ig lr. 25. mF -Georg Berlin. Sonntag, den 27. Februar 1870. Sechster Jahrgang , Vorn� laten ttflStn* Hnverhäll«! iftage, i«l! ersch-i»» 3. A-. Demokrat 4* lg. fIe A'iwng erscheint drei Üarbei»°� wöchentlich, und zwar: jerlawl��Ss, Donnerstags und zz denkt Sonnabend« Abends. Lüder»>——__ flrgan der soeial-demokmiischm Mte>. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. ng-. bonnementS. Preis fiir Berlin incl. Bringerlohn: vierteljiihrlich 16 Sgr., monatlich 6 S gr, einzelne Angeng Nummern 1 Sgr.; bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämtern m Deutschland gleichfalls 16 Sgr.,(56 Kreuzer siidd. Währung.) auch eculatio«- Z. Rost Agentur für England, die Tolonien, Amerika, China und Japan Mr. A. Bestellungen werden auswärt? bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegeuommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet; Arbeiter- Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Dueiinx 8 Little-Newport-Street, Leicester-Squaic. W. C. London. Politischer Theil. ,Aben «ieißne« ng:. Berlin, 26. Februar. DasCh h. Armenunterststtzung ist eine der litz- _—-Wen Fragen für die Bertheidiger deS heutigen � astenuntersckiedes, mögen es Anhänger der na- sia'en Oinal-ölonomischen Richtung sein, die durch schran- rbtitÄV°� Herrschast von Angebot und Nachsrage die �lbeo�urgemäße und bestmögliche Regelung der Ge- niel. schaftsverhältnisse herbeigeführt glaubt, oder egenheitrt-gen eS Almosenspender sein, die„auS Gnade Borz-'i�. Barmherzigkeit" den durch die heutige Pro- i, Bcv�tionsweise zu Grunde gerichteten Arbeitern iv en versckwind-ni'»f-:—"■ 10. fam .......»u-me zu Grunde gerichteten Arbeitern n verschwindend kleinen Theil deS der Arbeiter- ose entzogenen Ertrages ihrer Arbeit zuwenden ssMen und damit der Gerechtigkeit Genüge ge- ? dt, stet, sür den Nothstand in der heutigen Gesell- hfttft'W eine Abhülfe gesunden zu haben glauben. otbei�c Thalsache, daß eS �Renschen giebt, die dur idt. S�end welchen Zufall zur Arbeit unfähig geworden ver B->A> und deren Existenz somit durch die menschliche - iZellschaft selbst gewährleistet werde« mutz, N- öd stets vorhanden sein. 3n der V"'»» kll NlBsellschast wird ebenso wie in der mittelalterlichen ) wie in einer socialistifcheu Unterhaltung ar- ier«unfähiger Personen Aufgabe der Gesammt. rbeittl' � Arbeitsfähigen fem. Aber freilich, ew . Adev-��lweiter Unterschied ist zwischen der heutigen chenpstege und jenem durch eine sociallsti che R-«-�ellschasr garantirten menschenwürdigen Unter- die nicht fähig sind, dieseil Unterhals x.:ch ihre Arbeit sich zu verschassen. ÄM ersten :b<»ft �ll. in der bisherigen Gesellschaft, die sich»n iter. Deuter und Ausgebeutete scheidet, wird der n„>eit«unsähige Arme nur auS Gnade, nicht aus Ave«� licht am Leben erhalten, und eS wird ihm nur heclingb-'-viel von den Gütern der Menschheit zugetheilt, m bitw j tr in freudlosem Dasein sein Leben hm- ____ �.eppt, bis ihn ein frühzeitiger Tod erlöst. Von lmncllllW Recht Arbeitsunfähiger auf hinreichende l"» B terstützung, d. h. aus einen Unterhalt, der dem ® o ,rchschnittlichen Ertrag der Arbeit eineS Menschen lNsjO" ichkommen würde, ist nicht die Rede. Rur in febrach« socialistischen Gesellschaft würde sich die lon. süderlichkeit in dieser Weise geltend machen. EouoGpur haben nach Vorangehen der französischen EiOr�publitaner von 1793 alle civilisirten Staaten '' Grundsatz aufgestellt:„daß der arbeitsunfähige ..irger vom Staat in menschenwürdiger Weise tt�a lpührt werden müsie", aber dies ist den thatfäch- »en Verhältnisien gegenüber nur leere Phrase. -rtOfr�nn es der Ansicht, welche die heute herrschenden . assen von der„Menschenwürde" haben, ent- '" zzlifcht, daß der arbeitsfähigen Arbeiterfamilie nur tna- von ihrem Arbeitserträge gelasien wird, 9-M sie in nothdürftigster Weise existirt, ja a Sl*** Grunde geht, sobald durch Maschinen r!«lfce ersetzt werden können— wenn ein llcher Gesellschasiszustand noch„menschenwürdig" Zoc.-IAnannt wird dann ist eS in der That felbstver- ��Giti5?ndl>ch, daß dem Arbeitsunfähigen als unpro- jfl-"wer Person noch weniger gelasien wird, als Ist" ,m produktiven Arbeiter. Die Lage dieser Un- al-D-�stcklichen ist in allen Kulturländern haarsträu- P>tnM�«d, vor Allem aber in dem industriell entwidelsten, 8» unt(W Pietistischen England. Langsam verhungernd > ,°>S'°U�� tet A�eiter, welcher durch unglücklichen ABiV'M obct burch die jahrelange Ausbeutung durch i�ß-a-> Capüalmacht sein einziges Besitzthum, die Ar- tönigos� Alraft, verloren hat, dem Grabe entgegen, bei Sraoi�mmlichster Nahrung, bei schmählichster BeHand- nein' die berüchtigten englischen„WohlthätigkeitS- l.r�Wen", und diese nicht allein, lasien den Un- toV-uX'Ä Behandlung angedeihen, Verderb- ven«"'! und Körper als die Zuchthäuser 1 Ä*""- Ter Unterhalt, den der Staat e af™sftmtlt,be bem Arbeitsunfähigen dem Ge- g-«Kelbe an��"" witb bemesien, daß Pete« � 5 lAnnd?' Laicht der Roth entrisien ist, wenn «u" b° und Barmherzigkeit" der ausbeutenden w."u«lmosen hinzusügt. Ja selbst '.mr-n � n MotbÄe?n?�-<üt'v Atter in Hülssl' :i 7Ä'- 4 9 tt,batt haben, mischen sich HülsSkasien _-iv«« ijaben, mischen sich stetS j.---r �-u Eapltaltsten hinein und maßen sich an, diesen Arbeitergeldern nach Gutdünken zu V' Uten unter dem Verwand sie erwiesen -S- Arbeitern eine„Wehlthat" durch Verwal- g der Kasien. Ueberall, wo wir aus»r- Sru" beitSunfähige Arme in der heutigen Gesellschast treffen, finden wir herzzerreißende Roth vor; über- all finden wir, daß die besitzende Klaffe mit Hu- manität, mit Wohlthaten prunkt, und überall fin- den wir, daß alle jene Humanität nur Schein, nur Heuchelei ist. Und doch, so traurig, so lehr« reich für uns das Geschick der durch Gebrechlich- keit und Besitzlosigkeit au« der heutigen Gesell- schaft Hinausgestoßenen ist, es bildet nur eine Seite und zwar die unbedeutendste der Schreckens- Herrschaft Jjes Hungers und Elendes. Die socialen Verhältniffe würden lange nicht so grausig erschei- nen, sie würden lange nicht so bedrohlich den Zu» sammenbruch der Gesellschaft voraus verkünden, wie es heute der Fall ist, wenn es sich blos um das Elend Arbeitsunfähigerhandelte. Aber nicht nur diese, auch arbeitsfähige, aber arbeitslose Menschen verfallen heute in ungeheuren Mafien der Roth, dem Hunger. Ihre Lieth ist eS, die das Elend der Arbeitsunfähigen verdoppelt, ihre Roth ist eS, die allen Anstrengungen der söge- nannten Armenpflege spottet, und sie erst zeigt, die furchtbaren unbesiegbaren Folgen der erwerbslosen Armuth, die ein nothwendiges Resultat deS heuti- gen GesellschaftSzustandeS ist, in ihrem wahren Rcht. In einem weiteren Artikel werden wir hierauf näher eingehen. Rundschau. Berlin, 26. Februar. Die national-liberale Partei deS ReichS- tag« des Norddeutschen Bundes hat den von uns in voriger Nummer erwähnten Antrag am 24. d. M. nach einer äußerst lebhaften D- batte durch Herrn Lasker zurückziehen lassen. Von Seiten einzelner national-liberaler Organe giebt man sich nun, nachdem die politische Wichtigthuerei verunglückt ist, den Anschein, als wenn der An- trag nur ein persönliches Werk des Herrn Lasker sei, der bekanntlich seiner Redegabe wegen als Antragsteller sigurirtc. Die 30 Unterschriften aber zeigen uns, daß die ganze national-liberale Partei die Veranlassung zu jenem Antrag in Bezug deS Eintrittes Badens in den Norddeutschen Bund war. Herr Lasker begründete den Antrag in län- gerer Rede und veranlaßte den Bundeskanzler, der, wie er sagte, nicht gesonnen gewesen wäre, daS Wort zu ergreifen, doch zu einer Antwort. Graf Bismarck glaubte nun in der Annahme des Antrags ein Mißtrauensvotum zu finden und brachte durch diese Aeußerung nicht ge- linden Schrecken in die national- liberalen frommen Gemüther. Man merkte eS manchem der Herren an, daß er eS bereute, seine Unterschrift hergegeben zu haben. Herr Miguel suchte in seiner bekannien Weise, den Schwerpunkt deS Antrags, das„Besser wissen wollen" der National- Liberalen zu vertuschen, gerieth aber im Eifer seines nationalen Zorns dahin, daß er dem Grafen Bismarck vorwarf, er habe den einmal eingeschla- genenPfad, Preußens und derHohenzollern Macht zu vergrößern, verlassen, weil er nicht eifrig genug den Eintritt des Südens in den Nord- deutschen Bund anstrebe. So war der„liberale"Herr Miquöl biSmarck'scher, denn Bismarck selbst. Der Bundeskanzler antwortete feinen Freunden in äußerst spitzfindiger Weise und sagte ihnen ziemlich derb, daß sie sehr wenig von der„höheren Politik" ver- ständen und er durchaus nicht, so lange er Bundeskanzler sei, den Weisungen seiner national- liberalen Freunde folgen würde. Herr LaSker zog nunmehr, nachdem ihm vom Abg. Löwe auch klar gemacht war, daß eS durchaus nicht so sehr human sei, Baden mit seinen freisinnigeren In- stitutionen in den mit einer durch die National-Libe- ralen geschaffenen reaetionären Verfassung behafteten Bund aufzunehmen, den Antrag schweren HerzenS zurück. Der national-liberale Dünkel hat somit eine große Schlappe erlitten.— In der Sitzung vom 25. d. M. gelangte ein Gesetzentwurf über den Unter- stlltzungs-Wohnsitz zur ersten Berathung; derselbe wurde an eine Commission verwiesen. Wir werden auf dieses gerade den Arbciterstand interefstrende Gesetz noch näher zurückkommen. Wie man vernimmt, ist der Graf Bismarck ein so begeisterter Anhänger der Beibehaltung der Todesstrafe, daß er den Entwurf eines Straf- gefetzbuch« des Norddeutschen Bundes zurückziehen will, wenn er die Gewißheit erlangt, daß die Majorität deS Reichstags sich für Abschaffung der Todesstrafe erklären wird. Durch eine solche Drohung wird er jedenfalls viele national-liberale Gemüther beunruhigen und bewegen, ihre Meinung zu ändern. Der Minister des Innern, Bruce, brachte im englischen Parlament ein Gesetz ein, unter dessen Motiven hervorzuheben ist, daß von den Tausenden von Menschenleben, welche jährlich in englischen Kohlenbergwerken vernichtet werden, nur etwa ein Fünftel Opfer von Explosionen, vier Fünftel jedoch auf Rechnung von Fahr- lässigkeit und von Mängeln in der Ver- waltung, Maschinerie und someiter zu setzen sind. Dies Gesetz schließt von allen Arbeiten in Bergwerken Kinder unter 12 Jahren aus, und ordnet an, daß äl- tere nicht länger als 12 Stunden täglich zur Arbeit angehalten werden sollen, mit Einschluß ändert- halbstündiger Mittagspause. An dem Gesetz wurde getadelt, daß dasselbe nicht für eine vermehrte und strengere Inspektion der Gruben sorge, welche je- doch der Minister um deshalb sür unersprießlich erachtete, weil dadurch daS Gefühl der eigenen Verantwortlichkeit auf Seiten der Grubenbesitzer und ihrer Beamten geschwächt werden könnte. So offen, wie hier, ist selten ausgesprochen worden, daß die Vermehrungssucht des Capjtals bei den besitzenden Klassen und die dadurch herbeigeführte Sparsamkeit in den Verwaltungen der Bergwerke und Etablissements die Ursach? dec-'viEen"Opfer an Arbeiterleben ist. Uebrigens ist daS Zartge� fühl, auS welchem der Tadel gegen das Gesetz entspringt, die Rücksicht auf die Abschwächung der eigenen Verantwortlichkeit der Grubenbesitzer und ihrer Beamten, das Lächerlich le, waS man von Seiten der Bourgeoisie einem Gesetze zum Schutze der Arbeiter vorwerfen kann. Nachdem Herr Odger mit der geringen Mi- norität von 304 Stimmen bei der Wahl in South wark unterlegen ist, bewirbt sich in Maidstone, wo am 24. d. eine Neuwahl stattfindet, wieder ein Arbeiterkandidat, Herr Applegarth, um die Stimmen der Wähler. Sein Erfolg ist indessen sehr zweifelhaft, da er seine Wahladresse erst ver- öfsentlichte, nachdem viele Arbeiter bereits ihre Stimmen dem liberalen Kandidaten, Sir John Lirbbock, zugesagt hatten. Aus Paris wird gemeldet, daß der Kriegs minister dem StaatSrathe einen Gesetzentwurf un- terbreitet habe, welcher eine Verminderung des Heeres um 10,000 Mann in Aussicht stellt. Der„Moniteur" bringt einen Artikel über Frankreich und Deutschland, der vom Minister deS Aeußern beeinflußt sein soll. Derselbe be- spricht die Bewegung in Baiern und die Stelle der Thronrede deS König« von Preußen, welche von einer Vereinigung der Südstaaten mit dem Norddeutschen Bunde handelt und giebt dann fol- gende Erklärungen über die Haltung ab, welche Frankreich Deutschland gegenüber beobachten müsse: Die französische Regierung gesteht den Deutschen da? Recht zu, sich nach ihren Wünschen zu konstitniren; aber gerade weil sie ihnen da? Recht zugesteht, hält sie aus die Ausführung de? Prager Vertrages. Voll Achtung für diesen Bertrag, welcher Süddeutschland eine uuab- hüngige nationale Existenz zugesichert, bewahrt Frank- reich eine große Reserve; aber es hält auch daraus, daß die Reserve vor allen anderen Großmächten beobachtet werde, und wenn die Bayern sich der preußischen Herr- schast nicht Unterwersen wollen, so ist e« nndestreitbar, daß Frankreich Preußen das Recht nicht zusprechen kann, die» mit Gewalt zu thun. Da» nämliche ist mit SchleS- wig der Fall, wo eine kleine, aber mulhige Bevölkerung aus die Ersllllung der Stipulationen des Prager Ver- trage« hofft. Preußen, dessen Souverain einen so großen Werth auf das Wort der Fürsten legt, wird gewißlich der Erhaltung des Frieden« ein kostbare« Pfand geben, wenn es diese Frage nicht auf unbestimmte Zeit nnge- löst läßt. Frankreich würde ihm am ersten dazu Glück wünschen. Die« ist, was unsere Beziehung zu Deutschland anbelangt, eine sehr klare Politik, welche sich ans die Verträge stützt und die nicht befürchten läßt, daß Zwietracht zwischen Frankreich und Deutschland ausbricht. Wir gehen selbst weiter und behaupten, daß die Möglichkeit vorliegt, die Beziehungen zwischen den beiden Mächten vollständig, und zwar solgermaßen zu sichern. Es ist allgemein bekannt, daß die Kaiserliche Regierung die Absicht hat, die mililairischen Lasten Frank- rcichs zu verringern. Die französische Regierung— die Rednclion des Conlingents und andere Maßregel» liefern den Beweis— will aufrichtig den Frieden und dieser steht heute unter der Garantie eines verantwortlichen Ministeriums. Warum sollte P�ußen nicht ebenfalls Garantien für feine friedlichen Gesinnungen geben? In 13 Monaten lausen die militairischen Contracte ab, welche in Norddeutschland das Contingent auf 1 pTt. der Bevölkerung feststellen. Warum sollte Preußen seine Zustimmung nicht zur Herabsetzung des Contingent« geben? Seine Bundesgenossen werden einen solchen Vorschlag wohl sehr gern annehmen. Ist es nvth- wendig, hinzuzufügen, wie sehr eine solche Maßregel zur Befestigung des Vertrauens beitragen, die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland auf dauernde nnd solide Weise herstellen würde! AuS Brüssel wird berichtet, baß sich in Folge der letzten Pariser Unruhen 36 Flüchtlinge dort aushalten. Unter ihnen befinden sich zwei Unter- officiere der activen Armee. DieS ist der beste Beweis von der in der französischen Armee Herr- schenden Unzufriedenheit mit dem Kaiserreich, welche die eonservativen Blätter aller Länder immerwäh- rend abzuleugnen suchen. Auch die„Kreuzzeitung" bringt jene sehr bezeichnende Nachricht. Der spanische Kronprätendent, Don Carlos, ist in Lyon verhaftet worden. Er hielt sich in der letzten Zeit in der Schweiz auf, weil ihm der Aufenthalt in Frankreich, mit AuS- schluß der Nord-Departements untersagt war. In Lyon sollte er mit Cabrera zusammentreffen, um sich mit diesem nach Spanien zu begeben, wo man bei seiner Ankunft das Signal zu einer allgemei- nen Schilderhebung der Carlisten geben sollte. Bei seinem Eintreffen in Lyon sofort festgenommen, warb ihm die Wahl gelassen, entweder sofort im Norden festgehalten zu werdm oder aus Frankreich abzureisen. Er wählte daS Letztere und reiste unter polizeilicher Begleitung wieder nach der Schweiz zurück. Cabrera scheint noch'nicht in Frankreich angekommen zu sein. Dreißig spanische Carlisten-ChesS, die sich in Bayonne nnd Biarritz befinden, sollen ebenfalls im Innern Frankreichs festgehalten werden. In Rußland wird gegenwärtig in Folge der Entdeckung der socialistischen Verschwörung, eine strenge amtliche Kontrolle der der Post zur Besör- derung Ubergebenen Briefe geübt. Von verschiede- nen Seiten werden nämlich Klagen darüber laut, daß aus dem Auslande eingegangene Briefe auf der Post geöffnet und dann durch ein Amtssiegel wieder verschlossen den Adressaten zugestellt worden seien. Diesen Klagen schließt sogar die Redaktion des Katkoff'schen Organs„Mösl. Wied." sich an, indem sie mittheilt, daß ihre Pariser Korrespon- den; ihr in letzter Zeit wiederholt mit erbrochenem Siegel und unter Verschluß eines Petersburger Polizeisiegels zugegangen sei.— Wie verlautet, soll die mit großer Energie geführte Untersuchung gegen die Theilnehmer an der socialistischen Ver- schwörung am 13. k. M. beendigt und das Er« gebniß alsdann zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden. Demus-TheU» (Für den Allg. deutschen Arbeiter-Bereiu.) Hamburg, 25. Febr.(Volksversammlung.) Am 21. Febr. hatten wir abermals eine Volksversamm- lnng. Dieselbe war fast noch stärker als die vorig, be- sucht. Einberufen war sie von Herrn Hörig; auf der Tagesordnung stand: 1) Die Wohnungs. und MiethS- nage Hamburgs. 2) Abrechnung über die in der letzten Volksversammlung eingesammelten Gelder. 3) Sind Volksküchen wirkliche, oder nur scheinbare Wohlthaten fürs Volk? In« Bureau wurden gewählt die Herren Hörig als erster, Liebisch als zweiter Vorsitzender, Pauls en nnd Reimer als Schriftführer. Der erste Punkt der Tagesordnung wurde mit ganz besonderer Lebhaftigkeit besprochen. Angeregt war derselbe durch den von nenn hiesigen Volksvertretern, den in vorigem Bericht erwähnten Herrn Marten« an der Spitze, in der Bürgerschaft eingebrachten Antrag:„den bestehenden halbjährigen Miethelermin auf einen vierteljährigen her- abzusetzen." Nachdem der Sachverhalt vom Vorsitzenden erläutert war, wurde die Frage:„ob die Annahme de« Antrages eine Schädigung der Arbeiterklasse herbei- führen werde oder nicht, von den Herrn Liebisch, Hörig, Beck, Vater, TLke, Wall, Hartmaun und Krause unter allgemeiner Zustimmung der Ver- sammlung dahin erläutert, daß die Uebcrzcuguug Platz griss, hier in Hamburg, wo die Miethen crhältnißmäßig sehr hoch, viel Arbeiter aber während deS Winter« oft 10 Wochen ohne Arbeit sind, würde e« ihnen nicht mög- lich sein, vierteljährlich die Miethe zu zahlen. ES würde dies ebenso die fremden Arbeiter, welche nur ein Logis inne haben, betreffen, wie diejenigen kleinen Leute, welche sich kümmerlich tehelfen, um durch Zimmorvermiethen ihre eigne Miethe aufbringen zu können. Die Rebner fragten, ob vielleicht darin die Humanität zn suchen sei, welche diese Herren vorschobm, daß, wenn auf solche Weise die Miethezahlung erschwert und fast unmöglich gemacht sei, der Exekutor alles weg hole, was nicht inet- und nagelfest sei?! Man wolle das Risiko der Grundbesitzer vermindern, ihnen das Geld, welches jetzt der kleine Handwerker und Ladeninhaber ein Vierteljahr im Geschäft gebrauche, in die Hönde spielen. Da« Schönste sei, daß die Sache von den hie- sige» VoikStribunen ausgehe; es möge die« daher den Arbeiter antteiben, allerorts, nur Arbeiter, oder deren Partei angehörige Leute in die Gesetzgebung zu wählen, damit mau auf chre Kosten nicht noch oft ähnliche Schau« spiele aufführe. Herr Beck stellte nach sehr genauer Berechnung fest, daß eine Arbeiterfamilie von 5 Perso neu zum mindesten 15 71$.(G Thlr.) wöchentliches Ein kommen haben müsse, um zu existiren! Da nun aber unter hundert Arbeitern kein zehn diesen Lohn erhielten, so ergebe sich, daß d e große Masse der Arbeiter nur ve- getirc, oder deutlicher gesagt, der endlichen Erlösung durch ein langsames Verhungern entgegensähe.— Es ist hierbei zu bemerken, daß die Rechnung des Herrn Beck wohl zu niedrig angesetzt ist. Herr I. F. Martens hat denselben nothwendizen Lebensunterhalt vor 2 Jahren im Bil- dungsverein mit 22 77$.(8 Thlr. 24 Sgr.) angesetzt; und ist die» auf eine Interpellation von Andorf ssn. in einer Versammlung de« demokratischen Vereins in unserer Gegenwart von Martens bestätigt worden. Ferner berechnete Herr Beck für eine Wohnung 104 77$. Wohnungen dieses Schlages sind seltener als Arbeiter, die 15 777$ verdienen, und sind in der Regel der Art, daß ein Gutsherr sich scheuen würde, seine Schaase darin unterzubringen.— Einer Bemerkung des Herrn Vater zufolge: es seien einige BürgerschastSmitglieder anwesend, dieselven möchten vortreten und nicht in die entferntesten Ecken flüchten, trat Herr Winterfeld,(Bürgerschafts« initalied) auf und erklärte, er sei gekommen, um sich belehren zu lassen, nur deshalb höre er zu. Man werfe den Demokralen immer Feigheit vor, er habe aber noch nie Thaten der Arbeiterpartei gesehen, man möge erst etwas thuu von Seiten der Arbeiterpartei. Die Herren Hartmann und Liebisch machten alsbald dem Herrn den Standpuukt klar und zeigten, daß die schönen Tage vorüber seien, wo die Arbeiter den Demokraten und Ad- vokalen als Fußschemel gedient hätten. Herr Tokc besprach den Umstand, daß in Wirklichkeit von sehr vie- len Hauseigenthllmern die Miethe monatlich, ja wöchent« lich erhoben werde, wenn aber am Ende de« halben Jahres der Besitzer seine Hypolhekcnschulden nicht z.hlen könne, so seien die Micther ihres eingezahlten Geldes vcr nstig, da gesetzlich der Hypothekeninhaber die Miethe Pfänden könne. Die« Gesetz sei nicht gerecht, er bean- trage daher folgende Resolution:„Die Bürgerschaft ist zn ersuchen: das Hxpothekengesetz dahin zu ändern, daß die Miethe nicht mehr wie bisher bei eintretender Insolvenz de« Hauswirlhes vom Hypothekcninhabcr mit Beschlag belegt werden kann." Herr Hörig brachte folgende Resolution ein:„In Ecwägnng, daß erstens die besitzenden Klaffen nur bedacht sind, Gesetze zu schas- fen, welche ihre Interessen oder ihren Besitz schützen, daß zweitens die große Masse des Volks, d. h. die Ar« beitcr von der Gesetzgebung bis jetzt ausgeschlossen sind, und drittens von den jetzt herrschenden Klassen keine An- stalten gemacht werden, um diesem Uebelstande abzuhel- fen, soneern dieselben nur darauf bedaul sind, ihren Besitz und ihre Macht auf Kosten der bcnachtheiligten Masse des Volks, zn befestigen oder zn erweitern, erklärt die heutige Versammlung: Es ist unbedingte Nothwendigkeit, daß die große Masse de« Volks, die Arbeiter, sich gänz- lich von den herrschenden Klassen der Gesellschaft loS- sagen und eine eigene sclbstständige Partei bilden, resp. sich der Partei der Social- Demokratie anschließen, damit bei Wahlen zur Gesetzgebung nur solche Candidatcn ge- wählt werden, welche obenbenannter Partei angehörig sind, damit Gesetze ermöglicht werden, welche die Wohl fahrt Aller bedingen." Beide Resolutionen wurden ange nommen.dicletzte eiustimmig. Beim zweiten Punkt derTages ordnung wurde die Abrechnung der eingesammelten Gelder von der Versammlung genehmigt. Ed wird hierüber da die V-rausgabnug noch nicht als' beendet zu betrach ren ist, später specielle Abrechnung erfolgen. Beim dritten Gegenstand der TazeSordnung wurden die Volksküchen von den Herren Hörig, Hartmann, Bater, Beck, Ho meyer und Hetze! in recht treffender Weise, unier allgemeiner Zustimmung, ihres marktschreierischen Pompes entkleidet. Es wurde hervorgehoben, wie solche Unter nehmungen eine Capitalistenspekulation seien, an der sich zn betheiligen auch das schöne Geschlecht nicht verschmähe, und zwar unter dem Deckmantel der Wohlthätigkeit, während doch ihrer Privalschatulle eine Extraeiunahme für LuxuSgegenstände so gesichert.werden solle. Ferner sei ein solches Unternehmen nur dazu da, damit Mann, Frau und Kind der Arbeiterfamilie zu gleicher Zeit in einer entlegenen Fabrik beschäftigt würden. Es sei daher das Bolksküchensystem die Grnndla;e sittlichen Verderbens, da noch hinzu komme, der Arbeiter solle glauben,'Almosen zu gemcßen. Speciell sei von der Hamburger sogenauuleu Volksküche zu sagen, daß die selbe im Berhältniß zum Verdienst zu lheuer sei, für eine Familie(ü Portion 4 1!.); die Art und Weise der Behandlung daselbst sei erniedrigend für einen Arbeiter. Leute, welche schwere Arbeit verrichteten, könnten sich nicht seit essen, müßten sich noch ein SchillingSbrod holen. Vom Standpunkt des ehernen Lohngesetzes seien derartig Unternehmnngen gänzlich zu verdammen, auch könne man daran, daß die Presse Reklame dafür mache, merken, was dahinter stecke. In dieser Bc- ziehung ivurde namentlich der Hamburger„Reform" die Wahrheit gesagt. Hierauf ergriff der Berichterstalter derselben das Wort und bemerkte:„Es sei gesagt ivor- dm, die Volksküche gebe ausgewärmtes Essen vom Tage zuvor, dies sei Thatsache!— aber ei» jeder werde erst gefragt, ob er es essen wolle, ciui e Leute äßen eS lie- der aufgewärmt.— Er spreche aus Erfahrung, da er selbst dort esse, ebenso sei eS ein Widerspruch, wenn man sage, die Volksküche sei eine Wohlthat, und dann wieder, es sei Spekulation, eins könne e« doch nur sein."— Als wenn nicht die Volkslüchen vielmehr von den Capitalisten als Spekulation auf Geivinn begründet, den Arbeiter aber als Wohlthat angepriesen werden.— Herr Hart- manu fertigte den Redner mit wenigen Worten ab, und zeigte, wie groß der Unterschied zwischen der Tafel eines Ausbeuters nud der Volksküche ist.— Die Ver- sammlung sprach dann einstimmig Folgende» aus:„Die Volksküchen stnd eine Capitalistenspekulation, welche eine» verderblichen Einfluß auf die Arbeiter ausübt" Es folgte hierauf, da es bereits nach 12 Uhr war, Schluß der Virsammlnug. Eine Tellersammluuz er- gab die Summe von 53 777$. 3 st.— In Sachen Schallmeyers ist wenig Aenderung eingetreten; auf vieles Andringen seitens seiner Freunde ist ihm erlaubt worden, in Begleitung zweier Polizisten täglich einen Spazier- gang zu machen; jedenfalls ist man besorgt, daß er an- »ekrirt wird. Sein Urlheil vom hiesigen Obergcrichl ist ihm eingehändigt worden, kann jedoch hier noch nicht mitgetheilt worden. Schallen eher soll, wie verlautet, in den nächsten Tagen, wenn sein Znstand es erlaubt, sich, um dieser qualvolle» Hast zu entgehen, freiwillig nach Berlin begeben wollen. O. Reimer, Schriftführer- Aus Frankfurt a. M. berichtet Herr Peter Schneider über eine am 3. Febr. im Hcymanu'ichen Saal abgehaltene große Arbeuerversammlung. Ueber die verschiedenen Punkte der Tagesordnung: das Grund- eigenthum, die heutige Industrie und die Aufeittdung des Allg. deutsch. Arb.-Vereins sprachen die Parteigc- nossen Riehl, Eidmann, A. Schneider, Fröder, Rode, Pfuhl, Hanstein aus Offenbach, Menge aus Hanau und P. Schneider. Auch die sogenannten „Ehrlichen" waren erschienen. Ihre Taktik bestand in hartnäckigem Schweig m sowohl bei der Wahl des Bureaus als auch bei der Diskussion üb.-r die beiden ersten Punkte der T:g sordnung. Erst beim dritten Punkt, beim Haß gegen den Allg. deutsch Acb.-Berein, b.-theiligten sie sich sehr lebhaft. Uebrigens wußten die „Ehrlichen" wie immer nichts Sachliches vorzudringen, auch ihre Mühe, sich weiß zu brennen, war vergeblich Als einer von ihnen im Esser ausrief:„Kommen Sie doch in unsere Versammlungen und überzeugen Sie Sich dort", brach ein brausendes Gelächter aus, da ja un- sere Mitglieder niemals in jenen Bersamminugen zuge lassen werden. Folgende Resolutionen in Betreff der drei Punkte der Tagesordnung wurden schließlich ange« nommen: 1)„Die Versammlung erklärt: die heutige Pro- duktionSverhältnisse sind die Ursache der materiellen Roth des arbeitenden Volkes, welches unter dem Drucke des ehernen LohnzesetzeS schmachtet, während einigen Wenigen der Haupterlrag der Produktion zufließt. In dem anzw strebenden social-demokratischen Gesellschaftszustano sollen alle Produktionsmittel, Rohprodukte und Arbeilsinstrn mmlc im Besitze und im Dienste der Gesammtheit stehen, denn nur so wird es möglich, daß der Arbeiter die Früchte seines Fleißes genießen kann. In fernerer Erwägung, daß die Arbeiterklasse dmch die heutige Großproduktion immer mehr gedrückt wird, er klärt die Versammlung, daß diesem Mißstand imbedingt ein Ziel gesetzt werde» muß, und daß sie den Lasskllle' schen Vorschlag, die Produktivassociationen vermittelst Staatskredit betreffend, als den einzig möglichen Weg erkennt." 2)„Die Versammlung erklärt: In Erwägung, daß von unserm prinzipiellen Standpunkt ans in dem social demokratischen GescllschaftLzustand alle Produktionsmittel Gemeineigenthum sein sollen, ist es selbstverständlich, daß vor Allem das HauptprodukrionSmittel, der Grund und Bode» der Gesammtheit zurückgegeben werde." 3)„Die Versammlung findet es erklärlich, daß die reaktionären sowie fortschrittlichen Parteien, welche den Allg. deutsch. Arb.-Verein als die selbstständize Arbeiter- Partei absolut bekämpfen zu müssen glauben, denen aber alle« und jedes Material hierzu vollständig mangelt, ihre Zuflucht zu den verwerflichsten Mitteln, zu den schänd lichsten Verleumdungen und größten Lügen nehmen.— Wenn aber Arbeiter dies thuu, wenn sie mithelfen wol- len, unsere Organisation zn beschimpfen und zu unier graben, so ist es nur bemitleioenswerlhe Unkenntniß oder fluchwürdiger Verrath au dem BesreinugSwerk der ge- tnechlcleu Menschheit." Aus Frankfurt a. M. berichtet Herr P. Schnei- der über ein am 12. Febr. aus dem Schwegcrschen Felsenkeller von etwa G00 Personen besuchtes Arbeiter- verbrüderungsfest, welches einen nachhaltigen Eindruck gemacht hat. Lassalle'S„Franz v. Sickingen" Wime aufgeführt. Nach dem ersten Akt desselben wurde dem Allgem. deutsch. Arb.-Verein von de: Gallm de» Herrn Joseph Schneider im Namen einer Anzahl Frauen uns Jungfrauen, das wohlgelungene Portrait Lassalle'S in Lebensgröße mit sinniger Ansprache gewidmet. Concert- inusik, Reden nud Gesanzsvorträge des Gesangvereins „Lassallcania", sowie zum Schluß des Programms der„Schwur aus den Rütli" bei bengalischer Be- leuchtnng wirkten harmonisch und zur vollen Bcjriediguug aller Theilnehmer, die bis zum Morgen bei Tanz und geselliger Unterhallung ausharrten. Aus der Ansprache der Frau Schneider geben wir nachstehende schwung« volle Stelle wieder:„Es war Ferdinand Lassalle, der da sprach: die Arbeiter find der Fel», aus welchen die Kirche der Gegenivart g baut werden soll, sttun wohlan, Männer und Frauen, Jünglinge und Jung fcauen, die Ihr dem LooS des heutigen AusbeutungS- systems anheim gefallen seid, bedenki,. i,Cä. der Kirche seid, aus welchen unsere AMden mel gr Stolz und Dank, die rothe Fahne, di! �' nud Znsammcngchocigkssl auspflanzen ittlflHlssührer V mit allen denen, die der Wahrheit unitfr''118 u.ftan! sich der Luge und List als Waffe bediel�- guten L »no List ward das Bildniß Lassalle« Keller gliedern entrissen, doch die Frauen uud Pichl««. Ni mit Entcüünng d eftn Frevel ansehen iniiü1®'Cl �Nall, zur Ehre ang rechnet, d.n Mitgliedern Inn Arb.-Verftns, den Vertretern der echten ili> nicht das Bild lhrcS unsterblichtn Meistere ÜJ'1' f1- 00ni zu geben mit dem Bewußtsein, habäf" Men chen dadurch zu demülhigen. U-uh'' 8 f"1 1' großen deutschen Vereins sei es heilige$ n® �eu<:e zu bewahren als ehemals. Bedenkt: � ganzen Verein i.n Vateclande; kein EichE i, frevles Spiel treiben, kein Einzelner hel? u u sein zu nennen. Möge das heuiig- freudig enden, wie die vorangegaiigeiier wollen s. beiters Herz von dem einen Gedanke« die r � lebe der Allg. Deutsch. Arb.-Verein! �»nt.r t der Enterbten in allen Cnllurlälltird-�wmf,,,,.," große unsterbliche Mister und D«L i! afsjalle! sprachen i-n Ans Harburg berichtet Herr S«-:in„s Säle Volksversammlung, die am IG. Febr«»l'ghj�' wesend v ar Herr Lübkert aus'W�-Herr MüK?> orsnung betraf: den Allg. deutsch.* s Arbe lern b. Prinzipien und Organssaiion, soivi->v°rden seien ArbeilerschaftSverbaud, seine Kämpf- Srikbcsitzer Ä ZU in stark besuchte Versamminng wählte gewi einstimmig zum Vorsttzenoen. Herr V guten Sin,. in mehrstündigem Vortrage die Tage» dieser Red meiner B-sriedigulig, wobei er besonderfl Geaentbeir heä«Ä irnb\ j � 1 zum Ar Ccntralisatiou des Verband:» und klar stellte und als alleinigea Weg, d�gründlich wi- tciliVii tfl.ifiV:if n i n htn nrm......' lcndeu Klasse zu verbessern, den von Ommlimg, tv vorgezeichneicn anempfahl, dam.: der �»Berein bei � o-n vollen E.traz seiner Arbeit gemeM Klassenlaa'e Tag komme, wo die Ansbentnng des K' �und Ostem '•Ceti; Obe Menschen aufhöre. Es folgten nun Nachtriiglft Merten und Schneemann, welch:'inskasse für- ansprachen. Gegner meldeten sich mbl-irg, Bavent Herr Sauthoss schießt seinen'Bericht»--- kung:„Herrn Lüblerl sagen w.r h< wünschen, daß er uns bald mit seiaü erfreuen möge. Wir werden ihn in i behalten." Aus Itzehoe thciit uns Herr Br»�'., auch unter den Stadtbewohnern wie«��uAllge leuten der Allg. deutsch. Arb.- Verein � Eine neue Ansdieitung fand am 13. o.-s- deutsche statt. Dorthin hauen sich mehrere Ps-W Bericht Itzehoe und Veioenslelh begeben. HHr Maschinen sprach über die henligea gesellschaftlich-« fts-instelluna über das Bestreben der Sccial-Demolcivni. � bcrts sprach über das ch-rn- LdhiigeftHsächUch[)a6{ forderle zum Beitritt auf, während sich• ans den, au die anwesenden Landlmte wendete,««ftiede„.»ergl Lehre auf dem Lande zu ver. reiten. �mi:c gar„ich Mitglieder ließen sich einzrich..cn. tu einer neu! Aus Bautzen berichtet Herr BieNldig sind. agitalorische Tyärigkcir der dorngcu Pa:« vrlitz, iz. gendcs:„Mehrere hiesige Mitglieder rt) Wenn ir in unserer Rachba.stadi Lübau-in- Z-f imittheiku, j Leben ja rufen, da man aesunden, d«si tswldunug hr, zipicn daselbst ein guter Boden sei, odli Arbeitern t gegnerische Parteien, ganz besonders'«issgibti Es wurde in Löbaü an. G.Februar c»"'.�-m dies js tun g anberaumt und zu derselbe» mehrtlflWchten niim aus Zillau, sowie die Herren Aetlel,K ,eebrikordr Rö ß ner(DreSten) c»geladen. Zur �«kückgewje� lnug waren ungejähr 300 Personen i» wen Monat Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Ccnscience. V. (Fortsetzung.) „Nun," fragte Conrad, als er ganz allein mit Bert- hold war,„was haben Sie mir zusagen? Es ist nichts Anderes, als der Ernst dieser Feierlichkeit, welcher Sie so aufregt, ich sehe es." . Ter Jüngling legte seinen Kopf an Conrad» Brust und seufzte schmerzlich: „Ach, ich bin so unglücklich, beklagen Sie mein Laos, die Zukunft macht mich zittern." „Aber reden Sie doch, Berthold! Hat ein unvorher- gesehenes Unglück Sie getroffen?" Den Kops erhebend, antwortete Berthold in verzwei- felndem Tone: „Conrad, Freund, ich bin arm, ärmer als Sie." „Was soll da« bedeuten? Ich begreife Sie nicht." „Mein Oheim hat mich enterbt." „Enterbt? Zu wessen Vortheil?" „Monck hat Alles." „Himmel! Meine Ahnung war doch begründet. Ich habe immer befürchtet, daß der scheinheilige Gleißver Ihren Oheim in seine» letzten Tagen betrügen würde; aber bis so weit, das ist unmöglich!" „Und doch ist es so. Monck hat meinen armen Oheim hintergangcn, ihn gegen mich aufgereizt. Ohne es zu wissen, hat Margret mir geossenbart. wie es geschehen ist. Mit meinem Gedichte, der Wucherer, in der Hand hat er dem kranken Greis ein Testament abge- zwungen...." „Aber diese» Testament müssen Sie umstoßen lassen, Berthold, es kann nicht gesetzlich sein." „Giebl da« Gesetz meinem Oheim nicht die Freiheit, über seine Güter nach seinem Gutdünken zn verfügen?" „Das ist einerlei. Sie müssen gegen das Testament das Recht in Anspruch nehmen. Es können Formfehler darin sein." „Eitle Hoffnung, Conrad. Als mein Oheim das Testament schrieb, stand Monck bei ihm. Monck ist schlau und er weiß gar zu gut, wie ein Testament ausgesetzt werden muß, um unantastbar zu sein. Das LooS hat mich unwiderruflich getroffen." Conrad zitterte vor Ueberraschung, als ob nun erst eine traurige Gewißheit in ihm au'gesliegen wäre. Er sprach nicht und schien in schmerzliche Betrachwng ver- funken zu sein. „Ach, ich habe gehandelt wie ein Blinder, wie ein Wahnsumiger," ries der Jüngling.„Ich wußte, daß Monck ein Heuchler war. Mein Inneres sagte mir, ich solle ihm nicht trauen; wäre ich nicht so unbesonnen nud so sorglos gewesen, so hätte ich mit einem Worte meinen Oheim vor seiner Verblendung bewahren können; aber wer sollte an solche arglistige Bosheit glauben können!" „Wehel" seuszte der Musikus,„weil der Künstler die arglistige Bosheit für unbedeutend hält und sie verachtet, darum wird er ihr Schlachtopscr." E» folgte nun ein Augenblick trauriger Stille. Beide hefteten schweigend den Blick ans den Boden. Plötzlich schüttelte Conrad den Kopf, als wollte er sich von dem Druck: der unheilverkündenden Nachricht befreien. Die Hand seines Freundes ergreisend, sagte er mit lauter Stimme: „Armer Berthold, es ist ein großes Unglück, so viel Geld zu verlieren; aber glauben Sie nicht, daß in dem menschlichen Herzen noch andere Quellen des Lebens- genusses und des Seelensricdeus sind?" „Geld?" rief der Jüngling mit fieberhafter G-berde. „Ich verachte, ich verabscheue das Geld. Nun weiß ich, wie viel Flecken alt einem Goldstücke sein können...." Den Kopf neigend, setzte er mit kuber S-imme hinzu: „Aber ich sühle die grausame Macht des Geldes. Ich zittere an allen meinen Gliedern, der Schrccken beklemmt meine Brust. Gold wäre Nicht«, aber Laura, Lanra!" „In der That, Laura, Laura!" wiederholte der Mn« sikus fast unhörbar. „Ach, werde ich, der arme unglückliche Dichter noch mein Auge zu ihr erheben dürfen? Wird Herr Kemenaer seine Thür nicht vor dem Künstler, der ohne Erbe ist, verschließen?" In schmerzlichem Zwciftl zuckte Conrad die Achseln. „Also," rief Berlhold hoffnungslos aus,„ich werde nicht allein des Geldes, da» ich gering schätze, be- raubt worden sein; sondern auch der Traum meiner Seele, das Glück nmue» Leben», das Licht meiner Zu- kunst, Alle», Alles wird mir mit dem Gelde genomnicn. Wir irren, wir irren, Conrad. Das Geld ist wirklich der Quell von Allem. O könnte ich mein Herz mit Gewalt daraus hinlenken, ich würde wie die Andern das Geld schätzen und lieben, als die einzige, wahre Macht ans Erden." Der MusituS sah seinen verzweislungsvollen Freund mit tiesgefllhirem Mitleid an— ob er es nur that, um Trost in seinen Busen zu senken, oder ob er wirklich glaubte, daß de» Jünglings Furcht übertrieben zei, er versuchte ihm die Hoffnung einznflößcn, daß der Verlust seines Erbes für ihn die schlimmeu Folgen nicht haben würde, die ihm so schreaenerregend vor der Seele standen. „Kommen Sie, Berlhold," sagte er,„mäßigen Sie den Flug Ihrer leicht erregbaren Eiubiiduug. Laffcn Sie uns lustwandelnd nach der Stadt gehen. Die Stunde naht heran, daß ich bei Herrn Kemenaer meine Claoier- stunden geben muß. Was fürchten Sie? Glauben Sie, daß Laura Sie darum weniger lieben wird, weil Sie ihr mit Ihrer Hand lein großes Vermögen mehr bieten können? Sie kennen Laura nicht, wie ich sie kenne. In ihrem Herzen liegt ein Schatz voll Edelmuth, von eigc- nem Willen und Größe verborgen. Mich würde eS gar nicht ivundern, wenn sie desto eher Ihre Braut werden wollte, weil Ihre Lage, ihre Liebe und ihre aufrichtige Gesinnung aus die Probe zn stellen»nd herausznsor- dein scheint. Berzweistln Sie nicht." „Aber Herr Kemenaer!" seufzte der Jüngling.„Für ihn ist das Geld Alles." „Sie meinen es, Berthold. Es giebt doch Etwas, da« H-rr Kemenaer mehr liebt, al» Geld; Etwa«, für da» er, wenn es gesordett werden sollte, selbst sein Geld hingeben würde." „Was lami das sein?" „Das Glück seines einzigen Kindes, seiner Laura. Nur weil er glaubt, daß das Geld ihr ein beneidens- werthes LooS auch dann noch sichern könne, wenn er diese Welt verlassen habe und weil er eine so große Liebe zu seinem Kinoe hegt, strengt er all seine Kräfte an, um seine Geldmitlei zu vermehren. Wenn Laura ein- mal erklärte, das glückliche Leben, das Sie mit ihr ge- nossen haben, nicht ausgeben zu wollen, wenn sie durch den Gedanken ihrer Trennung in ihrem Herzen ver- wundet, krank würde und hinzusiechen drohte, Herr Ke- menacr würde Sie selbst bitten, sein Kind zu retten, seine Laura ihm zu erhalten." „Dank, Dank," sagte ruhig der Jüngling,„Sie täuschen mich vielleicht, aber mein kranker Geist nimmt so vertraueusvoll die frohen Lichtstrahlen, die Sie vor meinen Augen zaubern, ans." „Seien Sie versichert, Berthold, Laura wird zu Gun- sten Ihrer Liebe einen muthigen Kampf gegen die Geld- liebe ihres Vaters bestehen. ES wird einige Zeit wäh- ren, es wird ihr vielleicht viele Thränen kosten, aber dennoch werden Sie triumphiren. Sic iehcn wohl, Berlhold, daß Sie sich mit Unrecht der Verzweiflung überliesern. Gewiß wild diese unerwaitete Weift ung in Ihrer Lage Herrn 5kemenaer überraschen und betrüben. Wenn er der ersten Einsprache seines Herzens n.ichgcben sollte, würde er unzweiselhast s ine Thür vor beul armen Dichter verschließen, so wie Sie sagen; aber die liebe- volle, die starkmuthige Laura ist da, das kalte Urtheil durch Bitten abzuwehren. Urtheilcn Sie über Ihre edle Freundin nicht, bevor sie diese Probe bestanden hat. Harren Sie aus mit Verlrauen, der Erfolg wird Ihnen den Frieden und die Freude de« Herzens wiederschenken." „Möchten Sie Wahrheit sprechen!" rief der Jllng- ling, indem er im Gehen die Hand seines Freundes dankbar drückte.„O, dann würde ich das Geschick seg- nen für das, was geschehen ist. Ja, ja, Conrad, denn das Geld meines Oheim« würde mir keine Ruhe ge- lassen, es würde mir das Herz mit GewigenSbiffeu er- füllt haben... Sie wissen es nicht, aber diese» Geld, eS sind die gesammelten Thränen der Witt.ven und Waisen, die Klagelaute der Unglücklichen, die Bluts- tropfen der hoffnungslosen Hansväter, mir einem Worte: mein Erbtheil wäre d e Frucht de« gemeinsten Wuchers gewesen." „Ich wußte oder ich vermuthete e« wenigsten« seit langer Zeit", sagte der MnsilnS;„aber ich wollte Ihrem unschuldigen und zaitjühlenden Herzen eiu.m dauernden Kummer ersparen..." Plötzlich den Ton verändernd, sagte Conrad mit mehr Ruhe: die Eut „Nun bewahren Sie die Hoffnung,) ob das Schicksal Ihnen wohl so semofl�.. befürchten.— Sie nicrden Ihre W«1?? wo müssen, mit dem bösen Monck können iSOoqahlc» unter demselben Dache ruhen." f-f ia) 31): „Ich kehre nicht wieder nach Haufli v""fer Iii wartete Berthold.„Es ist zwischen-' r, re C'n du sichsü eine heftige Erllärnnz erfoiz würde ich an der Thnr oiesca ubjchcul''tPato'äi:ll tödiet klingeln. Sein Anblick allein lödlct mülhignng und Scham." « einen M ülnch ltl[ den ylflunfl uuo-i-qam.' iß|'"t „Aber wozu haben Sie sich eutschloi!�?".uet �.w°h.l-n?"..... fcö „Ich weiß es nicht." sein. Bert!» >vs zu eura, „Auf meinem „Haben Sie Geld?" „Auf meinem Zimmer liegt noch'ck lia» o Drei oder vierhundert Francs, glaub:' lieber ging ich vor Hunger zu Grunde, 4ivm0,," I, sie dort zu holen." Ihuc., „Lassen Sie dies meiner Sorge Jtjt uuun 1 fhftm- rrfi hl'rtnrft« miA ItiAl Ii, i'.-'Mi...- Berlhold; ich brauche mich nicht zu fl Namen da« zn verlangen, was Ihnen derselbe!l -n, •"• tb i denn Ihr Oyeim Ihnen gar Nichts HiMer uami," „Nichts. Monck wollte mir sünfl? �i», geben. Er sagt, daß Oheim auf s-in Z�dcs G l'»! ersucht habe.-' 0�, „Und Sic haben die sllnstausend$JJhe'jesel?,? genommen? Mit dieser Sunnne W'' 1 immerhin bessere Verhältnisse abwarten-', „Ein Almosen von Monck annehm-«' nijd- Berlhold mit Culrüstiing.„Sein' v heit gutheißen durch die Annahme nb'rri, Ha! Sie wollen mich aus die Probe h' Hätte Monck die Summe mir in$ flnt- Sie versichert, ich würde sie ihm in"'i s«»„.if1' Gesicht geivorfen haben— das Geld'. bald bleiben, bis ich in Person komme, ihn: i äj."P3 Monck sagt, daß ich kommen werde, d-aX �7 F gekommen, ihn bitten ivcrde, mir das«'■ Ke fid V�1 (eil zu geben. Mache ich mich jemals'!''"c«Nir>yd heit schuldig, o dann verachten Sie Uli®.h Sg l';: ich werde dann wohl tief in dein tu geschte.';1 niedrigung versnnkeii sein— spreche«"- davon, es pemigl mich..." Mhor w „In der Thot, Sie haben Rech-'-lvortete bic ,-reden wir nicht mehr davon. Ich, b*'(4 Fräulein Vorschlag zu machen. In dem Ha»!«''l-I Platze« j, Kammer bewohne, steht ein schönes ir-sold zitterti ist gut, meublirt; seine Thür ist der �e, � gegenüber. Miethen Sie es, bis Sie weiter thun sollen!" „Miethe» Sie es! Aber Geld?".ij „Denken Sie nicht daran. Collrad aber er hat immer pünktlich bezahlt Vertrauen der Hauswirlhm. Er wird wörtlich bleiben." „Aber vm Ende des Monats?" Blick, mi •neu dies die Zj /fange gl s'ch-r Beän "d'r tannr jjiSftate des„Wettiner HofeS" erschienen. Jn's Bureau '.izHirdku mil grojj-r Majorität gewählt: als Vorsitzender dälffielilec, als Stellvertreter Schreckenbach, als ' � gH�nfifllhrer Viehweg und Stamm. Das g-sammte >it uir��au bestand sonach aus lauter Bautzener Mitglie- guten Lassalleaneru. Alsdann entwlckelten die Mren iieller, Liößner und Zvuieblcr klar unsere / nild �uzipien. Nach den längeren Vorträgen, wellt en stlir- iinw®?" S8ei'aU' sowie auch MißsallSbezeugungen folgten, de'''i � um Interpellation gebeten, doch wagten die Geg- . g-a sich nicht hervor. Ein Herr Anike(Schulzeaner) zMtragte� vom Platze statt von der Tribüne aus sprc- ' zu dllrsen. Der Antrag fiel aber, und Herr Stirius l te nun den schüchterueu Herren Fortschrittlern derart zu, 'nein:"ugeheurem Beisallssturm der meisten bereits sür Im v.!:l �wounenen Arbeiter, daß der Kansmauu Anike °d°r übel da» Wort nehmen mußte. Er wollte .«irr U*,1' iI0® uusCtC Ziele unerreichbar seien und daß ine T'"�r mehr Sorgen habe als ein Arbeiter. il, nun Ciu surcht'barer Slurm los. Die Ar- 1.rf,« den Redner von der Tribüne angeln, wäh- !?" ä«' Schulzeaner riefen: Schmeißt das Bureau �, nnt.r. Der überwatbeiw- nqai: Schmeißt das Bureau ,chnt.r. Der überwachende Polizribeamte wollte die äSadel-Mammlung auslosen; jedoch verkündigte der Vorsitzende ! D'�e Pause. Endlich gelang eS, die Ruh: herzustellen. _ � sprachen jetzt die Parteigenofsen Keller, Roßner, nr«''sirrus, Schreckenbach, sowie die Gegner Mol, und Febra» üb le. May gab indirekt die Wahrheit de» SocialiimuS as ö.- Herr Mühle meinte, daß die Majorität der Capitalisten tsch.» Arbeitern bestehe, die durch Sparen zu Eapitalisten zowie forden seien. Er selbst sei dadurch zum Maschinen- nrpje Mkbcsitzer geworden. Die„Auswärtigen" hätten keine ihtte i'i zum Arb eilen und seien nur gekommen, pcrr guten Sinn der Lüdauer Arrbeiter zu verwirren. Tagtstjl dieser Rede erreichte der Herr Schulzeaner übrigen« «esondenZGegentheil von dem, was er w llle. Di: Vernas■''knlaiig wollte ihn nicht hören und als der Vorsitzende g:g, gründlich widerlegt hatte, unter großem Beifall der von Wimmlmig, traten circa 30 Arbeiter deni Allg. deutsch. - der /»Verein bei, und sehr viele wurden zur Crkenntniß geaieftst; Ktasseuloge gebracht." z de«---- nun 7 Nachträglich sind ihren Verpflichtungen gegen die .velch-?ü«kasse für Monat Januar nachgekommen: Bcan- ich nllilArg, Bayenthal, Nenmnnster, Heidelberg. Leipzig, Bericht»■ und Osterode. In Ne. 23 mußte-S anstatt Are- wir lplifjeisen: Oberneulaud bei Bremen. ,riai»>—- Verbünds-Thcil. I�U Allgemeinen deutsch. Arbeiterschasts- Verband.) r 13.>>-'} �kursch« vereintgtc Metallarbctterschaft. hrere P-�sut Bericht der„Elbs. Ztg." hat am Donnerstag en. V�tr Maichinensabrik(Aktieuge'ellschnst) in Essen eine �ajlliche>l P>:instcllnng von 150 brs lll0 Arbeitern stuttgc- Deinolt�fl. In der Anstalt.sind 300 Mann beschäftigt. !ohnge!:t'»sächlich haben sich die Dreher und Gießer vcthci- cend fit» ans den übrigen Werkstätten, als Schloffer, ldete, allchlcde u. decgl., nur einzelne; die Schreiner und iten.'Mure gar nicht. E« hanoelte sich um einige Bestim- i Ei einer neuen Fabrikordnung, welche den Ardeitern er Viepdig sind. zen Pst« üclitz, 13. Febr.(Unerhörte F-nbrikord- lieber Wenn wir von hier aus jetzt zrniN ersten Mal . f*'- nioil— —...uit uuu yier ans jetzt zniiN ersten Ja geschieht es �..jueil es's»), uro uu.v tn da?'Ltdnltug handelt, die ihres Gleichen sucht. Sie i sei,"''S /tbeitern der„Aklien-Gesellschast sür Eisenbahn- der« SiTOm' aasg>drungen worden. Ich sage„ausgedrun- euar cnl> dies ist das rechle Wort. Die leitenden Per- en Ntch>tl"�tichten nämlich der stönigl. Regierung die unten- Aellkt� izabrikordnung � welche, ich weiß nicht wes- .-."--"g ei», inrnckgewiesen> urde. �men Monat»oerden Sie nicht dableiben, Berthold, m.mlg',' � Entscheidung des Herrn Kemenacr gegen o icMdW.�wlichkeit länger als einen Monat aus sich Kre wohlan! Eonrad wird dann sür seinen lö>M«ü W--- Warum doch so gesprochen? Mar- * ach Ihnen das Geld holen, da« Sic aus Sallsi Z lnmir liegen gelassen haben. Es mir vcrwei- Zchen nz-w dmnm-e Di'!dstaZ.. Monck ist zu schlau, ?.ür �Ädt �"üges in einen gej ähnlichen a bj chettl!M« Si ar> Jiun' dann haben Sie genug für löstet" onat. Also, es ist eine abgemachte Ulemer Elavicestunde werden wir da« '«Cr«.;""--übe miethen. Sie wer- ss-i."'■ u-�ich werde immer bei eulschb ,........«nc errouryageaai jo« zu ertragen." Juice Freund l" antwortete der Jüngling. noch r,S hat Ihr« Zune gung zu mir vergrößert. Wenn glaube"sich gegen mich wenden sollte, würden Sie doch icunde, Wmtin Berthvld nicht verlassen. Bei Ihnen sem, thuen zusammen wohnen, zusammen von Karrst um Sorge ist träumen, unsere Elttpsittdungen einander aua t»n schAai... es ist ein Glück, wofür ich meinen BWI z Ihnes je zum Himmel erhc e... wenn mein Her; nicht ichts hiS'Mler traurigen Furcht beklommen wäre, ich würde che sürü'ä sein und jauchzen.. �. aber die vermaledette sein des GeldiSl Laura! Jetzt, wo ich ihre Woh- j&t, sich!- ich einen lallen Schauder meine GUe- usend ö�chrieseln. Ich bin beschämt— sollte ich e« wagen une l°f\Sie»u begleiten, Eonrad? Himmel, ich bin m iwartev-»» derselbe Mensch nicht mehr; alle Gemüchskrast «»ehw��Mlich; ich habe nicht mehr da« Recht, zu lieben. nn Bea�r. zn, zittern, errölhen, o!— Giebt da« Geld i.c cuie'�jUmc«, so giebt es znm wenigst«« Mulh und Zrobe rn a>as a.»itr sind Sie doch so verändertich inPer Gemüths- HM r»'(jbz. Berthoid!" bemerkte der MnsiknS,„dato ge. a Gcid �/ntd traurig, bald froh, bald verzwerseind; Src re, ihn s> sich bezwingen und vernünftig sein. Kommen erde, ,:«>r Sie Ihr Haupt emporgerichtet, und demü- ir da« d sich nicht nutzlos vor Herrn Keanenaer. 1-a cmal« siz,» �nermarttte Nachricht durch Niemand vernehmen Sie �ae� Fürchten Sie nicht, sagen Sie drilst, ein �?.e!Wcheha'd' 8?" zusetzen, wurde ein Exemplar in eine Liste eingeheftet in welche sich die Arbeiter behufs Feststellung hrer Perso nalien einzuzeichnen haben, und diese Liste mit den Unterschriften soll zur abermaligen Gen-Hmigung der Königl. Regierung vorgelegt werden. Zugleich will ich Einiges über die Art der Lohnzahlung mutherlen. Der niedrigste Lohn ist sür Neueinrcetende ans 15 Psenurge pro Stund: festgesetzt, der höchste beträgt 23 Ps.. den selben erhalten 0—800 Man» aber außer den Parüe- führern nur höchstens zehn. Der mittlere Lohn beträgt IL-18 Ps. Die meisten Arbeiten sind in eine Arl von Accord gegeben; ist nämlich eine Partie Wagen fertig, dann wird der sogenannte �Ausgleich" ausbezahlt, aber selten sehen die Arbeiter wirklich etwas davon, weil sie fast immer im„Schuldbuch" stehen. Haben die.Ir heiter nämlich die ihnen auszezebcne Arbeit nacht in der bcstimmlcn Frist fertig gemacht, dann müssen sie die zur Arbeit mehr verwendete Zeit bezahlen und kommen in s Schnldbuch, und diese Schuld muß auan wieder abge tragen werden, wenn sie etwas„gut gemacht" haben, dabei haben sie fast immer zu bezahlen. So kommt es denn auch, daß wenn ein Arbeiter in die Fabrii ein- tritt und in dieser Weise bei den Arbeiten Zeit gespart wird er die Schulden mit bezahlen muß, welch: die be- t effendi Arbeiterpartie bei den vorher gelieserten Arbeiten gemacht hat. Doch gmng von diesem Mustersystem, ich taste jetzt die Mnster-Fabrikordnnng folgen, deren Benr- thcilung ich den Parteigenossen überlaste, ohne weitere Bemerkungen zu machen. Sie lautet: „§ 1. Jeder Handwerker oder Arbeiter, welcher m Werkstätten oder Arbeitsschuppen der Altiea-Ges-llschaft sür Fabrikation von Eisenbahnmaterial beschäftigt wird, h-tt die nachstehenden Anordnungen unweigerlich zu b:- '0lS'U§' 2. Die Vorgesetzten der Handwerker und Arbeiter sind' 1) sämmtlich: Werkmeister und ihre Assistenten, 2) der Ingenieur, 3) der Direktor, 4) der Vorsitzende, deren Befehle sie ohne Widerrede und geirist-nhasl aus- zusilhren und zu befolgen haben. Vorstand der Werk- statte ist der Ingenieur. Er nimmt die'Arbeiter an, cntlä t sie und bestimmt nach ihren Leistungen den Lohn, welchen sie erhalten sollen. s 3. Von jedem Arbeiter wirb im Comtoir vor seinem Eintritt in die Werkstätten das'Nationale aujge- uommen; er bescheinigl in demselben durch seinc Namens- Umerschrist, daß er mit dem Wertstatt Reglement und den sonstigen bestehenden Vorschristen bekannt gemacht worden, und daß er dasselbe als ein kontraktliches Engagement zur Aktlen-Ges-llschasl betrachtet: Er ist verpslichtet, jede später vorkommerde Veränderung in seiner Familie und j.den Wohuuugsw echsel seinem Werlmeister zur weitern ältti zeige im Comtoir sosort an- zumclden. Z 4. Die Arbeitszeit beginnt mit dem Glockenschlage 6 Uhr Morgens und hört Abends 7 Uhr, jeden Sonn- abend und Montag jedoch Ijaumde früher aus. Die Signale zum Anfange und Schluß der Arbeit, sowie zu den Pausen werden mit der Dampspfeife oder einer Glocke gegeben. Für Frühstückzeit wird eine halb: Stunde, von 7'/; bis 8 Uhr Margens, zur Miltagszeit eine Stunde, von 12 bis 1 Uhr, gewährt. Von Miar- gen« 6 bis Abends 7 Uhr iverden 12 Arbeitsstundei! gerechnet und zwar von 0 bis 7' 2 2 Stunden, von 8 bis 12 4 Stunden, vcu 1 bis 4~ 3 Stunden, von 4 bis 7 3 Stunden. An Sonn- und Feier- tagen wird in den Fällen, in denen es das Vedürsniß unabweislich erfardert, jedoch iiiit Abkürzung der Ar- beitszeit nach jedesmaliger Bestimmung de» Werk- meister» gearbeitet. Muß nach der Bestimmung der Werkmeister nach Fei-rabend geaibeiu' w rdcn, so nehmeii diese Arbeiten iiM 7 s/- Uhr ihren Anfang. Von 12—1 Uhr ist Pause zur Nachttnahlzeit. Die Arbeit van Abends 7' 2 bis Morgen« 6 Uhr wird für Ii Ar. beitSstunden gerechnet. Wird mit doppelten Arbeits Laura gerichtet, als ihm ein schmerzhafter Schrei ent fuhr und er die Augen mit den Händen bedeckte, um die Thränen zu verbergen, die plötzlich wie ein Strom au« seinem bewegte» Bnsen auswallten. Was hatte er den gesehen, das ihn so hestiz getrost sen hatte? Conrad selbst sah ihn mit Erstaunen an. AI« der Jüngling sich unerwartet vor dem Garten Hause zeigte, hatte er Laura überrascht, al« sie in stiller Träumerei damit beschäftigt war, einen Kranz zu flechten. Die Blumear, die sie dazu sammelte, hatte sie von Oran genbäumen genommen; an« diesen schneeweißen Blütben halte sie einen dustendm Kranz gewunden.... erneu •cranlkraiiz.— Diese« Zeichen einer süßen Hoffnung hatte den Jüngling mit Schrecken aurd B-trllbniß erMt. Laura und Eoairad sahen ihn an, die Eine mit Angst, der Andere mit Verwuriderng, aber bevor noch Einer von ihnen ein Wort sprechen konnte, leeß Berthoid ffey ans die Bank de« Gartenhauses niedersiarken und rief mit tiesbetrübter Stimme: , O. meine gu.c Laura! Dein himmlischer �.raum wird sich nicht verwirkliche». Zerreiße, zerreiße den Kranz! Bei seinem Anblick blutet mir da« Herz---- Was ist Dir, Berthold?" fragte das Mädchen ztt- zernd.„Um GotieS willen, sprich deutlich. Deine Aus- Laura.', schrie er.„ich besitze Nicht« mehr in der Welt, ich bin arm, mein Ohemi hat mich enterbt. Das Mädchen sah ihn mit Unglauben«»- „Monck hat meinem Oheim ein Testament abgezwnn- am. Er ist Erbe von Allem." Monck?" rief da« Mädchen mit einer Mtene de> Erbitterung und Verachtung;„0, da» ist also der Gcun deö geheimen AbscheueS. den ineen Herz vor ahm fühl t. czch halte ein Vorgefühl von dieser bodenlosen Fallchheit. Ich schauderte, wenn ich ihn sah, als sähe ich voraus, daß er denjenigen, den ich leebc, Unglück ich niaehei würde- und er hat Dich Deines Erbthe.l« b-ranbt. die Schlange, die kriecht und sich verbergt um Gas z» speien- unglücklicher Bertholo, Du dar, st darum meht weinen____ Gott wird den Bclrnzer evoh Me'. Und indem sie dieses sagle, vergoß st- selbst Thranen. „ES ist ein trauriger Vorfall, aaecht wahr. Laura. seufzte Berthold.„Du suhlst ebenfalls, daß Alle», was wir Schönes und Glänzendes von unserm künftig Leben hoffen dursten, aeun verschwunden sem kann, w- ein Traum, der Nichts als Traurigkeit zurück läßt.... vielleicht ist es das letzte Mal, daß ech in Deiner Gegenwart den süßen Namen einer Geliebten aussprechen darf. Laura sah abwechselnd den Jüngling und den Muff- fnS an. Ihre Thrä icn hatten ausgehört zu fleeßea, ihr Angesicht drückte nur Schrecken und Erstaunen aus O Laura." fuhr Berthold fort,„ich vergieße keme Thränen über den Verlust de« Erbtheil«,°b-r da« Herz bebt mir au« Furcht vor emem großern Unglück. Ich glaubte, daß Gott Dich hätte geboren werden laffm, meine Braut zu sein; in dlescr bezaubernden lttb rze gung schaute ich vor mich hin in die hellere Bahn nu kräften oder Schichten gearbeitet, so währt jede Sch'cht von 6 bis 6 und evird je zu 11 Stunden gerechnet. ,,§ 5. Die Arbeitszeit wird durch Marken mit Nummern kontrollirr. Jeder Arbeiter nimmt, wenn er zur Arbeit kommt, seine Marke von der am Portierhausc der Fabrik befindlichen Tafel und hängt sie in der Werk. statt ans eine dazu l estimmte Tafel auf; demzusolge zes. gen an den Tafeln am Portierhausc: daran hängende Marken gefehlte— und fehlende Marken geleistete Ar. beilszeit, an den Taieln für den Werkmeister das Um gekehrte an. Es darf daher bei strenger Strafe Niemand die Kontrollmarken verwechseln oder gar im Austrage eines andern Arbeiters dessen Marke abnehmen resp. an hängen, auch ebensowenig vergessen, bei Verlassen der Arbeit die Marke mit aus Portierhaus zu nehmen,— beim allgemeinen Anspasstren Mittags und Abends dieselbe in am Portierhanse befindliche Oeffnungcn zu legen, zu außergewöhnlichen Zeiten aber dem Portier persönlich abzugeben. „s 0. Jeder Arbeiter ist für die Werkzeuge, welche ihm in seinem Jnventarienbuche verzeichnet sind,(mit dem bezeichneten Geldwcrthe), verantwortlich, und muß die, bei einer Revision oder bei seieiem Abgang« etwa sehlenden, loime diejenigen Werk, enge dem angegebenen Werthe nach ers tzen, welche dM:ch schlechte Behandlung und unrichtigen Gebrauch schadhaft geevordcn sind. Wer Sehaden an Maschinen, allgemeinen Werkzeugen, Apparaten, Uten silien oder Gebäuden anrichtet, hat denselben zu ersetzen. Unbrauchbare Werkzeuge werden dem Werkmeister vor- gezeigt, welcher für den Umtausch deeselben Sorge trägt. Es ist daher zur Vermeidung von niemals zu beachten- de» Ausreden jedem Arbeiter ohne Erlaubniß des be- treffenden Werkmeisters untersagt, Werkzeuge einem Andern zu leihen oder von ihm anzunehmen Das Oeffuen eines fremden Wertzeugkastens lvird streng bestrast. „8 7. Urlaub auf einen Tag hat dec Werkmeister, ans längere Zeit der Ingenieur zu ertheilen; eigenmächtiges Enlsernen oder Wegbleiben von der Arbeit wird mit einer Strafe von 10 Sgr. bis zu sofortiger Ent- lassung geahndet. Krankheitsfälle müffen bi« 10 Uhr Morgens im Komptoir angezeigt werden.— Wer sein ArbeitSoerhältmß löst, einerlei, ob er selbst fortbleibt, oder sosort nach 8 7 und ö entlasten wird, hat keinerlei Ansprüche ans Akkordgclder, sondern nur An- spruch ans entsprechende Tagelehn- Gelder bis zur Stunde seines Wegbleibens resp. seiner Entlassung. „8 8. Jeder Arbeiter resp. jede Arbeiterabtheiluug hat ein Arbeitsbuch, worin nach besonderer mündlicher Amveisung die geleisteten Arbeiten und ihre Zeitdauer täglich genau verzeichnet und summirt werden. Das unrichtige Notiren der Arbeitszeit wird mit dem zehn- fachen Betrage der Differ nz bcstrast, ebensowenig darf ohne Genehmigung des WerlmcisterS in den Arbeits- bllchern uaehträglich etwa« geändert werden. „8 3. Jeder Arbeiter kann nach vorhergegangener 14lägiger Kündigung ous dem Dienst treten, ivie der Zngenie:r jeden Arbeiter ebenso nach 14lüg>ger Künbi- gung entlasten kann. Eine gegenseitige Aastündiguug der Arbeit findet jedoch in den Fällen nicht statt, in denen Arbeiter nach Bestimmungen dieses Reglements sofort entlassen werden können. Dem Werkmeister steht in Ab- Wesenheit de« Ingenieurs das Recht zu, Handwerkern, und Arbeitern, welche gegen die Bestimmungen diese«! Reglements handeln, vcrbchalllich der späteren Be- Nätignug des Ingenieurs, sofortige Arbeitseinstellung zu befehlen. 8 10. Lohnzahlungen finden alle 14 Tage Sonn- abends an die Arbeiter persönlich statt. Accordzahlun- gen werden den Partiesührern ausgezahlt, welche über richtige Absührnng der Geldbeträge von jedem einzelnen Mitarbeitet Quittung beizubringen haben. Rur für Krank- können schriftlich dazu Bevollmächtigte und von sere« Leben« und ich sah Nichts als Sterne des Frie- den», der Frenudschast und de« Glücks, welche in dem reinen Himmel unserer Ehe und unserer Liebe lächelnd, glänzen evllrden. Wer weiß, Geliebte, wer weiß, ob das mißgünstige Geschick uns diesen Himmel nicht sür ewig geschlossen hat!" Die Stin.me Berthold'S war bei diesen Worten so tief und von Schmerz ersüllt, daß Laura von ihr be- troffen, einen Schrei deS peinlichsten Mitleid« ausstieß; sie faßte zitternd de« Jünglings Hand. „Aber ivas willst Du sagen, Berthold?" rief sie, „macht dieser Unglücksfall Dich wegen meiner Liebe be iorgt? Nein, nein, rerkennc meine Treue nicht. Ich habe Dich nicht geliebt, weil Du einmal reich an Geld und Gut everdcn würdest; was mich träumead einen Brantkranz flechten ließ, das ist der Reichthum Deiner Seele, die reine Zartheit Deines Herzens und Dein edles Geinülh; was ich an Dir liebe, ist der Freund Gottes und der Menschen, der Tugend, der Sehönheil und der Kunst. Hat ein verruchter Geldteusel Dir da« Erbe Deines Oheims geraubt, so hat mein Bräutigam von den Schätzen der Seele noch Nichts verloren. Sei getrost und rnnthig, Benhold; bedenke, daß Deine Thrä- neu mich verletzen. Du mußt ein stärkeres Vertrauen auf Laura'« Treue setzen." „Du Engel von Edelmuth, verehrungsivllrdiges Herz der Güte," seufzte Berthold, m.t einer Stimme, die in den Thränen der Bewunderung crsteckle. „Er befürchtet, Fräulein, daß Ihr Vater Sie Beide von einander trennen werde," sprach der Musikus, äugen« scheinlich um seinem Freunde bchlllflich zu sein und der Unterredung eine zweckmäßigere Richtung zu geben.„Herr Kemenaer schätzt da« Geld sehr hoch." „Mein Valer, ja. mein Vater," sagte das Mädchen bedenklich. „Seine Entscheidung ist es, die mir Schrecken ein- flößt, Laura," sagte Berthold.„Ich bin aren, ich be- sitze Nicht« mehr, als eine ungew esse Zukunft. Er lvird mich srageu, mit welchen Mitteln ich Dir in der Gesell- schast eine Stellung sichern kann, die Deinem Seande angemessen ist. Was wirst Du ihm antworten? Wird er nicht mit Verachtung ans den armseligen Dichter herab- blicken. Gott! ivenn er mich wirtlich verstoßen, mich von Dir scheiden sollte, um Dich die Braut eines reichen Mannes werden zu lasten, wehe! es würde mir anstatt des geträumlen Glücks Nichts übrig bleiben, als ein unerträgliche« Leben und ein bitteres Dasein...." „Was Du befürchtest, wird nicht geschehen," sprach das Mädchen mit einer gewissen Festigkeit in der Stimme. „Mein Vater liebt da« Geld in der That. er sagt es lvenigstenö; aber er fügt stets hinzu, daß er es nur darum hochschätze, weil es mich glücklich machen könne. Nun denn, von Dir geschieden, kann ich nicht glücklich sein, Benhold; ich werde es ihm begreiflich machen, ich werde, wenn es nolhig ist, ihn bitten, flehen, vor ihm lnieeu. Er wird mich nicht krank werden, nicht vor Trauer sterben lasten; nein, nein, dazu ist seine väter- den Werksührern recognoscirte Personen den Lohn in Empfang nehmen.,,,< 8 11. Jeder Arbeiter ist vcrpflechtct, der bestehenden Krankenkasse nach Bestimmung der Statuten derselben beizutreten. Alle Strafgelder fallen dieser Kaste zu. 8 12. Glauben Arbeiter in ihren Rechten benach- theilegt zu sein, lo stnd Beschwerden hierüber zunächst dem b-trest-ud-n Werkmeister zur näheren Untersuchung anzuzeigen. Kein Arbeiter darf stchsein Recht ans an- dere Weise zu verichasten suche». Beschwerden gegen die Werlmeister müsten zerr weiteren Untersuchung und Entscheidung dem Ingenieur angezeegt werden. 8 13. Nachlässigkeit und Trägheit bei der Arbeit, wohin auch unverhältnißmäßig langes Verweilen auf den Abtritten gehört, werden st enge gcahndce, besonders wenn durch die enmesene Nachlässigkeit ein-schaden ent- standen ist. Geht eine Arbeit durch mehrere Hände und bemerkt der nachfolgende Arbeiter eine V-rnachläisignng seines Vorgängers darin,.so muß er seinem B-ert- meister sofort Anzeige davon machen. KcmcS- falls aber darf er die schlechte Arbeit s°:lsetzen. Das sogenannte Psusch-n in den Werkstätten est r-rb°t-n. Di- unerlaubte Mitnahm: von Werkzeug und Matena- lim wird mit sosortiger Entlastnng best oft. „§ 14. Kein Arbeiter darf scenen ihm angeweesenen Platz eigenmächtig verlassen oder vertauschen. § 15 Kein Arbeiter darf rn der Werkstatt Be- suche annehmen oder Unterhaltungen mrt seine» Mitarbeitern anknüpfen. Ebenso est das dvolpor- tirm von Schriften und P-'itionen verboten. tz 10 Tabakrauchen bei der Arbeit ist en der ganzen Fabrik und zu jeder Zeit streng verboten. 8 17. Wer betrunken in der Werkstatt erscheint oder während der Arbeit sicp betrinkt, wer sich eines ZankeS oder gar einer Schlägerei schuldig macht, wird nach Uenständen sosort entlasten. s 18 Jeder Arbeiter hat beem Begenn der Arbeit seine'überslüssigen(I?) Kleider an dem dem dazu bestimmt-n Platze abzulegen. Der Arbeiter darf sich nur nach abgclausener Arbeettzeit und an dm dazu bestimmten Orten waschen. 8 19. Jeder Arbeiter ist verpflichtet, bei Eintritt des'Feierabends seine Werkzeuge in Ordnung zu bringen und an dem ihm zu deren Aufbewahrung üderwiesmeu Plätze niederzulegen, auch seine Arbensst'.lle und die ihm überwiesenen Werkzeugmaschinen sauber zu remigeu. Wer absichtlich die Oestnnng seine« Gasbrenner« ver- arößert, oder beim Austreten die flamme nicht he runler schraubt,-der beim Verlast n der Wert- statten die Gasflamme oder sein Lacht nicht ausloscht, wirb anbringen von Mittags-, Frühstück- ober" Vesperbrot dacs nur in den dazu bestimmmten Lo- kalen grichehem�m�tlich� haben sich bei Fencr- lärm oder' Ausbruch eine« Fenee« in der Fabrik sosort einzufinden und bei den betreffenden Wcrimeistem sich zu melden. Wer ohne gegründete Enlichuldiguug fehlt, hat 5 Aar. Strafe zu zahlen. Ausgenommen sind nur diejenigen, welche bei der städtischen Feuerwehr bethei- 'lät's" 21. Uebertretungm dieses Reglements werden durch die Direktion mit 10 Sgr. bl« 1 Thlr. Geldbuße und außerdwi, nach Umständen, mit sofoitiger Eilt- Obige°�Fabrik°rdnung mögen die P«trigen°st-n ihrer Kritik unterziehen�_ v- acuci. Allaemeiner deutscher Zimmerer illereeil. 25(Zur Beachtung.) 3ch mach? w d-rholt' daraus ausmerksam, daß sämmMche bS. welche den Ausschuß belecssm. direkt an Mich adressirt werden müssen, da es bei dm großen Ent-r nungm in Berlin nicht möglich est, daß Briese, welelie lidie Liebe zu innig. Er hat von den Mitteln des Le- i bensglllckes andere Ansichten als wir; aber meine-hea- "�„Und°wcnn"er sich weigerte? Ach Laura, dann höre ich vielleicht niemals Deine Stimme." Wenn er sich weigerte," wiederholte d-s Mädchen mit»olzem Blicke,„dann würde ich b>s an dasEnse mit ,l°l,em-vi bleiben nnd Dich doch m mrinm Seel-Man l.b-n. Ach Berthold. glaube nicht daß Laura ein Mädchen est, die man gegen ihren Wille» für dm P-iL cines großen Vermögens weggibt im will meinen Vater achten und lieben; aber Pstichim fc? ki. lA uiu scheinbar erfüllen kann? mich einem ganzen Leben von Heuchel i veruNheilm lasse»? Niemals! Niemals! Du wirst m-.n Bräutigam se.n, oder kein Manu auf Erden wird jemals»um Jawort tmP®"v Jüngling sprach Worte des Dankes und der Bewiindernng, aber Laura ließ ihm nicht die Zeil, seiner Rührung Lust zu machen.— Indem sie sich erhob, sp-ach sie mil riiiem von Mnth und Stolz leuchteiloeil Blicke. ' Keme Fmchi, Berehold! Wclku mau uns»m em- ander trennen sollte, ich würde unglücklicher sem als Du Die Liebe zur Kunst würde Dem Heiz awchga.z-Mn können; in ihrer Ausübung und m Mit d« Ä« Aber an Mädchen ist immer �mtt l�aer Sechste " Um_ äber verlaß mich nun, mein Valer kann jedm ü'12 »nemSi. Vinbrucf seinen Gedanken eine ungiinstige «HAti.n- neben Laß mich mir gewahren. Du wirst «lles wird noch einen glücklichen Ausgang nehmen. � �d Emrad wissen laste.., wenn Dn kommen Mtfsl um an.' meine« Baters Mrnide das Wort Z» ver- nehmen, das unser gemeinsames Wehe b-s-i'g-n wuß m Gehe nun ohne Verzug. Rem Vater konnte Dich überraschen. Sei nicht mehr traur.g. ve tcaue am am.».«>»>.-"«■«". /■S/./i/ L, Sit sr ""mi Z-Äl»'.' "«äÄaÄt«» die durch den Himmel unserer Zuknnst treibt. (Fortsetzung folgt.) an baS Präsidium oder den Hauptkassirer adressirt wer» den, gleich in meine Hiinde gelangen können. H. Peter, Geschäftsführer. Manteufelstraße Nr. 71, 2 Treppen. Vermischtes. r. Berlin. 23. Febr.(Buchdrucker- u. Schrift gießergehülfen-Verein.) In der gestern Abend, außerordentlich zahlreich besuchten Versammlung, hielt der College Hecht einen recht guten Bortrag über den Untev richt in den Volksschulen, welcher mit Beifall von den Anwesenden aufgenommen wurde.— Hierauf kam die Arbeitseinstellung der Setzer in Pest zur Debatte. Der zweite Vorsitzende(der bisherige erste Vorsitzende, Herr KerskeS, welcher in Folge der in der letzten Sitzung gefaßten Majoritätsbeschlüsse, die Unterstützung der Wie> ner Collegen betreffend, sein Amts niedergelegt hat) verlas ein Telegramm, worin den Berlinern Dank gesagt wurde für die rege Unterstützung, zugleich aber die Bitte darin ausgesprochen, da der Strike noch weiter fortdauere, nun weitere Unterstützung zu gewähren. In der folgenden Debatte sprachen sich alle Redner dahin aus, sofort eine Summe von 100 Thlr. nach Pest zu senden, die auch bewilligt wurde.— Dann stand der Strike der Wiener Collegen auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende ver- las den Erlaß de« Verbandspräsidenten in Bezug auf die Anträge deS Berliner Vereins, ein anderes Mit« glied einen Brief von Richard Härtel in Leipzig. Die sich hieran anschließende Discussion war äußerst leb- Haft, ja stellenweis recht heftig. Die Redner sprachen sich Alle, ohne Ausnahme, dahin ans, daß es Pflicht aller Collegen Deutschlands sei, mit allen Mitteln den Wienern tue» zur Seite zu stehen, da die Prinzipale, verbunden mit den Vertretern der Presse, sich eng verbunden haben, um den Arbeitern den heftigsten Widerstand ent« gegenzüsetzen und die Forderungen der Setzer nicht zu bewilligen. AuS der beinahe zwei Stunden dauernden Debatte gingen mehrere Anträge hervor; es fand der nachstehende die fast einstimmige Annahme: „Die Berliner Mitglieder de» Buchdrucker- und Schriftgießergehlllfcn-VereinS erklären sich für die that- kräftigste Unterstützung der österreichischen Collegen und senden sofort, als erste Rate, Svv Thlr. nach Wien; außer- dem werden die Geldsendungen so lange sortgesetzt, wie der Strike dauert." Ferner wurde der Beschluß einstiirig gefaßt, eine Extrasteuer von 3 Sgr. pro Kopf und Woche so lange zn erheben, wie der Kampf gegen die vereinte Capital- macht geführt wird. Collegen Deutschlands! Stehet auch Ihr fest und tretet mit ein für die Rechte der Arbeit. Nur ein gc- meinsames Handeln kann uns zum Siege führen. —(Herr Franz Duncker,) der große Arbeiterbe- glllcker und Fortschrittsmann, scheut sich nicht, die Spalten seiner„Volkszeitung" folgendem arbeiterfeindlichem Aufruf zu öffnen: „Anläßlich des ausgebrochenen Strikes eröffnet sich tüchtigen Setzern, Druckern und Maschinenmeistern gnte Condilion in Wien zu Preisen, die durchaus höher sind, als die in' Deutschland üblichen. Personen, welche in Wien zu konditioniren beabsichtigen, ist Gelegenheit zu sofortigem Einttilt geboten; später Nachfolgenden können durch das Gremium vakante Plätze nachgewiesen werden. Hieraus bezügliche Anfragen wolle man an da« Gremium der Wiener Buchdrucker richten." Der Klassenkampf ist entbrannt. Diesmal sind es nicht Bergleute, sondern Buchdrucker. Da» Interesse des Herrn Buchdruckereibcsitzers Franz Duncker ist also direkt in Gefahr. Was ist Fortschritt, was Arbeiter- srcundlichkeit im Vergleich mit dem Interesse, denkt Herr Duncker, und, ehe man sich's versieht, ist er im Lager der Ausbeuter. —(Zum Wiener Setzerstrike.) Der„Cor- respondent", das Organ der deutschen Buchdrucker, bringt nachstehenden Artikel vom 20. d. MtS. aus Wien: „Die Verhandlungen der Tariflommission mit dem Buchdrucker-Gremium sind an dem Eigensinn der Prin- zipale gescheitert. Der Austritt von weit über lOOl) Kollegen isi gestern erfolgt, und wenn auch einzelne Zu- rückgebliebene in der schwarzen Liste zu verzeichnen sind, so bildet dieser Akt der Einigkeit immerhin ein schöne« Blatt der Geschichte unseres Buchdruckerlebens. Wir haben einen LlluterungSprozeß durchzumachen, in welchem die Schlacken vom reinen Metall sich sondern werden, und die Macht der Ueberzeugung jenen Zauber ausübt, der un« zum Siege führen muß. Allerdings bedürfen wir der materiellen Unterstützung aller Kollegen schnell und in reichlichem Maße, um den Künsten der Versüh- rung energisch entgegen treten zu können, doch zweifeln wir keinen Augenblick, daß die Buchdrucker und Schrift- gießer aller Orten die Tragweite nnsers Schrittes und deren Rückwirkung auf das allgemeine Interesse wohl beherzigen und darnach auch zu handeln wissen werden.— Eine Erklärung des Zeitungs- komite« sagt unter anderm:„Alle Versuche, um die Tarifresorm in geregelte Bahnen zu lenken und den Fortgang der Arbeiten zu sichern, haben sich bisher fruchtlos erwiesen... Nicht ein- augenblickliche Geld- frage, sondern die Gefahr, die Herrschaft eines bedenk- lichen PrincipS festzustellen, vereinigte die Herausgeber sonst Politisch verschiedener öffentlicher Organe zu gemein- famer Jaltung." Dieses„bedenklich- Prinzip", da« einzig und allein die bestmögliche Verwerthung der Ar- beitskraft bezweckt, ist also Ursache, daß Hunderte von Familien in'« Unglück gestürzt werden müssen, bevor die Vernunft zur Geltung gelangt. Am Schlüsse der ange- zogenen Erklärung wird für die nur aus wenige Tage beschränkte Zeit de« Nothstandes an die Nachsicht der Leser appellirt und bemerkt, daß nur au« ökonomischem Interesse diese Selbstbeschräulung auferlegt werde. Letz- terer Satz soll wohl den Abonnenten gegenüber ver- übte Betrug bemänteln.— Bon Interesse ist auch, aus welche Weise die heutigen Zeitungen erschienen sind. Die Lehrlinge spielen dabei eine Hauptrolle; dieselben werde» von den Prinzipalen verborgt und ansgelieheu;— eine ganz moderne Sklaverei! In der Bnchdruckerei der „Neuen freien Presse" hat sich ein Prinzipal an den Kasten gestellt, der selbst ein bedeutendes Ge- fchäft besitzt, nämlich Herr Adolf Holzhausen, ser- ner der Redacteur Josef Mitler, der Corrector Raimund Geyer und der Factor Christoph Reißer. Mit der Hülfe von ca. 20 Lehrlingen in dieses Journ l er- schienen. Von der alten„Presse" etwas zu erwähnen, wo ein Lott au der Spitze steht, ist ganz überflüssig. Dieser Mann hat sich in seinen alten Tagen einen trau- rigen Namen gemacht. Alle« Weitere wird die Zukunft enlhülleu.— Prinzipal Fromme hat 4 Soldaten enga- girt, einen Husaren, einen Artilleristen, einen Dragoner und einen Infanteristen.*) Bei der heute stattgesundenen ollgemeinen Versammluug der Buchdrucker und Schrift- gießer im Victoriasaale in Fünfhaus wurde iu Bezug aus letzteren Umstand ganz treffend bemerkt, daß das mit der einen Hand gegebene Coalitionsrecht von der andern Hand wieder genommen wird, wenn bei Preisbewegun gen Soldaten die Plätze ehrlicher Arbeiter einnehmen, und geäußert, daß man bei dieser Sachlage nicht begreifen kann, wie der Auswand für ein großes stehendes Heer den Steuerträgern aufgebürdet werden könne. Fer ner gab die Versammlung der Tarifkommission einen neuen Beweis ihres Vertrauens, und wird im Laufe dieser Woche eine Volksversammlung stattfinden, um das Publikum über die lügenhaften Berichte der hiesigen Jouv nale gegenüber der Preisbewegung aufzuklären." —(Zum Setzerstrike in Pesth) melden die Zeitungen, daß derselbe beendet sei. Es wird in Arbeiterkreisen diese Nachricht jedoch angezweifelt. —(Die Mutter Lassalle's.) Die„Schlei. Ztg." schreibt aus Breslau:„Die vor einigen Tagen hier verstorbene Mutter Ferdinand Lassalle's, Frau Ro- salie Lassalle, hat in ihrem Testament im Ganze» die Summe von 20,000 Tblrn. zu wohlthätigen Zwecken bestimmt. Hiervon figurire» in erster Reihe 10,000 Thaler, deren Interessen alljährlich an Arbeiter und kleine Handwerker hiesiger Sladt ohne Unterschied der Religion vertheilt werden sollen. Als Testaments-Exe- cutoren sind von der Erblasserin dcsignirt: der jedes- malige Ober-Bürgermeistcr, der erste Vorsteher de« jüdi« schen Repräsentantcn-Eollegiums und der jetzige Testa- mentsoollstrecker, Stadtrichter Friedländer, welcher bei seinem Ausscheiden seinen Nachfolger nach eigenem Er- messen zu ernennen hat. Die übrigen 10,000 Thlr. sind verschiedenen Wohlthätigkeits- Instituten hiesiger Stadt, der Blindenanstalt, dem Taubstummeninstitute, Bethanien, dem Fränkel'schen Hospitale, dem Augusten- Hospitale u. f. w., in kleinen Legaten von 200 bis SOO Thalern vermacht und ein Capital von 1000 Thalern außerdem noch dem hiesigen Magistrate zugewiesen war- den, dessen Interessen alljährlich am Todestage Ferdi- nand Lassalle's an christliche und jüdische Arme zur Vertheilung gelangen sollen. Mit dem erstgenannten Legate von 10,000 Thlrn. soll die Summe von 3000 Thalern, welche Ferdinand Lassalle seiner Zeit zum Be- sten armer Arbeiter hinterlassen hat, später vereinigt und zur Einrichtung eine« Asyls für alte und hülfsbedürftige Arbeiter benutzt werden." —(Zum Kassendefect in Warendorf.) Der vor Kurzem flüchtig gewordene Rendant der Sparkasse iu Warendorf hat sich bei Iburg erschossen. ES sollen nur 18 Thlr. bei ihm vorgefunden worden sein. Unter den fehlenden Geldern ist auch die Einzahlung des Ackerknechtes, welcher bei der letzten Dombau-Lotterie 10,000 Thlr. gewonnen hat. Das ganze Deficit soll Ich auf 25,000 Thlr. belanfen, was sich nur dadurch erklären läßt, daß das Kuratorium der Sparkasse seit einer Reihe von Jahren keine Revision vorgenommen hat, welche erst durch den vor einigen Monaten in Warendors ernannten ueucn Bürgermeister veranlaßt worden ist. —(Ein Act unglaublicher Rohheit,) ähnlich, wie wir ihn vor Kurzem au» Berlin mittheilten, wird von der„Slaatsbürger-Ztg." wieder berichtet. In der Teltowerslraße hatte der Eisenbahnarbeiler Götschmann von einer im Keller wohnenden Familie Braun ein Zimmer gemiethct, in welchem er, da er die Miethc prompt bezahlt hatte, auch wohnen blieb, als Biann vor Kurzem heimlich ausrückte, ohne den Wirth vorher zu bezahlen. Er benachrichtete auch den Hanswirth hiervon und bot ihm an, die Miethc, die er bisher an Braun monatlich mit 2 Thlrn. entrichtet hatte, ferner direct an ihn zu behändigen. Der Wirth ließ ihm frei- lich sagen, er möge nur schleunigstmöglich ein ander- weites Unterkommen für sich und seine beiden Kinder suchen; allein da Götschmann, der Wittwer ist, gleich darauf bettlägrig krank wurde, so vermochte er dieser Weisung nicht nachzukommen. Da ließ der Hanswirth noch kürzern Prozeß von der Hand eines Manne« machen, als der Richter und der Executor ihn aus die Exmissions- klage hin vollführt haben würden. Am Montag Nach- mittag nämlich erschien ein Maurer in der Wohnung, forderte Götschmann zum Verlassen derselben auf, und da der im Bette liegende Kranke natürlich nicht sofort sein Bett aus sich nehmen und davongehen konnte, nahm der Maurer Hammer und Brecheisen zur Hand und be- gann ohne weiteres eine nach dem Corridor belegene Wand unmittelbar an der Stelle zu durchbrechen, an welcher das Bett de« Kranken staud, der nun binnen wenigen Minuten von Schutt und Steinen vollständig überschüttet ward, während obenein die kalte Lust durch die entstandene Oeffnung über ihn hinfuhr.— Auf das Schreien und Weinen der achtjährigen Tochter GLtsch- mann'« eilten indessen die Nachkam hinzu und verhin- dcrien den Maurer sehr energisch so lauge an der Fort- setznng seiner rücksichtslosen Arbeiten, bis der Kranke wenigstens in ein andere«, bisher von der Familie Braun bewohnte« Zimmer gebracht worden war, wo er noch am Mittwoch in seinem Bette lag, jeden Augenblick aber eine ähnliche Ucberraschung fürchtend und von der ausgestandenen Angst nud Erkältung kränker al» zuvor. —(Arbeiterunglück.) In der königlichen Grube Duttweiler bei Saarbrücken verunglückte am Samstag Nachmittag ein Bergmann, der während der Arbeit von einem 00 bis 80 Centner schweren Felsstück, welches ans ihu hcrabsiürzte, derart getroffen ward, daß ihm Arme und Beine total zerschlagen und auch der Rück- grat völlig eingedrückt wurde. Der Unglückliche, der eine Witlwe mit sechs Kindern hinterläßt, gab scholl nach wenigen Minuten seinen Geist auf. —(Unglück.) Im Haff bei Königsberg �herrschte am 25. d. M. ein gewaltiger Sturm. Ein Boot mit acht Personen bemannt, scheiterte in Folge dessen. Sieben Personen sind ertrunken. *(Unfall in einer Fabrik.) In Itzehoe ist ein junger Mann, Arbeiter in der dortigen Zuckerfabrik, vor einigen Tagen in schrecklicher Weise veruuglllcki. Herr Brammer in Itzehoe theilt un« darüber mit, daß, als der Mann au« einer Bodenluke drei Etagen hinunter gestürzt war und andere Arbeiter, die nichts von dem Unfall wußten, beordert wurde», Holz aus je- uer Luke zn werfen. Nachdem dies geschehen, machten sie sich daran, das Holz weiter sortzuschaffen, und wur- den nun mit Entsetzen durch das klägliche Stöhnen des Unglücklichen gewahr, daß sie sämmtliches Holz auf den- selben geworfen hatten. Brust und Kopf des Mannes waren furchtbar zugerichtet, und in der darauf folgenden Nacht erlag er seinen Leiden. Der junge Mann hatte Morgen« zum ersten Mal Vaterfreuden erlebt, da seine Frau von einem gesunden Knaben entbunden war. An *) Nach einem Berichte des„Franks. Journ." hat da« Militärkommando in Nicderösterreich für die Buch- druckereibefitzer Partei genonlmen und fämmtlichen sich im Militärdienste befindlichen Setzern Urlaub bewil- ligt, wenn sie sofort iu Eondition treten. dem Tage wurde die betreffende Luke mit einer Bruff wehr versehen, was bisher mit unverantwortlichem Leichtsinn versäumt war. —(ZinschrecklicheSUnglück) wird aus München� berg bei Laxenburg in Bayern gemeldet, daß nämlich am 21. ds». daselbst 14 Knaben, wovon drei derselben Familie angehörten, beim Schlittschuhlaufen aus dem dortigen Kanäle ertrunken sind. Neun Knaben wurden als Leichen herausgezogen, die übrigen waren unter dem Eise nicht zu finden. —(Sociales Elend.) Es lohnt kaum noch der Mühe, von den täglich in Verlin anfgesundenen Kindes leichen Notiz zu nehmen, so sehr nimmt die Zahl deo selben überhand. Neuerdings wurden an einem Tage und zwar am verflossenen Donnerstag zwei solcher kleinen Leichen, die eine an einem Zaun in der Skalitzerstraße. die andere am Belhanienuser, aufgefunden. —(Mord.) Im Dorfe Plausfig bei Leipzig war jüngst der dortige Flurwächter durch den Schuß eines Diebes au» dem Innern einer Kartoffelmiete ermordet worden. Der Mörder ist jetzt in der Person eines be reit« wegen MeiueidS bestraften Maurer« ermittelt wor- den. Verrathen wurde derselbe durch den Papicrpfropf, mit welchem seine Pistole geladen gewesen war. Der Dieb hatte wohl nur die Absicht gehabt, mit der Pistole einen Schreckschuß zu thuu. Al« der Wächter in die Kartoffelmiete hineinschaute, schoß ihm der Dieb aus nächster Nähe die Ladung ins Gesicht und der Pfropf drang in den Kopf des Wächters ein, der fast gänzlich zerschmettert wurde. Als man den Pfropf untersuchte, fand sich, daß er an« einem Stück Papier bestaub, weis che« au« dem Schreibebuche eines Schulkindes gerissen war und eine Strophe aus einer Fabel enthielt. Durch Hinzuziehung de« Oberlehrer« wurde die Zeit der Nieder schrift des Diktats, so wie auch der Schulknabe. welchem das Schreibebuch gehörte, ermittelt und so der Verbrecher, welcher ohne diese» Stück Papier leicht unenldeckt ge> blieben wäre. —(Eine fürchterliche Gräuelihat) ist in Alcira in Spanien verübt worden. Am 12. Februar 3 Uhr Morgen« drang dort in ein Haus, welches ein gewisser Baluda mit seiner Familie bewohnte, eine Bande ein, indem sie durch das Dach ein Loch brach und so in das Haus einstieg. Baluda, seine Frau und 6 Kinder lagen im Schlafe. Die Kerle bemächtigten sich zuerst de« Vaters und der Mutter, warfen sie zu Boden und steckten ihnen Knebel in den Mund, um sie am Hülfcrufen zu verhindern. Sie rissen dann die sechs Kinder au» ihren Betten, banden sie fest und verhinder- ten sie, irgend eine Bewegung zu machen. Dann— und dies ist kaum glanblich— warfen sie sich über ihre Opfer her, rissen ihnen die Augen heraus, schnitten ihnen die Zunge ab und mißhandelten sie aus alle mög« liche Weise. Dem Vater und dem ältesten Sohne hieben sie noch die Füße ab und hingen sie dann an den Beinen auf. Alsdanu frühstückten sie und verließen bei Tages- anbruch das Hans. Erst um 3 Uhr Morgen« entdeckten die Nachbarn die schreckliche That. Die Zeichen, durch welche der Vater sich trotz seines Zustande« verständlich machen konnte, ermöglichten es, den Missethätern ans die Svur zu kommen. Zwei, von denen der eine eben- falls Baluda heißt und ein naher Verwandter der Opfer ist, wurden bereits festgenommen. Es scheint, das Privat« räche der Grund zu diesem scheußlichen Verbrechen war. Man weiß noch nicht, ob die Opfer mit dem Leben da« vonkommen werden. —(Ein vornehmer Verbrecher.) Nach der „Corr. W." hat dieser Tage Julius Angcrmeier Freiherr v. Steinberg die Wohnung de« Schuldieners Karl Gruber in Wien mittelst Breltiiistrnmenten geöffnet und an« einem Kasten Pretiosen im Werthe von 200 fl. gestohlen. Freiherr v. Steinberg ist 23 Jahr- alt und hat bereit« in der bezeichneten Wohnung einen Diebstahl verübt. —( Kindisches Treiben.) Der„Ncwyorker Demokrat" enthält folgende interessante Mittheilung aus Dresden: W e überhaupt die Stimmung der Aristokratie ist, das können Sie ans einem ueulichen Vorgang ersehen. Vor einigen Wochen wurde in einer Provinzialstadt vom General Sensit v. Pilsach in Ge- meinschaft mit mehren Reiterojficieren eine Hnndstausc vollzogen. Die Tanse saud siei und öffentlich in einer Schankwirthschast vor zahlreichen Gästen, worunter ein Geistlicher, stall, und wurde unter Anwendung aller kirchlichen Formelu und Feierlichkeiten vorgenommen. Getauft wurde ein Hund und eine Hündin. Man hat die Sache zu vertuschen gesucht und bisher nur leise darauf hingedeutet; sie ist aber Thatsachc. Ich kann vielleicht später genaueres mittheilen, für jetzt nur die Bemerkung, daß sich Seufft v. Pilsach verabschiedet und nach Wien verzogen hat." —(Eine Musterstadt.) Die jungen Damen von Lewiston, im Staate Mayne, haben sich feierlichst ver- schworen, keinen Mann zu küssen, der dem Tabak hul- digt; die jungen Männer dagegeu, keine Dame auzu- sehen, welche falsches Haar trägt. Ob die Helden und Heldinnen ihren Beschlüssen treu bleiben,-ist abzuwarten; jedenfalls aber wäre es interessant zu wissen, wo einer dieser jungen Männer mit seinen Angeu hin soll, wenn er iu irgend eine europäische Stadt kommt. /ör Derlin.. Zß. Allgem. deutsch. Zimnick.-- und Gesangvortra.qe vom SäM i deutsch. Zimmerer-L'kll I Sonnabend, den 5. März, M iu Baade's Lokal, Franks»� Billet« für Herren 3 Sgr., fürDn der Abendkasse jedoch 4 Sgr. resp. 1* zeigung der Mitgliedskarte. Billets sind zu haben an d:n L? bei den Mitgliedern des Fest-Eowiti). Neue Friedrichsstr. S. Riedel, HeitW � Mclchiorstr. 3. Kulilmann, Elisabeth Stallschreiberstr. 23 a. Lcuscbner, � Hof 2 Tr. Herzog, Namiynstr-Keitun-„i Steinstr. 16. Peter, Manteufelslr.,»ßchenilich damerstr. 47. Arndt, Brandenbui- ig«, Don«, Unterzeichuelen.«nuabend«•i Gäste haben Zutritt,— Um zaW„____ wird gebeten.■ C. Würtemberg, Te»«nent«.� Mmmer» i i V Mr perlin.=b e r s a m m 1 u n sv (Ogamnarkilcr, SorlirrruJ welche sich der neu gegründeten Sterbekaffe angeschlossen haben, wer! Sonntag, den«?. F-cbruar, in Randel's Lokal, Brnnnenstr. l Tag-ssrdn:!»� Wichtige Krankenkassen- AngelegenW Montag, den?«. Febr.,'-�n großer Tag-sord».: Wahl. Zl-dom bQ| Für Kiel. Int", nichi Geschlossene Mtgliedei�""- der zum Allg. deutsch. Arbeiterschaft��,!' ö,nn den Gewerkschasle» L I�Ner Mittwocki, den 9. Mär,'Azoren nicht im Saale des Englischen � TageSo rdnu-i-j glaube 1 Die Wahlen des neuen Verbands,_' Die Mitglieder werden dringend d■ü(:. reich zu erscheinen.'-preise Die Bevollmächtigten sämmtlich� des Qu «tör Altona.■.bcr, Aboni Freundschaftliche VeCjs X der hiesigen Mitglieder«�.. Allgemeinen deutschen Arbelk' c Dienstag, den«. März, Arbe, iu Witlmaack's Salon, Gr°e-'"�'dvctra Tagesordnung: Aitern and Fichte'« politisches Vermächtniß."tilg hervorc Neue Mitglieder werden �schwer bei --------' tgans sche Für ElbttftV- Krerseitö Allgemeiner deutscher Arbti« der Part Montag, den Sks. Februar, ganz bil im Lokale des Herrn A. Huns cheidl.� � PMkalische AbenduMothwendn, unter �iitiger Mitwirkung eines hiesige» V�iangclc Entrö a Person 2' a Sgr. J�fchen � Karten sind zu beziehen bei den•�'jjtljanblunc Schwancnstraße, Hcrrmanu Scha' Pere lei»■ Vost gegenüber, AugustHunschei>>>>�� Etwaiger Ueberschuß wird znM d*' kosten verwendet., solchen Die Mitglieder und Parteigenosse» t die Fxg lichst eingeladen._ fcj• Brieskasten. Für die strikenden Waldenburger sind durch Herrn C. Müller von den Vereinömit gliedern in Frankfurt a. d. O. 2 Thlr. 16 Sgr. hier eingezahlt. Die Expedition des„Soc.-Dem." Annoncen. /ür Berlin. Allg. deutsch. Schuhmachcr-Verein. e r s a m m l u n g. Montag, den?«. Februar, Abends 8'/- Uhr, Miltelstr. 57(zur guten Quelle), im Saale 2Tr. hoch. Tagesordnung: Vortrag de» Herrn Finn über die Arbeiterbewegung. Gäste haben Zutritt. W. Guhl. Mt Berlin. Allg. deutsch. Zimmercr-Verein. Versammlung Mittwoch, den 9, März, Abends 8 Uhr, in Baabe'» Lokal, Große Frankfurterstr. 87. Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Tölcke.— 2) Wahl de« VerbandSpräsidinm«.— 3) Verschiedenes n. Fragelasten. Um zahlreichen Besuch bittet Grau L, Bevollmächtigter. NB. Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß die Ver- fammlungen Montag, den 23. Februar und Montag, den 7. März aussallen und dafür die Versammlungen ani Mittivoch den 2. März und Mittwoch den 9. März stattfinden. Für parmen. das 8, Allg. deutsch. Ätanusakturäver einzujc Sonnrag, den 97, Febr., NKs und dg beim Wirrh Herrn Vieh bahn,-'Ngcbcn. Tagesordnung: hgde ini.- 1) Monatlich- Kassenabrechuung. kcs de» r Für Altona. v Montag, den sn. Fel� 11 unt findet ein vo> Allgemeines Arbeit���� verbunden mit-ckweik- Conccrt nnd cr unter Mitwirkung der Liedertafel guten Musikcapelle im Salon des- �ürte, zz, Große Bergstraße 27, Mw, sich da . �1» mächtig Karten sind dazu a 6 6 an den stellen zu haben. Näheres durch die:.)iatt'sy?, NB. Aufgeführt wird:„Der S�'jck, � lch als Um allgemeine Betheiligung bittckä'� gr Da» y sito Vorst "'ii den: cr solchen Für packan und Arbeiterverbrüdern�A.''»' Programm: Von 5 bis 8 Uhr' 10 Ist gl an Festrede.— Hernach Ball.— Mlline Alle Parteigenossen von Nah und si..lclbci, T. , 1 welcher lich hierzu eingeladen. D er Arb eitert tnn' ha � sshauptsach des„Social-DeMGn � ist in zweiter Auflage erschiene»" ,r)11 kij dung von 1 Thlr.!5 Sgr. für �.,�7 erf ziehen. Da die Auflage eine ge�°®'rb Bestellungen sofort gemacht und n lilshcrj. � fügt, für die bereits bestellte»" N eingesandt werden.. An/,, c: Für die Redaktion des«b d W. Grüwch�Km kommc Zur pünktlichen Besorgung de»�'£•) Wird d f rat", im Bereich der Louisenst»�''- bleibe»•„ R. Mentzel, ZeitungS-Spedne»- gd)/" A'.irli wird il'de nni nv Ucitlinfl �) Auch wird jede andere Zeitunss Ein gangbares Holz-, Geschäft ist umstände halber z» Bir Wrangelstraß' wnn das deckt. war Druck von R. Bergma»»� Verantwortl. Redakteur n. Verleger--- ci