w. [incf [d idMjl »p. Berlin, Sonntag, den 17. April 1870. Sechster Äadraang. nij erscheint drei "'Iich, und zwar: Donnerstags und beuds Abend». 0raan der ldciat-demokmUchen Mrter Redaktion und Expedition: Berlin, Gltschincrstr. 17. Incl. Brinzcrlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern Preußen 16 Sgr., bei den außcrpreußischcn Postämter iu Deutschland gleich- Währung.) Zstesteffuitge» werden auswärt» Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition auszugeben) werden pro viergcspaltene Petit-Zeile mit Aunonceu die Zeile nur 1 Sgr. bei allen Postämtern, Iu Berlin iu der Expeditiou, sowie bei jedem solide» 3 Sgr. berechnet. Arbeiter. Agentur für England, die Tolonien, Amerika, Thina und Japan Nr. A. Duesing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. 0. London. 1« lll-l liml L Lieg n bis Iii iE rtm 1. April hat ein neues Vierteljahrs �»t auf den„Social. Demokrat" bt .Gestellungen werden auswärts bei "mtern, in Berlin bei der Expedition '�raße 17, und bei allen soliden dediteuren gemacht.(Preis viertel Jsgr.) Dsterfeiertage wegen erscheint die »rnmer dieser Zeitung Donnerstag, den Abends. tlolitischer Theil. Uli« Berlin, 16. April. sn�! Ärgerliche Demokratie, welche jetzt |. Deutschland heuchlerisch einen social in J l�tn Mantel umhängt(Eisenacher Bolkö � i,0»"' stch gern den Ruhm erringen, recht iii.jW ,Ä?em zu fein, aber trotz des radikalen llmz?..kömmt jeden Augenblick jene Halbheit f. �ein, welche alle heutigen Parteien der �""�eichnct. DaS ließe sich an gar n zeigen und wir haben eS bereits guter Gelegenheit gezeigt; z.B. damals, �"'rUche Demokratie den Versuch machte .. �n so jus Schlepptau zu nehmen, .°tre Partei der Bourgeoisie, die Fort. ", die« früher mit Erfolg gethan hatte, 'igten wir an der Haltung dieser Leute eigcnthum und den ländlichen Arbeitern die sie trotz ihrer social-dcmokratischcn gcn die obersten Grundsätze des So »crläugnen. Und wie könnte cS auch ! Wird doch diese heutige bürgerlich dormicgxnd von Preßjudcn und Bor- F. �uitct,— ganz derselben Art Leute, ja � persönlich denselben Leuten, die über � wahrem Ingrimm herfielen, als er Äwkratische Banner erhob. �gt, hundertfach könnte man die Halb- �nte zeigen. Wir wollen eS heute .'sonders bcmcrkenSwcrthcn Fall thun ingsbehauptung der bürgerlichen Vht dahin: der Allg. deutsch. Arb. t nur durch die Gnade der Prcußi ng; der Verein könne jeden Tag den. den nun diese angeblichen Demokraten , öS sie Radikales gesagt hätten, merken 's armseligen Halbheit und Beschränkt- m wie reaktionärer Weise sie durch Zungen das VolkSbewußtfcin verwir- �"ddrückliche Versicherung, ein bestimm- ■as T- srnne aufgelöst werden, geht nämlich 'i"chcn Unterstellung aus, als gebe eS � nicht aufgelöst werden können, d. h iWjS* setzt reaktionärer Weise vorauS: es Zuverlässiger RechtSzustand. oller Anfang demokratischer Erkcnntniß unM"chen, daß man einsehe: in unfern � ,1 fc. n RechtSzustand. ES ist eine jäm t eiW 0 irili i iniUj !'/," inili' vie T4 (l.C»- tu $!<■ ,(»' Halbheit zu sagen:„dieser . erein kann aufgelöst werden"; der -'nn er überhaupt in dieser Beziehung Pacbk will, kann nur erklären:„Alle id gelegentlich aufgelöst werden, denn uns j �stand.haben wir überhaupt nicht." i".«ir Denuncianten, gleich den bürger- Äsen, welche beständig behaupten, der dtitervcrcin sei gesetzwidrig, so wür- �k'hrt sagen: Eure Organisation, die �>ch gemacht habt, widerstreitet ja � Gesetz, da sie zweifellos auS selbst� "al-demokratischen" OrtSvereinen be- i öffentlich mit einander iu Verbim li-i IS > d-r FE'! jpe T dcnuncirt jetzt auch!" ruft man. '.Sich, geehrte Herren! Abgesehen nur mit gleicher Münze zurück . Zeigen Sie wieder, daß Sie nicht s's ankommt. Auch wenn wir obige i�ix Denunciation in aller Form an betreffender Stelle bare Demokraten, wenn wir uns einbildeten, die anbrächten, so wäre sie wirkungslos oder könnte scr Zustand beruhe auf der ehernen Grundlag höchstens die Wirkung vorübergehender, nicht durch- unverbrüchlichen Rechtes, und Narren wären wir greifender Verfolgung haben. Wer da glaubt,!— unreife politische Kinder— wenn wir nicht auf solche Dinge komme es an, der beweist, daß genau in Erwägung zögen, wie weit wir heutzu er ein Halbdenkcr ist; der geht unwillkürlich von tage gehen können, um„auf gesetzlichem Boden der Voraussetzung aus, es bestehe eben doch cur sortagitiren zu können. Denn eS gibt gcwisie strenger Rechtszustand.; äußerste Fälle, wo eine Regierung wi In Wahrheit ist es ziemlich gleichgültig, ob eine ßische mit Schwert und Zuchthaus dreinfährt. Es Organisation so oder so ist. Will die preußische ist der Regierung, wenn sie solches beabsichtigt, Regierung sie ernstlich unmöglich machen, so kann sehr erwünscht, wenn sie durch Maßlosigkeiten ge sie eS. Wer dies nicht einsieht, der muß sich ein- bilden, wir hätten bereits erreicht, waS wir er- streben: einen strengen RechtSzustand. Will man sich darauf berufen, dies oder jenes stehe im Gesetz? Wir können mit einem schlagenden Fall antworten. Jedermann glaubte fest, in der preu ßischen Verfassung stehe, ein Abgeordneter könne wegen seiner Kammerrcden nicht gerichtlich verfolgt werden. Man weiß, wie das preußische Ober tribunal daö Gcgentheil auS der Verfassung her ausgelesen hat. Also wohlverstanden: Nicht nur vom social demokratischen Allg. deutsch. Arb.-Vcrein, sondern auch von der bürgerlich-demokratischen Eisenachcr Organisation, von der Organisation der Fort schrittspartci, kurz von allen Vereinen und allen Parteiorganisationen ist die Rede. Sie alle sind gelegentlich und an einzelnen Orten polizeilichen und gerichtlichen Verfolgungen ausgesetzt(uüd zwar der Allg. deutsch. Arb.-Vcrein mehr als irgend eine andere Vereinigung); aber sie alle werden auch im Großen und Ganzen nicht durchgreifend verfolgt und unmöglich ge macht, sondern bestehen inögesammt fort. Wie erklärt sich dies? Woher kommt cS, daß die preußische Regierung Vereinigungen, welche ihr unbequem sind, nicht kurzweg zwangsweise aufhebt und im Großen verfolgt, wie daS„liberale" Bür gerministcrium in Oesterreich mit den Socialistcn gethan? Wie kommt es, daß auf Seiten der Bour geoisieopposition die Fortschrittspartei und die Volkspartci, bei den social-dcmokratischen Arbeitern die Partei des Allg. deutsch. Arb.-VcrcinS organi sirt fortagitiren kann? Wenn es auch eitle Täuschung isi, zu glauben in Preußen sei ein wirklicher RechtSzustand vor Händen, so ist doch andererseits gewiß, daß in Preußen für die Regierung jene Schranke vor- Händen ist, welche in allen Staaten der Welt, welcher Art und Form sie auch sein mögen, in China so gut wie in Nordamerika, besteht — jene Schranke, welche je nach Verhältnissen weiter oder enger sein kann, die aber ganz gc wiß überall vorhanden ist— wir meinen jene Schranke, welche im Bildungsgrad des Volkes, iu seiner ganzen Anschauungsweise, in der Macht der gcsammten thatsächlichen Verhält uisse liegt. Weil die Gcsammtbevölkerung Preußens eine civilisirtere ist, als die Gesamml bevölkernng Oesterreichs, kann in Preußen selbst ein reaktionäres Ministerium gewisse Dinge nicht auf führen, die in Oesterreich ein liberales aufführen kann. ES wäre eben nicht mit der Macht der Gcsammtvcrhältnissc und der Anschauung des Gc 'ammtvolkeS in Preußen übereinstimmend, wollte man jede politische Partei-Agitation und Organi 'ation unmöglich machen. Hier liegt die große Schranke, die in einem Staate wie Preußen auch eine„starke" Regierung in gewisse Grenzen einengt. Wenden wir dieS auf unsere Frage an. Wenn bis zu einem gewissen Grade alle Par tcien in Preußen, selbst diejenigen, welche welfische Gelder beziehen, wenn alle bürgerlichen Parteien und die Arbeiterpartei bis zu einem gewissen Grade ich organisiren und agitiren können, so haben wir dies nicht dem guten Willen der Regierung, nicht ihrer Gnade zu verdanken, sondern dem Gesammt- zustand der preußischen Bevölkerung und der durch ie thatsächlich geschaffenen und gehaltenen Vcr- Hältnisse. Wir bestehen also nicht durch Gnade— wir so wenig wie die Fortschrittlcr oder die „Ehrlichen", die doch auch in Preußen organisirt auftreten.— Aber andererseits wären wir sonder- reizt und herausgefordert wird. Gerade darum aber muß man so klug sein— und diese Klug heit werden vcrmi�thlich alle Parteien zeigen— der Regierung keine Handhaben zu geben Wir sagen also zum Schluß: Alle Parteiorganisationen bei uns sind durch die Macht der thatsächlichen Verhältnisse geschützt aber in gewissen äußersten Fällen können sie von der Regierung unmöglich gemacht werden und eS gilt daher, keine Handhaben hierzu zu geben Sehr wichtig ist übrigens für unö Social Demokraten die ganze Frage nicht, da wir als eine Partei der That nicht gleich andern Parteien der Gewalt gegenüber den Muth verlieren wür den. So lange wir unserer Partei die heutige öffentliche Organisation erhalten können, werden wir es thun. Sollte sie aber je unmöglich sein, so werden wir uns anders zu helfen wissen. Kampf gcriistet werden wir immer sein— so oder so. Rundschau. Berlin, 16. April. [D Die Osterwoche hat sehr wenig Neues ge bracht; die Parlamente allüberall ruhen sich aus von dem harten Wortstrcit, und die Mitglieder desselben denken nach über die Phrasen, welche si dem staunenden Volke nach den Osterfericn wieder verkündigen wollen. Wir freuen uns über diese Ruhe, die unö der unerquicklichen Arbeit überhebt, soviel überflüsssgeS Zeug zu lesen und hin und wieder gar darüber schreiben zu müssen. Herzog Ernst von Koborg-Gotha soll stch bei seinem letzten Aufenthalt in Berlin„über die Ab tretung seiner Souvcränetät an daö BundeSober Haupt, falls die Gesammtinteresscn deS deutschen Vaterlandes gegenüber gewissen Eventualitäten ein solches Opfer verlangen würden," mit nachahmungS werthem Freimuthe ausgesprochen. Der Herzog denkt wohl, die Mediatisirung sei doch unvermcid lich und da sei eS besser, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die„Hess. VolkSztg." erzählt auS Cassel vom 12. dsS.:„Ohrfeigen, Gewalt und Säbelaf. fairen, angeblich vom Militär auSgetheilt, refp verübt, bilden feit einiger Zeit das Tagesgespräch Ein hiesiger Bürger, welcher auf den Friedrichs- platz der Einübung der Recrutcn zusah, soll von einem Unteroffizier auf Anordnung eines Borge setzten auf der Stelle einige derbe Ohrfeigen bekommen haben. Grund dazu soll die lächelnde Miene deS Zuschauenden gewesen sein. Einige Tage darauf verfolgte ein Soldat ein Mädchen inZder Nähe de» Bahnhofs, drückteihm den Mund zu und versuchte ihm Gewalt an zu thun. DaS Mäd chen stellte sich zur Wehre, erhielt aber einige Hiebe über den Kopf. Der Thäter ist noch nicht ermittelt. Der Kellner eines in der Nähe der Jufantcriecascrne wohnenden RestauratcurS erhielt beim Herausgehen auS der Cascrne, die er am Gc burtstage deS Königs auf Veranlassung einiger Unteroffiziere besucht hatte, von hinten unversehens einen Hieb über den Kopf, durch welchen die Mütze durchhauen und der Kopf verletzt wurde. Auch der Ausführer dieses Attentats ist noch nicht gefunden. Doch was wollen diese Vorfälle heißen gegen die Brutalität, welche am 10. im Seiler- weg stattfand! Dort rauften sich, wie uns berichtet wird, ein Civilist uud ein Soldat. Durch den hierdurch entstandenen Lärm wahrscheinlichsangelockt, türztcn aus einem benachbarten Hause zwei Sol- daten heraus und hauten auf einen mit seinen beiden Kindern daherkommenden Mann ein, der mit jener Rauferei gar nichts zu thun hatte und wohl 15 Schritte davon entfernt war. Der Mann erhielt einen Schlag auf den Arm, fein vierjähri- geö Töchtcrchcn, daS den ersten Spaziergang nach längerer Krankheit machte, einen Hieb auf den Kopf, daß er stark blutete. Ein der Rauferei zuschau- ender Zeuge erhielt gleichfalls einen Hieb, aber anscheinend ohne äußerliche Verletzung. Die bei« den Soldaten sind bereits, dem Vernehmen nach, ermittelt und werden ihrer Strafe nicht entgehen. Daß dieselbe aber in dem Vcrhältniß ausfällt, wie sie das neue Strafgesetzbuch für Civilistcn festsetzt, dürfen wir wohl bezweifeln. Lehrt doch die Er- fahrung, daß derartige Ausschreitungen mit an- dcrem Maßstabe gemessen werden. Wann werden endlich die Vergehen, die Soldaten außer Dienst verüben, von dem Criminalgcrichtcn abgeurtheilt werden? Wir wagen so wenig hierauf unter dem jetzigen Militärrcgimentc zu rechnen, als auf das Verbot, außer Dienst Waffen zu tragen. Denn wo soll dann der CorpSgcist herkommen?"— Beruhen diese Erzählungen der„hessischen Volks- zeitung" auf Wahrheit, so sind die darin ange- führten Thatjachcn allerdings Belege für ein Mili« tärsystcm, welches mit den Begriffen von Freiheitund Volköwohlfahrt durchaus nicht zu vereinbaren ist. Der Justizausschuß der b«irischen zweiten Kammer hat auf Antrag deS Referenten, Appell» gcrichtsrathS Krätzer von Passau, beschlossen, der Kammer die Ablehnung des Sttmsienberg'schen Antrags, welcher die Abschaffung der Todesstrafe verlangt, zu empfehlen. Mit diesem Votum deS Ausschusses ist aber das Schicksal deS Antrags in der zweiten Kammer noch keineswegs entschieden: denn eS befinden sich auch auf der rechten Seite des mehrere Abgeordnete, welche principiellc Gegner der Todesstrafe sind. AuS Graz wird geschrieben, daß eine große Anzahl von Männern zusammengetreten ist, welche sich verpflichten, inögesammt auS der katholischen Kirche auszutreten, wenn die Unfehlbarkeit deS PapsteS wirklich zum Dogma erhoben wird. Graz wird am Ende nicht die einzige österreichische Stadt sein, in»elcher sich dergleichen ereignet. In Frankreich wächst die Unzufriedenheit mit dem neuen„liberalen" Ministerium. Büffet wird nicht der einzige Abdankende bleiben; Darü will bekanntlich bald nachfolgen; und auch Ollivier ist, obwohl er in seiner Ergebenheit für die Dynastie stch freiwillig an den Pranger stellt, ein verlorener Mann und wir sind überzeugt, daß er, wenn die allgemeine Abstimmung vorüber ist, von dem an allerlei bösen Schmerzen leidenden und sehr ver- stimmten Kaiser nicht mehr lange mit dem aller- gnädigsten Vertrauen wird beglückt werden. Der Ueberläufcr wird ein schmachvolles Ende nehmen. — Die Studenten der Medicin haben eine Vcr- sammlung abgehalten, 707 an Zahl. Es fanden sich bei der Abstimmung nur 31, die sich gegen die zu fordernde Abdankung deS Professors Tardieu erklärten, die Anderen verlangen, daß er sich nicht mehr in der Aula zeige.— Die Bewegung der Arbeitseinstellungen nimmt in den Eisen- und Kohlenwerken zu. Man meldete den Präsidenten Schneider krank, weshalb er Creuzot noch nicht verlassen habe. DaS sollte eine richtige Entschul- digung für seine verlängerte Abwesenheit von seinem Posten abgeben.— Am 11. haben mehrere Tausend Arbeiter der Maschinenfabriken von Cail und DeroSue in Paris die Arbeit eingestellt. Ueber den einen merkwürdigen Vorfall bei der Revue, welche Louis Napoleon am Freitag abhielt, berichtet man noch folgende Einzelheiten: Im Au- genblicke, wo der Imperator an den Truppen vor- beiritt, stürzte ein Mann auf denselben zu, indem er den Ruf ausstieß:„Nach Caycnne! Nach Ca- yenne!" Der Mann, der in Lumpen gehüllt war, wurde sofort festgenommen und nach der Polizei- iräfektur gebracht. Man fand bei ihm einen Sack mit 1100 Franken in Gold, 3 Staatsschuldver- chreibungen, die 30,000 Franken Rente jährlich abwerfen, und ein Dolchmesser. Eine Nachsuchung, die in seiner Behausung gemacht wurde, führte zur Entdeckung von einer Keule, 2 Säbeln, 5 Lanzen, 2 Revolvern, 13 Todtschlagern, 15 Dolchen� 6 Bajonneten, S Stockdecken. Außerdem fand man in einem alten Pulte 60,000 Franken in Gold> Ucber den Beweggrund seiner Handlung befragt, antwortete er, daß die Rufe der Soldaten:„Es lebe der Kaiserl" ihn mit Entrüstung erfüllt und er seinen patriotischen Gefühlen Ausdruck gegeben habe. Dieses Individuum, welches Lezurier heißt, aß gewöhnlich bei einem seiner Freunde, einem Lumpensammler, dem er monatlich 30 Franken dafür bezahlte. Eine wirklich ganz kuriose Ge- schichte, über welche die Polizei, falls der Mann nicht wahnsinnig ist, am besten dürfte Auskunft geben können. AuS Spanien liegen mehrere Nachrichten Vor, die sich thcilweise widersprechen. Daß die selben von den Blättern der mattherzigcn liberalen Bourgeoisie gebracht sind, erkennt man auf den ersten Augenblick. Ein Bericht, der durch fast alle Zeitungen geht, lautet: Ilach den neuesten Nachrichten au« Catalonien hatte der Generalkapitän Gamindc die Truppen, mit welchen er die Uusrllhrer in Gracia angriff, in»icr Kolonnen ge- theilt, von denen jedoch nur eine in'« Treffen kam. Sie verlor 2 Todte und 13 Verwundete, während die Auf- ständischen 19 Todte, 10 Verwundete und 42 Gefangene eingedüstt haben sollen. 79 Flinten und 20,000 Patronen fielen in die Gewalt der Truppen. Die Dörfer und die ganze Umgegend von Barcelona sind militärisch besetzt, und kleine Truppenabtheilungen verfolgen die zersprengien Aufrührer. Die Kriegsgerichte sind schon zusammengc- treten. Ein anderer Bericht, de« vom 9. dss. aus Madrid datirt ist, hält den Mfstand schon ganz seinem Ende nahe: Da die Stärke der augenblicklich nach Catalonien zusammen gezogenen Truppen auf 37 Bataillone bercch- net wird, so kann der Aufstand in der Umgegend von Barcelona nicht von langer Dauer sein. Nach den in- direkten tclegraphischen Berichten ist denn auch der bedeu- tendste Widerstand schon gebrochen. Der General Baldrich traf vorgestern Abend in Sabadell ein und bei seiner Annäherung ergriffen die Aufruhrer, welche sich de« Rathhauses bemächtigt hatten und mit den der Regierung treu gebliebenen Freiwilligen, die in einer Kirche und dem Bahnhofe verschanzt waren, Schüsse wechselten, eiligst die Flucht. Da Moncada und San Andre« schon früher in die Gewalt der Truppen gefallen waren, so wird diese nordöstliche Nachbarschaft bald beruhigt und die Eisenbahn leicht wieder herzustellen sein. Ein dritter Bericht sagt zuerst, daß zuverläs- sige Nachrichten ganz schien und meldet dann weiter: In Sans wurden die Insurgenten schließlich mit ge- fälltem Bajonnet angegriffen, der Widerstand war heftig und dauerte noch fort, selbst nachdem die Barrikaden er- stürmt waren, die Insurgenten flüchteten sich in die Häu- ser und bombardirten die Truppen von den Fenstern und Dächern aus mit Ziegeln und Steinen. Die Insurgenten erlitten beträchtliche Verluste, aber auch die Truppen ha- den viele Verwundete und mehrere Todte zu beklagen. Die Zahl der festgenommenen Aufständischen beläuft sich auf 16. Die Aufregung scheint aber nach allen diesen Berichten doch in dieser volksreichsten Provinz Spaniens eine sehr große und der Aufstand noch lange nicht beendet zu sein. Nachrichten auS Kuba stellen in Abrede, daß die Revolution beendet sei, und versichern, daß die Insurgenten im Bezirke von Lagunat mit einer großen HeercSmacht die Aggressive ergriffen haben. Verschiedene Zeitungen melden von umfassen- den Rüstungen, welche in Rußland gemacht wer- den. Dieselben sollen thcilweise gegen Preußen gerichtet sein, weil man in Rußland argwöhne, Preußen agitire zu Gunsten der Deutschen in den Ostsceprovinzen. Wie dem auch sein mag, so viel steht fest, daß angenblicklich Rußland gar nicht in der Lage ist, zu irgend einer Aktion zu greifen und mögen sich deshalb alle ängstlichen Seelen nur beruhigen.— Bei der jetzigen politischen Windstille lassen die Zeitungsschreiber, um das Publikum bei Laune zu erhalten, derlei Enten gern loS.— Die„Kreuzzeitung", eine höchst warme Verehrerin des Russenthums, ist bei der Beschlagnahmewuth der russischen Beamten den auswärtigen Zeitungen gegenüber in letzter Woche nicht verschont geblieben; es scheint wohl ein Miß verständniß in diesem Falle vorgelegen zu haben. DaS Räuberunwescn nimmt in Griechenland überhand. Nach einem bei Marathon zwischen GenSdarmen und Brigantcn stattgefundcnen Kon- liktc nahmen die Brigantcn den englischen und italienschen Legationssekretär, ferner noch andere 3 reisende Engländer und 2 Frauen gefangen und verlangen ein hohes Lösegeld. Eine merkwürdige Nachricht bringt die„Allg. Ztg." auS Rumänien:„Die Redakteure des in Plojcscht erscheinendes Blattes„Dcmocratio" Bruder und Schwester. (Fortsetzung.) Sylvcst fuhr fort: Was sagtest du gestern früh, Herr? Gestern früh? Ja. Sagtest Du nicht:„Ach lieber Sylvest.. Denn wenn Du mich brauchst, bin ich Dein lieber Sylvest. Beim Jupiter, genug der Unverschämtheit. Werde ich Ruthe» genug finden, sie auf Deinem Rücken zu zer- schlagen? „Ach lieber Sylvest", sagtest Du,„Tag und Nacht denke ich an die bewundernswürdige Schönheit dieser Buhlerin, welche man die schöne Gallierin nennt und die vor kurzem au« Italien hier angekommen ist. Ich sah sie nur einmal im Ctrcu« bei dem letzen Kampf der Gladiatoren und bin entzückt von ihr. Aber nur aus einer goldenen Brücke ist zu ihr gelangen und mein Vater, der Geizhals, der zusammenscharrt, der Nimmersatt, der nicht sterben will.. Verzeihe Herr, daß ich so von Herrn Clauviu« spreche, aber ich wiederhole nur Deine eigenen Worte... Und Du willst mir einreden, Dein Herumstreichen tn dieser Nacht, aus Liebe zu einer Sclavin Faustina'S, be ziehe sich aus meine Lieble zu der schönen Gallierin? Gewiß... Du wagst...? Die Wahrheit zu sagen, Herr. Beim Hercules, das ist zu viel. Jetzt höre: Du kennst wohl eine gewisse Bank mit Zügen, Gewichten und der gleichen. Ja, Herr, ich kenne sie ganz gut, ich habe schon Bc> kaunlschafl mit ihr gemacht. Man wird zuerst aus die Bank gelegt, mit über dem Kopfe zusammengebundenen Händen: dann bekommt man ein sehr schweres Gewicht an die Füße und mit einer sinnreichen Vorrichtung wird gewaltsam der Strick angezogen mit dem die Hände gebunden sind. Da nun da« schwere Gewicht seiner Seit» an den Füßen zieht so werden nothwendig die Glieder ausgerenkt, so da« man endlich wirklich um einige Linien größer wird. Du würdest ein Riese geworden sein, Taugenichts, wenn Du jedesmal, wenn Du auf die Bank gebunden wurdest, um eine Linie gewachsen wärest. Und sogleich sollst Du darauf zu liegen kommen, wenn Du mir nicht augenblicklich nachweisest, welchen Zusammenhang Deine Slucht in dieser Nacht mit der schönen Gallierin hat. erstanden? Herr, nichts ist deutlicher. So sprich. Hast Du».cht hinzuzusetzen, Herr:„ach, lieber Sylvest, wenn Du ein Mittel ersinnen könntest, mich zu diesem Gestirn der Schönheit zu bringen!" Aber, Elender, was hat Alles dies mit der Eclavin Faustina zu schaffen. Nur ein wenig Geduld, Herr. Ich habe nur Einen Gedanken,— meinem Herrn zu dienen, der mich doch so schlecht für meinen Eifer lohnt... Noch einmal... Ein glücklicher Zufall erinnerte mich daran, da« eine Sclavin anS meiner Heimath, eine Spinnerin bei Fau- pina, vor einigen Tagen, oder vielmehr Nächten, mit mir gesprochen hatte, denn wenn Du zu den Festen gehst, die Candiano und Pandrav— hatten nicht allein den Fürsten Karl in der schmächlichsien Weise in- ultirt, sondern auch offen zum Widerstände auf- gefordert. Der Tribunals-Präsident Filo hatte Verhaflsbefchle auf 24 Stunden suspendirt, um keine Unordnungen hervorzurufen. Als jedoch nach Verlauf dieser Zeit der Präfckt die Verhaftung n Bollzug setzen wollte, stellte sich der Tribunals- Präsident Filo selbst auf die Seite der Emeute, prach Candiano im Namen des Gesetzes frei, um- armte und küßte ihn öffentlich und durchzog mit ihm Arm in Arm an der Spitze eines tobenden Volkshaufens die Stadt. Zwar hat die Regie- rung Herrn Filo abgesetzt und erklärt, die Bcr- Haftung Candiano'S um jeden Preis mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Bis gestern Mittag war indessen in Plojescht noch nichts geschehen."— Dem an die preußischen Prcßverfolgungcn gewöhn- tcn Fürsten Karl muß bei dieser Handhabung in einem jetzigen Fürstenthum höchst eigcnthümlich ;u Muche sein._ Vereins-Thett. (Für den Allg. deutsch. Arbeiter-Berein.) n die Mitglieder de« Allg. deutsch. Arbeiter- Vereins. Ihren Verpflichtunzen gegen die Vcreinskasse für den Monat März sind nachgekommen: Altona, Beidenfleth, zwei Tage und drei Nächte dauern sollen, erlaubst Du mir bisweilen über einige Stunden zu verfügen. Und ich werde wohl dafür bezahlt, entgegnete Diabo- lu«, den der Name der schönen Gallierin um vieles sanfter gemacht Halle... Nur weiter! Ich erinnerte mich also, daß die Sclavin mir Einige« über die schöne Gallierin, unsere Landsmännin, gesagt hatte; da ich damals nicht wußte, daß Du e« gern hören würdest, so achtete ich nichr sehr darauf. Gestern aber, als Du mir Dein Herz geöffnet, dachte ich an ihre Worte. Ich war so ziemlich überzeugt, die Sclavin da zu treffen, wo sie mich häufig erwartet, dachte vor Dir wieder hier zu sein und lief nach der Villa. Ich fand auch die Scla- vin und sprach mit ihr von der schönen Gallierin. Ach, Herr... Weiter, weiter! Wenn Du wüßtest, wa» ich erfahren habe. Wirst Du zu Ende kommen? Die schöne Gallierin ist meine Schwester. Deine Schwester? Ja Herr. Deine Schwester? Lüge? Du willst nur der Peitsche durch dieses Märchen entgehen. Herr ich sage die Wahrheit. Die schöne'Gallierin muß fünf bis sechsundzwanzig Jahre alt sein; sie ist gleich mir in der Bretagne geboren; sie wurde al« Kind nach der Schlacht von VanncS von einem alten und reichen römischen Herrn. Trymalcion, gelauft.s Trymalcion. der seit lange todt ist, hat allerdings in Italien den Ruf außerordentlicher Seltsamkeit in seinen Ausschweifungen hinterlassen. E« wäre möglich, daß die chöne Gallierin Deine Schwester sei? fragte Diabolus nochmals,»er seinen Zorn jetzt ganz vergessen hatte. Deine Schwester? Es wurde Sylvcst zwar schwer, mit dieser scheinbaren Leichtfertigkeit von seiner Frau und seiner Schwester zu sprechen, aber er fügte sich in diese Verstellung, denn er hatte seine Pläne. Seine Unterredung mit dem Herrn wurde indeß durch die Ankunft eines Freunde« de« Dia- dolus, eine« jungen reichen GallierS auS der Gascogne, Namen« Norbiac, unterbrochen, welcher der Sohn eine« der Verräther war, die sich den Römern angeschloffen hatten. Diabolu« war berühmt durch seine AuSschwei- jungen, seine Schulden und seine Geliebten; Norbiac nahm sich ihn zum Muster und gab sich Mühe, die Frech. heit, die Sittenlosigkcit und selbst die Kleidung desselben nachzuahmen, denn die entarteten Gallier, die ihre Tracht, ihre Sprache und ihre Götter verläugneten, suchten etwa» darin, die Sitte» und Laster der Römer sclavi,ch nachzuahmen. Nachdem sie einige sreundschaftliche Worte gewechselt hatten, sagte der Herr Sylvest'» zu dem jungen Gallier: Du erlaubst wohl, daß ich mich in Deinem Beisein rasiren lasse; ich bin diesen Morgen mit meinem Putz noch sehr zurück wegen diese« Taugemcht« da— und Diabolu» zeigte aus Sylvest— den ich eben durchprü- gcln lassen wollte, als Du ankamst. Ich haben diesen Morgen auch schon einen meiner Sclaven geprügelt, antwortete Norbiac aufgeblasen. Mau kann mit solchem Vieh nicht anders auskommen. Sylvest schickte sich an, Diabolu« zu rasiren und jedes- mal, wanu der Sclave die Kehle feine« Herrn so in sei- Buckau. Bielefeld, Brandenburg, Berlin, Bieber, Bern bürg, Chemnitz, Cassel, Dietesheim, Dresden, Duisburg, Ernsdorf, Egeln, Freibnrg, Glückfladt, Grund, Großen Aspe, Hamburg, Hanau, Hagen, Harburg, Hausen, Hannover, Halberstadt, Heide, Heusenstamm. Hclmers- hausen, Itzehoe, Kohlcndorf, Kiel, Lüneburg, Lämmerspiel, Lerbach, Mannheim, Minden, Mllhlheim a. M, Neviges, Nipve«, Osterrode, Obertshausen, Ober-Boden, Ofienbach Pausa, Pinneberg, PetcrSwaldau, Rostock, Rodenkirchen. Stuttgart, Stockum, Sossenheim, Uerdingen. Wermcls kirchen, Worms, Wildcmann, Weißkirchen, Wolfcnbllttcl. Zittau, Frankfurt a. O., Hastedt, Lauterberg, Clausthal, Hahnenklce, Limbach, Lübeck, Bremen, Winterthur. Abrechnungen ohne Geld haben eingesandt: Bocken heim, Bostedt, Bottrop, Crefeld, Herzberg, Habendorf, Lorenzhauscn, Leipzig, Münden, Neumünster, Neheim, Stettin, Wüste-Gicrsdorf. Außer diesen find bis jetzt ihren Verpflichtungen noch nicht nachgekommen: Auerbach, Aldekerk, Achim, Altenau, Bürgel, Bayenthal, Bautzen, Barmen. Birke«- dors, Bochum, Bornheim, Bonn, Cöln, Celle, Carlsruhe, Cöslin, Dreißighuben, Dietzenbach, Düsseldorf, Dessau, Elberfeld, Essen, Frankfurt a. M., Fischeln, Görlitz, Glauchau, Groß-Denkte, Güstrow, Heddernheim, Hastenrath, Hildeshcim, Heidelberg, Herford, Iserlohn, Kammerforsterhöh, Leutmannsdorf, Laulcrberg, Lengenfeld, Limburg, Löbau, Laulcnthal, Lennep, Meißen, Mcerane, Mühliroff, Merzenich, Meiderich, Neu- Isenburg. Raum- bürg, Nicdcr-Pcilau, Nieder-Boden, Oldesloe, Ottensen, Ober-Neuland, Ober- Roßbach, Oldenburg, Pieschen, Peine, Paris, Rothenditmold, Rendsburg, Rcmicheid, Röttgen, Seehausen. Schwalbach, Schloß Chemnitz, Treuen, Uetersen, Varel, Vilbel, WermSdorf, Wald, Weither, Wandsbeck, Wilster. Nachträglich sind für Monat Februar ihren Vcrpflich tungcn nachgekommen: Freiburg, Hannover, Hclmers hausen, Lämmerlpiel, Neviges, Wermelskirchen, Bremen. Ich spreche die Hoffnung aus, daß die säumigen Mitglieder binnen Kurzem noch ihre Pflicht erfüllen. Berlin, den 16. April 1870. Mit social dcmokratischem Gruß Der VereinSkassirer Wilh. Hasenclever. Hainhause» bei Offcnbach a. M., 12. April.(Neue Ausbreitung.) Auf Sonntag den 3. dss. halten einige hiesige Arbeiter eine Volksversammlung einberufen, welche zahlreich besucht war. Znm Vorsitzenden wurde Herr Lißberger ans Offcnbach, zum Schriftsührer der Unter- zeichnete gewählt. Als erster Redner erhielt das Wort Herr I. Öhlig aus Heusenstamm, derselbe sprach über die sociale Frage. Er führte au«, daß die Arbeiter all- mälig zu ihrem Klassenbewußtsein kämen, welches daraus erhellt, daß sich die Social-Demokratie immer mächtiger entfalte, und daß der Allg. deutsch. Arb.-Verein, welcher die wahre Social-Demokratie in sich vereinige, zusehends wachse. Ferner erklärte er, daß die Stellung de« vierten Stande« dem Naturgesetz zuwiderlaufe; dann erläuterte er die Entstehung des Allg. deutsch. Arb.-Vereins und bezeichnete den un« von Lassallc vorgeschriebenen Weg, den wir zu gehen haben. Dann sprach Herr Slürtz au« Offenbach in längerem Vortrage über die heulige Produktionsweise und kennzeichnete die uns gegenüberstehenden Parteien. Dann sprachen der Unterzeichnete sowie Herr Lißderger aus Offcnbach noch kräftige Worte an die Versammlung, worauf Herr Stürtz zum Einzeichnen in die Listen des Allg. deutsch. Arb.-Verein« aufforderte. Dieser Aufforderung folgte eine beträchtliche Zahl Freunde, wir haben nur noch einige Orte zu bearbeiten, dann können wi, in Wahrheit sagen: der Kreis Offenbach gehört un«. Mit social-dcmokratischem Grnß Jonas Duttien, Schriftführer. Bielefeld, 10. April.(Versammlung.) Am 28. März hatten wir da« Vergnügen, den Herrn Bolke aus Berlin hier in unser» Mauern zu haben. Die Selbst- hülfe mußte ja gepredigt werden, denn die rohen Lassal- ner G-walt halte, fragte er sich mit immer neuer Ver- wunderung, ob ein Herr aus übergroßem Vertrauen zu seinen Sclaven oder au« völliger Verachtung derselben, sein Leben jeden Tag ihnen so preis gebe, ob er gleich oft unbarmherzig gegen sie sei; aber Sylvest wäre nicht im Stande gewesen, sich durch einen Mord zu rächen. Während er seinem Herrn den Barl abnahm, ging das Gespräch zwischen diesem und Norbiac in folgender Weise sorr: Ich wollte Dir ein« schlechte Nachricht bringen, sagte der junge Gallier, und Dich um eine Gefälligkeit bitten, lieber DiadoluS. Erst die schlechte Nachricht heraus, dann wollen wir von der Gefälligkeit reden, die Du von mir erwartest. Die Langeweile vor dem Vergnügen. Ach, Freund, nur ihr Römer seid so im Stande, allen Dingen die angenehme Seite abzugcwinneu. Die Langeweile vor dem Vergnügen....! wiederholte Norbiac entzückt. Welche Barbaren sind wir plirmpen Gallier neben Euch! Nun ja, also zuerst die schlechte Nachricht! Worin besteht sie? Ich habe durch einen meiner Freunde, der aus der Mitte Gallien« kommt, erfahren, daß unser tapfere» römi sches Heer sich leider anschickt, nach Italien zurückzuhren. Du sagst unser tapfere« römisches Heer, Du besiegter Gallier? entgegnete Diabolu« lächelnd.— Das zeigt allerdings von friedfertigem Herzen. Nun, ist e« denn nicht unser tapfere« römisches Heer? unser geliebtes Heer? der Schutz unserer Sicherheit, unserer Vergnügungen? Was werden wir vielleicht erleben müssen, wenn es nach dem verderblichen Befehle des Kaiser« Octa- vlu« AugustuS wirklich au« unscrm Lande entfernt? Die Unruhen werden von neuem beginnen, die Bewohner der Milte und des Westen« Galliens, die mit Mühe im Zaume gehalten werden, erheben sich wahrscheinlich von neuem aus den Ruf ihrer verteufelten Druiden. Dann wachse» neue Häuptlinge der hundert Thälcr, neue Ambiorix, neue Drapes au« der Erde, denn jcmchr solcher wilder Bestien todt gemacht werden, um so mehr wachse nach. Die Empörung greift dann um stch, dringt bis Hierher und nun frage ich Dich, was soll au« unseren Vergnü gungcn, au» unseren lustigen Nächten, au« unser» Gela- gen werden? Beruhige Dich, Norbiac. OctaviuS AugustuS weiß wa» er thul; wenn er da« römische Heer au« dem Westen und der Mitte Galliens zurückzieht, so ist sicherlich jeder Gedanke an Aufstand bei Deinen rohen LandSlcuten er« loschen. Der große Cäsar hat sie ja auch so oft und so derb gezüchliget, daß sie ihren lächerlichen Unabhängig. keitsgedanken doch wohl endlich entsagen werden. Und, siehst Du, durch ein schweres Joch, einen spitzen Stachel, einen schweren Pflug hinter sich, wenig Schlaf und wenig Futter werden mit der Zeit auch die wildesten Stiere zahm gemacht. Mögen die Götter Dich erhören, lieber Diabolu«, aber ich bin doch noch nicht beruhiget. Du solltest nur wissen, wie weit man da« wilde Volk, da« Bi-volk, mit den unsinnigen Worten: Freiheit Gallien«! bringen kann. Ich frage Dich, womit belästiget Ihr Römer uns. seit Ihr un« besiegt habt? Macht Ihr unfern Wein sauer? Sind unsre Mädchen miudcr schön? unsere Pferde minder mulhig? unsere Anzüge minder reich? Ißt man leaner unterwühlen hier allen Boden, und d* �«rks höchste Zeit, daß ein kleiner Gegendruck auSgsi'l« g,, Aber leider halten die Herren Fortschrittler dü s'vi H, ohne den Wirth gemacht. Trotzdem die ArbeiM Zlidz, erschienen waren, um dem fremden Gaste ein vell»«j,,,| vorführen zu können, so haben wir jenen Hei lich gezeigt, was Organisation ist, denn ich hat« role ausgegeben, daß alle Parteigenossen aus de platze zu erscheinen hätten. So war es auch Bei der Vorsitzcndenwahl brach der Sturm loS ganze Burcan in unfern Händen war. Nach eir' ünsprache, worin ich das Gcbahren jener Her» lich geißelte, erhielt Herr Volke das Wort, r" weiter nicht« al« die abgedroschenen Phrasen schrititparrei vorbrachte, wurde es sehr langt plötzlich ging er auf die Gewerkvcreine über. hier nur Propaganda machen, aber da hatte er fehlt, und al» ihm erst von unserer Seite Lügengewebe vorgehalten wurde, da riß dem> n tgz Geduld, und er brach in die Worte au«:'htm funden, daß hier derselbe Geist herrscht, wie f und halte es unter meiner Würde, zu einer!«>"■ sammlung noch ein Wort zu sprechen. Nach lens zeichnenden Worten verließ er die Tribüne,» f0tt natürlich im Namen meiner Parteigenossen nai crkennung, un« mit diu Berlinern aus eil»* stellen, welche Aeußerung allgemeines Bravo lP»ig� Nachdem dem Herrn Bolke noch einige gute titu,> den Weg von uns gegeben worden waren, sch�j tich,{ Versammlung und unter den Klängen der'nn Versammlung und unter den Klängen der Jf'JJlfim zogen die Herren Fortschrittler ab. Ihre Hz � solche Niederlage erlitten zu haben, war sehr össt»zchx rend wir, un» unseres Siege« freuend, noch k keff beisammen blieben. Hoffentlich wird der Ä unsere Mauern nicht mehr betreten; wir aber? einen guten Schritt weiter gekommen und uns l z, ja£ Sieg eine Mahnung sein, unsere Principien im� h» jfl zu verbreiten, damit wir endlich einmal Zuv�' j�dc Rechte gelangen. Mit social-dcmokratischem I 3 Buckau, 12. April.(Polizei-Willktir.) Abend hatten sich die Mitglieder de« Allg. ds™.>illlg Vereins, sowie der Gewerkschaften hier nebst> lien im Saale des schwarzen Adler versamu»".? m i .........------ a Geburtstag Ferd. Lassallc's in ruhiger Wesse, �„ Trotzdem Herr Bolle zu diesem Zwecke»ur ssj-jj"Jj gemeldet, bekam er von der Behörde eine zur Abhaltung einer Versammlung; ouf fe>»'.,M-7'" wurde ihm der Bescheid: daß, wenn Reden jst'rj' t,n den, man die Versammlung auflösen würde, e« sollen die Frauen nicht durch da» sociale„ Vr<» vS# et ♦ r n n 1 i A n vS» nitro hfltf•* �-0£ steckt werden. Nachträglich wurde nun das sammlung gestrichen und dafür Arbeiter scstg'�,'J dem wir alle versammelt, bat Herr Bolle «eil ich ein Paar Worte sprechen solle; doch'J® Jft ich 5 Minuten gesprochen, und al« ich sagte!),; dcw der Mann, der den SocialiSmus für da« ij.,?Qt lich gemacht hat, da trat der Herr Kommissars;° erklärte die Versammlung im Namen de«*", 1 augelöst, forderte auch zwei Mal auf, den Sa,' groß lassen; ich sagte der Gesellschaft, sie möchte« ftl walt fügen und nach der Gaststube gehen, � h' einem Glase Bier un« unterhalten könnten, �' di wird aufgelöst und man giebt ihm den Nan»«� sa 5� lung, trotzdem kein Vorsitzender war, ohne ofle �(. B I Das begreise wer da kann; doch gerade durch„ titr � gehen von Seilen der Behörde sind die sira Einsicht gekommen, daß die Männer in olW lungen sein müssen. Bi« 12 Uhr waren mllthllch zusammen, und gingen dann mit dl%,>, j-chn Versprechen, fest an unserer Sache zu halten, �"'»e Mit social demokratischem Gruß G. 3\ I Schwerin, 10. April.(Versammlung«, and eine allgemeine Arbeiterversammlung Herrn Scheel statt. Einberufen war dieseld«- weniger gut, seit wir römische Unterthane" hängize Gallier sind? Man bezahlt allcr°.: Abgaben; aber was machen wir Herren �'_ Es ist ja nur ein Theil unseres Ueberflufr, � Fremden regieren uns, heißt es. Was scha°°,B Man genießt doch wenigstens das, was uns.�z u J' ü in Frieden. Was gewinnt man bei der Ei»V �l�sne trägt seine Haut zu Markte und wird amE»' � verkauft. Sehe ich gallische Sclaven, so c« ist Euch schon recht, Ihr dummen 3Xc"mi llhrl die FreihcitSliebe.. Mein Vater die Freiheit, diesen Traum; er verkaufte ftws«(! ließ sich unter dem Schutze der Römer hier J den Provinz Provence nieder und lebte d« � wonnig. Und statt Euere siiistcrn barbarischen Göt»� entgegnete Diabolus lachend, verehrt Ihr? iigeu Bacchus mit den grünen Reben, de« n >nk »in f > in l'N w B He I lieblichen Ganymed oder Venus, die Mutter� Siehst Du, Diabolus, ich schäme mich lier zu sein, wenn ich bedenke, daß unsere» lige Jahrhunderte hindurch so roh und dui»«' sie sie sich vor den finster» Gottheiten beug)- lehrten— zu sterben. Bei Bacchus und �, liebenswürdigen Göllern, leben, lustig 91» können und um da« lustige Leben zu lern»"' mich vor Euch, Ihr Herren Römer, fll- H Schüler. Denn Ihr beherrscht die Well duroe� unterjocht sie aber noch mehr durch da« � Ljii nun habe ich Dir die schlimme Nachricht> � obwohl ich Dein SicherhcitSgesllhl di� ich nun zu der Gefälligkeit, um die ich Di« Ein Wort, lieber Norbiac. Du bist Juniu«. Weißt Du, ob seine Tochter, die> � Sic ist todt,.. gestorben heute ftU' anbruch.. Da« fürchtete ich zu erfahren, den» v« Dein �in ss'hnd s k. A s. -'c ab '"n zu �u,o Atter lym. -iffin. hatte man kaum Hoffnung, sie zu retten. Das arme Mädchen! Eine Vestalin m als sie gewesen sein soll.... Sie erregte deshalb auch mehr Bewund. gierde, denn in Orange sind die Beftalinn Norbiac. Die Hüter des Grabe« Lydi« Nacht viel zu lhun haben. Warum? Die Zauberinneu..! Wie so?.. Weist Du denn nicht, daß sie Nw- Gräbern umher treibeu, um etwas sür ihre D lodlen Menschen zu erlangen? rwjjs '»HI Ader '»nti jj1 ur >!st 7 ko, fitt S ;** lA ni, Ich habe allerdings davon reden t-' nid Namentlich scheint die Leiche einer n, t ihre Hexereien kostbar zu sei» und da 1' sj�tt«, 1 al Abi Jungfrauen sterben, sä werden die H Lydias viele Zauberinnen zu vertreiben d MI Einer meiner Freunde. Er wird untrop t. Verlust seiner Tochter. Mögen Bacch» �zr, h.-™ beistehen I Und nun, lieber Norbiac, ag„z> s>«o fälligkeit ich Dir erzeigen kann. BeriüS. t t» � � Euer liebenswürdiaer Dichter Ovid o f,i gut. aber M»* zu gefallen r lieben geschrieben; lieben, ohne die ganz luust ii 8» Schirmer, Bevollmächtigter. i> tS*'"ttfichaftcn. Tagesordnung war die Verschmel- usgiur i Gewerkschaften, Vortrag von Herrn Schall- er dl«««Hamborg. In seinen IV-stllndigen Vortrag ''m- in>d nach, daß nur durch Eentralisation und ein«lim die Arbeitersrage gelöst werden könne, eben HeNSWd zeigte er, daß alle anderen Parteien nur den ' �0tl jE!"1*trrat� an der Arbeitersache begingen. Nach uf''wjl de« Vortrage« wurde die Verschmelzung mir auch l® allen Anwesenden begrüßt. E« waren einige rn W»aniescnd; trotz der Aufforderung de» Herrn ach e® Itr, sie sollten offen heraus treten, wagten sie e« �> Interessant war noch, als e« bekannt wurde, rtc jährliche Schallmeyer käme, ließ der Stadt- ras«««r sagen: politische Angelegenheiten dürften heute lang®«« nichi vorkommen. Er selbst stellte sich mit bei.««dern und einem Polizisten ein, aber trotz allen Ml � Lunten sie Schallmetzer doch nicht« anhaben. -elte l>n«ch allen Gesinnungsgenossen zu, hallet fest k'Jui i �tüchtig, die Sache steht hier gut! Mit social- „Ich''chem Gruß und Handschlag (M -r s'l�_ J'"8>'0n')tn Berpflichwngen an die Verein«- ««-(i' fortwährend von da oder dort beim Vereins- n fl �.nachgesucht. Aber mit Ausnahme gewisser � du««°'>■ große« Unglück oder Hungcrsnoth nn« t«gwd) erthcilt der Präsident keinen Dispcn« '«n wenn derselbe den Mitgliedern irgendwo -.s'«- berufen sich die Mitglieder an zehn andern �«Nsund wollen die gleiche Vergünstigung. Beider r«(,£■ 18 Betrages kann verlangt werden, daß derselbe * fi'. ä c." wird daher gebeten, außer in äußer- y(ti' keine DiSpcnsationsgcsuchc zu stellen. Ursendung der Karten und Statuten -a f Tage unterbrochen werden, da der Vorrath � ist. Die neue Auflage ist bereit« dem Druck " �vJwfijuirJinTE��til� 1t t>ertmnds-Theil. '""g- deutsch. Arbclterschaftt-Berband.) nwell-. i«lln Verband gehörenden GeWerk- und llcist.i-s! Arbeiterschaften. ur>««. de« Ausschusses wird andurch die Zeit le �?sfch"«bene Wahl de« Präsidium« bis zum ein« schließlich verlängert. n g«»«,'>"n 1«. April 1»70. e, u°' Für da« Präsidium: Schweitzer. -al' � z>.,- da« � �'rband«au«schuß hielt gestern, den l5.dss., estg�V j l;>>> welcher Iber die Forderungen für eine uM«?T �krike« entschieden wurde. Nach Z 9 der Sta UtU. d � louroe. Vtuly Z v ocr joch J' t"'1 Ausschuß nur dann mit einfacher Mehr- tel? bewAigcn, wenn der Strike vor Ausbruch • i«iov 1 unl> Strikendcn auch Mitglieder einer !f°**<>" K'börigcn Gewerkschaft sind. Ist hingegen d!«*V � nach Ausbruch angemeldet oder sind die «« d���kheil« nicht Mitglieder, so kann nur aus teilt™ � Z' fiinf VcrbandSmitgliedern durch Zwei- N, r litis JM' �old bewilligt werden.(§ 9, ü.) a. zur Verhandlung kamen, waren vichl .im% u�i'wtlöet oder sind bereit« unterstützt worden; all« �;Vu lehnte daher alle Forderungen ab; die urch„.'''Jtit wurde nirgends erreicht. Nur für den sit«««?.�chneiderstrike, der ordnungsmäßig an- illl?� �»dem' �«"kie eine angemessene Summe be- m JUgltich ausgesprochen wurde, daß die . A* 0, B11--,— D-.r—;.........,— d"V 1 Äth.!;11"4" kvegen ihre« Festhalten« an der '"'J'.l"erPartei die vollste Anerkennung verdienen. ..--il W»sch. Gewerkschaft»erSchneider, Knrschner nud K»dpe»»»cher. >2. April.(Siegreicher Strike.) Die in . Jig... Da ich nun weiß, lieber Dia- > sTu in dieser Kunst Meister bist, so komme | ichlachter Gallier, um Dich um Rath zu fragen verliebtk���������M��M 'e>«jj dl ium Sterben, zum Berrücklwerden, n« b Iz I«rst nieinen gemeinen Geschmack ........ zni« l«) i* 1" '' i) S5nt Gallierin vielleicht? " j| ll" Wu Bft Nr. 42 de«„Social-Demokraten" mitgetheilte Arbeitsein. stellung der Schneider erfolgte am lj. ds«. Unsere Forde- ruugen wuroen vor Ablauf der Frist nicht bewilligt, weil die Arbeitgeber an keine Einigkeit unsererscil« glaubten. Als sie aber den Ernst der Sache erkannten, beeilten sie sich, unseren Forderungen vollständig nachzukommen. Wir datten 25 Proz. Lohnerhöhung, selbstverständlich für alle Zeil verlangt, dieses sowohl, wie die Unterschrift an« Co- mite einzureichen, stieß besonder« bei Zweien auf hart- näckigen Widerstand. Einer, mit Namen Doerlgen, er- klärte, nach Pfingsten den Arbeitern„die Sonne in den Hals scheinen zu lassen", worauf die Arbeiter anderswo in Arbeit traten) der Zweite, I. Heimann, wurde eben- fall« grob, al« ihm die Forderung von seinen Arbeitern vorgelegt wurde. Nachträglich stellte er Einzeln von ihnen einen PreiS-Courant mit der Erhöhung zu und bat schließ- lich einen Arbeiter in seiner Wohnung um Verzeihung, wa« derselbe össentlich konstalirte. Wenn wir jetzt auch noch für Andere gekämft und für dieselben gesiegt haben, die an un« die Verrälhcr spielten, so hat doch dieser kurze Kampf und der errungene vollkommene Sieg un« neue Kämpfer zugeführt. Entschlossener al« je werden wir es verstehen einzutreten, wenn man an unseren Errungen- schoflen rütteln will. Heute haben wir alle die Arbeit wieder aufgenommen. Collegen aller Ort« merkt Euch die oben erwähnten Arbeitgeber und deren Benehmen, wir rufen Euch allen zu: Haltet fest im Kampfe, tretet ein in unsere Einigkeit, für Eure Menschenrechte, die man Euch nicht mehr lange vorenthalten kann. Mit Bruder- grüß Sauerdorn. Deutsche« Maler-, Lackirer-«ut Vergvlder-Gewerk. Hannober, 12. April.(Zum Strike.) Arbeiter und Kollegen Deutschland«! Unsere ArbeitSeit«cinstellung dauert fort,»nd wir glauben, wenn die deutschen Brüder un» in unserem schweren Kampfe unterstützen, werden wir gewiß zum Siege kommen, obschon die Herren Prin- zipalc sich noch hartnäckig weigern, so haben doch fünf derselben bedingungslos unterschrieben. Der Strike ist jetzt ein vollständiger zu nennen, denn alle Arbeiten liegen vollständig darnieder; e« feiern jetzt 98 Gehülsen und nur ein paar Mann, etwa 29. glauben, e« sei besser, Kriecher zu spielen und dadurch die feiernden Kollegen zu verrathen. Die Staat«hlllfe scheint den Herren Princi- palen jetzt aber recht angenehm zu sein, denn 1) haben sie sich eiligst an da» Generalkommando gewandt, um Beurlaubung der im aktiven Dienst stehenden Maler und Lackirer zur Aushülfe, 2) soll die Polizeibehörde wieder helfen; denn heute glaubte man un« schon sämmtlich vir- haften zu können. E« wurde mit einem Kollegin ange- fangen und der zweite sollte nachfolgen, weil dieselben ein paar arbeitende Kollegen aufgefordert hatten, sich dem Strike anzuschließen. Der eine Uebelthäter wurde sofort wieder frei gelassen, und den anderen hat man b!« jetzt noch nicht eingezogen; trotzdem er sich schon zweimal frei- willig gestillt hat. Kollegen und Brüder, Ihr seht, daß die StaatShülfe den Arbeitgebern vorzüglich schmeckt, nun ja, für diese Herren ist da« auch gut. aber nur nicht für Arbeiter.— Helft un« im schweren Kampse und laßt un« nicht untergehen und seid versichert, daß auch wir am Platze sind, wenn c» heißt, Arbcitcrelend zu linder«. Unterstützungen möge man senden an W. Leunig, Krcuz- straßc No. 3, 2 Treppen hoch. Mit social-demokratischem Gruß und Handschlag W. Knollmann, Bevollm. Allg. deutscher Biicker-Lerein. Berlin, 10. April.(Versammlung.) Am 7. d.M. hielten wir eine Mitgliederversammlung ab, welche ziem- lich besucht war. Es wurden die Statuten de« Allg. deutsch. UnterstützungSverbandes verlesen. Darauf hielt Herr Lübkert einen längeren Vortrag über den heutigen Zustand der Gesellschaft, die Ausbeutung der Arbeiter und über die EntWickelung der Produktion im focialisti- ichrn Staate. Derselbe erläuterlc sehr ausführlich die lachen? Wunderst Du Dich, Diabolu». Bist Du vielleicht n.''"'.Hercules, ich kümmere mich um die schöne g(«««Vi t,?r insofern, als ich den Burschen da durch- ei® �, in will, der mit dem Rasiren nie länger zu« er i ij'■ Bist Du bald fertig, Schlingel? idlb' ihr sitzet nicht einen Augenblick still, p(J Zu feinem»ebicter. Ich muß immer »ö-!-'<4 zu schneiden. r»,it h,-tf mir die Haut nur am Kinn, so geht da -s'.(( L�einttn Rücken in Stücke, sage ich Dir.- l'-'.zff t,"Orbioc, Du bist in die schöne Gallierin 4 a j5n ich auch Deinen Geschmack nicht theile, ■' lie'1 las l,0l4< denn, bei der Venu«, ihrer Schützrrin, ' birf,','n Weib sein. Aber was hindert Dich? «O sehr reich und besitzest also den goldenen � � QÜeö fiftnrf itnh hffTpn firfi h«»r rtitf* -«a,. öffnet und dessen sich der gute Jupiter iieS,,'U'>er®flnae äU gelangen. Folge seinem flll# auch diese« Beispiel beweist für die Ueber- » ai'M1«5 u®btter über die unserigen. Bei diesen uiW 1!«ld ö'ben« nach so himmlichen Lehren suchen. . i�jKli' zich � '««dt daß sie keine Buhlerin in" °Zl ell. I» C nach so himmlichen Lehren such -ne Schlüssel schafft keinen Eingang zu der Min. �uhlerin? 4t, lieber Diabolu«, .Odern? ' Unterscheidet sie sich? j,' und in jeder Hinsicht. »'t? Du, daß sobald eine berühmte Buhlerin (s kommt, die redlichen Klatschschwcstern, deren 0" gefälliger Mercur ist auch ein sehr Gott... .."'big find sie alle bi« auf Pluto und auch der Zeilen da« Vergnügen, mit den Parzen ,u eine neue Buhlerin ankommt, laufen die .'.'der zu ihr,»nd bieten ihr ihre Dienste an. II,''die Mäkler den Führern der Schiffe, die -an�lausen, ihre Anerdietungen machen. Da« a�l;. aber die schöne Gallierin hat diese Wei- ij, uichi vorgelassen, sondern sogar durch einen 'i R'...... «inen alten Eunuchen, der so grauenhaft titec'( schimpflich fortjagen lassen ave?'.« 1 Wftw?V0 an sehr beforgUch für Dich zu wer- 'ich\'i-!a°'öiac. ui>d* k>.«lle«, denn Du mußt wissen, daß ich zehn Nii-' C habe. gai-i.< Vorsicht. f' til.Gallierin bewohnt ein schöne« Hau» neben ft Meine Spione haben ihre Woh- si1-i i. ben Augen gelassen, seit ich sie im Circu« große« Aussehen machte. Da« ist wahr.... Ich war auch ta.' Also Deine Spione.... Haben einander Tag und Nacht abgelöset und mit Ausnahme zweier Dienerinnen keinen Menschen in da« Hau« hineingehen oder au» demselben herauskommen sehen. Ich weiß nicht, wie viele Tragsissel, Wagen, Reiter an ihrer Thür ankamen, aber der alle finstere Eunuch hat sie alle fortgeschickt und mochte durchaus nicht« hören. Warum kommt denn die lchönc Gallierin nach Orange? Da« fragen Alle.... vorgestern endlich al« einige junge römische Herren, welche diese« Benehmen der schönen Gallierin unverschämt fanden...., aber Du weißt die Sacke wahrscheinlich schon. Ich weiß nicht« davon. Nur weiter. Die jungen Herren kamen mit mehren Sclavcn, welche mit Beilen und Hebcbäumen verschen waren und befahlen denselben, die Thür mit Gewalt zu öffnen. Bei dem tapscrn Mars! Eine regelrechte Belagerung? Die Belagerung war so vergeblich wie etwas Andere«, denn ich weiß nicht nach welchem geheimen Einversländ- nisse schickte der Präfckt der Stadt sofort einen Ccnturio mit Soldaten, al» er von der Belagerung de« Hause« der Buhlerin gehört hatte. Und trotz dem Stande der jungen Herrn wurden zwei derselben in da« Gefängniß abgeführt. Sylvest hatte, da ihn die Erzäblnug ungemein interes- sirte, da« Rasiren so sehr al« möglich in die Länge ge- rogen; da er aber den verdacht seine« Herrn zu erregen fürchtete, wollte er sich entsernen, al« Diabolu« zu ihm sagte: Bleibe.... Dann s-tzte er, zu Norbiac gewendet, hinzu: ich befehle dem Schlingel, zu bleiben, weil er un« wohl b-hlllslich sein könnte. Wie? fragte der Gallier.... Dieser Sclave könnte? Ich werde mich sogleich näher erklären. Fahre nur fort. Sylvest blieb, eben so vergnügt al« verwundert über den Befehl seine« Herrn, in einer Ecke de» Zimmer« und Norbiac fuhr fort: Ich habe Dir kaum noch etwa« mitzutheilen, lieber Diabolu«, außer daß ich selbst dem Cerberu« entgegen- getreten bin, dem allen Verschnittenen. Ich bot ihm 500 Goldstücke, wenn er mich nur anhören wolle.... Beim Plutus! Da» nenne ich al« verständiger Mann gesprochen und besonder« gehandelt. Nun.... und hörte der Verschnittene Dich an? Er antwortete mir in einer barbarischen Sprache, die halb römisch war und.... Halb gallisch vielleicht? fragte Diabolu« spottend. Wahrscheinlich, denn ich habe Gott sei Dank da« Wenige, wa« ich von meiner Wärterin von dieser rohen Sprache lernte, fast vergessen. Ich verüand indeß so viel. um ZU wissen, daß alle meine Anerbielungen vergeblich sein würden. Wa» rathest Du mir nun, lieber Diabolu«? Ich bin nicht nur in die schöne Gallierin bereits leiden- schaftlich verliebt, der Widerstand, die Schwierigkeit reizt meine Leidenschaft noch mehr. Bedenke, da zu siegen, wo so viele gescheitert sind! � � � Da« würde Ruf geben und acht Tage lang spräche man in Orange.gewiß nur von Dir. Ich dachte denn auch gleich der mir: nur mein guter Freund Diabolu», als vollendeter Meister in der Kunst zu lieben und zu versühren, kann dir Rath ertheileu. Einrichtung der Lassallc'schen Produktivassociationen, und bewies, daß daraus sich konsequenter Weise auch die pa litische Freiheit entwickeln müsse.— Mögen doch alle Ar beiter zusammentreten und sich klar werden, daß nur im socialistischen Staate dem gcsammten Arbeitcrstande ge- Holsen werden kann. Mit social-demokratischem Gruß Merkel. Allg. deutsch. Schuhmacher-Berci». Berlin, 12. April.(Versammlung.) Am U.d.M. hielt Herr Lübkert einen l'/iistündigen Vortrag über die Ausführbarkeit de« Lassallc'schen Vorschlage«. Derselbe zeigte unter Andcrm durch praktische Beispiele, wie da- durch das ganze Ausbeutungssystem beseitigt werde. E« bethciligten sich die Herren Guhl und Aurin an der Debatte. Die Versammlung, welche mit gespannter Auf- merksamkeit dem Vortrage gefolgt war, dankte dem Red- ner herzlich. Der Bevollmächtigte. Allg. deutsch. Zimmerer- und Maurer-Verei«. Au« Hamburg berichtet Herr Voß über eine Ver- sammlung wie folgt:„Am Dienstag, den b. April, hielten wir eine geschlossene Mitgliederversammlung de« Allgem. deutsch. Maurer- und Zimmcrer-Vcrcin« ab, in welcher Herr A. Kapell aus Berlin anwesend war nnd einen mit großen Beifall aufgenommenen Vortrag hielt. Red- ner ging dann auf unfern in Ansicht stehenden Strike ein, indem er bemerkte, daß die Zeit augenblicklich schlecht znm Strike geeignet sei, wolle man etwas erreichen, so müsse man den günstigsten Augenblick dazu abwarten, dann kann man auch mit Gewißheit erwarten, daß der Strike siegreich durchgeführt werde. Redner schilderte dann gründlich die Berliner Strike« und deren Organi- ation, mit dem Bemerken, wir möchten eben so versahren, man dürfe jedoch nicht alle« an die Oessentlichkeit ziehen, sondern der Strike müsse kommen wie ein Blitz au« heiterem Himmel. Nachdem Kapell nochmal» zur Einig- keit gemahnt, forderte der Vorsitzende zur Interpellation »uf. Herr Hartwig zollte Herrn KapellseincnBcifall nnd sprach noch einige« für die Verschmelzung der Ge- werkschaflen. Herr Blöh m ann intcrpellirl Herrn Kapell über VcreinSangelegcnheiten und Herr Kapell antwortete daraus in genügender Weise, die Sache sei übrigen« aus der Generalversammlung erledigt worden. Nachdem noch die Herren Lammann, Schallmcyer, Hörig, Hart« wig, Kapell, Konrad, Braune, Blöhmann, Erbe, Ricckens und Vater gesprochen hatten, theilte Herr Vater mit, daß er eine dreimonatliche Haft zu verbüßen habe, während deren er ein provisorische« Comitö einsetzen wolle, damit der Maurer- und Zimmerer-Verein nicht darunter leide. Es wurden alsdann dazu Herr Hartwig für den Maurer- nnd Herr Schulz für den Zimmerer- Verein gewählt, während der jetzige Stellvertreter Herr Stcnelo die Geschäfte zu leiten haben wird. Die Ver 'ammlung war eine ziemlich besuchte. Allgemeiner deutscher Zimmerer-Berei». Berlin, IL. April.(Kontrakt.) Der von den Zim mermeistern den Zimmergesellen vorgelegten Kontrakt, welcher Anlaß zu der letzten Gencralversammlnug der Zimmergesellen gegeben, bringen wir hiermit zum Abdruck: „Arbeit««Kontrakt zwischen den Unterzeichneten: dem A. als Arbeitgeber, und dem B. au« H. al« Arbeitnehmer ist heule folgende« Abkommen getroffen: ß 1. Der B. tritt bei dem A. in Arbeit und verpflichtet sich. die ihm übertragenen Arbeiten willig, fleißig und sachge- maß nach der Anordnung des Arbeitgeber« oder dessen Stellvertreter« auSzusühren.— 8 2. Der A. verpflichtet sich, an jedem Sonnabend dem B. den Lohn für die in der Woche gearbeitete Zeit baar zu zahlen, und zwar: für Tagcsarbeit pro Arbeitsstunde 2 Sgr. M/n Pf.— 2 Sgr. llVn Pf.— 3 Sgr. M/n Pf. Die Arbeitszeit, im Sommer von 6 Uhr früh bis 7 Uhr Abend« mit ll Stunden Arbeit wird hierbei ortsüblich innegehalten(also pro Tag 1 Thlr., 1 Thlr. 2-/- Sgr. und 1 Thlr. S Sgr.) Im Frühjahr, Herbst und Winter ist die Zahl der Ar- beirsftunden, da sie von Lokal- und Wiltcrungsverhält- nissen abhängt, zwischen beiden Theilen zu vereinbaren. Für eine Arbeitsstunde außer der vorstehend bezeichneten ArdeitSzcit werden— Sgr bezahlt. Accord- und Sonn- lagsarbeilcn werden nach besonderer Vereinbarung für jeden einzelnen Fall bezahlt. In der Arbeitszeit von 6—7 Uhr hört am Sonnabend, wegen der Löhnung, die Arbeil um 6 Uhr Abends, und an den Tagen vor den großen Feiertagen, Ostern, Pfingsten, Weihnachten um 4 Uhr auf. Die Stunden bis zum Feierabend werden als Arbeitsstunden berechnet und bezahlt.—§ 3. Der Arbeitnehmer hat sich über seine Befähigung auszuweisen. Ohne solchen Nachweis werden Arbeitnehmer nicht be- schöftigt.—§ 4. Das Arbcitsverhältniß zwischen dem Arbeitgeber nnd dem Arbeitnehmer kann an jedem Sonn- abend durch mündliche Erklärung bei der Löhnung auf- gelöst werden. Geschieht die« von keiner Sekie, so ist der Vertrag wiederum bi« zum nächsten Sonnabend als ge- schloffen anzusehen.— 8 5. Vor Ablauf der vertrag«. mäßigen Arbeitszeit kann das Arbcitsverhältniß nach 5_111 und§ l 12 der Gewcrbe-Ordnung von beiden Seiten gelöst werden; aber auch in dem Falle, wenn der Arbeitgeber dem Arbcilnihmer wegen Geschäsisstockungen oder WitterungSverhältnisse nicht weiter bcschäfngcn kann. Die Löhnung erfolgt im letzieren Falle b-i der Entlassung. 8 6. In streitigen Fällen, wenn keine Einigung erzielt wild, entscheidet das nach der. Gewerbe-Ordnung einge- setzte Giwcrbe-Schicdsgcricht. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. Name des Arbeitgeber«:-- Name des Arbeitnehmer«:--" Mein lieber Norbiac, bringe heute Abend der Venu« zwei Paar Tauben von ciselirtem Gold zum Opfer... Die Priester der guten Göttin ziehen die goldenen Tauben den gefiederten vor. Ein Opfer der Venu«? Warum? Damit sie Dich beschütze. Erkläre Dich. Diabolu« gebot nun Sylvest näher zu kommen. Der Sclav gehorchte und der Herr fuhr fort: Lieber Norbiac, siehe Dir einmal den Burschen da an. Den Sclaven? Deinen Diener? Ja, betrachte ihn aufmerksam. Treibst Du Scherz? Beim Hercules, nein. Findest Du nicht eine gewisse, undeutliche Achnlichkeit... wie etwa zwischen einer Gan« und einem Schwane? Eine Achnlichkeit mit welchen Schwane? Mit der schönen Gallierin, Deiner Flamme? Du spottest! Ich spotte nicht. Denke Dir auf diesen geschorenen Kopf blonde« Haar; denke Dir statt de« von der Sonne verbrannten Gesicht« eine Farbe von Lilien und Rosen. Ich hatte den Sclaven allerdings nicht aufmerksam betrachtet, sagte Norbiac mit einem forschenden Blicke auf Sylvest Wenn et blond ist, so hat er wirklich wie die schöne Gallierin— eine Seltenheit!— schwarze Augen. Ja, je mehr man ihn betrachtet, um so deutlicher finde ich allerdings eine gewisse Achnlichkeit. Da« kommt wohl daher, daß er nicht ganz denselben Voter hat wie seine Schwester, entgegnete Diabolu« lam auflachend. Sylvest fühlte, daß er in diesem Austcnblickc seinen Herrn vielleicht ermordet hätte, wenn er ihn unter dem Rastemesser gehabt hätte., Die Züge der Mutter, fuhr Diabolu« fort, sind indeß hinreichend vertreten, io daß Du in diesem Sclaven den Bruder der schönen Gallierin erkennen kannst. Ihr Bruder? dieser Sclav? Er und Deine Schöne wurden vor etwa achtzehn Jahren, nach der Schlacht bei Banne«, al« Kinder verkaust. Er hat mir so eben die Geschichte erzählt. Nicht wahr, Galgenstrick? So ist e«, Herr, antwortete Sylvest, der zu träumen glaubte, denn er konnte die Absicht seine« Herrn nicht crrathen. War doch Diabolu« selbst in die schöne Galliern verliebt und trotz dem schien er seinem Nebenbuhler Nor- biac entgegen zu kommen!(Fortsetzung folgt.) Eine Fliege im Kaffee. E« ist eine traurige Geschichte, deren Schauplatz da« Dörfchen Rzepora in der Nähe Prag« am 10. Dccem- der v. I. war. Spät am Nachmittage, e« dunkelte be- reit« und die Schneeflocken fielen dicht hernieder, fuhr der Milchhändler Wenzel Ruß aus seinem Karren in das Dorf, von seinem Weibe und dessen Oheim, dem alten Schuhmacher Wenzel Novak, schon längst erwartet. Der Mann schüttelt die erfrorenen Glieder und läßt sich in der geheizten Stube mit warmeni Kaffee bedienen. Der Mann schüttelt die erfrorenen Glieder und läßt sich in der geheizten Stube mit warmen Kaffee bedienen. Da findet er obenauf eine Fliege zappeln, die mit ihren durchnäßten * Der Reichstagöabgeordnete Harkort cheint sich an der socialen Frage die Finger noch nicht genugsam verbrannt zu haben—„Alter schützt vor Thor- heit nicht" und so ist er, wie der Berliner sagt, noch einmal„hineingefallen". Wir drucken zunächst den Arti- kel de« Herrn Harkorl ab: „Der natürliche Wunsch eines Jeden ist, seine Lage zu verbessern, allein die desfallstgen Bestrebungen dürfen da» Gemeinwohl nicht schädigen, anstatt zu fördern. Der wahre Freund der Ai beiter soll nicht Schmeichler dersel- ben sein, sondern auch warnen, wenn die Foiderungca unerreichbar, oder, im Vcrhältniß zu den Mitteln, über» trieben sind. Es ist verdienstlicher da« Volk zu belehren, al« einen blinden Haufen aufzureizen. Die Ardeiter düisen nicht vergessen, daß in neuerer Zeit von Seilen de« Bllrjjerthiims de«— angefeindeten Capiial«— un« gemein viel für sie geschehen ist. Undank schreckt ab vor der Nachfolge. Nur einige Vermächtnisse und Stistun- gen im Vaierlande nenne ich. Diergardt in Viersen 1/% Million Thlr., de Greiff und seine edle Erbin Frau Ryodiu« in Trescld mir ähnlichen Summen, Moritz Reichenheim 200,600 Thlr., Richartz in Köln den Bau des Museum« nnd 100,000 Thlr. für die polytechnische Schule, Lautz in Trier 12.000 Thlr. für nothleidcnde Handwerker, Fräul.i» Overhoss in Iserlohn mit circa 100,000 Thlr.' für da« Waisenhaus, Frau Kcrksig iu Lüdenscheid 15,000 Thlr. für das Krankenhaus, Frau Gente in Bielefeld 1000 Thlr. für Erwerbsunsähige, Funcke in Hagen 12,000 Thlr. süc eine Handwerker- Ichulc, Erben Färber in Gera 10,000 Thlr. für die Ausbildung der Söhne armer Handwerker, Bruhm 1000 Thlr. für die Schulbibliolhekcn, Barth in Güter«- loh 60,000 Thlr., und so viele Wohlthäter in jüngster Zeit. Die Industriellen führten Kranken- und Invaliden- lassen ein. förderten die Consum- und andere Vereine. Die Gemeinden üvernahmcn die Garantie der Spar» lassen, die eine Geldmacht der Arbeiter geworden sind; viele erließen bereits das Schulgeld. Klein-Kinder-Ver- wahranstaltcn, Bildungsvercine, Asyle für Obdachlose, Arbeiter-Wohnungen, Volksküchen, Krankenhäuser und Gcwerbevercine wurden gegründet, öffentliche Vorträge Flügeln vergebliche Anstrengungen macht, der heißen Flüs« sigkcit-u entkommen. Unwirsch darüber, stößt der Mann den Kaffec bei Seite, schneidet sih ein Stück Brod ab und begiebt sich in« Wirthshans, dem Schmollwinkel der sich gekränkt fühlenden Ehemänner. Die junge Frau hat unterdessen, um ihren Ha»«- tyranncn zu begütigen, Fleisch zubereitet und sllhrt ihn mit schmeichelnden Worten aus dem Wirlhshausc heim. Während er mit seinem Schnappmesser das Fleisch tranchirt, entfallen ihm noch einige Worte de« Unmuths, es ist das letzte Grollen de« verhallenden Donner«. Da tritt der Oheim in die Stube und ruft darsch:„Sei still, sonst wirst Du hinausgeworfen!" Dieser Ausspruch gab Anlaß zu erneuerten Wuth- ausbrüchen. Der junge Mensch warf sich mit geöffnetem Meyer auf den Alten, drückte ihn zur Thüre auf den Dorfplatz hinaus und ließ ihn dort ohnmächtig zusammen- sinken. Eine Stunde später war der betagte Oheim eine Leiche, und der Neffe, der bestürzt über Da«, wa« er ge- than, wehklagend an der Leiche sich niedergeworfen hatte, wurde in Begleitung der Dorfbewohner nach Prag vor den Untersuchungsrichter geführt.» Neulich fand gegen ihn unter Leitung de« Landes- gcrichtsralhes Wawra die Schlußverhandlung statt. Staat«. anwalt Dobel vcrklaate und Hr. Mcznik vcrlheidigtc ihn Die Beschuldigung lautete auf da« Verbrechen de« Todt- schlag«, denn Wenzel Novak waren mit dem Messer die Lunge und Schlagader durchschnitten worden. Es macht einen seltsamen Eindruck, wie der Mann, dessen Körpcrforincn athletcnartig sind, und dessen Gesichts- züge Wildheit und Brutalität verrathen, vor dem Gcrichl«- Hof in Thräncn ausbricht und, al« beim Zcugcnauftuf sein Weib nnd die Wittwe de« gelödtetcu Oheim« in den Saal treten, er aufspringt nnd mit leidenschaftlicher Gluti) sie umarmt und mit heißen Küssen bedeckt. E« beginnen nun alle Dreh laut zu schluchzen, nnd dem Gerichtshof wie dem Audilorium wird ganz weich- müthig bei der Sache. Und so wird fortgeweint während der Dauer des Verhandlungstages. „O hättest Du doch lieber mich, al« meinen Mann erschlagen," ruft die Frau de« Verstorbenen,„ich hätte c« viel eher verdient, als er, denn ich bin'« ja stets gewesen, die Dich gereizt hat, und ich war es ja auch, welche die Fliege in den Kaffee hat hineinfallen lassen!"„Nicht Euch," sagt die junge Gattin de« Beklagten weinend, „hätte er umbringen sollen, sondern mich, weil ich hätte die Fliege, die Ihr habt hineinfallen lassen, herauswerfen sollen!" und der Beklagte schreit dazwischen:„Nicht doch, nur die Fliege, sonst Niemand hätte getödtet werden werden sollen. Aber weiß der Himmel, wie der Oheim so gerade in'« Messer gerannt ist, ich wollte ihm, da» kann ich beschwören, nicht wehe thun!" —(Ein jugendlicher Todtschlägcr.) Am ver- gangenen Miilwoch Abend wurde ein Gymnasiast im Alter von 11 Jahren, au« Brilon gebürtig, in Arnsberg zum Untersuchung«- Arrest eingebracht. Derselbe ist an- geklagt, einen Mitschüler im Alter von 9 Jahren bei einem Streite so unglücklich auf den Kops geschlagen zu haben, daß letzterer sofort seinen Geist aufgegeben. »«rben gehalten und uneigennützige Männer und Frauen de« Bü gerihumS widmen sich dir Verwaltung und Aus- ficht Zum Danke rufen die Socialisten:„das Capital beutet die Arbeit au«!" al« ob eine Lampe ohne Oel brennen könnte! Auch der Staat schritt vor mit den Gesetzen über das LoalilionSrecht, da» Postwescn, die treijllzigkrit, die Gewerbeordnung, Beschlagnahme der ohne, Schutz der jugendlichen Arbeiter und gegen Lohn- Zahlung in Maaren, Wechsclsähigkeit, Bildung der Knapp- schasten der Bergleute; Fabrikschnlen, 26 Provinsial- Gewerbeschulen, 3 höhere Webschulen, Ackcrbauschulcn ikl segensreicher Thätigkcit. Die Geschichte bietet kein Bei- spiel ähnlicher Fortschritte in einem so kurzen Zeiträume im Interesse der Ardeilerl Nom ist nicht in einem Toge «baut; größere Freiheit fordert höhere Bildung. Die Mittel sind geboten, mögen die Arbeiter sich derselben bedienen, um Arbeit und Intelligenz zu verbinden. Die Trunksucht, die häufigen groben Verbr-chcn, der Krieg mit Messern, Mord und Todtschlag, Beschädigung des Eigenthums sind leider in manchen Gegenden Zeichen einer Rohhcit, die unverträglich ist mit wahrer Bolkdbil- dung; dahin gehören auch die Tumulte bei öffentlichen Versammlungen, die Böllen! des blauen MortagS. Bor allen Dingen müssen die Arbeiterklassen sich klar machen über ihre Gtellung unter sich und der Concurrenz des Auslandes gegenüber, der Mangel an dieser Einsicht treibt sie zu zunflmäßizen Forderungen in Bezug aus Arbeitszeit, höhere Löhne u. s. w. Hier eine Uebcrsichl der verschiedenen Hauptllasscn. Selbstthätig sind in der Landwirihschast 4,105,006. Diese Gruppe liefert den Ersatz für alle übrigen Gewerbe; weder Lohn noch Ar- beilSteil sind zu bestimmen. Die Dienstboten folgen mit 4,053,000, Dienerschaften 24,000, der Handel 290,000, der Frachtverkehr 1.32,000, die Wirlhschaflen 113,000, Fischerei und Marine 64000, Forsten 35,000, zusam- mcn 1,711,000. Auch bei diesen Gruppen sind Zeit und Löhne nicht festzustellen: deren Gesammtzahl beträgt also 5,816,000. Diesen gegenüber steht die unruhige Mi« tiorilät, darunter die Berg- und Hüttenarbeiter mit AI, 500, hier kann die Arbeitszeit geregelt werden, allein die Löhne bestimmt da« Gedinge und dieses hängt nicht allein von der Concurrenz im Jnlande, sondern auch de« Auslandes, England und Belgien ab. Die Walzer und Puddler arbeiten in Accord bei 12slündigcr Schicht, 8 Stunden würden da« Verdienst verringern und 33 j Prozent mehr Mannschaften erfordern. Da« Ausland bestimmt die Preise von Roh- und Schmiede- eisen. Fabrikmcistcr, Arbeiter, Lehrlinge, Handwerks« gesellen und Gchülsen bilden die Zahl von 1,168,000 Köpfen. Die Grob- und Kleinschmicdc auf dem Lande können sich ebenso wenig an Zeilbestimmung und Löhne binde». Dasselbe gilt von allen Gewerlcn, die im Hause Stückarbeiten betreiben. So mögen vielleicht 600,000 Mann übrig bleiben, die der Gcsammtzahl der 8>/2 Millionen Selbstthätigen aller Klassen gegenüber stehen und die Art und Weise ihres Auftretens ist nicht ge- eignet, das Vertrauen in industrielle Unternehmungen zu stärken und die allgemeine Wohlfahrt zu heben. Diese Minorität, welche die lautesten Ansprüche macht, ist nur schwer zu organisircn in Bezug auf die Arbeitszeit und Lohn, wegen Verschiedenheit der Beschäftigungen und Leistungen der guten und schlechten Arbeiter und Eon« rurrcnz des Auslandes. Gesetzt, höhere Löhne würden «trotzt, als wie der allgemeine Arbeitsmarkt im Lande es erlaubt, welches wären die Folgen? Ein geringerer Verbrauch der vertheucrlcn Fabrikate, Zufuhren aus dem Auslande nicht allein, sondern auch aus den Staaten jenseits de« Main« und Luxemburg mit fast 9 Millionen Seelen. Die Unternehmer verringerten die Fabrikation oder wanderten über die Grenzen, die Arbeiter und Lehrlinge der weniger begünstigten Klassen drängten sich ein, neue Maschinen und Frauenarbeit träten ebenfalls in Concurrenz, um das Gleichgewicht herzustellen. Die Majorität würde durch die, gleichsam zünftige Minorität ausgebeutet. Zum Beispiel: zu hohe Löhne der Bau- arbcilcr steigerten die Baukosten, als Folgen höhere Micthen für Alle, Verminderung der Baulust, Steige« rnng der WohnungSnoth. Das einzelne Gewerbe darf nicht vergessen, daß eS nur ein Glied der großen Arbci- tcrkctte ist, und die gute» und schlimmen Conjuncturen diesseits und jenseits des Meeres wechseln wie Regen und Sonnenschein! Für die meisten unserer Leser spricht dieser Artikel für sich selbst und wir würden demselben auch keine so große Aufmerksamkeit schenken, wenn nicht gerade der Kreiö Hagen, für welchen der Artikel vorziigswcisc berech- net ist, ein in industrieller Beziehung so hochbcdeutender wäre. Dann aber auch regen sich unsere Parteigenossen neuerdings in jenem Kreise mit einer Rührigkeit, die er- kennen läßt, daß der Kampf gegen das Capital mit aller Kraft geführt wird. Und so fühlen wir uns veranlaßt, in der nächsten Nummer dem vorstehenden Artikel eine eingehendere Besprechung zu widmen. Vermischtes. —(Weiberverkauf in England.) Wenn die An- ficht der Frauzosen, daß der Weiberverkauf in früheren Zeiten eine der Grundlagen dcS englischen StaatslcbcnS gebildet habe, auch unrichtig genannt werden muß, an einem Anlaß für deren Verbreitung hat es, wie erklär- lich, nicht gefehlt, und in der That weist die Geschichte selbst noch in der allerneuefien Zeit eine Reihe von Fällen aus, wo der Ehegatte seine„bessere Hälfte" an einen dritten um schnöden Mammonswerth verkaufte. Solche Fälle spielen allerdings sämmtlich in den untersten, od« doch den ungebildetsten Klassen, in welchen wirklich noch stellenweise die Ansicht verbreitet war, man könne sich seine« Weibe« entledigen, indem man sie an einem Halfter- strick aus den Marktplatz führe und sie an den Meistbic- tenden versteigere. In den meisten Fällen dieser Art, welche sich au« diesem Jahrhundert constatiren lassen, war die Vnsteigerung eine bloße Form, welche beobachtet wurde, um dem Gewissen genug zu thun, während in Wirklichkeit sich Mann, Frau und Käufer bereits über Alles im Voraus geeinigt hatten. So machte im Jahre 1544 ein in Slamorganshire wohnender Arbeiter, welcher mit seiner Frau ein sehr unglückliches Leben führte, au«- findig, daß diese sich für ihren häuslichen Kummer iu der Zuneigung eines Nachbars zu trösten suchte. Er trat mit'seinem Nebenbuhler in Unterhandlung und willigte ein, ihm die Ursache seine« häuslichen Unfriedens zu über- lassen. Am kommenden Sonnabend erschien unser Ar- beiter mit seiner Frau, die ein neues schwarzes Kleid und eiue weiße Haube anhatte, auf dem Markte, händigte sie dem Ansteig«« gegen Zahlung einer halben Krone (25 Sgr.) aus. und letzterer führte sie nicht allein am Halfter in feine Häuslichkeit ein, sondern soll auch in späteren Jahren noch einmal über das Andere bethcuert haben, nie einen so billigen und so guten Handel abge- schloffen ZU haben. Eineiig besseren Preis erzielte Anno 1363 ein Arbeiter in' ____... den Eisenwirken von Cyfarthfa für seine ehelichen Rechte, indem er selbige einem Mitarbeiter für 2 Pfd. Sterl. 10 S. und 10 S. zum gcmcinschaft- lichen Vertrinken abgetreten hatte. Das Verkaufsobject schien sich ob des Handels gar sehr zu ergötzen, sah zu, daß sie von dem Bier ihren gehörigen Theil bekam, und folgte dann dem neuen Herrn mit bcwundernSwerthcr Willigkeit.— Daß Frauen«S je bereut hätten, sich ha- ben verschachern zu lassen, ist in der Geschichte nicht Uber- liefert, daß aber die verlassenen Gatten ihre« Stroh- «ittwerstande» überdrüssig wurden, scheint mehrfach vor« gekommen zu.sein. In einem Falle war der Kummer erklärlich genug: ein Ehemüder hatte sich um eine halbe Guinee und zwei Maß Bier von seinem„andern Ich" gelrennt und mußte ein paar Wochen darauf zu seinem Entsetzen hören, wie da» andere, nicht aber da» eigene Ich ein Sümmchen von 200 Psd. Sterl. von einem vcr- storbencn Verwandten ererbt hatte. Eine andere Ge- schichte, die indessen noch inS vorige Jahrhundert gehört (1766), ist allerdings trauriger. Ein Zimmermann, der seine Frau verkauft Halle, machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende, als diese sich weigerte, an seinen reumüthigen Busen zurückzukehren. � Wie bei anderen Geschäften, scheint es sich auch hier zuweilen ereignet zu haben, daß der Verkäufer seine Waare lo« wurde, ohne den Kaufpreis erhalten zu können. S» gewann erst vor wenigen Jahren ein in Ditlisham (am User de« Dart) wohnender, ziemlich vermögender Junggeselle die Frau eine« seiner Nachbarn übergebührlich lieb, und letzlerer erklärte sich nach langen Unterhandlun- gen damit einverstanden, daß erster« sein Weib für fünf- zig Pfund heimführen und deren Kind noch in den Kauf kriegen solle. Das neue Pärchen trat die Hochzeitsreise baldigst an, aber der verlassene Gatte merkte zu seinem Schmerz, daß die Beiden sich kein Rctiurbillel genommen hatten, und daß er um seine fünfzig Pfund gekommen war. Alles das sind, wie man sieht, Fälle, wo dcr Han- drl von vorne herein abgeschlossen war, und die Auktion nur scheinbar, meist in aller Stille vorgenommen wurde, um die Scheidung gewissermaßen zu einer gesetzlichen zu machen. Es sind allerdings auch solche Fälle verzeichnet, wo Frauen von ihren Männern wirklich an den Meist- bietenden losgeschlagen wurden; aber da hier die Ccre- monie im Voraus bekannt gemacht werden mußte, um Bieter anzulocken, ging es kaum einmal ohne Zeichen der Mißbilligung von Seiten de« versammelten Publikums ab, und mehr als tinmal wurden die Vorgänge geradezu ver citelt. So schleppte im Jahre 1803 ein gewisser Smith seine Frau von Ferrybridgc nach Pontresact, eine Strecke von 20 Meilen, und bot sie zum Verkaufe aus. Das Angebot war nicht sehr lebhast, und die Acrmste wurde zu 11 Sch. einem Unbekannten zugeschlagen, welcher sie unter einem dichten Hagel von Schneeballen und Unrath am Halst« von dannen führte. Ans dem Markte von Hull bot ein gewisser Galhorp am ValentinStage 1806 seine Frau um die Mittagsstunde zum Verkaufe an«, aber die Menge zwang ihn, unverrichtcter Dinge wieder abzu- ziehen. Aufgeschoben war aber nicht ausgehoben; am Abende brachte er sein Weibchen wieder auf den Markt und schlug sie au einen ehemaligen Micthmann loS. Ein ähnlicher Fall ereignete sich am 26. November 1858, wo -iu Mann, Namens Hartley Thomson in Liltle Horford, bei Bradford seine Frau durch den Büttel halle zum Verkauf„auSschcllen" lassen. Um die Mittagsstunde wurde sie, mit einem Halfter um den Hals und mit Bäw dein geschmückt aus den Marktplatz geführt; dort aber hatte sich eine ungeheure Volksmenge eingefunden, welche die Versteigerung au« Mitleid für die junge hübsche Frau gar nicht zu Stande kommen ließ, und den Ehemann recht weidlich durchprügelte. Diese Beispiele genügen voll ständig für den Beweis, daß selbst in den uiitcren Klassen der Glaube niemals verbreitet war, ein Mann könne sich seiner Gattin durch öffentliche Versteigerung rechtlich entledigen. *(Die bürgerliche Demokratie), auch Eise nacher Volkspartei, möchte so gern für social-dcmokratisch gelten, und dabei sieht doch der Bourgeois- Philister zu allen Ecken und Enden heraus. So bringt ein Blatt dieser Partei, da« Herr Liebknecht redigirt, die Versichc rnng, der Präsident de« Allg. deutsch. Arb.-Vereins sei wegen 2000 Thlr. verklagt worden und habe d»n Man! festationscid geschworen. Daß dir« gelogen ist, wissen un serc Leser bereit«; der Vercinspräsidcnt ist nicht verklagt worden und hat keinen ManisestationSeid geschworen, ja c« hat Niemand mit ihm auch nur einen Prozeß in Geld fachen, was alles bei den Berliner Gerichten durch einen einzigen Gang zu«fahren ist. Aber nicht das Lügen hafte der Notiz ist es, waß unS interessirt; wir hätte» viel zu thun, wenn wir alle Lügen beachten wollten. Nein da« Komische ist, daß mit jener Notiz eine Schande über den Vereinspräsidenten gebracht werden soll. Welche S« cialisten! Wie der Geldphilister, der Bourgeois bei diesen neumodischen Social- Demokraten zum Borschein kommt. Es soll eine Schande sein, wenn Einer kein Geld hat. O SocialismuS der bürgerlichen Demokratie, wie schön bist du! —(Dr. Strausberg) wird der Stadt Berlin, so meldet die„Tribüne", auch billige Arbeiterwohnungcn schaffen. Wenigsten« wird erzählt, daß er Auftrag er theilt habe, in verschiedenen Stadtgegenden, in welchen der Baugrund noch zu mäßigen Preisen zu haben ist, Ermittelungen anzustellen, um Häuser, die sich zu kleinen Wohnungen einrichten oder umbauen lassen, anzukaufen. Wir wissen nicht, bis zu welchem Grade der Reife der Plan gediehen ist, auch nicht, ob es sich um ein persönliches oder um ein Aktienunternehmen handelt.— Wir wollen erst abwarten, was wirklich geschieht, ehe wir uns ein weiteres Wort über die Sache selbst erlauben.— Möglicherweise will er die Goldfischchcnscene, die in seinem Palast passirt ist, wieder gut zu machen suchen. —(Der Strike der Braugeh ülsen) in der Zacherl'schen Brauerei zu München, wobei es sich um eine Erhöhung des Lohne« für eine sogenannte Uebersud von 15 aus 18 kr. handelte, wurde alsbald durch Gewährung der Forderung beigelegt. —(ZweiArbeiterinnen ertrunken.) Am 6. April wollten drei Fabrikarlkeiterinnen, welche in der Friedrichs. thaler Fabrik in Bensen arbeiten, nach der Feierstunde denPolzcnfluß auf jenen Langhölzern überschreiten, welche für die Kommunikation der beim Brückenbau beschäftigten Zimmerleute gelegt sind, um schneller in ihre Nachtherbcrge zu gelangen. Da» hoch angeschwollene Wasser und die Bewegung de», einen gefährlichen Steg bildenden, Lang Holzes wurde den 15 bis 20 Jahre alten Mädchen ver derblich; sie fielen in» Wasser und wurden die zwei älte rcn todt, die jüngere wohl lebend, aber durch die Gewalt und den Anprall de« Wass«» am Felsgestein fürchterlich zerschlagen, au« dem Wasser gezogen. —(Zwei Arbeiter erdrückt.) In Triest ereignete sich am vergangenen Dienstag auf der Werfte S. Lorenzo bei Servola(Eigeithum der Firma Bilaffer) der Unfall, daß da« Schiff„Ortensia", welches zum Zwecke der Aus« besserung aus's Trockene gezogen worden, sich losriß und zwei Arbeiter buchstäblich zerquetschte. —(Zu der Vergiftung tu Schlöglmühl) in einer Papierfabrik, worüber wir seiner Zeit auch bcrich. tetcn, ist noch nachzutrazen, daß bei»er eingetretenen Untersuchung sich herausgestellt hat, daß noch zehn Ar beiterinnen mehr, als zuerst gemeldet worden ist, bei jener Vergiftung durch Lumpen zum Opfer gefallen sind. —(Schwindel.) Au« Brüssel schreibt mau:„Die große Mähr de« Tage« ist die Flucht eines Mitgliedes der zweiten Kammer, da» mit seiner Maitresse sich am 11. ds«. aus dem Staube gemacht hat und ein Deficit von ungefähr 800,000 Frc». zurückläßt. Der leichtfertige Herr ist schon ein starker Fünfziger, Familienvater, und hatte ziemlich großen Einfluß in der ministeriellen Partei." —(Sigenthümlicher Wahnsinn.) Der junge Pester Arzr Dr. I. wurde vor einigen Tagen eigenthllm- lich überrascht. Er saß in seinem Zimmer, als sich Plötz- lich die Thürc öffnete und eine schöne junge Dame ein- trat. Der Arzt stand höflich aus und fragte, womit er dienen könne.„Ich bitte, Herr Doktor, geben Sie mir ein Zeugniß, daß ich wahnsinnig bin!" lautete die ver- blüff-nde Antwort. Der Arzt bat um Vergebung, allein mit einem solchen könne er nicht dienen.„Nun, dann werde ich warten", sagte vre Dame und nahm Platz auf dem Kanapee. Der Arzt bittet nach einiger Zeit um Er« laubniß, erst zu Abend zu essen. Die Dame ge- staltet eS, bleibt aber. In der Hoffnung, daß sich die Fremde bis Mitternacht gewiß aus seinem Zimmer ent« sernt haben werde, kommt der Arzt erst spät nach Hause. Allein die schöne junge Dame hat sich nicht entfernt, son- dern vielmehr sein einziges Bett eingenommen.„Mein Fräulein, Sie sind noch immer hier?"——„Und ich werde hier bleiben, bis Sie mir ein Zeugniß geben, daß ich verrückt bin." Der Arzt verläßt wieder das Zimmer, de« anderen Tages ab« begab er sich zu den Ellern des Mädchens, welche ihr Kind nach Hause nahmen. Von diesen erfuhr»er Doktor, daß da« schöne Mädchen schon zweimal wahnsinnig gewesen war. —(Ermardung eine« Pfarrer».) Au« dem süd- liche Böhmen wird dem„Vaterland" geschrieben:„In der Nacht aus den 4. dss. llberficlen mehrere vermummte Kerle den Pfarrer in Bessenitz, Franz Trumpf, in seinem Schlafzimmer, beraubten ihn seiner unbedeutenden Bar- schast und schlugen dem vom Schlafe Erwachten mit einem spitzigen Werkzeuge so schauerliche Wunden in Kopf und Schläfe, daß er Morgen« darauf, mit den Stcrbisakra- mentcn versehen, unter großem Schmerz seinen Geist aus' gab; Wie diese Räuber in den einsam gelegenen Pfarr hos sich eingeschlichen, ist unbekannt. Einer von ihnen stand am Gange vor dem Schlafzimmer de« Pfarrers mit einem Knittel bewaffnet als Wache, zwang die Wirth« schafierin durch Schimpf und Drohungen zur Ruhe, während die anderen im Zimmer deS Pfarrer« ihr blutiges Handwerk übten. Stur die Dienstmagd ist unter Lebensgefahr entsprungen und lief, um Hülfe schreiend, in das abseits gelegene Dorf. Bevor aber die Männer dcS Dorfes sich zusammenmachteu, waren die Räuber davon. Diese Mordthat macht in der ganzen Umgegend großes Aussehen. —(Ein Bild des Geize?.) Vor einigen Tagen starb in Kroneuberg eine alte 70jähr. kinderlose Wittwe, die seit langen Jahren aus eine kümmerliche Weise ihr Leben fristete und aus Gemeindemittcln unterhalten wurde. Dieselbe war jedoch ein autgeprägteS Bild de» Geize« und der Habsucht, denn nach ihrem Tode fand man nicht nur in einer Kiste eine Baarschaft von 83 Thlr., sondern auch verschiedene Sparkassenbüchelchen, nach denen während eines Zeitraumes von 30 Jahren die Summe von 1400 Thlr. in die Sparkasse von Elberfeld deponirt war. Rechnet man dazu die Zinse», welche in dieser ganzen Zeit nicht erhoben sind, so hat diese vor oller Well so arm geschienene Frau»in Vermögen von über 3000 Thlr. hinterlassen. W —(Gefecht auf dem Powidzer See.) Am 1. ds«. M. hatten die Fischer des kleinen Städtchens Prowidz in Posen sogenannte Wuhnen in das noch sehr feste Ei? des dortigen sehr großen See«, welcher die Grenze zwischen Preußen und Polen bildet) gehauen, um mit dem großen Netze, welches Eigenthum sämmtlicher dortiger Fischer ist und beiläufig die hübsche Summe von 1000 Thlr. kostet, zu fischen. Mehrere Züge, welche nicht recht ergiebig aus fielen, veranlaßten sie, weiter nördlich, gegenüber dem russi schcn Dorfe Cernica, ihr Glück zu versuchen. Im Begriff, den Zug auf der iibrigcns tiefsten Stelle des Sees auszuführen, siel ein Schuß, abgefeuert von einem russischen Grenzsoldaten, und im nächsten Augenblicke stürzte eine große Anzahl Vaucrn und Weiber aus dem russischen Cernica, mit Knüppeln, Säcken rcsp. Körben versehen, auf die nichts ahnenden Fischer, ihnen die Zugleinen des Netzes zu entreißen, um sich in den Bcsib des zu erlvartendcn Fanges zu setzen. Jndcß nnsere Fischer ließen sich, ob- gleich die Bauern ihnen dreifach an Zahl überlegen waren, nicht so leicht in Flucht schlagen, und es entstand ein furchtbares Handgemenge, bei welchem die Bauern, da unsere Fischer Verstärkung von Prowidz erhielten, ohne Fische und mit blutigen Köpfen den glatten Kampfplatz schleunigst verließen. Doch auch unsere Fischer hatten, um da« theurc Netz zu retten, beim ersten Angriff die Zug leinen des Netze? durchschnitten und kamen so um die gc hoffte Ernte. Das Oietz befindet sich noch in der Tiefe des See« und dürfte die Wiedererlangung desselben den Fischern noch viele Arbeit machen. E» wäre wohl endlich an der Zeit, daß die jenseitige Regierung mit aller Strenge solche Raubzüge ihrer Uutcrthancn ahndete. E« ist die« nicht der erste Fall. Drei ähnliche Proccsse schweben schon seit längerer Zeit, doch werden dieselben wohl nie ein Ende finden, da drüben noch das altrussische Sprichwort gilt: Der Himmel ist hoch und der Zar ist weit! —(Geschichte eine« thcuren Esel«.) In dem kaiserlichen Gestüte zu Radautz in der Bukowina war kürzlich ein Esel zu verkaufen; kein gemeiner dummer Esel mit schmutzigem, schlechtgestriegeltem Fell, sondern dern ein stattliches Grauchen, dessen Anblick wohl die Be- hauptung rechtfertigen konnte, daß die Bezeichnung, od« vielmehr der Ruf:„Sie Esel!" mehr eine Beleidigung dieser ThierspccieS, als eine Beschimpfung Desjenigen an- zeigt, dem dies« Titel zugerufen wird. Aber siehe da, unser Grauer hat in Wien einen Bewunderer, der für ihn nicht wenig« schwärmte, wie Sancho Pansa für seinen langohrigen Genossen, und dieser Herr, ein Graf... sendete ein Schreiben an einen Bekannten in Nadautz, be sagte« vierfüßige« Staatsgut um jeden Preis auf seine Rechnung zu kaufen. I», der Wunsch des Herrn Grafen war so lebhaft,»aß er am nächsten Tage aus den Gedan« ken kam, sein Bekannter könne vielleicht au» irgend einem Grunde momentan gar nicht in Radautz anwesend sein. Er telegraphirte daher einem zweiten Herrn, den Esel um keinen Preis auSzulassin. Nun, da« Weitere läßt sich wohl denken, muß aber der formellen Vollständigkeit halber und für min»« Scharfsichtige doch noch«zählt werden. Kurz also, beide Beauftragte de« Herrn Grafen stellten sich bei dem Verkaufe, und während d« Graue ahne sie vielleicht um 50 fl. zu haben gewesen wäre, st« gerten sie einander derart, bi« der Eine glücklich bis au 170 fl. hinauf getrieben hatte, und jetzt der Andere mit der Erkenntniß abbrach, daß man um diese Summe ja eiqent-' einen Esel mit seiner ganzen Verwandtschaft haben könne Graf S weiß nun, daß man einem Esel nicht aar zu eifrig nachstreben soll. —(Interessante Bekanntschaft.) Die Pest« Blätter erzählen folgende launige Geschichte. Donnerstag Morgens kam ein sehr einfach gekleidelcr Herr mit grünen Augengläsern auf den Gang des Postgebäiides und bat den dort stehenden Postbeamten B. in deutscher Sprache, ihm zu sagen, wo die Expedition sei.„Dort unten!" war die grobe Antwort des Beamten, der mit der Feder hinterm Ohr weiter iu« Blaue guckte. Der Herr ging hinab, sah sich um und fragte nochmals nach der Expedition. »Dart oben!" sagte ein anderer mißlauniger Herr und der Fremde wanderte wieder hinauf und ftagisj befindlichen Herrn, warum er ihn hinabgrs� wenn die Expedition HI« oben sei.„Ach, M»' nicht, was weiß ich?" war die unhöfliche Anw»» Fremde sah den Beamten erstaunt an und mach« merksam,»aß man mit Fremden doch ander« ollle.„Aber wer find Sic denn, daß Sie lesungen über den Anstand halten? Wissen Sie, Sie sprechen?"„Ich habe nicht die Ehre", era remde mit den-grünen Augengläsern.„A>so >ie nun, daß ich der erste Postbeamte B. bin;> Sie?" sagte stolz der Beamte.„Es freut mich, nen zu lernen, denn ich bin der HandelSminifitt< Garove. Unterthäniger Dienerl � —( Briefvcrkehr in Newhork.) Die Post-Osficc empfing laut einer amtlichen Jahre 1869 5,154,707 Briefe und versandt- b.» Briefe. � —' rnng semln Brikfkasten.— Rückständig mit Annoncengebühren, in Sili-'k I, To derechnet:»aderü Monat Januar:. Barmen: Allg. d. Arb.««.(28.)Mantifatm>«n Hand- u. Fabrikarbeiter(3.)— Duttburg!'«tittj Arb.-V.(13.)- Düsseldorf: Allg. d.Arb.-k �r.; Hamburg: Allg. d. Arb.-V.(60.)— Jtz-i�:"16( 6. Arb.-V.(12.)- Kiel: Allg. d. Ard.� Mülheim a. M.: Allg. d. Arb.-V.(12.)-" Allg. deutsch. Arb.-V.(13.)— Wandsbeck: 1 arbeit«(11.) Monat Februar: Altana: Cigarrenarbeit«(11.)— Barw� nufakturarbciter(8.) Hand- und Fabrikarbeitü I Cassel: Allg. d. Arb.-V.(11.)— CarlsrntsZ deutsch. Arb.-V.(9.)— Elb erfeld: Manufali»:' Hamburg: Allg. d. Arb.-V.(72) Cigarrcnard� Hannover: Hand- u. Fabrikarbeiter(13.)' Allg. d.«rb.-B.(20)— Leipzig: M-t-llarde« Remscheid: Metallarbeiter(12 Monat März? Altona: Cigarrenarbeit«(8.)— BreS" d. Arb.-V.(13.) Maurer- u. Zimmrer-Verei»� Barmen: Allg. d. Arb.-V.(34.) Manvfakws' Hand- u. Fabrikarb.(14.)— Cöln: Meto» — Elberfeld: Allg. d. Arb.-V.(64.) Präft- (12.) Manufakturarb.(7.)— Hamburg: Allg (91.) Schuhmacher(18)— Itzehoe: Allg. � (14.)— Lüneburg: Metallarb.(10.) "Ig. d. Arb.-V.(9) Die sämmtlichen hier bezeichneten Säuiiiig� bi« zur Zahlung ihrer Beträge nicht mehr a»!* annoncircn. j Kl «kui |%i Äimonceil. Für Lerlin. � Allgemeiner deutscher Arbeiter-� rtt.f Ar„rr____ x___ ta« „fyfd Allg. deutsch. Zimmerer-Bek� Zum Andenken an den 18. April 1869, l»�, des mit Hülfe all« Arbeiter Deutschland» sieg� f m. geführten ersten Kampfe« gegen die Capitali»�.* wir alle Zimmerleute Berlin» und der llmg� � alle Parteigenossen mit ihren Familien zu-i«�'"'n gemütlilichen Zusammenkunft �»W auf den 18. April, zweite» Osterfeitttag- dir 7 Uhr, in Streitz'S Lokal in der Hasenhrid' �. Theilnchm« kommen vor dem Halleschen' Uhr zuiammen und begeben sich nach dem Lob" jv» um 7 Uhr Morgen«. ,1 m Geschlossene Mitgliederverisammi�„— Sonnabend, de« 16. April, Abend» 8M.* jit in der„Villa Bella" des Hrn. Körting, Gitsdr'tru Tagesordnung: dqhl, Verschiedenes._____ Für Lerlin. jt« der« NB. Die Mitglieder des Festcomite« um 6si Uhr pünktlich vor dem Halleschen scheinen. I. A.: Würte� au< Für Altona. Allgem. deutsche Gewerkschaft der Kürschner und Äappenmachek' Mitgliederversammlung Dienstag: den 19. April, am dritten 9 Uhr, im Schneider-Amihau«. Tagesordnung: � ' 1) Abrechnung.— 2) Die verschiedenen® 3) Der SchleSwig-Holstcinischc Arblitertag. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahn schlinen. Die Säumige» werden hiermit ausgefordert, stag ihrer Pflicht nachzukommen, sonst werden ßi Neue Mitglieder werden aufgenommen, I. H. M.F ffnu jat *tlm de« [Ö,; fc iftn Ä ; iot % fchttn „.»n 'Hie Für Düren. Oeffentliche Volksversamml»� Montag, de» 18.«prll, Nachmitlag« er im Saale de» Herrn Werner Küpper,% Abends 8 Uhr, j die Geschlossene Mitgliederversambtt Anwesend ist Herr Lichter» au» Cöln.. Der B-vollw-»� Für Hamburg....... Ai� Ich empfehle ihnen bestens meinen Barbis''«,. ld Haarstneide-Sala». Sollten meine«eeht...« ttc und Haarschtttide-Salo«. Sollten meine g�h ,j» genossen dergleichen bedürftig sein, so ersucht �'die gefälligst zu beehren.„Social-Demokrat" ufd liegen daselbst au». t. König, Barbier«!' _____ Englische PlanckeV Für Hamburg und Umg� Ich empfehle mich allen Parteifreunden und Tapezieren von Zimmern, sowie allen»?. vorkommenden Arbeiten zu de» billigsten Pr'" Ergebenst A. Berdivökh- _ Nciistedter Ns Bestellungen auf den„Social-Demolrat tator" für das laufende Quartal nimmt entg' Bernhard Hiltmann, und in den Versamotlm .�ltt Wiki �it Cnlbindungs-Auzeige.. Allen Freunden und Parteigenossen>''' j). zeige, daß mich meine liebe Frau am 8. h; die Geburt eines Sohne»«freut hat. Ei»'");? Demnkrat scheint er werden zu wollen, denv,-* ein schwarzweiße» Tuch und ein rothe» griff er gleich mit beiden Händen nach dew Berlin, den 12. April 1870.„ I. Berendt. Ausschußmitglied de» Zimmcrer-Bereins, Nostun öe: 'tsie, inti 'tu |ffti > 'lufi »h.I tti 'Bttti "'jt »ei Druck von Jhring u. Haberlandt if.ji Veraniwortl. Redakteur». Verleger W. Gruw Ns