Wra-Nunmer. Kdomemtnt-.KtdWzANge»: Lbonnement«- Prei» pränumerando: vierteljährig ZLo Mh. monath l.IVMlg, wöchentlich 2S Pfg. frei in» Hau». Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntag»« Nummer mit illuftrtrter Sonntag»- Beilage„Die Neue Welt" lv Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mark pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitung»- Preisliste für 1898 unter fir. 7576. Unter streuzband für Teutschland und Oesterreich-Ungarn S Mark, für da» übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erscheint täglich nutzer Siontng«. Berliner Volltsl»lnlt. IS» Jahrg. Die Insertwns-Gtdolfr beträgt für dt« fechsgefpaltene stolonel» zetle oder deren Raum iO Pfg., für verein» und Verfammlungz-Anzeigen, sowie ArbettSmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bi» » Uhr nachmittag» in der Erpeditton abgegeben werden. Tie Erpeditton ist an Wochentagen bi» 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen bi« S Uhr vormittag» geöffnet. Zlernsprecher:»ml l,»r. IVOS. Telegramm-Adresse: „»»zinldemokrnk»erlin«, Dentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: 3Rl. 19, Seuth-Strage 2. Sonnabend, den ÄS. Jum 1898* Expedition: SW.19, Benth-Stratze 3. Ergebnisse der Reichstagswahlen vom 16. und 24. Juni. Gewählte Sozialdemokraten: i. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. II. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. Berlin III Berlin IV Berlin VI Niederbarnim Teltow-Beeskow Kottbus-Spremberg Sorau-Forst Breslau-Weft Breslau-Ost Waldenburg Königsberg i. Pr. Altona Ottensen-Pinneberg Magdeburg Calbe-Aschersleben Halle Zeitz-Weißenfels Hannover Elberfeld Frankfurt a. M. Hanau Breutzon. Heine Singer Liebknecht Stadthagen Zubeil Aulrick Klees Schoenlank Tutzauer Sachse Haase Frohme v. Elm Pfannkuch Albert Schmidt Kunert Thiele. Meister Molkenbuhr Wilhelm Schmidt Hoch Bmzvrm München II v. Vollmar Nürnberg Oertel Speier-Ludwigshafen ErHardt. Snchfcn. Dresden-Altstadt Gradnauer Dresden-Neustadt Kaden Dresden-Land(l. d. Elbe) Horn Mnvttembevg. Kloß 36. Stuttgart Baden. 37. Karlsruhe Geck 38. Mannheim Dreesbach 39. Pforzheim-Durlach Agster 40. Darmstadt 41. Offenbach Bellen. Cramer Ulrich Beaunschlveig. 42. Braunschweig Blos 43. Holzminden Calwer Anhalt. 44. Bernburg Albrecht Thüvingische Staaten. 45. Sonneberg Neißhaus 46. Gotha Bock 47. Gera Wurm 48. Greiz Förster Freie Städte. 49. Lübeck Schwach 50. Hamburg I Bebel 51. Hamburg II Dich 52. Hamburg III Metzger Elfa�Uothringen. 53. Mülhausen Bneb Verloren wurden die Rreise: 1. Berlin II. 2. Berlin V. 3. Brandenburg> Westhavel- land. 4. Neichenbach- Neurode (Schlesien). 5. Stettin. 6. Kiel. 7. Dortmund. 8. Solingen. 9. Höchst-Usingen(Nassau). 10. Mittweida(Sachsen). 11. Plauen(Sachsen). 12. Straßburg i. E. Neu gewonnen 1. Kottbus-Spremberg. 2. Sorau-Forst. 3. Kalbe-Ascherslebcn. 4. Zeitz-Weißenfels. ö. Hanau. 6. Speier-Ludwigshafen. 7. DrcSden-Altstadt. 8. DreSden-Neustadt. 9. Zittau. wurden die Rreise: 10. Zschopau-Marienberg. 11. Stuttgart. 12. Mannheim. 13. Karlsruhe. 14. Pforzheim-Durlach. 15. Darmstadt. 16. Holzminden. 17. Bernburg. 18. Lübeck. Im Reichstage hatte die sozialdemokratische Partei zuletzt 48 Sitze. Bon diesen alten Sitzen steht nur München l noch aus, wo die Stichwahl am Montag stattfindet. Der neue Reichstag. Noch stehen einige Resultate der gestrigen Stichwahlen aus, heute wird auch noch in Wasserburg, Regensbura. Hof, Bayreuth. Forchheim, Kronach, Erlangen-Fürth, Ansbach- Schwabach, Neustadt a. S., Schweinfurt, Jmmenstadt, in fünf mecklcnburg-schwerin'schen und den drei sachsen-weimarischen Wahlkreisen, Montag noch in München und Würzburg gewählt. trotzdem können über die Zusammensetzung des neuen Reichstags einige vorläufige Bemerkungen gemacht werden. Die bedeutungsvollste Kundgebung vor den Wahlen war der Sammlungsaufruf der beiden konservativen Fraktionen und der nationalliberalen Agrarier. Zum Ziele stellte er sich: Aeußerste Reaktion auf wirthschaftlichem, sozialem und politi- schem Gebiete, also Hochschntzzollpolitik, Aufhören der Meist- begünstigungsverträge, Aufheben der Freizügigkeit. Stillstand der Sozialpolitik, dazu Verschlechterung des Reichstagslvahl- rechtes, Einengung der polittschen Freiheiten, Ausnahmegesetze gegen die Sozialdemokratie. Einen praktischen Erfolg hat die Sammlnngspolitik zu verzeichnen. Das Zusammenstehen aller bürgerlichen Parteien in fast allen Wahlkreisen, wo Sozial- demokraten in der Stichwahl standen. Den Hauptprofit von der praktisch und stramm bethätigten Sammlungspolitik hatten Engen Richter und seine Mannen, deren Mandate, soweit sie nicht selbstloser sozialdemokratischer Wahlhilfe zu danken sind. den Agrariern geschuldet werden. Während unsere Wahlhilfe frei ohne jeden Vorbehalt, ohne eine Andeutung über Gegen- leistungen gewährt wurde, mutzte die sogenannte freisinnige Volkspartei die Unterstützung durch die Sammlungspolitiker mit Wahlhilfe an die Agrarier bezahlen. Ueberall stimmten die Freisinnigen für die Männer der schwärzesten unerbittlichen Reaktion für die geschworenen Feinde des Bürgerthums, wenn es galt, einen wahren Volksmann zu Falle zu bringen. Die traditionellen Vorkämpfer des Freihandels gaben ihre Stimme für die ärgsten Brotverthcurer, für die Gegner der Handelsverträge ab, sie schändeten das demokratische allgemeine Wahlrecht, indem sie feudalen Absolutistcn, nie ruhenden Feinden des allgemeinen Wahlrechts und jeder demokratischen Forderung zum Siege verhalfcn. Ueberall gaben die frei- sinnigen Führer und Unterführer die Parole aus: Für den Sammlungspolitiker, gegen die Verfechter der Volksrcchte! Gerade in den Wahlkreisen wie Teltow- Bceskow- Charlottenburg, Spandau-Osthavelland, Zauch-Belzig-Lucken- Walde, Brandenburg- Westhavclland, die in steter direkter Fühlung mit der freisinnigen Parteileitung stehen, die die Intelligenz der Partei beherbergen, in denen die Führer der Partei wohnen und wirken, haben die Freisinnigen Mann für für Mann für die wackeren Vorberg, Löbcll, Kropatscheck und Genossen gestimmt, also für die Männer, die am liebsten den Kampf gegen die Städte Wieder aufnehmen würden, den die Jtzenplitze und Köckeritze so lange und so nutzbringend für sie >oenn auch nicht gerade mit noblen und modernen'Waffen geführt haben. Hätte dieSozialdemokratic nicht stets die Interessen des Volkes im Auge, hätte sie nicht nach ihren Prinzipien sondern nach ihrem instinktiven Hasse gehandelt, sie hätte nur zu wollen gebraucht und sie hätte die freisinnige Volkspartei, die freisinnige Vereinigung und die deutsche Volkspartei zermalmen können, so datz diese drei Parteien mit einem knappen Bäckerdutzend aus den Stich- wählen hervorgegangen wären. Wir haben dies nicht gethan, weil wir die agrarische Reaktion nicht stärken wollten, wie es kurzsichtige Volksparteiler und Freisinnige leichten Herzens thaten.~......• i Man hat gesagt, die deutsche Sozialdemokratie sei in manchem Momente von der scharfen Betonung des Klassen-. kampfstandpunktes abgelvichen. Die gestrigen Stichwahlen werden wieder gut machen, was vielleicht hier und dort gefehlt wurde. Wenn die deutsche Volkspartei, die radikalste bürger- liche Partei, wenn die National-Sozialen, diese mit solchein Tam-Tam als neue Partei auftretende Gruppe, iu allen Stich- wählen gegen die Sozialdemokratie entschieden hat, dann ist dies eine Lehre, wie sie nicht schärfer gegeben werden konnte, datz von den bürgerlichen Parteien für den Befreiungskampf des Proletariats, für die wirksame Vertheidigung der Volks- rechte, für den Schutz gegen die Ausbeutung durch eine die Reichsten bereichernde, die Armen aushungernde Zollpolitik nichts zu erwarten ist. Diese Erkenntnitz und der grotze Stimmen-. zuwachs bei der Hauptwahl sind reiche Entschädigung für die' musterhafte Arbeit, die bewunderungswürdige Aufopferungsfähigkeit, die rastlose Arbeit der Proletarier während langer Jahre, und vor allem in den dem Wahltage vorangegangenen Wochen I Trotz aller Anstrengungen der Gegner, trotz der unnatürlichen Bündnisse, trotz aller erdenkbaren Wahlpraktiken kommt die Sozialdemokratie mit einer größeren Fraktion in den Reichstag als sie aus demselben geschieden ist. Mit 48 Mann verließen wir den Reichstag und schon jetzt, obgleich noch zahlreiche Resultate der gestrigen Stichwahlen nicht bekannt sind, ob- gleich wir heute und Montag noch eine Reihe aussichtsreicher Stichwahlkämpfe auszufcchten haben, obgleich überdies' die Wahlprüfungskommifsion noch zu mancher Wahl ein letztes' Wort sagen dürfte, haben»vir schon 53 Sitze im Reichstage, sind»vir nächst dem Zentrum, das auch in verstärkter Zahl in den neuen Reichstag seinen Einzug halten»vird und das auch' im wesentlichen eigener Kraft und guter Organisation seine Erjolge dankt, die siegende Partei in diesen Wahlschlachten. Die Freisumige Vereinigung und die deutsche Volkspariei, sowie die Polen, Antisemiten und Elsässer sind sehr geschwächt aus dein Wahlkampfe hervorgegangen, die Freisinnige Volks- Partei verdankt den Krücken der Gegner trotz ihres politischen Marasmus das unverdiente Schicksal, nngeschwächt dazu- stehen. Die Reichspartei hat ihren Krupp verloren, sie erhält aber dafür den süddeutschen König Stumm, den Rottweiler Pulverkönig Muser, so daß wir nun die Abwechselung genießen werden, neben den stramm preußischen Reden unseres Busen- freundes Stumm die Produkte desselben Geistes ini schwäbelnden Dialekte hören zu können. Die nichtagrarischen National- liberalen sind außerordentlich geschwächt und die agrarischen Natioimlliberalen haben die Professoren Paasche und Fried- berg, zwei der unsympathischesten Gestalten des Reichstages, eingebüßt. Die noch weiter rechts stehenden Agrarier scheinen trotz der gewissenlosen unermüdlichen und immenses Geld kostenden Agitation des Bundes der Landwirthe nicht der- stärkt, wenn auch ohne Einbuße, den Wahlkampf überstanden zu haben. So kann man wohl behaupten, daß die letzten Wahlen an dem KräfteverBAltnifc, das der letzte Reichstag gezeigt hat, wenig geändert haben dürften. Was bedeutet nun der Ausfall der Wahlen zu den von den Sammlungspolitikern aufgeworfenen Fragen? Allzu große agrarische Forderungen, wie der Antrag Kanitz und wohl auch die Einführung der Doppelwährung, werden keine Aussicht auf Verwirklichung haben, dagegen muß sehr ernstlich mit einer vom Zentrum unterstützten Hochschutzzollpolitik und Ver- schärfungen der Grenzsperren gegen die Lebcnsmjttel-Einfuhr gerechnet werden. Zu einer Zustimmung zu den auf die Ein- schränkung der Freizügigkeit gerichteten Plänen wird daS Zentrum sich trotz seiner starken agrarischen Beimischung kaum entschließen können, es muß auf seine rheinisch- westfälischen Industriearbeiter einige Rücksichten nehmen. Das allgemeine Wahlrecht wird— wenigstens auf gesetzlichem Wege— unangefochten bleiben. Dagegen muß mit Repressions- maßregeln gegen die Sozialdemokratie gerechnet werden, denn dafür ist gegen Zugeständnisse auf kirchlichem und sittlichem Gebiete, wie dieses von der Klerisei bcurtheilt wird, das Zentrum zu haben. Ans einen besseren Kurs in der Sozial- Politik rechnen wir nicht. Im ganzen: Die Sache des Volkes hat keinen ent- scheidenden Vorstoß, keinen entscheidenden Sieg errungen, nur mühsam geht es vorwärts, aber der Ansturm der Feinde aller Freiheit ist abgeschlagen und die Sozialdemokratie hat sich als die unüberwindliche Wehr des Volksrechts erwiesen. Die steigende Macht des Proletariats, die in der Stimmenzahl bei der Hauptwahl zum Ausdrucke kam, bildet eine Gewähr, daß den Erfolgen der Reaktion der Sieg der Sozialdemokratie folgen muß. Je tüchtiger wir arbeiten, je emsiger wir die Auflärnngs- arbeit betreiben, je kräftiger wir unsere Agitation fördern, desto eher, desto sicherer, desto friedlicher wird unser Sieg sein.—_ politische Mebeelkchk. Berlin, den 25. Juni. Die iuternationale Zuckcrkonfcrenz hielt Freitag Nachmittag eine Plenarversammlang ab! Vormittag hatte eine Versammlung in der Kommission stattgefunden.— Chronik der MajcstätSbeleidignngö- Prozesse. Wege» Majestätsbeleidigung ivnrde von der Bcnthener Straf- kammcr ein Badenscr, namens Scherl!, zn 4 Monaten Gefängniß verurthcilt. Die so häufigen Majestätsbeleidignug-s-Prozesse im ober- schlesischen Jndnstricbezirke geben viel zn denken. Benurkenslverth ist, daß Vernrtheilungen von Sozialdemokraten wegen Majcstäts- bcleidigung äußerst selten vorkommen.— Oesterreich. Lemberg. 24. Juni. In Nensandcc, Kcnnionknwiella und Ujanowice fanden wiederum Exzesse, die sich gegen die Inden richteten, statt. Viele Läden der Juden wurden geplündert. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. In Zbysziel Ivnrde ein Ex- zedent getödtet und ein anderer verwundet. Nach verschiedenen Orten ist Militär abgegangen.— Frankreich. PariS. 24. Juni.„Soir" will wissen, daß der Disziplinar- qerichtshof sich einstimmig dafür ausgesprochen habe, daß Reinach seinen Rang als Hauptmann der Landwehr verliere.— Oberst Picqnart erhob Einspruch gegen seine Pensioninmg beim Staats- rath.— PariS, 24. Juni. Das voraussichtlich zu stände kommende Kabinet soll folgende Zusammensetzung haben: Peytral Minister- Präsident und Inneres, Freycinet Auswärtiges, Dclombre Finanzen, Cavaianac Krieg, Admiral Fonrnier Marine, Sarricn Justiz. Delcasss Kolonien, Dupuy Unterricht, Leygnes öffentliche Arbeiten, MarnsjoulS Handel, und Baduel Ackerbau. Italien. Rom, 23. Juni. Die Morgenblätter bestätigen, daß Visconti V e n o st a den Auftrag zur KabtnetSbildnng erhalten habe. Griechenland. Athen, 24. Juni.(„Intern. Korr.") Die HeereSorgani- f a t i o n. Der vom Kriegsminister SmolenSki ausgearbeitete und vom König bereits gebilligte Plan der Hcercsorganisation hat als Grundlage die Errichtung eines großen befc st igten Lagers im mittleren Thessalien, nördlich von P h a r s a l a. In diesem soll die gesammtc Landmacht des Königreichs, deren Friedens- stärke vorläufig auf 25 000 Mann berechnet wird, zusammengezogen und ausgebildet werden. In den Übrigen Thcilen des Staates sollen keine Garnisonen gehalten werden, nur in Athen ein Bataillon als Leibwache des Königs. Auf diese Weise hofft man die Armee jeden, Einflüsse der Politik zu entziehen und durch den beständigen Feld- und Lagcrdicnst einen wahrhaft militärischen Geist heranzubilden. Wie solche Pläne mit der verzweifelten Finanzlage ocs Landes vereinbar sind, ist uns unverständlich.— Afrika. Bon» Reiche des Mahdi.„Pall Mall Gazette" veröffentlicht ein Telegramm aus Kairo, in welchem es heißt, ein gut be- glaubigter Bericht sei dort eingetroffen, wonach der K h a l i f K h a r t n m verlassen habe und südwärts geflohen fei in der Richtung auf Globeid und Cordofan. Dies soll die Ursache der Abreise des Sirdnrs zur Armee sein. damit die Verfolgung sofort begonnen werden könne.— Kapstadt. 24. Juni. Wie ein Telegramm aus Johannisburg meldet, sind 10000 Swazis in einem befestigten Platze vcreinigr. Sie sind im Besitze von 400 Martini-Gewehrcn und genügendem Vorrath an Munition. Die Swazis sprechen davon, daß sie von den Zulus Hilfe erlangen; sie seien mit den Führern derselben in ständiger Verbindung.— Der Krieg.* DaS Hauptinteresse dürste sich in den nächsten Tagen noch mehr- mals ans die inneren Vorgänge in Spanien konzentriren. Die TuS- Pension des widerhaarigen Parlaments war ein Vcrzweiflungsschritt der Regierung, der leicht die Revolution zur Folge haben kann. Aus Madrid wird heute depeschirt i Die republikanischen Deputirten berichten über daS von ihnen während der Zeit der Suspendirung der Cortcs zu beobachtende Verhalten.— Es ist möglich, daß morgen eine Kabinctskrise zum Ausbruch komnit. Aehnlich wie in Italien scheint die Militärdiktatur bevor- zustehen. Unter diesem Gefichtspunkte sind die folgende,. Mit- theilungen der„Internationalen Korrespondenz" anS Madrid von großem Interesse: Die erst jetzt erfolgten Aufklärungen über die trostlose Ter« faffung der spanischen Besatzungstrup'pcn auf den Philippinen haben eine sehr tiefgehende Erregung hervorgerufen, besonders unter den einflußreicheren politischen und militärischen Kreisen. Man ist voll- ständig darüber im Klaren, daß daS Ministerium Sagasta da« Land über die Stärke der spanischen Macht auf der Inselgruppe getäuscht und nicht das Geringste zur Sicherung der dortigen Stellung gethan hyi. Die jetzige Regierung dürste daher den Fall von Manila nicht'.unge überleben; da aber augenblicklich die kon- servative Partei einer einheitlichen Führung entbehrt, so ivird auch diese die Regierungsgewalt nicht tibcrnchmen können, Bielmehr ist zu erwarten, daß eine reine Militärregierung gebildet wird, in welcher dann auch die Elemente Polavieja und Weyler Anthcil erhalten dürsten. Jedenfalls ist durch die ans den Philippinen erlittenen Verluste eine Geneigtheit zu Friedensverhandlungen nicht im geringsten hervorgcrufei, worden, so daß die in Aussicht genommene Militärdittatur den Krieg mit weit größeren Anstrengungen als bisher fortsetzen würde. AnS Washington wird heule tclegrnphirt: Bon gut unter- richtet« Seite wird erklärt, sobald daS Geschwader Camaras in den Suez-Kaual einlaufe, werde sofort ein aus den tüchffgsten und schnellsten Schiffen der Flotte des Admirals Sampson gebildetes Geschwader nach dem Mittelmeer abgehen, um die spastischen Häfen zu beschießen. Nach den aufgestellten Berechnuiigeii hält man daS hier für leicht ausstihrbar. Die Regierung kaufte als Transportschiffe die Ilcbersce- Dampfer„Mohawk".„Mobile", „Massachusetts",„Mamtoba",„Mnnewaskn",„Michigan" und „Mississippi". Von, Bord dcS Schiffes der„Associated Preß", welches vor Jncagna liegt, wird gemeldet, die amerikanische Armee erreichte den Rand des Plateaus, ivelches den Hafen von Santiago unigicbt, und pflanzte die kamerikanische Flagge in Jncagua auf. Nur einige Flintenschüsse wurden gewechselt, die Spanier ziehen sich nach wie vor zurück. Man erwartet erst in einigen Tagen ein entscheidendes Treffen. Die amerikanischen Truppen leiden sehr. da sie durch den beschwerlichen Eilmarsch und die Hitze völlig er- schöpft sind. Auch herrscht Mangel an Lebensmitteln. Die Transport- schiffe mit den noch nicht ausgeschifften Truppen gingen vor Jncagua vor Anker, waren jedoch nicht im stände, Mannschaften oder Lebens- mittel zn landen, da die See hohl ging. Nach andere» Mitthcilnngcn sind Patronen, Maulesel und Lebensmittel in reichlichen Quantitäten ftir die amerikanischen Bc- satzungstrnppen ans Kuba gelandet ivorden. En, Telegramm aus Manila meldet, daß in dem Gefecht. welches zwischen amerikanischen T, Uppen und den Truppen des Generals LinarcS stattgefunden hat, die Spanier sich zurückziehen mußten. Letztere waren 1200 Mann stark und zogen sich in bester Ordnung ins Gebirge zurück. Ans sciten der Insurgenten gab es 2 Todte und 15 Verwundete. Die amerikanischen Truppe» sind durch die schwierigen Wege sehr ermattet; die Hitze ist unerträglich. Ein Telegramm aus Honolulu meldet, daß der zweite Thcil des nach den Philippinen entsandten zweiten amerikanischen Geschwaders dort vorbeigekonmicn ist. lieber den gestern gemeldete» Streik der Bnkarester Emailwaareufabrik von Ca«; u. Co. geht uns noch folgende Zuschrift zu: Sännntliche Arbeiter und Arbeiterinnen, 130 an der Zahl, dar- unter viele verheirathet, legten einmüthig die Arbeit nieder. Den unmittelbaren Anlaß hierzu gab ein Reglement, welches die Finna anschlagen ließ, und das derartige Vcstinnnungei, enthielt, die den Arbeiter gänzlich der Gnade oder Ungnade des Arbeitgebers preisgeben, zum Beispiel: wer beiin Rauchen angetroffen, wer nur ein Worr mit seinem Neben- kollcgcn spricht, ivird mit bis zu 10 Frank Strafe belegt, Frauen mit 1,10 Frank Tagclohn wnrden je 2, 3—5 Frank abgezogen. anderen Arbeitern bis zu 25 Frank. Ebenso zog er den Arbeitern»0 Frank Kaution!! ab mit dem Versprechen, dieselbe»lit 10 pCt. zu verzinsen, an stelle der letzteren bekamen die Arbeiter Ohrfeigen. Bei cmcr dort ein- geführten Krankenkasse haben die Arbeiter absolut kein Mit- bestiinininigsrecht und tvirthschaftctc Herr Catz seit nenn Jahren init dein von den Arbeitern eingezahlten Geld. ArbcitSbrüdcr! Genossen des Auslandes! Gesetzlich rechtlos, a»§- gebeutet bis zum äußersten, stehen unsere Kollegen einmüthig in, Kampfe und fordern Znrückziehnng des Reglements, Aufhebung der Strafen und Kaution, Kontrolle über ihre bis jetzt eingezahlten und abgezogenen Gelder und humane Behandlung. Da nun aber nnscrc Organisätioncn noch sehr schwach, iinscre Kassen gänzlich leer, appellircn wir an das so oft bewiesene SolidaritätSgefüht uufercr ansländischcir Genossen, ohne deren Mithilfe der Streik voraussichtlich verloren ginge und die Arbeiter hier gezwungen wären, unter den ent- Ivürdigendstcn Bedingungen weiter zu arbeiten. Haltet den Zuzug fern I Mit Brndcrgrnß I. A. für die GclvcrlschaftSlon, Mission: A. D a R i n. Sendnngen: Klub Muncitor, Doamncistr. 7, Bukarest. Für die Gewcrffchaft der Eisen- lind Metallarbeiter: G o t t l i e b Klaus. U», Nachdruck wird gebeten. HVtthlbekvn�kungon. Ei» Vcrbriidcrungöfest der B»l«deSge«osse» des gestrigen Tages wurde»och am Abend in einein Restaurant in der Norlstraße in äulei jubilo gefeiert; Stockmann und Kreitling haben sich aufs intimste befreundet. Brüder- schast soll erst getrunken werden am nächsten Abend des neuen Stammtisches, wenn Herr Rappo und der bewährte Verfasser des Flugblattes„Wer ist Fischer", der große Engen Richter, auch kommen. Treue Schwüre, Versprechen, künftig jede Gehässigkeit zu meide», wurden ausgetauscht. Gleiche Brüder, gleiche Kappen I Vor dem Tode. Es ist eine eigenartige und vielfach beobachtete Erscheimmg bei TodcSlandidatcn, daß sie kurz vor ihren, Ende sich»och einmal stark und lebenskräftig sühlcn. Ebenso geht cS den der Auflösung ver- fnllcncn Parteien. Durch reaktionäre Hilfe ist cS den Freisinnigen gcstcn, gelungen, mit ganz winziger Mehrheit über unsere hiesigen Kandidaten zn siege». Dieser unter Preisgabe dcS Prinzips erkaufte Triumph veranlaßt die„Vossische Zeitung" zu folgender Jubelhymne: „Noch ivcht nicht das rothe Banner über ganz Berlin,»nd fortan wird der„Vorwärts" sich hüten, von der„sozmldcmokratischcn Haupt- stadt des Reiches" zu sprechen. In Berlin hat die Sozialdemokratie ihren Höhepunkt übe, ichritten,»nd wenn einmal die Bürgerschaft den festen Willen hat, ihr alle Berliner Mandate zn nehmen, wird es ihr dazu auch nicht an Kraft fehlen." Diese hektische PhautaSmagoric Ivird bei vorsichtigen Lenlcn im freisinnigen Lager nicht geringes Kopfschütteln verursachen. Schon heute graut dem gleichfalls freisinnigen. Berliner Tagcbl." vor dem mit reaktionärer Hilfe erfochtenen Sie(!e. Diese Zeitung ist verständig genug, sich folgender Erkcnnwitz nicht zu verschließen'; „Es ist namentlich in anbetracht der zukünftigen Entwickelung der politischen Verhältnisse in der Reichshauptstadt von der größten Wichtigkeit, sich über die Thatsache keiner Täuschung hinzugeben, daß der Sieg Über den radikalen Gegner von links her nur durch die widerwillig gewährte Ilnterstntziing der Radikalen von rechts her mühselig errungen tv erden konnte. Da« ist die nüchterne A u f f a s s u n g von der w i r k I i ch e n Sachlage, und es ziemt sich für.den ernsthaft denkenden Politiker, kaltblütig das anszusvrechen, was ist. El» freisinniger Wahltrick wurde noch in letzter Stunde im ersten Berliner Wahlkreise ans- geführt. Der früheren Verabredung mit den andere» Parteien gemäß hatten unsere Genossen auch bei der Stichwahl dieselben Stimm- zettel anfertigen lassen, wie bei der Hauptivahl. Die Freisinnigen aber ließe» ändere, durch Farbe und Qualität des Papiers sofort kenntliche Stimmzettel verbreiten. In zahlreichen Fällen— aus allen Wahllokalen werden solche gemeldet— sind Wähler, die in abhängigen Stcllunacil sich befinden, wieder umgekehrt, als sie dos bemerkten. Wäre ohne diese Mache auch das Endresultat im ersten Kreise nicht geändert worden, so?zeigt sie doch die Besorgnih der Frei- sinnigen un, ihre Mandate, die zu erhalten sie alle Mittel siir gut genug hielten. Spottet ihrer selbst und weist nicht wie! Die Rückgratlosigkeit und Hilflosigkeit des Freisinns und der bürgerlichen Demokratie im letzten Wählkampf schildert eine Wahl- betrachtung der„Frankfurter Zeitung" in ernst genieiitten, aber dafür inn'so ergötzlicher wirkenden Ausführungen: „Die Freistimigen werden in manchen Kreisen für Sozial- dcmokraten gegen konservative»nd mittelparteiliche Agrarier ftiinineii. Sic helfen andererseits einem so ausgesprochene» Agrarier wie de», konservatjucir Herrn Ring von Partenvegen gegen den Ahlwardt. Derselbe Prof. Krovatscheck, Chefredakteur der„Kreuz-Zeituna", die sich Tag für Tag bitter beschwert hat, daß die freisinnige Partei- leitnng nicht die Parole gegen die Sozialdeinokratie ausgeben will, sagt heute in seinem Blatte doch selbst, daß ihn, in Zauch-Vclzig-Jütcrbog lie Mehrheit der freisinnigen Wähler doch wieder zn de», Mandat gegen den Sozialdcinokraten ver- helfen werde, obwohl ein anonymes freisinniges Flugblatt sie davor warnt. Herr Kropatschcck wird wohl Recht haben. Die ländlichen Wähler des Freisinns sind eben anders geartet als die städtischen... Die Demokratie wird im allgemeinen den Sozialdemokraten helfen, wo sie kann, und gegen alles stimmen, was kartellvcrdächtig ist. Aber in Kalmar in, Elsaß zieht sie den Nationallibcralen den, Herrn Preiß yor, dessen proteftlcrisch-klerikale Natur i»it der Zeit offenbarer geworden ist. In Posen»nd Westpreußc» haben mehrfach sich Freifinnige mit Konservativen gegen Polen verbünde»; aber die Polen proklamiren trotzdem in der Stichwahl Unterstützung eines Freisinnigen gegen den konservativen Herrn v. Colmar." Könnte nicht ein freifinnia-deniokratischcr Poet diese Aufstellung in Berse bringen mit dem Refrain: Auf dem Dache sitzt ein Greis, der sich nicht zn h clfci, weiß! Mahlergebnisse. Geiviihlk. Konservative. a) I n der Hauptwahl am IS. Juni. Von der Groeben(Hciligenbcil), Graf zu Dohna- Schlodien(Pr. Holland), v.Weitzel(Osterode), Graf v. Klinckow ström(Rastenburg), Graf Kanitz(Ragnit), Pächter M e n tz( Gnmbinncn), von Sperber(Stallnpöncn), v. S t a u d y(Anaerburg), Graf Udo zu Stolberg(Olctzkol, v. Queis(Sensbnrg), v. P u t t k a in e r- P l a u t h(Maricnbnrg). Rittergutsbesitzer Hilgen dorf(Schlochau), von Dallwitz (Ostpricgnitz), Geh. Regier, nigsrath v. Wintcrfeldt(Prenzlmi), v. W a l d o w(Sternberg)> Rentier Henning(Kölau), Gras v. S ch w e r i n(Dem», in), Landrath b. M a n t e u f f e l(Randow), b. Plötz(Pyritz), v. Dewitz(Naugard), b. Nor nr a„ n(Greifri,- berg), F i n z I a s f, Zimmern, eist«(Köslin), v. Brockhansen (Belgard), Landrath v. B o„in(Neustcttin). Frhr. V. L a n g e n(Stralsund). v. B, s li, a r ck- B o h l e n(Grimmen), Graf v. Carmer(Gnhrau), v. S a l i s ch(Militzsch), v. K a r d o r s(Oels), v. Spiegel(Nains- lau), v. H o h c„ l o h e- O c h r i n g e n(Kreuzburg), v. K r ö ch e r- Wi uze Iburg(Salzwcdcl), Himburg(Osterburg), Nißlcr (DinkclsbüP), Dr. Oerie l(Freibcrgl, H au ff e(Oschatz), v. Freg e (Borna). Landtaas-Abg. S ch r c», p f(Calw), Baron M a l tz a n- P e ck a t e I(Malchin), v. B l ö d a u(Snchsen-Altenburg) Bezirks- Präsident Prinz z u H o h e n I o h e- S ch i I l i>, g s f ü r st(Hagenau), Fabrikbesitzer v. S ch n, i d(Saargemüiid). b) In der Stichwahl am 24. Juni. Haakc(Frankfurt a. O.), Hieb«(Kannstadt), von Christen (Eschwcge), Pauli(Oberbannm), Maas«(Frendenstadt). Pauli (Potsdam), Graf Limburg-Stirun,(Breslau-Land), von Löbcll (Brandenbiirg), von NichtHofen(Schweidnitz), von Levctzow (Königsberg' i. N.), Gras Roon(Minden), Graf Dönhoff (Königsbcrg-Land), JakobSköttcr(Erfurt), Hcgelmaier(Heilbro»»), Kcttuer(Gmünd), Zeidler(Plnueu), Lücke(Bretten), Bauer», eister (Bitterfeld), Förster(Löbau). Zustimme» 75. Deutsche Reichspartei. Gutsbesitzer Witt(Mnriciiwcrder), Laudrath v. B o n i» (Noscnbcrg). Rittergutsbesitzer H o I tz lSchwetz), v. D z i e m b o w S k i, Schloßhaiiptmann(Mcscritz), v. T h i e d c in a n>,, Regierungs« Präsident(Broinberg), Graf Arnim(Rothenburg), Dr. Are n o t (Maiisfeldcr Seckrcis), Dr. Stock mann(Oldenburg). Freiherr v. S t n m m(Ottwcilcr). Domänenpächtcr R a u ck(Mccklenbnrg- Strelitz), Sanitätsrath Dr. Höffe!(Zabcrn). Zentrum(auch Elsässer). a) in der H.a n p t w a h l. Fritzen(Keuipen), Dr. Hitze(Mähr. Gladbach), Dr. Bache m (Krefeld), Rath(Ncuß), Bender(Neuwied) W e l l st c i n(Koblenz), Wallenborn(Mayen), v. Grand-Ry(Adenau), Brök- m a ii n(Daun), D i e d e n(Wittlich), Dr. R i n t c l e u(Trier), Ro c ren(Saarburg), Prinz Arenbe r g(Schleiden), Das- b a ch(Enpen), Dr. Hille(Aachen- Stadt)) G.r a f Hompesch (Düren). Dr. O P f c r g c l t(Gcibcnkirchcii), Beck(Aichach). A i ch b i ch l e r(Ingolstadt), Frhr. v. T h ii u e f e l d(Weilhciui), Raun er(Rosenheim), Lehrmcyer(Traunstein), Mayer (Lnndshnt), Dr. P i ch l e r(Pastan) A i g n c r(Kchlhciin), L c r n o (Amberg), Kohl(Neimiadt), Witzlspcrger(Nennburg a. W.), Dr. H e i m(Neustadt a. W.), Dr. Sch ädler(Bamberg), Speck(Eichstätt). A in t s g e r i ch t s r a t h Krebs(BraimSbergj, Domherr Herr- in a n n(Allciistcin), Graf von Mag» iL(Reichen- bach). Hart manu(Glotz), Langer(Frankeifftein), G l a- w ä tz k i(Groß- Strelitz), von B a I l c st r e m(Lubliuitz), Dr. Stephan(Benthcn). AnitSgcrichtsrath Lctocha(Kattowitzl. Rechtsanwalt Faltin(Plcß), Klose ILcobschützl, Strzoda �Neustadt), Hu brich(Falkenberg), Horn(Weisse), von S t r o m b c ck(Hciligcnstadt), Anitsgerichtsrath Brandenburg (Ascheudorf), Timm ermann(Tecklenburg), von Heere- in an»(Münster), E u l e r s(Borken), Watte udorf (Lüdinghausen), Hesse(Paderborn). Landgerichtsrath Schmidt (Warbnrg), Fusangcl(Olpe), Schwarze(Lippstadt), Dr. Lieber (St. Goarshausen), Herold(Fulda). P i n g e n(Köln- Land), Breuer(Bcrgheim), Dr. Spahn(Rheinbach), Dr. L i n q e n S (SicgkciS), De Witt(Mülheim), Stötzel(Essen), Fritzen (Mors), Dr. Marcour(Cleve). Pfarrer H o f m a n ii(Aalen), Landgerichtsrath G r o e b e r (Blaubeuren), Privatier Braun(Biberach). Rechtsanwalt Rem bald(Ravensburg). Pfarrer Schüler(Ncnstad:). Pfarrer L e n d c r(Achcrn), LandgcrichtS-Direktor g e h n t n e r (AdelSheim), Graf v. Galen(Delmenhorst), Pfarrer Win- t e r e r(Altkirch), Pfarrer R ö l l i n g e S(Gebweil«), Priest« W c tt c r l e(NappoltSwciler), Nciitner G p i c S(Schlettstadt), Pfarrer D e ls o r(Mölsheim), Dr. B o st e t t e r(Straßburg). Erz- Priester Küchly(Saarvurgj, Braiiereibesitzer Msrot(Bolchcul. Gerstenberger(Aschaffenburg). B a n in a n n(Kitzingen), Werth. mann(Lohr), Woerle(Augsburg), Dr. Wcißcnhcigcn (Donauwörth), Dt. Jäger(Dillingeu), v. H e r t l i n g(Jllertissen), L i n d n e r(Kaufbenren), k) In der Stichwahl: Schmitt(Mainz). Trimborn(Köln). Kirsch(Düsseldorf), Marbe (Freiburg), Fuchs(Bochum), Hug(Uebcrlingcn), Haus(Straßburg-Land). Zusammen 96. Polen. Von Jauta-Polczynski(Neustadt), Domherr Neu- b a u e r(Bereut), v. Wollzlegier(Könitz), Graf Kwilecki (Santter), C e g i e l s k i(Buk), Prinz Czartoryski(Kröben), Gutsbesitzer G l e m b o ck i(Schrimm), Rechtsanwalt V. Dziem- b o w§ ki(Wreschen), Dr. v. I a z d z e w s k i(Krotoschin). Fürst R a d z i w i I l(Adclnau), v. G a r l i n s l i(Wirsitz), Dr. K r z y- m i n s k i(Jnowrazlaw), Dr. v. Komierowski(Gnesen). Banerubmid. Etzlinger(Straubing). Bachmater(Pfarrkirchen), Dr. Natzinger(Deggendorf), Fitz(Homburg), Htlpert(Rothen- bürg a. T.). Wolfen. (Nur in d c r S t i ch>v a h l). v. H a m m e r st e i n(Celle), v. Hoden berg(Hildesheim), v. Hardenborstel(Verden), Scheele(OSnabrIick).iZusammen 4. Antisemiten. s.)in der Haupt wähl: Dr. Vielhaben(Rinteln), Liebermann v. Sonnen- berg(Fritzlar), Werner(Hersfeld), Gräfe(Bautzen), L o d z e (Pirna). b) in der Stichwahl: Gäbel(Meisten), Köhler(Giesten), Ahlwardt(Arnswalde), Miller(Waldeck), Dr. Bockel(Marburg). Zusammen 10. Nationalliberale. a) in der Haupt wähl: Nittergutsbes. Sieg(Graudcnz), H o s a n g(Wolmirstedt), Hof- besitzet Tönnies(Toudcrn), Hoffmann(Dillenbnrg), Friedens- richtet U h l e m a n u(Mittweida i. S.), Amtsrichter Esche(Anna- berg), Fabrikbesitzer Freiherr Hehl zu Herrnsheim(Worms), Rittergutsbesitzer v. Kauf m a n n(Helmstedt). b) in der Stichwahl: Hilbeck(Dortnncnd), Börner(Sondershausen), Endemann(Kassel), Frauken(Bochum), Möller(Duisburg), Quentin(Herford), Schulze- Steinen(Harum), Rimpan(Halberstadt), Heiligenstädt(Wanz- leben), Horn(GoSlar), Lehr(Döbeln), Beck(Heidelberg) FranziuS(Meeranc-Lecr), Kahlke(Dithmarschen), Hische(Hameln), Füller(Donaucschingen), Blankenhorn(Breisach), Sattler(Stade), Krämer(Wetzlar), v. Cunh(Kreuznach), Dr. Hasse(Leipzig). Zu santmen 20. Freisinnige Vercinignng: ») in der Hauptwahli Kaufmann Freese(Bremen). b) in der Stichwahl: Rickert(Danzig), Bröinel(Stettin), Hoffmeister(Glogau). Rösickc(Dessau), RechtSanlvalt Dr. Riff(Stratzburg-Stadt) Summa 6. Freisinnige Volkopartci. a) H a u p t w a y l: Fabrikbesitzer Schmidt(Alzey-Bingen). b) S t t ch w a h l. Langerhans(Berlin I), Kreitling(Berlin II), Zwick(Berlin V) Jacobsen �Schleswig), Blcll(Hirschberg), Kailfsinann(Liegititz), Wiemer(Nordhauscn), Schmieder(Bunzlau), Müller(Sagau), Eickhoff (Mühlhausen i. Th.). Beckh(Koburg), Hermes(Jauer), Munckel (Grünbcrg), Müller(Meiningeu), Träger(Barel), Biesantz(Schaum- burg-Lippe), Sabin(Solingen), Wintvtmcycr(Wiesbaden), Fischbeck (Lenitep), Richter(Hagen), Lenzntann«Iserlohn), Lüders(Görlitz), Bargmaim(Oldenburg), Meyer-Jobst(Lippe), Kopsch(Löweitberg). b) In der Stichwahl: Andrzejewski(Posen), Tasch(Fraustadl). Zusammen 15. Süddeutsche Volkspartei. (Nur bei der Stichwahl.) Fr. Hausmann(Böblingen), Brodbeck(Estlingen), Paycr(Tübingen), C. Hansmann(Balingen), Hähnle(Ulm), Äugst(Crailsheim), Hofmann (Hall). Zusammen 7, Dänen. Johannscn(Hadersleben). Bei keiner Partei; Graf Bismarck(Jerichow). SitirljumJjlen. Sozialdemokraten gegen bürgerliche Parteien. Oberbarnil». Pauli R. gegen Bruns S. gewählt. Bisheriger Vertreter Pauli R. Breslau-Land. Graf Limburg-Stirum gegen Schütz S. ge- wählt. Bisheriger Vertreter Graf Limburg-Stirum. Löban(Sachsen) Förster K gegen Postelt S gewählt. Bisheriger Vertreter Herzog FV. Metz. Pierson E gegen Martin S gewählt. Bisheriger Ver- treter Dr. Haas E. Hameln. Hische N. gegen Brey S. gewählt. Bisheriger Ver- tteter Hische N. Eschwege- Schmalkalden, v. Christen R. gegen Hugo S. ge- wählt. Bisheriger Vertreter JSkraut A. Stade. Gewählt Sattler N. gegen Besching S. Bisheriger Vertreter v. Benniglen N. Lanenburg. Graf Bentstorff Rp gegen Lesche S. Bisheriger Vertreter Graf Bernftorff Rp. Wanzlcbcn. Gewählt Heiligenstadt N gegen Gerlach S gewählt Bisheriger Vertreter Benda N. Forst. Klees(Soz.) mit 300 Stimmen Majorität gewählt. Waldenbnrg. Endresultat: Sachste(Soz.) mit 47 Stimmen Majorität gewählt. Zeitz. Endresultat: Thiele(Soz.) 15 777. Dippe(K.) 16 400 Friedberg(Hessen 2) gewählt Graf Oriola R gegen Prinz S. Bisheriger Vertreter Oriala N. Bitterfeld. Gewählt Aauermeister R gegen Weihmann S. Bisheriger Vertreter Vaucrmeistcr R. Harburg. Baerer S mit 500 bis 1000 Stimmen Minorität unterlegen. Gewählt Depkcn(Mischmasch). Kiel. Häncl fr. Vp. 21 337, Legicn S 21 149, 40 Orte fehlen. Hänel gewählt. Kiel Wahlbetheiligung 93,05 pCt., Neumünster 90.75 p6t.. Rendsburg 87,50 pCt., Preetz 91,82 pCt. Königsberg N.-M. v. Lcvetzow