onneiil , viN s � S° aus i i bcn i mit 3(1 W» lpf£ ul5| icn" ettubr, ,ßsut, I flufä" , Alt.! ittt ciu-s t5&sSte?*trf�vttt brei ��'ch. und zwar: -(hf«. 2»>nnrrstazs und *.gr"»«'■ in Berlin, Freitag, den 29. April 1870. Zeckster Zatiraang. Social-Demolirat l)rWN der sociaf-demokmlischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. m'-u�H-°ls.?rei- für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 10 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern ��eSungen w-rd-n auswärte bei alle» Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden ®? f'-'i bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämter in Deutschland gleich-«,■'.%..,,. 0.,.„., ianlN-.1 16 gor /f,{fiht. anshrima t Inserate(in der Expedition alinugeben) werden pro viergespaltcne Petit-Zcile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter. n Haifl 8' ä 1'"=■' Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. D-r.l üe AM rr ui>i° alte f Lcop°� i H°l' ittir im F lorgcp ?rach� Vier wß- pfsk-, ihrigei' und' ch-> jen den 9'. tn kU ,ter as$ n F'-Z d-r� n,& ,nW groß'', aus en 'st t der x Ageuwr für England, die Colonien, Amerika, China und Japan dir. A. Duesing 8 Littlu-N ewport-Street, Jieicester-Square. W. C. London. OBEBBCBmea Ii. AprL hat ein neues Vierteljahrs- »t auf dkn„Social-Demokrat" be- Gestellungen werden auswärts bei Aitern, in Berlin bei der Expedition, /kaße 17, und bei allen soliden Wteuren gemacht.(Preis viertel- ," Tgr.) f�uea Abonnenten erhalten die seit ßkil erschieneucn Nummern nachge politischer Theil. Berlin, 28. April. direkte Volksabstimmung muß, ' Über ihre Wirksamkeit innerhalb der 'laatcu klar werden wollen, Vorzugs- praktischen Standpunkt aus betrachtet >-n, i IdilU gen Ile I ch h'� cn V tte., � s<>. ist"!! z" g«.'Ä h ;S■ f t irir daher zunächst: Zu was soll der wut�e eiux durch das allgemeine, gleiche ' Wahlrecht gcschasfene Volksvertretung Unfalls eine direkte Volksabstimmung, �oschlüsse jener zu billigen hat, dienen? ntwort ist für jeden Socialisten ein- '�tigen Gesellschaftszustände bedingeu, �ße Masse des Volks, die Arbeiter- ' Einer winzigen Anzahl Bevorzugter ' Wird, welche die Gesetzgebung, die stltacht und alle Rcichthümer zu ihrer haben. Die Arbeiterklasse kann diese cllschaftsform nur beseitigen, wenn tte gelangt und die Gesetzgebung, welche alt'* leinen Klassen nützte, dem Interesse der -'Lil% des Volks dienstbar macht. Der i H#'* � so entspinnt, ist der Klassenkampf oicriz' �kiats für die Menschenrechte; er soll i,'»de Ausbeutung und die heutigen .n Ächicde aus der Welt schaffen. Die � kommt dem Sieg um so näher, je vrganisirt; sie wird triumphircn Augenblick, wo die Mehrzahl dcS ' Fahne ihrer Organisation folgt. °lb aller Culturvölkcr ist der Klassen- könnt und oft hat er sich in dem furcht- vergießen ausgetobt. Doch nicht blos »uicin Wege, auch friedlich macht sich ä'u des Proletariats geltend. ES ist 'st allgemeinen Wahlrechts da, welche .»enntzt, den bevorzugten Klassen die Schläge versetzt. Sobald die Mehr- °'ks vom focialistischcn Prinzip erfüllt Ugr�lJ1.' durch das Wahlrecht die Gcsetzge Am: lchen, und sollten die Ausbeuter des ?»>i ihrerseits an die Gewalt appclliren, die Berfassungsbrecher sein und die bis- '»den unentschlossenen Elemente würden '' g»! nc R°' cn Aü ihelii 1% gegen sie wenden. Diesen Umstand Blick erkannt zu haben und an die Verschwörungen eine gesetzgemäßc « 8"?�.�eben gerufen zuhaben, ist eins der ,.' fffi � �ossoklo's. Er hat vor allen tt«« I,.»llgemcine, gleiche und direkte Wahl- 'Fahne der Arbeiterklasse geschrieben. ,. k sich aus der vorstehenden Betrach- der Wirksamkeit dieses Wahlrechts ,.§ Agitation der Socialisten unbedingt i iii'jj. �»d hier gegen ist es offenbar nur eine d �» is"k'rgeordnetcrer Bedeutung, ob durch �»ostimmung die Macht dcS Wahlrechts �'kstärkt oder geschwächt wird. dti�� letzt den Fall an, daß mittelst jl Wahlrechts ein Parlament zu sei, welches etwa zur Hälfte >. einokraten bestehe. In diesem Falle �?üe, direkte Volksabstimmung oder e«: l' Ä w-rk, .ül'� M. Ii«. sei» I I 'deite derselben würden sein, daß da- °kk sich gegru das Ucberlaufen n innerhalb der Volksvertretung »- und dieser Vorlheil ist hoch anzu- ""r würde die Masse des Volks ge- nöthigt fein, sich noch lebhafter wie früher an politischen Handlungen zu bctheiligcn. Diesen Vortheilcn stehen aber auch einige sehr schwer wiegende Nachthcile gegenüber. Die Bc cinflussung des Volks durch die Machthaber im Staat und durch die Gcldmacht würde eine un endlich viel größere bei direkter Volksabstimmung als wie bei Wahlen fein. Uebcr die Gesetze, welch � innerhalb der Volkvertretung entworfen werden müßten mindestens jede Woche einmal Abstimmungen und zur Vorbereitung eine Masse von Vcrsamm- lungen staltsindcn. In einem bereits fest begrün- deten social-demokratischen Volksstaat würde keine Schwierigkeit vorhanden sein, den Staatsbürgern die nöthig; freie Zeit zur gründlichen Bcrathung der Gesetze zu verschaffen. Aber in dem Augen- blick, wo diese neue Staatsform erst erkämpft werden soll, würde gerade die Capitalistenklassc alles daran setzen, um den Arbeitern die Massen- haften Versäumnisse entgelten zu lassen. Dazu kommt noch, daß innerhalb der Volksvertretungen zwar vollste Redefreiheit cxistirt, daß aber keiner der heutigen Staaten, selbst die Republiken nicht ausgeschlossen, eine' derartige Freiheit für die Presse und Volksversammlungen gewährt hat und voraussichtlich auch nicht schaffen wird. Es würde also durch allerlei Maßregelungen die Volksab stimmung viel leichter verkümmert werden, als die Abstimmung einer Volksvertretung. Daß dies in der That so ist, lehrt die Gc- schichte. Als der französische Convcnt 1792 über Ludwig XVI. zu Gericht saß, wollten z. B. die Reaktionäre statt des ConventbefchlusseS eine all- gemeine Volksabstimmung herbeiführen, um dieselbe zu beeinflussen und so die Freisprechung dcS Kö- nigS zu bewirken. Wir sehen also, daß die von gewisser Seite aufgestellte Behauptung, die Forderung dcS allgc meinen Wahlrechts sei ein Fehler, es müsse un- bedingt die direkte Volksabstimmung verlangt wer- den, übertrieben ist. Allgemeines Wahlrecht wird, sobald die Wähler das Recht haben, den Gewähl ten gelegentlich wieder abzusetzen, tzntcr den heutigen Verhältnissen zum Mindesten ebenso wirksam sein, als wenn noch außerdem Volksabstimmungen stattfinden. Zu verwerfen sind Letztere natürlich nicht. Doch wie dem auch sei, die Forderung dcS allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts muß unbedingt die erste sein. Rundschau. Berlin, 28. April. Ls AuS der Sitzung des„deutschen Zoll- Parlaments" vom 25. dsS. tragen wir noch nach, daß der erste Biccpräsident Fürst v. Hohen- lohe nach erfolgter Wahl eine Rede hielt, die lebhaft an die Turner- und Schützenreden vor mehreren Jahren erinnerte. Sic wurde trotzdem mit großem Beifall aufgenommen, besonders von den National-Libcralcn.„Wenn auch die Befug nisse dieser Versammlung beschränkt sind, so liegt doch darin eine hohe Bedeutung, daß wir, die Vertreter deutscher Nation, überhaupt hier zu ir- gend welcher Bcrathung versammelt sind"— das war der Sinn der ganzen Rede. Klingt das nicht gerade so, als wenn man auf einem Schützen feste irgend eine hochtönende Rede vernahm, deren Sinn sich zusammenfassen läßt in folgende Worte: „Wenn ich auch einsehe, daß wir für die Freiheit und Einheit des Vaterlandes nicht handeln können, so liegt schon darin ein großer Schritt zur dcut schen Einheit und Freiheit, daß wir hier zusam� men schießen, trinken, tanzen, essen, reden, singen und jubeln können."— Nun, wir gönnen dem Fürsten sein Vertrauen und den National-Liberalen ihre parlamentarische Eitelkeit.— In der Sitzung vom 27. dsS. wurde der Handelsvertrag mit Mexiko mit allen gegen die Stimme des Z Ewald genehmigt. ES cirkulirt in Berlin in einzelnen Kreisen das Gerücht, daß nach einer günstigen„Volks abstimmung" in Frankreich Napoleon die Gelegew hcit suchen werde, mit Preußen anzubinden. Es scheint diese Nachricht eine in politisch so wind stiller Zeit von irgend einem Neuigkeitsjägcr auf- getischtc Ente zu sein, um die harmlosen Gemü- thcr der Zcitungslcser wieder etwas aufzufrischen. — Doch sagt man auch, daß diese Nachricht Haupt- sächlich von der konservativen Partei kolportirt werde, vielleicht uni die ängstlichen Gcmüthcr der National-Liberalen für die dritte Lesung deS Straf gcsctzcntwurfs den Wünschen der Regierung will- fähriger zu machen. Ucber die Aufhebung der Schlacht- und Mahl- steuer läßt sich das„Franks. Journ." aus Berlin schreiben: Bon Seiten des FinanMinistcriumS war in der letz- ten Session dem Landtage bekanntlich eine Vorloge gc- macht worden, wonach in 28 verschiedenen Städten die Mahl- und Schlachtstener gänzlich aufgehoben werden solle. Die Vorlage war vom Abgcordnelenhause mit un- wesentlichen Aenderungen genehmigt, vom Herrcnhansc aber schließlich abgelehnt und nur die Aufhebung dieser Steuer in der Stadl Brombcrg gutgeheißen worden, da an diesem Orte wegen des volligen VerwachscnS der Stadt mir den Vorstädten die Erhebung der Mahl- und Schlachtsteuer mit geradezu unerträglichen Schwierig- leiten verbunden ist. Die Regierung hat in Versolg dieses Beschluss s aus eine nochmalige Beialhung des Gcsctzcnt- wucfS im Abgcordnctenhause verzichtet, da sie diese le-ig- lich ans einen einzelnen Ort beschränkte Aufhebung nicht mehr für wichtig genug hielt, um die Sache weiter zu verfolgen. Man hat es nun vollständig aufgegeben, aus partielle Aufhebung der in Rede stehenden Steuer von Neuem zurückzukommen, und sich im Princip für die Aufhebung der gesammten Mahl- und Schlachtstener eat- schi-den; nur glaubt man, daß die Initiative dazu von den einzelnen Communen ausgehen müsse, und hofft na mcntlich, daß die Commune Berlin nicht mehr lange zb- gern werde, mit bestimmten Anträgen hervorzutreten. Denn nachdem hier einmal eine städtische Einkommensteuer c-ngesllhrr und dadurch da« Mittel an die Hand gegeben ist, wie der Ausfall iil den städtischen Einnahmen, der durch die Aufhebung der Mahl« oder Schlachtsteucr her- bcigcsllhrt werden würde, ausgeglichen werden kann, hosst man, daß die Majorität der hiesigen städtischen Collcgicn sich bald einer gänzlichen Aufhebung der beregten Steuer geneigt zeigen werde. Es wird dann eben ganz allgemein auf dem Wege der Gesetzgebung die Erhebung der Mahl- und Schlachtstener durch die Klaffcnstcncr vorgeschlagen werden. In diesem Sinne wenigstens bewegen sich zur Zeit nach den uns zugehenden Informationen die Ab- stchten unserer Regierung. Wir haben seiner Zeit über die Ablehnung der preußischen Regierungsvorlage durch das Herrenhaus berichtet. Ob eine Borlage der Re- gierung, welche auf gänzliche Beseitigung der Mahl- und Schlachtsteucr gerichtet ist, mehr An- klang beim Hcrrcnhausc finden wird, ist denn doch sehr fraglich. Der französische Minister Ollivier hat eine Masse Gunstbezeuguryun vom Kaiser Napoleon erhalten. Es wird versichert, daß der Kaiser Herrn E. Ollivicr nach seiner Rede im Senat fünf Decrete übergeben hat, die ihn nach einander zum Ritter, Offizier, Commandeur, Großoffizier und Großkreuz der Ehrenlegion ernennen und ihm freistellen, sie im offiziellen Journal zu veröffent- lichen, wann er will. Der Kaiser hat gleichzeitig Herrn E. Ollivier einen großen Stern der Ehren- lcgion in Diamanten zum gleichen Werthe wie der, den Herr Rouhcr ehedem erhielt, zum Ge- schenk gemacht. Und dennoch will man behaupten, daß die Tugend nicht schon hicnicden ihre Beloh- nung erhalte! Die„Marseillaise" zeigt an, daß sich am 23. dss. im Hinblick auf das PlcbiScit ein„republi- kanisches Ccntralcomit6 von Paris" gebildet und feinen Sitz vorläufig Rue d'Aboukir 9 aufgeschla- gen hat. Dieses Comits besteht aus Vertretern der radikalen Presse, der radikalen Wahlcomit6S und der Arbeitervereine.— Am 24. fanden zwei öffentliche Versammlungen statt, in welchen über daS Plebiscit diökutirt wurde. In der ersten, welche in dem Saale Mokiere abgehalten wurde, führte der Advokat Laferriorc den Vorsitz. Die Versammlung selbst bestand größtentheilS aus Ar- bcitern. Die Diskussion war eine äußerst leb- hafte. ES bandelte sich uämlich darum, ob man mit Nein stimmen oder sich der Abstimmung ent- halten solle. Der letztere ModuS deS Protestes trug den Sieg davon. In der zweiten Versamm- luug, welche in der Rue de Dien statt fand, er- hielten die Anhänger die Enthaltung bei der Ab- iimmung ebenfalls die Majorität. Der Satz, daß, da man daö Kaiserreich nicht anerkenne, man auch nicht auf seine Frage zu antworten habe, wurde fast einstimmig gebilligt. Der bekannte Schriftsteller Lissagaray(Ehef-Redaktcur dcS Avcnir du Gers und Vetter der Cassagnac), welcher der Versammlung präsidirte, stellte zum Schluß fol- genden Autrag:„Da wir augenblicklich keine Re- gierung haben, und dieses so lange dauern wird, bis daö Volk sich ausgesprochen hat, so bitte ich die Bürger, jeden Abend unsere Versammlungen mit dem Rufe:„Es lebe die Republik!" zu ver- lassen." Selbstverständlich wurde dieser Antrag angenommen und die Versammlung trennte sich unter den Rufen:„ES lebe die Republik!" Das„Sivcle" schreibt:„Es liegt uns eine Probe von Stimmzetteln mit„Ja" vor, welche eben in der Staatsdruckerei gedruckt werden. Die Form dcS Stimmzettels, die typographische An- ordnung und namentlich die Qualität des Papiers sind der Art, daß es auf das Nämliche heraus- kommt, ob man mit diesen oder mit offenen Zet- teln stimmt. Ohne Zweifel soll ein Stimmzettel dieser Art dem Briefe beigefügt werden, welchen Se. ruhmvolle Majestät der Kaiser Napoleon III. dem Vernehmen nach an jeden seiner Unterthanen zu richten gedenkt. Man kennt dieses Mittel, daö Abstimmungsgehcimniß vollkommen illusorisch zu machen, hinlänglich aus der Praxis der officiellcn Eandidaten. Glücklicher Weise ist es nicht unmög- lich und nicht einmal schwer, dieses Manöver gegen seine Urheber zu kehren. Um das Gehcimniß zu chützen, braucht der Wähler nur das„Ja" auf dem ofsiciellen Stimmzettel durchzustreichen und mit einem darübergeschriebenen„Nein" zu ersetzen. Dieses Mittel ist sicher, bequem und leicht auszu- Ähren. Gutgesinnte Wähler werden auf dem Lande ihren deS Schreibens unkundigen Freunden diesen Dienst leisten und ihnen so möglich machen können, ihre Bürgerpflicht zu erfüllen, ohne sich der Rache der„Verzehrenden" auszusetzen. Die Giltigkeit dieser Stimmzettel ist unbestreitbar; der gesetzgebende Körper hat dies bei Gelegenheit der Wahl des Herrn Vicllard-Migcon festgestellt. ES ist gewiß zu bedauern, daß die Sitten cincS Lan- des solche Schlcichmittel möglich machen. Aber wer ist daran Schuld? Offenbar Diejenigen, welche mit den gesetzlichen Vorschriften zum Schutz des Abstimmungs-GeheimnisseS ein unverschämtes Spiel treiben und die Bürger zwingen, sich mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zur Wehr zu setzen." Zu allen Verlegenheiten der französischen Re- gierung kommt jetzt noch die Nachricht auö Algier, daß dort ein bedeutender Aufstand ausgebrochen sei, zu dessen Niederwerfung zwei Militärcolonnen nach dem Süden des Landes abgegangen feien. Die Arbeiter der pariser Zuckersiedcrcien haben sechshundert an der Zahl, den Strike erklärt. Sic haben sich auf der Chaussee de la Billette versammelt. Eine große Anzahl von Polizei- Agenten war anwesend, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Bis jetzt fiel kein Conflict vor.— Die Regierung Englands giebt sich bedeu- tcndc Mühe, über die Arbeitervcrhältnisse aller Länder statistische Angaben zu sammeln, und ihre Gesandtschaften sind beauftragt, regelmäßige Be- richte zu erstatten. Gegenwärtig ist von dem Gesandtschaftssekretär zu Berlin ein solcher Bericht über die Lage der Arbeiterklasse in Preußen im Vcrhältniß zu England erstattet worden, über den die„Br. Ztg." Folgendes berichtet: Von den 23,970,901 Seelen, welche im Jahre 1867 die Bevölkerung Preußen«(mit Ausschluß Lauenburg«) ausmachten, gehörten 42,« pCt. der ackerbauenden Klasse au, während. 27,«« PCt. von der Fabrikindustric lebten. Im Ganzen seien 1,214,776 Personen männlichen und 203,544 weiblichen Geschlecht« in Bergwerken und Fabri- keu beschäftigt gewesen. Die Interessanteste Stelle de» ganzen Bericht« ist vielleicht die, in welcher Herr Petrc seine Ansichten über die Handwerkcrilasscu»nd da« rei« sende Handwerksburschenwesm entwickelt. Obwohl, so sagt er über diesen Punkt, die Gesetze abgeschassl sind, welche Gesellen« und Meisterstücke ersorderten, hat der Brauch ihre Bestimmungen dennoch ausrecht erhalten. Die ausschließlich dem deutschen Handwerker eigene Gewöhn- hcit, drei Jahre lang zu reisen, um sich in seinem Fache zu vervollkommnen, bringt ihm sehr großen Nutzen, scheint aber Gefahr zu laufen, bi» zu einem gewissen Punkte außer Sitte zu kommen, da da» neue Gewerbe gcsetz die Innungen oder Gilden nicht mehr verpflichtet hält, reisende Handwerksburschcn aus ihrer Kasse zu unter Pützen. Von der Fabrikbevölkcrung Preußens glaubt Herr Petre, daß sie im Allgemeinen gut behandelt werde, daß aber an den meisten Orten die Arbeitsstunden zu lang seien und die Fabrikbevölkerung vieler Bezirke zu diel Neigung zeige, ihren sauer verdienten Lohn in nn- ulltzer Weise zu verthun(?). In vielen der umfangreichen Eisenwerke Westphalens und der Rheinprovinz indessen sei ihre Lage eine durchaus wohlhäbige, und zwar in Folge der Sorgfalt, welche die Hütlenbcsitzcr für Förderung de« physischen und moralischen Wohls ihrer Arbeiter an den Tag legen. Die Bergleute seien gut gestellt, aber nur selten in der Lage, große Ersparnisse zu machen. Zum Schlüsse macht der Verfasser einige Bemerkungen über die Einrichtung von Eewerlvcreinen, denen er eine einflußreiche Zukunft in Aussicht stellen zu dürfen glaubt, nachdem mehrere ernstliche Arbeitseinstellungen eine Er- höhung der Lohnsätze zu ihrem Resultat hatten. Wir bemerken zu dem obigen Bericht dcS englischen Gesandtschaftssekretärs: die Ansichten des- selben über die günstige Lage der rheinisch-wcst- phälischen Arbeiter sind offenbar auS trüber Quelle geschöpft; von um so größerer Wichtigkeit aber ist, daß er anerkennt, die Dauer der Arbeitszeit sei in Preußen zu lang; auch ist seine Ansicht über die günstige Wirksamkeit deS Manderns der Handwerksburschcn sehr beachtenSwerth, da das- selbe den deutschen Gewerbefreiheitsmännern ein Dorn im Auge ist. In Italien ist die republikanische Bewegung am Wachsen. Der Florentiner Corrcspondent der „Gazzetta di Benezia", der durchaus monarchisch ist, beklagt sich, daß bei der jetzt herrschenden „mazzinistischen Verschwörung" nur sehr verein- zelte Gemeinden mit ErgebenheitSadreffcn gegen die Regierung hervorgetreten seien, während eS doch gerade starker Kundgebungen von dieser Seite bedürfe. Solche monarchische Klagen sind von Wichtigkeit, da sie anzeigen, daß man es kaum mehr zu diesen offiziellen Demonstrationen' bringen kann, deren Wohtfeilhcit doch sprüchwörtlich ist. Auch in Mailand, verkünden die Regierungsblätter, seien Unteroffiziere und Soldaten in die Verschwö- rung verwickelt, und man habe deren zwölf oder vierzehn verhaftet. Wenn man das ganze Heer einsperrt, so bedarf es eines zweiten, um das erste zu bewachen! Sieben oder acht Personen sollen sogleich nach den letzten Vorgängen in Mai land entflohen sein. Ucber die bereits kurz gemeldete Nachricht von der Ermordung der bei Marathon in Griechenland gefangenen Engländer wird ausführlicher berichtet: Sämmtliche Gefangene, mit Ausnahme Lord Mun kaster's, welcher wegen Beschaffung des Lösegeldes und Amnestiecrwirkung freigelassen war, wurden von den Räubern getödtct. Das Lösegeld war bereit, die Amnestie konnte jedoch mit Rücksicht auf die Bestimmungen der Verfassung von den Behörden nicht ertheilt werden. Die Räuber, vom Militär umringt, suchten nach Euboea zu cntkom- men, und erstachen die Gefangenen, weil dieselben wegen Ermattung nicht folgen konnten. Die Sol- baten tödtcten 9 Räuber, darunter den Banden- chef, und nahmen einen verwundeten Räuber ge- fangen. Der Rest der Bande, 12 Mann, dar- unter 4 Verwundete, werden von den Truppen vcrfogt. Ein am Kampfe betheiligtcs Kriegsschiff Bruder und Schwester. (Fortsetzung.) Während Shlvcst in der Erwartung der Antwort seiner Schwester an allen Gliedern zitterte, entgegnete sie, al» ob ihr Bruder etwas Unmögliches, Unsinniges gesagt hätte: Ich in einem gewölbten Zimmer? Du hast mich durch eine durchsichtige Wand hindurch gesehen? Rasch griss sie dann mit ihren beiden kleinen Händen an die Stirn, als erwache plötzlich eine Erinnerung in ihr und lachte laut ans, aber so herzlich und fast kindlich, daß ihr reizendes Gesicht sich mit lebhaftem Roth färbte und ihre Bugen sich mit den Thräncn füllten, die parke« Lachen hervorruft. Der Sclav sah sie verwundert, aber auch hocherfreut an, denn sein Verdacht sschwand mehr und mehr. Dann rückte sie wieder näher und näher zu ihrem Bruder, stützte einen ihrer Arme aus seine Achsel und sagte mit ihrer lieblichen Stimme zu ihm: Erinnerst Du Dich in unserem Hause zu Karnak... link« von der Schäferei, am Fuße einer großen Eiche, einer kleinen Hütte? Gewiß, antwortete Sylvest, über diese Frage verwun dert... Ich hatte das Hllttchcn für Dich gebaut. Ja, und wenn die Sonne recht cheiß brannte, oder wenn e« im Frühling regnete, bargen wir uns in diesem Hllttchcn. Es war so tranlich da! Ueber uns die große Eiche, vor uns die schöne Weide der jungen Rinder, weiter hin der hübsche Bach, an welchem die neue Leinwand gebleicht wurde... Erinnerst Du Dich auch, Bruder, daß wir da gern „gesprochene Spiele" spielten, wie wir eS nannten? Ich erinnere mich wohl. Erinnerst Du Dich, daß eines dieser Spiele das Spiel der Bedingungen hieß? Ganz gut. So laß uns jetzt wieder spielen, wie sonst. Was meinst Du damit? Mit reizender Anmuth setzte sie hinzu: Erste Bedingung: Sylvest, dcr Siomara durch Mauern steht, fragt seine Schwester danlber nicht mehr, denn so sehr sie ihn achtet, würde sie ihn doch auslachen müssen. Zweite Bedingung: Sylvep antwortet aus die Fragen, welche ihm seine Schwester vorlegt, und nachdem diese Bedingungen erfüllt find, wird auch sie ihm alle« mit- theilen, was er wissen will, selbst über die durchsichtige Mauer, sagte Siomara, die einen neuen Lachanfall kaum unterdrücken zu können schien. Nur eine Verlegenheit wird es dann noch geben für ihn, nämlich wie er leb- Haft genug seine Liebe für diese arme Schwester ausdrücken soll, die er, der böse Bruder, gar nicht wiedersehen wollte, wie er eben drohete. Viele Jahre sind seit dieser Unterredung bis zu dem Tage vergangen, da Sylvest dies schreibt, aber er glaubt transportirte die Leichname der Ennordete» inoch dem Piraeus. Aus Spanien wird berichtet, daß gelegentlich der Zusammenkunft der Mitglieder eines rcpubli konischen Comit6 zu Puerto de Santa Maria Barrikaden errichtet wurden. Die Zusammenkunft wurde zu einer Kundgebung Seitens einer großen Anzahl Arbeiter die, eine feindliche Haltung annehmend und laut eine Lohnzulage verlangend, nach dem Amtshause zogen. Als die Bürgcrwchr handelnd einschreiten wollte, wurden Barrikaden gebaut. Die Municipalgarde bemächtigte sich der- selben. Zwei Gardisten wurden verwundet. Einer der Arbeiter wurde gctödtet, ein anderer trug eine Verwundung davon. Aus Euba wird gemeldet, daß die Insurgenten einen bedeutenden Sieg erfochten und den Kapitän del Somo gefangen genommen haben. Ucreiiis-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiter-Verein.) Frankfurt a. d. O.(Volksversammlung.) Am zweilen Osterfeiertage hielten wir Hierselbst eine von circa 60V Mann besuchte Volksversammlung ab, in welcher Herr Aurin aus Bkrlin uns recht kräftig unterstützte. Nachdem Unterzeichneter zum Borsitzenden, Herr Hell- migk zum Stellvertreter, Herr Müller zum Schrift- führer gewählt war, sprach Herr Müller über die Zucht- Hausarbeit und erntete während seine« längeren Vortrags reichen Beifall. Herr Aurin beleuchtete, von stürmischen Bravos oft unterbrochen, das Verhalten des Reichstags und der Bourgcoispressc. Obgleich die Bourgeoisie in der Versammlung stark vertreten war, meldete sich nur ein Gegner, dem alsbald von Herrn Aurin mit kurzen derben Worten, deren jedes den Nagel auf den Kops traf, heimgeleuchtet wurde. Zwei Resolutionen von den Herren Poike und Brcscmann gestellt, wurden ein- stimmig angenommen, die eine erklärt ihrem wesentlichen Inhalte nach die heutige Produktion in den Zuchthäusern für ungerecht und zum Ruin der arbeitenden Bevölkerung beitragend, die andere bezeichnet die Zusammensetzung des Reichstags in der jetzigen Weise als aus den Arbeitern gegnerischen Elementen bestehend und weist darauf bin, daß die Arbeiter allerorts mit aller Kraft dafür wirken müssen, daß die heutigen Zustände ein Ende nehmen und Arbeiteradgcordnelc aus ihrer Mitte in den Reichstag geschickt werden, welche die Interessen der Arbeiter wahr und kräftig vertreten. Bor Schluß der Versammlung meldeten sich bei uns drcwder strikendc» Tuchmacher aus Forst. Das Elend und die Roth sah man den Leuten auf den ersten Blick an. Sic erzählten uns, daß auch die Forster Arbeiter den Schwindel des Musterknaben und feiner Consorten durchschauen. Der menschcnsreund- lichc Max Hirsch, sagten sie, habe ihnen den Rath mit auf die Reise gegeben, sie sollten sich nur an unsere Vcr- eine wenden, die hätten Geld und da bekämen sie Unter- stütznng. Allerdings, die Arbeiter der social-demokraiischen Partei sind tiefer von der Solidarität der Arbeiter- Interessen durchdrungen, als die Führer der in den letzten Zuckungen sich windenden Fortschrittspartei. Wer ein echter Social-Demokrat ist, der kann keine Roth sehen, ohne zn ihrer Linderurq beizutragen, und so ist es bei uns Sitte, Herr Dr. Max Hirsch, was Sie auch sehr gut wissen! Wir sammelten nach der Versammlung im Freundeskreise eine Kleinigkeit und halten die Freude, jedem 20 Sgr. auf die Reise mitgeben zu können. Die drei Tuchmacher heißen: Obst, Bantcr und Richter. Die Versammlung endete mit Hochs aus die Sache der Aibcit, aus den Vercinspräsidentcn und unfern Gast Aurin, dem wir hiermit nochmals unfern Dank für die thalki ästige Unterstützung sagen. Nach dem Schluß fan- den zahlreiche Einzeichnunqen in die Listen des Vereins statt. Noch ein paar solcher Volksversammlungen, und Franksurt ist vollständig unser. Mit social demokratischem »ruß Otto Sicqerist. noch immer die Stimme Siomara's zu hören, wie sie ihren Bruder an die Kinderzeit erinnerte; er glaubt auch ihr reizendes Gesicht noch vor sich zn sehen, da» so un- schuldsvoll, so treu war. Er glauhtc den Worten seiner Schwester und bestärkte sich in dem Gidonken, daß es sich um Geheimnisse handele, die sein Verstand nicht zu fassen vermöge. Diese Geheimnisse sollte Siomara ihrem Versprechen gemäß aitfklären und ihrem Bruder beweisen, daß sie seine Liebe verdiene. Er gab sich d-mnach der süßen Erinnerung an die einzigen Jahre de« Glücke» hin, die er gekannt und mit seiner Schwester gclhcilt im Schooßc seiner damals glücklichen und freien Familie. Er rückte der Schwester näher, ergriff ihre Hände, suchte gleich ihr bei der Erinnerung an die Kindcrzeit zu lächeln und sagte: Sylvest nimmt die Bedingungen Siomara'» an. Er wird nicht mehr fragen und er wird antworten, wenn seine Schwester fragt. Siomara drückte die Hände ihre» Bruder» nicht min der zärilech und fragte mit rührend trauriger Stimme, als ob sie im Voraus eine traurige Antwort erwartet hätte: Unser Vater, Sylvest? Gestorben... gestorben nach schrecklichen Leiden. Große Thräncn quollen aus den Augen dcrBuhlerin und noch langem Schweigen fuhr sie fort: Ist es schon lange her, daß unser Vater so gelitz ten hat? Drei Jahre, nachdem er Sclavc geworden wie wir, nach der Schlacht von Banne«. Ich erinnere mich noch unsere» Schmerzes, als wir von einander getrennt worden waren, bei dem Anblicke unsere» gefesselten Vaters, der eine gewaltige Anstrengung machte, uns zu Hülfe zu kommen. Was aber ist aus Dir g-worden, Bruder? Du wurdest nicht von ihm ge trennt? Nein. Sein Herr hatte auch mich gekauft für eine Kleinigkeit, glaube ich. Da unser Vater sich unbeugsam gezeigt hatte, so fürchtete man, au« dem jungen Wolfe könne ein eben so gefährlicher alter werden. Und wohin wurdet Ihr Beide gebracht? Nach unserer Heimaih, um gefesselt und unter der Ausseherpeitsche die Felder unserer Väter zu bearbeiten. Was sogst Du? Cäsar Halle nach der Schlacht von VanneS Besitzun gen an seine invaliden Offiziere verthcilt. Einer derselben erhielt unser HauS nnd einen Theil unserer Felder. Ter arme Vater! Armer Bruder! Welcher Schmerz für Euch, unser Hans, unser Land in der Gewalt der Fremden wieder zu sehen! Aber Du wurdest wenigstens von dem Vater nicht getrennt? Er brachte die Nacht, wie die andern Sclaven, in einem unterirdischen Gewölbe zu, das zu diesem Zwecke angelegt worden war, während der römische Osfizicr, seine Sclavinnen und unsere Aufseher in unserem Hause wohn- ten, wo man mich in einer Art Käfig hielt. Lämmerspitl, 13. April.(Volksversammlung., Am 3. dss. fand eine Versammlung statt. Haustein von Ossenbach besprach zuerst die Lage der Arbeiter und schil- dcrte, wie auf der Arbeiterklasse der größte Druck laste, ferner das Treiben der Reaktion, die Wirkung des hculi- gen Militarismus, der Polizeiherrschast und endlich das Wesen der Bourgeoisie und Capilalwirlhlchaft. Redner forderte alle Anwesenden auf, bei den Wahlen kräftig zu wirken, um durch unscre Männer in der Gesetzgcbuug allem Unwesen ein Ende zu machen. Kopp aus Bürgel geißelte das Dreiklassenwahlsystem und hob gleichfalls hervor, wie wir wählen mußten, um eine andere Gesetz- gebung einzuführen. Menge aus Mllhlheim besprach die Lage des Bauernstandes der Capiialmacht gegenüber und schildert, wie die Bauern ihr Getreide dem Großhändler zu ihrem Nachtheil verkaufen müßten und sodann den Wucherern in die Hände fielen, die den Rahm von der Milch schöpfen. Haustein hob zum Schluß nochmals hervor, daß unser Grundsatz sein müsse, die Capitalmacht, zu stürzen. Nachdem durch ein Mitglied noch ein Gedicht vorgetragen war, ertönten Hoch« auf Lassalle, die Social- Demokratie und Dr. Schweitzer. Unter dem Gesänge der Marseillaise trennte sich die Versammlung in der Hoffnung auf unfern Sieg bei der nächsten Wahl. Mit social-demokratischcm Gruß A. Precht, Schriftführer. m. Magdebilrg, 25. April.(Versammlung der „Ehrlichen".) Aus den heutigen Tag halten die„Ehr- lichcn" eine Parleiversammlung einberufen, zu welcher auch andere Arbeiter wohl Zutritt hatten, aber nicht zu stimmen und zu sprechen berechtigt waren; auch war die Versammlung nicht durch angeschlagene Plakate, wie man hier in Magdeburg gewohnt ist, angekündigt, sondern nur durch die„Magdeburger Zeitung", welche wenig oder gar nicht von Arbeitern gelesen wird. Nachdem in zwei gro- ßen Volksversammlungen, worüber im„Soc.-Dem." schon berichtet ist, die„Ehrlichen" eine winzige Minorität bil- dcten und ihren Führern der Verläumdungen wegen die Berechtigung, in öffentlichen Arbeitcrvcrsammlungcn z» reden abgesprochen war, versuchen diese sehr„Ehr- lichcn", ähnlich wie in Berlin die Fortschrittspartei, sich in der Abgeschlossenheit dmch allerlei Schimpfreden aus die Arbeiter zu rächen. In allen Volksversammlungen erhallen sie fortwährend Niederlagen,— deßhalb werden j-tzt Partciversammlu. gen einberufen, da« Bureau ist gleich fix und fertig(beiläufig gesagt, sehr demokratisch), und nun geht das Glschtznpse los. Verlangt Je- mand das Wort, von dem man nur vermuthet, daß er im anderen Sinne reden würde, dann stehen noch mehrere Parteiredner in der Liste, und so wird die herrlichste Redefreiheit von diesen „Demokraten" ausgeübt. Wenn sich nun die Arbeiter -ine solche undcmokratische Wirthsckasr nicht gefallen lassen und das Recht— und zwar mit Recht stürmisch— fordern, dann nennt man diese Arbeiter: Pödclrotte, Jan- Hagel, Bestien u. s. w. und mit solchen Titeln den Arbeitern gegenüber sind gerade di- Führer der„Ehr- lichcn" zunächst bei der Hand. Da« stürmische Verlangen der Mehrzahl der Arbeiter nach Recht und Redefreiheit wurde in dieser Versammlung vom Vorsitzenden Herrn Bracke nicht erfüllt und so konnte nicht ausbleiben, daß die Sccne sehr stürmisch wurde und daß einzelne Personen einige Stöße und Püffe bekamen. Diese Folgen einer undcmokralischen Handlung Seitcus der„Ehrlichen" wer- den selbstredend den Anhängern des Allg. deutsch. Arb.> Verein« in die Schuhe geschoben; doch wir sind an solche Vcidrchungen gewohnt. Neugierig allerdings sind wir noch, was sich da« Blatt de« Herrn Liedknechl über diese Versammlung zusammenlügen wird. Wir bemerken hier noch, daß dasselbe über die beiden großen VolkSversamm- lungen, in welchen die„Ehrlichen" so bedeutende Nieder- lagen erlitten, lein Wort gebracht hat. Ihren Verpflichtungen gegen die VcreinSkasse für Monat März sind noch nachgekommen die Mitglieder zu Rem- 'chcid, Düsseldorf, Barmen, Neu-Isenburg und Lobau. Vilbel sandte Abrechnung. Verbands-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiterschaft«-Verb and.) Herr Licbisch au« Hamburg tbeilt uns mit, daß er In einem Käfige? Warum daS? Am Tage nach unserer Ankunft sagte unser Herr zu meinem Vater, indem er ans mich deutete:„Jeden Tag, an welchem ich mit Deiner Arbeit nicht zufrieden bin, wird Deinem Sohne da ein Zahn ausgerissen. Wenn Du Dich aufzulehnen versuchst, wird ihm-in Nagel ab. gerissen; versuchst Du zu entfliehen, so wird bei jedem selchen Versuche ihm ein Bein, oder eine Hand, oder di- Nase, die Ohrzn, oder die Zunge abgeschnitten. Solltest Du wirklich entkommen, so werden ihm die Augen aus gerissen, dann wird er mit Honig bestrichen und den We« Pen ausgesetzt, oder in einem mit Pech üb-rstrichcneu Kittel an kleinem Feuer verbrannt. Es steht also bei Dir, ob Dein Sohn seine Tage nach seinen Leiden zählen soll."(Geschichtlich.) Siomara zitterte und bedeckte ihr Gesicht mit den Händen. „Du wirst keinen gelehrigen,, keinen arbeitsamer» Scla vcn haben als mich", antwortete unser Vater,„nur vcr. sprich mir, daß ich meinen Sohn bisweilen sehen darf, wenn Du mir meiner Atbcit zufrieden bist."—„Führe Dich gut auf und ich werde mit mir zu Rothe gehen," gab der Römer zur Antwort.— Unser Vater hielt sein Versprechen, weil er mir Qualen ersparen wollte; er war der sügsamste und fleißigste Sclave... Er der folgsamste Sclave! sprach Siomara mit Thrä- neu in den Augen— unser Vater, der so stolz war aus die Unabhängigkeit unsere« Volkes, Guilhern, der Sohn Joel«! Niemals hat ein Vater seinen Kindern einen grö ßercn Beweis von Liebe gegeben. Nur ein Vater, eine Mutter hat solchen Muth. Aber, trotz seinem Gehorsam erlaubte ihm der Herr lange nicht, zu mir zu kommen; von Zeit zu Zeit sah ich ihn von Weitem, Abend« oder früh, denn um die Zeit ließ mich unser Herr au« dem Käfig heraus, nachdem er mich an einen großen bösen Hund gebunden halte, der immer bei ihm war. So, Bruder, wurdest Du behandelt? Ja, ich halle ein kleine« Halseisen und ein ziemlich langes K-ttchen, das an dem Halsbandc de» Hundes an- gemacht war nnd mich so an ihm festhielt. Der Vater aber schöpfte solchen Muth aus der Hoffnung, einmal ,n mir kommen zu dürfen, daß er bisweileu fast über seine Kräfte arbeitete. Da» erste Mal, als er seit unserer ge- meinsamen Knechtschaft mit mir sprechen durfte, verdankt- er diese Gunst einer Arbeit auf dem Felde, die er früh angefangen und Abend« vollendet hatte, während er zu anderer Zeit, bei voller Kraft und Gesundheit, in seiner Freiheit, wenigstens zwei volle Tage dazu gebraucht haben würde/ An diesem Abende wurde der Vater, von der «onne verbrannt, noch schweißtriefend, noch athcmlos von der Anstrengung, durch einen Ausschcr an meinen Käfig gebracht. Zn größerer Sicherheit hatte man ihm außer der Keite, die er an den Füßen trug, noch Hand- schellen angelegt. Der Aufscher wendete die Augen von einen Posten als I. oder II. Viceprästdent des■ nicht annehme, da eS ihm besser erscheine, bandspräsidium in Berlin wohne; wohl sei er a» eine etwa auf ihn fallende Wahl al« Ersotzir' nehmen. Einige Gewerkschaftsmitglieder befinden("r Glauben, daß Herr Hasenclever auch zum Ptti Verbandssekretär ernannt sei. Dem ist nicht! Tölckc ist noch Verbandssekretär und wenn H« clever die Geschäfte desselben auch in dieser Hiaft wältig besorgt, so ist daS nur eine freiwillige> so lange bis Herr Tölcke mit seiner Familie M1 übergesiedelt sein wird. Die Kassirer der verschiedenen Gewirk- bciterschasten werden daran erinnert, daß vor f" der Beitrag an die Verbandskasse für das ew'' jähr abgeliefert sein muß. Die Säumige» fangs Mai veröffentlicht werden. rbei liidcr kch-n, dicht »öl ' O ' idgei «dir 'Seifen ;*0. 8S Ühr. ') Br intfi orbi it Loh Ib der bot. Allg. deutsch. Gewerkschaft der Schneider,»>, anß Kavpcu«acher.. hitdei Hamburg, 24. April.(Versammlung.)� J fchi d. M hielten wir eine öffentliche Mitgliedervew" wo ab, woselbst die verschiedenen StrikeS und die«dj ttkiö Uü�(UU|vlU|i Ulv DCt|liyiCULl[C1l VUUUCO UUv v'v q! r t4,w jung der Gewerkschaften besprochen wurde.-viil! rcscrirte über die verschiedenen Arbeftteinstellndll'' ytn: Arbeiter thäten die» nicht au« Uebermuth, Capital dazu gezwungen, und die Arbeiter ldw" �'s» halb stets bereit sein, den Kampf für ihre gnw«ckbrn aufzunehmen. Redner forderte die Versamwldd!..■«> ein bcralhen, wie unseren Collcgen am besten zuid.'- diler. verhelfen sei. Es sprachen alsdann noch eiwl'?ft! welche hauptsächlich hervorhoben, daß man die«>r®; so viel als möglich mit Geld nuterstützen. aerobe im Süden ein Ausschwung der Arbeil«?' Roth thue und die Mllnchcner Schneider stelo lügt scrcr Fahne gehalten hätten und auch halud Alsdann wurde von Herrn Liedisch nachstehe»'' tion eingebracht, welche vou der Versammlung d» Begeisterung einstimmig ai genommen wurde:>> � Süden und Norden Deutschlands nicht von«»« trennt, sondern durch unsere Gewerkschaft so»� it Kunden ist, da un« weder Mai», noch and«' trennen können, beschließt die heutige Bersainw� � aller Kraft für die Mllnchener Collcgen einzu«� tz,c, g, denselben zum Siege zu verhelfen. Unser gemeinsamer."— ES sprachen dann noch Licbisch und Harjmann sehr gediegen üb« schmclzung der Gewerkschaften, was von der mit Freuden begrüßt wurde. Zum Schluß ,w! der Antrag eingebracht und angenommen, baß' Montag Morgen eine Versammlung abgehaU« Nachmitttag eine gemeinsame Spaziertour 9«1" Collegen, schließt Euch allcrort» an die Reihen d« an! Helft, wo Hülfe nolhwendig ist, scheut legt sie aus den Altar, der gebaut ist aus d«" Arbeiter! Laßt uns zeigen, daß wir Männer� traft und keine willenlose Masse sind, dann muß der Sieg unser werden I Mit social-ve»� Gruß und Handschlag Ch«- l derlc «as h tiii.z -inen eiti 'chnit i« V. 'änfti im a Iben A S'-t di *tb m9 - die| Rllgem. deutsche Hand» und Fabrikarilii" Heidelberg, 24. April.(Zur BeachtovAr.'-lniäß suche die Bevollmächtigten und Kassirer der»fl'ss Ur |uu;c diu*jtuuuuiuu)ui}ii.ii uuv oiuisutt Fabrikarbeiterschafl dem Gustav Mebert keine �°°ordr Anin» Allgcmciuer deutscher Zimmerer-Mrti* len cbI 631», 20. April.(General- V-rso°�!f1-scld Beschlüsse.) Nachdem die Abrechnung jj!'ch' Quartal in der Generalversammlung vom JJJim digl war, gelangte folgende Resolution zur g An welche einstimmig angenommen wurde: stlltzung auszubezahlen. Derselbe ist schon sc«'( leljahr an« dem Verein geschieden. Ich AnV,)''roc daß der frühere Kassirer die Karte dessitbrn abgestempelt hat. Dies ist jedoch nicht güllOy � Rai unser» Verein nicht mehr aufgenommen f'«,! J�öbe Der Bevollmächtigte 3'- �"-Mc g a daß gewisse Zimmergesellen den durch uns-r» de, höhten Lohn erhalten und sich unserem V-r«» i Z'üei, oviedlirßkn. und so den Schein aus ll-b lad� un« nicht ab. Ach, Schwester, uen als ich unseren Vater efter, ich vergoß A'\n � so wiedersah, nalv'� t ai,6 t bis dahin nur von fern erblickt hatte; in> gj, «— mit geschorenem Kopfe, mit dem eiNgfl�Mthg,, ficht, in den Lumpen, die ihn bedeckten, kaum bb Er der schöne, stolze, heitere Mann? vvt,(Ufwiiv, ifViiiic. auuuu»-.J ZI-»III Dich»och, Sylvest, wenn er an Festlagen, bix � sch-n Hebungen, aus seinem eiscngrauen Hengss- j den Decke und rolhen Zügeln, über unsere W'-;,<} während der Oheim Mikael, der Waffensch««,) l Mähne de« Pfeides sich anhielt und zu Fuße � ff. Gleichwohl Schwester, wurde das G-fich- tiss als er da« erste Mal zn mir kommen und«>>. durfte, so freudestrahlend wie an unseren beft lich sten Tagen. Kaum war er in der Näh- �' b,r z ft rief er mir, unter Frcudcmhränen schluchz-�(iju bit d>Ini Wange, mein armes Kind, Deine Wange! Gesicht an das Gitter und er versuchte«., dann— weinten wir beide, so sehr wir Wiedersehens freuten. Er trocknete die£*■-Dt um mir Trost und Muth einznsp cchen,»w � männlichen Beispiele aus unserer Familie zu an die Vorschriften unserer Göller. AU«t Schwester, sprachen wir lange und endlich l-' Ausschcr wieder fort. Diese« Beisammcns«" � ■ es gab dem Vater jedesmal neuen«lij, nd Du, armer Bruder, bliebst immer g« �• H aber Und Immer... Es war für unfern Bürgschaft des Gehorsam« meine« Vater«, üiuBiujuii ueo eslyoriom» meines vai"». � drei Jahre. Da der Römer wegen de«>>>nb »n»«- X t-n CR n( el ns___ e.„v•.. ai». mit den Galliern in England in Verbindung-�, � so übertrug er die» meinem Vater. So dem letzten Willen des Großvaters Joel.-J J.. und da einige» aus seinem Leben für g,:(|tt � Die Erzählungen Joel« und Albinik«, w-- b.rpil bctlC(pMtfwf itnffrrr.(Vnn iinb Cllt.. ifl ''ff S1 bbg dene Sichel unserer Tante Hcna und ein che» von unsern Schlachtstieren hatte � Hut■ Baume versteckt, den ich kannte; das h,! konnte, legte er auch dahin. Die heiligen' Jttv,' unserer Familie habe ich hier bei mir, K„ K' ijjc brachte sie mit mir, um Dir im Noihsall- �"totyj daß ich Dein Bruder bin. Ach, die letztri- � der Vater nur wenige Stunden vor sesn-M� Wo» war die Ursache diese» schrecklich-".�.� "lÄ S1.! Da der Vater unserm je/* wj. lytiiü. svi*.»i ycr stet halte, so erhielt er endlich etwas M-b � ui|-n, � die andern Sclaven und er benutzte sie,'"".Lti',?. lllhu Mittel zur Flucht zu bereiten. Bei unserm** r;, mensein sagte er zu mir: wenn in der «ay "-ei vH-i. y b-ir den Ort ergreift, wo Du bist, so fürchte V4bvl-lllf wu lw_ nicht zu fliehen,... ich komme. EriaN���D 'vi„ l »nl "«tr Gebäude», in welchem der Hanf g-trocknet Ja wohl, e« stieß an den Ochs-""".»,! Nächte haben wir bei der Hanfarbeit vcrb � j Ja, der Vater war damal» noch h-"-'* w di "ten "klär W* 1'tbtitgtbttn gkgen die Bestrebungen der V er- dsk jliider wirken, also einen Verralh an der Arbeiter- er rWI stlhin, erklärt die heutige Versammlung, vom 10. satzll»!' v nicht mehr mit dergleichen?cuten zusammen ar- iu ivollen und sie nicht al« Zimmergcsellen zu�be- Odiger Beschluß möge auch zur Beachtung �gereiste Zimmrergesellcn dienen, mögen sie Mit- «der Nichtinitglieder sein. Mit social demolra- «wß I. Jostmann, Bevollmächtigter.� «eiseunterstützungsgcldrr werden auegczahlt Weier- M 88 in Eöln bei Joh. Jostmann, Abends %. �M. 26. April.(Humanität des Architekten ') Briider und Parteigenossen! Wir haben bei nten Herrn in der Anzahl von 9 Mann auf- arbeiten. Wir bekommen nämlich in der Stadt 1 kohn(27� Sgr) und sollten nun 14 Stunde der Stadt arbeiten, wofür er uns 66 Grote ' bot. E« war aber offenbar zu viel von uns - außer der Arbeit Morgens IV» Stunde und nieder l1/» Stunde für diesen Lohn zu marschi- >r schickten deshalb den Polier zu ihm hin, und " möge nns noch 6 Grote(2l/i Sgr.) zulegen; rundweg, er gäbe nicht mehr. Wir Ein andermal erklärte der lenzer besiudet. Daraus ziehe jeder den Schluß. Mit 'ocial-demokralischem Gruß W. Frick jr. In der Maurerversammlung zn Bcrlm am 28. dss. stimmte die überwiegende Mehrzahl gegen die V-rschmel- zung der Gewerkschaften. Näherer Bericht folgt. werk- »or .« erß- m»l itlDöfl die$JX«Ilätlt Hitt" •' bmit die Arbeit ein. 1 vttt: er würde sich vor seinen Arbeitern nicht >, soV�'b-r würde er sich den Hals abschneiden. Nur . llii$-(8 wird schon die Zeit kommen, wo sich die zere� �ckdmänner beugen niüsicn. Auch herrscht hier nmWi ein sehr reger Geist unter den Zimmerleuten. zum.,'allerorts, wacht auf, rafft Euch auf au» dem ein'S'! �st! Einigkeit macht stark und führt uns zum i die-�>ilt Gruß und Handschlag n at'. Carl Böhn, Zimmcrgeselle. rb-i>�- teta sf allgemeiner deutscher Maurer-Verein. b'»Ästl, 26. April.(Tapitalistenum triebe.) ■ hfnf i•'-epr«. ap Ii a i r iic uuui it et o e.; !'nii''lder Mauermeistcr sind voll von dem stolzen tmg UwaS für die Menschheit lhun zu mllffen, und , 1 l"'"II-H"" J" uiu||v.., u.i« /ir.«'' unumstößlichen Thatsachc, daß nicht etwa '"soliia Merlin Deutschland« Haiiplslädte sind, sondern, dev glaube t« auch. Bielefeld; sie haben sich au...«haß gemacht, einen Fcldzug gegen die Arbeiter »*. den sie natürlich sehr ernst meinen, und damit GiitU» h' baben sie als Ort des Heerlagers daS Hotel & dil® bestimmt. Um dem Dinge rechten aber' �erleihcn, ist endlich folgende« Eirkular versandt >. �'ar zu Barmen richtig angekommen und 's tui>S Sonntag» nach gehörigem Essen und Trin- a»- st°>.ist. Es lautet: litj»"nem Jahr lähmen socialistifche Aufwiegeleien neutfl Etiler die Unternehmungen, namentlich der hndv h?''1"" und Fabrikanten. Die Arbeiter haben . ti>>' gebildet, welche den Zweck haben, f de«! stlinstlich und abnorm in die Höhe zu treiben N.ilnn Zwecke Slrike« gegenseitig zu unterstützen 'n Agitatoren, welche unsere Arbeiter aufwie- I k-w.-»..".bliscii Umständen scheint es»oihwcndig, daß .l' t..'"ß'ber in größerem Umkreise darüber ver- " � diesem Mißbrauch zu steuern sei. In der <,jstli i �ch denselben Statuten, die diese Vereine ,i ,,z:.werden auch wir uns einigen können.� Es PJIig, wenn die verschiedenen industriellen timJ �'"kreises Dcputirle zur Berathvug eines kellst �ordnen wollten. Wir schlagen Bielefeld und ku<«bril vor...n i»' vor, und laden dazu ergebenst ein. Um dad« Aiuw m t*'1 kw�ber, Rozlavki, Plamkamp." 1""g-S-n Bieleseld. den 12. April, )»d» �«rr Teitgc, Wißmann, Grasenstein, ! ü.i�l��ü-�bmann, Mund, Hägemann, Prött, Weber, kam Eountaa, den«i. April, folgende »g aufgeilommcue Antwort: ' � �idN Herrn Maurermeister Teitge, Hotel rso�,'!'srld: Mit dem Zweck einverstanden, nur dürste »B�dicht passmd gewählt sein. Jedenfalls wäre Freundlichen m »r Auftrage der Barmcr Maurergesellen T. Sellbach.'Becker." z1- der die Eigenschaft der beiden von hieraus H �te nicht kennt, sei bemerkt, daß sich in Besserungsanstalt für Tagediebe und Faul- b>>d Zur Fraukuarbeit. (Schluß.) Der Artikel der„christlich socialen Blätter" sährt fort: „Wie schlecht es manchmal mit der Sittlichkeit aus olchen Fabriken bestellt ist, besonders wenn das männ- lichc und weibliche Geschlecht zu gleicher Zeit dort ar- besten, will ich nicht näher hier schildern. Viele Fabrik- Herrn suchen zwar strenge Zucht auf der Fabrik zu halten, was anzuerkennen und zu loben ist, aber wenn es aus der Fabrik noch so strenge ist, wie geht es Mittags her, oder auf dem Heimwege, den sie oft stundenweit am späten Abende machen müssen. Noch schlimmer ist es, wenn manchmal Fabrikhcrrn Schaaren von Mädchen au« andern Gegenden kommen lassen, die dann in der Fabrik oder in der Nähe wohnen, ohne Nath, ohne Aussicht, ohne Schutz, ohne Stütze, preisgegeben allen Gefahren, denen eine alleinstehende weibliche Person in den jüngsten Jahren ausgesetzt ist. Auf einer solchen Fabrik in einer rheinischen Stadt waren vor einigen Jahren mehr als 20 olcher Mädchen zugleich verführt, und man erzählte sich allgemein, daß die Aufseher auf der Fabrik diesen Ber brechen nicht fremd gewesen seien. Ist da das LooS der Mädchen auf den Fabriken zu beneide»? „Es hat aber die Beschäftigung der Mädchen auf den Fabriken noch eine andere Seite, die tief in da« Volks leben eingreift, und dadurch auch dem Staate nicht gleichgültig sein kann. Die Mädchen kommen nämlich meistens schon mit dem 14. Jahre aus die Fabrik. Die Meisten können da wenig Zeil zum Stricken und Nähen gewinnen, viele verstehen diese nöthigstrn Handarbeiten kaum. ES zu lernen, dafür lassen die Eltern ihnen keine Zeit mehr und Abends, wenn sie nach Hause kommen, sind sie zu müde. Einzelne gut gesinnte Fa- brikherrn suchen diesem Ucbelstandc zwar abzuhelfen, ge- wohnlich aber ungenügend. Solche Mädchen haben, da sie nichts können, auch keine Freude an weiblichen Hand arbeiten, und wie es da in einem Hanse mit der Rein- lichtest bestellt sein muß, ist leicht einzusehen. Wie groß aber der Verschleiß in einem Hause ist, wo die weibliche Hand nicht stets flickt und ausbessert, das läßt sich gar nicht berechnen. Wie es denselben im Nähen ergeht, so auch in den andern weiblichen Beschäfligungen im Putzen, im Kochen, im ganzen Hauswesen! Wie sehr dieses aber gelernt und geübt werden muß, davon wissen am besten die Hanssrauen zu erzählen, die manchmal über Mägde noch klagen, daß sie nicht« verständen, obgleich sie schon manche Jahre gedient haben. Wenn diese es nun nicht einmal können, wie soll es da aussehen bei Mädchen, die niemals sich darin geübt haben? Die Arbeit, die die Mädchen auf den Fabriken zu verrichten haben, ist dazu meistens sehr leicht, erfordert keine körperliche Anstren gnng(?). Wa« ist die Folge davon? Wenn sie später ein Hauswesen gründen sollen, ist die körperliche Anstrengung ihnen lästig. Solche Hauswesen müssen zu Grunde gehen Man könnte fast sagen, sie hcirothen nur, um !hre Männer unglücklich zu machen. Die Erfahrung lehrt auch in der That, daß Arbeiter, die eine gute Magd heirathetcn, gewöhnlich recht gut voran kamen bei mäßigem Verdienste, daß hingegen diejenigen, die Fabrik- arbeitcrinnen Heirathen, gewöhnlich nur größerer Armuth auhcim fallen. „Durch die Arbeiten auf den Fabriken in meist nnge sunden Räumen, bei elender Nahrung werden die Mäd chen außerdem, wie bereits früher gesagt worden ist schwächlich und entnervt. Wenn sie heiraihen, werden sie Iii! der Regel Mutter von körperlich und geistig herunter- s gekommenen Kindern. Wie wahr diese» ist, davon liefern uns die Arbeiterdistriktc in England, wo das Fabrikwesen schon älter ist, den schlagendsten Beweis. Die Kinder der Arbeiter und der Herren sind so sehr verschieden, daß sie fast eiuer andern Menschenrace anzugehören scheinen. In Deutschland, wo der Fabrikarbciterstand bisher sich noch aus dem Bauernstand rekrutiit hat, ist die Sache noch nicht so schlimm, dennoch sehen wir auch hier schon die Einflüsse der Fabriken auf die Bivölkerung bedeutend her- vortreten. In den Schulen der Fabrikgegenden z. B. von Düren,'Aachen und Enpen sieht man nur selten mehr große, blühende, starke Kinder, wie in den reinen Bauern- gemeinden, noch schlimmer ist es in den Wcbc-Distiikten von Crefeld und Elberfeld, wo man schon seil vielen Jahren nicht mehr die gehörige Anzahl junger Leute zum Militär« dienst finden konnte. Was wird, wenn das so fortgeht, die Zukunft bringen? Sehen wir uns die Sache noch von einer andern Seite an. Durch die Beschäftigung der Mädchen auf den Fabriken, wird die Arbeit vieler Männer erspart. Die Mädchen machen also diesen Konkurrenz, und drücken so den Lohn der Arbeiter herunter, demi um wie viel die Mädchen billiger arbeiten als die Männer, um so viel werden diese in ihrem Lohne beschädigt. „In den Fabrikgegenden bilden sich außerdem noch viele unnatürliche Verhältnisse, worin es sich erst ganz zu rächen anfängt, daß die Eltern ihre Kinder wie ein Tapital au«- beuten. Nicht selten kommt es vor, ja es ist leider fast Regel, daß Mädchen, sobald sie sich bewußt werden, daß ie viel verdienen, ihren Eltern uur Kostgeld geben, da« lbrige für sich behalten, und so die heiligsten Bande des Familienlebens zerreißen. „Was ist da zu lhuen? Den Fabrikherren rathen, die Fabriken so einzurichten, daß alle diese Ucbelstände ver- mieden werqen, ist bei den Meisten vergeben«. Rur selten wird einer zu finden sein, dem wie einem P. Thcodosius das Wohl der Menschen am Herzen liegt. Dennoch aber wollen wir erwarten, daß, wenn(!) das Ehristenihum in den Fabrikherren wieder einmal auflebt, wieder ein neues christliche« Leben in den Fabriken aufleben wird. Oder sollen wir den Eltern rathen, ihre Mädchen nicht aus Fa brikcn zu schicken? Ja, wir sollen sie unablässig darüber belehren, sie warnen, sie davon abzuhalten suchen, oogleich sich nicht viele dadurch werden bestimmen lassen.— Wir ollen nicht unterlassen, die Arbeiter selbst immer mehr darüber aufzuklären, wie nachthcilig die Folgen der Be schäftigung der Mädchen auf den Fabriken für ihren cig neu Stand selbst ist, und wenn auch nicht alle der Stimme der Vernunft Gehör leihen, es werden doch manche eS lhuen. Aber die Roth, die Roth! Trostlose Aussichten, wenn nicht bald sich ändert die heutige ProdukeioSweise. Thuen wir denn zur Verringerung deS UebclS, was in unieren Kräften steht. GolleS Hülfe wird dann nicht fehlen!" In dem Schlußabsatz de« Artikels tritt der klerikale Standpunkt des Verfasser« hervor. Wir werden in nächster Nummer auf diese Anschauungsweise und ihre Jrrthllmer näher eingehen. Vermischtes. na�'Ä j" biefer Hanfnicdcrlage eingesperrt. Mein . si!!8>i« dicken Eichenpfosten bestand, war an einer ina-st� kLwpäbch-n n,ä.„ C.«lÜrchen, das d-r >"-.e .�>se> stäbchen versehen. Hinein gelangte ich •hürchrn, das der Römer jedesmal selbst ver- . derschlofj. Einst in der Nacht wurde ich durch geweckt und dann bemerkte ich einen hellen iiiA st r �bür nach dem Stalle zn. Mit einem- zmest' H.ausgerissen, durch Rauch und Feuer drang -. ,n,!t. einem Beile in der Hand, von seine» ■-ereiii. Wie ihm dies möglich geworden, weiß i.°g die Riegel von meinem Käsige auf, sor- .!'! ihm zu folgen, schlug mit dem Beile die st-m' ?!»>»- rch... Du erinnerst Dich wohl, daß ist, Waschplatze zwei Weiden standen, von '»hl war? *®,c banden von der einen zur andern einen Ist Zu schaukeln. os Weide waren die Familienre- Üirj 1.'und diese Bäume, die Zeugen unserer st» 5�ien, sollten meine und meines Vaters sc sto�..°�btm ich in dem Graben ohnmächtig ieir», 1Ä mK dil 1 eOÄ tili" n mich ein außerordentlicher Schmerz sTti1 V'mnu"9; t8 war als fühlte ich eine " deiner, scharfer Bisse oder Stiche ' Körper. Ich schlug die Augen auf, c V' gl � cht stst''nde Sonne gerade ai'is meinen geschor- n s», i h«'„.wußte ich aufang« die Augen wieder zu 't# jjl''st»' baß ich stand, daß ich nackt und an st 2"-. ki �gebunden sei. Von neuem schlug ich wÄ , 5»' - fy»trn mir gegenüber sah ich den Vater an I nj uackt und festgebunden Sein Körper, .-«st wie die meinigen mit Honig bestrichen \., fast unter einem Schwärm großer stst ihre Nester in den Wurzeln der bei« 'tstst1' Nun konnte ich mir die abertausend ä"u. In mein Gesicht waren die Ämei- sen noch nicht gekommen, aber ich fühlte sie schon au dem Halse. Mein erster Laut war ein Ruf zum Vater, da aber bemerkte ich erst, daß er abwechselnd grauenhasl lachte, unzusammenhängende Worte sprach oder entsetzliche SchmerzenSlönr ausstieß. Die Ameisen drangen ihm wahr- icheinlich bereits durch die Ohren in den Kops und zerfraßen ihm die Augen, denn die geschlossenen Lider waren vor den Insekten nicht z» sehen. Dieser grauenhafte Schmerz, besonders die glühende Sonne, die so lange auf seinen ge-- schornen Kops schien, hatten ihn wahnsinnig gemacht. Ich rief:„Baier! Hilfe!" aber er hörte mich nicht mehr. Mein Geschrei rief einen andern Römer herbei, den Nach- barn unseres Herrn, der menschlich gegen seine Sclaven sein sollte. Er ging zufällig in dieser Gegend spazieren und eilte auf meinen Hilferuf herbei. Aus Mitleid durch- schnitt er meine Banden, zog mich an das Wasser und tauchte mich hinein, um mich von den Ameisen zu be- freien. Nachdem die Heftigkeit der Schmerzen sich etwas gemildert hatte, beschwor ich den Römer, auch meinem Vater Hilfe zu bringen. In diesem Augenblick kam aber ein Ausschcr dazu und bald daraus unser Herr selbst. Au» Habsucht willigte er ein, mich an seinen Nachbarn zu verkaufen, aber in seiner Wuth erklärte er auch, mein Vater müsse, weil er in voriger Nacht Feuer angelegt, die Strafe ganz leiden, und c» hat sie erlitten. Mein neu-r Herr zog mich hinweg; ich war lange krank, wurde aber mit Menschlichkeit behandelt, denn nicht alle Römer sind die Henker ihrer Sclaven. Da« erste Mal, als ich allein ausgehen konnte, ging ich an die beiden Weiden und fand da die gebleichten Gebeine unseres Vater«.. So zu sterben, ach Gott! rief Siomara au«, indem sie die Thränen abtrocknete,— als Sclave zu sterben und eine« so schrecklichen Tode«... an demselben Orte, wo er und die Seinigcn so lange glücklich und frei ge- lebt hatten! Es zerriß auch mir dieser Gedanke da« Herz und obgleich ich noch jung war, schwur ich doch an diesen lhcuern Ueberresten meines Vaters Rache. Dann nahm ich die Erzählungen von unserer Familie aus der hohlen Weide, in der sie versteckt waren.... Ich blieb einige Jahre al« Hausfclav bei meinem neuen Herrn und erlernte in dieser Zeit die römische Sprache. Leider starb mein Herrn, ich wnrde nebst den andern Sclaven versteigert und ein römischer Prokurator, der eben ans der Rundreise in unserm Lande begriffen war, kaufte mich; bald wurde ich aber wieder verkauft und gelangte end- lich zu Herrn DIabolu«, einem der bösartigsten Herrn, denen ich gedient habe. Noch ein Wort nun, liebe Schwester. Vor bald zwei Jahren begleitete ich Diabolu« in eine Villa in der Nähe jener einer vornehmen Römerin. deren Hausverwalter viele Fabrikiclaven befchäfligle. Da lernte ich nun eine Gallierin von Paris kennen, die nach der Belagerung dieser Stadt verkauft worden war. Wir liebten einander und In einer Nacht, vor dem heiligen Gestirn Gallicus, haben wir einander Treue geschworen,— —(Adliche Lumpen.) Die Berliner„Tribüne bringt gegenwärtig eine Reihe treffender Schilderungen aus der Wiener Gesellschaft. Es fällt dabei manche« scharfe Schlaglicht auf das Treiben jener Kategorie des Litmv-nprolctariatS, welche sich au« den sog. höchsten GesellschastSkreisen rckrutirt, und um nicht arbeiten zu müssen, vom B-ttel und Schwindel lebt. Wir entnehmen jenen Wiener Bildern zwei recht treffende. Der Karre- spondent der„Tribüne" schreibt: „Also wir gehen über den„Graben", die„Linden" von Wien. Uns begegnet ein eleganter Herr mit durchaus militärischer Haltung. Er geht alle Tage hier spazieren um diese Zeit, denn daS ist„geuilemanlike"(wie es einem Edelmann ziemt). Er war Offizier, hat osfizierSmäßig Schulden gemacht zu einer Zeit, wo es noch keinen Schul- dentilgungdfondS gab und die Offiziere noch nicht— wie sich neulich ein bekannter militärischer Erlaß ausdrückte— gleichsam berechtigt waren, Schulden zu mach-n. Deshalb mußte er auch, als seine Schulden eine standesgemäße Höhe erreicht hatten, quittiren, und die armen Gläubiger wischten sich mit den Quittungkreversen da« Maul. ES versteht sich von selbst, daß er nicht nnadelich ist, denn aus jedem seiner Wechsel und Schuldscheine war„der Gras" deutlich zu lesen. Es mögen nun wohl an die zehn Jahre sein, daß der Graf seine militärische Laufbahn beendete. Seil dieser Zeit hat er weder eine andere Stellung ge- »ommcn, obgleich es ihm nicht an Verbindungen fehlt, dazu bat er denn doch zu wenig gelernt— noch Etwas geerbt, noch gewonnen, und lebt trotzdem sehr gut und elegant und ist in manchim Salon ein gern ge scheuer Gast. Im Winter begegnet man ihm alle Tage; er schreitet stol, einher, z»gck«:övst wie ein pensiouirtcr General und blickt verächtlich aus all das Gesindel, weh- chcs nicht in Equipage fährt. Um sich Interessant zu machen, trägt er stets Schwarz, sogar aus dein Hute einen breiten Flor, auch versäumt er uic, sei» rothc« Taschen« luch so in die Tasche zu stecken, daß eine Spitze davon durch da« Knopfloch guckt und einem OrdenSbändcheu ehr ähnlich sieht. Im Sommer dagegen ist er wie alle Welt, d. h. die vornehme, von Wien abwesend. Das ist eben das Geheimniß seiner Existenz. Im wunderschönen Monat Mai, wenn alle Knospen springen, da zieht auch unser Gras von bannen, um sich in Spaa, Wiesbaden, Homburg, Baden-Baden oder sonst einem Spielone häus- lich niederzulassen. Dort findet zu sicher eine„dieser Damen," welche noch keinen„Lanceur" hat. Der Graf und die zu beschützeende Dame machen einen kleinen ge« müthlich-n Kontrakt, der die Art der Theilung deS Geschäftsreinertrage« festsetzt, und de« andern Tage« liest man in der Kurliste: Graf und Grafin H. aus Wien. Natürlich verdient eine Gräfin für eine Schäf-rstunde mehr, als eine gewöhnliche Lorette; der Herr Gras kann deshalb, wenn der Winter heranrückt und da« Geschäft mit Um- ichl betrieben wurde, mit einem anständigen Sümmchen der Tasche nach seinem lieben Wien zurückkehren und sich mit diesem Sümmchen glücklich über die Winlermo- nale hinüberhelfen. Ein famoser Kerl, nicht wahr?— „Ein andere« Bild aus dem„Iiigh life"(den höchsten Kreisen). Er ist sehr fromm, führt einen sehr bekannten, hochadelichcn Namen und ist Mitglied deS Severin»«- Verein«. Er trägt weltliche Kleider von jesuitischem Schnitte und schlägt aus der Gasse die Augen nieder, wie ein lljährige« Mädchen. Der tugendhafte Ritter schreibt Jahr ein Jahr aus an olle möglichen in- und ausländ!- chen Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Prälaten, Probste und sonstige„Frommen" und bittet um einen kleinen Beilrag' zur Giündung eines katholischen Blatte«. Wer wollte, wer könnte dem Manne mit dem glänzenden Na- men für einen so edlen Zweck eine anständige Beihülfe versagen? Die Biiträge kommen, werden von unserem Ritler mit Dank in Empfang genommen und zu allem Möglichen, nur nicht zur Giündung de« langverheißcnen katholischen Blatte« verwendet. Da er indessen ein vorsichtiger Mann ist, welcher mit dem Strafgericht nicht gern in nähere Berührung kommt, so verabsäumt er c» nie, nach längerer Zeit dem betreffenden Bischof oder Prälaten anzuzeigen, daß wegen Mangel an Theilnahinc die Gründung des Blattes für jetzt leider unterbleibe» müsse und erbittet sich zugleich die gnädige Weisung, wa« mit dem fraglichen Beitrage zu geschehe» habe. In hun- dcrt Fallen bleibt selbstverständlich 99 Mal die Antwort au«, und der gewissenhafte Ritter gicbt sich beruhigt dir' Absolution über die anderweitige Verwendung der from« men Beiträge. Das Geschäft muß übrigen« recht ein- träglich sein, wenigsten« besitzt er eine blitzsaubere Maikessel" die einzige Art der Vermählung, welche dem Sclaven erlaubt ist. Die Götter segneten nnsre Liebe, denn Loyse, meine Frau, hat Hoffnung, Mutter zu werden. Als ich gestern endlich zufällig erfuhr, Du, meine Schwester, wärest dir schöne Gallierin, die kürzlich hier in Orange angekommen, schmeichelte ich der Verdorbenheit meines Herrn, um ein Mittel zn finden, zu Dir zu gelangen. In der Nacht, welche ich hier verbracht habe, war ich Zeuge entsetzlicher Mysterien, die einen Augenblick meinen Ver- stand erschütterten... Ein Bild von Dir. ein Trugbild, erschien mir, um mich mit Grauen zu erfüllen...©ei unser Jugenderinnerungen, die auch Dich weich gestimmt haben, bei unserm Vater, den Du eben beweint hast. beschwöre ich Dich, sage mir, ob ich Dich lieben darf Glaube mir, daß ich die Sebandc, in der Tu lebst und i» die Du gegen Deinen Willen gerathcn bist, zu bcmit- leiden und zu verzeihen weiß. Was konnte aus Dir werden, da Trymalcion Dich kaufte, der Unmensch an Wollust und Grausamkeit! Er? entgegnete Siomara mit sanftem Lächeln. Try malcion war keineswegs ein Unmensch. Was sagst Du? Dieser gräuliche Alte... Ja, er war häßlich bis zum Grauen,— ich fühlte selbst im Anfange Entsetzen vor ihm, aber das währte nur einige Tage— dann, setzte sie naiv hinzu, wurden meine Gesinnungen gegen ihn ganz andere. Wa« höre ich? Du, Schwester, sprichst so? Willst Du, daß ich undankbar fei? Gerechte Göltcrl Was sagt sie? Du, armer Bruder, entgegnete Siomara mit verdop- pelter Zärtlichkeit, Du, schon als Kind unter harter Scla- verei, mußtest fortwährend die Leiden und Schmerzen unser« Vaters sehen und darum tiefen«bscheu und Haß gegen die Knechtschaft fassen; nicht« natürlicher, und dann vergleichst Du Dein gegenwärtiges Leben mit den fried- lichen Tagen unserer Kindheit,— aber ich, Sylv-st. welcher Unterschieds! Wie? So sprichst Du von der Sclaverei? Ich Sclavin? entgegnete Siomara, und sie lachte so von Hcrzensgriinde, daß Sylvcst erschrak.— Siehst Du, noch acht Tagen hatte ich, ein Kind von neun Jahren, zu meinem ersten Sclaven den alten Herrn Trymalcion. Alle seine Sclaven waren auch die meinigen, denn ich weiß nicht, welcher Zauber den alten Mann, den Alle so �ehr sürchteten, zu einem wahren Lamm mir gegenüber machte. Und dann kannst Du Dir die Herrlichkeiten auf seiner Galeere gar nicht vorstellen, die mich von VanneS »ach Italien brachte. Die Galeere der Königin Cleopatra war nichts dagegen. Denke Dir, mein Zimmer, da» schönste von allen,(denn Trymalcion baite es bewohnt, ehe er es mir üb-rlassen.) war mit Eifenbeinblättern belegt, die überdies mit Gold onSgelegt waren und an der Decke cfanden sich reizende Gemälde, die mich anfangs> sehr ühcrraschten. Der Teppich, der an« den Federn der selten- sten und schönsten Vögel bestand, sah so glänzend und ... 7 lZum FabrikSbrand in Altofen.) Ueber die traurige Katastrophe in Altofcn, über die wir in a"m! r ,U lkgcu nun folgende Einzelheiten aus Pest, 23- April, vor:„Heute um 3 Uhr Morgen» wurden die Bewohuer dcö nördlich gelegenen Theile« von Altosen durch eine fürchterliche Detonation, der ein an- haltende« donnerndes Getöse folgte, au« dem Schlafe ge- ' chrcckt. Die El weckten eilten angstvoll aus die Straße k8 k'b»e» ein schrecklicher und großartiger Anblick bar: das Fabriksgebäude der Spiritus-Brennerei- «ktlengesellschoft stand in Flammen. 20 Minuten lang brannte das Gebäude, ohne daß Jemand aa's Löschen ae- dacht halte. Nach Verlauf dieser Frist erschien Herr Knerling, ein Obmann der Pester städtischen Feuerwehr, am Orte der Gefahr und brachte die erste Hilse. Ihm aut dem Fuße folgte der Fcuerwehrinspcktor Käufer an der Spitze der ganzen Löschmannschaft. Mit dem Aus- wand aller Kräst- und der ihnen zu Gebote stehenden r, Lat�iUt? ru bis 9 Uhr Morgens. Um halb zehn Uhr Voimittag« war das Feuer bewältigt und die hilfeleistende Löschmannschaft konnte sich, ganz erschöpft, zurückziehen. DaS abgebrannte Fabriksgebäude bietet einen unbeschreiblich wüsten Anblik dar. Die breite, im einfachsten Style gebaute, drei Stockwerke hohe Fronte blickt mit hohlen Fensteraugen auf die Donau hinau«. Der mittlere Theil ist ein kolossaler Kubus, in welchem die z-rschmetterten Theile riesiger Mafchinen neben den rauchenden Trümmern der Holzapparate bunt durch- bunt ans wie der Regenbogen. Mein Bett und alle Ge- rathe m meinem Zimmer waren von dem reinsten Gold und von griechischen Künstlern ciselirt; in meinen Betten befanden sich die Flaumen von jungen Schwänen und sie waren mit syrischer Seide überzogen. Die Weiße und die Feinheit de« B-ttzengS war so wunderbar, daß Spin- newebe dagegen grob und Schnee grau erschien. Fehn Sclavinuen, die mich zu bedienen hatten und Tag" und Ni.cht arbeiteten, hatten mir au« Stoffen von unschätz- barem Wrrthc die reichsten und reizendsten Anzüge gemacht und zeden Tag boten sie meinen Augen einen neuen Schmuck. Halsbänder, Armbänder, Schmucksachen aller Art die von Edelsteinen blitzten, füllten meine Truhen; anSgesüchte «peisen und kostbare Weine bedeckten die Tische und der alte Herr Tiymalcion bediente mich als Mundschenk. Wollte ich spielen, so brachte man mir fanstaroßc persische Hündchen seltsame aufgeputzte Affen und kleine maurische Mädchen in meinem Alter, die mir al« Puppen dienten oder auch, in silbernen Käsigen mit goldenen Drähten rothc und blaue Papageien, welche schon Siomara rufen konnten. Langweilte mich diese Unterhaltung, so gab mir der alte Herr Trymalcion Schächtclchen von Onyr mit Perlen und Edelsteinen, die ich gern in das Meer warf und diese Spiele allein kosteten dem Herrn Trymalcion mehr als zehntausend Goldstücke...«ach unserer Au- knnft in Italien war die Pracht, die mich erwartete, f» groß, daß ich fast mitleidig an das zurückdachte, was mich auf der Galeere überrascht hatte. Sylvcst hatte nicht den Muth, seine Schwester zn unterbrechen. Bis dahin hatte er an diese gräßliche Seite der Sclaverei nicht gedacht, an die schändliche Versührung, die noch unglaublicher ist, al» die beschwerlichste Arbeit und die qualvollsten Leiden, denn diese soltern und tobten doch nur den Körper. Wie, sagie er mit Thränen de» Mitleids in den Augen, In diesem zarten Alter hattest Du keine Sehn« sucht, Du unglückliches Kind, nach Deinem Vater, Dei- ner Mutter, den Deinigeu? Ach ja, im Anfange habe ich viel geweint, über Dich, die Mutter und den Vater, aber endlich versiegten die Thränen doch und dann ist ja die Jugend so beweg- lich... Auch konnte ich doch schwerlich auftichtig mich noch meinen groben wollenen Kleidern, nach den dicken Lcderschuhen, nach der Leinwandhaube sehnen, da ich auf der Galeere de« Herrn Trymalcion wie eine Kaiser«- tochter gekleidet war und statt mit Kieseln, wie zn Hanse, mit Perlen und Rubinen spielte. Barmherzige Götter, rief Sylvcst aus, seid gepriesen, daß Ihr mir die Sclavcrei so fchmerzhast machtet, daß Ihr mir ein eisernes und nicht ein goldene« Halsband gabt, denn ich hätte wahrscheinlich wie die Unglückliche daL goldene Halsbond der Schande mit Freude» getrogen. (Fortsetzung folgt.) «faionb« umherliegen. Der Hofraum vor der Fayade ist voll von hkiavgcstürztcn noch immer sortglimmenden Balken. Die zur Brsichlizung h-rbeigecilleu Neugierigen «aten in Lachen von ausgeflossener Aiaische. Einige der Zuschauer umstanden die haldvcrkohlten Neste jener Ur- glücklichen, die in den Flammen ihren Tod fanden. Wa« den Brgnd verursachte, darüber verlautet nichts Zuver- lässiges.> Die Dampstesscl explodirten, sagen die Einen. Der fertige Spiritus entzündete sich, behaupten die An- deren. Der technische FabritSleitcr steht stumm den Fra- gen gegenüber, welche diesbezüglich an ihn gerichtet wer- den. Das Feuer bcach plötzlich aus, jener Thcil de« Gebäudes, welcher abbrannte, stand mit einem Male in hellen Flammen. Um halb vier Uhr, als die Feuerwehr Mannschaft schon mit dem Löschen vollauf beschäftigt war, stieg plötzlich eine Feuergarbr hoch über den FabrilS- jchornstein empor. Zm selben Momente erschien eine menschliche Gestalt mit brennenden Kleidern in einem Fenster deS zweiten Stockwerkes. Sie hielt sich an dem brennenden Fcnstei kreuze fest und beugte sich über die Brüstung hinab. Da» Fcnsterkrenz, halb vcrlohlt, brach entzwei, der Hilfesuchende stürzte in die Tiefe, fiel mit dem Kopfe aus ein glühendes Maschinenrad— er war todt. Aus den Trümmern wurden sünszchn Todte hervorgezogen. Zehn Schwerverwundete, sllr deren Aufkommen keine Hoffnung vorhanden, wurden in'« Spital gebracht. Acht Familien sind ihrer Ernährer, fünfzehn Kinder ihrer Bäter beraubt.— Anstatt dasi also, wie wir berichtet, 18 Opfer im Kampfe um das Dasein einen jähen Tod wieder gefunden haben, sind es fünsundzwanzig gewesen.— Nach den neuesten Bc richten ist das Unglück noch viel größer; demnach find ueunzehn Arbeiter gänzlich verschwundeu, das heißt, sie stnd zu Asche verbrannt; sechszehn sind ladt und sast unkenntlich hervorgegangen»nd drei sind im Kranken Hause gestorben. Also Todte allein ncununddreißi g an der Zahl. Welcher Jammer! Welch großes Arbeilerelend! —(Sturz von einem Gerüste.) Der Maurer , ttststlfr Jgnaz Petzel stürzte in Wien am Lll d. Mts. bei einem Baue von dem Gerüste des zweiten Stockwerkes aus das des ersten und wurde lebensgesährlich verletzt ins allgemeine Krankenhaus gearacht. —(Ein etgcnthümlichcr©tritt) findet, der M. Z." zufolge, eben in Breslau statt und droht das Jahr hindurch zu dauern. Während man nämlich aus Bielefeld die ArbeilSrinflellung von Maurern und Zimmerern meldet und a»S Brannschwcig eine solche an kündigt, haben in Breslau eine Anzahl von Bauunter« uehmcrn mit Rücksicht auf die Unsicherheit, welche Plötz- liche Arbeitseinstellungen herbeiführen, sich cntschlofien, keine Neubauten zu riskiren, sondern ihre Eapitalicn an- derweitig anzulegen. ES werden demnach in dics-m Jahre verhältnlßmäßig sehr wenige Neubauten zur AuSslthrung kommen.--- Nun daS„anderweitige Anlegen" wird aist die Dauer nicht ziehen, da sich schon andere Unternehmer finden werden, die um der„Risiko-Piämie" halber ihr Capital für Banunternrhmcn hergeben. —(Auflösung einer Versammlung.) Die Po- lizeih«l in der Rheinprovinz eine Arbeiteroersammlung aufgelöst, weit angeblich in derselben die kolholischcu Gc- scllcnvereine beschunpsl worden find.„Die Arflösurg' er- folgte unter dem Jubel der anwesenden Katholiken." So schreibt die„Köln. Zlg." —(Zigeuner-Versammlung.) Eine eigcnlhllm- liche Versammlung hat vor Kurzem in Wandsbcck statt- gesunden. E» war dies(meldet der.Kieler Correspou« dem") eine Versammlung der freien Steppensöhne, der Zigeuner, die von Weit und Breit zusammru kamen, um sich ein Rendezvous zu gebe» und ein heiliges Fest begehen. Von Tag zu Tag mehrten sich die kernigcn Gc- stalten mit den feurigen Augen und sonnverdrannten Ge fichtern, die in Begleitung von Frauen, Mädchen und Kindern in ihren beweglichen Wohnungen, ihren Einzug in unsere Stadt hielten. Bald verbreitete sich denn auch die Nachricht, daß in unserer Kirche, durch einen katholi schen Geistlichen, eine Zigeunertrauung stattfinden solle. und zwar würde die Braut den Weg zur Klrchc aus einem bekränzten Pferde, geführt von dem Bräutigam und ge folgt von der ganzen Bcrsamnlung, zurücklegen. Zwar erlitt die Neugier unserer Schaulustigen in dieser Be Ziehung eine Täuschung, die Trauung erfolgte nicht. Thal fache aber ist, daß das Zigeunerfest und die große Zu jammcnkunfl unter freiem Himmel stattfand. Aufsallend wareu die DiSdplin, die sich unter alle» Theiluchmern kundgab, und später die AbschiedSscenen, die aus ofscner Straße, unter Umarmungen, und mit der ganzen leiden schaftlichen Glulh dieses besonderen Volkes, sich dem Auge darbot, woraus die freien Söhne nach allen Himmclsgc gendeii ihre Wanderung fortsetzten. Wie ein Zigeuner mitlheilte, finden von Zeit zu Zeit derartige große Ver- «inigungin diese« Volke« unter ihren verschiedenen Slam men(Alle einem Willen gehorchend) statt und war eben diesmal Wandsbcck der Ort de« Rendezvous. Zur beson deren Rechtfertigung der häufig so sehr verleumdeten Zi- geuner, sei noch erwähnt, daß keine Unordnung vorstel und die Polizei keine besonderen Vorkehrungen zu treffen »öthig hielt. Auch die Kleidung, und besonders die An- züge der Frauen, ließen daraus schließen, daß die hie Versammelten der wohlhabenden Zigeunerklafic angehörten. —(Unterossizierstrike.) Wie der„Simtg. Beo- bachter" meldet, hat auf den konilnenden Herbst Vo der sämmtlichen Unteroffiziere der würtenbergischcn Armee ge kündigt und wird dann— trotzdem die Verwaltung eine Gehaltserhöhung zugesichert hat— die Arbeit, rcsp Menschcndressur, niederlegen. —(lieber die WohnnngSnoth in Berlin) hat das dortige Polizeipräsidium Ermittelungen veranstaltet. die nach der„Bant- u. Hand. Ztg." ergeben, daß aus dem ganzen städtischen Terrain nur überhaupt 133 Woh nungen leer stehen, von welchen ca. die Hälfte zu den großen zu rechnen ist und von den übrigen-13 zu einem Miethipreise vou über IbOTHlr. in Ansatz gebracht sind Dem gegenüber steht die Thatsache, daß gegenwärtig noch 1800 Personen oddachslo?, d. h. ohne Wohnung und nur momentan zur Noih unter Dach und Fach gebracht sind LS ist ferner durch die amtlichen Ermiitelungeu klar zu Tage getreten, daß diese traurigen Zustände bei der durch die Hypothekarischen Vcrhältnifft bedingten geringen Bau lust auch in der nächsten Zeil noch k-eue günstigere Gc- staltung gewinnen werden; zwar sind im verflossenen Jahre trotz dieser Verhältnisse noch so viele Neubauten auSge- führt worden, daß sie Obdach für 15,000 Personen gewähren; das steht aber in gar keinem Verhältniß zu der faktischen progressiven Vermehrung unserer Einwohnerzahl. Denn ognz adgesehen von der Vermehrung, wilche au« der Bevölkerung herauswächst, betrug die Zahl, um welch fich unsere Einwohnerschaft nur durch Zuzug im verflofienen Jahre vermehrte, 34,000 Personen. Wie unter diesen Verhältnissen, welche auch in Zukunft mindesten« fort dauern werden, der WohuungSuoth gesteuert werden soll, ist noch nicht abzusehen. —(Ein Gaunerstückchen) sondern gleichen ist von dem Barquier Schanftlß in Hirschberg in Scene gesetzt worden, dessen betrüglichen Bankerott auch wir vor Kurzem meldeten. Ehe er unter Hinterlassung sehr bedeutender Passiva verschwand, rassle er zusammen, was er zusammenraffen konnte, wobei er seine intimsten Freunde nicht verschonte. Ec hatte um so leichteres Spiel, als Niemand den Verfall der Verhältnisse des vor nicht langer Zeil noch s hr wohl filuirten Mannes ahnte. Mit wel- chrr Rücksichtslosigkeit, mit welcher Verleugnung jede« besseren Gefühls er bei seinen Betrügereien zu Werke ge- gangen ist, zeigt unser Geschichlchcn.„Lieber K."— sprach et eines Tage» zu einem seiner besten Freunde—„Du weißt, daß ich hier mit einem jungen Mädchen ein Ver- hältniß unterhalten habe, welches nicht ohne Folgen ge« blieben ist?"—„Ja, ich weiß es."—„Die Sache ist mir, wie Du denken kannst, sehr fatal; ich möchte mich mit dem Mädckeu so schnell el« möglich einigen, ihr ein für alle Mal Behuf« Abfindung eine bestimmte Summe geben."—„Ich denke auch, da« wird das beste sein, um allen Skandal zu vermeiden."—„Dergleichen Angelegen- heilen werden am besten durch einen Dritten abgemacht. Ich habe da« Verhältniß aufgelöst und will das Mäd- che» nicht mehr sehen. Mir gegenüber würde sie viel Weiterungen machen, eine Scene spielen. Willst Du ihr tagen, daß ich 500 Thlr. zu ihrer Abfindung bestimmt habe und sodann bei einem Notar die Sache mit ihr abmachen? Wenn sie nicht eingehen will, auf eine Kleinigkeit mehr würde kS nicht a,-kommen."—„Ich will die Vermiltelung, wenn ich Dir damit dienen kann, gern übernehmen."—„Du thust mir einen sehr großen Gefallen. Ich möchte Dir das Geld gleich mitgeben, zwar weiß ich nicht, was die Notariats gebühren betragen und ans welche Höhe die Einigung er- folgt..."—„Mache doch nicht so viel Worte, lieber Freund, ich lege Alle« einstweilen auS: noch heute werde ech die Sache zu erledigen suchen."— Am andern Morgen sahen die beiden Freunde fich wieder und zwar in der Lchausunq deSiemgen. der die Vermittelung übernommen halte.„Die Sache ist notariell abgemacht, hob dieser an, „das Mädchen Hai sich mit 500 Thalern, die ich ihr über geben, zufrieden erklärt."—„Eharmant, ich danke Dir herzlich. Wir wollen die Sacht gleich in'« Reine brin gen. Wie gesagt, ich konnte nicht genau wissen, au welche Höhe die Einigung zu Stande kommen wird, auch nicht, wie viel die Notarialsgebühren betragen. Hier ist ein Wechsel von mir über 1000 Thalcr."—„Da be kommst Du noch 187' 2 Tholer heraus. Die Notariat«- gebühren betragen I2Vs Thalcr." Sprach'«, ging nach seinem Comtoir und brachte dem Freunde die Überschüssige Suiume. Mit einem hcizlichrn Händedruck empfahl sich dieser und ging zu— dem Mädchen, der einstigen Gelieb teil. Eine Nithrscine wird znuächst gespielt.„Louise," beginnt der Banqnicr darauf.„K. hat Dir in meinem Auftrage 500 Thalcr ausgehändigt?"—„Ja wohl, ich habe sie gestern empfangen." Nach einer kurzen Wendung des Gcsvrächs äußert jener:„Aber Mädchen, Du wirst doch dos Geld nicht unbenutzt liegen lassen?"—„Nein ich trage rS heiilc noch räch der Sparkasse."—„Nach der Svarkosse? Wieviel Procent Zinsen giebt denn die?" —„Drei Procent."—„Wer giebt heut zu Tage noch Geld zu drei Proccnt Zinsen fort! Ich habe Dir das Geld g'gebrn, aber ich wünsche doch auch, daß Du e« nutzbar anlegst. Gehe heut noch nach meinem Bank g-schäft und übirgieb die 500 Thaler meinem Kassirer. Sage ihm, ich hätte gesagt, daß ich da« Geld zu 0 Pro ccnr verzinsen werde." Da? Mädchen lhal, wie ihr gc- h'iße» war und leg e da« Geld mit anderen Ersparnissen in dem Bankgeschäft nieder. Am Tage daraus war der Banqnicr vtischwunden und unter den vielen von ihm Betrogenen sizurirten auch der Freund K. mit 1000 Tha lern, die Geliebte mit ca. 000 Thalcrn. —(Stronßbcrg junior.) Die„Trib." erzählt folgende EotsührungSgelchichte, die augenblicklich in Berlin viel von sich reden macht. Tie junge, blühend hübsche Frau eines R.'stanralenrS, der seiner Gattin in schmucker, äußerer Erscheinung nicht nachsteht und vor ihr nur noch ein sehr gewandtes und humoristisches Benehmen voraus hat, ist plötzlich durchgebrannt, ohne daß irgendwie ein Grund vorlag. Die jungen Leute sind noch nicht lange vermählt, da» Geschäft ganz brillant. Der unsreiwilligc Strvhwittwer durchsucht die Papiere der Entflohenen,»m vielleicht einen AbschiedSbricf zu entdecken und findet bei dieser Gelegenheit nicht einen solchen, wohl aber ein Schreiben ihres Galans, der sie nach Genf citirt lind de» Weg über Frankfurt vorschlägt. Dahin ist man nun der flüchtigen Dame nochgeeilt, deren Eltern in Ver zweiflung sind. Wa« aber nun dem Ganzen die Krone aussetzt, ist, daß auch in dieser EnlführnngSgcschichle der bei allen Berliner Affairen neueren Datums am meisten genannte Äiamc die Hauptrolle spielt. Diesmal handelt es sich nicht um Erwerbung von Eisenbahnen, Gütern, oder ganzen Ländern, sondern nur um ein Frauenherz und darum auch nicht nm den Vater, sondern nur um den Sohn, der, wie es scheint, seine eigenen und nicht de« Vaters Wege wandelt. Man ist übrigens auf den Ausgang der Sache gelpannt. —(Ein Schlaukopf.) Aus dem österreichischen Oberlandc schreibt man der„Grazer TageSP.":„Ein Schullehrer ging von einer Confcrcnz»ach Hause und benutzte den Schienenweg der Rudolsödahn; der Zug braust hinten»ach, der Lokomotivführer ficht den Lehrer, pfeift und bremst, und bringt den Zug noch rechtzeitig zum Stehen.— Man hält den Lehrer an, und fragt ihn. ob er nicht Pfeifen gehört habe; er sagte:„Ja, aber ich habe nicht gewußt, daß da« mich angeht." (Die Mormonen) haben gegen den Beschluß de« Was-ingtonrr Cvngrcss.-S, der die Vielweiberei ver- bietet, in sehr beweglichen Worten Einsprache gclhan. In einer Zuschrist der Heiligen an�en Congreß wird nach- gewiesen, daß die Mormonen Utah aus einer Wüste in ein Paradies verwandelt haben. Es heißt dann weiter: „Wir, da« Volk, da« dieses gethan hat. glauben an das Prinzip der vielfachen Ehe oder Polygamie, worin wir nicht nur eine crhibcnde sociale Verbindung und eine Ab- wehr gegen viele furchtbare Ucbel, sondern einen von Gott gecssenbarten Grundsatz erkennen, auf den alle unsere Hoffnung aus die ewige Seligkeit gebaut ist. Wir glan- den, daß die Ehe als die rechtmäßige Quelle anzusehen ist, woraus der Mensch in seiner irdischen Prüfung Er fadrungcn schöpfen kann, daß die eheliche Verbindung in alle Ewigkeit besteht, und daß ohne sie kein Mensch in das himmlische Reich Gottes aufgenommen werden kann." (Feuer.) Am 26. Abends 10 Uhr brach in der Siegenschen Riemendrehcrci in Barmen aus dem Hotten Feuer au« und wurde das Etablissement vollständig ein Raum der Flammen. —(Ein wackerer Mann.) Ein sebmale», sechs Stockwerk hohe« Hau» in der Vorstadt St. Antoine in Paris ficht plötzlich in Flammen, das Feuer loht von unten nach oben und schon brennt der Dachstuhl. Die Bewohner scheintp geflüchtet zu sein,.plötzlich ruftS: da oben in der Dachstube zeigt sich eine alte Frau!— Alle« lutzt, nur der Pompier-Corporal Thibanlt stürzt fich in'« Hau« und eilt über die Treppen. Er ist oben und trägt die arme Alte eine Treppe hinunter, da ist er von Flam- men umringt7 die Treppe brennt.� Schnell bindet er sich die Frau ans den Rücken und läßt fich auf einer kurzen Leiter zum Fenster hinaus; die Leiter kracht und biegt sich unter-der doppelten Last, unten steht alles athemlo«, er ist verloren! murmelt die Menge. Endlich hat der Brave daS- nächste Stockwerk erreicht, er hat kaum noch so viel Kraft»nd Alhcm, um aus dem Gesim« einen Augenblick zu ruhen und die Leiter zu erfassen, die bis zum vierten Stockwerk reicht. Jetzt langt er unten mit der Geretteten an und bricht zusammen. Ein Jubclruf der Tansendc durchzittert die Lust. Als der Lärm sich etwas gelegt, ruft ein Ossizier: Dies ist da« zehnte Mal, daß Thibault einen Menschen dem sichern Fcuertode entrissen hat!— Neuer Jubelruf. Tags darauf trug der Wackere das Kreuz der Ehrenlegion. —(Militärpensionen.) Der preußischen Armee gehörten am Schluß" des vorigen Jahres zusammen 3283 pcnsionirke Offiziere an. Darunter befanden fich: 26 Ge« neralc, 118 Gencral-LieutenantS, 199 General-Majore, 134 Obersten, 618 Oberst-Lieutenants, 1413 Majore, 967 Hauptlcute und Rittmeister und 713 Premier- und Sccondc-LieuleuoutS. Hierfür wurden an Pensionen ge« zahlt zusammen 3,435,563 Thlr.!— Wieviel Pension er- hält ein Lohnarbeiter, der Jahre lang im Dienste der herrschenden Richtung in der menschlichen Gesellschaft ge landen hat? -(Tiefempfundene Poesie.) Beim Abschiede d-S LandrathcS Grafen Solms zu Luckau bringt das amtliche Kreisblatt ein Abschiedsgedicht, dessen erste Strophe folgendermaßen lautet: „So sind sie da, die trüben Trennungsstunden! Bald tönt der Schcideglockc letzter Schlag! De« Kreise« Herzen sind hineingcwnnden In einen Kranz voll Thräueu, Schmerz und Klag! I Ein Jeder reicht sein Blümlcin, welche« spricht: Leb wohl, du edler Graf, veimiß mein nicht!" —(Versammlung von Postbeamten.) Am ver- flossenen Sonnlag hielten die PostHilfsbeamten eine Ver iammlung in Berlin ab, in welcherein Verein zur gegenseitigen Unterstützung gegründet wurde. Ferner wurde beschlossen, sich an den R-ichStag um Abhülfe der traurigen Lage der Posthilfsbeamlen zu wenden. —( Ein dreister Streich.) Ein Privatsekretär In Posen war vor etwa 4 Monaten im MagifiratSburcan einige Wochen beschäftigt und hat dieser Tage seine da- durch erlangte Erfahrung benutzt, um einen Gaunerstreich auszuführen. Er schrieb an die Insassen der dortigen Franenklöster mit der Unterzeichnung:„Der Magistrat", die Serviskommijsion. Picklcr(sein eigener Rame) Bcr- sllgungen, worin er mitthcilte, daß der Magistrat gcnö thigt sei, da ein neues Bataillon Soldaten eingetroffen wäre, die Klöster mit Soldaten zu belegen. Indessen au« Sittlichkeitsgründen, die der Magistrat, d. h. Pickler, annehme, wolle er die Soldaten anderwärts unterbringen, wenn die Nonnen pro Mann IV» Thaler zahlten. Dan» verkleidete fich der MagistratSvertreler, Picklcr, als Epe kutor, trat bei den„Grauen(barmherzigen) Schwestern' ein und insinuirte das gefälschte Schreiben. Die Damen wollten zwar ansang« nicht zahlen, indessen, da Pickler meinte, dann müsse er alsbald 8 Mann Einquartierung dem Kloster zusllhren, was doch aus Gründen der Gilt- lichkcit-c. k., gaben sie die 12 Thlr. für die überreichte Quittung der Scrviskasse. Die Damen forschten aber weiter nach über ihre Verpflichtung, männliche Einquar ticrung aufzunehmen, und das sührte am 20. dsS. zur Bei Haftung des Pickler. —(Die Langfinger) ersinnen immer neue Gc schästSerlcichternngen. So wird aus Burg berichtet: Von Berliner Gaunern war vor einigen Tagen unserer Stadt ein Debüt zugedecht worden, da« glücklicherweise gänzlich mißlnng-n ist. Unter dem Vorwande, mit hiesigen Kauf- lcntcn Geschäfte abzuschließen oder wenigstens cinzuleiteu, waren die Gauner hier crschienco und besuchten als ächte HandlungSreiscnde verschiedene Häuser. In einem Hause baten sie um die gütige Erlaubniß, einen Koffer für die nächste Rächt niedersetzen zu dürfen. Diesem unschuldigen Begehren willfahrte man auch, hielt aber doch ein wach- samc« Ange auf den fremden Koffer. Bald bemerkte man darin einen lebendigen Inhalt und traf dann die geeig- ncten Vorkehrungen. Zunächst schickte man in aller Stille zur Polizei, Männer setzten sich auf den Deckel, damit er nicht geöffnet werden könnte, und als Alles vorbereitet war, wurde der Koffer geöffnet und darin ein mit allen möglichen Diebsinstrnmcntcn versehene« Subjekt vorge- snndcn und natürlich sofort sestgenommen. Die innere Einrichtung de? Koffer« ist äußerst zweckmäßig, sllr frische Lust und wa« sonst nölhig, ist Sorge getragen. Glück- licherwcise ist da« Liest zur rechten Zeit ausgenommen worden. —(Eine vielseitige Bildung.) Nicht» geht über eine vielseitige Bildung, und was wir von den Nankee« noch lernen können, erhellt so ziemlich aus der folgenden beachteilSwcrlhcn Annonce, die wir au« einer Reihe ande- rer im„Newqork Herald" herausheben:„Ein junger Mann von einiger Geschäftserfahrung und liberaler Er- ziehung wünscht eine Stellung, in welcher er sich wenig- sten» der LebenSbedürfniffc sicher fühlen kann, und in der ihm Energie und Thätigkcit ein Fortkommen sichern. Er versteht Nähen, Fegen, Spülen, Stieselwichsen, Latein. Griechisch und neuere Sprachen gut zu unterrichten, ebenso die englische Literatur, und ist im Staude, über irgend ein Thema, von der häuslichen bi» zur Staatsökonomie flüssig zn schreiben. Als Hotelmeistcr Kellner oder oder Privatsekretär würde er eine sehr werlhvolle Acqui sition sein." Glaubcn'S, wenn alle die schönen Eigen schaftcn keine Aufichneiderci sind. —(Unangenehme U eberraschung.) In diesen Tagen reiste ein Gastwirth au« Rawicz in Geschäften nach Breslau. Wenige Stunden nach seiner Abreise von dort traf bei seiner Frau eine Depesche mit der Aufforderung ein, ihm eine Summe Geldes ungesäumt nachzuschicken, welcher Aufforderung pünktlich Folge geleistet wurde. Der zurückkehrende Ehemann war nicht wenig erstaunt, als seine Ehefrau ihn fragte, ob er da« verlangte Geld rechtzeitig erhalten habe, denn er hatte zu dessen Absen- düng keinen Auftrag gegeben und wußte nichts vou der auf seinen Namen aufgegebenen Depesche. Und fehlt die Kraft im Alter dann, So fraget man durchaus nicht viel, Wer nicht genug mehr schaffen kann, Mit dem ist gleich schon aus da« Spi'l- Voll Grau'n füllt sich des Mannes Blich Denkt er an'« elende Geschick, Und seiner Kinder Znkunst. Drum Brüder wollen kämpfen wir, Vereint für unser Menschcnrecht; Für kargen Lohn nicht wollen wir Hier länger bleiben Selav' und Knecht. Aus Brüder! Gürtet Euch mit Mulh, Daun wird auch un« der Morgen gut. Der Sieg muß unser werden. Gustav KitiF Briefkasten. A. H. in H. Telegramm leider zu spät eiliZ� ,»z Das Vorstandsmitglied Herr Grüneberg inn' sucht, seine Adresse bei der Redaktion des„Socd anzuheben. J«- H. O. in R. Ihr Gedicht ist recht hübsch: � U(m Abdruck desselben würde unfehlbar eine EonsiscattM � „Social-Dcmokral" herbcisllhren. Ämwliceil. Zeit »ich, Agitator. rr Dieses Arbriterblalt, welches bereits circa j Abonnenten zählt, erscheint jeden Freitag Abend. jährlicher Preis in Preußen 2 Sgr., i» den' Staaten des Norddeutschen Bunde« 1 Sgr. o' Oesterreich, Baden, Wllrlcmbcrg und Baicra Alle Postämter nehmen Bestellungen an, und H die Post erfolgt(außerhalb Berlins) der Vcrtri� Bestellungen, welche noch stattfinden, werden d« erschienenen Nummern nachgeliefert. _ Die Expedfl! P lüt Lcrlln. Allgemeiver deutscher Arbeiter � Da es nicht möglich war, ein ständiges Sonnabend zu beschassen, so werden die Versa! von jetzt ab jeden Dienstag Abends 8'/» Uhr in Engelhardt s Lokal, im großen Saat, stalifinden. Die erste Verft' findet nächsten Dienstag, den 3. Mai statt..® Der VereinSpräsidcut wird in einer Reihe's;! y, der Vorträge:„Die französische Revvtutis„j* Jahre 1848 bis zum Staatsstreich" � Erster Vortrag nächsten Diensta g. 'P° «r h JFür Hamburg. Allgemeiner deutscher Arbeiter- Mitgliederversammlung Freitag, den 2S. April, Abends 9 Up. in Tstlge's Etablissement. PaUr-tinSlat� 1 dt Tagesordnung:.'all 1) Fortsetzung d.r vittaglen Debatte W»er) VereinSangclegcnheitcn.— 2) Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. � ttrif pon 7t. J -ttr Hamburg. t Gewertschast deutsch. Holzarbc�. Oesfentlich c MitgliedervcrsamwlA h Jf Eonuabend. de« 30. April. Abend«» �.,--7 im Tischler-Amthausc, Brcitrftraßr-) Alft Tagesordnung: t'Ol, ortrog de» Herr» Richter.__ lttyip -Für Hamburg.,:3 tu Allg. deutsch. Zimmrrer-Vercl"" il°ub Freundschaftliche Versam m luv il fiten Freiteg. de» 29. April, AberdS 9 st F aus der Zimmercrherbcrge, Spitalers»™ Tagesordnung: Gewerbliche Lciprcchungeii. Der BcvollsÜ?! Einsendungen von Arbeitern. (AuS Winterthur in der Schweiz.) Auf Brüder schaaret Euch zum Bund', Und ogilirt von Ort zu Ort. Lebt Ihr denn nicht bis diese Stund' In Kummer und in Elend fort? Entbehrung ist stet« Euer Lohn, Bom Vater erbt bei uns der Sohn Nichts als der Armuth Qualen! Der Morgensonne Purpurstrahl, Bricht über Berg' und über Höh'n. „Erwacht!" ruft er ins Weltcnall, Bald kann man'« volle Leben sehn. Die Lerche schwingt sich In die Luft, Di- Biene sauget Blumendust, Da« Bich springt auf der Weide. Doch wenn für Euch der Morgen tagt, Stellt Nolh und Sorge sich gleich ein, Der Gram, der an den Herzen nagt, Er lässct Euch nicht fröhlich sein. Nicht ruh'n noch rasten dürfet Ihr, Für kargen Lohr müßt immer ihr Der Reichen Gcldsack mehren. Für Hamburg. Allg. deutsch, ver. Metallarbritcr! O f f i c i c l I c Versammln oke Sonnabend, den 30. April, AbcndS 8' l in Stadl Bremen, Nicdernslraßc 120- _ I. Rosenberger, B.uolln� Für„Altona. Geschlossene Milgliederversaminlisl sämmtlicher hiesiger Gcwcrkschastön" Sonnabend, dca 30. April, Abend« 8'/«' in Heinsohn's Salon, GrUcrtsvlov- Tagesordnung: zlt�l i» 1) Wahl de« Verbandspräfidiums über die Verschmelzung. t DZe Mitglieder werden ersucht, recht zahl' � scheinen. Die Bevollmächtigten kämmtlichir Gew»!!� dg! Für Lgdti. Versammlung dcr hiesigen Mitglieder Allgemeinen deutschen Arbeiter� Sonutaß, den k. Mai, Nachmfttazö � im Lokale de« Herrn Mai, im golderc« __ 3V A.t F- Für Egeln und ilmgcg� Oesfentliche Volksversamwl�A� Sonntag, den 8. Mai, Nachmittags s M. Nl okale des Herrn Mai. zur avldcnrn Kr«' ft,.»\ kt im Lokale de, Herrn Mai, zur goldcnrn Tagesordnung Besprechung der socialen Frage.. 4 Ii vi NB. Herr Zielowskq wird anwesend hj..., Um zahlreiches Erscheinen bittet___ TV->»,.' zahlreiche« Erschciaen bittet____ TV-!», Für Elberfeld. a\ Oesfentliche Bersammlu-i»6 der hiesigen Mitglieder des„>.( stt Allgemeinen dentschen Arbeiter«> Sonntag, de» 1. Mai, Abend, 7* � im Lokale deS WirihS A. Huiiicheidt,'l fC Um rege Betheiliguna ersucht der BcvoüZ!— Für Hannover.,, �%» Bei meiner Abreise au« Hannover ruft i�.� Zx teigenoffcn ein Lebewohl zu. Stehet ftst« � sg„ Lassalle'» und dem jetzigen Präsidenten l?r. dann ist un« der Si-g gewiß. s, j _ E. Ander«, Schuhmacher Druck von Jhring u.'Haberlandt i-Vp Bcrautwortl. Redakteur u. Verleger W. Grii-�