rn 8«, ;t" bfP« or;-'� njBjJ: -rwip dr-ff«> ; aulrt�vnz erschcint drei ige �»tllch, und zwar: Donnerstags und dends AbcndS. r.vvu,,' v'""' w.______ Dcmokrnt. .i�+iv3 Örgön der sociat-demokralischm Partei. Redaktion und Expedition: Berlin, Gitschinerstr. 17. .,, m,,. ,c t-, c i ZZeflelkunge« werde» auswärt» bei allen Postämtern, in Berlin in der Expedition, sowie bei ijedem solide» «Als-�reis für Berlin ind. Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6«gr., einzelne Nummern! g.editeur entocqenaenommen !.«bti dm P»stiimteru i» Pr-nßcn 16 Sgr.. bei den außerprenßischm Postämter in Deutschland gleich-' � �({jt btt|fpcb?tion aufzugeben) werden pro viergespaltcne Petit-Zelle mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter erefr 16 Sgr.,(S6 Kreuzer südd. Wahrung.) Allnoncell die Zeile nur 1 Sgr. Agentur für England, die Tolonien, Amerika, Ehina und Japan Mr. A. Dnesing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Sqnare. W. C. London. waggyaiagBaiij�� asti. llhr, oliti scher Theil. ein Berlin, 14. Juni. preußische Finanzminister «ist! Was man nicht Alles erlebt! Arbeiterpartei als selbstständigr Partei itm Parteien gegenübersteht, so ist es na- >8 sie zuweilen mit einer dieser Parteien andern gemeinsame Berührungspunkte kämpfet die Arbeiterpartei gemeinsam liberalen Parteien gegen die conservative der politischen Freiheit. So aber umgekehrt auch in die Lage, gc- Vit der reaktionären Partei gelegentlich zügellose Capitalherrschaft vorgehen zu Sic wird im ersteren Falle so wenig k»le BourgoiSpartei, als sie im zweiten »servativ wird. Die englischen Arbeiter »u Beispiel den Normalarbcitstag mit dortigen conservativen Partei durchge lt demselben Rechte, mit welchem man, nizfl' tintm einzelnen Falle Social-Demokraten :»®'sirvativc zusammen stimmen, die Be- »Ka �Hlellm kann, die Social-Demokraten '' llionär, mit demselben Rechte kann man slnd«»'"»iittn, die Conservativen seien„Commu bisher waren wir immer das Erstere Wenn sich einmal zwischen den Com '«nd uns ein gemeinsamer Berührungs '"Ne, wurde immer von liberaler Seite vir seien reaktionär, obwohl die Eon � In Fällen, wo wir mit den Liberalen stimmen, ganz mit demselben Rechte, Mehr Unrechte behaupten könnten, wir liberale Bourgeois geworden. Solcher 1 geht einfach aus der Berkcnnung der F-li i hervor, daß wir eine selbstständigr Partei Gesichtspunkten sind, welche Gesichts �, 11 einem einzelnen Falle mit denen einer Partei übereinstimmen können. Also, wie bisher wurden wir oft als Reaktionäre und wir freuen unS um der Ab- l itlÄ-" daß endlich einmal umgekehrt die jW vre als Communisten verschrieen werden, Ihtl�'ineui einzelnen Punkte ein Minister mit � Einstimmte. Zum Beweis dessen geben zl-i gehenden Artikel der„Barmer Zeitung" ng.. ,egt«> Uhk, ühor. i�xMerung Ntitb 1 ntn c-b sau in int Up, TP» !d-r �.birpt de« Herrn v. Schweitzer über die .�.leihen.) Eine bemerkenswerthe Thatsache „ftiJ'Mtgt Hervorhebung der letzten über Prämien- . phalten-n Rede de» Herrn von Schweitzer lgllm ministeriellen Blätter. Als der Finanzminister �'''aitn de» Herrn von Schweitzer großen Bei- lcht? i'- konnte man noch denken, daß er froh war, Einen' im Parlament den Standpunkt ein- " p 1 1 gü?:'chfu, den er selbst einzunehmen sich gezwungen »a!!."c seine Unthätigkeit in dieser Sache in der Herde|. Stellung, die er einnimmt, erklärlich machen lichlk? konnte ihm da« dialectische Spiel mit Prin- ziM Herr von Schweitzer auf der Tribüne auf- iy � ganz erwünscht sein, weil dadurch eine au "1 klare und sehr einfache Sache sehr complicirt Mt erschien. Wenn aber jetzt in ruhiger * r»ach ruhiger Betrachtung der Situation die Slätter noch die Ordre bekommen, die Auf- Herrn von Schweitzer In dieser Frage in da« sk'n, so darf man wohl auf einen tieferen Zu- np 5 schließen! Wa» die Sache selbst betrifft, so .?°iese Redensarten über die durch da« Verbot li�'i Anleihen bewirkte Verletzung der Prinzipien ''d«, Berkehr», welche Herr von Schweitzer ge- � die sich per Finanzminister Camphausen ange- r|."i und für sich ganz leer und haltlos, sobald � Frage vorlegt, in welche Klasse von Werthcn onleihen zu bringen sind. Denn, daß da« JA gewisse Werthe überhaupt nicht anerkennt 'Arten de» Verkehrs verbietet, da« ist doch die der Finanzminister gewiß nicht und "Nwal Herr von Schweitzer bestreiten wird. Minister sollte doch seine tiefsinnigen B-dcnken ag der Vcrkehrsfreiheit bei dem Artikel de» dch«S über verbotene» Spiel oder bei dem Ver- "'Haltens in Wiesbaden oder wenigstens bei d-r fremden Lotterien in Anwendung briw Art des Spiel» hat nun einmal unser Straf .kboten und wenn er darin eine Verletzung der .'S freien Verkehrs findet, so mag er c« sagen alitik darnach einrichten. Außer einigen Bör- Jaid Herrn v. Schweitzer würde er dann auch �ktericcollcctcurs und Croupier» in Wiesbaden I für sich haben. Der Antrag, die fremden *n zu verbieten und die einheimischen nur ls � m aevF :ly dem Staate zu gestatten, steht genau auf dem Boden, den der Staat bei un» in Bezug auf da« Lotteriewesen einhält und von dem der Abgeordnete Löwe-Talbe ausdrücklich sür sich und seine Freunde erklärt hat, daß sie ihn jeden Augenblick aufzugeben bereit seien, sobald der Staat die Lotterie aufgiebt. Die Majorität der Volk»- Vertretung hat dies Verlangen immer ausgesprochen und der Finanzminister wäre der Zustimmung zu einem sol- chen Vorschlage Seiten« der Majorität ganz sicher gewesen. Leider scheint man nicht daraus rechnen zu dürfen, denn die Stellung, welche Herr Camphausen bei der Frage über die Prämienanleihen einnimmt, ist in der Thal eine äußerst seltsame. Gegenüber der Masse aller politischen Parteien, der conservativen wie der liberalen im Reichs- tage wie im Abgeordnetenhause, begünstigt er die großen industriellen Gesellschaften, welche auf diese Weise sich ihre Capitalien zu einem beträchtlich billigeren Zinsfüße ver- schassen wollen, als sie der kleine Geschäftsmann bekom� men kann und stützt sich dabei auf Herrn v. Schweitzer, der, wie er auch gegen die angebliche Verletzung der Pri» cipien de« freien Verkehr» donnern mag, doch diese Wirthschaft nur al» den Anfang de« Staat«- communismus begsrüßt, der natürlich seineu vollen Beifall findet. Man sieht: weil der Finanzminister erklärt hat, die Ausführungen Schwcitzcr'S seien klar und denkrichtig gewesen, wird er als Communist dr nuncirt, dessen Wirthschaft zum„Staatscommu niSmus" führe. Der Abwechselung halber recht hübsch! Der preußische Finanzminister ist ge- radc so ein Communist, wie wir Reaktionäre sind. Aber der Aerger über jede socialistische Rede im Norddeutschen Reichstag ist so groß, daß man sich nicht scheut, den ärgsten Unsinn im Wuthausbruch hinzuschreiben. Nur so viel ist wahr, daß die ganze heutige Wirthschaft zum Socialismus führen muß; und zwar je schneller sie sich entwickelt, desto rascher; daher wir auch für gewisse Gesetze„aus Bosheit" stimmen, für alle Gesetze nemlich, welche die Herrschaft des GroßcapitalS innerhalb der Gc- fammtcapitalistenklasse zur vollen Entfaltung brin gen; denn dadurch wird der Skandal so groß und offenkundig, daß schließlich Jeder einsehen muß: So kann es nicht fortgehen! Aber der preußische Finanzminister ist daran unschuldig; die gesammtc Wirthschaft der Capitalisten— wohl verstanden sowohl der kleinen wie der großen,— das ist es, was den Charakter der Zeit bestimmt. Woher soll denn unser Mitleid mit den kleinen Capitalisten kommen? Der kleine Capitalist wie der große macht Profit lediglich durch Ausbeutung der Arbeitskraft. Daß das kleine Capital vom großen verschlungen wird, liegt hauptsächlich daran, daß das große Capital bei gleicher Aus- beutung der Arbeitskraft mehr Ersparnisse an CapitalöauSlage macht. Aber den Arbeitern kommt dies nicht zu gut; ob bei einem kleinen Capitalisten 30 Arbeiter oder bei einem großen 3000 Arbeiter ausgebeutet werden, ist für die Ausgebeuteten ganz gleichgültig; sie werden da und dort gleich- mäßig geschunden. Inzwischen ist es uns lieb, wenn die kleinen Capitalisten verschwinden. Die sociale Frage liegt da am günstigsten, wo der Klassen- gegensatz am schroffsten ist; wo reich und arm ohne Mittelstand einander gegenüberstehen. Wir haben viel lieber mit einigen Rothschilds, als mit Tausenden kleiner Capitalisten zu thun. Eine Widerlegung des Artikels der„Barmer Zeitung" ist für diejenigen, welche die Schweitzer'sche Rede gelesen haben, nicht nöthig. Der wesentliche Inhalt der Schweitzcr'schen Rede ist in folgende Frage zusammcuzudrängen: „Wenn Ihr Liberalen, um das kleine Capital durch Staatsgesetzc gegen das große zu schützen, eine Beschränkung der VerkchrSfreih cit am Hauptpunkte des heutigen Verkehrs, am Geld markte, für zulässig erklärt— mit welchen Rechten habt Ihr seinerzeit den Millionen Arbeitern, welche den Schutz des Staates gegen die Aus beutung durch das Capital verlangen, Namens der Vcrkehrsfreiheit— dieser selben Ver kchrsfrciheit, die Ihr jetzt schwer verletzen wollt — den„Normalarbcitstag" abgeschlagen?" Hierauf antwortet! Aber freilich, Ihr könnt nicht, ohne daß der Pferdefuß zum Vorschein kommt! Ihr wollt Schutz für Euch gegen das große Capital, damit Ihr gemächlicher für Euch die Arbeit ausbeuten könnt!„Staatshülfe" für Euch, aber nie für den Arbeiter!— Berlin, 13. Juni. H. Der Untergang des Handwerker- thnmS ist eine Thatsache, die jetzt allseitig zuge- standen wird; ebenso mehren sich die Stimmen, welche die Gründe dieses Vorganges, nämlich die Ucbermacht der Groß- über die Kleinproduktion in richtiger Weise wissenschaftlich schildern. In einer „Geschichte der deutschen Kleingewerbe im 19. Jahr- hundert" betitelten Schrift, verfaßt von Gustav Schmoller, werden interessante ökonomische Mit- theilungcn über den Verfall des Handwerkerstandes gegeben. Dieselben sind sowohl von Seiten eines der BourgcoiSökonomie huldigenden Kritikers in der Zeitschrift„Ausland", sowie von konservativer Seite in der„Nordd. Allg. Ztg." anerkennend besprochen worden. Und auch wir sehen uns ver- anlaßt, einiges von dem ökonomischen Material mit- zutheilen, welches Herr Schmoller aufführt. Der- selbe steht, obschon nicht Socialist, auch nicht auf dem Standpunkt der liberalen Bourgeoisie; er kennzeichnet seine Ansichten folgendermaßen: Ich theilte früher, meinen allgemeinen Studien und meinen allgemeinen Anschauungen gemäß, die hergebrachten Ansichten der liberalen Natlonal-Oekonomie, die rein op- timistische Auffassung unserer volkswirthschaftlichen Fort- schritte, die Idee, In der Gewerbesreiheit an sich liege ausschließlich da« Heilmittel für alle Uebelstände. Je tiefer aber meine Studien gingen, desto mehr sah ich nicht die Unrichtigkeit, im Gegcntheil die Berechtigung, aber auch die Einseitigkeil diese» Standpunkte« ein, desto mehr verwandelten sich mir frühere Abstraktionen in kon- krete Unterscheidungen, der schönfärbende Optimismus in die Einsicht, daß nothwendig an» den großen Umwälzungen unserer Zeit neben glänzenden, unerhörten Fortschritten tiefe sociale und wirrhschaftliche Mißstände sich ergeben; e« verwandelte sich mir der Nihilismus de«.,Lnisss2 sairo et laissez aller" in die Forderung positiver Reformen, wobei die Reformen immer mehr als die Hauptsache erschienen, nicht die Frage, ob sie der Staat oder die Gesellschaft in die Hand zu nehmen habe. Nach einer Besprechung der Entstehung und Ausbildung der Industrie bis zu den ersten Jahr- zehnten dieses Jahrhunderts kommt der Verfasser auf die Krisis des Handwerkerstandes, von wo an die Großproduktion ihre Ucbermacht geltend machte. In der Zeit bis 1843 war die Zahl der Handwerkcrbcvölkerung noch gestiegen; da aber trat der Rückschlag ein. Der Verfasser schreibt darüber: Der Zollverein beginnt seine Segnungen fühlbar zu machen; der deutsche Exporthandel nimmt zu, neue Gc. werbSjweige entstehen; Zuckerfabriken, Baumwollen spinncreien werden gebaut, daneben ist freilich der Ein flnß des Auslände« noch gering; die ersten Eisenbahnen sind in England eben erst vollendet, noch haben wir kaum einen heimischen Maschinenbau, der Fortschritt mußte sich also in den hergebrachten Formen halten, d. h. Haupt- sächlich in einer Zunahme der Kleingewerbe zeigen. Auch sür wichtige Industriezweige, wclebc auf den Absatz im Großen angewiesen sind, bleibt die Form der Hausindustrie vorerst unangetastet— so für wichtige Theile der Metall- indnstrie; so für die Weberei, die nicht in diesen Zahlen begriffen ist. Die Tuchmacher und Tuchscheercr find zwar thcilweise schon in übler Lage; aber sonst ist der Hau«- webestuhl noch unangefochten. Die Zahl der Wcbefiühlc nimmt sogar in den meisten Branchen einen raschen Aufschwung bl« 1840; erst in den rückgehendcn Zahlen von 1843 zeigt sich der Eintritt der Weberkrisi«, die sie- gende Concurrenz der neuen voll endeten Technik. Die Bewegung der einzelnen Gewerbe ist natürlich keine ganz gleichmäßige; e« gehen einzelne etwa» zurück, andere und zwar sehr viele bleiben der Bevölkerung parallel, wieder andere nehmen etwa« stärker zu. Die bereit» zurückgehenden Gewerbe find solche, bei denen die Con currenz der großen Geschäfte anfängt zu wirken: Seifen- sieder, Gerber, Handschuhmacher, Töpfer und Ofeufabri- kanten. Doch ist die Berschledenhelt der Bewegung zwischen den einzelnen Gewerben nicht so groß al» die zwischen Meister und Gehülfcn. Bon 1816—19 nehmen nur die Meister zu, die Gehülfen ab; von 1820— 25 ist die Bewegung so ziemlich gleich; von 1825—28 nehmen nochmals die Meister zu und die Gehülfen ab; von 1828—31 überwiegt wenigsten» die Zunahme der Meister; erst von 1831 ab tritt dauernd, und zwar in überwiegen- der Weise eine stärkere Zunahme der Gehülfcn ein, so daß als Gesammtergebniß von 1816 bi« 1843 die Meister von 100 auf circa 180, die Gehülfen von 100 auf circa 220 steigen. Das übergroße Anwachsen in der Zahl der Gehülfen deutet, wie Lassalle bekanntlich besonders hervorgehoben hat, darauf hin, daß das Klein- gewerbc in rascher Abnahme begriffen ist und auf einen Arbeitgeber immer mehr Arbeiter kommen müssen. In der Periode von 1843 bis 1861 teigt die Handwcrkerzahl von 4,53 auf 5,91 Prozent, die der gcsammten Handwerkerbevölkerung von 12,79 auf 14,87 Prozent der Bevölkerung, was den plötzlich erfolgenden Verfall dcS Hand- Werks genügend darthut. Schaller bemerkt über die allgemeine volkswirthschaftliche Lage dieser Periode Folgendes: Die Fortschritte der technischen Bildung in Deutsch- land gehen Hand in Hand mit dem Bau der Eisen- bahnen; die internationalen Beziehungen vervielsiltigen sich; der Export nach Amerika, nach den Colonien nimmt nie dagewesene Dimensionen an; die großen Unterneh- münzen, vor Allem die, welche die Vortheile einer voll« endeten Technik, eine» großen Capital«, einer weitsichtigen kaufmännischen Leitung in sich vereinigen, erlangen jetzt erst eine Stellung, wie sie sie in England schon früher inne hatten. Die Folgen für das Handwerk mußten sehr verschieden sein, hier Förderung, Absatz, Arbeit in Fülle, »ort Hemmung, Rückgang, erdrückende Concurrenz. Im Ganzen überwog entschieden da« Letztere. Seit der HandelSkrisi« von 1839 hatte die Krifi» der Kleingewerbe begonnen. Schon 1840 hatten die Stadtverord- neten in Berlin dem König eine Denkschrift überreicht mit der Bitte um Acnderung der Gewerbegesetzgcbung. Cöln war diesem Beispiele gefolgt. Insbesondere solche Handwerke zeigen eine Abnahme, die unter der Con- currenz der Fabrikwaaren leiden. Wa« sie beson- der» niederdrückt, ist der erst» Gewaltstoß der neuen Zeit, der neuen Technik, dem sie nicht gewachsen sind, vor Allem damals noch nicht gewachsen waren, da der alte Schlendrian, die Unfähigkeit, der neuen EntWickelung sich anzubequemen, damals noch in hohem Maße vorhanden war. Es waren allerdings zu viel Meister, aber nicht in erster Linie in Folge der Gewerbesreiheit, sondern wegen vorübergehender Geschäftsstockung. Während die schon vorhandenen Meister täglich weitere Gesellen entlassen mußten, wußten von diesen viele keinen anderen Ausweg als sich selbst zu etabliren und so die Concurrenz zu vermehren. Die zunehmende Roth der Handwerker bewirkte, daß dieselben 1848 in einer in socialer Hin- ficht, reaktionären Weise auf die Gesellschaft einzuwirken suchten. Die« geht aus den Beschlüssen des am 15. Juli 1848 in Frankfurt zusammen- getretenen Handwerkerparlaments hervor. Dasselbe tagte bis zum 18. August in stürmischen Sitzun- gen. Schaller schreibt darüber: Man ging au« von einem„feierlichen, von Millionen Unglücklicher besiegelten Protest gegen die Gewerbesreiheit." Man verlangte neben dem politischen ein besonderes, aus den Innungen hervorgehendes Handwerkerparlament als stehende« Organ; diese« selbst sollte jährlich das Hand« Werksministerium ernennen. In Beziehung auf die Gc- werbegesctzgebung verlangten die von der„Frclheitölust de» VölkcrfrühlingS" zusammengeführten Meister Folgende«: eventuelle Beschränkung der Meisterzahl an Einem Orte, Verbot de« Hausirhandel», Verbot der Association mit Nicht-Jnnungs-Genossen, Zugehörigkeil aller Hand- Werksarbelt der Fabriken an die zünftigen Meister de» Ort«, Beschränkung auf Ein Gewerbe, Znscheidung de» Kleinhandels mit HandwcrkSwaaren an JnnungSmmeister, für die Regel ausschließliche Berechtigung der Städte zum Gewerbebetrieb, Unzulässigkcit von Gemeinde«, Staat«- und Actienwerkstätten, Verbot des Zuschlage» der öffent- lichen Arbeiten an den Mindcstfordcrndcn und Verth»!- lung derselben an die Meister durch den von diesen be« setzten G-werberath, Verbot öffentlicher Verstelgerung noch neuer Waare, Verbot der Haltung von mehr al» zwei Lehrlingen, Besteuerung der Fabriken zu Gunsten de« Handwerk«, eine Grschästsgrenze für die Fabriken und den Handel mit Fabrikaten, endlich gleichmäßigen Lehrzwang, Wandcrzwang, Zwang zur Entstehung einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Ueberboten wurden diese Forderungen nur noch von dem besonderen Frankfurter Schneider-Congreß, der vor Allem Aushebung der Mage« zine, Beschränkung der Arbeit der Frauenzimmer, Verbot auswärtiger Kleidereinfuhr verlangte. Natürlich konnten derartige Forderungen nicht durchgesetzt werden, auch hätten sie schwerlich gegen- über dem internationalen Wachsthum der Groß- production bedeutende Wirkung ausgeübt. Hat doch auch die Aufhebung der Gewerbesreiheit in Preußen in den fünfziger Jahren das Handwerk nicht vor dem Verfall bewahren können. Achnlich spricht sich auch Schmoller auS, welcher erklärt: „Die Gewerbesreiheit ist heutzutage unentbehrlich," aber hinzufügt: Die Gewerbcfteiheit schafft einen leeren Raum, aber sie aarantirt nicht, daß alle», wa« in diesem Raum wächst, gesund sei. Will man da« gewiß behaupten, so muß man den Boden, die Pflanzen, alle mitwirkenden Ursachen noch genauer untersuchen; darni� erst hat man ein sicheres Urtheil über da« wahrscheinliche Resultat. Diese mitwirkenden Ursachen sind gar mannigfaltig; lokale Sitten und Zustände, wie allgemeine Thatsachen kommen in Betracht. Die Technik, die Produttion bildet sich um, der Verkehr ändert sich.� Die Bevölkerung wächst in einer früher nie erlebten Weise. Und wenn die her- anwachsenden Ueberschitssc derselben bis in die dreißiger und vierziger Jahre Platz fanden in dem schon seil alter Zeit reichlich besetzten Handwerk, so änderte sich das später um so mehr. E« trat die Stockung, die Stabilität, ja theilweisk eine Abnahme ein. Das Mißbehagen einer Ucbergangsperiode drückt sich allerwärts aus. Eine ver- Snderic geschäftliche und sociale Schichtung der Gcsellschas vollzieht sich, die vorerst zum mindesten nicht nach allen Seiten hin als eine erfreuliche betrachtet werden darf. Die folgenden Abschnitte von Schmollers Werk bringen eine Darstellung„der Umgestaltung von Produktion und Verkehr im 19. Jahrhundert. Ueber den Einfluß der Gewerbefreihcit und der Großindustrie auf das Kleingewerbe äußert Herr Schmoller unter Anderm: „Die geschäftliche Organisation der Hausindustrien ist sehr verschieden, je nach dem erforderlichen Bildungs- grad, dem Verdienst, den technischen Hülfsmitteln, die nothwendig sind. Je höher nach allen diesen Merkmalen die Geschäftsbranche steht, desto mehr werden die kleinen Meister selbstständige Unternehmer, Eigenthümcr von Roh- stofs und Maschinen sein, nur den Verkauf und etwa die letzte Verpackung und Bollendung dem Verleger über- lassen. Bei der Uhrenindustrie, bei manchen Produktionen von Metallwaaren übernimmt der einzelne Meister nur die Anfertigung bestimmter Theile; da ist die Zusammen- setzung und Ajustirung der Maaren da« Hauptgeschäft de« Verlegers. Je tiefer Bildungsgrad, Geschicklichkeit und Verdienst der betreffenden Arbeiter steht, desto leich- ter kann der schlimme Fall eintreten, daß mit einem zu großen Angebot von Arbeitskräften der Lohn gedrückt ist, der selbstständige Besitz der Arbeitsmittel aufhört, wie der selbstständige Ankauf des Rohmaterials, daß eine große Zahl verarmter Familien von wenigen Fabrikanten ab- bängig wird, in der Roth sich durch betrügerische Maaren- lieferung zu helfen sucht, zum verkommenen Proletariat herabsinkt. Solche Zustände sind es, wo der Uebergang zur Arbeit in geschlossenen Etablissements nur eine Besse- rung enthält, den Arbeiter unter Aufsicht und Controle stellt, ihn in gesunde Räume setzt, ihm von seiner Selbst- ständigkeit nicht« mehr nimmt, weil'sie doch nicht mehr vorhanden ist. Außerdem ist der Uebergang von der Hausindustrie zum Fabrikbetrieb in großen Etablissements dann angezeigt, wenn große Maschinen nöthig sind, die sich der kleine Meister nicht wohl halten kann. Die Ma schinenwcberei wird nur schwer in die Hütte de« kleinen ManneS einkehren. Die Hausindustrie der Nagelschmicde, der Bürstenbinder, theilweise auch der Stickerei, gewährt ein zu elende« Auskommen, als daß man nicht ihr Auf- hören, ihren Ersatz durch Fabriken wünschen müßte. Ab- gesehen aber von solchen Fällen, kann sich die Hausindu- strie, die so viele moralische und sociale Vorzüge hat, sehr gut hallen, und es geht viel zu weit, ihren Untergang allgemein zu prophezeien. Wenn wir den vorstehend mitgethcilten An sichten des Herrn Schmoller auch im Allgemeinen bestimmen, da sie die Unmöglichkeit darthun das Kleingewerbe gegenüber der Großindustrie aufrecht zu halten und zeigen, daß Handwerker beiHausindustrie sich oft schlechter als Fabrikarbeiter stehen, so können wir doch eins nicht billigen. Zum Schluß kommt der Verfasser mit sich selbst in Widerspruch und glaubt, daß die Handwerker, wenn sie ihr Gewerbe etwas mehr der Großindustrie anpaßten, mit kleinen Maschinen u. f. w. arbeiteten, verhältnißmäßig leicht ihre Lage bessern könnten. Dies ist unrichtig. Wenn man einmal zugicbt, daß die Großindustrie das Kleingewerbe vernichtet, so ist es unlogisch, bei dem ungeheuren Wachsen dieser Großindustrie zu meinen, daß eine kleine Verbesserung des Kleingewerbes, und der kleinen Industrie, selbst wenn sich Handwerkergenossenschaften bilden, auf die Dauer Widerstand zu leisten vermöge. Dem Druck des Großcapitals kann nur in der groß- artigsten Weise begegnet werden, nie durch Palliativ- mittel und der einzige Weg zur Abhülfe der Roth der Arbeiterclasse, in welche der Handwerkerstand bereits aufgeht, ist daher die Begründung von großen Productivassociationen, was natürlich nur durch Staatshülfe im freien Volksstaat geschehen kann. die Rundschau. Berlin, 14. Juni. Die„ Liberale Corrcspondenz" jammert, daß es noch zwei Wahlsysteme in Norddeutsch land gäbe, das allgemeine gleiche Wahlrecht und die Stimmabgabe nach Klassen, ohne aber zu sa- gen, welches System für sie das erwünschtere sei. Wir glauben in dem Artikel durchschimmern zu sehen, daß sie sich nach dem Dreiklassenwahlsystem zurücksehnt. Sie meint, das Vertrauen im Volke werde erschüttert, wenn in einem Wahlkreise Man ncr ganz verschiedener politischer Richtung für den Reichstag und für das preußische Abgeordneten hauS gewählt würden. Der Meinung sind wir auch, aber nicht ist für den Reichstag daS Drei- klassenwahlsystem, sondern für den preußischen Landtag, wenn derselbe überhaupt bestehen bleiben soll neben dem Reichstage, ist das allgemeine gleiche Wahlrecht zu erstreben.„Kann," so jammert die „Lib. Corresp." weiter,„dem Abgeordneten, wcl- chen Zweifel beschleichen, ob er auch der wahre Ausdruck der Volksmcinung ist, die Festigkeit inne- wohnen, welche so oft nothwendig ist, um im ent- scheidenden Momente den Forderungen der Regie- rung Widerstand zu leisten? Sicherlich nicht, denn diese Festigkeit kann nur, durch daS sichere Gefühl Ausdruck der Mehrheit des Volkes zu sein, gcge- ben werden und die Schwäche und das Schwanken der Abgeordneten wird wieder rückwirkend das Gefühl der Haltlosigkeit, ja der Rechtlosigkeit des Volkes gegenüber den Regierungen erhöhen. Vor- läufig glaubt die alte absolutistische Partei, daß ihr die Mißliebigkeit des Repräscntativsystems, die auf diesem Wege herbeigeführt wird, zu Gute kommen wird. Hinter ihr stehen aber noch andere Leute, deren sie sich jetzt freilich noch ganz behag- lich als Mittel bedient(!?). Das sind die rcvolu- tjionären Socialisten und Communisten, die sich in ihrer Weise die Sache gut zu Nutzen zu machen gedenken, und die auch sicherlich auf einen Moment einmal dazu kommen werden, wenn Dinge so fortbetriebcn werden, wie bisher. Dieser Moment aber wird dann den Herren Absolutisten thcuer zu stehen kommen, nach der historischen Er fahrung so thcuer, daß sie ihr Geschäft nicht wie der von Neuem anfangen können. Aber das i ihre Sache. Alle diejenigen, welche das Repräsen tativsystcm aufrecht erhalten und entwickeln wollen. haben ein großes Interesse daran, daß die Abgc ordneten zum Reichstag wie zum Landtag nach demselben Wahlsystem gewählt werden."— Zu nächst fragen wir die„Lib. Corresp.", die beide gesetzgebenden Körperschaften nach demselben Wahlsystem zusammengesetzt wissen will, hier noch mals: nach welchem? Recht haben wir, wenn wir die Antwort, wie schon oben selbst geben und sagen, sie, wie die ganze von ihr vertretene Partei, sehnt sich zurück nach dem Wahlsystem. wo die Macht dcS Geldsacks ausdrücklich zur Gel tung gelangt; sie scheut sich aber es auszusprechen Die Prophezeiung der„Liberalen Corrcspondenz" daß wir, die revolutionären Communisten und Socialisten auf einen Moment einmal die Herr schaft in die Hände bekämen, ist nicht neu; wir reuen uns aber über die Anerkennung. Die Sorg der socialistischen Partei wird es dann aber auch icherlich sein, daß der Moment sich ausdehnt zur immerwährenden Dauer. Der Bundeskanzler hat namentlich die schlefr chen BezirkSregierungen benachrichtigen lassen, daß die Regierung des Freistaates Costarica in der Absicht, Deutsche zur Auswanderung dorthin zu veranlassen, neurrdings mit einem gewissen, angeb- lich aus Oppeln stammenden Franz Theodor Koschny einen Vertrag abgeschlossen hat, mittels dessen der genannte Agent die Einführung von 80 biS 100 deutschen Familien nach dem Staate Costarica übernommen hat. Der Inhalt des be- treffenden Vertrages rechtfertigte die Annahme. daß Koschny bei Anwerbung der Auswanderer- amilien sein Augenmerk wesentlich auf seinen Heimathsort und dessen Umgebung gerichtet haben wird. Dem Gedeihen einer Kolonie„in dem zur Ansiedelung bestimmten, zwischen 1200 und 1700 Fuß über dem atlantischen Meere im Urwalde liegenden.und von Fiebern heimgesuchten Land iriche" stehen nicht die mindesten Aussichten zur Seite, und es sollen daher Auswanderungslustige vor etwaigen hierauf gerichteten Anträgen gewarnt werden. Prim erklärte in der letzten Sitzung der panischen Cortes, daß nach und nach an vier Stellen vergebens Anstrengung gemacht worden einen Träger der spanischen Krone zu finden, daß er aber vielleicht binnen drei Monaten einen Candidatcn finden werde. Dabei denke er keines- wcgs an den Prinzen Alfons, denn zu einer Rr nuration werde er niemals seine Hand bieten. )er Zweck, den die Regierung bei der portugie- scheu Candidatur im Auge gehabt, sei eine mo- narchische Föderation gewesen, unter der die beiden Nationen jede ihre Autonomie behalten sollten. Schließlich versichert er den Abgeordneten, daß sie von der Fortdauer des Interregnums keine Un ruhen zu befürchten brauchten. Rios Rosas hält darauf eine Rede, in welcher er verlangt, daß dem provisorischen Zustande ein Ende gemacht werde. Die Sitzung schließt, ohne daß eine besondere Entscheidung getroffen worden.— Wenn die spanische Regierung die Zeit wie das Geld, welche sie mit Aufsuchen eines Königs vertrödelt, zur Ab hülfe der herrschenden traurigen Zustände verwenden wollte, so würde sie ihre Pflicht besser erfüllen, wie jetzt. Eingetroffene Wahlberichte aus Bukarest melden: Die Resultate der Wahlen deS dritten Wahlcollegiums sind noch nicht bekannt. In Pitesti haben bedeutende Wahlcxcesse stattgefunden. Nach vielen vergeblichen Aufforderungen und nachdem ein Anhänger Bratiniano'S auf den Staats-An walt Economo geschossen, machte das requirirte Militair von den Schußwaffen Gebrauch. Vier Civilisten wurden getödtct.— Man glaubte, durch Ernennung eines hohenzollernschen Prinzen zum Fürsten von Rumänien würde die Ruhe dort schnell hergestellt werden— doch die hohe Diplo matie täuschte sich hier, wie manchmal schon. An die Mitglieder des Allg. Verein«. deutsch. Arbeiter- (DaS Sekretariat betreffend.) Andurch theile ich mit, daß der Vorstand die von mir vorgeschlagene Fortführung des Sekretariat« durch Herrn W. Hasenclever bis zur nächsten Generalversammlung mit allen gegen fünf Stimmen genehmigt hat. Berlin, 13. Juni 1879. Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.-VereinS: Schweitzer. Verems-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiter-Verein.) An die Mitglieder des Allg. deutsch. Arbeiter Vereins. (Einberufung deS Vorstände«.) Andurch berufe ich den Vorstand de« Verein« auf Sonnabend, den 2. Juli d. I. Bormittags zehn Uhr nach Hannover ein. Ueber das Lokal und sonstige Einzelheiten geht den Vorstandsmitgliedern noch Nachricht zu. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie zwar einstweilen die Vorbereitungen zu den Wahlen für den Norddeutschen Reichstag treffen können, daß aber mit Aufstellung der Candtdatcn so lange gewartet werden muß, bis der Borstand diejenigen Personen be- zeichnet, welche von derGesammtpartei als überhaupt zur Candidatur geeignet betrachtet werden. Auch wird der Borstand die Bedingungen festsetzen, denen sich jeder zu unterwerfen hat, der als Candidat der Arbeiterpartei aufgestellt fein will. Die Parteigenossen werden nirgends den Entscheidungen de« von ihnen selbst eingesetzten Vor- standeS vorgreifen, sondern demselben diejenige Achtung bezeigen, welche er nach unserer Organisation und unfern Statuten zu fordern berechtigt ist. Berlin, 13. Juni 1870. Der Präsident de« Allg. deutsch. Arb.-Berein«: Schweitzer. (Die polizeiliche Ausweisung Wolf's aus Stuttgart) liefert den unumstößlichen Beweis, daß die sog.„Ehrlichen", Liebknecht, Bebel und Consorten mit der Polizei der deutschen Kleinstaaten in intimster Vcrbin düng stehen. Schon in Eisenach hatten jene Helden die Hülfe der Polizei und des Militärs angerufen, und sie war ihnen gewährt worden. Jetzt in Stuttgart zeigt sich dasselbe Manöver; ja noch mehr, die würtcmbergifche Re- gierung geht in ihrer Fürsorge so weit, gänzlich ohne ge- nügcnden Grund einen Arbeiter auszuweisen, blos um ihren braven Eiscnacher Polizeifrcundcn einen Gefallen zu thun. Wir heben nochmals hervor, ohne jeden genügenden Grund, denn unser Wolf ist weder ohne UntcrhalMngSmittel noch hat er sich selbst irgend eine Gesetzwidrigkeit zu Schulden kommen lassen. Ueber die Ausweisung enthält das wllr- tembcrgischc Rcgierungs- Organ, der StaatSanzciger folgendes: „Die in den letzten Tagen hier abgehaltenen, zum Theil sehr stürmischen Arbeitcrversammlungcn, welche einen tiefen Riß nnter den verschiedenen Arbeiterparteien auf- zeigten, haben am gestrigen Abend mit einem bcdaucrns- wcrthen Akt roher Gewalt geschlossen. Bei der von dem Schuhmacher Wolf von Hamburg im Paul Kolb'schen Saale veranstalteten öffentlichen Versammlung erschienen, wie c« scheint, auch Anhänger der feindlichen social-dcmo kratischcn Partei, und als einer der Letzteren das Wort verlangte, wurde er mit dem Rufe„hinaus" empfangen, welcher Drohung sofort die That folgte. Er wurde mit 'olcher Gewalt über die steinerne Treppe hiauntergcschleu- >ert, daß er unten mit blutendem Kopfe liegen blieb und wohl in Folge der erlittenen Verletzungen längere Zeit arbeitsunfähig sein wird. Die stattgcsnndcnen Störungen der gesetzlichen Ordnung haben, wie wir hören, der Stadt- direction Anlaß zu ernstlichem Einschreiten gegeben. Dem Hauptwortführer der einen Partei, dem bereits genannten Wolf, der noch weitere Versammlungen hier zu vcranstal- tcn beabsichtigte, wurde der feinere Aufenthalt in hiesiger Stadt versagt, eine Maßregel, die sicher von jedem Freunde der Ordnung gebilligt werden wird. Die übrigen von auswärts hierher gekommenen Agitatoren waren, wie wir erfahren, schon heute Mittag sämmtlich abgereist." ES geht aus Obigem klar hervor, daß Wolf selbst ganz unbetheiligt gewesen ist, ebenso wie die Arbeiter, welche„die andren Agitatoren" genannt werden, nämlich Häuser auSOffenbach undRothe aus Frankfurt a. M., die gleichfalls ausgewiesen werden sollten. Die Maßregel wird auch ganz nackt hingestellt al« ein Mittel„den freunden der Ordnung," d. h. den Freunden der Bour- geoisie und Reaktion, als da sind Liebknecht, Bebel und Compagnie eine kleine Freude zumachen. Dies traute Verhällniß zwischen Polizei und„Ehrlichkeit,"— wer denkt da nicht an den Tölner Tommunistenproceß— geht ja auch direkt aus dem stuttgarter Organ der Volk«partei dem„Beobachter" hervor. Recht komisch hatten nämlich die„Ehrlichen" die Polizei um Schutz ersucht, darauf um den demokratischen Schein zu wahren, nach einem bgfförteten Ucbereinkommen, die Antzvort erhalten, „solcher Schutz verstoße gegen die Freiheit deS Versammlungsrecht«, und könne nicht gewährt werden," während schließlich doch die Polizei zur Besetzung der Thülen ab- geschickt, und die Infanterie in den Casernen consignirt wurde. Unter diesem liebreichen Schutz der Reaktion proclamirtcn die„Ehrlichen" dann die„Republik!" '( Frankfurt. 12. Juni.(Schlägerei.) Da» arbei terfeindliche„Frankfurter Journal" schreibt:„Gestern Abend fand auf den Schwager'fchen Felsenkeller eine Ar beiterversammlung zum Zwecke der Berichterstattung über den Stuttgarter Congreß statt. Die ganze Versammlung artete in den ärgsten Tumult mit obligater Keilerei aus. Neuster, Tische, Stühle wurden zerbrochen, mit den Glä ern geworfen und geschlagen. Die blinde Wuth der Schweitzerianer ging so weit, daß sie schließlich unterein ander hieben. Verwundungen durch Würfe und Stiche fanden vielfach statt. Auf die Frage des WirthS, wer den Schaden ersetze, antworteten ihm einige Schweitzeri aner: Wir, der allgemeine deutsche Arbeiterverein!"— Wir haben noch keine directe Nachricht erholten und wird jedtv falls der vorstehende Bericht auf das Höchste entstellt ein. Wenn etwa« Wahres an der Sache ist, so geht zum Mindesten« au« dem Bericht hervor, daß die Unsrigen wie Ueberall Sieger geblieben sind. Ueber diese durch das arbeiterfeindliche Borgehen der � Ehrlichen" entstandene Schlägerei lasen wir in einer neueren Nummer de«„Franks. Journ." noch, wie folgt: „Die kolossale Schlägerei, welche am Sonntag Abend ans dem Schwager'schen Felsenkeller unter den Arbeitern Schweitzerischer und Eisenachcr Richtung stattfand, bildet das Stadtgespräch. Unter den Verwundungen sind manche, namentlich die Stichwunden und diejenigen, welche durch Schläge mit Seidelgläsern herrühren, nicht unerheblich. Wie wir vernehmen, Ist gegen die Exccdenten eine Unter- suchung eingeleitet worden. Zehn bi« Zwanzig fiele« im- mer über Einen her und schlugen ihn nieder. Die Roh- heit ging sogar so weit, einen Arbeiter Spießruthen lau- scn zu lossen.„Keine Gnade, sondern Vernichtung", so lautete die Parole, welche zufällig mit der an demselben Tage im„Social-Demokratcn" ausgegebene» überein« timmt. Ein Schuhmacher schlug unter dem Ruf:„Blut will ich sehen", einem Manne mit einen Todlschläger drei Löcher in den Kopf, einem anderen Arbeiter wurde eine Stirnwunde zugefügt, ein dritte» erhielt einen Stich in den Rücken, dicht am Rückgrat, einem anderen wurde das Nasenbein entzwei gehauen, einem fünften der ganze Backen mit einem Gla« heruntergerissen, einem sechsten Schnittwunden in der Hand beigebracht. Kontusionen, O-utabschllrfunge»-c. kamen in Menge vor. Der Saal, in welchem die Schlägerei stattfand, bot am andern Mor- gen ein wüstes Bild der Zerstörung." Dieser Bericht ist zwar wahrscheinlich sehr übertrieben. Aber sei dem wie ihm wolle, so viel steht fest, daß cS den Eisenachern auch i« Frankfurt gelungen ist, Uneinigkeit unter den Arbeitern hervorzurufen. Wo hat man je ei»er Arbeiterbewegung vo» Schlägereien ehört, bevor die Volkspar tri mit ihren Schul. eistern, vörsenjuden und Literate» sich in die -wcgung einmischte? Sie selbst hat die Arbeiter Gunsten de« G.ldsäckels hinter-in-.d.rgeh-tzt. W°« haben Leute wie Lob Sonnemann. Liebknecht, Aaron Ladenburg, Isaak, Mose, und Abraham bei»er Arbeiter- bewezung zu suchen? Mögen sie an die vöese gehen,»° le hirgehoren. So bedauerlich solche Vorgänge sind, wie dieienigen, welche i-tzt zu Frankfurt a. M. stattgefunden haben wer kann sich darüber wundern, daß es die bekommen, sich von Krämern, Schulmeistern, Literaten und Bourgeois jeder Art hintereinander Hetze» zu lassen? Wenn die schi il «n jff- Ischl sin Herren nicht hören wollen, werden sie fühlen tniisnH' z.z werden die Einheit der deutschen ArbeiterblweginiZ recht erhalten und wenn wir mit Keulen und«le»! Sinti die Verräiher und eingeschlichenen Bourgeois hinnnl it„ müßten. Ihr seid gewarnt, haltet Euch s-" jje6 Clausthal, ö. Juni.(Volksversammluilz)itzjz uns Polizei-Schwierigkeiten verhinderten, unsere«»ig j heutigen Tag beabsichtigte Fahnenweihe in der verad» Weise auszuführen, so hielten wir statt dessen euu�diirn Versammlung in unserm Verki»«lokal zum weißmv ab. Mittags 1 Uhr traf hierzu Herr Hörig a»� bürg ein. Va'l Uhr wurde die Versammlung» Unser Bevollmächtigte Herr Schäfer wurde zu« Herr Braune zum zweiten Vorfitzenden, zum führer der Unterzeichuete gewählt. Die Taget betraf:„Die Bestrebungen de« allg. deutsch. Ar» worüber Herr Hörig referirte. Derselbe überdrai den Gruß der Hamburger Mitglieder, welcher mit! entgegengenommen wurde. Alsdann hielt er eil diegenen Vortrog. Er besprach die Entstehung «icklung unserer Partei bi» aus den heutigen childerte wie man stet« unfern Parteigenossen getreten sei und sie allenthalben zu vernichten s Redner führte ferner die Entstehung und da« der verschiedenen andern Parteien vor, ihre Stel den Herrschern und herrschenden Klassen und___ dabei die Bedeutung des Worte« revolutionär in»>!g!n Sinne durch Beispiele aus der Vergangenheit und» fitf0 «art. Die heutigen gesellschaftlichen Uebelstände l? Herr Hörig schließlich sehr treffend, wobei er J«!!1, Hl Mittel klar hinstellte, um sie hinwegzuschaffen. i g() nun folgenden Debatte, betreffend die nächsten SW sagt, wählen und da« hierauf bezügliche, theilweise u h K mü m r, ia! ieva im lr, ItNl Heime Auftreten der verschiedenen Parteien, bell ich die Herren Schäfer, Braune, Böttcher, Hardts, Hörig, Bierhance au« Osterode und a aus Hahnenklee. Am Schlüsse der Versammlnnz � g, q noch einige Vereintlieder gesungen. Der ganze|t[> hat einen für un« überaus günstigen Eindruck!?!»„i Im Namen sämmtlicher Mitglieder sprechen Hörig unfern herzlichen Dank aus. Wir rufen � tn � wie sämmtlichen Hamburger VereinSgenossen, v«'., i nni Harzer Bergen aus ein social-dcmokratische« i«t6< 5t. Book. SchnfsM(tl zu. Fraukfurt a. M., 10. Juni.(Neue An«br-w Sonntag, den b. Juni wurde von Arbeitem>»"Bin" öchstadt am Taunus eine Volksversammlung«V»an i welcher Unterzeichneter und Herr Jakob fy i an au« Frankfurt zugegen waren. Herr Jakob � Siahl hielt einen längeren Vortrag über die heutige Prod»"' weise, und Unterzeichneter wie« nach, daß nur dOT i» ftj einheitliche organisirte Macht, welche lediglich lemsö Arbeitercontingent bestehen könne, wie dasselbe& in(,, deutsch. Arb.-Verein verkörpert ist, die Arbeitercl«? g Siege gelangen werde. Beiden Redner wurde ollSj* y„ Beifall zu Theil und zum Schluß zeichneten sah o da Arbeiter in unsere Listen ein. Möge der Geist,(chge in der ersten Versammlung kundgegeben, nicht'(lltr verschwinden. Mit social-demokratischem Gruß.Jt der Joseph Sch»"«wgro Elberfeld, 11. Juni.(Versammlung i» 31�9 scheid.) Veranlaßt durch eine Agitationsreise b"*>isla>r Haustein aus Offenbach fand zu Remscheid �„purig meine Versammlung statt, an welcher sich Mitgli� d ergänzen Umgrgend�betheiligten, auch Frick ii� eichneter. Nach Constiluirung de« Büreaus,>» c?»icki" irick als Vorsitzender und Unterzeichneter als ititifj, ührer fungirte, nahm Herr Hau'siein das elbe fazradd ftfatt wCfreiiht harifÜM» Snß Kr ÄÜ'»'• tiöA 8 zu elbe sprach seine Freude darüber aus, daß er 9'™,' nach siner nothwendigen Reise in hiesige Gegend■ Eti> und Gelegenheit habe, den Geist der Arbeiters lernen, von denen schon Lassalle gesogt, daß P W„« tenr Arbeiterbewegung bildeten. Nach einer das Verhalten, welches bei Bereinigung der � der über '0i schaften zu beobachten sei, fuhr der Redner �.'.Kn 0 große Frage der Zeil ist: Der Arbeit ihr Re# Staate schaffen. Wohl hat man mit allen möglichen ltuW versucht, den Arbeitern vorzuschwatzen, daß st« 1 m S bereits hätten, aber wir sehen da« Grgentheil,»K. ühaur daß die Arbeiter vom Capital ausgebeutet Werdum dgjj verbreitete sich dann über die sogenannten welche sagen: Organisation sei nur, daß ein dem Papier stände. In dieser Beziehung Hab»i j(tschj, klärte Haustein, die größte und einzigste Lelrj Htnni die Weltaekibiibte und hg« Weltgericht für'«t hj die Weltgeschichte und n von RobeSpierre, Ideen von 1789 und 1793 haben die FreiÄ lihe, Danton und Maral Bahn Ä n? di Robespierre, Danton und Marat Bahn Eist? die Folge der festen Organisation der Jacobiner. indet leon verstand c«, indem er sich der neuen Idee, Mg, du..«ere über den reactionären Mächten im Nachtheile, M!> z,ig die straffe und feste Organisation fehlt. D'»', lönne auf so geringe Kreise sie sich auch stützt, weiß Und 1 wie fest sie steht; sie hat sich in Armee und tii V �» 11- � k it.... Srtft daten Zündnadelgewehre haben, sondern darfcjTJächss wie alle anderen Beamten de« Staat« hcitliche« Commando und nach einem efy Arbeiterklasse, Schti -rst daß J» 1 werden. Auch wir, dieM der Macht, bedürfen wir hierzu nicht«»!' m Organisation? sollen wir von den Gegner«'-z 1°.jj, annehmen, was ihnen selbst die HerrschalMaf � ssn der bevorstehenden Waw-.� z, Besonder« jetzt, bei der bevorstehenden Wahl, �;«I??tUr, die Macht unserer Organisation und Centralisa»- �>>! g Schneider au« Remscheid bemerkt: Er>«%,, m,.( aufmerksam machen, daß wir schon früher S'L �®, wir mit den„Ehrlichen" umzuspringen verstld � Mati werden festzuhalten wissen an der Organisatw« � h»ie schieden auftreten bei den Wahlen. Der J' Best hitrauf einen Artikel de«„Remscheider V°l>„;»at[ Frick au« Barmen erklärt: Sie wissen, baß ftte lich-n" meine entschiedensten Feinde sind, d-N« s p ylltj die,, um ihrer Eitelkeit zu fröhnen, den.'»Ige große Sache der Arbeit zu zersplittern trachttw iuijch k,t darf man nicht ander« al« al« Feinde behandeln. �> Mich Wahl wird e« sich zeigen, daß da« ganze, jt•$ti Menschen un« nicht« schaden konnte.., Republik von Nord-Amerika will man die Auch in A,i qe-sl, 7„ und jeder neue Präsident arbeitet mit ganzer»l halt, auf hin, diese Tentralisation noch fester zu ma« sie»ir j, ist. E« brach dort der große Kampf au« 1 t- 1 Mgan Aber man® e» «, freiung der schwarzen Sclaveu......„aiv'd'i, � daß diese« der bedeutendste Grund gewesen,' taufende von Menschen opferte. Nein, e« l»«»,, »er Kampf für festere Centralisation, währen« �_ sich gänzlich losreißen wollte. Mit einem W'�.he» war, ob die Centralisation siegen oder unter» Stet« siegte die Centralisatiin über die Der Darum müssen auch wir fest organisirt»n sein, wenn wir unsere Gegner vernichten alte Sclaverei hat au» sich heran« Neue« die heutige Gesellschaft wird in eine anmr aber unsere heutige Bonrgeoiste kann du«.»ii! ren, sie kann nur Reichthümer aufspeichern �uii« Masse ausbeuten. Da» Proletariat ist d» Zukunft. Unsere ersten Bundesgenossen p bei dcr Debatte über gegen die bürgerliche Ad Elend. Liebknecht sagte �9 Todesstrafe.„Dieselbe sei �'ifotion", wäre Liebknecht ein Social-Demokrach so wissen, daß die heutige Civilisation keine wahr« '*1 Liebknecht ist weiter nichts als ein Fürstenknccht, der tüchtig aus Navoleon resounirt, wo er weit vom Ü ist, den Ex-Georg und den König von Sachsen Weisen hütet er sich. So schrieb er unlängst, er habe trnung u. s. w. erhalten und dürfe dieserhalb nicht schreiben. Haustein habe bemerkt, daß Ellner Alt Sonnemann und Konsorten Hand in Hand gehe, Gegner, welche den Schmerz, und zwar keinen ge gehabt haben, sehen zu müssen, wie ihre Koryphäen Mahlschlacht unterlagen und dafür das„Gesindel", If'«cial-Demokraten, siegten, alles aufbieten werden, 'Jh, iievanche zu nehmen. Den dreijährigen Schmerz Yl i jene Gegner durch ein Pflaster heilen, aber sorgen eil» Wunde nicht zum heilen komme, som ' immer weiter reißt. Wohl haben Sie traurige Er, ■J? Yen in den Wahlgängen machen müssen, indem w«fonen Ihr Vertrauen schenkten, welche sich de«, �'!J»»würdig erwiesen. Reimte war es zuerst, der vor te stch ZU unseren Principieu bekannte; kurz nach- ,' gewählt und seinen Einzug in Berlin gehallen ""i I«gti er uns in» Gesicht, daß er keine Gemeinschaft Ä 5 babe. Zum Glück für uns legte er sein Mandat � Von Fritzsche glaubte man dann, daß er stet« ■'.i unserer Sache halten würde, und doch war es H-Dr Fall. Wohl könnten Sie Angesicht» solcher mntklo« werden, aber diese» wäre Unsere Gegner «fl ÖUU* lUilllllll— ''«k Grsahrungen muthlos werden, aber diese» wäre 4 ck Fehler, den sie begehen könnten. Unsere Gegner �> dann frohlocken, würden jubeln und sagen:„daß « l, pgß Ihr �jcht mehr einen eignen Kandidaten 111?"i wollt." Bedenken Sie auch ferner, daß schon l uns sagte:„da» allgemeine Wahlrecht ist ein zwei- "tf'?«« Schwert, mit welchem man seine Gegner, aber Wl<1 selbst verwunden kann", und ferner,„daß wenn r«".»ch �mei, dreimal, ja noch öfter unglücklich gewählt >» � van ttotzdem wieder frisch anfangen müsse, endlich �9"»an doch den rechten Mann." So, meine Herren, fl 1 auch Sie, treten Sie wiederum ein in die Vahlaktian, setzen Sie Alle« dran, Sie werden X\A und hoffentlich wird ein Würdiger Ihr ss sein. Ein Vorredner verlas einen Artikel aus U �uischcider Zeitung, au» welchem hervorgeht, daß " m bei Kommunalwahlen mit 4 Thlr. Klassensteuer rt# il: 9um wählen ist, während in der Nachbarstadt -k Iii) d, was so ziemlich auf der Höhe der Bildung im) y,« das Elend dem der größten Städte im Verhältniß K,'chgebc, ja es öfter überrage, man erst mit 8 Thlr. ich« wer zu Gemeindewadlen berechtigt sei. Somit sind 9 der Besitz ja nach der Lehre dcr Bourgeoisie den l�z�grad bestimmt, noch einmal so gebildet al« »,«?�lder. Kann es wohl eine größ-rc Verurtheilung k, �senwahlgesetze» geben, als diese Zahlen? Ist«S J.' J'»rig, daß ein solches Wahlsystem seine Verehrer �heldiger finden kann? Aber natürlich würde das ■»il gleiche und direkte Wahlrecht gegeben, so könnte ». einmal Passiren, daß der Stadtrath und al» Deister aus Social-Dcmokraten beständen. Die >!«», n bestehe ferner nicht darin, daß sie nur dem O■ a4* gesührt werde, sondern daß dieselbe einem ' L'tii> oder Verein, Lebensfähigkeit verleihe, vir- * e t'e'ne Insassen die Grenze der Rechte und ü ,t'!'- wh ik und ihnen der nothwendiftl Schutz gi- � MI."tde, so daß also-in einheitlicher Will- als Volk». dtf � herrsche. Die Tentralisatlon ist unbedingt noth- it i3"1»rganisiren zu können, denn wenn z. B. in � L �ate jede Stadt und jedes Dorf ihren eigenen �"■ht)�te, und nur diesem zu gehorchen hätte, so ie>? � nr Staatsverband sehr schnell in die Brüche gehen. ,'khaupt einen Staat haben zu können ist«S noth> ö"1:>!» daß jeder Angehörige desselben soviel von seinen kll-n Rechten abgiebt al» nothwendig ist, um ein yit' Ganze schaffen zu können, und weil diese« im ''"«tiij Eichicht, gleichviel, ob er reaktionär oder sonst -d�"htung,"" Altona, G. Juni.(Ein Held der Fortschritts Partei) hat sich nach Ottensen gewandt, um die dortigen Glasmacher, welche selten Gelegenheit haben, unsere Ver- sammlungen zu besuchen, der Arbeitersoche zu entfremden. Es giebt leider immer Arbeiter, welche sich dazu gebrau- chen lassen, ihre Mitarbeiter dem größten Gegner der Bourgeoisie in die Hände zu liefern. So hatte hier der Vorstand, obwohl selbst die Mitglieder des fortschrilllichen Ortsvereins es verlangt hotten, daß wir kommen sollten, un« durch allerlei Manöver fern zu halten gewußt. Am l.Pfingstagehattensie dann draußen aufdemFeldc, in einem abgelegenen Hause,„SüßerKringel", eine Versammlung ein- berufen. Dcr fortschrittliche Agitator und Tomptoirdiener deS Dr. M. Hirsch, Herr Bl unk au» Berlin, hielt eine ellen- lange Rede, die sich so komisch anhörte, daß sie auf mich lange Zejt erheiternd wirken wird. Natürlich empfahl er da« Musterstatut und verwickelte die tollsten Widersprüche für jeden Denkenden. Er sprach von Befreiung de« Arbeiters von dem auf ihm ruhenden Druck, hob aber schnell hinterher hervor, da« dürfe aber nur aus dem Wege geschehen, daß man Jedem da» Seine zukommen lasse, auch dem Fabrikanten sein Capital und Gewinn; „er hat e» sich ja verdient, er kann in Carossen fahren." erklärte der Redner. Al» er seinen Sermon beendet, erhielt Herr Brückmann, dem man nebst dem Unterzeichneten Einlaß gewährt hatte, da« Wort. Derselbe wie» in kurzen Worten daraus hin, daß, wenn man die sociale Frage lösen wolle, man da» allgemeine gleiche und directe Wahlrecht anwenden müßte. Als der Unterzeichnete versuchte den Herrn Blunk gründlich zu widerlegen und besonders eine schmachvolle Behauptung, die Socialisten hätten im Reichstage nicht« für die Arbeiter gethan, auf Thatsacheu gestützt zurückzuweisen mochte e« dem Herrn Lohnschreiber, der wie er sagt,„umsonst" Agitationsreisen macht, doch etwas warm werden. Er bestimmte Jemand, der einen Schlußantraz einbrachte, während ich sprach. Der große Mann hatte Furcht bekommen. Er glaubte wohl die Früchte seine« dreistündigen Sermon« würde schließlich, wie bei den Hamburger Steinhauern, doch nur die Social-Demokratie ernten. Nun, wahrscheinlich ist das allerding», denn die meisten Glasarbeiter der Mathilden« Hütte stehen auf unserer Seite, das heißt, auf Seite der einsichtsvolleren Arbeiterpartei und die, welche sich Sand in die Augen streuen lassen, werden, nachdem sie die Schriften Ferdinand Lassalle» gelesen haben, auch zu der Ueberzeugung kommen, daß die ganze Liebe, welche die Fortschrittspartei für die Arheiter hegt, einfach darin be- steht, Arbeiter gegen Arbeiter zu Hetzen, damit bei der NeichStagSwaHl, die von Verblendeten der Fortschritlö- Partei, dem auf sein Capital stolzen Bürgerlhum, ihre Stimme geben. Herr Dr. Hirsch behalten Sie übrigens Ihren Schreiber lieber zu Hause, hier in meinem Dorf werden Sie doch nichts zu Wege bringen. Mit social- demokratischem Gruß Georg Winter. Verlmnds-TheU. FürdenAllg. deutsch. Arbeiterschaft«-Verb and.) All>. deutsch. Zimmerer- und Maurer-Bcreiu. In Magdeburg, haben die Maurer die Arbeit ein- gestillt, in Hamburg die Maurer und Zimmelrer, zusammen 4000 Manu. Bor Zuzug wird gewarnt. Zeichnung deshalb verworfen, weil der Arbeiter nicht bitten dürfe und eine Petition sei nichts anderes als eine Bitte und weil die Initiative von Personen ausgegangen sei, die der Fortschrittspartei angehören. Die Fortschritts Partei dürfe aber nie unterstützt, sie müsse immer bekämpft werden.— Herr v. Schweitzer hat seine Leute trefflich am Gängelbande,— Vorstandsmitglieder de» Allg. deutsch. Arb.-Vcrein«(?), welche vor kaum acht Tagen für die Peti- tion gesprochen hatten, waren in dieser Versammlung ent- 'chiedene.Gegner." ob er reaktionär stung angehört, sehen wir, daß die oder Geldmacht vji'f1'1 �Kt,"sogar jede Form de» Staate« und am k'.ji wenn derselbe in kleine Atome aufgelöst wäre, £.?ür? die Unbemittelten erst recht ausgebeutet werden �>s, wenn derselbe in"kleine Atome aufgelöst wäre, stände. Ganz genau steht e« auch mit '»dem auch durchaus nicht der mindeste Schutz nLti �»in: Wir wollen die Arbeiter organisiren zu «4 9' a®'" Ganzen, ihnen ein« bestimmte Richtung �«ol, m wir sie über ihre Lage aufklären und ihnen ■'& auf welchen sie au» ihrer elenden Lage "(Kl Wimen. Aber e« muß auch hier centralisitt 'LjV> � diese» haben wir in unserm Verein gethan; Ii«» oll' I,» W'""uen. Aver e« muß auch hier ■4 M diese« haben wir in unsen.. O......, f'�tn Wille in der großen Masse unsrer Anhänger, P �" in, '" iEBaan wir zersplittert, hätte jede Mitgliedl ,fitf S?'ignen Willen durchzusetzen, so würde man r j,# Achtet lassen. Das ist das große Verdienst °aß er die Arbeiter»rganisirte und centtalisirte, �I,,... bilden, ohne dieselbe " S'schlossenc« Ganze bilden wir, darum sind «tzi unseres Verein» stillen, ist nicht unser sondern unser erster Diener; er hat den u. J?.®tfammthtit auszuführen. Da» Nolhwendige " n» Sll#tion, unfre Kräfte, zeige ein Beispiel Als „it*| die Beherrscherin der ganzen Welt war, al« 'i(ir i einigen Taufenden Menschen gehörte und " darbten, stand ein Mann auf, Tiberiu» Grachu«, 'in. Der Versuch miß- Anhang erschlagen und .......... alte Herren wieder ihr F», der Bruder de« ersten aufstand zum erneuten schtt' DL" siel und mit ihm seine Getreuen. Die NtU .�I MI) ee Nil uuv um ll)Ul-j.i.iieuui. j(t}'„ Priester und alle» wa» Besitz hatte vereinigte tiN�iw�wegung todt ,u machen, was auch gelang. i? gelang«z? Weil die Unterdrückten sich nicht �»lten, gegen ihren organisirten Feind. Halten Itfrlj?1* unsere Lage erkannt haben, darum fest an ,0# Konisation; sie wird, wie un» Lassalle sterbend ijii:»)>, Siege führen!— Die Versammlung, Düf: � dß, nahm einen sehr günstigen Verlauf. jrf � IL, Karl Klein. it'i• 3uni.(Versammlung.) In der ge, .'»mmlung war der gegen Caution freigelassene anwesend und stattete auSsührlichen Bericht I|?»Bd, burger Vorgänge ab. Ist, fla'dntg geht UN« die erschütternde Nachricht » ssrau des Bevollmächtigten Bolle in Buckau genen Sonnabend eine verfrühte Niederkunft 8°9ge derselben starb. Die plötzliche Ver- Manne« mitten in der Nacht, dann die "g ihrer ersten Bitte um Freilassung desselbew unserer Ueberzeugung diese» traurige Ende -i- C«l ,fl«i iff fll ltt 1. ;»>- Dst'1 1 Allgemeiner deutscher Maurer-Verein. Berlin, 14. Juni.(Generalversammlung) Am letzteu Sonntag fand eine von mehreren Tausenden von Maurern besuchte Generalversammlung im„Neuen Ge- sellschaftShause" statt. Aus der Tagesordnung stand: Die von Dr. Hirsch vorgeschlagene Massenpetition betreff« der HülsSkassen. Wir geben hier die kurzen Berichte von drei Zeitungen von verschiedener Farbe. Die„Staat»- bürger-Ztg." schreibt unparteiisch über die Versammlung: „In gewohntermaßen äußerst zahlreicher Versammlung beriethen am Sonntag die Manier Berlins und der Um- gegend über die Frage, ob sie sich in ihrer Totalität den von Dr. Max Hirsch proponirten Massenpetitionen betreff« Freiheit der Arbeiterhülsskassen anschließen sollten oder nicht. Die Meinung war anfänglich zum großen Theile für Anschluß gewesen. Im Laufe der Diskussion, die stellenweise ziemlich erregt war, griffen indessen die von der socialistischen Partei geltend gemachten Gründe Platz, daß es de« Arbeiter« unwürdig sei, zu erbitten, wa» er zu fordern habe, und daß, wa» eine Interpellation Sei, len» 30 Abgeordneten erwiesenermaßen nicht zu erwirken vermocht habe, sicher auch auf bloße Massenpetitionen hin von der Regierung nicht bewilligt werden möchte. Bei den nächsten Wahlen müsse man sein Recht in'» Auge fassen, um durch allmäligc Gewinnung der Maja rität in den gesetzgeberischen Körperschaften die dem Ar beiter ersprießlichen Gesetze schließlich selber dictiren zu können ic. Demgemäß erfolgte der Beschluß, man habe sich jenen Petitionen gegenüber ablehnend zu verhalten." Die reactionäre„Kreuzzeitung', bemerkt über die Ver ammlung Folgende«: „In einer zahlreich besuchten Versammlung der Maurer, gesellen Berlin» und der Umgegend gestern Vormittag im SBolterschcn Saal wurde Gründung einer Kranken und Sterbekosse für die hiesigen Maurer- und Zimmergesillcu beschlossen. Der Versuch der Fortschrittspartei(eine Pr tition an den Reichstag um gänzliche Beseitigung dcr staat Ii chen G-nemigung und Aufsicht über die jetzigen Kassen) wurde mit Annahme folgender Resolution beantwortet: „Da der(Hirsch-Dunkersche) Ortsverein sich durch diese Petition nur einen Namen machen will, erklärt die heutige General-Versammlung, der Fortschrittspartei keine Con cesfionen machen zu wollen; wir sind aber gern bereit, «den Arbeiter in unserer Partei aufzunehmen, indem wir die wahren Rechte der Arbeiter fördern." Die„Bolkszeituug" nun, da« Organ der Herren Duncker und Hirsch, kann sich vor Bosheit gar nicht assm. Anstatt eine» Bericht«, bringt sie ihr alles(Sit schimpfe gegen die verhaßten Soclal-Demokratcn vor. Wir haben aber die feste Ueberzeugung, baß sie dadurch die Maurer Berlin« nur noch mehr antreibt, dem Banner de« SocialiSmu» zu folgen. Sie schreibt: „Wir theilteu vor Kurzem mit und begrüßten diese Mlttheilung al« ein erfreuliche» Zeichen, daß in einer am ersten Psingstseiertage stattgehabten Maurerversammlung alle Arbeiterparteien die Unterstützung der vom Central rath der deutschen Gewerkvereiae-ntwors-n-n Petition an den Bundesrath in Betreff der Kranken- und Begräbniß kassen, weil die Wünsche Allen gemeinsam wären, ver- heißen hätten. Herrn v. Schweitzer ist offenbar diese Einmüthigkeit aller Arbeiter ein Dorn im Auge gewesen, und er hat Befürchtungen für seine Diktatur gehegt, denn einer am Sonntag im neuen Gesellschastihause vor dem Kottbuser Thorc stattgehabten Maurerversammlnng in der die Social-Demokraten Schweitzer'scher Richtung in der Majorität waren, wurden, wie auf Kommando, ganz entgegengesetzte Beschlüsse gefaßt. Nachdem man sich nämlich statt für allgemeine, nationale Kranken- und Bearäbnißkassen für Errichtung einer nur lokalen ent schieden hatte, wurde die Petition besprochen. Die darin ausgisprochenin Grundsätze und Forderungen wurden als berechtigt aneikanut, aber die Unterstützung resp. Unter- Allgemeiner deutscher Zimmerer-Verei«. Bremen, 8. Juni 1870.(Großer Brand. Zum Strike.) Montag, 6. Juni, den zweiten Pfingstfeiertag, entstand aus dem großen, am Deick Nr. 48 in der Neu- ladt belegenen Holzlager de» Herrn E. König Feuer. Kurz nach 3 Uhr verkündete ein fürchterlicher Qualm zu- weilen durch helle Flammen erleuchtet, dem sich aus Au«- lug befindlichen Publikum da« große Unglück. Begünstigt durch einen momentan sturmartigen Nordostwinb und an- haltende Dürre griff da« Feuer mit rasender Schnellig« keit um sich, so daß in kurzer Zeit nahe an 40 Packhäuser und Wohnhäuser ein Raub der Flammen wurden. Die Löschmannschaft, die sich wegen der Zerstreuung, die der Festlag bot, nur langsam sammelte, mußte schauderhaft herhalten und ist mir von einem Parteigenossen, der un- ter der Feuerwehr ist, mitgetheilt worden, daß 3 Mann Schaden erlitten haben, der eine am Kopfe, der zweite am Arm, der dritte durch Herabfallen eines Mauersteins am Bein, und zwar derart, daß er das Bett hüten muß. Dieser letztere heißt Heinrich Lie«, ist Zimmermann und hat immer sortgearbeitet, statt mit un« zu kämpfen ür unsere gerechte Sache.— Diese» gräßliche Natur- chauspiel hat wieder deutlich gezeigt, wie die Ausgeben- eten ihr Leben für die 4 pCr. Ausbeuter in die Schanze chlagen müssen für einen bürgerlichen Lohn, es hat ge- zeigt, daß ohne die Arbeiter die andern nichts zu schaffen im Stande sind. Da unser Sttike immer noch hartnäckig orldauert, und die Meister noch nichts von sich hören offen, so fordere ich alle Zimmerlcute Deutschlands auf, ich nicht anbahnen zu lassen durch diesen Brand, und uns nicht durch Zuzug den Sieg zu erschweren und den har- ten Kamps zu verlängern, sondern vielmehr nn» thatkräftig zu unterstützen. Wir werden un» bei nächster Gelegenheit zu revanchireu suchen. Wie heute die Bremer„Morgen- Post" schreibt, sollen sich dieZimmermeister von hier und au« eilf größeren Städten Norddeutschland», darunter Berlin und Hamburg tc. vereinbart haben, die Führer der strikenden Gesellen nirgend mehr in Arbeit zu nehmen. Wenn die humanen Herren aber glauben, durch solche großartige Maßregelungen unsere Strikes und unserer wachsenden Bewegung ein Ende zu machen, so haben sie ich gewaltig geirrt. Nur um so einiger, um so fester «erden wir den Kampf gegen das Capital führen. Et- waige Unterstützung ist an C. Nevermann, Buschstraße 27 zu senden. Mit Gruß und Handschlag I. Schöchli, Allg. deutsche bereinigte Metallarbeiterschaft. Frankfurt a.£)., 6. Juni.(Versammlung.) Sonntag den 23. Mai wurde hier eine öffentliche Ver- ammlimg der Metallarbeiter abgehalten. Der zahlreiche Besuch derselben zeigte an, wie wichtig und nothwendig da« auf die Tagesordnung aufgestellte Programm war. E» lautete:„Die Arbeiter in den Staatswerkstätten." Zum Vorfitzenden wurde Herr Neumann, zum Stell- Vertreter Herr Schulz und zum Schriflführer Unter- zeichnet«! gewählt. Herr Schulz und Herr Neumann sprachen ergreifend über den Druck und rauhe Behand- lung der Arbeiter der Königl. C-ntralw-rkstatt hier in Frankfurt und andern Staatswerkstätlen. Herr Müller hob unter Andern hervor, daß der Staat ebenso wie die Bourgeoisie bandle und daß derselbe unbedingt zuerst vorgehen müsse, um den hungernden und schweißtriefenden Arbeitern ein menschenwürdige« Dasein zu gewähren, sonst würden die Geldaristokraten wohl auch nicht ander» hau- deln. Herr Siegrist sprach noch sprciell über die Be« Handlung der Arbeiter; diese müßten sich nicht blo» aus da» Allernothwendigste beschränken in Folge de» niedrigen Lohn«, sondern e» werde auch ihr Ehrgefühl gekränkt. E» erhob sich eine lebhafte Debatte über Vorstehende«. E« wurde dann einstimmig beschlossen, die Sache weiter zu verfolgen. Wir können un« nicht oft genug zurufen: Wir wollen Männer nicht blo» dem Worte nach, sondern der That nach sein. Die Behandlung der Arbeiter in den Staatswerkstätlen muß unbedingt geändert werden. Besonder» wird über die niederen Beamten Beschwerde geführt. Für die strikenden Schmiede in Frankfurt a. M. wurden In der erwähnten Versammlung 2 Thlr. ge- ammelt. Mit social-demokratischem Brudergruß __ Fritz Poike. Allg. deutscher Bäcker-Berein. Daß die Bäckcrstr ike in Frankfurt a. M. mit sehr gutem Erfolg beendet ist, beweist nachstehende Bekannt- machung:„Nachdem die Unterzeichneten mit den hiesigen lrikenden Bäckergehülfcn über die verschiedenen Forderun- gen eine gegenseitige Vereinbarung getroffen haben, er- lauben wir uns dem Publikum die Anzeige zu machen, daß unter den Bedingungen auch diese zugestanden wurde, vom ersten aus den zweiten Feiertag nicht zu backen und deshalb sämmtliche Gcschästslocale au letztgenanntem Tage geschlossen bleiben. Der Vorstand der hiesigen Bäcker- Genossenschaft."_ deutsch. Schuhmacher-Berei«. Carlsruhe, 7. Juni.(Quittung in Betreff des Strike» der Schuhmacher.) Hierdurch bringen wir unseren Freunden und Parteigenossen zur Kenntniß, daß unser Strike beendetZist und veröffentlichen zugleich von welcher Seite un» Unterstützungen geworden sind mit dem ausrichtigstcnDank.dessenArbeitensahigsind. Trotzdem wir uns keine« bedeutenden Erfolges erfreuen, werden wir doch stet» allen andern Freunden in ihren Verlegenheiten zur Seite stehen. Es gingen ein am 15 Mai 17 Fl. von dem Gewcrk der Schneider in Carlsruhe, am 19 Mai 5 Fl. 30 Kr. von Freiburg desgleichen 5 Fl. von Mann heim, ferner von der Metallarbeiterschafl zu CarlSruhe Fl. 45 Kr. Die Totalsumme beträgt also 31 Fl. 15 Kr. Hugo Jhl, Bevollmächtigter. Arbeiterlesebuch. 2) Rede von Lassalle, am 19. Mai 1863 zu Frankfurt am Main gehalten. Aber hat man eingeworfen, die Landarbeiter,— wie steht e» mit denen? Die sind doch noch eine größere Zahl, al» die industriellen. Die liberale Presse hat sogar in Berlin die Vermuthung aufgestellt, ich würde Wahlschein lich vorschlagen, daß Parcellirungen stattfinden müßten für die ländlichen Arbeiter*). DaS betreffende Blatt «ar so unwissend, noch nicht einmal zu wissen, daß alle Socialisten, die existirt haben, die Parccllirung, nachdem sie historisch für die Vergangenheit ihr Gute» gehabt hat, und mit einziger Ausnahme solcher Gegenden, wo garten *) Die Volkszeitung ist e», kenntniß entwickelt hat. welche diese seltene Sach mäßiger Betrieb statlfiindet, für eine Quelle der nationalen Verarmung und der Verminderung des Getreide-Erttage» betrachten und vor Allem gerade bei der Agricultur nur im Großb e trieb die Quelle de» nationalen Reich- lhums und dieVermehrung des Roherträge» der Aecker erblicken. Was also werde ich auf jenen Einwurf' antworten, daß doch auch die ländlichen Arbeiter zu den nothleidenden Klassen gehören und derselben Hülse bedür- ftig seien, wie die industriellen? Nun, nicht« Andere», al» daß dieser Einwurf meine eigenste Meinung, daß die- ser Entwurf gar kein Einwurs ist! Wer spricht denn davon, daß bloß den industriellen Arbeitern geholfen werdeu sollte? Ich doch nicht! Ich habe Ihnen doch im Gegen- theil in meiner Broschüre von den 89—95 Procent Noth- leidenden gesprochen, welchen der Staat gehört, so daß hierin also doch alle Klassen, Berufsstände und Arten von Arbeitern eingeschlossen sind! Ich habe somit beut- lich genug für Jeden, der irgend verstehen kann, die Meinung ausgesprochen, daß allen unbemittelten Klassen geholfen werden solle und müsse, wie denn ja auch für Jeden der das Geringste von dcr nationalökonomischen Materie versieht, da« Interesse aller Tapitalosen ein solidarische« ist. Warum aber, meine Herren,— um anderer und noch wirksamerer Maßregeln zu aeschweigen, die gerade in Bezug aus den Ackerbau zur Anwendung kommen könnten und deren Entwickelung hier überflüfstg und zu weit führend wäre,— warum sollte denn, frage ich, den Landarbeitern durch die Associationen nicht eben so gut geholfen werden können, wie den industriellen Ar- beitern? Bewiesen ist die» durch gar Nicht»! Hören Sie den größten englischen Oekonomen, John Stuart Mill, über diese Frage. Er sagt wörtlich:„Es läßt stch vernünftigerweise nicht bezweifeln, daß eine Dorsge- meinde, die au« wenigen Tausend Bewohnern besteht, al» gemeinsame« Eigenthum die nämliche Bodensiäche bebaut, welche die jetzt vorhandene Bevölkerung ernährt und dir mittest vereinter Arbeil und der besten VersahrungSweise die erforderlichen Fabrikate anfertigt, im Stande wäre, so viel Producte hervorzubringen, umsichinangenehmen Verhältnissen zu erhalten. Eine solche Gemeinde würde auch die Mittel finden, um von jedem arbeitsfähigen Mitglied de« Gemeinwesen» die Feldarbeit zu erhalte» oder erforderlichen Falles zu erzwingen." Also John Stuart Mill erklärt geradezu, es ließe sich das vernünf- liger Weise nicht einmal in Zweifel ziehe«. Wollen Sie eine noch größere Autorität in dieser Frage? So werde ich Ihnen den Freiherrn von Thünen citiren, eine noch größere Autorität deßhalb, weil er einerseits einer der ausgezeichnetsten Männer der ökonomischen Wissenschaft, andererseits einer der ausgezeichnetsten praktischen Land- wirthe Deutschlands war. Er hat im zweiten Bande seine« berühmten Buche«:„Der isolirte Staat", den er im Jahre 1850 veröffentlicht hat, sich gleichfalls für die Association der ländlichen Arbeiter ausgesprochen. Ja, ein großer und edeldenkender Mann wie er war, hat er auf seinem Gut Tellow in Mecklenburg bereits im Kleinen eine Association seiner Leute angelegt damit sie Aniheil nehmen sollten an dcr steigenden Productivitär, an dem steigenden Ertrag seiner Aecker. Er hat den Plan und das Reglement, welche« er dieser Association zu Grunde legte, in jenem Werke, da» ich citirt habe, veröffentlicht. Freilich! Kaum war das erschienen, so kam die Tübinger Zeitschrift und rief au»: Thünen ist Socialistl So oft ein großer Mann der Wissenschaft e« sich hat daran gelegen sein lassen, Mittel und Wege zu finden, die Lage der arbeitenden Classe zu verbessern, so hat man ihn immer mit diesem Schlagwort zu Boden zu schmettern gesucht: Socialist! Nun meine Herren, wenn man dieß unter SocialiSmu« versteht, daß wir suchen, die Lage der arbeitenden Classe zu verbessern und ihrer Noth ad- zuhelsen,— um dann in 33,000 Teufel» Namen, dann sind wir Socialisten:(Allgemeine« Bravo!) Glaubt man, ich würde mich vor einem Worte fürchten? Ich nicht! Und sollten Sie so furchtsam sein? Ich hoffe Nein!— Warum habe ich denn nun also in meinem Antwortschrei« den nicht besonder» von den ländlichen Arbeitern gcspro- chen? Nun au« dem überaus einfachen Grunde, weil sie ja schon ohnehin in die 83 bis 95 Procent der dürftigen Classe, von denen ich spreche und denm geholfen werden soll, eingeschlossen waren und der Ansang, der praktische Anfang allerdings zunächst mit den indusiriellen Arbeitern gemacht werden muß. Warum? Der ländliche Arbeiter, meine Herrn ist in vieler Hinsicht, wenn z. B. auf Geldlohn gesehen wird, in einer noch schlechteren Lage al« Sie, in mancher Hin- icht wiederum in einer besseren. Dies entschejdet also die Frage nicht. Wa» die Frage entscheidet, mit welcher ArbeitSart praktisch der Anfang gemacht werden muß, ist folgender Umstand. Der ländliche Arbeiter, und wenn er auch nur ein Kuhgul hat, wenn er sogar seinen Ge- treideacker nur mit Hacke und Spaten bearbeitet, bildet sich immer noch ein, ein Eigenthllmer zu sein; er ist noch nicht disponirt zur Association, und diese Disposition dazu, die Bereitwilligkeit, die kann nicht er- zwungen werden. Aber hervorgerufen kann sie werdeu durch Erfolge, hervorgerufen kann sie werden, sage ich, und zwar nur durch da» Eine: dadurch nämlich, daß der ländliche Arbeiter den großen Erfolg bei den indu- triellen Arbeitern sieht. � Wenn er diese in einer ganz andern Lage sehen wird und auf seine Frage, woher die« Alle« kommt, die Ant- wort erhalten wird: durch die Association,— dann wird sich auch bei ihm dieselbe Bereitwilligkeit und Geneigtheit zur Association einfinden, die heute bereit« in dem indu- ftriellen Arbeiterstande eine so vorwiegende ist. Zugleich werden durch die große Association der industriellen Ar- beiter, wie ich Ihnen vielleicht ein andermal näher au»- ühren werde, ganz neue ProductionSverhältnisse entstehen, welche auch die Bcwirthschaftung de» Boden« im Großen ebenso nothwendig, al« leicht ausführbar machen und dadurch eine Quelle der Bereicherung für die ganze Gesellschaft, eine Quelle einer erstaunlichen Ver- m e hrung der gesammten nationalen Produc tion, herbeiführen würden. Die industriellen Arbeiter sollen also nur die Avant- garde der Menschheit bilden, und bemerken Sie vor Allem Folgendes: Indem der Lohn der gemeinen Handarbeit geändert wird,(es ist die« der wich- tigste von allen Grundsätzen, den ich Jhneu einschärfen kann, für die Beurtheilung der gesammten Frage)— indem der Lohn, sage ich, der gemeinen Handarbeit ge- ändert wird, ändern sich auch durch organische Rückwirkung die Preise aller anderen Arbeiten in der menschlichen Gesellschaft, welchenNamen ie auch tragen mögen. Alle menschliche Arbeit theilt sich nämlich im Allge« meinen ein in die gewöhnliche physische Arbeit und in die sogenannte qualisicirte Arbelt, die selbst wieder ihrer- seit« in eine große Anzahl von Abstufungen und Ver- schiedenheiten zerfällt. Der Lohn der gemeinen Arbeit oder der gewöhnlichen physischen Handarbeit ist aber normirend, d.h. er bildet die bestimmende Grund- läge für die Vergütung aller anderen qualisicirten Arbeiten in der menschlichen Gesellschaft. Ich werde Ihnen die« an einem sinnlichen Vergleich klar machen, welchen Sie fest halten wollen; er trifft genau zu. Wonach bemißt sich eine Erhöhung? Durch ihren Ab- stand vom Niveau. Steigern Sie, hebeu Sie da» f - ,üumuc miDyaii, in ty wil nfiil'ilüu) lynct Jjmiu yuntt selbst gcliobtn. Ich werde Ihnen da« nun an einem coiicrctcu Beispiel klar machein Als ich in Leipzig am 16. April vor den Arbeitern gesprochen hatte und von der Tribüne herunterstieg, kam ein wohlwollender Bourgeois auf mich los und sagte: ich habe Ihnen ganz aufmerksam zugehört; ober Sie haben mich nicht überzeugt?„Warum?" fragte ich.„Aus einem ganz einfachen Grunde", antwortete der Mann. Ihr Mittel hilft nicht Allen. Der kleine Beamte, der etwa dreihundert Thaler erhält, ist, wie Sic nicht werden läugnen können, in einer relativ eben so schlechtcnLage als der Lohn-Arbeiler. Wollen Sic nun auch die kleinen Be amten affociiren? Das geht doch nicht." Und der Mann sah mich an mit wohlwollenden Augen und zugleich freude- strahlend über seinen Scharssinn. Ich sagte: Sie haben recht; affociiren können wir die kleinen Beamten freilich nicht, aber überlegen Sie Folgende«: daß in einer Ge- sellschaft, in welcher, wie da« heutzutage der Fall ist, der Lohn der einfachen Handarbelt 160 bis 126 oder 156 Thlr. jährlich steht, daß In einer solchen Gesellschaft der Staat Beamte findet für 266 und 366 Thlr., das kann nicht Wunder nehmen. Nehmen Sie aber an, e« wäre gelnn gen, da» Einkommen de« gewöhnlichen Lohnarbeiters z. B. auf 666 Thlr zu steigern— glauben Sie denn wirklich, daß der Staat da noch würde kleine Beamten finden können, die für 266 oder 366 Thaler qualificirtere Arbeit verrichteten? Ei, diese Leute würden ja viel profitabler thun, unter die gewöhnlichen Lohnarbeiter zu gehen I(An haltender Beifall.) Halten Sie diese» Beispiel fest und wenden Sie es an und übertragen Sie es auf alle anderen Fälle. Es ist überall gleich richtig. Dic qnali ficirte Arbeit wird immer in demselben Verhältniß mit der Vergütung der gewöhnlichen Physischen Arbeit fortschreiten müssen. Wenn dies nicht der Fall wäre, wenn die Vergütung der geistigen und qualificirten Arbeil überhaupt sich nicht in demselben Verhältniß steigerte mit der Vergütung der gewöhnlichen Physischen Arbeit, so würde das die Mühe, die Kosten und die Vorbereitung, welche jede qualificirte und geistige Arbeit voraussetzt, nicht mehr lohnen; es würde somit anfangen, an Leuten, die diese Art von Arbeit liefern, in der Gesellschaft zu fehlen und die Gesellschaft würde sich somit ent- schließen müssen, den verhältnißmäßig höhern Preis für die qualificirte Arbeit zu bezahlen, Alles nachdem Gesetz von Angebot und Nachfrage, nach welchem ich eben so gut wie meine Gegner entwickle, wie Sie sehen! Ich verlange also vom Staate nur den kleinen Finger! Bon selbst würde sich daran« mit der Kraft de» fortzeugcnden Lebens Alles Weitere organisch ent> wickeln. Wer 56 Jahre nach dieser Maßregel wieder aus die Welt käme, würde sie nicht wieder erkennen! Und nun sehen Sie, meine Herren, wie sich selbst zer- störend die Vorwürfe sind, die meine Gegner mir machen! Hätte ich verlangt, daß mit einem Male, mit einem Schlage, allen Menschen geholfen werden solle, so hätte mau mir zugerufen: der Unsinnige, der Rasende! er will durch StaatSdccrete Allen helfen auf einmal! Und da hätte man Recht gehabt. Jetzt, wo ich eine allmählige, eine für Alle bestimmte, aber allmählige Hülfe verlange, ruft man: die Landbevölkerung— er will der Landbe- völkcrung nicht helfen, und nur den industriellen Arbeitern! Sie sehen, meine Herren, da« ist nicht wahr; die Land- bevölkerung wie die industriellen Arbeiter, die länd- lichcn Arbeiter wie die Fabrik- oder Handwerk«- arbeiter, und ebenso diejenigen, welche qualificirtere Arbeit aller Art verrichten, also auch die kleine Bour- geoisie der großen gegenüber, alle sollen durch die Association und ihre Wirkungen in eine andere Lage ver- setzt werden. Aber wenn ein Heer sich in Marsch setzt, so geschieht dies nicht auf einem Fleck und mit einem Mal, sondern die Borhut marschirt voran, und au» zehn tausend Gründen, die ich hier nicht weiter entwickeln kann, find die industriellen Arbeiter die Vorhut derMensch heit! Herr Schulze wirst mir vor, ich hätte einen Unglücke lich-n Zwiespalt zwischen die besitzenden und arbeitenden Klassen geworfen; ich hätte versucht, sie mit einander in Konflikt zu bringen. Wenn irgend Etwas, so ist da« nicht wahr! Seht Ihr nicht vielmehr, daß die gegenwärtige Agitation gerade die entgegengesetzte Bedem tung hat? E» ist ein Ruf der Einwirkung auf die öffent liche Ueberzeugung und das öffentliche Gewissen, mit dem ich mich erhoben habe. Es wäre da« großartigste Cul turfaktum, es wäre ein Triumph de« deutschen Namens und der deutschen Nation, wenn in Deutschland die Jni« tiativc in der socialen Frage gerade von Besitzenden a u« g i n g c, wenn sie austräte als ein Produkt d e r W iff e n fchast und der Liebe, nicht al« eine Gährung des Hasse« und der wilden fansculotischen Wuth! Und gerade da« ist ja aber auch der Fall! Die Männer, welche die Initiative in dieser Bewegung ergrissen haben, ich, Rod bertus, Wuttke, Bucher, I)r. Th. Müller*) hier, den Sic kennen, wir alle gehören durch Wissenschaft wie durch Besitz den besten Schichten der besitzenden Klassen an. Sicht man denn nicht, daß dies eine großartige Thatfache der Klassenversöhnung ist, und daß man gerade nur durch die Wuth ohne Gleichen, mit welcher man sich unseren Bestrebungen entgegenwirft, einen Konflikt und einen Haß unter den Klassen zu erzeugen droht? Wenn e« gelänge, meine Herrin, künstige Männer der Wissen fchast von einer ähnlichen Initiative abzuschrecken--> nun gerade dann würde nicht« Anderes die Folge davon fein, als daß wir in einigen Decennien an einer wilden proletarischen Revolution stünden und sich die Schrecken der Junischlacht auch für im» wiederholten! Da» darf nicht fein und da« soll nicht sein. Aber eben deshalb handelt e« sich darum, zeitig die Ventile zu öffnen, um einer Explosion vorzubeugen.-(Lang anhaltendes Bravo!) Gerade darum habe ich es auch für nöthig gehalten, im vollen Frieden die Fahne dieser Agitation zu erheben Der europäische Himmel hängt voll schwerer Wolken, und Viele haben mich gefragt, warum ich nicht gewartet habe, bis Ereignisse anderer Art mir meine Bestrebungen er leichtern. Aber nein! Ich weiß sehr gut, daß man bei einer durch äußere Ereignisse hervorgerufenen Fieberhitze weit leichter große Erfolge erringen, gewisse Positionen im Sturm vonlragcn kann. Aber solche, blos durch diese Treibhauswärme hervor gerufene Erfolge sind dann Putsche, Ucberraschungcn ohne Dauer und ohne Halt; nicht eine in sich feste sociale Partei, sondern wilde Appetite, eine Masse, eben so schnell zerronnen wie gewonnen, stünde dann hinter diesem Ban- ncr. Und ferner, eine sociale Bewegung, die in den Tagen der Gewalt auftaucht, die gerade könnte den besitzenden Klassen Haß und Furcht einflößen, und Haß und Furcht hervorrufen. Darum habe ich im tiefen Frieden dieser Uebcrzen gung Gelegenheit geben wollen, sich durchzukämpfen und stch durchzubohren. Ich habe es fchon Ihren Brüdern in Leipzig gesagt: Sic dürfen die Besitzenden nicht hassen, weder die Bourgeoisie im Allgemeinen, noch etwa die Unternehmer und Meister im Besonderen. Unsere Boiw nicht der Producent dieser Zustände, sondern nur ihr nn- willkürliches Produkt. Die besitzende Klasse muß viel- mehr selbst und freiwillig ihre Intelligenz und Einsicht dazu hergeben, um mit gutem Willen die Fesseln von Ihren Füßen zu feilen. Aber dazu ist vor Allem Eine» nöthig, dieses: daß Sic constatiren, daß Sie diese Fesseln tragen und fühlen; dazu ist nöthig, daß Sie Ihr Verlangen constatiren, daß man sie Ihnen abnehme. Wenn Sie da« nicht thun, so sind wir ohnmächtig! Wenn Sie sich diese Fesseln fortlügen lassen> wenn Sie sich dahin bringen lassen, sie selbst abzuleugnen, meine Herren,— wenn Sie mit einem Worte sich selbst verlassen, dann wird Sic, und zwar mit Recht, Gott und die Welt verlassen! Aber eines der Argumente, die Schulze in Berlin gegen mich vorgebracht hat, scheint dort wie anderwärts einen besonder« großen Eindruck gemacht zu haben, und gerade dieses Argument ist e«, worüber ich mich auf das Leb hafteste und zwar in Ihrem Interesse beschweren muß.Z Herr Schulze schließt seinen Vortrag in Berlin bei den Arbeitern der Tonhalle mit folgenden Worten, die ich hier wörtlich aus der„National-Zeitung" vorlesen werde;„Und nun, meine Herren, mit mir sind auch Die angegriffen, die mit mir gearbeitet haben, und die den Arbeitern durch ihre Bemühungen da» Capiial, über da« sie gebieten, flüssig machten. Wenn Sie zwischen Herrn Lassalle und uns wählen sollen, dann brauchen wir nur zu sagen: dort Redensarten und hier Capital; wir wer« den sehen, wer e» am Längsten anshält." Drei. Dinge sind es, die ich hier zu bemerken habe. Zunächst ist es nicht wahr, daß ich Herrn Schulze per- sönlich angegriffen; ich habe vielmehr seinen Absichten damals in meiner Broschüre eine vielleicht selbst übermäßig warme Anerkennung widerfahren lassen. Da« aber wäre doch unerhört, wenn Herr Schulze den Nachweis, den ob jektivcn Nachweis, daß s-ine Bestrebungen die Lage de« Arbeiterstande« nicht bessern können, für einen Angriff auf feine Person ausgeben wollte; inzwischen da» ist das Wenigste. Aber was liegt ferner in jenen Worten, die ich Ihnen vorgelesen habe? Ich habe nicht verlangt von den Arbeitern, daß Sic die Schulze'schen Associ« lionen aufgeben sollen; die« ist mir nicht eingefallen. Ich habe den Arbeitern keine solche Alternative gestellt! Ich habe den Arbeitern bloS ausgeführt, daß diese Asso- ciationen niemal« dem Arbeiterstand helfen könnten, andern daß sie nnr Einzelnen und auch nur in einer beschränkten und sehr bald vorübergehenden Weise Helsen können. Ist damit gesagt, daß sie nun solchen Associw lionen sich entziehen oder solche Associationen nicht bilden ollen, weil diese nur vorübergehend, nur Einzelnen, nicht aber dem Arbeiterstande helfen? Gewiß nicht, meine Herren! Warum sollten Sie nicht sehen, sich auch einst weilen als Einzelne zu helfen, so gut es geht? Et wäre gerade so, als wenn Jemand einen Einzelnen, der irgendwo besseren Lohn bekommen könnte, sagen wollte, er solle das nicht thun, weil dadurch nicht der ganzen Klasse geholfen wird! Das wäre also lächerlich. Ich also stellte Ihnen in meiner Broschüre eine solche Alter native zwischen mir und den Schulze'schen Associationen nicht. Warum stellt sie Euch Schulze? Warum, wenn er Euch und Eure Sache und die Sache Eure» Stande« wirllich liebt, warum bedroht er Euch mit der Enb ziehuug jener Capitalien? Ich habe mich an Ihre Vernunft gewendet— und Schulze-Delitzsch antwortet mir mit einer praktischen Drohung! Aber ferner, meine Herren, was liegt zweiten» in dieser Drohung? Ihr seid also nicht unabhängig in Eueren Associationen und es ist nicht Selbsthülse wie Schulze Euch vorsagt?! Ihr seid, wie seine Drohung zeigt, von dem guten Willen einzelner Capi talisten abhängig? Das ist die Freiheit und Unab hängigkcit bei Schulze? so widerspricht er sich selbst? Nun, che ich von dem Belieben und der Laune einiger weniger Capitalistcn abhängig wäre, daun wollte ich do4 wenn die« ander» bei mir der Fall wäre, lieber noch vom Staate abhängig sein, d. h. von dem gesammten geistigen Schicksal der Menschheit und seinem Wandel, als von der Laune einiger weniger Capitalistcn.(Allgemeine« Bravo!) UeberdicS, meine Herren, habe ich da« nur als Gegen satz erwähnt; denn wie ich Ihnen da» letzte Mal auS' geführt habe, in dem System dieser Kredite, die der Staat für Sic zu Votiren hat. ist keine Abhängigkeit irgend welcher Art, um so weniger, al» ich Sie darau hingewiesen habe, daß Sic nur durch und mit dem all' gemeinen und direkten Wahlrecht diese Forderung erlan gen können, da» allgemeine Wahlrecht aber sich schwer init einem reaktionär und burcautratisch verwalteten Staat verträgt. Zwar, man hat gesagt: da» allgemeine Wahlrecht ist doch keine Wünschelruthe. Gewiß nicht! Das weiß ich sehr wohl; aber ich werde Ihnen sagen, wa» eS ist. E» ist jene Lanze, die selbst die Wunden heilt, die sie ge schlagen hat. Es ist vollständig möglich, daß Sie beim allgemeinen Wahlrecht ein- und zwei- und dreimal schlecht wählen. Gründet man aber eine politische Institution für ein oder zwei oder drei Jahre? Da« allgemeine Wahlrecht belehrt durch seinen Gebrauch; und überdies. daß Ihnen dann diese Belehrung kommen wird, da« ist nicht zu bezweifeln; denn bei Ihnen ist da« Jnteress die Mutter der Einsicht, und da« Interesse eine fruchtbare Mutter!(Fortsetzung folgt.) *) Vorstand des Arbeitcr-BildungSvereinS in Frank- furt a. M. ist vermischtes. —(Fabrikantentag.) Die„Zukunft" erhält au« Bonn vom 9. Juni folgende Mitthcilung:„Die heute von Ihnen als„unbegründet" bezeichnete Mittheilung der „Köln. Bl.", wonach im Lauf« diese« Monat«„in einer mitteldeutschen Stadt eine„Bersammlung von Arbeit gcbern au» verschiedenen Gegenden Deutschlands, au» dem Elsaß und der Schweiz", eine„internationale Ar beiter-(sollte wohl heißen: Arbeitgeber-) Conferenz" statt finden soll, ist durchaus begründet. Ich bin in der Lage. Ihnen einige Detail» mittheilen zu können. Am 28. Januar fand in Berlin eine Conferenz von Arbeitgebern au« obigen Ländern statt,„um sich"— wie eS In dem auf sehr gcheimnißvolle Weise mittelst Vertrauensmännern in Fabrikanten- u. f.«. Kreisen verbreiteten gedruckten anonymen Rundschreiben heißt—„über die Arbeiterfrage, soweit sich dieselbe aus dem Boden der Großindn- strie entwickelt hat, zu verständigen". Unterm 31. Januar erließen die Theilnrhmrr an dieser Conferenz da» oben erwähnte Circutar, worin eine Verbindung der Arbeit qeber, welche der Arbeiterfrage entsprechend von vorn herein einen internationalen Charakter tragen müsse, zum Zweck der Ermöglichung, Beförderung und Veredelung des Familienleben«, der Förderung der Intelligenz und sit-lichen Bildung der Arbeiter und der Unterstützung der letzteren in Krankheitsfällen und im Alter vorgcschfagen und bchus« Constituirung dieser Verbindung:c. zu einer am 14. und 15. Juni c. in Bonn abzuhaltenden Confe- renz von Arbeitgebern eingeladen wird. Die Tage»- ordnung dieser Conferenz ist— laut gedachtem Circnlar — solzcnte: Or. Nasse auS Bonn); Wahl des Präsidiums; General- diskussion. 2) Vorlage über Begründung eineS publi- zistischen Organ« für die Arbeiterfrage(Referent: Prof. Nasse). 3) lieber Arbeiterwohnungen(Referent: Raths- h-rr Karl Sarasin aus Basel).— Am 15. Jnni: l) Die Organisation der eingeleiteten Verbindung von Ar- beitgebcrn(Referent:?). 2) D-.S Jnvalidcnwcsen der Arbeiter(Referent: Commerzienrath Stumm aus Neunkirchen)..3) Erziehung und Unterricht der Ar- beiterkinder(Referenten: Fabrikant Dieterlen aus dem Elsaß und Commerzienrath Quistorp aus Stettin). Jeder Thcilnchmer an der Conferenz hat eine Eintritt«- karte a 2 Thlr. zu lösen. Das Circular schließt u. A. mit der Bitte an die Leser, die gemachten Mittheilungen im Interesse der Sach als durchaus vertrauliche zu betrachten."— Wir theilen unfern Lesern Vorstehendes mit, damit man daraus er sieht, wie die blaffe Angst vor dem Socialismus die Großindustriellen zu allerlei Anstrengungen treibt, die denselben glücklicherweise doch nicht« Helsen können. Geheim- bündelet will man nunmehr noch treiben, da man sieht. daß die offene Gewalt an der ehernen Mauer der socia- listischen Ueberzeugung abprallt. Ueber das Circnlar, welches zu dem Fabrikanten' congreß einladet, erhält die„Zukunft" au« Bonn vom 16. Juni noch folgende interessante Mittheilung:„Nach dem ich Ihnen gestern den Arbeiter beglückenden Plan der Herren Arbeitgeber„aus den verschiedenen Gegenden Deutschlands, au« dem Elsaß und der Schweiz" mitgc- theilt, erübrigt mir noch, Ihnen über den Geist, der in gedachtem Circulare weht, d. h. über die leitenden Mo- tivc der Herren einige Aufklärung zu geben. DieS ge- schieht am einfachsten durch eine Analyse besagten Circu- larS und durch Citate aus demselben.— Gleich zu An- ang wird da» Zugeständniß gemacht, daß der Zwiespalt zwifchcn Arbeitgebern und Arbeitern die Aufmerksamkeit der Erstercn in höherem Maße fordere, als ihm bisher zugewendet worden.„ES ist nicht zu leugnen," heißt e« dann weiter,„daß, so unberechtigt viele Klagen und An sprüchc der Arbeiter sind, doch keineswegs alle al» grund loS zurückgewiesen werden dürfen".„Allerding«"— schalten die Verfasser vorsichtig ein—„sind e« nicht die Arbeitgeber allein, von den ihre"(der Ansprüche u. s. w.) „volle Befriedigung erwartet werden kann, denn viele von ihnen wurzeln in einer Gemcinschuld aller Stände; aber doch sind wir Arbeitgeber die zunächst Verantwortlichen, denn mit ihrem Wohl und Wehe sehen sich die Arbeiter zunächst auf uns gewiesen."„Und so weit wir unserer Verantwortlichkeit nicht genügen, wirken wir dazu mit, daß die Arbeiter auch für unberechtigte Forderungen em vsän glich werden, zu welchen gewissenlose Agitatoren sie drängen." Nach weiterer Ausführung diese« Gedanken« fährt da« Circnlar fort:„Auf diejenigen wirthschastlichen Theorien, welche die Jnteresscn der Arbeiter im Geiste der Humanität zu fördern suchen(!), sehen wir mit Ach tung und eignen un» von ihnen an, wa» nach den man- nigfach verschiedenen industriellen und lokalen Verhält- nisten, in denen Jeder von un« sich befindet, irgend zu- lässsg ist." Denn keine dieser Theorien löst nach Ansicht der„Herren" Verfasser die Frage; vielmehr find letztere „der Ueberzeugung, daß der Kernpunkt jener Frage der sittlichen Stellung liegt, welche wir Arbeitgeber unse rcn Arbeitern gegenüber einzunehmen haben u. s. w.". „Der Arbeiter darf nnS nicht al« die lebendige Maschine gelten, die un» zum Nutzen geschaffen Ist und von dem Arbeitgeber nothdürstlq in Stand gehalten werden muß. um für ihn arbeiten zu können, bi« sie bei Seite geworfen wird, wenn sie ausgenützt ist: sondern die Arbeiter sind unsere Brüder, mit un« zu den gleichen sittlichen L-benSziclen berufen, und was uns mit ihnen und sie mit un« verbindet, soll nicht» Geringeres sein, al« eln gegenseitige« Dienen."(Beim ewigen Gott, diese Herren sind besser al« ihr— Styl.)„Unsere Verpflichtung gegen sie ist daher nicht erschöpft mit der Lohnzahlung, aueb nicht mit hoher." Man glaubt nun nach diesem großen Worte müsse jetzt noch ein größere«, wie etwa da» Zugeständniß der Berechtigung zu Gcwinnantheilen oder gar etwa zum vollen Arbeitserträge für die Arbeiter folgen, statt dessen fahren die Herren Unbekannten fort Vielmehr ist e« unsere Aufgabe, ihnen zu denjenigen Gütern zu verhelfen, welche ihr äußere« wie ihr geistige« Wohl verbürgen. Aus den ersten Blick ergiebt sich, daß von diesen Gütern keine? werthvollcr ist als die Familie."(Eine liebevollere Absicht, al« die, dem Ar- bester zur Familie zu verhelfen, ist doch wohl nicht denkbar!) Nun folgt da« menschenfreundliche Programm. welche« ich bereits gestern analysirte.„Sie(die Arbeiter) müssen e« durch die Thai erfahren, daß wir persönlich- Theilnahmc fürsie haben und e« gut mit ihnen meinen. Unter un« hat kein Zweifel darüber geherrscht, daß diese Stellung der Arbeitgeber, welche unsere« Er- achten« für die Lösung der Arbeiterfrage die einzige Bürgschaft Ist u. f. w., ihre tiefsten Wurzeln im Christenthume hat." Die Arbeiterfrage Ist fürten „Herren", wie sie sich ausdrücken, zugleich eine Wissensfrage"!! Es folgen nun einige Sätze über di Tendenz der beabsichtigten Berbiadnng, sowie über die Organisation derselben.„Es soll eine Verbindung sein. nicht gegen die Arbeiter, noch zum Schutze gegen sie. fondern eine Verbindung für die Arbeiter."„Der Ar- beiterfrage entsprechend wird diese Verbindung von vorn- herein einen internationalen Charakter tragen müssen. Ihren angemessendsten Ausdruck wird sie zunächst freien Konferenzen finden." Die Arbeiter können sorglos schlafen: die Lösung der Arbeiterfrage wird jetzt durch die Herren Arbeitgeber geschehen, deren Stellun zu Ersteren„die einzige(I) Bürgschaft jener Lö suug ist." —(Eine große FeuerSbrunstl fand am 5. dfs. in Konstantinopel statt. Da» Armenierviertel, welche« zufolge eine« großen von den Armeniern zur Feier de» zehnten Jahrestage« der Verfassung unternommenen Land auifluge» vollständig menschenleer war, ist gänzlich nieder- gebrannt, und konnte in demselben Nicht» gerettet werden. Auch da« von den italienischen Arbeitercolonie bewohnte Quartier ist gänzlich niedergebrannt.— E« wurden 156 Leichen aufgefunden, und e« werden noch fortwährend solche unter den Trümmern hervorgezogen. Die durch Mauereinsturz gefährdeten Straßen sind durch Militär- cordon« abgesperrt. Das französische Spital wurde ge- rettet, da» Hotel der britischen Botschaft dagegen wurde ein Raub der Flammen, trotzdem bereit» lange bevor vom Feuer ergriffen wurde, Vorsichtsmaßregeln getroffen worden waren. Nur da» Archiv konnte in Sicherheit ge bracht werden.— Da« deutsche Spital ist ebenfalls nie dergcbrannt; die in denselben befindlichen Kranken konnten nur durch die aufopfernden Bemühungen mehrerer Deut- fchcn, von denen bereits zwei ihren Brandungen erlegen sind, gerettet werden. Nach neuesten Angaben sind Ganzen 7666 Häuser zerstört. Die Regierung hat für die Obdachtloscn vorläufig Zelte errichtet und läßt Lebens mittel verthcjlcu: auch sind Hülfscomites gebildet. Die verschiedenen Gesandten nehmen sich ihrer durch die Feuers brunst geschädigten Nationalen durch Verthcilung von Untdrsiützungcn auf da? Wirksamste an. —(Uebergerittcn.) In Mühlhausen(in Thürin wriF ionirter Steuerbcamter aus Berlin— wie die Zeitung" hört— übergeritten und sofort todtgcbliebni. —(Großer Segen.) Eine deutsche Frau, nw in der Nähe von Groeland, Tazewell Counly, JllilUt?, wohnt, verheirathcte sich kürzlich mit ihrem fünften Ihr erster Mann lief davon, der zweite erhängte sich, ss'- dritte erschoß sich und der vierte ertränkte sich. Wie irirb äch wohl der fünfte Plann aus dem Leben schaffen? —(Bärtige Damen.) Die„Bossifche Zeitmtf vom 8. Juni(Nr. 136) enthält folgende« Inserat:„&■ ein tüchtiger Friscurgchülfe sofort, der Damen ftisW und rasiren kann bei Alexander Coiffeur in Hamburg —(Wie man sich einVergnügen machen ka»«-! Ende Februar d. I. hatten mehrere Pferdehändler vis Berlin einen auswärtigen Pfcrdemorkt besucht und sich � dem Rückwege in Moabit belustigt, namentlich viel i" trunken. Sie beschlossen, um eine nächtliche Fahrt hiesigen Feuerwehr mit anzusehen, in Moabit bei(4 Polizeibureau anzumelden, daß die große Fournil? Schneidc-Anstalt in Moabit brenne. Sie trafen aufl� Bureau nur den Telegraphistcn, der den Angaben. anständig gekleideten Herren Glauben schenkte und s»!� s.® die Feuerwehr allarmirte. Sie gingen in die Nähe P Polizeibureau« und hatten auch sehr bald das VergniiZ� die Feuerwehr zahlreich vorbeisausen zu sehen. End!? fuhren sie davon. Die Feuerwehr sah ein, daß sie, � chon öfter«, gefoppt sei. Man bemühte sich, die AnW diese« Unfugs zu entdecken. Jetzt hat man, wie „Publ." berichtet, sie entdeckt. Die Anklage w'!5 groben Unfugs, denn al» solcher charakterisirt sni � Handlung der Angeklagten, ist erhoben und wird in l� zem vor dem Polizeirichter des Kreisgiricht« zur 8a Handlung kommen. : Ännoncen. 5ri B Für Lerlin. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verei« Geschlossene Mitgliederversammlung Dienstag, den 14. Juni, Abends 8'/« Uhr, Lokale des Herrn Engelhardt, Lindcnstr. Tagesordnung:* Fortsetzung der Diskussion über den letzten" de« Vereinspräsidentcn.— 2) Verschiedene«.___, im tct t >-n At P 'n, Für Berlin. deutsch. Arbeiterschafts-Verbaad- AuSschußsitzung Dienstag, de» 14. Jnni, Abend» 7l/i Uhr, im Lokale de» Herrn Engelhardt.___ At düi lofl lr. Für Berlin. deutsch. Maurer-Verei«. G c schlössen« Mitgliederv crsammlung Mittwoch, de« 15. Juni, Abend? S Uhr, in Wolter'« Lokal vor dem Coltbufer Thor- Tagesordnung: 1) Kassenbericht vom OrtSkassirer Herrn Berguif? ll, — 2) Veröffentlichung der von den Maurern 1 j auf den Bauten gesammelten Unterstützungsgelder? außerhalb Strikendc, von H. Walther.— 3) V*1 angelcgenheiten und Fragckasten. Maurer, welche Mitglieder werden wollen, finden!�. Mittwoch Abend Aufnahme im Verein. � Um zahlreiche» und pünktliches Erscheinen ersuV'„ W- Lang-, B-if> Für Hamburg. Große VolksversammM Donnerstag, den 16. Juni, Abeud? 9 Uhr, in Tütge's Elablissemcnt, Valentinskamp � Tagesordnung: � Strike der Hamburger Maurer, Zimmerer und®? wetzen.___ Hörst Q !v »cio so IN fotll !n Allff- Für Hamburg. deutsch, ver. MetallarbeiterschE� Öfficielle Versammlung � Donnerstag, den 16. Juni, Abend» 81/» im Lokale des Herrn Lüder«. Tagesordnung: Die Angelegenheit Melau. _____ I. Rosenbergss: tttviges di, HZ Für Große Volksversammlung Sonntag, den 19. Jnni, Nachmittag? 4 Uhr- im Lokale des Herrn Aug. Zassenhaus am Dr> bei Langenberg. Tagesordnung: � � 1) Die Prinzipien der social-dcmokratischen 2) Die heutige Presse.— 3) Die nächste ReichStoZ" — 4) Verschiedene«. a Da die Versammlung auf Veranlassung unftrrrs- teigenossen von Elberfeld anberaumt wird, werd» dieselben kräftig unterssützcn. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen.„-i Otto Köttgcu, BcvollmäcWt-"Ou Für Werburg. deutsch. Maurer-Vereiu. Stiftungsfest Sonntag, den 26. Jnni 1876 im Saale des Herrn Buch holz. Wir laden hiermit die Bereinsbrüder von ein, an unsere Feste theilzunehmen. Beim Eintritt muß die Mitgliedskarte illli ss. 'heil 'Oys !l>Nd l-tzti werden. Da« It; i K"et � N, r.i tu: An die Parteigenossen'. Die Berliner Mitglieder dcS>llg. deutsch Verein« hatten zu den Generalversammlungen iw' Januar Festliedcr drucken lassen. ES ist noch liche Anzahl vorhanden, und ersuche ich nun die o � tigen Bevollmächtigten, welche für die Mitgliedscha! Gebrauch machen können, den Bedarf von mir zu° 1 Inhalt: 1) Die Marseillaise von Andorf" Deutschland, das mächt'ge erzittert-c.— 3) L streben:c.— 4) Es braust ein Getöse so dw --fi-hi- für schwer je.— 5) Beiliner sollt leben! Ihr geht vohan! jc. Der Preis für 166 Exemplare ist auf 1 festgesetzt, und können dieselben bei Franko- �. des Betrages von mir zu jeder Zeit bezogen w� Berlin, im Juni 1876. Gustav Rost, Drcsdcncrstraße 6� uflö . S Aty Druck von Jhring u. Hab erlaubt in. Beraviwortl. Redakteur u. Verleger W. Grüw cl die ldi tbi Mi ist '»ii istäiti Mii *ri »nd 'Mi JM ste«