ft zu«! nntwß 1 nz b« i mrhl! aiiA bsl ?purw unz dtil ung na" z Zll vorg«» Kundi dl unllbcW Berlin, Freitag, den 13. Mai 1870. Sechster Jahrgang drohrnWi all and• der Ad Beglein Frag�da�A. erscheint drei Verlans-«� zwar: . ,>» Donnerstags und -chuh' s�bltid» Demokrat 4- den 23' ir K-nÄ ung t l mcd auch l risch? ung l >ung iiz ZU l l vorgn Kund! ullittls nd droh« Nied« Weilst ngekB e«" h« töpse i ste i die' örgan der sonat- demokratischen Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschincrstr. 17. ,, m.,. w,._........ 1c ö-, c...... ZZcstelkungcn werden auswart« bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solide» >ts-?reis fiir Berlin incl. Bringerlohn: viertchahrlich 1« Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern cntacaenaenommen' • t.i s.„(n„o=™t__ I„ Ii; fc.i(nnftSmf.r in nffiA._ Wpcoilciir ciiigrgcngciiollimeii... �... bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außcrpreußischen Postämter in Deutschland gleich Sgr.,(56 Kreuzer sttdd. Währung.) Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter- Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agenwr für England, die Colonien, Amerika, China und Japan dir. A. Daeaing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Sqnare. W. 0. London. 1 1. April hat ein neues Vierteljahrs- »t auf den„Social. Demokrat" be- Gestellungen werden auswärts bei filtern, in Berlin bei der Expedition, graste 11, und bei allen soliden Mditeuren gemacht.(Preis viertel- Sgr.) kuen Abonnenten erhalten die seit Vril erschienenen Nummern nachge- loiitischer Theil. terJ i 8'/« Lindl cnten 818. (It, be cisj Berlin, 12. Mai. Kapital und Arbeit sind eins", Bourgeoisie jedesmal, wenn die In- ' Arbeiter und der Capitalistcn einander chen und der Klassenkampf losbricht. pital ist es nicht möglich zu arbeiten, �.uur mit derselben Unfruchtbarkeit, von Arbeit des Wilden der Urwälder be- ber zu jeder Verrichtung sich erst die Jfowwnte selbst auö gesammelten Kiesel- n weril's,»nd Baumzwcigcn herstellen muß— also :tich ci' Kapital und Arbeit!" Wie oft , � nicht hören! Wie oft müssen wir �orlheile der heutigen Großproduktion .ja''chtn Nutzen der Maschinen und Eisen- >en Lrl. hören— alles mit dem Refrain: b„F'' seid dankbar dem Capital!" conctt� s» den letzten Jahren die deutsche Arbeiter- sangv��s Strikes zu organisiren begann und so 8s"- Ütnkampf ein neues Schlachtfeld öffnete, l«äs jeder Spalte jeder Bourgeoiszcitung ''tci nach„socialem Frieden". Die Fort lei stürmte allen übrigen Parteien voran :t in ihren Gewcrkvercincn ein bcguemcs funden zu haben, diesen Frieden durch ls Schiedsrichtern und Phrasendrescherei to erhalten. Doch o weh, gar bald brach auch in jenen Friedensgesellschaften '"dete zwar stets zum Nachtheil der Ar- � der Sieg wurde doch nur mit großen Seiten der Capitalistcn erkauft. Gar �ie sociale Pfuscherei an den Tag, welche "inäre der Fortschrittspartei betrieben Milit«' Uhr, sgr., hK nstr."5 an d". >as lllbeit" in in� er ache� IMNll� »s s lauseS. oisor«- dic»-.,j erbU-l" »öhn"1' S.& Arb.' Roll somit die eine Sorte„socialen in Mißcredit gekommen war, eilte man, zu fabriciren: An Stelle der Phrase: »bester haben gleiche Interessen mit den C", folglich müssen sie gemeinsam mit in Betreff aller Fragen in Einvernehmen ,'il eine andere getreten; eS heißt jetzt: und Arbeit haben gleiche Interessen, und fn dann am besten gewahrt, wenn die � den Capitalistcn überlassen, alles nach � einzurichten." ?N die Arbeiter diesem Rath, so ist eS »r, daß kein Classenkampf ausbrechen die Bourgeoisie merkt leider zu ihrem Nst IVIVIV QU iiyivui NrJ. 3 diese Phrase sehr leicht zu durchschauen fällt es den Soldschreibern der ein, dies zuzugestehen; gerade je weniger ihren Reden geglaubt wird, �»er lärmen sie— ist es-doch eine be. —, Mache, daß je häufiger schwindclhafte .»li? angepriesen werden, um so leicht- !al große Haufe der Reklame glaubt. chflsr jetzt allerorts die Ankündigung des °�ulcn Friedens". Eine Hauptrolle spielt r, i>ob t»evtvgrtig der Großcapitalist Strausberg, X �gewiesen werden soll, wie nützlich die t'1'u für die Arbeiter seien. Da uns die Herrn Strausberg sehr gleichgültig ist, nur eine Stelle aus einem von einer Zeitung gebrachten Artikel über diesen ?°r, in welcher die Reklame für den �jchcn Capital und Arbeit sich offenbart. c» für den Arbeiterstand erst, als der den Stockfabrikanten H. C. Meyer in Hamburg, der ein anscheinend so unbedeutendes Objcct zum großen Fabrik Artikel erhob und zuerst in ausgedehntem Maaße die Massenarbeit in unsere Gegend einführte. Was seine Industrie den Arbeitern wurde, davon zeugt das schöne Denkmal zwischen den Bahnhöfen, da« ihm seine Arbeiter au« ihren eignen Mitteln setzten. Der Gedankengang führt leicht auf die Borsig, Hartmann, Egestorf und ahn. liche Industrielle; auch auf Lauenstein, in dessen Fabrik zu arbeiten als Ehre für den Arbeiter galt, so lange sie in des Gründers alleiniger Hand war.... Bon allen Bei spielen der grandiosen Industrie unserer Zeit ist aber Stronsberg doch weitaus der schlageudpe Beweis, daß Capital und Arbeit eins ist und ohne Wechselwirkung nicht gedacht werden kann. Wenn Stronsberg plötzlich sein Geld zurückzöge oder verlöre: wo blieben die 150,006 Ärbeiler und die Arbeit? wenn plötzlich die 150,000 Ar- bciter nicht weiter wollten oder könnten: wo blieben Strousberg'S Millionen? Sodann Ist er auch persönlich das allergrößte Zeugniß von der Zusammen- geHörigkeit von Capital und Arbeit, wenn Beide gedeihen sollen. Also Capital und Arbeit sind zusammen- gehörig, wenn sie ersprießlich wirken sollen. Nun ja, längnen wir Socialisten das etwa? Läugnen wir etwa, daß zehntausend Maschinen- bauer Hülflos und nutzlos für di� Menschheit sind, wenn sie nicht arbeiten können, weil eine Fabrik mit Kohlen, Rohmaterialien und Maschinen nicht vorhanden ist? Läugnen wir etwa die Nothwcndig- kcit der Großproduktion? Keineswegs! Aber wenn das Capital für die Arbeit eine Nothwendigkcit jist, sind die Capitalisten vielleicht auch noth- wendig? Wenn der Arbeiter Arbeitsmittel, d. h. unter den heutigen Verhältnissen Capital, durch aus nothwcndig hat, um seine Arbeitskraft be thätigen zu können, braucht er denn auch einen Capitalisten ebenso nöthig, der ihm den größten Theil seines Arbeitsertrages verschmaust und ihm nur so viel an Lohn übrig läßt, daß er eben nothdürftig existiren kann? Hier liegt der wunde Punkt der neuen Theorie vom socialen Frieden. Capital und Capitalist oder richtiger Capitalistenklasse— denn nicht gegen den einzelnen Menschen, sondern gegen die heutige Form der Gesellschaft muß die Arbeiterklasse kämpfen— diese Worte werden gar leicht durch ein Taschenspiclerkunstück verwechselt. Ein schlichter socialistisch noch nicht aufgeklärter Ar bciter glaubt gar zu leicht, wenn ihm die Roth. wcndigkeit des Capitals bewiesen ist, daß er nun auch die Capitalistenklasse mit in den Kauf nehmen müsse, und auf diese plumpe Verwechslung grün- det sich allein der ganze Bau der Schlußfolgerung, welche die Bourgeoiszeitungen jetzt täglich ziehen. In der That, wir müssen staunen über die Gedankenarmuth, die sich in dem nationalökonomi schcn Phrasengeklingcl der Bourgeoispresse enthüllt. Mit einem Wort ist dasselbe zu widerlegen. Die fünfzig Millionen des Herrn Stroußberg sind allerdings unerläßlich, wenn die hunderttau fend Arbeiter, welche in den sie repräscntirenden Fabriken und Eisenbahnwcrkstätten arbeiten, sich durch Arbeit ihr Leben erhalten sollen. Aber Herr Stroußberg ist nicht nothwcndig— er ist nicht einmal ein nothwendigcS Uebel. Man vereinige jene hunderttausend Arbeiter zur organisirten As- sociation und überlasse ihnen jene fünfzig Millio neu, d. h, die betreffenden Eisenbahnen und Fa briken, und die Arbeit wird ruhig und stetig fort. gehen wie bisher. Der einzige Unterschied würde der sein, daß diese Arbeiter dann daS doppelte oder dreifache ihres bisherigen Lohnes erhallen würden, nämlich den ganzen Ertrag ihrer Arbeit. Und wir brauchen wohl keinen Augenblick darüber nachzusinnen, was für das Wohl der Menschheit besser ist: ob hunderttausend associirte Arbeiter ein Leben ohne Sorgen führen, oder ob ein fünfzig fachcr Millionär Feste veranstalten kann, bei denen man Goldfische in Champagner schwimmen läßt. Rundschau. Berlin, 12. Mai. s�j In der Sitzung des Reichstags des Norddeutschen Bundes vom 10. dss. regte vi-. Schweitzer eine GeschäftöordnungSdebntte an, die zu äußerst lebhaften Erörterungen Anlaß �usirie sich hob. Um ein unserem Leserkreise 8a�- handelte sich nämlich darum, ob ein " Beispiel anzuführen, so veriveisen wir auf. Mitglied des HauseS, welches von der Beschluß- Unfähigkeit überzeugt sei, auch zu jeder Zeit die Auszählung beantragen könne. Nach der Ge- schäftsordnung ist das unzweifelhaft; und so kam im Laufe der Debatte ein nach der Geschäfts ordnung des Herrenhauses zugeschnitzter Antrag des Grafen Münster zum Vorschein, wonach 25 Mitglieder erforderlich sein müßten, die AuSzäh- lung zu beantragen. DaS heißt aber so viel, als wenn man unter allen Umständen bei noch so geringer Anzahl dies Haus beschlußfähig machen wolle; die Minorität würde niemals eine so große Anzahl Mitglieder zusammenbringen und so würde es sich ereignen, daß nach Annahme des Antrags daS Haus oft genug in beschlußunfähiger Anzahl über die wichtigsten Angelegenheiten Beschlüsse faßte.— Der Antrag des Grafen Münster wurde der Geschäftsordnungscommission zur schle». nigen Berathung überwiesen. Inzwischen hat diese Commission beschlossen, beim Reichstage die Ablehnung des Antrags zu empfehlen und zu beantragen, dem Büreau die endgültige Entschei dung, ob zur Auszählung zu schreiten sei oder nicht, zu übertragen. Den Antrag auf AuSzäh- lung dürfe aber nach wie vor jedes einzelne Mit- glied stellen.— Das Haus beschäftigt sich gegen wärtig mit dem Gesetzentwurf, betreffend das Autorrecht. Am 13. und 14. dsS. gelangt der Gesetzentwurf den Unterstützungswohnsitz betreffend zpr zweiten Berathung und am 16. oder 17. dss. erfolgt die dritte Lesung des Strafgesetzbuchs, wo gleich in der ersten Sitzung bei der endgültigen Abstimmung über die Todesstrafe das Schicksal des Gesetzes entschieden wird. Wie fanatisch die Czechen in Böhmen das Dcutschthum hassen beweiset wieder, daß in Prag am 15. Mai ein böhmisches„Nationalfest" statt. finden soll, nämlich die feierliche Enthüllung des Hawliczek-Denkmals. Der berühmte Sohn der großen czechischen Nation, der durch dieses Monm ment verewigt werden soll, ist der Autor deö ge- flügelten Wortes:„Lieber die russische Knute, als die deutsche Freiheit! An'den der Volksabstimmung in Frankreich folgenden Tagen haben in Paris Unruhen stattge- funden. Am Dienstag Abend waren dieselben am heftigsten. Eine in der Rue St Maur gebaute Barikade setzte ernsteren Widerstand entgegen und es wurden viele Personen verwundet, so wie mehrere getödtet. Auf dem Platze des Chateau d'Eau wurden mehrere Schüsse abgefeuert; mehrere Chargen der Cavalerie und Polizei verwundeten viele Per» soncn. Bclleville nnd der Faubourg du Tem- ple waren die ganze Nacht von Truppen besetzt. Die Nachrichten reichen bis Mittwoch Mittag, wo keine Barrikaden gebaut wurden, jedoch Massen- anfammlungen stattfanden. Diese Vorgänge sind zweifellos eine Folge der Abstimmung des Mili- tärs, welche eine sehr erhebliche socialistisch- republikanische Minorität ergeben hat. Circa 40,000 französische Soldaten stimmten in den Kasernen mit„Nein", davon 5000 in Paris, außerdem circa 6000 Marinesoldaten. Daß jene Soldaten keine feige Burschen sind, thut der Um- stand genügend dar, daß sich trotz der ungeheuren Spionage ihre Grundsätze unter dem ganzen Mi- litär verbreitet haben. Nur die Kaiscrgarde, circa 20,000 Mann, ist im Fall einer Revolution noch für Napoleon sicher. Recht komisch ist, daß der Kaiser seitens der Of- stziere, Unteroffiziere, Corporale und Soldaten des 7. Jägerbataillons vor Kurzem folgende Adresse erhalten hat:„Sire! Bisher hatte das 7. Jäger- bataillon in dem Corpora! Fayole und dem Jäger Asnon einfach zwei Ueberläufer zu sehen geglaubt, die gehässige demagogische Aufreizungen von dem Wege der Pflicht und der Ehre gezogen und in den Strafbereich der Militärgerichte gebracht hät- ten. Heute aber lesen wir mit der tiefsten Ent- rüstung, daß die beiden Elenden an der gegen die Person Sr. Majestät fcigerweise im Dunkeln an- gezettelten Verschwörung sich betheiligt haben. Das ganze 7. Jägerbataillon, Offiziere, Unteroffiziere und Gemeine, sagt sich laut und auf's Energischste von den beiden Buben los, die nie seinen Glie- dern hätten eingereiht, nie seine noble Uniform hätten 4ragen sollen. Offiziere, Unteroffiziere und Gemeine bitten den Kaiser demüthigst, ihnen an- läßlich des so peinlichen UmstandeS gestatten zu wollen, Sc. Majestät auch mit für dessen Dynastie ein neues Mal in ehrerbietiger Weise ihre feste, unwandelbare Treue zu versichern." Recht loyal, in der That! Aber bei der geheimen Volks- abstimmung stimmte fast das ganze Bataillon gut republikanisch mit„Nein".. Die französische Regierung fürchtete, daß schon während der Volksabstimmung in Paris ein Auf- stand ausbrechen werde und traf deswegen großartige Vorsichtsmaßregeln. In einer Bekanntmachung, welche der Polizcipräfekt in Paris hat anschlagen lassen, heißt es:„In mehreren Quartieren sind beunruhigende Gerüchte verbreitet, daß Ruhestörun- gen angekündigt seien, welche nach der Zählung der Stimmen zum Ausbruch kommen sollen. Der Polizeipräfekt beeilt sich, der Bevölkerung mitzu- thcilen, daß Maßregeln getroffen sind, jeden Auf- ruhrversuch kräftig und schnell zu unterdrücken. Er fordert die friedlichen Bürger ans, sich von Orten fern zu halten, wo verbrecherische Unter- nehmungcn vorkommen könnten, um so die schützende Thätigkcit der Behörecn zu sichern, die besonders damit beauftragt sind, die Achtung vor Personen und Eigenthum aufrecht zu erhalten." Fast gleich- ze'tig mit dem Erscheinen dieser Proklamation des Polizeipräfekten wurden die Truppen deö Lagers von St. Maur bei Paris und die der Garnison von Versailles(sie erhielten den Befehl am 8. Mai um 5 Uhr Abends) nach Paris beordert. Die Truppen des Lagers von St. Maur rückten nach 6 Uhr in Paris ein. Es war Infanterie, Rei- terei nebst Artillerie. Sie wurden theilweise auf dem MarSfelde, theilweise im Luxembonrger Gar- ten untergebracht. Die von Versailles herbei- befohlene Kavallerie wurde auf der ESplanade der Invaliden, theilweise auf dem MarSfelde, das auch mit Artillerie besetzt ist(6 Batterien), theilweise in den Räumen des Palais de l'Jndustrie unter- gebracht. Außer diesen Truppen waren auch die Gardetruppcn von Courbevoie, die Gardekavallerie von St. Germain und fast alle anderen Garniso- ncn der Umgegend von Paris nach dort befohlen worden und zogen von 6 bis 9 Uhr Abends in Paris ein. Eine große Masse kam über Neuilly, wo die Truppcnzüge gar kein Ende nehmen woll« ten. Das Consemitou-v des Arts et Mdticrs war ebenfalls militärisch besetzt, und hinter Belle- ville, der Chapelle und der Billette waren bedeu- tende Truppcnmasscn angehäuft. Die Garnison von VinccnneS war marschfertig, um auf den ersten Befehl gegen den Faubourg St. Antoine anrücken zu können. Alle Truppen sind in Feld- auSrüstung, die sowohl, welche von auswärts kommen, als die, welche in den Kasernen liegen. Die Truppen, welche von der Umgegend kamen, chienen alle gut gezecht zu haben; besonders die diS Lagers von St. Maur zeichneten sich in dieser Beziehung aus. In die Kaserne du Chatean d'Eau wurden um 7 Uhr vier Mitrailleuscn ge- bracht. Außerdem befand sich Artillerie in de» Tuilerieen, im Ceaservateire des Arts et Stiers, in den übrigen Kasernen, im Industrie- Palaste und im Senat, wo es von Soldaten wimmelte. Alle diese Vorsichtsmaßregeln, welche auch noch für die nächsten Tage größtentheilS auf- recht erhalten wurden und welche, wie es heißt, noch 8 Tage währen sollen, erwiesen sich zunächst als unnütz. Paris blieb vollständig ruhig. ES war zwar Alles— das Wetter war schön, wenn auch etwas frisch— von 6 Uhr Abends bis 3 Uhr Morgens auf den Beinen, und an vielen Stellen der Boulevards war es kaum möglich durchzu- kommen. Stark belagert waren die Kiosken der Journalvcrkäufcr. Man riß sich förmlich um die Blätter, die alle Augenblicke mit neuen Wahl- resultaten erschienen. Die, welche sie erhaschten, lasen sie dann vor, und wenn die„Nein" in der Majorität waren, so wurden sie mit BravoS be- grüßt. Die Menge war überall äußerst animirt, aber fast nirgends wurden feindselige Rufe laut oder ernstliche Versuche gemacht, um Demonstra- tionen hervorzurufen. Nur vor der Kaserne du Prince Eugcne, die bekanntlich am Eingänge deS Faubourg du Tcmple liegt, ging es etwas lcbhaf- tcr zu. Dort war einer der Hauptschauplätze der Februar-Unruhen gewesen. Eine große Menschen� masse bedeckte den Platz vor der Kaserne und die hinter derselben gelegene Rue de l'Entrepot. Ver schiedene Rufe wurden laut, unter denen der Ruf: „Es lebe die Armee!" die Hauptrolle spielte. Unter der Menge befanden sich eine Unmasse Po- lizisten. Der Korrespondent der„Köln. Ztg." berichtet über die Vorgänge während der Wahl: Als ich gegen 10 Uhr Abend» auf meiner Tour durch Paris dort ankam, war gerade das Troltoir von einer Abthcilung Soldaten geräumt worden. Einig« Soldaten hatten nämlich der Menge, die sich ganz dicht an die Kaserne du Prince Eugene herangedrängt hatte, Zettel zugeworfen, worauf da« Resultat der Abstimmung in der Kaserne(1652 Ja und 1121 Nein) geschrieben stand, und die Menge hatte dasselbe mit gewaltigen Hochrufen be- grüßt. Die officiellen Polizeiagcnten, die in dichten Gruppen an dem Eingänge der gegenüberliegenden Rue du Temple standen, waren aber nicht eingeschritten, und her Platz, über den ich gegen 2 Uhr wieder hinfuhr, war um diese Zeit noch von einer dichten Menschenmenge be> deckt. Der Faubourg du Tcmple log in tiefem Dunkel. Alle Wein- und Kaffeehäuser waren dort auf die Räch- richt hin, daß Truppen in das Conser�toirs des Arts et Metiers eingezogen seien, geschlossen worden. Es herrschte aber doch reges Leben in dem ganzen Viertel. Dort wurde auch der versuch zu einer Demonstration gcr macht. Es bildete sich nämlich eine ungefähr hundert Mann starke Bande weißer Blousen, welche, die Mar- feillaise singend und„Es lebe RochrfortI" rufend, die Vorstadt hinauf zog, dann aber zurückkehrte, um die Boulevards hinunter zu gehen. Die Demonstration— man hielt diese Leute allgemein für Polizci-Agenten— fand aber keinen Anklang, und nachdem die Bande von den Personen, die sich auf den Boulevard? befanden, einmal aus einander gesprengt worden war, sich dann aber wieder gesammelt hatte, wurde sie zu guter Letzt am unteren Theile de« Boulevard Poissonniere von einigen mit Stöcken Bewaffneten mit dem Rufe:„Nieder mit den weißen Blousen I Nieder mit den Mouchards!" auseinander getrieben, ohne sich später wieder vereinigen zu können. Bellcville, Lachapclle und der Faubourg St. Antoinc boten ein ganz friedliches Aussehen dar, obgleich dort auch rege« Leben herrschte, da Jedermann begierig war, das Wahlrcsnltat zu erfahren. Auch das Quartier Latin war vollständig ruhig und im Faubourg St. Ger- main herrschte nur Aufregung in Folge der gewaltigen Maßregeln, welche die Behörden ergriffen. Einen eigen- thümlichen Anblick gewährten die Tuilcrien. Ich fuhr, als ich au« dem Faubourg St. Germain dorthin kam, um dieselben herum. Der ganze Garten war in ein tiefes Dunkel gehüllt. Nur bemerkte man durch die Gitter schwarze Massen, welche aus Soldaten zu bestehen schie- neu, und auf den Wällen, die den ganzen Tuileriengartcn umgeben, stand alle zehn Schritte eine Schildwache. Als ich der Wasserseite entlang fuhr, fand gerade die Ronde statt. Ein Oberst, dem ein Hauptmann mit einer Laterne folgte, inspicirte jede Schildwache und schien ihnen die strengste Aufmerksamkeit anzuempfehlen. Das Tuilericn- schloß war hell erleuchtet. Alle Augenblicke kamen Wagen und Boten an oder gingen ab. Außer der gewöhnlichen Garnison befanden sich dort 600 Garde-Grcnadiere, 1500 bis 2000 Garde-Boltigeure, zwei Linien-Jnfantcrie-Regi- urcnter, das Dragoner-Rcgiment der Kaiserin und die cnt. sprechende Artillerie. Die Officiere speisten alle in den Tut lerieen, jedoch nicht an der kaiserlichen Tafel, sondern an der, wo die Hofbcamtcn ihre Mahlzeiten einzunehmen Pflegen. Der Kaiser, die Kaiserin so wie der kaiserliche Prinz hatten gestern keine Ausfahrt gemacht, sondern sich damit begnügt, auf der reservirten Wafferterrasse des Tuilerieengartens zu promcniren. Um 3 Uhr kehrten sie in die Tuilerieen zurück, wo alsdann der Kaiser eine lange Confcrenz mit dem Kriegs-Minister, dem Marschall Can robert(dem Ober-Commandantcn von Paris), dem Polizei Präfectcn, Emile Ollivicr und dem Minister des Innern hatte. Canrobert verließ erst um 6 Uhr die Tuilerieen. In den Tuilerieen selbst erhielt man die Resultate über die Abstimmung alle zehn Minuten. Sie wurden dorthin nicht allein von der Polizei-Präfectur und der Seine- Präfectur, sondern auch von dem plebiscitarisckien Comite gesandt. Um 1 Uhr Nacht« kam dann der Seme-Präfect Chevreau in den Tuilerien an, um dem Kaiser das desinitivc Resultat der pariser Abstimmung mitzutheilen, und um 2 Uhr legte sich der Kaiser nieder, nachdem ihm der Polizei- Präfcct die Mitthcilung gemacht, daß die Ruhe von Paris nirgends mehr bedroht sei. Als ich nun gegen 3 Uhr über den Caroussclplatz fuhr, lagen die Tuilerieen in tiefem Dunkel, wenn auch noch überall die Wachtposten ausgestellt war. Die Polizei-Präfectur blieb natürlich die ganze Nacht auf den Beinen. Auch im Ministerium des Innern, wo die Resultate aus der Provinz jeden Augen- blick ankamen, herrschte rege» Leben. Die Boulevards selbst waren bis gegen 3 Uhr Nachts äußerst animirt. Das Resultat der Abstimmung wird selbstverständlich aus verschiedene Weise beurtheilt, wie es denn auch einige Bcforgniß einflößt, daß die pariser Armee 5000 Nein gegeben hat. Die„Ja" betragen 38,000. In Italien ist die Unzufriedenheit im Wachsen; selbst die Bourbonistische Bewegung erhebt wieder ihr Haupt. In Neapel durchstreifen mehrere Banden des Exkönigs Franz raubend und plündernd das Land. In der Sitzung der italienischen Kammer bestätigte der Minister des Innern Lanza das Er- scheinen einer Jnsurgentcnbande in der Gegend von Catanzaro. Mehr als 3(X) Bürger, worunter Mcnotti Garibaldi, boten sich der Behörde zur Bekämpfung der Bande an. Gestern erlitt die Bande nach kurzem Kampfe eine Niederlage und entfloh mit Zurücklassung eiuiger Tobten und Ver- wundeten in die Landschaft Reggio, deren Bewohner gleichfalls zur Bekämpfung der Bande fest entschlossen sind. Von den Truppen wurden zwei Soldaten verwundet. Der Minister belobt den Patriotismus der Bevölkerung, mit welchem sie die Behörden unterstützt. Die Bande bestand auS 200— 500 Individuen, die Namen der Anführer sind unbe- kannt. Aus Spanien kommt die Nachricht, daß der alte Espartcro nunmehr die beste Aussicht auf den Königsthron habe. Derselbe ist selbst gegen seinen Willen zum Thronkandidaten gemacht und wird nun wohl zum Vergnügen der„Königs. begierigen revolutionären Spanier" die Krone tragen müssen. Aus China wird berichtet, daß die Armee der Aufständischen einen glänzenden Sieg über die Kaiserlichen Truppen in Nord-China bei Spansi errungen hat. Der Commandeur der Regierungs- armer und an 20,000 sind gefallen. Vereins- Theil. (Für den Allg. deutsch. ArbeUer-Vereiu.) Berlin, 11. Mai.(Versammlung.) In der gestern äbgchaltexcn, sehr zahlreich besuchten Versammlung der hiesigen Mitglieder, hielt der Vcreinspräsident seinen zwei- ten Vortrag über die französische Revolution von 1818. Die sich hieran knüpfende Debatte war äußerst lebhaft. Zweiter Gegenstand der Tagesordnung war die Erhöhung des Kaffeezolls. In der Diskussion machten sämmtliche Redner ihrem Grolle gegen die ZollParlamcntSmitglieder, welche stir die Erhöhung deS Kaffeezolls gestimmt halten, in energischen Worten Luft. Nachdem noch einige Fragen beantwortet und die Rechnungsablagc vorgenommen, wurde noch der Beschluß gefaßt, daß am zweiten Psingstfeier tage eine gemeinsame VergnügungStour vom Allg. deutsch Arb.-Verein veranstaltet werden solle, zu welchem alle Parteigenossen Berlins eingeladen sind. Earliruht, 9. Mai.(Versammlung.) Am 6. dss hielten wir hier eine große Arbciterversammlung ab. In derselben war Unterzeichneter Vorsitzender, auch war Herr I. Schneider aus Frankfurt anwesend, und hielt einen zweistündigen Vortrag über die Arbeiterbewegung und das Programm des Allg. deutsch. Arb.-Vereins. Dem- selben wurde mit der größten Aufmerksamkeit und Vc- geistcrung gefolgt. Viele sind wieder zu unseren Reihen herangezogen. Unterzeichneter sprach in eingehender Weise noch über die Prinzipien des Vereins und über die ver- schiedenen StrikeS in unserer Stadt. Erst war das Schnei- Bruder und Schwester. (Fortsetzung.) Der laute Gesang, die Erscheinung diese» Anzahl Menschen erschreckte zuerst die Thiere, und Sqlvest, der dieses Zögern benutzte und sich des guten RathcS des Kerkermeisters erinnerte, schritt, als er nicht weit von sich an einer der Nischen einen Elephanten sah, grade auf ihn zu, warf sich, in der Hoffnung, alsbald�on ihm zertreten zu werden, platt vor ihm nieder und kroch unter das riesige Thier, um eines der Ungeheuern Beine mit beiden Armen zu umklammern. In diesem Augenblick hörte man nach der Gallerie zu, auf welcher sich Diabolus nebst seinen Freunden befand, immer kläglicher werdende Jammcrtöne, unter denen Syl- Lest auch die Stimme seine« Herrn erkannte. Dazu kam «in ganz außerordentlicher Tumult in dem Amphitheater und alsbald schoß Shlvcst ein Gedanke durch den Kopf, ein, er gesteht es, feiger Gedanke, denn er wollte versuchen, dem Tode zu entgehen, welchen seine Gefährten erlitten; aber dieser Gedanke kam ihm nur, weil er an sein Weib und an sein Kind dachte. Die Angcn aller Zuschauer mußten sich, statt sich nach der Arena zu richten, in diesem Augenblick aus DiaboluS und dessen Freunde wenden, die ohne Zweifel vor den Augen der erstaunten.Menge an dem Gifte verschieden; der ungeheure Körper de» Elephanten, der sich an eine der Marmornischen gelehnt hatte, verbarg ihn zum Theil und auf die Gefahr hin, später entdeckt zu werden, kroch Sylvest, statt ein Bein des Elephanten zu erfassen, zwischen denselben hindurch in die Nische hinein und drückte sich hinter die Marmorstatuc, die zweimal so groß als er selbst war und zum Glück eine in weitfaltigc Gewänder gehüllte Frau darstellte. Kaum war er da versteckt, als das Geräusch im Am� phitheater schwieg und er die Worte hörte: Ihr Aerzle schafft die Sterbenden hinaus... ihr Todeskampf stört das Fest. Man trug ohne Zweifel DiaboluS und dessen Freunde Perbend von der Gallerie hinweg, denn allmälig wurde e» wieder ruhig, so das die Stille nur durch das immer wüthiger werdende Gebrüll der wilden Thiere unter- brachen wurde, welche sich von ihrer ersten Ueberraschung rrholt hatten. Die Metzelei begann und unter dem Knurren der Bestien, unter dem SchmerzenSgeschrei einiger Sclaven, die bereits unter die Zähne und Klauen der Tiger und Löwen gefallen waren, unter den Verwünschungen der bis dahin noch nicht ergriffenen Sclaven, hörte man noch immer die Stimmen der Söhne der Mispel, die selbst derbataillon im Kampf und erzielte sofortigen Sieg; jetzt kommen die Holzarbeiter und Schuhmacher. Herr Bau mann forderte die Strikenden auf, fest auszuharren. Herrn I. Schneider unfern freundlichsten Dank! Bald werden wir hier eine Volksversammlung abhalten, in der wir euer- gisch vor die Oeffentlichkeit treten werden, um alle Arbei ler für unsere gerechte Sache zu gewinnen. Vorwärts ist unsere Losung; Freiheit für den Mann der Arbeit unser Feldgeschrei! Mit social-demokratischem Gruß F. W. Jäger. Verbands-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arb ei terschaftS-Verband.) Allg. deutsch. Gewerkschaft der Schneider, Kurschuer und Kappenmacher. AarlSruhe, 10. Mai.(Strike in Aussicht.) Der abschlägige Bescheid, welchen die Arbeiter des Schrei ner- und Glasergewerks in hirsiger Stadt auf die Ford« rung um 20 pEl. erhöhten Lohnes erhielten, hat gestern die Betheiligten abermals zu einer zahlreichen Vcrsamm- lung zusammengeführt, in welcher der endgültige Beschluß gesaßt wurde: das Comite der Arbeiter mit dem der Capitalisten bis Freitag, den 13. dss., noch einmal in Unterhandlungen treten zu lassen, bei welchen aber von Seiten der Arbeiter nicht um ein Haar breit von ihren gestellten Forderungen abgewichen werden dürfe. Sollten die Arbeitgeber d'e Verhandlungen verweigern, oder die gestellte Forderung nicht bewilligen, so werden wir mit Kraft unsere Forderung durchsetzen.— Im Hinblick auf diese Thatsachcn möchten wir also jetzt schon vor Zuzug nach Carlsruhe in Baden allseitig warnen. Gewerkverein deutscher Holzarbeiter. Carlkruhe, 8. Mai.(Sieg ohne Strike.) Wir hielten am 25. April hier eine Versammlung unseres Gewerks ab und es wurde in derselben beschlossen, an unsere Arbeitgeber eine Forderung wegen 20 pCt. Lohn- erhöhung zu richten. Es wurde ein Comite gewählt und beauftragt, die Forderung den Arbeitgebern einzureichen. Letzteren wurde eine Frist von zweimal 21 Stunden ge- stillt. Nach verflossener Zeit erkannten sie unsere gerechte Forderung an und unterzeichneten die Tarife. Wir haben vollständig gesiegt ohne Unterstützung, auch wurde nicht gefeiert. Unsere Gewerkschaft hat stark zugenommen.— Brüder in Deutschland, kämpft tapfer für Euer Recht, es muß Euch werden. Durch Einigkeit zur Freiheit! Mit social-demokratischem Gruß im Austrag _ F. W. Jäger. aufgefordert, den Zuzug von hier abzuhalten. Die Cownll i» der i Jattn!- 1™' Ihn inen; Allg. deutsche Manufakturarbeitcrschaft. Osterode, 8. Mai.(Strike.) Vor etwa 3 Monaten begann hier der erste Kampf zwischen Kapital und Ar- beit; derselbe ist von Seiten der Capitalisten dreimal er- ncuert, aber regelmäßig ist durch die Festigkeit der Ar- beiler ein Sieg der Social'-Demokraten erfolgt. Jetzt hat sich wiederum der Kampf erneut. Die Arbeiter der Pitril'schen Fabrik hatten ihren Herren gebeten, den An- sang der Arbeit aus Morgens 5'/- statt 5 Uhr ffstza- setzen. Diese geringe Forderung wurde verweigert, und al« die Arbeiter fest darauf beharrten, wurde die Fabrik geschlossen. Zu derselben Zeit reichten die Arbeiter der mechanischen Banmwollwebcrei bei Herrn Dickhoff eine Eingabe um 2 Sgr. pro Stück Lohnerhöhung ein. Trotz- dem die Arbeiter nur 1 Thlr. 25 Sgr. bis höchstens 2 Thlr. verdienen, sagte der Fabrikant, wer für den bis- hcrigen Lohn nicht arbeiten wolle, solle aushören. Auch diese Arbeiler werden jetzt die Arbeit niederlegen. Aus Vorstehendem wird jeder ersehen, daß keine unbilligen Forderungen von den Arbeitern gestellt sind, daß vielmehr die Fabrikanten ihnen zeigen wollen, daß ihre Macht un- überwindlich sei. Doch auch wir sind zu jeder Zeit be- reit, zu Felde zu ziehen, auch hoffen wir aus die Hülse unserer Brüder. Freunde upd Brüder, Osterode war die erste Stadt am Harz, wo die Lehre unser« Meisters F. Lossalle verkündet»urde; ihr folgte Clausthal und von diesen beiden Orten an« ist der Harz mobil gemacht. Trotz der heißen Kämpfe steht die Social-Demokratie felsenfest. Nur noch eine kleine Weile und uasre Siege«- sahne wird die Gipfel unserer Berge zieren. Da unter den Feiernden sich viele Familienväter befinden, wird es uns schwer fallen, allein ihnen durchzuhelsen. Wir bitten unsere Brüder daher uns beizustehen. Etwaige Unter- stützungcn wolle man senden an H. H elbing, Osterode a.H. Mit social-demokratischem Gruß und Handschlag W. Bierhance, Bevollm. Allgemein« deutscher Zimmerer-V Berlin, 12. Mai.(Zur Beachtung.) ist ein Strike ausgebrochen. Außerdem wird ein Strike in Magdeburg beginnen. Ich sordw, auf, den Zuzug dahin abzuhalten, sowie w F( Versammlungen abzuhalten und die vorliegeM" zu besprechen resp. zu unterstützen. Ich wach' den Vorschlag, die Gelder nach Berlin an M-/' Nostitzstraße No. 6, zu schicken, damit"l' Vertheilung stattfindet.— Es werden „Social-Demokrat" diejenigen veröffentlich'. welche ihre Brüder in der Roth unterstützt F genwärtig liegen also folgende StrikeS vor: Pj berg in der Neumark, in Tefsin, UclzenvF bürg. In diesen vier Städten müssen wir d: weil dort gerechte Forderungen gestellt sind, eder soviel er kann. Mit social-demokratisch'� Fricdcberg, 9. Mai.(Strike.) Kaw� �beiterf Parteigenossen in ganz Deutschland! Seit W,"S ist p bedrückt, erheben sich zetzt endlich Eure Brüder"�»llein unter den Klauen der reißenden Thiere sangen:- „Fließe, fließe, Blut des Gefangenen! Falle, falle, blutiger Thon! Keime und wachse, Du Rachcernte!" Bon Zeit zu Zeit sah Shlvcst von seinem Verstecke aus, das der Elephant nicht mehr verdeckte, der mitten in der Arena stand, einen Tiger oder einen Löwen einen fliehende» Sclaven verfolgen, den die Bestien niederrissen, sp daß sofort das Blut ans den Gliedern der Opfer spritzte. Dann kauerten sie sich auf ihrer Beute nieder und verzehrten sie oder rissen sie in Glücke. Sylvest sah unter andern— eine grausige Erinnernng, einen ungeheuren Löwen mit fast schwarzer Mähne sich auf den Gallier stürzen, welcher der Freund des Kochs Vierwürz gewesen. Um schneller zu sterben war der Un- glückliche niedergekniet, aber in seinem Entsetzen bedeckte er sein Gesicht mit beiden Händen, um das Ungethüm nicht zu sehen. Der Löwe warf ihn mit einem Schlage seiner Tatze auf den Kopf mit dem Gesicht an die Erde und hielt ihn so fest; dann schlug er ihm die Klauen der andern Tatze in die Weichen, zog ihn so quer an sich und hielt ihn lange so, ohne ihn zu verzehren. Keuchend streckte er sich seiner ganzen Länge nach mit dem Bauche in den Sand und legte einen Augenblick seinen ungeheuren Kopf mit aufgesperrtem Rachen aiff den Körper des Sclaven. Der Gallier war noch nicht todt; er stieß unartikulirtc Schmcrzenslaute aus; seine Arme und Beine bewegten sich krampfhaft und an den Zuckungen seines ganzen Körpers bemerkte mau, daß er sich, aber vergeben«, anstrengte, einer unerträglichen Oual zu entgehen. Plötzlich sträubte der Löwe die Mähne; er peitschte den Sand in gewaltigen Schlägen mit dem Schweife; sein breite« Hinlcrtheil erhob sich, obgleich er mit den Vorderpfoten den Gallier noch immer hielt, dann senkte er rasch den Kopf, biß seine Beute in die Mitte des Rückgrates und knurrte gereizt, während die Knochen unter feinen Zähnen knirschten. Ein gelb und schwarz gefleckter Tiger von derselben Größe wie der Löwe wollte ihm das Opfer streitig machen. Ohne die Zähne loszulassen, erhob der Löwe'die Tatze, welche bis dahin den Kopf des Sclaven gehalten hatte und schlug damit den Tiger ans die Schnauze. Trotz dieser Wunde riß der Tiger den Rachrn aus und packte mit den Zähnen den Kopf des Gallier», den der Löwe mit der Tatze hielt. Mit hochgehaltenem Hinter theil, den Kopf gesenkt, krumm zusammengebogen aus den Vordertatzcn zog der Tiger den Kopf de« Sclaven brüllend au sich, während der Löwe die Mitte deS Kör- per« nicht loS ließ und diesen an sich zog. Endlich sprangest beide auf, um den Körper einander vollends zu entreißen. Der Sclave hatte noch immer nicht ausgehört zu leben. AIS die beiden Bestien, die um ihn stritten, ihn emporhoben, machte er von Zeit zu Zeit die Beine und Arme steif. Die endliche Zerreißung konnte Sylvest vor dem Elephanten nicht sehen. Der Elephant hatte wüthend mit seinem Rüssel einen jungen Sclaven von höchstens fünfzehn Jahren gefaßt, der sich unter entsetzlichem Geschrei in der Luft krümmte und wand. Zweimal schlug das Thier in seiner Wuth mit aller Gewalt den armen schon fast ausgerenkten Körper an die Wand nnd nachdem er so die' zucken den Glieder zerschmettert hatte, warf er den Knaben unter seine Füße, versuchte ihn mit seinen Zähnen zu durchbohren �»nd zertrat ihn endlich. Als er von den blutigen Resten zurücktrat, stieß er mit einem Hinter- beine an einen Sclaven, welcher vor einem Tiger floh und in diesem Augenblicke zwischen das Hiutertheil des Elephanten und das Wasserbecken mit dem Krokodil kam. In Folge des Stoßes stolperte er und fiel wie schon machcr vor ihm in den schlammigen Aufenthalt des Reptils. Gleich daraus hörte Sylvest das Geheul des Unglücklichen, den die Zähne des Crocodils in Stücke zerschnitten. Dieses gräßliche Schauspiel dauerte so lange bis von den für die wilden Thiere bestimmten Sclaven nur noch halbbenagte Knochen und formlose Stücke übrig waren. Die Zuschauer hatten, trunken von dieser blutigen Metz« lei, fortwährend vor Jubel laut ausgeschrien. Endlich waren die Kerzen abgebrannt, dem Erlöschen nahe und verbreiteten nur noch ein flackerndes schwaches Licht. Die Löwen und Tiger, die sich an Menschenfleisch gesättigt hatten, wälzten sich schwerfällig und still in dem vlutigen Sande, gähnten, schnaubten oder leckten ihre großen Tatzen. Sylvest hörte, daß die Menge sich entfernte nnd das Amphitheater allmälig leer wurde und bald erschienen durch den nördlichen und südlichen Eingang, im Scheine der ver- löschenden Kerzen, die bestinnii, die thicrhütcnden Scla ven, in dicken eisernen Rüstungen, denen die Zähne der Bestien nichts anhaben konnten. Sie waren mit langen rothglühenden Dreizack« bewaffnet; die ermüdeten, gesät- ligten, an die Stimme dieser Männer gewöhnten, beson- derS aber durch die Stiche der Dreizacke erschreckten Thiere wurden in ihre Käfige getrieben, vor denen andere Scla- ven mittelst eine« Rades das Gitter wieder aufwanden. Ucber das Becken de« Crocodils legten sie die Decke wieder. Die Kerzen erloschen ganz; die Sclaven entfern- ten sich eilig und sprachen ängstlich unter einander: Nun kommen die Zauberinnen. Die tiefste Stille herrschte in dem finster» unermeß- lichen Gebäude.(Fortsetzung folgt.) O Cent deul l v n n »S Men! strbeii einfach lenge � 'einen e Arbei werde ihnen Allgemtiner deutscher Maurcr-Detti«- � Bremen, 9. Mai.(Strike der TöpfesS? Sämmtliche hier in Bremen arbeitende Tüff haben am 8. Mai in öffentlicher BersammlurS mig beschlossen, ihre bis jetzt angefangene Arbeit enden, dunn aber nur unter nachstehenden W» neue Arbei anzufangen. Wir Töpfer stehen bu gcu Preisen uns schlechter als ArbeitSlente u' es nicht weiter bringen al« auf 3� Thaler durchll Lohn die Woche; dabei haben wir das undann tchäft, was man sich denken kann. Sicherlich Forderungen nicht übertrieben; wir haben Preis-Courant aufgestellt: einen neuen>.. Stadt auSzucoullircn, Größe und Farbe gw 9 Thlr. Gold; einen alten Ofen unter obixe« gungen 5 Thlr. Gold; bei Lohnarbest, die Wach' Arbeitstage, von 7 bis 7 gerechnet mit 2 Freiste- tinglorp, Tag 1 Thlr. Gold; Sonntags von 7 bis b S, wtlchi 2s; Freistunden 1� Thlr. Gold; für einen die abei außer der Stadt wird wie oben bezahlt,«»J'1? b» Arb- Tag\ Thlr. Vergütung, freie R-ife und«W.' dez bet kosten; für einen alten Ofen außer der Slab'' ii� j,aß Gold, außerdem\ Thlr. pro Tag Vergütung, t] und Versäumnißkosten, oder bei jeder Arbeit«J1' fiel fa|j Stadt ist pro Tag Thlr. Lohn zu zahlen.»> gesami muß jede Woche baar ausgezahlt werden; auf» suiiit n gene Accord-Arbcil ist wöchentlich eine Absäp!' fluni Ar von 3 Thlrn. zu zahlen. Wegen Verweigirw» ktrechz� Forderungen wird jetzt angefangen zu strike«...««ährcn Der Bevollmächtigte F�iedtt'... Uiich�� Die Steinhauer Hamburgs haben durch* bit w,lt ihren Arbeitgebern gegenüber Forderungen•bttittn welche bis Mittwoch den 11. dss. erledigt N""? 1(ölit Man ist allgemein der Ansicht, daß die bctriss� Cu pitalisten denselben nicht nachkommen werde«,, s«� � Strike eintreten wird. Es werden daher W»>, lverci indes auch Erstand als n am gen «roße» der d Noch so?(t Ass d--Vc in bew "88 vi '"9 und! berg durch Roth und tiefe« Elend gezwung� bedürfnisse, Hausmiethe u. s. w. von Jahr Sehe Tag zu Tag stiegen. Am 9. d. MtS. kam cS jj u» Arbeitseinstellung, da wir unsere gerechten r- Und t nicht aus gütlichem Wege erreichen konnten. � Arb, derungcu sind 2Vv Sgr. Lohnerhöhung und s''- Abkürzung der Arbeitszeit pro Tag. Knmera-t!. iWsteti die meiste Zeit außerhalb der Stadt auf de« �'"nd dm, besten müssen, 1—2, ja oft auch 2'/« MeiF, irr#rgo Stadt entfernt, und da wir dort de« Nachts""fh-bung in Viehställcn liegen müssen, so ist die bish'�"ttion v digc Arbeitszeit ein Verderb für Körper u«b,»>ng Erl ging die von uns gewählte Commission am � iffammn zu dem Meister Butschke, um unsere Forw" ist die „iiy vmuj yiuitf„ku«tiwiv Sl"nd g seit langen Jahren haben wir immer sehr ger>7 �ohn l Ar unsere mühevolle Arbeit erhalten, während« � tut Ar stellen. Der humane Herr erklärte aber fof"1''.Ansprüe ten alle Feierabend machen, und jeder, der"»re Sßn wcrkszeng von ihm habe, solle die« sofort F-sJ�ie? er schicke einen Gensd'armen und lasse Hauss«�' E« sind durch dies Vorgehen 20 Mann brodlo« worunter 17 Familienväter. Kameraden! hieraus unsere Lage ermessen können, Ihr sind wir hier in Friedeberg gewiß, uns«iw;, lassen, sondern Mit allen Mitteln uns zu damit wir siegreich durchkommen. Kameraden genossen, helft un«, unser Sieg ist auch der l unsere Interessen sind solidarisch. Etwaige@ wolle man schicken an den Unterzeichneten, Nr. 15. Mit svcial-demorkatischcm Gruß Bremen, I.Mai.(GroßiGencralverl� sämmtlichcr Zimmcrleute.) Brüder genossen! An allen Ecken und Enden sch Proletariat zusammen, um dem Capital muth zu bieten. So haben auch wir Zimmerleuie' verschiedenen Versammlungen vom 23., Si- 4. Mai einmüthig anerkannt, daß wir nicht s unter den jetzigen Zuständen fortexistiren sind übrigen« vorsichtig zu Werke gegangen, � unsere Forderung hauptsächlich 1 Stunde Ver> Arbeitszeit(bei 66 Grote— 1 Thlr. Crt. N rsysheb« als geringsten Lohn) und Regelung der»1»"icht w Winter mit entsprechendem Lohne, was alles,«e Ktaft Hinsicht zu viel verlangt ist, da der dnrchsch«'.oder St jetzt schon fast so viel wie 66 Grote beträgt"s iewt die also blo« um die eine Stunde Arbeitszeit HF'off jn Begeisterung sprachen sich die verschiedenen W' theken h letzten Versammlung in der Tonhalle, die v«?'t hindcr Personen besucht war, dahin au«, daß an uW den» ich rung festzuhalten sei. Folgende Resolution,. n, toj; zeichneten eingereicht, wurde von der Versag chidlichee stimmig angenommen:„In Erwägung, daß"' in dst möglich ist unter den jetzigen LohnverhällnifP. i�-. welcher Weise als Mensch zu leben, anerkeiu>>» j,"' Versammlung die Forderung der Zimmerle«,* in jeder Hinsicht völlig gerechtfertigte und erkll' etwaigen Arbeitseinstellung die Strikenden thast. t,»d stützen und ihnen als treue Brüder zur St', r« wollen." Am 6. d. M. erhielten schon ca.!. I«. und Bauunternehmer in gedruckten Briefen. rung, begründet durch eine speciell aufgestellt-,•*. der Einnahmen und Ausgaben einer Fauii»". j nj,» sonen, Mann, Frau und 3 Kindern. Dab«! Deficit von 233 Thlrn. heraus, während d-s A,' jährlich 19772 Thlr. beträgt, würde die in,.• einigermaßen anständigem Leben 131 ThF-. 1,° Was die Herren zu dieser Berechnung st�, bz., darauf sind wir gespannt. Der Termin ZF, i Masch tnollcnsp ifnf die zi dann 'Sie fi flrlichn leinals •Onöglit IH ist i'-S nter H und :9m als ,, 8halb i 1« er, "Affoc 'ckclnd ften Pf 9» dies Iii biete * taf'a ?en uni >°lch- 3 wort für die Meister und Bauunternehmer Lerbess 13. d. M. angesetzt, und wird es sich zeigen,''M � J unsere Sache als eine gerechte anerkennen od-'« h-.-,,-. es kommen, wie es will, am 1. Juni wird.., 8 Forderung Ernst gemacht nnd werden wir 7 ff!,,,.. breit von unserem höchft bescheidenen Verlang' � so viel auch die Presse vor ArbeitSeinstill«' t|,j.' Brüder und Parteigenossen, thut auch Ihr haltet füt'S Erste thatkräftig allen Zuzug v°�z '® �ntn gihören, durch dir billigere Consumtion Frc>Iw° �geordnete Erleichterung ihrer gedrückten Lage Offenes Antwortschreiben Tcntral> ComitS zur Berufung eines 'deutschen ArbeitcrcongrcsseS zuLeipzig von Ferdinand Lafsalle. .(Fortsetzung.) wir nunmehr von dieser, wenn auch noth- Abschweifung zu der Frage zurück: welchen Wnen nach dem sul> 2 entwickelten, den Arbeits- »wmiliiden Gesetz die Consumvereine aus die 1 ArbciterstandeS haben. Die Antwort wird jetzt i einfache sein. Wge nur einzelne Kreise von Arbeitern zu ereinen zusammentreten, so lange wird der all- • Arbeitslohn nicht durch dieselben berührt, und werden also die Consumvereine den Arbeitern, Int<- B, Erleichterung ihrer gedrückten Lage --- welche ich sub 1 betrachtet und zugegeben habe. inen»w � Consumvereine mehr und mehr den "Iv'riii f �rbciterftand zu umfassen beginnen, tritt jetzt üw» i bij betrachteten Gesetzes die nothwcndige Eon- w>, daß der Arbeitslohn in Folge de« durch die 'reine billiger gewordenen Lebensunterhalte« um lud r Stadls... ärbeS f hehjallmmuß.' hlen." r, auf* gesammten Ärbeiterstand können die Consum �Wit niemal« auch nur irgend wie helfen und Mrn Arbeiterkreisen, die sie bilden, können sie die weigertw mrechtrtx, untergeordnete Hülfe gerade nur rurw»«ähren wie das Beispiel dieser Arbeiter noch vi 5?!'chrndc Nachahmung gefunden hat. Mit jedem �«i u? welchem die Consumvereine sich mehr und jvgen'breilen und größere Masten des ArbeiterstandeS gl we i fällt mehr und mehr auch jene geringfügige brtr'll � Wiig auch für die in diesen Vereinen befindlichen W ml i."1'' kiö sie an dem Tage auf Null sinkt, wo >er 6» Wundercine den größten Theil de« gesammten de» umfasten würden. wch nur ernsthaft die Rede davon sein, daß stand sein Auge auf ein Mittel richten soll, tot als Stand gar nicht hilft und seinen einzeh auch jene so geringfügige Erleichterung nur Ze gewährt, bis der Stand als solcher ganz Stoßen Theil dastelbe ergriffen hat? �er deutsche Arbeiterstand einen solchen Tret gang sollte anstellen wollen— so wird die In der wirklichen Verbesterung seiner Lage noch �ern!— d« Ihnen jetzt sämmtliche Schulzc-Delitzsch'schcn �nen zergliedert und gezeigt, daß sie Ihnen . noch helfen können. so? Sollte das Prinzip der freien ind Association der Arbeiter nicht vcr o>e Verbesserung derLage des Arbeiter ju bewirken? es da«— aber nur dureb feine ilten. g [om»1 r.SÜrti 'g) wird o® i fordfl' : in r !i-ge»«° wacht , M.»■ lit!hebung jenes Gesetze«, welche« unter der heuti pishtrtk Iietion von deni ProductionSertrag das eben zur und �«»n''..~ m ttng Erforderliche auf die Arbeiter als Loh rM Am PK.>! mssw rodlo« estll hr wt�.. > nichts t» Hiilb»! am 2� iesammten Ueberschuß auf den Unternehmer«er- F°-d-, � ist die einzige wahrhafte, die einzige seinen sosort- Ansprüchen entsprechende, die einzige nicht- der d»te Verbesserung der Lage de? ArbeiterstandeS. >rt bts�trü? Werfen Sie einen Blick auf die Eisen Maschinenfabriken, die Schiffsbouwcrkstätten 'toollenspinnereien, die Kattunsabriken u. s. w auf die zu diesen Anlagen erforderlichen Millionen, 1 dann einen Blick in die Leere Ihrer Taschen Sie sich, wo Sie jemals die zu diesen An darlichen Rielencopitalien hernehmen und wie ade»"'j? ümals den Betrieb der Großindustrie auf eigne der a- a auwöglichen sollen? 9C« v'st nichts sicherer, nichts festerstehend, als �«ted niemals ermöglichen würden, wenn Sie tch und lediglich und allein aus Ihre isolirten JS'N als Individuen reducirt bleiben. ''dhalb ist es Sache und Aufgabe des Staates. >» ermöglichen, die große Sache der freien ? Association de« Arbeilerstande« fördernd ■ckelnd in feine Hand zu nehmen und eS zu sten Pflicht zu machen, Ihnen die Mittel und !u dieser Ihrer Seldstorganisation und Selbst. nicht �'Zu bieten. e« � lassen Sic sich nicht durch da« Geschrei gt»- � t�n und irreführen, die Ihnen sagen werden, c wlchi Intervention des Staates die sociale ärt- K' onfhebe. , j.tcht wahr, daß ich Jemand hindere, durch ifH'.. Kraft einen Thurm zu ersteigen, wenn ich stizllb' l)5i b.....„'Jf.- rCa in— 1 JL i � � t„ !,aber Strick dazu reiche. Es ist nicht wahr� bie Jugend daran hindert, sich durch hr Lehrer, Schulen Es ist nicht wahr, daß ich Je durch eigene Kraft ein Feld zu lägt eit >en. J hindere. iinl1,»ti■-■ d°t last 8«i i» bilden, wenn er ihr Lehrer, theken hält.~- sn w'i(«enn ich ihm einen Pflug dazu reiche. E» ist fj' daß ich Jemand hindere, durch eigene lcll ,1' gliche« Heer zu schlagen, wenn ich ihm eiue daß Nn die Hand drücke. tfeni''1 t8 d'ahr ist, daß hin und wieder Je. ,,F' Thurm erklettert haben mag, ohne Strick . 0 s Und obgleich e« wahr ist, daß Einzelne sich tbatl�> u�e Lehrer, Schulen und öffentliche Bi- r S-itl Jd obgleich es wahr ist, daß die Bauern der ca l Revolutionskriegen hin und wieder den ,, nssl!'°l!!N aiich ohne Waffen, so heben doch alle me*.siUien ihre Regel nicht auf, sondern bestätigen i,!r>»stichtS desto weniger das Gesetz bestehen, daß wer i? i�erblsserung der Lage des Arbeiters— die pt?'>!« zu fordern hat und für den allgemeinen n o'dck, solchen— nur durch jene Hülfsleistung oird � �horbeigeführt werden kann. ■.(eil so wenig lassen Sie Sich durch das Ge rlarg� i'H'führen und täuschen, die hier etwa gar .(„flu«! J'i'mu« oder Kommunismus sprechen ibr, billigen Redensarten dieser Ihrer Forde g oaN�R��lten.wollen. Sondern seien Sie von solchen fest überzeugt, daß sie Sie nur täuschen wolle» oder aber selbst nicht wissen, was sie sprechen. Nichts ist weiter entfernt von dem sogenannten SocialiSmus und Kommunismus, itf« diese Forderung, bei welcher die ar- beitenden Klassen ganz wie heut ihre individuelle Freiheit, individuelle Lebensweise und individuelle Arbeitsvergütung beibehalten und zu dem Staat in keiner anderen Beziehung stehen, als daß ihnen durch ihn das erforderliche Capital, resp. der erforderliche Kredit zu ihrer Association ver- mittclt wird. Das aber ist gerade die Aufgabe und Bc- stimmung des Staates, die großen Kullursortschritte der Menschheit zu erleichtern und zu vermitteln. Dies ist sein Beruf. Dazu cxistirt er, hat immer dazu gedient und dienen müssen. Ein einzige«' Beilpiel, statt der hunderte von Beispielen, die ich Ihnen geben könnte, den Kanälen, Chausseen, Posten, Packetbootlinien, Tele- graphen, Landrcntrnbanken, landwirthschastlichen Verbesse- rungen, EinsllhrungenvonneuenFabrikationSzwcigenu.s.w., bei welchen allen die Intervention des Staates eintreten mußte*)— ein einziges Beispiel will ich Ihnen geben, aber ein Beispiel, da« Hundertc aufwiegt, und zwar ein ganz besonder» naheliegendes Beispiel: Als die Eisen- bahnen bei uns gebaut werden sollten, da mußte in allen deutschen— und eben so in den Meisten auswärtigen— Ländern, ausgenommen bei einigen ganz kleinen und ver- einzelten Linien, der Staat in der einen oder der andern Weise intervenircn, meisten« in der Weise, daß er min- desten« die Zinsgarantie für die Aktien— in vielen Ländern noch weit größere Leistungen— übernahm., Die Zinsgarantie stellte noch dazu folgenden Löwen kontrakt der Unternehmer— der reichen Aktionäre— mit dem Staate dar: Sind die neuen Unternehmungen nn vortheilhaft, so soll der Nachthcil auf den Staa fallen, folglich auf alle Steuerzahler, folglich ganz sonder« auf Sie, meine Herren, auf die große Klasse der Unbemittelten! Sind die neuen Unternehmungen da- gegen Vortheilhast, so soll der Vortheil— die starken Dividenden— un«, den reichen Aktionären, zukommen. Die« wird auch nicht dadurch beseitigt, daß in manchen Ländern, wie z. B. In Preußen, dafür dem Staate in einer sehr, sehr fernen Zukunft damals noch ganz nnge wisse Vortheilc ausbedungen wurden, Vortheilc, deren sich aus der Association des ArbeiterstandeS weit schnellere und größere für ihn ergeben würden. Ohne diese Intervention des Staates, von welcher, wie gesagt, die Zinsgarantie noch die schwächste Form war, hätten wir vielleicht noch heute auf dem ganzen Conlinent keine Eisenbahnen! Jedenfalls steht die Thatsache fest, daß der Staat hierzu schreiten mußte, daß auch die Zinsgarantie eine und zwar äußerst starke Intervention des Staates war, daß diese Intervention noch dazu d«? reichen und begll terten Classe gegenüber stattfand, die ohnehin über alles Capital und allen Credit verfügt,� und die sich daher der StaatSintcrvention weit leichter hätte begeben können als Sie, und daß diese Intervention von der gesammten Bourgeoisie gefordert wurde. Warum entstand damals kein Geschrei gegen die Zins garanlie, als eine„unzulässige Intervention des Staates?" Warum erklärte man damals nicht, daß durch die Zins- garantie die„sociale Sclbsthülfc" der reichen Unternehmer jener Actiengeschäftc bedroht sei? Warum that man die Zinsgarantie des Staates nicht als„SocialiSmus und Kommunismus" in Verruf? Aber freilich jene Intervention des Staates fand im Interesse der reichen und begüterten Klassen der Gesell- schaft statt, und da ist sie freilich ganz zulässig und immer zulässig gewesen! Nur allemal, wenn es sich um eine In tervcntion zu Gunsten der nothleidenden Klassen, Gunsten der unendlichen Mehrheit handelt— dann sie reiner„SocialiSmus und Kommunismus!" Die« also antworten Sie denen, welche Ihnen ein Geschwätz über die Unzulässigkeit der StaatSintcrvention und die dadurch gefährdete sociale Sclbsthülse und den darin liegenden SocialiSmus und Kommunismus bei dieser dazu nicht den geringsten Anlaß gebenden Forderung er» heben wollen. Und fügen Sic ihnen hinzu: daß, wenn wir doch schon einmal so lange im SocialiSmus und Kommunismus leben, wie jene Zinsgarantie bei den Eisen bahnen und alle jene andern oben flüchtig berührten Beispiele zeigen, wir auch weiter darin verbleiben wollen! ES kommt hinzu, daß, so groß auch der durch die Eisenbahnen bewirkte Culturfortschritt war, er doch»cch u einem verschwindenden Punkte zusammensinkt, gegenüber lencm gewaltigsten Culturfortschritt, der durch die Association der arbeitenden Klasse vollbracht würde. Denn was nützen alle aufgespeicherten Ncichthllmcr und alle Früchte der Zivilisation, wenn sie immer nur sür einige Wenige vorhanden sind und die große unendliche Menschheit stets der TantaluS bleibt, welcher vergeblich nach diesen Früchten greift? Schlimmer als TantaluS, denn dieser hatte wenigstens nicht die Früchte hervorge- bracht, noch denen fein dürstender Gaumen vergeblich zu lechzen verdammt war! Wenn je also, so würde dieser gewaltigste Cultur ortschritt von allen, welche die Geschichte kennt, eiin hülsrciche Intervention de« Staates rechtfertigen. E« kommt hinzu, daß der Staat durch die großen Credit- und Circulationsinstitutc(die Banken), wie hier nicht weiter ausgeführt werden kann, in der leichtesten Weise und ohne irgend eine größere Vcrantwort- lichkeit auf sich zu nehmen, als durch die Zinsgarantie bei den Eisenbahnen geschah, Ihnen diese Möglichkeit ge währen kann.**) Endlich aber, meine Herren, was ist denn der Staat? Werfen Sic einen Blick auf die Statistik und zwar ans die amiliche von den Regicrungsanstalten veröffent- lichte Statistik, denn nicht mit eigenen Schilderungen und Berechnungen will ich Ihnen nahen. DaS königlich preußische, von dem königlichen preußischen G-hcimralh Professor Dielcrici damals dirigirte amtliche statistische Bureau veröffentlichte *) England, welches immer als das Land angeführt zu werden pflegt, in welchem keine solche Intervention des Staate« stattfindet, ist im Gegenlheil noch heute stolz auf seine durch die ParlamentSakic von 1833 bewirkte Ab- lösung der Sklaverei In den Kolonien, welche nur durch die Intervention des Staates möglich war und ihm eine Entschädigung von nicht weniger als 20 Millionen l Zsund Sterling(137 Millionen Thaler) gekostet hat. Die Befreiung der unendlichen Mehrheit der eigenen Nation v»n jenem den Arbeitslohn bestimmenden Gesetz muß den Staat noch mehr inlerclsircn als die Befreiung einer rcmden Race in den Kolonien, und wäre noch dazu hne jene Opfer zu vollbringen, welche diese erfor- dert hat. **) Wie leicht das zu einer allmählich im Laufe der Zeit über den gesammten Ärbeiterstand sich erstreckenden Associa- tion erfirderliche Kapital, resp. vielmehr der dazu erfor- derlichc Credit beschafft werden könnte, kann hier nicht weiter ausgesührt werden, da hierzu eine finanztheoretische Ei örterung der socialen Function des Gelde« und Credit« voransgeschickt werden müßte. Ueberdles würde gegen- wärtig eine jede solche den ExccutionSmoduS betreffende Erörterung doch völlig wirkungslos und überflüssig sein. Einen praktischen Werth wird sie erst in der weiter unten 1851 ans Grund der amtlichen Steuerlistcn eine Berech nunz, wie sich die Bevölkerung nach ihrem Einkommen vertheilt*). Ich setze Ihnen die Resultate dieser Bcrcchilung mit wörtlicher und zahlenmäßiger Treue hierher. Hiernach besitzen von der Bevölkerung des preußischen Staats: ein Einkommen über 1000 Thlr. � Proz. der Bevölkerung -> von 400— 1000« 3s-«' '• 200— 400»7s»»» -» 100—200» 16s»- «- unter 100» 72s-»" Und dieses Einkommen fällt auf den klassensteuer« Pflichtigen Kops der Bevölkerung, welcher nach Diclerici's Annahme durchschnittlich eine Familie von fünf Personen rcpräsenkirt, fällt also durchschnittlich auf eine Familie von fünf oder mindesten« über drei Personen**). Und analog muß es sich natürlich in den ander» deutschen Staaten verhalten. Diese stumincn amtlichen Zahlen, wenn sie auch als statistische Durchschnittszahlen durchaus nicht auf mathe- malische Genauigkeit Anspruch haben, zumal vor der Steuer jeder seine Einnahmen gern verkleinert, was aber eine wesentliche und hier in Betracht kommende Diffe renz nicht im geringsten begründen kann, werden Ihnen deutlicher sprechen, als dicke Bücher! 71s Prozent der Bevölkerung mit einem Einkommen von unter 100 Thlr., also in der elendesten Lage! Andere 16s Prozent der Bevölkerung mit einem Einkommen von 100 bis 200 Thlr., also in einer kaum bessern, immernoch elen- den Lage, andere 7s Prozent der Bevölkerung mit einem Einkommen von 200— 400 Thlr., also noch immer in einer gedrückten Lagt, 3s Prozent der Blvölkerung*mit einem Einkommen von 400—1000 Thlr., also theilS in einer eben erträglichen, theil« in einer behäbigen Lage und-l Prozent der Bevölkerung endlich in allen mög- lichen Abstufungen des RcichthumS. Die beiden untersten in der allergedrücktestcn Lage befindlichen Klassen bilden also allein 89 Prozent der Bevölke.rung, und nimmt man, wie man muß, noch die 7s Prozent der »ritten, immer noch unbemittelte» und gedrückten Klasse hinzu, so erhalten Sie S6j Prozent der Bevölkerung in gedrückter, dürftiger Lage. Ihnen also, meine Herren, den nothleidenden Klassen, gehört der Staat, nicht uns, den höheren Ständen, denn aus Ihnen besteht er! Was ist der Staat? fragte ich, und Sic ersehen jetzt aus wenigen Zahlen handgreiflicher als aus dicken Büchern die Antwort: Ihre, der ärmeren Klassen, große Associa tion— da« ist der Staat! näher zu bestimmenden Zeit haben, wo an die Verwirk' lichung dieser Forderung gedacht werden kann. Hier also nur, außer den soeben gegebenen Andeutungen, noch folgendes Diese Associationen würden natürlich erst-all- mählich im Lause der Zeit den gesammten Ärbeiterstand umfassen. Sie würden zu beginnen haben in solchen Industriezweigen, welche sich durch ihre Natur, indem sie vcrhältnißmäßig die stärkste Arbeitcrzahl beschäftigen, am meisten zur Association eignen. Sie würden zu beginnen haben in solchen Districtcn und Localitäten, welche durch die Art ihrer GcwerbSthätigkeit, durch die Dichtigkeit ihrer Bevölkerung, sowie durch die freiwillige Disposition derselben zur Association— alles drei in der Regel zusammenfallende Momente— vor den andern sich zur Association eigneten. Sie würden, sobald erst eine Anzahl solcher Associationen bestehen, immer spielender und leichter für all- anderen GewerbSzweige und Localitäten einzuführen sein, da natürlich alle mit Hülfe des Siaatcs sich bildenden Associationen in einen Creditvcrband untereinander zu treten hätten und treten würden. Außer dem Creditvcrband könnte ein Affecu ranzvcrband die verschiedenen Vereine umfassen, welcher etwaige eintretende GeschästSverlustc durch ihre Vcrthei- lung bis zur Unmcrklichkcit ausgliche. Der Staat würde endlich keineswegs den Diktator bei diesen Gesellschaften zu spielen haben, sondern ihm nur die Feststellung und resp. Genehmigung der Statuten und eine zur Sicherung seiner Jntcressen ausreichende Controle bei der Geschäfts ührung zustehen. Wöchentlich würde den Arbeitern zw nächst der ort«- und geweibsübliche Arbeitslohn zu ent- richten und am Schlüsse de« Jahre« der GeschäflSgewinn deS Verein« als Dividende unter sie zu vcrlhcilcn sein. Die praktische Ausführbarkeit und höchst lucralive Existenz- fähigkcit solcher Associationen überhaupt könnte ja nur von der Unwissenheit geleugnet wetden, welcher eS unbe- kannt ist, das bereits sowohl in England wie in Frank- reich zahlreiche Arbciter-Associalicncn bestehen, welche, und obwohl unter den schwierigsten Umständen und ohne jede Hülfe uud Unterstützung entstanden, rein auf die Anstrengungen der isolirten Arbeiter angewiesen, die sie bilden, dennoch zu hoher Blüthe gelangt sind. So— um der sogenannten Pioniers von Rochdalc ganz zu geschweige» — bestanden schon 1861 in der Grasschaft Lancashire allein 31 solcher Associationen zur fabrikmäßigen Produc- tion, meist erst neuerdings gegründet, von denen gleichwohl bereit« mehre eine Dividende von 30 bis 40 Procent vom Kapital abwarfen. Um einiger französischer Arbeiter, associationcn zu erwähnen, so erzielte die Association der ouvriers matzons in Paris schon im Jahre 1856 bis 1857 cincii GcschästSgcwinu von 56 Prozent ihres Ka PitolS; Im Jahre 1858 betrug der GcschäslSgewinn 130,000 FrcS., wovon 30,000 Frcs. zur Reserve genommen und 100,000 Frcs. als Dividende verthcilt wurden, und zwar 60 Procent hiervon aus die Arbeit, 40 Procent ans das Kapital(die Gcsillschast hat assoeiös non travailleurs, welche je mindestens 10,000 FrcS. Kapitaleinschuß machen); ähnliche Blüthe bei den ouvrivrs lampistes, bei den ouvriers en meubles u. f. w. Man sehe die Geschichte der Arbcitcrassociationen in den Werken von Professor Hubcr, Coellut, A. Lemercier(Eludes«ur les asso< ciation ouvri4res) u. a.— Die Statuten und Reglements dieser Vereine geben zugleich äußerst schätzbare Beiträge für die innere Gestaltung dieser Association an die Hand. Alle diese Gesellschaften waren recht eigentlich„Pia- ierc", Pioniere der Zukunft, welche mit harter Hand den Weg brachen, und durch die schlagenden prak- ischcn Resultate, die sie trotz der ihnen entgegenstehenden Unmöglichkeiten erreichten, zeigen, welche ganz andere Resultate zu erreichen sind, wenn der Staat die�and zur Ueberwindmia dieser Unmöglichkeiten bietet. Blind muß sein, wer nicht sieht, daß unsere gesammte Geschichte und Entwicklung auf diesen Weg hindrängt. Das Um- sichgreifen der Actienunlernchmungen selbst hat eben die« zu seinem letzten und wahrhast civilisalorischen In- halt gehabt, diesen Weg zu eröffnen. *) Dieterici, Miltheilungen de« statistischen Bü- reav«, Jahr 1851, Bd. IV. Pag. 226: vergl. Bd. III. Pag. 243. **) In der Wiiklichkeit gab r« nämlich damals(1850) wie Dieterici Bd. IV. Pag. 223 zeigt, bei 16,331,187 Seelen 3,181,968 Familien in Preußen, was 5Vl0 Per- soncn aus die Familie giebt. Steuerpflichtige gab c» da- mal«(siehe Dieterici Bd. III. Pag. 243) 4,'950.454 Personen in Preußen, also mehr als Familien. Immer re- präsentirt hiernach der klasscnsteuerpflichtige Kopf noch im Durchschnitt eine Familie von über drei Personen, wobei noch ganz unberücksichtigt bleiben mag, daß gerade die untersten Klassen die stärksten Familien haben. Und warum soll nun Ihre große Association nicht fördernd und beftuchtend auf Ihre kleineren Associationskreise einwirken? Diese Frage wollen Sie gleichfalls denjenigen vor» legen, die Ihnen von der Unzulässigkeit der Staatsinter« vcntion und von SocialiSmus und Kommunismus bei dieser Forderung schwätzen.(Schluß folgt.) Berlin, 12. Mai. El. Gute Rathschläge für die Arbeiter sind in Jedermann« Mund. Man ermahnt sie zum Sparen, zum Dulden; crmahnt sie, da« Branntwvintrinken sein zu lassen, was freilich die MäßigkcitSapostel nicht hindert, den Kaffee höher zu besteuern. In jedem Winkelblättchen erscheint von Zeit zu Zeit ein derartiger komischer Spar- und MäßigkeiiSartikel. Einer der salbungsvollsten, der uns je vorgekommen, ist im„Ucrdinger Anz." enthalten, und darauf berechnet, die Arbeiter des Kreise« Creseld, die bedenklich socialifiischc Gestnnung an den Tag legen, zu bearbeiten. Der Artikel lautet: Es geht dem Arbeiter oft wie uns Allen: man ficht rechts und links in'S Weite hinaus und wird den stillen Pfad nicht gewahr, der vor unfern Füßen liegt. „Was soll ich thun können, denkt Einer, ich habe ja nicht« und muß von der Hand in den Mund leben."— Hast du wirklich nichts? Hier sind M. und N., eS sind Arbeiter so gut wie du; aber sie haben einmal ihre Ar« beitSkraft, ihre Ausdauer und Treue, ihren Fleiß und ihre Sparsamkeit, ihre Mäßigkeit, Selbstbeherrschung und Ehrlichkeit, ihre Kenntnisse, Geschicklichkeit und Erfahrung, namentlich ihre Gottesfurcht und ihr Vertrauen auf Gott. Das ist ein köstliches Capital, damit läßt sich schon vor» trefflich wirthschaftcn. Wie viel hast du davon? Besinne dich doch und was dir davon fehlt, da« suche!--- Was hilft dem Arbeiter der Lohn, wenn derselbe schlecht verwendet wird? wenn gar ein Theil davon im Wirthshause hängen bleibt?— Dagegen zeigt die Erfahrung, daß selbst in schwierigen und unglücklichen Lagen wahre Gottesfurcht, Fleiß, Treue und Genügsamkeit den Mann nie haben ganz sinken las» scn. E« ist eben wahr, was geschrieben steht: Der Faule begehrt und bekömmt es doch nicht(ja das stete Begeh» rcn ist gerade feine Qual); aber der Fleißige wird nie- mal« sagen: ich bin mit meinem Loose unzufrieden;— er wird nie Mangel leiden. Der Träge findet selten die Arbeit, die ihm gerade behagt, und wer in Unzufriedenheit sich verzehret, in Neid sich verbittert, in Genußsucht das Erworbene verbringt und am Sonnabend- oder Sonntag« Abend sicher im Wirthöhaus zu finden ist, vielleicht noch dazu blaue Montage macht, der wird immer Mangel haben und ver» kommt),.— Jedoch wollen wir dem Arbeiter auch ein Glas Bier gönnen, nur ihn vor dem übermäßigen Genuß der geistigen Getränke warnen.— Der Fleißige aber wird auch über trübe Zeiten hin« über kommen und allmälig weiter und vorwärts gelan» gen; zugleich wird er auch Vertrauen und Anerkennung indcn und so von den untern Stufen zu höhern mit besserm Lohne und reichlicherm Auskommen aufsteigen. Da« ist für jeden der Weg, ein stiller, geduldiger, aber sicherer Weg, um ohne große Sorgen den Leben«» pfad u« durchwandcln. .Allein e« wird gewünscht, daß auch der ganze Ar» beiterstand gehoben werden soll. Sie sagen, er soll zu einem menschenwürdigeren Dasein gelangen und einen reichlicheren Antheil als bisher, sowohl an der Bildung, als an materiellen und geistige» Genüssen und höheren Gütern der Menschheit empfangen. Da müssen wir doch 'ehcn, was darunter zu verstehen ist. Was da« minschenwürdige Dasein betrifft, so ist eS freilich nicht menschenwürdig, wenn der Arbeiter in roher Unwissenheit dahin lebt; wenn er SonntagS-Abcnds be» trunken nach Hanse kommt, Frau und Kinder schlägt und dann in der Woche darben muß, weil sein Lohn dahin ist. ES ist freilich auch nicht menschenwürdig, wenn der Arbeiter von früh Morgens bis in die späte Nacht und Sonntags wie Werktage arbeiten muß. Aber ich habe doch bei mancher Fabrik und in mancher Arbeiterfamilie den Eindruck gehabt, der Arbeiterstand sei eigentlich ein ebenso rhrenwcrihcr Stand, als jeder andere. Er kann im stillen Familienleben, wenn er c« zu benutzen weiß, viele Freude und Erqnickung finden. Und wenn er den Sonntag zu benutzen versteht, diesen Ehrentag des Ar« briter«, so kann er noch Manche« für seine geistige Aus- bildung gewinnen. Das Beste ist zum Glück sür Alle bereit. Was sind denn die höchsten Güter und die köstlichsttn und edelsten Freuden und Genüsse? Wo ist die wahre Bildung, höchste Bildung deS Geistes, Herzen« und WillenS? Diese letzten Fragen kann sich der Arbeiter sehr leicht beantworten.— Und nun, lieber Arbeiter, lese oben Gc« sagte« mit Aufmerksamkeit durch, und gehe dann selber mit dir zu Rothe, ob du deine Lage nicht um 10 bis 20 pCt. verbessern kannst."— Wir brauchen zu obigem Sermon nicht viel zu be« merken. Die fortwährenden Phrasen von Bildung, Gottesfurcht, Sparsamkeit, Mäßigkeit u. s. w. sind so verbraucht, daß sie kaum berücksichtigt zu werden brauchen. Wir wollen mir eins betrachten. Am Schluß des Ar» likels behauptet der Verfasser, daß, wenn die Arbeiter weniger verbrauchten und mehr, d. h. länger arbeiteten als bisher, ihre Lage um 10 bis 20 Procent besser werden würde. Die« ist eine grobe Täuschung. Der durchschnittliche Lohn ist, wie Lassalle gezeigt, stets nur so hoch, daß die Arbeiterfamilie mit knapper Roth existircn kann. Wenn also die Arbciterclassc sich, wie der obige Artikel fordert, noch mehr einschränkt, wenn ihre gewöhn- heiismäßige LebenSnothdurst geringer wird, was natürlich nur innerhalb von Generationen geschieht, so wird auch ihr Lohn um eben so viel geringer, der Capitalgcwinn der Capitalistenclasse aber größer. Auch würde die Bildung und Sittlichkeit dabei sehr übel fahren, denn' eS ist eine feststehende Thalsache, daß je größer Löhne und Bedürfnisse der Arbeiter werden, um so mehr Bildung und Sittlichkeit wachsen. Vermischtes. *(Wiederholter Spektakel) ist im„Norddeutschen Reichstag" dadurch entstanden, daß Schweitzer die fort« währende Beschlnßunfähigkeit desselben mehrmals zur Sprache brachte, um vor allem Volk festzustellen, wie wenig lebensfähig diese Versammlung ist, welche hart« näckig die Diäten verweigert, um durch diese Verwcige» rung eine wirkliche Volksvertretung unmöglich zu machen, und welche überhaupt nur ein Werkzeug reaktionärer RcgierungSpläne ist. Wir werden demnächst nach den stenographischen Berichten die verschiedenen deSsallsigen Spektakelscenen, welche unter großem Ingrimm des Hauses abspielten, ausführlich wiedergeben. Für heute bringen wir eine scherzhafte Schilderung zum Abdruck, welche de» durch das gedachte Vorgehen Schweitzer'« herbclgcsührtcn Reichstagszustand schildert. Da«„Frankfurter Journal" schreibt: „Der Reichstag ist wieder da, aber das Maß der Leiden de» unglücklichen Präsidenten Simson ist noch nicht erschöpft. Drei volle Wochen schwebt noch da« nicht mehr ungewöhnliche Damoklesschwert der Beschlußunfähigkeit über seinem bekümmerten Haupte, und an dem bitteren Kelche wird ihm diesmal, wenn es so fortgeht, wie es heute begonnen, kein Tropfen geschenkt. Herr v. Schweitzer hat es auf ihn abgesehen. Wie Cerberus an dem Höllen- thore, so wacht dieser Schweizer, welcher die Aus- und Eingeheuden zählt, um die Präsenzliste des Hause« zu constatircn, als ein unbestechlicher Portier an der Pforte der Beschlußfähigkeit. Dreimal erhob sich der entsetzliche Mahner vor dem Antlitze des.Tuxitsr tonana1), um ein- gedenk der Präsidialworte„Das hätten Sie vor der Ab- stimmung bemerken sollen"— die Auszählung des Hause« zu beantragen. Vergebens ließ man, wie nach Eröffnung der Session den Telegraphcndraht, so jetzt wenigstens den Apparat von rennenden Huissiers und jagenden Fiakern spielen, um als Zuzug herbeizuschleppen, was innerhalb der städtischen Mauern zu erreichen war. Generale in Uniform verließen die Parade, um auf die leere aslla cunllis2) zu eilen und den„allerhöchsten Dienst" mit der Langweile der Debatte zu vertauschen. Vergeben«! I-na- ciats ogni speraaza, voi ch'entrate! 3) Schweitzer überwacht den Eingang. Die Fluthwellc, welche eine Handvoll frischer Ankömmlinge aus die Bänke des hohen Hause« spült, führt rückstauend in der nächsten Viertelstunde wieder ein Dutzend Ausreißer � in die Räume der Fraktion Müllers und in'« Freie. Der Mann der Besonnenheit, der aus dem Präfidentcnstuhle thront und In der Roth des Augenblicks den famosen Rath Friedrich Wilhelms IV.,„immer den Kopf oben zu behalten", vergeffen haben mochte, ist einen Moment so bestürzt, daß er, was ihm wohl nie im Leben passirt sein mag, bei der Auszählung nicht einmal auf seinen eigenen Namen lauscht. Es ist eine Verlegenheit ohne Ausweg. Das Hau« ist wegen Beschlußunfähigkeit un- fähig selbst zum Vertagungsschluffe, bis der Präsident endlich durch eine rettende That der parlamentarischen Dictatur die fühlbare Lücke der Geschäftsordnung füllt Das Haus vertagt sich auf eine Stunde, um dann das selbe erheiternde Schauspiel noch einmal in Scene fetzen mit dem nämlichen Schlußeffect. Da reißt endlich der Faden der Geduld in der Seele auch der langmllthig sten Nationalliberalen, und auf das Haupt de« Schreck � lichen entladet sich der beschlußunfähige Zorn in dem Donnerwortc Miquel'S:„Das HauS hat keine Zeit, sich mit Herrn Schweitzer zu beschästigen!" Aber die Be- fchlußfähigkeit ist dadurch nicht erzielt, und wieder schreibt Herr Simson die provisorische Dictatur auf sein Präsidial- Conto, indem er genug sein lassend des grausamen Spiels, die Sitzung auf morgen vertagt— nicht ohne die schwere Sorge, ob nicht dem Heute auch das Morgen gleicht und die Humoreske„der Präsident in tausend Aengsten" sich noch einmal abspielt". ■*(Ein Rational-Liberaler), der Bismarckischc sten Sorte, Herr. Dr. Wehrenpfennig, sprach in der letz ten Sitzung des Reichstags das große Wort gelassen aus „Das Bessere ist der Feind des Guten!" Das heißt in'' National-Liberale übersetzt:„Gebt Euch doch gar keine Mühe, Ihr RcichSboten; die guten Vorschläge der Re- gicrung dürft ihr nicht verbessern wollen, das ist ein feindseliges Beginnen". *(Ein unausstehlicher Schwätzer) Ist der RcichstagSabgeordnete von Hennig, der bekanntlich feit 1866 regierungsfreundlich geworden ist. In der letzten Sitzungsperiode de« preußischen Abgeordnetenhauses hat er sich am meisten zum Worte gemeldet. In der jüngsten Sitzung des Reichstag« des Norddeutschen Bundes be' Berathnng der Gesetzcsvorlagc, das Autorrecht betreffend sagte dieser weisheitSvollc Schwätzer selbst,»daß er nicht viel von der vorliegenden Frage verstände"— und dennoch ergriff derselbe Abgeordnete in eben dieser Frag viermal das Wort.— Die Impertinenz dieses Herrn geht so weit, daß er dem Abg. Windthorst(Meppen) am Schluß derselbe» Sitzung gewissermaßen vorwarf, daß derselbe„doch so gern spreche". Windthorst ergrei vielleicht einmal das Wort, wenn der Abg. Hennig acht. bis zehnmal geschwätzt hat— von verständigem Sprechen kann selbstverständlich dann keine Rede sein, wenn ein Mensch sich in alle und jeglichen Angelegenheiten mischt. Seine nationalliberalen Gesinnungsgenossen kann mau oft genug ausrufen hören:„Wenn doch der Hennig nicht immer wieder das Schwätzfieber hätte, dann würden wir mehrere Tage früher mit der Session fertig."— Em Abgeordneter der Linken meinte:„Es ist ein Jammer, daß ma» zur Diätenlosigkeit noch den Hennig mit in den Kans bekommen hat!"— Wer es selbst nicht mit anhört, kann sich keinen nur annähernden Begriff machen über diese clsternhafte Geschwätzigkeit des Herrn Hennig. *(Turiose Ansicht.) Einer unserer Parteigenossen in Berlin begab sich vor Kurzem zum Telegraphenamt und gab eine Depesche aus, in welcher ein Vortrag an gekündet wurde über die„Arbeiterbewegung und Staatseinrichtnngen". Der Telegraphenbeamte fragte wa« der betreffende Parteigenosse mit den„Staatseinrich. tungen" zu thun habe; die Depesche werde wohl so nicht „durchgehen". Nachdem erwidert war, man könne ja selbst die Staatseinrichtungen von hoch conservalivem Standpunkte beleuchten, nahm der Telegraphenbeamte die IV Sgr. kopfschüttelnd für die Depesche an und murmelte noch immer in den Bart hinein, er glaube nicht, daß die Depesche unbeanstandet an den Bestimmungsort gelange. —(Das große Golg'atha der Menschheit.) Jemand hat annähernd auszurechnen versucht, wie viele Menschen seit Schöpfung der Welt im Kriege umgebracht worden sind. Seine bis zum Jahre 136V reichende Be- rechnung ergibt die ungeheure Summe von vicrzehntausend Millionen. Wenn alle diese Opfer aufstehen, sich die Hände reichen und neben einander aufstellen könnten, so würden sie eine Kette bilden, die sechshundcrtmal rund um die Erde reichte. Ja, wenn nur die Zeigefinger aller Gefallenen übereinander gelegt würden, so reichte die so gebildete Säule noch immer 6VV,VVV Meilen über den Mond hin. aus. Wer diese im Kriege Gefallenen zählen wollte und täglich neunzehn Stunden daraus verwendete, würde nicht weniger als 336 Jahre brauchen, um seine Aufgabe vollenden. —(Arbeiter verunglückt) Auf einem Arbeitsfelde bei Essen hat sich am Samstag Nachmittag ein schweres Unglück zugetragen. Zwei Arbeiter waren mit Fundamen tirungß-Arbeiten beschäftigt, als plötzlich von einem Erd Haufen, der beim Ausschachten als Verbindungsstück stehen geblieben war und an dessen Fuße die Arbeiter sich befan- den, ein großer Theil sich ablöste und auf jene niederstürzte. Der eine davon, ins Genick getroffen, wurde fest in die Erbmassen gedrückt, so das er erstickt war, che die gleich herbeigeeilte Hülfe ihn befreit hatte. Der andere ist glück- lich gerettet worden. Der Verunglückte hinterläßt Frau und drei Kinder. t)„Donnernden Jupiter«." Jupiter war der oberste Gott der Griechen und Römer. 2) Der Ehrensitz der hohen römischen Staatsbeamten. 3)„Gebt alle Hoffnung auf, Ihr, die Ihr eintretet.- Inschrift an der Höllenpforte in Dante'«„Göttlicher Komödie". �) Müller heißt der Besitzer der Reichstags-Nestau ratio». —(Unglücksfall.) Auf der Eisenbahnstrcckc von London nach Brighton hat sich ein Unfall ereignet, welcher durch seine Folgen doppelt traurig wird. Ein 11 jähriges Mädchen, Tochter eines OsfizierS, fiel au« einem Coupe, als der Zug in voller Geschwindigkeit daher brauste, nach- dem der Zugführer v-rsäumt hatte, die Wageuthüre ge- hörig zu schließen. Der Letztere nahm sich das Unglück und die ihm drohende Strafe so zu Herzen, daß er sich TagS darauf entleibte. Seine Vorgesetzten stellen ihm ein äußerst gutcSZeugniß au«; er war 15 Jahre im Dienste der nämlichen Gesellschaft und hinterläßt eine Frau mit zwei Kindery.f —(Unglücksfall.) Ein am 6. d. in Dessau vorge kommcner Unglücksfall erregt allgemeine Thcilnahmc. Ein Kaufmann erhielt die Nachricht, daß fein Reisender aus- wärt« ermordet und um 7VV Thlr. beraubt worden fei. Infolge des Schrecken« wurde der Kaufmann vom Schlage getroffen und starb nach wenigen Stunden. —(Todtschlag.) Ein in der Templinerstraßc in Berlin wohnender Dachdecker, der Frau und fünf Kinder hat, aber nicht in dem Rufe eines guten Familienvaters steht, ging am 9. früh 6 Uhr nach der Fehrbellincrstraßc, wo seine Frau als Wäscherin arbeitete, ließ diese heraus- rufen, wechselte vor der Hausthür einige Worte mit ihr und schlug dann Plötzlich mit der Faust auf sie loS, so daß sie niederstürzte und auf der Stelle todt blieb. Einige der Nähe bei einem Neubau beschäftigten Maurer eilten der Frau zur Hilfe, kamen aber leider zu spät, und ließen nun ihre Entrüstung an dem Thäter aus, den sie weidlich durchprügelten. Dieser hatte wohl nicht die Ab stcht gehabt, seine Frau zu erschlagen, denn nach geschehener That weinte er wie ein Kind und bemühte sich vergebens. die Frau ins Leben zurückzurufen. Der unglückliche Mann. der, wie es schien, ungeachtet der frühen Morgenstunde chon betrulen war, wurde natürlich verhastet. —(Furchtbares Eisenb ahn-Unglllck.) Auf der von der von Luxemburg nach Aachen führenden sog. Nord bahn hat sich am 7. d. Abends ein furchtbares Unglück ereignet. über welche« aus sicherster Quelle Folgende« berichtet wird Der um 9 Uhr Abend« von Luxemburg nach Dickirch ab gehende gemischte Zug, der auf der nächsten Zwischenstation Dommeldange anhalten und manövriren mußte, wurde auf der genannten Station von einem nachfolgenden, von Luxemburg ebenfalls nach Dommeldange abgegangenen Güterzuge eingeholt, wobei ein so fürchterlicher Zusammen stoß erfolgte, daß die Personenwagen de« gemilchten Zuges sämmtlich total zertrümmert und eine große Anzahl Per- onen getödtet oder beschädigt wurden. Wie ein Augen zeuge mitthcilt, hatte man bis zum 8. Nachmittags 1 Uhr "on allein 15 Leichen aus den Wagentrllmmcrn hervor gezogen. Ueber die Ursachen de« Unglücks ist bis jetzt noch nicht« Sicheres mitgethcilt worden. —(Arb citerelend.) In der Nacht zum 23. April hat in der Nähe von Dronthcim in Norwegen ein Erd rutsch mit traurigen Folgen stattgefunden. Außer der Wohnung, worin der Verwalter der dort belegenen Eisen gruben„Atteröen" wohnte, ist eine Arbeiterwohnung neb mehren kleinen Hütten in's Meer hinabgestürzt. Drc kleine Kinder hat man als Leichen wiedergefunden, ein Arbeitsmann, dessen Frau und Kind fehlen noch, und sind wahrscheinlich ebenfalls umgekommen. —(Aus Roth) erschoß sich am IV. in der Näh des Schmelzer Kirchhofes in Wien ein Nagelschmied (Es ist wahrhaft toll,) daß eine sogenannte arbeiterfreundlichc Zeitung forwährcnd Unglücksfälle bringt und den Arbeiter„durch eigene« Verschulden" verunglücken läßt. Die„Wiener Vorstadtzeitung" schreibt wörtlich „Bei dem Neubaue, der auf der Wieden, Herndlgasse. aufgeführt wird, und dem Herrn Obermeier, Haus- und Gasthofbesitzcr, gehört, stürzte am 6. dsS. Morgens um 8 Uhr früh durch eigenes Verschulden der Maurer polier N. Bauer, verheirathet, Vater Zwn fünf Kindern von dem Gerüste de» 2. Stockwerkes hinunter, zcrschmct tcrte sich da« Hinterhaupt und blieb an der Stelle todt. Der Leichnam wurde zur Obduktion in« Wiedner Spital gebracht. Der Jammer und das Wehgeschrci der Wiltwc und der Kinder war herzzerreißend; der Bauherr, Herr Obcrmeicr, war sichtlich über das Unglück ergriffen und stellte sich sofort bereitwilligst an die Spitze einer Kollekte für die arme Familie."— Auf welche Weise ist der Ma»n denn durch eigenes Verschulden verunglückt? Warum wird das nicht angegeben?— Diese«„durch eigenes Verschulden" soll eine Rechtfertigung der jetzigen socialen Verhältnisse enthalten. Diese Arbciterfreund lichkeit! —(Zwei Plebiscitanekdoten.) Al« ein Beispiel des sich hier und da in Paris kundgebenden plebiscitären Enthusiasmus erzählt„Gaulois" eine Anekboge: Am Ladcnfenster eines bekannten Fleischers sah man seit ein! gen Tagen ein Plakat folgenden Inhalts:„An die Herren Stimmberechtigten des Stadlbezirks: Wer sich verpflichtet am 8. Ms. mit„Ja" zu stimmen, erhält hier am ge- dachten Tage fein Fleisch umsonst. Die Knochen werden fite die Unversöhnlichen aufgehoben."— Der bekannte in Paris lebende Herzog v. Hamilton soll folgende Wette in Betreff des Plcbiscits gemacht haben: Für jede Stimme über 5 Millionen, welche der Regierung zu Gute kommt, zahlt er seinem Gegner einen LouiSd'or. Dieser dagegen hat für jede der Regierung an 5 Millionen fehlende Stimme dem Herzog zwei LouiSd'or zu zahlen. Der Herzog hat schlechte Geschäfte gemacht! —(Wohlthätigkcit und Schmarotzerthum Bekanntlich wird von Seiten der Bourgeoisie sehr viel mit der Wirksamkeit der Wohlthätigkeitsinstitute geprunkt Wie wenig Grund dazu da ist, zeigt sich sobald man irgendwo sich ein solche« Institut genau ansteht. So exi- stirt z. B. für mittellose in New-Uork ankommende Aus Wanderer, welche nicht sofort Arbeit finden, ein Asyl. Wir wollen davon absehen, dag in diesem Institut die Bourgeoisie nur einen bequemen Markt für billige Arbeit sich verschaffen will und werfen nur einen Blick auf das Schmarotzerthum, welches sich dadurch gebildet hat. gicbt in gewisser Beziehung auf Ward's Island ein El- dorado für Faullenzer, welches nichts zu wünschen übrig läßt. Die Eig-nthllmer der Paffagierschiffe müssen näm- lich für jeden Passagler 2>/z Dollar an den Gouverneur von Ward'S Island zahlen und hierfür erhält er daS Recht, fünf Jahre lang in dem Etablissement für arme Auswanderer zu wohnen. Er braucht sich nur einen so genannten Passagierschein geben zu lassen und hat für fünf Jahre Kost und Logis umsonst. Ein Ncwyorker Blatt giebt über die Beköstigung die Einzelheiten, die manchem ehrlichen Arbeiter das Wasser im Munde zusammenlaufen machen können. Zum Frühstück— allerdings etwa» früh— um sechs Uhr Morgens giebt'S Thee oder Kaffee, ein Pfund Brod, Butter und„Mnsh", d. i. ein Brei aus Maismehl und Milch. Da« Maaß Mittagessen besteht au« einer Pinte Suppe, einem Pfund gekochte» Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, einem Pfund Brod und kaltem Wasser(welch' letzteres im Sommer viel sagen will), und den Veschlutz de« Tage« macht dann ein Nachtmahl aus Brod,„Mush" und Thee oder Kaffee. Unter diesen Umständen kann eS uns nicht befremden, wenn auch nicht gerade angenehm berühren, diese Tolonie stark besucht zu finden. Daß es unter den weiblichen Insassen des Etablissements zuweilen zu Reibe- reieu kommt, ist noch weniger befremdlich. Die Männer vertragen sich in der Regel ziemlich gut..... Die Bewohner dieses Faullenzcrhotel» haben nicht nur Kost und Wohnung, sondern auch Bedienung, und für alle sonstigen Bedürfnisse ist genugsam durch Kapellen für die verschie- denen Gotteshäuser, ein HoSpital, eine Entbindung«- anstatt, ein Fieber-Hospital, eiu HeSpital für Schwind- süchtige, ein Irrenhaus und eine Anzahl von Badcanstal- ten gesorgt. —(Große Veränderung.) Eine Nonne, welche ich in der Provinz in einem Kloster befand, wurde unter der Beschuldigung sie habe der Oberin den Gehorsam verweigert, zur Strafe in ein anderes Kloster versitzt, wo eS ihr so wenig gefiel, daß sie ihren Bruder benachrichtigte, er möge sie au« dem Kloster entfernen. Derselbe begab sich an Ort und Stelle und mußte nach mehrstündigen Parlamentiren mit der Polizei drohen, ehe es ihm gelang die Schwester ausgeliefert zu bekomme». Er, ein Kölner Tanzmeister, gibt nunmehr der Exnonnc im Tanzen Un- terrichl und dieselbe soll so gute Fortschritte machen, daß ihn bald beim Unterrichtgeben unterstützen kann. —(Alles Gold auf der Welt.) Schätzt man die Darde Gold in runder Zahl auf 2 Millionen Pfund Sterling, so würde alles auf der Welt vorhandene Gold, in Barren eingeschmolzen, in eineu 21 Fuß im Quadrat großen und 16 Fuß hohen Keller Platz finden. Alle die unermeßlichen Schätze, die Californien und Australien berklts geliefert hat, könnten in einem eisernen Kasten von 9 Fuß Breite und 9 Fuß Höhe untergebracht werden, o klein ist der Würfel gelben Metalls, der die Völker in Bewegung setzt und die ganze Welt mit Erstaunen erfüllt hat. Der Schatz, welcher von David für den jüdischen Tempelbau gesammelt worden sein soll, belies sich auf 8VVV Millionen Pfund Sterling. Das Gold, womit Salomo das Heiligste überzog, ein Gemach von nur 3V Fuß im Quadrat, kostete mehr als 38 Millionen Pfund Sterling. -(Enttäuscht!) Neulich unternahm ein Rentier mit seiner Frau von Berlin eine Reise in das südliche Frankreich. Sein Hau« ließ er ohne alle Aufsicht und das war einigen Dieben ein willkommener Fund. Gleich in der ersten Nacht brachen sie ein, öffneten alle Schränke und Schreibtische, fanden aber weder Geld noch Papiere, weder Wäsche noch Betten, weder Silberzeug noch Kleider. Alle« war vorher in Sicherheit gebracht. Trostlos mußten ic wieder abziehen. Als unser Bankier wieder von einer Reise zurückkehrte, fand er auf einem Tisch mit Kreide geschrieben: Lump! —(Triumph derBourgeoisie.) Die„Bresl. Ztg." enthält nachstehenden schwulstigen Bericht;„Eine schöne und für die Entwickclmig des gewerblichen Lebens charak- teristischc Episode fand gestern nach beendeter Eröffnungsfeier und nachdem der Herr Obcr-Präsidcnt seine Vesichti- gung der Ausstellung vollendet hatte, in den Räumen des großen AusstcllungLsaaleS statt. Unser hochgeachteter Mit- bürgcr, der Obermeister der Sattler-Jnnung Herr Pracht, eine« der ältesten und thätigsten Mitglieder unseres hiesigen Gcwerbc-Vereincs, hatte diesen Zeitpunkt gewählt, um seinen eignen Sohn, der 2 Jahre bei ihm als Lehrling und fast alle von Herrn Pracht ausgestellte Sattlerarbeiten unter dessen Leitung gearbeitet hatte, in Anerkennung sei- neS Fleißes zum Gesellen zu machen. Herr Pracht hatte hierzu den Vorstand der Gcwerbe-Vercines zur Theil- nähme aufgefordert und selbst Herr Telegraphcn-Director Post war so freundlich, der an ihn ergangenen höflichen Einladung zu folgen. Der kleine Kreis versammelte sich vor den von Herrn Pracht ausgestellten Gegenständen mit dem Nicht« ahnenden Lehrlinge. In einer herzlichen, Väter- lich warmen Ansprache, die einen sichtlichen Eindruck auf alle Anwesenden machte, erklärte nun der Vater seine Zn- friedenheit mit den bisherigen Leistungen des Sohnes, den Wunsch daran knüpfend, daß er die Hoffnungen erfüllen möge, zu denen sein Fleiß und seine Führung die Eltern berechtigten. In liebenswürdiger Weise ergriff hierauf Herr Geh. Rath v. Carnall das Wort und nach ihm Herr Stadtrath und Obermeister der Pfefferküchlcr-Jnnun Hipauf, der zuerst in humoristischer Weise darlegte, dal der sich eben vollziehende Act die vollständige Revolution gegen die bestehenden JnnungSgebräuche involvire, dann aber in ernster Weise deni Lehrling zugewendet, darauf hin- deutete, daß die Handwerks-Jnnnng ihre Gendsscn heut zu Tage nicht mehr mit durchzuschleppen im Stande sei, son- dern daß bei der stattfindenden Gewerbcfrciheit jeder Hand werker doppelt rüstig seine Jugendkraft bcnützen niüssc, um etwas Tüchtiges zu leisten. Hr. Dr. Fiedler führt aus, daß alle Gewerbe jetzt solidarisch verbunden seien und daß die Aufnahme in eine Innung gleichbedeutend ist mit dem Eintritt in das Gcsammtgrbict der großen Industrie. Ein Hoch auf den jungen Gesellen beendete diesen ein- fachen und schönen Act." Die Festlichkeiten der Zünfte sind nie geistreich gewesen, die hier beschriebene Feier unter- scheidet sich aber in dieser Hinsicht sicher nicht von ihnen Der Zunftzopf hat einfach dem Bourgeoisstolz Platz ge macht. Jedoch ist e« recht bezeichnend, wie sich die zt Bourgeois aufgeschwollenen einstigen Zunftmeister so wohl in ihrer neuen Rolle fühlen. Nur hätten sie ehrlicher gchan- dclt, wenn sie statt der Notwendigkeit„ttichtigen Lernens," die Nothwcndigkeit des„Capitalbesitzes" hervorgehoben hätten. —(Ersatz für Glocken.) Auf einer Station der Nordtyroler Bahn wandten sich mehrere Gemeindeaus- schllsse an den dortigen Stations-Vorstand mit der Bitte, am letzten Charfreitag nicht die Stationsglocke läuten zu lassen, weil dies das„katholische Gewissen" beunruhigte. Der Vorstand erwiderte der frommen Deputation, daß er sehr gern dem Ansuchen willfahren würde, wenn er wüßte, mit welchem Instrument er die Züge signalisiren lassen und den Abgang anzeigen solle; daraus waren je- doch die Schlauköpfe bereits vorbereitet und übergaben ihm eine große Klapper. Diese„Station»-Klapper' wurde natürlich abgelehnt. Für Hamburg. iAufcemdentliche VolksversammlM ' Sonnabend, de« 14. Mai, Abends 9 Uhr. in Tütge'S großem Salon, Valentinskawp 1" Tagesordnung: 1) Thaten der„deutschen Volk«- Besteueru in Erhöhung des KaffcezollcS u. f. w. 2) Thaten der Hamburger Großindustrie Händler.. 31 Besonder« Politische europäische Ereignis Alle Parteifreunde und wem sonst noch MetisäM' farth am Herzen liegt, sind gebeten, zahlreich zu rrms _ A. und l deiiO S Für Hamburg. deutsch. Maurer- und Zimmerer-Verein Geschlossene Mitgliederversammlu»! Freitag, den 13. Mai, Abends 9 Uhr, in Tütge'S Etablissement, ValcminSkawP I Tagesordnung: Abrechnung.— Besprechung innerer Helten. � NB. Kassirer der Central-Krankenkasse der™ ist jetzt Herr W. Bammann, St. Etage. Beitritte zn derselben nehme ich auch in weio« nung Abends von 7— 9 Uhr entgegen. Brufl VercinSangelegenheiten bitte ich zu senden H. Stendcr(Stellvertreter des Pferdemarkt Nr. 6, II. Etage. Annoncen. Don»! *«( 01 Für Elberfeld. Große Volksversammlung Samstag, den 14. Mai, Abends 8 m bei A. Keuter auf der Kluse. Tagesordnung: 1) Die WohnungSnoth. Referent: C. Kleil-. 2) Hat die Social-Dcmokratic die Berech» bestell »bterr Jjtraüe mcbiti vai Vit-sociai-�emorrallc vle»ertn)"�- die heutige gesellschaftliche Ordnung eintH�T'euetl 3) Die jüngsten Vorgänge im ZollparlaM!»! Sonntag, den 15. Mai, Vormittags Ii ArbeitertaH im Lokale des Wirlhs A. Hunscheidt, Frieds Tagesordnung: 1) Die.sociale Frage. 2) Produktivassocialioncn.. 3) Die Stellung der Arbeiterpartei den tlW JA s) tcien gegenüber. Nach dem Arbcitcrtag findet die sevi»-'. Ferdinand Lassalle'S statt, bestehend in Concert" bei Keuter auf der Kluse. EntrS zum Concert a Person 2� Sgr., ä 7£ Sgr. Damen und Nicht-Tänzcr frei. Für Achim. Stiftungsfest veranstaltet von den Mitgliedern de« Allgemeinen deutschen Arbeiter-� Sonntag den 22. Mai im Saale des Herrn<£. Stühe. J Alle Parteigenossen der Umgegend werden dWl lichst eingeladen.__ D Für Frankfurt a. M- UJl'Ji,UIliCl(1�1- j Da« Comitö�I--! derart 7 den °.°st di -n st 'Mose «mot, Dreckt Stutikte %n Jr "'cht n "ton] Den Parteigenossen die Anzeige, daß ich vo� an ein allgemeines Arbcitsnachweisung. errichte und daher alle Arbeiter, welche hi't kommen, sich Klostergassc, Ecke der NonnengW können. Ferner ersuche ich alle Abonnenten auf de« Demokrat" und„Agitator" von jetzt ab h? abonnircn.__ Joseph Schss fcuri, Uferte Für öerlin. � Am Sonnabend den 14. d. M. findet � Gesellschaftsschause" vor dem Kotlbuser Thfl.t hiesigen Maurer und Zimmerleute ein Ballt recht rege Betheiligung hieran wird gebeten. Anfang 8 Uhr Abends. Eatrö für Herr und, Billets sind zu haben bei Wolter im«p hause, bei Hrn. Walter, Gitschincrstr. 33, Hos�l und Köpnickerstr. 121 bei Herrn Kraust. Für Paris. Die hiesigen Lnfsalleanck (Mitglieder de» Allgemeinen deutschen Arbeim versammeln sich jeden Montag _ Brasserie Bergratj� jetzt thatf § die ' z-stin «nterstl lich Ääre frine z der 5 Äber k pnblii biadel i? s ihn INI V derwir Eine den richtet tot be; ."chetlie Für Hamburg. C») bew '-hlen s Allen Freunden und Bekannten die ergebe�'login, .. Ich daß ich meine Gasttvtrthfchaft nach orr straße 52 parterre, verlegt habe. �<."■smitj _______ Ergebenst"Stups Hamburgs Social-Demokrat�>�w finden Gelegenheit an einem guten Mittags� den zunehmen beim alten Vater Spannagel, s lese jll"k die I" Kai unter 5. Anzeige. �. Allen Parteigenossen die ergebene Anzcigf-. oiklich von einem unserer Parteigenossen vortrefflü? � Photographien von unserem„ � � J 1 einjg Iffttl Le so wie BereinSpr von unserem nach ä s i d e n merika Lübkert angefertigt worden sind. Preis a-3'% Vin Alle Freunde, welche daraus Bestellung-«\ wie "ftn ni Für Sarmen. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Versammlung Samstag, den 14. Mai, Abends 8 Uhr, bei Chr. Wilh-lmi. Tagesordnung: Bildung eine« social-demokcatischen Wahlcomits's. Kein Mitglied darf jehlen. Der Bevollmächtigte. Für Ältona. Allg. Taback- u. Cigarrenarbeiter-Gewerkschaft. Geschlossene Mitgliederversammlung Freitag, de« 13 Mai, Abends S Uhr, in Wittmack'S Salon. Tagesordnung: Abrechnung.— 2) Rcvisorenwahl.— 3) Der 1) Schleswig-Holsteiaische Arbeitertag.— 4) Verschiedene«. Albrecht, Bevollm. 4KU.\.»vnuyv»"»--"I III»uic g-willt sind, mögen die« unter meiner Mrsil�-tlischer D anksagung'.., Meinen mir mir so unverhofft unbekannten Freunden sag-." M besonderen �'inte erwiesenen besondere»' l"aien meine» tiefgefühltesten herzlichsten Dank. � sie mll Mit besonderer Hochachtung'Ottben Hamburg, im Mai 1870.«y, erwi Bescheidene Anfrage an da« Großh.-hsll' p listerium und da« Ossenbacher Polizei- In welchem Paragraph des Grvßh.-hessisch-» Äugst buche« ist den Nachtwächtern Oss-nbachs Ol C batnn ertheilt, die Arrestanten auf der Wachtstub- � auf d auch zu schlagen? Offenbach, den 9. Mai. 'rt r Druck von Jhring u. Hab erlandt».sz Verautwortl. Redakteur u. Verleger W. Grü»