iter tnUng « Sttfi® £. mj, stütz««?! c, tzr,'» ahtit« � Berlin, Sonntag, den 80. März 1870. ÄeÄster Jahrgang. Demokrat. !Ad»' Hl11? �scheint drei r. 9. und zwar: � Donnerstags und führer«. l�ends Abends. Organ der sociat- demokratischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschincrstr. 17. levolliM ?'°t!>?reis fiir Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern bei den Postänitern in Preußen 16 Sgr., bei den außcrpreußischcn Postämter in Deutschland gleich« lzarbe»®ix'' �56 Md. Währung.) ZZesteirungrn werden auswärts bei allen Postämtem, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter« Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. rsaw« mdi» �straße. rbeittl bcs'neucn Quartals abonniren, Agentur siir England, die Lolonicn, Amerika, China und Japan dir. A, Duesing 8 Little-Newport-Street, Leicsster-Square. W. C. London. llf lertSplok kem 1. April wird ein neues Vier- Abonnement auf den„Social-De- beginnen. Wir ersuchen diejenigen, übonniren wollen, dies sofort JUjümtf bedroht solche Beleidigungen sogar mit dem 'wr diejenigen, welche einige Zeit Tode. Die Regierungsvorlage wurde fast in allen Paragraphen abgelehnt und an Stelle der Todes- — lebenslängliche Zuchthausstrafe der Berathung des Strafgesetzentwurfs fortgefah ren. Es handelte sich um die Artikel, welche die Strafen auf Landesverrath und thätliche Beleidig gungcn der Bundcsfürsten betreffen. Der Ent nnt Sicherheit darauf zählen, daß �terbrechung oder Unregelmäßigkeit Zustellung des Blattes eintritt. Bestellungen werden auswärts bei Ämtern, in Berlin bei der Expe- Ptfchinerstr. 17, und bei allen so- mlunsI�hmg�Speditcuren gemacht.(Preis haftsi»?Mch lg Sgr.) ends�J �>igen, welche im kommenden Quar- Äatt per Kreuzband(Preis im agc d-r� �reichischen Deutschland 1 Thlr., im ' Deutschland 2 Gulden) beziehen haben den Betrag unbedingt vor strafe gesetzt oder Festungshaft. Somit wird bei der An nähme, daß bei einem Landesverrath oder einer thätlichen Beleidigung eines Bundesfürsten keine unehrenhaften Motive zu Grunde liegen, FestungSstrafe erkannt werden müssen. Die erste badische Kammer nahm in ihrer Sitzung vom 18. März einstimmig den KommissionS antrag an, dem Vorschlage der zweiten Kammer, die Todesstrafe aufzuheben, aus ZwcckmaßigkcitS- gründen zur Zeit nicht beizutreten.— Der hohe Adel und die reaktionäre Partei schwärmt überall für Beibehaltung der Todesstrafe, und wir glauben nur deshalb, um sie gelegentlich den Revolutionä- ren gegenüber in Anwendung zu bringen. Ueber das Concil und die deutsche Frage bringt die„AugSb. Allg. Ztg." einen Artikel aus Pliedcr* April einzusenden................................ Th°.wst imferel Ä" fom«1'1 de« eiter' «»» 7 t. Fr"! iib des tigte ilrbeitl ilung tta»» erhofft" gen. neuer ...< er lder in Rom bevorstehenden Beschlüsse sein werden, dann zeigen, daß die allge-j�„ab.i zu dem- für den Verfasser keines- . r." nn.. � U»IW vuwt» ju wsu-|«v wvu trtlicv- crvrntung deS Parteiorgans diirch�gz„wünschten— Ergcbniß gelangt, daß der ue Deutschlands durchgesetzt wird. deutsche Zunge klingt, muß der Demokrat" in allen Arbeiterhänden ir glauben von den Parteigenossen zn dürfen, daß sie mit äußerster für die Verbreitung des Blattes N&en. 1 m l«, «»» 7>>> ilhelwr Nachril vom'' jenig-itz. d°ß t s>°litischer Theil. . Berlin, 18. März. �«n wir an den Gräbern der , ister stehen, wenn wir vor unserm Ereignisse aufsteigen lassen, die am 18. 'ärz 1848 jenen Barrikadenkämpfern �rab bereiteten, dann beschlcicht uns Gefühl. Wir vergegenwärtigen uns, Leiter Berlins im stürmischen Drang ■ zu den Waffen griffen, wie sie eine /"cht hindurch unerschüttcrt Stand hicl- �ermächtigen Armee. Wir rufen uns ?°r Augen, wie die Arbeiter am andern st" Leichen ihrer erschossenen Brüder(bis nur Arbeiter als Opfer jenes Tages das königliche Schloß zogen. Wohl �Arbeiterfchaaren da glauben, daß ihnen '"!L, di� Vi r �-Grafen Daru und Beust nicht mehr zu bewahren " � L Lertrauensdusel der dem z�ögen. Pius IX. ist in der That von einem W."wl r» �""Lr 1"f9' � eigcnthümlichcn Geschick heimgesucht. Am Anfang Werter B-rl.nS die Arb°.ter ganz����t hat er die italienisch-national- Sieg der extremen Partei in Rom voraussichtlich zur Beschleunigung der deutschen Einheit sehr wirk sam beitragen werde. Es wird nämlich auSjje- führt, daß einerseits durch SyllabuS und Unfehl- barkeit gerade diejenigen Staaten, deren Interesse die Verhinderung der deutschen Einheit ist, näm- lich Frankreich und Oester-reich, am meisten bctrof fcn und in innere Verlegenheiten gebracht werden, während Preußen in der Lage sei, mit großer Ruhe den Beschlüssen des EoncilS entgegen zu sehen. Und andererseits müsse durch die letzteren der Zcrsetzungsproccß in den süddeutschen Staa ten, insbesondere in dem gewichtigsten derselben, in Baicrn, beschleunigt werden. Baden sei ohnehin schon reif sür den Nordbund, Würtembcrg hänge schließlich von seinen beiden Nachbarn ab; ir Baiern aber sieht der Verfasser, wenn zu der jetzi gen Verwirrung des Landes noch die Concilbc- schlüsse kommen, einen wahren„Hexensabbath" voraus,„der zu einer vollständigen Zersetzung deS des Staatslcbens führen muß." Die ultramon tane Partei aber fei dadurch, daß sie gerade invdieser Zeit in Baiern die Mehrheit er- langt hat, gezwungen, ihrerseits am meisten dazu beizutragen, daß das, was sie gerade verhindern wollte, wirklich eintreten und Bayern in Folge der inneren Zerrüttung, mit Hülfe der Schwächung Oesterreichs und Frankreichs, bei der ersten curo- Das„liberale" Bürgerministerium ,n Oesterreich empfängt vielerlei Winke und Rippen- stößt von Freund und Feind, der vom Abgeord- netenhause zum Gesetz erhobenen Erwerbsstcuer- vorläge halber, der wir vor Kurzem Erwähnung gethan haben. Man schreibt:„Gegen das vom Abgeordnetcnhause genehmigte Erwerbsstcuergesetz werden zahlreiche Petitionen an daS Herrenhaus gerichtet. Der Gemeinderath von Graz weist in seiner Petition auf die tiefe Unzufriedenheit hin, welche die Durchführung dieses Gesetzes gerade auf in der städtischen Bevölkerung, welche die Haupt- stütze des Bürgerministeriums sei, hervorrufen würde. Es ist Thatsache, daß die reaktionäre Partei auf diese Unzufriedenheit spekulirt, sowie sie auf dem Lande die beträchtlichen Kosten der neuen Schulcinrichtungen als Agitationsmittcl be- nutzt. Die Arbeiter, die in ihren Versammlungen gegen die Lohnsteuer Protestiren, welche die Last der VerzchrungSsteucr vermehrt und einerseits auf die Herabsetzung des Militärgcsctzes, andererseits auf die Einziehung der Klostergüter zur Beseiti- gung des Defizits im Staatshaushalte hinweisen, zeigen mehr praktischen Verstand als die Bürger- minister, welche Steuern auf Steuern häufen und damit nur den Tisch für die Reaktion decken. Wird ihnen die höhnische Freude der Junker« und Pfaffcnorgane nicht endlich die Augen öffnen?" Uns ist es übrigens schon recht, wenn dieses schein- liberale, arbeiterfeindliche, widerwärtigste Ministe- rium sich sein eigenes Grab gräbt durch solche Vorlagen. Schlimmer als dieses Ministerium der Arbeiterbewegung gegenüber hauset, wird daS reaktionärste Ministerium eS auch nicht thun können. Wir können nicht oft genug wiederholen: den Arbeiterbestrebungen gegenüber sind überall in allen Staaten die Liberalen und Konservativen im Ministerium, im Parlament und im übrigen öffentlichen Leben eine einzige reaktionäre Masse. Der in Paris erscheinende„Gaulois" bringt folgende gerade nicht sehr glaubwürdige Nachricht, die aber doch nicht verfehlt, Aufsehen zu machen: „Herr Baron v. Stoffel, Oberst-Licutcnant der Artillerie, militärischer Attachs bei der französischen Gesandtschaft in Berlin, ist jüngst in Paris ange- kommen. Nachstehend unsere besonderen Auskuud- schaften über die Gründe seiner Reise und die delikate Sendung, mit welcher er beauftragt wor- den. Herr v. Stoffel soll vom Grafen Bismarck, mit welchem er auf dem Fuße einer gewissen Bcr- traulichkcit steht, gebeten worden fein, daß tri«, m».«.-... Pallien scrips gecia; einem reisen Apfel- mtsch. � tz Gf �oUsstaat gesichert)ci, daß zetzt � � Schooß Preußens fallen werde.„Wir ' � H.""?�°Wch-g-n hiernach", fährt der Artikel fort,„keinen Stalls� �lk C' rx« o/ V 5 Zweifel, daß das Concil, wenn es nicht überhaupt aI ftfi£t. aufä 33tmth der Ari-� � Con P„ußcn arbeitet, speciell und (.._�our9toirie ganz besonders wirksam für den König von � 8C"fchQft(n dahingcopfert, und nn- P�ßen thätig ist, und wir begreifen es gar wohl, s r" �� daß Graf Bismarck, ohne die Wichtigkeit des Toii'Cr s� e�«�"" ��-"Concils zu verkennen, den Beschlüssen desselben "L � einer�Ruhe entgegensehen kann, welche die i werden es sich zur Lehre dienen mächtig gefördert, er hat von deren Verwirk- blutigen Opfer, die sie einst ge-jich�ng unter Führung deS PapstthumS geträumf � Clhpy Stf» fVpflltMrt Kpfi stcr deS liberalen Belgiens bestätigt unfern Aus- spruch, den wir oben bei dem österreichischen Biir- gerministerium gethan, sofort und auf das Trcf- fendste— den ungebildeten Massen, den Arbeitern soll also in Belgien das Wahlrecht nicht gegeben werden._ •(Die ZuchthauSarbcit Im Norddeutschen Reichstag.) Die gestrige Sitzung(vom Freitag) führte am Schluß noch zn einem Vorgang, der für die Unfern von hohem Interesse ist. Als ncmlich der Präsident des Reichstages am Schlüsse der Sitzung wie gewöhnlich die Tagesordnung der nächsten Sitzung feststellen wollte, theiltc er vorher mit, daß die Gutachten und Mitthcilui!- gen»er verschiedenen Regierungen über die Zuchthaus« arbeit eingelaufen seien, daß er aber bei dem Umfang dieses Materials dasselbe nicht drucken lassen, sondern im Haus zur Einsicht guslegen lassen wolle. Da es üblich ist, daß derartige« Material den Abgeordneten gedruckt zugestellt wird, meldete fich sofort Schw citzer zum Wort, um ausdrücklich den Druck zu verlangen. Der Präsi« dent entgegnet ihm, daß da« Material äußerst umfang« reich sei. Schweitzer entgegnet, der Norddeutsche Bund werde hoffentlich noch so viel Geld haben, diese« für die Arbeiter wichtige Material ebenso gut drucken zu lasse», wie er beständig andere Dinge drucken lasse. Der Prä- sident: Er bezweifele nicht/ daß der Norddeutsche Bund da« Geld dazu habe, aber auch dem Reichstag fei im Staatshaushalt eine bestimmte Summe zugewiesen, die er nicht überschreiten dürfe(Etat). Schweitzer: Es seien in andern Zweigen der Staatsverwaltung so viele Etatüberschreitungcn von Hunderttausenden von Thalern vorzukommen, daß schlimmsten Falls auch der Reichstag um dieser Arbeiterangelegenheit willen seinen Etat UNI 10 oder 12 Thaler überschreiten dürfe. Hr. Hirsch unterstützt diese Ansicht. Ein Nationaliiberaler stellt den Antrag, cS wöge der Petitionskommission überlassen «erden, wie viel und was sie vondcm Material wolle drucken lassen. Der Präsident fragt, ob Schweitzer damit einvcr« standensei. Schweitzer sagt: nein, weil er c« für falsch halte, daß die Abgeordneten auf die Auslese der Kommission beschränkt würden; rS müsse einem jeden das ganze Material zugänglich gemacht werden. Man schreitet zur Absiimmnng. Der Antrag Schweitzer'« wird ver« worfen. Dafür nur die Socialisten und etwa fünf Mit« glicder der Fortschrittspartei. Der Antrag, der Koni« misston die Auslese zu überlassen, wird angenommen. Stark I Sehr stark! Für Militärzwecke und hundert andere Dinge gibt der Norddeutsche Bund Millionen an« — Millionen, die vorzugsweise von den Arbeitern ausge« bracht werden. Zehn oder zwölf Thalcr aber, um ein sür die Arbeiter wichtiges Material drucken zu lassen, hat der Bund nicht. Vcreiils-Theil. (Für den Allg. deutsch, Arbeiter. Verein.) An die Mitglieder des Allg. deutsch. Arbeiter« Vereins. Ihren Verpflichtungen gegen die Vercinskasse sind für Pen Monat Februar nachgekommen die Mitglieder in dem fran-�Altona, Achim, Altenau, Bcidenflcth, Buckau, Bielefeld, der Furcht des Kanzlers, er werde von der na tionalen Partei überfluthet und vom Parlament in die Minderheit gebracht werden. Die schon seit einiger Zeit aufgeworfene Frage ist folgende: päischen Krisis gleich einem reifen Apfel von selbst Mediatisirung aller Fürsten deS norddeutschen Bun ........-"-«■ deS mit Einschluß von Sachsen, welches in die- fem Augenblicke das 12. Corps der BundcSarmcc zösischen Kabinct Mittheilungen zu machen von Brandenburg, Berlin, Bockenheim, Bieber, Bernburg, �'' Clausthal, Cöln, Chemnitz, Celle, Cassel, Carlsruhe, Dietesheim, Duisburg, Düsseldorf, Dissau, Ernsdorf, Elberfeld, Egeln, Frankfurt o. d. O., Frankfurt a. M., Glückstadt, Grund, Großen-ASpc, Heddernheim, Hamburg, Hanau, Hastedt, Hagen, Harburg, Habendorf, Hause», Halbcrstadt, Heidelberg, Heusenstamm, Hahuenklce, Hel« meröhausen, Iserlohn, Itzehoe, Kohlcndors, Kiel, Kammer« forsterhöh, Lübeck, Lüneburg, Limbach, Lautenthal, Ler« dach, Mannheim, Minden, Mühlheim a. M., Neu-Isenburg, Neheim, Nippes, Osterode, Oldesloe, Ottensen, Obertshausen, Obcr-Rodcn, Offenbach, Pausa, Pinncberg, PeterSwaldan, Remscheid, Stuttgart, Stockum, Soffen« -heim, Uerdingen, Winterthur,'Wüstegiersdorf, Wal», Worms, Wildemann, Wandsbeck und Zittau. Abrechnungen haben eingesandt Auerbach, Görlitz, bildet. Die Umtriebe der nationale» Partei be- unruhigen Herrn v. Bismarck in solchem Grade, daß er die Absichten deS französischen Kabinets für den Fall, daß er nachgeben müßte, zu kennen wünscht. Herr Daru hat sofort geantwortet, die Mediatisirung von Oldenburg, Mecklenburg uudH�'rg. Lorenzhaus. Laut-rb-rg, Naumburg „nW-A.JL fnnnc Ihren Verpflichtungen sind nicht nachgekommen anderer kleinen Staaten könne Frankreich gleich gültig sein, da die regierenden Fürsten sich seit drei Jahren in die Rolle einfacher Präfcktcn gc- fügt haben: aber er könne unter keinem Vorwandc gestatten, daß Sachsen in diese Maßregel einbe- �...................... griffen werde; denn das sächsische Volk hält auf Me'eräne, Mühsttöff/'Merzeni'ch/ M«ndenVNi'edir7Peüau seine Selbstständigkeit und seine Armee; obgleich Schlöss-l, Neviges, Neumünster, Ober-Neuland� Pieschen, ...„... ül die Mitglieder in Beeck, Bürgel, Bayenthal, Bremen, Bautzen, Barmen, Birkcsdorf, Bochum, Crefeld,_ Dreißighuben, Dresden, Düren, Dietzenbach, Essen, Freiburg, Fischeln, Glauchau, Hastenrath, Hannover, HildeSheim, Heide, Herford, LaulmanuSdorf, Lauterberg, Leipzig, Läm« merspiel, Lengcnseld� Limburg, Lübau, Meißen, Irßt Ir. 16. 5©tldt U g f« 1 g-s-h. eitslohn«! Ä6 /» dafür aber die Entstehung des Königreichs Italien-in integrirender Theil der Bundesarmee, hält �ZwMbach'©SÄ s Ji,? und den Verlust eines großen Theiles des Kirchen- im eigenen Lande Garmson. Die Mediatisirung gÄrf Ä' w//'■• juuw ueu eines großen«�yelles oes oclrwen-«�»w �itymuiiiung jungen anderer Klassen staateS beschleunigt. Am Schlüsse seiner Negierung des Königs Johann würde als ein Grund zum d�u Zweifel., wir nicht, dL7if7u,n.ffch7� betrachtet werden." icncr Märzgefallenen erneut die hn„ w.f.re,.. a»...ä___ jener Märzgefallenen �-ihcit, der wahren vollen Freiheit ��ssreiung der Arbeiterklasse von mmuoA � Capitalmacht durch ihre eigene hl' v°n f f" trtfl 1 N« i. f ch a U. � U N d Berlin, 19. März. wartet von demselben die Neubcgründung der päpstlichen Macht, und was er erntet, ist, neben dem voraussichtlichen Verlust eines nicht unbe- trächtlichen Theiles der von ihm bisher geweideten Schafe, die Schwächung der vorzugsweise katho- tischen Staaten, die vcrhältnißmäßige Stärkung der akatholischen und die Beschleunigung der Eini- gung Deutschlands unter der Leitung einer pro- ®rli»-ij|j'R Sitzungen des Norddeutschen testantischen Macht. Die Verhältnisse sind eben bvm 17. und 18. d. M. wurde in mächtiger als die Menschen und seien die letzteren auch Päpste." Inder belgischen Repräscntantenkammer erfolgte am 16. die Vorlage des neuen Wahlgesetzes. Der Minister Fröre-Orban erläuterte den Ent wurf, und sagte am Schlüsse seiner Rede: Wir werden die Mittel aufsuchen, um die Bcthciligung an den Wahlen zu einer regeren zu machen; in keinem Falle aber werden wir uns den ungebilde- ten Massen in die Hände geben, welche für die Entwicklung freier Institutionen stets verhängniß- voll gewesen sind.— Also der„liberale" Mini- Nachträglich sind ihren Verpflichtungen für den Monat Januar nachgekommen: Buckau, Celle, Dessau(auch für Dezember), Grund, HclmerShausen und Herzberg. Berlin, den 18. März 1870. W. Hasenclever, VereinSkassirer. Verlin, 16. März.(Agitationsbericht.) Auf vielfaches dringende« Ersuchen der Parteigenossen in einer Reihe von Städten, wurde vom Präsidium ange« ordnet, daß ich eine längere AgitationSrcise zu machen habe. Am 16. Februar hielt ich in Kiel die erste Sssent« lichc Versammlung ab, über die bereit« berichtet ist und die sehr gut verlief. Am andern Morgen um 9 Uhr fand eine Parteiversammlung statt, worin ich die Organisation des Verbandes und Arbeitervereines auseinander setzte. In Kiel stehen jetzt die früher getrennten Mitglieder deSüeigenofsen zu kämpfen gehabt. Sie haben wacker au? Sonntag, den 13. März hatten wir hier eine Bolksvev Allgem. deutsch. Arb.-Vereins einig und fest zusammen, gehalten.— Am Dinstag war in Essen eine öffent- sammlung, welche sehr stark besucht war; Herr Sauer- und eS wird so die Arbeiterbewegung guten Aufschwung jiche Versammlung. Herr Lenz bekam ohne Opposition b orn aus Essen war anwesend, und sprach über das nehmen. Nachmittag« fuhr ich nach Harburg andern TngeS nach Telle, hierüber ist gleichfalls schon berichtet- Freitag, den 18. war Versammlung in Hannover. Hier, wo innere Kämpfe im vorigen Jahre waren, herrscht jetzr auch alle Einigkeit. Es war keine Opposition da, ein Zeichen, dag die„Ehrlichen" dort keinen Boden haben gewinnen können, trotz aller Verdächtigungen, welche von Seiten der Volkspartci dort verbreitet sind. Am Sonn abend, Sonntag, Montag und Mittwoch waren Vcr sammlungen in Bremen, am Dienstag in Heppens; alle verliefen sehr gut, und Bremen wird namentlich bald eine der festesten Stützen unser« Verein« sein. Am Donnerstag Abend war eine Versammlung in Minden. Hier sind die Arbeiter sehr traurig daran. Viel arbeiten und wenig zu essen ist Mode. Die Bauhandwerkcr bekommen 10 bis Ii! Silbergroschen Lohn und müssen Abends und Morgens oft über eine Stunde weil gehen. Die Aersamm lung verlief gut. Am Freitag traf ich in Münster ein. Hier hatten die Parteigenossen wacker gearbeitet. Obgleich die Maurer und Zimmerer dort seit 3 Monaten fast gar keine Arbeit gehabt hatten und der Lohn womöglich noch schlechter wie in Mindeu war, so halten dieselben doch ltlleö gethan, um die Versammlung zahlreich zu machen. Auf da» freundlichste wurde ich in Empfang genommen und dann in's Vcreinslokal geführt. Dasselbe war ge- schmückt mit den VereinSfahnen der Zimmerer und Maurer, «wch Transparente socialistischen Inhalts waren auf« gc- schmackvöllste angebracht. Abends ging eS vom Vereins- lokal im Zuge durch die Stadt. Ucber 10,000 Menschen folgten demselben. Diejenigen, welche nicht in dem gro- steil Lokal der Versammlung Platz fanden, umlagerten dasselbe, so daß alle Thüren und Fenster besetzt waren. Tic Versammlung dauerte von 7 bis IL Uhr. Sehr trcsiend waren die kernigen Reden der Arbeiter, welche fast fämmtlich in westphälifchcm Dialekt gehalten wurden. Alis ihnen erhellte die Roth der dortigen Arbeiter. Alle erklärten, lange genug habe man sie zrtzt dulden gelehrt, Immer mil dem Hinweis nach Oben, dort solle e« besser werden. Die Arbeiter sind auch dort jetzt zur Einsicht ihrer Lage gekommen. Sie wollen, daß die Erde mit ihren Gaben dazu da sein soll, die ganze Menschheit hier aus Erden zu beglücken, nicht aber daß, wie die„Schwarzen" sagen, die Mchnahl hier unten dulden soll, damit jene gut leben können. Eine Reihe von Capitalisten war in der Versammlung anwesend. Dieselben unterbrachen mehrere- mal» die Reden einiger Arbeiter. Die» brachte aber cn c.l solchen Sturm in der Versammlung hervor, daß es Wlühe kostete, denselben beizulegen. Nachher wären jene Hcrren gern entschlüpft, aber wohin. Alle« war sestge- rammelt von Arbeitern und fic mußten ruhig weiter schwitzen. Die Arbeiter Münsters haben diesmal ihre Schuldigkeit gethan. Am folgenden Sonntag und Mon- tag waren Versammlungen in Köln, welche trotz der do.t üblichen Fastnachtsscicr sehr gut besucht waren. Hier glaubte ich auf ein Regiment„Ehrlicher" zu stoßen. Aber es kam anders. Nur einige frühere Parteimitglieder derselben waren anwesend, keiner ihrer Wortführer, und den Vorsitz. Einige Gegner, welche auftraten, wurden allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht, sowie über das er in einer Versammlung von„Schweitzerianern" viermal da» Wort bekommen habe, ohne durchgeprügelt worden zu sein; denn, meinte er naiv, gewöhnlich würde doch blo» geprügelt. Der Herr Polle kam mit lächerlichem Gewäsch, 0000 Thlr. sei Präsidintengehalt bei uns, und anderer Unsinn wurde von ihm vorgebracht; so sollten auch wir, die„Schweitzerianer", Schuld sein, daß die Bergleute in Waldenburg mit ihrem Strike durch- gefallen seien. Hierauf nahm ich aber da« ganze Slln- denregister von Max Hirsch und Eonsorten durch und noch während ich sprach ward eS Polle und dem Refe- rendar so ungemllthlich, daß sie, obgleich dieselben �ich einem Hoch auf die Arbeiterpartei schloß die Verfamw lung. Der einft in Dortmund besteheude Dorck'schc Holz- arbeiterverein hat sich aufgelöst, viele seiner Mitglieder schlössen sich uns an. Auch die Maurer sind zum Verein iusammengrtreten. Am Sonnabend sprach ich in der tagswahl. Zum Schlüsse entstanden Mitgliedschaften des Versammlung der Vereinemitglieder in Bielefeld, am AUg. deutsch. Arb.-Vercins, der Gewerkschaft der Maler, Sonntag in einer Volksversammlung in Werths, am Lackirer und Vrrgolder, bestehend au» den im benachbar von mir widerlegt. Auch in Essen steht die Partei fest — Andern Tuge« fand eine zahlreiche Versammlung in Dortmund statt, die von dem Beaollmächligten de» Zimmerer-Verein» einberufen war. E« hatten sich viele Arbeiter eingefunden. Hier hatte ich den von den Fort- schrittlcrn ausgeschickten Literaten Polle und einen Re. ferendar als Gegner. Der Herr Referendar sprach chluß der Versammlung seine Verwunderung au«, Verhalten dcS reaktionären Abgeordneten Bethusy-Huc der Diätenfrage gegenüber. Ferner nahm der Redner auch die clerikalen sog. christlich-socialeu Vereine vor, welche sich früher nicht um das Wohl der Arbeiter b- kümmert hätten, und auch jetzt die Arbeiter nur auf dir Humanität der Fabrikanten verwiesen. Ferner sprachen amlHerr Bergrath und Unterzeichneter. Schließlich wurde daß folgende von Herrn Sauerborn gestellte Resolution ein stinimig angenommen:„Die Versammlung erklärt sich mit den Leistungen der Arbeiterpartei im Kampf für die Menschenrechte zufriedengestellt, sowie mit den Bestrebun gen des Allgem. deutsch. Arb.-VereinS und seines Führer« 1)r. v. Schweitzer einverstanden, erkennt da« allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht als wirksamste politisch- Waffe an, und erklärt am nächsten Wahltage ihre Schul digkeit thuu zu wollen." Mit social-dcmokralischem Gruß I. Bohr, Bevollmächtigter. töln, 13. März.(Neue AnSbreitung.) Gestern waren wir mit mehreren Parteimitgliedern in dem Nach barorte Sodorf, woselbst Herr Stockhausen eineBer- nochmals zum Wort gemeldet hatten, davon liefen. Mit sammlung einberufen hatte, welche von 2 bis 300 Perso neu ru« den benachbarten Orten besucht war. Es sprachen die Herren Böhm, Karmann, Dorneberg und Un t-rzeichneter unter Beifall der Versammlung über die Lage der arbeitenden Klaffe und die bevorstehende Reich« Montag in Herford und Dienstag wieder in Biele feld. Die Versammlungen verliefen ruhig und warni gut besucht. In manchen Orten sind im vorigen Jahre tcn Orte Meßlingen befindlichen Goldleistenarbeitern. Die Arbeiter kommen überall zur Erkenntniß. In Weß lingen war vorige» Jahr noch kein Boden für»en Allg. in Folge unserer Organisation schon bedeutende Erfolge deutsch. Arb.- Verein. Nur mmhig den Kamps auf' in der Abkürzung der Arbeitszeit erzielt worden, ohne genommen! Vorwärts auf Leben und Tod! In diesem daß die Mitgliedschaften davon viel veröffentlicht hotten, Jahre müssen überall Abgeordnete in den Reichstag ge. besonders bei den Maurern und Zimmerern. Die Mit- wählt werden. H. Lichters. glieder erkläre» überall, festzuhalten am Verbände»ndj ♦ fDie Auslieferung Schalmeyer's) von Sei- dem Allg. deutsch. Arb.-Berein. Der letzte Winter hat ten Hamburgs ist in Folge cincS Erkenntnisses dcS Ham übrigen« die Arbeiter hart betroffen; sie waren oft drei burgcr ObergcrichtS erfolgt, welches wir nachstchenv tcn Vergehen, so ergiebt sich, daß die crstcren■ �wfttn Aufforderung oder Aureizung ein in den obiz--'Jsalh e, deS C.-G.-B. aufgeführtes Vergehen betrifft, �ligtew Vergehen gelten sollen.— Vergleicht man»'S.?% i, Supplikanten zur Last gelegten Worte mit-'s Held 0n eben gedachten Artikeln des C.-G.-B. mit«itgcje Monate lang ohne Arbeit, und mußten Viele» versetzen wiedergeben, und verkaufen, um nur ihr Leben zu fristen. Mit Thrä- nen in den Augen haben mir Viele ihre Noth geklagt. Im Allgemeinen ilt aber die Partei jetzt rührig und hält fest zur Fahne. Ueberall ist ein fester socialistischer Kern anzulreffen, woran alle Vesicchungcn und Anfeindungen abprallen. Auch der Egoismus Einzelner kann jetzt nichi gericht« schaden; eS sind feste Socialisten, welche sich zusammen-'gegen ß indem wir uns eine nähere Erörterung die- scs wahrhaft auf Schrauben gestellten juristischen Kunst werk« vorbehalten. Das Erkenntniß lautet: Der Supplikant begründet seine Beschwerde wider den Beschluß deS Untersuchungsgerichts vom 7. Februar d. I.,— nach welchem dem Antrage des königl. Stadt �u Berlin, ihn, Schalmeycr, wegen Vergehens 7 de« Preußischen Strafgesetzbuch« zu verhaften gefunden, die wissen, wa« sie wollen; sollte e« wirklich»ud an das rcquirirende Gericht auSzuliesern, Folge gegc noch vorkommen, daß einzelne Redner von der Partei abspringen würden, in dem Glauben, die Arbeiter liefen ihnen nach, so würden sie diese doch kein Haar breit von der Bahn ablenken. Nur darauf haben noch die Arbeiter Deutschlands zu achten, daß sie ihrer Partei auch die nölhigen Mittel schaffen. Würden alle Arbeiter unserm Verein beitreten und regelmäßig ihren wöchentlichen Bei- trog in die Kasse des Allg. deutsch. Arb.- Verein« zahlen. so würden wir bald eine Masse Arbeiter im gesetzgeben dicke erklärten nun vor öffentlicher Versammlung: den Körper haben. Hunderttaul-nde sind mit unS cinvcrstan „Wir haben beiden Versammlungen von Ansaug an den, aber nur verhältnißmäßig Wenige zahlen; dies ist beigewohnt. Jetzt sind wir aufgeklärt über die Partei- ein Fehler, wie ihn sich die Bourgeoisie nur wünschen ist Egoismus M» Verhältnisse und werden UNS jetzt zu den verleumdeten „Schweitzerianern" bekennen. Dies wurde mit Jubel an erkannt. Der Zimmercr-Vercin ist in Cöln sehr gut organisirt und Alle« in schönster Ordnung. Die Maurer, trnlchc bisher sich fernhielten, wollen j:tzt mit den Zimmer- leuten Hand in Hand gehen. Schwer haben unsere Par- Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Conscience. (Fortsetzung.) Die jüngste dieser Frauen ging mit unflchern, wanken- den Schritten einher. Die ungewöhnliche Blässe ihrer Wangen, der unstete Blick ihrer Augen und ein Ausdruck de« Schmer,-« und der Mnthlosigkeit konnten glauben machen, daß da« arm: Mädchen eben erst von einer ge. jährlichen Krankheit genesen war und jetzt am Arme einer bejahrten Dienstmagd, welche sie begleitete, durch die Linden lustwandelte, um in dem frischen Schatten Er quickung zu suchen. „Laura! E» ist Laura!" sagte Eonrad, seinen Freund beim Arme fassend.„Komm, Bcrthold, komm, damit sie wenigsten« nicht auf Deinem Antlitz lese, was Du leidest" „Wa», ich leide?" schrie Berthvld.„Sieh da, sich da, sie trägt den Tod auf ihrem Antlitz." „Komm, laß un« schnell von hier weggeh-n," sagte Conrad, indem er mehr Kraft anwandte, seinen Freund von der Bank zu zichrn; doch dieser sträubte sich wie ein Bcrirrter und flehte: „Nein, nein, laß mich sie noch einmal anschauen, ein- mal noch..... und dann, dann entsage ich ihrer Erin lierung..... noch einmal, einen einzigen Blick in ihre Augen." Diese« sagend sprang er auf und erwartete mit un jäglicher Aufregung die sich nahenden Frauen. Unterd-ss-n mußte Laura ihn b-merkt und erkannt haben, denn sie hatte gezittert, wie von einer plötzlichen Aufregung getroffen. Obschon ihre Bcgl-iterin sie eben falls zurückhalten wollte, unterbrach sie ihre Schritte nicht, sonder» kam gerade aus Bcrthold zu. Als Beide ans der Nähe einen Blick wechselten, und der Eine auf des Andern Gesichte Spuren von Siech- thum und Trauer wahrnahm, cntsuhr ihnen Beiden der- selbe Laut de» ängstlichen Mitleid»— au« des Jünglings Augen brachen Thränen hervor.— Von Schmer; überwältigt, ließ er den Kopf auf die Brust sinken und starrte schweigend auf den Boden. Laura, wahrscheinlich von einem Pflichtgefühl durch bru.:gcn, hatte sogleich ihre Aufregung b-sänfiigt; ihr Gesicht schien ruhig und gelassen, aber diese ruhige Ge lasicnheit trug den Stempel einer unermeßlichen Betrüb itlß. einer so schmerzlichen und so hoffnungslosen Unter »versung, daß es war, als ob allein die Gewißheit eines nahenden Todes ihr die Kraft geliehen hätte, bei der er- schlitternden Begegnung ruhig zu bleiben. Mit süßer, traulicher Stimme sagte sie: „Du bist krank, Berthold? Armer Freund, ich will Dich> fcW kenne kann, e« ist Egoismus der Einzelnen, eine Folge de« egoistischen AuSbeutuiigSlnstemS de« heutigen GesellschastS- zustandeS. Laßt uns Alle bestrebt sein, diese Kcanlhcii zu heilen und der Sieg wird uuser werden. Mit social- demokratischem Gruß Ltlbkert. Stockum. 14. März.(Volksversammlung.) Ken werden soll,— in seiner nunmehr eingercschten wci tcren Ausfühning derselben auf die Behauptung, jener Beschluß des UntersuchuugSgerichts verstoße wider die Be stimniungen de«§ 25 dcS Gesetzes vom 21. Juni 18L9, betreffend die Gewährung der Rechtshülfe, denn die ihn, zur Last gelegte Handlung sei entweder ein politisches Vergehen oder diese Handlung sei hiersclbst überall nicht mit Strafe bedroht, in dem einen wie in dem andern Falle aber habe nach den Vorschriften sub 1 und 2 de« citirten ß 25 seine Auslieferung an das rcqnirircude pren- ßischc Stadtgericht nicht stattzufinden.— Dieses Argument erscheint aber bei näherer Prüfung nicht richtig.— Der Supplikant irrt darin nicht, wenn er vcrnmthct, daß er wegen Aeußeningen, die er während seines lctzt-n Aufcnt- Haltes in Berlin, als er an den Versammlungen des all gemeinen deutschen ArbeiterschaftS-Verbandc« Thcil ge- nommcn, gemacht haben werde, zur Vcrantwdrtnng gczo --M'' ereiti Schönheit meiner Jugend gethan hat." „Aber ich irre, der Kopf dreht sich mir, Du solltest über uiisere Liebe trauern, Du solltest den armen Bert- hold noch lieben?" „Lieben?" wiederholte sie mit bitterem Scherz;„v nein, ich darf nicht mehr lieben. Da« Schicksal Hot ein unwiderrufliches Urtheil über mich ausgesprochen. Es ist Nacht vor meinen Augen. Ich sehe nur noch einen Stern au« der Ferne mir entgegen leuchten— einen, er glänz« über meinem Grabe....." „Laura, Laura, Du giebst mir den Tod vor Angst!" rief Berthold in Verzweiflung.„Ich verstehe Deine Lei- den; ich begreife, was Deine schrecklichen Worte v-rkün. den..... aber giebt es denn keine Macht auf Erden, Dich zu befreien?" „Es giebt eine Macht, welche Alle« beherrscht, auch mein Schicksal," sprach sie.„Ich fühlte mit sehnsüchtiger Erwartung, mit dankbarer Freude, daß die Krankheit mir die Brust verengte, daß das Fieber mich verzehrte, und ich hoffte, daß ich die Erde verlassen würde, bevor das Opfer meiner Seele vollbracht sein würde." „Sterben? Du willst sterben?" seufzte Bcrthold er- schrocken. „Nein," sagte sie,„Gott hat mir den Tod nicht schenken wollen. Ich werde genesen..... wehe! ich werde genesen....." Der Ton der unendlichen Verzweiflung, mit welchem Laura diese traurigen Worte sprach, machte, daß der Jüngling in neue Thränen ausbrach. Nicht weniger tief mußte das Mädchen gerührt sein. denn— obschon mon nicht sah, daß sie weinte, und si- scheinbar ruhig den Jüngling ansah— so zitterten doch ihre Wangen und eS glänzte in der Tiefe ihrer Augen ein feuchter Strahl, als sielen ihr die Thränen in den Busen. Die Dienstmagd faßte Laura bei dem Arme und sagte bittend: „Ach, Fräulein, kommen Sic doch, lassen Sie»nS von hier weggehen. Ihr Vater hat gesagt, er werde un« folgen."» Und als sie sah, daß Laura sich weigerte, ihr zu sol- gen, fügte sie wie drohend hinzu: Und Herr Monck wird Ihren Vater ohne Zweifel begleiten." Monck! Monck!" heulte Berthold, indem er, die Augen zum Himmel gerichtet, um dessen Bestrafung flehte. Laura schien all ihre Kräfte zusammenzunehmen und sagte dann in einem Tone wunderbarer Gelassenheit: „Berthold, der Zufall hat uns hier zusammengebracht, ein letztes und ewiges Lebewohl zu sagen. Bald und ewiges Lebewohl zu sagen. Bald wird nicht fragen, w-lchc« Leiden Dich verzehrt. Jch.ein heilige« Band mich zur Sklavin unerbittlicher Pflichten den grausamen Wurm, der das enttäuschte Herzumachen und �zwischen un« einen Abgrund graben, den zernagt. Ich bin ebenfalls krank gewesen. Auf demman, ohne Verbrecher zu werden, selbst nicht einmal Bette d:S Leidens hingestreckt, habe ich zu Gott gefleht, sdurch die Erinnerung auszufüllen suchen darf. Vergiß daß er Dir wenigstens Kraft verleihen möge, Dein Loo« mich, ich bitte Dich, fasse Muth, bewältige Deine Traurig- »nulhig zu tragen....." lkeit und laß mir wenigsten« den Trost, daß ich allein den Fast außer sich selbst vor innerer Erregung streckte bitter» LeidenSkelch trinke Bcrthold die Hände dankend dem Mädchen entgegen und sagte: „Ist c« kein Gaukelspiel?" rief Bcrthold erstaunt. „Tu dachtest an mich, Du beklagtest mein Loo«. Du hast also nicht mit freiem Willen die Hand meines Fein deS angenommen?" „Ich weiß e«, Berthold, Dein Herz hat mich be „Bcrthold, schnell, laß un» hinweggehen!" rief Ton rad;„dort kommt der böse Gcldteufcl, der Euch Beide vor Gram sterben läßt. ES ist Monck. Er sieht Dich." „Lebe wohl, Berthold," flüsterte Laura, ohne sich im mindesten erschrocken zu zeigen.„Hast Du mich jemals geliebt, so erhöre mich in diesem Augenblicke. Schenke Deine Liebe der Kunst, werde groß uud berühmt. Die schuldigt," antwortete Laura, indem eine trübe Miene um Klänge Deiner Berühmtheit werden in dem Herzen der ihre Lippen schwebte.„Du hieltest mich für glücklich Farmen Laura Widerhall finden.... und muß sie den Sich aus meinem Angesichte, wa« die Freude mit der.Freund ihrer Kindheit vergessen, den vaterländischen gen werde» solle.— Der Supplikant kennt auch bereit« Dichter darf sie doch bewundern und lieben." Bcrthold stand da und zitterte vor Ueberraschung, vor Mitleid, Verzweiflung und seliger Erinnerung. Er sah dem Mädchen sprachlos nach, während sie sich langsam an dem Arme de» Dienstmädchens entfernte. Monck ging an den beiden Freunden vorbei. Sein» Lippen hatten sich zu einem Grinsen der Wuth verzogen; in seinen Augen glühte das Freucr der Drohung und Rachsucht. AI« er den Musikus ansah, mischte sich zwischen menaer und Monck mit einem Tone au« den Ausdruck seines Grimmes noch etwas so Verächtliche« lassen tonnte, daß Neid und Furcht sie aus aus dem von ihm angefochtenen Beschlüsse suchungSgcrichtS die gravircndstcn der ihm zur ten Acnßertingcn. Er soll in einer öffentlich-» Hing gesagt haben:„Arbeitseinstellnugen häncil einen Zweck, wenn Blut dabei flösse. Sie Gewalt durchgesetzt werden." Und ferner in r die Arbeitgeber:„Dann könnten wir die B»» hängen. Den Muth haben wir schon." Wen» diesen Aeußeningen de« Supplikanten das« Gericht ein Vergehen gegen den s 87 deS f Strafgesetzes findet, so kann darüber kein Zw«'"«BbHt tcn, daß damit der Supplikant nicht etwa der U So Z 87 zuerst erwähnten Aufforderung zum Uugch' s«ne Ai gen die Gesetze und Anordnungen der Obrigle»-'Oolgt der nachher angeführten Rcchtscrlignug von Beb Verbrechen beschuldigt werden soll.— Der da» "«allg, l'Jeatfd meint nun zwar: da, wie der Zweck seiner nach Berlin, so auch seine Thätigkeit daselbst littschc gewesen sei, so müßten auch seine bei) genhcit gemachten Aeußeningen nur als Pols sehen und behandelt werden. Indessen wenn kant daraus folgern zu wollen scheint, daß jenen Aeußeningen etwa liegende« Vergehen ein politisches Vergehen zu betrachten sei, so>?. ficht eine falsche. Politische Vergehen, im rech»» des Worts, sind nur diejenigen Vergehen, tvclsz Gesetzen als solche bezeichnet werden.— Fär aber, ob mit den obenerwähnten dem Angch Last gelegten Reden derselbe sich eines pol'»: eines gemeinen Vergehen schuldig gemacht hat, ocrständlich die hiesigen Gesetze maßgebend lntf dere die in dem§ 24 sub 2' de« Gesetze«, be'N dcrungen in der Gerichtsverfassung sich finde»? mung, nach welcher nur die in den Art. 72-'!' 4-org z und 89 de« C.-G.-B. angeführten Vergehen,- Zeih der ' den, Oigkei afchn Bcgen «den. unft und auch 1 ««ific i ■"Wiehl rfritzirn .'et in A »' i't be '«ibcik kühn« zweiten Satze des Art. 46 erwähnte Vergehe»-,' noch h der letzteren zusammenfallen.— Ain meisten j jstboch der wider den Supplikanten erhobene Vorm»""touf zu Artikel 89 sub 3 erwähnten Versuch, zwischt»"!«@tal nen Klassen der Bevölkerung Haß uild Berat'»■«, 0hcr regen; indessen ist nicht zu verkennen, daß ei» I�stiiimr such ein anderes und viel geringeres Vergehe» V'ichii� Anpreisung von Gcwaltthätigkcit, Blutvcrgicße» deren der Supplikant beschuldigt wird.— D»,, hört daher nach den hiesigen Gesetzen nicht z»�,'sttsch.( schen, sondem zu den gemeinen Vergehen. � kant behauptet nun freilich, eine solche SWj Ituj. nach dcnl Hamblirgischen Rechte nur dann w'l droht, wenn sie durch die Presse geschehe,>« �ollcacn mit dieser Behauptung hat er Unrecht, indem'iiiw,?, des C.-G.-B- jeden mil Strafe bedroht, �«itb. 1( aus durch Rede oder Schrift zur Vcrllbung schen Handlung auffordert oder anreizt, und dem Supplikanten vorgcworscneii Aeußeninifim hier geschehen, auch hier gerichtlich zu Verfolgs den.— Erscheinen sonach die vom Supplik»»� § 25 de» Gesetze«, betreffend Gewährung der entnommenen Einwendungen sämmtlich hinsa»s fertigt sich dann die von dem Untersuch"»?. schlosscuc AuSlicfcmng de» Supplikanten vom die Vorschrift des§ 21 desselben Gesetzes. Gründen verwirft das Obergcricht hiermit Supplikanten H. C. L. Schalmcyer gegen Spital Wim,;« des i .v 9tmt Arbeite dachte; dann trat sie zuweilen mit dem Teppich, indem ihr Gesicht vor Verdruß'»■ ichien, oder sie streckte die geschlossene Faust s" sie Jemand mit ihrem Zorn oder ihrer R»?' Wa« ihren Geist so beschästigt hielt, m» erraihen gewesen, obgleich ihr einige zorMft fuhren, aber diese waren sehr abgebrochen» Allein sie sprach zuweilen deutlich die NoM' dami da hat die H &>« he. pnb. s Ich es u wl ftvenn und Verhöhnendes, daß Conrad sich alle Gewalt anthun mußte, um einen Laut der Entrüstung zu unterdrücken Wa« Berthold betrifft, so hatte dieser, seitdem Laura verschwunden war, da» Haupt sinken lassen und den Blick auf die Erde gerichtet. Er war so sehr in Betrachtung über da« Geschehene versunken, daß Monck zwischen den Bäumen und außer seinem Gesichtskreis verschwunden war, ohne daß er ihn bemerkt halte. „Unglücklicher Freund!" seufzte Conrad;„diese Be- gegnung wied Deine Qual vergrößern." „Meine Qual vergrößern!" rief Bcrthold plötzlich und mit ausgelassener Freude.„Welche Qual? Meine Traner? Nein, neln, Laura hat mich nicht vergessen, nicht vcrrathcn. Sie liebt mich noch. An« Liebe zu mir siecht sie hin. O, diese Uiberzeugung gießt mir Muth ins Herz. Ich sühle mich größer werden, der Busen ist mir erweitert, ich will jubeln." „Beruhige Dich, werde gelassen; Deine Sinne schwei- fen ab", sprach Conrad erschrocken. „Komm, komm!" rief der Jüngling, indem er seinen Freund mil fieberhafter Eile zwischen den Bäumen fortzog.„Komm! Nun werde ich ein Dichter; nun will ich einen glänzenden Namen, nun habe ich Durst nach Berühmtheit.... O mein Kopf brennt, das Gehirn will mir aus dem Schädel hervorbrechen; es ist, al« od eine ganze Welt von Poesie unter meiner Stirn kochte. Sie hat gesagt: ich werde den vaterländischen Dichter Und indem er so schnell voran'icf, daß der erschrockene Conrad ihm kaum nachfolgen konnte, floh er wie ein Wahnsinniger au» dem Paik. Margret saß an einem Mahagonitischchcn in einem Lchnstuhl von grünem Sammcl und trank Chocolade au« einer Schale, deren durchscheinende« Porzellan mit goldenem Blattwerk verziert war. Der Saal, in welchem sie sich befand, war mit kostbaren Möbeln, weichen Tep- pichen und reichen Vorhängen ausgeschmückt, alle neu und nach dem feinsten Geschmacke gearbeitet. Die alte Dienstmagb de« seligen Herrn Robyn war fast nicht mehr wiederzuerkennen. Sie trug eine Spitzen- Haube nach der neuesten Mode, große Ohrringe und seidene Kleider. So wie sie da mit aller Bequemlichkeit de« Wohllebens gegen die Kissen des LehnstuhlS lehnend, halb liegend, halb sitzend die mürben Butterkuchen in die duf- tendc Chocolade tauchte, sollte man leicht geglaubt haben, in Margret eine hochgeborne Dame zu sehen. Und war nicht viel Feinheit in ihrer Haltung, in ihrer Kleidertracht und in ihrer Art zu essen, so war doch genug Hochmulh in ihrem Blick, und ihre Gesichtszüge waren durch da« Selbstgefühl, welche» der Besitz de« Geldes dem Menschen einflößt, verklärt. Wie sehr auch Margret mit ihrem Stande zufrieden zn sein schien und mit wollüstiger Begierde die Kuchen So denkend und nachsinnend griff sie der Schüssel, um noch einen Kuchen z»»' ihre Hand fand keine» mehr— sie schütte� klinget mit Kraft. E» kam ei» Dienstmädchen herbeigesp junges Mädchen vom Lande, da« ziemlich' unschuldig aussah. Sie näherte sich fast Margret und sragtc: „Was steht Ihnen zu Diensten?" „Nenne mich Madame, Du Bäuerin! fi4"U- „Was steht Ihnen zu Diensten, Madai» „Diese« Wort will nicht leicht au» Dein']?, Munde. Pfui, Du riechst nach dem Knhst»� >r sag 'w ich wan j -Ite. Klangt Iah jh argerl �c» M '»l« e ®tlfi f" �'hrcr j ■1 1» ,iB ih' 11... ficbcn 5"h sie .»»d' „Aber, Madame", stammelte das Mödtfl� i," ich b immer so böse auf mich. Es ist ja meine['»glüd 'fit n, Spich eine Bäuerin bin. Ich thue doch mew">, zu lernen." t( „Willst Du schweigen!" brüllte Margret-'>1 die. darf nicht sprechen. Man sollte vor„'llj1 Zügen das Fieber bekommen..... n»»-.' Se ich Dich gernsen..... warum habe j" Hä frage ich Dich. Hörst Du nicht?" j j /f"4», „Madame hat gewiß den Tops Ch»' sz- i!,/°4nn i trunken und will noch Etwas haben," sagO.|.er den „Ach ja, wie kam e«, daß Du mir tz, 44 Frc auf die Schüssel gelegt hast?"(, tstir „Sechs, Mad-me, sechs." jf. Sieh- „Wie, Du willst mich Lügen strafen?">,?. u ä bekenne, daß c» vier waren, oder ich wt»4„ i,1™ Mci -ister ist! � zeigen, wer hier Herr und Meister waren ja nur vier. „Sie irreu sich, Madame, e« waren da« Mädchen., „Du verstockte Bäuerin!" fiel Marg»', nach Deiner Kammer, mach Dein Bü»° sich, daß Du noch vor Mittag aus dem-. oder ich werde Dich durch den Knecht werfen lassen. Hast Du mich verstanden»' meinen Augen, Unvcischämte!".. DaS Mädchen bedeckte die Augen B" und fing an zu weinen. d Bei dem Anblick ihrer Thränen schie», zu werden, und anstatt noch daraus� sagte si4 «er Aal» fort ihren Dienst zu verlassen, Stimmt: „Nun bedenke Dich noch einmal, vier." „Ach, Madame, wenn Sie e« denn f( nur ja sagen," seufzte das Mädchen u» ja es waren vier. Sie müssen Mitleid schuld haben, Madame. Ich würde 9' Ihnen zu gefallen, aber ich kann e«»och „Komm einmal her zu mir, Kalh! «m Milien »tJ4 hur Irl" ?' Men ein? ajli ga » f> ' d> ich- i'„ AI daß| "lochen ,?»wrli. da,, Neu; «den, d .r- sinl j,'Niels iz�alh, ®iir Ä'g wer ' hat.' "rtn z zu lein Ilyien MIO mit wonumger-orgiceve VI» oeuqru„oeomiu eirnuiu e)ti ju um, einen nach dem andern verschlang, so mußte doch von Zeit guten Ratt, geben— wirst Du thun, 1* jlk,, mil zu Zeit ein trüber Gedanke in ihr auftauchen: denn zu weilen blieb sie ohne sich zu regen, und vergaß ihr Früh stück, indem sie über etwa« für sie Unangenehme« nach DaS Mädchen gehorchte mit Schüfifi4> „Du bist noch einfältiger als Jeman' Kuh geht," sprach Margret sie bei de Du ich»! hlussi IN iur irlich« Hütt«! Sie lii> er in die BinI lii?enn � das« !uchmigsger!chts vom 7. Februar d. I. erhobene Dem Untersuchungsgericht ist mit den ju re- Akten eine Abschrift dieses Erkenntnisses, wie Miitnisses vom 23. Februar d. I. zuzustellen." Verlmnds-Theil. „„. ��ilz. deutsch. Arbeiterschafts-Berband.) des Zutscht Verein. Menufaklurarbeiterschaft. n Zv«!'«denbnrg a. d. H., 17. März.(Strike der Wi1),©o eben erhalle ich die Nachricht, daß l Ungn ' briglcn. Äe ArbeitseinsteUung von 9t Seiler und Rep ist wegen Aufbesserung des Lohne« und ion»if«t Behandlung. Wie überall, so weigert sich Der 4« da, Geldprotzcnthum, irgend eine der gerechten uner ll? der Arbeiter anzuerkennen. Ja, die Capila> "iitn, den Arbeiter dadurch in Unterwürfigkeit gigkeit erhalten zu können, wenn sie ihn nicht wichen zukommt behandeln, sondern ihn mit Gegenwart nicht mehr entsprechenden Worte «'den. Es ist jetzt an uns, Arbeiter Deutsch d>r unsere gemeinsamen Rechte mit aller Macht , iv/Mk!?' und das darf nicht durch bloße Worte, son- e 1??" ewch durch opferfreudige That geschehen, damit l, Ml?«ätotfit erkennt, daß die Arbeiter überall für ihre _ gilt' Anstehen bereit sind. Etwaige Geldsendungen Ang« Witzung der Strikenden sind zu richten an i'r in Altona. Bürgerstraße Nr. 103. Bor Zuzug st hat, s bzend gewarnt.— Es werden nachstehende Be- nd liste bestätigt: Wilh. Schnell sür Elberfeld, es, beM dstnibeck für Neumünslcr, Rod. Fischer für Glan- find«? Jühnsdorf für Wittenberg, E. Berthold sür 727»i 1�3 Bätz sür Lüneburg. Ferner fordere ich H-N, st"' Zeitz»nd Schleebu'ch auf, Nachricht ,u geben, rgch-n, Nach die Mitgliedschaften bestehen, und wenn n obiza-Fall, so sch,,� wie möglich das Resultat der risst, �tigtenwahl einzusenden, ebenso aus Dünnwald. an M«lachx � ti bcn Bivallmächtiglen zur Pflicht, mit d« i'Zlld an diejenigen Mitglieder zu zahlen, welch- it t-tt»' angezeigten Orten kommen. Die bayerischen rstcre» �-yaslen haben noch kein Lebenszeichen von sich leisten �bdoch die Stempel zurlltkbchaltcn, und bitte ich AorwllU maus zu achten. Ich bitte schließlich genau auf wische" Mi Statuts zu achten; nur wenn die Frau eine« Bcra-?.», ,der der Mann eines weiblichen Mitgliedes iß cö ißlUMt das Mitglied Sterbegeld. Mit social� Gruß Für das Präsidium: W. Knöllner. Gewerkschaft der Schneider, Knrschner und Kappenmacher. 16. März.(Strikt in Aussicht.) So m aus Mannheim die Nachricht, daß unsere Kollegen wegen einer gerechten Forderung die M-llui beabsichtigen, w-Shalb vor Zuzug ge- Im Auftrage: Chr. JohnS, Stellvertreter. Lackirer- und Bcrgolder-Gewerk. pl'ifo»1�;• März.(Strike in Aussicht.) Kamps rgehe» rgicß« — DN licht J« ic H NN wsf ehe, � indclN oht. f, , einer und erung«' > erfolg na der'- ,°dltal und Arbeit steht in der Goldlcistenfabrik ..--elitr. drulierei von HierouimuS bevor. Alle Mit- m des benannten Gewerls werden daher daraus » �niacht, den Zuzug von hier abzustellen/ Arbeiter ihre gerechten Forderungen durchsetzen H. Lichter«. Hindi'. isuchnÄ Allg. deutsch« vereinigte Metallarieiierschaft. Die Reiseunterstützung wird in von 12 bis 1 Uhr und Abends von 7 bezahlt bei C. Engclmann, Altstadt 16. Vermischtes. (Literatengesindel.) In der Berliner„Volks zeitung" vom 13. dss. liest man folgende Schauergeschichte: „Als gestern(Freitag) Nachmittags nach 3 Uhr der Redakteur unserer Zeitung nach beendeter Sitzung des Reichstags denselben verlassen hatte und nach seiner Woh- nnng sich begeben wollte, redete ihn plötzlich ein Mann in Arbeitertracht mit den Worten an:„Sind Sie Herr teinitz?" Auf seine bejahende Antwort reichte der per- sönlich Herrn Sleinitz gänzlich unbekannte Mann demselben einen Zettel, aus welchem folgende Zeilen zu lesen waren: „Wir nehmen hiermit die in unserer gestrigen Zeitung ge- brachte Bchanptnng, daß Herr v. Schweitzer ein Partei- gängcr der Regierung sei, ausdrücklich und in aller Form Uirück" und fügte hinzu:„Diese Erklärung werden Sie morgen in Ihrer Zeitung bringen." Herr Steinitz ent- gegnete:„Hier ist wohl nicht der Ort, um derartige An- gclegenheiten zu erledigen; bringen Sie den Zettel ans die Redaktion." Mit diesen Worten wollte er da« Papier zurückreichen und sich entfernen, al« ein hinter dem Ersten stehenter zweiter Arbeiter mit einem großen Knüttel aus die Erde stampfte und in drohendem Tone ihm zurief: „Stehen bleiben." Der Erste erläuterte diese Worte mit der Erkläning:„Wir verlangen genügende Auskunft da- ritber, ob Sie thun werden, was wir verlangen." Herr Steinitz nahm daraus den Zettel zn sich und sagte:„Gut, ich werde e« mitnehmen und ansehen." Daraus entfernten sich die beiden Arbeiter und Herr Steinitz setzte seinen Weg nach seiner Wohnung fort. In der Zimmcrstraße traten ihm die betreffenden Arbeiter, zu denen sich in- zwischen ein dritter gesellt halte, wieder in den Weg und riefen ihm mit drohenden Gcbcrden zu: daß die Erktärung ja in der morgigen Bolkszeitung stehe. Auf den Wunsch tvon der Presse klar gemacht werden, was sie Dausen- besonderen Fassung unterworfen.— Alle übrigen Punkte Lüneburg Mittagsjden von ehrlichen Arbeitern und einer großen wurden von der Versammlung angenommen."— Also der bis 8z Uhr ans- social-politischen Partei schuldig sind. Wenn Königsbcrger Arbeiterverein, der unter der Obhut die Herren nicht wissen, was Anstand und Ordnung ist, Jacoby's steht, hat ein Programm beschlossen, welches mit so werden sie nöthigenfall« durch Ohrfeigen belehrt keinem Worte, nur da« Wort, Arbeiterinteresse, erwähnt! werden. Der Arbeiterverein ist eben ein solcher, wie alle sog. Ar- (Als Nachtrag) zu unsern Mittheilungen über die beitervereine der Eisenachcr Volkspartei, nämlich ein berühmte Rede des Herrn Mende theilen wir noch mit,"«s jüdischen BanquierS, Literaten, CommiS und einigen daß derselbe eingesehen zu haben scheint, wie sehr er sich Handwerkern bestehender. Nette Arbeitervereine! lächerlich gemacht hat. Wenigstens hat er einen Versuch gemacht, die Sache möglichst zu vertuschen. Er hatuäm- >ich seine Rede für den st-uographischen Bericht einer so umfassenden Korrektur unterwerfen wollen, daß dieselbe jenen ursprünglichen Charakter, welcher da« fortwährende Gelächter dcS Hauses hervorrief, verloren hätte. Die Schriftführer des Hauses, die Abgg. Pauly und Tobias, hielten jedoch eine solche Freiheit in Korrekturangclegen- heiten weder mit dem parlamentarischen Gebrauch, noch Aber diese BonrgcoiS-VolkSpartei muß sich ein Mäntelchen umhängen, um die Arbeiter zu täuschen. �—(Am 18. März.) Die Gräber im Friedrichs« Hain zu Berlin waren am 18. März wieder mit schönen, frischen Kränzen geschmückt, auch auf der großen Linde in der Mitte des Platze« war der große Kranz wieder frisch erneuert; die Fliederbüsche in den Gängen sind lau- benartig zusammcugczogcn und die Kränze hängen in der Mitte. An dem Denkstein des gefallenen Polen und mit der Wahrheit vereinbar. Sie verständigten in einem Studenten von Lcnski hängt ein frischer Kranz, in dessen chreiben Herrn Mende, daß die Wiederherstellung der Mitte die Worte stehen:„Ihr für Uns,"„Wir für nrsprüualichen Fassung erfolgt sei, und Herr Mende hielt E------ �...... -S für geralhcn, sich zu fügen und über die Angelegenheit ein kluges Schweigen zu beobachten. („Ehrliches.") Dieser Tage hat sich in Königs- berg ein sogen. Verein der Volkspartei konstituirt. Die „K. H. Ztg" berichtet darüber:„Eine Anzahl von Volks- männern wurde am 6. dfs. nach dem Kneiphoff'schen Ge- meindegarten zusammcnberufen, zur Constiluirung einer VoikSpartei. Es hieß in»er Einladung: Der hiesige Arbeiterverein hat in einer Versammlung zu Anfang d. I. beschlossen, schon jetzt die im Herbste d. I. stattfindenden Wahlen vorzubereiten, um wo möglich die Wahl solcher Abgiordneten durchzusetzen, von denen man ent schicdene und rücksichtslose Vertretung des VolksinteresscS erwarten dürfe. Die von der VercinSversammlung zu diesem Zwecke gewählte und durch Cooptation erweiterte Commission beabsichtigt nun, im Hinblick aus die ihr ge stellte Ausgabe, eine Partei zu bilden, deren nächste Ziel vunkie in dem Folgenden ziisammengestellc sind:„Die 2... ;cgeii nm h mß"v ÄS che»>5 Siaiit«, INS, d« e au' sie l' zu ichüttt"1 des Herrn Steinitz, wenigstens die Ztamen der Herren Zu'BolkSpartei in Königsberg geht von dem Grundsatze ans: wissen, die die« Verlangen gestellt, wiederholten sie nur daß der Staat des Vilkcs wegen da ist, und daß nur ihre Aufforderung noch drohender und der neu Hinzuge-'daS Interesse der Gesammtbevölkerung für die StaatSge- trctcnc erläuterte dieselbe in bezeichnender Weise noch da-. schzsie maßgebend sein dürfe. Die Bolkspartei verlangt durch, daß er die Rockärmel aufstülpte.— Wir theilen im Wege der Gesetzgebung 1) sür Jedermann ein gleiches diesen Vorfall ohne weitere Bemerkung mit als Beitrag Anrecht aus Theilnahmc am Staat«- und Gemeindeleden für die social-demokratische Manier, neue Angriffe gegne-'m,d j« diesem Zwecke allgemeines unmittelbares Wahl- rischcr Zeitungen zu widerlegen." recht mit geheimer Abstiuimung, sowie Zahlung von Tage- Wenn auch die„BolkSzeitung" keine Bemerkungen geldern an die gewählten Volksvertreter; 2) Trennung hierzu zu machen hat, so haben wir doch etwelche vorzu- her Kirche vom Staate und folgcwcise Verweigerung jeg- dringen. So überraschend uns die Mittheilungen derjicher Ausgaben für da« Ministerium der geistlichen An- „Volkszeitung" kommen, so erklärlich finden wir die statt- gxlegeuhciten; 3) unentgeltlichen Unterricht in öffentlichen, gehabte» Vorgänge. Es handelt sich hier nicht um Wider- von der Kirche unabhängigen konfessionslosen Schulen; legung begründeter Angriffe, sondern um die Abwehr 4) das Recht der Volksvertretung über Krieg und Frieden unbewiesener, in den Tag hinein gemachter Behauptun- zu entscheiden, dabei Verringerung der HcercSmacht und gen, d. h. um die Abwehr von Verleumdungen. Was Einfühlung einer einjährigen Dienstzeit; 5) Erleichterung soll man thun, wenn eine Zeitung cinsach behauptet, der Steuerlast, Abschaffung der Mahl- und Schlachtsieuer „Schweitzer ist ein Regierungsagent", dieS ganz bestimmt und Einführung einer im Verhältniß zu den Einnahmen ohne allen Beweis behauptet? Kann sich die„Volks- aufsteigenden Einkommensteuer, wobei das zum noth zeitung" wundern, wenn den Parteigenossen Schweitzers, dürftigen Lebensunterhalte erforderliche Einkommen stcuer die diesen nach dem allgemein/n Stimmrecht zu frei bleibt; 6) Verweigerung jeglicher Geldmittel zu ge hrem Führer gewählt haben und daher in ihm sich selbst, Heimen Zwecken; 7) vollkommene Unabhängigkeit der ihreü eigenen Willen ehren, die Geduld ausgeht? Was Kreise und Gemeinden von der Regierung bei Verwal soll mau denn mit diesen Preßjuden anfangen? Soll man tnng ihrer Angelegenheiten; 8) unbedingte Freiheit der sie ruhig lügen lassen? Nein! Wenn die bisherige Ge« Meinungsäußerung und das volle Vereins- und Ver- meinhcit und Lüge in Berliner Blättern fortdauern, wenn sammlnngSrecht; 9) Entfernung aller Vorrechte, die noch man z. B. noch fttrder die Arbeiter beständig als Gesin- gkgenwärlig den bevorrechteten Ständen zu Theil werden; d-l und Janhagel tractirt, so wird jedenfalls den Herren der Punkt 10) in Betreff de» Herrenhauses ist noch einer Euch." Der Besuch der Gräber war ein sehr zahlreicher. —(Warnung.) Das General-Konsnlat des Nord« deutschen Bunde« zu Warschau ist darauf ansmerksam ge- worden, daß in neuerer Zeit wiederholt deutsche Arbeiter, insbesondere Schuhmachergesellen, nach dieser Stadt ver- schrieben worden sind, um sich demnächst in ihren Erwar- tungcn sehr getäuscht zu finden. Da es in Warschau an guten Arbeitern durchaus nicht fehlt, so muß vor der Reise dorthin überhaupt abgemahnt werden; jedenfalls aber werden die Leute gut thun, dieselbe nur auf Grund eine« bindenden schriftlichen Vertrages mit dem Arbeitge- ber zu unternehmen, damit sie geeignetenfalls auf Grund desselben bei den russischen Behörden ihr Recht suchen können. —(Der Schneiderstrike in Berlin), so jam- mern einzelne Bourgeoisorgane, ist in der That seit Mon- tag zur Wahrheit geworden, jedoch nur in sehr kleinem Umfange; es mögen zur Zeit etwa 4— S00 Meister und Gesellen feiern, die bisher für die größten KonfeklionSge« schäfte arbeiteten. Einzelne der Geschäftsinhaber sind, wie in einer am Mittwoch Abend abgehalteneu Generalver« sammlung der Schneider konstatirt wurde, den Forderun« gen der Arbeiter insoweit entgegengekommen, als sie statt der geforderten Lohnaufbesserung von 25 Prozent eine solche von ca. 20 Prozent anboten; die meisten der Ar- beilgcber nehmen aber eine schroff ablehnende Hal- iimg an. E« fragte sich nun in jener Versammlung, ob die Forderung von 25 Prozent unter allen Umständen aufrecht erhalten werden solle oder ob die Arbeit bei den« jenigen Ladcnbcsitzern wieder ausgenommen werden könne, die sich zu einer Mchrzahlung von 20 Prozent bereit er- klären. Für letztere Ansicht ließ sich nur ein Redner ver- nehmen, Meister Winkelmann. Die meisten nannten es geradezu eine Feigheil, wollte man schon jetzt von der ur- sprünglichc» Forderung zurücktreten; die Geschäftsinhaber würden noch weniger geneigt sich zeigen, legte man bereit« drei Tage nach Erhebung des Strike« eine solche Mulh- losigkeit an den Tag. Vor allen Dingen sei geboten, die nölhigen Mitel zur Durchführung de« Slrikc« zu be- ichaffe» und durch eine zu veröffentlichende Kundgebung auch die außerhalb Berlin« beschäftigten Kollegen zur Unterstützung der Feiernden zu bewegen. In diesem Sinne fielen denn auch die Beschlüsse aus. Ebenso wurde da« vorgelegte Statut zur Errichtung einer UnterstützungSkasse angenommen und zeichnete sich in die aufgelegten Listen sofort ein großer Theil der Anwesenden als Mitglieder ein, die 21/2 Sgr. Eintrittsgeld und 1 Sgr. Wochenbei- zu d i,""fangen müssen, bei kleinen Bürgern� zch hatte es schon wieder vergessen. Lassen f« Drohungen nach der Thür der Kammer eilend. Ich .. man viele Sorgen um seine Ohren, uut wieder in die Küche geh'n, wenn es Ihnen will eS wissen. Hast Du die Wahrheit gesagt, dann wirst »Ht Hausarbeit verrichtet ist, läßt man dir�j� da« Frühstück d-S Herrn muß noch bereitet®» noch seltsame Dinge sehen, Kath. O, der Schelm, e. Vei uns, die wir reich siad, geht da« zycrden."'mich betrügen! Ja, dann wird er auch nicht viel von „Nein, Du sollst mir sagen, warum Du an meiner der Million behalten... Heirath mit dem Herrn zweifelst." � Sie sprang zur Kammer hinaus, lief durch den Gang „Ich dars nicht." stammelte das Mädchen.„nd überraschte Monck, da er wirklich, ohne sich zu regen „Du mußt es dürfen. Ich will es," gebot Margret,„nd mit dem Kopfe auf den Händen ruhend da saß und Aber da das Mädchen zögerte, sagte sie: �_ stränmte.— Bei ihrem Erscheinen erhob er sich jedoch, „Du hast gewiß Etwas vernommen von einem Fräu-„ahm eine freundliche Miene au und sagte: lein, welches Laura K-menaer heißt. Man hat Dir virl-�„Guten Tag, Margret. Wie geht es diesen Morgen? �illd. Wir haben zu viel müßige Zeit" und Ich habe ebenfalls gedient, Kath." "ß es wohl, Madame," sagte das Mädchen. löu weißt e« wohl.....«ber Du mußt 'denn Du siehst, daß ich sprechen will. WaS sagen "t"1 ich auch, . ach ja. wie Du, bei Als ich mich ver reichen Leuten»öS i-ziu."tan jährlich wenigstens viermal die Dienst einleite. Ich war schlau und bemerkte schnell, »Erlangt wurde, um zugleich nlich«1 h fast rin!" P —.„1 der Liebling der - it i Herrn zu sein. Die Dame war Herr im cigefp, zSJ.ah ihr immer nach den Augen. Schien sie - ärgerlich, so schwieg ich; nannte sie mich einen de» Möbel oder faule Trine, so sah ich sie ' als gestände ich, daß sie Recht hätte, mich / Gelegentlich rühmte sie ihre Schönheit und '»tcr Kleider. Ich heuchelte, in ihre bösarli- 4 I' jn ihren knurrigen Schooßhund und in Alles, stadantt'..lieben schien, bis zum Wahnsinn verliebt zu « llt'ff n C»*!» x �«•* r a•«.* rt fr i DelnA Kuhsta,, Mäd» ne Mi, wein ,!ch sie mit dem Herrn in Streit, so gab ich Zweifel der Magd überrascht. sobald er weggegangen war, wohl berstan- ich beklagte ihr LooS, als ob Ich sie in der ttaglücklich hielt, aber ich suchte au« ihren .'ffe», was in ihrem Gcmüthe vorging, um Sprache zu verändern. Dem Herrn wußte leicht gesagt, daß der Herr sich mit ihr verheirathen werde. Hat man nicht in dem Laden des Bäcker« so ge sprachen?" Das Mädchen nickte bczahend mit dem Kopfe.� Sie sind nicht gut unterrichtet, Kath. Die Liebe des Herrn Monck zu Laura Kcmenacr ist nur ein Schein. Noch zwei Monate und Du wirst mich Frau Monck neu. ncn, sei davon versichert." „Wenn eS nur wahr ist," sagte Kath, die Achseln zuckend. „Wie? Wenn es nur wahr ist? Weißt Du denn etwas Besonderes?" fragte Margret, von dem dreisten „Ja, ja, ich habe es Ihnen noch nicht zu sagen ge wagt." „Sprich, sprich schnell!" rief Margret erschrocken. ,'Sehen Sie wohl, Madame, von dem Treiben iu der Sind Eure Kopfschmerzen von gestern verschwunden? „Ihr habt mehr Kopsschmerzen als ich, scheinheiliger Betrüger," siel sie gegen ihn ans.„Sagt, woran Ihr so den ganzen Tag denkt? Gewiß nicht au mich, und lhätet Ihr auch so;— aber Margret kennt Euch, und sie kann wohl in Euren Fuchsaugcn lesen, dast Ihr sie zu verrathcn sucht. Gebt nur Acht, Monck, gebt nur Acht, ich werde mich schrecklich rächen." Fangt Ihr schon wieder an?" antwortete Monck mit einer drohenden Geberde.„Sorccht, sagt mit zwei Wor- ten, welche neue Dummheit Euch in den 5kopf gefahren ist. Ich babc keine Zeit, um auf Euer wahnsinniges Ge schwätz Acht zu geben." /„Dann könnt Ihr wohl Zeit machen. Ihr habt boch Zeit genug, um anderswo vom Morgen bis zum Abend zu seufzen und zu jammern. Haha, seht ihn einmal dastehen mit dem Eulcngcsicht. Pfui, ich würde mich schämen. Stadt kenne ich wenig. Aber draußen auf den Dörfern Ihr seid häßlich genug, Kinder bange zu machen Der Sohn des Pach '' de« argret- jj Ja die Karten zu spielen. Er glaubte, daß csstihx„ stx die Menschen auch gern. r aaichigern und geistreichern Mann in der Weli�r� bei dem ich zuletzt wohnte, war in die Tochter dei • NU»-. Selbst bei dem Geringstin, was er sagte/ Bürgermeisters verliebt, und e« ging ihm nicht nach sei "te Hänoc vor Verwunderung über meinem�,, xm Wunsche. Der arme Junge hat ganze Tage mit dem Kopfe in den Händen zu denken; seine Augen stan zabe ChaCJ LJlC Hände vor i""Nen, al« sähe ich Wunder geschehen, und ich ja-nn---- uir i"1' fen?, 1)»lsis st! ren s-� meine Heerschast gut gelaunt war, daß /t* den Verstand dcS Herrn oder die Liebens. . tr Frau hätte haben mögen, al« ihr Geld mir»nd hatten mich gern, weil ich ihnen aii fei stallst Du wohl, Kalh, nun bin ich Madame die Magd. Benimm Dich gegen mich, wie äen meine Herrschaft benahm. Sieh mir nach ' Om zu wissen, was ich wünsche, schmeichle seinen Launen und sage, daß es diesen Mor- . tr huudertvier Kuchen oder hundert Kuchen iflti nur glaubst, daß ich es so will. Warum Rargr", J/ Menschen Hunde so gern? Warum giebl Lr.'H Azor Zuckerwcik und Zucker in Ueber- -'st ganz einfach. Azor wedelt ohne Aufhören Jtbeis und schmeichelt und leckt die Hand, selbst hÄN schlägt, weil man Etwas oder Jemanden •t. Als ich diente, fand ich eS sehr grausam daß ein Diensibote sich selbst zum Sklaven "tachcn müsse; aber nun ich reich bin, finde ,, Natürlich. Wenn ich Dich Dummkopf und 5 dann darfst Du nicht weinen, Kath. Laß suchen; ich thue e« einzig und allein, um /eil, daß ich reich bin." 'e, sind Sie denn doch so reich?" fragte die "tders Nichts von der Rede begriffen halte. 'NN f°.u�»v�lh, eine Million." n UN--.,, Million? Da« muß schon schrecklich viel sein." I ich' itleid sagen, Kath, ich besitze die Million»och !de 9 ig-H werde mich verheirathen mit Herrn Monck, loch; Ii fe urm Herrn? Ich glaube eS nicht," s« n, w-'. i,," mit einer Miene, welche Margret hücht«tc imaich' s l»,' D» vergißt, daß ich e« bin, die Dich be- der'| ich glaube, mußt Du ebenfalls glauben." den ihm lo irr in dem Kopf-, und er murmelte immer: Rosa, Rosa!" „Aber bist Du verrückt? Dummkopf! Da willst Tu mir nur eine Geschichte aus dem Dorfe erzählen?" „Ja, aber das ist es nicht," versetzte da« Mädchen. „Unser Herr sitzt auch ganze Tage da und sinnt und sieht mit starren Augen vor sich hin. Wenn Sic kom- men, Madame, da steht er auf und lacht und ist frenud lich. Auf mich achtet er nicht so. Ich habe schon mehr als einmal gehört, daß er seufzte: Laura, Laura! Gerade so wie der Sohn unser? Pachters." Margret erblich. „Und soll ich Ihnen noch etwas mehr sagen?" fuhr das Mädchen fort.„Gestern, als Sie ausgegangen waren, hat der Herr mich in aller Eile mit einem Bricfchcn nach dem schönen Laden auf dem Markte geschickt— Sic wissen wohl, wo alle die reichen Francnkleider an dem Fenster hängen— ich habe dort eine große Schachtel geholt; der Herr hat sie geöffnet, sie war voll von Spitzen. Zuerst glaubte ich, daß er Ihnen ein Geschenk machen wollte, aber er hat mir verboten, Ihnen jemals zu sagen, daß ich in dem Laden gewesen bin. Ich habe einige Zeit danach den Knecht mit einer Schachtel unter dem Aeme ausgehen sehen. Ebcnsa machte es auch der Sohn mei- neö Pachter«, als er stch verheirathen wollte; er kaufte ein schönes roth und blau carirteS Halstuch für Rosa, die Tochter des Bürgermeister«." „Geh' in die Küche," schrie Margret, vor Wulh zit ternd,„geh' in die Küche, sage ich Dir." „Sehen Sie, nun sind Sic schon wieder erzürnt, Wollt Ihr schweigen, Unverschämte," brüllte Monck vor Zorn zitternd.„Noch ein Wort!" „Laßt nur Eure Zähne sehen," spottete Margret, „Ihr werdet mich doch nicht beißen." „Das geht zu weit, wahrlich, das geht zu weit!" rief Monck auf' den Boden stampfend. Ihr macht Euch ganz zum Herrn und Meisler über mich. Dem muß ein Ende gemocht werden." „Das Ende wird gemacht werden, wenn Ihr wollt; sprecht»ur, Falscher." „Ihr seid undankbar über die Maßen. Ich erbe das Vermögen des Herrn Nobyn. Ihr habt� selbst nicht ein mal da« Recht in diesem Hause, das mir gehört, einen einzigen Augenblick gegen meinen Willen zu bleiben, und ich lasse Euch aus Güte und Freundschaft hier den Mei- stcr spielen; ich gebe Euch Dienstboten, schöne Kleider und Alles, was Ihr verlangen könnt. Was wollt Ihr mehr? „Wie einfältig gcbeidctJhr Euch doch!" sagte Margret mit höhnischem Spotte;„meint Ihr mir Honig um den Mund zu streichen? Freundschaft, Güte? Nein, nein; Ihr thut nur so, weil Ihr mich fürchtet. Dürftet Ihr mich nur ans die Straße werfen, so würdet Ihr nicht bis morgen warten, ich weiß es wohl. Aber ich habe Euch fest genug, und seid versichert, Ihr werdet mir nicht ent geh'n." Monck fühlte sich von der alten Dirnstmagd besiegt. Er knirschte mit den Zähnen vor Ungeduld und schien sie mit dem Blicke durchbohren zu wollen; aber sie, als wäre sie sich ihrer Ucberlcgenhcit bewußt, sah ihn mit heraus fordernder Miene an. „Wenn ich mich nicht zurückhielt!" schrie Monck, ihr mit der Faust drohend. „Nun ja," sagte stammelte das Mädchen,„und ich habe Ihnen doch gesagt, was der Herr mir zu verschweigen geboten hat. So kann denn eine arme Dicnstmagd nie recht thun." „Ja, ja, Du hast recht gethan, ich werde Dich beloh- nen," sagte Margret plötzlich aufstehend und unter aller- hin, als hätte er mit einem Male cincn Entschluß gefaßt und sprach noch vor Entrüstung zitternd:, „Sagt deutlich, was Ihr wollt, und seid Ihr nicht mit meiner Antwort zufrieden, so geht dann, lauft zu den Nachbarn, zu Jedermann, und verkündet al» eine Plauderlasche, die Ihr seid, was Ihr nicht verschweigen könnt." „Was ich will? Ich werde es Euch einmal deutlich airseinaiidcrsctzen. Erstens verbiete ich Euch, noch den Fuß über die Schwelle von KcmenacrS Wohnung zusetzen, und zweitens sollt Ihr Euch innerhalb sechs Wochen mit mir verheirathen. Ist dieses klar genug?" „Und dritten«?" fragte Monck. „Drittens werdet Ihr mir Geld genug geben, um meine Brautkleider machen zu lassen, viel Geld, denn ich will haben, daß in der Stadt vo» Frau Monck« Kleidern lange Zeit gesprochen werde." Monck, der nun Margret zu reizen suchte, antwortete mit einer verächtlichen Miene: „Und wenn ich einmal sagte, daß ich Eurer Befehle spotte und Nicht» mehr von Euren Albernheiten hören wolle?" „Wie bald würdet Ihr da« bereuen, Ihr würdet mir nachlaufen, mich bitten und anflehen; aber gebt Acht, ist mein Entschluß einmal gefaßt, dau» werde ich meine Rache bi« zu Ende vollführen."- „Nun, was würdet Ihr dann thnn?" „An die große Glocke hängen, was Ihr für ein fchmutzi« ger Betrüger seid, uud wie das Testament umgestoßen werden kann." „Das wißt Ihr nicht." „Nein? Ich weiß gewiß nicht, daß das Datum dar- auf fehlt. Ihr habt es in ciuem Augenblicke der Unvor« sichtigfeit vergessen; aber seid versichert, das Gchcimniß ist mir nicht entschwunden." „Man wird Euch nicht glauben." „Heuchelt nur Ruhe aus Eurem falschen Gesichte; da drinnen in Eurem Herzen ist eS nicht so still." Nun denn", rief Monck mit einem Ällsdruck trium- phircndcn Stolzes in den Augen, ich sage Euch, daß ich keine Befehle von Denjenigen annehmen will, die mir hier mit Dankbarkeit gehorsamen müßten. Ihr könnt warten, demllthig warten, um zu vernehmen, wa» mir beliebt über da« Versprechen zu beschließen, da« ich Euch gegeben habe; daß ich aber meine Besuche in dem Hause beS Herrn Kemenacr einstellen werde, glaubt da« nicht — und nun verlaßt das Bureau, ich gebiete es Euch." Margret stcnimte die Hände in die Seilen und schrie im höchsten Zorne: Ha! Also meint Jhr's? Lebt wohl dann. Ihr wer- det von mir reden hören. Ich laufe zu Berthvld. Er soll wissen, was an dem Testamente fehlt. Ich werde ihm sagen, wie Ihr seinen Oheim mit Euren spitzbübi- scheu Ränken betrogen habt, wie Ihr sein Erbe von ihm erpreßt, wie Ihr im Geheimen den alten Maiin irre ge- leitet habt. Ja, ja, ich werde ihm einmal auseinander- setzen, wie Herr Robyn selbst das Testoment vergessen hatte, da er noch am Morgen vor seinem Tode mir sagte, daß er sein Testament in vierzehn Tagen erst machen wolle. Berthold wird klarer in diesen Sündenpfuhl sehen al« ich.... Arme Margret, da« ist nun der Lohn für ., spöttele Margret,„ich würde es Euch das Vertrauen, das Du iu diesen Schelm gesetzt hast. rathcn. Ich rief alle Nachbarn zusammen und riß Euch Nun wirst Du zur Thür hinausg-jagt. Tröste Dich nur, die Augen aus dem Kopfe. Nun, haltet Euch nicht zurück.'/Berthold wird Dich nicht verlassen..." Während Memck zwei- oder dreimal in der Schreit! Sie weinte bei diesen letzten Worten und wendete fich finde auf« und niederging, that er stch unendliche Gewalt der Thür zu, indem sie noch mit geballter Faust zu an, sich zu bezwingen: es schien jedoch, daß die Herrschaft'Monck sagte: Margret« ihn so sehr folterte, daß er seine Wuth kauin!„Leb' wohl, gemeine Schlange, ich werde noch sehen, bezähmen konnte. Er stellte sich plötzlich wieder vor sie�daß Ihr betteln geht, wenn Ihr nicht zu früh an den ' en gerathet."(Fortsetzung folgt) trag zu zahlin haben. Die gesammten Einnahmen diesermandy" und„Mary" fiattgesunden, wobei 82 Personen Kasse sollen zur Unterstützung der Strikenden,»vornehmlich der Verheirathetcn, verwandt werden. —(Englische Sittenbilder.) Noch harrt der Mordaunt'sche Skandalprozeß seiner Erledigung und schon wieder hat ein innerhalb der englischen Aristokratie spie« lendcr Prozeß Enthüllungen der durchaus verdorbenen Sittenzustände jener Gesellschaftsklasse gebracht. Vor dem Londoner Oberhause al» oberstem Tribunale schwebt gegen wärtig ein Rechtsstreit, der in seinem neusten Stadium alle Clement« zu einem spannenden SensationSroman ver> einigt. Als im vorigen Jahre der bejahrte Carl os Wich low starb, meldeten sich sofort für den Titel nnd die Güter zwei Erben, die sich seitdem auf's heftigste befehdet haben und gegenwärtig vor dem Oberhansc ihre Sache vcrfech- tcn. �>er nächste Erbe war ursprünglich ein Geistlicher, Neffe de« verstorbenen Earl's, da er aber vor seinem Oheim mit Tod abgegangen, so erscheint seine Wittwe, die persönlich keinen Anspruch hatte, als Vertreterin eines sechsjährigen angeblichen Sohnes. Um die Frage, ob dieser Sohn echt sei oder nicht, dreht sich der ganze Streit, indem die Gegenpartei, die nur entferntere An sprüche bcsttzt, überhaupt unter der Annahme der Echt hcit de« Kinde« leer ausgeht, dasselbe von vornherein als untergeschoben erklärt hat. Demgemäß lautet auch die Anklage vor dem Tribunal des Oberhauses gegen die Mutter Frau Howard auf Meineid und Eonspiration zu ungesetzlichen Zwecken. Für den Kläger wird die Sache von Sir Roundell-Pal- nur, einem der ersten Advocaten, geführt, während der Solicitor-General als Vertheidiger für Frau Howard auf- tritt. Letztere hatte sich trotz mancher Unklarheiten in Betreff der Vergangenheit und der Geburt de» Kinde« bis vor etwa acht Tagen ziemlich fest in ihrer Stellung behauptet, da aber brach die Anklage plötzlich mit der Erklärung hervor, die fehlenden Glieder in der Kette de» Beweises seien nunmehr entdeckt, und e« liege da« Ma« terial vor, um den Nachweis zu führen, daß Frau Ho- ward im Jahre 1864 im Armcnhause erschienen sei, um einen Säugling mit hellen Haaren und blauen Augen behuf« Adoptirung zu suchen. Ein solche» Kind habe sich in der That gesunden und sei von der Angeklagten mit- genommen worden. Jetzt sei indessen die Mutter zur Stelle, und durch ihre Aussage sowie Mittheilungen an derer Zeugen solle der Sachverhalt über allen Zweifel erhoben werden. Der Vertheidiger mußte unter solche» Umständen nothwendig um Ausschub nachsuchen und erst am 7. d. M. wurde die Sache wieder aufgenommen. Frau Howard weigert sich, den Zeng-neid zu leisten und ein Kreuzverhör über sich ergehen zu lassen, und die An klage führte ihre Zeugen vor. Die Wöchnerin, welche ihr Kind damals aufgegeben, und drei Wärterinnen bc. kräftigten die gemachten Angaben und wollten Frau Hw ward auch ohne Weitere« wiedererkennen. Dagegen suchte der Solicitor-General abermals um Ausstand nach und eröffnete, er gedenke die Zeugenaussagen zu entkräften. indem ein ehemals zur Polizei gehöriger, gut beleumun- detcr Maun von Boulozne aus mitgetheilt habe, daß durch seine Beihltlfe im Jahre 1864 von zwei Damen ein Kind erst in London zur Adoption gesucht worden sei ertrunken sind. —(Die spanischen Bourbonen.) Während das Duell von Madrid die hohe Welt in Aufregung versetzt, spielt sich in Paris gleichfalls unter den Gliedern der ver triedenrn spanischen Bourbonenfamilie eine Komödie ab, die sicherlich ein eigenthümliche» Licht auf die Zamilicu bezichungen gekrönter Häupter wirft. Der Unfrieden, der seit Wochen zwischen Don FraneiScuS von Assisi« und sen ner Gemahlin, der Ezkönigin Jsabella, herrscht, war ucucrding« zu hellen Flammen angefacht worden. Der Zwist hatte so lebhafte Formen angenommen, daß ein Prozeß vor den öffentlichen Gerichten unvermeidlich schien, und es schließlich der verschiedensten Anstrengungen be durfte, um diesen Skandal abzuwenden. Jedermann in Paris und Madrid kennt die eigenthümliche Neigung. welche der Exkönig Franz für den ehemaligen Banqnier Menese« empfand und empfindet. Seit längerer Zeil schien da» Verhältniß, welches beide Männer so eng ver- knüpfte, ein ziemlich lose« geworden zu sein. Plötzlich er- schien der seit Monaten abwesende MenescS wieder in Pari«, und rS dauerte nicht lange, so war er wieder im Besitz der alten Macht, die er über Don FranciScu» au« geübt. Elin Ehrgeiz ging dahin, am spanischen König«� dos irgend eine osficiellc Stellung einzunehmen. Da« Vermögen der Königin befand sich seit ihrem Aufenthalte in Frankreich unter der erprobten Verwaltung zweier spanischen Edcllcute, der Herren Alcete und Ezpcleta Der König stellte nun nrplötzlich da« Anfinnen au seine Gemahlin, die Verwaltung ihre« Vermögen« jenen Herren zu entreißen und sie den Händen seine« speziellen Ver- trauten, Menese», zu übergeben. Die Königin weigerte sich natürlich, und wie die« in solchen Divgen zu geschehen pflegt, wurde die Gereiztheit zwischen beiden Gatten immer größer. Der König, der schließlich verlangte, einen eigenen Antheil an der Vermögensverwaltung zu besitzen, ließ alle Schonung beiseite und erfüllte die hohe spa- nische und französische Gesellschaft mit den bittersten Klagen über die Königin, der er die unsaubersten Dinge nachsagte. In ihrer Verzweiflung wendete sich Jsabello an den Polizeipräseklen Piclri mit der Bitte, ihr zu rathen, was sie thun müsse, um ihren Gatten zur Ruhe zu verweisen. Der König, der am Tage nie mehr zu Hause ffl und nur de« NachtS das Erdgeschoß des Pw desselben zu untersuchen. Sie fand, daß die Haut aus dem Gefäß vollständig aufgeplatzt war, so daß sich ein Schorf gebildet hatte. Die Mißhandlung war sehr lange fortgesetzt worden; nachdem der Lehrer einen Rohrstock auf dem Körper de« Knaben zerschlagen, hat er zu einem zweiten gegriffen. Die Sache ist, wie die„Trib." er- fährt, Seiten« der Polizei dem Staatsanwalt übergeben worden. Der Lehrer gicbt zu, daß er den Knaben aufs Heftigste geschlagen, entschuldigt sich aber damit, daß Letzterer groben Untugenden ergeben sei. —(Selbstmord.) Der Sohn des berühmten Schau spieler« Friedrich Lcniaitre, Charles Lamaitrc, der ebensalls talentvoller Künstler, hat sich durch einen Sprung durchs Fenster gctödtct. Derselbe war vor acht Tage» an den Blattern ertrankt, zu denen eine Gesichtsrose hinzutrat. Von einem heftigen Fieber geplagt, das durch den Gc danken, er könne entstellt und so für die Bühne untaug sich werden, noch vermehrt wurde, dachte er mehrere Male daran, sich zum Fenster hinauszustürzen. Man achtete aber nicht darauf. Gestern Abend gegen 6Vz Uhr, als er sich allein mit seiner Krankcnwärteriu befand, sprang er in einem Fiebcranfall plötzlich au« dem Bette; die Krankenwärtcrin wollte ihn festhalten, aber er versetzte ihr einen Fußtritt und eilte nach dem Salon, da die Läden in seinem Schlafzimmer geschlossen waren. Dort riß er da« Fenster auf und stand schon im Begriffe, hin auszuspringcn, als die Krankenwärtcrin ihn am Hemde erfaßte. ES entstand nun ein furchtbarer Kampf: Die Krankenwärtcrin rief um Hülfe nud Charles Lcniaitre selbst rief:„Man ermordet mich!" Schnell sammelte sich eine Masse Menschen vor dem Hause und viele stürzten die Treppe hinauf. Die Hülfe kam aber zu spät; ehe man in den vierten Stock hinaufgekommen nnd die Thür der Wohnung gesprengt hatte, war e« Lemaittc gelungen, sich den Händen seiner Wärterin zu entreißen und sich zimi Fenster hinauszustürzen. Er blieb auf der Stelle todt. ine Vergiftung unter den Arbeitern in Schlögmühl.) Seit mehreren Tagen sind sehr be- unruhigcnde Gerüchte über eine Epidemie verbreitet, die unter den Arbeitern in der Papierfabrik Schlögmühl in Oesterreich ausgebrochen ist. Man sprach von einer Ver- giftung durch au« dem Oriente eingeführte Lumpen, zahl- reichen Todesfällen K. Man erfährt nun bestimmt, daß loste« Basilcwski, wo sich der gemeinsckaflliche Hofhalt be. in der That ein nicht unbedeutender Theil der Arbeiter Für Serlin. deutsch. Schuhmacher-Btss Versammlung. Montag, den 2l. März, Abend» 8»f Mittelstr. 58(zur guten Quelle.) Tagesordnung: Vortrag.— Fragekasten.— Verschiedene» Gäste haben Zutritt._ Höste," Für Serlin. Gewerkderein deutsch. Holzarbti und Allg. deutsch, derein. Metallarbeite> Mitgliederversammlung Montag, den 21. März, Abends SV» bei Herrn Schulz, Neanderstr. 19- Tagesordnung: Bortrag des Verlagsbuchhändlers Herrn Ä. — Discussion. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen bitten __ F. Wcrthmann. W. Schwe erschl un Für Lerlin GeneralversammluNZ der Maurer ia Berlin und Ufflfl'ä1 Sonntng, de» 20. März, Vormittnz, lO'J. in Wolter'« Lokal vor dem Cottbuser"fdl Tagesordnung: Die Gewcrkskasse der Maurer in Berlin Um zahlreiche Betheiligung der Maurer gend ersucht «tt 1. Tonnen Für Lrcslau. Juni '°°nnir< Allgemeiner deutscher Arbeiter-$fJw bil Gesellig e Z u s a m m e n ku nss dek Mittwoch de» ZZ Mär,, Abend» 8» Huf(g bei Herr» Qu abni?/ Kleine Fcldstr. � Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten.»"»vrrc '~ L. W>--> Zustcllu I. A. An alle Parteigenossen Breslaisi Zur Entgeg-nnahm�von Abonnement« aasMflNteru findet, bewohnt, wurde inimcr maßloser in seinen An- erkrankt ist— daß in den letzten Tagcii fünf Todesfälle cial-Demokrat" und„Agitator", so griffen. Da ricth Pietri Jsabella, sie möge ihren Gc-!vorgckommen sind, deren Ursache nicht genau koustatirt mahl durch einen Vertrauten benachrichtigen lassen, cr!werden konnte. Der Tod trat in den fünf Fällen so rasch habe seine sofortige Ausweisung zu gewärtigen, wenn crftin, daß allerlei, offenbar übertriebene Gerüchte entstanden. fortfahre, solchen Scandal zu erregen und der französi-�Diese Nachricht theil« ergänzend, theil« berichtigend, ist eine schcn Regierung auf diese Art die Pflichten der Gast« Miitheilung der„Oeden. Nachr." Der zufolge traf in der freuudschaft zu erschweren. Gesagt, gethan. Ein spani- vorigen Woche in der k. k. Papierfabrik zu Schlögmühl scher Edelmann, Graf Eastillon, unterzog sich dieser deli- eine Ladung Lumpen ein. Beim Oeffnen der Säcke ge- catcn Mission bei Don Franz v. Assist», und dieser, er-�wahrtin die Arbeiter an mehreren Lumpen auffallend schreckt, zog andere Sailen auf und versprach, sich ruhigcrwiele Knoten. Sie öffneten diese nnd da verbreitete sich zu verhalten, erklärte aber gleichzeitig, daß er unter kei- ein gelber Staub. Gleich darauf fühlten sich die damit neu Umständen in dieser Weise und ausgeschlossen von beschäftigten Arbeiter unwohl. Zwölf derselben sind be aller Vermögensverwaltung fortexistiren wolle. Es müssefteit« nach drei bis vier Tagen gestorben und acht noch zu einer Entscheidung und Verständigung zwischen ihm dem Tode nahe. Die erste Leiche wurde sezirt, dabei und seiner Gemahlin auf die eine oder die andere Weise ritzte sich einer der Funktionäre ganz wenig an der Hand. und daß diese Damen nach fruchtlosen Bemühungen sichchingewirkt werden. Da kam man denn Überein, ein Er fühlte allsoglcich die heftigsten Schmerzen, und es nach Liverpool gewandt und dort im Armenhause einZSchicdSgcricht zu ernennen, da« sich über da« bestehende heißt, e» wird ihm— wenn c« bi« heute noch nicht ge- passende« Kind gefunden hätten. Diesen Zeugen beab/Vcrhällniß zwischen beiden Ehegatten«»»zusprechen haben schehen ist— sogar der Arm abgenommen werden müssen. sichtige er vernehmen zu lassen. Der erbetene Termin�wird. Don Franz wählte für sich die Herren Favre und Unter den Lumpen soll sich später eine Schrift gefunden wurde hierauf bewilligt und die Sache steht auf weitere Laurier. die Königin nahm die Advokaten Malhien und haben, worin cS heißt, daß wer sich mit diesen knotigen Dusaurc, alle vier Arbeiter aber haben nun gemeinschafi- Lumpen beschäftigt, unglücklich sein werde. lich einen fünften zu ernennen, ehe sie sich an das schied«-!—(Unglücksfall.) Auf der Station Wallhauscn richterliche Erkenntniß begeben.— lieber da» Familien- bei Nordhaiiscn ereignete sich ein die Augenzeugen tief leben der Bourbons bringt die„Zukunft" noch folzcndeftrgreifcndeS Unglück. Als nämlich der Giiierverbandzng, Lassalle'schen Schriften empfiehlt sich Allg. Ä �tschin �tungs-. MitJj i %tif i Blatt aiPW «cht Tage vertagt. —(liebet den Untergang de« amerikanischen Kriegsschiffe»„Oncida") bringt die„Köln. Ztg." einen ausführlichen Artikel. Derselbe lautet:„Am 23. Ja- nuar, um b Uhr Nachmittag«, lichtete der Dampfer vor Bokohama die Anker, um in die Hcimath zurückzukehren. Der UnionS« Gesandte hatte Morgen« einen Besuch an Bord gemacht und der Mannschaft gute Reise gewünscht. Man erwartete ein russische» Kanonenboot, aber dasselbe blieb au», und die zu seiner Begrüßinij) geladenen Geschütze wurden nicht abgefeuert. Al» die„Oneida" aus dem Hafen dampfte, stand auf den anderen Schiffen die Mannschaften auf dem Deck und riefen ihr Lebewohl zu. Zwei Stunden später traf sie da» Unglück. DieOfsicierc waren eben am Mittag«tischc, als die Wache rief: Dampfer- Lichter vor UNS! und dir Äidshipmann den Befehl gab Notiz:„Das glückliche Familienleben»er Boiirbon» ist'welcher die meisten Stationen, ohne anzuhalten, durchfährt, um einen neuen rührenden Zug bereichert worden. Wie den dortigen Bahnhof passirte, wollte ein Schaffner, wel Für Sreslau. deutsch. Maurer- u. Zimmerer Allgemeine Versammlung„g Aicnstag, dru 22. Miirz, Abend» 8 W im Vereinslokal, Schmiedebritcke 42 im schloß Tagesordnung: 1) Die Gcwerbefrciheit und die 2) Die Zünfte und ihr Verfall. Lieferent: Hi'I,'�1") Hierzu werden eingeladen Steinmetzen, � Weil Dachdecker, Gypsscr und Stuckateure., Nbril Um zahlreiches Erscheinen wird dringend 9' rUl( _ Hcllmann. Üesyasi� Für Lüneburg.. fjauch i deutsch, ver. Metallarb eittDe�citi Versammlung Montag, de» 21. März, Abend» 8j Tagesordnung: 1) Besprechung der Gewerkschaften.— 2) tigtcnwahl. Ich bitte darum, daß jede« Mitglied ers cS der armen Heldin von Gaeta in ihrer Ehe geht, das weiß man in jeder bayerischen Sennhütte; wie Moni- pensier, der Mann von Jsabellcn« Schwester, den Bruder von JsabcllcnS Gatten tödtet, da» ist Tagesgespräch. Daß König Franz von Assisis auf da« bewegliche und unbe- weglichc Gut feiner theurcn Gemahlin Donna Jsabella Beschlag legen lassen will, weil er fürchtet, die Verwal- tung de« würdigen Stallmeister« Marsori könne cS sonst dahin bringen, daß einst der Prinz von Astnrien, wie weiland der letzte Wasa, der auf Schweden« Thron ge- Da» Ruder am Backbord! Auf dem hcrankommendenssessen, als halber Bettler ende— da» hat selbst den Schiffe, b-in VenIiis>,l-r..:n!l.-Oriental-Damvfcr.Bom-!ctwak---. dem PenInslllar.üi:!,-?riciital-Dampfcr„Bom- etwas weitläufigen Onkel in den Tuilcrien zu einem cner hay'"/ blieb alle» still, so daß mau dort wohl die obwohlZgischen Bk-c der Familienzucht hingerissen und jetzt läßt hell brennenden Lichter der„Oneida" nicht gesehen habenjJsabellen« und Franzens Tochter, die Herzogin von Gir- muß. Die„Bombay" änderte ihre Richtung nicht im ll-nti, ihren Mann, den Stiefbruder des letzten König« mindesten und lief geradezu in die Steucrbordscite der „Oneida", halbwegs zwischen Hauptmast und Besanmast, mit solcher Kraft, daß ein Loch entstand, durch welche« von Neapel, unter Kuratel stellen, weil er Ihr Vermögen durchdringt." —(lieber Mißhandlung von Soldaten.) Wir cher erst seit vierzehn Tagen im Dienste ist, von seinem Sitze herabspringeii, um seinen auf dem Perron anwesen- den Vater, einen Landprediger au« der Ungegend, zu be grüßen. Der Sprung geschah aber leider so unglücklich, daß der Schaffner zwischen die Wagen fiel und von einer langen Reihe derselben überfahren wurde, die ihn äugen- dlicklich zermalmten. Lriefkasten. Herrn Hebron hierdurch der Bescheid, daß die 6 Mark UnteistiltzungSgcldcr, die für Lüneburg im Kulmbacher Bierkrller gesammelt, abgeliefert find. I. Teich mann. Alinouceu. man in das Innere de« Schiffe« hineinsehen konnte; zwei brachten vor einiger Zeit einen Fall au» OelSnitz in Sach- Leute, welche am Rand standen, wurden augenblicklich s-n; der„Dresdener Courier" thcilt darüber noch den gctödtct. Die„Oneida" feuerte die geladenen Kanoueii Brief mit, welchen der Soldat, der sich in Folge der gleich darauf ab, aber die„Bombay" hielt nicht innc. Mißhandlung erseboffen hat, an seine Eltern geschrieben.. Daraus wurde cin Rettungsboot herabgelassen— dic Derselbe lautet:„OelSnitz, den 20. Februar 1870. Liebe übrigen worcn durch den Stoß zertrümmert worden—.Altern und Geschwister! Diesmal ergreife ich die�Feder Ff Der Agitator. 4J und hinein stieg u der Arzt Dr. Stoddart, der HochbootS- mit zitternder Hand, denn c» sind meine letzten Worte,! maunn und fünfzehn Matrosen. Als der sechste Nothschub!di- ich Euch schicke. Unter solchen Umständen, wie sie jetzt ______ abgefeiiert war, begann die„Oneida" zu sinken. Die sind, mag ich auf dieser Welt nicht» mehr zu schaffen ha Osficiere sammelten sich um den Capitän William», wel- b-n. Ich bitte Euch dringend, trauert nicht um mich, cher seinen Entschluß erklärte, mit dem Schiffe untergehen denn mir ist wohl, wenn ich in ein andere« Leben einge- zu wollen. Ein kleiner Kutter wurde noch mit 39 Mann Heu werde; denn mir geht c» zu schlecht. Am 19. Fe- gefüllt, meist Kranken, und sodann schloffen sich die Wass.r bruar hat mich der Sergeant Weber so geschlagen, daß 1 Sgr. 3 Pf. über dcni unglücklichen Schiffe, auf welchem die Mann?- sie mich besinnungslos vom Exercierplatz fortgetragen zucht bis zum letzten Augenblicke aufrecht erhalten blieb 120 Menschenleben waren ein Opfer der Tiefe geworden. Da« R-ttungSboot, welches sich während de« Sinken« halte entfern en müssen, um nicht in den Strudel hinein- gerissen zu werden, näherte sich wieder, um noch einige Rettungsversuche zu machen, a�er vergeben«. Die lieber- lebenden ruderten an'« Land zurück, dort wurden sie von den Japanern freundlich aufgenommen und ein Führer geleitete sie nach Dokohama, wo sie iii_ der Frühe de« haben, al« ich mich erholt hatte, mußte ich wieder mit. exerciren, mit den Worten: Hund, wenn Du doch liegen geblieben wärst, und dann auch noch eine Stunde nach exerciren. Ich könnte noch viele derartige Dinge mit. schreiben, aber finde e« für unnöthig. Liebe Eltern, Ge. schwister und Schwager, Taute, Onkel und Bekannte ver gebt mir, denn ich habe da« Leben satt.— Ein ewige« Lebewohl.— Ich verbleibe Euer innigstliebender Sohn und Bruder Ernst Roche.— Grüßt meine Freunde. Die ncttiiitc sie nach Yokohama, wo sie in... o-— i-—.~—.- folgenden Morgens anlangten und ihr Schickschal erzähl-„Voss. Ztg." bemerkt dazu:„Unangenehm berührt e« ten. Die dort ankommende„Bombay" wurde sofort zu in der ganzen trüben Angelegenheit auch, daß die Leiche ver UngllickSstellc hinauSgcschickt und traf aus den Kutter, deS Verstorbenen nach sächsischer Gewohnheit al«bald der dessen 39 Insassen sie au Bord nahm. Mehrere andere Anatomie in Leipzig zugesendet wurde und der Bruder, Schiff- folgten, aber e« war nicht mehr möglich, noch ein der sie übernehmen wollte, sie nur noch zerstückelt vorfand. Meuschcnlebei! ,ii retten. Die japanesisch- RegierungjDa unsere Regierung sehr darauf� hätt, dem sächsischen Diese» neue social- demokratische Wochenblatt erscheint vom 1. April l. J. ab, jeden Freitag Abend zu Berlin. DaS Vicrteljahrs-Abonnemcnt beträgt: In den zum Nordbund gehörigen Staaten, außer Preußen, so wie im Großhcr- zogthum Hessen, wenn das Blatt auf der Post abgeholt wird..... In denselben Ländern, wenn das Blatt von der Post den Abonnenten ins Haus gebracht wird........ In Preußen, auf der Post abgeholt.. In Preußen, von der Post ins HauS ge« bracht........... Im Süden.......... In Berlin findet der Vertrieb per Kreuzband stattj; d. h. das Blatt wird den Abonnenten regelmäßig per Kreuzband ins Hau» geschickt. Es treten dabei nachstehend Preise ein: Für 1 Exemplar........ 6 Sgr. 6 Pf. Für 2 oder 3 Exemplare unter dersel- bcn Adresse, per Exemplar.... 4-— Für 4 oder 5 Exemplare unter derselben Adresse, per Exemplar..... 3•— Für 6 oder mehr Exemplare, unter der- selben Adresse, per Exemplar... 2- 6 sandte Boote und Apparate hinaus, um nach dem Wrack ZU suchen. Die Offiziere und Paffagiere der„Bombay" waren überrascht, als sie von dem Unglück erfuhren, und erklärten, keine Schüsse gehört zu haben, während man diese Schüsse sogar auf dem Lande, 20 englische Meilen 12. BundcS-ArmeecorpS eine gewisse Selbstständigkeit im Gcsammthcere de« norddeutschen Bundes zu erhalten, so darf sie sich nicht wundern, wenn die häufigen Selbst morde in demselben auch dem specifisch sächsisch-militäri scheu Geiste zugeschrieben werden. Dieser wird allerdings entfernt'gehört"haben will. Auch soll der Capitän der ,nr Zeit noch, wie vor 1866, zumeist von einem gehat „Bombay" bei der Ankunft von dem Zusammenstoß keine schelten Unterofffzicr-Corps gcflegt. da« allerdings jeder Meldung gemacht haben. Er forderte jedoch sogleich eine>zeit tüchtige Proben von Tapferkeit, aber auch von einer marinegcrichtliche Untersuchung, und wie ei« Telegramm über Ceylon vom 8. März besagt, ist der Capitän Eyrc von jeder Schuld an dem Zusammenstoße mit der„Oneide" freigesprochen worden, aber auf ein halbe« Jahr snSpen- dirt worden, weil er nicht gewartet habe, um der Mann- schaft der„Oneida" Hülfe zu leisten. Da Eyre mit dem nächsten Postdampfcr nach England zurückkehrt, so wird die Darst-llung von seiner Seite nicht lauge mehr aus sich warten lassen. —(Schisfbruch.) Aus Southamptvn wird vom 17. März berichtet: Ju verfloffener Nacht hat Im Kanal ein Zusanimenstoß zwischen den englischen Schiffen„Nor rücksichtslosen Dressur der Rekruten abgegeben hat." —(Mißhandlung im Waisenhause.) Die fran- zösische Colonic in Berlin hat In der Friedrichstraße ein Waisenhaus, welches die Bestimmung hat, der Colonie ungehörige Hülflose Waisen aufzunehmen. Eine Frau halte, nachdem sie Wittwe geworden war, ihren Sohn dort untergebracht. Bor etwa acht Tagen tras die Mut- ter den neunjährigen Knaben auf der Straße und sah, daß er nur mühsam gehen konnte. Sie fragte ihn, wo« ihm fehle und der Knabe erwiderte, daß er im Waisen- Hause von einem Lehrer furchtbar geschlagen sei. Die Mutter nahm da« Kind mit sich, um den Körperzustand 3 2 in Für Lerlin. Allgemeiuer deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene.Mitgliederversammlung Tienstag. den 22. Marz. Abend» 8\ Uhr, der„Villa Bella" des Hrn. Jarmer, Gitschinerstr. 16. Tagesordnung: 1) Vortrag des Vereinspräsidenten:„Proudhon." 2) Fragekasten und Verschiedene». Karten müssen vorgezeigt werden. Um zahlreiches Erscheinen ersucht E. W. Tölcke. Für Lerlin. Allg. deutsch. Zimmerer-Verein. Versammlung Rontag. dru 21. Miirz, Abend, 8 Uhr, in Baabe'» Lokal, Große Frankfurterstr. 87. Tagesordnung: 1) Vorttag des Herrn Dr. von Schweitzer: Die Baukunst in den verschiedenen Zeiten.— Diskussion über die Verschmelzung.— 3) Verschiedene« und Frage kästen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Grau I. Carl Engelman n Für Hamburg. Allgemeiuer deutscher Arbeiter Oeffentliche Versamml» Mantag, dt» 21. März, Abends 9 in Ttttgc'S Etablissement, Valentinisi Tagesordnung: 1) Kritik der jetzigen politischen Parteieil- Wiener Setzer-Strike.— 3) Verschiedenes.. Alle Hamburger Arbeiter sind hieriws Zutritt steht Jedem frei. Für Hamburg. Dv deuts, 'emok! lir glai l du für t Allg. deutsch. Schtthmacher-S�'�° «be«»» präc-' l�n Und Oeffentliche Versamml«" Mont«g, den 21. März, Ab im Lokale des Herrn Liider«. Tagesordnung: Vortrag de« Herrn Bräu er., lz 0!t Ii Für Hamburg. MSWth Den geehrten Abonnenten meinen herzlich"!, Jl,(Lx, das mir bisher geschenkte Vertrauen, welche". dußtei- Zukunft mir zu erhalten bestrebt sein werde.; Übtt U vi recht bald, spätestens bis zum 27. dss., Best-"' i» derwii, den"Social-Dcmokrat" und„Agitator" Z"'' N'», die -Nein bisheriges Colportircn wird Bllrgsch"' M?9c ich auch in Zukunft jeden Auftrag pitnkllw JP" werde. Bestellungen nehme ich entgegen J und m den Versammlungen. Bernhard Holtmann, PV krei wirk! in dc oder ist ei »W hin i,"1 und Für Hamburg. Bestellungen auf den„Social-Demokrai .Agitator" nehme ich fortwährend entgegen.. Quartal beginnt am 1. April. Ich nehme � gen in meiner Wohnung, Groß-Neumarkt Marklstraßc und in den Versammlunacii.«J»," iiJV 1,' daß( � Reich ß�chst sprach «"-is-r, Retlei bl- Mi) en Hür Hamburgs Nochmals werden die Parteimitglieder dar" Mc fam gemacht, auf den„Social-Demokrat" � steh tator" zu abonniren. Die Herren, welche»n d>oh„ � then wohne», werden ersucht, ihre Bestellu" V LogiSwirth abzugeben, da Unterzeichneter vo°�- w» die Gelder elnkafsiren wird. I. Teichmaun, Neuer SteinnM _ Sohl 8, 2 Treppen h�g- kenr Für Hamburg. � Unterzeichneter empfiehlt den geehrten P", sein Lager von Uhren; Cqlinder-Uhren st»". Thlr.,«ncre-Uhren von 9—18 Thlr, so N'' m—v...... billigen Preise» bei mir!.: Wand-Uhrcn, zu Ferner zeige Ich an, d aß Cylinder-Uhre»�,, 1 Mk. 8 Schll., und Ancre-Uhren für 1 gereinigt werde». Nene Federn einsetze».,. 8 Schll. H. Tkgcn, Uhrmacher, Neust- 1 _ Ecke von Kolhöfen�> Nicht zu iiberseheft- Ich empfehle den Parteigenossen gsts" Kigarren en-gros und en-detail im Preise bi« 50 Thlrn. per Mille. _ W. Frick jun., Bariiien, AL Druck von Jhring u. Habcrlandt>'/ Vcrantwortl. Redakteur u. Verleger W- J apüet, UNlie, 1»