ittfintmi- -d r Hjr. nächnz!� bcitii 70. Berlin, Sonntag, den 19. Juni 1870. Sechster Jahrgang ng llhk, S- Demokrat 4- .jd Zeimng erscheint drei liechentlich, und zwar: »Zs, Donnerstags und «uuabendS Abends. Drgan der lociat- demokratischen Partei. Redaktion und Erpedition! Berlin, Gttschinerstr. 17. g M Scorz »tmen<»-?reis ftir Berlin incl. Egr.; bei den Postämtern in__________ •Üs 16 Sgr.,(56 Kreuzer Md. Währung.) . Bringerlohn: vierteljährlich 16 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nnntmern ��L�r Laenae�mmem �®CtHn te �"�ition, sowie bei jedem solide» Prenßcn 16 Sgr., bei den außcrpreußischcn Postämter in Deutschland gleich-(in der Expedition aufzugeben) werden pro viergcspaltene Petit- Zeile mit 3 Sgr. berechnet. Arbeiter Annoncen die Zeile nur 1 Sgr. Agentur ftir England, die Tolonien, Amerika, Thina und Japan dir. A. SB üsing 8 Little-Newport-Street, Leicester-Square. W. C. London. t dem 1. Juli wird ein neues Vier- g Uhr, �sabonn ement auf den„Social- De- " beginnen. Wir ersuchen diejenigen, abonniren wollen, dies sofort zu jg� Nur diejenigen, welche einige Zeit cn. �ginn des neuen Quartals abonniren, mit Sicherheit darauf zählen, daß -Btre Unterbrechung oder Unregelmäßigkeit s Zustellung des Blattes eintritt. ii w? ie Bestellungen werden auswärts bei -Postämtern, in Berlin bei der Expe- Gitschinerstr. 17, und bei allen so- Zeitungö-Speditcuren gemacht.(Preis �jährlich 16 Sgr.) lcjenigen, welche im kommenden Quar- Blatt per Kreuzband(Preis im unV flJ stcrreichifchcn Deutschland 1 Thlr., im Deutschland 2 Gulden) beziehen haben den Betrag unbedingt vor r Jnli einzusenden. äeise de» m Ard-s it itfl i W1 r 3H »««' ilB s Uhr, aen ichtiS" sti>> « ; i}. tu atrf hioliti scher Theii. lu Berlin, 18. Juni. Die Organisation der Bourgeoisie die Arbeiter wird gegenwärtig von chen Capitalisten angestrebt. Wir sehen r>b von der Organisalion dieser Elemente »teresscnvertrctung auf dem Gebiet der G »ng, worüber wir unter Anderm auch in J Nummer einiges mittheilten. Unser heutiger sliS�soll vielmehr eine kurze Betrachtung jener Rationen in sich fassen, durch welche die Bisten und zwar in erster Linie die indu- Fabrikanten, den Arbeiterorganisationen x.nbn„j,, ökonomischen Gebiete des Arbeits- � entgegenzuwirken suchen. .�'"fe Capitalistenorganisationcn verschmähen i°r nicht, allerlei politische Elemente für ihre °ungen mobil zu machen; sie rufen die .' gegen die Arbeiter auf; sie fordern, daß l> iaatsregierungcn nur Krankcnunterstützungs Zulassen, welche unter der Verwaltung der len h�°nten stehen u. f. w.; aber schließlich laufen �,li Hebungen dieser Vereine doch auf nichts j.pi» hinaus, alS die Vereinigungen der Arbeiter �„!>' Nig�, deren Wirksamkeit auf dem Arbeits- aäl�j ,i- B. durch StrikcS, sich geltend macht. � � � Wirkung der heutigen Großindustrie ist ' j,,'che, daß wenn die Arbeiterklasse sich dem Pedsk jhum der Capitalmacht gegenüber thatloS tMj 11 Millionen vereinzelter Individuen zcr u>i.| verhielte, die Gränze des zum Leben liid lhxj�z�j�othwendigen innerhalb von Jahrl • s'.p Jahrhunderten immer tiefer herabgedrückt jdrfj 1 tnörbe. Die Capitalmacht ist nämlich P-li'j,°>i gewaltigen Entdeckungen auf dem Ge ü-l tt Technik in den Stand gesetzt, zu Zeiten Nachfrage und geringeren Angebots von IH1' dieser Nachfrage durch Einführung cßsA Arbeiter ersparender Maschinen zu begegnen, �2°" im entgegengesetzten Falle die übergroße � jp; tr Arbeiter nur durch Roth und Elend sich -itz»st"ct— etwaige Auswanderung kommt hier Ihr s" Betracht, weil nur besser situirte Arbeiter z,"�e sind, ihr Baterland zu verlassen. Dazu ierner, daß die Capitalmacht, einer Arbeiter- n\ibl. �Jenübcr, welche kein KoalitionSrccht besitzt nicht benutzt, durch den Druck auf die !'Un Arbeiter fast immer in den Stand st. die größere Nachfrage nach Arbeit durch -�ung der Arbeitszeit fortzuschaffen, so daß c 5�°hnerhohung stattfindet. >st daher nur naturgemäß, daß die Ar- " den Culturländern, wenn auch oft nur in- "ig, sich vereinigt haben, um in geschlossener st°tt als einzelne Individuen auf dem Ar- .j"e zu erscheinen und so zum Mindesten Erwähnten Druck der Capitalmacht abzu- Es entstehen so die StrikcS und ihre « «r 'V ■S Organisationen, welche den Beginn des Classen- kampfs kennzeichnen. Da die Capitalisten ihre Rechnung bei dem rühcren Zustande besser gefunden haben, so ist es selbstverständlich, daß auch sie diesen Organisationen der Arbeiter das Lebenslicht auszublasen wünschen, oder sie zum Mindesten unschädlich zu machen streben. Es geschieht dies in zweierlei Weise. Theils sind die Capitalisten bestrebt, sich selbst zu Vereinen zu organisircn, um durch Arbeitscnt- lassongcn die Arbeiter zu Paaren zu treiben, und solche Maßregelungen fifr die Betroffenen dadurch um so schmerzlicher zu machen, daß sie nach Belieben der Fabrikanten auch aus Kranken- und Invaliden- unterslützungScassen ausgestoßen werden können, theils sucht die Bourgeoisie— z. B. innerhalb der Hirsch-Dunckcr'schcn und der volkspartcilichen Ge- werkvcrcine— indirekt, den Arbeitern thatkräftige Wirksamkeit unmöglich zu machen, indem durch Zersplitterung, durch Verschleppung der StrikcS mittelst Schiedsgerichten, durch Hinlcnkung der Aufmerksamkeit auf Gründung sclbsthülflerischer Produktivgcnossenschaften u. s. w. die Arbeiter vom Klassenkampf abgelenkt werden. Wir behalten uns die Besprechung dieser letzteren Art der Verhinderung der Arbcitcrorgani- sationcn vor und beschränken uns heute auf den Nachweis, daß nichts- als das nackte Streben, die Arbeiter in unbedingter Abhängigkeit.zu hal- ten, Zweck der Fabrikantenvcreine ist. Einige derartige Vereine nehmen auch kein Blatt vor den Mund, z. B. die Vereine der Buchdruckcrcibcsitzer, Cigarrcnfabrikan ten und Baumeister; sie erklären offen, den StrikcS vereinigt entgegentreten zu wollen. Also offener Klassenkampf! Anders steht es mit den Fa brikantentagen der letzten Zeit; diese verhüllen ihr Streben sorg- fällig. Der Leipziger Fabrikantcntag— siehe Nr. 59 d. Bl.— hat zwar wacker auf die Strikcs geschmäht und selbst die Parteigänger der Bour- gcoisie, Max Hirsch und Dunckcr, angegriffen, seine Beschlüsse athmen aber enorme Arbeiter frcundlichkeit. Sie gipfeln in folgender Resolution: Die unterzeichneten Fabrikanten ersuchen ein Hohes Bundeskanzleramt, im Interesse einer baldigen Regelung dieser hochwichtigen Frage dahin wirken zu wollen: „daß das bestehende Gesetz für die obligatorische Ein- sithrung von Kranken- und Sterbekassen auch aus die Altersversorgung und Jnvalidiiät der Arbeiter auSge dehnt und im Interesse der Freizügigkeit durch Ein sithrung einheitlicher, alle bestehenden Kassen dieser Art ausschließender oder vereinigender Einrichtungen daslir gesorgt werde, daß gleiche Kassen im Sinne der Frei- zügigkeit im norddeut'chcn Bundesgebict eingeführt wer- de», die ebenso Arbeiter wie Arbeitgeber und Communen zu Beiträgen und gemeinschaftlicher Bezwaltung unter Aussicht der Eommunen verpflichtin." Die Unterzeichneten sind überzeugt, daß durch Ein führung derartiger Klassen im ganzen Bundesgebiet nicht allein dem Arbeiterstandc eine rrfrenliche Garantie sür sein materielliS Wohl geboten, sondern ebenso auch dasür gesorgt wird, die Armenpflege zu unlerflützen, die Frei zügigkeit aber zu regeln. Diese Resolution lautet sehr unverfänglich, in Wahrheit birgt sie aber nur den Wunsch, die UnterstützuugSkassen als Mittel der Maßregelung bei StrikcS in der Hand zn behalten. Es heißt nämlich hernach: Wir empfehlen unsere obige Bitte dem Hohen Bunde? kanzleramtc zur hochgeneigten baldigen und eingehenden Prüsnng und Regelung durch die Gesetzgebung. Der Arbeiterstand greift schon jetzt voreilig zur Selbsthülfc, indem er Bersprcchungen sür Kassen obiger Art ohne eingehende Prüfung aioptirt, die ihm von Leuten gemacht werden, die seine wahren Interessen nicht verstehen. Also auch hier sehen wir versteckte Manöver der Fabrikanten zur Bekämpfung der Arbeiten vereine. Der bonncr Fabrikantentag hat seine Beschlüsse noch nicht der Oeffcutlichkeit übergeben; auch von ihm können wir aber erwarten, daß er die Capitalmacht zum Kampf zu organisircn be- strebt ist, trotz aller pietistischcn Phrasen, die auf ihm gemacht worden sind. Auch dort wurde bc- schlössen, Arbciterwvhnungcn, Juvalidenkassen u.s. w. zu gründen, alles jene Mittel, durch die der Ar- beitcr in Abhängigkeit gebracht wird, ohne daß seine Lage verbessert wird. aras* Also überall treffen wir auf die Wogen, die der beginnende Klassenkampf aufwühlt, überall hören wir die Bourgeoisie nach Hülfe schreien Freuen wir uns dessen; nur durch Kampf gelangt das Proletariat zum Siege! Rundschau. Berlin, 18. Juni. Am meisten macht im Norddeutschen Bunde gegenwärtig ein Artikel der preußisch ministeriellen„Prov. Corrcsp.", dessen wir in voriger Nummer schon Erwähnung gcthan, von sich reden. Die liberalen Blätter sind außer sich über die grobe Sprache, welche in dem Artikel herrscht— und die Sprache ist nicht nur grob, sie ist auch sicgcsgcwiß in Bezug auf die Militär- frage. Es liegt nebenbei großer Hohn gegen die Liberalen in dem Artikel, da er diese großen Poli tiker aufmerksam macht auf ihre Sünden aus dem Jahre 1866 und 1867. Die National-Libcralcn merken, daß ihnen der Boden ganz unter den Füßen schwindet, daß sie schnell hinsterben, wie alle Zwittergestaltcn und so sind ihre Organe furchtbar erbost gerade über die Sprache des Or gans der Regierung, der sie doch so manchen Ge- fallen gcthan, der sie Alles geopfert haben. �— selbst ihre politische Ehre. Und nun dieser Un- dank!„Der Mohr hat seine Schuldigkeit gcthan, der Mohr kann gehen." Und sie hätten sich noch so gern gewärmt an den Strahlen der Bis- marck'schen Sonne, diese Aermsten!— Hoffentlich wird im nächsten Reichstag: eine andere Opposi- tion gegen das Militärwescn in Norddeutschland entstehen, als die schmähliche der Liberalen. So weit es an unserer Partei liegt, wird es sicher lich geschehen. Die katholischen Abgeordneten Rcichcnspcrger, Mallinckrodt, Windthorst und andere haben sich, wie man von hier der„A. A. Z." mittheilt, gegen die Unfehlbarkeit deö Papstes erklärt, und zwar in einem direkt an ihn selbst gerichteten Schreiben, in welchem sie zugleich auf all das Unheil hinweisen, welches, zumal der katholischen Kirche Deutschlands, aus einer derartigen Dog� matisation unfehlbar erwachsen würde. Eine Versammlung social-dcmokratischer Arbci ter, welche versiossenen Sonntag in Wiener-Ncu- stadt tagte, faßte den Beschluß, daß sich jene Mitglieder dieser Partei, welche bereits als stcucr zahlende Gewcrbsleutc das Recht der Landtags- Wahl besitzen, der Wahl enthalten sollen. Motivirt wurde dieser Beschluß damit, daß die bestehende Verfassung den Arbeitern nichts gewähre, daß sie selbst octroyirt sei und daß die Arbeiterschaft durch die Wahlcnthaltung das Nichtzustandekommcn eines RcichSraths und Octroyirung deS allgemeines di rectcn Wahlrechts erwarte. Die Befürchtung, daß die Enthaltung der Arbeiter den Clcricalen an einigen Orten den Sieg geben könnte, wurde uiit dem Bemerken zurückgewiesen, daß es den Arbei tern gleichgültig sein köune, ob sie von den Fa- brikanten"oder von den Paffen bedrückt würden; im Ucbrigcn würde ein clericaleS Regime nur das Ende der jetzigenRegicrungswirthschaftbeschleunigen. Wir können unS nur mit dem Beschlüsse cinvcr- standen erklären und besonders dann, wenn es, waS wir zwar nicht als gewiß ansehen, durch die Wahlenthaltuug gelänge in Oesircich das allge- meine gleiche und dirccte Wahlrecht zu erringen. Die„Gazette des Tribunaux" berichtet aus PariS:„Bekanntlich führten in der vcrwichenen Woche die Nachforschungen bezüglich deS Com plattes zu der Verhaftung eines gewissen de Ghe- selle und zweier seiner Mitschuldigen sowie zur Confiscirung einer gewissen Anzahl Sprcngkugeln, die im Canal aufgefunden wurden. Heute können wir hinsichtlich dieser wichtigen Affaire neue Mit- thcilungcn machen, die einer guten Quelle cnt- stammen. In Folge der den mit der gerichtlichen Untersuchung beauftragten Justizbcamten gemachten Enthüllungen wurden Schritte gcthan, die zu der Entdeckung einer Art Werkstatt führten, wo mit den furchtbaren Zcrstörungswerkzcugcn Versuche angestellt wurden. In der Wohnung eines ge- wissen C., der verhaftet wurde, fand man, außer aufrührerischen Druckschriften und sehr bloßstellen- den Politischen Correspondcnzen, über 220 Zünd- hütchenstifle vor, die von Sprcngkugeln herzu- rühren scheinen, denen sie angelöthct gewesen und die man hat rxplodiren lassen. Viele dieser Leit- stifte umgab an ihrer Basis noch ein, dem zur Herstellung der Sprcngkugeln verwendeten ähn- liches Metall. Ueberdics ward an dem Orte Sprengpulvcr und ein Quantum chemischer Substan- zcn in Beschlag genommen. Mit Hülfe eincöBaggcr- schiffes wurden ferner in einem Theile des Canals Untersuchungen vorgenommen, dessen Leerung zu kostspielig gewesen wäre. Man entdeckte neue Sprcngwerkzeuge, sowohl kcgel- als birnenförmige, die fämmtlich mit Sprcngsubstanz angefüllt waren und von Zündstiftcn mit aufgesteckten Hütchen starrten. Diese Sprengkugcln wurden sofort in mit Wasser angefüllte Büchsen gcthan und, nachdem man diese mit dem Commissariatösiegcl versehen, von dem ViertclScommissär Mac6 an die Gerichts bchörde ausgehändigt. Außer besagtem C. wurden noch vier andere Individuen, deren Schuld äugen- schcinlich, zur Haft gebracht, nachdem man ihre Wohnung durchsucht und daselbst für die Unter« suchung höchst interessante Schriftstücke in Beschlag genommen."— Uns scheint die ganze Complott- geschichte, wie fast alle früheren eine Erfindung der Polizei zu sein. Daß aber durch solche Schwinde- lcicn die französische Regierung sich auf die Dauer zu kräftigen glaubt, ist doch allzu naiv und kommt unS als eine bedeutende Untcrschätzung. der In- telligcnz und politischen Reife des französischen Volkes vor. Mazzini hat eine Flugschrift verbreitet, welche gegen die italienische Regierung und das Beamten- thum in gewaltiger Sprache donnert; sie wurde zwar confiscirt, aber nur um desto'mehr gelesen zu werden. Wir theilen ein Bruchstück aus der- selben unfern Lesern mit: „Es wächst gigantisch die Jmmoralität auf. Das Vorgefühl unvermeidlicher Umwandlungen, die verbreitete Meinung,.daß Alles provisorisch sei, das Gefühl einer nahe bevorstehenden und wenig gekannten Zukunft erregen den Egoismus und den Wunfeb, che die Sündfluth einbricht für sich selbst zu sorgen bis zur Schuld. Schlimme Handlungen zeigen sich in den hohen Sphären, wo die nicht feststehende Macht Habsucht erzeugt; und das Gift träufelt von den hohen Sphären in die niederen; das Beispiel des Chefs wird von derMasse der Subalternen, die eine Familie zu ernähren und nur ein kleines Gehalt haben, nachgeahmt. Die er- wiesene Schuld bewirkt, daß man jeder Anklage Glauben schenkt. Das Mißtrauen Aller in Alle wird der normale Zustand des Landes. Zwischen Schuld und Verleumdung verliert sich das sittliche Gefühl; das Band der Association, die vertrauensvolle Zu- ncigung zwischen den Bürgern löst sich und droht zerrissen zu werden.— Wenn die Dinge auf diesen Punkt gediehen sind, so beginnt für die Institution die Schwindsucht. Der letzte schwere Seufzer ihres zerstörten Lebens hängt von einem raschen Augenblick weiser Kühnheit der Männer der künftigen Institution ab, von einem kleinen Jrrthum, zu dem jene verleitet wird. Die Klugen sollten sich aus Rücksicht gegen sich selbst von jenem Todtcnbctt entfernen. Die Guten sollten aus Liebe zum Vaterland e offen erklären, daß die Institution im Sterben liegt. Die an die Zukunft Glauben- den sollten auS Ehr- und auS Pflichtgefühl sich beeilen, der Willkühr jeden Weg zu vertreten, in- dem sie zwischen der sterbenden Institution und der Nation die Fahne deS neuen Lebens erheben." In Rußland hören die Verfolgungen gegen die Polen nicht auf; wo man mit Gewalt nichts anfangen kann, nimmt man zur List seine Zuflucht. So geht man jetzt auf eine schlaue Weise gegen den polnischen, revolutionären Geist vor: Durch einen unlängst veröffentlichen kaiserlichen Ukas wird den zu dem sogenannten polnischen Kleinadel gehörigen Personen und Familien, denen wegen mangelnder Legitimation die Adclsrechte entzogen sind, falls sie nach den russischen Gou- vcrncments auswandern, gestattet, sich dort als Mitglieder sowohl städtischer wie ländlicher Gc- meindcn aufnehmen zu lassen. Der polnische Kleinadel, der überaus patriotisch gesinnt ist und zu allen polnischen Aufständen daS stärkste Contin- gent gestellt hat, ist am zahlreichsten vertreten in Litthauen und den russischen Gouvernements, und da er von jeher den Gutsbesitzern gegenüber eine unabhängige Stellung eingenommen hat, so hat er bei der gutsherrlichbäuerlichen Auseinander� setzung kein Eigcnthum erhalten und befindet sich daher in den ärmlichsten Verhältnissen. Die russische Regierung hat ihn absichtlich aller seiner früheren Rechte beraubt und ihm alle Erwerbs- quellen in seiner Heimath entzogen, um ihn da durch zur Auswanderung nach Rußland zu zwin gen und auf diese Weise das höchst gefährliche sociale Element für den Staat möglichst unschäd lich zu machen. Um diesen Zweck um so sicherer zu erreichen, wird denjenigen Mitgliedern des Klein- adclS, welche sich zur Auswanderung entschließen, nicht bloS eine Gcldunterstützung gewährt, sondern auch in der Neuen Hcimath unentgeltlich Grund besitz und das Recht der Ausübung aller Gemeinde rechte verliehen. Das letztere Recht ist den Aus- Wanderern durch oben erwähnten Ukas verbürgt. Bis jetzt sind etwa 4000 Familien den zwingen- den Lockungen zur Auswanderung gefolgt und haben sich in der Krim eine neue Hcimath ge- gründet. Von dem ersten Strike in Rußland giebt die„B.-Ztg." Kunde. Unlängst haben die Arbeiter in einigen der bekannten Schneiderwerkstätten und in einer großen Werkstätte Petersburgs, in der ausschließlich Frauen arbeiten, erklärt, nicht mehr arbeiten zu wollen, falls man ihnen nicht einen höheren Arbeitslohn gäbe; die Frauen verlangen außerdem zwei freie Tage in der Woche, da ihnen der Sonntag allein nicht genügt. Der Inhaber der Nähterei soll den Arbeiterinnen erklärt haben, daß sie, falls sie nicht unter früheren Bcdingun- gen fortarbeiten wollten, vom 13. Juni ab ent- lassen wären.— Bereits wird ein weiterer Strike aus Petersburg gemeldet. Die„Polizci-Ztg." berichtet darüber wie folgt: Am 22. Mai(Z.Juni) hielten Arbeiter der NewSki-Baumwollenspinncrei, die sich, 63 an der Zahl, im Corridor der Fabrik versammelt hatten, den Obermeister Beck an und erklärten ihm, daß sie die Arbeit einstellen würden, wenn sie nicht einen höheren Lohn erhielten. AlS ihre Forderung nicht bewilligt wurde, hörten die Arbeiter in einem Theile der Fabrik, in welchem •800 Mann beschäftigt waren, auf. Laut Z 2 der für die Fabrikarbeiter seil 1862 bestehenden obli- gatorischen Vorschriften haben dieselben nicht das Recht, die Arbeit ohne einmonatliche Kündigung einzustellen. Der in Rede stehende Schritt der Arbeiter der Baumwollcnspinncrci ist im Z. 1358 des Strafcodcx vorgesehen. ES heißt daselbst: „Für Verabredung unter den Arbeitern einer Fabrik oder Manufaktur, die Arbeiten vor Ablauf der mit den Inhabern dieser Etablissements vereinbar- ten Zeit einzustellen, um dieselben zu zwingen, ihnen einen höheren Arbeitslohn zu zahlen, wer- den die Anstifter zu einer Haft von 3 Wochen bis zu 3 Monaten, die übrigen zu einer solchen von 7 Tagen bis zu 3 Wochen vcrurtheilt." Auf Grund dessen ist gegen die Arbeiter die Vorunter- suchung eingeleitet worden. Ferner berichtet die„Ostsee-Ztg." in bekann- ter arbeiterfeindlicher Weise von dem„communisti- schen Auftreten" russischer Bauern:„Die Bauern des Dorfes Raimcntaronka, im Gouvernement Kiew, hatten, durch communistifchc Gelüste getrie- bcn, ein ihrem früheren Gutsherrn gehöriges Stück Land, das etwa 150 Dcssätincn umfaßte, eigen- mächtig und gewaltthätig in Besitz genommen und waren weder durch gütliches Zureden noch durch Drohungen der Behörden zu bewegen, den Raub(?)an den Besitzer herauszugeben. Gegen die communistischen Bauern wurde daher kurz vor dem Psingstseste eine militärische Execution zur Ausfüh- rung gebracht bei der 80 Thcilnchmcr au dem Raube je 54 Ruthcnstreiche erhielten. Diese bar- barische Execution brachte natürlich die beabsichtigte Wirkung hervor und brach den Widerstand der aufsätzigen Bauern vollständig." Der Aufstand auf Euba ist durchaus noch nicht unterdrückt und möchte auch ohne fremde Bcihülfe durch die Spanier allein nicht unter- drückt werden können. Fremde Hülfe aber würde das Zeichen sein, daß sich die nordamerikanische Union zu Gunsten der Aufständischen einmischte. Wie die Dinge stehen, glaubt der Präsident von Nordamerika am besten zu thun, sich nicht einzu- mischen, da die Insel für die Spanier doch ver- loren gehe und somit eine schlicßlichc Annexion derselben durch Nordamerika vollständig sicher sei. Das Abgeordnetenhaus der Bereinigten Staaten hat hingegen beschlossen, den Präsidenten aufzu- fordern, gegen die barbarische Kriegsführung auf Kuba, welche beiderseits geübt wird, zu remon- striren und zu veranlassen, daß auch dort die Bcob- achtung der für die Kricgsführung bestehenden Ge setze innegehalten werden. Derems-TheU. (Für den Allg. deutsch. Arbelter-Berein.) An die Mitglieder d e» Allg. d entsch. Arbeiter- verein«. Ihren Verpflichtungen gegen die vereiutkasse sind für den Monat Mai die Mitglieder nachgekommen an folgenden Orten: Altona, Altenau, Ascherelcben, Bremen. Buckau, Bielefeld, Berlin, Bockenheim, Bieber, Bcrnburg. Bornheim, Clansthal, Cöln, Chemnitz, Crefeld, Cassel. Dietesheim Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Ernsdorf, Elberfeld, Frankfurt a. d. O., Frankfurt a. M., Grund, Hanau, Hastedt, Hagen, Harburg, Hamburg, Hausen, Hannover, Heusenstamm, Hahncnklee. Lcrpüg. Lübeck, Lorenz Haus, Lämmeripirl, Limbach, Mannheim, Mecrane, Minden, Mülheim a. M., Neu-Isenburg, Novaweß, Obertshausen, Obcr-Roden, Off-nbach. Oldenburg, Pausa, Peterswaldau, Rothenditmold, Remscheid, Rostock, Stettin, Stockum, Sossenheim, Seligenstadt, Stuttgart, Vilbel, Winterthur, Wermelskirchen, Wllstc-Giersdorf, Wildemann, Weiß kirchen, Zittau. Abrechnungen ohne Geld haben eingesandt: Auerbach, Egeln, Griesheim, Lüneburg und Pieschen. Die Mitglieder in Schlcswig-Holstein sind bekanntlich von den Beiträgen vorläufig dispensirt; ebenso die in Essen. Ihren Verpflichtungen für Monat Mai sind bis jetzt nicht nachgekommen die Mitglieder zu Achim, Bürgel, Bayenthal, Brandenburg, Bautzen, Barmen, Birkesdorf, Bochum, Bonn, Bottrop, Celle, Carlsruhe, Cöslin, Dreißighuben, Düren, Dietzenbach, Dessau, Darm- stadt, Freiburg, Fischeln, Glauchau, Grosi-Dencklc, Güstrow, Heddernheim, Hastenrath, Herzberg, Habcndorf, Halberstadt, Hildesheim, Heidelberg, Herford, Hilmars- hausen, Herdecke, Homburg, Iserlohn, Kohlendorf, Kammer- forsterhöh, L-utmannsdorf, Lauterbirg, Lengenfeld, Lim- bürg, Löbau, Lautenthal, Lerbach, Lennep, Meißen, Mühltroff, Merzenich, Münden, Mriderich, Raum- bürg, Neviges, Neheim, Nippes, Nicder-Roden, Ostcr- rode, Ober-Neuland, Obcr-Roßbach, Oberrad, Peine, Röttgen, Rodenkirchen, Seehausen, Solingen, Schwalbach, Schönebeck, Treuen, Uerdingen, Varel, Wermsdorf, Wald, Worms, Werlher, Wolfenbüttcl. Nachträglich haben ihre Beiträge noch eingesandt für Monat März die Mitglieder in Meißen, Düren, Oldcn- bürg, für April Stettin, Meißen, Dllren, Vilbel, Olden- bürg, Wermelskircheu, Ober-Rodeu und Rothenditmold. Mit social-demokratischem Gruß Der Vereinskassirer: Wilh. Hasenclever. Berlin, 17. Juni 1870. Buckau, 14. Juni.(Auflösung einer Ver sammlung, Maßregelung.) Am. 13. dss. hielten wir eine öffentliche Versammlung ab, welche von Unter zeichnetem einberufen war. In das Bureau wurde ge wählt Unterzeichneter als erster, H. Kelber als zweiter Borsitzender und die Herren Seisfert und Schwärt- iein als Schriftführer. Zuerst überbrachte ich der Ver- ammlung einen Gruß von unfern Freund Zielowsky, welcher ja gegenwärtig im Kerker schmachtet. Dann über- gab ich den Vorsitz an Herrn Kelber, nahm mehrere Artikel des„Social-Demokrat" aus Nr. L2, 64, 66, 67 und den Leitartikel des„Agitator" Nr. 2 vor, weil dieser Stoff zur Anklage bei den Vcrurtheilten bieten mußte, und refcrirte darüber. Herr Sciffert las aus Nr. 64 des„Social-Demokrat" den Bericht im Vercinstheil, be- treffend Magdeburg, vor. Dann nahm ich das Wort, nvd führte an, daß man arme Arbeiter des Nachts aus den Betten geholt und nach dem Gefängniß geschleppt habe, obschon sie nicht eines Fluchtversuches verdächtig ge« Wesen. Die traurigsten Folgen hätten diese Verhafluugeu gehabt. Unser Freund volle»ar einer von denen die au« dem Veite geholt wurden; seine Fra»»ar h«ch schwanger und erschrak so üd:r die Verhaftung, daß sie noch am ganzen Körper zitterte, als ich sie besuchte. Ihr erstes Wort war: Heute ist mir der TodeSkcim eingeimpft, und diese» traurige Wort hat sich bestätigt. Nach acht- rägiger Untersuchungshaft wurde Bolle zu 4 Monaten vcrnrtheilt, seine Frau, Mutter von drei unerzogenen Kindern und daS vierte erwartend, forderte die Freilassung ihres Mannes; wobei sie auf's äußerste erregt wurde. Bor Schmerzen konnte sie kaum noch stehen und schleppte sich mühsam nach Hause. Ihres Mannes Freilassung er- folgte am Abend, und schon am andern Morgen wurde die Frau von einem Mädchen entbunden und verschied dabei. Der Arzt sowohl als die Hcbeammc haben erklärt, der Schreck wegen der Verhaftung und Bernrtheilung sei die Ursache ihres Todes. Kaum hatte ich diese Mit- Iheilungcn in größter Ruhe gemacht, so erklärte der über- wachende CommissariuS, cS sollten nicht länger aufreizende Reden geführt werden— hier nennt man nämlich Alle« Aufreizung— und er löse in Folge dessen die Vcrsamm« lung auf. Außerdem wurde ich beim Obermaschinen- weisser Th. Lange denuncirt, und zwar wahrhritSwidrig: ich hätte die Beamten des Magdeburgcr-Leivziger Bahn- hoss geschmäht, dabei ist in der Versammlung nicht ein Wort über diese Beamten gefallen. Gleichwohl bin ich in Folge dessen gimaßregelt. Vor kurzer Zeit erklärte der Obermaschinenmeister erst, in Gegenwart von Zeugen, daß ich ein tüchtiger und fleißiger Schmied sei, aber das wäre nicht genug, er verlange von seinen Arbeitern auch, daß sie sich in der„Außenwelt" moralisch betrügen. Arbeiter, die Bildung die uns sonst gefehlt hat, die scheinen wir ctzt zu haben, nun fehlt uns mit eirmal die Moral. Ich fragte den Mann, was er unter Moral verstände, aber es blieb der moralische Herr mir die Antwort schuldig So geht man mit dem Aibeitcr um, der eS wagt, offen aufzutreten, auf solche Weise wird man nach sechsjähriger Arbeit auf's Pflaster gesetzt. Alles, ja alle« geht jetzt gemeinschaftlich gegen die Arbeiter vor. In voriger Woche wurde auch Herr Hoffmann von Herrn Lange entlassen, weil er Beitragsammler des Allg. deutsch. Arb.-Vereins ist. Dieser humane Herr nennt unsere Vereinigung „Dummheiten", und doch zeigt er solche Furcht vor den „Dummheiten". Die„Dummheiten" werden den Man nein des Gcldsacks schon zu denken geben. Nur immer mulhig vorwärt«, wie der Krieger über die Leichen seiner Cameraden zum Siege stürmt, so müssen auch wir über Unglllckssälle und Maßregelungen hinweg zum Siege eilen, und der Sieg ist bestimmt unser. Rur immer fest gestanden, von woher auch der Sturm brausen mag, er wird an der Festigkeit unserer Organisation sich brechen Mit social-demokratischem Gruß W. Dremel, Bevollm. der Mctallarbeiterschast. Dffeubach, 5. Juni.(Große Main und Rodgan Arbeitcrversammlnn g) Am zweiten Pfingstfcicriagc hielten wir auf dem Schmitt'schen Felsenkeller eine große Arbeiteiveriammlung ab, die von mindestens 1000 Per fönen besucht war. Allgemeine Freude erregten die Isen- burger Mitglider, die mit einer rothin Fahne aufmarschirt kamen. Das Bureau bestand au» den Herren Sillrtz, Haustein, Schulze und dem Unterzeichneten. Aus der Tagesordnung stand: I) die Lösung der socialen Frage, 2) daS deutsche Zollparlomrnt und da? Programm der selbstständigen Arbeiterpartei. Der Gesangverein„Lassallca" eröffnete die Versammlung durch den Chorgesang:„Laßt die rothc Fahne wehen."— Hierauf verlas der Vorsitzende eine inzwischen au« Stuttgart eingelaufene Depesche de« Inhalts:„Congreß der„Ehrliche»" gesprengt. Die Stull garter Arbeiter bringen der Lffenbacher Volksversammlung ein dreifaches Hoch, Häußcr." Die Versammlung begrüßte da« Telegramm der wackcrn Stuttgarter mit einem drei- sacken Hurah. HerrJos. Schneider au« Frankfurt o. M. knüpfte hieran die Bemerkung, daß uur durch eiumü- Näherer Bericht folgt. A. Kellner. Altona, 14. Juni.(Zum Schlciwig-Holüein'- ichen Arbeitertag.) Abrechnung des Arbeitertoge« crgiebt Folgendes. Die Einnahme betrug au« Altona 20 Thlr., Beidenfledt 2 Thlx., Bostcdt 1 Thlr., 3 Sgr., Glückstadt 1 Thlr., Gr. Aspe 1 Thlr. 6 Sgr., Ham- bürg 10 Thlr., Itzehoe 5 Thlr., Kiel 10 Thlr., Ottensen Thlr. 6 Sgr., Pinneberg 3 Thlr., in Summa 54 Thlr. 15 Sgr. Die Ausgabe betrug: für Drucksachen Aufrufe 15 Thlr. 6 Sgr., Annoncen 10 Thlr. 28 Sgr. 6 Pf., Schreibmaterialien, Porto, Stempclbogcn und Band Thlr. 25 Sgr. 2 Pf., Reisegeld und Diäten für sechs Tage an dem Vertreter der Commisfion 7 Thlr. IL Sgr., in Summa 39 Thlr. 17 Sgr. 8 Pf. Es ergicbt sich also ein Ueberschuß von 14 Thlr. 27 Sgr. 4 Ps.; welcher Herrn D. Plambcck für da« Schleswig-Holstein'- sche Wahlcomite übergeben worden ist. Etwaige Rekla- mationen wolle man an Georg Winter,'Ottensen richten. Mit social-dcmckratischeni Gruß Die EinberufimgScammssfion. KV. Da Herr Georg Winter aus dmi Schleswig- Holsteinsschen Wahlcomite anSietreten ist, wolle man An« fragen an Herrn Oldenburg, Schleußkuhle iu Rends« bürg, oder Herrn Pla Mb eck, Schleußberg in Neumünster, richten. Auch au« Itzehoe erhalten wir die Nachricht, daß der dortige Bevollmächtigte vom Gericht freigesprochen und die Auflösung de» Bereit!« in dortiger Stadt aufgehoben ist, ebenfalls deshalb, weil der öffentliche Ankläger den Beweis nicht zu führen vermochte, daß in Itzehoe ein besonderer Arbeiterverein bestehe. thige« Vorgehen für die Arbeitersache etwas zu erreichen sei und forderte die Arbeiter aus, fest zusammen zu halten. Herr Lisberger aus Offenbach befprach die Kaffresteucr. Wegen eines plötzlichen Regenschauer« mußte die Ver- sammlung eine Viertelstunde veitagr werden. Nach kurzer Zeit war der Himmel wieder heiter und die Versammlung ragte weiter. Herr Haustein aus Offenbach bekämpfte das Vorgehen der Polizei gegen gegen die Arbeiter, sowie die Thätigk-it des Reichstages. Große Heilerkeit rief Redner hervor, als er erklärte: Wenn 80 alte Weiber im Zollparlament gesessen hätten, selbst dann wäre ein besseres Resultat erzielt worden als jetzt, und es wäre die Kaffee- steuer nicht erhöht worden. Herr Menge au» Mühlham besprach das Arbciterelend im Gegensatz zu der Schiem- mcrei der Reichen und gedachte hierbei der Strousberg'schen Champagner- und Goldfischgeschichte. Herr Eberhardt aus Isenburg schilderte den Untergang des Mittelstandes und beleuchtete die Bestrebungen de« Allg. deutsch. Arb.- Vereins. Herr Ehemann au« Mühlheim besprach die Grundlage des Allg. deutsch. Arb.-Vereins durch Lassallc und die Anfeindungen desselben. Herr Schulze aus Offenbach sprach in sehr eindringlicher Weise gegen die Lauheil der Arbeiter und forderte zur Einzeichnung auf. Herr Eidmann aus Frankfurt a. M. geißelte dieAbge- ordneten der Fortschrittspartei und gedachte in nicht sehr schmeichelhaften Worten der Herren Liebknecht und Bebel. Der Vorsitzende Stürtz forderte hieraus etwa anwesende Gegner auf, das Wort zu ergreiffn; als sich Niemand meldete, wurde die Versammlung geschlossen. Zahlreiche Einzeichnungen fanden statt. Alle Anwesende gaben sich das Versprechen, bei der im September statt indenden Zollparlamentswahl nur einem Arbeiter ihre Stimme zu geben. Nun ging es zur Stadt zurück, und wir verbrachten den Abend in der heitersten Stimmung in unserer focial-demokralischen Stammkneipe bei Herrn I. Preiß, wobei der Gesangverein Lassallea seine Schuldig- keit that. Mit Gruß Ferd. Bischofs, Schriftführer. Aschersleben, 15. Juni.(Niederlage der Ehr- lichen.) Am vorigen Sonntag fand hiersrlbst eine Ver- ammlung statt, in welcher die Herren Bremer nnd Köh- er aus Magdeburg ihre„ehrliche" Weisheit vor den hie- igen Arbeitern auskramten. Sie wurden jedoch von den Herren Hurlcmann und Lampe aus Magdeburg so tref- send wiederlegt, daß die hiesigen Arbeiter vollständig von den nichtigen Phrasen der„Ehrlichen" überzeugt sind. Verbands-Theil. (Für den Allg. deutsch. Arbeiterschaft- Verband.) und A Übe KV i» daher hier um so größer. mäßig angelegter und wohl organisirter anzunehmen, daß uns alle Brüder und Parte>t' Deutschlands jetzt kräftig unter die Arme greisen, der Sieg für alle Arbeiter Bremen« und der ilv" �, zewiß sein wird, nicht blas für un» Zimmerer.'> Also aufgewacht, tretet ein für unsere Rechte, kämpfen den Kamps für die Sache der Enterbte«, In? Unterstützungen nimmt entgegen C. Neverman«-?> d)r straßc 27. Mit social-demokratischem Gruß und 9( chlag____ I. .lein i Allgemeiner deutscher Maurer-Berei«. v als Hamburg, 16. Juni.(Zum Strike.) r?'sn, genoffen! Wir sind zum Kampf für unsere EftFj' woi zwuugen worden, da die Verhältnisse hier derart � daß wir als Abfindungssumme statt des Ar belli' img, nicht einmal so viel Lohn erhielten, als hilireich"�'be? unsere Existenz zu sichern. Wir Maurer tiall'' li hg uchcn Allgemciuer deutscher Zimmerer-Berei». Berlin, 17. Juni.(An die Mitglieder.) Für die strikendcn Mitgliedschaften sind bis Dato durch freiwillige Sammlungen der VereinSmilglieder ringegangen aas Berlin 447 Thlr. 9 Sgr., Lübeck 7 Thlr., Celle 6 Thlr. 26 Sgr., Bremen(Zimmerer u. Maurer) 5 Thlr. 15 Sgr., Cöln 15 Sgr., Itzehoe 4 Thlr. 14 Sgr. 9 Pf., Cüsirin 27 Sgr 6 Pf., Summa 487 Thlr. 2 Sgr. 3 Pf. Hiervon haben Unterstützung erhalten die Strikenden in Magdeburg 150 Thlr., Dortmund 3vThlr.. Uelzen 20 Thlr., Bremen IVVThlr. Zwei durch Berlin reisende Mitglieder aus Bremen,& 1 Thlr.= 2 Thlr., der Bevollmächtigte zu Friedcberg 5 Thlr. Feiner wurde gezahlt zu Reisen nach Magdeburg 10 Thlr., an Versäumnißkostcu für Aus- tragen gedruckter Aufrufe zum Sammeln auf den Plätzen Berlins an drei Mitglieder 2 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf., für Druck der Aufrufe 1 Thlr. 20 Sgr., für Schreib- Materialien 11 Sgr. 6 Pf., für Versandtporto 28 Sgr., an Zuschuß zur Stellung einer Kaution für O. Kapell 150 Thlr., in Summa 472 Thlr. 27 Sgr., bleibt als Bestand 14 Thlr. 5 Sgr. 3 Pf. Indem wir dieses ver öffentlichen und. den Gebern im Namen der Strikenden unfern tiefen Dank aussprechen, bitten wir die Geber, die Sammlungen noch fortzusetzen und fordern diejenigen, welche noch gar kein Mitgefühl für ihre lämpsendeu Ka- mcradtll gezeigt haben, auf, sich nicht von den wenigen Gebern, welche die Solidarität der Arbeiter erkannt haben, beschämen zu lassen. Lisch sind die Zimmerer in Bremen! Hamburg, Uelzen und Dortmund, sowie in Frankfurt a. M., wo gar keine Vercinsmilsliedschaft ist, im Strike, und ist daher jeder Zuzug nach diesen Städten zu vermeiden. Für da« Präsidium und den Ausschuß: M. v. Mitzel, Kassirer, Nostizstraße 6. I. Bremen, 15. Juni.(Zum Strike.) Obschon wir letzthin Hoffnung hatten, unscrm Strike baldigss durch ein Urbrreinkommen mit den Meistern ein Ende machen zu können, so sind doch diese Unlerhandlungin gescheitert und wir gezwungen, weiter zu strikeu. Die noblen Herren Meister halten olle Dienstag Abend, so lange unser Strike dauert, Versammlungen ab und haben uns in einer der ersten Sitzungen schon den Untergang geschworen. Ver- gangcne Woche kamen in der Presse Versöhuungsartikel in Masse und wurde»n« in dinfclbcn immer angeratheu al« der vernünftige Theil zuerst die Hard zu bieten. Wir setzten auch auf Sonntag, den 12. d. M. eine gemein zchaftliche Versammlung an, zu der wir die Meisser-c einluden. Wir konnten zwar voraussehen, daß die Herren sich spärlich, oder gar nicht einfinden würden, doch wollten wir, daß die Schuld, wenn kein Resultat erzielt werde. nicht an un« liege. Wir fanden un« daher um 4 Uhr pünktlich im Gewcrbehausc ein. Gegen 5 Uhr erschienen 7 der wohlbeleibten, al« human verschrieenen Meister und Bauunternehmer. Zwei davon sprachen sich dahin aus, daß sie am Dienstag Abend dahin streben wollten, daß eine Commission gewählt werde, die mit einer Commisfion unsererseil« iu Umerhandlnrg lretru solle, der dritte aber, e!n Herr Schumacher sagte uns, die Gesille«»äfchs einzeln mit ihren Arbeitgebern unterhandeln; auch>Kr Z er am morgenden Tage 8 Holzsäger, mit deneu> behelse, so gut es ginge; wenn die Mauerleutc iiit: jstch wollten, so müßten sie die Balken selbst di*», g legen u. s.«. Es scheint dies der noble, i« B"" chfltz wie so schon gut angeschriebene Bauunternehw» Z j jji Abend in der Meistcrversommlung vorgebracht zu 1 guck denn heute Mittag ließ uns ein Meister sagen,* i gestern beschlossen hätten, sich in keine Ulltery»»' kli mir uns einzulassen, sondern bloß einzeln mit ir"1 igen i iellen sich zu verssändigen. Also KriegSerkläMZ>,.1 b Leben und Tod! Merkwürdig, die Meister schwäM, z auf einmal für Staatshülfe; die Polizei, die gaitze wiilr für sie gegen un«. Alle möglichen Lügen«ü. drehungin Seitens der Meister schleudert die# ,[ � Presse gegen uns, sobald wir aber einen Artikel w luv zur Ausklärung de« hiesigen Publikum«, da bleibt a weder ganz au«, oder der Redakteur macht blei!m, höhnische Bemerkung. Wie lauge soll es noch dam�. � dies Treiben ihrer Gegnern die Arbeiter alle»ssen Ein Kampf, wie wir ihn jetzt kämpfen, bringt das klare Bewußtsein, daß wir die Enterbten s>-� sssu mit Entrüstung muß man sehen, wie schläfrig, j«�' mal noch verräiherisch, viele Arbeiter in ihrer S'" �"j losen Dummheit, oder gar den Judas im Herzen, u* ihren Brüdern und Mitmenschen herumschleichen, �' sich und ihren Familien indirekt einen Mord M'(j, Wie lange sollen wir noch die Enterbten, wie l(W J'! wir noch die Sclaven dieses Jahrhunderl« sein?*5' rafft Euch aus, schaart Euch zusammen z«w tr Bunde und steht fest zur rothen Fahne! Besaiib«* fest, wenn es diesen Herbst gilt, die Reichstags:� zu wählen! Brüder und Parteigenossen, Ihr allen Bremer Berichten ersehen, daß unser Kamss? heißer und hartnäckiger wird, daß, wenn wir b»' zu einem ehrenhaften Uebereinkommen darbielt"- schuöde zurückgewiesen wird, daß wir also wd uns gesetzlich zu Gebote stehenden Mitteln suche» f|m den Sieg zu erringen. Zwar sind Strike« über«" � gebrochen, überall find die Arbeiter gezwunge»- � Roth und Elend, sich zu erheben gegen die he»!�'*� benlung, aber in Bremen sind wir schon vier" wir en Sie! an N r4 3 b Strike, die meisten sind Familienväter und die tj_ Auch ist unser Strike»»e»»!.. zusammen und richteten an unsere Arbeitgeber lr? wchcn um Lerkürzmig der Arbeitszeit«n eise>rrsu« und Lechu-.rtzphruM»« 6 Sgr. c» Gch«.) �"bat Diese Fsrdermtg»rrrdc den betreffenden Arbeitge� teichl 26. Februar c. zugeschickl mit dem Bemerken, Zustimmung bis zum 1. April c. zu erklären chah dieses nicht, und wir ließen nach Prüfu».1' P't h bcitSverhältnisse, welche un« nicht gecigncl ttfr'f h unserer Forderung Geltung zu verschaffen, drf1 �'der auf sich beruhen. Da aber kamen die Arbeiigib»'- glaubten, unjcre Forderung wäre von uns S mit unerhörten Anträgen an uns heran. Sie KS' z 1 an Contraktc vor, welche wahrer Hohn waren. Da Druck nicht länger ertragen konnten, entschlösse« Detr mit aller Energie und mit gesetzlichen Mittel»�»urg Treiben entgegenzutreten. Denjenigen, welche"(m 9 Verein noch fern stehen, winden unjcre Ansich�M�U, breitet. Sonntag den 13. ds«. wurde in einer>i lung, welche von 3500 Maurern Hamburgs und, Jttaft gebung besucht war, unsere an die Arbeitgeber«»6 ii Forderung berathcn. Die Versammlung erklär»�« Bc .........�ir tu m'tun Mann sich für Arbeitscinflelluug. Der Geist, de bei den Betheiligten zeigte, wird auch, so Strike dauert, anhalten, und werden wir jetzt_T�sse„ ncuuc oaurri, anqouen, uno wcrocn wir je«,- u Vormitlaz« eine Versammlung der Maurer adh�'«r o wir uns gegenseitig geloben, einig und fest°«ds ichen, mag hereinbrechen, was da will. Dieser ich auch in den öffentlichen Aufzügen, welche sta'�i'"«B haben, kundgelhan und ist vom Publikum anerlo�»>s-n. � rrz/iA cm______„„v o:—______ r.____.... firtJ � t ffc 1 entsl den. 6000 Maurer und Zimmerer bewegten si�.. größten Ruhe nnd Ordnung, obschon diese Ard« der Bourgeoisie„eine rohe Klasse" genannt s«1� hat jetzt das Gcgenth-.il erkannt, und ist eS die sation, welche bei un» feste Wurzel gefaßt hat, d' welche die« Resultat bewirkt hat. In Bezug Strike bitten wir Euch, Parteigenossen in Nah � un« lhalkräftig zur Seite zu stehen, damit ftt!''. Augen sich auf die Strike« der Maurer und 5, richten, der Kampf siegreich durchgeführt wird. den stets gezeigt, daß wir da sind, wenn � unsere Sache cinzutreten, und werden auch 1"- Zeil auf dem Platze sein. Etwaige Unierstüv«' zu senden an den Kassirer der Strikekafff � mann, St. Georg Koppel Nr. 95, 2. Etage. Der Zuzug ist abzuhalten. Mit social del«� Gruß und Handschlag Das Slrike-Ü' Der Strike der Bauarbeiter Hamlurgd die„Köln Zlg", welche gewöhnlich die Aibe«'?. »srnehmignoriil, zu folgendem SchmerzenSschf', „Hamburg, 14. Juni. Der hiesige leider von den Führern der social-demokralisck' 8- deuis M 'sie Varl «? "tief it' 1 'diel «sie Z-i• M-b sirde »ich. dl! alt ffun »'che 'sser ijffüf 0; dazu auseisehen zu sein, uni Erperiininlc mil� y stellungen zu machen. Vor bald einem Jahr« zst. während einiger Monate dir„Strike" von el«�(S beilern der Lancnstein'schen Wagenfabril �Q. schlimmen Excessen endete, dann hatten wir � ft masserhaste Arbeitseinstellung der Stiinmch'»�,» Hz' 8 und Zimmerleute, etwa in der Zahl von 350X� Als Zweck des Strike wird angegeben:>>«"-, der Tageßlohuc« von 1 Thlr. aus 1 Thlr. gleichzeitiger Verkürzung der Arbeitszeit NM'' ,1� vt indem die freie Zeit zum Mittagessen von Uhr, statt wie bisher I Uhr, ausgedehnt Die Arbeitgeber haben sich bis jetzt enlschi"' � diesem Begehren nachzugeben. Die AufteizuvSA ist offenbar von außen hergekommen und ßtg geleitet. Daß die in Folge der Dcn>rA Cpcesse beim Slrike der Louenstein'schcN lA, hier Verhafteten und Angill-glen vom ffnn seiner Zeit sämmtlich freigesprochen wurde«, r# � ______________«Arlli1>0 v weise nicht vollständig genug waren, � � Nachwirkung geblieben zu sein. Den 8"�,# beilerbewegung ist dadurch die Zuvrisichf b pil«,' die Einschüchterung der Masse der Arbeit'*' � jv svrtarbeitcn möchien, bedeutend erlrichlert- lßchslose Terrorifirung der großen Medrzahl der Ar. '!ir ScilcnS einer kleinen, aber energischen Minderheit nu! solche Strikes wie der jetzige erklärlich, denn eine tw ilich gerechiferligle Veranlassung liegt in keiner Weise 1'"*■ Gelingt es den Arbeitern, hier ihre Forderungen � chsetzen, so wird man bald in anderen Städten von w* Nachahmung des Beispiels hören. Man wird aber i" Cache vorläufig ihren Verlauf nehmen lassen müssen !-''.dos Einzige, was die Polizeibehörde thun kann, bc l®8" bft sich darauf, im ausgedehntesten Maße diejenigen .V®|tn oder von auswärt» heranziehenden Arbeiter, welche ltn bisherigen Bedingungen arbeiten wollen, gegen jrg- Terrorismus der strikenden Genossen Nachhall ätzen, so wie mit aller Strenge und Aufmerksam gen die Excedenten einzuschreiten und die Beweis i'"f! zu sichern."— ("Täuä Vorstehendem ersieht man recht deutlich, wie gern ' liberale Bourgeoisie mit Gewaltdie Arbeiter zu � tin treiben möchte, und gleich sich hinter die Polizei ""z■ wenn die Arbeiter sich nicht länger gutwillig ausbeu. tV,Ttn-_ ''■ j"tfi. deutsche bereinigte Metallarieiterschaft. Arnbach, 15. Juni.(Zur Notiz.) Die Abrechnung �rr Hauplkasse sllr April und Mai werden die nächste dersandt. Das Mitglied Albert Rolov inBuckau er Mitgliedirechte auf Grund des§ 4 verlustig. ersuche ich um pünktliche Einsendung der Abrech- überhaupt ist die größte Pünktlichkeit nöthig, wir als ein geschlossenes gut geordnetes Ganze in im Verband eintreten können. Mit social-demo M Gruß Hauflein. oil' Arbeiterlesebuch. lede vonljLassalle. am IS. Mai 1863 zu Frankfurt am Main gehalten. (Fortsetzung.) ran knüpfe ich noch eine kurze Erörterung der Frage. hat mir zum Borwurf gemacht, unzeitgemäß rische Situation, die Entwickeluug der politischen zu stören. wenn irgend Etwas, meine Herren, so ist es rben so sehr die politische Situation, mein Poll h brfl Programm, kurz die politische Seile dieser Er� itii*1> Überhaupt, was Sic nöthigt ihr zuzujauchzen. Wäre denn keine demokratische Fiber mehr -er 1 i" t8 wirklich dieser unglaublich schlechten Presse, 1 L(lfl' l5 Jahren Deutschland vergiftet, gelungen, Sie !?°sralisiren und in liberale Bourgeois zu ver- Leute, die an den Forlschritt glauben auf sogenannten V-rsassung in Preußen und des srien preußischen VeifassungSlcbenS? Sind Sie tinokratcn— wozu rede ich zu Ihnen?! Ich �nne Lust und keinen Beruf, zu Andern zu . i als zu Demokraten! .JjJ J"" aber noch eine demokratische Fiber in Ihnen SPfS.was wollen Sie mit der ForlschriilSpartei? und rras', �.en Sic um der Forlschrittspartci willen gegen lbelt�Unvnien, der ich das Banner der Demokratie cnt- —(Stürmisches Bravo.) tial�jW» hat die Forlschrittspartci mit der Demokratie ew'ljfwtachm wir! •) JLj' W' selbst d-n Namen der Demskratie verläugnet; eitj�j ntt demskratssch, sie will cS nicht sein; und der ''((. wiiz schon der, daß ste sich selbst nich: mehr tB'" M.'os, �-'ttede sie diesen alten und ehrlichen Namen iVLt, u'1 haben ohne Grund? würde sie ihn ohne Grund K l d gegen den unbestimmten und schielenden und wenn sie demokratisch sein „Demokratie" ist als Sie glauben dG** Fortschritte porlei, '®tt'önjznfn des Namens le»k i 6 anderer Hinsicht wichtiger, . ssin Demokratie war da» einende Band zwischen iitelr I'ilrgeoisie und dem Arbeiterstand. Indem !che � Namen abschüttelte und verläugnetc, zerschnitt sich»� � jener Seite her dieses einende Band, pflanzte er � � Banner nicht mehr einer demokratischen, sondern Walen Bourgeois-Bewegung auf, der Sie folgcu .sj i,'"d in der That folgten bis auf den heutigen Tag. läi»�' Bedeutung hat eS, wenn das gleichsam osfici- -"f'fii l,tr Fortschrittspartei zu Berlin, die Berliner o"j, wug, schon 1859 erklärt hat, cS gebe keine De- tzl% mehr«) adh�. w aber abgesehen vom Namen, die Schicksale tus-f� �»d« werden natürlich in den großen deutschen ser v! rutschioden und ausgekämpft, nicht in den kleinen. sto�tz.w»ß gch aie deutsche Fortschrittspartei schon ge "> nach ihrem in der Aclion begriffenen Fll Fortschrittspartei in Preußen, bcurtheilt zu Fortschrittspartei ist in Bezug auf mich lnib verfallen. und Fortschrittspartei V �tn> nach ihrem in der Aclion begriffenen Flügel, Srb< t sir'l �uischc J äderst lächerlichen Widerspruch verfallen. «»»Wi idxmisch, fllhlt sie sich als eine ."orteiW'�W « Itt � nicht identisch mit ihr, wa» will ste van mir? � ich sie nicht angegriffen, dann habe ich sie »,, J?»wähnt in meiner Broschüre. z, Ud sich aber identisch mit der preußischen Fort- �— warum ruft sie mir durch den Mund i�iithter zu:**) ich unterschiede nicht genug 1?» deutschen und preußischen Fortschrittspartei?— sie ist mit ihr indcutisct! '' deutsche Fortschrittspartei ihren preußischen gcmißbilligl? Zeigt sie nicht gerade durch gs �.'Ung, mit welcher sie in diesem Eonflict zwischen :i"''zti«'n Fortschrittspartei m>d mir Partei gegen Hrcft jh l'''n hat, von Neuem ihre Jdentüät mit dci 7: Fortschrittspartei? sch»� i* ruB'fcht Partei abcr hat das allgemeine Wahl- it'j es! ons ihrem Programme; sie hat eS nicht nur hrc ,c shrem Programme, sondern nachdem es Herr II" ,et Berlin darauf gesetzt hatte, hat sie es einige it»�, gestrichen. ' dieses mir mitgetheilte Factum bereits in es�''äcr Rede erklärt, die lange gedruckt und ver- «ein Blatt kein Mensch hat widersprechen äh'n Herren, die Herrn Foucher und l�.daben sogar in Leipzig ausdrücklich erklärt: s,bx fassen Wahlgesetz eine solche flamer ye- •u* � die jetzige preußische, so sehe man zo, ». wt das allgemeine Wahlrecht gar nicht!! S, VollSzeitung erklärte schon in ihrer t'• November 1868:„Die Eardinalsroge der -°os allg, meine und geheime Wahlrecht, haben „.„„"»d auf Jahre hinaus vertagt!" n x!?'"'"'"d verzeihen wollte, wohin li»,» bürgerlich-liberale Bewegung gebracht < canu sie e« bringen? Hat sie auch nur c�jck �lt'i!«i die Artikel der Berliner BolkSzeltung ') V''itn/i' 3a �U- u. v. andere. winem gedruckten Bericht über meine Broschüre ihre eigenen bürgcrlich-libcraleu Zwecke erreicht? Jetzt liegen doch die Thatsachcn auf dem Tisch und sollten sllr Jedermann klar sein! Wohin, frage ich, hat cS die bücgerlich-liberalc Bewegung in den 15 Jahren, die seit 1818 verflossen sind, während welcher die Demo kratie von dem Schauplatz abgetreten war, wohin hat sie es gebracht? Nun, von Tompromiß zu Compromiß, von Nachgie bigkcit zu Ziachgicbigkcit, von Vermittlung zu Vermilt- lung dahin, daß wir heule in Preußen nicht einmal dos haben, was in den kleinen coustilmionellen deutschen Ländern schon seit den zwanziger Jahren besteht, daß wir nicht einmal da» Budget-BewilligungSrecht, nicht einmal die Grundlage irgend welchen VersassungS-StaateS be- sitzen,(Bravo!) daß wir im reinen Absolutismus levcn! So hat die liberale Bourgeoisie Stück sllr Stück alle Errungenschaften wieder verloren, welche uns die De- mokratie im Jahre 1848 mit ihrem Blute erkämpft hat, o weit verloren, daß sie jetzt auch noch das letzte Recht, an welchem der Bourgcoifie selbst am mristen gelegen war, das Budget-BewilligungSrecht verloren hat, und eldst so noch hat die Fortschrittspartei, welche die große Majorität in der preußischen flammer besitzt, sich nicht entschließen können, einen offenen und entschiedenen Bruch mit der Regierung zu erklären, sondern sie ncrgelt und vemittelt weiter. Statt, wie ihre unbedingte Pstlchl gewesen wäre, das Tafeltuch zwischen der Regierung und sich zu zerschneiden, bleibt sie ruhig an demselben Tisch mit einer Regierung sitzen, die ste selbst für criminalrecht- lich verantwortlich erklärt hat!(Bravo.) Während sie in ihren Reden selbst erklärt, daß die Regierung die Verfassung umgestürzt hat, bleibt sie ruhig, Amendement auf Amendement stellend, sitzen und Hilst der Regierung somit den äußeren Schein festzuhalten, als bestände noch ein constitutioueller Zustand überhaupt. Sie ist aus Schwäche geraoezu der Tomplice) der Mitschuldige der Regierung. DaS Maß unserer Geduld ist also erschöpft und muß eS fein. Warum habe ich mich nicht schon so lange erhoben, meine Herren? denn ich und die entschiedene Demokratie überhaupt, wir haben nie gezweifelt, daß die von der li- bcralcn Bourgeoisie an Stelle der Demokratie gesetzte Be- wcgnng diesen kläglichen Ausgang zuletzt nehmen müsse. Wir haben das Jahre lang vorher gewußt, aber wir ühlten die Pflicht, zu warttn, bi» die Thatsachen auf dem Tisch liegen, Thatsachen, welche die allgemeine Ucberzeu- gung bestimmen könnten. Heute ist dies eingetreten. Wer heute nicht ficht, muß blind sein oder will nicht sehen. Heute also ist es ein ganz gedankenloses Gerede, wenn man mir vorwirft, die Einigkeit ausheben zu wellen, denn wenn die Einigkeit der Güter höchstes wäre, nun, warum ind wir denn nicht Alle, wir und die Fortschrittspartei einig mit der absolutistischen und Militärpartei und um- halsen uns gegenseitig?(Heiterkeit.) Als» darauf kommt es an, worin man einig Ist: eine Einigkeit in der Schwäche, in der Würdelosigkeil und in der Matthelt, die Ist kein Vorthcil. Viel besser ist es, alle frischen Elemente herauSzu- iondern und um ein großes und starkes Banncr zu ver- 'einigen. Noch vor zwei Monaten hat man mich damit ange- griffen, daß selbst die ganze liberale Presse in England unsere Fortschrittspartei ancrckennc. Es ist wahr, das war noch vor zwei Monaten der Fall. Lesen Sic aber die Artikel, die seitdem in den„Time«", in den„Daily-Ncws" stehen zc., Artikel die sich nicht mehr gegen die Regierung, sondern gegen unsere flammest wenden und geradezu erklären, eine flammer, die sich dies bieten ließe, die sei— wörtlich— der Gipfcl aller Er- niedrigung für dos Volk.(Bravo.) Also, was war denn mein Unrecht, meine Herren? Daß Ich eben ein Politiker war, d. h., daß ich um einige Monate voraus wußte, wa» einige Monate päter alle unparteiisch denkenden Menschen sagen würden! Wenn man mich also gcftagt hat(eS ist 1)r. Büchner der mir die Frage gestellt,):„warum warten Sie nicht, bis die Bourgcoifie ihren flamps mit dem Militär-Staat ausgekämpft hat," nun, so kann ich Ihnen jetzt die wahre Antwort geben:„Ich habe auf jenen Zeitpunkt nicht gc- wartet, weil dieser Zeitpunkt niemals kommen wird!" Die liberale Bourgeoisie kann diesen Kampf nie siegreich auskämpfen, das einige Mittel zur politischen Freiheit ist gerade gleichfalls wieder diese Bewegung, die ich erhoben habe, und das will ich Ihnen nun beweisen mit Gründen, die immer stärker und mächtiger anschwellen sollen und für die ich mir Ihre ganze Aufmerlsamkeit erbitte. Unsere liberale Bourgeoisie, sage ich, kann den Mi- litär-Staat nicht brechen, kann die politische Freiheit nicht erkämpfen Der ersie und noch allcrschwächstc Grund hierfür ist, daß sie als Klasse unterg-gangen ist in einer halben Bildung. Die höchste Bildung erzeugt Kraft, die halbe raubt sie. Dies ist aber nur der schwächste Grund.— Ich weise Sie zunächst auf Thotsochen hin. Hat die Bourgeoisie bei uns jemals sich zu der Energie der französischen Bourgeoisie von 1789 und 1836 empor- geschwungen? Hat sie jemals irgendwo eine energische Aclion hirvorgerusen? Niemals! AIS Ludwig XVI. in Frankreich die constituirende Versammlung auflösen wollte, da antwortete die Bour- geoisie einstimmig durch den Mund Mirabcau'«: Wir werden nur der G-walt der Bajonbtte weichen. Nun wohl, im Jahre 1819 tagte auch hier in dieser Stadt eine constituirende Versammlung— und als der flönig von Preußen die Deputirtcn zurückrief, da lief die große Majorität eiligst nach Haus und nur eine kleine Minorität widerstand und ging nach Stuttgart.— Von den Königen sagt man: ultima ratio rexuw, der letzte Grund der Könige, ist die Kanone. Unsere Bourgeoisie wird niemals, geschehe was wolle, an die Energie eine« solchen Grundes appelliren! Daran hindert sie nicht nur die Furcht vor den Regie- rungen, sondern auch die Furcht vor dem Volke! Heute gängelt sie Sie, abcr sie weiß sehr genau, daß sie in der Hitze gewisser Ereignisse diesen Einfluß»er- liercn würde und sie fürchtet Sie immer noch mehr ol, den Absolutismus! U-ch darum wirft sie sich, und wenn ich weiß nicht, ob das Frankfurt a. M. oder Frank- surt a O. war,): E» ist eines der Blätter seiner Farbe, die Bossischc Z-ilnng. nicht ein demokratische« Blatt, au« welchem Ich sie vortrage. Er weißt daraus hin, daß" die preußische Regierung s'i, die doch einmal hrporlsch zur Vollbringung des EinigungSw-rkes durch ihre Machtstellung in Deutschland berufen sei und fährt wörtlich fort: „Die Z-it des Absolutismus der nach eigenem Sinn und mit selbstischem Gutdünken die Geschicke der Völker lenken wollte, sei vorüber und die so vielfach von Gott gesegnete Preußische Dynastie werde auch einen Träger finden, der das geläuterte monarchische Princip in wayr- hast richtiger Weise zu verstehen und für das eigene Land, wie für das gesammtc Deutschland zur Geltung zu bringen wissen wird. Muth und Ausdauer im Volk würden einen solchen Träger in der preußischen Dynastie schassen, wenn er auch wirklich noch nicht vorhanden sei." (Großes Gelächter.)„Dasselbe(das Volk) lege gerade seine wirkliche politische Reife dadurch an den Tag, daß eS den Weg der Revolution im Gegensatz zu den andern Völkern verabscheue und den der friedlichen und sittlichen Agitation betrete." Und dies, meine Herren, wurde gesagt, nachdem be- reit« das Budget-BewilligungSrecht verweigert und dem Votum der flammer zum Trotz die Militär-Organisation eigenmächtig durchgeführt war! Die« wurde gesagt in einer Zeit, wo principiell die Dinge ganz so lagen wie heute! Wer also, meine Herren, will Sie der Reaktion über- liefern, wer will Sic mit Gewalt der Preußischen Re- aklion in die Hände spielen? Und unter solchem Banner wollten Sic marschircn? Und unter solchem Banner glauben Sie eine so ernst- haste und reale Macht, wie der Absolutismus und der Militärstaat ist, beugen zu können? Au« Furcht vor Ihnen zwingt man sich zur Hoffnung nach Oben; und mit dieser Furcht nach Unten und mit dieser Hoffnung nach Oben glauben Sie, könnte man Etwas ausrichten? Wie sagt Goethe?: „Was ist der Philister? Ein hohler Darm Voll Furcht und Hoffnung, daß Gott erbarm!" (Gelächter.) Eine solche Philisterbewegung kann niemal» Resultate haben, und wenn wir Jahrhunderte, und wenn wir durch ganze geologische Erdperioden hindurch warten wollten! Jetzt werde ich aber erst den letzten und wahrhaften Grund geben, weshalb die liberale Bourgeoisie die poli- tische Freiheit bei uns nicht herbeiführen kann. Ich habe Sie bisher nur auf Thatsachen verwiesen. Sic sollen jetzt auch ihren tiefsten nothwendigen Grund erfahren. Wenn wir seit 1848 Schanze für Schanze, Position sllr Position, Alles verloren haben, was wir damals er« kämpften, so begreifen Sie, daß eine solche löjährigc Geschichte nicht zufällig sein kann; daß sie einen innern Grund haben muß, der sie mit Nolhwendigkeit her- vorruft. Diesen Grund werde ich Ihnen jetzt-utwickcln. Sic werden sehen, daß sich aus diesem Grunde die gesammte deutsche Geschichte seil 1848, und ebenso die sranzöfische seit 1789 erklärt; Sic werden daraus ersehen, daß der Grund für die Energielosigkeit unserer liberalen Bourgeoisie im Vergleich mit der französischen dmchauS nicht blas im Nationolcharaklcr liegt, sondern weit tiefer, und daß der einzige Weg zur Erlangung der politischen Freiheit der ist, sich um das Banner zu schaarcn, das ich heute vcrtheidigc. Dieser Grund lautet folgendermaßen: die blo« Po- litische Freiheit kann heute nicht siegreich erkämpft werden, weil kein materielles Interesse, weil kein fllasseninteresse und somit keine Klasse hinter 'hr steht. Wer steht denn mit Energie und Aufopferung hinter der politischen Freiheit? Wer? Ich, und noch etwa tausend Ideologen in Deutschland. Unter Ideologen verstehe ich in diesem Augenblicke alle Solche, die ihr Lebtage in Büchern gelebt haben und gewohnt sind, in Ideen und Gedanken zu existircn und Alle« für sie aufzuopfern. Außer diesen Ideologen viel- leicht noch, wenn es hoch kommt. 10 oder 15 Tausend Menschen, zerstreut über ganz Deutschland, die, ohne Ideologen zu sein, durch ihr Naturell mit einer so heißen Liebe für die Freiheit begabt sind. Wa» kann diese Handvoll Menschen? Abcr welche Klasse steht hinter der politischen Freiheit? Keine! Die liberale Bourgeoisie liebt freilich die Freiheit, abcr sie liebt sie, wie man ein Ornament im Zimmer, wie man einen schönen Schmuck liebt; kann man ihn haben, ist eS gewiß besser; kann man ihn nicht haben, ist cS auch gm! Man geht dafür weder ins Wasser. noch ins Feuer. Die Hauptsache für die Bourgeoisie bleiben die male- ricllcn Jntercss-n, Handel und Wandel, Industrie und Produktion; aber alle diese erfordern Ruhe, und ernste Kämpf« für die Freiheit würden diese Ruhe momentan nur gefährden. Und so begibt sich die liberale Bour- geoisie noch viel lieber der politischen Freiheit, als daß sie durch einen ernsten Kampf die Ruhe und dadurch ihre materiellen Interessen gefährdet. Wer also, welche Klaffe steht denn hinter der politischen Freiheit? Der Arbeiter vielleicht? Ja. für einige Wochen, für einige Monate freilich, in Folge seines warmen und -dclmüthigcn Gefühles! Und so kann und wird er auch immer von Neuem, wie im März 1848, momentaiic Schlachten für sie schlagen und momentane Siege sllr sie erringen. Aber auf die Dauer kann auch er nicht hinler der Mos politischen Freiheit ausharren! Dies ist un- möglich. Die Sorgen für seinen Taglohn, für seine und seiner Familie Existenz nehmen ihn zu sehr in Anspruch; er kann von der Mos politischen Freiheit nicht satt werden, und so muß er tuletzt eimallen und auf die Dauer die Dinge gehen lassen, wie sie ebcn gehen. Wersen Sie von hier aus einen Blick auf Frankreich, und es werden sich Ihnen die scheinbar größten Wider- prüche in Frankrrickis Geschichte, sowohl die Revolution von 1789 wie der Napoleonische Staatsstreich von 1851, ütereinstimmend erklären. Die Revolution von 1789 war durchaus nicht eine blo« politische Revolution: eS ist ein hoher Jrrthum, die« zu glauben. Es war eine sociale Repolulion, eine Revolution mit materiellen Interessen; cS handelte sich für die Bour- geoisie darum, die feudale Produktion in Industrie und Ackerbau zu brechen und die freie Ausbeutung de« Ea- pital«. die heute überall besteht, an ihre Stelle zu setzen. Für diese Zwecke hatte sie Energie und Feuer. ES war eine sociale Revolution, und um solche so- ciale, materielle Interessen handelte eS sich 1789 und auch noch 1830. AIS aber unter dem gegenwärtigen Napoleon, von dem freilich nicht zu besürchten war. daß er die fcu- dalen ProduktionSzustände wieder herstellen werde, daß -r die materiellen Interessen der Bourgeoisie verletzen könne, als e« sich jetzt darum handelte, jage ich, gegen ihn die bloße politische Freiheit zu schützen,— da war die französische Bourgeoisie eben so schwach und matt, wie die unsere, und ließ sich und läßt sich nun schon seit 12 Jahren die politische Freiheit ruhig rauben! Handelte es sich bei un« heute um die socialen Freiheiten für die Bourgeoisie, um die e« sich 1789 in Frank- reich handelte, um die Tapital-Freiheit und alle jene materiellen Interessen, die mit ihr verbunvxn sind, nuit, unsere Bourgeoisie würde vielleicht dieselbe Energie sin- den, wie damals die französische. Aber um diese materiellen Fragen handelt e» sich vicht mehr. Unsere Regierungen haben sich vorgesehen. Sie haben die sociale Seile der 1789er Rivolution von selbst und zum Theil seit lange eingeführt; und die bloS politische Freiheit vermag die Bourgeoisie nicht in'S Feuer zu bringen, vermag sie nur zu frommen Wünschen und unschuldigen Redcllbungen zu stimmen. So habe ich nun gezeigt, daß hinter der blo« poli-- tischen Freiheit keine Klasse ficht und stehen kann. Ihr entgegen aber stehen die Mllilärpartei und der Adel, der Aosolulismus und die Bureaukrarie, und zwar mit der höchsten Energie, mit aller Energie, welche so-- ciale Interessen gewähren, denn für diese Klassen Handelt es sich darum, die Reste ihrer Herrschaft zu ver- lheidigen. Hinter der Reaktion stehen also Klassen mit der höch« i-n Energie, die Nägel und Zähne daran setzen; hinter der polittlchen Freiheit steht keine Klasse, steht Nie- mand als eine Handvoll Ideologen und Gefühls« menschen! Kann eS Sie da wundern, daß die politische Freiheit eit 15 Jahren Schritt für Schritt von der Reaktion be- regt wurde? Kann e« Sie da wundern, daß die Bour- geoisie nicht vermag und nie vermögen wird, ihren Kampf mit dem Militärstaat siegreich ouszufechten? E« ist also gerade das gllößle Interesse der politischen Freiheit, ein Klassen-Jnteresse, ein sociale» Jnicr- esse hinter sie zu werfen, und zwar gerade da« Interesse der an Zahl und Kraft so unendlich überwie- genden unbemittelten Klassen überhaupt. Jeder, der die politische Freiheit liebt, müßte mir vor Allem dafür dankbar sein, denn auch die politische Freiheit wird nur unter diesem Zeichen siegen! Sie fühlen jetzt, meine Herren, wohl deutlich, wie lügnerisch es war, mich zu beschuldigen, der Reallion zu dienen! Ich sage nicht blo«, wie unwahr es gewesen! E» würde ganz erstaunlich unter meiner Würde sein, meinen Charakter erst noch zu verlhcidigcn. Der rheinische Ardeiterstand, mit dem ich 10 Jahre gelebt habe und der mich kennt, er hat sich in Düffel- dors, Solingen, Köln, Elberfeld mit Entrüstung er- hoben, um diese nichtswürdige Verleumdung zurückzu- weisen. Ich sage also nicht Mos, daß diese Beschuldigung unwahr war, sondern daß diese Unwahrheil auch denen bekannt war, welche sie gegen mich vorgebracht; daß sie bewußt und schmählich in's Gegentheil hinein gelogen! Nicht Reaktion befürchtet die liberale Bour- geoisie von mir, wie sie behauptet, sondern umgekehrt, sie ürchtet, daß sich aus dieser Agitation im Lauf- einiger Jahre da»-llerernsthasteste Gegentheil von Reaftion enl- wickeln könnte! Geben Sie mir 500,000 deutsche Arbeiter, die in meinen Verein eintreten— und unsere Reaktion ist nicht mehr! Das weiß unsere Bourgeoisie, das fürchtet sie von mir, deshalb hat sie sich mit dieser Wulh auswich gestürzt und während sie fürchtet, daß ich Ernst mache mit der palitischen Freiheit, beschuldigt fic mich, der Reuk- lion zu dienen! Jetzt stimmen Sie über den Antrag, den ich bei Ihrem Präsidenten hinterlegt habe, da eß»«lich jar Abstimmung über einen ähniichcu, tsmud» von tuk cw- g ereichten Antrag nicht gekommen ist. Jetzt stnumlu Sie und Jeder nach seinem Gewisse». Un» noch Ein«: die Spaltung Zwischen uns und der Fortschrittspartei läßt sich uicht mehr virmeideu. Es ist eine Spaltung wie die Sondcrung der Spreu vom Weizen! Und jedenfalls— diese Spaltung ist ein- mal eine vollendete Thatsache; Leipzig, Hamburg, So- lingen, Düsseldorf, Elberfeld, Köln werden das Banner dieser Bewegung nicht mehr sinken lassen. Die Spaltung ist da, j-tzi ist e« nicht mehr Zeit zur Diplomatie und zu Nützlichleitsrllcksichten; auf Ehre und Gewissen muß sich jetzt Jeder von Ihnen sondern zur Spreu oder zum Weizen! UederdieS: noch habe ich da» Mißvcrständniß zurückzu- weisen, daß ich eine abgesonderte Bewegung machen wollte mit dem bloßen Arbciterstande, das ist mir nicht eingefallen. Da« Banner, da« ich erhoben, ist da» demokratische Banncr überhaupt. ES giebl sehr tüchtige, sehr kräftige Elemente in der Bourgeoific. Ich selbst und so viel Andere unter un« ge- hören ja zu ihr. Alle diese werden und müssen sich zu un« halten. Ich habe natürlich doch Nicht« gegen die Glieder eine« Standes, dem ich selbst angehöre! Ich erhebe mich nur gegen die schläfrige und malte Bewegung, welche die Bourgeoisie al« Klasse betreibt und als Klasse einzig betreiben kann, gegen die liberal-sortsqrittliche Bewegung. Die Frage ist nur folgende: Sollen wir mit allen tüchtigen Elementen in der Bourgeoisie hinter diesem arblvsen, schläfrigen liberalen Banncr einhergchen und uns von seiner Schwäche mit anstecken lassen? Oder aber ollen alle tüchtigen Elemente der Bourgeoisie mit un» unter dem unseligen einhcrgehen und von uns mit unserer Energie durchdrungen werden? ES ist eine allgemeine demokratische Volksbewegung und keine bloße Klassenbcwegung, zu der ich rufe; kein wahrer Demokrat wird davor zurückschaudern, daß da« LooS der arbeitenden Klaffe durch eine vom allgemeinen Stimmrecht gewählte Versammlung verbessert werden soll. Kein wahrhast demokratisches Herz wird davor zurückbeben, daß die vereinigte Intelligenz der Gesellschaft durch staatliche Maaßrcgcln den nothlcidenden Klassen Helsen soll. Es ist die« im Gegentheil zuletzt der wahre Vortheil aller Klassen. Helsen Sie mir also dieses Banner hochhalten und binnen Jahressrist wird sich um dasselbe versammelt haben Alle», wa» einen demokratischen Blutstropfen hat in ganz Dcuischland!(Bravo!) Noch ein letzte« Wort ehe ich schließe. Da« können Sie nicht entscheiden, daß ich Unrecht habe! Ich bin gerechtfertigt schon heute vor allen wahrhasten Männern der Wissenschaft und werde jedenfalls eines Tag» gerechtfertigt sein vor der Geschichte; denn so gewiß ,ch vor Ihnen stehe, so gewiß ist es, daß eine Zeit kommen wirb, welche solche SlaalSeinrichtungen sehen wird. Abcr in Einem werde ich Unrecht haben, wenn Sie gegen mich stimmen. Wenn Sie, wenn die große Majorität de« deutschen ArbeiterstandeS gegen mich stim- mcn kann, so wird dann bewiesen sein, daß der deutsche Arbeitcrstand noch nicht reis ist zur Klarheit und Ein- ficht und daß cS deshalb vorzeitig ist, ihn befreien zu wollen. Stimmen Sic gegen mich, stimmt die große Majorität de« deutschen ArbiilerflandeS gegen mich, ja, dann werde ich zu Herrn Schulze sagen: Sie haben Recht, diese Leute sind noch nicht so weit, daß ihnen geholfen werden kann! Sähe ich nur aus mich und meinen natürlichen Leben»- Egoismus, meine Herren, so würde ich heiß wünschen müssen, daß Sie gegen mich entschieden, denn würde» Sie und nicht nur Sie, sondern wirklich der deutsche Ar« beiterstand in seiner großen Majorität gegen mich enl« scheiden, dann würde ich, gerechlsertigt vor der Wiss-n« schasl und sicher, einst gerechtfertigt ,u sein vor der iSc- schichte, mich ruhig wieder in die Wissenschaft Mückziehen, mich mit einem traurigen Lächeln über Ihre Unreise etwa an dem Golf von Neapel ausstrecken und die linden Lüfte de« Südens über mich hinwehen lassen. Ich würde ein Leben voller Qual, Anstrengung, Aerger und Aufreibung ersparen. Für mich also würde eS äußerst leicht sein, die« zu tragen. Sie aber, meine Herren, Sie würden einen der besten Freunde Ihrer Klasse verlieren und nicht nur mich, viel- leicht auf Dccennicn hinaus würde sich Jeder abschrecken lassen, der Ihrer Klasse helfen wollte. Er würde sich sagen: diese Klasse ist noch nicht so weit, lassen wir uns durch das Beispiel Lassalle's warnen! Und darum sage ich Ihnen, meine Herren, bei der ganzen Liebe, die ich zu der Sache der arbeitenden Klassen in mir trage, meine ganze Seele hängt an Ihrer Abstimmung! Jetzt stimmen Sie! (Lautes anhaltendes Bravo.) Nachdem mehrere Redner für und wider Herrn Lassalle gesprochen und nachdem circa 40 Mitglieder mit einem Hoch auf Schulze-Dclitzsch den Saal verlassen halten, erfolgte bekanntlich die Abstimmung, mit über 400 Stimmen gegen eine, zu Gunsten der von Herrn Lassalle gestellten AulrSge.(Fortsetzung folgt.) Vermischtes. —(Ueber den Selbstmord) des Soldaten In dcr Kaserne des Alexandcr-Grenadier-RegimentS zu Berlin. entnehmen wir dcr„Zukunft" noch Folgendes:„Es stellte sich der Soldat auf das Brett eines nach der Kleinen Al-xanderstraße hinauSgelegeuen Fensters und bracht- sich den Schuß bei, worauf er aus dem Fenster auf die Straße stürzte. Als man ihn dort aufnahm und nach dem Laza reth am Konigsgrabcn trug, lebte er noch, ob aber auch jetzt noch, ist fraglich.— Anders stellt die Sache au Grund eingezogener Erkundigungen, wenn auch unter dem Borbchall der Bestätigung und weiterer Ergänzung die „Staatsb.-Ztg." dar: Der Verunglückte, ein Pole, habe einen doppelt schlimmen Stand gehabt, weil er trotz allen Mühen weder seinem CorporalschastSsührer, noch feinem Lompagniechef irgend etwa» haoc zu Dank zu leisten vermocht. Beiden Herren gcgenllver sei die» freüich nichts Neue« gewesen, denn über beide seien vielfach schwere Klagen geführt worden, in Folge deren auch dcr Com mandcur bereits ernste Mahnungen an den Hauptmann habe ergehen lassen. So schlimm wie dem armen Polen sei es indessen noch keinem Soldaten ergangen, denn nur, weil er in den Schi.ßübunzen Schlechtes geleistet habe, sei er zum täglichen oder vielmehr nächtlichen Antreten um 2 oder 3 Uhr früh mit f-ldmäßigem Gepäck auf eine volle Woche beordert und mit der strengfien Strafe für die kleinsten Ordnungswidrigkeiten bei diesen Vorstellun« gen bedroht worden. Nachdem er diesen Strafdienst vom Soniktag bis zum Dienstag verrichtet halte, soll er am Dienstag Abend der Verzweiflung erlegen sein. Als die Stubenkameradrn bireiis da« Lager aufgesucht hatten, habe er sein Gewehr geladen, dasselbe gegen den Mund zaichtet und mit dem Fuße abzudrücken versucht. Die Kugel sei aber einer unwillkürlichen Bewegung wegen fehlgegaugcn und iu die Decke geschlagen und habe sich dcr verzweifelte Mensch, che ihn noch die Camcraden daran zu hindern vermochten, aus dem in der dritten Etag belegenen Zimmer auf die Straße hinabgestürzt. Wir registrircn tür heute nur, daß derpZustand deck Verunglück ten, der schwere Verletzungen am Kopfe erhalten, ein Auge verloren, den rechten Arm und das linke Bein gebrochen haben soll, als ein höchst lebensgefährlicher geschildert wird.(Wie wir mit Bestimmtheit hören, ist derselbe am 10. dss. Abends, an seinen schweren Wunden gestorben.) —(Die Selbst in orde bei den Soldaten) Hanl fen sich und gerade scheinen sie im Königreich Sachsen fast zur Epidemie werden zu wollen. Und fast alle sind hervorgerufen durch schlechte Behandlung von Seiten der VorgesetztlN. Die„Dresdener Nachrichten" schreiben' „In Freiberg kam am Sonntag fiüh abermals der b- lrUbeude Fall vor, daß ein Soldat Hand an sich selbst legte. Es war dies dcr Jäger in dcr dort stehenden I. Compagnie des 1. JägerbalaillonS, Jobann Hermann Richter, der seinen Beweggrund Abends vorher an Vcr wandte in Dresden brieflich niederlegte und al« eiu Opfer der Verzweiflung fiel. In dem Briefe sagte der junge Mann unter andern:„Ich danke Ihnen herzlich für alle Ihre Güte, aber jetzt, wenn Sie diesen Brief erhalten bin ich nicht mehr am Leben. Ich habe mich erschossen, denn der Oberjägcr A...... ic.-(hier und weiter unle» folgen einige nicht wiederzugebende Bezeichnungen) will mich in Grund und Bodeu stürzen, auch der Freiwillige Gefreiter v. C........ hat mir vor versammeltem Kriegsvolke eine Ohrfeige gegeben. Schreiben Sie an meinen Bruder Gustav in Altona und womöglich meine Compagnie, weswegen ich mir das Leben genom men habe." —(Selbstmord aus Roth.) Am 14. dss. wurd dcr Leichnam einer weiblichen Person, welchen die Oder an den Rechen dcr Kalleubach'schen Schwimmanstalt Breslau getrieben halte, an'« Land gezogen und iu dcr Entseelten eine bereits wiederholt wegen Quartierlosigkeit in Hast gewesene Schmiedewiltwe Sch. erkannt. Spuren verübter Gewaltthäligkeitcn trug der Leichnam nicht an sich.— Wilder ein direktes Opfer des großen Massenelclend» —(Arb eiter verunglückt.) In dcr Nacht vom 14. aus den 15. Juni sind aus Zeche Ritterburg bei Bochum 3 Personen durch schlagende Wetter verunglückt Einer ist todt, ein Anderer schwer und der Dritte leicht verwundet.— Bei Saarbrücken gerielh am 15. ein Hei zer zwischen die Puffer zweier Waggons uud wurde zcr malmt. —(Unglücksfall.) Am 15 Juni ereignete sich au der Bahnhossstraße zu Essen ein gräßliches Unglück. Drei Feuerwehrleute der Krupp'schen Feuerwehr darunter ein Führer, kamen mit einer Feuerspritze von Bredenei sie halten diese an-inen zweirädigen Karren zum Trans« Porte angehängt, dabei selbst aber auf einem Brette, wel- ches quer über die Karreuborde gelegt worden, Platz ge« uommcn. Durch eine bis jetzt noch nicht zur Genüge festgestellte Ursache wurde dieses Brett, als mau unten ans dcr Bahnhofsstraße angelangt war, au» seiner Lage gebracht, in Folge dessen zwei der Feuerwehrleute von dem Karren Herunterstürzten, und der Führer so Unglück lich, fiel daß ihm die beiden Seitenräder der schweren Spritze über Brust und Leib gingen, so daß dcr Tod gleich er« folgte. —(Mord.) Bor einigen Tagen begab sich ein Student in Würzborg, Sohn eine» GcrichtSarztes in Mittelsranken, in die Wohnung seiner Geliebten, eines noch nicht sechSZlhnjährigen unbescholtenen Mädchens, mit zwei Pistolen, die er kurz vorher gekauft und hatte laden lassen, uud erschoß dieselbe au» unbekannten Motiven. Dcr Thätcr wurde alsbald entwaffnet und ins Gcsängniß gebracht. —(Eine grausige That.) Ein furchtbare» Ber- brechen wurde am verflossenen Samstag Nachmittags in Leipzig verübt. Als der Zylograph Werner ausgegangen war und in dessen Wohnung sich nur feine beiden Töch- ter, Klara 18 Jahre alt und Elise 9 Jahre alt, befanden, kam der Sohn Karl Werner, ein mehrfach bestrafter und im Gcorgenhause zur Korrcction untergebrachter Mensch, der Stiefbruder der beiden gedachten Schwestern, in die älterliche Wohnung holte au« dcr Küche ein Beil herbei und schlug seine beiden Stiefschwestern dermaßen auf den Kopf, daß dieselben bewußtlos zusammensanken. Dann erbrach er da» Pult seines Vaters, nahm daraus, was er an Gelde fand, raffle Kleidungsstücke seiner Schwestern zusammen und suchte, seine Schwestern hilflo» in ihrem Blute liegen lassend, das Weile. Ein paar Stunden nachher wurden die Hausbewohner durch ein Wimmern In dcr Wcrner'schcn Wohnung aufmerksam; man drang in dieselbe ein und fand die beiden Mädchen mit bedcu» tenden Kopswunden. Klara Werner befindet sich in der traurigsten Verfassung. Sie hat sieben Hiebe mit dem Beile, einem wuchtigen Küchenbeile der größten Sorte, aus den Kopf erhalten, wovon zwei den Schädelknochen zertrümmerten und durchdrungen haben. Auch bei Elise Werner, wechc zwei Hiebe, davon der eine mit dcr Schärfe getroffen, bekommen hat, haben sich Spuren der Gehirn- erschülterung gezeigt. Der Thäter wurde in der Nacht zum Montag in einem GartcnhäuSchcn am Gärberlhore ergriffen. Das jüngere Mädchen konnte am Samstag noch bruchstückweise über die grausige That des Bruders berichten, später trat auch bei ihr die Bewußtlosigkeit ein. —(Der Sabul.) Da«„Wests. Tageblatt" bc- richtet: Vor einigen Tagen fand auf dem Sorstcr Bahn- Hofe zwischen einem reisenden Kausmaun und einem Of- izier des dort stehenden Bataillons ein kleines Rcncontre tatt. Dcr Jünger des Mcrlur gab in etwas unllber- legter Weise seine Ansichten über allerlei politische Dinge zum Besten und wurde in Folge dessen von dem betres- enden Offizier mit blankem Degen eines Besseren belehrt uud ziemlich bedeutend veihaucn.— Schade, daß der betreffende Kriegshcld nicht eiuen strammen Arbeiter an« getroffen hat, dcr den„Spieß umgekehrt" und den über- müthigen Burschen eines„Besseren" belehrt hätte. *(Arbeitermangcl im Kreise Essen.) Aus Steele, 13. Juni, schreibt die ,,Ess. V.-Ztg.":„Die Gc schäftSlhätigkcit in dem industriellen Ruhrlhalc hat iu diesem Jahre eine solche Dimension angenommen, daß der Arbcitermangel fast in jedem Geschäftszweige drückend llhlbar wird. Sind zwar zu den zeitweiligen Erdarbeiten dcr neuen Ruhrthalbahn viele Kräfte aus anderen Ge« gendcn herangezogen, so kann doch da» hiesige Terrain die nöthige Arbeitekraft nicht ganz beschaffen. Dcr Berg- und Hllilcnbetrieb, durch günstige Konjunktur wieder sehr in Blülhc gekommen, beansprucht ein großes Personal. Ist ja die Kohlennechfragr so bedeutend, dag das nöthige Quantum kaum gefördert werden kann. Hunderte von Wagen würden noch mehr beladen werden können, wenn ie nur zu haben wären. Namcuilich drückt dieser Ar« leitcrmangel die Unternehmer der kleineren Bauten und de» AchsentranSportc», und vor allen den Landmann. Verdiente früher ein Taglöhner täglich 18—20 Sgr., in dicstM Jahre steht der Lohn auf 1 Thlr. 5 Sgr. Zahlte rllher ein Landmann einem Knechte 00—80 Thlr., jetzt ordert man 100—120 Thlr. Fern sei es, den Arbeitern diesen Lohn nicht zu gönnen! man sieht aber, wer durch diesen plötzlichen Ausschwung zunächst zu leiden hat. Au» Mangel an Arbeitskraft können die Felder nicht gehör!; bestellt und die Früchte nicht vorschriftsmäßig eingeheimst werden."— Daß bei dcr großen Hitze in dem durch hohe Berge begränzten Ruhrlhoke, wo dieselbe zu einem unausstehlichen Sonninbrandc wird, sich nicht genügende Arbeitskräfte zu den Erdarbeiten beim Eisenbahnbau sin« den auch gegen einen bessern Lohn, als gewöhnlich, ist immer leicht erklärlich. Daß aber der Arbcit-rmangcl so groß ist— uud die chrinlich-kotholische„Ess. V.-Ztg." hat ja hauptsächlich die kleinen Grundbesitzer im Auge—, das können wir nicht glauben. Aber gesetzt den Fall, der Lohn stünde in jener Höhe, so ist es mit der Phrase nicht abgemacht, daß man den Arbeitern denselben gönne, sondern man darf auch nichts schreiben, was geeignet ist, den Lohn wieder herabzudrücken. Das lhut aber in obigem Artikel die„Ess. V-Ztg.", weil durch solche« Anprerscn auswärtige Arbeiter Immer noch mehr angelockt werden und so durch das vermehrte Angebot der Preis der ArbcitSwaarc wieder hcrabgcdrückl wird. Das ifi auch wohl die alleinige Absicht dcr frommen, scheinheiligen. und sogenannten arbcilcrsrcundlichcn„EssenerVollSzeiiung" geweseu. Uuter dem Deckmantel der Arbeitcrfreundlichleit »erden überhaupt die meisten Hiebe gegen die Interessen der Arbeiter geführt. —(Die Arbeiterbewegung) hat sich in Wien auch de» weiblichen TheilS der Bevölkerung bemächtigt. ES sind dort und auch in mehreren größeren österreichischen Provinzialstädlen in letzter Zeit zahlreiche Versammlungen abgehalten, in welchen die Arbeiterinnen entschieden sociali« stische Anschauungen entwickelten. —(Ueber neue Religionen in Land on) enthält die„N. Fr. Pr." eine interessant- Correspondenz, in dcr cS heißt: Neuerdings haben wir wieder drei neue Geister- Media oder Mittler unter un». Sie vertreten die Kunst, die Wissenschaft und die GotteSgelehrsamkeit. Herr Jeffe B. H. Shevard, dcr sich hier für zwei Schillinge und sechs Pen« in Southampton Rott sehen oder vielmehr hören läßt, ist ein junger Mann von einigen zwanzig Jahren, der bei religiöscm. Dämmerlichte auf dem Piano Geister-Arien spielt. Er versteht, wie er sagt, keine Musik. Er kennt nicht einmal die Noten. Unter dem Einfluß der „höheren Sphären" verrichtet er da« Wunder, Stücke zu spielen, die einer Auswahl au» Opern und Gassenhauern merkwürdig ähnlich sind. Um den spottbilligen Preis einer halben Krone kann man dies Mirakel sehen und sich, wenn man Lust hat, eine neue Religion danach ma ch-n.— Der Vertreter der geisterhaften GottiSgclehrsam kcit ist ein hochwllrdiger Herr I. M. PcebleS, der, im Berein mit dem Geistlichen einer hiesigen Taufgemeind in der Cavendishhallc seine Vorstellungen gicbt. Er will die bestehenden Kirchen abschaffen, um seine eigene an die Stelle zu setzen. Was er spricht, spricht nicht er, sondern ist nur ein Widerhall von Geisterstimmen, deren unficht- bare Besitzer, wie er sagt, um ihn herumstehen. Wenn dcr hochwürdige Herr PcebleS etwa« besonder» Recht gläubige» von sich glcbt, so stampften die Geister ihren Beifall, wa» eigentlich nach dem bekannten Sprüchwort vom Selbstlob unfein ist, da ja die Geister selbst cS sind, welche durch den Mund de» Mittler« reden.— Da» Hauptmedium aber ist dcr Dr. Newton, ein au» Amerika herübergekommener„Arzt", dcr die Blinden seheud, die Tauben hörend macht, die Ausiätzigcu heilt und die Lahmen ohne Krücken weiterziehen läßt,— Alle» durch bloße Berührung oder geistige Ausströmung Dieser Mann spricht zwar ungrammatikalisch, aber ge- bcrdet sich al» vollkommener Heiland. Er heilt die Leute zu Hunderlen, indem er, sobald sie ihn beillhrt oder er leine Arme nach ihnen hingebreitet hat, ihre sofortige Wegschaffung anbefiehlt! Nachträglich stellt sich« in den einzelnen Fällen, die man genan.r hat verfolgen können. freilich heraus, daß die mit G brechen Behafteten nach wie vor leiden. Von sich selbst sagt er, er habe die Wunderthäligkeit durch ein vollkommen reine» Christus Leben erlangt. Wo dcr echte Glaube fei, da folge das Wunder mit Sicherheit nach. Von Jesu» spricht„Doktor Newton ganz vertraulich al« von dem„Nazarener", und in den Traumgesichten, welche er von demselben haben will, soll„dcr Nazarener" ihm wiederholt erklärt haben, daß er(Newton) diese Kraft der wunderbaren Heilung von Siechen deswegen erlangt habe, weil er nicht in den Jrrthum verfallen sei, ihn(Jesus) als Gott anzubeten. Von der Familiarität, deren sich der amerikanische Zau- derer befleißigt, mag Nachstehendes al« Probe dienen: Der Nazarener"— sagte er unlängst bei einer seiner Vorstellungen—„erschien mir und rief aus:„Bruder! c» sind im Himmel zehntausend andere Geister, die glän- zcnder und besser sind als ich! Sähest Du mich dort, Du könntest mich von den Anderen nicht unterscheiden!" Antwortete darauf dcr Wunderdoktor:„Doch ja! Ich würde Dich an Deinem schönen Lockenkopfe wieder» erkennen!" Bei einer anderen Gelegenheit sagte Herr Newton:„Der Nazarener hat in Judäa ziemlichen Lärm verursacht, aber bei weitem keinen so großen, wie ich ihn in London machen werde!" In diesem Stile betreibt man hier gegenwärtig die Erzeugung neuer Religionen. E» ist sehr schön, daß dies in einem freien Land- geschehen kann, ohne daß Jemand„Kreuzige! Kreuzige!" ruft. Aber wo mit solchem Mirakelwesen Geld gemacht wird, wäh« rend die Herren Gcisterbeschwörer doch nicht die Ehrlich- kcit haben, sich als Taschenspieler, Bauchredner n. s. w anzukündigen, da könnte eigentlich da» englische Gesetz in Kraft treten, welches das„Erlangen von Geld unter alschem Vorwand" mit Strafe belegt. Freilich, wollte mau einmal bei der einen Sorte von religiösen Hexen- meistern mit der Strafe ansangen, so müßte man'S cigent lich auch bei den anderen fortsetzen. —(Zwei merkwürdige Irre) befinden sich gegen- wärtig, wie das„Fr.-Bl." berichtet in der Neuen Charitö in Berlin. E» sind dies zwei Männer, welche von dem sonderbaren Wahn besangen sind, sich al« Gestorbene zu betrachten. Sie führen ihre Adoptivrollc mit großer Eon- cqueni durch, liegen wie wiikiiche Leichen steif und starr mit geschlossenen Augen im Bett, machen nicht die leiseste Bewegung und können nur mit Gewalt zur Annahmr von Speisen bewogen werden. Zu diesem Zweck richten die Wärter diese Unglücklichen wie ein Brett kerzengerade im Bett auf, biegen dann gwaltsam das Hüftgelenk, um sie hinsetzen zu können, öffnen den Mund und bringen die natürlich nur im flüssigem Zustand gereichte Nahrung bis auf die Zungenwurzel, wo die Fortbewegung dcr Nahrung»- mittel nicht mehr vom Willen des Mmschen abhängig ist, sondern unwillkürlich durch ReflixionSbewegung geschieht. Da» ein- dieser dauernSwerthen Individuen hat auch noch nicht einen Ton von sich gegeben, während dcr Andere auf Fragen zu antworten pflegt:„Gehen Sie fort von meinem Grabe." —(Ein merkwürdiger Erlaß.) Die„Ostbahn" thcilt nachstehenden„Ukas" mit, der dem Schneideimcistcr T in U. vom k. Landroth in Schwctz zugegangen ist: „Nachdem Sie unterm 22. Mai c. nochmale erklärt habai, das Amt eines Gcmcindedicners daselbst nicht anncdmen zu wollen, mache ich Ihnen bcmerklich, daß Sie als Mit« glied der Gemeinde zur Uebcrnahme eines derartigen Com« inunalamts verpflichtet sind und hierzu cvent. gezwungen werden müßten. Ich fordere Sie ans, sich binnen späte« ten« 3 Tagen zur Uedcrnahme des qu. Amtes zu melden zur Vermeidung einer Exckulivstrafe von 3 Tagen Gesöngniß, die im Weigerungsfälle sofort vollstreckt und bei fortgesetzter Weigerung wiederholt werden würde.— Der Landrath." —(Merkwürdige Verordnung.) Nachfolgende sonderbare Verordnung d.-r königl. Regierung zu Düffel- dorf vom 4. November 1823, also lautend:„Wer bei irgend einem Anlaß, cS sei ein Kirchen- oder Volksfest, oder sonst eine Fckcrlichkeit, Kirchen, Straßen oder Häuser mit Bäumen, Heistern oder Maien schmückt, vei fällt in eine Strafe von 5 Thlrn. und das Holz wird zum Bor- theil der Armen konsiszirl",— wird von Herrn Viede- baut, dem Polizei-Jnspektor zu Krefeld im Ramen des Herrn Oberbürgermeister« in Erinnerung gebracht. Die Crefelder Bürgerschaft wird ohne Zweifel die Sache auf den Rechtsweg bringen. —(Köstliche Anküudigling.) Den Hamb. Nachr. schreibt man von Berlin: Der Abgeordnete Eugen Richter iattete in den letzten Tagen seinem LandtagSwahlbczirk Kö- nigSberg(in der Neumark) einen kurzen Besuch ab. Er kam auch nach dem Städtchen Zehdcn. Da dort keine Zeitung erscheint, werden die öffentlichen Anlündigungcn durch den RalhSdiener, der durch eine Kingel die löbliche Straßcnjungcnd und Einwohnerschaft zusammcnberust, öffentlich ausgerufen. Auch Herr Richter, dcr am Abend sprechen wollte, mußte sich dem ortsüblichen Gebrauche fügen und übergab dem Rathsdiencr folgende Anzeige: „Dcr Abgeordnete Eugen Richter wird heule Abend seinen Wählern Bericht erstallen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten." Dcr Bürgermeister, dem eine Zensur dieser Art von mündlicher Zeitung obzuliegen scheint, strich die Worte:„Um zahlreichen Besuch«." In dcr Mittags stunde durchwanderte der Rathsdiencr die Straßen mit foldenden Programm:„Holz ist angekommen."—„Der Abgeordnete Richter wird heute Abend seinen Wählern Bericht erstatten."—„Am Rathhause sind drei Ferkel angekommen."— Ob die Redaktion de» Programms vom Bürgermeister oder vom Rathsdiencr herrührt, ist mibe. kanvt. —(Wirksame Vertheidigung.) Eine armeWittwe in Dedham(Amerika) war wegen Verkaufs von spirituosen Gitränken angeklagt. Statt sich einen Vertdeidiger zu nehmen, brachte sie ihre fünf kleinen Kinder in den Gc richlssaal Sic wurde ungestraft entlassen. —(TeusclsauStrcibung.) Die„Salzburger Kir chenzeitung" bringt Details über T-us-lsauStriibung au« zwei Knaben: Nach der heiligen Messe fing dcr Priester die vorgeschriebenen Beschwörungin an. Al« dieselben begannen, schrie dcr döse Geist:„Ich gehe nicht, ich werde nicht gehen!"— Der Exorcist aber fuhr fort und je mehr er dem Teufel zusetzte, desto hartnäckiger bcwie» sich die- scr. Endlich nach einem heftigen zweistündigem Kampfe wurde die Macht des Satans gebrochen. Denn als er den Befehl vernahm im Namen der unbefleckten Jung frau, da schrie er verzwiiflung«voll:„Jetzt ist'i denn au» mit mir, ich bin überwunden, ich ziehe fort." Da auf sein Verlangen, in die Schweine, Gänse:c. sah ren zn dürfen, ihm geantwortet wurde:„Nein, in den Abgrund dcr Hölle fährst Du!" knirschte er mit den Zähnen, wüthete bei einer Viertelstunde noch im Körper de« Kleinen, der sich bäumte und krümmte wie ein zer- tretener Wurm. Man sah, wie der böse Geist ein Glied nach dem andern zu verlassen sich anstrengte; er konnte beinah- au« seiner Beute sich nicht herauswinden»c. Für Serlm. Nllg. deutsch. Arbeiterschafts-Verbaeh. AuSschußsiyung Eouvtag, de» 19. Juni, Voimittags SV- dfr b-i Herrn Jakods, Gitschincrstraße 91. Für Lcrlin. Allg. deutsch. Zimmerer-Verei« Versammlung .Montag, den 20. Juni, Abends 8V2 Uh-k m Baade's Lokal, Große Frankfnrtcrstr. R- ,, Tagesordnung: L 1) Diskussion über die Einrichtung der hicsigeo% zlledschafr bei der Verschmelzung.— 2) Bericht üinl eingegangenen freiwilligen Beiträge und die versüß scheint. Mit#, Gta«1- Unter fiüzjungen,— 3) Verschiedenes und Fragekatn«- � ES ist dringend nothwendig, daß jede« ilä Für Lerlin. Allg. deutsch. Maurer-Verein- Mitgliederversammlung .Mittwoch, de» 22. Juni, Abends S Uhr- in Wolter'« Lokal vor dem Coltbuser Thor- Tagesordnung: 1) Vortrag des Verbandtpräsidenten H:rrn Lr Schweitzer: Ueber Prinzip und Organisation.-«* Is rieht des Herrn Longe über seine AgilalionLw'-'s Schwedt a. O.— 3) Innere Vereinsangelegenhei-'-'«C 4) Fragekastcn. Die Mitgliedskarten sind verzuzeigen D.-r Vorstand des Allg. deutsch. Maurcr-VisÄ- S Für Hlimtiurg. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verr�ig G esch l o ssene Mit glied er v ersamm lunz Montag, de» 20. Juni, Abcud» 9 Uhr, Tagesordnung: 1) Abrechnung pro Mai.— 2) Verhandlung t!K t wichtiger Angelegenheiten.' Zutritt nur für Mitglieder. Auch bitte ich die Parleifrennde, der von wir' gegebenen Sammellisten zu gedenken. A. je Für Hamtiurg. in Allg. deutsch. Maurer- und Allg. deutsM, Zimmerer-Verein Mitgliederversammlung Dienstag, den 2l. Juni, Abeuds 9 Uhr, z in Tlltge'S Etablissement, ValcnlinSkamp V- Tagesordnung: 1) Gewerbliche Besprechung.— 2) Abrechnui-h-. H. Stender, Bcvollmäch>rL _ Wohnunq: Pferdrmarkt 6. 2� u stc, �nr Hamdurg.„ Allg. Taback- it. Cigarrenarbeiter-GewerkD Mitgliederversammlung Mitlwoch, den 22. Juni, Abeuds 9 Uhr- in Tlltge'S kleinem Saal, Valentinskamp � Tagesordnung: 1) Abrcchnnng.— 2) VcibrüderunxSscst. Strike der Maurer, Zimmerer und Sleinm-H� 4) Schuldschein-Angelegenhrit dcr Cigarrenarbein� pagnie in Berlin. Wegen dcr außerordentlich wichtigen Angeles« es Pflicht-ine« jede» Mitgliedes, zu erschein»- n'ckit Einer darf fehlen._ A. StrathwL r E lgN! m ist; Für tjamdurg. L u st f a h r t der Hamburger Mitglieder de« Allgemeinen dentschen Arbeiter-Vcr�r nach Glückstadt pr. Dampfschiff. i Sonntag, den 26. Juni 1870. Abfahrt LandungSbrücke in St. Pauli, präcisc 9 Uhr Preis für Hin- und Rückfahrt, incl. Musik ul>'U Person 1 Mrk. J Karten sind zu haben b-i den Hirren Schliß Neuer Weg 38, LüderS, Alter Sl-inweg, Ecket'!». Passage. Schultz, Dornbusch unter 12. Bauer, � markt 23, Spaunaget, RathhauSstraße unler3,'"nv a ck, Ecke dcr Schaucrnburzer- und Pelzerstraße->thd Rosenstraße 52, Ackermann, Groß-Ncumarkl jr, NB. Die Mitglieder, welche Karlen in Cow- � Für Lerlin. Allgemeiner dentscher Arbeiter-Berein. Geschlossene Mitgliederversammlung Tieustag, den 2l. Juni, Abends 8V, Uhr! im Lokale des Herrn Engelhardt, Liudenstr. 54 Tagesordnung: 1) Sechster Vortrag des Vereinspräsidenten über die sranzösische Revolution von 1848. 2) Stiftungsfest. 3) Abrechnung sür Monat Mai. 4) Verschiedene». Um recht zahlreiche Bcthciligung wird gebeten. 2 der j>-r haben, mögen die,' welche nicht verlaust sind, dte- ha vor dcr AuSf«hrt abliifern, da da» Comitv die Ausfahrt keine Karten wieder zurücknimmt. trick »WMWWW K- Ack-rw Für Hamburg. d-r Den geehrten Abonnenten spreche ich meinen hm t, Dank sür da« mir bisher geschenkte Vertrauen dv � che« ich mir auch in Zukunft zu erhalten bestr� ö werde. Ich bitte, recht bald, spätestens bis zut» da« Abonnement auf den„Social-Demokrat" und tator" zn erneuern oder Bestellungen zu machen- bisheriges Colportiren mag Bürgschaft sein, baß in Zukunft die wcrthen Aufträge pünktlich w werde. Bestellungen nimmt entgegen auch in d' sammlungcn__ Bernbard Holtmann, Pete Für Hamburg. Allen Freunden und Parteigenossen die ck) Anzeige, daß ich eine social. demokratische Schltdi schaft eröffnet habe, woselbst„Social-Demokr»'! „Agitator" zum lesen aufliegen. L A. W. F. Krone, Eickholz Iint5l Für Hamburg. Bestellungen aufden„Social-Demolrat" und„k nehme ich sür daS laufende Quartal entgegen in' sammlungen und in meiner Wohnung, Groß-Nciiw Ecke der Marklstraße und ersuche ich gleichzein Abonnenten, die im Rückstände sind, da« Gel» 27. dss. zu entrichten.__*%. AckerZ � Für Hannover und Linden. Da ich, übernommen habe, in Hannover und � den„Social-Demolrat" so wie den„Agitator' zu tragen, ersuche die Abonnenten, so rasch wie ii: zu bestellen, damit knne Stockung vorkommt. Abi u» z werden angenommen bei Kellermann, Kreuzsw- Stcinthorstr. 2. Für Hagen. Bestellungen ans den„Agitator" „Social-Demokrat" nimmt entgegen Schröder, Frankfurt- ü. Lüs*'lch so wie Sollte eine aUeinslehcndc Sociallstin geneigll einem Sociel-Demokralen, welcher da« Unglück dk Frau plötzlich dmch den Tod zu verlieren, diel dcr Wirthschaft und Erziehung der Kinder zn Wff \a wolle dieselbe bi« zum 25. dss. sich melden bei-l, Dorothcenslr. 9 in Bnck eui l-ti Magd-burg. �[ Druck von Jtiriug u. Hadertaudl in; vuiv U.<),/ u u l i. 1 u 21 U l»»'..v Veravtwc-rtl. Redakteur u. Verleger W. Gsrüwel"