SPcrlin, Sonntag den 1. Mai 1870. Sedister?aliramg Demokrat. Ztitnng erscheint drei Wöchentlich, und zwar: jö, Donnerstags und �«»nabcnds Abend». örQfln der soems- demokratischen Partei. Redaktion und Erpeditio»! Berlin, Gitschincrstr. 17. »emeats-�reis für Berlin incl. Bringerlohu: vletteljährlich IS Sgr., nionarlich 6 Sgr., einzelne Nummern �gr.; bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerprcußischcn Postämter in Demjchland gleich. la- 16 Sgr.,(56 Kreuzer slldd. Währung.) Aestelkungcn werden auswärt« bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem soliden Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition auszugebe») werden pro viergcspaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter« Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agcnwr für England, die Eolonien, Amerika, Thina nnd Japan dir. A, Daesing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. C. London. j j*'1 dem 1. April hat ein neues Vierteljahrs- . �went auf den„Social« Demokrat" de- � �..Bestellungen werden auswärts bei 'stämtern, in Berlin bei der Expedition. lerstrahe 17, und bei allen soliden !°Sispeditkuren gemacht.(Preis viertel« ch Iii Sgr.) y neuen Abounenten erhalten die seit �lpril erschienenen Nummern uachge« Vl, in' m um Lba! Politischer Theil. Berlin, 30. April. �>e Frauenarbeit in Fabriken und 1 Auswüchse der heutigen Produktionsweise "'cht nur an den social-demolratischen Ar- Gegner, sondern auch an verschiedenen Paeteien. Grund ist leicht ersichtlich: Eine Aende- heutigen Gesellschaft von Grund aus, �bschassung der Lohnarbeit und Ersetzung tn durch Produktivasiociationen, kann natür- � allein von der Partei des Proletariats gc- werden, dagegen wird Bekämpfung einzelner ." Mißstände, durch deren Hebung das �ahnarbeit nicht betrosterr-.wlz�. Partiien oft befürwortet, welche d« � �"schiebe fortbestehen lasten wollen. Parleirichtungen erkennen in dieser Hin- � Bestrebungen der Arbeiterklasse zum Theil "'chlsertigt an. Einerseits sind eS die Halb- !n, welche nicht den Mulh haben, den lampf dcS Proletariats für gönzliche Ab- '8 der Lohnarbeit zu proklamircn, und Dauben, die Arbeiterklostc schon in's Schlepp- zu können, falls sie nur einige unter- g Forderungen derselben billigen. Ander- 8chen der Bourgeoisie die kleinbürgerlich, Parteien gegenüber und bekämpfen Schäden der Gesellschaft, welche sich unter 'aßindustric entwickelt haben. letzteren Richtung gehören auch die "lei, kirchlichen Parteien, insofern sie sich , labialen Frage beschäftigen, insbesondere )°Usch klerikale Partei. ' haben in den letzten Nummern eine den jener klerikalen Partei deutlich kenn- � Abhandlung über die Frauenarbeit ge- �d wollen uns heute einer näheren Be- . 8 derselben unterziehen. U j". Aerikale Partei findet eine hauptsächliche ' i! w �leinbürgerthum, welches durch die (fd).�oßindustrie zu Grunde gerichtet wird. ■t»°hkr nur natürlich, daß sie die Zustände A"' �"ubürgerthums als besonder» glückliche L die Verhältnisse, welche gegenwärtig Kijt, Etliche Familie zerreißen, mit voller schildert. Wie auS der erwähnten Ab- il, Frauenarbeit in Fabriken auch Jj'>st die Kritik dieser Art der AuSbeu- ' scharfe und gerechte. DaS Zerreißen �samilie, die Schädigung der Gesund- �vlks, dir Herabdrückung der Löhne und 'eitU'* �nsittlichkcit in Folge der Frauen- rd*' y r«t il»l III '/' !{• f' lliü Avil« iff >s 1$ itjj bitd zur Genüge hervorgehoben. In � Nachtheilc der BourgeoiSproduktionS- die Wortführer jener Partei mit überein. tttj'rgicbt sich ein sofortiger Unterschied st,..Absätze, sobald eS sich darum han« ör auf welchem Wege die Besse- �rhältnisse erfolgen soll. ki der Frage der Frauenarbeit zeigt Jtx d" mittelalterlich reaktionäre s!.,, � klerikalen Partei. DaS Festhalten z.".�schikde ist das Merkmal. Daß sop?. für Lohn bei dem andern arbei- ,> einen Theil seines Arbeitsertrages J"! den Klerikalen keineswegs ver- hlch fordern daher nicht Aushebung der a nicht einmal im Falle einer nvth- wendigen Beschränkung der Frauenarbeit das Ein- p-rlomcnis sich um so mehr auf die Andeutung der nach schreiten der Gesetzgebung, sondern gleich dem Ausgab™ � enLt.1 y o_'i.,. n.\ derselben ür die weitere Enlwlcktluilg der nalionalcu Ein> Berfa, fer des erwähnten Artik.lS sprechen sie den �schränken durste. frommen Wunsch aus, daß aus Humanität und� Ann ja— wir sind mit der Bedeutung des Gottesfurctt die Arbeiter ihre Angehörigen von„deutschen ZollparlamcntS" einverstanden, so lange oer schädlichen Arbeitsweise zurückhalten, die Ca. sich d�it beschäftigt, die Entwickelung pitalisten aber auf Ausbeutung der Frauen frei- des Handels zu fördern; auch sind wir damit ein- willig möglichst viizichten sollen. Ferner weisen verstanden, wenn ihm alle Befugnisse einer wahren sie darauf hin, daß die Arbeiter nicht als Klasse, Volksvertretung übertragen werden, so daß der sondern vereinzelt dahin streben möchten, ihre weib- Reichstag des Norddeutschen Bundes und alle lichen Angehörigen nach der einstigen Ileinbllrgcr- �zellandtage überflüssig werden; aber damit sind lichen Weise alS Mägde u. s. w. zu beschäftigen �icht einverstanden, daß man dem Zollparla- und nicht innerhalb der Großproduktion. Es ist�ente bei seinen so äußerst beschränkten, nur un- leicht ersichtlich, daß derartiges nicht den geringsten Einfluß auf die heutigen GcsellschaftSzustände haben kann. Sobald das eherne Lohngesetz erzwingt, daß die Arbeiterfannlir niut anders als bei Fabrikarbeit' ihrer weiblichen Mitglieder existiren kann, ist durch das Vorgehen vereinzelter Arbeiter nichts zu erzielen: DieS scheint selbst der klerikale Verfasser deS Artikels über Frauenarbeit einzu- sehen, denn nachdem er anfangs sich an die Ar- beiter gewendet hat, mit der Aufforderung, ihre Angehörigen. nicht der Fabrikarbcit preiszugeben, schließt er mit dem AuSruf:„Aber die Roth, die Roth", und gesteht dadurch selbst zu, daß er die GcsellschaftSverhältnisse als übermächtig anerkennt. Nun, wenn das die Klerikalen zugestehen, warum treten sie dann nicht entschieden vor?.........._ Sur'uW' ntfö» sie alsdann nicht:ncrj)tsch�aS Eiu- ilnnmrnznhalten. schreiten der Gesetzgebung an? Da liegt eben der Schwerpunkt der anscheinend arbeiterfreuntlichen Agitation. Bon lleinbürger- lichem Standpunkt aus die Großproduktion kriti- streu, das können zwar die Klerikalen, aber im Klassenkampf direkt sich auf Seite dcS Proletariat» stellen und die Forderungen desselben nachdrücklich zu vertreten, daS ist für sie zu revolutionär. Dort trennen sich ihre Wege von denen der Socialisten. Rundschau. Berlin, 30. April. s�s Das„deutsche Zollparlamcnt" ar beitet mit Dampfgcschwitidigkeit, so daß schon innerhalb acht Tagen seine Thätigkcit beendet sein wird. Man hat Hoffnung, daß die vorgelegten Steucrcrhöhnngcn abgelehnt werden, da sämmt liche Süddeutsche sich dagegen erklären. Auch kann eS keinem Abgeordneten, der daS allgemeine Interesse nur im geringsten im Auge hat, ein- fallen, das Zollparlamcnt zu einer Sleucrbewilli- gungSmaschine zu machen. Die ministerielle„Prov.-Corresp." bringt einen Artikel über daS„deutsche Zollparlament-, dem wir folgende Sätze entnehmen: Die Widersacher der Schöpfungen von 1866, de« Norddevischcn Bunde» und deS Zollbundes, spötteln zum Scheine wieder einmal über die armseligen Aufgaben des Zollparlament»; sie weisen auf die Erössnunftsrcde hin, in welcher„nur von Zucker und Kossee, von Mexiko und den hawaischen Insel» und von dem„ewigen- Zolltarife die Rede sei, und meinen, um solch» Dinge lohne e« nicht. ein deutsche» Parlament zu benifen,— e» zeige sich darin immer mehr, daß diese Einrichtung nur eine Täuschung lei. Die Regierung ist augenscheinlich ganz anderer Mei- nung: sie sagt zum Schlüsse der schlichten Eröffnungsrede, daß da» Zollparlament durch die beabstchligte Reform de«-solltaris» seine diesjährige GesetzgebungSarbeit würdig schließen werde, und baß diese Reform, sowie die erfolgte Erweiterung de« Zollverein« nach der Ostsee und Nordsee, die der Enrwickelung de» Handel« entsprechende Umgeftal wng der Zollgesetzgebung, endlich die Reform der Zucker b-steu-ru ng Z-ugniß ablegen werden für den Ersolg des neuen Zollbunde». Die Regierung hat hierbei zunächst und vor Allem den Erfolg sür die unmittelbaren Zwecke de» Zollbund.« im Auge, für die gcmeinsome Förderung von Handel und Verkehr und der hieraus begründeten Wohlfahrt de» deutschen Volke«;— doch ist hiervon da» Bewußtsein unzertrennlich, daß die Befestigung de» Ban> de«, welche» durch diese gemeinsame Einrichtung um alle deutschen Länder geknüpft ist, und die auf diesem Gebiet« erreichten Erfolge unfehlbar auch dazu dienen werden, die nationale Gemeinschaft überhaupt zu kräftigen. Der chirmderr de» Norddeutschen Bunte» hat erst jüngst bei der Eröffnung de« R-ichSlog« die Bedeutung der Se- iomm'hril der Verträge, welche den Norden Deutschland« mit d-m Süden d.rbinden, al» Bürgschaften sür die Sicherheit, wie sür die Wohlsahrt de« gemeinsamen deut- ichen Vaterlandes so bestimmt und erndrucksvoll hervor- gehoben, daß die Regierung bei der Eröffnung de« Zoll- politischen Befugnissen zumuthcn will, seine poli- tische Thätigkeit in Erhöhung von indirekten Steuern zu bcthätigen. Die„Volkszeitung" bringt mit gesperrter Schrift folgende Nachricht:„Die Fraktion der Fortschrittspartei hat einstimmig beschlossen, die Erhöhung dcS KaffcezollcS abzulehnen."— Also so weit ist eS schon gekommen, daß man in auf fälliger Weise betonen muß, daß die Fortschritts- Partei eine indirekte Steuer abzulehnen gewillt ist! Verstand sich daS vielleicht nicht von selbst? Die„Brcsl. Zeitung" schreibt recht treffend „Der keudalen„Zeidl. Corresp." drängt sich un- abwciSlich die Frage auf: ob es überhaupt aus die Dauer möglich sein wird,.Parlamente ohne Diäten in so großer beschlußfähiger Zahl zu Sie glaubt dijtsk Frage unbedingt verneinen zu sollen. Wir auch. Nur meinen wir, daS natürlichste Mittel der Abhülfe fei selbstverständlich die Zahlung von Diäten. Das ist aber nicht die Ansicht des feudalen BlattcS; eS will vielmehr die jetzt für die Beschlußfähigkeit geforderte Zahl verringern; dann würden die Mit- glieder bei wichtigen Fragen von selbst in einer der Bedeutung der Sache entsprechenden Zahl er. scheinen. Und wenn das nicht hilft? Ei nun, so setzt man die Zahl noch einmal herab. Geistreich ist daS eben nicht, auch nicht neu, aber sehr mechanisch. Wie sehr die slavischen Elemente in Oester- reich sich unter einander befehden, davon mag eine Rede, welche ein polnischer Advokat in Krakau in einem politischen Club gehalten, Zeugniß ablegen. Einige Sätze der Rede lauten: Wir haben Polen, Czrchen, Mähren, Schlesier und Im Süden verkommene und vergessene slavischc Stämme. Al» Nackkommen einer großen Nation, die längere al» «ausendjährige ruhmvolle Vergangenheit hat, sollen wir Polen mir jenen winzigen Stämmen in Verbindung tre len, die auch nicht«>n Blatt in den Annalen der Ge schichte gefüllt haben— mit den Dalmatinern z. B., die noch heule den Gefangenen die Ohren abschneiden? (Murren.) Können wir da»? Die czechischcn Beamten baben unsere Söhne auf den Kusstein und Spielberg ge schickt. Jene Brendel und Brandt, die ihre Namen da durch vorzugsweise befleckt haben, gehörten dem czechischen Stamme an.(Murren.) E« kommt noch in Betracht, daß Böhmen von drei Millionen Ezechin und zwei Millio- neu Deuischen bewohnt ist, die mit einander in fortwäh- rrndem Unfrieden leben. Die Deutschen können sich wenig sten« auf eine Nation von vierzig Millionen Seelen .flützen, aber die Ezechen finden nur an Rußland einen Rückhalt. So lange die Ezechen übertriebene Forderungen stellen, die nothwendig Oesterreich» völligen Ruin herbei ■'' w" haben führen müssen, können wir mu ihnen kein« Gemeinschaft DaS zu Mailand tagende Militärgericht gr langt in seiner Untersuchung über die Thcilnahme der Militär» an dem Putschversuch zu Pavia zu folgenden Ergebnissen. Es stellt sich heraus, daß sowohl der erschossene Sergeant, als der schwer verwundete Offizier Begezzi an« der Kaserne von hinten von den verschworenen Sergeanten, die sich dann noch in derselben Nacht entfernten, und, wie man weiß, unangehaltcn die Schweiz erreich tcn, die Schüsse erhielten. Wie weit der Fanatismus dieser Leute geht, ersteht man auS Folgen- dem: Mehrere Soldaten bezeugen, von dem ge- flüchteten Sergeanten Cechini die Worte gehört zu haben:„Es dauert mich, daß Begezzi wohl der mulhigste Offizier deS Regiments ist, allein ich kann nicht anders, ich muß ihn tödten."- Solche Episoden lassen tiefe Blicke in die Mysterien un- sercr unzählbaren Geheimbünde thun.— Zwei Brüder,■ welche einem Gcheimbunde angehörten und irgend etwas verrathen hatten, wurden in Ravenna eines Morgens auf der Straße erdolcht gefunden. So werden dort die Verräther be« straft. Die Anstrengungen in Bezug auf die„Volks- abstimmung" in Frankreich sind im Wachsen. Der Kaiser hat 1,(100, 000 Francs zum JafondS beigeschossen; der Minister des Innern ist dem Beispiel mit 200,000 Fr. und die übrigen Mi- nister zusammen mit 300,000 Fr. gefolgt. Dem Neinfonds fehlt es übrigens nicht an Mitteln, die täglich reichlicher eingehen. Alle hervorragen- den imperialistischen Persönlichkeiten, wie Schneider, Magne, Rouhcr, Persigny, de Forcade, begeben sich in ihre Departements, um für's Plebiszit zu arbeiten. Es war sogar die Rede davon, den kaiserlichen Prinzen einen Umzug durch so viele Departements wie möglich halten zu lassen, um auf die Bevölkerung zujvirken und etwas Enthusiasmus anzufachen. Es ist jedoch von der Ausführung des Planes abgestanden worden. Der Eindruck der kaiserlichen Procla- mation ist, für die Hauptstadt wenigstens, durch- aus ungünstig zu nennen. Selbst diejenigen ge- mäßigten Blätter, welche bisher dem Ministerium Ollivier ihre Stütze geliehen, finden nur ein dürfti- geS Wort des Lobes; der„Monitcur" schwieg so- gar am ersten Tage gänzlich und daS„Journal des Debats" hebt aus der kaiserlichen Proclamation nur einen Satz hervor— den Satz„die neue Verfassung wird den Borthcil gewähren, daß sie bis vollendetm Fortschritte zu endgiltig gewonnenen macht und die Regierungsgrundsätze gegen die poli- tischen Schwankungen schützt"— aus welchem Satze auch den„Dsbats" einleuchtet, das für Napoleon III. einmal wieder die Reihe der Re- formen, welche das Kaiserreich zu geben vermag, geschlossen ist, daß das Gebäude eine letzte Krö- nung erfahren hat. Am härtesten urtheilt unter den gemäßigten Blättern der„Temps", welcher in dem Aufrufe eine Verletzung und Beleidigung der öffentlichen Meinung erblickt, da der Kaiser völlig zu vergessen scheine, daß der Umschwung, welcher sich seit einem Jahre vollzogen, keineswegs einer gnädigen Laune des Fürsten, sondern der Initiative deS Landes, wie sie sich in den Wahlen von 1LKS aussprach, zu danken sei. Der französische Minister Ollivier hat au seine Wähler folgende Proklamation erlassen: Meine lieben Mitbürger! Man sagt auf dem Lande, daß«s gut ist, von Zeil zu Zeil das todte Holz an den Bäumen abzuschneiden, damit sich ihre lebenssähigen Theile mit Kraft entwickeln. Der Kaiser bat da« todte Holz von seiner Verfassung abgeschnitten, damit sie neue Kraft gewinne und sich so zu sagen verjünge. Am 8. Mai wird er Euch fragen, ob er wohl gethau hat. Ich rathe Euch, auf diesen Ausruf mit Wärme zu antworten und bei dir Urne mit Stimmzetteln anzukommen, aus denen geschrieben steht: Ja! Einige werden Euch auffordern, mit „Nein" zu antworten; hört nicht aus sie. Es ist lange her, daß Ihr mich kennt. Mehrere uuler Euch erinnern sich meiner Reden, al» ich beim Beginn meiner Leben«« bahn Eure Fluren durchstrich. Sie mögen Euch sagen, ob meine Worte nicht immer gegen die Gewaltthätlgkejr, den Zorn und den Haß gerichtet waren, un» ob ich nicht immer die revolulionairen Doctrinen mit eben so viel Entschlossenheit bekämpstl, als ich e« heute thue. Wisset Ihr, woher diese Einheit In meine Ideen kommt? Von der Einheit in meinen Gefühlen. Wa» die Politik be- trifft, so habe ich nur eine Leidenschast: die Liebe zu dem großen und guten Volke von Frankreich; und r» ist der Wunsch, seine Leiden zu erleichtern, sein« intellectuekle, materielle und moralische Lage zu erheben, welcher mir die Resignation zu den täglichen Miseren de» öffentlichen Leben» leichter gemacht hat. Wer ist nun da« Opfer, welche» für dir Revolutionen büßen muß! Ist e« nicht da« Volk? Wenn die Ordnung gestört ist und die Geschästc still flehen, so macht die Vorsehung über unseren Kopsen keine Revolution in den Elementen; die Sonne fährt fort, die Behren und Trauben zu reistu und der Reiche ist nie in Roth. Welche Trostlosigkeit dagegeu in der Wohnung de« armen Arbeiter«! Deshalb habe ich die Revolutionen immer verabscheut. Hört nicht aus die, welche Euch anralhen, mit „Rein" zu stimmen. Nehmt an. daß sie am 8. Mai den Sieg im Bar und überall in Frankreich davon tragen. Wa» würde ich dann zutragen? Sie würden sich rächen, in» Gefäng« niß lperf-n, verbannen; sie würden die sociale Repubuk errichten, die Reichel, niederschmettern, wie sie e« auch in Euren Herbergen versprechen. Und dann? E« würde nicht länger dauern, als da« Sturmwetter eine« Tage«. Die über ihre augenblickliche Ohnmacht verschämte Nation würde nicht zögern, sich zu erheben und sagen: Genug m Anarchie und Unordnung gelebt! Und die, welche lieber- geschmettert haben, wüiden alsdann niedergeichmettert weiden. Setzt aber im Gcgentheil voran», daß unsere gtmnbe triuwphlren, wie jojij ander« würde e«! Lanpk Tage der Sicherheit, de« ii'crliauens und der Ruhe wür den un» gesicherl sein� Von den Reden über die Vcr fossurg, den Jnleipellolionrn, den Drohungen mit diu Aufläufen und den revolulro, ären ProphlZeiungen befreit, könnte der Kaiser mit seinen Ministcrn sich mit einer roet größeren Fürsorge als bisher mit deis-Veiiteln beschäjtigr», das Laos Desjenigen, der nicht» besitzt, Zn mildern, ohne das R cht Desjenigen, der besitzt, zu verletzen; und wir werden nicht jene Zeilen des Bürgerkrieges zu befürchten haben, wo nicht die Söhne ihren Vätern, ioi der» dir Väter ihren Söhnen die Augen ichließcn. Eilt datier, meine lieben Mill llrger. eilt einmüldig und mit Eifer zur Urne hin. L>chc der alte Ziymalc'on monatlich zu meiner Zersmunug in seiner»nrrmcßtichen unterirdischen Villa auf der Insel Eopri gab, wo, noch einer seltsamen Lonne dieses vorn-hmcn Herrn, zehinausend Kerzen von wohlriechendem Wach« da« Tageslicht ersetzten. Ganze Provin- zen hätte man für doS Gold kausin lönnen, welches jede dieser Saturnalien kostete, bei denen man junge schöne Sclaven in PorphyibarsinS voll seltenster Weine erlräi kec und Kinder und jui gc Modckcn unter Bergen von Rosen blättern Nebst JoSmin- und Lrangeblüten erstickie, arge sehen von den tousend andern selisomen Erfindungen T>h malcions. der nicht wußte, was er irdrnlrnjiovlc, im mir zu gesallin und meine zunehmende Longeweile zu verirei- den. Ach Sylvest, man spricht in Orange von den Lrgin ganstinas,— da« sind unschuldige Vesialinnenspule ue- bin den nächtlichen untiriidischln Oigicn jenes alten Herrn, der sein Leben bi« aus Sö Jahre brachte, weil er jeden Morgen ein Zauberbod nahm, zu w-Ichcm das noch laue Blut eini« j- ngenMätchenS kom.(G esck ichtlich.) Er starb endlich für sich und Andere zu rechter Zeil Cr konnte lichtS mehr erfinden gegen den Widerwillen und die Uebersällipung die von Tage zu Tage mich mehr ergriffen. Zum Glück(ich kann Dir e« sagen, weil Deine Erzählung"und Deine Liebe zu mir beweisen, daß ick einen Bruder wiedergesunden habe, von dim ich mich nie mehr trennen will,) zum Glück habe ich seit zwei Jahren daS Heilmittel gegen diese Langeweile, diese llebersättigur g, diesen Ekel vor Allen gefuiedrn.— Ach, Binder, setzie Siomara mit einer Begeisterung hinzu, die ihr ganzes Gesicht überstrahlte,— wenn Du Wüßtest, welche schreck- liche Wollust ick in.gewiffen Mysterien findet Aber woe ist Dir? Dein Gesicht erblaßt und drückt Entsetze» aus? Shlvest, was ist Dir? Aniworte mir. Eiomara hatte Recht; ihr Bruder erblaßte und seine Züge drückten Grauen und Enls tzen au», denn daS Gc ficht seiner Schwester blieb bei diesen Enthüllungen gleich- gillig, lächelnd sogar. Ihre ruhige sauste Stemme wurde nur etwa« lebhafter, als sie von der sckreck ichen Wollust sprach, die ihr gewisse Mysterien gewährten. Diese Warle erweckten die vergangene Nacht in ihm; er zitterte und entfernt« sich rasch von seiner Schwester, deren Arm bis Vereins-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbelter-Berein.) Egeln, 25. April.(Volksversammlung.) Für Egeln und Umgegend wurde am 24. d. M. eine Volts- vcr'ammlung durch Unlerzeicknel'ii veranstaltet, zu welcher Herr Ziclowsky aus Buckau und die Herren Hen brich und Meusing aus Magdeburg eischieucn waren. Dir Tagesordnung bcliof die Prinzipien und Organisation des Allg. deutsch. Arb-BerciuS. Das Bürcau bestand aus Ue tcririchi.clem und den Herren A. KluSmann und W Weise. Herr Zielowsky besprach in einer längeren Rede die B>strcbm.grn dcS Allg. dernsch. Arb.-Bei eine. Nachdem die oben erwähnten Feeundc an der Debollc sich b-iheiliat, w»rde zum Beitritt ausgesordert, dem auch un- gesädr 30 Mann nachkamen. Die Redner ernteten vielen Beifall und es schloß die Versammlung mit dem allleiii- gen Verlangen, in lürzcstcr Frist eine Volksversammlung ie znbciuf n. Wir verließen unier dem Gesang der Mar- .illaise den Saal. Mehrere, darunter die Hirtel- Zie- lowSky, Hendrich und Mensing, begaben sich als- dann noch der Wohi»ing eine« unserer Parlcigcncsscn zum Kindtauseschmouse. Wir trennten nnS endlich am nächüen Piorg n bei der Abeeiie derselben in ihre Heimath. Un- -rn Brüdern in und außer D-vtschland aber rufeich zu: Haltet sesl am Prinzip und der Oigauisation des unslcrb- l-chen Laffallc. Nach Kampf und Srnim weiden wir ei, st den großen VcisöhnungS-, Friedens- und FrriheitS- lag feiern. Mit Gruß Fr Wocnig. Altona, 2b. April.(Allgemeiner Bericht.) Nach langer vi flringlnder Agiiaiion und durch dir Unieiftützi nq -er Hriren Bläuen, Harlmonn ue d Rickter>sl e« endlich gelungen, die Partei hi.r zu keäitigen. Leffentlichc Volks- Versammlung«« finden in der Regel alle H Tage statt und sind sclern unter 2000, häufig über 3000 Peisonrn stark. Tie Miiglirdichofi, sowie unsere Parlame, ttwahl- lasse stehen sich dadurch schon recht gut. UebiigeuS wer- den wir in nächster Zeit noch siäikcr wühlen Müssen, da- mit die zahlenden Miiglieder nichr nach Hunderten, son- dein nael Tousendc» zähl n. Erst dann werten nirsogev: „Allono gehört uns". Auch die Arbeiterfrauen haben sich vereinigt uud vor einigen Wochen schon bewiesen, daß sie ,u agiliren vnstlhrn. TieS wiid zur Wohl für uns eine neue Stütze sein.— In der letzten össenilichen Vetsamm luug am 23. dss. sprachen hanptiöckiich R'chtcr, Put lich uud Hartmanu; der ersic Pui-kr d.r TageSordmirg, las Plebescit Napolcou'S lll., über dos Herr Richicr refcrirte, wurde unter ungetheillem Beifall behandelt. Wer. der nur zu denkeu vermog, sollte cuch nicht diese lolessalc Fälschurg deS allpemeir-cu Wohirechis verdammen. Aller- diugs weiden auch w r, wenn wir den srrien Volke sloal hoben, für das allgemeine AbslimmungSrecht streben, doch unter den Heuligen Bei bältuisscn ist es nur »in bequemes Mittel des TrkpoliSmuS. Die össcutlichc Meinung Wied g-mecht duech die Bcemten de« H-iricheeS uud die ihm uuleiihänipe Presse, Redesreihrit epislirl nicht, denn wer es wogen wellte, in den Versammlungen das Treiben NapoleouS Iii. zn krilisiren, würde wie die ,.Un- veeföhnlichen" iofort unschädlich gen acht werden. Vielkichl kemmt diese Mode, wie so manche ontcre, ai-ch nach Deulschland; bann wüede r» cn nnsee er Partei sein, dieses Goulclipiel ouszutlcken. So lange die Presse gegen die Interessen de« Volks gchondhebt wiid und die Redefreiheit beschränkt ist, ist die Befürwortung dcS allgtmeincn Abflimwungercchis eine Bcrlümmeiung des allgemeiuen Wahlrechte. Es giebt noch sehr viele Arbeiter, welwe sich in sogenannten christlichen Ges-ller-vireinrn von den Plvsscr lriihen meln lassen. DaS ist sehr traurig. ES giebt aorr auch Aebeiicr, die lassen sich, weil sie sich einbilden, da- durch die Freiheit zu sörter», von sogeuaunleu Frcircli- giösen bcschwiudelu. Es wird gewiß Manchem von Juler- esse sein, zu ersohrcn, wie dergleichen Leute die Uibclsiande der heutigen Gelelllchafl bessern möchten. Kürzlich war Herr U hl ich hier ui d hielt vor einer großen Versamm- lurg, die von dem hiesigen BildungSvercin dcrusen war, einen theologischen Vortrag. Ich hebe einige iuleressaule Stellen daraus hervor. Er sogle unter auderm, daß, wenn Jesu« die Vorurtheile seiner Zeil gehobt hätte, dies uns nicht wundern dürfe, eS sei ja kein Mensch vollkommen. Jeder möge glauben, was er sür richtig Halle, und sich nicht um Formeln quälen,„Hot Jemand Lust, gut zu essen oder zu trink.», so mag er das lhun"(wörtlich). Als Herr UHIig seinen Vortrog beendet hatte, erhielt ich zur Jrncrpellauon da« Wort, ui d sragle, wcSha.b er, Uhiig, sich nicht zur So- cial Demokraiic bekenne, da er doch versichere, die reine Lehee Jesu zu predigen. Nun eriauleric ich, wir Jesu« über die Reichen gedacht.— Der von Magdeburg bc- lonrile Held wagte hierauf niche einzugehen, er behals sich n i> Phrasen. Jeder einzelne solle bei sich anfangen und besser werden, meinte er, dann werde der ganzen Welt geholfen. Als hierauf Schollmeyrr da« Wort erhielt und aus Lassalle verwies, da konnte der edle Held, der durch die Uiriei ftützung der Bourgeoisie lebt, nichts andere« als schimpfe» I Unsern todlen Meister beschimpft man aber nicht ungestraft. Sofort v cldelcn sich Einige der Unfern rnm Worte. Da gab Uhlig schleunigst d-n Bifehl, die Versammlung zu schließen! Nun, es schadet nickt«, wir werden schon ollen denen die Augen öffnen, die sich von den Forischrittleen Sand in die Augen streuen ließen. Georg Winter. An« WiSuur berichtet Herr Köhler über mehrere Versammlungen. Zu der ersten wurden olle Arbeiter und Äleiumcislrr eingeladen. Herr Köhler sprach über Copilal und Arbeit, den Klvsserkamps, welcher sich immer slär- kcr entwickelt und das eheiiie Lchngesetz. Besonder« schil- dertc er die Verhältnisse zwischen Kleinmcislcr und Ge- hülfen und wie« noch, daß die Kleinmeistcr oft noch schlimmer doran sind, als ihre Gehülfen. Nachdem Herr K ö h- ler die Nolt-weirdigkeir eiiier Orgar.ijation der Arbeiter besprochen, sorderie er ans, keine Ausbeuter mehr in den Reichstag zu wählen, wie bisher, sondern Aibeilerlandi- baten, uud dem großen Arbeiter bnndc bkizulrelcn. Herr Hoppe sprack darin über die ForljchritlSportri und bc- lampste ihr Treiben, sowie das ihrer Presse, welche dir Ardeiler verdumme. Herr Köhler hob nochmal« hervor, daß da» allgeveeine gleiche und direkte Wahlrecht der Weg sei zur W'desscrnng der Arbeiterloge. Er schilderte ser- ncr da« Schulwesen de« Prolelarial« und das der Bc- setzenden. Herr Richter besprach da» Lohnverhäliuiß und slcUte die Frage, wie der Arbeiter mit dem kärglichen Lehn auekonimcn sclle. Die Versammlung verlies in der größten Ordnung. In einer späreren Versawmiurg sprach Herr Köhler wieder über die religiösen Verhältnisse der Arbeiter, natürlich nicht wie die Pjass-n, die den Arbeiter mit Verheißungen und Tröstungen abspeisen. Hernach hielt derselbe Redner Vortrag über Frauen« und Kinder« arbeit. Auch diese Versammlung verlies mit gutem Erfolg. Nen-Jsiuburg bei Fronkjml a. M., 25. April.(Zur dahin aus lciner Acksel gen h laue. Dann erhob er die gesolienen Hände gen Himmel in d rief an«, als könne er nicht glvnben. was er loh und hörte: Allmächtige Götter! Und die Unglückliche fühlte sich doch bei den Erinnerungen an vnscrc Kim heil einen Augen blick gerührt und erweicht! Sie weinte bei der Er- rähluvg von den Leiden de« Vater« und der meinigen! Barmherzige Göitcr, ist ouck tic« ein Trugbild? Ist r« nicht meine Schwester, die ich vor mir sehe? Eirmara, die Sylvist ihrcrsiit» verwundert ansah mochte eine Biwcgung.»m sich ihm wieder zu nähern, ober ir winkte ihr rr.lsetzt zurück. Da ließ sie ihre großen Augen slounend ans ihm ruhen und sprach zu ihm mit ihrer liiblickcn innigen Sernme: Armer Bruder, wo« ist Dir denn? Woher diese Un rubr? Du dost, wie Du sogst, grseheu, das ich gerührt weinte bei der Erinnerurg an unsere Kindheit, bei der Erzählung der Leidlll und Qualen unsere« Valcrö und deiner selbst... Ja und ol« ich diese Thränen fließen sah, schwand mein letzter Argwohn. Welcher Argwohn? Habe ich Dir nicht erzählt von der schrecksichen Erschc! nung in der vergangenen Nackt? Siomara schwieg einen Augenblick nachdenklich still, dann wendete sie sich ohne Erröihen, ohne Erschrecken an den Sclaven und sagte halblaut zu ihm, wie in freund rchosilich vertraulicher Mritheilung: Bruder, jetzt kann ich>« Dir grsiehen,«S war kein Trugbild; Du Host in zencr Nacht mich selbst. gesehen. Nach dieser Erklärung stürzte Sylvest nach' der Tbür zu, aber da bemerkte er auch erst, boß fie verschlessen war. Es gelang ihm nicht, sie zu Lssuen, ob er gleich alle ferne Kräsie aufbot, ol« er Siomara wiideiholen Hörle: Nein, c« war kein Traum. Tie Siomora jeuer Nacht die Zauberin Siomara war ich, Deine Schwester.. Und im Tone svnsern Vorwurf« setzie sie hinzu: Sri doch nicht so schwochhcrzig... I Barmherzige Görter, rief er freudig au», da ihm plötzlich ein Gedanke durch den Kops ging,— ihr habt ihr den Vrrslond genommen. Ah, jetzt flößest Tu mir nicht wehr Abicheu ein, Unglückiiche, setzre er hinzu, da er da« Schluchzen nicht mehr unterdrücken krnnte und er näherte sich der Schwester von neuem,— nein, ich sühle Mitleiden. Aber mein Herz bricht, wenn ich Dich so jung, >o ichön vor mir sehe und weiß, laß Dein Versiord vir- loren ist... Ja da« Herz bricht mir, aber e« empört sich nicht mehr bei dem Anblicke eine«— Ungeheuer», denn Tu bist nur eine arme Wahnsinnige... Ich wah, sinnig? Weil meine Thränen flessen bei Deinen Erzählnngeu? Ueberralcht Dich die«? Mich selbst überrascht es, ich gestehe««. Aber diese Thränen waren Beachtung) Auf viele Auslagen wegen uusrer Ver loosuug bemerke ich, daß wir einen Tag, wo auSgc- spielt werden soll, jetzt fefigcslellt haben, es est der 12. Juni. Ferner möchten wir bitten, daß jeder bei Vertreibung der Loose seine Schuldigkeit Ihne, da wir noch ziemlich viel Loose im Besitz haben. Die nachstehenden Orte bitten wir sofort uns Gelder und die übriggebliebenen Loof zuzusenden, es sind Büegcl, BiikcSdorf, Cöln, Mann- heim, Offcnbach, Bockenheim. Im Uebrigcn werden noch Loose die nächste Woche anSgetheilt, weiche die belr>ffcnden Vcvrllu.ächtigllN gütigst vertreiben mögen. Für da« Ccmilö Jean VallS. VcrbklldS'CheU. ( Für den Allg. deutsch Ar bei tcrschaftS-Verband.) Allg. deutsch. Schuhmachcr.Vereiil. Homkmig, 27. April.(Vei svmmliing.) Gestern ausiech-ig: wari m srllic ich sie erheuchelt haben? Mußte ich Dir doch daö Gcsländneß machen, Dir sagen: die Zauberin von dieier Nacht bin ich... Ja, Du warst eS, Unglückliche, antwortete Sylvest mit dem Miigejühl, da« man gegen Irrsinnige zeigt, um sie nicht zu reizen. Ja, Tu warft c«... e Du sprichst von Geist S chwäche, Bruder? Dein Vcr. stand scheint schwach geworden zu sein, denn Du willst leugnen, waS Du nicht verstehst. Du hast mich, in Folge des Verralh« eine« Eunuchen, jung und schön gesehen und ich verwandelte mich vor Deinen Augen in eine häßliche Alle. Begreifst Du die« mehr als meine Thronen von vorhin? Und doch war diese Verwandlung eben so acht, wie die Thränen, die ich vor Dir vergossen, die Dir un- erklärlich erscheileen. Der Vcr stand Sylvest« wankte von neuem bei der Er inncrui g on die Zauberei, vcir der er Zeuge gewesen war. Seine Schwester mochte sie iirfinnig|tin oder nicht, war eine Zauberin, eines jener Greuel vor Menschen»nd Göttern. Er wollte temuach eine letzte uud schreckliche Prüfung versuchen, bezwang sich und begann von neuem: Arme Irre, wenn Du wirklich eine Zauberin bist, so sage mir, wo« Host Du in der vergaugeiern Nacht ge ihan? Wo bist Du giwcseu? Bei Fauslira, in tcm Tempel am Kanäle. Wie warst Tu gekleidet? Wie diese Nacht, al» ich wegen meiner Zaubereien ausging. Nein, nein, fiel Sylvest bestürzt ein, da er sah, daß er seilre letzte Heffnung ausgeben mußte,— nein, Du warst e« nicht, denn die Zauberin propheznhele Foustino, daß Siomora ihr Lpser sein werde. Hättest Tu diese Prrphrzeihung gegen Dich selbst ausgesprochen? Wer hat Dir die« mitgelhcill? Tu lasest diese entsetzliche Vorhersage au« den weißen Spuren, welche die lrawpfigcn Finger der vergifteten Sclavin aus dem rwhen Teppiche zurückließen. Noch iinwol, wer hat Dir dies mügelheill? Barmherzige Görter, stehet mir bei! Weil Tu alle« weiße, Bruder, so erfahre denn, daß ich um Faustina zu läuschen, die ich hasse, seit lange hoffe— seit drei Jahren, als wir mit cirandcr in Neopel naren— ihr in jener Rocht eine vergebliche Hoffnung bereiten wollte, deren Zufall fie schwer treffen wird. Ich nahm deshalb durch Zauberei die Züge der Hexe au« Thessalien an. die sie berufen holte, jene Züge die ich van neuem in voriger Nacht vor Deinen Augen an- nahm, als ick aut ging, um andere Zaubereien zu bewirken... Tu gestehst et? Tu best da« Matchen von stchszehu Jahren einen schreckt chen Tod sterben lassen, um Faustina zu täuschen...? Ja,«utgegnite Siomara wie begeistert, ja diese Scla Abend fand hier eine große, von 500 Persornis�{(tI Versammlung statt, in der Herr B. R ichler»c. ständlichen, mit großem Beijall tetisginommiM-• Uder die Arbeilerbewegung hielt. Ä-irftlbe 8�8" n. hcr>n aus die Bewegung in der, enrepäeschin p wie in Noldauurika ein und setzte die Bedwiml� NoimalarbeilSiogcS Ilvr auScinai der, deSgicich�Azft � und Nutzen der SlrilcS. Redner erklärie: Arbeiter mehr Lohn jordere, daun heiße es, seien unverschämt. W.nn der Arbeiter i SpintK stehle, so würde ihm da« hcch augcrcchnel; call d � > erlisten täglich sich das Meiste dcS Arbeit«»!«! � Ar heiler aneignen, davon werde uichlS geiagll ganz gesetzlich. Der Redner schloß, ivd.w« cilirtc, mit»er Aufforderung, die heutige Pr«'' � Hq weise zu beseitigcu uud wie eine Armee 0» Wahl zusammcuznstchcn. Herr Harlmonn«i dann die Sl.lluug der Schuhmacher, deren lm>!P � 5 zeit uud geringen Lohn. Ferner machlc Redn»-> der heuligc Eiaat sei. Auch belämpfte er du � � Kronlenlassc, die von den Meistern gegrüvi�! 1 über die Gesellen beffer gebieten zu töi-»>n.»ij bette die Anwesenden auf, fall« sie nicht zu lwsU j, � g hörtln, über den Schwindel der Meifurtafft in � kcn nud dann bei uns, die wir ihnen die 1 reichten, einzuliclen. ES entspann sich hierau!' hasic Debatte. Brüder allersrlS, tretet desprechl Eure Lage; schoaret Euch in dichte» t", ift s, die roihe Fahne! Und Ihr wackcrn Kampsg'«�. hin,, Ihr bisher festgehalien habt au Prinzip»»� da» lion, harret seiner aus bi« zu dem Tage,»'L i Morgeuroih der Freiheit, Gleichheit uud cnigcgcn leuchtet VIS das Zeichen der AuftrsW"( Enterbten und Unterdrücktei-l Mit Gruß md k»' �„ F. Ewaldt, Schrat,, � deutsch. Eewcrlichaft der Schmider, � 1�� und Keppcbwl-cher....»Msrich Hamburg, 28. April.(An die MitgliO! heutigen Tage werden wohl alle Bevallwäch' Adrechnnng vom 1. Quartal 1870 in Hö»! Sollte cur Ort vergessen sein, so bitte ich j» Tritz de« harien Winters haben wir uiis>c� hätiniffe im guten Siand. Höchsten« eine klii»' lchlecht steuernder Mitglieder, da streng« � chlechle Zahler nicht duldet. E» wird n»» hast in allen Theilen. Die vielen R-iseuill"' u. s w., Slcrbrsälle reißen mitunter lies i»? vcrhälm sse ein. Möge aber nun srrsch»8�. besonder« dort, wo Slrile« und lebhajir AgU»'!,- vereinten Aimee zugesührt werden lunn. Dttl.(st Partei sind das Zeichen, daß wir, wenn wir°-- Alles erreichen tonnen uud Mancher, der nock K � wird jetzt ersahren, daß man bei Zeile» sich ftx','1 -wegnug anschließen um zur Z»t g»»?, bcw. � In München hat ein un-ischüiterlicheS heil und Ausöaucr unsere Brüder in dem � die Arbeitgeber vereint. Tie süddemschen Br» �»> auf den Norden, um ihren Stützpunkt AifoL! Hessin wir, 9' und die Solidariiät zu plüscn. HvfteN w", bewährt, wir haben unsere Schuldigkeit gri/m Sieg ist unausbleiblich. Mannheim,« 1 ��.9 staub im Slwm; ein kurzer Kamps und d»» �- besiegt. Was besonder« hierbei hervorzuhi« � «oß dort nicht Geld zum Siege half, sonder». � l-i uustcrhxsi« D-gaiitsaieaii, Schlugl-riigleil»»». Ja, wo die fehlen, da kostet es doppellc OpI» v,.,'' doch mit einer Niederlage. Auch aus Elif und Düsseldorf ist mir der Sieg gorield�. fern da« Beispiel, man doß man siege» Urue»�-..- :««-1> sts de man un» ÄU w'ißi man sich dem Gesetz und der Ordnung � �■. außerhalb der Partei fügt und da« Finauzw»� besorg!. Alle Schimpsereicn unserer Gcg»>r Press, hier anzujuhreii, möge man un» Ä, ein lleimr philisteriölcr Auf.chrei au« Tüsl'�. Urrsern gesiegt haben, möge hier Raum treffende Zeitungsschreiber jammert folgen»" ji i:(0 „Unter den europäischen Schneidern sck"...ji der Teufel lo« zu sein: überall dirselbe,' Paris, Hamburg, Prag, so gut wie bei wohl geeignet sein wird, der übeririebeM« in der Bcilcidung einen kliinrn Danim und etwa« orientolische Nalhlosigkeit bei suhren?!" d-�j bin ist für meine Zaubereien gefloiben. ihr Tod.« kämpf vceluudctc, weiß Faustina» mich geläuschct worden ist. Ich las in de» ihre sterbenden Hände zurückließen, gihciwl»» welche mir die Zukunft offnen. Ja, die L stordcn, wie andre starben und noch sterbe» Todeskampf eulhbllt nn« gewisse und surlhl' Nisse. Der Tod schließt Schätze aus für" zu finden wissen... deshalb suche und letzte sie immer nachdenklicher und degeist"�)�« U und befragt Alles, denn Alle« besitzt eint.'>«»» Die Blume, die in den Ritzen de» G>ob>«u gotie Blut, da« in den Adern einer Jungfrau Richtung, welche die Lust der Flaoeme ein". Ui giedi; da« Wollen schmelzender Meialle;«9. � Scle Ktndc«, welche« mit dem Messrr sprell, da«'die geben soll; daö lrampfige Lachen Grllt".«rud „-jjjl brsrogc ich, suche ich aus, habe ich gesunden noch mehr sinern. Wo« slechest Tu? fragte Sylvist wirst Tu finden? Ta« Unbekannte! die Zauberkraft, die ke igen de« � k ß'' ,to, b 'ot fi Au« iäette :(« wudei und 1 ne«i-�- U » r- p Lergongcnhcil und in der Zukunft zu led-»'� � unterwersen, dem Vogel, durck hatten 6'"ff1 wart unserem Willen zu die Lüfte zu eilen gleich gleich dem Fische; die dürren Blätter in. wo Sand in reines Gold zu verwandeln; dit j% au Schönheit, meine Jugend ewig dauern zu tnen Fähigkeit, alle Gepalten anzunchmrn. Ack-. i rief: Belieben Waldblume zu werden, um v»",-�Sil dem Nachilhou benetzt zu sühlen, zu z'"'� i®'ii i �---- �'-- s.#r WQ Kuße Ileiner Genien, der nächtlichen Liebhaber � Wüstenlöwin zu werden, um durch wei" zj Heri großen Löwen anzulccken;... stlbersordid.�>st. ichwarze Schlangen zu umschlingen uud» i erde unter den grrßen Lolotb-älicin mit blo»-e» los bergen; r der Tuitelläubchcn mit'L» und restgem Schnabel, um mit den Leil»�, Tich 'Oben Venn« im Moos zu nisten.... Ach, b>u ü in di zu komme» an Allmacht, sagen zu kön»>» 4 schla und t« ge'chiehll Deth.ld luche ich und u � j t« finden. Nickt« hält mich ab, nichi« nichi«. Ach, Bruder ich habe e» chon g"! � die wonnige Angst, den Schauer dieser ö»'!:*) die skllsomc, ui.veiglrichliche Wonne l&.tl vergangenen Nacht von d>w Augenblicke � die lh.ssatische Zauberin vcrwante», duw,�, bereien die Hüter de« Grabe« Lydia« t».�1 'chläferte, bis zu der Stunde, da ich-/" �ek der Stille und Nacht diese« Grabe« Jungsrou bemächitgen konnte, um mint- vollbringen, habe ich Entsetzen, Echo»»- .1� hol "tch di V** f' Ik!' 1?'" IN . die i .'' D' �'rspre Neber st-jt wi sol ""{irrtn sind in Verzweiflung: nun, das freut uns '«»ksurt a> SR. anbetrifft, so schrinkn die dortt liin in großer GewUihfruhe zu striken. Nichts Nun, sie sind am Ende siegesgewiß. Möge w tüchtig sjir Unterstützung sorgen. ZU Thale, ' Im Hamburg daliin ab. Der Ucberschuß in i wird einem der strikenden Orte gesendet. Zum Iii noch daiauf aufmerksam gemacht, daß jetzt chllmerstütziing dort auszntahlcn ist, wo die Ar- ichinbnr" ist. Kiel, Zwickan, Dresden, Dllsicl- Im sofort den fehlend.» staiistiichrn Bericht-in- »Ii diel Bücher u. s. w. am Orte sind, was in »chtmngen sehlt. F. S. Li-bisch. "und, 29. April.(Strike.) Die hiesigen z-uiT' haben an die Arbeitgeber die geringe Forderung whöhnrg um 15 Prozent gestellt; tollte dieselbe t w-rden, so werden sämmtliche G-s llcn zum �'die Arbeit niederlegen, weshalb wir vor Zuzug �- Auch bei den Zimmerern und Holzarbeitern ist t jd Üt in Aussicht, weshalb wir sämmtliche Paitei- ' bitten, d-n Zuzug von hier fern zu halten. -iirrt?'t linmal hier gesiegt, dann wird die Fortschritts- 'L*« Dortmund fallen. Unfern auswärtigen Collegen, Striken sind, ruicn wir zu: Steht fest im :.jj: Mit social-dcmokrotischlm Gruß l C. Kalbfleisch "„li'BiSmar berichtet Herr Hoppe über eine vor .A»t staltgehabte Maßregelung gegen ihn wie folgt: x.j hatten wir unfern Berein zu Stande gebracht. Maßregeln in vollem Zuge. Ich und wurde arbeitete dann au» lüitli l'ilw Hosichnlidcr Moll r. iidf i'' entlassen ohne jcg ichen Grund, wadrscheitr »ji'»teil ich von Produktivassociationen sprach und .M Bl»an dem Erltag der Arbeit Doch damit war '«l nicht zu Gitde. Der Herbergsvater H. Eggert � sauer werden und beredete die Meisiir, mich Arbeit zu nehmen. Bon zwei Meistern abgewie ' ich. daß jener Herr Eggert die Prinzipien unser» total entstellt vorgebracht balle. Jene beiden hiißrn Sato« und Heyoe. Ich wurde von un filbSwirth Zitzmann dann in Schutz genommen �Wismar nicht zu vrrlasicn brauchte. Da Eggert Ihne Grund meine Aus-ntbaliskarte in Besetlag hatte und sie in Güte nicht hrrausgeben wollte. ihn belangen und er mußte sie herausgeben und i.iK'l- Kosten dazu bezahlen. Ich will hoffen, daß eS lü'!« Maßregelungen j tzt zu Ende sein wird, doch g,! den Muih nicht sinken." 'jti Ettvrrkderein deutscher H»l;«rbcitcr. . �"bürg. Lg� zgpril.(An die Mitglieder.) In «> Iis Mittheilung unseres Hauptkassireis. daß bis jt ü wenig Mitgliedschaften idrcn Verpsiichtungcn lgtunn sind, sehe ich mich gce.öthigt, die säumigen ff'-gasten nochmals an ihr- Pflicht zu erinnern dingt itbtbtg. daß von ollen die Abrechnu,-g Ä'''J wird. Ist es einer Mitgliedschaft durch starke titi tu unmöglich geworden, Geld an die Hanptkaff. > � so rrgiebt die« ja die Abrechnung, aber es I»'jwngt w rdcn, daß die Letzt, rc abgelchickt wird «kr schoflen, welche innerhalb vierzehn Ta-en diesen M �"vg n nicht nachkommen, müss-n ohne Ausnahm. gt- der Aibciterschaft ausgstreten betrachtet werden if �°tn alsdann natürlich den Mitgliedschaften, welch », �W chtungen pünktlich nachgekommen sind, die d-p �s'�lhaft auf diese Weise Ausgeschiedenen gemacht werden/ damit von ihnen angrhö tH i"Iftiden kein Mißbrauch mit ihren Quittung» l, beltieben werden kann. Mögen also die Mitglieder l«�. dasiir sorgen, daß Ordnung und Pünktlichkeit ,!t>!'titt herrscht, ohne diese lieber gar keinen Verein ff ito diene den Mitgliedern noch zur Kenntviß i«1 baß in Pinnebcrg unsere Mitglieder die Arbeit -ff> Mußten; ebenso ist. in Kiel Aussicht, daß ein ftl,«u» bricht. Daß die Forderungen dieser Mitgliedc -..Und, wissen wir, denn wir haben stet» bis aus» i»?« um das bischen Lebensnnte.halt zu kämpfen; . i.1° selbstverständlich nöthig. daß jeder Zuzug dahin ;t> t«llen wird, sowie daß auch dic Hauptkossc in den �.bültzt. wird, diesen Mitgliedern tha kräitig zur 1* bthen. Lehdcr. jf ütborg, 27. April.(Maßregelung und ff Am 25. d. M. wurden die Arbeiter der I J u'lchtn Tischlerwerkstelle, als sie während der �zeit in ruhiger und genillth'icher Weise bei- Itr keine Inc.. schliche Zunge zu beschreiben vermag V�gen wird. □ J. 8 Himmels! rief Sylvest aus.— Siomara.. 2|, Fluch über die Sclaverei. die Dich zu dem k. hat, wa« Du bist! Das unschuldige Kind meiner � h�l ein böler Geist hirweggesührt und verderbt ! ff,?usschweisungcu aller Art im vierzehnten Jahre «i? iisäitigt. So bist Du endlich dahin gebracht j 1*18 Unbekannte, das Unmögliche im M.-rd, �ligung der Gräber und den eulsetzli. 1 j �gotteslästerlichen Zauberei zu suchen. Ja, be 8"Her, der in Qualen starb, bei meiner Schwe j.itit Abichcu der Natur und Gölter geworden ist. 1 Sclaverei, unversöhnlichen Haß ihr und Rache : die Sclaven machen! lüden, Haß, Fluch, Rache! Sie tödten, sie töd -' und die Todlen dienen der Zauberei... Höre .ff lle ■ Es gicbt gewaltige, unsehlba' e Zaubereiei', '.gypterinnrn t nd sie werden hervorgerufen i J1 Sohn und die Tochter au« einem Blute, naeb � ff« den geheimen Ceremonien der Göttin Jsi �a»en. Sei dieser Bruder... ich werde Dich .ff � lassen und Sorge tragen, Dich Deinem Herrn »''R wollte dieses Anerbieten mit Unwillen von vie Unterredung dmch die Stimme des äfften unterbrochen wurde. Er klopfte an die t 5 kies: 1 Siomara, öffne... die Sonne ist anfgegan riet" Beamter ist mit Soldaten gekommen, um i h, in zu suchen, der hier versteckt und au» dem zj 8 Herrn Diabolus mit einem Kästchen voll Gold 'ü... Mache aus! '"'�e mich nach der Wohnung Deines Herrn .l°fs'N, sagte Siomara zu ihrem Bru f s, ütag mich von Dir nicht mehr trennen j|i 1 Dich los, koste es, wa« es will. Uebrigrn« ist z>n die schöne Gallierin verliebt; wa« könnte er t fitft'T"11"'� t Rotte an solche Schmach noch gar nicht ge- 'w die Schande seiner Schwester losgekauft»u t. Er sagte deshalb zu Siomara, während der ff" f noch immer an die Thür klopfte: i ,n in dem Glauben unserer Bäier erzogen und . Zauberei ein Gräuel. Gleichwohl würde '> Deinen Zaubereien vielleicht dienen, wenn .«rsprechen wolltest, durch Deine Kunst mir dir JJben, an meinem Herrn und seine» Gleichen e zu nehmen. wir trennen un« nie mehr und durch meine soll Dir die Wahl frei stehen unter den sammcn saßen, von einem 18jährigen Menschen, wohl einem zukünftigen Schwiegersohn, sowie von dcr F.au undTochtei de, Herrn Seifert arg beleidigt. Bon der F-an des Hauses wurden Arbeiter, die 6 bis 9 Jahre im G schüft geaibriiet haben, mit Ech mptwörtern, z.B. Lumpen bedacht Natürlich wurde den Schimpfenden begreiflich gemacht, daß sie sich derartig nicht in der Werkst-ll- ,n benehmen hätten. Jetzt erschien auch Herr Seifert und erklärte:«S sollten gleich alle geh.n oder er würde Gendarmen holen lassen. Natürlich v-rli ß-n alle 12 Arb iter emmüthig und m ruhiger Weise die Arbeit und waren schon in unscrm Vcreinslokal angelanat. als Herr S-ifert mit, einen Gendarmen die Straße lana loa M°n sucht nun alle Schuld an dem Vorfall uns an, u- hangen, ja man sprengt ans, wir wären brtrunscn ae« we en und anderes. Na-Ütlich müßten wir schlechte So- mükwn' Am Tl™ Lügen zu widerlegen wüßten. Am 26. d. M. erklärte Herr Seifert, daß er gern alle Gemaßregelten ohne Ausnahme wieder bei der «>?" �arCn d»auf einige Bedingungen in Betreff onstandi, er Behandlung und endlicher R ailunq 6« Lohnfrage. ES haben, sich in dieser Beziehu-g uns °uch die Arbeiter der Glasnei'schen Werkstelle angeschlossen Dt-se Bedingungen werden heut- d-n Meistern übet reicht Wir sind flst-nlschlossen. nicht eher wieder zu arbeit7n. a'8 b-s uvlir- Bedingungen von den Meistern ane.kannt sind. 10 Mann, 5 vcrheirathete und 5 unverheirathere, sind arbeitslos und dazu werden voraussichtlich noch 5 Berheirathtte der Glasner'ichen Wcrkstellc kommen. Wir sind alle Mitglieder des Gewerkvereins deutscher Holz. aibtitcr, sowie großtentheils auch des Allg deutsch Arb. tüZ/r-"n'suchen insbesondere die Hamburger und Altonaer Eobegen und Parteigenossen, den Zuzug von Ptnurberg s-rn zu halten. Mit Gruß und Handschlag H- Fahl. Mg. deutsch. Zimmerer- und Maurer-Vereiu. Ans Magd' bürg erhalten wir die Nachricht, daß dt dortigen Maurer und Zimmerer, sowie diejenigen der um liegenden Orllchaften einstimmig sich für die Verschmcl ,ung der Gewerkschaften ausgesprochen haben. Allgemeiner dcptscher Maurer-Verci«. Berli», 28 April(An die Mitglieder.) Unsere Bcreft-sm.tg, teder in München befinden sich noch immer ' �""gk'it ist eine gute, es ist aber nöthig daß überall freiwillige Sammlungen veranstaltet werden. um denslffM durch zu helfen: Stc sind durch den bisherigen ul-drigen Lohn von 10-15 Sgr. pro Tag in ,» gr?ß- $ siisi�rzt. Es haben bereits mehrere Meister in die Erhöhung de« Lohnes gewilligt. Geldunterstützttngen P.nVnji4.ten,J,n H"rn Ehristian Klaas. Lothringer. straße 259 m Münster, Westphalen.- F-r.-cr kann ich die » s m0�"' d°f! der für Uelzen auf r* a??\f.,si�feCtc Strtkc der Maurer nicht vor m i?t'. no-!>', 3*l"f,e.rJU S-rechlen Fordeningen der G-s-ll-n vollständig � b-wtll.gt haben. Mit social-dema krauschem Gruß G. Lübkert Tage ausbrechen können. Ferner frägt man bei mir fort- w hrcnd an in B-trtss der Verschmelzung, sowie über die E'gänzungswahl de» Verbandspräsidiums. Ich muß zu erfte-cm bemerken, daß ich in keiner Weise den freien Willen der Mitglieder beeinflussen werbe und muß jeder nach seiner Ueberzeugung stimmen. WaS den zwmai Fall betrifft, so werden die Mitglieder ja auch vier Per- tonen wählen können, denen fle ihr Vcrtrautn schenken. Da« Wohlrcsiiltat ist bis zum 7. Mai an Herrn Wilh Hoienclevcr, Gitichinerstr. 17, einzuschicken. Ich bitte ichließlich all- Mitglieder rcsp. Bevollmächtigten, mir das Bertranen in Betreff der Vercinsleitung zu schenk n, wie uns-rm Lübkert, damit wir vereint nnS aus dem Schlamme der Versumpfung herausarbeiten können. A. Kapell. —*- Allgem Tahnck- und Cigarrcuarbcitcr-Gewerkschaft. Freden. 26. April.(Quittung und Dank.) Für unsere hülssb-dütstigen Collegen sind an Liebesgaben ein- gegangen aus Lübbeke von Ludwig Schmidt 1 Thlr. 15 Gr., wosüewir den herzlichsten Danksagen. Der genannte Ort wird den hiesigen Collegen stets im Gedächtniß blci- den. Obige Gabe hat zwar eine kleine Freude bereitet. aber die Roth ist dadurch noch nicht gelindert, da die Frau dcS Betr-ffenden seither stärker erkrankt ist, so daß unser College Wärter und Arbeiter zugleich sein muß und ihm der Schlaf geraubt wird. Da läglick seine Kräfte dadurch mehr und mehr abnehmen, so hoffen wir, baß von Seiten der Colleg n noch Hülse lammen wird. Der Mann ist wirklich im höchsten Grade bedürftig. Gaben nimmt dankend in Empsaug der unterHIchtietc B.voll- mächligtc in Freden, Provinz Hannover Fr, Ohlendorf. und F Allgemeiusr deutscher Zimmerer. Verei». ®:r'in; 27. Apris.(Zur Beachtung) Angemeldet dtstatigt sind folgende Bevollmächtigte: für Celle � sarnccke, Garten st, aß- 19c., Nienburg a. S Kr «"übe. Steinbruch 28, Barmen Joe. Jngold, Ober- Wöstraße 12, Dortmund Fr, Bougardt auf Bergen Nr, 688 Für da« Präsidium: A. Kapell. Berltn. 27. April.(An die Mitg icdcr.) In Braunschweig bcstnden sich unscre Vcrcinsgcnvss-n im am'.-,nk 18 � ütir von dort acschrieben, daß die Mai-ritat der Ztmmermeister die Forderungen der G-- tcllen schon genehmigt hat, und nur noch die größ'cii Ans- beuter sich nicht dazu verst-hcn wollen Ich ersuche die bart-igenoss-n daher, allen Zuzug nach dorthin abz-chalten ««1! i"lc ütäglich die ausbrechenden StrikcS zu unterstüben denn die E-ntralvereinskassc kann nicht alles Ärx-.iV*, üothwcndig. daß jed-r Einzelne seine Schuldigkeit al» Ptarleigenesse thut, Uuterstlltzmtgett sind an den Btc-prasid-nt-n, F. Slöfcr, Mönchstr. 17, in «raunschwetg, zu senden. Außerdem mache ich die Mit gliedschaftcn darauf aufmerksam, daß man mit den Au- fragen itm Unterst lttzung zu ArbeitScinstellungkn sich ein wenig gedulden möge. Wir haben so viel Strike« schon genehmigt und für BercinSsache erklärt, doß in der nächsten Zeit an neue nicht zu denken ist, da die angemeldeten alle chrecklichstcn Arien der Rache. Um meinem Hasse zu genll-tctt, muß ich noch einige Dag- in dem Di-vste de« Diabolus bleiben... Ich habe meine Pläne. � Schwöre mir bei iinscrer Liebe kei- neu Schritt bei meinem Herrn zu thun, um meine Frei- heit zu erlangen, ehe ich D'ch wiedergesehen habe... ES wird mir bald möglich werden. Versprichst Du eS mir? Ich schwöre eS, antwortele Siomara freudestrahlend. Und sie umichlang ihren Bruder zärtlich zum fttzten Male, ohne daß er es zu wehrtn wagte, um nicht ihren Verdacht zu erregen. Siomara trat dann an die Thür und berührte ohne Zwcif l eine verborgene Feder, denn Die Thürc öffnete sich alsbald und che Sylvest sich hatte umkehren können, war Siomara vcrlchwtt den. Da ist der elende Sclave, sagte der Verschnittene, in- dtm er mit dem Beamten eintrat und eine innige Freude zu fühlen schicu, daß er Sylvest aus dem Hause bringen konnte... Er wieß ans ihn und fetzte hinzu: Die schöne Gallierin, die nicht wußte, daß dieser Keil ein Kästchen gestohlen hat, da Niemand hier ein Kästchen gesehen, war gutmüthig genug, den Klagen des Menschen zu glauben, der sich ihren Landsmann nannte, um ein Almosen von ihr zu erbetteln... Hinaus, Du Galgen irick! Herr Diabolus wird schon mit Dir abrechnen, Sylvest verließ das Hans Siomara» in Begleitung de« Beamten und der Soldaten. Draußen fand'er auch ieinui Herrn, der ihn erwartete und den Beamten ersuchte, dem Sclaven sofort die Hände binden und ihn durch zwei Soldaten nach Hause geleiten zu lassen, damit er nicht zu enlflichcn versuche. Der geheime Wunsch Sysptsts begann sich zu erfüllen: er wurde wieder zu DiaboluS g-sührt, der, ohne ein Wort zu sagen, neben den Soldaten ging. Seine Sclaven fürch-eten seinen kalten Zorn noch viel mehr, als sein bitzigt« Ausbrausen. In der Wohnung sagte er zu den Soldaten, sie möchten in der Vorhalle warten, dann ließ er Sylvest in-in niederes G.mach treten, in welchem er sich allein mit ihm einschloß. Das Gesicht de» Diabolus war bleich; von Zeit z» Zeit schrenen sich seine Hände tinwillkllhrlich vor Wulh zu ballcm während er mit zusammengezogenen Brauen, wildem Bltck und zusommengepreßten Zähnen den Scla- ven schweigend ansah. Nachdem ,r wahrscheit sich sich hin- reichend an seinen Räch Plänen gewrldit, sagt- er zu Syl- vcst, dessen Hände noch immer geknebelt waren: Ich habe die ganze Nacht an der Thür der schönen Gallierin gewartet, ja... ich... an ihrer Thür. Was chat'st Du bei ihr, während Dein Herr draußen bor Ungeould verging? Ich sprach von Dir, Herr.s Wirklich, Du getreuer Dieuerk Und»a« sagtest Du ihr? Nechlszuflanve in der Äourgeoisrepublik. Ein Ncwyork r Correspondent dcS„Fr. Jonrn." b: richtet über die dortigen R-ct-lSzustände, die so grauenhaft sind, wie sie nur je in den Zeiten der seudalcn Junker wirthschaft vorgekommen fein mögen. Der Bericht liefert den sci-lagcndcn Beweis, daß unter der Herrschaft der Eapitalmacht selbst die Politisch sreieste Staatstotm de« Rechtsstaats nicht vor der liessten gesellschaftlichen Faul niß schützt. Wir entnehmen der Cvrrcspondenz zum Bc- weis nachstehende Stelle: „Die Bestechlichkeit steigt in unscrm modernen Sodom von Tag zu Tag in abschreckender Weise. Von den Spitzen ter städti'chen Behörden ou«, die leid-r mit dem allerschlichtesten Beispiel vorangehen, hat st- sich in bisher nicht vorgekommenem Grade durch alle Schichten der Gesellschaft ausgebreitet. Es muß stark kommen, wenn hiesige Zeitungen darüber in die Lärmposanne stoßen, denn man ist hier zu Lande an gar starke„Bcrbnchrrkost gewöhnt; es ist daher folgende Auslassung des„Ntwyork Journal" dt« Rcgistrircns Werth:„Das Leben in New York wird mit jedem Tage unsicherer. Mord, Raub, Schändung, Diebstahl, Betrug ic. sind täglich vorkam mendc Ereignisse und die Spalten uns-' er Blä tcr mit der Schilderung schändlicher Verbrechen täglich angefüllt. — In den meisten Fällen cmkcmmcn rie Thätcr, da die Leitung der Polizei, und namentlich die der Geheimpolizei sich in den Händen von Leuten befindet, die entweder nnr Füllung ihre« Säckels oder Vergrößerung ihres polit! scheu Einflüsse« im A-ge haben. Die Gesetzgebung wird boffcr.tlich bald Abhülfe schassen und eine gründliche Säuberung im Poliz-i-Deparlem-nt vornehmen." Das Hut wahrlich No h! Denn wir hate-n unsere Diebe und Mörder nicht mehr allein in den niederen Schichten de» Volkes zu suchen, fondcnr das Palizeipersonal liefert un« deren selbst geniig.— So wurden erst am 20. Dezember I. die beiden Polizisten Harrison und Remse» für schuldig brsunden, einem Kcnlukyer Namens Well« 3000 Dollars gestohlen zu laben, ebenso die Polizisten Steven» und Rambaq im Januar ihres Dienste« entlassen, weil ssc— während sie bei einem Brande da» E gcnlhnm schlitzen sollten— an diesem Eigcnlhum einen sehr bc- deutenden Diebstahl begangen halten; Weiler wurden An fa g» di-l-S Monais drei Polizisten ihieS Dienstes ent lassen, weil es sich ergeben, daß sie schon mehrmals wc- gen Diebstahls bestraft worden waren. Und so könnten wir noch spalteiilang forlsahren, thaliächtiche Beispiele au'znsiihrcn, daß gerade au» Mitlen der Polizei h-rau« da« Verbrechen in Blllrhe gcsch- sscn war. Vor wenigen Tag n äußerte ein des brutalsten Morde» schnldtgeS Sub j-ct vor d-m Richter:„Was könnt Ihr mir thun? In Newyork hängt man Keinen mehrl" Es war die« der Raufbold Jack R ynolfS. der mittlerweile doch zum Gal Ich sagte ihr, Herr, daß Du tief vcrichuld-t seiest, vor keiner Schlechtigkeit und G mcinhcit Dich schcuttst und ihr deshalb als Geschenk ein Kästchen voll Gold schicktest, das Du eben einem Frennde, der jung, reich und dumm sei, gestohlen habest,— Meiner Meinung nach, sagte ich zn der schönen Gallictin, kannst Du keine einträglichere Wohl treffen, als wenn Du jenen einfäl ligen jungen Mann und sein Gold nimmst... Meinem Herrn, Dial-oluS, aber verschließe die Thür; dieser vor nehme Betrüger würde Dich ausbeuten, wie er eS mit der edcln Fnlvia, mit der Flöte bläserin Basta und vie- len anderen Ihötichtcn Frauen gcihan bat.— Tie schöne Gallicrin hörte aus meinen brüderlichen Rath. Du wirst Dich überzeugen, sobald Du an ihre Thür klopsst. Glaube >icht, daß ich scherze; nein, diesmal mache ich es nicht wie sonst so oft, daß ich Dich leichtgläubigen Thoren z- m Besten habe. Ich Hobe aufrichtig gesagt, was ich von Dir denke, denn Du bist der ehrloseste, erbärmlichste Wich«. Da Diabolus on kecke, ja freche Reden seine» Scla- ven gewöhnt war, so unterbrach er ihn anfangs nicht, weil er ohne Zweifel glaubte, die Rede dcS Sclaven habe eine verborgene Bedeutung, zuletzt werde er sich cntschul- digen. Die lebten Worte oder cntiäuschtcn ihn; er konnte deshalb seine Wttlh nicht bezähmen, ergriff ein Bänkchcn, da» mit Branccvcrziming'n versehen war, mit beiden Händen und wollte damit sofort den Kops des Scloven zerschmettern, der gleichgiliig, ja hoffnungsvoll den Tod erwartete. Diabolus bclarn sich ind.ß eincs Andern und sagte, während er da« Bätilchen noch in der Hand hielt: Nein, hier will ich Dich nicht niederwerfen; da« ge- nüg« mir nicht. Sylvest sah mit Bedauern s'ine� Hoffnung getauscht, aber er wich nicht zurück. Seine Hände waren geknebelt, aber die Füße frei; deshalb gab er dem Herrn einen so starken Fußtritt an den Leid, daß Diabolus einige Schrille weit fortrollte und ou« vollem Halse um Hülse rief. Jetzt, dachte Sylotst, muß er mich umbringen und ich werde meine Freiheit nicht der Schande virdank-n, ich werde vor ihren Zaubereien geschützt sein... Sie verfolgen mich unablässig und endlich würde ich doch ihr Opfer werden. Aus den Hülserus Sylvcst'S eitten die beiden Soldaten und einige Sclaven, darunter auch der Koch Vierwllrz in da« Gemach, während ihr Herr mit Mühe ausstand. Ganz erschöpft sank er auf eine« Sessel und sagte zu den Soldaten: Ergreift den Bösewicht... er wollte mich Morien. Die Soldaten ergriffen Sylvest, während die andern Sclaven schweigend und besorgt, denn sie liebten ihn, unter einander sich ansahen. Diabolus, dessen Schmerz wahrscheinlich etwa» nach- gen berurtheilt worden ist, aber nicht etwa feint« Ver« brechen» wegen, sondern weil er nicht Geld g.nug zur B.st.chung der Richter, der Geschwoicnen oder der Ge- sangenwä.tcr tc. in Händen hatte. In Bezug aus den drastischen Ausspruch d-o Verbreckeis:„In Newyork hängt man Keinen mehr!'— sagt ein hresiges Blatt s.hr richtig: „Wenn mau die in den letzten Fünsvierleljahren in un« lerer Stadl vorpekomiucnen Morde sich ansieht und nach. forscht, was ou» den Thätern geworden oder wie eS mit d-n betreff enden Prozess.n steht, so muß man zu der Ueberzeugung kommen, daß jener Auespruch des rohen, nngebildelen Jack RrynoldS, der nur nachpiauderie, wa« sich hier die ganze Welt sagt, eine bittere, sllc unsere Zu« stände leider nur zu charakierisiische Wahrheit enthält. ES ist bedauerlicher Weise bei uns so weil gekommen, daß ein Mensch jedes Verbrechen— vom kleinen Dieb« stahl bis zum schändlichsten Morde— ftraslos begehen kann, wenn er nur tlengende Münze besitzt, um die ihm von allen Seiten offen entgegen gehauenen Hände ge« hörig zu füllen. Vor Gftd stiegen die Kerkmhüreu auf und fillen die Ketlru ab! Was ich hier niederschreibe, ist leider eine Thatsachc, die durch die eclalant-sl-n Bei« spiele et harret werden kann. Registrireu wir davon nur einige: Am 22 Januar 1869 starb James Slropp nach Äuespruch der Coroner-Jmy in Folge srevelhnfier Bc« Handlung Seitens de« I)r. Armand. Der H.rr Doctor wurde gegen Bürgichast aus der Hast rnllaffen, ist noch nicht processirt und wird auch nie proc-jsiu werden.— Am 10. Fevruar 1869 erstach Thoma« Dünn den Mc. Guirc; Du:tn lctstcle Bürgschaft, wandilt frei umher und wird nie b.sirafl werden.— MrS. Ellen O'Hara starb nach Ausspruch der Coronir-Jury in Folge wiffcnllich falscher ärztlicher Behandlung des I)r. Waikee am 17. Ja« uuar 1859 i>r. Walker leistete Bürgschaft und— curirt nach der Maitier des Doctor Eisenbart weiter, d. h. er giebt den Lcichciibesorgern schön-« Geld zu verbiencn.— Am 15. November v.J. lödlclc Pele-r Pczutc den C. Shay mit Vorbedacht; Pczute ist frei und wird nie processirt werden. Plan könnte diese« Register bis i,§ Unendliche fortsetzen, denn jeder Tag liefert neuen Stoff dazu. Wie auf dem Gebiete d-S R.volvetS, des GisuS und deS Dolches herrscht auch in siuUchcr Hinsicht eine offeu zu Martle gebrachte Schamlostgleit, die wohl in der gesamm« len cioitistrlcn Well ihres Gleichen sucht. Man ist leicht geneigt, bei Ihnen in Deutschland Schilderu, g>n wie die meine zu den Ucberlreibungen zu rechnen, weil die grellen Farben gar scharf gegen das in meinem allen Balerlandt glücklicherweise nech aus der Tagesordnung befindliche „weichere Kolorit" abstechen; aber trotzdem sind die Sachen bei uns eben leider so, wie sie sind, und eine Bemäntelung würde sie nicht anders machen; bemäntelt man doch hier die Sittenlosigkeit, die btö in da« Extrem geht, nicht mehr! Der Brozeß gegen Mc. Farland, wegen einer Ermordung, wird im März— wie anfänglich bestimmt— nicht mehr zur Verhandlung kommen, da man den ccmplicirteu Zcugenapparat, wie er thcils dem Staarsanwatt, thcilS der Btrlheidigung gefügig sein sollte, nicht rechtzeitig zu Stande bringen konnte. Während dess n lebt der Ange« klagte in seiner Haft recht gemüthlich, und hat seine Zelle sogar mit den feinsten Brüsseler Teppichen und den schön« sien Gemälden ausschmücken lassen. Der Manu besitzt Geld oder, b-sser gesagt, man steckt ihm solches von dcmd» k- atischer Seite nieUich zn. Zu den Verlhcidigungskosteu aU.in hat der Philadctphier Kausmann Rogers 500 Dollars hergegeben.— Ader auch Mc. Farland'« frühere Frau, jetzt Wittwe des erschaffenen Richardsou, dem sie vor einigen Monaten auf dem TodeSbelle durch Rc scrcnd Henry Ward Bcecher angetraut worden war, ist nicht un« ihälig und such: aus der Skandalscche möglichst Capital zn schlagen. Sic hat bcuirS den ersten Band jhrtr Bio« graphie und derjenigen ihres zweiten M-mneS vollendet und von Verlegern von SenftruonS-Schrrften glänzende Honor aran erbiet nngcn erhallen. Bei rrnS macht man selbst mit dem Mord und der Schande ein„dersiness" -schättchen)— und das Buch dürfte eine» reißenden Absatz finden, da e« besonders an Zweidculigleilen sehr reich sein wtrd." Vermischtes. a. Berlin, 27. April.(Die Versammlung de« BeztrlSoereins) der Stadtbezirke 137 bts 141 fand gestern statt. Auf der Tagesordnung stand:„Petition an die Sladtverordneienversammlung wtgen Erbauung einer höhcrn Töchtirschulc." Sämmtliche Rcdmr lprachen sich gelassen Halle, stand nun ans, stützte sich aus den Tisch und sagte, nachdem er lange nachgedacht hatte, zu den Soldaten: Führt den Mörder in die unterirdischen Gewölbe de« Circus... Nach drei Togen ist Schauspiel da; er soll den wilden Thiercn vorgeworfen werden. Endlich, dachte Sylvest... Meine letzte Stunde wird also bald schlagen. Seine Gefährten abtr empsan« den einen Schauer t-es Entsetzens, während die Soldaten ihn sorlsllhrlen. Vierwürz indcß, der Koch, gab Sylvest ein geheimes Zeichen, indem er zwei Finger seiner Hand an einander drückte, als wolle er damit ein Pulver fassen, und Sylvest erricth sofort, daß der Koch wieder an seine Vcrgistun gsplä nc denke. Ehe ich diese schmerzliche Erzählung weiter fortsetze, mein Kind, möchte ich Dir sagen, warum die vornehme Faustina kein Mitleiden verdient, während Siomara, so verbrecherisch und gräßlich sie auch erscheinen mag, auf Mitgcsühl doch Anspruch hat. Faustina ist die Personification jener gänzlichen Miß« achlnng dcr menschlichen Wesen, die ans der unumschränkten Gewalt hervorgthl, wtlchcs sich der Herr über den Sclaven, der Sieger über den Besiegten, der Unterdrücker über den Unterdrückten anmaßt. Faustina ist das entsetz- liche Beispiel jener maßlosen Ausltwcifungen, zu denen man so leicht durch Müßiggang, Reichihum, unbcschränk« len Willen und unbegrenzte Wünsche gelangt und denen bald die Ucbersälligung folgt, welche dann Barbareien und Ausschw.isungen erzeugt, vor denen die Natur erschrickt. Siomara dag- gin ist die Personification der enlsetzlichen Verdorbenheit, in welche fast unausweichlich die Scla« vcrel stürzt, wenn wir jung in dieselbe gelangen, besonder« aber wenn sie nicht besehwerlich und grausam ist, sondern dem Körper durch alle Genüsse de» LvxuS schmeichelt und die Seele für ewig vergiftet. Der Sclave, der zu den beschwerlichsten Arbeiten verdammt ist, geprügelt und ge« fnliert wird, fühlt immer seine Energie von neuem im Schmerz und im Hasse, das Gefühl seiner Würde ist in ihm nicht erloschen, denn er denkt an die Empörung. Und dusen Abscheu bor der Unterdrückung, die einzige Tugend in der Sclaverei, verliert der durch schmachvolle Genüsse verweichlichle und entnervte Sclave, so daß er oslmal« ieincm Herrn durch seine Verbrechen gleichkommt, ja sie übertrifft. Siomara, die als Kind von einem ehrloscu Geeist gekauft und erzogen wurde, dessen Schändlichkeiteu über die Grenzen dis Möglichen hiranszug-hen schienen, mußte Trymalcion nachahmen, und sie hat ihn über« troffen. Schande und Unglück über unser Geschlecht, aber die Sclavin Siomara halte keine Wahl zwischen dem Bösen und dem Guten, während die freie und reiche Faustina wählen konnte. (Fortsetzung folgt.) für eine solche Petition au«, weil man dafür sargen müsse, daß die Kinder dir öcsigcnden gut ausgebildet werden. Da trat aber Herr Sur in(SuffaUeaner) auf nnb wen bete sich entschieden dagegen. Er erklärte, man solle l!e! er die Konimuiial-lAemetndeschnlen verbessern. Die Kinder der Arbeiterklasse hätten dasselbe Recht zu beanspruchen wie die der ttesitzenden. Hier fordere die besitzende SUass Stadt- oder©taatäuülfe für sich, thäten dies aber Arbeiter, so bekämpfe sie die Staatohlllse mit ollen nur er- deullichen tllii tcln. Anritt wies dann nach, daß die Ar- deiterklasse, 89 Proz. de« Aolks, die meisten Stenern und Abgaben zahl n müsse, mithin auch dasselbe Recht haben wolle, wie die B. sitzenden. Man wolle aber das arbei- tenbe Lolk mebethaltcn und nicht zum Klass.ndewnßtsein kommen lass n. Der Redner wurde j tzt unterbrochen von den H.rren, die aus Bildung so großen Anspruch machen, sie versuchten ihn nieder zu schreien. Aber seine ktästige Stimme drang du ch und einzelne Bourgeois meinten veiblüsst:„Der fürchtet sich vor dem Teufel nicht." Aurin erklärte: Es sei ihmgont gleich, was da kommen Werde, und n it moralischen Keulenschlägen ging's dazwischen. Der Dr. Castan, der seinerzeit geprahlt hat, mit dem Revolver in Arbeiteiversammlungen gehen zu wollen, aber stets hübsch zu Hause geblieben ist, stellte den Antrag ans svsortigen Schluß, nm Aurin dos Wort zu entziehen, aber der Antrag wurde abgelehnt. Nun erhielt d r Dr Gumbinner das Wort; er erklärte: Die Unbemittelten zahlten gar keine Steuern, olles würde von den Reiche� gezahlt, somit hätten die R ichen ein dovpelteS Recht, Ansprüche an den Staat zu machen. Aurin erhielt nochmals da« Wort und widerlegte den guten Herrn Doktor natürlich Punkt für Punkt, indem er verschiedene Stellen au« de» Werken Lass lle's citi te. Er forderte dann direkt aus: welcher lretnke Doktor den Mann der Wissenschast widerlegen wolle, der solle sich nur milden Und siehe da, der gute Doktor wurde ruhig wie ein be- gössen er Pnd.l. Schließlich wurde nach heißer Debatte Herrn Aurin von der Mehrzahl der Anwesenden volle Anerkennung zu Thiil. Selbst der sortschriitlieh gesinnte Herr Stadtverordnete Mah mußte die Richtigkeit der Äussöhrungen anerkennen. —(Zur Kennzeichnung der besitzenden Klasse,) die, sooatd>s ihr an den Geldbeutel geht, sich der Reak- tion in die Arme wirft, diene folgender komischer Schmer- zensschrei eine« Btiliner Hauswirths in der„Kreuzztg." Der Inhalt desselben läßt sich dahin zusammenjassen: „Die Wohnnngsuoth kommt daher, daß die Polizei das „rohe Miethervolk" nicht genügend im Zaum hält." Unser Hauowirth lamentirt nämlich, wie folgt: „Erlauben Sie mir, daß ich— einer der so viel ge- fcholtenen Berliner HauSwirthe— dem vortresflichen Artikel üoer die obige Frage an der Spitze Ihrer Stummer 96 noch einige Bemerlungen beifüge. Man klagt mit Recht, daß gegenwärtig im Verhältniß zu der anwachsenden Be- Völkernng so w-uig kleine Wohnungen gebaut, ja daß selbst die bestehenden verringert werden, obschon man für kleine Wohnungen jetzt ve hält ißmäßig hohe Preise erhält. Worin liegt nun die Unlust der Bauherren und Haus- wirthe, kleine Wohnungen zu vermielhen? Die Braut- »ortung der Frage ist nicht schwer. ES liegt auch an der neuer» Gesetzgebung und der Auslegung, welche der- selben thatlächlieh Seilens der Polizeibehörde gegeben wird! Ich sehe hierbei ganz davon ab, od diese Praxi« eben eine uothwendige Folge jener Gesetzgebung ist. r braucht wohl nicht eist ausgeführt zu werden. daß selbst unter gewöhnlichen Umständen die sogenannten kleinen Miether— ich verstehe hierunter die der Keller-, Dach und Hinterevohnunzen— diejenigen sind, mit welchen der Wirlh am meisten zu schaffen und die häufigsten Unau nehrnlichfeiten hat, die sich am wenigsten in di-jenige Ord nnng sllgen, welche um des GesammtwohlieinS der Miether willen in jedem Hause geharrdhabt werden muß und deren natürlicher Vertreter der mit Steuern und vielfachen Anforderungen Seiten« der Behörden in An sprnch genommene HauSwirth ist.— Diese Uuannehm lichkeiten und Schwierigkeiten wurden aber früher sehr leicht durch die Entscheidungen der Revieipolizei als vorläufige Instanz beseitigt. Fast durchgängig be- rnhigten sich beide Theile dabei und verhältnißmäßig selten wurde eine gerichtliche Entscheidung nothwen- big. Im Ganzen auch waren die kleinen Miether im Allgemeinen gesitteter, anspruchloser und rechtlicher und der Verkehr mit ihnen w-it leichter als jetzt. In diesem Verhältniß hat sich Vieles geändert. Durch die Freizügigkeit häuft sich von Tag zu Tag das Pcoletaeiat, durch die fortwährenden Äusreizttngen und Hetzereien der demokratischen und socialistiichen Agitation hat sich ganz zweifellos— statt der geprahlten Bildung— der Charakter der großen Masse verschlim- wert. Da« Christenthum, die Achtung vor der Obrig- keit, die Achtung vor dem Eigenthum und dem Recht des Andern, da« Gefühl für Zucht und Sitte wird den Leu- ten ja sörmlich mit Gewalt ausgetrieben; die täglicher Clubs und Volksversammlungen steigern die Bummelei und die Bedürfnisse und mindern die Arbeitslust; da« Fügen in Verpflichtungen, Ordnung und Verhältnisse kommt immer mehr außer Mode und Unrechtlichkeit, Anmaßung und Uebermuth sind in auffallender Weise im Wachsen. So entsteht geradezu eine zahlreiche Klaffe von kleinen Miethern, die jeder Wirth zu vermeiden sucht. Und diesem immer mehr Überhand nehmenden Ucbelstande gegenüber verhält sich die Polizei ganz negativ. Während sie, wie erwähnt, früher selbst kleine Streitigkeiten vor- läufig schlichtete, findet der Hatiswirih jetzt bei Beschwerden nur Verweisung auf die Gerichte; während früher das sogenannte„Ausrütken" ohne Mietht zu zahlen, eine Schmach war, jedenfalls aber der HauSwirth, der von der Miethe seine Hypothekenzinsen, Steuern und Lasten zahlen soll, gegen solche offenbare, zuweilen gewaltsame Betrüger Schutz bei der Polizei fand, wird er jetzt aus die Selbsthülfe oder auf gerichtliche Klage verwiesen; während sonst der Wirth im Interesse seiner anderen Mielher sofortige Hülfe gegen Mißbrauch der Wohnung zu unlauteren Zwecken erreichte, soll er jetzt in der„Woh- nungsknndigung" Abhülfe suchen. Sind doch förmliche stadlbekannte Institute gebildet worden, welche da« de trügerische Ausrücken besorgten, ja oft mit Gewalt durch- setzten— und nicht die Aussichtsbehörde schritt ein, son der» dem Geschädigten blieb die Klage überlassen, wenn er überhaupt Emen der Bande erwischen konnte! Aber «elcher Wirth hat denn Lust, so zu sagen, als ständiger gewappneter Wächter vor der Thür zu stehen, wegen jeder Kleinigkeit einen weitläufigen, Zeit und Geld beanspruchenden Proceß beim Stadt- oder Kreisgerichl anzusaugen, oder alle Monate die Miether zu wechseln und aus steter Hut gegen die Zerstörung seine« Eigen thum« zu sein?! Ist C« unter solchen wachsenden Ucdel ständen einem Bauherrn, einem Hausherrn zu verdenken, wenn er lein Haus lieber zu mittleren nud größeren Wohnungen eingerichtet, wenn er be! dem Vermielhen an kleine Miether mit den größten Skrupeln verfährt, wenn er durch die schärfsten Eontrakte und Borausbezahlung sich nicht allein seine Miethe, sondern auch das Recht zu sichern sucht, schlechte Elemente, die sich in keine Ordnung fügen woll-it, möglichst bald wieder los tverben zu können V Nicht selten wird d r HauSwirth tirtzdem bei dem Miethm durch falsch« Vorspiegelungen und Versprechungen getäuscht, nicht elten hrt«. die größken Unannehmlichkeiten zu bestehen und zuletzt kommt er wirklich dazu, lieber eine kleine Wohnung im Interesse seiner soliden Mielher und seiner eigenen Ruhe leer stehen zu lassen, als sie an Familien ru vermielhen, von deren Solidität er nicht ganz bestimmt Überzeugt wird! Ich spreche natürlich hier von solchen Hausbesitzern, die nicht gezwungen sind, eine verständige Hausordnung der immer ungenirter und unbeanstandeter nm sich greifenden Zuchtlasigkeit zu opfern. Also Be- lchränknng— nicht der Freizügigkeit, fondern— de« Zuzug« durch Auferlegung von Pflichten!— Beschränkung des Individuums zum Besten Ganzen, statt des Ganzen zum Besten de? Individuums!— Wiederherstellung strengerer polizeilicher Ordnung— Schutz der solideil L-ute gegen das Bummlerthum, Schlitz der Sitte, der Religion und des Eigenthum«, statt der fortwährenden Angriffe gegen dieselben. Dann werden sich auch wieder mehr kleine Wohnungen und die Baulust dazu finden! Dann werden überhaupt viele durch die moderne Gesetzgebung und die ansreigende Presse sehr traurig zewardeue Zu- stände wieder besser werden." —(Armenasyl.) Aus dem Berichte des Verwal- tungsroths des Asylvereins zu Berlin geht hervor, daß der Besuch des Asyls für Frauen und Kinder in großer Steigerung begriffen ist. 1869 nächtigten dort 3759 Frauen, 6659 Madchen. 2370 Kinder, zusammen 12 788 Personen, oder täglich 35 bis 36 Seelen im Durchschnitt. Vom 1. J-nnuar bis 25. April 1870 wurden beherbergt 2343 Frauen, 3156 Mädchen, 1892 Kinder, oder zusammen 7391 Personen, d. i. durchschnittlich pro Tag 64 bi« 65 Seelen. Und davon kommen auf den April allein den berüchtigten Umzugsmonat, 918 Frauen, 617 Mäd- chen, 1350«Mder, zusammen 2915 Personen, d. i. tag- tich im DnrlUchnitt Über 116 Menschen! Die„Staatsb.- Zeitung" sügt dem mit Recht hinzu:„Beredter, als in sem Wachsen dieser Zahlen kann füglich die Steigerung de« socialen Elends nicht geschildert werden, nicht einmal durch den Umstand, daß uns ans amtlicher Quelle mit- getheilt wird, noch am vorigen Sonnabend, mehr als drei volle Wochen noch dem Umzüge, und trotz der inzwischen stattgehabten kalten und feuchten Witterung, hätten In verschiedenen Polizeirevieren ganze Familien mit kleineren Kindern obdachlos im Freien kampirt!" —(Zur Sclaverei.) Unter der Aufschrift:„Eine >n Vergessenheit grrathene Frage" bringt„La Republica Jberica" einen umfassenden Artikel über die ans den spa- nischen Amillen unverändert fortwuchernde Sclavenhalterei und zu dessen Jllustrirung nachstehende Copien an« der Annoneen-Beilage eines der neuesten gelesensteu kubanischen Blätter:„Zu verkaufen: Eine Negerin, ausgezeichnete Wäscherin; sie hat ein Mädchen von zwei Jahren, Mutter »nd Kind werden auch einzeln verkauft. Adrcsse k. Eine junge Negerin von achtzehn Jahren, vorzügliche Putz- Wäscherin; ein sehr appetitliche« Geschöpf. Adresse?c. Ein Nace-Negcr. eingeschwärzt, eine Stute, ein zehn- monatiger Negerknabe und eine Ziege. *(Arbeiterverfolgungen.) Au« Waldenburg geht uns die Nachricht zu, daß von den Fabrikherren eine Belohnung demjenigen gezahlt werde, welcher einen Arbeiter anzeigt, daß er eine Versammlung besucht habe. —(Arbeiter verunglückt.) Aus der bei Berge- Borbeck bei Essen gelegenen Zeche Conftantin der Große hat sich vor Kurzem ein schrecklicher Unglücksfall zuge- tragen. Der Wagenabnchmer Ri hatte sich nämlich in einer kleinen Pause bei der Förderung auf die Barriere des Förderschachtes gesetzt, wie er solch:« schon mehrfach gethan hatte. Nachdem er einige Minuten so da gesessen hatte, stürzte er plötzlich rittlings über und in den Schacht hinein. Di« Leiche wurde schrecklich verstümmelt ansge- fanden; der Kops war zerschmettert, beide Beine und der linke Arm abgetrennt, der Leib zerrissen. —(Ein große« Unglück.) Am 26. ds«. stürzte im Kapitale(Staatshaus) von Richmond in Virginien der Fußboden der gedrängt vollen Gerichtshalle in den unterhalb de selben befindlichen Sitzungssaal der Legis- tative von Virginien. Die Zahl der Tobten beträgt 40, die der Verwundeten beiläufig 156.— Unier den Tobten befinden sich 18 Mitglieder der G setzgebung. —(Unglücksfall.) Am 28. dj«. ist in Köln ein Arbeiter von einer Speichertreppe gestürzt und hat den sofortigen Tod erlitten. —(Arbeiter verunglückt.) In Wien ist am 27. ein Tagelöhner beim Neubau eines Hanse« durch einen Herabsallenden Balken erschlagen worden. —(Mord.) Der Gymnasiallehrer Krüger von Stolp (Pommern) wollte die Osterferien bei einem Gutsbesitzer (Rüben auf Ponicke) zubringen und begab sich zu Fuß dorthin, kam aber nicht an. Man fand ihn im Biitower Holz, der Uhr und de« Geldes beraubt, an einem Baume erhenkt. �(Zopfthum.) In dem Großherzogthum Hessen besteht noch immer ein Regulativ, wonach den Beamten da« Tragen einer„unanständigen Bartform" verboten ist, in gesetzlicher Kraft. Unter unanständiger Bartform ver- steht man nach authentischer Interpretation einen Vollbart und einen Schnurrbart. Die Beachtung dieses Verbots wird streng überwaiht und nur unter ganz besonderen Umständen Dispensation davon ertheilt, wie die« kürzlich in zwei Fällen geschehen ist. Se. Kgl. Höh. der Groß- herzog gaben nämlich dem Advokat- Anwalt Falcker in Mainz das Tragen eines Vollbartes allergnädiast gestattet. Einem änderet, Beamten, dem Landgerichts-Assessor Becker in Groß-Gera, dem die dortigen Erderschütteruugen in die Glieder gefahren fein mögen, ward da« Tragen eine« Bartes gestattet, jedoch nur ans die Dauer eine« Jahres!! Wenn diese Thatsachen nicht kürzlich in hessischen Blättern gestanden hätten, ohne widerlegt zu werden, so würde man dieselben für kaum möglich gehalten haben.— Diese That- fachen werden Übrigen« auch von den hessischen Zollparla- mentsmitgliedern bestätigt; einem derselben soll selbst da« Tragen eine» Vollbart« verboten sein. --(Bei einer Leiche gefundene Akten.) Am 1. April d. I. hattm zu Berlin der Stadtgerichts-Bureau- Assistent Neumann mit dem Protokollführer Lutze und dem Unteroffizier vom Stamm des 35. Landwehr- Regiment«, Jordan, eine Wasserpartisie in Aussicht ge nommen. Sie begaben sich zu diesem Zwecke nach der Stralauer Brücke, mietheteu ein Boot und fuhren nach Stralau. Auf der Rückfahrt in der neunten Abendstunde wollten Neumamt und Jordan die Plätze wechseln; bei dieser Gelegenheit schlug das Boot um und die drei In« fassen stürzten in das Wasser. Lutze und Jordan, die de« Schwimmen» kundig waren, wurden von Schiffern mit Handkähnen gerettet, Reumann verschwand in der Fluth. Er hinterließ eine trostlose Wittwe mit drei Kindern. Dieselbe hatte durch Schiffer da« Strombett bis zur Jannowitzbrücke durchsuchen lassen, ohne daß die Leiche gesunden worden. Letztere wurde nun am Manlag in der Gegend der Tdlermühle au« dem Wasser gezogen. Der Verstorbene hatte am Tage de» Unglück« sein Ge- halt erhoben und dasselbe bei sich geführt; man glaubte also bei der Leiche noch ca. 30 Thaler zu finden. Statt dessen fanden sich in dem geschlossenen Portemonnaie nur noch 11 Thaler; entwendet konnte nichts sein, da beim Herausziehen der Leiche die Patrouille der Strom- Polizei zur Stelle war; man nimmt allo an, daß Neu- man da« Übrige Geld lose in der Tasche getragen habe und daß e« im Wasser verlareu gegangen sei, oder daß er an j.nem Tage nicht unerhebliche Zahlungen gedeckt habe. Ein eigeuthiimlicher Fund wurde jedoch an der Leiche gemacht. Mit Bindfadcn fest über die Brust gebunden, iaud man nämlich ein groß« Bündel Akten, namentlich Wichsel- und Exmissionsklagen enthalten», die der Uli- glückliche ohne Zweifel hatte mit nach Hanse nehm-n wollen, um dort zu arbeiten. Man kann sich denken, daß das Verschwinden dieser Akten im Kreise der bctreffeuden Int ressenten keine geringe Verwirrung angerichtet hat. Z>m Glück waren die Akten, die so lange in dem Wellen- grabe geruht hatten, nicht vollständig zerstört, sondern noch lesbar, wenn auch gänzlich durchweicht. Eine selt- same Ironie des Schicksals sahen die bei dem Befunde der Leiche betheiligten Beamten in dem Umstände, daß an den Akten eine Menge kleiner Blutegel hosteten, die sich im Wasser daran festgesetzt hatten.„ES sind ja Wech- >el- und Exmissionsprocesse", äußerte spöttisch einer der Beamten. Man unterwarf die Akten einer Trocknung, nm sie dem Stadtgericht, wo sie gewiß schwer vermißt worden find, zugehen zu lassen. *(Eine hübsche Rothschild-Anekdote.) Ein Abonnent de«„Figaro" richtet folgende Zuschrift an da« Blatt:„Herr Redacteurl Ihr Mitarbeiter Adrien Marx erzählt in einem Artikel Über den Maler Bouvin eine Anekdote, daß der Baron James Rothschild dem Maler Ary Schiffer iür die Figur eines Bettlers als Modell gesessen habe. Die Geschichte ist wahr und ich habe keines- weg« die Absicht, sie zu dementiren, will mir aber erlau- den, sie zu Vervollständigen. Während der Finanzier in Lumpen gehüllt auf der Estrade Position genommen hatte, »rang ich ins Atelier de« großen Malers, dessen Freund ich war; der Baron war ganz unerkenntlich und ich erkannte ihn auch nicht. Ich glaubte einen Bettler vor mir zu haben, näherte mich dem Unglücklichen und steckte ihm einen„Louis" in die Hand. Zehn Jahre darnach erhielt ich in meiner Wohnung einen Bon von Zehntausend Franc« aus die Kasse von Rue Lafitte mit folgenden Worten: Mein Herr, Sie haben einst dem Baron Rothschild im Atelier Ary Scheffers einen„Louis" gegeben, er hat ihn nutzbringend gemacht und sendet Ihnen heute da« kleine Eapitasi welches Sie ihm anvertraut haben, nebst den Jute, essen.... Eine gute Handlung bringt stets Glück. Baron James Rothschild. Nach dem Empfange ging ich zu dem Millionär, welcher mir au« seinen Büchern den Be- weis lieferte, daßmein„Louis" so ertragreich gewesen, daß er endlich zu einer so großen Summe angewachsen."— Eine hübsche Nothschild-Anekdote! Ja sehr hübsch! Man kann daraus sehen, wie grenzenlos die Ausbeutungs- traft de« Capital« ist, wenn es angesammelt In denHän- den eines Einzelnen liegt. Sollte durch eine solche Ge- schichte nicht dem kleinen Meist-r und Handwerker die Augen geöffnet werden, wie schlecht er im Concnrrenz- kämpf mit dem großen Capital anläuft. Wieviel würde er mit einem Lomsd'or— 5 Thlr. 10 Sgr.— innerhalb 10 Jahren verdient haben? Die Zinsen und Zin- seSzinsen betragen ungefähr zu 5Proj.— 3 Thlr. 10 Sgr — macht 8 Thlr. 20 Sgr.; nehmen wir aber 20 Proz. an, ein sehr hoher Gewinn für einen Handwerker, macht 34 Thlr 20 Sgr., sind ungefähr 120 Franks. Rothschild macht an« dem Louisd'or 10,000 und der fleißige Hand- werker günstigen Fall« 120 Frank«. —(Ans Wache!) Folgende« seltsame Abenteuer wird au« Pari« gemeldet: Eine Dame kehrte zur Essen«- zeit nach Hause zurück. Sie machte einen Abstecher in die Küche, um nachzusehen, wie e« dort bestellt fei, und, da die Jnspection nicht da« gewünschte Ergebniß hatte, sandte sie ihre einzige Magd nach einigen Kücheningre- dievzen fort. Plötzlich wurde an der Thllre geklingelt, und als die Dame ausschloß, stürzte ein Mann in die Küche und schwang mit den Worten:„Das Silberzeug oder da« Leben!" drohend ein Messer. I» stummer Angst zeigte die Dame auf einen in der Küche stehenden großen Schrank; vielleicht wollte sie nur Zeit gewinnen, denn da« Silber war in demselben gar nicht verwahrt. Der Räuber eilte aus den Schrank los, öffnete— aber zu seinem großen Schrecken entwand sich dem engen In- nertt ein riesiger Gardegrenadier, der den Räuber ent- waffnete und ihn mit sich führte, um ihn in sicheren Ee- wahisam zu bringen, zuvor aber noch zur Dame sprach: „Entschuldigen Sie mich, Madame, ich habe da drinnen die Guste erwartet." —(Da« Frauen- Emancipation»- Fieber) in Nordamerika nimmt einen raschen Fortgang und scheint seinen Höhepunkt noch nicht erreicht zu haben. Die Damen trotzen allen Hindernissen und Ar fechtungen. In Philadelphia haben die Studenten schon im vorigen Jahre die „Studentinnen" des medicinischen Colleg« durch anzllg- liche Sprache an« den Vorlesungen und der Anatomie verscheuchen wollen; dieselben haben das Gesetz angeru fett, und ihre Angreifer unterlagen. In Newyork hat dieser Tage etwa« Achnliche» stattgefunden. Die„Studentinnen" de« medicinischen Collegiums wurden in der Klinik de«„Bellevue-Hospital" von den„Studenten" durch unziemliche Scherze, Ueberreichung anzüglicher Präparate und bildlicher Darstellungen:c. insultirt. Die „Schönen" wandten sich an die betreffenden Autoritäten, in Folge dessen der Kommissär der Anstalten den Befehl ertheilt hat, jeden„Studenten", der eine„Stndemin" auch nur durch einen Blick beleidigt, sofort zu verhasten und ihn wegen„ungebührlichen Betragen«" vor da« Ge- richt zu stellen. ES ist übrigen« bezeichnend, daß die An- gehörigen der desitzenden Klosse, denn das sind jene Studenten, von der Frauenarbeit, mit der sie doch die Ar- beiterklasse beglücken wollen, sofort nicht« wissen wollen, wenn sie fürchten, daß ihnen daran« Concurrenz erwachsen könne, ja daß sie dann selbst unsittliche Mittel nicht scheuen, um fich dieser Concurrenz zu entledigen. —(Ein treuer Tiger.) Eine ergötzliche Scene ereignete sich dieser Tage in der EitadKle von Dover. Da« eben von Indien heimgekehrte 102.�RegIment hatte einen schönen Tiger mitgebracht, der, völlig zahm, täglich ausgeführt wird und auch bei der Mittagstafel seine Ruride macht und Leckerbissen empfängt. Der Wärter de« Tiger« hatte sich eine« Tage« betrunken und begab sich, Entdeckung fürchtend, in den Käfig. Ein Offizier sah später den Mann schlafend und den Tiger bei ihm sitzend; er sandte nach mehreren Soldaten, die sonst mit dem Thiere nach Belieben umgehen konnten. Als die Leute sich dem Wärter näherten, bewie« der treue Wächter durch sein Knurren, daß e» gerathen sei, sich fern zu halten, während der Wärter nach zweistündigem Schlaf den Käfig ungehindert verlassen konnte. Annoncen. Für Lerlin. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Berein. Mitgliederversammlung Dienstag, Heu 3. Mai, Abend» 8'., Uhr. im Lokale des Herrn Engelhardt, Liudenstr. 54. Erster Vortrag de« BeuinSpräsidenten über die französisch e Revolution von 1848. Da von den angelllndigten Borträgen de» Verein«- Präsidenten über die französische Revolution nur diejenigru nachhaltigen Nutzen ziehen können, welche diese Vorträge vollständig in ihrem gecrdneien Zusammenhang hören, so wird nm rechtzeitige« Erscheinen ersucht. Für Skfliit. Die Gewer kschaftSversammlnuz der Allg. deutsch. Holz., Metall-, arbeitet und Schuhmacher findet am.. Mattiag, den 2. Mai, Abend» S'/s® bei Herrn Jakabs. Gitschinerstraße LI Vortrag des Herrn Lübkert. NB. Da wichtige Sachen vorliegen, so scheinen sämmtlicher Mitglieder unbedingt nollj Fr. Werthmann. H. Renz B. Scholz� Jrüv Lerlin. Allg. druisch. Zimmerer-Vett jtitim Versammlung„. Montag, den 2. Mai, Abend« S'/t W in B aade's Lokal, Große Franksnrtcrjft Tagesordnung:, 1) Kassenbericht der Lokalkasse.— 2) Khetttl bandspräsidiums.— 3) Verschiedene» und W' T Um zahlreiches Erscheinen ersucht____ �llbci Jüt Lerlin.. �— Allg. deutsch. Manrer-Verci»«««; Geschlossene Mitgliederversamwl� w-; Mittwoch, den 4. Mai, Abends S lisi« 16 in Walter'« Lokal vor dem Cattduser-e �__ Tagesordnung:, 1) Kassenbericht der Centralkasse.— A in Betreff der Cenlralktankenkasse.— 3) In« angelegenheitm und Fragckasten. Neue Mitglieder werden jeden Vereintei nommen. E« wird dringend gebeten recht zahlreich � At Jür Hamburg. Allg. deutsch. Maurer-Vett Mitgliederversammlung der Central' lasse Mittwach, de« 4. Mai, Abends S im Lokale des Herrn Schulz, Dornbusch l Tagesordnung: Bericht Über die Kosse.— Abrechnung., E« weiden sämmtliche Mitgtieder Mofl'z] iucht, zu erscheinen. Für Hamburg. Allg. deutsch. Maurer, und A Zimmerer-Verein Geschlossene Mitgliederversamml- Dienstag, den 3. Mai, Abends»tacisi s». in Tütge'« Elobtissement, Valentinslo�s yft Tagesordnung:,.' jeb 1) Das Verhalten der Mitglieder beiStt�i? hö»ci 2) Beschluß Über die Unterstützungskasse.— 3)� � — Abrechnungen.— Verschiebenes. Um zahlreiche Betheiligung wirb gebeten.. �lat _ Die Karten müssen vorgezeigt werden."ty Für Hamdura. ttä t Geschlossene Versammlung»As sämmtlicher hiesiger Gewerkschaften'e g Montag, den 2. Mai, Abend» 9 llp«Nt in Tlltge'o großem Salon, Valentinsk� Tagesordnung:. j Neuwahl des ersten und zweiten®'c'P'\äk0t wie d>« ersten und zweiten Ersaynianne« in ba'X'! präsibirim. J. A.: Hsffr'ä Für-Altona.. v b Freundschaftliche Versammln�. der hiesigen Mitglieder de» 3fn Allgemeinen deutschen Arbeiter-*""a Dienstag, den 3. Mai. Abend» 9 W*«tt in WiNmack'S Salon. j"silhi Tagesordnung� jitnn ■*. u a i„„ i„ ii„ ,i a. unIn Vortrag über das Programm der Arbew�. � @eaji> sfii' Für Schmerin. Verbrttderungss' am 22. Mai," Hv/p Waztt die Parteigenossen nu» der Umgegend� � eingeladen werden. Das ß'Jy lt( � Für Spieckern. vb Stiftungsfest'Zr und Arbeiter- Verbrüderungen Sonntag, den 8. Mai, im Lokale de« Herrn Albert Spiecker zu destchind in»j, Conccrt und Ball-„j" Anfang des Concerl« 4 Ühr, de« Balls d, bd Die Familie Fischer zu Liehtenplatz, s» �'te sangberein sinb eitigelaben. Ity, Die Mufik wird bau der Wnpperlhaler � Ii) Q geführt. Für«in reichhaltige« Pragramm, beste., beklamatbrischen und musikalischen Vorträgt Ii reden ist besten» gesorgt. g>iy Enlre zum Caneert a Person 24 Sgk"; sllr Herren 5 Sgr., � Mitglieder de« Allg. deutsch. Arb..Ver< Nc, Verbandes zahlen zum Ball 24 Sgr. Daw«?.>itb Die Potteigenossen in Nah und Fern> z lyt eingeladen, und werben die Auswärtigen be> � l i Züge um 2 Uhr 34 Min. und 3 Uhr 31 M-" hausen van Comiternitgliebent erwartet. j Um rege Theilnahme bittet. NB. Der Uederschnß ist für die»ächstr � Do« Fefl-Si litg, iür die nächste hfl wohl bestimmt. Für Hamburg-Ältona- �, Meinen Parteigenossen zur gefälligen NötÜ' 2. Mai a. c. ab meine Bnchdruckere» sich Kastanien-Allee 36(nahe der Actien B!e>�>zk findet._________ W. G*, Zur Beachtung. Den Parteigenassnt empfehle ich gti" Cigarren und ersuche dieselben den Bedars und Taback van mir zu bezichen, und bin ich° Cigarren in Päckchen von 25 Stück in« Hau« Nochmal« bitte ich die Parteigenossen, vsN Bedarf zu entnehmen, da ich in Folge ein0 lung geiwungen bin, auf diese Weise wir unierhalt zu erwerben, und verspreche ich abgelagerte Cigarre zu liefern. F Barmann, Kastanien-Allee °zei toy dm tli h« Rt 26. Druck von Jhring u. Haberlandi v> Berantwartl. Redakteur u. Verleger W. Gy.ll»'