»! Entdeckung eines Deficit« von ca. 10, che» vermuthlich bei weiterer Untersuchn- hoher steigern wird, die Verwaltung Xl scheu Behörde genommen war. Allge» rang erregt es, daß man nicht sosoü g.._ deckung zur Verhaftung geschritten ist.!?,, �'."I -(440 Köpfe.) Nach den dt»?.?"»'" Polili Berl gesetzbuch beigegebeuen Anlagin sind in bürget m ------ urippleßbürgei Jahren 1818 bis 1865: 1373 TodesuH'°ßbürger den. Davon wurden 440 vollfleckl; gehende I erledigt 883; die verbleibende» 45- � ln lauten Fälle, welche durch Tod, Flucht erledigt, slßten, mag geblieben sind, so wie die ergangene«, es so dem Urlheile.__, auch in D > Briefkasten,.»"zig Jgh� Nr. 14 des„Soc-Dein."«>.: Gedicht von dem national- liberalen Poeten He rn Enianuel von Geibel zum Ab druck gebracht und dabei als Antwort einen VerS von Georg Herwegh, den er bei einer früheren Gelegenheit gegen Freiligrath gerichtet hatte, abgedruckt. Herwegh hat nun zufälliger Weise nachträglich dem Herrn Geibel ge- antwortet, sehr grob, aber auch sehr treffend. Wir thei- leu die beiden Schlnßverse des Gedichts hier mit: Eine Harfe besitzest Du, Mann, Die Dir Phöbn« erhalte; Wohl mir, daß ich noch spielen kann Meine Leier die alte! Eh' sie dient», von Königgrätz So zu singen, zu sagen, Lieber wollt' ich dem Braun und Metz Um die Köpfe sie schlagen. —('.lebet die Strousberg'sche Wohlthätig- keit) schreibt die„B. M.-Z.", daß in der Gratis- Restauration der Markthalle am Schiffbauerdcmm be- reits, in louishaster dankbarer Anerkennnng der erwie- senen Wohlthat, einige dreißig eiserne Töpse und einige Dutzend Löffel gestohlen wurden. —(Erstickung) In einer Herberge in der Müller« *) Damit werde» die Herren Bachdruckereibesitzer in Wien eben so wenig Glück haben al« iu Beilin, Leip- zig, Hamburg ic.; dort haben die verschiedensten Versuche bereit« stattgefunden, sind aber immer daran gescheitert, daß die weiblichen Setzerinnen nur im„Ablegen" eine große Fertigkeit irlangten, während sie al« Setzer nicht zu gebrauchen waren.— Dadurch wird man die österrei- chischen Eollegen nicht in« Bockshörn jagen können. Anmerkung de» Setzer». F. D. iu Bavert bei Wald. Die-en wurde, Arbeiter-Kalender ist fertig. iicht blos d Der Bericht über die Volksvcrsam� auch die fo bürg ist ohne Unterschrist des Einsendttl-al acworde diesmal ausnahmsweise den Bericht veröF. J-., aber in Zukunft anonyme Zusendnug«„j,, u![ 0 _ �--'.vor lauter Annonce»."des�-g- . Paritz, rllcksichtigeu. •issem Licht Für Aerlill. Allgcm. deutsch. Maurekj�..|n Geschlossene Mitglied erverse�chauS crkl Mittwoch, den SS. Febr., AtW» unb in Wolter'« Lokal, Neue« Gesell!-,..,,.. Tagesordnung:™ -c« u v v u i v u uti y• jjVtApn v»'U 1) Vorlesung und Berathung der �" lhm, der Kranken-, Invaliden- und 2"' aUt(octa 2) DiScussiou itter die Wahl de« Veibt>n weite Fei 3) Wahl dreier Revisoren der Eentc-i�as parlame 4) Innere Vereinsangelegenheiten.— �'�staateS ein Um zahlreiches Erscheinen ersucht verbreitete Für Hamburg.-/°�' s°l Oeffentliche �crfaÄtiMdJe l der hiesigen Mitglieder de«»isie abwechs Allgemeinen deutschen Arbeittl'senlbehrlich Donnerstag, den«-». Febr., Ade»' konnten n, in Tütge'S großem Saal, Valenli»"ien die Pri Tagesordnung: ekannt sind Vortrag.— Zutritt Jedem frei. >'N nur ab 'sse zugewor en unterdrsi �ür Hamburg. �... Bersammlung für alle Gewer'scha�H�� Mittwoch, den«8. Februar, Ab"""Üj die im Saale des Schneider-Amth� lüßt, d Tagesordnung: und ist Besprechung betreff» der nächsten Ä daß Louit bandsbeamten, nm dieselben gemeinschafilit He Despot Alle GewerkschastSbevollmächligten �jchs ein lib vorher schon um 8 Uhr daselbst im Tompk" Unb __—____ �l-Hiebt.— D M Mona. uderbar erscl Allg. Tabalk»u. Üigarrenarbeiter-f'®rund. Geschlossene MitgliedeLversa� der Junitc Mittwoch, den 8». Februar, Abc<" chi'denden( in Mttmack's Salon, Große B"»" hätte, cons Tagesordnung: �)rdnungspar 1) Abrechnung.— 2) Wahl der Vd; nicht sich-- ten.— 3) Vortrag de» Herrn Wint� des relj schied rae«. besitzend Um zahlreiche« Erscheinen bittet �Parteiung'en Der Arbeiterkalvak die des„Social-Demokr�t'-rin d-r* lieben. Da die Aullaae eine oerinrie da ziehen. Da die Auflage eine gering- sjjl�m�et, da Vestellu.igcii sofort gemacht und der I-hr mer! sägt, für die bereit« bestellten Sk� artei der L eingesandt werden. s Mehr all «erlin, 17. Februar 1370. erhallen Für die Redaktion de»„Soc.- cm' ____ W. Grüwel. n g'° An die Parteigenosse"- chi kämpfst Ich habe ein kleine« Gedicht verfaßt,""'''fache(5)tUl) durch mich zu beziehen ist. Der Ertrag l allen P zukommen, deren Ernährer im Gesänguiß i � ein treue» tapfere» Mitglied ist. Nur f des Betrage« in Briesmarken oder als ich Exemplare zu. Mit social dcmokran!® n F. S. Liebisch, Schneitera»ilhans�5 Tapeziererarbciten aller werden in und außer dem Hau!?.. dillig angefertigt. Näheres F" Treppen, bei" tigt. Näheres F»" h-Enlwurk "«ustav in R. Bergmann in'j, Druck von in. rzcrgniau»--'�I- Bnantwortl. Redakteur u. Verleger W. ÖK"