ter-I Berlin, Mittwoch, den 30. März 1870. iechstcr Jahrgang ammleg a» su urtersti.! [. SS-: .Kere» S 8 W Demokrat 4- tei(ltaP erscheint drei 2) JKiEJ'ch, und zwar: «ZcriÄvM.""�stag« und " dz Abends. Drgan der sociat- demokratischen Partei. Redaktion und Expedition:� erlin, Gitschiuerstr. 17. xr-Vel ldi 8><--».... c tf-» t„, r„. AelleTungen werden auswärt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie �a-?re,s für Berlin incl. Bnngerlohn: vicrtchahrlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., elnielne Nummern �' Spediteur entaeaenaenommen t bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämter In Deutschland gleich, z���e(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Pctit-Zeile mit ' Sgr.,(56 Kreuzer südd. Währung.) j Annonce» die Zeile nur 1 Sgr. bei jedem solide» 3 Sgr. berechnet. Arbeiter» Arbeit Agentur für England, die Colonicn, Amerika, Ehina und Japan dir. rwrtffHiwiiiiii■wiiii in in im i Ii Duesing 8 Little-Newport-Street, Lelcester-Sqaare. — www�MWimm-iwit�umii— wiii.m»iw�w w. c. London. umm ch einen 1 UNg htm 1. April wird ein neues Vier- �»nnement auf den„Social- De- �ginnen. Wir ersuchen diejenigen, I�onniren wollen, dies sofort zu jugendliche Arteiter beschäftigen, ernennt der BezirkSrath eine genügende Anzahl von Inspektoren au» seiner Milte oder auS der Zahl sonstiger ihm befähigt erscheinender Personen, welche berechtigt und verpflichtet sind, sich per sönlich von den Zuständen der Kinder und jugendlichen Arbeitern In den Fabriken zn unterrichten und die Er l>inn dcS neuen Quartals abonniren, ttinska»! uiit Sicherheit darauf zählen, daß Nur dieienioen welcklt einiae t�eit fllllung de» Gesetze» zu überwachen.— Die Arbeitgeber oiezeulgen, Ivctll)c riuegr ptn b?rbfIixtt, biefe-zniv-ktor-n in die Arb-itSräum- ■ �terbrechung oder Unregelmäßigkeit z�er die i Zustellung des Blattes eintritt. sind verpflichtet, diese Inspektoren in die ArbeitSräumc jeder Zeit bei Tag und Nacht, so oft in der Fabrik gr arbeitet wird, zuzulassen.— Das Amt eine» Fabrikin. spektorS ist ein unbesoldete« Ehrenamt. Ueberdem ist die Verwaltung befugt, die Aussicht durch ihre besoldeten Be. «uftragten zu üben.— Art�lS. Die Fabrikinspetloren ,r, Einstellungen werden auswärts bei en all-! Ämtern, in Berlin bei der Eppe- I. Au" in .inerstr. 17, und bei allen so- 'stungs-Spediteuren gemacht.(Preis >-r#tö,Iich ig©gr) II M l»1 i pral- »er». gelegen� SiP politischer Theil. lag. est ltil.skds ing 9 c 6 C M ist d-> Berlin, 29- März. »brikgcfetze zum Schutz jugend- weiter machen sich bei dem gegenwär- 't der Industrie, oder richtiger gesagt, �Utung der Arbeitskraft überall geltend. dem industriell fortgeschrittensten die Gesetzgebung bereits gcnöthigt wor "n sie die in Fabriken arbeitenden Kin. übermäßiger und ungesunder Arbeit gc. t, diesen Schutz auch auf die in kleinen �kbcitendcn auszudehnen, und eS un- em Zweifel, daß die jugendliche länd >rung demnächst eines gleichen Schutzes lvcrden wird; geschehen ist dies schdn in das die Jugend ganzer Distrikte vcr> g. Gangfystcm. Auch die meisten deut. tcn, Oesterreich eingeschlossen, haben Mmungen, wonach die Arbeitszeit in r Frauen und junge Leute beschränkt f z is auch meist an einem genügenden Ml«»»'"»gssystem von Fabrikinspektoren fehlt. ttaii �len Tagen ist nun in Baden ein Fabrik- ihauS--Aossen worden, welche» jedoch durchaus M ist. !e"sß«!' ? S»/ 1-n s' dcmara >«ssag--i Da«! ÄZ.H*� i. März verhandelte die zweite Kammer d A-»r Aen Gesetzentwurf über die Beschäfti Kinder und jugendlichen Arbeiter" m m «»» IN. »- . u WM... IN a,.Berichterstatter war Lamcy. Das Gc �3 folgender Fassung aus der Debatte Umg' rträge, �.Kinder unter 11 Jahren dürfen zur Arbeit -r TaNl? � werden.— Art. 2. In Fabriken, d-rcn laden* k!1?der deren Beschäftigungsweise für die Ge- Da«� �bje Entwickelung der Jagend als gefährlich Mich erscheint, dürfen Kinder und jugendliche I i:'-' 16 Jahren nicht beschäftigt werden.— l ü'»et und jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren des � Zeit von Abend« 8 Uhr bis Morgens 5 tiitt'*, nbrikcn nicht beschäftigt werden.— Art. 4. �'iiit der schulpflichtigen Kinder über 11 Jahr j'Uer von sech» Stunden nicht übersteigen.— '� Arbeit und dem Schulunterricht muß min- �'freistünde gewährt werden.— Art. 5. Die ,,.ra 5 schulentlassenen jugendlichen Arbeiter nter ------.. die Dauer von 12 Stuaden nicht über- 9'-,:,"itt. 6. Zwischen der Arbeitszeit sind genü- Äl'» Zu gestatten.— Art. 7. Der Besuch tful»�'llgionlunterricht angeordneten Unterricht»- C"ich! verhindert«erden.— Art. 8. Au«- 3n ��.vorstehenden Vorschriften können in Noth-I ter �vaß die ÄnbeitSzeit um 2 Stunden Verlan- i mM.*) daß schulentlassene jugendliche Arbeiter un- 'n zur Nachtzeit beschäftigt«erden. Art. 9. Eriken Kinder»der jugendliche Arbeiter unter «-v Arbeit verwe»d«t werden solle», so muß n- Bezirksamt angezeigt werden. Art. 10. !n-r hat über die bei ihm beschäftigten Kin- 'ndlichen Arbeiter eine Liste zu führen, welche 'n und Heimath, Tag und Jahr ihrer "-en, Stand und Wohaort der Ellern oder .die Zeit de« Diensteinlritt», die Schule, "suche», sowie die täglichen Schul« und n angiebt. Diese Liste ist im Arbeitslokal Und den Polizei» und Suchulbehörden aus "ein Abdruck auf eine bestimmte Zeit zurückweisen, Beschäftigungen, welche dir körperlichen Kräfte der Kinder ober jugendlichen Arbeiter übersteigen oder gefährlich sind, untersagen, und überall da einschreiten, wo da» körperliche, geistige und sittliche Wohlbefinde, derselben gefährdet erscheint. Eltern und Vormünder dürfen die wegen ungenügender körper- licher Entwickelung zurückgewiesenen Kinder während der festgesetzten Zeit nicht zur Fabrikarbeit in anderen Fabri- ken verwenden. Im Fall von Beschwerden gegen solche Verfügungen entscheidet der BezirkSrath und auf eingeleg ten Recur« des Handelsministerium.— Art. 14. Zuwiderhandlungen unterliegen den Politischen Strafbestimmuw gen des Art. 30 be» Gewerbegesetze» vom 20. Septcmbei Rundschau. Berlin, 29. März. Aus Deutschland ist wenig zu berichten. Nur eine merkwürdige Nachricht geht durch die Zeitungen. Die„AllgemeineZeitung" veröffentlicht nämlich einen ihr von„hervorragender Seite" zugegangenen Ent wurf für die Bildung eines Staatenvercins, wel cher unter Bezugnahme auf Art. II. des Nikols burger Präliminarfriedens Bayern, Würtembcrg, Baden und den südlichen Theil von Hessen-Darm »nb die Staatsbeamten der Verwaltung sind insbesondere unter dem Namen„Vereinigte Süddeutsche auch befugt, darüber zu wachen, daß die Ruhepausen'--_ 0_ genügend gewährt und die Sonn» und Feiertage nicht auf »«billige Weise verkümmert werden; sie dürfen Kinder, die in ihrer Entwickelung offenbar zurückgeblieben sind, Staaten" zu umfassen hätte. Der Entwurf ent- hält 17 Artikel. Ein Anhang hierzu enthält in 7 Artikeln einen Entwurf zur Schaffung einer nationalen Verbindung zwischen diesen„Vereinig ten Süddeutschen Staaten" und dem norddeutschen Bunde. Der Art. I. zählt die gemeinsamen»a tionalcn Angelegenheiten auf. Art. II. erklärt den Schutz und die Sicherung des gesammten deutschen Gebietes durch die im Jahre 1866 geschlossenen Verträge geregelt. Art. V. überträgt die Ueber- wachung der gemeinsamen Angelegenheiten einem "'BundeSrathe und einem BundeSparlamentc; Art. "jWII. regelt die Bildung deS BundcSrathcS und 1862.— Art. 15. Da« Handelsministerium'ist mit d-mldes BundeSparlamentcS nach den Bestimmungen Vollzug dieses Gesetze« beauftragt.— Für Kinder über 10 Jahren, die bereit« in Fabriken beschäftigt sind, kann die Fortsetzung der Beschäftigung gestaltet werden. Die Debatte war ziemlich flau. Kaum ver» mochte der neu creirte Fabrikinspector einige Auf merksamkeit zu erregen. Die Ultramontanen schie- anfangs für das Gesetz zu sein. Als sich neu aber herausstellte, daß unter„Sonn- und Feier- tagen"(Art. 13) nur die gesetzlich gebotenen und nicht alle Feiertage zu verstehen waren, stimmten sie 5 Mann stark gegen das Gesetz. Wir bemerke zu diesem Gesetze, daß eS kaum ein Schulgesetz genannt werden darf. Es erlaubt vielmehr die schändlichste Ausbeutung der Kinderkraft. Bei sämmtlichen Bestimmungen ist größere Ausbeutung gestattet, als in den Fabrikgcsctzen anderer Länder. Was sollen wir z. B. dazu sagen, daß die Fa- brikarbeit für 11jährige Kinder gestattet ist, daß 16 jährige Burschen wie erwachsene Männer be handelt werden! Im Norddeutschen Bunde z. B. dürfen Kinder erst vom 12. Jahre an in Fabriken beschäftigt werden, und auch diese Erlaubniß ist mit Recht von Seiten der Arbeiterpartei als über mäßige Ausbeutung der Jugend bekämpft worden; und andererseits werden selbst in England Arbei- ter bis zu 18 Jahren zu den jugendlichen Arbei- tcrn, die besonderen Gcsetzesschutz genießen, ge- rechnet. Ucberall hat die badische Bourgeoisie, unter deren Einfluß dies Fabrikgesctz in's Leben gerufen ist, Sorge getragen, daß die Arbeiter im schönen„liberalen" Baden ein paar Jahr früher wie anderswo mit Fabrikarbeit be. glückt werden. Oft wird das Gesetz ordentlich naiv. Da beginnt z. B. gleich Art. 2: In Fa briken, deren Arbeitsräumc und Bcschäftigungs- weise für die Gesundheit u. s. w. schädlich sind, dürfen Kinder und jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren nicht beschäftigt werden, es wird also neben bei zugestanden, daß Burschen von 16 Jahren zur Arbeit in gesundheitsgefährlichen Fabriken angehalten werden dürfen. In Art. 5 wird er- aus der Schule entlassene Kinder unter rlung de« �.vorstehenden Boriqrstlcn tonnen In ytoth-l��- j„l("'cht länger als auf die Dauer von vier' 16 Jahren, also etwa IZzährlge Knaben 12 Stun- \® und zwar�dahin verwilligt den täglich arbeiten dürfen, und Art. 8 fügt noch recht menschenfreundlich hinzu, daß diese Arbeits- zeit zeitweise auf vierzehn Stunden erhöht wer den kann. Was will man mehr! Ist das nicht die Ausbeutung auf die Spitze getrieben; ist es möglich, daß Kinder derartiges aushalten können, ohne zu Grunde zu gehen! Wir sind in der That nicht im Unklaren darüber, daß dies sog. Schutz- gcsetz für Kinder ein wahrer Hohn ist; nur darüber kann man zweifelhaft sein, was erbärmlicher ist: diese gesetzliche Anerkennung schmählicher Kinder ausbeutung, oder die Zustände in den badischen Fabriken, die selbst dies Gesetz als eine Be- schränkung deS Drucks der auf der Arbeiterklasse lastet, erscheinen lassen. 6 Ii'd.I�iftlich vorzulegen. Ebenso ist eii IjjMn jeder Fabrik anzuschlagen.— Art. 11. ds'nm de» Handel« kann p hjjssm von Fabriken, in «tiK" durch Verordnung denen Kinder und heiler nicht beschäftigt werden dürfen(Art. 2) i»dt(>»>i!ichnen.— Art. 12. In jedem Bezirke, vriken vorhanden sind, welche Kinder oder des Zollvertrages.-— An die Verwirklichung die. scs Projekts, selbst wenn eS in den Köpfen cini- ger süddeutschen Minister entstanden wäre— man hält den neuen boirischcn Minister Bray für den Verfasser— ist wohl kaum zu denken. Daß da durch die schließliche nationale Einheit Deutsch londS westntlich erschwert würde, liegt auf der Hand. Ueber den Strike in Ereuzot bringen wir noch folgende Einzelheiten: 400 Bergleute hatten am 23. dss. die Arbeit eingestellt. Nachmittags gegen vier Uhr drang eine Schaar von Striken den in die Eisenbahn- Werkstätten. Die dort beschäftigten Arbeiter verhielten sich neutral und überließen es den Werkmeistern und Ingenieuren, so gut als möglich den Sturm abzuschlagen. Es kam bei dieser Gelegenheit zu einigen Verwun- düngen. Später warfen die Stürmenden sich unter dem Rufe:„ES lebe die Republik!" auf die Schmiede, wurden aber von den Arbeitenden zurück- gewiesen. Abends 6 Uhr begab sich eine Schaar von 600 Mann nach der Grube von Montchanin, etwa eine Meile vom Ereuzot entfernt. Diese Grube, welche eine Arbciterbevölkerung von 2000 Seelen zählt, gehört nicht zum Ereuzot; gleich wohl schloß sie sich dem Strike an. Eine Truppen abthcilung, welche zur Verfolgung jener Schaar ausgerückt war, machte etwa 7 Gefangene. Die im Laufe des Tages in Ereuzot angelangten Truppen setzen sich aus dem 11. und 46. Linienregiment und einem Jägerbataillon zusam- men; es sind ihrer 2500 Mann; sie stehen unter den Generalen Gramer und Jollivet. Herr� Schneider, gleichfalls schon am 22. eingetroffen, hat eine Eonfcrenz mit den bedeutenderen Personen des OrteS gehalten; man scheint entschlossen, Ge walt anzuwenden. Im Ereuzot selbst sind wieder verfügten sich zu jener Frau, begleitet von Herrn Ehanstre. Dort machte jene Frau die folgende Erzählung; Ihr Bruder Bailly, welcher vormalS zur geheimen Polizei gehörte, war Kopist des Po- lizciagcnten Rouffic, der als Entlastungszeuge(für den Prinzen) auf der Zeugenliste sich befindet. Dieser Bailly sagte seiner Schwester:„Ich habe schriftliche Beweise, daß in der Angelegenheit von Autcuil ein falsches Zcugniß angefertigt wurde." Er(Rouffie) hatte dem Richter gesagt und ge- schrieben, daß er auf den Wangen des Prinzen die Spur eines BackenstreicheS wahrgenommen, mir aber sagte er dann:"„Ich muß mir jenes Haus ansehen, weil ich sonst nicht weiß, wie eS zuging und man mich fragen könnte."— Er fügte hinzu:„Ich muß, um Entdeckungen zu verhüten, die Papiere zu mir nehmen," und beauftragte meinen Hausherrn, sie mir abzunehmen. Einige Tage darauf war dieser Bruder Bailly, wie die Frau vernahm, todt. Ein Unrathwagen sollte ihn nach Mitternacht überfahren haben Die Frau eilte zur Polizei, der Leichnam wa� nicht in die Mor- guc gebracht worden(was gesetzlich vorgeschrieben). Die Schwester verlangte die Papiere ihres Bru- ders, man gab ihr ein Portefeuille, aus dem die Abschriften, welcher ihr Brudcr�gedachtc, die ent-- scheidenden Schriftstücke, versehenden waren. Die Schwester behauptet,„der Micihshcrr habe gesagt, man habe ihm empfohlen, sich jener Papiere zu bemächtigen,"— so weit die Erzählung der Frau. Mit Recht hebt der„Rappel" die Wichtigkeit sei- ner Mittheilung hervor, und ein Redakteur des „Rappel" ist bereits nach Tours gereist, um dem Gericht Mitthcilung dieser Enthüllung zu machen." Zu den von uns schon kurz gemeldeten Un- ruhen zu Pavia meldet die„Gaz. offiziale": „Da der Regierung starke Anzeichen einer bevor- stehenden Bewegung vorlagen, so hatte sie die Behörden der Stadt, wo die Unordnungen aus- brechen sollten, hiervon in Kenntniß gesetzt. Diese Voraussicht war nicht unbegründet. Am 24. März IV» Uhr Nachmittags, versuchten zu Pavia un- gefähr 40 Mann unter dem) Geschrei:„Es lebe das Heer! Es lebe die Republik! Nieder mit der Monarchie!" die Kaserne S. Francisco zu nehmen. Die Schildwache rief beim Herannahen derselben zu den Waffen. Alsbald trat eine Kompagnie Infanterie heraus, welche, da sie mit Schüssen begrüßt wurde, Feuer gab. Die In- surgcntcn ergriffen sofort die Flucht, wobei sie einen Todtcn auf dem Platze ließen. Die Trup- Pen erlitten schwere Verluste; der die Kompagnie befehligende Offizier wurde tödlich verwundet, ein Sergeant blieb todt, vier Soldaten wurden ver- wundet. Später wurde noch ein zweiter Eivilist todt aufgefunden. Die Stadt war über diese traurigen Ereignisse in höchster Bestürzung; der Bürgermeister beeilte sich, an den Minister des nnern ein Telegramm zu schicken, worin er dem Bedauern der städtischen Behörden und der Be- völkerung Ausdruck lieh und deren Mitwirkung zur Aufrechterhaltung der Ordnung belobte. Die Ruhe wurde übrigens nicht weiter gestört. In den neuesten Nachrichten ist der Strike„nieder- geworfen". Gerade wie man von einem Auf stände spricht. Die Truppen haben ihre Schuldige kcit gethan— sie werden dafür belohnt von der kaiserlichen Regierung, während ihre Brüder, die Arbeiter, weiter hungern. Der„Rappel" vom 23. d. enthält unter der Ueberschrift:„Zeugen, die man vorladen sollte," eine Mitthcilung von hoher Wichtigkeit zur Ent- hüllung dcS Treibens der geheimen Polizei beim Protest Pierre Napoleons. Dieselbe lautet in gc drcAgtcr Fassung:„Wir fühlen uns verpflichtet, eine an den Prozeß von Tours sich knüpfende Thatsache zur Kenntniß der Gerichte und der Fa- milie Noir zu bringen. Wir erhielten von einem Manne die Mittheilung, daß eine Frau in der Rue Notrc-Dame des Ehamps Nr. 56 eben ihren Bruder unter geheimnißvollen Umständen verloren habe, und daß dieser Bruder vor einem Monate indirekt in das Ereigniß von Auteuil verwickelt wickelt wurde. Drei Redakteure des„Rappel" zwei Personen verhaftet, ein Zeitungsverkäufer�rselben Nacht, um 2 Uhr, näherten sich in Alemann und ein gewisser Clckmencean.— Nach Pjacenza ungefähr 100 Individuen unter auf- rührerischem Geschrei der Kaserne S. Anna, for- dcrtcn die Soldaten auf, die Thore zu öffnen und versuchten sodann, sie zu erbrechen. Da dieser Versuch fehlschlug, ergriffen die Ruhestörer die Flucht; zwei von ihnen wurden verhaftet.— Am 24. d. bildete sich bei Brisighella bei Faenza eine Truppe von 70 Insurgenten, welche gegen 11 Uhe auf Bologna marschirten.— Die Nachrichten von Bologna sprechen von der Existenz eines Komplotts, um eine große Anzahl bewaff- neter junger Leute daselbst zu vereinigen. Es scheint jedoch, daß die von den Behörden getroffe- nen Vorsichtsmaßregeln das Aufgeben des Kom- plotts zur Folge hatten. Mehrere Verhaftungen sind vorgenommen worden". Der Präsident der nordamerikanischcn Freistaaten hat eine außerordentliche Botschaft an den Kongreß erlassen, welche den Verfall des amerikanischen Handels bespricht. Hauptsächlich hebt er hervor, daß es eine Schande für eine so große Nation, sei sie die Verbindung mit den andern WeUtheilm hauptsächUch den anderen Na tioneu überließe, die denn auch allein an Passa gier- und Postgcldern jahrlich an 30 Millionen Dollars erhielten. Daran mmdestenS im Ver hältniß gleichmäßig bctheiligt zu sein, sei doch Pflicht der amerikanischen Union. Und wenn die einzelnen SchifsSrheder in die Concurrcnz allein jetzt nicht mehr mit Erfolg eintreten könnten, so sei es Pflicht deS Staates, dieselben direkt mit Geldmitteln zu unterstützen.— Siaatshülfe, direkte Geldunterstützung des Staates verlangt die Bourgeoisie eines großen Staates durch den Mund ihres Präsidenten für einzelne Staatsbürger, die der Klasse der Bourgeoisie an gehören. Es soll uns wundern, ob unsere Bour gcoiSzeitungen in diesem Falle auch ihr Gejammer über diese StaatShülfe ertönen lassen; bis jetzt haben sie die Nachricht gebracht, ohne darüber zu lamentircn. Die unmenschliche Behandlung der Indianer in den Vereinigten Staaten von Nord amerika wird hoffentlich endlich ein Ende neh men. Wenigstens spricht sich der Präsident Grant in einem Briefe, den er unter Anschluß eines Berichts vom Minister des Innern an das Rc präsentantenhauS sandte, sehr energisch dahin aus, daß den Indianern ihre Rechte gewahrt werden. Derselbe handelt von den Indianer- Angelegen� heilen und dringt darauf, daß die Mittel ange wiesen werden zur getreuen Erfüllung der mit ihnen durch die früher von unS besprochene Friedens- Commission abgeschlossenen und vom Senat bestätigten Verträge.„Ich wünsche ernst- lich," sagt der Präsident,„daß, falls ein Jndia nerkricg unvermeidlich werden sollte, die Regierung der Vereinigten Staaten wenigstens nicht dafür verantwortlich sei." Der Minister constatirt, daß unter den Indianern überall Unzufriedenheit wegen Nicht-Erfüllung der ihnen gemachten Versprechun gen herrsche, und daß daraus die dringende Ge- fahr eines Krieges erwachse. Ueber die Verträge sagt er:„Sie wurden in aller Form bestätigt und ich bin nicht im Stande, zu erkennen, wir irgend etwa? für die Vereinigten Staaten binden der sein könnte als sie. Es ist deshalb den In- dianern auch nicht zu verargen, wenn sie die Nicht- Erfüllung der Bestimmungen als einen von uns begangenen Vertrauensbruch betrachten." Und trefflich heißt es dann weiter:„Wollte ich selbst absehen von den moralischen Verpflichtungen, welche einer christlichen Nation unter solchen Umständen obliegen, so würde' �unschwer sein, nachzuweisen, daß, lediglich vom Standpunkt Pecuniärcr Oeco- nomie aus betrachtet, es vortheilhafter wäre, je- den jetzt lebenden Indianer während der Dauer seines Lebens zu ernähren, und die Kinder zur Selbstcrhaltung durch Ackerbau zu erziehen, als nur ein einziges Jahr Krieg gegen die Indianer zu führen. Die empörende Barbarei, die scheußliche Verstümmelung der Todten und Gefangenen, wie wir sie oft hören, send unausbleiblich mit einem Jndianerkriegc ver- bunden. Durch Erhaltung deS Friedens vermeiden wir dergleichen, und es ist wahrlich wohl einer großen, mit so reichen Ressourcen gesegneten Nation würdig, cS ernstlich mit der Friedenspolitik zu versuchen. Wollte man sich nur einmal ernstlich dazu verstehen, die Indianer als Menschen im vollsten Sinne des Wortes zu betrachten! Man würde sie durch solche Behandlung dazu machen, während das bisherige System sie nur im Zustande der Barbarei erhalten und Alle, die berufen sind, mit ihnen in Berührung zu kommen, brutalisiren kann. Eine Nation von 40 Mill. sollte wahrlich mit diesem kümmerlichen Nest der Urbewohncr des Landes fertig werden können, ohne sie gleich wib den Thicrrn zu Hetzen und auszurotten. Ein schlagendererBeweiö für die demoralisirendeWirkung der Jndiancrkriege könnte nicht geliefert werden, als der, welcher in der Billigung des Gemetzels im Territorium Montana durch General Sheridan und selbst durch Sherman liegt. Unbegreiflich ist cS, wie solche Männer die Ermordung von Wei- bern und Kindern als nothwendig und löblich hin- stellen können. Es macht uns dies irre am sitt- lichen Werth derer, welche bis jetzt unter den Besten der Nation genannt wurden. Dem Re- präscntantcnhause kann man cS unter diesen Um- ständen nicht verdenken, wenn eS sich wiederum weigerte, die Jndianer-Angelegcnheitcn dem Kriegs Departement zu überweisen. ES geschab dieS durch Verwerfung der betreffenden Clausel, der mit be- deutender Majorität angenommenen Bill zur Re duction der Armee, welche alle überflüssigen Ossi ziere auörangirt, die Anzahl der höheren Chargen beschränkt und auch sonst wesentliche Ersparnisse und Reformen einführt." aber auch von dem verabscheunngSwürdigen Treiben der „Ehrlichen".— Wir werden in einer der nächsten Nnm- mcrn noch einen ausführlichen Bericht über diese wichtige Versammlung bringe». Derews-Thell. (Für den Allg. deutsch, Arbeiter-Verein.) An die Mitglieder zu Hamburg. Auf Bericht de» Bevollmächtigten für Hamburg habe ich mich entschlossen, statt Sonnabend, den 2., Freitag, den 1. April, Abend» ö Uhr, mit Herrn Schallmeyer dort anzukommen. Aus Freitag Abend soll daher auch die Volktversammlung anberaumt werden. Der Präsident de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins: Schweitzer. Berlin, den 29. März 1870. Magdeburg, 28. März.(Volksversammlung.) Gestern fand in dem großen Saale von Robert« Gesell- chastthaus eine von ungefähr 1S00 Arbeitern besuchte Volksversammlung statt. Der Reich, tagsabgeordnete Hasenclever und der seiner Haft eben entlassene Herr Schallmeyer waren anwesend. Auf der Tagesordnung landen 1) der Reichstag des Norddeutschen Bunde« und 2) die Arbeiterbewegung. Nach Beendigung der Debatte über den ersten Punkt, zu welchem hauptsächlich Herr Hasenclever sprach, läßt der Vorsitzende über Beibehaltung oder Abschaffung der Todc«strafe abstimmen. Unter stür- mischen Beifallsrufen erklärte sich die Versammlung in Eiiistinimigkeit für die Abschaffung.— Zu dem zweiten Punkte sprach zunächst Herr Schallmeyer, dann mehrere Buckauer und Magdeburger Mitglieder de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins und hieraus Herr Hasenclever. Während Hi� einer Rede trat plStzlich Herr Bracke mit mehreren Lamcn, 18. März.(Zwei Flammen de» Anp perthaleS.) Je näher wir hier dem Zeitpunkt entgegen- gehen, wo das allgemeine Stimmrecht abermal» enlschei- den wird, wer das reiche und dennoch unendlich arme Barmeu-Elberfeld im Reichstage vertreten soll, desto schö- ner leuchten hier zwei Flammen, desto brüderlicher finden sich zwei Herzen, ich sagte: finden sich,»och sie habe» sich ja längst gefunden, jetzt ist nur vor aller Welt klar zu sehen, daß zwei sonst scheinbar entgegengesetzte Flammen einander sich aus'S herrlichste vereinen. Doch lassen wir die Thalsachcn sprechen. Die eine Flamme, voll edler Begeisterung, ist Pastor Thitmmel, evangelischer Pastor zu Unter-Barmen; er nennt die Maj«rilSt deS Reich«tagS „Bagabonden", doch da« ist nicht«, besonder« hatte er ja schon hundertmal bewiesen, daß die sociale Frage nur durch den klaren Schnaps(Meckinghauser) verursacht wird und hat mit dieser Phrase gegen Schweitzer agitirt. Uebrigen» scheint er, wiewohl er gegen die Social-Demo- kratcn zu Felde zieht und ihnen zudonnert: daß Schnaps allein die Roth der Armen verursache, kein gar großer Feind de» edlen Rebensasle« zu sein. Und wie böse ist die Well. E« Ist gar nicht lange her, da sagte ein jun- ger Mensch in einer öffentlichen Versammlung: Eine Kirchenflamme bezöge Gehalt für ihr bischen Predigen, und da diese Arbeil doch höchst unproduktiv sei, so sei auch dieser Gehalt von den Arbeitern geschaffene» und von jenen verzehrte« Gut. Doch glücklicher Weise stand die edle Flamme nicht ohne Schutz da. Schreiber dieses trat vor und erklärte:„E« ist eine scheußliche Verlcum- dnng zu sagen, daß irgend Jemand sür Gottes Wort zu predigen, Geld bezieht. Nein, alle edlen Geister dieser Art verdienen, wie der Apostel Panlu», ihr Brod mit Tcppich weben. Da» Predigen geschieht, ganz wie die Apostel es gebieten, umsonst." Wem gefällt diese Ver- theidigungSart?— Außer der erstgenannten heuchelt noch eine andere Flamme dem Wuppcrthal, wie wir sagten. Damit unser Thal in der Presse andern kleinen Markt lecken nicht unähnlich sehe und also auf der Höhe der Zeit stehe, wurde von dem Verleger der„Barmer Ztg." Herrn F. Staat« ein gewisser Herr Kleinpaul enga- girt, ein vortrefflicher Knabe. W-S seine Leitartikel betrifft, so kann man dieselben, wie folgt, eintheilen: 1) gegen Schweitzer vier Artikel die Woche oder wenigstens ei» halbes Dutzend Notizen, 2) Th-aterb-sprechung, 3) in wichtigem Ton gehaltene Concilartikel und endlich, woraus sich der Edle am besten versteht, 4) Stadtklatsch. Darun- tcr fand ich denn auch eine Notiz, worin e» heißt:„Eine 72 Jahre alte Frau erhängte sich gestern. Ursache unbe- kannt." Die Tochter der Verstorbenen verlangte, daß der Wahrheit gemäß auch der Grund des Selbstmorde« der alten Frau angeführt werde, welcher in entsetzlicher Roth bestand. Die Antwort aber ist:„Wenn ich da« schreibe, liebe« Kind, dann bekomme ich vier Wochen Gesängniß!" Unsere Flamme liest alle Zeitungen, die ganze Stadt weiß, daß Pastor Thümmcl die Majorität de« Rcich«tag» Vagabonden genannt hat, aber unsere Flamme bringt hier- von nicht«, im Gegentheil beide Flammen sehen ein, daß sie einander gegenseitig bedürfen; die eine beberrsckt geistig die, welche glauben, was man nicht sieht. Herr Kleinpaul aber hat die hohe Aufgabe, dem liberalen Mob glauben zu machen, wir seien am Ende aller Revolutionen, wenn wir nur ei» liberale« Ministerium hätten, er schreibt und der reiche Pöbel glaubt e« und schwört daraus. Sehen wir un« einmal die Nr. 64 der„Barmer Zeitung" an. will die edle Seele sonnenklar bcwcisen, daß die sowenig wie die Fortschrittspartei, und w-iw hülfe diese» Zustande« fordern und zugleich strafe verwerfen, so beweist da» nicht unser Ei»! mit BUmarck, sondern daß wir da» grade hcit verschließen, nur sür eineS haben Sic Ü"..:Ot für die Beschimpfung der Gewählten deS Volke«-■Ot" Beschimpfung unserer Abgeordneten. Aber gl.«- �'le nicht, mich erzürnt zu haben! O nein, ich w-i�' � Iben loffi Urne «ti ©Ol »di ai St «l le dem Tage, wo Sie Wahrheit schreiben wollten, f'"anet ~" Und für mich aber sr™. Brotes kommen würden. HDL lieh, Sic täglich die Brosamen der Lüge»est sehen. Also nur vorwärts, Sie werden de»« nicht bedecken, der einst mit Donncrgekrach«'-f- goldgleißende verlogene Eivilisalion verschlingen � W. SM Bei der Veröffentlichung der säumigen Ort«« bruar ist Beeck irrthümlich mit aufgeführt. der Bevollmächtigte für Stockum, welche?,"J avgegebc», seinen Verpflichtungen nachgekoniwe»� Mitglieder von Meißen hoben nachträglich ihre»' tnngen für Decembcr, Januar und Februar Zls Hauptkasse erfüllt. Verbands-Theil. (FürdenAllg. deutsch. Arbeiterschaft«'v!-j Allg. dentsche verri«. M«nuf«rtjuarteitei� Elberfeld, 23. März.(Strike.) Der iolMbeu. ßer«erdende Druck de« Eapitals auf die weckt deren Klassenbewußtsein. E« ist zwar tl«-» ier p immer erst die Noth die Arbeiter»ach ruscn unserm„gesegneten" Wupperthale ist da« Klosh sein schon längst erwacht und hat dieses die Wahl, welche wir durchgemacht, hinlänglich den« Socialismu« ist hier in Fleisch und Blut und 'l üb |!n tu �»nd 9'"techti Doch werden dann und wann von unseren G«9� J'»gm Waffen in die Hand geliefert, vermittelst der-« Äi � Stande sind, unsere socialistischen Prinzipien a«- ei,, ZU sich Er soll Der Geldteufel. Novelle von Hendrik Couscience. XI. (Fortsetzung.) Margret stieß die Thür auf, indem sie läut selbst sprach: „Mich wegjagen, der Schelm, der Betrügerl wissen, warum." Ueberrascht von dem Halbdunkel, welche» in der Kam mer herrschte, und besonder» von ihrem AuSseh'n und der Dürftigkeit und Armuth, blieb Margret erstaunt stehen. „Wa« wollt Ihr hier?" fragte der Jüngling, welcher aufgesprungen war und sie mit zornigem Blicke ansah. „Nun, nun," sagte die alte Magd mit erhobenen Händen.„Seid Ihr es, Herr Berthold? So mager! Hättet Ihr nicht gesprochen, ich würde Euch nicht wieder erkannt haben. Wie da« Unglück doch die Menschen ver- ändert I" „Wa« wollt Ihr hier?" wiederholte der Jüngling. „Haha!" lachte Margret.„Der gute Herr ist auf mich erzürnt. Wenn Ihr wüßtet, worum ich Euch aus diesem garstigen Speicher besuche, so würdet Ihr mir die Hände vor Dankbarkeit und Freude küssen." „Kein Wort mehr, Unverschämte!" polierte Berthold, drohend ans sie zuspringend.„Geht hin, geht hin, sage ich Euch." „Sie jagen mich weg?" seufzte die alte Fran.„Nun, ich werde geh'n. Wüßtet Ihr aber, wa» ich Euch zu sagen habe! Ich war gekommen, Euch da» Erbtheil zu- rückzugeben, welche» der falsche Monck Euch gestohlen hat, ja, gestohle» wie ein Diep." Aus Berthold» Gesicht erschien eine Miene de» Un- glauben«. „Monck hat Euch gewiß geschickt, um un« in unserm Elend zu verspotten," sagte er höhnisch. Aber Eonrad war ausgestanden, er zitterte vor Ans- regung und in seinen Augen glomm ein Funke von be- zwungcner Freude. „Schweig, Verth old, verhalte Dich ruhig," flehte er. Höre wenigsten», waS diese Frau Dir sagen will." Und Margret bei der Hand nehmend, führte er sie zu einem Stuhle.. „Nun, gute Fran, setzt Euch nieder und seid ruhig", sprach er init sanftem Tone.„Ihr wollt dem Herrn Berthold sein Erbtheil zurückgeben, sagt Ihr; da» Erb theil, da« ihm von Mouck gestohlen wurde?—" „Monck hat mich weggejagt, mich zur Thür hinaus ... c___ I.. t- cr.-.-v jj e.. r„ Cfll a vt i. f Or~. c „Ehrlichen" in den Saal. Herr Bracke erhielt später das Wort, um einzelne Aussührungen zu widerlegen. Die« muß ihm sehr schlecht gelungen sein— er schob e» selbst ans die beschränkte Redezeit— denn auf Antrag eine« Magdeburger Mitgliedes wurde mit allen gegen 4 Stim- men der Beschluß kurz nach seiner Rede gefaßt:„daß Herr Bracke uud Herr Liebknecht niemals wieder in Magdeburg vor Arbeitern sprechen dürfen." Diese Demüthigung, die gerade dem einst in Magdeburg so hoch gefeierten, ja von den Arbeitern auf Händen ge- lragenen Herrn Bracke zu Theil geworden, ist ein Zeug- niß von dem gesunden Sinne der Magdeburger Arbeiter, hat, denn Ihr werdet eS nicht glauben können, er liebt sie nicht, er haßt sie... „Aber sprecht doch von dem Erbtheil," bat der Mu stku« mit Ungeduld. Margret schien auf diese Aufforderung nicht zu achten und fuhr in ihrer Rede fort: „Und diese Laura, sie verabscheut ihn und hat einen solchen Widerwillen gegen ihn, daß das arme Fräulein fragte Margret mit gleichgültiger Kälte. vor Angst und Schrecken die Antzehrung bekommen hat .... Ja, ja, Herr Bcrthold, Ihr wißt e» vielleicht nicht, aber Laura sieht Euch noch so gern, daß sie weg schmilzt wie der Schnee, weil sie von Euch getrennt ist." Der Zorn de« Jüngling» war ganz geschwunden. Er hatte mit klopfendem Herzen und funkelnden Augen die letzten Worte der Dienstmagd angehört,— nun fragte er mit freundlicherem Tone und fast flehend: „Die Auszehrung? Laura, die Auszehrung? Sie liebt mich noch, sagt Ihr, Margret? Wie könnt Ihr da» wissen?" „Nun, e« war Monck« größter Verdruß, und darum hat er Euch so viel Böse« angrthan, als er nur konnte. Ihr solltet sterben vor Aerger oder da» Land verlassen und er würde Euch wohl s» weit gebracht haben, mögt Ihr eS glauben oder nicht. Mit Geld kann man Alle»." „BösrS ganz besonders," seufzte der Musikus." Aber daS Erbtheil, da« Erbtheil!" „Also Monck ist e« wirklich, der meinen Ruhm und mein- Ehre durch bezahlte Lästerung vernichtetl" rief Bcrthold. „Und wer Ander«? Einfältiger, wißt Ihr e» nicht?" fragte die Frau mit Verwunderung. „Ihr kamt hierher, um über Bcrthold'» Erbtheil zn sprechen," fiel der Mnsiku» mit gespannter Ungeduld ihr in» Wort. Margret setzte sich gemächlich auf ihren Stuhl und hustete einmal, al» ob sie sich zu einer wichtigen Mitthei- lung vorbereite; dann sagte sie mit einer klugen Miene: „Darüber wollen wir einmal ernstlich sprechen. Gute Rechnungen machen gute Freunde, sagt da» Sprichwort.. Wa« bringt es mir ein, wenn ich Euch da« Mittel an gebe, die Million zurück zu erhalten, welche Monck Euch durch Betrug gestohlen hat?" Aer Musikus sah Bcrthold in die Augen. Auf des Jünglings Lippen schwebte ein Zug der Verachtung. Sie weiß Nicht«," murrte er. Ich weiß Nicht»?" wiederholte Margret. Drei Tage vor dem Tode de» alten Herrn Robyn hat Monck mir ein Geheimniß anvertraut, ein Geheimniß, das wohl Social-Dcmokraten mit Bismarck gehen.„Denn", schreibt er,„Bismarck sagt: Heute wird da» menschliche Leben bei Maschinen, in Bergwerken und sofort oft aus'« Spiel al« bisher auszudehnen. So wa» am 7. d.$• rikale 2>/z-Sgr.-Versammlung Wasser auf uns'-) und wir verstanden eS, dieselbe auch gehörig ans So kommt un« jetzt der, Montag den 21. d. gebrochene Strike der Arbeiter und Arbeiter mechanischen Weberei der Firma R. u. E. W" selbst zu Nutze, wodurch jetzt wieder ans'« JW'' bciter die„Arbeiterfreundlichkeit" und die zen" der Fabrikanten erkennen. Dieser Strikt «»»gebrochen, um höhere Löhne oder kürzere» zu erzielen, wa» ja bekanntlich die hohen Herrwi bar scheuen und wa« ja auch kein„ordentlicher 1 Arbeiter verlangen darf, sondern nur da»„Lu>� del",„die Ränder und Mörder"— Gott sei d» nein, dieser Strike Ist«»«gebrochen, weil die h� den Arbeitern lgenannter Fabrik eine Wohlthas wollten, dadurch, d«ß sie den Arbeitern 20-- abzogen, wohl um ihnen so da« Sparen Z» und dafür zu sorgen,»aß den Ardeitern nich) viel könne gestohlen werden. Ja, echte, ur> „warme Herzen" sind zu haben im W,, Die Arbeiter und Ardeiterinnen waren jedoch bildet, daß sie solche Wohlthatcn nicht erkenne» 7 und die Arbeit einstellten, anstatt die Hand WI'J thäter« zu küssen. Die Strikenden sind guter- der schlichten Zeit, welche unser„gesegnete«" 2 mit nimmt und recht uugemüthlich macht,»ie �«hen .°Ub hfiü. �p-rz 1 Zwo '»ernt J JU I «n x gesetzt, de»wegin braucht man auch sich um den Mörder,'auch von wegen des gottlosen Socialismu» verflucht" werden müßte, welcher Antrag«" »er geköpft wird, nicht viel Sorge zu machen. Die Las-.........._______________......... o. salleaner haben aber in der Versammlung zn Berlin eben-lfluchungt-Eommission" hiermit gehorsamst gesteh fall» erklärt, daß da» Leben der Arbeiter schutzlos wäre, weibliche Geschlecht, Frauen und Jungfrauen," hiermit ist alle« bewiesen." Armer Geisteskrüppel sonder Männern den Rang ab an Entschiedenheit; � gleichen! Großer Redakteur: Wenn Bi«marck dergleichen hier, was oft im kleinen Maßstabe hervartrilt. sagt, so beweist da«, daß der Herr Graf weiß, wie«an Seiten de« schwächeren Geschlecht» eine Energie mit dem Leben der Arbeiter umspringt, aber e« beweißl kraft entwickelt wird, wie e» nicht immer bei letst Pt de ußt "n dl auch, daß derselbe Herr Graf bisher ebensowenig etwa« zur Abhülfe dieser Roth de« Arbeiter« getha» hat, eben daß Ihr Wahrheit sagtet, Frau! Berthold, dann wären wir über die Lästerung erhoben; un« würde die Macht ge hören, Nicht« würde im Stande sein, Deine Bahn zn hemmen; Dein Name würde einmal an dem Himmel der Kunst al» ein glänzende« Gestirn strahlen.... und die se» Geheimniß, Frau, diese« Geheimniß?" „Was bringt es mir ein, wenn ich es Euch eröffne?" geworfen wie einen Hund""' sagte Margret, mit der Faust schrecklich für den Betrüger sein muß, da er mir mehr auf den Tisch schlagend,„aber e« wird ihn reuen. Ich al» sich» Monate geschmeichelt hat und zu meinen Füßen mußte seine Frau werden; so war eS Zwischen uns festge- gekrochen ist, wie ein Wurm, damit ich c»»erschwcigen stellt von der Zeit an, w« der alte Robyn noch lebte, sollte. Wird diese« Geheimniß vor dem Gerichtshof be- Aber Monck hat mich al» ein scheinheiliger Schelm, depkannt, dann ist da« Testament vor dem Gesetz null und er ist, abscheulich betrogen. Morgen verheirathet er sich nichtig." „Wa» verlangt Ihr? Wa» verlangt Ihr?" schrie Eon rad zitternd vor Ungeduld. „Ihr müßt wissen," war die Antwart,„daß ich in dem Testament de« Herrn Robyn stehen sollte, aber Manck hat es verhindert. Hätten die Sachen den rechten Gang genommen, dann würde ich ein große« Legat crhalten ha den. Gebt mir diese« Legat zurück." „Aber wie viel? Wie viel?" „Doch wohl einige Tausend Franc«?" „Wie viel Tausend? Sprecht!" „Ich will bescheiden sein. Sind zwanzigtansend Franc« zu viel?" „Nein, Ihr sollt zwanzigtausend Franc« haben, fünf- nndzwanzig! Dreißigtaiiiendl" „Das heißt sprechen!" jauchzte Margret.„Ihr seid noch Menschen, die einer armen Magd da« Stück Brod für die alten Tagen nicht weigern werden,— aber darf ich mich auf Euer Wort verlassen?" „Zweifelt nicht daran, Fran," antwortete Eonrad,„der Dienst, den Ihr Herrn Bcrthold erweis't, ist gewiß so viel Werth, Ihr sollt die dreißigtanscnd Francs haben, nicht wahr, Bcrthol», sie soll sie haben? Seht Ihr wohl, Fran? Sagt nun, worin besteht das Geheimniß?" „Ihr betrügt mich doch nicht?— Nun, dann werde ich reden. Da» Gesetz erklärt alle Testamente für un gültig, auf welchen kei» Datum steht. Ist e« nicht so?" „Ja. Wa« wollt Ihr damit sagen?" „Es steht kein Datum auf dem Testament de» Herrn Robyn." Der Musikus eilte nach dem Tische, öffnete die Gchub- lade und suchte mit zitternden Händen nach einem Papier. Al« er es gefunden hatte, heftete er seinen Blick darauf,— ein dumpfer Tvn der Verzweiflung entfuhr seiner Brust und er ließ da» Papier auf den Tisch fallen, indem er schmerzlich seufzte: „Bittere Täuschung!" „Schnell, geht fort von hier! Sogleich!" fiel Berthold gegen Margret au».„Ich wußte wohl, daß Monck Eueb zesunden haben geschickt hatte, um un» in der Armuih zu verspotten O, wenn Ihr keine Frau wäret I" „Wa« überkommt Euch Beide?" antwortete Margret erstaunt.„Nun, wo Ihr da» Geheimniß wißt, glaubt Ihr mich mit Scheltworlen vor die Thür zu setzen? Ihr kennt mich nicht. Es wird nicht io leicht geh'n. „Aber Fran, man hat Euch betrogen," sagte der Mu- siku«;„hier ist eine buchstäbliche Abschrist de» Testaments, der Fall ist. Wohl wissen wir, daß auch in genden der Druck und die Roth sehr groß ist,. � 3 *8« » kei ob .' Ü fc'11' V -ltgi glauben, daß Ihr nicht hierher gekommen seid ficht, un« zu verhöhnen; aber geht hin.....' „Den zwanzigsten April?" wiederholte „Seid Ihr gewiß?" „Da liegt die Abschrift. Könnt Ihr les'! na�".., „Hat dieser Spott nun lange genug gewähr' der Jüngliig.„Wollt Ihr gehen oder nicht?" „Einen Angeiiblickl" sagte die alte Frau, n Fingern die Stirn reibend.„Einen Angenbi'?' mich einmal nachdenken..... Ah, Monck hat Falschen gespielt, mich betrogen. Er hat mir gesagt. Warum?— Aber wenn meine erste V'''. einmal gegründet wäre..... ja, ja, welche» �n: mir auf! Nun weiß ich eS!", i-r o, „Was wißt Ihr?" stammelte der Mnsiku»'•' Aufregung der Frau verwundert. � „Was ich weiß? Das Testament ist falI'Hallidu Robyn hat es nicht gemacht." „Erklärt Euch, wie meint Ihr da«?", „Hört. Der alte Robyn weigerte sich, ein �ehi jU machen. Wir fürchteten— Monck und ich lj" einmal, von einem Schlagflusse getroffen, Plötz-) iU, »nh IltlÄ uffn JdAÄ Pwrtnf fmtfwvT b.. M�'r i "T" für >fi und uns also das Legat nicht hinteilasscn wiis� er un« versprochen halte. Am Morgen seiu),, bitte, «fwi»».«tu« iwn/tyiw I' flehte ich ihn�noch an, an seinen letzten WilleU � ch�r Alle«, was ich au» ihm herausbringen konnte, M Versicherung, daß er nach vierzehn Tagen, we»u"»d besser ginge, einen Notar kommen lassen wolle- stand kein Testament, ich bin davon überzenlst- war fast eine Stunde mit dem alten Mann«' blieben,— e« wurde geklingelt, ich fand todt in seinem Lehnstuhl liegen und erschrak be', danken, daß er ohne Testament gestorben sei- � Ihr, wa« da« sagen will?" „Um Gotte« willen, fahrt fort," flehte I£di,{ (Fortsetzung folgt. .'»tli michl dhhl Mit t Die Berliner Witzblätter und Wir machen den Berliner Witzblättern viel zu schaffen; sie beunruhigen sich beständig"- willen. Um auch unscrn Lesern den Vorhand« wand guter und schlechter Witze zugänglich, theilcn wir nachstehende Proben mit, die wir einzigen Tage, Sonnabend, 26. ds». in jene» ich gri Mit dkzer stich, '«>» s mit de, P' 0 b mit Laura Kemenaer, aber nur weil ihr Vater viel Geld„Ö Gott!" rief der Musikus mit erhobenen Händen,'e« trägt da« Datum von zwanzigsten April. Ich will 1) Aus dem Berliner„Kladderadati�' Haue nicht! „Die Herzberg-Silberstein'jche u. S«� di- Presse � Steiuitz'sche Affaire fordert trachtungen auf. Haue nicht! Höre, was die Weisheit spricht: Hau'n ist immer höchst unsittlich ft In« i ■ k *5- sta fcitib viaö vii, rfl» •ndi flta in Deulschland nicht verschlossen ist, wenn rm handelt ihren«och in größerem Maße ge- veüdern zu Hülfe in eilen, wir wissen,»a« Eocial-Demokrat sich dann freudig etwa« ab- W anderen eine kleine Unterstützung gewähren zu Etifi\ e! ergeht dieserhalb an alle Parteigenossen der ven,'tln leidenden Elberfelder Brüdern zu Hülfe zu 1 tu �»»e» alle Parteigenossen bedenken,»elcher Erfolg :t(it! �„orstihende Wahl au« einem Siege erwachsen !olle«> l dedeutend werden sich unsere Reihen verstärken, nl«i �rteigcnossen laßt diesen Ruf nicht vergeben» er- fltijj,'«»t allem ihr wackeren Hamburger, Berliner, t Jan« it. steht den Elberfeldern bei. Die Zahl b»"''�en ist gegen 160 und meisten» sind Familien c»ni«o Mann und Frau zugleich in der Fabrik ar Dörnen somit jeder Verdienst entzogen ist. M' ch M«' gtlA Wohl Fabrikant auf seinen veldsack, aber zeigen wir, »l- Kräfte können, wenn sie wollen. Etwaige >d zu senden an Herrn Wilh. Wüsten, Elber- «pstr. 9. Ueber alle eingegangenen Gelder wird öffentlich Bericht erstattet werden. Mit räuber N Brust E«rl Klein. L 27. März.(Zum Strikt.) Parteigenossen, and Arbeiterinnen, wir bitten Euch, un» in un "Ilen Lage zu Helsen, da wir bei unserem kärg keinen Groschen erübrigen konnten, endlich aber dsi. die Arbeit einzustellen gezwungen waren, die Fabrikanten und Meister unsere gerechte nicht bewilligten Wir legten den Fabrikanten, » H unsere Forderungen vor, mit denen gewist alle '«»erstanden sein werden, weswegen sie un« ge- "'n ernsten Kampfe, den wir bestehen, denn die von un» besteht an» Familienväter, nicht ver- d'n. Unser Schreiben an die Fabrikanten und utet, wie folgt:„An sämmtliche Fabrikanten ' de« Reepschläger und Seiler- Gewerke« zu und Altona richten wir nachstehende» Gesuch, • überzeugt haben, dast e» gerechte und hillige enthält, und wir hoffen auch, daß die Fa und Meister dasselbe anerkennen und den Ar �'chtigkeil widerfahren lassen werden. Nächste n ö'S'Trnaungtn legen wir somit vor. 1) Ersuchen det'vHUzi Lohnerhöhung, pro Woche zwei Mark, also ,Uvn 10 Mark 8 Schilling aus 12 Mark 3 Schill 'vhen bei einer Arbeitszeit von 6 Uhr Mor- v Uhr Abend», mit Ausnahme einer halben "stück-, einer Stunde Mittekg- und einer halben 'Vttzeit, so daß täglich 10 Stunden Arbeit»- iwar während der Monate vom 16. Februar �etnber. 2) Ersuchen wir für jede Ueberstunde '! lu bezahlen, und für jede fehlende Arbeit»- � Werktagen 3 Schilling Abzug zu rechnen �trile November, bi« zum 16, Februar ist die Ar- t».S- Uli )-r ti ie A' -r tu ufen Kl«! die ff beff'1' llnt J1 0(31 de' pie»_ d,&■ f unfC. .-ig««f i. d. .beste E, ksti » Na» Sttik- Angelegenheit au» der Arbeit entlassen werden, so sind sämmtliche Gesellen verpflichtet für dieselben Schritte zu thun, Sollten die Meister un» Fabrikanten nicht Willen« sein, den obengenannten gerechten Forderungen, die völlig billig sind, nachzukommen, so sehen sich sämmtliche Recpschläger und Seilergesellen genölhigt, die Arbeit«onnabend den 12. März d. I. einzustellen und nicht eher die Arbeit wieder aufzunehmen, bi« ihre Forderungen bewilligt sin». In der Erwartung, daß die Herren die Einsicht haben werden, daß bei der jetzigen hohen Miethc und dem hohen Preise der nöthigen Lebensbedürfnisse die Ar- beiter mit de«, jetzt bestehenden Lohne nicht»»«kommen können, rechnen fest darauf, daß bis Sonnabend Mittag spälesten» da» Resultat über diese Angelegenheit un» be, richtet werde I Für die Gewerkc der Seiler- und Reep schläge.gesellen unterzeichnet da» Comile!"— Diese? Schreiben haben wir den Capitalisten zugesandt; diese haben sich aber bi» heute noch nicht entschlossen, selbigem nachzukommen. Noch sei bemerkt, da» zwei Mark und acht Schilling gleich einem preußischen Thaler sind und daß jeder, der weniger verdient, hier nicht wie ein Mensch leben kann. UnterstützungSgelder bitte ich daher an Unter zeichneten zu senden. Mit social-demokratischem Gruß an allezArbeiler Deutschland» I. Lössler, Bürgerstraße 103 in Altona. rzere aiA»» 7 Uhr Morgen«' bi« SUHr Abend« zusetzen Herrevi Jitttittn FrllhstllckSzeil, so daß mithin 8 Stun tlicher p per Wochen fortfallen gegen die Sommer t„r»? � der Wochenlohn in den Wintermanaten per ' V'1™ott betragen. 4) Die SonntagSarbeit ist � i i! 7 Uhr bi« Nachmittag» S Uhr nebst einer °hlth-l ande Fcühstllck»jiit mit 3 Mark zn bezahlen vielnc Stunde mit 6 Schilling. 5) Alle knech. n zu-lung soll wegfallen. In denjenigen Werk- n nich. ,'3 noch Sitte und Gebrauch ist, daß der Ge te, u?"n Worte„Du" angeredet wird, ist da« jetzt tN?ilu. sv&leiden. Jedem Gesellen muß t« freistehen, js( Oberkleider zu tragen nach seinem Gut �'dürfniß. Wegzulassen sind alle Beschrän n�vissi Angabe de»»utspmnen« in der Stun Hauer unerbittlich er seinen Richtstab bricht.— Haue nicht! Haue nicht! >rst auch noch so sehr erpicht! der Rache Lnst, der süßen, ßt Du lange Zeiten büßen der Presse Vehmgericht: Haue nicht! Haue nicht! nn ein Blatt Dir nicht entspricht! gedruckt, scheint heute wichtig— il'0'9tn schon ist Alle» nichtig,— Zk" kein Mensch mehr dafür spricht: Haue nicht! >r � L. Haue nicht! j ob auch der Sabul bricht! lewöhti'.'cht sägst Du mit stärkstem Prügel richl?"., Verhängniß in die Zügel: rau, W-'Ugefchicht' bleibt Weltgericht! ugenbi� njchj, k hat �'str und kostenfreier Besorgung von >t wir � v zzolkSzeitung und andere libc- rfteBll? wipstihlt sich dem geehrten Publikum die tlche»'«mosscnschaft. 'usiku»''?''' voller, Splegelberg, Schufterle, .w, Erklärung. ist ffl" i'dnng eine» unliebsamen Zusammcntref .�chweitzer'schen Knüppelgarde, erkläre ich, '.l sich keineswegs zur Regierung hält. Die I ein 1"»ihr hält sich zu Schweitzer. ,d ich< Kladderadatsch. �che Depesche de« Kladderadatsch. plötzlit l MÜkW h,.' !, flii»' Kkler. Steinitz'licher Trostver». � Villen l�A�chw crle(Knllppck) bewcistder Scythe Vid d er Stärkere(Social-Demokraten- �---» I if i»(UU»nd zweiter Theil,) hat Recht. wolle- sittlich vor einer Menschenmenge -rzeugl-. 6tia4(( iann«. dicht bald de» Molkenmarkte» Enge > � düsterer Nacht. �ich vor einer Menschenmenge ' lt ll.rcist, seh' sich vor,.„ . L?1" Knüppeln in den Saal sich dränge 1"Ztrbuben Corp». lö tti(j rn ndig rhand' zlich i' ww zv"ch vor einer Menschenmenge ».'vi sie bekannt;— �»tit Ohren von besondrer Länge der Denunciant. jene» .s-T da ..S-h'� »»% Br-* » Jüngling, diese» Liebe« Klänge! °.ch schafft sich P-in, "ch vor einer Menschenmenge 'r sei allein. *n« den Berliner„Wespen." Frllhling«-Ansailg. /«nster auf, die Herzen an l "Jst�inde! Geschwinde! ii.'Uach' auch Beide» wieder zu, / Mir die pelzverbrämten Schuh, ist kalt, e« scheint zu zieh'», &.H°lj und Torf in den Kamin 'ude, geschwinde! »llg. deutsch. Gewerkschaft der Schneider, Kürschner und Kappcumacher. Hamburg, 30. März.(«« die Mitglieder.) Noch mal« muß ich bemerken, daß bei Arbeitseinstellungen ireng«ach dem Statut§ 13 gehandelt werden muß. E» möge Mannheim al« Muster dienen, wo alle« spe- risicirt worden und von der gesetzlichen Kommission rejzel- recht unterzeichnet ist. E« ist in München eine Arbeu»- einstellung in naher Aussicht und ersuche ich deshalb, den Zuzug dahin abzuhalten, ebenlo von Mannheim. In Greitz werden die Mitglieder ebenfall» eine Lohnerhöhung fordern, und bitte ich die naheliegenden Mitgliedschaften, wenn ein Strike eintritt, Greitz mit Geld zu unterstütze» und den Zuzug abzuhalten. Da e« ein kleiner Strike ist, wird durch Einigkeit und Festigkeit alle» erzielt werden. E« gilt jetzt, vorzüglich München in'» Auge zu fassen und mit aller Kraft dasür einzutreten. Da» Schneider bataillon muß sich stet« zum Kampf gerüstet zeigen aus dem Wege der Coalitio» und im Kampfe für Freiheit und vollen Arbeit«ertrag. Ich mache bekannt, daß die Abrechnungen bi» zum 7. April eingeschickt werden müssen mit der Hälfte der Beiträge. Ich bitte auch, daß man da, wo keine Abrechnungsformulare mehr vorhanden sind, darum an mich schreibt. Da die Arbeil w.eder besser wird, möge Jeder seinen Kasscnpflichlen nachkommen, da niit wirimKampse ciege» da» Eapitalihm gewachsen dastehn. Schließlich mache ich noch aufmerksam auf die im vorigen Quartal ausgeschriebene Extrasteuer. Ueberall, wo noch Restanten betreff» der Steuer sind, dieselben jetzt zu be zahlen, sonst sind sie ihrer Mitgliedsrechte enthoben. Ferner mögen»ie Bevollmächtigten daraus achten, daß die Ad- stempelungen besser in den Rubriken der Mitgliedsbücher gefertigt werden, nicht, wie e» schon vorgekommen, 2 bi« 3 Stempel auseinander! Jeder Stempel der Rubrik nach soll abgestempelt werden. Mit social-demokraiischem Gruß F. S. Liebisch. Himburg, 24. März.(Krankenkassenangelegen heit.) Die Mitglieder der Kranken- und Slerbekasse de» Allgein. deutsch. Schnelder-Verein« Nr. 405 werden streng darauf aufmerksam gemacht, daß. wer noch Restant ist, seine Beiträge bi« 15. April 1870 entrichten muß— ist ein Mitglied bi« dahin über 6 Wochen Restant, so wirdss -» gestrichen Sl-.chze.tig bringe ich in Erinnerung, daß Dialekt, der ohnehin etwa, Wilden hat, Laurier zu:„Sie I-tzl, wo bald bessere Geschäft,,«t ist auch Jeder m der lachen! Sic haben eben auch gelacht al« der tapfere«api. «ewerkschast seinen Kassenpfl.chten nachkommen muß. Mit tain Touchet sprach, dem eine Kugel die Bnist durchbohrt Il.eder der Krankenkasse, welche Restanten sind, müssen sich hat. � Wenn er nicht Ihre Rhetorik besitzt, so hat er be. Entrichtung d-r B-.trag- nochmal« vom Arzt unter, doch mehr Her,- al« die Elique, der Laurier angehört." suchen lassen, sonst ist ihr Fortbestand al» Mitglied nicht(Allgemeine Unruhe.) Advokat Laurier: Der Gericht«- maßgebend. Im Austrage F. S. Licbisch. Hof hat uns, obgleich er es nicht näthig hatte, zur Mägi- «i.e.. ow v», rv« w. stung ermahnt. Man wird uns die Gerechtigkeit wider. Maler., Laikirer- und Berz-lder-Gewerk. fahren lassen, daß wir während der ga.z-n Verhandlung Kol», 26. März.(Strike.) Ter in Nr. 3t des nicht einen Augenblick von der maßvollsten Haltung ab. Soc.-Dem." in AuSstchl gestellte Strike ist nun wirklich gewichen sind. Aber nun bin ich von Seiten de« Ange. ausgebrochen. Fünf M«iln strikten schon drei Wochen, klagten der Gegenstand eine« nicht z« beschreibenden An« und weil der Fabrikankanl ihren geringen Forderungen griff» gewesen. Angekl.: Sie haben gelacht, al» mein nicht nachgeben wollte, mußten noch 57 Mann aufhören, alter Eamerad seine Aussage machte!-� In diesem Augen« Alle« Entgegenkommen von unserer Seile blieb erfolglo». blicke erhebt sich au» der Tiefe de» Saale» Ulric de Wir schickten Herrn Lichter« zum Unterhandeln hin, Fonvielle uud ruft sehr erregt:„Sie hoben Victor aber vergeben»,»er humane, fromme Fabrikherr— er Noir ermordet, Elender! W.> Sie haben zu lachen gewagt, besitzt neben einer Goldlcistenfabrik, eine Bibeldruckerei— al» man von seinem Leichnam sprach!" Ein unbeschrcib« hat vielleicht in der Bibel so diese„christliche Liebe" ge- lich-r Tumult folgt diesen Worten. Alle« erhebt sich von lernt. Ja e« schickte Herr Hieronimu« ein Verzeichniß seinen Sitzen. Ein Poli�ei-Kommissär ergreift Fonvielle, widerstrebender Arbeiter an die andern Fabrikanten, mit der der auf einen Stuhl gestiegen ist und mit geballter Faust Bitte, keinen davon in Arbeit zu nehmen. Daß die Ar- dem Prinzen zuruft:„Peter Bonaparte, wage doch mir beiter kommen und sagen:„Für den neuen Preis können in'« Gesicht zu sehen!" Man läßt den Angeklagten ab« wir nicht arbeiten," sieht der Herr nicht gern, er sähe führen. Alle Welt, Geschworne und Richter einbegriffen, vielleicht lieber, daß wir kniend und mit geneigtem Haupte springt von den Sitzen auf. Die hinter Fonvielle placir- daständen. Der liebenswürdige Herr ließ auch vor eini- ten korsischen Zeugen de« Prinzen stürzen sich unter dem ger Zeit Arbeiter au» Berlin kommen, um billiger arbei- Rufe:„Zum Tode! Zum Tode!" auf den Freund Victor ten zu lassen und un« zu drücken. Aber auch die» gehl Woir». Andere rufen:„Hinaus!" eine Stimme versteigt chief; die Berliner Arbeiter stehen zu un« und striken mit. sich sogar zu dem Ruf:„E« lebe der Kaiser!" Dle In der ganzen Fabrik arbeiten jetzt blo« ein paar Mei- v-ndarm-n werfen sich aus Fonvielle, ergreifen ihn und irr, welche sonst gewohnt sind, zuzusehen, wie andere schleppen ihn au« dem Saale. Der Tumult Ist bis zum Leute arbeiten, aber die tüchtigen Arbeiter fehlen. Ar- höchsten Punkte gediehen, da« Publikum zeigt eine fieder- beiter in Nah und Fern, helft un«, daß wir dem Eapi- hafte Erregung Die Ruhe stellt sich allmäiig wieder her. lal nicht erliegen, tragt ein Schärflein bei, erkundigt Euch General-Proknrator Grandperret(nachdem der Ange- bei den Collegen, ob wir nicht stet« mit unserer Hülse am klagte wiedr eingeführt worden): Eine seltene Störung Platze waren, wo e« Roth that, denn nur vereint können hat sich zugetragen. Herr v. Fonvielle, den Sie al» Zeu« wir dem Geldsack trotzen und unsere geringen Fordernn- gen gehört haben, hat die der Justiz schuldige Achtuug so gen durchsetzen. Bor Zuzug der Fachgenosseu wird gewarnt, weit vergessen, daß er sich Akten überließ, die nicht unge Etwaige Unterstlltzungs-Gclder wolle man an Unterzeich neten senden. Jos. Carmann, Bevollmächtigter, Benefijstr. 16 in Köln. Prozeß Pierre Bonaparte. In der Sitzung vom 24. März fand ein höchst stllr- Mischer Anslrill statt, der damit endete, daß der Zeuge de Fonvielle mit einer Strafe und zwar mit 10 Tagen Gesängniß belegt wurde� Der Zwischenfall, welcher mit dem Verhängen dieser Strafe schloß, war da» Haupt ereigniß des Tage» und brachte Gerichtshof, Geschworene und Zeugen und Zuschauer in maßlose Ausregung. Verschiedene aktive und nicht aktive Offiziere waren zu dem Zwecke verhört worden, den Prinzen wegen seiner ehrlosen Flucht bei der Belagerung von Zaatscha zu ent schuldigen. Einer derselben, der allerlei Anekdoten von dem Mnlhe des Prinzen erzählte, meinte,«S sei dabei eine dem Prinzen übertragene Sendung im Spiele ße- wcsen.„Nicht um eine Scndnng. sondern um ein Fort- schicken handelt es sich", rief der Vertreter der Civilpartei bei dieser Erklärung. So sympatisd| da» Publikum dem Prinzen war, aus den Au? fach Launer» hin brach es in lautes Lachen au». Der Prinz fühlte sich an der empfind lichsten Stelle getroffen und sein Zorn wurde durch einen neuen Ausbruch von Heiterkeit vermehrt, welcher folgende Worte des Capilain« Touchet begleitete:„Ich bewunderte eine Bravour und den Adlerblick, welcher in feiner Fa- milie erblich ist." Da» war zu diel für den Prinzen! Wie eine verwundete Hyäne sprang er aus und rief mit einer heiseren Stimme in dem scheußlichen corsischen ------------—-----—--------------— Die Fenster aus, die Herzen aus! Geschwinde! Geschwinde! Herr Jucho macht un« ein Präsent, Da» Reich«verf»ss»ng«-Pergamcnl, Da« gar so lang in Frankfurt schlief, Man bringt e« in da» vund'Sarchiv Geschwinde, geschwinde! Die Fenster ans, die Herzen auf! Geschwinde! Geschwinde! Führt' man sie ein, die Alte? Nein! Doch Schweitzer führt so eben ein Den Katzcnkopf-Eomment!— Mach' Du Die Fenster zu, die Herzen zu Geschwinde, geschwinde! Sitzung de» Reichstags. Am Tische de« Bundelrath«: Niemand, ferner Del- brück und Eamphausen und einige Eommissarien. Di- Tribünen sind fast so spärlich besetzt wie die Bänke de» Hause«. Abg. v. Schweitzer erscheint in der Jour- ualistenloge, sagt den daselbst anwesenden Christen, sie seien Preßjudcn, versichert von seinem R-ndezvou» mit Wagener: Die Ente war'« und nicht die Nachtigall! und bezeichnet sämmtliche Wangen der Journalisten al« Asyle für obdachlose Ohrfeigen. indcß zu stören. Wird aber der Geselle unangenehm und stellt dem Soldaten-in Stuhlbein, so ist der Soldat zu« ständig, ihni die Hand aus dem Stuhlbein zu schlagen. Schlägt er ihm blo« ein blaue« Auge, so kommt er mit diesem davon. Dagegen hat der Bürger da» Recht, wenn straft bleiben können. Ich will ihn in seinem jetzigen aufgeregten Zustande nicht vorführe» lassen und werde vor Schluß der Sitzung meinen Strafanirag stellen. Adv. Laurier: Ich besitze alle Ruhe und Selbstbcherr- schung, welche für mein Amt nöthig sind; aber ich sehe mich gezwungen, der Freiheit der Bertheidigung Achtung zu verschaffen. Soeben ist ohne jegliche Heraus- forderung, ohne jeglichen Vorwand-in vor diesen Schranken erschienener Advokat der Gegenstand eine» persönlichen Angriff» Seiten« des Angeklagten gewesen. Ich habe mir nicht erlaubt einen Zeugen zu verhöhnen; wenn der Prinz da» geglaubt hat, so hat er sich geirrt, Er hat aber auch nicht da« Recht In mein Gewissen ein« zndrängen. Ich bitte also den Gerichtshof die Ruhe in diesen Debatten wiederherzustellen Angesicht« der Schmach, welche un« nicht al« einer Fraction, sondern al« einer Partei angethan worden ist, die gewohnt ist ihre Fahne hoch zu Hilten und überall zu vertheidigen.... Präs.: Da« hat nicht ans den Antrag de« Herrn General-Proku« ralor« Bezug. Wir sin» hier keine politische Versamm- hing. Welche« sind Ihre Conclusionen? Herr Laurier: Ich erhebe Widerspruch gegen die Anträge de» General- Procurator«. Ich bitte den Gerichtshof, die menschliche T haijache in Betracht zu ziehen, daß die Sprache de, An- geklagten vollkommen geeignet war, Herrn v. Fonvielle alle Geduld verlieren zu lassen. Ich bedauere da» Ge- sch-hene, bin aber überzeugt, daß Herr v. Fonvielle jetzt sich stet« ruhig verhalten wird. Der General-Proku- ratar: Ich tadle ebenfalls die von dem Angeklagten ge- sprochenen Worte. Für jetzt hatte ich mich aber nicht mit diesen, sondern mit dem durch Herrn». Fonvielle herbei- die Pfeife abgenommen»nd sich hierauf entfernt haben, al« sei Nicht« vorgefallen..<< i> Nach dieser einfachen Schablone muß der Verkehr überall geregelt werden, um einige Einheit in die Um- ihm beide Beine zerschlagen sind, den Weg der Klage i u � j[-'0U 1 1',?,I, J � � 1'o t•n' i,'e betreten, oder, wenn beide Hände, den Soldat zu ergrei-«�.,;,....... onh,ntn?f« ml>!!>. ,!? fen, welcher alsdann d-r strengsten Begnadigung nicht � �«/'sandten«ackvi-lfe. M-ulickelle. und entgehen kann. Aber zuständig ist der Soldat immer,- und der Bürger hat ihm gegenüber anständig ju fein! Nach dieser Steinmetzelei nimmt der Reichstag Katzenkopf, Backpfeife, Maulschelle, und Realinjurien al« Rippenstoß. Fußtritt, Hutantreiben Seiten« de« Social-Deinokraten gesunden und somit ein tüchtiger Schritt vorwärt« gelhan. Wir für den Z 114«ine Aendcrung an, nach welcher nicht!�/.�.?-��"'!,- � i>'t a ä»!?*"■ MS."«« Der Höhepunkt de« zukünftigen Anstände» bezeichnen wir gleichfalls durch eiu Beispiel näher. steine im Tornister davon. Nächste Sitzung: Nr. 14 der Berliner Wespen. Der social-demokratische Knigge. Andere Zeiten,- andere Sitten! Und mit den!�-�°l'°ci'l�m°kratisch- Freunde sehen sichnach län- Sitten ändern sich die Gesetze. Die mörderischen Schüsse �« a t f«"sr* au, Revolvern von Geblüt,— die aufgestülpten Rock-jj�� ju©orte: 4«}Iicht« Zausen. Endlich A. Wie geht c», Bubokrat? ärmel, mit denen die Gesandten de» Herrn v. Schweitzer den Redakteur Herrn Steinitz nnciviliter zu trauen suchten, objchon sich derselbe ohne Kranz aus der Straße halle sehen lassen,— die Prügclscene im Leipziger Stadt- lhe«ter— von den oft berührten Wangen und Ehignons -der Bräute nicht zn sprechen— und andere Merlmale Da» Präsivium ist hinler dem Vorstand der Nord-�eiuer neue» Aera de« Umgang« mit Menschen müssen deutschen Schiffer, wo e» beim Gratulationsempfang im königlichen Palast gefunden worden war, wieder aufge- taucht und richtet den in Ungnade gefallenen Reichstag wieder auf. �- Auf de, Tagesordnung steht der§ 114 de» Strafgesetzbuches, der von der Zuständigkeit jede« Befehlshaber« der bewaffneten Macht, ferner jede? Bewaffneten der mäch- tigen Befrhlshabcrei und endlich von der Macht der be- fehlshabendcn Bewaffneten handelt. Abg. Frie«. Meine Herren, dieser Paragraph hat seine großen Gefahren. Durch ihn ist jeder Soldat zu- ständig. Welch ein Zustand I Avz. LaSker. Sehr wahr! E« darf doch unmöglich jeder beliebige Osfizi-r oder Unteroffizier, der mit einem Trupp Soldaten dahermarschirt, da« R-äfl haben, dir siamesischen Zwillinge aufzufordern, auScinanberzugchen. Denn es nicht gut, daß der Mensch allein sei, sagte Herr v. Schweitzer, al» er Herrn Wagener-inen Apfel vom Ohrfeigen- Baum der Erkenntniß reichte. C« ist solche Macht iu der Hand eine« Militärs sehr gefährltch, denn es kommt vor, daß nicht nur der Bürger, sondern auch dessen Kopf auseinandergeht. Ich meine also, daß nicht jeder Soldat für zuständig erklärt werden darf. Abg. Gras Schwerin. Ich Halle e» für sclbstvcr ständlich, daß nur der B-s-hlShabcr der etwa zur Hülfe der Civilbeamten requirirten Militärmacht zuständig sei. Abg. v. Steinmetz. Meine Herren,� da« Militär ist immer zuständig, wenn e« sich im Dienste befindet. Versetzt dagegen ein Soldat, der nicht im Dienst ist, einem Eivilisten einen Hieb, so wird dieser Hieb nicht mitgerechnet. Aber auSeinanaehen muß der Bürger, im andern Fall darf ihm der Soldat den Adel der Nase oder dergleichen aberkennen. Da« versteht sich auch von selbst, In militärischen Dingen gehen ja selbst die Boll«- Vertretungen auseinander. Rotleu sich nun in einem Lokal mehrere Bürger um einen Stammtisch zusammen, aus welchem die„Wespen" und die„Zukunft"»»«liegen, so ist der Soldat zuständig, diese Emeute i» umzingeln. Tanzt der G-s-llc mit einem hübschen Mädchen, so ist der Soldat zuständig, die Beiden zu trennen iund da« Mädchen sofort zu deren Herrschast zu führen, ohne diese den scharfen Beobachter längst überzeugt haben, daß wir am Borabend großer Piügeleicn stehen, welche allmälig B. Recht schlecht, Dromedar. A.(giebt ihm einen Fußtritt) Da» freut mich sehr. B. Und wie geht e» Dir? A. So lala, seit gestern keine rechte Beule. B. Aber Du stehst ganz gut au», Dein blaue» Auge hat sich gebräunt und Deine Wangen strotzen von Ge- schwulst. Von wem hast Du denn diesen reizenden Knllt« Ein die Rsher geltenden Gesetze Anständ�v-r�ngÄ �iß ein G- �De" in B-Uin redigirte„Social-Demokrat" giebt dieser nlit bem �icht wahr? MlnJt-0" tilU 9ani 6'[,immtt SOtm' init,n B- R-Izenb. Mir thun all. Knochen weh. Ich muß ''„Wenn die Herren(von der Presse) nicht wissen, W.-Kr ZujU» einen anschaffen. Wa« hast Du denn diesen dmK hrie'werbet' Öin �"'«• Wa« ich alle Abend vorhabe- eine Rauferei. Ich Darau« erhellt, daß der �Social-Demokrat" weiß. K. � FrkuÄn� Ämn loÄ «a« Anstand ist, und daß die Welt fortan von ihm da»."J Kunden, l�-m.r Un.n Mp-n Bleiwafs.r wa« sie für das Hau« braucht, zu lernen hat. Und allerdings erscheinen die Regeln de» bisherigen Anstand« völlig antiquirt. Da« Grüßen, Hutabzichen, verbeugen, Au«deniwegegchen, die Artigkeit gegen Damen uud«ndere üblich gewesenen Formen de» Umgang» müssen endlich deutlicheren und kräftigeren Manieren Platz machen, wenn wir hier von Platzmachen reden dürfen, da diese» jedensall« darauf hindenlei, daß mon die traurigen Sc- »ohnheilen der guten Erziehung noch nicht völlig abgc- streift hat. Der Anstand— da« läßt sich nicht Mehr leugnen— erschwert den Umgang, den Verkehr, jegliche« Geschäft. Wir wollen versuchen, die« an einem bekannten Beispiel zu beweisen. E» gefällt Jemanden eine Tabak«pfeise, die ein Veteran im Munde hat. Ps-ff-l, dex diese Geschichte erzählt, ist entsetzlich weiiläusig. Erst begrüßen sich die beiden Leute.„Schmeckt das Pfeifchen?" fragt der Ein- dann und erkundigt sich nach dem Pr-i». Der Andere verwickelt ihn darauf überflüssiger Wesse j,, ein lange« Gespräch, erzählt ihm haarklein, wa«-r mitgemacht, wie er einem Havptmann d»S Leben ger-ttet und sdfließlich die alte Pfeife zum S-schenk erhalten habe.„Da» ist mein Ahne, lieber Alter!" schreit d« der Erste, nimmt den Raucher mit aus'« Schloß u»d füttert ihn bi» an'« Ende, um schließlich— die Pfeife zu erben. Wieviel Umstände? Der Social-Demokrat würde dem Beter«n einfach bei den Worten: „Wa« wollt Ihr für den Kopf?" einen Schlag aus den Sckädel gegeben, dem Betäubten geben und gehe dann vergnügt nach Hau». Du bist doch dabei? B. versteht sich. Doch vorher wollen wir noch»nser Wiedersehen durch ein Paar Weinflaschen feiern.(Jeder zieht eine leere Flasche au« der Tasche und schlägt sie auf de« Andern Kops entzwei. Dann trennen sie sich blutend und mit dem herzlichen Wunsche: Auf Wieder- hauen!) Indem wir von diesem angenehmen Gegenstände schei- den, glauben wir wenigsten« annähernd den UmgangSion getroffen zu haben, der allmälig laut zu werden scheint, dem„Soci.al-Dcmokratcn" aber haben wir die Ehre de« ersten Schritte« zu dieser neuen Aera zn überlassen. Wir thun die« und schließen gern, indem wir wie Herr Stei- nitz einen großen Knüttel aus da« Pflaster stoßen und den Besehl aussprechen hören: Stehen bleiben! —(Eine noch wenig bekannte Thatsache) ist e», daß Washington, der erste Präsident der Nordamerika« nischen Republik, seinen letzten Aihemzug in der letzten Stunde de» letzten Tage« der letzten Woche de» letzten Monat« de« letzten Jahre« de« 18 Jahrhundert« that. Er starb nämlich am Samstag Abend 12 Uhr— 31. Dccember 1793. �esllhrtiii Tumult ju beschäftigen, und ich halte e» für nothwendig, daß alle auf diesen Tumult bezüglichen That- fachen zu Protokoll genommen werden. Der(Zerichtlhos zieht sich zurück und verkündet nach einer längeren Berathung, daß sofort eine Untersuchung über den von Herrn v. Kon. vielle herbeigeführtenZwischenfall zu veranlasien sei. Präs.: Was Sie betrifft, Angeklagter, so empfehle ich Ihnen die größte Kaltblütigkeit. Sic sehen, daß Sie mit Ihren Unterbrechunge zu einen! höchst bedanernSwerlhe» Zwischen fall Anlaß gegeben haben. Angekl.: Ich habe mich nicht an den Gerichtshof, sondern an Herrn Laurier gc- wendet.(Unruhe.) Präs.: Sie haben hier Niemand zu interpelliren. Wir werden nicht gestatten, daß der Ge rlchlShof von Ihnen infultirt werde.(Zustimmung im Zu börerranm.) Bertheidiger Leroux: Ich wollte in den in Folge de« stnrmgleichen Aufschwunges de» Kampfe» zwi-�gelocht werden, welche für verschiedene Maschinen und scheu Kapital und Arbeit zu Tage getreten, eine grö- verschiedene Typenarten verwendbar sind. Die Setzkarlen und Verbreitung der Angabe die„Preßjuden" ßere, aber auch gefährlichere ist, als sie je zuvor a»s'mi>stnd selbst nach Jahren wieder verwendbar zu ferneren, garischem Boden gewesen. Die Kapitalisten die Groß- selbst verbesserten Auflagen. bürger, sie bauen Palast an Palost— au« den Schwie-—(Strikt in Linz.) Wie aus Linz gemeldet wird, len de» Arbeiter«!.... Der Mann de« Kapital» ver- kam e« in den dortigen Werkstätten der Westbahn zu lebt sorgenfrei seine Tage; der Mann der Arbeit fehl einem Tumulte, der mit einer MassenarbcitSeinstellung seine ganze Kraft ein, um da» Leben kümmerlich zu fri-, endete. Die Ursache deS StrikrS war eine Lohnreduktion, sten und— einmal arbeitsunfähig— Bettler zu wer- die von Seite des dortigen Werkstättenleiter« Vorgenom den.... G« ist wahr, Arbeiter- Genossen! wir sind arm; wir sind Sklaven de» Kapitals Einer wir der An dere! Dieser Zustand widerspricht den Gesetzen der Na lur und kann nicht unsere ewige Bestimmung sein! Wir müssen trachten, uns je eher durch eigene Kraft zu einer sich selbstbewußten Klasse heranzubilden, um dadurch der Zwischenfall nicht eintreten, um ihn nicht noch zu»erschär- Tyrannei de» Capital« Schranken setzen zu können. Ar fen; aber man wird zugeben, daß e» dem Prinzen schwer beiter! Bisher konnten wir in den Zeitungen, wenn von war, seine Ruhe zu bewahren, wenn er sich seit gestern uu» die Rede war, blo« von unserer lluterdrückung, von Gerichtshof verhandelt gegen Fonviellc wegen de« den Massen der Arbeiterwelt hier oder da vorgeht." Fonvielle ist während der Suspension- i als Canaille und Meuchelmörder behandelt sieht. Präs.: Dem Angeklagten muß der Schutz de« Gerichtshof» ge- nllgen, wir haben stet» sofort die Zeugen zur Ordnung gerufen, die sich eine Beschimpfung gegen ihn erlaubten. Herr Leroux: Auch die Presse nimmt an diesen Insul ten Theil. Präs.: Da« bellagen wir Alle, können aber nicht» dagegen lhun. Nachdem noch einige Zeugen Vev nommen worden, wird da« Zeugenverhör geschlossen und Advokat Floquet ergreist als erster Bertreler der Civilpartei da« Wort. Er wird in seinem Plaidover wiederholt von dem Angeklagten unterbrochen, der fiel u. A. darüber beklagt,»aß ein förmliche« Komplott vor liege, ihn au» seiner Ruhe herauszubringen. Herr Fl»- quet entwickelt au« den bistorischen Autecedenticn des Angeklagten die innere Wahrscheinlichkeit der Version de« Herrn v. Fonvielle. Da» Plaidoyer wird der vorgerück ten Stunde wegen abgebrochen und soll morgen zu Ende geführt werden. Die Geschworenen ziehen sich zurück und Mr Zwischenfalle». »er Sitzung vernommen worden und nimmt nun auf der Anklagebank Platz. Der Central-Commissär sagt al« Zeuge au«, daß Fonvielle dem Prinzen zugerufen hätte:„Sie haben Noir ermordet! Wagen Sie, mir in« Gesicht zu sehen, und sagen Sie noch, daß Sie meinen Freund nicht feig umgebracht haben! Gie sind ein Meuchel- Mörder! Zum Tode mit ihm! Zum Tode mit ihm! Fonvielle erkennt an, daß er alles die« mit Ausnahme der Worte:„Z»mTode!"u. s. w. gcsprochenhabe. Er bedauert eS, da ein Angeklagter Recht aaf gewisse Rücksichten habe. Nach einander werden ein GenSdarmeriecapitän, vier G-nSdarmen, dann die GenSdarmen, welche Milliere be Wachen, endlich Habeneck, Elaretie Sibecker und Blouet als Zeugen vernommen. Der Capitän und die vier GenSdarmen schreiben in regelmäßiger und„dienstlicher Einstimmigkeit den von den Eorsen auSgestoßenen Rus ,a mort" Fonvielle zu. Die beiden anderen GenSdarmen und sämmtliche Civilzeugen erkläre» ebenso bestimmt da» Gcgentheil. Nichtsdestoweniger verurtheilt der Gericht« Hof, der sich für genügend informirt erklärte, Fonvielle zu zehntägiger G-fängnißstcafe. Dieser Spruch wird von dem Publikum mit lebhafter Bewegung gehört. Charak- teristisch war bei der öffentlich geführten Untersuchung, daß da« Faktum, welche» sich»or Hunderten von Pcrso- neu zutrug, von den abgehörten Zeugen in der wider- sprechendsten Weise dargestellt wurde. Die Zeugen de« Prinzen sind zum Theil höchst unsaubere Gesellen; so be- gann z. B. der Zeuge Constant seine Aussage mit den Worten:„Ich besitze ein bedeutendes Etablissement." Nun steht aber da« Etablissement, welches Herr Eonstant betreibt, unter spezieller Aufsicht der Polizei! Die Phq siognomie der von dem Prinzen aufgebotenen Zengcnschaft läßt sich auch daraus ermessen, daß drei Mitglieder der- selben von dem Polizeicommissar sofort verantwortlich vernommen wurden, nachdem dem Redakteur der„Petite Presse", Cochinat, die Uhr abhanden gekommen war. Ueberhaupl sind Diebstähle in dem Audicnzsaale nichts Seltene». Den überraschenden AnSgang de« Projlsse» melden folgende Telegramme: Tour», 27. März, Nachmittag» 3 Uhr. Prozeß Peter Bonaparte. Der Präsident de« Gerichtshofe« be endete sein Resumö um 1 Uhr 40 Minuten Nachmittag«, worauf sich die Geschworenen zur Berathung zurückzogen, welche bi« 2 Uhr b5 Minuten währte. Der Au»spruch der Geschworenen verneinte sämmtliche vorgelegte Fragen. Der Angeklagte ist mithin freigesprochen. Tour«, 27. März, Abeud». Der Vertreter der Ei- vilpartei verlangt für den Bater Noir'S 100,000 Frc». Schadenersatz. Peter Bonaparte wurde bei seiner Rück- kehr in da« Hotel vom Publikum mit zahlreichen Sym. pathiebezeugungen begrüßt. Eine beträchiliche Menschen menge erwartete ihn vor dem Hotel.— Der Gerichtshof verurtheille den Prinzen Peter vonaparte im Eivilpro zesse zum Kostenersatz an die Familie Noir'« sowie zur Bezahlung einer Entschädigung von 25,000 Frc». an dieselbe.— Go wurde also dieser Prozeß, der die Ge müther der französischen Nation in große Ausregung ge setzt hat, zu Gunsten der Bonaparte'S entschieden. E« war vorauSzusthen und wir haben uns niemals»er san guinischen Hoffnung hingegeben, daß da» ilrtheil anders lauten würde. In dem Prozeß sind notorische Diebe al« Zeugen zu Gunsten Peter Bongparte's zugelassen. Der Kaiser aber hat unter dem Deckmantel der Gleichgültigkeit alle Maschinen in Bewegung gesetzt, welche eine solche Freisprechung ermöglichten. Die Geschworenen von Tour« haben den Prinzen unschuldig befunden, da» Volk von Frankreich aber wird diesen Mord an einem seiner Söhne nicht vergessen unserem Elend, von Verhaftungen und Uebergriffen Mit theilungen lesen— und e« giebt keinen Weg, kein Mittel, gegen die Vergewaltigung Einzelner zu protestiren u«d die Art und Weise der Heilung jener Hundertsachen Uebel zu beralhen, welche durch die allgemeine Unterdrückung der arbeitenden Klasse entstehen? Und warum? Jede an dere Klasse hat ihr eigene» Organ. Die Bourgeoisie, die Großbllrger, welche tagtäglich in immer anderer Form sich«ssoziiren, um sich so bald al» möglich durch den Schweiß der Arbeiter zu bereichern; ja, Kapitalisten wer den mit offenen Armen bei allen Zeitungen empfangen, wenn sie nur auf die Ausbeutung der Ardeiter abzielende Mittheilungen bringen. Kommen dagegen wir, gleichviel ob mit Wünschen oder Beschwerden: wir werden einfach abgewiesen und unsere Klagen werden nicht einmal ange- hört. Ja noch mehr! die Zeitungen der Bourgeoisie gc Heu sogar mit einer berechiienden Vorsicht zu Werke, um ja das große Publikum nicht wissen zu lassen, was unter Folgende Zuschrift au» Ungarn ist un« zugegangen: „Pest, 2l. März 1«70. Brüder und Parteigenossen! Wir benachrichtigen Euch hiermit, daß hier in Pest am 2. April eine social-demo- kratische Zeitung unter dem Titel:„Allgemeine Arbeiter- Zeitung"� eifcheiaen wird. Es ergeht daher an Euch Brll- der uns« Bitte, von allen Euren Parteiangelegenheiten uns einen authentischen Bericht zu senden, und un» auch später über olle Vorgänge im Lausenden zu erhol ter. Mit social- demokratischem Gruß die Redaclion der Allgemeinen Arbeiter-Zeilung. Külföldi." Dem beigesüztin Programm, welches al» Einladung zum Abonnement dient, entnehmen wir folgenden sehr treffenden Absatz: „Heute sind e» zweiundzwanzig Jahre seit jenem glor reichen Morgen, an welchem die Arbeiter in Ungain zum ersten Meie mit den reichsten Hoffnungen aus eine bessere Zukunft erwachten....... 15. März! Und eben an diesem feierlichen Gedenktage— heute gilt e» abermals, die Arbeiter zur Erfüllung einer heiligen Pflicht,.zur Wiedererwachung und Bereinigung aufzumuntern. — Kaum ist e« wieder einige Jahre her, daß Ungar» der Schonplatz einer freieren Bewegung geworden. Fast von derselben Zeit an gewinnen auch die Ideen, welche auf die Besserung de« gegenwärtigen socialen System» ab- zielen, ein erneuertes Leben. Und e« ist natürlich, daß in dieser volkSwirthschvftlichen Reformbewcgiltig— deren Ideal der materielle und moralische Wohlstand der ge- sammten Menschheit ist— die Hauptrolle eben dem Ar- beiterstande zufiel. Ebenso wissen wir, daß von derselben Zeit au die Differenz, die Unverhältnißmäßigkeit, welche vermischtes. �(DieTheilhaberschast am Geschäft»gewinn) macht sich wieder in den Zeitungen breit. Die„Köln. Ztg." bringt über den Jahresabschluß der Borcherl'schcn Mesflngsabrik in Berlin einen Reclamcartikel, den wir unten folgen lassen. Wir werden demnächst diesen Jahre» abschluß näher beleuchten und nachweisen, daß die Arbei- ter trotz dieser berühmten Theilhaberschaft am Geschäft»- gewinn sich sehr schlecht stehen. Zunächst theilcn wir de» Schwindelarlikel mit; derselbe lautet: „Die von dem Messingfabrik-Brsitzer W. Borchertjuo. begründete Bouu«- und Dividenden- Genossenschaft hatte sich am 20. d. M. in ihrem großem und schönen Fabrik- lokale, Kochstraße 30,'versammelt, um au» dem Munde de« Ebengenannten den Geschäftsbericht über da» am 31. December v. I. abgelaufene zweite Betricbsjahr dieser neuen Unternehmungsform entgegen zu nehmen. Er war, wie der im ersten Jahre ein sehr erfreulicher. An Gehäl lern und Löhnen waren im Jahre 1g6ö für 3 Unterbc amte und 71 Arbeiter ausgezahlt worden 21,803 Thlr. (gegen 21,405 Thlr. an 3 Ünterbeamte und 66 Arbeiter im Vorjahre), worauf ein Bonus von etwa« über 10 pCt. entfiel, nämlich 2210 Thlr.(gegen 2106 Thlr. im Vor jähre). Dieser Bonn« verthcilte sich l) mit 12j pCt. oder 1525 Thlr. von 12,205 Thlr.(gegen 14,e pEr.»der 1164Vi Thlr. von 8088 Thlr. im Vorjahre) auf die Un terbeamten und diejenigen Zeitlohn-Arbeiter, welche da» ganze Johr hindurch in der Fabrik beschäftigt gewesen sind; 2) mit 8Va pTt. oder 270 Thlr. von 3193 Thlr. (gcgiu 10,s pEt. oder 301 Thlr. von 2789 Thlr. im Vor jähre)»nf diejenigen Arbeiter, welche kein volle« Jahr in der Fabrik waren und theil» in Accord, oder Stücklohn, theil« in Zeitlohn standen; 3) mitsii/zpEt. oder 415 Thl. von 6403 Thlr.(gegen 7,z Pkt. oder 453>/2 Thlr. von 6376 Thlr. im Vorjahre) auf alle diejenigen Arbeiter, welche nur im Stücklohn standen. Mit Capital bei dem Unternehmen waren betheiligt im Jahre 1869 4 Oberbeamte mit 12,602 Thlr.(gegen 4 mit 9764 Thlr. im Vorjahre), 3 Unter- beamtc mit 1045 Thlr.(gegen 2 mit 1650 Thlr. im Vorjahre), 44 Arbeiter mit 6510 Thlr.(gegen 26 mit 3107 Thlr. im Vorjahre), zusammen 51 Beamte und Arbeiter mit 20,157 Thlr.(gegen 32 mit 14,521 Thlr. im Borjahre). Auf die Eapitaleinschllsse kamen den Be «heiligten zu: 5 pEt. Leihgebühr mit 974 Thlr. 8 Sgr. 6 Pf.(gegen 5 pCt. mit 692 Thlr. 27 Sgr. 3 Pf. im Vorjahre), 8,ol pCt. Dividende mit 1560 Thlr. 22 S Pf.(gegen 8,s« pCt. mit 1228 Thlr. 26 Sgr. 6 i« Borzahre), zusammen 13.oi PCt. Capitalgewinn mit 2535 Thlr. 1 Sgr.(gegen 13,?« pCt. mit 1920 Thlr. 23 Sgr. 9 Pf. im Vorjahre). In einer Ansprache hob Herr Borchert bei aller Anerkennung der Treue und de« Fleiße« jedoch hervor, daß durch noch strengere Sparsam keit mit dem Brenn-, Schmier, und Leuchtmaterialien, durch größere Schonung der Werkzeuge und Utensilien zc. der ProduktionSgewinn auch ferner noch erheblich gestei gert werden könne, und daß dazu um so mehr Vera» lassung vorliege, als die geschärfte Eoncurrcuz gewaltig auf die Preise der Fabrikate drücke, so daß, um den Be thclligten gleiche Vortheile wie bisher zu gewähren, sie auch ihrerseits alle Kräfte und gute Eigenschaften in den Wettbewerb einzusetzen hätten. An diese Ansprache knüpfte der nebst drei bi« vier anderen Freupdcn de» Herrn Bor chert gegenwärtige Miturheber der Genossenschaft, Geheim- rath l>r. Engel, einige Worte, die darauf hinwiesen, daß wenn da», was heute in diesem Fabrikhose vorgehe, auch klein und unbedeutend erscheine, e« dennoch etwa» Große« sei; e» sei der wiederholt gelungene Beweis, daß die Form der Betheiligung der Beamtin und Arbeiter sowohl an dem Eigenthume al« auch an dem Risico, d. h. an dem Gewinn und an dem Verlust größerer Fabrikunternehmen in der That einen sehr soliden Kern zur Lösung der wich- ligsten Frage unserer Zeit, zur Ausgleichung de« ver- meintlichen Gegensätze» von Capital und Arbeit und zur ungestörten Eintracht zwischen Arbeitgeber und Arbeit- nehmer enthalte." (Neue Setzmaschine.) Zum Setzen und Ab- legen von Buchdrucklettern hat Mackie, Eigenthümcr de» ..Warrington Guardian" und anderer großer englischer Zeitschriften, eine Maschine construirt, welche von Muir und Comp, in Manchester ausgeführt worden man wurde. —(Fünf Minuten Todesangst.) Die Geschichte hat sich in Paris wirklich zugetragen und ist keineswegs ein Erzengniß der Feuilletonmuse. Durch die Rue du Moulin kam eiu Privatmann, den Geschäfte vor'» Thor riefen. Im Angesicht eine» Barbierladen» fiel dem Manne ein, daß er sich, ehe er seinen Gang besorgte, rasireu lassen dürfte. Er trat somit zu dem Figaro ein, setzte sich und harrte der Dinge. Ter Barbier war ein ziem- lich ungeschlachter, breitschulteriger Gesell, der, kraft seiner Reckcnhaftigkeit, eher für den Pflug oder Schmiedehammer gepaßt hätte. Dazu hatte der Mensch ein seltsam wilde«� Aussehen; seine grünlichen Augen leuchteten unheimlich unter dem weit hervorstehenden Stirnknochen hervor; wirr umwucherte da» pergamentfarbene Antlitz ein dichter, krauser Haarwuchs, ein eigenthümlich abstoßender Zug ging durch da» ganze Gesicht. Der Eingetretene achtete anfangs weniger daranf; man sieht in einer Stadt wie Paris eine solche Menge ungewöhnlicher Typen, daß einem schlichten Menschenkinde daselbst zuletzt da« Naturwidrigste al» ganz in der Ordnung erscheinen kann. Erst als der Barbier dem Kunden da« Barttnch vorgebunden hatte, fiel diesem dessen nicht» weniger als Zutrauen einflößende Miene auf. Es sollten ihm noch andere Dinge auffallen. Der Barbier sprach viel und rasch, während er dem Kun« den den Bart einseifte.„Ich erwartete Sie", meinte er unter anderem.„Ich erfahre Alle», wa» es Neue« giebt. Wissen Sie schon, daß daS Louvre heute Nacht abgebrannt ist?"„Nicht möglich!" versetzte der Kunde erstaunt. „WaS ich Ihnen sage. Man hat deS Feuer» nicht Herr werden können."—„ES ist unglaublich. Davon habe ich ja noch kein Sterbenswörtchen gehört."—„Dann ist der Fluß au» feinen Ufern getre- ten und hat da« Pantheon überschwemmt. Da» wissen Sie am Ende auch noch nicht?"— Jetzt wußte Hr. B., der Kunde, wie er mit seinem Figaro daran war. Der Mensch redete irre, war geisteskrank! Und da saß der Eingetretene mit eingeseiftem Gesicht»nd vorgebundenem Tuche, nicht im Stande sich zu rühren, ohne de» Irren Auf- mcrksamkeit zu erregen und vielleicht einen blntigen Auf tritt herbeizuführen. Nun nahm der Fürchterliche ein Rasirmesser, zog es über den Streichriemen ab und sah dabei den armen Kunden mit einem Seitenblicke an, wie ihn ein Kannibale nicht grimmiger und blutdürstiger sei nem Schlachtopfer schenken kann. Hr. B. fing an, einzu sehen, daß seine Lage nicht die tröstlichste sei. Er war allein mir dein Menschen. Es kostete ihm Mühe, seine Angst nicht blicken zu lassen. Schweiß perlte ihm auf der Stirn. Gleichwohl sann er aus schleunige Flucht. Auf- stehen, den Sessel über den Hausen werfen, zur Thür hinauSeilen, wäre das Werk eine» Augenblickes gewesen. Allein konnte den Schrecklichen mit dem Rasirmesser ein Fluchtversuch nicht zum Zorne reizen? Nichtsdestoweniger wollte Hr. V. sich um jeden Preis entfernen. Da, just als er, mehr todt al» lebendig, sich anschickte, auszusprin gen und davon zueilen, sprach der Barbier zu ihm:„El sind da»neue Scheermesser, die ich soeben von Chatellerault erhalten habe. Die Messer scheiden gut; Sie sollen gleich selber sehen. Ich will ste an mir selbst probiren." Da- mit stellte sich der Irrsinnige rücklings an die Wand und schnitt sich mit der haarscharfen Klinge derart in den Hal», daß der Kopf beinahe vom Rumpfe getrennt ward Entsetzt sprang der Fremde auf, dem Unglücklichen da« Messer zu entreißen. Auf sein Hilferufen eilten Nachbarn herbei. Auch ein Arzt fand sich ein. Allein der Bei stand kam zu spät. Hr. V. ober ist um«ine Erinnerung reicher geworden, und da« ist der angenehmsten keine, denn sie enthält für ihn da« Bekanntwerden mit der To- desangst. —(Amerikanische Frauen.) Ein ausgezeichnete« Beispiel von der ArbcitStüchtigkeit der Frauen giebt un« nachfolgende Notiz: SechSzig Meilen von St. Paul, in den Big Wood», liegt eine 160 Acker große Farm, welche — so berichtet da»„Minnesota Monthly"— von sieben Mädchen, die vor drei Jahren mit ihren arbeitsunfähigen Eltern an» Ohio eingewandert sind, angelegt worden ist und bewirthschaftet wird.„Man sieht dort", so heißt e» im obengenannten Blatte,„ein geräumige» Blockhau» mit einer inneren Einrichtung und Umgebuug, die von dem Fleiße, der Geschicklichkeit und dem Geschmacke seiner Bewohner da» schönste Zengniß ablegen. Die Nebenge bäulichkeiten für Pferde, Rindvieh. Gestügel, Schweine-c., da» angrenzende Feld und seine Einzäunung beweisen den verständigen wirthschastlichen Sinn der Bewohner. Von den 110 Ackern rohen UrwaldlandcS waren im vorigen Sommer bereit« 45 eingehegt und bestellt. Sie lieferte», Zutritt- unbetheiligt sind. Die Nachricht ist übrigens buch wahr, doch soll der Gläubiger jetzt von seinem tigten Verfahren bei dem Reichstage Abstand t'1' haben, nach einer Version fühlt er,„ein menlchli«. ren", nach anderer solle» ihm drei Häscher de» hc- peinlichen Knllttelvcrfahren« in fragwürdiger Gks>' läufig im Traume erschienen sein!" Jetzt allerding« konnte kaum noch ein Zweifel obwalten, aus welchen Abgeordneten der Verleuw«l deuten wollte, und e» wurde au die Redaktionen 8 bezeichneten Blätter nachstehende Zuschrift gerichtet „Um wörtlichen Abdruck nachstehende! B«' wird ersucht: Gie bringen eine Notiz, welche ziemlich dem verstehen gibt, daß unter dem ReichStagSabgl welcher nach erfolglos gegen ihn vollstreckt««� den ManifestationSeid schwören soll, Herr v. Sch� gemeint ist. Ich theile Ihnen mit, daß weder zemand gegen Herrn v. Schweitzer vergeblich vollstrecken ließ, noch Irgend jemand von ihm den Ä tionSeid verlangt, ja daß Herr v. Schweitzer niät mit irgend jemand wegen Geldangelegenheiten is' liegt. Weit interessanter aber ist, daß nach eing' Srru»digu»gen die ganze Geschichte üd-v völlig erfunden ist, indem gar kein Abgeordt in der gedachten Lage befindet— ein neuer Bewei«,« sinnig die Presse Unwahrheiten in solchen Fällen»' wo ein Gang auf die Gerichte zur Ermittelung>6 heit genügen würde. Hochachtungsvoll S. W. Tölckc, Sekretär des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Berlin, 27. Mär, 1870." E« wird abzuwarten sein, ob die betreffend'� lionen soviel Anstandsgefühl besitzen, daß ste dä tigung in ihre Blätter aufnehmen. Uibrigen« b>' all wieder zur Genüge, mit welchem Heißhr >rg,ne der Gegner sogar die abgeschmackteste» verkommener Literaten verspeisen, wenn e» sich»' handelt, den Führer unserer Partei zu verdacht in der öffentlichen Meinung herab zu setzen. Unstts freunde, namentlich die Berliner, machen wir dl merksam, daß humoristische Ergüsse, wie der datsch" und die„Berliner WeSpen" sie mitunter jeder Parteiführer sich gefallen lassen kann wenn aber, wie im vorliegenden Falle, in er») ver Parteiführer beschimpft und verleumdet H»"' hört die Gemllthlichkeit denn doch auf. Bi» zum Dienstag hat, so viel konnte», keine dieser Zeitungen die Berichtigung IM Für Lerlin. Allg- deutsch. Maurer-Berei» Versaminlung Nittwoch, de« 30. Marz. Abend» 8 in Wolter'« Lokal vor dem Cottbuser Tagesordnung: 1) Vortrag des eben aus der Untersuch»»! lassenen Parteigenossen Herrn Gchallsmeyer' bürg.— Diskussion über Accordprelse.— 3) � und Fragekasten. Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. Vm zahlreiches Erscheinen der Mitglieder Maurer, die Mitglieder«erden«ollen, ersucht stol jedes �»yng ?-» Ge K„ erlaul dar Für Lamdura. Allg. deutsch. Gewerkschaft der& Kürschner«nd KaMumachel Oeffentl ich e Mit gliederversamml� Mittwoch, den 3».«iiez,«de»»» 9 1 im Saale de« Schneider-Amthanse-'- Tagesordnung: Vortrag: Ueber die Wahlbewegung. Alle Mitglieder der Gewerkschaften sind ei» Zutritt Jedem ftei._ F. S- Allg ltt'' iir- � libc eilich i toi* nid der Be gcgc staat ln u fordcr mi A - S . vcr> ischc >». Für Hamburg deutsch. Maurer, und Allg. Zimmerer-Berein Stiftungsfest verbunden mit Ctvlicert lllld 3?� Som»«bend. den Z. April 187», in Tütge'» Etablissement, ValentinSka�',. Saalöffnung Abend» 8 Uhr. Anfang 9«tj bw a», Karte für einen Herren nebst Dame 6 � J�' NB. Für ein reichhaltiges Programm ist dci» chkl". flt! staute, Und■ d. wndlr -t'gcn d getragen., Unter anderm kommt zur Aufführung:„D«»°'»rchn... Nur mit einer vorher gelösten Karte V-rF hffx' J ritt. ,, L 7 W außer dem Bedarf der Familie, zum Verkaufe 900 Bu- chel Kaitoffeln. 500 Büschel Mai«, 200 Büschel W-izen, 250 Büschel Rüben, 1100 Krauthäupter und für 200 Dollars sonstige Gartengewächse. Und wer hat alle diese Arbeit gethan, wer hat den Boden gelichtet, die Baum stumpen entfernt, wer hat gesäet, gepflanzt und geerntet? Sieben Mädchen, won welchen das jüngste 15, das älteste 25 Jahre alt ist,— Mädchen, die eine treffliche Erzie hung genossen haben und die Mußestunden, welche die Bewirthschaftung de» Anwesen» ihnen gewährt, mit Weib lichen Handarbriten und kectüre auf'« beste auszufüllen verstehen." 1? Die Unredlichkeit der Presse, unserer Partei und deren Führer gegenüber, tritt mal wieder recht grell zu Tage, mdcm ein Theil der Berliner Blätter namentlich da»„Fremdenblatt", die„Tribüne", die„Vossische Zeitung" und die„Börsen-Zeitung", nach behende Notiz brachten: Ein kleiner parlimentarischer Skandak, wie ihn der nunmehr verstorbene frühere Abgeordnete May- höfer seiner Zeit im Abgeordnetenhanse hervorgerufen, soll, wie man sich erzählt, beim Reichstag im Anzug sein. Ein ist und Mitglied dieser Körperschaft, al» hervorragender Partei deren Beschreibung und Äbbild»ng"sich im„Polytechnischen führer vielfach bekannt und genannt, soll, nachdem in ei Journal" befindet. Dieselbe besteht au» zwei vollkommen nem Civilprozeß die Exekution bei ihm fruchtlos auSge- von einander getrennten Mechanismen, nämlich einem fallen, die Ableistung de« ManifestationSeide» verweigert klavierähnlichen Instrument mit 14 Tasten, mit welchem haben. In Folge dessen soll der betreffende Gläubiger die ein Arbeiter Löcher in Papierstreifen hervorbringt, von Absicht haben, beim Reichstage den Antrag zu stellen, die deren Anordnung, ähnlich wie bei den Karten einer Jac- Genehmigung zur Verhaftung de» betreffenden Mitgliedes qnardmaschine, da» Spiel de» zweiten Mechanismus, dcr resp. zu seiner Abführung in den Schuldarrest zu ertheilen." eigentlichen Setzmaschine, antomalisch bewirkt werden soll Um den Verleumdeten näher zu bezeichnen, fuhr der Wir bemerken nur,-Paß nach Mackie'« Angabe mittelst Verleumder in einer neueren Notiz fort, wie folgt: der Maschine jede Arbeit, außer dem Ausschließen und Columnensrtzen, von irgend einer Person ausgeführt wer- den könne; schmale Pavierstreifen(Zeitungspapier) wer- den durch eine kleine Maschine mit 14 Tasten für 140 und mit 20 Tosten für 400 verschiedene Lettern gelocht. Die eigentliche Setzmaschine wird mit Dampf- oder Meu- ichenkraft betrieben und arbeitet, sobald die nöthigen Setz- karten aufgelegt sind, automatisch. Die Fehler sind aus ein Minimum rcducirt; die Setzmaschine macht deren keine und die Lochpresse funktionirt richtig, wenn die« der Arbeiter thut. Es können gleichzeitig mehrere Setzkarten Ungemein ist man darauf gespannt, auf welchen Par- teifllhrer sich ein Verfahren wegen verweigerten Manise- stationSeide» bei dem ReichStagSpräsidium beziehen möchte Die bekannten und geachteten Parteispitzen de» Reichs- tage« haben schon untereinander conferirt, wie denn der Verdacht von den Einzelnen abzuwenden sei, nachdem da» Publikum überall hcrumgerathen hat und bereit« recht komische Verwechselungen vorgekommen sind. An den wirklich Betheiligten hat Niemand gedacht und doch lag die Vermuthung so nahe! Gründliche Untersuchungen haben übrigen» ergeben, daß diesmal bei der Entdeckung •(i t> t Karten sind zu haben bei den Herren SÄf" eil busch unter 12, Buchholz, Kohlhöfen 3? GroßerNeumarkt 7, Bernhardt.Pserdeinarkt Ecke deS alten Sleinweg« und der Wexpassagc, Breitestraße 7.. Um zahlreichen Besuch bittet D a< ■£ Dicns d vi Für Glückstadt. Grosse Volksversammlutig Sonntag, den 3. APiil, AnchmittagS' im Franschen Garten- Tagesordnung: Vortrag de« Herrn Richter aus Wand»� Um zahlreiches Erscheinen ersucht, Schröder, Bevollm. de« Allg. deutsch- U- Für Hamliurg. Ein gute« Logis für zwei Ma»rcr oderA Broock Hof 46, Bude 4.— Die Schriften „Social-Demokrat" und der„Agitator" liege» Zu vermiethen ist ein freundliche« ZW". Mann, die allein schlafen können..i r:»- _ Neust. N-uerweg Nr. jt.> �dniß �«rdd, die(5 di> fftflbei Bussen � die nack .'"glis. >!<}. s-I-l n !g°Wils! seilen DÄ-ii Für Lerlin. Luckauerstr. I, vorn 4 Tr. link», wir� nehmer zu möblirter Stube gewünscht.—_ „Der Agitator. Die erste Nummer erscheint Freitag nächsten Donoerßast Abend. un aller! Msche 0 "9 zu l ja« ir An tzie Parteigenossen zu verli» l»'. Manche ?kgehob c Un« 'ndelt. Weinu Ich mache die geehrten Abonnenten dcF�H�r dazu M.,9e«we> sam.ydaß ich vom 1. April ab, die W» „Social-Demokrat" und de«„Agitator" F F�Ug Ich bitte daher, recht bald bei mir Bestellung' �»g. mm'?«»!." Dieselben werden entgegengenommen WW»M.WW„ M Mw«�mh-n lungen und in meiner Wvhnung Petristraße'.--rz, S. Bruck von Jhring n. Haberlaudt� Verantwortl. Redakteur u. Verieger W. Gr»'' »ö!