Berlin, Sonntag, den 8. Mai'870. Zechster Jahrgang ' dmß erscheint drei idenMt°�'ch' und zwar: >az La> Donnerstags und Demokrat. lbends Abend». Ürflflii der lonat-demokralilchen Parlm. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. ?orz> UJI f—-—-- fdfs-'yrels für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern TM bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außerpreußischen Postämter in Deutschland gleich« 16 Sgr.,(56 Kreuzer slldd. Währung.) AesteTungen werden auswärts bei«lleu Postämter», in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solide« Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Pctit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter« Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Colonien, Amerika, China und Japan Mr. A. Duesing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Sqnare. W. 0. London. 1. April hat ein neues Vierteljahrs» i»t auf de«„Sorial-Demokral" be» Bestellungen werden auswärts bei lerti»'"ntern, in Berlin bei der Expedition, lslraße 17, und bei alleu soliden uhtiMpediteuren gemacht.(Preis viertel. Sgr.) leueu Abonnenten erhalten die seit M erschienene« Nummern nachge» >g-ii. s w Also doch!! "t das„deutsche Zollparlament" 'i Steuern, insbesondere die Erhöhung '»euer abgelehnt, hat es in seiner gestri- — Freitag den 6. dss.— unter S Up ldung all' seiner früheren Be- "6 � im letzten Augenblick den Regicrun- . Li, Hillen gethan. �„etwas zu Stande gebracht" i>ic Kaffeesteucr ist erhöht; ein �igcs Lebensmittel des Volkes �lS verthcuert»). amo� Unerhörte Ergebniß wurde dadurch zu �«>> �bracht, daß am Donnerstag Abend die ,lltn Führer der Rcactionären und Na- Äli ztr"'tn den Vertretern der Re- £i*'Tri.Wl Verbindung traten und mit diesen ""'fli„ trafen. Als Ergebniß dieser Ab- 6 wiirhx am Freitag ein Antrag im Angebracht, dessen Hauptstellen so b'Ä. '"f'rf nachstehenden Zollsätzen werden belegt fol« «»stände: � aller Art, altes Brucheisen für den Centner °/z Kr.(Bisher war der 5 Thlr. besteuert, so daß also da« Pfund j'ht ab mindestens 3 Pfennige oder einen r kosten. Die Detaillisten werden wohl 6 'fNehmeu. ."»ige unbedeutende Zollhcrabsetzungcn, ''"c bedeutende Stcucrerhöhung auf ein .Lebensmittel, den Kaffee! der den Manu der Arbeit bei �tr«n Werke munter erhält, der Kaffee, ! Wi'Um trQuI�cn Familienleben, der ein- ' des armen Mannes, beiträgt, höher i)el«r i Regierungen besteuert! Ist es WtA es Leute qicbt, die einen solchen An- iv�VMaen— Leute, die dafür stimmen Ml-" Sl!ff Kpi-' rasten— — der preußische Herr Finanz- e« rj.—-tc.-.vim-ri- Wenn fe .Kkk� � 3� ■ufj s, -S ja schon offen erklärt: etwas theurer wird, werden Leute etwas dünner trinken!" SM! Wir brauchen nichts weiter zu JttM sollten die„Liberalen" nicht der- sein, wie der Herr Minister. Es i,. �ui>e gebracht worden. Der Kaffee Mti ,n Malkes wird in Zukunft noch l(. bisher. i�timg hatten unsere Abgeordneten atte über den neuen Antrag einzu- �i��ten sie stch an dieser bethciligen? � �iick kann eS scheinen, als ob ��genhcit hätte ergreifen sollen, die in- Kel?"' insbesondere die Caffeesteucr in Ll'gkcit und Volksfeindlichkeit zu kenn- gl b!c-rste Berathung der Caffce- >Sg, �-'tzer eine eingehende und genaue �'■"titet, konnte aber nicht zu Wort sti Harste„Agitator" noch von der Ansicht tf v'? Zollparlament nichts zu Stande ge- Ii ft,.;; daß�bei der großen Auflage diese« 6 Uhr mit dem ----- derselbe Freitag ,'fl- Die parlamentarische Ueber« Stickt i. Lauf des Freitag«. Uebrigen« ''rli i?�rall Aufsehen erregt haben; denn >ß tiil toat die ganze auswärtige Presse mehr„zu Stande komme", sondern " abgelehnt blieben. kommen. Jetzt bot sich ganz unvermuthet eine zweite Gelegenheit, sich über die Caffeesteucr zu verbreiten. Aber nichts wäre falscher gewesen, als dies Mal das Wort zu nehmen. So verlockend die Gelegenheit war, wir durften sie nicht ergrci fen, wir mußten schweigen. Unsere Abgeordneten dürfen nicht gleich den liberalen zu unnützen Schwätzern herabsinken, die sich dazu hergeben, den Regierungen zu Liebe eine Komödie abzuspic- len. Die ganze Sache war abgekartet und end- gültig erledigt. Dem gegenüber galt es nicht, Reden zu halten— gleichviel ob gute oder schlechte — sondern dem gegenüber kam es nur darauf an, Protest einzulegen, indem man öffentlich erklärte, szaß die ganze angebliche Volksvertretung nur Schein und eitel Blendwerk ist. Schweitzer gab daher folgende Erklärung ab: Abg. pr. Schweitzer: Meine Herren! Auf die Sache selbst einzugehen, so gern ich es auch möchte, würdeich für unnöth ig es Gerede halten. Die Mehr- zahl der Abgeordneten hat sich mit den Regierungen verständigt— außerhalb dieses Hauses. Unter solchen Umständen bin ich es meinen Wählern schul dig, die Erklärung abzugeben, daß ich jede weitere Verhandlung in diesem hohen Hause, um einen milden Ausdruck zu gebrauchen, für eine leere Formalität halte. (Oho!) Als Herr Volk, auch ein„Liberaler", und zwar aus Bayern(der bekannte FrühlingSmann mit seinem„(«ist Frühling in Deutschland ge- worden"), an dieser Erklärung Anstoß nahm, er- bat sich Schweitzer nach der Discussion das Wort zu einer persönlichen Bemerkung und erklärte noch einmal, wie folgt: Abg. Dr. Schweitzer: Meine Herren! Der Abg. Volk hat mich wohl nicht genau verstanden. handelt sich hier um Fragen, die an und für sich meinen Wählern von hoher Wichtigkeit find. Wenn ich trotzdem nicht aus diese Fragen selbst einging, mußte ich sagen, warum, und da habe ich erklärt, daß, nachdem die Majorität ohne Zuziehung der Minorität sich mit den Regierungen abgefunden hat, die heutige Debatte als eine leere Form erscheint, und ich begreife nicht, wie über eine abgemachte Sache Jemand noch Reden halten kann. Das ist das Einzige, was gesagt werden konnte; diejenigen, die in der FreitagSsitzung das Wort zur Sache selbst ergriffen, haben bewiesen, daß sie unheilbare Schwätzer— Schwätzer um jeden Preis und unter allen Umständen sind. Bei einer Comödie soll ein ernster Mann sich nicht bethciligen. Aber man soll dem Volk sagen:„Seht her, hier wird Comödie gespielt!" und das ist ge- schehen. Möge das Volk hieraus etwas lernen. Die Schandliste derjenigen, welche bei der na- mentlichen Abstimmung für Erhöhung des Kaffec- zollcS, also für Weiterbelastung dcS Volkes, ge- stimmt haben, werden wir veröffentlichen, sobald der amtliche stenographische Bericht erschienen ist. Es waren darunter die„liberalen" Herren LaSkcr, Miquel, Grumbrccht, Braun, v. Hcnnig, v. Unruh, Völk, Metz, Bamberger*). Die preußische Fortschrittspartei hat zu ihrer Ehre fast wie Ein Mann gegen die Kaffeesteucr gestimmt; hingegen die bayrischen Fortschrittlcr für dieselbe. Besonders thätig war Herr Völk, der eine lange Rede hielt. Wir empfehlen ihn den Parteigenossen in Bayern. Ja! Es wird „Frühling in Deutschland!" Selbst der Kaffee blüht — wenn auch nur als Steuer. Doch genug über dieses Parlament, �as heute umstoßt, was es gestern beschlossen� So ArgeS wir diesen Leuten zutrauten, wir müssen gestehen, dies hatten wir nicht für möglich gehalten. Wir bitten um Enischuldigung. ES ist toll! ES ist toll! Als Herr v. Höver- beck den Liberalen zurief, daß sie nur vermöge eines theilw eisen Aufgebcns ihrer Ucberzeugung zur Einbringung dieses Antrages hätten mitwirken können, da riefen diese Leute unter Jubeln und Schmunzeln:„Das ist das Nichtige. ja nichts zu Stande gebracht." Sie haben es erreicht. Das große Werk ist zu Stande gebracht worden: die reaktionären Re- gicrungen und die liberale Bourgeoisie haben sich die Hände gereicht, und das Volk trägt die Kosten. Amen! politischer Theil. *) Ucberhaupt alle National-Liberalen außer Lautz. Rundschau. Berlin» 7. Mai. □ In der Sitzung deS„deutschen Zoll Parlaments" vom 5. dss. gelangte ein Antrag des Abg. Bamberg er zur Vorberathung, dahin zielend, eine Münzeinheit für Deutschland zu ge- Winnen. Ein süddeutscher Redner wendet sich gegen den Antrag; für denselben spricht Dr. Schweitzer. Der Antrag wurde mit großer Majorität angc nommcn.— In der Sitzung vom 6. dss. wurde ein Schauspiel aufgeführt, von welchem man kaum unterscheiden konnte, ob es ein Trauerspiel oder eine Posse sei. Die Hauptrollen wurden von den National-Liberalcn gespielt; mit nie geahnter Ge- schicklichkcit verstanden sie eS, ihr Gewand zu wechseln— besser wie der bekannte Hanswurst auf dem Seil, der sich ein Dutzend Westen an med ebenso viel andere wieder auszieht. Zwei Tage vorher stimmten sie gegen d sie Erhöhung des Kaffeezolls und an diesem denkwürdigen Tage, nachdem die Führer der Partei sich mit dem Finanzminister zu einem Compromiß vereinigt, für die Erhöhung. Und das Schönste bei der Sache war noch, daß djesc Helden sich solcher That recht laut rühmten— sich rühmten, gegen ihre Ucberzeugung gestimmt zu haben, damit doch„Etwas zu Stande" käme. Der Leitartikel in heutiger Nummer berichtet über diese Comödie des Näheren. Die„Provinzial-Correspondenz", das Organ des preußischen Ministeriums, schreibt: Das Zollparlament wird seine Arbeiten noch in dieser Woche beendigen und am Samstage(7.) geschlossen wer« den können. Der Reichstag des Norddeutschen Bunde« wird sodann am Montage(9.) seine unterbrochenen Sitzungen wieder aufnehmen. Die wichtigsten Gegen- stände der Berathung desselben werden die Gesetzentwürfe über den Unlerstützungs-Wohnsitz, über die Urheberrechte der Schrifistellcr, über den Schutz der Photographie und vor Allem die schließliche Vereinbarung über den Ent- wurs des Strafgesetzbuches sein. In ietzterer Beziehung ist die Hoffnung festzuhalten, daß sowohl über den be- deutendsten Punkt, die Beibehaltung der Todesstrafe, als auch über die sonstigen wichtigen Abschnitte de« EntWurfe« eine Verständigung zwischen dem Bundesrathe und dem Reichstage gelingen werde. Die Sitzungen de» Reichs tage« werden sich voraussichtlich bis gegen Pfingsten au«. dehnen; der Schluß der Session dürfte für die ersten Tag- de« Juni in Aussicht zu nehmen sein. Das Blatt wird wohl Recht haben, da nach den letzten Vorgängen man wohl erwarten kann, daß die national-liberale Partei ihre„Ueber zeugung" an das Zustandekommen des Straf- gcsetzbuchS verkaufen wird. Das PlebiScit in Frankreich zwingt sowohl die Anhänger als wie auch die Gegner der Re- gierung zu den äußersten Anstrengungen. Der französische Clerus wird von Seiten der Regie- rung in Bewegung gesetzt, und zwar erfolgreich Von einer Anzahl in Rom anwesender französischer Bischöfe ist nachstehendes Schreiben dem dortigen Gesandten Frankreichs übergeben worden: „Herr Minister! Entfernt von ihren Diöcesen durch die Pflichten, welche sie in Rom zurückhalten, hat die Mehrzahl unserer Bischöfe mir ihr Bedanern ausgesprochen, sich verhindert zu finden, die Pflichten zu ersüllen, welche in diesem Augenblicke der Ausruf des Kaiser« an die Na- tion allen Franzosen auferlegt. In ihrer patriotischen Fürsorge für die Größe und die Wohksahrt unsere« Lan- des würden sie glücklich gewesen sein, der Regierung des Kaisers inmitten der Bevölkerung ihrer Diöcesen die Autorität ihrer Mitwirkung und das Beispiel ihre« Zutrauen« und ihrer Ergebenheit darzubringen. Sie wünschen wc- nigsten» Zeugniß zu geben von dem Gedanken, der sie bei dieser feierlichen Gelegenheit bewegt, und haben mich gebeten, bei Sr. Majestät und Ihrer Regierung der Dolmetsch ihrer Gesinnungen und Wünsche zu sein. Ich habe zu gleicher Zeit Ew. Excellenz zu bitten, gemäß dem Wunsche, den mir ebenfalls viele Bischöfe von Frankreich ausgedrückt haben, mich wissen zu lassen, ob ihre Vtimmc und die ihrer begleitenden Geistlichen in Rom Sonst wird bei der Gesandtschast entgegengenommen werden können. Im Falle, daß das Gesetz dieses erlaubt, wollen Ew. Excellenz mir gefälligii mittheilcu, in welchen Formen die Aufnahme und die Uebermittelung der Stimmen vor- zunehmen wäre." Durch vorstehendes Schreiben wird offenbar die ganze Geistlichkeit Frankreichs angewiesen, für die Regierung zu stimmen. Nicht unwahrschein- lich ist die Vermuthung, daß ein Uebcreinkommen zwischen Napoleon und dem Pabst dahin getroffen ist, daß Letzterer die Geistlichkeit Frankreichs zu Gunsten der Regierung agitiren läßt und Napo- leon seine Truppen in Rom beläßt, selbst für den Fall, daß das Dogma der Unfehlbarkeit ange- nvmmen würde, wozu die französische Regierung bekanntlich vor Kurzem nicht sehr geneigt schien. Die Republikaner werden anderseits von Garibaldi unterstützt, der sich an die französische Armee wendet. Der„Rappel" veröffentlicht folgenden Aufruf Garibaldi's an die französische Armee: Soldaten! Ich habe die Ehre gehabt, einmal mit euch und zweimal gegen euch zu kämpfen, immer für die Sache der Gerechtigkeit. Wir sivd also alte Bekannte und ich erlaube mir daher, mich in einer Frage, welche die ganze Welt interessirt, an euch zu wenden. Ge« wiß, ich will nicht lügen und sagen, daß ich der Freund der Armee des zweiten Kaiserreich« bin, diese« Kaiserreich«, welche« sich eu-: Tapferkeit zur Niederwerfung der Völ« ker bedient hat, dieses Kaiserreichs, welche« sich noch eurer imposanten und wackeren Masse bedient, um eine verlogene Tveanue-. zu'nützen, die ohne euch nur noch der Ge« schichte unseres Unglück« angehörte. Gleichviel! Freund oder Feind, ich wende mich an die ritterliche Armee, welche bei Fontenoh vor dem Beginn der Schlacht rief: „Meine Herren Engländer, schießen Sic zuerst!" Ein charakteristischer Zug einer Armee von Braven. Selbst al« ich bereit war, in euch die VernichtungSwerkzcugc eines Despoten zu bekämpfen, suchte ich— das muß ich euch bekennen— in meinem Herzen vergebens etwa«, was dem Haß für die edlen Kinder Frankreichs nur ähnlich gesehen hätte, für jene Armee, die freudig zur Befreiung meiner heimathlichen Erde auszog und mit dem Blute ihrer Helden die Ebene von Magenta und die Hügel von Solserino benetzte, deren Echo« noch heute das Siege«- licd des französischen Soldaten wiederholen. Statt der Soldaten von Mexico und Mentana mochte ich— ver- steht mich recht!— in euch nur noch die würdigen Ab- tömmlingc der Freiwilligen von Fleurus und Jemmape« sehen, nur die Söhne der Kämpfer jener vierzehn Armeen, welche die Welt durch Wunderwerke in Erstaunen setzten und die alten Monarchien von Europa zur Raison brachten. Denn Marengo und Austerlitz, welche diese Monarchien vernichteten, waren nur die Folgen von FleuruS, Jemmape« und Zürich. Dann würde ich, obgleich Jnva- lide, eure stolze republikanische Fahne grüßend, wieder an eure Seite ziehen und euch bitten, mich wieder den Posten zu eurer Linken einnehmen zu lassen, welchen ich so glück- lich war, im Jahre 1853 inne zu haben, als ihr der österreichischen Tyrannei mit den Braven unserer Armee über den Leib hinweggingt. Caprera, 22. April 1870. Garibaldi. In Betreff der VerschwörungSangclcgenheit berichten die Blätter Folgendes: Die Zahl der in den letzten Tagen verhafteten Personen ist viel bedeutender, als man bisher geglaubt. Viele wur- den einfach festgenommen, weil sie Roussel oder andere der verhafteten Personen gekannt hatten. Unter den Verhafteten befindet sich die Frau Roussel's, bei welchem man die Bomben entdeckt hat. Sic wurde am 2. dss. Abends festgenommen. Man fand in ihrer Wohnung noch einen Mörser von Holz, in welchem das Pulver ge- stoßen worden sein soll. Frau Roussel ist guter Hoffnung und hat außerdem noch zwei Kinder, welche jetzt ganz verlassen sind, gleichwohl wurde sie roh verhaftet. Die Stellung der beiden Ehe- gatten war nicht schlecht, da der Mann, er ist Schreiner, 5 bis 6 Franken, und die Frau, sie ist Blumenarbeiterin, 3'/» Franken pro Tag ver- dienten. Roussel selbst wird als ein schweigsamer, insterer Mann geschildert. In seinem Viertel eannte man ihn den„Wolf". Er war übrigens leißig und arbeitete viel. Nach den letzten Be- richten war derselbe noch nicht verhaftet. Doch oll man gestern Abend in Arras eine Person estgcnommen haben, auf die sein Signalement mßt. Der Meister Roussel's— er heißt Levcill6 und ist Kofferfabrikant— wurde auch festgenommen. Derselbe ist angeklagt, in Gemeinschaft mir Roussel die Revolver, welche von dem Eisenbahn- Conductcur aus Belgien eingeführt wurden, be- iellt zu haben. Als die Polizei zu Roussel kam, war Niemand zu Hause. Letzterer war ausge- gangen und seine Frau im Theater. Die Polizei machte aber sofort Nachsuchungcn und fand die 21 Bomben. Wie es scheint, war eö nicht Beaury, welcher die Adresse Roussel's gab. Wie die offi- ziösen Berichte versichern, so fand man dieselbe bei einem Mechaniker, bei dem man eine HauS- suchung machte. Dieselbe soll in einem Haufen alten EiscnS versteckt gewesen und ganz zufällig entdeckt worden sein. Ucber dem Namen befand sich die Bemerkung„21 Bomben". Ob dieses begründet, muß dahin gestellt bleiben, zumal es sicher ist, daß die Polizei schon seit einiger Zeit wußte, daß Bomben angefertigt wurden. So mußte es auch auffallen, daß der Gießer Lepay der Polizei zuerst die Anzeige gemacht haben soll, daß die Bomben bei ihm angefertigt wurden, da cS feststeht, daß diese wußte, daß bei dem Ge- nannten verdächtige Stücke, die allenfalls zur An- fcrtigung von Bomben dienen konnten, gegossen wurden. In gewissen Kreisen glaubt man sogar, daß Rousscl Beziehungen zur Polizei hatte, zumal sein Vater früher bei derselben augestellt gewesen war. Was die Bomben selbst anbelangt, so'ist ihre Wirkung nicht nach oben gehend, wie die von Orsini, sondern nach den Seiten hin, wo sie im Umkreise von 30 MctrcS Alles zerschmettern. Personen, die sich in einem Wagen befinden, wür- den, wenn die Bombe gerade nicht in denselben hinein fällt, also gar nicht beschädigt werden. Außerdem sinddieselben so leicht kxplodirend,daßman sie nicht in wagerechtcrLinie werfen und auch nichtmit sich herumtragen kann. Sie können nur von einem Hause oder sonst erhabenen Punkten herabgcschleu- dcrt werden, und man nimmt daher an, daß die- selben in Aussicht auf einen Straßenkampf fabri- cirt wurden und dazu dienen sollten, auf die gegen eine Barrikade anstürmenden Truppen geschleudert zu werden. Die Untersuchung, die mit großem Eifer betrieben wird, bemüht sich, aus der Ange- legenhcit Beaury'ö und Roussel's ein und dieselbe zu machen. Sie behauptet, Roussel habe die Projectc Beaury's gekannt und will schon den Be- weis darin sehen, daß die Revolver, in deren Besitz Beide waren, vollständig die nämlichen sind. Zu Beaury, der sich ziemlich ruhig befindet, wird Niemand zugelassen. Sein einziges Bedauern ist, wie die officiösen Berichte melden, daß er den Brief Flourcns nicht vernichtet hat. Er fügt je- doch hinzu, er halbe ihn behalten müssen. Auf Bernier soll Beaury den Eindruck eines herabgc- kommencn Menschen machen, der sich durch ein politisches Verbrechen wieder zu Ansehen bringen will. Er ähnelt in dieser Beziehung Pieri, dem Mitschuldigen Orsini's. Die Verhaftung Protot's scheint nur deshalb erfolgt zu sein, weil er der Verthcidiger Megy's, welcher bekanntlich kürzlich einen Polizisten, der ihn verhaften wollte, erschoß, ist. Daß er dem Polizci-Commissar das Porte- seuille entriß und mit demselben die Flucht er- griff, ist dem Umstände zuzuschreiben, daß eS die Megy betreffenden Papiere enthielt, welche bekannt- lich ein Advokat Niemanden sehen lassen darf und die gesetzlich weder die Polizei noch selbst die Ge- richtsbehördcn wegnehmen lassen dürfen. Daß derselbe wirklich am Complot betheiligt war, glaubt Niemand, obgleich es sehr leicht möglick ist, daß sich unter den gefundenen Papieren Dokumente be- finden, die ihn bloßstellen. Unter den Vcrhaftun- gen, welche vorgenommen wurden, ist auch die ciucs Clubredncrs Namens Renoux zu verzeichnen. Derselbe wurde festgenommen, als er aus einer öffentlichen Versammlung in Cbaronne zurückkam. Bruder und Schwester. (Fortsetzung.) Die Bläser ließen ihre Instrumente von neuem erklingen; die Herolde öffneten die Schranken und man sah eine große Anzahl Sclaven-Gladiatoren eintreten, welche von ihren Herren zu diesem blutigen Feste angeboten oder verkauft worden waren und nun auf Leben und Tod kämpfen mußten. Alle trugen Helme von verschiedenen Formen: ihr Gladiatorenschurz war von rothcm oder weißem Stoff, durch einen Ledcrgllrtel um die Hüften gehalten und ließ ihren Körper, ihre Schenkel und Beine blos. Mehrere trugen eine eifere Schiene am rechten Arm, wie eine ähnliche am linken Bein, alle halten das Schwert in der Hand und die meisten den Schild am linken Arme. Einige ersetzten diese Schutzwehr durch ein mit Blei gcfransctes Netz, da« um ihren Arm geschlungen war und auf den Gegner geschleudert werden sollte, um ihn in feiner Bewegung zu hindern und ihn leichter vcr- wunden zu können. Die Sclaverei schwächt auch den Muthigen und ver- doppelt die Feigheit der Feigen. Die meisten dieser ge- zwungenen Gladiatoren waren weil enlsernt, Heß gegen einander zu hegen, vielmehr durch die Gleichheit des Un- glück« an einander gebunden; die Tapfern fühlten sich durch den Gedanken empört, ihre Tapferkeit zur Unter- Haltung ihrer verabscheuten Herrn zu zeigen und zu Kampfhunden herabgewürdigt zu werden. Auch tödteten sich gleich bei dem Eintritt in die Arena drei Sclavcn, indem sie sich da« Schwert in die Brust stießen, ehe noch die Herolde die Paare gegen einander gestellt hatten; andere warfen im Entsetzen Schwert und Schild hin, weinten laut, knieten nieder und streckten flehentlich die Hände nach den Zuschauern hin aus; aber sie wurden verhöhnt. Ein alter Mann unter ihnen umfaßte die Knie einer der großen Marmorstatuen, die in den Nischen standen und heidnische Gölter vorstellten; er schien sich unter ihren Schutz begeben zu wollen; aus einen Wink der Acdilcn aber zogen die Mcrkure ihre langen glühenden Metallstäbe aus den Kohlen und droheten damit dem Alten und den knieenden Sclaven, die sich denn endlich in den Kampf ergaben. Er begann; einige stritten mit der Wuth der Verzweiflung, um in dem Tode das Ende ihre« Elendes zu finden; andere sanken bei der ersten Wunde auf die Knie und boten, um schnell davon zu kommen, ihre Brust dem Gegner dar, der sie so, zum großen Jubel der Anwesenden, uicderfloßeu mußte, wenn Eine NaHsuchung, welche vorher in seiner Woh nung angestellt wurde, soll zur Beschlagnahme von Waffen und kompromittirenden Papieren ge- führt haben. Wie es heißt, wurden auch Verhaf- tungen im Quartier Latin vorgenommen. Einzel heiten darüber fehlen aber noch. Die Zahl der in Lyon verhafteten Personen soll 38 betragen.— Uns scheint die ganze Verschwörung ein Mach- werk geheimer Polizeiagenten zu sein, welche unter dem Schein des Republikanismus ein paar leicht- gläubige Arbeiter in ihr Complot gezogen haben, und diese nun als Sündenböcke opfern. Der- gleichen Schurkerei ist schon oft vorgekommen. In Italien ist die Aufregung im Wachsen. Der Gouverneur von Sicilien, General Mcdici, hat Truppcnverstärkungcn verlangt, um die Ruhe und Ordnung auf der Insel aufrecht erhalten zu können. Wie sehr in England bei den Wahlen das Geld bestimmend einwirkt, davon berichtet eine Zu- sammenstellung, die über die letzte Parlamcntswahl in Southwork jetzt veröffentlicht ist. Sir Sydney Waterlow, der liberale Kandidat, hat Ausgaben von Pfund Sterling 4779 nachgewiesen, während der Arbciterkandidat Odgcr nur Pfund Sterling 657 verausgabt hat; dafür erhielt der letztere 4382 Stimme, und der erste, welcher sich etwa eine Stunde vor Schluß der Wahl aus der Kam- zagne zurückzog, 2966 Stimmen, so daß Mr. Odger nicht ganz 3 Shillinge, Sir Sydney da- gegen über 1 Pfund und 12 Shillinge für jede Stimme ausgegeben hat. Der Ausweis über die Ausgaben des siegreichen konservativen Kandidaten, Oberst Beresford, liegt noch nicht vor. Vereins- Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiter-Verein.) Düsseldorf, 3. Mai.(Versammlungen in Hi(- den.) Unser Nachbarort Hilden ist seit einigen Wochen der Gegenstand unserer nachdrücklichsten Agitation. Der verunglücktr Strike im vergangenen Jahre hatte die gänz- liehe Vcrsiegung des Allg. deutsch. Arb.-Vereins zur Folge, da fast sämmtliche Mitglieder desselben, Arbeiter der strp kenden Fabrik abreisten. So lag nun die Bewegung bei- nahe ein ganzes Jahr brach. Die übriggebliebenen'Mit- glieder durften nicht wagen, offen aufzutreten, da ihnen ofortige Entlassung drohte— und diejenigen, welche sich noch nicht der Bewegung so weit angeschlossen hatten, lhaten eS hernach noch viel weniger. Wir hielten es für unsere dringendste Pflicht, diesen Ort, der einen so guten Klang in der Partei hatte, wieder zu beleben und be« schloffen daher, unsere ganze Lokal-Agitation zunächst dort- hin zu lenken, und so arrangirtcn wir Sonntag den 19. April eine Volksversammlung. Der Besuch war zwar mittelmäßig, dennoch ließen sich 15 Mann in die Listen einschreiben und die wenigen übriggebliebenen des alten Stammes erklärten sich bereit, der Sache wieder energisch beizutreten. Im Laufe der nächsten Wochen wurde uns mitgctheilt, daß der Besitzer der Fabrik(cveidendruckerei), in welcher die Arbeitseinstellung stattgefunden, Namens Grcssard, allen seinen Einfluß ausbiete, um das Zustande- kommen einer Mitgliedschaft zu verhindern.— Er hatte genaue Kunde, welche Arbeiter sich tinjeichnin ließen— c8 giebt ja unter allen Ständen erbärmliche Subjecte, die den Vcrräther machen— und ließ dieselben einzeln zu ich kommen. Im Vertrauen theilte er ihnen mit, daß sie sich entweder streichen lassen müßten, oder ihre Entlassung gewärtigen.— Herr Grcssard war im ersten Reichstags. Wahlgange Mitglied des liberalen Eomite's(Bloem I.) Da hat man nun ein schlagendes Beispiel de« Liberalis- mn» dieser Herren! Sie lieben die Freiheit auch mit allem Enthusiasmus, dessen ihee verknorpelte Seele fähig ist— aber nur die geschniegelte, zurechtgestutzte Freiheit, die mit den„vernünftigen, mäßigen" Leuten harmonirt; nicht die Freiheit, welche die Gleichheit und Brüderlichkeit im Gefolge hat! Das ist die Sorte Menschen, die gar nicht begreifen kann, daß der ausgebeutete, mißachtete Mensch auch die Freiheit lieben könnte, und ihm daher das bischeu Recht, welches er unter den jetzigen Staats- Verhältnissen besitzt, vermittels ihrer dominirendcn Siel- er nicht selbst getödtet sein wollte. Einige, die mit Wunden bedeckt waren und sich kaum fortschleppen konnten, wendeten der Gewohnheit zu Folge die hohle linke Hand gegen die Zuschauer, um ihr Leben zu erbitten, wobei sie freilich vergaßen, daß nur die Gladiatoren von Gewerbe dies Recht hatten und jeder Sclavc, welcher die Arena betrat, dieselbe nur todt verließ, entweder durch da« Schwert de« Gegners oder durch den Hammer der Plu- tonen umgebracht. Mehrere schwer Verwundete cnnlich stellten sich todt.� Einer derselben ein junger kräftiger Sclave hatte tapfer gekämpft; er war mit Wunden be« deckt und bei dem letzten Stoße fiel er nicht weit vor dem Gitter nieder, an welchem sich Sylvcst' befand. Dieser hielt den Sclaven wirklich für todt; seine Glieder waren steif und er lag unbeweglich da. Einer der Mcrcure be- merkte ihn, trat mit seinem langen rothglühenden Stabe zu ihm und berührte damit pine Wunde des Sclaven. Das lebendige Fleisch rauchte... Der Körper aber blieb trotz dieser Folter ohne Bewegung. Der Mcrcur hielt ihn sür todt und entfernte sich, aber bald besann er sich eines andern, kehrte um und fließ den glühenden Stab durch eine der Ocffnungcn des Helmvisirs de« Gefallenen. Ohne Zweifel drang das spitze heiße Eisep in da? Auge, denn der Sclav, den diesmal der Schmerz übermannte, sprang auf, stieß ein Gebrüll aus, das nichts Menschliche« hatte, that einige Schritte und stürzte wieder nieder. Alsbald eilten zwei Plutonen zu ihm, schlugen mit ihren schweren Hämmern auf den Helm wie auf einen Ambo« und zermalmten den Kopf dermaßen, daß Svlvest durch die Oeffnungen des Vifirs eine Mischung von Fleisch, Blut, Hirn und kleinen Knochensplittern 'pritzen sah. Bei diesem gräßlichen Anblicke, welcher der Schlächterei die Krone aufsetzte, konnte Sylvest nicht mehr an sich halten und mit lauter Stimme begann er: „Fließe, fließe, Blut des Gefangenen... Falle, falle. Du blutiger Thaul Keime und wachse, Du Racheernte!" Sylvest war unter den Verurtheilten nicht der einzige Sohn der Mispel; bald wiederholten andere Stimmen unter Keltengrklirre das Lied, das er angestimmt hatte, aber e« ward übertönt von einem gewaltigen Lärm. Die Arena war mit Tobten und Sterbenden bedeckt; keiner der Kämpfenden stand mehr. Mit einemmale hörte man die Herolde rufen: die Kranken! die Aerzte! Alsbald eilten zahlreiche schwache Alte, die reich ge- kleidet waren und theilS sich auf Sclaven, theils auf lnng auch noch verkümmern! Sie möchten wohl die Freiheit als ein hübsches Spielzeug sür sich in Pacht nchnieu und dem Arbeiter hier und da einige Brocken in Gestalt von StrafreglemcntS und Fabrikordnungen hin werfen! Doch so leicht soll es den modernen Patriziern doch nicht gemacht werden! Sofort wurde wieder eine neue Versammlung auf Sonntag den 1. Mai, und zwar in einem srequentcn Lokal, anberaumt, und wurde Herr Gressard persönlich zu derselben eingeladen. Die Vcrsamm� lung war von stark 200 Personen besucht, und wie in der ersten, führte auch in dieser Versammlung Real den Vorsitz. Die von hier mit hinübergegangenen Redner Real, Dreesbach, Hannet und Pesch brachen sichtliche Bresche in den Herzen der Anwesenden, die in größter Ruhe und Aufmerksamkeit den Verhandlungen folgten. Nur im An fange wagte es ein Individuum, zu pfeifen, es wurde aber durch die Entrüstung der Versammlung bald zum Schweigen gebracht. Sämmtliche Redner geißelten im Verlauf ihrer Borträge das Verhalten des Herrn Gressard, welcher nicht erschienen war, unter allseitiger Zustimmung, und so wurde zum Schlüsse folgende Resolution vom zweiten Vorsitzenden Drees dach eingebracht:„Die heu- ligc Versammlung giebt den Bestrebungen der social- demokratischen Arbeiterpartei ihre volle Zustimmung, und erklärt es für feige und erbärmlich, wenn Jemand vcr- möge seiner daminirenden Stellung die Arbeiter an der Ausübung ihrer politischen Rechte hindert." Real schlug als Zusatz noch einige Worte vor, welche den Herrn Grcssard persönlich als den Betreffenden bezeichneten. Da, als Real zur Begründung dieses Antrags noch einige Worte sagte und zu dem Satze kam:„Wenn Herr Grcssard ein Mann von Ehre wäre—" sprang der in seiner amtlichen Eigenschaft anwesende Bürgermeister Papst auf und erklärte die Versammlung auf Grund des Verein«- und Versammlungsgesetzes vom u. s. w. sür aufgc- löst!— In einem sich hierauf anschließenden Zwiegespräch zwischen Real und dem Bürgermeister, welches die Un- gcsctzlichkcit der Auflösung zum Gegenstände hatte, meinte der letztere: ES hieße in dem betreffenden Gesetze, daß eine Auflösung gesetzlich sei, wenn eine Ausforderung zu strafbaren Handlungen stattfinde; wie vielmehr nun dann, wenn strafbare Handlungen, wie die voliegendc, nämlich Beleidigung einer Privatperson, stattfinden! Das ist so ziemlich die Logik des unfehlbaren Papstes! Jedenfalls hat die Auflösung nichts geschadet, wenn auch diesmal formell nichts. errungen wurde. Es ist wieder Leben in Hilden, und da« wollen wir nächsten Sonntag in einer dritten Versammlung vollends anfachen! Reudsburg, 4. Mai.(Arbeilerfcst.) Montag, den 2. dsS., hatten wir hier zum ersten Male ein allgc- meines Arbeitcrfest, verbunden mit Eonccrt und Ball, welches sehr gut besucht war und den schönsten Verlauf nahm. Es erquickten sich einmal die Arbeiter in ihrem mühevollen Dasein und allseitiger Frohsinn herrschte. Unser Parteigenosse Liebisch aus Hamburg hielt die Festrede und sprach er aus seinem warmen Herzen so recht zu den Herzen der Arbeiter und deren Frauen und Mädchen; sein Wort wird Früchte tragen und uns bald mehr Mitglieder zu führen. Wir glaubten immer, ein solches Fest könnte unter der hiesigen Arbciterbcvölkeruug gar nicht zu Stande kommen; endlich enschlosscn wir uns kurz und rasch dazu, und es ist uns besser gelungen als wir dachten. Es hat sich auch hier wieder gezeigt, daß gar Manches nicht erreicht wird, weil e» unausführbar schcint, und daß es doch nur deshalb unausführbar ist, weil es nicht erstrebt wird. Mit social-demokratischem Gruß H. Oldenburg. Berliv, 3. Mai.(Prozeß.) Gestern stand zum zweiten Mal Termin gegen Aurin in Berlin an, wegen einer Rede, welche er im RcchtSschutzverein für Arbeiter gehalten hat. Jedoch kam die Sache noch nicht zu Ende. Ein Particulier ist Kläger. Ihren Verpflichtungen gegen die Bereinkasse sind noch nachgekommen sür Monat Mätz die Mitglieder zu Haan, Eö!n, Lautcnthal, Nowaweß, Rendsburg, Mühlhoff, Carls- ruhe, Frankfurt a. M.. Gießen, LorcnzhauS, Heddernheim, Bürgel, Naumburg. Für Februar Mühltroff, Heidelberg, Gießen und Lorenzhaus. Da» Circulär an den Vorstand ist am heutigen Tage versandt. Verwnds-Theit. (FürdcnAllg. deutsch. Arbeiterschafts-Vcrband.) Allg. deutsch. Gewerkschaft der Schueider, Äürschuer und Kappeumacher. Hamburg, 4. Mai.(Zur Beachtung.) Die Be- kannlmachung, daß 19 Thlr. aus Hamburg nach München. Da diese letzteren meisten« verh"� tj und auf ihr Ausharren doch Alles ankommt, so V I,.° Nothl Die Parteigenossen von sttah und �( tm deshalb aufgefordert, Unterstützungen zu f«"* tjg � Vorstand des Strikecomite's Herrn Jos. Tr� . �.. Herrn Felix Haukerl, Landschaftsgass«> fc,' Interstützung dieses©tritt« ist von bcsondera � y kcit, weil der Kampf in der Hauptstadt deS i" linj.,' BaiernS stattfindet und die Polizei sowie die tcien in ihren Verfolgungen gegen die Slrlk«>''«i,„. los sind. j?. Frankfurt a. M., 4. Mai.(Siegreiche? Die Arbeitseinstellung der Schneidergehülsen ien der Arbeiter beendet. Alle Meister, welches �| )tr Gehülfen nicht direkt unterzeichneten, ich auf ihr Ehrenwort, den voUfländige» laut der aufgestellten Tarife, auf immer austf � SWVfleMf»rtiirlvp S>„V« 07 tfl* K.r Die Arbeit wurde Mittwochs den 27. April,!»>,„ genommen, und c« dauerte die Arbcitöeinst�Wdis s. 14 Tage. Gcldunterstützungcn sind von solge� eingegangen: Von Schncidergchülfen in Ofl��W-ö ........ ll"', d-S qcl . Fl. 9 Kr., von Hutmachergehülsen bei Herrn � Niederrad 19 Fl., von Herrn Bartel in Bocken)�: aus der Werkstätte bei Herrn Solzer in Bockend� �. 42 Kr., von den Schneidcrgchülsrn in Manud�: von Herrn Heck in Offenbach a. M. 2 Fl. iäij,,. Herrn Nuhu aus Bockenheim 4 Fl. 58 Kr., auS> l. sammlung in Heusenstamm 3 Fl. 6 Kr., von l'' it ttf[ dcrgehülsen in Homburg v. d. H. 4 Fl. 3»' r si;, Weimar 7 Fl., von den Mitgliedern des Allfr. itq" Arb.-Vereins in Paris 42 Fl., durch Herrn»zip e Wiesbaden 19 Fl. 29 Kr. durch Herrn Kaisers aiIä Stöcke stützten, in den Circu«; aber auch junge Leute und Männer im reifen Alter befanden sich unter diesen Krankcn. Alle knieten oder kauerten nieder neben den Sterbenden und jeder Kranke legte feinen Mund gierig an die Wunden, um das noch warme Blut einzusaugen.'Einige suchten in diesem Blute die Wiederbelebung ihrerjerschlafften Kräfte, andere Heilung der Fallsucht. Hier und da 'chnitten Aerzte mit scharfen Instrumenten die noch warmen Todten auf und nahmen die Leber heraus, die sie als Arznei brauchten. Nachdem die Aerzte und die Kranken befriediget waren, erschlugen die Plutonen mit dcn Häm- mein die noch lebenden Sclavcn und schafften mit Hülse der Mcrcure die Leichname hinweg, während die Ainphi- lheatekdiencr mit großen Rechen das Blut unter den and mischten. In diesem Augenblicke verdoppelten die wilden Thi-re, welche durch dm starken Blutgcruch gereizt waren, ihr Gebrüll und sprangen wüthend in ihren Käfigen umher, am deren Eiscnstangen sie heftig rüttelten. Die gefangenen Gallier aber sangen: „Fließe, fließe, Blut der Gefangenen! Falle, f alle, Du blutiger Thau! Keime und wachse, Du Räch eernte!" Jetzt trat ein Zwischenakt ein und in dieser Pause blickten Sylvest und die Sclavcn nach Diabolu« und dessen Freunden, dir noch alle heiter und guten Muthcs waren. Dennoch bemerkte Sylvest, daß die iebhafte Rothe im Gesicht seines Herrn, wahrscheinlich in Folge des Gis tcS, allmählich zu weichen begann, besonders auf der Stirn, an der Nase und dem Kinn, die wachswciß wnr- dcn. Dieselbe Beobachtung war an den andern jnn gen Herrn zu machen, die übrigen« nicht weniger auS gelassen lustig waren als Diabolu«. denn alle empfingen mit lautem Lachen ihren Freund Norhiac, als dieser aus dem Kampfplätze erschien und gleich beim Erscheinen stolperte. Dieser schlechte und lächerliche Gallier, der Gegenstand der Verspottung Aller, hatte erzählen hören, daß in Rom die vornehmen Herrn bisweilen als Gladiatoren kämpf len und wollte deshalb aus Eitelkeit sie nachahmen. Mit einem stählernen Helme, auf dem sich eine maßlos große vergoldete Chimära befand, und mit niedergelaffenem Vifir, ganz mit Eisen klüglicherweise gepanzert, so daß er die Last kaum ertragen konnte, trat er schwerfällig auf. Aus seinem vergoldeten Schilde sah man als Sinnbild einen Löwen in grellen Farben, der in der rechten Tatze eine Devise hielt, in welcher mau iu dicken Buchstaben »ii Ig. Frankfurt a. M. gesendet feien, ist iwZ, ycißen: 12 Thlr. Ich ersuche die Mitglieder i» zu melden, ob und wo ihr Bevollmächligllr Dicdrich hingereist ist, da Brief und Abrecha�f gekommen sind. Die neu gewählten sind hiermit bestätigt. Da Neuwied sich Zeit als neubegründet hi-r gemeldet hat, bis k»»gsj noch weiter keine Nachricht eingetroffen ist, ersuch t firoj s.fortigc Auskunft. Da bei mir Gelder od»! nchtie mcrkung eingingen, bitte ich bei ähnlichen Käil» iischeti Coupon zu fldreiben, ob sie für München odn stmit fürt a. M. bestimmt sind, oder für die Ha»? Nachtrog der eingesendeten Rechnung. ES ist»»liger möglich, zu controllircn. Ucber die bei mir eiW g Gelder sür StrikeS, fei cS von außerhalb oder« � bürg, wird baldigst Rechnung abgelegr werden.' t,(hr bemerkt, daß die Herren Bevollmächtigten g�(t achten müssen, den Mitgliedern stets bekannt I» uqg j daß sie bei der Abreise die Reiselegitimati»»«Die Buch eintragen lassen müssen. AuS Koblenz!' � � weitere Nachricht betreffs des Strike«. Ich iDan zweimal dahin geschrieben. Ich erwarte baldig« In Dortmund und Karlsruhe sind Swil?'- �ch brachen, welche jedoch durch festes Zusammen»»; � schon siegreich beendigt sind. Viele neue WUtp!'!eifuni daselbst gewonnen. In Dresden geht e« p,„ vorwärts. Bald wird es überall lagen und■ chrittShelden-Striker werden überall hinan« i? � jz,1 bürgert werden. Mit social-demokratischem 0?« iid"st München, 5. Mai.(Strike.) Verschi-«-»�-x,,, gen sprengen die unwahre Nachricht au«, der® resultatlos beendet. Die Sachlage aber ist? p, ail 12 Meister haben die Forderungen bewilligt;� -''-j Und Gesellen sind� abgereist und 259 sind noch a?�; tSD. )ni i bürg 5 Fl. 59 Kr., aus Freiburg im Br. oJEJtoi).. oiio Höchst a. M. durch Herr» Ellner I Fl- t,» Herrn Lieblich in Hamburg 21 Fl., au« Cassel 3 M aus Pest(Ungarn) 5 Ft., au««raunsckwcig 3 Milvjm. aus Luxemburg 14 Fl. 35 Kr., au« Berlin LA kokait aus Pforzheim 7 Fl. 46 Kr., durch Herrn Slh"-» Cöln 4 Fl. 49 Kr., durch Herrn Miltenbcrgcr'«(,% 3 Fl. 30 Kr., durch Herrn Köhler au« Cassel"f! � aus Frankfurt a. M durch verschiedene Sarnn�tig, aus tzranrsurr a. wc. durch verichiedenc Sauw»:/»�: Beiträge 165 Fl. 33 Kr. In Summa also 37?!! tljn' Die Ausgaben betragen: Für CouvertS, M, Wrati Depeschen, Einrichtungsgebühr 11 Fl. 39 Kr., lnWc|| gen sür Feiernde und Reisende 292 Fl. 58 ialllo und Abendessen für Feiernde an Herrn Gastw'«'!, 113 Fl. 39 Kr. In Summa also 418 Fl. 7 Kr. llst-,.. mit noch 38 Fl. 29 Kr. Deficit, welches wir durch' �® Beiträge der hiesigen Schneidcrgchülsen Obige Abrechnung ist von den Revisoren und �"jj f"' gen Mitgliedern deö Strike-Comilös geprüst. richtig befunden. Sollte sich aber bei dieser 1�„»'a Aufgabe irgend ein Fehler eingeschlichen Habc»� j � wir sofort darauf aufmerksam zu machen, da»''' d< Stande sind, denselben in Richtigkeit zu dring� din Namen Siomara las. Er hatte seiner stijj l schönen Gallicrin nicht entsagt und hoffte l»»', Z' ihr Herz durch seinen Muth zn gewinnen.. 1 In der Hand hielt er ein lauge» Sch>»',■ eR Gürtel an sciu er Seite hing ein Dolch, wie>'R, 1 dcrn ein Beil und eine Keule mit spitzen Stacht''b i land er von dem Fchltritte wieder fest, so bei», an seinem unsicheren Gange, daß die Löcher>». C>!• ohne Zweifel zn niedrig waren und er kaum denn er versuchte mehrmals unter allgemeincl»" die das Visir höher hiuaufzuschieben. I«>»ir Müde Der Sclave, welcher mit Norbiac kämpf«»', durch den entgegengesetzten Eingang cingclrctc»!.�. nähme seines Gladiaiorenschurzcs war er"?( hJ"® und in der Hand hielt er ein großes blechern«» ein wahre« Kinderspielwerk. Er schien. junZ'.z und kräftig zu sein. Der Herold gab daS Üa Beginne des Kampfes. Norbiac, der seinen � dcn dicken Harnisch geschützten Körper mit d" deckte, schlug mit dem langen Degen um sich� sich demnach blos. Der Sclavc, dem setn« � nützte, hielt sich außer dem Kreise der Stcß Gegners und wartete, um ihn zu fassen, bit. Arm ermüdet sein würde. Da« zeigte sich �.- bald; von ollen Seiten züchte und höhnte m»»; �stand Die Armmühlc wird bald stille stehen, s»S'|' 6 S Die gallischen Sclaven freuten sich üb««[»»gen höhnung ihre» treulosen Landsmannes, dtf. vi> Affen der Römer; die Acdilen aber, die uw,"'icke, ...... tm konnten, daß ein reicher Herr länger verlacht>?'' der; »ahm»"Ä L0n 1 glühenden Stabs und berührte damit dm•?* i'11« Schw-rlfic-A Hier len einem der Merkure. Dieser nahm damit den Sclaven,.der bi« dahin von dcn Schwertffe-.�»... biacs nicht gelrossen worden war. Der Wdei die Ucbcrraschung trieben dcn Sclaven bcr%; das Schwert und er erhielt im Gesicht und«stL 0 sie zwei große Wunden. Da aber warf er auch warf ryn zu Boden, entriß ihm die eiserne �otNl damit aus dem Helme Norbiac« zu hämmern� Hch j, enertilb riim ornfi-n«litfi-t her Menge nur rtl lft££ säbcl weg, drang aus seinen eisciibcpanzcrteN��« '5. merlich zum großen Jubel der Menge uin 186k warf ihn zu Boden, entriß ihm die eiserne Da indcß die Kräfte des Sclavcn in Folg' ji' der_ Verlustes schnell abnahmen, so entsank ihm b»'»,'schrei und er sank neben Norbiac nieder, d«« �Sesqxs mcr, aufzustehen versuchte. |«ui Die Zaschaucr aus dcn höheren Sitzen r"' ,(' suchte der Sclave im Voraus zum Tode bestimmt �"t„„ '»> Kot nu st irrij, M»ir danken Euch herzlich für die bereitwillige Wieder i»«Miiag. Möge der Geist der in dem Arbeilerstande iZchligln HiK, immer mehr Wurzel schlagen; möge der Abrechn-Wfossentritt der Aibeiterdataillonc immer lauter öevoll-�chmbarer schallen. Sicher wird der Sieg der d sich Nilud die Niederlage des Geldsacks de« heutigen dal, biilVagssystcms kommen. Mit dem Klassenbewußt- ist. erluchs Proletariats entbrennt der Kampf für Wahrheit 'tigkeit gegen die Ausbeulung. Mir social- !em Gruß und Handschlag, im Namen des Mite'« Joseph Schneider, Vorsitzender. wiegende Majorität, und wurde» auch die Kandidaten derselben aus dem Allz. beutst Manrcrverein mit sämmt- lichen gegen 27 Stimmen gewählt. Zum Schluß sprach der die Versammlung leitende Sladtralh seinen Dank der Versammlung wegen der musterhaften Nuhe und Ord- uung aus. Mit social-demokratischem Gruß und Hand- Alb. Paul. Meiner deutscher Zimmerer-Verei«. 8. Mat.(Danksagung und Lebewohl.) lb oder» ii, ang schadenden Präsidenten, Herrn Gustav �"ni,■' Drechen wir im Auftrage der Berliner Mit- lsseU s! des Allg. deutsch. Zimmercr-Bereins, für die !, u« lai*'m Kampfe für die heilige Sache der Arbeit ?«-ii?�"nste und fllr seine als Führer bewiesene That- obllUi! du, Eifer und unermüdliäun Klcisi. unsern tief- - t.«!-"1 Eifer und unermüdlichen Fleiß, unfern tief- 3�.'Tank au« mit der Versicherung, daß sein Name b_"Li M deutschen Arbeitern unvcraeßlich sein und d Slru�M Uch�,,� genannt werden wird. Wir, die wir .»n-t!,"�ning gcnannr wer! ""awtiliil j111 �hkr standen, die " t-"uns zu folgen, seine Wwir Gelegenheit hatten "jl-"ln°g zu folgen, seine Bestrebungen und sein ".„ktiiff unterstützen, wir geben ihm die Versicherung . Jic Eilige Versprechen, sein Werk und seine Lehren >.-. hi �uigc«zeripreqen, icm Wirr nno icint rcnreu hinan j. en Kräften zu Pflegen und weiterzuführen. Sein �'2 unter uns forckeben, unsere" r jgiC" unter uns forUeven, unicre Herzen wer- , � wenn die weiten Fluthcn dl« OccanS un« der b �?NN«insam schlagen. Mit dem Wunsche, daß tf' iil C � btm politisch freiestm Lande vergönnt ö upch in socialer Beziehung einen Wirkungs- A iiibü"uh™» der seinen Wünschen und Bestrebungen �. d-iril' �unach hier so viele Millionen Menschen un- („ip.�ugen und kämpfen mit diesem aufrichtigen s ftU°genwir ihm, sowie unfern mit ihm scheidenden n siiid� lrnic,, Freund und Mitkämpfer Hr. Aug. -s. Tr'" tsgasie esonderU I des e die al>l Slritl Freund und Mitkämpfer Hr. Aug � herzliche« Lebewohl.— Im Anftrage der Mitgliedschaft und des Ausschusses des Allg lmmerer- Vereins: Grau I. Peter. L. Mai.(Zur Beachtung.) Ich mache ligenosscn die freudige Mitthcilung, daß die cht in Bernburg mit ihrer Forderung einer !lUtg von 21/» Sgr. pro Tag durchgekommen ist, ihrer guten Organisation und ihre« festen lbenso ist dort eine Stunde Ablllrzung der Ar- �.MM�ltngt. Weiler haben die Mitglieder in Bra un- n'i? Strike gesiegt und ebenfalls eine Lohner- .' □(, Ie kstelt. Man sieht, was der feste Wille und die '8„wj � für Erfolge haben.— Möge jeder zur Erkennt- inchl»l1 ,v0�cn Sache, welche wir anstreben, gelangen, lpkU'.�Wchi� was wir schon alles mit unserm Verein der Hülfe aller Parteigenossen rrziilt haben. Im eiches .ülsen i? lSeinsie! /�üeÄ waren e« 22 AlbeilSeiustcllungen, die vom �.dfleitet sind und mit wenigen Ausnahmen für uns geendet haben. Aber eS ist auch Rocken feil.Alflen, welche eine Veibesicrung ihrer Lage er- „»i«}.■ nicht faul zu werden in der Bewegung und -'bktr Rücksicht nehmen mußten, so find wir ' n n."' bcr besten Lage des Geschäfte«, und somit Fl 38 � Erkennen, daß« die heilige Pflicht hat, einzw c« SHifAeJ''"' bnrbendcn Brüden, welche ihn zuerst unter »errll eassel� 7lÄl cn -ergtt l astcl Santil so 373 l , P-rt«, Kr.! m 58 f1:' kr. ätf lr durchs n deckss ii und geprüst� Zieser haded-� ev, W Wenn man um ein vaar Silbergroschcn »ö'i'ler lki? ber Brüderlichkeit vergessen will, dann wird � 5 fr u.-'i4 Nvserer gedrückten Lage niemals eine bessere £ K> Zeit würde lehren, daß man mit dies. P-tZ'An t b# Tailsmd enterbter Brüder ein Verbreche •jJJ- Ich fordere also nochmals dringend auf, o.lllfle Sammlungen oder durch Unterstützung �'«Ukassen die Braunschweigcr zu unterstützen, h ist dort trotz des sicgrcichcn Strikr« noch Die Gelder sind an F. Stöfer, Mönch in senden. Außerdem mache ich es jedem Vc llen zur Pflicht, alle«, was im„Soc.-Dem/ "li steht, den Mitgliedern vorzulesen. Mit °kralischenl Gruß A. Kapell. ftmeu wird die Reiseunterstützung ausgezahlt ""loh, Kafsircr, Humboldstr. 96, 1 Tr. �gemeiner deutscher Maurcr-Vcrei». .6. Mai.(Sieg bei der Altgesellenwahl.) U fand hier eine Altgesellen-, sowie Ausschuß- 'rlincr MaurcrgewerkS statt. Eine solche war schon einmal in Aussicht gegommen, jedoch von der HerbergSvartei verursachten Ruhe- der Polizei aufgelöst worden. Die social Partei dcr Maurer hatte diesmal die über Einer ffte wül' u. Schwei wie Sl0lh8 Iii-r h'u Sclaven! Schenkt ihm da« Leben! s,'k Zuschauer auf den vornehmen Plätze», wie .Und seine Freunde, die c« sür ein verderbliche« �"en mochten, ob sie gleich zuerst über Slorbiac .Ru, einen Sclaven leben zu lassen, der seinen l'i>b mit Hammcrschlägcn behandelt, verlangten l«nd ans cinru Wink zerschlug ihm einer der kcn Kopf. In diesem Augenblick gelang e« z Ij t v ä vw r|• 1* v• v| vi»* vv i e u ii vz vv aum I"« Aufzustehen; er sing an hin nnd her zu laufen meine* 7?. die Arme dabei aus, wie Jemand, dem die . Kunden sind. ''k�e, der ihn unter So fiel er einem der Herolde allgemeinem Gelächter hin .mpstfl h» clrclcch.., er,..�a blieb ei.tcn Augenblick leer und der Sclav echeritlv'' des Vicrwürz, sagte zu Sylvest und den stumal den Diabolus und seine Freunde an.. '«>&, fast grünlich werden.... Ihre Augen 'Mmcr tiefer. Zorn des Himmel», das Gift �irkt sicher: aber fühlen denn die jungen Her «chmcrz? Doch... da greift Einer an die Kopf scheint ihm schwer zu werden. Andere setzt sich mit der Hand über den k'r, als wäre er giblendet... k>stand eine allgemeine Unruhe; die Namen kr» Siomara, die von allen Lippen genannt '' kl l � 14 1 M fc W, VIV vv»»** ) übet kiigen bis zu dem Ohr SljlBefl'«. Ach, Siomara des'>» viel Grauen als Entsetzen ein, aber in die- »ich flicke, wo er seine Schwester zum letzten Male »e «-8 m«Ks den , peftf, auch Ä ut-n vergaß er die Buhlerin, die Zauberin und a» das unschuldige Kind von ehemals, die o.n 3 Jugend. oertstcA E- cr schmetterten eine Fanfare hervor: alle >er 6?. standen ans und viele riefen neugierig und un- acht 1 und*3 t>d siti Da sind siel auf riefen neugierig (Fortsetzung folgt.) rne K""! �berunwese» in Nieder-Ungarn. ->''4 hrttt# ht* Aaaam nl stf i ch hatte die ungarische Regierung gegen Ende ??. I.i868'»l« im gesegnetsten Theilc Ungarns, Fatgk,'der Zustand der öffentlichen Sicherheit ein n da., schreckender geworden und Raub und Mord Er. st' Morduung waren, den Grafen Gedeon Ra- flrrntmlffnv»rtirtmtf imS Cfn�rrt*. • fif iiae- ammissir ernannt, und haben dessen Energie EN rN>.,.Alchkeit bereit« wesentliche Erfolge bewirkt. Mist»"l nmi dem Minister de« Innern ein Memo Gewerkdmi» deutscher HslMbeiter. Berlin, 8. Mai.(Aufforderung.) Collegen, unsere Brüder in Kiel beabsichtigen die Arbeit einzustellen; ihre Forderungen sind gerecht und vom Präsidium und AuS- schnß gebilligt worden. Da ist es nun jedes Mitgliedes Pflicht, die Kasse durch pünktliches Beitragzahlen in den Stand zu setzen. Hülfe leisten zu können, damit die Käme- raden nicht allein auf Privatsammlungen angewiesen sind, da bei den vielen StrikeS die Privatunterflützung nach lassen wird. Der Strike in Kiel wird uns hundert reue Mitglieder zuführen, deshalb helfe Jeder den Kampf durchführen. Bedenket, daß auch an Euch die Reihe kom- men kann. Also Einer für Alle und Alle sür Kiel, sei unsere Losung. Mit Gruß H. Renz. E�Pinncberg, 30. April.(Zum Strike.) Am 28. April fand hier eine Volksversammlung statt, einberufen von den Mitgli-dern de« Gewerkvcrein« deutscher Holz- arbeiter> Die Tagesordnung enthielt: Da« Princip der Arbeiterpnrtei und die Maßregelung der Pinucberger Tischlergescllcn. Herr Fahl eröffnete die Versammlung, die so besucht war, wie noch nie. Herr Fahl wurde zum ersten, Herr Sachau zum zweiten Vorsitzenden und Unterzeichneter zum Schriftführer gewählt. Herr Fahl theilte mit, daß wir sür den ersten Punkt einen Redner aus Hamburg erwartet hätten, daß aber keiner gekommen sei und er in Folge dessen das Rrscrat übernehme.»!ach Beendigung seines Vortrage« folgte allgemeiner Beifall. Herr Sachau theilte dann mit, wie die jetzt strikenden Arbeiter durch Maßregelung dazu gezwungen feien, in der Weife, wie es bereit« im„Soc.-Dem." mitgetheilt worden. Hierauf bemerkte Herr Fahl, daß man gegen seine Person Lügen verbreitet habe, als sei durch sein Benehmen die Maßregelung gerechtfertigt gewesen, er widerlegte dann dieses. Ein Gegner namens Koch verlangte da« Wort und bemerkte lächerlicherweife, in Betreff des Strike müsse er fragen, inwiefern die Arbeiter über- Haupt gemaßrcgelt seien. Herr Fahl machte dem Herrn begreiflich, daß die Thatsache, daß die Arbeiter unter Drohungen und Beschimpfungen fortgejagt seien, doch wohl eine Maßregelung sei; verlas hierauf die den Meistern gestellten Bedingungen:„1) Den früher gezahlten Lohn wieder zu geben; 2) daß jeden Sonnabend Abend« das Geld gezahlt werde, nicht wie früher blas 2 Thlr., so daß die Arbeiter dann die folgende Woche wieder beim Meister betteln und sich dabei noch von der Frau behau- dein lassen müßte; 3) daß beim Accord sowie beim Lohn- machen die Arbeiter nur mit dem Meister allein zu Ihun häiten; 4) daß Keiner gcmaßregelt würde." Hieraus meinte Herr Koch, er könne, wenn er an de« Meisters Stelle wäre, solche Bedingungen auch nicht unterschreiben; eS liege eigentlich gar keine Maßregelung vor, die Ar- beiter sollten nur ruhig an ihre Arbeit gehen u. f. w. Herr Fahl entgegnete, daß diese« nicht geichehcn würde, was angefangen sei, würden sie auch durchführen. Alle Strikenden traten hin und bezeugten dies. Von dcr Versammlung wurden nun zwei Resolutionen angenommen, die eine dahin gehend, daß dcr Strikt als gerecht aner- kannt wurde, die zweite, daß der Strike Ihotkrästig zu »nterslützen sei. Abeiter Deutschlands, auch Ihr werdet das, was wir fordern, nicht für unbillig halten. Laßt Eure Brüder nicht im Stich. Die Mehrzahl der Strilen« den hat von jeher den Kern de« Allg. dcnlsch. Arb.- Vereins gebildet. Etwaige Unterstützungen wolle man senden an Herrn H. Fahl, Schaumburgcrstraße. I. Asm»«. Carlsruhe, 3. Mai.(Strike in Aussicht.) Die Arbeiter des Schreiner- und Glascrgewerks in hiesiger Stadl haben in einer gestern abgehaltenen und sehr zahl- reich besuchten Versammlung, den cinmüthigcn Beschluß gefaßt, von ihren Arbeitgebern eine Lohnerhöhung von 20 pCt. zu erlangen. Dieselben sehen dem Resultat die- ser wahlberechtigten Forderung mit Spannung entgegen. TeutschcS Maler-, Lackircr- und Bergolder-Gewerk. Hannover, 5. Mai.(Zum Strike.) Unsere Ar beitseinllellung ist noch immer nicht beendet, und die? ist wohl hRuptsächlich in der Ursache zu suchen, daß unsere Herren�Bevollmächtigteii sich zu wenig Mühe geben, den Zuzug abzuhalten. Ich bitte, dies doch jetzt recht nach- drücklich zu thun, eS sind 74 College» von hi.r abgereist und e« feiern gegenwärtig noch 22. Wenn also der Zu randum über die Resultate seiner bisherigen Thätigkeit, aber auch über jene Uebelstände vorgelegt, welche bisher die volle Entsaliung der Thätigkeit des Kommissärs beein trächtigtcn. Wir geben daraus einige Stellen nach der ausführlichen Mittheilung im„Pester Lloyd" wieder: Als dcr Kommissär seine Thätigkeit, die sich ans acht Komilate und Distrikte und vier Städte erstreckte, aus nahm, machte er sich kein Geheimniß ans der Größe fei ner Verantwortlichkeit und dcr Schwierigkeit feiner Auf gäbe. Er war nach vorhergehenden Prüfungen zu der Ucberzcugung gelangt, daß die meisten Verbrechen nicht von jenen sogenannten„fahrenden Strolchen" waren be gangen worden, welche im Esongradir, Cianader, Toron taler, Temeser, BacSer und anderen Komitaten ungeschcnt und offen rauben, und welche, trotzdem ihr Aufenthalt« ort stet« wechselt, durch energische und ausdauernde Ver folgung schließlich doch festgenommen werden können, da man ihre Person kennt,— sondern von geübten Jndivi tnien, die lichtscheu und Im Verborgenen handeln, die des Tage« wenigsten« zum Schein eine bürgerliche Bcschäfti- gung treiben, des Nacht« aber in Banden vereinigt rauben gehen, um am Tage wieder zu ihrer ordentlichen Bc schöstigung znrückzukehr-tt, so daß Niemand ahnen kann, daß sie die Urheber Whlreicher Verbrechen seien. Der Kommissär kannte ferner die tiefe moralische Verkommenheit de« Volkes, welche verursachte, daß die Räuber überall materielle und moralische Unterstützung fanden, während die Behörden in der Verfolgung der Räuber nicht nur nicht unterstützt wurden, sondern nicht einmal Fingerzeige erhielten, weil eben da« Volk die Rache dcr Verbrecher fürchtet, welchen eS schutzlos preisgegeben war. Schließlich machte er sich kein Geheimniß daraus, daß er von Seite einiger Gerichte, welche eifersüchtig aus ihre Selbstständigkeit wachen und die Entsendung eines Kommissärs als einen Eingriff in ihre Rechte betrachten nnd verwerfen, durchaus keine Unterstützung zu erwarten haben werde. Ans allen diesen Ursachen verlegte er de» Sitz und den Mittelpunkt seiner Thätigkeit nach Szegedin, welche« als Nest der Verbrecher betrachtet werden kann und den Schauplatz der tollkühnsten Verbrechen gebildet hatte. Die dortige alle Beste konnte zugleich als sicherste« Gesängniß dienen; sie besitzt unendliche Vorzüge vor den Komiiats- gesängnissen mit ihren Haiduken, welche treulos sind, mit den Gefangenen enge, vertrauliche Beziehungen unter- halte», beim Volke nicht die geringste Anloriiät besitzen und oft die wichtigste Untersuchung, durch wenige Kreuzer zug abgehalten wird und nur kleine Unterstützungen ein gehen, so werden wir gewiß siegen. Uebrigens sind un lere Forderungen schon völlig in Betreff de« Lohnes von Seiten der Meister zugestanden, nur weigern die Herren sich hartnäckig, einen Minimalsatz festzustellen. Wir bitten nun, uns in diesem schweren Kampfe in jeder Beziehung zu unterstützen und nicht die hiesigen Arbeiter im Stich zu lassen. Etwaige Unierflützungen find an den Unter zeichneten zu richten. Mit Gruß und Handschlag Wilh. Knollmann, Ballhosstr. 16. Allg. deutsch. Schuhmachcr-Vcreii». Buckau bei Magdeburg, 6. Mai.(An die Mit- glieder.) Die Roth unter den Schuhmachern nimmt immer mehr überhand, hauptsächlich in den Gegenden, wo unsere Kollegen größtenthcilS auf Fabrikarbeit ange- wiesen sind, so in Frankfurt a. M., die Arbeiter können nicht mehr länger unter dem jetzigen Drucke bestehen, und haben beschlossen, von den Arbeitgebern 30 Proz. Lohn- zulagc zu beanspruchen. Collegcn aller OrtS! Wer ein Herz im Leibe hat, der muß erkennen, daß der größte Theil dcr Schuhmacher bei 16— 18stllndiger Arbeitszeit weit schlechter, als der Tagelöhner fleht, und gewiß wird keiner sagen, daß die Forderung ungerechtfertigt sei. Vor- läusig ordne ich an, daß überall Versammlungen abgc- halten werden, damit der Zuzug nach Frankfurt a. M. abgehalten wird, ebenso ist es wünschcnswerth, daß frei- willige Beiträge gesammelt werden, welche zu senden sind an Adolph Schneider, kleine Bockcnheimergafse No. 3. Frankfurt a. M., welches in allen Stürmen, die in un- serem Verein gewüthet haben, scstgestauden hat, wird ganz gewiß zu seiner Zeit vergelten, was wir thun. Vorwärts, College», zeigt, daß ihr noch Männer seid, die ihre Brüdernicht verlassen. DenSiettinern rufe ich zu, Wachetaus und vergeht nicht, daß auch Ihr das verlangt habt, was jetzt die Brüder am Main erstreben. Hoch Lassalle, hoch unsere Organisation! Mit Gruß und Handschlag G. Zielowsty, Präsident. In Frankfurt a. M. steht ein Strike von circa 700 Schuhmachern in Ausficht. Vor Zuzug nach dort wird dringend gewarnt. ganzen liberalen Schule, der er in lhcoretischcr, national« ökonomischer Hinsicht angehört, gemeinsam sti.d. Ich werde überdies ohnehin noch weiter unten gezwungen sein, auf den hauptsächlichen Inhalt dieser Lehren zurückzukommen. Aber Schulzc-Delitzsch hat drittens noch eine über seinen theoretischen national- ökonomischen Standpunkt in gewisser Hinsicht hinausgehende praktische Natur. Er ist das einzige Mitglied seiner Partei, der Fort« schritlspartei, welches— und es ist ihm eben deshalb nur um so höher anzurechnen— etwa» sür das Volk gethon haj! Er ist oinch' seine unermüdliche Thätigkeit nnd obwohl allein stehend und in gedrücktester Zeit dcr Vater und Stifter de« deutschen Genossenschaftswesens geworden und hat so dcr Sache der Association überhaupt einen Anstoß von den weitgreifendsten Folgen gegeben, ein Verdienst, für das ich ihm, so sehr ich in theoretischer Hinsicht sein Gegner bin, indem ich dies schreibe, im Geiste mit Wärme die Hand schüttle. Wahrheit und Gerechtigkeit auch gegen einen Gegner— und vor Allem geziemt es dem Arbeiter- stand, sich die, tief einzuprägen!— ifl die erste Pflicht Allg. deutsche dereiuigte Metallerbeiterschast. Offeubach, 5. Rai.(Zur Rotiz.) Deu B-vollmäch ligtcn welche von den nengedruckten Karten(rothe) erhaltin, mache ich bekannt, daß nach Beschluß des Ausschusses für dieselben mit Statut ein SUbergroschen genommen wird. Ich ersuche zugleich mit den monatlichen Abrech nungen pünktlich zu sein. H. Haustein. Lffcubach, 5. Mai.(Zur Beachtung.) JnBctreff meiner im„Soc.-Dem." Nr. 26. wegen der Abrechnung vom Monat Januar d. I. erschienenen Berichtigung sind von verschiedenen Seiten Reklamationen eingezogen, weil sich die Betreffenden die Mühe nicht nehmen die in„Ein- nähme" aufgeführten Posten zu addiren, sonst hätten sie finden müssen, daß nach dcr Abrechnung die Hanptsumme dcr Einnahmen 166 Fl. 43 Kr. betragen sollte. Werden nun die in besagter Berichtigung angegebenen 20 Fl. �azu gerechnet und 20 Kr. abgezogen so ergeben sich als Hauptsumme dcr Einahmen pro Monat Januar 186 Fl. 23 Kr., wie solche in der Abrechnung ausgeführt sind, es kann also durch erwähnte Berichtigung dcr Kassenbestand in keiner Weise altcrirt werden, was jeder von selbst finden muß, dcr mit Aufmerksamkeit die Berichtigung vergleicht. Ich ersuche also dicjcnigen, welche Neklamalioncn deshalb eingesandt haben, dieses zu beachten. Mit social demokratischem Gruß I. Prciß, Hauptkassirer. land, sich die, tief einzuprägen! des Mannes. Daß heute schon von einer deutschen Arbeiterbewegung die Frage diskutirt wird, ob die Association in sei- n cm oder meinem Sinne aufzufassen sei— da» ist zum große» Theil- sein Verdienst, das eben ist sein wahre» Verdienst, und die« Verdienst läßt sich nicht zu hoch anverschlagen. Aber die Warme, mit welcher ich die» Verdienst aner- kenne, darf uns nicht verhindern, mit kritischer Schärfe die Frage ins Auge zu fassen: „Sind die Schulze-Delitzsch'schen Associationen, die Credit- und Borschnß., die Rohstoff, und die Consum- vereine im Stande, die Verbesserung dcr Lage des Ar- beiterstande« zu bewirken?" Und aus diese Frage muß die Antwort allerdings da« entschiedenste Nein sein! Es wird leicht sein, da« in Kürze zu zeigen. Was zunächst die Credit- oder Vorschuß- und die Rohstoffvereine betrifft, so kommen beide darin übercin, daß sie nur für Denjenigen cxistiren, der ein Geschäft für eigene Rechnung betreibt, also für den kleinen Handwerksbetrieb. Für den Offenes Antlvortschreiben an das Central- Comitä zur Berufung eines Allgcm. deutschen Arbeitercongrcsses zu Leipzig von Ferdinand Lassalle. (Fortsetzung.) Schulzc-Delitzsch kann in dreierlei Beziehungen be trachtet werden. In politischer Hinsicht gehört er dcr Fortschrittspartei an, welche oben bereits betrachtet worden ist. Er erhebt zweiten« auch den Anspruch, Nationalökonom zu sein. In dieser Hinsicht, als theoretischer National- ökonom, steht er jedenfalls ganz und gar auf dem Boden der liberalen Schule, theilt alle ihre Jrrthümcr, Täuschungen und Sclbstverblendungen. Die Vorträge, die er bisher den Berliner Arbeitern gehalteu hat, sind ein schlagender Beleg hicsür: schiefe Darstellungen, Schluß folgerungen, die mit ihren Prämsssen keineswegs zusam- lnenhSngcn, bilden ihren Inhalt. Jndcß, e» kann nicht Ihr Zweck und meine Absicht sein, mich hier in eine Kri- tik dcr theoretischen nalional-vkonomischcn Anstchtcn und Vorträge von Schulzc-Delitzsch einzulassen und jene Selbst- täuschungcn nnd Fehlschlüsse nachzuweisen, die ihm mit der Arbeiterstand im engeren Sinne, sür den" in der fabrikmäßigen Großproduktion beschäftigten Arbeiter, der keinen eigenen Geschäftsbetrieb hat, für den er Credit und Rohstoffe benutzen könnte, existirrn beide Ver- eine nicht. Ihre Hülfe kann somit von vornherein nur den Hand- werte mäßigen Kleinbetrieb treffen. Aber auch in dieser Hinsicht wollen Sie zwei wesent- licht Umstände festhalten und sich einprägen. Erstens ist es die nothwendige Bewegung unserer Industrie, täglich immer mehr den fabrikmäßigen Groß« betrieb an die Stelle des handwerksmäßigen Klein- betrieb», oder de« Zwcrggcwerbes— wie man denselben auch benannt hat— zu setzen und folglich täglich-ine immer größere Anzahl von Handwerkern in den in der fabrikmäßigen Großproduktion beschäftigten eigentlichen Arbeilerstand hinüberzutreiben. England und Frankreich, die un« in dcr ökonomischen Entwickelung voran sind, zeigen die« in noch höherem Grade al« Deutschland, wcl- che« übrigen« täglich mächtige Fortschritte auf demselbeu Wege macht. Ihre eigenen Elfahrungen werden Ihnen dies hinreichend bestätigen. Felglich ergiebt sich hieraus, daß die Schulze-Delitzsch. scheu Credit- und Vorschuß- und seine Rohstoffvereine, wenn sie ,elbst den Handwerkern zu helfen vermöchten, doch nur einer durch die nothwendige Entwickelung unserer Industrie täglich immer mehr verschwindenden, täglich immer kleiner werdenden Anzahl von Leuten zu Gute kommen, welche durch die Bewegung unserer Cultur in immer größerem Umfange in den von dieser Hülfe nicht betroffenen eigentlichen Arbeiterstand hinübergedrängt werden. Und das ist gleichwohl nur eine erste Folgerung. Eine zweite genau mir ihr zusammenhängende noch wich- tigere Consequeuz d-S Gesagten ist folgende: Der Eon« currenz dcr fabrikmäßigen Großproduktion gegenüber, welche sich täglich mehr an die Stelle des kleinen Hand- werlsmäßigcn Betriebs setzt, vermögen auch die in dem- selben ausharrenden Handwerker durch die Credit- und Rohstoffvereine keineswegs geschützt zu werden. Ich will Ihnen dafür wieder als Zeuoniß das Eingeständniß de» Professor Huber anführen:„Leider ober— sagt er, nach- dem er die Schulze-Delitzsch'schen Credit, und Rohstoff- vereine, gleich mir, rühmend betrachtet— leider aber er- scheint die Voraussetzung, daß damit die Cvncurrenz de« ZwerggewerbeS mit der Großindustrie ermöglicht wäre, durchaus nicht hinreichend begründet." Besser aber als jede« Zengniß, werden Sie die leicht bistochen, vereiteln; hier bilden wohldisciplinirte Soldaten die Wache, welche mit den Gefangenen nicht in Vcrbin- düng stehen und, da sie eine fremde Sprache sprechen, mit denselben gar nicht verkehren können. Außerdem be- stellte dcr Kommissär nach freier Wahl völlig Vertrauens würdige und zu den Verbrechern in gar keinem Verhält nisse ftchende�Männcr zu Untersuchungsrichtern. Al« man erst von einzelnen Verbrechen genaue Kennt- niß halte, wurden im Laufe dcr Untersuchung neue, un- geahnte aufgedeckt. Es gicbt Personen, welche bereit« 20 bis 60 schwere Verbrechen begangen haben, ohne auch nur ein einziges Mal für ein einziges verurtheilt worden zu sein; als diese Ucbelthätcr daher auszusagen begannen, so führte die Untersuchung auch Huf die Spur anderer Verbrechen, welche, indem man ihnen»achging, unzähl- bare Verbrechen an's Licht brachten. Zahlreiche Spieß- gesellen der Geständigen wurden eingezogen, die wieder Andere zu Spießgesellen anderer Verbrechen hatten und dieselben anzeigten. Auf solche Weise wurde ein Netz von Verbrechen aufgedeckt, welche« seine Fäden nicht blas über alle Komitatc zwischen dcr Donau und Theiß, sondern auch über die entfernteren Gegenden, über das Marmaroser, Trcncsincr, Neulraer, Tolnacr, Somogycr, Baranyaer Komitat, über da« WaraSdiner Komitat in Kroatien, über ganz Sla- vonien, über mehrere Regimenter der Militärgrenze, ja selbst über Serbien erstreckt und von zahllosen, bis in'« Jahr 1840 zurück datircndcn, an den verschiedensten Or< ten, zu den verschiedensten Zeiten begangenen Verbrechen, die bisher noch niemals bekannt wurden, gebildet äst. Dcr Kommissär ließ sich zunächst von den Gerichten olle Akten zuschicken, welche sich auf ältere und ncnere Verbrechen und die etwa diesbezüglich eingeleiteten Unter- suchongrn bezogen, nnd so kam er in den Besitz eine« riesenhaften Material«, da» Aufschluß über Verbrechen gab, die an Zahl, Komplizirtheit und Großartigkeit ihres Gleichen Im Pitaval nicht finden. All' diese Umstände zusammengenommen, erweckten in Gr. Rnday die Ueberzeugung, daß die mangelhafte, ober- stächliche, sehr häufig nicht von reiner Hand geleitete Ktrasrcchispflcge, die fast allgemeine Bestechlichkeit der Sicherheilsorgane und endlich die moralische Versunken- heit des Volke« die Grundlage der Sicherheit dcr Person nnd des Vermögen« so sehr untergraben haben, daß man da« Ucbel radikal nur s» beseitigen kann, wenn alle Knoten de« aufgedeckten Netze« aufgelöst, da« heißt, wenn alle bisher begangenen und durch die Untersuchung nur theil- weise aufgedeckten Verbrechen ganz enthüllt werden. Durch angestrengte Bemühung gelang es mittlerweile dem Kommissär, die öffentliche Sicherheit im bcfrie- digcndsten Maße wiederherzustellen. Dcr unerhört freche, durch seine berüchtigten Gistdiebstähle nach dem Leben von Tausenden trachtende Räuber MacSvnnßky, welcher die Bücska unsicher machte, die RSubcrbandcu von Johann Tolh, Törköly, Bajda, denen zahlreiche Raubmorde zur Last liegen, wurden vollständig vertilgt; dir Eisenbahn- und Postübcrsällc hörten auf. Außerdem ließ er sich'« angelegen sein, nach Möglich. kcit den Schaden zu ersetzen, welchen einzelne Bürg-r und der Staat durch Verbrechen erlitten haben. Hiczu wurde zunächst das eingezogene Vermögen dcr festgenommenen Verbrecher verwendet, da« bereits eine nicht unansehnliche Summe ausmacht. Dies sind die Hauptzüge der bisherigen Thätigkeit des Grasen Raday, zu deren klaren Uebersicht dem Memorandum ein Ausweis beigelegt ist. Von den im Ausweise enihaltcncn 554 Verbrechen sind 234 Raubthatcn oder solche Verbrechen, die nach ungarischem Gesetze mit dem Tode bestraft werden, 320 aber solche, auf welche langjährige Kerlcrstrafen stehen; dieselben wurde» von 513 Individuen begangen, von welchen 435 in Szegedin und-Peterwardein eingesperrt sind. Von den 554 ausgewiesenen Verbrechen sind, wie be« reit« erwähnt, 234 solche, welche nach vaterländischem Gebrauch mit dem Tode bestraft werden. In diese Kate« gorie gehören folgende Verbrechen: Dcr Uebersall vir ichiedener Eisenbahnzüge, mehrere Postberaubungen, dcr Macsvanßky'sche Giftdicbstahl in den slavonischen Glas- Hütten, der Einbruchsdiebstahl desselben Verbrechers in Apotheken zum Zwecke, um sich Gifte z» verschaffen, der Schönfclb'sche Raubmord in Szegedin, der noch aus dem Jahre 1853 herrührt; der Naray'schc Raub au« dem Jahre 1854(Rozsa Sandor leugnete bei seiner Schluß« Verhandlung die Theilnahmc au demselben), die vier Raubthaten, welche Rozsa Sandor seit seiner Begnadigung begangen(zwei mit dem Ausreißen von Eisenbahnschienen verbunden), der Postraub zwischen Jzsak und Kccskcmet, wobei sämmtliche Passagiere ermordet wurden; der Post- raub im Szegediner Bahnhof, wobei 14,200 st. geraubt wurden; dcr Postüberfall in Szegedin selbst, wobei der Postkondukleur ermordet wurde; der Ueberf-ll der Post zwischen Szegedin und Csongrad, wobei die Militär- eskorte niedergeschossen wurde; dann noch zahlreiche Dop- zu entwickelnden inner« Gründe von dem, was ich sage, aberzeugcn. Wie weit kann die Wirkung von Creditvcreinen und von Bereincn zur billigen und guten Beschafsung von Rohstoffen gehen? Sie lann den unbemittelten Hand werker in die Lage setzen, mit dem bemittelten Hand werker, mit demjenigen, der das hinreichende kleine Tapi tal für seinen bandwerlSmäßigen kleinen Betrieb hat, zu concurriren. Sie kann also höchstens den unbemittelten Handwerker gleichsetzen und in dieselbe Lage brin« gen mit dem mit eigenem hinreichendem Capital für seinen Handwerksbetrieb ausgerüsteten Meister. Mn ist ja die Thatsachc aber eben die, daß auch die mit eige- nem hinreichendem Capital Produzirenden Handwerksmei- ster nicht die Concurrcnz des großen Capitals und der fabrikmäßigen Massenproduktion aushalten können, sowohl wegen der durch den Großbetrieb ermöglichten billigeren Erzeugungskosten aller Art, als wcgendcrgeringcrev Profil. Rate, die bei dem massenhaften Betrieb auf jedes einzelne Stück zu fallen braucht, als endlich wegen noch anderer mit ihm verbundener Vorthcile. Da nun die Credit- und Rohstoffvereine die unmittelbaren kleinen Handwerker höchstens im Allgemeinen in dieselbe Lage, wie den für seinen Kleinbetrieb mit hinreichendem Capital ausgerüsteten Handwerksmeister versetzen können*) und dieser selbst die Concurrcnz der fabrikmäßigen Großindustrie nicht er- tragen kann, so bleibt umsomehr dasselbe Resultat auch für jenen, mit Hülse dieser Bereine sein Geschäft betrei- bcndcn Handwerker bestehen. Diese Vereine können also auch in Bezug aus den kleinen Handwerker nur den Todeskampf, in welchem da« kleine Handwerk der Großindustrie zu unterliegen und Platz zu machen bestimmt ist, verlängern, die Qualen dieses Todcslampse« dadurch vermehren und die Ent- Wickelung unserer Cultur unnütz aushalten— das ist das ganze Resultat, das sie auch in Bezug auf den kleinen Handwerkerstand haben, während sie den eigentlichen, in der Großindustrie beschäftigten und täglich wachsenden Arbeiterstand überhaupt nicht berühren! Bleiben also noch die Consumvcreine zu be- trachten. Die Einwirkung der Consumvereinc würde den ge- sammten Arbeiterstand umfassen. *) Man kann sagen, daß in der einen Hinsicht, auf Ankauf der Rohstoffe, dir mit Hülfe eines Rohstoffoereins fein KIcingeschäsl betreibende Handwerker, weil hierdurch des Borthcilö der Ankaufspreise eu z-ros theilhastig, so- gar besser daran sei, alö der mit eigenem Capital sein ifolirtes Kleingeschäft Betreibende, und Prozessor Huber veranschlagt diesen Bortheil bei Beschaffung der Rohstoffe aus 20—30 Prozent. Dies hält ihn, wie wir sahen, nicht ad, einzugestehen, daß auch die Rohstoffvireine die Con- currcnz mit der fabrikmäßigen Großproduktion nicht ans- halten können; natürlich, denn die Beschaffung der Roh stoffe zu eu xros-Prcism bildet nur ein izolirtes Element der billigen ErzeugungS- und Betriebskosten aller Art, welche die Großproduktion voraus hat. Aber auch zwischen dem mit Hülse lineS RohstoffverciuS und dem mit eigenem Capital sein Klcingcschäst betreibenden Meister glcichnr sich die Bortheile höchstens im Ganzen aus, da Letzterer sich keine Zinsen seines Capitals zu birechnen braucht und außerdem sich sllr jeden Artikel seines Bedarf« mit den besten Bezugsquellen in Verbindung setzen kann, während die Rohsiossvereinc nicht für alle Artikel, die sie führen, zumal für die nebensächlicheren, dieselbe GeschäslSkenntniß und Umsicht entwickeln können. Sie sind gleichwohl gänzlich unfähig, die Verbesserung der Lage de« Arbeiterstandes zu bewirken. Dies werden Ihnen drei Gründe nachweisen, die innerlich einen ein- zigen bilden. I) Die Bcnachtheilizung, welche den Arbeiterstand trifft, trifft ihn, wie das oub 2«»zuführende ökonomische Gesetz zeigen wird, als Producenten, nicht als Consu- menten. ES ist daher schon eine ganz falsche Hülfe, dem Arbeiter als Consumcnten- helfen zu wollen, statt ihm auf der Seite zu helfen, wo wirklich der Schuh ihn drückt, als Producenten. Als Consumenten stehen wir bereits heute im All- gemeinen alle gleich. Wie vor dem GcnSdarmen, sind vor dem Verkäufer alle Menschen gleich, wenn sie nur zahlen. ES ist wahr, daß eben hierdurch für den Arbeiterstand in Folge seiner beschränkten Zahlungsfähigkeit sich noch ein besonderer Nebenschaden entwickelt hat, der aber mit dem Haupt- und Krebsschaden, an dem er leidet, nichts zu thun hat: der Nachtheil, seine Bedürfnisse im kleinsten Detail ankaufen zu müssen und so dem Wucher des Kram- laden«— de» slloplcsepers— verfallen zu sein. Hier- gegen helfen und schützen die Consumvereine, aber ab- gesehen davon, daß Sie unter No. 3 sehen werden, wie lange diese Hülfe dauern kann, und wann sie aufhören muß, darf diese beschränkte Hülfe, geeignet, die traurige Lage des Arbeiters eben um etwas erträglicher zu machen, durchaus nicht mit einem Mittel zu jener Ber- besserung der Lage der arbeitenden Klasse verwechselt werden, welche der Arbeiterstand erstrebt. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. pel- und dreifache Morde, Raubmorde, mit Brandstiftrnv gen komplizirte Morde u. f. w. Die übrigen 320 Ber brechen sind solche, für welche da« Gesetz langjährige Kcrlerstrasc bestimmt, in diese Kategorie rangircn Ei« bruchödiebstählc, Untergrabung von Häusern, größere Bich diebstähle, Hehlerei u. s. w. Die 425 in Haft befindlichen Personen sind fast sämmtlich geständige Verbrecher, die man nur darum noch nicht vcrurthcilen kann, weil es zur Herstellung des objek tiven Schuldbcweise« unbedingt uölhig ist, daß die von ihnen angegebenen Hehler und Helfershelfer gleichfalls ein gezogen werden. Man kennt bereit« die Namen und Aufenthaltsorte dieser Leute und doch kann man sie nich festnehmen, weil man keine Gefängnisse hat, um sie— es sind ihrer bisher 8- bis 900— unterzubringen. Dw mit also da« Verfahren gegen die bereits geständigen Verbrecher abgeschlossen werden könne und auch damit die Helfershelfer der gerechten Strafe nicht entgehen, ist es erst nolhwendig, Räumlichkeiten zu schaffen, damit alle Angeklagten und dringend Verdächtigen in Gewahrsam gebracht werden können. —(Aberglauben.) AuS Krain erzählt da«„Laib. Tgbl." eine Geschichte, die einen haarsträubenden Beweis dafür liefert, wie tief der Aberglaube bei dem Landvolke dort noch eingewurzelt ist. Vor einigen Wochen vir- breitete sich das Gerücht, ein Wirth im kärntnerischen Flecken Razendorf, der ziemlich bemittelt und sehr aufgr klärt sei, habe ein große» Schwein schlachten wollen und aus diesem Anlasse einen seiner Knechte mit dem Auf trage zum Pfarrer geschickt, derselbe möge einen Kranken, der den morgigen Tag gewiß nicht mehr erleben werde, mit den Sterbesacramenten verschen; der Knecht vollführte den Auftrag. Nach einiger Zeit kam der Pfarrer in Chorrock und Stola mit dem Viaticum und wurde vom Wirlhe nach dem Schweinestalle gewiesen, indem sein Schwein der Kranke sei, der den morgigen Tag nicht mehr überleben werde. Als der Pfarrer nun sah, daß man ihn zum besten gehabt, verfluchte er den Wirth, und auf seinen Befehl verwandelte sich der Wirth ebenfalls in ein Schwein. Das ganze Hausgesinde warf sich auf die Knie und bat den Pfarrer, diese Strafe wieder aufzuheben und dem unglücklichen Wirlhe seine vorige Gestalt wieder zu geben. Alles vergebens. Man wandte sich an den Bischof, jedoch auch dieser war nicht im Stande, die vom Pfarrer verhängte Strafe aufzuheben, und der Wirth blieb ein Schwein. Endlich ließ der Pfarrer durch das Versprechen mehrerer Meßstiftungen sich doch dazu be wegen, den gethancn Fluch dann aufzuheben, wenn der heilige Vater in Rom es erlaube. Man schrieb eilends nach Rom, und in drei Tagen(I) erhielt man ein eigen händiaeS Schreiben vom heiligen Vater, worin er sagt, daß man das verwunschene Schwein nach Brezje in Krain treiben müsse, allwo auf Fürbitte der Gottesmutter(die sich hier schon mehrere Male als sehr wunderthätig er- wiese», wie die Unzahl der in der Kirche aufgehängten Krücken ic. e» beweisen soll), die Verwandlung wieder vor sich gehen sollte, damit da« Volk in Krain, welches bisher den Glauben am eifrigsten bewahrt, durch diese« neue Mirakel in demselben noch mehr gestärkt werde. Die« das Gerücht. Als Faktum kann ich nun erzählen daß hieraus aus allen Gegenden Krain» und selbst Kärntens Leute nach Brezje, Bezirk Radmannsdorf, ström ten, uni hier da« verwunschene Schwein zu sehen. Da fich die Nachfrage nach demselben von Tag zu Tag ster gerte, ließ nun der dortige Mehner einem seiner Schweine den Kopf glatt rastren und bunt bemalen, und zeigte es gegen Eilag von 10 Kr. den herzuströmendcn Leuten welche richtig glaubten, den verwunschenen Wirth gesehen zu haben. *(ParlamentSkomödic.) Wie der Leser aus dem Leitartikel und der Rundschau ersieht, ist am 6. dss. ein politisches Puppenspiel ausgeführt worden, welches in der Geschichte de« Parlamentarismus seine« Gleichen sucht. Einige köstliche Illustrationen zu diesem Spiel, in welchem die Nationalliberalen die Helden- und ersten Liebhaber- »ollen aufführten, wollen wir hier doch mittheilen. Am Tage vorher hatte der preußische Finanzminister, dem ganz besonders an dem Zustandekommen der Tarifvor- läge gelegen sein mußte, verschiedene der Abgeordneten zum Abendessen eingeladen. Der Abg. Grumbrecht, Bürgermeister von Harburg, aus dem Wege dahin, wird von einem Collegcn gefragt, wohin er gehe. Stolz ant« wortet er:„Zum Finanzminister; wir wollen über da? Schicksal der Tarifoorlage beschließen!" Bei der na- mcntlichcn Abstimmung nun rief der Abg. Grumbrecht in seiner Herzensfreudigkeit ein dreimaliges:„I a" für das„Zustandekommen" des Tarif« mit Kaffeezollerhöhung. Wozu doch die Eitelkeit Menschen machen kann.— Der Abg. Niendorf, der aber bei seiner nculigen glänzenden Efelsrede" den Abg. Grumbrecht nicht gerade allein gemeint hatte, stimmte noch in derselben Sitzung ein- mal gegen die Erhöhung und das and crem al kür die Erhöhung. Derselbe entwickelt somit eine wahre„Affen- geschwindigkeit" in der Aenderung seiner Grundsätze. Der Abg. Blankenburg stimmte aus Franzoscnfurcht für die Erhöhung der Kaffeesteuer, das konnte man aus seiner Rede deutlich heraushören; er glich vollständig dem alten „Turnkunstmeister" Maßmann, der auf dem'Marktplatze zu Coburg eine halbstündige Rede hielt, in welcher nur folgende Worte vorkommen:„Wenn die Franzosen kommen, so wollen wir sie vereint im Schwarzwald be graben." Herr v. Blankenburg meinte nun, weil wir vereint uns gegen die Franzosen, wenn sie un» angriffen, icherlich in gutem patriotischem Gefühle wehren würden, deshalb müßten wir auch inSgesammt für die Erhöhung deS Kaffeezolls stimmen. Und der Abg. Völck, der ans lauter Patriotismus„Handlanger" beim„Main brllckenbau" geworden ist und nun schon seit mehreren Jahren die Steine an den Strand des Mains keuchend hinschleppt, wunderte sich über die Fortschrittspartei, weil ich dieselbe in so schlechter Gesellschaft befinde— die Fortschrittspartei stimmte nämlich mit den Social Demokraten, dem linken Centrum und den freisinnigen Süddeuischeu mit„Nein". Völck aber und die National Liberalen stimmten mit Blankenburg, Wagner, Prinz Albrecht von Preußen, Steinmetz, v. Mühlcr, Moltke i. s. w. mit„Ja"— das ist also die„gute Gesell chaft" für den National-Liberalismus. Schließlich be merken wir noch, daß die„arbciterfrcundlichen" Herren v. Unruh, Lasker und v. Hennig ebenfalls für die Er> höhung der Kaffeesteuer gestimmt haben und wie». He« nig selbst sagte, theilweise aus Arbeiterfreundlichkeit. Schöne Freundschaft! Wie dem nun auch sein mag, ein kostbares Stückchen ist doch abgespielt Die Nationalen aber triumphirten:„Es ist etwa« zu Stande gekommen und die Ehre des Zollparlaments ist gerettet"— durch eine Comödie. -(Die orthodoxe berliner Geistlichkeit) zeichnet sich bekanntlich durch wahrhaft mittelalterlichen GlaubcnSeifer aus. Die„StaatSbg.-Ztg." berichtet über neue derartige Heldernhaten folgende»:„Die Friedrichl Werdersche Synode hat bekanntlich einen gegen die Mit' glieder de« ProtestantcnvereinS gerichteten Antrag des Pastor Knak angenommen. Da dies vermuthlich wieder viel Staub aufwirbeln wird, theilen wir nach Weglaffung der ziemlich umfangreichen Motiviruvg den Wortlaut des Antrag« mit; er lautet: ein hohe« Kirchcnrcgimrnt wolle anordnen, daß an diejenigen evangelischen Geistlichen, welche erklärtermaßcn Mitglieder des Protestantenvcrein« seien, eine amtliche Aufforderung zum Austritte aus diesem Verein ergehe. Dieser Antrag wurde mit 17 gegen 9 Stimmen angenommen; 5 hatten sich der Abstim mung enthalten. Aus den übrigen auf der Tagesordnung befindlichen Gegenständen ist besonders einer von Interesse, bei dessen Verhandlung eS zu stürmischen Scencn kam. E« war dies die Prostitution» frage, über welche eine im vorigen Jahren niedergesetzte Commission Bericht erstattet. In der darauf folgenden Debatte wurde vor allem über den geringen Erfolg geklagt, welchen die geistlichen Ber Mahnungen auf die Wirlhe öffentlicher Häuser hätten. Superintendent Büchscl hielt es durchaus nicht für an- gezeigt, sich dem auszusetzen, daß man„an die Lust gesetzt werde." Nur Prediger Orth hatte einige posi live Vorschläge zu machen. Er versprach sich Erfolg l) von der Erneuerung des Kirchenbannes, in den die miit der Prostitution sich abgebenden Männer oder Frauen unnachsichtlich gethan werden sollten, und 2) von der Aufrufung der christlichen Obrigkeit, ihr Schwert zu gebrauchen. Er erinnert- an Calvin'« Auftreten in Genf, und an da« Ersäufen von Prostituirlen. Mit dem Ersäufen ginge es Heuligen Tags allerdings nicht mehr, dagegen empfehle sich jetzt als probates Mittel die Peitsche! Dies rief natürlich einige Opposition hervor, unter anderem wurde bemerkt, daß' kein Calvin da sei. Herr Orth jedoch ergriff die Bibel und la«:„Da sprach Jesus abermals zu ihnen Friede sei mit Euch. Gleich wie Euch der Vater gesandt hat, sende ich Euch. Und da er das sagte, blies er an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist Dieser Geist wehe auch jetzt noch, und man müsse dem gemäß handeln. Als ihm hierauf Prediger Oldenb-rg au« Joh. 8 die Geschichte der Ehebrecherin entgegenhielt, und das Wort Jesu:„Wer ohne Schuld Ist, werfe den ersten Stein auf sie!" persönlich auf da« Herz legte, da behauptete dieser bibelgläubige Mann, der orthodoxe Pastor Orth, diese Stelle der Bibel sei nicht echt! Mehr kann man wirkich nicht verlangen." —(H err Scheil in Breslau.) Der Sekretär des Vereins der Gräfin Hatzfeldt erläßt folgenden öffentlichen Aufruf, datirt vom 5 Mai:„Herr Julius Scheil in Breslau ist bisher durch mehrere Briefe aufgefordert worden, über die von ihm betriebene besoldete Agitation Bericht zu er- statten. Da er dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, und da Herr Scheil an Gehalt und Reisegelder circa 120 Thaler zur Agitation erhalten hat, so wird derselbe, da das Präsidium Rechenschaft über die nützliche Ver- Wendung dieses Geldes schuldig ist, hierdurch aufgefordert, endlich Bericht über die Erfolge seiner Agitation ein- zusenden." —(Ein fünffacher Mord.) Die Kunde von einem entsetzlichen Ereigniß, welchem eine ganze Familie zum Opfer gefallen ist, durchlief am 6. ds«. die Stadl Berlin. Die„Tribüne" schreibt darüber:„In dem Hause Seba- stianstraße 6 wohnte der Handelsmann Huth mit seiner Frau und seinen vier Kindern; er betrieb daselbst ein so- genanntes Rückkauss-Geschäft. �Gestern Morgen um 8 Uhr machten die Hausgenossen desselben dem Vorstande de« Polizei-Revier« die Anzeige, daß die Familie Huth, welche sonst schon des Morgen» um 6 Uhr in Bewegung sei, bisjetzt noch kein Lebenszeichen gegeben habe, man vermuthe daher, daß ein Unglück geschehen sei. Der Wacht- Meister des Reviers wurde sofort mit der Aufklärung der Sache betraut; in der Nähe der Wohnung erfuhr er edoch schon von einem Bäckermeister, daß Frau Huth gestern das Frückstück mit dem Bemerken abbestellt habe, daß die ganze Familie zu einer Hochzeit reisen würde. Inzwischen meldete sich aber auch schon auf dem Polizei- Bureau ein Kaufmann Schüler, welcher mit der Huth- che» Familie in Geschäfts- und Freundschastsbeziehungen gestanden und soeben mit der Post einen Brief erhalten hatte, worin die Huth'schen Eheleute und die beiden Söhne einen bewegten Abschied von ihm nehmen. Der Vater chrcibt darin, daß er den Entschluß gefaßt habe, mit seiner Familie au» dieser Welt der Trübsal zu cheiden, daß er ihm ein Kästchen mit Goldsachen vermache; die Mutter fügt diesem Briefe einige Worte hinzu und bittet den Adressaten, der Familie ein gute« Angedenken bewahren; auch die beiden Söhne, Carl und Franz, 17 und 14 Jahr alt, richten an Schüler in dem Schreiben Abschiedswortc und Carl vermacht seine Uhr. Man zögerte jetzt nicht, die Hulh'fche Wohnung welche in dem Parterre- Geschoß des genannten Hauses aus dem Hose liegt, durch einen Schlosser erbrechen zu lassen. Den cinirctendcn Beamten bot sich ein grauenhafter Anblick dar. In einem Eckzimmer hing an einem starken Haken an der Wand der Handelsmann Huth, während nicht weit von ihm auf einem Sopha die beiden elf und neun Jahre alten Mädchen Elise und Agne« Huth Arm in Arm wie schlafend lagen. Dem Sopha gegenüber lagen in einem Bette die Mutter und der älteste Sohn Carl vollständig angekleidet, ebenfalls Arm in Arm. Diesem Bette zu Füßen stand ein kleineres Bett, auf welchem der Ujährige Sohn Franz ebenfalls angekleidet lag. Die Leichen der Frau und Kinder waren bis zum Hais mit Laken zugedeckt, die Stube war mit Kohlendunst angefüllt, während auf einem Pulte noch eine Petroleumlampe brannte. Der Polizeiwachtmeister ergriff bei seinem Eintritt in die Wohnung sogleich ein dort aufgeklappt liegendes Taschenmesser und durchschnitt den Strick, an welchem Huth hing: der inzwischen herbei gerufene Artz l)r. Gronau erklärte jedoch, daß alle Wiedel' belebungsvcrsuche hier vergeblich seien, da der Tod schon vor mehreren Stunden eingetreten sei. Auch bei den übrigen Leichen zeigten sich tiefe Strangulationsmarken und an verschiedenen Nägel im Zimmer hingen noch Schnüre herab, an welchen die Unglücklichen augenschein lich gehangen hatten. Der eigentliche Verlauf dieser schreck lichcn Katastrophe wird natürlich in stetem Dunkel bleiben; doch läßt sich wohl mit Sicherheit annehmen, daß sich die Familie durch Kohlendunsi hat vergiften wollen, daß der Vater jedoch von dem Kohlenoxydgift nicht überwältigt, 'o viel Besinnung behalten hatte, seine Frau und Kinder zu erhängen, al» sie bloß betäubt waren, daß er sie dann auf die Betten, wie sie gefunden worden, gelegt und sich dann selbst erhängt hat. Das Motiv zu der unseligen That erblickt man in jerültcten Vermögensverhältnissen und Nahrungssorgen, obwohl in der Wohnung einiges Geld und eine wohl eingerichtete Wirthschafr gefunden wurde. Nach dem Briefe, den der Kausmann Schüler erhalten hat, ist nicht daran zu zweifeln, daß die That im Einverständniß, wenigsten« der erwachsenen Mitglieder der Familie erfolgt ist. Zu zwei Chambregarnisten, an welche die»orderen Räume der Wohnung vcrmielhet waren, hatte Frau Huth am Tage vor ihrem Tode ge sagt, sie habe wieder ihre Kopskolik bekommen ünd es würde daher mit dem Kaffe am folgenden Mvrgen wohl Übel aussehen. Die Chambregarnisten hatten erwidert, sie möge, wenn sie krank sel, nnr ruhig im Bette bleiben, sie würden sich ein Mal ohne K-ffee behelsen. Noch im Lause de» gestrigen Vormittags erschien der Untersnchungs' richter, um den Thatbestand festzustellen. Die Leichen wurden nach dem Obduktionshause geschafft." —(Unglücksfälle in Berlin.) Am 4. dss. brach das an dem Hause Belleallianceplatz Nr. 1 angebrachte Schutzdach in Folge einer Ueberlastnng mit Bauschutt zu sammen. Der 4 Jahr alte Sohn des Maurermeister« K und der Lithograph P. wurden erheblich beschädigt. Er stirer erlitt eine allgemeine Körperquetschnng, letzterer eine Kopsoerletzung. Mehrere andere Personen trugen gcrin gere Beschädigungen davon.— In dem Borsig'schcn Eisenwerk zu Moadit wurde am 2. ds«. der Arbeiter H. von der Kurbel eine» in Thätigkeit befindlichen Krahne« ersaßt, mehrere Male herum und dann mit dem Kopfe auf die auf der Erde befindlichen Eisenplatten geschleudert. Er erlitt einen Schädelbruch und wurde in Hoffnung« losem Zustande nach der königlichen Klinik befördert.— Ein Arbeiter in Charlottenburg verunglückte am 2. dss dadurch, daß er, mit dem Ausräum«, einer Dunggrub im Casö Hippodrom beschäftigt, mit einem brennenden Lichte die in der Grube angesammelten Gase entzündete Er erlitt bedeutende Brandwunden an den Händen und im Gesicht. —(Von der Maschine erfaßt.) Der in einer Maschinenfabrik in Wien beschäftigte 28 Jahre alte Ar- beitcr Josef Spieß hatte da« Unglück, von einem Schwung radc erfaßt und einmal im Kreise herumgedreht zu wer den. Als die Maschine auf die jämmerlichen Hülferufe de» Arbeiters zum Stehen gebracht wurde, hatte letzterer den linken Arm buchstäblich in Stücke zerrissen und mußte in da« Spital der barmherzigen Brüder transporlirt werden. Dem Unglücklichen wurde der Arm bi« znr Achsel amputirt. pari Meine Herren! Obwohl auch meine nungsgenosscn und ich allen Grund haben Herrn Präsidenten für seine gute und Geschäftslcitung Dank auszusprechen, muß doch eine Bemerkung gegenüber der Art Weise, wie eben der Dank ausgesprochen erlauben. Denn die eben gehörte Rede kön Ausdruck der Gesammtheit des HauscS gelt da muß ich im Namen meiner Parteigcno klären, daß wir die Thätigkeit dieser V lung, welche in einer höheren Besteuerunz wendiger Lebensmittel für das Volk gipfelt 'ür eine segensreiche, sondern für eine tra halten.(Sehr wahr! links. Unruhe.) O. L. Carlsruhe: Privatannoncen können niPMrlnssz Credit genommen werden, sondern müssen boar n w rden.■ tis Für Serlin. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Ve! Dienstag, den 10. Mai, Abends 8V> lW,„- im Lokale des Herrn Engelhardt, Linde"�* Zweiter Vortrag des Vcreinspräsidenten französische Revolution von 1843. Für Serlin. Allg. deutsch. Zimmerer-Verei»,' Oeffentliche Versammlung Rontag. den 9. Mai, Abends 8'/- Ust.'illt in Baade's Lokal, Große Frankfurterstr. � Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Wilhelm Grothü. die Parsser Bluthochzeit.— 2) Verschiedenes u. Fr�, Neue Mitglieder werden aufgenomw�I Um zahlreiches Erscheinen ersucht Schuhmacher, Mriall-, ßolz-und Man arbeitet,. R-utag, deu 9. Mai, Abends 8'/- M.', im Lokale des Herrn Franke, Oranienstraßl � Tagesordnung: 1) Der Nutzen der Gewerkschaften. R-siP'I Bäthke.— 2) Die Arbeiter und ihre Jutereff� rent: Herr Schneider.— 3) Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen bitten die Bevo 2) Innere Vereinsangclegcnhciten und Fragekuft Es wird dringcnd gebeten recht zahlreich zu'� ffi-i! Nachschrift. Bei Schluß des„deutschen Aollparlaments" erklärte da« älteste Mitglied dem Präsidenten im Namen der Gesammtheit den Dank sllr die Gischäftsleitung und sprach dabei von der segensreichen Wirksamkeit des Hauses. Schweitzer meldete sich zum Woit und sprach nach der amtlichen stenographischen Aufzeichnung, wie folgt: Für Serlin. Oeffentliche Mitgliederv ersammlo der Für Serlin. deutsch. Maurer-Verei« Geschlossene Mitgliederv er sammlu»i Mittwoch, den 11. Mai, Abends 8 Up in Wolter' S Lokal vor dem Cottbuser lör; n ttein Beste «Uns Und Tagesordnung:„ M> 1) Die vollzogene Altgesellcnwahl und ihre'lihkN Hein Wtn| Für Hamburg. Geschlossene Versammluvs der hiesigen Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeiter vc» V. wni, Avenos y uyl, kl-' in Tlltge'S großem Salon, Valenlinskao'?"«et. Tagesordnung: Abrechnung.— Die Wahlen.— Wichtig'.,�,' lungen.__ ii, de»'!1 Für Hamburg. Allg. deutsch. Maurer- und Zimmerer-Berein Freundschaftliche BersammlunS Dienstag, den 10. Mai, Abends 9 Up. in Tlltge'S Etablissement, BalcntinskaMf Tagesordnung: 1) Bortrag dls Herrn Richter aus Äaw 2) Verschiedenes. Für Hannover. Allg. deutsch. Schuhmacher-Be- Oeffentliche Versammln� Montag, deu 9. Mai, Abends 8 uhd im Verkehr, Krcuzstr. 10. Tagesordnung: Berichterstattung über die im Dezember vorig' eingereichten Statuten einer neuen Krankcnkalr das Verhalten der Meister gegen uns. -_ F- Un übe: 'ifchid Sto flen> ist e gebro da ist", 'dl in ching, !-r T EN t üstet Stoßt, 1"? Für Oldesloe. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Bel Ball Sonntag, den IS. Mai, im Saale de» Herrn Maack. Anfang 7Vz Uhr. Alle Parteigenossen werden freundlichst tinj1' Das L«! fsec 'Swir Taff �utsä crwi /s i ste bei tEattj, .Ii 1'Nt 3 Für Hamburg.*($i( Den geehrten Parteigenossen empfehle ich h>� Snten Lager fertiger Herrenklei' � vor allem starte Arbeuohosen sllr Maurer und' z�us leute. Garantire sllr reelle Bedienung.„ izsii,!. ______ S. Streim, 17 Fisch-rUY a Für Hamburg Allen Freunden und Bekannten die ergebew daß ich meine Gastwtrthschaft nach der Groß'' straße 62 parterre, verlegt habe. __ Ergebenst F.> Zur Beachtung. Den Parteigenosse» empfehle ich gute° z' Cigarren und ich ersuche dieselben, den Brdars« und Taback von mir zu beziehen, auch bin ich g' j«i Cigarren in Päckchen von 26 Stück ins Haus»Et six Nochmals bitte ich die Parteigenossen, von ist i Bedarf zu entnehmen, da ich in Folge einer-. lung gezwungen bin, aus diese Weise mir dt° 1 Ar unterhalt zu erwerben, und verspreche ich stetd' best abgelagerte Cigarrc zu liefern.„■ Ste Austräge von auswärtigen Parteigenossen w«� i« lich besorgt. sie.? !4ö. Bestellungen auf den„Soc!al-DeM�,«ld „Agitator" nehme ich in den Versammlung� meiner Wohnung enlgegen. F. Borminn, Kastanien-Allee 2K ng« "tschri ■ ob e de 1 ihrer enu; hier fest °gkn l't iti all Druck von Jhring u. Haberlandt in Bcravtwortl. Redakteur u. Verleger W. Grü»'1