b. 2K, A4. Berlin, Freita kt im--- die and!' rH /�V ♦ 4 i Socinl' Berlin, Freitag, den 25. Februar 1870. Sechster Jahrgang törmiicha' sich bi«< f seinem i hieran! iide W and man; mmglüchl. «tung erscheint drei i:eu6ifch!�en"'» Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämtern in chtposten 16 Sgr.,(56 Kreuzer sildd. Währung.) Es hat en Spl t entsl hergehe' ca. 16, kt Bestellungen werden auswärt« bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter« Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan Mr. A. Dueting 8 Little-Newport-Street, Leicester-Squaie. W. C. London. .�Politischer Theii. altung �- «llg!» Berlin, 24. Februar. �'�1° t®ie Einführung einer parlamen» '.�en Regierungsform in Frankreich hat . j.tiehbürger mit Staunen erfüllt. Die libe- v"'.�V�siblirger waren durch diese über ihren aeckt� l-'ll gehende Thatsache derart verblüfft, dah 45 pW in lauten Jubel ,,...».I UCIUIU||1, 0«13 >s in lauten Jubel ausbrachen, theils gar t erledigt,»ßten, waS sie dazu sagen sollten. Nicht rgangei»' eS so dem franzbsijchen Philisterthum ge- ___ ✓ auch in Deutschland, wo LouiS Bonaparte ;rn. inzig Jahren als ErzdeSpot und Cäsar id. Dichten wurde, finden wir dasielbe starre Stau- iicht bloS die gefammten nationalliberalen sversa«� auch die fortschrittlichen streuten dem Plötz- Sinsendü'val gewordenen Cäsar an der Seine Weih- cht De"lr_ wir haben bereits in einem Artikel zei- udungeo fZrtschrittliche Berliner„Volt»- vor � ---, v�v vor lauter Begeisterung für ihn zur De- I beS gegenwärtigen liberalen Schwin Diese gegen Rochefort geworden ist. ( L des gegenwärtigen liberalen in» �tiV, so lächerlich sie ist, und in ! �F>gem Licht sie auch die Lobhudler der uurt Aera" in Frankreich erscheinen läßt, ist irvers�rchauS erklärlich. DaS ganze Philister- -�s«>n und außerhalb Frankreichs muß i Gesilb�atur nach in blinden Freudentaumel ge- ""iL jdtoenn ihm die in Frankreich drohende Re- �und tuit socialistischer Republik im Hinter- di« �kite Ferne hinauSgerülkt erscheint, und r Scotr»�� parlamentarische Regierungssystem des ten.— l�i�staateS einen Sieg erringt.— Einem durch ucht verbreiteten und alio.n,»!» �— ........ und allgemein herrschenden Irr« t Folge, sollte die Herrschast Napoleons in -"'.Jw nur dadurch besieh™ können, daß er rsaw�alistifche Arbeiterllaste tttn ve« Hill««W-ai-'- M I ,.«.uiiniiiazie u de« hisie abwechselnd begünstige und so sich bei» lrbetltl/ntbehrlich mache. Dieser grundfalschen Ab�? konnten natürlich nur solche Leute huldi- Palenli�aen die Prinzipien de» SocialiSmuS gänz- ing:>ekannt sind, denn in der That hat Louis n nur ab und zu ein Almosen der Ar- sie zugeworfen, den SocialiSmuS aber stets en untertn-M,*"•'- jm nur ab und zu ein Almosen der Ar- ���slsie zugeworfen, den SocialiSmuS aber stell .«o'tri unterdrückt. Gleichwohl hielt das ge Philisterthum, daS sich feine Mei- »etnj*..vA-• Presse künstlich unumstößliche »«Ab-Furch dj� l[bmt r-AmthU, laßt, »US-/ und ist nun ... Ist nun vor Freude außer sich, wo isten �i, daß LouiS Napoleon nicht der halb so- nschasisi�he Despot ist, sondern der Bourgeoisie tigten Stichs ein liberales palamentarischeS Ministe- Cowpt�errährt, und ihr so die Gesetzgebung i �Jb�iebt.— Diese Handlungsweise Navol �.Vderbar'»ck � in die PanctungSweise Napoleon», «derbar erscheint, hat gleichwohl einen sehr lreiter-� �und. AlS in dem gewaltigen Klasien- ber Junitage von 1848 die Bourgeoisie r AveV���ben Sieg über die Arbeiterklasie gc- v'be B-in statte, constituirte sie sich als herrsebende, u n g- /bnungspartei". Aber sie sühlte sich ihre« vrr Bw nicht sicher; immer schärferes Nieder- Winll des revolutionären SocialiSmuS wurde !er besitzenden Klasie Frankreich« gefor- 'L-�Parteiungen entstanden, und das End- ��sdaß die desvvtlld.n.- A.. W.�»n,mtte dieser Parteien, lapartistische mit einem Kaiser an der Spitze »rn ll�Mierin der Gesellschaft und Ordnung" zur . i�st gelangte.— Gegenwärtig ist nun das en"%j,!riat durch di« heutige PrvductionSweise der- gebildet, daß daS Gebäude der Bourgeois- ""vtt � tuerklich zu schwanken beginnt! Die " Sxt�artei der Bourgeoisie, die bonapartistische, i mehr allein im Stande, die Ordnung jj.zn erhalten, und somit einigen sich setzt unter .Soc.' chi}.'® de» parlamentarischen Ministeriums alle l< n gegen die Arbeiterclasie, obschon diese tnois«"'.,� kampssähig vrganisirt ist. Da« ist der rfaßt, �tund, der liberalen Aera in Frank- ctrofl'? /* atlen Philistern so viel Kopszerbrechen äng«� � Nur ..Februar. u-»',�Zn der Sitzung des Reich »aui�at�ut scheu Bundes aelo»*»- b Fi" b-s�----' rsäfl«*! re,win Bundes�o.������ des d»-Entwurf mr HL Langte der in in Z rllachlich darum, ob der Eni- W.Srn" wurf einer Kommission überwiesen werden oder ob die Vorberathung im Plenum stattfinden solle. Der Profesior auS Göttingen, Herr Ewald, eröff- nete nach dem Justizminister, der sich für eine Vorberathung im Plenum erklärt hatte, den Rei« gen der Redner. Der alte wunderliche Herr lobte gegenüber dem Norddeutschen Bunde den alten be« grabenen Bundestag in der Eschenheimer Gaste zu Frankfurt und erntete dadurch große Heiter- keitsbezeugungen von Seiten der Nationalliberalen. Herr Miguel erwiderte dem alten Herrn, ging aber in seinen bissigen Bemerkungen selbst ver- schiedenen seiner Freunde zu weit. AuS der gan« zen Debatte, die die Materie selbst nur ober« flächlich berührte, ist sonst nichts Nenn nöwerthe» hervorzuheben. ES wurde beschlosten, in die Vor- berathung im Plenum einzutreten. Zu dem Entwurf eines Vertrages zwischen dem Norddeutschen Bunde und dem Großherzozthum Baden wegen wechselseitiger Gewährung der Rechts« hülfe hat der Abg. LaSker folgenden Antrag ew gebracht: t. Reichstag wolle, bei Annahme de» Vertrage», beschließen, zu erklären: Der Reichstag de» Norddeutschen Bunde» spricht den unablässigen nationalen Bestrebungen, in denen Re- gierung und Volk de« Großherzogthums Baden vereiniqt sind, seine dankende Anerkennung aus; (,,,-.��'5� in d>-s-n Bestrebungen den leb- uationalen Zusammengehörigkeit und nimmt mit freudiger Genugthuung den möglichst u n- gesaninten Anschluß an den bestehenden Bund als Zier derselben wchr. Die„Nordd. Allg. Ztg." ist erbost über diesen Antrag, der nur dazu beitragen könne, die von der gefammten Verkehrswelt mit Recht so geschätzte Klärung der politischen Lage zu verwischen. DaS- selbe sei auS dem parlamentarischen Redebedürfniß entsprungen. DaS Organ deS Bundeskanzler» hofft nun aber, daß der Reichstag den Antrag ablehnen und dadurch die Jnteresten des Landes wirklich wahren werde. Das österreichische Abgeordnetenhaus befindet sich in der Berathung über das Erwerb- steuergesetz und gelangte in seiner Sitzung am 21. d. M. an die Paragraphen 3 und 4, welche von der persönlichen Stcuerpflicht und von den Steuer- befreiungen handeln. Die Debatten drehten sich vornehmlich um die Besteuerung des Einkommens von 300 Gulden an, über die Erhebung derselben durch den Arbeitgeber und bei§ 4 über die Be« freiung der Offiziere, welch letztere von mehreren Rednern als unbillig angefochten wurde. Die Unbilligkeit lirt auch auf der Hand, den armen Arbeiter, der einen Gulden über 300 verdient und der hiervon Weib und Kind zu erhal- ten hat, besteuert man und den Offizier, der in den höheren Chargen viel zu hoch bezahlt ist, be- freit man von der Erwerbsteuer, ja sogar von der Verpflichtung, seine Quittungen zu sten- peln. Wahr- lich, der Finanzminister hat keine Uisache, die Ge- rechtigkeit dieses Gesetzes zu betonen, denn abge- sehen davon, daß ein Steuergesetz nie populär ist, enthält dieses Gesetz der Unbilligkeiten so viele, daß eS ein schwarzes Blatt in der Geschichte deS parlamentarischen Ministeriums füllen wird. Die Erhebung der Steuer vnrch den Arbeitgeber wurde verworfeu und die Abstimmung über§ 4 verlagt. Die Familie deS durch Peter Bonaparte ermordeten Victor Noir hat die Civilklage bekannt- lich gegen den Prinzen angestrengt und den Abge- ordneten Gambetta als Vertreter beim Gericht erwählt. Nun versucht man von Seiten der Re« gierung vertraulich auf die Familie Salomen (-Noir) einzuwirken, um zu veranlassen, daß sie aus Gambetta als Advocaten verzichte. Man möchte eben dem jungen Depniirten nicht die wohlfeile Gelegenheit bieten, fein Renommöe durch eine Vertheidigungsrede wieder aufzufrifcken und die Masten auf's Neue aufzuregen Man soll der Familie ohnedies schon 100,000 Fr. Schadenersatz und Bußgeld angeboten haben. Bekanntlich war die Stimmung der Bevölkerung in Luxemburg im Großen und Ganzen für eine Annexion an Frankreich. In neuerer Zeit aber treten Anzeichen hervor, die eine gewaltige Ab- nähme dieser Stimmung andeuten zu Gunsten einer Annexion an Belgien. Also scheint daS „liberale" Ministerium Ollivur doch keinen besonders guten Eindruck auf die Bevölkerung in den Nachbarländern zu machen. UebrigenS ist auch die Frage der friedlichen Annexion noch in weite Ferne gerückt, so daß vieles Hin« und Her- reden darüber jetzt wenig noch am Platze ist. Eine gewaltsame Annexion dürfte danach nur in Ver- bindung mit einer größeren Katastrophe geschehen können. Ueber die WahlauSgaben in England brin« gen wir nach der„N. Allg. Ztg." noch eine ge- nauere Ausstellung der Kosten, wie sie der Wahl- commistarius in dem westlichen Wahlbezirk von Glouceflershire bei den letzten Wahlen auSgeleat hatte. Dieselbe soll gerade nicht eine der Hoch- flen sein: Für Druck, Annoncen, Schreibmaterial Lstr. 61. 17. 2. Für Porto und Telegramme... Für seine und seiner Unterbeainten Reisen Gebühren de« Unter-Sheriffs... Für Abnahme der Eide und Registra- tnrgeschäste....... An den Bailiff, Terminszebühren.. Für die Wahlregister..... Für das Ankleben und Vertheilen der nöthigen Bekanntmachung. n.. Für Wahlbudeu....... Gebühren des Vice-Sheriff«.... Diäten der Protokollsührer..... Reise-, Hotel- und andere Kosten der Vice-Sheriff»»nd Protokollführer Summa Lstr. 762. 18. 8. (oder circa 5066 Thaler.) Davon hatte jeder der Kandidaten, auch wenn er durchgefallen war, seinen Antheil zu bezahlen. ES leuchter ein, daß in solchen Einrichtungen ein sehr bedeniender Census liegt, ein passiver, wenn der Kandidat wohlhabend genug ist, selbst die Kosten zu tragen, ein aktiver, wenn seine Partei sie aufbringen muß; und daß die Andeutung einer ParlamentS-Auflösung ein nicht unwichtiges Re gierungSmittel ist. Die Arheiterklaste wird dadurch fast gänzlich von der Wahl ausgeschlossen, wenn sie einen Arbeiter oder unvermögenden Mann aus stellt; nur in seltenen Fällen werden die erforver- lichen Kosten aufgebracht werden können. WaS nützt ein freies Wahlrecht, wenn es von dem größten Theile der Staatsbürger nicht angewandt werden kann.— Ebenso hat durch die Diätenlosig keit der Abgeordneten der Norddeutsche Bund den Arbeiterstand gegenüber den anderen Ständen in dem Wahlgesetz für den Reichstag auf die unverantwortlichste Weise bcnachtheiligt. In Italien steht schon wieder eine Verän derunz im Ministerium bevor. Dieser ewige Ministerwechsel ist ein sehr schlechtes Zeichen für einen Staat. Auch Italien krankt sehr an allzu großer Militärlast. Der König aber, der bekannt- lich großes V:rgnügen an glänzenden Soldaten- spielen hat, will die Armee nicht vermindern, selbst wenn ein StaatSbanquerot drohe. In diesem Starrsinn wird er von seinem ältesten Sohne dem Kronprinzen unterstützt, der ganz in die Fußstapfen seine« Vater» eingetreten ist. Die Karlistenverschwörung macht in Spanien große Fortschritte. Der Hauptausstand ist in Cata- lonien; doch war auch in Madrid selbst die ganze Garnison mehrere Nächte hindurch in den KaKr- neu cvnsignirt.— Es ist wahrhaft lächerlich, daß sich ein Volk nach einer siegreichen Revolution fort- während um Erlangung eines Königs hernmstrei- tet, anstatt schleunigst die Republik zu prokla- miren. Ein Zusatzartikcl zur Verfassung der Ver- einigten Staaten von Nordamerika, welcher das Stimmrecht unabhängig macht von Abstam- mung oder Hautfarbe, also daS Negerstimm- recht aufstellt, ist jetzt von den erforderlichen drei Vierteln der 37 Staaten, nämlich von 28 dersel- den, bestätigt und tritt demnach in gesetzliche GUl- tigkeit. Nebraska und Texas werden dem Artikel noch ihre Zustimmung geben. vertius-Cheil. (Für den Allg. deutsche» Arbeiter-Berein.) An die Mitglieder de» Allg. deutsch. Arbeiter- Verein«. Von den bei dem Schriftenwechsel für den Monat Januar gefaßten Beschlüssen de« Vorstandes theile ich im Auftrage de« Präsidium» nachstehend diejenigen mit, welche sich zur Veröffentlichung eignen: 1) Herrn Leinho» in Altona sind noch 19 Thlr. 24 Sgr. 6 Pfg. an Acitationskosten für den Eisenacher Eongrcß bewilligt; ebenso 2) Den Leipziger Mitgliedern an Kosten de» Eise- nacher Eongresse« 5 Thlr.(Wie sich nachträglich hen.ilS- gestellt hat, waren 15 Thlr. bereits aus der Verband»- lasse erstattet.) 3) Der Autrag der Crefelder Mitglieder auf Erstat- tung der durch die Reich»tag»wahl erwachsene» Schulden ist abgelehnt. 4) Herrn Kühl in Langenfeld sind 23 Thlr. 20 Sgr. an Strafgeldern und Kosten bewilligt; auch 5) Herrn Lichters in Cöln 28 Thlr. an Strafgeldern und Kosten. 6) Herrn Gedde in Bleckendorf sollen 10 Thlr. ans Strafgelder erstattet werden. Ich bemerke, daß nach dem Beschluß der General- Versammlung Strafgelder nicht mehr vom Präsidium, sondern nur vom Vorstand bewilligt werden sollen. Hin- gegen verbleibt die Verfügung über die Gelder zu Agi- latio»»zwecken in Gemäßheit der Lassalle'schen Organisa- tion nach wie vor dem Präsidium; die unter Nr. 1, 2 und 3 berührten Agitationsallgelegenheiten sind nur da- durch vor den Vorstand gekommen, daß dieselben ur- sprllnglich der Generalversammlung vorgelegt waren»nd diese den Vorstand beauftragt hat, in ihrem Namen die Entscheidung zu treffen. Außer den oben mitgetheilten Beschlüffen hat der Vorstand noch einige andere Angelegenheiten erledigt, die sich vorerst noch nicht zur Veröffentlichung eignen. Der Schriftenwechsel für Monat Februar wird in den ersten Tagen de« Märze» beginnen. Mit social- demokratischem Gruß Berlin, den 23. Februar 1870. Tölcke, Vereinssekretär. An die Mitglieder de» Allg. deutsch. Arbeiter- Vereins. Nachträglich wird mir au» Bieber bei Offenbach gemeldet, daß dortselbst innerhalb der bestimmten Frist 50 Mitglieder einstimmig Herrn v. Schweitzer zum Prä- sioenten de» Allg. deutsch. Arb.-Pereins gewählt haben. Berlin, 23. Februar 1870. E. W. Tölcke, Bereintsekretär. Wir warnen davor, au» irgend ivelchen Gründen Gelder aus den Beiträgen zu verleihe». So wurden z. B. rechtswidrig in Eschweiler an Herrn Kölsch 19 Thaler geliehen, worauf Herr Kölsch von der Arbeiterpartei ab- fiel und zur„Volkspartei" überging. Natürlich ist da« abgeschwindelte Geld für die Partei verloren. Diejenigen, welche rechtswidrig die ihnen anvertrauten Gelder ver« leihen, haben es sich zuzuschreiben, wenn sie für den Ausfall verantwortlich gemacht iverdcn. Niemand ist berechtigt, die ihm anvertrauten Cassengelder zu verleihen. Möge ein Jeder den erwähnten Fall sich zur Warnung dienen lassen. Au» Cöln berichtet Herr Johann Stockhausen über eine in Anwesenheit der Her.en W. Wolfs und Jos. Schneider in der Wolkenburg abgehaltene stark besuchte Bolksversaminlung Folgende«:„Den Vorsitz führten di- Herren Lichters und Dornenberg. Herr W. Wolfs auS Hamburg hielt einen beifällig ausge- »ommenen Vortrag über die Bauernkriege, serner behandelte er die Lehre Schulze-Delitzsch'« m>t Hinweis auf die neu gegründete Arbeiter-Sparkasse in Nippe». Der „ehrliche" Herr Berg griff Herrn Wolfs mit Schmä- Hungen an. Herr Wolfs wies die auf Unwahrheit be- ruhenden Angriffe jedoch mit scharse» Worten zurück. Herr Heinrichs, auch ein„Ehrlicher" setzte da« Werk de« Herrn Berg fort, mußte oder auf Beschluß der Versammlung von der Tribüne hinunter. Sie suchten nun die Versammlung zu stören, doch Herr Jos. Schneider beleuchtete unerschrocken ihr Treiben. Auch die Herren Lichters und Wolsf ermahnten die Rekruteii der„Ehr- lichen", sich von solchen Leuten loszusagen. Und ehe der zweite Punkt der Tagesordnung, der MikitariSmus, zur Debatte kam, liefen die Ehrlichen schon davon. Ueber den Militarismus sprachen nun die Herren Jos. Schneider, Metz, Lichters und Wolfs mit gittem Eindruck. Ueberhaupt machten in der Versammluiig die „Ehrlichen" sehr schlechte Geschäfte. Sonntag den 6. d. M. Nachmittags fand eine BolkSversaniinlung zu Bayenthal statt. Dort sprach Herr Wolsf au« Hamburg unter großem Beisall. De» Vorsitz führte Herr Stockhausen, Schriftführer war Herr Martin Acker. Viele neue Mitglieder zeichneten sich ein. Da«- selbe erfolgte am 8. Februar in einer weiteren Ver- sammlung. In Merzenich fand am 3. Februar eine zweite Versammlung statt, in welcher Herr Mann den Vorsitz führte. Nach einer kurzen Ansprache desselben hielt Herr I. Schneider einen Bortrag über die heutige Produk- tion und den Druck der Eapitalmacht. Alle stimmte» Herrn Schneider z», nur einer der dortigen Seelsorger, Dösch, störte durch sein lärmende« Gebühren die Ver- sammlung. Bon Herrn Mann aufgefordert, sich parla- mentarisch zum Wort zu melden, rief er:„Da» brauch ich nicht! Ich bin der hiesige Seelsorger I Wer hat Euch hierher gerufen!" Allgemeine» Gelächter erschallte aus der Menge. Herr Mann forderte ihn auf, als Geist' lwirr-in. gutes Beispiel zu geben und sich der Ordnung zu fugen, aber er lärmte weiter, ja er hielt die Ver- sammelten viel zu gering, um nur seinen Hut beim r Reden abzunehmen. Herr Schneider tadelte den Seel sorger und widerlegte aufs Trefflichste feine verkehrten Aussührmigell unter allgemeinem Beifall. Die Mit- gliedschaft gewann dann ein schönes Kontiugeut, so daß sie die besten Aussichten hat. Wie Herr Wolf berichtet, fand am 31. Jan. eine große VolksversammluNg in Düren statt, welche von weit über 1000 Personen besucht war. Die Herren Wolf und Mann hielten Borträge unter allgemeinem Beifall. Durch neue Einzeichnungen stieg die Mitglieder- zahl aus 600. Am 1. Febr. fand in Birkesdorf eine zahlreich besuchte Versammlung statt. Anch hier wirkten die Herren Wolf und Mann mit gutem Erfolg. Am 2. Febr. fand in Merzenich die erste, überaus stark besuchte Versammlung statt. Mehrere große Grundbe siher, welche anwesend waren, wagten den beiden Agu tatorcn gegenüber nicht hervorzutreten, sondern begnügten sich, wie der Bericht besagt damit, hernach in den WirlhS- Häusern bei einem Glas Johrnnisberger zu raisouniren. Es entstand eine neue Mitgliedschaft des Allg. deutsch. Arb.-Bereins. Beim Bericht über seine Wirksamkeit in Crefeld theilt Herr Wolf mit, daß sich der„ehrliche" Herr Obermann daselbst einzudrängen versucht habe, unter dem Vorwand, er sei Mitglied de« Allg. deutsch. Arb.-Vereins. Er wurde zurückgewiesen, und hernach von den Ereselder Scidenwebcrn derart ins Gebet gc> nommen, daß er bald verschwand, wie Herr Wolf meint „auf Niminerwiedersehen." Am 9. Febr. hielte» die Agitatoren in Kreutzau eine Arbeitervsrsammlung ab, worüber Herr Wols be- richtet', sie war von 500— 600 Personen besucht. Herr Mann eröffnete sie mit kurzer Ansprache. Herr Wols sprach dann über die planlose Produktionsweise von heute »nd die Wirksamkeit des Allg. deutsch. Arb.-Vereins. Als zur Interpellation aufgefordert wurde, meldete sich der Vikarins au« Kreutzau zum Wort und meinte, daß im Aheinlaude solche traurige Zustände, wie sie gesch ldert, nicht vorhanden seien, und daß der Arbeiter, wenn er wollte, sparen könne. Der Hauptgrund, daß der Ar- bester herunt i käme, sei dessen Religionslosigkeit. Ferner meinte der Redner, der Erklärung Wolfs, daß Laffalle tiue Zierde deutscher Wissenschaft sei, könne er nicht bei- pflichten, da Lassalle die Arbeiter durch seine Worte: „Schon höre ich in der Ferne den dumpfen Massentritt der Arbeiterbaraillone" indirekt zur Revolution aufge- fordert habe. Nachdem der VikariuS die focial-christlichen Vereine den Arbeitern noch empfohlen hatte, schloß er seinen Vortrag mit dem Gruße:„Gelobt sei Jesus Christ!" Herr Wolf entgegnete: Er könne sich in nächster Nähe davon überzeugen, wie traurig es mit dem Arbeiter und seiner Familie aussähe; die kläglichen Baraken, worin die Arbeiter wohnten und die zerrissenen Kleider der Arbeiterkinder sprächen deutlich genug von ihrem Eleud. Herr I. Schneider wies dann unter wiederholtem Beifall die weiteren Angriffe de« frommen Seelenhirten zurück und zeigte, daß alle Predigten nutz- los seien unter den heuligen Zuständen. Die Verar- muug des Mittelstande« nehme mit Riesenschritten zu »nd nur ein einheitliche« Vorgehen der Arbeiter ans dem von F-rd. Lassalle gezeigten social-politischen Wege könne den barbarischen Zuständen ein Ende machen. Der VikariuS sah sich nun geschlagen, machte aber doch noch einige, wiewohl vergeblich- Versuche, die Fabrikanten- Humanität in Schutz zu nehmen, wobei er aber vollends ein klägliches Fiasko machte. Herr Mann, welcher zum Schluß noch einige>- arme Worte an dic Versamm lnng richtete, schloß sie dann. Nun bildete sich eine Mitgliedschaft, die gute Aussichten bietet. Verbands-Thcl!. (Für den Allgemeinen deutsch. Arbeiterschafts« Verband.) Allg. deutsche vereinigte Metallarbeiterschaft. Lüneburg, 22. Febr.(Zum Strikc.) Partei- genossen, noch immer ist unser Strike nicht beendet; eS feiern noch immer 22 Mann, darunter Familienväter mit 5 und 6 Kindern. Die Roth ist sehr groß. Noch einmal müssen wir an die Opferwilligkeit der deutschen Arbeiter appelliren; gebe ein Jeder sein Scherflein und uns ist geholfen, so daß wir nicht der Capitalmacht zu Füßen zu fallen und um Arbeit zu betteln brauchen. Etwaige Unterstützungen wolle man senden an C. Lücken, Kolltmannsstraße Nr. 2. Das Strike Comito. dlll. Die von Herrn I. Hamann in Harburg ge- machte Behauptung:„er Haie 100 Thlr. nach Lüneburg geschickt", ist eine Unwahrheit. Es sind in Wahrheit nur 72 Thlr. gewesen. Herrn F. Brande« fordere ich aus, sich persönlich zu vertheidigen, weil crstcrer ihn als Zeugen angegeben hat. C. Lücken, Kassirer. Allgemeiner deutscher Zimmerer-Bcrein. Berlin, 21. Febr.(An die Mitglieder.) ES ist d.n Mitgliedern vom Präsidium und Ausschuß die Erhöhung de« KrankenkassenbeiiragS und die vorläufige Herabsetzung des Krankengeldes von 2 Thlr. auf Isz Thlr. wöchentlich bekannt gemacht worden. Da von verschiedenen Seilen Rcklam tionen gegen diese Ange- legenheit gemacht worden, so ist es nothwendig, den Sachverhalt klar auseinander zu setzen: Als wir bei der Gründung de» Vereins aus der Braunschwciger Generalversammlung die Krankenkasse in« Leben riefen, waren die Ansichten über die Einzahlung der Beiträge und die Auszahlung der Unterstützuugeu sehr verschiedener Art, weil jeder seine Vorschläge den ihm belannten ört- lichen Verhältnissen gemäß machte. Weil durchaus eLe Krankenkasse geschassen werden mußte, so wurde dieselbe in'« Leben gerufen, obschon Viele von uns schon damals wußten, daß die Kasse keinen dauernden Bestand haben konnte, weil die Beisteuer zu klein war im Verhältniß zur Unterstützung; wir mußten uns aber der Majorität fügen, obgleich wir damals schon sahen, wie es leider in Wirklichkeit war. ES werden Manche sägen:„Wir bezahlen blos so und so viel Krankengeld und bekommen doch so viel Unterstützung; warum steht es mit der Krankenkasse nicht ebenso?" Dem mag freilich so sein, aber die Mitglieder müssen nicht vergessen, daß derartiges davon kommt, daß sie ersten« dabei den durch jähre- langes Zahlen in den alten Zwangskassen angesammelten Fond« aufzehren, und zweitens die Krankheilsfälle an einigen Orten seltner als wie an andern Orten sind, wohin wir fortwährend namhafte Summen zur Unter- stützung gesandt haben. Außerdem war in der früheren Zeit, als die Zunst noch blühte, die Sache mit den Kassen eine andere wie j-tzt,— wenn ein Geselle in einem Ort zu- gereist und in Arbeit kam, so mußte er sich unweiger- lich in die Kasse einschreiben lasseu und ein bedeutendes Einstandsgeld bezahlen, z. B. in Berlin 1 Thlr. 10 Sgr., dadurch entstand ein Fonds und die Beiträge konnten um so niedriger sein. Unsre Mitglieder können somit nicht diese alten Zustände mit den heutigen Verhältnissen vergleichen. Wir wollen uns ans allem Zwange, möge er bestehen, worin er will, befreien, und so müssen wir denn einen einigen Bund bilden, mit gleichem Recht, wo wir uns anch befinden. Die Macht des Capital« drückt uns auf Schritt und Tritt. Dem Einzelnen ist es un- möglich, irgend etwas zur Verbesserung seiner Lage zu thnn, und so anch im Krankeukassenwesen. Mögen auch Alle bedenken, daß die meisten KrankheitSsälle durch die heutige übermäßige Arbeitszeit und den geringen Loh», welchen wir bekommen, entstehen; Herselbe reicht eben nicht aus, um unfern Körper so zu erhalten, daß wir die übermäßige Arbeitszeit ertragen können. E« scheint, als ob einzelne Mitglieder das Hauptprinzip des Vereins in der Krankenkasse suchen. Ich rufe ihnen daher zu, das Hanpiprinzip des Vereins ist: der unerhörten AuS- beutnng einen Damm enegegen zu setzen, das erkenne doch Jeder recht. Lasse der Einzelne von egoistischen Gedanken ab, wenn er einmal seine kranken Brüder ein Bischeu mehr unterstützen soll. Ich glaube bestimmt, die Solidarität ist bei uns am meisten nothwendig, da wir sie bei der Arbeit fast zu jeder Stunde zeigen müssen, indem ein Kamerad bei den vorkommenden gefährlichen Arbeiten mit seinem Leben in der Hand des Andern liegt. Es wird nun in den nächsten vierzehn Tagen eine andere Kasse begründet, nach der Vorlage, welche von Mitzel gemacht hat, die Mitglieder können dann beschließen, ob sie dieser beitreten wollen oder nicht— wünschcnSwerth wäre es jedoch, wenn Alle derselben beitreten würden. Sic ist von der Berliner Mitgliedschaft und vom Aus- schuß ausgearbeitet und wird den Mitgliedschaften durch denselben empfohlen. Also bi« dahin Geduld mit der altcu Kasse! Ich mache nun noch darauf ausmerlsam, daß e« Pflicht jedes Bevollmächtigten ist, Alles was vom Verein im„Social-Dcmokrat" steht, in der Mitgliedschaft vorzulesen, damit Jedermann Kennmiß von diesen Sachen hat.— Außerdem müssen binnen acht Ta-en die Mit- gliederlisten und die Namen der Bevollmächtigten eingesandt werden. Ich mache auch noch auf die Wahl des Verbands-Präsidiums aufmerksam. Die Mitglieder haben 5 Personen zn wähle», und bei Jedem zu bezeichnen ob er erster, zweiter, dritter Präsident, oder erster oder zweiter Ersatzmrnn sein soll. Das Wahlresultat ist bis zum 9. März an den Vecbands-Sekcetär C. W. Tölcke in Berlin, Gilschinerstraße 17., einzusenden. Mögen die Mitglieder denjenigen wählen, welchen sie ihr Vertrauen schenken, und sich von leiner Seite beeinflussen lassen. Mit social- demokratischem Gruß Ausschuß: A. Kap ell. für 8efti r Komptoir l _ Haffebuch(cd Allgem. dcutsckie Keuossenschast und FabrirArbeit-r.�,�U Cfimifta<%.• Reiseunterstlltzung wird in Braudel»- Einste � zn jeder Tageszeit Klosterstraße 13 b-isstnng, die � Belch: Haud- und Fabrikarbeilerschast Herrn 23«� Direktor --------»„ Bnchhall Allgemoinee deutscher �ci�bmaw», erschafft wu Hannover, 22. Februar.(Zur?■ Herr Stat mache nochmals alle Collegen darauf aiiMtionen war- unser Verkehr sich Keeuzstraße beim Gas!� Eidgenössis manu befindet. rfwand, Prä Fr. Un glaub, Gehalte, in der mehr al Allgemeiner deutscher Mauret�» Filialen Hannover 10. Februar.(Z»r�� »kommen un Am 18. Januar 1370 ließ sich der- Theodor Bobett ans Graudenz hier nttl>..» cm........... J.ioittt- die Wechsi alle drei Kossen des MrUrervereillS eirffa nhcr hfr daffi» st1/«(Keiv Dtll J.. aber der Kasse 4'/- Sgr. schuldig. D?K'd°n'des: ist er schon abgereist und hat iu der n.:K.... Reisegeld zn erhalten gesucht, wie eAL� Ol-nsetzer Block, ausgesagt hat. der ftjf9 � und auch Mitglied ist. Ich ersuch- deS�c.�'_ mächtigten und Kassirer, dem obengen-«' a» etwa verlangte Gelder nicht auSzuzahlcH-t�,�� D-r Bevollmächligte»icfc � "Mgezogeil gcle Unterschlagung von MiO«i Maitrqi'-» ,FY°bt. Sollte Mit welch' ungeheuerlicher Leichtfertig Börsengeschäste betrieben werden, zeigt d« u®0Sct• „Eidgenössischen Bank zu Zürich", deren K*--- � � Millionen Francs ganz nnbemerkt iliUeftzj,,;®1.�ecf® Nachstehend geben wir eine Schilderung R„ i"* glaublichster Unordnung zcugeildeii Vo.gA Schär's mh Im Jahre 1864 wurde in Bern l>Mr 3.m m" Bank von htm früheren Bnudespräsi�- man ve■" gegründet, ein Privatinstitut, da« mit schast nicht« zn thnn hat. In den nächs � � richtete die Bank in verschiedenen S«-„ Filialbanken, unter anderen anch eine die am 1. November 1866 eröffnet n�lauftnlim ,.;, rcttor de« Züricher Komptoir« wurde H'iänderltanicude Zürich ernannt, ein geachteter Mann, l:', J Jahre ein eigenes Bankgeichäst in dieser �Schär hatte. Ale Prokurist wurde Herrn StP� und s->b«„ Heinrich Wyß von Zürich beigestellt,->» in Hab und pcdaulischer Mann, der sich nur»'".ob dies beschränkten GeschäftskreiS kümmerte. daß das gestellten des Komptoir« waren junge, Uli'h änkiordern von 16 bis 17 Jabren. Etwa« älter,?,... bei Eröffnung de» KompfV, die I n?., u, Jahre, war vel Cropnuug oc»-ioin b|e U." Emil Schär, ein gewandter Arbeiter� � Deficit ir Summe v --•-/ rS mehreren Banken tüchtige Dienste geleist� war aber nicht bloS Kassirer, er war cg � Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Conscience. V. (Forssetzung.) Eine Viertelstunde von der Stadt und ihren Vor- hänsern entfernt lag der Kirchhof. ES war ein fast unabsehbares Feld, von allen Selten mit einer niedrigen Mauer eingeschlossen und wie beherrscht und beschirmt von einem riesengroßen steinernen Kreuzbilde, welches mitten aus einer Höhe aufgerichtet war. Hier und da in großen Abständen voneinander entfernt, erhoben sich nur einige wenige Denkmäler über den Ruhestätten vor- nehmer Hingeschiedenen; aber nach der südlichen Seite hin, nicht weit von der Mauer, schienen die Prack tgräber, die Marmorkreuze und die vergoldeten Grabsteine selt-� sam gruppirt und gleichsam zu einem Gebüsch von be- hauenen Steinen absichtlich zusammengedrängt zu seiu. E« waren mannigfache Lobeserhebungen und Sprüche auf diesen Denkmälern zu lesen. Man konnte leicht be- merken, daß hier der Hochmuth selbst über den Tod zu triumphiren schien; aber was allein deutlich aus den goldenen Buchstaben sprach, war das Zengniß, daß die Leichen, welche darunter lagen— wenn sie noch nicht vermodert waren— im Leben Geld besessen hatten. Welter den Kirchhof hinauf, auf der größten Fläche, da, wo man die Kinder des Volkes zu begraben pflegte, war Nichts, das die Ruhestätte eines Vater«, eines Sohnes oder eines Freundes erkennen lassen konnte, al« nur vielleicht für die jüngst Verstorbenen eine kleine Erhöhung aufgeworfener Erde, die auch bald unter den Tritten der Todtengräber und der Besucher niederge- tteten und geebnet sein wird. Ueber der Erde herrscht also noch die stolze Ungleich- heit durch des Menschen blinden Wahn. Die Reichen schienen in ihrem Hochmuth nach ihrem Tode noch fort- zulebe»; die Niedrigen für immer und ohne Andenken in einem Grabe ohne Umwandlung der Vergessenheit anheimgegeben zu sein.... und doch genossen Alle dieselbe Ruhe und Alle liegen Einer neben dem Andern in dem Schooße der Erde, als wäre der Kirchhof ein anSgedehuleS Bett, in welchem eine Anzahl Kinder dessel- den Vater« schliefen.... Es war der Morgen eines schönen Tages. Die Sonne goß ihre milden Strahle» über die Fluren; sie spiegelte sich in den goldenen Buchstaben der reichen Denkmäler; aber auch für die armen Gräber hatte sie Licht und Wärme und küßte mehr Blumen auf, als ring« nmher die kalten Steine.... Einsam und still war der Kirchhof. Die Schmiller- linge flattetten fröhlich über die Grabeserde; die Bienen sammelten Honig aus den GrabeSblnmcn; das Gras wiegle seine Halme über dem vermoderten Gebein; die Vögel sangen und liebkos'tcn einander auf den Gipfeln der Prächtigen Grabmäler— und doch störte Nichts die unaussprechliche Ruhe des Todtenackers. Eine Frau mit zwei Kindern trat ans den Kirchhof. Sie war arm; man konnte es wohl an ihr bemerken, obgleich ihre verschlissenen Kleider in ihrem Schnitte noch Etwas von ihrem frühern Wohlstände übrig behalten hatten. Ihr Antlitz, das mehr durch Gram al« durch die Jahre gealtert und bleich und mager war, hatte die feinen Züge nicht verloren. Ihre beiden Kinder— ein Knabe und ein Mädchen— waren gesund uud rothwan- gig, vielleicht hatte der Sturm, der ihre Mutter gebro- che» hatte, ihr unschuldiges Herz n'cht getroffen. Furchtsam und mit schüchternen Schritten folgten die Kinder ihrer Mutter zwischen den Gräbern, bis diese in der Nähe der Mauer stehen blieb und mit Bekümmerniß umherblickte, als suchte sie auf dem Grabe eine bezeich- nete Stelle wieder zu erkennen. „Mutter, wo liegt nun der Vater begraben?" fragte das Mädchen. Die Frau schüttelte den Kopf in stiller Verzweiflung und indem eine Thräue in ihrem Auge zn glänzen be- gann, gab sie sich Mühe, an der Mauer gewisse Grab- steine zu entdecken, die sie ans die Spur desjenigen brin- gen mußten, was sie suchte. „Liebe Mutter, wo liegt doch der Vater beg-aben?" wiederholte das Mädchen. „Schweige, Kind! Ich werde e« wohl finden," antwortete sie leise.„Man hat hier Etwas verändert." „Aber warum hast Du auch ans des Vaters Grab keinen Stein mit dem Namen gesetzt, wie da so viele stehen?" fragte das Kind. „Die dort begraben liegen, sind reiche Leute," sagte die Frau noch immer suchend.„Ach, mich dünkt, ich erkenne die Stätte." „Mutter,_ Mutter, welch' liebliche« Blümchen. ES ist ein Maßliebchen,»nd es ist roth au seinen Blältchen," rief da« Knäblein, während e« sich zur Erde bückte und die Hand ausstreckte, um das Maßliebchen von dem Stengel abzupflücken. Aber die Mutter hielt den Kleinen Plötzlich zurück. „Nein, nein, Johännchen," sprach sie,„laß das Blllmlein leben, es wächst auf dem Grabe Deine« Vaters, Kind." „Wo liegt denn der Vater begraben?" wiederholte das Mädch n zun, dritten Male. „Dort vor Deinen Füßen, Aennchen," antwortete die Mutter auf den Boden zeigend. „Da? Wo? Es ist ja Alles eine Grasdecke." „Nun, Kinder," sagte die Frau, von den Worten AennchenS schmerzlich betroffen,„kniet nieder und betet mit mir.... Lange Zeit säuselte da« stille Gebet über die letzte Ruhestätte deS Vaters, lange Zeit rannen Thränen von den Wangen der Frau, biö sie endlich ihre Traurigkeit bewältigte, sich ausrichtete und mit ihren beiden Kindern vom Grabe weggehen wollte. Sie wies mit dem Finger nach der Mauer, und ihre Hand auf die Schulter des Mädchen» legend sprach sie: „Anna, Du bist älter, als Dein Bruder. Siehst Du dort in der Mauer die zwei groben Steine? Wirst Du sie wohl wiedererkennen? Wenn Du ihnen den Rücken zukehrst und nach dem Kreuze da hinten siehst und zehn Mängenschritte von der Mauer entfernt gerade vorwärts thust, dann kommst Du aus die Stelle, wo Dein Vater begraben liegt. Betrachte Alles gut, Kind, und vergiß es nicht, denn e«. wird eine Zeit kommen, wo ich nicht mehr bei Euch sein werde, um Euch die Stelle zu zeigen." Sie entfernte sich von der letzten Ruhestätte ihres Gatten und richtete ihre Schritte langsam»ach der Stätte, wo die zahlreichen Grabmäler standen. „Was ist das dort, Mutter?" kragte Aennchen. „Das ist die reiche Ecke, Kind," antwortete die Mutter. „Wenn ich groß sein werde," sagte Johännchen zu sich,„dann werde ich auch einen schweren Stein auf des Vater« Grab tragen; aber jetzt bin ich noch nicht stark genug." „Der Vater ist ja auch reich gewesen?" fragte das Mädchen. „Reich nicht, Aennchen, doch wohlhabend genug, um mit Ehren durch die Welt zu kommen.' „Dann hatte er also viel Geld, Mutter? und wo ist das Geld?" „Ach, liebes Kind, da« kannst Du noch nicht begrei- fen; Dein Vater wurde betrogen und hatte Unglück in seinem Geschäft. Durch die Verhältnisse gezwungen, hat er Geld aufgenommen und ist in die Hände eines raub gierigen Wucherer« gerathen; und nach einem bitteren Lebe» ist er gestorben vor Verdruß, arm und von Jedermann verlassen...." Der Todtengräber mit dem Spaten iu der Hand trat auf den Kirchhof und näherte sich der Stätte, wo die Mutter mit ihren Kindern stand. Er wies iu die Ferne, seideinwärt« und sagte: „Frau, Ihr müßt Euch an« dem Staube machen denn seht einmal, was hinten ans dem Steinwege her- ankommt, alle die Kutschen; der Kirchhof wird sogleich voller Menschen sein." Die Augen in die Feme auf den prächtigen Leichen zng gerichtet, fragte die Fran: „Es ist gewiß eine vornehme Person, welche begra len wird, ein hoher Beamter, oder ein berühmter Mann?" „Das weiß ich nicht," antwortete der Todtengräber, „aber er war Millionen reich. Ihr kennt ihn wohl, die ganze Stadt kennt ihu, es ist der alte reiche Robyn.. „Robyn!" schrie die Frau zitternd vor Ueberraschung. „Robyn.... kommt, kommt, liebe Kinder, wir wollen diese Stätte verlassen." Sie zog ihre Kinder über den Pfad fort, um die große Hecke zu erreichen. Ui terwegs rief sie, die Augen zum Himmel gerichtet: „Gott, warum lässest Du solchen Spott unter De'. uen Augen zu! Er, der Mörder meines Ehegatten, mit solcher Pracht begraben, während die Kinder, seine Tchlacht opfer, kaum da« Grab ihre« Vater» zu finden wissen!— Aennchen," sprach sie, dem Mädchen den Leichenzug zeigend,„siehst Du hinten die Kutsche mit flatternden Feder- tüschen, mit all dem blinkenden Gold, mit den glänzen- den Behängen von rother Seide? O wüßtest Du, Kiud, wer e« ist, den man darin wie auf einem Throne zum Grabe führt, Du würdest zittern, Dein noch so unschul- riger Mund würde seinen N inen...." Aber— als hätte dasjenige, was sie sagen wollte, sie erschreckt— sie hielt sich zurück und schwieg. Das Mädchen sah sie fragend an. Aber die Mutter wich mit ihren Kindern ans die Seite de« Kirchhofs, um dem ankommenden Leichenzug nicht ans ihrem Wege zu begegnen. Die Kutschen hielten vor dem Thore des Kirchhos» still. Während einige bezahlte Träger den Todtensarg aus ihre Schultern nahmen, stiegen alle Personen, die der Leiche folgten, an« den Wagen auf de» Steinweg und ordnete» sich nach Rang uud Verwandtschaft zu einem Zuge. So zog man laugsam durch das Thor. Berthold ging unmittelbar hinter der Bahre. Er war bleich und übennäßig augegriffen; aber er senkte den Kopf bi« auf die Brust, als versuchte er seiuen Aerger vor den Blicken Derer, die ihm folgten, zu ver- beigen. In der That, Jedermann hielt die Augen auf ihn gerichtet, Alle sprachen mit erzwungenem Lächeln von ihm, dem Glücklichen, der nach ihrer Meinung eine Mil- lion erben sollte uud doch so gut Trauer und Schmerz zu heucheln verstehe. Nach dem Jüngling folgten einige reiche Leute mit majestätischer, vornehmer und gleich- giltiger Miene, die zwar mit dem alten Robyn niemals in Berührung gekommen waren, aber hier in vollem Ernste Zeugniß von ihrer Ehrerbietung vor dem Gclde abzulege» kamen. Hinter ihnen schritt Monck, di' Schreiber, mit einem weißen Schnupftuch vor den Angen, Er schien so sehr von Betrübniß und Leid überwältigt, daß er aus seinen Züßen wankte; ja, ein einfältiger Zuschauer— getäuscht über die große Liebe eine« Dieners zn seinem Herrn— hatte den Schreiber beim Arme gefaßt, um ihn auf einem Gang nach dem Grabe zu nuterftützen. Komptabilität und hatte sonach Kasse»»' 0,, sich, wenigstens unter seiner ObeeleituO, j,,,® Weiter nach dem Ende des Znges Direktor« Musikus, eingeschritten. Er folgte der V, 3'' zu Berthold und um den Menschen zu"L r welche Weise es auch fein mochte, sich � W6' uni für seinen jungen Freund, den D'�'m � f' abgesetzt, joaio war oer«sarg IN oie«roc der Todtengräber seinen Spaten gesaßt, 1"jitll" aur'uv Erbe zu.feiliif,"" Bald war der Sarg in die Erde dauert- uiHtnij luvet, yC|Upir IfU fcitfj Licht der Sonne und der Finsterniß ein««'' ewige Scheidewand auszurichten.— �bss'i., J° ui Person mit einem Papier in der Hand lung '""g-l an I Mmittel gegei nie Leichenrede zu halten. Auf dem Angesicht Vieler zeigte sich„och Ausdruck der Neugierde und de« Sp ttck-. war- man noch bei der letzten Ruheställe des rschnldete'-r zu seinem Lobe sagen?..u Beiiviel Der Redner nannte Robyn seinen WjiAx in o'n gut- Empfehlung in der Welt, decjS.fl; A"r ■n Manne« aeweieil UI sein.— f'Vt«,®ttu eine reichen Mannes gewesen zu sein. von seinem hohen Handelszeistc und a�dstäiilerfee'" vernünftigen und verständigen Fiuancier de»«jri wie er sein ganze» Leben trotz seines Ro�jag des b-it und Sorge zugebracht habe; er«ifWssjellt H,-,.' spruchslosigkeit und Sparsamkeit und h Börse wa' als er Robyn als cmen barmherzigen- ,ehr al-! flucht der Unglücklichen, der Wittwcn»'''zfcbe. svr.. 1 derte, die niemals seine Thür verschlossePm Kassirer u? sie in Roth und der Hülfe bedürftig wP zw klaren Am rief er mit einer angenommenen dumpst� ungesäumt T-dlen zu: Zürich mit d „Robyn, edler Mann, nützlicher-'i; et, Freund, die Erde sei Dir leicht— lebe yrst am 29 Während der Redner sich den �jÄUJszjtache Stirn wischte, kamen Viele von den ZMideun Moraen drückten ibm die Hand und wünschten Kede schönen Rede, die er gehalten hatte, drückten ibm die Hand und wünschten i-»ue j,, � schönen Rede, die er gehalten hatte,;'ftimtnt ben e Wahrheit enthielt, darum kümmerten. und$tU.: Einige lachte» sogar laut aus über dabpen, m,, �* Redner« Schlauheit nannten— der 2°),- Unredlichkx Grab gesenkt, ihre Pflicht in den Augt'ag Coniptoir than und— Robyn schon vergessen..-'Oo Francs Al» nun die Anwesenden in lebhaslr-.��.�. ?u den Wagen begaben, um nach der' fahren, näherte sich Berthold seinem Fre»'. 0 k°» und flüsterte ihm ganz außer sich d „Conrad, ich bitte Sie, bleibe» �°'-str b muß Ihnen etwas Wichtiges sagen."...fctadler*' Al« sie außerhalb der Umzäunung erwiderte. kommen waren, ging Berthold an emeS°:, auf dessen Tritt Mouck schon einen�Fnö ,,,/,.. �te •in• nher f/ntm h�r Ädlff'...'«llH 5'" einer», einzusteigen; aber kaum hatte der Sch� gen Herrn bemcrft, so sprang er Wagenschlag geöffnet und sagte, iudew �'P'iälam Benhold' verneigte, zu ihm in spott-nd-�Hou?�!.� „Beliebt Herrn Robyn in die> tz... Sein gehorsamer Diener wird wohl 8f(net. l'-; finden"- u' Ki-l-rde(IJ.' „Giftiges Ungethüm!" entgegnete 1;;m nicht»1' flammenden Blick der Verachtung«u'.ipaen! weisend. Er saßt- seinen Freund CA Jrioch aon°l und entfernte sich mit ihm auf einein A � �«l Einen Augenblick danach saßen All, Habe; m,' Wagen. Den Pferden wurde die Pe»!� ij dem ffintf*, ..„x.»-t-ft,. Ott. W lonntn.i, U!i°......""'lOJl liller Trauer nach dem Ki chhof nun über den Steinweg mit solcher.4%- Q'm °lch-m Geräusch, al» führte er ein-> �r, ßi x.,(Fo-tV Uolta°m "» i" sich.. nach der Kirme». L —(Zur Brautkranz-Affaire) theilt die„Biirs.- Ztg." nachträglich noch Folgendes mit: Die Brant hatte, um vor Thicanen sicher zu sein, vorher beim Küster an- geftagt, ob sie eine Garnirung zu beiden Seiten des Kopse« tragen dürfe; sie hatte die Zusicherung erhalten, daß dies zulässig sei. Vor dem Trauakle fand indeß der Küster, daß die Garnirung doch einem Kranze zu ähnlich sehe, und der Pastor trat dieser Ansicht seines Gehülfen bei. ES entspann sich nun zunächst folgende? Gespräch zwischen dem Seelenhirten und der Braut. Pastor:„Wollen Sie mit einer Lüge vor Gott treten?" Braut:„Herr Pastor, ich habe ja gar kein Hehl daraus gemacht, daß ich ein Töchterchen habe, sondern ich habe es selbst dem Küster mitgetheilt und gefragt, ob ich einen gewöhnlichen Haarschmnck tragen dürfe." Pastor: „Hier handelt es sich nicht um Menschen, aber Sic wollen Gott belügen." Braut:„Herr Pastor, Gott sieht doch in die Herzen, und nicht nach dem Kopsputze." Pastor:„Und ich erkläre hiermit, daß ich Sie nicht traue, wenn Sie nicht den Kopfputz ablegen."— Jetzt trat die Intervention einer Frau ein, welche eine unbe- schreiblich energische und weithin schallende Strasrede gegen Herrn Kober und seine gleichgesinnten Kollegen hielt, die den Pastor verstummen und erbeben machte. Diese Rede war da« Signal zu dem Andringen der vereinigten Köche, welches unter großem Lärm geschah, da auch die übrige in der Kirche anwesende Menge sich sehr aufgeregt zeigte. Das entscheidende Gewicht für die Nachgiebigkeit de« Pastor« Kober ist aber nicht in der Kirche, sondern außerhalb derselben in die Wagschaale geworfen. Mit schreckensbleichem Antlitze berichtete näm- lich der Küster seinem Herrn und Meister, daß die Kut- scher von den draußen harrenden Wagen, welche schon seit einer geraumen Weile auf die Meldung:„Der Fournier ist los I" sehr demonstrativ mit den Peitschen geknallt und dadurch die Schließung der Kirchenthür herbeigeführt hatten, Miene machten, den Eingang zu forciren. Die Köche im ersten, die Kutscher im zweiten Treffen— dieser Schlachtordnung konnte die kirchliche Macht nicht widerstehen, und die Trauung ging vor sich. — Die nächste Brautkranz-Afsaire wird wahrscheinlich noch viel interesianter werden; schon hört man von Frommen das Verlangen aussprechen, daß bei allen Trauungen eine starke Polizei-Mannschast in der Kirche anwesend sein soll. *(lieber die Stellung der kleinen Schnei- dermeister in Berlin) hört man, daß sie den großen Confektionsgeschäften gegenüber nicht anders gestellt sind als die Gesellen. In der That ist auch kein andere« Gewerbe in den letzten 2 Jahrzehnten gerade in Berlin so von einem selbslständigen Handwerk zur bloßen Lohn- arbeit heruntergesunken, als da« der Schneider. Die kleinen Meister reprllsentiren jetzt nichts weiter, als die Entgegennahme von Aufträgen, welche die großen Ge- fchäfle ihnen ertheilen, um zu ihrer Bequemlichkeit mit nicht zu vielen einzelnen Arbeitern zu thun zu haben. Sie selbst, die einen, höchstens zwei Gesellen, weist auch eine Nähmaschine haben, arbeiten mit, und es bleibt ihnen nur ein höchst kü imerlicher Lohn zu ihrer und ihrer Familie Ernährung. Auch hat die selbstständige Verfertigung des Kleidungsstückes bei ihnen aufgehört; sie bekommen das Zeug zugeschnitten und haben nur die Zusammensetzung zu besorgen. ES liegt nun doch wohl nahe, daß diese kleinen Meister mit den Lohnarbeitern gemeinsame Sache machen und sich in ihrem eigenen Interesse der social-dcmokratischeu Arbeiterbewegung an- schließen müssen. —(Brand.) In Moskau brannte in der Nacht zum IS. Februar ein HauS bei der Nikolai- Eisenbahn nieder, wobei nenn Menschen ums Leben kamen. —(Acht A rbeiter verunglückt.) Auf dem Eisenwerk von Fourhambanlt in Frankreich hat sich am 19. d. M. ein furchtbarer Unglücksfall ereignet. Eine Dampsmaschiue, welche man reparirte, hat während der Operation durch einen Strahl heißen Wasser« acht Ar- beiter schrecklich verbrannt. Fünf der Verbrannten waren bereits am 20 an ihren Wunden gestorben.— —(Arbeiter v erunglückt.) Auf dem Pol« damer Bahnhof in Berlin verunglückte am 22. d. M der Bahnhoss-Ausseher Knochenhauer. Derselbe leitete das Rangiren eines Güterzuges und war hierbei au» einer noch näher festzustellenden Ursache unter die Räder eines Waggons geralhen und hierbei so beschädigt, daß er bald darauf seinen Geist aufgab. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und ein Kind.— Auf demselben Bahnhose wurde der bei dem Bau des EmpfangSgebäw de« beschäftigte Zininerpolirer Vetter auch am 22. d.M. durch einen herabfallenden Balken gettofsen und sofort getödtet. �(Zur Mißhandluug der Gefangenen in Duisburg.) Bekanntlich kamen im Gefängniß zu Duisburg ungefähr vor Jahresfrist bedauerliche Miß Handlungen der Strafgefangenen vor, die zu einer An klage mehrerer Beamten fährten. Der Prozeß gegen die Polizeidiener Koch und r enossen endete damit, daß der Genchtshos folgende» Urth cU fällte: Der Polizeidie- ner Koch sei(wegen Mißhandlun � in zwei Fällen) mit drei Monaten, der Polizeidiener Müller(wegen des« gleichen in einem Falle) und der Po Ineidiener Winter (in zwei Fällen) mit je vier Monaten Gesängniß zu bestrafen und ihnen die Koste» des Verfahre i:� zur Last zu legen; die Polizeidiener Friedrichs und Grossar r, sowie die Ehefrau Koch dagegen von den erhobenen Anschul digungen freizusprechen. —(Ein politische« Duell.) In Algerien hat vor einigen Tagen ein politisches Duell stattgehabt. Uilter den Offizieren einer Abtheilung Truppen, welche gegen Araber an der marokkanischen Grenze operirte, kam es nämlich bei der Ankunft der französischen Post, die über die neueste Lage der Dinge in Frankreich be. richtete, zu einem politischen Gespräch. Einer der Aw wesenden, M..., ein Nicht-Offizier, griff den Kaiser und dann auch die Kaiserin sehr scharf an. Ein junger Lieutenant, de la Ehaisse, vom 38. Linieu-Regiment, wollte nicht dulden, daß man die Kaiserin beleidige, und gab dem, welcher gegen dieselbe losgezogen war, eine Ohr- feige. Fünf Minuten später schlug man sich, und der Lieutenant versetzte M... einen ziemlich gefährlichen Stich in die Brust., *(Wie sich unsere Gegner regen.) E» ist immer eine erfreuliche Erscheinung für eine Partei, wenn die Gegenparteien sich recht anstrengen, ihr entgegenzu- arbeiten. E« beweist, daß die Partei stark und gefürchtet ist, daß sie ihrem Ziele sich nähert. Au« Clausthal melden die Bourgeoisblätler, daß sich dort im Gegen- satze zu dem allgemeinen deutschen Arbeiterverein, der auch viele Bergleute zu seinen Mitglieder« zählt, ein BergmannSverem gebildet habe, welcher die wahren Interessen des BergmaunSstandc» fördern wolle. Nun wir kennen da«; da« wahre Interesse der Arb iter ist nach den Ansichten jener Blätter die ewige Abhängig- leit des Arbeiterstandes von der Bourgeoisie. Aber nicht allein die liberale Bourgeoisie strengt sich an, sondern ebensosehr die kirchlich reaktionäre Partei. Wir lesen in den Blättern derselben: „Der Central-AuSschuß für innere Mission hat für die beste Schrift, welche die Arbeiterfrage und der-n Lösung in christlich- ethischem Geiste behandelt, einen Preis von 400 Thalern ausgesetzt. Die Konkurrenz- schriften sollen aus soliden wissenschaftlichen Grundlagen ruhen, aber so abgefaßt sein, daß sie den Gegenstand den Gebildeten aus allen Kreisen nahebringen. Da» Preis- gericht besteht au« Professor Dr. Nasse in Bonn, Raths- Herr Karl Sarasin in Basel, Kommerzienrath Deliu« in Bielefeld und Prediger Oloenberg in Berlin. Die Konkurrenzschristen sind bis 1. April 1871 an den Erst- genannten einzusenden. Das ausführliche Ausschreiben ist in der Februarnummer der Fliegenden Blätter aus dem Rauhen Hause enthalten." Wenn auch solche Schriften dutzendweise geschrieben werden, das Beste ist, daß die Masse der Arbeiter sie nicht liest und die Wenigen, welche sie lesen, sehen aus dem frommen Gewände doch schon bald den Pferdefuß hervorblicken. Auch die Frommen und Reakttonäre wollen die ewige Unterdrückung der Arbeit durch da« Capital. Das Heiterste übrigen« ist, daß der Central- Ausschuß für innere Mission zu glauben scheint, mit 400 Thlr. die sociale Frage au« der Welt schaffen zu können. —(Eiu ergötzliches Mißverständniß) ereig- nete sich dieser Tage zu Berlin auf der Viktoriastraße. Ein Herr erkannte von einer Droschke an« in einer aus dem Trottoir promenirenden Dame die berühmte Sä»< gerin Frau Lucca, die er mit Interesse betrachtete, als er mir Ueberraschung zu bemerken glaubte, daß auch sie nach ihm sah; aber er traute seinen Ohren kaum, als sie ihm ein deutliches„Pill Pst!" zurief. Nun winkte sie ihm sogar mit dem Finger; kein Zweifel, ein rei- zendes Abenteuer stand in Aussicht. Im nächsten Augen- blicke besand sich der Glückliche neben der Gefeierten, fragend, wa« sie ihm zu befehlen habe; was es auch sei, er würde...„Verzeihen's", fiel sie ihm in die Rede, „Sie sind nit g'meint, i hob nur dem Kutscher sage 'wollen, daß er sei' Pferdedecken verlor'n Hot." Frau Lucca spricht fast immer im österreichischen Dialekt. —(Kaiserlich österreichischer AmtSstyl.) Der„Wiener Polizei- Anzeiger" bringt in einer seiner letzten Nummern wörtlich folgende«:„Verfolgt wird eine Weibsperson wegen Diebstahls, mit gemeinen Ge- sichtSzllgen, bekleidet mit dunklem Shawl und einer sei- denen Binde über die Ohren, welche der Bestohlenen schon längere Zeit nachgeschlichen ist.— Dem mit drei Bären herumziehenden BoSniaken Ziganowitak wurde von einem jungen Burschen ein Bär, ausweislos und unbekannter Herkunft gestohlen. Derselbe hat auch eine Trommel und eine rothe Mütze mitgenommen;— ist daher im BetrettingSfalle zu verhaften." —(AmtSstyl.) Eine junge Dame, welche im Mergetschen Erziehungsinstitnt ausgebildet worden war, und später theilS in Berlin, theils außerhalb al» Gou- vernante sungiite, ließ sich behufs Antritts einer neuen Stellung ein polizeiliches Führungsattest ausstellen. Z» ihrem Entsetzen war in demselben deutlich zn lesen, daß Frl. N. N. sich während ihres Aufenthaltes in Berlin mit öfterer Unterbrechung anständig geführt Hobe." Glück- licherweise huldigte der betteffende Unterbeamte nicht dem Wahlspruch eines Ministers, der durch„Kritiken in seinem System nur bestätigt wird," soudern ließ sich herbei, die Fassung der betteffenden SittlichkeitSnote d hin abzuän- dern, daß„Frl. Si. N. sich während ihres öfter unter- brochenen Aufenthaltes in Berlin anständig geführt habe. —(Gelungener Styl.) Nr. 238 der im preuß. Hause der Abgeordu-ten(10. Januar 1370) ertheilten Drucksachen enthält einen Antrag de« Abg. v. Diest, also formulirt: „In denjenigen Fällen, in welchen der Gemeinde- Vorsteher nach dem Gutachten des KreiS-AuSschusses die erforderliche Qualifikation dazu hat, kann demselben auf den Vorschlag des letzteren ourch Königliche Ernennung die gesammte Polizei- Verwaltung—(mit Ausnahme der nachfolgenden Gegenstände: Staatspolizei inkl. der Frem denpolizei, der erforderliche Theil der gerichtlichen Polizeh ansteckende Krankheiten, welche dem Amtshauptmaun ver- bleiben)— übertragen werden." —(Eine komische Idee.) In St. Halier». Jersey, verfiel kürzlich Jemand auf eine eigenthllmliche Idee, um seine dem Trunke.ergebene Ehehälfte von dem leidigen Laster zu kuriren. Bon Profession ein Uhr- macher, verfertigte er eine recht kunstvoll gearbeitete Ge- sichtsmasic au» Eisen, welche er der nichts ahnenden Frau eine« Tage» über den Kopf zwängte und sie so umhergehen ließ. Die Polizei, von dieser sonderbaren Kur in Kenntniß gesetzt, erblickte darin eine Beschränkung der persönlichen Freiheit, konfiSzirte die„Maske" von Rechtswegen und rieth dem geängstigten Ehemann an sich von dem trunksüchtigen Weibe scheiden zn lassen. —(Für waudersllchtige Künstler.) Der Im presario des französischen Thealer« zu San Francisco in Californien kam vor einiger Zeit nach Pari«, um seine Truppe zu complettiren. Er engagirtc vier Teno« zu gleicher Zeit. Seinen über diesen Luxus erstaunten Freunden erklärte er:„Ich habe mich nur mit dem Allcrnvthwendigstcn versehen! Ich habe Erfahrung darin. Einer vou den Vieren stirbt sicher unterwegs, der Zweite bekommt da« gelbe. Fieber, wenn wir an- kommen, der Dritte wird mir bei irgend einer Geler en- heit durch einen Revolverschuß gvtödtet, und ich kann froh sein, wenn mir der Vierte bis zum Schluß der Saison am Leben bleibt." —(Guter Appetit.) Eine schottische Zeitung benchtet folgende unnatürliche Wette: Jemand wettete, daß kein Mensch in einer Mahlzeit ein Kaninchen von 6>/i> Pfund Gewicht mit einem kleinen Brod und zwei Pfund Käse essen könne. Zwei Männer nahmen die Wette an, begaben sich zur bestimmten Zeit in« Wirth«- han« zu Röburg, wo eine große Menschenmenge ihrer harrte, und gewannen die Wctte, indem sie das vorge schrieben- Mahl von 10'/- Pfund Sp.isen binnen fünf zehn Minuten verschlaugen, da« ist beiuahc ein Pfund Gewicht in der Minute. Der Eine aß noch ei» Beef- steak hinterher und trank ein volle» Maß Branntwein dazu. —(Eine unmenschliche Strafe.) Zu Bur- lington, im nordamerikanischen Staate Vermont, hat unlängst das dortige Gericht eine cigenthümliche, aber harte Sttafe über einen Raubmörder verhängt; es ver- urtheilte ihn nämlich zu einjähriger Emzelhaft, nach deren Verbüßung er den Hängetod erleiden muß. —(Zwei juuge Eheleute) waren während der Flitterwochen übereingekommen, einander bis an da» Ende ihrer Tage nicht ander? als„Engel" zu benennen. Zuerst hieß e«: mein„theurer Engel",„geliebter Engel", mein„süßer Engel". Etwa vier Wochen nach der Hoch- zeit hörte man nur noch ein einfache»„Engel", und nach Ablauf eine« halben Jahres erschallte beim Ausbruch eines ehelichen Zwistes ein— o Ensetzen!—„verflachter Engel!" —(Ein practischer Grund zur Ehe.) Eine S7 jährige Jungfrau in Monroe im Staate Michigan in Nordamerika verklagte einen Jüngling von 20 Som- mern ans Erfüllung eine« Eheversprechens, welches er ihr unter der Bedingung gegeben hatte, daß sie ihm einen neuen Anzug kaufe. Sie hatte die Bedingung er- füllt, und der schüchterne Liebende konnte sich den so stürmisch angebotenen Rosenseffeln nicht länger entziehen, und der Richter gab auf der Stelle mit ächt amerika- nischer Promptheit dem Bunde der Herzen die gesetzliche Weihe, nachdem nur noch vorher die Braut ihre Eile damit entschuldigt hatte, daß sie Jemanden nöthig habe, um— ihr Holz zu sägen! — lEiue hübsche Ueberraschung.) Auf dem Pariser Opernball hat sich letzthin eine seltsame Bekannt« schaft angeknüpft. Eine elegante weibliche Maske von zierlicher Gestalt wurde sehr hitzig verfolgt Seiten« eine» hochgewachsenen Mannes, welcher als Teufel maskirt war. Der Teufel versuchte die Seele der Kleinen durch die Anbietung eine« Soupers; jene verhielt sich Anfangs ablehnend, nahm aber schließlich die Einladung an und man begab sich nach dem Cafe Auglais.„Was darf ich Madame anbieten?" fragte der große Teufel und legte die Speisekarte vor. Man soupirte lukullisch, aber eigen- sinnig bestand die schöne Maske daraus, ihr Gesicht erst bei der dritten Flasche Sekt zu enthüllen. Als diese ent- korkt war, erfolgte die Demaskirung und— o Schrecken, die Schöne entpuppte sich nicht blas al« ein Mann, son- dern auch al« der jugendliche Mittedaktenr de« demokra- tischen„Rappel"— wa« für den Teufel um so Pein- sicher war, da sein gehörnte« Haupt da« des Redafteurs des ftommen„PayS" war. —(Wie man sich zu Helsen weiß.) Vor einen Pascha wurde ein Muhamedaner gebracht, der angeklagt und geständig war, in ein Christenhaus Feuer gelegt zu haben. Der Pascha befahl hierauf, den Christen eintre- ten zu lassen, da nach dem Koran ein Urtheil nur ge- fällt werden kann, wenn eine Anklage erhoben worden ist. Der Christ aber, der dies hätte thun können, näm- lich der, dem das Haus über den Kopf war angezündet worden, war mit allen andern Bewohnern desselben ver- brannt.„Sie sind Alle in der Ewigkeit," sagte der Diener, der dies dem Pascha meldete.—„Ohne An- klage," antwortete dieser,„kann ich kein Urtheil fällen. Man befrage den Koran, ob er über unseren Fall Aus- kunft giebt." Die« geschah, und man fand im Koran folgende Satzung:„Wenn der Beschädigte nicht vor den Richter kommen kann, aber sich doch an einem bekannten Orte befindet, so ist der Angeklagte dorthin zu senden, damit das dortige Gericht über ihn urtheile."—„Sehr wohl!" sprach der Pascha„Da die Christen in der Ewigkeit sind, so bleibt nicht« übrig, al» den Beklagten auch dorthin zu senden, und da« vermittelst de« Schwer- tes, damit der dortige Richter über sein Schicksal ent> scheide." Briefkasten. Herr G. Lübkert wird ersucht, mir sofort seine Adresse mitzutheilen. Herr H. Adle r in Werther bei Bielefeld wünscht Abhaltung einer Versammlung in Weither. Außerdem habe ich dringende Mittheilungen zu machen. C. W. Tölcke. P. S. in Frankfurt a. M. Wie kann irgend ein Mitglied die Befürchtung hegen, es bestehe beim Präst- dium des Allg. deutsch. Arb.- Vereins die Absicht, die Arbeiterpartei solle mit der„Voltspartei"(den„Ehr- lichen") einen„Vertrag" schließen. Ebenso gut könnten mir mit den preußischen Fcndalen, den Hietzinger Reak- tionären, oder den Fortschrittlern eine»„Vertrag" schließen. Den Arbeitern gegenüber giebt es nur eine einzige reaktionäre Masse, und darum muß die Arbeiter- Partei eine streng selbstständige bleiben. Herrn I. Rosenberger in Hamburg. Am 18. Fe« bruar ist eine Annonce von Ihnen hier nicht ange- kommen. F. A. in Hamburg: Annonce 12 Sgr. �Annoncen. Für Dcrlin. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mitgliederversammlung Sonnabend,««. Februar., Abends«'/- Uhr, im„Prinzengarten" de« Hrn. B a u m b a ch, Prinzenstr. 80 Tagesordnung: 1) Vortrag de« Vereinspräsidenlen Herrn Dr. von Schweitzer:„Der Luxemburg." 2) Die Agitation in Berlin. 3) Fragekasten und Verschiedene». Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. Um zahlreiche« Erscheinen ersucht C. W. Tölcke. Jir Drrlin. Versammlung sämmtlicher Berliner Kiftenmacher Sonnabend, den««. Februar, Abends 8 Uhr, in Lindemann's Salon, Krausenstr. 38. Tagesordnung: 1) Vorttag des Herrn Fi nn Uber die Arbeitersrage. 2) Vorttag des Herrn A. Kapell über die Prinzipien des Allg. deutsch. Arb.-VereinS und de« Arbeiterschaft«- verbände». Im Auftrage: A. Kapell. dik. Ich ersuche die Parteimitglieder, sämmtliche Kistenmachcr dorthin zu dirigiren. /ür Cöln. Generalversammlung sämmtlicher Zimmerer uud Maurer von Cöln und Umgegend Sonntag, den 27. Februar, Vorm. II Uhr, in der„Bockhalle" vor dem Ehrenthore. Tagesordnung: Der Allgemeine deutsche Zimmerer- und Maurer- Verein und ihre Erfolge. Alle Mitglieder de» Allg. deutsch. Arb.-Berein« und der sämmtlichen Gewerkschaften, die zum Verbände ge- hören, haben gegen Vorzeigung ihrer Karten oder Quit- tungsbüchcr Zutritt. Montag, den«8. Febr., Vorm.» Uhr, GroßeVolksversantmlung i i der„Bockhalle." TageSordnuug: Die Arbeiterpartei, ihre Principien und Organisation. I. Jostmann. Für Hamburg. Generalversamm lr. S. sämmtlicher Maurer und Zimmerl! Hamburg, St.-Pauli, St.-Georg Umgegeud, Sonntag, den 27. Februar, Vorwä in Tütge'S Etablissement, Valentin«� Tagesordnung:. 1) Besprechung über uusere Lohnverhöiir' 2) Entwurf in Betreff der Lohnfrage, werden soll. 3) Die Strike- Statuten. Es werden Alle aufgefordert, zu erschein» I. Für Hamburg.,«J« Zntm Allg. deutsch, ver. svtetallarbei�' �°chen Osficielle Mitglied ervirsami-�Uag«,! Sonnabend, den?«. Febr., Abenki«°»uabi im Lokale des Herrn LüderS.»-- Tagesordnung: lonneme Wahl dreier Revisoren.— Die Angelegt Numme meyer's. Die Mitglieder werden aufgefordert, zu erscheinen um zu zeigen, daß sie auch der sind und nicht aus bloßer Speculatio«- I. Ros � Für Wandsbeck. Arbeiterversammlw Sonnabend, den s«. Februar, Aben> im Lokale des Herrn Reißnei Tagesordnung:. Vortrag des Henn Richter: Da« Chi« xj» d« Lassalleanismus.______&en Für Hannover,»ssenumer Geschlossene Versammlung der hiesigen OZal-ökono; Allgemeinen deutschen Arbeiter-klese Herr Sonnabend, den S«. Febr., AbeMwPemäßi aus der Marieeninfel. schaftsvcr Wegen wichtiger V«reinSangclcgenhciN> gen eS s recht zahlreiche« Erscheinen unter Vorzcig-'d Barmhi gliedskarten._ W. Meyer, 8t»«cn«m.ss, MEiws-t»..?«;?> Oesfcntlichc Versal»»»,»««' der hiesigen Mitglieder des tet, für t Allgemeinen deutschen Arbtiter'p»ft eine' Samstag, den««. Februar, Abei>ksc Thatsac im Lokale de» Herrn A. Hunscheid», welch __ D-r Bim und bei lellschaft Für Därmen. b � Oeffentliche Versam«»«� 5 wie in der hiesigen Mitglieder des. Allgemeinen deutschen Arbeittt?""�'�.' Sonntag, den 27. Februar, Abc«�- im Lokale de» Herrn Chr. Wilh-�lwettei Tagesordnung: ,5'nPoe8e Verschiedenes. Der Bevoskstuschaft ' Für Därmen. A ihre! Allg. deutsche Arbeiterschaft Wl in de u. Fabrikarbeiter, sbeuter> ers�ammlung Zitsunsäh Glicht»m i Montag, den«8. Febr., Ade»� licht am im Lokale des Herrn Fell er, Hecking�viel von Um recht zahlreiches Erscheinen bittet-- ____-�Üppt, bis «grlki Für Duckau und Ämgegl�ui Recht GrasteS'"Wtzunl Arbeiterverbrüderllngs'ichk?mm» Montag, den«8. Februak'er social! im Schweizer Salon. Nderlichkei Programm: Bon 5 bis 8 Uhr Conceü-par babe, an Festrede.— Hernach Ball.— Etttr« V>-vublit-.„„. Alle Parteigenossen von Nah und Fern n.e ich hierzu eingeladen. Das-' Grunds« Der Ärbeiterkal�rt«S � �tn Verhc des„Social-Demokr�enn es d. ist in zweiter Auflage erschienen und tf-j!2.11.ß°n dung von 1 Thlr. 15 Sgr. für das � ziehen. Da die Auflage eine geringe � �ti Bestillu.igen sofort gemacht und der sie in fügt, für die bereits bestellten Exeip'! Zu@ eingesandt werden. ,re Hände «erlin, 17. Februar 1870. sicher Gese, Für die Redaktion des„Soc.-2%nannt wir W. Grüwel, GitfMndlich, di An die Parteigenossen il��K Diejenigen Abonneuten de«„Social-D-� icklichcn i darum zu thun ist, denselben recht piinlliw�d vor Al und zwar des Dienstag«, Donnerstag« und:'Jj. bitte ich vom 1. März ab bei mir zu � übernehme von diesem Tage an für f°�l?„" der den Vertrieb: Rosenthalerstraße, Schöuhas�Iüll oder ser Thor belegene Straßen, s Kapital» dem Schönhauser Thor belegene �...„• Wollanckslr., Prenzlauerstr., Neue Königdß;' �skraft, v, Gollnowstr., Große Franksurterstr., Kran>ß�ä>mlichstx ner Weg.— Ich ersuche daher meine»nb; vi- j, mofA» k«; U.Q.«_______ ff»., w:.«„.. � welche bei mir bestellen wollen, dies rcch��Malten" Auch nehme ich vom 1. April ab vierteljM' nements an. Bestcllunaen werden in tw'.1' ner n, Kastanien-Allee»« und in den � entgegengenommen. F- � «für Hamborg. * für G .. �brest -t die©e, Unterzeichneter empfiehlt den geehrte« öud umctjci�iiciei einpnryrr oen„!- rr,, sein Lager von Uhren; Cylinder-Uhren p' J"�tiad Thlr.,«ncre-Uhren von 9—18 Thlr., I" tioc Waud-Uhren, zu billigen Preisen bei i«lt V*- wo sie Ferner zeige ich an, daß Cylinder-Uhtt« Notbp 1 7/$. 8 Ii, und Ancre-Uhren sür 1 � j ch Capjl »igt werden. Neue Federn einsetzen koste', H. Segen, Uhrmacher. Neust. � k„'" Arbeile Druck von R. Bergmann j»�r � � Berantwortl. Redakteur u. Verleger W.