tninj f, nach? 1 atrich' ndB hlv-r» 42. Berlin, Freitag, den 8. April 1870. Sechster Äachrnaiig. icklich-»� n an» »eM'Iltckuna erscheint drei dies»" 7«ichcnlllch, und zwar: forl � Donnerstag« und sreN-�s�viabcnds Abends, träfe- l)rgcm der jorias-demokralischm Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. für Berlin inci, Bringerlohn: vierteljahrlich 16 Sgr.. monatlich 6 Sgr., einzeln. Nummer. �'"Kedilmr«naenommem � 6ei � foIibta J°r*rnu™m Pr-ußen 16 Sgr., bei den-ußerpreußischm Postämter.n Dentschland gleich,{,n bct Z/p�tion aufzugeben) werden pro viergespaltene P-tit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter. ,.-.nts-Hkreis '.w.; bei d°° Postamtern in Preupen 16 Sgr., bei den aup-rpreuwich-n P°st°-Nler ,ll �-«iqt-no gmq. � Kxptdüion aufzugeben) Sgr.,(56 Kreuzer fiidd. Wahrung.) i Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. berechnet. Arbeiter. mäßiZl riebet' te». Agentur für England, die Tolonien, Amerika, China und Japan dir. X. Duesing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. 0. London. lerei« US Bcl 8� rtcrp- ontt« er- [n« I 9 politischer Theil. A. Berlin, 7. April. »Bete und arbeite", wird dem Prole- °n allen Seiten zugerufen.— WaS be- 'itfe Worte in dem Munde der Besitzenden, �lzenden Capitalisten, die selbst nicht wissen, Arbeiten" heißt, und die„Beten" und '"tcn" sehr gut mit einander in Einklang �en verstehen? WaS bedeuten diese Worte jener den Armen andonnernden, den Th°r.' � �bcr mit Sammetpfötchen berührenden 1 Rottes, die es für unumstößliche göttliche erklären, daß heutzutage reiche Nichts- »om Schweiße des arbeitenden Volkes Ruft man dem Proletarier zu: Arbeite, � es wahrlich wie ein Hohn— ist nicht 111 viel mächtigerer Sporn da, der ihn zur keibt, als dieser Zuruf des Sparapostels Pfaffen? Ist nicht der Hunger da, der �letarier zwingt— mit eiserner Gewalt �'"'t Frau und Kind in ungesunde Fabriken sich �chen, sein Leben auf's Spiel zu setzen in tief in der Erde, auf hohen Gerüsten, A'sährlicher Maschinen und schädlicher ' man ihm noch die väterliche Ermah- Ulufcn:„Arbeite". Ja dieser Zuruf, wie °cr Kehle eines Wohlgenährten ertönt, er 'r Hohn, denn die Worte sollten lauten: Und hungre, damit ich schwelgen und ruhen � Und die Mahnung:„Bete", welche eben setzt, entspringt sie wirklich aus red cmüth, soll sie wirklich das„Seelenheil" eitcrs fördern oder liegt nicht auch hier nackte Egoismus vor? Sicherlich, der »Bete", der den Arbeiter auf eine höhere •"eist, er soll ihn abmahnen, sich um seine dieser Welt zu kümmern, er soll ihn ab- llebicterisch sein Recht auf den vollen Ar- zu fordern, von dem jetzt Andre schwel Arbeiter soll auch vergessen, daß ihm �rden überall jäher Tod droht, jäher nicht Folge von Zufälligkeiten, sondern elndcn Schutzes bei seiner Arbeit ist; '�Möglich noch jubeln, daß ein Unfall, Mitarbeiter zum Opfer fällt, diesem„die .°iS Himmels" erschließt!— Daß wir uns ' geringste Uebertreibung zu Schulden �sscn, indem wir dieses niederschreiben, folgender Artikel zeigen, der durch die �ierikalcn Blätter die Runde macht: ■�zember v. I., so erzählt das„Salzb. St.", Jj'fph. Bochumer Kreise die Beerdigung eines �ngwerke verunglückten Bergarbeiter« unter so � Theiliiahmc statt, als die dem Tode de« Ber , Ausgehenden Umstände erwarten ließen. Der- Kl b'Uiischter Ehe und halte längere Zeit aus und Zaghaftigkeit die Sakramente nicht . U>iewohl er die übrigen Pflichten eines katha «..'»'n im Allgemeinen erfüllte. Auf die wieder z wung feiner braven protestantischen Ehefrau seiner noch unerledigten Pflicht nachzukom- U. er einmal mit seinem Pfarrer gesprochen tj'.Jh» aber ungeachtet öfterer Besuche nie zu ta/bu konnte. Endlich am vorletzten Sonntag sich Erster er ausfallend innerlich gedrängt. lh JP in erneuern und diesmal— sollte er nicht Jk�unnen. Gerührt erfaßte der Reumüthige Hand und versprach, dessen Bitte zuvor- (n'J'ttch am nächsten Samstage zu beichten. Durch -v IW�uiahnt, begab er sich indcß nicht am Sam- April, schon am Freitag zur Kirche und empfing uien Ittb'f Andacht die Sakramente.— Sic waren rr. � i#''Usrotnentt— denn kaum war er an demsel- . m die Grube gefahren, al« er daselbst einen SvalN»*.! fand- Würde derselbe nach Berabredung wie r I. stswartet haben, so schied er ohne die Heil«- Elb?(5 Kirche aus dem Leben. Wahrlich, können wir "Ä. llhd in� 3) ersch� !igen. iminh ftslll'i 8*" tlin:, parte' t und K aling?., ti,'»hier ist der Finger GottcSl" Selbst den a hat diese Thatsache, die bald allgemein bc» �' e, nieil der Verstorbene nach Empfang der �e>n Glück mehreren mitthciltc und nach Au?« „ad.■ii(t'Iraa ll0ch nie so heiler gesehen worden war, 1 LV'C"i-l zu denken gegeben. w-ib'l lich ividerlichc pfäffischc Geschreibsel. Ist er i»>' iu wagen, Arbeitern dergleichen vor- ij),. Ein Bergmann ist in der Grube in �'ho"hlnfall" um's Leben gekommen. WaS twclib solchcn„Unfall" auf sich hat, weiß 'cht Augen und Ohren absichtlich ver- schließt. Der Arbeiter hat, um seinen gar zu kargen Lohn zu verdienen, übermäßig allzurasch arbeiten müssen, und dabei ist ein Stück Fels auf ihn niedergefallen, oder er ist vom schlagenden Wet- ter getödtet, das in Folge schlechter Vcntilations. Maschinen sich bilden konnte, oder daS abgenutzte Förderseil ist gerissen, kurz der Bergmann ist als Opfer der heutigen Produktionsweise gefallen, und seine Familie geht der schrecklichsten Roth entgegen. Aber den frommen Schreiber des obigen Artikels ficht alles dies nicht an. Er hat kein Wort deS Mitleids für daS Elend der Wittwe; er hat kein Wort des Tadels für Jene, die Schuld tragen an diesem Arbeitermord. Nein, der Heuchler preist den Tod des Bergmanns ganz unzweideutig als einen Segen an, der ihm widerfahren ist!— Wahr lich, unser Ausspruch, daß die Ermahnung zum Arbeiten und Beten im Munde des Capitalisten freundlichen Pfaffen zu bittrem Hohn wird, wird in einer Weise, wie wir's kaum erwarten konnten, bestätigt! Rundschau. Berlin, 7. April. □ In der Sitzung deS Reichstags des Norddeutschen Bundes am 6. d. M. gelangte die von Cigarrenarbeitcrn an den Reichstag ge richtete Petition um Aufhebung der Zuchthaus arbeit zur Berathung. Die PetitionSkommission erstattete über diese von mehr als 8000 Cigarren arbcitern unterschriebene Petition Bericht. Der Antrag der Petenten ist dahin gegangen:„daß die industrielle Arbeit in den Straf-Anstalten deö norddeutschen Bundesgebiets dahin beschränkt werde, daß 1) in den Straf-Anstalten nur solche Detinirtc mit indnsiriellcr Arbeit beschäftigt wer den, die vor ihrer Jnhaftirung als freie Arbeiter schon mit solcher beschäftigt waren; 2) daß jeder Detinirte nur mit der industriellen Arbeit beschäf ligt werde, die er als freier Arbeiter betrieben, und 3) daß für die in den betreffenden Anstalten gelieferte Arbeit der Durchschnittslohn, welcher für die nämliche freie Arbeit bezahlt wird, von den betreffenden Arbeitgebern an die Anstaltskassen ge- zahlt werden muß.— Der Bericht der Commis sion bezieht sich zunächst auf einen Beschluß des Reichstags im vorigem Jahre. Es hatte der Reichstag nämlich in Bezug auf den Gegenstand der Petition beschlossen,„den Bundeskanzler auf zufordcrn, derselbe möge bis zur nächsten Sitzung deS Reichstages eine amtliche Untersuchung über den Einfluß der ZuchthauSarbcit auf die Lage der freien Arbeiter im Norddeutschen Bunde anordnen", und in Folge dessen ist dem Reichstage unterm 28. März ein starkes Ma terial von Verhandlungen und Erhebungen zu gegangen, welches der Kommission bei Bprathung obiger Petition gleichfalls vorgelegen hat.— Der Bericht der Kommission fühxt»zun in Bezug auf daS Letztere weiter aus, daß dadurch daö Verlangen des Reichstages nicht erfüllt fei, da die Mittheilungen der Einzelregierungen mit AuS nähme der des Königreichs Sachsen so mangcl Haft und dürftig seien, daß dieselben gänzlich un brauchbar wären, als Unterlagen einer gründlichen Untersuchung zu dienen. Ucbrigcns stimmen die Gutachten, mit Ausnahme des sächsischen, darin überein, daß in keinem der Bundesstaaten eine nachtheilige Einwirkung der ZuchthauSarbcit auf die Lage der freien Arbeiter zu konstatircn sei. 19 Regierungen behaupten dies einfach ohne nahe ren Nachweis durch Zahlenangaben; Preußen gicbt zahlenmäßige Auskunft über verschiedene statistische Details; nur Braunschweig und namentlich Sachsen haben ein erschöpfendes und Licht verbreitendes Material eingesendet, welchem die Kommission ein- gehende Details entnommen hat. In Preußen ist in Bezug auf die Beschäftigung der Gefangenen in den Straf- und Besserungsanstalten die Cirkular- Verfügung des Ministers deö Innern v. Manteuffel vom 2. August 1849 noch in Kraft. Mit Be- folgung dieser Grundsätze, meint die Kommission, würde den Beschwerden vollständig abgeholfen sein. Es handle sich also darum, dieselben auf das ganze Bundesgebiet auszudehnen und dafür Sorge zu gehaßt von der großen Masse der Arbeiter. Sollte tragen, daß ihnen überall streng nachgekommen nicht etwas Achnliches eintreten, wenn irgend einer werde. Die Kommission empfiehlt daher dem' der liberalen Wortführer in Preußen inö Ministerium Bundeskanzler die Petitionen der Cigarrenarbeiter; gelangte? Wir glauben sicherlich, daß es gerade zur Berücksichtigung in solchem Sinne zu übcr-�so geschähe— aus den„liberalen" Abgeordneten weisen. Der Reichstag lehnte den Antrag der werden im gleichen Maße herrschsüchtige und Volks- Kommisston als zu weit gehend ab und nahm' feindliche Minister, wie auS den„libcralisirendcn" einen auch von dem BundcSkommissar gebilligten �Kronprinzen rcactionäre Fürsten gemeiniglich cnt- Antrag des Abg. Haverbeck an. Derselbe lautet „Die Petition, soweit sie darauf abzielt, in ge eigneter Weise die allgemeine Einführung der für die preußischen Strafanstalten vorgeschriebenen Grundsätze für � die Beschäftigung der Strafge fangcnen mit Arbeit herbeizuführen, dem Bundes kanzler zur Berücksichtigung zu überweisen." Der Reichstag fuhr am 5. d. M. in der Bc- rathuvg des Strafgesetzes fort und gelangte zu dem Abschnitte, der vom Diebstahl und Betrüge handelte. Hierbei ist nur zu bemerken, daß die Vorlage, welche auf Diebstahl als Minimalstrafe eine Woche Gcfängniß fetzte, dahin auf Lasters Antrag abgeändert wurde, daß die Miniwalstrafe ganz gestrichen und somit bei mildernden Umstän den der Richter auch auf einen Tag Gcfängniß erkennen kann. Am 9. d. M. wird sich der Reichstag wäh rcnd der Ostcrfeicrtage bis zum 20. vertagen Am 22. soll das Zollparlamcnt eröffnet werden und nach Schluß desselben wird der Reichstag seine Verhandlungen wieder aufnehmen. Die„Köln. Ztg." schreibt über daö Zustande kommen eines Strafgesetzbuches für den gefamm� ten Norddeutschen Bund, woraus hervorgeht, daß die Regierung die Hoffnung nicht aufgegeben hat, wie wir auch in letzter Nummer noch bemerkten, daß die Majorität des Reichstags sich bei der dritten Lesung für Beibehaltung der Todesstrafe aussprechen würde. Der Artikel lautet:> „lieber die Aufsichten des Strafgesetzbuches hört man noch immer verschiedene Meinungen äußern, was de«- wegen bemerkt zu werden verdient, weil selbst nach der neulichen viel bemerkten Rede des Generals v. Roon diejenigen Mitglieder, welche die Hoffnung auf da« Zustande kommen des Gesetzes früher noch nicht aufgeben wollten, auch jetzt daran festhalten. Welchen Kompromiß man dabei als möglich in« Auge faßt, ist nicht ganz' klar. In RegicrungSkreifcn allerdings soll die Rechnung einfach dahin gehen, daß die altliberalcn und fteikonservatlven Stimmen, die sich in der Majorität gegen die Todesstrafe in erster Lesung befanden, schließlich deswegen da« Zu- standekommen de» Strafgesetzbuches vorziehen und für die Todesstrafe stimmen würden, weil in dem anderen Falle die Strafe doch erhalten bliebe und nur möglicher Weife in einer größeren Zahl von Fällen zur Anwendung kom- men würde. Diese Stimmen, so glaubt man aus jener Seite, würden um so mehr ins Gewicht fallen, als einige Nalionalliberalc, um nicht die ganze Reform in Frage zu stellen, sich der Abstimmung enthalten und die Konferva tiven auf ihrem Posten fein würden. So soll die Rech nung in RcgierungSkreisen gestellt werden, und c3 hat dies jedenfalls zur Orientirung über die Lage der Sache fein Interesse. Die günstigen und vielleicht noch immer sehr optimistischen Ansichten gehen dabei nicht über die Vermuthnng hinaus, daß die Regierung die Tode«- strafe in elnem UebergangSstadinm auf den Mord be schränken werde." Die Nachrichten aus Oesterreich nehmen das allgemeinste Interesse in Anspruch. Die Katastrophe ist eingetreten; die letzten Trümmer des liberalen Ministeriums sind beseitigt; der Kaiser, der so kürzlich Ofen nach Wien zurück gekehrt ist, hat den früheren Minister Graf Potocki, wie wir schon in letzter Nummer kurz erwähnten, berufen, und mit ihm werden die nichtdcutschcn Nationalitäten und in ihrem Gefolge die religiöse und politische Ncaction ihren triumphireudcn Ein- zug halten. Der Reichsrath wird aufgelöst. Nach den liberalen Experimenten kehrt der Kaiserstaat zu den rcactionären zurück. Den Arbcitern in Oesterreich kann es sehr gleichgültig sein, ob an Stelle des„liberalen" Bürgerministeriums ein rcactionäres tritt, da letzteres eine schroffere Stel- lung gegen die dortige Arbeiterbewegung nimmer- mehr einnehmen kann, als das„liberale" es ge- than hat.. Versammlungen auflösen, die Wort- führer einsperren, die Arbeiter selbst durch die Sol- daten erschießen lassen— darüber hinaus kann ein Potocki nicht gehen. Giskra aber, den man im liberalen Lager einstmals so feierte, tritt ab unbeachtet von seinen Freunden und mit Recht stehen. Die„AugSb. Allg. Ztg." schreibt über die in Wien herrschende Situation: Das Schicksal des Nothwahlgesetzes wird auch über das Schicksal des Kabinct» entscheiden. Da aber über ersteres kaum mehr ein Zweifel obwalten kann, so darf man die Tage de« Ministeriums für gezählt erachten, selbst wenn die Polen, Slovenen und Bukowiner ihren für heute projcktirlen Coup des GcfammtaustrittS au» dem Reichsrath nicht ausführen sollten. Das Nothwahl- gesetz hat nur die Deutschböhmen, die au» demselben einen momentanen Vorlheil zu ziehen hoffen, und diejcni- gen Abgeordneten für sich, welche für da» Gesetz eben nur au« Parteidisciplin, um das Ministerium zu stützen, stimmen wollen; aber auch diese sehen ein, daß sie vor einem für die Zukunft gefährlichen Schritt stehen, denn durch da« Nothwahlgesetz sollen direkte Wahlen dort er« möglicht werden, wo, wie in Böhmen, einzelne Gruppen gar nicht oder theilweise vertreten sind. Älbst der mo« mentane Erfolg, den man erwartet, nämlich die Verlre- tung einiger czechischcr Bezirke durch direkte Wahlen her« beizuführen, ist bei dem in Böhmen herrschenden Terro« riSmnS mehr als zweifelhaft. Und selbst wenn das Experiment gelänge, kann man sich aus die Dauer ein an» direkt und Indirekt gewählten Abgeordneten zusammen« gewürfelte« Parlament denken? Da« sind Erwägungen, welchen sich selbst jene Deputirten, die an« Opportunität«- gründen für da« Nothwahlgesetz stimmen wollen, nicht ver- schließen können. Ueber die Lage der Dinge in Creuzot liegen wieder neuere Nachrichten vor. Nach denselben ist die Bewegung im Steigen. Am 3. d. Mts. kam eö zum Conflicte zwischen Soldaten und Frauen auS dem Volke, welche verhindern wollten, daß die Arbeiter, welche sich an dem Strike nicht betheiligt haben, in die Gruben hinabstiegen. Eine derselben wurde von sechs Gendarmen fortgc« schleppt. Man ließ die Frauen, die man zuerst festgenommen, später wieder frei. Der Präfekt und der commandirendc General deö Departc- mcnts waren im Creuzot.— Daß die Frauen sich an der Bewegung betheiligcn, darüber sind die Bourgeoisorgane nicht wenig ergrimmt, weil sie wissen, daß das Einschreiten der Frauen ganz besonders ermuthigend auf die Männer wirkt und weil sie sehen, daß diesmal der Strike doch nicht so leicht niederzuwerfen ist, wie vor Kurzem. Die „Angsb. Allg. Ztg." schreibt in ihrer Wuth: Die neuesten Nachrichten au« dem Creuzot lauten sehr bedenklich. Am 3. d. Ml«. Nachmittags kam es wieder zu einem Auflauf. Man wollte die mit dem Abladen der Kohlen beschäftigten Weiber zwingen, ihr- Arbeit zu verlassen. Auch diesmal nahmen nur Weiber an der Ruhestörung Tbeil. Man hat ermittelt, daß eine gewisse Anzahl von Rädelsführern von auswärt» Geld empfängt, um aus die Arbeiter einzuwirken; der Zweck ist, um je« den Preis die Arbeit zu verhindern. Am 3. d. M. wurde ein Mann, der von seiner Arbeil kam, schwer verwundet. Man sieht selbst Männer mit Kindern auf ihren Armen in einiger Entfernnng von den Gruppen stehen, welche von den mit Steinen bewaffneten«cibern gebildet wer« den; die letzteren schüchtern die gutwilligen Arbeiter mehr ein, da diese nicht gegen Weiber kämpfen wollen. Eine» von den Weibern, welche« gestern wegen einer Gewalt« lhätigkeit verhaftet worden war, ließ der Präfekt, Herr Marli ere, wieder in Freiheit setzen, da er erfuhr, daß e» ein Kind von drei Monaten nährte. Den Truppen Ist die größteMäßigung empfohlen worden. Am3. d.M. Abend» bildete sich wieder ein starker Auflauf, In welchem die Weider und Kinder die Hauptrolle spielten, an den Zu- gängen de« Schachtes des Moineaux. Diese Gruppe wartete in schlimmer Absicht auf die Grubenarbeiter, welche zum Nachtposten einfahren sollten. Trotz der Drohungen und des Geschreies sind acht entschlossene Männer eingefahren. Mehrere Compagnien Infanterie und Jäger beschützten die Arbeiter in ruhiger maßvoller Haltung. Aus eine Patronillc wurden einige Steine ge- warfen; sie antwortete nicht. Am 4. d. M. früh bildete sich ein Auflauf, der weniger stark war al« am 3. d. M. Abends. Er bestand wieder zum großen Theil aus Weibern, welche in der Nähe de« Eiscnbahnhofs die Arbeiter, die sich nach den Schmieden begaben, insnltirten und mit Steinen be- warfen. Eine Schwadron Lancier» ist so eben angckom- men. Auch der Generalprocurator von Dijon ist ringe« troffen. Die„Nationak-Zcitung" jammert noch viel ärger und macht ihrem Groll in einem moralisiren- den Schlußsätze Luft: Der Strike in Creuzot nimmt wunderliche Formen an. Bisher waren e«, wie allenthalben, die Männer, welche sich daran betheiliztcn und zwar mit bemcrkenS Werther Mäßigung, denn außer einigen unbedeutenden Scharmützeln und mehreren Verhaftungen ist kein Unglück zu beklagen. Die Bewegung schien sogar so weit be schwichtigt, daß am Montag ein großer Thcil der Gru benleutc die Arbeit wieder aufnahm. Seitdem aber hat die Zahl der ArbeitSeinstellcr sich abermal« bedeutend der» mehrt und am 3. fanden sich mir sehr wenige Leute zur Arbeit ein. Offenbar stecken die Frauen dahinter. Nicht nur, daß dieselben ihre Männer von der Arbeit zurück- halten, sondern sie finden sich selbst massenhaft in der Umgebung der Gruben ein, um die Ausharrenden durch Drohungen und Thätlichkeiten zu erschrecken. Begreis. lichcrweisc ist den GenSdarmen die Aufgabe dadurch sehr erschwert. Sie können doch nicht gegen Weiber fechten! Ams.3. hat man ein halbe« Dutzend Amazonen auf die Polizeiwachtstube gebracht, sie aber wieder freigeben müssen, al« die Kameradinnen den Gefangenen ihre Säuglinge überbrachten. Der Präsekt de« Departement« betheuert in einem Manifest seine Absicht, die Anwendung von Ge- walt so viel als möglich zu vermeiden. Man erwartet Kavallerie in Ereuzot; der Gebrauch dieser.Truppe hat sich bekanntlich auch bei den Skaßenunruhen in Pari« als wirksam bewiesen. Die Gewalt ihres Anpralls macht die Anwendung von Schußwaffen entbehrlich. Herr Schneider verweilt noch im Creuzot; seine Zähigkeit macht einen sehr schlechten Eindruck ans die Arbeiter, er hat auch neuerdings wieder rund heraus erklärt, er werde sich auf keinerlei Konzessionen einlassen. Auch diesmal, wie bei dem ersten Strikc im Creuzot bleibt man über die wahren Ursachen der Bewegung völlig im Dunkeln. Und wer will leugnen, daß diese Bewegung tiefliegend« Ur- fachen habe, daß sie die Grundlagen des socialen Lebens angreift, wenn die ganze Ordnung der Familie umgekehrt erscheint und die Weider e» unternehmen, für die For- derungcn der Arbeiter einzutreten? Man sieht auch noch, daß eine ganze beson- idcre Freude auS den Spalten jener Zeitungen per- vorleuchtet, daß die Regierung endlich das geeig- netste Mittel zur Niederwerfung der Arbeiter her- ausgefnnden habe, nämlich die„Kavallerie", die „sich bekanntlich bei den Straßenunruhen zu Paris so«wirksam bewiesen."— Pfui! über dieö libe- rate Gesindel! Die„Arbeitcrfrcundlichkeit" wird so lange zur Schau getragen, bis es Ernst in der Arbeiterbewegung wird, dann aber werfen diese Heuchler den SchaafSpelz ab und erscheinen in ihrer wahren Gestalt und heulen zusammen mit ihren reaktionären Kameraden. In Lyon ist die Wahlbewegung in vollem Gange. Für den Cilndidaten der„Unversohn lichen", den in Tours seine zehn Tage Gcfängniß absitzenden Ulrich de Fonvielle, wird stark gear beitet un�in mehreren Wahlversammlungen wurde HbümAmw derselbe.als Candidat von der Majorität der an- wcsenden Wähler angenommen. In diesen Vcr- sammlungen geht es ziemlich ruhig zu, doch wur- den die Rufe:„Es lebe die Republik!"„Es lebe Rochefort!"„Es lebe Fonvielle!" häusig gehört. DaS Rundschreiben, welches Ulrich de Fonvielle an die Wähler gerichtet, ist aus dem Gcfängniß zu Tours, 28. März 1870, datirt und lautet Ivie folgt: Bürger-Wähler! Als ich am Grabe Victor Noir.S die Worte sprach:„Wenn die Justiz des Kaiserreichs unS ab- qehen wird, so werden wir unsere Zuflucht zu der de« "Volkes nehmen", und ich mich damals al« einziger leben- der Zeuge der Mordthat in der Mitte von 200, 000 befand, die gerächt zu sein verlangten, glaubte ich nicht, daß, um meinen Eid zu halten, ich damit beginnen müsse, dem Kaiserreich den Eid der Treue zu leisten. Aber der Wahr- spruch der hohen Jury macht es mir zur Pflicht, mich nicht länger der gefährlichen Ehre zu entziehen, welche Ihr mir zwei Mal dargeboten habt. Ich nehme deshalb Euer Anerbieten an und ich fordere Euch aus, dem Kaiser- reich die Ohrfeige zurückzugeben, welche Victor Noir vor meinen Augen erhalten hat. Ich bin sicher, daß Ihr als Männer von Herz auf da« Urtheil des hohen Gericht«- Bruder und Schwester. Aus den hinterlassenen Papieren de« gallischen Sclaven Sylvest, um die Zeit vor Ehristi Geburt. Erste» Kapitel. �(Fortsetzung.) Der Schwarze zündete mehrere vergoldete Candelaber an, die um eine Bildsäule de« Gotte« Priap umherstanden. Da erfüllte helle« Licht die Rotunde, während die Wöl- bung der obern Kuppel, wo Sylvest versteckt lag, in Schal- tcn blieb. Zwischen den innern weißen Marmorsäulen, die mit vergoldeten Riesen wie die Capitäler verziert waren, sah man so obcsöue FrcScobilder, daß Sylvest sich scheut sie zu beschreiben. Der Fußboden des Tempels verschwand unter einer dichten mit Purpurstoff belegten Decke, sowie «Iner großen Anzahl Kissen. Zwischen zweien der Säulen. einander gegenüber, standen kostbar geschnitzte und mit Schildkrot ausgelegte Büffet« von Elfenbein; auf ihren Porphyrtafcln sah man große ciselirle goldnc Geschirre, mit Edelsteinen besetzte Becher u. s. w. In silbernen mit Schnee gefüllten Becken standen kleine Krüge von Thon und Sagunt. Um die Bildsäule des Gotte« der Gärten her waren große mit Wohlgerllchcn gefüllte Kessclchcn aus Dreifüßen ausgestellt. Der Schwarze zündete sie an und alsbald erhob sich in dem ganzen Räume ein balsamischer, aber starker, fast berauschender Dampf. Nach Beendigung dieser Vorbereitungen verschwand der riesige Aethiopier durch die Thür nach dem Wasser zu, kam aber gleich darauf zurück. In seinen Armen trug er wie ein schlafende» Kind eine in einen langen Schleier ge- hüllte Frau. Mehrere junge Sclavinnen jjon seltener Schönheit und prächtig gekleidet folgten dem Schwarzen,— die Sclavinnen der vornehmen Römerin, der reichen Fau« stina, die Ankleiderinnen, Wiegerinnen, Haarordnerinnen, Sandalenknüpferinnen, Kästchenträgerinueu, Sängerinnen und andere. Sobald sie in den Tempel eingetreten waren, häuften sie Kiffen auseinander, um ihre Gebieterin, die der Schwarze noch immer auf den Armen trug, so weich al» möglich zu betten. Diegcnigen Sclavinnen, die auf dem Wege nach dem Tempel Flöte und Lyra gespielt hatten, hielten ihre musikalischen Instrument- noch in den Händen. Unter ihnen befanden sich zwei schöne griechische Freigelassene von sechszehn bi« achtzehn Jahren, die, wie alle ihres Volke« ln dieser Stellung, an ihrem lasdven Gange, ihrem frechen Gesicht, ihrem kurzen gelockten Haar und ihrer ebenso reichen al« weibischen Tracht kenntlich waren. Sie trugen große Fächer von Pfauenfedern, um die Lust um ihre Gebieterin her abzukühlen. Nachdem die Kissen sorgsam geordnet waren, legte der Aethiopier die edele Faustina so vorsichtig darauf, als hätte Hofe» von Tour« antworten werdet, und ich erwarte mit Vertrauen den Wahrspruch der Volksjury, welche im dritten Wahlbezirk der Rhone zusammenberufcn ist. Wenn Ihr mich wählet, so werde ich im gesetzgebenden Körper da« sein, was ich vor den Richtern des Bonaparte war; ich werde mich durch das Beispiel der Bürger RaSpail und Henri Rochcfort, de« Chcf-Rcdactcurs der„ignoblen Marseillaise", der anzugehören ich den Ruhm habe, begeistern. Da ich keine Lust habe, da» Volk zu ver- rathen, so habe ich nicht die Absicht, mich von dem Wahl- körper, Quelle meines Mandat«, meiner moralischen Kraft und meiner Inspirationen, zu isoliren. Ihr seid e«, die fortwährend mein Gewissen, meine Ver- nunft erleuchten müsset. Ich muß Euer Organ, Eure Sprache fein, um zu Frankreich zu sprechen, und ich muß, wenn c« nöthig ist, Euer Arm sein. Wenn je Euer kollektive» Gewissen und Eure kollektive Vernunft aufhören würde, mit meinem individuellen Ge- wissen und meiner individuellen Vernunft in Einklang zu sein, so wäre meine dringliche und strikte Pflicht, Euch den Theil der Souverainelät zurückzugeben, welchen Ihr mir anvertraut hattet und den ich nicht länger ohne offen- kundige Usurpation bewahren könnte. Wir müssen nnr Eins sein: Ihr und ich; und sobald die Union aufhört, muß ich in da» Privatleben zurücktreten. Dies sind die wahren Principien, vermittelst derer die Volks-Souverai- nelät ewig lebendig bleibt und immer bereit ist, sich gegen den Despotismus zu erheben. So begreife ich das Man- dat, welche« Ihr mir antragt; so wird sich niemal« ein Mißverständniß zwischen Euch und mir erheben. Ich nehme alle socialen, politischen, staatsökonomischen und administrativen Reformen an, welche in die Programme der radikalen Comiiu« de« dritten Wahlbezirks der Rhone eingeschrieben sind'; ich will deren sofortige und vollstän- dige Ausführung und die« enthebt mich, sie hier länger zu entwickeln. ES giebt übrigens Eine, welche ich per- sönlich betonen will. Es ist die Abschaffung der gcricht- lichen Ungleichhcilen. Ich will nicht, daß es länger ge- stattet sei, zu sagen, daß es in Frankreich privtlegirtc Mörder giebt. Die deutschen Bourgeoisie-Zeitungen sind furcht- bar erbost über die Behandlung des Professor Tar- dicu vonSeiten seiner Zuhörer. DieScencn, wicwir sie auch geschildert haben, wiederholen sich nämlich regelmäßig, wenn der Herr Professor im Hörsaale erscheint. Man glaubt mit Bestimmtheit, er habe wider besseres Wissen zu Gunsten Peter Bona- partes gezeugt. Die Rufe wurden zwischen den Schmähungen ihm gegenüber laut:„Fort mit der Regierung!"„Es lebe die Republik!"„Es lebe RochefortI" Die„Augöburger Allgemeine Zeitung" nennt diese Demonstration in ihrem Zorne und Acrger:„Büberei". Sic ändert da- durch aber die Meinung nicht, welche in Frank- reich herrscht. Die aus Italien anlangenden Nachrichten bestätigen, daß unter dem dortigen Militär die größte Unzufriedenheit herrscht und daß sehr viele Soldaten in deü letzten Aufständen verwickelt sind. Außer den dreizehn Unteroffiziere«, welche ver- haftet worden sind, sollen 34 theils nach der Schweiz geflüchtet sein, theils sich im Lande selbst verborgen halten. Spanien ist fortwährend bei den provisori- schen Zuständen in Aufregung. Mit Recht stllr- men die republikanischen Blätter auf den Regen- ten ein, daß er sein Amt niederlege. Als Grund dient ihnen der Bruch zwischen den Unionisten und der Regierung. Doch scheint Serrano sich nicht mehr als Mitglied einer besonderen Partei zu bc- trachten. Einige Radikale wünschen freilich, daß der alte Espartero noch einmal die Regentschaft übernehmen möge.— Dem„Jmparcial" zufolge wird der Herzog von Montpcnsier während der ganzen Dauer seines Prozesses in Folge seines jungen Griechen, nachdem sie ihre Fächer abgelegt, nebe" ihrer Herrin nieder und schlugen sanst die Schleier zurück, von denen sie umhüllt war. Sylvest hatte oftmals und noch in dieser Nacht von Faustina sprechen hören, die durch ihre Schönheit, ihren Reichthum und ihre schändlichen Ausschweifungen berühmt war, nie aber hatte er die g-sllrchtele Frau gei-hen; er konnte sie nur mit einem Gemisch von Abscheu, Haß und Neugierde betrachten. Faustina war von mittlerer schlanker Gestalt, höchstens dreißig Jahre alt und würde von seltener Schönheil ge- wesen sein, wenn namenlose Ausschweifungen ihr sune« regelmäßige« Gesicht nicht welk und hager gemacht hätten. Ihr schwarze« Haar sah man durch dicMaschen de« goldenen Geflecht« hindurch, das sich um ihre bleiche Stirn zog. Ihre halbgcschlosscnen von dunkeln Ringen umgeben schwarzen Augen schienen eine kurze Zeit durch den Glanz der Lichter geblendet zu werden, aber schon bei dem Stirnrunzeln der vornehmen Frau beeilten sich zwei Scla- Vinnen, die au« Furcht vor der Strafe ihre G-dankcn erricthen, einen Schleier zu enthüllen, den sie zwischen die Lichter der Leuchter und ihre Gebieterin hielten� Faustina trug zwei Tunica« von tyrischer Seide, von denen die eine lang, weiß und mit Gold gestickt, die andere um viele« kürzer, hellgrün und mit Silber gestickt war. Als Leibchen hatte sie nur ein Goldgeflecht gleich dem über ihrem Haar und durch die Maschen desselben sah mau ihren Busen und ihre Schultern, die bloß waren wie ihre schwachen wachsweißen Arme. Ein Halsband von dicken Perlen und orientalischen Rubinen zog sich mehr- fach um ihren biegsamen etwas langen Hal«: ihre kleinen Ohren wurden durch die Last der zahlreichen Gehänge von Diamanten, Smaragden und Karfunkeln fast herabgezogen, die beinahe bis auf ihre Achseln fielen; ihre seidenen Strümpfe waren rosenroth und ihre goldenen Sohlen, die an ihren Füßen durch grünseidcnc Kothurne gehalten wurden, verschwanden unter den Edelsteinen, mit denen sie geschmückt waren. Al» die vornehme Frau so weich auf ihren Kissen lag. winkte sie den beiden jungen Griechen. Sie knieten sofort nieder, einer zur Rechten, der Andere zur Linken ihrer Gebieterin und begannen sanft� die Fächer zu bewegen, während der riesige Schwarze hinter ihr kniete, um sofort die Kissen anders zu ordnen. Darauf sprach Faustina mit matter Simme: mich dürstet. Alsbald eilten mehrere ihrer Dienerinnen nach den elfenbeinernen Schenktischen; die eine setzte einen Becher auf einen Jaspisteller, eine andere nahm ein goldenes Geschirr, während eine dritte eines der mit Schnee ge- füllten silbernen Becken herbeibrachte, in welchem mehrere Duells mit Heinrich von Bourbon in Madrid bleiben. ES bestätigt sich nicht, daß er gezwunge ner Weise seinen Wohnort ändern wird, wie man es gesagt hatte. ES heißt, der Herzog von Mont- pensier habe versprochen, die Vorgänge in LaS CarabondeleS mit allen ihren Einzelheiten zur öffentlichen Kcnntniß zu bringen.— In Barcelona ist es anläßlich der Conscription zu IIa- ruhen gekommen, welche das Einschreiten der be- waffneten Macht erforderten; 10 Menschen sind getödtct; die von den Aufrührcrn errichteten Barrikaden wurden vom Militär genommen. Der Polizei in Irland ist es gelungen, zwei Sendungen Feuerwaffen mit Beschlag zu belegen. Die erste Beschlagnahme erfolgte in Tcbercurry, woselbst ein Ladenbesitzer, Namens Clark, von der Eisenbahnstation Ballymotc ein großes Faß zu- gestellt erhielt. Er öffnete eS und fand zu sei- ncm Erstaunen zehn Flinten, sechs Säbel, sechs Bajonette und sechs Pallete mit je zehn Patronen in demselben. Die zweite Beschlagnahme erfolgte in Dublin bei Ankunft deS Dampfers„Countcß of Ernc" von Holyhead. In diesem Falle hatte die geheime Polizei bereits Kunde von der an Lord befindlichen Waffenladung, und ehe noch der Dampfer seine Passagiere an's Land gesetzt hatte, wurden die angeblich mit Kalk gefüllten Fässer beschlagnahmt, in denen sich bei Eröffnung eine Anzahl Flinten und Revolver nebst zugehöriger Munition vorfanden.— Man sieht, daß die fenische Bewegung noch lange nicht unterdrückt ist, wie die englischen RegierungSorgane so gerne der Welt glauben machen möchten, um in aller Ruhe recht heimlich die schroffsten und grausamsten Maß- regeln gegen die aufständischen Jrländer ergreifen zu können. Ernste Bauernunruhen fanden in Ruß- land auf der dem Fürsten Wittgenstein gehörigen Herrschaft Bielitz im Kreise Lida in Litthauen statt. Die Bauern hatten die Beamten verjagt und ihnen die amtlichen Siegel abgenommen, die sie auch nach Unterdrückung des Aufruhrs nicht wieder zu- rückgeben wollten. Die Anführer wurden zu- nächst grausam mit Ruthen gepeitscht und dann behufs Einleitung der Untersuchung zur Haft ge- bracht. Die zur Herrschaft Bielitz gehörigen Güter haben starke Militärbcsatzung erhalten, welche weiteren Unruhen vorbeugen soll. Derems-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbelter-Verein.) Ucbcr die große Volksdcmonstration in Hamburg erhalten wir noch folgenden Arbei- terbericht: Jamburg, 2. April.(Empfang der Herren Hr. chwcitzcr und Schallmeyer.) Wohl selten oder nie halte sich eine solche Spannung der hiesigen Arbeiter- Partei bemächtigt al« am gestrigen Tage; wußte man doch, daß unser um der Arbeitcrsache willen von der „freien, großen Republik'" ausgelieferter Freund im Bei- sein des Arbeiterabgcordneten und Vereinspräsidenten zu- rückkchrcn würde. Da» war ein Ehrentag für alle „Räuber und Mörder", wie deren Freunde. Und die« war e» nicht allein; derselbe Tag sandte ja auch so und so viel Tausende von„Agitatoren"' in die Welt, und wel- ch-r Social-Demokrat würde ein solches Ereigniß nicht mit Freude in der Hoffnung auf endlichen Sieg der Ar- beitersache begrüßen. Von frühem Morgen an konnte man sehen, wie immer neue dieser Sendboten, von der Post au», ihren Weg in'« Volk fanden.— Lange Zeit daß sie von dem in Ei« stehenden Weine zu trinken wünsche. Eine Sclavin hielt den Becher hin, der sofort vollgcschenkt wurde, aber bei der Eile stolperte das Mädchen Über ein Kissen, den Becher floß über und einige Tropfen de« eislallen Weine» fielen auf die Füße FaustinaS. Sie runzelte die Augenbraunen und während sie den Becher mit der einen ihrer weißin, weichen, mit Edelsteinen ge« schmückten Hände nahm, zeigte sie mit der andern der Sclavin die feuchten Weinflecke auf ihrer Fußbekleidung; dann leerte sie langsam den Becher, ohne ihren Blick von der Sclavin abzuwenden, die zu zittern und zu erbleichen begann. Kaum hatte die vornehme Römerin getrunken, al« mehrere Hände ihrer Dienerinnen sich auSstreckcn, den Becher wieder in Empfang zu nehmen. Faustina lehnte sich darauf zurück, stützte sich auf eins der Kissen, während die beiden Griechen unausgesetzt die Fächer bewegten, spielte mit den Ohrgehängen, die einer dieser Jünglinge trug und begann grausam zu lächeln, so daß zwei Reihen kleiner weißer Zähne zwischen ihren rothen, blutrothen Lippen sich zeigten. Dann sagte sie zu der Sclavin, welche un- geschickt einige Tropfen Wein verschllllet hatte: Auf die Knie, Philenia! Die erschrockene Sclavin gehorchte. — Näher, sagte Faustina, näher, so daß ich dich er- reichen kann. Philenia gehorchte auch diesmal. Mir ist sehr warm, sagte Faustina, während ihre junge Sclavin in immer größerer Angst auf den Knieen der Herrin soweit sich näherte, daß sie>ie>rlbe fast be- rührte.— Nachdem sie gesagt, daß ihr sehr warm sei, bewegten die beiden jungen Griechen die Fächer rascher, und die Taschcnluchtr'ägciin, die sogleich in ihrem wohl- riechenden Körbchen gesucht hatte, gab ein reichgestickte« Linnentuch einer ihrer Gefährtinnen, welche sofort die feuchte Stirn ihrer Herrin ehrerbietig abwischte. Philenia, die sich der Ungeschicklichkeit schuldig gemacht hatte und noch immer kniete, wartete zitternd auf ihr Schicksal. Faustina betrachtete sie einige Augenblicke mit grau- Befriedigung und sagte: „Das Nadelkissen." Bei diesen Worten streckte die Sclavin bittend die Hände nach �der Herrin aus, die aber die flehende Gcberde kaum zu sehen schien und zu dem schwaizen Riesen sagte: Ercbus, entblöße ihr den Busen und holte sie. Der Schwarze befolgte den Befehl der Römerin, die darauf au« den Händen einer ihrer Dienerinnen ein seit- sameS und schreckliches Marterwerkzeug nahm, einen langen sehr biegsamen Stahlstab, mit einer runden Goldplatte unten, die ein roihscidene« Nadelkissen hielt. In diesem mski, waren ziemlich weil auS einander viele Nadeln so di-s. und >d du hindurch an schlechtes Wetter gewöhnt, richteten Augen zum Himmel mit dem' Wunsche: wenn heule Abend so bleibt; und wie schon oft, hatten diesmal Glück. Kurz nach 7 Uhr füllte sich die de« Berliner Bahnhofs mit Arbeitern aller lr Greise, Frauen und Kinder— einige, weiche wohnten, brachten den aus den Fabriken gleich gehenden ihr Abendbrot mit. Von Viertelstunde i telstunde schwoll diese Masse großartiger an. Zn Zeit harrte auch eine riesige Masse vor dem«l lungslokal, um bei Oeffnung desselben einen Piek_ kommen.— Al« der Zug ankam, war die iW Jen, Bahnhof und in den angrenzenden Straßen W ch, di 20,000 Mann gestiegen. Zwei Musik-Ehöre, z seh Lauenstein'schen Arbeiler und der Schiffszimmeil«® esüh men die Ankömmlinge in Empfang; hieraus di� vons der Zug durch die Stadt. Mit genauer W vo für da« Fortkommen der Droschke, welche die'«in linge enthielt, gesorgt werden, oftmals wurde di-�!: du Andrang der Masse gehoben. Unter Jubel, �'c( in den Schranken des Anstände«, wälzte sich's" un fchenmenge dem Versammlungslokale zu; dort w> ist men, war für die Neuankommenden kein Platz l»? i, � Händen; der Saal, wie grpropft voll er auch|rCt', Whffc höchsten« 6000— 7000. Die Herren Sch»<�»>. u >«'. et, Schallmeyer sahen sich daher genölhigt, ff --.._."'1» hell de« Hauses aus zu den auf der Straße Verie�Wdilt« zu sprechen. Dem Unterzrichneteu war es nichl"(sehe hiervon etwa« zu hören; denn wer im Saale um darin bleiben; nur mit Mühe konnte für die blU � Dr. v. Schweitzer, Schallmeyer und dessen*'*■ ssl di Weg zur Tribüne gebahnt werden, wo ein W Hoch und ein Tusch der Musik sie empfing. � ha Der Vorsitzende Hörig sprach bei Einlijjj itj,� Versammlung allen Thcilnehmern dieser frWl's I« k monstration seinen Dank au«, da sie ohne Au!� Her erschienen seien; e« liege dies im Prinzip der®> in» Partei, daß sie stets bei solchen Gelegenheiten Nellx und Znsammengehörigkeit zeige. Möge kein» big diesen Abend vergessen und Alle so vereint sich l°, Jj�-n Ichaaren, wenn der Ruf der social- demokratisch" s�hnh erschalle, dann werde der Sieg der Arbeiters� mehr fern sein.(Stürmisches Bravo.) Auf H1, siche« ordnung stand: das Wesen und Wirken der(»'J h, kratischen Partei, die Thäligkeit der Reichitagks' ten und die Angelegenheit Schallmeyer'«. � M w de« Herrn v. Schweitzer kam der letzte W'-'en> gerade sein Hiersein veranlaßt hatte, zuerst i»1 zi chung. Herr v. Schweitzer sprach alsdann„ � tt gendermaßen:„Geehrte Anwesende! Ich' zf'nm Abend in Ihrer Mitte erschienen, um einen f, wbti brechet zurückzuführen.(Große Heiterkeit.) E»'hllgk daß Sie Sich bemüht haben, diesen Verbrech' sie gg auszunehmen. Der Fall Schallmeyer'» ist die interessanter, al« es Ihnen erscheinen mag, JJ,„#u«, sich vergegenwärtigt, von wann und wo da?-j'chwe hergeleitet ist. Es war auf der GeneralversaNi�D Ällg. deutsch. Arb.-VereinS, also eine« politisch'11 In einer Sitzung derselbe soll ein Arbeiter, B'1? i'svüth Hamburger Arbeiter, einige strafbare Worte 3'� l t i_ t_...___»._ r„__ w r_ s„.r-___ x_*■■ v___..*-: uff« I Nehmen wir an, diese Worte wären wirklich® aber worden, wie kommt e« denn, daß der große JJ! Bund mit allen seinen Bajonetten, seiner S*"®!.'"oi wi 'eßei, I'dein und seiner großen Polizeimaschinerie so regung gcrathen, daß man sich an die hochw von Hamburg um Auslieferung diese« Arbi mußte, und daß diese,„die freie Republik",_ famer Weise Tag und Nacht bis an sein � verfolgte, ihn auslieferte! Und wie e« kommt, stellt e« sich gar heran», daß die Worte gar nicht gesprochen sind! Sehr leh> ser Fall, da wir sehen, daß man sich trotz v Polizeimacht nicht sicher fühlt, wenn einmal ein paar Worte gesprochen hat; aber e« ist d« wissen, welches die herrschende Klasse erzittern aller Macht der Bajonette! Lehrreich ist.. auch, denn es hat sich herausgestellt, daß nicht gesprochen sind; 8 Wochen aber ist � festgesetzt! Wer ersetzt ihm seinen Schaden� Hörden sind naturgemäß hiezu verpflichtet, geben« würde man um eine Sühne anfrog'� un« daher nur eine Instanz, und dieser höh'„ hos ist das Volk, die Arbeiter, die sich ll'!l, tauscudcn eingestellt haben. Hier liegt die A" hier ist die Sühne, welche man Schallmeyer Herr Met, ' er> " gen lasse » s so s M hlen Unl »br ber Bu Pai dal r f .W-a i"> vam Und lche tot Der Schwarze hatte sich Philenia» bew� todtenbleich war und nicht zu widerstehen" Busen wurde roh entblößt und unter dllstcr>0 Aller, denn man wußte wohl, welche Slrase� Zeichen von Mitleid bevorstand, nahm Faust aus ein Kissen stützte und die Wange auf ihrer ruhen li-ß, das Nadelkissen mit der rechten V den biegsamen Stab in leicht schwankende B'' berührte so damit den Busen Philenia«, die ligen Armen des hinter ihr knieenden Aethiof1' wurde. Die Unglückliche fließ bei diesem stech"". einen Schrei au« und die Weiße ihrer BrUP mit einigen Tiöpfchen Blutes. Bei dem Anblick diese« Blutes, bei dem OpserS erhielten die bis dahin fast erlosch"1'� tz.°UtMt s&rtusttTinS lebhaften(Blam* hnS f.« E ' un : to tter '& Augen Faustina« ledhasten Glanz; da« Lach'' si /d setzlichen Weibe« wurde grauenhaft, sie KÜ.«oni, auf und sprach mit leidenschaftlichem, sellstPji J'anei Schreie, mein Schatz, schreie, da« erregt j.'(et i ...»( ,4. ri n» O rt/S f.{ i»» f J...,.;« /öt h dK j,' '-n meine schöne LcSbierin, schreie, mein Täudch' � Dabei verdoppelte Faustina die Stiche in1'„ M z so daß der Busen der«claviu bald mit leich' b*», bedeckt war.„aP x Uiei Philenia hatte die Kraft ihren Schmerz ZU.3, jn um nicht die Rohheit ihrer Gebieterin noch m deren Züge einen immer seltsameren, b'Hn, Ausdruck erhielten. Plötzlich aber warf �e �/ Anc sogenannte Nadelkissen von(ich, schloß die AUU 3 sty sagte matt, indem sie sich auf ihre z während ihr vor Schmerz halb ohnmach'1»»"'cht die Arme ihrer Gefährtinnen sank:— izl fl ik'jMU I» dem Augenblicke, da man sich beellte � f � ifbet che», vernahm man draußen, von dem �."'cht tönenden Schall zweier kleiner Eymbeln.. g/" gl. Die Zauberin au« Thessalien! D>e-x«' gcsu schon? sagte Faustina, indem sie sich ausfttz' V"t? ihren Becher geleert.— Bei den drei Parz'w„ ih� lern der schlauen Allen, sobald erwartete"P Jus Daraus wendete sie sich mit den Worten" ch p sie sogleich eintreten und die Barke, welche I'. � hat, an den Treppenstufen bleiben. � ij,""'d Die thcssalische Zauberin wurde durch».[■'rfi liiflefilhrt. 5vhr dästlickie« Gesicht uo> ,z>,?er. hereingeführt. Ihr häßliches Gesicht uo> � Farbe verschwand halb unter dem langen � das unter ihrer zurückgeschlagenen schwari'�, p vollquoll. Ihr ebensalls schwarze« Kletd Leib durch einen rothledernen Gürtel ptsaw£.'hl, dem man weiße magische Ziichen sah M,».'fs Tä chchcn hing Jn der Hand hielt si'," Bei dem Anblicke dieser Zauberin sch'en in Unruhe und Angst zu gcrathen, ftoi� "hr vn 'hl, � �>scr Fall so beztichncnd war, hielt ich tS als cnb sjcttreter der Arbeiterpartei für meine die gan,e Partei daran Theil nehme, denn Hie versichert sein, hier ist heute im Geist V Partei vereint. Auch will ich eS nicht ver- 'ch halte noch einen kleinen Nebenzweck dabei; " in Hamburg sehr viel- Leute, welche sich ge- als Schallmeyer verhaftet und nach Berlin wurde, und sie sich dem Glauben hingaben, »ige Jahre dauern, ehe der Verhaßte wieder« �ußte, daß sich diese Leute am heutigen Tage und um diesen Aergcr noch etwa« zu erhöhen, dieser grundschlechte Mensch, hier erschienen. i siin und sage Ihnen, den Arbeitern Hamburgs, 'ilhltesten Dank. Schön und großartig war die »°nstration, mögen Sie immer sowie heute da »o c« gilt, Ihre, die Sache der Arbeiter zu Istnn wir» man Sie ehren und achten. Ja, nicht k! durch Ihr Austreten werden Sie ein Be- sstr Solidarität, ein Bewußtsein Ihrer Kraft und deshalb wird man Sic fürchten, und ist es, w»S wir brauchen!"(Lange anhalten« Schallmeyer sagt dann den Anweseudcn hstcn Dank für den Empfang, welchen man und erNärt, er finde am heutigen Abend für seine Leiden und er wolle in Zukuust eller Kraft für die Interessen der Partei ein« .sehe den heutigen Abend als einen Sieg un> °m nächsten Wahltage an. Redner berichtet seine Inhaftnahme, wie es bereit« in dem die Volksversammlung im„Social-Demo- !?stnitlicht worden ist. Ferner bemerkt Redner flohen Caution, die man für ihn gefordert: letzt nicht mehr leicht sagen können:„Schall >« kaufen!" da es sich herausgestellt, daß er sei. Betreff« seiner„Versendung" nach Man sich alle Mühe gegeben, ihn unbeschä« Wie zu bringen. Zwei Polizisten hätten ihn deglcitel und drei der Gattung, welche man Uu Volkssprache„Greifer" nenne, hätten ihn dnhos in Empfang genommen. Ueberall, wo forden, habe man ferner sein Vergehen stet« �e« bezeichnet, nur nicht hier in Hamburg. o habe er 95 Zeugen angegeben und an« d-n würden, wenn er es verlangt, solche riiiefl" worden sein, allein er habe sich mit de» letzte V Mn � Schweitzer und Grüwel begnügt, zuerst zur Genüge seine Unschuld dargethan sei. ichtetell : wenn , hatten . siq di- aller welche :n gleich clstund- an. A» dem tb» inen die 3R1 :aßen stl Chöre immeri :vaut bv rer Zi'ch che die ourde du übel,-d" lc sich" • dort i Platz i � auch gchwfS fgt,»»" 'ße\t es mchl öaale»l lr die* dessen ein» eng«... i Einla» :r sri-dch hne Aus! zip der itheite» ige kei» nt sich l >okcatis� Arbeiter!� Auf i der f ichslagsl r's. I***■ i-.1' v«it|u;utv jv». llSdanN u«e ex von hochgestellten Männern gehört, daß Ich-•! Gerung keine Nolhwendigkcil gewesen sei. Jetzt eine» r.«rdeiter erfahren, daß er für da» Recht trotz t.) E«> Hitze einstehen werde und die beste Gelegenheit L erbrech.>jt nächste Reich«tag«wahl sein. Redner bringt :'« ist' J' die bevorstehende hoffentlich siegreiche Reich«- rnag, �»us, in welches alle Anwesenden einstimmen. 00 das � Hveitzer bemerkt, komisch sei e«, wie da« ilversalu j welche« Schallmeyer gebraucht haben solle, politisch„ st-n Aerger verursacht habe; das Wort fasse 'iter, r iMüthlichr« für gewisse Leute in sich, obwohl Sorte I'i"dem Kriege so viel vergossen würde; werde wirklnd.�. ober genannt, so mache c« viel Lärm in flt0®«üi.j, dl wie in Berlin; auch könne man wahr "d»»" Fahne nicht leiden, weil sie an Blut so Hörig rheilt mit, als er die Bcrsamm worden, wenn ein Zug ,«->-»,>»«, uit» anzumelden, sonst würde blil',-„Pssiommen. Er bemerke dazu: E« sei elne sein~'Osft Arbeitet dagewesen, die ihm bezeugen c« ZU�. l er sie nicht gerufen, wenn ihn der Zug auch iß die ri• so sei er selbst jedenfalls nicht verantwortlich hr leh�'!.» Meier führt an, daß bei den früheren trotz ohlen in Hamburg Unregelmäßigkeiten vorge« nal ei»�»und will in dieser Sache einen Antrag beim ! ist bOv,, Mbringen. Herr v. Schweitzer erklärt rzittejJ � 5 bereit« ein allgemeines Wahlgesetz für d-n ich ist'o Bund herrsche, nach dem Jeder, so weit e« t, dot!.� mlasse, hei der Wahlurne stehen könne; eö öchade» stichlet.. anft»«� hohe»' richte. Herr v. Schweitzer spricht über seine Stellung al« Reichstagsabgeordneter: Die Arbeiter von Barmen« Elberfeld hätten ihn nicht für sich allein, sondern zur Vertretung aller Arbeiter gewählt. Redner führt au«, wie er d-n Reich«tag«abgeordncten in dieser Session vor Allem vorgeworfen, daß sie über Alle«, nur nicht über das Wichtigste, die Arbeiterftage und die Frage de« Mein und Dein verhandelten. An dieser Frage würden die Herren allerdings eine Zeit lang zu beißen haben. Red- ner werde immer am Platze sein, wenn e« gelte, für die Arbcitersache einzutreten. Welche Mühen und Sorgen ihn auch quälen, ein Abend wie dieser, gebe ihm wieder neue Kraft. Er werde den Hamburger Arbeitern ein gutes Andenken bewahren und wünsche, daß sowie hier allerorl« die Arbeiter einem baldigen Siege entgegen- gehen. Zum Schluß brachte Herr v. Schweitzer ein Hoch au« aus die Arbeiter Hamburgs wie aus die ganze Par- tei; selbige« wurde mit dreimaligem Hoch auf ihn und Schallmeyer erwidert. Die Versammlung schloß hierauf, und unter den Klängen der Marseillaise leerte sich all« mälig der Saal. O. Reimer. Beideuflelh, 5. April.(Versammlung) Am letzten Sonntage hatten wir hier eine öffentliche Arbeitcrsamm- lung. Herr Sachau wurde Vorsitzender, Unterzeichneter Schriftführer. E« waren mehrere Parteigenossen aus Itzehoe anwesend. Herr Albert« von dorr sprach über die Ausbeutung der Arbeitskrast. Herr Brammer hielt -inen Vortrag über Großproduktion und die drückende Lage de« Arbeitcrstande«. Herr Sachau bekämpfte die Presse, die unsere Partei zu verdächtigen sucht. Alles ver« lies in bester Ordnung. Wir sagen den Jtzchoer Partei genossen für ihre kräftige Unterstützung den besten Dank. Mit social-demokratischcm Gruß P. Sehstedt. Ueber die Vorgänge in Clausthal bringt die„Zeitung ür Norddeutschland" noch folgende Notiz:„In Folge der fortwährenden Wühlereien der Lassalleaner, welche unter den herrschaftlichen Arbeitern immer mehr Anhang gewinnen und ungeachtet der von Polizeibeamten auSge� sprochencn Auflösung kürzlich eine Versammlung sortge etzt haben, sind zu den bereits hier stationirten 2 Gens darmen noch 6 GenSdarmen hierher kommandirt. In« besondere reist Zimmermann Winzer aus Berlin, der längere Zeit am Harz beim Bergbau beschäftigt gewesen, seit einigen Wochen aber in Folge höchst ungebührlicher öffentlicher Reden in den Vereinen über seine Vorgesetzten von der Arbeit abgelegt ist, nun von Ort zu Ort, um in wuthsprühcndrn Reden die socialistischcn Lehren zu ver« breiten. Auf seine Veranlassung ist auch der Strike der Bergschmiedcgesellen zur Ausführung gekommen." Man sieht die Wuth der Bourgeoisie darüber, daß jetzt überall die Arbeiterbewegung im Flusse ist.— Unsere freunde in Clausthal und Umgegend aber bitten wir, in« über die dortige Vorgänge schleunigst Bericht eil iatten zu wollen.— m Partei kräftige Männer genug da, die sich dabei hinstellen und nicht wegstoßen lassen Hartmann fordert die Arbeiter, welche .Mitglieder de« Allg. deutsch. Arb.« Verein« er höh'»� � tu werden und einig zu sein. Auch berichtet ich h1®� Hamburger Behörden einige Krankenvereine t die.»»ter eine Bevormundung zu begeben, welche meqtt�MMien die Krankenkassen und Vereine zu Grunde ffl»!»«fi"'a9tc' uu|»Ml"' U'l» stehe»( t-.fche an der Thürschwelle stand: düst-rv' ft-r, Hollen-Eule! Stroftpl',! �Oiich rufen lassen, antwortete die Zauberin die Kissen gestützt, zu der d>as willst Du von mir? if ifft'I.'il jjj'ff machte die Stimme der Zauberin einen chteN u'o Eindruck. Die Frau war alt, ihre Slim- nde»? J und sanft., I, die'j't wrder an Deine Zauberkunst noch an die llefh'O�.zsU�fUr, die ich verlache, entgegnete Faustina u"r Hrr.« oie iq veriaiyc, enig-g»"- gaii' ste� i* itJj uh Dich zu Rathe ziehen. Ich habe ''■ pfnnFit niAf«f nS Xt» tStnnn««il i d-m rlosch-<- Sa i Lach'", f."b llaubt nicht an den Tod, die Sonne glaubt /ochl, antwortete die Alte, den Kops schüttelnd . die dunkele Ztacht, doch kommt das - 11 Hl, Tras willst Du von mir, cdcle Faustina? sie„iiS iq/» d-m berühmten Gladiator Libanon gehört? , selM"�! Ignete die Zauberin mit seltsamem Lachen rregl» j.(sterM...... täub'h'Ä. ich- w''g> �st Du damit? ft le>ch ih ö, edele Faustina, von zehn vornehmen Zaubermittel gebrauchen, beginnen y.' indem sie mir den derühmten Gladiator aoch«A l,»' :tn, itf die Hercules mit den Eifenarmen und dem die Klsi-u wäch-< .e-il« 7,;' em üa-" ln. Die ufsetz"' jl» 1 Pa'�'ß. -t-«d ten fu ich-si'"' t, sagte Faustina keck vor ihren Sclaven, ' cnbraucn runzelte und ihr ganzer Kör. � schil ien. Ich bete Libanon an! Ich bin toll z�sht die Einzige. Rieh geschrieben und mein Brief ist ohne Lj�fi die Einzige. gleichgültig, ob er geliebt wird, entgegnete h�'ssitm; ich will wissen, ob er liebt. >. sagte die Alte und zuckle die Achseln, jdre Blicke unverwandt auf der Römerin S' wollte sie in der Seele derselben lesen wa« Du weißt, denn die ganze Siadt �flichor, entgegnete Faustina, deren eherne �ftlen Male erschüttert zu werden schien Libanon nicht bei dem letzten Kampfe >!i die Zauberin fort, wenn er als Sieger t Unter den Füßen hielt, che er ihm das : U' stieß, jedesmal mit einem wilden Lächeln tzui�'ss'U Stelle der vergoldeten Gallerie mit .grüßend, worauf er mit Wonne seinen ermordete? sich a., jener Stelle? fragte Faustina her günstig lauten. Dann läßtsich unsre Sache weiter fördern. Ich mache noch darauf aufmerksam, daß, wenn an einem kleineren Orte die Mitgliederzahl bi« unter 10 Mann sinkt, man sich auflösen und bei dem nächsten Orte für alle Mitglieder weitersteuern muß, denn kleinere Mitglied- schaften dürfen statutengemäß nicht bestehen. Uebrigen« gicbt c« jetzt noch ein andere« Mittel: Arbeiter aller Be- ruftarten können aufgenommen und so die Mitzliedschaf- ten vergrößert werden. Mögen alle Bevollmächtigten darum recht tüchtig»gitiren. In Freiburg in Breis- gau wird vor Zuzug gewarnt, es ist auch dort Arbeit«- einstellung. Besonders zeichnen sich als Gegner der Ar- beiter dort die Meister: Brecht u. Würflein— und der Zuschneider bei Göbert u. Schaub— Namens Heuberger aus. ES werden die neugewählten Bevollmächtigten be- stätigt in: München, Hanau, Mittweida und Gör- litz. Strike« sind angemeldet au« folgenden Orten außer den schon genannten, Freiburg i. B. Eoblcnz, Essen und Düsseldorf. Möge nun Jeder Sorge tragen, seine Beiträge pünktlich zu entrichten, damit wir nicht erlahmen. Ich empfehle den Mitgliedern das Protokoll der letzten Generalversammlung nochmals, u Stück 7>/° Gr., damit der Rest Abnahme stndc und die Hauptkassc nicht benach- theiligt werde. Zum Schluß mache ich alle Mitglieder darauf aufmerksam, daß Jeder, der von einem Orte ab- reist, sich die Rciselegitimation in« Buch eintragen lassen muß, auch haben dieserhalb die Ortskasstrcr und Bevoll mächtigten aufzupassen, ebenso wegen der im vorigen Jahre im letzten Quartale ausgeschriebenen Extrasteuer, da diejenigen, welche vor Januar 1870 abreisten, sie noch zu entrichten haben. Die 1870 Aufgenommenen trifft sie nicht. Vorwärts Brüder! Einigt Euch, damit wir dem Capital gegenüber eine Macht bilden. Mit social demokratischem Gruß F. S. Liebisch. Essen, 5. April.(Strike.) In einer Vcrsamm lung der Schneider am 4. wurde einstimmig beschlossen, eine Lohnerhöhung von 25 Proz. zu verlangen. Am fol- g-nden Morgen wurde den Confeclionage-Besitzern diele Forderung schriftlich zugestellt mit der Bemerkung, bis zum Donnerstag, den 6., Abend» 6 Uhr, sich zu erklären, andernfalls würde die Arbeit niedergelegt. Donnerstag Abend wird wiederum Versammlung stattfinden. Wahr- schcinlich ist, daß die Arbeitgeber auf unsere Forderungen nicht sofort eingehen, so daß die Arbeit niedergelegt wer- den muß. Ich ersuche alle Fachgenossen, den Zuzug nach Essen fern zu halten. Mit social- demokratischem Gruße Sauerborn. Verdands-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiterschaft«-Verb and.) »llg. deutsch. Gewerkschsft der Schneider, Kürschner und Kappenmacher. Hamburg, 6. April.(An die Mitglieder.) Ich ordere alle Bevollmächtigten aus, sofort den Collegen durch öffentliche Versammlungen aller Schneider es kund zu thun, daß in München unsere süddeutschen Brüder eine große Arbeitseinstellung gemacht haben, und es die Solidarität fordert, daß durch Unterstützungen an Geld unseren Brüdern zum Siege vcrholfen werde. Es soll nicht heißen, daß der Süden vom Norden getrennt sei tn der Arbeitersache. Die Arbeiter haben ein gemeinsames Interesse. Gelder bitte ich direkt an H. Hnthcr, Cor- neliusstraße 18/4, rechts, in München zu senden. Da viele Arbeitseinstellungen ohne Plan und ohne vorherige Rücksprache mit dem Präsidium ins Leben gcrusen sind, wird uns dies den Sieg an den Hauptorlcn erschwe- ren. ES hätte an manchen kleinen Orten oft vorherige Berathung eher zum Ziele geführt. Einmal angesai gene Strike« sind dann schwer rückgängig zu machen. Wenn die Collegen an einigen Orten glauben, allein durchzu kommen, ohne Verband und Gewerkschaft in Anspruch nehmen zu brauchen, so ist es selbstverständlich, daß sie e« versuchen. Von jetzt an aber, wo mir sechs Orte von Strikes Meldung gemacht, darf keinOrt einen Strike machen. Mannheim und München müssen erst durchdringen, dann werden wie au« Greitz dieNachrichten baldvonüberall Wochen verlangte ein hiesiger Tischlermeister von einem unserer Mitglieder, Namens Oeser, die schriftliche Er« klärung, daß er aus dem Allg. deutsch. Arb.-Vcrein und au« der Gewerkschaft ausgetreten sei. Von Seilen der Meister sollte auch beim nächsten Quartal beschlossen wer« den, daß sie kein Mitglied der genannten Vereine in Ar« beit nehmen wollten. Unser Oeser kehrte sich aber daran nicht, obgleich er augenblicklich die Arbeit verlassen mußte. Die hiesigen Meister haben sich die Freundschaft der Ar- beiter dadurch natürlich nicht gesichert, nein es ist sogar dadurch mancher Arbeiter, der uns bis jetzt fern blieb, herangezogen worden. Wir beriethen sofort in einer Ver« ammlung, was zu thun sei. Es wurde zum ersten ge« rathcn, den Zuzug auswärtiger Arbeitskräste fern zu halten, und ersuche ich daher meine Kollegen in ganz Deutschland, hauptsächlich aber in Hamburg und Altona, die irrige Meinung auszurotten, daß Kiel eine Stadt sei, worinncn Milch und Honig fließt" und Holstein„die gute fette Gegend". E« ist hier leider nur gut für den, der im Mammon schwelgen und prassen kann, aber keineswegs für uns Arbeiter, denn es werden in anderen Städten bessere Löhne bei billigeren Unterhaltungskosten gezahlt. Sollten trotzdem einige Kollegen hierher kommen, mögen sie sich wenigstens die Namen Schellhorn, La« ftenz und Weiß merken. Ueber die humanen Bestrebun« gen dieser Leute können sie auf der Herberge, beim Alt- gesellen und beim Bevollmächtigten unserer Gewerkschaft Auskunft erhalten. Mit social-demokratiichem Gruß August Schulze. Allg. deutsch. Schuhmacher-Berciu. Berlin, 7. April.(An die Mitglieder.) Mit dem heutigen Tage verlege ich meinen Wohnort nach Buckau bei Magdeburg; ich habe dort ein Feld, wo ich für un ieren Verein, sowie für da« große Ziel, welche« wir an streben, sehr viel wirken kann. Wie ich bis jetzt stets fest zu unserer Fahne gehalten, so werde ich es auch ferner thun. College» allerorts! Haltet aus im Kamps! Seid stark! Laßt Euch nicht beirren durch elende Verräthcr Fest auf dem Boden Prinzip«, werden wir d-n Sieg er- ringen!— Jede Mitgliedschaft muß auf ein Exemplar des„Social-Demokrat" abonniren, und jedes einzelne Mitglied muß ebenso den„Agitator" halten, da« ist noth wendig und da« erwarte ich auch von Jedem.—!~ Ende dieses Monats werde ich jedem Bevollmächtigten einen Auszug über den Stand unsere« Verein«, sowie über die wesentlichsten Vorgänge zusenden. Ebenso er- warte ich aber auch, daß alle Mitgliedschaften ihren Kassenverpflichtungen pünktlich nachkommen, denn nur so können wir stark werden. Meine Adresse ist vorläufig Feldstraße 2 o in Buckau bei Magdeburg. Mit social demokratischem Gruß G. ZiclowSky, Präsident. Gewerkverein deutscher Holzarbeiter. Hamburg, 6. April.(Zur Beachtung.) Dort mund wird hiermit ersucht, mir nochmals die Adresse der neugegründetcn Mitgliedschaft zukommen zu lassen. Lehder, Adresse: Tischler- AmtShauS, Breitcstr. Kiel, 2. April.(Zur B eacheung.) Noch nie sind uns von Seiten der hiesigen Meister so viel Hindernisse in Bezug aus unsere Gewerkschaft und den Allg. deulsch Arb.-Vcrein in den Weg gelegt worden, al« grade jetzt, wo sich unser Geschäft wieder anfängt zu regen und et Manchem nach langem, arbeitslosem Winter leichter mög lich wird, Arbeil zu bekommen. Schon vor einigen Du fragst mich wa« Du weißt, denn die ganze Stadt weiß es, entgegnete die Zauberin von neuem. Du willst -S nicht wissen, wer sich an jener Stelle befand? So will ich Dir e« sagen. Eine neue Buhlerin war e«, die aus Italien gekommen und so schön ist, daß Venu« aus sie neidisch werden könnte, blond mit schwarzen Augen und rosigen Wangen, schlank wie eine Nymphe, zwei bis höch- st-n« sechs und zwanzig Jahre alt und durch ihre Schön- hcit so berühnit, daß man sie nicht ander« nennt als die schöne Gallierin. In dem Maße, wie die Zauberin sprach, fühlte Syl- vcst kalten Schweiß ans seine Stirn treten und sein Herz brechen. Er hatte schon von einer gallischen Buhlerin gehört, die seit Kurzem in der Stadl angekommen sein sollte, aber ohne etwa« Ausführliche« von ihr zu erfahren; als er jetzt von der Zauberin vernahm, daß diese Buhle- rin aus Italien komme, daß sie bi« sechSundzwanzig Jahre alt sei, blondes Haar und schwarze Augen habe, gedachte er daran, daß seine Schwester Siomara, die nach der Schlacht von Banne« al« Kind an den Herr« Trymal« cion verkauft und von diesem mit nach Italien genommen worden sei, auch jetzt fünf« bi« sechSundzwanzig Jahre zählen müsse und ebenfalls blondes Haar und schwarze Augen habe. Eine schreckliche Ahnung durchschaucrte Sylvest und er hörte die Zauberin mit gesteigerter Angst an. Faustina, die um so finsterer wurde, je mehr die Alte von der seltenen Schönheit der gallischen Buhlerin sprach, hörte mit stierem Blick, die Stirn auf die Hand gestützt, die Thessallerin an, ohne sie zu unterbrechen. Diese fuhr unter tiefem Schweigen der Sclaven, welche in den Augen ihrer Herrin und nach der damaligen Sitte, nicht mehr Bedeutung hatten als Hausthiere, vor denen man alles thut, alle« sagt und alles wagt, fort. Ach, von der schönen Gallierin weiß ich gar viel durch meine Zaubergeheimnisse, setzte die Thessallerin mit ge- hcimnißvoller Miene hinzu. Es war ein schöner Tag für mich, al« ich ihre Ankunft erfuhr. Und die schreck- liche Alte brach in ein unheimliches Lachen au«, bei dem die vornehme Römerin erbebte, dann sprach sie weiter: Ach, schöne Gallierin, schön? Angcbete, Du wirst in einer dunkeln Nacht, in einer Nacht, die schwarz sein wird wie das Grab, erkennen, daß die schwarzeHenne Schlaugeneier ausgebrütet hat. Sylvest verstand diese seltsamen Worte nicht, aber ihn erschreckte der grausame Ausdruck der Züge»er Thessallerin Sprich deutlicher, sagte Faustiua zu ihr. Was be- deuten diese gehcimnißvvllen Worte? Die Zauberin schüttelte das Haupt und entgegnete: Noch" ist die Stunde nicht gekommen, mehr zu sagen. Was ich Dir sagen kann, ist kein Geheimniß:— die ichöne Gallierin heißt Siomara. Sie wurde na� Dann schwanden denn mit einem Male die letzten Zwersel Sylvests. Die gallische Buhlerin— war eine Schwester, seine Schwester Siomara, die er seil achtzehn Jahren nicht gesehen. Faustina hatte die Zauberin in düsterem Schweigen angehört; jetzt sagte sie zu ihr: Libanon liebt also die Buhlerin? Liebt sie ihn? Du hast es gesagt. Höre mich an. Du nennst Deine Kunst mächtig Kannst Du augenblicklich d-n Zauber brechen, welcher diesen Mann an jenes gemeine Geschöpf ftsselt? Rein, aber ich kann Dir vorhersagen, ob dieser Zan ber gebrochen werden wird oder nicht, und ob c« spät oder bald geschieht. So sprich, entgegnete Faustina, die in diesem Augen blicke noch unheimlicher und bleicher aussah. Wenn Deine Kunst keine Lüge ist, so enthülle mir sogleich die Zuknikfi Sprich. Glaubst Du, die Zukunft enthülle sich an« ohne Cere monie? So mache Deine Ceremonie. Aber eile. Ich brauche dreierlei. Was? Eines Deine« Haare. Da ist es, sagte Faustina, indem sie sich eines ihrer schwarzen Haare durch die Maschen des goldenen Gcflech leS ausriß. Ich brauche ferner eine WachSkugel, welche das Her, der schönen Ga>iierin Siomara vorstellt. Dieses Herz werde ich mit einer Nadel durchstechen. Erebu«, sagte Faustina zu dem schwarzen Riesen, nimm Wachs von dieser Kerze.— Dann fragte sie die Zauberin: was willst Du noch? Die Thessalicrin sprach leise in da« Ohr der Röme rin, die im Zuhören fragte: Muß sie jung und schön sein? Ja, jung und schön, antwortete die Zauberin mit einem Lächeln, bei d-m Sylvest erbebte. Ich liebe wa« jung ist und schön. So wähle, erwiderte Faustina, indem sie ans ihre Sclavinnen deutete, die stumm und unbeweglich nm ihre Herrin her standen. Die Zauberin trat zu denselben, betrachtete sorgsam die hohle Hand mehrerer der jungen Mädchen, welche vor Faustina ihre Besorgniß nicht zu vcrrathcn wagten und nur verstohlene Blicke wechselte». Endlich traf die Alt' ihre Wahl,— ein reizende« Kind von fünfzehn Jahren in der man nach ihrer braunen Farbe und ihrem bläu lich schwarzem Haar eine Gallierin aus dem Süden er kannte. Die Thessalicrin faßte sie an der Hand, sühri * Die Arbeiterunruhen in Oesterreich. Ueber die letzten Vorgänge In Böhmen liegt nun in der„Reichenberger Zeitung" ein Bericht aus Tannwald vom 1. April vor. Derselbe ist natürlich ganz im Sinne der Bourgeoisie gehalten. Er lautet: „Die traurige Erscheinung der Arbeiterstrike«, welche den Tannwalder Fabriksdistrikt in letzter Zeit heimgesucht haben, führte ani gestrigen Tage in Swarow zu einer Katastrophe, die jeder„Menschenfreund" tief. bedauern muß. Bekanntlich haben vor einigen Wochen„in Folge von Arbeitseinstellungen sowohl in Tannwald als auch in Swarow mit den Arbeitern Vereinbarungen stattge- rinden, wodurch den Letzteren nebst Ermäßigung der Arbeilsz-it von einer Stunde per Tag, während ein Jahr vorher schon V/i Stunde nachgelassen worden war, eine 5— 7 prozenlige Lohnerhöhung gewährt worden ist. Diese Lohnerhöhung hat bei der Vereinbarung derselben ämmtliche Arbeiter zufriedengestellt, so daß die Arbeit nach und nach in allen Fabriken wieder ausgenommen und fortgesetzt werden konnte; doch nicht lange dauerte dieser mit empfindlichen Opfern für die betreffen« den Fabriksbesitzer herbeigeführte Zustand, denn schon wenige Wochen, ja fast nur wenige Tage nachher begannen abermals„Widersetzlichkeiten" und Arbeitseinstellungen einzelner Arbeiterabtheilungen, deren neuerliche Anforderungen wieder in Lohnerhöhungen be« tanden. So auch am 30. März l. I. in Swarow. Während im Laufe des Vormittags die Fabrik in voller Thätigkeit war und nicht die geringsten Anzeichen einer beabsichtigten neuerlichen Arbeitseinstellung wayrgenommeu worden find, fanden nach der Mittagsstunde Zusammen« roltungen der Weber statt, welche nicht allein die Wieder- aufnähme der Arbeit unter Anspruch eine« weiteren, nahezu 70 Prozent übersteigenden Lohnzusatze» verweigerten, son« der» auch sofort die ruhig verbliebenen Spinner zwangen, auch ihr- Arbeit einzustellen und sich mit ihnen zu ver« einigen, so daß binnen wenigen Stunden sämmtliche Weber und Spinner der Swarowcr Fabrik beisammen standen und in gefahrdrohender Hallung die Befriedigung ihrer, die Grenzen alle« Möglichen übersteigenden Ansprüche be« qchrten. Die unbedingte Ablehnung der letzteren und die vsorlige Sperrung der ArbeitSsäle in der Fabrik gab Veranlassung zu Auftritten, die nicht allein für die Sicher- heit diS EigcnlhumS, sondern selbst für jene d-S Leben« der einzelnen FabrikSbedienficten„fürchten" ließen. Die Befreiung au« dieser„gesährlichen Situation", welche sich durch die in Aussicht gestandene Vereinigung mit den Arbeitern der Tannwalder Fabriken„zur größten Bedenklichkcit steigerte", konnnte unter diesen Umstän« den nur durch Mililärassistenz bewerkstelligt werden. Da« zur Beschwörung der„drohenden Gefahr" dieserhalb von Seite de« mittlerweile angekommenen Vezirkshaupt- mantke« telegraphisch gestellte Begehren an die Stadthal« tcrei fand sofort bewilligende Erledigung,— den 31. März l. I., um 2 Uhr Morgen« rückten 2 Kompagnien de« So nimm sie, antwortete Faustina nachdenklich, ohne selbst das Mädchen anzusehen, dessen thränenfeuchtc Augen demüthig flebeten. Einen Btchcr voll Wein! sprach die Zauberin. Der Schwarze nahm einen Becher von einem der elfenbeinernen Schenktische«ud füllte ihn mit Wein. Faustina wurde immer düsterer; zweimal strich sie mit der Hand über die Stirn und sagte hart zu den jungen Griechen, welche auf da« Vorgehende achteten und die Fächer zu bewegen versäumt halten: Lust! Luft! Ich ersticke hier. Keine Nachlässigkeit oder ich lasse Euch die Schultern durch Peitschenhiebe zer- reißen! Die beiden Freigelassenen bewegten nach dieser Drohung die Fächer rascher. Als der Schwarze den Becher mit Wein von dem Schenktische gebracht hatte, nahm die Alle aus ihrem Täschchen ein Fläschchen, schüttete den Inhalt in den goldenen Becher, reichte diesen der jungen Sclavin und lagtc zu ihr: Trink. Do« unglückliche Kind, da« wahrsche'nlich traurigen Verdacht hegte, zögerte-inen Augenblick und sah sich nach einem guten Rothe oder einem mitleidigen Blicke unter ihren Gcsährtinnen um, aber die Knechtschaft ist leider so entsetzlich, daß alle Sclavinnen die Augen von der Un- glücklichen abwendeten, weil sie sich selbst zu g-sährben fürchteten, wenn sie der stummen Aujforderung zum Mit« leiden nachgäben. Faustina, welche über das Zögern der Sclavin bereit« erzürnt war, sagte mit drohender Stimme: Bei Pluto, wirst Du trinken? Das Mädchen, das sich von Allen verlassen sah, wurde todtcnbleich, ergab sich i» ihr Schicksal, schlug die Augen gen Himmel empor und hielt den Becher an ihre Lippen mit so stark zitternden Händen, daß Sylvest hörte, wie das Metall an die Zähne de« armen Kindes anschlug. Dann trank sie, gab den Becher dem Schwarzen zurück und schüttelte malt das Haupt, wie Jemand, der dem Leben entsagt. Jetzt, sagte die Zauberin zu ihr, gieb mir Deine Hände. Die junge Gallierin gehorchte; die Zauberin aber nahm ein Stück Kreide aus ihrem Täschchen und rieb damit die Finger der Sclavin. Kaum war dies geschehen, so wurde die junge Gallierin todtcnbleich; ihre Lippen erhielten eine bläuliche Farbe, ihre Augen schienen in ihre Höhlen tief versunken, ihre Gliider zittcilen vor Frost und da sie sich einer Oha« macht nah- sllhlte, stützte sie sich auf einen der Dreisüße, RegimcntiS Großsiirst Konstantin von Joscfstadt in Stria- row ein. Schon um 8 Uhr Morgens sammelten sich Ar- beiter, Männer, Frauen und Kinder in einzelnen kleineren und größeren Haufen, welche, vor der mit Militär bc- sitzten Brücke de« Kamnitzfluffcs Posto fassend, im Ver- laufe des Tages durch Zuzüge aus den umliegenden Ort- schaften sich mehr und mehr vergrößerten. Die Auftritte während dieser wenigen Stunden, die groben Bcschimpfun- gen sämmtlicher Industriellen, noch mehr aber die unun- terbrochen fortgesetzten Verhöhnungen de« Militärs lassen sich einzeln gar nicht aufzählen, da sie eine ununterbrochene Kette vom Anfang? am Morgen bis zum blutigen Ab- schlusse des Tages am Abend bildeten. Den höchsten Grad aber erreichte die Aufregung um 4 Uhr Nachmittags, als einigen Vertrauensmännern der Arbeiter die Erklä- rung gegeben wurde, daß an die Wiederaufnahme der Arbeit unter den gegenwärtigen Verhällnissen und unter der noch immer vorhckndenen peinlichen Unsicherheit neuer- licher ArbeilScinstellnngen nicht gedacht werden könne, und die Entscheidung über diese Frage dem Weilern Vorgehen der Arbeiter selbst überlassen werden müsse. Diese Er- klärung brachte bei dem aufgeregten Volke die entgegen- gesetzte Wirkung und rief nebst einer Fluth von Schimpf- Worten„ein Geheul dcr Wuth" hervor. Allein der eigenen Schwäche sich bewußt, dem seit seiner Ankunft unter Gc wehr stehenden Militär erfolgreichen Widerstand zu leisten oder gar einen Angriff wagen zu können, verließen sie nach kurzer Verathung sammt und souderS ihren bisherigen Standpunkt vor der Brücke und rückten gegen Tannwald, um die dortigen Arbeiter zum gemeinschaftlichen Vorgehen aufzuwiegeln, was ihnen auch gelang; denn nach Verlaus von 2 Stunden wälzte sich eine unübersehbare, gewiß 3 bis 4000 Köpfe zählende Menge der vereinigten Tannwalder, Morchenstcrner und Swarowcr Arbeiter auf der Straße nach Swarow einher, um hier abermals vor der mit Militär besetzten Brücke über den Kamnitzfluß Posta zu fassen und angeblich, um das Militär zu entwaffnen. Es traten nun bange Augenblicke für den Zuschauer ein. Die immer drohender sich geberdendc kompakte Masse von gewiß mehr als 3000 Köpfen, theilweis? von rückwärts gedrückt, erlaubte sich bereits Handgreiflichkeiten gegen da» Militär, welches mit vorgehaltenem Bajonnet dem Anprall Widerstand zu leisten versuchte, allein vergebens; denn schon griffen einzelne Meuterer nach denr vorgc- haltencn Bajonnet, so daß das Militär in Gefahr stand, entweder zurückgedrängt oder gar thätlich insultirt zu werden(?). Dieser Gefahr vorzubeugen, erfolgte daS Kommando zum Vorrücken und zur Säuberung des Platzes, nachdem das Volk vorher wiederholt über die Folgen eines Widerstandes von tum Bezirkshauptmann au« Gablonz belehrt und zum Auseinandergehen auf- gefordert worden war. Die Menge wich Anfangs zu- rück, durch dieses Zurückweichen löste sich die fcstgc- schlossenc Reihe de« Militärs, wodurch einzelne Excc- denteu sich zu neuem Widerstand versucht fühlten und da und dort mit den Soldaten um das Gewehr z» ringen begannen. Hierzu kommt noch, daß wäh- rend diese« Handgemenges das Militär von den auf der Anhöhe stehenden Männern und Weibern mit Steinen und Knitteln beworfen und einige Soldaten verletzt wurden. In diesem für da« Militär bereits„äußerst bedenk- lichcn" Augenblicke erfolgte der Befehl zum Feuern. Der erste Schuß fiel, dem noch etwa 15, meisten« aber in die Luft nachfolgten; das Volk zog sich nun ernstlicher zurück und auch dem weiteren Vorgehen des Militär« wurde sofort Einhalt gcthan. Leider sind bei diesem Vorfalle Menschenleben zu beklagen, denn es fielen, wie man heule hört, 2 Todte und einige mehr oder minder Verwundete zum Opfer. Die Nacht, die kurze Zeit darauf herein- brach, zersteute das in der Nähe des OrtcS noch weilende Volk bis auf einige, die ihr Unwesen bis zur Mitternacht fortsetzten." Wir brauchen diesen Bericht, der die schändliche Ermordung der Arbeiter durch lächerliche Behauptungen beschönigen will, nicht zu bekämpfen. Jeder, der ihn un- besangen ließt, wird wissen, was er von dergleichen Reden«- arten zu halten hat. Selbst die im Interesse der Bour- geoisie berichtende Zeitung weiß nicht einen einzigen Fall vorzuführen, in dem von Seiten der Arbeiter Sc- waltthaten verübt wären. Dagegen wird die lächerliche Behauptung aufgestellt, da« Militär fei beim Zurück- weichen des Volks durch einzelne angreifende Ar- beiter in Gtfahr gerathen. Und diese lächerliche Phrase soll den Befehlshaber der Truppen von der Schandthat freisprechen, daß rr den Befehl zum Feuern gegeben. Wahrlich schamlos ist dergleichen— und doch ist eS nur eine neue Rechtfertigung des Arbeitermordes, der wie in Belgien und' Frankreich eine„naturgesetzlich nothwendige" Folge der heutigen Gesellschaft zu werden scheint. Die theuren Fleischpreist. Der Biehstaud des russischen Reiches beläuft sich nach den letzten statistischen Mittheilung auf 20 Millionen Pferde, 30 Millionen Rindvieh, 10 Millionen Schafe und 12 Millionen Schweine. Derselbe genügt zur Versorgung der circa 65 Millionen Menschen betragenden Bevölkerung mit Fleisch nicht nur aus das reichlichste, sondern er bleibt noch ein großer Theil übrig, der, da er nicht ander« ver- werthet werden kann, in Talg umgewandelt wird. Die jährliche Produktion diese« Artikel« beläuft sich auf circa 200,000 Tonnen, von denen die Hälfte im Lande selbst verbraucht wird. Der mittlere Preis de« Fleische« in Rußland beträgt 10, sage zehn Centimes oder Neun und ein halber Pfennig pro Pfund. Wenn wir dagegen die hohen Preise, de« Fleische« in unserem deutschen Vaterlaude ins Auge fassen, welche selbst noch im letzt verflossenen Jahre gestiegen sind, als dann ist es begreiflich, wie seit 1861 die Roßschlächterei in Berlin einen ganz erheblichen Ausschwung genommen. Im Jahre 1361 gab e« deren nur drei in welchen 51i> Pferde geschlachtet wurden; 1867 waren ihrer schon vier- zehn mit 3911 geschlachteten Rossen vorhanden und 1868 hatten sich bereu« achtzehn Pferdrschlächtcr etablirt. Die Einführung dieser Schlächterei in Berlin ist das Werk de« dortigen Thierschutz. Vercin-.s, welcher 1312 von dem Schriftsteller Theodor Mügge, dem Schulvorstcher Ger- lach und dem Schauspieler Blume gegründet wurde. Sämmtliche Pferde werden gegenwärtig in der ueuerding« erbauten Central-Roßfchlächterei geschlachtet. Im großen Durchschnitt,— so schreibt der Geheime KriegSralh Menzel,— licferj jede» Pferd 400 Pfund Fleischgewicht. Von dem Fleisch und Fett gelangt V» » Vi zur menschlichen Nahrung, lheils frisch zum kochen, braten, schmoren, oder zu schmackhaften Klops- und HorsesteckeS, theilS grräuchert und- in Würsten. Das Fett ist zum Anmachen von Gemüsen:c. sehr b? liebt, findet auch seiner steten Dünnflüssigkeil wegen viel Anwendung zum Schmieren von Maschiencn rädern und zum W-icherhalten des Leder«. Da« Spei'e. fleisch kostet zwei und drei Silbergroschen pro Pfund. Kammfett hat einen viel höheren Handelspreis. Die gc- ringen Fleischsorten und Abgänge dienen zu Hundeülter und zur Bereitung von Seifen, Pomaden, Oelcu, Leim sc. Der Preis stellt sich auf sechs und neun Pfennig pro Pfund und auch zuweilen höher. Die übrigen gewöhn- lichen Nebenprodukte als Felle, Mähnen und«schweife Haare, Knochen, Blasen rc. werden in gleicher Weise wie in den Abdeckereien verwerthet. Herz, Lungen, Leber und Nieren werden je nach ihrer Beschaffenheit theils von Menschen oder theilS von Hunden verspeist. Letztere er- halten auch die gereinigten Mägen und Därme. Die Dünndärme werden auch nach Spanien ausgeführt, wo sie zur Aufbewahrung der Butter landesübliche Verwen- dung finden. Die Röhrenknocheu werden an Drechsler verkauft oder gespalten, um da« Mark dem Fett hinzuzu- fügen, welches zu Pomaden oder Haarölen verwendet wird. Im U-brigc« werden die Knochen auch zu Leim ausgekocht und dann in die Beinschwarz-Brennereien verkauft. Die Hufe finden nach den chemischen Fabriken zu Neustadt, Oranienburg, Schönebeck:c. rc. guten Absatz. Sehnen- und G-schlechtStheilc, zumal die männlichen, geben Leim. Das Blut geht in die Zuckersicdercicn oder mit den anderen Flüssigkeiten de« Körper« nud dem Ge- halt der Eingeweide in die Düngergrude." Seit einiger Zei, giebt e« auch in mehreren größeren Städten Deutschlands, namentlich in Köln und Düffel- darf, Roßschlächtereien in größerem Umfange, welche den arbeitenden Klassen manche« billige Fleisch liefern und sehr gut bestehen/ Ist Pferdefleisch gesund? so lautete vor Kurzem eine Frage, welche im Fragekastcn des Essener Gewerbe-Vereins lag und welche vou einem anwesenden Arzt sofart dahin beantwortet wurde, daß es gesund sei, Ein Thicrarzt ging später näher auf die Frage ein, be- tonte ebenfall« da« Unschädliche de« Fleisches und führte noch an, daß in Essen in nicht ganz 1� Jahren eine Anzahl von 260 Pferden geschlachtet und ein Fleischquantum von mindesten« 60,000 Pfund verbraucht worden sei. Da» Pfund zu N/a Sqr. gerechnet ohne Knochen, macht 3000 Thlr.; dasselbe Quantum Rindfleich ohne Knochen zu 6 Sgr. hätte die Summe von 12,000 Thaler er- fordert.' Vermischtes. *(Der Abg. für Breslau Herr Zieglcr) will nach Ablauf, der gegenwärtigen Sitzungsperiode keinerlei Mandat mehr annehmen;„er hat diese nutzlose Arbeit satt". Wir können gut begreifen, daß ein schon alter Führer einer alten Partei, die morsch und in der Auf lösung begriffen ist, mißmuthig über die nutzlose parla m-ntarische Arbeit ist und sich nicht mehr wählen lassen will. Auch wir hallen die Bcrathungin der gegenwärli gen gesetzgebendrn Körperschaften für äußerst nucrquicklich und nutzlos ganz besonder« für den Arbcilerstand. Die Betheiligung unserer Abgeordneten an den nutzlosen Arbeiten ist deshalb auch keineswegs eine sehr rege. Aber trotzdem müssen wir als eine junge frische Partei, al» die Trägerin der Zukunft, bei den Wahlen mit aller Kraft eintreten, um gerade dadurch, daß wir mehr und mehr Sitze im Reichstage erringen, die Arbeit desselben für den Arbeitcrstand zu einer nutzbringenden zu machen. —(Herr Schulze-Delitzfch) will überhäufter Ar besten wegen ein Mandat zum preußischen Abgeordneten- Hause nicht mehr übernehmen. —(Herr Försterling) hat sein Mandat zum Reich« tage niedergelegt. Ueber die Gründe hierzu verlautet noch Nichts. *(Die Post) da« Organ de»„großen" StrouSberg ist auf un» ganz besonder« giftig; davon zeugen vcrschic dcne Notizen in dem Blatte. Wir kennen den Grund: weil wir rücksichtslos die Schäden der menschlichen Gc scllschaft aufdecken, weil wir den Mammonsdienst in das rechte Licht stellen und weil wir selbst dem geheiligten Strousberg hin und wieder die Maske vom Gesicht ziehen. — Daß wir über die auf dem Strousberg'schcn Ball« mit den armen Goldfischen verübte Thicrquälerci und dergleichen noblen Passionen un« so entschieden miß billigend äußern und solches Treiben verdammen, zieht nnS gerade von den Lohnschreibern des Herrn Strouö berg allerlei kleine Neckereien zu. Freuen wir uns dessen. »( Literatenunwissenhcit.) In einem neuen Berliner Blatte,„da» Gasthaus" betitelt, welches mit be fonderer Vorliebe auch gegen die Social-Demokraten eifert, schreibt ein gewisser Herr Haber, dessen Artikel, wie un» ein enthusiastischer Abonnent dieses Blatte» versicherte, immer ausgezeichnet seien, Glossen au« dem Reichsrage, und spricht allen Ernstes vou den RcichStagSabgeordneten Rothschild, Ratibor, Schweitzer und Virchow. Daß Virchow nicht Reichstagsmitglied ist, wissen die meisten unserer Arbeiler. —(Strike.) Die Müllergesellen haben in Grak (Steiermark) und in der Umgegend am 4. ds«. die Arbeit eingestellt. —(Explosion. Drei Arbeiter getödtet.) Au» Waldenburg berichtet man über eine Explosion im Tiefbau„Juliusschacht", wie folgt:„Die zur Sprengung der Kohlen bcnöthigtcn Dynamilpatronen wurden gestern Mittag wie gewöhnlich von der dort bcanftragt-n Person in einem besonderen Zimmer dcS MaschineugebäudeS au gefertigt. Auf«ine bis jetzt nicht entdeckte Weife muß eine dieser Patronen und durch diese der größte Theil her ca. 60 Pfund schweren Masse(ein Theil ist später noch unter dem Schutt unversehrt vorgefunden worden) explodirt sein, wodurch der eine Flügel de« gr z neuen SchachtgebäudcS zerrissen wurde. Die Mauerstückc fielen auf das darunter befindliche Dach des Kesselhauses und zerschmetterten daselbst daS Hauptdampftohr. Daß sämmtliche Fenster im ganzen Hause zertrümmert sind, läßt sich leicht denken. Zerbrochene Balken und Dach platten, nmhergcworfcne Thürgerüste bilden ein Chaos. Leider müssen dabei auch drei Menschenleben beklagt wer- den; so der Grubentischler, welcher mit der Anfertigung der Dynamitpatronen vertraut war; derselbe ist gräßlich verstümmelt an» dem Schutte hcrvorgegrabcn worden. Der in einem andern Zimmer beschäftigte Kohlenschrciber Sch. wurde durch den collossalen Luftdruck getödtet: ebenso wurde noch ein dritter Mann zwar noch lebendig aus den Trümmern hervorgezogen, starb jedoch schon nach ca. einer halben Stunde. Außerdem haben mehrere andere Personen, die während dieser Zeit in der nächsten Nähe der UnglückSstätte b-fchäftigt waren, größere oder geringere Verwundungen davongetragen. Die eingeleitete Untersuchung dürfte noch ein Weitere« ergeben. Roch wollen wir erwähnen, daß, wie man erfährt, sämmtliche Gctödtete verhcirathet sind und mehrere Kinder hinter lassen." —(Explosion.) Die schöne Alscnbrücke in Berlin ist von einem Unglück heimgesucht worden, indem in der Nacht vom 5. zum 6. d. M. in Folge der Explosion einer großen GaSröhre ein Theil der Brücke in einer Länge von 25 Fuß eingestürzt ist. Die Ursache der Explosion wird erst eine nähere Untersuchung herausstellen. —(Feuers brunst.) In einer Nottinghamer Spitzen sabrik ist eine FaierSbrunst ausgebrochen, welche sich, che noch die Spritzen zur Stelle waren, auf mehrere be nachbarte Fabrikgebäude ausdehnte, und dieselben voll ständig einäscherte. Menschenleben find glücklicherweise keine zu beklagen, allein der Schaden an Gebäuden und Waarcu soll zwei Millionen Thaler übersteigen, und eine große Menge Arbeiter ist durch da« Unglück au« Arbeit gekommen. —(Ungl'ückssall.) Am 3. dss. waren 4 Soldaten aus Sonderburg in einem Boote ausgesegelt. Die trei- bcnden Eisschollen schoben sich so zusammen, daß das Boot kenterte. Die Soldaten, lange noch auf den Eis- schollen und dem gekcntertcn Boote sich haltend und laut um Hülfe schreiend, konnten von den am Strande sich sammelnden Kameraden und anderen Leuten nicht gerettet werden, bis einer nach dem andern unter die Eisscholle sanken, und alle den Tod fanden. —(Eine schauderhafte Blutthat) ist in OSna« brück verübt. Am 30. v. M. befand sich der Schlächter- geselle Stapler� au« Memcl mit einem jungen Mädchen, Anna Roth, mit der er einige Zeit Umgang gehabt hatte, in der Küche de« Kaufmann Donnerberg. Er verlangte von seiuer Braut, die er zu ehelichen beabsichtigte, da« Jawort, welches diese jedoch noch nicht geben wollte. Auf diese Weigerung zog Stapler ein Doppelterzerol au» der Tasche und schoß dem Mädchen eine Kugel durch die linke Brust. Der Thäter flüchtete durch die Hinterthür in den Garten, wo er den zweiten Schuß abfeuerte, ob auf sich selbst, ist noch nicht constatirt, da man an seinem Körper bi« jetzt keine Spur davon gesunden. Ein Nach- dar sah dann, daß Stapler seine Oberkleidung ausriß und sich zwei kräftige Stiche mit seinem Schlächtermesser in die linke Brust versetzte. Diese halten noch nicht die gehoffte Wirkung, er flüchtete über einige Einfriedigungen zwischen den Gärten und kam in den Garten des Cigar- reufabrikanten W.) wo er sich mit seinem Taschenluche an einem Baume erhängte. Eiu Polizci-Osficiant fand ihn dort, al« er eben verschieden war. Anna Roth schwebt in großer Lebensgefahr. —(Ein großartiger Ausiwanderungsplan.) Der„St. Paul Preß" zufolge, wird Carl Schurz nebst dem ehemaligen Finanzministcr Mc.(Eulloch und dem früheren Gouverneur von Minnesola Marsholl, demnächst im Auftrage der Northern Pacific- Eisenbahngcsellschasl eine Reise nach Europa antreten, um einen großartigen Auswanderungsplan zur Bevölkerung der Länderstrccken längs genannter Bahnlinien zu örganisiren. Die Bahw gcsellfchaft ist nämlich im Besitze von 30 bis 40 Millionen Morgen Land, auf denen fünf bis sechs Mill. Menschen mit Bequemlichkeit wohnen könnten. Schon sind, so sagt da« er« wähnte Blatt weiterhin, Abkommen mit deutsch. Capitalisten getroffen worden, um den Bau der Bahnlinie mit aller Macht zu betreiben. Jedem Einwanderer soll für die beiden ersten Jahre nach seiner Ankunft beim Bau der Bahn ge- nüzend Arbeit garantirt werden, ob er aber auch die Mittel zur Uebersahrt vorgestreckt erhalten soll, darüber ist nichts gesagt. Nachdem er seine Arbeit für die Eisenbahngescllschast fertig hat, erhält er eine Farm von 40, 80 oder 160 Morgci� mit einem fertig herge richteten Wohnhause und guter Einfriedigung. Die Termine zur Abzahlung und die Zinsen find so niedrig gestellt, daß sie dem Aermstcn nicht schwer fallen können. Die Lohnübcrschüsse, welche dann für die Bahn bauarbeiten gezahlt werden, reichen voraussichtlich für Be schaffnng de« LichstandeS und der Ack-rgeräthschaftcn au«, so daß Jeder nach Beendigung der Bahn sich au die Ernte machen kann; welche letziere die Bahn zu Markte bringt. Die Gesellschaft beabsichtigt die Häuser alle gleich und mit dem Tausend in ihren einzelnen Theilen — gleich den Theilen einer Taschenuhr— anfertigen zu lassen, so daß jedes Stück eines Hauses zu jedem Stücke eines anderen Hauses paßt. Auf diese Weise soll Isfort ein großer Vorralh von Arbeit beschafft und der Werth des Bodens durch die schnelle Aufiedlung gesteigert werden. —(Witzige Reclame.) Ein Ratten- und Wa« zenvertilger kündigte sein Geschäft durch folgende Verse an: Er kommt! Wie zittern, von der Schnauze Bi« in die Spitze ihrer Schweife, Die langgcschwänzten Kellerkauze! Welch Beben und welch Wuthgekeife in Kellern und Kasematten t Die Ratten, die Ratten! Wird der Eid dieserhalb geleistet, so muß e»» vorliegen. —(Da» todte Kätzchen.) Der Herz«! gust von Weimar war einst auf einem Spaj» griffen, al» er durch einen Regen genöthigt! � nahe liegendes Bauernhaus zu treten. Die<» gerade Butter machte, kannte den Herzog iwi j aber gutmülhig Obdach an. DerHerzog nahl»! umgekehrten Kübel Platz, unter dem eine Kap j gen lag, deren Eins aber bereits todt war nach dem Eintritt de» Herzogs die Bäuerin � verließ, nahm derselbe das todte Kätzchen und> da« Buttersaß. Unterdessen hatte der Reg>n und der Herzog entfernte sich eben so ungrf*" gekommen war. Nach einigen Wochen kam ncognito in dasselbe Bauernhaus und fragü'. unter Anderem, was sie mit der Butter onB welcher sie jene« Mal die todte Katze gefunK»! Frau gab ganz treuherzig zur Antwort:„�"S uf Weimar an den Hof verkooft. da srissm.lL! Er kommt! Sie haben ihn schon gewittert Und ringen mit Angstgepicpe die Pfötlein. Bald find zemümmm, zerschmettert, zersplittert Ja ihrer L-bcnSuhr die Rädlein. Voll Ahnung wimmern sie leise, Die Mäuse, die Mäuse! Mv LerUn. Allgemei»er deutscher Arbeiter-' Versammlung. Sonntag, den 10. April, Vormittagi im Lokale des Herrn Wolter am Tagesordnung: Die Verschmelzung der Gewerkschaften. Sämmtliche Mitglieder de» Arbeitersch«!-�.—, und der Gewerkschaften sind hierdurch zu di«!� UtzlBl luug eingeladen. 9, Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. Er kommt! Er kommt! Es kribbelt und krabbelt In Tischen, Schränken, Betten, Tapeten, Und bunt durcheinander wispert und babbelt Sechöbeiuige« Volk in schweren Nöthen, Sie jammern: Es wird uns kuranzenl Die Wanzen, die Wanzen! —'.(Spitzfindigkeit.) Eine hübsche Anekdote hat einen Beinbruch de« CardinalS und KricgSminister« Merode zum Ausgangspunkt. Merode nach Hause gebracht, schickte aus seiner theilnahmSvollcn Umgebung einen Freund mit der Meldung vom unglückliche Falle zum heiligen Vater hinauf, wobei er bemerkte:„Ich weiß von vornherein, was der Papst sagen wird, er wird sagen: E» thut mir leid, daß er sich den Fuß gebrochen— c« wäre mir lieber, er hätte die Zunge gebrochen." Der gedachte Freund richtete die ihm angetragene Meldung besten» aus und konnte nicht umhin, lächelnd auch der Vermuthung des spitzüngigcn Monsignorc zu gedenken. Der Papst ging auf den Scherz ein und erwiderte heiter:„Die ganze— nein! aber ein bischen— ja!" *(Ein PegasuSrittcr) befingt in der„Köln. Ztg." einen Kunstreiter folgendermaßen: „Bewunderung, vor einem Mann empfunden, Der in der Kunst zum höchsten Gipfel drang, Hat Freunde und Verehrer heut' verbunden Hier, wo Triumph Er auf Triumph errang; Hier, wo in wunderbaren Touren Bejubelt oft die Residenz Den Stern der Reitkunst und Dressuren: Den unerreichten Meister Renz!" � Sollte man nicht meinen, e» wäre von Gölhe, von Schiller, oder gar von Humboldt oder Lassalle die Rede, ehe man die beiden letzten Zeilen gelesen? —(Betrug in den höheren Kreisen.) Der Graf S., einer der begütertsten schlesischen Magnaten, fand sich kürzlich"mit einem Offizier der Berliner Garnison, einem Herrn v.£., dessen Vater f-üher eine sehr einflußreiche hohe Stellung in Berlin innegehabt hatte, bei einem sehr feinen Diner zusammen. Graf S. soll bei dieser Gelegenheit sechs Bianca Acccptc gegeben haben, welche hinterher a 5000 Thlr. ausgefüllt wurden. Die Wechsel kamen in Umlauf und waren mit dem AuSstcllungSver- merk des Herrn v. Z. verschen. Sie wurden allgemein in der Wncherwelt hier angeboten, indessen überall bearg- wohnt. Denn wenn man auch den notorischen Reichthum de« Grafen S. kannte, so wollte man die Wechsel doch nicht, selbst nicht zu 50 Prozent,«l» wozu sie von den Berliner CommissionärcnauSgcboten wurden, aufs Gerade- wohl kaufen, sondern sie erst vorher recognoSciren lassen. Der Graf S. war aber nicht am Orte. Drei der be- kanntestcn Wucherer, worunter der Kaufmann I., der schon einmal wegen Diebstahl bestraft ist, konnte es doch nicht unterlassen, eines der Acceptc, gelockt durch den hohen Gewinn, zu kaufen. Der Wechsel ist aber nicht eingelöst worden, vielmehr hat der Graf S. in dem dieserhalb an gestrengten Wechselprozeffe sein Accept nicht anerkannt. Für Lerlin. G e n e r a l v e r s a m m l u»! j-T sämmtlicher Zimmerleute ( 8 'llö und Umgegend,. Freitag, den 8. April, Abend» 8i. in Baade's Lokal, Große Frankfurt* Tagesordnung:„. Diskussion über die Einführung der jf| Die Strike-Tommission:.<> r I. A.: A. Wolf, Für Lerlin. Versammluig j, Allgemeine Kranken- und SterbeUy Cigarrenarbeiter, Sortirer u. Ter Sonntag, den 10. April, vormittai'. in Franke'« Saal Linienstr. Tagesordn.: Kranken-Angelegenheiten. �Au. JP1' fk.; Für Hamburg. Gewerkschaft deutsch. Geschlossene Mitglicdcrvcr!s»nl®/i Sonnabend, de» 9. April, Ab«»»!'! im Tischler-Amthans, Breitcstt»- Tagesordnung: Abrechnung.— Verschiidenc«. NB. QuiltungSbüchcr sind vorzuzeigew entrichten� Für Hannover. Geschlossene Versa mW' der hiesigen Mitglieder de» �!>.... Allgemeinen deutschen Arbeits hau Sonnabend, den 9. Adril. Abe«�'Arbi den f'ffini die so i , Es 'Jen dtrcn und ltn wc blich "■ßend i" vi d Scha Für Hamburg. Allg. deutsch, ver. Metallarb Osficielle MitgliederversoM�, Sonnadend, de» 9. April, SllettW im Lokale de» Herrn Lüd«�! ist j Tagesordnung: ipji,,,, Abrechnung.| �, Die Säumigen werden aufgefordert W'. ,( 1101 1» dk »ige de Sonnabend, den 9. April, Abe» auf der Maricninfel. Tagesordnung: 1) Abrechnung.— 2) Verschiedenes. Die Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. �lrbi ,'ihe S-fähz jl � sollt 1,1 Zü Grosse, JH Sonntag, den 10. April, Rcdinjw'fj»ein, im großen Saal auf der Marick'' Tagesordnung: Ay" 1) Die Wohnungsfrage.— 2) Der' tag.— 3) Die brutalen Mißhandlung) Und Arbeitern in der chemischen Fabrik de« Vt.« ex � bei Hannover. Anwesend ist Herr Richter au« ffia"* i[,. Alle Arbeiter, wie auch die Feinde| jn in Hannover und Umgegend werden grb� wer! reich zu erscheinen. seil eruyeinen. ,.,»i 71 Im Auftrage der hiesigen Mitg'Vlft W. Meyer, B-vs? Für Itzehoe.' Versammlung der hiesigen Mitgl'-' f Allgemeinen deutschen Arbeits', Sonnabend, den 9. April, Abeud' beim Gastwirlh Egger«. Tagesordnung! Abrechnung. Alle Mitglieder werden dringend ersuch». A. Albert«. Be°? "-h a � dr Für Elberfeld-, O e f f e n t l i ch e Versa m l» der hiesigen Mitglieder dc* Allgemeinen deutschen Arbeits S-ulltag. den 10. April. Abe»>°,' im Lokale de« WirlhS II. Hunscheidt,» NB. Die Mitglieder, so wie die Port''» sich an einem Wahlfonds betheiligen wollet recht zahlreich zu erscheinen. Neue Mitglieder können beitreten. n(i Der x , I Mr 'livci Zu ■r, bni > fti % C Kit 1 c �ng Für Lärmen.. Allgemeiner deutscher Arbeits Oeffentlichc Vcrsamw-I( Sonnt«», de« 10. April, �>, s.,. „ d... tx_______ ä j,.. u w- ZU" A L. im Lokale"des Herrn Schröder Ikv Der Bcv°>�°' Für Lärmen. OeffentlichF Berfa n""* j, ■„■«HM bei Herrn Feller, Heckingha��.t Montag, den II. __ DerL� Druck von J hring.u. Hab erlauf tztn «r die \ Mef b I'ch-r - b, Mit "ü � (ist, fger Arbeiterschaft der Hand- u. o':t xT.n.(<1 III 1«; k i." ein ltn Druck von Jhrrng.u. Höver,» Bcrautwortl. Redakteur u. Verleger 2i>.® j