Hrschemt w ö»«»> l i ch einmal in Zürich(Schweiz.) S t r l ü 9 «. Herten Zuduftriehalle Ai?« back- Zürich j>,?s»dii»9e» franco gegen Lravco. Gewöhnliche Briefe nach der Schweiz kosten Dopöelporto. Internationales Onnnt der Sozialdemokratie deutscher Zunge ABomtenteuts werden nur beim Verlag und dessen bclannien Agenien cnt- gegengenvmmcn und zwar, um voraus zahlbare» Vierteljahrspreis»o»: gft.2.- für die Schweiz likreuzband) Utt. 3.— für Deutschland(Kounttt) fl. 1. 70 für Oesterreich(SouNttl) Fr. 2. 50 für alle übrigen Länder des WeltPafiNereiirs sitreuzband). Instrite Die dreigespaltene PeUtzelle LS«tS.S�jLO Pfg. N? I Sonntag, 5. Oktober. 1879 Ali»«b bif Korrrsvi>»drilttll«Bb Abunncllteii des„SojiiiNiemollrlit" Da unser Blatt voraussichtlich in Deutschland und Otsterre'ch sofort verfolgt werden wird und die dortigen Behörden sich alle Mühe geben werden, unsere Verbindungen nach jenen Ändern möglichst zu erschweren, resp. Briefe von dort an uns und unsere Znnrstgß- und sonstigen Sendungen nach d>ort abzufangen,-so ist-bk äußerste Vorsicht im Pvstverkehr notl/wendig und darf leine Vorsichtsmaßregel versäumt werden, hie Bri�smardor über den wahren Absender und Empfänger, sowie den Inhalt der Sendungen zu täuschen, und letztere dadurch zu schlitjen. Haupterfotberniß ist hiezu einerseits, daß unsere Freunde so selten als möglich an den.Sozialdemokrat", resp. desien Verlag selbst adressiren, sondexn sich möglichst an irgend eine unverdächtige Adresse außerhalb Deutschlands und Oesterreichs wenden, welche sich dann mit uns in Verbindung setzt; anderseits aber, daß auch uns möglichst ünv-'rfängliche Züstellungsadressen mitgetheilt werden. In zweifelhaften Fällen empftehlt sich behufs größerer Sicherheit Rekommandirung- Soviel.an uns liegt, werden wir gewiß weder Mühe noch Kosten scheuen, um trotz aller ent- gegenstehenden Schwierigkeiten den.Sozialdemokrat" unfern Abonnenten möglichst regelmäßig zu liefern. Die Organisation der deutschen Sozialdemokratie. Seitdem durch Erlaß des Ausnahmegesetzes die sofialistische Presse in Teutschland unterdrückt und der Partei innerhalb der Reichsgrenzen jede Gelegenheit zut öffentliche» Aeußerung abgeschnitten worden ist, ist die Sozialdemokratie wehrlos der offenen und hinterlistigen, kein Mittel verachtenden FVmdseligkeit, mindestens ebensosehr aber bei' unglaublichen Ignoranz der BoUrgeois- presse preisgegeben. Kreilich hat die Partei dieie beiden hervo»- stechendsten Eigenschaften der„sechsten Großmacht'' auch früher schon kennen gelernt; allein damals nahm man sich doch wenig- flens einigermaßen in Acht, da einem die zahlreiche sozialistische Presse scharf auf die Finger sah und jeden feinen ckder plumpen Scitenangriff sofort bemerkte und aufdeckte. Jehl dagegen kann die edle Preßmeute»ach Herzenslust- Unsinn, Lügen und Ver- leumdungen über die Sozialdemokratie in die Welt setzen, ohne daß sie u>. angenehme Absührnngen zn sürcht.n hat. Und daß fit sich diese schöne Gelegenheit, ihren Geist wie ihicn Mmh in vollstem Licht strahlen zu lasten, nicht entgehen läßt, sondern wacker ausnützt, braucht wohl kaum besonders erwähnt zu werden. Es wird deßhalb jetzt, wo unsere Poriei wieder über ein speziell mit für Deutschland wirkendes Organ verfügt, auch eine, und zwar nicht die ersreulichste, unserer Aufgaben sein, des über die dentfche Sozialdeniokraiic in der Presse zirkulirenoen Unwissenheiten und Lügen zu korrigiien soweit sie uns nämlich wichtig genug erscheinen, um uns überhaupt damit zu befassen.- Und zwar wollen wir gleich heute mit dieser Aibeit beginnen. Eine der den Verdrehungen der Gegner am meiste» ausge- s.�/'N Institutionen unserer Partei ist stets unsere Organisation gewesen. Und zwar ist der Grund hiezu zwar häufig genug die bloße Feindseligkeit, fast noch viel mehr aber die Unfähigkeit der Gegner, unsere Bewegung zu begreifen, gewesen. Daß Hunderttausende kühner, selbstbewußter, aber für ihr Prinzip zu jedem Dienst und zu jedem Opfer bereite Männer sich in allen nöthigen Dingen freiwillig der strammsten Disciplin unterwerfen können,; trotzdem aber nicht gleich dem Gros anderer Parteien zu willen- losen Heerde» herabzusinken brauchen, sondern gleichwohl Gleich- berechtigte, keinen Augenblick auf ihr Recht der freien Mcinungs- äußerung und der Mitwirkung in allen die Hatrnng und Ein- richtung der Partei anlangenden Frage» bleiben können— das vermögen die meisten unserer Gegner nicht zü fasse». Sin d- sie doch gewohnt, bei den reaktionären Parteien nichts als unbe- schränkte Herrschast der Führer einerseits, und willen- und gcdan- kenlose Unterwerfung des Geführten anderseits zu sehen. . Es ist daher gar nicht zu verwundttu, daß gelegentlich des Todes unseres unvergeßlichen Genossen G eib Stimmen in der Presse auftauchten, welche dem Verstorbenen einen ungemessenen Einfluß in und über unsere Partei zuschrieben und ihn so als eine Art von Diktator darstellten. Und doch ist nichts falscher als das, und sind die betreffenden Behauptniigen für jede» er- fahienen Parteigenossen geradezu lächerlich. Einer unserer bewährtesten Genossen, Otto-Walster, hat sich nun trotzdem und zur Aufklärung weitester Kreise die Mühe ge- nommen, die Nichtigkeit dieser Behauptungen nachzuweisen und hat dies in so treffender Weise gcthan, daß wir es, namentlich mit Rücksicht ans die Thatsache, daß seit dem Erlaß de« Ans- nahmegesctzes nnsore Partei zahlreiche neue, mit den Parteiver- Hältnissen noch wenig bekannte Mitglieder gewonnen hat, für schv nützlich halte», seine treffliche Arbeit gleich in der ersten Nummer des neuen Parteiorgans zum Abdruck zu bringen. Wenn man— schreibt Otto-Walster— das Lobpreisen Geibs etwas genauer ansieht, will es scheinen, als wäre das Ganze nur ge- schrieben, um die Partei als etwas hinzustellen, was nur als ein Anhängsel zu einem hervorrqgendeii Haupte anzusehen wäre, und das ist in der That die dummdreisteste Entstellung der bc- deutungsvollsten historische» Erscheinung unserer Zeit, der organi- strtcn deutschen Sozialdemokratie. Nach den Versicherungen der Blätter hätte sich in August Geib das sogenannte Zentralwahlkomite(früher der Parteivorstandj ver- körpert. Und doch ist das weiter nichts, als eine ganz ungererecht fertigte Herabsetzung der intelligenten und erfahrenen Genossen, welche mit Geib das Komile bildete». Sodan» wird weiter be- Häuptel, daß dicss Zentral-Wahlkomite das' Lorgehen der Partei in alle» Fragen bestimmt hätte. Es ist dies aber eine ganz müßige Behauptung, denn das Vorgehen der Partei in allen Fragen wurde durch das Parteiprogramm bestimmt, an welches das Wahlkomite ebenso gebunden war, wie jedes andere Mitglied der Parle!. Zeilweilig auftauchende praktische Fragen, selbst das Aufstellen der offfzielle» Kandidaten für die Reichs- tagswahlcn gehörten vor das Forum der alljährlich abgehaltenen Partcikongressc. Somit waren es nur Fragen von geringer Bedeutung, welche der Zentralleitung zur Lösung übrig blieben und auch bei diesen wurde mcfftcntheils in Uebereinstimmuiig mit dem Aufsichtsrathc, resp. mit einer zu diesem Zwecke eingeladenen Anzahl hervor- ragender Parteigenossen gehandelt. Ebenso fabulös sind die Mittheilungen, welche die Presse in der folgenden drastischen Zusammenstellung machte:. „ Sollte irgendwo ein Blatt oder ein Verein gegründet werden, Geib mußte davon benachrichtigt und seine Meinung darüber eingeholt werden, ehe zur Realisirung des Unternehmens ge- schritten werden konnte. Er stellte die Redakteure, Agitatoren, Redner, Vereinsvorstände, Agenten und Subagenten an, er warf ihnen Gehalte und Unterstützungen aus, ordnete alle streitig- leiten zwischen den einzelnen Fithrcin der Partei und setzte die Angestellten der Partei ab, oder verfügte ihre Versetzung an einen andern Ort." Das, was von diesen Auslassungen wahr ist, war zugleich selbstverständlich, und was davon nicht selbstverständlich ist, das ist erfunden. Selbstverständlich ist es, daß jeder neue Verein wenn er als Glied sich in's Ganze fugen wollte, dem Zentral- komite Anzeige davon machte, auch war es selbstverständlich, daß wenn ein neues VP. alt mit Anspruch auf die Unterstützung der Partei gegründet wurde, es die Anzeige seines Vorhabens machte und die Billigung des Unternehmens einholte. Wo aber eine Mitgliedschait sich hierin auf ihre eigene Kraft verließ, da ging sie auch selbststäudig zu Werke. Was das Anstellen, Ver- und Absetzen bei Redakteure anbelangt, so war es selbstverständlich, daß bei den von der Partei selbst herausgegebenen und verwaltete» Blättern die geschäfts- führende Behörde eine Thätigkcit zu entfalten hatte. Aber es gab ein halbes Hundert ipzialistischcr Organe in Deutschland, von denen nur 5— 6 unmittelbar von der Partei herausgegeben und verwaltet wurden; die setbstständlgen Blätter erhielten ihre Redakteure durch Wahl der lokalen Preßgesellschaft. Daß man sich häufig auch vo» dieser Seile an den Ausschuß um Rath und Auskunft wandte, hat mit tur Sachlage selbst nichts zu thun, denn ebenso häufig, wenn nicht noch häufiger geschahen solche Anfragen an die Redaktion des Hauptparteiorgans„Volks- staat", später„Vorwärts". Selbst die von der Partei abhängige Presse hat fich stets ihre selbstständige Stellung bewahrt, und das liegt auch ganz in der Natur der Sache; denn jede Partei sucht, wenn sie gesund, ihre besten geistigen Kapazitäten in ihrer Presse zu beschäftigen, diese aber werden sich nie in eine solche Abhängigkeit von andern Gliedern bringen lassen, welche ihnen geistig nicht gewachsen sind. Die Agitation beanspruchte allerdings dtc unausgesetzte Thätig- keit der Verwaltungsbehörde, aber die Anstellung oder Abberufung derselben hing wesentlich von den Wünschen oder Beschwerden der Parteigenossen des Distriktes ab, während die Höhe des Ge- Haltes ebensosehr nach den Fähigkeiten, wie nach den Bedürf- nissen des Agitators bemessen wurde. Jedem von ihnen stand die Beschwerde an die Kontrolkommission, sowie an den nächsten Parteikongreß zu. Das Bild, welches die Presse von der Organisation der Par- tei durch Schilderung der angeblichen Thätigkeit Geibs ihren Lesern bietet, würde allerdings das Afterbild einer wahrhaft de- mokratischcn Partei sein. Etwas Aehnliches bestand zeitweilig während der Präsidentschaft des Herrn von Schweitzer im All- gemeinen deutschen Arbeiterverein, und das war nur dadurch möglich, daß in dieser Organisation eine einzige Person, der Prä- sibent, alle Autorität besaß, daß die Konttole nur eine Schein- Kontrole sein konnte, daß der Präsident außerdem die Partei- presse und die Agitatoren in der Händ hätte(denn er war zu- gleich Redakteur und verfügte über den Geldbeutel) daß er end- lich durch alle diese Mittel auch die Generalversammlungen zu „packen" vermochte. Selbst der Sitz der Parteileitung war dort ein ständiger, denn der Präsident war.verpflichtet, am Parteisitze seineu Aufenthalt zü nehmen. Dort also konnte ein einziger Mann alles das sein und thun, was die Presse als die Thäti"- keit Geibs bezeichnete. Vergleiche man damit die Organisation der sozialistischen Ar- bciterpartei Deutschlands. Da wurde die Parteileitung vom Kongresse insofern gewählt, als eine Mitgliedschaft damit betraut wurde, welche die Beamten wählte") Diese Leitung zerfiel in 5 gleichberechtigte Komitemitglieder und sie war durch eine wirk- same Kontrole beaufsichtigt. Neben ihr bestand ein Hauptpartei- organ, dessen Redakteure, vom Kongreß gewählt, an einem an- deren Orte selbststäudig wirkten und allen Mißbräachen jeder Zeit entschieden entgegentreten konnten. Neben ihm wuchsen die unabhängigen sozialistischen Blätter mit ihrem Rückhalt an den Mitgliedschaften heraus und das Alles schuf einen Zustand, wel- cher Ordnung zugleich mit dem größten Maße von Freiheit erhielt. Ein solcher Zustand eimöglichte es, daß auch des einfachsten Mit�liehes Stimme an die Oeffentlichkeit drang, daß jeder Krankheitskeim im Entstehen beseitigt, daß der Hervorragendste, wie der Bescheidenste im Banne einer DiSziplin erhalten wurde, die von der Sache geboten war, nicht von einem Diktator, und einem allgemeinen Solidaritätsgefühl entsprang. Nur als ein solches acht demokratisches Gebilde konnte die Partei zu dem emporwachsen, was sie geworden. Nur in solcher Organisation freier Ordnung und geordneter Freiheit konnte sie den Keulenschlägen der Reaktion die Stirne bieten. Zehnmal niedergeworfen, steigt sie jedesmal wieder, wie der Riese Antaeos, nachdem sie neue Kraft aus dem Mutter-Erdboden gesogen, furcht- barer vor den Augen der Gewalligen dieser Erde auf. *) Dieser ÄuhlmvduS mar für ZwntrolkomimsfU'n und Ausschuß ge- bräuchlichj der eigemliche Barstand wurde vom Kongreß direkt gewählt. Aeeliner Ariefe. Wiiniv.'söwui iu« ö«mst»ffii�iH-!50önvW.zchtifs»m«l«»ch mnsji Gestatten«ie, Genosse, in der Reihe der schweren und ernsten Waffen, mit welchen Sie den heiligen Kaneps für Me>h«it und Recht begonnen, auch dem leicht geschürzten Spotte etil plästcheu. Schwingt er mich nicht Morgensterne und Tomahawl», s». ist er nichtsdestoweniger kci» zn oerachtender BundeSgenvst. in dem Ringen nach dem gcmcinsämcn edlen Ziele, und cr hat gewisiermaßen u> dieser Hinsicht schon eine Geschichte. Schalkhaft schweiikl er den Rinderheerdrn der Koiilge da« rothe T»ch um lue Augen, daß sie wild werden und ingrimmig in einander stürmen und sich, gegenseitig zer- fleischen. E« haben Sie e». gesehen im vorigen Jahse. als diese«. Geschlecht von Miderkäuern sich gegenseitig, dix Vaterschaft de« Sozialchmus vorivars, O hehre Dummheit! Als ob die'strählendett HeldSst Griechenlands von flow tischen Kühen entsprossen wäre»! Und der Spott schreitet heimlich durch die Gaffen und begießt die glänzende«-, fflttterkletder der Heuchler mft ästender Säure, dast hte schtmunrude» tzumpeu ttirAsrhc- zerfalle» und ine dürren Gerippe van hungrigen Pu'iessomi und„(Heimen Kticchuiiigsräthcit nebe» den haarigen Semen ltbau attischer Jottntälistcti und den gerundete» Fett- hauchen scheiitheiliger Pfäffletn zmn Barsche», kommen. Und da« Volk fleht te und lächelt, und freut sich, zu Bussen, daß e« nicht allem„skrophulöse» Gesindel" ist, daß mich usttet guten Racken der AuSsast singechtck. lagert, und— sehen Sit dazu ist Spall sehr gut! Serlitt präseittirl sich jetzt in einer wundetlicheti Drapirung. Da ist zu- erst ein großer dunkler Mantel, dtr'Pelagetüugtzustaltd. Wer da« so von Weitem sieht, denkt, Serltn sei in Trauer. Ab ff schaut mau auch in die ftstegend de« Zopfe«, so bemerkt man, luftig tief in deu Racken gedrückt, eine bunte Narrenkappe niil Zipfeln und Klingeln und mit Inschriften, wie: GewerVAuSsteltutig, Kunst Ausstellung tc. Kleine, winzige, verlogene Rärr- che» springen uui deu großen Dolai-Lätnä'herum und verzehren— leider nicht seinen Upflath, sondern fU't'wh« Hpnotärchf», welche sich jedensall« beffer verwenden ließen Dasur müssen sie einen Heideuskandal machen, damit man die Seufze» der Bedrückten nicht höre, und immerfort schreien sie mit ihrer quiekenden Stimme den stetigen Refrain in die Welt Der Wohlstand hebt sich! Ach, wenn man unter den Mantel blickt!.Wie verlogen klingt �ann düse«: Der Wohlstand hebt sich! Da liegt da« Volk, der schein- tobte Riese; Schaben, Spinnen und noch eklere« Gewürm tanzt auf seinem Leibe herum. Die Etnett rufe»: Es ist tobt! aber sie wagen doch nicht, e« anzuknuSpern. Rein, seht doch! meinen die Andern, und sie stechen e« ein wenig und stieben blchschncll auseinander, drttn der Riesenkörper zuckte ganz deutlich. Tragikomisch ist eS zu sehen, wie d.iese widerlichen Kcrblhiere bald h>er, bald tut, ihre Buhiiett aufschlagen, Theater spielen, von Liebe, Ehre, Ruhm, PatriotiSnm«, ja sogar von Freiheit und Fortschritt deklamiren und fich so heftig in dse Brust werft», daß eS.rzug« herum knackt nnd knistert. Denken Sie sich, da« Wort Freiheit! von einem Castrate» gepipst! Stellen Sie sich einen DiSpbr über Gkcichheit vor zwischen Krenzspinne und Schmeiß- ffiege! Eine Sorte dieser interessanten kleinen Menagerie habe ich besonder« in mein Herz geschlossen- S>e->st schwarzblau, mit einem gelben Kreuz aus de»! Rücken und riecht wie Wanzen. Ich freue mich, daß sie beständig zisäil des den Spiegelfechlcreicn der Andern und diesen gar in'« Gesicht spuckt, lofnii sie sich nach ihr umwenden. Wenn einmal der große Riese erwacht Iii»« sich umwendet nnd all da« Geschmeiß zerdrückt und in seiner eignen Sauce ertränkt, dann bitte ich Sie, fall« Sie Augenzeuge diese», großen Momentes sein werden, einige Ezemplaxe von. jeuer Spezies zum Ergösten der Nachwelt zu verwahren. Kaufen Sje für dieselben ein Pappkä'stchen'mit Luftlöchern, dartrsie gehören zn den Lungenathmcrn. Licht dagegen brauchen sie nicht. Wenn Sie sich-nach den Redaktionen der Norddenffchen, Post, Kreuzzeitchig und noch einiger anderen Zeitungen begeben, so wcrdcu Sie sicher sein, mein LiedlingSlhierchen rntzutreffcn. Riich ein absouderlicheS Toilettenstück gm' Leibe der Spreebärin muß ich erwähnen. Sic wissen, daß die Polizei eigeiithllmlich« Begriffe hat von BolkSgesundhcitSlehre. So kam auch neutich, mitten im Summer, Herr Madu,>md meinte:„Liebes Kind. St« frieren- Darf ich'« wagen." „Ach nein, ich schwiste ja, so heiß ist mir."„Sie schwipen— hm— Sie kommen wohl aii« Bauzhall?" Nnd trotz>rllm Sträuben« und Kratzen« hängte er dem guten Kinde ei» weiße« Varchentjäckcheu»m, da» sich recht putzig ausnimmt auf dem große» duitkicn Mantel. Da« Wort„Moral" war mit große» Buchstaben nebst der Jahreszahl 1875 auf da« Jäckchen gedruckt, just wie die staatseigenen KommiSfacken der Soldaten gezeichnet werde». Die Moral ist Preußisches StaatSeigcnthnm! Und- seit jenem Momente haben, sich die Tempel der Venu« geleert, dafür laufe» aber Tausende und aber Tauseade von Prostttuiftcn durch die Kühle der Rstcht, hole» sich Schnapsen und Podagra, ruiiiiren sich gegenseitig die PreißcoarantS und -den lieben Eltern die Gesiindhcit der Söhne. Metze» und Potizeisptone! Da« ist der Charakter de« heatigi-n Berti», da« sind die Typen unter den Linden, in der Passage, im Thiergarten, in Winkelgaffen u»d überall, wo da« öffenttiche Leben pulsirt. Wer das Heiligthum seiner HägSlichkelt vor ihnen schützen will, muß War..tafeln anheften, mit der Inschrift: Dieser Ort darf nicht verunreinigt werden! Aber auch da« ist oftmals vergeblich, wie zahlreiche Spuren In den Schreibtischen unserer Genossen beweisen. Polizisten, diese Prostituirten de» Charakter«, bewachen den großen schwarzen Mantel Belagerungszustand und das kteiue weiße Jäckchen Moral, daß sie nicht zu schäbig werden und Löcher bekommen und Europa den große» Schneider in Berlin verspotte. Aber ich muß gestehen, daß ich noch nir gciids in der Welt eine so plumpe, vierschrötige Schaar von Tugendwächtern gesehen habe. Diese stupide», rohen Gesichter unter dem weißen Entontca« beleidigen das ästhetische Gefühl bis in's Innerste und ich werde e« Herrn Madai nie vergeben, daß er bei der Wahl seiner Mamelucken so wenig ans die Normen der Schönheit und des guten Geschmackes gibt. Da lobt man sich die Bonaparte'«, die das Geschäft weit besser verstanden, als ihr» Schüler. Ihre Polizistengarde war eine Kompagnie von Lampen, Verbrechern, Verworfetten, abrr doch nicht von—„gedienten llntcrofstztrreii". E« war Musik in jenem Geschmeiß, aver bei uns!——— Wahrlich, wenn ich noch ein Tröpfchen Preußenthum im Leibe hätte, ich würde mich, ehe ich auf irgend etwas stolz wäre, zuerst der Berliner Geheimpolizei— . schämen. J v'' (p'. m Nur wenn es einem Herkutes gelingt, ihr den Boden unier den Füßen wegzugehen, wird sie in der Lust erstickt werden können. Hat man ihr aber den Boden, die sozialen liebet genommen,: dann stirbt sie auch mit Freude», denn ihr Zweck ist erreicht! T## Zu den preußischen Landtagswahlen. Die eben i shgttsindenden Wahlen zum preußischen Ab- gcordnetenhaus und, die ihnen vorangegangene Agitation bieten des Interessanten und Bcrichtenswürdigen nur wenig. Die„Be- wegung" ist im großen Ganzen eine recht mäßige, um nicht zu sagen faule. Jedenfalls versteigt sich diesmal selbst der gr�ß- mäuligste sib�rale-Phrasenheld nicht zu dem einstigen Herrschen Vergleich voif dem„mächtig dahin stürzenden und unanfhalisam alles Entgegenstehende niederreißenden Bergstrom" und wenn man schon in Bildern red.n will, dann wäre der Vergleich mit einem träg sich fortwälzenden Schlammstrom jedenfalls und mehr als einer Beziehung weit zutreffender. Die sitzt warinsitzenden Konservativen sind ihrer Erfolge vollkommen sicher,, die„Liberalen" aber leiden so gewaltig unter dem Druck der kanzlerischen Un- gnade, daß ste sogar das„Ouik'chen'�Täst ganz vergessen haben und jhrcm.Kismet fast wiherstqiidslos entgegensehen. Mit Einern Worte: die den Verhältnissen durchaus entsprechende Verschie- bung nach rechis ichreitet unaushgljsam jort. Nachdeim� Reihe nach die Herren Laster, Forkenbeck und Bennigsen kaltgestellt worden sind, ist die arg zerzauste ehemalige Majorilälsparlei bereits bei Miguel angelangt und wird ohne Zweifel auch noch wener kommen. Icnn ihre Phryneineete verlangt inbrünstig nach dem alten Buhlen und ist bereit, alles fürs seine Gunst zu opfern; wie gerne gäbe sie ihm sogar ihre Ehre— wdnn man dieselbe mehr als einmal vergeben könnte. Vielleicht erhört der Hartherzige das Flehen der Erbarmenswerthen doch noch und gestattet ihr, ihm und seiner jetzigen Liebe Magdsdienste zu thu», und macht so eine Glückliche. Interessanter als dies, von jedem Vernünftigen längst'vorausgesehene, Ende des Nationalliberalismus, das seiner Laufbahn einen vollkommen würdigen Äbschluß giht, ist die Thatsache, daß sesbst die Demorrgt.cn dem aUmächligxn Zug nach rechts nicht mehr widerstehen können und sich mit der Fortschrittspartei vereinigt habe». Daß es sich hier nicht um ein einfaches Wahl- kompromiß, daS nach erreichte;i Zweck jedem der beiden Theile seine volle, Freiheit wieder gibt, handelt, zeigt das von der ver- einigten Froyksurtcr Vplispgrtei und Fortschrittspartei ausgegebene Wahlprpgramiir. Tasselbe hebt mit den Worte» an: daß Tisse- renzen in den„entschieden liberalen Parteien" schweigen innßteii, „wo m an iM.gGroste� und Ganzen einig sei." Tiefes Gestandjub ist für den Rückzug der VolkDpartei allein schon bezfUchszend, genug. UebrigenS ließ sich diese Entivicklung der Tinge schon einigermaßen voraussehen und stimmt' ganz zu der seit einiger Zeit beobachteten Haltung der Volkspartei' und beson- ders des in ihr lomrngebenden Abgeordneten für Frankfurt. � Me Fgrtschrittspartfi ihrerseits hält es' letzt mehr als je an der Zeit, mit den alte», zehnmal abgebrühten Volksbeihörungs- _ fj*tven von Freiheit, Gemeinwohl u. dergl. schönen Tinge» zu agzren uyd,, hofft hamit wieder eine Anzahl Gimpel zu fangen. D�'jj bei diesem Geschäft auf hle einfältige Ehrlichkeit kein allzu- großes Gewicht gelegt und mancherlei hoch und lhener ver- spsöchen wipd, worgn das Herz nicht denkt, ist klar. So vtr- s�Mets�'die. Fortschpsttler jn dem von ihnen mitunterzeichneten Frankfurter Wahlaufruf, sowie in ander» Wahlflugschristen„nicht auszuhören, das gllgsineine Stimmrecht für alle Wahle» im Staat zu erstreben/' Man muß über die Unverfrorenheit der biedern Fprsschritlssttänner billig erstaunen, wenn man weiß, wie die Leute solche hochtrabende Verspreche» noch immer gehalten haben,"sobald es auf die Thal ankam. Man erinnere sich nur z. B. der sächsischen Fortschrittspartei, welche gelegentlich des Antrages Freiiag auf Einführung'des vollkommen allgemeinen Wahlrechtes.für den sächsische» Landtag aus! Furcht vor der „andringenden Sozialdemokratie" einstimmig gegen dasselbe votirte. Tasselbe thaten auch die bahiischen Fortschrittler. Trotzdem aber wagen es diese politischen Bauernfänger jedesmal aufs neue, vor das schon so oft betrogene Volk zu treten und ihm, den alten Meineid noch auf der Zunge, mit frecher Stirne neue Versprechen zu machen. Tie Sozialdemokratie betheiligt sich an den preußischen Land- tag�tpahlcn nicht, da die Ärbeiter durch das von Bismarck selbst das schlechteste aller vorhandenen Wahlsysteme genannte, rrotzdem aber von ihm als wirksames Mittel zür Fernhaltung der So- ziäldemökrätie aus, dxr Abgeordnetenkammer beibehaltene Drei- klassenwahl'system so gut wie' gänzlich'vom Wahlrecht ausge- schloffen sind. Da deßhalb an die Wahl eines Sociatdemokraten nicht zu denken ist, uns aber die Auswahl unter den Candidaten der verschiedenen reaetionären Parteien schwer fallen möchte, so hat die Socialdemokratie allerwärts Wahlenthaltung prokla- rnirt. Die Herren von der reaktionären Masse sind deßhalb vollkommen unter sich und können ihre Meinungsverschieden- heilen in gewohnter ritterlicher und„loyaler" Weise ausfechien, ohne von den„rohen" und in ihrer Plumpheit alles so ernst nehmenden Arbeitern darin gestört zu werden. Nur einmal hat auch das Volk die Ehre, mitthun zu dürfen; wenn sich's nämlich ums Zahlen der von den Herren gemachten Zeche handelt. Im Hebt igen ist uns der Ausgang der Wahlen, wie schon oben angedeutet, wenig zweifelhaft: er-murd aus alle Fälle einen weiteren ausgiebigen Schritt auf der Bahn der Reaktion bedeuten.*) Und diesem werden und müssen noch viele, viele andere folgen, ehe die Geschicke erfüllt sind und die Reaktion ihre Mission erfüllt hat, das Fundament der heutigen„Ordnung" so vollkommen zu unterminiren, daß ein gründlicher Zusammenbruch derselben un- autzbleiblich ist. *) Soweit die biH setzt bekannten Unmihlresattate ersehe» lassen, find die konservative» Parteien inklufive der Ultramonlaiien nicht nur in ihrem vollen Befitzstnnd geblieben, sondern habe» in vielen» reisen die Mehiheit errungen, in.denen die» noch«ie der Fall gewesen. Die Aativnolliberalcu find, wie varaudzusehen, ahexmal«, ein gutes Stück weiter zurückgedrängt worden, während hte ForlschrUtSpartei einige Sitze gewonnen hat Dagegen ist ihr Haupt, Herr Enge« RMster, in smiein alten Stammfitz Hagen geschlagen.worden, ebenso wle ya»ker m Frankfurt. Die Briefstieberei in Deutschland jfTlü so ist. wie namentlich Liebknecht im Reichstag, mehrfach nachgewiesen, nicht so ganz neuen Datums. Während aber früher die Ver- letzungen des Postgeheimnisses immerhin nur veihältmßmäßig selten vorkamen und gewissermaßen verschämt im Finster» vorae- nommen wurden,, ist dir Sünde jetzt groß gewachsen und zeigt sich, jeder Scham baar, frech in ihrer ganzen widerlichen Nacktheit am offenen Tage. Ter erbrochenen Briete sind nicht mehr einige wenige, sondern sie zählen nach Hunderten und Tausenden. Wer auch nur einigermaßen, in dem RuxnZes HozigliSinlls. steht, ja, wer mjt einem Soziatisten auch nur in verwandtschaftliche. selbst geschäftlicher Verbindung� steht, deffe» unter stetek Neberwachung und keinen Augenblick vo/ Dur�schnüf- felung sicher. Natürlich,.trifft das bei. den al| hervorragend thätig und„gefährlich"'bekannten Sozk�lttmokraten, den Abge- ordneten, Schriftstellern und ehemaligen AgifaToren"ntTTrhühmn Maße zu. Aus zahlreichen- Orten melden uns vollkoinmen glaubhafte" Berichte, daß seit einiger Zeit alle Postsendungen an solche Per- sonen, auch eingeschriebene Briefe nicht ausgenommen, er- öffnet anlangen! Die Briefe werden, wenn(wie meistens der Fall) unversiegelt und blas zllgeklebt, durch Einwirkung von Wasferdamps, wrnn aber versiegelt, meist durch Aufschneiden an den. Seilen vennit- tels eines scharfen Räsjrmesscrs, nach llniständ�ls onrm Abweichen oder gar einfaches.; Erbrechen d'ss. Siegels aKssneh bai- auf kopirt' und im ersten Fall' durch einfaches Zukleben, im' letzteren Fall durch Verclebeii der Schiiistffäche oder Elistauchen derselben in flüssige Pabiermasse und Wieoeräuflegen des Siegels wieder geschlossen. Fallirl iiidessk» eine dieser sauberen Maat- pulälionen oder glaubt der betreffende Briefmarder keinen beton- der» Grund zur Verdeckung seiner Amtsthätigkeil durch schein- bar unbeanstandete Beförderung, des Briefes,' oder q,»" befönderes Interesse an dem Besitz des Originalbrietes zn haben, dann' käßt er ihn einfach ganz verschwinden. �../ Ans solche ehrliche Weise sind die„unbekantit wie zu den Ak- ten gekommene» Korrespondenzen", welche schmachvoller Weise m den jetzigen Sozialistenprozessen in Deukschsand, z. B. im Prdz'eh Säbecke und Genosse» in Hamburg,;im Prozeß Kräcker in PrK- lau u. s. w. eine so große Rolle spielen, in die Händd der" Behörden gekommen und auf demselben Wege der lleberwachüng und Veraewalligüng der Korrespondenz erlangt die Behörde Kennt- niß von den stur in geschlossenen Briefen vom Ans- lande nach Deutschland gesandten'verbotenen Schrifien. lieber die Infam//'.'bieser oer dsulÄen P'O- lizei brauchen wir uns' nalürlich'' nicht erst astszükcksseii;.solche des Zuchthauses würdige Schurkerei ist in den Augen jedes Rechtlichdeitkenden tängst gelichtet. Zugleich'' aber ist sie auch'ein jleiiitzeichen der Verworsenheit der' Sache, welche durch solche Mittel erhallen weiden muß Aber der Fluchs der bö'en Thal wird' sich auch'hier, üiid zwar' hier gZ'äbe'mi/ am meiffen, be währen und das Aufgehen der Wnidsilat wird' nicht alli sich' warten lasten—.wir'zststtseln nüb, öh' die Ernles'fb gäii'z.'chäch dem Geschmack der Sätztnäüiter aüsfall�n'lviidl' Indessen ist der Tbaimche.und'wir mü mbgli& äb'/usiiiben fu chen �...... stchtSrnaßregel, und ie! sie' ttöch so klein,"außer Acht gelassen werden. Man drücke' sich möglichst unbefangen aus, resp. ver- hülle' seilte eigentliche Mitlheilüng ünter die Form einer geschäftlichen Atittheilung oder Fainiliennächricht, schieibe Namens- und Ortsbezeichmingen nie aus stnv' setze ebensowenits seine Namens-' unterschritt bei, bediene sich für besonders wichtige Mittheilusige/ der Ehiffernschrist, am besten der in"jedem neueren Lehi buch her Chiffrirkunde vorfindlichen Chiffre indechiffrablH'('üsientzlfftr?. baren Chiffernschrifi), schließe den Brief recht vorsichtig und schreibe die Adresse mit veistellter Handichriil. Vor allein aber sende man wo möglich niemals direkt an bekannid Sotiaideino- kraten, sondern verschaffe sich unverdächtige Zwi- s ch e n a d r e s s e n im I n- und'Ausland und wechsle' a u ch m i t i h n e n v o n Z e i t z u Z e i t. Hat man aber dadürch dib Briefitiarder irre geführt und feiste' Korrespondenz ihren Diebsfivgern entzogen, so muß man Är Regierung auch noch das letzte Mittel, ihre'Nase in untere An. gelegenheiten zu stecken, nehmen, indem man-die empfangenen Briefe stets sofort nach Empfang und Durch- lesuiig derselben vernichtet, und so Staatsanwalt Und Polizei die Aussicht abschneidet, durch Häussöchungen etwas zu ergattern. Leider ist trotz aller schlimmen Erfahrungen bisher in dieser Richtung noch immer nicht sorgsam und-gewissenhakt genüg verfahren worden und würden die Folgen diefer Vertrauensseligkeit noch weit schlimmere gewesen sein, wenn nicht unsere Idee glücklicherweise bereits selbst in die- Kreise der Behörden-' stiid inkch der Polizei selbst gedrungen wäre, was uns disWeilen eine Art — Vorahnung des Kommenden ermöglichte." Darauf darf man sich aber nicht verlassen und.«H Pst deswegen jedem Pg.rtei- genossen die sofortige Vernichtung erhaltener Briefe- zur Ge wi ssen sp s li cht zu machen und ihr« Unterlassung einem Berralh gleich zu achten! rön #1 rassys keinerlei Aenderu wird dann erwähnt Kanzler übei*Hie&ebjrtinst in den von ihiiew bestzwch das freundschaftliche Berh Deutschland auch auf de AliZdruck zu bringen, auch lebd werde. �k?s' estzistkter Erste Bteft?bdigui.r all diese inter- essanten Dinge ist seit vielen Tagen ein ganzes Meer von Tinte und Truckerschwärze verklext worden und kann sie, wer darnach Verlangen trägt, in dem nächstbesten Neuigkeitsblatt nachlesen. Uns intereisirt lediglich der politische Grund und Erfolg des demonstrativ in Szene gesetzten Besuches: Von den Offiziösen wird als ersterer angegeben, daß Bismarck seinem, bekanntlich aus dem Ministerium ausscheidenden„Freund" Andrassy habe seine Sympathie und sein Vertrauen in dessen Politik ausdrücken, sowie sich bei der„höchsten, entscheidenden Instanz des Landes" vergewissern wollen, daß die bisherige Politik durch den Abgang fang Gerüchte'zr/Ohren gekommen, wonach in flußreicher Seite dahin gearbeitet würde, nicht digung mit Rußland ohne Deutschland«i Jlbahi�iit�emdern ' auch" F nrnckTerch"imetrernTOhrrtrii Oesteneich hriunzuziehe» und an die Stelle des Dreikaiscibündnisses ein anderes zu setzen, in welchem der dritte Platz neben Oesterreich- Ungarn und Rußland nickt mehr von Deutschland, sondern von Fraickzeich eingenommen würde. Jp gewissen militärischen Kreisen koll diese Kombi- nation ebenso lebhaften Beikall gefunden haben, wie im Lager d?t ttkkla muniunen,' Rrcnrihr Bei miiktichuiig ditskt Jun weitgehende Hoffnungen knüpfen.. Solange Andrassy. Premier war, hätttn sich t*%Wile(ÄWih6; Qtkß'fw&si'theikormageii dürfen. Ob aber Al4zwffy'f. Wgwzkc Machiolget, Baron Hey merle, sich diesen mächtigen Einflüssen �egessuber ebenso fest er- weiFn werde, darüber hätten-bei'Bismarck doch s,,geqiss.�.L,l>z«jel HMschMiNMM..„'.,if,i.:w ck-olch-,.,»: tti -Kb diese Zwnfeh NUN. wirklich gänzlich-besjeiizzyt uizd KiSmqrch über dje-Wstchte» der-Memeichischen Pylisik so vyl/kWm�tche- ruhigt worden ist,- wie man es mvö glauben-machen.; wihi, wollen wie dahin gestellt sein lassen; wenigstens wird ,mr» durch die aus all- dem unmäßigen Frjedeps- unp. FrMndjchaftS�Gyssibel,.d«s.Of- fijiöscn deutlich.hervoilugenda.l.Absicht MfMiqaßPl, vp.rftiipllzt�. Außerdem aber weiß»iynWd dsssez als-,Bjsmar.�,,,nzze..v�lässtg und beständig derartige dipjowatil-cho Verftändjgungesi.istpd. Meldet doch- die-Presse mit» einem qewisseq�WpWybastp». dgß inap pjes, >nal..llut,t,ichzi.stljcha V«näg«u«r«yhsqtzsjchn.stelzjKhet.chabe,...w�l BiSwarck» bekanntlich missideplss_Formalitgt%»»p..§01 igge», Werth lege- mud sich in dem Augenbltckl.si>0-..-j;Z das.,Gegencherl fü..r.por-. thchlhast: nacht# durch ikem nach,„ig: ifeifftichetz.Kü.udnzß. Pichp. tüe gebunden haste, lind, die- Aichwr-.izzqchen,„eS. sethstyer? stmzdlich die-Macht! vorauSgeschi. n�i«pchl.-ui»-.KmK?<».r-beM. »W>knsaUs i> wirbt- in- Wien Maachtckleil»on.'.ichnjer«m»sainasm .,-Erhireutid'! an der»Newa, pg»,.desaKuWriyijKqa< OMprfjchs im, Osten uudt vielleicht.-auch ein- weyjg-vqn FryAsich ,di�-,Redg, Mwcsvr-sein Fast.zu gleicher-- Zeiti,, wie, die�WWep Zuiay'mem kunst ha,, übrigens eine sdlche »vd. englischen Minister des Auswärljgelt stattgesjsitden sisih dM.te- dieselbe wohl innestiein gewissen Zniammenhayg mit. Eiilreouaisgestanden- habe». Nahe lie�,auch,,,tdip-Luffehep' ma» chf"de P'. ahlerei des iranMchcn MM�s�epäre mit der�ll- kamweney,. FriezShereMäst, ßrayM�. MZgerMen bcunit �in. ')hne einiges'„Hnn- bxrühnssen i�seffkn. Wiberspnich st-�dey Vechhrs' udd.,DapzsePlsschmz,ttg«ch kMmert,.sich B�march Mvz.Msr�en. Kr niminl Ml nur Geld. i#«n ,W�t se�., jeweiligen B.tndesgenhssep., ml Jedenfalls braut sich wieder. lelwasitMammep,, daran, sich dz� Itcben, guten Völker über. kurz,, oder stziig.. eklig, dey Wuich ver-, brennen werden. Warum lasse», sie sich Mch Dioezstaiidslos das Mahl in der Mtküche.»bfrejtMnynb.-.sich zunrjEssem zw�'M), Aber gar so unbedingt chürden wir uns. szetziiAtUdej» cr� Bis-. marcks und: seinesgleichen-,. Stelle doch nicht auf.„Pas. schwache Gedächtnis.. der.Völker"„undttlhr« lUngelchzigkest vhMesss S>e könnten schließlich doch,/, wenn, auch zleich dey,. Schwaben Mos spät, einmal geschejd werden.-Und daß das Ilbst- einigermaßen fürchten. dafür zeugt am-bestepl�er-tPmstgnh,, man verlässigcn.NachrichtW zissalgSi- ip Wie»-, außer vo« d.eii offiziellen Großmächten auch vom~r S ozi a l is muF gesv rächen hat..chilMchfil updong niflaiogntroP njrotWt 'liWir ivxrdew-�hnet Zweifel.diesti Ai>a?ksstlz»n« ty-, schätzen �stse» und mns-l.nach KiÄw» b«kxÄen....dwstgpte ,WtstMg.5�A<,KeWn Diplomaten BOJinunserer.nSebeutüng und MMp E'nfltiß. gssffchssi Entwicklung der Balker zn.,rechtstrygen.� ll»d-. we!'w-ste,uass- Itftch mehr als schon, bisher-., durch,- VoMazff-fch, giigMiitel n jkz Au� nahmegesttz ,imd.,,Sieuererh»hung j,i izMrpi ,N>Psit»meMtz.ess wollen., so.-haben wir-ntchls dagegen;, per, PphgyschiM "wird gewiß nicht nnisbleiben--- dafür verbürgen wir-u»».- — Der für das dtlltjchr Pizr.Denker" recht bezeich- nende chauvinistische Manöver-Enthusiasmus hat wieder einige recht medtiche Blüthen gezeitigt,.So geht�gegeztwäriig die nachkolm.nde, zuerst vop. den„Hamb. Nachr."ity dw.Welt zeichteMachrichl durch die ganze deutsche Presse, von den Konservativen als zrühi- read und für die glückliche Uinwandlnng der Gesinnungen im Reichsiand zeugend", von den Liberalen und selbst den Fortschritt- lern aber mindestens als„sehr hüchsch", bezeichn'el..,D*):' ihiei-f effa«e Bqticht läutet,'-t u»snmii»« min msron sv« „Unweit Wolsisheim bemeiktt der Kaiser während! einer augew blickli�en G�echtSpapst/ einest, blaster' lapdpsüblich� Blouse gekleideten, mit da Ehrenlegion, und eznigen Kriegsmedaillen deko- rirten Mann von> kühnem, energischem Gesichtsansdruck und mit einem hölzernen Stelzfuß, der alle Truppenbewegungen mit der schärfsten Äusmerksauikeit verjolgle. Er ritt an ihn heran und srug freundlich in französischer Sprache:„Wo stabe» Sie gedient und wo den Fuß verloren?" Sich sofort.- geradei aufrichtenb, milikärssch falütirend und den Kalstr fest anblickend, anltü ortete der Gefragte, keck:„Ich diente vierstnddre.ßig Jahre als' Korporal bei dem 2. Zuavenregiment, machte vierzehn Eanipagnen' in, W- gerien, der Krim, in Italien und Mexiko mit»und verlor den Fuß bei"Sedau."„Da haben Sie viel durchgemacht, Braver," erwiederie freundlich der Kssis«'.'.�.,AtU� es geht, Sire, es ist gutes Soldatenblutssn unserer Familie mein Pater' diente über dreißig Jahre Napoleon- Ie grand, ich lange ZtitnRaPaleon III. und mein ältester Junge, der- jetzt bei den Ga'rdejägern in ___ BM>> steh», wird,-wkÜ� TSii. Mi Kaistr Guiltatmip ebenfalls lmtKi MM M GMÄndfcn�r�'-'Dtr.ßiKtt? SM- diese � Antwdrt sichilich et�reuk/ srdlzte itUn: SlUtfttA�tb Jhneii irgmdwie dienen?"(eMercK- HonSti�neurtV ahtrooaefe-Vet®cterQti;da�fi j eiHaite eine gnte JnvillidenpenfidN aus PanH'Md-sonst verdiene ich mir nvch Geld durch KorbflschteN' �iiid hölibrne Schuhe 1'chiiihen, habe ein kleines'«igeties> Häuschen nN� Garlev und''»'das genüge für mich'und''Wiit'e'%ite vhll�vmcken läid wir brauchen nichts.3"' „Sie sind eiW'Wtt(Ä»: bri»«!» bM ich-chSW?d«ch!!gefieu,.' SM fe/rnefl �rtevitV�u'ch..schtt- W■ KäiftV//'bein.jeweiljA.Mych� I/d-r eigenen Meinung, willenlos unterwerfen und auf sein Geheiß in blinder Wuth gegen�Brstd�' und SchweM' Und den FreUnd �nd� Landsmann" von�Ms,., M. DM ,O.W der Menschlichkeit,., der! Hreundschafi, d«s� eigeneu und allgemeinen Interestes, ja selbst3' der sonst von den Herrschern so hoch geprie« senen Mätionalität und.„Treue gegüii ddnstttigestammtcii Fsirst�i" ist vollendetem Knechtssisstd ÄeheHuirM'-g�W W Wju- tage„brav"!...K>i«taristntiS�M''M?tzaG-ikde' politisch? 0� drückung.' als tzMsWst�isuM# wol am längsten bestanden> habe»,.li.-->-...n,..*un - In■benf,,,ljöft?:irpii(t)i(chtil Mnlä.'ch"MÄ«s/jcn i.jtn'b Agrarische Unruhe». gusgebrpchxlr.. welche...ein-. grj:ll-es,Streislichl aus die Nothlage und dir rasch zunehmend? PchlMätifirmig des.rtlein» basternthrims selbst in'WftVst Äckerblittsiaasin toftfnr. iIit mehldieir" Grenzbesirken chchrcheg W>' Mrere%( MU.AnßM MW wsise Eintreibungen von-BugrechtLergiebigkeiten, uufi.Gaiubent- lastungs reldern/ welche die armen Baudm'l fahlen'«ußcr'Srande i Gendarmen, welch«' diese. Ausgabe �u Thchl wurde/, vvu AMkiWi letzte Hsbo vertweifclt vertheidigenden Landtcnttn vertrieben. Auf diese Wdise steigerten sich die Zinsen der'emnsttribkMsi Kzrdcruiia,. und die Summe' erreichte' mittlerL«tg,',jWst'sMk,.We,'MKs.W bei den meiste»» i Lnirdteuten den. Wsrch, chrer, gejam.inie? Habe übersteigt. �ie>"rf»cheu".Hervschctfteii kümmevlrm.lsichIed�chüdcmmll wenig und verlanatest'. chpik� der'.krotitischen Regierung'zur Ein- tfjnbung Mili/ar'. Tie, er' W tag den 2l. Stptembsr�trasen�.iu �Sel.ri 2�ß, Mnw,5lniMN'w unter dem- Kommando eines Hauptmanns eins M;i dieien'erschienen auib gleichsrisig' ist Gestd�chist�''Deti Zwesten' Lsg wurden die Soldaten auSgeschi�,., Aim bzeMg�p ,hie.sich in früheren Jahren besonders widerspenstig, gezeigti hatl«», LH yWa haften. Es wnVden wtrklich"sin Drte Puse vier LaudldtUr in. Elsen stelegt und nach Sela gebracht... Nriw''ginW� die/ edlen T, m d,.~■ jIW i-Tn io g M i, u o 8 odi bnu>9nffii.». uJ i,:i U ..Herren" mit.MstM- herum. und ,cxegzt-rt.e,i, dez, Dquezstg das Bich. Einer maltest. Keuschlerssrau wa>g>.ihre«».nvige Kuh weggeführt; die Frau war in großer Vvizweiflung,. Tetzitz sich'�Mil Wehre'stpd mußte mit Gewalt aezwnnaesi' werden''. der.'Erckuston & i« i*.. tarm am m> m Wm stand der Bauern t/geht«che«, won sieht isodoch/«lwronrw brühende Gesichter� und gerüchtweise' Mlriuwtstsdaßstchse Wauerti m Deidnic für' LvV' Mann.Waffe» tusaiumenaettstgei,' hatt/n, iint d�sn'M- ZL„„und Bcleidigstiigsprozesse einzuleiten, lvelche hei der bekannten„UnPar- teilichkeit" der Richter und der.wohlbegnuidete» Fgrcht der Sol- baten, gegen ihre vorgesetzten Peigigen auszusagen,„keineswegs gefahrlos sind und unssi m Genosten WigeU leicht mehrere Jahre Kerker' eknbrtngen köNNeß.""" Wie mdesten W,.�ache'buch ausfalle, täuscht sich die kluge Regierung doch,.wenn sie glaubt,. daß- durchweine jvlche Schäj digung eines Einzeinenllauch die>gesawmte''Partei dauernd schwer tfflSm-'X WW WSKS stets das- gerade Gegeniheil von dem erzeugt ,3 was st».bea.lM)- trgten. Man braucht nur auf die Entwicklung der sdziaiistischen Bewegung in'DeirsichlÄnd'z�' Niike� �ch' sich ppn' der SjÖsistchesi dieses Oatzes zu überzeugen..Wenn Heir, i�stru� dse dort msl den kräsligstew Repressivmaßregeln uud.der ungeheuersten Schä- digUng- der eiNzewen' Parteimsigliedsr durch Einkerkerung, Aus- welsust�und Betsiichtung der bürgerlichen EMenz erziclteü Esi g-nügend. kennMoW, braucht er sich bloß in Berlin%ck er kmid igest. Die dänischen'Geiioffstrr'b'auchen-und werden sich''«lso durch die drohende Haltung der' Regierung"! keineswegs einschüchtern tasten, sondern werden.aiigestchis' derselben ihre Reihen nur um, so fester schließe!, mnd �jz�xm-Wege der inner» Einigung'�sch 7prsnzipicstw Turchbühung. szchler vor-. wärtS und dem.hechre»�. Ziele � enigegezistreben. Ihnen wird der. Erfolg. gewtz,q!cht°.WW�i,,s7os.7,T I ,(*ll3'5strt"' rsi'.'ßieftt'-1'%oq'e 1'.'gisi' iÄrlka� au�aÄ�Äen� de, schMgnrb ba,',h„t. was es mit bei. jeben, sichte» BonrliS. ali'.Tög'sttä g�itnden„Kutturseindlichkeil" der Arbciterb'esire- bungen auf. sich hat. Tie Anlwerpener Schiffszimmerleüte baben' nämlich die� Arbeit emgesiesit, nicht' etwa, wei)'sie Erhöhung bei LohYWS Ober TWwinbetUng der Ar� ihnen nach beiden Nichtu'ngen sicher zu wünscheu bleibt), sondern lediglich aus dem Grunde, weil die Schisssbaunicister ans er- bärmbichet Gewinnsucht kein rechtschaffenes, seetüchtiges Fahrzeug mehr herstellen lasten wollen, sondern' lediglich aus den Schein bauen und' repariren loste»'.-- unbekümmert um die Verluste au Menschenleben und Weriheu, welche dadurch verursacht werden. Die ehrlichen S'chfffsVipittlerer wollen iiun'bsesen infamstcu Schwindel nicht mehr mitmachen, wildern, verlangen, wenn sie die Arbeit wieder aufnehme» sollen. ,,ilr sdiepon 6öeÜ c» stferk te'"nerstellen"(die Schiffe gut und stärk herzustellen). Mast' sollte nun denksn, daß''diese Fprd'erung nur%»»'Beikall" aller ehrlichen Menschen haben könne lind daß insbesondere die Bkhbich�st stllen Ester entfalten' inlißlen', ein solches,' �"'Lebest, Sicherheit' und Eigenthum der Bürger überaus nützliches, ja noch- wmMes. Pestreben' auf äste Weile zü'uiltci stützen und zu' sgrderzl.' Statf dessen, stellt»! sich bie höchst liberale belgische'Muster-Borrr-: gi/stis're'gierNng' sofort ossÄ"auf Seite der" Rheder. und Schiffs- bstumeister und itichi den S trei�rn/ttne' Niederl age chelzstbri v gen. ivas' ihr hössentlich nicht Gelingen wird. Jedenfalls aber dürfte dsts''Vorgehe» der Regierung sttanchiin' bisher für die Berechtig gung der Älrbeiterbewraung, Blindep hie. Auge» öffnen..und ih'n. zir" ein ein g'enauern Studiil'i'n der'?rbe>terfrage und.' ves"Sozialismus veranlassen. daS ihn über kurz oder lang in unscre Reihen führen rstlist.'� lbcbrigens.''oll die öffentliche Meinung schon'ßßt vöul1' kostiÄdil'- asts Seilen der Sn eiker unS geaen die'Regierung sein) »11»Jims jim»P§oi© ichimsti ljnu wssST toiintsioM ao? st.aM In Italiott" nehmen' seit et trister Zeit die durch M ällgemeine' B'nngne Anlag hiureichk, zwar nicht eine allgemeine. aber doch lokale Entladungen hervorzurufen,, welche dem Wetterleuchten.gl«-.. che» Wö dem Hera, mähend«, Gmitrtr Wrau�ch*. Bor allem ist es d.e 1» den meisten Provrizzen. m emem körperlichen und. geistigen Elend lebende Landbevölkeruiig, von dessen enormer Höhe' ma» sich i» �»tMlmid trotz der: aust, dort nichts weniger als gunstcg��imA a�aWb� Beßnst.mgch«; kann,-- welche dmch die. Siiertrsigsrchkcit hetz.guf,. ihr laitendcn.. 00«hoben 9oyfV.,�#�aga»o und bald wieder veitriehe» upd ihre„Rädelsführer" sestgenopziiM. In. M mm m sie aus sriedliche Intervention der Gendarmerie nicht auseinaizher-. gingen, kam es zwischen ihnen und den requiririen Truppen zu eivem föttWicheN Ksinpfe, bei welchem es aus beiden. Seite» zähl- reichs."Berwrtirdete stast Aehntiches geschah3 in EauizMio(Pro». Treviso), in der Umgegend von Markänd und äst' Zahlreichen än- dm»'Dt»»«.!.*<«.'•<»littst lanstL. chi ZINN? lttstiötlz.Ä I'tt» ZU!.1 Aber auch in den Städten3-fehlt es nicht an-Emeuten. 2!a- mentlich Hai der.'Jahrestag vir Füsilirukig. Bärianii�s hiesit Anlsiß' gegeben und sind in'MailWd.oRussi.'Lugd, Lrisignänd, Raven na', Alexai.dria' tc. zum T'heit stich?-' ut>GedeütenbstiUnrtih(n enitstanden s' iw!etzter«in wurde sögar der Versuch gemacht,'- die Zitadelle der Festustg3 in Brand- zü-sttckeN' und sdabsi'eiK3 Posten,"VE sich wi- dersetzst, lkgttövtcdt Außerdem nbaNgett. es. a sich"3 3 n drin Iii. n; ionimol.ittUo« Die Regierung aber zeigt sich diesen'irnsten- sosiulen- Erscht!� nungen»gegenüber ebenso unchälig3«nd»istähig,- als'sistsich den ,«1 lösenden 3 Naim-ereignisseii dieses Soülstievs gegenüber3 erwiesen hlltpi'Gtvtt- Sle'Gtundei die VoraUssetzlistgen beider' foLffnschsffttli-' begnügt sie stich' lediglich damit, ihr'e nöthtvendkgen Fölgei, zä'be» kämpfen',' dke'l.KriiirsheitSerfcheinu»ge>i roh3 zü unlerdiücken ustd dadurch das Uedel nur desto stküter zu mache».-' Aber Aotz der?. offenbaren Widtrsinstißkeit«Vd Verderblichkeit' tsieser' fatstoseu Z'Staa-tsknttste Ist- doch»leider gerade rfuchd-in Italien nur wenig ÄnSsicht' äckst-eitittchatdigt Besserung. ÖhNirZweistl.'-ist unendlich viel- Zündstoss> auf iden�-ApeitiNhalbinsei ängiesainmell und-- eüie Umwälzung 3 wird Wi' Tüitw stwehr laiige ans sich waetin- lassen.' Abdi-siM' ist''4ckS' eigentlich« Bolk 3ri.i-'stin«3'erdGckenden Mehr- Seit'-sä' vollkömmsü bäär'sedtri politischen' Bildung Und Srgani- satibn'ff dässleb-die 3 kvm'tüende MtzgesialtunK'�dtt�Dinge'so viel «Mugeniattichst�u bet.nststssetiüsiss Stande�siii' und3 Whälb nur gestiuge Borcheisenaus ihsteN zithen triiid'.--' So wird-'denn die Umgest'ältung eine'-' fast) lediglich 3-Msischo' sein' Und' das Volk schlseßlich-tlllitdseine'Utsistrdrückei''wechseln/ nicht aber"Dest ledig ftstdsstn, Ziö-n njdro'ji iiodosttt nsti nzpzg zpoNnK snh isstsid st od i; iz'i J zid Iii.chilistü-Ä t nEttw»MUiÄ Mitiaöchhttctiiu rnir is dnsi Eivx-iPerjamvilNng spamschtk Republikaner all« Schal- sizpiigen rqgt augenblicklich, in iPmis. Der Zweck derselben, ist, hle.-besten Mittel zur.Republikawsiruvfl Apanieiis, zU besprechen und-die Panter-, e,ni.,er«aßrn,-,„soweit nämlich-hre.Gelpat«nheii ff,.. zahlreich», pistngifliell'überaus! weit auseinandergehMde Frak- tigbr.Y-z»s-. erlaubt,. zu organisven- und ho akiwnssähigJu-mache». WSii.jttzb. wurden djK EMssung eines rMPbl.icani>cheiii..Wa»>ifest>zS an die,.iSpauiev, sowie dj» ErwähluM Zorillä's.zum Oüh.rer be- schissskwd Ob.von? der ganzen», Kgche irgend etwas Bedeutendes zu erwarteic-ist, können win. noch nicht, rech», abschen, oa uns go- nagere JnfyrnicUionen bis. jetzt fehlen.- Jedenfalls wäre dies nur dann möglich, wenn,.Worthelden a la Eastelar ein für allemal epergischch« Weg gewiesen und überhaupt.dem bei den spanischen Politikern mehr als irgendwo anders eingerissenen, jedeEüiigkeit, Disziplin und Thatkraft ungistgllch twrcheiideii Phrasenthum ein Ende gemacht würde. Uebrigens loll«i neuesten Nachrichten zu- MMiMK MDML KSz. -<»mstrm 3'ffch#n' kurzen-"BeViO�brk deii esigMel, IstÄffes-ssnibffs-Köstgreß tragest wir näPsieinBii" uns jetzt vstr- MyitiÄ, j-.döch nicht allzubiel Jn'tchessastichbi�eMchsteistgehtznden 33 Bericht eististe' DetäW nW,'"Whche den'ststs) dew" Kvstgresi mit in gen vielg rühmten Gewerkvereinen herrschenden Geist hin- absallrWe Bstirchtstnng. Die biederm GestEkstest�ch ntÄsiienj3' die! ökonomischen"-Bcstrebustgeki.dn' AtbZ� stünhest-'ssti�e�Poff' litik in gär Mit�'oMsisMs'Wr'�x tWÄllLAßÄsi?"W�» saististenhang und mast'düche(ritte1 Klttssenpölstik kiMeni�isttii' mW' sonsti.# Arbeitgeber'zwinstt!' däsist'be'Ä sM.!"�3 Ja'ffogast' der Vorschlag, ein ArbnteVorg'iiü! st»! stnmd'en� ÄuW'stchgtll�ntst- so daß in dent'-' istdusiriereichen Wstlmrb,� W'WtWmt"'Äi£ eistt3 sis'strvsse Machst ansiibt ustd' j��(l«nD)BestrÄstn-n rhre" Preßvertretung hat, ganz allein das Proletariat,- gast; allein'' die'' Milliontes von' Arbeitern, krini�stol�e' besitzestst"'BU'''sdlcht!� VW ständliiß' füt'M Bedürfnisse de« WvWarW'M kein Wunder, daß der Kostgreß hinMlkchr d�Mch�WWM» der LändreMni"dtMbest' Mst wöst, daß dsesst.'3(emire AÄ svliiteruna �dist LcindbstsiUes. feicuunasiistlfe'' Gründung3'eistet ibst�est Kleinbäuernthiim�3 änsirebm mÄsst,' während sisi'wd..... listen geftzj-destte �imostaliPisiyst'vW'�GZind� ustst BbberWstfsp.'" alle diesitben befördernden'UrstiMionttst K###%» MM'- dest ärLAtestden Klasse gericht«"' ill'�derwersen seküsi'�'M? Msi' «'iss�n dew 3 Unsinn doch nd - De Drganisiruirg en«gsschestMWiM Mest"tsi«'�g�i heuctsichen' senbstlen'Bcst'chderchältn'isse.stimstrt in JrÄllÖ Atßest'' beträchtlichere DimensiWst'-stist.3 Die-'iisickfsiWloivlÄGs�t'MM die' Grtzndbstsitz'er'''äuit>'etendi''3UW-!�bloWs-Wästne''virastMiii'st' z.,»naß uiä iWJttl»«' in allest TMen ves di<''stdoii' Z'ehntäu�stden Mgermtest �asibstrol'eWiist'b�ücht'Äe�en! iltss" b�%% Wa'{H;stnb«»-zst3%&AWf Estms,' Castl'ebast'stnd Dstllost'(stelchP' stetztW�tsier atst'Eineüi'' TG �stattfänden� �gin'st''sts säst W-mmti WgM ch�fch'Widbrstastdös ÄW'M#st dai«r»tV4k!«tmnz„kk..�z>rist.»'ÄutckiB omttü Jimtw Die Sstnblövb�'sinb ist gttchvr' SÄgst'M �jrlcM�N''Pdn'dir Regierung'M�Ausstahinstgesetz."Wdächelb? sticht theil Mtchen nstb"' stielwehr"der'MAM Lstndh�nchM der engliichest Lords desto sschstelltr den Hai? chrech«� tstÄdifj'-eisi� schstint kaum zweifelhaft. �rtichiZiÄ Juan, noch? ,ff Itzsij« uzod .jnir lij'chtlraiiidr?)'ichlos ziii, off stnd dnu chillroailnnisa»ch rüs ■'UV Däv'tEvsglge der Atbeitinparktid iw'Amonka'-mvyrcn sich» stetig. Go-hät jetzt d'ie'-kalfforn'scheh'üfwtttchlMich» r«i»SchtjÄ>thcki.'desi-tzetno-st kr.B'schep Wayorskgndj�n..YoM Q>ex. b�anwM„M feigen Wysilezs,,,jKglloch. nn�MMMzjG MchlfifoM HPD>Mlfl»Ät .MUN',die�rG„dA MyMM lMschxechW Mayor. erhoben. Jpn�vn, sind,, auch jhr».KqMM,Hr #W# gewähr»ftjjßfy.ie ZM. M,xu�M,MWss> j M die Durchtührung der �iieM ,Konstilgsjo�,pM.,jzer�größMHjU degtung, ,be%, Wh MlWMd siischeu Institutionen HMM,Grgde M PS die Pxodu�-,�r S;?sitsj-giß.lgture�„ K-nst iMn�ßch Mlv »WstuWR SMH�NzMter die UMlMeM WM-v,KMOalijpMtnS..... "sich lwge., nich;, enbgilsig�beigespgh 'hpj WssistSsM,, baß,pih,.Hf%n.Mfssifior-„Hlfi.Kjjpuhffkqner, Reiche sieir.HchMwatzen MMaiMtzdurch�cht Mgftis isiaiVf UchiliveMd.tzeMtat�.M '"lMw �hs,chenff,�eM m&'l ._ g........ ....... i r m......''?M 4kW OH nach der voslkom welche alsbald beseitigt werden mußte. Die Legis JllinSlS- eÄieß.vsßhälb«Itß Gesetzi.�stÄlchks.tzeWtzsMe siÄ�ani- sativnen Ueiitsach verbot. 3»Die' Sozialisten Säst'- Ehieago o leiste leck jedoch Werst ungofetz'lich-est„Gesetz" keineswegs--Klcje-,- ffÄrdeftk schien Mhrst.iWaffenüdungetrl.fors� wobei" si0 � i 3 KW)!Po(biei3 4« Konstiktt-kämet, urrd"-t»solge,»dessi!0s''dvstlG«-ich»�cstelK WstidM Däs r-Gesticht-ihattlstun'3 aber- die-'-Astgeklagteü sreigesprochtchstrssbem eS'tei-bäkinteE daß die bewaffiiÄe'-Tlgarwsation. dbi3 Arbsitetz>rch»ch der3 Bsriasiung derb Berikinigten Stadlicit- stotthäfi Bestimmung uzuwidKlanlenve Gtaassgefch vdft'JlllrtÄs wllckmiM WS- seil.JtifoW3-lMekdE»isch«idun'g3 vl»chD!eMons�ÄM? Und3 eine w eitere'Folge'wird3 seist/ llass sich" die3 �ArbtzikerlÄslD WWine"immer Mehst>-"a,sSdehtteu.m>DiÄser"USist Stehenden ein Verlaß ist, sondern daß wir nur aus uns selbst angewiesen.sind, denen gegenüber alle andern Parteien in der That nur„Eine reaktionäre Masse" bilden. C. Nürnberg, i. Okt. Es ist recht bezeichnend für den traditionellen„Rückgang der Sozialdemokratie", daß in demselben Augenblick, wo unS nach zahlreichen Erfolgen ein neues, dem Machtbereich der AuSittlhmtgesrtzfabrikaiiten enlrücktes Parteiorgan, der„Sozialdemokrüt" erstanden ist, ein eigens zum Zweck der Sozialistenbetämpfimg gegründetes Blatt, der hiesige„Anti-Sozial- demokrgt" selig entschlafen ist. In einem melancholischen Abschieds- artikrl erklärt sein Herausgeber selbst: daß die Arbeiter sein Blatt nsiht lesen wollten, weil sie Sozltrlrsten find, das Bürgerthum aber nicht, weil cS dumm genug ist, die Gefahr des Sozialismus durch das Ausnahmegesetz ein für allemäl für abgetha» zu halten, so daß es sicb daS Lesen und Abonniren seines Blattes erspare» zu können glaubte.„Möge, schließt er, niemals eine Zeit kommen, in welcher der Mangel eine« hiesigen Organs, das die Arbeiter nicht zu verführen, sondern aufzuklären bemüht war, bitter en>- stfnuben wird." Dieses saubere„Aufklärüngs"- Geschäft hat an Stelle des„Anti-Sozialdemokrat" ein Pfasslein, der berühmte Stöcker ans Berlin übernommen, der vor wenigen Tagen hier Vorträge über �die Lösung der sozialen. Frage im Lichte des Christenthüms" gehalten hat. Er hat damit jedoch wenig Glück gehabt, den» die liberalen Fabrikanten beschweren sich, daß er durch seine demagogische Schilderung der Arbeiternoth und des Fabrikantenreichthums gefährlicher als die Sozialdemokraten selbst wirke; letz'�re aber lassen sich durch den predigenden„Anti- Sozialdemokraten" ebensowenig aufs Eis führen, als durch den geschriebenen. Stöckte dürste daher hier kaum bessere Erfolge erziele» als weiland in Berlin und wen» er nicht direkte aus- gepfiffen worden ist, so hat er dies nur unserer fränkischen Artigkeit zu verdanken. * AuS Aazieru, 2, Oktober. Ein schlagender Beweis für hie enorme Höhe des gegenwärtigen R o t h st a n d e s in Deutschland findet sich in der neuesten Böhmen'schen . Sozial- Korrespondenz". Derselben schreibt nämlich ein Mitglied des Wanden- Unterstützungs- Vereins in DinkelSbühl in Boyern:„Das Handwerksburschcnwesen ist zwar schon seit Jahren nur ein klägliches Abbild früherer Zustände, die Ver- Hältnisse haben sich jedoch in der Gegenwart ganz besonders vev- schlimmert. Eine Notiz deS„Braunschweiger Tageblattes", welche auch in mehrere Berliner Fachblätter übergegangen ist, berichtet nämlich� daß in dortiger Gegend unter den fremden Gesellen der Hungertyphus ausgebrochen sei. Von einer derartigen Roth weiß man nun hierorts in Bayern aller- hingS nichts, aber eS treibt sich auch bei uns eine große Menge arbtitSlosen und zum Theil auch arbeitsscheuen Volkes aus den Straßen umher, und eS mögen zum Belege hiefür einige Daten auS dem JahreS-Berichte unseres Wander-Unterstützung-Vereins hier Platz finden.> Nach dem Ausweise unserer Bücher wurden im letzten Vereinsjahre 4270 Gesellen unterstützt.. ," In früheren Jahren war der Durchschnitt nur 1000— 1100 gewesen. Noch 1875 betrug die Zahl der unterstützten Handwerksburschen IlttO. üieo ober 1876 aus 2217 ,. verdoppelte sich dann das folgende Jahr nahezu(4140), um zuletzt 1878 eine die obige« bis jetzt nie dagewesene, noch geahnte Höhe zu erreichen. Und von einer Besserung ist vorläufig noch immer nichts zrf spüren." X Aresta«, 1. Okt. Ein erhebendes Beispiel von Gerechtigkeit hat sich jüngst vor einem deutschen Gericht abnespielt. Man erinnert sich noch der am 14. und 1:>. Juli in Zabrze in Ober- schlesien ftattgefundenen Bergarbeiterunruhen. Dieselben waren bekanntlich durch Lohneinschränkungen veranlaßt worden, welche von einigen streberischen Beamten der königlichen Bergwcrksver- waltung unrechtmäßig und in einem solchen Umfang vorgenommen worden waren, daß den armen Arbeitern oft kaum eine Mark per Ooche zum Leben blieb. Diese von amtlichen Personen selbst bestätigte und durch die sofort nach den Unruhen ersosgle Loh»-. erhöhung als unrechtmäßig anerkannte Aushungerung brachte die genügsamen und sonst indolenten polnischen Arbeiter von Zabrze (unter denen sich nicht ei» böser Sozialdemokrat befand) ichließ- lich zur Verzweiflung und ließ sie,, da ihnen jeder, andere. Auswegs abgeschnitten schien, laut werden, worauf sie der fürsorgliche Staat mit blauen Bohnen sättigen und mit Säbelhieben beruhigen ließ. Jetzt hat nun auch noch daS Gericht seine» obligme» B itiag zur„Beruhte ing" gegeben, indem es am 23. Sept. nach vier tätigen Verhandlungen sein Urtheil„gegen die am Zabizer Aufstände bctheiligten Bergleute" verkündigte. V�ui Yen 39 An- geklagten wurden 13 sre, gesprochen, 25 zu längerer oder kürzerer Gefängnißstrafe und t Angeklagter zu Zuchthaus verurthcilt. Das höchste Strafmaß wurde gegen die am nieisten gravirten Bergarbeiter Franz �wasniok(2 Jahre Zuchthaus), Martin Tudek, Thomas Achtelik, Alexander Twardawa(je.i Jahre Gesängniß) und Eduard Bronder(2% Jahre Gesängniß) ausgesprochen. Uebcr 5 Angeklagte wurde eine Gefängnißstrafe von. je J Jahren verhängt; 3 Angeklagte wurden zu einer Gefängnißstrafe von je 1 Jahr, 5 Angeklagte zu je 9 Monaien, 1 zu 7 Monaten. Z zu je 6 Monaten und t?lngeklagter zu 3 Monaten Gesängniß vcrnrtheilt. Summa Summarum: 38 Jahre Gesängniß und Zuchthaus, mehrere Dutzend Tobte und Verwundete, das Elend der Zurück gebliebenen und vermehrte Knechtung der Arbeiter— das ist die Antwort des Skates auf den Verzweiflungsichrci von. Zabrze. Möge das Proletariat so. che und ähnliche Großthaten seinei Un- terdrücker niemals in Vcrgesscnhzät gxratheit. lassen. A.Z. Htraksnnd 30. September. Gleichheit vor dem Gesetz. Am 13. ds. ereignete sich hier ein Attentat, das weniger dürch seinen Verlaus an und für sich, als durch das Benehmen der Polizei jeden menschlich Denkenden entrüsten muß. Gegen Mittag verließen zwei'Setzer die Expedition des„Be- rendtschen Anreigeblattes", da dräng ein jnliger Mann auf sie ein und feuerte zwei Revolverschüsse nach ihnen ab, glücklicher Weise ohne sie zu treffen. Er wurde sofort sestgcnoinmen, und man fand noch ein langes Dolchmesscn bei ihm. Wie sich heraus- stellte, war es ein Referendar Böckenhagcn, der aus unerklär- lichen Motiven das Attentat begangen hatte. Die Polizei entließ ihn auf der Stelle,„da er weiter keinen Schaden angerichtet habe." Als der Redakteur Behrendt sich hierüber auf der Polizei beschwerte, wurde ihm bedeutet, in welche Gefahr er sich stürze, der Attentäter sei ja ein Sohn aus guter Familie. Gr reichte nust bei der Staatsanwaltschaft eiue An- klage gegen den Referendar ein, wurde ober zurückgewiesen,„da dieser Niemand verwundet habe." Herr Bockenhagen wurde einfach wegen Tragens von Waffen mit 15 Mark bestraft Wem fällt dabei nicht ein anderer„Attentäter", Hödel, ein, der be- kanntlich auch Niemand verwundet'und dennoch ans dem Schaffet endete? Ss. Wien, 29. Sept. Zz» meinem in der letzten Nummer ent- halten Bericht über die Entwickelung der Briesstiebnei und die sonstigen alltäglichen Gesetzes.verletzungen und Uebcrgriffe gröbster Art seitens unserer Behörden kann ich Ihnen heute eine» weiteren in- tereffantcn Beittag liefern. Zu einem hiesigen Bürger.begab sich dieser Tage ein Detektive, und zwar ohne irgend welchen ge- richtlichen und polizeiliche» Auftrag, und wich nicht aus seiner Wohnzing. Einige Zeit darauf brachte der Briefträger einen Pries und ihm auf dem Fuße folgte ein zweiter Detekiipe. Der Genosse, durch die bisherigen Fälle gewitzigt, nimmt dem Brief- träger augenblicklich de» Brief aus der Hand und steckt ihn in seine Brusttasche. Die Detektives, die ihm den Brief entreißen wollen, kommen zu spät und er weigert sich, den Brief herzugeben, den er noch nicht gelesen, umsomehr, da die Ditekiives keine Boll- macht haben. Die zwei säubern Herren fühlen sich aber zu schwach, Gewalt zu gebrauche», weßhald sich der eine entfernt, um Sukkurs zu holen, indeß der andere als Wache zurückbleibt», Unser Freund benützt diese Gelegenheit und eilt, so wie der eine Spürhund fort ist, in die Küche— es war eben um die Mittags- zeit der Detektive sauft ihm schnell nach, prallt aher zurück, als ihm der Verfolgte den Tops mit der brühheiße» Suppe ent- gegenschwenkt, während. er mit der andern Hand etwas in den Ösen hineinsteckt.„Um Gotteswillen, was chun Sief" schreit dex Spitzel,„wir müssen den Brief bringen."„Ich habe bloS etwas verbrannt, das kann mir wohl nieinand verbieten", meint ruhig der Freund und begab sich zum Mittagessen. Inzwischen hat der zweite Detektive Sukkurs geholt, und da der Brief nicht mehr zu entreißen war, so verhafieten die drei Helden ohne jeg- lichen gesetzlichen Grund, ohne Vollmacht, blas aus Zorn über die Vernichtung des Briefes unfern Genossen und schleppten ihn gewaltsam fort aus die Polizeidirektion, von wo er dem Landes- gerichte übergeben wurde, woselbst er sich noch befindet, ohne daß bisher eine Anklage gegen ihn erhoben worden wäre! Läßt sich eine unverschämtere Willkür denken? Wahrlich, in der Türkei und in Rußland kann die Regierung sich kerne größeren Frechheiten erlauben! Und wie charakterlos die liberale Presse, die für solche Borkommniffe kein Wort findet! Veröffentlicht aber ein sozialistisches Blatt derlei Dinge,»dann wird es fvnfiszirt--- ein Grund dafür findet sich ja immer.— Unsere Advokaten sind auch rare Herren Einer derselben hatte i» einer Amtsmißbrauchs- klage es mit Freuden übernommen, Klage gegen die Polizei zu führen. Nach wenigen Tagen lehnte er jedoch die weitere Ver- folgung der Angelegenheit ab, weil er erfahren habe, das Ver- gehen sei nicht von der Polizeidircktion, sondern„höchsten Orts" selber anbefohlen— und da sei jede Klage nutzlos!— Wir werden sehen, ob sich ein Abgeordneter findet, der darüber zu inlerpelliren wagt. Rühen wird es freilich nichts, auch die Presse wird kaum Notiz davon nehmen; aber soll man ganz unthätig zusehen?— Soeben erfahre ich, daß. nach nur kurzer Lebens- dauer die„Freiheit", unser letztes Parteiorgan in Wien, ver- boten worden ist.;So zwingt man uns also mit aller Gewalt, auswärtige Parteiblätter zu lesen» Nun, der„Erfolg" der polizeilichen Wirksamkeit wird gewiß nicht ausbleiben! Und auch die zahlreichen ungenirten Erbrechungen von Briefen, in denen man solche verdächtige Blätter vermuthet, werden daran nichts ändern. Den» Bedürfniß und Roth machen erfinderisch und für jeden versperrten Weg werden wir zwei neue zu finden wissen, um das sozialdemokratische„Gift" in unseren Volkskörp er zu leiten und es in alle Theile hin wirksam zu verbreiten. Durch uns sind nachs't.honde Schriften zn beziehen: Fr. Ct. 1». M A n f s c h 1 ü s s e über dia badische Revolution v. l&tp 2.— 1.60 Bebel, A., Der deutsche Bauernhrieg 2.50 2.— — Die parlament. Thätfgkeit d. deutschen Reichstages u d. deutsch. Landtage v. 187 1/73 n. d. Sozialdehiokr.—.20—.15 ——.fr-.,—-f-' 1874/76 ,--.45 n-reBö — Die Entwicklung Frankreichs..40—. 3(1 — Glossen zur wahren Gestalt d. Christenthums—.40—.30 — Das Reichsgesundheitsamt u. sein IProgramm— 20—.15 Becker, Job. Ph. Xene'Stunden der Andacht. Salyrisehe Psalmen in ,Reinrforni,-;5 Hefte■};' 3..-r- 2i 40 — Geschichte der süddeutschen Mairevoliztion 7-50 ß.— — yorhote. Soz.-pol. Monatschrift 6. Jahrg.(1366-71) 10.— S.— — Wie und Wahn? 3.— 2.40 —„Prdcurseur". Organ ddmooratigue soeialfe(Jahvidr- Mars 1877),, 1 isjfli> im"m'l'i;.. 1'.— ,-fr.75: Becker, B., D.Reaktion, i. DeutschLgeg. d. Revol.v. 1848 2.50 2.— — Geschichte der revoi. Pariser-Commune 1783— 34 2.60 2.— BIOS, W., Biut und Eisen oder die Entstehung des Krieges von 1866—.70-.50 — Zur Geschichte der Kommune von Paris Bracke, V., Nieder mit den Sozialdemokraten—.20— 15, — Die Verzweigung im liberale» Lager—.25-.'.'o Bürkli, Karl, Die Bank- u. Hundeisreform UeherSetzung aus den Werken eines Schüler Fourier's—.50—.40 — Solidarität, Lehre Karl Fourier's—. 50—. 40 — Steinkohle und Wakserkraft. Eine Studie zum Kapitel d.UeberschWeramungenu."W»ldverwüktdfigen—.50—.40 Bürgerkrieg in Frankreich, r,-r. 35—, 25 Kulturkampf und Volksschulp in Preus&en—.30—.25 Daniel in der Löwengrubo. Eipe Geisselung der reaktionären Zustande in—-— Babytönien, vom Verfasähr des„Neuen Wint-Tniärchens" n-—.50—5 40 Das eidgenes.ainoh« Faprikgusetz mit Erlau- ttrnngeu von II. Greulich—.20—. 15 „Der Republikaner�, Volkskalender für 1880—.50-2.40 —-—— für 1878 und ISW k—.25—.20 Der arme Köhra 6. Illustrirter Kalender für das arbeitende Volk für 1879-,-.50— ,40 —— flüherc Jahrgänge—. 30—.25 Dietzgen, Das Wesen der menschlichen Kopfarbeit 2.— 1. 60 — Die bürgerliche Gesellschaft—.20—.15 — Die Religion der Sozialdemokratie, 6 Kanzelreden'—.30'—. 25 Douai, Dr. A, ABC de» Wipens f. d. Denkenden, 2. And.—.30—. 25 — Antworten an die Bekenner de«. Thewput—.20—.15 — Kindergarten u. Volkschule als soziald. Anstalten—.35—«30 Engels, Fr, Soziales aus Russlahd—.25—. 20 — Hm. Eugen Dührings Umwälzung d. Wissenschaft, 1. und 2. Theil.-v 2.— 1.00 Ein neues Wintermärchen(v. fleine IL)—.30—.25 Für die französischen Brüder—.20—.15 Für und wider die Kommune-—.20—.15 Geib, A., Gedichte, brock.—.70—.50 Geiser, Br., Die Forderungen des Sozialismus an Gegenwart und Zukunft—.70—.50 Graf Eulenburg und die Sozialdemokratie—.40—.30 Greulich, H., Dbr Staat vom söziald. Standpunkt aus. Eine Auseinandersetzung mit den Anärchieten''—.30—.25 Herwegb, 6., Neue Gedichte 5.— t.— — Gedichte eines Lebendigen 4.50 3.60 Hillmann, Die Organisation der Massen—. 3b—, 30 — Praktische Emanzipations winke—. 30—. 25 Jahrbuch für Sezialwiesenscbaft und Sozialpolitik, herausg. von Dr. Ludw. Friedf- Riokteir 3. 50. 75 Kegel, JH., Freie Lieder(Gedichte)—.70—.50; Komplot gegen die Inf. Arbeiter-Assoziation. Aus dem Französischen übersetzt von KokoSky 1-60 1. 3 0 König, Schwarze Kabinette;,:r,'':: 1.25 1.— Krasser, Dr. F., Anti-Syllabns(Predigt)—. 5—. 5 — Ceterum censeo—.u v——- 5 Lange, F., Die Arbeiterfrage 5.— 4.— Lassalle, Ferd., Rede über die Afbeherfragc—.25—.15 — Offenes Antwortschreiben i fir,"—. 20—« 1 0 — Arbeiterlosebuch—, 36 20 — Indirekte Steuern—.40 ,80 — Die Wissenschaft und die Arbeiter— 25—.15 — Düssoldorfer-Prozess 20—.15 — R,,nsdorfer Rede—.20—.15 — Heber VerfassuÖgsWesen"—.25—. 20 — Fiohtes Philosophie-l—..'28 4t-. 15 — Herr Julian oder der literarische Julian 1.——. 80 — Briefe au Rodberfus-Jagetzow 3.— 2. 40 — VertbeidTguhgsrede betreffend Kassettendiehstäbl—. 40—.30 Ldberi u. Tb aten d. Generals Jafoslas DombrowSkjr 1.— �-.80 Leipziger Hochverrathaprozass; 8.80 3.— Liebknecht, W., Zu Trutz und Sebiztz.—,,35 yjj ag — Das Briefgeheiiuuiss vor dein.deutschen Reichstage—.50—.40 —; lieber die politische Stellung der Sozialdemokratie—. 30—.25 — Zur Grutid- und Bodehfrage 1.——.80 Lissagaray, Geschichte der Kommune von 1871 5. 50. 4. 50 Marx, K., Der Ißöjper Konimunistenprozes». II. Aufl.—. 35,—.30 Mehring, Franz, Herr V. Treitschke, der Sozialisten- tödter und die Endziele des Liberalismus—. 35.—. 80 Müst, J-, Der Kleinbürger und die Sozialdemokratie—. 70.—. 50 — Die Pariser Kommune vor den Berliner Gerichten 1. 3ä. Ii— — Die Lösung der sozialen Frage—. 50,—.40 Oldenburg, Was wollen die Sozialdemokraten f—.40.'—.30 Protokoll des Stuttgarter Kongresses 1870—.30.—.25 — des Dresdner Kongresses>1871—' 85.--4-1(80 Fildes 4)o burger.(4.874 nf.:;f—. 40.— sn-M — d«» Vereinigu%s-Kongr6sses 18%—, 40.•...30 — des Gothaer Kongresses 1876—. 40.—. 30 — des Holzarbeiter Kongresses t87ä—. 30.: 30 — des Sohweft. ArbeiWr Kongresses Ölten"d m». HP. J40 TT. des Kongr. d. Sdiweiz. Arbeiterb.%% Wiqterthitr—. 20, tfi/'lS n ,, ,» ii ii Basel,,—, 15.—. 10 ::::: c:: Photographien aller bekannten Sozialdemokraten in Visitenkarten- und Kabinet-Kprmat, eineelp auch in Grossfülioformat, ,J( A c ,4�.—.—.— Rohleder, Die Pariser Kommune vor der Depufn teu- kammer zu Versailles—.40.—.30 Sack, E., Unsere Schulen im Dienste gegen d. Freiheit—. 80.— i. 60 — Gegen die Prügelpädagogen ,6> L—.—. 80 Seidel, Bob., Staatlicher Getreidehaadel od. wie kommt das Volk zu billigem Brod—'.'35.-25 Schäffle, Quintessenz des Sozialismus 1.50 1.20 Die Preise verstehen sich ohne Porto, und wird nur gegen Vorausbezahlung geliefert. Ausser dost vorstehenden sind durob uns auch alle anderen sozialistische Schriften, soweit sie noch zu haben sind(gleichviel, oh irgendwo verboten oder nicht) zu beziehen. Die Expedition des„Sasfatldemakrat".