Nr. 148. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., böchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- BettungsBreislifte für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Rut I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Handlanger der Reaktion. " Dienstag, den 28. Juni 1898. " Und durch das heute noch so rufen werden? Wir bezweifeln es. Denn was verwerflich ist an den Stichwahlen: das Schachern und das Berhandeln der Wähler wie von Kuhherden das Wie recht wir mit unseren Ausführungen über das fommt ja gerade den Herren Reaktionären zu gute und ist ein Lieblingsgeschäft der Reaktionäre. niedrige politische Niveau des deutschen Bürgerthums und die französische System der Ballotage", nach welchem bei Brinzipien- und Charakterlosigkeit selbst der demokratischeren der zweiten Wahl die Aufstellung der Kandidaten ebenso frei Schichten des deutschen Bürgerthums gehabt haben, und wie und unbeschränkt ist wie bei der Hauptwahl, und nur der nothwendig es ist, daß wir die Grenzlinie zwischen Unterschied besteht, daß nicht die absolute, sondern schon uns und den bürgerlichen Parteien scharf ziehen und feine Verwischung dulden, das hat der die relative Mehrheit den Wahlfieg giebt auch durch dieses Verlauf dieser Reichstagswahl und namentlich der Stich- Biel gesezt. Gegenüber der Sozialdemokratie, die von allen System wird dem Mandatschacher und Prinzipienverrath kein wahlen in hellfte und grellste Beleuchtung gestellt. Die standalösen Vorkommnisse in Frankfurt a. M., wo die fapitalistischen Parteien: den konservativen, liberalen und bürgerliche„ Demokratie" sich der Entwickelung zu höchster sogar demokratischen Parteien in gleichem Maße gefürchtet Reinheit rühmt und als patentirte Musterdemokratie vor die wird, sind alle kapitalistischen Parteien jederzeit zu jedem Schacher und Prinzipienverrath bereit. Welt tritt diese Skandale sind in frischem Gedächtniß. Und doch rufen auch wir jetzt: nieder mit den Stich Die Demokratie"- pour rire( zum Lachen) schaarte wahlen! Jedoch in etwas anderem Sinn, als unsere Gegner sich dort unter einer Sammelfandidatur, welche alle es bisher gethan. bürgerlich kapitalistischen Elemente bon Miquel bis Wir verlangen keine Abänderung des Wahlverfahrens, das Organ wir wissen ja, daß heute, wie die Dinge hinunter zu Sonnemann umfaßte; und dieser Musterdemokratie schimpft seit vier Tagen rohr- liegen, nur solche Abänderungen möglich sind, die eine Verfpazenmäßig auf uns, weil wir diese schmachvolle Prostitution schlechterung bedeuten. Was wir meinen ist: unsere Genossen dürfen nach Verdienst gebrandmarkt haben! Noch deutlicher als bei der Hauptwahl ist aber die überhaupt nicht auf Stichwahlen rechnen. Wie politische Verkommenheit unseres Bürger- sich bei den früheren Reichstagswahlen bereits erkennen ließ, thums bei den Stichwahlen hervorgetreten. Fast überall in wie sich aber bei der diesjährigen Wahl mit einer nicht Deutschland warf sich das deutschliberale und„ demokratische" abzuweisenden Ueberzeugungskraft aufgedrängt hat, haben Bürgerthum brünstig in die Arme der Pfaffen und wir Sozialdemokraten bei den Stichwahlen überall da, wo Junker, um Hand in Hand mit ihnen in brüderlicher organisirte Parteien bestehen, eine geschlossene Koalition Eintracht die Sammelhaz gegen die Sozialdemokratie mitzu- gegen uns, die in der Regel nicht zu überwinden ist, weil die kapitalistischen Parteien in dem Verwaltungsmachen. Fast kein Wahlkreis in Deutschland, wo das liberale und„ demokratische Bürgerthum" sich nicht förmlich stir che ein Mittel besigen, das es ihnen leicht macht, in der apparat des Staates, der Gemeinden und der dazu gedrängt hätte, der Reaktion Handlangerdienste zu Stirche leisten. Dieses Geschacher! Dieses Geschmuse! Pfui Teufel. Eurzen Frist zwischen Haupt- und Stichwahl Wenn wir dieses Kirchthurm- Wettrennen schmutziger Geschäfts- einen Druck auszuüben, dem wir einen gleich starten gleichstarten politik uns ansehen, dann entfährt dem Zaun unserer Zähne Druck nicht entgegenstellen können. Bei den Stichunwillkürlich das Wort des biederen Seume:„ Wir Wilde Wahlen bringen unsere Gegner, auch wenn sie öffentlich gar nicht agitiren, fast immer weit größere Wählermassen an die sind doch bessere Menschen!" Wahlurne, als bei der Hauptwahl, auch wenn dieser eine noch so intensive Agitation vorausgegangen ist. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Internationale Solidarität. Schreiben zu: Uns geht folgendes Parteigenossen! Euer herrlicher Sieg macht unsere Gegner allerorts erbeben. Aber die klassenbewußten Proletarier aller Länder begrüßen die deutschen Sozialdemokraten aufs beste und beglückwünschen sie freudig. Unser Kleines Land, welches dicht an Gurer Grenze liegt, wo sich so mancher Reichsdeutsche oder Pole aus Oberschlesien im Joche des Kapitalismus schindet, empfindet jede Regung bei Euch mehr als jedes andere. Und deshalb ist die freudige Erregung über Eueren Sieg bei uns nicht minder als anderswo. Hoch die deutsche internationale Sozialdemokratie! Im Namen der organisirten deutschen, polnischen und czechischen Sozialdemokraten Schlesiens: Folgen zahlreiche Unterschriften. Immer daffelbe Lied. Ausnahmegeseze her, so schrien die Hamb. Nachr." vor der Wahl. Ausnahmegesetze her, so schreien sie erst recht nach der Wahl, nach den neuen großen Erfolgen der Sozialdemokratie. Der Berliner Korrespondent des Blattes weiß aus dem Wahlausgang keine andere Lehre zu ziehen als die folgende: Die Sozialdemokratie ist aber weder von ihren revolutionären Tendenzen zurückgekommen, noch hat sich die von ihr drohende Gefahr verringert. Und was die Verringerung der Gefahr anbetrifft, so muß die dahin neigende Auffassung doch mindestens eigenthümlich genannt werden gegenüber der Thatsache, daß die Sozialdemokratie seit der Nichterneuerung des Sozialistengesetzes, also im Verlauf von acht Jahren, um etwa drei Viertel Millionen Anhänger zugenommen. Hat. Wenn die Verringerung der sozialdemokratischen Gefahr in der Zunahme der umstürzlerischen Anhängerschaar bestände, so könnte man auch weiter wünschen, daß das Sozialistengesetz nicht wieder auflebe. Da aber das gerade Gegentheil Wahrheit ist, so müßte mit allen Mitteln die Erneuerung dieses Gesezes an gestrebt werden. Zahlenmäßig läßt sich beweisen, daß die Zunahme der Sozialdemokratie unter dem Sozialistengefezz biel geringer war, als jeit dem Jahre 1890. Man hat die Politik, welche Staat und Gesellschaft zur Ergreifung aller nur möglichen Abwehr gegen die Sozialdemokratie veranlassen will, als eine Gewaltpolitit zu stigmatisiren versucht, viel eher wird diese Bezeichnung von der Politik verdient, welche die Hände in den Schooß legen will und in der Vergrößerung des umstürzlerischen Anhanges eine Verringerung der sozialdemokratischen Gefahr erblickt, eines Tages aber die Revolution großgezogen haben wird und dann zu den äußersten Gewaltmitteln wird greifen müssen." Organisation des Sieges für die Haupt- demokratie unter dem Sozialistengesetz weit geringer war, als Der zahlenmäßige Beweis, daß die Zunahme der SozialWo wir Gegner bei der Stichwahl unterstützten, da gemah!! schah es nicht um schnöden Lohn, sondern im Interesse der wah!! seit dem Jahre 1890, dürfte den„ Hamb. Nachrichten" schwer Für die Hauptwahl tönnen wir Kräfte ins Spiel werden. Sie mögen sich doch nur den Sprung der Partei und teinem haben wir unser Wort gebrochen. Ein Wort- ein Mann und ein Sozial bringen, die den Machtapparat unserer Gegner aufwiegen. von 1887 bis 1890 einmal in Erinnerung rufen. Die SozialUnd da gilt es denn, gleich in dem ersten Anpra II eine Demokratie ist unter dem Sozialistengesetz gediehen und sie ist Schauen wir nach Schwaben, wo die Jdeal- Demokratie Macht zu entwickeln, welche die der vereinigten Gegner über ohne Sozialistengesetz gedichen. trifft. der demokratischen Musterpolitiker von Frankfurt wohnt Sozialisten und Volkspartei standen dort im Kampf gegen Schlacht schon zur Hälfte und mehr! st der erste Anprall nicht siegreich, so ist die die Miquel'sche Agrarier- und Junker Sammelgesellschaft. Wir, unserem Programm und unserer Taktik getreu wir Diese etlen Umarmungen und giftigen Bruderschmake! Noch einmal: Pfui Teufel! und aus der wir die Nukanwendung zu ziehen haben. Sie Das ist eine Thatsache, die zu ignoriren Thorheit wäre Bir Sozialdemokraten haben ehrlich gekämpft; ehrlich auf den Feind losgehauen, und unsere Niederlagen sind Tautet: ebenso ehrlich und ehrenvoll, wie unsere Siege. Partei demotrat! unterstützten die Kandidaten der Volkspartei und verhalfen ihnen zum Sieg. Und die Volkspartei? Feierlich versprachen sie ihre Unterstüßung wir hatten kein Versprechen gefordert und feierlich haben sie ihr Wort gebrochen alle unsere Kandidaten erlagen bei der Stichwahl. Das ist das deutsche Bürgerthum! Und wer sind die Handlanger der Reaktion?" Nicht überall hat das deutsche Bürgerthum so feige, so reaktionär und so furzsichtig gehandelt. In Baden hat es unseren Genossen Treu und Glauben gehalten- und wahrlich nicht zum Schaden des Bürgerthums! " loren. ber= weit, weit größeren Anzahl von Wahlkreisen, als wir heute Bei guter Organisation sind wir aber im stande, in einer besigen und bisher besessen haben, eine genügende Macht zu entwickeln, um beim ersten Anprall zu siegen. Also rechnen wir nicht mehr auf Stich und beginnen wir unverzüglich mit der Organisation des Sieges für die nächsten Reichstagswahlen! Nieder mit der Reaktion! wahlen! Nieder mit den Handlangern der Reaktion! Hoch die internationale Sozialdemokratie! Politische Mebersicht. Berlin, den 27. Juni. Um von der schmachvollen Rolle, die das deutsche Bürgerthum in dieser Wahl gespielt hat, die Aufmerksamkeit abzulenten, erhebt die Frankfurter Zeitung", das Organ der deutschen Patent- und Musterdemokratie, einen Höllenſpektakel nur noch der Ausfall der Wahl in einem bayerischen Die Zusammensehung des Reichstags. Unbekannt ist und behauptet, der Vorwärts" set schuld, daß das deutsche Streise, wo Zentrum und Bauernbund in Stichwahl stehen. Bürgerthum zu dem Miquel'schen Sammel- Reaktionsvolt übergelaufen! Der Vorwärts" habe durch seinen„ rohen Rechnen wir diesen Kreis vorläufig dem Zentrum zu, so stellt sich das Ergebniß der Wahl folgendermaßen. Die Wilden der Ton" das Bürgerthum erbittert! vorigen Wahlperiode werden dabei möglichst den ihnen am nächsten stehenden Parteien zugezählt. In Klammern wird die bisherige Fraktionsstärke angegeben: " " Da die„ Hamb. Nachrichten" aber von den äußersten Gewaltmitteln" reden, die man werde anwenden müssen, wenn jetzt die Hände in den Schooß gelegt werden", so können wir Bourgeoisie keine Gelegenheit geben, bis in die Knieen im sie hierüber durchaus beruhigen. Wir können ihnen nur wiederholt erflären: Die Sozialdemokratie wird der Sozialistenblut zu waten, wie es die Gewaltspolitiker in und um Friedrichsruhe wünschen, Die Diftatur der Junker und Stapitalisten über das Proletariat wird durch die wirthschaftliche werden. Wenn bornirte Bismärcker den Gang der Dinge mit Entwicklung untergraben, durchbrochen und fortgeschwemmt Gewaltmitteln aufzuhalten versuchen, so wird das den Entwickelungsprozeß keineswegs aufhalten, sondern nur böse Begleiterscheinungen erzeugen. Diese Einsicht den„ Hamburger Nachrichten" einzupaufen, bilden wir uns allerdings nicht ein. Aber schon, um nicht allzusehr der Langeweile zu verfallen, sollte das Blatt auch einmal eine andere Melodie zu pfeifen versuchen. Das ewige Hasten nach einem neuen Sozialistengesetz ist nachgerade gar zu öde. Die Postbeamten und die Sozialdemokratie. Herr von Podbielski fühlt sich bemüffigt, seine Untergebenen vor der Der Staatssekretär Sozialdemokratie zu warnen. des Reichs- Postamts hat soeben an die ihm unterstehende Beamtenschaft einen sich gegen das Eindringen det Sozialdemokratie in Die letztere wendenden Erlaß gerichtet, welcher durch die Vorsteher der Verkehrs " Unzufriedenheit zu erregen, Das ist eine lächerlich- groteste Verwechselung von Ursache und Wirkung. Der Frankfurter" Verrath war ja die anstalten persönlich sämmtlichen Beamten und Ursache, daß der Vorwärts" die Geisel schwang und auf Konservative 60( 64), Freifonservative 20( 24), Nationalliberale Unterbeamten Neueintretenden nach der Vereidi den Rücken der„ Handlanger der Reaktion" niedersausen ließ! 47( 50), Freifinnige Volkspartei 30( 28). Freifinnige Vereinigung 12 gung gegen Anerkenntniß" bekannt gegeben Und will die Frankfurter Zeitung" etwa behaupten,( 14), Süddeutsche Volkspartei 8( 12), Sozialdemokraten 56( 48), werden soll. In dem Erlasse heißt es: Wiederholt ist neuer auch nur ein einziger der volksparteilichen" Wähler, Bentrum 104( 98), Bayerischer Bauernbund 4( 4), Bund der Land- dings der Versuch gemacht worden, Angehörige der Reichs- Post- und die im demokratischen" Schwabenland für den Reaktionär wirthe 4( 0), Antisemiten 11( 16), Polen 14( 20), Dänen 1( 1), Telegraphenverwaltung für die Bestrebungen der Sozialdemokratie stimmten, um den Sozialdemokrat zu Fall zu bringen, sei Elsässer 8( 9), Welfen 9( 7), Wilde 6. zu gewinnen; auch sind mehrere Fälle zu meiner Kenntniß gelangt, Somit haben eingebüßt: denen ble Konservativen beider in durch die Geißelhiebe des Vorwärts" zu dieser Niedertracht Frattionen einschließlich der tonservativen Wilden 8 Mandate, die Agitatoren in Bersammlungen von Beamten das außerhalb der Verwaltung stehende veranlaßt worden. Süddeutsche Volkspartei 4, die Antisemiten 5, die Polen 6, die Frei- Wort geführt haben, Und welch wunderbare Logik! Der Verrath wird ge- finnige Vereinigung 2. Es haben gewonnen die Sozialdemokratie die Maßnahmen der Behörden in gehässiger Weise zu fritifiren und brandmarkt. Aus Aerger über die Brandmarkung wird der 8 Mandate, das Zentrum 5, die Freisimmige Volkspartei 2, die 3 wietracht unter den verschiedenen Beamten. demokratische Mustermensch Verräther! Handlanger der Welfen 2. Außerdem ist die neue Gruppe der reinen Ver- fategorien zu säen. Wenngleich ich überzeugt bin, daß der treter des Bundes der Landwirthe mit nunmehr 4 Mitgliedern ent- Geist der Pflichttreue in der Beamtenschaft auch für die Zukunft ein standen. Bollwerk gegen das Eindringen sozialdemokratischer Bestrebungen Die rechte Seite bes Reichstags( Konservative, Frei- bilden wird, so halte ich es doch für meine Pflicht, auss darauf hinzuweisen, daß jede Betheiligung an fonservative, Antisemiten und Bund der Landwirthe) haben also drücklich eine Einbuße um 9 Mandate erfahren. Das Zentrum fozialdemokratischen Bestrebungen mit den durch den Diensteid nebst den Elsässern, Polen und Welfen, zusammengerechnet, hat eine gelobten Amtspflichten unvereinbar ist, und daß deshalb Einbuße um 1 Mitglied erfahren, die Nationalliberalen Beamte, die derartigen Anschauungen Ausdruck geben, nicht im Doch genug hiervon. Und von etwas anderem. eine Einbuße von 3, die Süddeutsche Volkspartei eine Einbuße von Dienst geduldet werden können. Unstatthaft ist es ferner, daß Nieder mit den Stichwahlen! riefen bis vor 4 Mitgliedern, die Freisimmige Vereinigung eine solche von 2 Mit- gewerbsmäßigen Agitatoren in Beamtenversammlungen furzem furzsichtige Reaktionäre, die sich ärgerten, daß nicht gliedern. Auf der andern Seite haben gewonnen die Sozial- Gelegenheit geboten wird, durch aufreizende, die Organe der Reichs alle Wähler in der Stichwahl reaktionär stimmen. Ob sie demokraten 8, die Freisinnige Volkspartei 2 Mitglieder.- regierung und insbesondere die vorgesezten Dienstbehörden herabsetzende Reaftion! O Logit! O Frankfurter Patent- Demokratie! Nächstens werden sie den„ rohen Lon", mit welchem das Deutsche Strafgesetzbuch" die Spizbuben behandelt, dafür verantwortlich machen, daß in Deutschland so viel gestohlen wird! 11 Desterreich. Neden die Einmüthigkeit vertrauensvollen Zusammenarbeitens und die Die Frage der Einführung einer progressiven Kom-[ ruhig vorbeigegangen. Es wird nicht gelingen, das unsinnige Vers Arbeitsfreudigkeit in der Beamtenschaft zu untergraben. Wer sich durch munal- Umsatzsteuer für die großen Waarenhäuser, Koufum- Halten Hegelmaier's zu einer sozialistischen Demonstration auszusolche Agitation beeinflussen läßt, fann nicht erwarten, daß ihm das vereine ze. wird den vom 3. bis 6. August in Wiesbaden statt- beuten. Vertrauen gefchenkt wird, das für die Verwendung in ver findenden 40. Verbandstag der städtischen Haus- und Grundbefizer antwortlicheren Stellungen unerläßlich ist. Es ist vereine Deutschlands ganz besonders beschäftigen, da man dort Majestätsbeleidigung, angeblich begangen durch den Abdruck des Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozeffe. Wegen die Pflicht der einsichtsvolleren Elemente in den einzelnen Beamten unbedingt zu einem bestimmten Resultat gelangen will, tonfiszirten Artikels der Zukunft":" Budel- Majestät", ist gegen tlaffen, allen die Dienstzucht Iodernden und die Inter um die feineren Geschäftsleute gegen jene Großhäuser 2c. ben Rebatteur des Nürnberger Anzeigers" die Untersuchung einessen des Standes schädigenden Einflüssen energisch zu schützen. Der Grundbefizerverein zu Görlig, welcher einen dahin geleitet worden. entgegenzuwirken und in ihren Kreisen mit allem Ernste dafür ein gehenden Antrag gestellt hatte, hat diesen jetzt zu gunsten eines zutreten, daß der Beamtenschaft das gegenseitige Bertrauen gleichen, bom Hausbefizerverein Berlin Süden" einund die Berufsfreudigkeit erhalten bleiben, die zur Lösung gebrachten Antrages zurüdgezogen, weil dieser Verein, dessen Vor Wien, 25. Juni. Die„ Neue Freie Breffe" meldet aus Lem der großen und wichtigen Aufgaben der Reichspoft- und Telegraphen- izender Hermann Schulz kürzlich in der Angelegenheit eine berg: In den letzten 24 Stunden wurden in 15 Ortschaften verwaltung unentbehrlich sind." Audienz beim Finanzminister v. Miquel hatte, ein besseres Ueberfälle auf Juden unternommen. Die Plünderungen Beweismaterial besitzen soll. Der Bund der Handel- waren theilweise mit Brandstiftungen verbunden. und Gewerbetreibenden" hat sich mit dem Vorgehen des Gazeta Lwosta" zufolge herrscht in Neusanded Ruhe. 24 Bauern Hausbesitzervereins„ Süden" vollkommen solidarisch er- und 19 Juden find verhaftet. In einigen Fällen betrugen sich Juden herausfordernd. Militär ist im Bezirke vertheilt. Auch Strzyzow und Grybow find ruhig. An einigen anderen Orten dauern die Ausschreitungen fort. Die Beamten und Unterbeamten werden diese Warnung in Ge müthsruhe zum„ Anerkenntniß" nehmen und im übrigen lebhaft bedauern, daß der Herr Staatssekretär gegen die niedrige Entlohnung und überaus starte Ausnutzung der Arbeitskräfte in seinem Ressort, die weit mehr noch als die Sozialdemokratie geeignet ist, die Einmüthigkeit vertrauensvollen Zusammenarbeitens und die Arbeitsfreudige teit in der Beamtenschaft" zu untergraben, immer noch keinen Erlaß von ähnlicher Eindringlichkeit herausgegeben hat. Es bleibt wirklich unerfindlich, welchen Zwed die sozialisten feindlichen Publikationen unserer höchsten Staatsbeamten anders haben sollten, als daß bisher indifferente Personen auf die Sozialdemokratie aufmerksam gemacht werden und dann deren Lehren mit immer wachsendem Eifer in sich aufnehmen. Oder glaubt der Herr Staatssekretär wirklich, daß es ihm gelingen wird, auch nur einen Mann aufzufifchen, dem durch seine Warnungen ein nachhaltiges Gruseln vor uns beigebracht wäre? Mit dem Scheitern der Brüffeler Zuckerkonferenz wird man munmehr ernstlich rechnen müssen. Die Konferenz, die seit dem 7. Juni mit mehrfachen Unterbrechungen berieth, hat sich am Sonnabend auf unbestimmte Zeit vertagt. Die belgische Regierung wurde zwar damit betraut, die Verhandlungen zwischen den betheiligten Regierungen fortzuführen, bis bestimmte Anträge die Schaffung eines internationalen Abkommens in Aussicht stellen würden. Indeß berliefen die fattsam bekannten Währungstonferenzen gewöhnlich auch nicht anders; die Vertagung in Brüssel wird man daher ebenfalls als eine höfliche und vorsichtige Form des Verzichtes auf weitere Berständigungsversuche zwischen den Brüsseler Delegirten ansehen können auch wenn die offiziöse Presse demnächst feierlich das Gegentheil versichern sollte. klärt. " dem Freisinnigen in der Stichwahl gegen den Sozialdemokraten zum Im Wahlkreise Görlitz- Lauban hat das bürgerliche Kartell Siege verholfen. Herr Lüders ist mit Hilfe der konservativen Brot vertheuerer" und der ultramontanen" Arbeiterfreunde" gewählt worden. Was die Wähler des Herrn Lüders unter„ Sozialreform" verstehen, davon legt folgendes Schriftstid Beugniß ab, welches in Lauban unter den Fabrikanten die Runde macht: " Der Die Neue Freie Presse" meldet noch aus Lemberg: In Altsandee wurde am Sonnabend Abend während mehrerer Stunden von Bauern geplündert; die Häuser und Läden am Ring sind ganz ausgeplündert und zerstört; der Ringplaz bietet das Bild einer Ruine. Die geraubte Beute wurde von den Bauern auf Wagen " In anbetracht, daß die Löhne der Weber von einigen fortgeführt, die außerhalb des Ortes bereit standen. In Neusandec Firmen fortwährend erhöht werden, nur um mehr Waare zu er unternahmen gestern die Bauern einen planmäßigen Angriff; sprengte sie auseinander, Infanterie trieb fie halten, möge doch jeder Fabrikant eingebent sein, daß dadurch Kavallerie sprengte sie auseinander, aus der Stadt eine größere Produktion nicht geschaffen wird, denn es ist selbst- dann nach einem förmlichen Handgemenge verständlich, daß die Konkurrenz, um die Weber nicht einzubißen, und fperrte lettere durch einen Korbon ab. In den Vorebenfalls mehr Lohn giebt, was ja auch thatsächlich bis jetzt der orten verwüsteten die Bauern dann alle von Juden bewohnten Häuser und steckten die Wirthshäuser in Brand. In Lando mußte Fall gewesen ist. das Militär von der Feuerivaffe Gebrauch machen. Auch in der Gegend von Przemysl werden Unruhen befürchtet; Militär soll dorthin entsendet werden. Außerdem aber und dieser Umstand ist höchst wichtig, werden die Weber durch das fortwährende Ueberbieten der Fabrikanten prozig, herrisch und flüchtig im Arbeiten, so daß, da kein VerTeger fich getraut, den Webern etwas zu sagen, eine schlechte, dünne Der Statthalter Graf Bininsky traf in Neusandec ein, wo und fehlerhafte Waare abgeliefert wird. Dieses wird, was in der gestern größere Exzesse stattgefunden haben. Auch in Strzyzow habent Natur der Sache liegt, immer schlimmer werden, wenn der gerügte sich gestern die Unruhen erneuert. Uebelstand nicht aufhört! bilo Ungarn. Es wird schließlich noch so weit kommen, daß wir mit unseren hohen Löhnen und den schlechten Waaren nicht mehr konkurrenz- Budapest, 27. Juni. Das Magnatenhaus nahm heute die Verzehrungssteuer- Vorlagen an. fähig sind, speziell der böhmischen Konkurrenz gegenüber, und tönnen gewärtig sein, dann ein sehr schwieriges Geschäft zu Frankreich. jus) Ein Sündenbock für das Scheitern ist natürlich leicht gefunden. haben. Mögen doch das die betreffenden Herren Fabrikanten Paris, 25. Juni. Reinach erklärte, er werde gegen seine Diesmal ist es Frankreich, das zwar seine direkte Ausfuhrberücksichtigen! prämie aufzugeben bereit ist, nicht aber seine indirekte Begünstigung, Absetzung als Hauptmann der Landwehr an den Staatsrath reEs würde auch sehr zwedentsprechend und nicht unschwer turriren. die durch die steuerliche Anrechnung einer geringeren Zuckerdurchzuführen sein, wenn sich die Fabrikanten unter sich verpflichteten, ausbeute aus den Rüben entsteht, als sie in Wirklichkeit erzielt wird. von jetzt ab teine höheren Löhne mehr zu bewilligen und wäre Paris, 26. Juni. Jaurès hat in einer Versammlung in Selbst England macht man Vorwürfe, weil es sich nicht ver- es sehr erwünscht, wenn eine Firma die Initiative dazu ergriffe. Toulon erklärt, Dupuh habe im Zeugenzimmer während des Brozeſſes pflichten will, den bei ihm später etwa noch eingeführten prämiirten Im Interesse unserer Industrie also mehr Stetigkeit und Be- Bola erzählt, das angeblich Geständnisse des Dreyfus enthaltende Buder mit Strafzöllen zu treffen. Als die Klagen der sonnenheit, ehe es zu spät ist!" Protokoll des Hauptmanns Lebrun- Renault sei erst im Oktober 1897 westindischen Plantagenbesitzer einen starken Wiederhall im englischen Um die Bestrebungen der Laubaner Fabrikantenseelen in vollem unterzeichnet worden. Im Januar 1895, am Tage nach der DegraMutterlande fanden, schienen ähnliche Maßnahmen nicht unmöglich. Umfange würdigen zu können, muß in betracht gezogen werden, dirung des Dreyfus, habe Lebrun- Renault ihm, Dupuy, und dem Unterdeß hat sich England zu einer beträchtlichen unmittelbaren daß die Weber in Lauban und Umgegend bei Kriegsminister Mercier erklärt, daß Dreifus feinerlei Geständniß abUnterstügung seiner Tropentolonie entschlossen, dafür hat es aber den höchstem Fleiß und unmenschlicher Arbeitszeit gelegt habe. Dupuy hat einem Redakteur des" Temps" gegenüber Gedanken einer möglichen Belastung seiner heimischen Zucker- 8 bis 10 Mark die Woche verdienen, wobei diese Behauptung Jaurès als unrichtig bezeichnet, er habe lediglich konsumenten durch Differenzialzölle vorläufig wieder fallen lassen. ie doch die Frau und die Kinder den ganzen Tag gesagt, daß Lebrun- Renault im Oktober 1897, als er vom KriegsDieser Hecht, der nach dem Schatzfekretär von Thielmann die bis in die Nacht hinein tüchtig mitarbeiten müssen. minister Billot aufgefordert wurde, feine Erinnerungen zu figiren, Karpfen aus ihrer trägen Ruhe auffcheuchen sollte, versagt somit und bei solch elenden Wirthschaftsverhältnissen wagt das Unternehmer- das Protokoll unterzeichnete, welches den ersten Bericht beauch, wenigstens für die nächste Zukunft; und der Drud, den die thum gegen höhere Löhne für die armseligen Weber zu hegen. ſtätigte. Vereinigten Staaten durch ihre Differentialzölle auf den Rübenzuder Müßte da nicht nach dem Grundsatz: strengste Strafe demjenigen, Paris, 27. Juni. Nach zuverlässigen Informationen ist das markt ausüben, scheint nicht zu genügen, um die Interessenten zur der zu Lohnzulagen willige Unternehmer hindert, ihre Absicht aus- Kabinet munmehr fonftituirt; etwaige noch eintretende Veränderungen Befimung zu bringen. zuführen: eine Verschärfung des§ 152 der Gewerbe- Ordmmg vor- der nachstehenden Zusammensetzung dürften den Gesammtcharakter genommen werden? Um Antwort wird Herr Graf von Bofadowsky nicht mehr erheblich ungestalten: Brisson Präsidium und Inneres, gebeten. Delcassé Auswärtiges, Bourgeois Unterricht, Cavaignac Strieg, Lockroy Marine, Beytral Finanzen, Sarrien Justiz, Trouillot feuille der öffentlichen Arbeiten dürfte Ballé oder Méfureur Kolonien, Biger Aderbau, Maruéjouls Handel; das PorteUns fommt dieser Ausgang der-wenn man richtig gerechnet hat: awölften! Budertonferenz nicht überraschend. Wir haben von jeher die Meinung vertreten, daß Frankreichs Haltung in dieser Frage nicht ausschlaggebend sein kann und daß überhaupt Deutsch land ruhig auf eigene Fauft und nach seinen eigenen Bedürfnissen in der Abschaffung der Prämien vorangehen könne. Ein Mal, im Jahre 1891, hat auch bereits eine Reichsregierung diesen Standpunkt verfochten. Wir sind neugierig, ob fie auch heute den Muth dazu finden wird. Sie müßte dann allerdings entschlossen sein, die Zuckerindustriellen nicht mit Glacéhandschuhen anzufaffen. Denn diese Industriellen haben zuletzt selbst gegen die unschuldige und ungefährliche Brüsseler Konferenz einen erbitterten Preßkrieg geführt. Deutsches Reich. wirthe" bei den Wahlen. Es weist darauf hin, daß die Vorstands Das Bündlerblatt feiert die Erfolge des Bundes der Landmitglieder des Bundes sämmtlich gewählt seien und ruft triumphirend aus: " übernehmen. England. 9 = " Der nächste Reichstag wird ein noch agrarischeres Gesicht Paris, 27. Juni. Im Parlamente wurden heute brei Gelb. zeigen als dieser und dann werden wir die Sicherheit haben, daß bücher vertheilt. Das erste betrifft die zwischen China und Frankunsere Handelsvertragspolitik endlich entschlossen wieder in die reich feit 1894 getroffenen Uebereinkommen, insbesondere die Abtretung und den Pachtvertrag von Konang Tche Nuan und die Bahnen zurückkehrt, welche sie niemals hätte verlassen sollen." mungen gehegt. Die Wahl hat die Durchführung der extremen mehreren Mächten in Nord-, Inner- und Westafrika geschlossenen Das Bündlerblatt hat vor den Wahlen noch ganz andere Hoff- Konzession zum Eisenbahnbau, das zweite umfaßt die seit 1881 mit Bündlerwünsche unmöglich gemacht. Wenn die Deutsche Tagesztg." Hebereinkommen, das dritte betrifft die griechische Anleihe und die sich trotzdem sehr befriedigt stellt, so thut sie das nur, um ihre An- Räumung Thessaliens. hänger bei guter Laune zu erhalten. Immerhin ist es aber nicht unrichtig, daß das Agrarierthum London, 23. Juni.( Eig. Ber.)[ Eine Nachwahl: Zunahme der im Reichstag Fortschritte gemacht hat. Nicht nur, daß die Führer liberalen Stimmen, Mißerfolg der Abstinenzler. Die Sozialisten gewählt worden sind einige freilich nur, indem sie aus gefährdeten und ihre Wahltaktit. Eine Demonstration gegen die UnterStreisen in rein ländliche ihre Zuflucht nahmen, richtiger ist, daß der drückungspolitit in Italien und die Vernachlässigung der Nahrungsagrarische Wurm sich fief in die nationalliberale und in die Zentrums- mittel- Produktion.] Gestern fand in Ost Hartfordshire, einem fast Von partei eingefressen hat. Es wird daher heiße Mühe aufgewendet ganz ländlichen Wahlkreis, eine Nachwahl zum Barlament statt, und werden müssen, um Handel und Industrie vor schweren Schä- wieder gelang es den Liberalen, die Position der Konservativen erdigungen zu schützen. Wenn die Deutsche Tageszeitung" nach der heblich zu schwächen. 1895 hatte der Kandidat der letzteren mit Wahl fortfährt, die Intereffen der größeren und größesten Grundbefizer in die Interessen der Landwirthschaft" umzufälschen, so Wahlmache weiter in ihrer Lügenhaftigkeit aufzudecken und der Bewird die kommende Zeit Gelegenheit genug bieten, die agrarische völkerung vor Augen zu führen. Die Jfteinnahme an Zöllen und Verbrauchsstenern hat für die ersten zwei Monate des laufenden Etatsjahres 119,7 Millionen Mark oder 8,2 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres betragen. Das Mehr entfällt mit 4,5 Millionen auf die Buckersteuer, mit 3,1 Millionen auf die Zölle und mit nahezu einer halben Million auf die Verbrauchsabgabe von Branntwein. den übrigen Einnahmen hat die Börsensteuer ein Mehr von 2,1 Millionen erbracht. Die Post- und Telegraphenverwaltung hat 4,3 Millionen, die Eisenbahn- Verwaltung 1,2 Millionen mehr abgeworfen.Die Privatklage des suspendirten Redakteurs der" Post" und Sekretärs der freitonjervativen Partei Karl E. Fin! in Schöneberg gegen den Neichstags- Abgeordneten August Bebel und den ReSakteur des Vorwärts" August Jacobey soll mun am Mittwoch, den 29. d. M., vor dem hiesigen Schöffengerichte zur Verhandlung gelangen.Byzantiner Reklame. Das Verlagsgeschäft Bong u. Comp. giebt aus Anlaß des Ablaufes der zehnjährigen Regierungszeit des Kaisers ein Werk über diesen heraus, Wie wir schon mittheilten, Die Frankfurter Mischmasch- Demokratie erhebt in ihrem Wert. Dieses Regierungsorgan bringt nicht einmal, nein wiederholt betreibt auch die offiziöse„ Berl. Korresp." die Reklame für dieses Moniteur, der Frankfurter Zeitung" einen Höllenlärm gegen den ausführliche Hinweise und Anpreisungen desselben. Mag das Buch fein " Borwärts", weil dieser die Charakterlofigkeit, die sich in der Sammel kandidatur Flinsch offenbart hat, nach Gebühr will es will, es ist sonderbar, daß ein politisches Bublikationsorgan seinen Naum derart mit Bücherreklamen fällt; es muß wohl nach tennzeichnete. In Ermangelung von Gründen wird natürlich geber Meinung der Redaktion der Berl. Korresp." nichts wichtigeres schimpft, und die Debatte vom sachlichen aufs persönliche Gebiet hinübergespielt. Das Karlchen Miesnid, welches für das Flinsch in der deutschen Politik geschehen, Blatt seit einiger Zeit die Sozialpolitik" zu besorgen hat, wendet Zur Bewältigung des Herbstverkehres auf den Eisenbahnen seinen ganzen Schatz von Schulbaufweisheit auf, um zu beweisen, hat der Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen in einem Erlaß daß die Wahl eines Kandidaten, der ein vervollkommter Janus- an die Eisenbahndirektionen eine Anzahl von Maßregeln angeordnet, drei verschiedene Gefichter hat und mit zwei Gesichtern der Miquel durch welche die Uebelstände, welche sich im vorigen Herbst in so schen Sammelpolitik zulächelt, eine Meisterleistung" demokratischer" hohem Maße gezeigt haben, vermieden werden sollen. Gefimmungstüchtigkeit ist. Karlchen Miesnick erinnern wir einfach an das lateinische Sprichwort das er noch nicht vergessen haben wird- Bahnhöfen bezieht sich nach der Schlesischen Zeitung" angeblich Das Verbot des Verkaufs polnischer Zeitungen auf den ide gustibus non est disputandum über den Geschmack läßt sich nicht streiten, und es giebt Politiker, für die nur der nur auf den„ Dziennik Poznansti", das Organ der polnischen HosRedaktions- Briefkasten eine würdige Abfertigungsstelle ist. partei einer Mehrheit von 1458 Stimmen gesiegt. Gestern aber wurde nur ein Mehr von 268 tonservativen Stimmen erzielt, nämlich 4118 1895 einen Aufschwung von 2818 auf 3850 Stimmen, was micht gegen 3850 liberale Stimmen. Die Liberalen verzeichneten gegen verfehlen wird, ihre Aussichten für die nächste allgemeine Wahl als Hoffnungsvoll erscheinen zu lassen und ihren Kredit entsprechend zu stärken. Eines ihrer Hauptagitationsmittel war die Kritik der aus wärtigen Politik der gegenwärtigen Regierung, mit der selbst viele Die Liberalen finden, daß die Regierung am falschen Orte, die Tories- wenn auch aus anderen Gründen – unzufrieden find. Die Liberalen finden, daß die Regierung am falschen Orte, die tremen Tories, daß fie an zu wenig Orten der antibritischen Welt bie Bähne zeigt. bidat der Tenperenzpartei einen sehr entschiedenen Korb gab, in Charakteristisch ist, daß bei dieser Wahl der liberale Kan dem er es nämlich ablehnte, sich auf die Local- Veto- Bil Sir William Harcourt's zu verpflichten. Nach dieser Bill sollten in allen Gemeinden die Steuerzahler das Recht haben, durch llrabstimmung den Vertrieb von alkoholartigen Getränken vollständig zu verbieten. Es untersteht kaum einem Zweifel, daß die Verpflichtung der Partei auf diese Bill ihr bei der letzten Wahl unendlich den Teatotallers( Mäßigkeitler) zu liebe sich auf eine Maßregel einschwöre, Gladstone in Leeds, es sei Unsinn, daß sich die Partei noch fernerhin viel geschadet hat, und schon vor Monaten erklärte Mr. Herbert von deren Weisheit viele ganz und gar nicht überzeugt seien, während andere, sehr freisinnige Leute sie geradezu für verderblich halten. Um die geistige und wissenschaftliche Höhe unseres Frankfurter Ueber den Heilbronner Wahlkrawall schreibt unser württem- Man überschätze die werbende Kraft des Temperenzvotums, es entKarlchen Miesnid zu kennzeichnen, seien hier blos zivei Thatsachen bergischer Korrespondent: Der Krawall muß in friner ganzen Aus- ziche der Partei mehr Stimmen als es ihr zuführe. Seitdem der Sohn erwähnt. dehnung vollständig auf das Konto des durch seine Wahl über William Gladstone's so gesprochen, hat sich schon neulich bei einer Karlchen meint, wir hätten der Frankfurter Miquel- Demokratie müthig gewordenen Hegelmaier gesetzt werden. Wenn die bürger Nachwahl in Norfolk der liberale Kandidat vom Local- Veto losübelgenommen, daß sie bei der Wahl nicht für den Sozial- liche Bresse ihn zu einer von sozialdemokratischer Seite geplanten gesagt, und da er statt Stimmenverlust großen Stimmenzuwachs erdemokraten eingetreten sei. Fiel uns nicht ein. Ein Johann Demonstration zu stempeln sucht, so ist dies ein beginnen, das nicht zielte, konnte dies jedenfalls als ein Beweis gelten, daß die extremen Jacoby hielt derartiges seinerzeit für Pflicht, allein nicht energisch genug zurüdgewiesen werden kann. Ueber den Sonn- Temperenzler vom rein parteipolitischen Standpunkt aus bedenklichere Jeder ist Johann Jacoby und auch nicht verpflichtet, es zu sein. Wir abend ist noch zu berichten: Gegen Abend durch Freunde als Gegner sind, und die gestrige Wahl wird dieser Aufüberschätzen unsere Pappenheimer nicht. Doch was wir von einem sprangen Militärpatrouillen die Straßen in der Nähe des Martt- fassung weitere Verbreitung gewinnen, so daß Local- Beto auf ziem Demokraten verlangen, das ist, daß er einen demokratischen plazes, wer nicht im Laufschritt davon ging, mußte gewärtig sein, liche Zeit hinaus wahrscheinlich von der Tagesordnung abgesezt sein Kandidaten aufstelle. Und ein Kandidat mit zwei Miquel'schen gestochen, gestoßen oder verhaftet zu werden. Ein gut deutsch- dürfte. Womit jedoch nur diese Form des Kampfes gegen die AlkoholSammlungsgesichtern und einem dritten auch- demokratischen Gesicht parteilicher Weinwirth wurde gestochen und ein Arbeiter, der vergiftung getroffen wird. ist kein demokratischer Kandidat. rubig feines Weges ging, wurde lebensgefährlich verwundet. Auch die schwachmüthige Haltung der gegenwärtigen Regierung bei Karlchen Miesnick versteht das vielleicht nicht; aber wer nicht unter den vielen Verhafteten ist nicht ein einziger Sozialdemokrat. den großen gewerblichen Konflikten und in bezug auf die Fragen der Karlchen Miesnick ist, versteht es. Daß von der Rose, dem Gewerkschaftshaus, mit Steinen geworfen gesundheitsschädlichen Betriebe ward von den Liberalen scharf ausZweitens führt Karlchen Miesnid gegen den Vorwärts" einen wurde, wie verschiedene Blätter schreiben, ist ebenso erfunden, wie genupt. Ob sie dazu ein besonderes Recht haben, ist eine Sache für gewissen Shaw, Engländer und Fabianer" seines Beichens, ins die Nachricht der Münchner Neuesten Nachrichten", daß Steinwürfe fich, jedenfalls führten ihre Redner in den Versammlungen vielfach Feld, der ein„ Sozialist" sei so gut wie irgend Einer", und sich in mit Kaiser und König" erfolgten. Die Sozialdemokraten waren eine Sprache, die au Nadikalismus wenig zu wünschen übrig ließ. der Wiener Wochenschrift Die Zeit", gegen die Tattit der deutschen in ihrem Lokal und schlossen absichtlich die Fenster, die auf das Die Sozialisten haben bei dieser wie bei anderen Nachwahlen Sozialdemokratie( und des Vorwärts", speziell Liebknecht's) aus- Rathhaus gingen. Erst nachdem die Feuerwehr nach Bronsart'schem der letzten Monate von Aufstellung eigener Kandidaten abgesehen. gesprochen habe. Muster auf Hegelmaier's Befehl sprigte, wurden im Rathsteller Gegenüber der Tradition der englischen Wahlfämpfe, die immer mur Besagter Shaw, den wir sehr gut kennen, ist ein vortrefflicher von der erregten Menge Fenster eingeworfen. Heute, Sonntag, bis zwei streitende Parteienkennt, haben sie selbst in hochindustriellen WahlMensch, auch guter politischer Seilfänzer und Gymnastiker, sogar abends 7 Uhr zeigt Heilbronn sein gewöhnliches Aussehen. In der freisen meist einen sehr harten Stand, in rein oder vorwiegend ländSchlangenmensch- aber, Sozialist so gut wie Einer"! Ach ja doch, ganzen Stadt herrscht die einstimmige Ansicht, wäre Hegelmaier bei lichen Kreisen erscheint die sozialistische Kandidatur vor der Hand wirklich so gut wie Einer", nämlich wie Karlchen seiner Siegesgesellschaft geblieben und hätte er nicht provozirt, so ganz aussichtslos. Des bloßen Stimmenzählens wegen Kandidaten Miesnid. wäre die Anfammlung auf dem Markt, die noch bei jeder Wahl war, laufzustellen, ist unter diesen Umständen meist ein ebenso zweck" " " Freifinnig- konservativer Wahlschacher. widriges wie fostspieliges Unternehmen, da jeder Kandidat, ob Eugen Richter für für eine Fälschung der sich auch die Thatsache aus, daß unser befter Freund, Herr Paftor er gewählt wird oder nicht, für die amtlichen Wahltosten ein- heutigen Brottamirung der Wahlen plöglich so Schall, nicht in der Wahlliste seiner Domäne verzeichnet war und zustehen hat. ins Beug? Offenbar ist ihm bekannt, daß thatsächlich deshalb sein Wahlrecht nicht ausüben konnte. Um so größer ist die Freude in den Reihen der englischen Richard Fischer, nicht Kreiffing gewählt ist, daß aber das Sozialisten über die glänzenden Wahlerfolge der umgekehrte Resultat dadurch erzielt sein soll, daß eine Menge Die Kölner Stichwahl. deutschen Sozialdemokratie. Wenn man sich auch sagt, auf Fischer lautender Stimmen einfach für un- Die Stichwahl zwischen Trimborn und Hofrichter hat mit dem daß an ähnliche Erfolge auf englischem Boden vorläufig nicht zu giltig erklärt sind. Hofft Eugen Richter durch seinen Siege des Zentrumskandidaten geendet. Etwas anderes hatten wir denken ist, so schöpft man doch aus dem siegreichen Marsch der Appell, zu mogeIn, die zur Ermittelung des Wahl- nicht erwartet. An wenig Plätzen ist das Ringen der Sozialdemo fozialistischen Arbeiterbewegung des Festlandes immer wieder Er- resultats auf heute einberufenen Herren zu einer den Wahl- fratie mit einer bürgerlichen Bartei so heftig und so nachhaltig, als in muthigung zu unermüdlichem Ausharren im Kampfe für sozialistische urkunden widersprechende Proklamirung zu bewegen? Wahrlich, Köln. Kaum irgend anders dürften die Machtmittel einer uns betämpfenReformen. Eugen Richter's Versuch der Wahlmogelei geht den Partei sich so häufen und vielseitig sein. Das Zentrum hat hier, in jedem Uebrigens werden neuerdings wieder allerhand Versuche gemacht, no über Ober- Butttamerei. Zu dem ehrlichen Bürger- Geistlichen aus dem schier zahllosen Kapläneschwarm einen eifrigen zwischen dem äußersten Flügel der radikalen Partei und den Sozialisten finn haben wir aber noch das Butrauen, daß die Herren, die heute zur Berber und Organisirer; es hat hier eine je nach den verschieden eine Verständigung zu erzielen, die ein Handinhandgehen bei den Ermittelung des Wahlresultats amtlich berufen find, gefüllten Geldbeuteln verschieden gepreiste Bresse, die wiederum je Wahlen ermöglicht. Ob diese Bemühungen Erfolg haben, muß dieser Aufforderung zur Wahlmogelei nicht Folge leisten werden. nach den Kreisen, wofür sie berechnet ist, anders schreibt. Für die abgewartet werden, die heutige Justice" nimmt ihnen gegenüber Pfui Teufel über solchen Freisinn". Befizzenden und die Gebildeten ist die vornehme Kölnische Voltseine eher günstige Stellung ein. zeitung", für die andern der Hezerische Merkur", und für Die Thatsache ist, daß die Sozialisten erfahrungsgemäß in den versöhnlichen Theil der Arbeiter ist der„ Christliche vielen Wahlkreisen über ganz ansehnliche Minderheiten verfügen, Wir sind in der Lage, unseren Lesern aus bester Quelle die Arbeiterfreund"; dann giebt es noch für die am wenigsten mit denen sie aber bei dem hiesigen Wahlsystem, das teine Stich- Mittheilung zu machen, daß anläßlich daß anläßlich der engeren Zahlungsfähigen entsprechend wohlfeile Erzeugnisse. Hierzu kommt wahlen kennt, es zu keinem eigenen Abgeordneten bringen, solange Wahlen in Berlin ein ganz gemeiner Wahlschacher eine Unzahl Vereine vielfältiger Gestalt, die unter dem Vorwande sie in der bisherigen Weise vorgehen. Die Frage: Was fangen 8 wischen Freisinnigen und Konservativen stattdes Ratholizismus die Schäfchen beim Zentrum halten. Dann stehen wir mit unserem Votum an?", wird seit Monaten in der sozialistischen gefunden hat. Für die Unterstübung, welche die dem Zentrum alle großen Säle offen, wogegen es im edlen Bunde Bresse lebhaft erörtert, und neben der etivas abenteuerlichen Idee, eonservativen dem Freifinn in den vier in Berlin mit der Hochwohllöblichen fertig brachte, daß die Sozialdemokraten überall gegen die Liberalen zu stimmen, um diese trügerische Partei in Stichwahl stehenden freisinnigen Kandidaten seit Jahren nicht einen einzigen genügenden Versammlungsraum eraus dem Wege zu räumen, gewinnt neuerdings die Idee an Boden, leistete, berpflichteten sich die freisinnigen, halten. Raum irgend anders, sofern man nicht bestreitet, daß gewiffe von den Liberalen die Ueberlassung einer mäßigen Anzahl von die Konservativen in den Wahlkreisen Teltow Berufsgruppen und Berufsstände weniger als andere für den Wahlkreisen für die Sozialdemokratie zu verlangen, andernfalls man Beestow Sto rtow, 3 auch Belzig Jüterbogt und Sozialismus disponirt sind, ist der Boden für uns so ungünstig. als Repressalie ihnen überall mit der äußersten Energie entgegentreten Ost- und Westhavelland zu stimmen. Die eigentliche Stadt Köln hat nur einen geringen Prozentsatz an werde. Indeß auch die Ausführbarkeit dieser Politik ist ziemlich Gemäß diesem Schacher stimmten also die Freisinnigen in dem industriell thätiger Bevölkerung, einen um so höheren in bezug zweifelhaft, und so würde eine Verständigung mit dem linken Flügel erstgenannten Wahlkreis für einen protestantisch mucerischen Pfaffen, auf den Handel. Zudem nimmt die Zahl der in Köln wohnenden der Radikalen vielleicht noch am ehesten einen Erfolg versprechen. im zweiten für den Redakteur der den Liberalen so verhaßten Kreuz- Arbeiter noch ständig ab. Durch das Erftehen der vielen großen Am Sonntag, 26. Juni, hält die sozialdemokratische Föderation Beitung", im dritten für einen bornirten Zünftler und Kandidaten des Bazare und der Großhandels- Institute und durch das Wachsthum eine a große Demonstration auf Trafalgar Square ab. Die- Bundes der Landwirthe, im vierten für einen reaktionär gesinnten des Beamtenheeres wird die Arbeiterbevölkerung fortwährend nach den jelbe hat einen doppelten Zwed. Es soll erstens gegen die gewalt- Landrath. Sämmtliche vier Kandidaten, für die die Freifinnigen Außenorten geschoben, die zwar kommunal zu Köln, nicht aber thätige Verfolgung der Sozialisten in Italien protestirt und diesen ihre Stimmen in diesen Wahlkreisen abgaben, sind Feinde des politisch zum Wahlkreise gehören. Unter all den Umständen war die die Sympathie der englischen Sozialisten ausgedrüdt werden, und allgemeinen gleichen direkten und geheimen Hoffnung auf eine Steigerung der sozialdemokratischen Stimmenzahl ferner foll, unter Hinweis auf die große Gefahr, welche Wahlrechts, Feinde des Abschlusses von andels- wenig begründet. Und dennoch hatten wir einen Zuwachs von weit die Abhängigkeit Englands von der ausländischen Getreide- berträgen auf der bisherigen Basis und Brot- über zweitausend Stimmen, der sich in der Stichwahl noch um 272 zufuhr für das englische Bolt bedeutet, gegen das System und Fleischbertheurer. erhöhte. Dagegen hat das Zentrum nicht den mindesten Anlaß, der Monopolifirung des Bodens und der nationalen Hilfs- Die politische Verlumpung des Freisinns hat durch dieses Wahl- mit dem Auswahl der Kölner Wahl zu prunten. Trotz aller seiner mittel protestirt und die Regierung aufgefordert werden, durch- kartell die Krone aufgesetzt bekommen. Mittel, trotz aller Gunst der Umstände, tann es seit Jahren feines greifende Maßregeln für die Organisirung der nationalen Getreidezufuhr sonderlichen Fortschreitens sich rithmen. Armer Freifinn! und die Wiederbelebung der Landwirthschaft( Verstaatlichung der Und auf die Stichwahl fann es erst recht nicht stolz sein. Mann für Mann haben die Eisenbahnen, Nationalisirung des Bodens 2c.) zu ergreifen. Kaum haben die Liberalen mit tonservativer Hilfe eine Anzahl Nationalliberalen für Trimborn gestimmt. Daß die ZentrumsMandate gerettet, da müssen sie nun den Spott und Hohn fübel- partei ihre Wahlkreise immer noch behauptet, obwohl fortwährend weise über sich ergehen lassen.„ Kreuz- Zeitung"," Reichsbote u. f. f. fallen über den Freifinn her, rechnen ihm vor, daß er seine Mandate nur ihrer Unterstügung verdanke und daß er diese Unterstützung mur empfangen habe, obwohl er selbst garnichts werth sei. Ja, der Freisinn muß es sich sogar als schweres Verbrechen anrechnen lassen, daß seine Anhänger hie und da doch noch einiges Chrgefühl be sessen und nicht überall die ärgste Reaktion zum Siege geführt haben. Italien. Rom, 26. Juni. Nach Ansicht der Blätter ist die Krife in die Periode der endgiltigen Lösung eingetreten infolge des dem General Belloug vom König ertheilten Auftrags zur Bildung des Kabinets. Bellour beabsichtigt, dem Kabinet eine breite parlamentarische GrundTage zu geben. Die Blätter enthalten sich der Bezeichnung von Namen und sagen, jede solche Angabe wäre verfrüht. Rom, 27. Juni. Der Senat hat ohne Debatte ein provisorisches Budgetzwölfte I bewilligt. Griechenland. Athen, 26. Juni. Kapitän Miaoutis nahm das Portefeuille der Marine an. Der Fähnrich Kofforis, bekannt durch seinen Prozeß wegen eines von ihm während des Krieges an den damaligen Kriegsminister gesandten Telegramms, ist wegen Ungehorsams verabschiedet worden. 9 Die Züchtigung, die da den tapferen Freisinnsmannen zu theil wird, ist bitter, aber gerecht. Sie haben es glüdlich soweit gebracht, daß Herr Kropatscheck und der Pastor Engel wagen dürfen, es den Freisinnigen zu schwerer Schuld anzurechnen, daß sie nicht auch ihren lezten Reſt eines freien Sinnes an die Junker und Mucker verkauft haben. Armer Freifinn! Theile seiner Anhängerschaft zur Sozialdemokratie tommen, und obwohl ihr von dem Nachwuchs nur wenig zufällt, hat darin seine Ursache, daß sie bisher mittels religiöser Borspiegelungen und kirchlicher Machtmittel aus der katholischen Bevölkerung stets neute Stimmtruppen zu holen vermochte. Bei der letzten Wahl hat man barin im Rheinlande Unerhörtes geleistet. Aber auch diese Reserven sind nicht unerschöpflich; und nicht lange mehr wird es der Priesterschaft gelingen, das gläubige Volt über den unterschied von Religion und Zentrumsparte hinwegzutäuschen. Das rheinische Rom ist berühmt ob seiner Kirchen und seines Karnevals. Beide sah man als die äußeren Merkmale des geistigen Zustandes seiner Bewohner an: Kirchen und Karneval religiöser und flerikaler Bann und fröhliche Gleichmüthigkeit gegen politische und öffentliche Dinge. Aber der Einfluß der Kirche mindert sich mehr Der Freifinn auf sozialdemokratischen Krücken. und mehr und der Karneval findet nachgerade nur noch den Beifall Afien. Der Freifinn, der bei den Hauptwahlen so jämmerlich zusammen- leiner und großer Kinder und interessirter Geschäftsleute. Das find gehauen wurde, daß er nur mit Mühe und Noth ein Mandat erhielt, Zeichen dafür, daß der Tag nicht mehr fern ist, wo auch über Köln, Bering, 25. Junt. Gemäß der britten Klausel des ruffisch hat bei den Stichwahlen glücklich 29 Mandate ergattert mit diesem Edquader im Zentrumsthurm, die Fahne des Sozialismus chinesischen Bertrages betr. die Berpachtung von Port Arthur und Unterstützung aller möglichen Parteien. Soweit die Resultate bis flattert. Taltenwan hat Rußland fich mit China geeinigt, daß diefes eine iezt bekannt sind, hatten die Sozialdemokraten in 14 Kreisen den Wer da Recht hat, welk ich nicht... Anleihe zu möglichst billigen Bedingungen zur Berlängerung der Ausschlag zu geben. Trotz der waschlappigen Haltung der Frei- Die Märkische Boltszeitung" beklagt sich bitter darilber, daß Beling- anlau- Eisenbahn erhält. Als der rufftsche Geschäftsträger finnigen in denjenigen Wahlkreisen, wo sie in Stichwahlen zwischen die Gottesdiener der evangelischen Obfervanz im Wahlkreise Bawloff von dem Abkommen China's mit der Hongkong and Sozialdemokraten und reaktionären Barteten den Ausschlag zu geben Bochum während des letzten Stichwahlkampfes so übel mit der Shanghai- Bank hörte, erhob er Einspruch, das Tsung li Vamen er hatten, sind unsere Parteigenoffen in der klaren Erkenntniß der katholischen Kirche umgesprungen sind. Das Berliner Zentrumsblatt klärte ihm jedoch, daß durch die Bestimmungen des Pacht politischen Situation stets geschlossen für den Freifinnigen ein- zitirt ein Flugblatt, in welchem evangelische Pfarrer sich mit folgenbertrages Rußland sich des Einspruchsrechts begeben habe. Das getreten. den Worten an die Sozialdemokraten wenden: Tsung li Yamen wies den chinesischen Gesandten in Petersburg an, So ist u. a. in Grünberg Freystadt Justizrath Munckel die russische Regierung davon zu unterrichten, daß es( Tsung li in der Stichwahl mit 9984 gegen 5533 tonservative Stimmen ge= Yamen) beschlossen habe, bei der Hongkong- and Shanghai- Bant wählt.( 21 Dörfer fehlen noch.) gemäß den Bestimmungen des Pachtvertrages, eine Anleihe zu Bei der Hauptwahl erlangte Mundel 6885 gegen 6063 konfer machen. Das Tsung li Vamen ertheilt die Ermächtigung zum Bau vative Stimmen. Sozialdem. 3385, 8entr. 1078. einer 15 Meilen langen Eisenbahn nach den Kohlenfeldern im Westen von Beling und bewilligt hierzu 2 500 000 Taels. Pawloff drängt die hohen chinesischen Beamten, russische Ingenieure anstatt des Personals des britischen Ober- Ingenieurs Kinder bei der Fertigstellung des Anschlages der projektirten Bahn zu verwenden. wiedergewählt mit 9874 gegen 5886 tonservative Stimmen. Der belgische Gesandte bestand heute auf der Forderung, in den Rontralt betreffend die Peking- Hantau- Eisenbahn solle die Bestimmung aufgenommen werden, daß bei Meinungsverschiedenheiten zwischen der chinesischen Regierung und dem Syndikat der französische In einzelnen Kreisen war der freifimige Kandidat in der HauptGesandte Schiedsrichter sein solle. Die chinesische Regierung lehnte wahl weit hinter seinem Gegentandidaten zurückgeblieben. So in diese Forderung ab. Merseburg- Querfurt, wo der freisinnige Ritter um 4000 In einem an den Minister Hanotaur aus Shanghai gerichteten Stimmen hinter seinem konservativen Gegner zurüdblieb( 6572 zu Telegramm wird gemeldet, daß die Unterzeichnung des Vertrages 10 476), der Sozialdemokrat erhielt 6275 Stimmen. Bei der Stich erfolgt sei, nach welchem dem französisch belgischen Syndikat wahlsstellte sich das Resultat wie folgt: Nitter frs. 12 569, konservativ die Konzession zur Erbauung der Eisenbahn Peking- Hantau ertheilt 10 980 Stimmen. Der letztere hat nur um wenige hundert Stimmen Wer sich aber in puncto maßloser Verhegung einigermaßen mit zugenommen, für den freisinnigen Kandidaten sind die Sozialdemo- den evangelischen„ Dienern am Worte" messen kann, das sind die Shanghai, 26. Juni.( Times.) Russische Ingenieure be- schon fraten, wie ersichtlich, faft bis auf den letzten Mann eingetreten; fatholischen Kollegen dieser Braven. Um diese unsere unmaßgebliche schäftigen sich mit topographischen Arbeiten in der Umgegend von schon die bloße Stimmenthaltung hätte ihn zu Fall bringen müffen. Ansicht zu erhärten, erinnern wir nochmals an den großen KirchenNiutsawang im Hinblick auf die Erbauung einer Eisenbahn, welche Schleswig, in Mühlhausen 2angensalza, in It en as fatholischen Wähler, welche sozialdemokratisch stimmen wollten, zu In Torgau- Liebenwerda, in Nordhausen, in bann, mit dem die Frommen im Bochumer Anzeiger" diejenigen dem Transport von Material zur Erbauung der Hauptlinie von Iserlohn, in Meiningen, in Schaumburg- Lippe, einer verfluchten Gesellschaft zu machen suchten. Dieses denkwürdige Talienwan nach Kirin dienen wird. in Lippe Detmold, im 1. Oldenburgischen Wahltreise, Dokument lautete: überall ganz dieselben Verhältnisse. wird. D Tokio, 26. Juni.( Times.) Marquis Sto hat seine Entlassung eingereicht; er räth dem Kaiser, im Prinzip ein Parteikabinet an zunehmen. Indessen widersetzt sich eine starle politische Partei, deren Haupt Marquis Yamagata ist, der Bildung eines Parteitabinets und schlägt die Ernennung Yamagata's als Präsidenten des zu bildenden Kabinets vor. Der Kaiser wird voraussichtlich den Rath Marquis Ito's annehmen. Wahlbetrachtungen. Wahlmogelei. Die Freifinnige Zeitung" bringt in ihrer geftrigen Abend nummer in Sperrdruck die Behauptung, die Wahlkommissare haben nicht das Recht, über die Giltigkeit oder Ungiltigkeit der einzelnen Stimmzettel zu entscheiden, sie dürfen nur die Wahlergebnisse ad diren. Diese Behauptung des Eugen Richter'schen Blattes ist vollkommen hinfällig. Da das Zentrum für Schlesien Wahlenthaltung proklamirt hatte, konnte der Sieg Munckel's nur durch das Eintreten der Sozialdemokraten erlangt werden. Jm Wahlkreise Jauer Landshut dasselbe Bild. Hermes In der Hauptwahl erhielt Hermes 4834 gegen 3565 tons., 4140 fo3., 3128 8., 305 Antis. Das Zentrum proflamirte für die Stichwahl Wahlenthaltung. Würden die Sozialdemokraten ihrem berechtigten Grimm über das schäbige Verhalten der Freisinnigen in den Kreisen Ost- und Westhavelland, 8auch- Belzig, Rudolstadt und noch vielen andern, wo diese die Reaktion unterstützt haben, freien Lauf lassen und ihnen den Verrath mit gleicher Münze heimzahlen, dann würde die ganze freifinnige Herrlichkeit zu Ende fein. Die Freifinnigen fristen ihr Dasein nur noch, weil die Arbeiterschaft politische Einsicht genug bestzt, um ihr Vorgehen nicht von Gefühlen, sondern von fühlen politischen Erwägungen abhängig zu machen und in jedem Falle gegen die politische Reaktion stimmt. Andererseits lebt der Freifinn noch von der Furcht der reaktionären Parteien vor der Sozialdemokratie, welche deshalb den Freifinn als das fleinere Uebel wählen. Auf diesen zwei Krücken humpelt der alternde Freifinn in den Reichstag. Aus Spandan Wir sind gewiß, viele Tausende haben am 16. Juni sozialdemokratische Stimmzettel abgegeben, die im Herzen weit entfernt sind von den Luftschlössern einer sozialdemokratischen Weltanschauung. Wir sind überzeugt, daß Tausende am Donnerstag für Lehmann stimmten, denen der Glaube treuer Eltern, der Glaube ihrer Jugendzeit noch nicht ganz aus dem Herzen gerissen ist. Wir dürfen zuversichtlich hoffen, daß ihr protestantisches Ehrgefühl nicht so weit erstorben ist, daß fie vorziehen würden, in der Stichwahl für einen Ultramontanen zu stimmen." Mit Recht meint die„ Märkische Volts- Zeitung", daß die„ era bittertsten Gegner" des Zentrums, die Sozialdemokraten, mit solchen niedrigen, unlauteren Mitteln, solcher fanatischer Hezze, wie sie von den frommen" Pastoren, den edelsten Mitgliedern und Vertretern der tonservativen Partei, im Kampfe gegen die Katholiken gebraucht werden, die Agitationsfreiheit doch nicht mißbraucht haben. Wie gesagt, hat das Zentrumsblatt mit dieser Ansicht recht; die Sozialdemokratie sucht, wie immer, so auch im Wahlkampfe die schöne deutsche Muttersprache ihrem eigentlichen Zweck, nämlich der Vertündung ungeschminkter Wahrheit, zu erhalten. " Wir möchten aber den katholischen Arbeiter sehen, der angefichts solcher Dinge einem Sozialdemokraten seine Stimme geben fann. Verflucht wird sein Haus, verflucht sein Lebensglück, der Fluch wird kommen über seine Kinder, wenn er es wagt, einen Sozialdemokraten zu wählen. Christliche Frauen, christliche Mütter, aufgepaßt auf Eure Männer, die sich mit diesen Teufeln in Menschengestalt verbinden wollen! Eine furchtbare Verantwortung laden die Männer auf sich, welche einen Sozialdemokraten wählen. Pfui! über den anständigen ehrlichen Mann, der diese Leute unterstützt!" Wer zwischen diesem katholischen Fluchblatt und dem evangelischen Flugblatt entscheiden soll, befindet sich in ebenso fataler Lage, wie die Königin in der Aula zu Toleda, die nach der Glaubensdisputation zwischen Rabbi und Mönch schließlich zu der Ansicht fam, daß sie alle beide... stinken! Der Verlust des Solinger Kreises durch die eigenen Barteigenossen ist ein Ereigniß, das bisher einzig Der Wahlfommissar hat nach§§ 26 und 27 des Wahlreglements wird uns geschrieben: Heiß war der Stichwahlkampf, tapfer haben in der Parteigeschichte dasteht. „ das Wahlergebnis zu ermitteln" und muß deshalb auch er sich unsere Parteigenoffen gehalten, leider aber gewannen diesmal Im gerechten Zorn über diese Schmach, die der Partei zugefügt mitteln, ob ein offenbar giltiger Zettel für ungiltig erklärt ist. Nur noch die Reaktionäre die Oberhand, aufs eifrigste unterstüßt von den wurde, schreibt unser Solinger Parteiorgan: ist seine Entscheidung nicht maßgebend, vielmehr hat die sogenannten„ freifinnigen" Wählern. Ohne diese Unterstüßung wäre Unser fchlimmster Feind war der, der uns heimtückisch in den aus sechs bis zwölf eingeladenen Wählern und ihm be- der Erfolg auf unserer Seite gewesen. Der freisinnige Kandidat Rücken gefallen ist, als unsere schlimmsten Feinde müssen wir die stehende Versammlung diese Ermittelung vorzunehmen. Dieses Kreises, Dr. Mugdan, hatte bekanntlich noch vorher eine Er- Wähler Schumachers bezeichnen, die an der Partei Verrath ausEin Wahlkommissar oder ein von ihm zur Ermittelung zugezogener flärung abgegeben, daß er seinen Wählern die Wahl des Herrn geübt haben. Durch Verrath sind wir unterlegen, Wähler, der die angebliche Ungiltigkeit der Wahlzettel nicht prüft, Bauli nicht empfehlen könne, man hätte deshalb zum mindesten durch diesen Berrath ist der Kreis Solingen den verbündeten Gegnern verstößt gegen seine eidlich angelobte Pflicht. Das ist zweifel- erwarten können, daß die Herren Freisinnigen sich der Wahl enthalten ausgeliefert worden. Beweise, daß dieser Verrath offen und versteckt los Rechtens und so ist die Ermittelung des Wahlresultats würden; nichts hiervon ist geschehen. Nur ein winziger Theil ehrlich von den Freunden des früheren Abgeordneten von Solingen ausstets auch in Berlin erfolgt. Eugen Richter benutzt denkender Freisinniger stimmte für unseren Kandidaten, die ganze geübt worden, liegen übergenug bor. Mehr wie Worte es vernun einen vom Plenum des Reichstags überhaupt übrige Zahl aber zeigten sich, so radikal sie sich auch geberden, in mögen, beweisen es die Ziffern der abgegebenen Stimmen bei der nicht anerkannten, aus dem Zusammenhang gerissenen Satz ihrem wahren Lichte, das dem der Fraktion" Drehscheibe" verzweifelt Sauptwahl und bei der Stichwahl. Der größte Theil der am der Wahlprüfungskommission aus Nr. 286 der Reichstagsdrucksachen, ähnelte, sie stimmten sämmtlich für den Kandidaten der reaktionären 16. Juni für Schumacher abgegebenen Stimmen ist am 24. Juni um für die heutige Wahlproflamirung die Wahl- Parteien. Aber das ist auch gut so, denn wir haben nie auf den Fabrikanten Sabin entfallen. borsteher nach der Richtung hin zu beeinflussen, daß sie dieses viel auf diese Sorte" Freifinn" gerechnet, sondern uns Dies springt bei dem Vergleiche der Haupt- und der Stichwahl Mal nur, addiren." bon vornherein auf unsere eigene Kraft verlassen. speziell für Solingen in die Augen. Nicht alle früheren Wähler Der Saz, den Eugen Richter zitirt, würde dem gefunden Menschen- Zahlreiche Vorkommnisse in den einzelnen Wahllokalen, Wahl- Sch.'s haben das schändliche Spiel des Parteiverraths mitgemacht, verstand und der Aufgabe des Wahlvorstandes direkt widersprechen, beeinflussungen jeglicher Art werden jedenfalls dem neuen Reichstage ein Theil, leider nur ein Bruchtheil, hat sich nicht mißbrauchen lassen. die Wahrheit über das wahlresultat zu er Gelegenheit geben, sich mit dem glänzenden Sieg" und dessen Die Genossen haben sich auf ihre Pflicht besonnen, und haben mit mitteln. nicht aber zu„ moaeln". Warum legt sich zustandekommen einaehend zu beschäftigen.- Recht turios nimmt uns versucht, die Parteiehre unseres Kreises au wahren. A So ist es dem Gegner mit Hilfe aller bürgerlichen Elemente, I freunde des Dr. Barth Stimmzettel ausgegeben, auf welchen der Name des Anzahl bort Industriezweigen die immer weitere Fretle des widerlichsten Mischmasch- Kuddelmuddels und mit Hilfe dieser Kandidaten Dr. Barth so stark gedruckt war, daß man den ziehende Shndizirung der Betriebe hat. Angesichts der vielfachen Renegaten gelungen, über unseren Kandidaten mit dreiundeinhalb- selben deutlich auf der Außenseite erkennen fonnte. Angriffe, die gegen die Industriefynditate gerichtet zu werden pflegen, tausend Stimmen zu triumphiren!" Unsere Parteigenossen mußten deshalb vielfach zu dem Mittel ist die Anerkennung von Interesse, welche der Minister, für effentArbeiten greifen, den Namen des Dr. Barth durchzuftreichen und den Namen liche Den glänzenden Sieg in Breslan großen denischen Industriefhibitaten, unferes Kandidaten darauf zu schreiben. Der Führer der Liberalen mit denen die Verwaltung der Staateelfenbahnen zu thun feiert die Breslauer Volkswacht" in folgenden Worten:" Am Boden Dr. Witte in Rostock zeigte seinen Respekt vor der freien Wahl auch hat, vor einiger Zeit angedeihen ließ. Inter Anertenting liegen die giftigen Waffen, mit denen die„ nationalen" Bundesbrüder dadurch, daß er am Tage vor der Stichwahl seinen Arbeitern er- der Gefahren, welche aus dem Mißbrauch der Shitdilate die Sozialdemokratie bekämpft haben. Stumpf und schartig müssen flärte: ich habe überall Vertrauensleute, die mir entspringen fönnen, resumirt der Minister die Erfahrungen, sie ihr Schwert in die Scheide stecken, wo es für alle Zeiten einrosten berichten werden, wie Ihr stimmt, und von wem welche die Staatseisenbahn- Verwaltung mit den Synditaten, und wird. Denn die eine Lehre können unsere Gegner aus diesem Wahl- ich erfahre, daß er Herzfeld wählt, der wird aus zwar dem Schienensyndilat, dem Syndikat ber Waggonfabriken, bem kampf ziehen, daß es kein Mittel giebt, der Sozialdemokratie die der Arbeit entlassen. Bebel, der am Vorabend der Stich- Stuhrkohl- Syndikat, wie auch mit den, wenngleich zu feinem Syubitat Breslauer Reichstagsmandate zu entreißen. wahl in einer außerordentlich besuchten Versammlung sprach, nagelte vereinigten, doch nach außen geschlossenen Lokomotiv Fabrilen ge Der gestrige Wahlkampf wurde auf beiden Seiten mit großer dieses unwürdige Benehmen des freisinnigen Führers gebührend an macht hat, dahin, daß ohne die Syndikate erstens die Verwaltung Bähigkeit geführt. Die drohende Gefahr, unsere Hochburg zu ver- unter dem stürmischen Beifall der Versammlung. ihre Materialien nicht zu so billigen und gleichmäßigen Preisen Tieren, hatte auch unsere Genossen in größerer Anzahl, als das sonst wie jetzt hätte beschaffen tönnen und dieselbe den Gefahren der Fall war, auf den Kampfplag gerufen. Der Eifer, den unsere In Rudolstadt der Ausnügung der Konjunktur zu den wildesten PreisGenossen diesmal an den Tag legten, wurde mächtig angefacht durch haben nahezu sämmtliche freifinnige Wähler für den nationalliberalen treibereien ausgesetzt gewesen wäre, zweitens in dem bes das Flugblatt, das noch gestern Mittag zu gunsten der Wahl des agrarischen Mischmasch- Kandidaten Müller gegen unseren Kandidaten treffenden Produktionszweige eine sehr bedenkliche Ueberprobuftion Herrn Felisch verbreitet worden ist. Mit diesem elenden Machwerk gestimmt. Dabei die unerhörtesten Wahlbeeinflussungen, die der eingetreten wäre, drittens die Bestellungen der Staats- Eisenbahnwollte man sicher den letzten vernichtenden Schlag gegen die Sozial- Wahlprüfungskommission unbedingt Veranlassung geben werden, die Verwaltung nicht vollständig im Inlande hätten bewirkt werden demokratie führen; er ging aber fehl, wie alle anderen. Solche Wahl für ungiltig zu erklären. In mehreren Orten saß der Pfarrer können, viertens den vielen tausenden von Arbeitern jener ProKampfesweise mag in anderen Wahlkreisen noch zum Siege führen, am Eingang des Wahllokals, um jedem Wähler zusammengefaltet buktionszweige dauernd nicht regelmäßige Arbeit hätte gesichert in Breslau wird ihr nur die verdiente Verachtung zu theil. den Stimmzettel zu geben, den er unter Aufsicht des Pfarrers bis werden können. Ferner wird anerkannt, daß die gewerblichen SynDie Abstimmung ergab folgendes Resultat: Die Zahl der zum Wahltisch fragen mußte. Die elendesten Verleumdungen dikate und Syndikatsverbindungen dem Auslandsmarkte mehr und abgegebenen giltigen Stimmen beträgt 28 261, das find 3158 Stimmen gegen die Sozialdemokratie, die Aufbietung des ganzen Beamten mehr ihre Aufmerksamkeit widmen und auf Maßnahmen bedacht mehr als bei der Hauptwahl am 16. Juni. Von dem Zuwachs apparates tonnten schließlich dem Gegner doch nur eine Majorität sind, welche der deutschen Industrie eine erfolgreiche Stonkurrenz auf erhielt Genosse Tugauer 3087, im Ganzen 15 594, während es der von 500 Stimmen bringen. Ueber die Stellung der Freisinnigen dem Weltmarkt sichern. Kandidat aller nationalen" Parteien auf nur 12 667 Stimmen schreibt das„ Saalfelder Volksblatt": brachte. Mögen unsere Barteigenoffen, angespornt und durch das Resultat der diesmaligen Reichstagswahlen in Breslau, unentwegt für die weitere Ausbreitung des Sozialismus thätig sein, dem Proletariat zu Nutz, den Volksfeinden zu Truz!" Ueber den Ausgang der Wahl in Wanzleben schreibt unser Magdeburger Parteiorgan:„ Daß der Wahlkreis Wanzleben verloren gehen würde, haben wir erwartet. Aber die Wahlprüfungskommission wird sich ernstlich mit dieser „ Wahl" zu beschäftigen haben. Wir zweifeln feinen Augenblick daran, daß das Mandat des Dr. Heiligenstadt tafsirt wird, angesichts der ungeheuerlichen Wahlbeeinflussungen in diesem Kreise. Hierüber werden wir noch mancherlei zu berichten haben. Für heute nur ein Fall. In Etgersleben wurden an die Einwohner Stimmzettel vertheilt, auf welchen der Name des Kandidaten mit Tinte geschrieben war. Sämmtliche Stimmzettel waren durch Wasserzeichen gefennzeichnet. Vor uns liegt ein Stimmzettel, welcher das Wasserzeichen 2a aufweist. So wurde im Kreise Wanzleben gewählt." " Ein starkes Stück von Wahlbeeinflussung erzählt die Breslauer Zeitung" aus dem Kreise Waldenburg. Dort hat ein Eisenbahn- Stationsvorsteher im angeblichen Auftrage feiner Behörde die ihm unterstellten Beamten um sich versammelt und ihnen etwa folgendes eröffnet: Meine Herren! Die Wahl steht bevor. Ich bin königlicher Beamter Sie auch. Ich will Sie in Ihrer Stimmabgabe durchaus nicht beeinflussen. Nur ein Erempel will ich Ihnen erzählen." Und nun erzählte der Herr Stationsvorsteher eine Geschichte von einem Beamten, der in der Trunkenheit verrathen hatte, daß er nicht konservativ gewählt habe. Das sei natürlich in seine Personalien gekommen, und der Mann sei Jahre lang beim Avancement übergangen worden. So, das war die Geschichte, die ich Ihnen erzählen wollte", schloß der Stationsvorsteher und nun gehen Sie und wählen Sie nach Ihrer Neigung." " Aus Ostpreuken. er " Die zweifelhafteste Rolle bei der ganzen Wahl spielte ohne Streit Herr Lüttich, der Kanidat der Freifinnigen Vereinigung, der in seinen Wahlreden ständig die Gefahr, welche Deutschland und der deutschen Landwirthschaft infolge der agrarischen Agitation drohe, nicht schwarz genug malen konnte, um in lezter Stunde doch die Wahl des Agrar- Kandidaten seinen Gesinnungsgenossen" zu empfehlen. Kann in solchem Falle überhaupt noch von einer Gesinnung" die Rede sein, oder nicht vielmehr einzig von dem Bestreben, vor der Regierung platt auf dem Bauche zu liegen? Und wenn aus dem Gros der freisinnigen Wähler nicht auch das letzte Fünfchen politischen Verständnisses und jedwedes Rückgrat geschwunden wäre, hätte dasselbe Herrn Lüttich die entsprechende Antwort ertheilt; so aber ignorirten sie die Erklärung des liberalen Wahlvereins vollständig und verhalfen dem Reaktionär, der in den Versammlungen offen erklärte, daß das Getreide noch viel zu billig sei, gegen den Sozialdemokraten zum Siege." Geistliche Wahlmache. Ganz Unglaubliches wird der Münchener Neuen Freien Volkszeitung" aus Paar bei Ingolstadt, Wahlkreis Donauwörth, gemeldet. Der Herr Pfarrer, obwohl nicht im Ausschuß, hielt sich den ganzen Tag im Wahllokale auf. Der Wahlvorstand öffnete jeden Bettel und reichte ihn dem Herrn Pfarrer, und erst dann kam der Zettel in die Urne. Schon der erste Bettel lautete auf Seit. Da fuhr der Herr Pfarrer den Wähler also an:" Schämen Sie sich nicht, einen Mann zu wählen, der vom Glauben abgefallen ist und seine Kinder protestantisch erziehen läßt?" Wahlergebnisse. Teltow Beeskow- Storkow. Endresultat. Bubell 51 967, Vorberg 46361 Stimmen. Ruppin- Templin. Dietrich se gewählt. Rostock. Herzfeld S. 11 236, Barth Vg. 10 882. Wenige kleine Dörfer fehlen, auf Endergebniß ohne Einfluß. Gewählt Herzfeld S. Torgau. Anörke FR 8665, Graß& 6871. Neustadt a. Saale. Moriz& gewählt. Im Wahlkreise Weener- Leer- Emden( 1. Hannov.) wurde Fran 3ius N in der Stichwahl mit 9368 gegen den Grafen von und 3 u Knyphausen K. mit 9308 Stimmen gewählt. In der Hauptwahl erhielten: 6725,: 5761, ug S. 792 Stimmen. Minden- Lübbecke. Endresultat: Graf v. Roon 11 019, Denmig FV 9817. Siegen. Stöcker christlich- sozial 12 106, Kreutz N 12 055. Schlawe- Rummelsburg- Bütow. Steinhauer Vg gewählt. Jena. Bassermann N gilt als sicher, doch ist ein endgiltiges Ergebniß noch nicht eingetroffen. 10 Eisenach. Casselmann FV gegen Pähold S gewählt. Hof. Münch- Ferber N gegen Stücklen S gewählt. Weimar. Endresultat: Baudert S 10 957, b. Egloffstein K 831. Baudert somit gewählt. München I. Birt S 9892, Schwarz N 11 185. Letzterer ges wählt. Der Kaplan von Roßbach( bei Aschaffenburg) erklärte nach der Münchener Post" am Ichten Sonntag vor der Wahl in feiner Fürth- Erlangen. Segit S mit zirka 3000 Stimmen Majorität Christenlehre, wer anders als Zentrum wähle, sei nicht würdig, das gewählt. Bisheriger Vertreter Lehrer Weiß FV. Hr. Altarsakrament zu empfangen. Würzburg. Eiginger S. 6087, 2ut 8558. Letzterer gewählt. Das amtliche Ergebnis der Hauptwahl in Württemberg liegt vor. Wir lassen die Gesammtziffer der Stimmen, welche die einzelnen Parteien auf sich vereinigten, folgen und stellen zum Vergleich die Ergebnisse der Wahlen von 1887 ab gegenüber: Auf die einzelnen Parteien fielen Stimmen: . 1898 95 427 73 816 75 105 1893 92 490 67 018 105 617 42801 1006**) 737 340 615 Im schweren Kampf 1890 121 125 55 960 95 591 26 669 I 1887 206 195 62 186 41 152 11 013 am Literarisches. Das Reichsgeseh, betreffend die Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigten Personen vom 11. Juli 1887. Tert ausgabe mit Anmerkungen und Sachregister, zweite Auflage, herausgegeben von R. Chrczescinski, kaiserl. Reg. Rath und ständiges Mitglied des Reichs Versicherungsamts( Guttentag'sche Sammlung Deutscher Reichsgeseße Nr. 28). Berlin 1898. J. Guttentag. XXIII u. 213 S.). 16°. Preis 1,60 m. V 1 Diese in erster von 2. Mugdan vor 10 Jahren erschienene Ausgabe berücksichtigt in der eben erschienenen zweiten Auflage die Rechtssprechung des Neichsversicherungsamtes und stellt sich als vollständig neue Bearbeitung dar. Durch flare Gliederung des Tertes, leicht verständliche furze Anmerkungen und durch Hinzufügung aller für die behandelte Materie noch in betracht kommenden Gefeße und Verordnungen wie des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884, Anleitungen des Reichs- Versicherungsamtes, Formularen für die Unfallsanmeldung 2c. 2c. ist die Ausgabe sehr geeignet auch für den Gebrauch der Gewerkschaften und Krankenkassen. n. G. Freytag's Karte des spanish ameritanischert Kriegsschauplages nebst einer Darstellung der beiders seitigen Armee und Flotte. Maßstab 1: 20 Millionen. Mit zwei Nebenkarten: Kuba( Maßstab 1: 5 Millionen), Ostküste der Ver einigten Staaten( Maßstab 1:30 Millionen). Preis 30 Pf. Wien, Leipzig 1898. Verlag von G. Freytag u. Berndt. Siege hat uns der Stichwahltag nicht gebracht, trotzdem können wir mit dem erzielten Resultat zufrieden sein. Nicht wie erst ge= meldet in drei, sondern nur in zwei Kreisen waren wir mit den Tonservativen Standidaten in die Stichwahl gekommen. Im Kreise die Nationalen"*). Königsberg( Land) Fischhausen, wo vor der Wahl das Zentrum. zwischen dem Konservativen und dem Bündler ziemlich harte Worte die Demokratie gewechselt waren, wurde nach der Hauptschlacht sofort zum„ Sammeln" die Sozialdemokratie 62 452 geblasen. Die Mannen des Agrariers Dohna beschmoren ihre An- zersplittert haben sich. hänger in den dringendsten Ausdrücken, doch nur ja jedes ungiltig waren Gefühl der Bitterfeit zurückzudrängen und einmüthig für den Grafen Dönhoff einzutreten. Auch der Kandidat der freifinnigen Boltspartei, ein Herr Anischewski, forderte seine Wähler auf, für den trotz aller schäbigen Mittel der Nationalliberalen haben unsere Grafen Dönhoff einzutreten, damit der Sieg des Sozialdemokraten Genossen in Mannheim und Ludwigshafen die Mandate verhindert werde. Mit der Sammelei begnügten sich die Ordnungs- gewonnen. Unser Mannheimer Parteiorgan kennzeichnet den Wahlkampf folgendermaßen: brüder aber nicht, vielmehr wurde in der unerhörtesten Weise auf die Landarbeiter eingewirkt. Erst wurde den „ Es hat alles nichts geholfen, Mannheim und Ludwigshafen Arbeitern, denen eine Stichwahl bisher unbekannt war, haben die Nationalliberalen an die Sozialdemokratie verloren. Der klärt, daß bei der Stichwahl die Arbeiter nicht noch einmal Schwindel der Nationalliberalen, daß das Zentrum, daß die Zentrumszu wählen hätten. Als dieser Schwindel durch ein von uns ver- leitung in Berlin, ja sogar der Papst den Katholiken befohlen habe, genügt. breitetes Flugblatt unmöglich gemacht wurde, sollten die Leute durch für den Nationalliberalen zu stimmen, hat nichts Drohungen eingeschüchtert werden. Trotz aller Machinationen haben Im Speherer Bezirk hatten die Nationalliberalen noch wir ungefähr 650 Stimmen mehr wie bei der Hauptwahl auf- Tage vor der Wahl, im Mannheimer Landbezirk am Wahltage selbst gebracht; es wurden 7252 sozialdemokratische und 9596 konservative riesengroße Plakate angeschlagen, auf welchen diese fauftdicken Lügen Stimmen abgegeben. Am Wahltag spielten Schnaps und Bier aur höheren Ehre des alleinjeligmachenden Nationalliberalismus allem katholischen Volke verkündigt wurden; in Mannheim hatten Für diejenigen, welche eine fleine nett ausgeführte Karte des wieder eine große Rolle. Unsere Genossen, welche auf dem Lande sie sogar unter Bruch ihres Ehrenwortes in letzter Stunde Stimm- westindischen Kriegsschauplatzes mit einer Uebersicht über die den der Wahlhandlung beiwohnen wollten, wurden in den meisten Fällen zettel von verschiedenem Papier fabrizirt; alle Künste der Beein Kriegsschauplatz begrenzenden Staaten befizen wollen, höchst unanständig hehandelt, in vielen Fällen gewaltsam aus dem Wahllokal entfernt. Der freisinnige Kandidat, der auf flussung wurden angewendet; in Friedrichsfeld wurden die Bahn- weniger Werth auf ein reichhaltiges Material an Ortsnamen legen, arbeiter in geschlossenen Haufen an die Wahlurne geführt; um ist das fleine Werkchen, das billiger ist, als andere Kartenwerke, seinem Gut Wahlvorsteher war, bewies seine Freifinnigkeit, daß er sonst: die Nationalliberalen sind geschlagen und das rothe Banner recht empfehlenswerth. unserem im Wahllotal anwesenden Genossen einen Stuhl ver- flattert zu beiden Seiten des Rheins über den Schwesterstädten was leistet die Mittelschule?( Mittelschul- Enquete der Wage weigerte, so daß derselbe während der acht Stunden stehen mußte. Mannheim und Ludwigshafen." Von bürgerlichen Parteien ist uns in diesem Kreise sicher nicht eine I. Haupttheil). Gutachten der Herren Univ.- Prof. Dr. B. Hatschet, Stimme zugefallen. Die 7252 für Schnell abgegebenen Stimmen Hofrath Prof. Dr. J. Schnabel 2c. 2c. 2c., mit den sich anschließentönnen wir vollzählig als sozialdemokratische bezeichnen. Das ist den Diskussionen. Herausgegeben von der Redaktion der Wage". ein glänzendes Resultat. In vielen Fällen zeigten die Landarbeiter, Redigirt und einbegleitet von Dr. Robert Scheu, VI und nachdem sie der Gutsherr hatte zum Wahllokal fahren lassen, ganz 138 S. 80. Preis i Krone( 85 Bf.) Wien. Kommissionsverlag offen, daß sie sozialdemokratisch wählen. Das geschah in allen Be- Ein Bund der Mittel- und Kleinmüller Deutschlands ist und Druck der Gesellschaft für graphische Industrie. zirken, wo Gutsherren, toll vor Wuth über das Wahlresultat, am in einer entsprechenden Versammlung in Leipzig gegründet worden. Diese Schrift geht zwar von österreichischen, speziell deutsch17. Juni Leuten gekündigt hatten. Die Leute, wohl wissend, daß Der Bund soll den 35 000 Mittel- und Kleinmüllern Deutschlands österreichischen Verhältnissen aus, ist aber in allen wesentlichen fie gebraucht werden, hatten dann sofort wegziehen wollen und der Gelegenheit zum engen Zusammenschlusse behufs Wahrung ihrer Bunkten auch werthvoll für die Beurtheilung der deutschen MittelArbeitgeber hatte dann flein beigeben müssen. Immerhin sind viele Berufsinteressen geben und als Gegengewicht gegen die Organisation schulverhältnisse, zum theil hat die Kritik an den österreichischen Ungehörigkeiten bei der Wahl vorgekommen, daß wir wohl hoffen der Großmehlfabrikanten sowie der Müllergesellen und Mühlen- Gymnasien wegen ihres modernen Schulplanes weniger scharf zu können, daß der Wahlprotest Erfolg haben wird. Wir werden mit arbeiter dienen. Bu seinen ersten Aufgaben sollen die folgenden sein als die an den deutschen Gymnasien. Wenn auch nicht vort den Rüstungen zur kommenden Wahl beginnen. gehören: Unternehmer- Verbände. B. aber allen in Frage kommenden Gesichtspunkten, so doch von einer Reihe ganz erheblicher aus hat die Enquete zu sehr fruchtbaren und werthvollen Ergebnissen geführt, sie ist ein fulturhistorisches Dokument für die Macht der Tradition und die Rückständigkeit unseres höherent Schulwesens. Wir können die gehaltreiche Schrift allen denen, die sich ernstlich für die Mittelschulreform interessiren, warm empfehlen. Eingelaufene Druckschriften. Im Kreise Labiau Wehlau, wo Genosse Haase mit 1. Petition an den Bundesrath bezw. Reichstag um Beseitigung dem Oberst von Massow in Stichwahl war, haben wir noch besser der Ausfuhrprämie für minderwerthige Mehle bezw. Aenderung der abgeschnitten. Genosse Haase erhielt 5478 Stimmen, das sind 1200 Typenmuster. mehr wie bei der Hauptwahl, der Konservative erhielt 7224, das 2. Petition an den Reichstag bezw. an die einzelnen Landtage find 1300 Stimmen mehr wie bei der Hauptwahl. Bon 1890 zu 93 um Einführung einer staffelförmig wachsenden Umsatzsteuer für die war die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen von 618 auf 1392 Großmühlenbetriebe. gestiegen. Die Freifinnigen sind auch hier zum größten Theil zu den 3. Ausarbeitung einer Denkschrift über die Lage des MühlenKonservativen übergegangen, die 1200 gewonnenen Stimmen haben gewerbes mit Anträgen zum Schuße der mittleren und kleinen wir durch die Agitation in den paar Tagen bis zur Stichwahl aufgebracht. Mühlen. Le Devenir Social. Revue internationale d'économie, d'histoire Auch in diesem Kreis ist in Einschüchterung der abhängigen Land- Das Kali- Syndikat scheint seinem Abschluß nahe. Das preußische et de philosophie. Paraît tous les mois en un fasc, de 96 pages arbeiter und direkten Ungeseglichkeiten großes geleistet. Ein Amts- Fiskalwert hat von seiner Betheiligungsquote noch etwas an das gr. in- So. Abonnement annuel: 18 fr.; Étranger, 20 fr, 16, rue Soufflot, vorsteher betonte z. B. in einer amtlichen Bekanntmachung, daß Haase Anhaltiner Wert abgegeben und wird sich so die Grundlage zu einer Paris. Sommaire du No 5( Mai). Salaire, Prix et Profits. Karl nicht gewählt werden dürfe. Umfangreiches Material zu einem Protest Verständigung finden. Die Werke Wilhelmshall und Hedwigsburg Marx. Quelques questions relatives aux dettes publiques. MasèAccidents du travail; pensions pour ist schon jetzt vorhanden. scheinen bereits sicher für die Sache gewonnen. Der Kontratt fol Dari. Législation ouvrière. Zu dem bedeutenden Zuwachs an Stimmen bei der Hauptwahl bis Ende 1901 dauern. Damit die Agrarier der preußischen Re- la vieillesse; émigration.( Italie). Filippo Virgilii. Le mouvement socialiste a l'étranger. Belgique( Huysmans). Angleterre ist die weitere Vermehrung bei der Stichwahl gekommen. Diese gierung gegenüber nicht rebellisch werden, ist die Vereinbarung ge-( Ch. B.). Russie( Pétroff). Pologne( Elehard Esse). Revue Zahlen zeigen, wie auch die Landleute immer mehr unseren Ideen troffen, daß der deutschen Landwirthschaft konzentrirte Düngersalze de Revues. La Revue Socialiste( Hubert Lagardelle). Neue zugänglich werden, daß der Sozialismus durchaus nicht halt macht bis 80 pet. Chlorfalium zu sehr billigen Preisen zur Verfügung Zeit( Es.). Revue Critique.- Gumplovicz: Sociologie et politique vor dem„ antikollektivistischen Bauernschädel". Bald werden die gestellt werden können. ( Elehard Esse). Notes Bibliographiques. Mikhailowsky. Junter in ihren alten ostpreußischen Besigständen bedroht sein; Magalhaes Lima. mußten sich doch jetzt schon eine Anzahl hochedler Grafen in der Stichwahl mit plebejischen Arbeitervertretern herumschlagen. Theorie und Praxis. Eine Beurtheilung der Kartellbildungen. Der eben vorliegende Jahresbericht pro 1897 des österreichisch- ungarischen Generalkonsulats in Berlin fligt nach einer allgemeinen Besprechung der Tehte Nachrichten und Depeschen. Fortschritte, welche die Industrie Deutschlands im verflossenen Jahre aufzuweisen hat, hinzu: Es mag nicht unerwähnt bleiben, daß einen nennenswerthen Antheil an dem Aufblühen einer großen *) Deutsche Partei, Konfervative und Bauernbündler. London, 27. Juni.( W. T. B.) Das Unterhaus nahm die dritte Lesing der ostindischen Anleihebill an. Die Freisinnige Vereinigung( Ridert und Genossen) brachten in der vorlegten Session des Reichstages einen Gesezentwurf ein zur Yokohama, 27. Juni.( W. T. B.) Das Kabinet Jto hat seine größeren Sicherung des Wahlgeheimnisses. Das war die Theorie. Entlassung genommen. Gleichzeitig hat Marquis Jto dem Wunsche In der Praxis wird anders gehandelt. Im Wahltreise Nostod, in **) Darunter aus dem 1. Wahlkreis 460 Stimmen für den anti- Ausdruck gegeben, alle seine Auszeichnungen und Ehrenabzeichen dem zuletzt Dr. Barth mit unserem Kandidaten Dr. Herzfeld in der niederzulegen. Stichwahl stand, wurden anläßlich der Stichwahl von seiten der Partei- semitischen Kandidaten. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 148. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dieng, 28. Juni 1898. Für den Wahlfonds gingen ein: Ein berwaister Budiker von Treptow durch Th. 3, Kringler 1, A. Friedrich, Malmö 16,50. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner und Sparverein Solidarität für die Musik in Rauchfangswerder am 19. 6. 10,-. Skatklub„ Hanſa" 3,-. M. S. 3,-. Tischlerei v. Sch., Petersburgerstr. 82 9,-. Rothe Buchbinder d. Buchbinderei Enders it. Ko., Mauerstr. 86/88 3,55. G. Seidel 1,-. Strafgroschen bei der silbernen Hochzeit des Gen. Heimann, Königsbergerstr. 1,70. Schreibmaschine 5, 8ur Reichstagswahl A. G. 3,- Dresden Löbtau 0,50. Chemikus 50,- Dr. N. M. 10, Von den Arbeitern der Pianofabrik von Schulze, Blumenstr. 70 10,30. Tischlerei Ball, Memelerstr. 4,30. Summa 134,85. Bereits quittirt 6032,90 m. Gesammtsumme 6167,75 M. Wie und wann ist ein Wahlproteft einzureichen. Zur Einreichung eines Wahlprotestes ist jeder Deutsche berechtigt, gleichgiftig ob er in dem Wahlkreise, auf den sich der Protest bezieht, wohnt oder nicht. = Zu beachten ist ferner, daß der Protest spätestens 10 age nach Eröffnung des Reichstages beim Reichstags= Bureau eingelaufen sein muß. Dagegen ist es angängig, Na ch träge zu dem Protest auch später einzureichen, doch können die selben nur Berücksichtigung finden, wenn in dem ersten Protest bereits auf den event. Nachtrag bezug genommen resp. derselbe angekündigt ist, oder wenn der Nachtrag sich als eine Ergänzung zu einem Protestpunkte erweist. Preis des Kilogramm Brotes wieder auf 50 Cent.( 40 Bf.) und mehr Seitens des Volfes hingegen: Gestorben 300, schtver verbesonders in den Gegenden, wo eine große Menge der Bewohner wundet 350, leichter verwundet 500, gefangen 2000. durchschnittlich nicht mehr als 75 Cent.( 60 Pf.) pro Tag zum Unter- Hinzufügen lassen sich noch folgende Gewaltsmaßregeln: Aufhalt für sich und ihre Familien verdienen. gelöst wurden: Die Arbeitskammer, das fozialistis Liebesträume zuckten durch den Volkskörper die Schauer des Aufruhrs. und das kleritale; alle politischen und wirthschaft. Der erste Mai nahte und in dem Lande der Madrigale und der fche Zentralto mitee, ebenso das republikanische Abgeordneten am 27. April. Die Regierung antwortete mit einem bindungen, wozu noch die Cooperativen, die Gesangs. „ Schafft den Getreidezoll ab", warnten nochmals die sozialistischen Lichen, den beiden ersten Parteien angehörenden Ver Unters und Unterhaltungsvereine zu rechnen sind. drückt wurden zirka fünfzehn Zeitungen, darunter der„ Secolo", tore cattolico"( flerifal), die„ Critica Sociale", die die Italia del Popolo"( republikanisch), der Offerba Lotta di Classe( sozialistisch). Achselzucken. Und nun brach der Aufruhr aus. des Mai überschwemmten der Schmerz, der Hunger, die Noth die Zuerst sporadisch, dann immer allgemeiner. In den ersten Tagen Straßen und flütheten über die Plätze von Livorno, Sesto Fiorentino, Piacenza, Terrara, Ascoli Rimini, Bagnacarallo, Pavia und viele andere Städte. Die Regierung antwortete, indem sie die Zollgebühr bis zum 30. Juni abschaffte( welche Maßnahme dieselbe Regierung acht Tage zuvor als unmöglich, als Landesruin erklärt hatte) und indem sie gleichzeitig die Hungernden niederschießen ließ!! In Livorno fiel, von einer landesherrlichen Kugel getroffen, der junge Republikaner Muzio Musst, Student der Rechte, Sohn des Vizepräsidenten der Kammer, gerade im Augenblick, da er der Menge Ruhe und Besonnenheit predigte! gewohnten Kreis von Fürsten, Senatoren, Abgeordneten und andern Und indessen feierte das Königspaar, umgeben von dem Barafiten fröhlich zu Turin den fünfzigsten Jahrestag der Befreiung Italiens!... " " Die Zahl der Gefangenen, über 2000, füllt die Kerker und das Kastell. Dies alles, selbstverständlich, nur in Mailand allein. In der Provinz und überhaupt durch ganz Italien schreitet man nun von Auflösung zu Auflöſung, von Arreſt zu Arreſt, von Unterdrückung zu Unterdrückung. Selbst die ängstlichsten radikalen Blätter sind beständig bedroht. Von unseren Abgeordneten sind gefangen: Turati, Bissos, la ti, Morgari, Nofri, Cofta. Pescetti mußte nach Montecitorio( ben Parlamentspalast) gehen und Rondani gelang tanischen Deputirten ist De Andreis verhaftet. es, über die Grenze nach Lugano zu flüchten. Von den republiDie militärische Dittatur ist natürlich im Dienst der monarchischen Des weiteren befinden sich im Kerker der Advokat Nomussi, Direktor des„ Secolo"; Gustavo Chiesi, Direktor der „ Italia del Popolo"; der Advokat Federici, Mitarbeiter Die Psyche des Mailänder Aufstandes. des gleichen Blattes. In Rom wurden sämmtliche RedaktionsUnd in Mailand? Die besseren ökonomischen Bedingungen mitglieder des„ Avanti" verhaftet. Augenblicklich wird das Blatt dieses großen industriellen und kommerziellen Mittelpunktes ver- von den Abgeordneten Enrico Ferri und Prampolini, ein Echo für ganz dieselben Bedürfnisse erweckt hätte; doch hinderten, daß der Rothschrei der anderen italienischen Städte hier unterstützt von einigen anderen Muthigen, redigirt. die Solidarität, ein Protest gegen eine solche AussaugeDas gedungene Heer. politit" und das erbitternde Schauspiel, welches das königliche Haus Bourgeofie, welche nun ihrer persönlichen Rache sowie ihrem Haß bot mit seinem Glanz von Uniformen und Festtoiletten angesichts der Ausgehungerten, begann den revolutionären Geist der Hand- gegen Parteien und Klaffen freien Lauf läßt. Während die Polizei in werkermassen aufzuregen. Taufende und tausende derfelben nahmen voller Willkür, ohne jede Formalität ihre Verhaftungen vornimmt, theil an der großartigen Versammlung vom 1. Mai und lauschten werden im Klub" der Mailänder Konservativen, wo allabendlich die begeistert der antimonarchischen Rede eines ihrer Führer. So lebhaft großen Thiere" sich um den Senator Gaetano Negri sammeln, die andere, allzu stürmische eines anarchistischen Heißspornes, und in Bava zum Unterzeichnen überreicht werden. Diefer thut weiter nichts diese Rede auch war, so proteftirte fie doch energisch gegen eine Brostriptionslisten geschrieben, welche dann dem Diktator- General" vollkommenster Ordnung löste die Versammlung sich hernach als die Anweisungen der Konservativen blindlings anzunehmen und wieder auf. letztere wiederum bedienen sich seiner wie eines gedungenen Handlangers. Unglaublich klingt es, daß der brave General sogar den humanitären Verein Loria auflösen ließ, eine Institution mit einem Kapital von zehn Millionen, die dazu diente, Unbeschäftigten Arbeit zu ver schaffen und die Kooperativen" zu unterstützen. Die„ Gemäßigten" liebäugelten längst schon mit dem hübschen Sümmchen und haben nun schnell die Gelegenheit benugt, um es an sich zu reißen!... Für den Wahlproteft empfiehlt es fich nur, wirklich gravirende Borgänge aufzunehmen und Nebensachen, welche auf das Endergebnis der Wahl ohne Einfluß sind, fortzulassen. Besonders überflüssig sind allgemeine Bemerkungen und Raisonnements über gegnerische Parteien oder einzelne Personen. Der Protest soll sich nur auf Thatsachen ſtüßen, diese aber in möglichst klarer und präziser Form unter Beweis stellen. Gerade durch das Ueberlasten der Wahlproteste mit nebensächlichen Dingen, zum Beispiel Niemand an jenem Tage ahnte die unmittelbare Gefahr eines daß kein verschloffenes Gefäß, sondern eine Schüffel oder gar eine Aufstandes, und welchen Aufstandes!.. Niemand vor allem von Zigarrenliste als Wahlurne diente, oder daß irgend ein Armengelb- all denen, die, inmitten der proletarischen Organisation lebend, ganz Empfänger mitgestimmt habe, wird der Fortgang der Wahl- genau wußten, daß keiner der Führer auch nur eine Ahnung der prüfungen ungemein erschwert. So ein behaupteter Armengeld- fommenden Ereignisse hatte. empfänger macht eine besondere Erhebung bei der betr. Behörde nothwendig und ist die Angabe richtig, dann ist das Facit, daß eine Stimme dem Gewählten abgezogen wird. Derartige Angaben haben also nur einen Sinn, wo die Wahl nur mit ganz geringer Mehrheit erfolgt ist. Wo das nicht der Fall, laffe man solche Seleinigkeiten fort. Es wird dadurch das Prüfungsgeschäft wesentlich erleichtert und der mit dem Protest beabsichtigte Zweck wesentlich gefördert. ist, scheint mir, ziemlich flar in dem Manifest dargelegt, welches von Wie geschah es?... Die Psyche des Mailänder Aufstandes uns Flüchtlingen dieser Tage an alle arbeitenden Genoffen und an alle ehrlichen Männer jeder Partei gerichtet worden ist. Beifolgend ein Auszug desselben: " Seit Jahren wird das italienische Volt von tiefem wirthschaft lichem Elend bedrückt; seit Jahren leidet es unter dem Joch eines verderblichen Abgabensystems und wird von einer Militärorganisation ausgefogen, die täglich das beste feiner Arbeit für sich beansprucht, Der Nachweis, daß durch die Konfistation der Stimmzettel oder ihm die Blüthe ſeiner Söhne entreißt, um sie für ihren militärischen durch die Siftirung von Stimmzettel- Wertheilern es unmöglich ge= und dynastischen Ehrgeiz in unvernünftigen Kriegen zu opfern. macht worden ist, an bestimmten Orten oder Bezirken Stimmzettel herrscht, wie die Räuber und Verschwender des öffentlichen Befizes Seit Jahren sieht das italienische Volt, wie die Immoralität rechtzeitig vor dem Wahltag oder an diesem zur Vertheilung zu jedem Angriff widerstehen und die Regierung des Landes fest bringen, genügt unter Umständen, die Wahl zu tafsiren. halten; fieht, wie unerhörte Willkürlichkeiten( wie die Tödtung Als unumstößlichen Grundsatz müssen die Protesterheber fest- Frezzi's) unbestraft bleiben und wie die öffentlichen Gelder in halten, mir wirklich Erweisbares anzuführen und die Festlichkeiten vergeudet werden, während die Reisarbeiterinnen von Zeugen für die Behauptungen in dem Proteste sofort an- Molinella streiken müffen, um sich ein„ Almofen" von 80 Cent.( 64 Pf.) pro Tag zu sichern. Es fieht endlich, wie die Beamten, Diener der Den Namen der Zeugen ist die genaue exekutiven Macht, unerbittlich alle diejenigen verurtheilen, welche zugeben. Adresse beizufügen. Angaben, die vom Hörensagen her- gegen eine solche Lage der Dinge zu protestiren wagen, während sie rühren, laffe man aus den Protesten lieber fort. Nicht der Umfang, bie hochgestellten" Berbrecher freisprechen! sondern die Begründetheit der in demselben enthaltenen Angaben geben dem Protest seinen Werth. Etwaige Beweisstücke( Stimmzettel, Flugblätter, Zeitungsartikel, Annoncen 2c.) sind dem Protest beizufügen. Dieser selbst ist: An den deutschen Reichstag, Berlin" zu addressiren. " Es empfiehlt sich, von Wahlprotesten, die an den Reichstag eingesandt werden, der sozialdemokratischen Fraktion eine Abschrift zugehen zu lassen. Obwohl der Zeitpunkt, bis zu dem die Einsendung des Wahlprotestes erfolgen muß, noch sehr fern liegt, empfiehlt es sich dennoch, schon jetzt das Material gewissenhaft zu sammeln. und Seit Jahren sieht das italienische Volk all diesem zu; seit Jahren muß es hören, daß dies alles als Ordnungsschutz", im Namen der Ordnung geschieht und weiter geschehen soll. Was Wunder, wenn der Begriff Ordnung und Recht in dieser Form dem Volfe eingeprägt durch dessen regierende Macht, dasselbe zum Widerspruch reizt, so daß es sich zeitweise gegen folch Aufstand vom Jahre 1894 in Sizilien und Massacarrara; so nur " Ordnungssystem" aufbäumt?. So, nur so erklärt sich der erklärt sich diese legte Volksbewegung, die, in verschiedenen Gegenden begonnen, in Mailand ihren Höhepunkt erreichte. " Das Benehmen der sozialistischen Partei. dieser Tage? Wie benahm sich unsere Partei gegenüber den Ereignissen Von ihren wiederholten Vorschlägen zur Abschaffung des Getreidezolles und für andere Verbesserungen sprachen wir schon. Wir möchten mun noch ganz besonders das Benehmen der Partei gegenüber dem un noch ganz besonders das Benehmen der Partei gegenüber dem Aufstand beleuchten. Also: Zu Ende April wurde in einer der gewöhnlichen Ver. dammlungen derselben in Vorschlag gebracht, eine öffentliche Demonnothwendig auch tros polizeilichen Verbots, andererseits warnte man fitration gegen die Brotvertheuerung zu veranstalten; lange und lebhaft wurde debattirt; einerseits glaubte man eine Demonstration vor unnüger Verzettelung der Kräfte und vor einem Konflikt gegen über der Reaktion, und schließlich wurde mit 600 Stimmen gegen 50 der Vorschlag zu Grabe getragen. In den ersten Tagen des Mai begannen die Unruhen wegen der Hungersnoth eine geradezu nationale Bedeutung anzunehmen und das Echo der Aufstände in den anderen Städten brachte auch die Boltsseele zu Mailand in Gährung. Die Vertreter der sozialistischen Vereine traten abends, den 4. Mai, nochmals zusammen, um über Lage der Dinge und ihre Verantwortlichkeit flargelegt und zugleich die Veröffentlichung eines Manifestes zu verhandeln, in welchem die bas arbeitende Volk aufgefordert wurde, sich um die sozialistische Fahne zu sammeln, um die sofortige Infraftsetzung einer ihrer durch das Volt das Land zu retten. Zugleich warnte man in jenent Forderungen( Herabfegung des Bolles 2c.) zu erreichen und damit Manifest vor der Theilnahme an den öffentlichen Demonstrationen und Gewaltakten. bekannt ist, durch die Berhaftung einiger junger Leute, welche jene Am 6. Mai brachen die ersten Tummulte aus, hervorgerufen, wie Der Aufstand dauerte vier Tage, vom sechsten bis zum neunten worden waren, austheilten. Die Partei selbst durch den Mund Manifeste der Partei, die von der Behörde fanttionirt Mai. Er entwickelte sich ungeordnet, impulsiv, oft tindisch und noch von Turati, Rondani und anderer sozialistischer Abgeordeten öfters heldenhaft, bekämpft und erdrückt von den Kavalleriechargen, versuchte nochmals Ruhe zu stiften, welche auch ohne Zweise! den Bajonetten, den Gewehrsalven, den Kanonen! Die vier Mailändertage Nicht heute ist die Stunde, um die Chronik jener vier Mailänder Militär unterstützt, sich immer herausfordernder und unvernünftiger wieder hergestellt worden wäre, wenn nicht die Polizei, vom die sozialistische Partei Italiens. heute sich wohl merken, daß die niedrigen Verleumdungen, mit gezeigt hätte. bete Gegenüber den wahrheitswidrigen Berichten, welche die welchen die Bourgeoisie seinerzeit die Errungenschaften der Pariser Freunde zusammen: Einige riethen zu einem neuen, zur Ruhe Morgens, den fiebenten Mai traten die einflußreichsten unserer monarchistische Presse in Italien, von den im Dienst der Regierung Kommune" beschmutzen wollte, auch dieses Mal versucht wurden, mahnenden Manifest, doch wollte man vorerst die Bersammlung, stehenden Telegraphenagenturen unterstützt, über die Vorfälle in um die sozialistische Partei und das Volk im allgemeinen herab- welche Abends stattfinden sollte, befragen. Mailand ausstreut, wenden die Mailänder Flüchtlinge sich an die zusetzen. Genossen aller Länder mit der Bitte, sie mit den nöthigen Mitteln, Doch die Wahrheit wird, früh oder spät, siegen; und obwohl später wurde die Barrikade von Porta Venezia aufgerichtet und vor allem durch die Presse, in der Feststellung der Wahrheit über die fast die gauze sozialistische und republikanische Bresse unterdrüdt brach der Aufstand in verschiedenen Theilen der Stadt aus, woVorfälle, unterstützen zu wollen.*) worden ist und den wenigen übrig gebliebenen Blättern der Maulforb durch die Einberufung einer Versammlung unmöglich wurde. Nun erachteten unsere Freunde es als ihre Pflicht, sich unter angelegt wurde; obwohl die Fäden unserer Verbindungen sämmt das Volk zu mischen und den Ereigniffen die Stirn zu bieten. Dies lich zerrissen worden sind und unsere besten Genossen fast alle im sterker oder in der Verbammuung schmachten, troß alledem können geschah auch bis zu der Stunde, da der Aufstand dem Erlöschen nahe wir heute schon mit vollen Beweisen widerlegen: 1. daß der Aufstand vorbereitet war, Die Ursachen des Aufstandes. " 2. daß sich derselbe durch Plünderungen entehrt habe, 3. daß das Volt bewaffnet gewesen. war, erdrückt durch 25 000 Soldaten! Doch eine Stunde Von unseren Deputirten, von Turati bis hinab zu dem gemäßigtsten Besucher sozialistischer Vereine wurde ein beträchtlicher Theil verhaftet; die anderen entgingen der Verhaftung mur, indem aur Sozialisten und Anarchisten zusammengerechnet! sie über die Grenze zu fliehen vermochten. In der Schweiz befinden sich nun ca. 300 Flüchtlinge, Repu Unter den verschiedenen Fragen, welche in dem sozialen Leben Italiens einer Lösung harren, steht seit 1897 diejenige über die Brotpreise obenan. Aus vielerlei Anzeichen ließ sich voraussehen, daß ein Zoll von 7,50 Fr. auf den Doppelzentner( 100 Stilo) Korn undurchführbar werden mußte. Jeder, der nur einigermaßen Fühlung mit dem Voltsleben, besonders in den Gegenden, wo noch geradezu mittelalterliche Produktionsformen bestehen, hat, mußte er Corriere della Sera", welches der sozialistischen und Das Organ der industriellen Bourgeoisie Oberitaliens, der kennen, daß der Winter nicht ohne Unruhen verlaufen würde. republikanischen Partei unerbittliche Fehde geschworen, während es Die fozialistischen Abgeordneten, als eifrige Vorposten, brachten in den außerordentlichen Kommissar, General Bava Beccaris, in Wie verleumdungen. Es lebe der Sozialismus! der Kammer einen Antrag auf Abschaffung der Getreidezölle ein und den Himmel erhebt, schreibt über die Bewegung der Landverlangten in vollkommen forretter Form eine Berringerung der bewohner:" Daß die Bewegung bald aufhören muß, läßt gierungen, haben auch Euch vorgefaselt von fequeftrirten sozialistischen Freunde! Die Telegraphenagenturen, im Dienfte der Re Bölle im allgemeinen. Auf der äußersten Linten stimmten die sich aus dem gänzlichen Mangel an Führung und Gliederung Plänen, von längst geschmiedeten Verschwörungen im Verein mit Vertreter anderer Volksparteien, nämlich die der Radikalen und Re- derselben folgern. publikaner, den Sozialisten bei. Doch die Vertreter des Land- bezeichnen seitens der Tumultuanten keinerlei vorbedachten die Lüge war von jcher die große. Waffe des Hauses Savoyen. Die gestern vorgefallenen Zusammenstöße anderen monarchiefeindlichen Parteien. Dies alles ist Lüge! Und besiges und besonders jene wenig ehrenwerthe Gruppe der plan. Die Barrikaden wurden ohne taltische Berechnung aufsogenannten Agrar- Abgeordneten vertheidigten ihrerseits energisch gerichtet und ohne Widerstand in Stich gelassen. Mit Ausnahme Sozialisten in Sizilien, wie da die Agenturen in die ganze Welt Man erinnere fich 1894, am Tage nach der Verhaftung der die Schutzölle im Namen der nationalen Ackerbau- Interessen. Und weniger Revolver bemerkte man feinerlei Feuerwaffen noch Explosions- ausstrenten, es feien den Behörden die Beweise von Verdie große Mehrheit der Kammer gab ihnen recht. material in den Händen der Angreifer. Die Zusammenstöße ge- schwörungen, von Aufreizungen zur Revolution in die Hände geAls die Dezembernebel niedersanten und die Brotpreise auf schahen planlos, ohne Zusammenziehung der Kräfte. Anführer, die fallen! Als es aber zum Prozeß kam, war keiner der gerühmten 45-50 Centesimi das Kilogramm stiegen, erhoben sich Tumulte den Aufstand geleitet hätten, wurden nicht gesehen; ebensowenig Beweise aufzubringen, und die Verurtheilung von Barbato und in verschiedenen Städten, besonders in Süd- und Mittelitalien: ließen sich Proflamationen, die der Bewegung eine bestimmte Rich De felice läßt sich als reiner Racheatt bezeidhmen, der zwei in Ancona baute man die ersten Barrikaden. tung dann fand die Regierung des Marquis di Rudini es an der ng gaben, entdecken, noch hörte man Ausrufe politischer Färbung Jahre später durch wiederholte Amnestien ausgemerzt werden mußte, und die einen bestimmten Zweck bekunden konnten." Was wird dieses Mal das Kriegsgericht in Mailand vollbringen? Zeit, sich mit der Frage zu beschäftigen und angesichts der aus- Um das Landvolk als Diebesbande zu kennzeichnen, verbreitete Die fäbelrasselnden Herrlein, denen die Regierung aufgetragen hat, brechenden Tumulte ließ er, infolge töniglichen Dekrets, den Ge- die offiziöse Presse im Verein mit den Telegraphenagenturen die über den kräftigsten und intellektuellsten Theil italienischen Freiheits treidezoll von 7,50 Fr. auf 5 Fr. herabsetzen, indem er den Verfall- Nachricht von der Plünderung des Palastes des Marquis Saphorito geistes als Richter zu sitzen, werden ihre Urtheilssprüche mit ihrem termin der Ermäßigung auf den 31. Mai feftfette. Später ver- auf dem Korso Porta Venezia, wo die ersten Barrikaden auf Schwert niederschreiben? Doch auch trotz der blutigen Mailänder längerte die Kammer die Verfallfrist auf den 30. Juni. gerichtet worden. Der Verivalter des Hauses Saporito erklärt diese Tage wird es nicht gelingen, uns einzuschüchtern, noch den schicksalNachricht für absolut falsch: die Aufständischen begnügten sich damit, fchiveren Lauf der Geschichte zu hemmen. einige schwere Möbel zum Barrikadenbau auf die Straße zu schleppen. Doch lam die Maßnahme zu spät, unt verhindern zu können, daß die private Spekulation durch geschickte Manöver die Vorzüge der Preisermäßigung wieder zunichte machte. Gegen Ende April stieg der *) Uns liegt dieser bemerkenswerthe Artikel seit Wochen vor. Da der Wahlkampf aber die Aufmerksamkeit der deutschen Leferivelt völlig absorbirte, haben wir gerade im Interesse der Wirkung dieses Artikels seine Veröffentlichung bis heute verschoben. Was num die Waffen betrifft, welche unter das Volk vertheilt worden sein sollen, so liegt hier die Bilanz des Aufstandes vor, ein flarer Beweis, daß dasselbe unbewaffnet gewesen. Seitens der regulären Truppen zählt man: Von Soldaten: Gestorben 1, verwundet 20, gefangen Hätten wir dem Aufstand mit vollem Wissen und Wollen beigewohnt, so würde er auch einen Kopf und eine Fahne gehabt haben und wenn Waffenwillffir an der Spitze der Revolutionen stünde, so würde heute nicht die Bourgeoisie Siegerin über Adel und Klerus sein, und diejenigen vom Hause Savoyen hätten nicht von„ bezahlten Herren" des Piemonts zu bezahlten Herrschern von 31 Millionen Italienern erhoben werden können! Angiolo Cabrini. " Partei- Nachrichten. Wie der Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gewerkschaftliches. Lokales. der Franzöfifche Streits im Jahre 1897. Das Arbettsamt vor einiger Zeit ant, war damals zum Zwede weiterer BewetsEin konservativer Nadelstich. berzeichnet für das verflossene Jahr 356 Streiks, darunter 1 Aus- erhebung vertagt worden. Am 22. Juni sollte sie zu Ende geführt Beobachter" meldet, ist dem sozialdemokratischen Gemeinderaths( 61 623 Männer, 4106 Frauen und 3146 Minderjährige), welche in wahl mit unserem Genossen üt genau zu unterziehen. Eine Chenmizer sperrung, mit einer Gesammtzahl von 68 875 Theilnehmern werden. Am 24. Juni aber hatte sich Herr Hilb der Stich mitglied Albin Werner im Dorfe Breitenbrunn bei 2568 Unternehmungen beschäftigt waren, davon 65 Attienbetriebe. tigliche Sache, solch Johanngeorgenstadt von der Amtshauptmannschaft die Ausübung Die Zahl der verloren gegangenen Arbeitstage beträgt 780 944, ein Aber ein ein Termin kurz vor der Stichwahl! Schicksal hat Herrn Hilbek gnädiges vor der Polizei- Aufsicht verboten worden, weil er als sozialistischer schließlich der 60 433 Arbeitstage, welche 5999 nicht streifenden, aber voraussichtlichen Verurtheilung vor der Wahl bewahrt. Er hat Agitator" thätig gewesen sei. vom Streit passiv mitgetroffenen Arbeitern entgingen. Die durch- nämlich in der ganzen langen Zeit anscheinend nicht rechtschnittliche Streifdaner pro Arbeiter beträgt 101/2 Tage, die geringste zeitig einen Vertheidiger finden können. Im Termin erklärte nun Vom Landgericht in Halberstadt wurde der Redakteur streiften 15 489 Personen, nahezu ein Viertel der Gesammtzahl der informiren können und müsse daher Vertagung beantragen. Und Ziffer in den letzten fünf Jahren. In den 65 Attienbetrieben allein fein Vertheidiger, er habe sich in der kurzen Zeit nicht genügend der Arbeiter- Zeitung", Genosse Emil Meyer, wegen Beleidigung Streifenden im Laufe des Jahres. der Potsdamer Straffammer zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. angesichts dieser betrüblichen Thatsache fühlte der Gerichtshof mensahGenosse Karl Künne, früherer verantwortlicher Redakteur in 2178 Betrieben und 644 168 Streiftage oder 13 1/2 Tage profich. Herr Hilbek will im Reichstag auch die Interessen der Arbeiter Im Jahre 1896 zählte man 476 Streits mit 41 851 Streifenden liches Rühren und beschloß Vertagung. Und alle Gerechten freuten desselben Blattes, hat am 24. Juni die viermonatige Gefängnißstrafe Streifenden. angetreten, die ihm wegen Militärbeleidigung auferlegt ist. Er hatte vertreten. Wie reimt sich das mit seiner Handhabung der Obervom Ersten Staatsanwalt, dem Geheimen Justizvath Schöne, gesprochener Weise mehr Großbetriebe und war minder ausdauernd Die Streitbewegung des Jahres 1897.betraf demnach in aus aufsicht über die Arbeiterschutz- Vorschriften auf seiner Zeche? einen Aufschub von 24 Stunden, und zwar bis zum Abend des als im Jahre 1896. Der Rückgang der Streitzahl im Vergleich mit 24. Juni erwirkt, wurde aber trotzdem am Vormittag dieses Tages 1896 rührt fast ausschließlich von der Textilindustrie her, wo man berhaftet und konnte infolge dessen nicht an der Reichstagsstichwahl 1897 82 Streits zählte gegenüber 197 im Jahre 1896. Das giebt theilnehmen. einen Begriff von der verschlechterten Geschäftslage dieser Industrie. Das übliche Sozialistenwetter, welches an den beiden Tagen Auf die einzelnen Arbeitszweige vertheilen sich die Streiks der Reichstagswahl die Berliner allerdings ebenso trog, wie das und die Streifenden wie folgt: Landwirthschaft, Forste und Wahlglück, hat uns am Sonntag auf dem Müggelschlößchen Fischerei 4,1 pct. der Streiks und 30,6 pCt. der Streikenden, Bau- im Stich gelassen. Es regnete Bindfaden, wie man sagt. Trozz Industrie 16,3 pCt. und 22 pet., Textilindustrie 23 und 12 pet, alledem hatten sich zu dem großen Parteifest, das wie alljährlich im Kohlengruben 4,4 und 9,7 pct., Metallindustrie 16,8 und 6,8 pct., Juni, so auch vorgestern begangen wurde, die Genossen und GeSteinbrüche 2,1 und 41/2 pct., Holzindustrie 10% und 5,7 pet. nossinnen in hellen Schaaren eingefunden. viele ihrer u. a. m. waren, ist ja schwer zu sagen; aber wenn ein gegnerisches Die Ursachen der Streits waren: Lohnerhöhung 52 pCt. der Blatt die Zahl der Theilnehmer auf 20 000 Personen schätzt, Streits und 69 pct. der Streifenden, Abwehr gegen Lohnherabsetzung so ist das bei weitem zu niedrig gegriffen. Und es ging trop Sturm 11 und 3,9 pct., andere Lohnstreitigkeiten 9,3 und 17,2 pet., Ber- und Regen. Die Bahnverwaltung hatte 42 Extrazüge eingestellt, fürzung der Arbeitszeit unter Aufrechterhaltung oder Erhöhung des die Sterndampfer waren voll besetzt, ja auf großen Oberfähnen, die Lohnes 7,6 und. 8,2. pCt. Dazu kommen eine Anzahl anderer von Schleppern gezogen wurden, ging es dem Friedrichshagener Forderungen, die meist mit der einen oder anderen der angeführten Feste entgegen. Die vorzügliche Schand- armerie der Parteigenossent drei Hauptforderungen zugleich gestellt wurden. Es seien nament- gab eifrig acht, daß die frohe Laune durch das Unwetter nicht verlich erwähnt: Forderung der Aufhebung des Stücklohnes oder Kampf Borben wurde; und wer etwa doch ein böses Gesicht machte, sei gegen dessen Einführung 2,8 pet. der Streifs und 0,75 pet. der es wegen des rieselnden Regens oder wegent des Streifenden, Personenfragen 20,7 und 25,3 pct., also die zweit- günstigen Wahlausfalles im zweiten und fünften Berliner wichtigste Ursache nächst den Lohnforderungen. Der Prozentsatz des Reichstags- Wahlkreise, der wurde durch das wißige Festarrangement Erfolges ist dagegen bei den Personenfragen am geringsten. und durch das Gelöbniß der Teltower und Nieder- Barnimer Bauern, daß sie sich zur Stadtagitation organisiren und so die jetzt in den Händen der Feinde befindlichen Wahlkreise schon wieder zurückerobern wollten, bald wieder fidel gemacht. Das Fest nahm bei all der Ungnade, mit der uns der Himmel bedacht hatte, den beften Verlauf ist es doch nachgerade ständige Einrichtung geworden, daß man von oben zu unserem Spaß das Donnerwetter über uns losläßt. Berlin und Umgegend. " Achtung, Vergolder! Die Kollegen werden dringend ersucht, fich an der Einzeichnung in die Listen zur Gewerbegerichtswahl voll zählig zu betheiligen. Die Stellen, wo die Listen ausliegen, sind an den Anschlagsäulen, ebenso im Vorwärts" ersichtlich. Ebenso liegen Listen im Arbeitsnachweis beim Kollegen Köp nit aus. Der legte Termin zur Eintragung ist Donnerstag, den 30. d. M. Thue jeder Kollege seine Pflicht! Der Bevollmächtigte der Filiale Berlin. Emil Oehlert. Achtung, Steinarbeiter! Da gegenwärtig bei uns keine Inmung besteht, so sind wir in die Lage versetzt, mis bei den Gewerbegerichtswahlen zu betheiligen. Bis zum 30. Juni muß ein jeder in die Wählerliste eingetragen sein und wird am selbigen Tage die Aufnahme geschlossen. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, sich daran zu betheiligen. Auf alle größeren Plätze sind Formulare zur Aufnahme in die Wählerliste hingesendet worden. Sollten diese nicht auslangen, so bitte ich die Kollegen, sich an die Stellen zu bemühen, die im„ Vorwärts" am letzten Sonntag veröffentlicht worden sind oder zu mir. A. Kleinert, Schöneberg, Sedanstr. 11/12. Der Ausgang der 356 Streiks: 68 Streits mit 19 838 Theil nehmern in 237 Betrieben waren erfolgreich, 122 Streits mit 28 767 Theilnehmern in 1564 Betrieben endeten mit einem Ausgleich, Von der Firma Guttfeld, Andreashof, erhalten wir eine 31-166 Streits mit 20 270 Theilnehmern in 767 Betrieben waren er schrift, in welcher gesagt ist, daß das in Nr. 145 über betreffende folglos. Eine ziffernäßige Bestätigung der Thatsache, daß größere schrift, in welcher gesagt ist, daß das in Nr. 145 über betreffende Streits mit mehr Theilnehmern in größeren Betrieben am aussichtsFirma Mitgetheilte den Thatsachen nicht entspräche. reichsten sind, weil diese Bedingungen gewöhnlich mit einer besseren gewerkschaftlichen Organisation zusammenfallen. Deutsches Reich. " Der Prozentsatz der Erfolge war 1897 geringer als 1896 in bezug auf die Zahl der Streiks, aber höher in bezug auf die Zahl der Streifenden. Das zeigt uns folgende Zusammenstellung: Streits Streitende Ergebnisse Erfolg Ausgleich. Mißerfolg 1896. in pct. 1897 24,58 in pet. 19,10 1896 in pet. 23,23 • 25,63 49,73 34,27 46,63 34,21 42,56 1897 in pCt. 28,80 29,43 41,77 11 trieb, 222 bis 5 Betriebe, 206 bis 10 Betriebe, 14 Von den 356 Streiks des Jahres betrafen 276 je einen einzigen Bezugezogenen alleinstehenden jungen Mädchen aller Berufsarten gebis 25 Betriebe, 6 26 bis 50 Betriebe, 4- 51 bis 100 Betriebe. 234 Streits dauerten eine Woche oder weniger, darunter 73 einen Tag oder weniger, und 401 bis 2 Tage. Boziales. Wenn Zum Hamburger Bäckerstreik. Insgesammt arbeiten jetzt fachen Arbeitsgebieten, die der Polizei überwiesen sind, ist in Berlin Wozu sich die Polizei gebrauchen läßt. Zu den mannig rund 400 Gesellen zu den neuen Bedingungen, das sind etwa 40 pct. in letzter Zeit noch ein neues gekommen. Die Berliner Polizei giebt der bis vor Ausbruch des Streits beschäftigt gewesenen Gehilfen. Verschiedene Bädermeister haben die 1000 m. Konventionalstrafe die Adressen der zuziehenden jungen Leute an gewisse fahren lassen und haben die Forderungen bewilligt, um ihr Geschäft Bereine, die den betreffenden Personen dann einen ihrer Agenten nicht zu grimde zu richten. Die Brotausträger aus den bewilligten auf den Hals schicken und sie zum Besuche ihrer Ver Bäckereien sind von dem Gewerkschaftskartell mit einer Legitimation sammlungen einladen lassen. Dem„ Verein zur Fürsorge für versehen worden. An die Frauen wird im„ Echo" besonders die weibliche Jugend" sind auf diese Weise, wie der„ Reichsbote appellirt, die Streifenden dadurch zu unterstützen, daß sie kein Brot mittheilt, bereits aus 20 verschiedenen Revieren der Stadt die neu aus solchen Bäckereien entnehmen sollen, welche nicht bewilligt haben. In dem Aufruf heißt es u. a.: Zum Reichstag wählen dürft meldet worden. Die Mädchen sind von den Helferrinnen des Ihr nicht, aber Euren Brotmann wählen dürft Ihr! Was wollen Vereine zu kommen. Ausgegangen ist diese Idee von den Berliner Vereins besucht und aufgefordert worden, in die Jungfrauendie Bäcker- und Konditorgesellen, die unser täglich Brot und die Jünglingsvereinen. Diese erhalten, wie wir schon vor mehreren ,, Leckerlis" für die Feinschmecker im Schweiße ihres Angesichts in saurer Nachtarbeit backen müssen? Sie wollen nicht Lohnfragen haben denselben Prozentsatz an Streiks verursacht, wöchentlich zweimal die Adressen aller nach Berlin zugezogenen jungen Monaten mitgetheilt haben, bereits seit dem vorigen Jahre mehr länger als schlechtgenährte, mißachtete Hausthiere" ihre wie in den früheren Jahren: 223 Streits( 62,64 pet. der Männer zwischen 15 und 21 Jahren von der Polizei zugestellt und Füße unter des Herrn Meisters Tisch" stecken. Sie wollen Gesammtzahl) mit 50 607 Theilnehmern( 73,47 pet.) und 620 626 lassen gleichfalls die ihnen gemeldeten Personen zum Besuch ihrer schlecht und recht, wie andere Arbeiter auch, ein Stübchen und Streiftage. ein fauberes Bett haben und wollen endlich auch, als Männer, das Die Staatsgewalt griff mit ihren Richtern zu gunsten der Unter Jünglings- und Jungfrauenvereine verstehen, die bereitwillige Versammlungen auffordern. Man sieht, wie vortrefflich es die natürliche Selbstbestimmungsrecht über ihren Magen und ihre Frei- nehmer. in 18 Streifs cin. Insgesammt wurden 170 zuchtpolizei Bolizei in den Dienst ihrer privaten Interessen zu stellen. stunden ausüben dürfen. Viele Male haben die Besten unter ihnen gerichtliche Strafen wegen Verlegung der Arbeitsfreiheit" u. dergl. Die Arbeiter- und Arbeiterinnen- Organisationen versucht, sich und die vielen Tausende ihrer verftlavten Kollegen aus gefällt, darunter 40 Strafurtheile im Weberstreit zu Condé- sur- die Polizei um dieselbe Gefälligkeit der Adressen- Zuweisung ersuchen dieser total veralteten Sklaverei zu befreien- den so tief Darnieder- Noireau, 30 im Kohlengräberstreit zu Grand' Combe, 29 in Maurergehaltenen war's nicht möglich der„ Meisterring" hielt sie zu fest streit zu Lyon. wollten, wir möchten die Antwort nicht sehen, die darauf erfolgen umspannt. Nun wohl, Ihr Frauen des Proletariats, mun zeigt würde! Natürlich tragen die Organisationen der Arbeiterklasse nicht einmal, ob Ihr den mächtigen Ring nicht sprengen könnt! Was das geringste Verlangen nach einer solchen Unterstützung, und sie wollen die Herren Meister denn machen, selbst wenn die vielen haben sie auch garnicht nöthig. Sie gedeihen und schreiten hundert gelernten streifenden Bäckergesellen durch herangeholte 3nzug ist ftreng fernzuhalten! Diese Aufforderung, von den vorwärts nicht mir ohne polizeiliche Hilfe, sondern sogar trotz Arbeitswillige ersetzt" wären wenn Ihr mit Mann und Kindern Arbeitern als ein wichtiges gewerkschaftliches Kampfmittel Hoch- der Hindernisse, die ihnen die Polizei allent= das von ihnen hergestellte Backiert nicht eßt?" geschäßt, veranlaßt manche Staatsanwälte immer und immer wieder halben in den Weg legt. Der unvermeidliche Arbeitgeber- Verband Ham zu dem Versuch, Prozesse wegen groben Unfugs" anzustrengen. Da Prostitution und Straßenhandel sind Erscheinungen im burg- Altona", derselbe, der schon während des Hafenarbeiter- ist es nun von Wichtigkeit, festzustellen, daß sogar ein Blatt a mt öffentlichen Leben, welche, obgleich in der heutigen Entwicklung der Ausstandes sein Wesen trieb, hat nun ebenfalls Stellung zum Streitlichen Charakters eine dem Sinne nach gleiche Aufforderung Gesellschaft wurzelnd, von dieser doch als ein äußerliches Uebel beder Bäcker genommen. Er erläßt in den Hamburger Blättern einen ebenfalls zu demselben Zwecke verwendet, wie die Arbeiter. Man trachtet und mit äußerlichen Mitteln bekämpft werden. Sie haben Aufruf, in dem behauptet wird, daß der Streit durch genügenden schreibt uns: an sich zwar nicht das geringste mit einander gemein, sondern werZuzug von Arbeitsfräften erledigt sei. Um der sozialistischen Macht- Das Zentralblatt der Bauverwaltung", das den von gewissen Leuten nur miteinander in den gleichen Topf ge= frage"( gemeint ist der Boykott) entgegenzutreten, werden die bürger- amtliche Organ für Staatsbauwesen, bringt in seiner Nummer vom worfen, weil ihre Vernichtung von einem und demselben Wunderlichen Kreise Hamburgs aufgefordert, die gesperrten Bäckereien in 18. Juni d. J. eine Zuschrift aus Köln, worin die Art und Weise doktor erwartet wird. Der Wunderdoktor, dessen Hilfe man in Andiesem Kampfe zu unterstützen und ihren Bedarf an Brot ausschließ- besprochen wird, wie der Magistrat daselbst die Stadtbaurath- Stelle spruch nimmt, ist die vielseitige Polizei. Mit Polizeiverordnung lich von diesen decken zu lassen. für den Tiefbau besetzen will. Der bisherige Juhaber dieser Stelle, glaubt man alle sozialen llebel heilen zu können. Und der WunderIm ganzen steht der Streit für die Arbeiter günstig; die Geh. Baurath Stübben, der die großartigen Hafenbauten und die doktor verordnet denn auch nach besten Kräften den Wünschen der Hauptsache bleibt, daß der Zuzug abgehalten wird. Stadterweiterung leitete, war Beigeordneter und hatte Auftraggeber entsprechend, natürlich mit negativem Erfolge; so bei Der Braunschweiger Maurer- und Bauarbeiter Streit hat jezt fein Amt niedergelegt. als solcher Siz und Stimme im Magistrat. Stübben der Prostitution, so beim Straßenhandel. Die Polizei hat gegen ift auf unbestimmte Zeit vertagt, da es augenblicklich nicht möglich als Ersatz für diesen hervorragenden Techniker nicht etwa einen Gleichwie man es vordem fertig gebracht hat, die öffentliche Prostitution Der Magistrat sucht mun beide nur ein Universalmittel: Die lokale Ausweisung. war, bei allen Arbeitgebern die gestellten Forderungen zu erreichen. Mann, der wiederum im Magistrat Sig und Stimme zu be- aus den feinen" Stadtvierteln, d. h. aus ihrer eigentlichen NahrungsDer Zuzug nach Braunschweig ist bis auf weiteres anspruchen hätte, sondern er hat vielmehr die Stelle eines Stadt- stätte, zu verdrängen, so hat man allerdings dieses Univerſalmittel noch streng fernzuhalten. Alle Anfragen sowie etwaige banraths für Tiefbau, das heißt eines Gemeinde- Unterbeamten, auch gegen den Straßenhandel zur Anwendung gebracht: durch Geldsendungen find an Fr. Wagener, Wendenstr. 45, zu richten. zur öffentlichen Bewerbung ausgeschrieben. Alle arbeiterfreundlichen Blätter sind um Abdruck gebeten. Es versteht sich von Polizeiverordnung ist der Straßenhandel in der mmmittelbaren Nähe In Hanan hat sich eine Vereinigung sämmtlicher Bau nicht blos der Stand, sondern auch sachlich die Interessen des heilmittels ist in beiden Fällen die gleiche. Die öffentliche Proselbst, daß mit dieser Herabdrückung des Technikers unter die Juristen der Markthallen verboten worden. Die Wirkung dieses UniversalUnternehmer, Maurer- und Zimmermeister gebildet. städtischen Bauwesens geschädigt werden; andererseits erhält stitution ist in den verbotenen Stadttheilen nicht mehr äußerlich Diese beschloß, den streikenden Zimmerleuten eine Lohnaufbesserung der Stand der höheren Techniker damit von 2 Pf. zu bieten. auch einen Fuß- sichtbar, hat sich aber dafür nach anderen Orten hingezogen und Die ausständigen Zimmerergesellen hielten tritt nach dem Grundsatz: nun eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, die gestellten feit " Der Mohr hat seine Schuldig tritt hier vielleicht noch unangenehmer in die Erscheinung, als es gethan"!( Die großartigen neuen Bauwerke Forderungen hoch zu halten, insbesondere darauf zu dringen, daß haben zu den bekannten Feierlichkeiten vor furzer Zeit erst Anlaß ist es genau daffelbe. Erreicht ist zwar worden, daß die Markthallen Kölns an den verbotenen Orten der Fall war. Mit dent Straßenhandel die den Meistern gedruckt überreichten Forderungen unterschriftlich gegeben.) anerkannt würden. " V in angenteffenem Umkreise frei gehalten werden, dafür hat sich mun Das Zentralblatt der Bauverwaltung" empfindet die Zurücksetzung der Straßenhandel in respektvoller Entferming von den Markthallen Der Streit der Dachdecker in Münster dauert fort; ein des höheren Techniferstandes so sehr mit, daß es den Arbeiter in die Neben- und Seitenstraßen hingezogen und bewirkt hier dieMeister hat bewilligt. Zuzug ist fernzuhalten. Sendungen sind zu Aufruf: Zuzug ist fern zu halten" mit den Worten unischreibt: selben Folge Erscheinungen, wie vordem vor den Marktrichten an E. Düren, Schlosser, Bevelinghofergasse 8 I. " Fachgenossen, die es mit der Hebung des technischen Berufes hallen. Waren es früher die Markthallenstand- Inhaber und die„ seßEin Theil der gemaßregelten Verglente vom Erzgebirg. eruſt meinen, werden sich um die ausgeschriebene Stelle nicht be- haften Händler, welche gegen den Straßenhandel zeterten und wetterten Steinkohlen- Aktienverein in Zwickau will noch die Vermittelung werben, mag sie ihnen auch in mancher Beziehung begehrenswerth und sich diese unliebfame Konkurrenz vom Halfe zu schaffen trachteten, so des königlichen Bergamts anrufen, unt womöglich die Maßregelungen erscheinen." find es jetzt die Geschäftsleute der Neben- und Seitenstraßen, rückgängig zu machen; auch soll der Stadtrath ersucht werden, Und mit offenbarer Genigthing fest dann die Schriftleitung welche jept der Segnungen des Straßenhandels theilhaftig werden, Sammlungen für die Familien der Gemaßregelten zu gestatten. Die des Blattes hinzu: Wie uns mitgetheilt wird, hatte sich bis zum die sich durch die von den Markthallen vertriebenen ungebetenen Humanität der Wertsverwaltung hat sich darin im schönsten Licht ge- 16. d. Mts. noch kein Bewerber zu der unterm 3. d. Mts. aus- Gäste moleſtirt und in ihren Geschäften beeinträchtigt fühlen. zeigt, daß neben tüchtigen fräftigen Arbeitern auch solche mit ent- geschriebenen Stelle gemeldet." Auch sie wollen sich die Eindringlinge vom Halfe schaffen, und lassen worden sind, welche sich auf dem Werke Knochenbrüche, Leib- Das Zentralblatt der Bauverwaltung" wird vom preußischen von neuem ertönt das grimmige Feldgeschrei: Auf zum Kampfe schäden 2c, geholt und in absehbarer Zeit vielleicht hätten invalidisirt Ministerium der öffentlichen Arbeiten herausgegeben. gegen den Straßenhandel! Fort mit den Straßenhändlern vor werden müssen. Einer der Entlassenen, der mit in die Lohnkommission Die Redaktion dieses Blattes handelt ganz richtig, die Interessen unseren Thüren! Und begeistert stimmen die Konkurrenten, die gewählt worden war, hat dem Werke seine Sträfte 32 Jahre geopfert. der höheren Techniker in dieser entschiedenen Weise wahrzunehmen. feßhaften" Händler, wie auch die um ihre Wiethseinnahmen besorgten Der erlittene Fehlschlag hat aber vielen die Augen geöffnet. An- Daffelbe gute Recht, vor Zuzug nach Arbeitsstätten zu warnen, hat ausbesizer" in diesen Kampfruf mit ein. Die Heyze fängt meldungen zum Verband der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter aber auch die Arbeiterpresse. Diese aber wird in derselben nun wieder von vorne an. Was hat nun die polizeiliche Wunderkur finden in jeder Versammlung zahlreich statt. Sache fortgesetzt mit Prozessen heimgesucht. genügt? Nichts, gar nichts! Im Gegentheil! Der Vortheil, den Wegen Nichtbeachtung bergpolizeilicher Vorschriften stand, die Markthallenstand- Juhaber durch die Verbannung des Straßenhandels wie die" Rheinisch- Westfäl. Arb.- 3tg." berichtet, am 22. Juni der aus ihrer Nähe haben, wird aufgewogen durch die dadurch verursachten Der Ausstand der Bäckereiarbeiter von Graz ist mun Gruben direktor und jezige Reichstags- Abgeord- Nachtheile anderer Interessenten, und während das Marktgewühl in der erfolgt; 400 Gesellen sind daran betheiligt. Die Meister suchen nete Hilbck vor dem Schöffengericht in Dortmund. Aus Nähe der Markthallen nicht weiter auffiel und befremdete, so ist dies jetzt Ersatzkräfte aus Wien heranzuziehen. Anlaß des großen Massemunglücks auf Zeche Kaiserstuhl, in den durch den Straßenhandel offupirten Straßen um so mehr der Aus der Schweiz. Die Friseurgehilfen stehen an allen Schacht II, hatte die Bergpolizei über mehrere Beamte eine Geld- Fall. Wem soll die Polizei nun recht thun? Was dem einen nützt, größeren Orten der Schweiz in einer Bewegung für den Ladenschluß strafe verhängt, weil die vorgeschriebene Berieselung des Kohlen- das schadet dem anderen, und das Grundübel bleibt bestehen. Troyan Sonntagen mittags 12 hr. In Zürich haben bereits staubes nicht erfolgt war. Die Unterbeamten haben die dem also die polizeilichen Wunderkuren durchaus nicht helfen, erschalt 128 Prinzipale die Forderung bewilligt und man glaubt, auch die Strafe ohne Widerspruch bezahlt, also stillschweigend an- doch nach wie vor der Ruf nach Polizei und wird von ihr Rettung andern dafür zu gewinnen. Unter Leitung des Stadtpräsidenten erkannt, daß die bergpolizeilichen Vorschriften nicht beachtet verlangt aus allen Nöthen, wird sie als der Arm betrachtet, der zu Liedt haben sich die Vertreter der Schreinergehilfen und wurden. Nur der technische Direktor Hilbd will die allem zu gebrauchen ist. Wahrlich, man könnte lachen, wenn es nicht Meister in Bern geeinigt auf die Aufhebung der Sperren und ihm zudiktirten 100 Mark nicht bezahlen. Er meint, gar so traurig wäre! Ausland. über den Rückzug der erfolgten Kündigungen. In weitern Verhand- er sei nicht verantwortlich, er könne nicht jeden Tag alle Betriebe Ein Wahlfuriofum. Ins wird geschrieben: In einem Wahllungen soll ein einheitlicher Tarif für alle größeren Etablissements kontrolliren, nur der Betriebsführer sei verantwortlich zu machen. lokal des dritten Berliner Reichstags- Wahltreises erschien ein Schutzaufgestellt worden. Die Bergbehörde ist indeß anderer Ansicht. Die Sache stand schon mann an der Urne, von jeder Partei einen Stimmzettel in der Hand, dieselben längere Zeit finnend betrachtend. Der gute Mann hatte| gab, nachdem er das Licht ausgelöscht hatte. As nach einer Viertel-| Signale gegeben haben. Die Sache wird wohl ein gerichtliches jedenfalls gehört, daß es sich mit dem Diensteid des Beamten nicht stunde das Mädchen sich erhob, sah es, daß Roge sich, auf einem Nachspiel haben. " Von hier wurde er später einem Gerichts- Beitung. vertrage, wenn er einem Gegner der Regierungspolitik seine Stimme Stuhle sigend, mit einem Hosenträger am Fensterriegel erhängt hatte. Am 30. Juni abends wird das Postamt im Grunewald gebe und so wollte er denn zum Siege des Ordnungsmannes auch Der Hausverwalter Kuhn schnitt ihn ab, wiederbelebungsversuche von der Hubertus- Allee 3 nach der Bismarc- Allee 24 verlegt. sein bescheiden Theil beitragen. Aber welcher Kandidat war nun aber blieben erfolglos. In der Fürsorge für seine Kinder hat der 41 Jahre alte der richtige"? Das stand ja nicht auf dem Zettel. Als wohl- Ueberfallen und schwer verwundet worden ist in der Nacht Schlosser Richard Gärtner aus der Gardes du Korpsstraße 14 zu disziplinirker Beamter, der gewohnt ist, in zweifelhaften Fällen In- zum Sonntag gegen 12 11hr der 36 Jahre alte Bauwächter Wilhelm Charlottenburg ein Auge eingebüßt. Beim Spielen auf dem struktionen einzuholen, wandte er sich an den Wahlvorsteher mit der Ahlert aus der Borsigstraße 24. Ahlert bewachte nachts den riesigen Ererzierplate hatten die Kinder eine Platzpatrone gefunden und mit Frage: Wen muß ich denn nun wählen?" Das Tonnte ihm der Neubau, den die Aktiengesellschaft für Bauausführung in der Genthiner- nach Hause gebracht. In der Besorgniß, daß es Unheil anrichten Wahlvorsteher freilich nicht sagen und der unentschlossene Wähler straße 3 auf den Grundstücken am Spittelmarkt 4-7 aufführt. fönnte, wollte Gärtner das gefährliche Spielzeug durch Zerschlagen mußte unverrichteter Sache umkehren. Zu seinem Glück traf er aber während er sonst jeden Morgen pünktlich um 7 Uhr nach Hause kam, unschädlich machen. Dabei playte aber die Patrone und flog ihm in vor dem Lokal einen besser unterrichteten Kameraden, der ihm ganz blieb er vorgestern aus. Ülm 8 1hr machte sich seine Frau, von das linke Auge. In der Klinik hofften die Aerzte zunächst, das genan jagen konnte, welchen Kandidaten ein pflichttrener Beamter bangen Ahnungen gequält, auf den Weg zum Bauplake. Hier Auge erhalten zu können; es gelang ihnen aber nicht, sie mußten wählen muß. Mit dem richtigen" Stimmzettel ausgerüstet, konnte fand sie ihren Mann in der Baubude auf einer Bank liegen. Eine es ausnehmen. der Schuhmann nunmehr sein Staatsbürgerrecht und seine Beamten- starke Blutspur führte von hier durch den Mittelgang bis pflicht zugleich erfüllen. Zu schweren Wahlexzessen soll es, nach einer Potsb. Korresp., zu einem Sandhausen, an dem sie in einer großen Lache im Kreise Potsdam- Osthavelland in dem Dorfe H. gekommen sein. Das Stückerblatt giebt einem wunderlichen Gedanken Ans- endete. Ahlert blutete noch aus mehreren Kopfwunden. Seine Die Potsdamer Sozialdemokraten hatten mehrere Zettelvertheiler dortdrud. Es will die Sozialdemokratie aus dem Gewerbegericht Frau benachrichtigte die Polizei, ein Schuhmann holte einen hin gesandt. Einer, der Maurer Nadtke, traf am Abend blutend und herausireiben. In der neueſten Nummer des„ Volk" steht zu lesen: Arzt, und dieser ließ den Schwerverwundeten nach der Unfallstation mit zerrissenen Kleidern in Potsdam wieder ein. Er ließ sich sofort gericht und Gewerbegerichtsausschuß den Sozialdemokraten nicht als Krankenhause zugeführt. Der Verletzte konnte nur soviel angeben, ärztlich untersuchen. Neber seine Verwundungen macht er folgende cine Domäne überlassen bleiben. Bis auf den heutigen Tag sizt daß er bei einem Rundgang gegen 12 Uhr von zwei oder drei Angaben: Der Wahl vorsteher habe ihn aufgefordert, das auch nicht ein einziger nichtsozialdemokratischer Arbeitnehmer- Bei- Männern überfallen und mit dem Messer bearbeitet worden ist. Er Wahllokal zu verlassen; als er sich weigerte, seien die vier Mitglieder des Wahlvorstandes, nach dem sie die Thür des Wahlfizer im„ Alten Köllnischen Rathhaus." Warum? Weil man es hat mehrere Stiche in den Hinterkopf und auch in das Gesicht be- lok als geschlossen, über ihn hergefallen und hätten ihn von anderer Seite mit wirklichem Ernst noch nicht ein einziges Mal kommen. Erst um sechs Uhr hat ihn ein„ Bennbruder", der unter durchgeprügelt. Radtke will sich mit einer Schnupftabaksdose versucht hat, dieſes Privilegium zu brechen. Wenn es auch vorläufig dem Namen Krauts bekannt ist, auf dem Sandhaufen liegen ge- gewehrt und da er ein kräftiger Mensch ist, gleichfalls Hiebe ausunmöglich erscheint, die Majorität den Sozialdemokraten aus den funden, in die Baubude getragen und auf die Bank gelegt, ohne getheilt haben. Die Sache wird, falls sie sich bewahrheitet, selbstHänden zu reißen, so sollte man es doch versuchen, wenigstens in der Polizei Anzeige zu machen. Auf einen Raub ist es bei dem den Bestand eine Bresche zu legen, was in bestimmten Gegenden Ueberfalle nicht abgesehen gewesen, denn von dem Wochenlohn, den verständlich noch ein gerichtliches Nachspiel zeitigen. unter den 42 jegt in betracht kommenden Wahlbezirken mit feiner Ahlert in der Tasche hatte, war ihm nichts genommen. Es scheint allzu großen Schwierigkeit verbunden sein dürfte. Wie das Stöcker ein Rachcakt vorzuliegen. Blatt es anfangen will, die Sozialdemokratie aus dem Köllnischen Durch Radfahrer wurden am Sonntag in Berlin mehrere Rathhaus zu verdrängen, bleibt vorläufig ein Geheimniß. Kinder und Erwachsene verletzt. In den meisten Fällen gelang es Ein schweres Unglück, wobei zwei Personen das Leben ein Vielleicht soll der Korbmacher Fischer beauftragt werden, die den Radfahrern, zu entkommen. Ein Radfahrer, der mittags am büßten, sollte durch den Rohrleger Pode zuk verursacht sein, welcher allerneneste Sammlung der staatserhaltenden Elemente einzuleiten. Spittelmarft ein Kind überfuhr, suchte trotz der Aufforderung eines sich deshalb gestern vor der VII. Straftammer des Landgerichts I Das Organ für Hebung des Thomasphosphatschwindels Schutzmanns nach der Wallstraße hin zu entfliehen. Der Schutz wegen fahrlässiger Tödtung zu verantworten hatte. In der im Hause in Stadt und Land, die Deutsche Tageszeitung", ist neuerdings mit mann warf sich schnell entschlossen in eine Droschke und nun begann Göbenstraße Nr. 30 im zweiten Stock gelegenen Wohnung wurdy gutem Erfolg bemüht, im Punkte Sozialistenverleumdung dem eine Jagd, an der sich auch das Publikum betheiligte. Vor der am 16. April d. J. von der Haupt- Gasleitung eine Ableitung nach Stumm'schen Schleifstein den Rang abzulaufen. llur die Waisenbrücke wurde der Flüchtling erwischt, ohne daß zum Glück der Küche eingerichtet. Die Arbeit wurde unter Aufsicht und thätiger journalistische Eleganz des Agrarierblattes zu illustriren, drucken durch sein wildes Fahren noch weitere Unfälle angerichtet wurden. Beihilfe des Angeklagten, welcher in den Dienſten der Englischen ivir folgende Mittheilung aus seiner gestrigen Abendnummer Ein anderer Radfahrer wurde in der Alten Jakobstraße durch einen Gasgesellschaft stand, ausgeführt. Nach Beendigung der Arbeit ab: Die Niedergeschlagenheit der Berliner Sozialdemo- Bierfahrer gestellt und der Polizei übergeben, nachdem er von der hatte der Angeklagte die Pflicht, die Leitung im ganzeit Haufe kraten über ihren Wahldurchfall ist nunmehr einer With ge- Menge für seine Unachtsamkeit etwas unsanft gelyncht worden war. auf ihre Dichtigkeit zu prüfen, um sich zu überzeugen, daß wichen, die keine Grenze mehr kennt und sich in einer Weise Straßensperrung. Die Straße am Karlsbad von der Pots- durch die Arbeit an dem Hauptrohre nicht die damit in Verbindung bemerkbar macht, welche den Charakter der„ Genossen", wenn damerstraße bis zur Grenze der Häuser Nr. 2 und 3 wird behufs ſtehenden Röhren aus ihrer Lage gerückt oder verbogen waren. e man von einem solchen überhaupt noch reden kann, in hellſtem umpflasterung vom 28. d. M. ab bis auf etwa 10 Tage für Fuhr- klingelte zu diesem Zwecke in der darüber gelegenen Wohnung, welche Licht erscheinen läßt. In allen Destillen, dem Lieblings- werfe und Reiter gesperrt. zivei alleinstehende Damen, die Wittwe Gericke und ihre Gesellaufenthalt der Rothen, giebt natürlich die Wahl den Hauptschafterin, ein Fräulein Aßfall, inne hatten. Da den Angeklagten gesprächsstoff ab. Wer es da wagt, sich nicht als zur Sozialnicht geöffnet wurde, nahm er an, daß niemand zu Hause war und demokratie gehörig zu bekennen, wird einfach ver hauen." dritten Stockwerts ein starker Das Blatt muß offenbar der Meinung sein, daß der Kampf mit entfernte sich. Bald nach 4 Uhr wurde dem Hauswirth angezeigt, daß sich auf dem Flur des den geistigen Waffen des Knüppels und Dreschflegels, der in agrariohne Erfolg an der Gericke schen Wohnung und als er sich Gasgeruch bemerkbar mache. Er flingelte mehrere Male ist, auch unter Kulturmenschen möglich sei. Das ist aber ein grober ihn die Eltern bewußtlos daliegen. Der junge Mann ist noch jetzt überzeugt hatte, daß der Schlüssel von innen stedte, ahnte ihm nichts nicht zu flarem Bewußtsein gekommen, sondern phantasirt noch viel. steckenden Schlüssel mit einem anderen so zu drehen, daß er ihn von innen Die Aerzte hoffen aber, sein Leben zu retten. hinausstoßen konnte. Darauf konnte er die Thür öffnen. Deputation wird der Verein zur Beförderung der Sprechfertigkeit alles still in der Wohnung; die beiden Damen waren todt. Die Für Stotterer. Mit Genehmigung der städtischen Schul- starter Gasgeruch strömte ihm beim Eintreten entgegen. Es war einent sechswöchentlichen llebungskursus in der 51. Gemeindeschule, sellschafterin in voller Kleidung vor demselben. Sie sind nach dem Stotternder(„ Heureka", Schützenstr. 18, pt.) au jeden Quartalsersten Wittive Geride lag, nur halb bekleidet, auf dem Bett, ihre GeNiederwallstr. 6/7, beginnen. Gleichzeitig wird für diejenigen Leidenden, Gutachten des Sanitätsraths Dr. Mittenzweig an Gasvergiftung welche in den Anfangskursen die erste Anleitung erhalten haben, ein gestorben. Es wird angenommen, daß beide Damen der Fortbildungskursus eingerichtet werden, damit das Gelerute befestigt nachmittagsruhe gepflegt haben, Frau Gericke auf ihrem Bett, und in ihm das Selbstvertrauen gestärkt wird; denn nur durch Frl. Aßfall im Nebenzimmer auf dem Sopha, wie ein hier liegendes dauernde, immer wiederholte lebung und Anregung ist es eingedrüdtes Kopfkissen bewies. Frl. Aßfall muß durch Rufen oder möglich, Befferung und Heilung zu erzielen. Zur Deckung der Un- Stöhnen der alten Dame geweckt sein, sie wollte derselben zu Hilfe fosten werden für jeden Aufangstursus 3 M., für den Fortbildungs- eilen, sant aber, durch die Gaseinathmung betäubt, vor dem Bett zu tursus monatlich 1 M. erhoben. Persönliche Anmeldungen Boden und muß ebenfalls bald verstorben sein. Die Ursache der nimmt entgegen: Zahnarzt A. Werkenthin, 2. Vorsitzender, Friedrich- Gasausströmung war leicht zu ermitteln. Die Leitung führte straße 105 b, Sonntags vorm. von 10-11 11hr. vom zweiten Stock durch den dritten Stock hindurch nach dem vierten Feuerbericht. Verschiedentlich wurde die Wehr im Laufe des hinauf. Als die Arbeiter das Hauptrohr im zweiten Stockwerk Sonntags in Anspruch genommen. Früh 7 1hr entstand Stein auseinandernehmen mußten, um das Ableitungsrohr einzufügen, mestraße 74 ein Fußbodenbrand und gegen 10 Uhr Wrangel- hatten sie an dem oberen Ende des Rohres so fiart gedreht, daß ein straße 109 ein Zimmerbrand, der Möbel und Gardinen zerstörte.| zu der Leitung gehörendes sogenanntes„ Weichrohr", welches sich in Eine Stunde später wurde das Zigarrenlager von J. Grünberg, der Gericke'schen Wohnung befand, bis zu einem Winkel von 90 Grad Grenadierstraße 16, vom Feuer heimgesucht und hart be- verbogen und an der Biegungsstelle geplagt war. troffen. Was nicht vom Brande zerstört wurde, erlitt Wasserschaden, Der Angeklagte erklärte, daß ein Haupthahn, den er während so daß der Verlust bedeutend ist. Ein Kellerbrand rief die Wehr der Arbeit hätte schließen können, in dem betreffenden Hause überabend 71/2 Uhr nach Wilsnaderstraße 58. Endlich gingen haupt nicht vorhanden war, ebenso wenig wie ein Gasmesser. Bei 11 Uhr Chorinerstraße 60 bei einem Zimmerbrande noch der englischen Gesellschaft sei dies nicht eingeführt, er habe Möbel und Gardinen in Flammen auf. Montag früh wurde durch Selbstentzündung von Preßfohlen im Keller Allarm nach 3 wingli traße 15f und Köpniderstraße 68 veranlaßt. In beiden Fällen konnte das Feuer rasch beseitigt worden. Irrthum. Dürfen Juden am Sonnabend Rad fahren? Mit der Entscheidung dieser für gläubige Juden nicht univichtigen Frage beschäftigen sich gegenwärtig, dein„ Sswet" zufolge, zahlreiche Rabbiner in West- Rußland. Da zwischen den russischen Rabbinern feine Uebereinstimmung erzielt worden sei, hätten sie sich an einen, große Autorität genießenden Berliner Rabbiner( Hildesheim er?) gewandt, von welchem folgender Bescheid ertheilt worden wäre: Da gewandt, von welchem folgender Bescheid ertheilt worden wäre: Da jede Arbeit vou Mensch und Thier an den Sonnabenden sündlich ist, so darf an diesen Tagen nur mit Automobilen gefahren werden. Nach der Ansicht der Berliner Autorität ist demnach das Radfahren eine Arbeit. Nebbich! T Arbeiter Bildungsschule. Die in Naturerkenntniß ( Dr. Borchardt) nachzuholenden Stunden beginnen am Dienstag, den 28. Juni, Rede- lebung( Schriftsteller St. Calwer) am Mittwoch, den 29. Juni, und Freitag, den 1. Juli, Nationalökonomie ( Dr. Conr. Schmidt) Donnerstag, den 30. Juni, und Montag, den 4. Juli. Der Vorstand. Die nene Potsdamer Brücke ist am Montag für den Pferdebahnbetrieb freigegeben worden, doch sind infolge des Regens in der Nacht zum Sonntag die Anschlußgeleise nur auf der Südseite, am Schöneberger Ufer, fertig geworden, so. daß die vom Potsdamer Blaze her tommenden Wagen vorläufig noch auf den Nothgeleisen über die Victoriabrücke fahren müssen. Die Erhaltung des kleinen Thiergartens wollen verschiedene Bürger in einer Eingabe an den Kaiser erwirken. Bei der Dresdener Bank fand am Sonnabend Vormittag die Konstituirung der Gesellschaft, Westliche Berliner Vorort bahn" mit einem Aktienkapital von 6 600 000 m. statt. Gründer der Gesellschaft sind die Dresdener Bank, die Direktion der DiskontoGesellschaft, die Bankhäuser S. Bleichröder und Born und Busse, sowie Justizrath Braun, Direktor der Gesellschaft für elektrische Unternehmungen. Vom Blige getroffen wurde bei den letzten Unwetter, wie erst jetzt bekannt wird, auf dem Balkon der elterlichen Wohnung in der Kantstraße zu Charlottenburg der Kaufmann Davidson. Dieser trat Theater gegangen waren, nicht nach Hause kämen. Kaum draußen, auf den Balkon hinaus, um zu sehen, ob die Eltern, die ins Goethewurde er von einem Blige Bei Aus den Nachbarorten. M Ein also die Arbeit unter dem Gasdruck ausführen müssen. Bei einer Feuersgefahr könne die Absperrung des Gases nur durch die Feuerwehr von der Straße aus erfolgen. Der gerichtliche Sachverständige, Ingenieur Peschke, erklärte, daß er entsegt sei über die Fahrlässigkeit, mit der die Englische Gefell. schaft in Berlin arbeite. Die städtische Gesellschaft schreibe vor, daß derartige Arbeiten unter Absperrung des Gases vorgenommen werden müssen. Der Angeklagte hätte unter keinen Umständen ver ein Beim Umziehen ist der Bauarbeiter Brodmaim am Sonnabend Die polizeiliche Anordnung, daß nur die rechte Seite des säumen dürfen, die Leitung auf ihre Dichtigkeit zu untersuchen und tödtlich verletzt worden. Als er in die Wohnung Brizerstr. 23 vorn Kurfürstendammes an Sonntagen von Droschfen u. f. w. wenn er den Hauswirth oder gar die Polizei hätte in Anspruch 4 Treppen eine Komode hineintrug, strauchelte er und fant so un- befahren werden darf, während die linke Seite für die Radfahrer nehmen müssen, 11111 Zutritt zu der Wohnung zu er glücklich mit dem schweren Möbelstück zu Fall, daß ihm die Brust reservirt bleibt, findet in den Kreisen der Droschkentutscher fangen. Ein Rohrleger habe es übrigens im Gefühl, zerquetscht wurde und in wenig Augenblicken der Tod eintrat. Ein wenig Beifall. Der starke Verkehr macht namentlich ein Ausweichen wenn er bein Schrauben alt dem Hauptrohr Arzt stellte Bluterguß in die Lunge fest. Brodmann hinterläßt eine vor der Dampfbahn schwierig und es wird berichtet, daß der damit in Verbindung stehendes Nebenrohr verlege. Der Angeklagte Frau sowie zwei Kinder im Alter von 10 und 2 Jahren in Kutscher Ihm, dessen Pferd am vorigen Sonntag vor dem Motor- wies demgegenüber nach, daß nicht er, sondern sein Mitarbeiter an trauriger Lage. wagen scheute, vom Bock geschleudert wurde und erheblich verletzt dem oberen Ende des Hauptrohres gedreht habe. Während der Arbeiterrifiko. Vom Baugerüst ist gestern, Montag, Mittag von Plas getragen werden mußte. Der Wunsch der Droschten Staatsanwalt Dr. Oppermann eine Fahrlässigkeit für erwiesen erder 46 Jahre alte Zimmermann Albrecht Ottow aus der Immanuel- futscher geht dahin, daß für alles Fuhrwerk und auch für die Rad- achtete und gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von Kirchstr. 36 tödtlich abgestürzt. Auf dem Neubaugrundstück Pariser- fahrer an Sonntagen die Benutzung der rechten Fahrseite vor- 9 Monaten beantragte, führte der Vertheidiger, R.-A. Zade, aus, plas Nr. 6 neben der französischen Botschaft ist ein Gerüst erbaut, geschrieben werde, sodaß stets nur in einer Richtung gefahren werden daß man dem Angeklagten höchstens den Vorwurf machen könne, an dem Sandsteine emporgewunden werden. In einer Höhe von darf. er habe nicht energische Versuche gemacht, zu der Wohnung Zutritt 12 Metern sollte eine große Platte umgefantet werden. Ein Polier Ein Sittlichkeitsverbrechen, das am Sonnabend in Teltow zu erhalten. Hätte er es aber gethan und hätte er den rief Ottow, der an der Ecke stand,„ Vorsicht!" zu. Der Mann wollte begangen wurde, hat die dortige Einwohnerschaft in große Aufregung Wirth oder die Polizei in Anspruch genommen, so sei es doch sehr mun bei Seite treten, schlug aber rücklings über und stürzte in die versetzt. Zu dem erst einige Jahre in zweiter Ehe verheiratheten fraglich, ob das Unglück dadurch verhindert worden wäre, zumal Tiefe hinab, wo er mit zerschmettertem Brustkasten und zerbrochenem Gärtner G. waren zwei Kinder, ein Knabe von zehn und ein niemand eine Ahnung von einer vorliegenden Gefahr haben konnte. Rückgrat liegen blieb. Ein Schutzmann des 3. Reviers brachte den Mädchen von acht Jahren im Auftrage ihrer Eltern gekommen, um Der Gerichtshof war ebenfalls der Ansicht, daß sich der urs Verunglückten mit einem Koppschen Rettungswagen nach der Charitee; Blumen zu kaufen. G., der bereits eine Zuchthausstrafe von sächliche Zusammenhang zwischen der Fahrlässigkeit des Angeklagten als er aber hier mit ihm aufam, war er bereits fodt. Ottow hinter 21/2 Jahren wegen Sittlichkeitsverbrechens verbüßt hat, lockte die und dem Unglücksfall nicht nachweisen lasse und kam aus diesem läßt seine Frau mit acht Kindern, von denen fünf noch die Kinder nach einem abgelegenen Theil seines Gartens und hat dort Grunde zu einem freisprechenden Erkenntnisse. Schule besuchen.. beide in unmenschlicher Weise vergewaltigt. Der Thäter hat sich der Das Reichs- Versicherungsamt beendete einen Rechtsstreit, der Ein hartnäckiger Selbstmörder. Der Arbeiter Fritz Roge, Verhaftung durch die Flucht zu entziehen gewußt. wieder einmal beweist, wie nothwendig es ist, sich nicht bei den der in der Teppichfabrik von Lehmann in Rummelsburg beschäftigt Ueber einen Schiffszusammenstoß auf der Oberspree wird Bescheiden der Berufsgenossenschaften zu beruhigen, und der vor war, verliebte sich vor zwei Jahren in die 26jährige Spinnerin der„ Voff. 8tg." geschrieben:" Sonntag Abend gegen 10 Uhr ist der allem darthut, welche Bedeutung das Reichs- Versicherungsamt als Anna Buzte, ein fleißiges und achtbares Mädchen. Roge, früher der Firma Kahnt u. Herger gehörige, den Vergnügungsverein Retursgericht, das heißt als ein Gericht hat, das den Thatebenfalls ein ordentlicher Mensch, ergab sich im letzten halben Jahre" Excellentia" von Hessenwinkel nach Berlin führende Dampfer Lotte" fachen nähertreten kann. Der landwirthschaftliche Arbeiter Zelaser immer mehr dem Trunke. Das Mädchen erklärte ihm wiederholt, auf der Oberspree in der Höhe des Müggelsees mit einem nach behauptete, daß er beim Herausziehen eines Wagens aus der Scheune daß es unter solchen Umständen nichts mehr von ihm wissen wollte. Hessenwinkel leer fahrenden großen Personendampfer zusammen zu Schaden gekommen fei und beanspruchte von der oftpreußischen Daraufhin gab es in der Wohnung der Buzke öfter Zwist gestoßen. Ein plöglicher, gewaltiger Ruck ließ die zum großen landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Die und Streit. Am Sonnabend vor acht Tagen schickte Noge fich Theil in den Kajüten befindlichen Fahrgäste ahnen, daß ein Berufsgenossenschaft wies den Anspruch ab, weil ein Unfall nicht eran, sich auf dem Flur am Fenster zu erhängen. Er hatte sich schon Unglück geschehen sei. Alles stürzte erschreckt auf das Deck, Kinder schrien, wiesen sei und Folgen eines solchen nicht vorlägen. Das Schiedsdie Schlinge um den Hals gelegt, als auf das Hilfegeschrei des Frauen wurden ohnmächtig und mußten schnell auf den sich seitwärts gericht nahm jedoch an, daß 3. einen Stoß vor den Leib erhalten Mädchens die Nachbarn gelaufen famen und ihm seinen Plan aus- anlegenden leeren Dampfer getragen werden, auf den allmälig die habe und infolge dessen an Hochgradigen Störungen seines Nervens redeten. Am letzten Sonnabend beim Abendbrot erklärte Roge ganze Gesellschaft hinüberstieg. Der Dampfer Lotte" hatte ein großes systems leide, es billigte ihm deshalb 662/3 pt. der Vollplötzlich seiner Braut, daß er ihr Gift in das Essen gemischt habe. Leck in der Seite, dicht über dem Wasserspiegel, bekommen. Ein rente zu. Darauf legte die Berufsgenossenschaft Rekurs ein, sie " Das Mädchen hielt dies zunächst für einen Scherz, fühlte sich aber Glück war es, daß die Schiffsführer kurz vor dem Zusammenstoß zu wollte nach wie vor nichts zahlen. Eine vom Reichs- Versicherungsspäter bis zum Sonntag Mittag sehr unwohl. Roge war am Sonn- stoppen vermochten. Wäre der schwere Dampfer mit voller Ge- amt noch veranstaltete Beweiserhebung ergab nicht, daß 8. von der abend Abend weggegangen und trieb sich den Sonntag über in den schwindigkeit aufgefahren, so hätte er unzweifelhaft den kleinen zur Seite schnellenden Wagendeichsel direkt getroffen wurde; dagegen Kneipen herum. Seine Braut, die das erfuhr, wollte ihn nicht Dampfer völlig zerschnitten, und ein großes Unglück wäre die Folge wurde erwiesen, daß ihm die Deichsel einen scharfen Ruck" ver mehr einlassen und verriegelte daher die Thür. Als Roge abends gewesen. Der von den Fahrgästen verlassene beschädigte Dampfer setzte. Das Rekursgericht holte auch noch das Gutachten einer um 9½ Uhr kam und keinen Einlaß fand, schlug er an der setzte die Fahrt nach Berlin fort. Die gegen 75 Personen zählende medizinischen Autorität in Königsberg ein. Der Sachverständige Korridorthür eine Glasscheibe ein, riegelte die Thür auf und kam so Gesellschaft wurde von dem anderen Dampfer nach Hessenwinkel führte aus, daß sich bei 3. infolge jenes unerwarteten an das Zimmer des Mädchens. Er klopfte mit der Drohung, daß zurückgebracht und konnte erst heute früh mit der Eisenbahn von und scharfen Ruckes Epilepsie Herausgebildet habe. Unter etwas passiven werde, wenn man ihm nicht öffne. Das Mädchen Nahnsdorf aus nach Berlin zurückfahren. Zur Ursache des Un- anderem bilde 3. sich auch ein, es size ihm ein Bandwurm im wurde ängstlich und öffnete. Bis um 101/4 Uhr verweilten die Leute falls wird behauptet, daß beide Schiffsführer den vorgeschriebenen Halse. Diese und andere geistige Störungen beeinträchtigten feine in erregten Auseinandersetzungen. Dann setzte sich das Mädchen Kurs nicht innegehalten, die Lichter nicht beachtet und trop Erwerbsfähigkeit um 70 bis 80 pCt. Nur ganz leichte häusliche weinend auf einen Kleiderkorb, während Roge sich ans Fenster be- des strömenden Regens und der tiefen Finsterniß keine besonderen Dienste tönne er noch verrichten. Das Reichs- Versicherungsamt wies Bon spanischer Seite wird dagegen gemeldet: Der spanische General Lachambre erklärte einem Berichterstatter gegenüber, Spanien sei augenblicklich nicht in so günstiger Lage, daß es um Frieden nachsuchen könnte. Später dagegen würde es, selbst im Falle einer Niederlage, beffere Aussichten haben, da eine solche die Waffenehre unberührt lassen werde. Die Minister versichern, daß sie sich ausschließlich mit Fragen beschäf= tigt hätten, welche den Krieg beträfen. Man glaubt indessen ganz allgemein, daß der Ministerrath sich auch mit der politischen Lage beschäftigt habe. Eine Krisis ist thatsächlich vorhanden, wenngleich fie nicht öffentlich als vorhanden bezeichnet wird. Die„ Gaceta de Madrid" veröffentlicht einen neuen Erlaß, durch welchen die Frist zur Einreichung der Titres der auswärtigen Schuld bis zum 10. August verlängert wird. nunmehr den Nehurs der Berufsgenossenschaft als unbegründet| Gefchoffen getroffen waren, stießen sie heftige Berwünschungen aus, die egyptischen Behörden dem Geschwader Camara's bis auf weitere zurück. Die vom Schiedsgericht dem 8. zugebilligte Nente sei nicht während ihr Oberst ihnen zurief: Flucht nicht, sondern fämpft!" Ordre nicht gestatten, Kohlen einzunehmen. zu hoch bemessen. Eine Rente in Höhe der obergutachtlichen Die Spanier feuerten aus gedeckter Stellung fortgesezt Salven ab. Nach einem Telegramm der Newyorker„ Tribune" aus Port Schäßung konnte das Retursgericht dem Kläger nicht zusprechen, Die Amerikaner wichen 100 yards weit zurück, sammelten sich aber wieder Said soll das wirkliche Ziel des Geschwaders Camara's Hawaii sein weil er selber einen Rekurs nicht eingelegt hatte. Die Berufs- auf ermuthigende Zurufe ihrer Offiziere. Die im Hafen liegenden Hilfs- und dann endgiltig San Francisco. genossenschaft wäre sonst sicher verurtheilt worden, ihm 80 pet. der kreuzer versuchten auf die Spanier zu feuern; ihre Geschüße waren jedoch Unterdessen verstärken die Amerikaner ihre Position auf Manila. Vollrente zu gewähren. nicht weittragend genug. Die Panzerschiffe" Jowa"," Oregon" und General Merrit geht Mittwoch dahin und aus San Franzisko wird geIn der Verfolgung der Vertrauensmänner des deutschen New- Orleans" waren die Küste hinabgefahren und bewachten die meldet: 4000 Mann, welche die dritte Expedition nach den Philippinen Berg und Hüttenarbeiter- Verbandes wegen angeblichen Ver- über den Juraguafluß führende Eisenbahnbrücke, eifrig bedacht, die bilden, haben sich auf vier Transportschiffen, die demnächst abgehen gehens gegen das Vereinsgesetz wird fortgefahren. Sie sollen durch- Spanier an der Zerstörung derselben zu verhindern.- Das Be- werden, eingeschifft. aus zu Vorsitzenden selbständiger Vereine gestempelt werden. Das dürfniß nach Pferden bei den Operationen zu Lande macht sich gebieterisch Daß unter diesen Verhältnissen das Friedensbedürfniß in Kammergericht hatte sich abermals mit einem solchen Falle zu be- geltend. Es sind nicht genug Pferde vorhanden zur Bespannung der Spanien steigt, ist wohl begreiflich. schäftigen. Es handelte sich um den Vertrauensmannsarde inEving, der den Artillerie, geschweige denn zur Fortschaffung der Trainkolonnen. Die Madrider Blätter schreiben, die europäischen Mächte lassen dortigen Mitgliedern des Verbandes das Fachorgan vermittelt und von Gegenwärtig sind Belagerungsgeschütze auf dem Wege gegen Spanien allein, während es ihre Sache in Amerika verficht. England, be ihnen die Beiträge einzieht, um sie an den Verbandsvorstand abzuführen. Santiago hin. haupten fie, ermuthige die Vereinigten Staaten, Frankreich sei gleichSchöffengericht und Straffammer verurtheilten Harde zu einer Geld- Nach dem amtlichen Berichte wurden in dem Gefecht bei giltig geworden, nachdem es tommerzielle Vortheile in Washington strafe, weil er der Polizei kein Verzeichniß der Evinger Mitglieder Juragua 22 Amerikaner getödtet und zwischen 70 und 80 ver- erlangt habe, Deutschland bleibe im Schatten und Rußland mache des Berg- und Hüttenarbeiter- Verbandes eingereicht hatte. Die Gerichte wundet. Der Bericht fügt hinzu, fünf Wagen mit verwundeten aus Spanien ein Werkzeug seiner Diplomatie. Man dürfe also auf nahmen an, daß die am Orte ansässigen Mitglieder des Verbandes Spaniern feien nach Santiago dirigirt worden; nach dem Kampfe feinen Fall die Vermittelung Europa's annehmen. Erforderlichenunter seinem Vorsitz einen selbständigen Verein bildeten, hätten andere Verwundete Santiago zu Pferd oder zu Fuß erreicht. falls sei es vorzuziehen, sich direkt an den Feind zu wenden. der wie der Gesammtverband auf öffentliche Angelegenheiten ein- Oberst Roosevelt erkläre, die Spanier hätten ganz außerordentlich Ministerpräsident Sagasta erklärt die über den Frieden umzuwirken bezwecke. Harde legte Revision ein und bestritt, daß in gut gezielt und das Feuer gut unterhalten. laufenden Gerüchte für unbegründet. Der Augenblick für UnterEving überhaupt ein Verein der in betracht kommenden Arbeiter Der Korrespondent der" World" meldet aus Playa del Este: handlungen sei noch nicht gekommen. existire und daß er Vorsitzender dieses angeblichen Vereins sei. Er Die„ Rough Riders" find in einen Hinterhalt gefallen. Sie rückten ohne sei nur als Vertrauensperson gewählt, und als solcher fei er ledig- jeden besonderen Angriffsplan vor und ritten gräuschvoll unter leblich ein Organ des Verbandes, das den Zweck habe, die Geschäfts- haftem Plaudern einen engen Weg den Wald entlang, als sie führung zu erleichtern. Das Kammergericht wies indessen plötzlich sahen, daß sie sich innerhalb der spanischen Linien befanden. die Revision mit der Begründung zurück, daß das Landgericht keinen Ein heftiges Feuer wurde auf sie gerichtet; es war aber kein Feind Rechtsirrthum begehe, wenn es die Existenz eines selbständigen sichtbar. Die Amerikaner erlitten schwere Verluste infolge der mert- Und aus Washington wird gemeldet: Es besteht keinerlei Zweigvereins des Verbandes in Eving annehme, und daß Harde würdigen falschen Auffassung über die Kampfesweise der Spanier Unterlage für die Madrider Meldung, daß die Vereinigten Staaten mit recht als dessen Leiter angesehen worden sei, da er alle Funktionen von gedeckter Stellung aus. Friedensbedingungen in Vorschlag gebracht hätten. eines Vereinsleiters in sich vereinigt habe. Eine in Washington eingegangene Depesche des Generals Shafter Aus Madrid liegen noch die folgenden Meldungen vor: Der Direktor Bruckhoff vom hiesigen Belle Alliance: Stellung auf dem Gipfel hoher Hügel inne. Das Gewehrfeuer in der letzten Beit angenommene Gesetzesvorlagen, darunter besagt: Die Spanier hätten bei Sevilla eine stark verschanzte Die Königin- Regentin unterzeichnete mehrere von den Kortes Theater hatte beim Polizeipräsidenten die Konzession zum persön- bauerte eine Stunde. Der Feind wurde aus seiner Stellung ver- das Budget, die Kriegsfredite, sowie den Gefeßentwurf betr. die Belichen Betriebe seines" Theaterunternehmens nachgesucht. Der trieben: Die amerikanischen Truppen nehmen dieselbe jetzt ein; zahlung der Koupons der tubanischen Schuld in Pesetas. Der Polizeipräsident wies jedoch diesen Antrag mit der Begründung fie liegt 11%, Meilen von dem Orte Sevilla. Die Spanier haben Ministerrath trat heute Vormittag um 10 Uhr zusammen. zurück, daß Bruckhoff nicht die nach dem Gesetz erforderliche fich gegen Santiago hin zurüdgezogen. finanzielle Zuverlässigkeit befize. Auf die bom Direktor erhobene Klage antwortete dann das Präsidium, daß B. als Geschäftsmann einen schlechten Nuf habe. Er gehöre General Miles äußerte heute, man müsse auf die Kubaner zu den unzuverlässigen Zahlern, die sich unablässig verklagen ließen. rechnen und man müsse ferner den spanischen General Pando verDer Bezirksausschuß lehnte es ab, über eine Reihe von Behauptungen hindern, die in Holguin angesammelten 10 000 Mann nach Santiago Beweis zu erheben, die der Kläger dem abfälligen Urtheil des zu führen. Garcia hat den besonderen Auftrag, dafür zu sorgen, Bezirksausschusses entgegengesetzt hatte. Die Thatsache, daß in den daß feine Verbindung zwischen Holguin und Santiago möglich ist. Jahren 1892 bis 1897 Forderungen in Höhe von insgesammt Sevilla von amerikanischen Truppen und einer Abtheilung AufDie Kolonne des Generals Linares- wurde auf den Höhen bei 33 000 Mart von 33 Personen gegen Bruckhoff im Klagewege ständischer angegriffen. Der Feind wurde mit großen Verlusten zurückgeltend gemacht wurden, genügte dem Bezirksausschuß, um die Annahme für begründet zu erachten, daß er seine ver- geschlagen. Die Verluste auf spanischer Seite betrugen 7 Todte und traglichen Verpflichtungen als Theaterunternehmer nicht pünktlich In Ensenade dauert die Landung der Amerikaner fort. General feitens der Republik St. Domingo eine lange Note zugegangen, Unter den letzteren befinden sich drei Offiziere. Den Regierungen Spaniens und der Vereinigten Staaten ist erfüllen werde. Die Klage wurde daher abgewiesen. Der Berufung des Klägers hat jetzt das Ober- Verwaltungsgericht in Linares mußte die Ortschaft räumen, da dieselbe in Trümmer ge- worin die Schädigungen aufgezählt werden, welche der Inselstaat soweit stattgegeben, als es die Vorentscheidung aufhob und die Sache Infanterie auf 2000 Meter aus schweren Geschützen beschoß, zogen Staatsbankrott bevorstehe und dieser könne mur abgewendet werden, schossen wurde. Da das amerikanische Geschwader die spanische durch den jezigen Krieg erleide. Die Verluste seien derart, daß der zu nochmaliger Verhandlung in die Borinstanz zurückwies. Bezirksausschuß müsse nachprüfen, ob den Direktor Bruckhoff in den sich die Truppen unter Mitnahme des Kriegsmaterials zuriid. wenn die Republik ihre bisherige Neutralität so weit aufgebe, um Fällen, wo er sich verklagen ließ, ein Verschulden treffe. Von dem die Amerikaner würden Santiago nicht einnehmen, ohne den von St. Domingo zu gewähren. Dieses Vorgehen der Negerrepublik Der Korrespondent des„ New- York Herald" auf Kuba meldet, den Schiffen beider kriegführenden Mächte freien Verkehr in den Häfen Spaniern vorher eine Schlacht geliefert zu haben. Die Spanier ist offenbar das Ergebniß der seit Ausbruch des Krieges dortfelbft Ein schwerer Bannnfall hat eine Auflage wegen fahr- gehen langsam und in guter Haltung zurück und scheinen zu beab- eingeleiteten Bewegung zu gunsten eines Schutz- und Truzbündnisses lässiger Tödtung veranlaßt, die gestern den Maurerpolier Karl Fischer vor die erste Straffammer des Landgerichts I führte. fichtigen, die Amerikaner in einen Hinterhalt zu locken und sie dann mit den Vereinigten Staaten; und jetzt, wo man in St. Domingo die spanischen Kriegsschiffe nicht mehr fürchten zu brauchen Auf dem Neubau der Aktiengesellschaft Ludwig Löwe u. Ko., Sutten straße 16, mußten auf einem Theile des Bauplatzes Senkkästen ein amerikanern dieses Bündniß an. Denn es ist felbstverständlich, gelassen werden. Es ist dies eigentlich eine Brunnenmacher- Arbeit, daß Spanien weder die Note des Negerstaates beantworten, da aber der Angeklagte in der Lösung derartiger Aufgaben bewandert noch von dem Anerbieten Gebrauch machen wird, wogegen war, so beschloß die ausführende Baufirma, die Arbeit durch ihn verrichten zu laffen. Am 8. Januar gerieth, während eine Anzahl welche eine definitive Auskunft über die behauptete Ber Faden weiterzufpinnen. Auf eine telegraphische Anfrage des Marinesekretärs Long, man sich in Washington jedenfalls beeilen dürfte, den eingelegten Ganz nach demselben Plane wird aber von Arbeitern um ihn herum beschäftigt waren, ein mit etwa stimmelung der Leichen amerikanischer Marinesoldaten bei auch in Haiti gearbeitet, und die großamerikanischen Wortführer in 200 Zentnern beschwerter Senkkasten plößlich ins Wanken, er tippte Guantanamo verlangt, telegraphirte Admiral Sampson, daß eine New- York sehen bereits im Geifte die Gruppe der großen Antillen um und brachte zwei Arbeitern schwere Verlegungen bei. Dem einen sorgfältige Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet und ihm be- von Kuba bis Portorico der Union vollständig angegliedert. wurde das Rückgrat gebrochen und der Brostforb eingedrückt; er ist kurze Zeit darauf im Krankenhause gestorben. Dem zweiten richtet worden sei, daß die Verstimmelung wahrscheinlich verursacht wurden die Beine gebrochen, er hat gleichfalls ein langes Schmerzens- furzer Distanz abgefeuert worden seien. wurde durch kleinkalibrige Geschosse, welche welche aus lager im Krankenhause durchmachen müssen und ist heute noch erEr ziehe daher die werbsunfähig. Ein dritter mit verschütteter Arbeiter ist mert- tlage, daß die Verstümmelung an den Leichen vorgenommen worden Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) fei, zuriick. würdigerweise ohne Verlegungen davongekommen. Für den Unfall Der Kreuzer Vicksburg" brachte am Sonnabend die nach wurde der Angeklagte verantwortlich gemacht, der sich aber für Honduras gehörende Goelette„ Ampala" auf, als diefelbe mit Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag nichtschuldig erklärte und behauptete, daß er die Arbeit ganz nach den Regeln der Kunst ausgeführt habe und das Wanken des Sent zahlreichen Flüchtlingen an Bord den Hafen von Havana verließ. und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. fastens ein unglücklicher Zufall gewesen sei. Nach den Ergebnissen Nationalitäten zusammengesetzt. Die Flüchtlinge an Bord des Schooners Ampala" sind aus allen der Beweisaufnahme und den Gutachten der Sachverständigen BauSie waren auf ihre Gefangen nahme gefaßt. Sie erklären, die Lebenslage in Habana sei so rath Stoll und Brunnenbaumeister Bitterhof kam der Gefürchterlich, daß jede Fährlichkeit diesen Entbehrungen vorzuziehen richtshof zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte bei den Senfungsfei. Sie stellen auch in Abrede, daß nach Havana Hilfe auf dem arbeiten doch nicht die genügende Vorsicht angewandt habe und Wege durch die südlichen fubanischen Häfen gelange. verurtheilte ihn daher zu einem Monat Gefängniß. Ausfall dieser Nachprüfung sei die Entscheidung abhängig. 27 Verwundete. ein Kriegsschiff, die Korvette Frundsberg", nach Manila sendet.. Endlich ist noch zu melden, daß nun auch Oesterreich- Ungarn Aus spanischer Quelle kommt die folgende Meldung: mit überlegenen Kräften anzugreifen. Eine von Bord der Mindora", dem Depeschenboot des glaubt, bietet man in der vorbezeichneten Form den NordHerald" über Jamaika eingelaufene Depesche giebt an, die Spanier hätten das am Hafeneingang von Santiago liegende Fort Morro geräumt. " Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Alter Abonnent. Dazu ist der Wirth berechtigt. H. D. Wennt der Jahresmiethszins mehr als 150 m. beträgt, so gilt der Vertrag auf ein Jahr. C. Sch. 41. Der Vertreter ist nicht im Recht, würde sich vielmehr strafbar machen. Suchen Sie polizeilichen Schutz nach. – Johanna. Nein. Sch. 43. Nein, wurde nur mit Hilfe der Konservativen gewählt. Sagau. Der Abg. Müller Sagan ist einer der links stehenden Boltsparteiler und ist für Aufhebung der gegen ländliche Arbeiter bestehenden AusDie Pariser Ausgabe des New York Herald" meldet ausnahmegeseze eingetreten. 99. O. R. Er ist franken- und invaliditäts Washington, die amerikanische Regierung hätte beschlossen, ein Ge- versicherungspflichtig und hat die auf ihn entfallenden Beträge zu zahlen. schwader unter Kontre- Admiral Schley an die Küsten Spaniens zu Wäsche hat er selbst zu besorgen. O. W. Nicht mehr möglich. entfenden, um die spanischen Häfen zu beschießen. Darauf würde es D. P. 100. 1. Muß die Wohnung drei Monate und drei Tage vor die Verfolgung Camaras aufnehmen. dem 1. Oktober gekündigt sein, so muß das Kündigungsschreiben spätestens Andres. Be Die Beleidigungsklage des Hofpredigers a. D. Stöcker gegen Frhrn. v. Stumm gelangte gestern vor dem Landgericht zu Saarbrücken in der Berufungsinstanz zur Verhandlung. Das Schöffengericht hatte, wie erinnerlich sein dürfte, den Beklagten am 6. November v. J. freigesprochen, indem es annahm, daß er in Wahrung Der Köln. 8tg." wird aus Madrid gemeldet: Infolge der berechtigter Jutereffen gehandelt habe, als er den Bestrebungen Nachricht, daß amerikanische Schiffe nach Spanien tommen würden, Stöder's in öffentlicher Versammlung entgegentrat. Aus diesem ordnete die Regierung dringende Maßnahmen an. Die StrandGrunde müßten die vorhandenen objektiven Beleidigungen des batterien wurden verstärkt, Torpedos gelegt und die Leuchtfeuer in Privatklägers straflos bleiben. Zur gestrigen Verhandlung vor den Häfen ausgelöscht. Dasselbe Blatt berichtet, die Amerikaner hätten dem Berufungsgericht war Stöcker in Saarbrücken eingetroffen, um über ihr erstes Gefecht nach der Landung falsche Nachrichten verbreitet. In feine Antlage selbst zu begründen. Wirklichkeit sei ihr wiederholter, durch Schiffsartillerie unterstützter Angriff auf die vom General Linares besetzten Höhen von Sevilla mit großen Verlusten zurückgeschlagen worden. 119 Versammlungen. 1 am 27. Junt in den Händen des Wirths sein. 2. Nein. trägt der Miethspreis jährlich über 150 M., so dauert der mur mündlich. aber durch Uebergabe geschlossene Bertrag ein Jahr, ohne daß Kündigung erforderlich wäre. Ist monatliche Miethe vereinbart, so muß spätestens am 15. zum 1. gekündigt werden. P. B. Wie schon einmal Ihnen mit getheilt, ist das Jumungs- Schiedsgericht zuständig. Spengler. 1. Nein, wenn kein nach§ 122 Gewerbe Ordnung ihn zur sofortigen Entlassung berechtigender Grund vorlag. Für Sonnabend ist nichts zu zahlen. 3. Laffen Sie das Gewerbegericht entscheiden. 4. Eine weitere Klage giebt es nicht. An St. Colonia. 1. Wenn Ihr Vertrag das sagt, ja. 2. Täglich. Ein Blaffer und ein Rother. Der Betreffende ist berechtigt zu Aus Madrid wird ferner gemeldet: Die Regierung hat dringende wählen. Grube. Wenn nicht etwa durch einen gerichtlichen Vertrag Sie Maßnahmen ergriffen infolge der Nachricht, daß amerikanische Schiffe ausdrücklich auf Ihr ehemännliches Nießbrauch- und Verwaltungsrecht verDie Gravenre und Ziseleure hatten am Dienstag, den 21. d. M., nach Spanien kommen würden. Die Leuchtfeuer in gewissen Häfen zichtet hatten, kann der Wirth sich an die Sachen Ihrer Frau halten. Carleis, Charlottenburg. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde ihre Filialversammlung. Unter Geschäftlichem giebt der Vorsißende sind gelöscht, Torpedos gelegt und neue Batterien errichtet. nt a ch dem 27. d. M. vor. die Namen der Unterkassirer, die in ihren Wohnungen von den MitDer Washingtoner Berichterstatter der" Morning Post" erfährt: ber Thierchen verlangen. A. 3. 21. Rein; Sie können nur Beseitigung P. 2. 63. Garnicht. 2. W. 33. 1. Nein, gliedern Beiträge entgegennehmen, bekannt. Es sind dies folgende Auf die Meldung, Camaras Geschwader sei in Port Said fie muß das Gesuch in der neuen Gemeinde wiederholen. 2. Ift möglich. Stollegen: Guttmann, Graveur, Brunnenstr. 9; Keutschau, angekommen, beschloß die Regierung auf Vorschlag des Kriegsamtes, 1055. Sie fönnen nach dem Empfang der Summen thun oder lassen, Ein Rückforderungsrecht entsteht nicht. 2. 95. Graveur, Andreasstr. 42; Eickhoff, Biseleur, Schöneberg, Sedan- unverzüglich ein Geschwader, bestehend aus den Schlachtschiffen was Sie wollen. Die Begründung ist überstraße 39; Bergener, Biseleur, Kottbuserdamm 7; Hofmeister, Jowa"," Oregon" und" Texas", dem gepanzerten Kreuzer 1. Den Eid können Sie verweigern. 2. Beim Amtsgericht: etwa 6 Mark. 9. 3. Nein. Rigdorf, Kaiser Friedrichstr. 2-3, und Schröter, Graveur, Laufizer-" Brooklyn", den Kreuzern, Columbia" und„ Minneapolis" und zwei flüssig. E. E. Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde vor: Ihre früher, plaz 11. Nachdem hielt Herr Dr. Wurm einen für den Gravenr- Hilfskreuzern unter Befehl Schley's gegen die Küsten Spaniens zu wie Sie hervorheben, bereits beantwortete Anfrage ist uns nicht mehr int oder Biseleurberuf intereffanten Vortrag über: Das Auge und seine entfenden. Das Geschwader wird zunächst die kanarischen Inseln und Gedächtniß und daher Ihr auf diese Frage bezug nehmender Brief unver Erkrankungen. Diskussion fand nicht statt. Unter Verschiedenem spanischen Küstenstädte bombardiren, sodann Camara's Geschwader ständlich. C. N. 1. Nein. 2. Ist unmöglich. Stephan. 1. Uns führt Kollege B. an, daß ein 2. Lag feine polizeiliche Genehmigung über 11 Uhr töniglichen Porzellan Manufaktur Bielem, Müller von der um die Welt folgen und es, wenn möglich, vernichten. Es verlautet, nicht verständlich). nach der Präsident sei entschlossen, den Krieg nach Spanien hineinzutragen, hinaus vor, so war der Beamte im Recht. Charlottenburg R. 5. 38. Soweit ersicht= Geschäftsschluß noch für andere Firmen arbeitet und wünscht damit es begreife, wie hoffnungslos es sei, den Krieg fortzusehen. lich, trägt Ihr Bater seinen Namen und den Zusatz vor demselben zu Kollege B., daß die Filiale Berlin Stellung dazu nehmen möchte. Röthigenfalls werde der Bug nach Portorico verschoben werden. Eine New- Unrecht. Als uneheliches Kind hat er, falls nicht etwa ein entgegenstehendes Bahr. Zum Schluß theilt der Vorsitzende mit, daß die am 5. Juli statt- Porter Times"-Drahtung bejagt, Santiago werde zum Stützpunkt Urtheil vorliegt, den Mädchennamen feiner Mutter zu führen. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. zufindende Filialversammlung zu gunsten der am 9. Juli ein- des Portorico- Zuges gemacht werden, den General Miles befehligen w. 5. 9. Sie haften nicht für die Gerichtstoften. Der betr. Prozeß und berufenen öffentlichen Versammlung ausfällt; näheres darüber wird werde. General Merritt fahre Mittwoch von San Francisco mit die Heirath haben keinerlei Beziehung zu einander. O. 2. Ja: 26 M. Strafe. noch durch Annonce befannt gemacht. 6000 Mann nach den Philippinen ab. M. N. 24. 1. Nein. 2. Garnicht, es sei denn, es handelt sich um eine Nach Meldungen aus Key West behaupten die Kubaner, bei infolge einer Dienstverrichtung aufgetretene Krankheit. G. F. 104. Ste Zentralverband der Konditoren. Mittwoch, den 29. Juni, abends Steglių 100. Nein. E. M 8 Ühr bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( unterer Saal): Oeffentliche Ver: Banes feien 2000 Mann, mit Flinten bewaffnet, gelandet, welche können Beleidigungsklage anstrengen. sammlung. Tagesordnung: 1. Der Streit der Hamburger Bäder und die Steeitmacht des Aufständischenführers Gomez verstärken sollen. Stonditoren, und wie stellen sich die hiesigen Kollegen dazu? Referent: Einer Depesche des New- York Herald" aus Santiago zufolge Genoffe Sillier. 2. Diskussion. 3. Neuwahl eines Gewerkschafts: hat der Kreuzer Vesuvius" eine Rekognoszirungsfahrt nach dem belegirten und eines Agitations- Kommiffions- Mitgliedes. Die Kollegen Hafen von Santiago gemacht und ist ohne Schwierigkeit an werden ersucht, für diese Versammlung rege zu agitiren und zahlreich zu dem Wrack der„ Merrimae" vorbeigekommen. Derselbe brachte erscheinen. Seite das Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter. Heute, Dienstag, die Nachricht zurück, daß zwei Kreuzer Seite an Dresdenerstr. 45: Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm über: Die Wrack passiren könnten. Admiral Sampson könne also im Erhaltung der Sehtraft", mit Demonstrationen am tünstlichen Auge. Gäste Falle eines Angriffes auf Santiago in den Hafen einfahren. haben Zutritt. V in " Witterungsübersicht vom 27. Juni 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° N. Stationen Barometer= ftand mm Winds richtung Windňarke Wetter Temp. n. 6. REFS 15° 6.= 4° N. WSW 3bedeckt 15 Saparanda 758 SSW 2 bedeckt 10 Sylb. bed. 14 Petersburg 762 23 2 bedeckt 15 Corf Wie eine Depesche der" World" aus Playa del Este meldet, sollen die Swinemde. 753 amerikanischen Schiffe" Viren" und" Glucester" am Sonntag 300 Hamburg 754 W Kubaner nahe bei Sagua aus Land gesetzt haben. Die Spanier Berlin 7552 hätten sich nach kurzem Widerstand zurückgezogen. Wiesbaden 757 SW München 758 SO Wien 758 1 wolfig 13 Aberdeen 1wolfent 14 Paris 2woffig 15 762 N 1wolfig 19 14 5 heiter 12 762 WSW 4wolfig 755 SW 2 bedeckt 12 Der Krieg. Auf Nuba finden nun schon ernste Kämpfe der Landtruppen Das spanische Geschwader, das im Hafen von Port Said einstatt. Der Korrespondent der New Yorker" Post" sendet eine getroffen und dort Befehle abwartet, besteht aus den Panzern Wetter- Prognose für Dienstag, 28. Juni 1898. Depesche aus Playa del Este vom 24. d. M., in welcher er be-" Pelayo"," Carlos Quinto", zwei Panzerkreuzern, drei Torpedo- Theils heiter, theils wolkig mit etwas Regen, mäßigen westlichen züglich des Gefechtes von Juragua sagt: Sofort nach- booten und fünf Transportschiffen mit 4000 Mann. Infolge Winden und wenig veränderter Temperatur. eine Anzahl der„ Rough Riders" bon feindlichen Ersuchens des amerikanischen Konsuls in Port Said dürfen Dem Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin r. 148. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. as Arbeiter, Parfeigenossen Berlins! Am Donnerstag, den 22. September d. J., finden in Berlin die Gewerbegerichts- Wahlen statt. Zur Theilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: Dienflag, 28. Juni 1898. dov unter Borlegung der erforderlichen Bescheinigungen innerhalb der nach§ 18 des Ortsstatuts bor a) solche Arbeitgeber, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet geschriebenen zweiwöchigen Frist d. i. vom 17. bis einschließlich 30. Juni d. I. und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin Wohnung und zwar an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr abends, an den Sonntagen oder eine gewerbliche Niederlassung haben, bon 12 bis 3 Uhr nachmittags in den nachstehend genannten Anmeldestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Anmeldungen werden entgegengenommen: b) solche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin wohnen oder, falls fie außerhalb wohnen, hier beschäftigt sind. Nicht wahlberechtigt sind solche Personen, a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher Verurtheilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Vergehens eröffnet ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge haben kann, c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind, und d) die Mitglieder von Innungen, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der§§ 97a und 100d der Reichs- Gewerbe- Ordnung, errichtet ist, sowie die von denselben beschäftigten Arbeiter. Das Reich, der Staat, die Gemeinden und sonstige öffentliche Verbände sowie juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. 1. im Wahlbureau, Poftstr. 16, 2 Treppen; 2. in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Staligerstr. 55/56; 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; 6. in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23A; 7. in der Turnhalle der 15. Gemeindeschule, Kastanien- Allee 82; 8. in der Turnhalle der 118. Gemeindeschule, Bankſtr. 8; 8. in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmistr. 86. D- Enanie Als Ausweis genügen für den Arbeitgeber die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbebetriebes oder die legte Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer; für den Arbeitnehmer ein Zeugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, sowie Steuerquittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Formulare zur schriftlichen Anmeldung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber fönnen im Gewert Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. schaftsbureau, Berlin S., Annenstraße 16, v. 1 Tr., in der Zeit von 9-1 Uhr und von 6-8 Uhr in Den Arbeitgebern stehen die mit der Leitung eines Gewerbebetriebes oder eines bestimmten Empfang genommen werden. Es wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, Zweiges desselben betrauten Stellvertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, sofern ihr Jahres- daß bei unterlassener rechtzeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht; Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. übersteigt. Die der Zuständigkeit des Gewerbegerichts die Aufstellung der Wählerlisten erfolgt nur auf grund der jezigen Anunterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie gemäß§ 14 der Gewerbe Ordnung den selb- meldungen, die aus früheren Jahren werden nicht berücksichtigt. ständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Die Arbeitgeber wählen in wählen in folgenden fünf Kommunal- Wahlbezirken nicht: Zum Zwecke der Aufstellung der Wählerlisten werden die zur Theilnahme an der Wahl be 7, 14, 16, 22, 29. Die Arbeiter wählen in folgenden acht Kommunal- Wahlbezirken nicht: rechtigten Personen der am 10. Juni bekannt gegebenen Wahlbezirke aufgefordert, ihre Stimmberechtigung 2, 4, 7, 13, 14, 18, 21, 31. Alle Anfragen diesbezüglich auf dem Gewerkschaftsbureau, Annenstraße 16, 1 Tr., von 9-1 und 6-8 Uhr. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, den 28. Juni. Opernhans. Geschlossen. Neues Opern Theater( From). Der Barbier von Sevilla. Sla: vische Brautwerbung. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Königskinder. Anfang 7 Uhr. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 72 Uhr. Mesidenz. Momentaufnahmen. Anfang 8 1hr. Nenes. Der Stellvertreter. Anfang 71% 11hr. Westen. Fidelio.( Sedlmair.) An fang 7 Uhr. Schiller. Der Geizige. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 Uhr. Ofend. Auf Sumatra, ober: Die Holländer in Atschin. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Die Ehebrecherin. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Passage Panoptikum. Theater Variété. Alpenglühen. D Die Berliner Gewerkschafts- Kommison. Urania Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Vom Matterhorn zur Jungfrau. Invalidenstrasse 57-62. Täglich: Sternwarte, Opern- Telephon. Eintritt 20 Pf.( Gutsch. ungiltig.) Passage-Panopticum. ThéâtreVariété. Sensationell: Die schöne Tätowirte Sga. de Radolfi mals Athletin. Castan's w Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Zola, Laborie, Neu!! 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Anfang des Konzerts 4 Uhr. An Wochentagen ist Garten und Saal, 2000 Sonnabende sind noch fret. Achtung! Berfonen faffend, an Bereine zu vergeben. Wehrere 52602* Max Kliem's Sommer- Theater, Hasenhaide 14/15. Artistischer Letter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Ulrico's Wunder- Tauben. The Dissenato's. Charl Gnoyn, Parodist. Paul Troy, Charakterfomifer. Franziska Wünsch, Soubrette. Max Kentler, Lieder fänger, Martha Reinshagen, Chansonette. # x1M 21918 2 UM # 2 Zentral- Verband der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin). Mittwoch, den 29. Juni, abends präzise 6 1hr, im Lokale von Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung. Tages Ordnung: 195/6 1. Vortrag des Herrn Dr. Joel über: Ist der Mensch für seine Handlungen verantwortlich zu machen?" 2. Kassenbericht. 3. Gewerkschaftliches. Gäste willkommen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. 9 Rixdorf. Mittwoch, den 29. Juni, abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Klemke, Bergstraße 137: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission der Bautischler. 2. Diskussion. 3. Verbands. angelegenheiten und Verschiedenes. 105/1 Um zahlreiches Erscheinen ersitcht Der Vorstand. Achtung! Zimmerer! Achtung! Mittwoch, den 29. Juni, abends 8 Uhr: Sihung der Play- Deputirten bei Lange, Dragonerstraße Nr. 15. Es ist nöthig, daß jede Arbeitsstelle einen Vertreter sendet. Die Lohnkommission, W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich im schönen Garten: Geschäfts- Verlegung. Sie mit zur Nachricht, daß sich meine Glaserei, Spiegel- und Bildereinrahmung vom 2. Juli Nen! Berlin, wie's liebt und radelt. Nen! Theater- und Spezialitäten. Bosse mit Gesang in 2 Bildern von J. Eissner. Ehestands- Kandidaten, Luftspiel in 1 Aft von Friedrich. Vor und nach der Vorstellung: Grosses Doppel- Konzert. In den beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. Sonntage 5 Max Kliem. Ausstellung am Kurfürstendamm. " CARL HAGENBECK'S INDIEN Mittwoch, den 29. Juni, nachmittags 6 Uhr: Te die feierliche Taufe des am 15. Juni ge,, UNNOPRASSUN". 5 borenen Hindu- Kindes ,, Berlin Wadiwoo", verbunden mit religiösen Zeremonien der Brahminen. Um 8 Uhr: Gr. Vorstellung in der Arena. Mit eintretender Dunkelheit: Festzug der Indier mit Elefanten etc. unter Fackel- Beleuchtung und Bengalfeuer. Gr. Militär- Doppel- Konzert. Indisches Theater. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Otto Müller, Naunynstr. 37. Weiss- u. Bayrisch- Bier- Lokal mit fattigem Garten, Gr. Mittagstisch nach Auswahl inkl. Bier 50 Pf. Reichhaltige Abendkarte von 30 Pf. an. Vereins: [ 5504L Don Juan in der Hölle. immer. Fr. Billard. Jeben Donnerstag: Frei- Konzert. Phantastische Ausstattungs- Bur Prater- Theater, leske mit Gesang u. Tanz in zwei Bildern von Benno Jacobson, Musik von Wilh. Rosenzweig, in Szene gesetzt v. Direktor Glück. Ferner: 20 Spezialitäten ersten Ranges. 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