* Berlin, Sonntag, den 21. März 1870. Sechster Jahrgang. Organ der sonnt- demokratischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Titschinerstr. 17. für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr, monatlich 6 Sgr., einzeln« Nummern bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerprcußischcu Postämter in Deutschland gleich« ZScstelkunge« werden auswärts bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Ervedition aufzugeben) werden pro vicrgespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter« Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Eolonicn, Amerika, China und Japan dir. B» Duesing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. C. London. Zll bem 1. April wird ein neues Vier- �onncnrent auf den„Social- De- kcginnen. Wir ersuchen diejenigen, �onnimt wollen, dies fofoxt zn diejenigen, welche einige Zeit des neuen Quartals obonniren, wir haben dann durchaus nichts dagegen, wenn selbe unter Aufhebung der für einzelne BundeS-!ünd, in der Grube St. Paul verbreitet, in Pari« sei die die Wittwen und Waisen der Schriftsteller den staaten noch geltenden blsonderen Bestimmungen fSrjy"!uch7n�Sn.b?S�P.? die" Arb7it�Äb-L Werth der von dlrfen vollbrachten gelstlgen dic gc,ammtc norddcutlche Bundesarmee in emc g.iwa die Hälfte wie sonst ,ur Grube- einheitliche Gestalt zu bringen.— Die kleinen„Da in Pari» die Republik erklärt ist, brauchen wir nicht Staaten des Norddeutschen Bundes werden da- mehr zu arbeiten!" entgegneten die Arbeiter den Werk« durch gewiß nicht sehr beglückt werden, denn.-in-!�u"7s.htt°/b.Nlm Wechsel«rb.Ä citer- z 18"Oi ttinstaf mg P1 mg:»-' amt- Da« rren» !cust. jann«!1 ig« Ecke tut der von Arbeit erhalten. Wenn eS sich um das eigene Interesse, um das Mein und Dein handelt, dann werden selbst die besten Freunde die erbittertsten Gegner. Der «it Sicherhri. darauf zählen, ÄS ausgesprochen. Er meinte, daß ein solcher Schutz �. j--------- weniger den Schriftstellern und den Wittwen und Gestellungen werden auswärts bei Waisen derselben zu Gute käme, als vielmehr den Mltern, in Berlin bei der Expe-�Berlegern. Deshalb erhob sich auch sofort der �itschinerstr. 17. und bei allen so- Erleger Herr Abg. Dunkcr gegen den Abg. %„To» Braun als Verfechter der Interessen der Verleger. UNgs-Spedltenren gemacht.(Pms ba, war noch weniger zu verwundern, da buc �®9r-) die politischen Ansichten beider Herren doch wenig- Pelzeeftl �gcn, welche im kommenden Qnar- stcns in etwas auseinander gehen. Nun aber 'str-ü.,, Blatt per Kreuzband(Preis im fallen die großen Bourgeoiszeitungen und bcson« lichtscheu Deutschland 1 Thlr., im d°rs die„Colnische Ztg�", die vor Freundlichkeit Dmlchl-Ud 2 S..»-u> ■cu den Betrag unbedingt vorüber denselben her. Braun betreibt mit Vorliebe s«w«l' V.8|: �kil einzusenden. lNational« Ockonomie und ist vollständiger„Frei V währte Thatkraft unserer Partei)än?l-r" als° Gegner j-glichen Schutzes Di- h 01,�. �■•. r.. ,,„Coln. Ztg." nun fchlMpft für ihr eigenes Vcr- »er L-'l-'anit zeigen, daß die allge-(tgeritüereffe dem Abg. Braun den Pelz wcid � rvrclwng des Parteiorgans durch zjch voll» heißt an einer Stelle': B-�??Ue Deutschlands durchgesetzt wird. D!e' Echlefische Zeitung bringt einen sehr scharfen t dciitk-s.. c>..... �Artikel über die„Barbarei der National. Oekvnomie ge- ». �)�ttge l.IIIgt, Uiiiß ocr vir Literatur." Der Ausdruck„Barbarei" ist nur zu Ih rat'' in allen Arbeiterhänden gerechtfertigt; aber die Nationai-Oekonomie als Wissen. ir ala»b.« möchten wir nicht verantwortlich machen'ür das glauben von den Partelgenossenl,�sinnize Treiben mehrerer ihrer Jünger. Männer wie zu dürfen, daß ste mit äußerster Stuart Mill befinden sich im entschiedensten Gegensätze zu für die Verbreitung des Blattes iL. ikittt m m l f'- nilta«/- errn � >- :ön« mlung; r_ C n daref! ie Ü'Z Ol" � lellunS'°I in all- straß- i' herM welch'8' weid«. L-0'Z tor" JflrsSSii pünkili«,. cg-n" nn, � er S'L «26.$ au» s' wlitischer Theil. den Lehren, wie sie bei Gelegenheit der Schillerstiftung von den nämtichen Leuten zn Markte gebracht wurden, die sich jetzt an den Wittwen und Waisen unserer vcr. dienstvollsten Schriftsteller versündigen wollen. Uebrigens find die Herren»nicht» weniger al« einig unter sich und machen die widerspruchvollstni Borschlägc, wa« bei ihrer großen Unwissenheit über Buchhandel und Literatur auch nicht zu verwundern ist. „Barbarei", unsinniges Treiben",„Unwissenheit" — o, du großer Braun, was mußt du alle» von Deinen früheren Freunden hinnehmen.— Im Uebrigen bemerken wir zunächst, daß gerade alle ie.. Rundschau. Berlin, 26. März. tac Sitzung. deS Reichstags deS en Bundes vom2.t.dsS.gelangte derdiejenigen, welche den vollen Schutzzwang haben betreffend das Urheberrecht an Schrift« wollen, wo ihr eigenes Interesse denselben erheischt, �, zur zweiten Berathung. Abg.�die sogenannte„volkswirthschaftliche Freiheit" den Schutz deS Autorrechts auf Zv immerwährend anpreisen, da, wo sie durch dieselbe '.es bis jetzt in fast allen deutschen profitirc« können. Für die Aufhebung der Wucher» R. I Hl, ID "h sei, gewahrt wissen, während der gesetze sprachen sie sich allesammt in bester Einig- Redner schließt wie folgt:„Mein Antrag bc- MO. n.dMO 3.(r„s,i,_.Di! ft'.z- i.-.W-i--..d.D.!-' »ve fortdauern zu lassen, also auch daS ist die brennendste Frage in diesem Jahrhundert"— gliedern zur Prüfung überwiesen werde. Ich kann nicht sogenannten„geistigen EigenthumS"!so sagte der Abg. Dr. v. Schweitzer im Reichs-»lauben, daß man mir mit dem ewigen Sophisma von ll Während alle Socialisten die Auf« tag, und man sah vielfach ungläubige- S°pf- v,'m bie?�d-r mit Erbrecht- überhaupt als naturgemäße!schütteln. und nun bestätigen gerade durch ihr-« meine Herren. �Bestrebungen anerkennen, während! Gebahren die Organe jener„Ungläubigen" die wen Demokraten wenigstens von einem obige Aeußerung. ' Titeln, Stellungen und Rechtens Das Organ des preußischen Ministe > mehr wissen wollen, kann sichriumS, die„Prov.-Corresp." bringt einen länge ren Artikel über die Berathung deS Strafgesetz« entwurfS. Zunächst ist ihr natürlich die Abstim- mung über die Todesstrafe ein Stein dcS An- stoßeS. Dann aber auch vermerkt sie sehr übel, daß die unbedingte Zuchthausstrafe bei Hochverrath und Majestätsverbrechen verworfen ist. Sie f,,:"1' leiten oc> oem ver»roeuer IN der emen Zievljlon wlr») bei dem gegenwartlgen preußlschenH�hx �40 Mann, in den anderen Gruben wurde wie Gerichtswesen wenig ausrichten; nur eine voll gewöhnlich gearbeitet. AI« die Wühler da» sahen, etwa ständige Umgestaltung könnte den gerechten"b Mann stark, durchzogen sie die Gruben, um die Ein- Än�arderuNaen Ml fefion fo oft ocftcllt find ae- � zu erzwingen. Äiö �ie in den Schmie� rtnforocrungcn, om ,cy°n ,0 0,1 ge,leul ,mo, g- Bauwcrkstätten dieselben Versuche machten, wur« nügen. � r den sie mit Nachdruck von den Arbeitern zurückgewiesen. In der Sitzung de- französischen gesetz- Gestern Abend beim Wechsel blieben die Grubenarbeiter gebenden Körpers vom 21. d. M. hielt der-u». Der Haupt-gitator ist derselbe Assy, der al» Col« Abg. Jules Simon eine Rede über Aufhebung p�ur�-r„M°rs.ill-�«°ch-f°rt. überall Eine andere Nachricht von neuerem Datum lautet: Eine Schaar von 200 Arbeltern zog am 21. ds«. nach Monlchanin, um die dortigen Bergleute an der Fortsetzung der Arbeit zu hindern. Ein Bataillon Soldaten wurde denselben nachgeschickt. Sieben Personen wurden verhaftet. Der französische Kriegsminister meinte vor Kurzem in der Kammer: daß er sich wenig um die Politik kümmere. Er halte die Armee immer kriegsbereit, das sei sein Geschäft. Er glaube übrigens, daß die gegenwärtige Politik des französi- scheu CabiuetS friedfertig sei. Diese Sprache ist denn doch allzu naiv. AuS Florenz wird vom 24. d. M. gcmel- get:„ Vergangene Nacht fand in Pavia eine„Ruhe- störung" statt. Eine Anzahl von circa 40 Perfo. nen sammelte sich vor der Kaserne an und rief: ..,.......„ES leben die Truppen",„es lebe die Revu- und mehr einzuschränken. Schon dies spreche gegen diel-,.wag, � y'". /;, Wlrksamk-kr dieser Strafe. Wo sie abgeschafft sei. da�lk. Die Truppen der Kasernen trieben die habe die Zabl der großen Verbrechen nur abgenommen; Ruhestörer auseinander, wobei diese thätlichen Wi- in andern Ländern sei sie, wenn nicht rechtlich, so doch verstand leisteten. Ein Sergeant wurde aetödtct «SS sÄ SÄÄSSÄ«lÄ t M" ,"nk Ä■■"»»»>'• Der norddeutschen Reichstag habe sich trotz der Einsprache, Aufwieglern blieben zwei tobt auf dem de« Herrn von Bismarck mit 118 gegen 81 Stimmen Platze; die übrigen wurden zerstreut." für die Abschaffung ausgesprochen; anderwärts und so Von den GcwerkvcreinS« Mitgliedern, welche auch m Frankreich sei die Strafe wenigsten» durch Zu- utifänall in Tborncliffe einen Rnnrikk„„k s:« lassung mildernder Umstand, eingeschränkt worden. Außer! 8 Angriff auf die einigen Anhängern der absolutistischen Schule glaube gegen--«�üscr von Nlcht-Unlomstcn gemacht hatten, sind «ärtig Niemand mehr an die providentiellc Sendung de» vorerst sechs vor den Assisen Von Aork gewesen. Scharfrichter«. Man frage nur, ob dieser Fortschritt in un-—----- � 1■••• serer Zeit möglich sei, ohne da« Leben von Unschuldigen au». zusetzen, welche» allerdings ebenso werthvoll fei, wie da» der Verbrecher. Redner glaubt diese Frage mit Ja beantworten zu dürfen und kommt zum Beweise dessen auf die Statistik der Länder zurück, in denen die Todesstrafe abgeschafft ist. Im Publikum sei die Meinung noch vorherrschend zu Gunsten der Todesstrafe, aber e» sei eben die Aufgabe der Den« ker und Mmschensreunde, die Massen eines Besseren zu der Todesstrafe, aus welcher wir die Haupt- sächlichsten und treffendsten Stellen entnehmen: Er beklagte sich zunächst darüber, daß die Kommisfion für die Kawmer-Jnitiativc sich geweigert hat, den Antrag den Bureau« zu überweisen, wie seine Unterzeichner ver- langt hatten. Der Vorwand der Ueberhäufung mit Gc- schäfren sei einem so wichtigen Vorschlage gegenüber nicht stichhaltig und übrigen« habe sich jene Kommission nur mit der Frage der BcrfassungS- und Zweckmäßigkeit zu beschäftigen. Er mache also darauf aufmerksam, daß die Kammer in diesem Augenblick sich ebenfall« nur über die letzteren Fragen zu entscheiden habe. Redner kann sich aber dessen ungeachtet nicht enthalten, auf den Gegen- stand selbst einzugchen. Er gehöre nicht zu Jenen, welche der Gesellschaft überhaupt da» Recht absprechen, über da« menschliche Leben zn verfügen; aber andere Erwägungen hätten ihn von der Verwerflichkeit der Todesstrafe über- zeugt. Al» Hauptgrund für dieselbe mache mon ihr« ab« schreckende Wirkung gtltendx die Erfahrung lehre aber, daß alle Gesetzgebungen in ihren Fortschrilten darauf hin- wirkten, die Zahl der todeswürdigen Verbrechen mehr von diesem Privilegium bis über �'ü»aus nicht trennen«— er ist Ver- � toft« dem Schriftsteller und seiner �»te kommt, davon zieht der betref« den doppelten Nutzen. Sollte dem ** und seiner Menschenfreudlichkeit Auffassung Unrecht geschehen, so legt darauf fast noch mehr Gewicht, als auf die Ken! l gu" Preist en, Niemand ctwaö dafür— er thut ■ um den Schein des Egoismus auf ä,— Wir glauben, wenn den Schrift- - �cht dcS Verlags jeder ihrer Schriften i ist garantirt würde, so wäre damit , Terechtigkeit Genüge geleistet. Und sjSt; wer aber sorgt nach dem frühen pststcllerS für sein Weib und seine �°rten wir: wer sorgt für daS Weib «neS Arbeiters, der in voller Grab sinkt? Wahrlich, auch armen Wittwen und Waisen der Autoren, die ja meistens sich .>„">>"�finden, aber wir bedauern alle j ir V kernfelben Maße und können deS- .lidev- Ausnahmebestimmung einer dann 3t' rti'1!' sttbett unsere Zustim n4' 0. � o Kebe man den Wittwen Lohnarbeiter den Werth der oltXklü .S-c' fi sich Wk in> i»'1 Gra" «er frühe . die vollbrachten Hindearbeit, nun, Abschaffung der Todesstrafe, und setzt nur noch ihre ganze Hoffnung auf die dritte Lesung. Sie schreibt zum Schlosse: Wollte der Reichstag die bisherigen Abstimmungen auf dem Gebiete der Verbrechen gegen da» öffentliche Recht schließlich unbedingt aufrecht erhalten, so würde hierin ein weitere« Hindcrniß de» Zustandekommen» de» Strafgesehbuchs gegeben sein. Die Hoffnung, daß auch in dieser Beziehung eine schließliche Verständigung nicht ausgeschlossen sei, darf jedoch uen so mehr festgehalten> werden, al, die erwähnten Beschlüsse meist mit sehr g- tigen Arbeiter zu bestimmen, I ringer Stimmenmehrheit gefaßt sind, vor Allem aber.stheiliMii. Diese wiesen die eri weil bei der entscheidenden Schlußberathung gewiß auch Zu cMer Schlägerei, die jedoch deine ernstlichen„ solche Abgeordnete, welche zunächst jene Forderungen voui hatte. S« fielen nur einige Contusionen vor, und e» ist nicht an den Mördern den Ansang zu machen, son. dern an den Gesetzgebern. Wenn e» sich darum handelt. gegen die Gcwaltthat, die Rohheit, den Krieg zu Felde zn ziehen, so geziemt e»sich nicht, daß wir von den Mör- dern den ersten Schritt erwarten."(Lebhafte Zustimmung link«.) Der bezügliche Antrag auf Aufhebung der Todesstrafe wurde zu näherer Prüfung in die Kommission, die ihn nicht befürwortet hatte, zurück� gewiesen. Die Arbeitseinstellung zu Ereuzot macht in Paris so großes Aufsehen, daß selbst der Pro- zeß dcS Prinzen Peter Bonaparte eS nicht vermag, dieselbe in den Hintergrund zu drängen. Wir bringen über den Strile folgende Nachrichten auö den Zeitungen der Bourgeoisie, denen man eS gleich ansieht, daß sie recht weit von der Wahr- heit sich entfernen: Ein ziemlich ernster Zusammenstoß hat bereit» in Ereu jot unter den Arbeitern selbst stattgefunden. Die Gruben« arbeiter, die bi» jetzt allein ihre Arbeiten eingestellt, hatten sich nämlich nach den Werkstätten begeben, um die doli «..m sich an dem Strikc zu be> erstcren zurück und c» kam Nur einer von ihnen wurde freigesprochen, wäh- rend zwei mit 15 Monaten Gefängniß und Zwangs. arbeit davonkamen und die die drei anderen fünf Jahre Zuchthaus erhielten.— Die Strafe ist ge- wiß sehr stark; sicher ist eS, daß überall da, wo eS sich um das Interesse der Besitzenden handelt, g gerade in England die Urtheile der Gerichte gegen die dieses Interesse— wenn auch durch Noth ge- zwungen— Gefährdenden sehr hart ausfallen wird. Durch die Zerwürfnisse zwischen dem öfter. reichischen Bürgerministerium und dem Reichskanzler Grafen Beust erfahren wir, daß dem Letzteren jährlich eine halbe Million Gulden als Preßfonds zur Disposition stehen, dem Ministerium hingegen nur 50,000 Gulden — indeß sollen jedem einzelnen Minister und je- dem einzelnen LandeSchef noch bedeutende Sum- men zur Verfügung stehen, so daß weit über eine Million Gulden herauskommen. Es ist nur sehr gut, daß man mit solchen Summen, die inner- halb und außerhalb des KaiserstaateS zur Bearbeitung der öffentlichen Meinung verwendet wer- den, bis jetzt im Großen und Ganzen nur wenig ausgerichtet hat. Unterpräflkt von AuMn, der herbeigeeilt war, erhielt einen Steinwurf an den Kopf, der ihn aber nur leicht verwundete. Die„Kölnische Zeitung" schreibt: Im Crcuzot stellt sich diesmal die Wühlerei ,u Poll- tisch-socialistischen Zwecken ganz nackt heran«. Die Ar- bester zeigten sich am Samstaq bei der AuSzahluug ver« gnllgt und zufrieden und am Montag traten ste ihre Ar Parteistandpunkte unterstützt haben, sich der politischen Verantwortung nicht entschlagen werden, daß eine Sesctz- »orlage, welche anerkanntermaßen einen bedeutenden Fort« schritt der Rechtspflege anzubahnen geeignet iß und zu- gleich einen neuen wichtigen Schrill auf der Bahn gc- meinsamer deutscher Gesetzgebung bezeichaet, nicht durch blaße Parteipolitik zu Fall- gebracht werde. � Sicherem Vernehmen nach, schreibt die„Post",»................. wird eine Revision deS preußischen Militärgerichts beit zu gewohnter Stunde an. Da wurde plötzlich nm Pereins-Theil. (Für den Allg. deutsch, Arbeiter-Vercin.) An die Mitglieder zu Hamburg. Sonnabend, den 2. April, Abends 8 Uhr treffe ich mit Herrn Schallmeyer in Hamburg ein. Auf diesen Tag, Abends 9 Uhr, ist eine allgemeine Arb eiterversammlung anzu- beraumen. Berlin, den 26. März 1870. Mit social-demokratischem Gruße Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.-VereinS: Schw eitzer. An die Mitglieder de« Allg. deutsch. Arbeiter« Verein«. Nachträglich haben ihre Verpflichtungen gegen bie Verernikassc für Monat Februar noch erfüllt die Mit« 'lieber zu Neumünster, Bostedt, Glauchau, Mecraue, Zapeuthal und Bürgel. Abrechnungen ohne Geld sind eingesandt worden au« Stelllu, Lc:il»«nn«dors und LZ» L bau. Durch ein Derslhen ist Dresden unter den Sau- �Dienstag den 15. dss. wurde abermals eine BersammlunglBersammlunz nahm schließlich folgende Resolutionen derartigen Verrathe an der Arbeitersache niijisiij«ner migen ausgezählt worden; die dortigen Mitglieder sind in Bauer'« Felsenkcllcr anberaumt, in der auch Wol; einstimmig an:„1) Die heutige Arbeitcrversammlung schrecken würden? E» heißt ja bei ihnen: A schienen w aber rechtzeitig ihren Berpflichwngen nachgekommen. Da« aus Hamburg anwesend war. Die Versammlung war erklärt, daß der Wiener Sctzerslrike, von ihrem Stand- heiligt die Mittel", und alles ist ihnen recht, �»urden. Versehen ist entstanden, weil der Ülbsendcr in Neu-Libtau von ca. 500 Personen besucht, und ernante Herrn Hau-punkl aus beurtheilt, vollständig berechtigt ist, und daß!-.~. -~'-' stein aus Offenbach zum ersten und Herrn Wolf zum!i« dem Borgehen der gesammtcn Presse nur die Bestäri- zweiten Vorstycudcn und Herrn M ackert aus Offenbach gung de« schon längst ausgesprochenen Grundsatzes erkennt, wohnt. Um ähnliche Versehen zu vermeiden, bitte ich die Mitglieder, Postkarte und Abrechnung immer zugleich den allg. deutsch. Ardeitcr-Berein gerichtet ist, i s.(zum Bollwerk der Wahrheit und Gerechtigkeit. Arn« d«ü der spart Eure Mühe! Es ist spaßhaft, mit anj».Sie Ihr zur Post zu geben und dann auch immer auf dem Coupon sowie mich zu Schriftführern. Jos. Schneider setzte daß der Arbeiterpartei gegenüber alle« Andere nur eine reak-i Ihr an dicsemBollwerk krabbelt, wie Mäuse an der Postkarte zu bemerken: Beiträge von(folgt Ort, wo her); sür den Beitragsammler oder Bevollmächtigten des »inzelnen Ort,» ist solches keine große Mühe, für mich aber eine Erleichterung. Im Uebrigen sei bemerkt, daß die Ordnung im Kassenwesen in den einzelnen Orten, die ihre Beiträge eingesandt haben, eine durchweg gute zu nennen ist. Mit social-demokratlschcm Gruß Der VereiuSkasflrer Wilh. Hasenclever. Berlin, den 20. März 1S70. d. Diisstldorf, 22. März.(Allgemeiner Bericht.) Die bunte CarnevalSzeit ist nun glücklich hinter uns! Für den hiesigen Ort, und auch wohl überhaupt für die Rheingegeud, ist sie die„saure Gurkenzeit" der Agitation, und wohl oder übel muß man eine Weile lang die Hände in den Schoost legen. Jedoch der AgitationStrieb hat sich so fest in die Social-Demokratcn eingenistet, daß bald ein Projekt auftauchte, um auch unter diesem Verhältnisse im Interesse der Partei wirken zu können. Mehrere Mit- glieder der Gewerkschaften und de« Verein« arrangirten einen Carnevalsvereiu in„zum närrischen Tapitel", dessen Ueberschuß für die Wahlagitation bestimmt wurde. Außer den Sitzungen, in denen in humoristifch.satyrischer Weife über den Geldsack losgezogen wurde, hatten wir auch noch das Vergnügen, nach Schluß der Rechnungsablage einen Wahlfonds von über 50 Thlrn. im Besitz zu haben. Run kann e« kräftig vorangehen. Die Gegner fangen auch an, sich langsam zu rühren und schicken ihre Vor- Pasten in Gestalt von Himmellangrn Artikeln auS, die außer ihrer Langstieligkeit gewöhnlich noch zu öfteren Malen unterbrochen und dadurch ganz unverdaulich wer- den.— So brachte der hiesige„Anzeiger" auch Artikel über Kettler, Huber und Bastiat, deren Kern die gegen den Socialismu» gerichteten Redensarten jener Männer bildeten. Es wäre ein amüsante« Stück Arbeit, diese Auslassungen einmal systematisch zusammenzustellen— welch herrliche olla potrida gäbe e«! Da fräße die Pht lippica de« Einen die Explicaiion de« Andern an! Ein vernünftiger Mensch könnte bei diesem Veitstanz von Widersprüchen verrückt werden— nur ein kaltblütiger und unter allen Umständen gefaßter Zeitungsheld wäre im Stande, mir Gemüthsruhe diesen HäringZsnlat zusammen ,»rühren. Nun, wir werden un« die betreffenden Citate für gewisse Fälle einmachen. Verflossenen Montag hatten wir in der Centralhalle in diesem Jahre die erste ossent liche Arbeiterversammlung. Trotz de« gerade stattfinden den Jahrmarktes und der Entfernung de« Local« voy der Stadt war dieselbe doch von stark 300 Personen be sucht, welche den d eistllndigen Verhandlungen mit Aus merksamkeit beiwohi.ten und mit wenigen Ausnahmeu bi« zum Schlüsse ausharrten. Aus der Tagesordnung standen: die Vereinigung der GeWerke; die Stellung der christlich- socialen Vereine zur socialen Frage; die Ver Handlung des Reichslage« in Bezug auf die neue Straf aefetzvorlage, spec. die Todesstrafe und die diesjährige RrichStagSwahl. Die Herren Deesbach, Hannel und Real behandelten ihre Referate in kurzer, verständlicher Weise, und wurden ihre Resolutianen nach eingehender Debatte, an der sich noch die Herren Pesch, Rede- mann und Esch weil er bctheiligtcn, einstimmig angc- uommen. In Betreff derRcichStagSwahl wurde beschlos- sen, einen selbstständigen Candidatcn aufzustellen; eine provif. Commission hat bi« auf Weiteres die Sache z» teilen und sich besonder» mit den Nachbarorten in Bei- bindnng zu setzen. Offenbach, 23. März.(Volksversammlung in Frankfurt a. M.) Zur Berichterstattung der Herren Wolf au« Hamburg un» Jos. Schneider au» Franb furt über ihre Agitation in den Rheinlanden und dem «ahnthale war Donneritag den 10. ds». zu Sachseuhausen im Haimann'schen Saale eine Volksversammlung«inbe- rufen, die jedoch von dem überwachenden Polizei-Kommissär unbefugter Weise schon nach 10 Minuten wieder aufgelöst wurde, weil ein„Ehrlicher" während der Berichterstattung de« Herrn Jos. Schneider wie wüthend auf einen Stuhl sprang und den Redner Lügner schimpfte, wodurch ein kleiner Tumult entstand. Nach der Auflösung erst wurde Jos. Schneider plötzlich übersallen und blutig geschlagen. Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Conscience. XI. (Fortsetzung.) Conrad saß auf einem Stuhle hinter einem kleinen Fenster und versuchte aus den schwachen �Strahlen der untergehenden Sonne noch ein wenig Wärme zu holen. Er halle sich in eine» verschlissenen Mantel gehüllt und saß zusammengekauert da wie Einer, der heftige Kälte leider. Der alte Mnsiku» war krank, da» Fieber hatte ihn angegriffen und schüttelte ihn zuweilen so heftig, daß seine Füße vernehmlich auf dem Boden trippelten. Wenn er in den Augenblicken, wo da« Fieber ihn ver« lassen, den traurigen Blick durch die grünen Fensterschei- den sandte, konnte er über einen Thcil der Stadl hin- wegsehen und dem allmählichen Verschwinden des Abende licht« folgen, während e» die Dächer der Häuser mit Gold und Purpur übergoß. Er befand sich also nicht mehr in dem schönen Zimmer, das er früber in dem ersten Stock de« Tuchladen« bewohnte. Da« Elend mußte ihn viel höher hinaufgebracht haben. Und in der That, das Zimmer, worin er unter den wiederholten Anfällen de« Fieber« bebte, befand sich in einem hohen und alten Hause, welche« in früheren Jahrhunder- ten zum Pfandhause oder zur Halle einer Gilde gedient hatte. Ueber dem Kopfe de« Musiku« kamen mächtige Balken durch die übertünchte Zimmerdecke zum Vorschein und eine riesige Schornsteinpfcife lief quer läng« dei � In dieser Kammer zeugte Alle« von Mangel und Ar wurde gebührend heimgeleuchtet. Levhafle_ riefen die Ausfälle der Gegner hervor, und tr;,J btaatjo der Vorsitzende die Versammlung schloß, war ternng gegen jene Schimpfer sehr groß. Uiiiir sang der Marseillaise verließen wir schließlich Mir social-demokratischem Gruß und Handschif K. Frohme, Schri! Zur demnächstigen Anwesenheit de« Verein« in Hamburg sei bemerkt, daß derselbe, außer in l deutsch." Arb.-Verein anzuschließen und gemeinsam gegen diese reaktionäre Masse zu kämpfen." Mit social-demo kratischem Gruß und Handschlag I. Preiß. Hann«»», 21. März.(Volksversammlung) Ein Geplänkel mit der„Mohrcnparlei" und ihrem Häupl- ling v. Bonhorst fand am IS. März statt. Als nach der für die Mohren so unglücklich verlaufenen Bersamm- lung im September v. I. die Hrn. v. Bo'nhorst. Dorck und Bracke, Hannover verließen, nahmen sie ge- iviß die Ueberzcugung mit fort, daß der Boden hierseldst.--. nicht geeignet sei, den von ihnen ausgestreuten Giflsamen abend-Bersammlung, in keiner anderen Vcrja! zum Auskeimen zu bringen. Aus die unzweideutigste, Hamburg oder Umgegend erscheinen kann. unzweifelhafteste Weise äußerten damals die hiesigen Mit- glieder ihren Abscheu vor den Bestrebungen dieler Anti- demokraten. Die Zwittergestalt, unter der sie sich damal« un« piäsentirten, nämlich al« social-demokratische Arbeiter Partei, war nicht geeignet, auch n«r auf die geringste An erkennung Anspruch zu machen. So sehr prägte sich ihre verkrüppelte Form dem Gedächtniß ein, daß selbe auch heute, nach einem Zeitraum von 6 Monaten, mag sie "------ nnjenn �ieut.: Zwar «laffung 'in g Tcbal aufgi eitzer all, de P ständ Gedö "Im in I ,"cht»w!d sich als Angckl drei »'Nheid ' aus, t • geluri »aß ftwtifc« glichst 5 'treu« t hierauf da« Wort, um zu erklären, daß er hoffe, die„alle« von Gewalt sich ausgesprochen habe; er haN�?'»? W „politischen Leidenschaften" der Ar- Aufreizung sowie Anpreisung und öffentlich' stiberei-n n aS 7t»M I COs a tt tt( v A rft#*• � � A__ V Y_________».__ Y J.. V« t f nl' kt. heilende Zeit" habe die beiler Hieselbst etwa« lchtShof d- und Dal «lizeilici erissen !,'!? andi dache demnächst seinen in vergangener Versammlung begonnener! riouäre Masse ist. 2) Die heutige Arbiitcrvcrsammlung des Herkulc«. Nachdrücklich ward denn auch sa Sie l Bericht über die mit Wolf au« Hamburg von Berlin'erklärt, daß die Bestrebungen aller Politischen Parteien, renhäuptling in seine Grenzen zurückgewiesen,»iirz bis Fraulfurt a. M. gemachte AgitalionSrcife fort. Da außer der social-demokratischen, d. h. dem Allg. dculsch.�Herrcn Rosenbruck, Hornhart und. hierüber Wolf im„Soc.-Dcm." bereit« berichtet hat, Arb.-Verein, fruchtlo» sind für eine Besserstellung de« unter allseiligem Beifall. Von der andern 6'»irtlich'n beschränke ich mich hier blo« auf einige charakteristische Arbeiterstandc«, spricht ihre volle Verachtung diesen Par- sich noch Einige hören. Alle«, wa« sie vorbr» f.: Konn> Einzelheiten, wie solche in den von Wolf und Schneider teien au« und verlangt, daß sämmtliche Arbeiter sich»onjstand, wir gewöhnlich, in Anschuldigungen' Sede elw abgehaltenen Versammlungen hin und wieder vorgekommen derartigen Sonderparteien lossagen, um sich»em Allg. Verein, dessen Präsidenlzn, Verwaltung-c. Dn?'iieut.: sind. In Merzenich z.B. meinte der d»rtige Seel-!""'"-------------—.. j. sorger, die Bestrebungen um das Seelenheil müssen die i höchsten der Menschen sein; die Versammlung war jedoch! so verstockt, daß sie Herrn Schneider, welcher die Magen- frage beleuchtete, sür welche wir sorgen, ihren vollen, Beifall zollte. Jene Arbeiter haben eingesehen, daß iu, einem siechen Körper keine gesunde Seele wohnen kann., In Köln haben die angeblich intcrnationalgesinnlen, Schneider gezeigt, welch klaren Begriff sie von der Inter- nationalen Verbrüderung haben, da sie in dortiger Ver- sammlung verlangten, Schneider dürfe in Köln nicht i sprechen, weil er ein— Frankfurter sei! Wie kann■ Herr Schob stolz sein aus seine aufgeklärten Jünger in � Köln! Ein würdiger(?) Nachfolger seine« großen Meisters. au« Nazareth ist ein anderer Seelsorger. Er glaubt im, Lande Eanaan zu sein, wo Milch und Honig fließt, und, behauptet angesichts de« größten Arbeiterclcnds, daß in, Kreuzach keine Roth vorhanden fei, ja er ist so über-, schwenglich durchdrungen von christlicher Nächstenliebe,, daß er einer armen Frau die Beerdigung ihre« Manne« � verweigert hat, weil K Kreuzer an der gesetzlichen Gebühr sich"»'«»", eigen unter" welchem Gewände sie will, fehlten, die sie nicht aufzubringen vermochte. Wa« sollte,� �' II Ü die arme Frau thun? Sie lud ihren verstorbenen Mann z ans einen Schubkarren und fuhr ihn selbst zum Friedhos!, Auch sonstige Abenteuer kommen noch vor in diesem Jahr- j hundert. Al« Schneider nach Eschweiler kam, wollteer, den Expräsidenten der Schuhmachcrgcwerkschaft, Herrn,' Kölsch, besuchen, um sich bei ihm da» Geld zu holen., da» er ihm früher geborgt hatte, aber siehe da, Kölsch, machte sich unsichtbar. Nachdem Herr Schneider seinen, Bericht unter großem Beifall der Versammlung beendet;; hatte, ergriff Herr Häuser au« Offenbach zu einer that-, sächlichen Bemerkung da» Wort und meinte,-Herr Schneider> habe sehr Unrecht, wenn er sage, die Seelsorger sorgten, nicht auch für den Magen,„denn", fragte er,„wo sollten> sonst die Geistlichen ihre dicken Schmerbäuche herhaben?", Die Frage rief allgemeine Heilerkeit hervor. Herr, Wolf bestätigte den Bericht de« Herrn Schneider und, beleuchtete sodann die Lügenberichte der Bourgeois-' Zeitungen, besonders de«„Frankfurter Journals" Hierauf wurde al« zweiter Punkt der Tagesordnung die, Arbeitseinstellung der Wiener Buchdruckergehülfen ver- handelt. � ES bctheiligtcn sich an der Debatte die Herren beller hieselbst etwa« gedämpft! Dann sprach er zurigung von Handlungen gesehen, welche d»rq Art.*.""" gaujletn, Häuser, Eidmann, Jos. Schneider, Ta»k«ordnung. Also der Socialismu« und die nächste verpönt sind. Er hatte deshalb die Anklage gf!> AI),©ihn ndet und Menste au« Hanau, welche alle Reichzmg«kwahl sollten gemäß der Lehre L-ssalla» von meier erhoben, und dieser, der i»zwi'J°wjjtk h, die Gerechtigkeit diese« Strike« vertheidigten, während. Znem Manne behandelt werden, der diese Lehre längstHamburg abgereist war. wurde S-''�leinP, Ad. Schneider noch besonders hervorhob, daß sowohl die � Fgß.n getritenl Unter dieser Judasmaske an dem dortigen Behörde aus Requisition d-My 3-T Wiener wie überhaupl alle Schriftsetzer auch in geistiger(odten Meister zum Vcrrälher zu werden, fürwahr einStaatSanwaltS hierher auSgeliet'ert. � 0 Beziehung Ansprüche machen sollten, damit die Lügen- sizgizch.,� vber auch zugleich empörende« Schauspiel! Herr drei Wochen in Untersuchungshaft besuv�A."I" bl-tter abgeschafft und dadurch die ganze Lügcnbrul»«> v. Bonhorst, hielten Sie uns wirNich für so stupide, so scheint jetzt aus der Anllag-bauk.. ir1»"« Z Ichadlich gemacht würde. Ueber den dritten Puukt i>tr(urzsidttig, daß wir da« Gesicht nicht bemerkten, welche«; Schallmeier bestreitet, in der Weise fi�, Tagesordnung: Die Bestrebungen der politischen Partelen, sich hinler dieser Larve grinsend barg? Verhüllen Siechen zu haben, wie der Bericht de« Polizeilü' mtbesondere de« Allg. deuisch. Arb.-VercinS, referirte Hm sich ein ander Mal besser, daß nicht wieder ein unverhoff. darstellt. Wol, in längerer Rede, worin er alle Parteien klar und,.er Windstoß Sie enthülle! Herr v. Bonhorst bat un- Als Entlastungszeugen waren der scharf kennzeichnete. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er im Namen seiner Helfershelfer, ihnen die Hand zu einem r' den Manövern der sog. Fortschrittspartei und der Eifc-'lixompromiß für die nächste ReichStagSwahl zu bieten! i nachcr Mohrenpartei, und cS gelang ihm, alle zu über- Heid einig am Tage der Wahl," ruft dieser Stöhreri zeugen, wie besonders letztgenannte Partei blo« darauf der Einigkeit un» Arbeitern zu, d. h.„seid einig im f ausgehe, Spaltungen unter den Arbeitern hervorzurufen, Unterstützen egoistischer Bestrebungen.„Ein Arbeiter mllsse j um sie unter dem trügerischen Deckmantel der Social--war Ean»idat werden, gleich sei-» aber, welcher geflossen, Demokratie wieder in's Schlepptau jene« Theil» der Richtung er angehöre, alle» Andere sei Nebensache", sagte> Bourgeoisie zu bringen, welcher, mit dem Halbsocialisten v. Bonhorst. Nun, der brave Mann hat sicher sei- Jacoby an der Spitze, sich den Namen Volkspartei ge- neu Worten Zauberkraft zugeschrieben, da er un« solche! geben hat. Wie sehr� ein solche» Treiben der Arbciter-Z„muthangeii stellte. Jedenfalls glaubte er einen gewal- bewrgung schaden müsse, sei klar, da, wenn die Capital- siaen Effekt zu machen durch den Hinweis aus seine Freun- macht nicht vollständig gebrochen werde, alle übrigen Er- diu Frankfurt a. M., die sür die nächste Wahl in Erman- rungenschafien nichts seien. Nachdem Herr Wolf unter!nelung eine« Haltepunktes, einen Compromiß mit der, stürmischem Beifall geendet, betheiligtcn sich noch mehrere PolkSpartei abgeschlossen haben. Welche Naivität, un«, Redner an der Debatte, bi« der Polizeicommissar plötz-;dnrch diese Enthüllung gewinnen zu wollen. Allseilige, lich die Erklärung abgab, daß bereit« der 1ö. März an- Entrüstung in der Versammlung bewies den Redner, wel- gcfangen habe, er also gcnöthigl sei, die Versammlung, ch.n Bock er geschossen. War denn nicht deutlich auSge- welche blo« für den 15. angezeigt sei, zu schließen. Die sprochen, daß er und seine Helden auch hierorts vor einem i Prozeß Schallmeyer. Ueber die am Z5. dss. vor dem Stadtgericht, Crim inalabt Heilung gehaltene öffentliche Sitzung Prozeßsache, auf deren Ausgang die Pa überall gespannt waren, berichten die Geschmack auch nicht um ein Haarbreit näher gerückt ist, Blätter, wie folgt: Beweis dafür ist der 19. März. Daß das Mohrenhäuf» In kiner Sitzung der GeneralvcrsammluiiZ lein etwa« im Schilde führte, war seit einiger Zeit un« deutsch. Arb.-Berein«, die am 12. Januar d. 3- schon kein Geheimniß mehr, wir waren nur noch in Un- GesellschaftShausi hier stattfand, hielt der aui � gewißheit, unter welcher MoSke der Schwabenstreich be- uw Delegirter erschienene Mechanik»«£all werkstelligt werden sollte. Endlich am 19. März löste Schallmeier eine Rede, in welcher er über sich da« Räthsel. Maueranschläge, unterzeichnet vom vor-�stellungen sprach. Nach dem Bericht, welches sitzenden de« Mohrenvereins, bcriesen eine VolkSversamm-'wachende P»lizcilieutknant Sachs au die Bchö' lung nach dem„Schwarzen Bären" in Linden. Auf die'soll Schallmeier in seiner Rede der Anwendusj Tagesordnung war gesetzt: der SocialiSmnS und die!w«lt da« Wort geredet und u. A. gesagt ¥'.t nächste Reich«tagSwahl. Wahrhaftig eine schlau angc-'beit«einstellungen hätten nur dann eis'' Klagen legte Falle, Hr. v. Bonhorst! Nur schade, sie war höchst» enn Blut dabei fließe; er soll dann al>r ,�'r Ger ungefährlich für un«. Wir waren zur bestimmten Zeil.disse in Hamburg hingewiesen und geäußert versü 8 Uhr, auf dem Platze. Hr. Reicheldt eröffnete 8j Uhr. hätten»ie Arbeitgeber überall große Angst i' Etaa die au« etwa 600 Personen bestehende Versammlung. Mit die Herren hätten schließlich sogar erklären'ÜNerkcn überwiegender Majorität wurden hierauf Hr. Rudolph six den Arbeitern die Stritewoche bezahlen>»?; dff zum ersten, Hr. Hornhardt znm zwdten Vorsitzenden,! Au« dem Berichte de« erwähnten Polip- � Unterzeichneter zum Schriftführer erwählt. Damit war halte der Staatsanwalt entnommen, daß' fl™1! da« Heft in� unserer Hand.� Hr. v. Bonhorst nahm seiuer Redt über Arbeitseinstellungen für die über s sucht auf seinem bleichen Gesicht. kein tödtlicher Spott de« Schicksal«, mich sür morgen Bald war die Sonne hinter dem fernen Horizont ver- ein HochzeitSgedicht machen zu lassen? Morgen»erinähll schwundcn, allmählich wurde e« ring« um den kranken sich Laura mit Monck.... und ich soll singen, jauch- Conrad so dunkel, daß man von der ganzen Kommerzen, meine Seele in einen Freudengesang ausströmen nichts mehr unterscheiden konnte, als da« schimmernde lassen. Ich habe e« versucht und mich abgemüht, daß Grün der Fensterscheiben. Eine vollständige Stille umgab;mir der Schweiß aus der Stirne stand, um durch einen ihn, kein Seufzer entfuhr seiner Brust.... hüpfenden Rhythmus meiner Verse den Ton der Freude Plötzlich hörte er eilige Tritte auf der Treppe. Er auszudrücken.... vergeben«! Selbst die Worte der schob seinen Stuhl näher an den Tisch, warf seinen Man- Freude und der Hoffnung, die ich in meinem Gedicht tcl zurück und bemühte sich, den Kopf ausrecht zu halten, angehäuft habe, athmen Trauer, Spott und Verzweif- wahrscheinlich um der Person, welche die Treppe heraus- lung, so sagte Herr Roelos, al« er mich zur Thür hin- kam, glauben zu machen, daß er keine Kälte fühle und auswies.... O ich weiß nicht, aber e« gehen seltsame es mit ihm nicht schlimm stehe. Die Thür wurde geöffnet und eine Stimme voller Verzweiflung rief in das Dunkel: „Es ist schrecklich! Die Menschen sind Schlangen____ Ich werde wahnsinnig werden! O mein Kopf, mein Aopf!"!Kirche, dann sind wir wieder reich." „Berthold, zünde die Kerze an," flehte der Musiku«,! In trauriges Nachsinnen versunken schien Lerthold durch den AuSruf seines Freunde» erschreckt. die tröstenden Worte seine« Freunde« nicht vernommen Ein Zündhölzchen glomm wie ein Lichtwurm an der zu haben, er schaute mit weit geöffneten Augen vor sich Gedanken durch mein Gehiru." „Nein, nun, rege Dich nicht so auf," sagte Conrad leise,„Ist es nicht« Andere«, wa« Dich so angreift? In drei Tagen bekomme ich mein MonatSgeld au« der Wand, und unmittelbar darauf verbreitete ein angezüw dete« Kerzlein seine Sirahlen durch die Kammer. Der Jüngling eilte auf den� Kranken zu, faßte seine Hände und fragte mit wchmülhiger Zärtlichkeit: Mein armer Conrad, Deine Hände sind eiskalt, Du bebst so gewaltig, es geht Dir nicht gut." „Besser, viel besser," antwortete der Musiku»,„da? Fieber nimmt ab." hin und preßte seine Glieder gewaltsam zusammen, indem ein dumpfer Kehlton au« seiner Brust emporstieg. „Aber Berthold, Du verheimlichst mir Etwas," sagte der Musiku«.„Wa» regt Dich doch so schrecklich aus?" „Was mich aufregt?" wiederholte der Jüngling „Schreckliche Dinge! Diesen Nachmittag hat da« Unglück mich wie ein Fluch verfolgt un» mich so viel Galle ein sschlürfen lassen, daß da« Herz mir im Busen zerspringt. mich einen schmutzigen Betrüger und verlangt die sosor tige Bezahlung der fllnshundert Francs, welche ich ihm für den Druck meine« letzten Werke« noch schuldig bin. „Gottl und keine Aussicht, um hier einen Ofen zuHöre, aber laß Dich nicht zu sehr von der Enttüstung bekommen!" schrie Berthold, sich mit den Händen in die niederwerfen.... Ich hatte Dich verlassen, um mein Haare greifend.„Kein Bischen Geld, um einen Arzt Gedicht Herrn Roelof zu bringen. Kaum war ich eine mutd Drei'Stühle üiid' e'in'Tisch' bilde le n"d en ganzenlommcn zu lassen, um Medicin zu kaufen." Straße weit gegangen, als ich meinem Drucker begeg Hausrath. Auf diesem letztern stand zwischen einigen Der Kranke sah ihn mit ängstlichem Erstaunen an nete. Er begrüßte mich�mlt groben Redensarten, nannte Papieren und einem Notenhefte noch eine irdene Schüssel, jund fragte: mir einem Messer und zwei Gabeln, welche gewiß seil!„Hast Du kein Geld erhalten./ »em letzten Mittag nicht angerührt worden waren„Nichts, Nicht«, war die Antwort.. � �„ Nicht« sab man hier an den grauen kahlen Wänden,„Und hat Dir denn Herr Roelof daS HochzcttSMichl.Er droht mir selbst mit Gcsangniß und sagt mir dabei, al« nur einige Kleidungsstücke, welche w der Ecke neben!nicht bezahlt?" � jdaß Jedermann über mein letztes Werk spotte, daß die dem Fenster ousaedängl waren, und eine Violine, welche„Alles ist gegen uns," seufzte der Jüngling.„MeinelTageblätter mit Verachtung davon sprechen und daß ich neben dem Schornstein auf einem Häuschen aller Bücher Verse liegen dort auf dem Tische. Herr Roelof hat sie besser thun würde, alle übrig gebliebenen Exemplare nur ruhte— darunter auf dem Baden, stauden'zwei Paar zurückgewiesen; sie sind zu melancholisch und zu traurig." al« alte» Papier zu verkaufen! Sterbend vor Scham Schuhe von so verschiedener Größe, daß man leicht er-„Ich habe e« Dir gesagt" sprach der Musiku«,„Tuchöre ich eine Weile auf seine höhnischen Verweise— und rathen konnte, beide gehörten nicht derselben Person. DaS'qlanbiest im Gegensatz des Glücks und des Unglücks eiueifliehe endlich in eine andere Straße, ohne zu wissen, was Wichstöpfcn und die Bürste doncbcn bezeugten hinreichend, Quelle des ewigen Freudcgesllhls zu finden. Diejenigen, ich thnc— da renne ich Deinen Freund Wildhoorn fast v!. h/irnn n-wnhnt m-Trfi- nTiirfliA Lnd. leb ließen die �hren aeaen den S drei über dkl"'~ WWW waren— i, und der Redacteur de«„Socia� Grüwel' erschienen. Dieselben stellten Abrede, daß der Angeklagte Aeußeruuge» sie der Bericht de« PolizeilieutenantS all selbe habe der Hamburger Ereignisse, bei. W erwähnt, aber von jeder dnng, al» der Humanität widerstrebend,. Schweitzer erklärt aus'« Bestimmteste, di>». Wortlaut« der betreffenden Stelle deutlich er al« Vorsitzender einer Versammlung iwl nau aus daS achte, was die Redner saZ tt essende Stelle habe ihrem genauen Sin� wahrscheinlich auch ihrem Wortlaute nair: alle« anwenden; die Macht dazu haben wir; allest i« Aussehen. sich "pektakcl nicht s Wundern ' Aussäe I'in so l HamI . ein« �liefern > Pri und '"sig-n 1 !>auptcr wir nicht und wollen e» nicht thun, serm Humanitätsgefühl widersprichst dieser bestimmten Aussage verzichtet der' mit schmerzlichem Tone: „Gott, ist e« möglich!.... Berthold,. gesagt, daß man ihm Unwahrheit berichw] wahr?" „Ach, ich habe Nicht« gesogt. Dich bald nennen zu hören, Dich, Conrad, da«;. Tugenden, die Güte, die Aufopferung lüstuna schlug mich mit Wahnsiun. Ich ergst rer bei der Brust und stieß ihn so gewa- >b, '' dergie, > den 'fSBettH spra �H'stigk. " sein G Mauer emc« Hause?, daß er davon ganz wurde. Aber man entriß ihn meiner Wulh, ich ebenfalls, ich entging den Drohungen den und eilte fort, Herrn Roelof mein gen. Ich zerraufte mir unmwege» die H aussprechliche Wulh erfüllte mein Herz, brannte, e« war, al« würde mein Schädel � lchlägen zerschmettert. Al« ich die KlinP Wohnung berührte, bezwang ich meine � Gewalt und bot Herrn Roelof mein Gcdwi' c« und gab c» erbittert zurück, indem er wi» ich mit ihm Spott treiben wollte. Mein« halfen Nicht«, er begleitete mich bis an d" mir zum Lebewohl einen niederschmelterw Gesicht schleuderte... O, warum habe den Andern behandelt!" „Wa» hat er denn gesagt?" fragte der einer Weile de» Stillschweigen«. „Al? er mir die Thüre wie«, sagte er>�. welche mir als ein tödlliches Gift in daS< „Ihre Verse sind die Arbeit eine« rückt ist. Sie haben sie gemacht,»1« waren....".. Armer Berthold", seufzte der Kranke," liche Prüfung mußt Du bestehen!"., „Du ein Trunkenbold, ich ein Tnintz der Jüngling: ,m»d wir sind sroh�, tjfj b'r Rile ftP- E !" Hän brch ei fchien! ' ZU sc und sust v e'i.I Ä". > ziuter F, ■■>4 r* Dis 11 ch»ich . Mein, ich � doch z'». laß 5nich, ii®u ß jptgen 5, 1 Mit gel P'ben ' da« dast"'die'Bewohner dieser Speicherkammer daran gewöhnt welche glücklich sind, schließen die Ohren gegen den Schrei.llber den Haufen. Er hält mich aus und fragt mich nach waren, sich selbst zu bedienen. de« Schmerze«; er verhöhnt�ße wie eme Beschuldigung..�Deinem Befinden. Ich spreche ihm von Deinem Fieber; Schon lange saß Conrad vor dem Fenster, ohne daß Wir verlieren also zwanzig Franc« I"— 0, da« Blut kocht mir noch in den Adern!— Er eine andere Bewegung als das Fieberfchllttelil da« Ge Auf»cn andern Sluhl niedersinkend, sagte Berthold antwortet mir:„Conrad hat zu viel in da« Glas ge- fühl in ihm hätte verrathen können. Siur von Zeit zu'mit einem Blick, welcher einem Gebete um Verzeihung'ehen, c» kommt vom Branntwein; sorgen Sie doch dafür, Zeit schien er nach einem unbestimmten Geräusch zu hör- glich:'aß sie seinem schlechten Bvrbildc nicht folgen." che», und dann schwebte Etwas nie eine Miene der Sehn-�„Lieber Conrad, wa« konnte ich denn thun? War e«� Der Kranke hob die Augen gen Himmel und feufte Speicher eiwa« Brod und etwa« nicht vor Hunger und Durst zu v-.»--.1, unbegreiflich, die ganze Stadt scheint lld' der Sckwelgerei und Trunksucht ergeben--»0 cher Hölle steigt doch diese abscheuliche- unS auf?". � „Monck!" sagte der Musiku«. �. pf h» „Monck?" wiederholte Berthold de» � ler\ „Du irrst Dich, Conrad. Welche Ursach'' k � d�ZUet mich so grausam zu verfolgen? Er ist � Erbtheil«, morgen wir» Laura seine, tz.' ,'» kann er mich nach beneiden? Ich �' �,,3 d weder Vermögen, noch Liebe, noch Ehr',.b,,,.* ja niemal« da« Mindeste zu Leidcck' � �»- m» „Er hat Mir Böse« gethau", sagi' °irg! rsache»i ihnen: !n recht, chtcl isl� »ß einer Anzahl von Arbeitern, die im ZuhSrer iienen waren und gleichfalls al« Zeugen vorge- dmden. (zum Polizeilieutenant Sachs): Bleiben Sie kcit. Ar«' der Angeklagte in dem Sinne sich au»ge mit anjr Mäuse a» Vit Ihr Bericht e« sagt? iieut.: Ich muß dabei stehen bleiben. nn auch lsu Sie hören wohl, daß die beiden Zeugen die kgewiesen, und SJJL andern � darstellen. '"tut.; Ich habe die Worte, umdieeS sich hier _____»örtlich nachgeschrieben. sie vorbr» s: Kennen Sie in Bezug auf den übrigen Jn> gungen» Rede etwa» Bestimmte» bekunden? ,-c. De?-iient.: Nein, eS ist zu viel Zeit seitdem der zhaiie m c, und Staatsanwalt führt au»: die Aussagen der war zniar von einander abweichend: jedoch seien iß, virn cmuiivi» ww»wv.�,v"v. ß. U»teY«lafsungen de, Polizei-Lieutenant« maßgebend. hließlich ein gebildeter Mann und wohl sähig, dem Debatte Zu folgen-, er habe da« Sehörte so- ausgeschrieben. Allerdings seien auch die »»eitzer und Grllwel gebildete Männer und lall« den besten Willen, die Wahrheit zu be- >m ständen aber keine schriftlichen Notizen zur �ihr Gedächtniß könne trügen. Die Hamburger wl-n in der Absicht gehandelt, von ihren Ar- ' techlswidrige Vortheile zu erlangen; ihr Ber- sich al» Erpressung dar und die« Verfahren Angeklagten öffentlich gerechtfertigt worden. W drei Monate Gcfängniß. �trtheidiger, Vertreter de« Herrn vr. Holt- 'aus, daß der Entlastungsbeweis glänzend i gelungen sei und beantragt Freisprechung; , daß der Gerichtshof trotz de» erbrachten detueise« die Verurthcilung aussprechen sollte, glichst gelindes Strafmaß beantragt, da der dereit« durch die Untersuchungshast stark gc- Handschlch e, Schn» ! Bereit� außer in n Versat »nn. her. >r de« :uug ng die Pat> :en die ammlunz ivar d. 3- der au« fit« S'L er über welchen die Behl. lnwenduÄ gesagt> ann ein'. dann au! -äußert Angst Bsrgehen, wenn einer in einer soeial-politischen Versammlung eine social-politischc Rede hält, von der behauptet wird, sie sei zu stark gewesen. Was denn für ein Vergehen, wenn kein politisches? O Preußische Polizei, o Hamburger Ge- richte, o norddeutscher Bund!— Verbands-Theil. ichlShof zieht sich zurück, beräth etwa eine de und erscheint dann wieder zur UrthellS- Da« Gericht nimmt an, daß die Worte, »lizeilieiilenant notirt hat, au« der Mitte der strissen sind und im Zusammenhange mög> andere« Berständniß zuließen; e« sei �Sache bei den sich widersprechenden Klagen als nicht aufgeklärt zu er- 4-er Gerichtshof spricht also den Ange- j'i, verfügt desien sofortige Freilassung und -, Staat in die Kosten/' rklären �'tiuerkcn hierzu, daß also diese Angele« ahlrll.� �ie mit Recht so viel von sich sprechen daß E««' K«wiß ein bezeichnendes Ende erreicht für die* 118 aber soll man zu diesem ganzen Ver- er holü' Jttt? äßelcher Aufwand von Reguisttio« jffentlicht si-ibereien, Ueberwachungen, AuSlieferun« �«.."�e-V'�tungen, Sitzungen, welches Aufsehen ?ußte da stattfinden, und daS AlleS nur � ein Polizeilieutcnant, der selbst erklärt, "klage gl iitzt»1'. tbt©'!' ion de«. liefert. t besu»! Leise Polizei»� n der llten e»! ungell � tts am sc. fei. leder redend, sie, d»S deutlich >tg tm-_ mei ffri in SiM'j tc nach st«feja r; allM thun.' sprechs' der M (FtlrdenAllg. deutsch. Arbeiterschaft««Verb and.) »ll>.»eutsch. Zimmerer- un» Maurer-Verei«. Berlin, 2l. März.(Die Krankenkassenangr legenheil.) Wir haben bekanntlich den neuen Entwur einer dreiklassigen Krankenkasse bei der Behörde ringe- reicht, und es ist un« jetzt folgende Antwort zu Theil geworden: „Ans die Eingabe vom 28. Februar ds«., wird Ihnen bei Rücksendung der Anlage erwidert, daß die Genehmi [tinj de« Statut« einer Sterbe-, Kranken- und Invaliden- asse de« Allgem. deutsch. Maurer- und Zimmerer-VereinS, nur durch die Herren Ressortminister erfolgen könnte. Bevor der Entwurf zu höherer Entscheidung vorgelegt werden kann, ist indeß erforderlich, daß die finanziellen Grundlagen desselben, der veurtheilung eine« sachverstän- digrn Techniker« unterworfen werden. Bor Erlangung der staatlichen Genehmigung darf die Thätigkeit der pro- jektirten Kasse nach Maßgabe de«§ 340 ad 6 de«©traf. esetzbuchc« selbstverständlich nicht beginnen. Königliche« 'olizei-Präsidium, I. Abtheilung. Llldemann." Da wir un« nun der alten Kassen nicht entledigen können, ohne eine genehmigte andere Kasse zu haben, so müssen wir selbstverständlich so lange bei den alten bleiben, bis wir die Genehmigung einer Kasse erzielt haben. Et tritt als» die neue proj-kiirte Krankenkasse mit den drei Klassen vorerst nicht in Kraft. Für daS Präsidium S. Lübkert. Nochmals mache ich die Bevollmächtigten darauf«ufmerk- konimen überlassen. Für aushülfsweise bei Zeitungen bt* sam, daß Jeder genau auf die Orte achtet, die ich in schästigte Setzer gelten die Bestimmungen für Werksatz. Nr. 30 de«„Soc.-Dem." bekannt gemacht habe. Im ganzen kommt jetzt schon mehr Ordnung in den Verein, und wenn Jeder seine Schuldigkeit thut, dann müssen wir auch vorwärts kommen. Eine neue Mitgliedschaft ist ge gründet in Osterode. Mit social-demokraiischem Gruß G. ZielowSky, Präsident. — Uebcr den Setzcrstrike zu Wien, der durch au» nicht ungünstig verläuft, berichtet das Organ der österreichischen Luchdruckergchülfcn,„Borwärt«", wie folgt: „Die fünfte Woche ist e« nun, seit die Buchdrucker und Schristgießcr Wien« die Arbeit eingestellt haben und noch immer ist kein Ende de« Strike« abzusehen. Bis jetzt ist nur für die Zeitungssctzcr ein einigermaßen günsti- geS Resultat erreicht worden, aber die weit größere Mass der Werk- und Accidcnzsetzer, Drucker und Gießer steht noch auf dem alten Flecke. Daß die Zeitungssetzer auS den Reihen der Strikendcn geschieden, hat zwar verschie dcne Nachtheile im Gefolge, aber auch so entschieden, Vortheile, namentlich in Bezug auf die Unterstützung, daß man hoffen kann, e» werde die« sehr förderlich für der ehrenhaften Ausgang des ganzen StrikcS lein. Der neue Tarif für Zeitungssatz, wie er in der letzten Donnerstag stattgehabten allgemeinen Versammlung gutgeheißen wurde konnte süglich nicht länger den Gegenstand eines Streitet bilden, der dem großen Publikum sich bereits in der lästigsten Weise sühlbar machte; es kam nur darauf an ob c« opportun erscheine, wenn die Zeitungssetzer allen auf ihre Plätze zurückkehrten, während ihre Kollegen itoü gänzlich unbefriedigt waren, und ob nicht durch den AuS tritt Ersterer die DiSciplin de« Ganzen bedenklich gelockert- werde. DaS Alles war auch Gegenstand reiflicher Erwä- gnng im Schöße der Kommission und wenn dieselbe dci Wiedereintritt der Zeitungssetzer guthieß, so war die« ebet einer Reihe von Verhandlungen mit dei die Folg- einer Reihe von Verhandlungen mtt ZeitungScigenthümern, die ein dringendes Interesse hatten H-«duri, 24. März.(Strike in Au«sicht.)sich-»« der ungeschickter Weise selbst nnigeworsenet Kameraden un» Parteigenossen in Deutschland! Da wir J°terimSschlinge zu befreien. Schon vorher hatte man m im vorigen Monat unfern Arbeitgebern eine Eingabe um>n gemeinschaftlichen Sitzungen mit den Zettung«eig-n Lohnerhöhung überreich! haben, welche, wie e« scheint,«hümern— denn nur diese fanden cS für angemessen von ihnen nicht berücksichtigt wird, und da wir vielmehr mit der legalen Vertretung der Gchülten zu unterhandeln- al« Antwort hierauf von ihnen mit entwürdigenden Kon- den gegenwarttg bestehenden Tan, festgesetzt, z-doch sollü trakten belästigt werden, in denen wir unterschreiben sollen, ideti vollständige �.aris unterschrteben werden; in der am daß wir, bei Verlust unsrer Arbeit, nicht mehr Lohn be-Tage nach der allgemeinen Versammlung stattgehabter anspruchen wollen, vielmehr un« verpflichten, alle vor- kommenden Arbeiten für den jetzt bestehenden Lohn zu verfertigen, so bitten wir alle Zimmerer un» Maurer Sitzung erklärten jedoch die ZeitungSeigenthümer und an wesenden Buchdruckereibesitzer, nur den ZeitungStarif allcii unterschreiben zu können. Die Kommission der Gehülfet Deutschlands darum, den Zuzug nach Hamburg abzu- i°!l sich �strauk zu längerer Berathung zurück uud faßt halten. Wir hoffen so unsere Arbeitgeber in B-trcst-nbl-ch mit Moiortlal folgende ResolMton:„Die � unsrer Forderungen zugänglicher ,u machen resp. dieselben kommtssion wtrd noch heute dte Aufnahme der Arbett bc ?... n-.n. w._-c..x t.«____.... cm. c.:.1. h«n U-itnnnen mm nein novit I-Nt- IIb hrrpinhnrteiT T nn Ftt im äußersten Falle in der Euch bekannten Weise bei thal kräftiger Unterstützung Eurerseits durchzusetzen. Mit social-demokratischem Gruß und Handschlag Vater, Bevollm. d. Zimmerer- u. Maurer-Verein«. »ll». T«i«k-»>d Cigarre»«rbtiter.Vctz>crksch«ft. Minden, 10. März.(Beitritt.). Am 2. ds«. hielt Unterzeichneter eine Versammlung der Tadack- und Ei- garrenarbeiter ab. E» traten 24 Mann der Gewerkschaft bei. Unterzeichneter wurde zum Bevollmächtigten ge- wählt, zum Kassirer H. Scheel, zum Schriftführer R. Stecher. Den reisenden Eollegcn zur Nachricht, daß sich unser Fremdenverkehr in der Ritterstraßc bei Gast- wirth Herrn Thiele,„Zum deutschen Verkehr", befindet. Daselbst liegt auch der„Social-Demokrat" zum Lesen �iivb- ft-fO fiib frfift-ß Iflit«. Die Reiseunterstützung wird Mittag« von 12 bis gemacht wurde, st-M sich schließ- � � �«bend- von 7 bis 8 Uhr. an Sonn- und . ge|jt0Rt �2 gl« 2 Uhr in meiner Wohnung, Hohler- thor 651, autbezahlt. Jakob Gllmpel, Bevollm. Zusammenhang der gehaltenen Rede � verstanden habe, für gut befindet, Offene Worte zu notiren und gehorsamst ZU vermelden. ,............. Welcher Umstand, vssthtn und welches Endel Die Aeuße- die sich dreht, und wegen welcher Spektakel � f" lt vicht stattgehabt heraus. Soll man sich Wundern über die preußischen Behörden, ' Aussage eines einzelnen Polizeilicutc- de» der allgemeinen Verachtung, gehaßt ■ f] �ct al« Dichter, verabscheut al« Trun- '''«tn,/?mige von Beistand, welche« Gott ihm ' erstickt! Eigene Würde? E« ist -« armen Wurme», der den Kops --vi,., Mvrin er fortkriecht, zu erheben ver- f'.itv'jjinnnste mehr, Eonra». Morgen wird 'kgangenheit nn» meiner Zukunft ein ungen rein die VJ H-N- Ä bchäd-l i Klwx-« neine.jf i Gtdi®: er in'®! keine 6 an dü.. netter»5'-«! ,abe i® gte l tt-r'Kis t da«*2" e« >t, al« krankO< Trunks Wasist� «'»K' S& u( h habt Ehr«' agle dck Elterfeltz ist ein Strike ausgebrochen. Vor Zuzug wird gewarnt._ • All», deutscher Sch«hm«cheldereln. Berlin, 25. März.(An die Bevollmächtigten.) Sehr viele Ortschaften haben ihre Mitgliederlisten noch nicht eingesandt, und möchte ich deshalb darum bitten. daß diese« sofort geschieht, damit ich nicht in Unanehm- lichkeilen gerathe. Zu bemerken habe ich noch, daß sich im Protokoll ein Fehler befindet, e« muß bei der Au«- gäbe heißen: 23Sgr. und folglich beim Bestand lOEgr. Abgrund gegraben, den Nicht« mehr ausfüllen kann. Der junge Mann voll Liebe, voll Stolz und Muth, der Dich ler, an dessen Zukunft Du glaubtest, wird todt sein. Laß den gefallenen Künstler nicht gebückt geh'n unter der Er inncrung an da», wa« er hoffen durste. Laß mich Hülfe suchen, wo sie zu finden ist....." „Nein, ich will e« nicht!" rief Conrad.„Wie? Du Berthold, Du würdest die Hand ausstrecken und dcmjeni- gen eine Gabe abbetteln, der Dich durch die Lästerung tödlen will, nachdem er Dich Deine« Erbtheil« beraubt hat? Solche Feigheit begeh'n? Du?" Die Aufregung,«»von Conrad bei der ersten Efrzäh- lung de« Jüngling» betroffen worden war, hatte die Rückwirkung de« Fieber« in ihm beschleunigt. Nun zit- leite er nicht mehr. Die Blässe hatte ans seinem Gesicht der Fieberhitze Platz gemacht, seine Stimme war frei und kräftig. O ich weiß e«/ sagte Berthold,„was ich thun will ist eine Feigheit..... und doch, e« wird gescheh'n. Noch größere Feigheit würde e« sein, Dich durch Krankheit, Mangel un» Scham sterben zu lassen..... un» diese« Alle«, um einer Demülhigung zu entgeh'n? Jch habe meine Pflicht begriffen. Wa» Du auch sagen magst, Conrad, morgen gehe ich zu Monck." Du wirst e« nicht versuchen, Berthold," sprach der Musiku» mit einer gewissen Erbitterung;„Dich zn den Füßen diese« Heuchler» werfen, Dich entehren in Deinen eigenen Augen? Niemal«!" „Aber wie dann au» diesem mißlichen Zustande heran«- kommen? So können wir doch nicht bleiben....." Du übertreibst Alle», Berthold. Wenn ich mein MonatSgel» erhalten habe, dann können wir abermals einige Zeit leben in der Hoffnung, daß e« wieder einmal besser geh'n wird. E» ist die Lästerung, die Dich er- schreck«, nicht wahr? Schmerzlich ist-S in der That. den Druck der allgemeinen Verachtung wie den eine« Grab- stein» auf seinem Herzen zu fühlen; aber solche Anfech- tungen waren da« Loa« der meisten großen Männer der Welt. Sic find die Feuertaufe des Ruhme«. Die Zierde fehlt noch an»er Krone de« Künstler«, so lange der Neid, die Mißgunü und die Lästerung ihn nicht würdig hält, ihr Schlachtopfcr zu werden." Seine Rede wurde durch ein Geräusch von Jemandem unterbrochen, der die Treppe herauskam. „Wer kann da» 1«"?" sagte Berthold,„vielleicht schon wieder mein Drucker." E« ist der Knecht attS dem Hanse," antwortete Conrad„Ich höre e« an seinem Keuchen." Und e« trat Jemand in die Kammer hinein. Mi, scherzendem Lächeln um sich blickend, sagte er: „Nun, wa« wohnt Ihr hoch, meine Herreu I den Zeitungen nach dem vorstehend vereinbarten Tarij für ZeitungSsatz gestatten, jedoch unter der Bedingung. »aß die für die Zeitung bestimmten Arbeiter zu kcinei andern Arbeit verwendet werden." Dieser Resolution gaben die betreffenden ZeitungScigenthllmer und Buch- druckercibcsitzer ihre schriftliche Zustimmung und de« an- deren Tagcö, SamStag früh, begann bereit« die Arbeil wieder. Es war gewissermaßen bei den Gehlllfen nebst anderem auch eine humanitäre Triebfeder: die bereit« be- dcnklich in Gefahr gcrathene Gesundheit der Lehrlinge zu schonen, welche eine so schnelle Lösung herbeiführte. Nun. die Zeitungssetzer haben ihren Theil, und wenn sie auch da« nicht erreicht, was sie angestrebt, so ist doch eine nicht unwesentlich zu nennende Verbesserung ihre« Tarife« ein- getreten, so daß sie die vier Wochen lange Ferialzeit, dir ihrer Gesundheit sehr zum Vortheile gereichte, gerade nicht zu bereuen brauchen. Eine Vergleichung de« alten itttd neuen ZeitungSsatz-TarifeS dürfte hier am Platze sein Der alte bestand blo« au» folgender Bestimmung: s 13 ZeitungSsatz. Der Satz der täglich erscheinenden Zeitun gen ist um 2 kr. höher als Wcrkfatz per lOOO n(nämlich 'mit 19 kr.) zu b, rechnen. Als Sonn- und Feiertag« �'.Entschädigung ist bei Zeitungen außer dem gewöhnliche! Verdienste 1 fl. zu bezahlen. Der nunmehr geltende lautet: § 18. Bei dem Satz von täglich erscheincitden Zeitun- gen wird Nonpareilc mit 2t kr., Petit. Bourgeois und Garmond mit 22 kr. berechnet.'Bei spationirtem und reinem Ziffcresatz wird jede volle Zeile für 2 Zeilen gerechnet. Halbspationirter, gemischter und Namensatz wird IVsmal berechnet. Für FeiertagSarbeit ist außer der be- sonders zu vereinbarenden Entschädigung der Satz dov- pelt zu berechnen. Bei nicht berechnenden Setzern, Icket- tcur-en-pages, Correctorcn, Maschinenmeistern:c. bleibt die Vergütung für FeiertagSarbeit dem ffrelen Ueberein- Hier ist ein Brief, den der kleine Chorknabe für Herrn Conrad unten im Laden abgegeben hat. Wie dunkel ist e« hier! Ihr sitzt hier wie in einem Keller. Wenn Herr Berthold bei diesem Stümpfchen Kerze seine Bücher schreibt, dann wünsche ich ihm Glück zu der Kraft seiner Augen..... Guten Abend, meine Herren!" 1» die Tritte des Knechtes wieder auf der Treppe ertönten, öffnete Conrad da« Brieschen, während Bert- hold seinen Bewegungen mit gespannter Aufmerksamkei! folgte. In ihrer Lage konnte jede Stimme von außen neuen Hohn und unverhoffte Reitung bringen, darum klopfte da» Herz beider Freunde, al» der Brief' geöffnet wurde. Conrad Erbleichte. Er rieb sich die Stirne und die Augen, al« ob sein Gesiäit unsicher wäre und es vor sei- neu Augen schinimerte. Ein mtterdrllckler Angstschrei stieg au« seinem Busen auf. „Was ist Dir? Was enthält dieser Brief?" rief Berthold erschrocken. Statt aller Antwort reichte der Musikus ihm den Brief dar. „Wie? Wa« habe ich gcseh'n?" schrie der Jüngling. ,dic Entlassung von Deiner Anstellung in der Kirche. unsere letzte Hülfe? Da« Stückchen Brod, da« uns noch übrig blieb?..... Wegen schlechten BelragenSl" Der Musikus hielt den Kopf gesenkt und Thränen fielen aus seine Knie. Zitternd vor Atifregimg und Mitleiden legte Berthold den Arm auf Conrads Schulter und sagte: „Sei ruhig, armer Freund, tröste' Dich nur. Du weinst ja nicht um Dein eigenes Unglück, die Quelle Deiner Thränen ist der Gram, daß Du nun alle Träume meine, Ruhme« und der Größe opfern mußt, nicht wahr'? Da« Unglück hat uns ganz zerschmettert. Nehmen wir wenigsten« unser Loo« mit dem Muthe der Ergebung an Willige ein in meinen Besuch bei Monck." „Lieber auf diesem Speicher sterben," antwortete leise »er Wnsiktt, vor Schmerz und Wnih jammernd.„Weg- geschickt zu werden wegen schlechten Betragen«!" „Höre mich doch gutwillig an." flehte der Jüngling. .Ich sagte Dir, daß ich mir die bittere Erniedrigung nur aus Liebe zu Dir— ich täuschte Dich. Conrad; die Selbstsucht war meinem Entschlnssc nicht fremd� Wa« kaiin ich hier in dieser Stadt noch serner thun? Köre ich auch berühmt rtitd geehrt, so sehr ich nun gehaßt und verabscheut werde, so wird doch für mich kein einziger ruhiger, froher Tag mehr kommen können. Morgen wird Lama vor dem Altar- Siottckü Hand annehmen. Du glaubst, daß ich sie nicht mehr liebe, weil ich seit lange die Flamme, dir mich»erzehrt, vor Dir verborgen hielt. O Conrad, ihr Exlrastnnden, sowie sonstige Tnlschädigungen und gewisses Geld bleiben dem freien Uebereinkammcn überlassen. Die meisten ZeiMngSse�er konnten auch sofort ihre Plätze wie- der einnehmen; die bisherigen Arbciler daselbst wurden meist sogleich sortgeschickt; nur einige Maßregelungen sau« den leider ssatt, wobei sich der Eigcnthllmer de«„Tag- blatt", Herr Szep», besonder« hervorthat. Dieser Demo- krat nahm nämlich die meisten seiner früheren Leute, wor- unter auch da« ComissionSmitglied Herrn Holl, nicht mehr in Conditlon; er hatte sich mit unglaublicher Mühe ein tleinc« Personal, theil« von hier, theil» au» allen Gegen« den Deutschlands zusammengttrommelt; die« Personal, größlentheil» au« lauter— Jünglingen bestehend, wena es nicht gar aus Deutschland entliehene Lehrburschen sind, nimmt jetzt die Plätze von Männern ein, die schon über 20 Jahre im Hause waren. Glücklicherweise sind bereit» »ic meisten der Gcmaßregeltcn bei den anderen Zeitungen untergebracht. Beinahe komisch ist der Aerger, der sich in Leilarlikeln der alten und neuen Presse Lust macht, daß :S nicht gelungen, die Setzer, so wie man e» den llbri- zen Capitalisten virsprochen, zum abschreckenden Beispiele zu bändigen; man entschuldigt sich förmlich, daß mau ,etzt mehr zahlt als vor dem Strike und behauptet, daß Alle« wäre auch ohne Arbeitseinstellung bewilligt worden, während doch beschlossen wurde, nicht» zu bewilligen. Z« ist eine nicht hinweg zu läugnende Thatsache, daß der >eue ZeitungSsetzer-Tarif unter dem Drucke der Arbeit«- -instellung entstanden und eö ist zu wundern, daß man twa« Beschämende« in dem Geständniß sieht: man habe u dem niedrigeren Preise keine Arbeiter mehr gefunden ind daher einen höheren bewilligen müssen. DaS bewußte .Princip" ließ sich freilich nicht durchdringen, da» Prinzip tämlich, den Arbeiter unter allen Umständen zu knebeln und zu Boden zu halten und demselben nur Gnadeiigaben tu bewilligen. Jedoch Ihr Herren, ein Mann von Kopf md Herz muß sich über derartige Ausgeburten einer nicht in rechtfertigenden Gehässigkeit hinwegzusetzen wissen, und wir sind überzeugt, daß Ihr nun Eure Arbeiter, wenn luch nicht lieben, so doch achten gelernt habt und e« ist zcwiß viel angenehmer, mit Leuten zu arbeiten, die man tchten kann, al» mit solchen, bei denen das Gcgentheil eintritt; die« habt Ihr ja in dieser kurzen Zeit empfun- Zen! Wa» die noch feiernden Collcgen betrifft, so wlln- -chen wir von Herzen, daß e« ihnen bald vergönnt sei, -hrenvoll auf ihre� Plätze zurückzukehren, aber nür ehren- »oll; eine schmähliche Niederlage würde die sofortige Abreise einiger Hundert wackerer Arbeiter zur Folge ha- haben." Prozeß Pierre Bonaparte. Die„Köln. Ztg." schreibt ferner über die Prazeß- oerhandlungen: „Am 2l. März, um llj Uhr erschien der Gerichtshof m Saale zu Tonr«, worauf der GerichtSschreiber da» Dekret Verla«, welche« den Gerichtshof konstilmrt. Man chritt dann zur Konstituirimg der Jury. Die Geschwo- reiten, sowie der Hof ziehen sich zurück. Nach ihrem Wtedererscheinen werden die Namen der 36 Geschworenen oerkündet, sowie derer, welche recusirt worden sind. Der Angeklagte wird ntm in den Saal geführt. Die Auf- merksamkeit ist eine allgemeine. Ein Gcndarmerieoffizier und zwei Gendarmen begleiten ihn. Er trägt«inen tchwarzen Frack, dunkelblaue Hosen, weiße Cravatle, gelbe Handschuhe und da« Offizierkreuz der Ehrenlegion. Er sieht sehr bleich und bewegt aus. Auf die Frage de» Präsidenten, welche» sein-Name, sein Stand und seine Wohnung sei, antwortete der Prinz mit fester Stimme er hat einen starken Italienischen Accent): Peter Napoleon Bonavarte ohne Profession, 54 Jahre alt und in Auteuil, ■)9. brande Rue, wohnend. Der Präsident nimmt M-rauf den Geschworenen den üblichen Eid ab und hält Zann eine längere Ansprache an dieselben. Er besprach tnerst den Charakter de« von ihm präsidirten Gerichts- yofes:„Es giebt in Frankreich", meinte er,„ein Gefühl, welches noch stärker ist, als da« der Freiheit, e» ist da« Gefühl der Gleichheit, und namentlich der Gleichheit vor Zen Gerichten. Daher begreift man leicht, daß, wenn der hohe Gerichtshof berufen wird, selbst geistreiche Männer itutzen und sich fragen, ob diese Berufung(welche der Angeklagte selber ablehnte) vonnöthcn wäre?.... In« dessen das Gesetz lag vor. man mußte ihm gehorchen, aber dl.sem Gehorchen darf man kein Bedauern beifügen: in v»ller Gewisse, iSüberzeugung sage Ich, daß. weit ent- Bild schwebt noch immer vor meinen Augen, sie stört noch meinen Schlaf, sie lebt noch fort in allen meinen Gedanken. Meine Frau konnte sie nicht werden, ich ge- stehe e«, aber sie mit einem Monck vermählt zu wissen! Ihr begegnen an der Seite ihre« Galten, vielleicht be- schmutzt werden von den Rädern ihre» Hitagen»! O neink Mein Herz würde so viele und so grausame Wunden empfangen, daß mein Geist und mein Körper ihnen er- liegen würden. Jch muß fort von hier, wcgqch'n. sticd'n tiath fernen Ländern, wo mich Nicht« mehr daran er- innern kann, was ich war und was ich zu Kossen waatr . Laß mich die fünflausend Francs holen. Conrad.' Wtr bejahten unfern Drucker, wir machen unsere Schul. den ab, wtr ziehen nach Frankreich, noch P-riz; dort in dem Gewühl der Weltstadt werden wir unbekannt sein. Die Lästerung wird unsere Spur verlieren, der Neid wird un» nicht folgen können. Du wirst wol Beschäftigung finden in der emen oder andern Kirche; ich werde ardel- un, em Geschäft erlernen, wenn e« sein muß, in einer Druckercl oder einer Schreibstube meine Dienste anbieten. Wir werden in Frieden mit einander leben, so ruhig und to glücklich, als es arme Verbannte sein können." „Wie schön wäre diese»ussicht", seufzte der Musiku«, wenn die Verwirklichung derselben nicht auf Kostender cutwürdigendsten Aufopferung geschehen könnte!" „Ach, Conrad, ich bitte Dich nicht wegen Deiner Ge- nesung, ich bitte Dich allein wegen meiner Rettung Au» Mitleid mit mir laß un» die Stätte flieh'n, wo sie lebt! Willige ein!" „Schrecklicher Gedanke!" schrie Conrad. ,Jch sehe Dich kriechen zu den Füßen de« schändlichen Monck. Du streckst die Hände nach ihm aus, er lacht bei Deiner Demitthignng." � Schweig', schweig', Conrad!" stammelte B-rthold. .Faß mich meinen Muth bewahren. Wecke nicht den Stolz in meinem Herzen auf: willige ein, denn wenn .tu J-tch weigerst, wa« sollen wir dann thun?" „In der Thal", sagte Conrad, seinen Kopf ans die Vrust sinken lassend,„wenn ich mich weigere, was ist dann zu thun?" „Eine Frauenstimme auf der Treppe?" rief der Jüngling verwundert.„Täusche ich mich oder ist e» Wahrheit? Mir kommt-« vor. al« sei c« die Stimme «er alten Margret— die Magd meines seligen Oheim«. Kommt dt-se« böse W-tb, nn« tu unserer«rmuth zu verhöhnen? Sit wohnt bei Monck. Ein nette« Unglück naht uns."(Forlsetzimg folgt.) feruf, dicfeS gtoßt Prmzip der Gleichheit dieses Gesetz keinen anderen Zweck hat, al» desien festere Anwcudunz. Die GerichlSbarkcit kann nur dann für Alle eine gleiche sein, wenn ste stark genug ist, um Allen gegenüber kalt und unparteiisch zu bleiben. In gewöhnlichen Zeilen erfüllt sich diese Pflicht leicht, aber in erregten Zeilen können Umstände znsamulentreffcn, bor denen selbst die stärksten Geister iitlcrn. Dann muß mau die Mittel dem Werke anmessen und dem Gesetze eine dei Alltäglichkeit überlegene Macht beilegen." Der Präsidenl erinnert hier ferner an ähnliche Einrichtungen in Englands Nordamerika und der alten sranzösischcn Monarchie, diesi zu geißeln er nicht unterläßt.„Seil 1789", fährt er fort, „hat unsere Gesetzgebung denselben Zweck, aber aus anderen Wegen verfolgt; sie verlangte die nämliche Kraft, welche da« alle Regime von der Autorität verlangte, von der Freiheit." Der Präsident präcisirt hier die Gerichts- organisalion Frankreichs und flndet, daß dieselbe eine vor« treffliche ist, weil sie die Jnstilulion unabsetzbarer Richter mir derjenigen de« Schwurgericht? in Verbindung bringt. Nachdem er in anschaulicher Weise den Weg vorgezeichnet den ein Richter einzuschlagen und bei jedem möglichen Vorrücken im Range innezuhalten hat, bespricht er die Rolle der Geschworenen.„Geschworener sein", sagt er, „heißt ein Recht ausüben, aber e? heißt auch ein furcht bare» Wirken ausüben. Niemal« hat man beansprucht, da» allgemeine Stimmrecht solle die Geschworenen be< stimmen; dazu bedarf et einer Auswahl, und wie miß- traui>ch wurde ein« solche stet» aufgenommen!" Der Prä« sident hebt nun tiervor, daß die Geschworenen de» hohen Gerichtshofe» au» den Generalräthen durch das Loo« bc stimmt werden, die Generalräthe aber durch da» allge meine Stimmrecht erwählt sind, auch findet er diese Combt nalion vortresflich.„Die Zahl der Geschworenen ist ver dreifacht; die zur Berurtheilung nothwendige Zahl ist er- höht, im Nebligen gilt da« Landes-Slrafgesetz." Die Au«- nähme sei, meint der Präsident, daß der Angeklagte vor Geschworenen de» ganzen Lande«, nicht aber vor denen eine« Kreise« erscheint. Der Präsident geht dann auf den vorliegenden Prozeß über und bemüht sich darzrithun, daß derselbe in keiner Weise einen politischen Charakter habe. ES handle sich hauptsächlich um die Frage, ob der Ange klagte da» Gebot verletzt habe: Deines Nächsten nicht vergießen." bei den em- den zu gefährden, lichen Spindel eines nicht aufgelegten Rade», welcheMinister, unbeliebt bei den Landeskindern wie 15 Zoll an» dem Boden unverdcckt hervorsteht, zu nahe.�AuSländcrn, wurde mit Pfeifen und Hohngcfchrei Da« Kind, dessen Kleid von der oben viereckigen Spindel pfangcn. Indessen brachte er den Befehl des Bcy, erfaßt, wurde gegen einen in der Näh« befindlichen Pfo- Schuldigen enthaupten zu lassen. General Kcireddinr ten mit Vehemenz geschleudert und erfolgte sofortiger Tod. begab sich also mit einer Menge von Sicilianern und —(Verunglückt.) Am 23. ds». wurde bei Crefeld Maltesern nach dem KaSbahplatze, von wo au» man ein dem Arbeiterstande anscheinend angehöriger Mann auf ihnen den Kopf des bereit» Hingerichteten Mörders ent- dem Bahnkörper der Rheinischen Eisenbahn zwischen der gegentrug. Daraufhin zerstreute sich die Menge, und am Linde und der St. Töniser Chanssee lodt aufgefunden, Abende war Tun!» so rnhig und still wie gewöhnlich. welcher wahrscheinlich von dem Abends um 7 Uhr von-—(Ehristlichkeit.) Die„Staatsb.-Ztg." erzählt: Port nach Cleve abgehenden Personenzuge überfahren wor- Im Dezember v. I. hatte der Droschkenbcsitzer GrnnSke den ist. Die Leiche, deren Identität noch nicht hat fest« bei dem an der JnvalidcnhauSkirchc angestellten Prediger gestellt werden können, ist nach dem Lcichenhause gebracht Hanstein Aufgebot imd Trauung mit seiner Braut Marie worden. Wahrscheinlich liegt hier ein Unglücksfall und. Gehren bestellt, die Papiere eingereicht, die Gebühren be- rein Selbstmord vor. Wie c» scheint, hat der Mann den zahlt und den 20. Januar znm Tage der Trauung be Weg auf dem Bahnkörper benutzt, um nach Hause zustimmt. Als aber etliche Tage vor der Trauung die gehen, bei dem schlechten Wetter und dem Schneegestöber Braut noch einmal mit dem Prediger Rücksprache nahm, aber die Annäherung des Zuges nicht wahrgenommen, �bemerkte ihr dieser, da dcrJJO. Januar ein Wochentag (Brandunglück.) In der Nacht vom 23. aus den 24. dss. hat in Benrath bei Düsseldorf ein schrecklicher Brand gewllthet. Gegen Mitternacht brach in den Ge« bäulichkeiteu de» Herrn Schlupkoten Feuer au», da» so rasch um sich griss, daß in ganz kurzer Zeit da» große Etablissement, bestehend au« Dampsmühl«, Brau« und Brennerei, landwirthschaftlicher Betrieb, nebst dem Wohn- hau» in lichter Flamme stand und Alles eingeäschert wor- den ist. Der ungemein thätige, strebsame Besitzer hat leider nicht» gerettet; Mobiliar, Kleidungsstücke, beben- tende Frnchlvorrälhe, Geräthschaften und Maschinen, Alle« ist vom Feuer zerstört worden, es stehen nur noch die nackten, ausgebrannten Mauern der Gcbäulichkciten. Und was das Schrecklichste ist, zwei Menschenleben sind bei diesem Brand verloren worden; die beiden Mägde, welcge im Wohnhau« auf dem Speicher schliefen, sind mit ver« brannt. wahrscheinlich hat der furchtbare Q«alm denselben den Erstickungstod gebracht. Heute Morgen wurden beim Aufräumen des Schutts einige Thcile der Leichen aufgefunden. —(Feuer« brunst.) Am 23. ds». Nacht« entstand in dem Hause Sternengassc 27 zn Köln eine Feuer» brunst. Dieselbe konnte zwar, Dank der rasch herbeieilen den Hülfe, auf. dieses eine Haus beschränkt und inSbeson- ,Du sollst das BUit dere die am meisten bedrohten großen Gebänlichkeilen der Der Präsident zollt Wirthschaft de« Herrn Zaudig gerettet werden; doch sind,' sei, Grun»ke aber nur die Gebühren dritter Klasse be- zahlt habe, so könne die Trauung nicht an diesem Tage, sondern nur einem der folgenden Sonntage erfolgen, an Wochentagen würden nur solche Trauungen Vorgenom- men, für welche die Gebühren erster Klasse bezahlt wären. Da ihre Einwendungen hiergegen nicht» halfen, machte Hr. GrnnSke nnn seiber dem Prediger Hanstein, der dem armen Manne 3 Thaler Nachzahlung abverlangte, seine Gegenvorstellungen, indem er ihn erst gütlich auf seine Mittellosigkeit und auf den Umstand hinwies, daß er an einem Sonnlage viel größeren Verlust in seinem Fuhr- geschäfte erfahren würde, al» an einem Wocheulage. Allein Hr. Hanstein blieb unweigerlich bei seiner Forderung und bemerkle dem Traukandidaten in gesalbten Worten, die Kirche sei keine Trödelhandlung, in welcher gefeilscht und gehandelt werden dürfe. Uevrigen« habe GrnnSke, ob- wohl er Eigenlhüiner der von ihm geführten Droschke sei. sich«l»„Kutscher" und nicht als„Herr" aufbieten lassen und damit die Kanzel belogen. Da» war dem Bräuti- gam denn doch zu viel. Er erklärte dem Prediger Han- stein sehr nachdrücklich, daß er nunmehr ganz aus die kirchliche Trauung verzichte und sich deshalb die Trau- kosten, abzüglich der AufgebotSsporteln, sowie seine ein- gereichten Papiere zurück erbilte. Herr Haustein hat aber bi« jetzt sowohl die Zurückzahlung der Traukosten, sowi die Zurückgabe der Papiere verweigert. GrunSke hat die sechs Wochen,� für welche das Aufgebot gesetzlich in Kraft bleibt, verstreichen lassen, ohne sich trauen zu lassen, und will jetzt gegen den Herrn Prediger eine Klage wegen Herausgabe der überschüssigen Gebühren, sowie der Pa- picre anllrengen. In der neuesten Nummer trägt die„Staatsbürger- Zeitung" nach, Idaß sie sich in dem Namen geirrt habe, nicht Herr Hanstein jdi der Betreffende, sondern einer der Jür Serlin. Allgemeixer deutscher Arbeiter-! Geschlossene Mitglicderversainmlo>s Eonnaben», dr» 2«. Närz, Abent» 8�' in B«ade's Lokal, Große Frankfurterstr-- Tagesordnung: 1) Vortrag des Unterzeichneten. 2) Vorschlag eine« Revisor». 3) Verschiedene» und Fcagekasten. MB. Karten müssen vorgezeigt werden. Um zahlreiche« Erscheinen ersucht C. 23J -J Für Serlin? «M Allg. deutsch. Zimmerer.Kett B e r s a m in l u n g Montag, be» 28.»nz,» e»>» 8. in B a d e'S Lokal, Große Frankfurterstrap Tagesordnung: 1) Vortrag de» Herrn Finn.— 2) Setzerstrike.— 3) Diskussion über die Versch 4) Verschiedene» und Fragekasten. Um rege Betheiliguna ersucht i C irsch jUch, UI bonnerfl Ab Für Serlin. Allg. deutsch. Sch«hmacher-Vt> Versammlung Montag,»e» 28. Marz, Ate«»» Ssi Mittelstr. 5ä(zur guten Quelle.) Tagesordnung: Bortrag des Unterzeichneten: Ucber Arbeiii Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um pünktliche« und zahlreiche» Erscheinen bei I ' Egr., den Behörden und der Pariser Bevölkerung Achtung nn» wie später in Erfahrung gebracht, leider Zwei Un Anerkennung wegen ihre« Verhalten« bei diesem„schmerz-wlückSsälle zu beklagen. Zwei Dienstmädchen nämlich, lichen Ereignisse". Schließlich fordert er die Geschworenen welche vom Feuer überrascht worden waren, sprangen, auf, ohne Leidenschaft, ohne Rücksicht, namentlich aber ohne weil keine andere Rettung mehr möglich schien, zum Politik ihr Urlheil abzugeben. Hier entstand der erste!Fcnster hinaus auf die Straße. In Folge dessen blieb Zwischenfall. Hr. Lourin, der Advokat der Familie Noir, eine» todt, da» andere mußte schwer verwundet in» Ho» verlangte, daß Rochefort als Zeuge citirt werde, welchem pital gebracht werden. Verlangen der Präsident auch sofort entsprach.|—(Ein KindeSmord in einem Pfarrhofe.) Wir können nnn unmöglich die weiteren Verhandlun- Aus Linzdorf nächst Scnftenbirg in Böhmen wird dcrfllnterbeamten; die Sache selbst sei aber richtig. gen in der umfangreichen Weise der anderen größeren�.Corrcsp. Wilh." berichtet: Verflossene Woche wurde in!—(Nur immer kaltblütig.) In Indianapolis Zeitungen bringen; doch werden wir durch kürzere Milthei« der Nähe von Linzdorf im Senitenbcrger Flusse die Leiche wurde einem Manne, während er nicht zu Haufe war, lung da» Interessantesten au« den Verhandlungen unsere Le eine» nengcboreuen Kindes aufgefunden. Da» Gerüchl'ein Kind geboren. Nachbarinnen machten sich, mit Bei« fer bis zum Schlüsse immer mit dem Stande der Sache des Orte» bezeichnete sogleich die im Pfarrhosc zu Linz- Tiimmiing der Wöchnerin natürlich, den Spaß, zwei bekannt machen. Am 22. verhörte der Gerichtspräsident darf bedienstclc Köchin Marie Schräder, ein bildhübsche», Säuglinge au» andern Familien herbeizuholen und neben fast ausschließlich den Angeklagten, der im Wcseiitlichech22jährigeS Mädchen, al« Mörderin. Nahrung erhielt den zuletzt angelangten zu legen. Als der Papa nach betonte, daß er der Angegriffene sei.'dieses Gerücht durch da» Faktum, daß die Schräder sich Hause kam und die Drillinge sah, beherrschte er seine Vom 23.(Rochesort war inzwischen al» Zeuge elnge-in interessanten Umständen befand und von einer Entbin- Ueberraschnng und� fragte seine Frau ganz ruhig:„Sind troffen) wird geschrieben, daß die militärischen Sicherheil?«!dung dennoch nicht» gehört wurde. Da» Bezirksgericht....� maßregeln noch verstärkt worden sind. Da» Zcugenvcr«'in G-ulich sah sich deshalb veranlaßt, eine Untersuchung hör wird fortgesetzt. Arthur Arnoult, Milredacteur der einzuleiten. Eine GcrichtSkommission begab sich in den Marseillaise, berichtet Einzelheiten über die Verhaftung Pfarrhof und fand da in einem versteckten Bodenwinkel de» Prinzen. Rochefort wird eingeführt. Große Span- eine mit Steinen beschwerte Kiste, in welcher sich eine nung im Publikum. Rochefort sagt:„Am Morgen de» Kindesleiche männlichen Geschlechtes befand. Die ärztliche 10. Januar brachte mir Milliare einen Brief von Peter Untersuchung der Schräder konstalirte, daß die letztere Bonaparte, der in groben uud ungebührlichen Ausdrücken vor noch nicht langer Zeil entbunden haben mußte. Nach- abgefaßt war. Ich b-austragtc Milliare, sich mit Arnouldchem so viele Verdachtsgrllnde vorlagen, wurde die schöne zu besprechen, um da« Duell anzuordnen. Ich vermu-sPfarrerSköchin an das KrciSgericht in Reichenau abgelte« lhete keine Falle. Es war Arago, der mich warnte undsscrt. Dabei gestand sie ihre Entbindung ein und zugleich, sagte, Bonaparte sei sehr gewaltlhätig." Rochesort bleibt.da» Kind durch Erdrosselung g-tödtet zu haben. Der bei der Verhandlung gegenwärtig. Die Frau Loui» Noip Bater de» Kindes ist bis jetzt von ihr noch nicht genannt sagt aus, Victor Noir sei sehr gutmüthigen Charakter» worden. � c>>. aewesen, er habe gehofft, die Sache beilegen zu können.?—(E-n- neue Nonnen-Affaire.) AnS London Die Handschuhe Victor Noir'S seien sehr eng gewesen, wird gemeldet: Eine neueN oniien-Affaire macht hler von Hür Hamburg. Große Versammlung sämmtlicher hiesiger Gewerkschasts Aontag, de» 28. März, Atzend» 9 in Tütge'S Etablissement, ValentinSko� Tagesordnung:, Die Arbeitseinstellung der Hamburg-W�-> schläger und Seiler.— DiScusston über die' ÄUstclll jung der Gewerkschaften. E» werden alle Mitglieder gebeten, zu Cinzeichnungen finden in die Listen all- 1 onner eginn onnir illl di nn de! vlit C linterbre schaffen statt. da» die BabicS alle?' —(Nach den neuesten statistischen Nachrich ten) gehen von den amerikanischen Zeitungen jährlich 60,00(1 Exemplare nach dem„Norddeutschen Bunde". (Fruchtbarkeit.) Eine Bäuerin Gcsteitendorf in Niederösterreich hat, wie au» Krem» gemeldet wird, nach- dem sie bereit» im Jahre 1865 Drillinge, zwei Knaben und ein Mädchen geboren, die Alle leben, vor einigen Ta- gen abermals drei Kinder geboren, alle Mädchen. Mut« ler und Kinder befinden sich wohl. —(Gegen die Todesstrafe.) Ein« statistische Broschüre gegen die Todesstrafe, welche den Reichstag« abgeordneten zugeganzeu ist, und, wie verlautet, den Di- J.Ä- � Bestellt -lWamteri Zischln ''tungs- Für Hamburg. Allg. deutsch. Schuhmacher-M Aich i Geschlossene V e r s a m m l Montag, de» 28. März,»»«»»» präe. im Lokale de» Herrn Lüder». Tage»ordnung:— 1) Abrechnung.— 2) Wichtige Augelegevtz HsJ Für Hamburg. Allg. deutsch. Maurer- und Allg- Zimmerer-Berein it � Mriko weiter vtde der Stiftungsfest tx--« ndeii mit Concert und V' c.-' verbunden mit Cvncert Ulld � Sonnabend, den 2. April 187»- c in Tütge'S Etablissement, Valcntii.sk«� Saalöffnung Abend« 8 Uhr. Anfang 9 � Karte für ei»-n Herren nebst Dame 6 �„i 0l,f NB. Für ein reichhaltige« Programm ist H getragen.. i."'"eil Unter anderm kommt zur Aufführung:„D-f�Uuni � P d die G, , sie '-"T rcktor de» statistischen BüreanS, Dr. Engel, zum Verfasser Zutritt. Nur mit einer vorher gelösten Karle Gerung hat, macht sehr große« Aussehen, da so schlagende Be weise bi» jetzt noch nicht aufgebracht worden sind. Unter Der Ingenieur Chevalier sagt, Victor Noir habe die Ab- ficht gehabt, die Sache beizulegen: seine Handschuhe seien iinverletzt geblieben. Sauton, Redakleur deS R-veil, sagt, Noir wäre gefallen mit dem Hute in der rechten Hand. Zwei andere Zeugen haben über die Ohrfeige nicht» ge« hört. Scingnerls und Vacheric sagen au», daß Fouvielle immer bewaffnet ausgehe. Sicbecker sagt dasselbe und sich reden. Die junge, reiche, aber leider an GeisteSstö- Anderm führt die Schrift an der Hand von dctaillirten rung leidende Tochter einer Familie, deren Namen nicht'Zahlenangabcn de» Beweis, daß der Wegfall der Tode»- genannt werden soll, war von ihrer Mutter und ihrem strafe eine Zunahme der Berbrcchcrkategorien, für welche jüngeren Bruder, die beide strciig katholisch sind, zum sie jetzt besteht, hauptsächlich nicht erwarten läßt. SS im Klostcrlrben bestimmt. Sir fühlte aber gar keinen Wunsch, 181? bis 1865 sind in der Rheinprovinz die meisten To dieser Bestimmung Folge zu leisten. Die Mutter beschloß dc»urtheilc grsällt;�dann folgen der Zahl nach Branden Karten sind zuhaben bei den Herren Säj' busch unter 12, Buchholz, Kohlhöfen GroßerNcumarkt 7, Bernhardt.Pferdcmarw Ecke de» alten Sleinweg« und der Wexpassag«, Breitestraße 7. Um zahlreichen Besuch bittet Da» daher, sie dem jllugsien Sohne i-.nd zwei Schwestern der fügt hinzu, Victor Noir s-i wie ein großer neufundländrr Barmherzigkeit einer Engländerin und einer Deutsch-n Hund gewesen, eben so stark und gutmüihig. Architckt�nznvertraueii, die sie gegen ihren Willen in ein d-utlchc« Legrand hat den Sekretär de» Polizei-Commissar« sagenWost-r transportiren sollten. Dieselben brachten sie auch hören:„Die Geschichte von Auteuil wird mir-ine«--'glücklich von Manchester, ihrem Wohnort,»ach Dover u: b»rg, Schlesien, Posen, Preußen, Pommern, Sachsen, Westfalen. —(Wie ein Minister vor 200 Jahren die Straßen Wien'» rein machte.) Der Koth lag fuß- in den Gassen und Niemand kümmerte sich darum; förder'ung einbringen, Dank der Aussage de« Vindiollet." da» Castle-Hotel, wo sie dafür Sorge trugen, daß kein�cr Adel und die Bürger fuhren, was lag dem Magi- Für Magdeburg. Große Volksversammlu»S Evnntsg, tzk» 27. März, Nachnutta»»' in Robert'« GesellschastShau»- Tagesordnung: lvcrdcn das 1 !• Gar ten, mmun Fra rs ai "gssyst Zten Ta ?/°ssen> ist. Die gegenwärtige Arbeiterbiwegung.,«z ü". l anwesend sein die Herren W.; �ar, E» werden< Ciarn vom Prinzen'berufener ffcuae. saat. letzterer habe Schreien ihrer Schutzbefohlenen gchört werden st-llte.-strat an den Leuten, die zu Fuß gehen mußten! Da ließ Reichstagsabgeordneler, aua.Berlin und A. ..3. 0.' J?.' rr.'....... vi— V-.. CT"!....... V." f»___— CO....N...»A?',,!,t,v(Alt f/*«*■•*« Avil(TJ»f»r- immer eine» Revolver bei sich geführt. Swe» Tage» Habe-Ein- Freundin der'Familie hatte den älteren Bruder,«mister Fürst L-bkowitz den Bürgermeister Hrn. P-t-r sich der Pri», nach einem Streite mit ihm später b-i ihm"neu Protestanten, durch Telegraph von dem Borsall un-lS-bastlan Fügenschuh zu sich rufen. Dieser kam m-le« enlslbuldiat terrichtel und dieser reiste sofort nach Dover, traf dort ganter Equipage, un vollcn Glänze, in Schuhen und �' fi-hr unerwartet ein und machte seinem Bruder und den �seidenen Slrllmpfin. B-� dessen Ein, ritte sagte ihm der vermischtes. Berlin. Nach der Versammlung "Ncn<5 Binder Arbeiterverbruderungs- barmherzigen Schwestern einen Strich durch die Rechnung.!Minister, ein dringende« Geschäft riefe ihn ab, er forderte Nlld lllfsi Mt» v:,:.'nx____ c. s.... eis. l.... A». tz.:. c,. tshnrfi hett iMnter ber ätaht" nnf twie itr i —(Zum Wiener Setzerstrike.) Am Montag. 21. März fand beim„großen Zeisig" abermals eine Ver- fammlnng der strikenden Werkfetzer, der Drucker-- und der Schriffgießer-Gehlllfen statt. In derselben wurde die Aufrcchlhaltung de» gegenwärtigen Zustande», respektive die Fortdauer de» Strike» für fämmtlichc Gehülsen, mit Ausnahme der Zcitungssetzer, zum Beschluß erhoben. —(Arbeitseinstellung.) Die„Gub. Zeitung" schreibt:„Nach einer un» von Forst au« zugegangenen Nachricht stellten dort am 21. ds». die Arbeiter von sechs größeren Fabriken die Arbeit ein, man befürchtete In Folge dessen tiimultuarifche Austritte und harre des- wegen umfassendere BorfichtSmaßregeln angeordnet. 60 Mann der Kottbufer Garnison wurden marschbereit gehalten, sollen aber in Forst nur dann einrücken, wenn Ausschreitungen, die bis zum 22. Nachmittags nicht vorkamen, wirklich eintreten. Der Landrath de» Kottbisser Kreises, sowie ein Regierungskommissar suchen zwischen Arbelt gebcrn und Arbeitern zu vermitteln."— *(Zur Ausbeutung.) Der Gründer der Dreher scheu Bierbrauerei in Wien hat seinem Sohne Herrn Anton Dreher 6 Millionen Gulden hinterlassen, welche» durch die Vormundschaft binnen wenigen Jahren ans 13 Millionen vermehrt wurde. Der junge Herr Dreher dankte bei seiner GroßjährigkeitSerklärung der Vormund schaff und bemerkte, daß er sich bestreben werde, da» Ver mögen zweckmäßig zu verwenden. Keineswegs istunter dem„zweckmäßig" verwenden— zum Wohl der Menschheil — verstanden, sondern selbstverständlich, da» Capital noch mehr zu vermehren und in immer größerem Maßstabe welter auszubeuten. —(Ein Arbeiter verunglückt.) Am 22. d. M. verunglückte in Frankfurt a. M. ein Klenipnerlehrjniigr. Derselbe war mit mehreren Gesellen beanstragt, ein fchwe- re» Zinkreservoir zu transportiren. Als dasselbe kaum auf dem Wagen war, rutschte eS herunter, erfaßte dabei den' Jungen und zerdiückte ihm den Schädel. —(Unglücksfall.) Am 22. d. M. verunglückte zu Münster da« zehnjährige Töchterchen de« hiesigen Schmie- de» Bölke in der vor dem'Neuthor gelegenen Karfch'ichen Dampfmühle, und kam hierbei der in Bewegung befind. Als diese sich auch von den Behörden, an die ste sich wen- Veten, im Stiche gelassen sahen, kehrte die ganze Gesell- schaff nach einer Nacht, welche die gegenseitige Wachsam- keit zn einer schlaflosen gemacht haue, am nächsten Morgen nach London zurück. —(Rcligionswahnsinn.) Wohin solcher führt, zeigt un« Folgende? ai-S TiiniS:„Am 15. dss. fand hier ein furchtbare» Gemetzel statt; gegen 2-!,�1hr Nach- mittag» stürzte plötzlich ein Wasserträger— man sagt, c» sei ein Marokkaner— in die Straßen de« christlichen Stadtviertel». Er hatte einen Damascener in der Faust und hieb auf Christen und Juden ein, denen er begegnete, die Mauren allein verschonte er. Mehr al» 40, andere sagen 60 Personen wurden derart mehr»der weniger schwer verwundet. Eine schöne junge Jüdin, welche-uro- väischc Tracht an hatte, wurde durch ihren Hut und ihren Chignon vor einem Säbelhiebe beschützt. Man trägt hier vielfach Waffen, namentlich Revolver. Verschiedene Pcrso- neu feuerten auf den Wüthcrich, ohne ihn zu treffen. Aber in der Nähe de» Maurenviertel» traf ihn eine Kug-l am Beine. Wahrscheinlich im Glauben, die große Moschee sei den Ungläubigen versperrt und(hm ein Asyl, flüchtete er in diese. Aber ein Janissar dr» englischen Consulats nahm ihn dort fest und führte ihn nach der alten Cita- vclle. In einer Stadt wie Tnni», wo die Bevölkerung fast auf drn Straßen lebt, verbreiten sich Gerüchte mit Blitzesschnelle. Die Metzelei war bald allenthalben be- kannt, und der kleine Börsenplatz war ebenso bald von einer Mcns-benmengr, namentlich Sicilianern und Malte- fern angefüllt. Am Platze selbst liegt da» englische Eon« sulat. Alle Dächer und Terrassen der Hänffr, sowie die Ausgänge nach den verfchiedencn Straßen strotzten�pon Menschen. Am Ausgange zum Marinchafen roltcicn�i jedoch den„Vater der Stadt" auf, mit in feinen Wagen zu steigen, damit sie unterwegs mit einander sprechen könnten. Der Kutscher de« Minister» halte aber de» Bc fehl, in eine der schmutzigsten Gasse in der Nähe de» RathhanseS zn fahren und im ärgsten Koth zu halten Dies geschah.„Hier," sagte nun Fürst Lobkowitz,„hier muß er aussteigen, Herr Bürgermeister, denn ich werde von meinen Geschäften nach der entgegengesetzten Richtung gerufen."— Der Bürgermeister blickte bestürzt auf die unsaubere Stelle und stammelte die Bitte, der Fürst möge geruhen, zu erlauben, daß HochdcSselbcn Wagen einige Schritte weiter, bis zu den breiten trockenen Schrittsteinen (Trottoir) fahren dürfe. Der Fürst aber entgegnete: „Fürchte Er sich nicht so sehr vor diesem bischen Stra- ßciikoth; diese Gassen hängen ja von Seiner Aufficht ab und werden sich darum wohl gegen Ihn nicht Übel ver« halten. D'rum frisch ausgestiegen und leb' er wohl,(Herr Bürgermeister!"— Das arme Stadtoberhaupt machte gute Miene zum bösen Spiel und mußte in Schuhen imd seidenen Strümpfen, zum Jubel der sich herzudrän- gendrn Straßenjungen, inmitten der vielen Kothlachen ab- steigen. Der Minister aber fuhr lachend weiter und— von jenem Tage an hatte damals Niemand mehr über den Mangel an Reinlichkeit in Wien« Straßen zu klagen. —(Die Franenre cht«- Bewegung in Amerika) macht stchtlichc Fortschritte. Nachdem sich m Newyork eine weibliche Maklerfirma ausgethan, Utha den Frauen Stimm rechte zugestanden, ist im Staate Wyoming jetzt eine Dame, Mr«. Esther Morris zum Amte eine« Friedens richter» berufen worden. Ein Berichterstatter de»„New york Herald" gicbt folgende Schilderung diese» weiblichen Richters:—„Mr«. Morris hat eine mehr al« Durch fchnittS« Statur'und wiegt 180 Pfund. Sie hat stark die Mauren au: die ganze Menge verlangte strenge uud marlirlc und männliche GesichiSzüge; ihre ganze Erschet schnelle Gerechtigkeit, nur die Mauren blieben nnvewcgt. Unterdessen hatten sich all- fremden Consuln beim engli- schen Consul zusammengefunden, wo auch der Schwieger- söhn dcZ erstell Minister» des Äey, der General Keircd- diu-, riutrai. Der französisch: Consnl begab sich sofort znm B-y, während die übrigen die Menge zu deruhigen versuchten. Der B-Y, nicht gcri, gestört in seiner Gr« müthlichfeit, ließ den französischen Consnl durch seinen Premierminister Si-Moustapha-Kasnadar empfangen. Der nung deutet ans große Willens« und Muskelkraft. Sie ist.57 Jahr- alt und macht daran» kein Hehl; st- ge hörte stet« zu der„starkgcistigen" Partei, und obwohl sie noch keine öffentlichen Vorlesungen gehalten, schreibt sie für die Frauenzeiiung„Revolution". An ihrem ersten Gerichtstage trug sie ein Kattunkleid, einen wollenen Shawl, grüne Bänder im Haare, und ein grüne» Hals tuch. Ihr erster GerechtigkeitSact war, einem irrthümlich verhafteten die Freiheit wieder zn geben. und zwar von8- 12 Uhr Concert, V»rträg6 H��'�der de« Stück«: Gin„Schlingel". Nachher Werl Alle Arbeiter und deren Freunde lade»' �°bcr lichll hierzu ein. SalJ lt?i-«n ' SS"! Für Ältona. L»>-r ig Geschlossene Versamntl» �ir und der hiesigen Mitglieder de» �"r Allgemeinen deutschen Arbeiter'».w« Dienstag,»«» 29. Rilrz. Ab.»»»»1?-." l,tr in WIttmack'S Salon. Tagesordnung Arbeitertag.— Fragckasten l-'u-r von �Arbeit ., Areistun I> schui Um zahlreiche» Erscheinen bittet Georgs! �1? S, Vorläufige Anzeige. ''it. 6. Der Schleswig-Holsteinische Z» wird am 14. Mai in Kiel stattsinden. wird in den nächsten Tagen versandt. Alle Anfragen wolle man richten an Georg Winter Altona, März 1370. Die Commission � zur Bernfuna eine» SchleSwig-HolsteinscheBJ? r dorstei J'cht lär ** d»z i lär Für Lärmen Allgemeiner deutscher Arbeiter-' im 'O e s s e n t l i ch e'V e r s a m m>" Sonntag,»c» 27. März, Abc»»», Lokale de» Herrn Chr. Wilhelm!, P-,, Der Bev5! Für Vüren. Geschlossene Versammlung der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeite� Sonntag, den 27. Mir;.**"»>♦', f«' im Versammlungslokale bei Herrn A». Küp'' telstraße., Der Be»-! »ruck von Jhring». Haberlaadt>" ■V i uu unu O M 1 1 41 yi*• V v k J"«y*(! iV»r«,»w»rtl. Redakteur«. Verleger« di � daß st ,..n Zur! Eriken i tot Ard ?. .'°'r ha todlichen to und "ten,i- Z- Gesuche» n angie . ltiftli, ... in jet £'«171 d JÄN t ™Wter r >b-,eichii Wtiken