meint b haben, und patb n, muß der Art prochen» ede lönri ses gelt» iteigcnoß iser Vci teuerung\ : gipfelt, eine tra«! 1——-T-�fnng erscheint drei nnen und zwar: lsin baai � Donnerstags und 'endS Abends. Berlin, Mittwoch, den 10. Mai 1870. Sechster Äahraang cinokrnt ♦ Örgan der sociaf-demokralischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. ler-Äktt�tnis-Zkreis für Berlin lncl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern i 6>/z Ilht l"! bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den anßerpreußischen Postämter in Deutschland gleich Lindenjfcf 16 Sgr.,(56 Kreuzer slldd. Währung.) rten üb» ZZestckkungen werden auswärts bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solide» Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter, Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. v 848. V ereilt ilung 8Va lljt irterstr. Arothe' -s u. nomw» Agentur ftir England, die Colonien, Amerika, China und Japan dir. A. Dueoing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. 0. London. amml� Man« 8V- U!--. enstraße 3 1. April hat ein neues Bierteljahrs lkat auf den �Social-Demokrat" be Testellungen werden auswärts ber 'mtern, in Berlin bei der Expedition ßraste 17, und bei allen soliden „ipediteuren gemacht.(Preis vierte Im Sgr.) |«fucn Abonnenten erhalten die snt «hril erschieneneu Nummern nachge Refl Ziiteresi» meS. Bcuoflg� Serei» MMlMN: >s 8 W uftt il'1, ei jeder Taffe Kaffee deutschen„Vaterland" werden fortan er sich der neuen deutschen Einheit er Mit Ausnahme freilich von Deutsch ! Denn dieses hat das Unglück, nicht ttin zu sein und daher die neue Ein Testeucrung nicht mitzugenießen. »ilus fehlt ein Nationalzuchthaus, "ad eine gemeinsame Peilschel" Heine hatte Stecht, als er schon vor Mt» so sang; eS ist so gekommen, wie er ' i<,r! ff mir haben sie, die gemeinsam !ichݰ Putsche! auf diesem alten Erdball ist selten etwas 'ttlon dagewesen," sagt der alte Rabbi Ben »i ln»Z �utzkow's Uriel Acosta. dieser Welt ist insbesondere keines Blödsinn: zu allen Zeiten und unter � hat er wundervoll seine reichen Blii aber allerdings— ganz neu, soweit �schichtSkcnntnisse reichen— ist diejenig Staatsweisheit, die am 6. Mai l. I sn Zollparlamcnt verkündet wurde. >st es: daß man nicht fragt, was zu gebracht ist, sondern lediglich darüber " daß überhaupt„etwas"„zu Stande �st", gleichviel welcher Art eS fei. /«l nur die Geschichtsschreiber jenen Mon �ingischan schmähen, der auf den Trüm er Tausende zerstörter Städte und Dör 'e» von Ländern, die sein unmenschliches üstet und in die Barbarei zurückgewor großes Weltreich gründete? Warum ihn Hat er nicht„etwas zu Stande • Und sogar sehr viel! �as Volk in ganz Deutschland auö jeder Isec den Acrgcr über diese Berliner �wirthschaft hinuntertrinkcn muß— daß Tasse Kaffee fortan bis in den fernsten rutschlands der angenehme Duft preußi- 'erwirthschaft emporsteigt— waö liegt j es ist doch etwas zu Stande gebracht— 11 deutsche Einheit! �»ctionären und national-liberalen Blätter im Lobgcsang über die neue Volksbe- Das Preußische Junkerorgan, die Ung" schreibt: schließlich nicht mehr bloß ein Kampf wirth. �.�?rercfsen. um den e« sich handelte, sondern Iii(Mi Mischer Kampf, in welchem von Seiten der j«rtei der Beweis geführt wurde, wie wenig er uno»lauf ankommt, ob das Volk noth leide, wenn sichert� Eiligkeit ihre« Partei-Jnteresses zur Geltung btschriltspartei und den Particularisten war es roebeiie i°b ein so wichtige« Nahrungsmittel wie Reis, Mini'* � der Arbeit", das Eisen billiger würde,— ihrer Abneigung gegen die bestehende Ordnung n-«(,«enugthuung verschafften. '—"hier gegen die Fortschrittspartei, die zu er g iw linskaiv? Lichtig'j lg. dt«l nlun i 9 Uhl' inskawk S Äan� r-B-'l m l Ulli � I 8 uhb f? 0. T vorp nkcnka! >st einßl )aS C°! gute edarf<& a ich 9'' fest gegen die Kaffeesteuer stand und Jammergestalten erschien, gesagt M national-liberalen in glänzendem Licht niajir,>n gtanzcnocm i'icqt erschien, ?au8 � sich natürlich auch gegen unS. einer �, denn doch in der That köstlich! Man mir dsl � Augen kaum. Diese Leute, die das ch stet« Jl besteuert haben, machen der Minorität, � Steuern abwehren wollte, den Bor- komme ihr wenig darauf an, ob daö .Des»8: kridc i iee 26, mlunge� jtogcn einfach: Wird mehr Reis oder dt m rü»-' tE im Volk verzehrt? Daß unendlich 't{ als Reis verzehrt wird, das wissen die Regierungen sehr gut, und gerade darum, weil sie an der erhöhten Kaffeesteuer weit mehr ge Winnen, als sie an der verminderten Reissteuer verlieren(weil eben unendlich mehr Kaffee als Reis verbraucht wird)— gerade darum, um Geld zu machen, haben sie das Ganze so eingerichtet. Nicht aus Liebe zum Volk hat man den ReiSzoll herab gesetzt, sondern um einen Borwand zur Erhöhung deS Kaffeezolles zu haben. Also Schwindel, nichts als Schwindel! Oder vielmehr, um mit der schul, digen Ehrfurcht zu reden, ein sehr einträgliches Geschäft: denn es bringt jährlich über ein Million Thaler ein. Und nun gar das Eisen, das„Brod der Arbeit"!! Welche Vorstellungen haben denn diese Herren von der heutigen Produktionsweise? Wen» das Eisen etwas billiger wird, dies soll das Theurer werden des KasieeS für das Volk ausgleichen Sind denn die Maschinen und Arbeitsmittel, zu denen das Eisen verwandt wird, Eigenthum des Volkes? Weiß man denn nicht, daß heutzutage der Arbeiter ohne alles Capital, besitzlos, seine Arbeitskraft dem Capitalisten verkauft, dieser also für die Arbeitsmittel zu sorgen hat und demnach nur ihm, ein Billigerwerden dieser letzteren zu Gute kommt? Aber selbst insoweit ausnahms weife die Arbeiter selbst sich ihre Werkzeuge stellen und insoweit sie Eisen-Geräthschaften zu Persön lichcm Gebrauch anschaffen— wie kann denn eine hieran gemachte unbedeutende Ersparniß bei selten eintreteuden Einkäufen gegen die Vcrthcuerung eines täglich verbrauchten Lebensmittels, ivie der Kaffee ist, in Betracht kommen? Schwindel, nichts als Schwindel! Oder viel, mehr, um ehrfurchtsvoller zu reden: man wendet den Capitalisten einen Vortheil zu, den das-Volk zahlen muß, und redet dann diesem letzteren ein das geschehe zu seinem Besten. Aber wenn die„Kreuzztg." als Ersatz für den theurer gewordenen Kaffee das etwas billigere Eisen vorführt, so höre man erst die„Kölnische Zeitung" den neuen Zustand verthcidigen! In der„Kölnischen Zeitung" ist zu lesen Daß in Folge de« von 5 Sgr. auf 2�2 Sgr. herab gesetzten Zolle« auf Roheisen das Handwerkszeug billiger wird, macht sich nicht in Jedermanns Vorstellung so un- mittelbar fühlbar als der Dreier, der für das Pfund Kaffee mehr bezahlt wird. Sehr wahr! Bis hierher sehr gut! Nur die Folgerungen ziehen, weise Base! Das Orakel schreibt weiter: Dazu gehört auch eine Schlußfolgerung, die nicht der Logik der Wähler aller Orten und aller Klassen zu Ge, böte steht. Wiederum sehr wahr! Wohl uns, daß wir noch nicht die Logik der Kölnerin haben! Sie erklärt weiter: Die Herabsetzung des Reißzolles um einen halben Thaler packt auch das allgemeine Interesse nicht so drastisch an als ein täglich wiederkehrendes Getränk. Besonders, wenn der Reis nur um 15 Sgr. zro Centncr ermäßigt ist, der Kaffe aber um 25 Sgr. pro Centner vertheuert! Aber Ihr seht doch wenigstens ein, daß der Kaffee„das allgc- meine Interesse mehr packt". Also wo ist Euer Ersatz für den theurer gewordenen Kaffee? Jetzt endlich kommt's! Hört! Hört! Hört! Die„Kölnische" fährt fort wie folgt. Von der nunmehr zollfreien Einfuhr von Cadmium- __elb, Oxalsäure, Fliegenpapier u. s. w. schweigt inan lieber ganz. Also wohlfeileres Flicgenpapier ein Ersatz für den theurer gewordenen Kaffee? Ja, Gott sei Dank, daß das Fliegenpapier wohlfeiler geworden Ist! Die Arbeiter können sich einen Pack Fliegenpapier anschaffen und eS Euch um 'e Ohren schlagen. Kommt endlich das Organ des preußischen Ministeriums, die„Norddeutsche Allgemeine" und cut sich, daß das minder Nothwcndige,„ein Reizmittel," wie der Kaffee, höher belastet ist, während„das Eisen, welches die Werkzeuge einer arbeitenden Nation repräsentirt," erleichtert wor- den ist. Die Werkzeuge der arbeitenden Nation ind ein Thcil jenes„Nationalreichthums", der nicht der Nation, sondern einigen Capitalisten ge- hört— damit halten wir uns nicht auf; was die Thätigkcit des Zollparlamcnts als eine für aber das„Reizmittel" betrifft, so unterstehen das Volk traurige bezeichnen müsse.(Der Wort- wir uns, darüber unsere eigenen Gedanke» zu laut der Rede ist in voriger Nummer enthalten.) haben.— Der König von Preußen hat in Person das Seit wann ist denn der Kaffee blos Reiz- Zollparlamcnt geschlossen und ebenfalls die Thä- mittel und nicht zugleich nahrhaftes Lebensmittel? tigkcit des Zollparlaments für eine segensreiche Doch streiten wir nicht hierüber! Der Kaffee sei erklärt. Somit waren die Herren in Gnaden ein„Reizmittel"— gut! entlassen— am Meisten aber wird sich die preu- Aber warum bedarf denn der Mann der Ar- ßische Militärverwaltung über die Zollparlamcnts- bcit überhaupt eines Reizmittels? thätigkcit freuen.— ES ist kalte Winternacht und- hoch liegt der Am Montag den 9. Mai wurden die Sitzun- Schnee. Die Schienenbahn zieht sich durch die gen des Reichstags des Norddeutschen Gegend hin und ein Bahnzug braust durch die Bundes wieder eröffnet. Dr. Schweitzer beNacht. Die Schienen der Eisenbahn, die Wagen, antragte die Auszählung des Hauses, welche auch die Lokomotive, sie enthalten jenes Eise», welches die Bcschlußunfähigkeit ergab. Der Antrag ge- „die Werkzeuge einer arbeitenden Nation repräsen- schah, um dadurch die Unhaltbarkcit einer diäten- tirt". Aber diese Schienen, diese Wagen, diese losen Versammlung immer mehr zu constatiren. Lokomotive, diese Verkehrsmittel, sind nur vor- Der Präsident setzt die folgende Sitzung auf den- Händen, um Eisenbahnkönige und reiche Aktionäre! selben Tag eine Stunde später an. Man tritt noch weiter zu bereichern. Das Eisen ist billiger in die dritte Bcrathung des Budgets ein. Dr. geworden t— wohl ihnen, sie werden es spüren Schweitzer stecht darauf noch einmal den Antrag an der größeren Dividende. Aber wer lenkt den Zug lauf Auszählung, doch entzieht sich das Haus dieser durch die Nacht, wer stellt die Weichen? Wenn Auszählung, indem eS sich schleunigst vertagt. der Zug durch die eisige Nacht über öde Strecken Auf diese Sitzung kommen wir noch näher zurück. braust, weiter und weiter durch den schneidenden Wie man sich erinnern wird> stellte Graf zur Wind, endlich am Ziele ankommt und hier am Lippe 1869 im Herrcnhause einen gegen die Bundes- Bahnhof der Zugführer seine Frau mit dem war« gesetzgebung, speciell gegen die Vcrfassungsmäßigkeit men Kaffee findet— das ist das„Reizmittel", des Bundes-Ober-Handelsgcrichts gerichteten An- von dem die„Nordd. Allg. Ztg." spricht, das! trag, der in der vorbcrathenden Commission auch die Leute etwas dünner trinken sollen, wie ein! angenommen wurde. Im Plenum des Herrenhauses zrcußifcher Minister meint, und das Ihr Liberalen wurde er jedoch abgelehnt, und zwar wesentlich in höher besteuert habt! Oh! Es ist nur allzu Folge eines Briefes des damals in Varzin ver- nöthig, dieses Reizmittel! Denn derselbe Mann, weilenden Grafen Bismarck an den Vicepräsidentcn der eben erst den Zug hierher gebracht, er muß des Herrenhauses, Fürsten PutbuS, aus welchem ofort wieder einen neuen Zug nach der entgegen- zur Zeit nur einzelne Stellen bekannt wurden. gesetzten Richtung übernehmen! Er und das ganze Der Wortlaut dieses in manchem Betracht bedeut- Arbeitcrpersonal und auch alle Weichensteller müssen samen Documentes findet sich jetzt zum ersten Male am Platz sein— mit verdünntem„Reizmittel", veröffentlicht in dem so eben erschienenen dritten Nicht nur bei den Bahnzügcn eisiger Winter- Bande der„Politischen Geschichte der Gegenwart" nächte, in tausend Arbeitsstätten über und unter von Professor Wilhelm Müller, er lautet: der Erde— allerwärts dasselbe„Reizmittel", das Varzin, 13. Nevember 1869. Verehrtester Fürst! den Mann der Arbeit wach und munter erhält! 2� benutze den Anlaß, den wir da« Denkmal für Arndt a«'5" bl1 f rrÄ'Ä. � liaicr arbeit, dann kommen die„Liberalen und möglich gehalten, daß dieser Antrag in der Eommisston helfen den Reaktionären, ihm das Einzige, was irgend welche Zustimmung, geschweige denn die Majorität ihn aufrecht erhält, zu vertheucrn und zu ver- finden könne, und nun schreibt man mir, er werde sogar dünnen' im Plenum angenommen werden. Wenn da« Herrenhaus ,,,.. cm., t sich der Regierung entgegenstellen will so gibt es so viele Sic schimpfen mit frommer Miene auf das Glitte innerhalb der preußischen Politik, auf denen dies Schnapstrinken" des Volkes. Daö Einzige, was nicht nur mit Nutzen für unsere Gesamtentwickelung, dm Braimtwein allenfalls ersetzen kann, vertheucrn, s°nd"n auch mit praktischen Erfolg von»nmittelbarer st-! Und„« zum Schaden d-n W» ZU fugen, kommen sie Mit Eisen nnd Fliegenpapier, deutschen Politik aber sind der Regierung so tiefe und Aber wartet nur, wartet! Bei jeder Tasse feste Geleise vorgezeichnet, daß sie ohne schwere Schädigung Kaffee, Ihr Kaffcczöllncr, wird jeder deutsche Staatswagens gar nicht aus denselben heraus kann. Nrbeiei"- sr.)!ke!„„n Wir werden durch deu Antrag an eine Wand gedrangt, � n: x, btnfeit. die gar kein Ausweichen gestaltet, und hinter dem drän- Wenn Einer von Euch sich untersteht, bei den gcndeu preußischen Herrenhause stehen Frankreich und nächsten Wahlen in Wahlversammlungen zu er- Oesterreich, die sächsischen und süddeutschen Particularisten, 'chcincn, wo Arbeiter sind, wird nian ihn mit U- Ultramontanen und die Republikaner, Hietzing und MnftAwX ,.„s„Pl.v irStn* Stuttgart. Die Regierung, wenn sie Nicht die Politik Anstand und Ruhe, aber kraftig am Rockkragens� aufgeben will, kann nicht weiche», sie muß den ästen und ihm sagen:„Du hast auch für den Handschuh ausnehmen, und jede« Ministerium, welches Kaffeezoll gestimmt, Bürfchchen! Komm her, wir dem jetzigen fotgt, muß dies in verstärktem Maße thnn. zeigen Dir, wo der Zimmermann das Loch ge- Außerdcm ist der Beschlus ein Schlag in's Wasser, an ? �, u den der Bund sich Nicht kehren wird, der aber die Regie- tasten pai. m. rung und die gesamte BundeSpolitik gezwungenerweise in Wenn das Volk seine angeblichen Vertreter Opposition mit dem Herrenhause bringt, nnd zwischen nicht zu überwachen und zu strafen weiß, geschieht beiden Häusern de« Landtag« einen Conflict erzeugt, in es ihm Recht, daß sie ihm als Verräther auf der«Uchem Flut und Wind mit der ganzen Kraft deutschen .vi Nationalgefühl« zugunsten des Hauses der Abgeordneten herumtanzen. und gegen da» Herrenhaus laufen. Wenn sie ans mein politische« Urtheil irgend welchen Werth legen, so bitte fifrilKtl ich Sie, thun Sie, wa« sie können, um die Annahme V de« Lippeschen Antrages zu hindern; sprechen Sie darüber - mit Gras Stolberg, und zeigen Sie ihm, wenn Sie die x k-4, Güte haben wollen, diesen Brief, sowie überhaupt jedem N U N 0 s lh Ü U. saer Collegen dem daran liegen kann, meine und der Re- gierung Ansicht über die Sache zu kennen. Wenn es dem Grafen Lippe gelänge, seine Ansicht in dieser die mit u n d s ch a u. Berlin, 10. Mai. I I In der letzten Sitzung des„dcutschenlganze Situation beheirschenden Principienfrage zur maß ollparlamcnts" wurde das neue Tarifgcsctz gebenden zu machen, so müßte er auch bereit sein, unsere seinen Stcuererhöhungen bei namentlicher Ab- �°litik im Sinne Rese« Aiitrages weiter zu führen. Kann .. 1...' o/ em•-i-i und will er das nicht so treibt der Antragsteller, und die, immung mit über Majorität angenommen, �it ihm stimmen, mit den höchsten Interessen de« Der Abg. Eichmann dankte dem Präsidenten für Landes ein strafbares und leichtfertige« Spiel.— In feine ausgezeichnete Gcschäftslcitung und sprach freundschafilicher Hochachtun» der Ihrige v. Bismarck eine Freude über die segensreiche Thätigkcit deS Man sieht aus dem Briefe, daß Graf Bismark Zollparlamcnts aus. Dem Dank an den Präsi- gesonnen ist, jede günstige Gelegenheit beim Schopf zu deuten schloß sich auch der Abg. Schweitzer an, fassen um die Mainbrückcnbaucr energisch zu unter erklärte aber im Namen seiner Parteigenossen, daß stützen. Dienationale Politik— d.h. die sckstießliche der Stcuererhöhung auf Nahrungsmittel halber Einigung des ganzen Deutschlands— ist vorge- zeichnet und daran wird Niemand etwas ändern. Sehr kräftig, aber auch sehr gefährlich. Die Volksabstimmung in Frankreich ist am vorigen Sonntag vor sich gegangen. Sie hat einen Verlauf genommen, wie er leicht voraus- zusehen war. Die Anhänger deS Kaiserhauses sowie die gemäßigt liberale Bourgeoisie, welche im Jahre 1869 bei den Wahlen oppositionell wap und welche sich durch das jetzige liberale Ministe- rium für das Kaiserreich wieder haben gewinnen lassen, stimmten mit„Ja"; die Republikaner, welche fast sämmtlich aus den Arbeitern der großen Städte bestehen, stimmten mit„Nein"; einige Re- Publikaner enthielten sich der Abstimmung. Man kann berechnen, daß diese Volksabstimmung fast ganz dasselbe Resultat gehabt hat, als wenn gegen- wärtig eine Wahl für den gesetzgebenden Körper stattgefunden hätte, und es zeigt sich somit, daß in der Praxis der Unterschied zwischen allgemeinem Wahlrecht und allgemeiner Volksabstimmung nicht so groß ist, wie man ihn sich gewöhnlich denkt. Wenn die Wahlresultate von 1869 betrachtet werden und man von den damaligen oppositioncl lcn Stimmen die auf liberale Bourgeois gefalle- neu abzieht, so erhält man ziemlich genau die An- zahl, die jetzt mit„Nein" gestimmt hat. Im Ganzen waren 10,400,000 Staatsbürger wähl- berechtigt. DaS Ergcbniß der Abstimmung ist bis auf das aus 26� Wahlbezirken bekannt, nämlich 6,399,000 mit„Ja" und 1,349,000 mit„Nein" Stimmende. Um einen Maßstab für die Zahlen des PlcbiscitS vom 8. Mai 1870 zu haben, muß man sich folgender Zahlen erinnern: Präsidenten- wähl vom 10. Dccember 1848: eingeschriebene Wähler 9,977,452; Votirende 7,449,471; für Louis Napoleon 5,534,520, gegen 1,891,732 Nichtbetheiligtc 2,527,981. Plcbiscit von 1851: Eingeschriebene 9,833,176; Votirende 8,116,773, Ja 7,437,107, Nein 645,211, Nichtbetheiligtc 1,716,800. Plcbiscit von 1852: Eingeschriebene 9,833,576; Votirende 8,140,660, Ja 7,824,189, Nein 253,145, Nichtbetheiligtc 1,692,915. Wah- len von 1869: Eingeschriebene 10,416,668, Vo- tirende 8,125,017, Nichtbetheiligtc 2,292,651. Bei den Wahlen von 1869 erhielten die Regie- rungs- Candidatcn im Ganzen 4,093,056, die Oppositions- und unabhängigen Candidatcn Bruder und Schwester. (Fortsetzung.) Einen Augenblick wurde die Erwartung�getäuscht; die Fanfare kündete noch nicht da« Erscheinen Siomaras und FaustinaS an, sondern Libanons, der vorausging, nicht um auf Leben und Tod mit dem berühmten Bibrix m kämpfen, denn er war allein und der Kampf der beiden Gladiatoren sollte erst nach dem der beiden Frauen folgen. Was wollte als» Libanon in dem Tircus, da er vielleicht die Ursache der Nebenbuhlerschaft war, die einer der beiden Frauen den Tod geben konnte? Der Riese trat keck auf unter lautem Beifallsjubel. Außer seinem Gladiatorenschurz, der Schiene am linken Bein und jener am rechten Arm, war sein bärenartig behaarter athletischer Körper nackt und mit Oel gerieben. Aus besonderm Stolze waren seine zahlreichen Narben roth bemalt, damit sie besser in die Augen fallen möchten. Aus seinem ungeheuren Kops ruhete eln stählerner Helm, aber ohne Visir, da er diesen Schutz verschmähcte. Die linke Faust aus die Hüfte gr stützt, in der rechten Hand Zwei kurze leichte Schwerter, ging er in der Arena herum und warf freche Blicke au die vornehmen Damen, während diese schamlos die Tücher Ihm zuschwenkten und riefen: Heil Libanon! Heil dem Sieger der Sieger! Endlich schmetterten die Instrumente wieder, die Menge rief von neuem: Sie kommen und diesmal kamen Fan- stina und Siomara, die eine durch den nördlichen, die an- dcrc durch den südlichen Eingang. Männer und Frauen, alle, selbst die Aedilen standen aus und bald herrschte tiefe Stille in der unermeßlichen Menge. Die vornehme Römerin und die vuhlerin traten ruhig, entschlossen, mit sicheren Blicken, vor, ohne die Augen der Neugierigen zu scheuen. Sie kannten ja beide lange keine Scham und Schande mehr. Faustina trug den leichten Helm der heidnischen Mb nerva mit einem Busch leichter rother Federn; das kurze Vistr ließ ihr bleiches Gesicht bis an die rothcn Lippen und die schwarzen Augen frei, an die fich zwei dicke Flechten ebenholzschwarzcn Haares, mit Perlen durchflochten, legten. Als Rüstung hatte sie nur ein einfache« weitma- schige« Goldgiflecht, durch welches man das matte Weiß ihrer Haut sah und daß ihren geschmeidigen kräftigen Körper von den Achseln und dem Busen an, bis an die Hüften umschloß, um die ein goldener Gürtel mit Edel- steinen gespannt war, welcher ihre scharlachseidene Tunika festhielt, die genau bis über da« Knie reichte, das wie das Bein blos war. Stiefelchcn von kleinen biegsamen Goldschuppen reichten bis an die Knöchel, umfaßten die Fußbiege und ließen nur das Ende der kleinen Maroquin sandalcn sehen, welche ebenfalls mit Perlen gestickt waren. Sie war schön, denn ihr Auge glühete und stolz trug sie die Stirn im Augenblicke des Kampfes auf Tod und Leben. Siomara unterschied sich auffällig von Faustina durch ihre Rüstung und glänzende Schönheit, denn ihr Gesicht hatte, zum Staunen Sqlvests, in diesem Augenblicke wie immer sein heiteres, unschuldiges Aussehen. Ihr griechischer Helm von ciselirtem Silber mit einem Busch leichter blauer Federn ließ ihr ganze« zauberische« Gesicht unverhüllt. Ihr seit Kurzem halb abgeschnittenes blondes Haar fiel in zahlreichen Locken um die Wangen und den ElfcnbeinhalS. Ihr Nymphenkörpcr war gleich Faustinas von einem Silbcrgeflecht umspannt, durch welches ihre rosige Haut schimmerte; ihr silberner Gürtel, ihre kurze himmelblaue mit Perlen gestickte Tunica, ihre Stiefelchen von Silberschuppen waren der Form nach jenen Faustina» gleich. Der Gesichtsausdruck Siomara« war nicht stolz, frech und finster wie jener ihrer Nebenbuhlerin. Nein ihre großen Augen, die mild waren wie ihr Lächeln, schienen ruhiges Vertrauen zu verkündigen und Sylvest fragte sich nochmals als er die Schwester so vor sich sah, durch welche» Wunder die berühmte Buhlerin, die Giftmischerin und Zauberin, die Grabräuberiu das unschuldig reizende Aeußere behalten habe. 3,248,885 Stimmen, wovon 1,660,011 auf Republikaner und Radikale, 786,020 auf Le gitimisten und Orlcanisten, 701,954 auf dyna stischc Candidatcn des linken Centrums kommen Diejenigen, welche jetzt mit„Nein" gestimmt haben, sind jene anderthalb Millionen Republikaner Im Scine-Departemcnt stimmten 1848 für Louis Napoleon 193,500, gegen ihn 133,329 Stimmen 1351 mit Ja 196,796, mit Nein 95,574; im Jahre 1852 mit Ja 207,325, mit Nein 53,252 im Jahre 1869 erhielten: Regiernngs-Candidaten 74,504, Oppositions-Candidaten 231,027 Stim mcn. Da die Zahl der eingeschriebenen Wähler bei den allgemeinen Wahlen von 1869 im Seine- Departement 417,458 betrug, so erhellt daraus, daß im vorigen Jahre die Zahl der Wähler, die sich der Abstimmung enthielten, 111,927 betrug also mehr als ein Viertel. Diesmal haben im Scinc-Departsment 139,538 mit„Ja", 184,946 mit„Nein" gestimmt; d. h. die liberale Bourgeoisie stimmte in der Höhe von 50,000 Köpfen diesmal im Lager der Regierung. Das Gcsammt-Ergcbniß der Abstimmung in Paris stellt sich laut Nach- richten der„Kölnischen Zeitung" bestimmter so: Ja 111,363, Nein 156,377. Die Zahl derjenigen, welche in Paris sich der Abstimmung enthielten, wird auf 93,000 geschätzt. In der Caserne des Prinzen Eugen stimmten dem Vernehmen nach 1662 Militärs mit Ja, 1126 mit Nein. Das 7. Jäger-Bataillon ergab fast so viel Nein wie Ja, zwei Regimenter in Vincennes sollen die Ab- timmung in der Caserne verweigert, auch 20 Hun dertgardistcn(Leibwächter des Kaisers) mit Nein gestimmt haben. Diese Haltung deS Militairs ist offenbar von allerhöchster Wichtigkeit; denn die ranzösischen Soldaten sind nicht blos Republikaner ondern auch Socialisten. Aus den größeren gemeldet: Marseille: Ja Toulouse: Eingeschrieben Ja 9112; Bordeaux: Ja 18,412, 30,817, 10,127, Städten wird Nein 33,829; Nein 12,534, Nein 18,469. Die in Paris entdeckte Verschwörung ist zweifellos unter der Beihülfe von Polizeiagenten in's Leben gerufen worden. Unter den bethei- ligten Persönlichkeiten befinden sich zwei Leute, die offenbar mit der Polizei in Verbindung stehen, namens Verdier und Gucrin. Von ihnen stammen die angeblichen Enthüllungen und Geständnisse her. Gleichwohl ist es möglich, daß in der That sich einige der verhafteten Republikaner haben täuschen lassen, und auf die geheimen Verbindungen eingegangen sind, so daß sie jetzt als Opfer des Polizcimanövers fallen. Die amtlichen Berichte über die angeblich entdeckte Verschwörung besagen etwa Folgendes: Die Behörde hatte schon seit längerer Zeit davon Kenntniß, daß die heftigsten Revolutionäre sich in den öffentlichen Versammlungen einander genähert hatten, um einen Ausstand zu organisiren und ein Attentat auf den Kaiser vorzubereiten. Ihre geheimen Zusammenkünfte hielten sie gewöhnlich bei einem gewissen Dupont, bei dem Professor der Mathematik Jules Fontaine, bei Guerin, der im Jahre 1848 wegen Theilnahme am Juni-Aufstand verurtheilt worden war, und seltener bei dem Maler Petian und bei Sappia, einem Korrespondenten Mazzini's. Außer den Genannten erschinrn dort noch Vcrdier, Beuel, Pellerin, Ruoult, der Dr. med. Tony Moilin, der Lieu- tenant der mobilen Garde Godinot, der Arbeiter Megy, welcher später den Polizei-Agenten Mourot getödtet hat, Cournot, ein Redakteur des„Reveil", und viele andere Socialiflen. Am 28. Januar erschien V-rdier auf der Polizeipräfektur und erklärte: Er habe sich einem K«m plott gegen die Sicherheit des Staates angeschlossen, aber er weise jede Theilnahme an einem Meuchelmord zurück und wolle daher Enthüllungen über Anschläge machen an denen er keinen Theil haben möchte. Ursprünglich sei der Zweck der Versammlungen, denen er beigewohnt, nur gewesen, über sociale Fragen zu ditkutiren. Allmälig aber sei ihr Charakter in schärferen Umrissen zu Tage getreten, bis beunruhigende Gerüchte über den Gesund jeitSzustand des Kaisers aufgetaucht seien. Man habe dann über die Mittel zur Ausführung einer revolutionären Bewegung und über deren Chancen diskutirt, Subfkriv tioncn zum Ankauf von Waffen eröffnet und von wohlhabend den Mitgliedern gemachte Geldgeschenke entgegengenommen. Am Abend vor dem Begräbniß Victor Roirs(11. Januar) habe man berathen, ob nicht der Augenblick zur Erhebung gekommen sei; Blanqui ließ aber erklären, daß er und eine Freunde nicht Theil nehmen wollten; Dupont, Fow taine, Tony Moilin, Sappia, Ruault u. A. waren der entgegengesetzten Meinung. Gegenwärtig seien beide Par teien miteinander verschmolzen; Blanqui'« Vertreter seien die Brüder Villencnve, Tridon, Goi», Rigault und Jaclard. Es giebt ein Centralcomite und ein SeklionS comite; der Zweck beider ist, gleichzeitig mit einem Atten- tat gegen den Kaiser eine Revolution herbeizuführen. ES wurde Geld aufgebracht, um Bomben und andere Ber- nichtungswerkzeuge zu fabriziren. Berdier hat diese An- gaben unterzeichnet, dies zwar später von Belgien aus in einem Brief an den„Rappel" in Abrede gestellt, doch ist 'eine Aussage von dem Generalsekretär der Polizei-Prä- ektur und dem Kommissar Lagrangc beglaubigt. Bald fand dieselbe auch in den Unruhen, zu denen am 7. Fe- bruar die Verhaftung Rocheforts den Anlaß gab, ihre Bestätigung. Am 10. Februar wurden GodiiMjyt Ar Dupont, Petian, Fontaine Sohn, Gerardin, XVI. z Rousseau bei Dupont verhaftet; sie waren ftiD mi den Revolvern bewaffnet. Bei anderen Verschn«� ttl-scn man in ihrer Wohnung ergriff, wurden ebenfalls a Fort Munitionen und bezeichnende Korrespondenz«>ld von Die That MegY'S ist bekannt. Godinot ließ Di ssr. eine ständnissen herbei, welche die Enthüllungen Bn�pi erkläri stätigten und ergänzten. Fontaine hätte ihm> nach dem Begräbnisse Noirs sein Bedauern r chen, daß man nicht Flouren» gefolgt sei und> lution begonnen habe; es seien nicht blos dcrn auch Orsini-Bombcn und Flaschen mit M rin bereit gehalten gewesen. Noch nähere Aufm hieraus Guerin. Es geht daraus hervor, Juli 1869 von Dupont der Vorschlag geme? mit den Waffen in der Hand einen Aufruhr � llhren� und den Kaiser vermittelst Nitro-Glys' ■«ichr b "ich, d Inn den J totlchti >em Wege zu räumen. Die geheimen Zusonii® i Verdi- agt er, sind von den Brüdern Villcneuvc,»«r.. und GoiS veranlaßt worden, um zunächst r:»� Linel, Gruppen zu bilden. In einem Cafe der Voril i,(g tignollcs t heilte man sich allabendlich die erzieh i des K täte mit. Ende Juli zeigte Dupont in einer Änf Schateni bei Guerin an, er habe in Nitro-Glycerin /».> Morde! bares Mittel gefunden, den Kaiser in du. inet, prengen. Ein späteres Mal ließ Dupont all!> steru au den schwören, das Geheimniß zu bewahren>-Glycci es verralhen wollte, unfehlbar zu tödten. der er die Bildung von Gruppen vor, welche nur* Chefs verkehren sollten, die dann wieder unter st verständiacn hätten, ferner Gelb jnrn Ankauf b" j! Wch ar Die beiden Frauen hatten langsam die Arena durch- gangen, um fich an der Stelle zu begegnen, wo Libanon mir kurzen Schwertern sie erwartete. Der Gladiator hatte eine Stelle so nahe bei den eingeschlossenen verur- lhcilten Sclavm ausgewählt, daß Sylvest kaum einige Schritte von seiner Schwester entfernt war. Um von ihr nicht gesehen zu werden, war er ansang« zurückgetreten in das Dunkel, aber die Neugierde zog ihn bald wieder vor. Libanon bot mit der Linken ein Schwert Zaustina, mit der rechten da« andere Siomara, aber seine Hände zitterten so stark als beide Frauen die Schwerter fassen wollten, daß Faustina es bemerkte. Sie ließ ihr schwarze« Auge auf ihn ruhen, dachte einen Augenblick nach, wicß dann da« ihr dargebotene Schwert zurück und wollte das andere nehmen. � Nein, sagte Libanon, der fast entsetzt einen Schritt zurücktrat, dir« nicht. Warum nicht? fragte Faustina mißtrauisch. Weil es mir, als den Kampfrichter, zukommt, die Waffen zu vcrtheilen. Mit einemmale erkannte Siomara, die bisher auf diesen Streit nicht geachtet und schon vorher die Augen auf die Sclavcn hinter dem Gitter gerichtet hatte, ihren Bruder Sylvest. Sofort eilte sie dahin, erfaßte mit beiden Händen die Hände des Sclaven und rief in gallischer Sprache, mit bewegter Stimme und mit Thränen in den Augen aus: Du, Bruder, verurtheilt? Du hier? Ja, ich soll sterben. Mögen es die Götter fügen daß auch Du stirbst und wir noch vor dem nächsten Tage mit denen vereinigt sind, welche uns in die unbekannten Welten vorausgingen. Mögen Hesus und unsere Eltern? Dir vergeben, wie ich Dir vergebe! Ich wartete im Vertrauen auf Dein Versprechen. Wehe mir, daß ich Deinem Worte glaubte, Du wärest sonst frei. Eben um dieser schmachvollen Freiheit zn entgehen, wollte ich sterben. Siomara, die anfangs bewegt und erschrocken gewesen war, wurde wieder heiter und sagte zu ihrem Bruder: Lege Dein Ohr daher und höre... Er gehorchte und sie sagte leise zu ihm: Du wird nicht sterben, Bruder, denn durch Zauberei wird Faustina meinen Streichen erliegen. DiaboluS ist hier und er kann durch ein Wort Dich der Strafe ent ziehen. Er wird dies Wort aussprechen nach dem Tode Faustina's; fasse also Mulh, Bruder. Noch heute speisen wir mit einander und Du bist frei. Dann warf sie ihm lachend einen Kuß zu und kehrte zu Faustina und Libanon zurück, unter einem Gemurmel der Verwunderung, welche dieses kurze Gespräch der fchö neu Gallierin mir dem verurtheilten Sclaven im Amphi theaier hervorgerufen hatte. Als Siomara zu Libanon zurückkam, war dieser in noch größerer Verlegenheit und hatte nur noch ein Schwert in der Hand. Auf seinem dummen Gesicht lag Schmerz und Entsetzen. Mein Schwert! sagte Siomara. Der Gladiator raffte sich mit Gewalt zusammen und stieß trotz der drohenden Geberde Faustina's die Hand der Gallierin zurück, welche nach dem Schwerte griff. Gleichzeitig sagte er mit unsicherer Stimme zu ihr: Diese« Sehwert nicht, nein, diese« nicht! Und er suchte mit seinem einzigen Auge sich der Buh lerin verständlich zu machen, diese aber, welche sich mit andern Gedanken beschäftigte, bemerkte die Winke deS Gladiatoren nicht und wendete sich nach der Galerie, auf der sich Diabolus befand. Sie grüßte ihn mit Geberde und Blick, riß eine der blauen Federn von ihrem selber nen Helm, nahm sie zwischen ihre zwei Finger, hielt sie dann an ihre rosigen Lippen, blies sie nach der Galerie hin und sagte laut: Für Dich, DiaboluS I Darauf blickte sie verstohlen nach ihrem Bruder.j Sylvest erkannte bebend, daß seine Schwester dem Diabolus gleichsam Draufgeld eines schändlichen Handels gebe, dessen Preis seine Freiheit sein sollte, denn jeder Herr konnte, bis zu letzten Augenblick seinen Sclaven der Strafe entziehen. Wenn Faustina getödtet war, wollte die schöne Buhlerin jedenfalls während des Kampfe« zwi- schen Libanon und Bibrix von Diabolus die Freilassung Sylvest'« verlangen und sie erlangte dieselbe wahrsehein- lich durch ein schmachvolles Versprechen. Während den Sclaven dieser Gedanke fast zur Ver- zwciflung brachte und er bei sich den Tod einer solchen Befreiung vorzog, wendeten sich alle Blicke auf Diabolus und ein Gemurmel des Neides lief unter den jemaen Herrn wegen der schönen Gallierin umher, die bj« dahin alle Heeldigungen verschmäht hatte. Diadoln« war, wie die meisten seiner Tischgeuossen, gründlich bleich gaworden, aber er fühlte entweder die Wirkungen des Giftes noch nicht oder der Stolz, von der berühmten Buhlerin so öffentlich vorgezogen zu werden, hatte ihn berauscht, ge nug er vergaß Alles, beugte sich freudestrahlend über die Lehne, warf den Rosenstrauß, den er in der Hand hielt, nachdem er ihn an seine Lippen gedrückt halte, in die Arena und rief: Sieg und Liebe der schönen Gallierin! Die Buhlerin hob den Strauß auf, hielt ihn wiederum an die Lippen, legte ihn dann am Fuß einer der riesigen Marmorbildsäulen nieder, welche die tiefen Nischen schmück� ten, warf ihrem Bruder einen letzten Blick zu, kehrte zu Libanon zurück und sagte ungeduldig zu ihm: Mein Schwert! Mein Schwert! Diesmal verweigerte der Gladiator ihr die Waffe nicht, er überreichte ihr vielmehr das Schwcrdt mit einem schrecklichen Lächeln. Sylvest erricth alles... er war Zeuge der Liebes betheuerung Libanons für Siomara gewesen; aber von dem Augenblicke an, als sie, um die Freiheit des Sclavcn zu erlangen, so frech sich an Diabolus gewendet hatte, waren die Züge Libanon«, die Anfangs so verlegen wie gerührt gewesen, plötzlich grauenhaft vor Eifersucht und Wildheit geworden, während Faustina, dies unbeweglich dastand, die linke Faust auf die Hüfte, die Spitze ihres Schwerte« auf die ihrer Sandale gestützt, triumphirend lächelte. Es konnte kein Zweifel sein, daß eine» der durch den Gladiator dargebotenen Schwerter durch Siomara be- zaubert oder besonder« zubereitet war. Libanon kannte die Siegeswaff'e, da aber seine Verlegenheit ihn verrathen, hatte Faustina die Waffe, die er ihr geboten, zurückge- wiesen, um die andere zu erlangen. Wie sehr diese Wahl den Gladiator Anfangs Siomaras wegen erschreckt hatte, so sehr mußte sich bis jetzt darüber freuen, da sich seine Liebe zu der Buhlerin au« Eisersucht in wilden Haß ver- wandelt hatte. Kaum hatte Siomara das Schwert genommen, als sie halblaut zu Faustina sagte: Bist Du bereit? Ich bin bereit, antwortete die Römerin, die dann leise hinzufügte, doch so, daß es Sylvest hörte, erinnerst Du Dich unserer Bedingungen? Ja. Mir gehört Libanon, wenn ich Dich tödte, Dir, wenn ich durch Dich falle. Ja. Du selbst, Siomara, gehörst mir an, todt oder leben- dig, wenn Du nach einer ersten Wunde den Kampf nicht fortsetzen kannst. Und wenn ich Dich tödte, Faustina, darf außer mir Niemand in Dein Grab. Nein... ich habe bereit« deshalb Befehl gegeben und Dir den Schlüssel zu meinem Famlienbegräbniß überreicht. 3 0 So laß und beginnen. Beginnen wir, schöne Siomara. Auf einen Wink Libanons stürzten die beiden Frauen mit erhobener Waffe gegen einander, Siomara lächelnd, wie ihres Sieges gewiß, Faustina mit unversöhnlichem Blicke, aber auch vertrauend, denn bei dem erste» Zu- sammenstoß der Schwerter zerbrach das der Buhlerin dicht unter dem Griffe. Sylvest konnte in diesem Augenblicke einen Schrei nicht unterdrücken, denu er sah die Römerin mit wildem verständigen hätten, ferner Geld zum Ankauf. u sammeln, die, sei es zu einem Attentat auf t,lJ vstcrri ei es zu einer Erhebung, dienen sollten. Solch-A P wurden in Saint-Ouen, Levalloy und Batia»' dct. Am 16. September brachte Fontaine fiini und fünf Schachteln Cartouchcn, welche durch nach einer von Bcnel entworfenen Liste unlet chworcnen Collot, Chassaigne, Derin, Bourqnb jchin vcrtheilt wurden. Ende September ve� Pont wiederum vier Revolver. Am 2. Oct«! melten sich 42 Theilnehmcr bei Guvrin und ür den 26.(ezn welchem Tage bekanntlich Ändere gegen die Vertagung der Kammer wollten) eine revolutionäre Kundgebung. 3» genden Versammlung, an welcher Megy T wurde das Project für den 26. wieder aufgl.. dafür der Gedanke eines Attentats angeregt. ccmber bericth man darüber bei Dupont des owie einige Tage später bei Petian und bei � am 11. Januar endlich über das beim Begräi Noir's zu beobachtende Verhalten. Gueri» daß die Verschworenen bei diesem Begräbniß � ich trugen. Man weiß, welche Anstrengung'« machte, um den Leichenwagen naih Paris Benel nahm die Pferde beim Zügel und Fe� stand ihm zur Seile; aber Rochefort verei Unternehmen und mußte dafür Tags darauf � würfe hören. Plan vertröstete sich indcß auf�!> eine Lachen das Schwert in die Seite Siomaras rend sie ausrief:. Mvt Da, falsche thrssalische Zauberin! � I. � � Die Wunde war gefährlich, tödtlich viellei�°t wicdx lerin ließ ihre Waffe fallen, sank auf die bt zum letzten Male noch Sylvest hin und spt�„jj. P chendcr Stimme:... Armer Bruder!-t Dann sank sie rücklings in den Sand, 111«.»..«Uen , P vhnun l-r Arbl cher kü ordck nct, er K. Graft That Arbeit: orncl Woch »n Ui Ä-ieder 1, toii d in Opfert Unsere haben Helm sie ablösete, so daß ihr blonde« Haupt se�M; und da« Blut, das ihrer Wunde entströmte,«s„i, Maschen des Geflechtes rölhetc, welches ihr diente. �... Faustina, die vor Freude laut aufschrie,! Mche D auf sie, wie eine Löwin auf ihre Beute; die?' der B der Haß verdoppelten ihre Kräfte, sie Umschlag nerin mit ihren zarten aber nervigen.... empor, trug sie wie ein Kind hinweg und rie!,'«l'ch diator noch zu: B U'Jn'« 2 Libanon, ich erwarte Dich im Tempel � Darauf verschwand sie im Schatten de« nach Norden unter endlosem Jubel der Jss® die« war so blitzschnell geschehen, daß SyloeJ* Traume geneckt worden zu sein glaubte. eine Art Schwindel ergriffen, aus dem ihn v klirr der Kellen riß, welche die Kerkermeister O®. seinen Gefährten abnahmen. Die Zeil wlss die für die wilden Thiere bestimmten G'f� zuketlen. Sylvest stand unbeweglich an dem Gitü« starr hinaus, ohne etwas zu sehen. Zwei ergriffen ihn und nahmen ihm die Ketten ab er unwillkürlich über den Tod der Echwesteb gewünscht hatte, setzte sich auf den Fußbode» bedeckte das Gesicht mit beiden Händen,® um das, was in der Arena vor sich ging, non und Bibrix kämpften. Gewalliges G'v dete ihm nur von Zeit zu Zeit das~ Kampfes. Muth, Libanon! riefen die Einen. Muth, Bibrix! riefen die Andern. 1 Nach ziemlich langer Zeil endlich erbebtes i» die des Amphitheater« unter einem unermeßl"«' �ebadil Bibrix ist Sieger! � �likani Libanon war in diesem Kampfe auf T° tajjx„ unterlegen. ij� H eine Nsamtes v°rtheil Mt»bei len. M > so ohn . diesem .(ZUge, bcrle Station frkeit ai eine Wörde, .beigere, endwie °n der ..e« gel 'e Hau '' cwig /nzland äe« nid ?n zveu einem wtaic wuroe esylveft von?r Ka ten, die em Gedränge flohen, heftig gestoße».®� Stoße se Mit einem Male wurde Sylvest _ flohen, heftig gestoye-'»» M Er richtete sich nicht ohne Mühe aus, uni� toorbti vi zu werden und sah im Dunkel, ans der dung her, rasch eine Art glühender Mauer höhe heranrücken, welche das Gewölbe seiner i nach versperrte. Au. ist wu mt\ .„«»äs D.-se ungeheuer große Bronceplatte,' y'ty jeej glühend gemacht worden war, trieb die Vera, sich her. Das Gilter, welches sie bisher»,(j,. cu« getrennt hatte, war in Fugen in den.>«e ken, so daß die Unglücklichen dem Berbrenfl fd glühende Platte nur dadurch entgehen sich in die Arena retteten, in welcher die � umhersprangen und die Plutonen, Merkur«.. Musiker verschwunden waren, nachdem; e._ Libanons fortgebracht und mittelst eisend est®.| W.» ,, die keiden Kinaanoe nack Nauden nnd tV" Der Augenblick deS Leidens war geka�.l»rnL®ä vest entschloß sich, muthig mit seinen G«i''l, t'. den, deshalb sprach er: jlf Söhne der Mispel, wolltJhr sterd«® Söhne Gallien«? Ja, ja, antworteten zahlreiche Sliww«®-. So singt mit mir, dem Tode gegenü®' „Fließe, fließe, Blut de« Gefa®i f- falle, blutiger Thau! Keime u®" Racheernte!" Und die Söhne der Mispel eilten gallischen Sclaven, Sylvest an ihrer Muttersprache jene« Lied singend, in dee w (Fortsetzung folgt.) ;«ifoll Ift .�i«nr «. i , i Ab] ,«%. t 'b R »l Jüdin«!.««. Am 2l. Januar feierte man den Todestag irdill, iW JVI. zu Saint-Mandö durch ein Bankett, bei arcn!«ii' tin den Königsmord verherrlichender Brief Felix xrsch>rc:0 Nrlescn wurde. Fontaine sagte, daß das Land ebenfalls ta Fortschritten der Wissenschaften der Wissen- rdrnzei von dem Banditen Bonapartc befreit sein t ließ WJ oa einem von Mazzini an Sappia gerichteten gm BliX» irllärte Jener, dem Banket in Saint-Mandö lle ih«�»ichr beiwohnen, und fügte hinzu:„Pflichten luern i«üch, die ihr demnächst zu erfüllen gedenkt, fef ei und> in den Ort, wo ich mich befinde." Die Vor >S stitipH- welcher am 7. Februar die Verhaftung Roche- mit Niü«B gab, der Ausstandsversuch FlourenS u. s. w. e Ausllsi vt; die meisten der Verschworenen waren auch r, daß l Echauplatze dieser Ereignisse erschienen, namenl. gemitl» Nähe der Prince Eugcn-Kascrne, wo sie Ver lufruhr l h-n wollten, die Soldaten zum Abfall zu ver co-GIyc«! t dann mit ihnen zn sraternisiren. Zu den Ent� Zujam« Berdier'S, Godinot'S und Guerin'S tritt noch, ive, viii stere andere von den Beschuldigten, namentlich ichst riis Lanel, BaSmeson, Denn, das Komplott aus die der S>«"' il des Staat« eingestehen, dagegen die Pläne aus e erzieilll, dez Kaisers in Abrede stellen. Der Westbahn- ner Beli� Echaienuc, welcher von Ramet in die Gesellschast cerin s worden, sagt dagegen ausdrücklich, man habe in die- m, daß man nicht blos einen Ausstand vorbe- >nt alle'»ein auch ein Attentat, indem man den Kaiser ee« un�«-Glycerin in die Luft sprengen wolle. cn. D« der amtliche Bericht. Sollten seine An untÄ'�lich einige Thatsachcn enthalten, so sind n"kauf 1 �»ch offenbar entstellt und übertrieben. itemfW österreichische Militärattache, Prinz Arcn Svlch� ich Petersburg am 7. d. M. früh in Ahnung ermordet gefunden worden. Ein " durch> � Arbeiter des Prinzen, mit Namen Chisch- unter i llcher kürzlich aus dem Gefängnisse entlassen, lourguck Kordes verdächtig verhaftet worden; der- ���pnet, obwohl die Jndicien sehr belastend rr Kaiser hat dem österreichischen Ge Trafen Chotesch, sein tiefstes Bedauern That ausgedrückt. Arbeitseinstellung in den Kohlenbergwerken ornclisse bei Sheffield dauert nun Wochen und hat beinahe 34,500 Pfd. an Unterstützungsgeldern gekostet. Nichts igcr sind noch keine Anzeichen für die Wiederaufnahme der Arbeil zu bemerken. t, wie ausdauernd und zäh die Arbeiter d in ihrem Bestreben sind. Hiervon und �pfcrwilligkcit der nicht feiernden Arbeiter unsere deutschen Arbeiter noch viel lernen. haben schon darüber geschrieben, daß in eine Agitation unter den Arbeitern für Arbeiter-Eiscnbahnzüge, welche die Ar- !lä Morgens und dcS Abends billiger zu � der Arbeit bringen sollen, herrscht. Man ielleiÄ� l wieder in den Zeitungen, daß allerlei ' dagegen gemacht werden. So schreibt ' ,f'tioual-Ztg.«: J Lyud sich der Hauptciuwllrfe erinnern, welche ad,»>-' Mwen Eisenbahnglsillschaftcn gegen die For� Up«...... MWMMMMMW iraS m».. ihr i'chne, .. die -el a» n dck r Ad ?ylvt e. ihn ?wi--T-Ägi."di° , Sn Züge für die Arbciterllasscn herzustellen, nftl, machen: daß nämlich diese Züge keinen jf'tfen, und daß vor allen Dingen der Be- '«Ner solchen Wohlthat für die unteren Klaffen Üche Maßregel vorhergehen müsse, welche die der Bahngrsellschasten für etwaige diesen Ar. .lu.-" zustoßende Unfälle auf ein Maximum von AllüNsJ�ierl. pro Kopf beschränken würde. Wenn man nd rüi �'t.llich riesenhaften Entfernungen der englischen in's Auge faßt, kann es Einen nicht Wunder 'aß eine Ärbeilerdrputation dem Vicepräsidcntcn mSamtes ihre Aufwartung machte und sich, um «ortheil billiger Züge zu erlangen, bereit er- Oie oben erwähnte Beschränkung der Hastbarkeil im. Mr. Lcfevre indessen nahm diese Einwilli so ohne Weiteres an; wenn man die Haft diesem Falle beschränke, würde man bald genug ... Züge, die sich nicht rentiren, das nämliche ©'f berlangen, und überdies habe eine andere j Mutation sich bei ihm gegen die Beschränkung Gittü? Weit ausgesprochen. Im klebrigen sei die ganze wei �' t'n,m llnterhausauSschusse zur Beralhung n ab, d bürden, und wenn da» Parlament sich auch vefler,' feigere, das Enischädigungsmoß für Eisenbahn- .«'Kndwie einzuschränken, so brauche man darum der Einführung billiger Züge zu verzwci- l t« gebe noch eine andere Art und Weise, die Jb« Hand zu nehmen. � ewige Hin- und Herreden beweist nur, �ßland so wie hier die gerechten Arbeiter- Mihi � nicht berücksichtigt werden sollen, da rbtel! v','ßft die Einrichtung getroffen worden wäre. �obadilla in Spanien hat am 1. Mai s�likanische Erhebung stattgefunden; .?oen entspann sich zwischen den Parteien on s'�> � Kampf; die Zahl der Verwundeten sein. Von Las Navas sind Truppen �°rden, um die Ordnung wieder herzu- jjnr'i �. Auch zu Arenyö del Rey(Provinz ■iatti/ fft eine Bewegung zum Ausbruch gc- s°as Gefängniß wurde geöffnet, und die «er»� beeilten sich, die Berge zu gewinnen. »«« die iure, ;,|f «f -rbe« en-. gb.r- jut � j'£ Kaffeesteuer im Zollparslament.) prea»''.!,ssUS schon erwähnte Compromißantrag des loi»�,, in welchem die Mehrbesteuerung des Kaffees >ie at' wurde mit 186 gegen 84 Stimmen ange- ste'''f(also gegen...................... beschi,-l j,. r- Ammermüller, Graf von Arco-Stcpperg, � Frhr. Karl v. Arclin, Dr. Karl soll« de« Antrag) stimmten: Hn. Becker(Dortmund), Dr. Bissing, Bockel, Cornely, Dahmen, Dcssner, Deutz, ID Dörtenbach, Duncker, Dr. Erhard, ,(( �s?idt,�Frhr. zu Frankcnstein, Freisleben, .n« -od Dr. Frühling, Göddertz, Günther v. Hafenbrädl, Hagen, Harkort, Hasen- � �nnn, Dr. Henneberg, Heubner, Hehl, Haverbeck, Dr. Jörg, v. Kirchmann, Kreutz, Dr. Kurz, Lautz, Dr. Löwe, v. Mallinckrodt, Meder, v. Meixner, --5 Müller(Görlitz), Frhr. v. Neurath. oshr. v. Ow, Pauli, Probst, Ramm, Reibel, n» 0, Richter, Riedel, Römmich, Rohland, Äk l' Runge, Rüssel, Frhr. v. Echrenck, Schulze, flsst Dr. Schweitzer, Graf v. Seinsheim-Sünchiug, Dr. Sepp, Frhr. v. Stotzingen, Dr. Tafel, Frhr. v. Thüngen, Baihinger, v. d. Wense, Dr. Wizard, Wiggers(Berlin), Dr. Wild, Dr. Windthorst, v. Zehmen, Frhr. v. Zu Rhein (Neustadt), Zurmllhlen. Mit„Ja*(also für den Antrag) stimmten: Adickes, Mosig v. Aehrenfeld, Prinz Albrecht von Preußen, Albrechl, Graf v. Arnim-Boytzenburg, v. Arnim-Heinrichsdors, v. Arnim-Kröchlendorff, v. Aucrswald, Augspurg, Dr. Bähr, Bail, Dr. BaldamuS, Dr. Bambergcr, Dr. Marquard Barth, Graf v. Bassewitz, Becker(Oldenburg), v. B-nda, v. Bennigsen, Benziuo, v. Bernuth, v. Bcthmam-Hollweg, Prinz Biron von Kurland, v. Bismarck-Briest, v. Alan- ckenburg, Dr. Blum(Sachsen), Gras v. Blumenthal, Graf v. Bocholtz, v. Bodelschwingh, v. Brauchitsch(Elbing), v. Brauchitsch(Genlhin), Dr. Braun(Wiesbaden), Gras v. Bredow, Frhr. von nnd Brenken, Bürgers, Buff, Dr. v. Bunsen, v. Cranach, v. Davier, Denniug, v. Denzin, Devens, v. Diest, Dietze, Dissen«, Frhr. v. Dörnberg, Gras zu Dohna-Finckenstein, Graf zu Dohna-Kotzenau, ten Doonkaat-Koolmann, Frhr. v. Eckardstein, Dr. Eich- mann, v. Einsiedel, v. Elsncr, Dr. Endcmann, Engel (Leobschütz), Dr. Engel(Schleiden), Graf zu Eulcnburg, Evelt Fabricius, Fauler, Feustel, Fink, v. Forckenbeck, Forkel, Graf v. Frankenberg, Frantz, Dr. Friedenthal, Fries, Frhr. v. Göler-RavenSburg, Grumbrecht, Günther (Deutsch-Crone), Prinz Handjeri, Dr. Harnicr, Hebting, v. Hclldorf, v. Hennig, Hinrichsen, Herzog von Ujest, Fürst von Hohenlohe, Frhr. v. Hllltrssen, Dr. Hammacher, v. Jogow, Jordpn(Baiern), Jllngken, v. Kalckstcin, Gras Kanitz, v. Kardorff, v. Karstedt, K-ster, Graf Kayserling- Rautenburg, Kirsner, Graf Kleist, Koch, Köppe, Dr. Köster, Kraus, Dr. Künzer, Kugler, Kanngießer, LaSker, Dr. Leist- ner, Lesse, v. Levctzow, Fürst v. Lichnowsky, Lienau, von Lücke, Graf v. Maltzahn, Dr. Marquardsen, Meier(Bremen), Dr. Metz, Dr. Meyer(Thorn), Miguel, Freiherr v. Moltke, Dr. v. Mühler, Müller(Stettin), Graf Mün ster, v. Mcibohm, Nebelthau, Neubrauer, Niendorf, Oester- reich, Gras Oppersdorf, Dr. Dppenhoff, Frhr. v. Patow, Petersen/ Psannebecker, Pfretzschner, Planck, Graf von P,'essen, Fürst von Pleß, Dr. Prosch, Graf Pyckler, von Putlkammer,(Fraustadt), v. Puttkamer(Sorau), Frhr. Nordcck zu Rabenau, Herzog v. Ralibor, Römer, Frhr. v. Roggcnbach, Frhr. v. Momberg, Roß, v. Rochau, v. Saenger, v. Saltzwedel, Graf Schoffgotsch, v. Schaper, Dr. Schläger, Dr. Schleiden, v. Schlör, v. Schölling, v. Schröder, Grafv. d. Schulenburg-Filehne, v.Schwend- ler, Graf Schwerin, Schwiun, v. Seeckt, v. Seydewitz, v. Simson-Georgenburg, Dr. Simson, Graf SolmS-Ba- ruth, Graf Solms-Laubach, Sombart, v. Sperber, Frhr. v. Stauffcnberg, v. Steinmetz, Steltzer, Dr. Stephany, Stumm, Seyssardt, v. Thadden, Tobias, v. TreSkow, Ulrich, v. Unruh(Magdeburg), Frhr. v. Unruhe-Bomst, Dr. Völk, Wachenhusen, Wachlcr, Wageaer(Neustettin), Dr. Wagner(Altcnburg), v. Watzdorf, v. Wedemeyer, Dr. Wchrenpfeunig, Dr. Weigel, v. Weitzel, Dr. Wiggers (Rostock). Es fehlten bei der Abstimmung 102 Mitglieder, unter ihnen die sächsischen Abgeordneten Bebel, Dr. Götz, Lieb necht, Mcnde und Schraps. Vereins-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiter-Berein.) Stuttgart, 8. Mai.(Versammlung.) Auf gestern Abend beriefen wir eine allgemeine Arbeitervcrsammlung ein, in welcher Herr Joseph Schneider aus Frank- surt a. M. einen Vortrag über das Programm des Allg deutsch. Arb.-Bereins hielt. Unterzeichneter eröffnete die Versammlung mit einigen einleitenden Worten. Die Ver- sammlung wählte dann mich zum Vorsitzenden, Herrn Gutscher zum Stellvertreter und Herrn Jäckle zum Schriflsührcr. Herr Schneider hielt nun einen längeren Vortrag über das allgemeine gleiche und direkte Wahl- recht, über freie» Vereins- und Versammlungsrecht, über die indirekten Steuern und über die von unserem großen Meister Ferdinand Lassalle vorgeschlagenen Produktiv associationen. Mit der größten Gespanntheit folgte die von circa 350 Arbeitern besuchte Versammlung diesem Vortrag, welcher oftmals durch Beifallsbezcugungen unter- krochen, und dem am Schluß allseilig zugestimmt wurde. Ich ließ nun eine Pause eintreten, während welcher ich nebst drei Mitgliedern an den Tischen herum ging und Einzcichnungen entgegennahm, welches von gutem Er- folg begleitet war. Nach der Pause forderte ich zur Jnter- pcllation auf, aber die Gegner zogen sich außer der Schußweite. Herr Motloch, Mitglied unseres Vereins, welcher einige Vorträge im hiesigen Arbciterbildungs- verein mit angehört, schilderte diese lächerlichen Phrasen der liberalen Doktoren und Bourgeois, treffend zeigte, wie die Arbeiter daselbst geleithammelt werden, und ihnen mmer nnd immer vorgeschwindelt wird, die Arbeiter sollten sich- nicht mit Politik besaßen, denn diese würde die Arbeiter uneinig machen, u. s. w. Herr Schneider besprach dann die Stellung der Arbeiterpartei gegenüber den BildungSvereinen. Die Borgoispartcien suchten sich in die Reihen der Arbeiter einzuschleichen, um dieselben bei den Wahlen für ihre Zwecke als Stimmvieh zu gebrauchen. Schließlich schilderte Redner noch in scharfer Weise die heutigen GesellschaftSzuständc und forderte die Anwesenden auf, dem Allg. deutsch. Arbeit.-Bcrein beizutreten, welcher Forderung wiederum viele der Anwesenden nachkommen, da sich jetzt nicht weniger als 51 Mann in die Listen einzeichneten. Noch einige solcher Versammlungen, und wir stehen hier unangcfochlen da. Nun wir wollen einmal se- hen, was au« den congreßlichen Stuttgart bis Pfingsten wird. Mit social-dcmokratischcu Gruß. Hermann Lcickhardt. Liutcnthal, 2. Mai.(Versammlungen.) Am 13. April hatte Unterzeichneter eine allgemeine Arbeiter- Versammlung zusammenberusen, welche sehr zahlreich be sucht war. Zuerst sprach der Unterzeichnete über den Druck, welcher auf der arbeitenden Klaffe laste, namenl- lich auf den Harzer Bergleuten, und von der Ausbeutung durch die Capitalmacht und Reaction, sodann machte er noch aufmerksam auf die bevorstehende Reichötagswahl hin und empfahl nur einen richtigen Lassallcaner zu wählen. Zum Schluß wurde noch der Geburtstagsfeier Ferdinand Lassalles gedacht, wozu wir ein Transparent in unserm Versammlungslokale angebracht hatten. Unter Begleitung eines Musik-Eorps ertönten viele donnernde Hoch« aus Lossallc, sowie auch auf den Allgem. deutsch. Arb.-Verein und dessen jetzigen Präsidenten. Endlich lrennle sich die Versammlung in der schönsten Ordnung. Sonntag, den 1. Mai, hatte sich Unterzeichneter mit noch einigen hiesigen Parteimitgliedern nach dem eine Stunde von hier entfernten Braunschwcigischcn Dorfe Wolf«- Hägen begeben, um daselbst eine Mitgliedschaft zu grün- den. Wir hatten von diesem Vorhaben einen daselbst ar- bcitenden Cigarrenmacher, welcher früher schon in OSna- brück Bevollmächtigter gewesen war, schriftlich in Kennt- niß gesetzt, jedoch war dieses Schreiben durch einen Irr« thum in unrechte Hände gcrathcn, und wir hätten beinahe unverrichteter Sache wieder abziehen müssen. Aber schließ- lich gelang cS, eine ziemliche Zahl»on Arbeitern in der Tilly'schen Gastwirthschaft zusammenzubringen. Zuerst sprach Unterzeichneter über die Principien de« Allgem. deutsch. Arb.-Bereins, von den Indirekten Steuern, dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht und dem Militarismus. Sodann nahm Herr Pfennig von hier das Wort, und machte den Arbeitern Wolfshagen« klar, unter welchem Druck der Arbeiter heute steht. Von den Anwesenden, darunter ein früherer Vorsteher, jetziger Fabrikbesitzer, meldete sich keiner gegen uns zum Wort. Schließlich hatte der erwähnte von uns verfehlte Eigarren- arbeiter doch von der Versammlung Kunde erhalten; er forderte die Arbeiter durch eine kräftige Ansprache zu festem Zusammenhalten auf. Durch Gründung einer Mitgliedschaft machten wir auch hier den Sieg vollständig. Mit social-demokratifchem Gruß Aug. Ullrich, Bevollm. Altona, 8. Mai.(Zum Schleswig-Holstein'schen Arbeitertage.) Parteigenossen in Schleswig- Holstein und Umgegend, noch einmal erinnern wir an den 14. Mai, es gilt in Kiel, in der Metropole der Wissenschaft, unsere Principien zur Geltung zu bringen, es gilt, die uns von Ferdinand Laffalle gegebene Organisation auf alle Ar- bciter auszubreiten und der Organisation für den Allg. deutsch. Arb.-Verein neue Felder zu eröffnen, also müssen wir am Platze sein. Sendet Eure Dclegirten, sorgt min- destens dafür, daß Ihr vertreten werdet. Handelt rasch und diesen Herbst werden wir einen glänzenden Sieg er- ringen für unsere gerechte Sache. Die Kieler Einquar- tierungskommission ist am 14. Mai von Morgen« S Uhr an im Englischen Garten anwesend. Anmeldungen wolle man machen bei Georg Winter, Bergstraße No. 566 in Kiel. Mit social-demokratischem Gruß Die Kommission zur Berufung eine« Schleswig- Holstein'fcheu Arbeitcrtagc«. Schönebeck bei Magdeburg, 9. Mai.(Neue Aus- breitung.) Hierselbst haben sich am 30. v. Mts. 42 Arbeiter dem Allg. deutsch. Arb.-Verein angeschlossen.— Näherer Bericht folgt. Die Herren Lauip e aus Halberstadt und Zielowlky aus Buckau, welche in ersterer Stadt wegen kürzlich dort gehaltener Reden angeklagt waren, sind, wie uns tele graphisch berichtet wird, freigesprochen worden. Verbands-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiterschafts-Berband.) »llg. dentsch. Gewerkschaft der Schneider, Kirsch«« nnd Kappeamacher. Homburg, 8. Mai.(An die Mitglieder.) Ein neuer Strike ist in Clausthal ausgebrochen, aber Hof- f-ntlich, während dies veröffentlicht wird, schon siegreich beendigt, da mehrere Meister sofort die Forderungen be- willigt haben. Zuzug ist jedoch fern zu halten. Brüder, für München müssen wir mit aller Kraft eintreten. Ich hoffe, daß meine Auffordciu»g bereit» überall gute Früchte getragen hat, nnd das Gelder eingesammelt sind. Bon Hagen, Wismar, Dresden, Schleswig, sind durch mich bereits Gelder nach München und Frankfurt a. M. abgesandt. F. S. Liebisch. Homburg v. H.H., 9. Mai.(Strike.) Wir machen hiermit unseren Parteigenossen die Anzeige, daß heute d. 9. Mai unser Stricke begönne» hat. Vor Zuzug wird gewarnt. Mit social-demokratischen Gruß Samuel Eisenträg er. Allg. deutsch. Schuhmacher-Verei». Fronkfurt a. M., 5. Mai.(Strike in Aussicht.) Die hiesigen Schuhmacher haben die Forderung gestellt, daß der Lohn um 30 pCt. erhöht werde. 700 Mann werden, wenn die« nicht bewilligt wird, die Arbeit nieder- legen. Die Gründe sind folgende: D/a bis 2Vz Thlr. ist der Durchschnittlohn der jugendlichen Arbeiter, oder ge- nauer gesagt, der geringere Arbeit Leistenden. 2Vs bi« 3'/- Thlr. ist der höchste Lohn in den Werkstätten im Hause. Außer dem Hause, auf Logi», ist der Lohn 3'/- bis D/s Thlr. Mehr verdienen keine 25 Manu in gan, Frank- furt. Außerdem haben die Arbeiter noch die Materialien zu stellen, wie Garn, Seide, Borste, Pech, Wachs und Arbeitswerkzeugc zc. Die Meisten haben von dem gerin- gen Lohn auch eine Familie zu ernähren. Wir greifen somit mit vollem Recht hier ein, und alle andern Gewerk- zweige harren schon auf unS, und sind mit uns einver- standen. Noch ein Jahr bei solchem Lohn und der Kamp wäre viel schwerer. Etwaige Unterstützungen nimmt der Unterzeichnete entgegen. Mit social-demokratischem Gruß A. Schneider, Bockenheimergasse 3., In Ksrlsruhe ist, wie uns telegraphisch gemclde wird, ein Strike der Schuhmacher erfolgt. Vor Zu zug wird dringend gewarnt. Allgem. Taback- und Cigarrcuarbeit«. Gewerkschaft. Ottensen, 8. Mai.(An die Mitglieder.) Inden nächsten Tagen wird die Abrechnung versandt werden, die etwas späte Einsendung der Gelder von einzelnen Orten hat dies verzögert. Die Verhältnisse unserer Gc- wcrkschaft stehen im Verhältniß zu dem schlechten Ge- schästsgangc gut. Die Steuerermäßigung, welche vom 1. April ab eingetreten ist, wird nicht zum Nachtheil der reisenden Kollegen ausfallen, wie das anderswo der Fall ist, wo die Rcrscnden an 80 Orten, wo Mitgliedschaften sein sollen, kein Geschenk bekommen. In einer Mitglied- schast herrscht die Ansicht, über die Verschmelzung müsse erst eine Urabstimmung stattfinden; e« ist das ein Irr- thum, wir fügen uns laut Satzungen den Beschlüssen der Verbandsgeneralversammlung, und begrüßen mit Freuden den 1. Juli. Bis zum 17. d. M. wolle man Briefe adrefsiren an Georg Winter, Bergstraße No. 566 in Kiel. Mit social-demokratischem Gruß Georg Winter. Allgemeiner deutscher Zimmerer-Verei». Berlin, 9. Mai.(StrikeS.) Der schon lange erwar tetc Strike der in Friedeberg i. U. sich befindenden Mitgliedschaft ist am Montag ausgebrochen, ferner ein Strike in Tessin. Es geht mit den StrikeS wieder lustig vorwärts— jedoch mache ich diejenigen, welche täglich um Arbeitseinstellung anfragen, darauf aufmerk- sam, daß immer ein Sinke nach dem andern kommen muß und der Ausschuß schon diese oder jene Stadt noch etwas hat vertrösten müssen. Also Geduld. Ich ersuche allen Zuzug von den oben genannten beiden Städten ab- zuhalten und mit den Unterstützungen nicht faul zu werden. Am besten'ist eS, wenn man, da mehrere StrikeS aus- gebrochen sind, die Gelder an den Hauptcassirer v. Mitzel schickt, damit eine gerechte Vertheilung stattfindet. Mit social-demokratischem Gruß A. Kappell. Allgemein« dcntsch« Manrer-Verei». Hamburg, 9. Mai.(Uebertritt.) Am gestrigen Tage löste sich der Ortsverein der Steinhauck(Hirsch- Duncker) in Hamburg auf und c« traten säinmlliche Mit- glicder, 91 Mann, dem Allg. deutsch. Maurerverein bei. Offenes Antwortschreiben an da« Central« Comitö zur Berufung eines Allgem. deutschen Arbeitercongrcsse» zuLeipzig von Ferdinand Lassalle. (Forlsetzung.) 2) Das eherne ök anomische Gesetz, welches unter den heuligen Verhältnissen, unter der Herrschaft von An- gebot und Nachfrage nach Arbeit, den Arbeitslohn bestimmt, ist diese«: daß der durchschnittliche Ar« beitölohn immer' auf den nothwendigen Lebens- unterhalt reducirt bleibt, der in einem Volke gewohnheitsmäßig zur Fristung der Existenz und zur Fortpflanzung erforderlich ist. Die« ist der Punkt, um welchen der wirkliche TageSlohn in Pendel« 'chwingungen jederzeit herum gravitirt, ohne sich jemals lange weder über denselben erheb«', noch unter denselben hinunterfallen zu können. Er kann sich nicht dauernd über diesen Durchschnitt erheben— denn sonst entstünde durch die leichtere, bessere Lage der Arbeiter eine Ver« Mehrung der Arbeitcrchen und der Arbeiterfortpflanzung, eine Vermehrung der Arbeiterbcvölkerung und somit des Angebots von Händen, welche den Arbeitslohn wieder auf und unter seinen früheren Stand herabdrllcken würde. Der Arbeitslohn kann auch nicht dauernd tief rmter diesen nothwendigen Lebensunterhalt fallen, denn dann entstehen— Auswanderungen, Ehelosigkeit, Enthaltung von der Kinderzeugung und endlich eine durch Elend erzeugte Verminderung der Arbeiterzahl, welche 'omit das Angebot von Arbcitcrhänden noch verringert und den Arbeitslohn daher wieder aus den früheren Stand zurückbringt. Der«irkliche durchschnittliche Arbeitslohn besteht somit in der Bewegung, beständig um jenen seinen Schwer« Punkt, in den er fortdauernd zurücksinken muß, herum- zukreisen, bald etwas über demselben(Periode der Pros« periiät in allen oder einzelnen Arbeitszwcigcn), bald etwa« unter ihm zu stehen(Periode des mehr oder weniger all« gemeinen Rothstandc« und der Krisen). Die Beschränkung des durchschnittlichen Arbeitslohnes aus die in einem Volke gewohnheitsmäßig zur Fristung der Existenz und zur Forlpflanzung erforderliche Lebens- nothdurft— das ist also, ich wiederhole es Ihnen, da» eherne und grausame Gesetz, welche« den Arbeitslohn unter den heutigen Verhältnissen beherrscht. Dieses Gesetz kan» von Niemand bestritten werden. Ich könnte Ihnen für dasselbe eben so viele Gewährs- männer anführen, als es große und berühmte Name» in der national-ökonomischen Wissenschaft giebt, und zwar auS der liberalen Schule selbst, denn gerade die liberale ökonomische Schule ist eS, welche selbst diese« Gesetz ent« deckt und nachgewiesen hat. Diese« eherne und grausame Gesetz, meine Herren, müssen Sie sich vor Allem tief, tief in die Seele prägen und bei allem Ihrem Denken von ihm ausgehen. Bei dieser Gelegenheit kann ich Ihnen und dem ge« sammten Arbeitcrstand ein unfehlbares Mittel angeben, wie Sie ein- für allemal allen Täuschungen und Irre« sührungen entgehen können. Jedem, der Ihnen von der Verbessening der Lage des Arbeiterstandes spricht, müssen Sie vor allem die Frage vorlegen: ob er diese« Gesetz anerkennt oder nicht. Erkennt er es nicht an, so müssen Sie sich von vorn« herein sagen, daß dieser Mann entweder Sic täuschen will oder aber von der kläglichsten Unerfahrenheit in der national-ökonomischen Wissenschaft ist. Denn eS giebt, wie ich Ihnen bereit« bemerkt, in der liberalen Schule selbst nicht Einen namhaften Nationalökonomen, der da«« selbe leugnete. Adam Smith wie Sah, Ricardo wie Malthu«, Bastiat wie John Stuart Mill sind einstimmig darin, e« anzuerkennen. Es herrscht hierin eine Ueberein« stimmung aller Männer der Wissenschaft. Und wenn nun Derjenige, der Ihnen von der Lage der Arbeiter spricht, auf Ihre Frage diese? Gesetz aner- kannt hat, so fragen Sic ihn weiter: wie er dasselbe beseitigen will. Und wenn er hierauf nicht zu antworten weiß, so wenden Sie ihm ruhig den Rücken. Er ist ein leerer Schwätzer, der Sie oder sich selbst täuschen und mit hohlen Phrasen verblenden will. Betrachten wir einen Augenblick näher die Wirkung und Natur dieses Gesetzes. Sie ist mit andern Worten folgende: Von dem Arbeitsertrag(der Produktion) wird zu« nächst soviel abgezogen und unter die Arbeiter verthcilt. als zu ihrer Lebenssristung erforderlich ist(Arbeits- lohn). Der ganze Uebcrschuß der Produktion— des Arbeitsertrages— fällt auf den Unternehmerantheil. Es ist daher eine Folge diese« ehernen und grausamen Gesetze«, daß Sic— und deswegen habe ich Sie in meiner Arbeiterbroschüre, aus die Sie sich in Ihrem Schrei« ben berufen, die Klasse der Enterbten genannt— sogar von der durch die Fortschritte der Civilisalion gesteigerten Produktivität, d. h, von dem gesteigerten Arbeits- ertrage, von der gesteigerten ErtragsfähizkeitJhrer cige« nen Arbeit nothwcndig ausgeschlossen sind! Für Sie immer die Lcbensnothdurft, für den Unternehmerantheil immer Alles, was über dieselbe hinaus von der Arbeit producirt wird. Weil aber bei sehr großen Fortschritten der Produk« livität(der Ergiebigkeit der Arbeil) zugleich viele In« dustrieprodukte zur äuß-rst-n Billigkeit herabsinken, so kann es kommen, daß Sie durch diese Billigkeit nicht als Producentcn, wohl aber als Consumentcn zunächst einen gewissen indirekten Vortheil von der gesteigerten Er« giebigkeit der Arbeit haben. Dieser Vorthcil trifft Sie überhaupt nicht in Ihrer Thätigkeit als Producenten, er trifft und ändert nicht die auf Ihren Antheil fallende Quote am Arbeitsertrag, er trifft nur Ihre Lage als Consumentcn, wie er auch die Lage der Unternehmer al» Consumcnien und auch die aller an der Arbeit gar nicht Theil nehmenden Menschen al« Consumentcn— und zwar in viel erheblicherem Grade als die Ihrige verbessert. Und auch dieser Sie blos als Menschen, nicht al« Arbeiter treffende Vortheil verschwindet wieder durch jene« eherne und grausame Gesetz, welche« den Arbeitslohn auf die Länge immer wieder auf das Maß der zum Lebens« unterhalt nothwendigen Consumtion hcrabdrückt. Nun kann es aber kommen, daß wenn eine solche gesteigerte Produktivität der Arbeit und die durch sie ein« tretende äußerste Billigkeit mancher Produkte ganz Plötz- lich eintritt, und wenn sie zweitens zugleich in eine län- gcr dauernde Periode der steigenden Nachfrage nach Ärbeiterhändcn fällt,— daß dann diese jetzt unvcrhält- nißmäßig billiger gewordenen Produkte in den Umfang dessen aufgenommen werden, wa« gewohnheitsmäßig in einem Volke zum nothwendigen Lebensunterhalt gehört. Dies also, daß Arbeiter und Arbeitslohn immer herumtanzen um den äußersten Rand dessen, was nach dem Bedürfniß jeder Zeit zu dem nothwcndigsten Lebens« unterhalt gehört, bald etwas über, bald etwas unter' diesem Rande stehend,— die« ändert sich nie! Dieser äußerste Rand selbst aber kann sich in verschiedenen Zeiten durch ein Zusammentreffen der angegebenen Umstände geändert haben, und e« kan n so« mir kommen, daß, wenn man verschiedene Zeiten mit ein« ander vergleicht, die Lage des Arbeiterstande« in dem späteren Jahrhundert oder in der späteren Generation— insofern jetzt das Minimum der gewohnheitsmäßig noth« «endigen Lebensbedürfnisse etwas gestiegen ist— sich ge- gen die Lage des Arbcitcrstande« in dem früheren Jahr« hundert und der srühiren Generation etwa« gebessert, hat. Ich mußte diese kleine Abschweifung machen, meine Herren, wenn sie auch meinem eigentlichen Zwecke fern liegt, weil gerade dies, diese gcriügfiigige Verbesserung im Lause der Jahrhunderte und Generationen, immer der Punkt ist, aus welchen alle diejenigen, welche Ihnen Sand in vi« Augen streuen wollen, nach dem Vorgänge Ba- fiiat's, stets mit eben so billigen als hohlen Deklamationen zurückkommen. Bemerken Sie genau meine Worte, meine Herren. Ich sage: es kann aus den angegebenen Gründen da- hin kommen, daß das nothwendige Lcbensminimum und somit die Lage des Arbeiterstandcs in verschiedenen Gc- nerationen mit einander verglichen, sich etwas gehoben hat. Ob die» wirklich so ist, ob wirklich die Ge sammtlage des Arbeiterstandes und zwar f o r t l a u» send in den verschiedenen Jahrhunderten sich gebessert hat— meine Herren, da» ist eine sehr schwierige, sehr verwickelte Untersuchung, eine viel zu gelehrte Unter- suchung, als daß Diejenigen auch nur irgend, auch nur annähernd ihrer s ä h i g wären, welche Sie ohne Unter- laß mit den Vorhaltungen amüsircn, wie theuer der Kattun im vorigen Jahrhundert war, und wie viel Kattun- kleider Sie jetzt verbrauchen und mit ähnlichen Gemein- Plätzen, die man aus jedem Compendium abschreiben kann. Es ist nicht mein Zweck, mich hier auf diese Unter- suchung einzulassen. Denn hier muß ich mich darauf beschränken, Ihnen nicht nur absolut Feststehende«, son dern auch ganz leicht zu Begründende« zu geben. Unter stellen wir also immerhin, daß eine solche Verbesserung des untersten Lebensbedürfnisses und somit der Lage des Arbeiterstandes fortlaufend in den verschiedenen Genera- tionen und Jahrhunderten stattfinde. Aber das muß ich Ihnen zeigen, meine Herren, daß man mit diesen Gemeinplätzen Ihnen jedenfalls die Frage aus der Hand spielt, um die es sich handelt, und sie in «ine ganz andere verkehrt. Man täuscht Sic, man hintergeht Sie, meine Herren I Wenn S i e von der Lage der Arbeiter und ihrer Verbesserung sprechen, so meinen Sie Ihre Lage ver- glichen mit der Ihrer Mitbürger in der Gegen wart, verglichen also mit dem Maßstab der Lebens- gewohnheit in derselben Zeit. Und man amllsirt Sie mit angeblichen Vergleichen Ihrer Lage mit der Lage der Arbeiter in früheren Jahr Hunderten! Ob Sie aber, weil das Minimum der gewohnhcits- mäßigen Lcblnebcdürfnissc gestiegen wäre— falls die« der Fall— Sich heut besser stehen, als der Arbeiter vor 80, vor 200, vor 300 Jahren— welchen Werth hat diese Frage für Sic und welche Befriedigung kann sie Ihnen gewähren? Eben so wenig als die freilich ganz ausgemachte Thatsache, daß Sic Sich besser stehen als die Botokuden und die menschenfrcssenden Wilden! -Jede menschliche Befriedigung hängt ja immer nur ab von dem Vcrhältniß der Bcfriedigungömittcl zu den in einer Zeit bereits gewohnheitsmäßig erforderlichen Lebensbedürfnissen, oder, was dasselbe ist, von dem Ueber- schuß der BcfricdigungSmittel über die unterste Grenp per in einer Zeit gewohnheitsmäßig erforderlichen Lebens bcdürfnisse. Ein gesteigertes Minimum der untersten Le benSbeditrfnisse giebt auch Leiden und Entbehrungen, welche frühere Zeiten gar nicht kannten. Was entbehrt der Botokude dabei, wenn er er keine Seife kaufen, was ent behrt der menschenfresscnde Wilde dabei, wenn er keinen anständigen Rock tragen, was entbehrte der Arbeiter vor der Entdeckung Amerika'« dabei, wenn er keinen Tabak rauchen, was entbehrte der Arbeiter vor Erfin- dung der Buchdruckcrknnst dabei, wenn er ein nützliches Buch sich nicht anschaffen konnte? Alle« menschliche Leiden und Entbehren hängt also nur von dem Verhältniß der BefriedigungSmitel zu den in derselben Zeit bereits vorhandenen Bedürfnissen und LebenSgewohnhciten ab. Alles menschliche Leiden und Entbehren und alle menschlichen Befriedigungen, also jede menschliche Lage bemißt sich somit nur durch den Ver- gleich mit der Lage, in welcher sich andere Menschen der- selben Zeit in Bezug auf die gewohnheitsmäßigen Lebens- bedllrfnisse derselben befinden. Jede Lage einer Klasse be- mißt sich somit immer nur durch ihr Verhältniß zu der Lage der anderen Klassen in derselben Zeit. Wenn also noch so feststünde, daß sich das Niveau der nothwendigen Lebensbedingungen in den verschiedenen Zeiten gehoben hätte, daß früher nicht gekannte Befrie- digungeu gewohuheitsmäßige» Bcdllrsniß geworden sind, und eben dadurch mit diesen auch früher nicht gekannte Entbehrungen und Leiden eingetreten sind— Ihre mensch- liche Lage ist in diesen verschiedenen Zeiten immer die- selbe geblieben; immer diese: auf dem untersten Rande der in jeder Zeit gewohnheitsmäßig erforderlichen Lebens nothdurft herumzutanzen, bald ein wenig über ihm, bald ein wenig unter ihm zu stehen. Ihre menschliche Lage ist also dieselbe geblieben, denn diese menschliche Lage bemißt sich nicht durch ihr Verhältniß zu der Lage des Thicres in den Urwäldern, oder de» Negers in Afrika, oder des Leibeigenen im Mittel alter, oder des Arbeiters vor 200 oder vor 80 Jahren. sondern nur durch da« Verhältniß dieser Lage zu der Lage ihrer Mitmenschen, zu der Lag- der anderen Klassen in derselben Zeit. Und statt hierüber Beirachtungen anzustellen und *(StrouSberg-Schwindel.) Der Großcapitalist Strausberg versteht es aus dem Grunde, Reclame zu machen. Gegenwärtig läßt er u. A. eine Anzahl Bro 'chürcn verbreiten, in denen seine Thaten in den über« schwenglichsten Phrasen gelobhudelt werden. Einer der Weihrauchstreuer hat bei der Jagd nach Phrasen au» einem armen Gehirn einen so heillosen Unsinn heraus- gequält, daß wir zur Erheiterung unserer Leser eine Stelle mittheilen wollen, in der Strousberg zwei Persön lichkeiten gleichgestellt wird— dem Schwarzkünstler Faust und Napoleon III.— über alle andern Menschen ist er natürlich erhaben. Dieser komische Vergleich kennzeichnet allein schon znr Genüge das Genie des Rcclamcnmachers. „Heinrich Faust und Heinrich Strousberg," heißt es da, „sind beide Zauberer, der eine in der Dichtkunst, der andere im wirklichen Leben. Faust ist Göthe'S Meisterwerk, und doch konnte er ihn mit allen Mitteln der alten und neuen Poesie den ganzen zweiten Theil hindurch nicht vom Teufel befreien und in den Himmel bringen. Erst muß er arbeiten und dem Meere ein Stück Land abtrotzen, um ihn und andere Menschen dadurch glücklich zu machen und ihm wenigstens da» Vorgefühl des hoch sten ErdenglückeS zu geben. Was aber ist das Stück kultivirtes Land im zweiten Theile des Faust gegen die beinahe fünfhundert Meilen Eisenbahn, die Egestorff'schc Maschinenfabrik in Hannover, die Arndt'ichen Schienen- Walzwerke und Hütte in Dortmund, Berliner Vichmarkt und Markthalle, Wasser- und Städtcbanzaubcr in Ant- werpen, dazu die Dutzende von Rittergütern und den in ganz Deutschland geweckten Unternehmungsgeist, den er- höhten Wohlstand, das immer muthiger werdende Selbst- vertrauen, den Kredit und die Ehre, den die Deutschen als rüstiges Volk jetzt zunehmend im Auslände genießen, die sechs- bis siebenhundert Millionen Thalcr, welche Strousberg allein blas während der letzten sieben Jahre in schöpferischen Umlauf brachte, die durchschnittlich 150,000 Menschen, welche sein Geld lind sein Geist täg lich lohnend für sich und zum Wohle Deutschlands und der durch ihn der Weltbildung zugänglicher gemachten Völker- und Länderstrccken freudig beschästigen?" Weiter- hin heißt eS dann:„Strousberg ist mit seiner Fünf- geistcS- und Fünfzigmillioncn-Thalerkraft der eigentliche Schöpfer, Pfad- und Quellenfinder des neuen Geiste« in Deutschland, durch welchen allein all der Wirrwarr und die Roth der jetzigen StrikeS und der socialen Frage gelöst werden kann und bereits thatsächlich täglich gelöst wird. Dieser dämonische, mächtige Unternehmungsgeist ist dabei trotz aller Fülle und täglich neuer überraschender Verwirklichung noch das Wenigste; seine wahre kultnr geschichtliche Bedeutung besteht darin, daß er zeigt, wie man Kapitalien und neue Wohlstandsquellen aus dem bisher philisterhaft feig vernachlässigten deutschen Boden hervorzuzaubern vermag, daß er den so lange schlum merndcn Unternehmungsgeist geweckt und gestärkt hat und so wie ein Napoleon de« Friedens, der Kultur, der prak- tischen, wirthschastlichen Völkerverbrüderung uns Deutschen der ganzen Welt für Handel und Wandel Ansehen, zu sinnen, wie dieses Verhältniß zu bessern und jenes grausame Gesetz, da« Sic beständig aus dem untersten Rande der Lebensbedürfnisse einer jeden Zeit festhält, zu ändern sei, amllsirt man sich, Ihnen unvermerkt die Frage vor der Nase zu vertauschen und Sie mit sehr problc- matischen culturhistorischrn Rückblicken auf die Lage des Arbeiterstandes in den früheren Zeitepochen zu unter halten, Rückblicke, die um so problematischer sind, als gerade die immer mehr der äußersten Billigkeit verfallen den Jndusirieproduktc nur in weil geringerem Grade zu dem Konsum des Arbeiter« gehören, während die hauptsächlich seinen Konsum bildenden icbensmitte keineswegs von der gleichen Tendenz immer steigender Billigkeit beherrscht werden! Rückblicke endlich, die nur dann einen Werth haben würden, wenn sie die gesammte Lage des Arbeiters in den verschiedenen Zeiten nach allen Seiten hin In ihre Untersuchung zögen, Untersuchungen von der schwierigsten und nur mit der äußersten Umsicht zu führenden Natur, zu welchen gerade diejenigen, die sie Ihnen vorhalten, nicht einmal das Material in der Hand haben, und die sie daher um so mehr den eigcnt- lichen Gelehrten überlassen sollten! (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. es —(Zur WohnungSnoth in Berlin.) Eine Zu iammenstellung weist nach, daß das Ashl für Obdachlose in dem letzten Monate von 3218 Personen oder durch schniitlich pro Tag von 107 Persoven besucht wurde; übersteigt diese Zahl die der letzten Wintermonate sa um die Hälfte. Geradezu winzig erscheint dagegen aber die, nach dem Besuch der eiazelncü Tage summirte Ge sammtzahl der Besucher von 087 Personen im April 1869.— Daß die WohnungSnoth eine wirklich sehr große sein muß, zeigt auch noch, daß in einem Hause in der Rahe des Bclle-Alliance-Platze» in einem Räume im 4. Stock drei Familien wohnen, welche die Grenze ihres Bereichs mit aufgespannten Leiner, bezeichnen müssen. Achtung und Kredit zu verschaffen weiß. Die politischen Napoleons waren und sind Genies der Unterdrückung, Feindseligkeit und Barbarei. Der Vergleich ist nicht ein bloßer Zufall, noch weniger eine Schmeichelei. Schon der Vater nannte ihn als Kind den„kleinen Napoleon", und als Mann, Geld- und Arbeitcifilrst zeigt er unver kennbare Acdnlichkcit mit dein gewaltigen Korsen." Wir brauchen auf diesen lächerlichen Lobgcsang nicht näher einzugehen; er charakterisirt sich selbst als traurigstes Machwerk eine« Soldfchreibers. In der Behauptung, daß der die Arbeit von 150,000 Menschen ausnutzende Großcapitalist Strousberg die sociale Frage lösen werde, liegt die äußerste Komik, da gerade die Ansammlung des gesammten Capital» in den Händen einiger Hundert Strouöberge und Rothschilde, welche die Arbeitskraft der ganzen übrigen Volksmasse ausbeuten würden, den Zeit- pnnkt kennzeichnen würde, wo der sociale Klassenkamps zur äußersten Schärfe gedeihen und die Bourgcoisgcsellschafl unrettbar zusammenbrechen würde. *(„Ehrliche«.")„Der Mohr hat feine Schuldigkeit gethan, der Mohr kann gehn", heißt es jetzt in den Reihen der Eisrnacher Volkspartei. Die„Ehrlichkeit", mit wel- chcr ihre Führer stets so geprunkt haben, wird ihnen selbst auf die Dauer unangenehm. Als eins der Opfer ist Herr Schob in Cöln gefallen; er ist wegen Kassen- ungchörigkciien ausgestoßen. Ferner hat der Führcr der sog. internationalen Schuhmacher, Herr Böll in Mainz, fallen müssen. Er ist ausgeschlossen, weil er sich Verbrechens halber in Untersuchung befindet. Die Volks- parteiliche„Zukunft" hat die Schamlosigkeit, obgleich jener Böll ein anerkannte» Haupt ihrer eigenen Partei ist, bei Anführung der gegen ihn schwebenden Klage zu behanp ten, er sei seiner Zeit Zollparlaments-Candidat der „Schweitzerianer" gewesen. Dieser Versuch, den Allg deutsch. Arb.-Verein zu verdächtigen, ist„m so elender, als Böll in früheren Zeiten dem Verein der Gräfin Hätz seldt angehörte und bei Gelegenheit des Eiscnacher Eon gress:«„ehrlich" wurde. —(Ein Strikc im Kleinen) ist am Montag voriger Woche in Berlin vorgekommen, und zwar von Seiten der beim Röhrenlcgcn beschäftigten HlllfSarbeitern der englischen Gasanstalt. Dieselben waren zu nur lO Sgr. Tagelohn engagirt, und erklärten am Montag früh vor Abgang aus dem Burcaux, nicht anders als zu 17-; Sgr. weiter arbeiten zu wollen. Ihre Forderung ist bis jetzt nicht erfüllt worden; da aber für ipre Beschäftigung ein- geübte Leute nicht schnell zu finden sind, müssen vorläufig die Rohrleger selber(Schlosser-c.) sich gegenseitig die erforderlichen Handreichungen thun, während die früheren Arbeiter zum Theil anderwärts leicht Beschäftigung als selbstständige Rohrleger erhielten. —(Arb eiterclend.) Auf dem Gute Schliestedt bei Schöppenstedt h:t der Arbeiter Linne eines seiner Kinder erhängt und ein zweite« erdrosselt, während ein drittes glücklich entkam. Die Frau befand sich während der Zeit auf dem Felde. Linne hat sich dann mittels eines Taschen- mcsserS selbst entleibt. Als Motiv zur That ergiebt ein ausgefundencS Notizbuch, daß L.„des Sclavenlebens über- drüssia qewescn sei und seine Kinder davor bewahren wolle." —(Zu dem Of-ner Unglück) erhallen die früher gemachten Notizen gewissermaßen die amtliche Bestätigung. Demnach sind von den beim Brande der Alt-Osener Spiritus-Rasfincrie verunglückten Arbeitern, ncunund dreißig an Zahl, nur drei lebend— aber schwer beschä digt— au« den Flammen gezogen worden; sechzehn andere sind bis jetzt todt und verstümmelt aufgefunden worden; die übrigen werden wohl.spurlos verbrannt sein —(Eine Familie erstickt.)' In Murmelstetten bei Scheibb« ist am 2. dss. der in ärmlichen Verhältnissen lebende Kleinkrämer, Jakob Schnberth, nebst seinen Kin- dern, einem Knaben und einem Mädchen, durch Kohlen dampf erstickt. Die seit Ende April dort herrschende Kälte zwang den Verunglückten zu heizen. Der Ofen dürste innen bereits stark mit Ruß belegt gewesen sein, und unvorsichtiger Weise war die Ofcnthllr nicht ge schloffen worden, wodurch das Eindringen der Kohlen- dämpfe befördert und der Erstickungstod aller Familien gli-dcr herbeigeführt wurde. Am 3. df»., Nachmittags, nachdem die NachbarSleutc vergeblich auf das Orffacn des LadcnS gewartet, wurde die Wohnung aufgeschlossen, und fand man die Unglückliche» kalt und leblos mit ver- Die Leichname wur- zur gerichtlichen Ob- zerrten Gesichtern in ihren Betten den zum Bezirksamtc Scheibb» duklion überführt. -(Vom Gerüst gestürzt.) Am 6. dss. stürzte ein� bei den Zubauten des Sophienbadsaales in Wien be- schäftigter Arbeiter vom Gerüsie. Er verletzte sich dabei 'chwer am Rückgrat und Kopfe und mußte in'S Spital getragen werden, wo man an seinem Auskommen zweifelt. —(Arbeiter verunglückt.) Auf dem Werke Neu- Schottland bei Essen genelh am 4. dss. ein Arbeiter desselben zwischen zwei Schicnenwagen, die er verkoppeln wollte, und wurde durch die überragenden Schienen der Kopf desselben zerquetscht. -(Eine Versammlung von Manufakturar- bciterinnen) fand am 24. April in Wien statt. Die- 'elbe war von mehreren tausend Arbeiterinnen besucht und von gut socialistischcm Geist erfüllt. Die Vorsitzende, Zrau Moseberg, erklärte unter großem Beifall der Ver- sammlung: Wir leisten gerade soviel als die Männer; diese bekommen für die nämliche Arbeit 6—7 Fl., wir nur 2— 3 Fl., ist das gerecht? Bei der Arbeit sind wir daS schlechte Geschlecht, sonsi nennt man uns das schöne, daS zarte Geschlecht! Die privilcgirten Faullenzcr, unsere Fabrikanten, höhnen uns, sie sticht der Hafer, aber es wird die Zeit kommen, wo sie uns nicht werden auslachen können und dürfen! Frau Stransky sagt: Die Fabrikan- ten verleiten die blutjungen Arbeiterinnen zur Schlechtig- keit; dort wo es ihnen nicht gelingt, rächen sie sich ans andere Weise an diesen armen Wesen.(Pfui!)— Herr Zcidelbcrger erzählt einen wahrhaft haarsträubenden Vor- fall, wie ein Fabrikant Namens H. seine 14jährige Schwester verführen wollte. Frau Fuchs fragt: Wenn die Arbeiterinnen besser bezahlt wären, gäbe es so viele von ihnen unter den Prostituirten? Es giebt Fabriken, wo Mädchen, die es mit dem Fabrikanten oder mit dem Buchhalter Halen, um 4 kr. per Elle mehr bekommen. ES wurde schließlich folgende Resolution angenommen:„Die Versammlung der Manufakturarbeiterinnen erkennt in der bisherigen Stellung der benanntenArbeiterinnen denWcg zum socialen Hungertod- und verlangt achtstündige Arbeitszeit sowie eine Lohnerhöhung, und zwar soll das Loth Seide, welche« nur zu 3 und 4 kr. bezahlt wird, mit 6 kr. be zahlt werden; die Fabrikswinderinnen sollen per Woche die HauSwindcrinncn per Elle bezahlt werden. Für die Stuhlarbciterinnen und Spulerinnen wird eine 20 pro zentige Lohnerhöhung gefordert." -(KricgSminister Roon im Conslict mit den Berliner Schutzleuten.) In dem nach dem Lustgarten führenden Portal des Königl. Schlosses kam es, nach dem„Börsen.-Cour.", am Sonnabend, nach Schluß der Feierlichkeit im Weißen Saale, zu einem Conflict zwischen Schutzleuten und dem Kriegsminister v. Roon. Wagen mit Insassen hoher und höchster Distinction wurden von diesem Portale durch Schutzleute mir den Worten zurückgewiesen:„Hier darf kein Wagen Passiren, Se. Majestät allein fährt hier ab." Alle Wa- gen respcktirten den Befehl, bis auf einen, au« welchem ein zürnender Blick die Constabler traf, von den ent rüsteten Worten begleitet:„Hier bin ich gekommen, hier kehre ich zurück; Kutscher, vorwärts!" Einer der Schutz lcute zuckte hinterher die Achseln und brummte vor sich hin:„Wenn der Kricg«minifl-r selber unscrn stracktcstc» Anweisungen nicht folgen will, so...." (Wiederum durch eigenesVerschulden.) Man lies't so häufig, daß Dienstmädchen beim Fensterputzen an« dem Fenster gestürzt und dadurch verunglückt seien. So kürzlich in Wien, wo eine Köchin mit zerschmettertem Schädel im Hofranm gefunden war. Gewöhnlich heißt es dann, daß die eigene Unvorsichtigkeit an dem Unglück Schuld gewesen sei. Doch wie höhnisch klingt das! Ein Dienstmädchen, wenn es feine Stelle behalten will, muß-ine solche gefahrvolle Dienstleistung verrichten, und selbst wenn dasselbe weiß, daß es nicht schwindelfrei ist, so geht es doch ohne ein Wort zu sagen an die Ar- bejt, um die glstrenge Frau nicht zu erzürnen und als albernes, ungeschickte« Mädchen ausgeschalten zu werden Anstatt, daß nun die„humanen" Zeitungen bei jedem cinztlnen Falle Allarm schlagen sollten und Vorsichts maßregeln von Seiten der sogenannten Herrschaft for dern sollten, sprechen sie gelassen da« schmachvolle Wort aus:„Durch eigene Unvorsichtigkeit! *(Frommen Unsinn), so nennt die„Berliner Volkszeitung" und theilweise mit Recht eine Stelle in einem Spnodalberichte der Provinz Sachsen, in welchem es heißt: „Und die Lohnarbeiter, die kleinen Leute allzumal, ach wenn sie nur ein besseres Zutrauen zu ihrem Herrgott fassen wollten und ihm und der Erfahrung glauben woll ten, daß man in sechs Arbeitstagen mehr verdient als in sieben!" ES ist nun wohl Unsinn, wenn man den Glanben hat, daß der liebe Herrgott gewissermaßen den siebenten Tag für die Arbeiter sorgte; aber an und für sich ist rS keineswegs Unsinn, wenn man behauptet, daß die Lohn arbeiter in sechs Arbeitstagen mehr verdienten, als sieben. Ebensowenig ist das Unsinn, als wenn die Ar bester kürzere Arbeitszeit an den einzelnen Tagen for dern, um mehr zu verdienen. Für jeden Socialisten ist es klar, daß Verkürzung der Arbeitszeit, ob nun von 12 Stunden auf 8 Stunden täglich, oder von sieben Tage auf sechs Tage in der Woche herabgesetzt, die die Lage der Arbeiter verbessert. Im Prinzip ist es ganz gleichgültig, ob die Tagesarbeit oder die Woche oder die Jahresarbeit vermindert wird. Und so hat der Shnodalbe- richt, ohne cS zu wollen, eine ökonomische Wahrheit ge sagt, welche die„Volkszeitung", weil sie ohne Erklärung nur ihren Spott losläßt, nicht verstanden hat. —(Feuersbrunst.) In dem kleinen Dörfchen Grünerlinde bei Köpenick, welches in der Nacht zum Montag, wahrscheinlich durch ruchlose Brandstiftung, ein Raub der Flammen wurde, hatte es bereits vor drei Wochen, in dem sogenannten„Wasscrgang" gebrannt und waren damals mehrere Stücke glimmenden Streich schwamm« und Streichhölzer an der Brandstätte aufge fundcn und durch deren Vernichtung einem größeren Un- heil vorgebeugt worden. Die letzte Feuersbrunst entstand am Sonntag Abend gleich nach 10 Uhr, wo die, meist dem Fabrikarbeitcrstande angehörigen Einwohner bereits im Schlafe lagen und bei der großen Schnelligkeit, mit der die Flammen vom starken Winde angesacht, sich von Strohdach zu Strohdach ausbreiteten, kaum ihre Kleider retten konnten, ja eine Frau mit ihren drei Kindern mußten nur mit dem Hemd bekleidet anf die Straße eilen. Leider ist auch-in Todesfall zu beklagen: Ein alter Mann, der vom Rauch geblendet, den Ausgang nicht finden konnte, wurde total verbrannt und am M tag seine Leiche in der Küche seines Hauses vorgefunden. Er hinterläßt eine Frau und neun Kinder in Roth. Die 10 abgebrannten Häuser waren durchschnittlich mit 100 Thälcr versichert. —(Gräßliches Verbrechen.) Die spanischen Jour nale bringen einen grauenerregenden Fall aus Terucl. Am verflossenen Donnerstag begab sich der Bewohner einer dortigen Vorstadt früh morgens in Begleitung seine« siebenjährigen SöhnchenS auf die Jagd. Am Abend allein heimkehrend, antwortete er auf die Frage der Mutter um den Knaben,„derselbe habe sich verlaufen, und da er— der Vater— später nur dessen Schuhe gesunden habe, ug er müsse er wohl einem dort hausenden Wolfe. gefallen sein." Diese Umstände, zur Kenntmß. Hörde gelangt, veranlaßtcn die Aussendung dm Individuen nach dem Jagdterrain, welchen weh« mitgegeben wurden. Die letzteren leiteten auch bei« einer entlegenen Stelle, welche von einer frisch habten Erdbewegung zeugte; die Leiche desKnabnl gefunden, und zwar mit unverkennbaren Spuren, lebendig begraben wurde. Die Ueberführung de» maßlichen Verbrechers aus seiner Wohnung n Gesängnisse mußte, um ihn der Volksjustiz zu r unter ganz besonderen Vorsichtsmaßregeln vorge werden; denn auf die schnell verbreitete Kunde schehenen wurde das Haus von einer unllb Bolksmasse belagert, worunter vorwiegend Weida Messern bewaffnet, in wuthentbranntcm, drohend schrei nicht ermüdeten. —(Lebendig begraben.) Die Journale«� lencia bringen einen grauenerregenden Fall anS* Am Donnerstag der Eharwochc begab sich der � einer dortigen Vorstadt früh Morgen« in Begl-Ü«; ncs siebenjährigen Söhnchens auf die Jagd. M allein heimkehrend, antwortcrc er auf die Frage 90 � ter nach dem Knaben,„derselbe habe sich verlaus-«- i'' da er— der Vater— später nur dessen Schuh« i!- � habe, müsse er wohl einem dort hausenden&•" Opfer gefallen sein." Diese Umstände, zur K-u-® Behörde gelangt, veranlaßtcn die Aussendung b-®' � Individuen nach dem Jagdterrain, welchen mchrer-' �.« mitgegeben wurden. Die letzteren leiteten auch M zjj g einer entlegenen Stelle, welche von einer frisch ten Erdbewegung zeugte; die Leiche des Knabe»-- gefunden, und zwar mit unverkennbaren Spure»-' lebend begraben wurde. Die Ueberführung dckjl maßliche» Verbrecher« aus seiner Wohnung»«'J Gefängnisse mußte, um ihn der Volksjustiz ZU' unter ganz besonderen Vorsichtsmaßregeln vorg-f werden; denn auf die schnell verbreitete Kundifl schehenen wurde das HauS von einer unittns Volksmasse belagert, worunter vorwiegend W-« Messern bewaffnet, in wuthentbranntem droh-» schrei nicht ermüdeten. —(Ein Schlaukopf.) In einem»ied» Dorfe hat sich ein Wirth auf originelle W-i!« L gewußt. Der Pfarrer hatte ihm Fehde angeW«? er die fortschrittliche„Straubinger Zeitung" h«® that nun der Schlaukops? Er schnitt die Köpfe in iluii vc».\üi|a�nui vie srvpsi- jvueu montanen„Straub. Tgbl." ab und klebte sie®, sstwir � ü— I I M Nun lesen aber die s««? rnchte„Straub. Ztg.____________... „Zeitung" und wundern sich, wa« das„Tai� einmal so vernünftig geworden sei. Für Lerlrn Allgemeiner deutscher Arbeiter-� Tieustag, den 10. Mai, Abends 8V»L im Lokale des Herrn Engelhardt, Lindes� 1) Zweiter Vortrag des Vereinspräsidente» französische Revolution von 1846- 2) Erhöhung des Caffeezolls. Westphale� Für Rheinland und ES findet Sonntag, den 13. Mai, � Arbeitertag in Elber statt. Alle Parteigenossen von Nah und Fern w-r� Bai sich auf demselben durch Delrgirte zahlreich® lassen. tok �. Tagesordnung: i„ 1) Die sociale Frage.»Zr � 2) Produktivassocialioncn. �«'uchen 3) Die Stellung der Arbeiterpartei den übt'. I»preise, teien gegenüber.„ t, Nach dem Arbeitcrtag findet die Gebiiü- 1 Ferdinand Lassalle's statt, bestehend in Concert», den Die Familie Fischer und einige Gesang»«««tri den zur Verschönerung des Festes beitrage». Die Musik wird vom Düsseldorfer Milit»«� ausgeführt. Ansang des Cancers Nachmittags 4 Uhr, Abends 8 Uhr. Karten zum Conccrts sind a 2� Sgr., ä 7* Sgr., zu haben bei den Herren A. Fricdrichsstraße, Carl Klein, Schwanenstr. z, mann, Hochstr. 66 und Schapernack, an d« Sch Um rege Bcthciligung bittet l>aS l-. iü erha NB. Alle Anfragen in Betreff des Arbeit««« hpf wie deS Feste«, sind zu richten an Fr. Harm, Hochstr. 66 bei Sandmann in '»bete am Für Hamburg. Allgem. deutsche Gewerkschaft der 'r der Se die soc Kürschner und Kappenmaches. tiinär Mitglicdcrvcrsamtni.'� Geschlossene Dovnerstag, den 12. Mai, Abc»»? 9 im Saale de« Schneider-Amthauses- Tagesordnung: Abrechnungen.— Neuwahl eine« Revisor? Zur Beachtung für alle Interessenten die»«� Generalversammlung der Kranken- u. Sterbet®|i)._ acht Tage später stattfindet. Um zahlreiche« Erscheinen in oben erwähn" derversammlung wird dringend ersucht. Die Bücher sind vorzuzeigen. F. S. Für Hamburg. Das Comitü für da« große Verbrüh versammelt sich am Mittwoch, de» 11. Mai, A»« bei Herrn Lüdcrs. Für Paris. Die Mitglieder des Allg. deutsch. Arb-' � versammeln sich jeden ersten Donnerstag""ü z; Ca« Charles, rue Valois Nr� 3 btef ...... i- E"4 Hamburgs Social-Demokra>� finden Gelegenheit an einem guten Mittag�\ je»o, zunehmen beim alten Vater Spannagel, R»-» unter 5. Für Hamburg. an Meinen Freunden und Parteigenossen die t e Böhmkeustraße unter 50-ine social-» p,.. 9 �tsache Ma ich Böh Lütt- uud Lutt-Wirthschast rWr eröffnet habe. M'°i°len Meinen Parlelgcnossen zur Nachricht,'»»I( �warti »inrni Datum eine Wiltbilbatt lNcuer W» heutigem Datum eine Wilthschaft(Neuer eröffnet habe. iü für NB.„Social-Dcmokrat" und„Agitator. � Hamburg, 9. Mai 1870. PcicrJ1'' J?crri Im Lotat, Steiustraße 12 zu Berl«««'. Social-Demokrap" aus.___>, oeiti z �°r, Druck von Jhring u. Haberlandt shjr.' Verautwortl. Redakteur u. Verleger W. Grü»»' � S°, >s!rie ' SBeij F"