lö" ?erlin�reitag�e?�1�Kär�8?� sechster 3ahryang. )t: ial.n: ine«\i breiw! , d-S fc nW Uiffen' irauf« neinH INN»c »hn* ifef« nem_____ inj trschcmt drei aaiBrni«!), und zwar: Donnerstags und lenbs AbendS. Lrgan der sociat- demokratischen Partei. Redaktion und Expedition! Berlin, Gitschincrstr. 17. Ml arleiza «.t-.?roi- für Berlin iucl. Bring.rlohn: vierteljahrlich 16 Sgr.. monatlich 6 Sgr., einzeln. Nummern werden auswärts bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solid« n- bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerprcußischen Postämter in Deutschland gleich- 1 16 Sgr.,(56 Kreuzer slldd. Währung.) Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Exvcdilion aufzugeben) werden pro vicrgcspaltene Pctit-Zcile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter- Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Eolonien, Amerika, China und Japan �lr. A. Duesing 8 Little-Newport-Sträet, Leicester-Square. W. C. London. ländiz 10 Sk-l politischer Theil. Rundschau. Berlin, 1v. März. In der Sitzung des Reichstags Zutschen Bundes vom 8. d. M. b«i der Fortsetzung der Berathung sktzentwurfS ein Antrag der Abgeordneten LaSker und Genossen zur Debatte, der crfolgung der Mitglieder der Einzclland- . der im gesetzgebenden Körper gehal- gen Ziedxn bezweckt, ihnen also dasselbe Recht, law, �"chstagSmitglicdern einräumt, die be- Gsp,!- � wegen ihrer im Reichstage gcthancn richl«-' �»Ngen niemals gesetzlich verfolgt werden "'Tbl:• An der sehr lebhaften Debatte bctheilig- �»«gen den Antrag die Abgeordneten Kleist -- 1 für denselben Laskcr und Kardorf; da, wo sie nur erst im Keime vorhanden war. Di�schciirt demnächst handeln zu wollen. Wie blind ist man Mittelmäßigkeit der Systeme gewisser Politiker hat-jessin Rom. wenn man nicht bemerkt, dag man ihr(der re- verschuldet, daß unsere beschützenden Absichten in Deutsch- volutionären Partei) Waffen giebt, daß hier die Gefahr land gelähmt worden sind. Die deutsche Demokratie hat siegt, daß Angesicht« einer solchen Gefahr die conservativ ■' welche« sich nach Sadowa über inmitten des Geschreies,... die Wahrscheiulichkeit unserer Einmischung erhoben hatte, ___ die Wahrheit und ihr eigenes Interesse nicht zu erkennen ... verstanden. Da« Berliner Kadinel streute Gerüchte und 5. Doktrinen aus, welche bei den Deutschen ein höchst ehren- wcrthes Nationalgefühl überreizten, vor dem wir die tiesste Achtung hegen. Man rief die Erinnerung an frühere Invasionen wach, als wenn sie sich je wieder erneuern könnten..... Alles die» war nur Zweideutigkeit und Lüge. Wir haben nie unter dieser Regierung etwa« An- der.« gewollt, als was nicht auch im Willen der Völker gelegen hätte, und wenn die benachbarten Völker wirklich so frei wären, wie mau sagt, so würde man vielleicht er- staunt sein, sie wesentlich sympathische Gefühle für da» demokratische Frankreich uyd die Politik de« Kaisers au». sprechen zu hören. Der Augenblick ist noch nicht gckom men, diese latente Situation zu accenwiren, allein die Besorgnisse, welche von den ein doppeltes Ziel verfolgen den Erklärungen der preichischrn Regierung hervorgerufen werden, berechtigen uns zu der Erwartung, daß unsere 9'n9 i,btr freikonservativc Herr Zurllckb allun g" n'Ä't von �g'e�Ä�M'wlrd rat" fm H......... 15 f«r. sch, lsloh mu» und l von' ers»� i. d»H itek-' tMNlsi n>äf linsk»> Agl'«' en- nisch� itcr-- z-il. d» ack. konservativen Herrn Wagencr zu �em er zurief, daß der frcikonservativen dem Urtheil des Abgeordneten Wagcner fegen sei. Der Antrag wird bei der Ab- J mit großer Majorität angenommen und «ie Redefreiheit der Abgeordneten in "ndcrn de» Norddeutschen Bundes festge wenn die Bundesregierungen den ganzen Issctzentwurf nicht zurückziehen. Merkwürdig daß bei allen wichtigen Abstimmungen, so � dieser von der äußersten Linken nur �ordneten Schweitzer und Hasenclever im e anweseikd sind. Sie stimmten selbst "ch für den Antrag. der Sitzung vom 9. d. M. wurde von Wer Seite ein Antrag eingebracht, der Berathung über den Strafgesetzentwurf n will, um zunächst in die dritte Be Iber die schon durchberathenen Paragra Zutreten. Würde dieser Antrag angenom gelangte der Reichstag schon bald zur Ii» und endgültigen Abstimmung über die 'fc. worauf dann die Erklärung deö »thes erfolgen müßte, ob derselbe nach '»g der Todesstrafe, die muthmaßlich auch vo» «R» oder' ob derselbe in der Abschaffung *' keinen Grund erblicke, gegen das ,.�°Mmen eines Strafgesetzes für den Bund �esflon sich auszusprechen. Die Mit- langen überhaupt auf das Volk ma noch geringer, wenn auch unverschuldet, Tcschäftsordnungs- Kommission, welcher ' überwiesen worden war, ob trotz deS in UebergangS zur Tagesordnung über Mentwurf wegen der Diäten, doch noch ,. �iij|jl6 Berathung stattfinden muß, hat sich i? Legen drei Stimmen dahin schlüssig ge Also der Kaiser von Frankreich, der erbit tertstc Gegner der FrciheitSbestrcbungcn im eigenen Lande will die deutsche Demokratie, wenn sie ihren Hülferuf erschallen läßt, unterstützen gegen tyrannische Bevormundung der preußischen Re gicrung. Zunächst zweifeln wir sehr an der demo kratischen Gesinnung des Kaisers; wir glauben vielmehr, daß er die„Hietzinger" mit der deutschen Demokratie verwechselt, die H itzingcr und jene sogenannte„VolkSpartei", welche, um Zer splitterung in Deutschland zu Gunsten der ge träumten„Födcrativ-Rcpublik"— hervorgerufen, sich nicht scheuen würden, französische Soldaten zur Hülfe für ihre Pläne anzurufen. Die deutsche Demokratie und diejenigen, welche daö Ideal eines Staates in einer Central-Rcpublik erblicken, wollen niemals die Beihülfe der reaktionären französischen Bajonette— und das unterscheidet auch uns in politischer Beziehung vorzugsweise von der Eisenacher Volkspartei. Graf Daru, der Minister deS Aeußeren, hat an einen dem Concil beiwohnenden französischen Prälaten zwei Briese gesandt, die von der immer in solchen Dingen gut unterrichteten„Times" zu- erst gebracht wurden. DaS officiöse französische Lesung erfolgt, den Strafgesctzcntwurf Blatt„FrancaiS" kann die Acchtheit der Briefe nicht in Zweifel stellen, obwohl eS sehr erbittert darüber ist, daß dieselben in die Qeffcntlichkeit ge- drungen sind. Wir geben zunächst die Briefe: Pari«, 18. Jan. 1870.... Ich habe mit Br L"» Reichstags gelangen dann wenigstens d-unn einige der Dinge gesehen, die vorgegangen find, oL. fcL.jJnnb trotzdem kann ich an allzugroße Unbesonnenheiten atW°iPknchmen logt, m s tt hinein � Seiten der römischen Eurie nicht glauben. Man geringen Eindruck, den �nn in Rom unmöglich so verblendet sein, zu verkennen, .■™>dlunflcn überhaupt auf das Volk ma- daß mit dem Tage, wo die Glaubenslehre von der Un- fehlbarkeit ausgesprochen würde, die Fortdauer der fran- zösischen Besatzung unmöglich wäre. Auch wenn wir sie in Rom lassen wollten, wir könnten c» nicht. ES wird in Frankreich sich eine unwiderstehliche Bewegung der öffentlichen Meinung kund thun, der man nicht wird ent- caeutrcten können. Gewiß, der heil. Vater weiß eS, cht eS, glaubt eS. Er wird sich, hoffe ich, den so durch aus gemäßigten Rathschlägcn der höchsten Glieder der französischen Kirche fügen. Empfangen Sie-c. Dani. Pari«, 5. Febr. Ich danke Ihnen, mein Herr, liege, ohne daß man indessen Näheres darübe« weiß. Die„Köln. Ztg." bringt aus Mexiko fol« gendcn interessanten Bericht: Da« neue Jahr begann für Mexiko nicht unter seh» günstigen Anzeichen. Von verschiedenen Seiten kam die Kunde von Aufständen nach der Hauptstadt, welche die Ruhe des Landes bedrohte». Zuerst hatte in San Luis Potosi General Aguirre die lokale Streitigkeit zwischen dem Kongreß de« Staates und dem Gouverneur damit: beendet, daß er die streitenden Theile einsteckte und auf seine Faust eine neue Einrichtung Herbeiführen wollte. Zir ihm gesellte sich ein anderer Ehef der Regierungstruppen Macht zu brechen ein Umstand ist. Die Religion durch den Syllabu« compromittircn, heißt denjenigen in die Hände arbeiten, welche sie täglich in Wort und Schrift ttck und unverhüllt angreifen. Ich glaube, die rcvolu tionären Complote werden nicht« ausrichten, und ihre Versuche werden unterdrückt werden; aber sie sind ein Symptom vom Zustande der Geister, und daraus sollte man in Rom einige Rücksicht nehmen. Empfangen Sie zc. Daru. Der französische Minister des Auswärtigen I.... deutet also den Rückzug der französischen Besatzung �"�rde in die W-l. geschickt dessen c»:.:a vL„ T.. a Grunbjügt waren: Juarcz und fem Kabmel wird abae- ?!. Katastrophe ist dann unvermeidlich ffctzt, der Kongreß und höchste Gerichtshof als maßgebende Rom fallt von dem Augenblicke an dem italienischen Autorität anerkannt, wenn beide Körper dem Plane bei-- Staate zu. Der Selbstschutz gegen die Bestre- stimmen. Die Wahl eines zeitweiligen Präsidenten soll bnngen der italienische» Regierung und der vorgenommen werden durch eine V-rsammlun« fiil von Dcputirten, zu welcher einer aus icdem Staate durch römischen Revolutionare ist für den Papst un- � Gemeindebehörden ernannt wird. Bis diese« geschehen» möglich, und so stehen wir vielleicht dicht vor dem führt der höchste Militärchcs die Diktatur. Der proviso. Ende der weltlichen Herrschaft deS Papstthums. rPche Präsident veranstalte� neue Wahlen. Norm ist dl«: Gerade jetzt kommen die sehr bezeichneten An £ mit dem Beschlüsse, über den Entwurf PK U�Äea�MitchMu� Ich fürchte, die Mehr ;0,! �Ordnung überzugehen, die Angelegenheit Session definitiv erledigt ist. höchst eigenthiimlichen Artikel bringt der Pantzais", das vom Kaiser Napoleon ''lrirte Blatt, über die deutschen Ver- sieht der sehr interessanten politischen Trans- jj'°>c sich in der germanischen Völkerfamilie voll Wachsamem Auge, aber furchtlos zu. E« giebt P zwei Fälle, denen gegenüber unser Gleich- Thaten umsetzen würde. Der erste Fall einem direkten oder indirekten von Preußen Angriff Deutschlands auf unsere Interessen. »all würde sich auf einen sehr begreiflichen . berechtigten Hülferuf der deutschen k"* gründen, die entschlossen wäre» sich von ...A'��ischen Bevormundung der Regierung, ? ft«! h'f Ii ihren Sitz hat, zu befreien. Wenn Ursachen der französischen Intervention im , j Ehrend der Regierung Napoleon« III. zurück- teig--"�"" man bei allen Akten des Kaiser« diese« '»•rtte0'., S'«;; .-W-»..... u»»..-»<• Kaiser« f wiederfinden. Nie handelte es fich für ' von ihren Völker» verttiebene Fürsten wieder 'Die 1, illiberales System aufzuzwingen. 'ki xiffultate unsere» militärischen Auftretens im fftanden immer in Anerkennung des Recht« heit im CöncÜ will ihr Uebergewicht mißbrauchen und geht mit Leidenschaft dem Ziel entgegen. Die religiösen Leidenschaften sind noch schwieriger zu behandeln, als die politischen. Ich ehre hoch und unterstütze den von der festen Haltung der Minderheit ausgehenden Widerstand. Ich habe mehrmal« Weisungen der Regierung an Herrn v. Vanneville abgehen lassen, der mich über alles unter- richtet hält, und habe durch seinen Mund den Cardinal Antonelli die Wahrheit wissen lassen. E» ist klar, daß durch das Verhalten der italienischen, der spanischen, der Misstonsbischöfe und der apostolischen Bicare, welche in einer besonderen Welt zu leben scheinen, alle» in Frag gestellt werden kann. E« ist klar, daß man un« die Forterhaltung unserer Garnison in Rom ebenso gut nn möglich machen kann, als die Regelung der Finanzange- legenheiten de» heil. Stuhl«, der ich so gerne mich zu widmen gewillt war; daß man die Bestimmungen de« Concordät« schwer beeinträchtigen kann, denen die Propa ganda nicht die mindeste Rechnung zu tragen scheint, und daß man den un« verbindenden Vertrag brechen kann. Ich habe das dem Cardinal zu wissen gethan, ich werde nicht ablassen, ihm die Gefahr der Lage vorzustellen, in welche er sich und nn« bringt; aber ich bin nicht gewiß, daß die Borstellungen gehört werden; man überlegt nicht, man überläßt sich dem Zuge des leidenschaftlichen Augen- blick«. Kann die Minderheit Zeit gewinnen, so ist die« deuwngcn des Grafen Daru dem Papste und den Jesuiten mit ihrem Unfehlbarkeitsdogma sehr un gelegen, da es ihnen gelungen ist die Opposition auf dem Concil immer mehr zu zerbröckeln. Seit nämlich es sich darum handelt, nicht bloS die augenblickliche Nützlichkeit der Unfehlbarkeitslehre, sondern das Dogma selbst zu bekämpfen, zieht sich einer nach dem andern zurück. Die Jesuiten haben kein Mittel gespart, die schwachen Gemüther umzustimmen und die Schwankenden durch Ver- sprcchungen zu gewinnen. Die Zahl der ent schlossencn Gegner der Unfehlbarkeit beträgt nur noch etwa siebzig. Auch der Bischof Kctteler von Mainz, der von Anfang an eine mehr vermit- telnde Stellung einnahm, ist von der Opposition abgefallen. Man hat ihm angeblich ein Erzbis- thum und eine noch höhere kirchliche Würde in Aussicht gestellt. Wie dem auch sei— im Falle, daß die Briefe des Grafen Daru ächt sind, wird der Papst am Ende selbst auf das Dogma ver- zichtcn und den Besitz der weltlichen Herrschaft vorziehen. Am 8. d. M. machten ungefähr 800 Re- kruten eine Manifestation vor dem Bureaux der Marseillaise". Dieselben gehörten zum Wahl- bezirk RochcfortS. Sie trugen eine mit schwarzem Flor behangene Fahne. Nachdem sie einige Mi- nuten lang die Marseillaise gesungen, zogen sie wieder nach ihrem Stadtviertel zurück. Das englische Unterhaus beschäftigte sich am 5. d. M. mit dem Vorschlage, die Trunken- heit als eine Krankheit, einen„kurzen Wahnsinn" einem altgriechischen Sprüchwort gemäß zu behau Verfassung von 1857. Neuer Kongreß, Revision' der Verfassung, allgemeine Amnestie, Souveränetät der ein-- zclnen Staaten, Residenz der Centtälregicrung in der Milte des Landes u. f. w. Der Kongreß, der gerade einen neuen Zolltarif berieth, ermächtigte die Regierung, 4000 Mann Landwehr von den an San Luis angrän-- zcndcn Staaten auszubieten und 200,000 Dollars zu ver-» wenden. Diese« kaum geordnet, brachte der Telegraph von ZacatecaS die Nachricht, daß sich der Gouverneur jenes Staates von der Regierung de« Präsidenten Juareg losgesagt habe, weil dieser durch einen Akt der Gewalt: im Jahre 1866 die Stelle an sich gerissen habe, welche von Recht« wegen Gonzalez Ortega zustehe. Zugleich trafen Berichte ein über Verbindungen der Anfstandischeir von San Luis mit Militär« in Michoacan, Pronuncia- miento« in diesem Staate, Unruhen in Querctaro. Ami 15. erschien das Ministerium in der Kammer, erstattete Bericht über alle diese fatalen Nachrichten und verlangte ans sechs Monate diktatorische Gewalt, beschränkt auff Militär und Finanzsachen. Nach harter Gegenwehr der: Opposition ertheilte der Kongreß mit 104 Stimmt« gegen 80 diese Vollmacht und vertagte sich. An demselben 15. Januar erregten mehrere i» Orizaba gefangen gehaltene reaktionäre Generale einen Ausstand durch Gesindel, wcl-> ches sie gesammelt, öfinetcn die Gefängnisse und bewaff-- neten die Verbrecher, nahmen alle Pferde der Privatleute weg und brachten so 500 Mann zusammen. Eine tln- zahl Eisenbahnarbciter unterhalb Cordova revoltlrte in Verbindung mit den Aufständischen von Orizaba, wollte die Station von Paso del Macho überfallen, wurde aber? mit großem Verluste zurückgeschlagen, eben so von tos- comatepec, warf sich in da« Gebirge, um die Hochebencri zu gewinnen, wo die Meisten von den BcwohneiU der Dörfer erschlagen wurden. Der Gouverneur de» Staate« Vera-Cruz rückte schnell mit der Landwehr nach Orizaba, aber die Rebellen wagten den Widerstand nicht, sonder« flohen in der Nacht auf verschiedenen Wegen in da« Hoch.» land. lieber 4000 Dollars hatten sie au» den öffent- lichen Kassen geraubt. Auch die Helden von San Luis hatten 180 Silberbarren, welche der Bergwerks Gesell-» schaft von Catorce gehörten, für ihre rcformatorische« Zwecke entführt, nebst einem gezwungenen Aulehen vo» üö.OOO Dollars. General Chacon, der Regierung tteu, dein, und die gewohnheitsmäßigen Trinker so lange rückte mit seiner Brigade von Tamanlipa» au« gegen die m Armcn--d--««1.« mit dem Gouverneur einverstanden, es bildete sich«Ine Gegenrevolution, welche die Oberhand behielt und de« Gouverneur zur Zluchl zwang. Im hohen Norden mehre» sich die Einfälle der Apache« und Comanches, im Sllde» aber, in Chiapas, waren die Indianer überall geschlagen, doch waren stet« noch in dem wilden Gebirge kleine Scharen, welche plötzlich hervorbrechen, Anfiedclungea zerstören und alle Bewohner, die in ihre Hände fallen, ermorden. Bei SoconuSco im Staate Guatemala ver» eine Ueberfchwemmung viele Thäler und tödtete ------------., v......, Entthronten dort, und jetzt—,... t—o Ä ÄÄ �W4Ä"38&««m-»">»«**« und Verschluß zu nehmen,„bis der Doctor ihnen ein gutes Abgangszeugniß ausstelle." Der An- tragsteller Dalrymple citirte den Philosophen Mill für diese Methode, demzufolge in einem freien Staate die Gesellschaft das Recht habe, dem ge- wohnheitsmäßigen Trinker Schranken aufzuerlegen und sogar sein Vermögen so lange unter Admi- nistration zu stellen, bis er wieder dispositions- c r• ptv«w'ti c o rv. WUllere Ciut ucuctimwtji fcifyig geworden fei. Der Minister des Tunern �cr Bewohner. Im Hochgebirge soll ein Berg sympathsirte mit dem„edlen Zweck" des Antrages, �geborsten sein(vulkanischer Ausbruch), der ungeheure erachtete ihn jedoch als einen philantropifchen Waflemaffeu in die Thäler wälzt. Ganz« Dörfer sind Die beste Cur acacn Trunkcnbeit wäre � Bewohnern verschwnnden. Im Staate von J®u'...°ß—. �_ Durango ging im MasaSthale fast die ganze Baumwollcn- erutc durch Frost zu Grunde. In Chihuahua mehrt sich der Ertrag der Goldfelder;«S gelang, die goldhaltigen Quarzgänge aufzufinden, welche jetzt von Tauscndea von Arbeitern abgebaut werden. Die Lage des Lande« am Schlüsse des Monat« ist keine erfreuliche, wiewohl e« scheint, als- ob die Regierung der Ausstände Herr werde. Die Indianer im Worden von Puebla sind zur Ordnung zurückgekehrt und General Alatorro kann sich jetzt gegen die Banden im Süden wenden, welche in MatamoroS und Acatlae die größten Gewaltthaten verübten. Die freiheitsfeindliche Partei der Pfaffen scheint somit doch trotz den großen Anstrengungen die republikanische Regierung zu unter» legen. Fälschlicher Weise giebt man den Auf» stand in Mexiko von verschiedenen Seiten als eine Erhebung deS Volks gegen eine verhaßte Regie-- rung an; derselbe wird aber nur zu Gunsten der Reaktion von Seiten der Pfaffen angezettelt und so wird er auch hoffentlich baldigst gänzlich nieder-- Traum. das Urlheil der öffentlichen Meinung. Das englische Gesetz lege nicht einmal Irrsinnigen und Verrückten Zwang auf, außer in Fällen der Tob sucht oder bei Begehung eines Verbrechens, und könne Trunkenbolde nicht härter behandeln. würde sonst dahin kommen, auch gefallene Frauen, junge Verschwender und lasterhafte Jugendvcrfüh- rer, wie Wucherer u. f. w. unter Staatskur neh- men zu müssen. Dalrymple verzichtete vorläufig auf den Antrag, versicherte jedoch, denselben in Form eines Gesetzentwurfs wiederholen zu wollen.'�" Man kann in solchem Falle sich auf eine sehr �' farbenreiche Debatte im Hause gefaßt machen. In Rom sind augenblicklich sehr viele ent thronte Fürsten, namentlich sind alle italienischen ist auch der Prinz iiumri, ui ancrrcnnuni} ocv yvca�i».�nc reuoiiiiionaie u«. st�,.O111 cw.-.,~ m �,. "täteu nnb in Entwickelung der Eivilisation verursacht uns einige Verleger; heit. Sie conspirirt und Florenz, dntz oem ein pounjcher 4. lau ju tArunoe geschmettert werben. Im Innern von Bolivia(Südamerika) ist «n Jndianeraufstand ausgebrochen. Die Indianer khabcn die Stadt Huaicho eingenommen. Truppen der Regierung waren im Begriff gegen dieselben zu ziehen. In einem früheren Gefecbte hatten sowohl die Indianer als die Regierungstruppcn jfe ca. 100 Mann an Todtcn und Verwundeten verloren. Vereins- Theil. iden heutigen Gesellschaflszustand und wie» nach, daß die wirken, daß Ellncr sprechen konnte. Er gab sich nun 'Arbeiter auch heute um die Früchte ihrer Arbeit gcbrachi'die größte Mühe, dasjenige gut zu machem was sein und Töchter der Reichen bei ihrem Wohlleben unbesteuert, während das Proletariat mit geringem Einkommen ein kümmerliches, elendes Leben führe und doch die Hobe Steuer sich abkargen müstc. Und was that der große Kidarch, als er solche« hörte? Er verschwand� mit dem Hute unter'm Rock und kehrte nicht wieder. Sämmtliche Redner benutzten die Gelegenheit, vor einem dichtgefllllten Saale da» heutige Steuersystem und die ungerechte An- Wendung destelbcn, da« Arbciterelend und die Capitalmacht mit ihren AuSbcutungSinstitutcn klar darzulegen. Die Herren Menge, Mertens, Schulz, Haustein, Adolf Schneider, Stürz, Jmhof und Nuhn sprachen unter beständigem Beifall und forderten, nachdem sich alle Red ner entschieden gegen das verwerfliche Treiben der„Ehr lichcn" ausgesprochen, die Versammlung auf, in die Reihen unserer Partei, für das allgemeine Wohl einzutreten. Ellner aus Frankfurt,„ehrlichen" Angedenkens, war nicht so sehr von der Geduld der Anwesenden beglückt, denn als er sich erhob, entstand eine allgemeine, aber gerechte Ferdinand Lassalle gegründeten Arbeitervereins und bc tonte, daß der Beitritt zu diesem Vereine, dringende Pflicht aller Arbeitern sei. Es zeichneten sich hierauf zahlreiche Arbeiter in die aufgelegten Listen des Allgcm. deutschen Arb.-Verein» ein. Herrn Müller sagen wir hierdurch unfern besten Dank. Unterzeichneter wurde zum Bevoll� mächligten gewählt. Mit focial-dcmokratischem Gruß und Handschlag I. Fellner. (Für den Allg. deutsch. Arb ei terschaftS-Verband.)� * Ein uns zugegangene» Telegramm bringt die er freuliche Nachricht, daß die wegen während des Strikes verübter Gewaltthätigkeiten in der Lauensteincr Fabrik zu Hamburg angeklagten sechs Arbeiter vom Schwurgericht freigesprochen sind. dvürden. Ein Fortschrittler mit ziemlich umfangreichem Bauche versuchte durch Zwischenrufe die Versammlung zu flörcn, wurde aber bald von den Arbeitern zum Schweigen «gebracht. Nach dem Nortrpge sprach Unterzeichneter in Ähnlicher Weise. Auch hier wollte derselbe Herr sein Manöver wiederholen. Ich appcllirte an die Arbeiter »nd sie beschlossen sofort, daß ich ruhig gehört werden solle. Jetzt galt es, für die bebrillten Fortschrittler einen tHanptschlag zu führen, sie formirteu sich hinter dem fort- fchrüllichen Bürgermeister Schäfer aus Diez. Nach- vem während einer Pause Einzcichnungen in unsere Listen vorgenommen worden waren, uahm ein Herr Dinkel- lbcrg al« Trompeter des Diczer FortfchrittlerthumS da« Wort und spielte ganz veraltete liberale Zioten ab. Er lbrachtc kolossalen Unsinn vor, wovon der schönste war, idaß wir den Waldcnburger Sinke in'« Leben gerufen haben sollten. Dieses rief auch bei dem kleinen Bürger- «ueister von Diez und seinen Freunden einen allgemeinen Genosse Kidarch verdorben' hatte. Diesem Manne, der früher ganze Versammlungen begeistert hatte, gelang cS jetzt nicht, einen zusammenhängenden Bortrag zu halten, noch viel weniger, Sympathie für sich zu erwecken. Er ging, wie er kam, unbeachtet von Allen. DaS ist die gerechte Strafe für die, welche, auf die Unwissenhnt der Arbeiter fpckulirend, zu Abtrünnigen und Verräthern werden. Herrn Zollinger erging eS noch übler, und ich würde weiter kein Wort über den Mann verlieren, wenn ich nicht einesthcilS konstatiren wollte, wie die„Ehr- lichkeit" auf diese Leute wirkt, und anderntheils das Vor- gehen der Versammlung ein durchaus gerechtes war, wenn man ihn mit dem Rufe:„Hinaus mit ihm!" beehrte. Redner ließ sich von seiner Eitelkeit und Ehrsucht,� ich hätte beinahe Ehrlichkeitssucht getrieben, zu widerlicher Sclbsterhcbung und allerlei Phrasen verleiten, die man wohl der Bourgeoisie und ihren Anhängern auftischen kann, jedoch welche bei soeialistischen Arbeitern kein Gehör Jubel hervor. Herr I. Schneider und Unterzeichneter finden. Folgende von Schulz eingereichte Resolution «ahmen aber die Hcrre» Philister gehörig in'« Gebet, so wurde von 600— 700 Anwesenden einstimmig angenom- daß die ganze Fortschrittsbrut vor Aerger platzen wollte;.mcn:„Die heutige Volksversammlung erklärt, daß da« vi« furchtbarer Skandal entstaud, so, daß die Versammlung gegenwärtige Steuersystem aus Ungerechtigkeit beruht und ___ jl.. r j*./- rr___._____<.___«.r x...jixv.... l r,.„ 1 M v � l c.'t l. S.„ v««* a«rt ff»«>r» tr» ert- endlich geschlossen wurde. Die Fortschrittler verschanzten sich erkennt in der Einführung der progressiven Einkommen- Zhtnter und vor dem Eingang de« Saale«, die Arbeiter steuer nur allein die gerechte Verthcilnng der Staats- «aber standen ebenfalls in geschlossener Phalanx um unslasteu." Haustein schloß nnn die Versammlung mit st»erum, und wehe dem Fortschrittler, der c« gewagt hätte/einem Hoch auf das Gedeihen der Arbeitersachc aller «uS anzurühren Dic� ganze �Versammlung wich und Tulturländer. Mit Hochs auf Schweitzer und Singen unser Fortschritts ankte nicht von der Stelle. Selbst tbürgermeister konnte es nicht fertig bringen, daß sie den Saal verließen. Endlich kommt Einer auf den schlauen der Marsellaise verließ die Menge den Saal. Gg. Feih, Schriftführer. Buckau, 2. März.(Versammlung.) Am Sonntag «Gedanken, uns aufzufordern, den Anfang zu machen,>den 27. Februar hatten wir in der Sudenburg bei Magde- iworauf ich dem Bürgermeister zu verstehen gebe, daß er bürg eine öffentliche Arbeiter-Versammlung anberaumt, «l» die einzige Autorität für Diez doch so viel Gewichten welcher Herr Zielowsky aus Berlin über die ver- haben müsse, feine Fortschrillsgenossen, welche an schiedenartige Ausbeutung der Arbeiter sprach. Er wie« Ser Thllre stehen, zu bewegen, den Anfang damit in einem längeren Vortrage nach, daß nur im Allg. W macheu. Erbittert ruft er aber dem Polizisten deutsch. Arb.-Verein die Mittel zu finden wären, dieser ZUt„Herr MciS, bringen Sie einmal diese beiden Herrcn AuSbcutnng ein Ende zu machen; ungetheilter Beifall ItzmauS vor die Thür." Nahezu hätten diese Worte einen wurde dem Redner zu Theil. An der Debatte betheiligtcn Konflikt herbeigeführt, wenn sich nicht die Masse jetzt all-Hich die Herren Bolle, Böttcher und Unterzeichneter, /iitÄ Se»rrr finff« Witt« n,!—........' v__<.. m__ r/it-i.- rr.' n."f.t. c.« v____ v.;. cr>- rnälig au« dem Lokal entfernt hätte. Nun, wir kommen der den Vorsitz führte. Ein Zwischenfall, durch die Po- bald wieder, dann sind unsere Mitglieder....... t— r.i'A Verbands-Theil. Allg. Tabak-»ad Tigarrenarbeittr. Gewerkschaft. Cassel, 8. März.(Quittung und Dank.) Bei dem Unterzeichneten sind für die hier arbeitslos gewor- denen Familienväter, siehe„Soc.-Dem." Nr. 23, einge- gangen: au« Osnabrück durch Herrn E. F. Weber Thlr.; aus der Fabrik von BrunSlow und Sohn in Berlin durch Herrn Ecks 1 Thlr. 23 Sgr.; aus Glück- stadt durch Herrn C. Braun 1 Thlr.; aus Ansbach durch Herrn H. Hug 28 Sgr.; in Summa also 8 Thlr. 21 Sgr. odkr nach Abzug der Postgebühren, im Betrage von 4 Sgr., 8 Thlr. 1? Sgr. Ich sage hierfür im Namen der Bedrängten meinen herzlichsten Dank. Fernere Unterstützung beliebe man zu senden, unter der Adresse: H. Frigge, Fuldagasse Nr. 6. I. Herwig. Gold auszuzahlen. Die Einleger konnten also � Die Monat 10 pEr. und darüber verdienen, das Et pEt den Unternehmerm massenhaft zu. Diese sprünglich von dem Gedanken ausgegangen, dit aller kleinen Wechsclbuden an sich zu bringw � anll dem dort erzielten Gewinne die Einzahler zu« Eq Doch bald wuchs ihnen das Geschäft über den di Einlagen wurden Millionen und nun warf« I"sii i Geld in den Kasten und bezahlten mit den a�lang schüsscn die alten Bcrpflichtunge». Das ginZ, t ,? 01 Papiergeld wieder stieg. Da fingen die Leun„siuch Einschüssen einzuhalten, weil das Geschäft � J* E lohnte. Darauf machten Ruffo und Scilla bn«'••tn i wenn da« Ausgeld auch unter 4 pCt. sink«»'""chen dennoch 4 pCt. monatlich zahlen würden. T« Mangfloß darauf wieder in ungeheuere» Sumni« ,«ankh Bank verfügte über Millionen, jeden Monat l Mte, Einleger sein Kapital zurücknehmen oder für � M ne lassung 4 pEt. einstreichen, macht im Iaht Eft die Da» ging also seit 1868. Da kam im»origfiMti, m Konkurrenz. Eine andere Bank kündigte an, J wrzc natlich 15 pCt. pränumerando. Nun kam er« ander Leben in da« bisher kaum beachtete Geschäft." Mfrgc au« der ganzen Provinz, strömten Millionen r''s die z Die Leute versetzten ihre Betten. Kaufleute ihr ihre Waaren. 15 pEt. Pränumerando im"ame ein zu verlockendes Angebot. Natürlich holt» Mals derea„Ehrlichen" einberufen, um angeblich über die direkte lowsky und erklärte, daß wir uns nur der Gewalt füg- kommeiistcuer, mit welcher die Arbeiter auch in unse- ien, denn uach dem VercinSgesetz könne die Behörde das «m Ländchen beglückt wurden, zu dcbattiren, in Wirk Vertagen einer Versammlung nicht untersagen. Der Herr Lichkeit aber wollten sich diese Herren bloS einmal wieder KomniissariuS mußte wohl nicht genau das Gesetz kennen, selbst reden hören; vielleicht lag auch die Absicht ob, ein da er stillschweigend solche Worte hinnahm. Auch hatten Mcstchcn hier zu bauen, um ihre„ehrlichen" Eier aus- wir Plakate anheften lassen, doch waren dieselben von den chrüten zu können. Allein der Mensch denkt, aber die Gegnern sämmtlich abgerissen. Zielowsky geißelte dieses jOrganisatron lenkt. Herr Kidarch,„ehrlich", eröffneteiVerfahren mit scharfen Worten. Die ganze Versammlung Sie Versammlung und nach einigen unwesentlichen Bittenitadelte gleichfalls einmüthg solche Handlungsweise und «n dieselbe wurde zur Wahl des Bureau« geschritten. Hcrrmahm eine von Herrn Seifert hiezu gestellte Resolutiou Haustein erster, Herr Heuser zweiter Vorsitzender, Unter- an. MiNocial-dcmokratischcm Gruß W. Drehmel. zzeichneter erster, Herr M ackert zweiter Schriftführer, Mnrden im Nu und fast einstimmig gewählt. Jetzt auf- grpaßt! Kidarch, der Held, referirre über die Tages- vrdnung und setzte dabei die Versammlung in das größte «Staunen; denn die direkte Einkommensteuer wird von iihin mit Freuden begrüßt, er hält e» nicht einmal der Mühe Werth, darüber zu sprechen, und behält sich dann »ach einer Rede von 3 Minuten vor, gelegentlich im Laufe öder Debatte noch einmal zu sprechen. Der„ehrliche Mann bot einen verzweifelten Anblick dar. Alsdann einen spricht Herr Heuser und legte unter stürmischem Beifall Sem Vorredner und der Versammlung dar, daß man sich war anwesend.' Derselbe sprach sich in »icht zu freuen habe, Steuern.zu zahlen, die ohne den Rede gegen die heutige Produktionsweise Au« Hrnberg a. H. berichtet Herr Holzapfel, daß auf Veranlassung de« Osteroder Bevollmächtigten und mehrerer Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Vereins, am 13. Febr. in Herzberg eine Versammlung abgehalten ist, welche einen guten Erfolg hatte, und auch zur Gründung einer neuen Gewerkschaft führte. Die Versammlung schloß mit dreimaligem Hoch auf den Vereinspräsidenten. Güstrow, 8. März.(Arbeiterversammlung.) Am Sonntag, den 6. März, hielten wir hier eine Ar- bciterversammlung ab, welche von ungefähr 4- die 500 Personen besucht war. Herr Müller aus Hamburg einer aus, schilderte Willen des Volke« ausgeschrieben und förmlich für dessen die Noih de« Arbeiterstandes und da« Sparsystem des Knechtung geschaffen zu sein(schienen, daß man es der Herrn Schulze-Delitzsch. Er wie« nach, daß es unmög- Mühe Werth halten müsse, über solche Steuern zu spre- lich sei, bei den heutigen Lohnvcrhältnissen zu sparen. eche». Tue ungleiche Vcrthcilnng beysesben lasse die Söhne�Darauf erläuterte der Redner die Prinzipien des von c« ist hier eine solche Arbeitslosigkeit, daß zwei Drittheil der Zimmerer feiern müssen. Wenn also viele Aus wärtlgc hierherkommen und den Meistern so zu sagen die Thülen einlaufen, so wird die Roth derjenigen, welche standhaft lieber ein halbe« Jahr feiern, als daß sie unter dem Lohn arbeiten, nur dadurch auf die Spitze getrieben. Aug. Kapell. NB. Ich glaube im Interesse de« Allg. deutsch. Maurer Verein« zu handeln, wenn ich bemerke, daß Obiges auch bei den Maurern der Fall ist. Allg. deutsche dereiu. M«nuf»kiurarbeiterschnft. Düsseldorf, 6. März. Die Reiscunterstlltzungen wer den Morgen« von 12 bis 1 Uhr ausbezahlt bei Alb. Hannet, Kölnerstr. 21, 2. Stock. Die Wucherbanken in Neapel. Bor Kurzem hat in Neapel eine Reihe von Banken Bankerott gemacht, welche in der schwindelhaftesten Weise ihre Spcculationen betrieben haben und deren Zusammen- bruch eine Masse kleiner Handwerker in's Elend gestürzt und beinahe zu ernsten Unruhen geführt hätte. Der„Dau Ziger Ztg." wurde über diese Banken vor dem Bauke- rotr folgendes geschrieben: „Als 1866 nach dem Kriege das Papiergeld bedem tcnd unter seinem Ncnnwerth herabgesunken war, errich tele eine ganz unbekannte, mittellose Firma, Ruffo und Scilla, eine Bank und versprach den Einzahlern gegen 100 Frs. Papier nach Verlauf eines MonatS 100 Frs. möglich wäre, und führe nur die Thatfache all, wie Sie an allen Straßenecken lesen können, T de» fuß auf 30 pEt. pränumerando gestiegen ist kcn existiren. Nein! 93 cxistirten am Son� ich die erste Mittheilung über diese ganz sab» tcrnehmungen bekam, Sonntag früh waren 102 und heute, Montag, noch 7 neue daz» also während ich schreibe, 109 Banken, 30 pEt. monatlich pränumerando zahlt. kaufmännischen Leser mich einen Lügner schein ich ihnen das keinen Augenblick verdenken, de glaubte von meinem ersten Gewährsmann Besseres. Aber jeder deutsche Kaufmann Sache in allen Details, und einmal anfmei findet man an jeder Straßenecke, in jeder kündigungen, Anpreisungen, Angriffe. Es eine eigene Zeitung mit dem Titel„Eonw... Scilla", welche sich aber vergeblich bemüht,„ di zu beweisen, daß, je größer ihr heutiger W. größer das Loch werden muß, welches schl'» Kapital entsteht. Die Folgen lassen sich h� übersehen. Die in Rede stehenden SuuiNl Hunderte von Millionen, Ruffo und Scilla 80 als Einlage haben. Uns gegenüber, st eine Dame, wohnte ein herunlergekommc»l mit seiner Familie, die sich sehr einschränkt� er sein gesammtes Capital in die Banken mit dem Erlös lebt er auf großem Fuß, öffnet seine Salons au festen Abenden, kun reicher Mann. Die kleinen Geschäftsleute fw� die kleinen sonst zuverlässigen Händler, ss Waaren absetzten, zahlen nicht mehr, von dem allgemeinen Strudel ersaßt, ihr» die Banken, der Landmann den Erlös fest». Rentier all seinen kleinen Besitz, Renten w1 andere Wcrthpapiere kaust kein Mensch bi'Wj wie ein Fieber in den Köpfen der Leute, dn" zahl hat keine Ahnung von der Art soW£ und selbst die Einsichtigeren meinen, daß;. noch so lange halten werde, bis sie kommen. Das Ganze dauert jetzt nicht � Monate, bankerott geworden ist bisher na« geht es einer schief, so übernimmt aus leich' Gründen Ruffo u. Scilla ihr Geschäft, � die Sache bis �«tzt noch halten können. � den sich auch interessante Spielarten, wähnen will. Ein Restaurant kündigt an,' 100 Fr«, leihweise bei ihm einzahlt, den � hindurch bei ihm Mittag essen könne, nach„. das Capital zurückgegeben oder d:r Kontra. � rn( Ein Krämer macht bekannt, daß gegen®«JUetl 100 FrS. der Darleiher als Zinsen bei itL,„ Wstt für 2 Frs. Waare entnehmen könne, gleichst � �° v licht Kündigung. Glauben Sie wirtlich scherze oder lüge; ich kenne selbst eine DsOj Sache Probirl und nur deshalb aufgegeben�» nicht täglich für 2 Frs. Maccaroni, Mais u. f. w. verbrauchen kann. Sie h»' zurück erhalten und erzählte unter Lach»-. Waschfrau und andere Hausleute nnglürk;» sie nicht 100 Frs. besitzen, um von diel� profitiren. lieber die Inhaber der®a! ,,j manches Komische. So kommt ein He«'8 einer solchen und verlangt den Chef de» Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Conscience. VII. (Fortsetzung.) Laura hatte wohl durch den Diener vernommen, daß Monck einen langen Besuch bei ihrem Vater gemacht, und daß heftige Worte zwischen ihnen gewechselt worden waren; aber von den Ursachen der Zwistigkeit oder von dem Gegen- stände ihrer Unterredung wußte sie Nichts. Nun war ihr Vater— der bald nach Moncks Besuch ausgegangen war— noch anwesend; aber da er oft zur � T.*.____ /I:_ u. 0 i.. S.. � SfiA ZI I. x.c l, i' c waren aber frnchtbos geblieben; sein Herz war von der und die Schcinvergnügungen, welche die Welt und das Verzweiflung ergriffen; fein Geist verweigerte feinen Rath: Glück�uns geben können?" Schweig, schweig, Laura!" murrte Kcmenacr.„Deine Worte peinigen mich grausam." '„Himmel, wie bist Du doch so sehr aufgeregt!" rief er wußte nicht, wie er seiner Tochter offenbaren sollte, welchem schrecklichen Urtheile sie sich unterwerfen müsse. Laura fuhr mit dem lieblichsten Tone ihrer Stimme fort:„..........„ t» just, Du wirst den Gleich als hätte Herr Kcmenaer aus seiner schwierigen S°hl°cht°Pfer e.nes schändlichen x s�st plötzlich den nöthigen Muth geschöpft, um einen Betrügers gewordttl itl„ Beschluß zu fassen, richtete er den Kopf auf und sprach MrÄe T Kben Gedanken." fuhr Laura �-"-leich mit den. Wcsorgung seiner Geschäfte die Sttinde des MittagSmahls!herzcnd fort,„laß das Geld kein Hinderniß für unser all-~UI11 J'11" �(�übniß worübergeyen ließ, beunruhigte diese Abwesenheit seincicitigeS Glück sein..... Denn in der That, sieh einmal,''X? L")!1" Vermögen, Tochter nicht..Vater, wie schön unser Leben sein wird, wenn Du der'«" Leben selbst um den Wunsch Demes Herzen« zu er ES herrschte Freude in Laura'« Herzen, denn obgleich. guten Eingebung Deines liebevollen Herzens Gehör schenkst, O'ilcn, Vater, cinunglucklichcr Vater, dessen verächtlich über ihren enterbten Berthold wird mein Bräutigam werden, er wird hier mir �"icn durch den Streit Zwischen Liebe und Wicht un- ihr Bater sich ansang« sehr (Freund ausgesprochen, so hatte er doch endlich Worte des TrostcS und der Hoffnung fallen lassen, die ihr die feste Zleberzeugung ließen, daß er in feiner liebevollen Güte zu Allem, was ihr Glück sichern könnte, feine Zustimmung geben würde. Am Nachmittage trat Laura in den Saal ein, wo sie ihren Vater, der mit dem Kopfe auf den Händen am -Fenster faß und in tiefe Gedanken versunken war, über raschle. Sie nahm einen Sttthl, setzte sich neben ihn und sagte ihn herzend und den Arm um seinen Hals schlingend: „Lieber Vater, Du darfst nicht so traurig sein, Du «irst Dich später über die Güte, die Du mir bewiesen hast, freuen. Es ist wahr, die Welt kann für Deine Nach giebigkeit einen Tadel finden, aber waS soll das, wenn »vir alle miteinander glücklich sind und in innigem Frieden lieben?" Kemenaer blieb sprachlos, den Blick auf den Boden gerichtet. Er hatte sich Gewalt angcthan, sich mit Kühn- hcit zu waffnen. Er hatte Kraft gesucht in dem Gedan- ken, daß eine Million doch nicht zu verachten sei und daß Dir wohnen. O, Berthold hat ein so sanftes G-müth. barmherzig zerrissen wird. Ich dar, in Dc.ne Bute nicht Seine Dankbarkeit würde gegen Dich ohne Grenzen sein;-'"wUttgen Du hast keine Erfahrung. Dem unschuldiges er würde Dich lieben, Dich ehren nnd Dir folgen wie ein H-rz sehnt sich nach einem Glück, das vielleicht eine kurze gehorsamer Sohn; er würde Dir nach den Augen sehem,|.3�t danern rann, unfehlbar aber eme trübe Zukunft im um Deine geringsten Wünsche zu errathen; gemeinschaftlich,��� Hachen muß. �ebe, Liebe. SS ist cm Gefühl, würden wir Dein Leben mit Liebe und Wonne verschönen, welches ao nimmt und endlich ganz vergeht. Wehe dem, und so immer zärtlich geliebt und verehrt von zwei dank welcher die Wohlfahrt semeS ganzen Lebens darauf bauen baren Kindern, würdest Du Freude und Frieden genießen will- Nern, � der feste Grundstein de« Glücks und des bis in Dein hohe« Alter.- Laß das Geld Dich nicht Fr'-deuS ist das Geld ist der Besitz der irdischen Güter. — Mag Alle« uns verlassen, mögen Unglück und Krank heit»nS Alle«, Freunde, Verwandte, den Gebrauch unserer Glieder und selbst des Gesicht« rauben, so lange wir Ucberflnß an Geld haben, steht Alles unter unserer Herr schaft, und wir brauchen nur da« Geld, um uns Glanz länger beunruhigen, lieber Vater. Mit Berthold vereinigt, brauche ich die Freuden und Vergnügungen der Welt nicht zu suchen. Wir werden zurückgezogc:, und sparsam leben. WaS Du durch Deine Arbeitsamkeit zusammengebrachl hast, ist mehr als hinreichend, uns vor irdischen Sorgen■,,„■,-----------,>- ganz zu bewahren. AuS unserer liebenden Seele, aus dem»n verschaffen, um Jedermann zu zwingen, zur Förderung süßen Frieden des Herzens werden die Quellen de« Glück« unseres Glücke« mitzuwirken." für uns mild fließen; wir werden uns ergötzen an Poesie' Laura sah ihren Vater ängstlich nnd stumm an. Alles nnd Musik, die Natur bewundern, Blumen pflanzen, in schien in ihm verändert. Sein Gesicht verzog sich krampf- einem umfassenden Kunstgefühlc, in einer ungetrübten Liebe Haft, seine Stimme war trocken und heiser, was er sagte, zu einander da» Leben sanft dahingehen wie auf einem er war übertrieben nnd hatte den gewöhnlichen Charakter von quickenden Strome, der von Ruhe des Gemllth« und der der ruhigen Sprache ihres Vaters nicht. er und seine Tochter sich wahrscheinlich über die Folgen Seligkeit de« Herzen«..... nicht wahr, Vater, ein solches„Das Leben, wofür Dn meine Zustimmung erzwingst, der gefürchteten Heirath täuschten. Alle seine VersucheiLooS ist schöner als da« eitle Gewühl, als die eitle Pracht ist ein Leben voller Gefahr," fuhr Kemenaer fort;„auf Lefi dieser Bahn wartet Elend und Scham. Deiner Nichts lal cvx<__: irtM1.1 Ich darf mein rbths' zehren, Dich in Armuth stürzen.,... 3� nicht einem solchen drohenden Unglück u"V-.[| hold kennt kein Geld; er wird Dein [kbe ..-Ute der Welt steh-").-z, rabe dsi. und Du wirst allein in leicht wirst Du mich an meinem ich es war, der durch eine sündha Unglück stürzte." .Vater, lieber Vater, was sagst Du? :fl.„Ach! habe doch ein weuia M11' zK°l .h>hen »er% C b- i."n i .Htoin,,, Laura „Ach! habe doch ein wenig „Mitleid?" rief Kcmenaer ganz- kein Mitleid! Ich darf Dich nicht scho»»'� muß Deine unqlllckscliae Liebe ,u Berit!° Mac v-ve s s-i .der' in Deinem Busen ersticken.". Das erschreckte Mädchen schlug die Ha- und fing an zu weinen.. ,, Ihr Vater, bleich und entsetzt, staute an. Da« Leiden seiner Tochter schnitt ihw Herz. Von einem unerbittlichen Schiaiui von einer fieberhaften Ungeduld beinahe wegte er sich zuckend auf seinem Stuhl« Glieder mit krampfhafter Gewalt an dann nach einer Weile legte sich der. Innern, er hielt mit einem Ausdruck � Blick auf sein trauerndes Kind gerichtet, selbst die Härte seiner Worte vorzuwerseu- Indem er ihre Hand liebevoll � -thloser trauriger Stimme:*£<6% d; »Laura, vergieb Deinem uiiglUckl�. Dich wider seinen Willen betrüben. f„Jtz. Ys] wohl, mein Kind, daß ich der Erfülluu-, V« u M das Schicksal mir auferlegt, nicht«tttfl. pi Oes ich will in Güte zu Dir sprechen- gut gegen mich und habe auch Schmerz. O, er ist unendlich! Laut?', fftMie? 1 Me i der Zeit an, wo Du noch von dem st ter mir entgegenlächeltest, für Dich f> geträumt; die Liebe eine» BaterS thut lve fs& l'-bst. L. Die Schreiber und Agenten, letztere stöbern verschiedener Gegenstände, welche in Berlin errichtet ist sammlung waren auch vier Prinzipale anwesend, welche ten als».„ das Stl'"t PCt. Entschädigung Geld auf, inachen Aus Diese& ktc Chef sei nicht zu Hause, der Herr möge igen, die swtiuti. Als er aber erwähnt, daß er einige bringe» � anlegen wolle, werden sie geschmeidiger und zler zu b°in Kapitalisten in ein elegantes Büreau, wo denn ibcr den Ww der Bank im seidenen Schlafrock, ein Kapp- tt warf« i«Ml Haupt, am Pulte eisrig arbeitet. Beim it den«Wange prallen beide zurück, der Eapitalist hebt as ginZl aus, denn er erkennt in dem Bank-Direktor die Leme Wch von ihm wegen Diebstahls fortgejagten ischäst»' Jty- So sind eZ meistcntheils vorgeschobene Leute, cilla de!-''««en und Existenz Niemand kennt, hinter denen sinke»' wichen Macher ihr Wesen treiben. Dann er- en. W'*98 dieses Jahres pomphafte Ankündigungen, Tum»««� Funkhaus Ferrier u. To. aus Pari» sich cnt Monat JJjTOe, auch zur Vergrößerung seiner Geschäfte in ■x für neue Bank zu errichten. Die glänzenden n Zahl die sich die Unternehmer von dieser Firma i vorig!« müssen wohl nicht in Erfüllung gegangen e au, s» � kurzer Zeit susiouirte das Bankhaus Ferrier kam rrs Zauderen Bank, und da stellte sich heraus, daß chäst. d11 �trrgekvmmene adelige Stutzer ohne einen Heller ionen«»'i dic Bank eröffnet und zum Inhaber der Firma fleute»s�| � ihres HauscS, einen ehemaligen Schweizer« > im. Samens Ferrier, genommen hatten. Ich halte h holli«?uials zu wiederholen verpflichtet, daß alle diese dieSW Pm Th...... n und; > pEt. i« Februar>|> di-'"danken erfolgt. Thatsachcn wahr und hier notorisch brist nun der Zusammenbruch der ehe d«C»°«en erfolgt. Die Sache ist gekommen,� wie außer 1 Zusehen war, und der Bruch hat gerade bei der Spivs! bedeutendsten dieser Banken begonnen. Bei oder& flutuffo-Scilla waren die RückzahlungSforderun- iche aa, uugster Zeit so gestiegen, daß dieselbe, trotzdem, lönneu," de» letzten Tagen fünf oder sechs kleinere Bau« i ist w»'"neftirt hatte, nicht mehr zahlen konnte und ein i S»»«» p»n ihre Kreditoren vorbereitete, worin sie eine ,z sab»' �"iguidation vorschlug. Die Behörde erfuhr von wäre»' dieses Eirculars und schritt sofort ein, um dazu i �stchrlichen Folgen desselben zu verhindern; sie :n, Ruffo- Scilla und Costa verhaften. E» hlt. daß die Bank zwei Millionen in Cassa hatte, schelttM ue etwa 27 Millionen schuldete. Die anderen ?anken wurden nun unter Aussicht gestellt mit «anquier», welche zu zahlen aushörten, safort > ri i,!"' So wurden denn gleich abgefaßt die Herren ismerl«-» dem man eine halbe Million in Cassa fand. r z fj�'t etwa 145,000 Pfd. Stcrl., de Cunets mit atd. Stcrl., Corvino, der schon ein Reisebillet nach -----'.....*• m,w jZtl—* Sun» Scilla -r, s°. nmev? ränktt« . 4.4t»r. IJUlUl. 4»l � 44 1 1 I jeder pHf etwa 145,000 Pfd. Stcrl., de Cunets mit Es i.�!d. Stcrl., Corvino, der schon ein Rcisebilli .Conlll L'lionimcn halle, mit 20,000 Pfd. Sterl. nützt.*.W die Herren Zimmermann, in dessen Kassa :r � Pfd. Stcrl. fanden, und Lanza, dessen Kas- schliß �"rretirt hat. Später wurden denn noch die ch tzlU"H�tanzi und Buongiorno verhaftet. Endlich be« auch gegen die Kollekleur» der Zinsbanken Unter der Bevölkerung zeigte sich furchtbare die»och dadirch gesteigert wurde, daß viele au« der Provinz nach Neapel hereinkamen. mehrere Gewaltakte und man hielt e« für ken CT, an den alten Banklokalen sich sammelnde iß, k> Karabinieri Uberwachen zu lassen, um etwaige , kurkl, Wbrüche zu verhindern. Der Kassirer Ruffo- lvurdc von einigen Betrogenen auf der Straße Md mit Stockschlägen mißhandelt, so daß sich n, zur Vermeidung größerer Excesse, genöthigt Zu verhaften. Einer der Kollekteure ward auf wüthendem Geschrei:„Hinaus mit dem Räu« rf,™.dem Betrüger!" verfolgt, und gleichfalls * iP. Sicherheit gebracht. Der Portier des � Bankiers Benedetli ward von der Menge in 'l'tung überfallen und schwer mißhandelt, so daß «N Spital liegt. Selbst auf der Bühne de» an Carlo machten sich die Folgen der Krisi» Es sollte eines Abend«„Mathilde de Sha- en werden, aber um vier Uhr wurde die Angenommen. Warum? Rnffo-Scilla ist aller- 'esano des Theaters, aber darin allein konnte ?«rund jener Maßregel liegen. Man vermuthet ' sei der Umstand daran schuld, daß eine der und wobei die Töchter ans den vornehmsten Häusern als Verkäuferinnen fungiren. Der Erlös ist natürlich zu sogenannten Wohlthatcn, in diesem Falle zur Errichtung eines Asyl» für Obdachlose bestimmt. Aber mit welchen Rebengedanken die dort mit ausgestellten Schönen, die im WohlthätigkcitSglanzc strahlen, sich tragen, davon schweigt unser Dichter— unsere Leser aber werden uns schon verstehen, und die ganze Komödie richtig zu wür- digen wissen. Freiligrath, der frühere Kommunist, aber denkt ander« und singt seinen Lobpsalm: Der Winter kommt gefahren, Er treibt die Well z« Paaren, Der Ostwind ist sein Speer, Der Schneesturm sein Gewehr. Mit eisbehangencr Schleppe, Ein Beutcfürst der Steppe, Fällt er bei Nordlichtschein In unsre Hürden ein. Und richtet seine Zelte Und schlägt das Land mit Kälte, Und legt ihm, der Tyrann, Wildstarre Fesseln an. Derweil bei Tag die Sonne Strahlt herrlich und in Wonne, Und Nächten» ruhig brennt Und blitzt das Firmament. Venus mit prächt'gem Scheine Beinah wie eine kleine Mondsichel anzusehn, Flammt nieder ernst und schön. Und nh, des duftumwallten, Des knisternden, des kalten Frühroths! Die Wolke stiebt! Weh, daß«s Arme giebt! Weh, daß e« giebt, die darben, Weh, daß aus Nordlichtgarben, Zu frohem Erntefest Kein Korn sich schwingen läßt! Weh, daß, der Noth zu steuern, An seinen ew'gen Feuern Kein obdachloser Mann Die Hand sich wärmen kann. Weh, daß die« glüh'nde, blanke Gewölb für tausend Kranke Und Hungernde zur Frist Das einz'ge Obdach ist! Daß Kinder, Weiber, Greise, »ermer als Rab' und Meise, Nicht wissen, wo zur Nacht, Da» Bett für sie gemacht. Und Alle« da» inmitten Der Wagen und der Schlitten, Bei Börse, Bank und Ball Und stolzem Wasscnschall! Weh all' der alten Wunden Der Menschheit, oft verbunden, Und immer noch nicht heil!— Auf, wirk' auch Du Dein Theil! Auf, rühr' auch Du die Schwinge, Flieg' aus, mein Lied, und singe! Flieg' au«! In Reif und Schnee Lisch warmen Herzeu späh! Flieg' aus! O sieh', schon feuchten Sich Augen! Augen leuchten! Sieh', Hände weit und breit In Liebe hülfbereit. Das ist das Wort! Za: Liebe! Sing' immer: Liebe! Liebe! Die Liebe hegt und hält, Die Liebe heilt die Welt. Zunächst bemerken wir, daß der socialistische Dichter jedoch nicht bis zum Schluß ausharrten, sondern infolge der einem Redner entschlüpften, etwas derben Acußcrung die Versammlung vorzeitig verließen. Da» Zartgefühl dieser Herren ist bcwuudernSwerth, sie hatten wohl ge glaubt, daß der von ihnen octroyirte neue Tarif die ganze Versammlung zur Begeisterung hinreißen werde. Dieser Tarif enthält die Ausbesserung für Borg!» und Garmond auf 18 kr., für Petit aus IS kr., ZeitungSsatz aus 22, in den N-benbcstimmungen aber eine durchgän- gängige Verschlechterung des alten Tarife«, da die meisten Arbeiten dem freien Uebcreinkommen überlassen sind. Die Versammlung sprach sich auch gänzlich ablehnend gegenüber diesem Tarife aus und wurde einstimmig fol« gendcr Beschluß gefaßt:„Die Buchdrucker und Schrift« gießer Wiens beschließen, auszuharren, und Einer für Alle und Alle für Einen einzustehen, bis ein ehrenvoller Ausgleich zwischen dem Gremium und der Tarifkommission zu Stande kommt." Schließlich zog auch noch jener Redner, welcher die Prinzipale aus der Versammlung vertriebe», reuevoll seinen unparlamentarischen Ausdruck zurück. Z» Beginn der Versammlung wurde ein Telegramm au« Pest verlesen, welches meldete, daß bereits nachfolgende Druckereien den Tarif sammt der neunstün digen Arbeitszeit angenommen, und zwar Khor u. Wein, Sieger u. Schnitzer, Neuer, Falk, Posncr.— Die Stimmung ist hier eine sehr gute und hört man nur äußerst wenig von Abttünnigen. Die zahlreichen Unterstützungen von auswärt«, besonders aus Deutschland, halten unscrn Muth aufrecht und sprechen wir hier den opsersreudigen Spendern den innigsten Dank der Wiener kollegcn aus." —(Zum Wiener Bäckerstrikc.) Am 9. d. M. fand im Jnnungshause eine Versammlung von Bäcker meistern statt, welche den Zweck tzatte, die für den Fall einer Arbeitseinstellung durchzuführenden Maßregeln festz» stellen. Es wurde eine Äeihe von Punkten vereinbart, die für den Fall eine« Bäckcrstrikes zur Durchführung kommen sollen und au« denen wir hervorheben: Ansuchen an da« KriegSministcrinm um Beurlaubung der in der aktiven Armee dienenden Bäckergehilscn; Heranziehung und Un terstützung von fremden Bäckcrgehilfen aus allen Städten der Monarchie; Auflassung des Kreuzergebäcke»; Feststel« lung einer Strafe von 100 Fl. für jene Meister, welche die am Strikc in hervorragender Weise sich betheiligen den Gehilsen in Arbeit nehmen; ausreichender Schutz für jene Arbeiter, welche während des SlrikeS auf ihren Plätzen ausharren. Diese Vereinbarungen können übri« genS noch nicht als bindende angesehen werden, da sie erst bezirksweise den Meistern vorgelegt werden, um deren schriftliche Zustimmung zu erhalten.� Staatshülfe und immer wieder Staatshülfe verlangen die Arbeitgeber, wenn dieselbe ihren Interessen dient. —(Heber die Versammlung der christlich- socialen Vereine) schreibt die„Elberf. Ztg.":„Die Versammlung wurde am 6. d. Mts. in Elberfeld im Saale der Gesellschaft„Parlament" eingeleitet und er« öffnet. Außer den Mitgliedern de« auf der vorigjährigen großen deutschen Katholikenversammlung für die sociale Scction erwählten Central-Comitö's und mehreren Ver« tretern des Adel«, worunter die Herren Gras Stolberg, Freiherr v. Schorlcmer- Alst und Freiherr v. Twickei» haben sich die Delegirten verschiedener für die sociale Frage wirkender Vereine eingefunden, im Ganzen etwa 150 Personen. Die sehr willkommene Anwesenheit man- cher evangelischen Thcilnehmcr benahm der Versammlung jeden Schein irgend welcher Exclusivität. Herr Pfarrer Fricderici von hier leitete die Sitzung ein mit einer herz- lichen Ansprache zum Gruß und Willkommen und deutete unter. Andcrm darauf hin, wie Elberfeld und da«� ganze industricreiche Wuppcrthal ein gar großes Verständniß für die hochwichtige sociale Frage habe. Herr Professor ü' wci umuuuo ouiuu(ujuiu, uuü tun. vt*..----'....... v' �'.—' v;* L > der vllhne in Folge dessen, daß sie ihr ganzes �un Vongen Jahre em sogenanntes NaUonalgeschent von Wm Impresario anvertraut hatte, bei der Nach- Ü6,000 Thlr. von der Bourgeoisie angenommcn�hat und -'r Krisis in Konvulsionen verfiel. In gleicher daß er jetzt also, aai,'efinv"nU« in Konvmflonen verflei. p;n gteuyer 11.3)> z>„ stch die meisten Mitglieder der Anstalt bi» Ms ,""ttkorpg herab! Ucberhaupt sind fast alle °>aIt»lcule dnrch diesen Schwindel in eine sehr 3t versetzt worden. Vermischtes. Dr. Schulte aus" Paderborn eröffnete sodann in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des erwähnten Central- Comitö's die Versammlung. Freiherr v. Schorlcmer ward zum stellvertretenden Vorsitzer einstimmig erwählt. Die Sitzungen werden mehrere Tage in Anspruch nehmen.— In der Sitzung am 7. d. M. wurde vom Freiherr von Schorlcmer folgender Antrag gestellt: Die Versammlung der christlich-socialen Vereine beschließt, die katholischen, bezüglich christlichen Casino's und Bürgergesellschasten, in welchen sich alle Stände vereinigen, aufzufordern: 1. Sich der Interessen des Handwerker« und Arbeitcrstande» angleich Echülze-Delitzsch, gewissermaßen zunehmen uud durch Bildung von Creditvereinen, Ge im Solde derselben steht gewiß keine dem einstigen„osseuschasten und christlichen Arbeitervereinen deren reli Freiheitsdichter ziemende Stellung.— Und wo ist der Schwung geblieben, der Freiligrath'« frühere Dichtungen zu den färben« und klangreichsten nnd zu den begeisternd- sten machte? Das Herz mag dem alten Manne recht schwer geworden sein, als er seinen neuen Freunde» zu Gefallen dieses fade Gedicht in die Welt sandte. Der Rächer für seine Fahnenflucht ist ein solches Gedicht. —(Zum Wiener Schriftsetzerstrike) wird dem „Correspondxnten", dem Organ der deutschen Buchdrucker, "'''..... worin auch Näheres der einst berühmte und Gleichheit dessen Lieder 1848 si-,''ileisterten, dessen socialistische Anschauungen nachstehendes aus Wien geschrieben,>> M_ -"'dichten zum Durchbruch kamen, beschenkt über den Verlaus der von uns in voriger Nummer kurz Kajüte hervorgerufen •v.ytviV st»»»,»«*�»»1.»*, W»t»V*J» V4(»» V»t, VV*V« I VWfc VW*»»» l« V O■ ssserwelt jetzt mit einem von den Blättern erwähnten Versammlung enthalten ist. Die Correspon- triumphirend gebrachten Gedichte. I�Freiligrath mit seiner fünfmaligen Der.denz lautet: Liebe! dsc besingt, ist eine prunkvolle ÄuSstellung�Zcistg' ten, 5. März. In der gestern im„Großen abgehaltenen Buchdrucker« und Schriftgießerver- giös-sittliche« und materielles Wohl zu fördern. 2. Mit der Sectio» des Central-Comite's für die sociale Frage und unter einander sich in Verbindung zu setzen. Der Antrag wird einstimmig angenommen."— Wir behalten uns vor, noch näher hieraus zurückzukommen. �(Ein beklagcn«wcrthe« Unglück) ereignete sich vor einigen Tagen in Hnll in England. Die Schaluppe „Sarah" aus Goole nahm an den Gaswerken am Flusse Gaswasser ein. Der Führer de« Schiffes war bei der Arbeit beschäftigt, wurde aber von seiner Gattin aus der Kajüte hervorgerufen und zwar mit dem Bedeuten, die Tochter sei todt. Er eilte hinab, kam aber nicht wieder. und als man ihn eine Viertelstunde später aussuchte, fand man ihn, seine Gattin und die drei Kinder leblos. Die Dünste des Gaswassers hatten sie erstickt. jspräche mein Mund da« Jawort, welche« Zuneigung ge Nicht lobte,— mein Herz würde ihn doch geringschätzen, ver- , da i.l-i-' riß*. teü-J. rch" iN8 Glück handelt, daS er seinem Kinde sichern Die Hände gefaltet, rief sie aus: �-gearbeitet, mich abgemüht, gespart, um„O, guter, lieber Vater, erbarme Dich meiner......,„. »..guten Brautschatz geben zu können, uni Dirlvahr, nicht wahr, Du wirst mich nicht zwingen, Du wirst achten, verabscheuen, so lange ein Schlag dasselbe beleben J.7t8 Erbe zu hinterlassen. Du bist schön, aus mich nicht vcnirthcilcn zu einem Leben ohne Liebe, zu wird." h." allen Gaben, welche Natur und Erziehung einem Leben voller Ucbcrdniß und ewiger Verzweiflung?"! Kemcnacr faßte sie bei den Händen, schaute bittend in � b, verleihen können. Alles giebt Dir ein!„Es muß geschehen," erwiderte Kcmcnaer mit dumpfem ihre Augen und seufzte: � Welt zu glänzen, in der Gesellschaft geehrt, Tone.„Laura, ich beschwöre Dich bei dem Namen Deiner >? bewundert zu werden. Deine Bestimmung!„Nein, ich bitte Dich, Vater, laß mich in ein Kloster seligen Mutter, bei meiner Liebe, bei Alleni. was Dir � zj'v Bmnjjgni mit einem armen Dichter zu gehen," schrie Laura.„Ich werde B-rthold vergessen, nie thcuer ist, Kämpfe nicht länger gegen efti Unglück, das�uns >>. �Utigcu und aus Furcht vor der Armuth dem mehr an ihn denken— aber die Braut eines Unbckann- "ivgcn, den die Welt Dir anweist. Du mußt ten werden, der zu hoffen gewagt hat, daß meine Liebe i�'wohncii, durch die Straßen fahren, in einer.für Geld zu kaufen sei;— noch lieber will ich Alleni s°gar der Glan-, der Reichsten wcichenLebewohl sagen, noch lieber dem bittersten Tod entgegen- ' en, und wie eine Königin der Pracht gehen." —(Neun Grubenarbeiter verunglückt.) Eine Bergwcrks-Explosion in Ashton hat neun Menschen da? Leben gekostet. Es waren 93 Männer in der Grube Dukin Field, die für die tiefste iu der Welt gilt, beschäf« tigt, als da» Unglück sich zutrug. Eilf waren auf dem Schauplatze der Explosion, von denen nur zwei noch leben« dig an die Oberfläche geschafft wurden. —(Arbeiterelend.) Am 6. d. M. Abends gegen 10 Uhr suchte ein 50 Jahre alter zerlumpter Mann in Essen in einer Herberge Quartier: da dieselbe aber über« füllt war, so konnte er nur aus einem Stuhle hinter dem Osen einen Ruheplatz finden, den er, zitternd vor Frost, einnahm. Als am andern Morgen der Ofen wieder an- gezündet werden sollte, fand man den Mann entseelt aus seinem Stuhle. In dem Besitze desselben fand sich gar nicht« vor und ist über die Persönlichkeit nichts näher festgestellt, als daß er nach eigener früherer Aussage au» Eschweiler war. �(Jn einer Zuschrift) an un« versichert Herr Spier, j er„natürlich rein zufällig in der Zeit, in der die Nationalliberalcn eine Generalversammlung in Berlin hatten, circa Ilz Tage dort war, alles Andere aber, wa« über ihn in der SonntagSnummer unsere» Blatte« enthalten gewesen, erfunden sei" und ersucht uns, dies zu veröffentlichen, was hiermit geschehen ist. —(Eiue Keilerei auf der Börse), die am ver« flossenen Montag in Berlin stattsand, macht viel von sich reden. Daß sich die Herren Börsenspecnlanten, diese „Gebildeten", welche mit tiefer Verachtung immer auf den Pöbel blicken, in der Hitze de» Gefechts sich manchmal die gemeinsten Schimpfwörter auf der Börse an den Kopf werfen, ist allbekannt. Am Montag aber erfolgte auf ein Schimpfwort von einer Seile, ciu Fußtritt von der anderen Seite, der durch ein paar Maulschellen erwidert wurde. Nach einigem Geschrei und Gebrüll wurden die Streitenden hinausgeschmissen. —(Ein alter Revolutionär gestorben.) Am 2. ds«. schreiben die„Baseler Nachr.", begleitete ein Häuf- lein Polen, einige andere Freunde den Sarg eine« viel- geprüften Mannes vom Spital aus das Kannenfeld hin« aus. Nikolaus Ziclinski war als 17jähriger Jüngling an der Berestna dabei gewesen, war später in die polni- schc Armee getreten und bis zum Major aufgestiegen, mußte nach der Insurrektion von 1830 in'» Exil wan- dein, fand in Frankreich nach allerlei Wechselfällen eine bescheidene Anstellung bei der Eisenbahn und kam im Jahre 1834 als Bahnmeister in Dienst der Centralbahn, welche Stelle er mit militärischer Pünktlichkeit versah, bi« zunehmende Altersbeschwerden, zuletzt noch der Verlu). de» Augenlichtes, vor vier Jahren seine Pensionirung und seine Versorgung im Armenhaus nöthig machten. An seinen Schicksalen ist eigentlich tragisch der Umstand, daß er von Weib und Kind, die er bei seiner Flucht im Jahre 1830 zurücklassen mußte, nie wieder die mindeste Spur hat finden können. —(Militärische Zustände.) Am 1. d. M. kam ein Soldat des in Hamm garnisonirenden 2. Bat. 13. Inf.« Regt», auf der westfälischen Eisenbahn ums Leben, indem er sich vor den i« jener Zeit ankommenden Zug geworfen hat und sofort todt liegen geblieben ist. Man vermuthet, daß Zerwürfnisse mit einem Vorgesetzten die Veranlassung zum Selbstmord gewesen sind, da er sich kurz vor der That in diesem Sinuc einem Bahnwärter gegenüber aus- gesprochen haben soll. —(Kasfendefect.) Die„Wests. Ztg." schreibt vom 7. d. M. aus Dortmund:„Gestern Nachmittag ge« sten 5 Uhr erschoß sich der HauptstcueramtS-Rendant B. im hiesigen Polizci-Gcsängniß, wohin er unter der An- klage, einen Casscndesect-verschuldet zu haben, gebracht worden war." (Lynchjustiz.) Die sprichwörtlich gewordene Rohhcit unseres BaucrnvolkeS— schreibt man der„Drau" ans Djakovar in Kroatien— hat sich wieder in einem Akt brutaler Lynchjustiz gezeigt. Am 13. v. M. wurden nämlich dem Perkover Insassen I. Andric« 37 Stück Schweine gestohlen, worauf er sogleich einige Freunde und Bekannte zusammenbrachte und mit ihnen aus die Suche nach den Dieben ging. Selbstverständlich schnob dieses Corp« nach Rache und ließ keinen Flecken, keine Ortschaft, kein Gehöft»ndurchsucht. Endlich gelang es ihnen auch wirklich, die Diebe sammt den gestohlenen Schweinen in dem einzeln stehenden Wirthshause Korpa», zwischen Buka und Cepin, zu entdecken und sie sestznneh« mcn; anstatt sie aber nun dem Gerichte zu übergeben, fiel Andric« mit seinen Helfershelfern über die zwei Bursche her, band sie und prügelte mit wahrer B-rs-rk-rwulh so lange auf sie l»s, bis Beide halbmassakrirt liegen blieben. Als die Behörde einschritt, fand sie den einen der Miß- handelten, von dem man blo« wußte, daß er ein Ungar sei, bereit« im Sterben, und so konnte weder sein Name, noch sein Geburtsort ermittelt werden, denn er verschied noch in derselben Nacht. Der zweite Gelynchte, ein Gren- zcr au» St. Rokus, schwebt ebenfalls zwischen Tod und Leben und befindet sich gegenwärtig beim hiesigen Stuhl- gerichte in Untersuchung. Gegen AndricS und Konsorten wurden sofort die gerichtlichen Schritte eingeleitet. —(Raubmord.) In dem Hause Kirchhosstraße 1, im Bartholomäus" in Breslau wohnen in der zweiten e die Majunke'schcn Eheleute, welche sich Beide durch gefolgt, umringt und angebetet werden. 88 habe ich für Dich geträumt, Laura---- llel fehlen mir, Dir diese» zu verschaffen. r wWfsnung beruhte auf einer glänzenden Hoff- ist*" Kind.... Die Hoffnung, ach! die Hoff- 'Verwirklicht; ein reicher Mann, ein Mann, -° eine Million besitzt, hat mich um Deine -. und ich als Vater____ Gott— ja, ich Km das Glück seines Kindes auch die W-/ev bringen muß...." � ihre Thräncn zurückgehalten und sah zit- �i»„ at-r in die Augen. '"gte Kemcnacr stammelnd hinzu,„ich habe ."ichen Mann die Hand meiner Tochter zu« unerwartete Mittheilung dem Mädchen V'rain�-�'rückgegcben, erhob sie den Kopf und beN it» ick f�lhaftem Lächeln: i taiw'P**« die Gattin ein«»« Manne« werden, den ßt-, ll-r° jUt* s 91 leit" m Ki .in,„"die Gattin eines Mannes werden, den - ein, ,>-"eint Hand und mein Herz würden der «vj ä. �umme Geldes werden? O.■' mein armer Kemcnacr mußte all- seine Kräfte anstrengen, um nicht durch da« Schicksal auferlegt ist, erspare Deinem armen Vatcr die schrecklichste Folterung. Ach, wüßtest Du, mein gutes Kind, wie Dein Widerstand mich Peinigt, und doch, und doch wirst Du Moncks Gattin werden. Nichts kann es verhindern, Nicht« kann dem im Wege stehen; und wäre diese Verbindung auch ein Unglück, ein Verbrechen, Du bei dem ergreifenden Angstschrei seiner Tochter in Thränen wirst, Du mußt sie eingehen." auszubrechen; aber welche unsäglichen Schmerzen er auch erlitt, so sehr er auch mit rasender Verzweiflung in seinem Innern rang, so gab es doch kein Mittel, dem unerbittli« chen Schicksal zu entgehen. Mit fieberhaftem Muth- faßte er den Entschluß, und sagte mit verhaltener Stimme: „Der Mann, den ich Dir zum Bräutigam geben will, ist Dir nicht unbekannt, Laura. Er kam oft in unser Haus und zeigte sich Dir immer liebenswürdig." Laura sprang auf, als habe sie den Biß einer Schlange gefühlt. „Monck?" rief sie todtenbleich. „Monck!" wiederholte der Bater, vor Angst zitternd Mit erhobenem Kopfe und mit Augen, die vor Enttü- jlühten, sagte Laura: . ionck, Monck? Du willst, daß ich die Frau eines Monck werde! Aber c« ist ein schrecklicher Traum! Ich, di- Braut deS schmutzigen Betrüger«, der Betthold betto- gen hat, deS scheinheiligen GeldteufclS ohne Seele und Her, des kriechenden Ungethüm», welche« schmeichelt und ttr-irfn-tt um Gift speien zu können! Ach, e« liegt in mir il' Alchen, Irrweg befindest Du Dich! ES iststreichelt, um Gift speien Zu„ %>de« aus dem Altäre deS ein angeborener Haß degen dicseS Ungeheuer, und ich so- ' li-bR- imn Opfer bringen; mich, die Du doch in G-gcnwatt Gotte» mich verpflichten, zu sieben � iN-in, nein, solchen Meine.d kann ich nicht begehen. Und Laura ließ sich vor ihrem Vater auf die Kniee sinken, und die Hände zu ihm erhebend, rief sie: „Gnade, Gnade, Vater, vcrutthcile mich doch nicht zu einem so schrecklichen Leben! Ach, ich will Alles thun, was Du willst, ich will Bcrthold verstoßen, ihn hassen, wenn ich kann, aber überliefere mich nicht an Monck. Gott! Das Herz erstickt mir im Busen. Ich sollte mit diesem bösen Geiste, mit diesem Unmenschen zusammenwohnen, Tag und Nacht sein abscheuliches Angesicht sehen und Heu« chcln müssen, daß ich ihn liebe!" „Mein Kind, mein arme« Kind, es ist Nichts daran zu ändern," seufzte Kemcnacr mit dumpfer Stimme. „Keine Gnade? keine Gnade?" jammette Laura wie wahnsinnig vor Schrecken und Schmerz.„Ach, Du liebst mich also nicht, Du hast mich also nie geliebt!" Kemenaer erlag dieser herzzerreißenden Beschuldigung; er� bedeckte, indem er einen Schrei ausstieß, seine Augen mit den Händen und brach in Thränen aus. Hiervon noch heftiger gettoffen, sprang Laura vom Boden auf, warf sich an den Hals ihres Vaters und sprach unter zarten, aber fieberhaften Küssen: „O Vater, beruhige Dich, tröste Dich! Schenke mir Vergebung, ich weiß nicht, was ich sage. Laß un« von diesen schrecklichen Dingen nicht mehr rcdcn�bü meinst c« so nicht. Die Traungkeit hat Deinen Geist verwirrt gemacht; aber die Ruhe wird wieder in Dein Gcmüth zu- rllckkchren. Du liebst mich noch, Du hast mich ja immer so innig geliebt. Nun weine nicht, ach, Deine Thränen durchbohren so grausam mein Herz." Und— als hätte sie zu dieser liebevollen Umarmung ihre letzten Kräfte erschöpft, sie legte ihren Kopf an die Brust des VaterS und vermischte ihre Thränen mit den scinigen. Lange Zeit hielten Beide in tiefer Trauer sich so um« schlungen. Herr Kemenaer, durch die Roth gezwungen, das schrecklichste Schlachtopfcr zu bringen, hielt seine Thränen zurück und sprach in einem Tone/ der von un- säglichcm Schmerz und grenzenloser Verzweiflung zeugte: „Laura, meine theure Laura, ich bitte Dich, vcrgicb mir die Marterqualen, mit denen ich Dich wider meinen Willen peinigen muß. Ich glaube auch nicht, daß Du mit Monck glücklich sein kannst; auch ich baffe diesen niederträchtigen Betrüger.""i v i" Seine Tochter sah ihn mit einem Strahl freudiger Ueberraschung an, der durch die Thränen hindurch leuchtete. „Nein, nein," flehte Kamenaer,„laß die Hoffnung nicht m Dein Herz einkehren, Laura; es giebt keine Hoffnung mehr, Du mußt den widerlichen Monck zum Bräutigam nehmen....." „Niemals, niemals!" sprach da» Mädchen mit schrecklichem Ächltone. „Warum zwingst Du«ich zu dem schrecklichsten Ge- iandniß, das ein Vater seinem Kinde machen kann!" wehlklagte Kemenaer.„Wohlan, giebt es denn kein Mittel, zum Wenigsten dieser bitteru Marter zu entgehen, ich werde den Giftbecher trinken bi« ans di- Hefe..... Du wirst mich anhören. Laura, Du fällst wissen, welche geheime Macht mich wie einen Sclavcn beherrsch.../. Du sollst urthcilen— mich erlösen, mich retten— oder mich verurtheilen zu ewiger Schande." (Fottsetzung folgt.) ZeltungScolportage crnährcn, und bei denen die Mutter der Ehefrau, die Wittwc Linke, die Wirthfchaft besorgte. Im vergangenen Sommer arbeitete Majnnke an der neuen Verbindungsbahn, wo er die Bekanntschaft de» 25jährigen Arbeiters Bezolla machte. Während de« strengen Winter« mußten jene Arbeiten eingestellt werden, und die Beiden trafen vor ungefähr 8 Tagen auf der Straße miteinander zusammen, wobei Bezolla dem Majunke klagte, daß er seit längerer Zeit arbeitslos und in der bittersten Roth fei. Majunke versprach ihm eine Stelle als Kut> scher zu besorgen, und bestellte ihn in seine Wohnung, um sich Bescheid zu holen. Am letzten Sonnabend Nach- mittag fand sich Bezolla bei ihm ein und scheint diese Gelegenheit benutzt zu haben, um sich von den Lokalitäten genaue Kcnntniß zu verschaffen. Am Sonntag Vormittag um 9 Uhr erschien er abermals in Majunke's Wohnung, obwohl er wußte, daß beide Eheleute um diese Zeit ab- wesend waren und er nur die alte Mutter allein antreffen Würde. Nachdem er lange vergeblich geklopft, kamen einige Hausbewohner herbei, die den Unbekannten, der sich in sehr verwahrlostem Zustand befand, bedeuteten, daß Nie- wand zu Hause sei. In demselben Augenblick aber kam die alte Frau Linke die Treppe hinauf und forderte Be zolla, den sie vom vorigen Tage her kannte, auf, in die Wohnung zu treten. Mehre Stunden blieb alles im Hause still, bis sich auf einmal ein brenzlicher Geruch bemerkbar machte, dessen EntstehungSursachc sich Niemand erklären konnte. Um 11 Uhr kamen die Majunke'schen Eheleute nach Hause, welche die Stube verschlossen fan- den, und da auf wiederholtes Klopfen Niemand öffnete, so wurde die Thür gewaltsam erbrochen. Da« mir un- durchdringlichem Ranch und Qualm erfüllte Wohnzimmer konnte Anfangs Niemand betreten, und erst, als der Dunst sich einigermaßen verzogen hatte, wagte sich die besorgte Tochter zuerst hinein, um die Fenster zu öffnen. Hierbei stieß sie mit den Füßen an den Körper ihrer Mutter, welche entseelt am Boden lag. Um den Hals der Leicht fand man ein Taschentuch geschlungen, welches mit zwei Knoten fest zugeschnürt war. Daß zwischen dem Mörder und seinem Opfer ein heftiger Kampf stattgefunden haben mnß, ist daran« ersichtlich, daß dem erstcren der linke Acrmel seines Hemde« abgerissen worden ist, sonst an ihren früheren Ruhm erinnert. Die Sängerin Alboni produzirt nichts von alledem und ihr Salon ist der einer großen Dame. Nur Eines verblüfft förmlich die Besucher: c« sind dies nämlich Tschakobüsche in einem Glasschrank. Die Geschichte dieser Büsche hat erst neulich die Sängerin einem Freunde erzählt. Als sie einmal in Metz im Theater fang, enthusiasmirte sie alle Welt, und man warf ihr massenhafte Kränze und Bouquets zu. Unter den Pfändern der Bewunderung fand sich auch eine Menge von Tschakobüschenl Die Soldaten nämlich, die weder Blumen noch Lorbeern der Sängerin zu bieten halten, nahmen die Pompons von den Tschakos und war- fen sie auf die Bühne. Sie ließ diese kriegerischen Ab zeichen sorgfältig sammeln, und nahm nicht» von ihren Siegestrophäen aus Metz, als diese Wollbüsche mit. Die armen Soldaten aber wurden, als sie in die Kaserne kfr men, zur Verantwortung gezogen, daß sie diese Attribute ihrer Uniform im Enthusiasmus verschleudert hatten. Die Sängerin, die davon hörte, ging des andern Tages zum Oberst und bat um deren Begnadigung: sie hinterlegte zugleich eine reichliche Summe Geldes, mit welcher der Tschakoschmuck ersetzt werden konnte und noch die Mög lichkeit geboten war, daß jeder Soldat eine Flasche Weine» ans ihre Gesundheil trinken konnte. Das ist die Geschichte dieser einzigen Siegestrophäe. welche die Sängerin Alboni der Aufbewahrung Werth hielt. —(Eine ergötzliche Scene) gab e» unlängst au einem englischen Provinzlhcatcr. E« wurde ein Stück ge geben, in welchem der Held, ein großer Räuber, seine Gefangenschaft abzuschütteln sucht und soweit kommt, die äußere Maurer der Festung zu erklimmen; es strecken ihn aber einige Flintenschüsse der nacheilenden Wächter todt zu Boden. Der betreffende Schauspieler kam in der letzten Scene richtig bis aus die Mauer, und, als er auf derselben rittlings saß, wartete er auf die Schüsse, in Folge deren er hinabfallen sollte. Aber diese Schüsse blieben aus, denn die Gewehre der Wächter gingen nicht loS. Schon ward das Publikum über den Ausgang des Stückes besorgt, da faßt plötzlich der edle Räuber einen großen Entschluß, er ließ sich von der Mauer herab fallen, rollte bis an die Profceniumslanipen, rief: Großer Gott! ich habe mein Messer verschluckt!" und starb. Sehr den die alte Frau in ihren Todeszuckungen krampfhaft befriedigt ging das Publikum nach Haufe. rrgriffen hatte. Das von dem Mörder zur Verdickung seiner That angelegte Feuer hatte bereit» weit um sich gegriffen, wurde aber von den Hausgenossen alsbald ge- löscht. An der rechten Schläfe de« Leichnams wurde später noch eine Blutgcschwulst entdeckt, die von einem heftigen Schlage herzurühren schien, der der Ermordeten aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem neben der Leiche vorgefundenen Böttcherschlägcl versetzt worden war. Die —(Durch große Geistesgegenwart) rettete der Regisseur des Er�sby'fchen Opernhauses in Chicago WWI Mx Serlin. B o l k s v e r fa m m l u n g Sonutag, de» IZ. März l. Z., Vorwittag» 11 Uhr, im„GcsellschastShause" am Cottbuserthor. Tagesordnung: 1) Der Norddeutsche Reichstag. 2) Die Berliner Wohnungsfrage. 3) Die Wiener StrikeS. Zu zahlreichem Erscheinen ladet ein ___ Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.-Vereins: Tch weiter ZI. Für Serlin. Allgemeiner deutscher Arveiter-Berei». Geschlossene Mitgliederversammlung Eonuabeud, den 12. März, Abend» Uhr, im„Prinzengarteu" deSHrn. Baum b ach, Prinzcnstr. 80. Tagesordnung: 1) Vortrag des Vereinspräsidenten:„Der Socialis- muS des Fourier." 2) Abrechnung für Monat Februar. 3) Fragekasteu und Verschiedenes. NB. Karten müssen vorgezeigt werden. Um zahlreiches Erscheinen ersacht C. W. Tölcke. Für Hamburg. Gewerkverein deutsch. Holzarbeiter. Oesfentlichc Versammlung Co»uade»d, de» 12. März. Abend» 9 Uhr, im Tischler-Amthans, Breilestraße. Tagesordnung: Vortrag de» Herrn Hartmann:„Ueber den libr ralen OekonomiSmuS." I. A.: E. Paulsen. Für Hamburg. Allg. deutsch, ver. Metallarbeitcrschast Officielle Mitgliederversammlung Sonnabend, den 12. Marz, Abend» 9 Uhr, im Lokale deS Herrn LüderS. Tagesordnung: Abrechnung.__ I. Rosenberger. N „Der Agitator.' Bei der Billigkeit dieses neuen social-diot Wochenblattes muß e« al» Ehrenpflicht eine« genossen betrachtet werden, für die VerbreitÄ) zu wirken. Es liegt auf flacher Hand, daß Blatt bei dem so überaus billigen Preise n>» recht erhalten werden kann, wenn Masse»' stattfindet. Insbesondere machen wir darauf daß da« neue Blatt sich dazu eignet, von eiw in Masse bestellt zu werden, der es dann austrägt. Der vierteljährliche Bringerlohn Pf. per Exemplar kann auf diese Weise y. n ,,! bei 16 Cgr zu Gute kommen. Wenn z. B. in einem NordbundeS außer Preußen Jemand 720 bestellt, so hat er dafür der Post 30 Thlv eben so viel, nemlich 30 Thlr., verdient er durch das(wöchentlich einmalige) Austragt» anzunehmen ist, daß oft viele Abonnenten in» statt oder Fabrik beisammen sind, so wird M de« Blatte« nicht so weitläufig sein, al« es»- Blick scheint. Diesen Vortheil würde die Pe», für jede« Exemplar 1 Sgr. 3 Pf. Bringet»'«kU j. während so dieser Bringerlohn von Partei�- dient werden kann. Sehnlich gestaltet sich if], in Preußen; auch da bezieht die Post für da«"'-- 1 1 Für Hamburg. Große Versammlung », uuu; u« vir P0N zur aa«; Pf. vierteljährlich per Exemplar,»'sM, mtSpreiS auf der Post sich aus 2-'Alt fe jüngst eine Menge M-nsch-nl-b-n. Während der Vor- sämmtlicher Maurer, Zimmerer, Brettschntider, fin, M?üfI(6yXrnnfhm.nI Öftiimn.nedrrftf-r htKhtiA hnfi im"J-henter Srner flits. eVnhf»» e«;»..-.- m'h.L___/ eme«urg qazr uvernehmen. Sgr. 3 Abonnementspreis JW... n..l._.. Was insbesondere Berlin angeht, so bef Wxsu daß die Expedition deS„Agitator" nur filr � juo'ei und regelmäßige Ablieferung derjenigen Exc>»' taJ tirt, die von ihr per Kreuzband verschickt w"1 i. daß andere Personen, welche das Blatt ven "icht genau erfüllen, kann die Expcditi stellung entdeckte er plötzlich, daß im Theater Feuer aus gebrochen. Rasch entschlossen trat er auf die Bühne und kündigte dem Publikum an, daß eines unvorhergesehenen Ereignisse« wegen die Vorstellung sofort aufhören müsse. Da« Audidorium wurde zwar stutzig, entfernte sich aber Criminalpolizei ermittelte, daß aus dem Kleiderschrank ruhig. Erst außerhalb des Gebäudes erfuhr e» den ein Paletot, ein Tnchrock, eine Weste, ein paar Beinklei der und einige andere Kleidungsstücke im Werthe von ca. 15 Thlrn. entwendet worden waren. Geld hatte sich in der Stube nicht befunden, da die Majunke'schen Eheleute in sehr dürftigen Verhältnissen leben. Der Verdacht lenkte sich sofort ans den Unbekannten, der Morgen« Einlaß be- gehrt hatte und von der Ermordeten in die Wohnung genöthigt worden war. Schon am selben Abend um 8 Uhr gelang es, den der That Verdächtigen im Tanzsaale des„Russischen Kaisers" in Gesellschaft liederlicher Dir mn anzutreffen und zu verhaften. Der Mörder war mit den gestohlenen Kleidungsstücken bekleidet, in deren Taschen sich die Stuben- und Bodcnschlüssel zur Majunke'schen Wohnung befanden. Schon beim ersten Verhör, welches um 9 Uhr stattfand, gestand er feine That vollständig ein. Die Majunke'schen Eheleute haben außer dem Ver- lust ihrer Mutter auch noch den Verlust ihrer jämmt- liehen Habe zu beklagen, da dieselbe theils verbrannt oder verkohlt, theils geraubt worden ist. —(Bon unerhörten Glücksfällen) erzählt da» „Verl. Fr.-Bl.": Ein in einer kleinen Nebenstraße der Königgrätzerstraße in Berlin wohnender Holzhauer, L., von seiner Nachbarschaft wegen seiner straffen Haltung und seine« nicht unebenen Aeußern gewöhnlich al« der „schöne Wilhelm" bezeichnet, hat dieser Tage die ebenso uncrwareete als gewiß erfreuliche Nachricht bekommen, daß ein entfernter Verwandter in Manchester ihm bei seinem Tode da» anständige Sümmchen von einer Million Pfd. Sterling daar und 500,000 Psd. in Liegenschaften hinterlassen hat. Dem glücklichen Erben sind durch Ver Mittelung de» hiesigen Stadtgericht» 2000 Thaler beschaff worden, um unter Begleitnng eines der dorttgen Ver- Hältnisse kundigen Beamten nach England reisen und die Erbschaft erheben zu können. Ob er nach seiner Rückkehr Wohl noch sein bisherige» Gewerbe fortsetzen wird? Viel leicht nur, NM sich die nöthige tägliche Motion zu machen. — Von einem ähnlichen Glückfall unterhält man sich eben- falls, der nicht minder, wie jener, ans Wahrheit beruht Ein alter Diener unseres Norddeutschen Reichstags, E., hatte eine Schwester, die vor etwa dreißig Jahren hier die Bekanntschaft eines Engländer« machte, der sie mit sich nahm, um sie nicht mehr von sich zu lassen. In den letzten Jahren haben beide am Bodensee gelebt, und nach dem Tode des Mannes ließ die ehemalige Berlinerin ihren Neffen, den Sohn de» erwähnten Beamten, zu sich kom men, um für ihn zu sorgen. Vor Kurzem hat auch sie da» Zeitliche gesegnet, doch hat sie vorher ihre« geliebten Neffen zum Universalerben ihre« Nachlasse» eingesetzt. Dieser besteht au« ei»cm erst vor vier Jahren neu er- bauten reizenden Schlosse am Bodensee mit einer jähr- lichen Rente von 2000 Pfd. Stcrl. Der alte Vater de« reichgewordenen Sohnes hat schon seine Stellung hier ge kündigt, um in Ruhe seine letzten Tage in dem Eldorado am Bodensee zu verleben, wo sie ihm hoffentlich noch angenehmer verfließen werden, als in den Vorhallen un- seres Norddeutschen Bundes-Palastes. —(Wohlthätigkeit.) Die.Linzer Tgpst." ver öffentlicht einen Act seltener Wohlthätigkeit von Seiten des Bischofs Rudigier. Eine Wittwe in Linz liegt nach einer vor etlichen Tag«, an ihr vorgenommenen Operation hoffnungslos crkankl darniedcr. Deren Tochter, welche ebenfalls das Krankenlager hüten muß, verfügte sich trotz dem in Folge de« unbeschreiblichen Elend» am 1. d. zum Bischof Rudigier und bat denselben flehendlich um ein Almosen. Der fromme Mann, diese» leuchtende Vor bild von Wohlthum und Nächstenliebe, welcher durch eine lange Reihe von Jahren eiu Einkommen von 40 bis 50,000 Fl. bezog, gab der Arme« 2 Krz., sage zwei Kreuzer, mit dem Bemerken, daß er selbst sehr dürftig sei und daher nicht mehr entbehren könne I —(Die Frage der päpstlichen Unfehlbar keit) ruft ein Zwiegespräch ins G-dächtniß zurück, da« im Jahr 1805, bei Gelegenheit der Kaiserkrönung Nn poleon» I durch Papst Piu» VIl. auf die bekanntlich zu Pamphleten verwendete Statue PaSquino's zu Rom ge schrieben wurde. Ludwig X VIII. sagt zum Papste:„Heili ger Vater, wie haben Sie einen Usurpator salben und krönen können?"— Papst:„Mein lieber Sohn, Sie waren leider nicht zur Hand!"— Ludwig XVIII.:„Aber, Heili ger Vater, in Folge meiner Legitimität regiere ich, selbst wenn ich keinen Thron habe"— Papst:„Und ich, lheu rer Sohn, mit meiner Unschlbarkcit habe sogar dann Recht, wenn ich Unrecht habe". —(Die kriegerischen Trophäen cinerSänge- rin.) In den Salons der berühmten Künstler sieht man gewöhnlich an den Wänden Kränze, Medaillen und was wahren Sachverhalt. —(Schrecklicher Tod in einem Bankgewölbe.) Ein solche« nngewöhnlichrs Ereigniß hat sich vor Kurzem in Lerida(Spanien) zugetragen. Der Banquier Jose Nunez an dortigem Platze benutzt nämlich zwei Geldge wölbe, eines für den täglichen Gebrauch, das andere nur dann, wenn größere Geldzahlungen zu machen sind. Ur sprllnglichen existirtcn zwei Schlüssel für letztere«, aber einer davon wurde seit einiger Zeit vermißt. Als vor Kurzem die Nothwendigkeit entstand, in das Rescrbcge- wölbe zu gehen, fand der Kassircr zu seinem größten Er- staunen einen Schlüssel im Schlosse stecken. Er rief seinen Principal herbei und als die beiden die Thür öffneten, erblickten sie die Leiche eines Manne«, der früher in der Bank angestellt gewesen. Vermuthlich hatte er den Schlüssel gestohlen und eine Beraubung des Kassen gewölbt« beabsichtigt, aber allem Anschein nach war bald nach seinem Eintrcleu die Thür in« Schloß gefallen und er somit inmitten der Reichthümer, welche er sich aneignen wollte, Hunger« gestorben. —(Ein Akt von Rohheit.) Ein Handelsmann war am letzt«« Montag in Berlin auf dem Viehkrug mit einer Heerde Feltschafen angekommen und stand mit einem Käufer in Verhandlung. Beide konnten sich über den Preis nicht einigen und als der Kauflustige den Ein wand machte, die Schafe seien nicht fett genug, riß der Handelsmann ein Schaf zu Boden, zog sein Messer aus der Tasche, schnitt dem lebenden Thierc den Bauch auf, riß die Eingeweide heraus und zeigte dem Käufer das in dem noch immer lebenden Thiere befindliche Talg, um dessen Kauflust zu erregen. Man muß nicht gerade Mit lied de« Thierfchutzvcrein» fein, um für solchen Kanni aliSmu« eine empfindliche Strafe zu wünschen. —(Betrug au« Liebt.) Die„StaatSbllrger-Ztg." schreibt:„Der Lieutenant v. U., der Garde angehörend, wollte gern heiraten;— hatte er doch eine wunderhübsche Braut, die Tochter eine» Gutsbesitzer» von außerhalb. Leider hatte er jedoch kein Vermögen, um den zum Hei raten nöthigen Zuschuß nachweisin zu können, und mit seinem Schwiegervater vorher über eine Mitgift zu sprechen, war ihm zu peinlich. Die» Gefühl ließ ihn zum Fälscher und Betrüger werden. Er fertigte sich nämlich äußerst kunstvoll ein Hypotheken-Dokumcnt über 14,000 Thlr. aus da» Gut seines künftigen Schwiegervaters an, vollständig mit Siegeln und Unterschrift versehen. Das gefälschte Dokument war mit solcher Sauberkeit und Accuratesse angefertigt, daß es selbst dem geübtesten Auge als falsche« nicht erkennbar war. Es wurde von dem Lieute nant v. U. seinen Vorgesetzten mit der Bitte eingereicht, ihm den HeiratSconsen« auszuwirken. Derselbe wurde ihm bereitwilligst ertheilt. Der Herr Lieutenant hatte nun den ConsenS, aber kein Geld. Er wandte sich daher an einen der vielen Tommissionäre, um ihm Geld auf die Hypothek anzuschaffen. Dieser fand denn auch einen menschenfreundlichen Mann, der bereit war, dem Lieutenant für die angeblichen 14,000 Thlr. 6000 Thaler zn geben. Diesen Mann zu täuschen war nicht leicht, denn Hypotheken-Dokumente und Wechsel sind ihm sehr bekannt. Das Geschäft wurde aber gemacht, da» Dokument beim Rechtsanwalt G. cedirt; der Lieutenant bekam 6000 Thlr. und der Commissionär 200 Thlr. von dem Geldmann, der sich die Hände vergnügt, ob de« Ge« schäft«, das er gemacht hatte, rieb. Der Käufer reichte »un das Dokument bei dem Gericht, in dessen Sprengel das betreffende Gut liegt, zur Eintragung in da» Hypo- thekenbuch ein. Doch wer beschreibt seinen Schrecken, al« er von demselben hörte, dasselbe sei gefälscht, und dem Staatsanwalt zur Untersuchung eingereicht. Der Licutr nant v. U. ist wegen Fälschung und Betruges zum Militäv arrest gebracht worden." Steinahuer, Tapfer, Gipser, StuckateurS, Schiffszimmerleute und Pflasterer, Sonntag, de» IS. März, Vormittag» 10� Uhr. in Tütge'S großem Saal, Valentinskamp 41. Tagesordnung: 1) Die Arbeiter und ihre Gegner.— 2) Die Lohn frage im Allgemeinen. Referent: Herr Bräuer. Vater. Briefkasten. Nachdem derNcudruck von Karten, Statuten u. s.w. beendet ist, werden sämmtliche bestellte Drucksachen Im Laufe dieser Woche versandt werden. C. W. Tölcke, Zittau, 9. März, Unterzeichneter ist in Familien Angelegenheiten in seine Heimath gereist und trifft den 19. Marz wieder in Hamburg ein. F. S. Liebisch. V. in Hamburg, Annonce 12 Sgr. Herrn F. Leib. Das von uns erhaltene ist nicht bewilligt, und ist solches bald an uns zurück zu erstatten. Cassel._ J. Herwig. Frigge. „Der Agitator." Im Interesse des Gedeihens de« neuen Blatte» wer den die Parteigenossen dringend ersucht, ihre Abonnement« bestellungen möglichst vor dem 15. März zu bewerkstelligen. Freundschaftliche Versammlung de? Allg. deutsch. Maurer- und Allg. deutsch. Zimmerer-Vereins Dienstag, de» 15, März, Abend» 8 Uhr, in Tütge'S Etablissement, Valentinskamp 41. Tagesordnung: Socialer Vorttag.— Fragenkasten.— Verschiedene«. Vater. Mitgliederversammlung des Allgemeinen deutscheu Maurer-VereiuS Freitag, de» 18. März, Abends 8 Uhr. im ehemaligen Tischler-Amthause, Breitcstraße. Tagesordnung: Abrechnung.— Fragekasten.— Verschiedene». _ Vater. Für Hamburg. Sämmtlichen Interessenten der Kranken- und Todtenlade 321, genannt„die freie Genossen schaft der Maurer", diene hiermit zur Kcnntniß, daß bis zum 20. März ein jeder seinen vollen Vor- und Zunamen, Geburtsort, Woh- nung oder Logis, bei dem betreffenden Voten Th. Ed. Heß(bei den Mllhren 84) schriftlich aufgebe» muß, in- dem nach Beschluß der Generalversammlung da« Kranken- geld auS- dem Hause abgeholt werden soll. Im Auftrage des betreffenden Vorstandes: Bater gefctz wegen Beschlagnahme de» Arbeitslos für die Arbeiterklasse wichtigsten B-siimN!�."ss Ul Werbeordnung für den Norddeutschen Bund> fit Bc Da nur noch eine geringe Anzahl»»s tti zu der zweiten Auslage vorräthig ist, so>«' h» qr.• schleunige Bestellung. jrtl Berlin. Für Hannover. Sonnabend.dea 12. März,«»eud» 8 Uhr, Große Volksversammlung im großen Saale der Marieeninsel. Tages ordnung: Besprechung öffentlicher Angelegenheiten. Herr Richter au« Wandsbeck. Im Auftrage der hieflgen Mitglieder de» Allg. deutsch Arbeiter-Verein«: W. Meyer. Referent: Für Elberfeld.' Oeffentliche Versammlung der hiesigen Mitglieder deS Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins Sonntag, den 13. März, Abrud» 7 Uhr, im Lokale de« Wirlh» A. Hunscheidt, Friedrichsstraße. Tagesordnung: 1) Fortsetzung der Debatte über die Juni-Revolution 1848.— 2) Vorttag über die indirekten Steuern.— Redner die Herren Mllhlhausen und Harm«. NB. Um 6 Uhr Abrechnung der Beitragsammler. Um zahlreiches Erscheinen ersucht F. Wolfs, Bevollmächtigter. Diejenigen, welche da« Blalt selbststäitl wollen, erhalten, wenn sie mindestens 100 � ziehen, da» Exemplar zu 2 Sgr. In einer der nächsten Nummern deS werden diejenigen Läden in Berlin bekannl i den, in denen Abonnement« aus KreuzbanM macht werden können. Natürlich können b«' Preise Abonnements bestellungen nur gegen' entgegengenommen werden. Wir machen noch darauf aufmerksam�,, AbonnlmcntSbestellungen auch an die E??'"I'triu Ichinerstraße 17, durch frankirtcu Brief richü bln doch Muß der AbonncmentSbettag(z. B. �»tien plare 15 Sgr.— für 12 Exemplare 1 TV werdcm____ Der Arbeiterkalev f* u. des„Social-Demokrat Irage Preis 5 Sgr., Dutzend 1 Thlr. V> 1 tl äu (Wird nur gegen Baareinscndung de» e» g« Der Kalender ist deshalb wichtig M tage gl genossen, Weilar da» preußische VercinSgesib�fg tra| Für Hildesheim. Sonntag, de» 20. März, im Saale de« Herrn Stein h Stiftungsfes der Gewerkschaften des Allg. dei' schaftsverbandes, verbunden mit Concert, Festrede, theatralisä de« Stückes:„Ein Schlingel," lebenden � ter u. A. Laffallc im Duell). Zum Sch�l Kassenöffnnng 5 Uhr. Anfang 6 Uhr„ Parteifreunde von auswärts sind' infere laut« >tag t Pa, gc ■x ttn r'derun GS die ssettfj l�ung Pallete !'">»> S» hol be S bi "S'fti, «U» ö ?Ob> Für Sarmen-Wupper Allgemeiner deutscher Arbeiter Oeffentliche Versamml>i' Siautag.»r» 13, d. Ml»., Abea»' im Lokale de» Herrn Schröder zu... Tagesordnung: Verschiedenst, zjüetz! Der«evoLSDNera, Für Lärmen., Arbeiterschaft der Hand- u. F�» Oeffentliche Bersam�, � Montag, den 14.». Ml».. Ab««" bei Herrn Feller, Heckinghaus' Der B Für Elberfeld. Volksversammlung Samstag den 12. März, Abend» 8 Uhr, im Lokale de» Herrn Ad. Stoll, DöpperSberg. Tagesordnung: I. Da» Christenthum und die Arbeiterfrage. 2. Die Handwerkcrfragc. 3. Die Stellung des Adels zur sociale» Frage. Da die katholischen christlichen socialen Vereine am 7. d. M. hier auf dem Johannisberg hinter verschlossenen Thülen gegen Snttee von 2j Sgr. obige Fragen disku- tirt haben und es unmöglich war, auch andere Ansichten zu hören, sind von u«S dieselben Fragen auf die Tage»- ordnung gesetzt, jedoch mit dem Unterschiede, daß zu un- seren Versammlungen jeder fteien Zutritt(ohne Enträe) hat. E« werden diejenigen, welche der Versammlung am Montag beigewohnt haben, speziell eingeladen,»m auch unsere Ansicht zu hören._ Carl Klein. Nicht zu übersei Ich empfehle den Parteigenossen Tigarre» eu-xros und en-detail im bis 50 Thlrn. per Mille. Frick jun., Barmen nt'j Preist; Für Hannover. Den Lassilleanern, welche Willen« fl11 j Demokrat" zu lesen, zur Nachricht, baß s?( lich da» Blatt zu bestellen ist, damit d« richtigen Zeit anlangen. Ferner ersuche ich Diejenigen, welch« abonniren wollen, Ihn rasch zu bestellen, � wie viel Abonnenten wir erhalten. Heinrich Lütjen«, Sfs NB. Bestellungen nehme ich auch in j lnng zu Hannover entgegen. t'L Für Gldesloe. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Urbeikerfest und Ball Sonutaz, de« 13. März, Abend» 7 llhr, im Lokale de» Herrn Maack. Die Parteigenossen der Umgegend werden freundlichst eingeladen. Das Comit». Für Lerlin. Zum 1. April 1870 ist da« Amt der hiesigen Zimmergescllen Krank«,- üK besetzen. Kasscnmitglieder, die darauf w die Bedingungen bei Preug, Bartclstf auch sind dort die Meldunzen bi» zum 4� tag» zu bewirken. Dy. Hür Harburg. Ich empfehle mich den geehrten. bürg« und der Umgegend zur Entgcges.�O�'. stellungen aus den„Agitalor." DeSgl'' da ein neue« Quartal bcainnt. Bestes f ein neues Quartal beginnt, BeF"'«« „Social-Demokrat" entgegen. j*}"» fVifc, F- Buchh°P..Lr� Tr,/ Berantwortl, Redakteur u. Verleger 28- "tflnd,