1. Berlin, Mittwoch, den 25. Mai 1870. •Sechster Zntiraang nmlun!, S'/ä HI LindlMs itotcn fi'! 848. Verba«� 71/, lltl.kvw» erscheint drei Jf"Jnituch, und zwar: Donnerstag« und und« Abend«. Demokrat. örflnn der sorilis-demokrnlischfn|?nr(a Redaktion und Expediti»»: Berlin, Gilschinerstr. 17. Verei»1s «t/iWnts-Zkrel» für Berlin incl. Bringcrlohn: vieneljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern ! a«P1-! bei den Postämtern in Preußen 16 Sgr., bei den außcrprwßischen Postämter in Deutschland gleich- rrterstr. ig@flr((56 ��zer südd. Währung.) e« El» cnc««»J Aeaestungcn werden auewärl« bei allen Postämter», in Berlin in der Expedition, sowie bei jedem solide» Spediteur entgegengenommen. Inserate(in der Expedition auszugeben) werden pro diergespaltene Petit-ZeUe mit 3 Sgr. berechnet. Arbeit«' Annoncen die Zeile nur l Sgr. Agenwr für England, die Eolonien, Amerika, China und Japan Vir. A Duesing 8 Little-Newport-Street, LeiceBter-Sqnare. W. 0. London. Berti» Festes halber erscheint die nächste ' am Sonnabend, Abends. ui-rÄjlotitischer Theil. e H-rN ntinper' id jjt'fl �erschl� Berlin, 24. Mai " Langel an gründlichem Wissen crcill�«eisten Zeitungsrcdaktenren ist arg; selten so auffallend zu Tag, wie bei �likeln der„Staatsbürgcrzeitung". Der fxrzSk� bieser Artikel liefert einen Beleg dafll. , lun! AreneS Talent ohne gründliches Wissen > g»wen Amte eines Bel-hrerS des Publi inskom ti ausreicht. In allen national- ötono »nikeln dieser Zeitung wird eine Sprach ei« gebe eS noch gar keine ökonomisch !n«m�»st, sondern müsse von der„Staats ung' die allererste Bahn gebrochen wer 'ber längst abgelhanc Sachen, die kei sang, weder der herrschenden noch der cn, irgend welche Schwierigkeiten mehr da mit erstaunlichem Ernst und kost >» K �Nilät verhandelt, wie wenn ganz neue k�mp Daß im reichsten Lande der ietsten � vollko , �lsenschaft bieten, in England, sei, ? haderten eine Reihe tiefer Denker siäi ästigt hat, die der ökonomischen Ge . OjU Grunde'liegenden Gcsitzc zu ergrün iCT f' daß durch diese klassische englische Ocko , der That der wesentliche Zusammenhang ."'d � sestschaft klargestellt ist— dies ist dem pvl°� �Leitartikel der„Staatsbürgerzcitung" ane«. �bekannt. Wenigstens kümmert er sich Har�-> diese Thatsachc. Man höre, worübe, Leitung mit der„VolkSzeilung" streitet; inge, über die ein Student des Cam- im ersten Semester klar geworden sein t 6. 2 die auSgcbildetsten Produltions- und "Achtungen die vollkommenste Nahrung er .i Mlhk ter l l U'�-s s.q» s, 'cv.ll�. n& % da: "ät»Smlich: Da« Papiergeld werde Im 55« •>'«n Stelle de« baaren Oelde« zu seinem iBeit''' �lh- eoursteen können, wenn e« so snndirt i i, 's jeden Augenblick bei einem dazu V rpflichle Metallgeld austauschen könne. Der Papier s leinen W rth nur darin, daß man sür den Zeit einen Sildcrihalcr erhält,— selnsiver i Jemandem, der zu einer solchen Einlösuna �»lcr« verpflichtet Ist; denn sonst fehlt e« ja 'onlie dafür, daß man wirklich einen Silk« ' bekommt. r'm Jrrthume befindet sich denn auch die mtlil� cvollS? bekennt da« Blatt selber, wie die richtige Cr 's bon ihm aufgestellten Behauptung gar fih> 'i durch den Umst-nd, daß e» auch Papier. P Jessen Herstellung lange nicht so viel Arbeil da« Metallgeld; allein der B>rsosscr de« indes.s» fich au« diesem Dilemma durch ein.» neuen erli'* helfen, indem er nämlich die obenerwähnte l«usstelli: der Papierthaler sei nur die Quit- '. �den Silberthaler und habe nur dann seinen �baler, wenn er durch einen Si.berthaler, den ii».»«genblick dafür erhalten könne, gedeckt sei. „i.«>ürde nun folgen, daß der durch keinen ™ rit«)', gedeckie Papierthaler gar keinen Werth ha- ,(■';(denn selbst den Werth von vielleicht ein '"»ig, den seine Herstellung gekostet haben 1 er»l« ein durchaus nutzlose« Produki da« will der Verfasser denn doch nicht be- 'si* er sagt nur: da« durch Metallgeld nicht -'«»gelb verliere an Werth,»Ii man an Ame- f.'"'reich und an Rußland sehe, wo man sür "Ur ungefähr vier Fünftel de« Werlhe» an A l'.'halte. I, l, Arklärung Ist ja aber die ganze Theorie rrn|�""g" zu Boden geworfen, weil die Her- ,u oo". rapiergeide» nicht etwa vier Fünf ei, sondern ic, � hunderttausendsten Theil der Arbeit er- , A,"1' die Herstellung der gleichen Summe Me- sz-stlk" Mendig macht. agtli' Schreiberei über das ABC der oko- Tissenschaft! Der„VolkSzeitong" hätt> — �»de Entgegnung gehört, nicht als ge- , y/j i'baussührung, sondern als Citat auS ü'hrbuch d« Oekonomie: an Oelde» Stelle courstren: we>S>>»"knore, d. h. al« Anweisung auf boare« ...-- Als eigeniliches Papiergeld. Wenn ein Staat, der überall zohueichc Kassen hat, an welche das Publikum beständig Zahlungen zu leisten hat, ein- sür allemal er klärt, daß er Papiere, die er mit bestimml-m Nennwerih ausgibt, zu dies m W-rlh annimmt, so be rächtet sehr bald da« ganze Publikum solche« Papiergeld wie baares G-ld, eben darum, weil es jeden Augenblick wie lolche» anzubringen ist. Es gibt noch einige Mittel, diefte Eigebniß zu sö-dern oder zu stä>khr. von Hüllessem, v. Jagow, Graf v. Jtzenpliy, v. Kalckstein, Graf v. Kanitz, v. Kardo- ff, v. Karsteot, Gras v. Keyserling« Raulenburg, Gras v. Kleist, Dr. Köster, Krau«, Graf L hndoiff, v. Levetzew, Fürst v. Lichnowski, Lienau, Dr. Luciu», v. Luck. Hucke, Meier(Bremen). Graf v. Maltzan, v. Meibom, Miguel, Frhr. v. Molike, Dr. v. Mühl«, Graf zu Münster, Dr. Oetker, Dr Oopenhoff. Graf von Ooverndorss, Frhr. v. Patow, 0>as v Pfeil, Planck, Fürst v. Pleß, Gras von Plessen, Dr. Prosch, Graf v. Pllckl«, v. Putikammer(Frauftadt), Herzog von Raiibor, Rei- chensperg«, von Rochau, Röben, Römer, Freiherr von Romberg, v. Sänger, v. Salzwedel, Salzmonn, v. Sa- vigny, Gras Schassgotsch, v. Schop«, Dr Schleiden, von Snöning, Gros v. d. Schulenburg. Beetzendorf, Gras v. d. Schulenburg.Filehne, v. Schwendler, Gras Schwerin- Putzar, v. Scnckr, v. Seydewitz, v. Simpson. Georgenburg, Graf zu SolmS Baruth, Graf zu SolmS-Lauboch. Som- dir«, v. Steinmetz, Stelz«, Stumm, v. Sybel, v. Thadden, v. Treskow, Ulrich, Wagener(Neusteltin), Dr. Wagner (Altenburg), v. W->ldow und Retz-nstein, v. Watzdorf, v. W> demeyer, Dr. Wehrenpfennig, v. Weitzel, Dr. Windlhorst, Mit Nein haben gessimml: Ackermann, Adicke«, Mosig v. Aehrensel», Albrecht, Augspurg, Bail, Dr. Baldamu«. Bebel, Dr. Becker(Dortmund), Beck«(Oldenburg), von Benda, v. B nnigjen, v. Bockum Doiffs, Dr. Böckel, Dr. Braun(Wiesbaden), v. Buchow- ki, Buff, Dr. v. Bunien, die beiden von CqlavowSki, Tornely v. Cza» lin«ki, D-utz, Graf zur Dohna Kotzena», Duncker, v. Einsiedel, v. Eisner, Dr. Engel(Schleiden), Eytoldt, v. Forckenbeck, Forkel. F-ies, Friysche, Dr. Fühling, Gebe l, Gödde'tz, Dr. Götz, Oominelshansen, d. G aeve, Günther(Sachsen). Hagen, Dr. Hammacher, Harkort, Dr Harnier, Hosenclever, Hausmann, Dr. Henneberg, o. Hennig, Heubner, Hetzt, Frhr. v. Hilger», Hlnrichsen, Dr. Hirsch, F-hr. v. Haverbeck, v. JackowSki, Dr. Jae- ger, Jüngten, Kanngießer, Kantak. v. Kirchmann, Knapp, Kövpe, Kratz, Kreutz. Dr. Kü-zer, Graf Kwil cki, kaSker, Lantz, Dr. Leiftn«, Lesse, Liebknecht, Dr. Löwe, Dr. Lo- entzen, zur Megede, Mende. Dr. M yer(Thorn). Dr. Müller(Görlitz), Müller(Stettin), Nenbronner, Nim- dorf, Oehmichen, Oesterreich, Ohm, Pauli, PilaSli, Dr. Pohlmann, v. Putlkamer(Sarau), Freiherr zur Rahenau, v. Radllewic� R�chl r, Rirdcl, Rohlavd, Roh, Ronpe� Russelt. v. Samten, Or. Schläger, Schrap«, Schulze Dr. Schwarze, vr. Schweitzer, Seyffurdt, Or. Simsoi� vr. Slcphani, T chow Tobias, v. Uliruh(Magdeliurg)� von Unruhe Bamst, Wachcnhusen. Wachler, Dr. Wciz I, W issich, Dr. Wigard, die beiden Wiggers, v. Zehmen. Zieglcr, zur Mühlen. Bon den Gegnern der Todesstrafe bei der Abstim mung in der zweiten Lesung stimmen heule für Beibehal tnng ders lben: Bahr, v. Bernulh, Bechush-Huc, Blum (Saetsen), Braun lHersf ld), v. Blllow, BlligerS, Eon rad, Ens mann, Eoclt, HosiuS, Meier(Bremen), Prosch� von Puttkamcr(Fraustadt), Herzog v. Relibor, Graf Schoffgotich, Graf Schwerin, Somdart, Wagner(Alten bürg), Wchrenvfcnnig. Einige, wie Prinz Handjery, Roth schild und Ewald entfernten sich vor der Abstimmung. Bei der zweiten Lesung sthlten folgende Abgeordnete AdickeS, v. Arnim-Heinrickisdorf. v Auerswald, Bail. Graf v. Bastewitz. Graf Bandissin, BeM, v. Bcthmann- Hollweg, Bloemer, Blum(Caln), Dr. Bock, Dr. Bockel. v. Beauchiiich(Elbing), v. BnchowSky. Boddenberg, von EhlopowSki(Kosten),"« Ehlopowsli(K oben), v. Czar linsli. Deutz. Dietze, Graf zu Dobna-Finkenstein, Gra Dzialynski, Kraus, Krüger, Graf Kwilecki, Gras Lehn dorff, Dr. Lcistner, v. Levetzow, Liebknecht, Freiherr v. Loe, Meude, Mculenbergh, Ncbelthau, Dr. v. Ni'golcwSki, Dr. Oeiker, Ohm, Gras v Ovpcis»oiff, Freih. v. Patow. PilaSki, Planck, Graf» P essen, Pogge, Dr. Freih. von ProfstJrnich, Graf v. Pückler, Rang, Redeckcr, Reeder, Riedel, Römer, Rohland, Bogel v. Falkei stcin, Förster» ling, v. Forck nbeck, Forkel. Frantz, Fritzfche, Dr. Gitzler, Dr. Götz. v. Graeve, v Gracvenitz(Geünbcrg), Gum- brecht, Günther(Dcutlch.Ervnc), Günlher(Sachsen), Dr. Hammacher, Harkort, Dr. Harnier, Hausmann, Fürst zu Hohenlohe, Herzog v. Ujest, Graf» Hompesch, Dr. Hllffcr, Dr. Jäger, Jensen, Jordan, v. Kalckstein, Rüssel, von Salza und Lichlenon, v. Sauckcn, Schrap«, Dr. Frh v. Schwartzkoppen, Graf z. Solms-Baruth, Stav-nhagen Dr. SerouSberg, Tcchow, Twesten. v. Uoruh(Madbg.), v. d. Wense, Dr. Wizard. Dr. Windtdo st, Zurmllhlen, In der ReichstagSfitzung vom Montag stellten, als in der Berathung des Strafgesetzbuches fort- gefahren wurde, Schweitzer und Hasenclcver den Antrag, daß Geldstrafe fortan nur durch Exekutive bcigctrieben, aber nicht mehr in Gefäng- mß-(FreiheitS-) Strafe verwandelt werden dürfe. Dieser Antrag, welcher den Zweck hatte, die oft behauptete„Gleichheit vor dem Gesetz" wenigstens in vorliegender Beziehung zur Wahrheit zu ma- chen, damit nicht ein stkeichcr mit einigen Thalcrn, die ihm gleichgültig sind, loskommt, während in derselben Sache ein Armer seiner Freiheit beraubt wird, fand weder bei den National-Libcralen noch bei den Fortschrittlern eine einzige UntcrstützungS- stimme. Außer den Antragstellern erhoben sich für den Antrag nur die Abgeordneten der Volks- Partei und Herr Fritzschc. Die Verfvssungskrisis in Oesterreich ist jetzt «ingetreten. Die amtliche„Wiener Zeitung" ver- öffcntlicht am 22. Mai zwei auf Grund eines vom Ministerpräsidenten Grafen Potocki an den Kaiser gerichteten Vortrages erlassene kaiserliche Patente d. d. 21. Mai. DaS erste Patent löst das Abgeordnetenhaus des RcichsrathcS auf und ordnet die Bornahme von Neuwahlen für dasselbe an; das zweite löst sammtliche Provinzial-Landtage, mit Ausnahme deS böhmischen, auf und ordnet die Einleitung von Neuwahlen für diese Landtage an. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ferner ein Rundschreiben des Grafen Bcust an die kaiser- lichcn Gesandtschaften über das Programm des Ministeriums Potocki. Dasselbe fei dahin gerich- tet, ein aus direkten Wahlen entsprungenes Volks- Parlament zu schaffen. Nach erfolgter Auflösung deS RcichSrathcs und fämmtlichcr Landtage solle ein Appell an die Urwählir ergehen. Auch solle von den Landtagen die Einwilligung zur Ein- fllhrung direkter NeichsrathSwahlcn auf liberaler Grundlage verlangt werden. Sollten sich die Landtage weigern, die Wahlen für den ReichSrath vorzunehmen, so würde die Regierung direkte NeichsrathSwahlcn anordnen. AuS dem Leben des österreichischen Lan- deSverthcidigungs-MinisterS kommen immer neue Rohheiten an'S Licht. DaS Trautenauer Wochenblatt enthalt folgende Mittheilung: Um dasselbe Jahr, in welchem sich die famose Konditorei- scene abspielte, fuhr eines schönen TageS ein schwerbeladener Wagen durch die Burggasse in Graz und hinter dem Wagen bewegten sich hoch zu Roß zwei Offiziere des bekannten Uhlanen- Regimentes. Der erste derselben(vielleicht ein Bürgerlicher) dcsilirtc an der Seite des erwähnten Wagens ruhig vorüber. Der andere aber, der wahrscheinlich nicht schnell genug Mayers' Konditorei erreichen konnte, gab seinem Pferde die Sporen und setzte über die Deichsel deS Wagens, dicht beim Kutscher, der auf dem Bocke saß, vor- über, so daß der unglückliche Rosselcnkcr einen Hufschlag an den Kopf erhielt und bewußtlos vom Wagen stürzte. Durch die über ihn gehenden Räder erlitt er einen Schenkelbruch. Das Resultat der Volksabstimmung in Frank- reich wurde unter tumultuarischen Scenen in der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 18. Mai vorgelegt, da die Commissionen mit der Prüfung der das Plcbiscit betreffenden ActcnstÜcke fertig geworden. Nach einer ziemlich lebhaften Plänkelei über die Behandlung der Zeitungsstcmpclfragc nahte der Augenblick. Die neun Beriditcrstatter besteigen einer nach dem andern die Tribüne und lesen ihre Berichte ab, dann machen sie sich daran die Stimmzählungen zu addiren. Die Sitzung bleibt deshalb ungefähr eine Stunde lang unter- brocken. Nach dem Wiederbeginnen liest Herr Schneider ein Protokoll vor, in welchem das PlebiScit selbst und der kaiserliche Erlaß, durch welchen der gesetzgebende Körper mit der allge meinen Revision deS Abstimmungsergebnisses bc auftragt wird, enthalten sind. Endlich kommen die officicllcn Zahlen: 7,330,142 Ja, 1.538,825 Nein und 112,975 annullirte Stimmzettel; folg lich hat, wie er verkündet, das französische Volk das ihm vorgelegte Plebiscit angenommen. U« gefähr zwei Drittel der Mitglieder erheben sich und rufen:„Es lebe der Kaiser!" Das linke Centrum und die Linke bleiben sitzen und beobachten ein tiefes Stillschweigen, nur der alte Raspail erhebt sich und ruft, indem er die seinen Scheitel gewöhnlich bedeckende Sammetmütze abnimmt:„Es lebe die Republik!" Nachdem es wieder ruhig geworden, wollen in Betreff der Volksabstimmung Raspail und Glais-Bizoin Einsprache erheben; ihre Stimme wird aber durch Rufe übertäubt; endlich gelangt Herr Glaiö-Bizvin zu Wort, und sagt:„DaS Votum ist mit Hülfe trügerischer Manöver erwirkt worden und daher ungültig." Neuer Lärm. Jules Simon verlangt das Wort und besteigt die Tribüne, um einen von der Linken während der Unterbrechung abgefaßten Protest vor zulcfen. Er beginnt, indem er fein Erstaunen darüber ausdrückt, daß der Präsident selbst das Resultat des PlebiscitS verlesen habe und daß kein Hauptbcrickterstattcr ernannt worden sei. Im letzteren Falle hätten diejenigen, die es für notbwendig erachteten, den Bericht im Ganzen angreifen können. Es erhebt sich nun ein großer Tumult auf der rechten Seite; Herr DuvernoiS macht sich besonders bemerkbar. Präsident Schnei der unterbricht Jules Simon. Da das Votum cstgestcllt sei, so könne keine Bemerkung mehr darüber gemacht werden. Der Lärm wird j-tzt so groß, daß es unmöglich ist, auch nur ein Wort von dem, was JulcS Simon sagt, zu verstehen; er erscköpft sich in vergeblichen Anstrengungen, um Ich hörbar zu machen. Er verlangt endlich zu wissen, ob die Kammer ihm das Wort entziehen wolle. Die Abstimmung zeigte, das nur etwa 70 bis 80 Deputirte deS linken CentrumS und der Linken Simon das Wort lassen wollten. Dieser hat sich jetzt darauf zu beschränken, eine Jntcr- pellation über die Art und Weise der Vorbereitung des PlebiscitvotumS niederzulegen.— Ein neues Complott soll entdeckt sein und fünf neue Vcrbaf- tungen sind vorgenommen worden. Die Leute 'ollen von denen denuncirt worden sein, welche rüher in der Complottaffaire verhaftet worden sind. In ihren Wohnungen sind, so fügt man hinzu, neue Bomben aufgefunden worden, die von denen, welche man früher wegnahm, verschieden und bei zwei anderen Gießern angefertigt worden sind. Die vier verhafteten Personen sollen Geständnisse gemacht und in Folge derselben neue Verhaftungen tattgcfundcn haben. Drei derjenigen, welche bei den letzten Pariser Unruhen gefallen sind, sind in aller Stille zur Ruhe bestattet worden. Der Eine, ein junger Mensch von 19 Jahren, Rollet mit Namen. Er wollte für seine Ucbcrzcugung kämpfen und lief nicht von der Barrikade weg, als die Truppen kamen. Er verwundete einen Soldaten durch einen Dolchstich ins Gesicht und kürzte gleich darauf, einen Bajonnetstich in der Brust, unter dem Rufe„cS lebe die Republik!" Boden. Von dem Andern, einem Weber NamenS Lefourd, welcher schon 50 Jahre alt war, ist nicht festellt worden, ob er als Kämpfer Thcil nahm. Er siel auf der Flucht, bei der Säube- rung des Boulevard du Tcmple durch die Cavallerie. Die Züge ritten geschlossen, in kurzom Trab; und die Flllgelleute der Reihen rechts und links hieben auf alles Menschliche ein, soweit die Säbelklinge reichte. Einen solchen Hieb oder Stoß hatte der arme Lefourd, den seine Beine nicht schnell genug trugen, bekommen durch Magen, Herz und Leber. Das dritte Opfer ist ein junger Mensch Namens Baudet, der nicht zu den Aufständischen gehörte. Er hatte uichrcre Stunden in einen! Eafd verbracht und kehrte eben nach Hause zurück, als zr in eine Angrifftinic gerieth und von einem Stadt- ergeantcn einen Stich in die Brust erhielt. Er tarb TagS darauf im Hospital. Die Polizei hat ihrerseits einen Mann verloren, den Sousbrigadicr Cotelle, welcher an feinen Wunden im Hospital St. Louis gestorben ist. Hierher hat man sämmt- liche Schwcrverwundcte tranSPvrtirt. ES sind ihrer nicht mehr als zehn. Die Verwundungen rühren meist von Säbelhieben her; die schwersten, vielleicht tödtlichen, sind ein gespaltener Schädel und eine abgehauene Nase. Ein Dritter hat einen Degen- Hch in der Brust. Am übelsten äußerlich zuge- richtet, aber außer Gefahr, ist ein Friseur. Der- 'clbe hat außer zahlreichen Quetsch« und Stoßwunden am Kopf und am Gesicht, 17 Degenstiche im Rücken. Der Mann befand sich in Paris auf der Durchreise von St. Quensin nach Rheims; er gcri'th absichtlos in den Tumult und wurde von den Polizisten auf's gräulichste mißhandelt. In Marseille circulirt folgende socialistischc Erklärung und erhält zahlreiche Unterschriften: „Wir Unterzeichnete, Arbeiter von Marseille, ohne Arbeit und zum größten Theil Familienväter, pro- tcstircn gegen den Vorwurf der Undankbarkeit, welchen man uns macht, weil wir mit„Nein" gegen das Plcbiscit, d. h. gegen daS Kaiferrcick, qestimmt haben. Wir haben in Wirklichkeit nickt allein als Staatsbürger, als aufricktige und über- zeugte Republikaner gegen daS kaiserliche Regime gestimmt. Wir haben auch mit Nein gestimmt, weil wir uns Dank diesem Regime in der Unmög lichkeit befinden, durch unsere Arbeit unsere Frauen llinder und alten Eltern zu erhalten. Niemals hat unter den Arbeitern so viel Elend, und unter den Verschliugern deS Budgets, den Privilegirten deS Capitals und der Industrie so viel LaxuS gc hmscht. Niemals waren die Steuern so drückend. niemals der Handel und die Marine in einem so bedanernswerlhen Zustande als heute. Da unsere Abstimmung, wie eS scheint, einer Erklärung be »arf, so geben wir sie hier aufrichtig und voll� tändig. Wir lenken so die Aufmerksamkeit der plebiscitarischcn Regierung auf die Uebel hin, da mit, wenn wir gezwungen sind, eines Tages, wie ehemals unsere Lyoncr Brüder, auf die Fahne zu chrciben:„Leben bei Arbeit, oder sterben im Kampf!" man nicht sagt, daß wir das Kaiserreich nicht über cineLage aufgeklärt haben, die ohne Gefahr ür unS und die Gesellschaft nicht fortdauern kann." Dieses Aktenstück soll im Original an den gesitz gebenden Körper und in Abschriften an den Senat, die Minister und den Kaiser gesandt werden. Die revolutionaire Bewegung in Italien hält Alles, schreibt man der„N. fr. Pr.", in Athcm: das Publikum, die Behörden, das Militair. Ein zelnc italienische Blätter haben ihre Special Corrcspondentcn auf dem toscanischenJusurrektions Schauplatze. Das Militär ist beständig in den Kasernen cvnsignirt, die Präfekten fast des ganzen Königreiches sind in Florenz versammelt. Am meisten gab Galliano's Bande der Regierung zu schaffen, obwohl sie letzthin erheblich reducirt st. Auf dem Monte Aiole wurde dieselben nämlick oon den Truppen fast erreicht, die Nachhut der Aufständischen, aus 41 Mann bestehend, wurde umzwingelt und sammt ihrem Führer Galliano gefangen genommen. Den Rest sucht die Regie rung auf päpstliches Gebiet zu drängen, in der stchcren Erwartung, daß dort die französischen Truppen ihm den Garaus wachen würden. Die Gazetta Ufficiale" theilt diesen Erfolg mit, indem ke hinzufügt, daß die RegierungStruppen 24 Gewehre, 19 Bayonnette und mehrere Pistolen und Revolver erbeutet hätten.— Was die Bewegung bedenklich macht, ist, daß nicht etwa zusammcngc- laufcncs Gesindel, sondern ehrenhafte Leute die Reihen der Aufständischen füllen. An der Expedition Galliano's beispielsweise nahm ein Arzt, Poloni, dann ein Tclcgraphenstations-Chef, Bcrtini.Antheil. Der Letztere leistete der Jnsurcktion nicht unwich- tige Dienste. Der Unterpräfckt von Voltcrra hatte ein Telegramm nach Pisa aufgegeben, in dem er um Truppen zur Verfolgung der Aufständischen bat; Bertini aber schickte die Depesche nicht ab, und so konnten die Insurgenten ungefährdet in Canncto einziehen, von wo sie am anderen Tage gegen Monterotondo weiter marschirten. In der Gegend von Siena ist ebenfalls ein Insurgenten- corpö aufgetaucht. Dasselbe legte dem Bürger- meister von Montieri eine Contribution von 5000 Francs auf, weil er sich geweigert hatte, die Waffen der Nationalgarde auszuliefern. Am 12. setzte sich eine Truppcncolonne gegen diese Re- volutionäre in Bewegung. Dieselbe verließ Siena in solcher Eile, daß sie ihre Brodsäcke vergaß; zwei Compagnicn folgten ihr auf den Fersen nach, um sie zu verstärken. Aus Rom, meldet man der Wiener„Pr.", eine von der Regierung noch sehr geheim gehaltene Thalsache, aus der erhellt, daß die Bewegung, welche gegenwärtig Italien erschüttert, auch in Rom Wellen zu schlagen beginnt. Die Mittheilung lautet: Ein vor Kurzem spät nach Mitternacht bei der Kaserne Cimarra wachestehcndcr Soldat glaubte in einem kellerartigen Räume derselben ein seltsames Geräusch zu hören, und als er, auf- merksam horchend, sich einer nach unten führenden Oeffnung näherte, konnte er deutlich mehrere leise sprechende Stimmen vernehmen. Da ihm die Sache verdächtig vorkam, so rief er mehrmals binab, und forderte die Antwort, zuletzt mit dem Beisatze, daß wenn er keine genügende Auskunft erhalte, er sofort Lärm machen werde. Nachdem auch nach diesem wiederholten Zurufe AlleS mäuschenstill geblieben, feuerte er fein Gewehr ab, und dieser Schuß allamirle die ganze Kaserne. Man stellte in Folge dessen noch in der Nacht und am anderen Morgen die sorgfältigsten Nach- orschungcn an; die unterirdischen Sprecher aber waren durch die dort zahlreich sich kreuzenden ! Kanäle und Souterrains, deren vielfache Bcr- chlingnngen und Ausgänge ihnen auf daS Ge- naueste bekannt fein mußten, fammt und sonders verschwunden. Dagegen fand man eine über- raschcndc Menge von Grabewcrkzeugcn, und anderen Materialien, welche keinen Zweifel übrig ließen, daß eS hier darauf abgesehen war, einen Theil des GebäudeS ganz in der nämlichen Weife in die Luft zu sprengen, wie dicS bekanntlich vor einigen Jahren mit der Kaserne im Borgo Becchio, in der unmittelbarsten Nachbarschaft des vaticanischen Palastes, geschah. Nach dieser beunruhigenden Entdeckung wurden seit einigen Tagen auch in anderen Districten Roms unterirdische Streifungcn vorgenommen, um vielleicht ähnlichen Unternch- mungen auf die Spur zu kommen. Dem römischen Concil werden jetzt die Resolutionen vorgelegt, welcke von der Unfehlbar- kcit handeln. Es sind fünf Bcrflitchungcn, welche, wie folgt, lauten:|»rt I) So einer sagt, daß der bischöfliche Stei!'?,«dr mischen Kirche nickt der wahre und unschldM« v'-- i|tün heiligen Petrus sei, oder dag er nicht von<5�'' u. festeste, unvergänglichste und nnzerstörvarfte Fels �' Istü Jen christlichen Kirche gewählt worden sei, der sei*. iure 2) So einer sagt, dag es in d.r Äclt noch eintfl k«,. unfehlbaren Stuhl der Wahrheit der Eoangö-. im s unseres Herrn gebe, außer und getrennt von de»' lUen, des heiligen Pelms, der sei verflucht. 3) So man net, daß das göttliche Lehramt des Stuhles d-l>hluß Petrus nothwendig sei zu dem wahren Wege'h la Seligkeit sllr olle Menschen, ungläubige wie!' leiise Laien wie Bischöfe, der sei verflucht. 4) So*bur, daß jeder auf legitime Weise g wählte röwis?»„g nicht traft göttlichen Rechtes der Nachfolger des>»m$ Petrus sei auch in der Gabe der Unsehlbarleit d>> lil ei, amtcs, und irgend Einem von ihnen das Prät«� si Li Unfehlbarkeit, die Kirche da« Wort Gottes frei>rd di Jrrlhnm und Berderbniß zu lehren, absprich� ni di, verflucht. 5) S» einer sogt, daß allgemeine» Ers do« Gott in der Kirche eingesetzt seien als ei»' ans die göttliche Heerde mit dem Worte des Gla�e � nähren, welche über dem römisch n Papste stehe, s? derie gleich sei, oder durch göttliche Einsetzung nolhi»� L' eine damit da« Lehramt des römischen BischojS unst� dsngs halten werbe, der fei verflucht. Recht bezeichnend ist, daß, wenn diese fünf Punkte gutheißt, zugleich jcdck Mitglieder, welches dagegen gestimmt lacht ist. In den Vereinigten Staaten vo» amcrika steht wiederum ein Jndianerkritg und zwar einer der verheerendsten, die Ml»k � rtrfirtfit �tnitr titih(Thphpnrtpä finö � IW. gkhabt.....----„,. darüber, daß der Senat nach altbekannt' Js vo die mit ihnen abgeschlossenen Verträge lässigkcit nicht bestätigt hat, und daß ih� auch die damit verbundenen Rechte nicht i' lz« � werden. Da sie ähnliche Erfahrungen P'1- m oft gemacht, ist eS natürlich, daß sie hiev» einen neuen Beweis für die Treulosig'' hj, Weißen erblicken, und daß ihnen ein t wi daraus erwächst, welches durch verschiede»' Arbeit miuuo iwuu�v» uuiu�_ j,«/ älle Nahrung erhält. Eben hat sich bei v? � m eine Expedition von 2500 Abenteurern um zu der Bergkette des Big Horn vorz»�»er d und nach den reichen Goldlagcrn zu suche»,,'»"gsr Sic müssen}»,Ttn, a dort vorhanden sein sollen..........« j« jj. q Zweck das Jndiancrgebiet betreten und i, � Indianern gerechten Grund zu Beschwerde»» ----«iijj x Obees Sherman dem Generallieutenant Shells und sie zum Widerstand aufreizen. Aus B lassung des Präsidenten ertheilte der Od"k � CS» Befehl, das Abgehen der Expedition zu verh«!,,� Sheridan aber ließ sich überreden, daß."»fR Sache nichts auf sich habe, und vollzog° chl nicht. Die Indianer haben nun jss»», ird�./ Grund zu glauben, daß die Expedilio» � nichts Gutes bedeutet, und beschließen), s? ftft tWUrfj ihrer Haut zu wehren, so ist ihnen diek�, �w., 1)1 uy uv ii gj jfCrit Indianer-Kommissär," e;n i Stabschef des>>ier, verdenken. Der Parker, ehemals Stabschef... JL und bekanntlich selbst Indianer, fordert � Mlzu gicrung auf, die Sache nicht leicht z»|*(b Die ganze Armee der Vereinigten Staati»_ gegenwärtig 30,000 Mann. Sic ist?uckan zerstreut, daß eö schwerhält, nur zwei disponibel zu machen. Die ganze Kav»�. Bundes zählt 3000 Reiter, von denen K Anstrengung kaum die Hälfte gegen die«er-in« aufzubieten fein wird. Die Sioux aber', I der Nähe des Forts Sully bereits 60$, beisammen, die CheycnncS liefern 2000 � beide Stämme können mit Leichtigkeit 1�-. � Feld stellen. Sic haben die Mittel gef»". A? gut mit Hinterladern und Revolvern und sind so trefflich beritten, daß hierin dil � 'flitaii rciterci keinen Vergleich mit ihnen au Ließen sie sich auf ein Haupttrcffen ein. man schon mit ihnen fertig werden;»' sind sie bekanntlich viel zu schlau. I» von einigen Hunderten werden sie sich cota, Wyoming, Colorado zerstreuen v»� Verwüstung verbreiten. Die Ansicdlv m � entsetzlich darunter zu leiden haben, und 9 hoff, bei btm kein Ruhm zu erwerben wäre, n>»' Opfer erfordern. Schon haben die Jnd'� f der Feindseligkeiten begangen, indem sie di« � � � agentur im Gebiet der Cheyennes in BefiS und die Beamten zu Gefangenen maehU General Sheridan ist leider für eine Behandlung der Indianer, und She»«»� seine Sympathie. Hoffentlich wird des seinen wohlwollenden Absichten gegen di«'' der Nation" den militärischen Heib>'p»»'''>,l«bz,)h� über Geltung verschaffen. Der bedroh»- � z« der Sachlage rechtfertigt die Hoffnung, �weg, aufgeboten wird, um den Sturm noch'< D°ch- bc 5. i'ch .chjeiii und '"ß d 'fit ei »t Moment abzuwenden. Vereins-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiter welcke keine Gegner vorfanden Letzleren jedoch eine Versammlung angesetzt ineS Arbeiter-Bildung» Vereins. Daß n»«% � Platze waren, bedarf wohl kaum der Bew'' dy Platze waren, bedarf wsl>l tanm der"'tu ja Herr vlöibof eröffnete die Bersamminng � ch frf merken: daß der Herr, welcher die V'rso»> �ej�, � leiten wollen, nicht eingetreffen fei. er sähe l J i � � »öchizt, selbst den Vorsitz»u llbernehme»..■'»y'g in. aen. ob die Versammlung Lbrhanpt eilten � walle, ging er mit kurzen Worten zu eine« solchen über und wollte dann«Ine Dl»�,l>' Ader er kam schön au. Herr Dnnkhal«"a. � Ktder fte un iZl Agc Schwerin, 8. Mai.(Allgemeiner unserm letzten Bericht waren noch einige»Vbii,,,, Am 11.«P«'.50 � M HrbVi °»r di �»rt und fragte: ob es parlamentarisch gehandelt - StrÄ> mdcrL von einem Mrmie, der einen Bildung« lvaie�l- lMvden wolle und sich den Voisih ohne wettere« zn gm! � in si w. Obgleich Herr Dunkhaie den ie F-lS grgndlich lächerlich gewacht Kalle, gelang es dock der sei». durch irelhitu liche G-ichäftssllhrung den Vo.sip ich eiiu� ilea. Noch längerer Debalie w»i den dir Lassallcan roang'l« im Fall sie sich nicht einen Brlduugs-V-rein grlln öon»'» toen, b.i der Abstimmung nicht zu vclheiligen. Und So ci� Man zählte uns gor nicht mit und erklärte, r« sei ,lcs di«'ihiujj gejagt, einen solchen B-rein zu gillndri, jege d» � lachten wir und slimmlrn zum Schluß die e wie p ilalje an. In dem-in paar Tage daraus in der So li>»»burger Zeitung" eingeiehlcn Beucht las mae röwisO et„gänzlich n N ederloge der s der Ordnung Höh ger de«« den Lussalleaner". Diese« veranlagte un», am arkeit lil eine Bersammlung anzuberaumen,„die Presi- Prärdjlli„ Hildungd-Berein" auf die Tagesordnung zu frei»ei Ab die Heeren Bildungsverunl r, welche den Las hsprichle � A die„gänzliche Niederlage" bereitet hab-n woll lneine i' 0 Erscheinen auizusordern. Schnell beraumten di als eilN aus den 21. Avnl eine Versammlung an; aber S@105" Im gänzlich geschlagen. Um sich nun vor un» zu stehe, beriefen sie endlich aus dielclde S undc wie wi noth»-" h �e Versammlung ein. Zum größten Aerger z unftP«angSvercinler widerrief auch die„Mecklenburger " ihre früher gemachten Angaben;„Nicht nur n dai � i» Lasialleaner ill der betreffenden Versammlung s jedlt �erläge erlitten, sondern sich auch sehr ehrenhait wt hdl- «Ü,""Die Stunde der Versammlung erschien Hie Bildungsvercinler sich in giößter Sicherheit silllte sich unser Lokal zuichendS. Die Ber'amm. de-röfsnet, ei» Vorsitzender gewählt, dieselbe Stunde vertagt und bin ging es zu den Bil- olern. AI« w-nn der Blitz dazwischen gefahren -n Schreck bekamen die Herren. Erst wollten Versammlung gar nicht eröffnen; es wurde ihnen ' von un«, theil« von den a> wesendcn Doktoren .. daß sie es doch riekirten. Aber schon nach kurz-r tischen Herrn Dunk Hase und Mölhos wurde die iluog wieder geschloffen. Sie dauirte kaumLOMin v wir wieder in linier Lokal. Nachdem Herr e noch kurz die Pr.ffe besprochen, wobei er be lrvorhob, daß man sich über einen falschen Bc ■( ffl(tilh Bl-iieS wie die„Meckl. Ztg." keine grancn � auib wachsen laffen, daß vedeuiendere Blätter aber in Nil» let minder im Dienste der Bourgeoisie ständen ■chitfctl1' Arbeiter daher nur den Arbeitirblältern„Social gel �„Agitator" Glauben schenken sollten .i«,»im zweiten Theil der Tagesordnung übcrgegan rn L> sich seine Gegner gemeldet, nahm Herr Dunk vor;«� der da« Wort und machte den eigentlichen Zweck sucht», �ngsoerein« klar; man suche nämlich durch Bor ken z»�'"- als z. B.t der Arbeiter müsse sich ausbilden . ö' er sich schon durch seine Bildung b'i dem Geld vii" Achtung und könne zur Bcrbisserung seiner swcrdt» anderes desgleichen, den Arbeiter desio Aus'«en Bourgeois in die Arme zu treiben. Einige . ObckP®tsner m ldeleii sich l tzt zum Wort und brach Phrasen vor. In der darauf folgenden rtil''t")ran sich die Herren Dunkhase. Hage- zu vet««Luls lind Wittstock betheiligten, behaupteten aß es'' dosifländig das Feld. Nachdem noch ein- Re- siipll dtV�in gehend:„Ein Bildlingsverein schadet der ..wie �-inng und muß nach besten Kräften unter- ü � j nden� einstimmig angenommen war, wurde nm dilI0»Ä P-rsammInng geschlossen.— Hier stehen olle ?«eh und treu zur Fahne. Zählten wir bi« f1 Wehr, so ist toch nur die Spieu anSgeichie "srn ober ist um so besser. Am 22. Mai wer ein VrrbrlldcrungSsest feiern, und hat Herr . ticr NN» veisprochcn, mit einer Anzahl Partei- hert«'u iil-ilzunrhmen. Bald werden wir vollständig M« haben. Mit Gruß und Handschlag 5« Holzarbeiter, Schneider und Metallarbeiter „ Schwerin«. ist s? Buckau wird uns berichtet, daß die Parteige- ei Jiljt''lowskh und M-nsit'g. Letzterer B-vollmächiigler lsavo�''t' borhastet worden sind. Ueber den Grund / llsits Bestimmte« brkannt geworden. NtN �- dil A"treinspräsident hat beschlossen, im Laufe de? aber,'ji den Vorstand in Saiiien der bevorstehen- ,-ggi>« Dilation einzubernsen. Die Einberufung wird k«i' btx wenig Kosten er t 13$--- g-Ä Verbands-Theil. t zu :oflt<» '"gstf''''ll- deutsch. Ar b eiterschaft«-Verband) ".hglis!«»meiner deutscher Maurer- Verei». ein i' 20. Mai.(An di. Mitglieder.) Ich «enntniß, daß unser erster Vicepräsident Va e«.."oimonailiche Haft verhindert ist, die Geschäft 3» leMnis jn leiten, mitbin diescldcn laut Statut ich d�°'rgegangcn sind. Somit mache ich die Mit alt« dtlächlich die Bevollmächtigten, darauf auf- V°i! Jeder, welcher ein Anliegen an'S Präsidium 1 bot, sich an unlenstchendc Adresse wenden möge. "' blle Mitglieder Vtrlrauen z» wi!'' leiiung behalten werden, trotzdem augenblicklich k-jio«- M'gtfdiSfle in die dritte Hand gelangt sind; j>ii(*,■ f«"8 mein Bestreben s't einzustellen g-zwnngen werden durch die .xgeli''' der dortigen Meister, also ist der Zniug blltilv iUhalten, sonst hab-n unsere dortigen Bill- ' im* zb kämpfen. Arbeit ist genug da und bleibt vg,"�weg, so ist der Sieg in kurzer Zeit gewiß loch"il"'»» aufgefordert werden, Unterstützungen zu yM» zeigt, daß wir nicht blo« dem Namen r'dtr sind, sondern daß wir auch verstehe», 'iir unser aller Heil zu wirken. Ferner fordere �llmächtigten derjenigen Orte auf, die noch '«t-!� 4 wgsrclultat eingeschickt haben, diis so schnell x? Ju tdnn, damit e« mir möglich wird, da« <>»«r>� � Abstimmung zu veröffentlichen. Mit social- „ Jki" gw Gniß Folge nnd auch für die Zukuost eine bessere Stellung in d,r Gesellschaft zu erringen Darum, Kamera-en. Ihne jeder seine Schuld gkei', dann werden unsere Kameraden in Müi ster den Sieg erringen. Unterstützung zu senden an C Klaas, Lo hringerstiaße 2ö9. Grändorff. Verliu, 20. Mai.(Zur Notiz für di- B-voll mächiiglev.) Bei dem l.tz en Posten de« K.ss nbericht« in Betriff der Ausgabe m»ß is nicht 6 Pf., sondern 7 Pf. deißen, die andern beiden Druckschler in der Tadelle sin schon abgcände't. In Betreff der un« zugegangenen Nach richt in der Nr. 62 de«„Social-Demvkrot", wo es heißt daß die Niaurir au« Hanvu, 225 an der Zahl, die Ar beit eingestellt haben nnd 126 Mann dem Allg deutsch Maurei-Berun beigetreten sind, ist mir leider bi« j tzt noch nicht« von dort mitgetheilt. Für den Fall, daß man von doit Karten und Statuten verlangen sollte, mache ich meine Wohnung bekannt; da« Geschäftszimmer ist näm sich bi« ans Weiteres Wasserlhoistroße No. 8. Sollien die Hanauer Kameraden n-'ch im Strike sein, so bitte ich. es zu melden. Zu wünschen wäre natürlich, daß nich w>e vorige« Jahr in WormS kurz vor dem Sirike ein Anschluß erfolgt, ohne daß Einstände nnd Beiträge e n gezahlt w-rden. da bei jener Gelegenheit Gelder au« der Ecniralkasse sowie freiwillige Sammlungen vorzüglch von den Homdurger Kameraden übersandt wurden, ab-r naeb si grelch durchgeführtem Strike weder die rückständigen Beiträge, noch die nicht verwandten Unlersiützungsgelder, noch irgend eine Nachricht an da« Präsidium»u ückge sandt wurden. H. Walt her, Kaisirer. Hamburg, 21. Mai.(Zum Steinhauerstrike) Tollegen und Parteigenossin! Der am 18. Mai erfolg'e Strike dauert fort. Die Meister nehmen die heulige Ar briterwegung noch zu leicht und sehen d>li Schaden nocl oicbt deutlich genug, den sie duich eine längere Arbeit« einstellung erleiden müssen, tonst würden sie sich un« schon genähert haben. Deshalb Toll, gen und Parteigenossen verhelft uns zum Siege; haltet jiden Zuzug von hier crn, denn, da wir mit 100 Mann, wor»nier 28 Fami lienväter sin», di- Arbeit eingestellt haben, ist Roth vor Händen. Da nnserc Foiderung überhaupt gerecht ist, so ist die grüßte Einigkeit unter den Sinkenden; auch die eliigen vereinigten sich mit un«, die ansang« glaubten die Meister würden> n» unsere Forderung ohne Sirik bewilli en. Dieser Strike musi zeigen, was die Vercini- igung der Steinhancr und Steinmetzen vermag. Unsere Foidliung war, statt jeder Woche Sonnabend» 4 Thlr. Aeschlagzahlung zu erhalten, für jeden Tag, an welchem gearbeitet wird, 1 Thlr. ans Abschlag und statt 1 Thlr. Schll., 1 Thlr. 18 Schll. Taglohn. Bon 20 Mann halten nur I oder 2 Mann Tagelohn und ist solche Ar beir gewöhnlich an 1 bi» 2 Stunden vom Platz entfern ten Orten. Bei dem jetzt bestehenden Lohn war e« nicht mehr möglich zu ixistiien. Ans unsere Forderung erfolgte statt einer Antwort seitens der Meister, ein recht sclavr iches Fabrikreglement, welche« zu schlecht war, um e« auch nur in einim Punkte zu respekliren. Sofort legten alle die Arbeit nieder, vom Mulhe beseelt, da sie einem geschlossenen Verein angehörcii. Der Sirike ist jetzt im Gang und bitten wir, etwaige Geld-r an W. Hüls- eck, St. Pauli, Jägerstr. 22a 15 in Hamburg zn sen< den. Wir werden daiüder öffentlich quilliren. Mit social- dcmrkeaiisch'M Gruß das Strikecomiie. W Hülsbeck, Voisitzender. E. Henke, Schriflsübrcr. Hamburg, 2l. Mai.(Znr Erwiderung.) Den hiesigen Steinmetz, und Steinhaucrmeistern aus da« von ihnen in ihren Wcikst-llen angeschlagene Reglement: In dem von hiesig n Steinhauer- und Steinmetz-Gehülsen ausgearbeiteten Tarif muß ein Jeder, der die Verhältnisse der genannten Schüfen kennt, nur eine Regelung erken neu, wie solche noch vor 4— 6 Jahren in Hamburg-Aliona exiftlrte und auch von diversen, die A'beilcr noch einiger' maßen acktenden Meistern stet« ankrecht erhalten wurse. Wenn dessen ungeachtet einige Meister sich dahin verein- bart haben, unscre materielle Lage derartig herabzubringen, daß wir nicht im Standeln. Ob schon von der Natur gleichberechtigt, gelingt e« bii der heuligen Lage der Gesellschaft durch Irgend welche glückliche Zufälle nur einzelnen Wenigen Kapital zu erwerben, und von diesen Wenigen werden wir nn«, wir, die wir durch unsere Arbeit da« Kapital schaffen, icht unterdrücken oder gar treten lass-n. Wir werdeu den nn« gebotenen Kampf anfitehmen und das uns zuge dachte Joch abzuschütteln versuchen, uid süg>n wir zu unserer ersten Fo>dcrung noch hinzu: 1) Abschaffung der neu einaesllhrt-n Fremdzettel nebst der daranf sich besin- densen Führungszengniffc. 2) Von den am Strike sich betheiligendcn Arbeitern darf nach Beendigung de« Strike« keiner von den Arbeitgebern entlassen oder gcmaßrcgelt werden. 3) Alle j-tzt nech in Arbeit stehende undwähirnd de« Strike sortarbcitende Gedülfen, düri-n noch Beendigung de« Strikt« von keinem Arbeitgeber hier wie dort be- lchäftigt weiden und würden die Gehülfen da» Gesagte zur Bedingung der Wiederanfnohme der Arbeit machen. Schließlich-.bcmcrk'ii die Unterzeichneten, daß sie gern bc- reit sind mit den Heiren Arbeitgebern einen Tarif z» vereinbaren, welcher beide Parteien befriedigt. Im Aus- trage der Tommi'sion de« Gewerkveiein« der Slcinhau» und Steinmetzen Hombmg-Altona's W. HülSbeck. Vorsitzender. I. Thum, Eassirer. E. Henke, Secretair. >e., gpril ('/.l vir «i U&'i « »li'J ssaw� }'" ■n he»' I« "rlem ann, 2. Vicepräsident, Steinhof 3. Mai.(Zur Beachtung) Die Maurer � haben die Arbeit eingestellt und feiern schon Kameraden und Pa-teigenossen! Außer den ist noch kein Pfennig nach Münster geschicki »ersuche daher die Kameraden, in den Ver- '>Ne Sammlung vorzunedmcn Wir Maurer, �ir uns eingestehen, haben di» j tzt die schlcch- 5 in der Gesellichast gehabt, und um eine °'hmen, müssen wir un« gegenseitig unter- Arbeiter sind verachtet, werden niedergehalten �ur durch gegenstirige Unt rstützung sich aus. Nur so wird e« un» möglich sein, für die Kewerkderein deutscher Holz«rbeitrr. Kiel, 19. Mai.(Zum Slrike.) Da sich die hie- igen Tischleramtsmeist.r hartnäckig geweigert haben, auf unsere gerechten Farderungen einzugehen, lo ist e« unsere Ausgabe, ibensolls frstziistehen und entschieden gegen sie aufzutreten. Viele„> serer unvrrheiratdeten Kollegen hatten sich sofort entschlossen, die Stadt Kiel zu verlassen. Am 15. ds«. wurden dieselben von sämm'lichen Tischler- aesrllen in geschlossenen Reihen durch die Stadl und zum Thvre hinaus begleitet, ungefähr>/, Stunde von der Stadt trennten sich unsere Kollegen von einander, Indem unser Oes er zum Abichied einige Worte on sie richtete. Er sagte:„Biüder, e« ist da« letzte Mal, daß wir unsere Einigkeit kund thtili. Unlere B- Uder, die mit UNS ein- getreten sind für die R chte der Arbeit zu kämpfen, haben llch entschloss-n. un« den Kampf zu erleichtern. Bewahren wir diesen Geist zu jeder Zeil, auch dann, wenn e« einen größeren Kamps auszun-hmen gilt. Möchl-n doch endiiet alle unsere deutschen Brüder von dem Bewußtsein durch- drungen we-den, daß nur durch unsere Einigkeit und durch »en gr ß.n diuischen Bruderbund unsere ilee de Lage zu verbessein ist. Redner schloß mit einem Hoch ans die Einigk.it, in welch.« von Allen kiäfiig eingestimmt wurde B üdrr und Kollegen, der Kampf scheint hier ein sehr h-ißer zu werden, da 51 Mann die Arbeit eingest llt haben. Da nun die meisten gezwungen sind, hier zu bleiben, so Vitien wir Euch um Hülfe. Bi« sitzt waren von unseren Kollegen noch keine Un'erslützungen hi-r-ingetroffen Deshalb rufen wir Euch zu: laßt UN« nicht im S iche, denn Hülfe ihut besonder« noth. E waig- Unterstützungen sind zu s.ndcn an O. Oeser, Tischler hc> beige Kuhberg in Kiel. Im Austrage der hiesigen Tischlergescllen da« Strikc-Tomitö. deutscher Bäcker Verein. Frankfurt a. M., 2l. Mai.(Strike.) Der Zuzug von Bäck-rgehUIsen muß nach Franksurl a. M abgeiraltc werden, da hier ein Sirike ansgedrochen ist. Die sämmt- ltchen Bäckergehülfen hoben sich dahin geeinigt, zu Verlan' aen, daß Nachstehende« von den Meistern unlerz i ebnet werde:„Die Meister bewilligen 1) ein anständige« Bett nd ein reialicheS Zimm r, desgleichen e nc gute Bchand- lung; 2) vollständige Kost bei dem Meister; 3) für-inen jeden GeHülsen wöchentlich E-Hödung des Lohn-S um einen Gulden; 4) Auszahlung de» Mehlaelde« pro Malter Kr.; 5) daß Sonntogsmorgen« die Arbeil NM 8 Uhr geschlossen ist; 6) vom zweiten zum dritten Feieitog eine freie Nacht." Obige« Verlangen wurde von den Bäcker meistern schnöde zurückgewiesen und daraushin wurde ir unserer letzten allgemeinen Versammlung die Arbeits einstellung wegen der Hartnäckigkeil de« GcldsackS be chlossen. Es sind bereits 200 Mann beim Feiern und wir ersuchen daher alle Bäckergehülfen, nn« bei uns rer z ercchten Forderung nicht im Kampfe allein zu lass-n Dem Präsidenten der Bäckcrgenossenschaft theilen wir mit, daß eS bei uns jetzt Tag geworden ist, und wir hier nicht mehr die letzten sein werden, für di- heiligen Menschen rechte einzustihin. Brüder in allen Gauen, helft un« im Kampfe und wir werden hoff-ntlich siegen. Etwaig Geld-r sind an Ludwig Meister, Slelzengasse 17 in Frank furl o. M. zu senden. Mit social-demokratischcm Gruß und Handschlag L. Meister. Allg. deutsch. Sederkfchaft der Schneider, Kirschner und Kappen« acher. Homburg v. d. Höhe.(Siegreicher Strike der hiesigen Schneider.) Am 9. d. M. versammelten sich die hiesigen Schneider mir dem festen Entschluß, nicht mehr um den bisheiigcn Lohn zu aibciten. Es wurde daher ein Comite- gewählt, welche« sofort 15 bi« 20 Prozent Lohnirhöhunng, je nach den Veihältnissen des Meisters verlangen sollte. Diisc Forderung wurde nun durch einen Komps von 8 Tagen durchgesetzt. Da man in Homburg rsther von Strikes nicht« wußte, glaubte die M-hrzoht der Meister Hombnrgs, wir würden diese Uotcinchmnng icht durchsetzen. Aber wir haben gesiegt, und wem haben wir dieses zu verdanken, blas der Einigkeit und dem Zu iammenhang unsrer Milbrllder und Parteigenossen. Als wir am kritischen Punkte angelangt waren und fast keinen Ausweg mehr wußten, kam Herr Hainzinger aus Frank fürt, und überlieferte uns 31 Fl 21 Kr. von unfern Glschäflsgencsseii in Frankfurt a. M. Warans wir wieder ilchen Mulh sagten und unsern Snike siearcich beendeten. Nähere Abrechnung wird statt finden. Mit dem herz lichsten Dank und soeial-dcmokratisch.m Gruß Eisenträger. Frankfurt«. M., 21. Mai.(Zur Beachtung.) Die Herren Comitömitglieder der Schneidergeweikichasl ordere Ich auf, nächsten Donnerstag Abend i» dem Lokal de« Herrn Schmidt in der Slelzengasse zur Regelung der Arbeitseinstellung zu erscheinen. Der Vorsitzende: I. Schneider. Allgem. Taback- unt> Cigareeuarbeiter.Gewerkschaft. Werther. 23. Mai.(Der Strike) hicrsclist ist be endet. Die Sammlungen können eingestellt werden. Nähe- rer Bericht folgt. Vorläufig unser» Collegen den wärm sten Dank für ihre Unlersilltzung. Mit locial-demokraiischem Gruß H. Mcinder», Bev. Arbeiterlesebuch. 1) Rede von Lassalle am 17.Mai 1863 auf dem Arbeitcrlage zu Frankfurt am Main gehalten. Meine Herren!*) Ihr Tomiiö hat mich eingeladen, vor Ihnen zu er« scheinen und ich habe, wie Sie sehen, dieser Atifforderiing entsprochen. Denn ich hoffte, daß man mit dieser Ein- ladung nicht bloS eine leere Formalilät criüllen wolle; ich glaublc, daß man nichi schon im Voraus int- schlössen sein werde, gegen mich zu entscheiden, und ich glaubte jedenfsll«, daß man nicht soweit gehen würdc, diese Enischeidung gegen mich im Voran« zu orga nisiren! ES lhut mir leid, meine Herren, sagen zu müssen, daß diese meine Hoffnung sich nicht erfüllt hat: ch sehe mich in ihr getäuscht. Ich frage Sie, ist e« hrliches Spiel, w-nn man von diesem Saal auSgc- chlossen hat die große Masse der Arbeiter und nur Mitgliedern der ArbeiterbildungSvereinc Eintritt »nd da« Recht der Abstimmung gegeben? Welches ist "enn das Interesse, da« sich sowohl für mich als für das Land an den heutigen Tag k üpst? Zn ersah' en, wie die große Masse de« Arbeite, stände» über diett Frage denkt. Und stehe da! dies- Masse ist oiisgclchlosscn, lind cineneue Aristokratie, die man plötzlich im Arbeiteistandc zur Geltung bringt, die ausgesnchle Kat-gorle d-r Arbeiter- "ildungsvereinler allein ist zngeloss-n l Sie wissen, Frank- furt hat viele Taufende von Arbeitern; der Arbeiter- dildungkvereln von Frankfurt hat nur circa 300 Mit- glieder. Dasselbe Zahlenv-rhältniß findet auch in allen anderen Städten statt. Man hat also blo« einer kleinen Anzahl das Recht gegeben, man hat eine aristokratische ausschließende Bestimmung getroffen! Ferner: c« ist doch bekannt, meine Herren, daß man, nicht überall freilich. nicht in Frankfurt, auch nicht in Mainz, aber in den meisten Orten des MaingaucS die Atbeltcrbildnngsvercine bereit» gegen mich hat abstimmen lassen; freilich ohne daß sie meine Broschüre gelesen hatten! Was bedeutet es alio, wenn man heute da« Recht der Abstimmung auf Die b-schränkt, die in ihrer groß-n Majorität b-rcil« votirt baben? Ist da», frage ich nochmal», ehrliche« Spiel, oder ist e» ein Spiel mit im BoranS gemischten Karten? Sie sehen meine Herren, ich wäre sehr berechtigt ge- Wesen, unter diesen Umständen dic Discussion abzulehnen und den Saal zu verlasicn; ober ich bin entschlossen, die Schlacht aniunehmcn, wo und wie man sie mir dieteti (Branol) Meine Herren! M in Ziltrancn zn der Macht der Wahrheit ist so groß, doß es wich nicht wundern würde, und wären Sie hierher g-lommen, einstimmig ent- ichlvsscn, g-gcn Mich zu entslbciden, daß es mich nicht wundern würde, sage ich, wenn Si« ebenso einstimmig für mickt vo-ir-nd de» Saal verließen. Ich habe wenig Bemerkungen meinem Portrage voran? zu senden. Ich werde, worauf Sie der Herr Präsident bereits ausmeikiam gemacht hat. lange ipreeben. Meine Gegner hob.n Jahre laug ihre Theornn vor Ihnen ent- w ekelt; ich Hobe nur eine einzige Rede dazu, und ich werde somit immer' noch im unendlichen Nachlheil sein in Bezug aus die Zelt. Aber wie lange ich anch spreche, bedenken Sie Erncs. Hier steht nicht ein Mann, der Recht behalten will, sondern ein Mann, der Ihre Sache vor Ihnen selbst venheidigt. Eden deshalb bedenken Sie auch, daß mein Vortrag nicht d-n Zweck bat noch haben kann, Sie zu amüsiren. Ich bin nicht gekommen, um Sie durch oraiorische Kunst- stücke hinzureißen. Mit R.cht hebt Herr Dr. Büchner in seinem Bericht hervor, daß wir mit dieser Bew,gung au« der Schön- rednerei und dem Phrasenncbcl endlich einmal herausge- treten sind. Ich werde zn Ihrem Verstände sprechen; ich wrrde wissenschaftliche Thatiach-n vor Ihnen anfrollcn müssen und bitte daher, auch da, und gerade da, Ihre qesvanntestc Aufmerksamk-it meiner Rede zu schenken, w» diese trocken sein und in der Aufrollung von Eitaten, Zahlen und Tvatsachen bestehen wird. Endlich, meine H-rr-n, ich bin nicht gekommen, um Ihnen nach dem Munde zu reden, landein um als ein sreier Mann Ihnen die ganze Wahiheit ungeschminkt und, wo es nöthig ist, auch schonungslos zu sogen; und winn Da«, was ich Ihnen zu sagen hätte, Ihnen selbst mißsallen sollte, st» bitte ich von Ihnen und kann es von Ihnen fordern, '°ß Si- mich gleichwohl mit lautlosem Stillschweigen zu Ende hören. Der wichtigste Punkt meine« Antwortschreibens, Da», aus welch-m sich alles Andere mit Nvtdwcndigkeit ent- wick leiten. Herr Streit treibt die Unwissenheit und Ge- dankenlostgkcit soweit, daß er mir in Nr. 20 seiner Ar- bcilerzeitung folgendes Titat au« John Stuart Mill gegen» überst-llt:„Der Arbeilslohn ist abhängig von der Nach- frage nnd dem Angebot in Betreff der Arbeit, oder wie e« oft ansgedrückt wird, von d-m Berhältniß zwischen Bevölkerung und Tapital", d. h. als» genau dasselbe, was ich sage und woran« ich alz Facit dieses Verhältnisses jenen Stand de« Aibeitslohn« ableite. Am teilet sien aber nimmt sich die Gcdank-nlofigkelt oder S-wisienlvstgkcit dieser Herren, welche mich beschuldigen, daS Gesetz»on Angekol und Nachfrage zu leugnen, au«, wenn man erwägt, daß Ich In meinem„Aittwort- schreiben" Seite 15 ausdrücklich sage:„Da« eberne öko- »mische Gesetz, welch'« unter den heutigeil Veihältnisscu unter der Herrschaft von Angebot«ndN ach frage nach Arbeit den Arbeilslohn destimmt, ist dieses:' ,c. Lohn stet» auf jene« ftsthere Maß wieder zurücksinkt. Diese Bcrniehrunq steht>0 feft, daß in allen Jahren mil etwa» billigeren Getrcioevreisen schon, auch ohne daß der Arbeitslohn selbst g stiegen, bereit» eine berrächlllche Zunahme der Ärbeiterehen von den Statistikern b.merii wird, wie Sie da» ipäler noch von J.>hn Stuart Will hören werden. Hören Sie aber jetzt, wie u bestril>en wie einstimmig anerkannt dise» Gesetz in der Wisscnschasl ist, das Herr Max Wirth als ein faule» Ricardo'tch.» Gesetz bezcichn t Hören Sie zunächst den Chef der französischen rvourgeois Oekonomie, denn beg-eisen S e wohl, ich weroe hier nicht einen einzigen Soaalisteu citiren. Ich svreche nur von der BourgeoiS-Ockonowic, auf deren ÄuSsprnch allein ich mich berufe. Der Chef der französische, i Bourgeois Oekonoiuic. I. B. Sah, sagt Von dem Lohn der ordinären Aebeil Folgende»:*)..Dar Angebot dieser Arbeit wächst mit der Nachfrage nach der selben. Di» Nachfrage kann den Arbeirslohn ein wenig aber sehr wenig über die Höhe bringen, welche nothren big ist. damit die Arbeitersamilieo existiien und sich iorl pflanzen können, d. h. llocr die Höhe, welche noihwendig ist, damit jede Arbeiterfamilie grnug Lind r ausziehen kann, um Bater u.>d Mutter zu ersetz-ii. Wenn der Ar beitSlohn nur ein wenig über diesen Stand hinausgeht so o rmehren sich die Arbeiterkinder und das groß re Arbeitsangebot gleicht sehr bald die gestiegene Nach frage aus." „Wenn im Gegentheil die Nachfrage nach Arbeitern zurilckdleibt hinter der Anzahl von Leuten, die sich zur Arbeit anbieten, so fallen ihre Einnahmen unrer den Punkt, welcher nothwcndig ist, damit di.se Klasse sich in gleicher Zahl erhallen kann. Die Familien, welche am meisten von Kindern und Kra,(heilen gedrückt sind, gehen zu Grunde; In Folge dessen fällt nun da» Arbeitsangebot, und indem jetzt weniger Arbeit angeboten wird, ft-rgl ihr Preis. Man ersieht hieraus, daß es schwer ist, daß der Preis der einfachen Handarbeit lange über oder uirie. dem Standpunkt bleibt, welcher noihwendig ist, um di Arbeiterklasse in d-r Anzahl zu erhallen, deren man de- nölhigt ist, woraus sich uns die Schlußfolgerung ergibt, daß die Einnahme de» einfachen Haudarbeiler« nicht das Maß Dcs� n übersteigt, was noihwendig ist, um die Existenz feiner Familie aufrecht zu erhalten." So Saq. Sie sehen also, genau dieser Tanz bald etwas über, bald etwa» unter dem äuße sten Rande der in einem V.ckte gewohnheitsmäßig llolichen LcbcnSnoth dürft, genau dieser Tanz, den ich Ihnen in meinem Arn- worllchreiben ausernandergesctzl habe! Aber H.rr Max Wirth hat sogar die nicht beneiden»- werthc Kühnheit g habt, sich aus Adam Smith und John Stuart Will zu berufen, als auf solche Gewähremänne, welche dieses Gesetz nicht anerkannt und r» ss'gar widerlegt hätten. Hörcir Sie, meine Herren, welche Stirn hierzu gehört. Adam Smith sagt in fernem W.rk-, erster Thcil, erstes Buch, achtes Capitcl:„Wenn die Nachsrag. nach Arbeitern be>iäuoig wächst, so muß dir Arbeitslohn nochwendig einen solch. n Antrieb zur Verheirathuag und zur Bervielfältigung der Arbeiterzahl geben, daß sie im Stande sind, dieser immer wachsenden Nachfrage durch ein gleichfalls stets wachsendes Angebot zu entsprechen. Nimmt man an, daß in einer Z.ir der Arbeitslohn nich so groß ist.als nochwendig, um diese Wirkung hervor- zubringen, so wird der Mangel an Arbeitern ihn bald steigen machen, und nimmt man an, daß in einer anderen Zeit der Arbeitslohn größer s-i, als für di- Wirkung erforderlich lst, so wird die übermäßige Vermehrung von Arbeitern ihn bald auf diese Nothwendige Höhe Zurücks inken machen." So Adam Smith. Oder hören Sie John Stuart Mill, den größten gegenwärtig in England lebenden Nationalökonomcn, aus den sich zu berufen Herr Wirth die Kühnheit hat John Stuart Mill g-ht noch viel weiter darin als Ricardo. Er sogt 2. Buch. 11. Capitcl,§. 2:„Ricardo nimmt an, daß e« überall einen Minimumsatz für den Arb its- lohn gebe, entweder den niedrigsten, bei dem eS physisch möglich ist, die Bevölkerung zu erhalten, oder den niedrigsten, bei dem ei.r Volk sich entschli.ßt, dies zulhun. Er nimmt an, daß der allgemeine Satz de« Arbeitslöhne» sich stets nach di fem Minimum hinneigt, daß er niemals niedriger sein kann über die Länge der Zeit hinaus, die erforderlich ist, damit die gcrrngere Bevörkerungszunahme sich fühlbar mache, und daß er nie sich lange hoch Halle» kann. Di-se Annahme enthält Wahrheit genug, um sie für die Zwecke der abstralten Wissenschaft zulässig erscheinen zu lasse», und der Schluß, den Ricardo daraus zieht, nämlech, daß der Arbeitslohn auf die Lm ge mit dem beständigen Preise der Lebensmittel steigt und fällt, ist, wie alle s ine Schlußsolgerungen vom hyporhetlchen Standpunkt aus wahr, d. h., wenn man die Boraus fetzungen, von welchen er ausgehe, zugibt. Bei der An- Wendung auf die wirklichen Verhältnisse muß man indeß erwägen, daß da» Minimum, von dem Ricardo spricht. insbesondere, wenn-s nicht ein physisches, sondern sozu sagen ein moiali che« Minimum lst, selbst wieder bedeu- tende Verschiedenheit zuläßt."— Die« ist c« gerade, meine Herren, wrraus ich sie in meiner Broschüre S. Ist und 18 so nachdrücklich aufmerksam gemacht habe. Dt> ArbeiiSlohn, sagte ich, sei da« unter einem Volke ge- wohnheilsmäßig übliche Minimum, nicht gleichstehend unter allen Bötkern, weil nicht jede» Volk sich mit den selben Lebensmitteln begnügt, um zu leben, sich zu vcr heirathen und eine Familie zu bilden; darum ist er ein anderer in Rußland, ein anderer in Deutschland, ei» anderer in England, je nach den rrlativeu socialen Lebens nothwcndigkeitcn, die in jedem bestimmten Volt üblich sind. Diese asso Lnd.rn sich im Laufe verschicd.ncr Zeiten oder in der Verschiedenheit de« Räume», d. h. bei den verschie denen Völkein; dieß aber, sagte ich Ihnen, ändert sich nie, daß Sie stet« aus dem äußersten Rande deS in jeder Zeil und in jedem Volke g wohnheltsmäßig erforderlichen L.ben« Minimum herumtanzen! Mill entwickelt dasselbe:„Wenn der Arbeitslohn führt Mill fort, vorher so hoch war, daß er eine Ermäßigung»> tragen kann, welche aber durch «in hohe» Maß der Leb. nsanlprüch- der Arbeiter gehindert wurde, so kann eine Preiserhöhung der L-benSmir cl oder eine andere ungünstige Veränderung in ibren Umständen auf zweierlei Weise wirksam sein. Es kann eine ÄuS gleichung erfolgen durch ein St.igen de« Arbeitslohnes, herbeigeführt durch eine allmälige Einwirkung aus eine vorsichtige Bctchrär kring der Bevölkerungszunahmen— oder der Maßstab für die L. der«weise der arbeitenden Klasse kann für die Dauer niedriger weiden, fall« ihre frühere G«ohnheil in Bezug aus die VolkSv.rmeheung sich al» stärk r ausweisen sollte, al« ihre frühere Gewöhn heil Hinsich ich der L.b.nsannchmlichleit. Im letzteren Falle wir» ihre Beuachiheiligung von Dave sein und Ihre v.rschiimmeitc Lage wird ein neues Minimum werden, mit der T-ndenz. ebenso wie das frühere Mini- mum gethan, so i.ud.stehen. E« Ist leider anzunehmen, sagt Mill,— hören Sie wohl,— daß von den beider. Arten, wie die Sachen sich geüaltcn, die letztere— nämlich, daß d s Lebensminimum der Arbeiter nach unten gedrückt wird— bei weitem die häufigere ist, oder jed»falls doch hinlänglich oft verkommt, um *) Coirrs complet d'öcon. pol. Y. part. eh. X. p. 333 ed. Brüx. allen Sätzen, die jedem Unglück, welche» die arbeitende! ermunterten, sich über Alle» zu beksogen, was ihnen nicht Klasse trifft, eine felbsthci ende Kraft zuschreiben, jede r cht s-i und dann gab es Lärm in den Journalen, wenn praktische Bedeutung zu nehmen! E« liegen ge- wichtige Nachweise vor, daß die Lage der landwirthschast- tichen Arbeiter ans England mehr als einmal im Lause der Geschrchie große und daurndeBerschlimmerung erfahren hat, au» Ursachen, die durch Verminderung der Nachfrage nach Arbeit wirkten, und die nur einen vor- übergehenden Einst.. ß hätten äuß.rn können, wenn die Leoölkerung ihre Macht der scldslreguliiung(d. h. der Rcgurirunq ihrer Zahl durch Verhcirathung) in G-mäß heil des fiüheren Ata stabs der L bensannehmlichkeit ans. geübt Härte. U igiücklichcrweile hat die Aimuth, worin die arbeitende Klasse während einer langen Reihe von Jahren versunken war, dic�tn früheren Maßstab v rloren gehen lassen, und die näa ste Generation,-ic auswächst. ohne die frühere Lebensannehmlichkrit besessen zu Huben o rmehrt sich nun ihrerseits, ohne dahin zu streben, sich dieselbe wi der zu verschaff.»." Sie sehen also, meine Herren, John Stumt Mill sogt genau dasselbe, ja er geht noch wcüer als Ricardo, ui.d selbst weiter als ich für nöthig gefunden habe in m-inem an Sie gerichteten Anlworlichreib.n zu g.hen. Mill nimmt an, was ich dort noch zweifelhaft gelassen habe. daß in den häufigsten Fällen da« Minimum der Existenzbedllrf.issc, die der Arbeitslohn darst.ll,, nach uuien sich ne.gl, daß der in einem Volke gewohnheil« mäßig übliche nothwendige Lebensunterhalt häufiger fällt als steigt, daß er im Laus der Zeile« nach unten gedrückt wird, weil lelbst die vorüdirgehenden Verschlechtern, g- n, da die Arbeit.r das Kind-rerj-ugen nicht aufgeben, die Tendenz Hab n, zu dauernden Lerrin gerungen der üblichen Lebcrrsnolhdurst zu führen. Er fährt fori:„Der entgegengesetzte Fall tritt ein, wenn durch Verocsseiur.gen in der Landwirtschaft, Aus H.bung von Korngctetz n u d ähnliche U fachen der Leben» bcdars des Arb.itei« wohlfeiler»nd dieser in den Stand gesetzt wird, mit dem näm ichen A.b.ilslohn mehr Leder.S ann-hmlichkriten sich zu verschaffen, als vorher. Der Arb.il.lohti wird nicht unmittelbar dara..f sollen; es ist sogar möglich, daß er zunächst steigen wird. Schließlich jedoch wird der Arbeitslohn so ra.it fallen, daß die Är.ei.er nicht besser daran lein werden, als vorher, wofern sich nicht wähend dieser Zwj.chcnzeit des Gedeihen« der Maßstab der von dieser Klasse als unentbehrlich an- gesehenen LebenSannehmtichkeit für die Dauer erhöhl hat. Leider kann auf einen solchen wohltätigen Einfluß durch- au« nicht gerechnet werden(lagt Mtll). Es ist eine viel ichwierlgere Sache, die Lebe Sansprüche, welche die A beiter sür u entbehrlich r ansehen alS Heiiaih.n und Familien zu hoben, zu erhöhen, als solche niedriger zu stellen. Wenn die arbeitende Klasse sich begnügt, die größere A nehml chk it zu g-nießen,>o lange sie dauert, aber nicht leint, sie sür ein Bcdll.sniß an.usehcn, so wird sie sitv duich die B.völkcrui.gsv.rmehrung zu ih.rr f.ll- Heren L brnsweise wieder herobbringen. Wenn ihre Kinder slüh.r aus Armuth ungenügend ernährt und verwahrlost wurden, so wird nun eine größere Zahl derselben aufge- zogen werden, deren Concurrenz, wenn sie erwachsen sind, den Arbeitslohn wi.dcr hcrabdrücken muß. Wenn diele Wtikung nicht auf solche Weise hervorgebracht wird, so geschieht dieß du ch frühzeitigeres u. d i richhaltigere« Hei- ratben oder durch eine größere Zahl Geburten noch der H irath. Alle Eisahrung stimmt damit übcrein, daß in Jahren mil wohlfeilen Äarnprciscn bei reichlicher Beschäf- igung in dir Zahl der Heiraihen eine bedentenoe Zunahme nnabonderlich staltfind. t. Ich kann daher der Wichtigkeit, welche man der Aushebung der Korngesetze, lcidigtich als eine Arbeiterfrogc betrachtet, beigelegt hat, nich bestimmen, noch auch irgend ci. em jener Proj.ktc, wie solche In ab'cn Zeilen vo> kommen, um die Lage der Arbeiter ganz wenig besser zu stellen. Dinge, welche di.se Lage nur ganz wenig beiührcn, machen keinen bleibenden Eindruck aus Gewohnheiten und Anspiüche der Arbeiter und sie sinken bald in ihren früher n Zustand zurück. Um bleibenden Nutzen zu stisien, m ß die vorübergehende Ursache, die auf ste einwiikt, a..«reichen, um eine bedeutende Vcr- änderung in ihrer Lage zu Wege zu bringen— eine solch- Veeänderung. die viete Jahre hindurch empfunden wird ungeachtet de» Antriebs, den sie während einer Genetation dem Bevölkerungszuwachs gibt. Wenn die V-rbissrrung diesen merkwürdigen Charakter hat und wenn in Folge d.sscn eine Generation anfwächst, welche immer an einen höh-ren Maßstab der LebcnSannedmti raison in B-zug auf Bevölkerungszunahme auf Grund .ineS höheren Minimums und diese Verbess rung de. Lage der Arbeiter ist von Dauer."— Der bemerken»- werlhcste Fall dieser Art, sagt John Stuart Mill uun weiter, sei die französische Revolution gewelen. Denn durch diese habe sich ganz Plötz. ich eine Verbess rung eingestellt, welche die, obwohl mit beispielloser Raschheil «orsichgeheude Bevölkerungszunahme noch überwogen habe.— Sie sehen also, daß John Stuart Mill ganz dasselbe sagt, was ich hierüber in meiner Brotchllre S. 18 und früher gesagt habe.(Pause.) (Forts, tzung folgt.) Zur Frage der Zuchthäuser. Eß ist schon viel darüber verhandelt worden, daß die Zuchthaue strafe nicht im Geringsten den Anforderungen entspricht, die bezüglich der Bestrafung und Besserung von Verbrechern im Nomen der Humanitäl gestellt wer- den können. Die Zuchl-ausstrafe ist gegenwärtig ein- bloße Marter de« Gesange-en unter seiner Gesundheit höchst nachtheiligen Verhällnissc», und von morali- led-r B sscrung d ssciben kann noch dazu gar nicht di- R de sein, da diejeuig n Verbrecher, welche sich den pieti- stilchen Geistlichen der Strafanstalten schmeichelnd und ooßf rtlq gegenüber v rhallen. ohne Ansnadme Heuchler sind. Da die meisten Verbrecher in ihren traurigen mo- ralilchen Zustand in Folge der heutigen kocialen Verhält- n sie gerothen sind, so ist es um!o mehr Pflicht der Ge- sellichafl, ihnen, stait sie in die heutigen Zuchthäuser zu stecke.., wo sie fast clle körperlich und geistig vollständig zu Grunde gehen, G legenheit zur Besserung zu geben, d. h sie in Strofcolonien zu senden, wo sie zu ehrlich-r A>b it unter ihrer Gesundheit zuträglichen Verhältnissen genöthigt sind. Daß Letztere« das einzig- eisolgre che und zugleich menkch nwürdige Strak- und B-sserungSwitiel ist. wird vielerieii« anerkannt. Um so nöth ger ist e« dem gegenüber aus die Berderbniß der Zuchthäuser hinzu- weisen. Wir heben zu diesem Zwek einen von der Wi-ner „P esse" gebrachten Artikel hervor, in dem eine englische Frau, welche in einem für Frauen bestimmten Z.ich. Hause London» angestilll ist. sich Über die verderbliche Wirkung der ZiichthanShaft äußert. Der Arukel beginnt. ,'Seit vielen Jah-en als Matrone in einem der Ge- fängnisse London» bcschöfilftt, bin ick oft befragt worden die Musterieu, welche die S< fängnisse für Weiber umge- den, aufzuklären. Ehemals war da« Gesängnißleben der Weiber wlrkl ch voll von sondei baren curlosen Dingen, aber jetzt hat sich alle» die« geäudeit. Die Männer waren lo lange neugierig wie-S in dielen G.fängnissen zug he I sie nicht ruhten, bi» die Herren vom Parlamente kamen und uns Matronen verhörteu und die Gefangenen der CommissionSberichl gedruckt crichicn, und so ist All« ctzt vc> ändert worden und eS gubr keine Myst.rieu mehL zu e thüllen." Hierauf theilt die Vcrfoss rin über die früheren Zu« iände der englischen Gejävg iff- Nachstehende« m t: „Ich war-in ganz ju.ge« Mädchen, als Madame Fry, einmal ganz enlseyi von einem Besuche in dem Gefängnisse N-Wgaie zurückkommend, meine M Itter be- suchte und i r erzählte, wie sie eben 301 weibliche Gefangene in zwei großen Z.llen zusammeugediängi gesehen habe. Der Gouv niiiir de« Gcsä guisse« hatte Madame Fry ersucht, iyre Uhr in seinem Zimmer zu lassen, bevor sie die Z ll n d suche, weil er gewiß sei, daß lelbst leine Gegenwart diese unglücklichen Weiber nicht abhalten würde, sie ihr gewaltsam zu entreißen Man kann sich denken, welcher üble Geruch in den Zellen herrichte, in denen so viele Weiber neben einander de« N.cht« aus dem Boden lagen und de« Tage? sich unter einander balgien, und wenn die Soldaten heibeigeholt wurden, um sie zur Ruhe zu bringen, sie mit ganz fürchterlichen Sa würcn empfingen. Es ging damals bunt genug in Ncwgale zu, e« gab eine sörmk.che Schäi.kc, in der männliche und weib liche Gefangene sich berauschen dursten, wenn sie Geld dafür halten. Niemand konnte da« Gesängniß besuchen, ohne von diesen Hunderten von W-ibcin um Geld onge« ganqen zu weiden und man kann sich denken, welche ichöne Dinge die jungen, unschuldigen Gesangeneu zu hören bekamen, und wie sie weit ärger das Gesängniß oerli.ßen. als sie in doss.lbe gekommen waren. Nach einigen B such n wagie es Madame Fry. ohne alle Be- gl ilung sich unier die G-sangenen zu deg b.n und be- stimmte die Mü ter, ihre Ki der in die Schule zu schicken. Bald wurde eine der Zellen ihr zur Disposittsn oestelll und nicht blas die Kinder, sondern auch junge Mädchen und sogar alte Gefangene besuchten die Sch le. Aus An- stiften der Frau Fty bildete sich ein lomiie von Damen zum Besten der G.sangenen und meine Mutter wurde von demselben zur Matrone ernannt, und so kam e», daß ich nach dem Tode meiner Mmler ihr Amt bekleidete und seitdem habe ich mein ganz»« Leben unter den G-fangeaen zugebracht." Nach diesem Rückblick auf die früheren scheußlichen Zustände in Gesäugnissen geht die Verfasserin auf die g-gewäitigen ein, die ganz ähnlich auch in Deutschland -xtstiren, und obgleich geordneter, doch nicht weniger ver- verblich Wicken. Sie schreibt: „Meine Haupithäiigkckl hat in dem Gefängnisse Mill- dank in London staiiglsund-n und derjenige Jyrir Leser, der vielleicht einmal London desuch-n sollte, wiid vn den Usern der T>msc da» finstere und droh.nd aussehende Gebäude woh> nehmen, in dem ich mein Amt als„Ge- fängniß Matrone" besorote. Wie viele weibliche Sträflinge habe ich daselbst cnipfang.ii, wie oft habe ich»iejcloen vor der Sch-cre zurück chaudern sehen, mit der die Haare cineS jcd.n weiblichen SlräfirngS gänzlich abgeschiiili-n werden, sobald sie ln dvS Gesängniß tritt. Mehr als ein W-ib rief aus: daß diese Haare dos Eigen. hum ihrer Männer seien, und daß es gegen das G.setz wäre, sein Eigenlhum anzulasten. Aber es ist vcrg b-ns, das Gesetz icherrbl die Länge vor, bi« zu welcher die Haare adge- schnitten werden müssen, und wir armen Matronen müssen gehorchen. „D-r Charakter der Weiber äußert sich stet» auf eine verschiedene Weise bei dies r Gelegenheit. Ein Weib will mit vrrbiss.ncn Lippen sich schweigend aus d.n Sessel hivwrrs n, sich der Operation unieewersen und dae.n der Vorschrest g-mäß ihr Bas nehmen. Ein andere« Weib wird einer Ohnmacht nahe sein, wenn sie die Scheere zu sehen bekommt; ein Mädchen wi d bittere Thrän.u ver- gießen und ein andere» wird sich auf die Knie werfen nnd bitten und flehen, daß man si schonen möge und ihrethalben eine Ausnahme von der Regel mache, Einige wollen erst den Gouverneur de« G fängnisse« oder den Arzt sehen, noch A der» versprechen Geld, wenn nur die Haare nicht ganz kurz abgeschnitten wer» n sollten. E« girbt Weiber, di» sich unter keinm Umständen ergeben wollen und c» bedarf mitunter der Hilfe mehrerer Män- »er, um sie zu überwätrig.n und zu fesseln, bevor m>.n sie ihrer Haare berauben kann, währenddem sie dabei stampfen und fluchen. Es giebt mitunter Mädchen, welche dieie Schmach nicht ertragen können und die einen Tag nach der Operation sich in einem völligen Delirium b- finden. Sebald die weiblichen Sträfimg- aufstehen und ihre Haare auf dem Boden wahrnehmen, erwacht ein Trotz nnd eine Erbitterung in ihrem Gemüthe, als ob v"» diesem Au- gcndlick angefangen eine s-inds.Iiae Schrar ke sich zwischen ihnen und der oanzen übrigen Welt befände: sie wenden sich nach einer Weile trotzig um. und man sühtt daß der letzte Funke der Weiblichkeit in ihnen unterdrückt ist. „Mir wird stets unheimlich zu Muthe, wenn ich rin armes Mäochrn, da«, vielleicht von arger Roth getrieben, einen Diebstahl beging, Plötzlich, ohne daß sie vielleicht vollkomm n begreift, wa» man mit ihr vorhabe, ihrer Haare berattbt sehe. Verweint und schweigsam stehen sie vor dieser ihnen unverständlichen Mißhat dlung und folgen der Wärterin in da» Badezimmer, wo man sie nölhigt, ein waime« Bad ,n n-hmen. Wenn sie das Bad verläßt und nach ihrem Kl-ide sucht, ist dasselbe vcrlchwun- den und sie muß statt d-ss-lb-n die nnktridsame, nüchterne, einförmige und farblose G fängnißtracht anziehen. Sic wXd dann rir den anderen Gefangenen gesührt, alle in derselben fahlen, dunklen Tracht, olle mii d-nselbcu blauen Schürzen nnd weißen Hauben, alle mir-In r Nummer auf dem Rücken und sie ahnr hierauf, daß sie auch eine Nummer rückwärts zeige, nnd daß sie von nun an keinen Namen mehr habe, sondern blo» mit einer Nummer an gerufen werde und wie ein G-spenst ein seelenlos«, leidcra schaftSlosc«, monotone«, trouriges Leben beginne. (Schluß folgt.) Partei keine Veranlassung; einer unserer Abge«r> aber, der dies vordringen wollte, kam nicht zu —(Freuden de« Mili-SrstaatS). Den brt" nern der Hascnhaidc bei Berlin wird es bald niät� ergeh n, al« den Bewohnern der an den Tegeler blatz grenzenden Grundstücke. Am Donneistag rag war eine Adrheilung de« Garde-Pionirr-Beit. aus dem hinter den dorrigen Kirchhöfen bel-gen-n Uetk platz mit Sprengversuchen beschäf igt. Die Wi>h>ä dort erprobten Sprengmasse, anscheinend eine Nw cerin enthaltende Substanz, war eine so staite, � den umliegenden Eiadliss ments und Wohnhäuse» nahe iSminllich- Fensterscheiben zersprangen.. —(Ein LiebeStrank.) Der Schauspieler>- Pari» und seine Frau za kten sich täglich. Endlich> e« so arg, daß oer Mann ausrief: Ich halte länger au«, ich vergifre mich!— Ich halte mit! di- Frau. Der Mann läuft nach der Apotheke sich unter irg nd einem Varwand Arlenik geben, Wp™, da» Gift daheim in zwei Gläs-r Mass r, Mann nehmen Abschied von einander und trinken.„Al». um un» g schehcnl" Die Frau wcinr still aus Bckte, der Mann aus seinem. Eine Stunde fragt der Mm n mit schwacher Simme: Frau, � E. rodr?— Nein, noch nicht; und Du?— Ich au« nicht.— Nach einer Stunde thnt die Frau di-seldt' und erhält dieselbe Antwort. S-ch mal Nacht« holt sich der Austritt. Morgens fragt die un� Frau zum letztenmal: Adolf, bist Du todt? � pade aber erfchreckttchcn Hunger.— Ich auch. Frau, steht aus und macht Kaffee, der Mann kooldil und Beiden schmeckt e« trefflich. D-r liebe noch nich 8 von uns wiss n, sagt der Mann. Fti-denl sogt die Frau, und sie hielten Frieden. Di Apoiheker Halle ihnen daS Leben gercrt.t; denn ü dem Manne, seine Aufregung demeikend, nicht sondern Magnesia gegeben. Vermischtes. *(„Die andern Parteien vorwärts drängen") diese Aufgabe bat Lassalle d r von Ihm gegründeten Ar- blirerpartei anSd'Ücklich zrrgewi sen. Die« ist nn« denn auch de-„Volksvartei" gegenüber geglückt. Dadurch, daß wir beständig Lärm schlugen über d'e Pflichtvergeffen- helt, mit welcher die Abgeordneten di srr Partei unter- ließen, die demokratisch' Pack mentS-Opvosirion zu ver- stärken, haben sich diese Herr-n encklch genöthigt geiehen, wenigsten» in l-tzt-r Stunde— einige Tage vor Schluß der Session— In Berlin einzutresf n, noch- dem st- bisher f st ununterbrochen gefehlt»nb alle wichtigen Verhandlungen und Abstimmungen versäumt hait-n Wir freuen nn« diese« E gebnisse«, welche« einen neuen Beweis dafür liefert, daß man andere Partelen vorwärts treiben kann, wenn man nur kräftig hinter ihnen her ist. Bei Gelegenheit der B>rhaodlung über di» Todesstrafe hat Herr Liebknecht feiner Parteistellnng gemäß für die Abschaffung dieser Strafe vom Standpunkte der dürger- tichen Demokratie g-sprochen, indem er im Nomen de« BürgerthumS nnd der„bürgerlichen Ideen" diese Ab- schaffung verlangte. Daß dielelde auch vom Standpunkte der Arb-leerkloss« vcrlaogt werden müsse, die» au»- drücklich hervorzuheben, hatte er al» Mitglied der Volts- Zdil! tN Annoncen. Mx Lerlin. Allgemeiner deutscher Arbeiter-?� Gl Geichlossene Mitgliederversammlung'»ÜN Ticustag, dc» 24. SiUi, Abend« 8'/» W lang im Lokale des Herrn Engelhardt, Linde#»spa Tagesordnung:,, t» 1) Vierter Bortrag de« Vereinspräsidenten französische Revolution von l848. 1' Die M tatiebskorten sind vorrrrzrigen. dü jiu tonun. M.- Allg. deutsch. Arbkitkrschafts.Vcrb#?tn A u« s ch a ß s l y u n g"N , 1 der », U» I U ü| I y U II 1} � Tienstag, den 24. Mai, Abend« V/i M bei Engelhardt, Lind-nstr. 54. Für ßerlin. Allg. deutsch. Maurer-Berei« Mitgliederversammlung Miltwoch, den 25. Mai, Abc»», 9»? in Wolter'« Lokal vor dem Collduscr tr Tagesordnung: htu «be» ''chtif M. Itbtt 1) Vortrag de« VerlagSbuchhäudler? Hetf* Srothe:„Ulrich v. Hutten."— 2) N-uw-» M q krsatzrnä, ncr de« AuetchusseS.— 3) VerernsY'(b Sriatzmä. ntr de« AustchusseS heilen und Frogetosten.- Es ist noihwendig. recht zahlreich zu erscks*� ttt E» lst noihwendig. rewl zahtrelw zu erietie- � i Maurer, welche Mitglieder weiden � Mft'woch Abend aoferenommen. W Langes??»g b Für ßerlin. Allgemeine Versammle der flli(J Hc kMa> «iile Cigarrsnarbeiter, Sortirrr n. TabaW_ Mittwoch, de» 25 Mai. Abend» 8 Mir in Bötzow'« Lokal, vor dem Prenzlauer Tagesordnung: Krankenkassen-Angelegenheit.•-»" h Für ßerlin.. 6 Allg. deutsch Zimmrrer-Vcrc�>?.S A u s s ch» ß s I tz u n g ufc Ä" Freit,,, den 27 Rai. Abend, 8'/,� bei Herrn Jakob«, Gitschinerftraße'ltlter Wichtiger Angelegenheiten halber ist es diütS'a?>ser wendig, daß alle Mitglieder so wie Ersatzmänner� � ihkl _________________ H. Peter, S-schisls? g-! Für Hamburg.«"> su Grosze Arbeiierversammluna| Donnerstag, den 26. Mai. Vormitta«,"a.(t, tol in Tülge'« Etablissement, BaleiiiinskaKp Tagesordnung:.i s>g� Die Arbeitseinstellung der Hamlu-ger un« Steinhouer und Steinmetzen. im,.. __ Für da« Slrikecomilö: W. Hj!>" eng Für Ältona. J � Arrangirt von den hiesigen Parteigenosse«" zweiten Pfingsttage eine M«el,„,. L u st t o n r durch Otmarschcn zum Quellcnihal statt.| kunst Morgen» 4 Uyr in der Pamaille Denkmal, wozu wir alle Arbeiter Altono» und. einladet»_ Da« Hamburgs Sorial-D« mokra�.l�° nt.nMi.kag'tMw las« - rr Agitator. Diese« Arbeiterdlatt, welche« bereits circa nenten Zäblt. ericheint jeden Freilag Abend.. ticher P>ei« in Preußen 2 Sgr., in den an'' � de» Nvrddentschin Bunde» 1 Sgr. 3 P>.,'k! Baden, Wllriembcrg und Boiern 2 Sgr"n nehmen B stcllnngen an. und nur durch dic (außerhalb Berlin») der Virtrieb. Be'„ j» noch stattfinden, werden die bereit« erschienen.!> vachgeliescr». Die Druck von Jhring u. Hvberlardt.d Veramwsrtl. Redakteur u. Verleger W. Gr»«'