®(«in'| na ) Uhr, Berlin, Freitag, den 20. Mai 1870. Stilisier Jaliraang und il. UNgil! mm'3-.] u«i, lr. Ill „!,! Piding erscheint drei -Berov�ntlich, und zwar: Uhr,|jl», Donnerstags und 'ends Abend«. Social-Vemokrat. l)rMN der jociaf-demokralifchen parlei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. ndsw'P l--23e>ll Iwlnsl i 8 Uhr, Everi- tnts.?reis für Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern ir.; bei den Postämtern In Preußen 16 Sgr., bei deu außcrpreußische» Postämter in Deutschland gleich. 1 16 Sgr.,(56 Kreuzer südd. Währung.) Ncsttffmtg«« werden auswärt« bei allen Postämtern, in Berlin iu der Expedition, sowie bei jedem solide» Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergespaltene Petit-Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter- Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Colonicn, Amerika, China und Japan dir. A, Duesiug 8 Little-Newport-Street, Leieester-Sqnare. W. 0. London. izittrf' »benW werdet politischer Theil. Berlin, 19. Mai. Die„Berliner Volkszcitung" ist Demokratisch geworden! Diese That- Id, so glauben wir, unsere Leser nicht we- ..; 1 Erstaunen setzen, als wenn wir an der Evct' spseres Blattes die sprüchwörtlich gewordene iähril'Of! mittheiltc«:„Der Papst ist lutherisch jollpel'V'' Und doch steht eö schwarz auf weiß Hase� in sechs langen Leitartikeln jener grim- Feindin des SocialiSmuS, der„Bolls- baß sie social-demokratisch geworden! Wort Social-Demokratir muß doch einen in Klang haben, die Social-Dcmokratcn doch eine gewaltige Macht errungen die Phrase nicht mehr zieht:„Social- �ten sind hirnverbrannte Schwärmer oder und Mörder." in der That! Der einst verrufene Partei- " ist durch daS unermüdliche Kämpfen un- Klassenkampf erstarkenden Proletarierpartei decken der Bourgeoisie und deS FeudaliS zum Schlachtruf der Arbeiterklasse gc omn>>3 akeller nna enofI''j lc; ischcn" �ldth eilung der liberalen Bourgeoisie nach k0* muß eS aufgeben, die Hand an die tische Fahne zu legen; eine nach der �'cht zurück im ossne» Kampf und brgiedt den Pfap der schleichenden Jntrigue; eine andern ruft aus:„Wir gehören der Demokratie an; ja, wir sind die wahren "n!" erste Fraktion der Bourgeoisie, welche ist-llsiJ vnlose Manöver machte, sich unter dem ilcn Namcn der Social-Demokratie in die £ der Arbeiterpartei zu schleichen, um dort |t M und Verwirrung anzustiften, war die i de« irfoi. Allen Parteigenossen ist bekannt, x 1 2� Gelegenheit deS Eiscnacher Congresses Giguen enthüllt und ihre Urheber ent �dcn. Und wer noch im Zweifel darüber daß jene Bourgeoisfraktion nicht die 3sial- demokratischen Geistes besitzt, den neuesten Ereignisse zu Frankfurt a. M ' too in einer Wahlversammlung der -i �i die Frankfurter Börsenjudcn im Ver ssllj' den vom Allg. deutsch. Arb.-Verein Ab- � ein Wahlprogramm aufgestellt haben mit keinem Wort die Arbeiterfrage er- �ted, und welches nicht einmal die Ein- V Volkswehr, die eine doch rein politische föie Forderung ist, sondern blos Berlür- Dienstzeit verlangt. ebenso, wie eS seiner Zeit diese liebenS �olkSpartci machte, macht eS jetzt die �Partei. Der so lang gehaßte und ver Ausdruck Social-Demokratie soll jetzt, °usg? ellc andern Phrasen vergebens erschöpft 1®i11l j« Ahlten, um die Arbeiter zu verwirren und msi- i �igeu. So tönt denn auf einmal die Joriifc®!""lc„Wir, Franz Duncker, Schulze rra\k""d Max Hirsch sind die wahren Social- ,j!i'°ten, die Lassalleaner aber, das sind Ro-h�?°ulagog»ol" "N neuer Ehrentitel für unS;„Social- sind wir! Wir gratuliren der » �'r neutn Erfindung! Viel- �jd es nicht lange währen, so lesen wir blatte:„Wir Fortschrittsmänncr sind waV'A,� Social-Dcmagogen, die bisher lt?i>"� �en sind blutdürstige Kommunisten." gar�' die„VollSzeitung" erst einmal den > bit" j � jn �.e tr{(grfen Namen Social- :tt''' für sich in Anspruch genommen, ist nch. fihen wir unS die amüsanten sechs Leit- "hml näh-r an, so finden wir da ko- 'l'fe alle die allen Phrasen der liberalen °lonomie, mit denen wir uns schon oft , als Grundsätze der„wahren Social- aufgeführt. sÜNnt z. B. gleich die„BolkSzeitung" �ndersetzungeu, wie folgt: 3 i cm! "MI mf IN; Das Thema führt den versänglichen Namen:„Sozial� Demokratie", einen Namen, der»vczen der Leidenschaft- lichk-it der Behandlung, wegen der demagogischen Agitation, die sich damit verbindet und wegen der riak.ionären Ten- denzen, die sich dahinter verstecken, berüchiigt genug und ganz geeignet ist, davon abzuschrecken. Allein hieran ist nicht das Thema, sondern der Mißbrauch, der damit ge trieben wird, schuld. Da« Thema ist so wichtig, daß es mit unwidei stehlichcr Macht immer und immer wieder die Tagesordnung tritt, wie-widerwärtig eS auch durch daS Geschrei der Demagogie geworden ist. Diesem Thema nachzusorschen und es, so weit unsere Kiaft populärer Darstellung reicht, durch leidenschaftslose Betrachtung zu klären, da« soll unsere Aufgabe in den folgenden Arcilcln sein. Von vorne herein müssen wir aber einen Jrrthum berichtigen, der leicht ein Mißverftändniß unserer Ausgab> herbeiführt. Wir haben e« nicht mit einer Erscheinung sehr flüchtiger und bedeutungsloser Natur zu thun, die sich hier in Berlin unter dem Titel„Sozial-Demokralie� oft in brutaler Weise in den Vordergrund drängt. Wahrlich zum Todtlachen ist dies Schimpfen der„Volkszritung"; es muß den Flankenmarsch in'S focial-demokratischc Lager decken. Und ähnlich geht eS in KraftauSdrückcn weiter. Dann tritt plötzlich die Schwenkung ein Es wird die alte oft von dem Fortschrittlcrthum verläugnete„Demokratie" mit einigen Worten bc dacht und dann flott in„Socialismus" gemacht— freilich eine absonderliche Art Socialismus! Es heißt da: nachdem von der Einführung allgemeiner Wahlen und Volksabstimmungen in den Ländern Europas die Rede gewesen: Gewaltiger aber als all diese Erscheinungen ist der Urgrund derselben, die Umwandlungen der gesellschasl lichen Berhältniste, die Beseitigung aller StandeSvorrechte, dir Gleichberechtigung jede« Gliedes der menschlichen Gr s-llscbaft. Die« ist die sociale Revolution, welche sich zu Gunsten der demokratischen Grundsätze vollzogen Hai Und in diesem Punkte sind die Aufhebung der Leibeigen jchast iu Rußland und die Gleichstellung der Neger ii Nordamerika die gewaltigsten Erscheinungen, deren Folgen von dem unberechenbarsten Einfluß auf die Geschichte de« Menschengeschlechtes sind. Eine schöne„sociale Revolution" und eine schöne„Social-Demokratie", die so etwas predigt ES ist unter unbestimmten Phrasen, bei denen man sich alles Mögliche denken kann, die alte liberale Bourgcoisökonomie versteckt. Denn unter„Gleich- berechtigung jedes Gliedes der menschlichen Gesell schaft" versteht die„BolkSzeitung" in Wahrheit die Gleichberechtigung jedes gleich viel Geld besitzenden Mitgliedes der Gesellschaft. Dies kolossale Verwechslung der Begriffe geht unzweifel Haft auS den ferneren Ausführungen der„Volks zeitung", die wir noch näher besprechen werden, hervor. Für heute begnügen wir unS damit, die gr wichtige Thalsache zu constatircn, daß eS mit dem Witz der Fortfchritllcr gegenüber der wachsenden Arbeiterbewegung so gründlich zu Ende gegongen ist, daß sie durch ein Taschenspielcrkunstück— wir wollen nicht sagen: durch Taschendicbstahl— unserer Partei, der Arbeiterpartei, den Parteinamen Social-Demokratie entwenden wollen. Dieses Ma- növer kann unS nur mit Freude erfüllen; eS zeugt o von moralischem Bankerot, daß die noch im Schlepptau der Bourgeoisie befindlichen Arbeiter, die von dem Bourg-oiSblalt jetzt zu Social-Demo traten gemacht werden, gar bald ans fortschritt lichen oder volksparteilichen Schein-Social-Dcmo- traten zu echten Social-Dcmokraten werden müssen V cd v Rundschau. Berlin, 19. Mai. Am Sonnabend findet im Reichstage des Norddeutschen Bundes die endgültige Abstimmung über die Todesstrafe statt. Die ministerielle„Prov.-Corresp." meldet, daß am Mittwoch ein Ministcrrath unter Vorsitz des Königs und im Beisein deS Kronprinzen stattgefunden habe. Die preußische Regierung sei entschlossen bei der dritten Berathung deS Strafgesetzbuchs erhebliche Opfer ihrer Ucbcrzeugungcn" zu brin- gen, aber von der Todesstrafe könne sie nicht Ab- stand nehmen. Darauf werden die National- Liberalen von dem ministeriellen Blatte zur Nach- gicbigkeit crmahnt. Diese Ermahnung wird nicht auf unfruchtbaren Boden fallen; die Herren Nationalen werden schon richtig zu stimmen wissen— vor wenigen Wochen gegen und am nll ZHoidD � Hauses iß mög- ihm an, gcwünschh Sinne ent nächsten Sonnabend für Beibehaltung der Todes strafe— un» es wird weiter geköpft. Jn der Sitzung des Reichstags vom 18. Mai entspann sich auch darüber, wann das Strafgesetzbuch auf die Tagesordnung gesetzt werden solle, eine lebhafte Debatte. Ein Schreiben dcö Präsidenten �Delbrück theilt nämlich mit, daß die Regierungen or Sonnabend nicht in der Lage sind, in die dritte Lesung des Strafgesetzbuches einzutreten. Derselbe fügt mündlich hinzu, daß er bereits vor- gestern diese Mitthcilung gemacht hätte, wenn er damals bei Feststellung der TagcS-Ordnung an wcsend gewesen wäre. Dem Hause fehle eS an Arbeit nicht und der Mehrzahl werde es nicht glcichgiltig sein, die Stellung des BundeSrath-s in dieser Sache zu kennen. Diese mündlichen Bemerkungen gelten dem Abgeordneten v. Hoverbcck, der darauf besteht, daß das Strafgesetz trotzdem morgen auf die TageS-Ocdnung gefitzt wird. Miqucl erklärt sich dagegen im Interesse einer möglichen Verständigung und Eiit Rücksicht auf die durch Krankheit chcraulaßte Abwesenheit deS Grafen Bismarck. Aehnlich äußert sich Gras. Schwerin, während v. Haverbeck offen eingesteht, die Z.it für ein etwa zu Stande zu bringen' lichst abzuschneiden. Fries während LaSker den Regierung Frist einräumen will, und in diesem scheidet sich auch daS HauS.— Man sieht, daß gerade die Nationallibcralcn Zeit gewinnen wollen� sich mit der Regierung zu verständigen.— Am 28 Mai soll der Reichstag geschlossen werden. Ueber den in der letzten Sitzung deS Bundes rathsdeS norddeutschen Bundes vom Präsidium vorgelegten Gesetzentwurf über die Haftung der Unternehmer von Eisenbahnen, Bergwerken und Fabriken für die beim Betriebe dieser Unterneh mungcn verursachten Tödtungenund Körpervcrletzun gen machen die Zeitungen folgende Mittheilungen 1 bestimmt, wenn bei Bewegung von Eisenbahn fahrzcugen auf den Bahngeleiscn ein Mensch gc- tödct oder körperlich verletzt wird, so haftet der Eisenbahntransport-Unternehmer für den dadurch erwachsenen Schaden, sofern er nicht beweist, daß der Unfall durch höhere Gewalt oder durch eigenes Verschulden des Getödtetcn oder Veilctzten vcrur- sacht ist.— Nach§ 2 haftet, wer ein verliehenes oder nicht verliehenes Bergwerks einen Steinbruch, eine Grübe, oder eine Fabrik betreibt, wenn durch das Verschulden eines Bevollmächtigten oder Re- Präsentanten oder einer zur Leitung oder Beaus ächtigung deS Betriebes oder der Arbeiter angenommenen Person in Ausführung ihrer Dienst- vernchtungen der Tod oder die Verletzung eims Menschen herbeigeführt ist, für dadurch entstandenen Schaden.— Der Schadenersatz ist nach Z 3 zu leisten: 1) im Falle der Tödtung durch Erstattung der Kosten einer versuchten Heilung und der Beer digung, und, sofern der Getödtete zur Zeit seines Todes einem anderen zur Gewährung deS Unter Haltes vermöge Gesetzes verpflichtet war, durch Ersatz deS gesummten VermögcnSnachlhcilS, welchen der Letztere in Folge deS Todesfalls erleidet; 2) im Falle einer Körperverletzung durch Erstattung der HcilungSkosten und durch Ersatz des gesummten VermögensnachtheilS, welchen der Verletzte durch eine in Folge der Verletzung eincgetretene zeitweise oder dauernde Erwerbsunfähigkeit oder Verminderung der Erwerbssähigkrit erleidet.— Die Inhaber der vorstehend bezeichneten Anlagen sind nach 4 nicht befugt, durch Verträge(mittelst Reglements oder durch besondere Ucbcrcinkunft) die Anwendung der vorstehenden Bestimmungen auszuschließen oder zu schränken, Vertragsbestimmungen, welche dieser Vorschrift entgegenstehen, haben keine rechtliche Wir- kung.—§ 5 überläßt dem freien Ermessen deS Richters, über die Wahrheit oder Unwahrheit der welcher bei dem Betriebe der bezeichneten Anlagen herbeigeführt ist, auS eigenem Verfchuleeu in An- sprach genommen wird.— Nach§. 8 bleiben die Bestimmungen der LandcSgesetzc in Kraft, nach welchen der Inhaber einer solchen Anlage auch außer den in diesem Gesetze vorgesehenen Fällen für den bei dem Betriebe der Anlage durch Töd- lung oder Körpcrvclctzung eines Menschen entstan- denen Schaden haftet, oder von dem Verpflichteten für einen solchen«Schaden ein höherer Ersatz als nach den Vorschriften dieses Gesetzes zu leisten ist. Der Leser erinnert sich noch der Arbeiternn- ruhen in Reichenberg in Oesterreich, wo durch das plötzliche Erscheinen des Militärs die Arbeiter beunruhigt zum Widerstande gegen die bewaffnete Macht sich erhoben. Es wurden 12 Arbeiter ver- haftet und ist über dieselben das Urtheil jetzt ge- sprachen worden. Ein Urtheil so schwer, daß man es nur begreifen kann, wenn man den unendlichen Haß kennt, den die österreichische Regierung auf die Arbeitcrbestrcbungcn wirft. Einer der Arbeiter Anton Hütter ist während der Untersuchung ge- starben. Das Urtheil lautete: Für Wilhelm Lange auf 2 Jahre 6 Monate schweren KerterS, für FrJä'z und Josef Hoffmann, C. Reinecke und Heinrich Scholze auf 1 Jahr schweren Kerkers, für Wenzel Lutz, JguazM Gpgpljch und Augnstin Preißlcr auf 1 Monarch weren Kerkers, für Ferninand Reichelt und Wenzel John auf 1 Monat strengen Arrest. Freigesprochen wurde Ä. Hopf. Die Behauptung einiger Blätter, daß gelegcnt- sich der Veröffentlichung deS Ergebnisses der Volks- abstimmung in Frankreich besondere Festlichkeiten veranstaltet werden würden, wie Absingung eincS l'e Oeuw, Illumination zc. wird von der„Patrie" widerlegt. Wenn die R'gierung es unterläßt, in dieser Weise den Erfolg über ihre Gegnern zu feiern, so zieht sie doch anderseits, densetbcn die Zügel wieder straffer an. Die„Marseillaise" ist auf zwei Monate suSpendirt worden. Da man die Behauptungen des BlatteS nicht widerlegen tonnte so unterdrückt man es einfach. Das ist in der Regel die Handlungsweise der Machthaber — anstatt dtS Rechtes herrscht die rohe Gewalt. Die Nachrichten aus Italien bestätigen, daß eine wohlorganisirte republikanische Erhebung dort gegenwärtig stattfindet. Italienische sowohl als deutsche Blätter aller Partcifarbcn fallen über das italienische Ministerium her, daß eS sich zu schwach erwiesen habe, den Aufstand im Keime zu ersticken. Sie möchten so gerne das Blut der Revolutionäre fließen sehen. Selbst ein demokratisches Blatt, eins der Organe der Eiscnacher Volkspartei, das „Frankfurter Journal", lamentirl folgender Maßen: Die Wiederholung der tram igen Ereignisse von Pavia und Piacenza versetzle Niemand in Erstaunen, denn fle waren die natürliche Folge der Untdätigsiit de« Ministe- liumfl in(o wichtiger Frage. Der Mann, welcher sich in Caianzoro zum Pauvlc der internarionolen Republik ou«riisen ließ, ist ein Ca abrese, N-mens Piccoli, einer der Tausend«an Marjala, die wie der Phönix au« der eigenen Asche wieder aussteigen und statt im Ab- stet« im Zunehnien degrissen si> d, so daß ihre Zuhl, wenn man die Gestorbenen mitrechnet, wohl drei Tausend übersteigt. Die Ausrührer weiden immer llüger und mächtiger, dliiii der neue Ausstand war unstreitig h sser oraanisirr al« alle bisherigen, nur mußte die Tapferkeit der Menge nicht den Erwartungen der Ansührer entsprechen, denn beim Zusam- men treffen mit den Truppen wurde kein einziger Soldat verwundet, so daß man beinahe glauben möchte, sie hätten ihre Gewehre mit abgewandum G. sichte abgeschossen. Bon ihnen dlirben hingegen Tobte und Verwundete auf dem P-ape. W-rnm diese Geschichte nicht verhütet wurde, be- gr.ijt kein Men'ch, besonders da man weiß, daß schon vor z hn Monaten ein Marquis Cacarone mehrer, Briefe ans Ministerium richtete, in denen er die Lperarionen, welche vorbereitet wurden, ankündigte und sogar die Namen der Häupter angob. E« wurde ihm nichc geglaubt und nichts in der Sache gelhan, obgleich Gnalteri» evensall» die Palermer G>äu-l des Jahre» 67 zwei Jahre zuvor ang kündigt haue. Jeden Tag giedt daS Ministerium neue B>weise seiner Blindheit, man möchte sagen, feiner Hatsadicn und über die Höhe deS Schad-nS, den �'gheit So sprach vor einigen Tag.» Minister ■'' Lanza im Partam»t I-rne ZnfrudlNhli, aus, doß Mrnolti er in Rente oder Capital zubilligen kann, zu rnt- Sohn de« G.nerols. sich der Reglern, ig 'chcidcn.— Die Forderung auf Schadenersatz �u r ähern schien. D>cihund>rl Bürger erst, n Ranges hatten verjährt nach 8 6 in einem Jahre.— Alle diese sich nämlich dem Ministerium zur V.riü�uvg gcftellc. Hatten logar gebeten, sich den Truppen anschiieß�ir zu düise». um b i der Unierdillckang der Rrvellen milzuh ls n. Auf dieser ? ste band nun auch Menolii Garibaldi« Name, deu der Mrnister mit Freude» gewahrte, indem er uaiv an eine Borschriflcn finden— nach§ 7— auch Anwendung, wenn Jemand auf Schadenersatz wegen der Tödtung oder Körperverletzung eines Menschen, Sinnk«änderung des Besitzers glaubte. Nun haben wir aber aus guter Quelle ersahren, das dcS Generals anderer Sohn. Ricciolli, da« eigentliche Haupt der Bande war und Menolli Mannschaft und B-rtheioizungömiticl her bkischosite, und daß er sich dem Ministerium dlos desHalt zum BalerlandSveriheidiger angeboten, weil er erfuhr, daß man ihn am Stadlthor festiuhmen wollt-, da gewisse Schritte, die er gethan, Berdachl erregt hatten. Wir können dies versichern und bestehen darauf, daß jede das Gegentheil berichligende Nachricht falsch ist.— Ja, ja, wenn es ernst wird mit einer revo- lutionären Bewegung, dann verkriechen sich diese heldenmütigen„Demokraten", diese Literaten und Banquiers hinter die Staatsgewalt oder wie weiland in Eisenach hinter die Polizei. Vereins-' (Für den Allg. deutsch. Arbeiter-Berein.) Theil. An die Mitglieder deS Allg. deutsch. Arbeiter- Vereins. Ihren Verpflichtungen gegen die Vereinskasse sind sllr den Monat April nachgekommen die Mitglieder zu Altona, Achim, Aicherelebcn, Beidcnfleth, Bürgel, Bremen, Viele- feld, Berlin, Bockenheim, Bieber, Bernburg, Bornheim, Clauslhal, Themnitz, Crefeld, Casiel, Dietesheim, Dres- den, Duisburg, Dllsi-ldorf, Ernsdorf, Frankfurt a, d.O., Frankfurt a. M., Giilckstadt, Grund, Großen-Aspe, Heddernheim, Hamburg, Hanau, Harburg, Habendorf, Hausen, Heide, Heidelberg, Heusenstamm, Hahnenklce, Hilmarshauscn, H-rdcckc, Itzehoe, Kohlcndorf, Kiel, Leip- zig, Lübeck, Lüneburg, Lämmcrspiel, Lautcnthal, Mann- heim, Mülheim a. M., Münden, Neu-Isenburg, Raum« bürg, Neviges, Nippes, Nieder-Rodcn, Oldesloe, Ottensen, Ofsenbach, Obertshausen, Pieschen, Pausa, Pinneberg, PeterSwaldau, Rostock, Stuttgart, Stockum, Sossenheim, Schönebeck, Seligenstadt, Treuen, Uerdingen, Winlcrthur, Wüste-GierSdorf, Wildemann. Wcißkirchen und Zittau.— Für Monat März nachtiäglich H-idclberg. Abrechnungen sind eingesandt von Ncumllnstrr, Rcudsburg und Bostedt. Die Mitglieder In Paris senden ihre Beiträge viertel- jährlich ein, da das Porto allzu bedeutend ist. Ihren Veipflichiungen für Monat April noch nicht nachgekommen sind die Mitglieder zu Auerbach, Aldekerk, Altenau, Bayenihal, Buckau, Brandenburg, Bauyen, Barmen, Birkesdorf, Bochum, Bonn, Bottrop, Töln, Celle, Carlsruhe, CöSlin, Drcißighuben, Düren, Dictzen- dach, Dessau, Darmstadt, Elberfeld, Essen, Egeln, Frei- bürg, Fischeln, Glauchau, Groß-Denkte, Güstrow, Hasten- rath, Hcrzberg, Hastedt, Hagen, Hannover, Halberstadt, HildeSheim, Herford, Iserlohn, Kammcrforsterhöh, Leut- mannsdorf, Lauterberg, Lorcnzhaus, Limbach, Lcngenfeld, Limburg, Lübau, Leerbach, Lennep, Meißen, Äeerane, Mühltroff, Minden, Merzenich, Meiderich, Nieder-Peilau- Schlüssel, Neheim. Nowaweß, Osterrode, Ober-Rodcn, Ober-Neula»d, Ober-Roßbach, Oldenburg, Oberrod, Peine, Rothenditmold, Remscheid, Röttgen, Rothenkirchen, Stettin, Seehausen, Solingen, Schwalbach, Schloß- Chemnitz, Uetersen, Varel, Vilbel, WermSdorf, Wermelskirchen, Wald, Worms, Weither, WandSbcck/ Wüster, Wolfenbllttel.— Ich ersuche die Säumigen, nachträglich ihre Pflicht zu erfüllen. Berlin, 18. Mg�lLev. Der VereinSkassirer Wilh. Hasenclever. Berlin, 18. Mai.(Versammlung.) Gestern hielt der Vereinspräsidcnt seinen dritten Vortrag über die französische Revolution von 1843. Die Debatte, welche sich an den Vortrag knüpfte, war sehr lebhaft und zeugte von der Aufmerksamkeit und dem Vcrständniß der einzelnen Redner. Nachdem wir nun in Berlin wieder ein ständiges Vereiuslokal erworben haben, siud die Versamm lungen auch wieder bedeutend zahlreicher besucht und zeigt sich überhaupt auch dadurch und durch die anregenden Borträge ein äußerst lebhaftes Interesse. Aus Hamburg berichten die Herren Heinemann und Krambeer über eine von 300»— 4000 Personen besuchte Volksversammlung, welche Sonnabend, den 14. Mai in Tülgc's Salon stattfand. Zum Vorsitzenden wurde durch Acclamation A. Hörig, zum zweiten Vor sitzenden Li e bisch erwählt.— Der Vorsitzende eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache, in welcher er betonte, daß es nicht genug sei, den Einen oder den Andern zur Vertretung in der Gesetzgebung auf eine ge- wisse Zeit zu wählen, sondern daß man a ich über die Art und Weise der Vertretung wachen und darüber sich gegenseitig aussprechen müsse. In diesem Sinne möge man ernst den Geist der Bollsversammlung wahren. Auch Hamburg müsse, wenngleich in der KaffeebesteuerungSfrage begünstigt gelegen, sein Velo einlegen gegen die neue Bedrückung des Volke» durch die jüngst vom Zollparlament gutgeheißene Erhöhung der Kaffeesteuer.— Schall« meyer erklärte: Von der Wissenschaft sind die indirectcn Steuern längst verurtheilt. Sprechen wir es auch hier heute aus, um zu documentiren, daß das Volk weiter ist als die Vertreter, die sich ihm aufgedrängt haben. Man braucht ja nur die Budgets anzusehen, um zu wissen, welche hohe Ziffer darin gerade die vom kleinen Plann aufjubringcndeu indirecten Steuern darstellen. Hier sind unter Tausend keine Hundert, im übrigen Deutschland keine Zehn, die alle Tage Fleisch haben, aber unter Tausend sind gewiß acht Hun-ert, die olle Tage Kaffee trinken. Der unter der Parole: Freihandel in Vertrauens- dufelei gewählte Abgeordnete Roß hat einen Verrath an seinen eigenen Ideen begangen, indem er sich erdreistet, für die Erhöhung zu stimmen. Was ist denn eigentlich Freihandel, als Abschaffung der Zölle überhaupt? Roß ist übergelausen und hat das ihm als Freihändler gege bcne Mandat verletzt. Man sorge, daß Ardeiter gewählt werden.— Kram beer hob hervor: Welche Versprechungen haben nicht Roß und Hinrichsen, die übrigens schon 1859 in der Verf-ssungSfragc das Volk betrogen, vor ihrer Wahl gemacht! Einer, der von der Ausbeutung des Volke» lebt, wird nie dessen Interessen vertreten. An dem bunten Militairrock, für den so viele Steuern aus gebracht werden müssen, klebt des Arbeiters Schweiß und Blut!— L i c t> i s ch sagte: Hasencliver nnh Schweitzer waren im Zollparlament auf dem Platz, um ihr Veto einzulegen-gegen die neue Steucrhöhnng; die volkepartel lichen Vertreter de» Koffee trinkenden Sachsens waren nicht da. Dann sind Maulesel k. steuerfrei geblieben, während Schweine besteuert bleiben, aber Sie wissen wohl, daß Maulesel hier nicht so viel verspeist werden(Heiterkeit). Mit Equipagen hat man die Herren Generale ic. zur Abstimmung zusammen geholt, Feten gegeben, auch die Nationallideralcn tractirt u. s. w. Lassen wir uns künftig bei Wahlen nicht mehr betrügen. Sie werden kommen diese Herren und Alles versprechen, wo möglich, daß wenn siesim Reichstage sitzen, die Heeringe noch länger wachsen und der Kaffee gleich gekocht in Säcken hergeschafft«erden wird Hörig ging dann aus den zweiten Punkt der Tagesord nung, Großisändler und Großindustrie, ein: Es ist eine ausgemachte Ihatsache, sagte er, daß die Großhändler sich di- Steuern vom Halse schaffen, um sie dem Volke aus zuladen. An Ihnen ist es, gegen die« verdammenswür- dige Streben die Stimme« zu erheben. Wenn Sie den Mund nicht aufihun, so ist es Ihre Schuld, wenn über uns immer erbärmlichere Verhältnisse hereinbrechen. Schallmcyer meinte: Die Frage, ob Freihafen oder Zollanschlnß kümmert uns nicht; wir werden eben gegen alle Zölle stimmen. Gewiß aber ist, daß bei unserem Frcihaf.nthum das kleinere Geschäft immer mehr zurück kommt. Sämmtliche kleinere Ladcninhabir, die nach dem Zollverein arbeiten, müßten fordern, daß man ihnen in der Zollvcreinsniedcrlage dasselbe Recht einräumt, wie den großen Manufakluristen.— Krambeer erklärte: Der Streit, ob Freihafen oder Anschluß ist nicht? als ein Schwindel, welcher das Volk in Dummheit erhalten soll. Das„Litcratengesindcl", die Zeitungsschreiber wollen nur -aS Volk zum„Stimmvieh" machen:c.— Beck wendet sich gleichfalls gegen die Zeitungsschreiber.— Liebisch deantragie dann folgende Resolution:„Die heutige Volks Versammlung zu Hamburg fordert alle Arbeiter Deutsch land» auf, in Volksversammlungen energisch gegen die Besteuerung des Kaffees durch das Zollparlament zu pro tcstiren." Nachdem die Resolution angenommen, sprach Hörig noch über die gegenwärtige poliiisch-'Situaiiou. Krambeer über das PlebiScit in Frankreich.— Licbisch zeigte an, daß Donnerstag wieder eine Volksversammlung abgeholten werden solle, und forderte die Frauen aus, auf ihre Männer zu wirken. Zum Schluß bemerkte der Vor- sitzende, daß Subscriptlonslistcn bereit liegen, zur Unter- stützung im Gesängniß befindlicher Parteifreunde. Nkumüvster, 7. Mai.(Versanimlung.) Am 1. ds«. hallen wir hier eine große Volksversammlung wegen kirchlicher Angelegenhelten anberaumt, nämlich in Betreff der Vermiethung der Kirchenstühle, des Ankaufs und Verkaufs von Gräbern, der Rcpartilion von Kirchen- Umlagen u. s. w. Der Einberufcr H. D. Plambcck eröffnete die Versammlung gegen s/£> Uhr Nachmittags, mit der Bemerkung, daß er als Gemeindevertreter beim Kirchenvorstaud den Antrag aus Abschaffung der her- kömmlichen Sitten, als Vermiethung der Kirchenstühle und An- und Berkauf von Gräbern auf dem Kirchhof eingebracht habe, da seines ErachtenS Derartiges dem Geist des Christenthums sotoie den Interessen der Gc- meinde wideistreite. Dennoch sei vom Vorstände vcröffcnt licht, daß die Bermiethung der Kirchenstühle am 6. Mai vor sich gehen solle. Redner habe Protest eingelegt; der Kirchenvorstand wollt sich aber auf nicht» einlassen, son- dern weise Antrag und Protest zurück. Die Versammlung der Gcmcindeglieder möge somit ihren Willen selber kund thun. Sämmiliche Redner, welche nun sprachen, waren prinzipiell einverstanden mit der Abschaffung dieser Sitten; ; erklärten die Herren Dr. Wallichs und Advokat Dreier: sie hegten Bedenken in Bezug auf die Vermie- thung der Kirchenstühle, angeblich wegen des Ausfalls der dadurch erzielten Summe von 400 Thlrn., die dann anderweitig erhoben werden müsse und jetzt von den Bc- sitzenden allein aufgebracht werde. Der Letztere sagte sogar, daß der Antrag nicht begründet- sei, es seien somit leere Phrasen, die wir machten. Sofort ergriff der An« tragsteller das Wor�und erklärte, daß er erachte, der Antrag sei allerdings vollkommen begründet. Alle Ge- meindemitglicder seien von de« Gefühl beseelt, daß es «icht der Gemeinde würdig sei, den Besitzenden Gelegen- Sit �ii verschaffen, mit ihrem Reichlhum zu glänzen. Man hali�eSviclmehr für höchst ungerecht, daß, wie die» jetzt dWW�M, dsv Kirche wie auf dem Kirchhos die ärmere �i«{j|�Mt£den größten Theil der Gemeinde bilde, zurückgesetzt tfrrM. Es seien somit jene Sitten aus dem GemeindeiaMk�zu verbannen. Dann brachte der Redner dahingehende Resolulioucu ein, die auch cinstim- mig von der von circa 5— 600 Mann besuchten Versammlung angenommen wurden; blos die Herren Wallichs und Dreier enthielten sich der Abstimmung; es schien ihnen gar nicht zu passen, daß dies- Sitten abge- schafft werden sollten. Die Resolutionen lauteten:„Die heutige Versammlung der Gemeindeglieder erklärt, daß erstens, da vor Gott und Gottesworl alle guten Christen gleich sind, jede Klassifizirung im Gotteshausc wie auf dem Gottesacker ihr ungerecht erscheint, und somit aufzu- heben ist; sie erkennt an, daß die Gemeindevertreter, die sllr Abschaffung solcher, dem Gemcindelcbcn und den Interessen der Gemeinde widerstreitenden herkömmlichen Sitten streben, ganz im Interesse der Gemeinde handeln und fordert dieselben auf, mit der größten Energie und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken. Zweitens erklärt die heulige Veisammlung der Gemeinde- glieder, daß Alle in der Gesammtvertretung der Ge- meinde, die mehr Aufmerksamkeit den Sondcrinteressen wie den Gesammtinteressen schenken, unfähig sind, den Willen der Gesammtheit zum Ausdruck zu bringen." G. Kamm, Schriftführer. H. D. Plambcck, Vorsitzender. Aus Stettin wird uns von Herrn Kretfchmar be- richtet, daß am 12. Mai dort eine Mitgliederversammlung stattgefunden, in welcher Herrn Armborst, der in letzter Zeit von vielen Seiten Angriffe zu erdulden hatte, das Vertrauen der Stcttiner Mitglieder ausgesprochen wurde. Aus Clausthal erfahren wir, daß der Zimmerer Winzer, Mitglied des Allg. deutsch. Arb.-VrrcinS, wegen Majcstätsbcleidigung zu 6 Monaten Gesängniß verurtheilt worden ist. Winzer hat sich aber der Verbüßunz der Slrosc durch die Flucht entzogen. Stimmmaschinen", um die Arbeiter niederzuhalten. Ich muß übrigens nochmals auffordern, um den Erfolg in München dauernd zu machen, allen Zuzug nach dort fern zu hallen. Ja Münden(Hannooer) ist ohne weitere Schwierigkeit gesiegt worden. StrikeS sind noch in Aus- ficht in Wismar und in Mitweida, woselbst die dor- ligen Collegen sich alle gegen einen Meister erklärt ha den, welcher de» Arbeitern ihren sauer verdienten Lohn nur zum Theil auszahlt und in schlechter Zeit enorme Abzüge bei der Stückarbeit macht. Die Arbeiter jener Werkstclle— der Meister heißt Steinbach— haben denselben erlucht, diese Lohnenthaltnng zu ändern, und gleiche Stücklöhne in guter wie in schlechter Zeit zu zah lcn, woraus er sie fortgehen hieß. Die Collegen haben ihre Pflicht richtig aufgesaßt und stehen allcsammt sllr die auf jener Werkstclle Arbeitenden ein. Mögen die Arbeiter stets so hand-ln. Ich fordere die Mitgliedschaft in Frankfurt a. M. aus, eine Erklärung an's Präsi- dium zu senden betrrffs der Abrechnung und der Schweig« samkeir ihres Bevollmächtigten, ferner die Mitglieder in Zeitz, da ein Brief an den Bevollmächnglen Horr» mann zurückgekommen ist. Es ist überdaupt an vielen Orten schon vorgekommen, daß die Bevollmächtigten ab- reisen, ohne Anzeige an's Präsidium zu machen. Nach- stehend folgt die Abrechnung der von außerhalb für München und Frankfurt a. M. eingelieferten Gelder. Er- halten habe ich aus Kiel für München Thlr. 5.—.—., aus Dortmund für München 5. 11. 6., aus Wismar für München 2. 8. 3. au» Schleswig für München 1. 17. aus Hagen für München 4. 13.—., aus Halle a. d. S. sür München 4.—.—., aus Würzen für München—. 26. 7., au» Dresden für München und Frankfurt 10.—. in Summa Thlr. 33. 16. 4. Einnahmen. Davon ind versandt nach München von s:chs Orten Thlr. 20. —.—., nach München von Kiel 5.—.—., nach Müu- chen von Halle 4.—.—. und nach Frankfurt von den aus Dresden geschickten 10 Thlrn. 4.—.—., Porto- auSlagen betrugen—. 6.—., in Summa Thlr. 33. 6.—. Ausgaben. Es bleiben also noch 15 Sgr. 10 Pf., die noch verwendet werden. Ich spreche allen Orten Dank aus sllr die rege Wirksamkeit. Mit social- demo- ratischrm Gruß F. S. Licbisch. Homburg v. d. Höhe, 12. Mal.uhaltcn an dem Beschlossenen und auszeiharr'«- der Strike so lange dauern, wie er wolle. W» saß wir Zimmerleutc Magdeburgs unterstützt io wie wir c» auch thun werden und geih-n sich andere Arbeiter in unsrer jetzigen Lage befindl»- Brüdcr, haltet allen Zuzug von Magdeburg ab, unsern Sieg errungen haben. Etwaige G.l>»-'1s� bitten wir an den Kassirer des Allg. deutsch.„ Verein« A. Koch, große Storchstraßc 12 zu sea� social-demokralhchen Gruß F. Hulsch?'- Dortmund, 16. Mai.( S trUcs.) Zimmerer haben Hierselbst die Arbeit niederglli� hiesigen Tageblätter halten die Forderung der den Dortmunder Verhältnissen entsprechend hoch Vor Zuzug wird gewarnt. Bremen, 12. Mai.(Allgemeiner Strike in Aussicht.) Kameraden und Porlei Wir hatten diesen Winter schon oft die Loh»! handelt und hielten jeden Sonnabend regelmoßiZ. Allg. deutsch. Maurcr-Verein zusammen SBi'r iammlung ab. Eine Kommission wurde gewäh»- Vorlagc ausarbeitete, die wir in der Mitgliedei� lung vom 23. April gründlich durchbcraihen nommen haben und die in einer Versammln»� iicher Zimmerleutc Brrmen« am 27. April aal� berge einstimmig angenommen wurde. In derü» Versammlung am 30. April wurde endlich � selbe Vorlage den Meistern und Bauunlernihü� schicken und bis zum 13. dsS. ihre Antwort zu Aus Chilis In öffentlich«: Generalversammlung sämmilichrtv» der und Maurer wurde am 4. Piai in der Took�, stimmig beschlossen, die Arbeit einzustellen,'vz; laiw Forderungen nicht berücksichtigt werden, wel,- (2772 Sgr.) im Winter 42 Grt.(19 Sgr.), ich mt( nicht mehr möglich ist auszukommen. Wir bit»7 iiulzr.z- den Zuzug von hier fern zu halten. Wir hab�I I«llr ß. feste Mitgliedschaft und es sind jetzt soft alle 3'.}■ d» n hier im Verein. Diejenigen, die uns bis dahiUTver,� ■.cke fc. u »ürliä iftagi I ein -b>n, bi-Ien '!< S iiscy i Z-rad l" s-lbs »an t ng slbs («ra 11 in« m Ei, standen, glautOen lange, der Verein bezwickr»»[,"Hin sames. Jetzt, da sie aber sehen, daß wir ErnPrit; y0i treten sie olle- bei. Es haben sich in den letz«?.1,,),>, Tagen noch 60 Mann einschreiben lassen. D». z(jn{g von uns sind Mitglieder de« Allg. deutsch. A>b lir kon und immer zur Stelle, wenn es gilt, da« P>A'»elreiö lheidigen; das habrn wir bewiisen in den Bolle- lungen, wo der Sieg immer unser war. ES L Dil Rift etzt keine andere Partei neben unS mchr Siögii auch sind„Social-Demokrar" und„Agitator"» verbreitet. Ein Beweis dafür, daß die stn durl ihre Klassenlage erkannt haben, ist, daß die Bs l? ii aber der Gewerkschaften vom Zimmerer- und Msh hat st, mit allen gegen 9 Stiinmin angenommen' Iich| j0] ocial-demokratischem Gruß C. Nevcrmann, BevolloW K � eachlurg.) ,%•tionnir . 3)(2ft'icn(.Ir glied H. Udcn, derzeit in Bielefeld, w«d»i�«epi-.bli Bremen, 10. Mai.(Zur Brach Karte und Mitgliedsbücher auf der Post fcre un lösen, da ich seluigc schon am 14. April von' 'chickl habe. Mit social-demokratischrm Gtusi., UcHvc C. Nevcrmann, �ffttl gewor Zur Arbeiterfrage.. und LassalleS Rede bei der am 16. Avril-j.�r'i Allg. deuisch. Schuhmacher-Verciu. Berlin, 19. Mai.(An die Parteigenossen.) Da in Franksnrt a. M. von den doitigen Collegen ein Slrike gemacht ist, sowie auch in Karlsruhe, so ist e» dringend geboten, den Zuzug nach dort möglichst adzu- schneiden. Auch richte ich die Bitte an die Bevollmächtigten aller Gewerkschaften, in Versammlungen e« den Mitgliedern an's Herz zu legen, unsere Collegen mit Geld zu unter- stützen. Wir sind alle solidarisch verbunden, und unsere Bedrücker müssen erkrnuen, daß wir, wenn es gilt, dae letzte Opfer auf dem Altar der Arbeit bringen. Sic müssen erkennen, daß die Arbeiter ihre gerechten For- dcrungcn dmchletzcn können. Wir, die wir das Eisen schmieden, die Paläste bauen, den Faullenzern Stiefel und Kleider machen, wir, die wir Alles schaffen, müssen zeigen, daß wir eine große Familie sind; die keinen untergehen läßt. Den kleinen Meistern rufe ich noch zu: ES ist die höchste Zeit, daß auch Ihr eintretet in unsern Bund und den Kastengeist endlich fallen macht. Ihr seid auch weiter nichts als Lohnarbeiter und wißt oft nicht, wo Ihr etwas hernehmen sollt. Wollt Ihr niebt mit uns gehen, dann in drei Teufels Namen kann es Ee ch nichts schaden, wenn cS Euch noch schlechter gehen wird wie bisher. Euch striklnüen Collegen ruft ich zu: Haltet fest an Prinzip und Organisation wie cS nnS Lassalle vorgeschrieben hat. Kein Sieg ohne Kampf. Also schnelle Hülfe thut Roth. Gelder sind an die im„Scciol, Leipzig abgehaltenen Arbeiterverjaili (Fortsetzung.), in, fo! b Eben so wenig hat Bastiat etwa« gesagü»,'«ti olso eignet wäre, jenes Gesetz di« ArbeiterlohnS stei Herr Wirih beruft sich aus den Ausspruch die mit Entwicklung der Ji.dustrie und der Abtißii '~..... di- duction auch der Proportioiielle Antpeil drrArP., wachse. Diese Behauplung ihcilt kein änderet- sie ist unwahr;«der nicht einmal sie emhäll». ktztt hi »cm Gesetze des Arbeitslohnes nothwendig ja viels Selbst einmal angenommen, daß im La»!' al' Associ hunderte der Amheil der Arbeit stnge, so �,'st-,(„, noch keineswegs gesagt', daß auch der Loh». P�j steigt. Dieser kann stehen bleiben oder sogar »as hängt ledigl-ch davon ab. ob sich nickt' Credit Arbeiter in einem noch stärkeren Gr»', f ihüeu Antheil derArbeit an der Gesammtproducii»»'Dil st(, Andere Gründe gegen Bastiat würden zu cii»�: Eingehen nötdigen, und ich will daher j-tzl'fr, zichlcu; der G-genbeweiS ist aber in eiuerj)�'die und äußerlichen Weise zu führen, nämlich � für iß »..... ch" pn erkannten Männer der Wissenschaft, die na schrieben haben. Zu diesen gehört Mill, angeführt habe, der noch lebt, während Bast dt", vedeutendstln neuesten Oekonomcn varsühre»,> 1»«�� aus deren Compeudien, die eben nur b» s, Anerkannte enthalten. Hören Sie Prostil � lerc s Heidelberg, den Bersasicr de« geiesee-sten 6»| �»ich, da«, ich weiß nicht in wie viel Auflagen � �lsociati er sagt in Z 190 sein«:„Grundsätze der Coli»1' l lehre": W(-'he z. Die Kosten, welche dem Arbeiter im"»?,'s Lom W f>l?lg werden müssen, bestehen bei eiusachen, ku»! lungen rur aus dem IluterhaltSbedaise,, aber kommt noch der zur Etlauguug der«s»»'� ichickl chkeit vorgenommene Gülcraufwand h"" „Der Unt-rhallSbcdars muß nicht beos i» der Aibeit, sondein aus die Jahre der � Jugend bezogen weiden, in welchen der kü»> noch nichts«werben kann, und überhaupt v. der Arbeiter zu dem Unterhalt ihrer FaiM»' Wäre da« Lohuciukommeii dafür zu gering-- t e! in ..iL" U'ma» Mi, starben ist. Lassen Sie mich aber noch die V t' Kreis-, u t- i{> pst">lu d" Wiehe J »on tz Erd- iitobun ,? der J und ."t« d« Aide stiren ü'titlichs ml«- roPhüchZ -.Aerki». lud 6'? blasse minder zahlreich werden, und eS würde zu fehlen anfangen, bis da« verringere >a Arbeil den Lohn wieder in die Höhe bröchle, . wenigstens von der gemeinen Lohnarbeit, welche f»ärlich,ie Vergütung cihält, und von der millleren Milglieoern einer Familie. In den künnlichercn �gen kann es gcschrh'N, daß nach der dabei nn Lebensweise der Lohn bloS für einen ein elellte.I ugdebin sr>tai er �cr U iversiläl docirt Professor Roscher, er "(iter ohne Familie ausreicht und dennoch durch . SN« den vielen Klassen die Zahl der Arbeilei «l bleibt." MW l ' deii u lveriiiar oocirr Proieuor vroieve "«n?« �Deionom, aber ein schwer gelehiler Mann. miiS � dieser über die betresscndin Gesetze? Ee "l Thlt'"°-m System der Bolkswilthschafl(lsüö, j �°rt ProductionSkoflen, welche das fortwährende "nrirt Arbeil bedingen, umfaßt die herlömm- f"dcnsdedürfnisse nicht bloS der willlichen .sondern auch ihrer Familien, d. h. also siad, Ä Sval Äf,v,,wv*lW»uu, mit*, yuuuiim, u. y. ui|u teS 1200««!?� ArbeuergeschlechtS. Wie groß die�Anzahl lsch. Ä WieSl �ewählli glled-'«l hen u-'. n mludi il aus. der lich b' im h"11 rt zu orrheii i t"1 f1'" müsse, hängt wesentlich von der Aebeils lt« Zst diese z. B. so staik, daß nur die Er »u durchschnittlich 6 Kindern pro Familie sie " sjjir'0nn. io muß der Lohn außer dem Unteihall Kartet III't8 selbst auch noch die EeziehungSkosten von L Wir? � �dtikeu vermögen. Wo es üblich wird, daß ' ftüst* f arbeiten, da braucht der Vaier �.,.1 a den ganzen Unterhalt der Familie selbst zu � ts � »fall 'haMfl'' ullx ganzr« unieiguu™ Ijuumic|ciu|i JU ' iS kann also der individuelle Arbeitslohn ge> »b. Äj9''tn- Sollte er jedoch unter die oben er« eahöhe sinken, so würde gar bald durch vermehrt U und Auswanderung, verminderte Ehen» und (euM>- iL'«jeriingernng oco Auegcvoicv ii|uigtn, � �'tänderter Nachfrage den Lohn wieder steigern '� �äfls�Auch umgekehrt mied sich ein Stand de« l rft.liil!'n:8 hoch über jenem Kostenbeträge um so g dlr>»..ist behaupten!5 mtn, je allgemeiner die Bc zend> zl» �llirlichfte menschliche Pflicht gellen.„„Wo eine m.rtnet Tta9t nach Menschen ist, da wird sich regel v hniltf �'M starke» Angebot einstellen""(Ad. Smiih)." • si-'-ir w n' meine Herren, welche Einstimmigklir " Mb-V Antorität« Herrsdjt, Sie sehen, welch' '''< Stirn dazu nöthig war, ein so ancr- �setz als unwahr zu bezeichnen, und sich dabii Zerade auf Adam Smith und Mill zu berufen. selbst nachgewiesen haben. Auf solche Weile 0>an keine große Sache! Eine Sache, zu deren '"ng solche Lügen ousgewendct werden müssen, s lbst und legt Z-ugiiiß ab von ihrer inneren sVravo und Ziichcn.) � weine Absicht, meine Herren, heut aus den n Einwendungen, die man gegen mich vorg t'I"n Häringsalat zu machen, dann halte ich �(„Iii 1. freilich eine Speise vorgesetzt, die Sie 3 "Mg festgehalten hätte; ich meinerseits hätte .. �n, p 9 Mitl.jd milJhnen gehabt, aber mein Gesund 'mV'°o Macht mir's unmöglich, heut auf Alle« ein� ,""d ich muß eine Thcilung einireten lassen "' U Umwürfe bestehen entweder in absichtlichen Eni- '"9,"'"t in wirklichen, aufrichtigen Mißverftändnissen, nur o», ea•■- iv.),,?>'i. jv|- � m iu»ii;iujui, uuuiujiiyin �'.'«i�v« iir»i«vi"s>»«', j)\\ lch jedoch nicht begreife, wie sie bei der großen Meiner Schuft entstehen konnten. So ruft hade" �sie Delitzsch in seinem Lortroge aus:„Wie denn Alle in seine Associationen hineinbe. er za oow keinen Zwang anwenden will?" i'zfl stm da« will ich gar nicht! ich mag Niemand . gfli# r,.'n lillrn hinein haben; wer nicht will, bleibt ' pyttn' ypJenti nOD_fit injoria! dem, der will, ge- Ti-, z..... CTf.h.''? j- doch tl! Vc '«."".Unrechll W m's mehr Spaß maett, für . o, h k;"ne« stablikanten zu arbeilen, als sllr seine •-•il 1 kann'« ja haben. De« Menlchen Wille ist �streich. Die Frage des Herrn Schulze beruh ssviger Aussassung. ,£'Nitmand gezwungen werden, cS fell Ihnen � Möglichkeit gegeben werden, Ihre Kräfte für o Niet� �9ung zu Verwcrlhen. Diese Ptöglichkeil wild a!e sl�. Ihnen gestiftete Associationen gr � llik'��r des Staatskiedils schllchterdiugs bedürfen :t.'"t ferner, und das sieht keinem Mißversländ f»ch. sondern einer PM .... abscheulichen Entslcllm g.— „-J(ü'lagt, und besonder« hat e« Herr Fauchrr hier ollln �«« was ich entwickelt habe, sei mit den sranzö. • was ich cntwiaeir have, zel mit oen lranzo« 9' gjli'9onalwerlsiätlcn in den ersten Jahrrn der fron« sd'.(jf �publik identisch. Ich bin überzeugt, baß man ' n V1«Ii Unbekanntschast mit der Sache spcculilt bat; "ölten waren nämlich der Art eingerichtet, daß £ck., t>ve Beichäsligung in ihnen getrieben wurde. nn'�/" nur dazu best mmt, da« durch dic R Volution gewordene Proletariat überhaupt irgendwie zu j und zu ernähren, und gerade we l man glaubte, pril)° der Privatindustric keine Concurrenz rsat"� I>eß man unproduetivc Arbeil verrichten, ! darbeilen; sie waren überdies nicht von den ..< i, so, dcrn gerade gegen diese errichtet.�) Wie ivsag�i"n also dazu, diese Werkstätten mit meinem Plane » �iM.i» stellen. Man glaubt es eben wagen zn � II, M i die Sache nicht allgemein bekannt ist; sie ist v V- Jtiwäßig festgestellt.�). Und weiter frage ich— � rL Ifv die Rede von einer vom Staaie aus- >dkri Organisation der Aibeit, von einem Stoats« � in i>i'r mißversteht— will nicht»rrstch.n. « �>a vielfach hervorgehoben, daß ich die individuelle klssoeiation will, ich will sie sogar gerade so so wie sie in England bestehen, in Rochedale, Pari» u. s w.; nur sollen dieselben, um llder« 'den zu können, da« erforderliche Capiial hl" j,| Erediloperotion des Staate« erhalten. Der -aal durch eine Creditoperaiion entg-genkom- ,gi sie aber nicht„organisiren", nicht s.lbei s V � Staatskosten und sttr seine Rechnung, als Vi» j).'f, t eiben, er soll vielmehr die Arbeiter dnril 9 z'«il in d,,, S'and setzen, sich selbst ,» organl- t,"l" Rechnung zu arbeiten. Ich habe auch 'ath..�°>l gesprochen, Eine grobe Org nisalion zu '' Man dann allerdings leicht als Staatsanstalt gen können. Ich spreche vielmehr überall von Kreisen, die unter sich durch„Credit- und r"nzvei bände" verknüpft sind. Und wenn ich so seht da« doch notbwendig voraus, daß 're selbst ständige S-s.llschaseen gegenein- (�»-"icht aber eine einzige, den gan en Staat um- oll«"'�' könnten sie, wenn e» Eine z. B. die Eingeständnisse des Socio -l,a �romartine im 2. Bde. seiner Geschichte der �e z. B. die Geschichte der Revolution «on Garnier Page», 8. Bd. Die Arbeiten ,. Erdarbeiten aus der sogenannten Rampe von ödabunq des Rosens der Elysäischen Felder. der Kiesel in den Gemeinden von Clichq und und ähnliche, säwmilich in dem Schreiben 8 der Netionalalelier« an den Minister spee!« Arbeiter arbeiiiten mir 2 bis 3 Tage de, aMen aber jeden Tag Lohn. Es sollte eben 'ntliches Almosen sein. Gesellschaft wäre, ja nicht durch Credit- und Assecurran� vcrbä de untereinander rerdnndcn sein! Ich kann allo mit gutem Rechte fragen, ob diese« ein aufrichtiges Miß verständniß war oder ein erheuchelte«. Aus andere Dinge werde ich in d.m nächsten Vortrage zurückkommen, den ich Ihnen vielleicht heute über si Wochen zu halten gedenke. Waö ich heute vor Allem aiie.iinauders.tzen will, ist dic Haupleinwei dung, weiche alle» Angriffen gegen die sociale Seite meiner Broschüre z» Grunde liegt. Schulze und die ganze lioerale Schule haben nämlich in allen Tonarten die Melodie angestimmt und das Geschrei losgelassen:„Der Staat darf sich nicht in die Lirkehrsverhältniss- mischen." Meine Herren, diese? Geschrei ist bereits rin sehr alteS, es existiit seit mehr al» b<) Jahren schon; diese Parole ist gcgenwärteg so weil verbreilet, wie kaum eine andere, und dennoch giebt es keine unintelligenter c, falschere, stupidere Parole als diese! Ausgegangen ist sie besonders von den Manchestermännern, und wollte ich Ihnen nur sagen, wofür dieses Prineip schon herhalten mußte, so würde die dloße Auszählung dieser Fälle Sie schon bestimmen, mit dies.r Parole zu brechen. Als man die Zehnstundenbill in England linsühren wollte, durch welch: man für die Arbeiter unter 18 Jahren eine gewisse Anzahl von Ar. deitssinnden als Maximum fistsetzen wollte; al« man eine Altersgrenze zu ziehen deabfichligle, unter Weichet die Kin der nicht in Fabrik-n arbeiten sollten;, als man den Schul zwang einzuführen begann, nach welchem olle in Fabriken oeschästiglen Kinder die Sonntagsschule besuchen mußten:— da schrien alle englischen Fabrikanten: StaatSinlervention! Der Staat darf sich nicht einmischen! Der englische Ar beiter ist aber bei diesen Fragen stet« mit denen gegan gen, die sogar gegen ihn Zwang richten wollten, wie er z. B. in dem oben erwähnten Falle gezwungen wird, seine Kinder, wenn si: Aufnahmt in den Fabriken finden sollen, in die Schule zu schicken. Der Arbeiter hat ein gesehen, daß diese Art von Freiheil sein Ruin ist! Solche Maßregeln zu erreichen, war auch In England immer nur gegen das Geschrei der Liberalen, war nur durch Hilfe d-r Torys, z. B. Lord Ashlcy und Andere, möglich. Selbst dic Zwölsstnndenbill von 1843 ist unter einem Toryministerium durchgegangen sEraham's Bill). Ich kann mich hier mit diesen flüchtigen Andeutungen begnügen, weil Sie nächstens von andrer Seite einen ausführlichen Vortrag über diesen Gegenstand hören werden. Herr Schulze sagt, und alle Anhänger der Manchester. schule sagen mit ihm:„Dic Gesetze, welche den Arbeit«- lohn regeln, sind Nalurgese tze, gegen welche der Staat nicht ankämpfen darf." In welchem Sinne kann man aber hier van Naturgesetzen sprechen? Ein Naturgesetz waltet mit Nothwendigkcit, man kann es nicht ausheben; man kann aber auch seine Bedingungen nicht ändern. Das Gesetz des ArbiilslaHneS wallet unter den heuti- gen Verhältnissen freilich mit eben solcher Nolhwendig- keit wie ein Naturgesetz; wir können aber seine Bedin- gnngen ausheben und dann ist auch das Gesetz geän- deit, folglich ist e» kein„Naturgesetz". Es beruht eben aus folgenden Bedingungen: wenn der Staat als Prineip betrachtet, daß er in keiner Weise in dic ge- chäfllichen Verhätlnissc und die Verhältnisse de« Verkehr« eingre fen darf; wenn die Produktion nur aus Rechnung von Privatunternehmern betrieben wirb, und wenn die freie Coneurrenz obwaltet, so ist es allerdings so nolh- wendig wie ein Naturgesetz und schlechthin nicht zu be- ieitigen. Heben wir aber eine dieser Bedingungen auf, so fällt auch dieses angebliche Naturgesetz. Heben Sie z B. die Voraussetzung aus, daß die Produktion nolh- wendig sür Privatunternehmer vor sich geht und assoeiiren Sie dic Arbeiter, so sällt jenes Gesetz weg. Daher ben stammt der Haß aller Mancheflermänner gcgcn den Staat, weil dieser der einzige Punkt ist, von dem au» man diese Verhältnisse ändern kann. Daher hassen sie nicht diesen oder jenen Staat, nicht diese oder jene Seaalosorm, sondern den Staat überhaupt, und wen» sie lönnten, so würden sie, wie sie es hin und wieder ausgesprochen haben, gern den Staat aufheben und ihn untergehen lassen in die Gesellschaft (Zischen und Bravo), damit gar kein Piinlt übrig sei, von welchem aus gegen ihre tapilalbewossnetc Ausbeu inngShichl irgend ein Schutz nur erdenklich sei. Darum aerschieien sie den Staat al« das Puneip alle« Bösen, ein Geschrei, dem gewiss- heutige Verhältnisse sine» wissen Schein verleihenl Bewahren Sie sich vor diesem Jrrthum, der sllr unsere ganze Emwickelnrg verhängniß voll wllidc, wenn nicht durch bessere Umerrichlung der össintlichen Meinung dem entgegengetreten wird. Ich habe schon in meinem Arbeitirpreg-amm gesagt(pax. 40): „Der Zweck des Staat« ist nicht der, dem Einzelnen die persönliche Freiheit und sein Eigenthum zu schützen, wie die Idee der Bourgeoisie ist, sonder» vielmehr der, durch seine Vereinigung die Einzelnen in den. Stand zu setzen, eine solche Slufe de« Daseins zu erreichen, die sie a Etnzeinc nie erreichen könnten, eine Summe von Macht uud Freiheit zu ei langen, die sie einzeln nie erlangen könnlen." Die« ist da« große civilisatarische Prineip des Staats und trotz aller jetzigen Verkinunng seines Berufs wird die« sllr alle Ewigkeil die Bestimmung des Seoats bleiben.(Schluß folgt.) . hini li i« av> r»'! fü# pl tr.' »K nfli> (Fadrikantenvereine und Fabrikantentage) spuken j.tzt überall. Ende vorigen Monals hielt ker Ausschuß des sog. deutschen Fabrikantentageö zu Leipzig Sitzung. Das„Leipz. Tagebl." berichtet darüber, wie folgt: „Nachdem der Vorsitzende die gegenwärtige Arbeiter bewegung mit spezieller Berücksichligniig der Forster Vor- lommnisse in den Kreis der Besprechung gezogen und sein B. dauern ausgesprochen, daß in Forste durch falsche Maßregeln des mit den BerhSilnissen der Fabrikation nicht vcltrauicn Berliner Gcneralialhc« der forlschritt. lichen OriSvcreinc die Stellung der Arbeitzeber zu den Arbeitern so gestört worden, daß ein Nachgeben und Eni- geg»kommen der dortigen Fabrikanten zur Unmöglichkeit »eworden, entwickelte derselbe in längerem Vortrage die Nolhwendigkeil der Bildung von Fabrikaiiten-Vereinen in allen Fabrikftädten, um neben der Arbeiterfrage Angelegen- hri'.en von gemeinsamen Interessen in d.n einzelnen Fabrik- städten bcralhen und-für die Beschlüsse künftiger Fabri- kanlemage vorbereiten zn können.— Die Fabrikanten- Vereine solle» zunächst dazu dienen, den Frieden Zwischen Aibeilern und Arbeitgebern zu wahren, die Interessen der Arbeiter zu sördern und etwaige Differenzen in Güte im Wege des Komvromisses ohne Eil Mischung de« Berliner General- oder CeatralralheS zu beseitigen.— Redner be- eome vor Allem, wie die Ethallung des Friedens und guten Einvernehmens Zwisten Arbeitern und Arbeitgebern im Interesse beider Theile liege, sprach gegen alle ZwangS- maßregeln gegen Arbeiter, die sich den neuen GcwcrkS- vereinen angeichlassen, überzeugt, daß die meisten der Ar- beiler von der aus diesen Vereinen resnltirenden unbedingten Abhängigkeit vom Kommando eine? seinen Mitgliedern nach unbelannien G-neralralheS ganz von ielbst wieder zurückkommen würden, sobald ih.cn von den freien Ge- werkvereint» B ssereS und Solideres in Lakallasscn»c ge- boten und sie selbst zur Erkennlniß gebracht weiden, daß die Berliner C ntralbehördc nickt immer in der Lage sein könne, in das Wesen und die Bedürfnisse jed.« einzelnen Industriezweige« so«iuzudringeu, um wie in Forste Au«- Wanderung und Meid, mg dc« Platzes für zuziehende Stuhlarbciter zu kommandiren.— Redner wies auf Gefahr hin, welche zunächst für den Frieden und Glück ganzer Fabrikdistrikie ans solcher auf Unkenntniß der Verhältnisse beruhenden Einmischung de« Berlin Generalrathc« entstehen könnte, und glaubte nach den Mittheilungen, die ihm heute von Herrn Dr. Max Hirsch über die Zusammensetzung des sogenannten Berliner Gcneralrathes geworden, einen Kompromiß in der Wahl einer ständigen Kommiision des beut. schen FabiikantentageS zum Zweck der Unterhandlung und Verständigung mir dem Generalrathe bei vorkommenden Arbeitseinstellungen um so weniger besüi warten zu können� weil vorläufig nicht anzunehmen sei, daß der Generalrath nach den Forster Erfahrungen sich unbisangen der Prüfuug der thatsächlichen Verhältnisse wl«men würde, und e« wohl das allein Richtige sei, wenn die Arbeitgeber sich stets ohne auswärtige Einmischung in friedlicher Weise mit ihren Arbeitern zu verständigen suchten.— Nachdem Herr Cammerzienrath Gröschke aus Forst§§ 45—47 dc« Sta tut« für Gewerkvereine vorgelesen und daraus auf die feindliche Haltung dieser vom Berliner Generalrath ge leiteten Bereine gegen die Arbeitgeber hingewiesen, kam man zur Besprechung neu zu orgauisirender AlterSver. orgungS- und Jnvalidenkassen, die gleichzeitig dem Prinzip der Freizügigkeit durch Verbände der einzelnen Fabrikslädle unter einander Rechnung tragen sollten. Herr Sommer. selb aus KottbuS vertheilte einen von ihm gefertigten Statuten-Entwurs für derartige Kassen, konnte aber nicht verhehlen, daß dic Durchführung dieser aus bedeutende Zuschüsse Seitens der Arbeilgeber zu begründenden Kassen selbst in KottbuS nicht dic Zustimmung aller Arbeitgeber hätte erlangen können.— Nachdem Herr Schmidt aus Sommerfeld für einheitliche Kassen, also Vereinigung der bestehenden Kranken- und Sterb-kassen mit AlterSversar gungs- und Jnvalidenkassen gesprochen, der Vorsitzende sich dieser Ansicht anschließend, sllr Erweiterong der be. stehenden Kranken- und Sterbekassen(zu denen Arbeiter und Arbeitgeber schon jetzt steuern müssen), durch erhöhte Beiträge dir Arbeilgeber, ohne daß die Arbeiter erhöhte Beiträge zahlen sollten, für Invalidität und Alters Versorgung sich ausgesprochen, wurde von Herrn Lerubsch au« Forst der Entwurf für solche Kassen, von Seiten der Görlitzer Sladtbehörde ausgehend, mitgetheilt, welcher im Sinne einheitlicher Kassen adgesaßt,(ämmstiche Arbeiter eine« jeden Platze« umfassen, Arbeiter wie Arbeitgeber und Kommunen zu Beiträgen verpflichten wollte.— Die Versammlung mußte einräumen, daß dieser Plan in seiner Durchsührung dem Prinzip der Freizügigkeit nicht allein vrlle Berücksichtigung schaffen, sondern auch durch die Kortrole der Kommunen unter Heranziehung von Kom- misstonen der Arbeiter und Arbeitgeber für die Verwal tung Garantien bieten würde, die neben der Sicherheit sür-dic Kossenverwaliung selbst auch für die Kommunen eine Erleichterung in der Armenpfleße, sllr die Behörden aber eine Kontrole für herumziehende arbeitsscheue Leute ermöglichen würde. „Nachdem zwei Herren aus Forst noch darauf ans. merksam gemacht, daß derartige allgemein wttnschenkwerthe Einrichtungen für Alle ohne gesetzliche Regelung undurch fühlbare Theorien bleiben würden, beschloß dic Bersamm. lung, durch eine Eingabe an das Bundeskanzleramt darum u petllloniren, daß die bereits obligatorisch eingesührte» Kranken- und Sterbekassen auf Altersversorgung und Invalidität, unter Heranziehung van Arbeitgebern, Ar. beitern und Kommunen zu Beiträgen, unter gemeinschafr licher Verwaltung der Beitragenden erweitert würden. Im Sinn dieses Beschlusses wurden die entsprechenden Reso lutionen der Versammlung zum Anhalt sür tjp entsprechende Petition an den Bundeskanzler de« Nordd'ntschen Bunde« redigirt und mit Abfassung der PetitiMP die in allen größeren Fabrilstädten zur Unterschrist ausgelegt werden soll, neben bim Vorsitzende» die Herren Cammerzienrath Gröschke aus Forst und Moritz Sommerfeld aus Kattbu« beauftragt. Nachdem schließlich noch die Berufung des nächsten FabiikantentageS an einem Abende der nächsten Mickaelismesse in Aussicht genommen und nach Borschlag des Vorsitzinden die Besprechung geschäftlicher Uebelslände, sowie die Einführung der neuen Maßsysteme mit gleich zeiliger Umänderung der Preisstellung in Silbergroschen an Stelle der veralteten Bcrechilmig in guten Gioschen auf die Tagesordnung gesetzt worden, schloß die zahlreich besuchte Versammlung nach dreifllindigen Debatten. 1„Wir sind in der Lage, die oben beschlossene Petition an das BundeSkanzleranit schon heute in der Fassung der damit betrauten Kommission mitlheilen zu können und lassen dieselbe deshalb folgen. Dieselbe lautet: „Hohes Bundeskanzleramt! Der geschäfteftihrrnde Ausschuß des Deutschen FabiikantentageS hat sich in seiner gesli igen Sitzung eingehend mit der Frage beschäftigt, wie im Interesse de« Arbeitet stände«, angesichts der durch das FreizügigkeitS-und Kaalitionsgesetz veränderten Situalien, den berechtigten Wünschen der Arbeiter in Betreff der sllr KrankheilS- und Sterbesälle bestehenden, sllr AlterSver sorgung und Invalidität zu begründenden Kassen am besten genügt werden könne. In Erwägung der vielen Schwierigkeiten, welche der Einsührnng und Verbesserung der bestedcnden Kassen, wie deren Erweiterung zuAiterS versorgnngS- und J, validenkassen im Wege stehen, wenn diese Kassen im Sinne freier Vereinbarungen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern begründet und erhallen wer den;— nach mehr aber in Berücksichtigupg der durch die Freizügigkeit nolhw.udig werdenden gegenseitigen Ver. bände glaubt der gischäftssührende Ausschuß deS Fa brikauteutages nur in der obligatorischen Erweiterung dir jetzt bestehenden, vom Gesetz vorgeschriebenen Kranken- und Sterbekassen zu Altersversorgung?- und Invaliden Kassen den einzig richtigen und alle Interessen befriedi- genden Weg gisunden zu haben, wie diese Kassen dem Arbeiterstande die nothwendigen Garantien sllr seine Zu- kuuft bieten können, ohne ihn in seiner freien Bewegung durch Rücksichten ans Ortskcisscn zu beengen. „Die nnterzeichnelen Fabrikanten erftichen deshalb ein Hohes Bundeskanzleramt, im Interesse einer baldigen Regelung dieser hochwichtigen Frage dahin wirken zu wollen: „..daß daS bestehende Gesetz für die obligatorische Ein- sllhrung von Kranken- und Sierbekassen auch auf die Altersversorgung und Invalidität der Arbeiter anSge- dehnt und im Interesse der Freizügigkeit durch Ein- sllhrung einheitlicher, alle bestehenden Kassen dieser Art ausschließenden oder vereinigenden Einrichtungen dafür gesorgt werde, daß gleiche Kassen im Sinne der Freizügigkeit im norddeutschen Bundesgebiet eingeführt werden, die ebenso Arbeiter wie Arbeitgeber und Eommunen zu Beiträgen und gemeinschaftlicher Ter- walinng unter Aussicht der Coinmimen verpflichlen."" „Die Unterzeichneten sind überzeugt, daß durch Ein- sührung derartiger Kassen im ganzen Bundesgebiet nicht allein dem Ardeiterstande eine erfreuliche Garantie für ein materielle« Wohl geboten, sondern ebenso auch dafür oesorgt wird, die Armenpflege zu unterstützen, die Frei- zllgigk it aber zu regeln. Wir empfehlen deshalb nnsere obige Bitte dem Hohen Bundeskanzlexamte zur hochgeneigten baldigen und eingehenden Prüfui g und Regelung durch die Gesetzgebung. ..Der Arbeiterstand greift schon jetzt voreilig zur Selbsthttlfe, indem er Versprechungen sllr Kassen obiger Art ohne eingehende Prüfung adoptirt, die ihm von Leuten gemacht werden, die seine wahren Interessen nicht verstehen." Da inzwischen der Forster Sinke zum Nachtheil der Arbeiter geendet hat, d. h. gleich dem Watdcnbuiger Strikt von socialen Quackialbern verpfuscht ist, werden wir die oben mitgetheillcn Verhandlungen der Fabrikanten,' das Verhalten des Dr. Max Hirsch und die Förster Er- eignisse demnächst im Zusammenhang bespricheu. Dermischtes. Tresden, 16. Mai.(Uebermuth einer Bourgeoisgesellschaft.) Gestern saß ich am Fensler, um ilwa« frische Luft einznathmen, denn es war ctn schöner Nachmittag, der auf meinen kranken, elenden Körper wohlihätigen Einfluß ausübte. Da sah ich, wie sich in der Florastraßc in einem Garten eine Gesellschaft, be- stehend au« einigen Herren und Damen, lustig unterhielt. Ich konnte sie genau beobachten, sie übten sich im Cham- pagnenrinken, Essen, Kegelschieben Singen, Pfeifen u. s. w. Ais sie des Guten zu viel gethan, begnügten sich diese, mit Bildung lackirte, Herren noch nicht damit; sie holten eiae Windbüchse, mit der sie ohne Lärm zu verursachen, eden Vogel, den sie erreichen konnten, niederschössen. Staate und Spatzen wurde» obschon dieselben jitzi nisten und Junge haben, in roher Weise au« Uebermuth ge- lödtet. Daß die Jungen elend verhungern müssen, stand mit der Bourgeois-Bildung nicht in Widerspruch. Wahrlich, soll man da« Bildung nennen oder nicht vielmehr Bar-- barei? Aber die Bildung liegt jawohl im Trinken de» Champagners, den man j tzt nicht höher zu besteuern vorschlägt, während man dem armen Arbeiter den Kaff» noch verlheuert. Zobel. d. Cassel, den 15. Mai.(Arbeiterclend.) In der vergangenen Wache erhängte sich ein Arbeiter, der lange Jahre in der Wagcnsabrik de« Herrn Cvmmerzien-Rath» Henschcl gearbeitet hat, Namen« C. Knobel aus Roth. —(„Die angehäufteArbeit des vr.«strouS- berg.") DaS Besitzlhnm des großen jüdischen Schache- rerö wird von der Presse gegenwärtig zusammenaddirt; wir unterlassen nicht, dieZnsammenftellung unseren Lesern mitzutheilen. Dieser Großindustrielle besitzt:„Zu Dort« irnilid dic Gustav Arndtschcn Schienenwalzwerke, jetzt im Ausbau etwa 2 Millionin Thaler repräsenrirend; zu Neu» ladt die Hütte, Blechwalzwerke, mit Porta Eisenstein- cldcrn, und verbunden mir der Hütte Othfresen, nebst Bau der Kohlenbahn; zu Hannover die Egestorfssche Ma- chinenfabrik, welche jetzt jährlich 200 Loeomoliven liefert, also gerade Dreiviertel mehr, als zur Zeil ihre« Grün- der«, und um ein Viertel mehr, als die Berliner Bvrsig- che Fabrik jährlich liefert; in der Vorstadt Linden gehört dazu eine eigene Colonie sür 2000 Arbeircr; zu Altwasser der„GolteS-Segen-Schacht", Eiscnstcinwerkc, früher Be« itz des Herrn v. Mntius, auf 1 Million Thaler geschätzt; zu Ziboraw in Böhmen Montanwerke; zu Antwerpen die Südeitadelle, erstanden sür 14 Millionen Francs, an deren Stelle jetzt ein neuer Stadtlheit gebaut wird, der den Namen Port Strom berg tragen soll; zu Berlin da« Vichmarkt-Etablissement vor dem Roscnlhalcr Thor, nebst Schlachthäusern, Viehbörse und Eisenbahn aus einem Terrain, da« sammt den Bauten auf zwei Millionen Thaler zu stehen kommen dürfte, welches Etablissement in diesem Monat dem Verkehr übergeben werden soll; in Berlin die Markthalle am Schissbanerdamm, welche Zwar bloß auf 10 Jahre gepachtet ist, jedoch mit Vor- kaufsrecht; zu Berlin da« Hau» 70 in der Wilhelmsstraße, erbaut 1868, mit Allem auf eine Million Thaler geschätzt; zu Berlin die Häuser Unter den Linden 17 u. 18, worin tch 113 Bnreaux mit über 250 Beamten befinden, gekauft sllr eine halbe Million, außerdem zwei Häuser in der Jägerstraße, die Gersonsche Villa in der Thiergarten- straße, den Moritzhof, liegende Gründe vor dem Cotibnser Thor, vor dem Sehönhauser Thor und am Hippodrom; in Wien das Hotel Rohan, Pralerstroße und Jägerzeite; zu Neiden bürg zwei Grundstücke; in Görlitz ein Grund- stück; in Ostpreußen die Herrschaft Groß-Peisten, 15,500 Morgen; in Westprenßen die Herrschaft Lniannek 9000 Morgen, die Herrschaft Radaweitz 14.000 Morgen, die Herrschast Womveller 8500 Morgen; in Posen die Herr- schvsten Polnisch Lissa 10.000 Morgen, Laube 8500 Mar- gen, Tarnowo 6000 Morgen; in Brandenburg die Ritter« güler Diepensee 2000 Morgen, Dahlewitz 3000 Morgen; in Böhmen die kaiserliche Domäne Zbirow 45.000 österreichische Joch(etwa 102,0000 Morgen), ange« kauft sür 9 Millionen Gulden; im Königreich Polen die Grosschast KraSnosiecle 108,000 Morgen. Die letztge- nannten 12 Güter umfassen einen Flächenraum von über 300,000 preußischen Morgen, oder von über 13 Quadrat- weilen, also blinah so viel alS das souveräne Füistenlhum Reuß-Schleiz, und mehr als das Doppelle de« Fürsten- lhumS Reuß-Grciz."— Alles das hat HcrrSlrouS« berg sich verdient— so könnep wir vielsach au« dem Munde selbst der sogenannten Gebildeten vernehmen. Er at e» durch seinen Fleiß so weit gebracht— hört man ferner von der staunenden Menge rufen. Und dennoch behaupten wir und geben somit der Wahrheit die Ehre:„Alle jene aufgehäuften Rcichthümcr sind nur dadurch entstanden, daß die Arbeitskraft iner Legion Arbeiter ausgebeutet worden ist. —(Eine Volksversammlung unter freiem Himmel) fand in Wien am 15. Mai Nachmittag« 3 Uhr beim Gasthaus„zur schönin Aussicht" statt. Es hatten ich gegen 8000 Personen eingefunden. Ans der Tages- ordnung derselben standen folgende Gegenstände: I) Die lange andauernde Unlersuchung der vcihaflelen Arbeiter; 2) Wahl einer Drpiitalion an den Justizminister; 3) der oftmalige Systemw.chsel in Oesterreich, mit Rücksicht auf die soeial.demokralische Partei, und die Rvlhwendigkitt der Einführung des allgemeinen und direkien Wahlrechte«. Die ersten beiden Punkte der Tagesordnung wußten über behördliche Anordnung als gesetzwidrig gestrichen werden, der dritte Punkt mnßle dahin geändert werden:„Der oilmalige Systcmwechsel in Osterreich mir Rücksicht auf die demokratische Partei u. s. w." Herr Lauffer eröffnete die Versammlung unter Mittheilung der Beschwerden und Konflilte, welche er bei Einberufting der Versammlung auszustehen hatte. Zum Vorsitzinden wurde Herr Schworzinger, zum Schriftsühier Herr La» gewählt. Schwarzinger Iheilte mit, der Pollze.direltor Lemonuier habe erklärt, daß e« keine social-demokratischc Parle! gebe. Ich werde, ruft er, eine Abstimmung daillbervornchm u; wer zur social-demokratiscken Partei gehört, möge dic Hand erheben I Alle erheben unter lebhaften Hochrufen us die Social Demokialie dic Hand. Ich konflatire die Existenz der social-d.mokiatischcn Partii in Wien, der Herr Polizcidirektor wird e« erfahren, ruft der Redner. Alsdann erklärt Herr Kulit: Die Tagesordnung, welche uns von der Polizei ausoklroyirt wurde, liegt außer dem Bereich unsere« Programms. Wir ILnnen über diese Tagesordnung keine Diskussion eröffnen. Ich beantrage daher folgende Resolution:„Die am 15. Mai bei der schönen Aussicht" versammelte Volksmenge erklärt, daß der social- demokratischen Partei angehört, ebenso wie andere Staatsbürger der klerikalen, kenservaliven, feudalen, demokiatiichen, sorlschrilllichen oder was immer für einer anderen Partei angehören, und als social-demolratische k»arte! da« Recht, sich in öffeuUicheu Bolksversammlungm auszusprechen, berfangt. D!eS zur Kenntni'ß deS Herrn Polizeidirektors Lcmonnicr, damit er f.rnerhin nickt dui ch die unnütze Ausflucht,„er kenne keine locial-dcmokraii che Partei", dem Vorgehen unserer Partei sich nutzlos enr> gegenstcmme?" Der Versitzende bringt den Antrag Kutil's, ü>er die vorliegende Tagesordnung in keine Dlskuisio» einzugehen, zur Abstimmung, und dieser sowohl als die beantragte Resolution werden einstimmig angenommen Kutil schließt: Da nunmehr konstatirt ist, daß eine social' demokratische Partei existirt, so werden wir zunächst, viel' leicht heute über 14 Tage, eine Volksversammlung mit social- demokratischem Programme einberufen. Hieraus wird die Versammlung nach halbstündiger Dauer ge- schlössen. —( Arbeiterunruhen.) Am 12, dsS, ging von Braunschwcig ein Miliiär.Deiachement von 1l) Mann und 2 Unterofsizieren nach Söllingen ab, um dort ausgebro chenc Unruhen unter den polnischen Eisenbahnarbeilcrn zu dämpseu.— Näheres hat man über diese eigenlhüm licht Angelegenheit noch nicht erfahren lönnen. —(Arbeiter verunglückt.) Der Klempner Sa gunski, welcher am 13, dss. auf dem Grundstück Blumen firaße 8, mit der Decke eines Gartenhauses durchbrach und auf die Diel, mg herabstürzte, ist am 14. an den er- littenen inneren Beilctzungen verstorben. —(Unglücksfall) Man schreibt aus KremS, 15. Mai, Indem Baumgartner'fche Gasthausezu Kilchberg am Wald stritten sich scherzweise der Hausknecht und die Kellnerin um den Besitz eines mehrläufigen Revolver«, der geladen war Keiner wollte nachgeben, bis endlich ciitz Unglück dem harm losen Scherze ein Ende machte. Die Kellnerin nämlick stürzte mit einem Schrei zusammen und lag blutend au' der Erde. Durch da« Hin« und Hcrreißen hatte sich der Revolver entladen. Das arme Mädcken verschied noch am selben Tage, am 8. Mai, unter gräßlichen Schmerzen. —(Drei Personen erstickt.) Drei Menschenleben fanden in dem Orte Merkenstetien in Bödmen durch Kohlendampf ihr Ende. Der Krämer Jakob Schubert ließ seinen Ofen in Folge der am 7, Mai ungewöhnlich herrschenden Kälte zur Nachtzeit mit Kohlen heizen und legte sich mit seinen zwei Kindern, einem Knaben und und einem Mädchen, zu Bett. Am daraus folgenden Tage fand man alle drei Personen im Bette als Leichen. Sie waren in Folge de« KohlenoxydgaseS erstickt. —(Z u in socialen Elend.) Aus welch eigen' thümliche Weise ein Mensch verunglücken kann, zeigt ein Vorfall, der sich am Montag Abend in Berlia im Thier. garten ereignete. In der Eichen-Allse wurde ein Mensch. der, wie sich später herausstellte, obdachlos war, von einem Schutzmann beim Betteln betroffen und angehalten, um zur Wache sistiit zu werden. Uuiirwe,« machte sich de Freiheitsdrang in der Brust de« Unglücklichen in solchem Maße geltend, daß derselbe auf dem Königplatz- einen Fluchtversuch unternahm. Er riß sich von seinem Begleite, los, lief über den Platz und rannte in seiner blinden Hast dermaßen mit dem Kopfe gegen einen Baum, daß er besinnungslos zu Boden stürzte. Er hatte eine so er hebliche Kopfverletzung erlitten, daß er von der Wach. sogleich zur Charilv transportirt werden mußte. —(Eisenbahnunglück.) In der Nähe von Tralee in England hat sich ein Eisenbahnunglück ereignet, ein Güterwaggon brach zusammen und zertrümmerte den nächsten Waggon, in dem sich neun Personen befanden. Diese wurden olle erheblich verletzt, und Einer liegt an einem Schädelbruch hoffnungslos darnieder. —(Unglücksfall.) Am 14. ds». verunglückte der Speichcrmeister Hub. Spelter zu Ncuß. In dem be. treffenden Fabrikgebäude befindet sich eine Vorrichtung, wodurch die Säcke mit den Samen in eisernen Körben aus dem Erdgeschosse aus die Speicher hinaufbrsördert werden. Der Betreffende wollte rasch den unten beschäs- tigten Arbeitern etwa» zurufen, steckte zu diesem Ende den Kops über das Geländer in die Bahn, als von oben der eiserne Korb herab und ihm mit solcher Macht aus den Hinteren Kovf fuhr, daß er wenige Minuten nachher seinen Geist ausgab. —(Sturz vom Seil.) Der Schlossermeister und Velocipedesahrer Karl Seidig aus Potsdam, welcher den Berlinern da« gefährliche Schauspiel bieten wollte ans seinem zweirädrigen Gefährt über ein 40 Fuß hoch ge- spanntcS S il zu fahren, hat seine Kühnheit mit dem Leben gebüßt. Wie Plakate an den den Anschlagesäulen verkündeten, sollte diese Fahrt Sonnabend Im Berliner Pratcr vor sich gehen. Am Vormittag unternahm Seidig noch eine Probeiahrt, bei welcher er eine staunenswerihr Sicherheit an den Tag legte; als er jedoch schon ziem lich das Ende der lustigen Bahn errricht hatte, kam der Künstler in« Schwanken, verlor die Balance und fiel au» der Höhe zur Erde. Innere Verletzungen hatten den so fortigen Tod des Unglltckiicken zur Folge, der eine Frau und 5 Kinder Hinte, läßt, übrigens wohlhabend gewesen sein soll. Fünfzig Thaler für jede Produktion, so halt er sein Leben verkauft. Die Leiche wurde ins Obduktlons Haus geschafft und um die Mittagszeit verkündeten roihe Zettel, daß„wegen«ingetretener Hindernisse" die angekü». digte Fahrt nicht stalisindeu könne,— Die„Staalsb. Zeitung" schreibt noch Folgendes über diesen Vorfall „In Betreff de« verunglückten Velocipedisten Seidig dessen Leiche übrigen« nicht, wie uns gestern au« Pols dam berichtet wnrde, am Sonntag dort eingetroffen, son der» erst am Montag von hier nach dort übergeführt worden ist, erfahren wir. daß der Wagholsigkeit desselben in noch weit höherem Maße die Schuld an dem Unglücks- fall zuzuschreiben ist, als wir Anfang« selbst geglaubt und ausgesprochen hatten. Seidig selbst halte für die An- Wendung de« Velocipede zu Seilfahrten besondere Sicher- heitsvorrichtungen erfunden, die selbst im schlimmsten Falle einem Unglücksfall vorbeugen mußten. An beiden Achsen seines Fahrzeuges waren Ketten in der Weise an gebracht, daß dasselbe bei etwaigem Umschlagen am Seile hängen bleiben mußte; ebenso bediente er sich bei seinen bisherigen Seilfahrten eines an einem Leibgurt befestigten Sicherheitshaken«, der ihn am Velocipede festhielt. Bisher war der Unglückliche nicht In die Lage gekommen, diesen Vorsichtsmaßregeln fein Leben zu verdanken; und dieser Umstand hatte ihn so sicher g-macht, daß er bei der un glücklichen Piobcfahrl den SichcrheiiShaken trov der War nuugen der anwesenden Gymnastiker und Seillüntilrr uicht, anlegte. Er wollte sich den Berlinern in seiner ganzen Bravour zeigen, und dieser thörichle Ehrgeiz kostete ihm da« Lebe»." —(Selbstmord eines Offizier«,) Am 14. ds», erschoß sich In Colberg der Premier-Lientenant v. F., nachdem er mit einem Hotelbesitzer einen Streit gehabt hatte. Der Degen, welchen er auf seinen Geaner zückte, wurde ihm von diesem entwunden, und obgleich er den- selben in versöhnlicher W>ile zurückerhielt, so glaubte er ihn doch nicht mehr in Ehren trogen zu können. Ein tüchtiger Soldat, der über den Fcldzng von 18«-6 beredte Mittheilunqen machte, bei seinen Eameroden und beim Civil beliett, hat der junge Mann ein kostdaies Leben für einen hohlen Edrbcgriff dah ngegeben. Er sagte rnhiq, die? sei seine l tzle L. bensstunde und nahm mit eirnm freundlichen Lebew. hl von zwei oder drei Anwesend. n Ab fchied, Obgle ch man ihm Stillschweigen zusagte und ihn bat, feine Enttchlbsse aus den nächsten Tag zu ver- schieben— e« war um die zehnte Adenestuudc— so ging er doch fosort nach Hause, Indem er jede Begleitung ab- lehnte, grüßte seine Wirthin, welcher er im Hausflur begegnete, entledigte sich seiner Unifoim und zerschm.tierie sich durch einen Pinolenjchuß den Schädel. Von seinen Camerodcr war Niemand bei dem Streite zugegen gewesen, —(Unglücksfall.) In d r Stcglitzersiraße in Beilin st am 18, dis, Abends gegen 9>/z Uyr die junge Frau eines stadtgenchlsrathS, welche am Nirvcnfi.ber krank dar- nieder lag, in ihrem Fiederwahn drei Treppen hoch nach dem Hose zu aus dem Fenster gesprungen und wurde am Brunnen, auf welchen die UnglUck>icke gefallen war, rk blutend tobt vorgefunden. Der Mann hatte die Kranke auf einige Augenblicke verlassen, um nach dem Vo> derzimmer zu gehen, und wurde von seinim kleinen Sohne, der die Mutter zuerst vermißte, von d m Verschwinden derselben in Kenntniß gesetzt. Der Vorfall erregt in der Umgegend da« ollg Meine Bedauern. —(Zur C horakleristik des Herrn Franz Duncker.) Die„Slaatsbllrgcr-Ztg," schreibt: „Zur Abwehr,— Es iü un« leider, und anscheinend Ivgar mit R.cht, im Publikum zum Vorwurfe gemacht worden, daß wir die Notizen üoec die Dispositionen für Waldeck's Begräbniß einen Tag später gebracht hoben als alle anderen hi.sigen Zeitungen. Doß diefe lhaiiächlich erfolgte Verspätung keinesfalls aus Mangel an Thcilnahme geschehen ist, davon zeugen gewiß laue genug unsere Auslassungen im Leitartikel zum Begräbniß- tage wie in d m Berichle�llber die Bestallung selber. Allein auch den Vorwuis bloßer Lässigkeit oder eine« zu- fälligen Versehens müssen wir entschieden zurückweisen, da wir beim besten Willen un« außer Stande gefühlt haben, jene Notizen eben so früh zu bringen wie die anderen Zeitungen, und zwar aus dem Grunde, weil da« Be gräbnißcomite, und spiciell der mit diesen Besorgungen betraute Eegenthümer der„BolkS-Zeitung", der Abge ordnete Franz Duncker es unterlassen hatte, auch un screr, mit der seinigen so glücklich concurrirenden „SlaalSbürger-Zeitung" nur eine Sylbe von den de treffenden?!achrichten zukommen zu lassen, welche gleich wohl für die gesammtc Berliner Presse bestimmt waren und ihaffächlick auch allen anderen Zeitungen, sogar den leaktionären Blättern, direkt und rechtzeitig zugesandt worden sein sollen, während grade nur wir, die Rcdak. lion de« Eoncurrenzblaitcs der„Volkszeiiung darauf angewiesen blieben, sowohl die Nachricht über die Bildung des Begräbnißcomil« wie über die demnächst von diesem Comilö getreffenen Dispositionen aus diesen an deren Blättern nachträglich zu entnehmen, so daß die Leser grade der gelcscnsten Berliner Z.ilung, und das ist die „SiaatSbllrger-Z'ituug", allein durch das Verschulden des Herrn Duncker jene Nachrichten verspätet erhallen haben. Diese? Verschulden fällt um so schwerer aus die Schultern jemS Herrn, als unser mit dem Referat über die Leichenfeier betrauter Mitarbeiter rechtzeitig und vor- sorglich in einem mit d.m Stempel unserer Redaktion innen wie außen ve sehcnin Briefe um schleunige und specielle Angaben g, beten hatte. Als Herr Duncker am Begräbnißtage über die Uisuche dieser auffälligen Ver nachlässigung befragt wurde, entschuldigte er sich mit er staunter Miene durch ein angeblich'« Versehen d.« Schrift. lühreis im Eomiie, der zufällig Mitardeirrr an einer vor kurzem von un« abgeichaffien lllhogrophirlen Cor rcspondenz war. Als aber nun auch dieser Herr zur Rede gestellt ward, gab er dem Herrn Duncker Auge in Aug den Voiwms dahin zuiück, daß ihm unter den zu benach richtigenden Zeitungen grade die„StoalSbürger-Z-ilung nicht miigenannt worden sei. Trotz dieser auffälligen Umstände, und obwohl'ogar ein Part.i- und AgiiaiiouS q-nosse des H-rrn Duncker diese grobe Vernachläjsigung illr absichtlich hielt und als einen All der Revanche dafür zu recklserttgen suchte, daß wir uns der Husch Duncker- schen OttöverelnSagilation gegenüber eben so parteilos gehalten haben, wie gegenüber anderen Parteimonövern tv sind wir doch gern geneigt, da« bcdauerltche Vorkomm niß sllr ein bloßes, wenn auch höchst«igenthümlicheS Per. sehen zu holten. Denn deS gefeierten Wald-ck Bestallung zum Anlaß eine» Concurrenz. oder Racheaktes zu nehm.u. wie er in der absichtlichen Voreuthaliung jener Nachrichten uns gegenüber gelegen hätte, das wäre gradrzu ei e In famic, sllr welche nn« der zutreffmde Ausdruck fehlt, und deren wir einen ehrlichen Eoncurrenten,— und gar einen Erwählten de« Vo keS, einen Mann, der sich zu den ciftigst.n Verehret n des großen Tobten zählt, unmöglich sähig halten könnten,— wellten wir nicht an der Menschheit üoerhavpt verzweifeln.— Wir sind übrigen« zu dieser Milthnlung wie schon die Uebeischrist sagt, nur zur Abwehr der uns gemachten Vorwürfe gedrängt worden, haben e« jedoch für unsere Pflicht erachtet, trotz dieser Vorwürfe damit so lange zurllckznhaltrn, bis wenigsten« die Feier und die Belichte von derselben vorüber waren." Wir können im Anschluß an vorstehende Erklärung der„SlaalSbürger-Zeitung" noch einen Umstand ver öffentlichen, der wohl ge-ignet ist, das„Verleh n" des Herrn Franz Duncker noch etwa» schä fer zu beleuchten Die Redaktion de«„Social-Demokrat", des Organs der social-dem akratischen Partei, hat die betreffende Noiiz über- Haupt nicht zug-stellt erhalten, obsckon es dem Herrn Duncker, als Mitgli d des Begräbnißcomitö's, bekanm war, daß sich die Mi'glieder jener Partei in Masse an dem Leichenzuge betheiligen wollten, und andere Zeitungen. B. die„Zukunft", deren SonntagSnummer mit der deS„Social Demokrat" zu gl icher Zeit erscheint, die be treffenden Notizen rechtzeitig zugestellt erhielten. Das „Versehen" de« Besitzers der„Volkszeiiung" betrifft allo nicht blo« das Concurrenzblatt derselben, sondern erstreck' sich auch aus das Organ der poli isch-n Partei, vor welcher Herr Franz Duncker und seine Anhänger in den berliner Volksversammlungen des letzten WinleiS die Segel haben streichen müssen. —(Verletzung de« Briefgeheimnisse».) Eine wie geringe Strafe manchmal auf dieses höchst unmoralische Bergehen gefetzt wird, davon giebt folgender Bericht der „Stoatsbllrger-Zeitnno,, K-nntniß:„Die Köchin de« BnchbändlerS Gustav Reinhold Kühn, Karoline Schilling hatte im October v. I. von ihrem Vater au« Mecklenburg einen Brief erholten, in welchem sich dieser darüber wunderte, daß sie al« Köchin bei i rcr Herrschaft hungern müsse. Der Brief war, wie Kühn behauptete, offen in s'ine Hände gelangt, er hatte ihn,„weil er zufällig seinen Namen darin las", ganz gelesen, und machte nun der Köchin Vorwürfe über Ihre Lügen, wie er annehmen zu müssen meinte, Karoline ärgerte sich und machte d-m Briefträger Vorwürfe, d' ß er einen offenen Brief an Ihr. n Herrn, und nicht an sie selbst abgegeben dabe. Der B ies. träger erwid rte, daß der Brief nicht offen gewesen sei, da er in dieftm Falle denselben steiS an den Empfänger persönlich abgebe. Dergleichen fei übrigen« bei Hrn, Kühn nichts neue«. Karoline ärgerte sich weiter, aber sie war still. Da geschah e« im Monat Januar, daß sie »dermal» einen Brief, diese« Mal einen von der Stadt- post erhalten sollte, der wiederum in die Hände ihre« Principal» gelaugte. Diese» Mol war der Bref fest ver. siegelt, aber der Zufall ipielte einmal ungliletlich für di arme Caroline. Kllhn glanbie e« sei ein G saiäft-br'ef uid„an« Verschen" ei brach er denselben,„Machen Sie och ein neues Tonvert",s ogtc Kühn zu sein m Buchhalter, „schreiben sie eine neue Aeresse in d werf n Sie den Briet den Briefkasten." DirS g- schab denn nun auch, und Caroline würde den Brief ohne Berdachr hingenommen baben, wenn sie nicht durch Zufall schon vor der zweiten, H, in Bremen. In der Annonce fehlen die? Znsendung Kenntniß von dem Vorhandensein de« Briefes, von Tag, Stunde und Ort d r Veisammliing, Sie c> hallen hätte. Sic forderte den Brief, wohl wissend, was mit demselb n vorgegangen war, von ihrem Prin- cipal, der erst Ausflüchte machte und sich dann wieder mit dem„unglücklichen Zufall" enlschnleigle, Caroline verstand da« Ding jetzt unrecht und machte Anzeige von der Sache, infolge derer Kllhn vor da« Forum der ll. Deputation der Criminaladtheilung des Stadtgericht« kam, um sich dort auf die Anklage wegen Verletzung des Briefgeheimnisses zu verantworten.— Auf die Fiage de« Vorsitzende», warum er den Brief im Ociober, wenn man ihm auch glauben könne, daß derselbe offen gewesen sei, gelesen habe, erwiderte der Angeklagte, daß er darin seinen Namen gesehen habe, wird aber durch Vorlegung des bei den Acten befindlichen Briefes belehrt, daß derselbe seinen Namen gor nicht enthält. Dir Gerichtehos erkennt auf die für einen solche Handlungswiiie sehr niedrige Strafe oon 3 Thlrn. Geldbuße, evenr. 2 Tage G sängniß," —(Noch eine Plebiscitanecdotc,) Das französische Plediicit hatte auch seine heilern Seiten, obwohl es während der vorigen Woche ganz Pari» in Ausregung versetzte Man erzählt darüber viele pikanten Details, Zwei Bourgeois begegnen sich auf der Straße, und e« nisoinnt sich folgende« Gespräch:„Werden Sie Ihre Stimme abgeben?"—„Ja."—„Wiel Sic stimmen „Ja"?"-„Nein."-„Also Sie stimmen„Nein"?"— „Ja."—„Ich verstehe Sie nicht. Stimmen Sie„Ja' oder„Nein"?"—„Nein." Und so ging es weiter. Nach einer halben Stunde trennten sich die Biedermänner köpf schüttelnd, ohne daß Einer au« dem Andern klug gcwor- den war. —(Einem süddeutschen Zollparlamentär) ist noch am Schlußiage ein unangenehme« Abenteuer passirt Er glaubte in dem PrioailogiS, da« er während der Pailommtssession bewohnte, sein Portefeuille mit Werth vapicrcn liegen gelassen zu haben und eilte, nachdem er sich kaum eine Viertelstunde aus dem Logis entfernt halte, dorthin zurück, um da« Vergessene an sich zu nehmen In sein Zimmer zurückgekehrt, fand er das Verm ßte nicht mehr vor, und drch war überzeugt, daß das Porte ifenille auf dem vor seinem Bette flehenden Nachttische liegen geblieben sein müsse. Die Wirlhin veisich rte, sie sei noch gar nicht an j nein Morgen in das Zimmer ge- kommen und in der Thal hatte er den Schlüssel noch an derselben Sülle voi gefunden, an den er ihn bei seinem Wegg-Hn niedergelegt hatte. Während er noch mit sich zu Rothe ging, ob er die Polizei requiriren solle oder nicht, trat ein tandSmännischcr Abgeordneter, das gesuchte Poitefeuille unter dem Arm, in da» Zimmer. Das Räthsel löste sich sehr einfach. Beide Abgeordnete hatten den letzten Abend vor Parlamcntsschlnß gemeinschaftlich in einem öffentlichen Lokale zugebracht und der Eigen thllmer de« Porlcfeuill 8 das letztere mit sich geführt, Als er spät in der Nacht allein den Heimweg suchte. vergaß er seine Schätze auf dem Stuhle, aus dem er qusissen. Zum Glück bemerkte der College, der eine halbe Siunde später das Lokal verließ, das Vergessene und nahm eS an sich, wehrend der Verlierer am andern Morgen Stein und Bein schwur, er habe eS aus den Nachttisch gelegt.„Das kommt Alle«— meint er— von der Erhöhung de« Kaffee, olles. —(Ein geistlicher Betrüger.) Vor einigen Togen stand vor den Schranken de« Koblenzer Zucht volizeigerichts ein Geistlicher aus Andernach, angeklagt. die edlen Steine einer Brache, welche eine fromme Ge- berin demselben zu kirchlichen Zwecke» überg-ben, für den Preis von 190 Thlrn. verkausl und zu andern Zwecken benutzt zu baben. Das Gericht verurtheiltc denselben zu 4 Wochen Gesängnlßstrafe in die Kosten und zum Ersatz des Werihcs der Pretiosen. Die„Staarsb.> Ztg." be merkt mit Recht dazu:„Und wegen dieser infamen Hand- lung nicht einmal Abert-nnnng der bürgerlichen Ehren rechte!" Die ganze Geschichte erinnert lebhaft an den a'ten Spruch:„Die kleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen." —(Eine köstliche Klage,) Dieser Tage machte ein Kaufmann in Witten gegen einen Arbeiter die Klage an" zwei Pfennige Zinsen aus einer Forderung anhängig, DaS Gericht seyre den ZinSdeirag auf 1 Pftnnig herab -md verfügte„schleunige Mobillor-Exekntion", um welch der g-wisscnhafte Gläubiger geb-t n hatte. Die Kosten de« Verfahren« belleten sich ans 4 Sgr. —(Ein trefflicher Unterschied.) Die Berlin Hamburger Eisenbuhndirektion scheint eine eigenthümlich Uuterscheidurg zwischen Frauen und Domen zu machen a» den FrauencoupöS Ii Kusse finden sich nämlich kleine Täfeichen mit der Anslchiif':„Für Damen", während an denen III, Klosse diefe die Bezeichnung:„Für Frauen" tragen!— Da nun auch bald Frauencoupe» IV. Klasse eingerichtet werden sollen, so wild dann die Direktion aus dirfe die Jnschrif:„Für Weiber" setzen loss-n. Wie sich doch Alle» hübsch nach dem Keldbesitz regulirt. —(Im gelobten Lande) Orsterreich kommen doch oie merkwürdigsten Dinge zu Tage. Man schreibt aue Wien:„Der Eirrberufcr einer Versammlung, Herr Laufer. wurde zur Polizeidirektion berufen, wo demselben Herr Lemonnier eröffnete, daß über die zwei ersten Punkte du Tagesordnung, handelnd von den verhafteten Arbeiten nicht gesprochen werd n dürfe. Bezüglich de« dritten Punkte»,„die Systemwechsel in Oesterreich", fragte der Polizeidirektor, von welchem Standpunkte derselbe behau dclt werden solle.„Vom social-demekrotilchen", entgeg »ete Herr Laufer, Herr Lemonnier e klärte, daß er eine Social-D mokrotie nicht k nne, und fügte der TageSord nung an dieser Stelle die Worte bei;„mit Rücksicht auf nie D-mvkratie." SchuhW uuö lax Lerlin. Assg. dkutsch. Erwerkschaft dsr Cigarrenarbeiter, Holz-, Mrtall fakturarbeitsr. Sonnavend, den 21. Mai, Abcnd? 8'/i lls im Lokale deS Herrn Frauke, Orauienstiafst Tagesordnung: Vortrag.— Strike der Schuhmacher in Frrf» Verschiedenes. Gaste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersuchten _ Die Bevollwächss! 50. Mx LorenMus. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Bel Versammlung., Sonntag, den 22. Mai, Nachmittag? 5 Wj bei Robert Spiekenheuer. _ Der B.vollmät Zeitun iwtl l«, T abe: Für ElderfetÄ. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Bttf fgwai Oessentliche Versammlung I« je S-untag, den 22 Mai, Abends 7V, � bei August Hunscheid, Friedrichsslraß'- Um zahlreiches Erschcin-n eriucht d r Bevellinächligle F. NB. Die Mitglieder de« früheren deutsch n Gesangvereins, so wie diejenigen, welche drmseld� mit beitreten wollen, weiden freundlichst erto� Sonniag, Nachmittags 3 Uhr, bei H rrn Wll?� n-n-rst»sie 9. nir Berotbiie-g einzufinden, Für tjagen. Grosse Volksversammlung Sonntag, dea 22, Mai, Nachmittag??! im Lokale de« Wirtbs W, Backhaus, am' Alle auswärtigen Parteigenossen, besoudert' werden bierzu freundlichft eingeladen, A, jü Für Homburg. Oeffentliche VersammWr� scimmtl. Cigarrenarbciter Sonnabend, den 21 Mai, Abends 9 � � in Tütgc's keinem Saal, ValentinskaMk. � Tagesordnung:„'"nolr 1) Vortrag des Herrn Schallmeycr.— � In fo] Angelegenheit,— 3) Verschiedenes.' i Zutritt Jedem frei. Um zahlreiches Erscheinen bittet ___ A. StraliÄ �lie i Für Harburg. Sonntag, den 22. Mai, �n, wird von den Mitgliedern de» F�chNen Allgemeinen deutschen Ärbeiter-Ltl ein �ttNvkt Stiftungsfest und Fahnen� � veranstatlet, wozu alle Parteigenossen sre?"�, 8 Da'Jyf„uyer laden werden. oder Für Lübeck. Stiftungsfest veranstaltet von den Mitgliedern de» Allgemeinen deutschen Arbeiter-� Sonntag, den 22. Mai, auf Sadowa bei Herrn Ziethen, vor dem Programm: Bon 4 bis K Uhr Nachmittog» Concert im, Um Uhr beginnt die F filichkeit mit> Fcstiede. Hierauf Ball, deklamatorische Vorü Zur Aufsühruug kommt:„Ein Schlingels � Entrö 6 Schll. Damen sind, wenn sir werden, frei. Zutritt sllr Jeden. Um zahlreiche« Erscheiuen bittet das.< aus dem Rosentbal."" Wir laden alle Freunde und Parteigenosse�'-Lemo 7 ist Ertrag Umgegend freundlich ein. Besonder» wünsch«? Rebner erichciuen. Das Fest beginnt Nachmittag« um 3 pdr Briefkastsn. S8 find in letzter Zeit verschiedentlich Briefe mit Annoncen»n spät cingetrossen, so daß die Letzteren nicht Aufnahme finden konitten: auch treffen häufig längere Be- richte, deren sofortige Aufnahme gewünscht wird, so für, vor Schluß de» Blatte« ein, daß es nicht mehr möglich st, dirsilben sitzen zu loss n. Es werden die Partei- pnossen daher ersucht, ihre Bliese möglichst fiühzeitig ab- », senden und bei Berichten stet« nur die eine Seite de« Papi-r» zu belchreib-n.— Feiner machen wir daraus ans- merksam, daß Artikel ohne Namensunterlchrift pnncipsill niemals von nn« berücksichtigt werden. Wenn ein Arbel- tec eine« Bericht« halber gemaßregell zu werden fürchte», lo werden wir, wie bisder, leinen Namen im Blatt nicht v.-röff'ntlickcn, dag-g-n muß er durch Namensunterschrift -er Redaktion gegenüber die Verantwortlich k it für die Wahrheit seiner Anaaben üdernebmen.— Endlich lausen von Zelt zu Zeit sllr den Verbm-dstheil Notizen ein, in denen gegen einzelne Gcwcrssch-iftSb-amte oder M»all der Be'chw rde geführt wird, Wilrd-n wir derartipe Ang-iffe ausnedmen. so müßten wir eb ns» zur Bertheidigung d-n betr ffendcn Personen ilnier Blatt öffnen und eS würde von den unerqu cklichsten Streliiakeiten wimmeln. Die Verband»- und Gewerk-chafisstaluten geben genou an, in w lchen Fällen sich die Mitglieder mit Beschwerden an die Prälldicn oder Ausschüss- z» wenden haben, n»d dieser ilot'itgemäße Weg ist natü-lick dem Streit in öff ntlicken Blätte'N vnriuzieh n. Die Redak inn üderwS-st daher eqelmäßig olle derartigen Be ckwerden an da» Verbands« ckreloriat, damit diese« da» Nöthige zur Erledigung per- anlasse. Für Frankfurt a. Kl. Stiftungsfest veranstaltet von den Mitgliedern de? uciiuistimri uuu vm iüi uijiiiuta u j Allgemrinrn deutschcn Arbeiter- � 0 UNI er Mitwirkung des GeiangsvereinS.,9«tiM« Samstag, den 2l. Mai, auf dem Schwozer'schm Felsenk-lle«-. Ansang de» EoncerlS um 8 Uhr, Ansang", 11 Uhr._ Da» Fest�I- e i Ki t? l°lch- � dorhc birfd Staat besaß oder ahnte i°°t, i " den duktil Zur s°ssc i . die Uittn �beute Für Minden. Arbeiter- Verbrüderung fc""! Sonntag, den 22. Mai, rech schuft Ileich vcrch ''s« al Soci --den d Anzeige. Allen Parteigenossen die ergebene Anzeigt von einem unserer Partrigenoff.n vortrefflich Photographien von unserem„ verein? Präsidenten sowie von unserem nach Amerika au«(r Lübkert ongef.rligt worden sind. Pr.l« 4 Swsi Alle Fnundt, welche darauf Bestellungen g-willt find, mögen die« unter mein-r Adrefft Hamburg. A. Hörig, �oin Geschäft?-Empfrh'ungfilr� Hardurü Meinen Freunden und Parteigenossen zu« daß ich mit dem he- tigen Taze ein Aarbier- und Haarfchneide-v'' �'esi eröffnet dabe. Ich bitte dieselben, indem 1®, � asscr promvte Bedienung vc> spreche, um recht zahlreich,,,. Ijt«, NB,„Social-Deuipkrat" und„Ag tator" l.' . Pidt Drieselmaun, R"" ll)«8, mir au». Ergebend SB. Harburg, im Mai 1870 Dombauloose äj| Z ehnng am 1, Juni, e 15,000 Geldgew. mit 70,000 Gulden embt tvcial L. Oppenheim jnn,, Brannichwei�,'-fgu Druck von Jhring u. Haberlandt in„ BerauNvortl, Redakteur u. Verleger W. Grü««' »ur d KaIc 5 °k-atisl